Nr.ll7.�6.IaIsrs. Se,nqSvret»i «-rwqühn 7F0.A. Itamn 2»MS, sr-itn« hau« ooitru««aftibat Ctnjeiat Ruuiiiih.ii W ütenntfl, Po>U>»«g: iXunatiiä).60 MI. ezO. Zuftellunq». geftflin Um«■itniibanb ißt Deulich- smb a. 0*(lmcid»>UR(iarr.75 SU, Iftt das übrig'«uslan»" 75 Mi bt» ißqlich rmmalign Suiultuna 7 75 Ml. Poltbeuellunaen itebmrn in Dan» Kart Holland Siuietnoura, Srdwedem and die Taxoel, Stngonagen ta du 8ntt-:»timto«-I'tM«(iftt ®«.SanDfatä*erid)nni wocheniügiich ttoeunal-onnmq- enunall Morgen Ansgabe. r«t«atatnni-»dr« I 90- lö I 97. vorwärts-verlag H. m.b. h., Ew. öS, tindenstr. Z. ?�r«ivre«tieet»lntt Mortttvla«. Wr. II7S3— 54, Verhandlungen mit Weimar. Sic tVtradSuwug« lUSte» Bch m«dS?,. Mc p» ruhigen Betrachtung der gegenwärtigen Lage fähig find. Die Vollversammlung der Arbeiter- und Soldotenräte Groß-Berlins hat am Montag den Generalstreik«für Berlin beschlossen. Wir ballen das für einen Fehler. Sie hat aber den svartakistil'chen Antrag, den Streik unter der Parole: .Nieder mit der Nationalversammlung, nieder mit Ebert- Stlierdemann-Noskel" zu führen, mit erdrückender Mehrheit abgelehnt, und das halten wir für vernünftig. Sie hat dann gestern weiter erklärt, der Streik richte sich gegen die Regie- rung nur insofern, als sie den Streikforderungen nicht Rechnung trage. Es soll eine Deputation nach Weimar ge- schickt werden. Auch beim, Januarstreik von 1918 ist die Entsendung einer solchen Deputation beschlossen worden, die Regierung >Hertling-Wallraf hat es aber abgelehnt sie zu empfangen. Wir baden damals diesen blöden Herrn-im-Hause-Stand- Punkt bekämpft, mit dem Erfolg, daß wir als„Landesver- räter" das Zuchthaus mit dem Aermel streiften, aber der Streik, der in seiner verworrenen Enlstehungsart sehr viel Aehnlichkeit mit dem jetzigen hatte, brach ergebnislos zu- sammen. Heute haben wir eine Regierung, die zum großen Teil au» Sozialdemokraten besieht. Darum ist es un- möglich, daß sie sich ebenso verhält wie die Hertling-Regie- rung 1918. und darin ist auch die einzige Hoffnung degründet, daß es diesmal nicht ebenso geht wie damals. Die Deputation wird nach Weimar reisen, und man wird mit ihr verhandeln. Daß ein erhebliche? Teil der Berliner Ardeiterschaft sich beunruhigt und erregt zeigt, ist schon Grund genug, die Sache ernst zu nehmen, ihren Ursachen nachzugelien und für Abhilfe zu sorgen. Nun wird jeder einsichtige Mensch zugchen müssen: Leicht haben es die Arbeiter- und Soldatenräte der Regie- rung nicht gemacht. Wie liegen denn die Dinge? Die Regie- rung hat keine absolute Gewalt, sie kann nicht einfach de- kretieren:„Soundso wird es gemacht l", sondern sie muß alle Gesetzentwürfe der Nationalversammlung vorlegen. Alto muß sie bei jeder Forderung de? Streikenden sich fragen. ob sie auch in der Nationaloersammlung durchgebracht werden kann. Nun kann man ja mich sagen: Wenn die Regierung diese Forderungen nicht durchbringen kann, kann sie einfach z u- rücktreten. TnS kann sie allerdings— aber sind dadurch die Forderungen etwa bewilligt? Das gerade Geaente'l wäre der Fall. Nach dem Rücktritt der Sozialdemokratie wäre nur eine rein bürgerliche Regierung möglich, und die würde die Berliner Forderungen in der Nationalversammlung nicht nur nicht durchsetzen können, sondern auch samt und sonders nicht durchsetzen wollen. Nun kommen einige Brauseköpfe mit gesträubten Mäh- nen und erklären: Wenn die Nationalversammlung nicht will. dann nehmen wir einfach den Kpmpf gegen sie auf und setzen unseren Willen gegen sie durch. Dazu müssen w r von unserem Standpunkt aus erklären, daß die Nationalverfamm- lung vom ganzen Volk in freiester Wahl gewählt ist. damit sie aus freiem Entschluß Gesetze erlassen soll, daß niemand das Recht chot, ihr mit Gewalt Beschlüsse abzuzwingen, daß es nur eine Instanz über sie gibt, d'e Gesamtheit der erwachsenen Volksgenossen, daß nur diese und nicht ein kleiner Teil der Bevölkerung die Beschlüsse der Nationalversammlung ab- ändern kann. Kurzum, wie man die Sache auch drehen und wenden mag. man kommt immer auf dasselbe hinaus. Es muß v e r- handelt werden ui�d es muß für die Verhandlungen e'ne vernünftige Grundlage gefunden werden, man muß ohne Haß und Mißtrauen miteinander verhandeln im Geisie gegen- seiligen Entgegenkommens und man muß sich gemeinsam be- mühen, etwas Gutes für die Arbeiterklasse daraus zu machen. Das Vernünftige, das Notwendige muß ja geschehen, ob nun noch gestreikt wird oder n'cht. Auf dem gestrigen Parteitag der Unobbängigen bat Haase den Streikenden seine Sympathie ausgesprochen. Wir wissen nn» in dieser Sympathie mit ihm einig, aber als gute Freunde hoben wir auch den Mut. den Streikenden zu sagen. daß sie einen Fehler gemacht, haben, indem sie in den Streik traten. Auch von ihrem regTruntsfemMtibeii Standviinkt aus. Denn soviel ist schon klar: Wenn der Streik noch längere Zeit dauert, kann er wohl Kranke und Kinder töten, aber nicht die Regierung stürzen, und dies letztere soll ja nach dem Beschluß der Arbeiter- und Soldatenräte auch gar nicht sein Zweck sein. Was ist also sein Zweck? Innerhalb der Gren- »en des Möglichen»m* de» demokratisch Erlaubten einen Ein- sluß mil die Politik de» Reiches auszuüben. Ist dieter Zweck des Streiks erreicht— und wir haben die feste Zuversicht, daß f er noch im Laufe de? heutigen Tage? erreicht wird—, dann I mag sich die ganze Arbeiterschaft seines Endes freuen. Dann i hat niemand einen Grund, mit dem Ausgang unzufrieden zu ! sein, ausgenommen den randalierenden, plündernden und mordenden Janhagei, dem das Geschäft verdorben wird. Die Zags öes Streiks wurde gestern in einer Versammlung der auf dem Voden der T. P. D. stehenden BelriebsvertrouenSleute und Arbeiteriäle etörlert. Der Referent Buckel fiihrie aus, in einem Teil der Betriebe ruhe allerdings die Ärbeil völlig. Das sei aber daraus zu erklären, daß in den meisten die Enisckeidung über die Frage de»(Aeneralstteiks nickt durck geheime Abstimmung s ertolgt ist. In anderen Beirieben habe die dort vorgenommene geheime Abstimmung da» Ergebnis gehabt, daß eine starke Mehrheit sick gegen den Streik erklärte. Buckel hob heivor. daß die Atbeitmäie der S. P, D. bei dem Sireik für die Erfüllung der von ihnen aufgestelllen Forderungen kämpfen. Sbchi gegen die Regierung ricktel sich ihr Kampf, aber sie wollen die Regierung auf dem von ihnen für richtig gehaltenen Wege vorwärtsdrängen. In de: Diskussion wurde aus den verlchiedensten Betrieben berichtet. Immer wieder erfuhr man. daß die geheime Abstimmung eine Mehrheit gegen den Sireik ergebe» baite. Eine Zusammenstellung au» etwa 80 Betrieben mit geheimer Abstimmung zeig» da» Bild, oaß nur 73»>8 Stnnwe« für und 29 720 Stimmen gegen den Streik abgegeben wurden. In den HennigS» d o rf e i, Betrieben der A. E. G. beeilten sich die Unabhängigen, den Streik noch vor dem Beschluß der Bollversammiiing der Ar beiler« räle beschließen zu lasien. Hinterber verlangte man. daß die An- gestellten in den LohnbureauS weiterarbeiten sollten. Diese ober lebnten eS ab. indem sie sich aus den Generalstreik beriefen. Bei der Koniumgenossrnkchast wird nicht gestreikt Aber ein Vertreter diese» Betriebe» erklärte, daß bei wetterer Ausdehnung de» Streik» wahrscheinlich die Zufuhren ausbleiben würden, so daß dann kein Brot mehr gebacken werden könnte. Neue ging im Schlußwort auf die zuvor gemachte Mitieilung ein, daß man die Nichtstreikenden als.Streikbrecher' hinzustellen versucht. Da» sei, da eS sich um einen politischen Streik hand?lr, durchaus unberechtigt und verdiene d»e scväriste Zurückwelsung. Ueberall. wo die Abstimmung eine M e h r b e i t gegen d'en Streik ergeben hat, solle gearbeitet werden. Streiktagung üer �rbeiterräte Oroß-Derlins Dienstag, 12 Uhr mitiagS. Stühard Müller erstattet den Bericht der Streikleitun». Die Demokraten und Kamninnisten seien auS der Leitung ans- geschieden. ES sei am Moniag beschlossen worden, daß voine Zeitungen erscheinen sollen.(?) Die Streikleitung Habs daher unternommen, ein MliierlnngA'hzti herauszugeben. Ferner seien die Druckereien, die Lebensmittelkarten und Banknoten herstellen. vom Streik auszuschließen. Die zahlreichen Plündereicn und Räubereicu seien von Verbrechern des Sckeunenvieriels verübt, die mit den Streikenden in keinem Zusammenhang stehen. Diese bedauer- sieben Vorkommnisse babeg zur Nerhängung des B-ckageningSzu« standes gerührt. Di? Milchzufubr sei aek'cherl worden. Leider sei die Lebensmittel und Kohlenzufnhr augenblicklich unter, .bunden. Technische Schwierigkeilen gestatten es nicht, diese TranS- porte sofort von anderen Aiiicrn zu trennen.(Was brauchen wir auch Lebensmittel und' Koblen! Red.i Herfurt(Kommunist) behaupiet vorschrtstsmäßig. daß die ersten Unruhen durch Regicrungstruppen hervorgerufen seien. Diese bättsn die Redaktion der„Roten Fabne" erdrockten und olles darin demoliert. Auch hätten sie die Druckerei besetzt, zerstört und d!? t-te.tend lim diese abaesperrt, iWrosser Lärm.) ES wird wegen der am Vortage durch Gäste erfolgten Stö- rung der Sitzung beaMragt, die Galerie zu räumen. Auf Anregung des Vorsitzenden hin wird von dieser Maßnahme abge- sehen, sedoch für den Fall der Wiederholurrg der Borgänge die Räumung angekündiat. Nevmann(ll©. P.): Die Räte müssen uicktidingie Unter- ordnumg unter den gefaßten Streikbeschluß verlangen. Der„Bor- wärtS" bringe ein« Erklärung, die dem zuwiderlaufe, wo» be« schlössen sei und sei auch dem Streikbeschluß entgegen weiter er- schienen, während.Freiheit' und„Rote Falrne' nicht erschienen seien. Der Streikausschuß, der gleichmäßig aus S. P. D.» und II. S. P.-Mtigliedern zusammengesetzt set. habe ein Nachrichten- blatt beschlossen und verbiete die Arbeit in allen sonstigen Zei- iungSbruckereien Die S. P. D. und ihr.Vorwärts" wollen immer die Demokratie, kümmer« sich aber setzt nicht darum. (Wo war die Demokratie beim Streikbeschluß? Red.)— In einer Millionenstadt seien bei einem Genernlstreik »ernrteilenswerte,»uesse nicht»« vermeide». Der Velaaerungs zustand reg« d'« Leute mir auf. Xitit(ß&mvMtmiUU Der Scaeralsteeik eicht« sstch die Keciernng Sbert. Cifetbemanu, Ha»!« und gegen die Partei, dar diese Leute angehi» ren. Di« Kommunisten seien auS der Streikleitung tntSgeschie- den, da sie mrt Au gehörigen der sozialdemokratischen Partei nicht zusammenarbeiten könnten. Seine Fraktion beantrage, daß nur die revolutionäre Presse.Rote Fahne' und .Freiheit' durch erhöhte P a p i« r l i e fe r u n g ver- stärkt erscheinen sollen, während das Erscheinen der R e- aktionsblätter. wozu auch der.Vorwärts' zu rechne» sei, unterbunden werden solle. Neue(S. V. D.) erklärt«egenüber Neumann, daß er und seine Parteigenossen im Streikausschuß(Vollzugsrcrt) lediglich an« gesichiS der Exzesse(Plünderungen. Entwaffnung der Soldaten der R. S. W. und Schutzleuten, Erstürmimg von Polizsiwadhen usw.) erklärt hätten, für die Toten d-S Pöbelö keine Verantwortung übernehmen zu können. Nowaschrat(ll S. P.): Die. Z e r flc i sch n n g des Prole- ta r i a t s sei fürchterlich und schändlich. Noch immer gibt es Leute, die angesichts der Lage noch lächeln können. Dies« soi überaus ernst: dessen müsse man sich bewußt sein, sonst Hab« man nickt begriffen, was ein Generalstreik sei. Lnrun(S P. D.>: Einen Streist-ruch zugunsten der.Rote» Fabne' und..Freiheit' machen die Biirf>drttit',r nicht mit Entweder es werde im ganzen Truckereigswerbe gestreikt oder nirgends. Schäfer(11. S. P): Das MitirilungSblatt muß genügen. Di« Preise solle rohe» und nur die Stretkleituug sprechen. Berg(Kommunist) will mit der Regierung übetchiuvt mich» verhandeln. Es wird sodann Schluß der Aussprache üb« die Preffefras» beschlossen. Der Antrag d�r Kommunisten, daß nur die sogeumiilte revo- lutionäre Presse ericheinen soll«, wird abgelehnt. Da» tägliche Erscheinen de» MÄteilungSblatte» wird to* schlössen. Sodann wird auf Antrag der kommimristischen Fraktion be- ! schlössen, gegen di« Zerstörung der Redaktion der«Rote» Fahne' und die Besetzung ihrer Druckerei Protest einzulegen. Z-t Sturmszene» kommt«S. als Straffer in seiner Eigenschaft als Porsttzendsr der S P. D-Fraktion beantragt, die Vollversammlung möge feststelle«, ob der Generalstreik sich gegen die sozialdemokcatische Parte! und deren Führer richte, wie dies der kommunistische Fraktionsredner Tiedt belhauptet hatte. Nach längeren sehr geräuschvolle» und stürmischen Austritten wird dieser Antrag in eine Erklärung geändert, nach der sich der Streik nur s» weit gegen dir Re« gierung richtet, als es sich um die Erfüllung der a« vorherigen Tag« formulierte« Bedingung«« handelt. Dies wird mit großer Majorität angenomme«. Auf Antrag der Kommunisten w'fld fast einstimmig beschlösse«, die Aufhebung der Belagerungszustandes zu den Streikforderu»- gen hinztuuniaeri. Herfurt(Kommunist) teilt nnt. daß Fvau Du ticker verhaktet wort-en fei und daß man auch Dr Levi, allerdings vergebens, go» sucht hak«. Heber die Frage, ob die Streikiorderungen durch ein« Vev» handlnngskommissiom oder brieflich überm iitelt werden sollen, wurde nach einer Aussprache und zweimaliger vergcdlicher Ab- kitimmung geheim abgestimmt. Mit Krapper Mehrheit wurde beschlossen, die Forizcrrnras» durch eine BerhaadlungSkommissio». zu üWimtreln. Nächste Vollsstzung: Heute. Mittwoch, mittag» 12 llhe, Gewerkschaftsbau». Ter Vorstand der Aerzkekammer vmtrteilt den Generalstieik auf da» schärfste. Er ersucht dt« Kollegen, jedem der ärztlich« Hilfe Bedürftigen diese nach wie vor nack Möglichkeit zu gewähren. Der Vorstand macht aber oui da» nachdrücklichst? daraick ausinerkiam. daß schon jetzt da» Leben von taufenden unserer Mitbürge, durch die Aushebung des öffentlichen Verkehr»(Straßenbahn, Untergrundbahn, Omnibu» und Telephon) auf d a» schwerste gefährdet ist und daß diese Gefahr bei längerer Dauer de« öt-neralsireik» in» Ungemessene steigern wird, besonder« dann, wenn auch Ga«. Elektrizität und Wasser abgeschnitten würden, da damit jede wirb« lame ürztiicke Hilie vereiielt würde. Der Borstand der Lerztekammer der Provinz Brandenburg und de» Stadtkreise» Becliu. Streik«ud Zvlelkfieber. von der Kommandantur, Abteilung Seuckenschutz, wirb m» mitgeteilt, daß ihr« Tätigkeit durch die Streit« schwer gehemmt und in Slekabr ist. gänzlich unterbunden zu werden. Do e« Mite Fahr» gelegen bette» gibt, können die notwendigen R-ckerchen nicht durch- geführt werden. Bei längerer Dauer de« Gtreik« würden auch dt« E n tlausungsavftalten geschlossen werde» müsse», uud da» wäre dau» da» End« de» SeucheafchutzeA. ©efmnHüffl Rwren w b«t flff! im«Nen Snden tnfiWAn Berlins Fleckfieberfnlle zu verzeichnen. Der Seuchenichutz bat bisher verhindert, dah sich die überaus gefährliche Epideinie verbeerend über ganz Berlin verbreilet. Wird aber seine Tängkeit unter- Hunden, so find die Aolgen nicht abzusehen! Er dmer um die Hilfe der Bevölterung. daniit Berlin nicht verlaust und verpestet. Kein Streik der Eisenbahner. Die Sisenbadner nehmen an dem Streit nichi teil mit der Ve- ßründiing. dast sie, darin den Bersuch unverantwortlicher Drahtzieber leben, die Ärbeiler lür ihi« eigennützigen politischen ß w e ck e zu mistdiaiichen sie sehen in ihrer slellungnahm« einen kampl»m das Recht»nd wollen in de« Zeit der iietsien wirtichait- lichen Not inchl das Boll seinem völligen Zuiammeubruch entgegen- führen. Der Bezirksverein des T>senbahnbeomt»nbundeS hielt heute mittag eine Versammlung seiner VerlrouenSleuie ab. ES wurde fast einstmimig beschlossen, de» Beirieb in vollem slmiange aufrecht- zuerhalien and höchüenS der Bewatl zu weichen, da die allgemeinen Bestimmungen die« für alle Beamten vorschreiben. Gisenbahner! Kollegen l Di« Beamtenschaft des Dircktionsbezirks Berlin beteiligt sich an dem Generalstreik nicht, weil sie im Interesse de? allgemeinen WohIS die Ordnung aufrecht erhalten wissen will und aus der E<>te der jetzigen Regierung steht. Einen entsprechenden Deschluss haben<*mh Vertrauensleute der Arbeiterschaft, so»veU sie im Allgemeinen. Eljenbahnewerdand 0» gimlsiert ist, gofasst Triebel, Obersekrekär. Borsitz ercher deS Bundes der Eistndcihrvbeamttm(Dezirk Berlin). M u r r« r, Bezirksleiter ruid Vertreter des Allgew oineu EisenibahnerverbarideS. Spandauer Streikmache. >bn Arbeiter schreibt un»: Am Boimitiag wurde plötzlich auf den verschiedensten Dtenkt- stellen telephoniich belaiintzegeben. die und die Aibeilei hätten die Arbeit niedergelegt und wir andern ioßten uns iolidarüch erklären Die Arbeiter verlang'en nun von den Verlrouensmäi nern bezw. Betriebsräten Autichluh, wo« geschehen solle. Tiefe gaben natürlich die Antwort:.Wir lehnen jede Beantwortung ab. wer arbeiten w>ll. kann arbeiten.� Eine Bsiri,b-vesio,„mlmig während der Ar- beitSzeit wurde als nichl staiihaft erltäit;«S sollten alle Arbeitet .im Beiriebe verbleiben, aber nicht arbeiten. Nachmittags wurde eine Versammlung einbernsea. an der von annähernd ÄXK1 Arbeitern kaum 600 teiliiobmen und in welcher beschlossen wurde. nicht zu arbeilen. Dieter Veichlnh wurde aber nicht etwa durch geheime Abstimmung herbeigesübrt. sondern durch Erbeben der Hände. Denn aus eine geheime Abstimmung hin wäre der Beschlust anders ausgeiaven. In der 51.®. G. Brumienftrahe wurde geheime Abstimmung stiwohl bei den Arbeitern wie bei den Anaestellien nicht vorgenommei». Wieviele Reden bat wohl Adoli Hoffmann gegeu die össenrliche Slimmobgabr in seinem Leben gehalten? Krieflsmekall-A.-Et. In der Angestelltenversammlung veraast der liwksradlkale Aul- schustvorsitzende. die Zugestandnisse der Regierung mitzuteilen und bei der(von der Versammlung gefvrderrenl Verlesung der meisten Streifforderungen war er— heiser und konnte nur flüstern. Nach einem weiteren Redner für den Streik verkürzte man die Redezeit auf ö Minuten. Von den Angestellten, die nicht dem linksradikalen NovembevauSschuh anigehör«!. sprach keiner für den Streik. Angesichts der Stimmung wollte der AriSschust nicht abstimmen lassen, die Obleute würden entscheiden. Die Versammlung setzte aber geheime Abstimmung durch, die denn auch gegen den Ausschuß aus- fiel.' Will er weiter kleben bleiben? Ek-Heiine Streikabstimmunfte«. Buchdrnckerei H. S. Hermann: 370 gegen, 1Ö3 für, 7 zer- sjLrttert(!). Pharm. Präparate Dr. Remmler: 232 gegen, 48 für. 2 ench. Ein neuer Aufruf der Kommandantur. Wie die P. P. N erfahren, fieht(ich die Kommandantur ge« uätigl, nachstehenden Aufruf zu erlassen: B e r bi n e r! Graste Ansammlungen von Neugierigen haben eS Räubern und Plünderern ermöglicht, schwere Ausschreitungen gegen Privateigen- tum zu begeben. Obgleich wir vor kaum 48 Stunden die Ermahnung an Euch richteten. Sirasten und PiSye frei zu halten, ist un'ere Bitte von einem grosten Teil der Bevölterung nicht beachtet worden. Arbeiter und Bürger! N'chi stehen bleiben I Strassen frei I Nur. wenn unsere Bitte befolgt wird, können wir kür das Leben ilnschuldiger einstehen. Den Änordnungen der RegierunuSirnppen ist unbedingt Folge zu leisten. Hellt mit. die Ordnung aufrecht zu eihaltenl De, Kommondanturrot: Der Kommandant: gez. Fellechncr. Kuhnt. Engels. gez. Ktawunde. „Politischer Kampf?"" Auk dem tO Minuten langen Fustweg von der Pankower Grenze bis zur Siargarder Strohe zädlie man Diensiag trüb sechs ausgeplünderte(Äl-ichäfie, je drei Juwel er» und Kleider» laden, deren schwere Ersengitler m sachkundiger Weis« gesprengt worden waren. Mehrere Polizeireviere, so da» lS.. in der Prenzlauer Str. 48. Aas 51. in der Landsberger Str. 1-2 und dos 105. und 106. m der Eilbrnger Str. 20«mö der Ebelingstr.>7 wurden DienStognachmittaig wieder von etwa lb0 Herren ülberiallen. Obwohl die Reviere bereits «r der Nacht heimgesucht morden n>ar«n, drang man wiederum ein und suchte Wa-fsen. Zu Zusammenstösten kam es bei diesen U ober fallen reicht, da die entwaffneten'Beamten sich nicht wehren konnten. Ein Zusommenstost am Alexanderplotz ist durch einen Ueil-erfall auf marschierende Soldaten hervorgerufen worden. AU der Trupp in geschlossener Marschordnung mit einem Oflizier cm der Spitze über den Alexanderplotz zog, wurfee er umringt und ein- gekreist. Dann fiel man über die Soldaten her und versuchte, diesen vi« Waffen zu entreisten. Di« Soldaten setzten sich aiber energisch zur Wehr und machten, als die Menge nicht gutwillig ttrch, von ihrer Waffe Gebrauch. Di« ersten Schüsse forderten gleich zwei Opfer. Dennoch drangen die o-ufgebetzlen Menschen weiter auf die SrAdaten«in� bis ihnen R egiernngs i ruppen auö dam Polizei- Präsidium zu Hils« eilten und mrl Panzerautomobilev und Maschinengowebren den Platz jaüberten. Dabei fanden vier weitere Menschen den Tod. Im Lei-chenscharihouse wurden bisher erst zwei Opfer eim Griiesert: ein Arbeiter gebell, der in der Land» erger Siroste er- schössen wurde, und ein noch unbekannter Mann. Die bei dem Zu- So-mmenstotz auf dem Alexanderplatz Gefallenen wurden zunächst«w Polizeiprajidium aufgebahrt. Tos sttachtgefecht i« Lichtenberg. Gegen 1l'/« Uhr nacht» versuchten 60 brS 70 Man« in da» Polizeirevier t»n Llchtenverg einzudnngen. Alle Türen waren ver« fchlofien. SlS der Aufioiderung zgm Oeffnen nrchr nachgrlommen wurde, wurde von austen durch die verschlostenen Fenster ge» sch oisen. Nach zirka Iv Schüssen wurde da» Feuer» von innen erwidert, hieraus zogen.iich die Angreiter zurück nahmen Auf- stellung aus der gegenüberlregenden Seite der Müggelstraste und de» Traveplatze» und setzte« von hier an» das Feuer fort. Allem I Ankchekn nach war dke ekeNrAche TkrastenfiekenAttrng zerfkllrt warben. Vom Polizeirevier b erschienen Verstärkungen. Bei dem.sich nun eniiprnnenden Feueigefecbi wurden die Beamten Herren der Lage und zerstreuten die Angreiier. Leider wurden dabei der Polizei- Wachtmeister Nürnberg vom Polizeirevier ö erschossen, während der Polizeiwachtmeister Welk vom Revier ö tödlich verwundet wurde. Bei dem Sturm aus dem Polizeirevier t wuide der Kiiminolwachr- meisler Maleckt tödlich veiwundet dem Oderwachtmeister Müller der linke Daumen abgeichossen. wählend der R> viervorsteber durch einen Sireifichnst unerheblich verletzi wurde. Von den Angreüern find mehrere verwundet und von ihren Leuten mitgenommen worden Ein Polizeiwachtmeister brachte einen der Angreiser in Soldaten- »nfloim mit Nomen W'ggeri Eldenaer Str. 15. schwer verletzt noch der Rettungswache, wo er bald nach seiner E>nlieferung verstarv. Ein Angreifer in Matr oien uniform wurde'ettuenommen. Bei ihm wurde e>n SchutzmannSsäbel und Schustwassen gekunden RegierungSiruppen erschienen erst später, beteiligten sich aber nichi am Kampfe. Menschlich? Bestien am Alexanderplatz. Ein glaubwürdiger A u g e n z e u g e ber'chiet uns folgenden Vorfall, der sich DienSiag. abend etwa''«7 tlbr, am Alexanderplatz zuaetrogen bat. Der Platz war um diese Zeit mit einer dichten Menschenmenge bedeckt. Wie man aus den Gesprächen erleben konnte, waren darunter weit weniger politisch denkende Perionen al» radau- und plünderungSlustiger Mob und allerband zweifelhafte Elemente. Plötzlich paisserte ein Auto den Play, in dem zwei Milirärpei lonen lassen. Ohne dah seitens der Insassen die geringste Provokaflon verübt worden wäre, wurde das Auto zum Hallen ge- bracht, umringt und die beiden Jn'assen herausgerissen. Der eine wurde soiort zu Boden geworfen und noch, als er bturüber- strömt dalag, von ollen Seiten mit Huben und Schlägen bedacht. Der andere suchte zu flüchten, wurde aber von einer dichten Menschenmenge»erfolgt, eingeboll und buchsiSblich in Stücke gerissen. Es war ein Anblick, der jeden anständigen Menichen, ganz gleich «elchel Gesinnung,� mit Schouder und Ekel erfüllen mutzte. Noch viel z« wenig Opfer seien gefallen. erst wenn e« Tauiende wären, würbe eS besser sein. Das könne ja diesmal nachgebolt werden. Es würden fich auch schon welche finden, die Edert, Scheidemann und No«le richten... So würbe in der Kommunistenversammlung am L. März im Patzenhofer Saal, Landsberger Allee erklärt: Tie Tlusschreitungen. Eine LostrAorrespondenz meldet: Auf dem Görlrtzer Bahnhof wurde versucht, die Gleise auszureissen. um den nach Kottbus aus- fahrenden Zug av der Weiterfahrt zu hindern. Bahnbeamte und Soldaten verhinderten das. In der K a st a n i e n a l l e e wurde«in Truppenteil, als er, von Pankow kommend, in das Stadtinnere zog, angegriffen. Man fckle udert« den Soldaten zunächst heftige Schimihroorte entgegen. Unbekümmert um diese Anfeindungen und Belästigungen zog die Truppe weiter, bi» plötzlich cm» der Menge und auch ag» einigen Häusern Schüsse fielem Jetzt machten auch die Soldaten von ihrer Waffe Gebrauch. Opfer hat diese Schießerei nicht gefordert. Vier Soldaten, die bei dem Zusammenstoss am Alexanderplah ihr. Leben haben lassen müssen, wurden gestern abend in da» Gar- nisonlazarett eingeliefert. Kriminalwackimeister FrieSke, der gleichfall» am Aleranderplatz verwundet worden war, ist seinen Ver- letzungen im Krankcnhause Am Friedrichshain erlegen. Tie Unruhen in der vergangenen Nacht. Wolffs Bureau meldet: Die schweren AuSschreftungen haben auch in der vergangenen Nack»! ihren Fortgang genommen. Bi» heut« früh waren Meldungen von 32-Revieren aus den Kommandos der Schutzmonnfckaft eingelaufen, die von der Meng« gestürmt worden waren, und zwar waren e» 7 Reviere der!3. Hauptmann» fchaft, 8 der t2. 6 der 9., 7 der 8. 6 der 3. und 3 der 2. Haupt- mannschafi. Drei Polizeioffiziere, die an verschiedenen Stellen beruhigend auf die Menge einzuwirken versuchten, wurden arg mi�- handelt. In dem Hause Müngstrasse 43 plünderte man einen Was- fenladen. Besonder» hatte man e» ober am' die Gold Warengeschäfte in der Münz-, Alerander«. Schönhauser und Brimnenstrahe abgesehen, wo man grohe Mengen Schmucksack>eu erbeutet«. Die Menge, die meist au» mihreren>00 Personen bestand und von Sol- daten und Matrosen geführt wurde, hat mit der Erstürmung der Polizeireviere keine heldenhafte Tat vollbracht, da fich auf jedem Revier nur 2 bis 4 Beamte befanden. Die übrigen hatten Strassen- dienst oder.überwachten die Brotkommissionen. Da» Pol-zeipräfi- dium sollte wiederholt beseht werden, so in der Nacbt um 2, um 4 und schliefjlich um 5 Uhr. Eine starke Wacktweisterabteilung sowie eine nrilitärische Verstärkung sicherten aber da« Gebäude gegen jeden Knyrisf. Sie sind mit allen modernen Kamrfmitteln ausgerüstet, so daß irgend ein Erfolg der Menge ausgeschlossen ersck»eins. Die Besatzung ist entschlossen, ibr Gebäude bi» auf den letzten Mann zu halten, zumal auch nach dem Beschluss der Ar- beiter> und Soldotenräte die Schutzmannschaft weiter ihren Dienst versehen sollen und gegen Räuber und Werbrecker sowie gegen andere» lichtscheue» Gesindel energisch vorgeben soll. Da» 14. Pc» lizeirevier in der Kaiser-Wilbelm-Strosse wunde wiederholt ange- griffen. Man versuchte hier sogar auf Leitern i« die im ersten Stockwerk befindlichen Räume einzudringen.. In Tharlottenburg. Ncufölln und Seböneberg ist bisher alle» rubig geblieben. Am gestrigen späten Abend drangen 3 Soldaien in die Räume de» RcWiöwrbandeS gegen die Sozialdemokratie, Dessauer Str. 30, ein, bedrohten den Kossen renda nie» Paul Seidel mit einem Revolver, banden ihn zwischen Stuhl und Tisch fest und caustteu 88 898,50 M._ Die Lage im Reich. Nach den letzten Meldungen hat die Situation keine Per» schä r f u n g erführen. Au» dem Ruhrgebiet werden nur kleine Teilstreik» von rein lokaler Bedeutung gemeldet. Der Streik auf der Zeche König Lud- wig bei Recklinghausen ist erloschen, die Belegschaft ist wieder eingefahren. Ebenso ist der Ausstand auf den Zechen Matthias Stinne» l, II. IM, IV und Vereinigte Welheim beendet. Dogegen befinden sich auf den Schochtanlagen von Deutscher Kaiser in Ham- dorn 5525 Mann der 6000 Mann starken Belegschaft seit gestern früh im Ausstand.— Im oberschlesischen Kohlengebiet herrscht Ruhe. Streiknacbrichten liegen nicht vor. JnMitteldeutschlondiste» auch bi» jetzt nicht gelungen. Dresden und Magdeburg in den Kreis der Streikbewegung zu ziehen. Ein erneuter Versuch der Spartakisten in Dresden schlug wiederum vollkommen fehl. In Halle herrscht seit der Besetzung durch die Regierung»- truppen Rübe. Die Wartesäle de» Bahnhof» von Halle find angefüllt mit Waren aller Art, die au» den Warenhäusern und a n de re n G e schä f te n bei den s pa r t a k> st i f ch e n Plün- derungen geraubt worden find, llnter den geraubten Waren befinden fich nicht nur Gegenständ« de» täglichen Bedarf«, sondern auch zahllose Luxusartikel. Eine Anzahl Plünderer ist verhaftet und steht der gerechten Bestrafung entgegen. Der Bürgerftreik in Halle ist aufgehoben. Die Bäcker backen wieder Brot. Die Zeitungen sollen von Mittwoch ab erscheinen. In Leipzig dauert der Generalstreit und der Gegenstreik un- vermindert fort. Zu grösseren Ruhestörungen ist es nicht gekommen. Auch in W« st t h ü r i n g e n hat der Streik bisher kein« Ab- schwächung erfahren. In Sübthüringea gewinnt die Streik» Vetvegung Mnen Bossen. Der Berfuch, Aen GeneiuAkcH? such«rf I e n a zu übertragen, ist vorläufig gescheitert. Eine Konferenz der Betriebsvertrauensmänner und Gewerkschaftsvorstände hat mit US gegen 89 Stimmen den Generalstreik abgelehnt. In K ö n i g» b e r g ist die Nacht zum Dienetag ruhig verkaufen, auch der Sackheim ist völlig in der Hand der RegierungStruppeu. Verschärfte Situation in Leipzig. Di« Situation in Leipzig ist nach einer Meldung der TU.«nchev» ordentlich ernst und die Spannung nimmt stündlich zu. Einmal ist die Frage der Lebenlmiitelversorgung sür di« nächsten Tage sehr zweifelhaft geworden, denn die regierungstreuen Eisen» bahnbeamten und Eisenbahnärbeiter weigern fich, LebenSmiltel nach Leipzig zu befördern. Eine andere erhebliche Gefahr droht durch da» Geldbedürfni« der Streikleitung. Die Streik- leitung hotte die Banken ausgefordert, ihre Betriebe wieder auf- zunehmen, da aber die Bankbeamten sich weigern zu arbeiten, wenn nicht di« Gas-, Elektrizitäts- und Lebensmittelversorgung sicher- gestellt wird, ist di« Eröffnung der Banken in Frage gestellt. Ter Streikleitung kommt ei in der Hauptsache darauf an, Geld zu er- halten. Sie hat deswegen am Dienstag mit den Banken verbandelt, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Diese Tatsache gib! Anlaß zu glauben, daß Leipzig am Vorabend ernster Ereignisse steht, da für Mittwoch ein Putsch auf die Banken und das Rathauö erwartet wird, wo die Unter st ützung»gelber für die Arbeitslosen- Unterstützung deponiert sind. Kein Generalstreik in KZnigKberfl! Königsberg, 4. März. 2$!« uns von den Vertretern der große« Betriebe mitgeteilt wird, ist in einer heute nachmittag unter dem Vorsitz des ReichSkommissa'S Winnig abgehaltenen Sitzung eine Verständigung dahin zustande gekommen, daß die BetriebSvertreter fich bereit erklärten, auf ibre Kollegen einzuwirken, von der Per- kündigung des GenerolstrrikS abzusehen und in den ausständigen Betrieben die Arbeit am Mittwoch beziehungsweise DonnecStag wieder aufzunehmen. Wirrwarr in München. Tie Msinchener Truppen gegen die Terroristen-Tiktainr. Di« Nachrichten aus München laufen sehr spärlich«in; der Verkehr ist fast völlig unterbrochen. Die wenigen Meldungen deuten auf einen völligen Wirrwar hin. Der Rätekongreß nahm am Montagabend, einen Antcag Landauer(Spartakisti an, wonach der Stadtkommandant Dürr(Mehrhoog.) seines Amte? zu e n t- setzen sei. Jedoch befindet sich Dürr, hinter d«m die ganz« Münchener Garnison steht, einstweilen noch im Amte. Die Mitglieder sämtlicher Münckener Truppenteile versammelten sich w der Stadtkommandontur und erklärten, daß Dürr ihr voll- steS Vertrauen genieße. Sie lehnen eZ ab. mit den Spartakisten und Kommunisten zu arbeiten und erklärten, daß fie auf» nochdrücklickste dem Terrer der Straße und einer gkwisicnlvscn Eltone cntgegrntrctrn würden. Ferner verlongen fie ein« ander« Handhabung der Preßzensur(sie besteh! also noch immer— Freiheit unter Spartakus!), die jede Partei-zu Worte kommen läßt. Di« Stadtkommandantur ist militärisch oh- gesperrt. Der Rätekongveß geht dagegen mit einer Proklamatto» vor, in der er sich al» höchste Instanz in Bayern bezeichnet, die die Gewalt m Händen habe und sich darüter beschwert, daß„unver- antwvrtliche Element«� die auswärtigen Garnisonen er- folgreich gegen München aufgehetzt hätten. Der zum Militärminister ernannte MehrheiiSsozialist Schneppenhorft, der Stadtkomviandvnt Dürr und ein Teil der RepickAi kam scheu Schutztruppen werden«genrevolutionärer Bestre- b u n g e n' bezichtigt. Angeblich soll statt Schneppenhorft Scheid gmr Kriegsminister ernannt worden fein. Ter Mörder Alois Lindner befindet sich noch immer in Frekdeit. München, 4 März. Laut.StaatSzeitung' ist das vom Räte- kongceß ernannte Gesamtministerium nicht endgültig ge- bildet da einzelne in Aussicht genommene Minister noch nicht zugesagt haben. Voraussichtlich wind die RegierungSfrage den morgen wieder zusammentretenden Rätekongreß auf» neu« beschäftige». deutjchosterreichistbe Nationalversammlung itzür den Anschlnh an Teutschland. Di« devtstbösterreichisckw Naiiovalbenommlung wurde gesten» tn Wien eröffnet. Der Alterspräsident David(Sog.) spmch unter allgemeiiuan Beifall den Wunsch nach der Vereinigung aller Deuischösterreick>er, auch aus Deutschböhmcn und den Sudeten- ländern mit Deutschland au». Dieser Wunsch entspreche dem Sclbsilu'st imminigs recht her Völker, dem sich die Entente nicht wider- setzen könne. Gine neue ReichSarbelterrätekonkerenz. Wien, 4. März. Di« Reichskonferenz der Arbeiter- rite nahm eine Resolution an, in der erklärt wird, daß der Sturz der alten politischen Gewalten und die Ervichtung der Republik der Anfang, nicht da» Ende der Umir'älzüng sei. Die Roichskonferenz billigte da» sozialdemokra» tische AktionSpcogramm. Sie beschloh ferner, daß die Neuwahlen der OrtSorbeiterräte an allen Orten er- folgen sollen, worauf eine»neu« Reichsarbeiterräte- konferen, zur endgültigen Regelung der Fragen der Organi- sation und der Aktion einberufen werden soll. Eine Kunügebung öer hollänöischen flrbeiterscbast. ftfiir Teutschlands Lebensmittclversorgnng. Amsterdam, 4. März. Die Leitung der hollänelfche» sozialdemokratischen Arbeiterpartei bat an dt« so- ztaldemokranschen Parteien von England, Frankreich, Jialien und Belgien ein vom Vorsitzenden Vliegen und dem Sekretär Maitbyien unterzeichnetes Telegramm gerichtet, ikt weichem fie aus die unhaltbaren wirtslbaftlichen Verbältntsie in D e u l s cki l o n d, vor allem in der Arbeiter klosie verweist, die Deutsidland zur Verzweiflung treiben und bedauetlicde Ausickirei- tungen verur lachen. In Deut'cdland berricbe fast völliger Mangel an unentbehrli.cden Lebensmitteln, eine entsetzlich« Sterblichkeit, besonder« unier den Kin- dern. alten Leuten und schwangeren Frauen. Es drob» ein moralischer Zusammenbruch, der ein anorchiftüche» ChaoS zur Folge haben würde, dos sticht nur für da« deuriche Polt allein geiSbrlich wäre. Die Lage könnt« fich nur dann befiern. wenn die assoziierten Regierungen soiort Lebensmittel nach D e u t! ch l a n d schickten. De» sei, nicht nur ein Gebot der Menlchl'chkeit. deren Stimme durch den KtiegSlärm allzulange erstickt worden sei, sondern auch«in Gebot verständiger Politik Da« Telegramm schließt mit den Worten: Wir rufen die sozialistischen Parteien der alliierten Länder vertrauensvoll an. alle>bre Kräfte anzuspannen, damit ihre Regierungen Maßregeln zur Verbinderung de« volliiändigen Zusammenbruch« de» deut'chen BolkeS treffen, der lür ganz Suropa verhängnisvoll« Folge« habe» würde. N atlonalverfammlung z« Weimar Parteitag öer UnabhSnglgen. Die erste Lesung der Verfaffungt!vorlage beendet. In der gestrigen Sitzung fragte Seht Westen, scholl weniger, und im übrigen Deutschland möchte ich t«n seben der die Volksabstimmung für die iMederrinsetzung rer Hohenzollern gewinnt(Ruf recht»: Abwarten. Lachen bei oet Mehrbeii.) Wir haben die demokratische Republik, in der i die höchste Staatsgewalt beim Volke liegt, und unier Wahlrecht. ist d?mokraischer als in irgend einem anderen Lande. Darin liegt auch die Garantie gegen die vom Abgeovdneten Henke ae- Äußerten Befürchtungen. Di« Arbeiter, zu den-en nach Las- falle jeder gehört, der eine der Gesellschaft nützliche notwendig« «rbest mji Hand oder Kops leistet, werden stets die Macht im Staate haben durch dieses Wohlrecht. Jetzt erst hat d-e Regie- rung die volle Berantworiung vor dem Volt. Jetzt erst habru mir eine wirklich« Reickisregierungl früher hatten U'r nur ver- bündele Regierungen und die Staatssekretär« waren nachapord' mett Gteste«. Ich freue wich, daß tn der Nalionaloerst: nstiüstg d>' Großen und Ganzen ein Zug zu ainer radaisthfi'uei'MdaidSA| V' rsinbeitlichung und zu einer möglichst starktzst Zemraktz�wilöt de»> Reubes zum Ausdruck aekommen ist. Dk« Nationoidei.amw.lung? wird«» in»er Hand haben, den Staatsrat, der vom früheren B-undeSrat ühriggeblieben ist. in diesem Sinne noch zu ver- beffein. Ick, bin überzeugt, die Entwicklung wird immer mehr «r Vereinheitlichung gehen, ohne daß darunter irgendwie»ie LandwannichastSeigknari der verschiedenen deutschen Stämme zu leiben braurbt. J goldene Banner der großdeu ticken Demokratie. Das war ein' sckiveve» Verhängnis für unser Volk, und hier liegen.die AuS- 1 �angSpunkre für die Katastrophe, die jetzt über uns gekommen i ist Denn eine der Halpturfacken war die Schivache des deutschen i nationalen StaatSgefühls, und dies wiederum hatte ihren Grund � darin, daß eS zweimal in feinem Aufschwung gebrochen worden war. und daß der Staatsmann, der schließlich ein Klein»! Deutschland sckuf, auch nichts tat, um das national« Staats»; grfühl in den Massen zum Leben, zu erwecken, daß er es vielmehr. ertötet, und in sein Gegenteil verkehrt hat. lBeisall und Wider.| spruch.) Der Staatsmann, der die Arbeiterbewegung so gründlich. verkonnte, daß er glaubte, mit den brutalen Mochtmitteln ix»' Ausnahmegesetzes ihr Lebenslich! ausblasen zu können— er jagte Millionen in die StaaiSseindsckaft hinein. sEebr richtig! b. d. Soz.i Nun ist der Stein, den die Bauleute verworfen hatten, zum Eckstein geworden. Denn auf der Arbeiterdemokratte rubi der starte Zusammenhalt de» Reiche», und sie wird ihn trage». lBeisall b. d. Soz.) Dann ist allerdings nötig, daß nebe« der politische» Demo- krati« nun auch die wirtschaftliche Demokratie ihren Einzog hält ES muß dafür gesorgt werden, daß jeder Arbeitende in deutschen Landen auch sein« menschenwürdige Ersttenz findet. So stehen wir vor der großen Aufgabe, die«tri- fchattlicke Demokratie auch im BerfassungSwrrk zu verankern, und da» können wir nur auf dem Wege der sozialen Organisation. Wn betreten damit Neuland, denn wir haben auf dem Gebiete kein Vorbild. wot«r in den westlichen Ländern und noch weniger stn Esten, wo wir höchstens ein abschreckendes Beispiel haben.(Sehr richtig l b d. Soz.) So wenig das Christentum etwas taugt, das au» Kanonenscklmcken gepredigt wird, so wenig taugt der Sozialismus, der den Menschen mit Maschinen- gewehren aufgezwungen werden soll. sSebr richtig I und lebb. Zustimmung b. d. Soz.) Das ist der Sozialismus, deu man mit Recht bezeichnet als den sozialistnus aslaticu«. Hier bat ha« deutsche Volk eine nationale Weltmisston zu erfüllen, sich selbst zum Heil« und anderen Völkern zum Vorbild!. Die Lösung dieser Ausgabe wird un« ungeheuer«rschwert durch die Vorgänge draußen, die wiederum aus dos Schuldkonto de» Herrn Henke und seiner Freunde zu setzen sind..Drotzdem wollen wir gutc» Muie« an die Arbeit geben' und kein«« Pessimismus auf- komme» lassen. Möge die Natwnalversanrmlung hier zeigen, wa» sie kann; möge sie hier ein bahnbrechendes Werk schaffen für eine höhere soziale und politische Kultur de! deutschen Volles, da» ketzten Ende« auck de« Aufstieg der ganzen Menschheit diene» wird. sLebh. Beifall.) Damit schließt die erst« Besprechung der ver- f a s s u n a» v o r l a g e. Die Vorlage wird an einen Ausschuß von 28 Mit- gliedern verwiesen. Nächste Sitzung Mtttvoch. nachmittag» 814 Uhr s Interpol- lation Arnstadt lTeutschnat. Vp.) und Gew. betr. die Zustände i» der Pwrinz Pose». Di« VormittogSsitzung schloß mit einer Rede Klara Zetkins. Sie bezeichnete die Politik der Unabhängigen als«ine Halbheit, die sich nicht grundsätzlich von der Politik der Mehrheits- stiziaiisten unterscheidet. Di« Mehrheitssozialisten find Reform- sozio listen. Mit ihnen darf man nicht paktieren. Die Regie» rung, auch unsere Freunde darin, haben zunächst beschtporen, daß Ruhe und Ordnung herrschen und da? Privateigentum geschützt werben solle. Mein hätte sofort an die Enteignung de» Priva Kapitals gehen müssen. Den Arbeitern wurde zu- geredet, das Streiken zu unterlassen. Es wäre ein Verbrechen, wenn wir den Massen verschweigen würden, daß sich der SozialiS- nruS nur unter großen Schwierigkeiten durchsetzen läßt. Wenn auch die Massen nach nickt reif sind, so wird die Reis« in der praktischen Arbeit schon kommen. Indem die Unabhängigen daraus verziehtet haben, durch die A.. u. S. Räte die Diktatur des Prole- tanatS aufzurichten, haben sie die Diktatur de» Bürgertum» auf» richien Helsen.(LÄl-haster Beifall.) Zur Frage der auswärtigen Politik tritt die Rednerin für ein freundschaftliches VerbäliniS mit Rußland ein. Sie macht den Unabhängigen den Vorwurf, daß sie auch in dieser Hinsicht krinr entschiedene Politik gctritbea hätten. Di« Teilnahme der Unabhängigen an der Berncr Kons«- renz hat den Wieberaufbau der Internationale verhindert. Sie haben die Massen getäuscht, invem sie durch da? Zusammentayen mit den MehicheitSsozialisten den Glauben erweckt haben, als könw ten die Mehrheitssozial isten der International« noch angehören. Di« lliu&hängig« Partei ist ein Abfallprodukt ma» dem Zersetzungsprozeß der alten So-stllbemvkrati«. Sie trögt den Stempel des Zerfalls an der Stirn. Ich sog« im Gegensatz zum Genossen Barth: die Lohnbewegungen iverden zu revolutionären Handlungen. In dlesen Streik« kommt«in« un- tTTÄÄ Zeichnung von öerliner Staötanleihe von 1919. dewußte Asiflehnun� gegen den Kapitalismus zum Ausdruck. Wir müssen in diesen Kanipsen die führende Rolle übernehmen, um die Welt revolutionär zu verändern. �Stürmischer Beifall im Saal und auf den Galerien.) Die Diskussion wurde gestern nachmittag fortgesetzt. Breitscheid Berlin beantragte, in die Programmforderungen auf- zunehmen: Beseiiigung der Militärgerichlsvarkeit, Ausdehnung der Vergesellschaftung auf die Großbanken. Annullierung der Krieitzs- «nleihe bis zu einer gewissen Hohe, etwa 20 000 M. f Lebhafte Uir- ruhe wegen der vorgeschlagenen Höhe.) Weiter beantragte der Red- ner die Ewsetzrmg ein«? StaatSgerichtShoses zur Aburieilung der am Kriege Schuldigen. E» wird niemand in diesem Saale sein, der sich nickst zum R ä t e s h st e m bekeivnt. Manchem von uns ist der Weg zu dieser Erkennlist» nicht leicht geworden. Wir müssen uns freimachen von der Illusion, daß wir durch den Stimmzettel zur Gleichheit kommen können. Ditzmunn-Franstfurt a. M.: Die Resolution Haase ist ein Kom- promiß zwischen der bürgerlichen und der sozialistischen Auffassung. Der zweck« revolutionäre Wellenschlag mutz uns die politische Macht in die Hcmd geben. Durch daS fortgesetzte Geschrei«ach der Einigung beide: Parteien ist ein« große Verwirrung bei den Maflen entstünden. Der Parteiteg niuß zum Ausdruck bringen, daß von Ainer Eipfguns de» Wteen»tp» f8?de ßstn lau». Der Ruf arrH Estottkei! geht bei unZ uickj aus von i»r krwrrÄ»vv hHst Masten ist vöti Klädteu, zier im Vrffdrrkampf stehen. Die Srkwnmw. daß ...... �>r uns alle vorverblich ist, hat das Verlangen nach ÄtjstgkSti gebrockt. Wir müsse« die Hand zur Einigung bieten. (Widerspruch.) Der Boden ist da für die Einigung.(Nein!) Sie muß aber auf revolutionärer Grundlage erfolgen. Die nächste Phase der Revolution ist der Kampf für die Einigkeit des Proletariats. (Widerspruch.) Was trennt unö denn? Ist eS die Diktatur deS Proletariat?? Ich glaube es nicht. Was sich jetzt draußen abspielt, das ist ein Stück Diktatur des PrvletoriatS, das ist der Wille zum Sozialismus. Ich tage mit Wilhelm Liebknecht: Dem Feinde die Saust aufs Auge und die Knie auf die Brust, aber dem strauchelnden rüder die Friedenshand.(Widerspruch.Bruder' NoSke.) Barth Berlin! Ich bin angenehm enttäuscht, denn wenn die Entwicklung so weitergeht wie bisher, werde ich bald den rechten Flügel der U. S. P, bilden. Der Gedanke des Rätesystem» hat sich erfreulicherweise immer weiter verbreitet. Der Hunger und das Elend, was wir in den nächsten Monaten zu er« warten haben, wird daS Proletariat zusammenschweihen. DaS Recht auf Arbeit müssen wir haben.(Haase: Da» ist ja»n Weimar von einem Mehrheitssozialilten verkündet.) Natürlich können wir, wenn wir die Macht in der Hcmd haben, den Massen nicht mehr geben wie wir hob«» und wa» wir haben, da» ist sehr wenig, betnahe gar nicht». Der Redner sprach über /feine Regierungszeit und sagte, Ebert und Scheioemanu seien nicht die schlimmsten. Sie bandelten nur unter dem Einfluß Lands» b e r g». Dieser Mephisto, der das Proletariat haßt, sei die schwarze Seele de» Kabinetts. Auch NoSke sei nur ein Hanswurst in der Hand Landsbergs. Der Redner wandte sich mit großer Schürfe gegen Haase. weil dieser eZ fertiggebrachi habe, sich in Bern mit WelS an einen Tisch z» setzen.(Beifall.) Plettner-Remscheid erflärte den Parlamentarismus für er- iedigr und trat für das Rätesystem ein. Die Räterepublik müsse zur Forderung des Streiks erhoben werden. Die Debatte ging dann sehr in» Nebensächliche. Ein Redner, der zur Geschäftsordnung sprach, verwies aufdasstarkgeleerte H a u Z und verlangte, daß die Diskussionsredner sich nicht in Ober. flächfichkeiten ergehen. Diese Anregung hatte wenig Erfolg. Kunert-Berlin erklärte e» als widerfimrig. wenn eine Minderheit de? Volke» die Mehrheit beherrschen wolle. Er hält da» Räte- syftem nur für den Falldurchsührbar, daß sich eine stark« Mehrheit der Arbeiterklasse und damit die Mehrheit deS ganzen Volkes dafür erklärt. Ernst-Hagen bedauert, daß die Unabhängige Partei de» Sparta- ktsten zuviel Konzessionen mache. Es müsse ein scharfer Strich nach recht« gezogen, aber auch gesagt werden, was dir Unabhängigen von de« Kommunisten trennt.(Rufe: Gar nicht»!) Wenn eS so ist, dann müßten wir irnS möglichst schnell mit den Kommunisten verschmelzen. Aber ei ist nicht so. Gegen Klara Zetkin sagte»er Red- ner, sie spreche nur au» der Theorie und kenne die Praxis nicht. Di« sollte sich einmal vier Wochen im Industriegebiet aufhalten, dann würde sie sehen, daß die Verbältnisse ander» sind, alS wie sie sie darstellt.(Zurufe.) Ach, wenn man nicht Immer radikal spricht, dann»vir»«an-l» Bremser und Angstmeier hingestellt. Barth hat hier «tue Schimpfkanonade losgelassen, die nicht einmal l« eine Volksversammlung gehdrt. Haase teilte mit: In den Räumen der.Freiheit' seien Soldaten erschienen, um festzustellen, ob in der Druckerei, entgegen dem Ver- bot der Regierung, da» Mitteilungsblatt der Dtreikenben hergestellt wird.(Pfuil-Rufe.) Namen« de» Parteitage» gab Haase unter lebhaftem Beifall eine SympathieerNärung für die Streikenden in Ballin und Mitteldeutschland ab. Die weitere» Verhandlungen wurde» aus Mittwoch VroSBeMn Parteifunktionäre unö Setriebsvertraueasleat« öer 6. p. d. Hroß'öerlins. Heute Mittwoch, nachmittags L Uhr, i« de» Kammersälev, Teltower Str. 1—3, Ecke Belle-Alliancestraße: �unkkionär-Konferenz der T. P. D. Die Parteifunktionäre der 48 Berliner Abteilunge««ud de? angrenzenden Groß-Berliner OrtSverrine sowie sämtlich« ArdeiterrSte und Betriebsvertrauensleute einschließlich der Bertrauensleote der Beamten und Angestellten, die auf dem Bodcu der sozialdemokratische« Partei stehe», möge» vollständig anwesend sein. M i t g l i e d S da ch legitimiert. Tagesordnung: Die SireikS in Berlin. __ Der Lezirksverftand. Geänderte Wahlergebnisse i« Reitköll« und Wilmersdorf. Infolge der amtlichen Feststellung und Rackprüfung erhalten m Neukölln oie Unabhängigen einen Sitz mehr und die Kommunal« Partei einen Siy weniger; in Wilmersborf die Unabhängigen emea Sitz weniger und die Mehrheitssozialisten einen Sitz mehr. Eine Vollsitzung der Groß-Verliner Soldatenräte findet laut T.-K. Donnerstag, den 6. Mörz, mitlag» 1 Uhr, i» Pleno- sitzungsfaal des Reichstags statt. Tagesordnung: 1. Wahlordnung. S. Prü'ung der Mandat«. 8. Neuwahl der milirärijcheu BollzugSratSmitglieder(Garniso»- Soldatenrat), 4» Wabl'ämtlicher Delegierten zu den VollzugSversammlung» der Groß-Berliuer L.- u. S.-Rät«. B. Per chiedene». Jede Forinallon(Truppenteil, Behörden. Kommissionen bzw. Reseroelazaretten) bat miudestcns«ine Stimme auf je 200 Ran» angefangene Kopssiärle. Als Legitimation zur Versammlung ist ein Ausweis mitzubringen. au» welchem folgendes hervorgeht: 1. Volle Bezeichnung der Formation mit Adresie und Telephonnummer; 2. Raportstück« vom 1. März Ivlg; 8. Namen der Delegierten: 4. Unlerjchrijt dar Dienststelle des A.- und S.-Rates und Dienstftempel. Arbetterräte 0, P. D.l Hente Mittwoch, 10 Uhr, bei Graumamr, Rauuynstr. 27. «. P. G-erz N., gangenen Woche raud auf dem Lagerplatz eines Einbrechers Iuliu» Kannemann in ocr Näihe d«L Steuerhauses in der Landsberger Allee statt, von dessen Anhängern die Beamten, al» sie sie bei öer Abladung von Diebe»gut ülbernaschten, sofort mit Schäissen empfom- gen wurden, denen jetzt«in Sichiacheitssoldat erlegen ist. Kau««» mann selbst ist nach flüchtig. Die juristische Sprechstunde fällt bis auf weiteres«ms. Lehrer«nd Lehrerinnen aller Schulzattnnaen, die auf den, voven»er<5, P D stehen: Freitag, abend« 7 Uhr, im Lehrrrbaa», Z'wmer L— k>, wichtige Besprechung. Erscheinen aller unbedingt« Pflicht auch bei den mißlichsten Vertehrsverhältnisseu. PartetmitglledSbuch ist Ausweis. Gin vartrogSkuriu» der ArzirkSorganisali»» Groß-Berlln begtmrt übermorgen, Donnerstag, In der Schuiauia Jnselltr, 2/5, abend» 7 Uhr.— 1. Die Anfänge des sozialistischen Aedanlen«(Plalo, Mittelalierliche Seite»). Dt» großen Utopisten(Morus, Fourier, Owen, Simon).— a. Marx und Engeis iTheorie und Leben).— v. Kommunistenbund— international» Arbellerassoziation.— 4. Die Ansänge der deutschen organisierten Arbeiter» beweaun«. lvUdlmgSvcretne, Arbeiter verestiet. Der allgemeine deutsche Arbei ei oerein und die ioziatdemokraissche Arbetterbewegung bis 187.7(Per- etnigungSlongretz.— S. Bon der Vereinigung bis zum Wclikrieg« 1914.— Gegenwart»nd Zutuntt.— Vortragender Max G r u n w a l d.-- Hörerkar ten zum Prets« von t,h0 M. find in der Borwiirtsbuchband- tuna, Ltndenstr 3, Horsch, Ennetuser lö, iowte im Jugendsetreiariat, Linden« ftraße Ii», zu haben. Die Mitglieder de» Verein».Arbeiterjugend Grotz- «erlin'»ahlin 76 Ps. verloren. Arme geiiungSträgerw hat t« Cteglttz da« kassier» AvonnenienISgeld im Betrage von 10:1,06 M. und ein igt Ouitiungen Ott' loten Der ehrliche Finder wird gebeten, da» Geld bei Berrisce, Mommsen- ftraße 69, abzugeben. Erschossen wurde dex 17 Jähre«Ate Ariberier Otto Köhn, dessen Wohnung noch nicht festgestellt werden konnte. Ein Matrose, der in der Kcnserstrass« sich von Köhn dessen A r m e e p> sl o l e(I) hatte geben lassen, erschoß Köhn, wie c» heißt, auS Unvolsichtigieit. Jugendweihe Ostern ISIS. Arbeitereltern, die ihre Kinder nickt kirchlich lonfirmieren lassen wollen, ist Gelegenheit gegeben, die- selben an der Jugendweihe der soz. Jugend teilnehmen zn lasse«. Anmeldungen nehmen bis 10. d. M. an: Jugendielretariat Bertin SW 68. Ltndenstr. 114; Walter Rüdiger. 68, Lychener Str. 127 (8—8); Avolf Joseph, NW 81. Wilhelmshavener Str. 48(Laden); Sans Heckmann. W 67, Großgörsckenstr. 88; Herbert Wöllstein, 0 18. Lietzmannstr. 6, ü. III r.; Viktor Haß. Treptow, Harzer Dir. 117(6—8», Einlaßkarten zum Preise von 1 M, find ab Mittwoch. den 6. März ISIS, bei den obigen Adresse« iowte in nach» stehenden.BorwärtS'-kpeditionen zu haben: Albert Hahnisch. Ackerttr. t74. Gustav Dchmidt, Bäl woldstr. 42, Leo Zucht, Immanuel- tirchstr. IL, Laden Petersburger Platz 4, Paul Böhm, Laufitzer Platz 14/16. I. Höni'ch, Müllers». 84».«. Wolgast. Wattstr.». Karl Mar«, Greifenhagener Str. 22, Scharnbera, Eharlottenburg. Selen- hoimer Str. 1, Heiarick, Reukölln. Reckarstr. 2, Rohr. Britz, Sieg- sriedstr. L8/2S. P. Gurick, Reinickendorf, Provinzstr. 66, Wilhelm Bäumler, Swöneberg, Marlin-Luther-Str.(W, SL Äosenteanch Xi» Boitzage» 64 Pelermon«, grudemm, Saarjtr. i, Von tiefer Tran er erfüllt.. l 2»ermanlafa(c, Dhoussceftr. IIA JeNM (großer Eaolk Horn-öBen. HDrö-leften. 9{t£Q« ttnbcea» AcftsSIe,«nbreasstr. 21, ßÖfiri0n??IÖ!ll9. vslk-huu,. Rosinenstr. 8(«einer Saal). AoNoualhuf. Bütowstr. 87. Srtjöngöerg.«ümaxu. m. Restaurant Otto Ziege, Sedanstr. 8 leiüpeiDol-inadeoiioif. u. ÖjcfchaftefieOe;. i N 59. Schönwalder Et?. 4 II. j Tel.: Nordeu 10 787. 1 Unser MUfllied, 5 er? MUi ämM ! Lanlwitz. Tharlottenftt 82 j dt verstorben. j Cinäscherungt Mittwoch. t 5. März Ifll'J, nachinittag» 3 1 Uhr. im Riematotlum, } Treptow■ Bntlmschuleiuvcg. { stirfhotzstrnße. . Ferner verstarb nnser > Mtialied. Frau VlIdelnüBS Weiß Berlin. Ehriftlonlastr. tt Einiischerung! Mittwoch. i. März 1919, nachmittag« 3 Uhr. 296/1 1 MsM■ SönWüM.-WeM-»tlHis- Restaurant«iatserhos, COpeulit, Srünstr. la HÖlZlitlSCi Cogco-ftastB», stuorrpromenad» 2. Wim WetiMöOsuiel!. K.S Restaurant Schade, Tempel- Hof, Berliner Sie. l21. Restaurant Grass, Sich» , salbe, Bahnhossrraße 8?. Dilittm. ZgplgS'Wuilechsvseii, pLÄÄ. hause», am Bohnhos. Freitag, den 7. März, abends'/,8 Uhr: ttnehim I(«osenlhaler viertel, Sesuudbrunaeu. tjiliO.ii I jtelaiekeudarf-Oiy. Lokal vom. Sarltnar, Brunneulrr. iUt gMkl!. ööÜMÜkH. eludeustos. Sindeastr. Ut ööööiiöß.-�ur verslhuuagshalle-. SrLnauer Str. 14. lm\. lisiNSevsors-Wefl. (am Borligwerk). Dienstag» den M. März, abends 7 Uhr: tfonfnlln Restaurant veuNches wtrtahou«, Wrulillln. MnUZllU. Berg ftp IS?(kleiner Saal). Freitag, den 1.4. Biärz, abends'/z8 Uhr: i)ßlöi!öhl't!e!PWö5.«r-l» OUrnacS. Potsdam. Wir ersuchen alle Mitglieder, die De- Zirtanersammluugeu aufzusuchen und iich durch nicht» addalieu zu lassen. Tagesordnung wird w den Versammlungen bekannt gegeben vie vrtexermaltuug. F/rner verstarb Mitglied. Herr unser BKdiöZ' Berlin, Rhinomer Str. 2. Kiniischerii!�: Donners- I rag, 6. März t9I9. nach- i mittags 2 Uhr, im streina- lorium. Gerichlstr. 87,38. Marmelade. ! b der Verordnung llber Lebensmittelkorten vom 916 wird liir den Seuieinbebezirk der Stadt Berlin Am Sonntag. morgen., oerstar! j noch langem qualvollen: ! Leiden meine liebe Mutier ! unsere gute Ergßmutte: I Frau Witwe Btois Hadloff geb. Liebherr im Alier vgn 76 Jahren. FrauWw.LIisadethlltieilen gtv. Radioff. Erich Rheden a krs», Nürnberg. Eueen Rheden, Sdjwftz g.äB. Ma Rheden u. Frau. Vliu- Treptow, Srtitzstr. 49. Beerdigung: Donnerstag, I I» März.!>«r mittags 6 Uhr l l von der Halle des neuen tokobi-Kirch Hofes, Neukölln gormannslraße. 16668' ideriia C, Dircksenstr. 20 peitat. Lahuh. tUnanterpiat«. uclheiprlsid.— Amt Ks!. Z/68 Fdriiamcn Fraucn-Rcd'enung besemnt jüc a�eÄranttatasseä. Semklß 18. Oktober bestimmt: L Uns«dschuIN Jlurmuer 104 karte de«»loor verlia eniio" 'lkvlchnl» 104 See Cebvn Ti-armelade. Der Rltlnhun' 1 ein Psund(500 Dramm), aiso' ' 900 Gramm Di#-JB. Giae K« I ist strafbar. • 2. Di- Abschnitte R«. 10« an» 105 lind nur t* den durch ein m!M»Wushtingek ««»Vertauf von Marmelade anfLebensmittel« karten der Stadt Verliu" der eei-enauiiNei- 400 Gramm ur.» aus rte 400 Gramm trägt 1 SBl ftii- SO®. HLchi gekennzeichneten Geschäften gegen Empfangsbescheinigung ab- zuliefer», und zwar am Dienstag, den 4.. Mittwoch, den 6, und Dannerstag, den 8 März 1919. Naditrägliche Anmeldung findet nicht statt Es ist unziiläffia, die Rartenabschnitte In ........'"st da« vom Magistrat au»- k ist. Geschäste», die nicht md, ist die Annahmt von Geschäften abzugeben. In denen ni gegebene Aushängeschild augebre im Besitze des Anshängeschlides startenadschnitten verboten. L. Die stieinhandeisgeschäste ... haben die von ihnen ange- nommeuen startenabschnitle an einen der ihue» bekannt- geaedenen Großhändler bis znm Sonnabend, den 8 März 1919 emschließUch abzuliefern. Zedrr Kleinhändler muß, sobald die Ware zur Stelle ist. mit dem Verlans begtuueu und dir» durch Anschlag anzeigen. Da die Maemeindefabetken häufig nicht w der Lag« find, die voll« Meng« aus einmal zu Ilelern. ist e» mägl!ä>, daß sich in linzetn»»!it»inbanoel»q«schoft,„ dr, ü/riaut 5»; Maemeiade inauezvgert«ach bei eine» lotchen Berzbzeraag der Lieferung ist sedoch eine«tststbeltrsrrung kineefalle ZU oitzksänkenkszse Ser Zleilltiillliivs urni SUljograplscngu Berlin Den Mitgstedern der stast« teilen wir hierdurch mst. daß unser Vorstandsmit- glied, Herr Gustav Halme viiitzlich verstorben ist Die Einäsäierung findet om Frestag, 7. d. M., abends 8 Uhr, im Kremotorwni Derichtstroße llatt. vre Verstand. tzi.Stvblmsnn. Boesttzenber. Verloren! Montag Leipziger Str., steruso- lrmer Str. goldene Rodel mit Peel«. Do F�niiien andeuten, erhält Mederdernger hob- Be- iohnung. Pr.». Friedenau, Wiiheimshöher Sit 28. II. Sofort 6—7 Räume f.Bureau- zweck« Nähe Nollendor-platz zu mieten gefacht Archii. Bceci.er, Wilmersdorf, Afchnffe» burger Straße 22 UHIond 6702._ KtfsgsanleiHe kauft geg'en Barzahluns Geotscne �taliindustrie, Potsdamer Str. 67.• Umsatz- und Luxusstener. Der Reichsfivauzhos hat über die Steuerpsticht von Um. siitze», de« denen die Lieferungen vor dem Inkrafttreten de» Umsotzsteuergesetzes vom 26. Juli 1918, die Entrichtung de» Entgelts nadi diesem Felrpunkt Beat, da» folgende, von der Auslastung de» Reichsichatzamtes abweichende Gutachten ad- gegebe»! Sind Ciefminera und sonstige Leistungen, die ihrer Art nach unter dos Umsatzsteuergefetz vom 26. Juli ISIS fallen, vor dem Inkrafttreten des Gesetze» bewirkt worden, so ist die Eteuerpflicht nach diesem Gesetze'begrlliidet. wenn für fie nach seinem Jnkrasttceten Entgelte vereinnahmt worden find. en. die ihrer Art nach unter die Bekannt- eichskaiizler» Uber Sicherung einer Umsatz- and für Zentraiverband der Handlungsgehilfen. btea, fcetUa. kae 18 »>8 Magistrat. ffüt machung de» steuer auf Lurustzegenstände vom 2 Mai ISIS fallen und s>' die das Entgelt in der Zeit vom 5. Mai ISIS bis ZI. Juli ISIS entrichtet worden ist besteht die Umsaastcuerpflich! nur. wenn auch dir Lieseruna»ach dem 4. Mai 1DI8 tt folgt ist. Da» Retcheschatzamt hatte bisher den Siandpunft vertreten, daß diese Leistungen umsatzsteuersrel seieu.©U Auslastung wird nicht mehr aufrecht erhalten. Es ergeht daher folgende«nsfvrdrrunz: Diejenigen Sieuerrsiichtigen, die bereit» ihre 6teni —...------. r_.— � � .._________ tzami.. Rachtraaserklärung birjeniaen Entgelte aufzufllhren. die nunmehr auf Grund de» Gutachtens des Reiäisftnanzhos«» edensalls der Umsatzsteuer unterlieaen. Die Richteinreichung der Erkläning zieht eine vrdminge- ftras» bis lS0 M. noch fich, sosern nicht wegen Tteuerdintev» »iehnng oder Srichieichung von Steuervorteilen ein« höhere Geldstrase verwirkt ist. Diese öffentliche Bekanntgabe be» Gutachtens de« Reichs. stnanzhofe» wird nicht wiederholt Die Steuerpflichtigen haben daher künftig die Erklärungen über den Gesanstdetrag der steuerpflichtige» Entgelt« ein für allemal nach den gsnauuten Grundsätzen aUftgeben. Lerltn C 2, Klofterstr. IS/1' a. den 28. Februar 1918 Stcaerdcpntation des Magistrats. Umsaysteueramt. __ yamdurger._' MM in Hinter. Mterer. MMn A. zlilaie bellt». Freitag, den 7. März I!) I i). abends Uhr. in den Liammersälen.Belle-Ällianeestr.» Ecke Teltowcr Str. Iliüglieiler-vefZsmmIunz. Tageserdnung: 1. Zsortsehung der Oerfammlnng vom 4. Jcbcnae 1918, 2 Bericht der SecljanOtnngstommiffion, 8 Verdau dsana.l.g.nd«iten Mttgitedoduch legilimlecl, Du» Erich, inen aller organisierten Kollegen erwartet v.« Di« Crt***n»cltg*f. « Ii"'M« Abeadenfeute und.�oi�enr�btotf�'lf��br� SüGstierbaus Belle vuestrw$. Joachim BClläCSllOl Karten fl 3. ü. 1.10 MarV täg'ich von 11—7 Uhr im iiiHilHärei §= Das tfil morren, Donnerstag, angesetzt« I. Volkskonzert I*"Äot* Otto Becker(0,�« ■g in der Garnlsonfclrcbe, Neue Friedrich«..= e L•traße� wird wegen Verkelir*schwieri|;« «o kclten auf ein spater noch* S Ii _ sp bC bekanntzugebendes Datum Gelöste Karlen behalten GülUgkelt, [1395E) Bekanntmachnng einer Aenderung der Verordnung über Höchstpreise für E i e r. Aul Grund der Sfi I und 5 de« Gesetze, betreffend HSchst- presse vom 4. August lSI4 in der Fastung der Vekannimachung vom 17. Dezember 1914 fR G.BI 6. 516) und auf Grund der Anordnung der Landeszrnfralbehärde vom 17 Juni 1916, sowie des§ öS Abf.? der Slädteordnung vom 80, Mai 1853 wird für den Bezirk de: Stadt Berlin angeordnet t Artikel I. In der Verordnung über Hächstoreif» für die von der Giereinfubr-Geselltchast m. b. H, der Rochfolgerlu der Rentral» Einfaussgesellschaft IN. d. H. gelieferten Eier wird jolgeud» Aendcrung vorgenommen: der Z 1 lautet: Der Vre!» für ei» von der Eiereinfuhr-Gefellschafi tz» lieferte« ausländische» Ei dars in Berlin im tileinhandei 88 Pfennig nicht vdersteigen. Diese Verordnung tritt mit dem lag» ihr« BevSsfentstchung in Äroft Di» Preietestsetzung bezi.hi fich nur auf die au klrantenanstalten. Lazarett» und Hanskranken zu Ilefrvnden Eiet Es sind zunächst MI« die für diese 5 weck, närtjen Ein geliefert worden. Eine allgemeine Zlertcilnng wird erst nach Beginn der Liefcrungeu au« den Iniaudsbezirke» eiurretea können. Berlin, de» l. BUlrz 1918 Magistrat. Vecmnlb. Tgd,«n 70 EV»_ SMSs gegen Seil SlStelMMe! im Vgllgernerse. 9* feinet Sitzung vom 21 Februar 1919 hat der Gesamt- au» schuh der XeldrentttfliftaftsfleDe für woge, der fich au» Bertreteru der Landwlitschaft, des Handel», der Industrie, der«onfektion. der Angestellten und Ardettetfchaft zusammen tofi lg . 9.....■■______ 1.»arz 1019 ZU Obernehmen und fortzuführen. Im Semeintomen In>»rest« aller am Wollgewerde Beteiligten werben I, von der 5lrIeg»-Rohstafi-2Idiei>una bisder ergangenen ve« inanliunchungen delressen!/ veschlsgnohine und ilielde- pflichi am 1. Marz l'iis neu erlassen. Diese Bekanntmack ungen, die auch die wirderbeschloguoha»« btv NuasliuoCgacue einschließen, find im Reiä�sanzeiger veröffentlicht. Di» Reichswirtsd-aftsstelle ifir Wolle ist. um ihr« Aufgabe zu erilllleu genöftgt und entschlofien, für Ordnung in der Wirt- schaft zu lvrgen»nd mit allen Mitteln»Scksichtslo» gegen den Schleichhaudel vorzugehen. Es werden»aber um- fangreiche Reolflonen sofort eingeleitet werden Jeder, der gegen dl« Bekannlmod-unge» verstoßt oder die Revisoren an der Aueübung ihrer Tätigkeit verhindert oder zu verdlnder» versucht, wird firasrechtticki»erfolgt weedeii. Do die Fortillheung der Wirtldiast nur untergeordnete» Vertzaltniffen möglich, andernfoN» ihr finsammenbench unver- meidüch-It. ergebt an olle Beletltgten die Aufforderung, die BHederhezstauung der Ordnung mit ollen Kräfte» zu unterststhen und die ernsillchs Mahnung» verikdste feg, sicher Art unbedingt zu uuterldffen, Bekanntmachuttg. Abtetlu-itz flu Obst, und S»«ufttIr»«eioeur>»0. «tzd.»r.«009 Gem. 18 Wie darf d' 30 P« itchee Fedeui Der erhöhl sich Umsotzstener; dekoont. daß st> Verls». INnrl»«- Kubikmeter dt» oui weitere« aus tlmtoastener,»nie» Wegfall sdmt- zu«, angefangen mit den NoriizurGinztrhuiigaeiangen. szgasmeffer eninoWechpie Gas uditmeler. einschl. M-vea- und jwilchcn diesem und dem bis- i, erigen Preis» Med M Entleerung der Münzgaemeffer durch die tftranftragten der»etellschaft gegen Emvfangabeschefntgung dcsonder» eingezogen. ISSttD GaebetriebSqckcllschoft, Aktierigesellschoft. Der Vorstand,<2 Kür tloz. viMgsle vozugs- quell« für Händler, Hausierer! Sdimier' Waschmittel t>»-/, Pfö.-Büchlen, 10 pfd. vachseu. 25 pfd..«In>er und iu Jöfsetn. 1506b* vual. A. St. helle, fchtiialjige Qualität wunderschön Im Geruch. Quai. E. St. dunkle schmalzige QuaL. mit Minerai. Fettgehalt. Stein, Waschmtitclvkrtrieb.NederAtleS', Renkilll» Vertreter an allen Plätzen gesticht. Herrnannstr. 267, RolUrug. vi« Kactifheif! MsiwWHWg Sll sn Potsdamer Straße 134« E-uder-nsstellung WilllltM WllNer Gemälde— Graphik— Plastik. Mikwoch. den 5. MLez, 7�/4 Pudolf Klümner: Peter«A l tenberg-Abeud. Karten 5—1 M. lSSSD Borverkauf! Stnrmbuchhcndlnng, Potsdamer Straße XSSa. Jetzt für Be» Handel freigegeben I «ortter!>0 Stück R. 3�0! WO Stück«.!!" ftnafttanea. 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März, odendck K Uhr, in de» ZlasIltBrustlBn, Kaisre-Wildelm-Sir. St: Brauch env er s ammlung. Lagesordnuug! ilZortrag über:„Sozial ificrung und Rätrsyftem". Referent! Genosse priidllcb. Ssljneiött. SMlinl» ml> f SiearDfitet SentldiMs. — Finale Berlin, Sebasiiaiistr. 37/38. DonnerStass, deu ti. März lK>9, abends 7 Uhr, in der Brauerei Psefferberg.Schönhanser Allee 176 Mitqlieder-Bersammlnng der in der Herrenwäsche �adritation be« schäftigten Arbeirer und Arbeiterinneu. Tagesordnung: E Unsere Forderungen on die Arbeitgeber. ReierenL Kollege Saleocb). S. Freie Aussprach� gRitglUbeimch legitimiert! ohne dosseid» oder mft mehr als achl reftierenden Wock-endetteägen kein giitritt. 'sttcgchenfommtsfiou. 164/8 Di« MM Witt-Mi. bezirksmeiv GO-Serli». Mittwoch, den 5. März 1919, abend» 7 Uhr, im„Rosenthaler Hof", Noseothaler Str. 11—12: Illitglieäer-veriainwlung, zu de« euch alle uichlorgauisterteu Maurer-, Zimmerer- und Zemeulbaupellsre tzlenall eingeladen sind 16156* Paul Uraül, Berltn-Steglttz, Ted: ettglitz Helnrich-Eeidel�tr. 8.___ Xehrllnge 2388 UBVD che He fometei, Schleiferei und aärtlcee* verlangt Scbwidlinsky& Co S 42. », Prlosauatr. st». bereiten sich vor lUr dt« neuen gewerblichen A»8 tchwune, erhöhen letzt ihr» Kenntnisse und Fertlgkelte» und sichern sich damit ein» gute Bsisteuz oder gl>»» sende Stellung. Verlangen Sie von mir sofort ameonci einen lllnstr. Katalog über anerkannt gute, erprobie und lehrreiche FaC-Zst her, dl« Sie In ihrem fördern und vorwärtsbringen Für Meister Lehrling und Oesella. Beruf angeben. Carl llengv Ludwig, Breslau. fcflO* JsrxsÄe ftstu. schmalzige War«, nach einige Grotzodnehwer gefacht Angebote unter Q 18 Hcupt» erpedition„Vorwärts'. 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