Ztr. III. Bc�nqSvreiS: Siertslfthrl 7.K0 Kl. monan. 2 BO Mi. itctin# vaus uuiau«m Hauptgelchäst. Berlw KS. 58. Linbenstra�e S. abzegeben »erben.(Bebffnei oon 9 llbr früh bis 6 Uhr abenbv, Zentralorgan der foztaldemokratlfcben Partei Deutfchlande. Neüsktion und Expedition: 63). 6$, Linöenstr.?. Rcmfpcetfier: Slmt«ioriltplav, Sir. t.'» l SO— IN» i>7. Sonnabend, den 1. März 1919. vorwärts-verlag G. m. b. h., SW. HS, LinSenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritiplats. Nr. tt7SZ— St. n i i....... Cin Kompromiß in München. Vcrfaffungsproviforium. München, 28. FeKruar. In der heutigen Nachmittags-' schützen!" Zwei Abgeordnete wandten sich darauf an Z Soldaten sitzung des N ä t e k o n g r c s s e s wurde ein Antrag Müh- der republikanischen.Schu'wache mit der Aufforderunsz, den Mörder s a in, der den Wortlaut hat:„Bayern wird zur so- �ialen Republik ausgerufen. Tic gesamte Grsetzgebuog und Bollzugsgewalt wird dem in diesen Arbeiter-, Soldaten- und Bauern- raten repräsentierten arbeitenden Bolkezu- gewiesen" mit 234 gegen 70 Stimme» abgelehnt. Tagegen wurde ein�Antrag Eicheit inüller. Landau er mit grosser Mehrheit angenommen. Der Antrag enthält zu verhaften, worauf die Antwort erfolgte: zialen Ncpubttk ausgerufen. X i c g e f a m t e Das geht uns nichts an." (leskhgcbiing und �ollzngogtwalt wird dem(£;nein anderen späteren Abgeordneten, der dem Mörder ebenfalls im Landtag begegnete und sich an die Wach« wandte, wurde die Antwort:„Ter bat ganz recht gehabt." Di« Feststellung der Personalien dieser„Wachen" wäre natilr- lich eine Kleinigkeit. Aber hier herrscht jetzt der Terror. Ebenso wäre es möglich festzustellen, ob die Bewohner der Tribüne um Hagemeister, woher geschossen worden war, in der Pause das folgende' Punkte: Der Landtag bleibt vorerst vertagt, verlassen haben-der sind Besuchxr anderer Tribünen die Tngnnq des provisorischen Rattonalratö wird für g e- � � � � Ü« n z e n Z e i t ei n g e s ch I o s s e n i m Ha u s e schlössen erklärt. Ucber den»min der Wiederrinbern-' b l-e b e n. d. h. die Festfiellung, ob die �ribune schon vor dem sung deS Landtags entscheidet das provisorische M i- �d-nschl«««uf Gt«n« bewaffnet war. n i st e r i u m in Gemeinschaft mit dem AkttouSansschnh. Die> DaS Mörderkomplott der„revolutionären Arbeiterrate" jetzige Tagung der Arbeiter-, Soldaten- und Baucrnräte stellt' hat also im Einklang mit der mitver'chworenen..Sicherheitsben provisorischen Nationalrat des freien Bolksstaats Bayern wehr" den Mörder nach der Tat nicht nur nicht verhaftet, dar. Ter zur Wahrnehmung der Geschäfte zu wählende! fondern vor der Verhaftung geschützt. In dem von den Mördern herausgegebenen offiziellen Bericht heit es: „In der allgemeinen Aufregung war der Attentäter a u S dem Saal verschwunden." Der Skandal sttnkt zum Himmel. Jetzt schützen den Mörder um die Wette: die Zensur der Terroristen in Tat unterdrückt, ahne" in Berlin, die uns beschimpfen, weil wir die Wahrheit an den Tag bringen! A k t i o n s a ii s s ch u si besteht aus 33 Mitgliedern. Die Mit glicdcr de? Aktionsansschnsics können jederzeit vom provi- sorischcn Nationalrat abbernsen werden. Der Aktionsaus- schnst wählt aus seiner Mitte einen siebcngliedrigen Z e n- t r a l r a t, dessen Mitglieder wieder dem Aktionsausschn'! ver- antwortlich sind und von Ihm abberufen werden können. So- v:» bald die Verhältnisse es gestatten, wird dem gesamten Volke*„ Ä??? 1™� i a da? am 4. Februar 1919 proklamierte S t a a t s g r u n d- g c s c b zur Abstimmung vorgelegt. Tie künftige Ver- f a s s u n g des freien Volksstaatcs Bpsicrn wird von der pro- disorischcn Ncgi'criing in Gemeinschaft mit dem Aktionsaus- schiisi ansgrarbcitet und dem gesamten Vokk zur Entschei- d» n g vorgelegt. Ter Kongrcst der Arbeiter-, Soldaten- und Baucrnrätc wählt ein neues M i n i st e r i u m unter Hin- Zuziehung eines Bnuernbündlers als Landwirtschastsministcr. Dem Ministerium für Kultus und Unterricht wird eine Ab- trilnng für Bolksnufkläriing angegliedert. Das ge- snmtc Ministerium soll dem Zentralrat bzw. dem provisori- scheu Nationalrat verantwi-rtlich srn. Der Zcntrnlrat wird mit den Parteien der Mchrheitssozialisten, Unabhängigen und des Bauern bundes sofort zusammentreten, nm über dir Bildung eines Ministeriums zn beraten, das sich am Sonn- abend früh dem Ziongrcsi vorstellt. München, 28. Februar. Nach einer Mitteilung der Presse- abte luug des Zcntralrats wurden die von Sokaateu de? republikanischen Schutzroehr verhasteten Nätemitglieder Dr. Lcvien. Müh- sam und Landauer von der LandtagSwache wieder besteit. Auf die Nachrichi von der Perbastung dieser Nätemitglieder zogen die im Wagnersaal versammelten Arbeiter in geschlossenem Zuge zur Luisenschule, um Waffen zur Befreiung ihrer FiMim zu ve langen. Da dort keine Waffen vorhanden waren, bewegte sich der Zug nach der Türkenkaserne. Die Leiter erklärten, für den Schutz des Kon- g esscs mit allen Mitteln einzutreten, und entsandten eine De- putation, die mit den Massen zusammen zum Landtag zogen. Dort verlangte die stetig anwachsende Menge stürmisch, die Führer zu sahen. Dr. Lernen, Mühsam und Landauer sprachen mit großem Beifall zur Menge und beruhigten sie. Mit Hachrusen auf die Räte zerstreute sich allmählich die Arrscrnnnlmig. die Wahrheit ans Lisbt. Wie der Attentäter auf Llner entweichen kvunte! Zur Ergänzung unserer Mitteilung wird unS noch folgendes aus München von einem Mitglied des g e-! sprengten Landtags und Augenzeugen ge-� schrieben: In der Pause während der Beiladung dsS Saadtazs« stk». bis' H.) wurde der Landtag angeblich von V«sf»n duräHicht. Auch die Abgeordneten wurden dvrchsuöde. Abor die Besetze r jener Tribüne, ve« dir aus in den Saal herabgeschossen wunde, von der aus auch Hagemeister hcrabrief, wurden nicht auf Waffen untersucht 1......,... Ter Täter Lindner begab sich nach de. Tat nicht etwa b- a-Sle.benrk«, habe» e»»u, urtn m den fort auf die Flucht, sondern lief di. Treppe hinaus zu jener l�t"! Tagen abgehüttenen Konferenz a b g e l r h n t. m den Der Generalstreik in Graunschweig gestheitert. Das Doppelspiel der Unabhängigen. Braunschwcig, 1. März.(Eigener Drahkbericht de?„Vorwärts".) Zu den gestrigen Vorgängen wird uns 1 noch gemeldet: Tic Spartakisten verbreiteten hier einen � Handzettel, in denen aufgesordcrt wurde, den L a n dta g ,1 ii sprengen und die Räterepublik anszuruiro. Für mittags l2 llhr waren drei Versammlungen einbe- rufen, die aber sehr schwach besucht waren. Weiter fand am Abend eine von den Spartakisten einbrrnicne Ver- sammlung statt, an der sich etwa biXXI Personen be- tciligttn. In dieser Versammlung wurde der Landtag für abgesetzt erklärt und die Räterepublik ans. gerufen. Die Versammlung ging dann auseinander, ohne das) cS zu irgendwelchen Zwischenfällen gekommen wäre. Auch heute herrscht hier noch vollständige Ruhe. In den Betrieben fanden Neu wählen der Betriebs- r ä t e statt. Diese Betriebsräte treten nun heute, mittag zu- summen, um zu der gegenwärtigen Situation Stellung zu nehmen, und eine Entscheidung zu treffen. Für heute nachmittag i Uhr ist w i c d c r n m c i u c V r r s a m m- l n n g cinbcrnsen, in der über die Beschlüsse der Betriebs- rätc berichtet werden soll. Auch die Regierung berät gegenwärtig über die Situation. Bekanntlich ist die braunschwcigischc Regierung zu gleichen. Teilen ans Un�hnngige« n n» Mehrheit» sozialisten znsam ngriept, die sich ans ein gemeinsame? AktionSprogrami'.einigt haben, da» die Weitertagnng de» Landtages vor, i»l. An den gegcnwärti- aen Pntschbcrsnchen sind auch N nabhangig cbrtei- l i g t und dir nächsten Stunden werde» zeigen, ob sie mit den Cpnrtnkistcn gemeinsame Sache machen oder sich hinter die Regierung stellen werden. Jedenfalls ist dir Situation so, daß man mif U e b c r r a s ch u n g c n g e s a st t sein muh. Bemerkenswert ist llbrigens, daß die Versuche, die hie- fige Arbeiterschaft»am Eintritt in de« Generalstreik ,« bewegen, bisher wenig Crrfslg gehabt haben. Gestern wurde nnr in einem Betriebe gestreikt, im kbrigen lehnte es dir Arbeiterschaft ab, in de» Ausstand in treten. Auch die Bergarbeiter in den Tribün.', aus der die Mitglieder de» ArbeiterratS saßen, die von Hagemeister gefübrl würben. Tori trafen Ab- geordnete»Iii ibui zusammen, die»ut der»»deron Seit« deS Haust« ebeniallS in da« obere Stockwerk geflücku« waren. Lindner halle Generalstreik einzutreten. SenfailonSttatsch. Ein neues MiktaaSIllatt ließ beute einen Artikel ausrufen:„Di« Regleruna Scheidemann vor dem Siurz". . m e.». �..,... Der 5!egiernna fektft ist, wie wir Höven, von ihrem„bovorstaheirden dw Pistole m der Hand und jchrie:„Räte, hierher, ihr müht mich. Sturz" nichts bekannt. der Kampf um öie Verfassung. Demokratie und Arbeiterräte. Während in Weimar über die Verfassung noch geredet imd verhandelt wird, wird im Reiche um sie gekämpft. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Rolle den Ar- beiterräten zuzuweisen sei, und manchmal scheint es, als ob sich die innere Entwicklung Deutschlands zu einem Kampf um sie auf Leben und Tod gestalten wolle. Zwei extreme Ausfassungcn stehen einander gegenüber, von i...>en die eine die Arbeiterräte ganz ausrotten will, während die andere unter der Parole„Alle Macht den A.- und S.- Räten!" zum Vernichtungskampf gegen die Demokratie auf- ruft. Die Sozialdemokratische Partei verteidigt ihrem Pro- gramm entsprechend die Demokratie. Würde sie diese Ver- teidigung aufgeben, so hieße das für sie, um de? Leben? willen den Zweck ihres Lebens verlieren. Aber deswegen ist sie keine Feindin der Arbeiterräte, deren Beseitigung nur den Wünschen der Kapitalismus entspricht, während es die Aufgabe der sozialistischen Demokratie sein muff, die Räte in irgend einer Form in ihr System einzuordne». Dazu bedarf es aber vor allem einer festen Grund- l a g e für die Organisation der Arbeiterräte, die bisher fehlt. Es gibt bisher keine im ganzen Reich gültige Regel für die Wahl der Arbeiterräte, niemand weiß genau, wer Wahl- berechtigt ist und wer nicht, wann und nach welchem Ver- fahren die Arbeiterräte zu wählen sind. Bei der ersten WaU der Räte sind viele Unregelmäßigkeiten vorgekommen, und eine Uebersicht darüber, wo die zuerst gewählten Räte noch bestehen, wo sie durch Neuwahlen ersetzt, in welcher Weise diese Neuwahlen vorgenommen wurden, besteht nicht. Weldw Funktionen also auch immer den Räten zuzuweisen sind, auf alle Fälle muß das Haus von Grund-ans gebaut werden, und dazu ist eine feste Ordnung für die Wahl der Arbeiter- räte unerläßlich. Dem Gedanken, daß die Vertretimg der Arbeiterschaft eine bedeutsame Raste im öffentlichen Leben zu spielen be- rufen ist, wird sich kein Sozialist widersetzen. Aber gründ- lich falsch ich die Vorstellung, daß die Demokratie diesem Ge- danken irgendwie im Wege sei. Die nach allgemeinem Wahl- recht gewählte Nationalversammlung in Weimar besteht schon fast zur Hälfte aus sozialistischen Arbeitervertretern, und nur die innere Zerrissenheit der Arbeiterbewegung trägt schuld daran, daß nicht schon im ersten Anlauf eine reine Ar- beitcrmehrheit erzielt worden ist. Einen Versuch, den Einfluß der Arbeiterklasse auf die Gesetzgebung darüber binanS zu stärken, stellt der Vorschlag dar. den Genosse K a l i s k i der gestrigen Versammlung der' Berliner Arbeiterräte unterbreitet hat. Er hat folgenden Wortlaut: Der Rätegedanke muß«ms dem Boden der. Demokratie feine BerwbrkNcknmg finden. Das demokratische Natestzstem muß in der yeasassung verankert �werden. Es stellt die Vcrtre- tung der Arbeitskraft des Volks dar. Während das Parlament des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen WahlrechiS die Vertretung der Bevölkerung n«ch ihrer besonderen Zahl darstellt, stcA die Kammer der Arbeit, die sich auf dem Näiespstem auf- baut, die�Pertrewig der Pradiiktivkrebst nnd der Leistung deS Volk»« dar. In dem Pa»U«eut de« allgemein««, gleichen, direkten und geheime» WaVeechtS sind alle StaatSbürper ohne Rücksicht auf ihr« besonder« ffnnkti«» vertrete», e« repräse»tiert die f o r> male Demakratie. Die Kammer dar Arbeit repräsentier die schaffenden Kräfte der einzelnen Klassen nach ihrer Bedeutung für die Gemeinschaft, also den Aufbau de« Soz i a l i S m u s. Jede au« allgemeinen Wahlen hervorgehende Körperschaft erhält «in« Kammer der Arbeit. Die derbtsch« EinheitSrepublik wird van unten anfg�amt durch srSbfrve»malt ende Stcmeinken, Kreise. Prmimz««. tztudee, di« Znfam-meissassung Ist da« Reich. In j»d«r dieser genannten pelitl schen Einheit herrscht daS Parlament. eepängt durch die Kammer der Arbeit. Die Ausgabe» der Kammer der Arbeit sind: Au«arh?ttnng und Prüfung aller Gesetze whtfchaft'ichen CTfccn-afier«; lauernde Nntev- fuchunz der Wirtschastbevtmicklnng mit de» Recht der Initiative bei der Sagialisieeung einzelner PradnitienDzaeige. Ju dem Zu- ftaichffouwwer eine»(Metze« bedarf es der Zustimuaing beider Häuser, Wenn die allgemeine Kamitzer ein und dasselbe Gesetz dreimal in derselben Form angenommen hat, wird es oueb ofm« Zustimmung der Kammer der Arbeit Gesetz, 53 ei dg Kammern habe» d a S Recht, ein Referendum z« verlangen. Ferner bilden die ZlrbeiterrZtc die Vcfirehing der Arbeiter für die Kraxen der Produirion in den Arbeits gemein- fchaften, die für alle Gctrcrix errichtet werden müssen. Die bisher errichteten ArbeitSgmn« inschasten. in denen die Arbeitgeber- verbände mit den Gewerkschaften z n smnnier. a r de it e n, such SZcrtre- . tungen zur Regelung der BernfSfragen. Sie müssn nun auch x-u Vertretungen der Produktion werden, die von den Unter- nehmern und Arbeitern gemeinsam getragen werden. Die Ar- beiler werden hierbei durch die Aobciterräte verire.en. Die Av- beitsgtMchnfchert ist der Untertan der Sozial isierung. Dieser Vorschlag kam nicht zur Abstimmlmg, weil er über den Rahmen der Tagesordnung hinausging, er soll von emer Kommission beraten werden, die über den Ausbau des Rälesysfchns Vorschläge erstatten soll. Der Vorschlag jiaP.skis hat den großen Nachteil, daß er ein Zweikammersystem vorsieht, das sich bei BeiHeHaliung des Staatenhauses zu einem D r e i k ami m erst) st c m enftvickeln würde. Ein solches Mehrkammersystem bedeutet eine endlose Verschleppung der Gesetzgebung sowie einen Verstos; gegen den Grundsatz, daß der allgemeine Volkswille die einzige Quelle öffentlichen Pechls ist. Wir bleiben daher grundsätzlich Anhänger des E i n k a in m e r s Y st e m s und sind der lieber- zeugung, dasi diese ei n e Kailimer vom ganzem Volk nach all- gemeinem, gleichem, direktem und geyeinrem Wahlrecht ge- wählt werden lyusi. Einen glücklichen Ausweg.aus diesen Schwierigkeiten bietet aber vielleicht der Satz de? K all ski schon Vorschlags: „Seide Kammern haben das Recht, ein Referendum vorzuschlagen." Das Recht des Referendums, der allgemeinen Volksabstimmung über einen bestimmten Gesetzesvorschlag, entspricht durchaus den demokratischen Grundsätzen und eben- so entspricht es ibnen, dost Volksteile von einem bestimmten Umfang das Recht haben, über einen von ihnen vertretenen Vorschlag eine Volksabstimninng zu verlangen. In der Schweiz werden Gesetze der Volksabstimmung unterbreitet, wenn 3(K!lX) Volksgenossen dies mit ihrer Unterschrift for- dern. Arbeitskammern oder Arbeiterratkongresse werden, wenn sie ordentlich gewählt sind, immer einen sehr erheb- lidien Bruchteil der Bevölkerung llsinter sich haben und als dessen ordnungsmäßige Vertretimg anzusehen fein. Es ist daher vom demokratischen Standpunkt aus nichts dagegen einzuwenden, dasi einer geordneten Vertretung der Arbeiter- schaft das Recht des Resercndumvorschlags eingeräumt wird. Das wäre möglich im Nahmen einer allgemeinen Ordnung des Volksabflimmnugswesens, die das gleiche Recht aller Volksgenossen sorgfältig wahrt. Auf diese Weise wäre den Arbeiterräten alles gegeben, was sie ohne Vergekvaltigung der Demokratie erhalten kön- neu, und dieses alles ist sehr viel. Denn durch diese Ord- nung des öffentlich-rechtlichen Einflusses der Arbeiterräte würde die Entfaltung ihrer wirtschaftlichen Funktionen nicht berührt. Im Nahmen der Gesetze, auf die sie durch das Recht des Referendums einen weitgehenden Einsliis; ausüben, würden sich die Arbeiterräte bei der Neuordnung der Produktions- Verhältnisse zu betätigen haben. Soll das alles niöglich werden, dann darf es nicht nizch ein zweites Mal- vorkommen, daß z. B. Schornsteinfeger und Bibliotbekangestellte gemeinsam einen Arbeiterrat wählen. Die Räte müssen sich nach Produktionszweigen sammeln und ordnen, erst dann können sie Fragen der Sozialisierung'praktisch in Angriff nehmen, wobei ihnen die von den Gewerkschaften ge- leistete. Vorarbeit sehr zustatten kommen wird. Die Gewerkschaften sind nicht tot. Sie haben eben jatzt den imponierenden Gesamtstand von drei Millionen Mit- gliedern erreicht, die Revolution hat ihre Reihen nicht ge- sichtet, sondern neu aufgefüllt. Auch das ist ein Zug in der Arbeiterschaft, der wohl beachtet zu werden verdient. Eine rasche Lösung dieser Probleme ist notwendig, und auch in Weimar wird man sich dieser Notwendigkeit nicht mtziehen können. Nur so ist es möglich, zu verhindern, daß /sie Verwirrungsphrase:„Alle Macht' den A.» und S.- Räten I".in Arbeiterköpfen weiteren Schaden anrichtet. Wir » Dichtung öes weltgets?$Lns. Gertrud Eyfoldt liest Barbusse und Andrejeff. Barbusse und abermals Barbusse! Dieser Name, gegrüßt vmr den Millionen und aber Millionen Kceuzträgern Europas, ist ein hohes Zeichen geworden. Wie viele aber, die ihn hörten und in der Erinnerung behielten, wie viele mögen schon seinen wahren Inhalt wissen? Barbusse ist der Mensch, in dessen Arbeit alle Anklage gegen den Krieg zur großen, donnernden Einheit wurde. Doch das ist nur daS eine. Denn ec beginnt sich aufzurichten als einer, von dem wiederum aufrichtende Kraft ausgeht. Wir müssen uns wiedergewinnen, jeder sich selbst, aber jeder auch alle. Ueber den ungezählten fucchtbaven Gräbern von Freund und Feind muß gegen Weltzerrissenheit eine neu« Einheit von Mensch und Mensch wachsen und hervorgehen muß sie aus einem neuen Verhältnis d«S Menschen zur Welt. WaS da war. ist in allen Steinen feiner Fundamente erschüttert worden. Die Steine des Baus sind so grauenvoll auseinandergeworfen worden, daß sich das Gewesen« nicht wieder aufordnen läßt. Die Schönheit, die da war, der Glaube, der da stützte und antrieb, alles liegt in Trümmern als ein Nichts. Aus diesem Nichts müssen wir als aus einem chaoti- schon Uranfang, der unser Dasein körperlich und geistig beherrscht, zu neuen festen Werten uns hinaufkämpfon. Mit dem furchtbar lastenden Kreuz auf den Schultern.-- Was gestern Gertrud Ey so ldt und Max Hochdorf im Kraynsaale der Berliner Sezession unternahmen, war cne Arbeit von höchstem Ernst. Es war da? Wichtigst«, toas in den Vortrags-- sälen Berlins seit Ausbruch der Revolution versucht wurde. Schon mehren sich die Zeichen, daß.die Sprecher von Dichtung das Ge- bot der Zeit fühlen und befolgen wollen, menschhcitlich Großes, wers Dichtergeist in Worten ausgesagt hat, zur Stimme unsevor Zeit werden zu lassen. Kein Zeichen aber ging so stark auf wie daS gestern gehißte:„Dichtung des Weltgewissens!" Ein mächtiges Mahnen, daß auf neuem Boden das durch Blut and Schrecken Getrennte sich in Menschlichkeit wieder zur Einheit zusammen- finde! In Menschlichkeit, die auf einem Willensstärken Begreifen dessen, was gemeinsames Mcnschenschicksal ist, ruht! Von einem Suchen des einenden Allgeincinen sprach Max Hochdorf, von einem Hoffen, es zu finden. Während des Krieges ist dies Suchen und Hoffen unabhängig von einander in den ver- schiedensten Ländarn hervorgebrochen. Den Russen Andrejcff, den Deutschen Leonhard Frank, den Engländer Wells, den Franzosen Barbusse nannte Hochdorf, und er suchte die Anfänge in jenen utopistisch träumenden Zeiten deS 18. Jahrhundcris, dessen Ideen Kani gedanklich zusammenfaßte in seinem„Traktat vom ewigen Frieden". Dies rft die eigentliche Schwelle des Neuen, daS in der sogen nicht„Alle Macht ben Arbeiter- unb Sokbaitfll raten," sondern als gute Sozialdemokraten sagen wir:„Alle Macht dem ganzen Volke!" Und das heißt im Grunde gar nichts anderes, als„Alle Macht den Arbeitern!", weil eben das ganze Volk in seiner überwiegenden Mehrheit aus Arbeitern besteht.__ heitere Zuftanöe. Notschrei eines Soldntenratsvorsiyendcn. Im„I n g o I st ä d t e r Tageblatt" ist auf der ersten Seite unter den amtlichen Nachrichten folgender Notschrei zzi lesen: Trinxendc Bitte! Alle diejenigen, die sich unter Freiheit und Recht— Plün- derung, Raub und Mord vorstellen— bitte ich herzlichst, davon Abstand nehmen zu wollen, mich in meiner Wohnung weiterhin zu bedrohen. Nicht aus Furcht richte ich die Bitte an Euch, sondern deshalb, weil ich atk Dozialdemokoat immer noch Mensch bin und M i i- ge f ü h l mit den alten und kranken Leuten, welche im gleichen Hause wohnen, besitze. Ich gebe Euch hiermit schrift- lich die Erklärung, daß ich jederzeit bereit bin, Euch offen gegen- .überzutreten, wenn Ihr den Mut besitzt, mich dazu auszufordern. Nur Menstben, die sich offen ihrem Gegner gegenüberzutreten ge- trauen, sind zu achten: Feiglinge und Meuchelmörder verabscheut jeder halbwegs anstänldigc M eusch. Zugleich mache ich Euch darauf aufmerksam, daß ich die nächsten Tage, dienstlich verhindert bin, hier zu sein, infolgedessen wäre es auch„unmenschlich und zwecklos", die Bewohner des Hauses umsonst zu beminihig-T. und zu ängstigen. Wenn ich wiederkomme, ist Euch ja früher bekannt als mir � selb st. Inf. Roth Vorsitzender des Aktionsausschusses der drei sozialistischen Parteien und Vorsitzender des Vollz.-Aussch. des Garnisonrates Ingolstadt. Auf derselben Seite findet man einige amtliche Vekanntmai�un- gen, die von Roth mituntcrzcichnet sind und welche die Trancrscicr für Kurt EiSner regeln. Der Tag der Beisetzung wird als g e s e tz- lich er Feiertag erklärt. Trotzdem wird Roth von den Terro- tristen in seiner Wohnung bedroht. Heitere Zustände! de? Generalstreik in Leipzig. StiNstaud aNcn Handels und Verkehrs.— Ter Bur>zcr- ftrcik.— Tic Fordernng der Streikenden.— Exerzitien mit Kanonen. Leipzig, 1. März. lEigcnrr Drahtbericht des„Vorwärts".) Tic Lage in Leipzig ist noch lmverüiidert und wird immer« n- haltbarer. Die Streikbewegung gegen die Regierung Scheide- mann hätte ohne den Bürgerstrrtk nie ihre gestrige Bedeutung erlangen lönncn. Handel und Beriehr ruhen voll- ftündig, nur der Post- und Fernsprechverkehr fntiktioniert notdürftig. Ter Eisenbahnbetrieb ist stillgelegt, der Hauptbahnhof geschlossen. Ans einigen sächsischen Liniest fahren noch unregelmäßig ein paar Züge bis ans 15 Kilometer an Leipzig heran, von wo dann die Rci- senden den Rest de? Wege? z>, Fuß zurücklegen müssen. Tie aus- wärtigc Brief- und ZeitungSpost trifft nur zuweilen und immer mit mehrtägiger Verspätung ein. Sämtliche Zeitungen find am Erscheinen verhindert, da auch in den GeS- anhalten nnd im Elektrizitätswerk gcstrcilt wird, so daß es an Licht und Kraft fehlt. Nur die„2 c i p z i g e r B o l k s z c i t n n g" konnte bisher auch am gestrigen Abend wieder erscheinen, da sie von langer Hand her ei pe alte eigene Stromerzrn- gungSanlage rechtzeitig instandsetzen ließ und sich ihr Per- sonal nicht am Streik beteiligt. Anch in den staatlichen und städtischen BurrauS ruht der Ve- trieb. Die Ausgabe der N a h r u n g s m i t t e l k a r t e n ist ein- gestellt, ebenso fast völlig der NnhrnngSmittelver- kauf. Ben einer Zufuhr ist keine Rede mehr. Die Bäckcrinnung wirkt auf ihre Mitglieder ein, das Brotback zu unter- lassen. Tie Erwerbslosen werden nicht abgefetigt, sie bleiben vorläufig ohne Unterstützung. A»S den Krankenhäusern sind zahlreiche Kranke entlassen, neue Kranke, darunter auch Schwerkranke, von der Ausnahme zurückgewiesen worden. Menschheit Wethen m-utz. Und nun hat sich während des Krieges der Geist dieses Neuen groß erHobe» in der Schar jener Dichter, die in der europäischen Bücherei-des Züricher Raschec-VcrlageS als eine Einheit auftreten. Während des Krieges jenseits der Schweizer Grenze durch die Zensur niedergehalten, nun aber frei.! Was einst als schwärmerisch hochgestimmier Zukunftsglaube dichterisch aus bestem Herzen auftönte, arbeitet heute mit schollen stürzenden Spat emstößen. Qualvoll ringende Weckrufe des erwachten Welt- gewissens hallen auf. Gertrud Ehfoldt las gestern zuerst«in Be- kermerwerk Deonid AndrejeffZ. Sie kämpfte es erschütternd her- ans. Ein Erlebnis aus oinem Walde bei Bitiis. Eine Gruppe erschlagener Me-nschen. Drei Frauen nackt, an den Füßen auf- gehängt. Im Grase ein einjähriges Kind, daS die Händchen nach der Mutter hinausstreckt, nnd die Mutter, noch lobend, streckt ihm die Hände entgegen.„Doch konnten sie sich gegenseitig nicht er- reichen!" Und dann die Frage:„Wer hindert dies? Wen sollen wir verfluchen?" Die Frage klammert sich mit Zangen an Herz und Hirn, bohrt sich ein, ist nicht mehr abzuschütteln. Eine durch- wühlende Pein ohne Gleichen. Immer wieder in Tag und Traum das ftirchtbare Wort:„Doch konnten sie sich gegenseitig nicht er- reichen!" Und das aufreizende, weckende: Warum? Gottfried Kellers herrliche Strophen„Frühlings glaube"(sie waren während des Krieges immer wieder in unser« Arbeiterblättcrn zu lesen) führten Aber den grauenvollen Bann deS Andrejeffschen Erlebnisses» hinaus. Und dann ein im Willen zur Welteinigung wie«ine hoch- gipfelnde Woge den Erdball von Volk zu Volk überwanderndes, anschwellendes, gewaltiges noueS Gedicht,„Salut au monde", ein Dithyrambus im Whitmcmstil in wundervoller Kraftfülle vor- getrogen, aufsteigend zu riesigem Freudsschrei selbstbewußten Be- gehueriS:„Jeder von uns unvermeidlich! Jeder von uns grenzen- loSl Jeder von uns so göttlich als irgendeiner hier!" Stürmisch grüßten die Hörer die Sprecherin Dann sprach Max Hochdorf«in zweiieSmak. DieZtnak von dem neuen Werke Henri BarbusseS, iaö in deutscher Sprache noch nicht bekannt ist, von dem Werke:„Die Hölle". Ein armer Prole- tarier entdeckt, daß er aus dem dunklen Räume, der ihn umschließt, durch ein winziges Loch unbemerkt in ein Nebcngelaß schauen kann, und in dem Raum wechseln die Bilder: immer andere Men- scheu begegnen sich foo*t, und«r sieht die Menschen bis in die vertraktesten Dinge ihres Leben? hinein. Hochdorf sagte, da? Buch BarbusseS sei eigentlich zeitlos, deshalb sprach eS so stark in unserer Zeit. Ihn reizt der mystische Zug des Werkes und sein Auf- graben deS Allschicksals der Menschen. Der Krieg hat den Welt- optimismuS erwürgt. Uebsrschätzten wir nicht die Bedeutung des Lebens? Als einen Kern der Lebensphilosophie Barbusses hob Hoch- dorf den Gedanken heraus, daß Trennung im Augenblick der höch- sie» Gemeinschaft das LoS deS Menschen sei. Seine Einführung Tie Apotheken sind geschlossen, zahlreiche Aerzte verweigern auch in schlvercn Fällen Hilfeleistung. Tie Angestellten der großen Leipziger QrtSkrankcnkasse traten am Donnerstag mittag zum Teil in den spartalistischen Generalstreik, zum andern Teil in den bürgerlichen Abweyrstreik, so daß auch dort der ganze Betrieb stillag. Die Gehälter wurden für den Monat März bereits am 27./28. Februar im voraus an dir Streikenden gezahlt. Angesichts der heute fälligen Krankengeldzahlong an 7000 Arbeitsunfähige ist heute die Arbeit in der Ortskrankenkasse aufgenommen worden.»achdcni gestern der Arbeiter- und Sol- datcurat dir Ersetzung der Streikenden durch stellungslose Handln ngsgrhiltrn angedroht hatte. Im übrigen schürt die„Leipziger BolkSzeitung" den Streik mit allen Mitteln der Verhetzung und fordert zur Fortsetzung so lange ans, bis folgende Forderungen erfüllt sind: 1. die VetriebSkontrolle der Arbeiterräte al SVorbrrritung der Sozialisierung! 2. Slnerkrnnung nnd gesetzliche Verankerung der Arbeiter- nnb Sokdatenräte; Z. Freilassung der von der Weißen Garde Verliaftetcn: 4. Rücktritt der bürgerlich rechtssozialistischen Regierung. Ter Leipziger Arbeiter-»nd Soldatenrat, der da? Grucral- kommavdo deS 19. Armeekorps völlig beherrscht, will auch vor blutiger Gewalt nicht zurückschrecke». Schon seit Wochen erfolgen Exerzitien mit Kanonen und Ma- sch inenge wchren, nenerdingS wir? awh das Aushebe» von Schützengräben geübt. Vis jetzt konnten alle ernsten Gewalttaten vermieden werden, doch drängt ine gailze Lage der Lösung so oder so zu. Bei der in der letzten Nacht herrschenden absoluten Finsternis hatten na- türlich die Einbrecher freie Bahn für ihr lichtscheues Ge- werbe..' Leipzig, 1. März.• Nach einer Mitteilung des Leipziger Ar- bciier- und SoldatenratS haben die für gestern nachmittag m Halle zwischen dem NeichZarbeitZminister Bauer und Vertretern der Streikenden zur Beilegung des Ganeralstreiks in Aussicht genommc- neu Vcxhandlunegn nicht stattfinden können, da kein Vertreter der Regierung erschienen sei. Ter Generalstreik dauert auch heute unvermindert fort. Einer Meldung aus Apolda zufolge sind dort zahlreiche Regierungstruppen, Infanterie und Artillerie, in der Richtung auf Naumburg durchmarschiert. Tie Bläitcrmeldung, wonach der Bürgerstreik in eipzig als geschci- tert anzusehen sei und am Montag die Arbeit wieder aufgenommen werden würde, ist nach Mitteilung des Bürgerausschusses voll» kommen unzutreffend. An eine Wioderauftiahme der Arbeit vor Beendigung dcZ Generalstreiks der Arbeiter werde nicht gedacht. Der Krieg mit öen Holfthewiften. Libnu, 28. Februar. Frontbericht. Eine Patrouille stieß bis Bahnhof Murawjewo vor und stellte eine Besatzung von 69 Ge- wehren und sechs schweren Maschinengewehren fest. Beim Rückzüge wurde die Patrouille von einem verfolgenden Panzerzug mit Artillerie beschossen. Em Jagdkommando drang bis Kursitten vor und stürmte den Ort. aö et Feind verlor' 12 Tote, der Rest entkaim. Das bolschewistische Gericht wurde aufgehoben, die Ver- hafteten wurden befreit. Bei Schrunden lebhafteres eigenes Ar- tilleriefener. Der Feind greift seit 6 Uhr früh Gol- dingen mit starken Kräften(599— 600 Mann und 4 Geschütze») a tt. Der noch im Gang befindlirbe Kampf ist schwer. Eigene Verstärkungen sind im Anmarsch. In Libau trafen heute ein engl i.f cher Kreuzer s?ldmiame Grundlage für den Frieden angenommen sind, feierlich Verwahrung ein und fordert die Wiedereinsetzung � Deutschlands in seine kolonialen Rechte. Kolonialmiinfter Dr. Bell: Die heutige Behandlung der fiir Deutschland? Zukunftsentwick- lung bedeutungsvollen kolonialen Fragen bildet in ihrem zeftlichen Zusammentreffen einen WilllommenSgruß der Heimat an die so- eben eingetroffenen Lstafrikaner. Besser als Wort und Schrift bleiben sie lebende Zeugen für deutsche koloniale Fähig- leiten und Leistungen. Unter den 14 Punkten, die der Präsident Wilson in seiner Bot- schaft vom 8. Januar 1918 aufgestellt hat, beschäftigt sich der fünfte Punkt mit den kolonialen Problemen in folgender Fassung: „Eine freie, weitherzige und unbedingt unparteiische SckNch- tung aller kolonialen Ansprüche, die auf einer strikten Beobachtung des Grundsatzes fußt, daß bei der Entscheidung aller solcher Sou- veränitätsftagen die Interessen der betroffenen Be- völkerung ein ebensolches Gewicht haben müssen wie die billigen Ansprüche der Regierung, deren Rechts- titel bestimmt werden sollen, sollte herbeigeführt werden." Für die Berrrtiilung der kolonialen FviedenSprobleme ist auz der Botschaft des Präsidenten Wilson vom 8. Januar 1918 außerdem folgender Satz bedeutungsvoll: „Wir wünschen ihm(Teutschland) einen gleichberech. tigten Platz unter den Völkern der Welt." Weiter enthält die Botschaft des Präsidenten Wilson vom 11. Februar 1918 folgenden Satz:„WaS ich mein«, ist lediglich, daß diese Probleme(d. h. die 14 Punkte) jede? für sich und ins- gesamt die ganze Welt angehen und daß, wenn sie nicht i m Geiste selb st loser und unbeeinflußter Gerechtig- reit gelöst werden im Hinblick auf die Wünsche natürlicher Zu- sammengebörigkeit und völkischer Ansprüche sowie auf die Sicher- heit und den geistigen Frieden der betroffenen Völker, kein dauernder Friede erreicht werden kann." Tie nämliche Botschaft enthält den lapidaren und jede Miß- deutung ausschließenden Satz:„Es soll weder Annexionen noch Entschädigungen oder strasweisen Schadenersatz geben." » Nach Bell sprach Abg. Henke(N. Soz.), dann wurde die vom ReichSkoloNialmirtistermm empfohlene Resolution gegen die aiUve senden 7 UnaUhüngi-gen angenommen. Es folgte die Erledi- aung des Enttv-urfs über daS Verbot des Agiohandel» mit deut- schen Banknoten in erster und zweiter Lesung. Hierauf begann die Beratung des Gesetzentwurfs Loebe-Groeber-Payer, der die Regierung ermächtigt, während der Tagung der National- Versammlung diejenigen wirtschaftlichen und finanziellen Maß- nahmen mit gesetzlicher Wirbung anzuordnen, die sich zur Durch- führung de» Wassenstillstandes notwendig erweisen. Als erster spricht dazu Payer(Dem.) die neuen baperistben Minister. Ein Berliner MittagSblatt meldet folgende Ministerlist«: Präsidium und Inneres: Segitz; Handel, Gewerbe und Jnd-u. strie(neu gebildet): Simon(Führer der Unabhängigen in der Nationalversammlung): Finanzen: Jaff«: Soziales: Unter» l eigner; Verkehrswesen: Frauendorfer; Landwirtschaft (neu): Dirr-Ankhofen; Kultus: Ni lisch; Ministerium für militärische Angelegenheiten: Schneppenhort; Jusiig: Enders- Würzburg. Ministerium deS Aeußeren wird als Staatsset xemri-U dem Präsidium unterstellt. GewerkschchÄewMNg Bcrufsfragen der deutschen Beamtenschaft. Die am 27. Februar in die Stadthalle vom Deutschen Beamten- bunde einberufene außerordentlich stark besuchte Beamtenversamm- lung nahm nachstehende Entschließung an: Ueber 40C9 auf Einladung des Deutschen Beamtenbundes, der Großorganisation der deutschen Beamtenschaft, am 27. Februar in der Stadtballe zu Berlin versammelte Beamte und Lehrer richten an die Rgichsregierung und an die Nationalversammlung die Bitte, die Erfüllung folgender Forderungen sicherzustellen: 1. Das öffentlich-rechtliche Bcamtcnverhältnis bleibt bestehen und wird in der Verfassung verankert. Tie wohlerworbenen Rechte der Beamten und Lehrer llcben�längliche Anstellung, Pensions- berechtigung und Hinterbliebenmsürsorge) sind unverletzlich. 2. Tie Grundlagen des Beamtenrechts sind durch Reichsgesetz neu zu regeln. Durch die in diesem Nahmen etwa zu schaffenden Gesetze der Einzelstaaten dürfen die Staatsbüpgerrechte der Be- amten keine Einschränkung erfahren. Beamtcnausschüsse und gesetz- liche Boamtenvcrtretungen iBeamtenlammern) sind baldigst zu schaffen. Das Diszivlinarrecht der Beamten bedarf dringender Neuordnung unter Berücksichtigung zeitgemäßer Nechtsgrundsätze. 3. Die Beamtenbesoldung ist so umzugestalten,' daß die Höhe der Gehälter und Pensionen in Anpassung an die steigende Lebens- Verteuerung den Beamten mit Familie ein auskömmliches Dasein sichert._ Tarifbewestnnst der Steinarbeiter. Der Tarif der Sieinarbciter Berlins ist gekündigt und läuft am 31. März ab. Für dxn Abschluß eines neuen Tarifs hat die Verbandslcitung eine Vorlage ausgearbcitei, die dem Arbeitgeber- verband eingereicht werden soll. Mit Rücksicht darauf, daß in der Grabsteinbranche während des Krieges die Akkordarbeit vor- herrschend geworden ist, wird für alle drei Branchen(Sondstein, Cm Aufruf an üie Serlmsr 9ev5!kerung. Die rn unverminderter Stärke anhaftende Agitation in den Grotz-Berliner Betrieben, die die Arbefterschaft zum General- streik drängen und in Massen auf die Straße schicken will, wird der Kommandantur mit Rücksicht auf etwa befürchtete Zusammen- stütze Veranlassung geben, in letzter Stunde folgenden Appell an die Besonnenheit der Berliner Bevölkerung zu richten, der an allen Straßenecken und Litfaßsäulen angeschlagen werden soll: Berliner! Von unverantwortlicher Seite werden die Arbeiter und Ar- beitSlosen aufgefordert, in Massen auf die Straße zu gehen. Wir bitten dringend alle besonnenen Arbeiter und Bürger Berlins, diesen Aufforderungen nicht nachzukommen und gleich- zeitig auf die einzuwirken, die die Straße zum Tummelplatz ihrer politischen Meinung und Leidenschaft machen wollen. Die Straßen und Plätze müssen freigehalten werden! Die Maßnahmen der Regierung, die getroffen werden, richten sich nicht gegen Arbeiter und Bürger Berlin?, sondern nur gegen die Elemente, welche als Räuber, Plünderer und Diebe eventuelle Ansammlungen in den Straßen für ihre unlauteren Zwecke benützen. Arbeiter! Bürger! Helft mit, daß dem licbtschenen Gesindel nicht wieder Gelegenheit zum Plündern, Rauben und Stehlen gegeben wird! Ihr selbst leidet am meisten darunter! Der Kommandanturrat: Der Kommandant: gez.: Kuhut, Engels, Fellschnee. K law um de. Marmor, Grabstein) die allgemeine Durchführung der Lohnarbeit und die Festsetzung eines Mindestlohnes gefordert. Von den übrigen Forderungen sind die wesentlichsten: Einbeziehung der Hiiss» acbeiter, der Frauen, der Jugendlichen und der Lehrlinge in das Tarifverhältnis. Achtswndeniag, Sonnabends schließt die Arbeits- zeit zwei Stunden früher und. vor den hohen Festen einschließlich Neujahr um 12 Uhr mittags ohne Lohnabzug. Die wöchentliche Arbeitszeit darr einschließlich etwaiger Ueberstundep, die mit ö» Prozent Aufschlag zu vergüten sind, 48 Stunden nicht über- schreiten. Zulage bei Landarbeit täglich 8 Ml. Bezahlung der durch Regenwetter verursachten Feicrzeit. Ausschaltung der Zwischenunternehmer durch tarifliches Verbot dergestalt, daß Ar- beitgebcr keine Arbeit an Zwischenmcister vergeben und Arbeiter bei Zwischenmeiftern nicht in Arbeit treten.— Die bisherigen Löhne sollen im.allgemeinen um 39 Prozent erhöht werden und zwar sollen die Stundenlöhne betragen für Steinmetzen 2,89 SRI., für Schleifer, Fräser, Dreher 2,l!ö Ml., für Anfänger in der Schleiferei 1,75 Ml., nach einem halben Jahr 2 Ml., nach einem Jahr 2,25 Ml., für Frauen in denselben Abstufung 1,59, 1,75, 2 Ml., ebenso für Jugendliche 1, 1,59, 2 Ml. DaS Kostgeld der Lehrlinge soll betragen im ersten Jabre 21 Ml., im zweiten Jahre 81,59 Ml., im dritten Jahre 42 Ml. wöchentlich. Zwei am Freitag abgehaltenene Versammlungen der Stein- arbeiier stimmten den Tarisforderungen zu und beauftragten ihre Vertretung, mit dem Arbeitgeberverband darüber zu verhandeln. ,- ?nöustrie und Kandel. Die Börse eröffnet« heute trotz der auS dem Reiche borftsgen- den politischen Nachrichten in verhältnismäßig f e st e r Haltung. Schiffahrtsaktien gaben anfangs leicht nach, erholten sich aber im weiteren Verlauf. An Montan-' und R ü st u n g S- werten machten sich bei den Werten, die in laufenden Kursen notiert werden, teilweise lichte Kursrückgänge geltend. So lagen anfangs Rheinstahl etwa um 4 Proz. niedriger. Auch' in E le k- trizit'ätswerten war die Haltung um ein geringes schwächer. Später gaben die.Kurse auf dem Montanmarft ebenfalls nach. Kriegsanleihen blieben unverändert. SroßBerün Zerstückelte Leiche gelandet. Ein geheimnisvoller Leichenfund wurde gestern in der Königin- Augusta-Straße gemacht. Vor dem Hause Nr. 23 landete man auS dem Landwehrkanal ein großes Bündel, daS den Rumpf eines erwachsenen Mannes enthielt. Der grausige Fund wurde noch spät abends nach dem Schauhause gebracht. ES liegt ohne Zweifel ein Verbrechen vor. Tie Glieder sind in einer aüderen Art als in früheren Fällen bei ähnlichen Funden vom Rumpfe getrennt. Wäh- dend sonst die Knochen in den Gelenken gelöst waren, sind sie jetzt nach Durchschneiden des Fleisches glatt durchgesägt worden, sowohl der Halswirbel als auch die Röhrenknochen der Arme und Beine. Nach der Beschaffenheit deS Fleisches zu urteilen hat der Rumpf wohl schon sechs Wochen im aWsser gelegen. Er war eingewickelt in die linke Hälfte eines schwarzen UeberzicherS mit Sammetkragen, eine dunkelbraun gestreifte Weste, einen Teil einer Unterhose und einen dunkelblauen gedruckten, mit Blumenranken verschonen, Frauenrock. Ueberzieher, Weste und Unterhose hat wahrscheinlich der unbekannte Tote selbst getragen. Tie Unterhose trägt den Auf- druck„Blaukatze, garantiert sür beste, echte ägyptische Makko-Fasev- pflanzen-Baumwolle. DaS Büntzel war mit einer Art Waschleine mehrfach verschnürt. Für die Feststellung der Persönlichkeit des Toten hat sich bisher noch kein Anhalt gesunden. Der Rumpf und die Kleidungsstücke wurden vom ErkenmingSdienft photographicrt. Nach dem Verbleib der fehlenden Körperteile werden Nachforschung.' angestellt. Der Tote wird etwa 35 bis 45 Jahre alt und etwa l.'.b Meter groß ge- wesen sein. Er war gut genährt. Familien, die einen Angehörigen oder Vermieter, die einen Mieter oder Schlafburschen vermissen und noch keine Anzeige gemacht haben, werden ersucht, sich ustverzügl'ch bei der Kriminalpolizei zu melden. Lchmziegel für den Wohnungsbau. Den Ziegeleien fehlt Kohle. Um unsere Bauwirtscbaft wieder in Gang zu setzen und kein Mittel zur Förderung des WdhllungZ- baue» unversucht zu lassen, hatte der Staatskommissar sür das Woh- nungSwcsen, Scheidt, vor kurzem eine Reihe von Sachverstand:- gen der Tonindustrie sowie Vertreter deS Ziegeleigewerbes zu einer Aussprache eingeladen, in der die übereinstimmenids Ansicht der Fachleute dahin ging, daß, die Verwendung geeigneter Lehmarten vorausgesetzt, der ungebrannte Ziegel sür den ländlichen Klcinhaus- bau ein einwandfreies Material darstelle. Auf dem Lande empfiehlt sich daher, in der Nähe der Baustelle, wo geeignete Lehmlager vor- Händen sind, die erforderlichen Hecstellungsgclegcnhciten einzu- richten und solche ungebrannten Lehmziegel anzufertigen, die nach vier- bis sechswöchenilicher Trocknung an der Luft zum Bauen ver- wendbar sind und sich auch zum Verputz eignen. Für 159 999 M. imprägnierte Kunstseide erbeuteten Einbrecher in der vergangenen Nacht in der Damenkonfektion von Wildt u. Boll in der Schützenstraße 15/17. Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen haben sie sich in dem Hause einschließen lassen und sind dann nach dem Einbruch in die Geschäftsräume de» zweiten Stocks mit der Beute durch einen Hinterausgang verschwunden. Auf die Wiedcrbeschaffung dcS gestohlenen.Gutes ist eine Belohnui g von 19 Proz. ausgesetzt. Zu dem geplanten Generalstreik in Spanbau wird von den Arbeiterräten mitgeteilt, daß von keiner Seite ein Beschluß vorliegt, den Gencralstrcil am Mittwoch in Spandau begiirncn zu lassen. Vielmehr habe man durch Verhandlungen mit dem Kohlen kommissar eine zureichende Belieferung von Kohle für die Staatswcrkstätten erzielt und dadurch möglich gemacht, daß die bisher eingeschränkten Arbeiten in�allen Fabriken am Montagmorgen wieder voll auf- genommen werden können. • Im Gegensatz hierzu werden heute die Forderungen der am 27. Februar stattgesundcnen Konferenz aller Smatsbetricbe Span- daus, in welcher ein Aktionsausschuß(Streikausschuß) gewählt wurde, deröffentlicht. Diese Forderungen lauten: 1. Schaffung von Einheitslöhnen. 2. Konsislation aller dynastischer Vermögen und Einkünfte für die Allgemeinheit. 3. Anullierung der Staat?- und anderen ösjenilichen Schulden, sowie sämtlicher Kr>egsa»>leih:n liS zu einer vom Zentralrat festzusetzenden Höhe. 4. Enteignung all« Banken, Bergwerke, Hütten, sowie aller Großbetriebe in Industrie und Handel. 5. Konfiskation aller Vermögen von einer bestimmien Höhe an. 6. Beseitigung aller Parlamente und Gemeinderäte und Uebernahme ihrer Funktion durch die A.- und S.-Räte. 7. Einum Krieg«, die beiden Hohenzollern, Ludendorf, Hin- ldenbuvg und Terpitz, sowie die Verräter an der Revolution� Eberl, Scheide mann und Nhske, abzuurteilen sind. 8. Wahl von Be- triebsräten in allen Betrieben, die im Einvernehmen mit den A.-Räten die inneren Angelegenheiten der Betriebe zu ordnen, die Arbeitsverhältnisse'zu regeln, die Produktion zu kontrollieren und schließlich die Betriebsleitung zu übernehmen haben. 9. Frei- lassung der politischen Gefangenen. � Dieser Antrag ist der Vollversammlung der A.-Räte Groß- Berlins zur KerrntniS zu bringen und die Großbetriebe Berlins sind durch denselben aufzufordern, sich diesen Forderungen anzu- schließen und eventuell gemeinsam in den Generalstreik zu treten. Ein dreister Straßenraub ist am hellen Tage In Friedenau ver- übt worden. AIS das bei einer Familie am Friedrich-Wilhelm- Platz 9 in Stellung befindliche Fräulein Frida Haupt gegen%5 Uhr nachmittags die Kirchstraße passierte, traten ihr in der Nähe der Nheinstraße plötzlich zwei Soldaten und ein« ftrau entgegen. Die beiden Soldaten packten die H. und hielten sie fest, während die Frau von dem jungen Mädchen die Herausgabe der Schuhe verlangte. Die H. leistete in ihrer Angst der Aufforderung auch Folge und erhielt von der Frau ein paar ganz schlechte Schuhe, die sie anziehen mnßte, um nicht auf Strümpfen bei dem feuchten Wetter noch Hause gehen zu müssen. Die Räuber enrsennten sich dann schleunigst und entkamen auch ungehindert, da die völlig verstörte Ueberfallene vor Schreck nicht um Hilfe zu nlfen vermochte. DaS Ergebnis der Neuwahl zum BollzngSrat ist folgendes: Die Lifte der BiehrheitSsozialisten erhielt 272 Stimmen, die der Unathängigen 895, d:e der Demokraten 99 und die der Kommu- nisten 95 Stimmen. Danach entfallen auf die beiden scgialisti» schen Parteien j« sechs, auf die Demokraten und Kommunisten je zwei Sitze im Vollzuigsrctt. Von den MehrhettSsozialisten sind painit wiedergewählt Paul Neu«, Otto Frank, Franz Büchel, Fritz Brokat, neu gewählt: Erwin Barth und Fritz Kano. Von den Unabhängigen gehören wieder Richard Müller, Däumig und Lade- bour dem VollzugSrat an. Di« Demokraten entsenden wieder Lehrer Flügel und Oberpostschaffner Rother in den Vollzugs rat und die Kommunisten WeiShett und Hecke ziehen nou in diese Körperschaft ein. Wo komme« die Lebensmittel her? Aus dem Abgeord» netenhaus« wird uns mitgeteibt, daß dort die U n a b h ä n g i- gen von der Küche die Verpflegung sür die Mitglieder des in der nächsten Woche dort tagenden Parteitags der U. S. Sß. Lebensmittel ohne Karten verlangten. Als ihnen erklärt wurde, daß die Küchenverwaltuny nicht wisse, wo sie da» Essen hernehmen sollte, ließen die Unabhängigen mehrere Wagen mit Lebensmitteln aller Art anfahren, die im, Algeordnewhause ab- geladen und verstaut worden sind. ES dürste immerhin interessant sein, zu erfahren, auf Grund welch guter Beziehungen sich die Unabhängigen eine solche Menge von Lebensmitteln verschaffen konnten. Spandan. Die Stadwerordnetenwahlen finden morgen von 9 bis 8 Uhr statt. Alle Genossinnen und Genossen sowie Partei» freunde fordern wir dringend auf, sich am Wahltage zur Mit- arbeit zur Verfügung zu stellen. DaS Zentralwahlbureau befindet sich bei Steinmetz, Bismarckstr. 8. Alle diejenigen Parteifreunde, welche zur Mitarbeit noch nicht eingeteilt sind, wollen sich am Sonntag vormittag. 8 Uhr. im Zentralwahlbureau melden. Unsere Lifte beginnt mit dem Namen Emil Stahl und wird nur ein Stimmzettel mit diesem Namen bei der Wahl abgeyeben, der für all« anderen Kandidaten unserer Partei Gültigkeit hat. Alle Kräfte müssen angespannt, besonders muß eifrig Agitation für.unsere Liste in allen Betrieben getrieben werden. Genossen! Sorgt dafür, daß der reaktionäre Kommu nalfxei- sinn ein« empfindliche Schlappe bekommt, rüttelt alle Saumseligen auf, tretet ein für di« Wahl der Liste Emil Stahl. Groß-Serliner parteinachrichten. Lankwitz. Heute,'/ß Uhr, in der gesthalle. DillgeSstr., Versammlung aller Wähler und Wählerinnen. Morgen Gemetndevertreterwabl._ Dcroniwortlich flit Politik Artur zickler, Sliarlottenburg. fllr den Nbrlqcn Teil de» Z-Iatre» Mirrd e»»l«. Neukölln: für«»»eigen Theodor«loike.■ferlm. Verlag: Borwärts-Verlag W. m b. H.. Berlin. Druck vorwSrls-Buadruckeret und Verlags imIWU Paul Singer u. llo. tu Lerlta. Sindeallrab« S. saasv Nervöse Schlatlosigkeit g wird behoben durch (Ext;. Valerian cps.) nnr aus Pflanzenstoffen bereitet Preis 4 M.______ GeneralilfpQt; Bolienzullern-ÄpolMe, Berlin W 10 Viim�nnnimin 1 SO- Königi'-Außusta-StraBe Z.'.-"releph.: Lü.zow 133. �„71' Preiswefte MZs Küciiens und iZImmermöbell In bester Aasführung und vorzügl. Anstrich Sofort lieferbar. jFlugzeugmeistereif Adlershof 1 Musterlagcr; Berlin S.42 I Riricrstraße 2S. hachölkt! schwarzes Nuhbaum. pleito ISZO�-, schwer eichene» !!! Geld!!! für jede Wertsache kaussprrise für HSchslr An- üfandlchklse. Srlllantrn. Golbgegemiffübe, Eüpuichc, Bücher usw. 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