Nr. 180. Erscheint täglich außer Montage, Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für ble fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 5. August 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Toziale Kurpfuscherei " " und niemals sind dem ,, armen Mannes"; Bruder schönen guten alten Zeit des Mittelalters, da noch die Bauer" und dem Bruder Handiverksmann" solche Leibeigenschaft herrschte. Schmeicheleien und Zärtlichkeiten gesagt worden, als zu, In diesen beiden Richtungen, mit der mittelalterlichen jener Zeit, wo ihnen von den Sängern das Fell über die Raubritterei als dem einen und der mittelalterberuht, insoweit sie ehrlich" ist, das heißt nicht bewußter Ohren gezogen würde, wie es seit dem Mittelalter in lichen Leibeigenschaft als dem anderen Jdealziel, Schwindel und planmäßiger Betrug, auf Unkenntniß der feinem anderen Staate mit gleicher Gründlichkeit geschehen bewegen sich alle Gedanken unserer Agrarier. sozialen und ökonomischen Gesetze ebenso wie die medis ist. Das ist es, was der Aera Bismarck den sie fenu- Das eine Ideal ist, soweit der heutige Staat es fann, zinische Kurpfuscherei auf Untenntniß der menschlichen zeichnenden Stempel widerlichster, cynischst er durch Liebesgaben", Kornzölle, und das Adelsmonopol für Natur und der hygienischen Gesetze. Jusoweit sie bewußt, e u che lei aufdrückt, was sie freilich auch den schienen- Zivil- und Militärpfründen nach Möglichkeit verwirklicht. ist die Kurpfuscherei ein Appell an die Dummheit. flickenden, steuerhinterziehenden Schlotjunkern und den Desto mehr hapert es mit dem anderen. Die neuJedenfalls, sb ehrlich oder nicht, lebt sie durch die nimmersatt um„ Liebesgaben" bettelnden Großgrundbesizern modischen revolutionären Gleichheitsideen sind unglücklicher Dummheit und von der Dummheit. Die ganze soziale so theuer gemacht hat, und was diese Gesellschaft mit so tiefer Weise auch auf's Land gedrungen, und sogar der sozia Kurpfuscherei, der Fürst Bismarck Thür und Thor ge- Sehnsucht die Rückkehr an die Gewalt des Mannes er- listische Bazillus hat sich in den Hütten der Bauern und öffnet hat, um seine sogenannte„ Wirthschaftspolitik" zu hoffen und erstreben läßt, der zwanzig Jahre lang den Landarbeiter festgesetzt, so daß die verführte Unschuld vom decken und den Raubzug in die Taschen des arbeitenden wilden Tanz um das goldene Kalb als Vortänzer an- Lande sich Menschenrechte andichtet, eine menschenwürdige Volkes zu mastiren, hat zur gemeinschaftlichen Wurzel die geführt, und seiner Sippe Milliarden über Milliarden in Behandlung verlangt, und in schnöder Begehrlichkeit sogar den Thatsachen ins Gesicht schlagende Annahme, daß es den Schooß geworfen hat sich selber dabei nicht ver- menschenwürdige Löhne zu beanspruchen die Frechheit möglich sei, Millionäre zu züchten", ohne den kleinen geffend. hat. Natürlich fällt es den christlichen Junkern nicht ein, Mann" zu beraubendaß die Förderung des Kapitalis Zwei Gedankenrichtungen hat der Geist unserer Agrarier: diesem unchristlichen Streben Rechnung zu tragen. Und die mus in Stadt und Land verträglich sei mit der Hebung" Als würdige Nachkommen der alten Raubritter haben Folge ist: das verblendete, nur auf irdischen Vortheil erdes Handwerker- und Kleinbauernstandes. sie das legitime" Recht das Recht von Gottes Gnaden" pichte Landvolk wandert in die Städte, wo die teuflische In demselben Augenblick, wo Fürst Bismarck durch auf Kosten der Gesammtheit nicht nur zu leben, sondern Sozialdemokratie ihm auflauert und es in sein Garn lockt. rücksichts- und gewiffenlose Fruttifizirung" der Atten auch ein bevorzugtes standesgemäßes" Leben zu Diesem Zug in die Stadt", der das Junkerthum zu tate des Stöderianers Hödel und des National- führen. Und da der schlapp" und" sentimental" ge- Grunde richtet, dem Staat und der Gesellschaft den Unters liberalen Nobiling einen gefügigen Reichstag bei- wordene Staat ihnen heute verbietet, auf die Landstraße zu gang droht, muß tünstlich gesteuert werden. Und das ge= sammen hatte, ließ er den Doppelruf erschallen: Schutz gehen und das edle Handwerk der Urgroßväter im Stile schieht auf zweierlei Weise. Bunächst negativ, indem der nationalen Arbeit und Landwirthschaft!" und" Für der Apenninen auszuüben, so ist der Staat verpflichtet, die Fortwanderung aus dem ländlichen Paradies sorge für den armen Mann"!" nur " Schutz der nationalen ihnen aus der Tasche des gemeinen Volts, der misera con- selbstverständlich im Interesse der ihres hohen Arbeit und Landwirthschaft" das hieß Bereicherung der tribuens plebs des zum Steuerzahlen verdammten Glückes sich nicht bewußten Einwohner erschwert, die Großindustrie und des Großackerbaues auf Kosten des Böbels- genügende Mittel( Liebesgaben" u. s. w.) zur gottlose Freizügigkeit beschränkt, oder wie man das arbeitenden Volks. Und die Fürsorge für den armen Führung eines standesgemäßen" Lebens zu beschaffen, und euphemisch ausdrückt:„ geregelt" wird. Mann" bedeutete die Preisgebung des armen ihre Söhne mit fetten Pfründen im Zivil- und Militär- 3weitens positiv durch Züchtung eines gesunden, Mannes" der Arbeiter, Handwerker und Kleinbauern an dienst zu versorgen. ansässigen Stammes von wie sollen wir sagen? Beson die Kumpane des Fürsten Bismarck: die plebejischen Schlot- Das ist die eine Gedankenrichtung. ders kühne und unverfrorene Agrarier- Phantasie nennt es barone und die junkerlichen Großgrundbesizer. Und die andere: Bauern", offiziell heißt es" Erbpächter",„ HeimstättenMan kann nicht zween Herren dienen Sintemalen der Landbesitz nach mittelalterlich feudaler, Inhaber"," Rentenguts- Besizer"," Militäranwärter- Kolone" Armen und den Reichen zu gleicher Zeit. Wer dem Mam- von Gott verordneter Sitte die Grundlage der Obrigkeit( die jüngste Erfindung); und die brutale Kritik nennt diesen mon des Großkapitalismus huldigt, untergräbt die Existenz und Staatsmacht bildet, das Junkerthum also auf den künstlich zu erzeugenden agrarischen Homunculus( homunculus des kleinen Mannes"; und wer dem kleinen Mann" helfen Landbesitz angewiesen ist und es unstandesgemäß wäre, rusticus) einen verkleideten Leibeigenen. will, muß den Opferaltar König Mammons umstürzen. irgend ein bürgerliches Geschäft zu treiben, von dem man Alle diese verschiedenen Projekte laufen auf das Näm Entweder oder; eins schließt das andere aus. Und wer sich zwar ernähren könnte, das aber eine unstandesgemäße liche hinaus unter verschiedenen Namen und in verdem kleinen Mann" Liebe betheuert, und dabei„ Millionäre Hirn- Anstrengung erfordern würde; und sintemalen es die schiedener Verkleidung hat der Homunculus immer dieselbe züchtet", hat die Liebe des Mannes, der mit der einen Natur leider so eingerichtet hat, daß der Landbesitz nicht gesellschaftliche Funktion: Sen Interessen des GroßHand Jemanden streichelt, mit der anderen den Bravo be- ohne Arbeit erhalten werden kann, die Arbeit für einen grundbesizers zu dienen. Das bischen Land, das zahlt, der den Gestreichelten meucheln soll. gottbegnadeten Junker jedoch etwas unstandesgemäßes ist, er bekommt vom besten wird's sicherlich nie sein " nicht den Alle wirthschaftlichen Maßregeln des Fürsten Bismarck so muß dafür gesorgt werden, und hat der Racker von reicht nicht aus, ihn zu ernähren, es macht ihn zum scheinbezweckten die raffinirteste Pflege des Großkapitalismus. Staat dafür zu sorgen, daß dem gottbegnadeten Junker baren Eigenthümer und wirklichen Proletarier, zum scheinbar Mitten im tollsten Tanz um das goldene Kalb wurden aber Arbeit geliefert wird für seinen Landbesitz, aus- freien Mann und wirklichen Sklaven. Es feffelt ihn an die voll christlicher Salbung Psalmen gesungen zum Preise des reichende. Arbeit und billige Arbeit, wie in der Scholle und erträgt zu wenig, um ihm die wirthschaftliche UnFeuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. herziger Gott, entsündige die, die mich zeugten, und sollten zu schreien, doch seine Stimme war erloschen! alle Sinne ihre Laster alle auf mein Haupt fallen; laß ober auch die und Kräfte schienen allmälig von ihr zu entweichen; nur schmachtende Unschuld nicht verderben, wenn es in Deinem das Dhr blieb in grausamem Gehorsam, denn sie mußte Rathschlusse ist, und schone dann mein Herz nicht." hören, hören, wie nach und nach das Geschrei zum Ges 105 Ihrer aufgeregten Einbildungskraft war es just, als ob jammer, die Klage zum Gewimmer wurde, wild unter aus dem bleischwarzen Sumpf eine weiße Hand sich heraus- brochen von Zodick's fluchender Wolfsstimme. Und schwächer streckte, lang und hager, die ihrige zu fassen, wie zum wurde das Gestöhne, und endlich gelang es der gefolterten Pfande ihres Gelöbnisses, und sie riß sich entsetzt von der Tochter, sich zu ermannen und loszureißen von dem Plate unheimlichen Stätte. Indem sie mit Befriedigung dem des Entsetzens. Allein, nicht hinweg von dem Orte des Hufschlage der Pferde Tauschte, die aus der Scheune her- Schreckens, hin drängte fie der schwarze Geist des Verblendete Welt!" rief sie endlich, zwischen Dagobert austrabten und sich jenseits gen Bergen hin verloren, Augenblicks. Sehen-sehen wollte sie, und dem Wüthrich und Esther tretend: Ist es an der Zeit, im Rachen des indem sie Gott dankte, daß er die fremde Jungfrau in ins Auge schauen. Wie eine wuthentflammte Löwin die Todes sündliche Flammen zu schüren? Mann! Seid Ihr seinen Schutz genommen, hörte der Regen auf, und Büge bald in bleiche Angst, bald in rothen Born getaucht, ein Chrift? und umarmt eine ungläubige Jüdin? Weib, die zerreißenden Wolken ließen schwaches Licht hernieder. stürzte sie in die Hütte und vernahm in der Stube das willst Du also das Bad der Taufe verdienen? Flieht, Es leuchtete gräßlich für Judith, denn sie erblickte den Aechzen der Mutterstimme, die Verwünschungen des Un rettet Euch. Hier ist Eures Bleibens nicht. Mörder find Schatten eines Mannes durch das Dunkel nach der Hütte holden, der Thüren zu sprengen, Kisten und Kasten zu zers um die Wege. Fort, ohne Säumen, denn ich weiß... ich eilen und darin verschwinden. Der Gedanke: Wenn Bodick schlagen im Begriff zu sein schien. Welch ein Anblick, weiß... die Zeit, die ich fürchte, ist da." nicht todt... wenn der Jude jener Schatten wäre! stieß da Judith in das Gemach drang? Umgestürzt die RohrVon C. Spindler. " Ohne weiter ein Wort zu verlieren, eilte Judith davon, wie ein scharfes Schwert in ihr Gehirn, und die Erinne wand und blutend darauf ausgestreckt die Wirthin des um zu den Eltern wiederzukehren. Aber am Sumpfe hielt rung an seine entsetzliche Verheißung schlich fröstelnd durch Hauses... das Messer in der Brust. Des Vaters starrer fie ihre Schritte an und lauschte scheu nach dem schwirren- ihre Adern. Wenn er wirklich zurückgekehrt wäre aus Leichnam halb aus dem Lager geschleudert, in welchem die den Röhricht, auf welchem die Tropfen des langsamer dem gelogenen Tode!" murmelte sie zwischen den Zähnen gierigen Hände des Räubers gewühlt hatten. Schrank fallenden Regens knisterten, und aus dessen Grunde und sah vor sich hin in das Dunkel: D, welch ein Ende und Truhen erbrochen; der Raub von manchem Jahre Schatten zu nicken schienen, mit glühenden Augen und ver- würde das Elend nehmen? Aber nur auf Gott vertraut! hervorgezerrt ans Licht der Heerdesflamme, und zerstreut Noch eine Weile auf dem Boden liegend. Und mitten in dem Gräul dieser zerrten Gesichtern. Hier an dem Ufer warf sich die Dirne Er kann binden, er kann lösen!" auf die Knie und breitete ihre Hände aus über das stille horchte sie, dann drang ein entsehliches Geschrei aus der Umgebung der schändliche Zodick selbst stehend, durchnäßt Moor, und sprach wie eine beschwörende Herenfrau:" Un Hütte. Herrgott! die Mutter!" stotterte die heftig Bu- von Regenfluthen und Blut, plünderud, wählend, verwers schuldig Gestorbener auf dem Grunde und im Schilf! Bürne sammenfahrende:" Weh mir! Der blutige Mann bringt sie fend, und Gotteslästerungen und gräuliche Flüche aus dem nicht mehr der Seele meines Vaters, denn sie verläßt den um." Und fort wollte sie, um dem Mörder die eigene giftigen Munde sprudelnd. Das schauderhafte Bild ent Leib gerade jetzo mit Angst und Seufzen. Zwei Augen Brust zu bieten, statt des Mutterherzens. Aber ihre Füße lockte der eintretenden Judith einen lauten Schrei. Die haben sich zugethan, die den Herrn nimmer erkannt haben. tonnten nicht von der Stelle. Riesenträftig strebte sie vor endende Mutter hörte ihn noch, faltete bittend die Hände In er gegen die Tochter und verschied. Aber auch dem MordBergieb den beiden, die noch offen stehen, um des Erlösers wärts, aber wie eingewurzelt hielt sie der Boden. In er- gegen die Tochter und verschied. Willen, und ruhe fürder im Frieden! Und Du, barm- bärmlicher Angst arbeitete ihr Busen; der Mund versuchte buben war die Gegenwart der verhaßten Judith nicht ent abhängigkeit zu sichern. Er ist daher genöthigt, für Andere zu putation als wissenschaftliche These den Satz aufstellten Die Phrasen sind nicht schön, sie erreichen auch nicht den arbeiten, und da er, an sein Stück Land gekettet, nicht wie der konnte: Das Programm der Sozialdemokratie ist revo- Zweck, die agrarisch- antisemitische Interessenpolitik mit eineur ordinäre Proletarier dem Zug nach der Stadt folgen kann, so lutionär und kulturfeindlich, der Staat hat deshalb das idealistischen Mäntelchen zu verhüllen. find die Anderen die Herren Junker und Gutsbesizer, die auf Recht und die Pflicht, die Sozialdemokratie mit allen wollen beide die billigen Zeitungen, welche die Woffe und Ullstein Die Deutsche Tageszeitung" und die Völkerrundschau" diese Art den Staat gerettet und sich- billige Arbeitskraft Mitteln zu bekämpfen, billige Arbeitskraft Mitteln zu bekämpfen," ohne daß auch nur ein einziger im Lande verbreiten, verdrängen. Uns fann dies febr gleichgiltig gekauft haben. seiner Kollegen das unwürdige und unwissenschaftliche Ge sein, da unsere Genossen sich ebensowenig von den Ullstein und Wir sagten zu Anfang, all diese sozialen Kurpfuschereien bahren rügte, hier davor Angst zu haben, daß die Freiheit Mosse, wie von den Hempel und Plöz als Abonnenten fangen seien im Widerspruch mit den Gefeßen der Nationalökonomie. der Wissenschaft den herrschenden Gewalten gefährlich lassen. Da aber die neuen Blätter sich zuerst selbst Konkurrenz Von dem Nothstand" der Großgrundbesitzer wollen wir werden könnte, beweist eine Unkenntniß der Zustände an machen, so werden sie kaum Erfolg haben. hier nicht reden: hervorheben wollen wir nur, daß neben dem unseren Universitäten, die einem beim Kleinen Journal" Die zweijährige Dienstzeit, früher als utopische modernen Großgrundbesitz ein blühender Kleingrundbesis, nicht auffällig erscheinen würde, die aber bei der Kreuz- Forderung von den Weisen am Regierungstische bezeichnet, gemeiniglich Bauerustand geheißen, wirthschaftlich ebenso Beitung" überrascht. Scheiternd muß es wirken, daß die wird jetzt von denselben Leuten als das einzig Bernünftige unmöglich ist, wie ein blühender Handwerkerstand neben Kreuz- Zeitung" dabei, wenngleich versteckt, gegen den vertreten. Wir entnehmen einer in v. Löbell's Jahresder Großindustrie. Wer dies leugnet und gleichzeitig den Kaiser polemisirt. berichten über die Veränderungen und Fortschritte des Groß und Kleinbetrieb fördern zu wollen behauptet, ist Militärwesens veröffentlichten Arbeit des Oberstlieutenant ein Unwissender oder ein Schwindler. Und an dem WiderKeim die folgenden Ausführungen: spruch mit den ehernen unbeugfamen, unfälschbaren, durch feinen Junker und Pfaffenkniff zu überlistenden Gesetzen der ökonomischen Entwickelung scheitern mit Naturnothwen digkeit alle sozialen Kurpfuschereien und alle sozialen Kurpfuscher. Politische teberlicht. Berlin, den 4. Auguſt. Die Kreuz- 8tg." sagt in ihrem Artikel nach Behandlung ihrer theologischen Schmerzen: Ein Staatsrechtslehrer ist seiner wissenschaftlichen Ueberzeugung nach Republikaner, Sozialdemokrat, ja Kommunist ge worden. Soll er das Recht haben, in seinen Vorlesungen die tämpfen und die jungen Sörer, die späteren Beamten, für den Monarchie, das Privateigenthum u. f. w. ungescheut zu be Kommunismus zu begeistern? „ Die im Jahre 1898 für die deutsche Infanterie eingeführte zweijährige Dienstzeit hat einen Einfluß auf den tattischen Ausbildungsgang der Truppen nicht geübt. Man ist nicht allein längere Zeit der Ansicht gewesen, daß bei der intensiven und maßgebenden Ortes, fondern auch in der Truppe selbst schon wohldurchdachten Art der infanteristischen Ausbildung im deutschen Ja, verlangt die Kreuz- 8tg.", daß der Staat irgend Seere zwei Jahre genügen, um einen Soldaten zu erziehen, der einem Manne, der sich durch wissenschaftliches Arbeiten von militärisch wie taktisch den Anforderungen der modernen Krieg der Richtigkeit republikanischer und kommunistischer führung gewachsen ist. Anschauungen überzeugt hat, den Stuhl vor die Die Einführung der zweijährigen Dienstzeit hat sogar dazu Thüre fezt, oder will sie, daß er gezwungen beigetragen, einen Vortheil von großer taktischer Bedeutung, den Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt wird, von einem königl. Staatsministerium approbirte die deutsche Infanterie so wie so schon vor allen anderen heute wieder einmal praktische Vorschläge zur Vernichtung Lehren vorzutragen und seine Ueberzeugung zu verschweigen? Infanterien besaß, noch zu vergrößern. Der Friedensstand der deutschen Infanterie- Kompagnie ist nunmehr im Frieden auf der Sozialdemokratie; sie will die Strafgesetz- Bestimmungen In beiden Fällen würde blos der Beweis geliefert fein, 150 Köpfe im Minimum erhöht worden. Das bedeutet aber nicht über die gewaltsame Aenderung der Verfassung des Deutschen daß wir in einem Klassenstaate leben und daß der Mann allein eine tatti che Ausbildung und Verwendung, welche den Reiches und über die Verabredung und Ausführung eines der Wissenschaft nichts anderes sein soll als der Lohnsklave Verhältnissen des Krieges näher fomunt als in irgend einer hochverrätherischen Unternehmens, ohne daß es zum des herrschenden wirthschaftlichen, politischen und kirchlichen andern Infanterie des Kontinents, fondern es bedeutet auch Beginn einer nach§ 81 strafbaren Handlung gekommen Systems. einen sehr beachtenswerthen Vortheil in der taktischen 3nift, recht häufig gegen die Sozialdemokratie angewandt Wie wenig wirklich wissenschaftlicher Geist an unseren verlässigkeit der Infanterie im Kriege selbst. Diese Momente wiffen. Ferner schlägt sie die Renderung des preußischen Universitäten herrscht, beweist das Wort des Hallenser müssen demnach bei der Abschätzung des taktischen Werthes der Vereinsgesetzes nach dem Muster des sächsischen vor und Rektors Beyschlag, der von evangelischer Wissenschaft spricht; deutschen Infanterie sehr in Betracht gezogen werden." Man ersieht hieraus, wie wenig gerechtfertigt es wäre, hofft, daß beide Häuser des Landtages hierzu gern bereit es giebt aber teine evangelische oder katholische Wissenschaft, das für unmöglich zu halten, was man offiziell für unsein werden. Daß die Erfolge der Sozialdemokratie in es giebt nur eine Wissenschaft, die die Wahrheit zu er Sachsen zu einem solchen Vorgehen besonders aufmuntern, forschen bemüht ist ohne Rücksicht, ob sie den Herrschenden im möglich erklärt, daß in der öffentlichen Meinung ein VorStaate und in den Kirchengemeinschaften gefällt. Wohlschlag erst als durchführbar und wichtig anerkannt werden Die Freisiunige Zeitung" bemerkt zu den Aus- giebt es verschiedene Methoden, zu wissenschaftlicher Grüberführt wird. Was freilich nicht hindert, daß man am Ausgiebt bevor er durch die Regierungsorgane in die Praxis laffungen der Nordd. Allgem. Zeitung": fenntniß zu gelangen, was aber an diesen Methoden wissenDie Handhabung des sächsischen Vereinsrechts ist berüchtigt fchaftlich ist, ist weder katholisch noch evangelisch, weder grünen Tische über die Laien und Besserwisser die Nase in ganz Deutschland, und es gehört ein eigenes politisches deutsch noch englisch, weder preußisch noch französisch; daGefühl dazu, wenn man ein solches Recht nun auch für gegen ist das, was an ihnen nicht wissenschaftlich ist, oft Als polizeilicher Uebergriff charakterisirt sich ein die Befugniß, jede Bersammlung, bie in irgend einer Weise Arbeitern im Gebiete der Wissenschaft eigen. Preußen einführen will. Thatsächlich hätte danach die Polizei evangelischen oder katholischen, preußischen oder englischen Strafmandat von 150 M., das die Striegauer Polizeiverwaltung gegen einen Bigarrenfabrikanten erlassen hat, einen polemischen Ton annimmt, aufzulösen und jede ist uns neu. reaktionäres Vorgehen sich mit allen Kräften zu wehren. Der rümpft.. " Versammlung oppositioneller Richtung zu verbieten. Wie 203 424 Mitglieder zählt jetzt der Bund der Land- der sich weigerte, den Tabakenquete Fragebogen zu bes Fall anzuwenden weiß, dafür haben alle Parteien unter der dies ein Beweis für unsere Anschauung, daß an Stelle der spruch erhoben. die Polizei derartig weitgehende Befugnisse im gegebenen wirthe, troß der Abzweigung des Bauerubundes. Es ist antworten. Die Firma hat vernünftigerweise sofort EinHerrschaft des Sozialistengesetes warnende Beispiele gefehen. rein politischen Parteien immer mehr die rein wirthschaft- Die National Zeitung" fordert, nachdem ihr Ruf Alle Barteien haben daher gegründete Beranlassung, gegen ein so lichen Interessengruppen treten. Dies verschärft den Kampf, nach dem Staatsanwalt ungehört verhallt ist, jetzt die Sozialdemokratie wird man damit ebenso wenig wie mit einer zeigt aber jedermann auch klar die Stärke und den Rück Brauer und Gastwirthe auf, für den ihnen durch den BierAusnahmegesetzgebung schaden, im Gegentheil, das Gefühl halt, den diese Parteien im Volte haben. An Stelle der boykott erwachsenen Schaden die Mitglieder der BoykottDer Unterdrückung wird der Sozialdemokratie tönenden Schlagworte, durch die so mancher entgegen seiner fommission oder den Verleger des Vorwärts" zivilrechtlich eber noch zu gute tommen, wie sich das auch Jntereffen einer Partei zugeführt wird, erfährt dann jeder verantwortlich zu machen und ebnet durch eine juristisch als Ergebniß des Sozialistengefeges gezeigt mann, woran er sich zu halten hat. Uns erscheint dies als sein sollende Abhandlung diesem Vorgehen den Boden, Mir hat. ein erfreulicher Fortschritt. nehmen von diesem Artikel nur Vermerk, um nach dem Pindter's Erben haben nichts gelernt und alles verVolksrundichan" heißt das neueste Blatt, das antisemitisch- eigenen Zugeständniß der National- Beitung" festzustellen, geffen. Hat die Sozialdemokratie das Sozialistengeset über- agrarische Interessen in Berlin vertreten soll. Dr. Lange, der daß der Boykott die beabsichtigte Wirkung ausübt und den wunden, so wird sie auch mit den Nadelstichen sächsischer bekannte Wirrkopf, der die„ Tägliche Rundschau" leitet, soll Bierfabrikanten an ihrer empfindlichsten Stelle, am GeldBolizeichikane und Gesetzesverdreherei nach den Vorschlägen Chefredakteur auch dieses Blattes werden, ein aus Freiburg i. Br. beutel, fühlbar macht, daß die Solidarität der Arbeiter der Nordd. Allg. 8tg." fertig werden. importirter Herr Sohurey soll in demselben die Geschäfte der machtvoll genug ist, um einer den Arbeitern angethanen Nachdem Vorstehendes gesezt war, geht uns die folgende Agrarier mit patriotischer Sauce verhüllen. Das Blatt soll in Schmach wirksam entgegenzutreten. Privat- Depesche aus Mannheim zu: Sonderausgaben für die verschiedenen Provinzen erscheinen. Der Wegen des heutigen Artikels im zweiten Blatte der Volksstimme" wurden der Nedakteur Teufel und die Verleger Dreesbach und Fent wegen Vorbereitung zum Hochverrath verhaftet. Sollte der Artikel der„ Norddeutschen Allgemeinen Beitung" so rasch seine Wirkung gethan haben? bekannte Buchdruckereibesitzer Dr. Hempel wendet sich im Namen Graf Schulenburg, der weise Gesetzgeber und Lands einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in einem Zirkular rath des Kreises Lübben, der das Almosengeben an Bettler an die Großgrundbesiger, um sie zum Abonnentenfang für das unter Strafe gestellt hat, fühlt sich gemüßigt, nachträglich Blatt aufzufordern, daß dem demnächst ins Leben tretenden Organ noch eine lange Erklärung, in welcher er sein Verbot zir des Bundes der Landwirthe Konkurrenz machen soll. Gines diefer rechtfertigen versucht, zu veröffentlichen. Die Erklärung Birkulare ist an einen sozialdemokratischen Kandidat gelangt, der enthält weiter nichts als die landläufigen Redensarten über uns dasselbe zur Verfügung stellt. Aus demselben heben wir die die Schäblichkeit der Unterstützung von Bettlern und Vagafolgenden Sätze hervor: Die Freiheit der Wissenschaft" wird anläßlich der Die verderblichen Zustände in der Presse, unter denen be bonden und die Mahnung, lieber die schriftlichen Herbergen Jubiläumsfeier der Universität Salle wieder einmal in der sonders die deutsche Landwirthschaft so bitter zu leiden hat, zu unterſtüßen. Das Polizeiverbot des gräflichen Landraths Breffe erörtert. An unseren Universitäten, den Brutstätten Ihnen auseinanderzusehen, wäre gewiß ein durchaus überflüssiges wird durch seine nachträgliche Erläuterung um nichts schmack des Streberthums, bei unseren Universitätslehrern, die ihre Beiühen. Sie wiffen ebenso gut wie wir, daß diese Bustände, hafter, und hoffentlich auch nicht wirksamer. Befolgt wird wissenschaftlichen Anschauungen, von vereinzelten Aus- die wir in erster Linie einer fremden Volks macht unter es von jenen werden, die auch heute schon jeden Armen mit nahmen abgesehen, dem wechselnden Willen der Herrschen uns zuzuschreiben haben, nachgerade völlig unhaltbar geworden Hunden vom Hofe hetzen; wer aber ein menschlich Herz im den entsprechend abänderten, die mit Bismarck Freihändler sind und daß das Bedürfniß nach einer Bresse, welche, von Busen trägt, wird sein menschlich es Empfinden mit echtem Deutschgefühl erfüllt, die Erhaltung waren und mit ihm Schutzöllner wurden, die unterm alten und Kräftigung unserer gandwirthschaft als größerem Rechte zur Geltung bringen, als die gräflichen Kurse für, und in den ersten Jahren des neuen Kurses eine hervorragend deutsche Angelegenheit be- Standesgenoffen ihre sogenannte„ Ehre", auch wenn diese gegen ein Sozialistengeset waren, an deutschen Uni- trachtet und vertritt, in unseren Tagen immer brennender ge- fich in Widerspruch mit den Gefeßen des Staates und den versitäten, wo ein Privatdozent in öffentlicher Dis worden ist. Geboten der Sittlichkeit stellt. Die christlichen" " Was sollen wir lesen? Ereignisse informirt, gangen, Sein gräßliches Auge blizte ihr Verderben ent- hemmte seinen Lauf, daß er erbebend stille stand. Judith gegen, sein schäumender Mund stammelte:" Berflucht seist Du, riß die Thüre auf:„ Siehst Du, wem ich vertraue?" rief häßliche Brut!" und während die Linke den Sack finten fie fiegreich:" Der Gott der Welt ist mit mir. Die durch Diese Frage haben sich schon viele Anhänger unserer Partei ließ, in welchen er das Kostbarste von Martens Habe ge- Dich elend Gemachten werden nicht sterben Deine gestellt, und auch viele, die sich mit dem Sozialismus bekannt worfen hatte, um es fortzuschleppen, suchte die wuthzitterude Bosheit wird enthüllt, und verfällt dem Schwerte. Ver- machen wollen. Häufig werden die Redaktionen der ParteiRechte das Meffer an der Hüfte. Judith verstand die uns zweifle, ich gehe gen Frankfurt!" blätter befragt, ob diese ob jene Schrift lefenswerth ist, in glücksschwangere Bewegung und kam ihr zuvor, denn das Sie warf sich entschloffen aus der Thüre und rannte welchen Schriften man sich am besten über bestimmte Fragen oder Es ist selbst dem Kenner der Literatur Eisen, das der von Raub und Mord zerstreute Bube am wie eine Gemse davon über Hügel und Sandstürze, das Gürtel wähnte, riß sie aus der Brust der Hingeschlachteten Keuchen und Schnauben bes sie verfolgenden Mörders sehr schwer, stets die richtige Antwort zu finden, denn die Interund zückte es schreiend gegen Bodick felbft. Dem Meuchel- hinter ihr. Ihrem kräftigen Vertrauen, dem Bewußtsein effengebiete sind ungeheuer verschieden, von Jahr zu Jahr wächst die Zahl der Fragen, zu welchen unsere Genossen Stellung mörder fehlte die Faust, war sie nicht mit Stahl bewaffnet, ihrer, wie von Gott selbst auferlegten Pflicht gelang es, den nehmen müssen, dann giebt es auch Schriften, die zwar empfohlen und der feige Verbrecher erstarrte vor dem beherzten Weibe. Vorsprung im gewaltigen Laufe zu vermehren, statt eingeholt werden können, die aber ihres Preises wegen den meisten Romm an!" rief ihm das letztere entgegen: Jube! gottes- zu werden. Zodick's Flüche wurden dumpfer, das Keuchen Genossen nicht zugänglich sind. mörderischer Jube! erwürge mich jezo, wie Du meine feiner Brust, wie seine Schritte verhallten hinter ihr, und G3 wird nie möglich sein, hier vollkommene Abhilfe zu Mutter erwürgt haft."-Jeh hatt' fhr's geschworen!" er- ba sie unfern vom Schellenhofe inne hielt, um sich zu erschaffen, trotzdem würde sich der Versuch wohl lohnen, ein widerte Bodick frech, indem er sich gegen die Wand zurück holen, war der Nachsetzende zurückgeblieben. Sie zog sich Schriftchen zu verfassen, das wenigstens über die unsere Genossen zog: Ihr habt davon geholfen meinem Lieb, und dafür hat hinter einen Versteck von Schlehensträuchen zurück, um am meisten interessirenden Fragen literarische Rathschläge giebt bie alte Kehle bezahlt."" Niederträchtiger!" schrie Judith rubig sich zu erholen, und nach dem Aufgange, wo schon und in Kürze die einschlägigen Schriften charakterisirt. unter heißen Thränen schmerzlichen Grimms; wär ich ein der Tag bleichte, lenkte sich ihr Auge, in welchem jetzt die Literatur lediglich nach dem rein äußerlichen Gesichtspunkte, ob Mann, Du kämst nicht lebend über diese Schwelle; aber Thränen ausbrachen, die der Schmerz über den fürchter die betr. Schriften von Parteigenoffen verfaßt bez. von einem ich bin ein Weib, gerade noch stark genug, Dir das Meffer lichen Tod ihrer Erzeuger darin aufgehäuft hatte. Freilich Parteiverlage herausgegeben sind, oder ob dies nicht der Fall in den Hals zu rennen, so Du mir nahft. Doch spricht betete fie ein De profundis für die himmlischen Lichtes ist. Sicherlich ist alle Vorsicht den Verfassern gegenüber am der Herr zu Dir aus meinem Munde: Dein Weg auch unwürdigen Seelen, und eine gewisse Freudigkeit entstand Blaze, die unserer Partei nicht angehören, aber durch rothe naht sich seinem Ende. Vier Augen, die ich schonen mußte, in ihr, da sie dieser letzten Kindespflicht genügt hatte und Umschläge, marktschreierische Titel, Inserate in Parteiblättern u. dgl. find geschlossen auf ewig, aber die Deinen, die ich hasse, an die schönere Pflicht dachte, die sie jetzt zu erfüllen Käufer für ihre Schriften aus unseren Streifen gewinnen wollen. bürfen nicht allein offen bleiben. Naube hier und stehle, sich vorgenommen. Diese Freudigkeit verließ sie auch Wir sind die letzten, die über dieses Mißtrauen nicht sehr erfreut was Dir gefällt. Mir würde grauen, von dieser blutge- nicht, als blutrothe Flammen in der Ferne aufstiegen und wären. Leider paart sich dieses Mißtrauen mit einer allzu großen Vertrauensseligkeit gegenüber den unter Parteiflagge tränkten Habe ein Stück zu nehmen. Doch Dir sei sie Ver- Hütte und Scheuer emporfoderten im gefräßigen herausgegebenen Schriften. berben. Ich habe nicht mehr den Vater, nicht die Mutter Feuer." Dort feiert der Mörder sein Fest!" sagte Unsere Literatur ist seit Ablauf des Sozialistengesetzes üppig zu verschonen; und jetzt noch heute von diesen Leichen sie ruhig und betrachtend: Seine ohnmächtige Rache in die Breite gefchoffen, aber an Tiefe hat sie wenig gewonnen. weg gehe ich nach Frankfurt."" Gott soll mir helfen!" zerstört das Haus des Meineids und bes Morbs. Der große Umfang unferer Partei hat die Spekulation alts rief der überraschte Zodick, wie zusammenfinkend:" Das Fahrt wohl, arme, verirrte Eltern! Besser ist's, das gefeuert, zahlreiche Verlage- Buchhandlungen sind erstanden, thätft Du, Ungeheuer? Drache aus Amalek?" Der Feuer verzehrt Euer Gebein, als der unebrliche Stöcker welche sozialistische Literatur herausgeben, zahlreich sind die Simmel will's!" antwortete Judith gehoben: Versuchs, müßte es auf dem Anger begraben. Eurem unsterblichen Bedern, welche sozialistische Schriften schreiben. Als ein Beweis mich aufzuhalten, da der Herr mir befiehlt, zu gehen!" Theil sei aber der Herr der Himmel gnädig, wie auch mir, der Stärke unserer Partei ist diese Erscheinung sicherlich nicht unerfreulich. Leider find aber nicht alle. welche Cher sollst Du verschwarzen!" brüllte der Jude, auf sie daß meine Stimme nicht verhalle in der Wüste, und Segen verlegen, im staude, den politischen und literarischen Werth der losfahrend. Da stürzte die Leiche des alten Räubers vollends erfprieße aus dem Grabe der Meinigen!" Schriften, die sie herausgeben, zu beurtheilen, der Wunsch, herab vom Lager, vor die Füße Bodicks, und dieser Sturz ein Gefchäft zu machen, mag oft eine stärkere Triebfeder fein " # ( Fortsetzung folgt.) = ad tomos " sitzenden." ** * * Vertheidiger des christlichen Staates werden selbst- fügung gestellt worden ist, ist die chinesische Pei- Yang- Flotte werden, bekomme ich 10 M. Soweit der Bericht unseres worverständlich das Alniosenverbot wie das Duell in gleichem wieder in den Hafen zurückgekehrt. Ginklang mit den Anforderungen des„ chriftlichen" Staates Bureaus". Die brei beim Untergange des Kow- Shing" ge Beiläufig fet bemerkt, daß Gim für seine Vorträge niemals mehr Shanghai, 4 August,( Meldung bez finden. Nicht wahr, Herr Pastor Schall? „ Reuterschen Diefe ganze Erzählung ist natürlich Wort für Wort erlogen. Internationale Anarchisten Bekämpfung. Die Safebo gebracht und dort gefangen gehalten. retteten britischen Offiziere wurden von den Japanern nach als drei Mark erhalten hat. Er bittet nun hierdurch die VerSchweiz zeigt sich immer willfähriger den Anforderungen Admiral in den chinesischen Gewässern, Fremantle, beorderte den zuzusenden, die den verleumderischen Artikel abgedruckt oder Der britische trauensleute unserer Partet, ihm je ein Exemplar der Zeitungen der reaktionären Regierungen gegenüber. Jetzt hat der Aviso Alacrity" nach Sasebo, um die Befreiung der Gefangenen sonstwie benutzt haben. Es handelt sich darum, die Redaktionen schweizerische Bundesrath hat dem Wunsche Italiens auf zu verlangen. Der Kommandant der" Alacrity" wurde bei der dieser Blätter zur Aufnahme einer Berichtigung zu zwingen. gegenseitige Uebermittelung nothwendiger oder nüßlicher den Japanern nach Nagasaki ausgeliefert werden; dort werden Ankunft in Nagasaki benachrichtigt, die Difiziere würden von Mittheilungen über Anarchisten zugestimmt. Der von dieselben heute erwartet. Die Sozialdemokratie Galiziens hält ihren diesjährigen Italien ausgegangene Wunsch auf gegenseitige Buschie- London, 4. August. Eine dem„ Neuter'schen Bureau" Tagesordnungspunkten befindet sich auch die agrarische Frage Rongreß vom 12. bis 15. August in Lemberg ab. Unter den bung der Anarchisten ist von Italien selbst zurückgezogen aus Yokohama von gestern zugegangene Depesche bestätigt, daß und die ländliche Agitation. die Chinesen bei Asan von den Japanern geschlagen worden sind. London, 4. Aug. Wie die„ Times" aus Tokio melden, haben zwischen den Chinesen und den Japanern neue Zusammentöße stattgefunden. Die Japaner haben alle Landtruppen zu fammengezogen und die Offensive ergriffen. Es verlautet, daß sie einen entscheidenden Sieg über die Chinesen davongetragen haben, doch fehlen noch Einzelheiten hierüber. worden. 3 Parteinachrichten. Bolizeiliches, Gerichtliches se. Sächsisches. In 3 wickau wurde bas zum 12. August geplant gewesene Stiftungsfest des Bergs and Hüttenarbeiter Verbandes verboten. Es sollte in Stonzert, Ball und Kinderbelustigung bestehen. Während des Sozialistengefeßes hat der Verein das Fest stets unbehelligt abhalten fönnen, unterm gemeinen" Recht wird es verboten. In derselben Stadt bestand seit siebenundzwanzig Jahren der Gesangverein, Sängerlust". Auch unter dem Sozialistengese schmetterte er seine Lieder. Jezt, unterm neuen Kurs", hat man ibn aufgelöst. # Vom und zum Brozek Caferio. Man schreibt uns aus Paris unterm 3. August: Wenn es noch irgend einer Zeugenschaft bedurft hätte, um die Richtigkeit des jüngst geschaffenen Anarchistengefeges" allen vor Augen zu führen, dann ist es ficherlich die, welche der Lyoner, d. t. jener Gerichtshof au Tage förderte, vor welchem sich Caserio eben wegen jener That zu verantworten hatte, die dem berüchtigten Gefeße zum Vorwand diente. Der Rhonepräfekt, Rivaud, als Zeuge vernommen, erklärte da nämlich: Wenngleich Garnot von einer dreifachen Reihe von Polizei- Agenten und Soldaten umgeben gewesen wäre, das Attentat doch nicht hätte verhindert werden können, da ein Mensch, welcher entschlossen ist, um einen In Mittweida hat man sogar die seit dreißig andern zu tödten, sein eigenes Leben in die Von der Agitation. Die Agitation unter den Berg Jahren bestehende freiwillige Feuerwehr wegen sozia Schanze zu schlagen, feinen3wed stets erreichen enten Nheinland- Westfalens ist nach einem Artikel der Elber- listischer Umtriebe" aufgelöst. Da der Verein absolut nichts bewird". Nun könnte man allerdings einwenden, daß Rivaud, felder Freien Presse" gerade so schwierig, wie die Agitation unter gangen hat, was sich unter diefen Begriff bringen ließe, so meint der in seiner Eigenschaft als Präfekt während der Anwesenheit den Landarbeitern, die, aus dem Often kommend und unter den man, daß die Ursache dieser neuesten Maßregel des Bürgermeisters Carnot's doppelt für die Sicherheit Lyons zu sorgen hatte, diese besseren Verhältnissen des Westens sich anfänglich wohlfühlend, Appelt nur in einem Vorgange bestehen fönne, der uns wie folgt Erklärung nur zu seiner eigenen Rechtfertigung abgegeben hat. für politische Dinge kein oder nur geringes Verständniß zeigten, geschildert wird. In Mittweida wird alljährlich das sogenannte Aber auch der Gerichtspräsident iſt Rivand's Ansicht. Denn bis ihnen eine Lohnherabsetzung oder ein anderes Zerwürfniß mit Anlagenfest abgehalten. Die Freiwillige Feuerwehr ist dazu stets taum hatte dieser geendet, als der Präfident sagte:„ Diese Mei- dem Unternehmerthum die Augen öffne. Ein großer Theil der zu Wachtdiensten verwandt worden, obgleich solange sie bestand, nung ist die aller Welt hier; bei der Entschloffenheit Caserio's Bergleute stehe noch unter dem Einfluß der Geistlichkeit, die sich von einigen ihrer Mitglieder dagegen opponirt wurde. Diesnung ist die aller Welt hier; bei der Entschlossenheit Caserio's eifrigst bemühe, dem Bergmann begreiflich zu machen, daß er sein mal hat man die Betheiligung an diesem Wachtdienste mit 87 wäre jede Vorsichtsmaßregel vergeblich gewesen." Wozu denn also dies Gefeß, das ja angeblich geschaffen wurde, um die Heil nur von konfessionellen Arbeitervereinen zu erwarten habe. gegen 43 Stimmen abgelehnt. Bei der Debatte über die AnWiederholung solcher Attentate, wie das von Lyon, unmöglich Die schriftliche Agitition werde durch die große Zahl Jolcher gelegenheit mag das Verbot des Sängerfestes und die Auflösung zu machen? Aber noch eins geht aus dem Prozesse hervor: ist Bergleute erschwert, die des Lesens und Schreibens untuubig des Gesangvereins Vorwärts" gestreift worden sein, was nur natürauch kein Gesetz imftande, irgend ein Attentat zu verhindern, find. Gs bleibe demnach hauptsächlich nur die Agitation von lich wäre, denn diese ungeheuerlichen Maßregeln sind noch immer so wäre doch keines leichter gewesen zu verhindern als gerade Mund zu Mund und ähnliche Vorträge. Stadtgespräch, und daraus wird man nun flugs die Berechtigung das Lyoner Attentat. Man wußte nämlich, daß Caserio Um so höher wäre hiernach die Thatsache zu schäßen, daß zur Auflösung hergeleitet haben. Kurz, eine andere Erklärung ein eifriger Anarchist sei; wußte, daß er mit mehreren sich die rheinisch- westfälischen Knappenvereine auf ihrem Delegirten- für die Maßregelung des überaus nüßlichen Instituts der freianderen Anarchisten eine Gruppe bildete, die sich regelmäßig im tage in Essen für den Verband deutscher Bergleute erklärt haben, willigen Feuerwehr giebt es nicht. Bemerkt sei noch, daß daz Cafe du Gard" einfand; wußte, daß er während seines mehr- der alles Konfessionelle ausschließt. Anlagenfest von einem Privat verein veranstaltet wird und wöchentlichen Aufenthalts im Spital von Gette mit notorischen daß dessen Vorsteher der Bürgermeister Appelt ist. Anarchisten in Verbindung stand; wußte endlich, daß er Italiener, Dichersleben Wernigerode wird an 2. September fchweigifchen Landes Beitung", Sierke, wurde in BraunEine Parteifonferenz für den Wahlkreis Halberstadt--Wegen Beleidigung des Redakteurs der Braunalso Ausländer sei und aus seinen Ansichten kein Hehl mache. von Vormittags 11 Uhr ab im Gasthaus zum Preußischen Hof ich weig der Redakteur des„ Volksfreunds", Calwer, zu Trotzdem ist er nie mit einer Ausweisung bedroht worden. Ver- Hofichweig dammen wir es nun auch, daß irgend jemand wegen seiner Ge- in Osterwiec abgehalten. 100 M. Geldstrafe verurtheilt. finnung, welche sie auch immer sei, des Landes verwiesen werde, Desterreichisches. In Wien wurde die Genoffin so wirft sich hier doch die Frage auf, wie kommt es, daß, während die Reaktion gegen unsere Partei führt. Die Auflöserei der Versammlung am 1. Mai durch einen Hochruf auf die internationale Die reine Dougnigoterie ist der Kampf, den in Sachsen Glas zu 14 Tagen Arrest verurtheilt, weil fie in einer Berwerden, blos weil sie Sozialisten sind, Caserio von dieser Maß- Sammlungen und Vereine, die Verbote von Sängerfesten und revolutionäre Sozialdemokratie eine durch die Gesetze verbotene regel verschont blieb? Darauf giebt es wohl keine andere Ant Kinderbeluftigungen haben eine Wirkung, die unserer Partei nur Handlung angepriesen" haben soll." Der Staatsanwalt hatte in wort, als daß die herrschende Klasse trotzdem und alledem in den förderlich ist." In allen Fabriken, in allen Gasthäusern," sagt der Verhandlung vor dem„ Erkenntniß- Senate" erklärt, daß die Anarchisten nur verirrte Brüder, in den Sozialisten aber ihren das" Sächsische Voltsblatt" in einer Korrespondenz aus dem authentische Erklärung des Wortes revolutionär" am besten durch eigentlichen Feind sieht. Und daran ändert auch die Berurtheilung industriereichen Werdau, geben die behördlichen Maßnahmen Schulknaben geliefert werde. Daß jeder Primaner der Bourgeoiste des unglücklichen Caserio nichts, der viel eher in eine Heilanstalt Stoff zu den interessantesten Gesprächen für die Arbeiter her; fofort in stolzer Gelehrsamkeit auf 1789 und auf die Guillotine als unter das Fallbeil gehört. es agitirt dies vorzüglich, namentlich die jüngeren Arbeiter hinweist, fiel für den Gerichtshof schwerer ins Gewicht als die lauschen mit Begierde den Ausführungen der älteren Kameraden Belege, die der Vertheidiger aus den Werken Laffalle's, Schelling's Der unfindbare Ungern- Sternberg. Der sonst von über die neuesten behördlichen Schritte. Auch der Kauf und Bluntschli's beibrachte. Das Gericht fiel richtig auf den der serbischen Regierung zur Verbreitung tendenziöser Mel- sozialistischer Broschüren nimmt in erfreulicher Weise zu. Hier Blödsinn des Staatsanwalts herein. In der Urtheilsbegründung dungen übereifrig benußte Telegraph meldet heute recht ver- ift die Bewegung der Arbeiterschaft erfreulicher denn je im heißt es, daß nach allgemeinem Sprachgebrauch Revolution einen spätet das folgende aus Belgrad: Gange." gewaltsamen Umsturz bedeute und der Gerichtshof sich an diese Definition halten müsse, da„ Leute, die Arbeiterversammlungen Hirsch- Duncker'sche Zeitschrift Der Gewerkverein" eine Ham- Solchen albernen Deduktionen, wie sie hier der ErkenntnißUeber den Reichstags- Abgeordneten v. Elm hat die besuchen, philosophischen Debuftionen" nicht zugänglich sind." burger Korrespondenz folgenden Inhalts gebracht: Senat" entwickelt, der richtiger ,, Unkenntniß- Senat" hieße, solchem fchaft mit dem Bruderverein Altona einen Ausflug nach Binne" Im Monat Juni beabsichtigte unser Ortsverein in Gemein- Beug sind die Arbeiter allerdings nicht zugänglich. berg ins Holsteinische. Zu diesem Zweck ist unser Vorsitzender mit einem Genoffen aus Altona eines Sonntags nach dem betreffenden Ort gefahren, um ein paffendes Lotal zu suchen. Sie London, 4. August. Wie dem ,, Daily Chronicle aus Tokio fanden auch eines, aber, o Schicksals Tücke, dieses Lokal war und ist vom gestrigen Tage gemeldet wird, verlautet daselbst gerücht- noch boykottirt, weil der Besizer daffelbe für sozialdemokratische Verweise, daß zwischen den japanischen und chinesischen Truppen fammlungen nicht hergeben wollte. Aber wie ftaunten unsere Vereinigung der Krankenkaffen Berlins und der Umgegend ein neuer Zufammenstoß stattgefunden habe. Die Japaner beiden Genossen, als sie in diesem Lokal vereinsamt an einem hätten ihre ganze Sireitmacht in Korea gesammelt und die Tisch Herrn v. Elm, nachträglich bei der Neuwahl im dortigen mit freier Ärztwahl hat eine Petition vorbereitet, die Vorschläge Chinesen geschlagen. Weitere Nachrichten würden erst heute er Wahlkreise als Reichstags- Abgeordneter gewählt. ſizen saben, ge: Borschläge sind von Arbeitern berathen, die als Krankenkassenzur Abänderung des Unfallversicherungsgesetzes enthält. Diese müthlich fein Glas Bier trinkend. Bon anderen Gästen des Die„ Time3" erfahren aus Zientfin vom 2. d. M., daß ein Lotals aufgefordert, doch in ihrer Runde Play zu nehmen und sich vertreter oder sonst wie Beauftragte mit der UnfallversicherungsGilaß des Kaisers die Herrscherrechte China's über Korea wieder- an der Unterhaltung zu betheiligen, folgte Herr v. Elm dieser Ein- Organisation viel zu thun hatten und daher aus eigener Gr Der Rechte China's dem Vizekönig Li- Hung- Tschang unterstelle. Unterhaltung drehte sich das Gespräch auch mal um die agitatorische die Regierungsvorlage noch nicht bekannt war; es ist deshalb bolt feststelle und sämmtliche Militärbehörden behufs Wahrung ladung, wie auch wir der Einladung Folge gaben. Im Laufe der fabrung am Chesten die Mängel und Lücken des Gesetzes be urtheilen konnten. Die Bearbeitung geschah leider zur Zeit, als Letzterer werde durch den Erlaß angewiesen, alle japanischen Thätigkeit des Herrn v. Elm, und da frug ein Neugieriger, warum Schiffe gefangen zu nehmen und zu zerstören. Die Times" be- v. Elm fich für die fozialdemokratische Sache so opsere, da er auf dieſe keine Rücksicht genommen. Wir werden später noch merken hierzu, daß in Folge dieses Telegramms die Gerüchte, boch als gewandter Redner in einer anderen Partei vielleicht eingehend auf die Sache zurückkommen. welche gestern über eine Entehrung Li- Hung- Tschang's in London eine weit beffere Stellung finden würde? Der Befragte gab eine umliefen, unbegründet sein dürften. Antwort, die unsere Genossen verblüfft machte; sie lautete:" Das Ropenhagen, 4. August. Nach einem Privattelegramm sind Geschäftssachen; für den Vortrag, den ich Nachmittags geaus Shanghai von gestern, welches Rigau's Bureau" zur Ver- halten, bekomme ich 8 M. und für den, den ich Abends halten Die neuerdings in verschiedenen Blättern aufgetauchte Meldung, der in Nisch verhaftete Anarchist sei von zwei belgischen Polizeibeamten als der angebliche Baron Ungern- Sternberg er tannt worden, ist vollständig erfunden. In Nisch ist überhaupt tein Anarchist verbaitet, sondern lediglich ein Ausländer als verdächtig angehalten und ausgewiesen worden. C DE Ueber den chinesisch- japanischen Krieg liegen heute die folgenden Meldungen vor: wartet, F " Soziale Ueberlicht. Der Berliner Arbeitervertreter- Verein und die freie Gegen den Import deutscher Landarbeiter in das Kaplaud, mit welchem Plane die dortige Regierung schwanger geht, legt sich die, Kreuz 8eitung" gewaltig ins Beug. Sie meint unter anderem:" Also man will ins Kapland, aus " " g als der gute Geschmack und das Partei Interesse. Und auch einer Aufgabe, die wir als eine Pflicht gegen die Partei halten, hinaussenden und den Genossen durch aufdringliche nicht alle, die schreiben, sind berufen, andere zu belehren, ebenso wenig hindern, wie das tomische Gebahren einiger fich etla me leider auch aufzuhalsen verstehen." oft thäte ihnen selbst Belehrung sehr noth; aber leider wegen zu geringer Anerkennung beklagenden Schriftsteller und Nach Besprechung der auch von uns gewürdigten Katechismen meinen viele, die erstaunt wären, wenn jemand einen Verleger, die uns zumuthen, wir wollen die Genossen vom von Knorr und Berner schließt der Artikel mit folgenden AusOfen feten, einen Stiefel flicken wollte, ohne es gelernt zu haben, Antaufe aller literarischen Erzeugnisse, die nicht in unserem führungen: daß man leicht Broschüren schreiben, andere belehren und unterhalten Verlage erschienen sind, abhalten. Wir sind vollkommen Troß ihrer Mängel mögen beide Schrifteu bei der Agitation könne, ohne je fich die dazu gehörige Technik und das nöthige Wissen unabhängig von dem Verlage, haben auch feine Erzeugnisse ge- in bisher indifferenten Streifen immerhin gute Dienste leisten, verschafft zu haben. Sicherlich giebt es in unserer Partei eine ganze tadelt, wo sie Tadel verdienten und haben auch sehr gerne dort wenn gleich unseres Grachtens für diesen Zweck Bracke's vorReihe von Männern, welche trot ganz ungenügender Schul- Werke anderer Verleger gelobt, wo sie Lob verdienten. Aber die treffliche Arbeit Nieder mit den Sozialdemokraten" noch immer bildung, troh jahrelangem Lohnarbeiterthum recht tüchtiges, in Thatsache, daß für den Berlag des" Vorwärts" ebenso wie für weitaus am besten geeignet ist. Auch Genossen mögen die einzelnen Fällen auch ganz vorzügliches auf literarischem und den von Dies in Stuttgart die besten Federn und die tüchtigsten Katechismen mit einigem Nutzen lesen; freilich giebt es in unferer wissenschaftlichem Gebiete geleistet haben, sie sind unser Stolz Kräfte der Partei arbeiten, daß andere Berleger, oft ohne daß Literatur eine ganze Anzahl von Schriften, deren Lektüre piel und gereichen der Partei zur Ehre. Aber was denen geglückt ist, sie es wiffen, daß herausgeben, was unsere Verlagsbuchhandlung wichtiger wäre, ja für jeden Genoffen geradezu obligatorisch infolge hervorragender Talente und eisernem Fleiße, dazu ist schon abgelehnt hat, endlich der Umstand, daß unsere fein sollte, und die trotzdem noch vielen Parteigenoffen nur nicht jeder im stande. Wir haben eine ganze Anzahl Schriften Berlagebuchhandlung nur Dann etwas verlegt, wenn nach dem Titel bekannt sind. Es hat ja nicht jeder die Zeit und in den letzten Jahren lesen müssen, die von Verfassern herrühren, die Nothwendigkeit der Herausgabe durch das Interesse der die Ausdauer, ein Wert wie das Kapital" durchzuarbeiten; die weder durch Talent noch durch Wissen zu schrift Partei geboten erscheint, erklären es, daß hier seltener zum aber Die Entwicklung des Sozialismus" und Ursprung der Familie" stellerischer Thätigkeit befähigt find, die aber in dem Tadel Anlaß vorliegt, wie bei anderen literarischen Neu- von Engels ,,, Lohnarbeit und Kapital" von Mary, die verschiedenen Wahne mehr zu tönnen, als fie thatsächlich ver- ericheinungen, Geschäftsintereffen treten hier naturgemäß in den Schriften von Karl Kautsky, Gesellschaftliches und Privatmögen in dem Berufe, dem fie fich später zugewandt Hintergrund, die Güte der Arbeiten, ihr Werth für die Partei- eigenthum" von Bernstein, Lafargue's treffliche Abhandlungen haben, verbleiben, in demselben ihr Brot erwerben wollen und genoffen ist allein entscheidend. ( Recht auf Faulheit"," Kommunismus und Kapitalismus" find so deshalb eine Arbeit der andern folgen lassen, wodurch unsere Wir freuen uns, daß eines der besten der in deutscher Sprache geschrieben, daß jeder denkende Parteigenoffe, dem es ernstlich Literatur nicht an innerem Werthe bereichert wird, aber guten erscheinenden Parteiblätter, die Wiener Arbeiter- Beitung", auch darum zu thun ist, tiefer in das Wesen unserer Partei einzuSchriften das Abfahgebiet eingeengt wird. einmal zur Parteiliteratur Stellung genommen hat. Aus dem bringen, sie mit Nußen lesen tann und soll. Gar nicht zu Der Vorwärts" bedauert, daß er in seinem Kampfe gegen trefflichen Artikel entnehmen wir die folgenden Stellen: reden von dem Kommunistischen Manifest", dessen Verbreitung dieses lleberwuchern werthlofer Literatur in unserer Partei von Daß mit dem unaushaltsamen Anschwellen der sozialdemo- leider in umgekehrtem Verhältniß steht zu feiner geradezu funda den übrigen Parteiblättern so wenig unterstützt wird. Wir fratischen Bewegung auch die Zahl gegnerischer Schriften fich mentalen Bedeutung für unsere Partei. Allerdings man muß wissen wohl, daß unsere Parteiredakteure mit Arbeit so über mehrt, welche den Sozialismus flipp und flar wegzubeweisen bei der Lektüre all' dieser Schriften arbeiten, denten; aber das laftet find, daß ihnen sehr selten Zeit bleibt, die in ihre Redak fuchen, ist eine ganz natürliche Erscheinung und kann uns nicht ist kein Fehler, sondern ein Vorzug. Das Wort des Entfid: tion eingelaufenen Schriften zu prüfen. Wenn sie aber dies weiter rühren. Wohl aber scheint es uns bedenklich, daß auch G3 führt fein Königsweg zur Mathematit", hat auch für jedes nicht tönnen, so sollten sie es unterlassen, durch den Abdruck von die Zahl fonit sehr ehrenwerther und tüchtiger andere Gebiet menschlichen Wissens Geltung. Welche Wiffensogenannten Waschzetteln, in denen die Berlags- Buchhandlungen in Parteigenossen von Tag zu Tag anwächst, welche zweifellos fchaft immerfie ist nur auf dem Wege ernster, ehrlicher überschwänglicher Weise ihre neuesten Erscheinungen empfehlen, ihre von der besten Absicht beseelt sind, durch Vermehrung der Partei- Arbeit zu erfaffen. Und der Sozialismus ist heute eine WiffenLeser zum Ankauf von Schriften zu verleiten, welche nicht werth literatur die Sozialdemokratie zu fördern, aber weder über schaft. find, gelesen zu werden. Unterlassen sie das, so thun sie damit ausreichendes Wissen, noch über ausreichende Die pseudopopulären Agitationsschriften, deren Popularität" nicht blos ihren Lesern, sondern auch oft den Verfassern einen Befähigung nerfügen, um dieser Absicht gerecht werden in der Regel nichts anderes ist als Seichtheit, sind ja gewiß Dienst, indem sie sie von einer Fortsetzung einer für sie wenig zu können. Gar nicht zu reden von der ebenfalls in gedeihlicher für die Agitation in vielen Fällen ganz gut verwendbar eriprießlichen und dem Ansehen der Partei nicht immer förder Entwicklung begriffenen Spezies rühriger begriffenen Spezies rühriger Geschäfts. Schädlich werden sie erst dann, wenn sie das wirklich Gute in lichen Thätigkeit abhalten. fozialisten, welche eine gute Witterung für allenfalls unserer Parteiliteratur überwuchern- wie dies jetzt einWir wissen wohl, daß wir durch unsere fritische Thätigkeit irgendwo zu holende Profite haben und lustig Broschüre um zutreten droht die Masse der Parteigenossen von der Lektüre so manchen Verfasser und Verleger geträntt, fo manchem braven Broschüre fabriziren, sosialistische" Kouplets, fozialistische" ernster, werthvoller Schriften abhalten, und so- indem sie statt Genoffen eine Unliebenswürdigkeit gefagt, in manchem Betroffenen Theaterstücke, sozialistische Weltgeschichten, fozialistische" Einsicht vielfach Untlarbeit verbreiten Parteilonfusionäre und das Gefühl erlittenen Unrechts erweckt haben, aber dies darf uns in Hausarzueibücher, Naturheilkunden und Wasserkuren in die Welt Parteiknoten großziehen helfen." " Der deutsche Landarbeiter wird hoffentlich überhaupt darauf verzichten, feine Knochen unter der afrikanischen Sonne bleichen zu lassen. Gewerkschaftliches. " welchem schon ein großer Theil der ehemals ansässigen Be- Amtsgericht verlangte, daß man sich gehorsamst" unter- daß sich noch 91 Arbeiter im Ausstande befinden, während 18 die völkerung hinausgedrängt worden ist, als Ersatz eine Ein- zeichne, wenn man ihm etwas zu schreiben habe. Der Bürger- Arbeit fortseßen. Von 34 neuengagirten Arbeitern haben nur 7 wanderung armer Europäer bringen, welche den britischen meister kehrte sich vernünftiger Weise nicht an die lächerliche die Arbeit wirklich aufgenommen, während 27 den Eintritt in Herren dienen soll. Dann können wir ihnen doch noch etwas Büreaukratie- Marotte. In erfreulichem Gegensatz zu dem An- die Druckerei ablehnten, nachdem sie von der Sachlage Kenntniß befferes in unserem füdwestafrikanischen Schußgebiete bieten. Die finnen des bayrischen Amtsgerichts steht ein Grlaß der fürstlichen erlangt hatten. 18 Ausständige wurden in anderen Geschäften Auswanderung dahin müßte allerdings mehr als bisher von der Verwaltung Hohenzollern: Sigmaringen 3, wonach untergebracht und einer fehrte zu Wezel u. Naumann zurück. Regierung unterstützt werden." angeordnet wird, daß in den an die Beamten zu richtenden Schreiben die Anreden Wohlgeboren"," Hochgeboren" und" Hoch- Londoner„ A. K." berichtet, in den letzten Tagen das Gerücht, Ausländische Streife. In Glasgow ging, wie die wohlgeboren" nicht mehr verwandt werden sollen. daß der Bund der schottischen Berg leute bereit jet, leber einen wunden Punkt in den Arbeitsordnungen, einen Vergleich zur Beendigung des Ausstandes anzunehmen. Den bergtechnischen Kommissionen, die der preußische nämlich die Verhängung von Strafen gegen die Arbeiter, Die Nachricht bestätigt sich aber nicht. Am Donnerñag legten Minister v. Berlepsch infolge der Grubenunglücke in Karwin und sagt der Altenburger Fabritinfpektor in seinem Bericht, in wieder 2000 Grubenarbeiter der Pickershaw- 3eche bei Pontypridd eingesetzt hat, empfiehlt die Rheinische Zeitung" die einzelnen Fabriken treffe man Arbeitsordnungen mit 50 und noch Leigh die Arbeit nieder, weil in betreff der 10 pCt. LohnEinführung des elektrischen Glüblichts im Grubenbau, mehr Baragraphen, die ängstlich bemüht sind, alle nur irgend herabsetzung die vereinbarte Ankündigungsfrist nicht eingehalten das, wie fich in Amerika gezeigt habe, seiner hermetisch abge wie möglichen Unregelmäßigkeiten unter Strafe zu stellen." worden war. In Hartlepool und Teeside haben die schlossenenen Glasbirne wegen weniger gefährlich sei als die In diesen paar Worten liegt zugleich die Kritik des ganzen Schiffstischler nach zehnwöchigem Ausstande den Vorschlag der Davy'sche Lampe, und weiter räth unser Bruderorgan der Kom- Systems, den Unternehmer überhaupt zur Festsetzung von Geld- Meister angenommen, daß ihre Löhne auf die am Tyne gezahlten mission eine Untersuchung darüber, ob zur Lüftung und Herab- strafen zu ermächtigen. erhöht werden sollen. Die Modellmacher und Former stehen noch aus. setzung der Temperatur in den tiefer gelegenen Flößen nicht Breß- Aus Chicago theilt dieselbe Korrespondenz mit: In aller Stille luft verwendet werden könne. In Beziehung auf die Erleuchtung wurden die Pullman'schen Fabriken am Donnerstag der Gruben wird noch bemerkt: In den Hauptgängen der Bergunter polizeilichem Schutz wieder eröffnet. Die Erwartung der werke werde jetzt schon elektrisches Licht verwendet, ob seine Zu Gesellschaft, daß mindestens 800 Mann die Arbeit wieder aufleitung sich jedoch nicht auch zu abgelegenen Flögen bewerk400 Arbeiter der An die Zimmerer Berlins richtet sich ein Flugblatt, aus nehmen würden, ward nicht erfüllt. stelligen laffe, folle die Kommission untersuchen, Die Auswahl dem wir folgenden Schlußpassus wiedergeben: Das Angebot Santa Fé- Eisenbahn haben sich geweigert, dem Befehl an elektrischen Sicherheitslampen sei nicht gerade klein und eine von Arbeitskräften ist in ungeheurem Maße vermehrt, und die des Vereinigten Staaten- Gerichts nachzukommen, sich nach Topeka Untersuchung der gangbarsten Lampenmodelle wäre ebenfalls am natürliche Folge davon ist das ständige Sinfen des Arbeits- zu begeben, um dort über die fürzlichen Arbeitseinstellungen Plaze. lohnes. Noch mehr aber als diese ständige Verschlechterung Aussagen zu machen. Alle Räuchereien in Omaha Eine Reihe fetter Poften" waren fürzlich wieder für unserer Lebenshaltung lastet die Unsicherheit der Existenz schwer mußten geschlossen werden, weil die Fleischer ausstehen. Militäranwärter ausgeschrieben. Die Zeitschrift Der auf uns. Niemand von uns weiß, ob er nicht morgen auch Der Verband der Glaceehandschuhmacher sieht jetzt auf Bureau- Angestellte" führt deren folgende an: In Nam3l au beschäftigungslos wird, das Heer der hungernden Arbeits- ein 25jähriges Bestehen zurück. Die Organisation gehört gewiß fuchte der Kreisausschuß einen Bureau Arbeiter. her mit losen vermehrend. Diesen Zuständen muß Einhalt ge zu derjenigen, die ihre Berufsgenossen am zahlreichsten in der allen in der Gemeinde- Krankenversicherung vorkommenden Arboten werden, wenn wir nicht elend zu Grunde gehen Vereinigung vertreten hat, da 74 pCt. aller Glaceehandschuhbeiten vollständig vertraut sein mußte, für jährlich 360 M. Ge- wollen. Der Einzelne ist aber in diesem Vorgehen machtlos. macher dem Verband angehören. halt. Die Stelle" war nicht pensionsberechtigt". In Vergeblich wird sein Bemühen sein, seine Lage zu verbessern. Nimptsch stellte das Amtsgericht einem 2ohnschreiber, wenn er nicht Schulter an Schulter mit seinen Berufsgenossen der fähig wäre, täglich 8 Bogen zu liefern, monatlich etwa fämpft. Darum, Zimmerer, zeigt, daß Ihr nicht gewillt seid, das 30 M. Einkommen in Aussicht. Diese Stelle" war gleichfalls Joch der Arbeit weiter stillschweigend zu tragen, die Ihr durch nicht pensionsberechtigt". In Oldenburg wurden einem die Noth Eurer Familie zu der Erkenntniß gelangt seid, daß Lohnschreiber vom Amtsgericht 60 M. monatlichen( in- unser jetziges Leben eine endlose Kette von Leiden und Trübsal kommens für den Fall prophezeit, daß genug Material vorhanden ist; fommt Alle in unsere Versammlungen und schließt Euch dem wäre und der Schreiber fleißig und rasch arbeite. Das Amts Verband Deutscher Zimmerleute an, und es wird uns dann gegericht in Pirna endlich ficherte einem Lohnschreiber, lingen, unsere Rebensverhältnisse zu verbessern. Nur durch geder genügende Erfahrung" habe, durchschnittlich 50 M. den meinsames Handeln werden wir vorwärts kommen. Alleinstehend Monat zu. find wir dazu verdammt, dem auf uns lastenden Drucke zu erEin neuer Kapitalisten Ring. Fast fämmtliche liegen. Färbereibesiger des Greizer, Glauchauer, Meeraner, Achtung, Textilarbeiter! Der Streit der Velour- Weber Reichenbacher, Negschkauer und Geraer Industriebezirks haben der Firma G. Feibisch, Berlin, dauert fort und da beeinen Ring geschloffen, um die bisherigen Preise zum Theil um treffender Herr in der Zeitung tüchtige Velour- Weber sucht, 15-20 pet. hinaufzuschrauben. Infolgedessen müssen auch die werden die Kollegen gebeten, dem keine Beachtung zu schenken Besitzer der Wollwaaren- Webereien mit den Preisen in die Häbe und die Fabrik zu meiden. Zu unserm Bedauern muß konstatirt gehen. Die Herren Unternehmer vergrößern so auf einfachste werden, daß sich aus den Reihen der Streifenden zwei Weber Weise ihren Profit, begründen" das womöglich gar noch mit gefunden haben, die bei Herrn Feibisch in Arbeit getreten sind. den gesteigerten Forderungen der Arbeiter, werden aber diesen Von den Axminster- Webern, welche die Velourstühle besetzt schwerlich freiwillig auch nur das Geringste zulegen. hatten, ist einer zurücfgetreten, während die andern den Wunsch geäußert haben, die Stühle zu verlassen, damit sie wieder an ihre Arbeit gehen können. Bielleicht kommen die Kollegen noch zu der Einsicht, daß es eines ehrlichen Arbeiters würdiger ist, feinen Kollegen und Mitarbeitern offen und ehrlich in die Augen zu sehen und nicht wie ein Verbrecher von der Arbeitsstätte hinwegzuschleichen. J. A.: Wilh. Nietsch. " $ " : Der Bochumer Verein soll diejenigen seiner Arbeiter besonders belohnen wollen, die ihm 25 Jahre oder länger treu gedient" haben. Wie Frau Fama behauptet, sollen die Glücklichen die Wahl haben, eine Uhr mit Kette oder 50 M. baares Geld anzunehmen. Die Arbeiter erhalten damit, meint die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung", noch lange nicht die Summe zurückerstattet, die sie infolge der falschen Einschäßung des Herrn Geheimrath Baare zu viel an Kommunal steuern zahlen mußten. M Sendungen und Anfragen sind zu richten an Julius Janz, Berlin, Königsbergerstr. 33, Hof III. Den nationalen Krankenkasse der deutschen Goldund Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen ist vom Reichskanzleramt von neuem bescheinigt worden, daß sie, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesezes genügt. Vermischkes: Brand. Oppeln, 4. Auguft. Bei dem Brande des Gebäudes des Eisenbahn- Betriebsamtes sind, wie nunmehr festgestellt ist, die Frau des Bureaudieners Sowade und drei Kinder durch Ersticken um das Leben gekommen. Das Feuer war infolge einer Explosion von Benzin entstanden und hatte sich sofort auf das Treppenhaus verbreitet. Cyklon. Mailand, 3. August. Hier wüthete heute ein heftiger Cyklon, welcher die Ausstellung beschädigte und mehrere Personen verwundete; auch an anderen Stellen der Stadt wurde durch den Sturm beträchtlicher Schaden angerichtet. den gemeldeten Cyklon wurden zwei Arbeiter getödtet und vier schwer verwundet. Durch Cholera. Amsterdam, 4. August. Ein vorgestern er frankter hiesiger Einwohner verstarb heute an asiatischer Cholera. In der Provinz Limburg tam gestern ein Cholerafall vor. Maastricht, 3. August. Hier wurden heute 5 Choleras Erkrankungen und ein Cholera- Todesfall festgestellt. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Geestemünde, 4. August. In Driftsethe bei Hagen wurden durch ein großes Feuer 9 Wohnhäuser und 14 mit Korn gefüllte Gebäude eingeäschert. Alle arbeiterfreundlicher Blätter werden um Abdruck gebeten. Zuzug ist fernzuhalten: von Steinschleifern nach Das Aehreulesen zu verbieten ist unseres Wissens bisher Löbau i. S.( Grabdenkmäler- Fabrik von A. H. Kloß); von noch niemand eingefallen. Die Amtshauptmannschaft in Metallschleifern nach Schwelm in Westfalen; von Dresden Neustadt hat's fertig gebracht. Sie erklärt est ei ßzeugarbeitern nach Nürnberg( Reißzeugfabrik für ein strafbares Eigenthumsvergehen", wenn jemand ohne oder von Karl Eckert Sohn u. Komp., Rennwegstraße 13); von Wer Köln, 4. August. Die„ Kölnische Zeitung" meldet: Die wider ben erklärten Willen des Feldbesizers Aehren liest, und goldern nach Warschau, wo die Arbeiter der Firma chinesische Regierung hat der deutschen Regierung für die durch fegt darauf 60 M. Geld- oder 14 Tage Haftstrafe. S. Berman wegen schlechter Löhne zum Streit gezwungen sind das deutsche Kanonenboot Jltis" in dem Geegefecht zwischen Von dem fächsischen Reichstagsabgeordneten v. Frege( der Buchhalter sucht in Berlin Streitbrecher zu werben). Japanern und Chinesen erfolgte Rettung von 150 Mann des berichtet der Leipziger Wähler", daß dieser Herr auf seinem Gute Beendet ist der Streit der Steinarbeiter in Rowshing" ihren Dank ausgesprochen. in Abtnaundorf jetzt täglich acht Mann des 107. Jufanterie- elsch hufe bei Dresden. Paris, 4. August. Ein heute im Elysee unter dem Borsize Regiments mit landwirthschaftlichen Arbeiten beschäftigt. des Präsidenten Casimir Perier abgehaltener Ministerrath beZum Ausstand der Metalldrücker der Deutschen Mit Arbeitermangel lasse sich das nicht entschuldigen; wolle metall patronen Fabrit in Karlsruhe wird be- schäftigte sich mit der Koreafrage und den Kongo- Angelegenheiten. Frege, der Millionär ist, höhere Löhne zahlen, so fände er Ar- richtet: Die Verhandlung der 19 ausgesperrten Metallbrücker Das ostasiatische Geschwader hat Befehl erhalten, die Interessen beiter genügend. Folglich wäre die Ursache, daß er Soldaten mit der Direktion hat zu feinem befriedigenden Resultat geführt. der französischen Staatsangehörigen an der Küste von Korea zu verwendet, in der Billigkeit dieser Arbeitskräfte zu suchen. Die Direktion hat wohl die Mehrzahl der Arbeiter zum bis- schüßen. Nun tönnen wir uns auch erklären, warum der Herr in der Be- herigen Akkordlohn wieder anstellen wollen, doch die Wieder New- York, 4. Aug. Die Cunard- Linie hat den Zwischendecks geisterung für fortgesette Heeresvermehrung selbst den fanatischsten auſtellung von zwei Arbeitern verweigert, die sich das Interesse passagepreis vom Kontinent nach New- York wieder auf 20 Dollars Anhängern des Militarismus um mehrere Nasenlängen voraus ist. ihrer Kameraden angelegen sein ließen. Da die Arbeiter sich erhöht. Die übrigen an dem Tariftampfe betheiligten GesellChinesisches aus Deutschland. Münchener Blätter zus solidarisch erklärten, sind die Verhandlungen abgebrochen worden. Schasten dürften dieser Erhöhung folgen. folge schickte ein bayerisches Amtsgericht einem Bürger einen an Der Ausstand dauert also fort. das Amtsgericht gerichteten Brief zurück, weil am Schlusse die Respektsformel Hochachtungsvoll" gebraucht war. Das " " = Ueber den Streit der Arbeiter der lithographischen Austalt von Wezel und Naumann in Leipzig wird berichtet, " Literarisches. Konstantinopel, 4. August. Die für fremde Provenienzen eingeführte Quarantäne in Mustapha- Pascha wurde für solche Personen und Güter, deren Bestimmungsort Konstantinopel ist, nach Cataldza verlegt. Freilich, trotz aller Anstrengungen der Parteipresse wird es Nachwort angefügt hat. Engels bittet uns aus seinem reichen dem Einzelnen schwer fallen, zu entscheiden, welche Schriften er Wissen über die Verhältnisse in Rußland hier wiet er eine neue taufen soll, wohl keiner der Käufer hat eine Uebersicht über die ganze Literatur, so daß wir auf die von uns Eingangs ge: Friedrich Engels, Internationales aus dem Volts: Gabe, die uns wieder zu lebhaftem Danke verpflichtet. Endlich enthält das Heft die Besprechung von zwei machte Anregung sta ate( 1871-75). Berlin. 1894. Verlag der Expedition Flüchtlings Kundgebungen, die einer Schrift mit Rathschlägen für eine giebt uns Material den sozialdemokratischen Bücherkäufer zurückkommen müssen. des Vorwärts". 80. 72 S. Preis 30 Pf. für Beurtheilung der Beziehungen Rußlands zu Polen, die Vorläufig bietet das von der Buchhandlung des Vorwärts" Georg Plechanow, Anarchismus und Sozialismus. andere nefert werthvolles Material für Beurtheilung der herausgegebene Schriftenverzeichniß, das vor kurzem erschienen Berlin. 1894. Verlag der Expedition des Vorwärts". 8°. Blanquisten, dieser thatkräftigen und tüchtigen Fraktion innerift, einen Ersatz hierfür. Ohne Rücksicht, об die 84 S. Preis 40 Pf. halb der Sozialdemokratie Frankreichs. Schriften in der Verlagsbuchhandlung des Vorwärts" Jeht, wo der Anarchismus im Mittelpunkte der Diskussion Wir können Engels nicht warm genug danken, daß er uns oder in anderen Verlagsgeschäften erschienen sind, ist steht und die gegnerischen, im rücksichtslosen Kampfe gegen unsere diese Arbeiten wieder zugänglich gemacht hat, hoffentlich erscheint die deutsche sozialistische Literatur hier zusammengestellt, Partei vor feinem Mittel der Verdächtigung und Fälschung ihm unser Wunsch nicht unbescheiden, daß er seine zahlreichen einige Spreu ist vom Weizen geschieden. Ist auch nicht alles aus zurückschreckenden Blätter Anarchismus und Sozialismus in Zeitungen und Zeitschriften verstreuten, nur, vereinzelten gemerzt, was nicht empfohlen werden kann, so ist doch alles in als verivandte Erscheinungen bezeichnen, damit unsere Partei für Genossen zugänglichen Arbeiten auch noch sammelt, und dem ihn als dem Kataloge enthalten, was in unserer Literatur von Werth ist. Die Thaten eines Caserio und Ravachol verantwortlich gemacht Lehrer hoch verehrenden deutschen Proletariate zugänglich macht. Wir finden u. a. alle Schriften von Mary, Engels, Lassalle, werden könne und die öffentliche Meinung für Ausnahmegesetze Wolff, Bebel, Liebknecht, Bracke, Kautsky, Bernstein, Schippel, gegen die Sozialdemokratie präparirt werden soll, erscheinen die Ganz speziell mit den Beziehungen von Anarchismus und Schoenlant, Deville, Lafargue, Adler, Greulich, Plechanow beiden oben genannten Schriften zur rechten Zeit für unsere Ge- Sozialismus und mit der Geschichte des Sozialismus beschäftigt angeführt, außerdem die statistischen Arbeiten unserer nossen und für die ehrlichen Gegner. sich der russische Sozialdemokrat in der zweiten oben genannten Gewerkschaften, die Protokolle der internationalen, deutschen Die Schrift von unserem Altmeister Engels enthält, abgesehen Schrift. Er füllt damit eine Lücke in unserer Literatur gerade und österreichischen Parteitage sowie der Gewerkschafts- von einem Nachwort zu der im Jahre 1875 erschienenen Bro- zur rechten Zeit und in tief gründlicher Weise aus. Nächst dem, Kongresse. In einer giveiten, Nationalöfonomie" überschriebenen schüre: Soziales aus Rußland" nichts Neues, aber trotzdem was Mary in Engels' Schrift, Eugen Dühring's Umwälzung Rubrik finden sich neben wissenschaftlichen Schriften von werden kaum zwei von hundert Genossen den Inhalt kennen, da der Wissenschaft, über den utopischen Sozialismus gesagt Parteigenossen, die nicht direkt Parteiſchriften sind, die die ursprünglich im Leipziger Boltsstaate" erschienenen Auffäße hat, find die beiden ersten Rapitel der Schrift werthvolleren Schriften der wissenschaftlichen National zwar nachher zum größten Theile als Broschüren erschienen, aber von Georg Plechanow das beste, was zusammen ökonomie Deutschlands, die Darstellungen der Arbeiter längst vergriffen sind. Außer einem Vorworte enthält die Schrift gedrängt auf wenige Seiten über den utopischen und wissens verhältnisse, der ländlichen Zustände Deutschlands, wirthschafts- einen Auffah Abermals Herr Vogt", die den Abschluß der 1859 fchaftlichen Sozialismus geschrieben wurde. Nach dieser Eingeschichtliche Untersuchungen u. s. w., eine dritte Geschichte" begonnenen Polemit zwischen Mary und Vogt bildet und den leitung beleuchtet unser russischer Mitkämpfer die Theorien von überschriebene Abtheilung enthält eine Reihe empfehlenswerther attenmäßigen Beweis dafür erbringt, daß Vogt, dieses Ideal des May Stirner, Proudhon, Bakunin, Krapotkin, Grave, historischer Schriften, wie die vierte Abtheilung natur deutschen Liberalismus, ein bezahlter Agent Napoleons Ill. war. Etiévant 2c. Er weist bei all' diesen den schroffen wissenschaftliche Schriften. Die weiteren Rubriken enthalten Im Augenblick wird aber am meisten intereffiren Gegensatz dieser Theorien zur sozialistischen Lehre nach. Zusammenstellungen von Gedichten, Romanen, Dramen, Zeit- die treffliche, 1878 erschienene Studie Die Bakunisten Die beiden legten Kapitel behandeln" die sogenannte schriften, Photographien, Musitalien und Gesetze. Endlich enthält an der Arbeit", worin die ,, anarchistische Karritatur anarchistische Tattit, ihre Moral" und" die Bourgeoisie, den die letzte Abtheilung unter dem Titel" Gelegenheitstauf" eine der Arbeiterbewegung" beleuchtet wird und für jeden, Anarchismus und den Sozialismus". Wir fönnen unser Urtheil Reihe sehr werthvoller Schriften zu ermäßigten Preisen. Sehr der lesen und hören und nicht fälschen und verleumden darin zusammenfassen, daß diese Schrift eine der besten und günstig unterscheidet fich das vorliegende Bücherverzeichniß von will, der Nachweis erbracht ist, daß die Sozialdemokratie stets wissenschaftlichsten, welche unsere Literatur befißt, daß wir sie zu den früheren, es ist reichhaltiger und übersichtlicher, wie die den schroffen Gegensatz gegen den Anarchismus betont hat. jeder Zeit mit Freude hatten begrüßen müssen, daß sie aber niefrüheren Kataloge unserer Parteibuchhandlungen, es macht zwar Bald werden es 50 Jahre sein, daß Mary mit Proudhon, der als zeitgemäßer und wichtiger war als in diesen Tagen.-n. nicht die von uns angeregte Schrift unnöthig, wird aber doch von vielen Anarchisten als Stammvater ihrer Schule betrachtet im wesentlichen ein zuverlässiger und recht nüßlicher Wegweiser wird, abgerechnet hat, die Kämpfe zwischen Marxisten und Die Ereignisse von Falkenau und Oftran im Parlafür sozialdemokratische Bücherkäufer sein. Batunisten, Sozialdemokraten und Anarchisten bilden eine nie mente. Nach dem stenographischen Protokolle Wien 1894. Wien. abreißende Kette in der Geschichte der Sozialdemokratie. Jeder, Verlag von L. A. Bretschneider..80 136 S. Preis 40 Pfg. der etwas gelernt hat und die Wahrheit bekennen will, weiß dies, aber unsere Gegner haben nichts gelernt und lieben die Wahrheit nicht. Trotzdem ist es gut, daß die Akten für diesen Gegensaz stets vorliegen und daß die Genossen Gelegenheit haben, sie zu studiren. Bon Dr. G. von Gizydt. Seft 7, Berlin, Dümmler's Verlagsbuch: stammende Aufsatz Soziales aus Rußland", dem Engels ein land wird diese Schrift zahlreiche Leser finden. Von großer Wichtigkeit ist der aus dem Jahre 1875 Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pöhsch in Berlin. Druck und Berlag von Mar Bading in Berlin SW.. Beutbitraže 2 -P. Eingelaufene Druckschriften. Führer durch Lemberg und die allgemeine Landesausstellung 1894. Bon Dr. Alb. 8ipper. Mit zwei Plänen. Lemberg, Verlag der Ausftellungs- Direttion. Buchdruckerei von 2. v. 2ozinsti. Ethffche Kultur. Wochenschrift zur Berbreitung ethischer Beftrebungen. handlung. " " " Wie ein spannender Roman liest sich dieses stenographische Protokoll über die Sigungen des österreichischen Abgeordneten= hauses, in denen die blutigen Ereignisse in Faltenau und Ostrau verhandelt wurden. Besonders lesenswerth sind die Reden der Abgg. Pernerstorfer, Kauaic, Kaizl und Lueger, Auch in Deutsch-n bierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 180. Sonntag, den 5. August 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermu H3 die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproßen die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Bum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenossen in Deutschland, helft uns, indem Ihr fein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Lehteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Tokales: Alle den Boykott betreffenden Schriftstücke sind bis auf weiteres an J. Auer, Razbachstr. 9 I, oder an H. Mattutat, Wrangelstr. 124, zu senden. Die übrigen Mitglieder der BoykottWeinstr. 31, und Hilpert, Nixdorf, Karlsgartenstr. 1. Aftien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Patzen- fommission sind: Millarg, Lehrterstraße 22, Gumpel, hofer, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Branhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Schultheiß' Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin, Abth. I Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Die Boykottkommiffion. leber die Sperrung des Schmargendorfer Schüzenhauses- so schreibt uns die dortige Lokaltommission fursiren die abenteuerlichsten Gerüchte, nach welchen es den Anschein hat, als ob dem Wirth Unrecht geschehen sei. Deshalb scheint es uns am Plate, hier nochmals zu erklären, daß die Sperre einzig und allein aus dem Grunde geschah, weil der Saal zur Versammlung nicht zur Verfügung stand. Bes merft sei noch, daß Herr Wegener den Arbeitern gegenüber auch noch sonst wortbrüchig geworden ist. Da Herr Wegener angeblich verBerlins, namentlich des Ostens und Südostens, Stralau bis auf so wurde man dahin einig, daß er in den Räumen, die von der Die Lokalfommission von Stralau ersucht die Genossen pflichtet ist, Bier von der Schöneberger Schloßbrauerei zu entnehmen, weiteres bei event. Ausflügen zu meiden, da nicht nur in allen Arbeiterschaft nicht frequentirt werden, dieses Bier, im Garten größeren Lokalen und Sälen Ringbier verschänkt wird, sondern die und Tanzsaal aber nur boykottfreies Bier ausgeschänkt werden Saalinhaber auch ihre Säle zu Arbeiterversammlungen verweigern. soll. Entgegen diesen Abmachungen hat er aber am 21. Juli im Die in der Lokalliste aufgeführten Restaurants sind nur klein und Tanzsaal Schöneberger ausgeschänkt und sich geweigert, eine Bierbefizen weder Saal noch Garten, sind also für einen Sommer- tontrolle vornehmen zu lassen. Ausflug nicht geeignet. " Die Lotal Kommission von Friedrichsberg macht bekannt, daß das Lokal von Sellnow, Frankfurter Allee 173, pom heutigen Tage ab für Arbeiter gesperrt ist, indem sich der Wirth den Saalverweigerern angeschlossen hat. Die Lokalkommission Friedrichsberg. Steglig. Der Gastwirth Thiete, Schwarzer Adler", Albrechtstr. 125, hat troß seiner fchriftlichen Erklärung, tein Ringbier zu verschänken, Bier des Böhm. Brauhauses verschänkt und mußte deswegen von der Liste gestrichen werden. Rummelsburg. Ringfreies Bier führen: Palzin. Kantstr. 9/10. 2inde, Kantstr. 6. Ferner muß es heißen Nercke( nicht Lerke, wie es in der letzten Liste hieß), Lessingstr. 25 und vielis( nicht Wieliz), Schillerstr. 32. Bu streichen sind Köhler, Neue Prinz Albertstraße 16 und Löschow, Kantstr. 11. Briz. Ringfreie Biere schänken folgende Wirthe aus: Karl Dorn, Bürgerstr. 4. Richard Niemetscher, Rudowerstr. 65. Sämmtliche Säle sind gesperrt. Es geben folgende Wirthe ihre Säle zu Versammlungen: Treptow: Arends, Neue Krug- Allee. Zornow. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei mann Otto, Restaurant zum Karpfenteich, Alter Köpenicker Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rigdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Bittoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin, Brauerei Stralau. Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, lottenburg. Landweg. = Wir machen die Genossen Berlins noch ganz besonders darauf aufmerksam, daß in Schmargendorf jezt nur 3 Lokale zu unserer Verfügung stehen, in denen boykottfreies Bier ausgeschänkt wird. Es sind dies: Wirthshaus Schmargendorf", Warnemünderstraße, Sanssouci", Ruhlaerstraße und Destillation von Walter, Breitestraße. " " Achtung, Rigdorf! Parteigenofsinnen und Ges noffen! Die Bereitwilligkeit, welche uns von Seiten der kleinen Geschäftsleute im gegenwärtigen Kampfe entgegengebracht wird, legt uns die Pflicht auf, auch dafür zu sorgen, daß die Waaren nur da entnommen werden, wo die Plakate der Zwölferkommission vertreten sind. Der gegenwärtige Kampf ist ein Klassenkampf geführt werden muß, um zum Siege zu gelangen. Darum behalte welcher mit aller Energie seitens des arbeitenden Proletariats Jeder ein wachsames Auge, dann ist der Sieg unser. Die Vertrauensperson. Der Bierboykott wird mit vermehrter Energie fortgeführt, so tönt's von Mund zu Mund in jeder Werkstatt und an jedem Arbeitsplatz. Die Bierproßen sind noch nicht mürbe, es ist ihnen noch zu früh für die Herr- wollen den Krieg weiter führen, nun, den Arbeitern fann's recht Beendigung des Bierkrieges. Die Herren von der Malzdarre fein. Heute am Sonntag bietet sich die beste Ge legenheit, die Solidarität der Arbeiterschaft machtvoll zu beweisen. Wenn es sich jeder Arbeiter zur strengen Pflicht macht, teinen Tropfen Ningbier au trinten und die Lokale und Gärten, in und außerhalb Berlins, in denen Ringbier verzapft wird, zu meiden, dann werden die Ringbrüder fühlen, was es bedeutet, die Berliner Arbeiter in so brutaler Weise, wie es geschehen ist, zu provoziren. Ober Schönweide: Gastwirth Haferland. Nieder Schönweide: Kein Saal zu haben. Johannisthal: Senftleben, Friedrichstraße. Alle übrigen Lokale sind für uns nicht zu haben. Folgende Restaurateure führen ringfreies Bier. Neu Treptow: G. Herrmann, Baumschulenstraße 84, Wusterhausener Bier. D. Lauge, Baumschulenstraße 32, Hamburger Bürgerbräu. Nieder Schönweide: Strecker, Grünauerstraße 5, Char- Bustehausener Bier. Hinz, Berlinerstraße, Wusterhuusener Bier. Siebenbaum, Berlinerstraße, Wusterhausener Bier. Die Lokalkommission für Nieder- Schönweide und Umgegend. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ro., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. D. Noack, Baumschulenstraße 77. Achtung, Weißensee! Wir machen die Arbeiter und Parteigenoffen darauf aufmerksam, daß die in der gestrigen Nummer erschienene Liste nicht die entsprechende ist. Es kann hier nur ein Frrthum vorliegen, da die neue Liste am Freitag Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Max Denn früh bei Herrn Gumpel abgegeben worden ist. Ersuchen daher hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. folgendes zu beachten: Brauerei in Wusterhausen. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. furt a. D. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. = Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Eilbed. Brandenburg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: Herm. Wolff, Dragonerstr. 31. Es sind von der betreffenden Liste zu streichen: Dorn, König- Chauffee 46; Kriedemann, König- Chaussee 19; Krautwurst, Rölfe 13; Schwiegte, Heinersdorfer Weg 39; Möwes, Schön straße 10. Folgende Wirthe sind in die Liste aufzunehmen: Irmischer, Heinersdorfer Weg 8. Laue, Langhansstr. 9. Rupsch, Lang hansstr. 110. Springer, Generalstr. 8. J. A.: Karl Przibilla, Straßburgstr. 36, 2 Tr. Arbeiter! Parteigenossen! Denkt an die Hunderte von Gemaßregelten, denkt an die Arbeitslosen, an die durch den Hochmuth des Bierrings ausgesperrten Brüder, denkt an die Doppeldezimirung der Brauerei Arbeiter und handelt, wie es flassenbewußten Kämpfern für die Rechte der Arbetier zukommt, meidet die Lokale, in denen Ringbier aus geschänkt wird, und trinkt kein Ringbier. Es gilt unverbrüchlich daran festzuhalten, daß kein Ringbier fonsumirt, fein Lokal, was seinen Gästen Ringbier vorseßt, auf gesucht wird. vermag. Wird diese Maßregel energisch durchgeführt, dann wird sich zeigen, daß die Einigkeit und Entschlossenheit der Arbeiter Berlins den Uebermuth des Brauereiringes zu überwinden Vorwärts also! Gebt überall die Parole aus: Niemand darf Ringbier trinten, und die otale, in denen Ringbier geführt wird, dürfen nicht besucht werden! Parole der am Freitag versammelten Saalverweigerer. Herr Hinans mit dem Vorwärts" war wiederum die Jacobi, das leuchtende Vorbild eines wackeren Kämpen gegen das„ Umsturzblatt", war nicht zugegen. Sein Feuereifer für die gute Sache läßt ihn aber nicht ruhen; aus der Ferne sendet er Die Mitglieder der Lokalkommissionen der den Antrag, die vereinigten Saalverweigerer zu verpflichten, den Vororte Berlins werden hierdurch nochmals dringend er- Vorwärts" nicht mehr zu halten. Herr Feuerstein dämpfte sucht, alle Mittheilungen bezüglich der Lokale direkt an in etwas den Uebereiser des jakobinischen Heißsporns. Manche H. Gumpel, Weinstr. 31, gelangen zu lassen; die an die breitung von dessen Ideen, sondern zum Studium desselben." Gastwirthschaft müßte ja das Blatt halten, nicht zur Ver Redaktion gesandten Buschriften tönnen auf Berücksichtigung Andererseits wurde auch die bürgerliche Presse getadelt, die nicht rechnen. nicht genügend eintrete für die Gastwirthe. Aber wir " strengen würde, die Saalverweigerer vom Dalles zu erretten zu regeln hat. Sein Amtsbruder damit das Weite gesucht habe. Er sei Anarchist und er würde verstehen die Beschwerdeführer nicht. Soll denn bie zu machen, daß in den Restaurationsräumen mittage sein in der Melanchthonstraße befindliches Romtoir be Ringpresse im Jutereffe der Brauereiproßen und der Saal- boykottirtes Schultheißbier verschänkt wird. Arbeiter suchen wollte, entdeckte er zu seiner Verwunderung, daß es ver verweigerer noch mehr zusammenlügen? Das ist doch schlechter- Berlins, meidet dieses Bier! schlossen war. Nachdem er geöffnet, fand er anstatt seines Buch dings nicht zu verlangen, thut sie doch jetzt schon das MenschenDer Schreiber mit dem Chorus der bürgerlichen Presse von den Der Boykott wirkt nicht. So wird wenigstens im Verein halters nur einen Brief von demselben vor. wenn die gegnerische Presse im Schimpfen sich noch mehr an des Bierringes behauptet. Wir wollen heute nur auf die statt fälschten Checks von der Deutschen Bank 500 m. verschafft und wäre sie doch nicht im Stande. Mit der Unterstützung sieht's liche Liſte hinweisen, die in der letzten Nummer des Bor- nie aufhören, mit Feuer und Schwert die besitzende klasse zu verteufelt faul aus und wir bedauern bei aller Gegnerschaft den wärts" veröffentlicht ist und in Berlin und den Vororten nicht bekämpfen, fein Chef möge sich hüten, ihn zur Anzeige zu bringen. Dr. Merfer, der jetzt sämmtliche Dullesangelegenheiten allein weniger denn 2329 Lokale angiebt, die kein Ringbier führen. In einem Abschiedebriefe, den der Durchbrenner an seinen Bater Dabei ist zu berücksichtigen, daß mancher von den Wirthen seine gerichtet hat, versucht er auch diesen zum Anarchismus zu be Jacobi hat sich Adresse nicht angegeben hat, vielleicht aus Rücksicht auf einen lehren. Die bei der Deutschen Bank angestellten Ermittelungen nämlich unterdessen von den Geschäften gedrückt. Geit der letten Sigung, etwa bestimmten Kundenkreis. Ferner fehlen fast alle größeren Wirthe, acht Tage her, sind bei Herrn Merker 150 Unterſtüßungsgesuche eingelaufen. Die ihr Lokal zu Versammlungen hergeben und ebenfalls fein ergaben in der That, daß der Kassirer sich durch einen gefälschten Gomassenhaft gingen dieselben ein, daß eine achttägige Bingbier führen. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß einige Check hatte täuschen lassen und darauf 500 m. verabsolgt hatte. daß eine achttägige von den Wirthen ihren Bedarf auch vor dem Boykott von den jetzt Frist nöthig wurde, um ein Gesuch In die Gefahr, auf offener Straße zu verbrennen, zu erledigen. Die fleinen Gastwirthe sind es namentlich, die ungeheure Summen außerhalb des Ringes stehenden Brauereien bezogen haben; die Bahl gerieth gestern Nachmittag der Kaufmann M., Große Hamburgerfordern. Der Dalles ist, wie gesagt, ein allgemeiner und viele dieser ist jedoch nur gering, da die meisten Brauereien sich erst straße wohnhaft. Herr M. passirte in der vierten Nachmittags= der Mitgelootften fangen bereits an zu murren. Der nahende iet hier eingeführt haben. Rechnet man aber auch den Rückstünde die Lindenstraße an der Hollmannstraße, als plößlich an Winter dürfte die Situation der jacobinischen Gefolgschaft nur im Bewußtsein der Macht der Berliner Arbeiterschaft im guten lang es hinzueilenden Bassanten die Flammen zu ersticken, ehe gang in dem Konsum von Flaschenbier mit, so kann man gewiß seinem Rock eine Feuersäule emporloderte. Glücklicherweise genoch verschlimmern. Humor den Herren es überlassen, ihren Gläubigen immer aufs M. noch ernstere Verlegungen erlitten hatte. Entstanden ist das Neue wieder die Mär aufzubinden: Der Boykott wirkt nicht!" Feuer wahrscheinlich durch ein brennend fortgeschleudertes An die Gastwirthe Berlins und Umgegend. " Schankwirthe Berlins und Umgegend zu decken, haben die ver- folche außerhalb, unter falscher Flagge Bier aus boykottirlen entzündet hat. Um den regelmäßigen Bedarf an Bier seitens der Gast- und Fortgeseht laufen Klagen ein, daß Wirthe, namentlich Streichholz, bas auf die Kleidung des M. fiel und diese alsdann schiedenen außer dem Ring befindlichen Brauereien von aus: Brauereien auszuschänken suchen. Es ist nun nicht möglich, alle Seinen Verlegungen erlegen ist der Gastwirth Lemberg, wärts selbst hier Niederlagen von ihren Bieren eingerichtet. Die diese Fälle zu veröffentlichen, vielmehr ist es Sache der Genossen deffen Selbstmordverfuch wir bereits gemeldet haben. Mit 2. ist unterzeichnete Kommiffion glaubt, daß dadurch ein jeder Gast- felbst, dort, wo sie verkehren, gehörig aufzupassen, um nicht be- der Inhaber einer der wenigen noch vorhandenen alten Berliner wo bieber ift ga Gache und Schankwirth, der seine Gäste befriedigen und denselben ring freies Bier verabfolgen will, dazu in der Lage ist, umsomehr trogen zu werden. Lezteres wird um so weniger geschehen, wenn Weißbierstuben verstorben, in welchen sich die Bürger der Umals von nächster Woche ab noch zwei außerhalb bestehende die Lokale grundsätzlich gemieden werden, deren Inhaber die gegend des Abends zusammenfanden, um bei einer„ tühlen Brauereien, die bisher noch nicht mit der Kommission in Ver: Säle verweigern. Aber auch bei anderen Wirthen sei man vor: Blonden" und einem Kopf Tabak" die Stadtneuigkeiten zu bebindung standen, hier Filialen einrichten. fichtig. Die Versuchung, Ringbier auszuschänken, ist, wie es sprechen. Zu den sonstigen Stammgästen des L. gehörten die Sollten dennoch unpünktliche und unregelmäßige Lieferungen scheint, zu groß, namentlich wenn sich dabei ein Extraprofit her meisten Beamten und Rechtsanwälte des Amtsgerichts in der von Bier vorkommen, so ersucht die unterzeichnete Kommission, ausschlagen läßt. So wird uns von verschiedenen Seiten mit- Jüdenstraße. alle Beschwerden an J. Henke, Naunynstr. 86, zu richten, wo- getheilt, daß, obgleich der Gastwirth Otto, Restaur. zum Karpfenteich", am Sonntag durch Inserat im Vorwärts", als auch durch nach dann das Weitere veranlaßt wird. Anschlag in seinem Lokal, bekannt gab, daß er Evora- Bier aus schänke, dies nur zum kleinen Theil der Fall war. Durch jene Bekanntmachung hatten sich eine ganze Anzahl Eine all Genossen veranlaßt gefühlt, das Lokal zu besuchen. welches man unter der Bezeichnung Evora oder Fürstenwalder gemeine Entrüstung entstand, als bekannt wurde, daß das Bier, verkaufte, aus der Schloßbrauerei Schöneberg stammte. Viele verließen das Lokal, obgleich man versuchte, die Sache als Mißverständniß hinzustellen, an dem die Kellner Schuld hätten. Darum Augen auf. 3. Hente, Gr. Frankfurterstr. 73. F. Witte, Andreasfir. 26. W. Lorenz, Koppenstr. 47. H. Köhn, Naunynſtr. 83. G. Spiedermann, Weberstr. 66. Haferland, BellermannStraße 87. M. Schep 3, Reinickendorferstr. 7. B. Stabernack, Mühlenstr. 49a. G. Tempel, Langestr. 65. F. Bu beil, Naunynstr. 86. Schonheim, Gräfestraße 8. Wernicke, Charlottenburg, Krummestr. 19. Urania nach Ablauf ihrer Ferien wieder dem Publikum geöffnet. Irauia. Heute, Sonntag, Nachmittag 4 Uhr, wird die bends um 73/4 Uhr findet auf vielseitiges Verlangen die Vorführung des dekorativen Ausstattungsstückes„ Das Antlig der Erde" statt. Kreuzbergnraße ein vierjähriges Mädchen beim Spielen unter die Polizeibericht. Am 3. d. M., Mittags, gerieth in der Räder eines Geschäftswagens und erlitt eine bedeutende Quetschung am Bein. Nachmittags stahl ein Arbeiter in der Unsere Brieftaubenpoft das muß uns der Neid lassen Schillingstraße ein Geschäftsfuhrwerk fuhr mit demselben -arbeitet vorzüglich, so gut, daß selbst die Bier. übermäßig schnell die Weberstraße entlang. Er fuhr nach einmajestät mit dem Gedanken umgehen soll, in Zukunft sich ihrer zu bedienen. Von einer unserer süddeutschen Posten wird Bokale. An drei Ausschanklokalen, die er, eins in der Nähe von Schädigte dieselben und überfuhr einen Handwerker, der ſein Sebe eilig hat's Herr Rösicke mit der Errichtung neuer ander mit zwei anderen Geschäftsfuhrwerken zusammen, beuns heute ein Schreiben zugetragen, welches aus dem geheimen Bellevue, eins Alt- Moabit und eins Potsdamerstraße, errichten Gefährt aufhalten wollte, so daß dieſer am Unterschenkel verlegt Kabinet des Herrn Rö si che beziehentlich Happold hervor- will, wird mit Hochbruck gearbeitet, um sie fertig zu stellen. wurde. Dann sprang der Dieb vom Wagen und suchte zu eutIn der Acke Viele der kleineren Lokalinhaber in der Nähe wird es gewiß fliehen, er wurde jedoch ergriffen und verhaftet. schmeichelhaft berühren, von einer solch leistungsfähigen Ron- traße fiel Abends eine Frau vom Hinterraum eines in der Fahrt furrenz aufgefressen zu werden. Auch die dorthin liefernden befindlichen Pferdebahnwagens und verletzte sich so erheblich am Brauereien mögen recht erbaut sein über die Nachbarschaft ihres Kopfe, daß sie bewußtlos liegen blieb und nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Im Laufe des Tages fanden drei großen Ringbruders. Indeß, jetzt dürfen sie nicht muchsen. kleine Brände statt. gegangen ist. Es lautet: Verein der Brauereien Berlins und Umgegend. P. P. Witterungsübersicht vom 4. August 1894. Swinemünde. Berlin Berlin, im Juli 1894. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, sind seit dem 12. Juli cr. fämmtliche zum Verein der Brauereien Berlin und Umgegend gehörenden 32 Brauereien von Der deutsche Offiziersverein und der Bierboykott. derSozialdemokratie in Verruferklärt worden. Die Post" hatte die Frivolität begangen, der Direktion des Nur 6 hiesige bezw. in der Umgegend Berlins Domizilirende oeutschen Offiziervereins in den ungeheuerlichen Verdacht zu fleinere Brauereien, welche sich unserm Verein nicht bringen, sie habe den in ihrem Betriebe arbeitenden Handwerkern angeschlossen haben, sind von der Verrufserklärung das Recht eingeräumt, felbst zu bestimmen, welch Bier fie trinken verschont worden und suchen nunmehr Nutzen aus dem Kampfe wollen. Aber wie konnte auch„ Die Post" das qus preußischen stationen. gegen ihre Berufsgenossen zu ziehen. Da das Bier den Arbeitern Offizieren bestehende Direktorium in einen solchen Verdacht je länger je weniger zusagt, so sind diejenigen Gast- und Schaut bringen, wie fonnte sie auch nur einen Augenblick an der wirthe, welche von ihrer sozialdemokratischen Kundschaft ab- Schneidigkeit der Offiziere zweifeln? Sie muß sich denn auch hängen, gezwungen, sich auswärtige Biere zu beschaffen. Aus eine Berichtigung seitens der Direktion gefallen lassen, in der die diesem Grunde hat in letzter Zeit auch der Konsum jüddeutscher Mittheilung für eine Unwahrheit erklärt wird, da sie es selbitBiere zugenommen( Also doch! Red.), indem in Versammlungen verständlich stets für ihre Bilicht gehalten hat, die bei ihr be Hamburg und selbst in ganz fleinen Schankwirthschaften theilweise schäftigten Arbeiter von den Einflüssen der Sozialdemokratie frei Wiesbaden. bayerisches Bier verzapft wird. zu halten und auch in allen Streiffragen diese Anschauung au Der unterzeichnete Verein richtet daher an seine Berufs das schärfte zum Ausdruck gebracht hat." Wie schlecht doch München genossen und Kollegen in in München, Hof. Die Post" ihre Leute kennt; eine solche zurechtweisung würden ten Haparanda Fürth, Nürnberg, Erlangen, Würzburg 2c. die wir uns wohl kaum jemals zuziehen. Petersburg ergebene Bitte, ihre hiesigen Herren Vertreter gütigst veranlassen Nentrale Gastwirthe. Die Gastwirthe- Jnnung zu Berlin Sort.. zu wollen, derartige Lieferungen, die dom nur vorüber hatte am Mittwoch, den 1. Auguſt cr., im Vorkschlößchen eine Aberdeen gehender Natur sein können, einzu ellen, damit der Kampf, Sigung ihres Vorstandes und Ausschusses zusammenberufen, um Paris den wir nicht nur in unserem, sondern im Interesse des gejamunten deutschen Braugewerbes zu führen gezwungen sind, u dem Bierboykott Stellung zu nehmen. nicht unnöthig erschwert und verzögert werde. Selbstverständen Brauerverein, die Saalbefizer- Kommission und den Verband lich werden auch wir es in gleichen Falle nicht an der der Schank- und Gastwirthe Berlins und Umgegend Einladungen Unterstützung der dortseitigen Brauereien fehlen lassen. ergangen. Von den Eingeladenen waren nur der Verband der Der Verein der Brauereien Berlins und Umgegend ist im Schankwirthe durch die Herren Nümann und Schönicke ver Voraus überzeugt, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um die treten, während Herr Happold als Vertreter des Brauereinach hier importirenden süddeutschen Brauereien zu veranlassen, ließ und die Saalbesitzer- Kommission die Einladung vollständig vereins sich durch anderweitige Abhaltung entschuldigen fich mit uns solidarisch zu erklären und Maßnahmen zu treffen, ignorirte. welche es ausschließen, daß augenblicklicher Vortheile halber die gemeinsame Sache Schaden erleidet. Es waren auch an . . fur aug Barometer stand in min, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 933343( Stala 1-12) Wetter Temperatur PURIGAN( nach Gelfins 5° 6.40 9.) 754 WSW 3 wolkig 18 754 SW bedeckt 15 " 756 woltig 13 759 bedeckt 16 762 bedeckt 12 759 woltig 17 751 bedeckt 15 755 751 762 WSW WNW SW bedeckt 828 16 halb bedeckt 16 wolkenlos 14 Wetter Prognose für Sonntag, den 5. August 1894. Theils heiteres, theils wolfiges Wetter mit etwas Regen, mäßigen westlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Versammlungen. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Hallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Mit Umgegend. Sonntag, den 5. August. Nachmittags 5 Uhr, in den ArminSeniral- Kranken- und Sterbekaffe der Schuhmacher und verwandten Berufsgenossen Deutschlands. E. H. 91. Verwaltungsstelle Berlin. glteder- Beriammlung am Dienstag, den 7. Auguft, Abends 8% Uhr, Andreasftraße 26. Mitgliedsbuch legitimirt.( Eiche Inserat Dienstag.) Achtung, Schuhmacher des Westens und Südwestens! Deffentliche Vereinsverfammlung der Nixdorfer Filiale des Vereins deutscher Schuhmacher am Montag, den 6. August, im Lotale von M. Schüße, Prinz Bandjerytr. 7. Schöneberg. Arbriter- Bildungsverein. Versammlung am Montag, ten 6. August, Abends 8 Uhr, Grunewaldfir. 110. Bortrag des ReichstagsAbgeordneten Genoffen E. Wurm über: Unser Parteiprogramm. Gäste Verein der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen. haben Zutritt. Montag, den 6. Auguſt, Abends 8% Uhr, bet Golisch, Lothringerftr. 63: Mitgliederversammlung. im Restaurant Zeichert, Adalbertstr. 16: Generalversammlung. Gäste will tommen. Touristenklub" Ocarina". Sonntag, den 5. August, Nachmittags 3 Uhr, Privat- Theatergesellschaft Romelia. Sonntag, den 5. Auguft, Abends 7 Uhr, bei Sauermann, Adalbertiir. 8. Fidelitas. Gäste willfonimen. Vergnügungsgesellsdjaft Concordia I Sonntag, den 6. August, Nachmittags 6 uhr, im großen oberen Gaal der Armin- Hallen, Kommandantentraße 20: Unterhaltungsabend( Tanz, humorist. Borträge u. dergl. m.). Vermischkes. In der eingehenden Berathung wurde das einseitige Vorgehen Ihnen im Voraus unseren besten Dank sagend verbleiben wir der beiden Berliner Gastwirths- und Weißbierwirthe- Vereine veim Bierboykott getadelt und der Ansicht Ausdruck gegeben, daß mit der größten Hochachtung Der Verein der Brauereien Berlins und Umg. ein einmüthiges Vorgehen sämmtlicher Gastwirthe Berlins ohne Mar Happoldt, Borsigender. Rücksicht auf die Vereinszugehörigkeit jedenfalls einen anderen Warum so viel Mühe, Herr Röside, wenn der Boykott Verlauf der ganzen Angelegenheit hervorgerufen hätte, als es jetzt der Fall ist. doch nicht wirft"? Mugen wird es ja doch nichts. Es gehört Ferner waren die Anwesenden der Ansicht, daß der eben die ganze Unverfrorenheit der Berliner Biergewaltigen dazu, Terrorismus, wie er seitens der Sozialdemokratie auf die Wirthe zu verlangen, daß auswärtige Brauereien, gegen die sie fortgesezt und Brauereien ausgeübt wird, unter allen Umständen bekämpft einen unerbittlichen Konkurrenzkampf führen, jezt großmüthig werden muß. Andererseits aber waren die Anwesenden auch auf Berliner Kundschaft verzichten sollen, nur damit der Kampi Darin einig, daß die Bestimmung des Brauereivereins, daß die „ nicht unnöthig erschwert und verzögert" werde. Und da( nicht Mitglieder desselben an einen Kunden einer dem Brauereiverein 6, Herr Happoldt) bereits 15 Brauereien der Umgegend dem angehörenden Brauerei während der Zeit des Boykotts kein Bier Heeresbann Röside's nicht mehr Folge leisten, versucht Herr liefern dürfen, eine den Interessen der Wirthe Berlins zuwider Rösicke sein Glück in Süddeutschland und sollen nun die bayerischen Herren Kollegen" der gemeinsamen Sache" zu Liebe laufende ist und geeignet erscheint, dieselben hinsichtlich der Wahl ihrer Biere zu beschränken. Bier nicht mehr nach hier senden. Nach Erwägung aller dieser Umstände und eingehender Be Bu gleicher Zeit mit obigem an die süddeutschen Brauereien gesandten zirkular macht folgender, wie aus dem ganzen Inhaltsprechung wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heute im Restaurant Yorkschlößchen anwesenden Verhervorgeht, ebenfalls aus dem Privatkabinet Rösicke's stammen treter der Berliner Gastwirthe Junung und des Verbandes der der Waschzettel die Runde durch die Ringpresse:„ Nachdem bis auf wenige in der Umgebung von Berlin belegene Betriebe die aft und Schankwirthe von Berlin und Umgegend erklären sich un Bierboykott auch fernerhin neutral verhalten zu wollen. Die norddeutschen Brauereien es abgelehnt haben, die sozial Anwesenden richten dagegen im Interesse ihrer zahlreichen Mit- Cholera. Danzig, 3. Auguft. Der Staatskommissar für demokratische Partei in ihrem Kampfe gegen die hiesigen glieder an den Verein der Brauereien Berlins und Umgegend das Weichselgebiet giebt bekannt: Bei zwei am 31. Juli are Brauereien zu unterstüßen, muß es um so auffallender erscheinen, bas Grsuchen, den Beschluß aufzuheben, daß keine der dem frankten Flößern in Kurzebrack, bei einem Arbeiter vom Gute daß sich bayerische Brauereien hierzu bereit finden. Wie Brauerei Verein angehörenden Brauereien einem bisherigen Holm und einer Frau in Sagorsch ist asiatische Cholera bakterioaus einer uns vorliegenden Buschrift hervorgeht, liefern die Kunden einer anderen boykottirten Brauerei Bier liefern darf, logisch festgestellt worden; hingegen wurde dieselbe bei dem in Aktienbrauerei„ Union" und die Aktienbrauerei vorm. Gebrüder bis der Boykott aufgehoben ist. Dieser Passus im Vertrag der Kurzebrack erkrankten Arbeiter Czarra nicht nachgewieſent. Angermann in Hof in Bayern allwöchentlich größere Quantitäten Brauereien untereinander ist z. 31. zwecklos, da sämmtliche Brände. Breslau, 3. August. Wie die Breslauer Bier an die Herren Reichenkron in Charlottenburg und Lehmann Brauereien boykottirt sind und somit jede Entschädigungsver- Morgenzeitung" meldet, ist das Gebäude des Eisenbahn- Betriebs ( Brauerei Wilhelmshöhe) hier, deren Biere bekanntlich den sozial: pflichtung fortfällt und deshalb nur geeignet erscheint, die Dis- amts zu Oppeln vollständig niedergebrannt. Eine Beamtenfrau demokratischen Genossen tagtäglich im Vorwärts" als boykottfrei positionsfreiheit der Gastwirthe hinsichtlich der Wahl ihrer Biere und deren beide Kinder werden vermißt; man befürchtet, daß empfohlen werden, und die das bayrische Gebräu zweifellos zur dieselben verbrannt seien. Minst, 3. August. Eine Feuers Komplettirung ihrer auf die Neige gehenden Vorräthe benutzen. Wir glauben annehmen zu können, daß diesen Hofer Brauereien, Die Saalverweigerer als Orgelstifter. Um ihre Loya- brunft legte ein ganzes Stadtviertel in Asche. Einige Personen Drohbriefe verbreitet wurden. die, wie uns berichtet wird, mit der dortigen Sozialdemokratie lität zu beweisen, forderten die jetzigen Spitzen der Saal- werden vermißt. Es wird Brandstiftung vermuthet, da seit Wochen teinerlei Fühlung haben, unbekannt ist, zu welchen Zwecken verweigerer vor einigen Monaten im Gasthaus" ihre Kollegen Todesfall. München, 3. Auguft. Der frühere Direktor ihr Fabritat hier benugt wird, und es wird daher wohl nur auf, Gelder zu sammeln für eine Orgel, die ihren Play finden des hiesigen Polytechnikums Geheimrath Professor May von einer Anregung des Vereins der diesseitigen Brauereien bedürfen, soll in der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche. Jeder der treu zum Bauernfeind ist heute gestorben. um auch diese Quellen für die Berliner Sozialdemokratie zu lein bazu beizutragen. Die Herren Gastwirthe hätten hier wieder der Fischerinnung veranstalteter Festzug die Allee nach SchönReiche stehende" Gastwirth wurde darin aufgefordert, fein Scherfs Unglücksfall. Leipzig, 8: August. Als ein heute von verschließen." Gut gebrült! Wenn die Anregung" erst ihre Früchte einmal schweiswedelnd ihre Treue nach Oben hin an den Manu der Fischerinnung veranstalteter Festzug die Allee nach Schöntragen und auch„ diese Quelle" für die Sozialdemokraten ver- bringen können. Aber oh weh! Der Bierboykott kam, die Arbeiter- feld paffirte, scheute das Pferd emes vorüberfahrenden Milch schlossen" sein wird, dann werden sie zu Streuze friechen und sich groschen blieben aus, in den Rassen der Gastwirthe trat eine wagens, ging durch und rannte in die dicht gedrängte Menschenzahl Kinder leichter verlegt. nach den Biertöpfen Roefide's und Happoldt's zurückjebnen. So verzweifelte Ebbe ein und heute wird mancher Großbudiker bald menge hinein. Ein Kind wurde tödtlich, zwei schwer, eine Anfür sich selbst eine Orgel brauchen. die Hundstagstaltulation der Bierprozen, aber " zu beschränken. Gegen die Richtigkeit der diesjährigen Gemeinde Wählerlisten sind Einsprüche nicht erhoben worden.o Der Zoologische Garten, ein Ort der Erholung, UnterBriefkaffen der Redaktion. haltung und Belehrung, hat beute seinen sogenannten 25 BiennigAuch ein Anarchist! Ein Durchbrenner, der unter an A. V. Wir können Sie nur auf die in allen VerSonntag. Ohne von dem Besuch des Instituts selbst, das nur zu selten dem Berliner Proletariat zugänglich ist, abrathen zu archistischem Einflusse gestanden haben will, beschäftigt zur Zeit sammlungen angenommenen Refolutionen hinweisen; daraus geht wollen, tönnen wir doch nicht unterlassen, darauf aufmerksam die Kriminalpolizei. Als der Fabrikant S. am Donnerstag Bor- hervor, wie die Arbeiter sich in dem jegigen Rampje verhalten ollen. Daß die strenge Durchführung des Boykotts mit mancherlei Unbequemlichkeiten verbunden ist, glauben wir gern, es läßt sich dies aber nur ändern, wenn jeder Einzelne das Ringbier streng meidet. Einige Genoffen. Mit den Schreiben, die von gegnerischen Blättern veröffentlicht wurden, und in denen die Saalinhaber Ullrich 30 000 n., Dahms 60 000 M., Arminhallen 100 000 m., Nieft 10 000 M. von den Saalverweigerern verlangten, hat es Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung 71009 Theater. Sonntag, den 5. August. Rehdens- Theater. Jugend. Montag: Dieselbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Die Trom peter von Säckingen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing- Theater. Der Sittenrichter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay- Theater. botene Liebe. Ver Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Goldelse. Montag: Der Veilchenfresser. Apollo Theater. Lena Basan INtasena. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Bettelstudent. Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Raufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenUnserem Freunde wohl seine Richtigkeit. Falsch ist es aber zu glauben, daß die Betreffenden auch nur einen Augenblick annahmen, diese Summen von Jakobi und Konsorten zu bekommen. Es handelte sich nur darum den Beweis zu erhalten, daß es mit dem gefüllten Geldbeutel jener Herren sehr windig aussieht. Eine Antwort haben die genannten Saalinhaber nicht erhalten. m. M. 20. Kommt ganz auf die näheren Umstände an. können Sie nicht zwischen 12-1 Uhr hier anfragen? Briefkaffen der Expedition. 23. 100. Der Zeitungsverkäufer hat kein Recht, für das remplar mehr zu verlangen, als wie am Kopf unserer Zeitung angegeben ist. A. D. Das Inserat tostet 1,60 m. Infern Revende und Genesen Zentral- Kaffe der Achtung! Parteigenossen! Achtung! Gustav Griff zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! 2161b N. M. Sch. Unserm Sangesbruder und Vorsitzenden Schuhmacher. Sonntag, den 12. August, Mittags punkt 12 Uhr: Mitglieder- Berjammlung Grosse Matinée 81 Dienstag, den 7. August, Abends 81/2 Uhr, W. Schrammar Andreassir. 26, Restaurant Wilke, zu seinem heutigen Geburtstag ein Donnerndes Hoch! 21546 Tages Ordnung: Versammlung in Wiesbaden. 2. Wahl in der Berliner Ressource, Sommandantenstr. 57, 1. Berichterstattung über die General zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter, arrangirt von den Vereinen: des Gesammt- Vorstandes. 8. Innere Verein Rethorik" Privat- Theatergesellschaft ,, Liberté"( Mitglieder des Kaffenangelegenheiten. Mitglieds Bundes der geselligen Arbeitervereine), und dem Gefangverein ,, Sanges- Echo" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes), -A 228/6 Na Wilhelm, welches Lied nehmen wir jett? Der Verein ,, Melodia". _ Am 2. d. M. verschied sanft nachbuch legitimirt. schwerem Zeiben mein innigft geliebter 3. M.: W. Papke. Mann, unser Vater, Bruder und Schwager, der Schankwirth Otto Mally im 43. Lebensjahre. Dies zeigen statt jeder besonderen Meldung an, die trauernde Wittwe nebst Kindern und 23796 Geschwistern, si J. Der Vorstand. Bäcker! Dienstag, den 7. Auguft, Nachm. 3 Uhr, in Nieft's Salou, Weberstr. 17: Die Beerdigung findet Sonntagnachm. Deffentl. Bäder- Versammlung. 4 Uhr vom Neuen Johanniskirchhof bei Plößensee statt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schuhmacher Ernst Kluge nach 13monatlicher Krankheit sanft entNational- Theater. Conntag, den 6. Auguft, Rachm, 4 Uhr, ſchlafen iſt. Die Beerdigung findet am Große Frankfurterstraße 132. Goldelse. Schauspiel in 4 Aften nach E. Marlitt's gleichnamigem Roman von Werel. Regie: Mar Samst. Rassenöffnung 3 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Lehmann auf der Weltausstellung in Chikago, sowie Auf treten von Spezialitäten ersten Ranges. Montag: Benefis für Albert Oden: Der Veilchenfresser. Mittwoch: Im Garten großer Ringtamps zwischen Bech- Olsen u. Richard Nogat. Castan's Panoptikum. Hawaiische von der Leichenhalle des freireligiösen Friedhofes, Pappel- Allee, statt. 2162b Wwe. Anna Kluge. Danksagung. 21716 Für die so überaus herzliche Theilnahme, sowie für die kostbaren Kranzspenden, bei der Beerdigung meines innigftgeliebten unvergeßlichen Mannes, unseres guten Schwagers, des Schmiedes Albert Hess, fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, be sonders aber seinen Berufskollegen aus der Fabrit von Ludwig Löwe, sowie auch dem Herrn Pastor aus Woltersdorf auf diesem Wege unsern tiefgefühlten herzlichen Dank. Im Namen aller trauernden Hinter bliebenen die tiefbetrübte Wittwe Auguste Hess, geb. Krüger. Königs- Tänzerinnen. Schmiedels Fettfäle Der Araber Hassan Ali, der schwerste Mensch der Welt Märkischer Hof, Admiral- Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag im Spiegelsaal: Großer Fest- Ball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei. Tanz frei. Die beiden Säle sind Sonnabends ( eleft. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 4902* Wiv. E. Schmiedel. Empfehle meine hocheleganten Sale B. Nieft's Festsäle, 17. Weberstr. 17, Tagesordnung: 1. Berathung der Petition an den deutschen Bundesrath behufs Einführung des Zwölfftundentages. 2. Abrechnung der Kommission über das erste Halbjahr. 3. Gewerbegericht Jnnungsschiedsgericht. 89/1 unter Mitwirkung von Musikern der ,, Freien Vereinigung". ( Kontrollirt von den Brauerei- Arbeitern.) Vokal-, Instrumental- und Zither- Konzert. Aufführung von: An die Scholle gefeffelt." Drama aus dem Arbeiterleben in einem Aft von P. Gent. Die lustige Flugblattvertheilung." Ensemble von Felix Renker. Ansprache des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. Programme à 20 Pf. berechtigen zum Eintritt und sind zu haben bei: Wiedemann, Blumenstr. 38; Friz Zubeil, Naunynstr. 86; Börner, Ritterstr. 15, und bei bekannten Genossen. Da fein Säulenanschlag erfolgt, bitte 108/10 um weiteste Verbreitung. Die Agitationskommiffion. 3. A.: Ernst Pfeiffer, Brunnenſtr. 161. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Dienstag, den 7. August, Abdz. 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Versammlung. Tagesordnung: Kein Ringbier!( Ausschank von Reichenkron.) Eröffnung 1012 Uhr. Anfang punkt 12 Uhr. In anbetracht des guten Zweckes bittet um rege Betheiligung Das Komitee. Vereinigung aller in der Schmiederei beschäftigten Personen beider Zahlstellen Berlins. Großer Sommernachts- Ball am Sonnabend, den 11. August 1894, Be in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße Nr. 28. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Arbeitslose Mitglieder haben freien Zutritt. Anfang 8 Uhr. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Das Komitee. 230/1 1. Rechenschaftsbericht und Bericht Buss' Salon und Garten, Gr. Frankfurterstr. 85, der Revisoren. 2. Vorlegung der Pe Sonnabend im Auguft und September unentgeltlich an Vereine zu Festlichtition zur Novelle des Unfallversiche rungsgesetzes. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Gäste willkommen. 108/11 Verband der in der Kürschnerbrauche bejääftigten Arbeiter . Arbeiterinnen. Filiale B. Montag, den 6. August, Abd. 81/2 Uhr, bei Feindt, Weinstr. 11: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: teiten, Montag und Mittwoch zu Versammlungen zu vergeben. 2151b ( Polizeiliche Ausmessung: 700 Personen.) Bankow. W. Buge's Vereinshans Treptow. Station Pantow( Nordbahn), Schulzeftr. 28. Jeden Sonntag: BALL. Garten und Regelbahn. Reftaurant Zum Karpfenteich. Jeden Sonntag: Spezialitäten- Vorstellung. Entree frei. Ausschank von Evora- Bräu. Erklärung. Ich fügung. stelle mein Lokal nach wie vor zu Bersammlungen und Festlichkeiten zur Ver 543L* Herm. Otto. Von der Reise zurück. Dr. med. Gustav Hirschfeld. Arzt. 21576 Staligerstr. 54 c. 1. Vortrag des Genossen Hoffmann- 21576 Pankom. 2. Diskussion. 3. Urwahl Martin Klein, SHOUSTONATSUhrmacher, 5461L Empfiehlt sich zu Versammlungen und des Delegirten zum Bekleidungs- In- Jim Vorwärts" Nr. 171 wurde ge Vergnügungen, sind noch Sonnab. frei. dustrie Kongreß. 4. Verschiedence fagt, daß ich laut Vereinsbeschluß aus 5. Fragekasten. 1. Sonntags zu allen Feſtlichkeiten und Etablissement ,, Süd- Ost" 15/2 Versammlungen zu vergeben. Mehrere Vereinszimmer sind noch frei. He Rein Ringbier. E Waldemarnr. 75.[ 4792* Empfiehlt feinen Saal den Vereinen zu Versammlungen. Sonnabende und Sonntage sind noch frei. C. Ulrich. Armin- Hallen Seßtaurant Bilhelmöberg Kommandantenstraße Nr. 20. Täglich: = Der Vorstand. Lackirer. Dienstag, 7. Aug., Abds. 81/2 Uhr: 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten dem Verein für die Interessen der Wand- und Laschen- Uhren. Gast und Schankwirthe ausgestoßen bin, ich erkläre dies für eine Unwahr heit, da ich schon 12 Monat aus dem Verein selbst ausgeschieden bin. 20556 Baier, Schantwirth, Zionstirchplatz 1. Ich erkläre Frau Mastag für eine nigerstraße 38. Reparaturen zu soliden Preisen Frdl. Schlafstelle mit sep. Eing. für Herren, Langestr. 71, 1. Stfl. 1 Tr. bei Lischke. Eine frol. Schlafft. für Herrn oder anständiges Mädchen. Weidenweg 79, Vereinsversammlung ehrenhafte Frau. Frau Sahu, Lieg v. 3 Tr. rechts. Tagesordnung: vor dem Landsberger Thor. Sonntag, den 5. August 1894: Großes bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Erntefest, wozu ergebenst einladet 21296 G. Trinkaus. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an ge öffnet. Empfehle meinen Saal zu im schönen Natur Garten. Festlichkeiten. Kein Ningbier! posted pst Frei- Konzert V Säle. Vereinszimmer. eu!! eu!! Sensationell!! eapel- Panorama Katakomben Besuvausbruch- Diorama. Bahnhof Thiergarten- 9 Uhr bis zur Dunkelheit. !! Heute: 25 Pf. Eintritt.!! 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( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes Berlins und Umgegend) sucht zur Vervollständigung noch etliche Tenöre u. zweite Bässe. Stimmbegabte Rixdorf, Rnesebecstraße 14 und 15 Herren finden gefällige Aufnahme in empfiehlt sich zu Bergnügungen und Montag, den 6. Auguft, Abds. 8½ Uhr, 11 Uhr im Lokale des Herrn Friesecke, jeder Uebungsstunde Freitags v. 9 bis Leichenbegängnissen. Großer Eaal. Zwei verd. Kegelbahnen. Gr. Garten. bei Schütze, Prinz Handjerystr. 7. Ebenso können Mufitliebhaber( hauptRummelsburg, Hauptstraße 81. Winter- und Sommerbühne. Minuten von der Haltestelle. 2165b Handzettel hierzu werden heute, fächlich Geiger), fowie Anfänger zu Ww. Appoldt. Sonntag Morgen 71/2 Uhr vom obigen ihrer Ausbildung in der OrchesterKein Ringbier. Lokal aus verbreitet. Abtheilung desselben Vereins, jeden Mitglieder der 3. Filiale Berlin er- Dienstag, in demselben Lokale fich Großes Vereinszimmer Tiliter scheint alle Mann. 222/3 melden. 128/11 21506 Im Auftrage: Heinr. Lau. Rixdorf. Erstes Lokal an der Chauffer. straße 82. ( Neue Krug- Allee).[ 477L Vereinszimmer ist noch zu ver Kein Ringbier. geben. Doch an, Birkenstr. 55. Kaffeekochen à Liter 60 Pf. Empfehle meinen Saal und Garten verehrl. Vereinen und Gesellschaften. Tanzsaal. 3 Kegelbahnen. Den Mitgliedern des Former- Bundes zur Nachricht, daß wegen der Sperre unsere regelmäßigen Versammlungen Albrecht's Ballsalon, Dieke, ftattfinden. von jetzt ab Lothringerstr. 67, bei Memelerstr. 67,[ 522* 2 121/1 311 Festlichkeiten, Versammlungen 2c. einige Connabende noch frei. Säle za Versammlungen und Vereins- Festlichkeiten. Oranienstraße 180. 1837b Der Vorstand. Folgende Gastwirthe sind noch nachzutragen, welche kein Boykottbier verschänken: 2163b Goldleisten Fabrit sucht tücht. Vergolder, welcher auch Farbig und Altgold versteht. Adr. an die Exp. des Vorwärts" sub R. Z. 2160b verlangt F. Wienert, Rosenthalerstr. 23. Einen geübten Zigarrentisten- Kleber Einen Tubabläser sucht Musikver. Frisch auf". 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Bu er Weitere Aufnahmen nimmt noch ent- fragen im Restaurant Raabe, RupAelterer Arbeiter- Gefangverein sucht einen Dirigenten gegen Becher, Zigarren Geschäft, pinerstraße 46. Hermannstr. 148. $ Redegewandte Frau, welche als Nebenbeschäftigung für eine BierGroßhandlung( nur boykottfreies Bier) auf Kundschaft gehen will, wird geZwei frdl. Schlafft. fof. f. 2 Herren wünscht Charlottenburg, Schillerstr. 81. Rinderwagen, gebr., vt. Rottbuserstr. 13. Naunynstr.87, Querg. 32r. Fr. Penquitt. 253/16 " 21666 für Freitag. Meldungen bei C. Rose, Jagow straße 14, mit Honorarangabe. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 7. August, Abends 81/2 Uhr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Mähring, Admiralstr. 18c., Sonntag, den 5. August, Nachm. 5 Uhr, in den ,, ArminHallen", Kommandantenstr. 20: Garten- Konzert Gelegenheitswaaren! Feinste braune Veilchen- Seife d. Gesangvereine Soldarität, Brüderschaft, Concordia, Feldblume. vorzügl. parfümirt, statt 50 Bf. für 10 Bf. Dirigent: F. Lindemann. 21256 Beste Cocosuuß- Seife, statt 10 Bi. Im großen Saale: BALL. gr. Stücke, Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über seine Thätigkeit. Die zu den Concordiasälen ausgegebenen Billets haben hierzu volle Giltigkeit. Stange für 3 Pf., 1 Pfd.= 8 Stangen 2. Abrechnung des Kassirers. 3. Vorstandswahl. 4. Vereinsangelegenheiten und eventuelle Anträge. 277/ 2* Der Vorstand. Mittwoch, den 8. August 1894, Abends 8½ Uhr: Gr. Volksversammlung zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Schulz über: Die Bildungsbestrebungen der Arbeiter und die Kunst", 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen haben Zutritt. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 50/8 Ahtung! Pankow und Umgegend. Achtung! Montag, den 6. August, Abends 6½ Uhr: Große öffentliche Volksversammlung im Lokale des Herrn Buge, Schulzer. 28. Tages Ordnung: 1. Der Bierboykott und die Lokalinhaber von Pankow und Umgegend. Referent Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Die Stellung der Berliner Bauhandwerker auf den Bauten in Pankow und Umgegend. 3. Verschiedenes. Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Arbeiters pünktlich in der Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson. Graveure, Ziseleure! Versammlung 256/8 Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. Ethische Gesellschaft. für 3 Pf. Packfiegellad, statt 10 f. für 22 Pf. Brieffiegellad, feinste Qualität, Stange 3 Pf., 1 Pfd. gleich 16 Stangen für 40 Pf. Französ. Hornfriйerkämme, 7" lang, statt 50 Pf. für 20 Pf. Echt japanische Sonntag, den 5. August, Abends 8 Uhr, bei Deigmüller, Goldfächer mit Malerei, Stück Alte Jakobstraße 48a: Versammlung. Vortrag von Herrn Dr. Heymann über: Hat der Sozialdemokrat Religion. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, stets willkommen. 113/7 ( Filiale Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Berlin 1) Versammlung I am Montag, den 6. Auguft, Abends 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Borchardt über: Moderne Ehe und freie Liebe. 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Dampferparthie. 4. Erfahwahl für den Ausschuß und die Rechtsschutzkommission und für zwei Revisoren. 5. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Kollegen ersucht rechi zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 144/1 7 Pf. Seidene Kravatten, Schleifenfaçon, Stück 6 Pf. Feinte Gloria seidene Regenschirme für Herren und Damen, St. 2,10 M. Löffel, Meffer und Gabeln etc. zu Spottpreisen in enormer Auswahl. Feinste Moschusseife, St. 10 Pf., Dyd. IM. Bente Glanzwichle pro Schachtel statt 10. für 3 Pf. Eine Partie trüger, statt 1,20 M. für 60 Pf. pro hochfeiner sehr starker Gummi- HosenPaar, Dutzend 6 M. von 1 Duh. an. Sozialdemokraten- nopflochroſen, 2 Pfg. St., per Dyd. 15 Pf. Ganze Bouquets 10 Pf., Dugend 85 Lassalle nadeln mit Borträts von reund anderen bekannten Parteigen offen, Stück 20 Pf., Dugend 2 M. NickelSchwedenhülfen mit Sozialdemo tratenführer St. 5 Pf., Dyd. 50 Pf., dieselben mit Cigarrenabschneider St. 7 Pfg., Dyd. 75 Pf. Achtung! Brauerei- Arbeiter. Achtung! Eine Partie Damenstrümpfe, Dienstag, den 7. August 1894, Abends 8 Uhr: Oeffentl. Versammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Kommiffion. am Dienstag, 7. August, Abends 9 Uhr, im Vereins local, Oranienftr. 51. 2. Arbeitsnachweis. 3. Diskussion. ages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Hypnotismus. 8. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 133/4 Am Sonnabend, den 25. August: Großes Sommernachtsfest in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Die Ausgabe der Billets erfolg: in obiger Versammlung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Versammlung des Der Vorstand. Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes und verwandter Berufsgenossen Montag, den 6. August, Abends 8½ Uhr, bei Lange, Stromstr. 28. Zages Ordnung: 1. Die Gewerkschafts- Organisation und deren Bedeutung. Referent; Herr Sassenba ch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. miss- Versammlung der 91/2 Freien Vereinigung der Uniform- und Zivilschneider Berlins Dienstag, den 7. August, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Sommandantenstraße Nr. 20. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. 185/1 Maler, Lackirer u. s. w. Dienstag, den 7. August 1894. Abends 8 Uhr, findet in den Bahlitellen I( stramm, Ritterstr. 123), II( Wiedemann, Blumenstr. 38), III( Appelt, Lüßowstr. 7), Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in dieser Versammlung zu erscheinen und sind alle in der Damenmäntel- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie das Personal der Firmen Kadisch, Mertens, Behrends, Knoth und Kersten statt. besonders eingeladen. Die Bevollmächtigten. 218/2 Bersammlung der Mitglieder der Filiale Berlin I Tagesordnung: Vortrag. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Kutscher 180/6 engl. Lange( übers Knie zu tragen), garantirt echt diamantschwarz, statt 60 Pf. für 30 Pf. Paar, Dyd. Paar 3 M. Ebenso prima- prima, beste Qualität statt 90 Pf. für 45 Pf. Paar, Dyd. Paar 4,80 M., verstärkte Spitze und Ferse. Gewöhnl. Schwarze Damenkniestrümpfe, Dyd. Paar 1,60 M., Paar 15 Pf. Herren- Soden, prima Qualität, Did. Paar 1,70 M. statt 5 M. für 3 M. per Dyd. Paar, nur so lange der Vorrath! Eine Parthie Herrenkragen, ( garantirt 4 fach Leinen) in allen Weiten. Steh oder Umlegekragen, die fonft mit 5 bis 6 M. per Dugend ver fauft, für nur 2,40 m. per Dkd. Beste Manschetten per Duyend 3,50 M. Französische Wahsstreichhölzer, 5 Minuten- Brenner, statt 10 Pf. für 5 Pf., per Dyd. 50 Pf. Parthien Sonnen- und Regenschirme spottbillig statt 3 Mart jür 1,75 M. und 2 M. 1/4 Jahr, pro Schachtel 3 Pf. Nachtlichte, statt 10 p. für 8 Bi. Cigarren, Sumatra neueſter Ernte, statt 4 M. für 2 M. 50 Pf. pro Kiste Stück. Achtung! Schuhmacher. Achtung! Berband der Gesgästsdiener, Pader, Kuijger u. Berufsgen. 100 Stad. Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhwaarenbranche beschäft. Personon ( als Zwicker, Filzschuh- und Schaftarbeiter) am Montag, 6. August, Abends 8 Uhr, bei Herrn Nieft, Weberstr. 17. Tages Ordnung: Den Mitgliedern diene zur Nachricht, daß infolge des Bier- Ring, Sabanna non plus ultra), echt boykotts mehrere Bahlstellen verlegt werden mußten. Zahlstellen des Verbandes 135/3 in welchen Ceiträge entrid; tet und Mitglieder aufgenommen werden sind jetzt: C. 223/5 Neue Grünstr. 10 I., Bureau. 1. Wie stellen sich die Lokalorganisirten zur Beschickung des BekleidungsIndustrie- Kongresses event. Wahl der Delegirten. 2. Verschiedenes. erscheinen. Im Interesse der Sache ist es Pflicht eines jeden Kollegen pünktlich zu Die Beauftragten: Willner. Temmler. Kleinau. Achtung Zimmerer! Achtung Zimmerer! Verband deutscher Zimmerlente. ( Lokalverband Berlin.) Versammlung am Mittwody, den 8. d. M., Abends 9 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Tages Ordnung: Heiligegeiststrasse 40, Matuschewsti, Restaurant. Klosterstr. 83, Salzwedel, Restaurant. W. Wilhelmstr. 48, G. Geier, Restaurant. Bülowstr. 14, Barnewiß, Portier. SW. Lindenstr. 47, Freiwald, Restaurant. Junkerstr. 1, Windhorst, Bigarrengesch. Möckernstr. 120a, Löblich, Restaurat. S. Admiralstr. 40a, Schulz, Bigarrengesch. Ritterstr. 97, Bauer, i. V. Grauer, Restaurant. 290/8 Gitschinerstr. 93, Krause, Restaurant. 1. Vortrag des Genossen Antrid über: Die Bedeutung der Presse für die Arbeiterklasse. 2. Abrechnung des 2. Quartals 1894. 3. Verschiedenes. Schneider und Schneiderinnen! Dienstag, den 7. August, Abends 81/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Hoffmann's Feßfälen, Oranienstraße 180. Zages Ordnung: 1. Die Praktiken der Zwischenmeister vor dem Berliner Gewerbegericht. ferent: 2. Pfeiffer, Gewerbegerichts- Beisiger. 2. Diskussion. 3. Verjajiedenes. 219/5 Zu dieser Versammlung sind sämmtliche Kollegen und Kolleginnen, besonders diejenigen der Mäntel- und Knabenkonfettion: Bügler, Stepper 2c. eingeladen. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlung für den Norden Montag, den 6. August, Abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolberger: Straße 23. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen heiten und Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlungen: Norden: Mittwoch, den 8. August, Abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Rolbergerstr. 28. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. SO. Waldemarstr. 29, Paul 2öbe, 3igarren geschäft. Köpenickerstr. 39a, Boß, Bigarrengesch. NO. Belforterstr. 21, an der Prenzlauer Allee, bei Saniz, Restaurateur. Barnimstr. 42, Mamlot, Bigarrengesch. 0. Breslauerstr. 1( Eingang Holzmarktftraße), Gräff, Bigarrengeschäft. Grüner Weg 31, G. Jage, Zigarrengesch. Blumenstr. 21a, Oberschmitt. Mühlenstr. 38, Pohl, Restaurant. Schillingstrasse( Ecke Magazinstraße), Köpnick, Restaurant. Wallnertheaterstr. 21, Buhan, Restaur. NW.( Moabit). Kronprinzen- Ufer 12, Befecte, Restaur. Artilleriestrasse( Ecke Oranienburgerstraße), Goßmann, Restaurateur. Bohèga", jedes Stück in elegantem amerikan. 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Friedrich Karlstraße: D. Schulze. Noack. Heinike. Franke. Banten. Temmel. Westphal. Straße 31: Scharrnweberstraße: Heider. Frei. Blumthalstraße: Münzner. Pietsch. Rupschat. Stiller. Wittenberg. Boß. Hering. Jungstraße: Frankfurter Allee: Pirschel. Junge. Liebenow. Arnd. Kronprinzenstraßes Gürtelstraße: Weber. Jachmann. Neumann. Dorfstraße: Furchs( Saal). Asche( Saal). Frankfurter Chauffee: Giese. Schmidt. 3ochalt. 3schiesche. Glaẞ. Wartenbergstraße: Chardong. B. Lange. Steppin. Rummelsburgerstraße: Kroll. Adam. Beier. Pletterich. Joest. Neumann( Saalinhaber). Pfarrstraße: Schubert. Chorin. Henschke. 1871. 26 Kaiser Wilhelmstr., Berlin. Neu erbautes Haus mit flottem Schantgeschäft in bester Lage und Baugegend in Weißensee billig verkäuflich Lederstraße 116. 5362 Eine alte deutsche Feuer- Verf.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Proving thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter 0. 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Tagesordnung wie oben. Hierzu sind die Kollegen der Möbelfabrik von Ferd. Vogts& Co. besonders eingeladen. Zahlreicher Besuch aller Versammlungen ist unbedingt nothwendig. J. A.: Edm. Liepe, Blumthalstr. 20. straße 16, I. Die Ortsverwaltung. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 141/ 11* Neu! 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 180. Sonntag, den 5. August 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Gerichts- Beitung. " Mitten in der Nacht es war 12 Uhr. Die jedes Mal bestellt. Dann habe sie geäußert, ein soeben gegangener Herr über sie von der Konferenz, die unter meinem Vorsitz zu müsse wohl großen Hunger gehabt haben, denn er habe ihr sammentritt und aus den höheren Beamten des Zuchthauses, Brötchen aufgegessen. Schließlich sei sie gegangen. Gegen dem Geistlichen, dem Arzt 2c. besteht, eine Disziplinar und habe sie, strafe von dreißig, beziehungsweise zwanzig Peitschenhieben verGewerbegericht. Sonderbarer Vergleich. Gegen 1 Uhr Mittags sei sie wieder gekommen den Restaurateur Schulz( Friedrichstraße) flagt die Küchen- Beugin, ersucht, ihr zu bescheinigen, daß sie unwohl gehängt. Dreißig Hiebe sind das Maximum, das die Konferenz mamfell Schuster auf Bahlung einer Lohnentschädigung und worden. Den Beweis dafür, daß die Beklagte durch einen un- diktiren darf. Da diese Strafe in dem vorliegenden Falle jedoch rüdständigen Lohn im Betrage von 35 M. Dieselbe behauptet, abwendbaren Zufall am rechtzeitigen Erscheinen im Termin vom zu gering erschien, stellte die Konferenz bei der Regierung den fie sei zu Unrecht ohne vorherige Kündigung entlassen worden. 4. Juli verhindert gewesen, erachtete das Gericht als mißlungen. Antrag auf Erhöhung derselben, und mit Ermächtigung Eines Tages sei sie unwohl gewesen und infolge dessen in der Der gegen das Versäumnißurtheil vom gleichen Tage eingelegte des Regierungspräsidenten wurde sodann die nochmalige Küche eingeschlafen. Der Beklagte sei dazu gekommen und habe Einspruch wurde verworfen, und die Beklagte wurde unter Auf- Vollstreckung derselben Strafe angeordnet. sie wüthend angefahren, sie solle sich aus der Küche scheeren. rechterhaltung jenes Urtheils verurtheilt, einzuwilligen, daß der applizirten dreißig beziehungsweise zwanzig Hiebe wurden von hinterlegte Betrag an die Klägerin ausgezahlt werde. Der zwei Wärtern ausgetheilt, welche sich in der Mitte der Exekution Auf ihre Weigerung habe er damit gedroht, sie durch den Haus- Klägerin wurde eine Mark auf ihren Antrag als Versäumniß- abzulösen hatten. Eine Maschine wurde nicht verwandt. Es diener hinauswerfen zu lassen. Ausdrücklich gefordert habe er, dient dazu ein hölzerner, mit Leder überzogener Bock, auf den der daß sie sich nicht unterstehe, etwa oben( nach der Wohnung) zu gebühr zugebilligt. gehen; er wolle sie teineswegs im Bett finden", In eine kritische Lage ist der Maurermeister Otto Deliquent festgeschnallt wird. Dieser Bock ist seit vielen Jahren hätte in allen Zuchthäusern gebräuchlich. Der Exekution mußten auf Frau Schulz habe ihr drei Lindner aus Berlin gerathen, der sich heute wegen Nicht Anordnung der Konferenz einige besonders renitente Burschen aus hinzugefeht. er mal deutlich und vernehmlich erklärt, sie sei entlassen. anmeldung seiner Arbeiter bei der zuständigen Orts- Krankenkasse der Bahl der Strafgefangenen beiwohnen. Ohnmächtig ist von Anordnung der Konferenz einige besonders renitente Burschen aus fei fie obdachlos vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Il zu verantworten hatte. geworden, denn sie habe ja schließlich gehen müssen, wollte sie Der Angeklagte führt an der Köpnider Chaussee in Rummels- diesen jedoch keiner geworden." Der Staatsanwalt beantragte hiernicht hinausgeworfen werden. Klägerin erklärt sich be- burg einen Neubau auf. Er beschäftigt etwa 60 Arbeiteer, meist Beleidigten, wogegen der Vertheidiger für die Freisprechung eintrat, auf eine Geldstrafe von 300 M. und Bublikationsbefugniß für den eine Geldstrafe von 300 M. und Publikationsbefugniß für den reit, alle ihre Behauptungen zu beschwören. in Berlin wohnhaft, und da er selbst in Berlin wohnt und sein Frau Schulz, die als Zeugin vorgeladen ist, macht von Geschäft hier seinen Sitz hat, so hatte er seine Arbeiter auch bei indem er darauf hinwies, daß der Artikel keinesfalls eine Beleidigung ihrem Zeugniß- Verweigerungsrecht Gebrauch. der Berliner Orts- Krankenkasse angemeldet. Im April d. J. er- zustände, die Gesetzgebung oder die Anordnungen der dem Direktor des Direktors enthalte, sondern nur die bestehenden KulturTroydem hierdurch die Angaben der Klägerin den hielt er nun vom Rummelsburger Amtsvorsteher ein StrafSchein der Wahrheit gewinnen man bedenke, diefelbe mandat über 15 M., weil er seine Arbeiter nicht zur dortigen vorgesetzten Behörde einer scharfen und abfälligen Kritik unterbehauptet, dreimal ausdrücklich von der Zeugniß Orts Krankenkasse angemeldet hatte. Lindner erhob da- ziehe, wobei immer die Richtigkeit der Anivendung einer neuverweigerin auf ihre Entlassung hingewiesen zu gegen Ginspruch und beantragte richterliche Entscheidung, erachtete eine Beleidigung für vorliegend, da der in ironischem fonstruirten Prügelmaschine vorausgesetzt sei. Der Gerichtshof sein- legt der Gerichtshof( Kammer VI, Vorsitzender: Assessor indem er geltend zu machen suchte, daß nach einer Entscheidung Tone gehaltene Artikel den Glauben erwecken müsse, daß der Dr. Leo) dem Beklagten den Eid darüber auf, daß er die des Reichsgerichts die Arbeiter dort zur Kasse anzumelden Klägerin nicht entlassen habe. Herr Schulz will nämlich der sind, wo sich der Sitz des Betriebes befindet und der Sitz seines Direktor des Zuchthauses zu Rawitsch ohne Befugniß die ihm Klägerin nur den Aufenthalt in der Küche verboten haben. Be Betriebes befinde sich in Berlin. Das Schöffengericht gab nun unterstellten Strafgefangenen in barbarischer Weise habe mißflagter lehnt ben Gid ab, mit der Begründung, er zwar zu, daß eine solche Reichsgerichts- Entscheidung existirt, doch völligen Unbescholtenheit des Angeklagten auf die Hälfte des handeln lassen. Die Strafe wurde jedoch in Anbetracht der fönne wohl beschwören, daß er die Klägerin nicht ent- fei dieselbe nicht für diesen Fall maßgebend. Das Kammerlassen habe, daß dieselbe von seiner Frau gericht, welches hier die höchste Instanz für Krankenkassen- An- Antrages ermäßigt. Das Urtheil lautete demnach auf 150 m. nicht entlassen wurde, könne er aber nicht gelegenheiten sei, habe entschieden, daß jedes Geschäft einen neuen Geldstrafe. beschwören. Statt nun der Klägerin den Eid anzuvertrauen, wo Siß für den Betrieb etablire, wo es Arbeiten ausführe, welche doch durch den bisherigen Verlauf der Verhand- längere Zeit in Anspruch nehmen. Der Angeklagte habe in Iung die Behauptungen der Klägerin, soweit Rummelsburg während der Dauer seines Baues einen neuen fie die Entlassung betreffen, schier erwiesen Siz für seinen Betrieb geschaffen und war dort zur Anmeldung waren, drang der Vorsigende mit äußerster verpflichtet. Es sei nicht zu verkennen, daß das alte KrankenBeharrlichkeit auf einen Vergleich. Derfelbe fam faffen- Gesetz bezüglich dieses Punktes Zweifel zulasse, auch seien Die Kranken- und Sterbekasse der Berliner Handschließlich auf 15 M. fünfzehn Mart zu stande, wobei etwa diese Zweifel durch die Novelle zum Gesetze nicht gehoben, aber dieuer hatte am 26. Juli eine Generalversammlung einberufen. 6 m. verdienter 2ohn find- 35 M. war das Objekt, gerade deshalb müsse die Kammergerichts- Entscheidung Platz Der Kaffenbericht vom letzten Vierteljahr weist eine Einnahme darauf sei an dieser Stelle nochmals hingewiesen. Die Verhand- greifen und demgemäß der Angeklagte verurtheilt werden. Doch von 21 748,29 M. auf, der eine Ausgabe von 4550,90 m. gegen lung dauerte eine Stunde; vorwiegend wegen der Vergleichs- fei nur auf die niedrigste Strafe von 3 Mart Geldbuße erkannt übersteht. Sodann wird ein Schreiben verlesen, in dem mitmühen währte sie so lange. getheilt wird, daß die Invaliden- und Altersversorgungs- Anstalt+ = V worden. Versammlungen: 19 Daß Gewerbegerichts- Vorsitzende unter Umständen, wie den Die Prügelmaschine vor Gericht. Die Anwendung der Berlin ein Sanatorium errichtet. Die Kasse wird ihre Kranten, geschilderten, alles daransehen, einen Vergleich zu erzielen, ist Prügelstrafe im Gefängniß, welche zu den Mittheilungen über soweit diese ihre Zustimmung dazu geben, der Anstalt überäußerst verwunderlich. Unsere Billigung fann das eine Prügelmaschine in der Strafanstalt zu Rawitsch Ver- weisen. nimmermehr erhalten, und mag zehnmal im Gesetze stehen, der anlassung gegeben hatte, tam am Montag in Breslau vor der Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt Vorsitzende tönne in jeder Lage des Prozesses den Vergleich versuch Ferien- Straftammer anläßlich eines Beleidigungsprozesses gegen am 28. Juli bei Deigmüller, Alte Jakobstraße, seine Mitgliedererneuern. Jedenfalls ist damit ein Drängen zum Vergleich den verantwortlichen Redakteur der Breslauer Morgen- versammlung ab. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Annicht gemeint, am_allerivenigsten aber für Fälle wie dem vor Beitung", Herrn Otto Ehlers, zur Besprechung. Bekanntlich gelegenheiten kam man zur Besprechung des Sommerfestes, dessen liegenden. Durchlief diesem Frühjahr einen großen Theil der Abhaltung in der„ Neuen Welt" unter allen Umständen unRammer I. Vorsitzender: Assessor Zech o w. Sigung vom deutschen Presse die Mittheilung, daß im Zuchthause zu Rawitsch möglich gemacht werden soll, selbst wenn der Dekonom darauf 1. August. eine neu erfundene Prügelmaschine zur Anwendung gebracht bestehen sollte." Weil sie durch einen unabwendbaren Zufall am Erscheinen worden sei, um an drei Strafgefangenen die auf dem Disziplinar- Die Vertreter des Verbandes der freien Hilfskaffen verhindert gewesen sei, erhob die Schneiderin Savazzki gegen ein wege über sie verhängte förperliche Büchtigung zu vollstrecken. Urtheil Einspruch, das gegen sie in ihrer Abwesenheit vom Ge- Biele Zeitungen knüpften an diese vermeintliche Thatsache mehr tagten am 29. Juli im Lokal des Herrn Wilfe, Andreasstr. 26, werbegericht seinerzeit gefällt wurde. Ihres Nichterscheinens oder minder abfällige Betrachtungen, und auch in der Bresl. um über eine bessere Organisation zu berathen. Nach langer wegen hatte das Gericht die Behanptungen ihrer Morgenztg." erschien am 10. Mai ein Leitartikel unter dem Titel Debatte, die Herr Roll, Maurerkasse, einleitete, wurde eine Gegnerin als zugestanden angenommen und fie ver Nenne mir, Muse, den Mann", welcher mit Fronie die neue Subkommission gebildet, zu der jede Kasse einen, und Kassen über urtheilt. Das Gericht hatte in einem Termin, der Erfindung geißelt. Durch den Artikel fühlte sich der Direktor 5000 Mitglieder zwei Vertreter wählten. Diese erhielt die Aufzum Zwecke der beantragten Neuverhandlung des Pro- des Rawitscher Buchthauses, Herr v. Madai, beleidigt und stellte gabe, über neue Bedingungen mit den Aerzten und Apotheken zeffes anberaumt war, zunächst den Einspruch der Ber- auf Anweisung seiner vorgesetzten Behörde Strafantrag, weil in uberathen. Zur Einberufung der Subkommission wurde Herr urtheilten auf seine Berechtigung zu prüfen. Fräulein Savazti Wirklichkeit die Prügelmaschine nichts als ein Hirngespinst Roll, Stralauerstr. 43, beauftragt. behauptete, auf dem Wege zum Gericht am 4. Juli ohnmächtig eines findigen Reporters gewesen sei, der damit die gesammte Im deutschen Maurerverband( 3ahlstelle II) sprach am geworden zu sein und sich deshalb verspätet zu haben. Als Presse getäuscht hatte. Direktor v. Madai bekundete als Beuge 29. Juli in einem recht beifällig aufgenommenen Vortrage Genosse Zeugin schlug die Beklagte ein Fräulein B. vor, welches bei folgendes: Vor einigen Monaten wurde im Rawitscher Jacobey über das Koalitionsrecht der Arbeiter. An der Aschinger am Morigplay thätig ist; das junge Mädchen sollte Buchthause ein Komplott von drei Strafgefangenen entdeckt, darauf folgenden Diskussion betheiligten sich die Kollegen bestätigen, daß ein Herr die Beklagte in noch ohnmächtigem welches auf den gewaltsamen Ausbruch derselben hinzielte. Gröp pler, Fritsch, Walther und Fänite im Sinne Zustande zur fraglichen Zeit in das Restaurant gebracht Schon am folgenden Tage sollte die Ausführung des Planes des Referats. Hierauf wurde vom Kassirer Erpel die Abhabe, damit dieselbe sich erhole. Am 1. August wurde nun die stattfinden, wie aus einem vorgefundenen Kasfiber deutlich rechnung vom zweiten Quartal verlesen. Diese ergab eine Eins Zengin vernommen. Dieselbe erklärt, weder etwas davon zu hervorging. Die Gefangenen hatten alles vorbereitet und waren nahme von 294,52 M. und eine Ausgabe von 227,64 m., mithin wissen, daß Fräulein S. halb ohnmächtig in das Lotal gekommen entschlossen, den sie bewachenden Gefangenen- Aufseher, sowie den ist ein Bestand vorhanden von 66,88 M. Das Andenken des fei, noch daß ein Herr sie geführt habe. Dieselbe sei vielmehr ihrer Flucht hinderlichen Militärposten zu ermorden und dann verstorbenen Kollegen Fritsch ehrt die Versammlung in der allein erschienen und habe sich ein Brötchen und ein Glas Bier das Weite zu suchen. Für diesen verbrecherischen Anschlag wurde üblichen Weise. Sonntagsplauderet. Berlin versandt worden. Aber das war etwas anderes. wurde; und in früheren Jahren, in denen der Boykott Da hatte ein Ring die Macht, die Bierpreise in den diese reinigende Wirkung nicht übte, wie stand es da mit feinen Gastwirthschaften" so hoch zu halten, daß den Ber- dem„ köstlichen Stoff"? Da warf man junges, wenig ab In einem Berliner Wigblatt war fürzlich ein grell liner Großbrauereien kein wesentlicher Eintrag gemacht gelagertes Bier zu Tausenden von Tonnen auf den Markt! gefärbtes Bild zu sehen. Heiße, sengende Strahlen entsandte werden konnte. Nun sollen jedoch Berliner Arbeiter Ei, ei, welche Bekenntnisse einer edlen Seele! die Sonne, und dem gewaltigen Allüberwinder König Durst bayerisches Schankbier aus Malz und Hopfen und ohne Ja, ja, so kommt es, wenn man im Eifer für die erlagen die Boykottbrüder, Sozialdemokraten mit gräulich- Surrogate nach Berliner Stil bereitet zu fosten bekommen. Interessen der großartigen, fapitalfräftigen Brau- Industrie struppigen Bärten und riesigen Ballonmützen. Das be- Welche Aumaßung! Ich habe den Entrüstungs- sich allzu sehr erhitzt. Und soll das herrliche Bier, das treffende Wigblatt ist sonst politischer Schärfe nicht gerade schrei gegen die verrätherischen, partikularistischen in den Lagerräumen gegenwärtig so träge beharrt und zugethan und bringt seinem braven Publikum meist harm- Bayern sehr wohl begriffen, als ich in einigen zu so prächtiger Edelreife gelangt, völlig seinen Beruf lose Späßchen; aber den Bokoyttirten zu Liebe konnte man Berliner Blättern las, wie tapfer die reichsgetreuen verfehlen? Wenn alle die glänzenden Anpreisungen nichts ein Uebriges thun und das politische Messer wezen. König norddeutschen Brauereien, bis auf einige kleine proletarische nüßen und wenn selbst die bestgesinnten Biertrinker Durst, der ungeheure, auf den man mit erzwungener Lustig- Betriebe in und um Berlin in der Noth sich vom Tucher- oder Siechenbräu zum würzigen Rösickes keit baute, hat den Herrschaften nun doch den Gefallen nicht zusammengestanden hätten, und wie den bayerischen bier nicht bekehren lassen? In demselben Blatte, in dem gethan und die Boykottgesellen in den Sand gestreckt. Wie Brauereien das biernationale Auftandsgefühl abgehe und die dankeswerthen Bekenntnisse über die Beschaffenheit des lange noch wird es dauern und die Tage der Gluthhite wie sie ihren Trank den Rebellen wider die geheiligte Berliner Biers von einst und jetzt enthalten waren, stand sind vorüber. Kühler und länger schon werden die Abende, Brauereiherrschaft in Preußisch- Deutschland preisgeben. an leitender Stelle eine wehmüthige Betrachtung über die gelblich färbt sich das Laub und jeder kräftige Windstoß Herber Schmerz auf der einen, süßer Trost auf der Inhaltlosigkeit des modernen Studentenlebens. Ließe sich läßt abgestorbene Blätter zu Boden rascheln. Was soll anderen Seite. Es bricht selten ein Unglück über den diesem Nothstande nicht abhelfen? Wie nun, wenn ran dann werden, wenn König Durst selbst im Hochsommerbrand Menschen herein, ohne daß nicht doch auch ein Glück dabei zu einen feurigen Appell an die deutsche Studentenschaft, unter seinen Dienst versagte? finden wäre. So las ich dieser Tage im Hauptorgan der der sich gewiß nicht wenige Biermörder befinden, erließe? Wenn man sich so von allen Seiten verlassen sieht, Berliner Bourgeoisie. Noch niemals, so rief das Blatt froh- Wie, wenn man sie zu den seligmachenden Quellen Rösicke's wenn Naturkräfte selbst das Vertrauen täuschen, das man lockend aus, hat man so gut abgelagertes, schmackhaftes Bier leitete? Ergösse sich da nicht voller, reicher Inhalt über in sie gesezt, ist es da zu verwundern, wenn der brave in Berlin getrunken, als jezt zur Zeit des Boykotts. das so viel betrauerte, in öder Streberei aufgehende Stu Mann vom bittersten Unmuth erfaßt wird und ingrimmig Ja, es gäbe Bürger, die vorher niemals einen Tropfen dentenleben? alle Welt anklagt? Jetzt ist gar der verteufelte Partiku- Berliner Bieres über die Lippen gebracht hätten und die Doch Scherz bei Seite! Die Jeremiaden über larismus der Sündenbock. Wie gern hätten die Mannen nunmehr diesen vorzüglichen Stoff selbst dem braunen deutsches Studententhum, die in bestimmten Zwischenum Rösicke im Ringelreihen gesungen:" Das ganze Deutsch- Spatenbräu oder dem goldhellen Pilsener vorzögen. Wohl räumen an gewissen Stellen wiederkehren, enthalten für land soll es sein!" Das ganze Deutschland, das bier- bekomm's. Aber ich meine, die Klique Rösicke sollte eine mein Gefühl immer eine trasse Heuchelei. Die Alten trinkende, sollte von dem eisernen Ring, den der General- schärfere Preßkontrolle üben. Solche leichtfertige Ein- schelten die Jungen, die Reifen bewerfen die Unerfahrenen gewaltige zu schmieden gedachte, zusammengehalten werden. geständnisse, wie sie hier in begreiflicher Tamtam- Schwaz mit Koth. Man jammert: aller Jdealismus in der Welt Da aber kommen den Boykottbrüdern Hilfstruppen haftigkeit vorgekommen sind, müßten im Interesse des ist zum Teufel gegangen, wenn ihr Studenten, Träger der aus Bayern. Brauer aus Hof in Bayern haben Bierrings und der guten Sache ein für alle Wal verhütet Bildung, Hoffnung und Zuversicht des Vaterlandes, zufich wirklich unterfangen, ihr Bier nach Berlin zu werden. Also hat der Boykott dennoch einige Wirkung ge- fünftige Würdenträger in Reich und Staat im hohlen senden. Es ist zwar schon, wie jedermann bekannt, seit habt, wenn das Bier der Berliner Großbrauereien so sehr Renommiſtenwesen, in nüchterner Aemterjagd aufgeht! vielen Jahren echtes Münchener und Nürnberger Bier nach ablagern konnte, daß es endlich reif und schmackhaft Jedem greifen Lotterbuben thut es wohl, fich tüchtig aus boykotts. = Weißenfee. Am 30. Juli sprach hier Genosse Hilpert] Im Anschluß hieran erging die Aufforderung an die Ver- Idie Beschlüsse der Berliner Arbeiterschaft: vor Ostern fein über den Bierboykott. Die Ausführungen des Redners über die fammelten, die gelesenen Beilagen des Vorwärts", an dessen Vergnügen abzuschließen, unter allen Umständen gehalten werden. Bedeutung des Kampfes wurden von der Versammlung mit leb- Kopfende der Aufruf der Boykottkommission steht, den bekannten Andererseits muß es aber auch unsere Aufgabe sein, diejenigen bafter Zustimmung entgegengenommen. In der Diskussion nahm Genossen zur weiteren Vertheilung zu übermitteln. Nach dem Wirthe nach Kräften zu unterstüßen, die im Kampf auf unserer Genosse Beli Gelegenheit, auf die Durchstecherei des Herrn Schlußwort des Referenten wurde bekannt gegeben, daß Herr Seite stehen, und Lokale zu meiden, deren Wirthe nach oben" Ehrhardt, Langhansstr. 26, hinzuweisen. Redner behauptet, daß Keßner, entgegen in Umlauf gesezten Gerüchten, sein Ehrenwort schielen und sich den Wünschen der Arbeiterschaft gegenüber als in dem Lokal nicht Rathenower, sondern vom Böhmischen Brau- gegeben habe, seinen Saal den Arbeitern stets zur Verfügung zu Feinde erkärt haben. Am Schluß seines wiederholt von stürhaus Bier geschänkt wird. Die Berliner Resolution mit dem stellen. Bufatantrag des Genoffen Belitß, welcher lautet: Alle Partei fammlung des Arbeiter- Bildungsvereins hingewiesen, in der Ge- in einem zündenden Appell die Frauen auf, die Männer Soos better fuf die am Montag stattfindende er mischen Beifal unterbrochenen Vortrags forderte Rebner genossen verpflichten sich, dafür zu sorgen, daß in Weißensee die nosse Wurm einen Vortrag halten wird. Außerdem findet am in diesem Kampf, jenigen Lokale, deren Besitzer uns in unferem Rampfe entgegen Mittwoch eine Versammlung des dentschen Metallarbeiter- Ber- ganisation in Frage steht, auf's Nachdrücklichste zu unterstützen, wo Sein oder Nichtsein Nichtsein der Dr arbeiten, namentlich die Bergnügungslokale, in denen Gesang und bandes statt. Vortrag stattfindet, ferner die Lokale derjenigen Wirthe, die durch auf alle Gastwirthe in Bezug auf die Entnahme ihres Bieres Mogeleien versucht haben, uns zu täuschen, für jeden Arbeiter Eine Versammlung der Kaufleute, veranstaltet von der nur dort zu entnehmen, wo ringfreies" Flaschenbier verkauft ein wachsames Auge zu haben und auch ihren übrigen Bedarf zu meiden find diese Resolution fand einstimmige Annahme. Freien Vereinigung", beschäftigte sich am Donnerstag Abend wird. Als erster Diskussionsredner meldete sich Genosse Peus mit dem Thema Antisemitismus und Sozialbemo Dessau, der auf einer Reise begriffen, die Unterbrechung benutte Der Verein der Filzschuh Arbeiter und Arbeiterinnen tratie. Das Referat hatte Dr. Heymann übernommen. um die Versammlung zu besuchen. Redner schildert den Verlauf tagte am 30. Juli. Von einem Vortrag wurde Abstand genommen. Im Gegensatz zu den anderen Parteien, so leitete der Genosse des Boykotts gegen die bekanntlich gleichfalls unter dem Szepter Der Raffenbericht, der hierauf der Versammlung unterbreitet Heymann sein Referat ein, die gemäß ihrer ideologischen Auf- des Bierkönigs Röcke stehende Brauerei Waldschlößchen" in wurde, giebt einen Bestand von 78,69 m. an, wovon den strei faffung entweder als philosemitisch oder als antisemitisch Dessau, die Genossen haben bisher dort gute Erfolge fenden Schuhmachern bei Fürstenheim 20 m. bewilligt wurden. tlaffifizirt betrachtet werden könnten, stehe die Sozialdemokratie erzielt. In Dessau nehmen auch bürgerliche Kreise an dem An Stelle des abgereisten Kollegen Luz wurden Runge als in der That auf einer höheren Warte, sie behandle auch die Boykott theil, und um demselben immer weitere Ausdehnung Revisor und Kentler als Bibliothekar gewählt. Das Mit Frage des Antisemitismus wissenschaftlich, objektiv. Nicht wie gewinnen zu lassen, haben am legten Dienstag eine Volks glied Gernewiß, der als Streitbrecher bei Moröffe eingetreten ist, die Liberalen sagten, die Antisemiterei sei nur durch den Stöcker versammlung beschlossen, in gang Anhalt Flugblätter zu verbreiten. wird aus dem Verein ausgeschlossen. Die Beschichung des erzeugt, auch nicht wie von antisemitischer Seite behauptet werde, die Peus zeigt dann an Beispielen, daß auch in Dessau die Leiter des Erfurter Bekleidungsindustrie- Kongreffes rief eine lebhafte Debatte Gegnerschaft der Germanen rühre von der angeborenen Animojität Boykotts ganz denselben Berleumdungen ausgesetzt seien wie hier; hervor, wurde aber schließlich bis zur nächsten öffentlichen Ver- ihrer Rasse gegen den fremden Stamm her- nicht dergleichen Gründe das sei nun einmal ein bürgerliches Kampfesmittel, das man fammlung vertagt. tönnten den Sozialisten bestimmen, sondern einzig und allein die mit in den Kauf nehmen müsse. Welch reger Antheil am BoyDer Fachverein der Firmenschilder- Branche hörte in wissenschaftliche Forschung nach materialistischer Methode. Diese fott bekundet wird, mache sich dadurch bemerkbar, daß wohl zu seiner Mitglieder- Versammlung am 31. Juli einen Vortrag des lehre aber, daß nicht persönliche Gründe, sondern fachliche Um- feiner Zeit in der Provinz der„ Vorwärts" so eifrig gelesen feiner Mitglieder- Versammlung am 31. Juli einen Vortrag des stände, die Konkurrenz der Juden 2c. maßgebend seien. Inter- werde wie jetzt. Die Genoffen im Reich sehen mit Bewunderung Genoffen Koopmann über das Thema: Gleiche Rechte und stände, die Konkurrenz der Juden 2c. maßgebend seien. Inter- werve gleiche Pflichten. Nach einer kurzen Diskussion beschäftigte sich effant fei, daß die Juden zum Theil durch Betreiben des Kauf- auf Berlin, deshalb sei es aber auch Pflicht der Berliner zum Schluß die Versammlung mit der Grörterung des Biermannsstandes in der zweiten Hälfte des Mittelalters ihrer Arbeiterschaft, daß sie das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtRechte verlustig gingen, die ihnen in der ersten Hälfte fertigen sucht und sich die Waffe des Boykotts unter feinen unseres Jahrhunderts, weil der Handel der Entfaltung Umständen aus der Hand ringen lasse.( Lebhafter Beifall.) Ge Eine öffentliche Versammlung von Arbeitern und aller Kräfte bedurfte, durch den Kaufmannsstand den Kaufmannsstand in noise Hellwig theilte der Versammlung mit, daß den Arbeitern Arbeiterinnen der Luruspapierbranche tagte gewiffem Sinne wieder gegeben wurden. Daß die kapitalfräftigen der töniglichen Fabriken in Spandau anbefohlen worden sei, am 31. Juli in den Armin hallen. Genosse Sailer Juden die Entwickelung des Kapitalismus sich zu nuke machten unbedingt das Bier der Spandauer Berg- Brauerei zu konsumiren referirte über die Lage der in den Berliner Luguspapier- Fabriten und durch Raffinement in der Ausbeutung ihre chriftlichen und bestimmte Lokale, in denen ringfreies" Bier verschänkt beschäftigten Personen. Rebner verbeitete sich des längeren über Konkurrenten zum Theil hinter sich ließen und noch lassen, tönne werde, zu meiden, widrigenfalls ihre fofortige Entlassung die verbesserungsbedürftige soziale Stellung der Arbeiterschaft im angesichts der Rolle, die die Juden vordem gezwungen waren zu eintritt.( Lebhafte Burufe der Entrüstung.) Nachdem noch Ge allgemeinen und legte dann bar, daß speziell die Luxuspapier spielen fie mußten lange Zeit hindurch Wucher und Handel noffe Kube die anwesenden Bauhandwerker ermahnt hatte, die Arbeiter und Arbeiterinnen alle Beranlaffung hätten, treiben durchaus nicht wundern; der geschmähte jüdische Volksversammlungsbeschlüsse in Sachen des Bierboykotts mehr fich zum Zwecke der Erringung befferer Arbeitsbedingungen Rapitalist ebenso wie der christliche seien nur Pflanzen als bisher zu beachten, gelangte folgende Resolution zur Annahme: zu organifiren. U. a. wies er darauf hin, daß gelernten Buch- eines Bodens, des Kapitalismus. bindern in Luxuspapierfabriken sogar nech Löhne von 15 und nun im Speziellen, aus welchen Ursachen die einzelnen Typen der am 27. Juli einstimmig angenommenen Resolution und ver" Die 2c. Versammlung steht nach wie vor auf dem Standpunkt 16 M. gezahlt werden, wovon diefelben unmöglich in unserer der antisemitischen Parteien, die Handwerker, kleinen Bauern, spricht, nicht eher zu ruhen, bis der Sieg erkämpft ist; die Ver theueren und anforderungsreichen Zeit so leben tönnten, daß fleinen Kaufleute, Unterbeamten, Studenten, Geistlichen und fammlung erklärt als ibre Barole: Rein Tropfen Ringbier, bis Gesundheit und Kraft ihnen verbleibe. Unter den Arbeiterinnen Ronservative überhaupt ihren Standpunkt herleiten. Weil man der Uebermuth der Brauerproben gebrochen ist!" Als 3. Punkt fämen Wochenlöhne von 4 und 5 M. vor.( Zwischenruf: Schon 3 M.) die Konkurrenz fürchte oder weil man für die Unzufriedenheit der stand auf der Tagesordnung: Die definitive Erklärung des Redner empfahl zum Schluß unter lebhaftem Beifall den Beitritt Masse einen Blizableiter brauche, werde der Antisemitismus Inhabers von Bismarckshöhe" nach dem ihm gestellten Ultimatum zum Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- poussirt. Durch den auf die Spize getriebenen Nationalitäts- und unsere Stellung hierzu." Der betreffende Wirth, Genosse Galanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Ar- gedanken sei der Liberalismus lahm gelegt und verhindert, Krause theilte der Versammlung mit, daß er sofort bei ProIn der Tebatte wurden die Zustände in mehreren etwas dagegen zu unternehmen. Das antisemitische Pro flamation des Boykotts( am 15. Mai) boykottfreies Bier anFabriken beleuchtet. So führt ein Redner betreffs der Bunt gramm, fast nur aus Ladenhütern der fonservativen Partei geschafft habe. Siegerist hielt diese Erklärung für nichtspapier- Fabrit von Flesche u. Sabien, Georgentirchstraße, aus, bestehend, zeige den Weg, auf dem die Sozialdemokratie den fagend und verlangte flipp und flar von Krause darüber Ausdie dort vorwiegend beschäftigten weiblichen Arbeiter dürften des Schleppenträgern der Konservativen, den Antisemiten entgegen tunst, ob er in Zukunft nur ringfreies" Bier führen will oder Sonnabends nicht, wie es die Gewerbe- Ordnung verlange, um treten tönne; nicht der Antisemitismus, der die Entwicklung- nebenbei auch" Ringbier". Klid nahm Krause in Schutz; er 1/26 Uhr Abends die Arbeit verlassen, sondern müßten in geseh unfähig sie zu begreffen aufhalten wolle, sondern der Sozialismus, verwies auf bie Lotale Sanssouci" und" Elysium" in Berlin, widriger Weise bis 7 Uhr arbeiten. Dann werde erst auf der dem jüdischen Ausbeuter, sowie dem christlichen den wo die Verhältnisse ebenso lägen und ersucht, etwaige Anträge, geräumt und der Lohn in Empfang genommen, so daß die Boden entzieht, könne der darbenden Menschheit die Erlösung das Lotal zu sperren, abzulehnen. In derselben Weise äußerte Armen gegen 8 1hr aus der Fabrit fämen. Die den Ar- bringen. Der Beisall, welcher dem Referenten gezollt sich Schaarenberg, während Riedel, Diemers, Kube beiterinnen gefeßlich gewährleistete einstündige Mittagspause wurde, verlockte einen Herrn Buchholz, nachdem einige Genossen und Sellin die Forderung Sie gerist's unterstützen. 3 u= müßten diefelben auf Geheiß des Chess häufig zum Treppen in der Diskussion gesprochen, auch das Podium zu besteigen. beil meinte, Krause tönnte als älterer Genosse die Sache mit reinigen ausnutzen. Obwohl der Herr solcher Gesezwidrigkeiten Der Herr machte zunächst einige Einwände gegen das Referat, Leichtigkeit aus der Welt schaffen, wenn er für seine übrigen wegen schon mehrfach Strafen erlitten habe, fönne er nicht davon platte aber dann plöglich mit einem Wit heraus, der seine Gäste neben„ ringfreiem" nur noch echtes" Bier einführe. Auf Tassen; die unzulässige Mehrausnutzung der Arbeiterinnen scheine nationalökonomischen Kenntnisse als Lehrer" in ein eigenthüme eine nochmalige Aufrage feitens des Vorsitzenden giebt der Wirth ihm mehr einzubringen, als die Strafen ausmachten. Die meisten liches Licht stellt. Der gute Mann meinte nämlich, Kapitalismus die Erklärung ab, von jetzt ab tein boykottirtes Bier zu führen. Arbeiterinnen feien bei einem Verdienst von 12 und 13 M. im werde es natürlich auch im Zukunftsstaate geben. Die Damit ist die Angelegenheit erledigt. Afford thätig, der Wochenlohn betrage durchschnittlich 8,50 M. Heiterfeit, mit welcher das Auditorium diese zerschmetternde Den Steindruckern der Firma Martin Schlesinger( Ju- Nachricht entgegen nahm, fonnte faum noch gesteigert haber F. Lange, P. Wunsch) sei, führte ein anderer Redner aus, werden, als sich herausstellte, daß der Redner die Tartaren die Arbeitszeit um eine Stunde verlängert; diefelben müßten stati nachricht der Staatsbürger- Zeitung" von der bekannten geheimen Briefkaffen der Redaktion. vie bisher bis 5 bis 6 Uhr arbeiten. Gine Gegenbewegung der Sigung" jetzt noch für wahr hält. Von unseren Genossen Wir bitten bei jeder Aufrage eine Chiffre( Bwet Buchstaben oder eine Zahl Steindrucker, welche die alte Arbeitszeit aufrecht zu erhalten zum sprachen noch Penn, Engler und Heymann, die Gegner, hatte, sei am Verhalten eines Theils derselben und ihres welche in ziemlicher Anzahl vertreten waren, schwiegen. Die verschiedene Besucher dem Verein anschlossen. beiterinnen. Der Redner entwickelt anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll Werkſtatt: Vertrauensmannes gescheitert. Gerlagt wurde von Berſammlung hatte auch insoweit ein gutes Neſultat, als ich Berbrechen, Bergeben und Hebertreffend 31 mehreren Rednern darüber, daß einsichtslose Arbeiterinnen und wann verjähren Strafthaten? Das Deutsche Strafund sogar Buchbinder sehr oft nach Feierabend noch zu Hause recht nennt Verbrechen eine mit dem Tode, mit Zuchthaus für die betreffenden Fabriken arbeiteten; dieselben hätten nichts Eine öffentliche Versammlung der Parteigenøffen oder mit Festungshaft von mehr als 5 Jahren, Vergehen davon, als Ruinirung ihrer Kräfte und Lohnreduktionen, zugleich Charlottenburgs tagle am 3. August im Lokale Bismarcks eine mit Festungshaft bis zu 5 Jahren, mit Gefängniß oder mit nehmen sie den völlig arbeitslosen Kollegen eine Verdienstmöglich höhe". Der geräumige Eaal war bis zum letzten Platz gefüllt; Geldstrafe von mehr als 150 m., Uebertretung eine mit Saft feit fort. Dem Verband traten sogleich mehrere der Versammes mochten gegen 1500 Personen anwesend fein. Reichstags- Ab- oder Geldstrafe bis 150 m. bedrohte Handlung. Es verjährt Lungstheilnehmer bei. geordneter u beil besprach den Bierboykott und seine Folgen. Die Strafverfolgung von Verbrechen, wenn sie mit dem Tode Wie schlecht es mit der Sache der Gegner stehe so bemerkt oder mit lebenslänglichem Zuchthaus bedroht find, in 20, Für Schöneberg fand am 2. Auguft bei Keßner in der Redner zu Eingang feines Vortrages zeige am besten die wenn sie im Höchstbetrage mit einer Freiheitsstrafe von Grunewaldstraße 110 eine gutbesuchte Volksversammlung statt, tägliche Verunglimpfung von seiten der bürgerlichen Presse mehr als zehn Jahren bedroht sind, in 15, wenn sie mit in der Genosse Autrid in einem intereffanten Vortrag den sowohl seiner wie auch derjenigen Personen, die im Vorder einer geringen Freiheitsstrafe bedroht sind, in 10 Jahren. Die Stand des Bierboykotts besprach. In der sich hieranschließenden treffen der Bewegung stehen. Daß alles über„ Veruntreuung Strafverfolgung von Bergeben, die im Höchstbetrage mit einer. recht regen Debatte wurde das Verhalten der bürgerlichen Presse von Sammelgeldern"," den hohen Verdienst der Mitglieder der längeren als dreimonatlichen Gefängnißitrafe bedroht find, verfritisirt. So sei es bedauerlich, daß Blätter wie der Lokal- Zwölfer- Bierkommission" u. f. w. Vorgebrachte nur Verleumdungen jährt in 5, die von anderen Vergehen in 8 Jahren. Die Straf Anzeiger", das Intelligenz- Blatt" und andere Blättchen, die niedrigster Art sind, ist den Gegnern wohlbekannt, trotzdem haben verfolgung von Uebertretungen verjährt in 3 Monaten. durchaus keine Arbeiterinteressen vertreten, immer noch von den sie die freche Stirn, diese Lügen durch ihre Preßtrabanten immer Jede vom Richter wegen der begangenen That gegen den Thäter Arbeitern gelesen werden. Von einzelnen Rednern wurde be- und immer wieder dem Publikum zu unterbreiten. Auf den gerichteten Handlung, tont, daß es Pflicht jeden Arbeiters sei, die Arbeiterpresse, den Stand des Boykotts eingehend, bemerkte Redner: Schon heute kenntniß von ihr erhält unterbricht die Verjährung. der auch wenn Thäter teine " Vorwärts" und den" Sozialdemokrat" zu lesen, um ein flares, bereut ein großer Theil der Saalverweigerer, ihre Unterschrift Abtreibung der Leibesfrucht ist ein Verbrechen, das mit 6 Mowahrheitsgetreues Bild über den gegenwärtigen Rampf zu gewinnen. dem Bierring" gegeben zu haben, denn sie wissen sehr gut, daß naten Gefängniß bis zu lebenslänglichem Buchthaus bedroht ist. Das Nähere finden Sie in den SS 218-220 Strafgesetzbuchs. teifen zu können, sich stolz zu spreizen und an die Brust vor Lust, wenn solch junger Bursche recht renommistisch können nur Ihre Forderung einklagen und dann die Uhr pfänden 200. Die Uhr ist Ihr Eigenthum nicht geworden. Sie zit klopfen und im Wonnegefühl zu schwärmen: und patentschneidig auftreten kann. Der Vater muß zwar und verkaufen lassen. Ja, zu unserer Zeit war's noch anders. Da gab's tief in den Säckel greifen; aber, was thut's? Jusgeheim N. 101. Der Entwurf zur Unfallversicherungs- Novelle ist noch herzhaftes Studentenleben, und Trene und aber schwimmt er in seliger Verzückung und murmelt: Ein im Reichsanzeiger" und jüngst in Heymann's Verlag( Berlin, Schwung. Man konnte noch kameradschaftlich schwärmen schneidiges Kerlchen ist er doch, mein Bengel! Auswüchse Mauerstraße) erschienen. und nicht im Zierbengelthum, gemengt mit der der Kraftmeierei, was hat das viel zu besagen? Krafts B. R. 100. 1. Konkubinat ist nach einigen für giltig Nachäfferei patenter Schneidigkeit, die nicht selten aus meierei gehört innig zum heutigen Leben, denkt und erachteten Polizeiverordnungen strafbar, wenn es troz polizeiRowdythum streift, zerrann uns die Jugend. So schwelgen empfindet man in jenen Kreisen. licher Aufforderung und wiewohl es das Mergerniß Dritter erregt, Wer später im nicht aufgelöst wird. 2. Ehebruch ist strafbar( an beiden Thätern), fie sentimentalisch, die Alten, thun sich auf eingebildete Stande sein soll, seinen Bormann Don der Vorzüge wer weiß was zu gute und sie sind doch in den aller- Leitersprosse, auf der er steht, niederzuzerren, der kann nicht lose Ehegatte Strafantrag stellt. Die Strafe beträgt einen Tag wenn die Ehe wegen Ehebruchs geschieden wird und der schuldmeisten Fällen selbst die Schuldtragenden, daß ihre Söhne früh genug unverfroren und brutal sein. Aus diesen Er- bis sechs Monate Gefängniß. werden konnten, wie sie geworden. Trostlosen Mangel an wägungen heraus schaffen sie sich ihr proziges Studenten- Alter Abonnent. 1. Der Staatsanwalt darf auch in der idealer Auffassung der Wissenschaft wirft man den jungen thum, das sie öffentlich von Zeit zu Zeit einmal anschreien, Bause Fragen an den Angeklagten richten, der Angeklagte kann Leuten vor, ihr jagt nach Aemtern nur und treibt allerhöchstens heimlich aber liebevoll streicheln. Da lob' ich mir aber diesen Versuch, mit ihm ein Gespräch zu beginnen, ablehnen: trockenes Brotstudium, predigt von ihnen, das heißt, wenigstens vor der niedrigen Heuchelei die harte Brutalität, ein Recht auf Antwort hat der Staatsanwalt nicht. 2. Gegen wenn es die Deffentlichkeit hört. Innerhalb der Familie wenn sie sich offenherzig ausspricht. Ein Dresdener Woche nach der Verkündung Berufung oder Revision in ein eventuell ergangenes Urtheil müssen Sie innerhalb einer hat man aber den Sohn an reale Auffassung der Regierungsorgan führte fürzlich Klage darüber, daß die Strafiachen einlegen. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Welt" gewöhnt, und ertheilt ihm weltkluge Rathschläge, Korpsverbände innerhalb der deutschen Studentens . M. 20. Eine bestimmte Sebeammentare besteht für wie der schlimmste der Philister, wie Polonins im Hamlet schaft in nenerer Beit all Mitgliederzahl ab- Berlin nicht: eine Mart für jeden Besuch, 2-10 mart) je fie seinem Kind ertheilt. So mancher liberale Heulmeier, der nehmen. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, nach Länge und Schwere des Falls) für eine Entbindung pflegen über die verrathene Wissenschaft schluchzt, als hätte er sie daß es selbst den eitelsten Vätern und den zärtlichsten" als angemessen erachtet zu werden; es wird daher rathsam sein Zeit seines Lebens zärtlich an's Herz gedrückt, würde seinen Müttern auch in den Kreisen der Gutfituirten immer uiehr su zahlen. Sohn mit Hohn peitschen, wenn ihm der als ideologischer, erschwert wird, die lächerlichen Lurusansprüche einer hoch unpraktischer" Schwärmer heimkäme, und leicht könnte er müthigen und gemüthsrohen Korpsgesellschaft befriedigen zu erfahren, daß man ihn einen arbeitsschenen Tagedieb hieße. können. Vor der Selbstaufopferung, die manche dieser GeMan zetert, vom Standpunkt auch des Geldbeutelintereffes müthsidioten in den Reihen der superben Korps von ihren über die Geckenhaftigkeit des Studentenwesens, wie sie sich Familien verlangen, scheut selbst die Thorheit zurück. Das im Korps und Burschenleben breit macht. Man hat sächsische Regierungsblatt wundert sich trotzdem über den aber selber immer im Hause Dor der Schneidigkeit Rückgang der Korps; denn andererseits wiegen die Vorder Herren der Erde" gekrochen; in frommer Schen hat theile im Korps jo schwer. Man tommt zu einflußreichen man alle Aeußerlichkeiten, die dem Leutnantswesen an- Gönnerschaften; und nichts ist der Beamtenkarrière so haften, verehrt; man hat die Hohlheit geflissentlich förderlich, als die Zugehörigkeit zum Korps. So wenigstens angemeldet werden. Wollen Sie, daß es Ihren Namen trage, großgezogen und verlangt dann von den Söhnen: Sie erklärt ein Amtsblatt einer deutschen Regierung. mögen die weisheitschweren Köpfe besigen, die ihre Er- Das heißt offenherzig gesprochen; man weiß, woran zicher nie besessen haben. Mutter und Tochter sind gerührt man sich zu halten hat. Alpha. nicht. 2. Der Vormund darf den Bermögensnießbrauch dem A. W., Steglit. 1. Heirath bebt die Vormundschaft Ehemann nicht entziehen. das A. S. 10. 1. und 3. Ja. 2. Amtsgericht Berlin II. S., Arneburg. Nein. " 1. B. 100. Nein. Alpenglühen. Sie sind nicht strafbar. Legen Sie gegen Verbot Beschwerde ein. Dumm. Nach 2 Jahren. Frischbackener Papa. Das Kind kann nur als uneheliches so müssen Sie die Mutter heirathen und dem Standesbeamten Ihre Vaterschaft anerkennen." 3000. Sit der Sohn unter 7 Jahren, so haften Sie für die zerbrochene Scheibe. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Neu erschienen ist soeben: * Leipziger Hochverraths- Prozeß Heft 7. d Das Heft enthält u. a. die Rede Bebel's in Plauen, in welcher er, im Gegenfaße zu dem von May Hirsch vertretenen Standpunkte, die Auffassung der Sozialdemokratie begründet, und die historische Entwicklung unserer Produktionsweise dargelegt wird. Hierauf folgen intereeffante Kreuzverhöre, denen der Vertreter der Polizeibehörde und andere Gegner unserer Partei unterzogen wurden. Sehr interessant ist das vom Präsidenten verlesene Flugblatt: Forderungen des Volkes im Augenblick der Revolution und die Aussagen Liebknecht's über dasselbe. Bon besonderer Bedeutung sind ferner die Vernehmungen über die internationale Arbeiterassoziation. Auch Briefe von Mary und Engels, Bebel und Liebknecht finden sich in dem Hefte. Preis pro Heft 20 Pf. Bestellungen nehmen noch jetzt jede Buchhandlung, Kolporteure und Zeitungsspediteure oder die Verlagsbuchhandlung entgegen. Emil Tiersch, 274/6 Uhrmacher, ( neben Brunnenstr. 18, Greifenhagen) Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu soliden Preisen. We Reparaturen unter Garantie! 5450L* Künſtl. Zähne schmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen fofort. Weniger Meinen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß während meiner Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. fermo natlichen Erholungsreise meine Buchdruckerei ununterbrochen weiter fortgeführt wird. 5883L* M. Schrinner. Buddruckerei, Brunnenstraße 164. Kur- Bade- Anstalt und Massage bout H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- kaftenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. 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