Nr. 178. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Dte Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 3. August 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Der Krieg um Korea. auf die Eroberung des Landes ankommt. Japan hat in- einen plöblichen Ueberfall gehindert. Die Zerschießung und Was sich regelmäßig zeigt bei Barbaren, die mit der schaffen gewußt, als es gegenüber dem konservativen China schiffRowshung" reiht sich würdig den militärischen Zivilisation in Berührung kommen, daß sie deren Aeußer- auf" Reformen" in dem arg verwahrlosten Korea drang. Großthaten Europas an und übertrifft mehrhundertlichkeiten nachäffen, ihre Laster annehmen, aber die Vor- Diese Reformen laufen allerdings in der Hauptsache auf fach die kleinlichen Anarchistenputsche der letzten Jahre. züge nur langsam, häufig gar nicht sich aneignen können, die Bureaukratifirung der Verwaltung hinaus, wie sie die Was sind die Vaillant und Henry im Vergleich zu dem das tritt auch im Verhalten ganzer Völker zu Tage, wenn Japaner selbst im eigenen Lande seit dem vor kurzem er bisher noch ungenannten Helden, der bei der Torpedirung sie in den europäischen Kulturkreis hineingezogen werden. Sie folgten Sturze des feudalen Systeins durchgeführt haben. des Kowshung" kommandirte! Ihre Thaten verhalten sich lernen alle modernen Mordinstrumente gebrauchen und Seit jener Reorganisation des Reiches, die dem zu einander wie die Sardinenbüchse zum Fischtorpedo. richten sich selbst und fremde Völker durch blutige Kriege europäischen Einfluß Thür und Thor öffnete, hat in Japan Für Europa gewinnt der japanisch- chinesische Streit zu Grunde. Und was zur Beschönigung des Treibens er die alte fremdenhassende Feudalpartei nie aufgehört zu wesentlich dadurch an Bedeutung, daß Rußland und Engforderlich ist, die Schlagworte von nationaler Ehre und murren, unter Umständen auch zu putschen und Attentate land, die beiden Nebenbuhler in Asien, im Hintergrunde nationalem Prestige, die führen ihre Diplomaten genau so auf die Machthaber zu machen. Diese Machthaber haben lauern, um für sich in den trüben Wassern zu fischen, die gewandt im Munde, wie deren wort- und sinnverdrehende außer dem Frack und Cylinder und der europäischen durch die japanischen Torpedos aufgewühlt werden. Beide Lehrmeister in der europäischen Diplomatenzunft. Uniformirung der Armee von den Lehrmeistern auch noch möchten in Korea selbst festen Fuß fassen und beide Die nationale Ehre, das nationale Prestige verlangen die weise Lehre sich zu nutze gemacht, daß zur Ablenkung scheuen sich doch wiederum, es auf einen Krieg aukommen es jetzt auch, daß die beiden Böglinge Europas im Osten innerer Unzufriedenheit es kein dienlicheres Mittel giebt, zu lassen. Einigen sie sich über den Antheil an der Beute, Afiens, das willige Japan und das widerwillige China, sich als einen frisch- fromm- fröhlichen auswärtigen Krieg, der dann wird der Sieger im koreanischen Kriege seiner um Korea balgen, ein Land, das keinem von beiden gehört, Ruhm und Beute verspricht und das unruhige Volt Triumphe nicht froh werden. auf das beide Länder aber von Alters her Hoheitsrechte zu dezimirt. haben behaupten. sofern sich die Sympathie der europäischen Mächte zu ver- Ersäufung der 1500 Mann auf dem Transport Die japanische Armee ist gut gedrillt und bewaffnet, ist Japan steht seiner geographischen Lage wie seinen Beerzbereit" und zur Erprobung ihres Muthes hat Japan den völkerungsverhältniſſen nach zu China etwa in dem nämlichen Erbfeind gleich vor der Thüre. Da müßten die„ Preußen Politische Webersicht. Berlin, den 2. August. Verhältniß wie Großbritannien zu dem europäischen Kon- Ostasiens", wie sie von einigen Bewunderern ihrer mit tinent. Japan ist ein Inselreich wie jenes; beide Länder affenartiger Geschwindigkeit hergestellten Zivilisation gehaben nahezu 40 Millionen Einwohner. China's Benannt werden, doch ungelehrige Schüler sein, wenn sie die Eine weitere Nachwahl zum Reichstage soll durch wohnerzahl wird zwar sehr verschieden, doch meist Gelegenheit der foreanischen Wirren nicht beim Schopfe die Ernennung des Landraths Gescher zum vortragenden über 300 Millionen geschäßt, so daß es mit ergriffen hätten, um ihre Kulturfähigkeit im Kriegführen Rath im Reichsschazamt, welche die Kölnische Volks dem festländischen Europa verglichen werden kann. Für zu beweisen und der Unzufriedenheit im Innern durch einen Beitung" meldet, nöthig werden. Gescher war Hospitant das Land, um das die beiden ostasiatischen Großmächte sich heilsamen Aderlaß beizukommen. der konservativen Partei und vom Wahlkreise Rees- Moers raufen, die Halbinsel Korea mit ihren 7-8 Millionen Einwohnern, läßt sich allerdings weder der Lage noch der Be allgemeinen Wehrpflicht basirt und der aus modernen didaten der Zentrumspartei, der 11 834 auf sich vereinigte, Der gutgedrillten japanischen Armee, die auf der( Düsseldorf 7) in den Reichstag entfandt worden. Er war im ersten Wahlgange mit 12 562 Stimmen gegen den Kans völkerung nach ein passendes Seitenstück in Europa auf Schlachtschiffen und Kreuzern zusammengesetzten japanischen gewählt worden. Für unsere Partei waren 226 und für treiben. Anlaß zu einer historischen Analogie bietet Flotte hat China zwar ein meit Portugal, das zur Zeit des napoleonischen Reiches den aber schlecht organisirtes, höchst ungleich ausgebildetes abgegeben worden. zahlreicheres, den Bählkandidaten der freisinnigen Volkspartei 47 St. Bantapfel zwischen Frankreich und England bildete. Mit und über weite Gebiete zerftreutes Heer entgegenzustellen. solchen Aeußerlichkeiten hören aber die Aehnlichkeiten Das chinesische Heer ist keine einheitliche Masse, sondern Eugen Richter und König Stumm Arm in Arm, zwischen dem jetzigen ostasiatischen Halbinsel- Kriege und dem nach den 23 Provinzen organisirt. Nur das Heer des welch' herrliches Bild für Götter! Die Organe beider europäischen Halbinsel- Kriege( Peninsularkriege) zu Anfang Vizekönigs von Petschili Li- Hung- Tschang ist nach europäi- Sozialistenfresser und Ausbeuterpaladine, die Freifinnige dieses Jahrhunderts auf. Zeitung", des Führers der freifinnigen Volkspartei und die " Post", das Sprachrohr des freikonservativen König Stumm, tuten in dasselbe Horn, beide entrüsten sich über die Reichss tommission für Arbeiterstatistik. Den guten Eugen haben wir unlängst abgethan, nun wollen wir die Bost" aus Die Japaner haben denn auch einen ihrer Schneidig Messer nehmen. Die" Post" wirft der sanftmüthigen Reichs feit" Ehre machenden Anfang gemacht. Ohne erst mit über- kommission direkt vor, daß sie nicht ganz und gar das ges flüssigen Formalitäten, wie der Kriegserklärung, sich aufzu- worden ist, was die falschen Arbeiterfreunde aus ihr machen halten, haben sie die chinesischen Truppentransporte durch wollten, eine Schattenkommission, daß sie es gewagt hat, Auf die von China und Japan gegenwärtig geltend gemachten Ansprüche auf Korea näher einzugehen, lohnt sich nicht. Ein früherer Vertrag giebt beiden Mächten das Recht zur bewaffneten Einmischung in Korea, sofern dort Unruhen ausbrechen sollten. Die schroffe Art und Weise, mit der beide Schuhmächte" jetzt aber gegen Korea wie gegen einander vorgehen, beweist, daß es ihnen, und zwar, vor allem den Japanern, weniger auf Ordnungsstifterei als " Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. schem Muster gedrillt und bewaffnet. Je kürzer der Krieg ist, um so eher hat Japan Aussicht auf Sieg. Erst bei längerer, über Jahre sich ausdehnenden Dauer könnte die viel größere chinesische Volkskraft für den Landkrieg wenigstens zur Geltung bringen. " Engel des Todes mit seinen tausend Augen, und schlägt herum mit seinem scharfen Schwerte, daß man geblendet rennt in dessen Schärfe! Nein, wir wollen verharren, bis er sein wird starr, und alles Wasser hinweggegossen;*) dann wollen wir sehen. Schofel ists aber, daß in der heutigen Nacht nicht kann werden alles gewonnen, bevor ich steige zu Bett mit dem Liebchen." " Ho, wenn Dir das Noth anthut und Zwang, so wüßte ich wohl zu helfen," meinte Marten mit schalkhaftem Zähnefletschen: hab's Euch nur nicht anbieten wollen, Bodick oder... vergebt..., Friedrich, wollt ich Laßt's beim Alten, trunkener Goi," schaltete betroffen, und Judith wendete sich zu Esther mit der Frage: scheidet. Das bringt Unglück, weißt Du wohl. Glück Wie kommt es denn, daß die Reinheit eingegangen ist in bringen nur die Leichen, die wir selbst mit rothen Wunden diese Mordhütte an der Hand des blutigen Frevels? Be- gezeichnet." Bust immend nickte Zodick. Du hast recht, dauernswerthe Jungfrau, denn Du bists, warum bist Marten," sagte er alsdann:' s ist gefährlich und nicht 103 Du gekommen an diese Stätte des Verderbens?" geheuer. Steht doch zu den Füßen des Sterbenden der Esther fuchte zagend in den Augen der Sprecherin, ob Wahnsinn oder eiserne Vernunft aus ihr rede. Judith errieth ihre Gedanken, und sprach viel milder:" Ich bin nicht toll, mein schönes Bild. Alles um Dich her ist nicht Wahnsinn oder Trug; es ist fürchterliche Wahrheit. Dies Grausamer, tödte mich jetzt, da ich noch bin wie das ist ein verfluchtes Haus; jener dort im Kleid des Elends Lamm der Weide!" flehte Esther:„ ich weiß nicht von dem, und der Trunkenheit ist mein Vater, und dieses entmenschte was Du begehrst."- Bodick fehrte ihr drohend den Rücken, Weib ist die Mutter, die mich Erbarmenswerthe geboren. und stürzte ein Glas des Weins hinunter, den die kagen Steh' auf, Weib, von der Seite der Unschuld, daß ich sie freundliche Wirthin aufgestellt hatte. Indeffen ging die näher kennen lerne."- Mit einer gebieterischen Geberde Thüre auf, und Judith, Martens und des Weibes Tochter, befahl sie der Mutter, von Esthers Seite zu weichen, und kam langsam und finsteren Angesichts herein. Ohne zu das Weib, das höhere Zungen aus ihrem Kinde zu hören sagen". grüßen, betrachtete sie abwechselnd Zodick wie Esther mit vermeinte, that, wie sie begehrte. Zodick machte eine un- Bodick finster lächelnd ein, und laßt hören, was es iſt." Durchdringendem Auge. Der Jude wendete sich verächtlich geduldige Bewegung:" Wär mein Kind der verfluchte Giu glockenhell und unvereitelbarer Fang," antwortete von ihr, Esther nicht minder, da sie in den groben Lästerbalg," murrte er, den Kopf hätt' ich ihm eingedrückt Marten leise: ich weiß von guter Hand, daß heut gegen und düstern Zügen der Dirne eine neue Feindin zu ent- in den Windeln. Ein Wort jedoch, Alter!" Er zog Mitternacht am Sprünglin Bürger von Bergen nach einem decken glaubte. Judith blieb in ihrer Stellung, bis der den Alten beiseite, und befragte ihn scharf nach den in der Schatze zu graben gedenken, den ihnen eine nächtliche Bater sie anfuhr: Wo streifst Du herum, Dirne? Woher Scheuer liegenden Reitern. Marten blieb dabei, von den Flamme verrathen, und ein Pfaffe verheißen haben soll. so spät?" " Ich komme vom Moor," antwortete sie ge- felben sei feine Gefahr zu besorgen. Der Eine sei sterbend, Die Dummköpfe haben Geld zusammen gebeutelt aus allen Tassen: ich habe dort gebetet."-Du sollst verschwarzen, ein Zweiter zu seiner Pflege bestimmt, und der Dritte sei, Kästen und Truhen, denn sie müssen hundert Mark Silbers Greinerin!" zanfte Bodick giftig:" Bei dem Reitergesindel wie er meine, schon von dannen geritten. Sind's Reisige, auf den Plaz bringen, und nur über dem Gelde kann die hat sie gesteckt in der Scheuer."-" Dort ist der Tod," die zurückkommen aus einer Fehde", sagte Bodick überlegend, Beschwörung gehalten werden. Merkit Du nun, Jude? entgegnete Judith trübe:" Du witterst den Tod, blutiger so könnte zu finden sein Beute bei ihnen. Warum gehen Die armen Schlucker sind wohl darauf gefaßt, den Teufel Mann, darum bist Du hier. Bodic spie verächtlich vor wir nicht dahin und bringen sie um und nehmen, was in eines Hundes Gestalt auf dem Schatze zu finden, doch der seltsamen Magd aus, und stürzte noch ein Glas hin- fie haben? Bum mindesten sind werth die Gäule ihren auf zwei rüstige Männer mit rothgefärbten Gesichtern und unter. Schlinge nur, schlinge, nimmersatte Gurgel!" Schilling."" Recht"; erwiderte Marten: wenn nur scharfen Messern sind sie nicht vorbereitet. Geh mit, Zodick, Sprach die Dirne ernst: Bald wirst Du hier Blut zu saufen kein Sterbender in der Scheuer läge! Aber 3 ist ruchlos, " " -haben, Bodick." Der Genannte wie die andern schwiegen da zu plündern, wo ein an Gebreste Verschmachtender ver *) Jüdischer Gebrauch nach dem Tode eines Hausgenossen durch positive Leistungen ihre Existenzberechtigung zu erf Nun wenn sie warten wollen, bis das absolutt 2yon, 2. Aug. Während des Berhörs im Prozeß Caferio weisen. Wir freuen uns iminer, wenn ein Heuchler einmal beste Gewehr erfunden ist, dann müssen sie freilich bis zum behielt der Angeklagte die trotzige Haltung bei. Er gestand alles feine Maske lüftet und jedermann sein wahres Gesicht, wenn St. Nimmerleintag warten. Judeß so geduldig sind unsere unumwunden ein. Auf die Frage des Präsidenten, aus welchen auch blos auf einen Augenblick, zeigt; deshalb Dank der Herren Militärs leider nicht. Und es wird nächstens wieder Gründen er Carnot ermordet habe, antwortete Caferio, er " Post" für dieses nette Geständniß! einmal für viele Millionen altes Eisen" verfertigt er vor den Geschworenen verlesen werde. Ueber seine Beziehungen werde darüber genaue Auskunft geben in einer Erkärung, welche Die Poft" ist auch recht ungehalten, daß die sozial werden. demokratische Partei in der Kommission vertreten ist. Ja, zu den Anarchisten verweigerte der Angeklagte jede Antwort. Auf kann sich denn das Blatt, das einen kleinwinzigen Bruch Grubenunglücken in Rarwin und Pontypridd vom Minister mit Anarchisten aufzugeben, nicht befolgt habe, sagte er begeiſtert, Die bergtechnischen Kommiffionen, die nach den großen die Frage, weshalb er bie Rathschläge seiner Mutter, den Umgang theil des deutschen Volkes Volkes vertritt, eine parla: v. Berlepsch für Preußen eingesetzt worden sind, haben im allge- es gäbe eine größere Familie als Vater und Mutter, nämlich mentarische Kommission denken, in der die größte Partei gemeinen die früheren Grubenuntersuchungen fortzusehen und die Menschheit. Als Caferio aufgefordert wurde, Mittheilungen Deutschlands unvertreten ist, kann selbst die" Post" sich eine insbesondere die maschinellen Einrichtungen, die Wetterversorgung, über seine Mitschuldigen zu machen, lehnte er dies ab mit dem größere Heuchelei ersinnen, als eine Kommission mit den die Beaufsichtigung der Wetterführung und die zweckentsprechende Bemerken, daß die Polizei dieses Handwerk treibe. Jm weiteren Aufgaben der Reichskommission für Arbeiterstatistit, in der Vertheilung der Wettermenge, die Fürsorge für die Unschädlich- Verlaufe der Verhandlung gab der Mörder Carnot's eine genaue die Sozialdemokratie unvertreten ist? Nach dem Geschmacke machung des Kohlenstaubes, die Untersuchung der Grubenbaue Beschreibung des Wagens Carnot's, deffen Insassen und des Verder Post" hätte der Reichstag wohl in die Kommission für auf Schlagwetter und die Frage, ob die Anwendung der Schieß- brechens. Sodann frug der Präsident den Angeklagten, ob er Arbeiterstatistik außer Herrn Siegle blos die Herren Stumm, arbeit in zweckentsprechender Weise geregelt ist, au begutachten. nicht den Urheber einer Rorrespondenz tenne, welche die Wittwe des Ermordeten einige Tage nach dem Tode ihres Gemahls erhalten Krupp, Hammacher, Möller, v. Heyl und Rösicke entsenden habe und die aus der Photographie Henry's bestand und einem dürfen! Briefe, in welchem es hieß: Habe ich ihn nicht gut gerächt?" Caferio antwortete, er kenne den Absender nicht, aber er sei mit dessen Thun einverstanden. Des weiteren bestritt der Angetlagte energisch die Annahme, er sei irrsinnig, übrigens habe er nicht wir ein Narr, sondern nur für sein anarchistisches Ideal Wie sehr der Klassenkampf durch Aeußerungen, wie die ber " Post", verschärft wird, wissen wohl die Hintermänner dieses Blattes. Uns kann es recht sein. " Die deutsche Volkspartei hält am 22, und 23. September zu Aschaffenburg ihren 15. ordentlichen Parteitag ab. Die Tagesordnung ist im wesentlichen Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten gewidmet, sonst ist blos die Wahl einer Programmkommission erwähnenswerth.-1 Die lex Heinze soll dem Reichstage wieder zugehen. gehandelt. Krenz- Zeitung" und Bossische Zeitung" liegen Auf eine Eingabe des Deutschen Frauenvereins zur Hebung sich in den Haaren in bezug auf die Werthschäzung der Die Lockspitel an der Arbeit. Nach der Erder Sittlichkeit", der eine Verschärfung der Strafgesete Arbeiter. Die Tante beschuldigt die Agrarier, daß sie die mordung Carnot's gab es in Lyon und anderen südgegen die Prostitution befürwortet hatte, ist aus dem Arbeiter als Leute niederer Ordnung betrachten und die französischen Städten abscheuliche Tumulte gegen die AusReichskanzleramt erwidert worden, die Bewegung zur Be- Kreuz- Zeitung" wirft den Industriellen vor, daß sie ihre länder, namentlich gegen die Italiener. Unser Lyoneser kämpfung der Unsittlichkeit wird von der Reichsverwaltung Arbeiter legiglich als Waare betrachten. Während wir oft mit Aufmerksamkeit und Intereffe verfolgt und bleibt die mit den beiden Blättern in scharfer Polemik stehen, müssen Wiederaufnahme der bezüglichen gesetzgeberischen Arbeiten wir diesmal erklären, daß sie beide in den Vorwürfen, die vorbehalten." sie sich gegenseitig machen, recht haben. Bezirk der Raiserl. Ober- Postdirektion Frankfurt( Main). ( Diese Worte sind im Original mittels Stempel farbLos geprägt.) Verhandelt im Amtszimmer des Raiser lichen Postamts I in Frankfurt( Main). Organ, der" Peuple"( Volk") klagte die Polizei an, ihre Schuldigkeit nicht nur nicht gethan, sondern sogar positiv gehetzt zu haben. Das Blatt ward verklagt. Und siehe da, in öffentlicher Gerichtsverhandlung wurde vorgestern einer der Haupt- Krawaller überführt, im Dienste der Polizei gestanden zu haben. Es erfolgte hierauf 3war nicht die Freisprechung, aber eine so geringfügige Verurtheilung, daß sie einer Freisprechung gleichkommt. 6 Aus dem Reiche des Herrn von Stephan. Ein Die Kreuz- Zeitung" hat wieder einmal einen günftiger Wind hat der Frankfurter Volksstimme" das Beweis für die Verjudung der Sozialdemokratie entdeckt, nachstehend im Wortlaut abgedruckte, im Original auto- fie bezieht sich dabei auf die vom Intelligenzblatte aus: graphirte Formular auf den Redaktionstisch geweht: geheckte und von vielen Blättern folportirte Nachricht, nach welcher ,, Dr. Leo Arons 300 000 M. der sozialdemokratischen Kongreß der französischen Arbeiterpartei. Wie Parteitasse zur Fortführung des Bierboykotts zur Ver- man uns aus Paris unterm 1. August schreibt, wird die fügung gestellt hat". Wir haben von diesem albernen Ge- französische Arbeiterpartei( Marxisten) ihren diesjährigen wäsch bisher keine Notiz genommen, weil wir unser Blatt Landeskongreß, den zwölften seit ihrem Bestande, in für viel zu gut halten, um jede Beilenreißerei des Polizei- Nantes in der zweiten Hälfte des Monats September Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß von Post- blattes und feiner Nachbeter der Ehre einer Antwort zu abhalten. Die provisorische Tagesordnung lautet: 1. Behilfeboten vorzeitig und übereilt Heirathen geschlossen werden, würdigen. Nachdem jedoch auch ernsthaft zu nehmende richt des Nationalraths. 2. Stand der Partei( parlamen welche nach den gemachten Erfahrungen geeignet sind, später die Blätter Neigung zu haben scheinen, diese neueste Seeschlange tarische Thätigkeit, Propaganda, Presse zc.). 3. Die den Quelle wirthschaftlicher Verlegenheiten zu werden, zumal auch gegen die Sozialdemokratie loszulassen, erklären wir, daß französischen Arbeitern durch die Ausnahmegesetze vom Dedie Tagegelder der Posthilfsboten auf die Bestreitung der Koften Dr. Arons der sozialdemokratischen Parteikasse weder für zember 1893 und Juli 1894 geschaffene Lage. für die Begründung und Unterhaltung eines eigenen Hausden Bierboykott noch für einen anderen besonderen Zweck Sozialismus und die Streits. 5. Das bäuerliche Eigenstandes nicht berechnet sind Dem..... wird deshalb hiermit eröffnet, daß sein Aus- irgend welche Summe zur Verfügung gestellt hat. Ueber thum und die heutige ökonomische Entwicklung. 6. Die wird deshalb hiermit eröffnet, daß sein Aus- die regelmäßigen Beiträge, welche Dr. Arons als Mitglied Leiden der Landwirthschaft und die von den kapitalistischen scheiden aus dem Postdienste u. U. in Frage kommen müsse, wenn der sozialdemokratischen Partei zahlt, giebt die allmonatlich Regierungen bisher vorgeschlagenen Heilmittel. 7. Die Er er fich vorzeitig als Posthilfsbote verheirathen sollte. im Vorwärts" veröffentlichte Quittung des Parteivor gänzung des landwirthschaftlichen Parteiprogramms und die standes unter der Chiffre Dr. L. A. Aufschluß. Borgelesen, genehmigt, unterschrieben: Geschehen wie oben. Herr von Stephan verdient, von seinem Vorbilde, dem Röftig Stumm, als Zeichen der Anerkennung ein Exemplar seiner berühmten Arbeitsordnung gewidmet zu erhalten. Herr Stephan thäte besser, für die Interessen der Angestellten der Post burch Bezahlung menschenwürdiger Löhne zu sorgen, als Maßregeln zu ergreifen, die bei einem Feudalherrn seinen Leibeigenen gegenüber verständlich waren, dem Leiter von Reichsbetrieben am Ausgange des 19. Jahrhunderts aber nicht zur Ehre gereichen. Nicht an Leichen sondern an anatomischen Präparaten" ist in Spandau die Wunderkraft des Achtmillimeter Gewehrs erprobt worden- berichtigt heute der Reichs. berichtigt heute der ReichsAnzeiger". Er scheint zu glauben, daß die zivilisatorische Wirkung der Experimente durch diese Berichtigung ge hoben werde. Oder ist dieselbe im Interesse der" Moral" des Achtmillimeters erfolgt? " Der katholische Klerus Ungarns will den Rampf gegen die Regierung noch weiter fortsetzen. Eine Depesche Der Fürstprimas beruft für den 17. und 18. d. M. eine Bischofskonferenz nach hier ein behufs Besprechung der gegenwärtigen firchenpolitischen Lage. aus Budapest meldet nämlich: Der Prozeß Caserio hat heute begonnen. Das Wolff'sche Depeschen- Bureau" übermittelt die folgenden Meldungen über denselben: " " 1 sozialistische Organisation auf dem Lande. 8. Die Departementswahlen von 1895. Wie schon aus dieser vorläufigen Tagesordnung ersichtlich, verspricht der Kongreß demnach ein äußerst interessanter und für die Ausbreitung und Vertiefung der sozialistischen Ideen recht ersprießlicher zu werden. " Die nächsten Aufgaben der französischen Kammer. Man schreibt uns aus Paris unterm 30. Juli: Die eben zu Ende gegangene Session findet nur, was man eine schlechte Bresse" nennt, vor. Fast alle Blätter die Regierungsblätter obenan zeihen sie der Unfruchtbarkeit und ergehen sich in Die Zugänge zu dem Justizpalast sind durch ein Bataillon diesbezüglichen Refriminationen. Man sollte nun meinen, daß Truppen besetzt, vor dem Gebäude haben sich verhältnißmäßig die große" Preffe, die am lautesten über diese Unfruchtbarkeit wenige Neugierige eingefunden, die sich ruhig verhalten. Der jammert, die Kammer beschwört, sich nicht mehr allen Reformen Sigungsfaal ist vollständig gefüllt, Eintritt haben nur diejenigen entgegenzuftemmen, durch die That und nicht blos durch Worte erhalten, welche im Besitze einer Eintrittstarte find. Die Ver- zu bekunden, daß sie fruchtbaren und edlen Gedanken" zugäng handlung wurde um 9/4 Uhr eröffnet. Den Vorsitz führt der lich ist und so ihre nächste Session mit der Durchführung von Gerichtsrath Breuillac, der Generalprofurator Fochier ver- fchon so oft versprochenen, aber stets hinausgeschobenen sozialen Retritt die Anklagebehörde. Der Vorsteher der Advokatenschaft formen zu beginnen. Eber weit gefehlt! Wie Perier, der feine BotDubreuil führt die Vertheidigung des Angeklagten, der Lehrer schaft an die beiden Kammern mit den Worten schloß:„ Seine an der Handelsschule Genneval fungirt als Dolmetscher. Auf die Zeit verstehen, an den Fortschritt glauben und ihn erstreben, das Kein neues Jufanteriegewehr sei geplant, schreibt Fragen des Präsidenten nach den Personalien erwidert Caferio heißt die öffentliche Ordnung und den sozialen Frieden sichern", ein Offiziosus in verschiedenen Zeitungen. Nun, dazu sind mit leiser Stimnie. Nach der Verlejung der Anklageschriit und seine Präsidentschaft mit einem Knebelgesetz begann, will die ja die Offiziösen da, Dinge zu schreiben, für welche die dem Aufruf der Zeugen beginnt das Verhör des Angeklagten. Regierungspresse, daß die Kammer ihre nächste Session mit einem Behörden offiziell nicht einstehen wollen. Thatsache Im weiteren Laufe der Verhandlung geht der Präsident auf die ähnlichen Akt beginne. Ihre Jeremiaden über die Unfruchtbarkeit ift: bessere Gewehre als die jetzt bei uns im Gebrauch Letterer befürwortet lebhaft seine volle Verantwortlichkeit und Maulforb für die sozialistischen Abgeordneten. Was wollen Sie, Verantwortlichkeit und den Geisteszustand des Angeklagten ein. Der Session gipfeln ganz einfach in dem Verlangen nach einem befindlichen sind vorhanden, und wenn die Einführung erklärt, daß er niemals frant gewesen sei, und daß in seiner fragt der" Temps", das eine Kammer, welch guten Willen und eines bestimmten neuen Gewehres noch nicht beschlossen ist, Familie fein Geistestranter exiftirt habe. Der Präsident befragt welche Intelligenz sie auch immer besize, mache, sobald ein so hat dies einzig seinen Grund darin, daß die sodann Caserio über sein Vorleben. einzelner Abgeordneter zu jeder Stunde und jeden Tag die Ordnung Militärbehörden unter den verschiedenen besseren Ge- Ueber den weiteren Verlauf des Verhörs wird dem und Reihe ihrer Arbeiten unterbrechen kann, indem er eine spitfindige wehrmodellen noch keine Wahl getroffen haben. ,, Depeschen- Bureau Herold" noch folgendes gedrahtet: oder gewitterhafte Frage stellt, die ein anderer Abgeordneter, ein Mit und wir heben den sicheren Schatz. Ich hätte dem Wolf Decke der elenden Stube hinauf, und flehte in ihrer Seele verloren, unglückliches Weib, und sie ist, fürchte ich, ver= hart gern den Antheil gegönnt; der Bube bleibt aber aus, um Vernichtung. Judith saß an ihrer Seite mit gefalteten strichen, die Zeit der Besserung. Du wirst zur Hölle gehen und Deine Faust ist doch die gewandtere."- Topp!" Händen, und betete mit lauter Stimme ein lateinisches Ge- müssen, wenn nicht meine Thränen ihre Flammen auss sprach der andere: ich gehe mit, doch muß zuvor Dein bet. Die Mutter, nachdem sie die Hütte wieder verschlossen, löschen." Weib geloben, meine Esther dort zu hüten, wie den Stern fragte die Tochter mürrisch, was sie denn daher plaudre in ,, Ach, wie lieblos bist Du gegen mich vor der Fremden!" des Auges, und mir sie aufzubewahren sonder Falsch."- unverständlicher Sprache. Es ist ein Gebet für die klagte die Alte mit schmerzlich bewegtem Gewissen. Ich " Ei, warum denn nicht?" lachte die Alte frech, die hinter Todten;" antwortete die Dirne kurz und ernsthaft. Ei, hasse Dich ja nicht, antwortete Judith milde, und nahm die Sprechenden geschlichen war. Bei meiner Seligkeit welch' thöricht Beginnen!" schalt die Mutter:" Draußen die Hand der Mutter:" Komm, wir wollen uns lezen, da will ich geloben..."" Nichts da!" fuhr Zodick dazwischen, ist's schwarze Nacht, und schauerlich ist's, icyo an die Bahre noch nicht die Stunde da ist. Wir wollen uns vergeben, " Bei Deiner Gurgel schwöre, Alte: denn Du trägst sie nicht und das Grab zu denken."" Stirbt nicht einer draußen wie Leute, die von der Jammerwelt zu scheiden begehren. ganz davon, wenn ich nimmer finde mein Lieb. Die ir der Scheuer am Moor?" fragte Judith entgegen: Liegt Du bist ja meine Mutter, und Dein Schooß hat mich geAlte betheuerte noch mit aller Zuversicht, sie wolle ihre Kehle nicht einer schon längst begraben im Moor? Ach, Du ver- tragen; aber besser wäre es, Du wärst ein unfruchtbarer wagen, denn es sei unmöglich, daß Esther entfliehen könne derbte und leichtsinnige Mutter! Ich fürchte, wir werden Baum geblieben, oder noch besser, Deine Muiter hätte nie aus ihrem Gewahrsam. Die Männer möchten nur bald bald zu Grabe singen müssen, und zehn Jahre meines geboren. Schön ist ein Stamm mit gesunder Blüthe und wiederkehren, und ihr und der Tochter einen gehentelten Lebens gäbe ich darum, wäre diese Nacht schon vorbei." Frucht, aber den gifttragenden sollte man abhauen. Thue Silbergroschen verehren. Buße die Scheinlinge," sprach- Verdient Euch einen Gotteslohu," jammerte Esther, Buße, Mutter, da es noch nicht an der Stunde ist, dahinnoch Bodick zu der Alten:" Du hast zu hüten zwei Schlangen. vor innerer Bewegung aufspringend,.... und schafft zugehen in das Dunkel drüben." Esther und das blödsinnige Thier, Deine Tochter. Wahrlich, mich vom Leben, noch ehe sie vergeht diese Nacht, und Du wirst mich noch aufbringen durch Dein abgeschmackt wären nicht zu verdienen hundert Mark, ich wollte eher wiederkehrt mein Henker." Hättest du mir auch nicht Gewäsch," versetzte die Alte, deren Geduld auszugehen beDu verlieren das Paradies, denn weggehen von der Dirne, gesagt, daß Du nicht getauft bist," entgegnete Judith ver- ganu: schweige, ungerathenes Kind, deren Thorheit wir meinem Lieb. Aber Dein Leben, Alte, ist mir Bürge, daß weisend, ich würde es an Deiner Rede hören. Ver- unbegreiflich lange nachgegeben haben. Schweige.„ Das ich finde alles im Alten." Berlaßt Euch darauf;" schwur zweifle nicht an dem Gott über uns, denn so weit sein fann ich," entgegnete Judith aufstehend: ich bin nicht die noch einmal die Alte, und die beiden Mörder machten ihren Sternendach, so weit und unendlich seine Gnade. Er läßt einzige Stimme in der Welt, welche erstickt wird im Unrecht. scheußlichen Aufzug zurecht. Die entblößten Arme wurden nicht zu Schanden werden, wer ihm vertraut. Für den Ich will hinausgehen an das Moor, wo mich das Schilf feuerroth angestrichen, so wie die verzerrten Gesichter, rauhe Gläubigen wird das Eisen in der Hand des Mörders zum versteht, und einer mit mir betet aus der falten Tiefe. Rappen über den Kopf gezogen, und ein Lederwams über tühlenden Palmblatt; denn unser Gott ist nicht zornig, Denn auch aus Schlamm und Röhricht dringt der Todten die Brust geknöpft, von welchem ein nicht mit der größten wenn er uns tödtet. Seine Liebe giebt uns den Tod, weil Gebet zum lieben Gott."-" Nicht von der Stelle!" eiferte Sicherheit geführter Stoß oder Hieb abprallen mußte, wie er uns ferner nicht zu missen vermag in dem Vaterhaus die Frau, sie zurückhaltend. Du sollst mich nicht allein von einem eisernen Bruststück. Zodick wählte, sein zer- der Himmel; und vor bitterer Schmach bewahrt er uns lassen in dieser Nacht. Du hörst's, über die Berge kommt brochenes Handmesser zu ersetzen, einen schneidenden Dolch durch den Tod."--„ Ich verstehe Dich," rief Esther, und ein Wetter daher, und es donnert dumpf und gräulich. aus Martens Rüftkammer, und da er die Waffe in seinen Dein Mund bekräftigt mir, was ich schon geahnt im Geiste. Du sollst dableiben, sage ich Dir!" Judith befann sich Gürtel steckte, schien er sich mit verdoppelter Grausamkeit In dieser Hütte geht aus der Quell meines Lebens." eine Weile, kehrte dann ruhig um, kauerte sich zu den und Bosheit ausgestattet zu haben. Von Habsucht und Wenn Gott es will, ja," versetzte Judith, aber nicht vor Füßen der Mutter am Herde, und sagte weich: Ich will Morblust glühend, drang er nun selbst in Marten, aufzu greifen darfst Du ihm. Und wahrlich, wahrlich, Du wirst bei Dir bleiben, Mutter. Ich will Dir noch gehorsam brechen, und nachdem er der vor seinem grausen Ansehen ferner athmen; ich verkünde Dir Leben im Angesicht des be sein und erfüllen, was ich Dir gelobte, bis ans Ende. zurückbebenden Esther noch einmal seine Drohungen wieder- jammernswerthen Weibes, das Dich bewacht, wie das ver- Denn bald wird sie vorüber sein, die Zeit des Gehorsams, holt, und sie abermals der Wachsamkeit der Wirthin em- faufte Schäflein unter dem Wlesser. Du wirst leben, denn denke ich. Deine Zeit, unglückliche Mutter." Sprich pfehlen hatte, stürmte er mit seinem trunkenen Gefährten mein Gebet hat Kraft, und meine Ahnung wird lebendig." doch nicht so frevelhaft;" schalt die Alte: mich schauert demi Schauplatze eines neuen Frevels zu. " Tochter. Du hast den Verstand wahrlich verloren!" vor Deiner Liebe, wie vor Deiner Bußpredigt." seufzte die Mutter, unruhig in der Stube umherwandelnd. Nein, Mutter," redete Judith, Du aber haft Dein Heil 群 11 In welchen Qualen Esther zurückblieb, läßt sich denken, nicht beschreiben. Sprachlos starrte sie zu der beräucherten " n " " ( Fortsetzung folgt.) " fchuldiger des ersteren, alsogleich in eine Interpellation verwandelt, Weg eingeschlagen hat. In betreff der anarchistischen Attentate| Angeklagten, die maßlosen Angriffe auf diese, bie allgemeine Entum das Spiel zu verlängern und so das Gewirr zu verallgemeinern?" äußert sich der Bericht wie folgt:„ Es schien, als wäre es, um rüstung über die enthüllte Mißwirthschaft, die einschneidenden Und die Antwort? Sie war um so leichter gefunden, als die Verbrechen täftiger zu unterdrücken, deren Ernst mit ihrer Zahl parlamentarischen und politischen Folgen dieser Mißwirthschaft, Frage nur gestellt wurde, um die Antwort anzubringen. Sie wuchs, ebenso weise als gerecht gewesen, der Demokratie Bürg fowie die Einleitung und den Verlauf des Monſtreprozef es lautet:„ Reform der Kammer- Geschäftsordnung." schaften zu geben und ihr Vertrauen dadurch zu gewinnen, daß tennt, ohne über die Bewegungen der öffentlichen Meinung beEs darf nicht der Laune eines einzelnen Abgeordneten geftattet man einen ihrer ältesten und treuesten Diener an ihre Spite züglich der Schuld und Verantwortung unterrichtet zu sein. fein, jede parlamentarische Arbeit nach Gutdünken aufzuhalten." ftellte( womit Brisson gemeint ist). Die Präsidentenwahl vom Durch ein Richterfollegium würden die Angeschuldigten Um aber dies unmöglich zu machen und die praktische Nüglich- 27. Juni, die wir als der Verfassung gemäß als reget vom Exsenator Tanlongo und dem Komthur Bazzaroni bis hinab feit" ihrer Berathungen au schüßen, bleibt der Majorität fein mäßig anerkennen müssen, hat nicht diesen Charakter ge- bis zum Winkel Advokaten Bellucci Sefa und dem Zahlanderes Mittel übrig als das der Reform der Geschäfts. habt, und wir können es uns nicht verhehlen, daß die beamten Agazzi verurtheilt worden sein; waren doch Schuldordnung", wie der euphemistische Ausdruck für das Mundtodt Lage dadurch eine wesentlich ernftere geworden ift." beweise und theilweise sogar Eingeständnisse in genügendem machen der sozialistischen Abgeordneten lautet. Und dieses Das Anarchistengeseh wird entschieden verurtheilt und der An Umfange vorhanden. Die Geschworenen haben geglaubt, feinen Mundtodtmachen- Pardon diese innere Reform wird sicht Ausdruck gegeben, daß jest zwischen dem allgemeinen rechtlichen, sondern einen Billigkeitswahrspruch im Sinne der die erste sein, der sich die Kammer bei ihrem Wiederzufammen- Stimmrecht und der Regierung ein tiefer Gegenfab bestehe. öffentlichen Meinung fällen zu follen, und diese war seit getritt hinzugeben haben wird". Und so oder ähnlich rauscht es Bum Schlusse heißt es:" Wenn das Land nicht will, daß die raumer Zeit den Angeklagten immer günstiger geworden, weil durch alle Blätter des Panamistenwaldes. Es wäre eben gar Republit nach 20jährigem Bestande endgiltig auf ein Regime der ihre unbezweifelte Schuld zurückzutreten so herrlich, wenn die Finanz- und Schlotbarone mit den Kraut Almacht des Kapitals und der Bourgeoisie lossteuere und daß schien hinter die Verantwortlichkeit höher junfern ganz allein wären und so ungehindert mit einander der Konflikt zwischen der Welt des Kapitals und der Welt der stehen der Personen, denen man sogar Einmogeln fönnten. Das förderte wohl so recht die praktische Arbeit unlöslich bleibe, so ist es wohl Zeit, daß die öffentliche griffe in das Untersuchungs- und Prozeßvers Nüßlichkeit" ihrer Berathungen. Seit es aber in der Kammer Meinung sich rühre und sich um die Deputirten schaare, welche fahren aufchrieb. Es erklärt sich hieraus auch, weshalb eine Gruppe giebt, die ihnen gar so scharf auf die Finger fieht dem alten republikanischen Geist treu geblieben sind, um diese unverzüglich das Gerücht aufgetreten ist, die freigesprochenen Bantund ihnen gelegentlich noch schärfer darauf flopft, geht dies nicht dadurch stärker zu machen." leiter beabsichtigen nun mit Ersatzansprüchen gegen die früheren mehr. Und darum die" Reform der Geschäftsordnung". Wir Man sieht nicht gehauen und nicht gestochen. Die Minifter vorzugehen, denen sie die Herbeiführung der Bankfürchten nur, daß diefe" Reform" gleich der Preß- ,, Reform" die Bedeutung dieses Manifest's, das 14 Druckseiten lang ist, verlufte in die Schuhe schieben, und es sei die Prozessirung Opposition nur stärken, das sozialistische Heer nur vermehren und steht im umgekehrten Verhältniß zu seiner Größe. Es hat Giolitti's, des Unterstaatssekretärs Rosano, des Untersuchungsſo den Zeitpunkt näher rücken wird, wo es heißt: Abtreten auf die Massen gar keine Wirkung hervorgebracht. Auch richters Capriolo, des früheren Polizeidirektors Felzani, des oder fich ergeben! in Frankreich hat der politische Radikalismus sich überlebt, Kommissars Mainetti und anderer Beamten wegen der bekannten Die Reaktion in Frankreich. Eine Anzahl Prä- und giebt es nur noch eine lebenskräftige Demokratieseitigung von Papieren Tanlongo's zu erwarten. Die Geschworenen haben die Ueberzeugung gewonnen, fekten und Unterpräfekten, die sich des Radikalismus ver- die Sozialdemokratie. baß neben den Angeklagten noch andere, im dächtig gemacht, sind abgesetzt oder versetzt worden. Herr Staate oder der Verwaltung oder der Polizei Perier trifft schon die Vorbereitungen für die nächsten Das neue Gesetz zu gunsten der irländischen mächtige Personen vor die Gerichtsschranken allgemeinen Wahlen, die vermuthlich noch im Bächter wird vom englischen Unterhause trotz des passiven gehören, und weil diese allen Enthüllungen Laufe dieses Jahres- also unmittelbar nach dem ersten Widerstandes der Opposition weiter berathen. Die ersten zum Troß nicht angetastet würden, hat man Lebensjahr der Kammer zu erwarten sind. Die jetzige, im brei Paragraphen wurden angenommen, bei den Debatten auch die Angeklagten ungeschoren ziehen August vorigen Jahres gewählte Kammer ist zu unsicher fehlten die Konservativen und Unionisten. Die Tattit der laffen! sie hat schon ein Ministerium Dupuy und Oppofition läßt darauf schließen, daß das Oberhaus den ein Ministerium Perier gestürzt, und könnte sehr leicht das Gesezentwurf ablehnen wird, was die Bewegung für AbMinisterium Dupuy zum zweiten Mal stürzen, was dann schaffung des Oberhauses stärken wird. zu gleicher Zeit eine Niederlage des Präsidenten Der Belagerungszustand über Sizilien ist, wie Cafimir Perier wäre. Dieser Möglichkeit wird die Regie- nun gemeldet wird, doch noch nicht aufgehoben worden. rung sich durch Neuwahlen zu entziehen suchen. Wir begreifen nicht, warum Herr Crispi so lange zögert, giebt ihm doch sein neues Ausnahmegesez fo viele Machtmittel in die Hand, daß der Belagerungszustand dagegen wie ein Kinderspielzeug erscheint. Außer der sozialistischen Fraktion haben auch die fich nach unseren Begriffen fälschlich sozialistisch" nennenden Radikalen unter Goblet's Führung die Annahme des Anarchistengesetzes mit einem Manifest beantwortet, dessen Inhalt nach dem Resumée der Frankfurter Beitung" kurz folgender ist: Krieg im Frieden. Aus Rom wird folgende merk würdige Nachricht übermittelt: Nach einer Meldung der Riforma" wurden in Garessio bei Coni während des Exerzierens ein Korporal und ein Soldat durch Flintenschüsse verwundet. Zu einen Schuß verwundet. In beiden Fällen ist eine strenge Maconna in Sardinien wurde ein Artilleriepferd durch Der Krieg zwischen Japan und China ist nun offiziell erklärt. Die japanische Gesandtschaft in London theilte mit, daß Japan an China den Krieg erklärt habe, und daß die Vertreter der europäischen Mächte in Tokio von der Kriegserklärung in Kenntniß gesetzt worden feien. Aus Tokio, der Hauptstadt Japans, liegt die Bestätigung dieser Meldung vor. Ferner wird auf dem Drahtwege noch folgendes mitgetheilt: London, 1. August. Die britische Regierung ertheilte dem Bize- Admiral Fremantle, Kommandanten des Geschwaders im chinesischen Meere, den Befehl, die Schiffe seines Geschwaders, welche in chinesischen und japanischen Häfen vor Anker liegen, behufs Ueberwachung der britischen Intereffen zu konzentriren. London, 1. August. Der Korrespondent des„ Reuter'schen sammenstoß bei der Insel Fantao am 25. v. M. erhalten. Bureaus" in Yokohama hat am 31. Juli von der japanischen Marineverwaltung einen eingehenden Bericht über den Zuts Danach hätte nach mehreren Bewegungen von beiden Seiten das chinesische Kriegsschiff Tschiyuen" einen Torpedo geschleudert, der Kampf ein allgemeiner. Die chinesischen Schiffe wurden in der den japanischen Kreuzer Naniwa" fehlte. Darauf wurde die Flucht geschlagen, die Japaner forderten den TransportDie äußerste Linke verlangt nach wie vor Verfassungsrevision, Steuerreform, Trennung der Kirche vom Staate, die Tezentralisirung und Reform der Verwaltungs- und Gerichtsdie Gruppe für die Erforschung der Lösungen, welche durch die behörden. Im Einvernehmen mit den eigentlichen Sozialisten ist Umwandlung des Regimes der großen öffentlichen Dienstzweige, Bergwerke, Eisenbahnen, Nationalbank, der Unterdrückung ein Untersuchung eingeleitet. Ende machen sollen, welche das monopolisirte Kapital gegen wärtig auf die Arbeit übt. Allein die Gruppe verleugnet entUeber die Freisprechung Tanlongo's ereifert sich schieben die kollektivistischen Zehren. Die letzten Abgeordneten unsere Bourgeoispresse. Das ist sehr sonderbar, denn wenn wahlen hätten eine dem radikalen Programm günstige Majorität die großen Spizbuben nicht gehängt werden, pflegt sie ergeben. Dann heißt es wörtlich weiter:" Als der Chef sonst sehr vergnügt zu sein aus guten Gründen. In dampfer Kowshing" auf, Rowshing" auf, fich zu ergeben. Der Komdes Minifteriums, Herr Dupuy, welcher die Wahlen mit diesem Fall hat die Sache eine eigene Bewandtniß. mandant des Schiffes ergab fich, während die der Unterstützung der Geistlichkeit und der Ralliirten geleitet Tanlongo ist allerdings ein Millionendieb, er verdiente also chinesischen Truppen ihre Unterwerfung verweigerten, Το hatte, schon in den ersten Tagen fiel, weil er sich von seinem nach Bourgeoisbegriffen nicht blos die Freisprechung, son- daß schließlich ber" Naniwa" gezwungen war, Fener Rabinet trennen wollte, da rechtfertigte nichts den Appell an ein bern sogar eine Ovation. Aber es giebt noch größere zu geben, und den" Rowshing" zum Sinten brachte. An noch gemäßigteres Ministerium und doch geschah dies. Die Spizbuben als Tanlongo; und da alles auf dieser Welt Bord deffelben befanden sich 4 Bataillonschefs, 5 KompagnieBombe Baillant's hat die Majorität in die Reaktion gedrängt, relativ ist und der Millionenspitzbube Tanlongo im Ver- chefs, 1100 Soldaten und 6 Feldgeschütze. Der Kommandant des in der wir sie jeden Tag weiter fortschreiten sahen, bis sie uns sogar über die Strafgesetze des Kaiserreiches hinausbrachte, die gleich mit den staatsmännischen Riesenspizbuben, Rowshing" und eine Anzahl Anderer wurden von den Booten des„ Naniwa" gerettet. Herr de Broglie mitten in der aufrührerischen Kommune durch die hinter ihm stehen und für die er gestohlen hat, London, 1. Auguft. Die britische Regierung wird ohne die monarchistische Versammlung von 1871 hatte aufheben nur ein erbärmlicher Knirps von einem Spitzbuben ist, so Verzug ihre Neutralität ankündigen und die nöthigen Schritte laffen In betreff der Beziehungen zwischen haben die italienischen Geschworenen sich gesagt: wir zum Schuße der britischen Interessen thun. Kirche und Staat sah das Land nicht ohne tiefe Ueber- wollen einmal dem Sprichwort eine Nase drehen Wie die Agenzia Stefani" aus Zofio meldet, richtete der raschung die eifrigsten unter den ehemaligen Gegnern und die kleinen Spizbuben nicht hängen wenigstens Des Klerikalismus einem neuen Geiste" Der giebigkeit und Schwäche für den Klerus zu gehorchen. Indeß sie sprechen frei und das Publikum jubelte. Nach nicht, ehe es auch den großen an den Kragen geht. Und die Regierung fich beeilt, den Bischöfen ihre gesperrten TempoDaß wir die Sache von Anfang an richtig aufgefaßt ralien zurückzugeben, verwirft fie jede Amnestie... Die Ge fühle, welche die öffentlichen Gewalten gegenüber den arbeitenden haben, erhellt aus nachstehender, auch sonst sehr interKlassen befeelen, zeigen sich genügend in der Aufrechterhaltung effanter Korrespondenz der Bossischen Zeitung" der gegen die Syndikate erlassenen strengen Maßregeln und dem aus Rom: Scheitern der liberalen Maßregeln, welche die frühere Rammer Rom, 29. Juli. Der große Prozeß wegen der Bank diesbezüglich angeordnet hatte." Der Bericht ergeht sich sodann Unterschlagungen hat mit der Freisprechung aller An- der Nähe von Asan bestegt. Die Japaner zogen sich aus Soul des Längeren über die Unfruchtbarkeit der lezten Seffion. Nach geklagten geendet, denen im Gerichtssaale durch das Publieiner furzen Erörterung der äußern und innern Politik erklären fum und die Advokaten eine stürmische Huldigung dardie Verfasser des Manifestes, daß sie, die jetzt der Minorität angebracht worden ist! Es muß dies jedem verblüffend und gehören, nur dann einen Erfolg ihrer Politik erhoffen tönnen, unverständlich erscheinen, der aus der seit über Jahreswenn die öffentliche Meinung ihnen zur Seite steht, zumal die frist andauernden öffentlichen Erörterung im Parlamente und in Rammer bisher einen dem Willen des Landes entgegengesetzten der Presse nur die zahlreichen unzweifelhaften Strafthaten der • Theater. " " minister dankt ab und heirathet die Jessiy. Stoock schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Englands Moral ist gerettet. Dem seichten Inhalt des Stückes steht die verschrobene Zeich= nung der Charaktere ebenbürtig zur Seite. Die Darsteller vermochten trotzdem Vorzügliches zu leisten, so Fräulein Elfinger als Jessie, Fräulein Waldegg als ausgelassenes Backfischchen; Frau von Pöllniz bot in einer kleinen Nebenrolle( als Lady Bellenden) ein Meisterstück prächtiger Charakterifirung. Hoffentlich bietet sich den Schauspielern bald Gelegenheit, ihre Sträfte angemesseneren Stücker widmen zu könner Minister des Auswärtigen an die Vertreter der Mächte eine Note, welche die Lage zwischen China und Japan darlegt und mit der Verficherung schließt, daß die japanische Regierung jederzeit bereit sei, die Erörterung friedlicher Propositionen zuzulassen, welche mit der wirklichen Lage und mit der Würde Japans vereinbar sind. London, 2. Auguft. Die zweite Ausgabe der„ Times" melbet aus Shanghai vom 1. August: Nach authentischen, fremden offiziellen Quellen entstammenden Berichten aus Söul hat der chinesische General Yeh am 29. Juli die Japaner in zurück. Gine 20 000 Mann starke chinesische Armee hat von der Mandschurei aus die Grenze von Korea überschritten. London, 2. Auguft. Die„ Times" veröffentlichen folgende, ihren aus Chefoo zugegangene Depesche über die Vernichtung des Rowshing.": Der dem„ Kowshing" von dem japanischen Admiral ertheilte Befehl, ihm zu folgen, rief unter den Chinesen große N Bebel, Der Hochverraths Prozek wider Liebknecht, Hepner vor dem Schwurgericht zu Leipzig vom 11. bis 26. März 1872. Mit einer EinLeitung von W. Liebknech t. 7. Heft. GS. 289 bis 336. 80. Berlin 1894. Verlag der Expedition des„ Borwärts". Leffingtheater. Als Erstling der neuen Saison sette das Lessingtheater seinem Publifum am 1. August Die Sitten richter", englisches Schauspiel in 4 Aften von Jones, frei bearbeitet von Oskar Blumenthal, vor. Selbst das leicht befriedigte Premierenpublikum lehnte das weniger als bedeutungsDas Heft enthält unter anderem die Nede Bebel's in Plauen, in welcher er im Gegenfaße zu dem von lose ectige, feichte und verschrobene Schauspiel" ab. Gin 40jähriger May Hirsch vertretenen Standpunkte die Auffassung der SozialMinister ist Hauptverfechter eines Gesezentwurfs zur Hebung der demokratie begründet, und die historische Entwicklung unserer Proöffentlichen Moral in England. Welchen Inhalt dieser Gesezentwurf hat, ob er den scheinheiligen Vorschlägen der bekannten Theater Unter bes Linden. Eröffnungsvorstellung am verhöre, denen der Vertreter der Polizeibehörde und andere duktionsweise dargelegt wird. Hierauf folgen interessante Kreuzlex Heinze oder ähnlichen Spuren heuchlerischer Wcoral- 1. August Der Bettelstudent", Operette in 3 Akten von faytes nachgeht, verschweigt der Dichter: vielleicht F. Bell und Richard Genée, Musik von Karl Millöcker. Für Gegner unserer Partei unterzogen wurden. Sehr interessant ist ist er sich selbst nicht klar darüber das vom Präsidenten verlesene Flugblatt: Forderungen des geworden. den Niedergang der Operette ist es bezeichnend, daß der Direktor Bolkes im Augenblick der Revolution und die Aussagen LiebGesetzentwurf sind unter Führung eines bramarbasirenden und des Friedrich- Wilhelmstädtischen Theaters, Herr Fritzsche, der jetzt tnechts über dasselbe. Von besonderer Bedeutung sind ferner rodomontirenden Barlamentsmitglieds Stooch erhebliche Gegner auch die Leitung des Theaters Unter den Linden übernommen die Bernehmungen über die internationale Arbeiterassoziation. erwachsen, und diese Gegner" scheinen Tanz, Gesang und Luft- bat, kein neues, Erfolg versprechendes Werk zur Eröffnung barkeiten in jeder Form aus der Welt verbannen zu wollen; feines Theaters auftreiben fonnte und mit dem alten Bettel Auch Briefe von Marg und Engels, Bebel und Liebknecht finden weshalb und nach welcher Richtung hin sie den ministeriellen studenten seinen Einzug feiern mußte. Diese Operette hat an sich in dem Gefte. Moralentwurf bekämpfen, behält der Dichter auch für sich. Trotz- Frische troß ihrer vielen Aufführungen nicht verloren und er" Dem dem fällt der Minister über den Gefeßentwurf. Und das geht beiterte das Publikum, das wohl mit dem Beifall weniger gefargt in einen nur Eingelaufene Druckschriften. so zu. Der ehrbare Minifter flüchtet vor Schlägen eines Abends bätte, wenn die selbst für Berliner Verhältnisse außerordentlich Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartei den Spielwaaren- Bazar seines politischen Gegners aufdringliche Glaque nicht so unverschämten Lärm gemacht hätte. Stood, Er trifft alten, durch Trunk Anständige Theaterbesucher werden sich wohl hüten, die Hand vom genial angelegten Ingenieur zum Hampelmänner zum Beifall zu rühren, sobald die Claque bemerkt wird; man Fraßenbildner heruntergekommenen Herrn Keber, nebst dessen tommt doch nicht gerne in den Verdacht, sein Urtheil sich mit jugendlicher Tochter Jeffie. Am folgenden Tage übersendet der baaren Silberlingen verkauft zu haben. über die Bismard'sche Sozialreform. Ueber die Borstellung selbst ist nicht viel zu sagen. Die unerkannt gebliebene Minister der schönen Jessie, deren Unschuld und Reinheit" es dem früheren Schwerenöther angethan, Massenszenen waren gut gestellt, gefungen wurde nicht übermäßig ein Geschent. Sie lehnt die Annahme ab. Nach einigem hin gut, aber auch nicht schlecht, gespielt wurde im Ganzen gut. und her besucht der Minister allabendlich heimlich in dem Spiel. Fr. G. Schmidt( Gräfin Nowalsta) und Frl. Jerg( Laura), Herr waaren- Bazar Vater und Tochter. Sie merkt nichts. Er ver- Wellhof( Oberst Ollendorf), Here Meyer( Jan) und Herr Bruch spricht seinen Schüßlingen Villa u. f. w.sie merken nichts.( Symon) befriedigten. Besondere Leistungen der einzelnen DarAm Abend vor der parlamentarischen Hauptschlacht ist die steller sind nicht hervorzuheben. Lochter allein mit dem Beschüßer von Literarisches. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). 8u bziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 m. Kreuzband 1,80 M. Die Nr. 27 vom 2. August hat folgenden Inhalt: Wahrheit oder Dichtung? Wochenschau. Gin bayerischer Bundesraths- Bevollmächtiger Die große Arbeitskommission in England, Schluß. Der zwölfte Kongreß der französischen Arbeiter= partet. Bur Parteiliteratur. Ein neues Buch über Saint- Simon. Zur Erntezeit. Parteinachrichten Todten= Wie man uns behandelt. lifte. Siteratur. Die neuesten Anarchistengefeße( Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien). Das preußische Landtagswahlrecht. Bur Bewegung der Bergarbeiter in England und Schottland. Gerhart Hauptmann's Komödien. Gewert schaftliches. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Seine. Braun ( Carl Heymann's Berlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 W.). Die foeben erschienene Nummer 44 enthält unter anderem: Die Fabritgefeygebung in Jllinois. Von Ober- Fabrikinfpettor Florence Kelley in Chicago.-Städtische Bodenfragen. Von Dr. Karl von Mangoldt. Hausindustrielle Erhebungen für Pofen. Die Strafbarkeit des Boykotts nach geltendem Reichsrecht. Bon Rechtsanwalt Dr. Sugo Seinemann. Allgemeiner Rechtshilfeverein in Wien. Landwirthschaftliche Bevölkerung in England. Empörende Zustände in der sächsischen Bigarrenindustrie. Kriminalität der jugendlichen Arbeiter. Konferenz öfterreichischer Bergarbeiter. Rooperativgenoffenschaften der Glaser in Frankreich. Arbeitslosen- Versicherung in den Evangelischen ArbeiterSerausgegeben von sie merkte noch nichts. Da überrascht sie Mister Stoock inmitten der Nacht, theilt ihnen mit, daß er sie längst habe bespitzeln lassen und daß er morgen der Parlamentstribüne aus die Privatbesuche des Vortämpfers für Moral veröffentlichen werde. Nun merken daß andere die heimlichen Besuche in einer Henry Dr. jur. Wilh. Aoscher und seine Be deutung für die Nationalökonomie. Leipzig, ben sogenannten Ruf des jungen Mädchens gefährdenden Weise auffassen könnten. Der Minister verspricht dem Stoock Verlag von J. Milde. 1804. 80. 16 Seiten. Himmel und Erde gegen Schweigen. Stood will nicht. Anderen vereinen. Sonntagsruhe in den Saisonindustrien. Eine gänzlich werthlose, din verstorbenen Nationalökonomen Lages ersicht Stood im Parlament durch Veröffentlichung der in hohem Maße überschäßende Schrift eines Mannes, der als Romanbibliothek für das werkthätige Bolk. Besuche einen Sieg über den Moralentwurf. Der Morals Schriftsteller seinen Beruf ganzlich verfehlt hat. ste -n E. Rosenom. Erste Serie 1. und 2. Band. Hainichen i. S., Berlag von C. Hoffmann, Sächs. B.rlagshaus. Erregung hervor. Die Chinesen erklärten den englischen Offizieren:„Wir wollen nicht gefangen werden und ziehen es vor, zu sterben. Wenn das Schiff nach einer anderen Richtung, als nach China gesteuert wird, werden wir Euch tödten." Ob- gleich der„Kowshing" unter englischer Flagge segelte, schaffen die Japaner mit Torpedos und Mitrailleusen; selbst auf die in's Waffer gestürzten Chinesen wurde noch geschloffen. Die Chinesen kämpften bis auf's Aeußersts.- 1 London, 2. August. Nach einer Mittheilung der Eigen» thümer des in den Grund gebohrten Transportschiffes„Kowshing" befanden sich an Bord des„Kowshing" vier britische Offiziere und drei britische Ingenieure, ferner als Passagiere der Haupt- mann von Hanneken, und zwei unbekannte Deutsche. Hanneken ist gerettet, auch zwei britische Offiziere sollen gerettet sein. Ein authentischer Bericht Hanneken's wird am 4. August er- wartet. Rom, 2. August. Nach einer Meldung der„Agenzia Stefani" aus Tokio ist der Kriegszustand erklärt worden, da die japanische Regierung jeden Vorschlag zurückweist, der nicht darauf basirt ist, daß die chinesische Regierung alles, was von japanischer Seite in Korea geschehen ist, gutheißt. Kopenhagen, 2. August.„Ritzau's Bureau" erfährt von wohlunterrichteter in enger Verbindung mit Ostasien stehender Seite, daß die nördliche chinesische Flottenabtheilung, die söge- nannte Peiyangflotte, welche 13 Schiffe zählt, von Chefoo nach Korea abgesegelt ist, wo ein Seegefecht erwartet wird. Shanghai, 2. Aug. Nach einer offiziellen Depesche aus Tientsin wurden in den Gefechten zwischen den Chinesen und Japanern bei Aashan am 27. und 28. Juli die Japaner mit einem Verluste von mehr als 2000 Mann zurück» geschlagen. Dokohama, l. August. Der chinesische Gesandte in Tokio hat seine Pässe verlangt und wird am Freitag abreisen. Ueber die Ethik des Krieges haben Moltke und viele seiner Nachbeter geschrieben. Wir dagegen haben schon oft den Nachweis geführt, wie der Krieg die Völker ver- roht. Einen neuen Beleg für diese Behanptung finden wir in den„Neuesten Nachrichten". Am Schluß eines Artikels über den Seekrieg zwischen China und Japan heißt es da: „Krieg ist eben Krieg, und bei einem Seekrieg muß man nicht danach trachten, den Gegner zu schlagen— denn dann kann er immer wiederkommen, sondern sein schwimmendes Material zu vernichten, dann ist es fort für immer." Welche Brutalität spricht aus diesen wenigen Jeilen; denkt man denn bei diesem Vorgehen garnicht an die ver- nichteteu Menschenleben?— V«vkeinars»virs»ken. Der Berliner Vierboykott wird überall, wo es klaffen- bewußte deutsche Arbeiter giebt, aufs ernstlichste unterstützt, und wo man bemerkt, daß die Ringbrauer für ihr Gebräu Absatz suchen, um den Berliner Verlust weit zu machen, da sind auch unsere auswärtigen Parteigenossen auf dem Platze, um die Bevölkerung von der Sachlage zu unterrichten. Wie energisch sie hierbei verfahren, ist bereits mehrfach durch Beispiele geschildert worden. Heute wollen wir von den vielen Aufrufen, die in der Arbeiterpresse fast Nummer für Nummer veröffentlicht werden, nur den der Arbeiter Dessau's anführen. Es heißt darin:„Wir erinnern Euch nochmals an Eure Pflicht, welche Ihr den Berliner Genossen gegenüber zu erfüllen habt. Wenn ein Erzgroßkapitalist wie der Großbrauer Rösicke theils selber, theils durch seinen Einfluß viele Hunderte un- schuldiger Arbeiter, bloß um seinem M a ch t k i tz e l zu fröhnen, aufs Pflaster setzt, so haben die Arbeiter, welche Solidarität im Leibe fühlen, die Pflicht, diesem selbstbewußten Erzvertreter der herrschenden Klasse zu beweisen, daß die Arbeiter auch eine Macht sind. Möge jeder Arbeiter sich strengstens davor hüten, seinerseits durch den Konsum des Dessauer Wald- schlößchenbieres dazu beizutragen,-daß durch die Steigerung der riesigen Einkünfte des Großbrauers Roesicke sein den Arbeitern feindliches übermüthiges Selbstbewußtsein noch gewaltiger wachse. Wer ausdrücklich darauf ausgeht, die Arbeiterorgan i- sation zu zerstören, kann nicht den Anspruch erheben, daß die Arbeiter ihn durch das Trinken des Bieres, das er sabriziren läßt, noch reicher mache n." *• Bon der Agitation. In einer Versammlung des Agitations» Vereins für Schwaben und N e u b u r g wurde mitgetheilt, daß der an Stelle der früheren Agitationskommission am 14. Ja- nuar d. I. gegründete Verein in allen Theilen des Kreises Ver- sammlungen abgehalten hat. Besonders von Erfolg waren die in Mindelheim, Krumbach, Donauwörth und Balinertshofen ab- gehaltenen Versammlungen, wo Redakteur Breder aus Augs- bürg referirle. Eine Reihe weiterer Versammlungen find von den auf dem Lande wohnenden Parteigenossen bereits verlangt. Lokale hierzu stehen uns, ungerechnet Augsburg, im ganzen Kreise 16 zur Verfügung. Die Agitation durch Schriftenvertheilung hat sich der Verein beträchtliche Summen Geldes kosten lassen. Zur Landagitation. Der von den Parteigenossen des Wahlkreises Gießen-Grnnberg-Nidda für den Frankfurter Parteitag angekündigte Vorschlag der Aufstellung eines a g r a r- politischen Programms wird von der„Sächsischen Arbeiter-Zeitung" als höchst beachtenswcrth erklärt, wenn auch natürlich über die Einzelheiten näher zu diskutiren sei. Auf dem Parteitage der thnringischen Sozialdemo- kratie, der am Sonntag in Erfurt abgehalten wurde, waren die Orte Allstedt, Blankenhain, Waltershausen, Nordhausen, Etadlsulza, Sonneberg, Salzungen, Oberroßla. Neustadt, Neun- Hosen, Mühlhausen, Apolda, Jena, Wenigenjena, Eisenach, Kelbra, Altendorf, Salza, Hefferode, Groß- und Klein-Wechsungen, Schmiedefeld, Goldlauter, Großbreitcnbnch, Ilmenau, Slützerbach, Seidersbach, Bürgel, Weida, Greußen, Sangerhausen, Weißensee, uhl, Weimar, Gotha, Heiligenstadt und Erfurt durch 51 Dele- girte vertreten. Ans den gegebenen Berichten ist folgen- des von allgemeinerem Interesse. Das Partei-Örgan, die„Thüringer Tribüne", hatte an Verurtheilungen der Redakteure, hohen Gerichtskosten und langen Restirens der Abonnementsbeiträge zu laboriren. Wegen Preßvergehens sitzen zwei Parteigenossen bereits im Gesängniß; weitere Ge- fängnißstrafen stehen ihnen in Aussicht. Auf die vom vorigen Parteitag angeregte Frage, ob es räthlich sei. die„Thüringer Tribüne" täglich erscheinen zu lassen, hat die Preßkommisston die Meinung der Zeitungsfilialen erforscht. Nur zwei Orte waren für das tägliche Erscheinen, die übrigen erklärten sich für die jetzige dreimalige Erscheinungsweise. Infolge dessen nahm die Preßkommission von der Durchführung des Projekts Abstand. Die in Apolda ohne Zustimmung der übrigen thüringischen Orte erfolgte Gründung eines Lokalblattes, der„Freien Presse", ist, wie vorauszusehen war, nicht von Erfolg gewesen. Das Blatt ging ein. Um aber den Parteigenossen in Apolda einen Ersatz zu bieten, wurde mit ihnen vereinbart, daß die„Freie Presse" als Kopsblatt der„Thüringer Tribüne" erscheint. Die Agitations- kommission konnte, trotz besten Willens, noch nicht das ihr ge- steckte Ziel erreichen, wonach die Propaganda auf die entlegensten Winkel Thüringens ausgedehnt werden soll. Zum Theil lag das am Geldmangel. Immerhin konnten in 32 Orten der ver- schiedensten Gegenden zusammen 38 Versammlungen abgehalten werden. Um der Agitationskommission die nothwendigen größeren Geldmittel zu verschaffen, beschloß der Parteitag, daß Sammel- listen herausgegeben werden sollen und daß die finanziell kräftigeren Orte verpflichtet find, ihren Verhältnissen entsprechende Beiträge zu sammeln. Der Sitz der Agitationskommission bleibt in Erfurt. In die Kontrollkommission, deren Mitgliederzahl von 7 auf 5 herabgesetzt wurde, haben die Orte Nordhausen, Sangerhausen, Apolda, Weimar und Ilmenau je ein Mitglied zu wählen. Der Parteitag machte es noch jedem Parteigenossen zur Pflicht, für die weiteste Verbreitung der Gewerkschafts- organisation einzutreten, da der politische Kampf nur von einer wirthschaftlich möglichst unabhängigen Arbeiterschaft wirk- sam geführt werden könne. Die„Rheinisch-Westfälische Arbeiter-Zeitung" meint, der Ausschluß Stegmüller's durch die badische Landeskonferenz widerspreche dem Organisationsstatute der Partei. Wenn aber einmal Landesorganisationen bestehen und diese von den Partei- genossen der Orte ihres Bereiches anerkannt waren, so kann man ihnen das Recht nicht wohl absprechen, Personen auszuschließen, von denen sie meinen, daß sie nicht mehr zur Partei gehören. Den Ausgeschlossenen bleibt dabei ja immer noch die Berufung an den Parteitag. »» Die„Freifinnige Zeitung" hält unsere Bemerkung über das in Lörrach dem badischen Landtagsabgeordneten Stegmüller ausgestellte Vertrauensvotum für„parteioffiziell". Das ist sie nicht. Es handelt sich lediglich um die Meinung der Redaktion des„Vorwärts".„Parteioffizicll" ist das, was vom Vorstand oder der Fraktion unserer Partei unterzeichnet ist. ** » Polizeiliches, Gerichtliches«. — Sächsisches. Gemäß der in gestriger Nummer des „Vorwärts" ausführlich besprochenen, im Kern der Sache gegen das Mitbringen von Kindern zu Arbeiter- f e st e n gerichteten Regierungsmaßnahme wurden beim Sommer- fest des Dresdener Sozialdemokratischen Vereins für den 4. sächsischen Reichstags- Wahlkreis, das in Rähnitz gefeiert wurde, und wozu die Eltern, wie das seit Urzeiten Brauch bei Sommerfesten ist, ihre Kinder mitgebracht hatten, s ä m m t l i ch e Schulkinder durch die Gendarmerie vom Fe st- platze gewiesen. Die betreffende Bekanntmachung der Amtshauptmannschast datirt erst vom 25. Juli 1334, sie ist zum ersten Male veröffentlicht worden in der Sonnabend, den 23. Juli, herausgegebenen Nummer der„Dorfzeitung", das Fest wurde an: 29. Juli ab- gehalten; sonach ist klar, daß die Festveranstalter wahrschein- lich die Bekanntmachung am Sonntag noch gar nicht gekannt haben, und wenn sie sie gekannt haben, so waren sie gar nicht in der Lage, ihr nachzukommen, denn vor Sonnabend Abend konnten sie unter keinen Umständen Kenntniß von ihr erlangen, da sie als Arbeiter Tags über bei der Arbeit sind. Trotz- dem wurde auf grund der Verordnung das Arbeiter- fest gestört! Es fehlt nun blos noch, meint die„Sachs. Arb.- Ztg.", daß die Veranstalter noch Strafverfügungen bekommen wegen Zuwiderhandlung gegen die Bekanntmachung, und es könnte wirklich nicht mehr schöner werden. — Der General v. Hönisch, Kommandeur des 4. Armee- korps, hat auch gegen die Breslauer„V o lk s w a ch t" wegen Beleidigung Strafantrag gestellt, weil diese— ebenso wie das „Volksblatt für Halle"— die zuerst von der„Freifinnigen Zeitung" gebrachte Nachricht mitgetheilt hatte, wonach zu den Jagdvergnügungen des Generals Soldaten als Treiber komman- dirt worden sein sollten, während sie das, nach Aussage des Generals, freiwillig thaten und dafür auch entschädigt wurden. — Wegen„groben Unfugs" wurde in Schmölln in Sachsen-Altenbnrg der Zigarrenmacher H. O. Ziegeler aus Brandenburg a. H. zu drei Tagen Haft vcrurtheilt. Er hatte beim Begräbniß des Parteigenossen Heinig nach Beendigung der Grabrede des Geistlichen und während des Schlußgesanges einen Kranz mit rother Schleife am Grabe niedergelegt. Der Geist- liche und einige Leidtragende hatten daran Anstoß genommen. In der Begründung des Urtheils ist n. a. gesagt: Das Gericht habe sich den Ausführungen der Staatsanwaltschaft angeschlossen, daß eine Geldstrafe von dem Angeklagten nicht getragen werde, sondern von der Partei. Wenn man aber jemand, der zehn Millionen hätte, mit 1060 M. bestrafen wolle, so sei dies keine Strafe, eine Strafe solle fühlbar sein. Bei der Strafabmessung sei auch in Betracht zu ziehen gewesen, daß der Angeklagte Mitglied einer Partei sei, die notorisch die Religion be- kämpfe und bestrebt sei, diese aus dem Herze» der Mitmenschen zu reißen, sowie auf den Unisturz der von Gott gewollten Ordnung arbeite. Von den verschiedensten Bevölkerungsschichten sei aber die Handlung als ärgernißerregend anerkannt worden; Unfug aber sei nach der Entscheidung des Reichsgerichts, was gegen Fug und Recht sei. Durch das offene Zurschautragen aber habe der Angeklagte die heilige Handlung gestört und auf einem christlichen Friedhofe die heilige Handlung mißbraucht, sozusagen entweiht, um für seine Partei Propaganda zu machen. Der An- geklagte habe auch unzweiselhast gewußt, daß die von ihm be- gangene Handlung strafbar sei, da er wissen mußte, daß der- artige Handlungen von den sächsischen Gerichtshöfen vornehmlich und auch vielmals von anderen als strafbar entschieden seien. Ebenso wußte er, daß, wie von der Staatsanwaltschaft schon an- geführt sei, 1887 seine Gesinnungsgenossen in Altenburg bestraft seien wegen derselben Handlung. Infolge dessen habe das Gericht auf 3 Tage Hast und Tragung der Kosten erkannt. Das Urtheil ist wenigstens dadurch interessant, daß das Gericht allem Anschein nach die Sozialdemokratie für einen zehnfache» Millionär hielt, und daß es verlangte, ein Preuße solle sich daruin bekümmern, was sächsische Gerichte schon alles „entschieden" haben. GstvovKsilhssililyos. Ein allgemeiner dentscher Gewerkschafts-Kongreß wird, wie das„Norddeutsche Volksblatt" mittheilt, zu Ostern nächsten Jahres von der Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch- lauds einberufen werden. Der zweite internationale Eisenbahnarbeiter-Kongresi, der vom 3. bis 6. Oktober dieses Jahres in Paris abgehalten wird, soll nach der vorläufigen Tagesordnung über folgende Punkte verhandeln: 1. Errichtung einer internationalen Kasse, 2. Achtstundentag, 3. wöchentlicher Ruhetag, 4. Abschaffung des Güterdienstes an Sonntagen, 5. Minimallohn, 6. Altersrente und 7. Bestimmung des Sitzes des dritten internationalen Eisen- bahnarbeitcr-Kongresses. Die deutschen Schneider werden ersucht, kommende Saison sich von N e w- N o r k fernzuhalten. Es ist dort ein Ausstand der Kundenschneider im Gange, der durch Lohnherab- setzung und beabsichtigte Sprengung der Gewerkschast verursacht wurde. Die streikenden Glasarbeiter Oldeuburg's ersuchen in einem Aufrufe ihre Fachgenossen um ausreichende U n t e r st ü tz u n g. Bisher haben nur die Glasarbeiter der örsteler Fabrik dieses Gebot der Solidarität erfüllt.„Die lasmachcr," heißt es in dem Aufruf,„haben alle Ursache, sich ernsthast zu vergegenwärtigen, daß sie durch die Unterstützung ihrer Oldenburger Kollegen nicht allein deren Existenz erhalten helfen, sondern auch ihre eigene! Denn, verlieren die Oldenburger den Kampf, so geht es auch den übrigen deutschen Glasarbeitern an den Kragen. Das Schwert hängt ihnen drohend über dem Haupte! Es ist nothwendig, den Zuzug streng fernzuhalten und die Streikenden lhatkräftig zu unter- stützen. Denn es gilt das eigene Interesse zu wahren. Der Kampf ist hoffentlich nur noch von kurzer Dauer. Mit solidari- schem Gruß I. Diekmann, Vertrauensmann der Oldenburger Arbeiterschaft." Die deutschen Glasarbeiter mögen sich an der Opfer- Willigkeit der Oldenburger Arbeiterschaft ein Bei spiel nehmen. Dort zahlen, wie wir schon mittheilten und wie auch in dem Aufrufe der Streikenden bestätigt wird, die Bildbauer wöchentlich 1 M., Buchdrucker, Metallarbeiter und Tischler 50, Schneider und Schuhmacher 25 Pf. wöchentlich. Da zur Unterstützung der Ausständigen wöchentlich rund 3000 M. nöthig sind, reichen aber die finanziellen Kräfte der braven Oldenburger Arbeiter nicht aus. Mögen daher nun die Fach- genossen der Ausständigen ihre Schuldigkeit thun. Der Verband der Bauarbeiter(Zahlstelle Berlin) giebt bekannt, daß seine Mitgliederversammlungen nicht mehr bei Saeger, Grünerweg stattfinden, sondern am Sonntag, den 5. August bei Siegemund, Eisenbahnstr. 20. In Mainz haben die Setzer und Drucker des „Mainzer General- Anzeigers" wegen versuchter Lohnkürzung die Arbeit eingestellt. In Hamburg haben die Arbeiter der Lehmann'schen P an t o f f e lfa b vi k wegen einer Lohnkürzung von 15 bis 25 pCt. die Arbeit eingestellt. Die Zahl der Ausständigen beträgt 36; 24 davon sind verheirathet. Anfragen:c. sind an H. Kage in Hamburg, Thalstraße 99, bei Eichler zu richten. Beendet ist der Streik in der Fischkorb-Werkstätte von G. Barre in Oslebshausen bei Bremen, nachdem sämmt- liche Ausständige anderswo Beschäftigung gefunden haben. Aus Essen wird der„Volks- Zeitung" berichtet, daß auf der dort abgehaltenen Konferenz der Maurer Rhein- lands und Westfalens, die von 26 Delegirten besucht war, besonders über unregelmäßige Arbeitszeit und Rückgang der Löhne geklagt worden ist. In den meisten Orten wird 11 bis 12 Stunden gearbeitet, der Stundenlohn beträgt nur 32 bis 38 Pf. Es soll eine Baukommisston und ein Agitationskomitee für Rheinland- Westfalen, deren Sitz in Köln ist, eingesetzt werden. In der Rheinpfalz erheben die Verwaltungsbehörden auch dann G e b ü hr e n, wenn sie über eine Beschwerde zu ent- scheiden haben. In Kaiserslautern hatte sich unser Parteigenosse Klement darüber beim Bürgermeisteramt und beim Bezirksamt beschwert, daß die Polizei, um z. B. vom Vorsitzenden einer Ge- werkschaft oder einer Versammlung über irgend etwas Auskunft zu erlangen, in die Werkstätte kommt, wo der Arbeiter be- schästigt wird, was bekanntlich vielen Unternehmern genügender Grund ist, einen solchen Arbeiter zu entlassen. Beide Behörden, sowohl das Bürgermeisteramt wie das Bezirksamt, wiesen die Beschwerde ad, und der Beschwerdeführer hat diese Weisheit auch noch zu bezahlen. Das Bürgermeisteramt beansprucht 1,20 M.. das Bezirksamt aber gar 5,40 M. Gebühren. Daß unter solchen Umständen der Arbeiter unzufrieden werden muß, könnten sich in der Pfalz die Stützen der Ordnung schließlich selbst sagen. In Czernowitz, der Hauptstadt der Bukowina, haben die Arbeiter der Bekleidungsind u st rie, und zwar Schneider, Schuhmacher, Hntmachcr, Sattler und Riemer, eine Gewerkschaft gegründet, die den Zweck hat, ihre Mitglieder geistig und materiell zu heben, das Bewußtsein der Zusammen- geHörigkeit zu wecken und zu beleben, Rechtschutz zu gewähren und in Fällen der Arbeitslosigkeit eine Unterstützung zu leisten. Der Ausruf, worin zum Beitritt aufgefordert wird und der in deutscher und polnischer Sprache abgefaßt und der dort zahl- reichen jüdischen Bevölkerung wegen außerdem zum Theil in hebräischen Lettern gedruckt ist, schließt mit den Worten an die Czernowitzer Arbeiter:„Bedenkt, daß wir auf unsere eigene Hilfe und auf unsere Solidarität angewiesen sind. Es lebe die Solidarität!" Danach haben wir es mit einer neuen Organi- sation klassenbewußter Arbeiter zu thun. Möge sie blühen und gedeihen und der Arbeiterschaft im fernen Osten zu einem Boll- werk werden, woran die Praktiken des Ausbeuterthmns machtlos zerschellen. Vepeslhon. (Wolff'S Telegraphcn-Burean.) Marburg, 2. August. Bei der heutigen Landtags-Ersatz. wähl im 10. Kasseler Wahlkreise(Marburg) wurde dem Ver- nehmen nach von Trott zu Solz(konservativ) mit 101 Stimmen wiedergewählt; Souchay(nationalliberal) erhielt 34 Stimmen, Breitstadt(liberal) 17 Stimmen. Marburg, 2. August. Nach dem amtlichen Ergebniß der Wahl zum Abgeordneleuhause im hiesigen Wahlkreise(Kassel 2) ist geheimer Rcgierungsrath Trott zu Solz mit 101 Stimmen gegen 51 Stimmen gewählt worden. Lübeck, 2. August. Die zur Beobachtung in die Cholera- station des allgemeinen Krankenhauses überführten Passagiere und Mannschaften des Dampfers„Tzave", auf welchem während der Fahrt von Petersburg hierher ein Heizer an Cholera gestorben war, sind heute sämmtlich als gesund ans dem Kraukenhause entlassen worden. Paris, 2. August' Nach einer Meldung aus Buenos-Ayres von gestern marschiren 3000 Insurgenten auf Porto Alegre. Paris, 2. August. Der ständige Ausschuß zur Prüfung von Erfindungen hat an den Kriegsminister einen Bericht erstattet, der sich dahin ausspricht, daß mit der Turpin'schen Erfindung Ver- suche angestellt werden sollen. Lyon, 2. August. Caserio wurde heute früh 4Vs Uhr aus' dem Gesängniß nach dem Justizpalast überführt. Es kam kein Zwischenfall vor. Rotterdam, 2. August. Der Bürgermeister giebt bekannt. daß in dem dortigen Hasen an Bord eines fremden Schiffes am 27. Juli ein Kind an vbolsra. asiatica. gestorben ist. Chicago, 2. August. Durch eine Feuersbrunst wurden 40 Morgen Bauholz-Höfe an der Blue Island Avenue, der Lincoln Street und der Ashland Avenue zerstört. Der Schaden wird auf über IVs Millionen Dollars geschätzt; eine Person kam bei der Feuersbrunst ums Leben, mehrere Personen wurden verletzt. (Depeschen de? Bureau Herold.) Bndapest, 2. August. Hier findet morgen ein Monstrc« Meeting von Arbeitslosen statt. Trieft, 2. August. Wie ein Telegramm aus Porto Ferra' meldet, begegnete der Dampfer„Ubaldino" im Kanal Pirinbn«, dem Schooner„Affenzione", der Nothsignale ausgesteckt hatr� Mannschaften des„Ubaldino" begaben sich an Bord des SchoonerZ und fanden dort zwei Mann der Besatzung todt vor. Der Kapitäa und sechs Matrosen, die sehr verdächtige Krankheitserscheinungen zeigten, lagen im Schiffsraum. Die Natur der Krankheit könnt? noch nicht festgestellt werden. Paris, 2. August. Gestern Abend wurde auf den Boulevards seitens des Publikums überall die Ausgabe des„Jntransigeant" verlangt, welche einen Leitartikel über das neue Preßgesetz ent- hielt, der statt in gewöhnlichen Lettern in Taubstummenschrift gedruckt war. Der Artikel, zu dessen Entzifferung am Schluß des Blattes ein Schlüssel beigegeben war. begann mit den Worten:„Republikauer! Hier ist die Guillotine und im Elysee wird heute Abend getanzt!" Paris, 2. August. Das Urtheil im Prozesse Caserio wird Freitag Abend gefällt werden. Es findet keine Nachtsitzung statt. London, 2. August. Einer Meldung aus Buenos- Ayres zufolge hat die argentinische Negierung die Auslieferung des englischen Abgeordneten Balfour beschlossen, welcher als Direktor der fallirten Liberator- Gesellschaft nach Amerika ge- flüchtet war, nachdem er größere Geldsummen unterschlagen halle. Vier!» eiue Beilage. Berantwortsicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthftrcche 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 178. Freitag, den 3. August 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Aft des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproßen die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rück. gängig zu machen. Den Gastwirthen muß flar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien auzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschloffenheit halten wir den Bonkott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller flaffenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kanft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien Stammt. Letzteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Die Boykottkommiffion. " Preßtrabanten" sendet uns Herr Schulz ein Schreiben zu, in zuhalten. Aber die Lebensaufgabe der in sozial: welchem er mittheilt, daß die Initiative zu den Landparthien demokratische Leitung gerathenen Gewert einflußt worden. Unsere Leser werden sich entsinnen, daß eine die Unzufriedenheit mit allen auch noch so verwerflichen stets von den Arbeitern ausgegangen, das Personal sei nicht befchaften ist diefelbe, wie bei der Sozialdemokratie überhaupt, solche Behauptung von uns auch gar nicht aufgestellt war; nur Mitteln überhand nehmen zu machen. Den darunter leidenden ganz allgemein legten wir einleitend dar, welche Motive es in der Genossen" aber ertheilt man am Schlusse eines jeden Semesters Regel feien, die die Herren Chefs veranlassen, Landparthien oder den grausamen Rath, in schlechten Zeiten den ähnlichen Klimbim zu arrangiren. Wir hatten ferner wiederum Streit sich besonders sorgsam zu überlegen." ganz generell darauf hingewiesen, wie der überwiegende Theil Es genügt, diese letteren Bemerkungen des Jobberorgans tiefer der Arbeiter, der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, der zu hängen. Gemeinheiten widerlegt man nicht, die nagelt man artigen Veranstaltungen sich anschließen. Wenn es weiter richtig nur fest. ist, daß, wie Herr Schulz in seinem Schreiben behauptet, weder er, noch irgend Jemand des Personals die Reklamenotizen in die des Bierringes, der jedes Mittel recht, sich bei ihrem Herrn und Gebieter beliebt zu machen. Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn Preffe lancirt hat, nun desto schlimmer für die servile Breßmeute hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönir- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. Tokales. Berliner Straßen als Egerzierplatz. Gestern Morgen um 12/7 Uhr paffirte eine Kompagnie des 3. Garderegiments die Rottbuser Brücke, marschirte in der Gräfestraße im Laufschritt zu Halbzügen auf und setzte sich am Echnittpunkt der Urbanund Gräfestraße in Reihen, von denen die linke im Gänsemarsch Konkurrenzneid. Daß die Bierfahrer der Ringbrauereien unmittelbar am Zaun der Happoldt'schen Brauerei, die andere durch den Boykott einen nicht unbedeutenden Schaden haben, dicht am Trottoir der gegenüberliegenden Seite der Gräfestraße läßt sich nicht bestreiten. Sind sie es doch, welche hauptsächlich dahinzog. Diese Formation ist die der Schüßen, die im Straßendie Kundschaft heranziehen müssen. Der ganz begreifliche Aerger tampf die inmitten der Straße marschirende Truppe seitlich zu der Kutscher über den Boykott richtet sich nur vielfach an die decken und event. Die Fenster zu beschießen haben. Sollte der Bier falsche Adresse. So schlug am Mittwoch im Restaurant Hoff frieg wirklich schon Straßen- Bierkämpfe befürchten lassen? Durch mann in Schöneberg ein Rutscher der Happoldt'schen die zehn Rotten breiten Halbzüge war die Gräfestraße so gut Brauerei seinem Kollegen von der Phönir- Brauerei in Lichter- wie gesperrt. Bekanntlich steht unser Jahrhundert im Zeichen felde wie uns Augenzeugen versichern ohne jede Veran- des lassung mit einem Bierseidel dermaßen auf den Kopf, daß derselbe ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Recht be dauerlich, wenn sich Proletarier im Interesse ihrer Ausbeuter die Köpfe blutig schlagen. wenn der Verkehrs. Frau Olga W. 1, dafür zu sorgen, daß die auf sein Betreiben hin aus der Formstecherei von Lehmann ausgetretenen Gehilfen sich bei dem Formstecher Lehmann wieder melden und um Arbeit bitten; 2. das Ihr Mann mir diejenigen Arbeiter meiner Fabrik nennt, die ebenfalls dem betr. Vereine angehören, welches er sich seiner Zeit weigerte zu thun; Unternehmer- Hochmnth. Die Frau des Arbeiters W., der aus der Ersten Deutschen Patent Linoleumfabrik" zu Köpenick entlassen worden war, schrieb, ohne Wissen ihres Mannes, an den Fabrikanten, ihn bittend, ihren Mann wieder in Arbeit zu Friedrichshagen. Um zahlreichen Anfragen auf diesem Ein sozialdemokratischer Agitationsverein gründete sich nehmen. In dem Antwortschreiben des Fabrikanten tritt die Wege zu begegnen, sei mitgetheilt, daß das Lotal Müggel- am letzten Sonntag in Groß- Lichterfelde, dem sich so ganze Proßigkeit und Anmaßung des Unternehmers zu Tage. Das schlößchen", sowie der Brauerei- Ausschant" Eigenthum der fort 87 Mann anschlossen. Wünschen wir dem jungen Verein Schreiben hat folgenden Wortlaut: Brauerei sind und es somit in diesen Lokalen nur bontott: das beste Gedeihen. Köpenick, den 11. Juli 1894. freies Bier giebt. Das Gerücht, daß der Saal des Müggel- Zum Tenfel mit dem Patriotismus fchlößchen uns nicht mehr zur Verfügung stände, beruht auf Geldbeutel in Frage tommt. Herr Fürstenheim, Köpenick. Erfindung. bei dem die Schuhmacher immer noch, 80 an der Zahl, streifen, Ihr Schreiben vom gestrigen Datum habe ich erhalten und Die Lokalkommission Friedrichshagen. während sich nur 15 Streitbrecher gefunden, sucht ausländische erwidere Ihnen darauf, daß die Noth und die traurige Lage, Mariendorf. Den Genoffen von Mariendorf, Arbeiter herbeizulocken, um die Stellen der Streitenden auszu- die Sie mir in demselben schildern, lediglich der unverantwortlichen Tempelhof und Marienfelde zur Nachricht, daß am füllen. Er hat sich zu diesem Zweck nach Wien gewandt, bis Handlungsweise Ihres Mannes, der versucht hat unsere Fabrik Sonntag, den 5. August, eine Agitationstour in die bekannten iegt aber nur wenig Glück gehabt. Die Wiener Arbeiter, zum Schauplaß einer wüsten Agitation zu machen, zuzus Ortschaften stattfindet. Treffpunkt: 6 Uhr Morgens Restaurant an die der Herr Fürstenheim honigsüße Briefe schrieb, schreiben ist. Möhle, Marienfelde..#b verzichteten auf die Rolle, die ihnen der Unternehmer Ich will in Erwägung ziehen, Ihren Mann wieder in Arbeit Die hoffnungsfreudige Stimmung der Gebieter aller sugedacht und dankten für das Anerbieten. Anstatt mit seinen zu nehmen, falls derselbe gewillt sein sollte, folgende 3 Be leeren Säle hat nicht lange vorgehalten; die Berichte über die Arbeitern zu unterhandeln und die geringfügige Lohnaufbesserung dingungen zu erfüllen: legte Sizung, welche man doch vorher ganz gewiß auf ihre zu bewilligen, zieht er es vor, Tausende zu opfern, um durch Wirkung geprüft hat, lassen das deutlich durchblicken. Mit Agenten Ausländer heranzuziehen, die den einheimischen Arwelcher Unver- frorenheit jedoch auf jener Seite verfahren wird, beitern, den Landsleuten", in den Rücken fallen sollen. So hat tönnen wir heute auf grund des Berichts wieder aufs Profit winkte; das Loos derer, von denen die herrschende Klasse das Unternehmerthum noch stets gehandelt, wenn ihm dadurch ein Neue konstatiren. Es heißt dort( Gasthaus" Nr. 61) Liebe zum Vaterland verlangt, fümmert sie nicht, sobald die Wirthe Heise, Lichtenbergerstraße 21 und Güldner in Briz sollen, weil sie ,, wortbrüchig" geworden seien, sich Ausländer, sogar„ Erbfeinde" zu billigeren Löhnen anbieten. wegen der 500 M. Konventionalstrafe verklagt werden. Wie die 3. daß Ihr Mann in dem Vorwärts" und den„ Graphischen Der Droschkenkutscherstreit wird in der NationalDinge bei dem letzteren liegen, wissen wir nicht, aber bezüglich Beitung" und in dem Organ des zweiten Pindter in einer Weise Blättern" durch Veröffentlichung einer von uns in Wortdes Ersteren können wir mit Bestimmtheit versichern, daß der besprochen, die von uns nicht ganz unwidersprochen bleiben darf. laut anzugebenden Annonce seinen Austritt erklärt. selbe in feiner Weise, weder mündlich noch schriftlich, sich der Die, arbeiterfreundlichen" Blätter ärgern sich über den Bericht Mit Achtung Saalbefizer- Kommission gegenüber verpflichtet hat. A. Krüger. Hieran der Gewerkschaftskommission, der nicht konstatire, daß der kann man ermessen, wie geschwindelt wird. Daß der unverfrorene Herr eine entsprechende Antwort Im Droschkentutscherstreit unberechtigt" gewesen sei, nachdem ihnen erhielt, sei nur nebenbei erwähnt. Das Schreiben bedarf auch schärfsten Gegensatz zu den früheren Tiraden von der Hilfe, das Ministerium des Innern eine flare Belehrung über den feines Kommentars, es genügt, auf die Nothlage, in der die welche die Kommission dem gesammten Gastwirthsstand an- 3weck und Grund der polizeilichen Anordnung gegeben hatte." Familie sich befand, hinzuweisen, man braucht sich die Herzensgedeihen lassen wollte, steht die Thatsache, daß man jezt nur Die verhetten" Arbeiter gingen doch in den Streit, weil sie angst der armen Frau vorzustellen, die durch die Sorge um ihre die Angehörigen der beiden Vereine, Verein der Gastwirthe und die Belehrungen des Herrn Ministers nicht für richtig anerkannten. Familie sich zu einem Bittgefuch an den Fabrikanten herbeilicß, Verein der Weißbierwirthe, unterstützen will; um der Sache ein Es ist nun nach dem Pindterblatte natürlich Schuld der Führer" um die berechnende Hartherzigkeit des Unternehmers in seinem wirksames Relief zu geben, werden nun die Bundesvereine des daß die Droschkenkutscher nicht genügend polizeifromm waren und Antwortschreiben ganz ermessen zu können. Gastwirths Verbandes durch Aufruf an ihre Pflicht erinnert, den Weißlackirten ohne Weiteres afzeptirten, sondern sich dagegen der Nothlage der Berliner Kollegen durch Sammlungen in ihren wehrten, wenn auch vergeblich. Die Warnung vor Streifs, die Immer nobel. Vor nicht langer Zeit verstarb der in Kreisen zu steuern. feinen Erfolg versprechen, welche im Bericht der Gewerkschafts- Berlin ziemlich bekannte Millionär und Hofjuwelier Friedländer. Das geheimnißvolle Gethue, was schon so oft unseren Spott kommission ausgesprochen wird, findet nicht den Beifall der ge- In seiner lettwilligen Verfügung bestimmte er, daß von seinen herausgefordert hat, wurde in der betreffenden Sigung insoweit nannten Blätter, weil sie von den Arbeitern zu wenig beachtet vielen hinterlassenen Millionen zu denen ihm zum größten abgestreift, als man endlich einen Fall bezeichnete, wo ein wird. Daß die armen verhetten Arbeiter" trotz der Warnung Theil seine Arbeiter erst verholfen haben- 5000 M. an die Schüßling der Jakobiner eine bestimmte Summe( 850 M.) er der Führer" in den Streit traten, ist den Unternehmer speziell für ihn beschäftigten Arbeiter von seinen Erben übergeben halten haben soll. Daß man so lange gezögert hat, um schließ- blättern natürlich kein Beweis von der Berechtigung werden sollten. Kurz nach dem Tode des Herrn Friedländer lich, arg bedrängt, eine solche verhältnißmäßig kleine Summe als der aufgestellten Forderungen. 15 000 M. sind nach Ausrechnung wurde nun den Arbeitern von den Erben ein Zirkular ungefähr Musterleistung vorzuführen, läßt mit Sicherheit darauf schließen, der National- Zeitung" an Arbeitslohn verloren gegangen und folgenden Inhaltes vorgelegt: Der vorstorbene Herr Theodor daß in der That der Geldbeutel der sehr ehrenwerthen Rom- 8300 M. find anderen Gewerkschaften durch Sammellisten zweck- Martin Friedländer ordnet in seiner Hinterlassenschaft an, das mission noch fleiner ist, als man gemeinhin angenommen los" entzogen worden. Das alles hätte, so heißt es weiter, die von seinem Vermögen 15000 m. zu einer Stiftung verwandt hat. Vielleicht werden auch bald anderen Leuten dahingehend Leitung der Gewerkschaften verhmdern können, wenn diese aus werden jollen. Das Geld ist in festen Werthpapieren anzulegen die Augen geöffnet werden. dem„ belehrenden und entscheidenden Worte der ministeriellen und vom Personal des Geschäfts zu verwalten. Von den Zinsen Bur Landparthie der Fabrik Karl Schulz. Bezug- Instanz für sich selbst die Pflicht entnommen hätte, die Gewerks- Kapitals sind in Noth gerathene Arbeitgeber und nehmend auf unsere Notiz:„ Die Wahrheitsliebe der Röfice'schen genossen von einem unmöglich zu rechtfertigenden Streit zurück- Arbeitnehmer, welche für die Firma Friedländer be schäftigt sind, zu unterflüßen, und zwar durch ein Darlehn oder Schifffahrtskanal und wurde durch einen Sergeanten vom zweiten Silfsarbeiter besinnungslos geworden feien. Der Gerichtshof auch durch Schenkung. Zur Erlangung der Unterstützung ist ein Garde- Regiment zu Fuß anscheinend mit eigener Lebensgefahr lehnte dessen ungeachtet jede weitere Beweiserhebung ab Gesuch nothwendig. Sollte sich mit der Zeit das Kapital durch gerettet. Ein in der Königstraße wohnhafter Schantwirth ver- und die Kläger theilten das Schicksal vieler Brauereiarbeiter, die Zins und Zinseszins beträchtlich vermehren, so ist dasselbe zu suchte sich durch einen Schuß in den Kopf zu tödten. Auf vor ihnen aus denselben Gründen wie sie flagten: sie wurden einer Theodor Martin Friedländer'schen Stiftung zu verwenden, dem Felde an der See- und Reinickendorferstraße tödtete sich abgewiesen. Gründe: welche den oben bezeichneten oder oder ähnlichen Zwecken Nachmittags ein junger Mann durch einen Schuß in die Schläfe. Speziell mit bezug auf 2. sei das Gericht der Meinung, daß Dienen soll. Für den Fall, daß das Geschäft der Firma Auf der Charlottenburger Chaussee in der Nähe der Kastanien- er unter Ausschluß der Kündigung engagirt wurde. Wenn auch Friedländer eingehen sollte, verfügen die Erben im gedachten Allee scheute ein Droschkenpferd vor der im Betriebe befindlichen die Worte: Sie wissen ja Bescheid," an sich kein Ausschluß der Sinne über das Kapital. So ungefähr der Inhalt des Dampfwalze und lief in die Anlagen hinein. Hierbei wurde der Kündigung seien, so hätte mit Ihnen doch nur die ehemalige Bitulars. Nun beschäftigt die Firma Friedländer einen be- Rutscher vom Bock geschleudert und durch die Räder im Gesicht Anerkennung der Arbeitsordnung ins Auge gefaßt sein können. deutenden Theil der hiesigen Kleinmeister und einzelne derselben und am Rücken verlegt. Abends feuerte am Schlesischen Thor ein Dazu komme noch, daß Kläger auch in früheren Fällen arbeiten nur für die Firma. Bekannt ist auch, daß die Kund- auf dem Verdeck eines Omnibus sigender Arbeiter aus einem mit von Klagen wegen angeblich unrechtmäßiger Entlassung Abstand schaft der Firma Friedländer in den sogenannten hohen, drei Patronen geladenen Revolver einen Schuß ab, ohne jedoch nahm, umsomehr, als er schon zweimal die bequeme Gelegenheit des höchsten und allerhöchsten" Kreisen der Gesellschaftsschichten zu Schaden anzurichten. Er behauptet, mit der Waffe nur gespielt Gewerbegerichts( 1893) zur Verfügung hatte. Was die anderen Kläger finden ist. Weiter wird jedoch durch den„ Goldarbeiter" auch zu haben. In der Nacht zum 2. d. M. fand an der Ecke der anlangt, so sei der Gerichtshof der Ueberzeugung, daß die Arbeit bekannt, daß die Firma Friedländer gerade am meisten dazu bei Meinickendorfer- und Gerichtstraße eine Schlägerei statt, bei der des Kleinpichens zu den Arbeiten gehöre, zu denen Hilfsarbeiter getragen hat, daß die Preise und Löhne für Juwelenarbeiten in ein Kellner feinen Gegner, einen Schneider, durch einen Revolver- wie die Kläger verpflichtet sind, wenn die Arbeit auch sonst Berlin bedeutend herabgedrückt wurden. Eine Art Submissions schuß an der Brust verletzte. Vor dem Hause Grüner Weg 45 Böttcherarbeit sei. Die Brauereihilfsarbeiter seien für Arbeiten wesen bei Vergebung der Arbeiten an Kleinmeister wurde dazu durch wurden eine Frau und ihr Sohn beim Verlassen eines Pferde- in der Brauerei, dem Gesammtbetriebe, engagirt und demzufolge die Firma benutzt. Die Herren Meister, die sich tagtäglich Vormittags bahnwagens durch eine Droschte überfahren. Die Frau wurde zu Arbeiten in einem Spezialbetriebe derselben verpflichtet. im Komptoir der Firma zusammenfinden, um irgend ein Stück Arbeit am Kopfe und am Knie bedeutend verlegt und mußte nach dem(?? Red. d.Vorw.") Ihr Berhalten, das die Entlassung be zu erhalten, haben freilich durch ihr gegenseitiges Unterbieten Krankenhause gebracht werden, während der junge Mann nur wirkte, sei darum als Verweigerung der Arbeit anzusehen. das die Firma wohl auszunuhen verstand mit dazu beige- leichte Hautwunden erlitt. Vormittags entstand auf dem tragen, die Preise herunterzubringen. Die Arbeiter dieser Firma Boden des Hauses Zionskirchstr. 5 Feuer, das den Dachstuhl des werden so vollauf beschäftigt, daß sie nur äußerst selten zur Vorderhauses und des Seitenflügels zerstörte. Ein Knabe mußte Feierabendzeit nach Hause gehen können, sondern immer noch mittelst einer Fangleine aus dem 4. Stock heruntergelassen werden. Ueberstunden machen müssen. Die Fabritordnung scheint über Außerdem fanden im Laufe des Tages drei kleine Brände statt. haupt nur zur Dekoration der Wände da zu sein. Der Dank des Fabrikanten besteht nun darin, daß in Noth gerathene Arbeiter der Firma großmüthig ein Geschenk oder Darlehen aus der 5000 Mark Stiftung erhalten sollen sofern die Arbeit geber" noch etwas übrig gelassen haben. Immer nobel! W Witterungsübersicht vom 2. August 1894. Stationen. Wie die Stadt Berlin für ihre Arbeiter sorgt. Ueber 11 Jahre stand der Arbeiter B. bei der städtischen Gasanstalt in Arbeit. Am 7. 5. 1894 wurde er wegen Mangels an Arbeit" entlassen. Im Dienst hat sich der jetzt 64 Jahre alte Arbeiter einen Leistenbruch zugezogen, Ihm und seiner alten Ehehälfte wird keinerlei laufende Unterstützung von der Stadt gewährt, ja selbst bei Erlangung der Armenalmosen werden ihm Schwierig Hamburg feiten bereitet. Wieviel würde ein Stadtrath, der nach mehr Berlin als 11 jähriger Thätigkeit wegen Mangels an Arbeit" entlassen Wiesbaden. wird, erhalten? Mehr Pension als dem Arbeiter je an Lohn ge München zahlt ist. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) SSM Swinemünde. 757 757 SSW 759 MSM 760 Still 763 SW Wien 761 WSW Haparanda 754 SSW 756 MNW 753 21 751 • . 760 GSM 2121412 Wetter halb bedeckt 1 Temperatur ( nach Celsius 150 G. 4° R.) 18 bedeckt 17 wolfig 17 bedeckt 17 wollig 16 heiter 16 heiter 13 bedeckt 13 halb bedeckt 14 wolkig bedeckt 17 17 Die Leichen der Familie Patschofsky find von der Petersburg Staatsanwaltschaft am Mittwoch Nachmittag freigegeben worden Cort. und sollen am Freitag oder Sonnabend möglichst in einem ge- Aberdeen meinsamen Grabe der Erde übergeben werden. Damit hat Paris der" sensationelle" Fall für die bürgerliche Gesellschaft seinen Reiz verloren, bald wird er vergeffen sein. Eine Lehre wird sie Witterung in Deutschland am 2. August, 8 1hr Morgens. daraus ebensowenig ziehen, als aus dem Falle Säger und Bei schwachen füdwestlichen Winden und im Norden ziems ähnlichen. lich niedrigem, im Süden ungefähr normalem Luftdruck herrscht heute in Mitteldeutschland theilweise heiteres, sonst im allgemeinen trübes Wetter, das sich jetzt auch auf die Ostseeküste aus gedehnt hat. Doch haben die Regenfälle einstweilen nachgelassen. Die Temperaturen sind durchschnittlich ein wenig gestiegen, erreichen aber am Morgen noch nirgends 20 Gr. Celsius. Im Roggenfelde aufgefunden wurde beim Mähen an der Ecke der Reinickendorfer- und Seestraße am Mittwoch Nach mittag durch den Arbeiter Wilhelm Ebert die Leiche eines etwa 19jährigen jungen Menschen, dessen rechte Hand einen Revolver umspannte. Der Mann hatte zwei Schüsse aus der Waffe auf fich abgegeben. Nach einem bei der Leiche aufgefundenen Papier handelt es sich um einen gewissen Bruno Wruza, über den aber bisher nichts Näheres zu ermitteln gewesen ist. Mit einer dunklen Angelegenheit ist gegenwärtig die Kriminalpolizei beschäftigt. Vor ungefähr zehn Tagen verschwand plötzlich der 15jährige Sohn eines hiesigen in der Greifswalderstraße wohnenden Postbeamten K., der in einem Sattlerwaarengeschäft im Zentrum der Stadt lernte. Alle Nachforschungen nach dem Verbleib des Knaben, der durchaus teine Veranlassung hatte sich heimlich zu entfernen, blieben erfolglos, der junge R. blieb verschwunden. Als sich Herr K. am 30. v. M. gegen 1/27 Uhr früh nach dem Dienste begeben wollte, fand er seinen Sohn auf der Treppe liegend in bewußtlosem Zustande vor; der Knabe wurde sofort nach der elterlichen Wohnung gebracht und verstarb bald darauf, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, noch vor Eintreffen des Arztes. Die Leiche wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und gestern im Leichenschauhause geöffnet. Seltsamer Weise konnte jedoch, wie die Polizei den Eltern mittheilte, auch hier die Todesursache nicht festgestellt werden, eine Vergiftung des Kindes, wie solche ursprünglich angenommen wurde, liegt jeden falls nicht vor. Gegenwärtig ist nun die Kriminalpolizei bemüht, über den Verbleib des kleinen R. in den Tagen vom 25. bis zum 30. Juli Näheres zu ermitteln, behufs Feststellung, ob gegen den Knaben ein Verbrechen verübt worden ist. Wetter- Prognose für Freitag, den 3. August 1894. Beitweise heiteres, vielfach wolliges Wetter mit Regen, schwachen füdiveftlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. eine Rolle in einer Verhandlung, welche gestern vor der 130. AbTrinkt kein boykottirtes Bier! Der Bierboykott spielte theilung des Schöffengerichts stattfand. Der frühere Schlächter Frizz aßmann war der schweren Körperverletzung beschuldigt. Der Angeklagte ist Vorsitzender des Schlächtergesellen- Vereins. Am Nachmittage des 8. Juni d. J. traf er den ihm befreundeten Schlächtergesellen Reßlinfe, welcher ebenfalls in der Gesellenbewegung eine hervorragende Rolle spielt. Sie begaben sich nach dem Lokale von Zöllner, An der Stadtbahn, welcher außer seiner Schankwirthschaft das Gewerbe eines Stellenvermittlers für den Schlächtereibetrieb betreibt. Im Zöllner'schen Lokale befanden fich die Schlächtermeister Geißler und Bela, sowie etwa ein Dutzend arbeitsuchender Gefellen. Die beiden neuen Gäste jezten sich zu den Meistern. Schlächtermeister Bela sprach seine Verwunderung darüber aus, daß der Angeklagte und sein Freund als Sozialdemokraten boykottirtes Bier tränken. Der Angeklagte erwiderte, daß er sich darin keine Vorschriften machen lasse, er fönne trinken, was er wolle. Nun ließ Bela für sämmtliche im Lokale Anwesenden, mit Ausnahme der beiden Sozialdemo= traten, Bier kommen. Darauf soll Gaßmann versucht haben, den ihm zunächst sigenden Gesellen vom Genießen des Bieres abzuhalten, da es boykottirtes fei. Nun forderte die den abwesenden Wirth vertretende Büffetmamfell den Angeklagten und dessen Begleiter auf, das Lokal zu verlassen. A13 dieser Aufforderung keine Folge geleistet wurde, erschien der Hausfnecht, der erft Reßlinke und dann den Angeklagten zur Thür hinausschob. Als der letztere sich an dem Thürpfosten feitDarauf soll zuhalten suchte, machte Geißler die Hand los. Saßmann sich umgedreht und den Zeugen Geißler mit der Krücke eines Stockes wuchtig ins Gesicht geschlagen haben. Der Verletzte hat die Sanitätswache aufsuchen müssen. Der Angeklagte behauptete, daß es von vorn herein feitens der bie anwesenden Gesellen verbauen zu lassen, beiden Meister darauf abgesehen war, sie durch zu welchem Zwecke die letzteren vorher auch traktirt worden Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstrafe von vierzehn feien. Die Zeugen stellten ein derartiges Vorhaben in Abrede. Tagen, der Gerichtshof erkannte auf zwei Monate Ge= fängniß. Boykott ist nicht strafbar. Vor dem Landgericht Leipzig wurde am 1. August gegen den Produktenhändler Genossen Röder verhandelt. Derselbe hatte gegen das Urtheil des Schöffengerichts, laut welchen er wegen groben Unfugs zwei Rammer VI. Vorsitzender: Assessor Leo. Sigung vom Wochen Gefängniß abbüßen sollte, Berufung eingelegt. Der 30. Juli. Sachverhalt war folgender: Bu Anfang dieses Jahres war über Gegen die Brauereigesellschaft Friedrichs.die Bierbrauerei von E. in Konnewiß, die Besizerin der„ Golhöhe( Bazenhofer) flagen die Arbeiter 2., B. und G. auf denen Krone" daselbst, von den Sozialdemokraten der Boykott Bahlung einer Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Ent verhängt worden. Der Produktenhändler Karl Röder verlassung. theilte am Abend des 18. April d. J. auf der hiesigen Südstraße Diefelben begründen ihren Anspruch folgendermaßen. Als der an 7-8 Personen Bettel, auf denen die Arbeiter aufgefordert Böttcherstreit ausbrach, seien ihnen Arbeiten in der Binderei ange- wurden, die Goldene Krone" in Konnewig zu meiden wiesen worden, die sonst nur Böttcher ausführten. Sie hätten einige und auf denen fich auch ein Verzeichniß von 29 Geschäftsleuten Tage lang den Versuch gemacht, die betreffenden Arbeiten auszuführen, befand, die E.'sches Bier verschänkten. Der Schußmann, N. I seien aber dabei mehrfach infolge der mit den Arbeiten verbunden en beobachtete nun, wie sich Röder an einzelne nach Konnewit Anstrengung und der Ungewohntheit jener Thätigteit unwohl ge gehende Arbeiter heranmachte und ihnen Bettel zusteckte. Daß worden. Deshalb hätten sie die Arbeit nicht mehr machen Röder anderen als in Arbeitskleidung gehenden Leuten Zettel wollen, worauf( am 7. Mai) ihre Entlassung erfolgt sei. Die übergeben hat, ist von N. nicht bemerkt worden, ebenso wenig Beklagte läßt durch ihren Vertreter, einen Buchhalter, hat er Beschwerden darüber vernommen, daß die Leute durch das bestreiten, daß die Kläger unwohl unwohl geworden feien; Verhalten Röder's belästigt worden seien. Da auf dem Flugblatt fie hätten vielmehr, vielmehr, behauptet der Herr Vertreter, der Name des Verlegers und Druckers nicht angegeben war, fiftirte Vor den Augen seiner Gäste suchte sich am Mittwoch auf grund eines äußeren Zwanges die Arbeiten nicht machen der Schuhmann Röder nach der Wache. G3 wurde gegen ihn Bormittag der Gastwirth 2. in der Neuen Königstraße zu er wollen. Wären die Kläger frant geworden, hätten sie sich an Anklage wegen groben Unfugs erhoben und Röder vom königl. schießen. Der etwa 40jährige Mann saß mit einigen Bekannten felbe sowieso fein Unrecht auf die Kündigungsfrist, da er noch übung groben Unfugs verurtheilt. Gegen dieses Urtheil legte Röder den Kassenarzt wenden müssen. Was 2. anlange, so habe der Schöffengericht am 31. Mai zu zwei Wochen Haft wegen Verzusammen am Tisch, als er plöglich im Laufe der Unterhaltung teine brei Jahre in, ber Brauerei thätig gewesen sei und, beim Berufung ein, die Anklagefache kam daher vor der Ferien- Straf einen Revolver aus der Brufitasche nahm und mit der Aeußerung: Antritt seiner ersten Beschäftigung durch die Brauerei, beren Arbeits- tammer C. des Landgerichts zur nochmaligen Verhandlung. Die Jetzt werde ich mich erschießen", die Waffe gegen feine Stirn richtete. Jm nächsten Augenblick bereits entlub sich der Revolver ordnung und damit die Bestimmung unterschrieben habe, das Berufungskammer gelangte auf grund der anderweiten Beweis und die Kugel drang in den Kopf des Gastwirths, der schwer Betriebe thätig seien. Das letzte Mal, am 4. März 1894, als er schloß sich die Berufungskammer der Entscheidung des OberLeuten keine Kündigungsfrist zustehe, die noch nicht drei Jahre im aufnahme zur Freisprechung Röders. In der Urtheilsbegründung verletzt vom Stuhl stürzte. In faft hoffiunglosem Zustande bei der Beklagten in Arbeit trat, sei Kläger auf die frühere andesgerichts Dresden vom 21. April 1890 an, nach welchem wurde 2. nach dem Krankenhaus Friedrichshain gebracht; über Unterschrift hingewiesen worden. Kläger 2.: Man hat mir nu: der Boykott an sich nicht strafbar ist; die Strafbarkeit wird be. die Motive zur That verweigert er jegliche Auskunft. gefagt, daß ich ja Bescheid wüßte; ausdrücklich auf die alten dingt durch die Umstände, wie der Boykott ins Werk gesetzt Mit dem vorgeftrigen Tage ist in Friedrichshagen der Bedingungen verwiesen worden bin ich nicht. Das Bescheid wird und wie die Flugblätter vertheilt werden. Die Bestrafung Dampfbetrieb der Straßenbahn eingestellt, nachdem die Maschine wissen" bezog sich meiner Meinung nach auf den Lohn und die Röders hätte nur eintreten tönnen, wenn eine Störung der noch im letzten Angenblick ein Unheil angerichtet hat. Kurz vor Arbeit." Festgestellt wird, daß L. viermal in der öffentlichen Ordnung oder eine Belästigung des Publikums vors Beschluß ihrer legten Fahrt erfaßten ihre Räder die mächtige Brauerei gearbeitet hat. Vom 4. Oktober bis 29. Dt getommen wäre, wenn Röder die Flugblätter ohne Unterschied deutsche Dogge eines in Friedrichshagen wohnenden Sommer- tober 1892 am 4. Oktober unterschrieb er die Arbeitsordnung; der Person zur Vertheilung gebracht hätte. Dies ist aber nicht gaftes und tödtete das Thier auf der Stelle. vom 2. November 92 bis zum 5. Mai 93; vom 16. August bis zum geschehen. Es war daher auf Freisprechung zu erkennen. Ein trauriges Wiedersehen mögen einige Rinder gefeiert 4. November 93 und vom 6. März bis zum 7. Mai 94. Auf haben, welche heute Vormittag auf dem Bahnhof Alexanderplatz Befragen giebt 2. zu, aus den beiden Arbeitsverhältnissen, die eintreffen sollten. In der Centralmarkthalle taufte am Vor- porwiegend in das Jahr 93 fielen, feinen Entschädigungsanspruch Soziale Leberlicht. mittag eine Frau einiges Obst und erzählte dabei, daß sie ihre hergeleitet zu haben, obwohl er auch damals ohne Kündigung Einen vernünftigen Entscheid hat die Regierung in Kinder vom Bahnhof abholen wolle, die mit dem nächsten Buge entlassen worden sei. Für ihre Behauptung, die Klägev hätten Erfurt getroffen. Im Bericht der Handelskammer heißt es von ihrem Ferien- Ausfluge heimkehren sollten. Inmitten ihrer aufgrund eines äußeren Zwanges zur Arbeitsverweigerung darüber:„ Die Porzellanfabrik von Gromann Schlegelmilch in ihre Zuflucht genommen, führt die Beklagte einen Brief Erzählung brach die Frau zusammen, fiel um und war todt. Es bes Klägers G. ins Feld, der nach dessen Entlaffung Suhl hatte bei der königl. Regierung zu Erfurt den Antrag Schuhmänner erschienen und brachten die Leiche nach einem Ver- an die Direktion geschrieben wurde. Darin bittet E. den sehr gestellt, ihr in Rücksicht auf dringende Lieferung die au 3. nahmsweise Beschäftigung der über 16 Jahre. waltungsraum. Soviel nun aber auch Boten ausgesandt wurden, geehrten Direktor", ihm zu erlauben, zu berichtigen, daß alten Arbeiterinnen bis 9 Uhr Abends tägso war es doch nach einer vollen Stunde noch nicht gelungen, es nicht ihr( der entlassenen Arbeiter)() eigener Trieb war, die sich auf 4 2 och en lang zu gestatten. Die Arbeiterinnen einen Arat zur Stelle zu schaffen. Die so plöglich aus dem aufgetragene Arbeit zu verweigern, sondern daß Kollegen fie() batten sich mit dieser geplanten Verlängerung der Arbeitszeit Leben Geschiedene soll eine Frau G. aus Moabit sein, doch ist( Kläger E.) habe in völliger Geistesverwirrung" den Fehler be- auch einverstanden erklärt. Die tönigl. Regierung zu Erfurt dies zur Stunde noch nicht genau festgestellt. gangen, er bereue" seinen Fehltritt" und ersuch den ge- veriveigerte jedoch die erbetene Erlaubniß, da vorerst nachzus Angst und Schrecken herrschten am Dienstag Nachmittag ehrten Herrn Direktor, ihm zu verzeihen und ihn bei Bedarf doch weisen sei, ob die fragliche Fabrik zu den Saisonbetrieben gegen 6 Uhr in Groß- Lichterfelde. Dort entlud sich ein Ge- wieder zu berücksichtigen. Der Brief bez. die verlesene Abschrift des gehöre; follte dieser Nachweis aber auch gelingen, so bleibe witter, wie es stärker kaum jemals beobachtet worden sein dürfte. selben ist sehr gut stilisirt. E. meldet sich nach der Ver- immer noch darzuthun, daß durch die Produktion auf Lager dem Die Blize schoffen als starte Feuersäulen vom Himmel, und lesung des Briefes zum Wort und erklärt, sein Schwager fei Lieferungsbedürfniß keine Rechnung getragen werden konnte und fünfmal hintereinander erfolgten Blitz und fürchterlicher Knall Obermälzer bei der Beklagten und habe durch sein daß die Nothwendigkeit zur Verlängerung der Arbeitszeit nicht faft zu gleicher Beit. ers) 31. In vier Fällen traf der Strahl, ohne( läger 3) Verhalten in ein schlechtes Licht 1. durch ungeschickte Disposition des Fabrikbesizers entstanden war. indeß zu zünden. Von einem Hause der Boothstraße wurde ein kommen geglaubt, deshalb habe derselbe ihn dazu zube- Wie sich durch Benutzung wissenschaftlicher Er. Theil des Giebels zerschmettert. Nachdem das Unwetter nach wegen gesucht und auch bewegt, jenen Brief zu schreiben. fahrungen der Bodenertrag steigern läßt, zeigt ein Be gelaffen hatte, wurde noch in der Umgebung des dortigen An- Der Kläger 2. erklärt nun seinerseits, mit dem Brief nichts zu thun richt der" Frankfurter Zeitung" über den Schniftenberger halter Bahnhofes ein starker schwefelartiger Geruch wahr gehabt zu haben; er misbilligt ihn. Die Parteien sind sich hof bei Alzey in Oberheffen. Dort ist, sagt das Blatt, durch genommen. Mit dem Gewitter war ein Wolkenbruch verbunden, darüber einig, daß die verweigerte Arbeit das Pichen von Gefräftig durchgeführte Mineraldüngung in furzer Zeit fajt Unso daß der Ort an mehreren Stellen überschwemmt wurde. fäßen, und zwar Kleinpichen" war. Die Kläger geben an, zu glaubliches in möglichst billigster Weise erreicht worden! Der Die Leiche eines 24 jährigen jungen Manues wurde der Arbeit früher nie herangezogen worden zu sein, während fehr arme, steinige, falte und ganz fleemüde Boden wurde rasch heute Nachmittag in der zweiten Stunde bei der Schleusenbrücke der Bertreter der Beklagten dieser Behauptung widerspricht in einen voll- kleefähigen Zustand umgewandelt. Die im Ueberaus dem Waffer gezogen. Bei derselben, die sehr gut mit einem Letzterer frägt die Kläger, ob es nicht wahr sei, daß er zu ihnen schuß gezogenen Leguminosen und Luzerne wurden grün auf dem bunkelblauen Kammgarn Anzug bekleidet war, wurden feinerlei am Bormittag des Entlassungstages gesagt habe, fie möchten nur Acer eingepflügt, und dieser an stickstoffhaltigem Humus be= Begumationspapiere vorgefunden; nur die Wäsche war D. L. am Nachmittag die Arbeit noch machen, am nächsten Tage werd: reichert; so der Stallmist vollständig ersetzt. Dadurch ist der und M. L. gezeichnet. Behuss Rekognition wurde die Leiche nach Befragten zu, jedoch sofort das Bedenken geltend machend, daß treide und den Sackfrüchten erzielt werden, die die Bewunderung ein Böttchermeister kommen. Dies giebt 2. im Namen der Boden derartig verbessert, daß jest regelmäßig Ernten beim Geder eine oder andere sich gerade an jenem Nachmittage hätte ver- aller Sachkundigen aufs höchste erregen." Polizeibericht. Am 1. d. Mts. Vormittags fiel ein etwa brühen fönnen. Die Kläger haben einen Beugen mitgebracht, Sollte das Ackerland Ostelbiens, das von den nothleidenden gehnjähriger Knabe am Nord- Ufer beim Angeln in den Spandauer der bestätigen soll, daß bei der in Betracht kommenden Arbeit Großgrundbesitzern als schlechter Boden verschrien wird, mit Hilfe bem Leichenschauhause geschafft. Vermischtes. der Wissenschaft nicht wenigstens annähernd so verbessert werden nach kurzer Diskussion einstimmige Annahme fand: Die Ver- 1 Tönnen, als es beim ehemals ungünstigen Lande des Schniften- fammlung erklärt, indem sie die in früheren Voltsversammlungen bergerhofes geschehen ist? Das mag einige Roften verursachen, gefaßten Beschlüsse in Sachen des Bierboykotts sich zu eigen aber die Herren von und woßu aus Ost- und Westpreußen haben macht, die Agitation für den Boykott in immer weitere Kreise Großfeuer. Hamburg, 1. August. In dem Speicher ja nicht nöthig, ihr Geld in Berlin oder am Golf von Neapel zu tragen, und darauf zu sehen, daß kein Tropfen„ Ringbier" in der Großen Reichenstraße 65 wüthet feit 4 Uhr Nachmittags zu vermöbeln. Mögen sie es in ihren Acker stecken, dann wird weder in der Familie, noch in Werkstätten, bei Ausflügen, Fest- ein bedeutender Brand. Große Quantitäten von Baumwolle er bald reicheren Ertrag bringen. Die Masse der mittleren und lichkeiten zc. getrunken wird. Die Versammlung hält es ferner brennen. Ein furchtbarer Qualm erschwert die Löscharbeiten. Kleinbauern ist dazu freilich nicht im Stande. Sie hat genug für Pflicht eines jeden Arbeiters und jeder Arbeiterin resp. Ar- Hamburg, 1. Auguft. Der Brand des Speichers in der Gr. zu thun, um die Hypothekenzinsen aufzubringen. Deshalb wird beiterfrau, daß sie keinerlei Festlichkeiten in solchen Lokalen be- Reichenstraße dauert fort, doch gelingt es jetzt, das Feuer auf die allgemeine Pflege des Ackerlandes nach wiffenfuchen, in denen Ningbier" verzapft wird oder welche den Ar- den einen, allerdings sehr großen Speicher zu beschränken. In schaftlichen Grundfäßen der sozialistischen Gesellschaft vor- beitern nicht zu Bersammlungen offen stehen. Ferner nimmt sie demselben lagern Baumwolle, Wein, Stückgüter, Pelze und behalten bleiben. ihre Waaren nur von solchen Kaufleuten, Grünfram-, Milch- und Federn. Der Schaden läßt sich noch nicht übersehen, wird aber Butterhändlern 2c., welche nachweislich lein aus Ringbrauereien auf weit über eine Million Mark gefchäßt. Die in dem Nebenspeicher lagernden großen Quantitäten von Thee haben durch herrührendes Flaschenbier verkaufen." den Stauch bedeutenden Schaden erlitten. " 1 Zur Armenversorgung in Ostpreußen. Wir lesen in Der Königsberger Boltstribüne": Zwei Rilometer von Vierbrüderkrug, am Haff, befindet sich das dem Herrn Bartel gehörige adlige Gut Margen. Hier am Strande steht ein Haus, das den Namen Poteiten führt und von Arbeiterfamilien be wohnt ist. In diesem Hause befindet sich auch eine Armenstube, die ein Bild des Jammers und Elends darstellt, wie es sich schwerlich jemand denken kann. In einer kleinen einfenstrigen Stube mit zwei ganz fleinen Kammern wohnen fünf Familien mit insgesammt elf Personen, die, da sie fast meistentheils arbeits. unfähig sind, sich vom Beerensuchen ernähren müssen. In der Stube wird nicht nur geschlafen, sondern auch gekocht, gewaschen u. s. w. Gine pestilenzartige Luft herrscht in diesem " Idyll". Es muß als ein wahres Wunder angesehen werden, daß die Insassen noch nicht von einer Seuche weggerafft wurden. Wo bleiben hier die gesundheitspolizeilichen Rücksichten? Die englischen Armenhausbastillen können nicht schlechter gewesen sein. Immer dümmer operirt der Kapitalismus in Sachsen gegen den Verband Sächsischer Berg- und Hütten arbeiter. Nachdem man schon alle möglichen Praktiken verfucht hat, wird jetzt die Lüge verbreitet: Der Verband ſei taput, er werde aufgelöst u. s. w. Die Mitglieder sollten nicht mehr steuern, denn ihr Geld sei verloren. Weiter wird gelogen, die drei Vorstandsmitglieder, die vom Gesammtvorstand in die Landtags- Verhandlung gesandt wurden, um der Verhandlung über die Petition des Verbandes beizuwohnen, feien II. Klasse nach Dresden gefahren. Kurz man sucht mit den verwerflichsten Mitteln die Verbandsleitung in Mißkredit zu bringen, um da durch die Mitglieder stutzig zu machen, damit sie die bekannte Gegenpetition doch noch unterschreiben. Dersammlungen. Drei große Volksversammlungen, von der FrauenAgitationstommission für den Süden Berlins einberufen, beschäftigten sich am 1. Auguft mit der Tagesordnung: Die Frauen und der Bierboykott." Die Versammlungen waren überaus gut besucht. Eine vierte, mit gleicher Tages: ordnung, nach den Oranienhallen einberufene Versammlung durfte nicht stattfinden, weil der Saal den„ polizeilichen Anforderungen" nicht entsprechen soll! Admiralstraße, in In der Versammlung bei Mähring in der in welcher etwa 200 Frauen und 50 Männer anwesend waren, referirte Genoffe Wagner über das erwähnte Thema. Redner gedachte der Vorgeschichte des Boykotts, zeigte, daß die übermüthige, ungerechte Aussperrung von 500 Brauerei Arbeitern, die der Organisation angehörten, die einzige Urfache des Bierboykotts gewesen ist, und führte den Anwesenden an der Hand des von dem Brauerringe verbreiteten Flugblattes die Entstellungen vor Augen, mit welchen die Brauereiproßen sich vergeblich rein zu waschen versuchten. Er hob hervor, daß sich die Saalbefizer, das ganze Unternehmerthum und die Behörden auf Seite der Wasserfärber geschlagen haben; es sei eben ein ausgeprägter Kampf der besitzenden mit der besitzlosen Klasse, in welchem die Gegensätze sich scharf von einander abheben. Aber hier zeige es sich, daß die Macht der ganzen Kapitalistengesellschaft zerschelle an dem festen Busammenstehen der Arbeiter. Troz aller Ablengnungen wirkt der Boykott, und greifen die Gegner in ihrer Wuth zu gemeinen Verdächtigungen, Urkundenfälschung( wie neulich im Verein zur Wahrung Der Juteressen der Gast- und Schankwirthe festgestellt) und was dergleichen Mittel mehr sind. Ihr Beginnen ist erfolglos. Wenn nicht allein jeder überzeugte Genosse, wenn auch jede überzeugte Genossin eine Agitatorin in diesem Kampfe wird, dann muß das Prozenthum der Brauer die verdiente NiederTage erleiden.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion, in der Gegner vergeblich aufgefordert wurden, das Wort zu nehmen, sprachen sich Frau Wengels und Frau Schädlich im Sinne des Referenten aus. Letztere bemerkte: Gehen wir Frauen erst nicht mehr zu den Kaufleuten, welche boykottirtes Bier haben, so führen dieselben es nicht mehr lange. Lassen wir uns von oben nicht unterdrücken; wir haben nichts von denen, sondern diese von uns!"( Beifall.) Die Versammlung stimmte demnächst einmüthig der von den 38 Gewerkschafts- Verfammlungen der vorigen Woche angenommenen Resolution zu, worauf nach einem Schlußworte des Referenten die Anwesenden mit dreifachem Hoch auf die Sozialdemokratie sich trennten. " " Ebenso gelangte auch folgende aus der Mitte der VersammEin Hundertjähriger. Uelzen, 28. Juli. Der etwa seit lung gestellte Resolution zur Annahme: Aus der von der Referentin trefflich vorgeführten schmachvollen Haltung der dem Jahre 1818 hier wohnhafte, der größten Hochachtung sich bürgerlichen Presse in der Frage des Bierboykotts sowohl wie in erfreuende Rechtsanwalt Justizrath Karl Stegmann ist am Arbeiterfragen" überhaupt, hat die Versammlung die Ueber- 28. Juli 1794 in Lüneburg geboren, wird also heute 100 Jahre Beugung gewonnen, daß es für einen aufgeklärten Arbeiter alt. Der würdige Greis hat, dem„ Hann. Kour." zufolge, erst unwürdig ist, noch länger diese sogenannte" unparteiische" Presse, vor einigen Jahren seine Praxis völlig eingestellt und seitdem wie Lotal- Anzeiger" 2c., durch sein Abonnement zu unterstützen. Die Wohnung, die er miethsweise feit Michaelis 1826 in einem Die Versammlung verpflichtet sich auf grund dieses Erkenntnisses, Hause an der Beerßer Straße bewohnt, nicht mehr verlassen für das Abonnement und die weiteste Verbreitung des Vorwärts" fönnen, da ihm das Gehen schwer fällt. Geistig rüftig ist der und sonstiger sozialistischer Literatur Sorge zu tragen und soviel alte Herr noch jetzt, nur hat sich bei ihm nach und nach Schwerwie möglich durch Anschluß an die Arbeiterorganisationen für hörigkeit eingestellt. weitere Aufklärung zu wirken." Nach Verlesung der in der Nachbarschaft belegenen Gastwirthe, Händler 2c., welche fein Boykottbier führen, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Solidarität der Arbeiter geschlossen. Zur Beachtung! Wegen einer nothwendigen Revision des Vereinskalenders" werden die Vorstände der unter der Rubrik Gesang, Gesang, Zurn und gefellige Vereine" genannten Vereine ersucht, die betreffenden Notizen über ihre Vereine neu einzuschicken, und zwar spätestens bis 10. August. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Mord= Schule, Müllerstraße 179a und Südost- Schule, Waldemarfir. 14, Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Wo ist der Baron? Brüssel, 30. Juli. Die belgische Regierung hat einen Preis von 10 000 Franks demjenigen ausgefeßt, der ihr den Aufenthalt des Cyprian Jahogolesti, genannt Baron Sternberg, mittheilt. Mit dem in Nisch Verhafteten war es also nichts. 3914 Heiteres. Die rothen Radfahrer auf den Dörfern. Die Leute reißen die Fenster auf, Die Bauern sperren die Mäuler auf, Die Buben und die Madeln: Pozhimmeltausendfakerlott! Seht doch, wie hurtig, seht wie flott Die rothen Radler radeln." " Ja, vorwärts radeln wir geschwind, Wir rothen Radler, wie der Wind, Ins Reich der gleichen Rechte." Sie streu'n bedruckte Blätter aus: „ Das les't! Das putzt die Köpfe aus Ihr Bauern und Bauernknechte. Wacht endlich auf, Ihr auf dem Land. Reicht uns zum Bund die Bruderhand. Laßt Euch von niemand schrecken. Hoch die Sozialdemokratie!" Und auf dem Stahlroß sausen sie Zum nächsten Dorf und Flecken. Briefkaffen der Redaktion. O. G. 38. Die Fischerhütte" führt boykottirtes Bier; das einzige Lokal, welches dort frei ist, ist Wilhelmshöhe". Beelithof( Meyer). Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mary, Abends 8 Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5.-Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ab. Neumann, Brunnenstraße 180, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser. fcher Männer chor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Nord, KastanienAlee 11, bei Augustin. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. Summer's cher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. Buch= binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. Mai= glödchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich feit Puyer, Seydelfir. 30. Palme, in Velten, bei Schröder. Morgenroth 4, Röpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarcftr. 75. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Armin hallen, Kommandantenstr. 20. Gefang verein Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Gesangverein Freie Butunft 1, StegSänger in Schmargendorf, Wirthshaus Friedrichs. liz, Ahornstr., im Gambrinus. Gesango. Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowac. Vereinte Sangesbrüder Moabit, Stromstr. 28 bet Lang. Sängerverein Sorgenfrei, Admiralstr. 38 bei Schönherr. Wineta Beteranenstraße 19 bei Echulz. Freie Liedertafel, Lichtenbergerstr. 21 bei Heise. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Bolfsgarten. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer- Gesangverein straße 45, Gesellschaftshaus„ Ostend".- Gefelligtett, Sennigsdorf, Miethe praenumerando oder postnumerando zu zahlen ist, so Gerstenähre, Alte Jakobftr. 83 b. Wtenecke. Johanni, Rüdersdorfer= 6. 2. 100. 1. Jst nichts darüber vereinbart, ob die Böhmert's Gasthaus. Matengruß, Köpenick, Grünftr. 53 bei Saul. Arion, Wittenberge, Thurmst.. 23, Bentralhalle.- Oberon, Kaiser Franz ist die Miethe postnumerando fällig. 2. Hat der Eigenthümer Grenadier- Play 7.- Fris, Naunynstr. 86 bei Friz Zubeil. Freya 2 bet Daniel Böttcher. gegen seinen Miether auf Ermission geflagt und ein obfiegendes ( gem. Chor), Nixdorf, Hermannstraße 140, oreley, Grünthalerftr. 4 u. 5 bet Hemmerling. Gefangverein Urtheil erlangt, so ist dies Urtheil nicht ohne Weiteres auch der Klempner und Berufsgenossen, Siemensstr. 17 bei Bietuftige gegen Aftermiether vollstreckbar, dieser muß vielmehr besonders Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunifation 16 bei Glafer. Deutsche Liedertafel, Grüner Weg Nr. 29, verklagt sein. 3. Die vom Aftermiether eingebrachten Sachen Restaurant Saeger. Sängertreis( Weißensee), Königschauffee Nr. 46 bet Dorn. unterliegen dem Pfandrecht seines Vermiethers, nicht aber dem Apollo, Grünstraße Nr. 21 bet Sommer. Rheingold( vorm. des Hauswirths. Rottbuser Damm 74 bei Silte.- Spanbau in Spandau, Neumeiſterſtr. 5, Mohr'sches Doppel- Quartett), Büschingstr. 7 bet Jakob. Sangertette, Gummersbach. Das Sammeln darf nicht öffentlich Restaurant Radtte.- 2 or be erzweig. Swinemünderstr. 25 bei Queitsch, stattfinden; eine Anmeldepflicht besteht nicht. Melodia, Rigdorf, Bergstr. 141, bet Schimtäfe. C. W. 22. Das hängt von dem Inhalt Ihres VorWeißensee, Königs- Chauffee 19 bet kriedemann. Stralauer Bieber trages ab. tafel, Rummelsburg, Berlinerstraße bet Fri efecte. Syrene, Linienftraße is bei Neumann. Bieber's cher Männerchor, Acerstr. 123 .. 57. Wenn nicht ausdrücklich Kündigungsfrist aus bet Stümte. Gefangverein Moabit, Havelbergerstr. 31, Kreuz geschlossen ist, steht Ihnen 14 tägige Ründigungsfrist zu. berg, Schönleinstr. 6 bei Kraay.- Frohsinn I, Rummelsburg, Hauptstraße bei Friefecte, 6%-8% 11hr. Drante, halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft und Artisten= Ackerfir. 67. " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ane Buschriften sind zu senden an P. Gent, Adalbertftr. 95. Freitag: Briefhaffen der Expedition. Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Dhingaffe 2 bei krebs. Für die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen ferner Statub sta iro, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gelang ein: Vom Jhn'schen Gefangverein Humor", Herrenparthie am verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein 29. Juli, amerikanische Auttion 10,06. Tischlerei von Lübniz Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, eue Hochstr. 49. Männerchor Stralauer Holzheaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Bunbuserstr. 35. Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Weartgrafeuftr. 87.- Privat- und Reese, Bellealliancestr. 82 7,35. bearbeitungs- Fabrik durch Ciciora- Köpenick 6,-.- Bautischlerei Theaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Garten- von Jähnchen, Gneisenaustr. 27, durch P. P. 5,-. Gesangftraße 13-14. Kartenflub Geselligkeit" 2,-. verein Liedesfreunde 10,-. Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 84-103 Uhr in der Turnhalle des Vergnügungsverein„ Jugendfreunde", Prenzlauer Allee 224, 5,-. effing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen Von Bezirksversamml. Moabit, Deutscher Holzarbeiter- Verband, bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abenb von 8½- 10% Uhr in der Zurn: 3,55. Verein Geselligkeit" der Maler Berlins 10.-. Durch lub Berolina jeden Dienstag und Freitag uebungsstunde bei Grüßner, Oswald Schor 3,85. H. Thiele, Belle- Alliancefir., 2,85. Bint Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Ar gießer bei Wodrich, Ritterstr. 112( Auktion einer Bigarrenspitze better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10 Uhr und Bolle) 2,70. Auf Nr. 102 Bau Brunnenstraße-95. GefangTurnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und verein„ Lorbeertrang" von der Sängerpartie Niederfinow- EbersFreitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. 66/56. walde 10,-. Von den Arbeitern von Klose u. Sohn 10,50. Vergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, Von den Möbelpolirern der Equitz'schen Fabrit, Gr. FrankfurterOranienftr. 183 p. In der Lindenstraße 106 bei Poppe hielt, an Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8x uh Alte Jakobstr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends ftraße 25, 4,-. Schwarzmann's Lederarbeiter, Prinzen Allee, Stelle des erkrankten Genossen Timm, der Genosse Hente vor 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drensestraße 3. Lepidopt. Beretnigung/ Anti- Ring 5,50. Gef. b. Leichenbegängniß unseres Gen. Tege über 300 Personen, meist Frauen, unter lebhaften Zustimmungs- Mustverein Hoffnung, Abends von 9-11 1hr Nebungsstunde Brostauer, durch A. Höfer u. R. Belling 6,20. Werkstatt Jungnickel, Langeſtr. 109, bezeugungen das einleitende Referat, dem sich eine recht rege traße 35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina 2,25. Vom Stattisch Verein Steinnelte 1,-. G. Grieshammer 2,30. Debatte anschloß, in der Frl. Wabnik, Herr Nöhren- Abends 9 Uhr im Restaurant" Sur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Freie Vereinigung der Militär- u. Zivilschneider Berlins 15, berg, Jakob, Frau Scherzer, Frau Rosenberg, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein Solidarität, Spandau-, 50. Gefangverein Vorwärts VII für 3 UebungsBrünnicke und No rw ant das Wort nahmen. Alle Redner, Sigung. Abends 8½ Uhr Rauchklub Nothe Fahne, Freitag Abends 9 uhr, stunden 11,95. Gera, Exped. d. Reuß. Tribüne", d. Vetterlein Rednerinnen und der Referent in seinem Schlußwort betonten Cuvryir. 48 bet richeldorff. Ruderverein Borwärts, Sigung 24,95. Bigarrenfabrikant Schulz und Arbeiter, Friedrichsfelderdie Nothwendigkeit der strikten Durchführung der Boykott- Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Sannowigbrücke. Bergnügungsbeschlüsse, und richteten an die Frauen besonders die Mahnung, verein Im Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bet Haverland, Weberstr. 32. Straße 21, 3. Rate 13,70. Fünf gemüthliche Heumucker 4,95. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Spandauer grüne Jungens", 5. Date( darunter 1,- v. rothen die Männer in diesem Kampfe thatkräftig zu unterstüßen. Hier- Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Milchmann und 1, vom blauen Schuster) 27,45. R. H. 1, auf erklärte sich die imposante Versammlung einmüthig einver- Guests are welcome. standen mit der Resolution, die in voriger Woche in den Ge- uhr, im Restaurant Wilte, Andreasfir. 26. Versammlung. Aufnahme neuer Trier 1,20. Gesammelt auf dem Bau Halensee, KurfürstenArbeiter- Radfahrer- Verein. Freitag, ben 3. August, Abends pünttt. Bon mehreren aktiven Turnern des Turnvereins Saarburg bei wertschaftsversammlungen angenommen wurde. Mit einem drei- Mitglieder. Damm 183/4 8,80. Böttcher, Steinmeßstraße 4,-. Ueberschuß fachen begeisterten Hoch auf die Solidarität der gesammten Ar- Abends 8 Uhr, in den Aruin- Hallen, Kommandantenstr. 20: Ausschuß= Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Heute, Freitag, von dem Sommerfest in Charlottenburg zu gunsten der Brauereibeiterschaft schloß die Vorsitzende Frau Scholz die Versammlung. fizung. Tagesordnung: 2otalfrage. Nur Vereins- Bundesmitgliedstarte Ausgesperrten( vergl. Abrechnung) v. den Gesangvereinen durch die Im Lokal von Kary, Schönleinstr. 6, referirte Frau legitimirt. Vertrauensleute 200,-. Parquettbodenleger Leibnißstraße 3, Greifenberg. Das Resumee ihrer sehr beifällig aufIn Summa 427,56 M., bereits quittirt 5725,02. Gesammt genommenen Ausführungen bildet nachstehende Resolution, welche fumme 6152,58 M. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. VerFreitag, den 3. August. Bellealliance- Theater. Der Trompeter von Säffingen. Leffing- Theater. Die Sittenrichter. Alexanderplatz- Theater. botene Liebe. National Theater. Goldelse. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Borstellung. im 95, Lotale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, National- Theater. Castan's er Große Frankfurterstraße 132. Goldelse. Schauspiel in 5 Aften nach G. Marlitt's gleichnamigem Roman von Werel. Regie: Friz Schäfer. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Possen, Lustspielen sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Goldelse. Neu erbautes Haus mit flottem Schankgeschäft in bester Lage und Baugegend in Weißenfee billig verkäuflich Leberstraße 116. 5368 Panoptikum. Hawaiische Hiermit die traurige Nachricht, daß der Schmied unser treuer Kollege und Mitarbeiter, Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Albert Hess, 2119b am Sonntag, den 29. Juli, in Erkner der Zimmerer. beim Baden in der Spree seinen Tod( E. H. Nr. 2, Hamburg.) Bey. 4. gefunden hat. Sein Andenken feitens Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Königs- Tänzerinnen. einer Stollegen wird immer in Ehren das Mitglied, der Zimmerer Der Araber Hassan Ali, der schwerste Mensch der Welt. gehalten werden. Kollegen und Mitarbeiter der Firma Ludw. Loewe& Co., Aktien- Gesellschaft. Ferdinand Schumacher am 31. Juli gestorben ist. Die BeUnferem alten Sünder Windery erdigung findet am Freitag, den mit dem Glycerin und Sauerteigtopi den 3. August, Nachm. 5 Uhr, in Ertner dem St. Johannes- Kirchhof statt. Um Die Beerdigung findet am Freitag, 8. Aug., von der Beusselstr. 41 nach zum heutigen Wirgenfeste ein donnerndes Hoch, daß fine 9 Schraubstöcke von der Zeichenhalle des alten Kirch- rege Betheiligung bittet Berlin I. 17-20. Bolta tanzen. Luftige bill. Stube für junge Leute hofes aus statt. be Frau Wolff, Holzmartstr. 1 21146* Kinderwagen, gebr., vt. Rottbuserstr. 13.' berger Bahnhof. Ein flott gehendes Schantgeschäft ist 4 Tr. I. zu verkaufen. 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Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 94. 2. Verschiedenes. Jedes Mitglied ist verpflichtet, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Gürtler. Achtung! Montag, den 6. August, Abends 8½ Uhr: Oeffentl. Versammlung in der Berliner Ressource, Stommandantenstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: 3weck und Ziele der Gewerks schafts- Bewegung." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Besonders sind die Kollegen aus den Werkstätten von Kramme, Schäffer& Walker, Frister, Ende& Dewo, Kindermann, Stobwasser, Schuster& Bär, Rakenius, Spinn& Sohn, Schäffer& Hauschner und daß Sonnabend, den 11. August, die NB. Der Vorstand der freien Hilfskaffe der Gürtler ist zu dieser Ver174/3 Zahlstelle 7, Müllerstr. 7a, b. Gleinert sammlung schriftlich eingeladen. eröffnet wird. Der Vertrauensmann: Richard Heinrich, Wienerstr. 61. 2207b Die Ortsverwaltung. Bier! NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, Arndt& Markus hiermit eingeladen und ersucht, recht zahlreich zu erscheinen, KUS Kein Ring- Bier! Nordbahn. Baradies- Garten Nordbahn. am Untermühlen- See in Birkenwerder. Kranken- und Begräbniskasse Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bestens geeignet für große und kleine Gesellschaften, Bereine und Fabriken. Der Berl. Gürtler u. Bronzeure Herrlich schön und schattig am Wald und Waffer gelegen. Großer Saal und Garten für 3000 Personen. Gr. Ausspannung. Kaffeeküche. Turngeräthe. Bootfahren u. Angelgelegenheit. Adolf Burgemeister, Paradieswirth. Bier vom Münchener Brauhaus. ( Eing. Hilfskasse Nr. 60). Mittwoch, den 8. Aug., Abds. 8 Uhr, bei Mähring, Admiralstr. 18c; Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Wohin unsere Landpartie! 1. Salbjährliche Rechnungslegung. Beelitzhof, Wilhelmshöhe v. A. Meyer. Von Station Wannsee in 15 Min., von Schlachtensee, durch herrlichen Eichenwald, in 20 Min. zu erreichen, per Achse auf der Chaussee über Halensee und Hundekehle. Seiner herrlichen Lage wegen im Grunewald und am Wannsee, dem geehrten Publikum bestens empfohlen. 2. Anträge Lehmann und Genossen. Abänderung der§§ 21-26 u. 32 des Statuts. 3. Verschiedenes. Zutritt haben nur großjährige Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimirt. Um recht regen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, 2117b ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlung für den Norden Montag, den 6. August, Abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergera straße 23. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen heiten und Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlungen: Norden: Mittwoch, den 8. August, Abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Südost: Montag, den 6. August, Abends 81/2 Uhr, bei Hoffmann, Dranienstraße 180. Tagesordnung wie oben. Hierzu sind die Kollegen der Möbelfabrik von Ferd. Vogts& Co. besonders eingeladen. Zahlreicher Besuch aller Versammlungen ist unbedingt nothwendig. Die Ortsverwaltung. 141/ 11* Verband der Sattler und Tapezirer. Rein Ring bier! Große Raffeeküche, 2 Säle, 2 Kegelbahnen, daß die Zahlstelle bei Föllner, Stott ervan sowie Beluftigungen aller Art. Große Spielpläte vis- à- vis dem Lokale im prachtvollen Walde.- Vereinen, Fabriken, Gesellschaften zu Landpartien bestens empfohlen. Bei vorheriger Bestellung ermäßigte Preise. 3482* Bei ungünstiger Witterung ist für hinreichenden Schutz gesorgt. Frucht- Säfte Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Literflasche 1,30 Mk. Eugen Neumann& Co., 6a Belle- Allianceplat 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 781M 8 Oranienstr.8. Hygienische Patrone. 10Pf Niemand soll Wasser trinken ohne es mit einer HYGIENISCHEN PATRONE vermischt zu haben buferstraße, aufgehoben und nach der Adalbertstr. 15 bei Teichert verlegt ist. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler 11. s. 1. Oertliche Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Zahlstelle von der Wartenburgstraße 16 nach der Bellealliancestr. 74 bei Kitzing, Gde Bergmannstraße verlegt ist. 235/2 Sonnabend, den 4. August 1894, Abends 8 Uhr, bei Herrn Wienecke, Alte Jakobstraße 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Diskussion über die Lehrlingsfrage mit Einleitung vom Kollegen Schneider. 2. Verschiedenes. Zimmerer! Sonntag, den 5. August, Vormittags 10 Uhr: 213/5 Oeffentl. Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Lages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Erledigung der in der vorigen Versammlung zurückgestellten Punkte: a) Berichterstattung der Gewerbegerichts- Beisitzer und der Gewerkschaftskommission. 292/2 Schmiedels Festfäle Aufstellung von Kandidaten zu demselben. b) Berichterstattung des Delegirten Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle Ersatz für Bier, unentbehrlich auf Ausflügen.( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. Hochfeiner Geschmack, Auswahl in 6 Fruchtarten: Ananas, Erdbeere, Himbeere, Waldmeister, Bitrone, Orange. Kartons zu 6 oder 12 Gläsern köftlicher Limonade in der Westentasche mitzunehmen. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 4900* Wiv. E. Schmiedel. Säle zu Versammlungen und 1837b Oranienstraße 180. Zu haben in allen Lokalen, wo ringfreies Bier vereins- Festlichkeiten. geschänkt wird. Geschäfts- Eröffnung. Mit dem heutigen Tage eröffne ich Rosenthalerstraße 57 ein Restaurant mit zwei Vereinszimmern, 60 bis 80 Personen fassend, und halte mich den Vereinen und Genossen bestens empfohlen. NB. Mein altes Geschäft Rosenstraße 30 wird bis zum 1. Oktober dieses Jahres von mir fortgeführt. J. Wernau, Rosenthalerstr. 57. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gesch: Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreasp! 1. 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. größtes Lager Berlins. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon. wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenr. 185, armonika- Schule zum Selbstunterricht ohne Notenkenntnisse. Herausgegeben von E. Eibich, Berlin, zeitgemäße Musikstücke. Unter andern: Muster- Stoppenſtr. 30. 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Um pünktliches Erscheinen ersuchen Zentralverband der Maurer Deutschlands Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 5. August, Vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Dähne über das Unfalls versicherungs- Gesez. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit u. Verschiedenes. NB. Die Kollegen, welche Bücher aus der Bibliothet haben, werden aufgefordert, dieselben zwecks Revision in dieser Versammlung abzugeben. Der Bevollmächtigte. 190/4 [ 501L* Preis 50 Pf. Stenographie. Der billigste und zuverlässigste UhrenEinkauf sowie Reparatur ist unzweifel254L* Genossen, welche geneigt sind, einer haft bei Arbeiter- Stenographenvereine zu grünersucht, Adresse an Joh. SassenBilder auch nach auswärts zu billigsten Preisen. 418Lbach, Invalidenstr. 145, einzusenden. Anschluß an den verband der Albin Grüger, Uhrmacher, Carl Scholz, Glaser, Wrangelstr. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! 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