Nr.I18.36.Ia!frg. VezugSpreiS: Sierteljä�rl. 1JS0 SJtU, ntoitQtL2 60 IKL jrctinä Hau-. oorauSzahlbar. eiuzewe Siuuunern 10 Pfennig. Poiibezug! MonaUich 2.V0 fDIL. exö. Zustellung�- gebühr. Unlei Kreuzband für Deutsch- land u. Oefterreich-Ungarn->.76 MI. für daS übrige SluSUmi 9.76 MI. bei lüglich iinaialigel Zustellung 7.76 MI. Postbestellungen nehnien an Düne- Marl. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Bost-Zetnmgs- Preisliste. Der.VorwürtS' ericheint wochenräglich zweimal. Sonntag», euimal. Tele gramni-itd reffe »Sozialdemokrat Berlin'. Abend-Ausgabe- (lopksnnis > J � f Verlinev Volksblstt. Anzeigenpreis: Die achtgefvaltcne Stonvareillezeile loflei 1,20 MI.»Kleine Anzeige»-, das ietlqedruckte Morl 60 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), ledes weitere Wori 26 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erile Wort SO Pfg.. jedes weitere Wort 20 Psg. Worte über 16 Buchilaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 60°» Familien-Anzeigen, volitische und gewerlschastliche Vereins- Slnzeigen 1,20 MI. die Zeile. Anzeigen iür die nächste Vummer müssen bis» Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin SW.S8. Lindenstraye 3. ad->egeden werden, lScössnei oon 9 Uhr früh bis ü Uhr gbend». Tentralorgan der rozlaldemokratifcben Partei Deutfcblands. Ueöaktion und Expedition: SM. 6$, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Morchplay, Nr. ti»T90— 1.31,97. vorwärts-verlag H.m.b. H., SW. öS, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Rr. 117 3.1—34. l>ie Streihkrifc vor der K-öfung. Verhandlungen In Melmar. Eigener Trahtbericht des„Vorwärts". W c i m a r, 5. März. Ecstern traf hier cine Abordnung der sozialdemokratischen Arbeiterräte Berlins ein, die mit der Regierung cine eingebende Aussprache über die Streiklage in Berlin und über dir Forderungen der Berliner Arbeiterschaft batte. Aus diesen Verhandlunge» ergaben sich für die nächste Zeit folgende gesetzgeberische Absichten der Regierung: 1. Tic Arbeitcrrätc. u) Tie Arbeitcrräte werden als wirtschaftliche Jnter- rssrnvcrtrctung grundsätzlich anerkannt und in der B e r- s a s s u n g verankert. Ihre Abgrenzung, Wahl und Ausgaben werden durch ein sofort zu veranlassendes b e- soudercs Gesetz geregelt. d) Für die einzelnen Betriebe sind Betriebs- a r b c i t e r- und A n g c st e l l t e n r ä t e zu wählen, die bei der Regelung der allgemeinen Arbeitsverhältnisse gleich- berechtigt mitzuwirken haben. c) Zur Kontrolle und Regelung der Produktion und Warcnvcrtcilung werden für alle Industrie- und Gewcrbs- -zweige Arbeitsgemeinschaften gebildet, in denen die Unternehmer und Betriebsleiter, Arbeiter und Ange- stellten und die Arbeitgeber- und Arbeitnchmcrorganisatio- ncn mitwirken. d) Für bestimmte territoriale Bezirke werden B e- zirks- Arbeitsräte(Arbeitskammcrn) und für das ganze Reich ein Zcntral-Arbeitsrat gebildet. In den Bezirks- und Zentral-Arbcitsräten sollcu alle selbst Arbeit Leistenden, auch die Arbeitgeber, freien Berufe usw. vertreten sein. Diese Räte haben bei S o z i a l i s i e r u n g s m a ß n a h me n iilitzuwirken und sind zur 5tontrolle sozialisierter Betriebe und Gcwerbczwcige heranzuziehen. Tie haben weiter alle wirtschasts- und sozialpolitischen Gesetze zu begutachten und das Recht, selbst solche Gesetze zu beantragen. Die Reichs- rcgicrnng wird den Zcntralrat vor der Einbringung Wirt- schaftlichcr und sozialer Gesebe hören. 2. A r b c i t s r c ch t. Ein Gesetz über ein einheitliches, demokratisches Arbeitsrecht mit dem Ziel der Schaffung dcmvkratis ch- tonst i t n t i o n e l l e r Verhältnisse in den Betrieben ist sofort der Nationalversammlung vorzulegen. !j. S o z i a l i s i c r u n g. a> Der Bericht und die Vorschläge der Sozialisicrungs- kommission werden sofort veröffentlicht. K) Die Sozialisierungsgesetze und das Gesetz über die Sozialisicruug der Ävhlcnbewirtschaftnng sind von der Rcichsregicrung und dem Staatcnausschuss bereits angenommen und der Nationalversaininlnng zur Bc- schlusssassung unterbreitet worden. Weitere Sozialisicrungs- maßnahmen werde» unter Zuziehung von Sachverständigen und der Arbciterräte sofort in Augriff genommen.(Die erste Lesung ist schon am Freitag. Red. d.„Vorwärts".) 4. Militärisches. Alle nach dem allgemeinen Strafgesetz strafbaren Hand- lungen werden auch bei Militärpcrsonen den b ü r g c r- Ii ch c n Gerichten zugewiesen. Ein dcmentsprcchcndcr Gc- sctzentwurs ist von der Rcichsregicrung bereits vor einer Woche in der Nationalversammlung angekündigt worden und wird mit Beschlcunignng fertiggestellt werden. ö. L e b c n s ni i t t c l v e r s o r g u n g. Die Regierung hat bereits angeordnet, dast die Lebens- mittel unter Ausschaltung jedes unnötigen Zwischenhandels durch Vermittelung der Gemeinden an die Konsumenten verteilt werden. An der Verbesserung der LebcnSmittelerfassung wird dauernd gearbeitet.-,. ** * Der Wille der Arbeiterschaft, die Errungenschaften der t, Revolution, nicht nur die der Demokratie, sondern gerade die auf wirtschaftlichem Gebiete auszuwirkenden gesetzmäßig zu verankern und für alle Zukunft sicher zu stellen, ist außeror» deutlich geschlossen. Die Arbeiterschaft ist sich klar, daß das neue Deutschland in wirtschaftlicher Hinsicht nicht ein bloßer Abklatsch des alten kapitalistischen Wirtschaftssystems sein kann. Die privatkapitalistische, von der einseitigen Herrschaft des Unternehmertums diktierten Wirtschaftsordnung muß planmäßig und weise abgebaut und sozialistisch neugcordnet werden. Nicht nur die politische, auch die wirtschaftliche Demokratie soll die Zukunft Deutschlands überstrahlen. Wie die politische Demokratie alle Volkskreise gemeinsam an den Ausgaben des Staates beteilige« soll, so soll auch aus wirtschaftlichem Gebiete, die Bestimmung in die Hände des Volkes, in erster Lim« in die Hände der produktiv tätigen Kräfte gelegt werden. Die Arbeiterschaft, die bisher davon ausgeschlossen war, soll die Sicherheit haben, künftig aus- schlaggebend mitzuwirken. So denkt sich insbesondere auch die sozialdemokratische Fraktion der Nationalversammlung die künstige Stellung der Arbeiterschaft in der deutschen Wirtschaft. Auch unsere Ge- nossen in der Rcichsregierung haben diesen Standpunkt sich zn eigen gemacht und sind entschlossen, alles zu tun, um diesen Forderungen Erfüllung zu verschaffen. Wenn die Reichsregierung— man darf jetzt annehmen, daß auch die bürgerlichen Mitglieder der Reichsregierung dem Drängen unserer Genossen sich gefügt haben— bisher die Frage der Arbeiterräte noch nicht gesetzgeberisch behandelt hat, so lag das wohl mit daran, daß erst einmal die große Anzahl Port politischen Forderungen der Demokratie gesetz- lich festgelegt werden mußten, um im neuen Staate gewisse politische Mindestmordermsse gesetzlich zu fixieren, und auf dieser Grundlage aufwärts zu bauen. Jeder vernünftige Mensch im Staate kann sich vor- stellen, daß nicht die Tausende neuer Forderungen, die an das neue Deutschland gestellt werden, im Handumdrehen erfüllt und durch Gesetze verankert werden konnten. Auch die Gesetzgebungsmaschine kann nur eins nach dem andern leisten. Notwendig für die Arbeiterschaft ist natürlich, daß sie durch fortgesetzte Wachsamkeit zu dem Höchstmaß von ge- setzgeberischen Leistungen in ihrem Interesse drängt. Dabei darf natürlich nie außer acht gelassen werden, daß mit über- stürzten und nicht aus alle Konsequenzen genügend geprüf- teu Gesetzen der Arbeiterschaft kein Dienst erwiesen wird. Die Arbeiterschaft muß das Maß von Ruhe�im gesetzgcbc- rischen Vorwärtsschreiten verlangen, das jede' Erschütterung ausschließt und das in gerader Linie zu einer neuen Struktur des Staates, der Wirtschast und der Gesellschaft hinüber- leitet. � Die Forderung nach politischer Demokratie konnten rasch erfüllt werden, weil es ein leichtes ist, ein politisches Systcin durch ein anderes zu ersetzen. Hingegen fordert der durch tausendjährige Entwicklung allmählich gewordene Ll'omplcx unserer komplizierten Wirtschaftsorga nisa- t i o n, an der das materielle Leben, Sein oder Nichtsein unse- res Volkes hängt, ein sorgfältiges Abwägen und kluges Um- stlleen, wenn wir nicht durch große Erschütterungen, die Kräfte gefährden wollen, aus denen wir die Existenzsicherheit für unser 7l>-MillionenPolk hernehmen. Nun kann die Reichsregierung— nachdem sie die not- wendigsten politischen Aufgaben erledigt hat, mit Hilfe der freie st en Demokratie der Welt daran gehen, die deutsche Wirtschaftsorganisation den Wünschen der marxistisch gesinnten Arbeiterschaft entsprechend umzubauen. Der B e t r i e b s k o n st i t u t i o n s n ak i s m u s, die De- mokratie.dieMitbestimmungderArbeiterin derProduktion werden gesetzlich festgelegt. Und darüber hinaus wird nun, wie die Reichsregierung bereits durch das fertige Gesetz der Sozialisierung des Kohlensyndikats und durch eine Reihe anderer Gesetzesvorlagen für die Soziali- sierung angekündigt hat, die Arbeitcrratsfrage in Angriff genommen. Auch die berechtigten Forderungen der Arbeiterräte, daß die Arbeiterräte gesetzlich und verfassungs- mäßig als öffentlich-rechtliche Jnstitlitio- neu für die Erfüllung der sozialpolitischen Aufgaben des Reiches, für die Konirolle der Produktion und für die Sozia- lisierung der dazu reisen Teile unseres Wirtschaftslebens per- ankert werben, wird von jetzt ab ihre Erfüllung erfahren. Die Arbeiterräte der S. P. D. Berlins haben sich mit diesen Forderungen seit geraumer Zeit schon beschäftigt. Diese Verhandlungen sind gegen Ende der vorigen Woche bis zu dem Punkte rkistallisiert worden, daß die Forderungen präzi- siert und an die ReichsrSgierung weitergegeben werden konn- ten. Darum hat ausgangs voriger W>Ä)e die Fraktionsver- sammlung der Berliner Arbeiterräte der S. P. D. eine viergliedrige Kommission ernannt, die'den Auftrag bekommen hat, nach Weimar zu reisen und diese Forderungen der Regierung zu übermitteln. Diese Kom- Mission ist heute nach Berlin zurückgekehrt und sie ist in der Lage gewesen, für die Berliner Arbeiterschaft und für die Arbeiterschaft im ganzen Reiche die große Genugtuung mitzu- bringen, daß den Forderungen der Arbeiter im vollen Um-, fange entsprochen wird. Von heute ab ist die G es e tz g e b u n g S m a-! schine des Reiches auf die gesetzliche Rege- lung der Arbeiterratsfrage eingestellt. Die Arbesterräte werden m der Verfassung aufgenommen, sie« sollen in der Weise organisiert werden, daß sie auf der Grund- läge der Betriebsarbeiterräte aufbauend über Bezirks- arbeiterräte hinweg in einen zentralen Reichsarbeiterrat ihre höchste organisatorische Spitze finden werden. Sie haben die Produktion zu kontrollieren, bei der Sozialisierung mit- zuwirken, sie haben auch das Recht, Gesetzesvorschläge fiir die wirtschaftliche Neuordnung und Sozialisierung auszu- arbeiten und einzureichen. Alles, was die Berliner Arbeiter- schaft in ihren Richtlinien fordert, ist grundsätzlich ange- nommen. Wenn man auch weiß, daß die Regierung sich seit län- gerer Zeit eingehend mit diesen Fragen beschäftigt, so braucht man dabei nicht zu- verkennen, daß die große, in dem Ber- liner Generalstreik zum Ausdruck gekommene Bewegung die Angelegenheit zu einem rascheren Fluß gebracht hat. Aber die Arbeiter müssen die große Gefahr erkennen, die darin liegt, daß man durch impulsives Stürmen eine ge- ordnete EntWickelung' unterbinden und damit die ganze An- gelegenheit auf eine abschüssige Bahn bringen kanw auf der alles ins Rutschen und das Lcbensinteresse der Arbeiterschaft schwer zum Schaden kommen kann. Mit einem Generalstreik kann man Forderungen dieser Art wohl betonen und unterstreichen, aber man kann sie nicht erzwingen. Und weil wir dieser Ueberzengung sind, betrach- ten wir auch heute noch den Generalstreik in Grotz-Berlin- als ein Mittel, den Sozialisierungswünschen und Demokrati- sierungswünschen der Arbeiterschaft schweren Schaden zuzufügen. Die Groß-Berliner Arbeiter wissen jetzt, daß die Re- gierung daran geht, ihre Wünsche gesetzgeberisch zu erfüllen. Das wollen wir alle. Die Interessen der Arbeiter sind uns viel zu heilig, als daß wir nicht alle Einsichtigen unter ihnen dringlich warnen müßten, nun durch weitere Fort- setzimg des Streiks eine Ueberhastnng und Ucber- lastnng der Gesetzgebungsmaschinerie herbei- zuführen, die dann�zu einem Resultat führen müßte, mit dem alles zum Teufel geht, ivas sich die Arbeiterschaft an Segen daraus erhofft.— »' Die Regierung erklärt ihr Einverständnis. W e i m a r, 5. März. Tic Regierung hat sich heute vor- mittag noch einmal mit den gestern zwischen der Berliner Kommission und den Vertreter» des Kabinetts gctroffc- ncn Abmachungen befaßt und sich einheitlich damit einver- standen erklärt. Tie offizielle Abordnung der Streikleitung wird heute hier erwartet. Sie ist bereits von Berlin abgereist. Man erwartet allgemein, daß man unschwer zu. einem b c- friedig enden endgültigen Abkommen gelangen wird. Die Lorderungen der sozialdemokratischen Fraktion Gesetzliche Verankerung der Arbeiterräte. Die Forderung des Berliner Generalstreiks, die die Demokratisierung der Betriebe und die Sozialisierung derProduktion mit Hilfe der gesetzlichen, öffentlich- rechtlichen Institution der Arbeiterräte ge- sichert wissen will, ist von der sozialdem-okratischen Fraktion in Weimar schon vorher vertreten worden. Und die sozial- demokratische Fraktion der Nationalversammlung steht rück- haltlos auf dem Boden der Anerkennung und gesetzlichen und verfassungsmäßigen Verankerung der von der Revolution ge- borenen Arbeiterräte. Am Freitag voriger Woche führte der Genosse Richard Fischer als Redner unserer Fraktion in der Nationalver- sammlung das folgende ails< „In immer neuen Formen kämpft, die organisierte Arbeiter- schaft um diese verfassungsrechtliche Anerkennung. Die Rcvollltiou hatte uns die neue Form der Arbeiter- und Soldaten rate gebracht. Die Hoffnung und das Vertrauen, daß die Arbeiter— die unorganisierten noch mehr als die organisierten— in diese Räte setzen, fließen zum Teil aus dieser elenden Lage der Ar- beiterklasse infolge der Ueberanstrengung und Unterernährung der letzten vier Jahre Gewiß, die Arbeiter- und Soldatenräte haben vielfach wilde Uebergriffe gemacht— ist das in dieser bewegten revolutionären Zeit nicht zu verstehen?—, aber wir haben doch aus dem Mund« der ReichSregierung gehört, in wie viele» uriHÄli- gen Fallen sie sich bewährt zum Wohle der Revolution und des Landes. Heute, nach Schaffung der Reichswehr, nach der Auf. losunz des alten Heeres, sind die politische» Fnnktione» der Soldatenräte gegenstandslos geworden. Aber auch« dem NIt''om?prc� rcnnvr her �Icppcninn Rnfo 5?fcfrchii!;ivfött)prfrfi7f= ten der Scldat?» ttir eine flan.je Reihe von Funktionen als Meck- dienlich in Aussicht genommen ivordcn. Vor wenigen Tagen hat in Berlin jDbexst Reinhard sich über die neue Wehrversassung aus- gelassen und dabei auch über diesen Punkt sich in folgender" Weise geäuszert: Bei dsn Arberterrät en liegen die Dinge ganz ähnlich. In ihren politischen Funktionen haben die Arbeiksrräte nach den Wällen deinolratncher Volksvertretungen in Reich, Staat und Gemeinde sich in die neuen verfassungsmäßigen Zustände ein- zufügen._ Auf wirtschaftlichem Gebiet verbleibt ibnen ein weites Tätigkeitsfeld. Nud rö wird ein« der ersten Aufgaben der sozialen Gcsciigebung sein, die Funktionen solcher Arbeiter-, Ve> tri ebb- oder Angestellteiiriite gesetzlich frstzlilege,,. Fhre Mist«irk,ag in! Betriebe bei Regelung fc:* Lohn» und Arbeitsverhältnisse, ihre Mitivirrung bei der S o z i a: s j e r» n g verschiedener Arbeits- zweige, ihre gutachtliche Aeus-ernng über WirtschaftS- nnd sozial- politisch' Krogo», daö Recht, in solchen Fragen srlbst Anregungen an die Regierung,»>. die«tisepaebenden Kiirvcrschaften zu stellen, alles das sind Aufgaben, denen nicht bloss d!« Arbeiter nlkein Ba- deutung beimesse«. Diese Aufgabe gescvlich z» verankern, damit die Arbeiterrnte ihrer Aufgabe entsprechen können, an der Gin- führnng des sogenannten konstitutionellen Fabrikbctriebes mitzu- wirken, daz» ist der Erlaß eines Gesetzes notwendig, um dessen Ernbringstug wir die ReichSregiernnz ersuche n." Usber die Srizialisserung und über die dabei eventuell festzu- stellendvn CmtfchädigungSgrurrdsähe führte Genosse Fischer auS? „Gegen die hfeitlezptt g eines solchen GruridsadeSrge der Sozialisier ung der Bergwerke ist doch eiae Frage der allernächsten Wochen oder Mo- nate. Soll da etwa Entschädigung für den Ausfall künftiger Ge- Winne gewährt werden? Sollen die Bergwertsliebesgaben für die Familien Ahrenberg, Thiel e-W in kl er usw. etwa verewigt werden 7 lind wie steht es mit der Entschädigung da, wo das Anlagekapital bereits zehn-, zwanzig-, Hunderlfach herausgearbeitet worden ist? Das hieße doch in vielen Fällen die Sozialisierung im Interesse der Kapitalisten durchführen, um diese unter Umständen vor unbequemer Konkurrenz zu schützen. So v« r- st eben die Arbeiter die Forderung der Soziali- sicrung nich t," Politisthar Streik und Soliüarität. Mast schreibt rn ls: Die Resolution schafft täglich neue Problem«. Nachdem wir ein Menschenalter lm'qz nur wirtschaftliche Streik? gekemnt haben, erleban wir jetzt einen politischen. Dadurch entsteht die Frag«, ob es mit der SolidaritjitSpfbicht im politischen Stcoik ebenso steht wie im wirtschaftlichen. Nehmen wir ein Beispiel: In einer stockklerikalen Gegend de- schließt- Vi« chriftlichs Ml hrheit der Arbeiterräte einen Proteststreik gegen die Trennuvig der Kirche vom Staat. Ist die sozialdemo- kratische Minderheit verp, stichlet, diesen Proteststreik a-uS Sälidarität mitzumachen? Sie hat vielleicht bis zum Augenblick des Streiks leidenschaftlich für die Trennung der Kirrbe vom Staat gekämpft. Plötzlich soll sie umschwenken und die Erfüllung ihrer eigenen Forderung mit dem allerschärfsten Kampfmittel bekämpfen? Genau dasselbe gilt ijn umgekehrten Fall für die christlichen Arbeiter. Sollen wir sie zwingen, für die Trennung der Kirck?« vom Staat zu streiken, während ste Gegner der Trennung sind? Wäre das nicht Gewissenszwang schlimmster Art? Hieße da? nicht, einen neuen Kadavergehorsam einführen, der noch ärger ist als der alte? Gestern habe ich in geheimer Abstimmung-m? freier Heber- zengung für eine bestimm te Parts, gewühlt. Morgen komm« ein Streikbeschluß, der uns.boüehlt, gegen die eigene Partei zu kämpfen. Wenn ich mich ihm nicht füge, bin ich dann ein Streikbrecher? Diese kurzen Erwägungen zeigen schon, daß der politische Streik seine eigenen Gesetze hat und nicht einfach nach den Regeln des wirtschaftlichen Streiks behandelt werden kann. Die Wirtschaft. lichen Streikregeln gleichen jetzt einem Handschuh, der nicht paßt und platzen muß. wenn man ihn gewaltsam anziehen will Ist das Prinzip deS wirtschaftlichen Streik» unbedingte Solidarität, so muß das Prinzip des politischen StrVikS freiwillige Disziplin auf Grund LilliUL-jj--- L-J------- LJiHi'mi'ssuamu'wi wmvmi immmmtmm ■ Mckt auf öas Werk. Brbestcrl blickt auf euer Werk, auf das Work der Revolution. Sehet den Landmann. Er tagt nicht: ich verde pflügen, sondern er pflügt. Und im hohen Mittag des Jahres, wenn er die vollen Aehrcn streichelt, sagt er nicht: ich werde ernten, sondern er crnter. Sehet den Erfinder. Er rühmet nicht: ich werde erfinden. sondern er spinnt fich in den«reis seiner Gedonten ein und spricht erst nach vollendetem Werke: ich habe erfunden I Sehet den Dichter: Er stellt fich nich, auf den Markt und preist das Meer seiner Empfindungen. Rein,>aus dem ver steckten Oaell seiner Inbrunst strömt der Chor.>— Sehet den Kämpfer für Freiheit I Er ruft nicht: cS lebe die . Freiheit. Vielmehr schreirer er den Dornenweg seines SiegeS von Pilatus bis Golgatha nud seine Taten zeugen: öS ist bollbrochl! Arbeiter, Sozialisten! Blickt auf euer Werk, auf da- Bork de» Revolution! I. Z- Ew nachgelassenes Drama �isners. Kurt Elsner hat eine unaiiigesührle dramatiiche Dichtung hinter- lassen, betitelt„Die Gökt-rprüfung. Eine weltgeichichiliche Posse in füiis Akten und einer Zwischenpantomim«". Die Titelieite des ManuftriptS trägt zwei Vermerke, die eine»indringliche Sprache reden:„Begonnen: Frühiahr tSW im Strasgeräiigni» am PiStzenie« bei Berlin. Bollendet: Februar/März 1918 im UnlersuchungS- gefängniS am Reudeck zu Münchens AI» Ort der Handlung, so teilt die Münchener Presse mit. ist eine Intel im Weltmeer angegeben; als Zeit: Immer. Dem originellen, etwa dreißig Erscheinungen umsessenden Personen- Verzeichnis entnehmen wir die folgenden Figuren: Prinz Agab, später König Agab 0.(der Nullte), König vo» Fanin. Der Hirn» meiftcr, fein Erzieher, später Konzler. Dann sind noch vorgesehen der Geschlechtsmeister, der Machtmeister, der Wachtmeister der Schlachtmeister, der Jaadmeister und der Trachtmeister. Der Sliru- wolkcnscheucher ist ein Page, die Tochter des obersten Weisen heissl Warana. ihr Geliebter Guldar. Drei Bollsbändiger und die Mumie de? Krieges beschließen den Reigen. Das Ganze stellt sich, bei absoluter Verachtung d«S Tboatralisch- Ditksamen, als da« Dokument«int# Idealisten dar. der auch in dieser Dichtung zn den Wenigen redet. Die Welikomödi« von' den Göttern, die ihre Prüfung nicht bestehen, endet mit den ermahnenden Strophen: Doch Götter sind in unfern Seelen. Ihnen In Ehriurckt w,r uns beugen, wenn wir rein Sie uns erschufen alS das weise Wunder. Uud tiefst« Schöpfung, heiliger Träume Kündcr. freier gemeinsamer vcherzeuguns sein. Wer einen politischen Streik nicht mirmach-, weil er mit seinen Zielen nicht enwerstan» den ist, der ist kein Streikbrecher. �mZreitag erfteLelung öerSoziattsserungs- vorläge. Wie die P. P. N. mitlceltn, gelangt am Freitag in der Nativ:in!vcr>ammlnng die Svziaüsieruugsvoriage zur Be- ratung.__ Llopö Georgs im �nZuftrieret. Teutschland wird in Trümmern fallen. London, 4. März.(Reuter.) In der ersten Sitzung des der- oimgten Indnstrierats de? Arbeitgeber und Arbeitnehmer sagte Lloyd George: Ruhland ist in Trümmer gefallen nnd eS liegen lsrder An zeichen daftir vor, daß es mit Deutschland ebenso gehen wird. Es sollte mich nicht wundern, wenn England wiederum die Ausgabe zufallen würde, die Zivilisation m mehr als einer Hinsicht zu retten. Die Arbeitgeber dürften nicht nach vorübergehenden Vorteilen trachten, die ihnen schließlich zum Verderben ausschlagen könnten. Di« Arbeiter sollten daran denken, waS im Rußland ge- fchehen sei und wo» vielleicht auch in Deutschland geschehen iverd«. Äerad« für die Arbeiter sei Anarchie am allerunvorteilhaftrsten Es sei«in Fehler, die Arbeitsstunden über das absolut notwendige Maß anSzudehnen. Andererseits müßten aber der ausländische Wett- bewerb und die Bedürfnisse eine? Landes von 4S Millionen Men- fchen berücksichtigt werden. Der Premierminister sagt» zmn Schluß: Die Wohlfahrt Englands hängt von der Steigerung der Erzeugung ab. Unsere Schulden betcagen acht Mil- liarden Pfund. Diese müssen wir durch gestei- gerte Produktion wieder einbringen. London, 4. März.(Funkspruch de» Wiener Korr.-Bureaus.) Im Unterhaus erklärte Churchill bezüglich der Abstummmg wegen Bewilligung von 2% Millionen Mann für twS H«»t, daß der Anforderung infolge der augenblicklichen rni geklärten Verhältnisse stattgegeben werden müsse. Die Okkupation?« arme« am Rhein dürfte bis Ende IS20 aufrechtzuerhalten fern. In mrber Zukunft werde der Rat der Per- Windeten auf beschleunigte Erküllirng der BeRrarongen seitens Deutschlands dringen. Deutschland hungere und sei dem sozialen nnd nationalen Zusammenbruche ge- fährkich nah«. Dies sei die Zeit für die Friedensbedingungen. die Deutschland annehmen und durchkübren müsse. Fall? es»er- säumt würde, hätte man niemanden mehr, mit dem Frieden abzu- schließen wäre. Nach Nnterzeickmung de? Frieden» durch Deut'ch- land könnten Nahrungsmittel und Rohprodukte fafort «mgeführt werden. Es müsse jedem widerstreben, die Waffe de» HungerS, mich rrne einen Augenblick länger miSzunützen, als nötig fei, um die Bedingungen zu erreichen, für welche die Alltisrken kämpften. Nilssns SchcMeriykdtsu. !>?i.p»bk»kanifche Obstruktion im Senat. Washington, 5. März. Der Kongreß bat fich vertagt, nachdem die Obstruktion der Revnblikauer i« Senat die Annahme einer Reihe wichtiger Maßnohme» noch»or Schluß der Tagung verhindert hatte. L o d g e brachte im Ramen von LS Senatoren den Antrag ein, daß der Senat den Vö lkerbundplan nicht billige Gegen die Abstimmung wurde Widerspruch erhoben und die Session ohne Ab- stimmung geschlossen. Durch die Eiklärnng Svage? ist aber fest- gestellt, dost die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit für den Abschluß de? Friedensvertrag« nicht vor- Haiden i st. New-Aork, 4. März.(Reuter.) Der Streik von 16 000 New-Aorker» Hasenarbeitern, der im Januar aus Wilsons telegraphischc» Ersuchen hin eingestellt wurde, ist an- scheinend wieder ausgebrochen. Die Schissohrl ruht so gut wie völlig. Die Streikenden verlangen Lohnausbesserungen von durch- ichnitllich 60 Proz. und den achtstündigen Arbeitstag. Was einst wir werden nnd wohin wu steigen Empor zur Freisen hoch ins Grenzenlose. Bau» solchen Äfiliorn auch Altäre sroinm In euch, und laßt von ihnen euch beherrschen. Nlmöer ösr Chirurgie. Der Bericht fider Leistungen der Shirurgie in England, der in der SonnlagSnummor erichien, hBt unS mehrere Luichrlften von Fachleuten eingetragen. GS wird darin übereinstimmend fsstgestellt (wo» ja in unterer Notiz auch nicht deitrillen wurde): Die ersten erfolgreichen Betsuche, Fmger plastisch zu ersetzen. find lange»or dem Kdeije gemacht worden. Der Ausbau der piastiichen Chirurgie knüpft fich an die Namen L«?a. Payr und «ndsre. Die:m Artikel angeführten Eingriffe sind vielfach in Berstn und fast asten deutschen Groß- und Uuiversstätsstävieu mit bestem Erfolg in loSmetiicher trallioaeller Hinsicht ausgeführt worden, selbir der Eriatz von vier Fingein an der Hand durch tleverpflanjung von Mrnelirig nnd vrec Zehen, und zwar von einem im Bereich de» Gardctoips tätigen in Berlin ansätfigcn Chirurgen. In einer anderen Zuschrift wird betont: Der Bericht von Er- folgen der englischen Aerzie in der Behandlung von Verstümmelten könnte den Anschein erwecken, als ob diese Meihoden von den Engländern erdacht oder zuerst mit Erfolg durchgesstbri wären. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Seit dem ersten KrieqSjahr bereits werden ganz ähnliche nud viel bedeutendere Operaiiouen von deutschen Chirurgen anSgessthrt. Sie find deshalv viel w'ch'iger, weil sie nicht da» auch taust hochwichtig» Zchenmateriot zum Erfolg heranziehen, fandein andorweuige« Anocheiunatecial, z. B. Rippenstücke, verwenden._ UeberfiuK an Rohstoffen. Obioohl die Ententeläuher während der vier Kriegsjahre eine« ungeheuren Bedarf an sttobfteffen aller Art befriedigten, waren sie doch nicht imstande, die tatsächlichen Borräte aufzunehmen, die sich. zum Teil infolge de» AuSsalle« der mitteleurepaischen Märkte, zum Teil inselge der gesteigerten Erzeugung, i«i einer Reiche über- seeischer Erjcugungkländer angejainmelt haben. Dar so entstandene llebcrsluß' einzelner ErzeuguirtzSiänbsr betraf zum nicht geringen Teil Nahrung?- und Äenußwiitel. für deren Verfrachtung a» an Schiffsraum fehlte, für die auch außerhalb der blockierten Mittelmächte keine Ber- Wendung war. So find, wie die ,?hemisch-T»chn>sche Bechen schrift" hervorhebt, in Australien gewaltige Uederschüsse an M e i z e n aufgespeichert, die im Lause der Zeit allerdings eine Verringerung durch die ungeheuer ausgebreitete Mäuseplage er- fahren haben. Ferner befindet sich der Kaffeemarkt Bra- silienS infolge von Uebererzeugunz wieder in beträchtlicher Not- läge. Auch Tee, Tabak und Zucker lagern im Ueberfluß de- sonberö auf den osttudtjchen Märkten. Ferne« vcrzeichuet Oft» �chtftunöen-Sewegung öer fraRzssisthen Hergarbeiter. Bern, 4. März. Laut„Huraaniie* dechloß ein Kongreß der Bergleute im Pas de Calais, den Achtstundentag und und eine fünfprozentige Lohnerhöhung zu verlangen. Die Berg- orbeiter wollen fich mil den Eisenbahnern von Franlreich. den Bergleuten von Mittel» und Nord-Frantreich und den englischen Ar» vettern zusammentun, um eine gemeinsame Bewegung zu schaffen, sallS ihre Forderungen nicht erfüllt werden. De? zweite Tag öes General- streiks. Die Strekknachrichten find ungeregelt und daher unübersichtlich. Es streik! ein Teil der Großbetriebe, die meisten Klein- und Mittel-� betriebe streiken nicht. Ganze Branchen sind vom Streik unberührt, Nach den letzten Berichten sind die Gewalttätigkeiten nicht so zahl- reich, wie in der Nacht vorher. Die Besetzung d«S Alexanderpiatzes und Umgegend sind heute vormittag durchgeführt worden. Das Er- scheinen des MitteihnigsblatteS der Streikenden ist bis jetzt nicht genehmigt worden, und zwar mit der Begründung, daß solange noch Zeitungen erscheinen, neue Zeitungen nicht nötig find, besonders auch wegen PapiermangelS. Die heutige Nackn ist im allgemeinen recht nihig verlaufen. Durch die erhöht« Schutzbeceitschaft. welche die gestern mtqe- kommen cn Truppen ausübte, ist auch die Sicherheit im allgemeinen »«st er geworden. Dost man gegen Plünderer und Putschisten energisch vorgehen will, beweist ein Befchl, der gestern abens den militärischen Dienst- stellen zugegangen rst. und m dem eS heißt, daß jeder bewaffnete Wderstaird mit Gewalt zu brechen sei. Ansammlungen und De- ma«strat»«nen firnd verboten. Wird der dreimaligen Aufforderung, audeinarcher zu gehen, nicht statkgeaeben, so ist die Sprengung mit. Wafsewgewalt vorzunehmen. Die Auftovdening, Halt zu machen. ober auSimander zu gehen, hat so rechtzeitig zu erfolgen, dast die Anwendung der Waffen auch aus größere Entfernung durchgeführt werden kann. Es ist sestzustcllsn, daß am heutigen Mittwochmorgen wiederum in einer Anzahl neuer Betriebe die Arbeit aufgenommen worden ist. So ergab beispielsweise die in den Siemens-Werken in Moabit vorgenommene geheime Abstimmung eine stark« Majorität gegen den Generalstreik. Die Streikleitung erklärte jedoch, daß es den Ar- Hestern bei dem Streik der Berkshrsm'iitel ja ohnehin nicht möglich sein werde, cm de, Arbeitsstätte zu erscheinen, und so wurde der Ausstand auch von den Arbeitswilligen angenommen. Aehnlich lag der Fall in anderen Betrieben. Nur war man hier offener und ec- klärte, daß die Miaderhest die ArbestSwilligen mit Gewalt verhindern werte, die Arbeit auszunehmen oder durchzuführen. Am Heu- iigen Tage haben ein Teil der Straßen- anid Erbarbetter die Ar- best wieder attsgenawinen Di« Aagekwllten der Großen Berliner Strastenhahn finden stch tänsich aus i�kvn Bahnhösen ein. u« d»rt den Bericht ihrer Arbeiter- tiste bz». der BertrauenSlmste iber die Laze des GireralstreikS cnt- gegenzunehmen. Ai»t»inzctnrn Bahnhöfen hat sich die überwiegende Rkaiorität der Schaffner und Fahrer tür soforstge Aufnahme de? Betriebes ausgesprochen. Einstimmig bat das gesamte Person« der Groß-Berliner Straßenbahn erffärt, bei Peendigung deS KtreiV sofort wtider den Dienst str»ollstem Umfange aufzunehmen. Räubereien nnd Plündernnssen wurden auch in dar»ergangenen Nacht noch fortgesetzt. Der Mittel- Punkt war wieder die Umgebung dss asten ScheunenviertelS. Aber auch in anderen Straßen traten veroinzekt Räuberbanden«if. Wisderbolt kam es auch tu: eider zu Zusammenstößen zwischen Schutz- und SicherheitSmannschasten und Raubgesindel. Dabei wurde in der Prinzenstraße 4S sin Einbrecher erschossen. Seine Person Ist noch nicht festgestellt. Die Banden zählten in der vergaugensn Nacht kü? zu SO und SO Mann, die zmn größten Test mtt Schuß- Waffen versehen waren. Diesen Banden gegenüber sind eiaxrkne Sicherste ttsbeanu« und Wächter ganz machtlos. S« wurde in der Trasckawstraße ein Wäckster, dessen Obhut ein Goldevarmgeschchst in dea, Hause Nr. 7 anvertraut war, von einer B«n>de kurzerhand ergstfien. nach der nächsten Anschlagsäule geschleppt und dort mii d?m Rücken gegen die Säule gestellt. Ein paar Mann pkkangten stch vor ihm auf, hielten ibm die geladenen Revolver vor die Brust und»«fhinterten ihn ans diese Weise. Lärm zu schlagen. Unter- beffem drang die Bande in den Laden ein und plünderte ihn voll- fststchig aus. Ebenso erging eS einem Wächter in der Landsberger Allee. Auch er wurde mit vorgehaltenem Revolver gezwuwgen, die iqdien Ueberfluß an Kautschuk, so daß trotz des großen Kaut- schukbedarfs des KraftfahrwesenS im Kriege der' Kautschuk wäh- rend der Kriegszeit Im Preise gesunken ist. Australien hat auch bedeutende Vorräte an Wolle. Wenn die australischen Schaf- züchtrr den ganzen Wollertrag für eine gewisse Zeit nach dem Kriege den englischen Händlern zur Verfügung gestellt haben, so geschah da? nicht eigentlich in der Absicht, den geplanien wirtschaftlichen Nachkrieg gegen Deutschland zu unterstützen, sondern eS war eine Gegenleistung für die finanziellen Opfer, die England brachte. indem es die gesamte australische Wallernte der KrivgSzeit aufkaufte. Beträchtlich dürften auch die ungenutzten Säger von ürnriten und Fellen in den dem europäischen Markt entlegenen, mit SchissS- rornn entsprechend kärglich bedachten Ueberseemärkten sein. Auf de« Metallmarkt ist in der Nachkriegszeit Uebererzeugung zu er- «arten, an Kupfer, da die Bereinigten Staaten fich auf eine ungeheuer gesteigerte Kupfergewinnun� eingerichtet haben, und der Ausfall der Kriegsnachfrage zur Anhäufung beträchtlicher Kupfervorräte führen durfte. Bei dieser Sachlage liegt es ofsensichtlich im eigensten Interesse ausgedehnter überseeischer Märkte, insbesondere der südamerikanischen, der ostiitdischen und australischen, aber auch de» nordamerikanischen, alsbald die Ausfuhr nach dem auSgehun- gerte« deutschen Markt wieber in Gang zu bringen. Notizen. — Der ewig« Wanderer, ein neue? Drama oniereS Genossen Robert Nespital, erlebte im Danziger Stadilhcater ieine Urauffilhruog. Es jst eine ireie Veraibeilling ber AbaSvrr-Jdee. Der Swrei nach Freiheit fteizi in jedem der drei, je dmw ein Jahrtausend getrennten Akte a»s Volksnot emp», und er'üllt die Zuschauer mn neueni Mnt zum Weiierwandern. Kra'tvelle G>öße wird dem ersten Akt, lyrische Zartdcil dem zweilen nachgerühmt. — Mntit Im Dom veranstaltet Waller Fiicher am kommenden Donncrelag. 8 Ubr. ein Orgelkonzert. Eintritt irei gegen Eninahme eiiies Programm«.— Arn gleichen Tage, abeudS»—7 Uhr. veranstaltet ffriy Heitmann in der Kaiser» «ithelm-GedächtniSkirche ein Orgelkonzelt. — Der Erfinder des R o t a t i o n S- K n p f e r t i e f« drucke«, Dr. Eduard Merten«, tü in Freibnrg i. Br. gestorben. Zunächst halte Meitens— et war in Berlin geboren— sich mit der Äatzenpbologiavure iür Texiilinduiirie beschäitlgt. Dann ging er zum ZeitungSwelen über. Ii» Zusammenarbeiten mit der Frankt Kniet entwickelte er seine Eistndung in langem Ringen bis zur praltrichen Brauchbarkeit. lSll konnten die ersten gelungenen Proben de» neuen vertahrenS erscheinen. Jnzwi'chen Hai es sich so weit vervollkommnet, daß e»— obwohl noch keineSwea? vollendet— sich bereit? einen hohen Rang neben dem'älteren JllustrationSoerfahrcir errungen hat. — DaS deutsche Ferngeschütz in Paris. Nach Pariser Mol düngen wird demnächst eines der großen Ferngeschütz«, dessen Auslieferung Fach verlangt Hätz in Paris auSgeftell» werden. Säal&erSanSe(jsftiaSren sii Icffen. Vn mehreren Sielten wurden Banden von Plünderern von NeAkerun<,?ioldaten überrascht und fest- aertccirren.©eitern allein ajusden 80 Näuber und Plünderer dem auitonbiflen Teaernat bcS PolizeiprästdiumZ vorgeführt. Auch in der vergangenen Narht wurden iviedcr eine ganae Anzahl ringe- liefert, darunter eine geschlossene ILköptige Bande. Am Hackeschen Markt kam es beute Ilijrgen um 7 Uhr Wieder au einem Feuergefecht mit blutigen Opfern. Garde- füsiliere, die in ge'chlossenem Trupp durovnarschierten, wurden von der Menge fortwabrend beschimpft. Tann fielen plohlich auS der Menge und den Häusern mehrere Schüs'e. Jetzt machten auch die Gardefü filiere von ihren Schußwaffen Gebrauch. Fünfzehn Per« 'onen wurden verwundet, darunter mehrere anscheinend sehr schwor. Von den Ruhestörern wurden acht Personen festgenommen. ?!oske bleibt Oberbefehlshaber. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Tie in der heutigen Morgenpreffe verbreitete Nachricht, daß fem Oberst Reinhard der Oberbefehl über die RegierungStruppen in Berlin übertragen worden ist, ist eine glatte Erfindung. Der ReichSwehrminister N 0 s k e führt nach wie vor den Oberbefchl über die RegierungS- truppen. In seiner Hand liegen alle durch Verhängung des Be- luzerungSzustandes dam Militär übertragenen Vollmachten; unter seinem Befehl sind alle die zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Orvnunz auf Anordnung der R»gierung aufgestellten Freikorps im Korps Lüttwitz zusammengefaßt. Oberst Reinhard führt ein» dieser JretlorpS: die zweite mobile Gardeinfantcriebrigade. die einen Be- standteil der Gardekavallerieschützetidiviston bildet. In der Haupt-Gisenbahnwerkstatt Tempelhof, in der insgesamt 3000-�1000 TOcnfchrn beschäftigt sind, herrsch! ein starker Unwille darüber, daß ihr Betrieb in den Ausstand verwickelt worden ist. Obwohl die übergroße Mehrheit für die sofortige Wi�d.raufnahm« der Arbeit ist, wirken gewisse Elemente unter An- Wendung unfairer Mittel für die Fortsetzung des Streiks. Das ©rod der Arbeiter l�hnt sich umsomehr gegen die Fortsetzung des Streiks auf, als die Beamtenschaft an demselben nicht teilnimmt und auch allgemein die Eisenbahner es abgelehnt haben, pn der Zeit der n.efsten Not da» deutsche Volk seinem völligen Zusammenbruch ent- gegen führen zu helfen. Die Arbeiterschaft des Betriebs ist der festen Ueberzeugpung, daß, wenn eine geheime Abstimmung vorge- nommen würde, ein? überwältigende Majorität für sofortige Auf. nähme der Arbeit beschließen würde. � Auf ein« solche Abstimmung sollte sie mit aller Gewalt dringen. Tenn in der deutschen Arbeiterbewegung war es noch nie üblich, daß Minoritäten über da» wirtschaftliche und politische Leben ent- scheiden konnhen. Zu den Lichtet, Herger Unruhe«. wirb uns geiä» rieben: Die Spartakisten sind sogleich i» den Vorraum d-r Sache des l. Polizeirevier»«ingedrun- gen, obwohl die Haustür und Fkurtür zur Wache ver- schlössen war. Auch auf Verhandlungen haben sie sich nicht ein- gelassen. Sie forderte» die Lessnung dar Tür zur Wachte und dwÄten zu fehief/nt, zählten dann bis 3 und eröffneten da» Feuer. Die# wurde von den Beamten nach mehreren Schüssen durch die Tür er- widert, worauf die Eindringlinge das Haus räumten, von der Straße aub aber in die Fenster feuerten. Sie wurden durch daS Feuer aber nach dem Triw�latz, wo alle Lampen ausgemacht waren, per» scheucht. Nach einiger Zeit versuchten sie mit Verstärkungen von neuem einzudringen, wurden aber abgewiesen. Dann trafen die vostzeilichen Verstärkungen ein und es entspann sich ein kurzer Kampf auf der Straße, bei dem Genosse Nürnberg als erster Polizeiwachtmeister für die neue Regierung sein Leben lassen mußte. Tie geheime Abstimmung der Hochbahnangestellte». Wie bei den Slraßenbahn-Angestellten, so ist auch, wenn mög- kich noch im versdärklen Maßstab«, eine entschiedene Abneigung gegen den Generalstreik bei den Angestellten der Gesellschaft für Hoch- utch Untergrundbahnen Berlins zu konstatieren. Auf Wunsch de» Personals beriefen die Vertrauensleute und Arbeiterräte eine Bersommluiig des Personals für Dienstag mittag ein, der 1700 Angestellte beiwohnten. Nach längerer Besprechung wurde eine Gehoimabstimmung vorgenommen und da? Resultat dieser Ab- stimmung mar, daß 13Ö0 Versammlungsteilnehmer sich gegen den Oleitetalftreif, 350 fstr den Busstand aussprachen. DaS praktisch« Ergebnis dieser Akstimmung war, daß morgen eine weitere Ver- sautmlung stattfinden soll. Es wunde betont, daß die Hoch- und Untergrundbahn vollkommen unatlhänyig sei von einer eventuellen Aueschaltun» de» elektrischen Stromes, da sie ein eigene».Kraft. werk besitze. Wenn die anderen öffentlichen VertehrSunternehmun- gen mit Gewalt�an der Aufnahme der Arbeit verhindert würden, wie das gegenwärtig der Fall fei, so müßte die Hochbahn, soweit es in ihren Kräften steht, das Ihrige tun. daß ein Teil de»«bei- k-ttien Publikums schnell zur Arbeit befördert werden könne. Tie Arbeiter von Pintsch gegen den Streit. In einer Versammtimg der Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Pintsch. AndreaSstrshe, die auf dem Fabrikhof heute morgen tagte, wurde gegen ein« kleine Minderheit beschlossen, über den Generalstreik in geheimer Abstimmung zu befinden. Di« Abstim- wung ergab 797 Stimmen geoen den Streik und 435 Stimmen für den Streik. Ob weiter gearbeiret wird, ist bis zur Stunde noch nicht «wtfchieden; wahrscheinlich! ist. daß, um die Beschädigung der Bc- triebsanlagen durch witattsche Elemente zu verhüten, der Betrieb gemtiZden werden wird. Geheime Streikabstimmungen. Reichsdruckerei, ein AvbeitSsaal, Fertigmacherei ll: 143 Stim- Uten gegen i«n Streik, 22 dafür. Fried mann u Weber: 60 Stimmen gegen den Streik, 11 dafür. Tenner(Maschinenfabrik): 00 Stimmen' gegen den Streik, 18 dafür. Die Angestellten der Ll.v, Mitgliedern des R s i chsern ab rungsamteS stattfinden wird, an der auch Herren der LebenSinsttelversougting Groß-BerlinS teil- nchmen werden. Im übrigen dürfte diese Frage, die daS Ende dcS '"cneralstreiks nur beschleunigen wird, in der heutigen Sitzung der Arbeiterräte Groß-BerlinS zur Sprach? lommen. KuHnt feines Gimtes enthoben. Oldenburg, 5. März. Infolge der Verhaftung des iilräsidrnteu Äuhnt hat da» Direktorium de» Oldeoburger Freistaates seine EuthebuogalsMitglicddesDi- rektorivmövomAmte«mSgisprochea. Kein Geneealftreik in Kiel. Dölliger Misterfolg der Spartakisten. Kiel, 5. März.(Eigener Drahtbcricht des„Bonvärts".) In Kiel, wo die Spaetakiste» sich eifrig tem&Htc«, die Arbeiter zum Generalstreik eufzuhetic«, haben sie eine» völligen Nitz- erfolg zu verzeichne«. Die Vertrauensleute und Obleute der Großbetriebe haben sich gestern einmütig gegen den G c 11 c, r a l st r e i I erklärt. Sic lehnen das Treiben der Spartakisten mit Entschiedenheit ab. In einem Aufruf der sozialdemolrattscheu Partei heißt es: „Arbeiter, Arbeiterinnen! Laßt Euch nicht, unter welcher Parole es auch sei, tu einen sinnlosen Streik Heyen. Die sazial- demokratische Partei«acht auch ohne ihn darüber, dah unsere Ziele restlos verwirklicht werden und treibt die Re- zieruug vorwärts. Nur die Demokratie, nicht Terror und Bürgerkrieg, führen uns zum Sozialismus. Bleibt deshalb in de« Betrieben, folgt nicht unverantwsrtlichen Einflüsse«, sonder« folgt de» Parolen, die von Euren gewählten LcrtraucuSmäniiern heraus- gegeben werden." Seginnenöe Neuorientierung in Samern. Einigung zwischen Mehrheitssozialisteu, Unabhängigen und Gauertibuud. München, S. März.(Eigener Drahtbericht des «B 0 r w ä r t s".) Am Montag und Dienstag fanden in Nürnberg Besprechungen zwischen Vertretern der Mehr. heitSsozialisten und der Unabhängigen statt, zur Schaffung einer vorläufigen Regierung und zur Schaffung eines gemeinsamen Aktionsprogramms für die Uebergemzszeit. Es wurde folgendes vereinbart: 1. Die sofortige Einberufung des Landtages zu einer kurzen Tagung, Bildung eine» sozialistischen Ministeriums durch die beiden sozialistischen Parteien, Anerkennung dieses Ministeriums durch den gewählten Landtag. 2. Schaffung einer Nowerfassung, Uebertragung weitgehender Bollmacht durch den Landtag ans da» Ministerium zur Leitung der NegiemngSgeschäste. 3. Zusammenfassung und Ausbau der Propagcmdaabteilung für Volksaufklärung. 4. Tie gcsevgcbende vollziehende Gewalt liegt während der Zeit des Provisoriums allein in den Hände« des Ministeriums. Je e i n Vertreter der A.-, S- und B.-Räte kann mit beratender Stimme an den Sitzungen des Ministerrats teilnehmen. 5. Auflösung des stehenden Heeres und Schaffung einer fr e i- willigen Volkswehr aus politisch und gewerkschaftlich or- ganisierten Arbeitern. ö. Dem Rätekongreß, dem Aktionsausschuß und dem Zentralrat stehen gesetzgeberische Befugnisse und VollzngLrcchtc nicht zu. 7. Zur notwendigen Demokratisierung der Ge- m c i n d e n, Bezirke und Kreise steht den A.-, S.- und B.-Räwn zu de« gewählten Körperschaften die Mitarbeit mit beratender Stimme zu. 8. Den A,-, S.- und B-Rälen steht ferner das Recht zu, beim Landtag und bei der Regierung Beschwerden und Gesetz- entwürfe einzureichen und letztere jeweils durch einen Beauftragten vertreten zu lassen. Bezüglich des Vetorechtes wivd auf Z 8 des provisorischen Verfassungsentwurfs verwiesen. 3. Neuwahl der A«, S.- und B.- R ä t e n im ganzen Lande nach den Grundsätzen der Verhältniswahl sind sofort anzuordnen. 10. Die Rechte der A.-, S.- und B.-Räte sind durch ein be- sondere» Gesetz umgehend festzulegen. Diese Uebereinfitnft wurde unterzeichnet von den Bertretern der sozialistischen Parteien und dem Bauernbund. Die Unter- zeichner haben sich verpflichtet, mit ihrem ganzen Einfluß aus die Genehmigun g der 10 Punkte durch ihre Organisationen hinzuwirken. Dies Programm wird dem heute zusammentretenden Rätekongretz vorgelegt werden. In München haben gestern 40 Versammlungen der MeHrHeitZpartei stattgefunden, in denen eine Resolution an- genommen wurde, die sich mit den in der Vereinbarung aufgestellten Richtlinien deckt. Tie Entscheidung liegt jetzt nur noch beim Räte- kongretz. Bei den Beratungen in Nürnberg würd? auch«ine M i n i st e r- liste aufgestellt, die ein rein sozialistisches Ministerium mit zwei Fachministcr« enthält. fibsiimmung über öas Rätefpftem in Sraunschweig. Schwache Mehrheiten für sofortige Einführung. Vraunschwcig, 5. März. Bei der gestrigen Urabstimmung der organisierten Ärbeitericktaft der Stadt Brann- schweig in der Frage de» Rätespstems wurden, wie der „Volksfreund" meldet, L841 für sofortige und 3013 Stimmen für spätere Einführung des Rätefystems in Braunschweig ab- gegeben. 116 Stimmen waren ungültig. Die Stimmziffern beweisen, daß nur ein kleiner Bruchteil der Braunschweiger Arbeiterschaft abgestimmt hat. Sabotage öer GemeinöeWahlen. Nach§ 7 der Verordnung über die anderweite Regelung des Gemeindewahl recht» mußten die Neuwahlen bi» zum 2. März vollzogen sein. Der Gemeindevorsteher von Gr.-Jppener, Kreis Syke (Hannover), setzt sich über diese Bestimmung hinweg, nachdem auch von der sozialdemokratischen Partei ein Wahlvorschlag eingereicht ist. Eine Gemeindeversammlung vom 13. Februar hatte den Wahl- termin auf den 2. März festgesetzt. Der Gemeindevorsteher macht im AmtMatt vom 25. Februar bekannt, daß die Wahl nicht stattfindet. Dem Herrn muß seitens der Regierung klar gemacht werden, 'daß er nicht am rechten Platz steht. Die Neuwahl der Gemeindevertretung muß sofort veranlaßt werden.. Um Deutjchlanüs Lebensmittelversorgung. Tic Berhaudkungen in Spaa. Spaa, 4. März. Der englische Adminal Hope erklärte heute, die VorhaMungen müßten übermorgen beendet sein. Tie Entente sei bereit, ein« T e i l Versorgung Deutschlands(270 000 Tonnen) durchzuführen, wenn die gesamte Handelsflotte ausgeliefert und unter Kontrolle der Entente gestellt würde. Der deutsche Delegierte v. Braun verwies dagegen darauf, daß die Auslieferung der Handelsflotte nach den bisherigen Ver- Handlungen nur erfolgen sollte, um die Gesamt Versorgung Deutschlands sicherzustellen. Die Engländer beharrten.ruf ihrem Standpunkt. Weimar, 5. März.(Eig. Drahtber. d.„Vorwärts".) Das Äa- binett befaßte sich heute mit den gestrigen Verhandlungen in Spaa uvd fagdte au die deutschen Unterhändler ausführliche JnKrultvnes. Seweeffchsflsbewigimg T-e Zlngestcllten der Krieflsgesellschafte» stehen stit längerer Zeit in einer Bewegung wegen eines neuen Lohnivrisc'.Dtc Vet Handlungen waren so weit zum Abschluß ge» tonimrn. In den leiten Tagen hat nun las ReichSschatzamt Beden!« n.'ageaen erhoben, baß nach den Vereinbarungen die Zu- lag. n an G.-Hi t-ra alten Angestellten regelmäßig gcgebe» wer- den sollen. Es ist der Meinung, daß dies nur dann geschehen soll. wenn zufrieirenstellende Leistungen vorliegen. Die Vertreter der Angestellten hatten bei den Vcrhandlungcp uortutf hingewiesen, daß es bei den bisherigen Zuständen nicht verbleiben könne, sonst würden der Willkür der AbletluttgSleiter und direkten Vorgesetzten Tor and Tür geöffnet bleiCen. Sie verlangten, daß ein Versagen der Zulagen nur bei vorheriger Zustimmung der Angestellten- ausschüsse zulässig sein soll. Änstch-inend will man dem Angestellten- aut-fchuß nicht das Recht zugestehen, vor der Entscheidung beim Versagen der Zulagen mitzuwirken. Den Angestelltenausschiisseit sollen zwar Pflichten aufgebürdet wenden, sie sollen aber kein« Rech e erhoften. Zwischen den Direktionen und den Vertreter!« der Angestellten war m allen Punkten eine Verständigung erziekd worden: wir das Reichsschatzamt, als oberste Au fsichtSbehördc, ninmnt für sich das Recht in Anspruch, Verträge, die in Treu und Gtemchen verhandelt wurden, und mir noch der Unterschrift be- ■durften, nicht anerkennen zu wollen. Wir sind der Auffassung, daß das ReichSschatzamt wohl das Recht hat, finanziell« Bedenken zu äußern, aber niemals können wir ihm daS Recht zugestehen, in diesem Stadium der Verhandlungen es mit den Angestellten der ArtegSgesellschaften noch zu einen: Konflikt zu treiben. Es muß deShokb dovei Meiden, was vereinbart war. Entweder die An- gtstellteimuSschüsse haben das Recht, ontzubestimmen, ob und wann einem Angestellten auS irgendwelchen Gründen Zulagen versagt werden dürfen, oder wir verlangen, daß die Vereinbarungen, die zwischen Direktionen und den Vertretern der Angestellten geschlossen sind, auch vom ReichSschatzamt anerkannt werden. Die Zeit ist woihckhastig nicht dazu geeignet, noch unnötigen KonflWtoff zu schaffen. DaS MikbistinmtunySrecht der Angestellten marschiert doch! Befand der Bureauangestellten. Ortsgruppe Graß-Berlin. Zeniraloecdand der Handlungsgehilfen, Ortsgruppe Groß-Berlin. GroßSerün Amnestie im Disziplinarsachen der Beamte». Die preußische Regierung hat im Verordnungswege alle Ordnungsstrafen einschließlich der Kosten des Verfahrens erlassen, wegen Dienstvergehen, die vor dem 9. November 1918 begangen sind, sofern die©!t*fett noch nicht vollstreckt und die Kosten noch nicht ent- richtet sind. Ist«nf Versetzung in ein andere? Amt von gleichem Rang er- kamst, so sind Nebenstrafen(Verlust des Anspruch? aus Umzugs- kosten. BeÄninderung des DiensteinkonimenS, Geldbuße, Kosten des Verfahrens) erlassen. Alle Verfahren wenden niedergeschlagen, sofern nicht ange- nommen werde« kann, daß auf Versetzung oder Dienstentlassung er- kannt werden«sird. Wird in schwebenden Versahren aus Versetzung erkannt, so dürfen Nebenstrafen nicht»erhängt werden. Die Vermerke in d«« Personalakten sind, soweit Straferlaß ein- getreten ist, zu löschen._ Studium des Treikiassenwahlsystems. Mitte März soll beim LandratSamt de« Kreises Teltow(Lanvrat v. Achcitb-cki. Mktoriastr. 181 eine Piüfnng der Anwärter stanfinden. Zu dtciem Zwecke bat der Kreisaiis'cbtiß einen .Schneltkursns' cingericdtet unier Leitung deS Ersten Kreis- chndifi!« Borqiuonn. Recht erbaulich dürste es sein, zu bören. was den Teilnehmern diese» KuriuS gelehrt wird. Em einzige? Beispiel zeigt zur Genüge, wie sebr der Hobe KreiSauSschuß mit der Heu« ligen Zeit.Schutt bält": Man verlangt von den Anwärtern die BeheFricdnng der Lanogemeinde-Ordnung: jetzt, wo man mit all dieiett veralteten Sachen �endgültig aukgeränmt bat und die Ge- meindevetlretuneen bereiis neiiaewäbli sind. Grund: Die KcnnliiiS de? alten Dreiklassrnwahlsitsiems gehärt zur allgcmrinen Bildung und weil die wotillöbliche Plüfniigstommission. bestehend a»S dem Herrn Bürgcrtueister von Steglitz, dem Kreis kämmerer de? KreiieS Teltow Herrn Hannemann»nd dem Ersten KteissyndikuS Herrn Jiistizrat Borgntann es verlangt. Ein VortrogSkursns der Bezirksorganlkotion Groh-Berltn beginnt Donnersta,. den 6. Mä,,. in der Aula dcS Köllniichen Gymnasium», Jnselnr. 2—5, al-end» 7 lltzr. Er nmsaiil süns Abende, 1. Die Ansänge des sozialifiiichcn Gedanken« sUrchrilleaiimr Plato. Mittelalierliche Sekten).— Die grojzen Utopoisien tzMoru», Fournicr, Owen, St. Simon). S. Marx und Engels.«Theorie und Leben). S. Der Lownnminenbiiiid.— ßiiteinationnle Arbeiterassoziation. 4. Die Aniünze der deutsihen organisierlcn Arbcitcibcwegung IBil- dunzsoereine, Arbeitervereine).— Der Allgem. Deutsche Arbeiter« verein und die soztaldemolialische Arbeiterbewegung bl» 187S IBereinignngzkongrei!). S. Bon der Lcretnlgnng bl» zum Weltkriege 1914.— Gegenwart und Zukunft. Vortragender: Herr Max Grunwald. HSiertarlen zun, Preise von 1.50 M. sind in der Buchbandlung Vor- Wärt«, Lindenstr atze Z; Horsch. Snacluicr 15, sowie im Jugendsekrctariat. Linden ratze 114, zu haben. Die Milglledcr deS Vereins Ardeller-Jugend Grof-Äerlin zadlen 75 Pf. DrcvioiuB an in schule»weg. Donnerstag 8 Uhr Sternwarte: Bor- trag.Die Kirche der Zutunftl"(Pfarrer Dr. Auer). Grost-Berliner Lebensmittel. Tpandan. Bei der am 5 d. M. beginnenden LebeoSmittelkart««» Ausgabe wird für Leute über 70 Jahre ein«ezugschew sür Keks mit «uSgegeben. Der Per laus beginnt am 10. d. M.— In der ftädtische« sti'chdalie wochcntiiglich von 9—12 Ubr gegen Abstcmpekung der Fleischlarte 1 Pinnd gk'asienes Nindstcisch.— Aus steid 198 in Alliiadt und Kloster« seid? noch Weichkäse.— vom 10. d. M. ab an Kinder bis zum vollendeten 14. Lebenöjabre 2 Päckchen Pudtinqpulvcr.— Von heute Mittwoch ab gegen stctd 214 1 Psitnd Kaffee. Erw».— Im itädt. Lagerbau« am Babn- haf.Wrst, gedörrte Kobitüben 234 M. pro 100 Litogramm ein chliesil. Ver- Packung.— Gemüselonjcroe« heute Mittwoch gegen Feld 215, 1 Kilogramm aus jede Karte. Vankoiv. Josolge der anbauenden Stockungen im Güterverkehr können bis mit weiteres die'/.«Zilerkarten nur eilten Tag um den andern mit sirtichmilch beliefert werden. Von Freitag in den stisch-reigeschäslen sür jede Haushaltung'/, Pfund Sülze(iiO Pf). Bon sireitag in den bekannten Keichäften gegen Ab« trennung de» Bezugs- und QuittungSabichntttS 101 400 Aramm Aar- m e l a d c(80 ßi.> Von Sonnabend auf Nbfchnitt 102 150 Gramm Graupen 114 Pi.) Steintet! nt ort überlätzt den Geichästen zur AuSgabe an daSPnbltkunt Kaffee-Eiiatz. Füchlonserpen, Blnieonrft, Rindfleiichiülze.— Atrichvolle Mr jede ch milie mit mindetlnS drei Kindern 50 irr. Bezugicheinc in den Brot- kommÜiioncn.— Zwei Eier tür Kranlc und Schwangere, soweit Vorrat, gegen Abstempelung dee Mileblaite bez. des Scherns In den amtuchen Ver- tauftstelien uno bei Spertich, Eichbornjtr. LS. Groß-Serliner parteknachrichten. Lichtenberg. Freitag, 7 Uhr, bel Stöber, Jungflr. 22: Funktionir- Ntzung. Verantwortlich fllr Politik Artar Lickler, sharlolteubarg, kür den lldrigen Teil de« vHailei«trcd Cftoli, Neukölln. lür Anzeigen Tdeoda»«tacke. I�erlin.«erlag! LorwärtS-Verlag dt. m d. H.. Berlin Druck. VorwäriS-Bulbtruckeret rwd ffinflfr u. i-0j in IL Aufforderung zur Zeichnung der 4°/« Kerliner Stadtanleche von 1919 �>ur Bestreitung der öffentlickien Ausgaben der Stadt Berlin ist durch Beschlug der städttslben Behörden vom 9. 1.130. 1. 1919 die Aufnahme einer neuen Anleihe von 400 000 000 M. genehmigt worden. Die Anleihe wird hiermit aur allgemeinen Zeichnung aufgelegt. Für die Zahlung und die Verausgabung der Stücke gelten die untenstehenden Bedingungen. Der Zeichnungspreis beträgt Die Anleihe wird in Stücken von 10 000 M., 5000 M.. 2000 M.. 1000 M., 500 M., 200 M. und 100 M. ausgegeben. Die Tügnng der Anleihe erfolgt vom 1. 4. 1920 bis Ende März 1930 mit 1% einichliejz« lid) der ersparten Zinsen durch Ansammlung eines Tilgungsstocks derart, dast die in dieser Zeit angesammelten Beträge zur Tilgung nur durch Auslosung zu verwenden sind. Vom 1. 4. 1930 ad findet die Tilgung mit 2% einschließlich der ersparten Zinsen, ebenfalls unter Ansammlung eines Tilgungsstocks statt, und zwar so, daß dre angesammelten Betrage von 5 zu 5 Jahren zur Tilgung durch Arkauf oder Verlosung verwendet werden. Die Inhaber können über die Schuldverschreibungen wie über jedes andere Wertvapier sdurch Verkauf. Verp-ändung usw.) verfügen. Die Benutzung des Stadtschuldbuches mit allen sich daraus ergebenden Bcguemlickicitcn und Vorteilen wird den Zeichnern empfohlen. Zeichnungsbedingnugen. 1. Zeichnungen werden vom?. bis R7. März ININ von sämtlichen Zeichnungsstellen angenommen Der Magistrat behält sich vor, die Zeichniingssiist jederzeit abzukürzen. 2. Hauptzeichnungsstellc ist die Stadlhanpllasse Berlin, Rathaus, Erdgeschoß, Ztininer 20, Eingang Spandatier Straße. Geschästssinnden werktäglich von 9—2 Uhr. Zcichuungsftcllen sind sämtliche Banken und Banlsirmen Groß-Berlins sowie die in den Bekanntmachungen an auswärtigen Plätzen genannien Banken und Bankfirmen, die Deutsche Girozentrale in Berlin, Gertraudteiistr. 16/17, und die Brandenburgische Girozentrale in Berlin, Kronenstr. 61-63, die städtische Sparkasse Berlin mit sänulichen Zweigkasien und amtlichen Nebenstellen, die städtischen Sparkassen in Charlottenburg, Neukölln, Berlin-Ltchtenberg, Berlin-Schöneberg. Berlin-WitmerSdors, Potsdam und Cöpenick, die Gemeindesparkassen in Berlin-Pankow, Berlin» Reinickendorf, Berlin-Weißeniee. Zeichnungsscheine sind bei allen vorgenannten Stellen zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnnngsscheinen brieflich erfolgen. 3. Die Schuldverschreibungen werden in Stücke» zu 10 000 M., 5000 M., 2000 M., 1000 M., 500 M., 200 M., 100 M. ausgefertigt werden. Bis zur Fertigstellung der Stücke werden Zwischenscheine ausgegedetr. Die ZittSscheiue sind zahlbar am 1. März und 1. September jedes Jahres. Der Zinsenlauf beginnt am 1. März 1919, der erste Zinsschein ist am 1. September 1919 fällig. 4. Der Zeichnungspreis beträgt M. für je 100 M. Nennwert, unter Verrechnung der üblichen Stückzinsen. Den Schlußnotcnstempel trägt der Zeichner. 5. Die Zuteilung findet unmittelbar nach dem Zeichnungsschluß statt. Die bis zur Zutetlung bezahlten Beträge gelten als boll zugeteilt. Im Falle der Nebcrzeichnnng entscheidet der Magistrat über die Höhe der Zuteilung. Wünsche wegen der Stückelung sind im Zeichnungsschein anzugeben, anderenfalls wird die Stückelung von den Zetchnnngsstellen nach ihrem Ermessen vorgenommen. 6. Die Zeichner können die gezeichneten Beträge sofort bezahlen; die Verzinsung beginnt vom Tage der Zahlung ab. Die Zahlung mnfl bis 17. April 1919 geleistet sein und hat bei derselben Stelle zu erfolgen, bei der die Zeichnung angemeldet worden ist. Berlin, den 25. Februar 1919. Magisirat. �____ Mermuth. Böst. Ardeltwerke, 6.ib.8. Eberswalde bei Berlin Fernspr. No. 34, 389, 407 u. 410 1 Abteilung Telegr.- Adresse: Ardeltwerk/ Zahnräderfabrik Zahnräder jefet Art II» I■»IHM»»! Verzahn, eiugesaniltiijrp. in 2-3 Arliellslag. Berlin SO 16 Engel ufer 5. K. St?. Uder, Tabak Q r o B h a n d 1 u n g; und T a b a kl a b r Ik. Rauch-, Kau-, Schnupitabake, Zigarren, Zigareuen. _ Bis auf weiteres:[* Geschäftszeit von 8—2 Uhr.~®(g Fernsprecher: Amt Moritzplatz 3014. Achtung!! Fleckfieberü Hersteller: Chcm. Fabrik Julius Lcwisson, Berlin N 24. Ueberau erhältlich! Vcrlsr,t.!S.r; üpiren as StehasciiM, schreib. • Addier-Maschinen in eigener mechan. Werkstatt bei billigster Berechnung. Ausblllsmaschlnen! 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Früher war die Brille das volllommenfte Augenglas, de- sonders wenn es darauf ankam, nicht nur einen Notbehelf für altersschwache Augen zu haben, sondern um komplizierte bau- liche Fehler der Augeu zu korrigieren. Nur die Brille hafte einen genügend festen Sitz bei jeder Arbeit oder kärperlichen Anstrengungen. Nur die Gläser der Brille wurde deshalb verordnet. Der Kneifer war verpönt, und damals mit Recht. Gr war bei der Arbeit unbequem, weit er schlecht saß: infolgedessen wurde er vielfach abgelegt, wo es zur Schonung der Augen besser gewesen wäre, Gläser zu trageu. Gr fiel beim Lesen vornüber und ergab dann ein verzerrtes Bild und überanstrengte die Augen. Die Gläser hingen nach außen seitwärts herab, und aud). wo das(bei einem besonders breiten Nasenrücken) nur in geringem Maße der Fall war. paßten fie sich doch dem Abstände der Augen voneinander nicht an; die Pupille stand, statt genau hinter dem Brennpunkte des Glases, hinter dem oberen und seitiidien Rande und oft von dem einen Glas weiter entfernt als oon dem anderen. Hier- durch aber wurden wiederum die Augen in eine unnatllr.iche, schielende Stellung gezwungen, was Ueberanstrengung, schnelle Ermüdung, Nervosität und Kopfschmerzen, besonders aber eine schnelle Berschledsterung des Sehvermögens verursachte. Da» trifft heute alles nidit mehr zu! Der Lohma» u- Kneifer sitzt bei der angestrengtesten I K..... sicher wie eine gulpässende körperlichen Tätigkeit so fest und Brille ohne jeden lästigen Druck. Er scht.. kennt, wird erklären, da' auch genau so richtig, und jeder Arzt, der ihn ____________ ckiären. daß er gegenüber der Brille leinerlei Nach- teil«, aber manche Vorzüge hat. S» schreibt uns ei» langjähriger Brillenträger: „3a> treue mich sehr über den erymfenen Kneiser. Er sitzt sehr gut, drückt nidtt und ist trotz der scharfen Nummer äußerst teidit. Ich werde mm wohl die Brille, die idi seit 30 Jahren trage, gaitz ablegen und mich nur noch Ihres Kneifers bedienen." L. Herold, Gr.-Ujeschütz. Frau Staatrats Ada G., Weimar, schreibt;„Nachdem ich mich an diese so sehr angenehmen, leichten Gläser mit der drucklosen Mechanik gewöhnt habe, ist mir jede andere Kneiser- ort unerträglich geworden/' Weitere freiwillige Iusrfjristen lauten: „Mit dem Lohmanu-Kneifer bin frieden, denn beim„Reiten" oder was ein großer Borzug ist." Leutnant B. B e r n b t, z. Zt. im Felde. „Verbindtichsten Dank für den Klemmer, er sitzt la. Ii) habe mehrere Klemmer getragen, aber keiner hatte diesen guten Sitz, wie der von Ihnen gekaufte, welcher besser als jede Drille sitzt." Kanonler D Uli in, z. gr. im Felde. Der L o h m an n-Kneiser ist die empfehlenwerteste zur Jett existierende Konstruktion, und jeder, der sich jahrelang mit seinem alten Kneifer herumgequäU hat, ist erfreut und beglückt über de» bequemeren, festen und guten Sitz. bin ich außerordentlich zu- „Saufen" sitzt er völlig fest, Für Militärs, Jäger, Sportsleu? und im Bureau Tätige ist er ebenso unentbehrlich wie für Damen, welche von ihm seines unauffälligen, eleganten und gar nicht rntstellenden Aussehens wegen entzückt sind. Ep werden nun allerhand Kneifer als„orthozentrischs" oder unter ähnlichen Benennungen angeboten; dieselben dürfen aber nicht mit den patentierten„Lohmaun- Kneifern" verwechfett werden, die nur direlt von der Alleinoertaufsstelle Ortho» zentrische Kneifer-Sesetlschaft m. d. H., Berlin, Potsdamer Straße ISla, bezogen werben können. Man beachte genau die Hausnummer 131a mit der Kernmarke �ohmann-Kneifer", da häufig dadurch Irrtümer vorkommen, Or t y o z e n i r i fch e Kneife unterhält keine Niederlagen oder Filialen, sondern liefert nur direkt an da» Publikum. Gründliche Augenprllfung wird jeder- zeit kostenlos gewährt ohne jed-u Kaufzwang. Auswärtig verlangen, und Angaben erforderlich t,... sitzenden Loh manu-Kueifer zu erhalten. L. zu weiche tadellos