Ur.l14.Z«.Z Der Spartakusb'md handelt auch über die Köpfe der Ar- erste Spalte des Blattes beginnt mit der— offenbar versehentlich bester hinweg. In se.nem Massenstreikaufruf heißt es:„Das stehengelassenen Zeile: j Proletariat soll der Herr sein!" Und in den sieben Streik- Der Berliner„Vorwärts", das Hauptorgan der deutschen forderungen, die den Arbeitern in diktatorischem Ton auf- Sozial-: gezwungen werden—„Folgendes sind Eure Forderungen!" Dmm ist die ganze Spalte bis zum Schluß ein einz gies�— sagt Punkt t, der von den Betriebsräten handelt: Insbesondere ist es schon jetzt deren Aufgabe, über Stillegung und Wiederinbetriebsetzung zu entscheiden. Der Spartakusbund läßt aber weder die Arbeiter in ge- heimer Abstimmung, noch auch die Arbeiterräte der Betriebe blendendes Weih, alles Folgende hat die spartakistische Zensur gestrichen. Was waren das wohl für Mitteilungen aus dem„Vorwärts". deren Wiedergabe die bayerischen Diktatoren mit allen Mitteln brutaler Preßknebelung verhinderten. Am 24 und 26. Februar, �er' dil'Ä'illegung"entscheiden" sondern"er" kommandiert brachten wir unsere Enthüllungen über die Mordtat 2 1 n d- 1 einfach' ner? und seiner Komplizen und Beschützer. Ganz offenbar wollte j � Me ruhen! Bleibt vorlaufig in den Betrieben, das bayernche Blatt Oiese T a t fache n seinen Lesern mitteilen. � Euch die Betriebe nicht entwunden werden. Versammelt Das verhindert die regierende Morderbande in ihrer Angst vor � � Betrieben! der Wahchcit, indem sie den Artikel durch die Zensur nnctrdrückt!;...,, �- Nun mag sich die„Rote Falme" entrüsten. Sie muß es doch � In dem rem proletvrilchen und sehr rcvolustonaren aus(bercchtigkeitsgründen tun, denn sie verhindert doch Spandau, dem Hauptsitz der neuen Massenstreikpropaganda, n i« m a n d. alle Tage hier in Berlin in voller Freiheit angebliche, haben gestern nach allgemeinem, gleichem direktem und ge- Mörder zu bezeichnen und die schwersten Anklagen zu erheben!, heimem Wahlreckst die Gemeindewahlen stattgefunden..�ie Aber unter spartakistischer Herrschaft wird Presse beseitigt, Anklage zu erheben! soaar das Recht der versthärste Streiklage in Leipzig. Wachsen der LsbenSmittelnot.— Fortsetzung des Streiks beschlossen. Leipzig, 3. März.(Eigener Drahbbericht des„VovwärtS".) Die Streiklage in Leipzig hat sich verschärft. Durch Anschlag an den Plakatsäulen wurde verboten, von abends 9 bis morgens 5 Nhr die Straße zu betreten. Als Grund der Moßnahme wird die Abergaben �pir die Mehrhcitssozialisten rund tausend Stimmen mehr akD für die Unabhängigen, die auch dort nur eine Minderheit der Bevölkerung vertreten. Der Spartakusbund selbst beteiligt sich nicht an den Wahlen. Er weiß genau, eine Auszählung würde aller Welt zeigen, wie klein seine über- zeugte Anhängerschaft ist. Vorn einer solchen öffentlich bloß- gestellten Minderheit sich weiter terrorisieren zu lassen, könn- ten die Arbeiter vielleicht ablehnen. Das eigentliche Ziel des von Spartakus proklamierten Massenstreiks ist:„Nieder mit der Regierung Ebert-Scheide- , mann! Nieder mit der Nationalversammlung!" Die Mit- WWWWWHW,.....! glieder der Nationalversammlung sind die in freiesten Wahlen ficht gngcgeben, Ausschreitungen und Plünderungen zu ver� s c l b st g c w ä h l t c n Führer des Volkes, und aus meiden. Solche Plünderungen haben sich in ihren Anfangen bereits � ihrer' Mitte ist die Regicrung-Ebert-Scheidemann hcrvorge- am hellen Tage bemerkbar.gemacht, wurden ledoch von der Sicher- g�gen. Tnraus folgt natürlich nicht, daß jedermann mit heitskonrpagnie auf telephonischen Anruf verhindert. Meldungen..... über die Berhängung des Belagerungsz>ustandeö und des Standrechts sind übertrieben. Handel und Verkehr ruhen. General- und Bürgerstreik ergänzen sich einander. Auch heute, Montag, bleibt allein, was die Nationalversammlung und die Regierung tut, einverstanden sein muß. Jede Kritik, auch die allerschärfste, ist erlaubt, und wenn dein Volk seine Führer nicht passen, kau» sie in kürzester wieder davonjagen. Schon alles außer Betrieb. Dte Nahrung-mittelnot st e i g t, I Monaten wird die Neuwahl statfinden. Hier bietet der Amtshauptmann des Bezirks Leipzig Land, der die ErnähvungS- c::~--- �.... �— r..;,. mittclkartenausgabe einstellen ließ, wurde am Sonnabend Mif einige Stunden festgesetzt, bis daß er Remedur zusagte. Dem Oberbürgermeister dckr Stadt Leipzig wurde bedeutet, daß bei wci» terem Ausbleiben der Kriegs- umd ErwerbSlosenunterftützung die Auszahlung durch den Arbeiter- und Soldalcnrat bozw. die Slreik- leitung erfolgen werde, das erforderliche Geld werde man sich zu verschaffen wissen. Ebenso soll bei Fortdauer der Betriebsein» ftellung in der Mehlverteilungsstelle die Verteilung durch die Streikleitung erfolgen. Dies« Drohungen wurden durch verftänd- liche Hinweife, wie Festsetzung des Oberbürgermeisters, unterstützt. In den städtischen Kartenausgabestellen soll denn auch heute der Betrieb wenigstens zum Teil wieder aufgenommen werden, soweit sich dazu die erforderliche Beamtenschaft bereit erklärt. An eine gütliche Beilegung des Streiks ist in absehbarer Zeit nicht zn denken. An den Unfinn des General- und Bürgerstreits werden sich voraussichtlich viele ernsthafte wirtschaftliche Kämpfe anschließen. So haben die M e t a l l i n d u st r i e l l e n und die Holzindustriellen beschlossen, daß, wer nicht bis zu einem bestimmten Tage, zum Teil schon bis heut«, Montag, in die Betriebe zurückgekehrt sei. ausgesperrt bleibt. Dabei dau„.t der Streik auch in den Gas- und Elektri« zitätswerken fort, so daß rs an Licht und Kraft, für Privat- anlagen auch an Kohle fehlt. In einer gemeinsamen Versamm- lung de? Arbeiter- und Soldatenrats mit dsn Betriebsräten wurde gestern die Fortsetzung de« Streik» beschlossen. Für die Spartakisten und Kommunisten ist der Streik, insbesondere auch infolge des bekanntgewordenen Einrücken» der RegierungStruppen in Hall« zü einer Frag« de» Prestiges geworden. Sie rüsten zu Abwehr maßregeln. Auf allen Landstraßen sind Wachen und Posten, zum Teil auch Zivil,»der mit Waffen und scharfer Munition ausgerüstet, aufgestellt, sich für die Opposition die r e ch t in ä ß i g e Gelegenheit, durch die Macht des Volkes selbst die Regierung zu entfernen. Wenn gar gesagt wird, bis dabin verginge zu viel kost- bare Zeit, so ist das kein Argument. Ich darf meinen Geg- ner. weil mir der Prozeß gegen ihn zu lange dauert, nicht einfach über den Haufen schießen. Aber immerhin— schon in diesem Monat tritt der zweite allgemeine Kon- greß der A.- u. S.-Räte ganz Deutschlands zusammen, der bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge ein kräftiges Wort mitzusprechen haben wird. Zweifellos hat er in weit höherem Maße das Recht, die ganze Arbeiterschaft auf den Plan zu rufen, als etwa der Spartakusbund. Aber auch der A.- u. S.-Kongreß soll vor vollendete Tatsachen gestellt werden, noch vor seinem Zusammentritt in drei Wochen soll alles so fertig sein, wie es der Spartakusbund haben will, soll die deutsche Arbeiterklasse bolschewistisch regiert werden, gegen ihren wiederholt geäußerten erdrückenden Mehrheitswillen. Wir haben im November eine Revolution gehabt, in der die volle Demokratie hergestellt wurde. Die Märzrevolution, die der Spartakusbund unter der Parole„Nieder mit der Nationalversammlung" in? Werk setzen will, kann nur eine „Revolution" g e g e n die Demokratie sein, also eine in ihrem Kern rückständige, reaktionäre Bewegung, eine Konter- revolntion. Die schwarz-weiße militaristische und kapita- listische Gegenrevolution kann hohnlachend zusehen, wie Spartakus ihre Geschäfte besorgt. Märzrevolution! Im Jahre 1848 wurde in Berlin und Wien für das gleiche politische Recht aller gekämpft, die eine deutsche Republik war ein unerreichbarer Traum, die aus freiem Wahlrecht gewählte NatiOnalyersammliing aller deut- scheu Stämme war das höchste Ziel der Wünsche. Heute haben wir die Republik, das gleiche Recht aller— und heute schreien Arbeiter:„Nieder mit der Nationalversammlung'!" wie es 1848 die Konterrevolutionäre schrien. Diese Arbeiter sind selber, ohne es zu wissen, konterrevolutionär. Ich der Massenstreik gegen die Nationalversammlung, das Toben gegen das gleiche Wahlrecht, die Sprengung des bayerischen Landtags, das Wüten gegen die Pretzfreiheit— das alles ist der furchtbarste Verrat an der Ar- beiterklasse. Was hat die Arbeiterbewegung groß ge- macht? Das war doch vor allem das lautere Streben nach Gerechtigkeit und Freiheit, es begeisterte die Massen, riß Schwankende mit sich fort und entwaffnete selbst die Gegner. Wird dieses Ideal heute verraten, verhöhnt, be- sudelt und in den Schmutz getreten, so stirbt mit ihm das beste an der Arbeiterbewegung, ihr eigentliches Lebcnselement. Daß die Gegner von links, einschließlich der Unabbän- gigen. mit einer Flut von Gegenvorwürfen antworten werden, ist selbstverständlich. Aber eines steht fest: Was wir an trau- rigen Vorgängen erlebt haben, darunter Dingen, die wir selbst verurteilen, das alles ist erst dadurch möglich geworden, daß die erste große Errungenschaft der Novemberrevolution, die politische Freiheit des Volkes, von links her an- getastet worden ist. Dadurch sind die Ströme entfesselt wor- den, die nun auf einander losprallen, ist der Bürgerkrieg entstanden, den keiner in Glacehandschuhen führen kann, auch Spartakus nicht! Der politische Masienstreik des Spartakusbundes ist ein politischer Massenstreik gegen die Demokratie, für die die sozialistische Arbeiterbewegung seit fünfzig Jahren gekämpft hat, er ist ein Massenstreik gegen die Politik der Arbeiterklasse selbst, er droht in einer Atmosphäre, die mit Elektrizität überladen ist, neue Entladungen hervor- zurufen. Es ist moralische Pflicht der Massen, dem Terror die Stirne zu bieten und mit Ruhe und Festigkeit auf dem Weg einer freiheitlichen Ordnung zu verharren. Das ganze Volk aber muß zeigen, daß es noch Mark genug in den Knochen hat, um seine s e l b st gewählten Führer zu schützen. Gelänge nicht einmal das, dann freilich iväre Matthäi am letzten I Die Regierung zu stürzen hat nie- wand das Recht als das ganze Volk selbst! Die Na- tionalversammlung durch eine andere Vertretung zu ersetzen, k?at niemand das Recht als daS ganze Volk selbst! Volk, schütze dein Recht! Zur Lage. Mitteldeutschland und Berlin. In Düsseldorf und im Rhein- und Ruhrgelbiet vollziehen sich die Dinge in ruhiger Entwicklung. In Erfurt und Eisenach ist alles ruhig In Halle ist die Lage wie am Sonnabend. Gewisse innere Teile der Stadt sind noch im Besitz der Aufständischen. Die Stadtverordnetenwahlen sind am Sonntag ungestört vor sich ge- gangen. Es sind gestern Plünderungen und Brand- st i f t u n g e n kleineren Um fang es vorgekommen. In Weimar sind Vertreter aus Halle eingetroffen, um zu verhandeln. Sie stellen die alte Bedingung: zunächst Abzug der Regierungstruppen. Diese Forderung wird als taktischer Trick abgelehnt. Man will offenbar hinhalten, bis die Ereignisse in Berlin und anderswo zu über- blicken sind. Es wird uns auf das bestimmteste versichert, daß jede , Möglichkeit besteht, die Ausbreitung von Unruhen in Berlin zu veHindern. In mehreren Fällen ließ sich der Einfluß russischen Geldes und russischer Agitation feststellen. Parteitag öer Unabhängigen. In der heut« vormittag fortgesetzten Diskussion über Organisationsfragen trat eine lebhaste Meinrmgsver- schiefoenheit über die Jugendbewegung hervor. Die Richtung, die sich seinerzsit von der proletarischen Jugendbewegung«ach links abgesplittert hat, ist den Unabhängigen entglitten. Sie segelt mit- samt ihrem Organ„Die junge Garde" im kommunistischen Fahr- wasser. Nun wollen auch die Unabhängigen eine mit ihnG» gehende Jugendbewegung schaffen. Dahin zielt ein dem Parteitag vor- Chdftus. pasiwnsspie! von Georg Zuchs. (P a l a st t h e a t e r.) Die Auffüh-rung dieses PassionSspielS, dessen Verfasser, ein bekannter Münchener Bühnenreformer und Schriftsteller, sich aufs engste an die evangelischen Berichte anschließt, war mehr als nur ein literarhistorisches Experiment. Sie brachte eS zu einem selbst- ständigen, starken und reinen Eindruck, der sich trotz der vierein- halb Stunden währenden Vorstellungsdauer bis zu dem letzten Bild lebendig hielt. DeS Verfassers Zurücktreten hinter die erhaben« und rührende Legende, der, fast auf jede ppsitive eigen« Zutat der. sichtend, nur die jedem verkrauten Züge zu einer szenisch zu. sammenhängenden, in einige wenige große Akte sich gliedernden Folge zusammensaßt, zeugt eben so vom künstlerischen Takt wie dem sachlichen Ernst, mit tem er an die Größe der Aufgabe heran- trat. Dabei konzentriert sich sehr anerkennenswert das Bemühen daraus, unbeschadet des von der Tradition um die Gestalt Jesu gewobenen Wunderworks, jn erster Reihe den Menschen selbst und seine hohe Ueberzeugung von der aus Gott entstammenden und zur Vergöttlichung bestimmten Wesensart des menschlichen Geschlechts lebendig darzustellen. Um hierfür Raum zu gewinnen, verzichtet er, was in dem alten Passionsspielen den Lieblingsgegenstand der Dichter bildete, aus eine Wiedergabe der an Jesu Geburt sich knüpfenden Erzählungen. DaS Drama fetzt gleich mit einer Schilderung von Jesu Wirken und Predigt in einer bunibewegten Massenszene vor dem Tempel ein. DaS Volk, daS draußen vor dem Tore wartet, teilt sich in gegnerische Gruppen: in die der �'äubigen Stammesgenosien, die in den Wundern Jesu ein Zeichen sehen, daß er der verheißene Messias sei, und die Partei der alten autoritären Mächte, �>ie sein« Verkündigungen als Grüßenwahn eines wider jede Satzung sinn- los anstürmenden Phantasten verhöhnen. Es sind die Pharisäer, denen sich die Legioyäve des weltbcherrsehenden RömcrreichS zuge- sellen. Die vom Direktor des PalasttheaterS von Friedmann- F r e d e r i ch geleitete Inszenierung hatte die enormen Schwierig- leiten, die die Bewegung großer leidenschaftlich erregter Massen aus der Bühne macht, mit unerwartet glücklichem Gelingen über- wunden. Es herrschte eine Lebendigkeit des Aus und'Ab, ein malerischer Fluh der Linien, der vilfach an Reinhardtsche Dar. bietungen erinnerte. Gediegen stilvoll wirkten die dekorativen Hintergründe, für die Paul Leni die Entwürfe beigesteuert. Jn Wüllner besaß man einen kaum zu übertreffenden Sprecher für die Chriswsfigur, dessen Organ warm sympathische Eindring- lichkeit mit wunderbar anhaltender Kraft vereinigt. Am Schluß der langen Stunden, in denen er, immer nur von kurzen Gegen- roden abgelöst, beschwörend leidenschaftlich hatte sprechen müssen, war der Stimme noch nicht die leiseste Ermüdung anzumerken. An die Tempelszene,>die von Jesu sanfter Verkündung seiner Liebesbo tschaft zum flammenden EmpörungsauSbruch wider die Phlrisäor pramatich aufsteigt, schließt{ich die Erweckung des liegender Antrag, gegen den sich Schülern- Hannober wandte. Er erklärte es für verfehlt, noch eine o ritte Bewegung der arbsi- tendcn Jugend zu schaffen. Daß sich„Die stinge Garde" und die hinter ihr stehende Jugend zu kommunistischen Grundsätzen be- kennen, brauchten die Unabhängigen nicht bedauern, denn das Pro- letariat solle doch aus linksrcvdikaler Grundlage geeinigt werden. Gottscholk-Königsberg, einer der Antragsteller, betonte/ die Jugend dürfe nicht Sin festig im kommunistischen Sinne beeinflußt werden. Brasi-Remsrhcid ist derselben Meinung. Neumann-Adlershof sagte, die Leute, welche„Die junge Garde" redigieren, kennen die Psyche der Jugend nicht. Das Blatt sei nicht dem Verständnis der Jugend angepaßt, fondern für Leute mit politischem Verständnis ge- schrieben. Man solle nicht große politische Fragen vor der Jugend erörtern und ihr unerreichbare Ziele zeigen. Wenn die Jugend nach radikalen Methoden bearbeitet werde, müßten die Erwachsenen die Zeche für solche Fehler bezahlen. Ein Blatt für die Jugend müßte so redigiert lverden wie„Die Arbeiterjugend" vor zehn Jahren.— Weise-Berlin machte der Parteileitung den Vorwurf, sie habe am I. November der Situation kopflos gegenübergestanden, denn sonst hätte kern Unabhängiger in die Regierung mit Mehrhoitssozialisten eintreten können.— Luise Zietz sagt« dagegen, die Unabhängi- gen hätten in der Regierung mehr erreichen können, wenn die Genossen hinter ihnen ge- standen hätten in dem Bestreben, die Rechtssozialisten vor- wärtS zu treiben. Uebcr die Tätigkeit der Unabhängigen in der Rc- giernng werde Tittmann eine Denkschrift herausgeben, die zeigen werde, wie reaktionär die R e ch t s s o z i a l i st e n gear- beitet haben. Als die Rednerin mit der Versicherung schloß, die Parteileitung werde auch ferner die Ziele der Partei hochhalten, rief ein Delegierter: Di« Worte sind ganz schön, aber Taten wollen wir sehen. Dittmanik sagte in seinem Schlußwort, die Parteileitung sei durch die Dummheiten der Berliner so stark .in Anspruch genommen, bast ihre Tätigkeit im Reich dadurch stark > gehemmt worden sei. Redner rechtfertigte den Eintritt'der Unabhängigen in die Regie- rung. Man soll ihnen nicht immer das Beispiel Karl L'eb- k n c ch t s vorhalten. Dieser sei doch auch bereit gewesen, unter bestimmten Voraussetzungen mit den Mehr- heitssozialisten zusammen an der Regierung teilzunehmen-. Liebknecht sei auch sonst in manchen Punkten anderer Meinung gewesen wie die Parteigenossen, die auf polittschc Abstinenz hinauswollen. Wenn unsere Genossen auf dem Mätekongreß im Dezember nicht eine verfehlte Abltinenzyolitik getrieben und de« Eintritt in den Zentralrot abgelehnt hätten, dann würden am 28. Dezember nicht die Unabhängigen, fondern die Mehrbeitssozialistcn aus der Regie- rung ausgetreten sein. Die Nichtbeteiligung am Zcntralrat war der schwerste politische Fehler, den unsere Parteigenossen gemacht haben. Anstatt uns in der Regierung zu unterstützen, haben uns die Genossen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ohne diese Dummheiten würden wir die Regierungsgewalt bekommen und dann schließlich die Oberste HeereS- leitnng und den ganzen alten Militarismus beseitigt haben. Adolf Hoffmann wandte sich in einer persönlichen Be- merk n ng gegen Dittmann, der nach der Metbode Scheide- mannS fein Schlußwort zu Angriffen ails die Berliner benutzt habe. So mach« man es. wenn man wiedergewählt werden wolle. Nicht die Berliner haben Dummheilen gemacht, sondern Pe hatten die Dummheiten der Zentralleitung, besonders DittmannS, gut zu machen. Dittmann habe gegen den Januar- streik gewirkt, er sei für gemeinsame Wahllisten mit den Rechts soziali st en eingetreten. Das seien große Dummheiten.. Dittmann bemerkte demgegenüber, er bleibe bei seiner Meinung. Jn Berlin seien die Verhältnisse so zerfnhren wie nirgends. ToS sei schon früher in der alten Parteiorganisation so gewesen. Ein st immig wurde beschlossen, daß kein Mit- glied der Unabhängigen der Organisation einer anderen politischen Partei angehören darf.— Der Monatsbeitrag wurde für männliche Mitglieder auf 60 Pf., für weib- liche auf 40 Pf. festgesetzt, dock wird erwartet, daß alle wirtschaftlich bessergestellten Bezirke einen höheren Beikrag erheben.— Für die Provaganda unter der Jugend soll die Parteileitung eine Kam- miffion einsetzen, auch wurde die Herausgabe einer Jugendzeitung beschlossen.— Damit ist der bisher behandelte Punkt der Tages- ordnung erledigt. Haase teilt mit: Nach einer ihm soeben zugegangenen Mel- dung sei der Präsident der Republik Oldenburg, Kuhnt. am 28. Fe- bruar nachts 3 Uhr, als er aus einer Sitzung des Ministeriums kam, verhaftet worden. Angeblich aus Veranlassung von Noske. Lazarus und-die Versuchung aus dem Oelberg. Der zweite Teil des Spiels wird durch die alten italienischen Meistern stimmungS- voll nachgschaffene Szene deS Abendmahls eingeleitet. Es folgt der Verrat des Judas sder einzigen Figur, in deren Zeichnung der Verfasser ein paar modern« Züge eingefügt), Jesu Verurteilung -durch die Pharisäer, die sehr gelungen« Pilätusszene, Golgatha, die Kreuzabnahme und die Erscheinung deS Auferstandenen vor den betenden Jüngern. Unter den zahllosen Figuren traten Ferdinand Bonns Jschariot und Willi Kaisers Pontius Pilatus markan- ter hervor. Mendelsohnsche Chorgcsänge umrahmten feierlich daS ganze Werk. �-dt Kleines Theater: Ein Revolutionär von Villi Speier. Der Titel und die russischen Personennamen des Theaterzettels spannen die Erwartung. Man denkt an eine Dichtung, die den Heldenmut der Männer und Frauen feiert, die im Kämpft wider die fluchwürdige Tyrannei des Zarenregiments zu ungezählten Tausenden gefallen sind oder man denkt auch unter dem Eindruck des stählsrn-straffen erbarmungslosen Terrorismus der russischen Revolution an eine tief schürftnde Charakterstubie, die den Kon- flikten zwischen dem Ideal revolutionär-bumanitärer Menschen- beglücknng und dem im Namen der Freiheit und des Fortschritts wieder zu den blutigen Schreckmitteln des Despotismus greifenden Taktik psychologisch nachgeht. Um so ärger ist die Enttäuschung. Speiers Revolutionär ist ein Abtrünniger, ein Deserteur der Sache. Gewiß, auch Speiers Geschichte eines solchen Abfalls könnte, eindringlich gestaltet, von dichterischem Interesse sein. Es existiert kein Vorgang auf dem Gebiete des Menschlichen, der sich der Wider- spiegelung durch die Kunst entzöge. Wie greift zum Beispiel Phi- lipp Langmanns„Barthel Turaser", das Drama eines Streik- brecherS, ans Herz, wie löst da jeder Zug durch das schlicht über- wiegende Gepräge innerer Nctwendigksit ein Miterleben der Hörer aus! Doch dieser Russe Speiers hat nicht einen Tropfen lebendigen Menschenbluts in den Adern, sein Tun und Leiden geht spurlos ohne Resonanz vorüber. Er ist«in Mensch, der sich von einem aus der Art geschlagenen, den eng brutalen HausfraucnegoismuS mit unausstehlich altklugen Ti roden vovdozierenden Beamtentöchter- chen zum denkbar schimptlwbsten Verrat— kein Mensch weiß recht warum— verleiten läßt. Er gibt die Namen seiner Freunde, die ihn aus seiner Flucht geholftn haben, der russischen Regierung an, in der Rechnung, sich dadurch die Erlaubnis zur Rückkehr in die Heimat zu erkaufen!.Und dabei soll man glauben, daß ein Bursche von solcher kopflos taumelnden moralischen Verblendung und Ver- blödung soeben erst Taten des böchsten Opftrmuts vollbrächt und dadurch«ine Führerstellung im Kreise der Genossen sich erworben hat. Auf diesen und auf ähnliche kraß groteske Widersprüche in den Voraussetzungen baut sich das ganze Stück aus, das in der ten- denziösen Künstlichkeit der Konstruktion und in dem völligen Mangel jeder anschaulichen Plastik an Sternheims neulich ausge- führte Komödie tabula rasa" erinnert. Alles reduziert sich schließ- Kuhnt sei in einem Automobil nach Bremen verschleppt und von dort mit der Bahn nach Berlin transportiert worden. Ferner ist eine Meldung eingegangen, wonach der Vorsitzende des Soldaten- rats in Münster, Gerber, und daS Mitglted der Nationalversammlung, Köhnen, in Halle verhaftet worden sind. Auf Antrag Haases beschließt der Parteitag, wegen dieser Verhaftungen ein Protesttelegramm an die Re- gierung in Weimar zu senden. Auf einen Antrag von Klara Zetkin soll diese A n g e- legenheit in einem Flugblatt behandelt und dasselbe. in Massen verbreitet werden. Klara Zetkin sagre, die Regierung Edert I. habe sich viel mehr mit Blut besudelt wie die Regierung Wilhelm II. Den Schluß der VormittagSsitzung bildete der von Bock- Gotha erstartete Bericht der Kontrollkommission. Das verhalten üer Ententruppen bei Unruhen. Genf, 3.März. sRftldung der„Telegrafen-Kompagnie".) Ein Erlaß des französischen K r i e g s m i n i st e r s an alle Korn- Mandanten der in den besetzten deutschen Gcbi-ten befindlichen Truppen gibt BerhaltungSmaßnahmen beim Ausbruch bolsche- wistischcr Unruhen. Danach sollen die französischen Tcupv.-n jeden Zusammenstoß und jede Berührung mit den deutschen Demonstranten vermeiden. Im Falle des Ausbruchs von Nu- ruhen sind die französischen Truppen sofort zurückzuziehen. Ferner ist den Truppcnkommaudanten jede Verhandlung mit bolschewistischen Führern untersagt, ebenso sind deren An- ordnungen nicht anzuerkennen. Tie englische Heeres- leitnng hat den englischen Truppe« im besetzten Gebiet ähnliche Anordnungen erteilt. Revolutionsgefahr in Italien. Lugano, 3. März.{Meldung der Telcgraphenkompagnte.) Nach römischen Meldungen hat sich«in italienischer M i n i st e r r a t mit dem Anwachsen der revolutionären Bewegung in Italien be- schäftigt und festgestellt, daß die Agitation der Republikaner, Sozia- listen und Anarchisten ständig an Ausdehnung gewinnt. Seitens der Regierung wind die Lage für höchst bedenklich gehalten, da auch auf da? Militär kein Verlaß ist. Man rechnet stark mit der Notwendigkeit ein«r Umformting des Kabinetts, man verhehlt sich allerdings nicht, daß diese Maßnahmen die revolutio- näre Bewegung nicht hemmen kann. Innerhalb d«r revolutionären Parteien bis weit inS Bürgertum hinein wird die Forderung auf Beseitigung der Monarchie und Ausrufung der Repu- blik erhoben. was will Spartakus? Einer Zuschrift des Arbeiterrates von Gelsen- kirchen über die dortigen Unruhen entnehmen wir folgendes: „Auf eine Anfrage eines Mitgliedes der Mehrheitspartei, wie sich die Spartakisten die Umwälzung denken, erklärte der Führer der Spartakisten Schumacher: Wir wollen, daß dir Zustände schlimmer werden wie in Nußland. Die Betriebe sollen b e- triebsunfähig gemacht werden. » Wenn die Bevölkerung halbverhungert ist, dann wollen wir auf den Trümmern neuaufbaucn. Angesichts solcher Aussprüche muß man sich fragen, ob man es mit Wahnsinnigen oder mit Ver- blechern zu tun hat." Wir können dem Arbeiterrat Gelsenkivchen in dieser Auffassung nur beipflichten. Wahlsieg in Kasiel. Kassel, 3. März.(E-gener Drablbericht deS„Vorwärts"). So- zialdemolratie 36 734, Demokraten 19 629. Deiitichnationale Volks- Partei 8830. Christlichnationale 3027. Deutsche Volkspartet 1804. Bodenreform« 1854. Es erhalten Mandate: Sozialdemokratie 37, Demokraten 20, Deutschnationale Voltsparlei 3, Deutsche Volls- parte» 2, Bodeurcformer 1. Die Sozialdemokratie bat von den 72 Mandaten 37 erobert, besitzt also die Mehrheit. Die Unabhängige» haben sich an der Wahl nickt beteiligt. lich ans das Zwergmaß einer dumpfen Verliebtheit und Eifersucht, auch das Verhalten von Alexeis russischer Freundin, die dann im Kreise der Genossen das Todesurteil gegen ihn beantvagt. Die beiden Frauen haben es so eilig, sich in einer letzten Auseinander- setzung um den traurigen Helden zu streiten, daß sie ihn ruhig ziehen lassen, als er davongeht, die lange ausgesparte Kugel aus sich abzudrücken. Auch Abels ausgezeichnete Darstellung, die mit einer Fülle sein' beobachteter Details arbeitet«, konnte«S nicht gelingen, den Schein des Lebens vorzutäuschen. Jn den Beifall, der am Schluß den Autor rief, klang eine vernehmliche Opposition herein. dr. Maüame Sherry. {Theater des Westens). Vor ungefähr anderthalb Jahrzehnten stand„Madame Sherty" allenthalben tn höchster Gunst. Dann wutde sie von. neuere» Ove- retten verdrängt und vcr'chwand gänzlich vom Spielplan. Sehr zu Unrecht, will uns scheinen. Am Sonnabend wurde ihr denn auch eine rauschend fröhliche Auserstedung bereitet und sie hat Anspruch darauf. Benno Jacobsi/Hn verstand sich dow zu gut auf das Ersinnen einer Handlung, in der es eben'o verwickelt als lustig hergebt. Ja, man kann sagen: sie ist dnrckssprübt von kapriziösen Einfällen, die auch noch bis heute ihre Zugkraft bewahrt haben und die in mancherlei ssingeren turzröckigen UnterhaliungSsiücken mit oder ohne Geiang fortleben, Aebnliche? gilt von Hugo Felix' Miist'k. Sie ist ganz Tem- verament und geistreicher Laune voll. Ein würdiger Nachfahre Offen, Sack»s. ein dieiem auch verwandtes paradiesisches Talent ichwing« hier die Pritsche. An dieser Musik läßt sich serner auch so reckt die Verflachnng der nachgeborenen Oveietie«kennen. Die Ausisibrung zeugte von Akkuratesie. Franz Groß, der das Werk in Szene gesetzt, gläntie auch als ungemein komischer Darsteller des nocktwodigeii ohnewadigen Ueberseers Mac Sherry. Mtl ihm als Richte Pepi Zampa: reizvoll in Eiickeinung, Gesang und Spiel. Magda Almo, BroniS Ainoivska. von allem Poldi A u g u st i n als Catherine, zumal in der Rausch- szene, sind nicht zu vergessen. Für eine gute Aufnahme der„Madame Sherry" ist gesorgt. An Publikum und Beifall wird es nicht fehlen. otr. Notizen. — Musik. Dienstag gibt in der Singakademie der M a d r i- galchor des Instituts für Kirchenmusik{Dirigent Prof. Karl Thiel) ein Konzert.— Das Programm des Kammermusikabends deS Klinglerquartetts und Edwin Fischer bringt am 7. März im Beethovensaal Werke von Dvorak, Beethoven und Schubert.— Zwei heitere Abende gibt Robert Kot he im Klind- worth-Scharwenka-Saal am 9. und 10. März. — lieber 4>£ Millionen Bücher sind im Dienste des guten Buch-S seit ihrer ISjächripen segensreichen Tätigkeit durch die Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stifttan� zur Veröffenilichung gc- langt. Ein besonderes Verdienst der Stiftung ist die Unterstützung bedürftige: länldücher DoüSdücheveten mit gutta Büchern. \ Mtlonalversammkung zu Weimar IS- Sitzung. Montag. Z. März, fräh 10 Uhr. Arn Regierung-tisch Dr. Preuß, Erzoerger u. tt. Präsident Dohrenbach eröffnet die Sitzung kurz nach 10� Uhr »n-t einer Begrüßungsansprache für die heimge- kehrten Ostafrikaner, welche die Mitglieder des Hauses v i Ausnahm« der unabhängigen Sozialdemokraten stehend anhören. tl r sagt u. a.: Unserem schiverleiderchen Volke möge das leuchtende Beispiel dieser tapsern Heldenschar beweisen, was fester Zusammen- lang und treu« Brüderlichkeit auch in den schlimmsten Lagen zu leisten vermag. sWiederholter allseitiger, großer Beifall.) Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Be- ratunZ des Jetfassungsentwurfes. Minister Preuß: Von den Rednern der beiden sozialdemokratischen Fraktionen ist eine Verstärkung und Vermehrung der sozialp.liti- schen Bestimmungen des Verfassungsentwurfs gewünscht, und es ist dabei getadelt worden, daß, soweit solche im Entwurf vorhanden icien, sie zu allgemein und unbestimmt gefaßt seien. Zlber die Ver- fassung kann sich auf Einzelheiten nichi einlassen und ihre Aufgabe kann nur sein, die Zuständigkeit de? Rsichs für das, was wir jetzt Sozialisierung nennen, in möglichst weitem Maße festzu- strllen. Dann ist die Stellung des Reichspräside nten kritisiert worden. Von der«inen Seite wurde gesagt, ihm seien zu weitgehende Machthefugniffe beigelegt, von der andern, seine staatsrechtliche Stellung svi noch»licht stark genug. Wenn die Verr roter der ersteren Auisassimg dabei auf die Befugnis deS ReichSprästdenten hinweisen, den Reichstag aufzulösen, ohne an die Zustimmung d«S Bundesrats bzw. ReichSratS gebunden zu fein, so steht diesem unbeschränkten AuflömngS recht ein Korr«- lat gegenüber in dem eventuellen Absetzungsrecht des Reichs- tags ger»enüb»r dem Reichspräsidenten. Andererseits ist getadelt worden, daß der Präsident strafrechtlich und staatSrecht. l: ch nicht genügend hevauSgehoben worden ssi. Wir wollen vom Standpunkt der Demokratie aus die unbedingte Anterwerfung auch des Neichsobcrbaupts unter Recht»lud Yjesetz restlos durchführen. Iin übrigen längt mit der Frage des Präsidenten noch eng-zu- lammen die Frage der Präsidenten— nämlich der Präsidenten der Gliedstaaten. In dieser Frage kann man mit den Herren Rednern der Opposition der Rechten einig gehen, wenn sie eine Ver- stärkung der Reichsmacht verlangen. Beide Herren haben allerdings begonnen mit einem Lobe der früheren Ver- fassung, und darin muß ich ihnen widersprechen. Di« entscheidend« Feuerprobe des Unglücks hat der akte Zustand nicht bestanden ffehr richtig! links), und nicht an glücklichen. Zuständen ist die Kraft einer Verfassung zu bemessen, sondern an dem- was sie im Unglück, im Leid und im Niederbruch hält.(Sehr richtig I links.) Nach dem Zusammenbruch war die alt« Verfassung unhaltbar. Die Redner der Rechten baben ganz richtig darauf hingewiesen, daß die militärische und Verwaltungsmacht Preußens das Alte zu- sammcngehalten hat; es war eine Versicherung der Fürsten auf Gegenseitigkeit. Könnten wir denn, selbst wenn wir wollten, das wiederherstellen? Nein. Also brauchen wir ander« Grundlagen. Dre Sinzig mögliche tragbare Grundlage aber ist die demokratische Selbstbe- snmmung des Volke?. Da? Bekenntnis der Redner von der Rechten zu einer Stärkung de? Reichs ist uns besonders wertvoll Dem Abg. Delbrück- muß ich eigentlich dankbar sein für das Lob meines ersten Entwurt?. Vielleicht sagt man: Freundliche Leichenreden für eine tche Sache Aber warten wir ab Vielleicht find etliche Grundgedanken dieke? ersten Entwurfes ihrer fröhlichen Aufcr- stehi'ng nilb-r als man glaubt. Die Reiichsregierung müßte ja zu- nächst einmal versuchen, in Uebereinstimmung mit den Vertretern der Gliedstaaten zu kommen. An den wichtigsten Punkten ist diese Uchereinstimmung erzielt worden, wie in den organisatorisch wich- tieften Punkten über Reichstag. Reichspräsident und ReiSSregie- rung. An Stelle des Staatenausschusses ist jetzt der ReichZrat getreten. Ich ssbe in dem ReichZrat ohne Staatenhaus das kleinere U.-Lsl.(Seh- richtig!) Große und wichtige Teile der Verfassung sind in voller Uebereinstimmung mit den Glied» staaten ans den Veratungen hervorgegangen. Unbefriedigend ist im wesentlichen nur die Aufrechterhaltung der San d e r- rechte g-ßlieben. Nachdem die Vertretungen der Gliedstaaten ge- zeigt haben, mit welcher B r a v o u r sie jetzt einem nahezu ge- ich lassen en Willen der Nationalversammlung gegenüberstehen, hoffe ich, daß nunmehr eine friedliche und freund- schaftllchs Vereinbarung zu erzielen Oftpreußische Unabhängige für üen Grenz- schuh. Seit»inigen Wochen ist an allen Anschlagsäulen Königsbergs, sowie in allen Blättern Ostpreußens ein Aufruf zur Bildung einer Volkswehr für den Schutz Ostpreußens zu lesen. Er trägt die Unters�riften des ostpreußischen Provinzial- xüiS, deS Zeniralrates der' Ostfront und der Osrprovinzen, der VollzugSräte des 1., 17. und 20. Armeekorps, des ArbeiterrateS Königsberg» und Ostpreußens und deS Soldatenrates Königsberg, ferner des Oberpräsident«! von Batocki, des Generalmajors Hoff- mann und der kommandierenden Generäle v. Eben, v. Below und v. Ebsrhardt. Nun befinden sich unter den Namen der unterzeichneten Pro- vinzial-Arbeiter- und Soldalenräte nicht weniger als !ß Mitglieder der U. S, P. D. Es sind dies Kurschat. Tilsit. Tobberstein-Eydtkuhnen, Mallon-Asch, Kroll-Sauer, Heyde- wann, Sieg. Gottschalk, Linde, Mertins, Weck, Bethke, Hecht, Krentsch und Junghänerl. Also während in ganz Teutschland— und sogar in Königs- lberg selbst— die Unabhängige Presse eine wüste Hetze gegen die Bildung von Freiwilligen-Formationen und gegen den Grenzschutz enifaltet, während in Weimar Herr Haas«, der selbst aus Ost- Preußen stammt, seine FraktionSgenössen und-Genossinnen in Reden und Zwischenrufen geradezu zur Sabotierung des Grenz- fchutzeS auffordern läßt, während sie doS Vorhandensein bolschc- wisnscher oder polnischer Gefahren in den Ostmarken spöttelnd bestreiten— wie z. 53. noch in dieser Woche Herr Henke— und das Ganze als eine reaktionäre militaristische Mache hinstellen, rufen in derselben Zeit die namhaftesten Führer der Unabhängigen Partei in Ostpreußen zur Mldung von Freiwilligen-Formationen auf? Erhöhte Rationen für�rbeiter aufüem Lanöe Das Reicksernährungsamt hat sich nach Mitteilung des Reichsamts für wirtschaftliche Dcmobilmachung bereit er- klärt, im Interesse der Entlastung der Großstädte allen Arbeitern, die in der Landwirtschaft(in Selbst- versorgnngsbetricben) Arbeit annehmen, die gleichen Rationen zuzubilligen, die die Landwirte als Selbstversorger beziehen. Tiefe wichtige Maßregel dürfte auf die Arbeits- losen der Großstädte einen erhöhten Anreiz ausüben, Arbeit auf dem Lande zu suchen und damit eine Entlastung der Großstädte bezüglich der Ernährung herbeizuführen. Sturmszenen kn üe? Vollversammlung öer Groß-Gerltner sfrbeiterräte. Schon geraume Zeit vor Boginn der Sitzung füllte sich der große Saal des GewerkschaftShaufeS. Die Stinrmung ist außer- ordentlich gespannt. Es wird sehr eifrig deilattiert. Man rechnet offenbar mit Beschlüssen weittragendster Bodeuturrz. Die Fraktion der U. S. P. D. hat beschlossen, den Generalstreik mit allen Mitteln zu erzwingen. Um 10 Uhr eröffnet R ich. Müller die Sitzung. Er gibt eine Erklärung ab, nach der der V o l I z u g» r a t e S s ch ä r s st e n S verurteilt, daß nach Schluß der letzten Vollver- sammlung mehrere Kommunisten es versucht habe», eine Fortsetzung der Versammlung zu er- zwingen. Den Bericht da? VollzugSrateS erstattet Neuen dar f. Man habe nach den Verhandlungen mit dem Zeniralrat einsehen müssen, daß es aus technischen Gründen nicht möglich ist, den Reichskongreß bis zum 18. März zusammentreten zu lassen. Es müsse daher be- fürwortet wevden, den Kongreß zum 26. März einzuberufen. Frank erklärt für die S. P. D.-Müglieder des VollzugsvateS und leine Fraktion, daß die baldigste Einberufung deZ Kongresses für notwendig erkannt sei. Es sei aber unsinnig, Dinge zu ver- langen, die sich nicht einwandfrei durchführen lassen. H e r f u r t(Kommunist) protestiert gegen den Anovfff deS Vorsitzenden gegen sein« klein« Fraktion. Die Mehrheit der U. S. P.» Frattwn sei hieran beteiligt gewesen. Der Zeniralrat habe mit dem Rätekongreß nichts mehr zu tun. Er und seine Genossen lehnen jede derartige Zusammenarbeit ab. Der von ihm eingebrachte An- tra�, daß der Vollzugsrat allein im Sinne des Beschlusses der vorherigen Vollversammlung ausführt. Es' geht ein Antrag«in, zum Generalstreik Stellung zn nehmen. Tohen-Reutz erhält als Vertreter des Zeniralrates das Wort. Es erhribt fcch sofort großer Lärm. Man will Ihn nicht zu Worte komm«» lassen. H e r f u r t boantvagt, Cohen da� Wort zu entziehen, da der Zentralrat nichts bei den Räten zir suchen habe. Di« Versammlung beschließt, Cohen das Wort zu er- teile». Die Minderheit erhebt Einspruch und verhindert durch größten Tumult jede Verhandlung. Nach nochmaligem einwand- freieste« MechrheitSteschluß für die Worterteilung beschließen schließlich die Kommunisten und Unabhängigen, die Versammlung während der Rede des Genossen Cohen zu verlassen. Unter großem Lärm geschieht dies schlieichch tKjcfi geraumer Zeit. Cohen-Reuß: Herfurt habe behauptet, daß der Zentralrat sich selbst aliSoeschaltet habe. Ter Zentrlrt bbe dies nich getn, sondern ausdrücklich betont, er werde alle seine Befugnisse weiter ausüben, bis die Rationalversammlung anderweitig verfügt habe. Ter Zen- trlrat sei die Reichsinstitution und nicht der VollzugSrat für Groß- Verlin. Nicht alle Räte im Reiche kümmern sich um die Berliner, die sich z» weitgehende iSefugnisse anmaßen. Die technischen Einzel- heiten und besonders die Neuwahlen lassen den auf 18. März an- gesetzten Termin der Tagung als unausführbar erscheinen. Der Zentralrat habe die Vorschläge, die Kaliski am 27. Februar machte, bereits im Januar scharf befürwortet. Er lder Redner) Hab« iden VolkSbeouftragten die Vorschlüge gemacht, eS fei aber bohnlüchelnd abgewiesen worden, darüber hinweggegangen worden. Die äußerste Linke terrorisiere nicht nur die Tagung, sondern wolle auch alle Räte im Reiche terrorisieren. Wahrheit und Tatsachen werden von ihr verschleiert. Um zu arbeiten, müsse man sich auf den Baden von Talsachen stellen. ES müsse verhindert werden, daß eine über- große Mehrheit ausgeschaltet werde. Alle müssen beim Rätekongreß vertreten sein Tie Einfuhr von Lebensmitteln sei abhängig von ZZe.zahlunz in Gold und Jndustrieprodukten. Tie Waffenstillstands- Politik Erzbergers sei verkehrt und verzögere die Lieferung. Sie wende aber verhindert, wenn die Arbeiter weiter die Produktion unterbinden. Die Einigung der ganzen Arbeiterschaft müsse kom- men und werde kommen. Während der Rede kamen die Kommunisten und Unabhängigen in ddn Saal, störten erheblich und zwangen den Redner, einen Teil seiner Rede zu wiederholen. Malzahn(U. S. P.) und Weiß(Arbeitslosenrat U. S. P.) stellten sich gemeinsam auf den Standpunkt, daß nur der Vollzugs- rat handeln müsse und daß der Zentralrat das Recht verwirkt habe, noch als Vertretung der Räte zu gelten. « Auf der Vollversammlung ist eine größere Anzahl von Deputierten erschienen, die erklärten, daß in den Bctrielie« der Metallindustrie sowie auch von den Arbeitern der Eisenbahn- Werkstätten sich mit übergroßer Mehrzahl für den General- streik erklärt haben. * Der Generalstreik in Berlin. Wie die Tcl.-Komp. vom VollzugSrat der A.- u. S.-Riite Groß. Berlin erfährt, steht der Generalstreik der Arbeiterschaft und des Bürgertums unmittelbar bevor. Von feiten der Unabh. Soz. Partei wird eine Erklärung erfolgen, daß sie sich an dem Generalstreik nn- bedingt beteilige. Industrie und Handel. Die Börse. Die Gerüchte von dem bevorstehenden Ausbruch des Generalstreiks beeinflußten die heutige Börse nachteilig. Sie eröffnete in ausgesprochen matter Haltung. Insbesondere setzten Rü st unzSwerte mit Kursrückgängen von 2 bis ö Proz. ein. Montanwere verzeichneten ebenfalls mehr oder minder starke KurZeinbuhen. Am Markte der Jndustriewerte, deren laufende Kurse notiert werden, konnten sich nur Schiffahrts- a k t i e n gut behaupten. Im weiteren Verlauf konnten Schiffahrts- iverte noch weiter anziehen, während die Ermattung aller übrigen Märkte um sich griff. So wurden auch Auslandswerte, Chemische- und Elektrizitätswerte niedriger notiert, ohne daß eZ bei diesen beiden letzteren Papieren zu größeren Kurs- abzügen kam. Tie Montan- und Rüstungswerte lagen bis zum BrichtSabschluß weiter schwach. Auch die Kriegsanleihen wurden zu niedrigeren Kursen gehandelt. StaAtverorönetenwahsen-Geaebnisie. Oranienburg: Unabhängige 11 Sitze, MehrhcitSsozialisten 7 Sitze, die Demokraten 12, die drei rechtsstehenden Parteien 6 Sitze. Lankwitz: 6 Mehrheitssozialisten, 4 Vertreter des Bürgerblock» und 2 Demokraten. Hohen-Renendorf: Mehrheitssozialisten 863(3 Sitze), Unabh. 221 l'2 Sitze), Demokraten 804( 8 Sitze), löürgerlicher Block 221 (2 Sitze), Beamtenvereinigung 132(2 Sitze). Birkenwerder: MehrheitSsozialisten 477(3 Sitze). Unabh. 888 (2 Sitze), Demokraten 188(1 Sitz), Bürgerliche Parteien 7L2 (6 Sitze). Potsdam. Bürgerliche Parteien kEinheitsliste) 16511(3g Sitze), Eoz 5478 Ü2), Unabhängige 3868(9). Elberfeld. Schwache Beteiligung. Soz. 22. D.-Rat. 14, Zentrum ll, Unabh. 7, Dem- 6, D- VolkSp. 4 Kriegsbeschädigte 2. Bormen. Soz. 20, D.-Rat. 16, Dem. 8. Uuabh. 9, Zentrum 7, D. Voltsp. 1. Bürgerverein 3. Kriegsbeschädigte 2. Renischcid. Soz. 9, Unabh. 21, Spartakus 2, Bürgerliche 25. Bochum. Soz. 24, Zentr. 25, D. Volksp. u. D.-Nat. zus. 13, Dem 3, Polen 2. Mettmann. Bürgerliche 20, Soz. 10. Lennep,«ürgerliche 16, Eoz. iL. GroßGerlln M üz'e �erzteschaft von Groß-öerlia. Der B ü r g e r a u s s ch u ß von Groß-Berlin hat in mehrere« Zeunngcn gegen eine» clwaigen Generalstreit der Zlrbeiterschaft die Bürger der anderen Berufsstände zur Vorbereitung des Gegen- str e i kS ausgerufen. Die unierzeichnete Vereinigung hofft zuversichtlich, daß die poli- tischen Kämpse der nächste» Zeit sich in friedlichen Formen ab- spielen werden.— Sollte aber ein Kampf entbrennen, in dem die Parteien sich mit den Machtmitteln deS Streiks gegenübertreten, so appelliere» wir schon heute an die gejamte Aerzteschaft mit der Bitte, in diesem Kampfe ihre Neutralität als Aerzte zu bewahren und nach wie vor jedem Hilfsbedürf- tlgen— gleichgültig welcher Parteirichtung— ihren ärztlichen Beistand zu gewähren. Auch in dem jetzt beendeten Weltkrieg hat die Gesamtheit der Aerzte>chaft unter dem Zeichen des Roten KrcuzeS die Gesetze reiner Menschjichkrlt bewahrt und gleichmäßig die Leide« von Freund und Feind zu lindern gesucht. Darum laßt uns auch im politische« Kampf der eigne» Volksgenossen dieser unserer»ornchmstrn Pflicht nicht untreu werden! Zudem seien wir Aerzte alS Hygieniker uns bewußt, daß sich mit der Vernachlässigung des einzelne» die BoltS- gcsundhcit im ganzen gefährdet und zu allem Unglück noch doS Heer der Seuchen über Berlin und Deutschland heraufbeschworen wird. Wir fordern deshalb die Aerzte schaff auf, sich als LerufSklaffe bei einem allgemeinen Streit nicht zu beteilige«. Der Vorstand des Sozialdcmakratifche« AerztevereinS. Drucker. Heuser. Kollwitz. Siwmel. Wetzl. Zadck. Bon einem Straßenbahnwagen überfahren und getötet wurde gestern nachmittag die neun Jahre alte Schülerin Helene Borow au» der Cuvrystraße 13 vor dem Haufe Warschauer Straße 43. Die zerstückelte Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schau- hause gebracht. Die Schuldfrage wird noch untersucht. Ein Raubmord in der Provinz beschäftigt die hiesige Krimmal- Polizei. In Klepzig im Kreise Wolitzsch wurde nachts der Wind- mühlenbesitzer Winter durch einen Schutz, der von draußen her durch das Fenster abgegeben wurde, getötet. Während der Mann sterbend zusammenbrach, drangen zwei mit Karabinern bewaffnete Räuber in das Haus ein und zwangen den Sohn des Erschossenen, ihnen alles Geld, da? im Hause war, gegen 600 M. herauszugeben. Die Raubmörder verschwanden dann unerkannt, und man rechnet damit, daß sie sich nach Berlin gewandt haben. Beide sind kaum mittelgroß und trugen braungrüne Joppen und nach hinten her- untrrgeklappte Soldatenmützcn. Auf ihre Ergreifung ist eine Bc- lohnung von 1000 M. ausgesetzt. Eine weibliche Leiche gelandet. Aus dem Teltowkanal in Daumschulenweg wurde heute die Leiche einer unbekannten Frau gelandet. Die Verstorben« ist etwa 30 Jahre alt und 1,60 Meter groß, dunkelblond, Stumpfnase und hat rechts oben eine goldene Plombe. Sie war bekleidet mit schwarzem Jacket, schwarzem Rock, weißer Bluse, schwarzem Unterrock, schwarzen Strümpfen, schwarzen Schnürschuhen und scktearzcn Glacechandschuhen. Die Tote hat schon längere Zeit im Wasser gelegen. Personen, die über die Tote nähere Auskunft geben können, wollen sich im Treptower Rathaus, Zimmer 20, melden. Die Bewafinuiig der Schutzmannschaft konnte bisher noch nicht volliiänwg durcvgeiührl werden. Da ein erheblicher Teil der Pistolen, die den Wochlnieistern am 9. November abgenominen waren, in un- rechte Hände gelangl ist, muß ein Teil der Waldtmeister statt der Pistolen jetzt Karabiner tragen. Jedenfalls ist aucb unter der neuen Regierung die Schlitznlannscbaft keine politi'che Kampitruppe. sondern lediglich eine Truppe, die für Ruhe. Sicherheit und Schutz des Bürgers gegen den Verbrecher zu sorgen hat. Gegen Belohnungen jür WvhuungSvermittlungr«. Die seit längerer Zeil gemachte stbeobachiung, daß rn Inseraten und auch mündlich für die Vermitllung von sreien Wohnungen Belohnungen angeboten bezw. gefordert werden, bat den Tempelho'er Ä.- und S-- Rai veranlaßt, gegen diele Art von WodnungSvermiittung strengstens vorzugehen- Die Einwohnerschaft Tempelhoss wird demgemäß er- luckr, jeden eiinelnen Fall unter Nennung des Namens und der Wohnung des Fordernden bezw. Anbietenden dem A.» u. S.-Rat zu melden.. Eine Sitzung der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung ist durch de» Oberbürgeimeister Dr. Scholz zwecks Einiührung und Verpflichtung der neugewählten Stadtuerordiielen auf den lommenden Mittwoch anberaumt worden. In dieier ersten Sitzung wird eine neue Geschäftsordnung festgesetzt und der Vorstand gewählt werden. Gegen die französische Annexion de» Saargebietes findet Dienstag, den 4. Mörz, abends 7 Uhr, Im Spoi-tpalast eine grobe Protestversammlung statt. E» werden sprechen: StaalSmmisler a. D. Tr. Svdow, UnioersttölSProsessor Dr. Penck.� der Vorfitzende der General- kommisfion der Gewerkschatten Legien, Prälat Dr. Daumgaiten, Ober- bürgeiweistcr DoniinieuS. Dr. Piclstcr, sowie die Abgeordneten deS Saar- reviers in der Deutschen Nationawersammlung. Neukölln. Die volkstümlichen Vorträge tn Reakälln werden für März wieder ausgenommen und zwar efftmalia am Sonnabend, den 8. llllärz� Neuzeitlicher Liederabend der Konzertsängerln Mo.a o. Goetz (SBcrkc von Strauß. Hugo Wols und Reger) unter Mitwirkung von Pros. Mayer-Mabr, welcher sclbnkompontert« Werke vortragen wird. Eintritts- km tcn a l M. und 75 Ps. sind von Montag ab in den durch Säulen- anschlug bekannt gemachlcn Bnchdandlungen und ZettungSspedttionen, lowie im Nolhaus, Znnmer 218b, 8 Tr.. und an der Abendkaffe erhältlich- Weitere Abende finden statt: Am lS. März- Professor Mayer-Mahr; am 14. März, Urban lLichtbridervorlrag); am 18. Mörz, Wtemer(RezitatronS- ndend); am 22. März, Strien- und Liederabend(Elsriede Marherr und P osestor Mayer-Mabr; am 28. März, Projessor Mayer-Mahr. Beginn aller Veranstaltungen 8 Uhr abends._ Groh-Berliuer Lebensmittel. Britz. Aus Berliner Lebensmittelkarte Abschnitt 99 150 Gummi Nährmittel i aus Abschnitt 90 entfallen 600 Gramm Marrne- lade. Porerst werden aber nur 250 Gramm veradsolgt werden. Der Rest wird sofort nach Eingang der Ware verteilt. Am die B r i tz e r Lebensmittelkarte auf Abschnft 87 zwei Dosen Sülze je HauSyall; Abschnitt 38 Sonderzuteilung: sür werdende Müller'1, Pfd. Zwieback, für Kinder und Kranke'/, Psd. Haferflocken; Abschnitt ZV'und gegen Vorlage der Milchkarle sür jedes Kind li, Pfd. Keks. Freihändig gelangen Blut-, Leber« und Schlackwurst(Darm). Sauer- kraut. Tomaten in Essig, Gewürzgurken, Zlltppfische und 1 Psund-Doscn Kuochenbrühextrakt zum Verkauf. tvankow. Von Dienstag ab auf Abschnitt 101 100 Gramm Grieß. Niederschönbanseu. Abschnitt 24(Kinder bis zu zwei Jahren) st. Pfund Haserflocken, 1 Paket Keks, 1 Stück Seife: Abschyill 101 100 Gramm tose Suppen; Sibschnitt 105 400 Gramm Marmelade. Für Kriegsbeschädigte<50 Proz. und darüber) werden von jetzt ab Nährmittel- zulagen outgegebeii. Die ZluSweiStarlen sind im Rathaus, Zimmer 14, in Empfang zu nebmen, und zwar für die LInlangSbuchslaben 91— H am 3. März, I— N 4. März, E— Z 6. März. Militärpag und Rentenbesch-td find mitzubringen- Treptow. 150 Gramm Haferflocken auf Abschnitt 100, 500 Gramm Marmelade aus Abschnitt 104, 100 Gramm Kindergerslenmehi aus Abschnitt 29 sür Lu.,endliche, 4 Pakete Zwieback aus Abschnitt C I und 0 II der Milchkarte jür-Linder im 5. und S. Lebensjahre. 1 Pfund Irische Fische aus?lb- ichniü 20, st, Piund Räucherwaren aus Abschnitt 19 Nummernausrus— nach Eiliireffen der Ware. Dkarkensrei: Dörrweißkohl, Weißkohlsiuierkrant, Ge- würze, Kohlrüben und Mohrrüben. Jugenöveranstaltungea. Wilmersdorf. Für die proletarische Schuljugend von 10 bl« 14 Jahren findet beute iinchnuttag 4 Uhr bei Reuter, Gatleiner Straße 6, ein heiterer Nachmittag(Märchen, Gdichte und Ge- sang) statt. Verantwortlich für Politik Artur gickler, ckharlottenburg, sllr den übrigen Teil de» Vlattes- Altred Scholz, KeutJlln; für Slnjriacn Tbeod»» Glocke, Verlia. Verlag: vorwärtS-verlag(* m b. 4>., Perlin. Druck- BonvürlS-Puckidruckoret lttld LerlagStMfiall Paul Sing« n. So. t» Berit» Sindevstrad«&.___ Mlhaus „ANDERS" am Bahnhof Wedding. Grofiles Baus direkt am Nettelbeck-Platz. Auf Teiizalilung MÖBEL == eigenes Fabrikat.== Spezialität: 1- und 2-Ziminer-£inriclitungeii and einzelne Möbelstücke sowie farbige Küchen-Einrichtungen Riesen-Auswahl Billigste Preise Sehr kulante Bedingungen Kredithaus „ANDERS" Größtes Hans direkt am Nettelbeck• Platz SnliMr SM 18 Pank- und Gerichtsfraßen-Ecke. Parterre, L. fl., DI. und IV. Etage. ¥8* Jresaalior" 0«>t° deutsche Fabrikate..PplffliSSllBI" SIToIlcl/i Erstes Spezialhaus. 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