Ur SS. S6. Jahrg. 9(|Ka#Vr m,«rv. ZufttUong». lebOhr Um« ftcmibanb»üt D««sch- rmb a. Dcftmtt&Ungaxn>,60 Ml. iftr-xi« übrig» fluthm» MO SU. M lägltch nnmaXigtt.ftiiltOnna 7.60 Ml. Cottti()ieüuna»n seftnni tn DSn» ntoit Holland lhnftnbuta, TÄwebni and die Schwoi» eingotxagtn»>u Soft-.titunp*- srti«l;ti». tet.BoaodtM*»rlchxnt«ochrmllgllch iiMtoiai. Sonniogi eutaai, Seiest aacnÄSttfl« .Conlatkrmofzai««ritte*. Morgen Ansgare. Verlinev Nolksblstt. (lop�snnis) «»Hsigespeei», Di««chlgelpallen« lio-warellleMe lvNei«v lllq..Al.in,«»»«lgeii*, da» lettsediuckleSov« Psg(jutölflfl 3 lettgedrull!«(Bocteji iebe«>» euere Qot 30 Iiis Stelleng ewche und Schlalftellenim�igen»a» erlle«ort SO»Ig.;e»r* weitere«ort 15«Ig. Sorte»der 15 vulhllaben zlldlei. Illr zwei«orte. Teuerung»>ulchlag 70«,. .-pmtlie»-v„ zeigen, zolttliche und gewertlchaltltche lleretn«- Nn, eigen SO»Ig. die Zeile, ein, eigen Mr dir nllchlte Stummer müsten d>« ü Ith« nach mitiage un o-uptgelchllst. Snlb, ««.«, ÜindenlRatie\ adreseden «erdrs.«eöffnei qmi» Übt(t»b di» 5 Uhr abend», Zentralorgan der fozi aldemokrati fchen Partei Deutfchlands. Neüaktion und Expedition: SW. 6$, findenfh. 2. /fentl�redjcr: Amt Morttzplatz. Nr.»St SV—»KI V7. Donnerstag, den ÄO. Februar 1919. vorwärtseverlag 6. m.d. h., Sw.»S, Linöenstr. Z. Kernfprechert Amt Mortttplatz. Nr. 117 0?— 5-1. aii«HHWMaWaBMM.llJi!J!li.ij»W.lJ 1"ILM'if« Httentat auf Clemcneeau. P»ri«, 19. Februar(Weuttr). Vit gmcrtrt wirb.» würben heute w»rgeu auf Tlemeucea», als er tu sei» Aut» stieg, fünf SchSff« abgegeben,«lemeucrau würbe a« stopf verwaudet. Paris. IS. Kebru«. Ein KuuLfpruch de« aiffetturm» Witt über das Attentat auf Tlemenceau mit: Heute morgen gegen S Uhr wurde in dem Augenblick, al» Tlemenceau, der von fsinem Hause kam. im Automobil die Scke der Aranklinstrast« passierte, ein Attentat verübt. Es wurden auf den Mwisterprä- stdenten mehrer« Revolverfchüsf« abgegeben, dw ihn jedoch nur leicht verletzten. Ganz vuhig kehrt« er noch Haus« zurück uod sagte zu den khn Umgebende«:»Da« ist nicht».' Er zeigte keinerlei Erregung. Polizisten bemächtigten sich eine» Unbekannten, der zu entkommen versucht«, aber von de» vorübergehende« fest» gehalten wurde. Der Festgenommene erLärt Pettin zu heihen. Tlemenceau konnte zu gutz nach Haus« zurückkehren» sein Zustand ist keinesweg» besorgniserregend. Da« HollaMch New�vureau meldet au» Part«: Ewmemsau verlieh heut« morgen ,n frühester Morgenstund« um b Uhr sein Hau». SlS er in den Wagen steigen wollte, wurde«rvvn hinten angeschossen und am Rücken verletzt. Die SBinch« wird al« leicht bezeichnet. Der Täter ist verhaftet. Amsterdam, t>. Februar. Räch einer Meldung au» Pari« gab der Mann, der da» Attentat auf Clemeneeau verübte, auch auf Schutzleute, die ihn festnahmen, zwei Schüsse ab, wobei er einen Schutzmann verwundete. Elemcnceau befindet sich in ärztlich« Pflege. Er erhielt nur Kleischwunden. Der Name de» Alten- räter» ist Eottin. Pari«, 10. Fdruar.(Hava».) Die ärztliche Untersuchung ergab. dah Clemeneeau am rechten Schulterblatt getroffen worden ist. Annere Organ« find nicht derletzt worden. Zur polenfrage. Deputats»« der Schaeidemühler in Weimar., Di« auherordentlich ernste Lag« im Retzebeztrk und bi« ve» fürchtung. dah du neuen Wafsenfttllstandsdedingungen von de» Polen nicht eingehalten werden würden, veranlahten die Stadt Schneidemühl, sich durch Entsendung einer Deputation nach Weimar an die Rationalversammlung um H i l f« zu wenden. Durch Vermittlung der Abgeordneten der Provinz Posen wurde eine Zusammenkunst mit dem striegZminister Reinhardt und dam Minister NoSke ermöglicht. Nach eingehender Aussprach« wurde von den Ministern die Notlag« der in Frag« kommenden Gebiet» anerkannt und tatkräftig« Hilf» in nahe Aussicht gestellt Noch immer Kämpfe im lpften. Di» Pole« pfeife« auf die DemarkatiouEltute. v» r l t n, 1». F«br»»r. Heber die militärisch« S«t< im Osten wird»«meldet: PatreuillenvorstSßr de» Feinde« nSrdiich vkilitsch wurden«bgewiesen. Sin» polnisch« Abteil»«» in Stärk« von 60 Mann»riff einen bei Rertowski ans schlestsche» Bode» stehenden Post»» vergeben« on. Ein bei Etnbruch der Dunkelheit erfolgter polnischer Vorstotz bei««witsch wurde»b»r»t»s»n, d«»»letchen»in feindlicher Angriff»uf Meindorf südlich Pentschen. In den Ab» schnitten Lisi» und Fraustadt nahmen in tapfer durchgeführtem Angriff da«»em Feinde hartnäcki» verteidigt« Dorf und Schlotz Reudors südlich venttchen. Zwei Maschiueugewehr«, ei» Feldgeschütz und 20 Gesängen« wurde»»iniedrucht. Di» eigene»»erlustr sind geriug. die Streiklage lm Nuhrgeblet. Esten(Ruhr), 10. Februar. Di, StreitUege ha» sich heute Clemeneeau ist ein Gegner des Sozialismus und ein w-* 5*. � � arimmiger Feind aller Deutschen. Die Politik, die er vertritt/ � ctn><,�fl000- � 8®� ist die schlimmste Gefahr für die friedliche Zukunft Suropa« �."vm ewet' �ttofftn«, �« wa°° und als solche von den frvnzösischen Sozialisten erkannt. Sei �«»»«00 gestern. M � bi» auf die Wurzel auszurotten, ist unser sehnlichster Wunsch, �(jtide v�n� Aut Aber das gegen den greifen Staatsmann verübte Attentat. gleichviel von welcher Seite es begangen ist. ist kei n Mittel/ 8«�"»««« heut« im Ausstand 70 Prozent der Belegschaften, diesen Wunsch der Erfüllung näher zu bringen, man muh viel der mehr befürchten, da he« da» Gegenteil bewirken und die nationalistische Stimmung in Frankreich noch weiter erhitzen wird. Von den AtiSnahmefällen abgesehen, in denen ein tief unterdrücktes Volk, wie das russische, gegen seine zarischen Unterdrücker kämpfte, hat die deutsche Sozialdemokratie Attentate niemals gebilligt und nnt Attentätern niemal» sympathisiert. Das franzäsische Volk kann bei dem Stande seiner Versastung durch den Druck der öffentlichen Meinung einen Umschwung in der Politik bewirken— leider hat es dazu bisher keine Neigung gezeigt, und Attentate sind nicht geeignet, solche Neigungen heworzurufen oder zu stärken._ Rückkehr aus Enalanö... Elend, Tod und Krankheit. Wesel. 10. Februar. Zwei Tran»porte Zivilgefangene von rund 11 000 Personen trafen letzte Nacht hier ein. Sie waren zehn Tage von London unterweg». Bei der Ankunft in Ant- werpen waren fünf Personen gestorben, davon blieben vier in Ant- Werpe« und ein« in Rotterdam zurück. Ferner muhten in Ant- werpen 18 nicht transportfähige Schwerkranke zurückbleiben. Bei der Ankunft in Wrsrl mußten fünf Personen in» Krankenhan»«ad «cht in ärztliche Behandln«« gegeben werden. Die Ortsgruppe Wesel für KriegSgefangenenschutz richtete au« diesem Bnlah nachstehendes Telegramm an die Nalionalver- sammlung in Weimar. Bei den hier eingetroffenen, in England interniert gowefenen Deutschen wurden auher 18 Schweikranken fünf Tote überbracht. Dies« überaus traurigen Fälle wurden her- vorgerufen durch Entbehrung und Mangel an irgendeiner Schlaf- gelrgenbeit bei rinrr«ehntZgigeu Nebrrfahrt von England»ach stetterda«. Die Orttgruppe WesrI ersuch! die Rationalversamm- lung dringend, keinerlei Nittel und Wege uiwersucht zu lassen, der iller Menschlichkeit spottenden Behandlung unserer Gefangenen durch oldmägliche Rückkehr ein Ende zu machen. Nus öem bolfckewistiscben Rußlanö. I« Januar 11 Erzbifchöfe ersckfpfs n. Amsterdam, lS. Februar.„Time?" meldet auS Helsing- i«: Einem amtlichen bolschewistischen Bericht zufolge ourden im Monat Januar l l E r z b i s ch ö i e der orthodoxen Kirche, darunter der Erzbischok Wladimir von Kiew. er> schössen. ganzen Belegschaft de» Ruhrrevier« etwa 9K Prozent. Elberfeld, lO. Februar. Als«in Teil der von der Ltadtver- waltung herbeigerufenen Regierunggtrnppen(ISO Man«) um 1% Uhr nacht» ausgeladen werden sollt«, wurde er von den Spartakisten, die inzwischen da» Eisenbahndirektiontgebäub« de» setzt hatten, mit Gewehefener empfange». Di« Regierungttruppen machten daraus ebenfall»»o« ihr«» Waffe» G«dra»ch und nahmen mit stürmender Hand den Hauptdahnhof und da» Direttiontgebäud« wieder. Die Spartakisten sollen hierbei 17 Tote und 88 verwundet, verloren haben, während auf selten der Regierungstruppen«in Mann sein Leben«inbüht«. Der Kampf zog sich bi» in die späten Morgenstunben hinein und dehnte sich auch zum Teil aus das Stadiinnere au». Im städtischen Kranken- haus« wurden als Opfer des nächtliche« gusammenstohe« disher 8 Toi« und 11 verwundet» eingeliefert. Die Spartakisten hatten noch da» Raihau» besetzt. Heute morgen um 11 Uhr fand zwischen den Spartakisten und den RegierungSvertreiern eine Besprechung statt, in der u. a. so- fortigt Einstellung de» Schiehen», sofortig« Bildung einer freiwilligen S i ch« rh« ii»w eh r. �Säuberung der Stadt»an solchen Elemente«, die u nbe re cht i gte rwet se im Besitz von Waffen sind und Mücksendung der»on aulwärt» herbei- geeilten SicherheitSwehren vereinbart wurde. Räch Erledigung dieser Vereinbarungen, die bi» zum 90. Fe- bruar vormittag» 0 Uhr erfolgen soll, rückt die Regte- r u n g» t r u p p e a b. Bi» zu diesem Zeitpunkt halten die R«. gierung«trupp«n allein der. Hauptbahnhof und da« Eisenbahndirektiontgebäude besetzt. die deutstben in China. Eine deutsche Protestnote an die Enteute. Die deutsch« Regierung Hai den Alliierten in Spa am 18. Fe- bruar eine Protestnote gegen dir geplante Forlschaffung aller Deutschen au» China überreichen lassen. Es sei. wie in der Not« erklärt wird, der deuischen Regierung bekannt geworden, dah die deutschen StaateangehSrigen in China bereit» An- Weisung erholten taben. sich nach Schanghei zu begeben, um Ende Februar dort eingeschifft zu werden. Diese Nosinahme würde die Feindselig'eilen gegen die deutsche Zivilbevölkerung in China rücksichlt'.os fortsetzen und mit der durch den Abschluh de« Waffen- stillstände? geschaffenen Lage in durchaus unvereinbarem Gegensatz stehen Die deutsche Regierung erwarte, dah die zur zwang»- weisen Fortsübrung der Deutschen au» China bereit« ein- , geleiteten Schritte sofort eingestellt werden. der Zoll tliebknecht-Luxemburg. Diu Urttersuchuuz»»ch nicht nbgefchlofsen. von juristischer Seit« wird uns geschrieben: Die Mitglieder des Bollzugsrat« W e g m a n n und Rusch und da» Mitglied des Zentralrats S t r u v e haben vor der Oeffentlichkeit in einer Denkschrift erklärt, daß sie es ablehnen, an der Untersuchung der Fälle Liebknecht und Luxemburg, bei der sie bisher mitgewirkt haben, weiter teil- zunehnien. Sie begründen ihre Handlung damit, daß der Reichsregierung die Kraft und der Mlle fehle,„der Ge- rechttgkeit zum Durchbruch zu verhelfen", und daß sie die Oeffentlichkeit zur Ausübung eine» Drucke» veranlassen wollten. Die Berechtigung zu den gegen die Neichsregierung erhobenen Anwürfen leiten Wegmann, Rusch und Struve daraus ab. dah die Reichsregierung die Einsetzung eines Gondergerichts zur Untersuchung der beiden Fälle abgelehnt hat. Di« drei Genannten handeln nicht kon- sequent, sonst hätten sie die Teilnahme an der Untersuchung von vornherein ablehnen müssen, da die ReichSregicrung schon vor ihrer Zuziehung mit allem Nachdruck erklärt hatte. daß sie nicht geivillt sei, für die beide« Fäll« ein Sonder- genckr: zu bestellen. Gegenüber den Vorwürfen, die sie der Reichsregierung machen, fei folgende» festgestellt: 1. Für alle strafbaren Handlungen find gegen Militär- Personen die Militärgerichte zuständig. So lange die unabhängigen Führer Haas«, Dittmann und Barch Regie- rungsmitglieder waren, haben sie nie daran gedacht, die Be- feitigung der Militärgerichtsbarkeit für Straftaten militärischen Charekters zu verlangen. Di« jetzige Reichsregierung hat auf einen s oz i a lb« m o k r a t t sch« n Antrag hin den Beschluß gesaßt, die Zuständigkeit der Militärgc- richte auf rein militärische Delitte zu beschränken. Bis dieser Beschluß aber ausgeführt ist— und er läßt sich nicht von heute auf morgen ausführen—. muß es dabei bleiben, daß ur Aburteilung strafbarer Handlungen von Militärpersonen Ein Sozialdemo- unter Ausschaltung eines Sonderge« nhänger von AuS- nahniogesetzen. 2. Nn Sozialdemokrat, der das Verlangen erhebt, daß ein« Regierung dem Richter, der eine Untersuchung führt. Vorschriften darüber macht, wie er zu verfahren hat, hat Aussicht der Liebling aller Reaktionäre zu werden, denn er rechtfertigt nachträglich alle JJäfle von Kabinetts- j n st i die sich in der vorrevolutionären Zeit ereignet haben. Erst die Unabhängigkeit, dann aber, wenn die eigene oder eine ihm nahestehende Richtung zu Nnfluß gelangt ist, die Abhängigkeit der Richter von der Regierung zu verlangen, geht wahrhaftig nicht an. 3. Dt« Reichsregieruns hat sofort nach dem Tode Liebknecht» und der Frau Luxem- bürg die Zulassung je eines Mitgliedes de» VollzugSratS und des ZentralratS zu der Untersuchung der beiden Fälle angeregt und beim Militärgericht durchgesetzt. Sie könnt« dies, obwohl die Militärstrafgesetzordnung eine Kontrolle de? Gerichts nicht zuläßt, verantworten, da weder der Rechts- pflege noch dem Rechtsempfinden daraus ein Schaden er- wachsen konnte. Die Reichsregierung selbst hat dem Voll- zugsrat nahegelegt, zwei der unabhängigen Sozialdemokratie angehörige Mitglieder als Teilnehmer für die beiden Verfahren zu bestimmen. Das ist denn auch geschehen. Wegmann und Rusch sind Mitglieder der unabhängigen Gozialdemo» krati«. Wer gleichwohl der ReichSregiening vorwirft, daß ste nicht den Willen habe,„der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verbelfen". hat keinen Anlaß, auf sein Gewissen stolz zu sein. 4. Die Reichsregierung Hai ferner erklärt, daß dem Führer der unabhängigen Sozialdemokraten, Haase, seit den ersten Untersnchungshandlungen>m Falle Liebknecht, namentlich bei der Leichenöffnung, die Anwesenheit gestattet würde. Als Haas? durch die Berner Internationale schließ- lick> verhindert wurde, den weiteren Untersuchungshandlungen belzuwobnen, regte die ReickiSregierung an, daß ein anderer ReckitSanwalt als Vertreter der Familie Licbkneckit seine Zu- lässigkeit zum Verfahren beantrage. Ebenso erklärt« sie. daß sie sick, auch für die Teilnahme eines rechtskundigen Vertreter? der Familie Luxemburg an den die Aufklärung diese» Falles bezweckenden Untersuchungshandlungen verwende» Die Nationalversammlung. der Kriegsminister zum Lall Liebknecht-Luxemburg. 11. GitzttitG. Wkittwoch. d» 19. Sdnum 1919,»achmittag» 8 Uhr. Am Rrgiorung»tisch: Erzdrrg», David, Dr. lvell, Sau«, Ro- bert Schmidt, Heine u. a. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Lesung de« Ge» setzenttvurfe» wegen Abänderung der Verordnung über die Rück- gab» der i» Belgien und Frankreich weggenommenen Betrieb». eiUrichtangeu vom 1. Februar ISIS. Reichsminister tkrzbrrgrrt Ich bitte, dem Antwurs zuzustimmen, da er eine Folge de» soeben geschlossenen WaffenstillswndSabkommenS ist. Bei dieser Gelegenheit komme ich aus die gestrig« Ret>e de» Jntervellan- ten Völler zurück Am Ib. Dezember 1V18 ist mir von der Retchiregierung folgende» Schreiben mit dem � Anheimstellen der weiteren Veranlassung überreicht worden: Berlin, de« IS. Dezember ISIS. Dem Rat der Volttbeauftrazten beehre ich mich ergedenst mitzuteilen, daß nach der Ablehnung de» Herrn Hugo EtinneS nunmehr der von mir vorgeschlagen» Direktor Blglr» sich ge. weigert haben soll, an den Beratungen in Spaa teilzunehmen. Wie ich HSre.«st auch der allein al» Sachverständiger noch in Betrackt kommende Direktor Leuschner der Guten Hoff. nungthiitte zur Ablehnung entschlossen. Andere Personen, die nach ihren umfassenden WirtschastSkenntnissen all Gachverstän» dig« befondeo» geeignet erscheinen, find nicht vorhanden. sHSril hört» Weiter heißt e» in dem Schreiben: Ich bezweifle, ob der eben erwähnie Herr unter den äugen. Aicklilbcn Verhältnissen zur Annahme bereit sein wird. Sollte die« nicht der Fall sein, so würde für dt« Waffenstillstand»ko«. misston»in Sachverständiger au» dem Bezirk R h« in last d. W e stf a I e n nicht zur Verfügung stehen. Gezeichnet: Dr. August vtüli«,. StaatSsctretär de» Reichiwirtschaftlamt». Taraufhin ist meinerfeit» am IV. Dezember ein Schreiben an da» ReichswirtschastSamt ergangen, in dem ich drei Herren (Dr. Hermann Siöchling, Generaldirektor Müller von den Stumm» Werken und Generaldirektor Reust) al» Sachverständige vorschlug. Wobei ich noch besonder» hervorhob, dah gegen diese drrs Herren politische Bedenken nicht vorlägen. Durch die Verlesung dieser Schreiben ist der Beweis erbracht, daß die Industrie e» abge» lehnt hat. nach Ablehnung von Hugo Stinne» neue Sachverstän» dige in die Waffenstillstandskommisfion zu entsenden, darunter Generaldirektor Vogler, Mitglied der Ratio» nalversammlung. Mir ist dabei nur der kleine Gedächtni»» fehler unterlaufen, bast ich gestern, da i» die Akten nickt hier hatte, von einem Telegramm sprach, während e» stch tatsächlich u m da» amtliche Schreiben eine» Ressortchef» handelt — da» ist viel bedeutsamer. Durch dieses aktenmästige Material glaube ich den gestrigen Angriff so zurückgewiesen zn baden, daß ihm auch nicht die Spar einer Berechtigung bleibt.(Beifall bei der Mehrheit.— Unruhe recht».) Hieraus wird der Gesetzentwurf debattelo» in alle» drei Lc sungen und erändert angeno mm e n. Hieraus wird die allgemein« Aussprach« fortgesetzt. Präfldent Sehrenbach teilt mit. bah versucht Wethen soll, die erste Lesung heute zu Snde zu führen. Reich»ar»eit»«mister Bauer spricht über die Grundsätze, nach denen die Vergebung der zur Behebung der Wohnungsnot angeforderten Mittel er- folgen soll. Die hohen Rohstoffpretse und Löhne machen die Bau» tätigkeit z« einem völlig unrentablen Geschäft. Daher find staatliche Zuschüsse notwendig. Sie sollen grundsätzlich nur für Flachbauten gegeben werden. Besondere Förderung soll den Siedlungvgesellschaften zuteil werden. Die Gewährung von Zu» schüssen an die Hausbesitzer kann an die llebernahnu der V e r» p sl i chtun g zur Aufnahme kinderreicher Fami. l t« n geknüpft werden. Preußischer Kriegsminister Oberst Reinhardt: Di« Verwendung der Truppen zur Aufrechterhaltunz icher Herstellung der inneren Ordnung ist unerfreulich und zwar ganz besonder» für die beteiligten Trupp�nführer und Soldaten. Er wird häßlich verschärft durch die tückischen bolschewistischen Kampfetwetseu der{Ruhestörer, die von ungemein gefährlichen Schioärmern angeführt werden. Auf diesem Untergrund vollzog sich die Tötung der Frau Luxemburg und Liebknecht». Welche» auch immer da» rein menschliche und politische Urteil übci die Bedeutung der Schuld und de» Tode» dieser beiden Persönlich. ketten für den Frieden in unserem Volke sein mag. al» Soldat kann ich die Tatsache nur auks tiefste bedauern, daß die Vegleit- kommando» nicht vermochten, die Häftlinge unversehrt de« Rich- ter» abzulieser«.(Große Unruhe bei den U. Soz. Er- regte Zwischenruf«: Unverschämtheit! Sie haben ste ja selbst gemordet. Sie sind der Mörder; fälschen Sie doch die Geschichte nicht!) Der kommandierend« General von Lütt» w i tz teilt meine Auffassung und darin erblicke ich die Gewähr daß bei der dem Korps de» General» unterstellten Garde-Kaval- lerie�chützendiviston alle» nötige zur Feststellung des Falle» und zur Bestrafung der Schuldigen geschehe.(Neuer AuZ- vruch de? Sturmes bei den U. Soz. Andauernde Zwischenrufe: Unerhört. Unverschämtheit, Mörder! usw. Präsident Fehren» ba ch erklärt, er werde wenn die Zwischenruf« sich nicht beru- higten, von OrdmungSrufen Gebrauch machen.) Entsprechend der eigenartigen Bedeutung de? Falles waren wir bemüht, ihm eine breitere Oeffentlichkeit zu geben. und wir zogen deshalb je ein Mitglied des Berlin« VollzugSrateS und de» Zentralrate» hinzu. Ich bedaure. daß die H«ren ihre Plätze verlassen hoben, weil sie in d« N i ch t d e r h a n- gung der Untersuchungshaft den Standpunkt de» Ge- richt«herrn nicht teilen konnten.(Zuruf bei den Unabhängigen Sozialdemokraten: Weil ste stch nicht mitschuldig machen wollten!) Al» die.Rote Fahne' eine Reihe von Tatsachen mitteilte, habe ich dir Weisung gegeben, ste sämtlich in da« Ermittelung». »erfahren etnzubeziehen. Da» Verfahren wurde nicht eingestellt. E» ruht auch nicht undaehtsort. Ick muß e» aber deshalb entschieden ablehnen, mich ober da» Ergebnis de» schwebenden Versahren» auszusprechen. Ich halte e» aber füi verfehlt, aus Grund«inseitiger Darstellung sich ein einseitig« Urteil zn bilden. Da» Gericht ist pflichtgemäß bestrebt, Klarbett unt Sühn« zu schaffen; neue Feststellungen werden neue Schritt« nötig machen. Lehnlich liegen die Verhältnisse bei denn Vorgang«u» Tegeler Forst. Ich bekomme eben die Meldung, daß daS Verfahren gegen M« Begleitmannschaften von der Kommandantur Spandau e i n- ge> e i t e t ist.(Abg. Haase: Eingeleitet? Jetzt nach biei Wochen?) Die Beschuldigten find in Untersuchungshaft Die Vorlegung eine» näheren B«ichteS ist verzögert worden, weil auf Antrag de» Rechtsanwalt» Haas« neu« Zeugen vernommen werden müssen. Die Reichsregierung weiß sich mit dem Volke einig in dem alleinigen Wunsche nach Gerechtigkeit.(Gelächter und Zu- ruf bei den Unabhängigen Sozialdemokraten: So stehi sie au»!) Diese muß aber auch für die Beschuldigten gelten. Ich werde den Tag segnen, wo die Verwendung der Truppen al» Polizeitruppen aufhören kann. In diesem Sinne kann ich mitteilen, daß die Rei«hsrtgi«ung schon den Plan gefaßt hat, die MilitirstrafgerichtSordnung so umzuwan- deln, daß«in bürgerliche Straftaten vor die bür- gerlichen Gericht« kommen sollen.(Beifall.) E» wird da» ein Teil d« inneren Umgestaltung, die da» künftizr BolkShr« von jetzt unt«scheid«n werden. Diese» Zukunftsheer wird sehr bescheiden sein, aber wir können e» trotzdem noch nicht auf- bauen, weil wir noch keinen Frieden haben. Wir müssen daher vorläufig mit Uebergangdeinrichtungen auszu. kommen suchen. Auch die Einrichtungen diese» UebergangSheere» werden zunächst einen vorläufigen Charakter im Sinne der Verordnung übe» die Kommandogewalt vom 19. 1. 19 haben. Diese Perordnung hat mir viel Anfechtungen eingebracht; auf der einen Seite von den Offizieren, aus der anderen von den Soldatenröten. Vielleicht ist aber da»««ade ein Beweis, daß ich die richtige Mitte eingehalten Hab«. Ich meine, wir müssen in dies« ernsten Zeit nicht trennen, wir müssen einen.(Gelächter und Zuruf bei den Unabhängigen Sozialdemo. kraten: Mit Maschinengewehren!) Die Solbatenräte oder ver- trauenSleute werden bei der Verwaltung d« Truppe in ihrem ganzen inneren Leben ebenso ehrlich mitwirken können, wie ste dir Führung und Verwendung den Kommandos überlassen müssen, dir fest auf die Republik zu verpflichten sind.(Unruhr wolle. SS meDieien sich darauf hei ihr als Vertreter der beiden Familien die zur unabhängigen Sozialdemokratie ge» hörenden Rechtsanwälte Rosenfeld und Weinberg. Di« ReichSregierung ersucht« Jw« Militärgericht, die beide» Herren zuzulassen. Da» Gericht lehnte die Zu» lassung ab und untcrbreitete den Antrag der Reichsregierung dem Kriegsministerium zur Entscheidung unter Beifügung der Akten, ohne deren Kenntnis da» KnegSministmum*u dem Antrage nicht Stellung nehmen konnte. Ebenso selbst» verständlich ist es. daß lws Gericht, bevor eS die Akten zurückerhalten hatte, in der Untersuchung nicht fortfahren konnte. 5. Di« Untersuchung der Fälle Liebknecht undLuxemburg ist noch nicht abgeschlossen. Niemand kann also soarn. wie sie enden wird. Wer der An» ficht ist. daß Gerechtigkeit in einem jeder Willkür entzogenen Gerichtsverfahren möglich ist, hat die Verpflichtung, mit der Kritik einer Untersuch, mg bis zu ihrer Beendigung zu warten. Wenn xin Artikel der„Freiheit" darauf verweist, daß zur Aufklärnng de? Vorgänge vom 6. Dezember 1918 eine besondere UxtersuchungSkommission eingesetzt worden ist. so ist zu bemerken, daß gerade dieses Vorkommnis am stärksten für die Un z w e ck m ä tz i g k e i t der Bestellung von Sonder» ausschüssen spricht. Denn die Einsetzung jener UntersuchungS- kommission liefe kofort einen Streit darüber entstehen, ob neben ihr da? ordentliche Gericht tätig fein soll oder nicht. Es wurde dahin entschieden, dafe die Kommission daS Gericht nicht verdrängen, sondern neben ihm tätig sein sollte. Wäre in den Fällen Liebknecht und Luxemburg die gleiche Ent- scheidung getroffen worden und eine Ausschaltung deS Ge» richtS hätte eine Verletzung der elementarsten RechtSgrund» sätze bedeutet— so würden das Gericht und die Kommission einander aus Schritt und Tritt in die Quere gekommen sein und ihre Konflikte hätten zur Verwischung wichtiger Spuren führen können.—- * Soweit die Zuschrift, der man att ihr Bestes entnehmen kann, daß die Untersuchung noch nicht abge» schlössen ist. Ueber den gewissenlosen Versuch der..Frei» hett". der Regierurzg und besonders dam Genossen Landsberg Verdunkelungsabsichten vorzuwerfen, ist kein Wort weiter zu verlieren, ebensowenig aber auch über die Tatsache, dafe die bchäerigen Ergebnisse der Untersuchung höchst unbefriedigend sind. Das Rechisgesühl kann nicht dadurch befriedigt werden, tzafe Leute verurteilt werden, deren Schuld nicht erwiesen ist: es bleibt aber auch verletzt, wenn es nicht gelingt, die Schuldi» gen festzustellen und zu bestrafe». Der Eindruck, dafe die Militärjustiz alles tut, um dem Recht zum Siege zu verhelfen. besteht in weitestet» Kreisen nicht. Aber nirgend» sollte man sich der Erkenntnis verschließen, daß der Ausgang dieser ttaurigen RechtSavgelegenheit von außerordentlicher, grund» sätzlicher Bedeutung ist. Die Regierung kann da» deutsche voll nicht dem SvartakuS-Wahnfinn ausliefern; ste ist gezwungen, die durch Getvalt gestört« Rechtsordnung mit Gewalt wieder her» zustellen, und muß sich dabei der Mittel bedienen, die ihr zur Verfügung stehen. Aber et liegt in ihrem Interesse und im Iinterrss« ihrer Sache, daß die Truppen, deren ste sich bedient. da» find, was sie lein sollen: untadelige Schützer de» Rechts. Jeder Schatten, der auf die Truppen fällt, schadet ihrer Sache und muh getilgt werden l Der Fall Liebknecht» Lurembltrg wird«in Quell der Verbitterung und Verirrung bleiben, solange es nicht gelungen ist, ihn restlos aufzuklären und die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen. heftige Kämpfe um Lemberg. Tägliches Bombardement der Stadt. $«««, 19. Fednwr.(H. R.) Au» Sonion wird gemeldet: Ein Gxchangetelsg««» ao» knalau terichtet, daß die llkrain« Lern. bevg täglich dam da röteren. SvM Personen find verwundet. vi« Hospitäler der verschiedenen Städte in Ostgalizten vernichtet. 10000 Menschen find ohne Un!«kinnni«n. fto öie geistigen Kämpfer üer Welt. flu»nfrnf von Hantl Barbusse. Da» UN tZarts« JßofniUtm' derKfenLicht«, von un» bereit»«wähnte Manchsst an die Internationale de» QMßiet, da» von Harm BarAuff« geschrieb» und fSh-«ch mUeozeichne« ist. hat stSgenden WortSant: »Goistige«impf« tn ass«®e»l Trotz utten Bl-uteS. das im» zun» Trotz von unseren Händen trieft. Horn»« vnfae Hände haute daraus, mit euch allen im Bunde die Weit neu«niszudanen. Darf die Erinnerung oder gar die tro» gisch« GcwijßmSqmak. daß wir länger al» vi« Jcchr« Handwerk« de» DemetzÄ? und V« llnsruchAorikeil waren, um» noch fernerhin trenmen. nachd«,«ine allgu engt tSrüderlichStl» mit unseren Sands» keute« in den Jtiatpfea uns gegeneinander feindlich gestellt hat? ans« Geist schrote» stet« hoch iw« den Schlachten. VHMb verzehrt« im« wie ew du««: Baanst. Wir fpuuhvn die Wahrheit, wir gZaubden den Lügen nicht. Dennoch aiber marschierten inta, die einen, gegen die anderen. stSrgten««» wie Brüder in ein Turnier, wälzten an» wie Gla« dtatoren m dumpfen Gottöe. Wir hoben uirt att Schlochtopßer darglchvwn. auf daß die B#*e*6«Aen unter uns mit unwMerych- Ncher Gewalt unfaren Gedanken versündigen könne«, den«inen Gedansen. der jenen anlderen töten soll, in dessen Ramen wir icheirchar marschierten. Deich« hrrnverbrannte Grei». welche der- Weste Doktrin, welches finnlos« Gelüst wird et wagen, sich gegen un» zu«rhechen, gegen un» sich zu bekennen? Wir wollen nicht. daß man sich unserer bediene, um den Krieg nach dem Frieden fortzusetzen. Geistige Kämpfer der noch gestern feindliche» Länderl Wir haben Erle, wieder Fühlung mit euren Hirnen und Hmgen zu gwoinnenl Geistige Kämpfer in aller Weltt Wer wissen, baß ihr. die ihr so deicht wie vir, unzählige seid, und daß auch chr 60 Monat« lang, trotz der Lauterleit eurer gerechte» Seelen, ein Leben von Sündern hingebracht habt. Wir haben die ernste und gute Pflicht, heute ein Wesses Bei» spiel ga gcctstu Wir müssen unfl als erste die Hände veichen, da wir allein, himwag üb« die im Innern jede» Lande» durch die Presse entfesselt« Menge, hinweg über die großen Intellektuellen. die vor ibrer fi»«ichen Aufg-ch« versagt haben, da wir allein, hin- weg übr alle verirrten Geiste», und VeMkräste, unter den Zwei» lämpfen von Feuer und Stahl, die un» zu« Füllsel d« Granaten» löcher mochten, den Mut gefunden Hoden, da» Vertrauen tu die Rdenschenwürd« und in die leuchtende und fittiyevbe Kraft der ver- üintfi zn bewahvea� tättjm twa mftr«stchtig-t! F«mw Seine Stimm« war die uns««. Unsere Stimme wird die seine sein, trotz allem und trotz aller. Geistige Kämpfer aller Länder, hellseherisch, den sich forterben» den Haß verachdemd, strecken wir euch brüderLch unser« Hände ent» gegen. Unsere Aufgabe von morgen wird rauh sein, schwer« noch att die von gestern. Sie wird un» cchn« Unterlaß im Angesicht sene» Gewissen» in den Mittelpunkt von Verfolgungen stellen, mit denen der barbarische und sterberide RotionaliSmu» un» anfallen wich. Unser enge» Bündnis wird rosse« Kraft ausmachen. E» ist Zeit, daß wir, jeder in seinem yatervand. un» gegen die Begünstiger der Kriege und der Verhetzung stellen. Un», denen niemand vorwerseri Sann, wir hätten der Ration nicht gegeben, wa» der Ration gckbührt, und die wir genugsam Pfänder geleistet hoben für unsere Hingabe an den Frieden der Völker, un» liegt von nun ab die Arbeit ob, zum He» der Menschen die Fnternatio- nale der Geister Wied« herzustellen. Geistig« Kämpf«, alier Länder, vereinigt euch! Zur Reform unserer Univerfitatea. In dem efen erschienenen Febnaaheft dar„Akademischen KiiTid-Mwu* bringt der kürz Ach verstorben« Berssiner Literawrhisto» tilet Ludwig Geiger in einem längeren Artikel beachtenswerte Vorschläge über die Reform unserer UnwerfitSten. Geiger erstreck! sein« Betrachtungen vor ölen Dingen aus vier Punkte, die Besch. fcmg der außerordentlichen Proseffoven. die Kvllegiengekdrr, die Stellung der Brttxndozc.i�n und dos Verhältnis der Unwerfitäten zu den Volkshochschulen. Hinsichtlich der Besoldung der außerordentlichen Professoren verlangt Geiger acmz entschöeden die Schaffung besserer finanzieller Bedingungen. Räch dem Normaletat erreicht für einen Exiraardmariu« die BcfoDung nach 24jähriger Dienstzeit die Höh« van 6l00 M. Geiger hebt her- vor, daß ein« derartige Enlkohnuna im Verhältm» zu der Bezah. lung von Unterbeamten, die in vi« jüngeren Jrhren und mit viel geringeren VarbildnogSbosten gleiche Sätze erreichen, unwürdig tst. Wa» die Kollegiengelder anbeirssst. so schließt sich Geiger dem bereit» in Oesterreich und der Schweiz eingeführten Modus au. all« Kollegiengelder in Staat», oder llniverfitatskassen fließen zu lassen, au» denen dann die Gehälter der Professoren ganz oder teilweise zu bestreiten wären. Wenn durch ein« solche Reform «in« Reihe von Ordinarien eine erheblich« EtnÄuße an ihren Ein- nahm«, erleiden, se HÄt e» Geiger für durchau» berechtigt, daß r sie nach fo vielen„fetten Iahren auch einige magere folgen". rivatdozenien. die ja lein« Beamten find, lönnen nach Geiger auch«in Gehätt beziehen. Ptelleicht sollt« ihnen nach Ab- Sv Gerung einer Probezeit ein« gewiff« Entschädigung zu gewählen n. Diese Probezeit, für Heven Einführung Geiger lebhaft ein» tritt, soll vor allen Dingen die Befähigung de« Prüvatbozentsn in pädagogischer Hinsicht nachweisen. Unter Leitung eine» Ordinarius müßte der Privatd�ent ein oder zwei Probrsabr« ablegen und bei hem Urtgii über seine Lehübsjä�ung könnte» Stuöen.eurät» am zu beachtete» Wort mitsprechen. Endlich tritt Geiger»ür eine Anglicderung der Volkshochschulen an die Universitäten und für deren Erweiterung zu allgemeinen DiDungSstütten ei». Jede, Profesivr sollte verpflichtet fein, neben seinen Pflichttollegien öffentliche Voiles umgen vorwiegend für Nichtstudierend« zu halten Außerdem sollte hervorragenden Fachleuten au» praktischen Bernsen Gelegenheit gegeben werden, während eine« Semester« oder in einigen Vorlegungen die akademische Kanzel zu detreten atsa de, Stand der Hochschullehrer um einen weiteren vermehrt werden Geiger will'«ine Vorschläge ausdrücklich aufgefaßt wissen nich, al» Rachgichngkeit gegen den Zeirgeist, sondern«AS Enjcbni» prak tischer Erwägungen und einer langsahrigen Betrachtung<*• aka- demiichen Leben». Geiger ist überzeugt, daß der Eharakter unserer llniverfiräten al» Hochburgen wissenschaftlichen Leben» durch die So» ihm vongeMagenen Reformen nicht angmaswt werden wird. Nottzea. — Dem junggestorienen Hugo Kräh»— im Alter von»4 Jahren sank dieser Maler de» arbeitenden Berlin vor wenigen Wochen in» Grob— hat Lovi» Corinih gestern in der Sezession eine Ghrung gesprochen. Er nannte ihn ein große» Talent und dachte an Leistikow. dar auch seine Laufbahn nicht vollenden tonnte. Csrinth sagte:»Mar Liebem,«m zitierte M der Leichenfeier Walter Leist, towZ da» Goethesche Dort: Der Jüngling fallend erregt unendliche Sehnsucht— ollen Künftigen«uch und jedem stirbt er aus» Reue— der die rühmliche Tat mit rühmlichen Taten gekrönt wünsch Beide Künstler waren der Berliner Sezession von unern lichem Vorteil; jedoch trotz schwerster Zeiten, welche heut« Deutw land durchzumachen hat, will ich weder«rn Deutschland, noch cu unserer deutschen Kunst verzweifeln Juno« Talente sterben trmv nach dem Weltkriege ebenfalls al» Opfer dies«« ungeheuren Man schenmorde». Junge Talente stehen aber auch auf und werden auck unser« Kunst vollenden helfen, die ein gute» Geschick noch Deutsch land vorbehalten hat.' I» den Räumen der Sezession ist seit gestern Gelegenheit ge- boten. Hugo KraynS zeichnerisches und malerische» Schaffen in großer Reichbaltigkei: zu sehen. Unermüdlich hat dieser Künstler da» tausendfältig bewegte Berkin der Arbeit— die Industrie» stätten, Stadtviertel. Platze und Straßen mit ihren Menschen— malerisch erfassen wollen. Er ging die Wege, aus den«, Hau» Bawsthek» Messterschast a-tneh. — Theater. Else Lehmann hat ihr Snqagemeut bei den Direktoren'Meinhard und Bernauer angetreten. Sie wirk« erstmalig in der Reueinstudierung von Ibsens„Wildente' ,« Theater i. d. KSniggrätzerstraße am kommenden Sonnaoens in der Stolle der„Gino' mit. I da Orlofs gibt die Hedwig. — Di« Schundliteratur. Am L4. Februar. 7 Ahr, Bortrag von Rektor Samuleit in der Literarischen Vereinigung, Leh-ervereinShau»: Kar! Mah mck wir. Proben cm» Matz» Wert» werden gelesen. Eintritt frei für jeder»««». B«t Ben UnabH. Tozialdem.) Den Lffiziersn sc« das ÄBIeg»«1 der alten Gradabzeichen besonders schnl!:zl:ch.'Ich muß das Tner feststellen. Die Abzeichen frage wnrde gai?z sachlich erwogen. Da? Abreißen der Abzeichen durch Balbwüojiige zuchtlose Burschen Bat van seiner ernsten Seite Beifall gefunden. lLebbafte Zustim- rnung.) Die neuen Abzeichen find schmucklos; sie und aber den beutigen bitteren Tagen der Not angemessen. Möchten wir bald über diese Notzeiten binauS in eine sonnigere Zukunft blicken können.(Lebhafter Beifall.) Abg. Frau Mari« Juchacz sSoz.): Der Revolution verdanken»ir Frauen unfere Sitze im Parlament. AlL Sozialdemokratin freut«s mich, daß e««ine sozialdemokratische Regierung war. die die deutschen Frauen voa der politischen Unmündigkeit befreit Hai.(Beifall links.) Die neuen Rechts können uns nicht wieder genommen werden. Wir werden aber niemals unser Frauentttnt verleugnen, weil nun auch wir in die politische Arena gestiegen find.(All- fertiger Beifall.) Bei Beratung der neuen Verfassung werden wir dafür zu sorgen haben, daß nun auch in der Verwal» tung die Frau a l» gleichberechtigt mit herangezogen wird. Vor allem gilt dat für die Jugendpflege, für die allgemeine Volksbildung und für die vielen Zweig« der Wohlfahrtspflege.(Beifall.) Da» Wirtschaftsleben muß bald gesunder. Wir Frauen und Mütter wissen am besten, wie iies wir ins Elend geraten find. Da bedarf«S zielbewußter Ar- beit unter gleichberechtigter Mitwirkung der deutschen Frau.(Bei- fall.) DaZ sollten auch die bisherigen Gegner der politischen Jrauenbeiätigung einsehen, denn e» wäre ein vergebliches Be. mühen, den Zug der Zeit aufzuhalten. Graf PosadowSkh fragt, was unter Junkerherrfchast zu verstehen fei. Da» weiß alle Welt. (Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Der Herr Graf möge einmal bei den deutschen Krauen anfragen« da wird er schon die richtige Antwort bekommen. Wir müssen uns den Waffenstillstand gefallen lassen, weil der Krieg nach Ihrer(zur Rechten) Politik geführt wurde.(Unruhe recht»; lebhaste Zustimmung bei der Mehrheit.) Die Revolution ist ein« geschichtlich« Tatsach«, die auS den Verhältnissen herauswachsen mußte, zu denen Sie(nach recht») getrieben haben.(Sehr wahr! bei den Soz.) Die vielen Ber- brechen von heut« sind nicht erst durch die Revolution gekommen. auch schon unter dem alten Regime haben sich während de» Kriege» Raub. Mord, Diebstahl und Verbrechen aller Art in erschreckender Weise breitgemacht.(Unruhe und Widerspruch recht»; Zustimmung bei den Soz.) Die Unterdrückung der Presse in der beutigen Form billiaen wir durchaus nicht, aber wo war denn die Freiheit der Presse während de» Kriege» unter dem asten Regiment?(Sehr gut! links.) Immer wieder mußt« gegen die Knebelung der Press« protestiert werden.(Lebhaft« Zustimmung link».) Auch die V«r- sammlungSfreiheit war unterbunden.(Sehr wahr! links.) Der Grundsatz: dem Tüchtigen freie Bah«! wurde unier dem alten Regiment niemals verwirklicht. Die Be- amtenschaff�hat die Revolution mit einem befriedigenden Auf» atmen begrüßt, fi« wird auch wirtschaftlich unter dem neuen Regr» ment besser fahren als bisher. Nach der Meinung de» Abgeord» neten Haafe müßten wir Deutschen stillhalten, auch wenn wir sehen, daß d« Errungenschaften der Revolution. Preßfrekhest, Ver- sammlungSfreiheit und Freiheit des Staatsbürger» vernichtet werden, wenn der Demokratie das Gr«» gegraben wird durch Ma» fthinengewehre und bedrohliche Umzüge. Rein, da» können wir nicht zulassen.(Lebhafte Zustimmung bei den Soz.) Di« Unab- hangige Sozialdemokratie hat die SpartakuSpolistk unterstützt. Sehr wahr! bei der Mehrheit.) Da, befreite Deutschland sendet ftinen Volksgenossen, die noch immer in Kriegsgefangenschaft im Auslände schmachten müssen, brüderliche Grüße.(Beifall.) Im Namen der Menschlichkeit muß gefordert werden, daß sie baldigst :hren Familien und der Heimat zurückgegeben werden.(Beifall. Zuruf bei den U. Soz.: Auch die Russen!) Es ist da» wrchtbarst«. wa» die Entente fich noch in dieser Stunde zu schulden kommen laßt, daß sie da« wehrlose deutsche Volk noch weiter dem Hunger- tode überliefert. Die Völker der ganzen Welt sollten zusammen- wirken, um der Gerecktigkeit und Menschlichkeit zum Siege zu oerhelfen.(Lebhafter Beifall.) Abg. Mayer.Kaufbenren(Zentr.) begrüßt die Zusammenarbeit zwischen Mann und Frau in der Rationalversammlung und wendet sich dann der schweren Gefahr äu, die unserem Wirtschaftsleben droht. Unter dem Beifall seiner ireunde sagt er:.Wir leben heute auch wirtschaftlich in unver- antwortliche? Weise von den letzten Reserven/ Au» der großen Katastrophe, die unser Volk dedrohe, könne un» nur der rascheste Frieden retten. Unsere Finanzkraft sei schwer gefährdet und die Forderungen der Entente auf Entschädigung würde d,« stärkste Be- lastungsprobe für unser finanziell« Können sein. Die wichtigste ZukunftZausgabe sei der planmäßige Aufbau unserer Export- industri« und die Vermehrung unserer heimischen Lebensmittel- vroduktion. Vor allen Dingen gelt« ei. in der Heimat landwirt. schaftliches Neuland zn schaffen. Hunderttausende von Hektar Moar. und Ordlandländerri«» seien noch»a erschließen und auch dann sei es noch notwindig, auf lange Zest hinaus die Leben». Mittelrationierung beizubehalten. Abg. Falk-Mbn(Demokrat) klagt ü?« da» Los der Bevölkerung in den befetzten Gerieten und über die in den neuen WaffenstillsbandSbedinzungen zum AuS- druck kommenden VergewastigungSabsichten ocr Gntcnte gegenüber Deutschland. Nach einem Bekenntnis zur republikmiifch-n Freiheit polemisiert er gegen den Volksparteiler R i« ß e r, der sich immer weiter nach recht» entwickle. ReichSmtwisier Erzbeege«: Die Regierung ergreift gern die Gelegenheit, um den linkSrheini- ichen«rüdern herzliche und aufrichtig» Grüße zu senden. lBnftill.) �ie link, rheinischen Gebote brin-g-n schwer« und hart« Opfer. Sie :rtragen di« feindlich« Besatzung, damit das übrige Deutschland die Porte« de» Was fenfft llftan dc S einheimsen kann. Da» dürfen und trerden wir den Bewohnern de» LmkSrhei-n«» nie vergessen.(All- seitiH« Zustimmung.) Wenn auch geyenivärtia vom Feinde eine Rheingrer�e gezogen ist, eine geistige©lockafce kann der Feind nie- mal» vergangen. Di« Ueberschreftung der Bestimmungen de» Waffenstillstandsvenrages namentlich durch die fenzaiischen ve- iatzungSbehörden geht über alle» erträgliche Maß hinau». �Mlseitigs Zustimmung.) Der EisenbahnairektionSpräsident in Laardrücken ist z» acht Tagen Stubenarrest verur» teilt wooden.»eil er»ach Meinung der Franzose« nicht entschie- Zen genug ans di» Eisenbahnarbeiter dahin eingewirkt haben sali, in die Stelle de» Achtstundentage» den Zehnstnndentag einzuführen. Lebhafte» Hört, hört!) Da» deutsche Volk hat da» unveräußerliche Recht auf einen ge- Zechte» Frieden bereit» in der Tasche. Jede lleberschreiiung der Soengen, d« in dieser Note der Alliierten vom&. November ge- vge« ist. muß direkt al» Wortdruch bezeichnet Verden.(Zu- -immuna.) Da« deutsche Volk kann angefichi» der V-rgewalft- 'ingspläne einz etaer der Alliierten nicht oft und nicht laut genug eine Stimm« erheben.(Beffall.) Insbesondere weife« wir ein lütig v»n her«ntzersten Rrchtrn dt» zur Sußerste» Linken dir fra«. isischen AnnexionSabsiibte« ans d» Saargebirt zurück.(Beifall.) Kampf gegen den Bolschewismus im Osten betrachtet di« Re» ■iecung als«ine rhrrr wichtigsten Aufgaben. Wir können nicht arten, bis die Gowjettruppen in Ostpreußen stehen. Die Regie- ung tut alles, um das Lo« der ariegSgefang«»»» .u lindern urch wir find insbesondere Dank schukdio der Zentral» stell« für Krieg«- und Zivilgestmgene, die unrer Leitung de« Abg. Stücklen arbeitet.(Beifall.) Vor aller Welt stelle ich fest, daß Deutschland einen K.'�z nicht mehr führen will und nicht mehr sichren kam, Wenn Gleichwohl eioseftig unser«»rwglgifiiW»«« zurückbehaffen werter, so ist das ein« Barbarei, wie sie die Mensch- lftitSgeschichte nicht kennt.(Lebhafte allseitige Zustimmung.) Abg. Haase(ll. Soz.) beftrsitet in persönlicher Bemerkung, durch Siellung von Beweis- antrügen das UnteriuchungSverfahren wegen der Tötung der vier Gefangenen im Tegeler Forst verschleppt zu haben. Die Anträge hätten den Zweck gehabt das Verfahren zu fördern, und die gegen- teiligen Behauptungen deS KrisgSministerS feien eine schamlose Verdrehung de» wahren Sachverhalts.(Groß« Unruhe.) Kriegsminister Reinhardt: Ich Hab« dem Abgeordneten Haafe nicht den Vorwurf der ver- fchlevpung gemacht, sondern nur den Bericht de» Kommandantur- Gericht» verlesen, wonach sich di« Einleitung de» Untersuckmngsver- fahvenS hilwuSgeschobsn hat, weil der Abg. Haase«l» Verteidiger noch die Vernehmung von Zeugen beantragt hatte. Dann folgen noch verschieden« persönliche Bemerkungen. Nächste Sitzung Donnerstag L Uhr.(Fortsetzung.) Sch»uß gegen 7 Uhr._ die Sttüung der preußischen Regierung« Die erste Sitzung der sozialdemokratischen Fraktion der preußischen Landesversammlung ist auf Sonn- tag, den 2. März.'Nach Berlin einberufen worden. Aller Wahr- scheinlichkeit nach wird sie sich mit der Frage der Bildung des Ministeriums beschäftigen. De? Wunsch geht dahin, in Preußen au» denselben Parteien wie im Reich die Regierung zu bilden. Es finden bereits in Weimar vertrauliche Be- sprechungen unter den Parteiführern darüber statt. Natur- gemäß ist in Preußen wegen derGegensätzeaufschul- und kirchenpolitischem Gebiete ein Zusammen- gehen zwischen Sozialdemokraten und bürgerlichen Demo- kraten auf der einen und der christlichen Volkspartei auf der anderen Seite schwieriger als im Reich, wo diese Fragen keine Rolle spielen. Es ist aber trotzdem auf das Zustandekommen einer Koalitionsregierung zu rechnen, die dann etwa drei Viertel der Mitglieder der Landesversammlung hinter sich hätte. Generalstreik in Gotha. Gotha, 19. Februar. Wegen der Besetzung der Stadt durch RegierungStrupven ist beute mittag 1« Uhr der Generalstreik au»- gebrachen. Alle Betriebe stehen still. Die Zeitungen find schon gestern nicht erschienen._ Der Glberfelüer Sahnhof befreit. Münster, lg. Februar. Das Generalkommando gibt bekannt: In Elberield hotren am IS. Februar Angriff« der Spartakisten auf die Eisenbabndiiettion und den Bobnbof zum Erfolg pefübrk. Der AbichnittSkommondeur II hat eine Kompagnie mit Maschinengewehren vom Füfilter-Regiment SS zu Hilfe geichicki. die auch den Bohnhol und die Eisenbabndlrektion wieder nahm und zurzeit noch besetzt bSlt. Maischall Foch bot genehmigt(1). daß RrgierungStr uppen im Abschnitt II zur Unterdrückung der ausge« brochenen Unruhen verwandt werden. Spartakistische Kanone»». Münster, 19. Februar. Au» Recklingenhausen wird gemeldet: Bottrop wird durch Spartakisten mit Artillert« beschoffen. Hilfe wird von Münster au» entsandt. Sozialistische Einigung in Sraunschweig. Sprengung der Landcsversammlung durch Arbeitslose. Die seit einiger Zeit schwebenden Einigungsverhandlungen zwischen den beiden sozialdemokratischen Fraktionen haben zu einer Einigung geführt. In der gestrigen Sitzung de» LandeS-A.- und S.-RateS wurde dem geschlossenen Kompromiß zugestimmt. Di« gesamte gegenwärtige Regierung hat deshalb ihre Aemter in die Hände de» Lande». A.. und G.- Rat» zurückgelegt. Die neue Regierung wird entsprechend einer neuen provisorischen Verfassung, die der Lan- deS-A.» und S.-Rat ebenfalls gebilligt hat, von der Landesversamm- lung gewählt werden und wird aus 4 Unabhängigen und 4 Mehrheitssoziali st en bestehen. Eine Anregung, auch Vertreter der bürgerlichen Parteien in die Regierung aufzunehmen. wurde abgelehnt. Der neu« Verfassungsentwurf besagt u. a.: Alle Macht ruht beim braunschweigischen Volke. Sie wird ausgeübt von der Landesversawmlung. dem Landes- Arbeiterrat, dem Rat der Volksbeauftragten und den ört- l i ch e n A.» und S.- R ä t e n. Neben der Landesversammlung besteht ein Lande».«rbeiterrat, dem e» obliegt, di« Sozia» lffienrng vorzubereiten. Ihm steht Einspruchsrecht gegen di« Beschlüsse und Gesetze der Landesversamm- l u n g z u. Der LandeS-Arbeiterrat ist auf Grund eine» besonderen Gesetze? bis 1 April 1919 zu wählen. Die Geschäfte de? Landes führt ein Rat der BolkZbeauftragten. Er wird van der Landes- Versammlung gewählt und muß ihr vertrauen haben. » Aus Sraunschweig wird unter dem 19. Februar gemeldet: Während der heutigen Beratungen der Landesversammlung über die SrbeitSlosenfrage versammelte sich vor dem LandtagSgebSud« ei«, nach Tausenden zählende Meng« von arbeitslosen Männern und Frauen. Bin Teil von Ihnen stürmt« in da» Hau», die Treppen hinauf und erbrach die Türen zum Sitzungssaal. Hier entspann fich zunächst eine wüste Schimpferei. Die Ab- geordneten wurden umringt, ebenso der Präsi- beut. Die Eindringlinge bemächtigten sich de» Abgeordneten Mülle r�Schöll. Direktor» einer hiesigen Firma, schlugen auf ihn ei» «nd stauchten ihn mit dem Kopfe auf de« Tisch. Schließlich wurde auch der Tisch de» Präsidenten umgeworfen, die Tische und Stühle im Saale zusammengeworfen und die Türfüllung eingestoßen. Der A.» und S..Rat. versuchte die Leute zu beruhigen, aber« r g e b n i»- lo». Volkswehr und Matrosenwache wurden aufgeboten, um da» Gebäude wieder zu säubern._ Plünderungen in festen. Hanau, 19. Februar. Heut« mittag setzten die Unruhen und Plünderungen von neuem ein. Im Schloß de» Land- grasen von Hessen, Philippsruhe bei Hanau, plünderten junge Leute und Frauen die Jnnenräume und nahmen Wäschestücke und ähnliches mit sich. Die Plünderer wurden schließlich durch her- anrückende Ulanen verjagt, di« den Leuten die Beute zum Teil wieder abnahmen. Am Nachmittag kam es auf dem Parade. platz zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Truppen und Demonstranten, wobei auch Maschinengewehre in Tätig- keit traten. Acht Personen«nrden getltet und mehrere verwundet. Luch die Truppen hatten zwei Tote und einige Verwundete. Frankfurt a. M, 19. Februar. Die hiesigen Blätter melden au» Hanau: Gestern ereigneten sich hier neue schwerellnruhen. Eine bewaffnete Meng« stürmte da» Gefängnis, befreite die Insassen und richtete großen Schaden in den Zimmern der StaattanwaUscha ft an.»» sämtliche Akte« verbrannt wurden. Luch da» Rathau» wurde gestürmt. Milch- und Brotkarta» er' wendet und Inventar zersiört. Abends wurde die Zentral« di Lebensmittelversorgungsstelle gestürmt. Fünfzig Zentner Bnttr und Margarine, vierzig Zentner Haferflocken, hundert Aentne Zucker, fünfzig Zentner Mehl und grosse Menge» von Käse uni Marmelade fielen den Plünderern in die Hände. Unter der Be völkerung herrscht große Unruhe. Ein putsch in München. Ein preußischer Prinz als Führer. M ü n ch e n, 19. Febr.(T.N.) Heute nachmittag fand in München ein mißglückter Putsch statt. Ein angeblicher Ausschuß zum Schutze de» zusammentretenden Landtage?, bei dem der Obermattose Letter und Prinz Joachim von Preußen eine führende Nolle spielten, besetzte mit Matrosen di« Stadtkommandant«! und dir Polizeidirektion. Ter Polizciprästdent, der Stadtkommandant» ber Privatsekretär des Ministerpräsidenten und zwei Mitglieder des Arbeiterrate» wurden verhaftet. Gegen d Uhr nachmittags rückten Matrose« und Pioniere vor dem LandtagSgebäude an, um die Landtagswache abzulösen. Durch Werfen von Handgranaten wurden im HauSgange des Landtage? eine Frau schwer und ein LandtagSdiener leichter verletzt. Tic LandtagSwache schlug den Angriff ab, wobei mehrere Soldaten leichter verletzt wurden. Am Abend gegen 7 Uhr waren alle öffentlichen Gebäude wieder befreit und die Matrose« lieferten freiwillig ihre Waffen ab. Die verhaf- teten wurden sämtlich wieder in Freiheit gesetzt und dafür Prinz JoachimvonPreußen, der sich unter dem Aamen eines Grafen M e r z in München aufhielt, f e s«» e n« m m e« und im Hotel „Bayerischer Hof" interniert. Die zu dem Putsch verwendeten Mann» schaften waren z« der Unternehmung unter Mißbrauch der Rame» der Minister Auer und Noßhauhter grwonuen worden, die beide keinerlei Kenntnis von dem ganzen Unter- nehmen hatten. Bei der vorübergehenden Verhaftung des Stadt« kommandante« wurde ein begleitender Offizier am Kopfe ver- mundet. Durch einen Schuß an? dem Telegraphenamt erhielt ei« Fahrgast der Straßenbahn einen Kopfschuß. Während der ganzen Vorgänge war im LandtagSgebäude unter größter Snfregung der batzrrischr Rätekongreß versammelt, der in der 8. Abendstunde eine dreigliedrige Abordnung an die Ne- gierung mit der Forderung entsandte» den Prinzen Joachim i» Schutzhaft zu behalten, bis alle» aufgeklärt sei. Schon vorher hatte der Rätekongreß eine zrhnglicdrige Kommission zur sofortigen Unter- suchung de» Putsche» eingesetzt, weil der Verdacht aufgetaucht war, daß einige Minister von dem Putschversuch Kenntnis gehabt hätten. ES stellte sich aber heraus, daß davon keine Rede sei» konnte. Um 7 Uhr abends trat ein Ministerrat zur Verr.tung über die Vorgänge zusammen. Der RStrkongreß will auch die ganze Nacht über versammelt bleiben, bis di« ganz« Angelegenheit erledigt fpi. Di- Regierung läßt«itteilrn, daß alle amtlichen öffentlichen Gebäude in ihrem Besitz sind, daß der valinhof gesichert ist, und daß die Züge vollständig ordnungsgemäß verkehren. Prinz Joachim von Preußen befindet fich im Hotel„Bayerischer Hof" unter Bewachung von zwei bewaffnete« Matrosen. Im Rätekongreß hat«in Redner verüangt, daß darüber berate« werden soll, ob Prinz Joachim an die bayerische Grenze gebracht»der frei- gelassen werde« solle. ES wurde aber danu beschlossen, seine vor- läufig» Festhält»««»« forder». Um üen Reichskongreß üer R- und S.-Räte. Tagung des Grost-Berliner Vollzugsrats. Der VollzugSrat Groß-Berlin beschäftigte fich am Mittwoch ausschließlich mit der Einberufung eines Reichskongresses der A.- und S.-Räte. Richard Müller gab einen Situs- tionsbericht über die Lage in Rheinland-Westfalen und bemerkte, daß die Lage im Westen für das gesamte deutsche Wirtschaftsleben sehr ernst sei. ES sei möglich, daß auch das Berliner Wirt- fchq-tSleben in den nächsten Tagen durch die Wirkung der Er- eignisse im Westen fast stillgelegt werden kann. Ein Zentralkon- aretz der A.- und S.-Räte Teutschland», der sich nur mit der Frage beschäftige: Ter Wiederaufbau unsere» Wirtschaftslebens und die Arbeiterräte, würde beruhigend auf die Arbeiterschaft de» Westens wirken. Leider habe der Zentralrat den Antrag der Voll- Versammlung vom 31. Januar d. I. auf Einberufung eines Räte- kongresseS noch nicht erledigt. Der BollzugSrat müsse nun- mehr selbst einen Zentealkongretz der A.- und S.-Räte«inbe- rufen, wozu er auch auf Grund veS Antrages des Zentrallongresseö der Soldatenräte verpflichtet sei. Die Mitglieder der S. P. D. beantragen dagegen, die Stellung- nabme des Zentralrats abzuwarten, der aller Wahrscheinlichkeit muh am 24. resp. 25. Februar 1910 hierzu Stellung nehmen wird. Diese Gegensätze führten zu einer ausgedehnten längeren Debatte. Der Antrag Müller wurde mit 19 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Ein Eventualantrag, sofort eine Vollversammlung der A.» u. S.-Räte Groh-BerlinS einzuberufen und diese die ausgeworfene Frage entscheiden zu lassen, wurde mit demselben Stimmenver- hältniS ebenfalls abgelehnt. Hierauf bemerkte Richard Müller: Er betrachte die Verhältnisse als furchtbar ernst und sehe fich eventuell genötigt, selbst eine Vollversammlung der Groß- Berliner K.» und S.-Räte einzuberufen. Dem wurde von sciten der Mitglieder der S. P. D. und der D.F. die schwersten Bedenken entgegengehalten. wie Spartakus warb. Um den— Bolschewismus zu bekämpfen! Dem Landgericht wurde am Mittwoch aus der Untersuchung»- hast der ISjährige Landwirtschaslseleve Karl Walter vorgeführt, um sich wegen schweren Hausfriedensbruch», LandsriedenSbruchS und Teilnahme an einem bewaffneten Haufen zu perantworten.— Der jugendliche Angeklagte machte den Eindruck eines geistig Be- schränkten und stottert. Sein Vater war al« KriegSgerichtsrat im Felde, seine Brüder sind Offiziere und befinden sich in Gefangen- schaff. Wie der Angeklagte vor Gericht erzählt, habe er am 19. Ja- nuar aus der Straße einen Matrosen kennengelernt, der auf die Truppen, welche da» Schloß beschossen hatten, furchtbar schimpfte und sie als B o l sche w i st e n(!) bczeickmete. Aus den Erzählungen des Matrosen will er zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß die ReglerongStruppen bolschewistische Ziele verfolgen und die völlige Anarchie eintreten würde. Aus den Hinweis de» Matrosen, ob er vielleicht im Armenhaus enden wolle, habe er, um seine Eltern zu schützen, fich bereit er'lärt,»gegen die Anarchie" zu kämpfen. Er sei dann von dem Matrosen nach dem.Depot", in Wirklickkeii nack dem Wolffschen Tele, graphenbureau geführt worden, wo man ihm zwei Handgranaten und einen Karabiner gegeben habe, aus dem er mehrmals geschossen habe.— AuS den Antworten de» Angeklagten auf d'e Fragen des Vorsitzenden ging hervor, daß in dem Kopfe de» Angeklagten eine heillose Verwirrung geherrscht haben mußte, da jener Matrose, um ihn anzulocken, die Tatsacken direkt auf den Kopf gestellt hatte.— Der Staatsanwalt beantragte 1 Jahr Gefängnis, während RccktSanwalt Dr. Wal- ther um eine milde Strafe bat. da der junge Mensch lediglich das Opfer eines Spartakuswerbers geworden sei.— Tai Gericht erkannte auf 9 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat der Untersuchungshaft und sofortiger Haftentlassung. Außerdem wurde die bedingte Begnadigung für zulässig erklärt. GewerffchaflsbewVung das Euüe öes Streiks üer Haaüelsangeftellten. Getreu ihrer Zusage, die fie vor dem ScklichtungsauSschus; gegeben hatjen. empfahlen die SlreiNeiter geistern die Sviedcraus- nähme der Arbeit. Zunächst in einer Bertrauensmännerverfainm- lung, die mittags abgehalten wurde. Sie nahm gegen einzelne Stirnn'.en den Schiedsspruch an. Nicht, weil sie ihn für eine be- sondere Errungenschaft halt, sondern aus ruhiger, sachlicher Er- wägung de? Ee samtlag«. Damit war die Boendiguniz des Streiks endgültig beschlossen. Nachmittags hatten sich die Massen der Streikenden im Lust- garten vor dem Museum vcrsaminelt. Schmidt gab eine Dar- stellnng des Verlaufs der Verhandlungen. Er betonte, datz er so wenig wi« irgendeiner der Streikenden mit dem Schied-ipruch zu- frieden fein könne, da er gar zu weit zurückbleibt hinter den For- derungen der Angestellten. Trotzdem empfehle er unter dem Zwang der Verhältnisse die Wiederaufnahme der Arbeit. Wenn diesmal nicht mehr erreicht werden konnte, so sei das auch dem Umstände zuzuschreüben. daß ein grvster Dell der kaufmännischen Angestellten den Weg zum Zentralverband noch nicht gefunden habe. Ein« Reihe von Organisationen, die mehr oder weniger aus dem Harmonie- stcmdpunki stehen, konnten sich bei dieser Gelegenheit als angebliche Vertrat er der Angestellter! inieressen melden. Je mehr die Kollegen beitragen Kur Stärkung ihrer Gewerkschaft, des Zentralverbandes. desto besser würden ihre Interessen bei künstigen Gelegenheiten gewahrt wecken. Dieser Kampf sei noch nicht der letzte. Di« Be- wegung fei auch noch nicht abgeschlossen. Der Tarif müsse noch beraten werden. Da gelte eS. so viel wie möglich für die Kollegen heraufzuholen. Besonders sei zu beachten, daß Maßregelungen nicht stattfinden und die aus Anlaß de? Streits erfolgten Küudl- gunyen zurückgenommen werden müssen. Bor allem werde an der Forde mnig festgehalten, daß die Stieikwye bezahlt wertden müssen. Räch dem Beschluß des Schlich-tungSauSschusseS werde im Endurteil, also wenn die Tarifverhandlungen abgeschlossen find, entschieden wecken. Sollte uns die Bezahlung der Streiktage nicht zugesprochen werden, sollten die Matzregelu-ngen und Kündigungen nicht refilos zurückgenommen werden, dann— sagte der Redner unter lebhaftem Baisall— kommen wir hier wieder zusammen. Dann neh.nen wir den Kampf von neuem auf. Jetzt aber wollen wir, obgleich wir mit dem Schiedsspruch nicht einverstanden find, geschlossen wieder an die Arbeit gehen und dadurch unser« Disziplin bekunden. Einmütig stimmte die Versammlung dem Referenten zu. Deutscher Holzarbeiterverband. In einer gut besuchten Versammlung der K n o p f a r b e i t e r- blanche referierte Neumann vom Hauptvorstand über den be- vorstehenden Abschluß eines Tarifvertrages. Von TiSkussionS- rednern wurde hervorgehoben daß in der Branche noch Löhne vor- kämen, die niedriger als die Erwerbslosenunterstützung feien; auch der Obmann stellte fest, daß noch Stundenlöhne von 85 Pf. für Arbeiter und von 35 bis 42 Pf. für Arbeiterinnen vorkommen. Im bemerkenswerten Gegensatz ständen die gesteigerten Preise, die die Fabrikanten für ihre Waren erhielten. Angesichts der immer noch steigenden Lebensmittelpreise rief die Bekanntgabe eines Beschlusses der Fabrikanten große Entrüstung hervor, den Arbeitern in bezug auf Lohnerhöhungen kein Entgegenkommen zu gewähren. Einige Redner meinten, die Unternehmer zögen die Verhandlungen in die Länge« sie umgingen Pen Arbeitsnachweis und versuchten durch In- serate. billige Arbeitskräfte zu bekommen: auch würde die Ansicht vertreten, daß die Unternehmer den Tarif nur zu ihrem Vorteil ausnützten. Ueberemslimmend kam zum Ausdruck, daß der Tarif nur dann abgeschlossen werden solle, wenn eine dem teuren Lebens- unterhalt angemessene Lohnerhöhung zugestanden wird. Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution fand einstimmige Annahme. Streik bei der Firma Gasmororen-Fabrik Köln-Deutz, Filiale Berlin. Die kaufmännischen Angestellten obiger Firma hatten vor eint- gen Wochen die Zahlung einer EntschuldungSsumme und eine Er- böhuug ihrer festen Gehälter um 50 Proz. beantragt. Bei der EntschuldungSsumme sind die Angestellten in ihrer Forderung er- heblich zurückgegangen, dagegen können sie das Angebot der Firma in Höhe von 15 Proz. Gehaltszulage nichl akzeptieren. Die festen Gehälter schwanken mit einzelnen Ausnahmen zwischen 1 und 260 M. Das sind gewiß Löhn«, die den heutigen Zeitverbältnissen nicht entsprechen. Die Angestellten hatten 50 Proz. Aufbesserung verlangt, haben aber ihre Forderung auf 30 Proz. ermäßigt. Troß- dem erklärte die Firma, das Verlangen der Angestellten ablehnen zu müssen. Die Angestellten sahen sich infolgedessen zur Einstellung ihrer Täligkeit veranlaßt. Die Monteure und Arbeiter der Werk- statt haben sich mit ihnen solidarisch erklärt. Zeniralverband der Handlungsgehilfen. Zvv vttv Mitglieder deS Fabrikarbeiterverbandes. Am Jahresschluß 1018 hatte der Fabrikarbeitervertand Deutschlands rund 287 000 Mitglieder; jetzt teilt der„Proletarier", das Verbandsorgan, mit. daß diese Zahl sich bi» Anfang Februar d. I. bereits auf über 300 000 erhöht hat. vor Ausbruch de« Krieges zählte der Verband rund 207 000 Mitglieder; daß dies« Zahl beute auf 300 000 in die Höhe geschnellt ist. beweist, daß die Arbeiterschaft in ihrer Mehrheit sich um die Organisation schart und tn derselben die beste Wahrnehmerin ihrer Interessen erblickt. DaS Erstarken unserer Gewerkschaften sollte Spartakus und denjenigen Unabhängigen, die nicht müde werden, die Gewerkschafts. führer zu diskreditieren, zu denken geben. Tie Arbeiter und Handwerker der Staatsbetriebe haben gleichfalls durch Vermittlung des Verbände» der Gemciii'ce« und StaatSardeiter den zuständigen Behörden einen Antrag um Abschluß eine» Tarifvertroge» unierbretlet. Di» Verbandlungen sollen nunmehr am Montag, den 24. Februar, im Rrichdarbeitsamt unter Hinzuziehung der Organisation beginnen und mögtiwst zu Ende geführt werden. In noch höherem Maße al« bei den Arbeitern der städtischen Betriebe gilt für die außerordentlich schlechi entlohnten Arbeiter der Staatsbetriebe da? Wort.doppelt gibt, wer schnell gibt." Die Staatsarbeiter find mit Recht mit der jetzigen Eni- lohnung unzufrieden und erwarten schleunige Abhilfe. Wie sozialisiercu wir? Dieses Thema behandelte in einer außerordentlich stark be- suchten Versammlung der Firma R. Stock u. Co., Spiralbohrer- fabrik. in Marienfelde Genosse W u> ch i ck. Er wies in seiner Rede daraus bin, daß der Friede das erste Erforderiiis ist. um Dcuisch- land au» feinen wrrtichaftlicheu Nölen zu retten, nicht BolschewiS« muS. sondern planvoller Auibau de« Sozialismus kann uns allein die Verwirklichung unserer politischen und wiriichaftlichen Forde- rungen bringen. Alle für die Sozialifierung reifen Betriebe müiien so schnell wie möglich in den Allgemciiibcsitz übergeführt werden, so besonders der Bergbau, Großgrundbesitz ukw. Für die übrigen Betriebe müßte iür die U-bergangSreir den Arbeitern durch die Arbciterräte. die jetzt nicht mehr poli'.ische, sondern nur w i r lscha st li ch e Aufgaben zu lösen hätten, ein NitbestimmungS« und Verwaltun Srechi garantiert«erden. Der Vortrag fand starken Beifall.— AIS Korreferent war der Kommunist Frölich erschienen, der die bekannten Gründe de» EvaitakuSsinnde-' für die sofortige Sozialisierung und das RSrerynem in« Feld führte. Natürlich ging eS dabei auch nicht ohne die üblichen Bcühimpfunaen * der MehrheitSsozlaNfien aß.— Die Diskussion vewegte sich sin Großen und Ganze» in sachlichen Bahnen. Als bemerkenswert kann noch berichtet werden, daß die Angriffe der Kommunisten gegen die Unabhängigen nicht weniger heftig waren als gegen die Mehr« heitssozialisten. Tie Berliner MagistratSangestellten haben sich alS„Wirt- saftliche Bereinigung der Ange st eilten des Ma- gistratS Berlin, Branchonleitung im Verband der Bureau- angestellten Deutschlands", auf gewerkschaftlicher Grundttige zu- sa tn tu enge schl o ff en. In einer von etwa 400 BervrauenSleuien be- suebten Versammlung wurde der„Zehner-AuSschutz" der Hilfskräfte beaustragt, die Geschäfte der neiren wirtschaftlichen Beremi- gung bis zur Vornahme der erforderlichen Wahlen im Ginver- nehmen mit dem Verband der Buveauangestellten zu führen. Mehr als 0000 Ange stell!« haben sich bereits als Mitglied zu dieser wirtschaftlichen Vereinigung gemeldet. Zuschriften sind an den 1. Vossitzenden TötlUn-g, Berlin C. 2, Spandauer Str. 10, zu richten. Kein KohlenMangel und doch Maffenkündigung. Ter Obmann der Stock-Motorpslug A.-G., Berlin. Köpentcker Str. 48-40 berichtet folgendes:„Am Sonnabend, den 8. 2. 1010 setzt« di« Betriebsleitung den Arbciler-AuSschuß von der Kündigung samt- sicher Arberter, angeblich tvegen Kohlenmangel, in Kenntnis. Am Mon.'ag verlangt« der Ausschuß von der BetrtebSlettung die Erklä- rur'g. daß sie, wenn Kohlen eintreffen, alle Kollegen so wieder ein- irellt, wie sie dieselben entlassen ßot.JRoch kurzer Beratung unter sich sagte der Direktor Dr. Serini:„Solch« Erklärung kann ich nicht abgel-en. Ich laß mich nicht binden". Der daraufhin angerufene Generaldirckwr Justizrat Dr. Walkschmidt sagte genau dasselbe. Der angerufen« SchlichningSauSschuß soll aar DonnerStag tagen. Nun wendete sich der Ausschuß an die Kohlenstelle und daraus an da« Demobil machungSarnt. Letzteres, Ausschuß und Maschinen- meister prüften nun die Kohlenvorräte der Finna und stellten zirka 155 Tonnen Kohlen fest. Dies«, mit vorhandenen Kok» gemiicht, reichen bis Ende März. Da nun noch Aufträg« zu erfüllen sind, Material und Kohle», auch andere Auftrage genügend da sind, nahm die Versammlung folgende Resolution einstimmig an:„Die Arbeiter lehnen angesichts dieser Tatsachen die Kündigung ab. be- schließen über die Köpf« der Betriebsleitung hinweg, ungeachtet der Kündigung, weiterzuarbeiten und beauftragen den Ausschuß. alleS zur Heranschaffuug von Kohlen zu unternehmen, da wir ja arbeiten sollen und wollen". Parteinachrichten. Erbauliches aus Bremen. Die„Bremer Volkszeitung" enthält folgendes recht„niedliche" Gefchichtchen über den Abgeordneten Henke, das wir kommentarlos wiedergeben: Herr Alfred Henke setzt sich auf Grurch de» ungeschriebenen Rechte« der Revolution in den„zurückeroberten" Redaktionssessel der„Bremer Bürgerzeitung", bewilligt sich aus Grund desselben Rechte» 000 M. Geholt für den Monat, hebt dieses Gehalt ab am 1. Januar für den Monat Januar, am 15. Januar für drei Monats im voraus, am 1. Februar für den Monat Februar, nimmt also für«inen Monat Arbeit für fünf Monate Gehalt, und verschwindet rechtzeitig in die rettend«' Nationalversammlung, al« die Derhand- lungen mit der anrückenden Weißen Garde zu scheitern drohten, getreu dem Ausspruche:„Die geistigen Führer müssen der Bewegung erhalten bleiben." Pcrai»ti»raNch fOr VoMtt Art»» gltflet, Sharlotlenlnira, TOr de» llbrtqen T«N des S-Iatie« Ulfred«»-!,. Z-ruI-lln. NU Äiwtgeu Xtciout ffliutf«, Petltn. Verlag Lorwarrs-verl-g». in 6. S>.,©et litt. Druck Sorn>a«»»©ua>vruck«ret oni Verlags aitfial! vanl King« u Co tn verltn Slndenlirat» 8. HUijii 1 StUogc. sDWSHTsitM Der Streik ist beendet durch Eifligungsverhandlungen mit den Angestellten- und Arbeiter-Verbänden vor dem Schlichtungs-Ausschuß. Die Geschäfte sind wieder geöffnet. Arbeitgeber-Yerband im Einzelhandel Groß-Berlin. 88/5 Pro/swBfto Herrn- Bsh-petu Sport- und Fahr-Pe/z» rotohhaiUg am Leger Rerrcn-msIctanE Herren- AnzOgC versch ied Farben, mod.Form V 95.C0 250.03 195.0 Herren- Anzüge a b:iuni. u groni gomust Stoffen, Kückengurt, OOC-vr Sportform, au) gesetzt Tasch OOJ.OO Jünglings- Anzüge I rSht-» Cc dunkelgrau, Or. 38-43 durchw 1 OD. 00 Her en-Frühjahr» Ulster--- hellgrau, angesetzte Taschen«.oD.OO Jümlings- Ulster verschied Färb, Or. 38.43 durchweg 185.00 135.00 Herren-Bcinldcider gestreut und dunkel gemust. 95.dtk88.00 68.00 Weadau und Umändern dorn Herr enger derotia* A.WERT1IEIM HerrenhOte- Wäsche• ICrawaStesi Bleue fäaftmsnmaaSgs farbig» JakettanxOg» Sportanzüge. Mäntel In grober AueneM Herrenhüts 0050 //•ich, vo. ach. Färb, v.äÖ an '/etourhüte verachiedene Farbsn. Herrenhüte 4 Q5o steif, schwarz... von> an Schülerinälien in allen Farben....... 0 V Oberhemden• Kragen Manschetten Weiße u. farbige Vorhemden Krawatten Schlafanzüge- Spazierstöcke In grober AuewaM Knabasimtitzen ,.90 Schweden.'orm... von Ä an SCnabanmUSzsn Schwedenform, Leder an Palzbesaiz..........* Hosenträger von 1** fttosenträger kräftiget Gurteand. von S an Preiswerte Lederwaren Oaldtaachan u.«.,.«,................ S" 4" 7"»' 15** 19" Oamen-H&ndtaschcn Brief- und Reisetaschen ta varschladanan Formen BanHnOtentaSihen Rindlader, mit Bügel in vor- und Lader er tao. 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I« Berlin: Lift» H e i m a n n „ Ghariotteaburg;„ Dr. Benno Barch erbt h Neukölln:„ Scholz „ Schöneberg: m K ü t er „ Lichtenberg:„ John „ WilencrSdorf:„ Lübemaon Spandau„ Stahl u Cöpenick:„ W« i ck H Steglitz:„ A ß m a n» ff Friedenau:„ P a a, ch e „ Schmargendorf: n Z t a m p e ff Krunewalb:„ M» j e n> tz li „ Lichtcrselde:, Wenzel „ Nikolassee:„ K ir s ch ft ein „ Trmprlhof:, Ewald ff Bi-riendors„ W a l d h« j« „ Marien, elde:„»alinawtzti „ Britz: H G u« s ch m i d t „ Lichtenrade:„ Groß „ Treptow:„ G e r i s ch ff Johannisthal:„ D ü h r i o ß .m Rdlershof: m■ Zabel H Sichwalde:, B r S s ch t« » Frirdrichshagen:„ Miete » RabnSdors:„ M i« t h ke tt Weißens»»:, Taobwaoo „ Reinickendorf:„ Ichönberg „ Pankow:„ Schmidt ff Staaken:, Noll mann tt Tegel:„ Halles „ Zehlendorf:„ Gohr« „ Nowawe»:„ O s m e r „ Kaulsdorf:„ Himpel „ Fredersdorf: H Kreuer M Buckow ff v Mohlsdorf M Ohne Hansagrarier geht's wohl nicht bat den bürgerlichen Parteien, die für die G e m e i n d e w a h I« n um die Gunst der Wähler werben. In Berlin haben, wie im .Vorwärts" bereits hervorgehoben wurde, die Kommunal-.Demo- traten" der deutfchdemokratischen Partei zwei der schlimmsten HauSagrarierführer auf ihr« Kandi» datenlifte gesetzt, die Herren Ladendorss und Vissing. In scharfem Gegensatz zur Deutschdemokratifchen'Partei stebl die Deutschnationale Dolkipartei, aber darin stimmt diese mil jener überein. dah auch sie sich der Fuchtel des Hausagrariertum» beugt. Aus der deutschnationalen Kandidatenliste steht und zwar an erster Stell« der Magistrats- sekretär Weg«, ein HauSagrarierführer. der seinen.demokra- tischen" Kollegen Ladendorss und Bissing durchaus ebenbürtig ist. Ein Blättchen seiner Richtung rühmt ihn alS einen.patriotischen Mann, bekannt durch sene Tätigkeit als Vertreter de» Grund- besitzes". Jawohl. Vertreter d« S Grundbesitzes! Und ausgerechnet ihn und seinesgleichen empfiehlt man den Wählern aus der gewerbetreibenden Bevölkerung, die von den Hauswirten durch Mietfteigcrungen drangsaliert wirdl Können wir nicht froh sein, datz die sozialistrsch« Regierung durch die Beseitigung d«S Dreiklasienwahlspstems und de» Hausbesitzer- Privilegs dre hausagrarische Herrschast in den Gemeinden ge- brachen hat? Ts lennzeichnet die bürgerlichen Parteien, dah sie in den Stadtparlamenten ihre HauSagrarier nicfjl misten wollen. Gebt ihnen am 28. Februar die Antwort und NxchU die Lifte der koz ia l d e m o l r a t i sch« n Partei! a d a m« ck S». Schumau» LebenSmittelfkandal in Wilmersdorf. Der A.- und S.-Rat gibt bekaarnt: Seit einiger Zeit ist dem Arbeiter, unld Soldatenrat von Ber- lrwWilmerSdorf«in überaus uurfangrÄcheS Matenas über grobe PrrseHlungen urtd Mißstände im LtzbenSmirtelamt zugegangen. Bei näherer Prüfung hat sich an Hand von Dokumenten und Belegen ergeben, daß die behaupteten Tatsachen durchaus ermvandfrei sind. Der Arbeiter, und Soldatenrai trat infolge dessen an den hiesigen Magistvot mit dem Ersuchen heran, für schleunigste Abstellung und für Suspercdierunn der betreffenden Beamten Sorge zu tragen. Da aus diesem Weg« ein positiver Erfolg nicht zu erzielen war, sieht sich der A.. und S.-Rot veranlagt, das Mate ml der Oeffentlichkeit zu übergeben. Hier seien narr ewige Tatsachen festgestellt, die für sich selbst sprechen: l. Von einem Posten Graupen, die für die gesamte Bevölke- rung bestimmt waren, sind am ö. September 1318 nicht weni» oer als 120 Zentner durch einen Hilfsarbeiter auf dem Weg« de» Schleichhandels verschoben worden. Diese Graupen sollen durch länger« Lagerung zur menschlichen Ernährung nicht geeignet gewesen sein. Bon demselben Postem sind aber 100 Zentner an die Mrttelstandslüche. Volksspeisehalle usw. geliefert Warden. Die Ab- gab« vom SeltenSmettelami«rfplgte an ein« fingiert« Berlin« Firma. 2. Ein zweiter Posten soll nach den Lieferscheinen durch einen anderen Beamten an eine hiesige Firm» abgegeben sein. Tot- sächlich aber rührt die gestempelie Unterschrift über die Empfang- nahm« der Waren nicht von der Firma her. Der Beamte hat zu- geben müssen, dah er die in Frag« stehenden Waren zur Fütterung der von ihm und anderen Lage rangaste Ilten gehaltenen Schweine verwendet hat. Auch ein höherer Beamter bezieht der Einfachheit halber für sein auf einem Gut« be- findliche» Vieh da» Futter au« den Beständen de» Lebensmittelamtes. Als Ersatz für die in den Schleich- Handel gebrachten Waren sind zurüdgrtlieboiw lose Suppen ausgeteilt worden. Bei dieser Gelegenheit schreckte man auch nicht vor einer Fälschung der Wochenbericht« an d« Reich». Nährmittelstelle zurück! 3. Im Amaust 1918 ist die für August bis Oktober überwiwfen« Marmel Äde und Kunsthonig in Höhe von 100 Zentnern al» angab- lick> verdorben durch einen HilsZarbaiter an Konditoren im Schleichhandel verkauft worden. Auch hierbei sind die Quittungen aus den Lieserscheinen gefälscht worden. Trotzdem ist den Beamten von leiten der Stobt da» glänzendste Zeugnis ausgestellt worden! 4. Trotz der erheblichen Mengen an Nährmitteln, die Wil- merSdors von der staatlichen BerteilungZstell« bezieht, werden einer großen Zahl von Kranken, entgegen ärztlicher Gutachten. Ab« züge gemacht, und bisweilen jede» Quantum versagt. Dafür werden große Mengen von Nährmitteln aller Art ftvi« z. B. ganze Eimer Biemenhonig bis zu 24 Pfund Inhalt) ohne Atteste und ohne Lebensmittelkarten lediglich auf Grund von Zetteln mit MagistratSstegeln, an gute Bekannte und Freund« ausgegeben. Aus diese Weise erhält man auch Reis, Schokolade, AuSzugmehl. Ervsen, Bohnen, sogar feinste» S p«» s e- öl in Flaschen, welches bei der Beschlagnahm« im Juli>917 wider- rechtlich zurückbehalten wurde. Einem Fabrikanten von Tort-n und Fnuckbpasteten werden pro Monat 24 Zentner Mehl und 20 Zentner Zucker geliefert, außerdem 194 Zentner feinste AuZlrndS- marmelad, ohne Karte und ohne sachliche Berechtigung auSgr- händigt. B. Evschvecksnd groß sind die Verluste Im LebcnZmittrllager. Binnen vier Monaten sind u. a. nicht weniger al» 180 Zentner Geritensäbrikoi«, OS Zentner Grieß, B4 Zentner Teigwaren, 400 Tafoln Schokolabe. 18 000 Pakete Zwieback verschwunden; ferner ganz« Kisten Saccharin und Schokolade, ahne daß ivginb je- wand zur Verantwortung gezogen würbe. 6. BemevkenSwert sind die Einkäufe wie z. B. die Siärk«. Mischung unter rem vielversprechenden Namen„Fenfte Egger». dorfer Siänkemischung aus der Eggersdorser Mühle", ir. Wirtlich- keit au» Schlemmkreide destehenid. zum Preise von lOOOOO Mark. Jedes Päckchen sollte hier zu BO Pf. ahg-�?b?n verde«, während in Charlvttenibuvg die gleiche Menge ahn« Bezugskarte zum halbem Preis« verkauft wurde. Die WrimerLdo/.ür Brnölke- ruiog lehnte diesen wenig vorteilhaften Einkauf ab, und so befindet sich die Stärke zum allergrößten Teil noch aus Lager. Der A.» und S.-Rat unterbreitet fürs erste ditsc charakterifti- schen Tatsachen dem Urteil der Oessentlirkckeit and wird seinerseits auf amberen, geeignet erscheinenden Wegen zu d�a Mißständen und deren Beseitigung Stellung nehmen- Er ersucht die gesamte Bevölkerung, ihn im fernem Bestreben zu nnteistüdev, damit schnell und gründlich Wandel geschaffen, und ein« jjerechte Vertrffuna der an und für sich dürftigen Lebensmittel gewährleistet werben bann. Betriebs-Arbeiterrätel vetriebS-Arbeiterräte. die aus dem Boden der 6. P. D. stehen, «erden gebeten, am DannerStag, nachmittag» 4 Uhr, i» Sitzung»- saal de» Herrenhauses zu erscheinen. Organisationsausweis und Legitimation find mitzubringen. Die 2V Mark-Stadtkasscnscheine der Stadt Berlin werden bis zum 28. Februar einchließlich au» dem Verkehr gezogen; sie der- lieren mit dem t.Mär: d I.>bre Gültigkeit und werden an den wmmmmmmsm Kasten eingelöst, dt« im Anzeigenteil unserer Zeitung bekanntgegeben werden. Rur echte Scheine werden angenommen. Dir neue vorläufige Dienstvorschrift für dir Schutzmannschast wird in ihren Kreisen lebhaft kritisiert n>«il sie nur gering« Aende- rungen gegen den früheren Zustand bcmgt. E« erscheint sehr nriin» schenSwert, dah gemeinsam mit den Vertr.ruenSmännerv. der Schutz- Mannschaft«in« wirklich neu« Vorschrift ausgearbeitet wirb. Die Leiche Rofa Luxemburg« glaubte man am Mittwoch im Landwehrkanal an der Möckernbrück«, treiben zu sehen, stellte ab« nach Bergung der Leiche fest, daß man sich getäuscht hatte. Früherer Berkehrsschluh auf der Hoch« und Untergrund« bahn. Ab Freitag, den Lt., müssen die letzten Züge etwa ein« Stunde früher als bisher abgelassen werden, beispielsweise vom Bahnhof Fried richstvaß« ULI Uhr nach WilmerSoor' und 11.20 Uhr nach Charlottenburg. Dieser Zug bietet aus GinSbreieck, Nollendorf» platz und Wiit«tberMlatz Anschlüsse nach dem Osten, Sckvnecerg und Uhlandstraße. Letzter Zug ab Frieidrichstraße nach Nord r: na 11 LS Uhr nacht». Ein« Versammlung van Obleuten de, Großbetriebe, die in der Arbeiterbildungsschule. Schicklerstraße, tagte, protestiert« einstimmig gegen unwürdige Behandlung der politischen Gefangenen in den Berliner Gesängnissen. Während die Ernährung der freiwilligen Truppen reichlicher sei als die kür die Arbeiterschaft behörd'ich festgesetzt« Ration, müßten die Gefangenen schmachten und leiden dadurch große Not an Leib und Seele. Di« Regierung wird auf- gefordert, sofort für menschenwürdig« Behandlung und Ernährung ! Sorg« zu trägen, da die Regierung für all« Schaden hieraus ver- antwortlich gemacht und zur gegebenen Zeft Rechenschast von ihr verlangt werden würde. E» wird Ledebour» sofortig« Freilassung verlangt, dagegen aber sofortige Verhaftung der Mörder Lieb- knecht» und Rosa Luxemburgs. Gleich«» Recht für Allel Mord in der Hedemannstrahe. Ermo-rdet wurde Mittwoch vormittag die 89 Iah» alt« Erna Schwandt, die in der Hedemannftr. 4 im zweiten Stock vier Zimmer und Küche innehaibe Frau Sckeoandt lebte im Haus« scheinbar ganz ordentlich. Sie«zählte, dah sie früher ein« Konditorei be- seffen habe. In Mntlichteit empfing sie viel Männerbesuche. Kurz vor 11 Uhr vormittag hört« oin Mieter, ber unter ihrer Wohnung in seinem Kontor saß. oben Lärm und hoftige» Ausstoßen mit Geschrei, da» auf einen schweren Kampf schließen lieh. Er hotte gleich die Polizei. Dies« öffnete, fand aber nur noch Frau Sebwandt allein und tot in der Wohnung. Sie lag in einem Vov- derzimmer. dem Salon, zwischen Ofen und Ruhesosa auf dem Fußboden. Das Gesicht leg aus dem Parkettboden in einer großen Blutloche. Der Kopf zeigte zwei schwer« Wunlden. au» den«: da» BSut in großer Menge ausgeströmt war. Di« Frau hatte vor dem Kampfe ohne Zweifel aus dem Ruhesofa gesessen. Aus diesem lag noch ihr Nähzeug. Bei der Ernwrdoten wohnte»n den letzten Tagen ein bisher nicht wieder erschienener Unteroffizier Rudolph. ES steht noch nicht fest, ob etwa» geraubt worden ist. Der Täter mag durch da» Ein- schreiten de» Unterwohner» an der Ausführung seiner Raubabsicht verhindert worden sein. Ermittlungen ergaben, daß morgens um 7 Uhr'ew großer Soldat die Hintertreppe hinunter gegangen und eiligst das Hau» verlassen hat. Er hatte e» so eilig, daß er sich nicht einmal ordentlich angezogen hatte, sondern erst aus der Treppe den Mantel znreckt machen mußte. ES ist möglich, daß dieser Pol- bat die Nacht über bei Frau SchwaNdt gewesen und durch den Tater verscheucht worden ist. Vielleicht ist eS om Mann, der sich j aus der Durchreis« befunden und den die Ermordet« am Anhalter �Bahnhof getroffen und mitgenommen hat. Dieser Soldat ist ein ! wichtiger Zeuge. Er wird ersucht, sich unverzüglich bei der Krimi- ' nalpolizei zu melden. Aus dm Ermittelung de» Täter» sind BOO Mark Belohnung ausgesetzt._ Paeteigenösslsch« Juristen, Rechtsanwälte wie beamtete, treffe» sich Sonnabend, 7 Uhr abend», im Jugendheim, Lindenstr. 8, 2. Hof, 8 Treppen, zur Besprochung über«inen organisawrischoa Zusammenschlkuß.— Pros. Radbruch. Assessor Flatmv. Setiochspieler. Der freie Schachverkehr In Neukölln kestndet stch setzt Donauftratze lvs bei Gütig. Sonntag» von lv Uhr an. Unterricht wird an jebeimann unentgeltlich erteilt. Sozialismus und Bolschewismus. Heute, Donnerstag, abend» 7>/, Uhr, ipricht über obige« Tdema der„vorwärts". Redakteur Erwin Barth im Neslamant Kaiierballen(Buggenhagen), Oranicnftr. 147. Danach spricht Schristileller Erich K S h re r über:„Da« wabre Gesicht deS BolichewiSmuS". Herr Köbrer bat in Libau dem BolickewiSmu« m tSj Stiue NelMenkmd. von Martin Andersen NejrS. Da ward« daS gute Essen für Stine in ein allerfiebsteS Körbchen aus rat und weißem Stroh gepackt, urtd sie bekam einen Florentinerhut auf den Kops und eine große rote Schleife auf die Brust. Das olles machte Spaß— aber Plötz- sich fiel Stine die Großmutter ein. und sie wollte nach Hause. Sie stand und zerrte an der Türklinke; es blieb nichts anderes Wrig, man mußte den unterhaltenden kleinen Waldkobold wieder freilassen. In Eile gab man ihr noch Erdbeeren zu dem übrigen in den Korb, und dann verschwand sie im Walde. „Wenn sie nur den Weg nach Hause findet!" sagte Fräu- lein Asta und starrte ihr mit träumerischen Augen nach. Ja, Stine fand den Weg nach Hause. Aber ein Glück war es. daß sie so große Sehnsucht hatte und ganz vergaß. waS in dem Korbe lvar. Sonst wäre die alte Maren in ihr Grab gegangen, ohne jemals Erdbeeren gekostet zu haben. Seitdem lief Stine oft tief in den WaS> hinein, in der Hoffnung, daß das Märchen sich wiederholen würde. Es war ein großes Erlebnis gewesen, dos größte in ihrem Seben. Die alte Maren ermunterte sie selber...Geh' nur ins Dickicht." sagte sie.„Dir kann nichts schaden, denn du bist ein Sonn- tagssind. Und wenn du zu dem verzauberten Hause kommst. dann bitt' auch für mich um ein Paar Pantoffeln. Sag', daS alte Großchen habe Wasser in den Beinen und könne kaum Schuhwerk an den Füßen vertragen." Den Bach fand sie leicht, aber sie begegnete keinen vor-j nehisten Damen mehr, und der Brückensteg mit dem Pförtchen � war verschwunden. Aus der andern Seite des Baches war! Wald wie aus dieser, das Gesicht des lieben Gottes konnte sie nicht mehr erspähen, soviel sie auch guckte; das Märchenland war nicht mehr da. „Du hast gewiß alles geträumt, wir werden'» sehen." meinte die alt? Maren. „Ja. aber d'e Erdbeeren. Großchew" sagte Stine. Ja, die Erdbeeren— das war auch wahrl Maren hatte ja selber davon gegessen und auch nie etwas so Merkwürdiges gekostet. Zwanzigmal lo groß wie Wolderdbeeren waren sie, und dann fühlte man sich ganz satt danach— ganz im Gegensatz zu allen anderen Beeren, die bloß Unruhe im Magen er- zeugte». „Die hat dir dann der Traum-Kobold, der dich in? Märchenland führte, in den Schoß gelegt, damit unsereins auch etwas mitbekommen sollte," sagte die Alte endlich. Und bei dieser Erklärung beruhigten sie stch 10. Stine bekommt einen Pater. Als Maren eines Morgens ausstand, waren ihre Meter fort; sie waren in der Nacht ausgezogen.„Der Teufel war hier und hat sie geholt." sagte sie aufgeräumt. Sie war gar nicht ärgerlich darüber, daß sie verduftet waren; ei war eine beschwerliche, querköpfige Familie! Das schlimmste war, daß sie die Mete für zwölf Wochen schuldig geblieben waren— zwölf Kronen—. womit Maren dem Winter hätte entgegen- gehen sollen. Sie heftete einen Zettel ans Spritzenhaus und wartete auf neue Mieter, aber es meldete sich niemand. Die alten Meter hatten das Gerücht verbreitet, es spuke in dem Hause. Die Sindußx der Miteseinnahme traf um so härter, als Maren sich vowihrer Tätigkeit losgesagt hatte. Sie wollte nicht mehr weise Frau sein, der Fluch ließ sich nicht ertragen. „Geht zu klügeren Leuten und laßt mich in Frieden." er- widerte sie denen, die kamen, um Rat zu suchen oder sie zu holen. Sie mußten nnverrichteter Eacbe fortgehen; und bald erzählte man sich in der Gegend, daß Maren die Kraft der- loren habe. Ja. mit den Kräften ging es bergab. daS Sehvermögen versagte fast ganz, und di? Beine wollten sie nicht tragen. Sie spann und strickte für die Leute und nahm das Betteln wieder auf; Stine mußte sie die weiten Wege von Hos zu Hof führen. Das war ein mühseliger Gang; die Alte klagte be- ständig und stützte sich schwer auf die Schultern des Kindes. Stine begriff das Ganze nicht, die Blumen des Grabens und hundert andere D'nq? riefen nach ihr, sie fühlte den Drang, den bleischweren Arm abzuschütteln und sich auf eigene Faust zu rühren, GroßmntterS ewiges Klagen erfüllte sie mit hoff- nungsloi'em Widerwillen. Dann blitzte die Bosheit durch ihren Sinn.„Nun kann ich den Weg nicht finden. Großchen." erklärte sie plötzl'ch und wollte keinen Schritt weitergehen, oder sie entschlüpfte der Alten und versteckte sich in der Nähe. Maren schalt und drohte eine Weil«. Wenn sie dann damit fertig war und sich an den Wegrand setzte und weinte, wurde @tine wieder weich, eilte herbei und faßte sie um den Hall. Dann weinten sie zusammen, aus Kummer und über das Elend der Welt und aus Freude, daß sie einander wiedergefunde» Sitten. Ein Ende landeinwärts wohnt« ein Bäcker; bei ihm durften sie jede Woche ein Weizenbrot holen. Wenn Maren zu Bett lag. schickte sie daS Kind hin. Sttne war hungrig, und die Versuchung war sehr groß. Sie lief immer den Sanzen Weg nach Hause, um sich den Versucher vom Leibe zu alten; und wenn eS ihr glückte, das Brot wohlbehalten heim- zubringen, taten sie und Großmutter sich gleich wichtig. Manch- mal aber war der Hunger zu stark, und sie fing an. im Laufen die Krumen an der Seite des warmen Brotes abzuessen. ES sollte nicht gesehen werden, darum zupfte sie an der Seite des Brotes— nur ganz wenig; und ehe sie es sich versah, hatte sie eS ganz ausgehöhlt. Dann wurde sie ärgerlich, auf sich und Großmutter und alles. „Bitte schön, Großchen, hier ist das Weißbrot," sagte sie und warf das Brot rasch auf den Tisch. „Danke, mein Kind, ist es frisch?" „Ja. Großchen!" Und Sttne rannte weg. Dann mußte die Alte sitzen und mit ihrem wunden Zahn» fleisch die Rinde benagen, und dabei schalt sie das Kind auS. Das boshafte Mädchen— nun sollte sie Prügel haben. Weg- geiagt lallte sie werden— ins Armenbmis. Das ArmenbauS war für die beiden daS Schlimmste, da? sie kannten: e» stand also böse Drohung hinter ihrem ganzen Dasein. Und wenn Maren so weit war, dann kam Stine auS ihrem Versteck hervor und weinte»nd bat um Verzeihung. Die Alte weinte gleichfalls, und sie redeten ein- arder gut zu. um einander wieder zu beschwichtigen. „Ach ja. bat Leben ist schwer." sagte dann die alte Maren.„Hättest du wenigstens einen Vater gebabt— einen. an dem etwa» dran war. Dann bättest du wohl die Hiebe gekriegt, die der Mensch nicht entbehren kann und unsereinS hott' vielleicht zu Hause bei euch gesessen, statt sich daS tägliche Brot zu erbetteln I" Gerade als Maren da» gesagt hatte, machte ein Leiter- wagen mit einer alten schwerknochigen Mäbre davor draußen auf dem Wege Halt. Ein großer Mann mie gebückter Hal» tnng und zerzaustem Haar und Bart sprang vom Wagen herab, warf die Zügel über den Rücken des GaulS und kam auf daS Haus zu. Er sah auS wie ein Köhler. Dortt. folgt) Tingrp» M«i«a »utlllhlmig«! tOulriertn. Otntrilt Irrt. »J* Ltchtchirl« der Ne»e« Vdtlharm»«t«. ripentck« vteatz» ttftl, «t der Unlergninddobn QnlelbtiMt, dringen in der getl»om 41.— W. d R. ,Etoat«anwall Jordan', in der Pauptroll« Ct>* Ray. Co» Bert R nach dem bekaimlen Roman beardriiel hierzu da» Detekkivivert,.»u» 1000 vieler Hihe", mil dem Wellboxmetster Joe CtootM w der Haupt» rolle._ Zur veachtuug l De» andanenidr Papiermangei«acht r« and«nmdsNch, die Sa». didaiealiften zu den Gemeindewahie» idr aanz Grvß-Berlin und dar» über hinau» odzudrucken. Achte jeder Wähler aus den ersten Namen der richtigen Liste;»« n findet er im„vorwärtt". Grost-Berliner Lebensmittel. KriedrichSfeldr.»in»t-ul Kranlenmilchtart« in den»ier Der. taufsstellen der Gemeinde; Karioiielslocken, A erftenslacken und Grütze für Jugendliche; IW Gramm. Mariendort. Morgen jtz r e i i a g»on IL di« 1 vhr im Raidani«, Zimmer IL, Wolldecke« zu iS.LV M Kauiberechtigl find Einwohner mit Labre»eink-mmen unter KßO M. verechtigungSichein, im Polizei. dienftgedäud«. Zimmer 14. SinkommenSnachwei« mutz vorgelegt werden.— Sonnabend, 12— 2 U h r. geichniNrne» P r, n n d» l». Zentner TfiO und 7,— M., für jeden Haushalt bi« zu 8 Zenmer vezug- schein« und Bezahlung im Zimmer 2 0/21 de« Ra tdaufe«, Holz auf der Pumpstation, Blumenweg 1/L. Leben»miitelkart« vor- legen—«uf Abfchniiii 88—99 800 Gramm Griefe. 160 Gramm Graupen, 2 Suppenwürfel; auf tlbfchnitt 27 und 23 für Jugendlich« l Suppenwürfel oder 1 Päckchen Morgentranl oder 1 Päckchen Gerstenmehl. Leben»- mittelkarten zur Abtrennung spätesten« di» morgen Freitag einem deliebige« Händler vorzulegen. Hroß-öerliner parteinachrichten. Gemeittdewahlversammlonge». Berlin: Heute Dou«er«tag 7 Uhr» ». Abt. sFriedrichstadt) bei Rathmann. Wilhelmstr. IIS. B. Abt.(Südwesten) im Schultbeife. Lichterselder Strafe« II. «. Abt.(Süden) Friedrich- Realghmnafium, Miltenwalder Straße 87. 7. Abt. Schulaula BUm»stratze. 19.«dt.(Osten) Schulaula vetienkoserftr. 20/24 L0.«dt.(Osten). 1. Schulaula TUfiler Straße 4/». 2. Turnhalle Mgaer Straße 8. itl. u. 22.«b«.(Roidosten) bei Rann, Straueberger Str. b gl.«dt. iEchöndauser viertel) Schulaula Schänflietzer Str. 7,«ch»l» »Uta Papvelalle» 41/42. 83. Abt.(Norden) Swwemünder«esellschasUhaa», Swinemünder Gtrafee 42. »4. Abt.(Rosentbaler Vorstadt) Schulaula Bernau er Str. 24 SS.«dt.(Moabit, Hansavlertel) Gemeindeschulaula Zwingliftr. 87. 4ki. Abt.(Gesundbrunnen): Schulaula Thristianiaftr. 8»/S9. Reserenten: Dr. Kollwitz. Ais« Bahr, Dr. Bitte, Odkar«ndeman. Alfred Stviemer. Slftied« Pickel, Karl Hetzfchold, Ida Kihler, Bilhelm Rann. Martha Hoppe. Hugo Pitzsch, Fritz Wilck«. Ado» Ritter, Dr. Bvgod,in»li. Theodor«locke, Marie Klotzsch. Hedwig Kirsel, Paul Litstn, Dr. Loewy, Erwin Barth, Emil Ditlmer. Heute. DonnerStag. abend« 7'/, Uhr: Sichtenderg w Wilhelm«d»rg. Weitzenfeer Weg 82/84. st» lokal »an Wenzel. Referent: Genosse Graba». Zehleadorf(West). 8 Uhr Schlacht,»je».»tel.Frttz.Platz 12. Schönow bei Henfchel. Buckow. VI, Uhr bei Schulz. Dorfstrafee(Ehaufieestraße). BerN«, l8l. Abt. 7»/, Uhr»ei Zählt», D ennewitzstrafe,: Fr»»,». »erjemwlung Ref.:»hei« Schreiber. 2li«derfch0uha»sen. 7»/, Uhr Schwarz«,»hl». RH: Bermuth. Morge», Ureitag. abend« 7 Uhr: Al». Glienick«. Jalkeuberg bei Haberech!. Friedrichstr. 2. Äeiuickeudorf st» Schütze»»«»«, Refidenzftr. 1—2. Referent: Genofl« Koblenzer. Lichtraberg(J'lt Uhr) l» der»u!» de» Peftalozzi-Lhzeum». Prinz. «ldrrttr.«4;«ula der voll»fchul», Marklstr 1; Festsaal de««ä eisten. Lhzrum«, Rathauistr. 8. Referenlen: die Genofien Miru«, Scheffel, Dr. Lohmann, Jahn. Sabor, Lehrer g a 0 z i g, Tel.-Asfistent Ahl, Genossin Scheinbanhuber und Lehrerin P ä l l. rempeibof. 8 Uhr. Frauenversammlung bei Schrelter, Soltlied-Dunkel-Str. 69. Ref.: Ewald. Köpenick. VI, Uhr. Siadt-Tdeater. Ref.:Sllb,rschmidt. NowawrS. VI, Mr. Lindenpark, Stahnidorfer Strafe«, und Deutsche gestfäle, Wilhelm., Friedrichstratze. HrrmSdork. S Uhr. Baldfchlifechrn. Ref.: R a m« d» ck. llirinickcadorf.Oft. 7 Uhr. Schutzenbau». Ref.: Kobleazer. Grünau. 8 Uhr. Jägerhau«. Ref.: U n g e r. Madlsdorf. 7'/, Uhr. Ref.: L« ip a rt. Rahnsdorf. 8 Udr. ParadieSgarten. Dreptow-Baamschulenweg. vi, Uhr..Zur Rvmbahn'». Lyzeum. Martendorf-Südenb«. Morgen Freitag,»achmitiag» 4'/, Uhr: Jlogvlatrverdreitung. Die Senoffinnrn und Genofien treffen fich im 1. Bezirk bei Ran, Frtedenstr. 8; für den 2. Bezirk lm Sport» reftaoran», Ebaufieestr. 44: 8. Bezirk bei Koch. Edaufieestr.>«.— Für den Südendrr OrtStetl findet die Flugblattverbi etlung am Sonn- abend, nachmittag« 8 Uhr statt; Treffpunkt ist die S t« h b i er» Halle am v a h n b» s Südend« auf der Brücke Diejenigen.Borwärt»'- Abonnenten d, Südend«,«eich« da« vlatt durch die Post bezieben, können e« auch durch den Epedttrur Ludwig, S ü d e n d e- Steglitz, Holste Nr. 86, beziehen; er wird jür vünlmch« Zustellung Sorg, tragen. Reubestellungen werde» dort entgegengenommen. Rteberlchönhaufe». Heut» Donnerstag, 7»/, Uhr, Schwarzer Adler, vlanlrnbiirger Str. 4. MUguederversammwng. RiederfchSnrwetd«. Morgen Freitag, adrndS 8 Uhr, von den de- lannten vezirkSIokalen au« Flugblailverbreitung. Wilmersdorf. Bahlbezlrk« 27» bis 29o. Heute Donnerstag wichtig« Besprechung und Flugblatwerbreitung ad 6 Uhr nachmittags im Restaurant Siecherl, Prwzregentenstr. 90. Gerichtszeitung. Da» Drama i» der„Rotea Latrrae". Die Folgen einer Orai» in einer Kchankwirtschaft in der Linienstras-c beschäftigten Mittwoch da» Schwurgericht des Landgericht» I. Wegen eine» Raubmordverfuch« an der Echankwirtin SISbeth Sonnenburg war der Gefreite Paul Schoos vom Infanterieregiment L4 angeklagt.— Der bisher völlig unbescholten« Angeklagte, welcher von der Militärbehörde dem bürgerlichen Bericht zur Aburteilung überwiesen worden ist, kam am LS. August st. I. au» dem Feld« aus Urlaub, um seine in Oranienburg wohnhaften Eltern zu besuchen. Gr geriet hier in die in der Limenftr. 43 gelegen« Schankwirtschaft der Sonnenburg hinein, wo fich bald ein wüste» Zechgelage entwickelte, bei welchem Rotwein, Sekt und Kognak getrunken wurde. Wie der Angeklagte behauptet, soll e» schon hier zu einer tollen Orgie gelommen sein. die fich dann später in der Pristatwohnung der v. fortsetzt«. Wie di« Zeugin behauptet, habe fich Schoos plötzlich auf sie gestürzt, fie gewürgt und mii dem Seitengewehr«uf fi««ingeschlagen. Sie will dann später feftgeftelli haben, daß au» dem Vertiko ein, Brief- tasche mit 6800 K und verschieden« Schmucksachen fehlten.— De- Angeklagt«, welcher schon m dem Vorverfahren behauptet hatte» daß er durch den Alkohol und ander« Erregungen in einen Zustand einer völligen Bewußtlofigtet« geraten sei. wiederholte dies, Angaben auch in der gestrigen Verhandlung, vom Rechtsanwalt Dr. S t e m m I e r wurde deshalb geltend gemacht, daß hier«icht der Richter, sondern der Psychiater da» entscheidend« Wort zu sprechen habe, da verschiedene in der Wohnung gefunden« Spuren darauf hindeuten, daß dort eine wüste Orgie gefeiert sei, durch welche ge- wisse, in jedem Menschen schlummernde tierische Instinkt« geweckt worden seien.— DaL(Bericht folgte diesen Ausführungen, vertagte die Sache und beschloß, den Angeklagten erst aus seinen Geistes« z u st a u d beobachten zu lassen. JugrudNche Etrahenrävber. vor dem Jugendgericht standen zwei Fäll« zur Aburteilung, von denen sich der eine gegen den fi, bzehnfSbrigen de« Lernde» verwiesenen Polen Zubr richtete. Z. ist mehrfach vorbestraft. Er pflegt bei seiner Verhaftung stets den Trick der falschen RamenSangabe anzuwenden, um dadurch seine Vorstrafen zu verwischen. Am 2. Januar stand er nackmitiagS gegen 2 Uhr an einer Straßen- bahnhaltestelle am Schlesischen Dahnhof und folgte einer Frau Sch., die gerade im Begriff war. einen Straßenbahnwagen zu besteigen. Er raubte ihr da» Portemonnaie mit 64 M. Inhalt und übergab letzteres sofxrt seinem ebenfalls an der Haltestelle stehenden Kam- plizen. Als Frau Sch. drei Stunden später auf der Rückfahrt an der gleichen Haltestelle eintraf, sah sie, daß Z. mit seinem Helfer noch immer dort stand. Die Deraubte holte sich nun einen Ter- geanten herbei und al» st« mii diesem an g. heranging und ihm die Tat auf den Kopf zusagte, versetzte ihr der jugendliche Rohling einen so wuchtigen StoßvordteBrust. daß die Mißhandelt« rücklings zu Boden stürzte. Während der Komplize, der wahr- schcinlick noch weitere geraubte Geldbörsen bei fich führte, errt» lammen konnte, gelang e», Z. zu verhaften. Gr wurde durch die Beweisaufnahme üderfühtt und zu einem Jahr« Befäng- n i s verurteilt.— Im zweiten Fall« kam dem Angeschuldigten» dem ISjährigen Lehrling EukowSkr, der Amnestieerlaß zugute. T. hatte Im Oktober v. I. auf einem Wochemnarkt gemeinsam mit einem zwölfjährigen Schulknaben einen ähnlichen Raub verübt, besten Beute fich die hoffnungsvollen Bürschchen teilte«. Aus Brund des Amnestieerlasse» mußte Einstellung de» verfahren» erfolgen. Sriefkasten der Neöaktioa. R. H. IS. t. und 2. Ja. 8. 14 Tage. 4 An Magistrat und Krieg». «initlerium— B 808. Rein.— WO. 14. Ja.— Böse Krauken kaff«. Jbr« Frau hat da» Rechi, Innerhalb drei Wochen Ihre Mitgliedschast bei der Schmiedederger Fabrik- Kranlenlafi« zu«rtlSre«.—®, G.«*. 86. I. bi» 4. Ja. beim vezirkS- lommondo.— Ei. 24. Wenden Sie fich an da» BezlrkSlommando. Z. iO. Die Ktrchenfteuerpflicht war wtt End, Dezember ISIS«loschen. rsenerausftwr,»Kr»a» ntUlcce Rardde»«»:»»»»:• Freitag mittag. An den Küsten vielfach heiter und grifetentell» trocken. Im Vinnenland«. überwiegen» wollig und besonder» im Südosten noch öfter wiederholt« leicht« Niederschläge. Temperatur wenig verändert. kreüvene? aschentücher Gestickte Tüdicr uto-öuakMvuiamkimM. I*5»?4® Leinenbetist-Tüdicr■* tM-am..% dm««*. 9i* Reinleinene Tücher........... t vm»««» 1800 Neuheiten in Kleider- und Seidenstoffen Reins. Blusenstoffe 12»» McUcrte Kostürnstofte 43» Rcinw. Koros 48« Crepe de Chine 54» Ifeinricfi loröan MarKorownitr.(»4 66» Varl. 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Die febiende Wölbung müsten Sie durch«in« genau entsprechende Wölbung der Augengläser ersetzen. sonst wird Jh» Auge durch die ständigen ver- geblichen Anstrengungen sehr schnell müde, dar- unter leiden besonder» Ihre Nerven, und Kopf- ichmerzen sind eine häufige Folge. Man legt die«ibeit oder di, Zetlung ton, reibt unwillkürlich die Augen, um jenen lästigen Druck fort« zuwischen. blickt auch einige Zeit in d>« Ferne, um da« Aug« ruhen zu lassen, und sängt von neuem on zu lesen oder zu orbeilen, doch nach wenigen Minuten wnzt dir Arbeit vor den Augen, oder die Buchstaben verschwinden, man hält weiter ab. um sehen zu können, aber man steht nur mit Mübe. Gebt e« Ihnen io. dann kommen Di« zu un«, ebe di« Ueberanstrengung schadet. St« brauchen nötig paffend« Bläser. vptilcer Ruhnke O,«plttelmartt.«ck» Wollstr. OUuanMrplatz, Reden Aschinger •0,öSS!S5"m' vtamtnpiat W, Leipziger«tp. lix. ackr Mauersteaß, Potsdamer SM .»aa.«cke Leipzig« m,«ck» Siegelte- SBaaSbettstr.7*!««, Eck,«Tuimntstx. ■W, FritbrUbstT. 184«. I ScbOaeberg; tzaaptst,. XL am i Fr lecke saa; «heiasts. 18. Ecke Niechste. gegenllder»er aalser-«che Vilwerackort: ma Str.«M. an bat Uhl-nbste. Ifon t NoNbns« T-mm 18 Warenhaus Zauborj NeBkSlla i rgstr. 4 gegenttb« Ott, «erlanaen Sie»ach aufeerha» t o ft« als» unseren Oprometer zum Seldstdestlmmen paffender Gläser aedst Versandliste ctzarlotteadarg: »4«cke vl u an Bätznho? 8«�*** Opernhans Der Barbier v. Sevilla. Anfang 7 Uhr. Peer Qynt. Anfang 7 Uhr._ Volksbühne Tfitater am BQiowplati. Direktion Friedrich Kayßier. Vn Uhr: Luther. üfrektion Max Keinhardt □outucbes Theater. ; Uhr: Und da, Licht Kbelaet In der Fluternli. Freitag 7 Uhr: Dantons Tod. Kammersplele. I Uhr: Ein Utsahlecht. Freitag 7 Uhr: Rotmersbolm. Kleinas Schauspielhaus Fasanen, tr. I, Port 5. V]y: Die Bllcfaw der Pandora. Freitag keine Voretellung, Theater I. d. KOniggrätzerStrafie Dir.: C.Meinltard-R. Dernauer I Uhr: Musik. Freitag: Totentanz Sonnabend: Wildente. (Eise Lehmann, Ludwig Hanau, Ferd. y�lten, Relnh. Sehünzel, Ida Orlolf, Hans Mierendorff, Alex. Ekert) Komödlenhaos an der Marscnallbrücke t/� Uhr; Tanzende Nymphe. Freitag: Erdgeiat. Sonnab.: Fünf Frankfurter. Berliner Theater t» uhr; Sterne, die wieder leuchten._ lesldenz-Theater. UntcrgrundD. Klosterstrage, Ausgang Strelauer 8>ra9e. Tiallch?>/, Uhr: Das Mere Leben. Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Alfred Rotter. Hansi Amstldt Karl Clewing. Eug.n Burg. Olga Limburg. L F-alkenstein. Emma Oebner. Ro a Valetti. Paul Bildt Dealer der mww t Eck« Fried Iii», u. Stnienftrog«. Noro ta" Wall« 7«v .: Mi«. zum IM. Mal,! Drei tolle Tage. Dpi rette Den Zoillg. Tjtgllendorf, Augu»tln. Oeorg. ffTanon-Tiieater. Bhf. Fried rieh, tr.Ztr.4M7jg'.t TlgL'/jBU. Heute z. ISS. Male: Der gote Rai «an Hermann Sudermann. Wüst, Brunu Kanner, _ i Flink, Franz Schflnfeld. Sonntag V»t: Jobannlsfeuer. Ida I IKJ. Sonntag>/»»: Johann Itleue " fJasino-Theater. LDfhrina.Str.57.TI Der Schlaa-t her Sue n«u« Btt.'iner. SM wie. Dazu rrftfiofflg» esqialHdtm. Stg-S'/s: Dl* welSe Dane. Luisen�Tbeäter. T/zl Der Strom. �3: Domröschen 6t04a"7:SeliieslCarffleB. *61. SRärj bfa.b.tlbcvb- 7 Pm eetfito.«Oche u. Ssaat. I>«u Unter d. Linden 14 5>Uhr« Tanz-Tee Kabarett BchreastraBe*4 Dir.: AlczBraane| Hasel Tischler Albe Holh Nana u. Psrsaad{ Lunzig, y— Dugson Elli Gläßner| lOttoROhr iRobertSteidlj | Kurze, Oaxtsplel de,| Alexandra IMilowanowal Sc InB-Tanz. Leaalna-Theat«* Direktion: Victor Barnowsky 7 Uhr; Der Blaufuchs. Freitag: Peer Öym. Sonnabend: Der Sonntag: Oer Blaofueha. Deataches Künatlsr- Theater. Allabendlich VI, Uhr, Nachtbeleuchtung._ ¥alhalla:Tbeater. Vit Uhr: der Starke. kagast �cse-Theater. Vi, Uj Der Hann ohne Tersangenbelt. Qastsp. d. Frieor.-Wilh.Theat. 1&POLLO1 Theater FrledrichsiraSe 218| Dir.: Jame, Klein AUabendl. VI, L. Sonnt. J'/j u. VI, I Die dee Ii QroSe Varietd-Aus- ttattungs-Schau. PiraOnl. Auftreten I I d. berühmt, dinisch.| Filmschauspielers Ifiggo larseß.l Lucte Blattner alt Lletollngsfrau. | II. Horsten. Fr. Ranch| 1 10 PyramJoartlcll. I Battyt BSrcagrappe. I 1 ChbieeleebeOaukier. j 1 Sonntags 3>/. U jed 1 Erwachs. I Kind frei 1 1 I Theaterk. ununterhrj geOffnei. I Winter- Gatten Tifllch 7'/. Uhr: IM-WI« Rauchen geetatletl intimes Theater ■b Nollendorfpleu. | BOlOWttr. k Lfltzoa 2303. Das neos iFabroar-Programia. Gastspiel Salzer Erstklassige Spezialitäten. BsEdfi TlgLT»/» Sonnt»/.o-T1;» Willy, WZ?' Maritahe allerliebste Kakadus und Papagelen. Maria Blook.rangtplelc sowie die flbr. Nummern schl.m.:„Oberon" Phani Pintom. in 8 Akten MeteteiL-Tlseäer «belli»»'/, Übt uai Somit. Ihn. 3: Stettiwer Säitscr Rauf Braune's Diele AlexanderstraBs U | Klnttl. Lelt. C. Helnzfus Mary Walter Llttn Caritas Grete Bing Adolf Voigt Horwits o. Spin Tony n. Sehlen Roberl Stelncl. Theater fflr Donnentat, den 20. Pchrasr. Metropol-Tbeater. 7 Uhr Ii. Die Fa Sonnt 8 Uhr: Wiener 1 Cen trnl-Tb rare» Die Rose tod Stuninii. Deutsohre Opernhans 7 Uhr: CiTiIleria nistlcana. Hierauf; Das b&Ulsch Bold. Rriedr.-WIlhelH«Bt.Th. Vi, Uhr: Hsnnori. DasDrelmaderlbaos 2. Teil. Kleines Theater. u.: Salto mortale. Koznlsebe Oper Jür': Scliwarzwaldmlile!, Stg. 3*/.; Schwarswaldmgdel. Lnstspielhaua Jg?: Die spantsetie Fliege. Falast-Theater Heute geschlossen. Simntag 5 Uhr; Christas. Fascltlnoslee. Wlsner Blut. Dlr.Seoberf Goldfchrrudl Ikenes Operettenhans Schlffhaoerd 4a, Norden 251. ütf, Die keostlie Spstane. SchUler-Theat. Chart. vi, Uhr: Anatol. Thalla-Tlieater Polnische Wlrtsehafl Th. am NollendorfRlats 7 uhr. Der Jaibaron. Theater den Westens vi, u.: Die lustige Witve. WnUner-Theater 7v. uhr: Geisha. Sonnt.«/,: Oral t. Luxemburg. NATIONAL- THEATER COpenlckcr Str. 48 Tlgl. V/t 5 Min. Jtanovluhr. Sender- tergütuue Ii 22. Februar Wr 1—4 Pars. Orchester-Sessel f. 0rch.6j,M,?.0O Ä Prinzenliebe Theater am Nollemlorfplatz Freitag, den 21. Februar 1*19, abends 7 Ohr: Zum I. Mals l 12390 Wo die Lerche siogi Operette in 3 Akten«. Wlllner und Reichert. Musik»on Franz Lehdr. Grete Freund Agni Wilke Eduard Lichtenstein Richard Senius Victor Danger ♦ ♦♦♦♦•♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Theater in den„Sophiensälen* Sephlrnstt. 17/18. 2 Uraufführungea HARRY IGGS (Hans Mierendom iTAbenfeuer Diskretion Außerdem s> ucös.Kapitel 15 Der verlorene 5ohn ZELNIK 045, 830 Syphilis Bant-, Blasen-, Frauenleiden Behandlung mch d. aeoest. 'o.Queekstlb.,o Elnspr.tz>. wisscnschsfiilch. Methodeo. Slut-, Urinuntersuchungen ohne Berulss'drung. Aufkl Broich. No. X dlsk. versch. M. 130(Nachn.). bbrl: Spezialarzt Dr. med Hollaender, .IN W'- 8, Leipziger Str. 108. Fernsp Zentr. 9377. IIAMBURQ, Colonnaden 26. ■JgUfh 11-1 8-7. Srnr'.sgt II— I. filf' Gute Vücher für den Ehestand.! 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Freitag, de« 21, Febr. 1919, abendS 7 Uhr: Frauen'ClätilcrvcrfamiDlunsen in b« Anhalter Oteffonree, Möckernstrah» 114, unb in Zühlkes Festsälen, Dennewitzstrahe. T a g« e 0 rb n n n§: 255M „Die Frau und die Kommune. Nesereulen: Arn» Abele Schraiber, Zrdnlein varalhen»Irfchfcth. grtnea und Mädchen, erscheint in Massen! Oer Vorstand, AWiMWA bm» U NU Oeffeniliche Wähler-Bersammlunge« am Freitag, den 21. Febrnar, abend» 7 Uhr: Innere Ttadt, in ber•chnUnl»(Drtnmrthrrtirab« U. „Snjlotlamu« und flommont.- Referenten! Dr. Mlagbart Coam« n. Frl. vr. neiabjlsan. Altes und neues Hansaviertel"Sl' Friedrich. WiIheImstaht.1-�L-Z?»--»-7--r und Perstadttichnn» des»esundhettswefene.- hirschfalb und halana Stanke Zentrum und Nordosten,- Lommunalaiifeaben bei»ojialhautntts.* Referenten: Leist» g.Thenter). Referenten: i« vvni«stadt>Lvzen«, Greif»- walher Strabe MS. •and•Nngla» und Fron Südosten, In her.»rachendurg«, vor dem Gchlestschen Mtae. „Die Aufgaben her Sazialbemokratie im neuen Stadiparlmnent.- Ref. i Oerwann» Osten, in ben vrachtsSIen»Alt-Verltn«. vlnmenstrahe B. .Sozialiemue und Äommnnt' Oteferattni Behmtn«i«bgaa nh»tobt«.«doN Osten, der CnrnhoB« Bi tränet»trabe LA. �ejlallemu»»nl Jtmummt.' Referenten i MarkhM cheepna Stralauer Viertel, in de»»chnlanla Hshenlahestrob« ll. »Sobialismn, an» stamimm«.- Referenten,«enossen vnpont,»anInes und AchNenz. Schönhanser Vorstabt,- »»emelnbenermoltong w> Licht» der sozialen Demokratie.* Referent- Uta, yeeht. N oseuthaler Vorstadt, tn de»«chulanl« esatiftrab« i?. Mn letzte» Wort an die Wähler.- Referenten: Rechtsanmalt Dr. hstpork und Frau•lohsch, Gesundbrunnen, tn der Echnlnula Gotendnrger Gtrnb» M. Unsere Forderungen an die üenummen.* Ref.- Lehrer OoHscsbacf und Fri.•lata Utas. Gesundbrunnen, u bw«r««««.., .Die«nttvicktung der Semeinbe» durch die«ozialbemoiratie.- Refesenten: KbaQ»nlchid und 3 da nSHIer. Ä�eddtNg, i* bat G chnlanla nntenftr. 88— 4L Ging, lstuheplntzstrabe. .Sozialismus und Kaomtm.' Referenten! Sehe« Heinrich»echtste snb Fei. Alf» Porst. Alls«attelftennbt fewle„Barmkrtf-Scftr* erben brtngsnb ersucht, fß, guten Besuch der versammlnngen»n sorgen. !WS Das voeflnnh. yorzägüche Rotweine auch, Große ~r?gipraue»*, steu»cocöfrt si-14. ssrcr.mtrtrr Straße 112, neben Saab»et, Fri« brichst ratze 12, nahe«arvhaste. Bninmnfiraß« 174, ESe Insalibenstraßs.' ereiclen Sie meist sehen nach kurzem Gebrauch der herrlich erfrischenden Zahnpaste Cblorodeat. Vor rit glich es Vorbeu- gungk mittel bei Bazillen- Inffkilos durch dt« Mundhöhl«. Ueberau n baden.*"* WWWWlMWMU Oeffentliche Wähler- Versammlungen heute, Donnerstag, den Äv. Febrnar, abends 7 Uhr. 2. Abtetlnna sFriebrichstadt) Bei Rathmann,«Uhel«fi». US. Referenien: va. aaAmItz und Ar an GNf»»ahn. S. Abtetlnna(Südwesten). Schultheiß, Lichterfelder Str. 11« Referenten: Oberlehrer vr. ANNa and Redakteur Oskar Cinbamms. 6. Abteilung(Südwesten). Friedrich-Realgymnasin«, Mittenwalder Straße 37. Referenten: Znzenieur Mfrad»kriamar und Gkfeiaha poekal. 7. Abteilung(Süden). Gemeindefchnlanla WilmSstraß«. Referenten: kkreala»seih und«mll vlktmar. 10. Abteilung(Osten). Schnlanla Pettenkoferstr. 20—24. Referenten: Stadtverordneter Marl yastschoib und Aron 3ha ABHfac. SO. Abteilung(Osten). Gemelndeschnlanla Tilfiter Str. 4/5 und Turnhalle Rigaer Str. 8. Referenten:(Stabtserocbnrtee Wilhelm mann nah fflmofstn Marth» Hoppe. 21. und 22. Abteilung(Nordosten) bei Mann, Strausberger Str. 3. Referent: Aaitz wilde., 80. Abteilung(Schönhauser viertel). Schnlanla Pappelallee 41/42. »Sojlatlamas nah«omainne.- Referent: vr. Sleghad Ceeea«. 81. Abteilung(Schönhauser viertel). Schnlanla Schönstießer Str. 7. Referent: Yngo p--- 33. Abteilnug(Norden). «Kader Str. 42. Referent: Stobtoesordneler Adolf»kioo. 84. Abteilung(Rosenthaler Vorstadt). Schnlanla veraaaer Str. 89. Referent: Arl. Vr.»ngehjinsN. 39. Abteilung(Moabit, Hansaviertel). Semeindeschulanl« Zwingli* straße 37. Referent: Stadtverordneter Thaadaa Glede. 45, Abteilung(Gesundbrunnen). Schnlanla Christiansast?. 36—39, an der ltoloniestraße. Referent: Paul Cilfln. Xageaeehnangi 1. DK Aufgaben der Sozialdemokratie in der Kommone. L. Die Einheitsschule. patdalgonafsa» nah»Pormdrt,--ceser find zu diesen Vecanslalknnge» feanndNchfl etngeloben. 3ehea Wähler hak als Saft Zutritt. l«/4 Der Lerstand. Swinemüader SesellschaftShan», Sioi»e> Lcliuellfsrberei gakaotr• Sondei-mnnn. SeeUv O t7.Xi6da, färbt in 3—4 Tagen Mlllttachon, MIlltllrMie und Decken. __ Spezial-Abtelliuig TJnlformfärben, in Zivil umarbeiten 1*88* fa 8 Tagen. Wenden— dmarbclten—-Vennr betten In Hbited- will DanenganleniliE in 3 Tajen. LroSe Stoffauswabl— Stoffannahme. 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