Nr. 99» 36. Jalirg. Bezugspreis: Siectel}31)rl.&7& Kl. au>natt.Z2S B5. ftdini Haus, oorauszahlbai einzelne Auninirrr. 10 l'icnmfl.■lipiibciufl: MonaU>ch 2,26 Kl,«xll. AuilellmigZ. zedlUii. linier Neeu-band lür Deurslb- and u. Le>lerreich-lln«crrn öMJ Kl. Är das ädrige ilusland y.nO Ml. bei läglich emmaliqti Suiletluna 7.60 Ml. ioitbeiteüunqen nedmen IN Dänemarl. Holland Luxemdurq. Swweden und die Schweiz Singetragen in die Boli-leimnqs-iireiel'st«. Dn.Sottnarli' ericheml wochemäglich zweimal Soimlaq. einmal. T«leqramn,-ildre1?e .Sozialdemotra» iZerltu�, (l01»ksnnis) berliner Oolksbleltt. Zcntr 20«Ig. Stelleiigeluche und Schlattlellenanz eigen das erile Wort SO Ltg.. irdes weller« Sori l6 Pig. Satte über lb Buchliadtti zädlon für zwei Satte. leuerungszuichla« 70°,» gamiIten-A.nzttg«n. vollliichc und gewerNchaiUiche«eretns- Änz-lge« SO Lig. die lieil«.»n, eigen iür dt- Ilächll» Siummer matten bis S Uhr nachmtnaqe rm oauvlgeichätl. Lerltn ««.SS. iitndentlra«- S. idieqeden »erden. Seäftno°»n S lUtr trth bit tt Uhr abends, Neüaktion unü Expedition: EW. öS, Linüenstr. Z. aernivrecherl Amt Morinplai,, Nr. I.»I ves prochen. Sämtlich« Redner wiesen daraus hin, daß es eine politische Torheit gewesen sei, wenn' die Reaktion jetzt den Zeitpunkt für gekommen erachtet haben sollte, eine Gegenrevolution zu entscsseln, denen notwendige Folg« der Terror sei. Di« Redner teilten mit, daß in München die s o z i a- listische Räterepublik ausgerufen worden sei. Die Ereig- nisse hätten gezeigt, daß von einer völligen Sicherung der Revo- lution nicht gesprochen werden könne. Austritt öer Kommunisten aus öer boperischen Regierung. Regierung ans Mehrhcitsfozialisten und Unabhängigen. München, 22. Februar.{Gig. Drahtbericht des„Borw.") Die Kommunisten sind ans dem Zentralrat aus- geschieden und haben sämtliche Aemter nieder- gelegt. Daraus hat sich die Lage zugespitzt, da samt- liche Aemter neu besetzt werden müsseu. Man bemüht sich, eine Regierung ans den Mehrheitssozialisten und dcu Unabhängigen zn bilden. Ein Minister- Präsident ist noch nicht bestimmt. Für das Kriegsmniistertum kommt voraussichtlich Greis e r u n g Geltung ver- schafft und die Ruhe und Ordnung im Innern aufrechi erhält. ß 2: Die Reichswehr soll auf demokratischer Grund- läge unter Zusammenfassung bereits bestehender Frei- willigenverbönde und durch Anwerbung von Frei» willigen gebildet werden. Bereits bestehende Volkswebren und ähnliche Bei bände können ihr angegliedert werden. Offiziere und Unierosfiziere aller Art und Bcamtenpersonal de« bestehenden Heeres sowie deffen Einrichtilnacn und Behörden können in diese Reichswehr übernommen werden. § 3: Die Angehörigen der Reichswehr gelten für die Dauer ihrer Zugehörigkeit als Heeresangehörige im Sinne der reichSgcietzliche» Vorichrisl. § 4 regelt die Anwendung deS Gesetze« auf Bayern und Württemberg. § b. Diese? Gesetz tritt mit Fl. März 1920 außer Kraft. Dieser Gesetzentwurf trägt die Unterschrift von rund 350 Ab- geordneten. Nur die Unabhängigen und die Deuischnaiionalen haben nicht mit unlerzeichnet. In der Begründung wird ausgeführt, daß die Ausstellung des Fricdensbeeres von den Friedens- bedingungen und der zukünftigen Reichsverfassung abhängt, daher gegenwärtig nicht in Angriff genommen werden könnte. Die Einziehung Wehrpflichtiger sei intolge technischer Schwierigkeiten zurzeit nicht zuverlässig durchführbar. Daher müffe für die UebergangSzeit auf die Freiwilliakeit zurückgegriffen werden, bi« zur endgültigen Ent'cheidung über die Gestalillng der Wehrmacht des Deutschen Reiches. Tie Gliederung der Reichswehr ist so gedacht, daß jeder Korpsbezirk eine Reichewehrbrigade ausstellt, die nach der engeren Heimat, z. B. Reichswehr-Brigade Pommern, ge- nannt wird. Der innere Ausbau der Reichswehr wird den volkstümlichen Forderungen der Gegenwart Rechnung tragen. Gleichzeitig muß die Reichswehr die Krieg Serfahrungcn der alten Armee ausnützen und durch feste ManneSzuÄt und innere Geschlossenheit ein jeder- zeit verwendungsbereites Werkzeug in der Hand der Reichsregierung bilden. Zum Driefwechsel tzinöenburg-Scheiüemann Bevorstehende Aktenveröffentlichung. Die„Deutsche Tageszeitung" ist gestern in einem Artikel auf den bekannten Briefwechsel Scheidemann-Hindenburg in Sachen Ludendorff zurückgekommen. Die Regierung lehnt es, wie wir hören, ab, sich au einer neuen Dlskusüon über diesen Gegenstand zu bcieiiigen, sie bereitet aber die V e r ö f f e n t- lichung der Akten vor, die sich auf den er st en Waffen st illstand und auf die Zeit unmittel- bar vor ihm beziehen. Doch noch Gewaltakte im Ruhrrevier! Bochum, 22. Februar. Auf der Zeche EngelSburg wurde die Belegichast von einer bewaffneten Bande gewaltsam an der Arbeit gehindert. Dabei wurden zwei Mann der Beleg- chaft erschossen. Die Verwaltung und der ArbeiterauSschuß der Zeche baben den Reichspräsidenten telegraphisch um Schutz ersuchr. worauf folgende Antwort eingegangen ist: Der Reichswehrminister ist ersucht worden, sofort Maßnahmen zum Schutze der Ordnung auf der dortigen Zeche zu treffen. Düffeldorf, 22. Fetruar. Gestern abonb besetzten die Spartakisten den Hauptbahnhof und sperrten den Verkehr, da, wie es hieß, das Herannahen von Regieruwzs- t nippen gemeldet wurde. Die» erwies sich jedoch als nnzu- treffend. Heute ist der Verkehr auf den Bahnhöfen wieder frei- gegeben. Di« Streiklage eofuhr hier I«ine wesentliche Aen- Henri Garbujle! Der Wortlaut Ihres Aufrufes an die geistigen Kämpfer der Welt ist erst heute durch die Perösserülichung im»Vorwärts" bekannt gcivorden. In dem Bewußtsein, im Sinne von Tausenden von deutschen Intellektuellen zu spvochen, rufe ich Ihnen zu: Henri Barbusse, Tie strecken u n S die Hand entgegen— wohlan: hier i st die unserel Wie Sie und Ihre Freunde stehen wir heute voll Gram und Pcrziveiflung aus der Trümmerstätte einer Welt, die zu hüten unsere heilige Absicht war. Di« Räder der Kanonen, inS Rollen gebracht durch den Wahnsinn finsterer Mächte, haben unser Land zermalmt wie sie das Ihre zennaUliten. llns war. wie Ihnen. der Gegner niemats ein Feind, sondern man er Mensch und Bruder und sein Jammer war unser eigener Jammer. Aber wie auf die Nach: der Tag folgt, so wird auf diese ent- setzliche Perfinstming tx-i menschlichen Geistes die Morgen rö:« einer neuen Gesinnung der Böller folgen. Beschleunigen wir sie nach unseren bcjten Kräften I Was verblendete und verbrecherische Geister einer alternden Generation— heute zu Boden geworsen in unserem Lande, morgen, lassen Z'.c. uns dies hoffen, ohnmächtig in allen Länder»— vernichteten und zerstörten, mrih eine neue Generation, erfüllt von ncuem Glaubm und neuer Hoffnung wieder ausbauen. Fassen mu Mut und zittern wir nicht beim Anblick dci en:- setzt, ch-.n TiümmersrldcS. Ein« neue Welt gilt es zu errichten! Lassen Sie imS gerne iiisam kämpfen gegen die gegenseitige Lüge und Verleumdung der Völker, fch hundert ist ein unerfreuliches Kapitel. Die schönen Anfänge, die im Anschluß an die Amike und die schlichte Natur in Schapow und Rauch bemerkenS- wert cingeiejft hatten, einwickelten sich nicht weirer. Alles fiel zu Ungunsten dieser bei uiiS immer stiefmütterlich behandelten Kunst aus. Die Auitraggeber waren Fürsten oder Slädte oder Denk- mälermeister. Und in ihnen allen war viele Jahrzehnte ein klein- bürgerlicher Geist vorherrschend. Di« Künstler selber waren kleinen FormatS. Dann kommt der deut'che Aufstieg: die furchtbare Epoche der Krlegcr- und Fürstendenkmäler setzt ein, die sich bis zum Kriege in kolossate Verrenkungen steigert. Der Realismus und NaluraliS- inuS, der in der Malerei zur Befreiung und Entfallung einer icköpfeiliche» und bedeutenden Kunst führt, hat in der Plastik mehr verheerend als erklärend gewirkt. Das Gefühl für das Wesentliche dieser Kunst ging ziemlich verloren. Zappelige Unruhe oder epigonenhasle Nachahmung bezeichnen die Grenzen; zwischen diesen Polen pendelte die Bildhaueret im großen ganzen. Im klassischen Rom, da« sonst der deutschen Kunstent Wicklung »»r zu oft Himnniff« und Umwege bereitet hat. entwickelt sich in der Gruppe um den Maler Maises ein rieuet iiUntiüh!. Di- ruhige. einfache Form wird!» ihrem ganzcn Schönheitsgcbalt wieder ge« wouncn. Bon ber Unrast und der Unnatur des modernen Leben« nimmt diese Kunst den Weg zurück ins Stille. Einiacho, in die idyllische Natur. Die Probleme der reinen Form werden gestellt � d e r u n g. Tie industriellen und Handwerksbetriebe liegen noch immer still, weil die Spartakisten die Arbeitswillige» weiter an der Wiederaufnahme der Arbeit hindern. Im allgemeinen herrscht in der Stadt Ruhe. Eine gestern erbend abgehaltene Vollversammlung der Arbeitgeber der gesamten Eisen- und Stahlindustrie von Düsseldorf und Umgebung Ävschloß einstimmig, die St reit tage nicht zu bezahlen. Düsseldorf, 22. Febvuar. Nachdem der Generalstreik mit dem heutigen Tage beendet ist, hat der VollzugSrat deS Düsseldorfer Ar- beiderrates das Wiedererfchcinen der bürgerlichen Zeitungen in Düsseldorf gestattet. Die Wachen in den Buchdrnekeroien sind zurückgezogen worden. Keine Beendigung des Generalstreiks? Mülheimtz der BerubigungSversuche der behandelnden A-rzte betrachten ärztliche Autoritäten in Znichriflen an die Pariser Presie, namentlich an den»Petit Pansien" und .Matin" ClemenceauS Zustand als besorgniserregend. Nach dem„Petit Parisien" ist die Gefahr des Hinzutrilts des BrandeS nicht ausgeichlossen. Sein Krättezufiand verbietet auch jeden chirurgischen Eingriff. Die Kugel befindet sich in der Lunge in nächster Nähe der Wirbel äule. Weiter ist»ach dem.Petit Purinen" die Gefahr eines inneren Blutergusses nicht ausgeschlossen. Alle Blätter kündigen scharfe Maßnahmen gegen die B o I s ch e w i st e ix und Anarchisten an. Wegen der in Paris belr ebenen boksche« ivistiichen und anarchistischen Propaganda wird eine gerichtlich« Untersuchung gegen die Bolichewisten und gegen die Atientäier von der Mililärjusliz eingeleitet. Mit der Unieriuchnng wiid der au« dem Boloprozeß bekannte Untersuchungsrichter Boiicbardon betraut. Zablreiche Haussuchungen in anarchistisch-boliche- wistischen Kreisen wiiiden bereits vorgenommen. Die Pariser Polizei war seit einiger Zeit bereits benachüchtigt worden, daß sich in der russischen Bibliothek, in der Avenue GobelmS zu Pari«, die Zentrale des Komplotts gegen das Leben Cle-- menceaus befand. Die Oeörohung Petersburgs. Vernichtung der Eisenbahn. Haag, 22. Februar.(Meldung deS Hollanbsch NieirwSbureau.) Die„Times" melden einem Londoner Telegramm zufolge aus HelsingforS: Ein russischer Bericht von der finnischen Grenze meldet, daß die bolschewistischen Behörden die Eisenbahn von Petersburg nach Finnland bis nach LevaSrova, 12 Meilen von der russischen Hauptstadt, vernichtet haben, da sie jeden Augenblick einen Angriff auf Petersburg in der Richtung von Finn- land durch General Uudenitsch erwarten. vor üer Volksabstimmung in Schleswig. Paris, 21. Februar.(Reuter.) Die heute der Friedens- konferenz unterbreiteten dänischen Ansprüche werden wahrscheinlich zu einer Volksabstimmung in Schleswig füh- ren. Es wird erwartet, daß ganz Nord- und ein Teil von Mittel- Schleswig dänisch wird und die neue Grenze an der Bucht von Flensburg beginnt. Die Dänen werden auch den Nordteil von s-hlt verlangen. und erprobt: MarseS selbst ist der große Anreger, jedenfalls nicht te* Vollender. Seine Nachfolge unter den Matern ist nicht eben be" deutend. Aber unier den Bildbauern hat er stark gewirkt. Adolf Hildebrandt, unser klaisischer Meister der Forin, Hai alle dlesa Strebungen zusammengefaßt und gestaltet. Jn diesem Kreise'st Tuaillon, der im Atelier von Bega« ge- lernt hatte»nd seit 1385 in Rem weilte, entscheidend beeinflußt worden. 1898 erschien seine reitende Amazone— jetzt vor der Nationalgaleru— auf der große» Berliner Aiisstellun.".«„»- »ahmSweis« wurde ihr hoher Wert sofort erkannt. Tuaillon war mit einem Schlage anSZiel gelangt: der lange römische Ansentbalr. der manchem andern verhängnisvoll geworden ist. halte alle» in ihm ausreifen lassen. Nun konnle er in seine Vaterstadt zurück- kehren, Ehrungen, Stellungen und Aufträge entgegennehmeii. Er war seine« Weges sicher. Ter Zauber der stillen Srnsal« und verklärter Naturwahrheit, der von diesem Werke ansgehr, hat si» nn- veränderr ei ballen. Dieses ruhig stehend« Pkerd. unendlich lebcns» voller als die wiidbewegten Bestien der Ziiku»- oder Parade- denkmäler. dieieS holde, nalurwüchfige W-ib ist TuaillonS populärste und vollendetste Schöpfung geblieben. An ihr kann der mißleitete Geschmack immer wieder lernen. waS adlige Form ist, wie enr Umriß einer Plastik beschaffen sein«nuß, und so den Weg zur Antike uud jeder großen Form finden. Leider wurde TuaillonS schöne«, wenn auch nicht reiches Talent nachher in den Dienst der Kaiserdenkmäler gestellt. Freilich für ihn waren an dem Kaiser- Füedrich-Denlmal in Bremen(im antiken Gewände) und der Reiter- nandbilder auf der Kölner Rbembrücke Formprobleme die Haup:« fache. Gestraffter, monumentaler Stil ist auch in diesen Werken. Aber man hätte ihn lieber anderes schassen sehen. Der.Roffelenker". der.Sieger'(ein Jüiigling z» Pferde) und»Herkules mit dem Stier" zeigen ihn auf feinem Gebieie. Tuaillon war Mitglied der Sezession und der Akademie, in der er ein Meisteratelier leitete. Er hat die Berliner Plastik wieder aus«ine achiunggebieiende Höhe geführt und die schönen Ansänge aus dem Beginge des 19. Jahrhundert» wieder aufgenommen»mh weitergesührt. K. H. D. Notizen. — Theater. Statt der für heute nachmittag« 2 Uhr an- gesetzten 4. Volksvorstellung»Die Judasglocke" wird„Heimat" ge- geben. Die im Porverkauf abgesetzten Eintrittskarten haben Güllig- keil, werden aber auch bis zum Beginn der Borstellung an der SchauipielhauSkass« zum Kassenpreise zurückgenommen.— Mit au« dem Felde zurückgekehrten Schauspielern veranstaltet die Genossen- schaft deutscher Bühnenaiigebörsper am Donnerstag in den Sophien» sälen e»ie Aufführung von Schiller«»Kabale und Liebe" bei ganz niedrigen Preisen. — R e v o l u t i a n S- A l m a n a ch. Im Verlaa von Hoff- mcmn u. E.rinpe. Hamburg-Berlin, erscheint ein..Reooiulrons- «lmanach. Tc da» Jahr 1919" über die Sreigniise von. 1918 bi« zur Rationalversammluna. herausgegeben von Ernst Drobn und Ernst Friedegg. Er emhält Beiträge führender und poliUscher»nd literarischer Persönlichkeiten und zahlreiche Bilder. Bntwurf ckei» endgültigen Terfaffung. Die wichtigsten Bestimmungen. Der neue Entwurf der endgültigen Reichsverfasiung ist soeben den Mitgliedern der Nationalversammlung zugegan- gen und wird namens der Reichsregierung am Montag, den 24. Februar, vom Reichsminister des Innern Dr. Preutz in der Nationalversammlung eingebracht werden. Der neue Entwurf leitet die Verfassung des Deutschen Reiches mit den Worten ein:„DaS deutsche Volk, geeint in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich auf der Grundlage der Freiheit und Gerechtig» keit zu erneuen und zu festigen, den inneren und äußeren Frieden zu sichern und den sozialen Fortschritt zu fördern. hat sich diese freistaatliche Verfassung gegeben." Von den in acht Abschnitten niedergelegten 118 Artikeln sind die wesentlichsten: 1. Abschnitt. Das Reich und seine Gliedstaaten. Artikel 1. Das Reichsgebiet besteht aus den Gebieten der bisherigen deutschen Glied st aaten, sowie aus den Gebieten, deren Be- völkerung kraft des S e l b st b e ft i m m u n g Z r« ch t e S Auf- nähme in das Reich begehrt und die durch ein Reichsgesetz ein» gegliedert werden. Die Reichsfarben sind Schwarz-Rot-Gold. Artikel 4. Die Beziehungen zu den auswärtigen Staaten sind in Gesetzgebung und Verwaltung ausschließlich Sache des Reichs. In Angelegenheiten, deren Regelung der Landesgcsetzgebung zusteht, können die� Glied st aaten mit auswärtigen Staaten Verträge schließen; die Verträge bedürfen der Zu- stimmung deS Reichs. Artikel 5. Die Verteidigung des Reiches zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist R c l ch s s a ch e. Die Wehrvcrfassung des deutschen Volkes ist durch ein Reichsgesetz einheitlich zu vegeln. Tie Gesetzgebung auf diesem Gebiet steht ausschließlich dem Reich« zu. Artikel 0. Das Reich hat die Gesetzgebung über: 18. Das Wohnungswesen; 14. die Grundsätze für das Siedlungswesen, inSbe- sondere für die Regelung der Bevölkerungsverteilung und die Bin» dung des Grundbesitzes; lö. die Regelung der Herstellung und Verteilung der Wirt- fchaftlichcn Guter für die deutsche Gemeinwirtschaft? IS. den Schutz und die Pflege der schulentlassenen Jugend. Grundsätzlich erfolgt die Ausführung der Reichsgesetze durch die LandcSbehörden. Artikel Ib. Die deutschen Gliedstaaten sind berechtigt, sich zum Zwecke der � ildung leistungsfäbiger Gliedstaaten im ganzen oder in Teilen zusammenzuschließen. Die Bildung neuer Staaten bedarf der Bestätigung durch Reichsgesetz. Jeder Gliedstaat muh eine frcistaatNche Landesverfassung haben, nach der die Volksvertretung in allgemeiner, glei- cker, unmittelbarer und g e h e i m e r- W a h l von Männern und Frauen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt wird und nach der die Landes. rcgierung des Vertrauens der Volksvertreter bedarf. Artikel 18. Zur Vertretung der deutschen Gliedstaaten bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Sleiches wird ein ReichSrat gebildet. Artikel 19. Das Stimmrecht der Gliedstaaten im Reichsrat ist von der Z ahl ihrer Einwohner nach Maßgabe der jeweils letzten �olkszählung abhängig. Grundsätzlich entfällt auf 1 Million Lan- deseinwohner eine Stimme. Kein deutscher Gliedstaat darf mehr als X aller Stimmen führen, sofern jedoch hierdurch die Stim- menzahlen Preußens unter 18 sind, ist das Stimmenverhältnis vom Reick'Srat in jeder der Verfassungsänderungen neu zu regeln. Gliedstaaten, die weniger als eine halbe Million Ein- wohner haben, sind nur stimmberechtigt, wenn durch ReickBgesctz anerkannt wird, daß überwiegende wirtschaftliche Gründe eine Vertretung erfordern. Diese Vorschriften treten erst d r e i I a h r e nach dem Jnkrast- treten der Reichsverfasiung in Wirksamkeit. ra. dahin gelten für die Bildung deS ReichLratS folgende �riintzatzc: Im ReubSrat bat jeder Gliedstaat mindesten? eine Bei den größeren Gliedstaaten entfällt grundsätzlich auf «ine Million Einwohner eine Stimme, wobei der Ileberschuß, der mindestens der Einwohnerzahl des kleinsten Gliedstaates gleich- kommt, einer vollen Million gleichg-rechnet wird. Wenn Deutsch-Oesterreich sich dem Deutschen Reiche anschließt, croalt es das Recht der Teilnahme am Reichs- etn.Ct if1"" Emwohnerzahl entsvrcchenden Stimmenzahl. Bis dahin nimmt es mit i e r a t e n d e r Stimme teil. Artikel Lö. Gegen die vom Reichstag beschlossenen Gesetze steht dem Reichs. rat E i n s p r u ch zu> v> � Der Einsvruch muß innerhalb zweier Wochen vom Tage der Schlußabstimmung im Reichstage ab bei der ReichSregie- rung eingebracht und mit Gründen versehen werden. Im Falle deS Einspruchs wird das Gesetz dem Reichstage zur nochmaligen Berat« n g vorgelegt. Kommt bierbei eine Nebereinstimmung zwischen Reichsrat und Reichstag nicht zustand«, so kann der Reichspräsident über den Gegenstand der Mei- nungsverschiedenheiien eine Volksabstimmung herbeifüh- ren. oder aber das Gesetz in der vom Reichstag beschlos- lenen Fassung verkünden, wenn es dort die für Ver- fassungZänderungen vorgesehene Mehrheit gefunden hat. 2. Abschnitt. Die Grundrechte des deutschen Volkes. Artikel 39. ES besteht volle Glaubens- und Gewissensfrei. h-it. Niemand ist verpflichtet, seine religiöse Ueber- z S u g u na zu offenbaren. Die Behörden haben insoweit das Recht, nach der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft zu fragen, als davon Rechte und Pflichten abhängen. Ter Genuß bürgerlicher und staatsbürgerlicher Recht«, sowie die Zulassung zu öffentlichen Remtern ist unabhängig von dem religiösen Bekenntnis. Tie freie Ausübung gottesdienstlicher Handlungen ist inner- halb der Schranken der öffentlichen Ordnung gewährleistet. Nie- mand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit gezwun- gen werden. Tie Freiheit der Vereinigung zu ReligionSgefell- schaften wird gewährleistet. Den bürgerlichen und ftäatSbürger- lichen Pflichten darf durch Ausübung der Religionsfreiheit kein Ab- bruch geschehen. �„ Artikel 31. Die Kunst, die Wissenschaft und thr« Lehren find frei. Der Unterricht in den öffentlichen Volksschulen soll u n e n i a e I t- I i ch sein. Für die Bildung der Jugend und dcS ganzen Volkes soll durch öiientlichc Anstalten genügend gesorgt werden. Das Schul» und i Unterr'chtswesen ist in allen Gliedstaaten so einzurichten, daß sich auf die Volksschulbildung der Unterricht in den mittleren und I höheren BildungSanstalten aufbaut. Das Unterrichts- Wesen steht unter staatlicher Aufsicht. Artikel 32. Jeder Deutsche hat das Recht, sich durch Wort, Schrift, Druck oder Bild frei zu äußern, soweit keine staatSrecht- ! lichen Vorschriften entgegenstehen. Eine Zensur, insbesondere auch eine Vorprüfung von i T h e a t e r- und Licht spielvorführungen findet nicht statt. Der Schutz der Jugendlichen bei Lichtspielvor- � führungen und anderen Schaustellungen bleibt gesetzlicher Regelung überlassen. Artikel 40. Auf die fremdsprachlichen Teil« deS Reiches ist in der Gesetzgebung und der Verwaltung deS Reiches und der deutschen Gliedstaaten hinsichtlich ihrer volkstümlichen Eigenart, insbesondere auf ihr« Muttersprache, Rücksicht zu nehmen. 3. Abschnitt. Der Reichstag. Artikel 5K. Der Reichstag hat das Recht und auf Antrag von ein Fünftel seiner Mitglieder die Verpflichtung, Untersuchungsaus- s ch ü s s e einzusetzen. Die Ausschüsse erheben in öffentlicher Ver Handlung die Beweise, die sie oder die Antragsteller für erforderlich erachten. 4. Abschnitt. Der Reichspräsident und die ReichSregiernng. Artikel 72. DaS Amt deS Reichspräsidenten dauert 7 Jahre. Sein« Wieder, wähl ist zulässig. Nach Ablauf der Frist kann der Reichspräsident auf Antrag des Reichstages durch eine Volksabstimmung abge setzt werden. Für den Beschluß des Reichstages gilt daS Gleiche, wie für Verfassungsänderungen. Nach dem Beschluß ist der Reichspräsident an der Ausübung des Amtes verhindert. Die Ablehnung der Absetzung durch die Volksabstimmung gilt als Neuwahl und hat die Auflösung deS Reichstages zur Folge. S. Abschnitt. DaS Verkehrswesen. Artikel 86. DaS Post- und daS Telegraphenwesen einschließlich deS Fern sprechwcsenS ist in Gesetzgebung und Verwaltung ausschließlich Sache deS Reichs. Artikel 88. Die Postwertzeichen sollen für das ganz« Reich gemein- sam sein. Artikel 89. DaS Reich hat die Gesetzgebung über die Eisen- bahnen, soweit es sich um den allgemeinen Verkehr und die Landesverteidigung handelt. Artikel 102. Aufgabe dcS Reiches ist es, die dem allgemeinen Verkehr die- nenden Binnenwasserstraßen in seine Verwaltung zu übernehmen. Die Uebernahme kann nur im Wege des Vertrages gegen Entschädigung erfolgen. DaS Reich ist berechtigt, im Interesse des allgemeinen Verkehrs oder der Landesverteidigung zur Schaffung eines Reichsgesetzes auch gegen den Widerspruch derbeteiligten Glied- st a a t e n unbeschadet der Landeshoheitsrechte neue Binnen- Wasserstraßen anzulegen oder vorhandene auszubauen. * In einer halbamtlichen Kundgebung über den Entwurf der Verfassung heißt es u. a: Der neue Verfassungsentwurf strebt in nllen seinen Teilen die möglichste Vereinheitlichung in der Hand des Reiches an. Beim Militärwesen und Verkehrswesen vor allem ist diese Vereinheitlichung zum Grundsatz erhoben worden, jedoch mußte zugunsten der Gliedstaaten, die auf diesen Gebieten Reservatrechte haben, darauf verzichtet werden, die Durchführung deS Grundsatzes anders als nur im Wege des Vertrage?, also mit Zu stimmung der privilegierten Staaten zu bewirken. Den größten S�'-itt zur Vereinheitlichung sieht Artikel 4 über die auswärtigen Be Ziehungen vor, in dcm die einzelnen Gliedstaaten auf das aktive und passive Gesandtschaftsrecht und in der Hauptsache aucki auf da» internationale Vertragsrecht zugunsten deS Reiches verzichten. In der Frage der territorialen Gestaltung der Gliedstaaten hat der Entwurf gegenüber dem ersten erhebliche Aenderungen erfahren In Artikel 15 werden Grundsätze aufgestellt, nach denen eine Umgruppierung der Kleinstaaten vorgenommen werden foll. Wenn diese Grundsätze nicht im Wege gegenseitiger Verständigung durchgeführt werden können, soll die Vermittelung der Reichsregierung eintreten. Zwi- schen der Reichsregierung und dem StacrtenauSschuß ist aber über die Frage kein Einverständnis erzielt worden, wo? gc- fchehen soll, wenn diese Vermittlung ohne Ergebnis bleibt. Die Reichsregierung legt Wert darauf, oaß in diesem Falle ein verfassungänderndes Reichsgesetz die Angelegenheit unter Um ständen gegen den Willen der betreffenden Staaten regelt. Gegenüber dem ersten Entwurf ist die Körperschaft zur Vertretung der föderativen Interessen grundsätzlich umgestaltet worden. Während der erst« Entwurf für die Gesetzgebung ein Staatenhaus auf parlamen tarischer Grundlage vorsah und einen ReichSrat nur mit beraten- der Stimme an den Verwaltungsbefugnisscn des Reiches teilneh men lassen wollte, ist neuerdings lediglich ein ReichSrat in Aussicht genommen, der sowohl bei der Gesetzgebung als auch bei der Verwaltung mit zu beschliehen hat. Im Gegensatz zum bisherigen VerfassunoSrecht aber ist dieser ReichSrat nicht wie der frühere Bundesrat ein gleichberechtigter ge- setzgebender Körper, sondern er nimmt nur an der Gesetz- gebung teil, indem er bei der Initiative der Reichsregierung mit- wirkt und ferner gegen die vom Reichstag beschlossenen Gesetze ein Einspruchsrecht bat. Im Falle eines solchen Einspruches wird das Gesetzesvorlage an den Reichstag zur nochmaligen Bera- tung zurückverwiesen. Kommt auch hierbei ein« Einigung nicht zustande, so bat der Reichspräsident die Möglichkeit, über die Mei- nungSverschiedenheit eine Volksabstimmung bcrbeizu führen. Er kann aber auch t r o tz d c S Einspruchs das Gesetz in der vom Reichstag beschlossenen Verfassung verkünden, wenn sich für dieses Gesetz eine Zweidrittelmehrheit zusammen- gefunden hat. Ist eine solche Mehrheit nicht zusammengekommen und der Reichspräsident nicht gewillt, eine Volksabstimmung vor- nehmen zu lassen, so kommt das Gesetz infolge des Einspruchs nicht zustande. Bei der Regelung des endgültigen Stimmenverhält» n.sses ist eine Vorschrift in Aussicht genommen, die auf die Beseitigung der kleinen Bundesstaaten hinwirken soll, indem bestimmt wird, daß die kleinen Staa- ten kein Stimmrecht mehr haben sollen. Die ReichSregie- rnng und der Staatenausichutz haben sich aber nicht darüber ver- ständiiwn können, ob dies« Vorschrift Platz greifen soll gegenüber allen Staaten, die nur eine Million Einwohner haben, oder bloß gegenüber denjenigen, die weniger als eine halbe Million Einwohner haben. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Reichsregierung und den Einzelregierungea über de« neuen Entwurf der Verfassung war nirgends tiefgehender Natur. Es ist in den wesentlichsten Punkten, vor allem in den Grundgedanken der Vereinheitlichung, Einmütigkeit erzielt worden. Weitere Spartakusprozefse. Der U. S. P.- Ausweis als Waffenschein.— Schwere Strafen für Beteiligung in jeder �orm. Im Zuge der Spcrtakusprozesse wurde am Sonnabend zu- nächst gegen den noch nicht Ibjährigcn Arbeiter Martin Michel verhandelt. Er hatte sich als Mitglied bei den Unabhängigen ein- tragen lassen und war nach dem Polizeipräsidium gegangen. Dort gelang es ihm nicht hineinzukommen, weil sein Ausweis nicht ge- nügte; er bestieg dann ein von dort abfahrendes Spartakistenauto und gelangte nach dem W. T. B. Dort verweilte er eine Nacht im Keller.— Zeuge Inspektor G a eo i ck e schilderte, wie von den mit zur Besatzung gehörig gewesenen, aus Leipzig hierher ge- kommenen Mannschaften im W. T. B. gehaust worden ist. Sie haben Türen eingeschlagen, auch die Tür zum K a s s e n r a u m. Der Zeuge hat wiederholt den sächsischen Spchbuben entgegen- gerufen:„Sind das Ihre Ideen, für d� �ie kämpfen, daß �ie hier einbrechen und Papiere und dergleichen stehle«? Die Spartakisten haben dann alles mögliche getan, um Ordnung aus-. rechtzuerhalten. Die sächsischen Truppen wurden bald abgeschoben und die Spartakisten haben vor der Kasse eine Wache aufgestellt.—• Rechtsanwalt Dr. Theodor Liebknecht hielt aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen die Freisprechung für geboten. Der An- geklagte sei in das Gebäude gekommen, als nach feiner Behauptung von Zivilisten auf das Gebäude geschossen wurde. Er sei nur eine einzige Nacht dort geblieben und ihm sei von Plünderungen nichts bekannt gewesen. Der noch jugendliche Angeklagte habe keine Einsicht in die Strasbarkeit seiner Handlung gehabt.— Das Urteil lautete auf 6 Monate Gefängis unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft. Der 33jährige Willi I a n k e war bei den Vorgängen am Schlesi schen Bahnhof in geringem Matze beteiligt. Nach der Darstellung der Zeugin Oberschwester Denn ist die Station und die Küche erbrochen, der Lebensmittel zum größten Teil be- raubt worden; auch Geld ist gestohlen wordeni Die Zeugin be- kündete, daß die Leute„wie die Räuber" gehaust hätten mW aus dem Schlesischen Bahnhof„das reine Sodom und Gomorrha" ge- Wesen sei. Der Angeklagte hat kleine Dienste auf dem Bahnhofe geleistet, mehr aus ch a r i t a t i v e m Interesse, als um mitzu- kämpfen. An Plünderungen hat er sich nicht beteiligt. Auch er wurde zu 6 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat verurteilt._ eckte Nackrickten. Lebensmittel nach Teutschland abifegansien? Amsterdam, 22. Februar. Nach dem„Algcmecn Handelsblad" meldet der„Daily Telegraph" aus Paris, daß der Interalliierte Rat für Lebensmittelversorgung und Hilfeleistung bereits 30 000 Tonnen Speck und 5000 Tonnen kondensierte Milch nach Deutschland abgeschickt hat. Stnrmischc Tagung der bayrischen A.-B.«. S.-Räte. München, 22. Februar. Eine Versammlung der Arbeiter-, Bauern- und Soldaten räte beschäftigte sich heute nach- mittag im Deutschen Theater mit der durch die letzten Ereignisse geschaffenen politischen Lage. Die Beratungen nahmen zum Teil einen stürmischen Verlauf. Die eingelaufenen Anträge forderten u. a. die Proklamterung der bayerischen Räterepublik und die sofortige Abborly'ung der bayerischen Mitglieder zur deutschen Nationalversammlung, wobei der Vorsitzende mitteilte, daß Reichspräsident Ebert und Scheid.: mann bereits ihre Beziehungen zu Bayern ge- l ö st haben sollen.(I) Ein weiterer Antrag verlangt die sofortige Schaffung einer roten Garde. An die zelnen Anträge knüpfte sich ein« erregte Debatte. Der Vorsitzende d-S Münchener ArbeiterrateS berichtete über die Beratungen des ZentralauSschusseS, in dem sich Mitglieder der beiden sozialifti- schen Parteien, deS Gewerkschaftsvereins und deS VollzugSauZ- schusseS der Arbeiter, und Soldaienräte befinden, und gab die Grundlagen bekannt, auf denen die Einigung des Proletariats geschehen solle. Der Antrag auf Bewaffnung de» Prolo- t a r i a t S fand e i n st i m m i g Annahme, ebenso der Antrag auf Verkündung der bayerischen Räterepublik. Der Vorsitzende begrüßte zum Schluß die neue Räterepublik Bayern, die auf demokratischer Grundlage von den Arbeitern aller sozialistischen Richtungen errichtet werden solle. Spartakus gegen die Essener Bereinbarnngen! Mülheim, 22. Februar. Die AuSstandSleiter zu Mülheim, Oberhausen, Sterkrade, Düsseldorf und Kettwig haben beschlossen, den gestern in Essen vereinbarten Bedingungen nicht zuzustimmen, sondern einen verstärkten Allgemeinansstand zu verkündigen. versteckte Gewehre! Emden, 22. Februar. DaS Schützenkorps Röder fand hier 19 000 versteckt gehaltene Gewehre und beschlagnahmte sie. Der Mörder aus der Hedemannstraste verhaftet. Bei ihren Nachforschungen nach dcm Mörder der Proststituier- ten Emma Schwandt. Hedcmannstr. 4. wurde die Kriminalpolizei auf den 23jährigcn Wilhelm Henschel aus Ascbersleben ans- merksam. Er war bis vor einiger Zeit hier im Gemeindedienst und hatte Körnerstr. 20 gewohnt. Henschel war der Bräutigam einer Prostituierten, die der Frau Schwandt bekannt Uwr. Er hatte Frau Schwandt Lebensmittel besorgt. Auf ihn ragte die Beschreibung deS Mannes, der nach dem Verbrechen eiligst daß Haus verlassen hatte. Die Feststellungen ergaben, daß Henschel seit dcm Tage des Verbrechens verschwunden war. Er hatte seiner Mieterin gesagt, daß er verreisen werde. Nun gelang es Kriminalkommissar Vonberg, einen Brief abzufangen, den Hensebel an seine z»r-eit im Krankenhause liegende Braut geschrieben hatte. Es konnte festgestellt werden, daß.Henschel mit seiner Braut über das Postamt 9 lLinkstraßei verkehrte. Dieses sowohl wie seine Wohnung standen unter ständiger Kontrolle. Sonnabend nach- mittag erschien nun ein Mann, um einen für den Gesuchten dort lagernden Brief abzuholen. Es war Henschel selbst. Er wurde sofort verhaftet und nach dem Polizeipräsidium gebracht. Hier stellte sich heraus, daß er kurz nach dem Verbrechen nach Aschersleben gefahren und erst Sonnabend zurückgekehrt war. Er hatte seine Sachen aus dem Bahnhof Zoo in Aufbewahrung gegeben und war nach dem Postamt gegangen, um den Brief seiner Braut abzuholen. Er bestritt entschieden, mit dem Ver- brechen irgend etwas zu tun zu haben, legte aber bald ein Geständnis ab. Henschel, der als Artillerist eine zett'ang im Felde gestanden batte, hatte wegen schweren DiebstablS eine länaere Gefängnisstrafe erhalten. Die Revolution brachte ihm die Freiheit und jetzt verkehrte er in Dirnen- und Zuhälterkreiscn. Als er am am Mittwochvormittag bei grau S. anklopfe, erhielt er Einlaß, weil Frau Schwandt annahm, daß er Lebensmittel bringe. Im Salon schlug er sie nieder. Durch das Dazwischenkommen des Unter« wobners. der den verdächtigen Lärm gehört hatte, wurde, er ge- hmdet, die Wohnung genau zu untersuchen. Wie er sagt, habe et nur einen Zehnmarkschein gefunden. Diesen habe er mitgenom- men, außerdem noch ei« Stück Speck und mehrere Pfund Kartoffel«. GeWerffchaflsbewEung WirtfchastsfrieöUch oder aicht! Bvlli Verband der Fabrikarbeiter wird uns geschrieben: In der Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden nnd Ge- toertschasteu befindet sich unter Punkt 3 folgender Passus: »Die ArÄertgeber. und Arbeitnebuiewevbände werde« die Weridereiue fori au vollkommen sich selbst überlassen und sie weder mittelbar noch unminelbar unterstützen.''■ Soweit die vlrbeitnehmervevbände in Frage kommen, dürfte wohl kein Aweife! bestechen, daß dieselben diese Bedingung er- füllen. Die Ärbeitgebe r'oerbande werden sicherlich bemüht sein, das Gleiche zu tun. Ob aber die Herren Arbeitgeber innerhalb ihrer Betriebe nch danach richten, muß nach den bisherigen Er- ftrhntngen. die hier in Berlin gemacht worden sind, stark bezweifelt Verden. Seit der Revolution find jetzt allerhand Leute am Werke, Neugründungen von Angestellten- und Arbeiterorganisationen vor- zunehmen, obwohl sie wissen müssen, daß seit lang«: Jahren für alle Angestellten und Arbeiter große, leistunzSfäbige Organisatienen beftohcn; wissen fic-i nicht, dann beweisen sie damit, daß sie kein Recht zur Bomahme'oscher Gründungen haben, weil ihnen jede Kenntnis des GewerkschaftÄebenS abgeht. Aber sie wissen es!, ldsnn an dieser Stell« und auch in den betreffenden Gründungs- Versammlungen ist es ihnen wiederholt von Vertretern der freien Gewerkschaften gesagt worden. Da sie trotzdem auf dem die Einig keit.der Arbeiter- und Angestelltenschaft gefächidenden Wege ver harre», erbringen sie den Beweis, daß sie die Uneinigkeit vollen, um so die Schlagkraft der Arbeiter- und Angestellten- schafi zu schwächen. Die Namen dar neugegründeten Organisationen sind: .Arbeiterbund der chemischen Industrie", >'.Verband der Angestellten der Blufen-Kleiderkonfektion und verwandten A.tikel", »Verband der Angestellten der Damen-, Mädchen-, Kinder- konfektion", »Verband der Angestellten der Herren- und Knaben- konfeftion", .Angestelltenverband der Putz- und Modeinoustrie". Die letzteren vier haben sieb sogar zu einem Kartell der»Be- lleidungSindustrie" zusammengeschlossen. In einer im Rheingold stattyesundenen Versammlung, welche vom obigen Kartell einberufen war, gab ein Herr Oliven(?) die Versicherung ab, daß das Kartell nicht auf Mitgliederfang aus- gehe, nicht eine Zersplitterung der bestehenden Organisationen be- »wecke, sondern im Gegenteil mit ihnen zusammengehen will! Die Agitation unter den Mitgliedern der freien Gewerkschaften, zum Teil. mit Hilfe der Arbeitgeber, bzw. ihrer Prokuristen usw., straft jedoch ihre Versicherung Lügen! Wir haben Beweise, daß Mitglieder der fteien Gewerkschaften ver- anlaßt werden sollten, aus ihrer Organisation auSzut:et«n, um sich den neuen anzuschließen. Diese Tatsache berechtigt uns zu der Behauptung, daß Punkt 3 der Abmachungen seitens der Herren Arbeitgeber nicht innsgehalten wird. Aber sehen wir uns einmal das Programm der neugegründeten Organisationen etwas näher an: Da steht unter anderem... Unterstützung bei Krankheit, Invalidität durch Unfall, Siechtum, Alter, unverschuldeter(?) Ar- beitslosigkeit. Umzugsvergütung, gemeinnützige Bestrebungen jeder Art, schnellste DarlechnSgewährung bei unverschuldeter Not, Unter- stützung bei Sireiks. falls ein solcher als letztes Mittel un- vermeiobar fein sollte, Beiträge zu notwendigen Erholungsreisen find vorgesehen! Und dies alles für 1,50 Mk. Monatsbeitrag? Sollten dafür wirklich obige Versprechungen erfüllbar sein oder rechnet man auch da auf die Hilfe der Arbeitgeber? Für die letztere Annahme scheint auch ein weiterer Satz zu sprechen:... Unser Bund wird daher fflr Arbeitnehmer wie auch für Arbeftgeber von ganz unermeß- lichem Wert fein! In welchem Programm haben wir denn dieses eigenartige Hervo.'heben der gemeinsamen Interessen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeilgeherfchast schon gelesen? War es nicht im Programm der Gelben? Auch die UnterftützungSklaulseln findet man dort in derselben Form. In einer Versammlung des ArbeitnehmerbundeS der chemischen Industrie führt««in Vorstandsmitglied wörtlich aus:»Die Unternehmer werden einsehen, daß es für sie von Vorteil ist, wenn sie mit unS Hand in Hand arbeiten!" Daß der Appell an die Arbeitgeber auf fruchtbaren Boden gefallen ist. deweisen die Mittel, mit denen sie bestrebt sind, die Angestellten nnd Arbeiter fiir diese Organisationen zu gewinnen, und vi« denselben die Beiträge hierzu abgenommen werden. Ganz wie bei den Gelben! Arbeiter und Angestellte? Meidet die st Neugründungen, schließt Euch Euren zuständigen freien Gewerschaften an und haltet denselben die Treue, denn nur dann allein habt Ihr die Gewähr, daß Eu« wirtschaftlichen Interessen in wirksamster Weise wahrgenommen worden._ Der Lohutarif für die Zuschneider. Die Zusckineider und Zuschneiderinnen in der Berliner Herren-, Knaben- und Burschenkonfettions-Brancde sind im Januar d. I. in eine Lohnbewegung eingetreien. Der Grund log in den außer- ordentlich scblechten Verhältnissen und der Verschiedenheit der Be- zablung. Der zwischen dem Verband der Schneider und der Unter« nehmerorgonisat'on im Jahre lS13 abgeschlossene Tarif ist voll- ständig veralte: und kommt nicht mehr in Frage. ES wurde bei einer Ausstellung, die bei 26 Firmen vorgenommen wurde, fest- gestellt, daß die durchichniltlichen Löhne für die Zuschneider sich auf 70— 80 M zurzei! belaufen. Bei den zweitägigen Verhandlungen gelang eS weingstens, einen Teil der Forderungen, die gestellt waren. durchzusetzen und einen neuen Vertrag zur Geltung zu bringen. Diestm Vertrage haben die Zuschneider rn ihrer Versammlung ihre Zustimmung gegeben. Der zwischen dem Arbeitgeberverband der Herrenkleider-- Fabrikanten zu Berlin. E. V, Oltsgruppe I und II des Arbeitgeber- Verbandes Drnlsch!aiids und dem Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands tFiliale Berlin) und dem Geivetkverein der Schneider. Zchne>seliimen und ver- wandten Berufe sH. D>, Orisverein Berlin, abgeschlossene Tarif- verirag tritt am 15. Februar ISIO in Kraft und täufi bis zum ls. Februar 1020 einschließlich. Er kann von jeder Seile mtt vieriiioiiatiger Kiindigunassrist vor Ablaut gekündigt werden. So- lange eine Kündigung nicht eriolgt, verlängert sich die Dauer de» Berlraaes um ein weitere« Jahr. Der Grundlohn für die Zuschneider beträgt bei mindestens dreijähriger Tätigkeit in der Blanche für die Woche M. 48.—. Auf diesen Griiiidlobn ist ob 15. Februar 1919 ein Teuerungszuschlog von 125 Proz. zu gewähren. Ist der Zu'chneider nickt 3 Jabre in der Branche tätig, so gellen die Sätze des allen Tarlies zuzüglich de» TeiierungSruschlagS. Tie Zeit, in der ein Zuschneider zum Heeresdienst einberufen war, wird so angerechnet, als wenn erweiter im Geschäft tätig war. Dre tägliche Arbeitszeit beträgt auS-chließlich der Paule 8 Silinden, am Sonnabeno 6 Sinndeu unier Fest etzmig des Arbeitsschlusses für diesen Tag auf 2 Uhr. Ist infolge Arbeitsmanael eine kürzere Arbeitszeit eingeführt, io iällt diese bei voller Be- ichäfligiing unwiderruilich fori. Die Zuschneider erhallen unter Fortzahlung des Lohnes folgenden Urlaub: wenn sie mindestens ein Jahr in dem jeweiligen Geschäft tätig sind, 6 Arbeitslage. b) wenn sie zwei Jahre tätig find. 9 Arbeitstage, <9 wenn sie drei Jahre täti i sind, 12 Arbeitslage. Betriebe, die bereits regelmäßig längere Ferien gewährt haben, dürfen diese nichi kürzen Wenn ein Aiigenelller durck eine vor Antritt ieineS Urlaubs erkolgte Entlassung(Kündigung durch de» Arbeitgeber) aus keiner Tätigkeit aus'cheider,>o stehen ibm soviel« V-erteile dcS Urlaubs oder entsprechende Umrechnung in Geholiszablung zu. als er ange- fangene oder beendete Vierlelsohre täng war. Den Zuschneidern peilönlich darf Aibeil nickt nach Hrniie mitgegeben werden. Zu» ichneiderutensilien liefert der Arbeitgeber. Die Lohne rür die Zuschneiderinnen sollen auch in den nächsten Tagen durch gemeinsame Verhandlungen geregelt werden. „Resolution einstimmig angenommen." In der Resolutionsfcrbrikatwn wird jetzt auch in den Betriebs- Versammlungen eine recht produktwe Arbeit geleistet. Bestimmte Gruppen und Richtungen innerhalb der Betriebe suchen die gesamte A cheiterschaft auf ihre politischen Auffassungen und Aktionen festzulegen, und das können sie nur durch Resolutionen, die ihren politischen Zwecken entsprechen. Auch in der Spandau er Gewehrfabrrk, deren Ar- beiterschast zum nicht geringen Teil der mehrheitssozialisrischen Richtung angehört, wurde in einer gestern nachmittag statige- fundenen Betriebsversammlung wieder eine Resolution verlesen und gleich darauf zur Abstimmung gebracht. Die Resolution ent- hält in ihrem ersten Teil all das, was in zahlreichen bereits in anderen Betrieben angenommenen Entschließungen über den Fall Licbknecht-Luxembnrg zum Ausdruck kommt, nur mit dem Hinzu- fügen der Ermordung EiSners. Anschließend daran wird die Ar- beiterschaft zum Generalstreik aufgefordert. Der Mehrzahl der Versammelten war diese Entschließung bei ihrer Verlosung un- bekannt und insoweit sie dieselbe in ihrem ersten Teil billigen zu können vermeinten, widersprach die Aufforderung zum Ge- neralstreik ganz und gar ihrem Denken und Wollen: Die Resolution fand Annahme, aber nur von der knappen Hälfte der Veriainmlungsteilnehmer, die andere größere Zahl enthielt sich der Abstimmung. Teilnehmer der Versammlung bekunden unS, daß die Vertrauensleute des Betriebes mit derartigen Resolutionen lediglich die Ziele und Zwecke der Spartakisten und der mit ihnen verwandten Unabhängigen zum Ausdruck bringen wollen. Wäre es ihnen darum zu tun, unverfälscht festzustellen, wie die gesamte Arbeiterschaft des Betriebes denkt, so müßten sie erstens solche Entschließungen zeitig genug bekanntgeben und zweitens im geheimen darüber abstimmen lassen. Die Hereen würden bei einer solchen Methode allerdings ihr blaues Wunder erleben.' Gute Fortschritte auch im Buchbinderverband. Der Buchbinderverband weist jetzt bereits eine Mitgliederzahl von über 40 000 auf. Damit hat der Verband seinen höchsten Friedensstand mft 33 377 Mitgliedern um reichlich 7000 über- schritten. Seit jeher hat sich der Verband besonders der Agitation unter den Arbeiterinnen angenommen. Das Resultat seiner Be- mühungen zeigt sich auch jetzt wieder in einem besonderen An» schwellen der Zahl seiner weiblichen Mitglieder, die in Kürze 30 000 betragen wird. Zurzeit rechnet der Buchbinderverband mit etwa 29 000. Während der Kriegszeit war die Zahl der weiblichen Mitglieder von 16 596 Ende 1013 auf 10 722 Ende 1915 gesunken. Der jetzige Aufstieg auf nahezu das Doppelte des höchsten Friedens- standcs ist ein Zeichen dafür, daß die politische Umgestaltung in Deutschland auch mit der wirtschaftlichen Gleichgültigkeit weiter Kreise weiblicher Arbeitskräfte im Buchbindercincwerbe Schluß gemacht hat. Die Zahl der männlichen Mitglieder des Verbandes war während des Krieges durch Einberufung zum Heeresdienst von 16 781 Ende 1913 auf 5480 Ende 1916 gesunken. Jetzt kann der Buchbinderverband wieder rund 12000 mustern. Dabei hahen sich ihj Tausend noch Nicht vom Heeresdienst zurückgemeldet. Mehr denn 1100 haben ihr Leben aus dem Schlachtfelde lassen müssen. Das Verbandsblatt erscheint bereits in einer Auflage von 42 800. Gchaltsbcwegung bei den Bergmann-Elektrizitäts- werken A.-G. Die Angestellten der B.E.W, stellien Anfang Dezember 1918 an ihre Direktion Forderungen auf Mindestgehälter, WmschaftS- berhilfe und Weihnachtsgratrfikation. welche den voll den Gelvcrk- schaften apfgestelllen Richtlinien entsprachen. Die Wirtschaftsbei- Hilfe und Weihnachtsgratifikation wurde von der Direktion bewilligt. Es kamen Zuwendungen an die einzelnen Angestellten in Höhe von 150 bis 1000 M. bzw. ein Monatszehall zuzüglich Teucrungszu- läge in Frage. Dagegen wurde die Forderung auf Mindestgehälter im Hinblick auf die Verhandlungen in der paritätischen Kommission von der Direktion abgelehnt. Das von der Direktion vorgeschlagene Provisorium lehnten die Angestellten ab, weil die Erhöhung der Gehälter 15 bis 20 M. betragen sollte. Ein Gegenvorschlaz der An- gestellten forderte Gehaltsaufbesserungen von 30 bis 100 M. pro Monat, wurde aber von der Direktion abgelehnt. Tie Angestellten beschlossen iiifolge der Ablehnung, in passive Resistenz zu treten. Der Angeftellten.auöschuß unterbreitet der Direktion" diesen Be- schlutz; letztere bahnte neue Verhandlungen an. welche das Er- gebnis zeitigten, daß eine Umgruppierung für die niedrig besol- detcn Angestellten stail-iand. Dieser neue Vorschlag, mit welchem Zulagen von 10 bis 50 M. zugeftanden wurden, fand wenig Gegen- liebe bei den Angestellten; dieselben verlangten, die Gchalisrege- lung durch den SchlchtungSausschuß. Vor letzterem ergab sich ein negatives Resultat, weil bei Stimmegleichheit ein Schiedsspruch nicht gefällt werden konnte. Typisch für die Verhandlung scrrt vor dem SchlichtungSauSichutz war der Standpunkt des Vorsitzenden. Herrn Geheimrat v. Borsig. Nach dem Bericht, des Angestelltenausschusses in der Vollversamm- lung machte Herr v. Borsig der Firma den Vorwurf, daß sie nach dem ersten Vorschlag vom 22. Januar 1919 den Angestellten noch einen weitevoehenden Vorschlag gemacht habe. Dieses könne unter den Angestellten anderer Firmen zu immer weiteren Forderungen Anlaß geben. Er könne sich zwar sehr gut denken, daß die Ange- stellten mit niedrigen Gehältern keine Sprünge machen körinten, dock, leben wir in der Zeit des Notstandes und müßten uns alle einfchränken. Der Vertreer der Firma Bergmann stellte sich auf den Stand- Punkt, daß zurzeit mit Rücksicht auf den schlechten Geschäftsgang den Angesrellen keine höheren Zuwendungen gemacht werden könnten, ohne sich darüber auszulassen, warum diesen dann nicht zur Zeit der vierjährigen Hochkonjunktur eine dem Riesenverdienft der Firma wenigstens einigermaßen entsprechende Gehaltsaufbesserung ge- währt wurde. Den GewerkschaftSverfteiern gelang es. die Angestellten von einem Streik abzuhalten, indem sie in Aussicht stellten, daß bis zum 5. März 1919 eine provisorische GehaltSregelung für Grotz- Berlin in der paritätischen Kommission abgeschlossen werden soll. Daraufhin wurde von der Versammlung eine Resolution angenom- men, welche die Direkt ionSvovschläge unter Vorbehalt auf die he- vorstehend« Regelung annahm._ Die„Wirtschaftliche Bereinigung der Angestellte« des Magistrat? Berlin" bat geme'n'am mtt dem Verband der Bureouanoeitellien Deutschlands l'reie Gewerkschaft!, die zusammen rund 50 000 Mir« glieder umfassen, an die Reichsregiernng und an die Kriegs- Ministerien der beireffenden Bundesstaaten eine ausführlich de- gründete Eingabe gerichtet, worin iür alle während des Krieges zum Heeresdienst Eingezogenen, die nachweislich in Not geraten find, raickest die Au�zablnng einer EntichiildungSbeihilfe in an- gemessener Höhe aus Reichsmitteln verlangt wird. Sein Koblcnmangel und dach Massrnkündignng. Zu der? unter obiger Ueberichriri in der DonnerSiagnummer des.Voi wärtS" vom 20. Februar veiöffentlickten Notiz wird unS mitaeteilt. daß die Kohlenmenge bei der Ffirma Giock Motorpflng Berlin, Töpenicker Straße, sich nicht auf 155 Tonnen, sondern nur ebenso viel Zentner beläuft. Elmowerk SiemenS-Schuckert. Der Arbefterrat ersucht die Kollegen uiÄ» Kolleginnen zu der am Montag, den 24. Februar. nachmittags 2 Uhr, in den Musiker-Festsälen, Kaiser-Wilhelm- Straße 31, stattfindende» Betriebsversammlung vollzählig zu«> scheinen._ Parteinachrichten. Ein sozialistischer Lchrerdereiu für Thüringen ist mit dem vorläufigen Vorort Goffa gegründet worden. Seine Aufgaben bestehen darin, erstens das gesamte Erzichungs. uad Unterrichtswesen mit sozialistischem Geiste zu erfüllen, zweitens dem Lehrerstand die ihm in�einer sozial ssr'.lschen Wirtschaftsordnung gel�hrende Stclluny zu erkämpfen. Dem sozialistischen Gedanken eines einheitlichen Lehrerstandes entsprechend schlössen sich zu ge- ineinsamer Arbeft an diesem Ziel Vertreter der heute noch ge- trennton Lehrergruppen zusammen(Oberlehrer, Bolksschul.ehrrr und-lehrerinnen). Zu weiterer Auskunft sind gern bereit die Vorsitzenden: Lehrer Benno Voigt, Grodlerstr. 11, und Oboplohrer W. Lia-deuiann, Biömarckitr. 7, beide in Gotha. Be-antwortli» für Politik«rwr 31««. eh-rl»ttt»b»ea, für den Odrigtn Seil de» J-Icrttei-iltied ediol», Stcuwnn: für aiMcigcn ISeoBot Wotfe, Berlin. Beriag! VorwäitS-Nerlas S. nt t> fe., Berlin Druck Sorroftne.ä�uffltnicterei und LerlaaSanltuU Paul Cina« u. Co m Berlin, lltndenstrah« S. _ Hierzu 3 Beilagen._ C1I1IO69 schwarz für Damen, mit 2 Druckknöpfen«. 5" Vertsnd' Abteitong Berlin W M AWERfflOM Vcrian d. AMcIIdoC Berlin WM (xlac6ß weiss für Damen, mit 2 Druckknöpfen.. 575 "."2.90 4.90 Leinen« Ersatz für Damen, weife u. schwarz, mit zwei Druckknöplen.... 1 95 Sdiwcden-Ersatz für Damen, farbig, Q90 mit 2 Druckknöpfen � Damcn~Sioff Handschuhe Leinen-Ersatz weiß schwarz mit 2 Druckknöpfen... Leinen-Ersatz farbig mit 2 Druckknöpfen... Leinen-Ersatz Schwarza, weiß... mit 2 Druckknöpfen....... Seide glatt weiß, schwarz und � taröi?, mit 2 Druckknöpfen... 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Q mit 2 Druckknöpfen........".50 Ziegenleder farbig, m. breit 1« Aufnaht und 2 Druckknöpfen. 1.5.50 Ziegeniederweiß schwarze««_A Aufnaht und 2 Druckknöpfe. 1O.50 Ziegenleder schwarz, mit-« o CA 2 Druckknöpfen......... 1.5.50 Ziegenleder farbig. 1 c cn mit 2 Druckknöpfen....... 13.50 Ziegenstepper farbig. mit 2 Druckknöpfen..... 1-7.50 Glace, schwarz „Marlcelrypliosa"£75 mit 2 Druckknöpfen V Slcpper� weiss für Herren, mit 650 schwarzer Aufnäht Sdiwcden-Ersatz für Damen, weife mit schwarzer Aufnaht, 2 Di uck knöpfe 3 90 Sdiwcden-Ersatz für Damen, farbig, A 90 mit 2 Druckknöpfen fz fit. � ♦ ZH. Jahrgang 1. Heilage öes vorwärts Ssaatag, Heute Zreunö...! Heute. Freu«».»«ahl! ES hilft nicht«,»«h du kl-zst, wenn du nicht»thle»«agst. Wahltag ist Zahltag! Drum auf dt« Sei«, zahl! Heute, Freuud, iß Kahl! ES geht um»eine Not, um deiner Kinder Brat— Wahltag ist Mahltag I Drum a» die»rbrit, mahl! Heute, Arrua», iß Kahl I Ein Hühnlein mir» gezupft mit dem, der»ich gernpft. Wahltag sei Qualtag für den, der dir zur Qnal l GrofcBerßn Zur Staötverorünetenwahl in Serlin melden sich die PaNrigenoffra, die»ach keiner Funktione» habe», zur Wadlarbeit heute, Sonntag, früh 8 Uhr, in folgenden Lokale«: «Abt.— Name.— Ort.— Tel.-Nr.) l. Haderlands Aestsäle, Neue Friedrichstr. Z5. Nrd. tW«.— 2. Schirm. Sdarlottcnftr. 7/8. Mpl. 1l 15«.- 8. Schulthei», Lütz,». ftraße 27. Ltw. ltliiü.— 4. Schneider, Wlntrrfeldtftr. 8. Kurs. 818«. — 5. Keufncr, Hageldergri Str. 2t>». Rollend. 824.— ll. Horlip, Bergmannslr. 95 Kurs. 6568.- 7. Porlinana, Vlllcherftr. 6l l. Mpl.>25 70.- 8. Rode, August, Diefsendachstr. Z6. Mpl. l25«8.— 9.(steschc, Oranicnstr. l8Z. Mvl. tl2Z9.— lll. Daus, Lausttzer Straße 46. Mpl. 2986.- ll. Boden. Oppelner Str. 29. Mpl. Z894. — 12. Weißer. Wrangrlstr. 22. Mpl. lvSll.— lZ. Nonrll, Fritz, Prinzcnstr. 88. Mpl. 3961.- 14. Wein. Reandeestr 30 Mvl. 9313. - 15. KI. GewcrkschaftShau«, Elisadethstr. 11. Kgst. 3024.— 16. Schuckert, Rüdersdorser Str. 3. Alex. 1503.— 17. Wilhelm, Hohenlolirstr. 3. Kgst. 3235.— 18. Chmielrwski, Gubener Str. 45. Kgst. 2201.— ,9. Pistor, Schreinerftr. 7. Kgst. 3819.- 20. Behrendt, Wridenweg 63.- 21. Weber, Sberthstr. 45. Alex 1S26.— 22. Lauer, Gr. Frankfurtrr Str. 1. Alex. 1462.— 23. Gott. Barde. lebenstr., Ecke Kniprodestr. Alex. 224.— 24. Koch, Zmmanuelkirch. ftraße>3. Kgst. 1264.- 25. Nock, Neue Königstr 24 Kgst. 3383.— 26. Lücke, Lothringer Str. 82. Rrd. 1V 287.— 27. Dobrohlo«, Swi» uemündrr Str. 11. Nrd. 10 271.— 28. Huthmann. Marienburger Straße 1. Alex. 3407.— 29. Burg, Preuzlauer Aller 19. Rrd. 4066. 30. Grünau, Stahlhrimerstr. 30. Rrd. 952L— 31. Goldschmidt, Stolpisch« Str. 36. Rrd. 8889.- 32. Kor». Gletmstr. 10. Rrd. 4174. — 33. Hoffmann, Swinemllnder Str. 47.— 34. Goldbach, vtneta- Platz 7. Rrd. 3086.— 35. Yathke, Ackrrstr. 81. Rrd. 5988.— 36. Bärwalde. Schlegrlstr. 8. Rrd. 4452.- 37. Butenhof, Will». nacker Str. 36. Moabit 9578.— 38. Kroß,«rrftftr. 4. Moabit 1935. 39. Wagner, Levrtzowstr. 12. Hansa 896.— 40. Lauge, Kielesstt. 45. Moabit 2303.— 41. Behreni», Etromftr. 28. Moabit 7669.— 42. Voigt, Sprenge, str. 17. Moabit 7075.— 43. Mr,er, Pankstr. 81 Moabit 7774.— 44. Gaß mann. Stettiner Str. 48. Rrd. 3253.— 45. Pose, Koloniestr. 15. Moabit 5398.— 41 Fuch«, Keddingstr. 5. Hansa 532.— 47. Senkel, Ntreckster Str. 10. Moabft 1998.— 48. Polzin, Müllrrstr. 131. Moabit 2578. Das Zeutralwahlburea» befinde« sich: Lindenftr. 3, 1 Haf 3 Dr. Telephon: Amt Moritzplatz Rr, 364 und 115 75. ReukSlln. Da« Zeutralwahlburea» befindet sich bei Angl, Anzengruberstr. 25. Tel. Reukölln 1124. Vit demokratea als Schützer öes Haosdesttze». Wählt nicht eure Meyger selber! Nur für Hausbesitzer ist em Flugblatt bestimmt. das zu derBerlinerStadtverordnetenwahl um Stimmen für die Deutschdemokratische Partei wirbt. _ ES beginnt:„Hausbesitzer Berlins I Der Ausfall der Stadtverordnetenwahl am 23. Februar ist für den Ber- ltner Grundbesitz von allergrößter Bedeu» tung!" Ja. das stimmt; denn nach der Beseitigung des Dreiklastenwahlrecht» und de» HauSdefitzerprivilegS wird bei dieser Wahl endlichdieMachtdeSHauSagrarie» tum« in der Gemeinde gebrochen werden. Da« Flugblatt erzählt dann, die Sozialdemokratie wolle „die Berliner Gtodwerwaltung zum Dummelplatz sozialistischer Probleme machen', und e« knüpft daran die Warnung: „fiein Hausbesitzer darf daher am Wahltage seine Stimme der Sozialdemokratie geben!' Warum aber sollen die Hausbesitzer für die D e u t s ch d e m o k r a t i s ch e Partei stimmen? Die Gründe werden ihnen durch das Flugblatt eingehämmert mit dem so und so oft wiederholten Hinweis, daß auf der deutschdem akratischen Kandidatenliste„bewährte' Führer des Hausbesitzes stehen. Wir lesen da: Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen! Laßt eureFührer nicht im Stich! Stimmt am Wahltag geschlossen für die Liste Naumann!' Und:„Haltet euren bewährten Führern Vissing, Laden- GZ jf Hu unter« Hbonncnten / und Inserenten I GZ Infolgt der andauernden preiakteigervng f aller Rohtnaterlalien leben wtr uns veranlagt, \ vom i. siilrx 1919 an folgende prtife feftrufetjenx Abonnement! silonatHefc a.50 H4. Interate: Die aebtgekpatteeoe flonpareCDer ZZ lefle 1.10 sit. Kletne Anzeigen 1 Das fettgedrudtte / Wort 50 Pf„ jedes weitere*j pf., BleUmgcfuche \ und 8d)UfIteUen-Hnietgen das erkte CUort 40 pf., GZ jedes wettere Odert xo pf. Ceuerungesukcitlag äO0/0 =. f« m Ilten-.Inttigm, polittkehe und gewerlt- DZ kchaftUehe Vereineanzelgen uxo sil. pro Zeile. 3 -K S Vorwärts vertag S. m. d. h. s= ES dors, Fuhrmann die Treue!' Nu einer anderen Stelle heißt es:„Die berechtigtenJnteressen deSHau»- b e s i tz e s wird in Zukunft nur die D e u t s ch e d e m 0 k r a- tische Partei vertreten. Sie hat die Führer de« Grund- besitzeS Bissing. Ladendorf und Fuhrmann auf ihre Liste ge- setzt.' Schließlich wird nochmals gemahnt: �Hausbesitzer! Seid euch des Ernstes der Stunde bewußt! ES geht um eure Existenz I Wer im Alter die Früchte seine» an Arbett und Mühe reichen Lebens genießen, wer Hau» und Hof sich und den Seinen erhalten will, der wählt die Liste der D e u t- schen de mokratischen Partei, die begin..t mtt dem Nanien Friedrich Naumann und die enthält eure anerkannten Führer Bissing, Ladendorf und Fuhrmann'. Wer sind die Leute, die so die Bedeutung der Deutsch- demokratischen Liste Naumann fürdieJnteressende» Grundbesitzes kennzeichnen? Da» Flugblatt trägt die Unterschrift:„Der Wahlausschuß der Deutschen demokrati- schen Partei Berlins'. Also eine offizielle Kund- g e b u n a der Deutschdeinokratischen Parteil N« a wisse» dle Wähler Deschridl Was den Hausbesitzern die deutschdemokrattsche Liste empfehlenswert macht, wird für die zur Miete woh- nendeBevölkerungein zwingender Grund sein, nicht für die deutschdemokratische Liste zu stimmen. Da fällt einem daS vielleicht abgebrauchte, aber immer wieder wahre Wort ein:„Nur die allergrößten Kälber wählen ihre Metzger selber'. Und dasselbe gilt von den anderen bürgerlichen Parteien, die alS„Deutsche P 0 l k S p a r t e i', als„Deutsch- ««tional« volkSportei', al»„Thristliche Volkspartei' unter der werktättgen Bevölkerung de« Stimmenfang versuchen Heute muß mtt der Gel dsa ckS h errfchaft i« de« Gemein deParlamenten Schluß gemacht werden! Das ist nur möglich, wenn jeder Mann und jede Frau für die Kandidatenliste der Sozialdemokrat i- scheu Pa r t e i stimmt.,_ % Hemewüewahler! fichtung! Frecher reaktionärer Wahlschwiudel. In Berlin wurden gestern masiendaft Stimmzettel versireltet, die die lteberscbrift tragen:.Liste der sofialdemotralischen Partei' und mit dem Namen Paul Hirsch beginnen. Heule gelten aber in Berlin nur Wahlzettel beginnend mit dem Namen Hugo Heimanu. Die zum Zweck eirieS nledeiträch'.tgen»ahlmanöver« verbreiteten falsche« Zettel stammen von der Preutzenwahl. Da eine Liste.Paul Hirsch' zu den Gemeinde wahien nicht angemeldet ist. sind alle mit diesem Ramen beginnenden Stimmzettel ungültig. All CnigechezetUtuU bietet HNgflUtge» Zettel ist da» Dentschualtonale Sahldnrenn»letststrotzeS festgestellt worden. Durch einen Betrag sollen die sozialdemokratischen Wähler nm ihr Wahlrecht, soll die ioziaidemoliatt'che Partei um ihren Erfolg gebracht werden. Mit solchen Mitteln arbeiten die Deutsch- nationalen, mit denen bei den Gemeiudewuhiea alle bürgerlichen Parteien gemeinsame Sache machen. Sozialdemokraten, beachtet die Stimmzettel, die ihr abgebt, genau und schickt die Wahlbetrüger gründlich dem»! firdett«! Parteigenossen l Wie schon so oft, wird«ruch gegenwärttg wieder in den verschiedensten Fabriken eifrig für eine« lAeneral- streik, der»m Montag beginnen soll. Stimmung gemacht, Angeblich soll dieser Streik notwendig fein,«m die Bergarbeiter im llluhrrevier zu �unterstützen. Wir machen darauf aufmerksant, daß die Bergarbeiter die 'rbei» nicht freiwillig niedergelegt haben, sondern von ner kleinen Gruppe bewaffneter Terroristen, die in uizelne Schächte einbrachen, dazu gezwungen wurde«. Wir empfehlen daher den Arbeitern und Parteigeuosie«, nur dann die Arbeit niederzulegen, wenn fie von der Soztaldemokratte dazu aufgefordert werden. vi« ö«Atrk»organisattoa anü öle sozialdemokratischen Gdmänaer unö Hetriedsvertrauenslcute von Groß- Herlin. S n» derfchiedeuen Gegenden Berlin« wird uns gemeldet, daß nran Gastwirte durch Drohung zur Enllernung von Ansck lägen zu zwingen sucht, in denen mitgeteilt wird, daß in ihrem Lokal Aufnahmen für die soziatdemolratische Partei gemacht werden. Auf den Stnwand der Wule, fie seien nun einmal Soztaldemolraten und ließen sich da« Recht nicht nehmen, Parteigenossen zu werben, wird gewöhnlich geantwortet:.Macht nicht«! Wenn Du den Zettel nicht wegnimmst, hauen wir Dir die Bude kaputl' Niemand sollte fich scheuen, gegen solche verbrecherische Elemente, die die verfassungsmäßigen F r e i h c i t S r e ch t e des BolleS au- tasten, den Schutz de« Gesetze« anzurufen. Dt« AnftSsnnq der EicherheftSwehr. Ebne am Soneeabend nochurittng im SSheervenewShans««chge- haitenr Verstmntlung der Mampschafve» de» Si«herheitSdienft>eS be»« Berliner PolizeipräsibiNM nachm Stellung zu der für den 28. b. M. verfügten Anfiöfirna dieser Truppe. Der Cfcmomt de« Sokdatemsat» beim Sicherheitsdienst führt« au«: Das versprechen de» Polizeipräsideirten Ernst, wonach die«ficht freiwillig cm« dem Sicherheitsdienst austretenden Marnrschaften m die Schuh nurrm. schafl eingestellt werten sollen, werde nicht gehalten. Ernst möge es mit diesem Versprechen gut gemeint haben, aber die Ausführung liege in den Händen de« Polizeioberst Fröhlich und ferner Beamten, 22] Stine Mensthenkinö. Bon Martin Andersen Rexö. .�a, tu' daS nur!' erwiderte Maren gekränkt: sie konnte es nicht leiden, daß das Kind die Frage so ruhig behandelte. Aber Stine brauchte jemanden, der sie dem Dasein an- vertrauen konnte. Die Großmutter taugte nicht, sie war zu alt und hilflos, und sie war eine Frau. Es mußte ein Mann sein! Und nun hatte sie ihn gefunden. Es war anders als früher, wenn sie sich hinter Großchens Rücken schmiegte und einschlief: jetzt hatte sie einen richtigen Vater wie andere Kinder, einen, der mit ihrer Mutter verheiratet war und obendrein Pferd und Wagen hatte. Mit dem jungen kahl- köpfigen Sandhofbauer, der so abgezehrt und geizig war, daß einen in seiner Nähe fror, hatte sie nie richtig vertraut werden können: dazu war er zu alt und gleichgültig. Der Schinder aber hatte sie zwischen seine Knie genommen und ihr mit seiner polternden Stimme ins Ohr hineingesungen. Die andern mochten jetzt Hurenbalg rufen, soviel sie wollten, es machte ihr nichts aus. Sie hatte einen Vater, der größer war als die Väter aller andern: er mußte sich ducken, um unter dein Balken in Großchens Stube stehen zu können. Alles war jetzt sicherer, man schlief reicher ein und schlug die Augen wieder auf— nicht enttäuscht, wie man geträumt hatte— nein, mit dem gleichen Gefühl, gut beraten zu sein. Auf einen solchen Vater konnte man sich ganz anders ver- lassen als auf eine Großmutter, die alt und blind war und aus nichts anderem als aus Lumpen bestand. Wenn die Alte sich am Abend auskleidete, sah Stine immer mit dem gleichen Erstaunen, wie sie Rock aus Rock ablegte, Jacke auf Jacke, und dünner und dünner wurdck. bis wie durch Zauberet von der dicken Großmutter nichts anderes übrig war als ein ab- gezehrter Vogelkörper, ein dürres Mütterchen, das jämmer- lich Pfiff wie der undichte Blasebalg draußen auf dem Herd. Sie freuten sich um die Wette auf den Tag, an dem der neue Vater kommen und sie beide zur Hochzeit abholen würde. Dann hatte er natürlich einen richtigen Staatswagen mit Sitzen und Federn— das andere war ja nur der Schinder- wagen. Eines schönen Tages, als sie das Ganze gründlich satt hatten und keinen Ausweg wußten, um Essen oder Kaffee zu bekomme«, ja. da hörten sie draußen vorm Fenster jemand lustig knallen, und" da hielt er draußen. Er grüßte tief mtt der Peitsche, der Schalk, der er war: und wahrend sie auf den Wagen stiegen, saß er da und hiett die Peitsche zur Parade gerade in die Lust— wie der HerrjchaftSkutscher auf dem Ellebäkhof. Für Maren, die alte Haut, hatte noch nie jemand vor der Tür gehalten: sie war fast noch mehr gespannt als da« Mädel und malte ihr das Ganze au».„Und da hat einer gedacht, eS würde nie ein Wagen vor der Tür für einen halten, bis man auf den Kirchhof hinausgefahren werden würde,' sagte sie jedesmal.„Aber so ist es. deine Mutter hat immer eine Schwäche für das Vornehme gehabt.' Es war Spannung in ihr armes Dasein gekommen. Stine langweilte sich nicht mehr und brauchte keine schlechten Streiche auszuhecken, um ihren kleinen Schädel wachzuhalten. Sie verspürte jetzt auch so etwas wie Verantwortungsgefühl gegenüber ihrem Großchen. seit dieses abhängig von ihrer Fürsorge war— sie kamen viel besser miteinander auS.„Du bist so gut zu mir alter Person, Kind,' brach eS manchmal aus Maren hervor. Dann weinten sie ineinander hinein, ohne sich klar darüber zu werden, warum. Die kleine wache Dirn war jetzt auch da« Auge der Groß- mutter geworden; die alte Maren mußte sich daran gewöhnen, die meisten ibrer Beobachtungen mit Hilfe Stines zu macheu. Und als sie sich erst daran gewöhnt und richtiges Vertrauen zu dem Mädel gefaßt hatte, ging es ganz gut. Kam es vor, daß Sttnc der Versuchung erlag, ein bißchen dummes Zeug zu treiben, so jagte Maren bloß:„Du hältst mich wohl nicht zum Narren, Kind?' Und das Mädchen wurde sofort wieder ernst. Aufgeweckt und gewandt war sie: Maren brauchte sich keine besseren Augen zu wünschen als die Stines, wenn sie die ihren nicht wiederbekommen konnte. Da saß man und tastete sich vorwärts und wandte die erloschenen Augen nach jedem Laut hin, ohne etwas richtig zu erfahren! Aber mit Stines Hilfe konnte die Alte nach und nach die wichtigsten Lebensgewohnheiten wieder aufnehmen. Am allerschwersteu vielleicht war es ihr geworden, den Himmel zu entbehren. Für Maren hatte das Wetter immer eine Rolle gespielt: nicht so sehr das Wetter, das gerade war. als das, das kommen würde. Das war das Fischermädchen in ihr: sie ahmte bloß ihre Mutter nach und deren Mutter wieder— wenn sie. seitdem sie Verstand und Urteilskrast hotte, früh und spät»ach dem Himmel ausschaute. Der« Himmel war eS, der über, das Ganze gebot, das Essen von Tag zu Tag auf den Tisch setzte und— wenn er böse war— den Tisch em für allemal reinfegte, indem er den Versorger nahm. Der Himmel war das erste, das ihre Augen de« Mor- genS suchten; ihr letzter Gang, ehe fie fich schlafen legte, galt ihm.„Wir bekommen zur Nacht ein Gewitter,' sagte sie. wenn sie hereinkam, oder:„Morgen gibt's einen guten Fang!' Gtine begriff nie, woher sie das hatte. Maren kam nicht viel hinaus, und die WetterauSfichten konnten ihr deshalb recht gleichgültig sein, aber fie inter- esiierte sich immer noch dafür.„Wie ist der Himmel?' fragte sie oft. Stine lief hinaus und späte, ganz erfüllt von ihrem Austrag. „Er ist rot,' meldete sie, als fie zurückkam,„und ein Mann auf einem nassen, nassen Pferd rettet darüber hin. Bekommen wir dann Regen?' „Geht die Sonne in einem Sack unter?' fragte Groß- mutter. Stine lief wieder hinaus, um nachzusehen. „ES ist gar keine Sonne da,' meldete sie, gespannt. Aber Großmutter schüttelte den Kopf: aus den Erklä- rungen des MädelS war nicht klug zu werden: sie hatte zu viel Phantasie. ...Hast dn die Katze heute Gras fresien sehen?' fragte Maren, wenn sie ein Meilchen gesessen hatte. Nein, das hatte Stine die Katze nicht hm sehen. Aber sie war nach den Fliegen in die Lust gesprungen. Maren grübelte. So, ja, ja, ein gitteS Zeichen war das wohl nicht.„Sieh nach, ob Sterne unterm Kaffeckesiel sind,' sagte sie. Stine hob den schweren Kuvferkesiel vom Herd— ja, eS waren Feuersterne im Ruß, sie krochen über den Boden deS Kesiels hin wie ein Gewimmel von funkelndem Gewürm. „Dann bekommen wir Sturm," sagte Großmutter er- leichtert,„ich Hab' ihn mehrere Tage in meinen Hühner- äugen gespürt.' Kam dann wirklich Sturm, so vergaß Maren nie zu bemerken:„Siehst du. was Hab' ich gesagt!' Und Stine wunderte sich über GroßchenS Klughett. „Nennen die Leute dich darum die kluge Maren?' fragte sie. , ,�Ja, gewiß. Aber es gehörte nicht viel dazu, klüger zu fern als die andern— wenn man nur seine Augen hatte. Denn die Menschen find große Dummköpfe— die meisten.' Eortf. folgte fcit toETfönunen vom alten Geist Set Polizei Se�etrsAt seien und gar nicht daran dächten, die Sicherheitsmannschaften in den Polizei, drorist aufzunehmen. Nach den Bestimmungen dieser Heroen werden nnr Chargierte unier 40 Fahren in die Schutzmannschast aufge- nommen. Auch sonst würden noch viel« Jordernngen gestellt, welche die lirbernohme der« ich« rhe i lS Mannschaften in den Polizeidienst unmöglich machen. Es sei Vereitchart worden, daß die Mannschaften des SwherheitSdienstes am 1. März geschlossen zur Republikanischen Soldatenwehr übertreten könnten. Dadurch sei die Existenz der Kameraden gesichert, den« das Weiterbestehen der Republikanischen Soldatenwehr sei noch für längere Zeit gewährleistet. Während der Soldatentat sät den geschlossenen Uebertritt zur Republisiniischen SoBwtmwehr eintrat, verlangten viele DiS kussionsredner die Deib«Haltuny der Sicherheiidmannsibaften im Polizeidienst, denn sie hätten dort treu ihre Pflicht erfüllt. In ö Wocl>en seien Sichercheitsmannschofden in 211g Fällen polizeilich eingeschritten. Auch die Schutzleute seien bereit, mit ihnen weit« zusctm menzuarbeiten. Tie Versanmtlung nahm mit großer Mehrheit einen Antrag an, der sich für den geschlossenen Uebertritt zur Republikanischen Soldotenwehr am 1. März erklärt. Ein anderer Antrag, der ebenfalls Annahme fand, protestiert gegen die vorzeitige Auflösung der Sicherheit» trapp«. Ferner Wierde eine Resolution beschlossen, welche die sofortige Zurückziehung der Freiwillige ntorpS au» Berlin fordert, da die Mannschaften des NcherheitSbieustev im verein mit der Repnbfr kanifchen Soldaten wehr stark genug seien, um die Ermmgenschaften der Revolution zu schützen._ Protest der StrastenhLndler. Eine vom Deutschen Händlerverband einberufen« stark besuchte Versammlung de« Straßendändlerverein». die gestern nachmittag im Englischen Hof tagte, erhob Protest gegen die polizeilichen Be- schränkungeu b«8 SlraßenhandelS. Der Referent Horst sagte, un- mittelbar nach der Revolution hatte der Straßenhandel volle Frei heit. Die polizeiliche Verfügung aber vom 2l. Januar kommt daraus hinaus, daß der Straßenhandel von den Straßen völlig vertrieben wird. Einer Depn tacion der Straßenhändler wurde auf dem Polizeipräfidium ge» sagt, die Maßnahme richte sich nur gessen den unlauteren Straßenhandel, wie er in der Weinmeisteritraße. auf dem Alerander platz und anderswo betrieben werde. Anfang» schien e» auch, als wenn der redlich« Straßenhandel verschont werde. Jetzt aber ginge die Polizei so scharf gegen die Händler vor, al» ob der Straßenhoi'.del überhaupt verboten wäre. E» ist wieder wie unter dein allen System. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, welche protestiert gegen die in letzter Zeit der» schärften polizeilichen Maßnahmen, die die Existenz der Strahenhändler aus das schwerste schädigen. Die Stroßenhändler versprechen fich eine Besserung ihrer Lag« erst dann, wenn die Polizei in Kommunalverwaltung überginge. Bis dahin fordern sie völlige Freiheit de» Handel» auf allen Straßen und Plätzen Berlin». Die Ernennung Schöpflin» zum Sonverne« von»erst« ist noch nicht vollzogen und«S bleibt hinsichtlich einer mit der Schaf- ftmg des Gouverneurposten» verbundenen Neuortnmrm der Kvm- maickogewalt in und um Berlin einstweilen alle« in Schwebe. Montag soll eine Entscheidung fallen. Die rückwirkende Straft der GaSpreiSerhihuug rast im Publikum steigende Erregung hervor. E» läßt fich aber gegen einen recht»- kräftig gewordenen, d. h. vom Magistrat nicht beanstandeten Be schlug der Stadtverordnetenversammllmg zunächst nur durch die v-r waltungSklag« beim Bezirksausschuß vorgehen. Die Zeitung kann da nicht mehr tun, al» Kritik üben. Da» haben wir sofort getan; zu mehr fehlt un» der Raum. Die Räumung de» Narftall» durch die volkSmarinetdivision ist beendet. Eine Lokälkoraespondraz berichtet von sehr erheblichen Diebstählen an dem Inventar, die jetzt festgestellt worden seien. 34,5 Millionen für Srwerbslosenfursorge. Die Stadt Berlin hat vom November 1V1S bl» zum S. Februar ISIS den Betrag von 34.ö Millionen Mark verauslagt. Der Durch- schnittsbetrag von«'/, Millionen Mark für die Woche ist auch für die nächste Zukunft zu erwarten.— Die UeberwchungS» a b l e i l u n g der Er werbSloseufür sorge befindet sich Heiligegeiststraße 7. vorn III._ Im Kankenhau» Moabit wurde am 11. Februar Herr Richard Bodvin von seinem D r u d e r eingekiefert. der doch gewiß die Per. ümatien richtig angegeben haben wird. Sie wurden ober ganz falsch eingetragen und der Witwe de» bald verstorbenen Kranden alle möglichen Laufereien verursacht. So etwas dürste doch nicht vor- kommen. Tie Einstellung der Tanzereien wirid in zahlreichen Zuschriften au uns gefordert und dabei insbesondere auf de« sehr schlechten Eindruck im Ausland« sowie auf die Licht- Vergeudung hingetoiesen. Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. In der Presse wird bebauptet, daß die Angestellten d« Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend aufgefordert Wochen seien, der Unabhängigen Sozialdemokrattschtn Pmstei beizutreten, widrigenfalls vre Ent- lassung aus dem ÄrbeusverhältniS erfolgt. Dies« BchciuptuTig ist unwahr. Ein solcher Beschluß ist weder gefaßi, noch auch nur beantragt worden.— Der Arbeit errat der Kontumseuossenschäft Berlin und Umgegend, gez. Georg Andre«. Eine weitere ReiseprüfiingSstelle ist auf dem Schlesischen Bahnhof eröffnet. Täglich 25—3« schwere Einbrüche toerden in Neukölln zur An- zeige gebrach», und im. übrigen Grvß-Brrlin wich«» nickt �besser sein. Trotz dieses uirzineiselhaften Tatbestandes fühlt« naxn Nif) tri Neu-Tempelhof sehr beleidigt durch die Aeuherung einer Frau:„Ich bin neugierig, wo der närliste Einbruch trotz der Sicherheitswehr stattfindet." Obgleich doch darin nur die Andeutung liegt, daß dre dortige Sicherhettswehr nicht ausreicht, wurde die verdrecherin verhaftet uird zur Feststellung ihrer strafwürdigen Persönlichkeit auf die Wach gevrackt. Tragischer Selbstmord. Der 15 Fahre alte Willi Sch. aus der Stuttgarter Straße zu Neukölln ivurde von seinem Vater be- schuldigt, 40 M. eirtwgndet zu haben. D« Sohn nahm sich da» so zu Herzen, daß er sich in der Küche eine Kugel in die Schläfe jagte. In einem hinterlafleuen Brief befeuert er nochmal», daß er da» Geld nicht an sich genommen habe.» Durch einen Einbruch an den Bettelstab gebracht worden ist der Straßenbalmschaffn« St. au» Neukölln. Als der Mann zum Hseresdieirst einberufen wurde, gab er rein« Wohnuiig auf und brachte feine Frau zu feinen Ell««._ Die ganz« Wohnungseinrichtung, sowie Kleidung- und Wüse�i-ssücke stellt« er in einem Laden w dem Haus« Nogatstr. S zu Neukölw«wer. Dort fuhren nun Ein. brerber mit einem Lastkraftwagen IK. erbrachen dt, Lädentür und schafften alle» fort. Dar Destohlene ist dadurch um Hab und Gut gebracht worden. Deine Frau nahm sich den schweren Verlust so zu Herzen, daß sie setzt krank daniederliegt. Anaaben über die ge- ftoiiier.cn Gegenstände richte man an Zimmer 50a de» Neuköllner Polizeipräsidiums. Ein aufregende, Vorgang spieäte sich Sonnabend nachmittag am Kupfergrabe« ab. Der 00 Fahre eckte Kvnzleidiener Otto Schulz aus der Hikdeaardstr. 90 zu Wilmersdorf sprang sn selbstmörde- «scher Absscht über das Geländer in den Kanal. Er schlug dabei auf eine Stufe der Drepve auf und erfiü dadurch ein« schwere Aopsoerletzung. Ein Schutzmann brachte den Lebensmüden nach dgr Klini? in der Ztegelstraße. wo nur noch festgestellt werden daß«c«folge einer Schädelzeterümmerung gestochen war. vom Postamt 9, Eharlotteuvurg. schreib! an? Herrn Tel�ekr. Schwartinp. daß dort Postangesteltt«, nicht zugemutet«ordm sei, deutsch- nationale jLahlhlls« zu leisten, wie tu einer Versammlung behauptet wurde, sondern daß nur gesragt wurde, wer freiwillig gegen Bezahlung Schlepper- dienst« jür den DcmotraNschen Berein leisten wolle. Veranstaltungen für Arbeitslose. Musikalische Komödie Dienstag. den 25. Februar, im GewerkichastShauS,(fnaeluser 15. Beginn 4 Uhr, Tintritt 60 Pf. einschließlich Garderobe.— Außerdem jeden Mtt- woch und Sonnabend, 3 Uhr, Konzert de» Blüthner-Orchester» im vlüthner- saal, Llltzowftr. 76. Eintritt frei, jedoch nur gegen Karte. Die Nationalstiftnng für die Hinterbliebene« der im Kriege Gefallenen bat m tlnbetracht der andauernden Teuerung und Infolge des Fortfalle« der Famllienunterftützung etwa 13 Millionen Mark UnterftütungS- gelder für die unterstützungsbedürftigen Htmerbliebenen derer, die ihr Leben für da« Vaterland geopfert haben, berettgestellt. Vortrag..Neu« Stellungnahme der Soziallsten zur Boikskirche-. Mittwoch, den 26. Februar, abend«,«assertorftr. 37a, Seitenflügel. Aoldatrnhet« Potsdamer Str. 1». Heut« abend 7 Uhr Vortrag von Maria Holger«. Programm: Ballade» und soziale Dichtungen von Ada Negri. Auch Zivilbevölkerung hat freien Zutritt. Platzmnfik. Die Kapelle der Republikanischen Soldatenwehr spiell unter Leitung ihres Sapellmeister» Karl Bach bei günstigem Vetter heute — Sonntag— von>/,tL— ft,t Uhr, im Luftgarte». Die deutsche Schutzdivist«» erläßt im Anzeigenteil der heutigen Zeitung einen Verbcausrus. Die Mariendorfer Beschlagnahme». I. Ter Arbeiterrat schreibt un«: .ES entspricht nicht den Tatsachen, wenn behauptet wird, daß die Untersuchung ordnungsmäßige Verbuchung reip. Erledigung erwiesen habe. In den Privat Wohnräumen des Herrn Lewis- söhn befanden sich erhebliche Mengen, die im Beiseln der Inten- danturbeamten ausgenommen wurden. Di« Absicht der Hinter. ziehung geht klar daran» hervor, daß Frau Lcwissohn u.ie Beschlagnahme beim LandratSantt eingelegt." Namen» der Intendantur de» Gardekorp» bestätigt Justizrat und Abteilungsvorstand, wir lesen Benni», die Richtigkeit dieser AuSsührangen.___ Spandau. Stadtverordnetenversammlung. MS erst« Vorlage der TageSorbnung erscheint die Bürgermeisterwahl. Genosse Pieck verliest vor Eintritt in die Verhandlung ein vor einiger Zeit in den Ortizeitungen erschienenes Eingesandt de» Rechtsanwalt» Justizrat Löwe, der sich darin vom demokratischen Standpunkt au» gegen di« sofortige Wahl eine» Bürgermeister» wendet. Redner fordert darauf, den Punkt Bürgermeiiterwtehl von der Tagesordnung ab- zusetzen. Ferner teilt er mit, daß im Vorzimmer eine«bochnung von Arbeitern sämtlicher Staatsbetriebe steht, welche eine Res». lution überreichen wollen. Er beantragt, die Deputation zu diesem Zwecke zu empfangen. Beide Anträge werden abgelohnt. Der vor- teher Prager stellt«cheim. die Resolution durch einen Stadwer- ordneten überreichen zu lassen. Ein weiterer dringlicher Antrag, daß die Stadtverordneten. welche TevutationSmiiyljedcr sind, rnnfi Auflösung der Versammlung als Bürgerdeputterie so lange verbleiben, bis die ner�ewäMte Stedtverordnetenverfanrniung'Deputationen gewählt hat, wird an- genommen. Di« Versammlung tritt in di« Beratung der Bürger. meisterwahl ein. Der Berlauf dieser Beratung ist von un» schon kurz berichtet. Hervorzuheben ist noch, daß auf ein« Anfrage deS Genossen Kram m, ob denn der Bürgermeister Stritt« au» Tage! auf das BewerbungSangedot der Versammlung nur münd- lich ablehnend geantwortet oder ob eine schriftlich« BearäiiSung de: Abehnung von demselben eingegangen sei. mußte der Borsteher P r a g e r cntschuldigenld erklären, daß«r vergessen habe zu er- klären, daß ein« schriftliche Begründung der Ablehnung de» Bürger« meister Stritte eingegangen sei. die noch in seinem Bureau lioge. Unter tevooftem Beifall der soziatbemokratischen Stadtverorbneten. de» anwesenden Arbeiter- und Soldatenrat» sowie de» größten Teile» der anwesenden Zuhörer beschloß dann die Versammlung, mchr mehr zu verhandeln und keine Versammlungen mehr einzu- berufen. Treptow-Baumschnlenwe»! Feststellung der W»hming»»,t. Um den Umfang der herrschende» Wohnungsnot feststellen zu können. werden alle Einwohner, welche zunzeft in einer gekündigten Wäh- nung wohnen und trotz eifrigsten Suchen« eine andere Wohnung noch nicht haben mieten können, gebeten, dem Unterzeickm eten ihren Namen mld jetzige Wohnung mitzuteilen. Wir bitten ferner um Mitteilung, vi» zu welchem Termin die neue Wohnung«braucht wird und auS wiaücl Zuumara iüqcHx bejtcheu soll. Um env sprechende Maßnahmen freffeat zu können, ersuchen wir um um- gehend« Meldung. Der Zfl. u. S.-Rai Treptow. I. A.: Lüdke, Rathaus, Zimmer 51. Wilmersdorf. Die Hilfsarbeiter des Magistrats lehnen, da sie kein Almosen wollen, di« tägliche Zulage von 50 Pf. ab und halten ihre Korderangen aufreckt. Eventuell wollen sie von ihrem letzten Recht Gebrauch machen. Sie verlangen weiter die Wiedereinstellung des Betriebsrat SnritgliedeS PvebeS und kündigen andernfalls Ar- beitSeinstellung an. Wilmersdorf. Zur Verteilung an hilfsbedürftige oder invalide Wilmersdorfer KriegSteilnebwer oder deren Lngebörige sieben noch 17 000 M. zur Verfügung. Die Verwaltung erfolgt durch eine Korn- milsion. zu der Herr Hans Friedländer, Wilmersdorf, Epicherastr. 10, zwei Volksbeaustragte de» A.- und S.-RoteS und je ein vom Magi- strat sowie vom Bund der Kriegsbesckädrgten zu ernennender ver- treter gehören. Etwaige Anträge find an den Volksbeauftragten des A.- und S.-Rate» Berlin-WilmerSdorf, Rathau». Zimmer 15, zu richten. «lt-Glienicke. A» Gemeindewahl. Alle Wähler und Wöhle- rinnen, die ihren Ausweis nicht mehr haben, melden sich bei unserm Listenführer im Wahllokal. Da« Wahlbureau befindet sich bei Städte. Alle Parteigeiwssen und-genossinnen müssen sich dort zur Hilfe bei den Wahlarbeiten zur Verfügung stellen. Grost-Berliner Lebensmittel. Berlin. Billiger Brennt ins für Minderbemittelte auf Grund der Holzkarten»an dem Logerplatz Sellerltr.»l— 36, 2,70 M, für Zentner. — Aus Abschnitt 100 150 Gramm Tligwaren, auf Abschnitt 101 100 Gramm Teigwaren, auf Abschnitt 29 für Jugendliche 100 Gramm Haserftockcn. Die Abschi itte find vom 23. bis 26. Februar in den AleinbandelSgelchätlen ob. zugeben.— Bis Donnerstag w den Bezirken der 8. bis 14., 187., 149. und 177. Broikommijfionen pro Kopf 125 Gramm oder ein Stück Käse. Spaudan. Ab Dienstag für die Bewohner der SUbelmftadt auf Feld 210 Fielich- und Wurftkonierven nach der Kundenlisie. Die Beiiefe- rung der übrigen Stadtteil« erfolgt nach Eingang der Konserven, die in kürzester Zeit erwartet werden.— Den Inhabern von Milchkatten für Säuglinge und Frauen im letzten Mouat der Schwangerschaft wird dringend empjoblen. ihren vedarj nur w den biefige« Milchwtrtjchafle» bzw. i» Molkeretnlederlagen de» Ritterguts Srog-Gltentcke anzumelden.— Auf ButteradfchntU 2 ist noch Butter zu haben.— Ab Montag Teigwaren je 125 Gramm gegen Feld 208 und 200 Gramm gegen Feld 45 für Jugendliche. Treptow. 159 Gram« Nährmittel auf«btchnitt 99, 250 Gramm Kunstbontg auf Abschnitt 95, ein Pfund Haferflocken auf Abschnitt AI und A II der Mörz-Milchkarte für Kinder im 1. und 2. Lebensjahre, ein Ptund Kindergerfienmebt auf Abschnitt S I und S II der März-MUchkarte für Kinder im 3, und 4, Lebensjahr� ein Pjnnd teifche Fische aus Abschnitt 20 (Nunimernaustufl,'1, Pfund Räucherwaren auf Abschnitt 19(Nummern- outeuf) nach Eintreffen der Laren. Freihändig Beibkohljauerkraut, Mohr- rüden und Kohlrüben. Britz. Auf Berliner Lebensmittelkarte Abschnitt 98 ISO Gramm Nährmittel. Auf Britz«? Ausweis Abschnitt 34 5 Dosen Sülze je Haushall. 1 Paket Streichhölzer je Haushalt, Abschnitt 35 Sonderzuteilung, GÄöueberg. Bis 25. Februar Voranmeldung für 250 Gramm Kunsi- bonig aus Abschnitt 95, 160 Gramm Teigwaren aus Abschnitt 100 bei Groß-verliner Lebensmittelkarte und 100 Gramm Sago aus Abschnitt 29 der Jugendlichentarte. Ausgegeben werden in der nächsten Loche 500 Mr. Marmelade au! die Abschnitte 93 und»4 der Grotz-Berllner Lebensmittel- karte. Sauerkobl sowie getrocknet« Karotten und getrockneter Leigkohl ge« langen in allen Geschäften freihändig zum verkauf Wilmersdorf. Fortsetzung des verkauss von Fifchwaren und marken- freiem BeitzlohljaueikraiU. 250 Gramm Kunstoonig auf Abschnitt 95. Ein Brteschen Sützftoff auf Abschnitt 16. Voranmeldung auf 250 Gramm Dörr- weitzkodl»der Därrmohrrübeu und 250 Gramm Dörrobst durch Abgabe der Abschnitt« VT und X der grauen Karte. 150 Gramm Haferflocken aus Abschnitt 100, 850 Gramm Marmelade auf Abschnitt 94. ew Pfand lose Ha erflocken ans Abschnitt 8 der blauen Zulatznädimtttelkarte AI, Alk, B I, B II, 0 I und 0 II für KW der im l. bis 6. Lebensjahre. tsteuköllu. 900 Gramm Marmelade aus Abschnitt 104 und 105. B erkauf von Weizengrieß aus Abschnitt 99 sowie Hasel flocken und Gcrstcnrnch! für Kinder im 1. und 8. Lebensjahr aus Abschnitt 150 3 wird bis einschl. Mittwoch fortgesetzt. Im 5. Protkon-.mijiwnsbeztrk 125 Gramm Käse. 'J, Pfund Heringe auf Abschnitt 137, Süßstoff aus B. In den llädtischeu Ctrlaussflcllen ausländischer Wischhonig(7 M. da» Glas), HaushaUSwürze in Fialchen. Dickenmehl(1,40 M. das Psund), Suppenwürfel und ver- schiedene Gewürze freihändig. Bis Anfang April find pro Kopf etwa 250 Gramm Marmelade auf die Loche gesichert. Ltchteubcrg. 250 Gramm Marmelade auf Abschnitt 94 gemein!. Lebensmittelkarte und 150 Gramm Räbrsuvpen auf Abschnitt 109. Leiterverkaus von Heringen aus Abschnitt 302. Flug» und See- fische Abichniit 317. B, J, G, K. Piund Räucherwaren Abschnitt 283 E, J, G. K. 1 Brteschen S 0 g ft o s s Abschnitt 322 E Lichten- berger Lebensmittelkarte in den Drogerien und Apotheken. Sauerkohl ohne Marten. Auf Urlauberbezugkarten 190 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Marmelade. Ltiedersch-inbause». Auf Abschnitt 23 für Kinder bis zu 2 Jahre» '/, Psund Haferflocken und ew Paket Keks, Adschnilt 100 8 Knorr-Supven- wuriel, Abschnitt 104 ein Psund Marmelade, Abschnitt 124 ein Palel dänischer vetchlöse. Abschnitt 125 Psund Lip lauer Käse, Abschnitt 23 (Jugendliche) 100 Gramm Haferflocken. Groß-öerliner parteinachrichten. Nieöerbarnim. DtenStag, den SV. Februar, nachmittag» S Uhr. in Berlin, Lindenstr. S, 1. Hof rechts 4 Treppen: jkrei»ko»fere«z. Tagesordnung: 1. Antrag betr. Einberufung eine» Partei- tageS. 2. Wahl e,ne» Selretät». S. Vench, ebenes. Mandate stellen die One selbst au». Der Borstand. I. V.: K. Burfch. Ecköneierg. Monte,. den LA Februar, obend« 7»/, Uhr. Tempel- haser S trade(Ecke) bei Zimmermann: Frauen-Leseabend. Bar- trag de» Genossen Achemwski. Tegel. Heute Sonntag, nachm. von 8 Uhr ab Flugblattv er- b r e 1 1 u n, vom Rest. Mefferwechi, Zchlieperstr. SA Die Genossen wcrdeu ersucht, fich zahlreich Anzufinden. Mus aller Welt. Eisenbahn»«gluck bei Annaberg. Ehemoitz, 22. Februar. Wie die.Neueste» Nachrichten' melden, fuhr gestern abend 7ft«Uhr der von«nno berg kommende Per- s o n e n, u g infolge falscher S'gnalstellung in W i l i s ch t a l oul einen dort haltenden Güterzug. Hierbei wurden zwei Personen getötet, sieben schwer und mehrere leicht verletzt. Einige Wagen wurden beschädigt.__ «llg. Famlltenfterbekosse. Den 28. Februar Zahl- und Ausnahme- tag von 3-5 Uhr w den Reuaurur.t! Gerichtstratze 12/13 und Buckower Strohe lA_____ ÖrfcfPörtcn der Redöftlon. S«»« dm vriestasten defilwmlen Biytea««4» man»In, n»uchstoden und»ine Nummer bei. Brieflich» Autluntt wird nicht«eteiu. Etticis Ln. fragen trage man in der Juri stilchen Sorechflund«. vtndenlir. z. Hos Uitt», 4 Treppen. 4 drS 7. Sonnabends 8 dt« 8 Uhr nachmittag« vor. Schrittftückr und«erttäge Und mrttudrinae». !?. B-»KS. Sir verweilen aus die«eiiimmnngen an den Anschlag. säulen vom IS. Februar.— SM.*.««- 05" Beni-hmung kann erfolqcu. —«. It. 35. t.«n Ihr« Renlenslelle bezw. vezirtelommaiido. L. Klage beim SchlichiungSausschuh.— H- Den Pachtvei trag hallen wlr für unwirtfam. Sefchweren Sie sich junochit betm Regierungspräsidenten.—(8 CrtelSbarg. 1. Nur für die Betrieb« mit mehr al» 20 Beschäftigte». 8. Das ist»»lässtg mtt Zustimmung de« Meister«.— «. P. 100. 1. DU Serftümmewngszulage kann gewährt werden. 2. Ja.— ft. II. New.— H-« Rur für Betriebe mit mehr als 20 veschästizten ist der geketzliche Zwang eingeführt._ I. I. S. New. —«. 44. 1. Lenden Sie sich°» da» Rote Kreuz. Hab»- burger Ste. IL 2. Ja. 3■S'uden Su fich an den Ersatz- truMuteil unter Nachweis d« vedürstigkeit.-»ch.«.«et». —®. Ä. R. 1. Jlcht. 2. Dazu Satf» ift Frau kein Recht.?. Ja. 4. EbeniallS,(oferti die Bebauptung, dah das Keld von dem VeHdievit SeS ManncS berrüdrt, nachweisbar ist. 5. 40 bis 50 M.— S, 200. SS bestehen cvtsübliche Löhe. Ziagen Sie deswegen bei dem Gemeindevorstaiid, in dessen Bezirk da? Kind erzogen wird, an. 2. u.!>. Ja, sofern nicht eine nnderweiii Vcreindanmg mit"dem Vormund getrosten wird.-t. Aom Tage der Geburt.—'Zt. 7. Wenden Sie sich an den Magistrat.— - M. 12. Beschweren Sie sich bei der Stcuerdcputqtion de? Magistrats. Vir halten sie erst»om 1. srebruar ob steuert! slichlig.— A. 8. 50. An die dortige Gemeindevci wollung.— Wt. W. 1000« t. Sie haben Unterhaltungsansprüche. Für den Fall, dost Ihr Mann Hills. bedüritig wird und Sie zur Unterhailung imstande sind, tonnte er auch an Sie Ansprüche stellen. 2. Nein. 3. Ja. Falls beweis- bar.— Nr. 20. Wenden Sie sich an den dortigen Magistrat. — A.@. 138. Wenden Sie sich an die Zentrale sür Erwerbslosen- sürsorge, Berlin, Kaiscr-Wilbetm-Strasie 45.- Moloch 43. Sie haben nur einen An'vruch an den Truppenteil, nicht an den Adjutanlen persinlich,— E. K. 17. Wenden Sie sich an die Zentrale sür ErwerbSIosensüriorge, Bertm, Kaiser-Wilhelm-Stratze Id.— X. Ja. — R. S. 30. KricgSministerium.— Ll. A. S8. Erkundigen Sie sich beim Bezirkskommando.—®. M 53. Wenden Sie sich an den dor- tigen Magistrat. Garge, Schmidstrafee. Antrag beim Volizeiprifidiuin. — H. Sit. In Ihrem Falle beftebt kein Anspruch.— F. 13. l. Nein. 2. Dazu swd Sie nicht velpflichtet. Aus Grund einer Regierungtvcrord- nung.— Pionier<5li. 15. BezirlSkommando General-Pape-Itrosie. — St. N. 101. 1. Die Löhnung steht Ihnen zu. 2. Wenden Sie sich an das Generalkommando de» in Frage kommenden Armcekorv» mit einer Beschwerde auch wegen Nachzahlung. S. Fall»»« sich um dieselbe un> geheilte Krankheit handell, steh! Ihnen kein weiterer Anspruch an die Kaste zu.— K. M. 72. Tie inländischen Verpflichtungen werden aus alle Fälle ersüllt, soweit nicht durch lünstwe Gesetzgebung etwa» andere« bestimmt wird. C. S. 10. Fragen Sie beim ReichSmarineamt an.— F. G. 00. Ein gelctzlicher RechlSanipruch besteht nach den bisherigen Bestimmungen nicht. Die Abfindung kann gezahlt werden.— iL Z. 1873. 1. Ja. 2. Nein.— Soldat 30. Die Fragen haben mil dem Straserlasz vom 3. Dezember 1313 nicht» zu tun. Bei der LrtSpolizeibehörde erfabren Sie. ob die Löschung bereit? ersolat ist, sallS nicht, beantragen Sie sie dort.— S. 39. 1. In Esten. 2, und 8 Ja. —- 3i. 8687. Alier nicht vorgeschrieben, ärzlliche« Attest ersorderltch, den Führerschein erteilt die Orttpolizeibebörd«.— 21. St. 37. Sie erhalten amtliche Nachricht. Sie können sich jedoch schon vorder an da» Bezirks- kommaudo wenden,—(£. V. 175. Unsere» Erachten» besteht kein Anspruch aus Eni assung nach Abiaus des einen Jahre»,— Marg. 20. Nach S 8 Abs. 2 der Regierungsverordnung sind die Wählerlisten zur preußischen LandeZoersammiung anzuwenden. Nach K 2 Abs. 1 letzter Sa» entscheidet sür da» aktive Wablrechi der Zeitpunlt der Auslegung der Wählerlisten. Demnach sind Sie leider nicht wahlberechtigt.— 21. N. 150. Daiür sind ortSstatularische Sestimmungenge« matz gebend. Er- kundigen Sie sich beim Gemeindeooriland.— R. 8. Rein. M. R. 12. Belchwerd« beim Gencraltommando, dem der Truppen- teil unterstellt ist.— 8. H. 55. Sie können Sleuererlaz bezw. Steuer. ewnähigung beantragen. Sosern Ihr Antrag Ersolg bat, können Sie Rück- zahlung bezw. Anrechnung beanspruchen.— E. Z. 62. Zur Nachzahlung sind Sic verpflichtet. Bis zum 1. Juli kann jedoch Zwangsvollstreckung gegen Sie nicht vcraulasit werden, da Sie Kriegsteilnehmer sind. Suchen Sie eine Einigung zu erziele«.- M. K. 58. Unbeschränlt. sosenr eZ sich ums einen gewerblichen Arbeiter handelt.— G. R. 09. Vom t. Januar 1323 ab.— M. St. 100. Unsere» Erachten» nicht.— 8. 33. 1. Einelt Anspruch auf Einlösung des Gutscheines haben Sic nicht, lediglich aus Herausgabe 1 der Ware in derselben Güte. 2. Soweit erficht! ich, bei der Firma, bei der Sie vor dem Kriege beschüstigt waren.— I. 8. 21. 1. Sie sind zur Zahlung nicht verpflichtet. 2. Ja, namens der Mutter.— 1600. An die Stelle, bei der Sie bcfceitSinäKig entlassen worden sind.— 22. K. 33. Ja. Antrag beim Nachlasiacricht sAmtögcricht), in dessen Bezirk die Mutter verstorben ist.— E. il. 32. Antrag an das Polizeipräsibium.— P. 56. Es kann Stundung beantragt werden.— W. W. 3. 1. Ja. 2. Nein. — W. L. 22. Wenden Sie fich an die Umkicidestellc Turmstratze. vorher jedoch an die PrüsungSstelle Planufer 63.— 1 Invalide. Ja.— K. 23. 1. und 2. Ja. 2. An den Truppenteil.— M. 31. 100. Da Sie jeden. falls versichert sind, wenden Sie sich mit einem Antrag an die Lande«. Versicherungsanstalt. Das Rote Kreuz befindet sich zurzeit im Herrenhaus. — Jf. 8. 5. 1. Unseres Trachtens ja, in Höh« des nachweisbaren Schadens. 2. Nein. 3. Amtsgericht in Johannisburg.—(f. L. 27. Be. zirlskommando Marienburg.— R. 75. Beim Generallommando.— R. D. 29. Nein.— B. 88. Nein, die übrigen Erben können auch be. züglich deS Sparguthabens AuSeinonderietzuna verlangen.— E. K. 119. Sie können von Ihrer Sticimutter Auseinandersetzung verlangen.— G. S. 1889. Stein.— M. T. 5. Ausweisung ersolg! nicht.— B. St. 50. Wenden Sie fich an den Demobilniachungsausschust Ihre» Bezirkes. Wir hallen die Entlassung nicht für zulässig.— 8. B 1919. Sie find nur ersatzpflichtig, wenn Ihnen oder Ihrer Familie ein Ber- schulden nachgewiesen werden kann.— O. H. 91. Wenden Sie fich an die Schuldeputation.— D. 87. 1. TS bleibt nur Beschwerde bei der Äohleitslelle übrig. 2. Tic mühten fich alSdann an das MictetnigungSam t wenden.— C. M. 13. Wenden Sie fich an da« Bezirkskommando mit einem Rentenantrag und wegen Ausnabme in ein Lazmetl.— I.«». 109. 1. Das hängt von den seitens der Gciellschast herausgegebenen Bestimmun. gen ab, die nicht w unserem Besitze sind. Wenden Sie sich an Ihre gc< werkschastliche Organisation. 2. Die Händler können einen Ausichiag be- rechnen.— P. Ol. 8. Die politische Gemeinde ist zur Zahlung nicht ver- pflichtet.— Alter Abonnent, Tegel. Vom 1. Januar ab sind Sie steuerpflichtig. Die Sleuercrerklärung müssen Sie, soweit wie möglich. selbst aussiillen.— Teltoiv 13. 1. Vom 1. Januar 1313 ab. 2. Nein.— n Kieler Form Bozener Mäntel au,-lloe Ooden Knaben-Llberzieher>n großer Auswahl Matrosenkragen Knaben-Matrosenmühen»Kieler Form* aus blauem crhevlot oder Tuch Madchen- Matrosenmühen a. blauem Ähevlot, Tuch, Samt od. schwarz-weiß karleri Selbe Kinder- und Backfisch-Wasche �-ck Für die Einsegnuna: Wäschegarnikuren Taghemden und Beinkleider/ Stickerei. LtnterrScks Km-er-Leibwäsche/ Erstlingswäsche/ Tragkleider/ Erstlingskleider mit Ourchzugverschluß/ Kurze Kleidchen/ Kinderwagen. Decken/ Häubchen Knaben« und Mädchenhemden, Llaterröcke, Erstlingshemden, Unterlagen Herren-Lleberz-eher-t-lS.Sv,-tZ-l.es,-156 75 Spezialarzt Dr. med.' f. lleut-, Harn«, F rauenleidcn ®aloa;fan-fturen, Bluwutert. Schnellste Befreiung von anfteck. Aranlheit. d. Harnorgane ovo« HemtestSrg. u.«ctim-relo» in Heilan«l!'ll 12 isprr.."ist: ll-l, 5-7, Sonnt. U-l SNWfiZt Sc. med. Coav» beb. schnell, gründlich, möglichst schmerzlo» u. ohne Benissstör. tie5l:luec»l«iiraniid., geveime Haut-, Harn. Frauenieidta, Sdivriche. erprobteste Method. Horn- und Hluluntersuchnng, Rönlgstr. Uli Svc. 10— 1 u. 5— 8. Sonnt.10— 1. Spezialarzt Dr. med. Woekenfuß Ffiedrielistr. 125. 0raTnor,nb- srrechjt. Ii—),«—7 Syphilis, llarn- u. Frauenl., Blutunt. Schnelle, sich, schmerzl. Heil ohne BerutsstÖr. Teilzahlung, "S'pönalarit Sr.me(I.Coleman Friedrichs»!. 4192, a. d. Doro- theenstr Syphilis, Haut-, Harn-, Oeschlcchis-. Frauenleiden, Comwu-Salvarsan- Kuren. Sex Neurasthenie. Kürz.Behandlg. ohne Berufsstörung. leite. Harn- u. Blutuntersuch. Spr.- »'und, lo-i. s g. SQnntaaslo-l- Spezialarzt iüc alle»eschlechtstrankh, 1®npi)lL.5mpotenx,fftauen. l'wen. Harn»,«luhinterl-, _®l)tlich"P«»a.ftuten. Schnelle, stchere. schmerzlos» Behandlung ohne Berufe- MÄlgekd�no�'� i Miim Dr. NüUer, Üriedr�chftr. 190, II.(fing. �rommiirahe. Sprech,,?! I 11-1 u. 5-7.«onklf_l. au» dem Felde itu-liit ptot'.i. litte ich lest'©raiiaauftr.«||. fai.«UinplOh 10052. 88 7 Dr. Brono Cohn, fiala-, Ttoi««- ohrenarz«. �tzac Bitmnatecfat 6tz.ül Spezialarzt Or. med. Haschd, Friedrielistr. MstÄX,. (UtSyphllis.Harn-.Fraucnleid, lvez.: chron. Fälle. Schmerzlose. kürzeste Behandig. ohne Berufs- stSning. Blutunierfuchg. Mäh. Preise. Teihahsting. Spr. 10—1 unb 8—8, Sonnt U-L* Spezialarzt l>r. 8cottl, f. Haut., Harn- u. ücschlechtt- lelden, speziell veraltete, harl- näckinc Ausilllste, naones- schuäche. Ueg. Sypbllia«rpr. Heilmelhode verd. m. Salvarsab» Kuren. Blutumeriuch. im ersten u.»liest,«uc.gnftltut„Liier". Nur Rosenthaier Str.»9—70, Ztosenth-Ier Blak,(W, Ctnlenftt. B-Handlung»,, fl, 4-9, Sonnt 9-l. Separate» Damenzimmer. Kraftfahrer. wer kann jetzig« Adresse de» ktraftfadrer» Hans Villi Oer- hardt, geb. 10. 12. 78 Leipzig, f. R. Cttappeiilnfpeftlon 4,®mt (giolibcruf Architekt), mitteilen? 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WeinbereiNmg und Kellerwirtschnft 1030. Esugfabrikation u. Senfbereitung 4. Der Böttcher 10. Der Fatzbercchuer 1,40. Rat. u. lünstl. Mineralwässer 8. Fabrikation o. Parfünirriewarca 4. Tabak» u. Tabakfabrikate 18. Zigaretten fabrikation 8, Das Fleischergewerbe 21. Die Fleischwaren- und Burstsabrikation 8. Da» Feldntessen 94. Mod. Fätberei 26,70. Die Kleinsärberei 10. Vigogne- u. Streichgarn» fpinnerei 8,70. Die Spinnerei 4. Färben der Spinnfasern 4. Die Echilchterei 12,75. Mech. Weberei 10,15. Papierfavrikauoit 88. Das Seilergewerae 3. Mod. Lederfadrikation 8,70. Der Gerber 12. Herstellung des lohgaren Leders 8......... M Mi—•" kunst 14.®te guschnetdekuust(Herren) 1630., W Damet�chneiderei 2135. Die Kürschnerkunst 18.70. Da» Färben. machersilnst 8. Die Buchdruckerkunst 12. Der Buchbstldcr 13. Der Steindrucker 10,70. Lehrbuch der Optik 15. Der Pianosortebau 1535. Die niod. Orgel 8,70. Das Harmonium 4,70. Der prakt. ttouSIkor 2635. Großes Back» u. Siissspeiseubuch 15. Die Bäckerei 1335. 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Perssus schöpft au» trüben Quellen, da» ihm zugetragene Material ist falsch. Dazu ewige Beispiele: Isias lagt Feriius? 1.»Die Erfolge unserer Lustschiffe Im Kriege waren militärisch sehr gering.' .Man darf jedoch lagen, daff die Luftschiffe sehr bäufig erst in- solge Mangels genügender Bewegungssähigkeit in den Bereich der feindlichen Waffen gerieten.' S..Technisch« Unvolllommenheit der Konstruktion, besonder« auch der Motoren, war die eigentliche Ursache'(der Einstellung der Lustichiffahrl)...' g,.Immerhin bleibt eine auherotdenllich Hobe Zahl von Fällen übrig, bei denen seftsteht. datz lediglich die Schuld an der Mangel- hasten Beschaffenheit der Motoren lag...' ratiachen dagegen: Eine einzige Meldung von„L 11* hat die gesamte deutsche Flotte vor sicherem Untergang bewahrt! .Ii 59* wurde aus der Fabrt nach Deutsch-Ost-Asrika mit Aerzten, Arzneimitieln und Munition(irSgelamt rund 15 Tonnen Besörderungs- gut) über Cartum wegen angeblicher Gesangenschast der Schutztruppe zurückgerusen und langte ohne Zwiickenlandung nach LSslündiger Fahrt mit Betriebsstoffen für weitere drei Tage vollkommen betriebssertig im Ausgangshasen an. Zurückgetegte Strecke über 7000 km I Ununterbrochene lagelange Ausllärungssahrten aus See, davon eine über 100 Stunden. Einige amtliche Berichte der Kommandos der fliegerverbände über liiaybach'lüotoren: Kofl. 3:.260 PS Mahbnch-Motor hat sich während seiner zweimonatigen Betriebsdauer aus allen Flügen und in allen Höhen bewährt I* Kofi. 5:.260 PS Maybach-Molvr aul das glänzendste bewährt, so datz er nicht genug gelobt werden kann.* Kost. 4;.260 PS Mapbach-Motor hat sich in jeder Beziehung hervor. ragend bewährt.* Aas sagt der?eind? Eine französische Stimme I La Croix. Paris, 28. August 1918- rL,e 300 hp Maybach serait plus simple et plus rägnlier qua Je 260 hp'...*(einer anderen Firma). Eine englische Stimme!.AeronautieS* vom 28. August 1918(Ueberf.): .Gegenüber allen feindlichen Molorbauarten ist die Arbeit zweifellos sehr viel vollkommener....* XL. SS handelt sich hierbei um denselben Motor, der in letzter Zeit im Lustschiff oerwendet wurde. front und Feind lagen die ülabrbeit! Maybach-Motorenbau, tö. m. b. H., FriedrichShasen. lZ61b* Zu beziehen zum Presse von 30 Pf. durch den Verlag Wilhelm Vorngräder. Berlin W, Priiizregenkenitr. GS, bei allen Buch- in nffptt Ä<»it?u?i?.5-KlQs!en nith Siihrrhnf�hu�haitblltnQClT. Zur Friiitjahrsausseati ■ in iiiBiwiiiwi iib Iii■ i a1» litjjJBKaKiJisa Qemilse-SamGBi ' vt 4 R Knellclerbsen,«llerfr. Mal. in bester koimiZbl- ger QualllSt von den alt- u. neuhewlhr- testen Sorten zum Treiben sowie fürs Land empllebll»la foljt. Ins Mistbeet: Salat(Kais. Treib-), Ourken(bloss Tr.-), Kartitten(Pariser), Kadis(Non plus ultra), frühe Krautarten, Porree, Sellerie, Tomaten usw. POr den Q a r t e n: Alle Pruherbscn. Mark- und Zucker- erbs., Puffbobnen (dicke Hohne). Busch- und Stangenbohnen, strfin- und ßelb- schotige Sorten, mit und ohne Fäuen. Zwiebeln, Karotten, Spinat. Petersilie. Mangold. Kopfsalat, Schnittsalat, Kohlrüben, Weiß- und Rotkraut, Kohlrabi usw. Tabake« men, feinste aromatisch. Sorten, Havanna, Cuba, Mammoth, Portorico, Virginia usw. 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Die von dem Mi- nisterium des Innern eingeforderten Gutachten über die Ein- Wirkung der Kriegsernährung auf die Volksgesundheit führen die Erhöhung der Säuglings st erblichkeit in Berlin, die trotz Geburtenrückgang und Sänglingsfürsorge eingetreten ist, auf die Verschlechterung und V e r- ringerung der Kuhmilch zurück. Man wende nicht ein, daß solche Gefahren nur in den jetzigen Zeiten äußerster Lebensmitte.lknavpheit bestehen. Sckon vor dem Kriege ent- standen Schwierigkeiten durch die Verteuerung der Lebens- mittel, die nicht im Verhältnis zu den Arbeitslöhnen stand, und die sich bei wirtschaftlichen Krisen mit ihrer Arbeits- losigkcit besonders bemerkbar machten. Es kamen auch schon vor dem Kriege wichtige Lebensmittel nicht allein zu teuer, sondern auch in zu geringen Mengen oder unregelmäßig in die Großstädte. So hatte Berlin häusig im Sommer eine Milchschwemme mit wirtschaftlich bedenklichen Folgen, wäh- rend es in normalen Zeiten nur zirka 1 Million Liter pro Tag hatte, gewiß keine ausreichende Menge für die meist angestrengt arbeitende 3'4°MMonen-Bevölkenlng. Es han- delt sich also bei der Lebensmittelversorgung der Großstädte nicht um vorübergehende Maßnahnien. sondern um Aufgaben dSr sozialen Fürsorge von bleibender Bedeutung. Das gleiche Stimmrecht soll Gemeindevertretungen schassen, die nicht mehr einseitig das Interesse bestimmter Schichten, sondern das der Gesamtheit wahren. Die Sozial- demokratie wird, wenn sie jetzt in vielen Gemeinden eine ausschlaggebende Stellung erhält, in praktischer Arbeit die Volitik fortsetzen müssen und'können, die sie im Interesse der Konsumenten stets getrieben bat. Sie soll der Gemeinde gleichsam den„Charakter einer Konsumentenorganisation" geben, wie Kautsky in seinen Rickftinien sagt. Da fallen ihr zweierlei Aufgaben zu: einmal die Ver- tretung der städtischen Verbraucher bei allen Fragen der Er- zeugung, der Einsuhr und der Verteilung von Lebensmitteln auf die Verbrauchsgebiete, und dann die Regelung der Be- schafsung und zweckmäßigen Verteilung der Lebensmittel innerhalb des Gemcindegebiets und die Einwirkung aus die Preisgestaltung. Es ist die Aufgabe der Gemeinden, die Anpassung der Erzeugnisse, ja der landwirtschaftlichen Verhältnisse über- Haupt, an den Bedarf zu fördern. Es sei hier nur erinnert an die Zuteilung der Ueberschußgebiete an die Verbrauchs- gebiete, an die Ausnutzung des Ackerbodens, an die Verwen- dung der Produtte, ob und welcher Menge z. B. die Kar- toffeln der menschlichen Ernährung, d�m Vieh oder den Brennereien zugeführt werden sollen, ob das Rindvieh der einzelnen Ueberschußgebiete als Milch- oder Schlachtvieh ver- wendet werden soll. Tie vorrevolutionäre Regierung hat durch ihre ständigen Preiserhöhungen zum Zwecke des P r o° duktionsanreizes die Rückkehr zu normalen Verhält- nissen erschwert und dazu Stadt und Land gegeneinander aufgebracht. Es wird infolgedessen schwer sein, die g e m e i n- same Arbeit von Erzeugern und Verbrauchern zu er- zielen. Sie ist aber nickt nur im Interesse der Konsumen- tcn erwünscht sondern wird auch eine höhere Intensität der landwirtschaftlichen Arbeit zur Folge haben und damit für beide Gruppen von Vorteil sein. Tie Städte müssen nach Feststellung der tatsächlichen Zu- fuhr und des Bedarfs bei der Beschaffung der Lebensmittel tätig sein und überall eingreifen, wo die Möglichkeit besteht, neue Quellen zu erschließen. Aber auch in reicheren Zeiten müssen langfristige Lieferungsverträae mit Städten, die dem Landwirt einen zahlungskräftigen Abnehmer seiner Waren zu einem bestimmten Preist sichern, zugunsten der gleich- mäßigen Versorgung der städtischen Verbraucher wirken. Tie Städte sind in der Lage, die überschüssigen Lebenstnittel mit Hilfe von Trocknnngsanstalten, Konservenfabriken, Kühl- und Lagerhäusern für die Zeit des Mangels aufzubewahren. Sie können die Produzenten, besonders die Genossenschaften und die neuen tstebenden Siedlungen, durch Beschaffung von Kredit, leihweiser Abgabe von Masckinen, Bereithaltung von Saatgut und Futtermitteln unterstützen. Die Milchvcrsor- gnng kann durch Konzentrierung auf städtische Distrikts- Molkereien in den Lieferungsbezirken verbessert werden. Neben diesen Arbeiten zur Erzielung neuer und regelmäßiger Verbindungen mit dem Lande kommt die eigene Erzeugung in Betracht, der sich manche Städte, teils durch Bewirtschaf- tung eigener Güter, teils durch Viehhaltung auf eigenem oder fremdeln Boden, bereits getvidmet haben. Es besteht in vielen Städten bei den wichtigsten Lebens- Mitteln die Gefahr der Bildung von Monopolen oder Ringen durch die Händler. Auf dem Lebensmittelmarkt dürfen nickt kleine Gruppen, für die der eigene Gewinn maßgebend ist, die Preise bestimmen. Die Gemeinden müssen diese Gefahr durchbrechen durch starke Beteiligung an der Äerwirtschaftung' oder ausschließliche öffentliche Bewirtschaftung, je nach Lage der Dinge. Die Vereinfachung des Weges der Lebensmittel vom Produzenten zum Konsumenten gibt müh die Möglichkeit zu einer schärferen Lebensmittelkontrolle. Das gleiche läßt sich von den städtischen Betrieben im Vergleich zu privaten Be- trieben sagen. Die Uebertragung der Lebensmittelkontrolle an die städtischen Verwaltungen ist bei intensiver Tätigkeit. der Städte auf dem Gebiet der Ernährungsfürsorge eine.. Selbstverständlichkeit, da die Stadt ihre Einwohner nickt nur regelmäßig und billig, sondern auch hygienisch einwand- frei beliefern will. Die Ansprüche vieler Gruppen auf billige� Lebensmittel können weiterhin durch besondere Einrichtungen wie Volks- speisungen, billige Abgabe von Milch in Jürsorgestellcv ustp. gedeckt werden. Vorteilhaft wäre es für die städtischen Ein- richtungen, wenn sie, sobald das Warenangebot wieder größer isft so wie der Handel früher und die Konsumgenossenschaften, bei größerer Abnahme den Konsumenten Vorteile gewährten. Eine solche Maßnahme kann auch, man denke an dst ver- billigte Abgabe von Milch, bei größerem Konsum eine sozial- hygienische Bedeutung haben. Es ist im Rahmen dieses Aufsatzes nur mögl'ch, die Richtlinien für die Ausgaben einer städtischen Verwaltung anzudeuten, für die das Interesse der Verbraucher allein Maß- gebend ist und die nach den ungeheuren Entbehrungen � der städtischen Bevölkerung in den letzten Jahren und der durch sie hervorgerufene gesundheitlichen Schädigung im Rahmen der gegebenen Verhältnisse aus die Verbesserung der Ernäh- rung hinwirken will. Es ist. zwingende Notwendigkeit, die Gemeinichaftsinteressen von jetzt ab stets vor die Sonder-. interessen zn stellen! G e m e i n w i r t s ch aftub g kann nur durch s o z i al i st i s ch e Ge m ei nd ep o li ti k ge- s i ch er t werden. Mitglieder des Arbeiterrates Grotz-Berlins! Die Arbeiterriitc, die auf dem Boden der S. P. D. stehe», «erden gebeten, am-» Dienötag, dcn 25. Febr., nachm. 1 Uhr(nicht 2 Uhr) in Siftnn�sfaal des yerrsnhanses zu erscheinen. Die grüne Legitmationstartc und Srgauisationsau»u>cis sind mitzubringen. Der ArotNoosvorstand. Paul Hasse. ZkMklMMSkllMMM BanoqlfjngssleOe Seri n— N 64, Ciniccftr. 63—66. Seschästszeit von 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185. 1239, 1981. 9714. Montag, den Februar 1NI9: KeÄrlis- Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: Norden: Pharussüle. Mllllerstr. 142, abend» 7 Uhr Norden: Büttners Seft'älc, Schvedter Str. 23, abd». 7 Uhr Norde»! Biktoriagarten(Fritsch), Badstr. 12, abend, 7 Uhr Wahl der Bezirkileitung Moabit: Eanbö Aestfäle, Beusielstr. 9, abends« Uhr Eharlotteoburg: BoUsliaus, Rosinenstr. 4, abend» 7 Uhr Neuwahl der Vezirtsleinrng Westen, Tchönebcrg, Steglin: Zlaisrr- Wilhelm- Garte», Friedenau, Rheinstr. 65, abends 7 Uhr Cftcn und Nordosten: ülitdrcaS-Acstsiilc(Iuh. Scholz), Andreaestr. 21, abends 7 Uhr Lichtenberg: liurkowst», Pfarrstr. 74. abend» 7 Uhr Stralon-Rummclsbura: Blume, Alt-Loxhagen 56, abends 7 Uhr Weistenfee: Albrechtshof, Partstr. 14, abends 7 Uhr Neutpahl der Bezir!sle:n:nz Südenbezirke: Gewrrkschaftsbauö, Engelufer 16, abends 7>/, Uhr Neukölln: Aula der Realschule Boddinstr. 84718, abend» 6'/: Uhr Tegel, Rciniiteildovf-West: Lehuhardt, Tegel, Berliner Straße 84, abends 6-, Uhr Lberfchöncweide. Niederfchönewride. Johannisthal und Unigcgcnd: Oberlchön-weide, Aula der Schule Frifchcuftraste, abend» 7 Uhr Epandan: Aula des Lhzeums Hohenzollernrlug, nach- mittags 4l/a Uhr Copenick, Friedrichöhaaen: Jonsleit, Eöpsnick, Bergmann- siraße, Eüc Parisiusstrage, abends 7 Uhr Neuwahl der Bezirksleitung. 127/3- Tagesordnung in allen Versammlungen: EteUunguahm« zur austerordentlichen Generalversamm- _ luug am S. März 1019.___ chnc- Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt, Zahlreichen Besuch erwartet Tic Ortsucrwaltnng. Zur Beachtunq! Metallarbeiter-Notizkalender a ISO M. sind noch in unserem Bureau, Linienstr. 83,85, Zimmer 3 zu haben. D. O. Mkl Verwaltung Berlin. Tel.: Amt Moritzplatz 10623. 3578 Bureau: Rungest r. 30 Wels- unö WMmersglmlWe» !Wec. Wrke Ssle» l n, m nnö WWea. Dieuslag, den 25. Februar, nachmittags 4'/ Uhr, in den„ComeDius-StUen". M emsler Straße 67. Tagesordnung: 1. Die Gewerkschaften und.das Rhteshstem. , 2. Anfftelluna der llandldaten für die Wahl von Dele- ' gierten zum Verbandsiaa und. Gewertfchastslongreß. 8Bee zirlsangelegenheiten. Ohne Perbandsbuch kein Zutritt. MwennuM. Dredener Straße 45. Taflesord�ung: Branchen- und Ver- band sang elegenhelten. Ohne Verdandsbuch kein Zutritt. NoWmLtSeiter. 7?)S.� Sngelufer 15. Tagesordnung: 1. Bortrag über das Thema: „Rechte und Pflichten der Arberter- und Soldatenröte-. 2. Aufftelluna der Kandidaten für die Wahl von Delegierten zum Verbandstag und zur Gaukonferenz. 8 Branchen- angclegenheiten und Berfchiedencs. SMerSoMMMM. Zweigverein Berlin. Tslttion der Putzer. Mittwoch, de» 26. Febr., abends 7 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokal von tDUfe, Sebastianstr. 39- Tagesordnung: l. Bericht des Vorstandes. 2. R-uwahl der Sektivnsleitung. Mttglirdsbnch legitimiert, für Arbestslofe die RontroMarte. Bollzählige» und pünktliche» Erscheinen erwartet l tZ,9 Der Vorst».», Montag, den 24. Februar, abends 7 Uhr: Vmsmiiilmll der Sehoßarbeiler im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15(Saal 5). Tag« so r d» u n g: X. Neuwahl der Branchenleitung. 2. Wichtige Srankenkassenangelegcnheiten. 3 Die Stellung»er Arbeitgeber im vlatzsch.h- mochergewerbe aus die Aorderuug de» Lohnausgleichs. «r» zahlreichen Besuch erwartet isa/ZL VI« vrouchenlettnag. Dienstag, de» 26. Ze- '■■' Uhr, gifien- und go{fm®er.»«..�.„�3 ,, bei voeker, Wcberstr. 17. Tagesordnung: 1. Aufstellung der Kandidalcu für die Wahl von Delegierten zum Ber- bandstag. 2. Aufgaben der Delegierten. 3. Bericht und BranHenangelegendeiten. Die arbeitslosen stollegen sind hiermit besonders eingeladen. ggüM' unö AMtnuMMe. abends 6 Uhr, In den„Zortnua-ZeflsZIe.--. Strausberger Straße 8 Tagesordnung: l. Weiche Pflichten übernehmen die Generaloerfammlungsdelegierten? 2. Antröge zur lSaulonfereriz. 8 Verbands- und Branchenangclegcnheiten. Iliirklonmtlckw? Oli.uerstag, de» 27. Februar, abds. ÜUllltiuiUUUiCU 7 Uhr. bei Greife, Rungcftr. 30. Tagesordnung: 1. Bericht übet dte Tarifverliandlungen. 2. Wahl von zwei Bertretern zur Schlichwngskommisflo». 8 Branchen- angelegenhesten. Cfollftinckoi' Achtung! Die bekanntgegebene ver- Jltllsttuv.ri. sammlnog findet nicht Vonnerstag, den 27. Kebraar, sondern erst om 0. Marz statt. VMmiisiilöMr-UrsliMMeil. leM KarlMMmg. Ssä SV.S«"- ftraße 90. Tagesordnung: 1. Bericht der Rommission. 2, Bericht der Vertrauensmänner. 8 Verbandsangelezen- Helten. Aoiltzf moibontoo Ulittwoch, den 26. Februar, abds. ÖCjlU WllWWK. 5 Uhr, im.vraloten-, Lshderstr.128 lliöMiteim. Selztt unö NaxaMrvelter. Oienstog, de« 26. Februar, nachmittags von 4—6 Uhr, finbcl die Wahl der Delegierte» zur Gene- roloerfammlung statt: Bezirk Osten in Fürsten- bergs �estfülen, Frankfurter Allee 2. Bezirk Südosten im Mürkische» Hos, Admiralltv. 18c. Bezirk Norden bei Büttner, Schwedtcr Str. 28 Das Berbandsbuch ist mitzubringen. 82/12 verwZltungiltelle verlin x N. 54. tlnienttr. SZ— S5 Seschästszeit von 9—1 und von 4— 7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185. 1239, 1987, 9714. Dicustag. dcn 25. Februar, abends 5 Uhr, im Gewerkschastshause, Engelufer 15 jSaal 1): w Versammlung-WW aller in der Gold- und Tilberwarenindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. -.TagrsLrduu-ng:: ir. 1. Der Stand unserer Lohnbewegung.. 8..Diskussion. 8 Vcrbandsangeleacnhciten. � IBM- Die Versammlung wird pünktlich um 5 Uhr eröffnet, ha der Saal um 7>� Uhr geräumt werden muß. göhlreiches und pünktliches Erscheinen ist unbedingt erforderlich. Dienstag, den 25. Februar, abends 7 Uhr. im Gewerkschaftshanse, Engelufer 15 lgrotzer Saal): Brauch enversammlunft der Bau» und Geldschrankschlosser und der Kollegen aus den Betrieben für gelochte Bleche. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission über die letzte» Verhandlungen mlt den Arbeitgebern. 2. Beschlußfassung über das Tarif. abkommen. 8 Verschiedenes. In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung »n alle Koucaen von.sämtlichen Betrieben ersucht. Liese werden Versammlung zu besuchen und recht rege dafür ZU agitieren. Sic OetseecmaUu.g. «ms»er Softlet n. SoiteMa öttsvcnvaltung Berlin. DienStag, den 25. Februar, abends 63,'4 Nhr, im Gewerkschaflshausc, Eugelufer 13: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1918. 8 Jahresbericht der Ortsverwallung. 8 Neuwahl der Revisoren. 4. Neuwahl einer Beschwerdekommiffion. 5. Äahl der Kuratoriumsmitqlleder und Ersatzleute für den paritätischen Arbeitsnachweis. 8 Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kel» giltritt! Um pünliliches Erscheinen ersucht Die Orlsoerwoiiung. näsn Bugen- und«MMe. Montag, den 24. Februar, abends 7 Uhr, im /,Fürstcnhos", Cöpeiiicker Straße 137: Branchenversammluug. Tagesordnung: t. Stellungnahme zum �ollektivabkommen. L. Branchen- angelegenheUen.... SU Scaudzeuleitung, liläoner->. ftauenverlammlnng 127SD Mittwoch, 26. Februar, 8 Uhr, Wassertorstr. 37s. ZllMerStldervU des SozisWeti gegevödex der mm WlksWe. Frele Aussprache. Referent: P. Thieme. Eintritt freil Bekanntmachung. Den verehrten Gcwerkschastc«, Vereinen usw. zur gest. Nach- richt, daß ich die Kammersäle Belle-Alliance-Straste, Ecke Tcltowcr Strafte(am Halleschen Tor) überoomm.ev h-be üUd tiesewen atn 1. März eröffne, vffäüwc: meine«aic mit Sühne(.50, 100, 300, S00, 1000� und 8000 Per-/ fönen fasfends zur Adhaltuiig von versammlnagen, Hoch-, Zeilen und.. Festlichkeiten aller Art. Ferner stehen niemy-. süns verbaudskegelbahuen den verehrten Segelklübtz zur- Verfügung. �.... ?rl?atvodlllli>s: klaxelberxei' 8«r. S? I,' (früher: Kellers Festsäle)., «vis: Sonntag, den 8 März, sowie jeden Sonntag: Kion�ert, Vorstellung und Tanz. Beruhard Brauer, Iwis WeingroBhandlong:— Spirituosen PrledrlcbstraBe 207 Amt Zentrum«40 empfiehlt an Verbraucher nnr erstklassige Fabrikate. Spezialitäten derFa.E.L. Kcmpe i Co. A.-Q., Oppach, v. a. folgende Liköre; St. Afra, die Perle der Uk5r« Fromme Helene Onkel Holte Pan Dietrich Magen-Tropfeo Kraft-Elixier. Ferners Cognac Weinbrand, FranzSs. Cognac Jamaika-Rura-Verschnitt, Kirschwasser Oesterr. SfiUwein Rotweine, Rhein- and Moselweine. Sekt. Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. 1 Montag, 24. Februar 1919, Stadtballe Neue» I | Ratbau», Bctlln, Judenstraße, abends 6?/, Uhr:{ Mitgliederversammlung. Eintritt nu r dir Mitglieder. Neuaufnahmen im Vorraum ab 5 Uhr 1444b Kameraden! Denkt an Euere Pflicht den Zurückgebliebenen gegenüber! Werdet Mitglied! Der Vorstand, OescbUftistelle: SW. 61, Blücherstr. 47/>8 Regt. Franz Kaserne II, Zimtner 48. Sclileswlg-Holsteiner von GroB- Berlin! Protestversamiulniig am Sonntag, de« 23. Febrnar 1919, vormittags 11 Uhr, im Lehrervereinshans, Alexanderstr. 41. Thema: Tie Abtretungsfrage im Herzog- tum Schleswig. Redner: Scrr Dr. Andreas Blunlk, Mitglied der Nationaloersammluna, früher Reichstagsabge- ordnetcr für den Wahlkreis Tondern. Herr Werner Ftehlrr, Flensburg. 1245D Deutscher Ansschntz für das Herzogtum > Schleswig. I. A.: Ingenieur Otto Zacob», Inspektor der städtischen Gaswerke. Stammeln, Eispein, IdervosltZt und Angstgefühl vor dem Sprechen, Atemnot etc. beseitigt gründlich Dr. Scbraders Soezlal- Institut iiir Stotterer etc. Berlin W, Lüfrowstr. 30. Spr. 3-8 Uhr Jeder, der stottert rei singt, erhalt eine fließende natflrl.Sprache. Groher Verdienst über hundert Prozent, durch Vertrieb eines Gebrauchsartjkel». Näheres bei 63/18 dos. ti. ttuest, BerllmPriedanan, BIsmarcKstraB« 2. iiemt A. s. M Berlin W, poksdatner Str. 27«. Muster-Wohnuugs-Eiurichwng In küustl. Durchführung. insoeiflintEöZOfl.- Schlafzimmer en gewachst, oh. weiß lack. Speisezimmer eichen, reich geschnitzt. 1 Büfett...951.2900,- 1 Anrichteschrank 28 1350,- 1 Ausziehtisch mit 4 Platten Vi. 500,— 6 Stühle gepolst. mit Lederbezug » 90,-... M. 540,- komplett 28 5300,— Herrenzimmer eichen gewachst. 1 Dibliolliek.. M. 825,- 1 Herrcnschrcib- tifch.... M. 450,— 1 Arbeitstisch.. M. 150.— 4 Stühle tn-Gobe- lin a 75,— M. 800.— .tochceiöfeffclin. Gobelin... 2)1. 165.— komplett 22. 1890,— eick lÄnkleidefcheank IN. siristollala» M. 555,— 2BeUlte8a 225� M. 450,- 2Pote>ttmaIr.a65Ä!. 130,— 1 Waichtollctte' in. Marmorpl. M. 290,— 1 Toilettenspieg. M. 100,— 2 Nachttische mit MarmorpbaiOOivl. 200.— 1 Stühle a 45,- 28 90,- komplett 28. 1805,— Küche weiß lackiert. 1 Küch-nschr-nk.M.375,— 1 Küchentisch.. M. 100,- 1 Kllchenrahmen. M, 90;— 2AÜchenst.a22�0 28 45,- 1 Kohienlasten. Vi. 45,— komplett 28 615�- Ciefecung frei Hau» oder vahnhas verll». OpereSans Meteteg. v. irafeerg Anfang 3 Uiir des l Teils, Anfang T-. Uhr des 2. Teils. ScMesp!elJiaus 2 uhr: Heünnat. TUhr: ifeKreBzelsehfeilif- Volksfcühne Theater am Bö cw: latz. Direktion Frle'rich KavAIe 3 Uhr: WiriHm Teil. fit Uhr: Luther. UffeKt.Qn Maz feint nrdt Ueutsches Theater. 2>/z Uhr FrühlinES Erwachen, 7 Uhr: Hantlet. Mont. 7 Uhr: Und das Licht scheinet in der Finsiernis. Katrimersplele. Z'/z Uhr: lier WelbsteufeL 7 Uh; Der Sohn. Montau 7: Michael Krämer. Kleinen Schauspielhaus Fasanenstr. I. Port s. Tt/j,; Die Buchse der par.dor». Mont. r'/a Uhr: Die Buchse der Pundora. Theetcr I. d. KopiiprätaerStraSe Dir.: C.Meinhard- R. Bernauer Nm. 3 Uhr: Der Katzenstej. Abends 8 Uhr: Musik. Montag: Die Wildente. Dienstag: Die Wildente. Mittwoch: Musik. Donnerstag: Totentanz. Freitag: Die Wildeme. Sonnabend: Musik. Sonnt, nachm.: Katzensteg. Sonntag abend: Die Wildente. Montag: Totentanz. KomOilleuhsHS an der Marschallbrücke Nachm. 3 Uhr; Die Ehre. VaS Uhr: Fünf Franitiurtcr. Montag: Tanzende Nymphe, Dienstag: Erdgeist. Mittwoch: Fünf Frankfurter. Donnerstag; Erdgeist. Freitag; Erdgeist. Sonnao.; Tanzende Nymphe. Sonntag: Erdgeist. Montag: Füni Frankfurter. Mlmk? Theater Nm. 3 Uhr: Die tolle Kotniess. 7 uhr: Sterne, die wieder leuchten. WaiäaUa-Tbeater. TU, Uli r; Äiipsl der Starke. Höse-Theator. 3 Uhr; Aschenbrödel. TVzU.; Der.Tüaiäii ohne Vergacifirpiiheit, Gastsp. d. Friedf.-Wilh.Theat. Wianon-Thealer. stif. WTlPbticfjftr. Str. 4997. 3861 Nachm. 3'/, Uhr fteiit» Preise: ckMAMuer. Tähitdy b/�, Heute j. U-I. Mgle: ver Kute »an Sermann Etiberniann. fVerlianililfirFp.Yflftsliüta Sontiiag, ben 21. Februar ISIS Nachm. SV, Uhr; ! Deutsches Opernhaus: Fibelia. Restbenz-Th.: Dyiferpstts Erben Nachm. 3 Uhr: Volksbühne: Wilhelm Toll. Schilier-Th. Eharlidiendurg: Die Breul pstt Messina. LeTInn-Theater: Der Raub der Rahlneviunett, Mnstler-TH.: Mein Nachbar Ameise.* TH. des Westens: Die Dollar- prinzesün. Wochentags abend» asm 24. Februar: bis I. Mörz. VaifsbüHne: Luther. Die arm- seligen AeseNb-nder._ Resideaz-TSieater. Untergrundb. Kiostcstraüe, Ausgang Stralauer Siralle. Täflich T/, Uhr: Das höhere leben. Von lierrnann Sudermann. i;ii«lleltung: Alfred Hotter. Hansi Arnstadt. Karl Clewing. Eng n Bure. Olga Limburg. J. Falkenstem. Emma Dehner l-ü-a Vaie'ti. Paul Bildt. Theater her FrieilrlohstRiil. Ecke Friedrich, u. LiuieustraHe. Zlorden W5Ö. Täglich Zum 13S. Mal«: n«. Operette aibi Y.Möllendort.Aug.. tieorg. Casino-TheateF. Lotlsring. Str. 37. TägI.°/<8 Uhr: Der Schlager der Spieszeit: Das neue Berliner Volfsstllck ZK! Dazu erstklassige Spezialitäten, Hvelve vame. Zrsi M' Unter d. Lirnlsa 14 SsVhr* Tanz-Tee 7 Uhr abend* das METROPOL Kabarett Behrenstraße Ä4| Dir.; Ale* Brause Hansi Tischler A?be Holk Nana u. Fernand Lanzij�?— Dugson Elli Gläßner OttoRohr | Robert Steidl | Kurzes Gastspiel der) Alexandra 1 Milowanowajj Sc lufi-Tanz. Lee, sti ns-Thcatcr Direktion Victor Barnowskv 3; Der Raub der Sabinerinnen. 7 Uhr: Der Blaufuchs. Montag; Der Blatliuchs. (Leopoldina Konstantin— Charlotte Schultz— Kurt Götz— Theodor Loos— Heinz Saliner) Dienstag: Der König. Mittwoch: Der Blaufuchs. Donnerstag: Der König. Freitag; Peer Cynt. Sonnabend: Der Schöpfer. Sonntag; Der Blaufuchs. Monta Der Schöpfer. Denteohrs littnatler- Tlioarur. 3 U.: Mein Nachbar Ameise. Heute u. folg Tage TV, Uhr: Nachtbeleuchtung. Theater für Sonntag, den 23. Februar, Ccntral-Tlieater öle üose von Stacifiul. Deutsches Openihans 7 uhr: Martha.. PrIe7 Iii.« vorstell. Woche�umSount. I uul Montag t O.c Strom. Ab l.Milrz: Hasemanno Töchter Intimes Theater am Nqllendorfplatz. | BQIowstr. 6, Lützew 2303. Das RGU8 Foiiroar-Prcorainm. Oastspiei Salzer Erstklassige Spezialitäten. Theater FrledriehstraSe 218| Dir.: James Klein Aliabendl. VI, U. Sonnt. 3' /t u. 7'/. Die des 1 Grote VaTetd-Aus- stattungs-Schau. P. rsönl. Auftreten!| d. berühmt, dänisch. Filmschauspielers jVipgo larsea.! j Lucia Ulattnor> I als Lieblingsfrau, j I iL Horsten. Fr. Rauch 1 1 1(t arab. Springer, 1 1 v Pyram.-Dsrstell.| I Battys Bärengrupoe. I Chinesische Gaukler. I Sonntags 31/, U jed. I Erwachs. I Kind frei ll ( Theaterk- ununteibr,| geöffnet, f Dir.Sieqberf Qcidi'chmid) HARCtV HIGOI IHans Mierendorfl l7Abenteuer Diskretiorv Außerdetn: Lucas. Kap.!� Der verlorene Sohn FRIEDRICH iErsu�e's 0?®8© Alexandorstrnße 55 1 Künstl. Leit. C. Hctnziu:.| Mary Walter Llttge Carlaen Grete Bing Adolf Voigt Horwlt* u. Spiro Tony Ii. Schien Robert Steine). Ikenos Opercttenhau» Schiflbauerd 4a, Norden 281. 3'/, U.: Der Soldat der Marie. uh?: Pie Lüsche Susanne. Komische Oper 3'/. Uhr: Schwarzwaldmidel. Uhr: Pnlast-Theator 3Vi Uhr; Die Piccolomlnl. vu uhn Der Mikado. Sohlllcr-Theat. Charl. 3 Uhr: Die Braut von Messlna. Ti/, uhn taiilelbepg. Thalia-Theater 3: Unter der blühenden Linde un'r; Polnische Wlrtsclialt. Th. am XoUcndorfplat« 3'/, Uhr Eva, 7 uhr: Wo die Lerche slnot. NATIONAL s THEATER CBpenlcker Str. 68 8 Min. Jannowltzbr. Letzte Sonntag-Vorstellung voa 71/, Prinzenliebe Der größte Operettenerfolg dieser Spielzeit Freitag, den 23. Februar, 7'/, Uhr: Uraufführung: I ßJe KmOplippC. Burleske In 3 Akten von Leonhard Haskel. Musik von Walter Bromme. Vorverkauf ab heute 10—2 und 6 Uhr abends. Theater in den„Sophiensälen". SopMcnftr. 17/18. Donnerstag, den 27. ftebruet, abends 7 Uhr: Letzte»voltsvursteilunft b. kleine» Preisen (M. 3.-, 2.-, L— unb 70 Pf.) Kabale und Liebe. Sia bürgerliches Trauerspiel von Schiller, mtt erste« Schauspleiern der«Scnostenfchaft deutscher «ühncnangehöriaer. 1294D vornerf,: Sonbienfäle u.Theaterfa'ie Tieft. Aleranberrt. LeeBs VonrögsL üder Xunst veTSNstzItrt von KsrI Lcstesfler-Kruno Lsssirer t4.kedr., 7V,l.'lir, im lilindworth-ScdsrwenKa.ZssI LlltzowsttaSe 76, Karl Eärstsr ML8 SMen in Mschen Qärten mit vielen farb een Lich'bildern Karten zu 5, 3,50, 2 u. I M. bei A. Wertheim, Bote& Bock, �Verta�Bnmo��CasMre�jm�mj�erJHiendkasse�� Heute und täglich hl» 26. Februar Künstlerhaus Be,TS"r:r,,ße Heitere Abende Marceil Salzer Karten; Bote i Bock, A. Wertheim pnd Künstierhauf (Tageskasse 11—6 und Abendkasse ab 7 Uhr). Im Kasino; Allabennlicn: Tanz. ""Ttgnff SLOiizertilirclitioD Wotft<& Sachs, t?.urtgH itoeUiorensaal. Sonnabend 8. MIR,'.dt Uhr. III Liederabend Volks, und KlnderMeder_ EHBKteT Ajh Klarier: firun» Seniiot-«iDkiei. Kartei«. 4. 8, 2. 1 M. 0 Wertcim u. Bote ck Boek. Konzertleitung Hans Adler KliBdworth.Scharwenka.Saal Sonntag nachmittag V,5 Uhrt Musikalischer Vortrags zyklus Prof. Dr. Oskar Bie ». März 16.. M.. 30.„ Mozart Beethoven Strauß. Mahler Debussy Abonnements für den ganzen Zykfus(5 Vorträge) 15, 12 und 8 M. bei Bote& Bock u d A. Werlheim. 12745) Beethovensaal. Dienstag, 15. Pebrnar, 7V, Uhrt H. LIEDER-ABEND SEIcanor chlosshauer 2 Lieder von Schubert. Jenssen, Vollerthun, Qrieg. m V Am Klavier: Fritz Lindemann.— Kart, 5, 4. 3, 2, t M. 2 S hei Bote a Bo k, WertheP". Abendkasse. 3 5® Beethovens aal. Donnerstag, 27. Februar, 71/1 Uhr: u « Vortrag, HANS VORST l * 9, Der Terror4*. B_ Kart. Mk. ä, 3, 2, 1._ g S = B. b s — 0 X § r Beethovenaaai. Freitag 28. ebruar, 7Vi Uhr i V. Konzert mit dem Philharm, Orchester £y Jaacba opiwakowsky „Dos Klavierkonzert von Bach bU Brahma- Brahros-Abend Dlrig.: Camillo Hildebrand, t Karlen 6. s, 4. 5, 2 M. Beethov vnsaal. äonnabend, I. März, 7>/, Uhr: Klavierabend(verl. v, IS. Nov.) MITJA NIKISCH Sonaten v. Beethoven u. Schumann; Bach: Toccatta D-Moll: Liszt: Konzertetuue Des-Dur, Fantasia quasi Sonata.| Karten S, 4, 3, 2 M. Karten bei Bete& Bock, Werthelm, Abendk. gunlionsltcrtang let S» Potsbantez Strafte 134a Große Gesa misch au Mristea. Mm, WresßoMev ♦ Mittwoch, den 26. Jahr nur, 2»«:» % Vortvagscchend: HäÖOis BSitini'.Bl% ♦«gprch�nWs��Iaaacu. Boro erlauf:«turmbuchl/anbluag, Potsdam er Straft« 184 a. Oer pro»se Erfolg I 012 Lieiiilngslrau öes Hniinradsciid »itGunrsarToTiaes II. Ton rerfa*-t von Maria Luiso Droop Ü.T iCurllirswr.daram Vorver'ijinf; 12-1 d, Tair�skaase Freikarten ungültig «. Test Viert© Woche! U.T NoJJendorrulatyj Freikarten ungültig U.T Fried riciKiCraeäe Echwabemädle Mitstück in 3 Akten mit Ücsi Oswalda Carl Auen/: Geurfl JacuG Ü.T Alex auderpL, Welnb igswcg Pax atäterna ßas ErwaohendesSflkeffiiniies Ole Olsens Monumental- Film U.T Unter dan Linden, ÖchOneberg Oer Mitlionenbauer Volksstüclt in 4 AUUm nac;i dem itonmn von Max Kretzer flauptrollen; Konrad Drener, Ürlrud Wagner, Leo Peukerl Ü.T iichin.cxendor:er!»triii?i0 Dao �uqo das•Höizen Ein nsup: Abenbuer Joe Deeus. 4 l.kte mit Heinrich Schroth. Harry Fiel U.T Moritz üi atz, Hasenheide Oer FAann der Tat Spntuipifl m 4 Akten mtl Hanna Ralph. Emil Jnnniagt KammerdKispie�e Mozartsual Theater>/.: Der(iraf v. Luxemburg. 7'/. uhr: Geisha. Papda'i Lsitenspi»ng Lustspiel in 3 Akten mit Richard Afexander. Melita Feiri, Herbert Paulmiiiier Dsr Schmu K der Grufln tu neuus AbMteuer Arietide CarÄ'e, mit Kurt Götz und Ginetla Iraim üie.. Wocoel Porlsn im.-bch.mppjel Irrungen 5 Akte mit Kafrjf tiedtke und Ern.i Dcttsok Verf.: Hobirl Woymaei.«tszi«: H. Blebncli S? Canz-palaft Rheinische Winxertaubea Tätlich: Großer Ball."W Ball'Orchefiter t Heinz Scfamidt« Skandinavia ..raet�L Aleixanderplatz Paul Conradini— John May vom Zirkus Busch und das große Riesenproigramtn i Sinsakademie. i l.Milrz, ,8 Uhr: Heiterer und ernster Musfkabend der Kammermusik» Vereinigung der Berliner Oper |. S. Bach: Quodbbet, Ph. E. Bach: Flöten-Solo, Aozart: Dorfmusikantensextelt, Beethoven, Kakadu- Variationen, Schubert: Octe'.L 35/17 [ Karten 4, 3, 2 1 M. Bote ft Bock, Werthelm u. Abenak. BBtEattKS Konzertdir.; Robert Sachs, W 50 um,>» Blüthner-Seal. Dienstag, 25. Febru.r, 7'/, Uhr: 1 HANNELORE ZIEGLER! PSffana zu Beethoven. Chopin, Kreisler, DitjCUC iCiliZiv R«chn;arinof�t Lunner, Strauß. Karten M. 2 bis IC; Bote& Rock u"d W•> rthelrr. J>« ist «inerttag, 27. Februt abend» 8 Uhr: örgelUonzcrt! Walter Fischer 1 Mitw.: Frieda Siewert- 1 i Michels(Sopran), Hertha j } Jahn'Alt), Heinz Beyer! (Cello).- 13010 1 Eintritt frei gegen Eni- , nohate eines Programme I rrss ctreu»Tft dkut- HohenzoSlernoSäSe gr&Stes a. schönstes Ballokal I. Moahit, Eaniieislr.lö Straßenbahnverb. 3, 5, 6, 7, 8, 10, II. 12, 15, 21, 23. 24, Q., W, Ür Rutschbahn Größte Sehenswürdigkeit Täglich großes Wimer-, Bauern- u. Alpenfest 2 erstklassige Orchester(18 Mann).. Eintrittspreis mit Ausnahme vor. Mitiwoch, Sonnabend und Sonntag 2,75 51,|' Jeden Mittwoch und Sonnabend: Großer PrelsmaskenbaH Die schönste und originellste Maske M. 50,— In bar, sowie S weitere Preise In Höhe von M. 10,—. Nach>)•/, Uhr eigene Beleuchtung w T"• Beginn 7 Uhr. y Chauneeatr. 110. PaalMsniliefsLiisiig.SäBgEr Anfang der Vor- sfehung 57, Uhr. Nachd.: Famlllen-Kiilnzchcn. Von 4 Uhr ab: GroBer Ball. Admiralspala.t. Täglich 77« Uhr, Sonntags 4 und 1 Uhr: Die Novität! j BS Tanz-Revue._ I uroßes Divertissement. Außerdem; Prinzessin v. 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Ich suche Miinner, die mit mir entschlossen sind, die 1 Drenzen de» Vaterlandes zu oerieidiaen: Ssstziere, j " lere und Mannschaften aller Waffen, dt, Heeres Ilarine. Ich rechne desandr Ich rcrune auf die i, die in den Iah bnder» auf meine alte Möwebes, ' die sungen Miinner In ganz Deutsch Jahren iülB und 17 in zahllosen Ku- r; RelaM OSIBep Fürberel und ehem. Weachanstalt Bln.SOI6,Runcestr.l8a Fernsprecher: Batterie Setmüt! Freiwillioen-Batterie des FuBartillerle- Bataillons 26, Landsberg a. W. stellt grdicnte Leute aller Dafsengattungen>md aller Dienstgrade ein. Belonders werden Fernsprecher, Handwerker und ehemalige flusiartiUeriftrn gesucht. vrkanute Bcditigungr»: ftamihenunier- ftühung, BersoigungZanlprüche nlw. Kameraden, denen der Schutz unserer Ostmark und die Wahrung unserer nationalen Thre gegenüber seindiichen Uebergrissen am Herzen , liegt, wollen sich vaidigst bei der Batterie Schmidt. LandSberg a. W., Schteii- graben ii, meiden 1271D* Jntouderheil erWarle ich von den ehemaligen Kameraden der Fulsartill.-Batterie US und des Fu|>arttU.>Ba»atUonS 5v, daß sie sich in aller Treue und Kam«radichat> hinler ihren langjährige» Führer stellen. Schützt Eucb selbst mSpaiMusI Fernsprecher, Blinker, Funker, Oftiziere und Einjährige, Infanteristen, Kavalleristen, Ärtilieristen, braucht sofort die Brigade Reinhard (2. Oarde-Infanterle-Brigade) Hegt, KuhlwHn(Mob. t. Garda-Rgt.». F.), Regt. Roosen, RegL Wiuterfeld(Mob. Gaxdo-Artülerie-Regt.) Hiuptwerbebureau: Berlin-Moabit, Neue» Krlmlnalcerlcht, Rathenower Str. 79 Kautabak In Rallen nnd Stangen aus reinem Tabak. Zigarren Zigaretten jeden Posten an Wiederverkäufer abzugeben in den* Zigarren-Geschälten (Abteilung en gros) I Frledrichstr. ÄZ(»all. Tor), Alexandertir.9(beiDi Pol.-Pr.) IOU fflark Belohnung zahl« bei Kontrakt- abschlusi einer Zwei-ffttitMer- i> n G ( I SrfsMldt, Hanplmann u. Batieriesührer. Fahrscheine erteilen dleBahnhosSkommandanturen «KM Freiwillige aller Dienstgrade und aller Truppengattungen zur Grenzwacht und Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung stellt ein das Feftungs-Freikorps Thorn. Mobile Löhnung u. Verpflegung. 5 M. Tageszuiage Bebinguneen: Vollständig eAusbildung.ordnuna». mähige Emlaffungspapiere, gute Dissziplin, Ne- gierungstreue, vaterländische Sesinnung. Meldungen fchrtstllch oder persönlich deim Geschüst». Ummer des s5estungs-jtsreikorps Thorn, Wrangelkaserne. iZlkkD» Für den Solbatenrat Der Gonoernenr gez. Conrad!, ge». Croddeck. Keneralmasor. MM Wehieiils MMe i» iieii Moeii: Sei tMMMMkil S.M-Z>WSI>!! deren Ausgade e» ist unser« Heimat gegen die Polen zu schilhett. �L�««pfliehiung für den Drenzschuh Oft Mobile Löhnung, laglich ö M. gnlage. Die gulage erhöht sich ans täglich ö M., wenn nach stattgefundener Ausbildung UebertDelsimg zu einem Freiwilligen-Verband erfolgt ist. igine bestimmte Ausbildungszeit ist nicht sestaesegr. ifin- stellung In einen Freiwilligen-Verband erfolgt se nach dem Äusbildungsgrad de» einzeineu. Freie Verpflegung, Js Unterbringung und Bekleidung. I f 2. Unbedingter Gehorsam gegen die von der Division elngefcften Vorgesetzten. 3. Ausbildung nach den Erfordernissen der Lande«. oerteidigung. 4. Nne durchaus gesunde, krästta« und regierungs» treue Männer jeden Stande» und»teufe» werden angenommen. Mlndestalter 18 Jahr. 5. Vierwöchige gegenseitige stlliidigung. Bei schweren Verstößen tann sevoch sofortige Snllaffung von der Diviflon versllgt werden. Im übrigen ist das abgeändert« Militär strafgefetzbuch maßgebend. S. Dienstzeit rechnet dementsprechend Versorgung»- ansprüche. 7. Werbeftellen find eingerichtet in den Sebäuden der Bezirks kommanbo» Frankfurt a. 0.,»oibeitbetg, Land,- betß a, W.,(Buben, ftottbuo, Araffen, Kölau, in Küftriu, Berliner Str. 6, Gebäude der Kommandatur u. gAUchan, Meideamt. illgoD' D«r Solbatenrat. 8. Dnl.-Ololstoa 1a. Nr. S80. Freiwillige für M.-G. Die 5. Infanterie�viviston stellt etne Maschinengewehr. Abteilung auf»rnstenogen auf. 1289$ Maschinengewehr- Unteroffiziere unb schätzen melben stch bei der». Zafaulaele-Vlsiston Arantsuet a. O., Wilhelm- plah tt. 3. Infanterie- Division. wohnung int Osten. - Wichmqnnstraße 18, iöarroi, 36/Ö Untiro 1 und der sr Sl lantc»WWWU schriften Ntir ihre vaterländisch« Gesinnung versichert Hadem Jetzt tan» die Tat sie beweisen. Ich roch»- auf jeden guten Soldaten nnd Matrosen. Der Stolz de» Freikorps Dohna soll sein: Dem Vaterlande zu dienen in alten, deutschen Soldaten- tilgenden, in Ordnung, Treue und Gehorsam. Graf z« Dohna I 1251$» Sornattentapllän. Annahmescheine werde ich persönlich unterschreibem j Meldung iel mir in Sazan, Artilleriekasernc. Freie Unterkmtst nnd Verpflegung, mobil: Löhnung null 5 M. tägliche Zulage. Militärpapiere und möglichst Gnilaffungsanzug mit- bringen, für letzteren erfolgt Bezahlung. Für Eisenbähnfahrt Mllitärsahrschein bei der nächsten Militärbehörde, oder Fahrkarten nehmen. Neifeunkosten werden ersetzt Abzeichen de» Freikorp»: Fliegende Möwe am Kragen. Wer selbst verhindert ist,(reiwillig einzutreten, aber gewillt ist, eine Werbestelle für da» Freikorp» Dohna an- zunehmen, wird gebeten, mir schriftlich seine Adresse s .mitzuteilen. Musiker gesucht. s für ein in Berlin dleidenbes Dawachuugekommando werden sof. Berufsmusiker aller Instrumente gesilcht. Immobile Löhnima, 5 M. tttgl. Zulage usw. Neben- verdienst. Meidnnge» von 2—5 bei 11833 Mufitlcitcr Brnmelow, Chodowleikistr. 15, freiwillige vor Für den Grenzschutz tn Ostpreußen«erden Flak- sorntanonen misgestelft. 1W>1Z "UR im ganzen kstelch meldet Euch zahlveich zum freiwil- Ilgen Eintritt unter den bebrunten Bcbingungcnr Mobile Löhnung, 5 M. täastch« ffröiwMZlnzuiage, Verpflegung, Urlaub, Bersorgung und so weiter. Gebraucht«erben Infi orgung ioranlerofkltziee« nnd 'W -jnannfchafien, Fahrer, Kraftfahrer, Fem. itw IWWWWWWWWWW:, Fe Stechet, Barrr.-Schlosser m Handwerker jeder ArL Anständige Gesinnung und unbedingte freiwillige meldet Euch zum Schutz Ostpreußens bei um* TrefwilKgen-Sshadron 2. Garde- Dragoner• Regiment Berlin, Blücherstraße 26. lligen-Korp» ein halbe» GIckgewisid weißem Metall auf jeder Seit« des Kragen». Fahrschein« vom Vtjlrkskommanbo ausstellen lasten. M llliärpapiere und Uniformstiicke mitdringenl Anmeldung auf dem Geschäftszimmee der Flakab- teilung 1 de» ostpreußische» FreiwUIgeu-Korp« in KönixsborZ it. Pr. Ottotarschule an der Samitterallee. Prang», Hauptmann unb Kommandeur der Flaiabteldmg 1 de» ostpreußischen Freiwillgen-Korp». Vollz»g»rat I. A. K. B o«». Von fetten de« stellvertretenden Generalkommando» für den Thrf des Deneralstabes. von Weiß, Major im Generalstob«. Ehemalißk Wnim und Freiwillige(Schüler) für „Grenzschutz- Ost" stellt zu bekannten Bedingungen»int 4,(Grenzschutz-jKomp. Pionier-Vat. Nr. 23. Haupim W inkler, Puppen(JTr. Ottelsburg). Schriftliche Meldung on: 4.(Srenzschutz-)Komp. Plouier-Bat. Re, W, Puppen(Nr. Ortelsdurg) lllböD* Hl 1 Eiserne Eskadron Wimm nfetn WM. HlßneeiellitKeii! Jernspreeher, Mer (TunkEnneeiiamher)«. Ilinher 1(Unteroffiziere und Mannschaften) filr den Fernsprech», Funker- ' und Blwkdienst in Draudenz, Sülm und Umgebung gesucht. MobN» Löhnung und 5.— M. täglich« Zulage. Sonstige Bc» ! dingungen wie für den Grenzschutz Ost.— Technisch und prak- tisch gut ausgebildet« Leute wollen sich meiden. Benötigt werden besonders Mannschaften, die im Bau von permanenten Leistungen und im Arbeiten au unteridischen Kabeln bewandert sind. Ebenso werden Fahrer benötigt.— Meldung— Militärpapier« mitbringen— bei der Aeftungk-Zernsprech-llfb. teilung Granvenz, Rasernemen«»»» Piouior-Ball. 23, Zimmer 80.— Fahrscheine täuneu bei der nächsten Militärbehörde angefordert werden. Im Auftrage de» Gouvernement» Graudenz Suthmann, Hauptmann und Festungsnachrichten-Kommandenr. .„..MOle 1-... D?S M-sseg. 341 ( ruft Euer alter Negimentskommtmdeur noch einmal zum Kampf, um die bolschewistische Walze au unseren Oft- s grenzen aufzuhalten. Ich brauche Euch wohl nlchf die (Srvsse der Gefahr klarzumachen, deshalb tretet geschloffen sreiwillig zu den bekannten Bedingungen nochmals in ! Euer alte» Regiment, da» jetzt den Namen Detachement Weyergang U itöfealde't(avaiIelIe.5chgt�a-tZ>llsIfifi venütix» noch dringend für den Grenzschutz Ost I. gediente Handwerlver,Schuhm«cKcr, Schneider, Settier, Beschlagschmiede. II. gediente Kraftfahrer, stleehanilter und Schlosser zur Aufstellung einer Kraftwagen- kulonne, Fahrer mit FGhrung«schelnen 2 u. 3b. liebliche Bedingungen. UlHElplinierte Trappe. Uniform und Wilitärpapiere mitbringen. Fahrscheine we.den von der nächsten Mlllttr- dienstslelle ausgestellt 198/4* Werbesteiied.EisernenEskadron Berlin- Witmersdorl, Ktiscralicc 1-12, Zimmer>8. New deutsche Gebiete de» Osten» sind mehr denn se in der ichwerften Defahr! Bis auf wenige Kilometer stehen die Polen ' vor deutsche» Städten, wie Schneidemiibi, Bromberg und Thorn. Sie verlanoen illä.! nur Posen und Äefwreußen. sondern auch � Teil« von Ostpreust-N und Pontmer» für das neue pslnische öieich. Wie bort gehaust haden, wo fte gewaltsam w beut- ich es Land eingedrungen sind, könnt Ihr täglich in den Zeitungen lesen. Jeder, der nicht will, daß deutsch« Brüder und Schwestent. tieuriche» Land und deutsch« Arbeit weiter vergewaltigt werden, s der komme und helfe un». 1288$ DflsUHiühtaiiiCtt« Dilti Himt imtetfleiien! Gedient« Kaoalli anderer Waffen Grenzschutz«» Ost oallertsten nimnu U! al» Freu und am M.-®. ausgebildete Leute unter den bekannten Bedingungen des reiwkllige ans da» ßkenttöMeiitotem m ineröe Freihen vor, ZMllger(SeuNSritsSes) Ar. Z. öromberg. Wir oon der Marwe wolle», ebenso»i,»»»nsere! tapferen Armerkvmeraben schau getan haben, UU» der i licgieruaz zur Beeiiizanz steilen.■ «s wird jetzt ein Regiment mffqesteltt, da» der Garde,«a»allerie-Schüzen-Dioifi<,niaD!tpu»at!a«gitrbeei. wird, Abzeichen: Silberner Anker suk äain Xragen. Bedlngunaeit: Mobile» Gehalt bqw. Löhnnna.\ 5 an. tägliche Zusage; freie Untetfunft, Verpflegung und Ausrüfwng. Verforgungsanspriiche wie bei a r t t v« n s ! Truppen im Krieg«. j Aktiv» Mariaeangehörig« werden nicht au» dem! \ Marinedienst entlassen,(onUetn ucebleibeu tn ihm. M An Unterafäziee« und Mannschaften der Marine- i j truppen, die van s-eudiger Hillgaue für da» Vaterland{ I beseelt und gewillt find, straffe Disziplin zu halten, ergeht die Aufforderung zum Eintritt. 1291$ j Schriftliche und mündlich» Meldungen an die kkkiMlüges-Zeottalk öer KarSe- Kavailerie- Schätzen- Division, ZGP" Berlin,!Vttpnberser Str. 70/71.| Auswärtige erhallen geelfahcfchem. Ktarineregiment IfCadtung. führt, soweit e« Gut« häuslichen Verhälwijs« gestatten, ein. Ader mxh ander« Kameraden find herzlich willkommen. Entlaffungsunisorm, die in Geld vergütet wird, ditte ich mitzubringen. Meidung bei der Kommandanttlr w Kown». Fahr- '" die Militärbehörden tn der Heimat au». Weyergantk, Ob-rstleutnanL scheine stellen lSLdv- KukeWUisgslLge! In Wilmersdorf haben wir et« moderne». 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Aber bemußt und mit dem Gefühl des Berufcn- seins haben die örtlichen Verwaltungen bisher nur in geringem Maße Kultur zu fördern und zu schaffen gesucht, und wo sich der Wille dazu zeigte, verdarb häufig unsachliche und dilettantische Be- Handlung den Kern. Dies sollte anders werden, wo nun auch in das Gcmeindeleben ein neuer Geist einziehen und mit neuen Wah- Icn eine wirklich neue Zeit beginnen soll. Denker, Künstler, Lehrer und Führer des Volks und alle die Ungezählten, für die es über d;o bloß Leibesernährung hinaus noch Dinge gibt, hoffen mit In- brunst, Kultur nicht länger Stiefkind sei, daß die Gemeinde als ihr Sprecher und Förderer auftreten werde. Ist es jetzt Zeit, darüber zu reden, wo solche Fragen wie die der Ernährung so im Vordergrund des Interesse? stehen und stehen müssen? Ja, cS ist an der Zeit, denn alles, was bei der werdenden Neueinrichtung bedacht sein will, muß sich regen. Nachher ist es zu spät. Das Vo tShauSl— ES muß und wird eine Zeit geben, da allgemein das Volk für sein Gemeinschaftsleben einen Boden, ein Heim hat und darin nicht mehr angewiesen ist auf Alkohol- und Verkebrszwang, auf Genehmigungsgnade. Das Volkehaus— Symbol der Bürgergemeinschaft! Laßt uns ein VolkShaus errichten anstelle des üblichen Kriegerdenkmals, ja selbst als ehrendste Ehrung für die Gefallenen. Nicht da? Dutzend» denkmal in jedem Ort— dafür unter Beteiligung der ganzen Ge- meinde das Volkshaus mit Versamlmungs-, Vortrags-, Theater- und Konzerträumen, mit Sitzungszimmern, mit Flüge! und Kino- Einrichtung, mit Volksbibliothek, mit Herberge für jugendliche Wanderer und allem, was Gemeinschaftssinn sich erfindet. Es er- bebt sich als Einzelhaus oder Kompler von Gebäuden in einem Garten oder Park. Es kann auch das Ortsmuseum enthalten oder eine Sammlung ortsgeborencr oder landschaftlicl>«r Volkskunst, der Produkte der eingesessenen Industrie. Die Betriebsunruhe des Rat- hauseS gehörte vielleicht nicht dahinein. Verhungern und verdursten braucht man nicht in diesem Hause; in den Streit zwischen Alko- holikcrn und Antialkoholikern will ich mich hier nicht mischen. Es gehört kein Gefühlsüberschwang dazu, um sich die Bedeutung und Schönheit eines solchen friedlichen Werks vorzustellen. Es gibt vielerlei Arten, eine solche Einrichtung zu finanzieren. Der Ge- danke ist nicht neu und wohlfundiert. Ein deutscher Volkshausbund arbeitet seit einiger Zeit in der Richtung; manch? Gemeinde in Deutschland besitzt schon ein Volkshaus, in der Schweiz und in nördlichen Ländern gibt es viele Verwirklichungen. Die Volksbibliotheken und Lesehallen müssen er- KnU* Bedeutung für die Gemeinden gewinnen. Zwang ihrer Ein- richiung für die Gemeinden; Position im Gemeinde�Etat, Größe je nach Größe der Gemeinde; staatlich« lhnterstützung; fachmännische idealgesinnte Leitung: getrennte Jugendbücher«!; vielseitige und gro'-zügige Bücherwabl; Lesehalle; Lesehalle für Tageszeitungen. sonst abr keine lleberslutnng durch wertlose TagcSlitcratur; Kurse » nd Vorträge; AuSkunflSstelle für Ratschläge, für Einführung und Wcgweifung in die Materien; schnelles und müheloses Erhalten des gewünschten Buche? bei geeigneter technischer Verwaltung und gut geschulten Angestellten; Einheitsbücherei, die wissenschaftlich« und populäre Werke zu gleichen Teilen berücksichtigt; Herausgabe eine? zweckentsprechenden Ratgebers.— Ziel des ganzen: Vertiefung der Bildung und Erweiterung des Gesichtskreises, nicht Verflachung und Einengung. Für die Theaterfrage bestehen Vorbildliches oder Ansätze in den Volksbühnen, in der Durchbildung der LandcS- und Stadt» tbeatcr, im Wandertheater. Da dies« Kulturfrage gerade im Flusse ist, mag eine eingehende Erörterung zurückgestellt werden. Die Schule wird in ihren Grundzügen vom Staate festgelegt. Aber es wird von dem Kulturwillen der Gemeinde abhängen, ob die Jugend freudig wallt, zu freundlicher Stätte, in festlichen Hallen, oder ob sie sich in kahle, karge Räume zusammendrängen muß. Es wird von der Gemeinde abhängen, ob sie über das staatlich Be- stimmte oder Gewährte hinaus für besondere Zwecke Mittel zur Verfügung stellt; etwa für ein Schulkino, für Anschauungsmittel und Apparate, für Frühstücksmilch und Wecken, für festliche er- hebende Veranstaltungen, für den Künstler der Sprache und der Seele, den Rezitator, um den sichjjon Zeit zu Zeit die Jugend sammeln darf, um der deutschen Svra�e Lobgesann aus seinem Munde zu vernehmen. Eine kleine Kunstsammlung sollte an jedem Ort sein. Gemeinde und Jugendpflege, ein anderes großes Ka- pitel, dessen Grundzüge aber gerade jetzt eine so ivesentliche Um- gestaltung erfahren werden, daß solche beiläufige Behandlung wie hier die Frage nicht lösen kann. Immerhin ist zu sagen, daß die Gemeinde der Jugend dienen muß mit Spiel- und Sportplätzen, mit Heimen, mit Bädern, mit Büchersammlungen, mit Ruder- und Segelbooten, mit Wandererherbergen und Landheimen. Zu kost- spielig? Nein— Kapitalsanlagc! i Gemeinde und Baukunst, abermals em großes Kapitel, jedoch ästhetisch, kulturpolitisch so ernst, daß auch das hier nicht im Vorbeigehen abgehandelt werden kann. JodensallZ sollte es nicht dem Maurermelster, der in der Gemeindeverwaltung sitzt, über- lassen werden. Hier ist, wo der ernst strebende Baukünstler fehlt, Anschluß bei der großen modernen Architektenbewegung zu suchen. Die Baukunst erfordert die Befreiung des Bodens, die der So- zialismuS anstrebt. Schon bisher erlaubten Erbbaurecht und Erb- iniete die schöne Verwirklichung der G a r t e n st a d t und Garten- Vorstadt, gewährten den Besitz der Sckolle für den Aufwand einer geringen Jahresrcnte, mit Ausschuß aller Bauspekulation. Die Erfordernisse des Friedens haben, die Idee noch zum Wachsen gebracht, sie bat besonders gewaltige Erweiterung erfahren durch die Notwendigkeit der Ansiedlurg von Millionen Kriegesbeschädigter und zurückkehrender Soldaten. Dies ist ein Feld der Gesundung Eine reiche Literatur der Erfahrung liegt vor, hinabreichend bis zur kleinsten technischen Einzelfrage. Wieviel kann ein« Gemeindeverwaltung zur Hebung der Qualität der Waren tun und gleichzeitig für die Hebung des privaten und öffentlichen Geschmacks! Selbst an kleineren Or- ten. Ein Rathaus sollte ein« Mustersammlung anständiger Hand- werklicher Arbeit sein— eine neue Renaissance! ES wird auch am Willen der Gemeindeverwaltung liegen, ob das anständige Hand- werk am Ort ermutigt wird. Einsichtsvolle Gemeinderäte werden auch die Pflicht erkennen, daS Volt in jeder Beziehung kulturell zu hebert. Die Verwaltung kann Ausstellungen veranstalten, z. B. moderner, billiger Möbel, anständigen HauS- rats, geschmackvoller billiger BrautauS st attun- gen usw. Sie kann Typenmöbel schaffen. Sie gibt dem Brautpaar, das sich zum Aufgebo! meldct, einen Merkzettel mit Ratschlägen für die WohnungSauS st attung in die Hand, dem Mädchen beim Verlassen der Fortbildungsschule oder ähnlichen Gelegenheiten. Tausende ander« Gelegenheiten bieten sich, zur Sachlichkeit zu erziehen, Geschmack zu wecken, Ge- danken in die Volkskanäle zu leiten. Meviele Kräfte liegen brach in jeder Gemeinde! Von Schutz der Landschaft und de» Ortsbilde» ist oft die Rede gewesen, wenn nackter Erwerbssinn zerstörend eingreifen wollte. Gesetz« und Verordnungen bieten eine Reihe von Hanithäben für den Schutz, doch vielfach so verklausuliert, daß eine gewiegte McHPHcitSrligue im Ortsparlament sie für sich»rodeln kann. Hier ist unibsdingt das Gewissen zu schärfen. In bezug auf Landschaft und Ortsbild— und leider in so vielen anderen Bezügen— ist jene falsche FreiheitSauffassung zu bekämpfen, die unsere Hand bindet gegen offenbar« Schweinevoi. Mögen wir uns ärgern, ja möge alles verungeniert werden— wenn nur der eine Mann auf feine Weif« sein Geschäft machen kann! Möge die Jugend versimpeln im Kientopp— wenn nur der K.errtoppmann, losgelassen mit einem wilden SpekultionSstnn auf die nnmündi- gen Kinder und Frauen, feine Börse fiUktl Die« muß sich von Grund auS ändern. Ein heikles Kapitel ist die Kunst in der Gemeinde. Daß sie Geld dafür ausgibt, ist gut; daß sie sie aber bestimmt, ist»reist vom Hebel; Geld hergebe» und sie frei wachsen lassen, sie in Händen einsichtiger Sachverständiger zu lasse», da? ist daS Ideal. In vielen Fällen schafft in den Orten private gemeinnützige Im- tiative wagemüti'g das Neue, Gute. Dem sehe die Verwaltung väterlich wohlwollend zu, springe bei, Wenns nötig wird im Werden guter Dinge und ein Stocken im verheißungsvollen Laufe droht. An meinem Ort« im kulturell ungünstigen Osten Berlins ist völlig frei eine Kunstgemeinde gewachsen, die im Winter zweimal monat- lich eine Menge zu edelstem Genuß versammelt, zu Darbietungen feinster, innerlichster Kunst aller Gattungen, zu Eintrittspreisen er- möglicht, die die Berliner Preise drei- und vierfach unterbielen, in einer wundervollen Intimität, die die großen Verhältnisse Ber- linS nicht kennen. Dergleichen anzuregen, zu ermuntern oder zu unterstützen, wäre auch gemeindliche Kulturpolitik. Noch einmal: Ist es Zeit, über solche Dinge zu reden? ES ist drinaend an der Zeit! Wir wollen nicht hinein inS Neue, ohne uns auch mit einem Tropfen geistigen Oels zu salben. Wir wollen mehr als das nackt« Leben, wir wollen Kultur I Und jetzt ist cS Zeit, darüber zu reden. Denn wir müssen die, die wir wählen sollen, auch fragen: Ist dein Standpunkt hoch genug, daß du die Tragweit« von unseren kulturellen Forderungen überschaust? Kannst du dich über dein engeres Interesse zu allgemeinen Ge- sichtSpuntten erheben? Denn daS soll auch in unserem kleinen Gemeinschaftsleben nicht mehr vorkommen, daß die Blödheit triumphiert und die Kultur trauernd zur Seite stehen muß! Theater üer Woche. Volksbühne: 23.. 24., 27..Luther". 25., 26., 28., 2„Gas*, 1.„Wilhelm Tell*, 3„Armseliger Besenbinder".— Opernhaus: 28.„Meistersinger", 24.„Troubadour", 25.„Josef in Aegypten", 26.„Fledermaus", 27.„Othello", 28.„Maicnkönigin", „Gärtnerin au» Liebe". 1.„KönigSkinder", 2.„Freischütz".— Schauspielhaus: 23., 25., 27., 2.„Kreuzelschreiber", 24. „Heimat", 23., 3.„Othello", 28.„Peer Gvnt", l.„WallenstcinS Tod".— Deutsche? Opernhaus: 23.„Martha", 24., 27. „Tiefland", 25.„Lustige Weiber", 26. u. 1.„Cavalleria rusticana", „Höllisch Gold", 28.„Wildschütz", 2.„Carmen", 3.„Tote Augen".— Deutsches: 23.„Hamlet". 24., 25., 26.„Und das Licht scheinet in der Finsternis", 27., 1., 2., 3.„Wie es euch gefällt".— Kammerspiele: 23.„Der Sohn", 24.„Michael Kramer", 25., 27., 28., 1., 3.„Fasching", 26., 2.„Narrenspiel des Lebens".— L e s s i n g: 23., 24., 26., 2.„Blaufuchs'ß 25., 27.„König". 28. „Peer Gvnt", 1. 8.„Schöpfer".— Komödienhaus: 23., 26., 3.„Die fünf Frankfurter", 24., 1.„Tanzende Nymphe", 25., 27., 28., 2.„Erdgeist".— Königgrätzerstraße: 23., 26., 1. „Musik", 24., 25., 28., 2.„Wildente", 27., 3.„Totentanz".— Kleines: 23.. 28.„Liebelei". 24., 27..Jettchen Gebert". 25. „Henriette Jacoby", 26.„Hans im Schnakenloch".?lb 1.„Der Revolutionär".— Schiller Charl.: 23.„Alt-Heidelberg", 24. Konzert, 25., 27„ l., 2.. 8.„Tie große Pause", 26., 28.„Anatol".— Nollendorf: 23., 25., 27, 1., 2.„Wo die Lerche singt". 24.. 26., 23.„Juxbaron". Täglich: Berliner:„Sterne, die wieder leuchten".*— K ü n st l e r:„Nachtbeleuchtuna".— Residenz:„Das höhere Leben".— W a l l n e r:„Geisha".— Kleines Schauspielhaus:„Die Büchse der Pandora".— T r ia n o n:„Der gute Ruf".— T h. d. Westens:„Lustige Witwe"; ab 1.„Madame Sberry".— Lu st spielhauS:„Spanische Fliege".— Thalia: „Polnische Wirtschaft".— Komische Oper:„Schwarzmädel". — Neues Operettenbaus:„Die keusche Susanne".— Friedrich-Wilhelm st."„Hannerl".-A Theater d. F r i e d r i ch st.:„Drei tolle Tage".— Palast-Th. a. Zoo: 23., 24., 27.„Mikado", 25.„Die im Schatten leben", 26., 28. „Troubadour", 1. Geschlossen, 2., 3.„Christus". r-tobber� anmal. f. prei-uv. An�ebotr ÄompL gedieg. eichene Schlnlzimmcr M. 1950, Ferner;Speisc-,iicrrea- u. Schlafzimmer, Küchen, Polstermöbel, gr. Ain-w.— Aus Wunsch Zahlung-zerlcichterung. A u ti>l. BrücKenstr.2. 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Lehmann, Alfred,««-«-». geb. 27. 10. 87 zu Berlin. lepczpsfel, Max,«r-veu». geb. 16. 10. 90 zu NIederhaUn. Milkea, Karl,®�une», geb. 5. 7. 98 tzu Berlin. Richter, Otto, geb. 26. 4. 80 zu Berlin. Scholz, Mai, Gürtle». geb. 20. 2. 83 zu Berlin. Schnr, ksorg.«*«»»«, geb. SO. 12. 88 zu Berlin. SchMrzkopk, Emil,«rfctt«, geb. 6. 12, 88 zu Berlin. SSllner, Karl, geb. 5. 1. 88 zu Berlin. Studimann, Willi, Werkzeugmacher, geb. 2. 3. 88 zu Rizborf. 127/8 VI, OrlaDenoalntnn. II Zentialverband der Steinarbeitrr Deulld)!. Zahlstelle verlin. iven Milgliebern zur Nachricht, baß unser stollege, der Steinmeß Lemsnii Utting« gestorben ist. «hre seinem Anbenken l Die Beerdigung findet Montag, de» 24. Februar. uormiltag» II Uhr, von der Leichenhalle d. El. Andrea»- i Friedhofe«, in Wilhelm». berg, au« statt. 17| II | Um rege Beteiligung ersucht Die Ortaoerwaltnng. ikuildKr Ifletaliarbcitcr-Pcrband Aerwaliungsstelle Berlin. Nachrufe. D» starben: Otto Rergachmldt DUriler. gorirborfer Str. 10, am US. b. 31 127/7 Oeorp Palm Opnfet, ffiütliget Ufer 1. am 16. b. M. Albert LRcb Rohrleger, NeulSlln. Sieg- iriebslraß- 43, am 10. b. M. Georg Fletsch Dreher. ßidjtenbera. Alt- Boxyagen 31, am 11. d. Ä!. Ella Seidel Arbeiterln, LoHmüHlen- slratze 51, am 14. b. Mts. Ehre ihr«» Andenken! Die Vri»«ern>nltt»ng. Am 20. Kebruar starb nach kurzer Nrankheti mein iNnlggeliebier Mann, unser guter Vater und Tchwleger» vater, der ehemalige Reftau- kalkur!478b Panl R3hr im Alter»UN 58 JaHrrn. Die« zeigen tlefbeirlibl an l.ui«o»Sbr eeb. iiarbatb nebst»inbern. Ahldecker Str. 15. Die Beerdigung findet am 25. 2. 19.. nachm. 4 Uhr. vom Gilas-Uirchhof, Nieder- Schbnhausen-Nordenb au«. Naib Anläßlich de« deutickek tiuchdinäer- Verband. Zahlstelle verlin. Unseren Milaliedern zur ..aurigeu Aomrichi, daß unser langjährige» Nu- traurigen unser 10.«... glied, der Boidschiiitttnacher Georg Pctrlch nach langem Leiben ver- starben ist. Ehre seinen, Andenken l Die Einäscherung findet am Dirnotag. den 25. Fe- btuat. nachmiiiag»20,Uht. im Ziremätorium, Baum- schule nweg, Äiesholzstraße. statt. 25.1 Zahlreiche Beteistgnng er» «artet l»e OrtorrrNoltunit. ÄM Donnerstag, de» 20. Februar, starb an üitngem'nizlincrang unser lieber Kollege und 3)»t> arbeitet der Schrlftießer Karl Hamann im 42. Ledensjahrr. Ehrend geben» seiner Do» penjon»! Oer Firma Otto v. Holten, Berlin. Beerdigung: Montag Iben 24. Febr.. nachm. 3'/, Uhr, in Tempernof, Gemeinde- �linstkmesrsNs iür 1131.- klsmme- Hestattnng. Uonrenlooo Beratunx. Beerdigungsinstitut Th. Steinrück. Hauptgeschäft Ziej-eUtr. 2, Nähe Bhf. Friedrichstraße - Tel. Norden.35.- 1. Zaelfgeschait: Kontslr. 86 b Tel. Wilhelm 808, 2. Zw iggeschäf'; BrunnenatraBc 185 Tel Norden 118. Keine Vorauszahlung. | In 7facher Miete I. Syvothek 180000 Morl auf oalloermietete« Hau« in der Botabamer Straße ver l. I V. 1919 gesucht. Feuertasie: 210 000 M. I Isr. Sclimldt LAiino,« ! beipllger Str. Ii!. Bcke> Mauerstr. Zentr. 12600/03. Bekanntmachung betieM öle HemoQblen iür sioDtcetotönetra- cettsasnüüng in Sellin. Ustm»«ngnahm, aus die Bekanntmachung»»m sst Fe» bruar d. Z, betreffenb die genannten Wahleig bringe Ich hier. durch zur Uffemllchen Rrnntnt«, daß nach fttloß jener Bekannt- 182 220 machung folgende Abänderungen notwendig geworden find! A. 9» sind nunmehr ernannt im fittnraibrftt?! 8 zum Wahlvorsteher: Herr Blickertnstr. Wernstke, Roßsir. 8, 34„ Etelloertreter: Herr Handelsrichter Atrrander, Matthäiklrd.stt. 1. 38» Stellvertreter: Herr Dr. Böhme, st>lrsllrstendamm248. SB,,.�ert Suuftn. Erünkiz, Schill fix, 17, 64.„ Herr Bankbeamter lliiem, Alvens- lebenstraße lls, 67, Wahlvorsteher: Herr Ingenieur Segdtcke, Manstein- straße 4. , Stellvertreter: Herr Bezirksvorch-Stell». Flnheisen. Göbenstr. 13, 88„ Wahlvorsteher: Herr Kaufm.Schreqer, flog bachfir. 13, 117,, Herr Bezirlsvvrst..Elell!>. Hetting, Wilmsstr. 22, 127,, Herr Eigentümer Brennecke, Urban» sträße 137, 128,. Herr Äiempncrmstr. Reich, Zahnfir.2, „ Stellverrretee: Herr Fachlehr. Schneider, llrbanstrDO, 163, Wahlvorsteher: Herr A:men-llomm.-Vorst. Grubbe, Oranienstt. l, « Stelloertretee: Herr�hotogra' � , Herr Bäctermsrr.Naß, OppelnerStr.48, Wahlvorsteher: Herr Fabrikant Friese,StallsndeI,SamarUersti.27, Wahlvorsteher: Herr Ärme:>6, part.. 641, Kefielstr. 1« bei Linjenmayr. 786, Hennigsdorsei Str. U bei L tanken im«» Berlin, den 22. Februar 1812 Ter Kommissar deS Magistrats. LvehNina, Srabrrat. Z..Sir. 641, Wahl. 18. Fllr die Beweise herzlicher iteihiahiue bei der Beerdigung meine« lieben, unvergeßlichen Manne», de» Gitrtlet» Wilhelm Thiemlo, dge hierdurch meinen tiefge- itesten Dank. rau Witwe Flise Thiemlo und Sohn. 73A Danksagunst. beiden» ... Hihschei meine« inntggellebten Sohne» Otto Schlinko sage ich hiermit allen Freunden und Bekannren sowie den Kol- legen von der Firma Schwarz- lopfi fllr die reichen Kranzspenden meinen innigsten Dank. 87A Prau Schlinke. htuttg! 3n(aR(etle-ßPfl(. 118. Weicher Kamerad oder An- gehöriger solcher kann mir Auskunft gebe» über meinen Schwager: 1474b Gefreiten Georg Bömberg 1 Bat. Inh-Negt. IIS, 8. Komp.. Selblgtr ist am 1. Oktober 1918 bei Le Bizet verwundet worden und seitdem vermißt. Fllk jede Nachricht sehr dülliduk.. ?anl kuedenbnrg, «eutölla, ßleuletstr. 13, v. IV. Vekauntmachung. L E» entfallen auf den Abschnitt 100 dar«RgemalBcn Cebeacmüteltdclc der Stadt Serllu 150(Qramm Teigwaren fern« auf Abschnitt 101 becfelben Karte 100 Gramm Teigwaren, ferne« auf ble«taschnlN» 20 der Cedensmltteltactc sllr Zugendliche 100 Gramm Haferflocken. 1 UNI er Autichluh nachträglicher«nnohaie find die An- meidungen von Sonulag, den 25. Februar, die Mllt- «och, d. 20. Februar ISIS, bei den Kleulhändiern abzugeben. 6 Die Kleinhänsier haben die Anmetbeablchnltte zu den oben aufgerufenen Ztummern bei den Großhändlern am 22. Februar 1010 abzulieferer. 2 Rtchi abgeholte Ware verfällt ml: dem 22. AlSrz 1010. Berlin, den 21. Februar 1018. Magistrat. Tdg. Rr. 2870 Rä. Abketlung für Nährmittel. Siesdorf-Süd! Kaulsdorf-Süd w der Mihe vom Sattakof Sado�va, HIN. von AS.-. M. an. Unmittelbar angrenzend an den, neuen flugptat2 14»r4»b»r»t, Große Umwicklung brr Kolonie In Aussicht, daher In türjet Zeil bebentrnbe Wert» steigerung zu erwarten.— Auch Garrengrunältucke rur Hnlage von Obltgärten. Beste» Garten- u. GeMllseland, teil» an grpstasterter und tegulikrter Sträße mit Sa»- und Wafierleiwng. l a»l,lSilors»I�orri, am Bahnhof deg.. LZ«»en: ab.--. M. an. peterokogen, Ba:inhosArcder»bors. LfR. oon l 20.— M. an l ßieaäort-iSord, Station der Stadtdahu, tjs. von 40.— M. an. (jasy GOnftlge gahl»no«bedlngungen.— Ca«» fünfte an den obigen Bahnhöfen und bei der RlgenheiiR-GeZellseiiall. K. \eu<» KOniffstr. 16. Detail-Geschäfte der Z)uhbranche Jionfog, den 24. Februar 1919, abends 71/, Uhr pünktlich, im Verband der deutschen Mode-Industrie, Friedrichstraße Nr. Kl Oefsentliche Versammlung aller GeschckfiMhaber und SeschlZsiSinhabermnen der Putzbranche Tagesordnung: Forderungen der Angestellten Beratung und Vefchlußfafsung Im eigenen Iniereste muß jeder Inhaber eines Putzgeschäftes kommen Fachgruppe für putz im Verein der Textildeiaillisien Groß-ZSerlins �egiiimatlon ist mitzubringen./ Fernsprecher: Zentrum i352 fei rVVV8riVrVVY-IVyVYY>vV~VT»'VrrVYV>-YYYYY8-< Kriogo&aleihea nehme aasa Kurse von 98«„ in Zahlaüs. Pelzmi�telSi— lPiilichsninle3XI Sehr billig!!! Persianerklau««u jetzt 860,—, 1050,—, 1300,— Echt Maulwurf i»(�au»«,.. jetzt 2400,—, 3200—, 3800,— Seal Elektrlo.......... Jelzt 1350,-, 1650,—, 1975,- Einzaine PslzniGiieiie ttM miiptiil!! 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Theodor stonn ist der Dichter zartester Etimmtingen, feinster und stillster Seelenregungen, aber aus feinen unver» gänglid)en Meisterwerken spricht auch der entschlossene Lebenokämpfer, der allen rauhen und feindlichen Schicksal«. mächten mutig ins Auge blickt und sie zu überwinden weich Theodor Storm ist der Dichter deutscher HeimatUebe, d,e n i f ch e n Stolzes und deutscher Etandhafttgkeit. ist.>'» Ich bestelle hiermit laut Anzeige im»Vorwärt,-' bei der Buchhandlung Karl Block, Berlin sw. öS» Kochstraste U; Theodor Storms sämtliche Werke 8 Bände gebunden M. ISch» einschließlich Teuerungszuschlag gegen Monatszahlungen von 1 Mark.— �Postscheckzahltärten unijonst.— Erfüllungsort Berlin. Ort(Post) u. Dalum Name u. 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