Ur.lSS W.I-lirz. BeznqsvretS: SSlertcIjSSrl. 7�0'XU monaU.260 ZA. ftdinf Haus oorauSjahlbar. Einzelne Ziununcrn lv Pscnm«. Postbezug: JKonallich i50 MI. eitl Zustellung?. geditbr. llniei nreuiband tllr Deutsch- tand u. Oelterreich-Ungarn>.7S MI. für da? übrige ÜuManb fl.75 MI. bei täglich einmaliger Zustellung J.75 Mb Dokweslellungen nehmen in Däne- «narr. Hallanb Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Tingetragen in d>» Soit- Zetmnab-Preisiiste. ver.LorwäaS' erscheint wochentäglich zweunat. Sonnragi einmai. Morgen Ausgabe. Delegramui-Udress«: ,G»»«ald»«»krat Berlin�, »W ch berliner DolKsblatt. (�10 pfsnnis) AttzelgenprelSt Die achlgeivaltene StonvareMezeve loiiei l,A> MI..»letne Anzeigen-. da? ietigeoruckte Sori 60 Pfg. szulSsfib 2 settgedruclte Sortes, ledet weiter« Wori 25 Lsg. Stellengesuche und Echlafstellenanzeigen das crile Tor» 40 Lsg., ,edes weitere Wort 20 Lsg. Tone über tb Buchslaben zählen für zwei Worte. leuerungSzuIchlag 50«/» Kamilien-Anzergen, volttische und gewerlichaitliche Verein?» ttnzeigen !,20 Mb die Zeile. Anzeigen iür die aächiie Kummer müssen bis» Uhr uachmitiag? IM Hauptgeichäft. Lerlm S&.iS. Lindenltrage 8, ad reg eben «erde«,«ebsfnei oon S Uhr früh bis 6 Uhr abend». Zentfalorgan der rozialdcmokrattfchcn parte» Deutfchlands. Redaktion und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Mm» Moritivlatz. Str. 13130-15197. Donnerstag, den 13. März 1919. vorwärts-verlag G.m.b. h., SW. 68, illndenstr.3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr.»17 52—51. &■ ■M&Vr Rätekongreß am 8. April. Kundgebungen des Zentralrats. Au die preußische Nationalversa»nml«ng.— Rätctongrcft am 8. April. Der Zentrolrat richtete folgende Kundgebung an die Preußische Landesnationalversammlung: Der erste Rätekongreß hat dem Zentralrat auch die Kontrolle der Preußischen Regierung bis zur anderweitigen Regelung durch di« Preußische Lande§i«tionalversamlnlung übertragen. D i e Preußische Landesversammlung ist nunmebr zu- sammengetreten und es liegt ihr ob, die Regie- rung zu bestellen und Maßnahmen zu ihrer Kon» trolle zu treffen. Daher legt der Zentralrat dir ihm über. tragene Gewalt in die Hinde der Prruhischen Nationalversammlung und wird die hier in Betracht kommenden Befugnisse nur noch so lange ausüben, bis die Nationlaiversammlung die anderweitige Regelung getroffen hat. Seine Stellung als oberster Instanz der bestehenden Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte bleibt davon unberührt; eine Entschei- dung hierüber kann nur der bevorstehende zweite Rätekongreß fällen. Der Zentralrat hat ferner folgende Bekanntmachung an alle Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte Deutschlands ge- richtet: Die schwierigen Wirtschafte- und Verkehrsverhälbnisse in der ganzen Republik, die Streiks der letzten Zeit und die da- mit verbundenen postalischen Schwierigkeiten machen es einem Teil der deutschen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte unmöglich, die für den Kongreß angeordneten Neuwahlen bis zu dem borge- schriebenen Zeitpunkt durchzuführen. Der Zentralrat mußte die Berechtigung der au? den verschiedensten Gegenden der Republik eingegangenen Beschwerden in dieser Sache anerkennen und hat daher beschlcflen, eine Perschiebung des Termins des auf den 26. Marz einberufenen zweiten Rätrkongreffe» vorzunehmen. Der Kongreß wird nunmehr auf DirnStag, den 8. April, vor- mittags 16 Uhr, in den Sitzungssaal des ehemaligen preußischen Herrenhauses, Berlin, Leipziger Straße, berufen. Die in den Richtlinien de? Zentralrats vorgesehenen Wahl- ternnne erfahren demgemäß die entsprechende Verschiebung. e ein Funkspruch aus Moskau meldet, hat die Sowjetrrgierung der Ukraine in einem Aufruf an die Soldaten des Direktoriums und an die galizischen Truppen gegen da« Uebereinkommen de« Diret- toriumS mit der Entente und Polen protestiert, da es gegen die Jnterrsien der arbeitenden Klassen gerichtet sei. Der gleiche Funkspruch meldet aus Kiew, daß der Personen- und Güterverkehr auf der Strecke Kiew— Fostow— BobrinSkaja und Kiew— Korostelj eröffnet worden sei. Das Direktorium der Ukraine soll feinen Sitz in Stanislau genommen haben. Vertagung der Nationalversammlung. Der AeltestenauSschuß der Nationalversammlung beschloß in seiner gestrigen Sitzung, dem Hause vorzuschlagen, nach Verabschiedung des Sozialisierungs- und des Kohlengesetzes am Donnerstag, abend die Sitzungen bis zum Dienstag, den 23. d. MtS., zu vertagen. Damit wird den in Betracht kommenden Regierungsmitgliedern die Möglichkeit gegeben, an der Tagung der Preußischen National- Versammlung teilzunehmen. Bis zum Wieverzusammentritt wird der Notetat mit den Steuervorlagen fertig- gestellt sein und zur Beratung kommen können. Der Ver- fassungSausschuß soll während der Pause weiter tagen und womöglich seine Arbeiten abschließen. Die mit der Prüfung der Verordnungen beauftragten Ausschüsse werden ihre Tätig- keit ebenfalls während der Pause fortsetzen. Zur Lebensmittelfrage. 300 000 Tonnen monatlich'fur Europa. London,»2. März. Der Pariser Korrespondent des.Daily Telegraph" erfährt von der amerikanischen Friedens- kommission. daß zur Versorgung Europa» 300 000 Tonnen Lebensmittel notwendig seien. Dieie Lebensmittel werden zuerst hauptsächlich ouS Weizen und Fleisch bestehen. Der größte Teil davon tom»nt aus den Nordweststaaten Amerika«. Der Obeiste WirtichaslSrat wird alle» nur Mögliche tun. um Deutich- land mit Lebensmitteln zu versorgen, ober eS wird ihm bei der Lebensmittelversorgung kein Voriang eingeräumt werden. Amsterdam, 12. März. Nach einer ausführlicheren Reuter- Meldung auS Paris sagte L a n s i n g in setner bereits kurz tele- graphierten Erklärung an die Preffe u. a.': Wir müssen die Ver- hälmiffe, die zur sozialen Unruhe führten, ändern und versuchen, Deutschland wieder zu einem normalen Leben zurück- zubringen. WaS Deutschland brauch», läßt sich in zwei Worten sagen: Frieden und Lebensmittel Um Deuiichland zu ermöglichen, der Anarchie und dem häßlichen DeipotiSmuS des roten Terror Widerstand zu leisten, mutz man ihm Lebensmittel geben und ihm gestalten, diese Lebensmittel zu verdienen. Das normale Leben muß durch den Friedensvertrag wieder ber- gestellt werde». Das muß nicht au« Mitleid für das deutsche Voll geschehen, aber eS muß unverzüglich getan werden, da wir. die Sieger in die'em Kriege, die Hauptleidtragenden sein würden, wenn dies nicht geschehe. Man kann so v>el Scbadenvergülung verlangen, wie man will, und darauf besteben, so lange w»e man will, wenn das deutsche Boll kein Material für seine Industrien und keine Gelegenheil er- hält, die Erzeugniff- seiner Arbeit auf fremden Märkten abzusetzen, und wenn die Arbeiker keine Lebensmittel haben, dann kann Deutsch- land für die von ihm begangenen Uebeltaten nicht zahlen. Außer- dem wird es, wenn der jetzige chaotische Zustand fortdauert, weder eine verantwortliche Regierung geben, die Frieden schließen kann, noch eine Regierung, die stark genug ist, um die LertragSverpflichtuu gen zu erfülle«. deutsche Hemeinwirtsthast. Vom ReichSwirtschaftsminlster R. Wissel!. In programmatischer Weise hat die Regierung in ihrem Entwurf eines Sozialisierungsgesetzcs und des Gesetzes zur Regelung der deutschen Kohlenwirtschaft zu den die Arbeiterschaft bewegenden großen wirtschaftlichen Fragen Stellung genommen. Gesetze solcher Art— auch wenn sie nur kurz sind— lassen sich nicht von heute auf morgen schaffen. Die gesetzgeberische Regelung einer solchen Materie stößt auf große Schwierigkeiten: denn je tiefer man in die Bearbeitung hineinsteigt, desto mehr Einzelfragen tauchen auch auf, die ge- klärt und beantwortet werden wollen. In einer ganzen Reibe von programmatischen Erklärungen hat die Regierung seit Ausbruch der Revolution verkündet, daß sie auch auf Wirt- schaftlichem Gebiete den Bedürfnissen der Zeit Rechnung tra- gen werde. Dem stürmischen Drängen des Volkes dauerte die Zeit zu lange. Es wurde ungeduldig, und Zweifel tauchten auf, ob d'e Erklärungen der Regierung auch ernst gemeint seien. Und diese Zweifel wurden von getvisser Seite aus be- stimmten politischen Gründen bewußt geschürt und genährt. D'e Regierung entspricht dem in den breiten Massen des werktätigen Volkes geradezu stürmisch emporgeloderten Ver- langen nach Sozialisierung restlos. Damit trägt sie den seeli- schen Stimmungen der Arbeiterschaft Rechnung und schafft die Voraussetzungen, die Massen der Bevölkerung wieder mit neuer Arbeitsfreudigkeit zu erfüllen. Das erste der beiden Gesetze stellt gewisierniaßen eine vorweggenommene wirtschaftliche Verfassung dar. Die ivcsent- lichsten Punkte dieses Gesetzes würden Bestandteile einer sozialistischen Verfassung sein müssen. Gemcinwirtschaft und Selbstverwaltung find die beiden Gedanken, die in diesem Gesetz verankert sind. An erster Stelle wird die sittliche Pflicht, die lebendige Arbeitskraft des Menschen um seiner selbst willen und des Gemeinwohls zu betätigen, betont. Aus der Pflicht zur Arbeit ergab sich naturgemäß das Recht auf Arbeit, und die weitere Pflicht der Gesamtheit, fuh den zu sorgen, der trotz guten Willens keine Arbsit finden kann. Aus der allgemeinen Wirtschaft hebt der Entwurf die Bewirtschaft-ung der Bodenschätze und der Naturkräfte besonders hervor, w?il in diesem die Grundlage der gesamten Wirtschaft tuht und die Einzelgcsetz- gebung in erster Linie diese Gebiete bearbeiten soll. Dieie Güter und für die Vergesellschaftung geeignete wirtschaftliche Unternchniungen intzitze Gemeinwirtschaft zu überführen, so- wie die Herstellung und Verteilung wirtschaftlicher Güter für die Gemeinwirtschaft zu regeln, ist duich die Regierungsvor- läge der Reichsgesetzgebung vorbehalten. Als Sachwalter der Allgemeinheit werden die an dem be- treffenden Wirtschaftszweig unmittelbar beteiligten Kreise zur Verwaltung herangezogen. Neben dem Erzeuger und Händler tritt mitbestimmend der Verbraucher. Es ist unver- kennbar, daß die mit der Gemeinwirtschaft verbundene Zen- tralisation die Gefahr der Bureaukratie in sich birgt und das Aufhören des Wettbewerbs zur Folge hat. Da- mit wird die Feinfühligkcit für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die Anpassungsfähigkeit vermindert und der stärkste Ansporn zum technischen und wirtschaftlichen Fort- schritt abgestumpft. Darunter leidet dann das wirtschaftliche Ergebnis. Durch die unter Re-chsanfsicht stehende Selbstver- waltung her beteiligten Kreise wird dieser Gefahr entgegen- gewirkt. � Die durch die Regierungsvorlage angebahnte deutsche Ge- meiniwirtschaft will der Wirtschaft neue wirtschaftliche, sozial- politische und finanzpolitische setzen. Wirtschaftlich soll bei Gewinnung, Verteilung und Verwertung der Erzeugnisse jeder»mnöt'ge Aufwand an Kapital und Arbeit ver- mieden werden. Auf sozialpolitischem Gebiet soll cm Stelle der alleinigen Berechtigung und Verantwortlichkeit der Unter- nehmer Recht und Pflicht der Allgemeinheit treten. Auch der Arbeiter soll'n allen wirtschaftlichen Fragen gehört wer- den. Er soll in der Zentralstelle der Sxsbstvenvaltungskörpcr der deutschen Gemeinwirtschaft in gleicher Zahl dem Unter- nehmer an die Seite treten. Die Arbeiter sollen nicht nur die größtmögliche Förderung ihrer Berussinteressen f'nden, son- dern darüber hinaus auch Einfluß aus den Wirtschaftszweig ausüben, an dem sie mitarbeiten. Beides soll nnr seine Grenze an dem G e s a m t i n t e r e s s e der deutschen Volkswirtschaft finden. Die für das Re'ch bedeutungsvollen finanzpolitischen Gesichtspunkte brauchen hier nicht besonders betont zu werden. Das Ziel der deutschen Genreinwirtschast, von dessen Er- reichung die Erfüllung aller sonstigen Wünsche abhängig ist, ist die Beibehaltung und möglichste Steigerung der Wirtschaftlichkeit, Kn Ausübllns, her hurefi das Sozialisienmgsgesetz' gegebenen Befugnis wird m K-1 der Vorlage vorgeschrieben, daß un- geiaiimt durch besondere Reichsgesetze die Ausnutzung von Brennstoffen. Wafserkränen und fonstigen natürlichen Energiequellen und der aus ihnen stammenden Energie (Energiewirtschaft) nach geineinwirtschaftlichen Gesichts- punkten geregelt wird. Zunächst soll für das Teilgebiet der KoHlenwirtschast ein Gesetz über die Regelung dieser in Kraft treten. Auch dieses Gesetz ist ein Rahmengesetz, das durch be- sondere Vorschriften der Regierung ausgefüllt werden soll. Ein aus 45 Mitgliedern bestehender Reichskohlenrat soll die Kohlenwirtschaft unter der Aufsicht des Reiches leiten Wie kaum zu bezweifeln sein wird, wird die Nationalver> sammlung diese Gesetze in kürzester Zeit verabschieden. Dami ist dann das Fundament gelegt, auf dem ein stolzer Bau deur scher Geineinwirtschaft sich erheben wird. Die Richtlinien und nunmehr abgesteckt, und es gilt, fleißig zu arbeiten, den Bau fertig zu stellen. Und an Arbeitsfreude wird es den dazu be- rufenen Männern im Reichswirtschaftsamt nicht fehlen. Schwere Arbeit harrt ihrer in den nächsten Monaten. Das deutsche Volk muß ihnen nun auch die Zeit zur Arbeit lassen. Je sorgfältiger der Bauplan im einzelnen durchdacht ist, desto sicherer wird der Bau in der Zukunft dastehen. Eine ofterreichisch-tschechische Krise? Wien. 12. März.(Meldung des H. N) Heute sind hier Ge- rüchle von einem Abbruch der Beziehungen ztviscken DeulschösterreiÄ und der tsckechoslowakischen Republik verbreitet. Diese Gerüchte hoben dadurch Nahrung erhalten, daß der t sch e chi- sche Bevollmächtigte in Wien. Tusar, in einem Flugzeug die Reise nach Prag angetreten hat. Ws? in parlamentarischen Kreisen verlautet, war bis zum Abend über diese Angelegenheit noch nichts Definitives bekannt. die Heimkehr öer öeutschen Truppen aus üer Türkei. Hamdurg, t2. März. Die ersten deutschen Truppen auS der Türkei werden laut„Ä. Z." im Hamburger Hafen in etwa acht bis zehn Tagen erwartet. Der erste Dampfer ist jetzt von Malta ab- gegangen, ein zweiter hat am 27. Februar Konstantinopel verlassen. Zusammen treffen in Hamburg 3 Dampfer mit annähernd Ig 000 Offizieren und Mannschaften ein. Beendigung des Streiks im Ruhrrevier. Esse«, 12. März. Die Belegschaften der Gewerkschaft „Deutscher Kaiser" und der Zechen„Neumühl" und„Courl" find in der heutiaeu Frühschicht wieder vollzählig augefahren, so daß die Streikbewegung im Ruhrkohlengebiet vorläufig als beendet anzusehen ist. die Lösung öer bayrischen Regierungskrise. Beschlüsse des Rätekongresses. Müchen, 12. März.(TU.) Die Bsmühungen, die bayerische. Re- gierungSkrise durch Partewerembarwngen zu läsen, waren von Er- iolg gekrönt. Nach USbertvindm»y nicht geringer Schwierigkeiten kam am DienSiagnachmittag die Einigung zustande. Die Grund- lagen wurdeir vom Rätekongreß mit Mehrheit angenommen. Darüber hinaus wurdeir Richtlinien festgelegt für die nächsten Auf- gaben des Landtags und des Ministeriums. Weitgehende Boll- machten wurden dem Ministerium zugesichert, so daß, wenn nicht neue Hindernisse auftreten, die StaatSmcrschine wieder in Gang ge- bracht werden kann.— Die.Münchener Post" schreibt dazu: Jetzt gilt eS, das Ministerium mit allen Mitteln zu unterstützen, damit wieder Ruhe rmd Ordnung, Nährung und Arbeitsgelegenheit ge- schaffen werden kann. Führen die Bestrebungen rasch zu einem glücklicher-. Ende, so kann von einer rettenden Tat gesprochen werden, scheitern sie aber durch Treibereien unverantwortlicher Hetzer, so ist der endgültige Zusammenbruch nicht mehr abzuwenden. Die Aufhebung der über die bürgerliche Presse verhängten Zensur steht unmittelbar bttwr. Man geht mit der Absicht um, in der Presse und Prspagandacchteilung solchen Blättern,' die den politischen Kamps mir dem Mittel der Berhetzung führen oder aus Seniarionslust zur Gewalt auffordern, mit dem Mittel angemessener Aufklärung wirksam entgegenzutreten. Der Präsident öer Lanöesversammlung. Für den Posten des Präsidenten> der Landesversammlung wird die sozialdemokratische Fraktion den Oberbürgermeister von Hannover L e i n e r t in Vorschlag bringen. Weinwucher mit �eeresbestänöen. Die großen HeereSbestände an WSin sollen jetzt durch die Weinhandelsgesellschaft dem freien Verkauf zugänglich gemacht werde».'DaS erfolgt in der Weise, daß Miudesimengen von 200 Hektolitern oder 10000 Flaschen zu Preisen obgei'etzt werden, die nach Begutachtung durch Sachverständige vom Reichs verwertungSamt festgesetzt werden. Mir anderen Worten: die HeereSware wird Großhändlern zu mäßigen Preisen überlassen. diese können dann durch geschickte Weiterveräußerung dafür sorgen, daß die augenblicklich gepflegten Wucherpreise im Einzelverkauf nicht unterboten werden. Trotz aller sachlichen Gründe, die daS ReichSverwertungSamt für seine Handhabung anführt. müssen diese Praktiken auf das entschiede» sie zurückgewiesen werden. Nach einem uns vor- liegenden ärztlichen Gutackiien fehlt eS an Wein für Kranke. Diese dem Wucker preiszugeben, wie das bis jetzt der Fall ist. ist unter keinen Umständen zu rechifertigen. Ebensowenig kann eS bei dem heutigen Stande der Dinge entschuldigt werdeu, wenn das Neicb zur Benachteiligung de-Z Publikum dem Wein Wucher direkt die Haud reicht. Aus dielen Gründen sollte hier schleunigst die dringende Abhilfe geschaffen werden, ehe es zu spät ist, und der Wein durch Kommunen, Apotheken und Genossenschaften unmittel- bar dem Verbrauch zu einen festgesetzten Höchstpreis zugeführt werden. Gemüsebau unö Doöenspekulation. Brachland in Grost-Bcrlin. Von einem Genossen erhalten wir den sehr beachtenswerten Hinweis, daß in den östlichen Vororten viele brachliegenden Bau- und Ackcrparzellon liegen, deren Eigeittümer gar nichts wn, um aus ihnen irgendwelchen Nutzen für die Allgemeinheit ziehen zu lassen. Es wäre deswegen notwendig, eine Verordnung zu erlassen — und Kvar sofort, nicht erst nach Msi Monaten—, daß alle die Landstücke, die bis zum Ib. März oder 1. April nicht ander- weitig notwendig nutzbar gemacht werden, durch Pächter oder auch durch den Eigenbsfitzer beackert und mit Gemüse oder anderen Nahrungsmitteln bsbaut werden. Eine solche Verfügung würde in allen Stadtteilen zum Wohl« der Gesamkhoit große Landflächen, die jetzt nutzlos brach liegen, zur LebeniZmittelProdulikm aufschliehem Es geht nicht vorwärts... Ter Teufel soll die ganze Bureaukratie holen. In den Amtsstuben wird in wichtigen Dingen noch immer der alte unveranttvortliche Schlendrian tveiter geübt. lieber jeden Dreck müssen erst dicke Aktenbündcl fich anhäufen, bis er beseitigt wird. Die allereinfachsten Dinge, die durch einen einzigen Satz erledigt werden könnten, werden noch immer monatelang hingeschleppt, auch ioenn sie von größter Dringlichkeit sind. Hier ein Beispiel: Nach der BundeSratSveroridnung vom 4. Juni 1916 und 12, Oktober 1917 sind in den Orten über 10000 Einwohner unbegründete Erhöhungen der Pachtpreise für Laubengarteirland verboten. Die Absicht war gut. Die städtischen Laubenkolonisten sollten vor den Bodenspekulanten geschützt werden. Bei Berlin befinden sich abzp auch Orte mit weniger als 10 000 Einwohnern, in denen die Lauben- kolonisten sich ruhig PachipreiSerhöhungen gefallen lassen mußten. Der Verband der Laubenkolonisten von Berlin und Umgegend, dessen Mrglieder darunter leiden, daß die kleineren Orte von dem 1 Schutze Set erwähnten Verordnung ausgeschlossen sind, hat sich darum im Dezember 1918 an das Laichwirtschaftsministerium mit der Ait:s gewandt, die Gültigkeit jener Verordnung auch auf kleinere Orrs auszudehnen. Die Angelegenheit ist darum dringlich, weil Pia Laubenkolonisten noch vor der Frühjahrsbestellung Klarheit haben wollten und weil die Produitionssreudigkeit mit der Gewißheit des Schutzes vor Ausbeutung steigt. DaS Landwirtschartsministerium teilte kurz daraus mit, daß es das Gesuch zuständigieitshalber an das Reichsecnährungs- a m t weitergegeben habe. Seitdem schweigen alle Flöten. Sin volles Vierteljahr warten die Laubcnkolonisten schon aus Bescheid. Wco weiß, in welchem Aktenbündcl das Gesuch begraben liegt.- Ein gewöhnlicher Sterblicher würde bei einer so einfach und klar liegenden, keinerlei Weiterungen hervorcufendrn Sache in der nächsten Minute schon etwa folgend«» verordnet haben:.Die Bun- desratSverordnung usw. wird auch auf Orte mit weniger als 10000 Einwohner ausgedehnt." Das hätte woniger Arbeit gemacht als eine Nachricht, auf dto drei Monate gewartet wird.... v. Loebell ohne Ehre. Monarchistische Bauchgrimmen des Herrn Oberpräsidevten Die t7. Tagung des Brandenburgischen ProvinziallandtageS wurde von dem Oberprästdenten v. Loebell mit einer Ansprache eröffnet, in der dieser Reaktionär seiner Webmut über den Umsturz der Dinge beweglichen Ausdruck gab. Herr Loebell begann mit der Feststellung, daß.wir unser höcbsteS Gut, die Ehre der« l o r e n hätten". Wen Herr v. Loebell mit»wir" gemeint hat» können wir nicht feststellen, nach dem grammaukaliichen Wortsinn« jedenfalls eine Gruppe, der er selber an gehör t. Di« große Mehrheit dcS deutschen Volkes wird eS jedenfalls ablehnen, fich zu der Gruppe ter nach ihrem eigenen Urteil Ehrlosen um Herrn v. Loebell zu rechnen. Weiter klagte Herr v. Loebell: Wir haben alle? verloren, nach heldenhaftem Kampf und Sieg den Krieg, Deutschland bat seinen Kaiser, Preußen seinen König, Brandenburg seinen Markgrafen verloren. Ni« ertvichen wird aöer in den Herzen der Brandenburger die tiefe Dankbarkett für alles, was Brandenburg, Preußen- Deutichiand dem Hohenzollernhause verdanken, bis zum letzten Atem- z u g e wird jeder Märker gedenken der unzähligen Be- Werse besonderer Liebe und Fürsorge, dre wir von unserem b i S h e ri g e n Ma r k g r a fe n erfahren haben.(Bei» fall.) Und so gehen auch heute untere Gedanken in tiefer Trauer, aber dankerfüllt über Deutschlands Grenzen zu dem schwer« geprüften Kaiserpaart und seinem ganze» Hause. Gott sei mit ihm alle Wege! Wenn Herr von Loebell meint, daß jeder Deutsche bis zum letzten Atemzug des Kaisers gedenken wird, so hat er vielleicht darin nicht ganz umecht. Dafür hat der Mann gesorgt! Die drei Millionen Kriegskrüppel, die dielen Millionen Kriegswitwen und Kriegswaisen werden in der Tat noch oftmals des Mannes gedenken. dem sie ihr Elend g.ößtenteilS zu verdanken haben, freilich nicht in dem Sinne des Herrn von Loebell, der als koniervaiiver Junker die»unzähligen Bcweiie besonderer Lieb« und Fürsorge" seircus des Monarchen allerdings in höhcrem Maße genossen haben mag, als das Gros der gewöhnlichen Sterblichen. Wie lange soll der Manu übrigens noch im Amte bleiben, der vor dem leeren Thron hockt, wie auf dem berühmten Bilde der Foxterrier vor dem hohlen Phonographentrichter und.auf die Slimme seines Herrn" horcht._ Schadenersatz für Schutzhaft. Der Rat ehemaliger Schutzhaft- gefangener, Berlin, hat de: Reichsregierung in Weimar das Er- iuchen übermittelt, unverzüglich eine Kommission zu bilden, zu welcher Mitglieder des Rates hinzuzuziehen sind, um die ange- meldeten Schadenersatzansprüche zu prüfen. Die Kommission soll mit der Befugnis ausgesratiel werden, auf geprüfte und geklarte Schadenersatzanspcüche für unschuldig erlittene Untersuchungshaft sofort 50 Proz. aus Reichsmitteln zur Auszahlung zu bringen. Ehemalige Schutzhaftgefangene, die ihre Ansprüche dem Rat noch nicht angemeldet haben, werden aufgefordert, dieses sofort im Herrenhause, Zimmer 19, zu bewirken. Ge». Dr. Timmel teilt uns mit, daß er in der gestrigen Funktionärverfammlung nicht von„EinigungSmätzchen" gesproche» habe. Zweierlei Kunst. Paul Bekker, der Kunstschriftsteller, der im heutigen Deutschland die fruchtbarste» und tiefsten Gedanken über die organisatorischen und soziologischen Kunstprobleme hat, behandelt.K u n st und Revo- l u t i o n" in einer Broschüre dieses TttelS.(Flug- schriften der.Frankfurter Zeitting'.). Seine Schluß- auSführungen geben wir im folgenden wieder. Unser« Kunst— die schaffende Kunst der letzten Jahrzehnte wie die Kunst der Wiedergabe älterer Wcs�— war die Kunst des Besitzes. Ich sage das ohne jeden Borwll� ohne jede sozialistische Liebedienerei. Der B'.tz hat sie gepflegt, er hat die Ausübung überwacht, er hat daS Sehaffen in bestiinmie Bahnen gelenkt. Die gesamte geisttge Struktur einer Weltanschauung, der der Besitz— einerlei ob von Geld, oder von Titeln, oder von Ansehen— als daS Erstrebenswerte, als das Ziel des Leben« galt, hat dieser Kunst den unauslöschlichen Stempel aufgeprägt. Wenn Sie fragen, wie dieser Stempel aussieht, worin er sich von den Stempeln früherer Zeiten unterscheidet, so sage ich: Diese Kunst war eine Kunst des G c- s ch m a ck S und des Urteils. Geschmack und Urteil— daS find die beiden Eisenschaften, die die jüngst vergangene Zeit den Grund- bedingungen ihre» Wesens nach zur höchsten Entwicklung brachte, und von denen aus sie die Kunstdarbietungen erfaßte. Ich bitte Sie, fich über das Wesen dieser beiden Eigenschaften kurz Rechenschaft zu geben. Geschmack ist zunächst eine Funktion des Gaumen«, uno dies blSibt er auch in übertragener Bedeutung. Der Genießer schmeckt etwa?— er leitet seine Emvfindung über diesen einen Sinn, und der Genuß, den ihm gerade dieser Sinn verschafft, bleibt ihm als der wesentlichste hasten, nach ihm bemißt er den Grad seines Eindrucks. Es ist dies außerordentlich charakteristisch für eine Zeit, in der die Kunst ihren religiösen, erhebenden, reinigenden: also ihren ethnischen Wert verloren hatte. Diesem rein geschmacklichen Erfassen dcS Empfindungswertes der Kunst nun entsprach auf der anderen Seite eine Ucber-Jniellek- tualität in der Erfassung der geistigen Werte, eine Ueber-Jntellek- tualität, die fich darin äußerte, daß man eS für den Zweck jeder Kunstdarbietung hielt, zu einem Urteil zu kommen. DaS Urteil war das Ergebnis der Geschmacksprobe. Diese Wahnidee deS Urteilen» müssen« hängt eng zusammen mii jener vorher erwähnten anderen Wahnidee, daß man Kunst„verstehen" könne und müsse. Die Onintessenz dieses angeblichen Versrchens war eben das Urteil. Man stellte fich zur Kunst nicht als der Komplex von Empfindung smoglich« Zeiten, der eben der ganze Mensch ist, man wagte nicht, weder vor sich noch vor anderen, da» Kunstwerk als Offenbarung menschlichen Geistes, als kosmisches Gebilde, al» Elementarerfcheinung auf sich wirken zu lassen und dies« Wirkung alS Erlebnis in sich aufzu- nehmen, sondern man kostete es und beurteilte«?. Man kann aber d.L Alpen, oder den Rhein, oder ein Erdbeben weder schmecken noch beurteilen— man kann dies auch der Kunst gegenüber nicht tun, und weder Geschmack noch Urteil sind imstande, unö das Wesen irgendeines künstlerischen Geschehens im mindesten nahe zu bringen, et in uns frucktbar zu machen. Der produzierende Künstler war darauf angewiesen, sich seinen Zeitgenossen verständlich zu machen. Sr gehörte j-lbst«n ihnen, er»ahm diefe Art der Kunstanschauimg von vornherein in sich auf. Wenn wir uns heute die scheinbar unbegreifliche Verelendung der Produktion auf allen Gebieten der Kunst erklären wollen, so können wir nur daraus hinweisen, daß diese Produttion keine anderen leitenden Gesichtspunkte hatte als Befriedigung des Geschmacks und des Urteils, und daß diese beiden höchsten Kriterien der vergangenen Zeit nicht imstande waren, eine Produktion großen Stils hervorzurufen. Sie erkennen jetzt auch, daß es nicht nur eine mehr oder weniger äußerliche Betriebsangelegenbett ist, ob ein anderes, neues Kunst- Publikum sich heranbildet. Es werden jetzt Menschen in unsere Theater und Konzerte, in unsere Ausstellungen. Museen und öffent- lichen Bauten kommen, Menschen, die weder Geschmack noch Urteil haben— denn dazu fehlen ihnen die Bildungsvoraussetzungen— Menschen, die dafür aber wirkliche Menschen sind und aus diesem reinen, unverbrauchten Menschentum heraus ganz andere Gesichts« punkte, ganz andere Kriterien aufstellen werden, ofe wir sie gewohnt sind. Es werden Menschen sein, die an Stelle des wählerischen Fein. schmeckertums den Mut der fr ien Gefühlshingabe und an Stelle des VerstcmdeSurteils die ethische WillrnSbereit- s ch a f t setzen. Gerade daS aber ist eS, was wir brauchen, um wie- der zu neuen, weilerreichenden Anschauungen vom Wesen der Kunst zu gelangen, als die Bildung sie uns vermitteln konnte. Gerade das ist eS auch, was unsere Produktton, was der schaffende Künstler braucht, um sich wieder auf sich selbst zu besinnen, um jenen fal- schen Kultus des Geschmacks und des Urteils von sich abzustreifen, um sich auf den vollen Menfchemverf feiner Künstlerschaft wieder zu- rückftihlen und wieder im kosmischen Sinne schaffen— nicht nur „produzieren" zu können. DieS sind keine künstlerisch erzeugten, spekulativen Erwägungen. Der Künstler hat seine geisttge Not längst selbst empfunden. Auf dem Gebiet der schafßmd«! Kunst hat genau so wie aus dem der aus- übenden und genau so wie bei den Versuchen zur Neuschichtung des Publikums die geistige Revolution schon vor Jahren eingesetzt. Alle? daS, was man gemeinhin unter dem sachlich recht anfechtbaren und vielfach Unvereinbares gewaltsam verenngendcn Schlagwort Ex- presfionismus zusammenfaßt, ruht seinem Wesen nach auf diesem Protest des kosmischen GestaltungidrangeS gegen die läh- mende, niederdrückende Diktatur des Geschmacks und des Urteil». Sie haben diese Bewegung in der Malerei. Sie haben sie in der Literatur, Sie haben sie in der Musik. Es mag viel Ungebärdiges, allzu Junges, absichtlich Brüskierendes, gelegentlich Rohes, es mag auch viel Mitläufertum und Snobismus dabei sein— das ist in jeder Revolution und darf den Blick nicht trüben dafür, daß hier der Drang nicht nur nach einer neuen Kunst— die« wäre zu wenig— sondern nach einer neuen Art künstlerischer Weltanschauung über- Haupt sich ankündigt. Diese Weltanschauung steht auch im schaffenden Künstler nicht nur den Geschmack», und Urteilsbefriediger des Gebildeten. Sie sieht in ihm wie in dem ausübenden Künstler und wie in seiner neu zu schaffenden Gemeinde wieder den ganzen Menschen in der kulturell unverfeincrten, ursprünglichen Wesenhit seine? Menschentums. Und darin liegt die ei geret liehe, elementare Bedeutung dr Revolution für die Kunst, liegt der tiefe, unlösbare Zu- kammenhang beider: daß die Revolution die menschlichen Werte-- dort auf politischem, hier«ms künstlerischem Gebiet— wieder zum höchsten Maßstab aller Werte«hebt. Aentralkrastwerke und elektrische Lernbahnen. Die Elektrisierung der Fernbahnen ftr Deutschland, die schon vor dem Krieg eingesetzt hat, wird zu einer der dringendsten Forde- rungen, nachdem die Abgabe unserer Lokomotiven und Wagen an die Entente eine Verkehrsk.nsis geschaffen hat, die in ihren Folgen schon jetzt unerträglich scheint. Heitzdampflokoinonven in gleiche: Zahl wie früher toioderherzusiellen, wäre unzweckmäßig, da die elek- trilche Lokomottve sowohl in technischer wie in wirtschaftlicher Bc- ziehung der mit Dampf betriebenen überlegen ist. Di« Versuche oaben gezeigt, daß die mit hochgespanntem Wechselstrom betrieben« Fernbahn den gestellten Anforderungen am besten genügt, da sie unabhängig von der Entfernung des stromliefernden Kraftwerks ist, weil der Hochgespanute Wcchselsttom fast unbegrenzt ferngeleitet weichen kann, während der Lokouwtivenbetrieb eine dauernde Ab- hänyigkeit von Wasser und Brennstoff bedeutet. Dieser Umstand ist von unschätzbarem Wert, weil so der Strom dort erzeugt wird, wo seine Herstellung am billigsten ist, also an großen Wasserfällen, in Torfmooren, in Hültenwerken, bei denen die Hochofen- und KokS- ofengase zum Betrieb von Kraftwerken dienen. So ist die Schatwng von Zentralkraftwerken in Deutschland«ine Grundbedingung für die Zukunft der elektrischen Fernbahnen. Durchaus bewahrt hat sich tue Zusammenarbeit von mehreren lleberlandzentralen, besonders wenn es sich um den Zusammenschluß von Wasser- und Wärme- krastwerken zu einer Gruppe handelte, weil dann ein Einfrieren des Wassers oder eintretender Wassermangel ohne Einfluß auf die Stromliefemug bleibt. Ein Zenttalkraftwerk in vollendeter Form verspricht das Walchenseekraffwerk zu werden, da« da-Z ganze recht»:heinische Bapcrn iint S�rom versorgen soll. Es soll acht Turbinen von je 10 000 Pferdeirästen Leistungsfähigkeit erhalten, ein Hochspannungsnetz von 100 000 Bolt Spannung und 1200 Kilometer Länge umfassen und bis zu 25 Hauptttanssormatoren besitzen. Der Wert der elektrischen Fernbahn gegenüber der Dampf- effenbahn tritt übrigens besonders klar im Gebirge zutage, da die elektrische Bahn Steigungen überwinden kann, denen die Heiß- dampflokomottpe nicht mehr getvachsen ist. Notizen, — Aus der Oper. Kaum ist Richarb Strauß von seinem Urlaub vorübergehend in die Oper zurückgekehrt, so liest man auch in der Presse von der kommenden Richard-Strauß-Woche... Sehr schön— aber schließlich hätte man von den Plänen, d« Herr Strauß angekündigt hat, auch gern etwas andere» durchgeführt gsfshen als die cenarnfte Strauß-Woche. — D i e C r a n a ch b i l d er, die im Berliner Schloß zu- sammen mit anderen während der Einlagerung der Marine ge- stöhlen waren, sind in Hamburg wieder aufgetaucht und werden nach Berlin zurückkehren. — D i..?- Leitung des Düsseldorfer Schauspiel- Hauses hat sich bekanntlich durch Eingriffe spartakistische: Elemente veranlaßt gesehen, zurückzutreten. Der Verband deutscher Bühne nschrffffteller hat dem scheidenden Künstle rpaar Lindemann bei der Geleaenheit ein« Adresse gewidmet, worin sei« Lerdiaist» nm Sie deutsche Kunst mit Recht gerühmt werden. Nr. 132 ♦ 36. Jahrgang 6C0 t)D(U>Ott0 vo°n°rstag,1Z.MSrz,«1» Der Bürgerkrieg beendet! Serlineinlichkeit rechnen, daß einige Tage noch vergehen werden, bis völlig.normale Zustände wieder hergestellt werden und die Sperr- kette sich als überflüssig erweist. Eine Durckssührung des Straßenbahnverkehrs nach dem Osten kann wahrscheinlich in nächster Zeit nicht erfolgen, da die Strom- Abführungen zum größten Teil zertrümmert sind. Die Reparatur- arbeiten dürften geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die P. P. N. berichten: Es gelang verhältnismüßig ohne große Opfer, den Widerstand der Spartakösten zu brechen und Lichtenberg zu befreien. Zu größeren Kämpfen ist es in der Gegend des Stadtparks gekommen. Dem Vormarsch der Re- gierungötruppen boten sich eigentlich nur größere Widerstände in der Warschauer Straße, wo sich Spartakisten in Häusern«inge- nistet hatten und die Truppen unter Maschinengewehrfeuer nahmen. Die AbsperrungSmaßnahmen werden sehr scharf gehandhabt, und nur im Besitze eines gültigen Ausweises Befindliche dürfen die Postenkette in Lichtenberg passieren. WTB meldet:„Bevor die Truppen zum Angriff gegen die Barrikaden der Frankfurter Allee übergingen, bahnte sich ein mit Ofjiziercn des DiviiionSstabes besetztes ungepanzertes Per- wnenauto unter Führung des Rittmeisters von Arnim kämpfend den Weg bis zur ersten Barrikade, die sofort von den Offizieren und zwei Begleitleutcn gestürmt wurde, wobei fünf schwere Maschinengewehre in die Hände der Angreifer fielen. Die Spartakisten flohen unter Hinterlassung eines Toten. Dieselbe Krafifahrzeugbesatzung fuhr dann, noch von allen Seiten beschossen, die Frankfurter Alle« weiter, teils aus dem Bürgersteig, teils auf den Anlagen und stellte die Verbi-ndung mit den an der War- ichauer Straße vorrückenden Truppen her, die zunächst das ge- glückte Wagestück nicht für möglich halten wollten�. Oberbürgermeister Ziechen-Lichtenberg erklärte«'.nein Berichterstatter: Die Nachrichten von der Ermordung der Lichtenberger Polizeibeamten sind n i ch t zutreffend. Wenn behauptet wird, daß SV oder 70 erschossen worden seien, so spricht dagegen allein schon die Tatsache, daß an dem fraglichen Tage im ganzen nur etiva 40 bis 50 Beamte im Präsidium gewesen sind. Im ganzen sind fünf Beamte getötet und es steht nicht fest. ob man diese bedauernswerten Männer an die Wand gestellt hat oder ob sie bei den vorhergegangenen Kämpfe» gefallen sind. Es sind zwar Beamte von den Spartakisten fortgeschlevpt worden, doch hat man sie später wieder laufen lassen. Augenblicklich besteht keine Polizeibehörde in Lichtenberg, da der Polizeipräsident nicht an- wesend ist und die Beamten nicht zum Dienst kommen konnten. Auf die Frage, aus welchen Elementen sich die„Verteidiger Lichten- bcrgs" zusammengesetzt haben, erwiderte der Oberbürgermeister: „Von den Leuten, die den Putsch in Berlin inszeniert haben, den Matrosen und der R. S. W., sah man nur sehr wenig. In Lichten- be.g hatte sich bauptsächlich Gesindel bewaffnet und halbwüchsig� Burschen. Diese Elemente haben un- übersehbaren Schaden angerichtet, indem sie auf dem Güterbahnhof Hunderte von Waggons plünderten, die mit Lebens- mittel für den Grenzschutz im Osten abgehen sollten." Dann kam der Oberbürgermeister aus seine Tätigkeit als. Bermitler zwischen Roste und den Aufständischen zu sprechen:„Vorgestern erschienen in meiner Wohnung Mitglieder des Berliner VollzugsrateS unter Führung des Herrn Brolat und e klärten mir, daß sie sich mit Minister Noske in Verbindung gesetzt hätten, um dem Blutvergießen ein Ende zu machen. Da keine I Sicherheitsbehörde in Lichtenberg epistiere, die zurzeit dt« Ordnung aufrecht erhalten könne, so hätten sie NoSke den Vorschlag � gemacht, aus allen Kreisen der Lichtenberger Bevölkerung eine Sicherheitswehr zu bilden. Noske erklärte jedoch, daß er dazu nur seine Einwilligung geben könne, wenn ich als Bürger- meister die nötigen Garantien dafü: geben könne, daß von den Spartakisten olle Waffen abgeliefert würden.' Diese Zusicherung konnte ich selbstverständlich nicht geben. Schließlich begab ich mich mit den Herren des Vollzugsrates zu den Führern der Spartakisten und wir wurden nach Berlin geleitet, wo ich mich telephonisch mit dem Minister in Verbindung setzte. Dabei erfuhr ich, daß die Unterredung zwischen Herrn Noske und den Vollzugsratsmitgliedern sich alle dings etwa» anders abgespielt hat, als mir dar- gestellt worden war. Herr Noske fiagte auch mich, ob ich dafür garantieren könne, daß die Spartakisten die Waffen wirklich ab- lieferten. Ein derartiges Versprechen konnte ich nicht geben. Die Bürgenvehr sollte fiir den Fall eintreten, daß die Truppen nicht einrückten und ein Waffenstillstand abgeschlossen werden würde." lieber die Lichtenberger Geschehnisse verbreitet die Garde- Schützen- Kavallerie» Division eine Anzahl Zeugenprotokolle, denen wir folgendes entnehmen: Ein Gefreiter: Wir wurden gezwungen, in das frühere Pfe ödevmnibus-Depot zu fahren. Hier wurden wir unter schweren Mißhandlungen vom Wagen gerissen und die meisten ausgeplündert. Die Noskemisweis« wurden weggenommen und unS erklärt: ein Noskeausweis genüge als Totenschein. Der größte Teil der Sparta- kisten setzte sich aus befreiten Verbrechern zusammen.'die sich stark mit ihren Znehthausstrasen britsteten. Nur wenige Arbeiter waren dabei, die ohne Waffen dem Treiben machtlos zusahen. Während wir oben festsaßen, hörten wir andauernd Schüsse und die Todes- schreie der Opfer. Die Posten verkündeten immer triuniphierend: Fetzt ist wieder so ein AaS, Lump, Halunke heruntergeknallt ! norden. Eine Kugel ist noch viel zu schade fiir Euch, man müßte Euch zu Hackepeter machen. Ich versuchte gegen 4 Uhr zu entfliehen unh gelangte auf den Hof. Es sollten ungefähr 18 Artille- risten erschossen tverden. Die Leute wehrten sich in ihrer Todes- angst mit übermenschlichen Kräften, aber fünf bis sechs Sparta- kisten hielten immer einen fest, während ein Sechster ihn direkt durch d:e Stirn schoß. Vorher wurden sie noch grausig mit Messern mißhandelt, einig« bluteten noch aus Stichen am ganzen Körper. Anderen waren die Finger abgeschnitten worden, alle 18 wurden dann erschossen. Herr B S. erklärt: Sonnabend gegen 8,30 Ubr abends kam ein Kcaftiahrer auf der Palisaden-sträße angeradelt. Ein etwa ISjähriger Bursche warf ihm einen Knüppel in daS Vorderrad, so daß er zu Boden stürzte. Ehe er sich erheben konnte, war ein Haufen Männer und Weiber über ihn her und bearbeitete ihn mit Knüppeln und Fußtritten, so daß nach vielleicht zwei Minuten nur noch eine formlose blutende Masse übrig war.— In der Lichtenberger Straße brachten Menschen einen Soldaten angeführt. Mantel und Rock wurden ihm bei der Unter- suchung fortgenommen. Die Begleiter schlugen auf ihn ein und ließen ihn dann laufen. Als er einige Schritte fort war, warf man ihm Handgranaten nach, durch die er sofort gc» tötet wurde. .Kaufmann Stephan M. erklärt: Am Freitag gegen Abend fand ich beim„Schwarzen Adler" einige erschossene Sol- daten. Unterdessen wurde ein weiterer Soldat tot heca»geschleppt und zu den anderen Leichen geworfen. Gleich daraus brachte ein Trupp von etwa 20 bewaffneten und unbewais- neten Leuten einen weiteren jungen Soldaten angeführt, der Pöbel rief, auch er sollte erschossen werden. Man führte ihn zur Ringbahn, gleich darauf hörte ich mehrere Schüsse und das Publikum sagte, jetzt wäre er auch hin. Musketier G. gibt an: Am 8. März wurden im Harrptdepot gefangene Kriminalbeamte erst beschimpft und einige, die in Güte auf die Spartakisten einsprachen, kurzerhand durch Kopfschuß getötet. Später forderten die Spartakisten, welche die Gc- fangen«» eingebracht hatten, die Herausgabe eines bestimmten Be- amten. Ein Spartakist begründete diese Forderung damit, daß er Wegs» dieses Beamten 7 Fahr« gesessen hätte. Die Beamten wurden auf den Hof geführt. Dort wurden immer drei Mann mit zu- -sammengebulidenen Händen auf ein Laustauto gestellt und her- Untergeschossen. Wir saben> Hvie auf diese Weise fünf Be» amte erschossen wurden. Von den Führern in Offiziersuniform ohne Achselstücke und den Posten erfuhren wir eine anständige Behandlung. Di« Posten schützten üvs vor dem Pöbel, der sich auS den Einwohnern der umlieaerfeen Straßen zummmensetzte. Ein eingelieferter K aftfahrer, der sich nicht ausweisen konnte, wurde von vier Mann festgehalten und durch einen fünften mittels Kopf- fchuß getötet. Ein Offizier vom Reg. Reinhardt, der mit acht Mann gefangengenommen war, wurde erst so lange mißhandelt bis er hinfiel und dann erschossen. Die Zuschrift««, die vns mit lebhasten Beschwerden gegen das Vorgebe» der Ncgicrungs- »nippen zugehen, übersenden wir täglich ohne die Namens- und Adreffenangabe dem Oberkommando zur Untersuchung. Diese tan» durch Veröffentlichungen in der Preffe natürlich nicht ersetzt werden. Oberbürgermeister Mermuth hat, wie wir nachträglich hören, aus tieister Sorge»in da? Schickwl vieler tausend fredlicher Familien und um die gefährdeten Stadt- teile, als jede Stunde immer neue blutige Ereignisse schuf, aus- gangS voriger Woche Veranlassung genommen, mit der zuständigen Regierungsstelle eine Besprechung zu suchen. Die Bewohner unseier Stadt können versichert sein» daß nichts unterblieben ist und unter- bleibt um die Abwehr so zu gestalten. wie.eS die Fürsorge für Blut und Gut der Bürgerschaft erfordert. Im alten Zentrum. der Stadt ist jetzt überall Ruhe eingetreten. Trotzdem sind noch viele Straßen und Brücken, hauptsächlich die Zugänge nach dem Schloß und Marstall, abgesperrt. An dem Mossehaus vorbei, das noch die Spuren der Jannarkämpfe zeigt, gelangt man ohne Schwierigkeiten zum Spittelmarkt, dessen Passieren noch vor zwei Tagen mit Lebensgefahr verbunden war. Die Leipziger Straße zeigt dort ihr altes Bild. Die Menschen freuen sich, daß sie wieder mit der Straßenkahn fahren können. Nur die Bewohner des Ostens sind noch immer die Leidtragenden. Die Bahnen fahren, außer den beiden Linien nach Trevtow. nur bis zum Spittelmarkt, da die Gertraudtenbrücke, Mühlendamm, Molkenmarkt und Alexanderplatz noch immer gesperrt und die Oberleitungen zcr- stört sind. Am Spittelmarkt stehen mehrere Maschinengolvchre, dt« Geriraudtenbrücke ist mit starkem Stacheldraht äb-Zesperrt. Die Bew-obner des Ostens, die aus den Geschäften kommen, müssen große Umweg« machen, um ibr Ziel zu erreichen. Ter Mvlikenmarki ist wie ausgestorben; sämtliche Gesckäsle sind ce- schlössen. Auch in der Äönigstraße sieht man kein Fuhrwerk, die großen Kaufhäuser wie Israel, Brenninkgmeyer, Wertheim sind geschlossen, zahlreiche zertrümmerte Schaufensierscheiven notdürftig mit Brettern verdeckt. Vor dem Rathaus lagert alarmbereit eine groß« Truppen macht bei zusammengestelltem Gewahr. In der Uidenstraße steht ein Lastkraftwagen, auf dem zwei Maschinen- gewehre montiert sind. Ueberall Posten, die nach Ausweisen fragen. Am Alexanderplatz große Verwüstungen an Gekäuden und Material. An einigen Stellen sieht man schon die Glaser an der Arbeit. Hoffentlich sind in einige« Tagen die größten S1Z Stine Mensthenkinö. Von V! artin Andersen Nexö. Ohne es zu wissen, hatte Stine mit einem Schlage den Lehrer und die anderen Kinder für sich gewonnen. Ganz allein hatte sie der Klasse vorgesungen, keine von den andern hatte den Mut dazu. Ter Lehrer niochte sie wegen ihrer Ossenherz-gkeit gut leiden und ließ es eine Zeitlang durch- gehen, daß sie zu svät kmn. Aber eines Tages wurde es ihm doch zu viel; er bestrafte sie mit Nachsitzen; Stine begann zu weinen. „Die Aermste!" sagten die anderen Mädchen.„Sie läuft den ganzen Weg! Und sie bekommt Prügel, wenn sie zu spät nach Hause kommt. Ihre Mutter steht jeden Tag an der Hausecke und»artet— die ist so streng." „Dann müssen wir uns mal an dtzine Mutter wenden," sagte der Lehrer.„Das kann nicht io weiter gehen!" Stine brauchte nicht nachzusitzen,. bekam aber einen Zettel mit nach Hause. Als auch das nichts fruchtete, begleitete der Lehrer sie nach Hause, um mit ihrer Mutter zu sprechen; aber Sörine lehnte alle Verantwortung ab. Wenn das Mädchen zu spät kam, so geschah das einfach deshalb, weil sie sich unterwegs herumtrieb. Stine hörte erstaunt zu; sie begriff nicht, daß Mutter so lügen und dabei ein ganz unbefangenes Gesicht aufsetzen konnte. Um sich zu retten, griff sie selbst zu einer Lüge: Jeden Morgen stellte sie heimlich die kleine Schweizer Uhr eine Viertelstunde vor. Das wirkte, insofern sie jetzt früh genug zur Schule kam; aber sie kam zu spät nach Hause. „Du gebrauchst jetzt eine Biertelstunde mehr für den Weg." schalt die Mutter. „Wir haben heut so spät aufgehört," log Stine und be- mühte sich, auch eine unbefangene Miene aufzusetzen, wie sie es die Mutter hatte tun sehen, als diese log. Das Herz klopfte ihr bis zum-Halse hinanf, aber es ging gut— merk» würdigerweisc! Nun war sie viel klüger geworden!— Im Lqufe des Tages stellte sie die Uhr wieder zurück. Als sie eines Tages im Dunkeln auf einem Stuhl stand und im Begriff war, wieder das gleiche zu tun, wurde sie von der Mutter überrascht. Stine sprang vom Stuhl hin- unter und nahm schnell den kleinen Paul vom Fußboden auf, wo er herumkroch: in ihrer Angst suchte sie Deckung hinter dem Kleinen. Aber die� Mutter riß ihn ihr fort und begann auf sie loszuschlagen. Stine hatte zwar hin und wieder einen Klaps bekommen, wenn sie' unartig gewesen war; aber jetzt . bekam sie zum erstenmal Prügel. Sie wurde ganz wild, trat ' und sich, biß und schrie, so daß die Mutter sie kaum in der Gewalt behielt. Die drei Kleinen schrien um die Wette mit ihr. Als Sörine fand, daß das Mädchen genug hatte, schleifte sie sie in den Brennholzschuppen hinaus und stieß die Tür zu. „Da kannst du jetzt liegen und dich ausheulen; dann unter- läßt du vielleicht ein andermal solche Narrenspossent" rief sie und ging ins Haus. Sie Nx�r so außer Atem, daß sie sich hinsetzen mußte; das schlechte Krnd hatte ihr alle Kraft ge- nommen. Stine war ganz außer sich, eine Weile schrie sie und trat mit den Füßen um sich, allmählich aber nahm das Schreien ab und glitt in verzweifeltes Weinen über.„Großchen! Großchenl" jammerte sie. Es war ganz finster im Schuppen; und so oft sie nach der Großmutter rief, hörte sie einen ge- mütlichraschelnden Laut aus dem Dunkel im Hintergrunde des Schuppens. Zutraulich starrte sie dorthin und gewahrte !zwei grüne Feuerkugeln im Dunkeln; sie kamen, verschwan» den und kamen wieder. Stine kannte keine Angst im Finstern. „Miez, Miez!" rief sie flüsternd. Die Feuerkugeln verschwan- den, und im nächsten Augenblick strich etwas unsäglich Weiches über sie hin Und nun bekain sie wieder bei dieser Liebkosung das innigste Nritleid mit sich selbst.„Miez, liebe Miez!" Da war doch ein Wesen, das sie lieb hatte! Nun wollte sie. nach Hause zur Großmutter. Sie richtete sich auf wund und zerschlagen, und tastete sich zur Tür? hin.' Als Sörine fand, daß Stine lange genug eingesperrt gewesen sei, kam sie, um das Mädchen heraus- zulassen. Aber da war Stine versc�vunden. Stine lief, leise vor sich hinweinend, ins Dunkel hinaus; es war kalt und windig, der Regen schlug ihr ins Gesichl. Sie hatte keine Beinkleider an— die hatte die Mutter ihr für die kleineren Kinder weggenommen, zusammen mit der warmen Jacke, die Großmutter ihr gestrickt hatte— der nasse Rand des Kleides schnitt ihr in die Beine, die von den Schlägen mit der Birkenrute angeschwollen waren. Aber der Regen tat gut. Auf einmal flog etwas vor ihr zur Seite auf; sie hörte den Laut von Schilf, das im Wasser hin und her schwankte— und merkte, daß sie vom Wege abgekommen war. Und in demselben Augenblick konnte sie nicht weiter. Sie kroch unter ein paar Gräser und lag da, zusammengerollt wie ein kranker, junger Hund und am ganzen Körper zitternd. Sie stöhnte, ohne eigentlich noch Schmerzen zu haben, die Kälte machte ihre Glieder gefühllos und tötete den Schmerz. Ihre Kinderseele war in Not; sie wand sich unter l der Sinnlosigkeit und Leere ihres Daseins. Sie bedurfte warmer Hände, bedurfte vor allem einer Mutter, die sie zärt- lich an sich zog— und bekam nur Knüffe und harte Worte von ihr. Obendrein wurde von ihr verlangt, daß sie selber das geben sollte, wasssie am allerbittersten entbehrte; sie hatte die Langmut und unermüdliche Aufopferung einer Mutter gegenüber drei beschwerlichen Kindern zu beweisen, die nicht viel hilfloser waren als sie selbst. Ihre schwarze Verzweiflung wurde hin und wieder von Schlaffheit abgelöst. Haß und Zorn, Ohnmacht und Sehn- sucht hatten in ihrem Gemüt getobt und es ermüdet. Die Kälte kam und tat das ihre, und Stine versank in Halb- schlummer. Auf einmal war drüben auf dem Wege ein eigentümlicher Laut zu hören, ein Schnurren, Knacken, und Rattern, wie es nur ein einziger Wagen auf dieser Erde hervorbringen konnte. Stine öffnete die Augen, ein Gefühl der Freude durchströmte sie: der Vater! Sic wollte rufen, konnte aber keinen Laut hervorbringen. Und jedesmal, toenn sie versuchte, sich zu erheben, knickten die Beine unter ihr zusammen; mühsam arbeitete sie sich über den Grabenrcmd hinauf, mitten auf den Weg; dort fiel sie zusammen., Als der große Klaus an die Stelle kam, machte er Halt; er schlug mit dem Kopf, schnaubte und ließ sich nicht weiter- treiben. Lars Peter iprang ab und nach vorne an den Kopf des Pferdes, um zu sehen, was im Wege sei; und da fand er Stine, steif vor Kälte und bewußtlos. (Forts, folgt.) VerkehrSsckwierigZeit«!! tvieöcr behaocn, so doß bis so schwer geprüften Bewohner dcS Ostens wieder friedlich ihren' Geschäften nachgehen können! Tie Säuberung des Scheunenviertels ist beendet. Die Rezierungsiruppen stehen in der Linie Prenzlauer Tor-Schöiihauser Tor-Roientbalcr Platz-ZionSkirchplatz, ihre Pa« tiouillen streifen bis zum Ringbabnhoi Schönhauser Ällee-Prrnz- lauer Allee-Weißensee und Zentralviehdof.'Zu großen Kampshand- . lungen ist es hier nickt gekommen! unter Minenseuer hat nur das HauS Alte Schönhauser Straße 4 gelitten, welches vom Dach bis zum ersten Stock durchschlagen ist. Am Prenzlauer Tor und in der Prenzlauer Slraße find je ein IS Zentimeter-Gesckiitz, sowie mehrere Maschinengewehre nach Osten in Stellung gebracht. Bei der Besetzrug des R. S.-W.Depots* in der Hannoverichen Straße wurden nach der Flucht der Jnsafien noch 48 seidene Blusen und sonstige givilkleidungsstiicke. im ganzen einen Kraftwagen voll Gegenstände, deren Herkunft sehr zweifelhafter Natur ist, gefunden. Das Standrccht. Weder die Kriminalpolizei noch sonst eine Dienststelle des Polizeipräsidiums bat mit diesen Aburteilungen etwa» zu tun. Die der Kriminalpolizei vorgesührien Personen werden durch diese vernommen und nack Aufnahme de» ProwkollS unter militärischer Bewachung nach Moabit gebracht. Im Laufe de» gestrigen Tages wurden wiederum S8 Personen dem UntersuchungS- richter vorgeführt. Standrechtlich erschossen worden sind auf dem Polizeipräsidium nur wenige Personen, die mit den Waffen in der Hand kämpfend von den NegieruiigStruppeu gefangen genommen wurden. lieber dies« wurde durch eine»«igen» abkoinmandierten Gerichtsoffizier der.Eisernen Brigade� entschieden. In 14 Flage« wieder k Wie behauptet wird, ist in geheimen Besprechungen davon die Rede, in 14 Tagen Waffer und GoS abzusperren, um die Regierung zu stürzen und es überhaupt noch diel schlimmer kommen zu laffen. Da» sieht ja jenem Versammlungsredner gleich, der letzthin de- dauerte, daß noch zu wenig Blut geflossen sei... Der A.» u. T.-Rat der Flugzeugmeifierci AdlerShof legt Wert auf die Mitteilung, daß die von bürgerlichen Blattern, insbesondere vom.Berliner Lvkal-Anzeiger" ausgesprochenen Vermutungen, über Berlin kreuzten regierungSseindliche Flugzeuge der Flugzeugmeistorei AdlerShof. jeder Begründung entbehren. Nachdem durch Urabstim« mung der Generalstreik beschlossen, wurde der Flugplatz vollständig abgeschlossen. Eine Entnahme von Flu-izeugen vom Platz erscheint unmöglich, da fick außer der SicherheitSwache weder Arbeiter noch Piloten dort befanden. Die Schießereien. Dienstag abends �',8 Uhr wurde in der Dieffenbachstraße 83, 1. Stock eine 70 jährige Frau, die in ihrem Zimmer faß. durch einen von außen kommenden Schuß in den Leib getroffen und mußte in da» Urbankrankenhaus gebracht werden. Solche Fälle haben sich in den letzten Wochen nur allzu oft er« eignet. Aber den blindwütigen Schießern schlägt kein ja Gewissen. Ei» Spartakistennest wurde laut W.T.B, in der Eöpenicker Straße durch Truppen au»- gehoben. Die Leute mußten erst mit der Waffe niedergekämpft werden. 34 Spartakisten wurden erschösse», die andern gefangen genommen; eS wurde eine große Anzahl Waffen dort gefunden. Gegen ei» Bolschewistenblättchen. W.T.B. meldet: In der letzten Nacht sperrte» einige Stoß- irupp-Z die Neue Friedrichstrahe und drangen, nachdem mittel» Handgranaten die massive HauSlür gesprengt war. in die Redaktions- räume der„Weltrevolution* ein. Hier wurden viele Exemplare der .Wellrevolution". Schriftstücke, Setzplatten uiw. beschlagnahmt. Auf die absperrenden Mannschaften wurde von den Dächern heftig ge- schaffen; da« Feuer wurde erwidert. In der Lothringer Straß» IS, wo sich eine Ausgabestelle der.Weltrevoluiion" besindet, wieder- holte sich derselbe Borgang, wie in der Neuen Friedrichstraße. Tie Opfer. Die schweren Kämpfe haben bisher au» den Reiben der Deutschen Schutz-D'vifion an Toten und Verwundeten etwa Ivo Mann ge« fordert, zum Teil hiervon alte, in allen Kämpfen de» Weltkrieges bewährte Offiziere, Unteroffiziere und Maimjchasten, zum Teil neue Freiwillig«._ Vollversammlung öer und S.-Rate. (Fortsetzung au« dem Abendblatt.) Die Diskussion über die Berichte der Kommissionen eröffnete Richard Müller: Der hinter un« liegende Generalstreik mußte aus den Verhältnissen herauswachsen. Jeder Tag bestärkte die Arbeiter in dem Glauben, daß wieder ein iavitalistisch-militaristtsches Re- giment ausgerichtet werden sollte. Die Verspreckungen auf Sozia- iifierung wurden nicht erfüllt, mit den Arberterräten sollte ei» Ende gemacht werden. Das alles erzeugte die Stimmung für den Generalstreik. Seine Ursachen sind noch nicht beseitigt. Wenn die Regierung nicht ernst macht mit der Erfüllung der Forderungen der Arbeiter, dann wird sich der politische Generalstreit wieder- holen. Zur Berschärsung der Gegensätze trägt sehr viel b«i die Hetze der Presse einschließlich de».Vorwart»' gegen die revolutio- nären Arbeiter.(Gegen Plünderer und Mörder, die schlimmsten Schädiger der Arbeitersache, wäre richtiger gewesen. Red.) Die Siraßenlämpse sind keine Folge de» Generalstreiks, sondern sie haben ihre Ursache darin, daß man Anfang Dezember(intolge der Spartoluiputsche. Red.) eine militärische Organisation schuf, die man heut nicht mehr meistern kann, und die weit gefährlicher ist als die vorrevolutionäre Mililärmachr. Be, dem Januarstreik saßen wir in der Leitung zusammen mit MehrheiiSsozialisten und sie haben alle Gewaltmaßnobmen gegen die Streikenden ebenso scharf verurteilt wie wir. Auch Schridemann hat diese Gcwaltmaßnahmen im Reichstag auf da« entschiedenste verurteilt. Gegenüber dem Scharfmacher Oldenbnrg-Januschou sagte Scheidemann damals, eS gebe Leute, die sick freuen, wenn Deutsche aus Deutsche schießen. Diese Leute seien der Auswurf des deulsckeii Volke». Heut ,st Scheidemann selbst Kanzler und unter feiner Re- gierung wird auf da» Volt(nein! aus gegenrevolulionäre Ver- orecher! Red.) geschossen.— Man möge die Ursachen der be- rechtigten Unzufriedenheit beseitigen, den Arbeitern Lebensunterhalt und Lebensfreude gewähren, dann werde wieder Ruhe eintreten. Frank(S. P. D.): Wir bedauern die jetzigen Vorgänge in Berlin auf da» tiefste.(Lärmende Zwischenrufe.) Wenn Sie eine andere Meinung nicht hören wallen, dann hat da» cinheillicke Verhandeln in dieser Versammlung ein Ende. lBeifall.) Diese Komödie werden wir nicht weiter mitspielen.(Lebhafter Beifall.) Tatarennachrichten, wie sie bisweilen in die Welt gesetzt werden, verurierlen wir. Auch in Blättern der andern Seite erscheinen manchmal Tatarennachrichterr. Di« K»««isfivn, die uach Lichten» berg gegangen ist» hätte sich auch«it den»„SorwärtS" in Sertwdung setze» solle».(Widersprüche.) Die Berichterstattung de».Vorwärts' war durchaus objektiv.(Lärmender Wider» ipruch.) Wenn die Bericht« über die Kämpfe auch oft Übertrieben fein mögen, so bleibt doch noch immer io viel Übrig, daß die Handlungsweise der kämvscndeu Sparlakis:«» aus da» schärft'te ver- urteil» werden muß. Erst heute früh sind Attilleriegeschofse der Syarlakisten in Häuser der Elbinqer Straße eingeschlagen.(Rufe: Ist nicht wahr. Da» find die RegierungStruppeu gewesen.) Di« Ursache« zum Generalstreik und dem Wüten w verlin waren nicht vorhanden. Der Generalstreik hat der Arbeiterschaft nicht nur nicht» genützt, sondern geschadet.(Lärm.) Man hat den Arbeitern die Illusion beigebracht, daß ihnen der Sozialismus ein Schlaraffenland bringe» würde.(L ä r ui.l Wer solche Illusionen in die Köpfe der Arbeiter ietzt, der macht sick eines VerbreckenS schuldig.(Großer Lärm.) Wer trägt die Schuld an diesem Bürgerkrieg?(Rufe: Ihr.) Ich könnte ebensogut sagen: Ihr.(Lärm.) Wir sind immer dabei, wenn es gilt, den Kampf für die Jntereffen der Arbeilsr zu führen.(Gelächter und Lärm.) Aber wir sind nicht dabei, wenn Arbeiter gegen Arbeiter kämpfen.— Weiter fübrte der Redner aus. daß die S. B. D. für den Sozialismus auf demo- kratischer Grundlage ist.(Diese Ausführungen wurden durch fort- währende stürmische und lärmende Unterbrechungen von der linken Seite gestört.) Der Redner wandte sich in scharfen Worten gegen die Siörer der Redefreiheit, was neuen Lärm ans der linken Seit« hervorrief. Man rief: Wenn das io weiter geht, holen wir de» herunter.— Mi t Mühe gelange» dem Redner, sich noch kurze Zeit verständlich zu machen. Herrfurt(K. P.I bebauptele, Frank habe die Versammlung provoziert, die S. P. D. hätte klüger getan, einen anderen Redner vorzuschicken.(Hiergegen vrotestiert« die rechte Seit« durch erregte Kundgebungen.) Zur Sache führte der Redner aus: Das Standrecht hat keine rechtliche Grundlage. Die Erschießungen auf Grund des Stondrcchis sind ungesetzlich und deshalb als Morde zu betrachten, für die Noske verantwortlich ist. Sein Name ist gebrandmarlt für alle Zeit.— Man hat die Schouernachrichten au» Lichtenberg veröffentlicht, um einen Bor- wand zu haben zu den Mordtaten, die die Soldateska unter dem Schein des Rechts onSübt. Die bürgerliche Presse einscklietzlich deS „Vorwärts' verbreitet eine Pogromstimmung gegen die Spartakisten. Wenn so weiiergewirtschaftet wird, dann muß ja die Stimmung der Massen so aufgereizt werden, daß sie. sich von keinem Führer mehr leiten lassen und daß Zustände eintreien, die viel schlimmer sind als die in Rußland Man bat schon zwölf Funktionäre der Kommunisten erichoffen ohne «inen anderen Grund als den, daß sie unsere Funktionäre waren. Wir haben beim Generalstreik die Parole ausgegeben, daß wir un» an keinem Putich beteiligen. Unsere Partei bat mit den Unruhen nichts zu tun. Wir haben unseren Ge- nassen geraten: Laßt Euch nicht provozieren, NoSkeS Garden warten nur darauf, gegen Euch vorzugeben,(und außerdem bekamen sie Haridgranateii, wie vor Gericht erwiesen wurde. Red.) Vom Edenbotel auS ist die Bewegang in Berlin zu dieser Katastrophe gerührt worden. Man will Pläne und Dokumente gefunden haben, au» denen hervorgehen soll, daß die Spariakisten und Kommunisten den Ausstand vorbereitet haben. Ich erkläre, daß an dieser Behauptung kein wahre» Wort ist und daß die Unterschriften gefälscht sind. Ein militärischer Zwischenfall. Während der Redner noch sprach, Kruchten im Hintergrunde des Saales plötzlich bewaffnete, stahlbeyelmte Sol- da t en auf und besetzten die Ausgänge.»Da find die Noske- garden,' rief man von mehreren Seiden. Das Erscheinen der Sol- baten rief eine sturrwifche Erregung und heftige Proteste auf allen Seiten des Hauses hervor. Da sich die Soddaten passiv verhielten, ermahnten einige Versammlungsteilnehmer zur Ruhe. Richard Müller wollte die Versammlung fortsetzen und erteil:« dem nächsten Redner das Wort. Lebhaft wurde dagegen protestiert, daß die Versammlung unter militärischer Bewachung weitertag«. Strasser(S. P. D.) teilte mit, er habe soeben erfahren, daß die Soldaten vorläufig nur den Befehl haben, die Ausgänge zu be- setzen und den Telephonverkehr zu sperren. Die Versammlung könne ruhig fortgesetzt werden und abwarten, was weiter geschehen Werve. — Burkirzat beantragt«, die Versammlung zu vertagen, bis die NoSkegarden zurückgezogen seien, auch solle der Vollzugsrat gegen die militärische Besetzung protestieren.— Fischer(Demokrat) und Büchel(S. P. D.) protestierten ebenfalls gegen die Anwesenheit des Militärs.— Die Versammlung wurde hierauf vertagt. Nach etwa einer halben Stunde wurde mit großer Mehrheit beschloffen, un- bekümmert weiterzntagen. Dr. Michaeli»(Demokrat) nahm die Presse gegen die Angriffe der Vorredner in Schutz und bcwnie. daß kein Redakteur daran denkt, absichtlich falsche Nachrichten in die Welt zu setzen. Den Lichtenberger Fall könnt« di« Presse gar nicht nachprüfen und der Lollzugerat hat ihr seine Feststellungen nicht mitgeteilt, sie würde sie sonst gebracht haben. Die Feststellun- gen des VollzugSraiS sind doch nickt ganz einwandfrei. Von anderer Seite, die sich auf Augenzeugen stützt, ist doch festgestellt worden. daß etwa» Wahres an der Qichtenberger Nachricht ist. Tatsächlich sind einige Personen von den Aufständischen ermordet worden. Der Generalstreik ist die Ursache der Unruhen. Deshalb sind diejenigen mitschuldig, die den Streik beschlossen haben, und auch die Möhr- heitssozialisten, die sich der Stimme enthielten. Man sollte jetzt alles tun. um die Gemüter zu beruhigen. Wir dürfen über den inneren Wirren nicht vergessen, daß uns die Entente einen Frieden diktieren will, der den» deutschen Volke für 30 Jahre eine Schuld- knechrschaft auserlegen soll. Gegen solche Schmach müssen wir x-o- testieren. Auf die Weltcevolution können wir nicht hoffen. Mit den 10 Milliarden, die die Entente jährlich noch den Frieden»- be dingungen von uns bekommen soll, kann sie die Arbeiter in ihren Ländern so zufriedenstellen, daß sie nicht an eine Revolution denken.— Durch Einigkeit müssen wir alle Widerstände, mögen sie von rechts oder links kommen, beseitigen können.(Beifall.) Folgende won allen Fraktionen gemeinsam eingebrachte Re- solution wurde einstimmig angenominen: „Die Versammlung protestiert auf das entschiedenste gegen die unerhörte Provokation der weißen Garde, die eS wagt, das Parka- rnent einer revolutionären Körperschaft durch Eindrangen in das Versammlungigebäude zu stören und unmöglich zu machen. Sie fordert Genugtuung für dieses unerhörte Vorgehen und ruft die Arbeiterschaft aller Betriebe zum einmütigen Protest gegen das W i I l! ü r r e g i m e n t Noske-Neinhavdt auf. Die Versammlung wird von der Regierung Rechenschaft für dieses Verholten der Truppe verlangen und nichts unterlassen, um einer Wiederholung derartiger Vorgänge vorzubeugen." Die Soldatenräte eryärten unter lebhaftem Beifall, daß auch sie sich der Protestkundgebung anschließen. Di« Versammlung erklärte sich damit einverstanden, daß an Stelle der beiden aus dem Vollzugsrat ausgetretenen Kommunisten zwei Mitglieder der U. S. P. in den VollzugSrat eintreten. Ein von früher her vorliegender Antrag, der den Vollzugs- rat beauftragt, einen Reichskongreß der A.- und S.-Räte einzuberufen und die Funktion des Zentralrats zu übernehmen, wurde ohne Debatte abgelehnt. Dem Zentralrat wurden zwei Anträge überwiesen, welche«ine «enderung der Wahlordnung zum Rätekongreß dahin fordert, daß jedem Armeekorps S Vertreter zugebilligt werden und daß die militärischen Zentralstellen sowie die sonstigen den Korps nicht unterstellten Behörden ein« Vertretung erhalten. Ferner wurde beschlossen, daß alle 14 Tag« eine Bollversammlung abgehalten werden soll. Die Tagesordnung war erschöpft, die Versammlung beendet. aber die Teilnehmer waren tatsächlich die Gefangenen der Soldaten, die Befehl hatten, niemand au» dem Saal« hinaus- zulassen. Die Versammlung blieb deshalb, dom Zwange folgend, beisammen und wartete die Rückkehr einer an Noske gesandten Ab- ordnilng ab. Inzwischen kam unter anderem die in der Versammlung der Funktionäre der S. P. D. am Dienstag vom Genossen Felix gemachte Bemerkung zur Sprache, wonach er durch seinen in diesen Tagen durch«inen unglücklrchev Zufall bei den Stcaßeickämpfen getöteten Kollegen Bernstein erfahren habe, Daum ig und die lln abhängigen hätten 6ea Generalstreik von{a«L» Hand vorbereitet. Däumiz bemerkte hierzu, er habe den d erstorbenen. Bernstein nicht gekannt, h-be seines Wissens nie mit ihm über den Genscalstreik oder den Warenhausstreik gesprochen, auch sei der General st reik seinen(Täumigs) politischen Erwägungen entgegeu gewesen. Neue, von der Unterredung mit Noske zurückgekehrt, berichtete. die militärische Besetzung dcS Versammlungslokals sei infolge eines Mißverständnisses durch die Garde- Kavallerie- Schützen-Division erfolgt, weil man die Versammlung für genehmigungspflichtia hielt und sie deshalb auflösen wollte. Noch- dem sich herausgestellt hatte, daß diese Voraussetzung irrig' ist uns nur öffentliche Versammlungen der Genehmigung bedürfen, seien die Truppen abgezogen urtb ihr Führer habe fein Bedauern darüber ausgesprochen, daß sie einem Mißverständnis zum Opfer gefallen seien. Wie die P. P. N. erfahren, ist die Besetzung der„Gumam«'« Säle, in denen die Versammlung der Groß-Be liner Arbeiterräte stattgefunden hat, darauf zurückzuführen, daß dr, zuständigen Stellen nicht in der formell vorgeschriebenen Weise über Zeitpunkt und Orl der Versammlung unterrichtet worden waren. Daher ist gemäß den Bestimmungen des Belagerungszustandes Verfahren worden.� Sofort nach Aufklärung des Sachverhaltes wurde durch die zuständigen Stellen, zu denen sich inzwischen ein« Abordnung aus der Mitte der Versammlung begeben haift, dt« Besetzung aufgehoben._ GroßGerlin S. P- V.-�rbeiterräte! Sounabend, nackmitt-gS 4 Uhr: F r a k t i- u» f i tz«»g i« Plenarsaal des Herrenhauses. Der FraftivnSvorstaud. __ Haas«. Funktionäre des Tiemens-Ke Heute, Donnerstag, nachmittag« 4�, Ol"• Schleuse" am Bahnhof Jungfernheidr,»ichtigr Befprechu. tioniire der S. P. D. Erfchrine» hriagead erforderlich. Verweigerte Hilfeleistung. Bonk Soldatenrat dr» BezirkSkommanboS VI wird unS ge» ichrieben: Vor»inigen Tagen wurde der Bezirksfeldwebel Franke gegen 3 Uhr nachmittag« auf dem Heimweg vom Dienst rn der Pol»- damer Straß« von einem Blutsturz befallen. Borübergebende be« mühten sich um ihn und brachten ihn in den Flur de» Hauie» Potsdamer Straße 03. Der patrouillierend« Soldat und Angehörige der Republikanischen Soldatenwehr Soeger vom Devot III lief in die gegenüberliegende, im Hause Potsdamer Straß« SS, gelegene Frauenklinik des Dr. Abel, um einen Arzt herbei'ubolen. Er rand den wacki habenden Arzt Dr. KoichminSki in feinem Zimmer auf dem Sopha liegend. Trotz der ihm als höchst dringend geschilderten Notlage ließ Dr. KoschminSti sich nicht bewegen, seine Ruh» zu unterbrechen und lehnte jede Hilseleistnng ab. Bevor ei» anderer Arzt gefunden wurde, war Bezirksfeldwebel Franke derschieden. Der Aerztekammer ist Anzeige erstattet. Nm den EntlaffungSanzng kommt eS zwischen Heeresentlassenen und den Prüsungsstellen manchmal zu unliebsamen Auseinander- setzungen. Ein junger Mann, der im Juli 1318 eingezogen und im Dezember entlassen wurde, wollte gegen Ende Februar 1313 für feine Entlassungsuniform einen Zivilanzug eintauschen. Er wurde abgewiesen mit der Begründung, daß er nur kurze Zeit im HeereS- dienst getoesen sei und daher noch keinen Anzug verdient habe. Auch wurde ihm vorgehalten, er habe doch wohl in der Äriegszeit genug Geld verdient und könne sich selber einen Anzug kaufen. In der KriegSzeit hat der junge Mann seine Lehrzeit gehackt und er muß die durch die Einziehung unterbrochene Lehre jetzt noch fort- setzen und beenden, so daß von„genug Geld verdienen' kein Rede sein kam Alters»enossen, die mit'hm zusammen eingezogen wurden, haben ihren Anspruch auf einen Zivilanzug mit Erfolg geltend gemacht. Auch ihm wird er bewiMgt werden müssen. Neue Züge nach Steffin— Belgard. W Stetiner Babnhof 5.50 früh nach Belgard, av 2.50 nachmiffagS, Gegenzug ab Belgard 5.20 nachmittags.— Ferner ab Anhalter Bahnhof 3.30 abends Schlafwagen nach München, auf dessen Benutzung jedoch besonderer Nackweis der Dringlichkeit erforderlich ist. Dienstag und Frriiag jeder Woche Anschluß nach Wien ab München Ebenso zweimal in der Woche Verbrndung Wien— München— Berlin. „Feuer" in der Reichskanzlei alarmierte am Mittwoch vormittag die Berliner Feuerwehr. ES kalten sich dort im Keller Papier. Akten ulw. entzündet. Die Feuerwehr und die Wacken löschten kräftig. Nach einstllndiger Tätigkeit wad die Gefahr beseiligt. Turnverein.Fichte-. Wegen der Verkehrsschwierigkeit«» sowie der Verfügung deS Standrechtes über Berlin find oll« gelroffenen Vereinbarungen aufgehoben worden. Alle» weitere wird durch di« Press« bekannt- gegeben. Schützt Euer Verl»»: ZeillreiwiMge können fich melben: Turm- striche 91(Neues Kriminokgericht), Kantftr. 153, Tauentzienstr. 13(Plchorr- bräu), Kleislitr. 22(SNtenbergplatz Eas» Hindenburg). Zettsreiwillige können nach Niederwerfung der Unruh«! sofort zu ihrer Bcjchäjtigung zurückkehren. Ter Kursus.Tie Geschichte dcS Sozialismus- beginnt beule Donnerstag, den 13. d. M., abends 7 Uhr. im Fugendbeün, Lmdenftr. L. II. Hol. 3 Tr. links. Max Grunwald spricht über:.Die Ansänge des sozialistischen Gedankens'(Plato, mitrelaUerliche Sekten). Dt« großen Utopisten.(Morus, Fourier, Owen. Simon.) Swloßkarten für alle iiim Abende, a 1,50 M., sind noch zu haben. HSrergebühr sür einen Ldend 75 Pf. Zu Siebesgoben für die RegierungStruppeu wird von mebrere» Seile» mit der Angabe aufgefordert, daß Keld'penden sür die Verwundete« und' die Hinterbliebenen Gefallener besonders erwünscht find. Grost-Berliuer Lebensmittel. Friedrichsfelde. Di« Kinder von 2—0 Jahre» erhalte« gegen Ab- gäbe der unten link« an den jetzt gültigen vollmilchlarten v rnü, 0 befindlichen Kontrollabschnitten fc drei Büchsen kondensierte Milch zu je 1,60 M. in den Milch, icschSstrn. Diese Milch«oll als Rol- bebelf an den Tagen dienen, an welchen Vollmilch in nicht ganz einwand- sreiem Zustande oder überhaupt nicht eintrifft.— Die Ausgabe de? Veoblenbezugs scheine erfolgt ab heut« Donnerstag bei der KohIenoerlcilungSstelle im Einwohnerkneldeamt. Dönhosiltr. 31, S bis '/.ij Uhr werkläalich gegen Legttunalion. Die Verbraucher find verpflichlet, die Eintragung de« Kohlenhändler« bt« 15. März d. I. zu veranlassen. Reinickendorf. Die Abholung der BollmUch von den amtlichen Ver- kauststellen, Kubhaltern und Milchhändlcrn hat bis spätestens 8'/. Uhr morgen« zu geschehen. Wer später erscheint, bat nur dann daraus An- spruch, wenn solch« überhaupt noch vorhanden ist. Spanda». Gegen Feld sö für Jugendlich« frische dänische Eier in verschiedenen Geschästeu.— Morgen Freitag beginnt der verlaus von 70 gT städti'cker Butter aus Bulterobschnitt 1. Der noch vorhandene Würz- täie kann ohne Marien abgegeben werden.— Wilchpudding aus Bezug- scheine sür Kinder ist nock in sechs Geschäften zu haben. Di« Bezugscheine werde», mit dem 14 d. Mi», ungültig. Mariendors-Südende. Die Familieuunterftützuuge« werden vom 10. März ab ohne Rückficht auf den LntangSbuckstaben nur noch im Poltzeidten stgebäude. Zimmer S, von 3 bis 12 Uhr ausgezahlt.— Durch die Reich» betleidungSstelle ist der Gemeinde«in Posten Oberröcke für Frauen und Mädchen überwiesen woiden. Die Waren sind für Minderbemittelte, deren Einkomme» 3900 M. jährlich nickt übersteigt. Zur Beickaffunz ist ein KaufbcrcchtigunaSsckein noltvendig, die Ausgabe erfolgt im Polizerdienstgebäude, Zimmer 14, nur an Marien- dorfer Einwohner. Die»Freie Turn erichost Ttegtttz« turnt i-d«, Mittwoch«rd Sonnabend, übendAövhch. tte der Turnhalli d» Gtzmnosin»», Klixjtraße. Opernhaus Der Barbier v. Sevilla. Anfang 7 Uhf. Schauspielhans Die Kreuzelschreiber. Anfang 7 L'hr. üirektion Max Keinhardi. Deutsches Theater. 7 Uhr: Wie es euch jefällt. Kammerspiele, 7 Uhr: Fasching. Kleines Schauspielhaus fasanenstr. I, Port. J. 7l/>: Die Büchs« der PanSora. Vheater I. d. KSniggrätzerStraße Dir.: C.Me.ntiard- R. Bernauer 8 Uhr:.Musik. Kofflöäienhaus an der Marscnallbrncke VjS ührj rauf Fnntfurier. Freitag; Erdgeist. Sonnab.: Fünf Fraokforttr. Sonntag; Erdgeist. Montag; Fö»l Franklurter. Berber Theater 7-- uhr- Sterne, die wieder jeuchtea. Töeaier der Ffieilridistaßt. Sdt gtiehridy u. ilnieafteoS«. Sorbett«>S0. TSglich TI, UHrt Drei tolle Tage, Cgnetif een Serite- TOhalla-Theater. 7»/, ydr: August der Starke. Bose-Theater. 7�y.i■ MMW qastsB.ii, Fricdf.'WlIh.Tl.eat Mantm-Theater. '•driahstr.ZW.tWiiil " Heute«.177. Maie; "tlo Ruf ... tderaiana. Ida Wus»,> Kastner, Hugo Fi nk,."önield. Sonnt. 4 v; Su.-hen. Resldenz-Thfcu..'. Untergründe. KIosterstraBe, Ausgang Seralauer Straße. Täallch Uhr: Das höhere Lehen. Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Alfred Rotter. Hansi Arnstadt. Karl Clewing. Engen Burg. Olga Limburg. J.Falkenttein. Emma Dehner. Rosa Valefti. Paul Blldt. Luisen-Theater. 1 tfi|. Hasemanns Töchter ®�'I:laseiiaiBBTfcliter 'S" 7; WillielmTell Tbeater am Kotthuser Tor. Äi> L März tüal. a»bs.7>/z UHrt Di» große Revue! lleber 100 ibiitoitlitibel Tie lustigen Vagabunden. S-ttntag« S'/, Uhr it. T'/jUfjc; 2«afÜhtuosen. Zlachtn. bat jeder Sciraihfeni 1 flittb ftiL|15l5b» gmliglflte(Eintritt»prcUt. ' Üssiuo-Theater. Sothrinfl. Str. 37. WnL'/�UHr: Der Schlager der Svielzett: Da« neue Berliner Bolksftiiit Zsm Kislk. Dazu erstklassige Speziolftüfen. Sfg. S>/,: vi» veiBo Dame. ,ÄP0LL0, Theater i FriedrichstraBe 218 Dir.: James Klein AUabesdl. 7'/< V. Soant. 31', u. 7'/. Die 1 Grpue Varletd-Aus-| s�ttungs-Schau. Pcrsön). Auftreten![ d. berShmt. ddniich.| Filmschauspielers I iWgo larsen. Lucie Blattncr als Llcbllngsfrau. 1 Ii. Horsten. Fr. Rauch I 1 n arab. Suringer, I I III Pyram.-Darstell. 1 Bttt/s Bürengruppe. I Chinesische tiaukler.| 1 Sonntags P/, U Jed. Erwachs. I Kind frei Ii I Theaterk.ununtcrhr.r /eSffnei. I Admlraispalaat. ."glich 7'/, Uhr, Sonntags 4 und 7 Uhr: Dia NovlUti RTaaa.Rarue.. «es DlTertissament. Außerdem: Prfnsestln». Tragant | Wer Ist die Sehßnste r" Admirals-Elno vis KleptomsuUn rnlt Ceaslng-Tlieater Direktion: Victor Barnowsky 7 Uhr: Zum 1. Male: Der rote Bahn. Freitag; Der rote Bahn. Sonnabend; Der Blaufuchs. Deatachen Kttnstler- Theatcr. 7 Uhr; Der Schöpfer. Freitag Der SctiSpfcr. Sonnabend; Der SchSofer. Winter- Galten Täglich 7 Vi L'hr: "Iii Rauchen gestattet: ntimes Theater an Nollendoriplatz. Bülowstr. 6. LQtsow 2303. D�S R6D8 ICärZ'frogntmn. Erstklassige Spezialitäten I Wdtnbs?>/, Uhr u. SotmtStntS; Stettiner Sänger Mlbejr, Clreua H ISusch Donnerstag, lZ.MSrz f/i w>rt «kl Sonntag 2 Lorstell. 3',, und 7'/, Uhr. nan ürutevonnerstag NNSI. abends 3 Uhr: Waltar Fischer Mitw.: Willi Kewltsch(Sopran), Anna Oracre(Alt), Ellen Brk(Vialine). eintritt h-el gegen Bat- nshme eines Pregramm». Oer beispiellose Brfolgl Hyänen der Luft >. Teil Der Weg, der z. Verdammnis fährt vonl Julias Stemhel» Regle: i Otto Rippert Durch ein Vorspiel ist der Z.Teil des Films: „Der Weg, der zur Verdammnis führt", obne weiteres auch dem Publikum stindllch, welches den 1. Teil nicht gesehen hat. Vorrerfcaul II— I Chr. Ehrenkarten haben keine ailltlgkcit Theater für Doonersta?, den 13. März. Metropol-Theater. Centrai-Theater uhr; Die Rose tob StamimL Dentschea Opernhans 7 uhr; Der eiM HeilMd. Frtedr.-Wlllielmst.Th. Vif Uhr: Hannarl. DasDreimäderlhans 2. Teil. Kleines Theater. Der HerolütiOBär. VI, Uhr: Komische Oper Uhr: Sebvsrzwaldmiilel. T/t Uhr;, Lnstapi elhans Die spaalseiie Fliege. ►per Schiftbaucrd. 4a, Korden 281. X: Die kensefae Sosame. 7 Uhr 10: Sonnt S Uhr: Wiener BInt. Palast-Theater 7 Uhr: Christus _ mit Ludwig Williner. OchlUor-Theat. Charl. 7>/, Uhr: V/, Uhr: Thalia-Theater Th. ax 7 Uhr: i Noilendorfplata Der Jaxbaron. Theater dea Weateas Ti/eUhrJadainc Sberry, AValln er-Theater tv, uhr. Geisha. Stg. ZV,;(irsl s. Lugswhnrg. NATIONAL«THEATER Die Kinopuppe. Burleske In 3 Akt v. Leonh. Haskei. Musik v.W.Brotnme. Sonntag 3'/,: Zwei Wappen. Blumenthal u. Kadelburg. Phflharmonic. s Freitag, 21. Mär«, V), Uhr: Liederabend Josef CHWAR z t altttatlcniscbe Lieder(tum ersteh Malt): Schumann. Strang, Grlcg, Sindlog, Am Klar.: 0. V. Bes.| Karten 8, 6, A, 2 M. PhBhanaapJa. Sonnabend, 23. Mir«, TV, Uhr Einziger Arienabend Hindst, Mozart. Weber, Verdi, Pucclnl. Karten 3, 6, 4, 2 M. Lortelng, | Philharmonie. Sonntag, 23. Min, mittags 12 Uhr: wicdcrhoisag des WagnersAbends! mit dem Philharm. Orchester ■JF Walter Imirchhoff 1 Dirigent: Camlllo Hildebrand. Am Klarier: Artur| Rosenstein.— Karten(rolkstDml. Preise) 3, 3, 1 M | Kerlen f. ob. Veranst. b. Bete& Bock u. Wertheim. WW Eintritt frell W URANIA IS. kllrz 1919, nachmittags• Uhr Rettet das Saarrevier vor der Raubsacht der Franzosen Vortrag mit Lichtbildern über die politische und wlrt- _ sdmttllche Bedeutung des Sasrgebictes._ Sonntag, 16. Mlrz, 7V, Uhr Hellerer Abend" BcethoTeaaaal. Einmaliger MÄRCELL SiLZER Karten: Bote lt Bock, Wertheim, Philharmonie. aalaM MMasMMMS' ftaekteSje j SjfebMiistr.»» m/SS. Am Qatl tag und Sonntag: �itz»»«FdU»G �onma�A�n-SUhr�o�hen�s�n�.�»� Dnterkaltungs-R.eltaurant Mien-Serliin ' Jägentr. 63 a. BleSmvd Bmrsev— Siegt rled Olaaer Splro-Horwltn— Frlta LOwe-l�asen, — HormmBn Webling Paul (puett) Bendlx Kapelle Santa« Clottnebalk Bcstgapflagte Weine— Vorzflgllche Küche Anfang 6 Uhr Eintritt frei. finden-Restaurant Coimdorf-ßttrUbc Gd. Time Copndorf and J8/S* verlangt gratis Prospekt vor. der BoM-Geselisclialt m. b. H„ Fabrik chem Prodakte, Am Wafl Mt, Bremern. <»——/ ZlleMVAe<7/ UlelhnWnA Allseitig gerühmte Verpflegung ♦ Mufik: Kapelle pörtner »■ i' i■ i i, Kpafldr oschken Zur Frühjahrsaussaat! GemiSs In bester keimfkhl- ger Qualität von den alt- u. nenbeTihr- testen Sorten nn Treiben sowie fürs Land empltehtt vi« folgt. Ins Mistbeet: Salat(Kais. Treib-), Curken(Noas Tr.-), Karotten(Pariser), Radis(Non plus ultra), frühe Krautarten. Porree, Sellerie, Tomaten usw. PBr den O arten: Alle PrQherhsen. Mark- und Zucker- erbs., Pnftbohnen (dicke Bohne). Busch, und Stan; Kaeileferbsen, allsrlr. Mtl. und gelb- igeabehnen, grün- und gi schotige Sorten, mit und ohne Faden. Zwiebeln, Karotten, Spinat, Petersilie, Mangold, Koptsalat, Schnittsalat, Kohlrüben, WeiB- und Rotkraut, Kohlrabi usw. TaBnksamea, feinste aromatisch. Sorten, Havanna, Cuba, Mammoth, Portorlco, Virginia usw. 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Mär» ISIS geborenen Rinder dlnve mit ,.BI1" gekem�elchnete Mllchkarten, e) flic dl- in der gelt oom L April 1914 bis zun: 31. März 1915 geborenen Rinder braune mit»Cl" gc- kennzeichneie MUchkarten. 0 für die in der geli oom L April 1913 Ms zum 31. Mär» 1914 geborenen Rinder grau« mit„CIl" ge- kennzeichnete Mllchkarten. Die zu nerabfolgends Litermenge ist auf den Rranken- und Sonderkarten, nicht aber ouk den Rinderkarten aufgedruckt. Welche Vvllmtlchmeuge auf die Rinderkarten perob- folgt wird, wird noch besonder» bekannt gegeben werden. Auf die übrigen Parten ist die aufgedruckte Menge voll zu oerob» folgen, stweit nicht eme abweichende besondere Anordnuug er- geht. Di- Inhaber von Bollniilchkarten haben die Aprilkaeten bis«NM 21. Lldr» d. X einschließlich dem Milchbändle oorzulegein Die mtf Grund dieser Neuamneldung erfolgende Belteserung gilt sitr die geit oom 1. bis ZV. April ISIS. Die „AI"-,„AIP'-,„Br. und„BII".Rinderkarten, ferner die durch rw großes„A' in dem Mittelfeld gekennzeichneten Parten über '/a Liter und die Pollmilchdezugscheine, die zum Bezüge non „A. und»"-Milch berechtigen, dürfen nur in den»A- und B". Milchgeschäft«::, die ,C1. und Cll'.Rlndetkarten, Rrankeniarien. ferner die Bollmilchbezugscheine, welch« zum Bezüge von »C-Milch berechtigen, oüi(en nur in den„L"» Milchgeschäften angemeldet werden. Di« verschiedenen Arten von Geschäften sind durch ein entsprechendes Plakat im Scheu- fenster kenntlich gemacht. Der Milchhiindier hat die Rontrollabschnitte abzuschneideti. den einen(»uls unten) hat er aufzubewahren, den anderen (rechts gnten) hat er wie bisher der Zettftelle Groß- Berlin (Milch) einzusenden. Die Milchhändler werden daraus aufmerksam gemacht, dag die Rontrolladschnitt« bis zum 26. Ittärt». 3. bei der Fettstclle Groß-Betlin(Milch), Berlin C 2, Postnr. 6, eingegangen fein müssen. Sine XterlängC' rnng Sicfse Seift kcan unter(einen Umständen st««- finden. Die MUchkarten dürfen von den Händlern nicht in wahrsam genommen werden, sondern bleiben in den Künden der Bezugsberechttgtem Die MUchkarten find täglich oorzu- legen. Der Milchhändler hat täglich den gültigen Tag»- abschnitt abzutrennen nitd an sich zu nehmen. Berlin, den 8. März ISIS. Fettstell- Grost-Berlin(Milch). Die«ellmilchknrten für April 1S19 find w Berlin von den Brotkommifstonen für die Rinder In: ersten und zweiten Lebenssahre an: Mittwoch, den lb. und Donnerstag, den 1». März 1810, für die Rinder im dritten und vierten Levensjahre an: Freitag, den 14. und Sonnabend den 15. März 1919, für die Rinder im fünften und sechsten Lebensjahre am Montag, den 17. und Sienetag, den 13. März 1919 ah- zuholen. Die HaushaltungsrorltLnde werben im eigensten Interesse darauf hingewiesen, daß die Parten an den«erbe- zeichneten Adholungetagen von den zuständigen Brotkommissionen geholt werden müssen; jedoch sind den Kaue- Haltungen. denen Parten für verschiedene Altersstuten zu- stehen, sämtliche MUchkorten an einem Tage auszuhtmdlgcu. Parten für Pranke werden wie bisher von der Fen:ral(t?lle für Rrankeuernährung zugesandt. Soweit sie sich dt» an den vor» stehend festgesetzten Anmeidungstennwen bereit» in den Händen der Smpfänger befinden, ssk die Anmeldung innerhall, der Frist zu bewirken. Die nach Adlauj der Frist übersandten Parken tragen den Stempel„Zlachanmeldung" und kätmeu jederzeit angemeldet werden. Den am X. April 1917 und später geborenen Rinder, i wird je 1 Pfd. Nährmittel gewährt. Die Ausgabe der Bezug- scheine für die Nährmittel erfolgt zusammen mit der Ausgab.- der April-Milchkarten. An die Rinder im dritten bis zum 6. Lebensjahre find als Ausgleich für die verkürzte MUchporrion Nährmittelbezugsschein« bereits Ende Februar durch die Brot- kommisfion zur Ausgab« gelangt. Soweit für diese Srnpvcn die Rährmttteldezugscheine noch nicht abgeholt worden sind, erfolgt die weitere Ausgabe zusammen mir den Aprilkarten. Berlin, den 5. Mär, 1919. Tgb. IV./B8 F. Ml. Magistrat. «MUMM! den Bolschewisten zu schützen und die von ihnen in Rurland hart bedräng: Helft unser Ostpreußen unseren Rameraden, werden, dl« Rückkehr w dl» Heimat zu fichern. Meldet Euch sofort freiwillig beim 2.«erde-Iuftarflllsric-.DetiTllloti In Väbnrlst, 1. ftotena«, wren, schütz Jtoeboff, Stein barocke IS. Entschließt Euch schnell, denn wir marschieren bald ab. Besonder» gebraucht werden: Stellmacher, Tischler llimmerleiite. Schneider, Schuhmacher und M..»..Schützen Bedingungen: Mobile Löhnung und Berpsleguiig, täglich 5 Mark Zulage. Nach Ueberschreiten der kurlandischen itzrenze eine weitere gulage von 4 Mark pro Tag. 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Nach§ 2, der gemeinsam mit§ 1 beraten wird, ist das Reich befugt, im Wege der Gesetzgebung gegen angemessene Entschädigung 1. geeignete wirtschaftliche Unternehmungen, insbesondere solche zur Gewinnung von Bodenschätzen in Gemcinwirtfchaft überzu- führen und 2. im Falle dringenden Bedürfnisies die Herstellung und Verteilung wirtschaftlich«? Güter grmeinwirtschaftlich zu regeln. Die EntschSdigungspflicht, die durch besondere Reichsgesetze geregelt werden soll, ist von der Kommission neu eingefügt worden. ebenso die Bestimmung, daß die gemeinwirtschaftliche Regelung der Herstellung und Verteilung wirtschaftlicher Güter nur»im Fall« dringenden Bedürfnisses" durch das Reich erfolgen kann. Abg. Soegler(D. Bp.): _ Ich habe namens meiner Fraktion zu erklären: durch dt« Kom- missionSbeschlüsse zu dem Sozialisier ungSgesetz sind Grundsätze an- genommen worden, die«S ermöglichen, die frei« Privaitmrtschaft und den freien Handel in Deutschland durch Staaiseingriffe völlig zu lähmen. Wir legen gegen diese Beschlüsse hiermit Verwahrung ein. Es geht nicht allein um die Kohle. Der BursaukrarisierungSorozetz läuft weiter. Wir wollen eine e v o- lutionär« Entwicklung, was aber in den augenblicklichen Vor- lagen erstrebt wird, ist«ine revolutionäre Entwicklung, für die wir die Vevanttvortung ablehnen.(Lebh. Beifall rechts.) Abg. Dr. Pachnickc(Dem.): Von einer rsdoluttonären Entwicklung kann nicht gesprochen werden, wir werden rechtzeitig abzustoppen wissen. Wir ziehen eine scharfe Grenze und werden nicht zulassen, daß der Motor des perföntichen Interesses aus de? Wirt- lchaft ausgeschaltet wird.(Sehr richtig bei den Demokraten.) Der § 2 öffnet die Tür für die Sozialisierung so weit, dag da» ganze Erfurter Programm dadurch einmarschiere» kann.(Sehr richtig bei den Soz.) Da wir keine Sozialisten sind, können wir diesen Bestimmungen nicht zustimmen. Wenn wir trotzdem däran das Gesetz nicht scheiien: lassen wollen, so leitet un< dabei die Erwayrnng. dag zur Sozialisierung in jedem einzel- nen Falle ein besonderes Gesetz notwendig ist. Unsere Fraktion stimmt dem Gesetz alS ganzem zu.(LeSH. Beifall bei den Dem.) Wg. Veidt(Dtschnatl.): Man könnte dem Gesetz die Ueber- schrift geben»Ein Ausflug in den ZukunfiSstaat". Die Regierung bat uns noch immer keine deutliche Aufklärung darüber gegeben, was sie eigantlich unter„Sozialisierung" versteht, die M«hrheuS- iozia listen aber verstehen darunter Rommunisierung. Viele Mehr- boitssozialisten gehen in dieser Frage einig mit d«r äußersten Linken, nur wagen sie das nicht offen auszusprechen.(Sehr gut bei den Unabh.) Eigenartig berührt eS. wenn die Unabhängigen hier die Notwendigkeit betonen, da» seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Diese Eideshelfer der Spartakisten sollten doch nach Lichtenberg gehen und dort das seelische Gleichgewicht wiederherstellen.(Sehr gut rechts.) Wir lehnen die�jetzt von der Regierung vorgeschlagene Art der Sozialisierung als im tiefsten Grunde unsozial ab.(Lebhafter Beifall rechts.) Inzwischen find folgend» AvänberungSantcäge eingegangen. Die Abgg. Arnstadt(Dtschnatl.) und Genossen beantragen kür 8 2 folgende Fassung:„Für eine Vergesellschaftung geeignete wirtschaftliche Unternehmungen, insbesondere solche zur Gewin. nung von Bodenschätzen und zur Ausnutzung von Naiurkräften— gegen angemesssne Entschädigung— in Gemeinwirtschafi übcrzu- rühren, ist Sache der Reichsgesetzgebung." Dieser Antrag führt also im Gegensatz zur Regierungsborlagc die E n t s ch ä d i- gungspflichi des Reiches ein und streicht die Regelung de? He?stelrung und Ve?teikung wirtschaftlicher Güter für die Gemeinwftischafi. Im Falle der Ablehnung dieses An- «»«geS wollen dieselben Abgeordneten in einem Eventualantrag« vcch den Betrieb(nicht die.Herstellung) und die Verteilung der in gemein wirischaftlicken Uniernehmungen gewonnene» Er- -eugnisse im Interesse der Gesamtheit regeln lassen. Di- Abgg Dr. Rießer und Voegler(T-Vp.) beantragen die Fassung, daß erstens geeignete wirtschaiilicks Unternehmungen, insbesondere die Gewinnung von Bodenschätzen und die Aus- Nutzung von Naturkröften für die Gesamtheit der deutschen Volks- Wirtschaft nutzbar gemacht werden können, und daß zweitens im Falle dringenden Bedürfnisses und— solange ein dringendes Be- dürfniS vorliegt— die Verteilung(also nick« auch die Herstellung geeigneter wirtschaftlicher Güter zugunsten des Reiches, der Glied- staaten, Gemeinden oder Gemeindeverbändo gesegelt werden kann. Abg. Burlage lZ.): Gegen Z 1 baben wir kein« Bedenken mehr, nachdem die sittlich« Pflicht zur Arbeit mit der Rücksicht auf die persönliche Freiheit ctngSkchränkt ist. Zu§ 2 bemerke ich, daß mein« Pari« daran festhält, daß eine Enteignung nur gegen angemessene Entschädigung stattfindet. Die Anträge zu 1 und 2 sind für uns unannehmbar. Dem Emporstreben der Arbeiter wollen wir zu Hilfe kommen, Abg. Dr. Loh»(Unabh. Soz.): Vielleicht wird ein künftiger Geschichtsschreiber dieses Gesetz ein« Lex Spartakus nennen, aber die sozialistische Ahsicht hat sich, wenn sie bestanden hat. nicht in die sozialistische Tat umsetzen können. Die politische Koalition hat zu einer Entartung geführt. Man hat uns mit den Lichtruborger Vorgänge» in Verbindung gebracht. Wir lehnen die Verantwortung dafür ab. Aber alle diese Nachrichten über Masscnerschießunyen von Polizei- beamien sind Tendenziös übertrieben. In 8 1 des Gesetze? möchten wir da» Wort„sittlich« Pflicht zur Arbeit' ersetzt wissen durch „soziale Pflicht'. Etwas sozialistischer Geist steckt ja in veni ß 2, aber wir glauben nicht an die Ausführung dieses Ge- danken». Die R ä i e- D e m o k r a ii e auf Wirtschaft- lichem Gebtete wird kommen, dagegen mag man fich sperren wie man will, sie ist unausrottbar in das Bewußtsein der Manschen übergegangen.(Beifall bei den Unabhh.) r V<#IV0IIVl VI MIIMv VAVIVIftlVV« Von den Abgg. Auer und Genossen geht der Antrag ein, in § 2 die Worw:„Gegen angemessene Entschädigung" zu streichen. Hierüber wird von den Abgg. Rießer(DVp.) und Genossen na- m e n t I i ch e Abstimmung beantragt. Abg. Braun-Nürnberg(Soz.): Die Scharfmacher als politische Ratgeber des GenevalS Luden- dorff haben den Krieg verlängert. Der Krieg hat auch den äußersten Pessimismus, der heute die Grundstimmung des deutschen Volkes ist, in den Massen erzeugt, und da kann keine Rede davon sein, die deutsche Volkswirtschaft beim alten zu lassen. Durch den Krieg ist die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Die Zeche müssen auch die Unternehm er bezahlen. Die Ar- beiter haben genug Opfer gebracht. Die Arbeiter müssen Anteil an dem Gedeihen der Unternehnrungen erhalten, damit sie wieder Freude am Wirken habem Auch wir betrachten diesen Gesetzen!- Wurf lediglich als ein Rahmengesetz, und wir hätten ihn gern anders gehabt. Ter Ausdruck„sittliche Pflicht' ist nicht glücklich gewähi. Wir stimmen gern für den Antrag..soziale Pflicht' zu sagen. Der Staat bekommt hier die Verpflichtung, für die Er- werbslosen zu sorgen. Wir behalten uns unsere endgültige Stellungnahme vor, aber den EnlschädigungSanspruch lehnen wir ab. Wir wollen ein neue? Eigentumsrecht schaffen. Durch die Waren- Häuser sind viele einzelne Kaufleute ohne jede Entschädi- g u n g verschwunden. Das Kohlenshndikat hat viele Kohlenhänd- ler und andere Unternehmungen ausgeschaltet, ohne zemalS eine En tschädigungs Pflicht anzuerkennen. Wir leben in dem Gesetz nur den Anfang zu grösseren Taten, die unsere Wirtschaft einer besseren Zukunft entgegenfuhren werden.(Beifall bei den Soz.) Abg. Dr. Becker(DVp.): Heute haben alle Redner der Mehr- heitsparteien anerkannt, daß nicht sachliche, sondern politische Gründe das Sozialisierungsgesetz veranlastt haben. Als wir das in der ersten Lesung behaupteten, sprach Ministerpräsident Scheide- mann von der„Stirn", so etwas zu behaupten.(Hört, hört! rechts.) Wenn daZ Gesetz nur wirklich Ruhe und Ordnung bringen würde. Wir glauben nicht daran. Wir lehnen das Gesetz im unlust,(Sehr richtig! rechts.) Abg. Dr. Traub(Dtschnatl.): Die Anträge der Sozialdsmo- krateu und Unabhängigen lehnen wir ab. DaZ Gesetz hat im wesentlichen einen agitatorischen Zweck. Diesen Sprung von einem gewissen Sozialismus zum Kommunismus machen wir nicht mit. 'Sehr richtig! rechts.) Das vorliegende Gesetztz ist kein Gesetz zur .Hebung der Arbeitsfreudigkeit, sondern zur Förderung der ArveitZ» unlust.(Sehr richtig! rechts. Reichswirtschaftsminister Wiffell: Tie Anträge des Herrn Traub uno seiner Freunde gehen darauf hinaus: man darf wohl an den Grundlagen des Staats und de? Wirtschaft rütteln, aber man muß den davon Betroffenen eine angemessene Entschädigung zahlen.(Sehr gut! bei den Soz.i Wenn nack» dem Antrag Rießer gewisse Unterneh- mungen für die Gesamtheit der Volkswirtschaft„nutzbar" gemacüi werden sollen, so liegt darin das Zugeständnis, daß es Unterney- mungen gibt, die der gesamten Volkswirtschaft nicht dienstbar sind. In unserer Zeit hat lein Privatunternehmen noch einen Anspruch darauf, Privatverdienstc zu niachen.�sobald das Wohl der Allgemeinheit fordert, daß es in ihren Besitz übergeführt wird. Nach§ 4 der Regierungsvorlage soll die durch dieses� Gesetz vorgesehene Sozialisierungsbefugnis ungesäumt durch besondere Reichsgesetze zur Ausnutzung von Energiequellen nach gemeinwirtschafilichen Gesichtspunkten geregelt werden. Die Kommission hat das Wort„ungesäumt" gestrichen. Sie hat daZ nur getan, um jeden Schein zu vermeiden, als ob nun etwa von heute auf morgen gehandelt tverden solle. Die Regierung fühlt die Verpflichtung, ungesäumt au die Durchführuug des ihr mit Annahme des Gesetzes gewordene« Auftrages Heranzugeheu. Auf Vorschlag des Präsidenten Fehrenbach beschließt das Haus, heute nur die Diskussion über die Vorlage zu beendi» gen, die Abstimmungen auf morgen zu verschieben. Nach 8 4 wird die Ausnutzung von Steinkohle, Braunkohle, Preßkohle. Koks, Wasserkräften und sonstigen natürlichen Energie- quellen nach gemeinwirtschaftlichen Gesichtspunkten geregelt. Ein Antrag Dr. Rieß«?(DVp.) will die Energiequellen ausschließen, die zur Deckung de? Eigenbedarfs der Werke erforderlich find. Dasselbe will ein Antrag Arnstadt(Dtschnatl.). Ein Antrag AgneS(Unabh. Sog.) will das Wort„ungesäumt" wieder ein- fügen. Ein Antragg A r n st a d t(Dtschnatl.) will in einem ß 4s land. und forstwirtschaftlich benutzten Boden und sein« Bewirt- schaftung von der Sozialisierung ausschließen. Abg. Schiele(Dtschnatl.) beginnt unter wachsender Unruhe mit einem Rückblick von den Zeiten Diofletians an und wendet sich zum Schluß gegen die Aeußerungen des Reichsministers Schmidt. Er wird wiederholt zur Sache gerufen. Zu Z 6, der bestimmt, daß das Gesetz mit dem Tag« der Ver- kündung in Kraft tritt, begründet Abg. Kraut(Dtichnatl.) einen Antrag, das Inkrafttreten für die besetzten Gebiet« während der Dauer der Besetzung auszusetzen. Abg. Hugenbcrg(Dtschnatl.) begründet einen Antrag, dem Ge» setz die Ueberschrifi„GemeniwirischaftSgesetz" zu geben. Wir fegein mit diesem Gesetz in daS ossene Meer des Kommunismus hinein. Da ist es nur ehrlich, diesen Kurs auch im Namen zum Ausdruck zu bringen. Damit ist die zweit« Beratung erledigt. ES folgen persöu- liche Bemerkungen. Schluß 8% Uhr. Nächste Atzung Donnerstag 19 lllhr. Das Kohlenwirtstbaftsgefetz im Ausschuß angenommen. Der HauShaliSauSschuß der Nationaldersammlung hat in. einer Nachisitzung vom Dienstag auf den Mittwoch das Kohlcnwirt- schaft»g«setz gegen die Stimmen der Deutschnaiionalen Volkspartei angenommen. Gleichfalls angenommen wurde ein sozialdemokratischer Antrag, die Regierung zur baldigsten Vorlegung eines Gesetzentwurfs über die Tätigkeit der Betriebsräte, Bezirksarbeiterräte und eines Reichsarbeiter» vatS aufzufordern. Ein demokratischer Antrag, der bei Bildung der Betriebsräte die Gewerkschaften herangieben will, fand gleich- falls Annahme. Reichsheer oder Dunöesheer. Die bayerische» Reservate. Im VerfafsungSauSfchuß der Nationalversammluny wurde gester» ein heftiger Rckdekampf um di« bayerischen Reservat? echte auf dem Gebiete des HeereSwesenS gekämpft, wobei die sozial- demokratischen Redner mit großer Enischiedenbeit für das ein- heitlichc Reichsheer eintraten, während die Vertreter der baye- rischen Regierung(welche?) mit großer Hartnäckigkeit darauf be- standen, daß die bayerische» Reservatrechte nicht ohne die Zustim- mu«g Bayern» aufgehoben werden bürsten. Ein« Abstimnnmg «folgt« nah nicht. Tschechische Märchen. Bemäntelung der Morde i» Teutschböhmen. Berlin. 12. März.(Amtlich.) Dar tschechoslowakische Minister de» Innern und stellvertretende Ministerpräsident hat nach Mel- düngen au» Prag, offensichtlich mit Bezieh'.tftg auf die jüngster. Zusammenstöße zwischen Tschechen und Deutschböhmen, in der Na- tionalversammlung eine längere Erklärung verlese«, die sich u. a. mit einer angeblichen gegen die Sicherheit der tschechoslowakischen Republik angezettelten Verschwörung befaßt und dabei die Be- Häuptling aufstellt, die Angelegenheit de» verhaftete» Dr. Schwarz erbrächte de» Beweis dafür, dich Fäden dieser Berschwö« vung auch nach Verlin führten. Ferner ivirö in der ErHä- rung behauptet, es habe der Plan eines kombinierten deutsch- magyarischen Einfalles in das Gebiet de? Tschecho« flowakei be stand eu. Deuigegenüber sei auf das Bestimmteste fest- gestellt: 1. Gegen die Sicherheit des tschechoslowakischen Staates ist von Berlin aus niemals etwas unternommen, noch sind etwaige Be- strsbungen dieser Art irgendwie uiucrstützt worden. 2. In der so- genanmen„groß angelegten Spionageaffäre Schaar z" ist seitens der tschechoslowakischen Regierung trotz mehrfachen Ersuchens der deutschen Regierung das angebliche Belastungsmaterial bisher noch nicht zur Verfügung gestellt worden. Bis zum Beweise des Gegenteils durch die deutscherseits amtlich angekündigt« Untersi-bung muß auch entschieden bestritten werden, daß Dr. Schwarz getz-yn die Sicherheit des tschechoslowakischen Staates gearbeitet hätte. Ü. Die Kombination eines geplanten deutsch-magyarischen Einfalls in ischechaslowakisches Gebiet muß schon im Hinblick auf die militärische und allgemeine Lage des Deutschen Reiches als Phantasie. ge bilde bezeichnet werden. Im übrigen hat die deutsch« Regie- rung wiederholt zu erkennen gegeben, daß sie mit der tschecho- slowakischen Republik fr e u n dn achb a r l i che Beziehungea zu unterhalten wünscht. Regierungskrise in der Tschechoslowakei. Die Sozialdemokraten für Versammlungsfreiheit. Prag, 12. März.(H. N.) Das Tschechoslowakische Pressrbureau meldet: In der heutigen Sitzung des BerfasiungSouSschusses der Nationalvirsammlung erklärt« bei der Verhandlung über das Ver- iammlungSgesetz ein sozialdemokratischer Abgeord- neter namens bei sozialdemokratischen Klubs, daß dieser sich an den Weiterverhandlungen nicht beteiligen lönne, da eine Paria- mentS- und Regierungskrise ausgebrochen sei, die durch den letzten Beschluß des VerfassungSauSschusseS über das Versamm- lungSrecht hervorgerufen wurde. Es war nämlich entgegen den Forderungen der Sozialdemokraten beschlossen worden, daß für jed e Versammlung die b t s h er i g e A nm el d ep fli cht weiterbestehen solle. Der Redner beantragte Vertagung der Sitzung. Daran? entspann sich ein« lange lebhafte Debatte, worauf «inmüttq beschlossen wurde, die Verbandlung so lange zu vertagen, bis die Parlaments- und Regierungskrise beseitigt sei. Wie üas Großkapital noch immer wirt- jchastet. Man schreibt unS: Am 10. Februar d. I». Gab die Reichelt Metall- fchraubenfabrik A.-G. bekanat, daß fi« ihren Aktionäre» lür das verflossene Geschäftsjahr Sö Proz. Dividende, allo Söv M. pro Aktie von 190l) M. und außerdem einen Bonus von KOO M. Kriegsanleihe, also gleich 30 Proz. Dividende auS in früheren Jahren ge- stellten Rücklagen zur Ausschüttung bringen würde. Die Aktionäre, die bei dieser Gesellschaft sicherlich Großkapita- listen und Banken sein werben, erhalten also 75 Proz. Dividend« sür das Geschäftsjahr 1918, dal Jahr, in dem der Krieg verloren ging und der Zusammenbruch Deutschlands erfolgte. Am 27. Februar wurde in der Presse die Fusion der Schult- h e i ß- B r a u e r« i mit der Pfesserberg- Brauerei angekündigt. Die Aktionäre der Pfeffeiberg-Biauerei erhalten sür 400V M. ihrer Aktien 8000 M. neue Schultheiß- Aktien, so daß nominal für 2,8 Millionen Mark Pfefferberg-Aktien 2,1 Millionen Mark Schult- Heiß-Aktien gegeben werden. Nicht steuerpflichtiger Buchgewinn mithin 700000 Mark. Am 27. Februar d. I. wurde in der Presse über den Verlauf der Generalversammlung der Rhein. Möbel st ofsweberei A.-G. berichtet. Der Auistchtsrat dieser Gesellschaft hat die von ihm beherrschte Generalversammlung beschließen lassen: 1. An Stelle der bisher dem SuifichiSrat zustehenden 10 Proz. Tantieme vom Reingewinn, werden an den Suffichtlrat für jedes Mitglied«ine feste Vergütung von 6000 M., an den Vorfitzenden, den Drahtzieher der Versammlung, 12000 M. gezahlt. Zweck dieses Beschlüsse»: Um g e h un g der 20 Proz. be- tragenden Tantiemen st euer und Sicher st ellung der Tantiemen bezüge gegenüber Arbeiter- ansprüchen(siebe unter 8). 2. Die Gesellschaft übernimmt Ö60 Aktien eine» nicht einmal genannten Texlilunternehmen»(kauft also die Katze im Sock) zu einem Kurse von 363 Proz.. also zum Gesamtbetrag« von 2031 000 M. von einem ungenannten Konsortium, dem der LufsichlSraiSvorsitzende sicherlich sehr nahe sieht, wahrscheinlich ist er mit diesem in irgend einer Form überhaupt identisch. Gewinn bei dieser Transaktion für die Draht- zieher wahr> che: nlich!>/, Millionen Mark. 3. Um die Welt zu blenden, hat dann die Generalversammlung noch den Beschluß gefaßt: Der nach Verteilung von 4 Proz. Dividende verbleibende Rein- gewinn wird zwischen Arbeiterschaft und Aitionäre geteilt. Ein Blender, dem die unter 1 und 2 dem Unternehmen auf- gebüideten Belastungen, werden«bsckreibungen notwendig machen, die Gewinne und- Dividenden nicht mehr gestatten werden. Am gleichen Tage, 27. 2. d. I.. wurde mitgeteilt, daß die Burbacher Hütte den Eschweiler Bergwerksverein in sich auf- zunehmen beabfichlig«. Da zwischen beiden Unternehmungen bereit» eine Jnteresiengemeinschaft besieht, so ist das Gerücht sehr wahr- scheinlich. Einzelheiten der Verschmelzung find noch nicht bekannt. Sicher Ist aber ein M i Iii o n e n g e w in n— und die bedauerliche Tatsache, daß ei» deutsches Berg wert in luxemburgischen(französchen) Be- sitz gerät, daß also deutsche Kohle dem deutschen Boll verloren geht. Am 1. März d. I. berichtet die Waggonfabrik A.-G. vorm. Busch in Bautzen, daß sie aus der letzten KopitalSerhöhung einen Betrog von 339 998 M. dem Reservefonds zugeführt hat. Nicht st euer Pflichtiger Groß kapital» gewin» rund 390 000 Mark. Diese Beispiele lassen sich fortlaufend und in jeder Weiie ver- mehre», wobei besonders bezeichnend' ist, daß trotz der schlechten und unklaren Wirtschaftslage die Geschäft« dieser Art, die in nor- malen Zeiten fich beträchtlich häuten, an der Tagesordnung find. Dt« Bestrebungen de» Berfosier« dieser Zeilen» dies« Gewinn� die zum Teil nur der Reichsstempelpflicht unterliegen, dmch eine besondere Staffelsteuer zu fassen und e» den Bftiengesellschaften und SutfichtSräten unmöglich zu machen, Steuerhinterziehungen in ver- kappler Form zu treiben, sind unter den lrüheren Regierungen, ebensowohl— wie unter der jetzigen Regierung trotz wiederholter Bemühungen achtlos beiseite geschoben worden. Der finanziellen KrtegSsübrung find Milliarden entgangen. Der Sozialisierung der Betriebe im Sinne einer Beteiligung der Arbeiter- schast am Reingewinn wird vorgebeugt. GewerkfchafisbewMNg Hilfe für öas öeutfche Suchörtukgeroerbe! Di« Tarifgsmeinschoft der Deutschen Buchdvucher wendet sich in einem Aufruf an die Oeffentlichkeit. in dem es u. a. heißt: Das Deutsche Buchdruckgowerbe hat während der langen Dauer des Krieges ungemein gelitten! Taufende von Betrieben sind kurz nach Beginn des Krieges und während der Dauer desselben zum Stillstand gekommen. Dazu kam der Papiermangel, die außerordentliche Verteuerung aller für Herstellung von Dr-ucksachen er- forderlichen Materialien; schlechte Ersatzstoffe für hohe Preis«; das?"elgen der Löhne und das Behelfen mit ungelernten Ar- beitSkruften. Alle Hoffnungen auf Besserung waren auf die end- liche Beendigung des Krieges eingestellt. Diese ist leider nicht eingetroffen! Ter Krieg und seine furchtioaren Folgen haben vielmehr einen Zustand geschaffen, der einer Belebung der Unter- nehmungslust» auf allen Gebieten hindernd rm Wege stecht, der die AnbettÄust nicht fördert und die Zahl der Avbeitslosen ins Un- gemessene anwachsen läßt. Die Mehrzahl der Betrieb« �arbeitet mit verkürzter Arbeitszeit; 13— 15 Proz. aller Arbeitskräfte sind avbeitsloS. Und doch mutz mit dem allgemeinen Aufraffen zur Arbeit endlich der Anfang gemacht, mutz zur fleißigsten Arbeits- aufnahm« auf allen Gebieten übergegangen werden, wenn das deutsche Volk nicht vollständig zugrunde gehen soll. Das Buchdruckgetverbe stellt sich in d«n Dienst der Allgemein- heit und will seine Arbeitskraft in diesem Sinne so schnell und so wirksam wie möglich endsalten!' DeSbakb richtet das Buchdruck. gavexbe an alle �lowerbetreibende, Äausleute, Industrielle, an die Landwirtschaft und an die Männer J!«r Wissenschaft die dringende Bitte, wie zu FriedenSgeiten sich deS Buchdruckgewcrbes zu be- dienen, Zeugnis abzulegen von der nicht zu beztvingentden Arbeits- kräst und Arbeitslust deS deutschen Volckes aller Stände, und jene gewerbliche und kaufmännisch« Ordnung wieder herbeizuführen, von der die Verwendung der Erzeugnisse des Buckidr uckgewerbes ein nicht unwosentlichcr Teil sein dürfte. Alle Behörden. Kom- munal- wie ReickSbchörden, werden dringend ersucht, die für ihre Verwaltungen und Aemter erforderlichen Drucksachen schnellstens in.Auftrag zu getan, damit in erster Linie den Arbeitslosen Gelegenheit zur Arbeit gegeben wirb. Der Aufruf schließt: Wer dem Buchdruckgewerde Arbeiten zuführt, nützt sich selbst, hilft die Schaffensfreudigkeit im allgemeiuen beleben und erweckt das Vertrauen in die nimmer versiegende Arbeitskrast des deut- schen Volkes! Darum helft dem deutschen Buchdruckgewerbe zum Wiederaufbau seiner Größe und Tüchtigkeit, von der es noch bei Ausbruch des Krieges im Wettstreit mit fast allen Nationen ehrendes Zeugnis ablegen konnte auf der Buchgewerbe-Ausstellung in Leipzig 1014!_ Zur ArbeitSoinstellung in der Filmindustrie teilt uns der Verein der LichLbild-Theaterbefitzer Groß-Berlin mit, daß die Forderungen der Kinovorführer Jit dem 31. August 1018 und die Forderungen der übrigen Angestellten seit dem 1. Februar d. I. bewilligt worden sind. Aus der Veröffentlichung in unserer Morgennummcr vom Dienstag geht auch hervor, daß es sich um Forderungen an die Filmsabrikanten handelt. Wie es nicht gemacht werden darf. Daö geht auS einer Zuschrift hervor, die uns von einem in der Buchdruckerei Patz u. Garleb, G. m. b. H., Bülowstr. 66, beschäftigten Korrektor übersandt wird. DaS dortige Personal hatte sich am Montag, den 3. März, als die Generalstreikivelle Berlin heimsucht«, mit 107 gegen 18 Stimmen gegen den Streik erklärt. Alle? arbeitet« ruhig weiter. Nachdem wn Mittwoch, den 5. März, eine VertrauenSmännerversammlung der Berliner Buchdruckereien beschlossen hatte, in den Streik einzutreten, legte auch das Per- sonal der Firma Patz u. Garleb die Arbeit nieder. Vom Ge- sehäftsführer Tau« wurde sofort erklärt, daß jeder, der seinen Platz verläßt, entlassen sei. Diese Neuerung wurde vom Personal nicht beachtet. Getreu den Weisungen der Organi'fationS- leiter stellt« sich da? Personal vollzählig am Montag, den 10. März, 'riih KS Uhr(wie bisher! zur Wiederaufnahme der Arbeit ein. Doch der reaktionär gesinnte Allgswaliige, der den Namen Bennig- son tragt, hatte im Verein mit dem Geschäftsführer Daue auKze- macht, daß das Personal jeder für sich wieder neu eingestellt werden sollte, da d«S alte Arbeitsverhältnis gcsöist sei; die Arbeitszeit sollte nickt mehr um KS, sondern um 8 Uhr beginnen; vier Setzer sollten nicht wieder eingestellt werden. Einen ArbeiterauSschutz gäbe eS für die Geschäftsleitung nicht mehr, da ja alle neu einge- stellt werden sollten und daher noch keine Wahl stattgefunden haben könnte. Ein alter Kollege, der seit 20 Jahren bei der Firma tätig ist, versuchte die Leiter zu bewegen, von ihrem Vorhaben Abstand zu nehmen. Jedoch vergebens. Das auf diese Weise ausgesperrte Personal versammelt« sich, einige Häuser weiter entfernt, in einem Restaurant, um seine Vertrauensleute zu den Organisationz. leilern zu senden, diese unterrichten zu lassen und deren Wei» jungen entgegenzunehmen. Die Vertrauensleute kamen jedoch unterrichteter Sache wieder zurück, da die Zugangsstratzen und -brücken zum Gewerkschaftshause militärisch gesperrt ivaren. Als die Vertrauensleute versuchten, unsere Bücher aus dem Betriebe zu holen, um damit unsere Krankenkassenangelegenbeiten zu regeln, fanden sie den Zugang zum Jndustnehos militärisch gesperrt. Vier Posten bewachten den Eingang und ließen niemand durch. Auf unserem Heimweg sahen wir noch etwa 20 Mann Regierungs- trappen, ankommen, die sich dem Eingang zum Jndustriehof gegen- über aufpffanzten. Dieser Vorgang bat bei den Arbeitern eine berechtigte Er- bitterung aiiSgelöst. Sie folgern aus ihm, daß der Unternehmer, der das Personal so reaktionär behandelte, nur anzurufen brauchte, um die gewünschte militärische Bewachung zu erlangen. In diesem Vorgang erblicken sie eine gegen die Arbeiter durch nichts gerecht- fertigte feindliche Maßnahme und sie sind der Meinung, daß der Unternehmer hierüber zur Rechenschaft gezogen werden sollte. 7i»vvO organisierte Landarbeiter. Der der Generalkonimiksion angescklosiene Deutsche Landarbeiter- verband kann durch sein Organ„Der Landarbeiter'' die erfreulickie Mitteilung macken, dotz die junge Landarbeiterorganisation bereits eine Mitgliederzahl von 75 000 erreicht hat. Der ReichSverbaud deS Deutschen TiefbaugewerbeS hält am 20. und 21. d. M. seine Tagungen in Berlin ob. bei denen auch eine zweckentsprechende Gestaltung der Arbeiter» und Lohn- Verhältnisse im Tiefbaugcwerbe besprochen werden soll. parteinachrichtea. Sebastian Witti t- Die sozialdemokratische Partei Bayerns hat den Tod eines braven führenden Genossen zu beÄqgen. Se- ba st i a n Witti ist im Alter von 53 Jahren nach längerer Krank- heit verstorben. Ein echtes Proletarierkind, hat Witti sich trotz- dem jene reichen Fähigkeiten erworben, die ihn bald an' führende Stelle in der Arbeiterbewegung brachte. Und mit diesen Fähig- ketten verband sich eine persönliche Lauterkeit, die ihm in loeiten Kreisen ein hohes Matz von Achtung verschaffte. Sein innigster Wunsch war auf die Einigung des Proletariats gerichtet, ohne die das werktätige Volk die großen Aufgaben der Zukunft nicht lösen kann. Sein Hinscheiden reißt eine tiefe Lücke auch in der kommu- nalen Verwaltung Münchens, in der er eine lange fruchtbare Tätigkeit entfaltet hat. Und unser Münchcner Parteiorgan beklagt in. dem so früh Verstorbenen seinen Direktor, der mit fester Hand das Unternehmen zum Erfolg geführt hat. Sein Tod weckt die Erinnerung an den„Hosgang", den er als Stadtverordnetenvorsteher mitmacht«. König Ludwig fragte ihn nach seinem Privatberus und sagte dann:„So, G'schäfts- sührer von der„Post" san'S? Wieviel Abonnenten ham's denn nacha?" Und als ihm die Zahl von soundsoviel Tausenden ge- nannt war, fuhr der„Kini" fort:„No, da ham's freist viel Arbeit, Herr Witti. Js a guats Blatts, die„Post"— i' leS'S aa". §rauen-Leseabenüs. Schöneberg. Morgen.Freitag, abends 7'/, Uhr, bei Lehmann, Sedanstr, öS: Zraucn-Leseadcnd. öriefkaften 6er Redaktion. Jeder für den Brieflasten bestimmten Anfrage füg« man einen Buckstaben und ein« Nummer bei. Briefliche Auslunsl wird nichl erteilt. Eilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindcnstr. 3. 3. Huf IinIS. i Treppen, i bis 7. Sonnabends 3 bis 6 Uhr nachmittags vor. Schrillitücke und BerttSge stnd miUubringen. verschiedene Zuschriften, das Vorgehen der RegierungStruppen be- treffend, übermitteln wir(ohne die Namen der Absenders dem Ober- kommanvo Lüttwitz zur Untersuchung.— L. S. 99. 1. Landcsaus- stellrmgSpark, M-Moabit 4/10. S. Ja bis»ur Höhe von 1000 Ml., salls Bedürstigkeit vorliegt. Di« Kinder erhalten die Rem« weiter.— A. 3. 339. 1. Beantragen Sie beim Amtsgericht Neukölln unter An- gäbe Ihrer Personalien und Ihres Religionsbekenntnisses einen Termin. Demnächst erhalten Sie Vorladung, der Sie Folge leisten müssen. 2. Nein.— Peking 200. Falls Schwiegervater tot, Anseck>tung des Ueber- lassungSvertrages möglich, soweit Pflichtteilsrecht sHalste deS gesetzliche» Erbteils) verletzt. Ter Anteil deS Vermißten fällt nach Todeserklärung allen Geschwistern zu gleichen Teilen zu.— R. 3. 1. Anmeldung beim Amisgerichl unter Angabe der Konsession; demnächst erfolgt Vorladung. 2. Beschwerde beim Kstegsminlsteriuui. 3. Befragen Sie einen Fachmann. — G. P. 27. 1. Falls Sie mit der Miinahme der Sachen einverstanden gewesen find. nein. Anderiisalls können Sie Herausgabe fordern mit Ausnahme derjenigen Sachen, die zur gesonderten Wirtschaftssübrnng notwendig sind. 2. Falls der Erwerber wußte, daß Ihre Frau der- heiratet war, können Sic Herausgabe fordern. Z. Etwa 40 M. 4. Ja. — P. R. K. 1. Nur dann, wenn Bedürftigkeit nachgewiesen werden kann. 2. Feldtruppenteil oder Ersatztruppenteil. Z. Nein.— Berlin 1000. Wen» den Sie sich an die Berliner Sozialdemokratische Stadwerordnetenfraktion zu Händen des Siadtverordneien Heimann.— 1892 I. D. 1. Tie Ver- prdnung bezieht sich nur auf Rentenempsänger. 2. Amtsvorfteher»der Landrat.— F. P. St. 100. l. Magistrat. 2. Ja. Z. Aus dem Grund« werden Ihnen keine Schwierigkeiten gemacht.— R. 32. 1. Nein. 2. Berl. O. K. L. Z. Falls das satzungsgemäß« Hausgelb nicht höher als 15 M. ist, ist eine sonst beim Versicherungsanrt der Stadt Berlin anzubringende Klage aussichtslos.— I. 81. 1. Hängt davon ab. wann und wo die Eh« geschlossen ist. 2. Bezüglich des Zinsansprucks. soweit er länger als 4 Jahre zurückliegt, kann der Einwand der Verjährung erhoben werden. — E. B. 6424. I. Ja. 2. Ja. Z. Nein, falls die Einsetzung in dem un- gültigen Testament erfolgt ist. 4. Ja. Ter Erbschein ist bei dem Amti- gericht iNachlaßabtcilung des Amtsgerichts, in dessen Bezirk der Erblasser verstorben ist, zu beantragen Sie Menden sich zu dem Zwecke am besten an eiiren Notar. 5. Antrag an das Nachlaßgcticht: eventuell Klage bei dem zuständigen Prozeßgerichl.— H. B. 37. Die Strafe dürfte gelöscht sein, — K. M. 31. Beantragen Sie unter Vorlegung der Abmeldebescheinigung aus Rcinickeitdors und der Anmeldebescheinigung aus Berlin nochmalt beim Vorsitzenden der Einlommensteuerveranlagungskommisston Frei- stellung bis zum 1. April 1917.— F. T. 23. Gesetzliche Vorschriften be- stehen nicht, wenden Sie sich an die Garnisonverwaltung in Tborn. — B. 77. 1. Ja. 2. und 3. Wenden Sie sich an den dortigen Magistrat. — Major 10. Die Noiiz ist in der Nummer vom 2. März nicht enthalten. — I. P. 43. Beschweren Sie sich beim Reichs-Marineamt.— C. v. 31. UnS unbekannt. 2. u. 3. LandwirtschastSministerium. Berlin, Leipziger Platz 6/10. 4. Ihre Ansprüche sind berechtigt. Für Geltendmachung zu- ständig behelfsm. Enll.-Stelle oder Bezirks ldo.— B. P 8. 1. Voraus- sichtlich ja. 2. Die Sache gebt das Mieiseinigungsamt nichts an. 3. Ein evtl. UrieU wäre erst zum 1. Juli vollstreckbar.— F. G. 100. Unzulässig. — N. 41. Fragen Sie beim Perband der Bureauangcstellten. Stralaucr Straße 56, an.— 55 Lankwitz. 1. Ja. 2. Dafür ist das Kassenstatut maß» gebend.— W. 7. Nach' den im allgemeinen gleichlautenden Bers.-Bedin- gungen läßt sich nichts unternehmen.— Neukölln A. 77. 1. Landwirt- schastsministrium. Leipziger Platz 6/10. 2. Ihr Mann hat Anspruch auf das Entlassungsgeld. Er soll sich an dl« Entlassungsstelle wenden.— W. 28. Tie Siraf« sowohl wie die strasbar« Handlung sind amnesiiert. — A. P. 99. 1. Reichsdruckerei, Berlin. Oranicnstraß«. 2. Reichs« gettcid«stell« Kurfürftendamm.— B. y. 75. Gropiussche Buchhandlung, WUbelmstr. 95.— M. D. 28. Kündigung war nur zulässig, wenn«ine erhebliche Einschränkung oder Einstellung de» Betriebes in Frage kam. Es ist ratsam, sich an den Schlichtungsausschuß zu wenden.— M. 100. Tie Gründe reichen zur Scheidung nicht aus.— F. A. 17. Der Kirchen- austritt ist noch erforderlich, um von der Steuer befteit zu werden. — K. S. 25. 1. Es kann Befreiung beantrag« werden. 2 Rein.— A. S. 24. 1. und 2. Rein, erst im Werden bearissen.»..Ministerium des Innern und Demobilmachungsamt.— KriegSministeritzm. Der Absender einer uns zugegangenen Beschwerde über die Lage der VertragSangc- stellten und Arbeiter des K.-M/ wird um sein« Adresse ersucht;«S ist uns eine Erledigung des K.-M. zugekommen. K. P. 34. Ihren Mann basten wir zur Nachzahlung nicht für ver, pflichtet.— P. L. 46. 1. An die für Ihre Doduung zuständige Renten- stelle oder da» Bezirkskommando. 2. Die bcheifsmäßiye EntlassiingSttellc ist auch für die Zahlung de» Restes zuständig; erbalten Sie das Geld dort nicht, wenden Sie sich ebenfalls an da» Bezirkskommando 3. Von dem Monatserslen, der demjenigen folgt, in dem Sie in Arbeit getreten find. — C. V. 4 Ja.— Ä. Tch. 53. An den T>uppcnteil, bei dem Ihr Stiesiohn gedient bat eveut. an den Erlatztruppenteil.— Al.$7. Wiederholen Sie. Jhr�Ansrag« und teilen Sie mit, wo Ihre Ehe geschlossen ist, — P. G. 44. Berufung aussichtslos— M B.«3. Un» nicht de- tannt.— C. K. 68. l. Nein. 2. Eine Bejchlagiiabm« ist zulässig.— W. K. Ä4. Ein Anspruch auf Zahlung des von Ihnen genannten.Be- lrageS fleht Ihnen nicht zu, wenden Sie sich immerhin nn die Zentrale für EiwerbSIofensürforge, Kaiser-Wilhelm-Stiaßc 45.— T. 16. Ja.— Meltdor», Neukölln. Generaltommando des tvardekorp« Berlin, Hinter dein Gießhaus 3.— W. 66. Gemeindevorsteher und Schiffen bleiben vorläufig im Amt.— Druck. Jeder Sand nur........ 4.1U tänder- und Mlettunde. I6" E.W Paul Lehmann. Etwa A24 Abbild»gen it Tejt zahlreiche Tafeln in Schwarz» und Farbendruck Hocketeganc in Seinen gebd. Werk. Klarer Druck gutes Papier. 3 n en Binde. 1615®. stark,«.alt 13 M. nur I.0U 3tt/*hrtg[p( llieilcerinne.ungen aus Deutsch- /PUftUV�Cl. cst-Slfrifa von Konstantin Red- zich. Elegant broschiert mit Titeldtld. 261 Seiten. Statt 1 TO....... nur 95 Pf. Seiden der christlichen Kirche. Leben«- und Kui> Urbilder für Hau« und Schule von August Werner. Mit 43 Ten- adbildungen. Hochelcg inLeinenaue- n nt- gestatt«efchenkwerk Statte 2J!. nur 0.3 3 Sie Wunder der Technik. tHuftrtcrtc Selchichic der Erfindungen Blii über 760 TextilliiNraltoiir» und 4 mehr- farhtgen Tafelbildern. SIS Seiten- rn stark Sebunden......... nur 4. QU Sie Eroberung der Erde. Ä oIS Entdecker, Erforscher und Bestidler fremder StdleU«. Kiaifitche Schilderungen, zumsnmengcftellt von Eonrad Alberti-Sitten- leid. 453 Seiten stark. Bot nehm itio.«I» eciicn narr,«oineym t\ f\(\ gebunden.............. nur 0,vU Panorama der Weltgeschichte>« 51 Tafelbildern Boll« Gern und 567 Tert- illustrationen. 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