Kr 91. OcjngOreltt viertel! Url. Mb S*L aumatt. 126 m ftttinS Hau» voran« zedlbai«njeln« Kummer» 10 Vff nmc. tioiibtnufl: AtonaUich i26 SSL. txü. guIleUuuy«- zebühr Ilmer«reuidand Mr Deurich» lanv a. LeUerrerch-Ungarn 6.M Mi. filr das Sbrig« tUrsiairo V.K Ml. bei ttglich eiRDiattget �ullellun« 7.60 SU. Poftbeilellunoen nehmen m ISne- marl Holland lluremdura. kchwede» >»6 ine Schwer», ilngetraqen l»»I« «oll-�eromat-treielllle. Der.Korwarl«' errcheim wochemllgllch »weumu. sonmaq. emmm. teleAramnz-kidreisch .«»»«»»dewotr»,«»eil»-. Morgen-Ausgabe. Berliner Bollisblntt. Zcntralorgan der fozialdemokrati fehen Partei Deutfcb lande. ( 10 PfcnnisT) AnieinenprctS: »i« achlgewallene Konvarelllezeil» 7o(iet 80 efn.„fttciue itnuctnen", da« teiioeBrutfie Äori»0«fg.(»uläffin 2 ietlgedruale fflone). lede wettere iSoti-JO t'ffl. Siellenqciuche und Schlafstellenanzeigen Bas erlie So« SO Hig.. lebe» w euere Wort 16 Ksx. Worte übet 16 Suchliaben zählen für zwei Sorte. Teuerungsziischlag 70°� lianitlten-Anz-lgen, velitilche und gewerffchastltch« Seretn«- ilnzergen 6V«fg. Bit Zeile, anzeigen iüt die nächlte Kummer müssen bis ä Uhr nachmuiage im öauplgeichäfl. Seilt! 60.88. Ändenlirage a. aboegeber. »erben,«eosfnei eon» lldr früh bis 6 UHt abends, Neüaktion und Expedition: EW. 65, Lindenstr. Z. aer»Ii> recher:»«« Moriopla». Nr. 15 1»0- 151»7. Mittwoch, den 19. Februar 1919. I vorwärtseverlag S.m.b. h., EW. HZ, Lindenstr. 3. Serufprecher: Slmt Morilipla». Rr. ll7SS— S4. QUffenftiUftandsdebatte in Weimar Ttürmitebe Abrechnung mit der Sebverinduktrie. Weimar, 18. Februar. Di« heutigen Verhandlungen der Interpellation Heinz« sollten— so erwartete man allgemein, eine Aussprache dar- Über bringen, wie wir weltpolitisch stehen und welche Mittel wir anwenden können, um der Nach- und Raubgier der Entente entgegenzutreten und womöglich viel von dem echten Wilsonschen Rechtsfricden zu retten. Gelegentliche �Anfänge in dieser Aufgabe fanden sich auch in der Debatte. Jo, wenn unser Parteigenosse Hermann Müller auZ den Verhand- kungen in Bern interessante Beläge dafür beibrachte, daß die klügeren Politiker unter den Westvölkern sich vollends klar darüber sind, daß jeder Versuch, dauernde Bedrückung und Niederwerfung des deutschen Volkes dem Besiegten zum Siege verhelfen könnte, oder wenn Haußmann bemerkte, daß die Ententetruppen läng st zu Hause sein könnten, wenn die Staatsoberhäupter der Alliierten nichts lveitcr wollten, als sich ehrlich an da» Wilsonsche Programm deS Rechts- und AusgleichsfriedenS zu halten. Im ganzen aber gestaltete sich die Interpellation ganz rS: sie wurde zu einer großen Auseinandersetzung anderS: »LP zwischen S ch w e r i n d u st r ie lle n, Vaterlands- p a r t e i l e r n und Annexionisten einerseits und den Mehrheitspartcien, besonders der Sozialdemokratie, andererseits. Im Anschluß daran tat der Begründer der Interpellation, der Generaldirektor der Deutsch-Luxemburgi- schen Bergwerks-Aktiengesellschaft. Vogler, dieser deutsch- parteiliche Zungfernredner, so, als ob er nie etwa» von Deutsch. lands Niederlage gehört hätte und al» ob Herr Erzberger und seine Sachverständigen daran schuld wären, daß Deutsch- land nicht die schönsten Friedensbedingungen bekäme.„Ich stehe hier als Vertreter einer Industrie, begann naiv Herr Vögler, ohne sich klar darüber zu sein, ob diese öffentliche Selbstbeschuldigung eineS angeblichen Volksvertreter» zu- treffend ist. Viäleicht ist Herr Vögler gar nicht Ver- treter einer ganzen Industrie, sondern nur Bevoll- mächtigter des Herrn Hugo S t i n n e S, den Erzberger au» Spaa hat entfernen lasten, weil ihm dieser Haupt» anstifter bei der Ausplünderung Belgien» und Nordfrankreichs»md bei der zwangsweisen Ver» schleppung der belgischen Männer, Frauen und Mädckfen mit Die Unruhen im Ruhrrevier. Generalstreikspropaganda. Die neu aufflammende Bewegung unter den Berg- arbeitern des Nuhrreviers ist unzweifelhaft politischer Na- tur. Im Hintergrunde arbeiten Spartakisten und Unab- hängige. Die Arbeiter werden zum Generalstreik ausgesor- dert und vielfach unter Gewaltandrohung vom Einfahren in die Schächte abgehalten. Das ganze Nuhrrevier, überhaupt da» ganze rheinische Industriegebiet steht unter dem Zeichen nervöser Unruhe. Die Kohlenproduktion hat fast ganz aus- gehört. Die Ententetruppen stehen in abwartender Haltung bereit zum Einmarsch. Sobald die vertragsmäßigen Kohlen- lieferungen in daS besetzte Gebiet— auf die die Alliierten nach den WaffenstillstandSbedingungen Anspruch haben— aufhört, muß daniit gerechnet werden, daß das ganze In- dustriegebiet besetzt wird. Die Haupttreiber scheinen e» geradezu darauf abgesehen zu haben. Sie geben zwar an, aus Gegnerschaft gegen die Regierung zu handeln. Aber sie müssen sich doch klar dar- über sein, daß ihre Generalstreiksabsichten bei der Entente, die an den Lieferungen von Nuhrkoblen interessiert ist, sofort «ine gewisse Alarmbereitschaft auslöst. Die Bergarbeiter, die willig sind, weiterzuarbeiten, und die sich ihrer hohen Verantwortung gegenüber den deutschen Arbeitern und dem ganzen deutschen Wirtschaftsleben be- wüßt sind, werden von bewaffneten Banden und gewalttäti- gen Minderheiten verhindert, zur Grube zu gehen. Bei einzelnen Schächten ist eS selbst unmöglich, die dringendsten Notarbeiten zu leisten, und die Gefahr, daß sie ersaufen und völlig zu Bruch gehen, ist außerordentlich groß. DaS aber würde unsere Koblenschwierigkeitcn zur schwersten Kata- strovhe erweitern. Die großen Gefahren, die für unser Wirt- lckiaftsleben durch diese erzwungenen Streiks erwachsen, hat die Regierung veranlaßt, Truppen zusammenzuziehen, um den Fortgang der Betriebe im Kohlenrevier zu schützen. O vockium, 78. Februar. Dl« Grncrasttreikbttvsgmng greift immer weiter um sich. Der S-treikauch'chuh in Bochum, der als Feuiral« der gesamten Str«ik:«wegung angeiehen werden taim. hat Srichlossen, dir BergardrUer auf den noch in Betrieb befind- kcken W-r?en aufguforderti. die Arbeit niederzulegen. «wderntalls würben sie mit Gewalt an der Wcittrarbcit veriiindeet tdaeben. Drohung mit Abbruch deS WasteustillstandeS. Amsterdam. 18. Februar.(£. 11.) Aach einer Meldung ««» Pari» bat sich der a l I i i e r t e« r i e g» ra, mit der kriiilchcn Lage im Niihrrerlcr befchiliilgt. Wie verlautet, soll, sali? durch die spartakisiischen Umtriebe die llnktrl,riiiischrn Zndiiftrirgcbicte ahne agfilen bleibe«,»ine M i> n d i, u n g des Walten» ftiklstande» mit drei»«»iger Frist in, Auge gefaßt und da«»«birngedirt»au l r"» d e n de»«tHi»»!»* beseht werde». Aufruf der Bergarbeitcrverbande gegen Spartakus. Bachum, 18.. Februar.(Telunion.) Einen Aufruf an die Berg» arbeitet haben bin die vier g r ohen Bergarbeiter« verbände gerichtet, gegen da» unvetaniwortl>»e Treiben der Spariottsten SielluNg zu nehmen. E« wurde weiter»in Ersuchen au die Aegleruug gerichtet, sofort die uotwendige« Maß- nahm»» zur Wiederhersletluug der Sluhe und Ordnung vorzunehmra. Mülheim a. Ruhr, 18 Februar. Die Bettroueitämärinn de« Deutschen Meroüarbeitrtvel bände» sowie Vertreter der sozial« demolrarifchen Partei und der freien Bewerlichasien hielten gestern ein« Sixung ob, deren ErgebnU die folgende Ciitichiietzung war: Die beuiig« BertrouenSmänner- sttziiug der iozialoemolraiüchen Partei und»er freien Geniel lichaiten erklärt sich mit der Protlamierung de« Geueralftreilc« nicht rinuerstandeu. Sie proteinert auf« tniichirdenste gegen die dnieiiige und gewaltiame Durchführung desselben und erklär», datz sie Nock wie vor auf demBoden derRegterung st ehe und die Beraniworiung für etwaige Borlommnisie den Syndikalisten und Kommunisten aufbürdet. Bedrohungen der Bergarbeiter überall. von vielen Zeche» wird gemeldet, daß dir velegschaften arteit»« willig find, gegen die radikalen, meist bewaffneten Elemente indes nicht« audrichtcn kinnru. Auf der Zeche„Brassert" in Marl hat sich»er größte Teil dn Belegschaft durch rin» klein» Gruppe einschüchtern laffrn und ist iufolgrdrffea nicht ringeiah'rru. Aus der Zrchr.Westend»" harte die Belegschaft«ach Verhandlungen mit dem Direktor lo einer Bclrgfchastsversammlung beschloffeu einzufahren. Einige Matrasen wußten jedoch durch dir Drohung, die Fürberjeil» zu durchschneiden und die Körbe in den Sumpf zu werfe», die Leute bau»rr Einfahrt abzuhalten. Die Spartakisten zogen dann von „Westend r" nach der Aitirugesrllschast für Hürrcnbetricb und zu der Maschinenbou-AtlirngcsrUschasr Tiegler und legten auch dorr den Betrieb still. Aus Zeche„Rardftern" rrschicuen etwa acht Mann an» Mülheim, um dir Belegschaft an»rr Einfahrt zu berhindrru. Die tteuie waren adrr schon in dn Grude, weshalb die Bukwiegln uu- vemchiein Sache wieder abzogen. Ihr Wirdnkommen wurde aber für später in Aussicht gestellt. Dn« sogroavnte Sirrilkomitee verbreitet ei» Flugblatt folgenden Wertinn, s: Tie girgirinngdtruppen zirhra ein in da« Industrie- gebiri, nm die rrvolutianären Errungen ichasten zu beseitigen und die Sbzialisirrung des Bergdam««rrhindern. Auf znm Gineralftreik! Die«>bri« muß ruhen, bis Rasles Bluthunde au« Rhrinlafid und Westfalen hinaus find. Elberfeld. IS Februar. Die Eifenbahndtrektion Elberfeld wurde von den Spartakisten gestürmt und besetzt. vrohenüer Proteststreik üer Eisenbahner. Die Eisenbahner deß rheinisch. westfälische» Industrie» bezirks haben eine Depntälion nach Weimar geschickt. Sie ivehr«tG die Holtjei siwd die Spartakisten von den äfsentlichen j verlaltgen sofortiges militSrische« Eingreifen durch die Re- Gebäuden veUrirten worden. Die Spartakisten w u r d e u j gicrung und drohen mit dem Streik, wenn die Regleraag größtenteils»»twafsnet«»d«u» de« Arbeite», nicht in der Lage ist, schaetlsteuS die Ordaang wieder herzu- und VoldaUnrätan«ntsernt. Tu« städtische Potior! strlleu. stecht Wenig geeignet schien, Vertreter eines geschlagenen Volkes bei den Verhandlungen über einen Rechtsfrieden zu sein. Die Sckfwenndustriellen haben darauf Neigung ge- zeigt, in einen Sympathiestreik zu treten und über- ! Haupt keine Sachverständigen mehr den WafsenstillstandS» beratungen zu schicken. Aber die Zeiten, in denen eine solche� Drohung genügte, um die Regierung ins Mauseloch zu jagen, i sind vorbei. In deutlicher Weise wurden die Herren Schwer» industriellen und U-Bootphantasten von der Regierung ab- ' geschüttelt und ihnen bedeutet, daß ihre Zeit in Deutschland Hir immer vorbei sei. Erzberger wurde bei Feststellung dieses Sachverhalts von S ch« i d e m a n n und David in wirksamster Weise imterstützt. Van den Vertretern der MehrheitSparteien, wie von allen Regierungsvertretern, wurde den Männern, welche die Hauptschuld an der Kriegs- erklärung und KriegSfortsefcung tragen, jedes Recht zur Er- Hebung von Anklagen abgesprochen. Eine groteske Phantasie dieses preußischen Talmi stinkerS ist es, wenn er erklärt, die Entente hätte den Deutschen er» heblich bessere Waffenstillstandsbcdingungen gestellt und einen ? erechteren Frieden gegeben, wenn nicht die'Revo- u t i o n ausgebrochen wäre, dann aber plötzlich nach Aus- bruch der Revolution hätte sie die harten Waffenstillstands- bedingungen gestellt. An der ganzen Geschichte ist, wie Erz- berger nachwies, kein wahres Wort. Trotzdem versuchte Herr v. Graes« verzweifelt, die Schuld an Deutschlands Niederlage der Revolution ztizuschreiben. * Die Herren Interpellanten von der deutschen und deutsch» nationalen Volkspartei waren nack dem Verlauf der Debatte schwer blamiert, so daß in vorgerückter Stunde Strcscmann, der Vielgewandte, selbst die verlorene Sache zu retten suchte. Er verteidigte Stinnes und Ludendorff und vor allem sich selbst. Dabei entschlüpfte ihm das Geständnis, daß eS wenig ausmache, wenn Deutschland zu den Verhandlungen nach Trier ginge, da die Alliierten die Bedingungen fix und fertig mitbrächten. Wenn daS zutrifft, und das ist ja zweifellos, dann begreift man um so wentger, was diese ganze Interpellation, dieser aussichtslose Vorstoß der Annexionisten gegen Erzberger und die Regierung bezweckte. Natürlich wurde Streseinann die Erwiderung darauf nicht geschenkt, wie er zum U-Boot-Krieg gehetzt und als junger Mann Ludcndorffs die Politik der ReickstagSmehrheit, die vielleicht dem Zusammenbruch hätte zuvorkommen können, durchkreuzt, insbesondere noch im Juli 1918 Kühlmann zur Strecke gebracht hat. Hinderte ihn nicht seine Eitelkeit, so würde auch dieses Steh-auf-Männchen Wohl erkeimen, daß er klüger getan hätte, wie Westarp und Heydebrant, eine Zeitlang in der Ver- senkung zu verschwinden. Erzberger machte auch in der Debatte Mitteilung über den Stand des Schiffahrtsabkommens und die Nah- rungSmittelversorgung. Deutschland brauche für mindestens 5 Milliarden Lebensmitteleinfuhr vor der neuen Ernte. Di« Entente will sie unter zwei Bs» dingungen gewähren, daß wir unsere Handelsflotte zur Ver- fügung stellen und bar zahlen. Das können wir nur mit Waren und ausländisckten Papierwerten. Nu? wenn wir eine große Menge Aussnhrprodukte in den nächsten Wochen herstellen und die ausländischen Werte in Teutschland restjoS erfassen, werden wir im Frühjahr nicht verhungern. Die Regierung wird gegen die Kapitalisten mit großer Energie vorgehen, um von ihnen das Notwendige zu Deutschlands Vernichtung vor Hunger und Bolschetvismus zu erhalten. An der Arbeiterschaft ist es ober, so viel zu arbeiten, daß sie zu essen hat. Tie zum Teil sehr erregte Sitzung zog sich bis in die neunte Stunde hin. Morgen wird die potitische Aussprache fortgesetzt. 10. Sitzung. Dieu»tag. t8. Februar MS, 8 Uhr«ctikjmiHctg». Am ReyieruriMiscku Scheidemaun, Landsberg. Erzberger, G«t. hein.JTr. Dell. Sudekum u. a. Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 90 Mnt. "'"'']tcnt kkilt mit. daß en erklärt haben, „, tu* de« besetzten Gebieten Dauerpäffe nach Weimar ausgestellt werden. � Auf der Tagesordnung steht die Interpellation dr. Pernze n. Gen. Kohlen und Erz, ragen). Namen» der Interpellanten begründet Mg. Dr. BSsl» iD. die Jntedftellation. Durch die Vorgänge des leKen Sonntag» find Vir eigentlich der Notwendigkeit einer Begründsng überhoben. (Sehr richtig� rechts.) Große Kreise der Industrie, des Handels. der Schiffahrt und des Gewerbe? haben längst gewußt, daß die Wilsonschen Bedingungen doch bielleicht nur gestellt worden sind, um uns zuerst zum Waffenstillstand zu bringen und dann zu vergewaltigen. Schon die Mlieferung der Taufende von Lokomotiven und der Hunderttausende von Eisenbahnwagen hat durchgeführt werden müssen, ohne daß ein sachverständiges Pro- aramm aufgestellt worden wäre, um die Möglichkeit technisch zu sichern. Es war technisch unmöglich, in der gestellten kurzen Frist dieses ungeheure Material abzuliefern, und unter den niMigsten Vorwänden, wegen kleiner Mängel an der Ausrüstung und selbst an der Lackierung hat der Feind die Abnahme verweigert. Ich richte an den Reichsminister Erzberger die Frage, ob ihm diese Dinge bekannt sind.(Heiterkeit.) Dann kam mit einem Male die Nachricht, wir seien wegen der Verzögerung in der Abliefnrung der Wagen zu einer Konventionalstrafe infofern verurteilt worden, als nunmehr 1» Proz. aller Wagen und Lokomotiven mehr geliefert werden sollten. Dann kam schltetzlich die Beruhigung?- uachricht. es sei erreicht worden, daß wir statt der Ist Proz. Wagen Und Lokomotiven»nur" 50 000 landwirtschaftliche Maschinen abzuliefern brauchten.(Hört! hörtl) Ich frage, hat der Herr Reichs- minister Erzberger sich davon überzeugt, ob unsere Stahlwerke und unsere Maschinenfabriken überhaupt in der Lage sind. diese Maschinen zu liefern? Ich bezweifle es. Und nun der zweite Punkt, den ich aus das Schuldkonto des Leiters der Waffenstill- standskommtsfion setzen muß. Von Anfang an hat der Verein deutscher©tahlindustrieller immer und immer wieder dringend um die Zulassung von Sachverständigen gebeten. Er wurde von Woche ->u Woche hingehalten. Redner gibt eine ausführliche Darstellung dieser Verhandlungen. Schließlich haben wir durch Nachfrage bei der Regierung direkt festgestellt, daß bei den Verhandlungen in Spaa, Trier und Luxemburg Sachverständige der Kohlen- und Eisenindustrie, die doch in erster Linie dabei interessiert-sind, über- Haupt nicht zugezogen worden sind.(Hört? hortk) Woher miliint Herr Erzberger das Reibt, allein über so wichtige Fragen unseres Volkes zu entscheiden? Auch bei der Erneuerung des Waffenstillstandes im Januar ist Herr Erzberger in Verhandlungen eingetreten, ohn-e daß die Sachverstandigen zur Stelle waren. Unsere Unterhändler haben, wie die Hamburger Reeder sich ausdrückten, in leichtfertigster Weise die Feinde geradezu eingeladen, uns in den Hauptpunkten Schwierigkeiten zu machen. (Hört! hört!) Obwohl von Sachverständigen aufs schärfste Protest erhöbe n worden war. hat Herr Erzberger das Schiffahrtsabkommen umer-schrieben. Ich frage wiederum, wer gab Ihnen daS Recht dazu? Marschall Fach war anfangs bereit, mit Sachverständigen mi verhandeln? nur die unglaubliche Führung der Verhandlungen Xus deutscher Seite brachten ihn zu der Forderung, daß anter allen Umständen schnell abgeschlossen werden mußte. Herr Erzberger hat Vereinbarungen mitgebracht, die der Regierung wirklich schwere Stunden bereiten mußten. Vielleicht mußten sie an- genommen werden, aber diese Abmachungen sind da? Scklußglied in der Kette, die der ReichSminister Erzberger in den monatelangen Verhandlungen um das deutsche Volk gelegt hat(Beifall bei der Vp. — Unruhe im Zentr.). der Kette, die daS deutsche Volk erwürgen wird.(Unruhe und Rufe im Zentr.: Unerhört?) Der Minister. Präsident verlangt, daß wir den Arm zur Arbeit fte, bekommen. Sie. Herr Reichsminister Erzberger. haben diesen Am i n F e s s e l n geschlagen. lBeisall bei der Vp.— Unruhe im Zentr.) Wenn ßsute ganz Deutschland unter einer gewaltigen Kohlennot leidet. L ist das nicht die Folge der wilden Streiks(hortl hört!), sondern in erster Linie die Folge davon, daß d,e Erzeugung nicht dem Verbrauch zugeführt werden kann.(Sehr richtig!) Heute liegen allein im Ruhrrcvier --zwei Millionen Tonnen Kohle« aus den Zeche«, dir nicht abgesahre» werden können, undi'�ausende von Arbeitswilligen müssen feiern, weil man ihnen keine Arbeit geben kann(hört! hört!)? aus dies enTousenden wer- den bald Hunderttausende werden. Gegen Sie. Herr Reichsminister Erzberger, erheben wir schwere Borwürfe; wir werfen Ihnen vor. haß Sie in wichtigen Lebensfragen der Nation(große Unruhe im Zentrum) niemals Sachverständige zu Rate gezogen haben. Wjr werfen Ihnen vor...(die nächsten Ausführungen des Redner? gehen unter in lärmenden Kundgebungen des Zen» » r n m s, aus dessen Reihen fortgesetzt gerufen wird:»Unerhört! -Schluß' Schluß!" Von anderen Rednern wird gerufen:»Kein Schluß", woraus sich die S t u r m s z e n e n wiederholen.) Nachdem der Lärm minutenlang angedauert hat, erklärt Präsident Frhrenbach: Ich haSe sestzostellen, daß Ihre persön. l i ch e n Angriffe den Entrüstungssturm entfesselt haben. Abg. vögler: Ich habe nur die Schlußfolgerung auS meinen sachlichen Feststellungen gezogen(Unruhe bei der Mehrheit), ich stehe hier als Vertreter einer Industrie, die am Ersticken ist.(Laute Zurufe bei der Mehlchen: Hier sollen aber Vertreter des Volkes stehen!) Wenn wir nicht zu einem Kirch- Hofsfrieden kommen sollen, dann müssen zu den weiteren VerHand» lungen die beste» Köpfe als Sachverständige hinzugezogen werden. (Beifall rechts.) Zur Beantwortung der Interpellation erhält das Wort Reicheminister Erzberger. Die Rede des Interpellanten hätte sich statt an mich an Mar- schall Fach richten müssen(leVhafte Zustimmung); die Begrün- dung erfolgte mit einer Oberflächlichkeit Und Leicht- fertigkeit(große Unruhe rechts— lebhaste Zustimmung bei der Mehrheit), wie ich sie bisher nicht kennen gelernt habe. Anklagen schwerster Art wurden auf völliger Unkenntnis und auf einer unerhörten Verschiebung der wirklichen Vorgänge anfgebaui.(Hört! hört! bei der Mehrheit.— Große Unruhe rechts.) Der Vorredner meinte, die letzte Erneuerung des Waffenstillstandes habe ihm die Augen geöffnet. Uns sind die Augen längst geöffnet, seitdem gerade dir Gruppe der heutigen Iaterpello». ten mit ihrer Politik den Niedergang unseres Vaterlandes herbei« «führt hat.(Stürmische Zustimmung bei der Mehrheit.— Großer Lärm rechts.) Angesichts dieser Sachlage ist es wirklich ein starke? Stück, wenn ein Vertreter der Grnppe StinueS es wagt, in der Nationalversammlung von der Schuld eine? Mi- ntsterS zu sprechen. 6er fürden Frieden derVersöhnung eingetreten ist. während gerade diese Gruppe unserm Volke neue Blutopfer auserlegte.(Erneute stürmische Zustimmung bei der Mehrheit.— Lärm necksts.) Gerade die Rechte stand dem Wilson- frieden entgegen und heute klammert sich der Vorredner an de» Wilsonfrieden, den er früher verhöhnt hat. OSehr gilt? bei der Mehrheit.) Insgesamt waren in Trier Z0 Sachverständige an- wesend, nur Hugo StinneS fehlte.(Heiterkest.) Ob durch solche Reden die Stellung der deutschen Unterhändler erleichtert wird, stelle in Ihrem Urteil anheim. Sie wird min- � bestens erschwert, wenn unrichtige Behauptungen in aller Welt verbreitet werden. DaS gilt auch von kleinen Anfragen, deren Charakter alö der eine? Ammenmärchen? auf mehrere Kilomeier ersichtlich ist. Dazu zählt auch die An- frage, die von meinem alten lieben Freunde, dem Abg. v. Graefe lHeiterkeit) gestellt ist. Sie stützt sich au? einen Artikel der»Schlesischen Zeitung' vom 25. Januar 1919, in dem u. a. behauptet wird, daß bei den ersten Verhandlungen der deutschen Waffenstillstandskommission die Entente zu einem entschädigungSlosen Frieden bereit ge» Wesen sei. daß atn nach Ausbruch der Revolution Fach erklärt habe, dieses neue Faktum ändere die ganze Lage, Deutschland sei erledigt, das frühere Angebot hinfällig. An diesem ganzen Artikel ist nur daS eine wahr, daß w!r am 7. No» vember die deutsch? Front verlassen haben(Heiterkeit); alles an- der» ist Dichtung. In den Verhandlungen ist von Frieden und aar von entschödiaungslosem Frieden keine Rede gewesen, daS Wort»Frieden" ist überhauvt nicht gefallen, e? wurden uns sofort die wichtigsten Bedingungen verlesen, die am 11. November mit den von unS erreichten Aenderungen Gegen. stand des Abkommens geworden find. Daß der Ausbruch der Revolution ein? Verschärfung der Bedingungen zur Folge hatte, ist ganz unbegründet, es sind unS sofort dir schwersten Ve- dingunge« beS Waffenstillstandes bekanntgegeben worden. Erst am Sonntag, den 10. abends 8 ITfir erreichte mich der Funk- fpruch de r O bersten HeereSleituno. der in 9 Punkten um Milderungen ersucht«, aber den ausdrücklichen, allein bisher noch nicht veröffentlichten Satz enthält: Gelingt die Durchsetzung dieser Punkte nicht, so wäre trotzdem abzuschließen.. (Lebhaftes Hört! Hörtl) Zu den Verhandlungen nach Spaa war Herr Hugo Stinne» entsendet worden. Ich habe seine Abberufung durchgesetzt und ich vertrete sie, weil ich unseren Feinden als Sachvcrstän- digcn nicht einen Herrn anbieten konnte, der an der AuSbeu- tung Belgiens so hervorragend beteiligt gewesen ist. wie Herr Hugo StinneS. und der vor allen Dingen die Haupt- treibende Kraft gewesen ist bei der Verschleppung Iber hrkgische« Arbeitslosen, die so ungeheuer diel I böses Blut gemacht hat. Nun hat unS Herr Bögeler eine ganze Reihe von Depeschen des Vereins der deutschen Stahlindustriellen verlesen— nur von einer hat er uns nichts mitgeteilt, sie lautet:„Wenn Hugo StinneS nicht in Luxemburg als Sachver- standiger zugezogen wird, entsendet der Berein überhaupt keinen Sachverständigen."(Hört! hört! Bewegung und Pfuirufe.) Unter solchen Terrorismus suchen Sie(zu Dr. Vögeler) die Regierung zu setzen. Aber ich kann Ihnen sagen: Ihre Herrschaft ist vorbei! (Stürmischer Beifall.) Die Interpellanten haben in ihrer Jnter- pellaiion daS bitterböse Wort von der Auslieferung der deutschen Handelsflotte eingefügt. Ich protestiere gegen dies« Schlagwörteragitaiion. In dem Abkommen selbst heißt es nur. daß die deutsche Flotte der Kontrolle der Alliierten unterstellt� ist. Die deutsche Regierung ist entschlossen, die Bedingungen, die sie auf diesem Gebiete übernommen hat, loyal auszuführen, aber n i ch i m e h r. 1 Unser Volk darf nicht verhungern. Hunger ist der Schrittmacher für den Bolschewismus. Wir haben gegenüber dem Drängen der Alliierten erreicht, daß die Handels- flotte nicht eher auszulaufen braucht, als bis U e b e r e i n. istimmung über die Ernahrungs. und Finanz frage ! herbeigeführt ist. Wenn diese Uebereinstimmung aber nicht bald, vielleicht in 14 Tagen, erzielt wird, dann laufen wir die große Gefahr, keine Lebensmittel zu kriegen und die Flotte schließlich doch loS zu werden. In einem Jnterviow. daS ein Mitglied dieses Hauses gegeben haben soll, wird gesagt, Deutschland habe unter dem Vorwand, die Ostgrenze zu schützen, ein neues Heer von 800.000 Mann aufgestellt.(Lebhafte Rufe: Wer war daS?) Dieses Interview, das in»Excel sior" veröffentlicht wurde, soll vom Ab- geordneten Haas« stammen.(Mg. Hasse[11. Soz.s: Es ist kein Wort davon wahr, nicht ein Wort!) Es freut mich, daß die Behauptung diese? Blattes also unwahr ist. Der Mg. Bögeler hat in seiner Rede immer noch die nicht ganz un- wichtige Tatsache vergessen, daß wir den Krieg verloren haben (Sehr richtig! bei der Mehrheit), sonst hätte er eine solche Rede Ehalten können.(Lebhafter Beifall bei der Mehrheit/ Zischen Auf Antrag de? Abg. Dr. H ringe(D. Vp.) wird die Be- sprechung der Interpellation beschlossen. Mg. Müller-BreSlau(Soz.): Di« Agitation für dftse Interpellation geht von denselben Kreisen au», die die Führer der sechs großen Verbände waren, die die Raub- und Plünderungspolitik gegen Bei- gien und Frankreich befürwortet haben. Der Zweck des Vorstoße» der Interpellanten scheint mir nicht nur das.Uveg mit dem Erzberger", sondern auch der Ersatz Erzberger» durch einen dem Interpellanten genehmen Herrn zu sein.(Un- ruhe und Widerspruch rechts.) Jetzt treten die Heroen v. Graefe, Warmuth. Dr. Strefe ma a n als Verfechter des W i l so n fr i ed e n s auf. dieselben, denen früher der Brester Friede nicht scharf genug gewesen ist, von denen einer noch an demselben Tage, wo Bulgarien zusammenbrach, in der ReichStagSkommission die Annexion der flandrischen Küste gefordert hat. Wir haben die schwersten Waffenstillstandsbedingungen auf unS nehmen müssen, weil wir eben dem Diktat de» Siegers unterliegen. Auch dem Ausland gegenüber besteht für uns kein Anlaß, die Situation zu verschleiern. Wir müssen in allen unseren Worten und Taten der Welt zeigen, daß man eS wirklich mit einem neuen Deutschland zu tun hat. Denn m Frankreich, und namentlich in Amerika, wird immer noch damit gegen unS gearbeitet, daß die j u n g e d c u t s ch e Republik ein bloßer Schwindel fei. Wenn uns der versprochene Rechtsfrieden nicht gewährt, wenn nnS der Gewali. fnedcn aufgezwungen wird, fs handelt es sich dabei nicht um Deutschland allein. eS handelt sich um den U n t e r g a n g de r ganzen europäischen Kultur.(Beifall bei den Sozial- demokratu wählen, und beschwört dl« Blibnengenosienichaft-die Agenturen ja nicht generell zu beseitigen, sondern sich mit einem Kontrollrecht z» begnügen. Herr Holzbock möchte seinen alten Gönnern noch die Geschäfte besorgen. Er wird damit nichts mehr ausrichten, aber bezeichnend ist e» do». daß und wie das Setolg- sick noch breit macht, nachdem seine' Her» schast ein für allemal abgetan ist. Musik, gm Konzert de« Philharmomichen Orchester,«n der Singakademie(LI. Febr.) bringt Georg»»eller eine Sinfonie von Golischeff zur Uraufführung. --- Jenaer GinheitSmöbel. DI« Stadt Jena eröffnete gemeinsam mit den Zeiß- Werken eure Ausstellung von Einheit?- möbeln, die neben Beispielen aus anderen �Städten eigene Versuche der KeißeVerkstätten und einer neugearüudelen Jenaer Tischler» — lofienschast enidält. DaS Publikum wird zur Abgabe ausführlicher ifürcher Urteile aufgefordert, au» bereu Ergeblä» dann Roß« MMM ssNbttmützizit ackvMnx /vllW. £aJ Parlament kommen konnte. Hier den Ankkäzer spielt. wZhrend � die Echwerindustrit eigentlich auf die Anklagebank hört.(Lebhafte Zustimmunz links.) Heute wollen wir auf die eneralabrechnung mit den Parteien der Rechten verzichten, aber die Abrechnung kommt. Jetzt kommt alles daraus an, dem Ausland gegenüber geschlossen und einheitlich Stellung zu nehmen.(Beifall.) Abg. v. Gracfe(drutschnatl.): PosadowSky hat treffend nachgewiesen, daß die Bezeichnung „Waffenstillstand" geradezu ein Hohn ist für den Zustand der tat. sächlichen Unterwerfung, der damit gemeint ist, in der Reichstags- fttzung im Oktober ISIL. als Prinz Max von Baden die Notwendig- Zeit 5eS Sticlicirstiüjioiiics bogranoc;-. iwucii aus. V- iu cn LeS damaligen und jetzigen RegierungSolocks, darunter auch der jetzige Reichspräsident Ebert, erklärt, unsere Widerstands- kraft, sei noch nicht gebrochen und wir würden keinen Waffenstillstand annehmen, der die völlige Unterwerfung fordert. Tatsächlich wurde sie von uns gefordert, und das Voll mußte nach diesen Rcdrn annehmen, daß ein solcher Waffenstillstand nicht ab- geschlossen würde. Entweoer wäre damals der Ausruf der natio- nalen Verteidigung erfolgreich gewesen, dann wäre freilich der sogenannte Erfolg der Revolution in Frage gestellt und das natio- nale Gewissen wuder gestärkt worden(Lachen und Zurufe links), oder aber die nationale Verteidigung war nicht mehr möglich, dann war vor aller Welt bewiesen, daß die Revolution sie unmöglich gemacht hat.(Sehr wahr! rechts, lebhafter Widerspruch links.) Mimsterpräsident Scheide mann: Die Rede des Herrn von Graefe ist mir teilweise vorgekommen wie das berühmte Posthorn.(Unruhe rechts.) Herr von Graefe sprach, wie wenn wir noch in den Zeiten lebten, wo er und seine freunde die wüstesten KriegSreden gehalten haben. Daß ,ch gesagt haben soll, eS werde der Augenblick kommen, wo wir nein sagen mutzten, mag sein, denn e» entspricht ganz meiner Auf- sussung. Aber dieser entspricht e» auch ebenso vollkommen, daß wir in diefen Tagen gu den Bedingungen, so schwer sie waren und so sthwer eS unseren Unterhändlern angekommen sein muh, sie zu Unterzeichnen, die Verantwortung für ein Nein nicht übernehmen Ürfnnten.(Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Ueber die Taste llung, die Herr von Graefe über den ersten Abschlutz des Waffenstillstandes gegeben hat, gehe ich. mit einer Handbewegimg hinweg.(Rufe rechts: Thal) ES lohnt sich nicht, auf solche In- finuationen überhaupt einzugehen. Das Kriegsende ist gekommen mit einem totalen Zusammenbruch unsere» vier Jahre lang in ärgster Weise mitzhaudelten armen BolkeS. Als die Revolution am 9. November ausbrach, war daS ganze deutsche Volk durch den unglückseligen Krieg vollkommen xermürbt. An dem Ausbruch des SriegeS und an seiner Fort- srizung trage» Sie ein gerütteltes Maß der Schuld.(Grotze Un- ruhe rechts.) Am 9. November stellte sich aber auch heraus, daß auch da» ganz« alte System total vermorscht und verfault zu- stunmeniebrixhen war, ftr das Sie heute noch gute Worte zu finden suchen, dank der vereinigten drei, Schwerindustrie. All- deutsche und Ludendorff, mutzten sie zusammenbrechen. Sie wiederhole ich.(Zuruf des Abg. von Graefe: Sie sahen in der Re- gierung. nicht ich!) Ich erfülle nur sine Pflicht der Loyalität, wenn ich feststelle, daß Sie der Politik des Prinzen Max von Baden Unrecht tun, wenn Sre ikjn nur im geringsten für sich in Anspruch nehmen wollen. Er geHort« schon vor dem Kirege zu der kleinen Gruppe hochstehender Diplomaten, die für einen Verftändi- gungSfrieden waren; auch bei Kriegsende hat er keine Rolle gespielt, die ihm nicht zur Ehre gereichen. Es tut mir leid, datz ich auch in dieser Stunde noch nicht die ganze Wahrheit sage» darf. Ihnen gegenÄbed. Herr von Graefe, hätte ich e« gern getan. Nur daS eine will ich Ihnen sagen: fassen Sie an ihre«igen« Nase und denken Sie an Ludendorff. Glauben Sie, Sie hätten bessere . Bedingungen herausgeholt? Wären Sie zu Fock gekommen. Sie wären einfach zum Teufel gejagt worden, mit Ihnen hätta man überhaupt kein Wort gewechselt. Ihre Rolle ist ausgespielt. Daran sich zu gewöhnen, fällt Ihnen schwer, ich vergehe dach aber geben auch Sie sich Mühe, eS zu verstehen. Die Demokratie ist jetzt in Deutschland so fest verankert, datz Ihre Zeit endgültig vor- über ist. Die Generaldirektoren, die Schwerindustrielle», die Alldeutschen und ihre Politik sind in Deutschland unmöglich geworden. DaS ist vielleicht das einzig« Erfreuliche, was uns der Krieg gebracht hat.(Beifall links.) Reichsminister Erzberger: t Herr von Graefe hat fein Bedauern ausgesprochen, datz ich gestern nicht Töne de» Zornes gesunden habe. Da» stehr auf derselben Höhe, wie die Aeutzerung gewisser Blätter, datz ich so gut ausgesehen hätte. Sie haben hier kein Recht, Anklagen zu erheben(stürmischer Beifall und Widerspruch), denn Sie sind die Schordigeu, die das deutsche Volk iuS Unglück hineingeführt habe«.(Lebhafter Beifall und Widerspruch.) Ich will eS Ihnen beweisen. AIS am 12. Dezember Iöl6 Herr von zhethmann im Reichstag das erste Friedensangebot mitteilte, da war eS Herr von Graefe. der rief: Skandal, unerhört! Die Depesche, deren Wortlaut Herr von Graefe haben will, wird veröffentlicht werden. Durch die söge- nannte Demarkationslinie wird einem Beschluh der FriedejjS» konfereng in keiner Weise vorgegriffen. Unerhört ist eS. wenn Herr von Graefe hier austritt und unsere Feinde geradezu auf- stachelt, uns die Handelsflotte wegzunehmen, indem er sagt, er »alt da» für ganz selbstverständlich. Diese Sätze werden unseren Unterhändlern als aus der Nationalversammlung stammend ent- gegengehalten werden.(Sehr richtig!) Da» ist nicht die Stimme eine? Vertreters des deutschen Volkes, sondern einer Desperado- Politik.(Beifall und Zustimmung.) Abg. Haast(U. Soz.): Auch die Mehrheit Sparteien und die Rechtssozicckisken waren nicht unschuldig an der Kriegspolitik. Degen Unterhändler aus diesen Kreisen werden die Feinde immer Mitztrauen haben. Es wird jetzt noch viel zu sehr mit dem Säbel gerasselt.(Sehr richiigl bei dem U. Soz.) Das Volk in seiner Masse will den Frieden. Wir sind nicht in der Lage, der alten Abenteurerpolitik eine neue Äbentrurerpolitik hinzuzufüge«.(Beifall bei den U. Soz.)" Abg. Dr. Strcsemann(Deutsche BolkSp.): Unsere Interpellation ist nicht aus schwerindustriellen Kreisen hervorgegangen, sondern aus den Kreisen der hanseatischen Schiffahrtevertreter, dir mit Reckt um das Schicksal der deutschen Schiffahrt besorgt waren. Der Kern der Interpellation ist auch nickt:»Weg mit Erzbergerl". sondern bloh:.Weg mit der Souveränität des Vorsitzenden der WaffenstillstandSkommission und leine Unterstellung unter das Auswärtige Amt." In der Frage der Auswahl per Sachverständigen sollte man nicht an den protzen geschichtlich gewordenen Organisationen unseres Wirtschaftslebens vorbeigehen. Die Gefahr der Auslieferung unserer Flotte wird nicht nur von den Interpellanten an die Wand gemalt, sondern st« ist schon in den weitesten Kreisen des Volkes und in einem protzen Teil der deutschen Presse zum Ausdruck gebracht worden. Tie Zeit für die Entscheidung der Frage, wer die Schuld am Zu» sammenbruch trägt, ist noch nicht gekommen. Während d«S Kriege» selbst ist in dieser Frage die Haltung fast aller Parteien de« Reich«- tage» nickt kvnseguent gewesen; ich darf nur daran erinnern, datz kein Geringer»,«« Herr Erzverger den Fpiüd-a von Biest-Ziiow»? verteidigt hat. RmchSministcr Erzbergcr: Ich habe das nur getan nur Unter der Voraussetzung, daß iv-be- in tollem Umfangx da« SelbstbestwnniMSrecht der VoTfet gsttlthrt Sreffe, und da? ist ssip-r nicht gesHHen. ......;v RefchSminister Dr. David: Das Schlimme an der heutigen Interpellation ist. daß sie von den Männern ausgeht, die die Schuld an unserem ganzen Jammer trifft. Herr Sir e s e m a n n g e hö r t in e r st e r Linie da- z u. Die Mdeütschen und die Vaterlandspartei haben durch ihre Politik den Zusammenbruch herbeigeführt. Wenn draußen der Eindruck erweckt würde, daß Sie(zur Rechten) noch einen maß. gebenden ElNfliltz haben, so könnte un§ das in der Wollpsychologie außerordentlich schaden.(Beifall bei der Mehrheit.) Damit schließt die Besprechung. Es folgen noch kurze persön- liche Bemerkungen des Abg. v. Graefe(Deutschnational) und des Reichsministcrs Erzberger, der in diesem Falle als Abgeord- neter spricht, so datz durch sein« Wortmeldung die Beratung nicht wieder eröffnet wird. Schlutz der Sitzung Ä8 Uhr. Nächste Sitzung: Mittwoch, 2 Uhr nachmittags. Erste eventuell zweite Beratung des Gesetzentwurfes zur Abänderung der Verord» nung betreffend Rückgabe in Belgien und Frankreich weggenomme- ner Betriebseinrichtungen. Fortsetzung der Besprechung über die Erklärungen der Reichsregierung in Verbindung mit dem Nach- tagSctat.__ Seginn üer Vorfrieüensverhanölungen am 15. März. Genf, 18. Februar.(Telunion.) Wie auS Paris gemeldet wird, erklärte Clrmenreou im Kammerausschuß für Aus- wärtigeS, daß der Beginn der PrüliminarfrirdenS- verhandlunge» auf de» 15. März festgrsetzt werde. Wieüerbeginn üer Veltfchiffahrt. Amsterdam, 18. Februar.(Telunion.) Räch einem enalischen Blatt erklärle der Staatskommissar auf der Live, pooler Sckissahns- börse, daß man in unlerrickleten Kreisen mit der Wiederaufnahme qeS freien WeltichiffahrtSverkehr« für denl. Juli tvlS reckne. Der Verlust der Welihandelstonnage während des Kriege? werde mit etwa lv Millionen Tonnen angegeben. Demgegenüber stehe die deuiscke Behauptung auf angebliche Ber- ienkung von 22 Millionen Tonnen Wetttonnage. internationaler Appell an üie Zrieüens- konferenz. „Gerechtigkeit und Versöhnung". Amsterdam, 13. Februar. Die Blätter veröffentlichen einen Aufruf an die Regierungen und Delegierten auf der F r i e d e n S° tonserenz in Paris, in dem dieie aufgefordert werden, ihren ganzen Einfluß zur Erüelung eines gereckten FriedonS und eurer allgemeinen Veriöhnnng aufzubietem Der Aufruf ist von zablreicken hervorragenden Periönlickkeiten in Deutsch- land. Oesterreick, den neutralen und den Entente- Ländern unterzeicknet, u. a. von Romain Rolland, Ellen Key und mehreren Cambridger Professoren. die Reichsverfajlung. Der Entwurf der neuen Reichsverfassung ist am Freitag der vorigen Woche fertiggestellt worden. Einige notivendige Korrekturen wurden am Sonnabend erledigt. Am Dienstag hat unter dem Vorsitze P r e u ß' die zweite Lesung im Staatenausschusse stattgefunden. Wann der Entwurf der Nationalversammlung vorgelegt werden kann, ist noch unge- wiß. Die Nationalversammlung ist augenblicklich stärker von anderen Fragen in Anspruch genommen(Erörterung der WaffcnstillstandsbcNnguNgen, die Angelegenheit Liebknecht- Luxemburg. Interpellationen der Rechten), doch hofft man,. daß die Versanimlung E n d c d i e s e r Woche an die Be- ratung der Verfassung wird gehen können. Der Entwurf ist umfangreicher geworden, als es ursprünglich beabsichtigt war. Er gliedert sich in sieben große Abschnitte mit über 100 Punkten._ Zusammenstöße in Gotha. Proteststreik. Infolge de» Einrücken» von RegierungStruppen wurde in Gotha in einer Anzahl von Fabriken und gewerblichen Anlagen feiten» der Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Infolgedessen ruhen die Betrieb«, die Straßenbahn verkehrt nickte e« fehlt elck- rrifcker Sirom und Lickt. gwiicken Militär und Arbeirera der Goihaer Waggonfabrik rst eS zu Z u s a m m e n st ö tz e u gekommen, bei dem Schüsse gewechselt wurden. Eisners Revolution in München. Der Landtag wird nicht geräumt. München, 18. Fcdr. Die Knie in Bayern dauert air. Wie sehr sie sich zugespitzt hat. zeigt der heutige Leitartikel unsere» Partei- organs. der. M ü n ch e n e r P o st �, der erklärt, daß der Rück- tritt SiSner» eine politische Notwendigkeit sei, weil lein Berbalten im Widerspruch stehe mit den Wünschen und Forderungen de» bayeriichen Voltes., Heute nachmittag erklärte EiSner im Rätetongretz, e» bestehe in Bayern eine ickwere Krise, die in einem Sinne gelöst werden müsse, welche der Rätepolitrk ent« spreche. Der Geist der Räte müsse in die Parteien dringen. Um » Uhr nachmittags fand im LcmdragSgebäude die Landes- konferenz der sozialdemokratischen Parter stall, deren Beschlüsse von entscheidender Bedeutung für die Tntwickelung der Krise fein werden. Die Tagesordnung'für die erst» Sitzung de» zum Freitag einberufenen bayerischen Landtag» dürft« Voraussicht- lich noch heute abend ausgegeben werden. ES ist aber außerordrntNch zweifelhaft, ob der Landlag überhaupt zusammentrete» kann. Der RStrkongrrß fetz« frine Verhandlungen im LandtagSsaale onermüdlich fort. Da» ganze LandtagSgebände ist von allen möglichen Räte- organisarionrn beichlagnabmt. Dem Ersuchen de« Präsidenten de« proviserische» Ratioualrats, die Räumlichkeiten ,gr den Landtag frei zu machen, ist bis jetzt nicht entsprochen worden. Auch die .Münckener Post" hebt hervor, datz EiSner sich keineswegs bemüht, den Widerstand gegen einen ordnungsmäßigen Verlauf der gesckä'ts- gebenden Arbeilen de« Landtags zu Amtien. Unter solchen Um- ständen steht es vollständig dahin, waS die nächsten Tage bringen werden. Merkennung üer �rbeiterrätö üurch üie englische Regierung. Amsterdam, 18. Februar(Teluniou.). An» Lande« wird gemeldet, �Daily Telegraph" teilt mit, daß die englische Regierung dem Arbeiterrat in Birmingham Kennt- vis gab, daß sie die Arbeiterräte als wirtschaftliche Organi- satiou anerkennt vnd mit ihueu verHandel« wolle. - v.-'--- Da» preußische. StaatSmimfterinm hat heute beschlossen, die Zteuwahlcn zu den Kreistage« nach dem bem?frat�cken Wahlrecht auf ton 4. M-r anzubtoaumcu!.- Da» erfundene Kaiserhoch. Die.Freiheit", d»S Blatt der Berliner Unabhängigen, hatte behauptet, Oberst Reinhard habe bei einer Zusammenkunft von Chargierten eines Garderegiments ein Kaiserhoch ausgebracht. Wie wir dazu auS bester Ouelle er- fahren, ist diese Behauptung völlig auS der Lust gegriffen. der Zall Prinz vor Gericht. (Fortsetzung aus dem Abendblatt.) Der Angeklagte Prinz erklärte weiter, daß herbeieilende Kameraden des Votz mit Revolvern auf ihn eindrangen und ihn am Halse packten, so datz er um Hilfe rief. Darauf hätten ihn andere Kameroden befreit. Danach habe er in einem Nebenzimmer sich mit Votz in aller Ruhe ausgesprochen und, nachdem er von diesem gehört, datz er keineswegs Verleumdungen gegen ihn ausgesprochen, habe er ihn um Verzeihung gebeten und ihm die Hand gereicht. Er habe dann schriftlich sich zur Ab- reise verpflichten müssen, aber Aufschub bis zum nächsten Tage erhallen. AIS er am nächsten Tage in das Haus seiner Braut in der Köpenicker Straße kam, sei ihm plötzlich ein Soldat aus dem Dunkel entgegengetreten und habe ihm mit dem Rufe..Hände hoch!" seinen Revolver entgegengehalten, ihm einen Haftbefehl auf Anordnung Eichhorns vorgezeigt und ihn in den Militararreft abgeführt. Auf die Frage eines Geschworenen erklärte der Angeklagte, daß er Mehrheitssozialist sei. Mehrere Zeugen bekundeten, datz Prinz vor dem Zt> sammenstotz mit Votz gerufen habe:„Ter Kerl mutz tot- geschlagen werden� und wenn ich eS selber tue." Andere wieder hielten die Sache nicht für gar so ernst. Dazu gehörte der Zeuge Graes. Nach seiner Darstellung war in jenen Tagen alles sehr nervös gewesen, und man griff, sehr bald zum Revolver, um sich seiner Haut zu wehren. Es war eben Revolution. bei der die Leute leicht schnell aufeinanderstoßen.— Vors.: Und das nennt sich nun Polizei- und Sicherheits- dienst! DaS sind doch kein« Zustände, die man s« einem geordneten Staatswesen verlangen kann.— Recbtsanw. Dr. Esch: Ist dem Zeugen be- kannt, datz Prinz stets bestrebt war, nur solche Leute im Sicher- heitsdienst anzustellen, die unbestraft waren? Zeuge: Jawohl; er hatte das feste Bestreben, Ordnung zu schaffen, aber das war undenkbar. Auf Vorhalt bestätigte der Zeuge, daß es mitunter zu Differenzen zwischen Prinz und Eichhorn wegen der E i n st e l l u n g von Leuten gekommen ist; er weist aber nicht, ob eS sich dabei mn Spartakusleute handelte. Zweimal habe Prinz den Eichhorn verhaften wollen. Dem Angeklagten fei es zu danken, datz dem Staate auf dem Schlesischen Bahnhof 165 Millionen gerettet wordeck seien.— Der Sachverständige B a r e l l a gab die Möglich- keit zu, datz an der gesicherten Pistole bei dem heftigen Ringen durch dritte Hand die Sicherung gelöst sein Grnn.— Nach Schluß der Beweisaufnahme kam der Borsitzende auf die am Vor» mittag« von einem Geschworenen an den Angeklagten gerichtete Frage nach seiner Parteizugehörigkeit zurück und betonte, datz solche Punkte hier bei der Rechtsprechung u n b c r ü ck- ficht igt bleiben müssen und die Beurteilu.cg des Tatbch.-iitoS jede? politischen Beigeschmacks entkleidet bleiben müsse. Das Urteil lautete wegen versuchter Nötigung auf zwei Mora.e Gefängnis, welche durch die Untersuchungshaft verbüßt find. Prinz wurdx aus der Haft entlassen. G Freisprechung im Spandauer RathauSprozest. Die Verhandlung gegen die neun Personen, die bei der Er- ftürmung des Rathauses in Spandau festgenommen worden waren, zog sich bis in die neunte Mbendswnde hin. Das Gericht schigfv sich den Ausführungen der Rechtsanwälte Dr. Herzfeld und' Arthur Schulz sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Be- Ziehung air. Es handle sich bei dem im Rathause versammelt ge- wesenen Eicherheitkausschutz nicht mm einen unbefugt bewaffneten Hausen, dem sich die Angeklagten angeschlossen hatten, sondern um eine vom A. u. S.-Rai eingesetzte Formation. Ter A.- u. S.-Rat sei ein Teil der Regierung gewesen, die sich am 6. November kon- stituiert hatte; dadurch, datz die Mehrheitssozialisten ausgetreten waren und die Linksradikalen die Oberhand im Sicherheitsaus« schütz gewonnen hatten, sei die ihm übertragene gesetzliche Befugnis nicht erloschen gewesen. Das Gericht erkannte hiernach auf Frei- s p r e ch u n g der sämtlichen Angeklagren. Lekte Nachrichten. Ter Streik in de« Waren- und Kaufhäusern. Verhandlungen vor dem SchlichtungZauSfchutz. Der Arbeitgeberverband im Einzelhandel hatte sich an de« Demobilmachungskommissar gewandt, damit er auf dem durch die Verordnung vom 30. Dezember 1918 vorgesehenen Wege eine Beendigung des Streiks herbeiführe. Der Demobil- machunaSkommissar hat die Angelegenheit dem Schlichtungs- ausschutz für Grotz-Berlin überwiesen, der gestern abend 8 Uhr in die Verhandlung eintrat. Den Vorsitz im SchlichtungS- ausschutz sichrte Geheimrat Ernst v. Borsig, Beisitzer sind Cohen (Metallarbeiterverband) und Silberstein(Speditiönsarbeiter). Als Vertreter des TemobilmachungSkommissarS war Rechtsanwalt Scholz erschienen, der über die rechtliche Grundlage des Verfahrens ausführte: Der SchlichtungSauSschutz wird sich zunächst bemühen, eine Verständigung gwischen den Parteien herbeizuführen. Gelingt bcrS nicht, so fällt der SchlichtungSauSschutz«eventuell in einer neuen Sitzung unter dem VSrfitz eines Unparteiischen) einen Schiedsspruch, Der Demobilkommissär kann den Schiedsspruch alS für die Parteien verbindlich erklären, und die Parteien müssen sich dann dem Schiedsspruch unterrperfen. An den Schiedsspruch könnte sich der Abschluß eines Tarifvertrages� schlietzen, der ebenfalls für die Par- teien verbindlich gemacht werde» kann. Tollten die Parteien es ab- lehnen, sich an den Verhandlungen zu beteiligen, so könnte trotzdem ein Schiedsspruch gefällt und für rechtsverbindlich erklärt werden. Mit dieser Bemerkung war die Streitfrage berührt, ob nebe» den freien Gewerkschaften auch der bürgerliche„Gewerkichastsbund der kaufmännischen Angestellterwerbände" an den Verhandlungen teilnehmen soll. Darüber entstand eine stundenlange Besprechung. Wie vor dem Sinicinngsomt. so verlangte auch hier der„Giwerk- schaftsbund". unterstützt von den Arbeitgebern, eine Beteiligung an den Verhandlungen. Schmidt vom Zentralverbanb der Handlunstsgehilfen lehnte eine gemeinsame Verhandlung ab. Er betonte, es bandle sich nur um eine von den Arbeitgebern veranlahle Machlprobe. der Zentral. verband habe vor dem Eiipgungsamt schon erklärt, datz er, wenn mit den Angestelltenorganisaftonon getrennt verhandelt werde, sich einem Schiedsspruch unterordnen und die sofortige Aufnahme der Arbeit veranlassen werde. Unter dieser Voransietzung werde der Zentral. verband sich auch dem Schiedsspruch des SchlichlungsausichusscS unterwerfen. Es liege also nur an den Arbeitgebern, wenn der Streit noch weiter dauere. Beisitzer Cohen ersuchte Echmlbt, sich mit den Vertretern d«e Übrigen hier anwesenben freien Gewerkschaften zu verständigen, ob die grweinsame Verhandlung mit dem Gewerkschaftsbund nicht möglich sei. ohne datz sie hierbei ihren grundsätzlichen St-rudpunft aufgeben. Auch er. Cohen, würde sich mcht mit Gelben an einen. Tisch setz«-., aber es sei rraglicr, ob die dem GewexSschastsbund an- geschlosseneu Organisationen„Gelbe" sind. Hier tovne bisse Frag*' jedenfalls nicht untersucht werden. .. Per RcdakkionSfchlvtz sind die Verhandlungen nach nicht beende�> Gewerffchoflsbewcgung Der Warenhausftreit. Die Gtt«?«vden hade-n sich rm Saufe de» Tage» m den Gtrsiklokalen chrcr©etricl« etn�uifinnJen. Sitzung>3 m ti icher Vertrauensleute, Obleute und AuSschußmitHlieder der im Streik befindlichen An�»stellten heute vormittag, ll Uhr, im Königftadt�Kcrsino, Alexander- und Holzmarktstrasien Ecke. Eintritt mir gegen FuMionSr-AuSweiS. Mittag 1 Uhr: Allgemeine Versammlung der Dtmkertden im Lustsirten. Die Dtre» kl e l t u ng. Der Streik der VersichernngSangestellten beendigt. Kolleginnen und Kollegen! Die Unternehmer haben nach oifizieller Mitteilung des Herrn Dr. Rohrbeck stcki dem Schiedsipruch des EimgungSamteS unterworfen. Wir bitten die Arbeit Mittwoch früh wieder auf- zunehmen. Für die gentralstreiNeitung: Fritz Schmidt. Friedewald. Bieiald. Zimmermann. Damit ist der Ausstand von jiirla 80l)l) VersicherungSangesiellten beendigt. Zum ersienmal wohl Hai eine Giuppe von SngeiielUen selbsi den Kamps gewagt. Der gewerkichafiltche Tedanke wiid in jenen Kreisen sich immer gewaltiger ausbreilen, wenn auch die Unlernehmer die gelben Angestellien-Berbände des demokratischen GewerlichaitSdundeS noch>o liebevoll in ihre Arme schlietzen. 8500 Angestellte deS TiemenSkoazernS nahmen in einer Beriammlung�im.Rheingold'. Potsdamer Gtrah«, folgende Entichliehungen an:'Die im grosicn Saale de«.Rhein- gold' lagende übersüllle Veriammlung erllSil sich mit der bis- Heilgen Arbeit der AngcstelltenoilS'chllfie und de» Zenlralausichufses durchaus einverstanden. Sie ist stel» bereit, sich hiiiter ihre Aus- fchüsie und den ZernralauSschuh siellen. M» aller Tnijchieden- heit weift fte die Bvrwllrse ruiück. dir von der iogenannlen Ber- Einigung der nicht fleigewerlschaftlich orgaiiifierien Angestellten deS SiemenSkonrerns gegen die bestehenden Ausschfisie erhoben werden. Die Veriammlung proiestieri gegen die Kündigungen und Eni- fasiungen von SuSschustinitgliedern. die sie als Mastregelung anstehi und fordert ihre Zmiicknahme. Die Augestelllen erblicken in dieieii Entlassungen den Brriuch. die AngestellienauSschüsse arbeitsunfähig su machen. Neber Enilasiungen von Aus'chustmil- Eliedcrn dari nicht die Firma willlllrlich enlscheiden. Von den ngestellten deS SiemenSkonzernS erwartet die Veiiammlung. dag sie sich resilos den in der AbeilSgemcinschast freier Augaslelllen- verbände verciniglen Organisationen anichliegen. ?(n der zweite,� Enischliestung erbeben die Angestellten den sten Proiest bei der Teneraldirekiion de« SiemenSkon, ern» Segen die Enilasiung ihrer Kollegen Alert. Sillig, ffialier vom lerwaltungsgebäuve und Arlt vom Glühlampenwerk, da dieselbe in allen vier Fällen nicht»m Benehmen mit den Angestellten- auSschüsien ersolgt ist. H'erzu war die Firma ve, pflichtet, eisten» aus Grund der kollekiiven Vereinbarungen zwischen dem Verband Berliner Metallindustrieller»nd den ArbeilSgemeinschaiien. zweitens laui§9 Der DemobilmachungSveiordnun> vom 24. 1. l9. Die der- sammelten Angestellten erblicken in dieser Maßnahme eine Maß- regelung ihrer Kollegen, zumal diese in auffällig eiliger Weis« er- folgt ist und fordern die Zurücknahme der Entlassungen. Zustände in der N. A.-G. AuS Arbeiterlrei'en bieics Betriebt« erhalten wir falnenbe Zuschrift: WaS es in den Großbetrieben mit den EinigkeitSbestrebungen aus sich dar. zeigt sich so recht in unserem Betriebe. Obwohl der weitaus größte Teil der Arbeiterschaft Anhänger der S P. D. sind. stehen die BertranenSleule ans dem Boden der U. S. V. D. Daß im Arbeiterrat drei Nnabbängige und nur ein Mehrheitssozialist sitzen, ist darauf zurückzu'übren, daß er nicht durch die Ärdkiter« schati, sondern entgegen den Bestimmungen durch die Ber- trauen«leuie gewählt wurde Obwohl in der SvariakuSwoche die Arbeiierschaft ge- meininm gegen den Brudeikiieg demonstrierte, sorderien am Tage daraus unier Androhung mit Handgranaten iparrnlisbiche und unabhängige Elemente zum Generalstreik aus. So sieht die.heiß'crsrrebte Einigung bei un» aus Auw bei ber Llebknechlbeerdigung beschloß der Arbciterrar mit den Verliauensleuie» über die Köpfe der Aibeiterichakl hin- weg, die Arbeti ruhen zu lasten. Wir erkennen die Arbeitertäre als eine aus der Revoluiion enistandene Einrichlung nur an, wenn ste al« solche die Jnieiesten der Allgemeinheit vertreten. Der so diel gepriesene Idealismus diese« ArbeiterraiS erscheint m einem recht ionderbaren Licht, wenn man stch iolgende Tatsachen vergegenwärtigt: Die geiamie Aibeiterichaii Hai in der Spartakus- wache während de« Generalstreiks 9— 12 Stunden geai Heitel Im Gegensatz zu dieser, ließ der Ardeiierrat sich aber bi« zu 28 Stunde» berahlen und zwar pro Stunde 8.8» M. llnier solchen Umständen können nllei Vings die.revvlutionäien Obleute" und Arbeilerräte ganz schön zum Generalstreik ausfordern. Die Obleute ber Krjegsorganisationrn tagten am 17. Februar in den„WilhelinShallen" am Zoo. Mit Entrüstung nahm die Ber- Sammlung davon Kenntnis, daß die bescheidenen Forderungen der lngestellten abgelehnt seien Die in der Höhe von'SCW M. für Unverheiratete und 500 M. für Verheiratete geforderte TeuerungS- ztrlage entspricht einer dringenden Notlage. Außerdem haben die Angestellten zum großen Teil schon mit dieser Zulage gerechnet, die ja nur ein Aequivalent für die in der Vergangenheit viel zu gering bemessenen Gehälter sein kann. Wenn van der Gegenseite als«rsatz für die Teuerungszulage eine Erhölhung der AehallS- flala in Aussicht gestellt wird, so kann hierzu nur gesagt werden, daß diese Erböbung sklbsiversländlich ist. weil ja eben diese Ge» hälter. die sich durchschnittlich auf 20» M. belaufen, sicherlich unter dem Erisienzminimum stehen. Außerdem würde auch die Erhöhung der GelaltSskal» nur bei den Höberen Gehältern in bemerkenS- ! werte Erscheinung treten. Mit besonderer Enlrüstung nahm die Versammlung davon Kenntnis, daß Direktion«, und Bebörden» Vertreter einen Ton anschlagen,»er durchaus noch an vorrevolutio- narr Zeiten erinnert. Zum Schluß wurde folgende Resolution angenommen: »Die Obleute der Groh-Berliner Kriegioryanisationen sprechen der VerbandlungSkommission und dem Arbeitsausschuß ihr vollste« Vertrauen aus. Sie verlangen, daß die einmalig« Teuerung«- zulage. die Gehaltserhöhungen nach dem Vorschlag der VerHand- lungSkommission, die Nichllinien und die Festsetzung eines Tarife« als eine untrennbare Forderung ausgestellt werden. Sie beaustragen die VerbandlungSkomimission, diese Forde- rungen sofort den RcichSömtcrn vorzulegen und einen Entscheid innerhalb von drei Tagen herbeizuführen." Die Angestellten der Dresdner Bank, etwa 2»»» an der Iah!, haben in einer am Montagabend im„Rheingold" abge halten e« Betriebsversammlung den im Betriebsrat vertretenen Mitgliedern der Hliumonieorganisation ein Mißtrauensvotum erteilt. Weiter wurde beschlossen, an der verlangten Einsetzung eine« pari- tötisch zusammengesetzten Personalausschusses, der für alle das Arbeitsverhältnis betreffenden Fragen zuständig sein soll, festzuhalten. Sollten die neuen Verhandlungen, in die auch dir Unkündbarkeit der Stellung einzubcziehen ist. zu keinem greis- baren Ergebnis führen, so soll der Allaemeine Verband der Deut- j scheu Bankbeamten die Weiterführung der Aktion übernehmen. Die Wach- und Sckfließxesellschaft und ihr Personal haben sich vor dem EinigungSamt geeinigt. Ter Ausstand ist beendet. Für die vrbeitcrräte sprach sich eine Betriebsversammlung von 36 Kleinbetrieben in der.Drachenburg" au«, und zwar für den bekannten Vorschlag betr. Reckt eine« ZeniralratS zur Einbringung von Gesetzvorlagen an die Nationalversammlung und zur Ein- spruchkerhebung gegen ihre Beschlüffe, wonach Volksabstimmung > entscheidet. Generalversammlung der Fabrikarbeiter. Fn der Generalversammlung d«S Verbandes der Fabrikal�esi«, Zahlstelle Groß-D«r!in. erstattete BrunS den Geschäftsbericht. Mit dem Unternehmervcrband der chemischen Industrie wurden bezüglich» der Lohn- und Arbeitsbedingungen Vereinbarungen festgelegt, welche den Arbeitern und Arbeiterinnen bedtuiend« Vorteile brachten. Auch für die Gummiindustri« besteben Abmachungen, die eS den in dieser Industrie Beschäftigten ermöglichen, besser als bisher den Anforderungen deS täglichen Lebens gegenüber gerecht zu werden. Für die Schallplatten-Jndustrie sowie im Kunststet ngeweribe wurden ebenfalls bedeutende Verbesserungen erzielt. Mit dem Srbeitgeberverband der Blumen-. Blätter» und Fedee- induftrie schweben zurzeit Verhandlungen, welche hoffentlich eben- fall« Verbefferungen der Lohn, und Arbeitsbedingungen zur Folge haben werden. Unangenehme Momente machten sich bemerkbar durch das Auf- tauchen allerband neuer OrgantsattoneN.die lediglich geeignet sind, die Arbeiterschaft zu zersplittern und ihre Sckilagkrast zu schwächen. So besonder» in der chemischen In- dustrie und in der Industrie der Blumen. Blätter und Federn. Unseren Kollege« und Kolleginnen tonn nur geraten werden, d« Augen offen zu halten und allen Werbebestrebungen entschieden entgegen zu treten. Di« agitatorische Tätigkeit der OrtSverwaltung und deren Er- folg spiegelt sich wider in der Zunahme der Mitglieder- »ahl. Annähernd 18000 Neuaufnahmen wurden in letzten Vierteljahr gemacht. Der Kassenbericht bilanziert in der Hauptkasse mit 6MÖ0,8S M.. in der Lolalkasse mit 77 079,10 M. Hn der DiStrsiflon wurde die Tätigkeit der OrtSverwaltung allseitig anerkannt. Mehrere Redner kritisierten scharf die einseitige polt- iische Stellungnahme de« VerbandSargon«; eine Resolution, tvelche die« verurteilte, fand einstimmig Annahme. Der Bezirk Spandau stellte den Antrag, für denselben einen Kollegen anzustellen, welcher gleichzeitig in Spandau wohnt. De« stimmte die Generalversammlung zu. In die Orikverwaltuiig wurden folgende Mttgltedrr gewählt: Die Kollegen Köditz, Scherbe! V-ch Reiwann Richard. Möllen Priest«. Lange. Pohl, Schubert, Vetter und die Kollegin Röder. Letztere a!» Vertreterin der Blumen». Blätter- und gederarbeite- rinnen. In den Gauvorstand wurde« die Kollegen Rücker. Weise, Prtnzke, Breitkreutz und Renmann gewählt. Die Verhandlungen über den Llbschlnft eineä Tarifvertrages mit de« Stadtverwaltungen Grast> verlins wurden im Stadtverordneten- GitzungSiaal des Berliner Rathause« zu Ende geführt. Im allgemeinen kamen die sich gegenüberstehenden Parreien zu einer Berstündiaung: geringe Disferrnzen die au«- mgleichen noch übrig geblieben, sind unerheblich und dürsten bo< Zustandekommen de« Taritverrrage« nicht hindern. Im Interesse der Beruhigung der städi. Arbeilerichait und im Interesse der nibigen Ausrewterhaltnng der städiischen Betriebe ist zu wünichen. daß die stüdtiichen Verwaltungen schnelle»rbei, leiste«. Der Gemeinde» arbeiterverband wird seinerseil« in einer am Donnerstag statisindenden Versammlung aller Vertrauensleute und SrSeiler- ausschüsse da« Abkomme« zur Annahme unterbreiten. Die Firma William Hee»«. M. I. Meyer ersucht un« um die Mitteilung, daß sie wäbrens des Kriege« den Angehörigen ihrer Angestellten, welche al« Kriea««eUnehmer im Felse waren, den B«- trag von 63 749.15 M al« Unterstützung gewährt habe. Bei der Entlassung de» in unserer Roiiz:.Air Verordnungen de» Demobil. machunaSamte« mißachtet werden", erwähnten»ngestellien, bandele e« sich nicht um«in gewählte« Mnglied de««nutftelltenauSichusses Von einer Maßregelung»ine« AuSichußmitgliedeS könne daher nicht ge'prochen werven.__, V.rontw-rMch wr Vollttk Art», gl«»».«st».l,t«rnln>»g. wr den vdrtqrn*eN de« War«««fte» a«»!». Sleul.inn;«Sr Hiunee«?»'<-»»> rilorr hat dk Beteiligien e.iisprerdend zu benachrichtigen und ihnen nötigen- fall, dt» Schuhdebarfscheine zweck, Umschreibung herauszugeben. Berit», den 12. Fedruar ISIS. Magistrat. Ter Kommissar der BekleidungSstelle. Maa». A-R. ZA BU. 1/19. keßznlltmzchung. Infolge diejenigen Personen, H-Zuser eingetragen sind. de« Eireik« der Sarenlmusangeliellten die in die kpeiiejettlunden.itste der Boren- in dee Viihe dieser Warenhäuser ge- ligrnen anderen cheichätten zur Peiieserung öde oiele». Durch die nachgeiianntrn Siejchiste wird auch die Fcliporiia» für di» vom iii bis 17. Februar gegen Voriegling de» slle die-See- aunaene Boche gültigen Sveisesetttaetenabschnitts nachgeliefert, stwen infolge de» Eneita die Entnahme in de«»oeigen Woche Vicht stallgesunden Hab Ss Hoden Speisefette zu beziehen die Kunden � des Warenhauses A. Werthckw ,) Leipziger Straße dri Lee. Pom». Meiereien, Linkst». IS d> llöoigstratz» d i*. Dircksenftr. 2827 KLWr «t». . Dirckirnftr. 26,*1 . Sebastianstr. 8S Rosrnthaler Str. 51 , August Haitz, II. Warenhauses Tieft bei Dereinigt» Pcrnan Meiereien, Dircksenst». 25/37 deS •) Alezauderpiaz_ b) Leipziger Strohe, 8. F. Wienstrack. Leipziger Str. 82 «j Frankfurter Allee,«edr. Sroh. Nünigoberge, Str. a des in. Warenhauses A. Jando t, Srotze Feanksurter Str. 97 ck) Xottdnser Damm des Tobt. Droh, Nottdasa» Damm 193 t) Wilmrrsdocser Strafe bei Li cor.«roh. Kautstr,«6 IV. des Kaufhauses des Westens »onentztenftrah« bei»ebr.»roh. laneaxienstr. 1 V deS Warenhauses Stein Ohauffeeftrsh« dri«ebr.«roh. Zirinickenbarfe» Str. 4. Berlin, den 17. Februar 1919. Fettstelle Grotz-Berlitt(Butter). »»MMMMMMM »mmmmmmm, "s Die persünlicke 5ctiulmd Pedarfsariikei. Zeder kaust, jeder ist»utzOeN »der gceanfchiosea leichten Sem MMSM SM« MGeseuMk. Vertauseftea«ed. detanntgeaed. O-useal-axentue Ii. iftchftk»»»«, sterli» 0. ll, reucdizirelia H, 177 iZ»»et.!»önigst. ZK. I)auer�vZscIie�.2l>?k. »nei-i Utnen, Ueno Sie»»>b»> In«in igen Ninuren ihr««. «»iietea tzragen on0 Kanseeeiien mit meinem eeseieticN xescd. 0»uer,i«chegrip»rsi �iVodl,,!" prgporieron ups Od- v,,chd»r machen, kiosche. autrciebeail für ca. 20 Kratea e» präparieren, nur WO M. Elnsesondtc Probellrapen taecks «uäterpräparierung dosten IJ». Sie sparen dadurch Ibra Wäsche und den teuren WastSpÜttclohn, Machen Sie heute noch einen Vernich und desiclicn Ro elad PlLdCve»ee Nachnahme, 51«»erden et efcni bereuen. IM/8 Berliner Wendeanstalt Landsoerg a. Warth«. AM. 20. Technikurr (iosarnle- Ingenieur- o. Banfarh. BepInn 7 Apr ,10.0kt.Kriep« Stralitz (Mecklenbura). _., IBr lech Itene u.inSuainc.le Bohrpaste Menden asf rt Be/erbsr. Chcni. Fi). Walter 0. F. Schllsky G.111.I1.IL Bertln-BctaSneberg, QencatoeraK« 6. «ml t itle ZQo? u. h!"IIend. 8 8v._ ISPt fit. 91 � Zö. Jahrgang Seilage öes vorwärts Mittwoch, 19. febro« 1919 GroßSerlin S» » n » ff tt h » ft n tp ff ff n m ff ff ff ff ff ff ft ff flm Sonntag Brrli»: Liste kliarl-ttrndurg: Wilmersdorfs SchZnederg: Rculölla: L'chtrnderg: Cövruick: Spanda» Adlershof l Britz: Eichwolde: Friedenau: Grunewald: Jodaanislhal: Lichtcrfeld«: Maricndorf Marienielde: Nikolassee: Reinickendorf: Schmargendorf: Steglitz: Tempclhof: Treplom: » tt » n H H n m ¥ ff ff ff ft ff ff ff ff ff wirü gewählt. H e i m a n u Dr. Bruno Borchardt L ü dema no Atter Scholh äo h« »ick Stahl Zabel G u t s ch m i d t B r ü s ch l e P o a l ch e M a j e w S k t DStzrinz Wenzel Webe» K a l i n o w« ki K ir s ch fteiu Dchönberg S t a» p e A ß m a n«» Ewald Ge.isch Teutschncktionale Werbearbeit. Zu den Bemeindewahlen wirbt dte deutschnational« Lolt-'partei mit besonderem Eiter. Do».deuüchnational" lstEriay tilr das anrüchige.loiiiervaiiv', und die ftoiiümleruug alz.Golks« Partei" entsprlcht dem Bedürfnis der Änpassunq an die Zeitverhäll> niste. In den Bememden will die deutichnationale Botlspartei »twa dieielbe Politil veriolgen, wie ehemai« in Berlin die »Bürgerparle»". deren Vertreter hier zuley» nur noch als unsrei« willige Spaßmacher wirlien. Mit welchen Mitteln die deulich« »wnonale Boitspartei arbeitet, dafür lieferte am Montag n» einer ihrer Berliner Veriaiiinilungen für Gemeinde« Wähler der Schriitilellcr B ö ck l e r eine Prob». Der Sozialdemokratie kreidete er es an. dast Äartosteio. Mehl Bioi. Fleisch. Milch, Buller, Eier teuer geworden seien, ieridem sie am Ruder ist. Was werden zu seiner Klage über die Preise der Lebensmittel diejenigen Bevölkerungs» schichte» tagen, die dabei als Erzeuger und Händler in Frage kommen und unter denen gerade die Deutschnationalen ihre Wähler suchen! Herr Böckler zeigte einen von einer Büchse landen« steiler Milch abgelösten Zettel, au» dem sich ergab, doh diese von der Schweriner Zentralmolkerei geliekerle Milch schon au» Juni l9l8 herrührt. So würden, net er aus. die Lebe»«mittel. von der heutigen sozialistischen Revolu« ion« r e g i e ru ng hinterlistig vorenthalte n�. Was die beutige sozialistische NevolutioiiSregierung mit Mecklenburgischen M>Ickbauern und Ber« ltner Lebensmittelbändlern. mit der schon in, Fun» IvlS konden« fierlen und erst im Januar oder Februar lSlv verlausten Milch zu tun bat. blieb ieiu Geheimm«..Ist e« auch Tollheit, hat«S doch Methode�— eine Methode, vor der selbst Spartakus erröten würde._ Tie Masrechnung kommt? Dah die für Derlm am 6. Februar beschlossen« neueste Ga»- Preiserhöhung nicht rückwiriend auf den früheren und noch nicht �zahlten GaSverbrquch ausycMjrU werden kann, ist im „SSoKBäits" wiederholt gesagt worden. Wir halten diese? Ber« fahren für un�u lastig auch gegeinieer der durch ausdrücklichen Be« fchlust fektyelegten Bestimmung, d-ch der höhere«SaSprei» schon für da« Berorauch von der im DeAeniber ersotgten Gasmestenbaiildaus- Mibme ab erhoben werden soll. Aber die Gaswerke der Stadt Berlin sind bereit» dabei � die gegen die guten Sitten serstostende mib geradezu vertragswibriae Zurückdatierung der Preis. erhöhnng' diirckzusüthren und bei den Gasabnehmerrl für die Zeit vom Dezember ab den erst nachher erhöhten Prei»«inzusorder«. Ein Ariegbterlnehmer, der noch Jahren Krieg edicnst jetzt noch in, Lazarett lieM, schreibt uns. wie dies«»- Dag« sein« Fron durch die GaKpreiserlnihung sehr un- «mgenehm bberrafchi tvnrde. Für die seit Dezember durch den Automaten entnommene GaSmenge, die sie mit über HO Groschen beaichli hatte, mutzte ft« dem Geldalcholer uoch 6.W Mar? nach» tzabrfen. Der Verlwnuch wurde auf 77 Kubikmeter ermittelt, wofür nach dem seit Oktober lül? geltenden Tarif 77 mal 2 Pf, gleich 1,M M. norfv>"',bJrn märer aber roch dem im Februar lülsi be« schlössen«, Tarif 77 mal ß Pf. gleich 6,98 M. eingefordert wurden. Da die Frau mit zivc: Älichern emjiweilon immer noch ihren Le. ensuluerhalt von der Är:egsiainildeniunlerftutzung bestreiten mutz, so trifft die unernxirlete Mehrfordcrung sie um so härter. Di« bitteren Worte, mi: denen der Familienvater sich hierüber in dem Sckweibcn an uns äutzert. sind nur zu begreiflich. Zu den LorgLngen in ber Wcbrrstraße wird uns vom Stab des Regiments Reinhard noch geschrieben: In der Grotzen Frank« furter Stratze hat der SanitatS-Vizefelowebel einer Kompagnie einige Leute verbunden, die durch Splitter einer entfernt ge-! platzten Handgranate verletzt worden sind. Wie dabei festgestellt wurde, handelt e« sich lediglich um Schrammen und ganz leichte Verletzungen. An der Watzmonnstratze kam ern Mann mitten aus der Stratze mit erhobener Faust, in der man eine Wafs« blinken sah, unter wüsten Drohungen aus die Posten zu, die von gutem Zureden an die Leute schon ganz heiser geworden waren. Aus o e n Mann wurde gcschoffcn. Bildet ArbeitSlosenrätei Der Arbciderrat der Arbeitslosen in Gchönebevg bittet un» um Aufnahm« folgender Zeilen: Wir rufen die Arbeitslosen aller Grstz- Berliner Gemeinden und angrenzender Kreise auf. überall da, wo noch bin« ArdeitSwienrät« bestehen sollten, solche unverzüglich zu bilden! Auf je 1000 Ar-] beitSlose und iedcS angefangen« Tausend ist ein Migkied de« Ar«, beitSlosenrateS zu wählen! Wegen Refevenü.'n irnfc praktischer Winle wende man sich erforderlichenfalls an Wendel. Friedenau, Menzelstr. 16, Erbitten auch Adresse bereits bestehender Arbeit»« losenräte; einheitlich«« Handeln dringend geboten I Die»Bereinigung ehemaliger Kriegsgefangener" hiekk am Montag in den Residenz-Sälen eine sehr stark besucht« Bolldor« sammiung ab ES sprachen? a r s a n t i als ehemaliger rufst« scher KricgKgefangener und Schmitz als ans französischer Ge« fangrnsckxist Entwichener. Beide schilderten das traurig« LoS dar Kriegsgefangenen au» eigenen Ersahrungen.„Wir müssen unseren gefangenen Kameraden helfen und alle» tun. um ihre baldig st e Rückkehr ztt be» wirken", war da» Leitmotiv ihrer Reden. In dem gleichen Sinn« veserior« Prof. Böhmer, der eingehen? über die von ihm im Aufirage der Organisation mit der RcichSregierung gepflogenen Verhandlungen berichtete. Der Eni- wurs der Satzungen wurde durckHeraden und ein korporativ« An- scklust an den„Volttbund deutscher Kriegs« und Zteilgc fangen«" vollzogen. Eine weitere Meisepriistingsstelle wird heuie, Mittwoch, auf dem Stettincr Dahnhof eingerichtet, Ein schwerer Kams mit Einbrechern. Bewohner de« Hause« Boxhagener Strasse 2 nahmen war. dass in da» Buttergeschäft von! .Heinze eingebrochen wurde. Als sie Hilfe holen wollten, traten ihnen die Tinbrecher mit vorgehaltenen Schuhwaffen ent» gegen. Einem Bewohner gelang es aber trotzdem, die Polizei de» 66, RevitrS zu benachrichtigen. Al» Beamte und Soldaten die Einbrecher anriefen, griffen diese zu ihren Brechwerkzeugen und drangen auf sie ein. Den tätlichen Angriff wehrten Sckutz« männer und Soldaten mit ihren Schusswaffen'ab, Tiner der Ein« brecher. der 86 Jahre alte Möb:lpolier Hermann Sianull aus der Littauer Stratze 28, erhielt einen so schweren Schutz, dass er auf der Stelle tot zusammenbrach Ein zweiter, der 28 Jahre alt«| Schlosser Georg Ganzer au» der KönigSberger Stratze 88, wurde in der Brust so schwer getrofefn, datz er nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht werden mutzte. Beteiligt waren noch zwei Unbekannte, die entflohen. Einbruch. Dienstag morgen wurste m der in der Stolpes chen Dwasse 32 befindlichen Kolonialwaren- und Mehlhcrndlung ring«. brachen. Tie Ernstoecher waren 2 Soldaten und 1 Zivilist. Au her den für diese Wochen bestimmten Lebensmitteln sielen ihnen 2 Zentner Zu«ker. l Zentner Mehl und M Zentner Butter in die.Hände. Trotzdem da» Polizeibuream rn der Nässe ist, konnten sie ungestört entkommen. Ei« Fastrkartengvuner wurde Dienstag i« de« Fahrer Nüring au» der Adalbertstr. 40 verhaftet. Er trug die Uniform! eine« Fcvtwebsl» und am Arm die schwarz-aotd-rote Binde, um j so daS Zutrauen der Reisenden zu erwecken. Er nahm den Leuten da» Gest» ad unter dem Vorwand, Fahrkarten ostar Fahr- schein« zu besorgen, so noch gestern auf den« Bahnhof Zoologiicher Garten einer Dame 180 M. und einem Herrn aus München 100 A. ab. Durch Zufall traf ihn der Mann eine Stund« später wWwr und lieh ihn auf dem Anhalter Bahnhof verhaften. Er Hove ver- schieden« Ausweispapier« bei sich, auch einen Fahrscheinstlock. Turnverein.fltwre*. Fortsebuu«.der Jadresvrrsanimlung Donnerstag, den Ltl ssebruar, abend» 7 llbr, w der Aula de« KSnigslZdt. Nealgvmnasium» Elisabetbftr. 87)58. Boxkämpfe linden deute im Iporlpalaft ttall, Al««rite» Paar trene« fich die»cdluder Max tu d R»ard RaujockS Erstem Leichtgewichtmeist« 1913, letzterer Veijlcr die!«: Kewichldllvssc für 1918/14, Im zweite» Äamsti tiitt der dcutichöll'rreichiiche Äoltter Fr.inz Költ um die HerauZ« sorbcrungSpiämie von 8006,— Ä, gegen den Leichtgeiotchtmeiitcr der Alolte Dilli BeiSivanger an. Per drille itamps bringt den Schweigewichtsmelfter der Kolie Schlüter gegen den Mäte.gewichllcr der Flotte Hugo BtlSwanger. Im HerauSiorderungskampi um die 10 006 R,- Prämie ltellt sich der Meiftrrboxer von Äestpreugen Paul Ktuschiudtl gegen Otto Aiint, Deutsch- land« Acislerboxer, Für alle KSmvse find 10 Runden a o Minute« an- gesetzt, mit einer Minute Pause zwischen den Runden, soweit eilt« frühere Entscheidung nach den nationalen Lportringkiubrcgei« ausbleibt. Ueber die ländliche Wohlfahrtsgileg« nnd ihr« Brdeutnug für unsere Zelt werden in der dlechädrigen ossentlichen Hauptoei sammlung de» Deulichen Vereint für ländliche Äoh.tahri»« und Heuaaipilege, die am Donnerstag, den 30, d RlS, vorm. 10 llchr, im.Meilterlaai', r.öiheuer Etr, S». italtfindel, außer dem GeschästSsSheer de« Berem», Pros. H.«ohnreg, Vertreter der landwirt chajtlichen Veru>«organi)alion tprechen Seorg Schmidt, vorfitzender des Lcutichen llandaroetter. Verbandes. F. Vedi ent. Vorfitzender de« Zentralve�bandi» der Fori»«, Land- und Wein« belgsarbeiter Dcntschionds, und Freiderr o. Wangeutzeü»,»lew- Spiegel, Vorsitzender de» Bunde» der Landwirt«. Sänglingcpflcgerinnen mit und ohne ftaatltchen Abschluß(Lehrgeld t00 M„ Penston uioiianich 90 M) UN« Säuglingswäricrimieu<80 M, monatlich) bildet in»i.jäbrigen Kuchen aus bat-.äuglingSheim der Äugujte-Villoria-Sripve, Berlin-Schöneberg, Karl-schraderslr. 0.— Prospekte durch die AnstaltSleiiung. Siudenteuveriammlung. Donnerstag, den 30. Februar, abend! 8 Uhr, im Kaisersaal des Rheingold. Thema:»Wo bleibt dte Reoolutio» von Detst und Seele?' Äusrus an alle vetennliiisslarle» jeder poiitlschen Richtung. Zur Deckung der ilutojte» EnitriUSgeld 1 W. Znguiijte« de» von der Fron« hrtmgrkedrtr« Gchonlpteler vir« anftailel die Genoslrnschasl deutscher Bühneuangehöriger DonncrSlag 7 ild'. iv den Sophiensälcn eine Volte Vorstellung hei UtUten Prefieu, dt« Auzm- grubers„Pfarrer von ttuchseid' bringt. „<5b> tssus», da» Posfionssptel von Georg Fuchs, da» bt»her verbotet» war. gehl am- oiuilag. den 38, d, W.. b Uhr, im Palastttzeater in Szene. Die Musik hat Felix Robert Mendelssohn loiuponwrl. Blindenführer gesucht. Bon der Krieg»blindenschul«. Mttelltr. 5/6, müssen täglich Blinde zu ocrichiedenen Arbeusucllen gelührt werden, in denen sie eine derusiich« Ausbiloung erdallen. E»- ist in letzter Zelt auf Sa wicriglellcn geuotzen, Führer jür die Bliudca zu erhalle». Hier bietet sich ein danlbares Feld für jletwUiigen Liebesdienst. Meldungen dorlseldst. Dte für 14. und Iii. d». angesetzte Ziehung der«oten Kreuz« Lotterie für den Barerlaudischen grauenvereiu Potsdam mutzt« aus den 14.«wd.5. Lllärz verleg« werden. Neukölln. D«r R c i ch« b un d ber KriegSbes/h ädigte:». Ortsgruppe Neukölln, hieu am Freitag ein« asigerorsenwche Generalversuminlung im tlarlSgarie» ad. In den Voriland würben ge« wählt: l, Vorutzeuder Fe sch, 3. Borsitzender Ebert, 1. Schrtiisührer Pilch. 3. Schrtjljührer Frau Burdt, l. Kassierer Dertz, 3. Kassteler Prange,»et« fizer Risjel. Diemar und Kemnitz und die grauen Bogt und gäiz. Frisch gab dann«inen Bericht über die Sitzung der städtischen Kriegsiürsolge. Kommission, an welchen sich eine leblMji- Diskussion auschlog. ES ivurd« «in« Resoinli»» angenommen, welche verlangt, dag die rrosleri für Allelle zur Erlangung von Krankenei nährung für SchwerlriegSdeschädigte von der Kriegs fiulvrge zu tragen sind. Alle Amragen. weiche dt« KrtegSsursorge, Renlcn usw. betreffen, sind an Karl Frisch, Neulöll«, Fuldatlr, bb/SS, alle Anfragen betrefi» Organisatio» und Agllatiou an Paul Eberl, Berliu S, 89, Wissinannilr. Ich zu richte». Reukölln. Der Magistrat Neukölln hat in her letzten Wochv wir/lern m geßen S Personen Sbrajerntrag gestellt, die Verls die K-m- vrolllarven für di« Erwovdslosenfurssvße gefälscht hulwn. tejlS dc-n Versuch einer Toppelmefcmng m vrrschiesten«; Zatzlsvellcn umer- no m men hat ten.. Treptow. Bier WahlvorschlSge sind für di» Gemeinküwahl am kommenden Sonntag eingereicht wocsterr. Dor unserer Pari'.� genossen dcginnl mit dem Namen„Albin Gcrisch", de-r der Unafi« hängigen mi».Freigang", derjenige der Demotrate»«mit„Tck«crf� und der steS Bürgrrblock» rast„Sttopp". Ein« ListenverÄinstnag ist van keiner Seite erfolgt, chdch stellt der Bürgevblock cm sich schon eine Sammbung aller möglichen Gruppen dar. AiSberig« Ge« meintlevavtttter erschttnen imrerhakb der vorausstchÄich nur in Fvage kommenden ersten zehn Stellen der Wahlvorschläge nur bei unseren Genossen mit 8,«im Block mit 4 Wann. Bon der Mög- lichbist. Frauen in da« Gemein1»ep«rlam«nt zu brn:» gm.«acht die mehrheitSsoziali stische Liste den aus- giebigsten Gebrauch, indem sie m den ersten zehn Stellen 3 lbfie Genossinnen Wissel!, Cohen und Tobenhagen) ein- reicht. Kolonie Grunewald. Hier ssat sich min auch eine sozlockssema» kratische Ortsgruppe gebildet. Am Domrtag fand die erste Ber« anstÄftmg in der gut besuchten Aula de» Bismarck-LsizeunlS sta-lf, Ein sehr stimmungSvakbe« Äonzevt, von dem Kunstlerpaar Heoun Stine Mensthenkinü. Bon Martin Andersen Nexö. Stin« hatte kein« Angst, aber etwas schauderte es sie dach. Zseben Augenblick mustte sie stehenbleiben und lausckien: und wenn eS in einem trocknen Zweige knackte, sprang sie in stie Aukt, von Usberraschung durchzittert. Hier drinnen lang« weilt? sie sich nicht, ihre klein? Person war bis zum Rande mit gespanntem Ttaunen erfüllt: daS Erlebnis lauerte bei jedem Schritt, voll aufreizendem Grauen. Plötzlich stürzte es mit schreckeinjagenidem„HabSl" aus sie zu-- genau wie der Ofen, wenn Grostmutter Petroleum hineingeschüttet hatte — und sie mußte weg, so schnell die kleinen Küste sie»u tragen vermochten, bi» sie an eine Lichtung kam. Aus einer solchen Flucht kam ste einmal an einen breiten Bach, über den die Bönme herabhingen. ES war, als ob daS Grün dar ganzen Welt da unten von dannen segelte: und Stine stand mäuschenstill da. verloren in gaftendeS Staunen. Ueber daß Grüne, daS dort unten floh, wnrde ste sich bald klar, denn daS war so die Farbe, die zu allen Bäumen herab« ? flössen kam unb der Bach hier war daö Ende der Welt. rüben auf der andern. Seite hatte der liebe Gott sein Reich, wenn ste richtig hinüberstarrte, konnte ste lein graubärtiges Gesicbt in einem dichten Dornbusch schimmern sehen. Aber wie stellte man all das Grün her? Sie lies waldeinwärtS, den Bach entlang, um nachzu« schauen. Weit drinnen würbe ste von zwei Damen angehasten. di« so vornehm waren, wie ste vorher nie gelehev hatte. Ob» wohl es nicht regnete und st« unter den Bäumen gingen, wo Schatten war, hatten ste rote Schirme über sich, aus denen die Sonne durch daS Laub bindnrch spielte, so dasi e« aussah, als regnete eS�gluber'des Geld auf»le Tonnentchirme herab, Sie legten sich vor St'ue«us die Knie. a!S wäre ste eine Prin« ftstin. hoben ihre nackten Füße auf. guckten ihr unter die Fußsohle und sragten ste au« Ja. sie hieß also Stine. Ttine Dreckmädchen und Stine Prachtmädchen— und Menschenkinds Die Damen lachten einander an und fragten, wo fi« wobne. Bei Grahchen natürlich. „Was für einem Großchens" fragw« big dummev Damen wieder. Stine stampfte mit ihrem kleinen nackten Fuß auf da» Gras: „Och, bei Grostchen! Die manchmal blind ist, weil ste so viel geweint hat. StineS liebem Grosichenl" Da taten sie, als wären ste nun um so viel klüger, und fragten, od Stine ein wenig mit ihnen nach Hause gehen wol�. Und Stine steckte vertraulich ihre kleine Hand in die der einen Dame und ging mit: sie hatte nichts dagegen, zn leben, ob ste vielleicht drüben auf der andern Seite des Baches wohnten— beim lieben Gott. Denn dann waren e» ja Engel, denen sie begegnet war. Sie gingen am Bache entlang: Stine, die ungeduldig vor Spannung war, meinte, e» werde nie ein Ende nehmen. Aber dann kamen sie an einen Steg, der den Bach im Vogen überspannte. Daran schlost sich ein Pförtchen mit einem Gitter darum, so dost man weder darüber weg noch darum � herumkriechen konnte. Die Damen schlössen da» Pförtchen j auf und verschlossen eS wieder sorgfältig, und Stine befand fich in dem schönsten Garten. Läng» deS FustpfodeS standen ; die Blumen in Büscheln, blau für fich und rot für sich, und bewegten die schönen Köpfe: und aus niedrigen Büschen wuchsen wunderbar große, rote Beeren, die sie noch nie ge« ! kostet hatte. Stine wußte recht gut. daß dies das Paradies war. Sie ; schmiegte sich an die e«ne der Damen, den Mund rot von Beerensaft, sgh zu ihr aus mit einem unergrünblichen Aus. druck in den säffioar�b lauen AiWy und sagte:„Dm ich nun tot?* Die Damen lachten und führten st, mit ins HouS. durch vornehme Stuben, wo man m't den Stiefeln auf dicke, weiche Wollschals trat. In der innersten Stube saß eine ganz kleine j Dam? in einem tiefen Lehnsinhl Weißhaarig und runzlig war sie, und st? hott? eine Brill? ans der Nase: und dann trug ste ein? weiß? Nachthaube, obwohl es mitten am Tag« war. „Das ist unser Großchenl" sagt, die eine der Dome«. ..Hier steh mal. Großmama, wir haben einen kleinen Wafsskobold eingefangen." riefen ste der alten Dame ins Ohr. Aha, diese» Großchen war als» taub— ihr eigene» war bloß blind. Stine ging umher auekt? neugierig in die ver- schiedenei, Stuben hinein.„Wo ist der liebe Gott?" fragte sie plötzlich. „Was sagt da» Kind?" rief die eine der Damen. Aber die andere, die Stine an der Hand gehabt hatte, zog die Kleine an sich und sagt«:„Der liebe Gott wohnt nicht hier, der wohnt oben im Himmel. Sie glaubt, sie wäre im Pars? dies." fügte ste. Kur Schwester gewandt, erklärend lsinzu. E» gefiel ihnen nicht, daß Stine auf bloßen Füßm herumlief, und ste guckten genau unter die Fußsohlen, um zu sehe», ob kein Krenzotterustich oder dergleichen zu entdecken war..Warum zieht auch da» Kind nicht ein Paar StiefSk an!" sagte die alte Dame. Ihr Kopf zitterte so spaßig, wenn sie sprach: all die weiße» Locken baumelten hin und her-~ wie Glockenblumen. Stine hatte keine Stiefel. „Gott, hörst du. Großmam«, da» Kind hat Kine Stiefel. Hast du gar nichts an die �üße anzuziehen?" „yalossemann." r'ei Stine und lachte schelmisch. Gl« w»? es jetzt müde, auf diese ewigen Fragen zu antworten. Schließlich brachten die Damen aus ihr heraus, daß ste ei« Paar Holzschuhe habe, die zu« Winter aufbewahrt werden sollte». „Dann soll ste wahrhaftig ein Paar von meinen Pan- toffeln haben," sagte die alte Dan«...Hol' ein Paar, Asta; aber es brauchen ke'ne von den allerschlechtesten zu sein." „Ich werd' schon ein gutes Paar holen, Großmama," er» widerte die eine der jungen Frauen diejenige, die Stine am besten leiden konnte. So bekam Stine Pantoffeln an die Füße. Zu essen be« kam ste vielerlei, das ste früher nie gekostet hatte, u«d auZ dem sie fich auch n-cht gorode viel machte; sie hielt stch an datz Brot als da», woran sie gewöhnt war zur großen Verwunderung der drei Frauen. „Sie ist verwöhnt." sagte da» eine der Fräulein. „Das kann man dock wirktick nicht sagen, wenn ste daS Brot dem andern vorzieht." erwiderte Fräulein Asta eifrig. „Aber sie ist sicher sehr cnmfich, Kost gewohnt. Und trotz« dem. steh, wie gesund sie ist." Sie zog die Kleine an sich und küßte ste. ..Gebt es ihr lieber mit." sagte die Alte—„solch, Natur- Wesen essen niemals in Gefangenschast. Mein Mann hatte einmal an der Goldküste einen kleinen Vakdaffe» gefangen, mußte ihn aber wieder freilassen. Sr wollte iiberhmipt leine Nahrung zu fich nehmen," Gort,, folgt.» Hrtft ffwa Bmi«? ovSMfüHr� ISfJete tot Nmhmtkkay skr. Dmm fpvach Frcu Wally Zepler unter lsvhaftem Beifall über daS Thema:»Was haben wir vom Sozialismus zu erwarten?" Wilmersdorf. Genolsinnrn und Genosicn, die Zeil und ein Herz für die Jugend haben, werden gebeten, morgen, Donnerstag. früh T'/i-S Uhr im Paiieiburean, Ublondiir. 98/SS, zu fein, um gleich bis 8 V, Uhr vor den Schulen Einladungen für die ffreitagnachmiii ag b1!, Uhr in der Aula Prinzregenten st r. 83 staitsindens« Schüler» und In gendverlammlung zu verbreiten. Opfert der Jugind eine bawe Stunde, sie wird es Euch dantenl Mariendorf. Die im„Seebad" und Gaswerk beschlagnahmten Lebensmittel sind vorläufig in der Pfandkammer und anderen Lagerräumen der Gemeinde untergebracht uno sichergestellt. Gegen die Beschlagnahme ist sowohl von Herrn Lewisohn als auch von der Leitung der Gasanstalt Einspruch erhoben worden. Heber die Berwerchung der beschlagnahmten Gegenstände kann erst verfügt werden, nachdem die ordentlichen Gerichte den Einspruch der De- teiligten entschieden haben. Wann die diesbezüglich: Entscheidung fällt, kann mit Bestimmtheit noch nicht gesagt werden es ist aber anzunehmen, daß die fraglichen Fälle in zirka 8 Wochen erledigt sein dürsten. Den verschiedenen Anregungen über eventuelle Ver» te.ilung, vornehmlich an Kmder, alte Leute und besonders Schwache. wird möglichst Rechnung getragen werden, soweit dies den allge- Meinen Interessen nicht widerspricht. Die hiesige SicherheitS. wie auch die Volkswehr hoben keinerlei Anrecht auf die beschlagnahmten Sachen. Der Arbeiter- und Soldatenrat wird eine besondere Aufklärung über das Ergebnis der Untersuchung bekamst geben. Rahnsdorf. Die sozialdemokratische Vorschlagsliste lautet: Wilh. Mietlste. Alb. Baumeister, Frau Dr. Eldorskirchen, Pauk Seidemann, Ed. Schaller, Wilh. Mohs, Max Giildpfennig, Paul Danowski, Frau A. Sommer, E. Pfander, P. Kronen berg,£31 Geister._ Grofi-Berliner Lebensmittel. Berlin. Käse. Bis Montag in den Bezirken der l/» gum 182. Male: Dni tolle 7sge. Operette von Zorlig. r.MBIIendorf.AugustlB.OeoiT. frlanon-Theater. Bhf. F riedrichstr.Ztr. 4927�3■ 1 Tägl.»/48 U. Heute z. 157, Male; Der gute Ruf von Hermann Sudermann. Ida Wüst, Bruno Kastner, Hugo Flink, Franz SchSnfeld. Sonntag>/z4: Johannisteaer. Walhalla-Theater. TVj Uhr: Anpst der Stark«. Casino-Theater. Lothting. Str. 37. SäßL'/�UHr: Der Schiaaer der Spielzeit: Da» neue Berliner Boikstück IM Mlle. Dazu erstttassige Spezialitäten. Stg. 8si,: Die welLe Dame. hälse�TIieater. 7'/?: Ter Strom. �"Z'.verurSILheu Kesldeux-Iheater. Uniergrandv. Klersterstraüe, Ausgang Stralauer Z'raste. TZrllch Vh Uhr: Das höhere Leben. Von Hermann Sudermann. Spleüeitung: Alfred Rottcr. 'ansl Arnstadt. Karl Clewlng. ug-n Burg. Olga Limburg. halkensteln. Emma Debncr Rca ValettL Paul Bildt. eon"- 7: Setiwesl Carmen. OTär» beg.d.Abend- �Ihip nocIlc'.L Woche u. Sonnt. 1 u,;1 tag «Iii. H' Ei iMLLOi , Theater i Friedrichsiraste 218 Dir.: James Klein Atlabendl.?>/« ü. Sonnt. 3'� u. 7*/i [Dtlmes Theater! am Sollendorfplttz. | BQtowstr. 6. Lfluoir 2303.| Das neue tFebroar-Prograntm, Erstklassige Spezialitäten. MlTROPOl1 Kabarett BehrcnstmSe 84 j Dir Alex Braune 1 Hansl Tischler Albe Holk Nana u. Fernand Lanzlc*?— Dugaun Elli Gläßner OttoRdhr Robert Steidl Kurzes Gastspiel der Alexandra Milowanowa Scdaft-Tanz. Theater für Mittwoch, den 19. Februar. Central-Theatrr inlt: DiePtOsevonStambal. Dentaehes Opernhaas 7 uhr: Der Zigconerliaroo. Prledr.-Wllbelmst.Th. VI, Uhr: Haanerl. DasDrelmaderlhans 2. Teil. Kleines Theater. zÄr; Salto mortale Komlaehe Oper JS'?: ScbwarzwaidiSiiel. Lnatsplelhans nie spanlsciie füEqe, Palast-Theater vi, uhr: Der Tfoohaiißnr. Metropol-Theater. 7 uhr ts: Die Faselilngslee. henea Operettenhans Schiffhauerd. 4a, Korden 281. v'fr: Die keusche Susanne. Schill er-Th eat. Charl. PI, Uhr: Thalia-Theater JX}.. Polnische WlFtsEhaK Th. am Nollondorfplatt 7 ü.: Theater den TVestens PI, U.! WaHnep-Theater t«/, uhr. Geisha. Sonnt. VI,: tirai v. Luxemburg. NATIONAL- THEATER CBpenicker Str. 68 5 Min. Janoowitzbr. Tägl.T'A Sondervergütung bis 22. Februar für 1—6 Pers. Orchester-Sessel Vm. 3 Ä. Orch. T» 2.00'Sä1 Prinzenliebe ÄÄme irw EmB Ho&nann Cafe und Diele Unker den Unden 40•» EcKe Frledrldislrafle CalÄ: Konzerte Rudoll Welntraub VIkiona-tXele: 1. Stock zum S-Uhr-Tee und eoends•• Kapelle Schotter TreflpunKl aller Fremden Rose-Theater. VI, Uhr: Das Drelmädcrlhans. Oastsp. d. Priedr.-Wilh. Theat H6Ut6 und täglich bis 26. Februar Künstlerhaus BclIevnestraBo 8 Uhrt Heitere Abende Marceil Salzer Karten: Bote 4 Bock und KOnstteiliaus(Tageskasse 11—6 und Abendkasse ab 7 Uhr).• Secns Vorträge über Kirnst veranstaltet von Karl Scheffler- Bruno Cassirer 24. Febr., Tl, Ubr. im Kllndworth-Scliarweoka-Saal Uützowstraste 76, Karl Förster Keaes Blühen in Deutschen Härten mit vielen tarb gen Lichtbildern Konen zu ä, chSO, 2 0. 1 M. bei A. Wonheim. Bote 4 Bock, Verlag Bruno Cassirer und an der»bendkasse. 1 Oroie Vartetö-Aos-| stattnngs-Schau. P»rsünl. Auftreten! J dbecDhim. dänisch, 1 Ftlmschauspielefs Viggotarsen.1 Lade Bluttner » als Liebilngsfrau., I H. Horsten. Fr. Ranch I ! in„arab' Springer, J j IwPFram.-Darstcll. I ßattys Bärengruppe. j J Chinesische Gaukler. I Sonntags J/, ZvdS! weltkata »vez mier eltkaiastrophe und tZottes- g anbe.— 3, 2, 1 n. OchJ bei A. Werthelm, Rothers Buch- handig, Hoehschnlkastellan. Üntcrbaltungs-Rrftaurant CKien-Bcrlin Jägerstr. 63 a. J Ilarry Sehnbert— Carl Carstens fl Ernnt Walter— CJisabcth Hann| Ceorjs: Xenmüller— Walter Uobby Kapelle Unstav Oottncbalk Gefang- Rjmor-ötCttimung Gute Küche— autgepttegte Weine Anfang XilMiTmiM m»a» Morgen Donner st s«: 3 Großer Maskenball. Z Prämiier. dAChSnst. Dam.- a.Hen-cRmaskcG.~ Anfang Kohenzollern-Säte »tdßtee und(djänftes BaEokol In Moabit, Bändel str. 85. Straßeddahnverdindu� 8.�5� 6,�7, 8, 10, U, 12, 15, H. In beide» Solen große PrachtoaSstaitung. M> heute täglich- Sl.Mtl-Mmi-s.WknM Massige SintrittSprrise. �Wlnjs.MeMMMUnn) Begluu 7 Uhr. Utzch S-,» Uhr eigvl« Bglpichtuu�. Ä»°° S! �inöen-Restaurant eonnckork-Betrleb« Gd. Hmo Conndorf Eingänge: zrleMMße S7/ Hntet m Mev 44 Allseitig gerühmte Verpflegung Mvsik: Capelle portner , M. PlOtniie kchPeadäs« Sir. 55. ,5legberf Goläschmldf Unwiderrufl. lefzt.Tag Dergewaltlgffe Film aller Zelten Robert Reinert Heute Art am; 4, öAO, 7J«, 9 VbA Vorverkauf vor n— 1 Uhr. Zabi4sESE tiSsstrf. Vitt Poiiuscr Str. Adralraispalast. 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Sie kommen wie von selbst, nichts brlft dageyen. Plöylich verschwinden sie, wie(je- kommen. Aber andere Siörnngen machen sich dalür bemerlbar. Ein Hebel löst das andere ab. so do� solch ftequälter Mensch in einem Jahre 365 verschiedene Krankheiten haben kann. Dock sind diese Beschwerden duickaus nrcht einpebildet. sondern sie bestehen wirklich und sieben auch in enpem �n'ammcnbanfle untereinander. Das Nervenfhsiem ist ersctöpst. Dil säieinen diese Hebel und Siörnngen mit den Nerven gar Nichte �u irm zu baden, ober wenn man sich genauer beobachtet, so wird man das eine oder daS andere der solgenden Anzeichen von Nervosiiäi bald feststellen können, und manchmal anch mehrere davon: Zittern der Gl'eder, besonders der Hände. Reißen und Ziehen in den Muskeln. Gesühllosigkeit ein« zelner Hautstellen. Zucken der Augen oder der Lider, seeliiche Ver- stinmnng, Angsizustände, Hnrube obne Hriache. Berdauungs- beschwcrden nach Anstrengungen, Kribbeln der Haur, beunruhigende Träume. Alpdrücken, Müdigkeit, besonders am Morgen, usw. Tie ernstesten Zeichen schwerer Nervenschwäche sind die osi wiederkehrenden Kopsichmerzen, die Schlaflosigkeit, die Maliigkeil. die kchnekle geistige Ermüdung, die Gedankenlosigkeit, die leichte Reizbarkeit und schlechte Laune. Nehmen Sie diese kleinen WarnungSzeicken der Natur nicht leiSi, denn Nervenleiden Böhlen das Mail des Lebens auS! Sogar ,G�steS?ran!heii, Epilepsie, Schlaganfall und Lähmungen rnb schon bäuirg aus unscheinvorex Nervenschwäche enistanden. 'Auch SeSplörungen, sogar Erblindungen, besonders bei Rauchern und Trinker�,-treten alS Folge von Nervenleiden aus. Sckon leichte Nervenschwache bringt viele llnaiinebml>chkeilen mit sich. DaS �amikien leben leidet darunter, besonders aber die geschäuliche TLchri'gkeit läßt nach, weil die Energie und die Ausdauer erlahmten. Der Gesunde ist dem Nervösen gegenüber im Geschäft stets im Vorteil. Ter Gesunde trifft mit überlegener Ruhe schnell ent- schloffen zialbewußtc Anordnungen, die ihm Vorteil bringen, während der Neivöie zeistreul. dastig, ober doch zoghail bandelt »nd sich von seinen Launen und. seiner Reizbarleit zu unüberlegtem Tun hinrieitzen läßt, das ibm Nackenschläge bringt, die ihn dann um so mehr ärgern upd entmutigen. Nervosiiäi ist oil. der unerkannte Grund chon manch einem ver- fehlten.Leven. Was ist dagegen zu tun? Ter beste und einfachste Weg ist Stärkung der Energie durch Ruhe, Epbolung und geeignere SrörkungSmillei. Doch Ruhe findet der Nervale nicht, selbst wenn er Zeit und Gelegenheit dazu hat, also auch kew« Erholung. Nahrung genug finden die Nerven rn den täglichen Speisen, aber sie nehmen dieie nicht aus, weil sie zu sehr erschöpft sind, daher bcdürten sie der Anregung. So wie Scklz und Gewürz anregend auf den Appetit wirken, so wirkt.Äola-Dultz" an« regend und belebend auf die Nerven. Hierzu ist Kola-Duly wirklich am geeignetsten, denn es enthält nach der Analhse bekannter Chemiker nichts na* schaden konnte. Sorgsällige Versuche von Aerzten und ifprickern haben bewiesen, daß Kola-Dultz ein gutes Mtiel zur Anregung, der Nerven und besonders deS GebirnS ist und so Krasi SszlZläern. Oafclvcrcin fscukclln. fSta Freitag, den U. d. M.. ard n-zch kurzem, schwerem Leiden, unser Mitglied Mdelm Ttriemig Boddtnltr. 8. Ehr« seinem Anden!«»! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachm. " Uhr, ou> dem Jerusalems- ktiechhof statt. !af)lre>che Beteili- Der Vorstand. Um tung oeuNcded ckänzportzfibettek- oefdsnck. Vezlrtsoerw. Gr.-BerNn. DenMitgliedern zurRach- richt. daß ünker«tollege, der Fahrstuhlmhree vZvielklltelllM am IS. d. M. im Atter von öl Zehren verstorben ist. Die Beerdigung findet nm Freitag, den Zi. d. Mts., nachmittags& j Uhr, vou der Leichenhalle de« Sc- nminde-FriedlwIe« in Neu- tölln. Marlendorfer Weg, au» statt. Dm MitaUedern zur Nachricht, daß •- tsfai ferner ,.,._ unser Ztollege, der Autosührc?» ineierrni! SV»,«er.-»YS»»!»»»«»- ölklläkö?2l1ä8lk� Abteilung(Moabit,' Hansavtertel). Gemelodeschulaula Zwiagli- straße 37. Reserent: Stadwervrdneter ZDtobot•lotf«. 45. Abteilung(Gesundbrunnen). Schulaola Christianiaftr. 36—39, an der Kolouicstrasi?. Reftrenl: Zrau Llohsch. Tagesordnung: 1. Die Lütfgabco der Sozialdemokratie in der Aommnae. 2. Die Edtheitssckinle. am>4. d. Mt». im Alter von 41 Fahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, deu 20, d. Mts., nachmittags Z>/» Uhr, von derLelchrnhalle desThomas- Kirchhofes in NeutoUn, Hermannstraße. au» statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricbt. daß unser Kollege, der Hausdiener kiMncd Wewes am 15. d. Mts. im Alter oon 55 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet hente Mittwoch, lg. d. Mts. nachmittags Z Uhr, oon der Leichenhalle des Zohannis- Kirchhofe» tu Pldßensee au» statt. Ehre ihrem Andenken Um rege Betettigung er- suckt 66/4 Die Bezlrkvnerwaltung. SMmluWrUiMsirWst. Qeffentliche Wähler- Versammlungen am Donnerstag« den Februar 1919, abends 7 Uhr. »i. Abteilung(ssriedrikbstodt) bei Rathmann, Wilhelmstr. 118. Referenten! vr. ftoGraift und Frau«Iis« Vahr. 5. Abteilung(Südwesten). Schnitheiß, Lichterfelder Str. 11. Referoute»: Oderlehrer v«. rvitto und Redakteur 0»tar Li»»««»»». 5. Abteilung(Süden). Friedrich« Realgymnasium, Mittenwalder Straße 37. 'Referenten: Ingenieur Alfred Ztrl«««« und Elsriade Vöck«t. 10. Abteilung(Osten). Schulanla Brltenkoferftr. 20—24. . Referenten: Etadwerordneter»ort yistschol» und Frau Zda ftSytce. 20. Abteilung(Osten). Gemcindejchnlaula Tilsiter Str. 4/5 und Tarnhalle Riqaer Str. 8. Referenten: Swdwerordneter MUHelm Man» und»enosfin Martha yopp«. 21. vud 22. Abteilung(Nordosten) bei Mann, Stranßberger Str. 3. Referent: Redakteur Hugo poehsch. 51. Abteilung(Schönhauser Viertel). Schulaula Schöufließer Str. 7. Referent: Frist will«., 35. Abteilung(Norden). Swiuemänder Gesellschaftshaas, Swine» «ander Str. 42. Referent: Stadtverordneter«dotf Nilt-r. 54. Abteilung(Rofenthaler Vorstadt). Schnlaala veraaner Str. 83. Referent: Frt. vr. Oqgoftjiaatl. Bactatgeaoffea«od ,Oacioatlo--C«t«* sta» ja d Veten Betanstaltaagn frcuadltchft ---------- Zedcc wahler hak ata wast Zutritt. eiageloden. 906/1 Nach Aufldfllng de» Beretns- ldzacett» B o e I i ß habe mein« Praxis mied. v»0 aufgenommen Saat»a«srat vr. Sago Ztettloer, Facharzt für Chirurgie. Sa rechst, wochentaql. VI,— 6. Berlin W, Moßstr. 21, daselbst auch Ri ntgenaufnahm. 8okÄs!gr?t vr. meci. ttsecticke l-Iallt-> diu,», GesedteelÖ!:, Bintuntersuctig. Fnearichstr. 1W-I63(an 4 Mohrenstral«, L'ntergrdi».). II-I.5-7, Stg. II I Spezial-Arzt Dr. med. OrtUerlnff HanX Harrt-, Oeschleetirtd Bluiunters. Itvalldcnttr. 3S (Ecke Chausaeestr. am."tett Bht.). I i-i,'/�V-'/jT, Sonnt 11-19- Spezjal-Ärzt Dr. ScottL l-, Harn- OcsestleehM- , IprzkÄl veraltete, hart- ee AosiTUssc. Manne/- ichu Geg. Sjptiüis ervr. SeiteiitScb» oetb. m. Salvarstn- euren. Bluttmierluch. im ersten u, dlust. Kur-Znstttut„L9set*-. Ntrr.Roaentlialcr Sir. 69— TO, kstokonthäker Btaß�lko Ltntenftt. BehandlMlgsz. 9-1, 4-9, Sount. 9-1. Separates Damenzimmsr. SoMMMMll WM Zelliii. 7. Abteilung. Wahlbezirk 10« 104 und 110-122. DonuerStaa, den 20. Februar, abend« 7'/, Uhr, in der Anla der Gemrindefchale, WilmSstraße: SesseiilllN MSiemrilHiiÄW. Tagesordnung! t. Ernfidrunasfra gen und Kommunal-Postttl!. Erwin varlh und a«U Vitt«««. 2. Freie Ausfproche. zahlreiche» Erscheinen erwartet Die AbteiluugSleitung D»» Vorstand. und Leben speydend aus den ganzen Körper wirkt. Kola-Duktz bringt Lebenslufil und Schaffensfreude iowie das Gefühl der Jugend mit seiner Tatkraft, die Erfolg und Glück verbürgt. In vielen Köllen, wie es vorliegende Briefe beweisen, hat Kola- Dultz gute Eriakge erzielt. Nebmen Sie Kola» Dultz eine Zeitlang, Ihre Ner/oen werden an» � geregt, die Schh-äche wird bäufig nachlosien, und Sie werden dann bedeutend welller fühlen. Ich bin so vollkomvicvi davon" Jet. zeugt, daß ich Ihnen gern ganz umsonst eine.Probe senden Viibe, wenn Sie mir Ihre Adresse mitteilen. Versuchen Site diese Wirkung der Gratisprobe; sii« ist g/vß aenug, um Ihnen gutzmun. Sie wird Ihnen ganz vor /ftgitch belomnien' und Sie weide» mir danibar sein, Ihnen d>:rch portofreie, kosten- lose Zusendung»on.Kola-Dultz Gelegenheit gegeben zu haben, ein io gute? und reielles Mittel kennenzulernen, das keifi? Prüfung zu scheuen braucht. Ich garantiere, daß Kol»-Du Itz keine'schädlichen Bestandteile emjhäli und daß eS.mit größter C(auberkeit hergeiteklr ist, so daß es vjon sedein gut vertragen wird.£)ic AnWendung ist ganz einfach, deß Gefchmack iehr angenehm. 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Berufe. van EesA«ta«a aller stellenlosen Nottege» Ist �rt�girnd erforderlich. RNgPIW Schöneberg. :>(Sozialdemokratische Mchrhcitsvartei.).........' Mitttvoch, den 10. A-ebruar d. I., abends 7»/, Uhr: Z SssNll. ÄMMAillSÄlNNlWIVlSzSk« 1. ib der Älula der Realschule, Kdlonnenstr. 22/25» 2. iu der Aula der Hohenzollernschule, Bclziger Str. 48/55, 5. in der Aula des Helmhoty« Realgymnasium, Stnbeustrafte (Friedenau«! Ortsteil). Tagesordnung: 1. Die Sozialdemokratie und ihre Aufgaben in derKommune. 2. Diskussion. Zahlretche» Brluch erwagtet Da» fojlalitcato(call|if)« wohikomitea. NB. Durch Plakate tst detatwt gewacht Warden, daß am Mittwoch, den 18. b. St., t» der Anla der Ehawlsfoschnl« am Barbarosiaplax, Derfammtnng stattfinden soll. Dies« Beriamwlnng fällt aao. S. O.____ 15 14 Straßen, und Fabrik. esen seder Art bill. auch v. Postuachn. �stfir-tenlndusirie", Berl!-i. Rofenthaler Str. 14. Nd. I>1'>ZK. 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Proteftversmumlung Sonntag, de« 23. Februar 1919, vormittags 11 Uhr, imLehrerveriillshauS, Alexand erste. 41. Thema: Die Abtretuugsfrage im Herzog« tum Schleswig. Redner: Herr vr. flndr«a» Vitittel, AtitgNed der Aattonawerfamml ina, früher Retchstaasadge- ordnet er für den Aahltre-s Tondern. Herr wernar Flohlar. Flensburg. IZtSD Deutscher Ausschnst für das Herzogt»« Schleswig.. Z. Lt.: Zna-ninir Otto Zacoda, Infpsiwr d-r städtischen Gaswerk«. iül>Zlll!B«ll«el simill Wh« Oeffentliche MM'MlslIMliüiM heute Mittwoch, den 19. Febrnar, ahends 7 Uhr: 5. Abteilung(Westen) tm»chochdahnrestanraak-. Tampattfas'ar Afar so. Reserent: Schrlsiflallar wag«rnawald. 15. u. 14. Abteilung(Süden und Südosten) >« dar villartafchnla, prlnzanskr. 6t und Sdhalauio, vreodaaar Sit. 113. Referenten: SiaOfaecotbnetcn(Silo et« und chastschald und Frl.(Diaban». 25. Abteilung(Zentrum und Nordosten) .klnlah.&mnasli>>UO, wltsadelhstr�Sr/SS, Simon» Zajtjal«. ctuli nfli" «ie M Wgljff l>ese>t»>t ürStraht sHllUSSSlbC jjd. Haute usscni. Flecm.. f i»«»- Belnschid., kramptedern der Frauen BeT�n'IrM� ». Beichselftr. 33. Schlitler, Welchjelirr. PodbleUkt,~ Huppert, Boddlnstr.«6. Noak.«eserftr. 41 Ewald, Weserftr. 72. litt. 5. lelft». 2. 12 14 15 16 17 18 19 M WWWWI 28 Mühlenhoupt, Hnrzerstr. 32, 23 Weber, JBUbcnfcnuhiit. 81, 84"— 26 u. 87 Llchtensteln, SS Kellert, H-rpbergstr. 11 29 u. 80 Wolf, stirchhofftr. Schwmjcel, Etdestr. 8. u. ,21 Müller, Dunaajtr. 106, Ecke SchSnstedtstrnße. Meyer,©ejerftc. 90, Ecke Treptower Straße. dittrs-be, Bertheisdorfe- Str.», Säe Dommstraße. .....»,«ergltr. 144. 4t. Arndt, Treptower Str. 10. Atnulanssen, Echmarzastr. 1. """ lifcheftt. 42,'/ '43. 29 31 J SSJ 38 Lehmann, ?.l Küttig,»« 85 KOKuUcfa, Saaleftv.! In. Hack. Ringdahafir. 84. ifT Strehlke. R-tehaldfrr. 14. 38 Hink. Aneseb-ckstr. US- 38 Klein, aiaiawitroßc. Sät Leatklvqba- Eck« Wipperstraße. 40 Kr&ger, Satter Str. 80,«7. 41 Wanzlivk, vbertandsrr. 1, Gebiet Tempethos. 43 Wpiach,«nefebeckftr. IST 48 Müller, Thüriagerstr. 5, 44 Dörnfeld, Rogatstr. 9, Müller, Cmjer Str. 27. Hain, Bodestr. 81. Qohlke, Hcrmannstr. 199. Kottke, Bartheslr. 14. KuUke, Leinestr. L Prleke, vkerstr. 10. Sauer, Thomasstr. 81. Ccnke, Thamasstr. 40. u. 54 Grierer, Lesfinzstraße, Ecke Sapfstraß«. Selirnldt. Steiamenftr. t.Ecke Waßmennzdarfer Strafte. u. 57 Htehaow. Priuz.Harld/.ry.Str. 69. EckeLeifinnstr. u. 59 Wlsehaewskl, ZtetHenstr. 84. Ecke FaUftrnße. Dnnsaeker. H'.etdcr.str. 85. tdea, Boddinstr. 65. Wall, Äll-rstr. 7. 63 Blum,®ct.. 64 Jfentechel, H> 65 K unarl. B, Eck« T�itmteßltraß«. jtr. täte' <8! 67 6S Grundmann. Malfwtoer Str. 77. � S-hm,k.. 70. Este-�sk!. Muncheaerftr. W. 71 U. 7a prelikreofr, Reuterttr. tl, 7s. 71 TL Bifcr,««S-KÜteaSraßt. ofe S. Referenten: Cabcrr Heinrich Sahir« und«dalf waschlck. 28. Abteilung(Schönhauser Vorstadt) lo der XuenifoLv der Semelubeschul«, oderdeener Strutte«7/5». Refeernt: Stadtverordneter Eugen Brückner. 20. Abteilung(Schönhauser Vorstadt) t nb-ncichtspl»Ihar.ei>Sch6nhanser«aee lZ0.Hsfge:ädezu Refercittin: voralhea Hlrfchfeld. 58. Abteilung Altes und neues Hansabkerte! sowie Friedrich Wilhelmstadt) Antad. Artehrtchwerber-Gymnaflum,. BochnmerSfr. 8. Resereitt: Sfabfoerorbncler Adolf Ritter. 40, Abteilung(Moabit) Schulaula Slemenafkr. 20. Referent: Emil Anger. 57. und 41. Abteilung(Moabit) . Im Srtnahaf, Perleberger Str. 26. Referent: Sullas vsthg«. 46. Abteilung( Wedding) Schutaula Malplaquetfke. 20"31. IL Eingang. Referent: August pattlach. Tagesordnung In allen Versammlungen: „Die Stadtverordnetcnwahlcu." All« Wähler und Wählerinnen find hier», "cn gehen In da» ihrer Hui firauzr- : Seliieiilanr\. Ittr Damen„rj i. i»lrt tlciitrn. Stets wohiaua-]/ oeslatlete moderne Lager. ÖsfcarWoIl�arg | Urnaiienstr.'./>„ äegrOndat Papier,— ' /.!■•♦. a-.ticoal tu viele ?,orta.>. Dtzd. I bis« M. L->�. ion». ffüelier, .(aien. konleiti. « fcEgT'GriifiicAaswabl " Xkierzanllieln,«reit f alt». A.f.laas&CtfS.-rl;',! " /arkgrr.fttlstr. 84, aitkLindeuni. r Nöds! Verkauf an Private Cinige preiswerte börgeri. Einricii-* taugen abzugeben ß. Misch, �'t-ntergrundb. Schönh. Tor j Kautabak In Rollen und Stangen ans reinem Taiiak. 2i€sas*s«en Zaga�ettesi jedeh Posten an WieömerkäDfer abzugeben in den« Zigarren-Gsscttaften (Abteilung en gros) Priedrirhslr. 243(Hau. Tor). Alexanderstr.Odseiin Pal.-Pr.) Unser« Parteigenosse gelegene Versammlung»� Ahnung n( nächst- „„ 137/80 Der Vorstand. Met AMSM-MM Vei'Waitunj; Berlin. Test: Amt Morißplatz 10628, 8578. Bureau: Rangesir. 80 Branche der Klavierarbeiter. «m Freitag, dpa 27. Februar 7070. abend»»'/, Ahr. im»alcheaderger yaf, Reichendcrger Str. Iii(oderer Saal): Versammlung mmn Bertranfüslefile. mDei'«f(Düffe (footil st« Mitglieder d. Deutsch. HolzarbetterVerdandes sind) vllD Der SeueraloerssKmlllvsS'öelegiettev. Tagesordnung: L Sollen wir den. Je« In endyLUiaer Faffnng aar- Legenden Reichstarif(fir die«laolcrtndustrle aanehmen oder adlelM-»? 2. Welche«usgaden fallen den Arbetterausschussen .bei der Durch ffihruug von Tarifverträge» zu» 8. Wo» für Pflichten stberuehmen die Generatverfammlungs-Delegieclin» Bet dieser äußerst wlchttgen nnd entscheidenden Bl darf niemand fehlen. Znsammrnknnft de- Za— Ötaud.cnlcltung. WügULllkeÜeR bietet die nächste Zukunft. Eine tiefgreifende Aenderung unsere« gesamtenU'irfcchaits- iebens, ein gewaltiger Aufschwung urtserer Industrie und des Handois steh; Ix vor und es werdeg überall geschulte Kräfte psacht sein. Angehörige technischer Beruie u. Handwerker soil�n nicht versäumen, ihre Kennt ntsse und Eenigkeiten der kommenden Zeil anrupasse.i, um teilzunehmen an den wirtschaftlichen Criolgen,n gegen die LandeSeinwohner und die Kameraden. chiung de» privaten und milifärische« Eigentum». Freiwillige vor! . Rheinisches Feldartillerie-Restiment tot. 83 z. Z. Lohne bei Vechta sÖtdeoburg). cdrlstlaol. Major. i-chrschrtne find beim Regiment ober nächstem Bezirk,. tnmjuun'oo cnzniocacrn. ..........;- j—............ Trainfahrer für neuaufzustrllende Fuhrparkkoloune Zur Grenzschutz Obost . zur Verwendung in Rußland gesucht. -; Beblngnagen: Mobile Löhnung nach den Dienstgraden, freie Berpslegung, tiiglich S,— M. Zulage einschiiehlich Baltenzulaae, kernee Treu- t rünut, die dt» 20,— M. ntonarlich steigt Miiitör. papier« und Entlassungsanzug, der angefaust wird, mitbringen. 1SI/18 Jnsterburg„Äü.. Ulanenstraße. WlxMMMMMMNU Die deutsche Schutz- Division 31. Inft.aDivision, Abt. Lüttwitz braucht Euch! ;3] yermifit tnlcb fett 23. Offober 1811 bei den Kämpfen am Oiemin des Oarnes, bei Sorte Mal- naison der Eafcio.fijiez Iichürd ArvkÄe von der f». Kamp. Kaiier-Frans» Ivarde- tören.» Aegimeni Nr. i. Kameraden»der Mobile Löhnung, 5,- Mark Ta-iesziflage» Untccfnnft und Verpflequiig. Auswärttg« erhalten ilieisever-tütung gegen Vorzeigung einrr behördlichen Slbincldung:::::: Hanpttverbcburcau: Hardendergftr. tS. W. s Potsdamer Str. 25 KW. s Rathcnower Str. 8«(gegenüber dem Kriminal» SW�. i Teuipclhofer User St sgertchtj areitii»»«;«: Westfälische Str. 50. ig,, ig. SciiütztEucI) selbst»'Spartakus! Fernsprecher, Blinker, Funker, Otfiziere und Einjährige, Infanteristen, Kavaiieristen, Artilleristen, braneht sofort die Brigatie Reinhard (1. Gardc-lnlaHterle-lIrljgade) Bat. Kahlwe-ln(Moabit, 4. Garde Rgt. s.?.), Rgt. Rooaen Abt. Wlaterfcl«!(Moabit Abt 1. Gorde-FeldartiUorie-Egt.) Hauptwerbebureau; Berttn.Koablt, Neue» Krlrnlnalgerlcfit, Rathenower Str. 79 < T-;V-- WW-WM SWere. IlilmWle ms WMslleii iverden gur Verwendung in Eisenbahn- Vau-Kompaanieu und zur Belegung von Panzerzügen dringend gebraucht. Beiondet« erwünscht ist die MeU düng von Angebörigen der Eisenbahn- Truppen» geprüften Lokomotivführern, Hetzer», Zugführern und Bremsern. Bedingungen: atobtfes«vehall«der CfShonog für oOe Oicnffgrab*.»toef 8 fdgllch» Anlage bei freiet veepsfegaag nab »nteclunfl. lUagccbem Anlac« fftc Cafotnolloiabcec Mar« SO, chetzex Matt SO Btanafliit). Schriftliche oder mündliche Meldungen an den in/iT ZWMllvmr ver WuwN'ZnWell ver WteiiMg lkttViv Berlin W, Lietzeuburger Straße 11 HauPtmaun Rinneberg. Grenzschutz Ost! bie NSe» e ies«Ms nsmersiien heraus! Kommt euren beutschen Brüdern in Westprenhen zu Hilfe Da««utentum ist von allen Seifen im Bordrinorn befristen, auxerdrm droben bolschemistische Truppen in unser beufschr» Vaterland rtiizufoUen, um dasselbe zu plUnbem und zu brandschatzen. Können wir alle, die mir viereintzoib Jahre lang unsere Landeoarenzen gegen eine Weil von Feinden aerikipigt haben, noch zögern, wenn e» gilt, oft- und West» petuben vor neuem Kriegselend zu bewahren< Mßn! Niemals! Zm«Aden und Osten gewinnen, sammeln sich van drohenden Feinden tnngeden, die i a» Baden in Orandenz auf der Feste Courbiöre Kameraden aller deutschen Btiimmr, die dazu dernse» sein sollen, den sremden chtn» dringiingen mit eiserner Faust entgegen zu treten. Darum wastlaus Kamerab,». die Ihr nach Dieb« zum vaterlaob« »ab sotSatlfche Oitilplin besitz s,»i« 3bc nach einem Jaulen o«a Ute ~~ er iCargosetzfeu hrr.i!, tte r~ teaaea ja Sucer {«in wallen, '■rj Sab« wieder gediente Leute all« Ti ruppenaattunaen sauder wie allaemesn für den " MO»------------ Eile tut not! FreiwiMge l Melde! Such sofort rntt Suren Papieren und mdzilchst in Unisorm bei der l.nvsWö C ves SMekorvs. Wüattenmg. SdbloAHc« 3. Aimcaec 7. fflcöffnrt riigilÄ oon 9-12 und 8-5 Uhr. 1235® M Vermißt der Gefreite %m\ Seherfling f-c pogote, t- vatU. Stab, 3*tl-««al- 147, >e>» rastet dmaeichatl o. Divveaburg, geb. am 88. Ob . ber ilW zu Kogel, ftrri« Niiderbarnim, zuletzt , eschen«tu 8. Septenbee>91» Dahnhes tambroL- Wir ieqeu» welif/ Atafunft über den Berniihrtn zu geben rnstfanbe Ist. istelleUst auch Beeunindele, dir ge- hri!» such, werben nfbebt«. Nachricht gegen Wstdererstatttmg aller Unfvsten zu nchtan an den Gemeiudcdorstehir Scherfling in Sögel oeg«fefjteä ha!»!, tit(Sech eia Sei?oiet eilt herbei! «v getzf au»»»aaz«. baeam msUiel«ach sraimUUg bat da» Cnnrhiprp 18 Smie« SiNMÄleiiW zHzLHELE lilü Sei M eingeben' diele» ruhmvollen Namen« lomml zu uns Wir brauchen Such alle. dir Zhr rein baatschae ptafioastluu und gut Hanf schar chosiunung i,id: Znsaiitrristen, Jäger, Arttliertsicu, Ptvnierr, Minruwerser, tzlamtncttwcrscr, Aavallkrislen, Flieger, sowie Lderhaupt Angehörige der techuischeu Truppen sind un» sehr willtomm-n. Vdivafinfflnitnffnn« Mobile Löhnung des Dienstgrade»(«runblöbming monat- örlWMWM«« lich»0 SÄ).- Modiii«erpfleanua.-«Mch b M.»reo». schugzulage.— Bei Verwendung außerhalb der standesgrenze erhöh! sid, die , gistcg« am 4 M. täglich(Valfenzulage).— Sreurratui».- Wettere»ewahrung der Fanttiiennnterslutzuita wie im Felde.— Belondere» Ddzelchen ai» Feichen der stuqehöetafitt zu dieser Truppe.— lllltndrstverpstlchtunn s2t 8 Monate er» svrdcrliih. 1882®* SrmiW'SkMiMeliiiU MM« SMM. fSUbtct, Hauptmann und Kommandeur. ltiMWagen-U.-L. Abt. 1 und S Belm V. Li. K. werden»um Schutz der Ostmarf die heeiwiMgen kte<-s!-vagun-M..G.-4tbI. t u. 2. unter Oderleufnanl Toll- kauipl gebildet. Uiuei den befaitr.fnt Bedingungen werben vor allem M.-G.-Lchiwen, Krastsahrer. Mechanifer. Schlaisee. "" Sdll'chfingatzeltn bai Unterofstzlere geiuchb- Meldunoen: Glogau, bei de« keasfu»agan.Nt.-G.-9lbf t. l240D s«(Us alten Ungehörigen des Kriessvetnessungswesens | Die Landesaufnahme stellt!ür den chrenzschutz Ost Ber» I mestungs.Formaüonen aus und dedars daz» technische» 1 Persona!, mabefotb«« Maschinenmeister für Schnellbruck» 'eilea. Zieprohuffionsfechntter, Lithogrepho«. geichn«. _ v____ �_ /c'. Sa........_... Jtt». r A i �.>.. I vrcista. ftepcoaufllanotechnlfec, Eitbcjrapf. j Steint-uder, SlcNrmnonteure, Maschinisten 1 BeOingungca: Mobile Löbnuug, 5 m lati,(tele Berpstegung. Befleibuii I 14 ifiglge Kündigung.—«christliche| tdglid)» stu- Umerbr' Irltun«' Landesaufnahme, Moltkestr. 4 Hw MMKett s .Hunatdartan.— Zpat iür den biandei fteigegaben. 2« Stücb AM. 10» Stück 12J« franko Nachnahme. grCSeren Mengen erblttt"perialaNeete. Müller& Wintur, AOteiig. ö. Ueipztg, ArntfUtr. 66. Sortiert ■ Bei 785L Rasch« Hilf« b.inialvsllen, b«. sandec» nachts uufUcagUptisl«. »tuiji If du n*ti»ti- 'ende.Orlindabalsanrt »et ait, t» daririch-ste» iotwadewöhrt ch!K.b,s> L. deichet, Sert.4Ä.EtI»»baottu.4 �riegssnieihe Itnakt regeo Bareahtung Besiseiie XelspißdüStne. Potattam«, tir. 67.* jedor Art preis», eat p! ,->'!<» 4»c.« ahl . Uraaaettntraoe 7. ! statte«aseathaier Plate reilrastiune tt»t«ttet. »ou«efangenen. die schon N richf haben, werden herzlich um Anafunst gebeten. Unsasten werden gern»ergiitri. August Arnccke, Steinsetzer, 1238®' Sescrlingeo.Pr.Sachs., SüdsdS. I wirb fett dem 23. ZnU lSt« 'seinem IS. Seburtetage) der InsteßeiKari Ellert, Bes.. Ins.. Regmt. 85. 8. Bad. It. Komp. Kameraden oder Angehörige von solchen, die seil der gett vermiht sind oder sich mi» der»efangenlchaft ge» meldet baden, werden herzitch um M'.Iteiiung gebeten. Un- kosten werden gern erstattet. pritr l.emclte. Rowawe», _ Liitz-wftr. 14. 127« UenBiStliÄ 10. ftoatpagnl«. lieber den Berdlrid de« am 2S.SeptttSl» vermißt. Fststi. Kerdsrö Vsterlvd Kittet srin« Kameraden um Allsschtuh. Der besorgte Vater H, Osterloh, v. emkendon, Post Wiefelstede(Oldenburg). 198,« «xfra biMg. MSWWWs m. ZtLr. Schrank m. Spiegel II. WSschenktnrtchtung 479Z«.«. ' Küche« lästert und farbig 375«.«* Ruhebette« mit Stoff. von 1 50 st OL Lagerung tcftenlo». Zahlung vertaichlarang auf Wunsch. Wg WM Lhsriotteodurx WilmerssiorferStr.lS »M•stliut» M. t�« ab Z«! unitt Stachei.«eli-ie« 28/9 Hans Förster, ItcamAnflcc. Farberstr. ta Herren-Anzöge Damen-Keslüme Meter 20.—, 48.—, W.—. 90.— Tuch-Lager Koch& Seeland G.in.h.R. QcrtraafJtccwtraße 20 21» VerHaufSMh foa 0—2 Uhr. OKennenSie Jie Wohltat ine, Leibhind«? Sünxl-Ciie Systeme ,m Lagar resp. nach MaBanf»rtig. sowie Brachhehp 7? Artikel rat- Cesundheits« und Krankanpftege. Pollmann, Saodagist, Berlin N, Lotbriager Str. M Lisferanc Mr Krankenkassen. 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