Pr.l28.36.J«(rrg. «teteSiUd. X»«1. wwdLUee«. frei in» Haut oor«m*|«<»ffcc Statdw Rumraftx 10■afoon� iB» Wt. f�l«drtr'iURa«. tcM�c. Oicr itwUf-iwiib tta Deatich» laak» CxtemUMbtcaai;>,* WZ. fit ta* Unw HttCiaK» UTK«i. M täfltki etmnaHfl« ZuftrSm,,?.» RL SS#ü6iXcßHÄ0tn*f6swft m fZ>üVR Morgen-Ansgabe. • Mt ixiSMSt. tascRagica W Mt aaft.�iRtBiki�-tTrtssa». Nevliner Volksblstk. (10 Pfennig) ««,et««q«et»z *«t ochtyefH»eeMr KantmuObijclli MM IM ML Jüftkat ürtiri»«-, M» Mijmwa» San so Df#.(MSfsta tftttarteattt»ottel i«bsä Bwtlm Ben■ St» m» SchiaffMMnm�tLMi bat täte Best « Vi*.*»«*»«Mm Wer»» Sf» Ben««Mc IC«nchk�b«, Mtcs fix «»» Ben» XnmnragCzMch»»« A>�, �enUlnflbigtigmi,»»itttfch« bM armemctcftoe« f5«c«M» Äujefg«« l»«t Wt Heu«. msz«t««m!to dm sitgti«aiant« miftn MI» US« M■ A III I l''> n,» 1..-1»__ Mnrftb» 5W V«it?!ErsxyufH» wXXm MLM. tjtaMafltaSi a, eis«««Wir «MQuei M«»BStldB M • 8H. Zentralorgan der rozialdemokratifchen partd Dcutfdblanda. Reöaktioa and ExpeöMsn: SV. 68, Liaöenftr. Z. Ferssprech«:«an 3»ertBVUts.«c. 1519»— 1»»7. DiesStag, de« 11. MSrz 1919. I vonvSrts-ycriag S.m.d. H., EW. 68, tiaöenstr.Z. »««mftnvcheri«ntt M-tchpla� Str. 117 5S-&4. Der UM ,das waren öke Negierangstruppen Ein«hemalig« Soldat schreibt aa»: ffBte man letzter Tage oft beoinchten ionnbt,»rrfuchea bic spartaZrstisch«, Agitatoren auch befände«» dadurch Stilmarune gogen die Rqzierungtbrnppcn g» machen, daß fi« bei jedem Ei»- fchw« einer Mine tider Lombe in ei» Eebänd« mit gennermiene erkläven: �Da» waren die Rogiernngdtrutche«�. dann wird es so dargestellt, cit od dich« nur«e» velbernnÄ oder NoOheit in die Gebäude hweinichiehen. Tm der Anblick«tue» Kerschoffenen # Gebäudes immer etwa» Schmerglich«» Mb Aufneigende»«s sich hat. so finden solche Agitatoren«mch immer Gliudig» De chw vehtrupwngen. In WirllichDett bann d mrtftrlich nicht vermieden werben, datz auch einmal«in Schutz«ltzevhald der gewünschten Richtung geht. Aber vor allem ist zu beachten, datz auch die Spartakisten — wa« viele nicht wissen— mit zahlreichen«esthütze» und Vlinew- Werfer» all« Kaliber«bette». G i, geotza», wahrscheinlich der nklergritzte Tleil der sinnlosen Sebtnde- besch'ädtgnnge» kommt ans da» Rente der[parte- k i st i scheu Artillerie. Während die RegterungOtrutzde» unbesetzte Gebäude nach Möglichkeit schonen, ist vtelsoch beobachtet tvorden, datz die spartakistische Artillerie ganz wahllo» ihr gen« auf irgeudwelche Stadigegendrn aiederprafleln iätzt. vielleicht kommt da» auch daher, datz bei den Spartakisten!e«weise La- kundige da» Geschütz bediene». Für de» Laien ist et drrrchan» nicht einfach, eiiRvandfrei fest. zustellen, woher ein Schutz«chgegobe» worden ist. Jeder Sokdah der im Schützenguabrn lag,«ettz, wie oft Zweifel darüber ent- sianden, ob Einschläge dou der eigenen oder feiiidkichen Artillerie herrührten, llcberhcmpi wird der erfahrene Soldat Über viele» weit vorsichtiger urteilen, all» der Laie, der sofort, wen» er da» Ziel eine» Kampfe» nicht sieht, über die.zwecklos« und mutlvillige Knallerei' schimpft. Der«vftchr«« Soldat weitz, datz»st schon eine Veränderung de» Standpunkte« nur wenig« Meter, ein Keiner Höhen, oder Richtrrugduntersch-ed ein Ziel unsichöbar machen kann, da» der Schiehend« vor sich hat. Auch verfällt der Laie fortwährend in SinneStäuschnnge», er hält Einschläge für Abschüsse und umgeSehrt oder den in de» Strotzen besonder» häusigea Wieder- hall de» Schusse» für den Schutz selber. Wir erinnern ttn» eine» Falle» au» den Januarlämpfen, wo auf NcgieruugBsette stehende Zivilpersonen sich zetvaltig über eine ihrer Mernnaz nach„finnlose Änallerei* von Regierungssolbote» aufregten, des fir zu ihr«« Erstaunen erfuhren, datz die angeblich finnlo» knallenlde« Sickbaten zwei Verwundet«« ihren Rethen aafzuweifen hatte». Man hüte sich als» vor voreiSge» Vorurteil«» und Schlüfse» über da» verholte« der Regier» nyStruppen in Situationen, die der L»i« oft gar nicht Übersehen kann. Welcher Passant weitz auch, wo» an der anscheinend st» friedlichen Eck«, wo er sich in feinem Epagiergarig gestört fühlt. 10 Minuten vorher sich ereignet hat?! Man vergesse«ich nicht, datz e» eine furcht- dar schwere Situation ist, gegen einen Feind zu kämpfen, der keine Abzeichen trägt und dessen Kriegslift gerade darin besteht. sobald die Situation für ihn kritisch wird, sich i» einen .Harmlosen Passanten' zu veiwandekn. Ost ist«ich der Harmlose Passant' die Schutzma»?« für einen hinterlistigen Uederfall. Datz bei solcher KampfeStaktik auch mancher wirk- ' kick, harmlose Possani mit Mitzirmien betrachtet lvird, ist unvev- meidlich. Aber die Schuld irisst incht die Regierungitrappe», bei deren Verhalten man doch berücksichtigen mutz, datz ihr Leben jeder- zeit mnichlerisefcen U oberfällen preisgegeben ist, sonder» die Leute, die unter der Maske friedlicher Bürger einen blutigen Kampf führen. Mau lasse sich also nicht dnrch geschickte Stimmungsmache in blinde Wut gegen die Regierungdtruppen hineiuhetzen. Oft genug sind es Spartakistentaten, die der RegjevungS- truppe zur Last geLogt werben.— Die Lage am LNontagabenü. Di«„P. P. N." melden von zuständiger Stelle: Unverkennbar nimmt die spartakistische Äufruhrbewegung weitere Ausbreitung nach Süden und Südosten. Es ist daher an ein baldiges Abflauen der erbitterten Kämpfe kaum zu denken. Auch in Neukölln haben die Unruhen größeren Umfang als bisher angenomnien, und aus diesem Grunde werden die Regierungstruppen mit aller Energie an die Säuberung Neuköllns gehen. Der Bahnhof in Lichtenberg ist von den Spartakisten besetzt. Sie haben alle Schienenstrange aufgerissen. Spartakistische Streit- fräste sollen im Anmarsch auf da» Artilleriedepot Neinicken- darf sein, um sich in den Besitz de? Geschützparks zu setzen. Gegenüber ber unter der Bewohnerschaft der südöstlichen Stadtviertel verbreiteten Meinung, daß die schweren Schäden an Menschenleben und Häusern, die durch die heftige Artillerievzjrtung hervorgerufen sind, von dl___ f»| ff-T JC......«12.....-T----- WT �t]Cnnj5uKg mrny vve aTfy iWlTTT�wl TUIfnf DfTTu�mi, mutz darauf hingewiesen werden, datz die Kommunisten eben- falls über nicht zn unterschätzende Artillerie verfüge», die rücksickstslos eingesetzt wird. Wenn aoch der Ausruhr m der Innenstadt dura? die Besetzung der RemerungStruppe» nieder- geschlagen, ein Wiederaufftaimnen daselbst zumindest nieder- gehalten wird, so beweist doch die Ausbreitung und die er- bitterte Heftigkeit der Kämpf« an der östlichen und südlichen Peripherie der Stadt, datz mit einer endgültige« Nieder- schlagung der Ncvoltr für die, allernächste» T«g« u»ch nicht gereckMet werden darf. An» diesem Grund« find weitere b«. t r acht li che Verstärkungen der NegierwngStruppe« nach Berlin deordert, die zum!Ceä schon angetroffen find. Nach der Verhänyung dcS StandrechtS setzen sich die Kom- mumsten mit einer fanatischen Kampfeswut zur Wehr, die «cht» mehr zu verlieren hat. Di» GAnbenrng von Wenffü*. 'fikü«*"'------«an m tr m***---- �. IM*»-—»- Mry. m.* 4rUff Vj6l$*fc itätffi/ T' toti>-ije- jZj TlTiy iWrAliyffWiiy ÄVtÄBECfv MlmM «««», Fi.»'i,«■. v...rttx-i«x» ,iy ie;a»., ro,-x_.. 1— iAPitch fxUTdl XÄC'Cl�XtCUXtV�ttVi IttttöCK U iL» »eud»««hhotttgeN kiderftand. Da» südöstAche SttckOgebiet bi» eNva an die Epe« ist fest im der Hand der RegiernngStruppen. Sie stehen nördlich der Eprn« in der Linie Echleftscher Bahnhof— FttchttchShaän— Güterbahnhof der Rvrdpadt bi» an bi« Gveaze dam Moabit. E» ist mehrfach zu Schietzereien gekommen, oh« datz von fetten der RagiermigStruppen ein Weitreer Vormarsch beabsichtigt Warden war. In mehverru Strohe» haben die Spartakisten Bar»- kaden gebaut. Mit der Süubem-ng und Durchsuchung der besetzten Stadtteile wird fortgefahren. Südlich' der Spr« bei der SchMtagSfaUe«dang«• Re- gierung»tr»ppe«, mehrere Spartakistennester auSguhckben.«ine An- za� Maschine»gewehre wurden dabei erbratet. Leider ging e» nicht ohne vmlufie der Truppe» ab. Im Laufe de« Tages ist e« an verschiedene» Stelle» zu Schietzereien gekommen, die aber leichterer Statur waren. Gegen 4 Uhr wurde da« in der Saiier-Friedrich- Siratze Ecke ZSildenbrnch- stratze gelegene Neuköllner Polizeipräfidinm von den Dächern gegenüberliegender Häuser beschossen. Die Beiatzung de» Ami«gedäude« erwidert» da« Feuer, da« sich etwa eine Viertelstunde hinzog und dann verstummt«. Etwa zur gleichen Zeit kam t* zu einer Schiaherei in der Richardstratz« und am Hohenzollernplatz. doch konnte bisher nicht festgestellt werden, od hierbei Perionen verletzt oder gar getötet worden stnd. Fm weitaus grötzten Teile de« Neuköllner Stadtgebiete« herrschte tagSüher Ruhe, Die Aktie» gegen Lichtenberg ist I« Per bereitnng. Sonntag abend gegen 12 Uhr wnrde w der Gegend der �ichaetfirch» und MarkuSstrahe ein Spartakistennest anSge- hoben, da« den ganzen Dag über die dortige Gegend mit Maschinen» gewchvfener besteichen hatte. Dabei wurde« in Ausführung de» Erlasse» über die Einführung de» Stand rechtes ZV Spartakisten standrechtlich erschösse», da st« mit Waffen in der Hand augetooffen worden war«. Der Rest der Spartakisten wwrde» Haft genommen. Der Norden Berlins besetzt. Am Montastnachmittag hat die Brigade Reinhard den Norden Berlins, die Fnedrichstratze. Chausseestratze und vrunuenstratze bc- setzt. In der Brnnneustratze wurden mehrere Waffen» l a g« r bei Haussuchungen entdeckt und etwa 20 Pers onen verhaftet. Da» Gerücht, datz durch die Brigade Reinharb 2000 sk) gefangene Spartaiisten ohne Verhör erschoflen worden seien, eniiyt'tt in keiner Weise den Tatsachen. Alle von Angehörigen der Brigade Reinhard«iiigebrackien Gefangenen werden dem Kriegsgericht vorgeführt, dort verhört und verurteilt. Ueber den Angriff auf das Nathans Weistense» wird un« Nock miigeteilt, datz die Verteidiget d«S Ralbause», die e« gegen dreimaligen Angriff der Spartakisten hielten, nicht An« gehörig« der Republikanischen Solvaienwehr, sondern der Repu- blikanischeii Schuytruppe, Regiment Liebe, waren. Di« Vertridißer waren von ihrem in Moabit liegenden Regiment einige Tage fast vollkommen abgeschnitten, mehrer« ihnen zugedachte LebensmitiolnanSporir wurden im Norden Berlins von den Spar- takiste» überfalle» und trotz heftiger Gegenwehr der Bedeckung?» mannschaiien vernichtet. Ein ähnliches Los hätte fast ein anderer Transport des Regt- ments, bestehend aus zwei Lastkraftwagen, erlitten, der zum Lebens- m'ttelempfana nach Lichtenberg geschickt worden war.«n der War- schauer Stratze stietz er aus Barr ikoden. die die Weiterkahrt hemmien, gleichzeitig wurde von aSen Seiten Feuer auf den Transport eröffnet. Der entschlossene» Gegenwehr der Besatzung gelang e«. die Wagen trotzdem zurückzubringen. Einer der Kraft- wagenführer erhielt einen schweren Brustschutz, steuerte aber trotz- dem den Wagen bis in die Kaserne zurück, wodurch er seinen Kaine- raden da» Lesen rettete. Weiter« Nacheichte» auf tu» st. Veite.) Vereinheitlichung nnS Sozia- lisierung öes Verkehrswesens. Bon Dr.» r i m«. Bsrstn. Im Tntwurf der kunstigen Reichs versassrmg ist Mhcä öffentliche Verkehrswesen, und zwar die Eisenbahnen, soweit sie bisher Stoatsbahnen waren, die Binnenschiffahrt auf den mehreren deutschen Freistaaten gemeinsamen Wafferstrasieu. die Post und Delegrafte, der verkehr mit Krastsahrzeuzen stn Lande mch in der Luft" als RctchSangelegenheit genannt, die mis schließlich der Gesetzgebung und Verwaltung des Reiches unterliegt, mch in der Begründung deS Entwurfs wird die Vereinheitlichung des großen Verkehrswesens als dringend« Notwendigkeit bezeichnet, zumal es wirtschaftlich wie politisch gleich widersinnig sein dürfte, wenn sich die Ber- kehrssysteme nicht an die gros« politisch« Einheit des Reiche« anlehne». Diese Absicht. daS gesamte Verkehrswesen all ein Gebiet eigner»nmittelbarerR eichSverwaltungzu be- handeln, stellt, auch vom freistaatlichen Standpunkt aus de- trachtet, die allem richtige Lösung dar. Die Aufrechterhaltung von Hoheitsrochtev einzelner größerer Freistaaten auf diesem Gebiete(welche die Haltung eines üderftüffigen Behörden- apparateS in sich birgt) würde nicht nur«in großes Hemmnis unserer Wirtschaft bilden, sondern auch die Konkurrenzfähigkeit deS Reichs gegenüber anderen europäischen Staaten un- günstig beeinflussen, ganz abgesehen davon, daß sie in ihrer. Wirkung auf das Ausland dem Ansehen deS Reiche» schaden dürste. Neben diesem prinzipiellen Grund spricht für eine Vereinheitlichung die zur wirtschaftlichen Hebung notwendige Wiederherstellung unseres gesamten, durch den Krieg zu einem Torso gewordenen Eisenbahnwesens, welches mir durch eine geschlossene, einheitliche Arbeit unter Aufwendung von Milliardenkofien und Durchführung von Reformen in bezug auf»Betrieb, Tarif und Frimnzen, Beamtenanstellung und Neubau wieder aufgebaut werden kann.■ « Die dem VereinheitlichüngSplan widerstrebenden Porti- kularistischen Tendenzen Süddeutschlands, insbesondere Bayern*, find von«infichhaen Kreisen— wie z. B. der Handelskammer München, welche die irrige Bewertung bisherig« Sonderrecht« verworfen hat und eine Vereinheitlichung for- derte— nicht mitbetrieben worden, wie auch größere deutsche Verkehrsvereine sich m Kundgebungen ähnlich gehaltener Art unmittelbar cm die Nationalversammlung wandten. So besteht nach der gegenwärtigen Sachlage di« Wahrscheinlichkeft, daß mit dem größten Teil der Reservat- rechte der einzelnen Staaten aufgeräumt wird und zuforderst eine über daS bisherige Maß hlnauSgehepde ReichSaufficht über daS Verkehrswesen einsetzt. Diese ReichSaufficht bedingt di« Schaffung eines»NeichSverkehrsministe- riumS". das vor allem eine zielbewußte Politik in Reich?- VerkehrSfragen in Hinsicht auf Betriebstechnik, VerkchrSrccht usw. und öie Ausschaltung etneS übertriebenen unpraktischen Wettbewerbs der Verkehrswege sicherzustellen hat. Das Ministerium, als höchste Behörde in sämtlichen Verkehrs- fragen gedacht, hätte alle Tarife nach Anhören des oder der zuständigen Staatssekretariate oder Nnterstaatssekretariate — eS stehen als solche die für Eisenbahnwesen, Binnenschiff- fahrt, Post-, Telegrafen- und Fernsprechverkehr, Lustverkehr und Kraftfahrzeugverkehr in Frage— festzusetzen und die allmähliche Umgestaltung des.gesamten Verkehrswesens (gegen eine unverzüglich vorzunehmende Umgestaltung sprechen in erster Lüne finanzielle Gründe!) zu einer„Reichs- fache' vorzunehmen, so z. B. die vielfache Verschiedenheit der Diensteinkommen des Personals der verschiedenen Verwaltungen nach und noch abzubauen. Mit dieser Umgestaltimg hat Hand in Hand die So- zialisierung fortzuschreiten. Verkehrswesen, Wasier- Wirtschaft, Elektriziätsversorgung usw. bilden als Betriebe, die über das ganze Land gehen und selber Voraussetzungen eines Fortgangs der nationalen Wirtschaft sind, ebenso wie sw umgekehrt zu deren Vereinheitlichung beitragen, di« ersten Objekte ber Sozialisierung. Die Natur und Dauer de» Zweckes, der Umfang, die Gleichmäßigkeit und allgemeine Verbreitung des Betriebes charakterisieren die Verkehrsmittel von vornherein als Objekte der Gemeinwirtschaft. Sie find von Hau» aps öffentlich« Einrichtungen und im wesentlichen nur als Monopolbetriebe möglich Schon im Jahre 1878 wurde die Verstaatlichung des preußischen Eisenbahnnetzes eingeleitet und in wenigen Jahren bis auf einen kleinen Teil durchgeführt. Ende 1913 waren neben den 34 381,6 All»- meiern vollspurigen staatlichen Hauptbabnen nur noch 276,4 Kilometer Privatbahnea m Deutschland vorhanden, deren refflofe Il«vrrMn»»ff h. ftaaMhe gtinjuttmw d»?r»g« kurzer Zeit ist. Der Post-»ni Fernsprechverkehr ist durchweg dem Privatbetriebe entzogen, während sich an Kabellänge 1S15 zwar noch das siebenfache in Händen privater Gesell- schaften befand, aber die Tendenz zur Uebernahme in ftaat- liche Regie stark hervortrat. Was den Kraftfahrzeugverkehr zu Lande angeht, dessen Ausbau die erwünschte Verbesierung der ländlichen Verkehrsverhältnisfe bringt, so ist fast durch- weg durch die finanziell« Beteiligung der für die einzelnen Strecken i« Frage stehenden Kommunalvcrbände das allgs- meine Interesse gewahrt. Der Luftverkehr hat noch nicht den Nmsang, die Gleichmäßigkeit und die allgemeine Verbreitung angenommen, die ihn für eine Sozialisierung in irgeud einer Form reif erscheinen ließe. ES bleibt noch übrig— die Binnenschiffahrt, welche im wesentlichen noch eine Domäne der privatkapitalistischen Spekulation ist, wenn auch diese infolge der durch den Krieg erforderlichen Maßnahmen, straffe Zentralisation des SchlffahrtsverkehrS und Einfluß auf die BetriebSgestgl- hing, stark eingeschnürt worden sein dürste. Zwei Drittel deS BinnenschiffahrtSfrachtraumes sind Eigentum der großen Reedereien, die den wesentlichsten Teil der Gütertransporte auf den deutschen Wasserstraßen monopolisiert haben. Die Zahl der kleinen Schiffer geht auf den. in den letzten Jahren. zu gute« SchifsahrtSstraße« ausgebauten. Schiffahrtsstraßen' immer mehr zurück. Der kleine Schiffahrtsunternehmer kann sich bei intensiverem Schifsohrtsbetricbe, wie er im Interesse unserer Wirtschast angestrebt werden muß. gegenüber dem großen Unternehmer nicht halten: es ist folglich ein Borteil für ersteren. wen» er vom Staate übernommen wird. Mit der Bundesratsverordnung vom 18. April 1917 über die Er- richtung von Betriebsverbänden der Kleinschifser ist die erste rechtliche Grundloge aus dem Wege der Kimzentrationsvoll- ziehung der Binnenschiffahrt zum Gemeinschaftsbetriebe gegeben worden. Die Notwendigkeit der Bildung der Betriebs- verbände— kürzlich ist als erster Kleinfchifferbetriebsverdand der der märkischen Wasserstraßen gegründet worden— de» weist, daß eine Vergesellschaftung tunlich ist und bereitet eine solche vor. Ist diese Bildung in allen an Kleinschisfern reichen Stromgebieten durchgeführt, dann stehen wir tatsäch- sich einem sozialifierungSreis ea Zustand gegenüber. Weitere Erwägung ergibt, daß die Bereitwilligkeit deS Fiskus zur Aufwendung der sehr erheblichen Allgemeinmittel zum AuS- bau der Wasierstraßen. der doch eine nicht abzuleugnende, dringende wirtschaftliche Notwendigkeit bildet, ohne Soziast- fierung ausgeschlossen erscheinen muß, da sich Dauauswcndun- gen in der erforderlichen Höhe zum Vorteil de? Verhältnis- mäßig recht kleinen Gruppe der schiffahrtstreibend-n Staats- bürger gegenüber der Allgemeinheit nicht rechtfertige« dürsten. Eisenbahn- und BlnnenscküffahrtSverkehr stehe« w stete?» Wechselwirkung..Erst durch die Sozialisier« ng der Binnenschiffahrt kann die einheitliche Organisation deS gesamten Personen- und Güterverkehrs des Reichs er- reicht werde»._ Versammlung öer Hroß-Verllner Truppenteile. fRmiadbortaMat fand im Herrenhaufe the Bersmmndrn« sämtlicher Truppen toile und der wassentraaeNden Regiment« im Beisein ihr« Kommandeur« stritt, die sich mit der straye der-- Zusammenarbeit der SreSorp» und der Berti»« Regiment« beWite. KouumuiMrmidcr General von Boekumnn«klärte, keine Ber- «rtwortun« dafür»u übernehmen, daß die Gawe trappen Mein für Idte Gewährleistuna der Ruhe und Sicherheit in der Reichzhauplfwdt garantieren können. Die» könne nur in Gemeinschaft mit dem ffrei- stektz» Wsttosti«estheiiut. Aenerak Bveiuean« kam auf da» Bev- hältnio jgoischen defti streikorp« und den Gmdetruppen zu sprechen und drückt« de» Wunsch au», daß die strrtkorp» mit de» Garde» trappen«nifl und rechunaSloS zusammenarbeiten. Er»nd die ihm unterstehenden Truppen stünden ganz auf dem Boden'de» Erlasse» über die Kommandogewalt vom lg. Januar lltlS. Er drückte die Sofsnuna au», mit dem Gardesoldatenrat und den Gardetruppen im best» Einvernehmen am Wiederaufbau de» Deutschen Reiche» mithelfen zu können. Der Vorsitzende de» KorpSsoldatenrat» wandte sich gegen die Ausführungen Generals von Boekmana und et* klärt, daß er den KocpSfoldatenrat nicht als eine Abteilung de» Generalkommandos, sondern al» selbständiges auEsilhr endet Organ betrachtet. In dem Erlaß vom IL. Janaar heißt et ausdrücklich. daß die gewählten Kontrollorgane rein« uuteegeorduet« Stell« einnehmen können. Gemäß dem Erlaß wird den fführern Gelegenheit gegeben werden.' in ständig« Kühlung mit den Truppen zu Reiben. Außerdem sei jedem HeereSaagchörtge» da» Recht der freien lleSerzengung gewährleistet. st« li r berichtet, daß« Sichtenderg an den BoKgeibeamten, namentlich von Frauen, entsetzlich« G r an samkei t«n verübt wurden. Di« DiSkussionSredn« wünschten, daß die Freikorps einmütig und ohne Reibungen mit den Kardetruppen an d« Wied« Herstellung d« Ruh«. Ordmrng und Sicherheit der Reichs Hauptstadt arbeiten sollen. Der Vorsitzende de« militärischen Ausschüsse» de» Vollzug» ra t e» wie» daraufhin, daß nach dem Beschluß der vollver- lammlung d« IL- und S-Räte Groß.B«sin» sämtliche Parteien übeeeingekmnme» wären, keine Putschversuche ist»oternchme».(vgl den Bericht.Cparlaka» tut mitl" Red) SS sei auch mit RoSk« vereinbart worden, nach der Wiederherstellung d« Ruhe med Orb- nnng i« verlin die Truppen de» Freikorps Lüttwitz an« dem Be- reiche Berlin» herauszuziehen. Darauchtu wurde einstimmig et« Ante« negaiomiiie», d« sagt: Sämtlich« wufstntiageiche» Formatiöoe» zar Unter- drstckung der Anrnhe« heranzuziehen. Da» Generalkm»- mundo hat für die Gleichstellung an Mhnung und Beklei» dung mit den Freikorps da» Rötige zu veranlassen. Fern« wird ist« Press« ersucht, in ihrer Bericksterstattung nur von RegieriingJ- tinpe-en zn sprech«,»ch daraus hinzuweisen, daß alle Truppen R«gi«run«»trnppe» sind. General von Boekmana sprach die Hoffnung an», daß nunmehr zwischen den Freikorp« und den Gardetvuxpen ein stnneradschastliche» Verhältnis eintret« wird, um ein einige» reibungsloses Arbeiten zm» Schuhe twr Reichs- Hauptstadt vor llnruhea und Plünderungen M ermöglich«». Spartarkus macht mit! GerschtSordnungSmäftig erwiese« k— var be» stl.-O.-Kriegsgericht. «�« wurde sv getan, al» verwerfe dt« KmnwfflstFche Partei (Spartakusbund) jede Gemeinschaft mit gemeinen Verbrechern und man sprengt« au», st« habe mit den gegenwärtige» Ereignissen nicht» zu tun. Auch Richard Mülkr ist dieser Täuschung erlegen. a» er annahm, wa» jetzt vorgehe, seien lediglich Kämpfe«wische» Truppe«. Damit Vevgletche man folgende BerhuuMnng vor tan C�CX- Kriegsgericht M Landgericht» L Der erst ISjShrige Kutscher Wtthelm Schäfer war deschäf. tigungvlo» und geriet am d. März in da» in de« Mufikersälen etabliert gewesene Hauptquartier der Spartakisten. Der Angeklagte. der nach seiner Behauptung nur sehen wollte, ob er etwa» der» dienen könnte, wurde svfort dem SpartnknSban» einverleibt und erhielt einen mit Levh und Zimmermann unterschriebene» Schein, durch den er der«btetln», s znzemtesen wurde. Gleich. zeitig wnrd« ihm eine Handgra»»««, di« er in die Jackenwjche steckte, in die Hand gedrückt. Kurze Zeit darauf erschien er in einem nahegelegenen Bäckerlade» und verlangte„für da» Spartakuslager in der Kaiser-Wilhelm-Straße' Brot»hn« Brotkarten; er sei Obmann und seine Kameraden hätten Hunger. Es wurde ihm erklärt, daß unibedingt Brotkarten de» Magistrat» abgegeben werden müßten; der Angeklagt« erklärte aber:„der Magistrat könne ihm fönst was' und gab auch sonst nicht» auf die Vorhaltungen der Backe rßran. daß auf diese Weise ja atmen Leuten und Kindern fhx Brot entzogen werden wstrde. Gx«inhwiitfc! stchr tnugSFh. JOnai VW nicht gutwillig das Brot geben, so komme ich in 10 Minuten in einem Auto mit 10 Man« zurück und e» wich Ihnen alles kurz und klein geschlagen!" Dabei-griff er in die Tasche und ließ die Handgranate sehen. Er erreichte aber trotz der Ein- sthüchtenmg der BäckerSehelout« seinen Zweck nicht, denn e» konnte noch rechtzeitig die Polizei herbeigeholt werden, die de» dreisten Burschen verhaftet« und ihm die Haistigranate abnahm. Vor Gericht machte«t einen sehr kläglichen Eindruck und kam au» dem Weinen nicht herau». besonders nachdem der Staatsanwalt auf Grund de»§ AB de» Strafgesetzbuchs 4 Jahre Zuchthaus gegen ihn beantragt hatte. Das Gericht nahm nur den Versuch einer einfachen Erpressung(Z 253) an und verurteilte de» Angecklag- tat zn 1 Jahr Gefängnis. * Ter Rangierer Max Lemke.»1 J-chr« alt. hatte fich wegen widerstand» gege» die Staatsgewalt zu verantworten. Am 6. März 4 Uhr nachmittag» starte fich m der Ehausseestraße. Ecke der «gen 4 llhr na Jmxrlidenstraße, eine von Minute zu Minute anwachsende Meu- schenmeng« Eine von der Maikäferkaferne kommende Militär- Patrouille forderte die Menge auf. weiter zu gehen, sie hatte aber keinen Erfolg. Al« die Patrouille weiter schritt, winde«in Soldat durch eine Rotte von 16 bi» 17 Jahre alte» Burschen abgedrängt und aum suchte ihn zu entwaffnen. Au» der Menge siel ein R e- volverschnß, ihm folgt« ein zweiter Schuß, der das Schau« fenster eine» dortigen Konfektionsgeschäfts zertrümmerte. Im An- schluß daran drangen wieder mehrere Personen«rf den Sol- baten ein und suchten Hm da» Gewehr ga entwinden. Der Angeklagt« war nach der bestimmte. Aussage zweier Aengen unter de» Angreifern. Er wurde wegen tätlichen Angriff» auf einen Vertreter der Staatsgewalt zu 9 Monate» Gefängnis der- urteilt. Mes wa? vorberettet. Der jetzige Aufstand ist erwiesenermaßen fett längerer Zelt organisiert. Einem nnserer gelegentlichen Mttardeiter wurde bereit» am 28. Februar, also vier Tage vor der Proklamierung de« Streiks. von zweifellos wohlorientierte» Unabhängige» mitgeteilt, daß am 4. März dt« zweit« Revolution vor sich gehe« werde. S-bon ungefähr vor drei Woche» ist, wie festgestellt«erden muß. ein wohl. durch geerbeiteter Plan zm» Zwecke bewaffnet»»«»griffe» auf die Freikorp» organisatorisch fertig gewesen. Di« Geheimorganisationen de»«ote» Soldatenbund«» haben sieberbost daran ge- arbeitet. Soreit« vor 10 T a»«» seng man von dort bei der volttmarsnedivisio» an. ob man fertig sei. n» lo»»»ich lagen. Di« Aniwort lantete bejahend. � Ei« anderer gelegentlicher Mitarbeiter beobachtet«, al« er fich mehrere Tag« vor Ansdrnch der Unruhen in«ine der Gruppen«sichte, dt« sich schon damal« allabendlich ans dem Alexanderplatz bildete». folgend« Szene: Zwei Matrosen der Bolks-Marme-Diviflon hetzten inmitten der Menschenmenge gege» die Regierung. Eiu Mann wandte«in:.Sir habe« doch kein« Waffen'. Darauf«rNärte der eine Matroie:.Wesse»»ekowwen wir oll« Tage und«eben sie sofort weiter an di« Purteizeuoffen.� Darauf stieß ihn der ander« heftig an und rannte:.«ensch, du bist wohl verrückt, da« öffentlich ,« erzählen, es find doch hier auch Leute, di« da« nicht hären dürfen.'«S war ihm fichtlich an- angenehm, daß der andre fich verplappert halt«. Danach ist nicht mehr zu leugnen, daß der Aufstand unter Mitwirkung der Unabhängigen und Kommunisten wohl vorbereite» I» htt Vlumeustraste fand eine Dresdenerin. die dort bei ihrer Schwägerin an« Anlaß eine« Todesfalles vorühergebend fich aufhieli. ihren Tod. Als die Schwägerin von«wem kurzen Ausgana zurückkehrte fand sie weder ihr« Wohnung Blumenstraß« 88, noch ihr« Schwägerin au« Dresden mehr vor. Alle« lag unter Schutt begraben. Die Leiche der Dresdenerin mußte erst au» dem Schutt mit den Leichen zweier Kinder herausgegreben werden. Au» dem Keller holte die Feuer« «ehr einen Gaul hervor, der ich«« geworden, in den Keller ge- spnmqrn war und nicht wieder herauf wollte. berliner �eichenschauhaus. Bon Gerhardt LetzN. Zum Bertmer Leichen fchcmhauS führt« mich zufällig die Flucht vor unerwartete» Stvaßenschießoreien. Ich wollte ein« Angelegen- heit in der Gegend der Elsasser und Sinienstraße«ledigen, al� ein plötzlich nn dieser Gegend einsetzende» Maschinengewehrseuer mich zwang, mein Vorhaben aufzugeben nnt> am Ovantenburger Tor umzukehren. Straßen bahnen gab eS nicht, als» dlieb�mir nichts anderes übrig, all» meinen Heimweg nach meiner am Stadtbahnhof Bellevue gelepenen Wohnung zu Fuß anzutreten. Dieser Heimweg führte mich durch«in Stück de« inneren Berlin, da» ich noch nicht kannte und hivrknn entdeckte ich da» Hau» der unbekannten Toten. Wohl noch nie ist da» LeichenschanhauS so im Munde der ge- samten Berliner Bevölkerung gewesen, wie nach diesen neuesten, so viele Todesopfer fordernden Straßenkämpfen. Manch einen, der sonst seinen Weg nie zu diesem sich jetzt einer so traurigen Be- cühmcheit erfreuenden Gebäude geführt hätte, bringt nun die Angst und di« Sorge um einen vermißten Familienangehörigen dahin. So manche an den Straßenkämpfen vollkommen unbeleiligte Person ist hier eingeliefert worden, mancher ist von Hau» weggegangen and unterwegs das Opfer einer möedenscheß Kugel gewarde». Während die abseits des groUtädtsichen Verkehr» liegende Hanno- versche Straße sonst ei« stille», beschauliche» Dasein fristet, ergeht sich jetzt in ihr vor dem Leichenschauhaus eine riesige, aufgeregt« Menschenmenge. Klassenunterschiede gibt«» hiar nicht, neben dem Bürger steht der Aebeiter, neben der VürgerSfrau das Fabrikmädchen und die Arbeiterin. Hier und dort haben sich kleine Gruppen ge- bildet, welche die neuesten Zeitereignisse lebhaft besprechen. Da» an der GrundstückSmauer angebrachte Schild besagt:.Die Schau- haille ist geöffnet.' Eine stattliche Menschenmenge flutet reihenweise durch den sauberen Vorgarten di« Stufen hinauf zu dem in Hochparterrehöhe gelegenen Haupdemgong de» Gebäudes. Es ist ein richtige« An- stehen. Nur schrittweise kommt man langsam vorwärt». Von der Menge geschoben, befinde ich mich bald darauf im Innern de» im Jahre»886 errichteten Gebäude». Durch Glasscheiben vom durch- promenierendem Publikum getrennt, liegen da die eingelieferten Leichen, die fich in gekühlten Räumen bei 0— 2 Grad befinden. Bei meiner Anwesenheit waren 38 Leichen ausgestellt, von diesen waren 80 männlichen und 2 weiblichen Geschlechts. Sobald ein« unbekannt eingelieferte Leiche von den Angehörigen einwandfrei mit Namen festgestellt ist, wird sie von der äffen ttichen Ausstellung zurückgezogen und zur Beerdigung freigegeben. Auf diese Art waren am Tag« meines Besuche« nicht weniger als 40 eingelieferte Leichen reko- gnosziert worden, während 82 zur öffentlichen Ausstellung»er- blieben. Am letzweegangenen Freitag aber war nach«in«? mir gewordenen Mitteilung die Zahl der eingelieferten Leichen«ine det- artig hohe, daß da» Leichen schauhau» sie alle nicht aufnehmen konnte und man eine große Ataahl anderweitig unterbringen mußte. Dies ist nur das Ergebnis eines einzigen TageSl Wie groß mag die ZM der Opfer der mm bereits ein« Woche aadauänideu Straßenkamp fe sein! Bei weifen nicht oll« Leithen wende« im LeichenschauharS«ingekiefert. Die Epartasisten suchen, wen» es ihnem nur möglich ist. ihre Gefallenen selbst mitzu nehmen, und außerdav nehmen auch die Leichen ballen der den Kampfgebieten am nächste« gelegene» städtische« Keankenhäufec zahl« ich« TodeS- «pst»«lt. Die Bergung der Toten und verwundeten ist der Berliner Feuerwehr übertrage». Diese Tätigkeit ist jedoch durchaus nicht etwa ein« gefahrlose, wie man annehmen könnte Die unter de« Schutz« de» Roten Kreuze» stehenden Mannschaften find vichecholt von Spartakisten angegriffen worden mit der Begründung, daß sie bei der Ausübung ihres Samariterhandwerkss den Regierung»- ttuppen heimlich neue Waffen« und MunttionSvorräte zukiefer» sollten. Diese Annahme ist jedoch vollkommen unzutreffend. Eine Schilderung der ausgestellten Leichen will ich mir an dieser Stell« versagen. Nur so viel will ich verrate», daß dieser Anblick nervenschwachen Leuten nicht zu raten ist. Trotzdem wunderte eS mich daß ein großer Teil des Publikum«, unter dem sich auffallen de rweffe viele junge Mädchen befanden, fich lediglich aus i.ein«r Neugierde an dieser schaurigen Stätte des Tode» eingefunden hatte Außer dem Ausstellungsraum für die unbekannt eingelieferten Leichen enKäft das umfangreiche Gebäude noch Zimmer für reko- gnosziert« Leichen, für'Obduktionen, für polizeüuhe und geeicht- Ich? Vnterfnchiimrtn. für den wissen schnftlichen Unterricht in der gerichtlichen Medizin und(Hseatie, ferner Räume zur Aufbewahrung und Verbrennung der Kleider der Leichen sowie schließlich eine eigene Defrier- und Kühlanlage und ein Sargmagazin.» Still verlasse ich diese Stätte der Tote«. Drinnen beklemmend« Traurigkeit, draußen lachend«, milder Frühlingssonnen schein und bejahender Lebensmut. In den Lüften hoch oben zieht ei» ans der Aufklärungsarbeit begriffener Kampfflieger seines Wege» kaut surrend dahin, mit fich Tod und verberb« führend. Da horch. Feuerwehrgeläut« l Es kommt näher! Bald darauf hält da« klein«. flinke Auwmobil, auf deflp« Trittbrettern»eben dem Führersitz enbt« und links je ein die Rote-Kreug-Fahne schwingender Soldat steht, vor der Hofeinfahrt. Schnell öffnet fich da» Portal. Bei« vorüberfahren gefingt e» mir, einen Blick flüchtig in da« Wagen- innere zu werfen. Zwei wachSgekbe, blutüberströmte Gesichter starren mir entgegen, voll von Lebensmut und Tatendrang mögen sie ihr junges Leben eingesetzt und... verspielt haben. Nun ziehen -sie al» Opfer de» mörderische» Brndersampfe» in diefe» still« Heim «in. bis sie rekognosziert— oder namenlos ins Gkab versenkt werden. Tlefergeiffen wandere ich heimwärts. Es gibt zw« Arten zu kffmpfen: mittel» Gewakt oder mitte!« vewiunft. Die Gewalt eignet dem voennnftlofem Tier, die andeee dem zioiNsiertsn Menschen. In den wer KeiegSjahrrn ist deaußeu wahrlich genug kostbares Blut geflossen, al» daß hier im eigen«, Land« diese» Morden noch mehr fortgesetzt zu werden brauchte. Jede« Menschenleben ist heute kostbar und unerictzlüh für den erfolg. reichen Wiederaufbau Deutschlands. Laßt genug sein de» unseligen Morden« l Haltet ein, deutsche Brüder und Genosse« l Di« st» sehn» lichst erwartete Wiederkehr geordneter Zustände kommt dem gesinnten deutschen BoSe in gleicher Weise zustatten, so daß keiner ausgeschlossen oder benachteiligt sein wird. Nur Frieden, Ruhe und Arbeit können uns ans den jetzigen trostlosen Zuständen wieder in die Höhe bringen, nur dieser Weg ist d»r einzig beschnei ibave— jeder andere führt unrettbar in das Thao»! Wenn die bleichen Toten spnechen könnten, sie würden, von Leidenschast und«irrsal befreit, ihre mahnende Etwrme erheben: Friede und Sinteachtl firtur Vegner. Bei I. B. Nemnann, Kurfürstendamm 232, stellt der Maler Srtur Degner sehr ernst««od fesselnde Bilder aus, hie diese» fl--— A----«--«e----——"■*----- BTvTvfl 1 1, UUI t größere Beachtung gewinnen sollten. sDer Srntrttt zur AuS» llung ist frei.) —.Arbeit', dieses Wart steht Iber allen Bildern Drgner» nicht in dem Sinn«, daß der«egenstand seiner Darstellungen stets die körperlich« Arbeit wäre, wohl aber in jenem, daß jedes einzelne Werk wirklich als da» fichtbar« Produtt ehrlicher geistiger Arbeit wirkt. Ja. da» wort«rvest hat noch besonder« Geltung für seine Bister: innerhalb der Formen jedes Bilde« geht eine leiden- schaftliche, nie ruhend« Arbeit vor sich. Siedl man eiwa ein Bild wie die schöne.Berglandschafrt, s« wird man ergriffen von dem Ar» betten der Erdmasien. die fich beben, emporichieben, fich weilen, dehnen und schichten. Und ein solche« innere» Leben baben seine Formen last überall. Man findet in Degner« Bildern keine Passi- vität, nichts von.Stilleben�, sondern einen borten, festen Willen, so wie er fich in dem AnSdruck leine« SelbstporträtS zu erkennen gibt. Gerade in den Bildnissen ist der»esdrnck geistiger Spannung und innerer Arbeit sehr stark, namentlich in dem kleinen Kopfe, dessen einfache Formen und Farben von einer«eßergewöbn» l'chen künstlerischen Konzentration des Schaffend«, Zeugnis ab« ItQtTL Bei aller Strenge seine« Wallen« ist Degner in seinen Bildern nicht schroff aber hart. Eine sehr persönlich« Mischuug au« Elrenge und Zartheit macht die.Schneelandschast' ergreifend ausdrucksvoll. Degner» Farben sind im Vergleich mit den ungehemmten Farben. gluten der meisten jüngeren Künstler erdig, schwer und fast düster. «den e» wäre natürlich verkehr». Degner deshalb zu unterschätzen. Durch die schwere Erdhoftigkeit seiner Farben dringt er hindurch mit ungeheurer, ardeilender Krott, und er verstärst eben durch dieien dramatischen Kamps den«»«druck der WillenStraft. Den schwere«, lehmigen Dreck dieser Erde Mersieht Degner nicht, aber er ver», zweifelt doch auch seinetwegen nicht. Ei» Sied auf die drn,e schmutzig« Erde scheint die.Gchneelandschoft' zu ietn. voller Mit» leid breitet sich do» HimmelSwetß, und da» Gehe« der alten Frau — Uhr. Am R�gi«ru»g«trfche: Goche«. Schmidt. Bill, Aoech u.«. Präsidinl Aehientxich eröffrwt in« Sitzung um LL0 Uhr. Krrf der TugiSoridnuiiy steht die Jntertzcilatio» her Abgg. Müller-Bre«Iau lSoz.). Gröber(Z.)«t& d.?«y« r (Dem.): Die« DcuSschkrnd greistbar«« Snttrtoreäte reich«» nicht «««, ia« deutsche voU bi» zur Sindringung der dre»jShrigen Ernte zu ernähre». Wo« gadcnti die Regierung zu tun, um die Ernährung de« deutsche» BvOr« ficherzusteile»? Ab» Dr. Peters r»(Dan.) führt zur Begründung der Interpellation au«: Rem« hiartei hat die Jrterpeüatian armeregt au« Gründe» der innere» wir der äutzeven Poiiti!. Di« Regikrung mutz mit absolute, Wahrheit und Klarheit d«m deutschen 5oEt< sagen, toi« di« Lage ist. Anderer» seitS müssen wir das moralische Gefühl unser«» BoUeS auis rufen, um die Lage zu verstehen. Die Arbeitseinstellung«« müsse» aufhöre«, damit die vorha-ndene« IZvrrät« nicht au« Kurcht vor der Unsicher- hcit vergeudet werden, und damit di« neue Ernte gestchenl wird. Dies« Forderung richtet sich genau sc» an di« Angestellten und Ar- beiter wie an die Herren, die neulich im»Rheingold' mit dem Streik der Landwirtschaf« gedroht haben. iHört, hört!) Die AvongSwirtschafl dringt nni in immer wettere Demoralisation hinein. Wir forder» speziell die Aufhebung der AoangStoirtschccht für Fische und für Eier. Di« Eierversorgung ip geoadegu eine Farce und ein« Lächerlichkeit getrvrden»nd die Frschversorgung wird noch dadurch ersct«t>ert, datz man jetzt de» Gedanke» der Sozialisierung der Seefischerei in die Massen«tvortzen hat', dar lauter SogialisiernngKnut hungert unser Volt. sSehr richtig I bei den Demokraten.) Werter fordern wir den Abbau der Krieg»- organisationen. Fum zweiten haben wir unser« Interpellation eingebracht, um an da» Gewissen der West zu appellieren, die e» heu:e noch, nach einem viermonatigen Waffenstillstand, ablehnt, uii2_ einen Rechtsanspruch aus die Ernährung unsere» BolkrS eil»- zuräumen. Wenn wir nicht die Lebensmittel dekovnne», die wir haben müssen, dann wirb das nicht allein zu einer deutschen, son- dem zu einer eu ropä ischen ftatastroph« führe«.(©cht richtig!) DeSsxrlb appelliere ich an da» Ausland, unserm Vollk« die Lebensmittel, die dvrhanb«, find, nicht länger vorzuenthalten. (Beifall.)• In Verbindung damit wirb die I nt« rpe ll« t i»» der Abgg. Arnstadt(Ttschrwtl.) und Dn Heinz«(Dl. vp.) zur Besprechung gestellt, Iva» die ReichSreyienrng zur Abstellung de« Notstandes zu tun gedenl«. datz die Ernte 1912 durch den Mangel an Arbeitskräften, Betriebs- und Düngemitteln gefährdet ist und dadurch die Ernährung für da» Ernlejcchr 1919/20 noch wehr wie zurzeit in Frage gestM wirb. Im Begründung«mmt das Wort Abg. De. Vencmter(DffchnaA.): Wir find haute in der Lage, unsere Produkt!«, an»0 Proz. gogenütber dem I�rlae 1912/13 m die Höhe zu bringen(Hört, hört! rechts.) Sellslvccständlich dürfen wir in der Produktion künstlicher Düngemittel nicht nachlassen und dann«eüsse» die nötigen Ar- beitÄräst« für die Laridtvirksckait herbeigezogen werben. Wir stehen vor einer Katastrophe 1919/29, wenn in dieser Beziehung nicht Abhilfe gestdaffen wird. Die IwangSwi rischaft mutz nach den Vorschlägen von Dr. Röficke ahgeba-ut werden. Di« Abliefe' runy einer bestimmten Menge ist zu verlange«. Im übrigen mutz aber den Lanlrinrden voll« Freiheit gelassen werben.(Sebr richtig! rechts.) RrichSernilhrnngSminlstrr SchmGS: Die Frage der Interpellanten, ob unsere Ernährung di» zum nächsten Wirtschaftsjahr ausreicht, mutz ich verneinen.(Hort, hört!) WrrS toll nun geschehe», um' den Fehlbetrag zu decken? ES gibt zwei Wege. Einmal köirnten di« Raten noch weiter herabgesetzt werden. TaZ aber wird nicht möglich sein, denn die Lebensmittel- raten find schon so niedrig, datz eine weitere Herabsetzung nicht möglich ist.(Allseitige Lustimurun�.) Es blöibt also nur übrig, den Fehlbetrag durch Einfuhr vom AnSfcntz zu decken. Im deutschen Volke und gerat»« in der Arbetterfchaft war dielfach der Glaube verbreitet, datz der ritterlich? Gegner so- fort nach Inkrafttreten de» Waffenstillstandes da» Kanrsifmittel der Blockade aufheben würde. Diese Hoffnung ist trügerisch gewesen. AlleS spricht dafür, datz der Wirtschaftstampf auch nach Friedens- schlutz mit aller Schärfe fortgesetzt werden soll.(Hört, hörtl) Ree. wegen verfügt fibrr einen»ngebeuren Kischreichtul». aber r» darf ihn nicht nach Drutschlanv ausführe».(Hört, hörtl) Millionen- wert« gehen zugrunde, weil rücksichtslos die Anordnung durchge- führt wird, datz ohne Zustimmung der Entente nichts nach Deutjch. land ausgeführt wenden darf.(Hört, hört!), Dir letzte» Verhandlunge» in Lp« haben zu einem Abbruch geführt, weil hie Entente die Jnbienst- stellup� der deutschen Handelsflott« eiirschlictzlich der Schiff«, die in den nächsten sechs Monaten deutsch.' Wersten verlassen, gefordert hat. ohne als Gegenleistung eine Sicherung der deutschen Volks- ernährung zu übernehmen. Wir haben diese Forderung der Entente abgelehnt und müssen den weile ren Verlauf der Angelegenheit abwarten.' Damit bleibt die Frage, was zur Sleckung de« Fehlbetrages bis zur nächsten Ernte geschehen soll, in der Schwebe. Aber ich habe, so schwer es mir wurde, mich dem Standpunkt unserer Vertreter in Spa angeschlossen.(Sehr richtig!) Trotz alledem stände rö nicht so schlimm mit uns er« Ernährung, wenn unB nicht durch ssnnlvsr Streiks und palitifche Nnrnhr» die Einfuhrmöglich- leiten aus dem Ausland imderknu�en worden wären.(Lebhafte? Hört, hört!) Wik hätten unserem Volke mancherlei Erleichteruigzen schaffen können. Wir härten Lebensmittel in nicht geringem Um'. fange—• Reis, Oel, Milch, Fleisch und Südfrüchte— einführen können, wenn wir die nötigen Komvensatiown dafür hätten bieten können,>iiiid zwar Kohle. Kafi und Eisen, iHört, hörtl) Weil wir Kohle, Kali und Eise» aber nicht bieten konnten, find uns diese Lebensmittel vor der Nase weagcschnappt worden.'(Lebhaftes Hört, bort! Bewegung. Zurufe:, Di« Schuld der Unabhängigen!) Das Verkehrswesen liegt'daniedet, die Koblenerzcuaüny ruht auf ganz schftvan senden Grundlagen, Da? Ausland will ubr nicht unser entwerte des Geld, es will unser« Trzeiignisse, Gerade deshalb trifft ims diese Art der politischen Agitation so ungeheuer bort, und ich frage mich vergeblich: Sehen denn»nkere Arfieiter nickt, dass in der jevigen Zeit jeder Streik wachsende Hörten anferlezt und das) sse selbst am schwersten darunter leiden müssen, sZustimmimg-l Nach jedem Streik sommen Arbeiter zu mi- und fordern stärkere Beliefe- rung mit Lebensmitteln, nachdem sie mir vorher die Zahlungsmittel: Kokie Kali und Eilen, au? der Hand geschlagen haben, sHört, hört! und Bewegung.) Auch die Verteilung der vorhandenen LebenS- mittel wird immer rneh- in Frag? gestellt.(Hört, hörtl? Ver- brecberischerweise ist vielfach der Eisenbahnverkehr durch S t r«i k« u n terbr oche n worden.(Hört, hört!) Wenn dieser Zustand andauert, so weiß ich nicht mehr, wie ick dir Versergnng der Großstädte regeln soll. (Hört, hört!) Ich sage ei vor aller Seffenkkichkeit, datz ich die Ver- antwortung für die Ernährung der Städte nicht»»ehr übernehmen kann, wen» auf der anderen Seite nicht endlich Vernunft»»d Einsicht zurückkehren.(Erneutei Hört, hört! und Bewegung.) Wir werde» für die Grotzstädt« nicht mehr genug Milch heran- schaffen können,(Hört, hörtl) Wa» ist da» für ein politischer Kamp! um Freiheit und Recht, wenn dir unschuldigen Kinder davon in erster Lrnie betroffen werden.(Sehr richtig!) Wolle» unsere Arbeiter den» nicbt endlich aufraffe» und sich von dieser wali Herschaft befreien. Schwere Korgen macht«»ich die Ernährung der besetzten lriikSrheinischen Gebiete, da die LebenS'-iritteltranSporte einfach ausgeraubt werden. Man wundert sich über den vielen Zucker im Schleichhandel. Fm Dezember find allein während de« «00 Zentner Zucker ptftohtea Vi■■»1... /-eKR ,4«»,->...-------- IL i�nnt4«/i ä&ww worstB.{fpvxz, porti) gevfx merrax ttzteu&to€trva pk wtt* nichtung de» Reste» unsere: Volkswirtschaft.(Zustimmung.) Ich stehe ein Menschenalter ,» der Ardeiterbeweanng und habe den Zeitpunkt herbeigesehnt, wo fi« sich schöpferisch be- tätigen könnte. Aber ich sehe heute zu meinem Leidwesen, datz gerade die eine» unheilvollen Einssluh guSüben, di« bisher ab- leitS gestanden habe» ton der ruhigen, zielbewutzten Arbeit der Gewerkschaften, datz Leute die Führung an sich reisten, die nicht aufbauen, sondern zertrümmern.(Sehr wahr!) Jeder Streik der städtischen A heiler ist jetzt ein Verbreche» an der Nation, aber kein geringere» Verbrechen ist«s, wen» de» Landwirte» gesagt wirb: Ihr kZnnt auch streflf«. Da» sind He Spartakusse im Virnd der Landwirte,«ch Fe find ver- antwortklch für tos, wo? daran« entsteht. El ist mimSglich, die Viehbestände zar«ufrechterhaltnng der jctz»G'« Fleischeabcm antz. zubringe». Ich mutz leider die Fletstheatie» auf den Stand vor der letzte» Erhöhung wieder heirftzufetzen. Ohne die»rastlosen KchwaAschlachtungen wäre» vir viel- leicht nicht dazu gekommen. Wahrscheinlich ist sogar die vermin- Serie Ration nicht in jedem Fall zu sichern. Ab» Ersatz sollen Hülsenfrüchte gegebe» werben. MatznaHmen zur Aufhebung de, ZwangSwirtsck-aft find eingeleitet für da? Frühgemüse und Obst, für die«ich die Einfuhr freigegeben werben soll. Ebenso kommen Dörrgemüs«, Eanerkraut und Salz« g? m ü s e ip Betracht. Ich'bin gesonnen, zu prüfen, in' der Er- fassung der Hülsenfrüchte eine Aendernnp in der Richtung eintreten zu lassen, dost wir vielleicht nur einen TeS, erfasse» und da» ühriie freigebe», datz wir ebenso bei Berste und Hafer Ölet«in gewisses Cuarrtarrn hinaus gewiss« Zngoständnisse machen und vielleicht auch bei Heu und Stroh die p/"M np?wi r tfchaf t auf- heben. Vielleicht kann auch für Eieri die Zwangswirtschaft wenigsten» zum Test aufgehoben werben, wenn der Verbrauch für die Lazarett« und Kraule nhäuser sichergestellt ist. Endlich wird «i eavagf« sein, ab für die Zuckerbewirtschaftung ein« Aenderung in der Richtung eintrieben kann, dast der VerdrauchA- zucker, der sogenannte Dbundzncker, fichergestellr, und wa» darüber hinamSgeht, freigetasser. wird. Dagegen mutz ich mit aller Entschiedenheit dl« Aufhebung der ZwangSbewirtfchaf- tnng für Brotgetreide ablehnen. Da» gleiche gift für die Fletschbewirtschaftung, di« Butter, und Milch- beWirtschaft«»»«rtd die Aartoffekderf orgung. Jedenfalls mutz von der Kartoffel er» der allen Umständen ei* bestimmtes Quantum vorweg fichergestellj werde». Ich bin mir über die Wirckung der Freicmde gewisser Artikel für den Handel sehr wohl betoutzt. Sie wird zweefrilo« üdermätzig hohe Preis« zur Folge haben, wenn eS nicht gelingt, durch m« Einfuhr den Preis zu drücken, und da» erscheint mir einstweilen noch zweifelhaft. Aber ich bin geneigt, in gewiss em Umfange einen Versuch zu omchen. Ich erklar« aber heut« schon: Wenn die plan- lasen Preistreibereien lorttxrnern sollte», so»ttfee ich zu den Höchstpreisen zurückkehren und dafür sorgen, datz die Höchstpreis- Politik mit aller Entschiedenheit dunck�esetz! wird. Dl» Lösung der Arbeiterfrage sehe ich in erster Linie in der Schaffung eine» kleiubSnerliche« Besitze», dem durch den SuSboo gentissenschaftlicher Einrichtung« Mc#®g» lickckeit gegeben wrb, sich die technischen Fortschritte der»ubernen Landtr-irtstirrft. also vor allen Dinge» di« Ausnutzung der Maschinen zunutze xu»rochen. Wa» ist nu» arlchehea, um für die Landwrisckvft die aoligen ArbeiiSkräst« h<:anie.usch>rss'?n? E» besteht heute kein Bedenken mehr für«inen stäbtischen Arbeiter, Landarbeit anzunehmen.(Sehr richtig!«cht».) Unsere Breuer» möchte ich bitten, nicht von vc-ri herein eine starke Abneigung gegen städtische Arbeiter zum Ausdruck zn bringen. Es sind nicht alle Spartcckisten Auch in der Frage der Düngemittelbesch�f- fung ist ton seilen der Reyienung alle« Aria», um die Erzeugung zu h�en. Leider hoben die vierzehntayiqen Streik» in den Srickstöfstverien unsere Ho-inung auf ein« au»vrieh«nde Er?,en- gung vernichtet.(Hört, stört!) Der Abg. Semmier sagt, die Düngemittel müssen atschasfen werden DtrieS Mutz ist ein« sehr harte Mutz. Auch ich bin nicht in der Lage, diese Nutz zu knacken. Dazu bedarf«S vor allein der Einsicht der Arbeiter. Ich komme also zu dem> wenig befriedigenden Ergebnis, datz unser« Leiben». mittelversorgung in diese« Jahre auf sehr unsicherer Grundlage steht. Aus dieser Bedrängnis kann nur eine sehr ruhige Wirt- schafWche Eutwcketung im Innen» und eine tn«t schliche Einficht unserer Gegner un» reiten.(Beiisall link».) llnberstimtSsekreiär im ReichSernährungSamf Edler w?ra»n gibt«inen eingehend«!, Bericht über di« Borgesthickst« der letzte» Verhandlungen i» Spa. Die gegnerischen Bertveter hatten immer wieder di« HerouSoabe der gewmten deutschen Handel»- flotte verwngt. ohne als Gegenleistemg dir' Sicherung der deukschen Ernährung bis zur neuen Ernte zu übernehmen. Di« deutsche Pertretung war bereit, über ein» teilweise Auiwerfügunpstellung daiksick»', Schiffe Zug um Zug gegen Lieferung ton Lebensmitteln zu verhandeln. Di««gnerifche» Vertreter stoben da» aber ckb- fssEichni. Sie wollten sich höchsten« auf ein« Versorgung Deutsch» Sande mit Lebensmitteln von Monat zu Monat einlassen. Al« wir an unseren Folgerungen festhielten, erilärten sie. noch Pari» abreisen zu müssen. Der oierft« KrieySrat in Pari« hat sich vor � einigen Tagen einooherch mit der Frage der deutschen LebenS- i mittlversorfiung bvscläftigit, und c« kann gar kein Zweifel darüber ! bestehen, datz e» zu einer Kündigung deS Waffenstillstandsver- irogc« nicht kommen wich, vielmehr werden die Berharrdinngen fortgesetzt werden. Alg. Schiel«(Dtschnatl. vp.) erstattet eine» Bericht des Ausschusses für VolkktoiristJwft Aber Arbeitsmarkt u nb Landwirtschaft. Er unterdrei�t der Pollversammlung einen Antrag dieses Ausschusses, der ein- gehend« Vorschläge enthält für ein« bessere Verteilung der Arbeitskräfte und zur Förderung der drinaendsteu Arbeiten i« der Landwirtschaft, in»besandere der Frühjahr». bestellung.» Auf Antra« des Abg. Müller- Breslau(So».) wich di« Be.. jprechung der Interpellation bescksiossen. Abg. Blum(Zentr.)': Wir Landwirte werben unter keinen Umständen streike»!(Bei- fickl.) Die Freiheit der landwirtschoftlichen Produktion mutz gesichert werden. Ich bin aber mit dem Minister durchaus einverstanden. datz fftt Brot,«etrefee. Fleisch, Mstch mh Karwftekn ble Zwang»- Wirtschaft zunächst erbalten bleibt. Die SpartaknI-Unruh«» habe» sehr zur Erschütter»»« unsere« ErnSheungSweseu» beigetragen. Wilson sollte seinen vierzehn Punkton de» fünfzehnte*. hinzufüge»:.Latz deinen Nächste» nicht verhungern, auch wem»« dein Feind war!"(Lebhafter Beifall.) Abg. War»(JL Eog.ft Es»cht deine lächerlicher« Phrase«O» jetzt dato« m sprechen, den freien Handel wieder rinzu führe«. Di« Haupt. schwierigkeit liegt darin, da» auf dem Land« Produzierte zu erstrffe». Gerade hierzu ist erforderlich, da» Dhstem d« vaner»-»nd Land.arbei terrä te anSznbauen. Die HnnzersterbNchkett wird verfchLrfk durch dl« CftuM. (Zurufe: Durch Ihre Schuld!) Txn Regierung ist schon seU Mitte Januar nahegelegt worden, di« Forbermrgen zu bewilNaen, die sie jetzt bewilligen will. Wäre diese Einficht früher gekommen� wäre all die» llnheik der letzten Zeit vermieden worden.(Wider- sprach, bei den So») Ohne Hilf« vorn Ausland« könne» wir nicht durchkommen. Amerika und Australien haben lölll«tue Nekard- ernte i» Weizen gehabt, für 1919 wird eine noch grösser» Ernte«ew artet. Amerika hat ein Interesse daran, seinen Über- schüssigen Weizen aus den Weltmarkt zu bringen; er wird auf den Lagern bereit» von den Mäcksen gefressen. Dt« Über- tri ebene» Waffe» stlllstandSbediwgnngen der Entente widerspreche»» also dem eigene» Interesse Amerika». Auch in der Landwirtschaft mutz sozialisieet werden. Bvrerst müssen wir»n die Arbeiterschaft I» alle» Länder» appeflirren, damit da» deutsch« Voll nicht ver- hUnseri.(Beifall bei dem kl. Goz.) Reichsanftrister Dr. Davibt Der ReichSarveftSmtnifier Vamec hat vor einigen Aagmr Sur nachgeeviesen. datz bei den Verhandlungen mit den Arbeite rverten- tern au» dem Ruhrrevirr und au» dZn Hallenser Bezirk di« Forde* rungen der Arbeiter keineswegs schroff abgewiesen, sondern im wesentliche» bewilligt worden find,(Sehhafter Wider- fprnch bei den ll. Eoz.) Gegenüber dem Vorwurf, die Regierung sai mit sozialen Konzesstonen zu spät gekommen, verweise ich darauf, datz bereit», in dem Programm der Regierung vom erste» Tag« a» dir Sozialisiernng, namentlich de» Bergbaues und de, Eneryievev- sorgung geswnden bat. Di« Regierung ist also nicht träge gewesen, sie hätte alier rascher mit Gesetzentwürfen kommen können, wen»' die Unruhen im Lande ihr« Z«ft nicht öder Gebühr in Anspruch genommen hätte». Wenn die MehrheitSsozialisten früher selbst den Streik gebilligt hoben, so befinden wir im» jetzt in einer AnSnahmesitnatton furchtbarster Art, so datz«in Snalogieschlntz ans frühere Zustände nicht statthast ist. Früher, als wir keinen RaiheungSmittelmanges und keinen Verkehr»Mangel hatten, war der Streik ein berechtigte» Kampfmittel; da» tan» er heute nicht sein, weil wir »er eine« Abgruub siech-» und dte Gefahr besteht, datz wir- h I ne i n stü rze*.(Ruf cht bot Xi Sog.: Das sollte die Regterong bedenken! Grosse Nwrube.) D«» Streikeecht der Arbeiter hat est« Grenz« da. w» da» Lebe«»recht de» Vakkev«»sängt. Wenn der Streik sich gegen da» Lebe» der Gesamtheit wendet, mutz jeder verständig« Arbeite« et»- sehen, datz der Stretk ein Verbrechen ist. Wir Hütten an»»enttale» Ländern manche Nahem,>««tftel be- komme» kvnnen, wen« wir dafür Kehle» Hütte»«eben kSnne». (Erregte stufe bei den N. Goz.) Der Vorredner schlägt auch damft den Tatsachen direkt ins Gesicht, datz die Arbeiter einmütig für de» Streik gewesen seien.(Sehr richtig! b. i». Mehrheft.) Zum grossen Teil haben die Aebeitec wicht streiken wollen, sondern stich durch Derrorismu» und G e w a I t t Z tig ke ik e» scheutzlich» st-er Art zum Streik gezwungen worden. In den ge» Heimen Abstimmungen in den Berliner Betrieben war die Mehrheit gegen den Streik. (Schlutz im Haupftlatt) d!e Arbeit der SozwttsterungstommWo«. M«e Erklärreng z» LasdSbergS Red«. Die GozialifterungSkommisfim» ersucht um die Aufwshnc sich. .jettteer Mitteilung: Der ReichSjustizminlsier Dr. LandSVrr« hack»ach be» .Vorttoit»* vom i März, erste Beilage, in der Rationaldersam» lnng erklärt:.Als noch die Unabhängigen in der Regierung war«», wurde di« SozialifierungSkommission eingefetzt. Der Getonte ging ton dem Abgtovdneten Haas« aus. Diese Kommisfi«» i» ivelcher zumeist Unabhängige fitzen, hat bisher ledtglich sorgeschlage», di« Schätze de» Grund und Badens al» Rationaleigentu» zu e» klären, und zwar sollt« da» nur eine Demonstratio» sei». Unter der Voraussetzung, das: die Ausführungen Dr. SuubG bergS vom.Vorwärts" richtig wiedergegeben sind, gibt die Soziall- fientng?(ommiffion foigen.de Erklärung ab: 1. EZ ist mcht richtig, datz in der Soziall sterungskoarmtssio» zumeist Unabhängige fitzen. Von"den elf Mftgltede»» der mrsfion fi-ch nur zwei Mitglieder der ll. S. P. 2. E? ist nicht richtig, datz die von der Kommiffi»» l schlagen« Berküichignng. durch welche die mineralische« Bodenschätz« zum Nationaleigemum erklärt werden sollten,»nur ein« Demo» straiion" sei» sollte. Sie sollte den Weg für die Sc-zialifierung vorbereiten. Der SozialifierungSkommission war es sehr«ruft Mit diesem Schritt, welchem sofort Taten hätten folgen solle». ll, T? ist unrichtig, datz die Kommission darüber hinan« nichts getan habe. Der Laie unterschätzt di« Schwierigleiteuder Aufgabe. Doch hat die Kommission schon am 10, Februar der Neichsregieriing einen anSsßhrlichen.vorläusigen Bericht über di« Frage der Sozialifierung de« Kohlenbergbaus' erstattet. Sie hat die Regierung dringend ersucht, diesen Bericht sofort zu veröfsent» lichen. Die Regierung hat erst am B. März den Empfang, de» Bericht» bestätigt und die Veröffentlichung gestattet, nachdem ste noch acht Tage vorher ans besondere An frage erklärt hatte, datz der Berössentlichung Bedenken entgegen ftündeu. Die eigenen Pläne der Regierung wurden der Kommission nicht mttgetetlt. 4, Weitere Berichte der Kommission über die Frag« de« Ve» ficheriingSwesenS, ein Kummunalrahmengesttz und di« Sozialss sierung der Hochseefischerei werien demnächst abgeschlossen. Sollte Minister Landsberg diese Aeusserung wirklich getan haben, s««ätzten wir uns dagegen auf da» entschiedenste verwahre», in»besonder« da die Regierung der Kommifsto» gegenüber stet» erklärt hat. datz ste den grötzrin Wert aus ihr» Arbeiten lege. Da nunmehr der Kommtlfionsbericht über die Sozialifiernug deS Kohlenbergbau» veröffentlicht wird, kann jedermann tarllber urteilen, w« rn der Frage der Sozialisierung praktische Lorschläsi» macht und eS mit der Aufgabe ernst meint, yi n, GroßSerlw partelfunktioaSrc und Vetriebsvertraueasleut» öe? G. p. v. Hrog-SerUn« Heute DimSteg, de« 11. März,«achmittag» 5 Ahe, in de» Kammersälen, Teltower Str. 1—3, Ecke Belleallianestraße: flnnkttnnSrkonferenj der S. P. D. Die Parteifunktionär« der 48 Berliner Abteilungen«nd der angrenzenden Crtlftminc sowie sämtliche Arbelterräte und vetriebdoertranenslent« einschließlich der vrrtrane«»- lente der Beamte»»nd Angestellten, die ans de« Boden der Sozialdemokratische» Part« steh tvesend sein. stehe«,«äffe»»oSzählig au- Mitgliedsbuch»nd AnSweiSkart« leqkimiert. vezirttdorstand. die Vollversammlung der Groß-verlincr Arbeiter»«nd Boldntenrät, findet morgen, Atltt- »och,»»rmtttn,« 10 Utzr, in den Germantasälo», Chanffee» praß« 110, statt. TageSordunngl Stellnngnnhm« zam NItetongreß. De»?«ll»n,»rat der Groß.vertino» Arbeiter, med Solbatenräb«. Richard Mllller. Panl Rene» Vollversammlung der SroK-Verllner SolüateurSte heute, DienSta» mtttng» pünktlich 1 klhe, im Herrr-H»»«. Tage» ordmmg: 1. 1 Prüfung der>k«ndatn>. Am» Wahl der mMtürifche» AollgugaratSmttgliedor lchnruilonsoldate» räte). 4. RSech! der Delogierte» gn den Vollverfannnlungm, der Groß-Berliner A.» n. S�-Rüte. b. Verschiedene«. n$ V««». Ptenerzuschtag find t» Ort Ivo Prog. im ltrufenbea und l70 Prag, i« Militärfedrschein«. Die sogen, ffreisnhrtschein«»erde»«nf» All« Mkl!!ür�ersoi>eu müssy, an den fjahrfarteuau�gaben Vsen. Ri..... teilnehmer. getrem» noch Angestellten und goweMichön Arbeitern. Dt« Verordnung kann im Archiv der Haiu�eiokauuuer gu Berlin. da» auch telephonisch Auskunft erteilt,«»gesehen werden. De» Leichrnschauhan» wird jetzt von bedeutenden Menschen. Massen aufgesucht. Zu unserer am Wontag früh veröffentlichten Bemerkung über die Organisation der Anstalt teilt ihr Vorstcher un» mit, daß die Aanae Anlage naturgemäß nicht«uf die außer» «wKhnlichen Verhältnisse dieser schweren Zeit eingerichtet ist. Im Buroau sind d«n Vorsteher drei Beamte beigegeben, die Leichenhalle aber muß bei Eintritt der Dunkelheit geschlossen werden, weil sie bisher keine künstliche Beleuchtung hatte und gerade jetzt eine Le- ____„»», Atz«, tm Gna» de»>— stuumdeuifumil statt, starten M Werth«im, Bote u. vock und am Saalewgang. Ardetter-Pamariterdnnd. st,l»««»»rost-AerNn. Alle hhenofien«ad Eenosfinnen, welche außer den deftehenden drei Wachen tätig waren»der an anderen Stillen Wachen aufgemacht haben, wollen dir» dem Vorsitzenden mitteilen, auch ihre Unlallslattltii gleich einsenden. Die Legitimationstalten müssen binnen zwei Tagen zu: bchSrdlichen Ab» stempelmig aus der Neuen Wache(am Zeughause) abgegeben werden. Die berliner Staötanleihe von Y Ift tfnt volksaaleihe, ew Ieöer soll zeichnen! sdie unsere» ArochtenS stet» nötig gewesen wäre) nicht in kü-zeste, sfrist hergestellt werden könnte. Der Vorsteher bittet, daß Rengterig« dem Schauhau» fernbleiben möchten, damit nicht Angehörig« von vermißten hinter ihnen '"stehen müssen und zu langem Warten genötigt worden. Di« ftstellung der Tote» ist oft deshalb lehr schwer, weit Papiere, die bei ihnen fanden, nicht mit noch dem Schatchao» geschickt, son» an««derer Stell« abgegeben wurden. Die Rachrichl, daß da» Lrichenschauhau» am gestrigen Montag geschlossen sein sollt«, traf nicht tzu. E» wird nur dann geschlossen, wen» kein« nnbekannten Stichen«uSznstell«, find. Stntti» t sttnss» metz» I und Renstrelt tz. fmfwomgftgw «u joantm.®» wirb durch diese Unsitte nicht nur da» Aussehen ff«? kilidävfahciartem Ssen. Rur die Militärfahoschein« mit Abschnitt l mü ÄontuoHjette! dürfen noch kür Transporte Über 80 Mann benutzt wurden. Bei der Lösung der Kahrtarten find nur besonder» vorgeschrmben» Auareise vorzulegen, die nur dann Gültigkeit hcckon, wen» st« neben der Unterschrist der zuständigen Militär- behörde mit dem Dienststernpet des zugehörigen Truppenteil» ver- sehen sind. Loldotenrät« sind zur AuSstelluna dleser Ausweis« nicht berechtigt. Jeder Urloübcr muß künstig außer dem Urlaubaschern noch einen diei'er Ausweis» zur Lösung der Milttärfahrkarte er» Halden. Wich die Fahrkart« späterhin zur Erstattung der Fahr- kosten beim Truppenteil gebraucht, so wird sie an der Bahnsteig. sperr« mcht abgegeben. Di« Militärpersonen, die ohne Lösuno von Fahrkarte» zur Reife nicht mehr zugelassen werden dürfen, solle» de» Crsendachirbchiensteten«n den Schaltern, Sperren und in den Zügen ihre» schwere» Dienst nicht noch weiter erfchtvere«. zogen. T» siegt daher tm Interesse unsnrer Bolk»«inähr»ng und besonder» der Krankenversor g-n, da» Abreiße» von daß derartig« Meld»»» de» Arbeit» ihm erzähl. Roch einer vrrordmmg de» »emobitm achur.gSa u»>« malertlch» Havel» »on O«tar volle, mU 180 Lichtbildern in natürtichen Forden, findet am Vroft-Verltner Lebensmittel. Reukölln. Abschnitt 168 der Neuköllner Warenbezugs- karte 800 Gramm Trockengemüse. Dieses Gemüse ist unter Verwendung größter Sorgfalt in den Neuköllner städtischen Lebens- mitttlwerken hergestellt, in den störrischen Küchen erprobt und hat daselbst infolge seiner hervorragenden Beschaffenheit allgemeine Anerkennung gefunden. Der verkauf erfolgt in denjenigen Ge» schäften, in welchen die Anmeldung zum Bezug von Kolonialwaren bewirkt ist. Fortsetzung der Ausgabe von Marmelade auf Ab» schnitte 104 und 108. Beanstandete Gemüsekonserven sind von den Händlern umzutauschen und können von diesen nn städtischen Eis- werk eingewechselt werden. An Speisefett wird pro Kopf 40 Gramm Butter und 30 Gramm Margarine abgegeben. Di« Zufuhren an Fischen und Räucherwaren sind infolge der politischen Lage stockend und unregelmäßig. Für den weiteren Bezug von Fischen, Heringen, Räucherwaren und Marinaden wird in dieser Woche ein« besondere Kundenliste in den in Betracht kommenden Geschäften zur Aus- legung gelangen. Itchtrrfeld«.»00 g Kunsthonig mtf Kr. 108. 100 g Rubeln auf Kr. 100, 250 g Sriess.»niamnnnen est Nr. 101 und 102 der Lebensmittel» karte, 280 g Herfaigt ach Kr. 19, WilmerSdvrf. Die vom A�». S.- R a t für die verteilumg der Lazarettspende gebildet« Kommission hat stch konstituiert. Die Ver- teilung de» Rrfidelcagr» der Lazarettspende soll an WilmerZdorfer Kriegsteilnehmer, insbesondere Kri«gSbeschäd,gt« und deren An- gehörige, auch Kriege rmttwen und Waisen, welche durch Krankheit oder sonstig« Umstände in Rot geraten find, erfolgen. Antrüge sind an den Bolksbeaustr-agteu Fadowtki, RachauS, Zimmer 17, zu richte«._ Groß-öerttner parteknackrkchten. Der vertragstursu» der veztrkSorganiiation«roß.Berlin über die , dicht» de»€o zialiSmu» begirni am Donnerstag, abend» 7 Uhr. leg« ZerftSrung der Aula de» Kbllnstchen Ehmnnssum» ftndet der Kursus im Fugendhetm SV 88, Lmdeisttr 8, II. Hos link«, 8 T. epven, statt Hömtartnt zu tchv Ä. find|u baden vuchbandiung vorwSiIS. Linden- iirah« 2, Horsch, Engeiuier 18,?oieph, WilbeiiuSbavener Str. 48. und im Hurendfetretanot gl? 88. Linvenftr. 114. vorn l Unkt. Um püntiliches Erbheinen wird gedeteu. Martendorf. Die Vollversammiung de» vobwerem» findet am Mittwoch, abends 7 Uhr, im Schwarzen Adler, Ehausseeftratz», Mariendors, statt(iBiut bei Herold I) vharlottenburg. Mmgen Mittwoch, 7 Uhr, Zahlabend in lolgeuden Äruppeniotalen- l. Eckellbach, Ksnigin-Elijabeth-Strake 6. II. Lerch, Friedrich. Kari-lllatz>5. III. Lenz. Tegeler Weg»7. IV. Ganger. Hultenftr. 24. V. Grvchow. Hcwihoitz'lr. 89. VL Stflrae, fiaaeifti. IL. Vit Prang. Spreestr. 8 Vitt Haut, Wallstr.»J. IX Sietmei. WilmciS- bortet Str. tl. X. MazienzcwSttz, Hebbel fir. 80. XI. gliei'cher, üaiier« dämm>>4. TIN. Schwarz Windlcheidstr. 14. XV Henze,«oelbe. Eike Schlüte, ftiaste. XVI. Kaistch, Lietzenbinger Str 18. XVlt Paech. Ranke- stratze Sl. XVlll. vernolath, AnSbacher Str. 48. Donnerstag, T�Uhr: Xlt Ärupp«. N imm. Windlcheidstr. 18. "lbendeln folgenden L__ 121, lllsmenf, Düppelstr. 7, Her, Hever Str. r2, p Albrechtstr. 53. Siebte, veilinicke Str 10. MitgitedSbuch legitimiert Skieberlltiöubanien. Heute abend 7fi, Ubr bei Retitg, vlatttcn« «raer Str. 4. seht«ich! Erfcheinen uiibedmgt ertorberiich Steglitz. Mmgen Mittwoch LezirlSabenbe in folgenden So- talei» siung. FichteM. 87,.PrSlaf,€4io.:itr. 121, lllsmtnt. Düppelstr. 7, Uttel, Albrechistr. 87, Kote, Lenbochstr. 8. Deister. Jener Str..2. Müller, f�f MW an alle MMW! (Rachdruck verboten.) Richt der Gründung eine» neuen, ü der flüssigen Vereins gilt dieser Auslus, sondern nm wichtig« Interessen handelt e» sich. Tragen Sie nicht ein» Brill«, sondern einen Kneifer I Da» ist zwar da» Gegenteil von dem. wo» früher die Setzt« atmeten, aber Umstände äi dei» die Sache, und die Aerzte haben ihr« bisherige An- ficht aucd geändert. Früher war die Brill« da» vollkommenste Augenglas, beionder» wenn e» darauf ankam, nicht nur»inen Rotbehelf für altersschwache Augen zu haben, sondern um kompliztert« bauliche Fehler der Augen zu korrigieren. Rur die vrrlle hatte einen genügend festen Sitz bei jeder Arbeit oder töepersichen Anstiengungen. Rur die Gläser oer Brille paßten so genau vor die Augen, daß dies« bei rrchtiper Zusammenstellung der tünstlrchen Linsen ungefähr dasselbe leisten könne«, wie normale, fehleesrei« Augen. Und nur die Brille wurde deshalb verordnet Ver Kneifer war verpönt, und damals mrt Recht. Er war bei der Arbeit und«fu«n weil et schlecht saß 1 tniolgedessen wurde er vielfach obge- legt, wo e» zur Schonung der Augen bester gewesen wäre. Gläier zu trage». Er fiel beim Seien vornüber«nd ergab dann ein verzerrte» Bild und üderanslrengte die Augen. Dre Gläser hingen nach außen ieiiwärt» herab und auch, wo da« ibei einem beionder» breiten Rasen- rücken) nur in permgem Maß« der Fall war. paßten sie sich doch nicht dem Adstaae« der Augen voneinander an; diePfwOe stand, statt genau hinter dem Brennpunkt» de« chlaseS, hinter dem oberen und seritichen Rand» u. S oft von dem einen GtaS weite, rnrfernt als von dem andern. Hierdurch aber wurden wiederum vi« Augen in eine unnatürliche. schielende Stellung gezwungen, Wae llebertmstrrn- armg, schnelle Ermüdung. Rervosirät und Kcpi. schmerzen, beionder» aber«ine schnell« verschlechte- rung de» Sehvermögen»»«rursacht« Da» trifft heut« all»»«tcht mehr«ul Der L o h m a n n- K n» i s e r sitzt bei der an- gestreng testen körperttchen Tätigkeit so fest und sicher wie ein« guipassend« Brille ohne jede» lästigen Druck. Er fitzi auch genau so richtig, und jeder Arzt, der ihn kennt, wird eerllären. daß er gegenüber der Brille keinerlei Nachreite, ober manche Vorzüge Hai. Sp schreibt uns ein langjähriger Brillenträger: Zeilfreiwiilige vor! des Änfrnhrs zur ferfQffimG Wer sieb nicht znr Rlederschlat - macht sieb mitseboidig am Treiben des spartakistiseben Mord Gesindels! SehOtzt Cur« Frauen und Kinderl Mmpfl Wr Euro eigen* Zukunft I l-«H« Bor* Arbeit Mr«In paar Tage baiaalte and kommt zu aas] Wlcdarherrteilun« der Ruba kOtmt Ihr aolort n Eurer Arbeit zurtckl — Taocntzienttr. 13 1— Kleiststr. 22 lenborg. IIaapt¥erbebBrean: Brü'a-*0£th.rurm lasiD* niaues Kriminal garlebt Brigada Reinhard. —— Rat üaiataad, mi.iie pirtse, t«fi- *4 OZeSS&a»">WB«. Bbbs Attmeman-, Strat- " laeba«, Btaaabaa, UBadeagaaacbe, taodrrrloblarai Or.>. S I reh k aei a. CaactUcbatt, AJ*aan«ar»BraBa 41(am AlexindarpUr*. gegenüber TTBBtt(b—.'k). OlAntr. Ertolgal Baobachtg. Sonnt 10—12. »»»» TeNi,«r8cbentl. 1 M. Plomben 1�0.(ioldin Meldestellen: Wtttenbergpifttz, Caf< hflnaenbu .Ich freue mich iehr über den erdaitenen Kneiier. Er fitzt sehr gut. drückt nicht und ist trotz der scharen Rummer äußerst leicht,-ich werde nun wobl die Brille, die ich seit 80 Jahren trage, ganz ablegen und mich nm noch Ihre» Kneifers bedrenen.' L. Herold, Gr-Ujeschütz. Frau StaatSratAda G.. Weimar, schreibt: .Rorbdem ich mich an Mr« so iehr augenebmen. leichten Gläser mit der drucklolen Mechanik gewöhnt habe, ist mir jede andere Kneiferart mrerträglrch ge- worden.' Weiter« fieiwillig« Zuschrifien lauten: .Mit dem Lobmann-Kneiier bin ich außer- ordentlich zufrieden, denn beim.Reiten' od.r .Louren' sitzt er völltg fest, wo»«in großer vor- zug ist.' Leutnant B. vorndt, z. Zt im Felde. .verbindlichste« Dan! für den Klemmer Er fitzt la. Ich hatte mehrere Klemmer getragen, aber kerner hatte Plren Otiten Eitz, wie der von Ihnen getauft«, weicher bester als jede Brill« fitzt.' Kanonier D u 1 1 r n, z. Zt. im Feld«. Der L o h m a n n> Kneiier ist die»mprehlenS« wertest« zur Zeit»xiseimnke Konstruktion, und jeder, der sich jahrelang mit seinem asten Kneifer herumgequält hat. ist erfreut un» beglückr über den bequemeren, festen und guwn Sitz. ttm 4 nadlmlMaa tu-tner Sioldift am ütoiiWarr Pia» brauaa Ultratasib* ver- lorenctrianflrn. Jnkalt.«tirn ker»sciardWitV. Bei«b- " d«* Alrrn an Btauung- «erBtt, „ St 6, erbat» gtnber Betolpnmz. 144 �anonierftraSe 9 Tauentjienflr-löo uroeien ej; Perlenketten >442-0 Traasr- »«Me dsw? 1 Suis wrvüaua- pratoUela modern« Loytt UsbtrWolIbnrfi 1 SranneaBtr. Mi 1 I�>« Aaulmann. yanbntzrftt, Zmalid» uf». aallnket M| I gute iigiftenj durch Ilniauninfnee Sp�Ull-Schtätsiaaschoi- Befichtigung der Maschine im�etrled, Lieferung ab Lager. iarir.vocne-m.r m. momoeri I.3U. uoioin n._,.. ÄÄÄ'ÄSÄffiÄ»>-->- t. 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ES werden nun allerhand Kneiier als.ortbo- zentrrtche' oder unter äbnstchen Benennungen a:i- geböte«! dieselben dürfen ober nicht mir den parentierten.Lohmann-Knetrenr' verwechselt werden. die nur direkt von der Alleinoerkaiifsslelle Ortdozentrlschekneiser-Gefellschaft m b. H, Berlin. BotSdam er Straße 184s, bezogen werden können. Man beachte genau die Hausnummer 184 a mit der Kemimaike.Lohmänn- .»nr0er-, da bäirfig dadurch Jrirünwr vort> rnnren. daß stch«in ganz IN dr, Nähe und viel auffälliger gelegene« Lp dicke? Geschäft eme ätmlictc Benennung be>«eIe« Orisverwastung. guten Kebenueräieust durch Samme'n»on Abonnenten einet eingclOhrten' THssurJachblaiies. Oeelgnete Bewerber wollen. sich melden unter j I». 14 Erpediiion d. Bl 14 1 tl«; ftugenarzt Dr. Reichert me dein Felde jnrilrf otofttjicrt nnrtf: Friedrich strafte(nahe Karl strafte). EpeechreU mir Wertrage: U— l unk S-7, öonaokeqbe nur: tl— 2.__ 1617b* "' ISDchiiinrsiertrt IOOOO Reklaaiezottdl 10.— N i BBCädrw�rct Jlari] Palisadenstr. 103/ Aatertigtmg timtl. Druck«« eben Bcttnlssca, Blasen- sobvScbe 1 8rteIat**eAKjle»*mtMitog, tziwöge» Avr m, n. i—t nekfl«atrrtol,»u oertaufrn 4—6 Uhr. BneO, Gdtöiteberp-r Sfrob« 7. IS. 4 Me iMtzlevstr. haben wir beim, oerer Um- 'iändr halber«m Haue mit ISohmingm oori 3 bis 6 zimmern, mü Dienheisuna, Dtfiemm für 280000 Sil 1« oetfoufen. I45S I Sie. Schmlkt Söhne, Lewzig.Str.l lZ.g.Sllaurrstr. zratmui 1*00—3 u. 3066. FiecatenSeiden thMKrörirlltgang.—«eiche- poi-ot PKispetl Jtatl'b. Seurfias-DBpBt Holla och. SQZ OpemSam Rheingold« Anfang 7 Uhr. SchauspielhsiB Othello. Anfang 7 Uhr. Volksböhne Theater am BQIowntata. Direktion Friedrich Kayliier. 7", Uhr: Oa»._ Direktion Mai Remt.ardv Deutsches Theater. 7 Uhr: Wie e* euch gefltlt MJttw. 7: Wie e> euch|efUU, Kamme rsplala. 7 Uhr: Fasching. Mittw. 7: Ocspensterseant*. Kleinas Schauspielhaus Fasanenstr. I, Port». 7'/,.: Die BQchse der Panderm. Mittwoch Vi, U.: Die BQchse der Pandora. Theater I. d. KöniggritzerStraÄe DiraC.Meinhard-R. Aernauer 7.1 Z Uhr; Totentanz. Miitwoch 7 Uhr zum srsten Male; Der Btherpelz. DiebesKomödie In« Akten von Gerhart Haupt'"»nn. (Else Lehmann, Reinh. ichünzel, Herrn. Picha, Leor.h. Hasltel.) Donnerstag: Musik. Freitag■ Der Bfberpela. Sonnabend: Oer blherfsts. Sonntag nachm.; Kauessteg. Sonnt abend: Die Wildente. Montag; Musik. Romsdiesbans an der MarscbalibrQcke */,& Uhr; Erdgeist. (Lu.u: Maria Orszs.) Mittwoch: OrdrelsL (luIu; Mana Orska.) Don, erst: FOnl Frankfurter. Freitag; Ert'geisL (Lulut.*Järla Orszal EonnabeadfUhr�l. Mal«; Schnurre in iJÜr-eo v. Roda Roda und l&ctVSiVsle-, Sonntag: Der".aQJefrnhilgel. Montag Der FZitMertshQgeH Berliner Theater ? uhr. Sterne, die wieder leuchten, MMWMWM Site FritbHch» u. ChtieniRott- Slorotn S650. rSglich 7t', Uhr: Drei teile Tage. Opmtte»on fettig. Walnalla-Theater. 7», Uhr: Angnst der Slarke. frianoa-Thcatcr. Shf. Friedr,ch, Die [nllmes Tbeaier «ss Nall«r,d«r1piats. | Bflloentr. a. tQcxo* 230'.. Das neos Jdärz-frograiam. Erstklassig;« Spezialitäten. Potsdamer Str. A< Friedrich Zelolk Ltica»- Kapitel 16 >? Tnna.Rc.as. WD irode» Ulvertlss.mcm Außerdem: Prinzessin». Iragam I Wer 151 die Sshans'«}' Miriuli II— Die Kleptoniafilo mit ReictishaiL-Tlieatar Vbntb« UJjz it. SrnnuNm.»: Stetthier Särger : DD ii» Circa. yt Buisch Zn«.I«s ta Unruhe» ! bis aas weiteres! Msris Wklsl J 1»eschi»»-«. B..U>,T.auMi, SoimLag. in. Marz, Vf, Uhrt Einmaliger heiterer Abend Marcell Salzer Kanmi Bot« i Bvck■ A. Werthelm(127/1* Vit. Stegbert Goidtchmidl Der beispiellose Brloigl HySnen der Luft �,2- Teil Dei; Weg, der zur Verdammnis führt VO" Julius Stemhelm Hauptrofle«: Charlotte BÖcklfn Käthe Haack Grete Weixler Reaie; otto rippe.« N R E*rmnt»r*&t h&ffrn fcotae UUltJflwk. frtdteB» d« Wwte«; Splrttrutt-'; Gr. Sali i -i1*-* ea»c.x�. 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U L pS/i» Zu sofort wird et» tu vu chgpebmsn.meten benwubenet branden barg tn Siedl rn bürg Bebt» aemamMmMDelmael Verne W Pens Krüger. Reustrelttz. »hrung. aetrtgenof Nfsrute».«nch 1- Znfer nosse n »barg In Sl!eß>enburg-t5trei!i geiuibL itoungtn be« Vereint.«rbeiie»P«sie». erbu/ g.jetu.'be sind|u richten an Staatsml littpn 99812" Boils�lllf G. w. D. s. l'isi bl(n,ttchei-. der Leihen /rufet: dem Paule nnleetiat fbeffere Arbeit), noirb boutetib befAStlifll- frans W Sm/mS: VW Annfter«anfburfche [pfott aefudt Serrmann» iaefi®* 6er»ecf.Cärge TO TO�TO lackieren fann, oefucht Angebote unter E. 11 «Web. b.»L I«T® Putzarbeiierinncn tn und aufeer beut Pimlc, gegen feste,»ehalt ober ASorb, ge- fuchb kefchnee, Linbenstr.!VL MornsrUs ruf fitte Rctfiiin. jucken. Jijon, öif.It3crjtr.31 Ii. ist das augenfälligste Merkmal der kam» mendcu Frühjahrsmode. Sie gtdi eis flottes, jugendliches Aussehen, und mm fomehr, als fie in ihrer Wirkung neu» ariig ist, wird fie fchuett die Mode be» herrschen. Wie nett die gerade Linie wirkt, sehe» Sie an diesen 2 Beispielen. am% Krühiahre.Rant-h «tocfl« Jorm, an« trraiSi * ööfT�v5sx{uj;�wväri. Vtach!n>(Sil Ml«igenartige Kaitinpant» m Hüft« bi« (S>«ain«ch die hübsch« Kaopf. verziewag. Oer Manie! ifl goi md fihi tadellos. LvqenSNche« Kosiüm oveschönem�cisaedtgtri�amn» »an,»See«nizückenden ge««,» Iaaiayesioffe». Nevarii»« Kot, teuwirkung onS«legan!« Kol»' nieevngea mii iSeioenftepperet machen dieses Nostüm am «emeia begehrenewert. VamU«g» grsthlossinU .«'"-i.','*<'*■*11*..• • iC'■ f Wß■\ f\A■ sWS'D A '•■'7.. i■.m*"t-*'. UD9«.iM9f•Jp�*Tr-V*'«SBÄi«v- /.■• Bekanntmachung. Mit Rückficht auf die durch Mt Unruhen«in« q«treten« Behinderung im Viehtranspori Ulfct fich die Belieferung der Bevölkerung mit Fleisch in dieser Woche nicht restlos durchführen. Denjenigen Inhabern von Flrischkarten, welche infolgedessen in der Woche vom». bi« S. Mür, kein Fleisch erhalten konnten, soll in der folgenden Woche ein Ersatz durch Verabfolgung von RÄbrmitteln tu « leicher Menge nach noch näher zu treffender Be- stimmung gegeben werden. Berlin, den 7. Mär, toi». Maitfirat, vermuttz. a.««i. 164 V. S. U. 1«.__ verttelgeriiag von Kranwagen! Am IT. mar, ISIS(uni mtl. n bfn falgtnbtn Tagen) Nndei beim Stei-H»verwernina»amt, Bertau>l.d!?llunz fttr ÄulomsbUmesen(Vaubtt)' Veriin-Temoelhos Wetttner Torso, jewetl» v Uhr vormittag, bealvnrnd, üffentllch! Lersteigrrmig von Troftwogen au den Metstdtelenden statt. gur Borstetgmmg gelangen: ca. 45 Last- und Lieserwagr» H 160 Personenwagen und Fahrgestelle 40 Srankeuwagr» t IL Anhänger Berzeichni» der«! Ndrn die Aersiei�. loilenlo» zu eebvlten. ,4.«»» ,2. Mar, gegen Hin! von MV SR. tu dar wggrrnd der ut> lig:«erben. rnt imreparirrt in der teB» nrbst»tnzelhettm Hole vetlin-lenioeihof nrt die Odlrft« am ng einer«ieteiaution <»«schäft»st»nd«n!*• ItM DeUtnd» »rtselbft ttrti iu Ohne Hinterlegung der Biefetonttw kann da» de: Filiale am»4. au»»2. M2rz sowie wtibrend der Per- steigerung.tog« nicht betteten werde». B, r l l«, den lv. März 1919. ReichsverwertuugSamt Verkaufs abtei lung für Automobilwesen („Vaubil"). Zekreidmasekinen, fall alle Sgitrm«. so fori«ersandiberetl. icoht«..«Virivschlai Sich«arfwnqchm, FarbMieb«.-----"- jachivattw, Farddllodrr. fllbbcl„"groger 9tu«a>a£ Schafer& Clauß, I Wachhund Verwaltung Imnoblln H4u4.-PIcr4c„iaretl 2, Herlln- Ouchholz. m,v beler g ssen-■ «rlln- I ii.»'D|s -M Kavalleristen! 3n allem frischen kavalleristischen Geist ziehen wir hinaus zumSchuye unseres bedrängten Vaterlandes l Mir brauchen Euch alle! Um«nS ein freies deutsches Vaterland ohne pol« nische Eindringling« und bolschewistisch« Einflüsse zu erhalten, ergreifen wir von neuem die Waffen. Miiiige Meiiften n. K-G.-Wm meldet Euch beim Manen Regiment Rr. U in Osterbnrg(Altmark). Die üblichen Dünstigen Bedingungen wie bei allen Freiwilligen« Formationen find bekannt. Nur wer fich der alten Disziplin und Ordnung unterwirft, soll in unseren Reihen dienen. i«»* MttMMe w. bM-AlnIelde. 6ati:tic do'j M ff.fm.aS| 109 bn •itb bekannt gemacht.> der Porlwnd der staff» vom gen Tag« ad»le»»- m Zilie �Möbel-Belser® Lothringer Str. 67 liefert»af bequemste leilrudlunx an«l gegtim.bar amncensegt:l «eloh.ld Sobnut, Beelin- tzuniwitz, Cinrlottenffr 47,| aled-itnedmer) 1. P»rsttien der I Han. Fischer. Berlin•?.!ch!e> j seid», llurttu.ilr. 4.(Arbeit gederC 2.«orslhend« Anna Tllornouu. BerNn-Vk»-! �WWÜMWMMw»! .. Hr. Berlin» Sicht«» nehmer). 2. stchrifisllhter Vtw'htbni, Berlin- ß'fim. seid», Brafillr. 45,(ÄtbttJ- geder). Beitiher Wilhelm SiäridMa. 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Der Wunsch nach dem Parteitag wird hervorgerufen durch da« Vefiiebeu der Parteigenosse««, ihr« Organisationen auch in der Form den veränderten verhätw'sie» anzupassen. Rachdem das verbältniswahlsystem die alte WahllreiSctnteilung belriiig» hat, ist e« ganz selbstverständlich, dah auch die Organisation fich lünstig nicht mehr aus den alten Reichs tag« Wahlkreisen aufbauen kann und in den Vinzelbezirken eine unmittelbare Verbindung zwischen dem BezirlSverband nnd de« örtlichen Organisationen her- gestellt werden mutz. Zurzeit könnt« aber ein Parteitag diese Frage» nicht endgültig regeln, weil noch nicht feststeht ob nach de« von der Rationalversammlnng zu beschltetzenden Wahlgesetz für d-n zutünst'ge« Reichstag dieselben WahUreUgrenze» beibehalten werden, die«t die Wahlen. zur Rationalvers-nnmlung vorgesehen waren. Der Wunsch aus S&- baitunf eine« Parteitage« wird vor allem auch damit begründet, datz die Parteileitung einer»rgänzung bedars. Wegen Vor- »ahm« einer solchen Ergänzung schweben schon seit einiger Zeit ver- Handlungen.»« ist selbslverständlrch. datz die ParleUmung er- nenert werden mutz, da der Parteivorfttzende Eberl infolge seiner Wahl zu» RetchSpräfidente«««»geschieden ist und nachdem der ander« Vorsitzende,«cheidemann, durch die S�chätte. de« ReichSminc ster Präsidenten im weitesten llmsange tu Anspruch ge- noinmen ist. I« übrige» leidet ja nicht nnr die Zentralleitung. sondern irnch die VezirlSorganisation und Oritorganliation darunter, datz sovtele an der S pi tz« d e r O r g a n i s a t t» n stehend« Senosse» seit der Revolntton v ie l i n t«« i t»»r in S,a«t nnd Gemeinde tätig sind, al« da« unter den früheren Verhältnissen der Kall war. Hier gilt e«. in reichem Matze jung« Sräfte zur Arbe» beranzuziehen. ve« der Revolntion find in nngeabulen, Motze neue Mitglieder zugewachsen, die jetzt bei ft«, Partei gebattrn werden müssen. Der Paltetvorstand bat sich mit der Fraktion dahin verständigt, datz am Sonnabend, den 22. März, nachmittag«, und Sonntag, den 2». Mär», in Weimar eine gemeinsam« Sitznag von Par t» i a n« s ch« tz. s a z t a l d e m o kr a t i s ch e r Fraltion der Rali a» alders a« m in a g»nd Sontroll- lammt s sian staltstndet, in der die schwebenden politischen und organisatorischen Fragen«ingehend beiproive»»erden svüen und inSbesoadeve über di« Möglichkeit der Abhalwng eine» ParleltageS z» entscheiden sein wird, vi« veteiligten stnd fich wohl bewutzt, datz ein« solche Zusammentunst lein»isatz auch nur für einen Rot- pa»teitag sei» kann, aber immerhin find nach Einiühning de« ver- häktnitwahlrecht» do» in der Fratno« me i» Parte tauSlchutz alle Bezirke angemessen vertreten._ Ächten bery« Räch da» Bekanntwerden der Greueltaten stekkte der Hauptvrr» bandplatz der RegierungStruppe» mehrere Fahrzeuge mit Aerzten, Samaritern und Krankenschwester» zusammen, um den verwuid- beten Beistand zu leisten. Schon aus dem Wege nach Lichtenberg wurde» die Wagen nach verschiedenen Häusern gerufen, wo ver- Wundste ohne ärztliche Hilfe lagen. Ueber richtig« Schützongräben hinweg gelangten sie in die Näh« be» Polizei-PräftdiumS. Plötzlich stürzte aus diesem ein größerer Trupp Spartakisten hervor, der sofortige Freimachung der Stratze auch durch da« Rote Kreuz verlangte, mit dem Hinzufügen, daß RegierungS- truppen im Anzüge seien. An« anderen Hauser« stürzten Sparta. kisten zur gieicken Zeit mit F I a mm enwerfern heran». Zwei der Wagen wurden von den Spartakisten sofort mit Beschlag belegt, die anderen konnten fich noch rechtzeitig in Sicherheit dringen, mußten aber unverrichteter Dinge wieder zum Hauptverbandplatz zurückkehren. Di« Besatzung der beide« beschlagnahmten Wagen wurde von den Spartailsten gesangen genommen. Bon diesen gelaug eS zwei, durch die Flucht zu entkommen und zum Haupt- Verbandplatz zurückzukehren. Unterwegs hatte« sie Gelegeirbmt, die auf dem Lichtenberger Güterbahnhof verübte» Per- Wüstungen und Plünderungen zu sehe«. Die Depot« find völlig ausgeplündert worden. Zum Teis find di« geraubten RahrungS» mittel in schändlicher Weis« vergeudet worden. So ist der Erdboden auf grotzer Strecke hinaus mit Mehl bedeckt. ebenso liegen zerbrochene Eier umher. Di« geraubten Lebensmittel find nicht etwa unter der hungernde« Bevölkerung verteilt, sondern»««geschleppt worden, wahrscheinlich um die Beute zu Wucherpreisen abzusetzen. Ein Zeug« bekundete auf dem Berliner Poltzet�sträftdium. datz die Spartakisten nach Einnahm« de« Lichtenberger Poli�i-Präst. dcuniS fich in die Wohnungen der ihnen bekannte« Rrimincrlwocht- meifter begeben und diese au» ihr«, Behausungen hc«u.«geholt haben. Darunter auch einige alte, t» Dienst ergraute Männer. Dreien warfen die Verbrecher ein« Sack über de» Kaps und führten sie so durch die Straßen, um sie vielleicht au irgendeiner Ecke zu erschießen. Tie Bewohner» der Frankfurter All« aa der Tichtrnberger Grenz« stnd durch dc« viertägige« Kämpfe de« verhungern nabe. Dr« Spartakisten haben alle Geschäfte ausgeraubt-, s» daß für die Anwohner nicht da« Geringst« an Nahrungsmitteln übrig. gebliebe» ist. E« kann aber auch niemand out d>« Stra� hinau«. Im Lauf« de» gestrigen Tage« ist übrigen» auch da» große Leben«. Mitteldepot am Fraukfnrrrr Ringbahn Hof zeplSavert worden. Während de« ganzen Tage» schleppten bewaffnete Mdi. lrsten, Frauen und Kinder cm« diesem Depot Säcke mit Mehl. Kar. tosseln. Hülsenfrüchten und Konservenbüchse» hinweg ohne datz chnen Einhalt geboten wcrden konnte. Die Leitung rn L'chlcnb.rg soll«in gewisser Lewandow»ki Huben, die einzelnen Trupp« werden von Ziviliste» geführt. Eine Batterie der Spariokisten im westlichen Lichtenberg wurde durch daS von Fliegern geleitete Feuer der Truppen in kurz«, Zeit zum «»weigen gebracht. Die Stadl hat durch die Beschießung gelitten. Besonder»>n der Palisadenstratze stnd eine Reche von Häusern fast völlig zerstört. I« allen Stratze» errichte» dw Lpultakisum. Ktatmaben. Di« Kämpfe t» Lüften dauern noch immer mit unverminderter Kraft an. Dt« Regierung«. trupprn haben an Gelände gewonnen. Sie kreisen die Rebeller. in Ltckicnberg und im Olten von Berlin kesielsörmig ein. Der Luit««. lanat und die Ringbahn im Norden bilden die Linien, von deuen au« da« Kcfielireiben begonnen hat. Die Titfiier und Löwe- stratze sowie die Frankfurter Allee, die Rigaer Stratze»nd di« Reben strotzen liegen andauernd noch nnler schwerem»rtilleriesener. Die 247. und 2B2. Gemeindeschulen in der Rigaer Str. 8l uud 82 find furchtbar durch Minen mitgenommen worden. Di« Dächer find total abgedeckt. Di« Mehrzahl der HaiiSbewohner in den unter Lnillertesener liegenden Straßenzügen kampiert fetzt seil Tagen in den Kellorräumen. Da« Konifhaus von Jantorf an der Eck« der Großen Frankfurter Straße HS und tos Kaufhaus Tietz in der KönigSberger Straß« liegen im Mittelpunkt der ArtillerietSmpfe. Diie Berliner Feuerwehr an der Memeler Straße hat den««»rieb einstellen müssen. Die Gttmoten sck�kuyen von linfö uirb bic Oetvehr5uüÄv van vechtK ttxL so daß jeder Verkehr lebensgefährlich war. Der Spittelmarkt ist jetzt vollftändig abgesperrt durch Drahtverhau« in der Leipziger Gwaß«. an der Sertraubtenbrücke. «ine Barrikade mit Maschinengewehren und zahlreichen Posten. Die Mühlendammbrücke ist ebenfalls vollständig gesperrt. Weaf». deren Führer Passier schei« besitzen, fahre« ans dem östlichen Burgerfreig. Auch der A.'rranderplatz, Mr-vplatz. der Straudbergrr und AnbreaS-Platz sind noch mit dem Küstriner Platz für jeden Verkehr hermetisch gesperrt worden. m® anbi te* find in Erkner. tdalkberge.RüberStorf. Tatztorf, Buchhorst. Fangschlause, Grünhaid« und anderen Orten hinter Eopcmck erschienen nnd haben dort mit Plünderungen und Ei» brächen in Landhäuser begonnen. Die Banden sollen in Wolter«. to-s. Rüderttoof. Hesienwinkel und anderen Orten toll gebaust haben. Die Frankfurter Allee liegt unter dem dauernden schweren Feuer der Regierungstruppe» aus das OmmbuSdepot nnd den Eisen. bahnübengang an der Lichtenberger Grenze. Nachmittags wurde versucht, von der Weberwicse an der KönigSberger Straß« durch dort aufgestellte schwere Minenwsrser de» Kommunisten beizu» kommen. Leider»erfehlte das Geschoß sein Zifl, fuhr in einen Rengieriger, die a» der Ecke«ebigsiraße und Frankfurter»See ton Kampf verfolgten,«nd verwundet« 20b,»»Personen. Die Bewohner der dortigen Geyend pack. ten beim Wiederaufleben de« Kampfe, da» Notwendigste zusammen und flüchteten. Besontor»«rrg ist da? Eckhan» an der Petersburger Straße durch eine Granate mitw'nommen. die den Dackstnhl glatt durchschlug und di« varderwand de» Hause» zertrümmert«. Geoen den Humbolbthinn rückten von allen Seiten Truppen nrtt Fekdgrschützen und Maschinengewehren vor und brachten sie an den Ausgängen de« Parke in Stellung, der von Banden gesäubert wenden sollte. Nachdem am Mo ntngnachnrit iog die Niederlage der Spartakisten im Osten Be-lin« besiegest war. haben diese abermals versucht, mit Banden die Rrgi«rnng»truppen im Rücken anzugreife«, vom Bahn« bof Jannowitzbrücke und einigen Gebäuden dieser Gegend feuerten Svartakisten ans die RrgrernngStruppen. welche die Gegend de» Bahnhof« Jannowitzbrücke und die Aleranderstraße abgesverrt haben. Mehre-e svartakifiische Schützen laßen in dem viereckigen hohen Fobrifscharnstein der Wäscherei. Der Schornstein wurde durch Re. volverkanonen fever schwer beschädigt. Unter dem Feuer zogen fich die Spartakisten schleunigst«r» dem G-unbstück zurück. Der Rettungsstelle 0 in tot Warschauer Straße waren bi« 8 Ahr nachmittag? 50 Tot« und verwundete eingeliefert. Sie zeigen zumeist Kopf, und Bauchschüsse, hie durch Granatsplitter ver- ot facht sind. Die Zahl der Todesopfer. Im Berliner Scbaubause sind weitere 85 Leichen untergebracht worden, ko datz allem hier bereit« ungefähr 200 Tot« Hegen, viele Opfer fordert auch die verbängong de» Standrecht« und di» Stellung der Angehörigen der VolkSmarine-Dipifion unter Krieg»« recht. So wirr ton gestern im Berliner PoNzeipräsidinm ollein sechs Matrosen, di« im Komps gegen die Regierungstruppen gefangen- genommen worden waren,»och ihrer vernehrmmg standrecht- Ii» erschvssen. Jetzt wird nicht getanzt! Wie amtlich mitgeteilt wird, sind öffentliche Tanzlustbarkeiten von jetzt ab bis auf weitere» verde»«». veretnStnstbarieiten find «i da« Whdistuich n beschränk». 1 Joptmt J.H'ikrungtiu Ä>etzet«vertrSge«tt China. Heeg, 10. März.(H. R.> Die.New- Fort Workd� meldet: Der japanische Premierminister erklärt«, datz sich für Japan eine Gelegenheit biet«, wie sie in 1000 Jahren«ich» wietorkehre. Dies« Gelegenheit bestehe darin, daß Europa mit ton europäischen Fragen alle Hände voll zu tun habe. AuS diesem Grunde stellt Japan so umfangreiche Forderungen auf. Die japanischen Forderungen zer- fallen in Ii Gruppen. China wird aufgefordert, dar- über Stillschweigen zu bewahren, damit nicht« davon bekannt werde und Japan legte auf die ausdrücklichen Fragen der Alliierte» den vollständigen Text seiner Abkommen vor. verschwieg aber di« ö Gruppe» seiner Sonderwünsch«, durch deren Kenntnis China zu einem Vasallen Japan» gemacht werden würde. Die Behauptung Japan», daß die geographische Nähe China« ein besonderes Interesse rechtfertige, ist nach der Erklärung Dr. Wang«, de« chinesischen Vertreters auf der Friedens- tonferenz, eine gefährliche Drohred«. D!e Spaltung öes rufsifthen Bolschewismus. Aufhebung der Selbstverwaltung Petersburgs. Lenbo», 10. 8. fH. R.) Di« JTrmtt' melde» au« Heising. for»: Der Ritz zwischen den e;iremistiIch«»Tr»p- «n TrvtzkiS und G i» o w i« w» einerfeit» und Lenin» arter aubererseitS wirb durch den Beschluß de« Eowjetkongresse» bestätigt, die Autonomie von Petertbarg und einiger anderer Regierungen auszuheben, die unter der Diktatur von Sinawiew fich einer unbeschränkten Macht erfreue*. Kepenhage«, 10. März.(5C. S.) Wie au» Heisingsar» beruhtet wird, haben dt« Beratungen de» jüngsten allruisischen Sowjet loN» gresse» gezeigt, daß die Tisserenzen zwischen den Ultra» radikalen unter Trotzki und Einowiew nnd der gemäßigte» Richtung unter Lenin weiter fort» bestehen. ES kam zwischen beiden Gruppen anläßlich der Frage der Aushebung der Autonomie von PeterSlnrrg und anderer Be- zirte. die augenblicklich unter der unbeschränkten Diktatur SirrowiÄvS stehen, zu lebhaften Auseinandersetzungen. Di« Ab- stimmung ergab, daß die Mehrzahl de» Kon-ressel sich auf de» Bode».der Leninsche» Laschannngen stellte. Hna», W. März.(H. R.) Die JRniea* melde* av$ Matokd: Dte spanische Regierung hat jetzt eine äußerste Maßnahm« ge- troffen, indem sie die streikenden Arbeiter in to» oerschietonen Elektrizität», und Wasserwerken und de» Wasserwerk» von Bar- celona. sowie die streikenden Eisenbahnbeamien und die Setzer, die fich weigerte«, irgendeinen Bericht über den Streik zu bringen, zum Militär einberufen hat- Gestern weigerten fich die Setzer, di« RsgierungSproklamatronen zu setze», die erst am Abend bekannt- gemacht werpe» konnte»._ Abschluß der Waffenlieferungen aa die Entente. Berlto, Ist. BUiz. Die tot Safse«sttllstM»d»v«rt»Mg vorgesehen« Lieferung von deutschem Krieg»- mater iaftan die Entente ist, wieRudant in einer Rote seststtllte, am 7. März zum Abschluß gekommen. Da» zurück- gewiesene und überichüsfig» Maiertal könne deutschersetl» im Brücken- topf Mainz in Empfang genommen werden. Spartatiftenvnruhen in Gberftklesien. An» Oderschtefie* werbe» spartakistische tlnrrchen gemeldet. In Beutheq wurbx am Montag früh ei» Stur« aus di« Wache an der Grenzstraß««mternomme», wobei«in Soldat getötet nnd einer schwer verletzt mnto. Der Angriff konnte nur durch Hand- qua note» abgeschlagen werben. Luch au« Laurahütt« wird über stärker« Unruhe» derichtet. Angeblich wollen fich die Kirsstän- bischen unter Fich taug von Spartakisten mit Gewalt den lieber». gangüderdieGrenz« erzwingen, um fich mit den polnischen Arbeitern zu vereinige*. In Neuhof sKrri» Kattovntzj habe* dte Spartakisten fich sämtlicher Waffen bemächtigt. Gegen Maßregel» sind eingeleitet. Am Montag find, tote am Sonnabend,>5 Schachtaalage» in Oberfchlosten m>»ständig. G »m«»hrgebiet haben mehrere Feche» die«rstett wieder aasgenommen. Dte Gesamtzahl der noch Streikende» beträgt 1V 500. die ftieüerlnnfltzer Bergarbeiter gegen die Streikhetze. In einer am Sonntag in Senfrenberg abgeftaktenen Konferenz der Braunloblenweri« wurde, der.Märkischen Volk« stimme'' zufolg« einstimmig ein« Entschließung angenommen, in der di« Sozialisieruug»v«rlage der Regielnng begrüßt und zuvörderst«in« Demokratisierung der Betriebe gefordert wird. Die Bergarbeiter lehne» e» aber ad, Experiment« vorzvnchme«, dte geeignet find,«nsrr Wirtschaftsleben noch mehr zu »erwirre«. Sie verurteilen ebenso di« von gewissenloser Seite betriebene Hetz« gegen. di« Gewertschafte» nnd ihre Whrer uud richten an all« Arbeiter de» vrannkohlenbergban» di« dringend« Aufforderung, fich nicht«ehr zu planlosen Hetze» nnd Streik» mitzbrauchen zu laffe». Die �age in Leipzig. lverhandlongen über die Ardeitstanfnah««. Im Laus« de» Montag finden Betriebsversammlungen tu Leipzig statt, in denen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit einander»er- handeln, ob di« Arbeit Dteitetag früh wieder aufgenommen werden soll. Der Sonntag ist ruhig»erlaufe«. Am vormittag fand in der Albertballe eine vom Bürgerau«schutz einberufene ver- sammlung statt, dt« einen Massenbesuch auswies. I« Verlauf« dieser Versammlung erschienen plötzlich drei bewaffnete M o t r o. s e n im Auftrage de» hiesigen Bahnhosskommandanten und beschlagnahmten 2000 Flugblätter, nachdem vor- her sämtliche Eingänge der Alberthall« d e s e tz t worden waren. Die Versammlung nahm jedoch einen unoestörten Verlauf. Der tzft. und S.-Rat fordert di« Arbeiter ans. sofort alle Waffen und Munition wieder abztcktesern.(Cto btese Tnfforto- ning Erfolg Hobe» wrüd?) Wahlsieg in Sachsen-Meiningeu. Bei den gestern stattgefundenen Wahlen zum Meininger Landtag find varausflchtlich gewählt: 13 Mehrheitssozialisten, 2 Unabhängige, 8 Demokraten, 8 national« BotiSpartei, 3 Bauern- Händler. « Nach der weimarifch«! LanbeSzeitung.Deutschland' stellt fich da» bisherige Ergebnis der LandtegSwahle» in Sachsen- Weimar wie folgt: Deutschdemokratische Partei 84 385, Deutschnotional« Volkspartei 2v 237, Soziakbemokratifche Partei öl 738. Deutsche Boaspartei 6288. die Unabhängigen 14 968, da» Zentrum 4411 Stimmen G» fehlen nach etwa 100 �sch--ft-n da» fluslanö zu üen Strasienkämpfeu. Kein« Lebenswittel für ei« bolschewistische« Teutschland.- Berti», 10. Mär,..Daily Mail' vom 8- sagt ,u ton Berltner Kämpfen: Wenn dt««llfterten nickt HG fickere Uefterzengung haben, datz die Regierung Eber» der Unruhen end« gältig Herr wird, so müssen sie natürlich weitgehend« Garantien zur Sicherstellung ihrer Forderungen»n erlangen suchen. Kon- zelfionen, die einer festen Regierung gemacht werden können, sind natürlich undenldar. wenn in Deutschland andauernd zwei Parteien n» dte Macht ringen Ein bolschewistische« ventsch. land werde» dt« Alliierten nie mit RahungS- mittel» versorgen Man kann daher der Deutschen Regie- ru»g nur raten, dem anarckisti schert Treiben im Jniande und der anarchistische» Propaganda im«»«lan�e endgültig einen Riegel vorz»ich»ed«n_ Gegen den gsiegrrleutnant Porten, der hier im.vorwärts' vor «inioer Zeit sein« Erlebnisse als SievolutionSoffizier schilderte, find in einem Teil der Press« schwere Anschuldilmngen erhoben worden ES wurde behauptet, daß P. im November 1918 versucht habe, de» Flngzeugpark Wilna für 2 Millionen Marl an di« Bolschewiste» zu verkaufen daß er ferner, um die Beweise über leine Tat zu vernichten die Auslieferung KownoS an die Dolschewifien geplant usw. Parten sollte stch nach dieser Meldung in UnteriuchungS» befinden und demnächst seiner Aburteilung vor dem ßrisgS» gericht entgegensehen.— Der Rechtsvertreter des Herrn Porten teilt jetzt mit, daß P. fich weder in Untersuchnngshaft befindet, noch «in Versahren gegen ihn eingeleitet worden ist. Den WUnaer Flugzeugpark habe er ovdnnngSgetnätz nach Deutschland abtranS» portiert. Gegen die Urheber der obigen Nachricht hat P. dte Wer» leu«du ng» k lag« angestrengt. Wegen emsr Schießer« ,.ih. h*a, war der Schluß de» De» richte» von der Nationaiverfirnryckuing bei RebaktwnSsthdrß»ach nicht p» rtmtyn internationale Kegelnng des Kriegs- beschäöigtenrechts I Berlin, 9. März. Der Reichsbund der»rteg». beschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer hat an die deutsche Geschäftsstelle für die Friedensverhandlungen eins« Vorschlag gerichtet ebenso wie ans dem Gebiete de» Ar- beiterrccht» eine internationale Regelung de» Kriegs« beschädigtenrechtS anzuregen. Sät 4,75 Mark pro Tag Lehrer! An» ton Kreisen junger Lehrer geht unS folgender Notschrei z« Dt« augenblickliche finanzielle Lage der auS dem Felde heim« gekehrten und wieder im volksickuldienst beschäftigten Lehrer schreit zum Himmel. Der ausiragSweise oder einstweilig angestellte Lehrer erhält al» Monatsgehalt 93 Mark, dazu kommen 50 Mark Teuerungszulage, zusammen 143 Mark, da» macht 4,75 Mark für den Tag, sage und schreibe 4,75 Mark. Wie soll heute ein Mensch mit 4,76 Mark täglich seine Kost sich denk« dabei nur an ländlich« Verhältnisse), Heizmaterial. Kleidung und seine BerufeauSgabcn be- streiten, fich im politiicken Leben betätigen und dabei noch anständig lebe»? 4.75 Mark einem Menschen, der im ZukunftSstaal nach dem Arzt dte zweit« Stelle einnebmen soll. Wo bletden die Maßnahmen der Regierung k Zweiundzwanzigtauiend oultragsweise, einstweilig und endgültig angestellte preußische Lehrer erwaiten von der Regie« rung sehnlichst die schleunigste Abstellung dieses Elend». P. W. GewersscWzbeweglmg »I« Arbeit»gem«wschast fwiet«l»gest«lltenver»»nde, die alle gewerkschaitli�en Organisationen der kaufmännischen, trch- niichen und sanstigen Pnvatangestellte« umsaht, gibt seit dem 1. März«in besondere» Mitteilungsblatt heraus, dessen erst» tlus- gäbe un«»«liegt Der gweck de« Organ« ist. die Kartellbildung der«ngestelltenverbände»v ei terzu fördern und insbesondere den ört- lichen Zusammenschluß weiter zu verankern� Da» Mitteilungsblatt Nr. 1 enthält»ine« historischen Rückblick über die Gruppenbildung der deutschen«ngestelltenbewegung, die durch zwei Haupirichrungen verkörpert wird. Die rein gewerkschaftliche Gruppe sieht ihre Ter« tretung in der Arbeitsgemeinschaft freier Sngestellrenverbände, während dielenigen Aecbänd«. die die»ngestelltenschaft als einen »neue« Mittelstand" betrachten, im Gewerkschaftsbnnd der kauf» männischen Sngestelltenverbänd» walirrt sind. Gehaltsabzüge m»d Recht« der Arbeitnehmer. lieber da« Dheateransstottungsgeschäst Hugo«aruch». To.. Alte gakobstr. ISS.«verde»«n« au» Handluiigsgehikfentreise« Mitteilungen gemacht die wir ihrer besonder«« Sedeutnng wegen wieder- geben wolle». Trotz glänzender Kriegsaufträg« der genannten ffirma. die sich in einem einzrgen Jahr« auf rund 1« Millionen Mari beliefert. wurde den Angestellte» während der ganze« Dauer de» Kriege« recht bedeutende Gehaltsabzüge gemacht. Sl» nun der nach der Revolution gebildet« BetrievSangestelltenrat wegen Zahlung einer angemessenen Sntschuldnngssumme vorstellig wurde, da die An- gestellten in groß« Kot geraten waren, wollt« die Firma dem Aus- schoß erst gar kein Mitwirkungsrecht zugestehen. Dt« Organisation der«agestellte» sucht« Herrn Richard Baruch, Mitinhaber der Firma. von der gesetzlichen Verpflichtung bierzu zu überzeugen; indessen Herr varuch wollte die Frag« der geforderten Entschuldung«- surgme z» einem Machtkampf gestalten. Nachdem der Schiedsspruch de» Schlichtungsausschufle» auf Zahlung von 18 000 M. erkannt hatte, erklärte Herr Richard Varuch am andern Morgen, er denke aar nicht daran, die ZaMm.g ,« leiste«, man soll« ruhte die weiteren Instanzen in Anspruch nehmen.— Gewiß, der Millionär lann's Abwarten, während seine Sngestellten, von denen noch heut««in großer Teil»00 und 200 M. pro Monat verdient ja auf die paar Groschen hungern. Di» Sache ist nun erst vor den Demobil- machungskommiflar gelangt Während da» Personal schon mehr als 2 Monate auf Erfüllung seiner bescheidenen Forderung wartet glaubt Herr Baruch die Zeit nicht besser benuften zu können, als nach und nach«tuen Obmann seines Sngesteütenausschusse« «ach dem andern auf die Straß« zu setzen. Vei der Kündigung des ersten Obmann» sand der Herr keinen offenen Widerspruch, anläßlich der Kündigung de« zweiten ObtnannS. eines 10 Jahr« bei Baruch beschäftigten Buchhalter», der verheiratet und vom ersten Mobil- machung»tag« bis zum Schluß im Feld«, heute«in Gehalt von 220 M. sleit dem 1. 1. 276 M.) pro Monat br zieht trat das Per- sonal aber in offenen Proteststreik«in. Mag sein, daß Herr Varuch bei seiner ständigen Fühlung mit dem Theater fich sehr vervoll- iommnet hat. mit dieser Komödie, die er setzt aufführt, dürste er weder beim Publikum noch bei seinen Angestellten auf großen Er- folg rechnen dürfen. TO»et fcr Ffmo teef st»«hgrlostrnbnr, beschMgf« ArbeNer uwd Angestellte beauftragten eine au» allen drei sozialistischen Arbeiterparteien gebildete Kommission, beim Pollzugsrat vorstellig � werden, um denselben zu veranlasse», daß er die Freilassung der während des Streik» verhaftete» und Gefangrnen sofort erwirkt. Weiter forder» die Kollegen, die sofortige Aufhebung des V«. lagerungszustande« und die Zurückziehung der Truppen au» Berlin sowie die soforüg« Aufhebung de» ZeiNmgSverbot» gegen die„Frei- heit",„Rote Fahne" und„Republik". Die Arbeiterschaft der Firma floed nimmt Nur unter der Ve- dingung die Arbeit wieder auf, daß vorstehenden Forderungen schleunigst Rechnung getragen wird. Sie find aber bereit, sofort erneut dt« Arbeit wieder einzustellen, fall» diese Foodenmge» nicht baldigst erfüllt werde«. Jnöustrie unö Kandel. Der Arbeitsmarkt. Di« letzte» Bericht« verzeichne»«st« Vesser»»» der Lage de» Arbeitsmarktes in vielen Teile» Deutschland» als Folge der eingetretene» warme« Witterung»ad der Wiederaufnahm« der Notstandsarbeite«. In der Landwirtschaft ist» die Za� der offenen Stellen teilweise rapide gestiegen, doch fehlt es a« Arbeit». angeboten. Luch der Bergbau verlangt nach Arbeitern, und selbst stn Braunkohlenbergbau, wo die Belegschaften die Stärke vom Oktober ISIS bereits erreicht haben, werden»och Arbeiter ge- sucht, doch fehlt es hier an Unterkünften. Im Baugewerbe ist ebenfall» eine Besserung der l�ag« de» ArdeitsmartteZ zn verzeichnen, die jedoch noch unter dem Mangel an Baumaterialien leidet. Für Handiverker des Bekleidung»» und Holzgewerbes de- steht Nachfrage. Di« Zahl der Arbeitslose» vnter de» kanf. «innischen»«d technische» Angestellte» ,st«in wenig zurückgegangen. In allen anderen Gewerbezweigen ist die Lage nach vi« vor infolge de» Rohstoffmangel» ungünstig. Ganz besonder» schlecht liegen die Verhältnisse auf dem weiblichen Arbeitsmarkt wo zwar in der Landwirtschaft und für per- siinliche Dienstleistungen zahlreiche Kräfte gesucht weichen, denen au» per Zahl der entlassenen MunitionSarbeiterinnen und weiblichen Bureaukräften ein nur verschwindende» Angebot gegenübersteht De? gewinnbringende Verinst. Die Zahl der Fälle, wo Aktiengesellschaften ihre Kriegsgewinne unter dt« Leute dringe», um fi« so einer Sdeuererfassnng schwerer zugänglich zu machen, steigt von Tag zu Tag. Den Höhepunkt dieser Setstungen liefert die August Loh Söhn« A.-®. für Mtlitärausrüftungeu in Beel in. Diese bekam es fertig, für ISIS mit einem Jahres Verlust von S4bSV M. abzuschließen und da- bei ihren Mionären nicht nur 20 Pro». Dividende, sonder« dazu noch est« tvelew esnmaklge Vergütung bon wester«« 20 Proz., zusammen also<0 Proz. zu verteilen. Da» gute Geschäft, da» die Aktionär« dabei machen, erklärt fich daraus, daß die Gesellschaft in der Lage ist, einen Gewinnvortrag ton 01248 Xt au» dem Jahre IS 17 und dazu eine Spezialreferv« von 60000 M., die nicht mehr notwendig erscheint bei der Verteilung mit zu verwen- den. Woher diese alten Gewinn« stammen, darüber läßt der Name der Firma keinen Zweifel. Wir fragen aber: Wie lang« will da» Reich diese Dwtdendenpolitik, die ihm«ine» beträchtlichen Teil der versteuerbaren Kriegsgcwinne zersplittert, noch untätig zu- sehen? Soziales. Mittelstandspolitik gegen genossenschaftliche Arbeit. Noch weiß niemand, wie groß da» Elend unserer Ernährung«- vephältniss« in den kommenden Monaten sein wird, und schon snch unser« Haichlerkreise geschäftig dabei, gegen eine Möglichkeit zur Srteichterung unserer WirtschoftSlag- Sturm zu laufen. Jen« Kreis« habe» den bürgerlichen Parteien ein« Reihe von Fragen ge- stellt von deren Beantwortung sie die Unterstützung jener Parteien abhängig machen wollen. Sie fordern die Verhinderung der ver- nichtung de» kmlfmänntschen Mittelstände» durch Unterlassung be- Hördt ichör Unterstützung irgendwelcher Art der Konsumvereine. Ferner wird verlangt: Beamte und Angestellte, die au» äfsrntlichen Mitteln ihr Entgelt bezieben, müssen so gestellt werden, daß sie zu wirtschaftlichen S«lSsthilf«!bestrebun?en, die in das(ErwerbK�du: anderer V« ruft stände eingreifen, keine Veranlassung nehmen dürfen. In verständlichere» Händlerdeutsch übertrage, r. heißt da»: Ver- bot der Beteiligung von Beamte» an Konsumvereine» auf Kosten der für höhere Gehälter aufkommenden Steuerzahler l— Wir stellen fest, daß d!« au» den ftüheren Konservativen» Antisemiten usw. gebildet« Deutfchnattonal« Volkspartei erklärt hat, fi« werde diese Forderungen grundsätzlich vertreten, und daß die Deutsche Volk». Partei(Notwnalliberale) die Berechtlaung dieser Forderungen grundsätzlich anerkannt hat Die Verbraucher, insbesondere auch di« Beamten, werden sich da» für alle Fälle genau merken. Sie werden vermutlich wenig Geschmack an einer„MtltekstaichSpolitik" finden, die fich, toemi man unser« so erschreckend schlechten Wirt- fchaftlichen Verhältnisse bedenkt als eine bemerkenswert brutale Politik gegen den Mittelftand ausweist. Was tm übrigen die behördliche Unterstützung der Konsumverein« angeht, so hat fi« nie- mand verlangt, aber auch kein« Behörde gewäbrt. Beseitigung der für di« organisierten Verbraucher schädlichen AuSnakenesteÜung der Kcm s umgenofftn schaften nennt man im deutschen Tpr,rchg«brauch Gleübstellung mit den Händlern. E« würbe den Händlern besser anstehen, wenn sie endlich den Grundsatz der Gleichberechtigung au«b für die Konsumverein««hrkich anerkenn«» und de» unver- meidlichen Kampf mit lautere» Mittel« führ« würden. »«ranNvottNid fvr g-Nttt«itat gifln, Utzeclattrafan«,{Dt den BfeHem seil dt* Blattet«Ktrt««»!», ReaHlIi,; fftt«njeiamr Xststrt aXmfc, flerlf». verlaa: Aorwdrtd-Verlae i». ol» t.. Berlin. Druck: Vorwirt»- Vua»rnck«r«t und verlaeSanlialt Paul«n«er u. s». In Berlin, Lwöenstraß»». Hier»» l veUaee. Formen, >« de Chine usw. -Anzüge Preislagen Glaceleder, Ausführungen is 15 M. Tüll-Spitzen elfenbein n. eerae, mit hübschen Bordüren in Filet oder Spachtel für Jabots sowie Kleider gamiiuren geeignet in großen Sortimenten Filet-Spitzen 0.'Einsätze maschinengearbeitet für Blasen, Kleider und Wüsche in guten Ausfuhrungen etwa 2— 72 cm breit, ehr vorteilhaften Preisen. *u sei Zwirn-Spitzen für Wäsche, Decken und Gardinen etwa 2— 5 cm breit Meier 23 45 65 95 Pf. Reste und Abschnitte *» Klöppel, Zwirn, Valenciennes, Tüür und Filet- Spitzen sowie Einsätzen in vorteilhaften Längen und Preisen. AWERIHEIM StierzmBren Kindersenkel.. Stecknadeln..... Btwl2n. Haemadetn tevor«.«*- Ceilnloa-........ Pur 16«•»«„f-lrino« w_ eg_ waW»eck glait...... Briai45 Pt Damensenkel.., Pau 85 n." Haarnadeln datt» p»<* 10 Pt Herrensenkel pa« 55 95 pi, Dutifn"'. P.'e______ 23 pi Nähnadeln Brtrf0iods«'ck 6 Pt Reiche Auswahl In Perl- und Flilterbesötrcn, Tressen Ausgabe von Ullstein-Schnittmustern In ollen 4 Geschäften — eeee—»»ee«eeeeeeeeeee»eeeses»eee»eeeee»eee>«eseee— eeseeososeeeeeeef eseweeeeeeseeeeeeeeseeoseeeeeeeeeeeeee Wenden von Herrenbekleidung und Umarbeiten In kleinere OrCSan Umarbeiten und Wiederherstellen von Damen, Herren- und Kinderbekleidung und Wäsche NettanfferUsung aus xusegebenem Material Für ber ei-Ann ahme Einsegnung in hübschen in Japan, Taffei, CrS) in reicher/ Einsegnung in verschiedener und Gn Einsegnungs Hc aus Stoff und in reicher/ Gesangl in geschmackvollen von 4 M. b\ Geschlechtskranke •erionant im(ig. tu schüre», meine ÄHutuntcrf n dju ag u._ fahrrn Un verschloffißen Umschlag»IM.(aumvirt- IÄ M.). adenso tu den Sprechstunden erhiltllch. Wetter, mündliche Auirunst kostenlos. SveziMI R. med. Ml Martf, Berlin, poindom«, Strafe« 11T, an der Slitzowstra»». Sprechstunden>/»>?— Z mit», n. abend». Sonnt.'/»U— 1. Warnung- anert* Spezialarzt Rasch• mite— doppelta Kittel ftanDt&nsitibcn, Irischer und oeraUeler Äuestich, Hrlluna in kifiiester sttisl. Ämchin«, ahn» Brnchst.. ebne ewsp. u. and«« «1,1-, I«l°r'. ö Ued>r'.«p. de- drei Leid« ist ein« iiusillhri.?rvichi!» erschienen mtt aahie. iiinti. Sutachl. n. Hunderl. fwt».»ansschreiden ffltfieilt ßusmd.(c,!enL aea. «5 Pi. in SHart f. Porto in otrfchl. Doopeidrtel ohne«uidruck f. Spezialarzt Dr. med. Dammann, Berlin 107, Poiedann Str. 1436. «Vrechst.!>—10, S— 4 Genaue An« ade de« Leidens«riordcrlict damit di« richtig« Broschüre gelaiM werden kann. descillpl DrÄ'sHanssalbe ied. Hautausschl, Flecht., nt«t|(ck�b«t.Befa>scliad., Krampfadern der Frauen u.derfl. In Orielnaldosen I 25. 7 ao erhältlich In der nElefenien«Apotheke" Berlin SW w, Leipricer StraH« 74(f. Mnhrtfrt) St Spezialarzt Dr. med. nrnieickrn t Hanl-, Hare-, P S'tltxtrhm■ Jtnrm, B'nmr.trtf, Schnellste Befreiung von ansteck. LranNnit. d. 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Die Harnsäure mnß regelmäßig au» dem Blute 'ernt werden, wie die Schlack« unter dem Dampf- l l. sonst entstehe» Störungen. Di« Horas»«« jetzt fich an bestimmte« Stellea fest und verursacht SiitzündungOeticheiiiungen, die je nach der Naturanlage der betreffenden Person und ic nach den näheren Umständen verschiedener Art sein können. Die Harnsäure kann fich in Form fester" Kristalle in den Gelenken und Sehnenscheiden ab- lagern, wo sie rasende Schmerzen und heftige teigige Schwellung und Rötung verursacht. Später euistehen an diesen Stellen harte, knotige Anschwel- lungen, die sich zu völligen Verkrüppelungen der Hände ausbilden können. Sie kann auch ohne Ablagerungen«ine heftig» Entzündung der Gelenk« oder Muskeln veranlassen und wird lebensgefährlich, wenn sie den Herzmuskel ergreifen wird. Sie kann endlich«ine Entzündung großer Nerven- stränge herbeiführen, die sich in Neuralgischen Schmerzen de» Gesichtes, de» Kevfs» ffiopfreißen!), der Kinnladen, besonders aber de» großen Hüft««- nerve»(Hexenschuß, Ischias) äußer». Man benuvie dagegen früher mit Vorliebe da» Tist der Herbstzeitlose, welches«in Bestandteil der meisten alten.unfehlbaren" Gichtmiitel ist. Mancher, der solche Mittel benutzte, ist durch dieselben für immer von seinen Schmerzen«löst worden— durch den Tod, denn Bergiftungsfälle waren nicht selten, und die Mittel wirkten auch nur vorübergehend. Auch die später viel»«ordnete Salizylsäure ist nicht ungefährlich, dauernde Heilung bringt fie ebensowenig. Groß« Beliebtheit im Volke genießen v«- schieden« scharte Einreibungen und Pflaster, und es ist wahr, daß sie durch Anregung de« Blutvmiause» in dem erkrankien Körperteil« die Entzündung vor- übergehend beseitigen können. Da« nutzt allerdings nicht dauernd, aber es kann die Schmerzen lindern. Als gründlich« Kur ist.Gichtosint" zur Entfernung der Harniätw« von zahlreich« verzten als gut erprobt worden. lern, au» uno mogiiai't opn, Ptaasmoeal •llten. Ecke»foetjuät. so"ÜBLScia I tmftnjtefm#.«rtC nfb TO_M00 Aerfene« fcffmb, zu auch Welmhaus mit 4- die Berfammhrnnen,«eceinsver- e• HtiOTiermohnoiwen«• anllgm tt, Montag, Dienet ag, kauft, wenn sich 5 WoH- zMttwochsCiaunersiae. Freitog: nungm eereintgen lassen.«och nach etN», Sennabend, Znaebote erbttn» umer»nd Semttag. frei,»u, sthrist- W. 1J. d.«L itche Osten, nt F. 14«peMtto« —— 1 diese« Blaute erbeten. 1444» •i* eitihäli dt« Salz«, welche eine Anzahl der berüdmtesten Heilquellen ihre gut« Wirkung ver- danken, in verstärkier Form, alle Stoffe ober, wetche di« Mrkung abschwächen oder welche kerne Wirkung Habs«, find weggelaflen. Dadurch wird«in« sehr schnelle AuslSsung und gründliche Entfernung der im Körper obge- lagerten und im Blute vorhandenen Harnsäure erreicht ohne daß«S nötig ist, sich monatelang in einem Kurorte auszuhalten, große Mengen Mineral- Wasser zu schlucken und strenge Diätvorschristen einzuhalten. Da» ist nicht nur angenehmer und bequemer, sonder» auch viel billiger. Zum Versuch erhält jeder, der danach schreibt, eine genügend« Prob« und eine G e b r auch S a n w ei sung vollständig grati« vom General« d« p o t: Viktoria- Apotheke, Berlin Ä. SM, Fdte deich-