|tr.l4l. SC.fxttrg. Be,»G»vret»t Bfetlel'ASr; TZO-tt. curmL Z SO SC. fcetm � Haus üoiaaSjoüibm. Stu�eln» Kummern IC vienmg. toilbejug; Bionaütil) i50 JZL etfi. ZuIteUungS. zedilhr. Untei'freit I bar b'öl Demsch- kmb iL Ocünrn(Hür bie nachiti liutnmet müllen bii 5 16« »ackliMla«e im öaustoelchAfl Berlin Cffl.'Ä Ulnoenlttatje 8k ituaeoeseR «cutinei m. 9 Uhr irüh J>U • Uizt abenbö, Zentralorgan der rozialdanohratifchcn Partei Deutfcblands. vonoärks»Verlag S.m.b.$•> SW. b5,!tnöerkstr.S» Keruwrccherl Amt Moriifplay, Nr. 117 SS— 51* Neüaktion und Expedition: EW. öS, einöcnstr« 3. «ernivrecher! Amt iDiartttttlii«, Nr. 151 UO— 151 07. 0er achtzehnte März. In einein F�ugblatf, daS bofd noch dem Tieg der 48er Revolution erschien, ist ein„Konstitutioneller Katechismus, enthaltend die konstitutionellen zehn Gebote*, zu finden. Als drittes Gebot wird dort ausgeführt:„Du sollst die Festtage der Freiheit heiligen." Und als ersten dieser Festtage bezeichnet das Flugblatt den 18. März. Das Flugblatt ist vergilbt und manches ans seinem Wortlaut mutet uns heute altertümlich, fast erheiternd an. Aber dieses dritte Gebot wollen wir in rechter Aufrichtigkeit halben. Die Arbeiterschaft hat stets nach ihm gehandelt: sie hat den 18. März gefeiert zu einer Zeit, als es im servilen Viirgertum längst Mode geworden war, auf daS Jahr 1848 miileidig lächelnd wie auf eine unbegreifliche Jugendver- irrung herabzublicken. Heute dürste auch dem Bürgertum der Sinn der 4Ler Revolution um vieles klarer sein als noch vor fünf Jahren. Heinrich Heine hat einmal seufzend den Satz geschrieben: „Wenn dock endlich das verdammte Mittelalter zu Ende sein wollte." Für Deutschland bat in der Tat dos Mittelalter «cht lange gedauert. Als es geist'g längst überwunden war, erhielt es sich politisch noch generationenlang in der Form des monarchischen Absolutismus. Aber dieser war nur der Dellmontel für die Herrschaft einer anderen echt Mittelalter« lichen Macht, für die Herrschaft des feudalen Groß« grundbesitzes. der seine Hauptvertretung im preutzi- schen Junkertum fand. Mit Zähigkeit hatte sich dieses Herr- schastssystem am Volkskörper festgesaugt. Wie ein Schling- gewächs, das einen Baum überwuchert, hielt es sich mit hunderttausend Wurzeln verankert, so daß es mitunter schien, als sei es eins m't dem von ihm befallenen Körper. Für die Zähigkeit dieses Systems spricht der Umstand, daß es 1848 bereits eine schwere Katastrophe überstanden hatte, ohne wesentlich Schaden zu leiden. Das Jahr 1806, die Schlackst bei Jena, die Kapitulationen der Festungen, war der erste Zusammenbruch der Junkerherrschaft gewesen. Aber wiewohl diese Kaste damals das preibßische Volk an den Ab- grund gebracht hatte, wie jetzt das deutsche Volk, behielt ste doch die politische Herrschaft. Nur die grenzenlose politische Unmündigkest des Volkes von 1806, seine gänzliche Gewöh- nung an jahrhundertelangen Servilismus und ersterbende Demut vor der Obrigkeit macht dieses Wunder begreiflich. Das Jahr l813 bedeutet wohl eine Freiheitsbeivegung, aber über die Erringung der äußeren Freiheit wird die innere vergessen, mit der Verjagung des fremden Eroberers kehrt die alte Knechtschaft, die Unterwerfung unter den„ange- stammten" Tyrannen, zurück. Erst ein Menschenalter später rafft sich die Nation auf, »m die Freiheit, um die ste!8tZ geprellt wurde, mit Ge- Walt zu erobern. Und nicht nur die Fre'heit. Auch die er- hoffte und ersehnte Einheit war 1813 nickst in Ersülliing ge- gangen: statt des Deutschen Reichs war ein jämmerlicher deutscher Bund, ein wesenloses reaktionäres Gebilde geschaffen worden. Unter dem Toppelruf der Einheit und Freiheit brach im Jahre 1848 b:e erste deutsche Revolution ans. Da- mals lief die revolutionäre Welle noch vom Westen nach dem Osten. Die deutsche Märzrevolution entstand unter dem Eindruck der Februarrevolution in Paris, die dem franzö- stschen Königtum endgültig das Genick brach. Die Welle brandete b's Polen und Ungarn, aber sie zerschlug stch an den Fels des russischen Zarismus, der mit blutiger Gewalt Un-! garn und Polen niederwarf. Erst nach dem Sturze dieses' Ungeheuers konnte und sollte die Freiheit in Europa stegen. i Für Teutschland bedeutete die 48er Revolution wohl i einen Wendevurkt. ober keinen Erfolg. Gemessen an ihren> Z'elen ist ste zum größten Teil gescheiter! Die politische Unreife und Zerfahrenheit des deutschen Bürgertums, zum Teil eine'Folge besonderer deutschen Eigenschaften, zum großen Teil ober auch hervorgegangen aus der elenden Klein- staaterei, brachten die Revolution um ihren Erfolg und er- möglichte es der bereits gänzlich aufs Haupt geschlagenen Re- aktion. wieder emporzukommen. Von dem Frei hei ts- gedanken ging nur ein kleiner Bruchteil in Erfüllung, statt der Demokratie bekam das deutsche Volk das zwitterhafte kon- siitionelle System, das dem größeren Teil t>er Macht immer noch bei den alten Genwlthabern ließ. Der Einheitstroum aber zerfloß ganz und gar: die Frankfurter Nationalversammlung konnte das Deutsche Reich nur auf dem Papier, nicht in der Wirklichkeit schaffen. Byzantinische Geschichtsschreiber haben später oft behauptet. was das Jahr 1848 nickst erre'cht habe, das habe Bismarck 1870/71 mir Blut und Eisen glänzend zu Wege gebracht. Die Geschichte selber bat diese« Urteil revidiert. Do« Qemdeutsche Reich Bismarck ist la der Katastrophe de« DeU- l krfegeS h'nerngekannwk! aber der großdeuHche Gedanke ' von 1848, der den Zusammenschluß aller Deutschen, auch der D e u t s ch ö st e r r e i ch e r als Ziel vor Augen hatte, er marschiert und vollendet fich in unseren Togen unter dem Zeichen des schwarz-rot-goldenen Banners, der Revolirtions- sahne von l848. Der Mißerfolg der 48er Revolution ist unser, der Enkel, Verhängnis geworden. Hätte es das Volk 1848 geschafft, das Joch der preußischen Militärherrschaft abzuwerfen, so wäre uns v'elleicht der Weltkrieg mit feinen entsetzlichen Lei- �-den und Folgen erspart geblieben. Aber nur die Arbeiter- schaft hat diesem System die Gegnerschaft und Abneigung bewahrt, das Bürgertum hat sich nach seiner Niederlage sehr schnell mit ihm abgesunden und nach 1866 und 1870 wieder vollkommen mit ihm ausgesöhnt. Es bedurfte erst der Lehre eines Weltkrieges, um auch d'esem Teil des Volkes die Augen darüber zu öffnen, daß mit der schimmernden Wehr und der gepanzerten Faust gegen den Geist der modernen Zeit nicht zu regieren sei. Volle 70 Jahre hat e? gebauert, bis die Revolution von 1918 die 48er Revolution vollendete. Aber unter wie ganz anderen Verhältnissen! Während die revolutionäre Bewe- gung von 1848 ans sich selbst Henaus entstand, war die Re- Volution von 1913 das Sichausbäumen eines durch vierjähri- gen Krieg zu Tode ersckwpsten und zu Tode gemarterten Volkes. Der Verlust aller materiellen Güter mußte erst ein- treten, ehe das mittelalterliche System gestürzt werden konnte. Aber noch in ariderer Beziehung ist die Situation ver- ändert! Die zwischen der ersten und zweiten deutschen Revo» lution liegenden 70 Jahre haben den Aufstieg und daS Anwachsen der deutschen Arbeiterbewegung gebracht, und während die Revolution von 1S48 im Zeichen des deutschen Bürgertums ftond, steht die von 1918 im Zeichen des deutschen Prolebariats! Und damit erweitern und vergrößern sich die Ziele, aus der rein politischen wächst die Revolution zur sozialen. Wir wissen heute, daß wir über die Ziele der 48er Revolution hinaus müssen: Wer auf de» Alten Schultern steht, Der soll ihm Gunst bezeugen, Doch soll er nicht aus Dankbarkeit Zu ihm herniedcrst eigen. Aber es ist ein verhängnisvoller Irrtum, zu glauben. baß dieser Fortschritt über die 48er Ziele jetzt noch mit b l u t i- g e r Gewalt erzwungen werden müsse. Gewalt und Aufruhr sind die Mittel gegen ein System, das den Willen der Bevölkerung erstickt und ihm die rohe Gewalt entgegensetz! Deshalb danken wir den Männern des 18. März, weil sie mit ihrem Leben für ein rechtloses Volk eingetreten sind. das stch anders nicht Gehör und Geltung schaffen konnte. Weil sie stch dem Absolutismus, der Minderheitsherrschaft entgegen- stellten, deshalb ehren wir ste heute als Helden. N'cht die Tatsache eines Kampfes auf Leben und Tod, nicht der rein physische Mut schafft für unsere Begriffe Helden, sondern die sittliche Berechtigung und da§ l i t t l i ch e Z i e l des Kampfes. Dieses ehren wir in den Märzkämpfern von 1848. Das für die, die sich auf der 48er berufen möchten, wenn sie setzt in Berlin, wie diese. Barrikaden bauen. Die Barri- kadenkämpfer von 1848 fochten gegen den starren Absolutis- mus. Se't dem 8. November l9>8 herrscht in Deutschland die vollste und uneingeschränkteste Demokratie, die dem Volkswillen die Herrschaft gibt. Wer fich gegen diesen mit Waffen in der Hand erhebt, der tut nicht das gleiche, was die 48er Helden taten, nein, er stellt sich gegen das Ideal, für das diese kämpften. Und noch eins sollten die Barrikadenkämpfer der letzten Wochen bedenken: Auch am>8. März l848 baben letzten EndeS nicht die Waffen, sondern die Idee entschieden. Gewiß war es notwendig, daß für die Idee Männer mit ihrem Leben zeugten:� aber ebensowenig hemmte es den Sieg, daß militärisch das Uebcrgewicht des blutigen Tages auf feiten der Truppen war. Die jFdee war so stark, daß ste trotzdem die Widerstandskraft der feudalen Partei zermürbte. Sie blieb die Siegerin gegen die Waffen. So war es auch am 9. November 1918. Kein Blutvergießen hält« damals die Hobenzollern retten können, weil st« innerlich für jedermann erledigt waren. Aber in den Januar- und Märzkämpfen dieses Jahres stand der Wille der Volksmehrheit gegen die Aufruhrer, und was i hier fehlt, das kann keine noch so gute militärische Vorher«- tnng mit Soldatenbünden, konspirierende» Trupppenwile«, Mmeawerfero und Kanonen ersetzen. Das Schiffahrtsabkommen. Fi, Brüssel find bei den jüngsten Verhandlungen die deutsche« Delegierten mit den interalliierten Kommissionen zu einer wcscnt» lichen Ergänzung und Erläuterung der Bestimmungen des früheren Abkommen über die Auslieferung der deutschen Sck'iffe getommen. Dieser neue Vertrag ist um so interessanter, als die bisherige« Verhandlungen über das Schiffahrtsabkommen ta allen wirtschast- lichen Kreisen viel Staub aufgewirbelt haben. Die deutschen Delegierten ersuchte«, für die Zwecke der Küsten« schiffahrt und der Erzeinfuhr au? Schweden die Grenzen für die vorläufige Freigab« von Schiffsraum von 1600 auf 2500 Tonnen zu erhöhen Die deutschen Vertreter haben eine detailliert« Uufstellung vorgelegt, aus der die unbedingie Rotwendigkeit dieser Forderung klar hervorgeh! Man kam schließlich überein, daß die Freigabe von Schiffen bis zu 2600 Tonnen in der Zwischenzeit in der Schwebe bleibt, d. h. bis zur Prüfung der deutschen Forke» vungen durch die interalliierten Sachverständigen. Die deutsche Regierung ist verpflichtet, alle ihre Energie darauf zu konzentrinren, Schiffe von erhöhter Tragsähigleit bauen und vom Stapel zu lassen.' fluch in diesem Punkte, wie in so vielen anderen Fällen, wird c» vom gute« Willen und der Arbeitslust und dem politischen Per- ftändniS der deutschen Arbeiter abhängen, od aus dem Wege über daö jetzige Brüsseler Abkommen ein« wesentliche Erleichterung der wirtschaftlichen Situation, insbesondere der Ernährung»» Verhältnisse de« deutscheu Voltes eintreten kann. Die Alliierten bestehen nicht auf der Freigabe von Tankdamp. fern. Für die Bedürfnisse der deutsch«, Ostfront wird eine Anzahl von Schiffen freigegeben. Ein sehr wichtiger Punkt ist die Frage der Bemann»«« ver deutschen Schiffe. Die deutschen Delegierten haben mit all« Entschlossenheit den Standpunkt vertreten, daß die Bemannung der deutschen Schiffe deutsch sein und deutsch bleib«, müsse, schon um Unvuhen unter den arbeitslosen Seelouten vorxudeugen und die in dieser Gefahr schlummernde Bedrohung des Bersehrs über die großen Hafenstädte hintan z« halten. Die feindlichen Vertreter antworteten, es könne gar keine Rede davon sein, daß bei der erste« Anfahrt der britischen und französisch«, Häfen durch deutsche Mann» schasten diese beibehalten würden. Die deutschen Mannschaften würden auf Kosten der Alliierten, aber auf Schiffen, die Deutsch. land zu stellen hätte, in ihr Heimatland zurückbefördcr! Dagegen wäre die Frage der deutsche» Bemannung der Schisse für eine nochmalige sehr ernste Ettoäung reif, wenn Deutschland seine eigr« ne« Schiffe mit Kohle versorge» könnte, so daß sie die transatlo», tische Fahrt mache« Uimtrn, ohne in England»der Frankreich z» bunkern. Auch hl« zeigt e« stch deutllch. daß es lediglich von der Arbeits» freude d« Arbeiter, in diesem Fall« der Bergarbaiter. abhängt, ob d« für Deutschland günstige Gelegenheit de» Abkommens ausze» nützt werden kann. ES wäre das in höchstem Maße ga wünsche», da hier eine Arbcitrrkategorie— bie Bergarbeiter— die Berant» Wartung für die Arbeitsgelegenheit einer andere« Arbeiterkategzrie — der Seeleute— trägt. Dagegen werden wahrschenkich die deutsche» Bemamnongen von Schiffen, die in entfernten neutrale« Häfen liege», z. B. i» Süd- Amerika oder in Hollä ndi s ch-Jndian, beibehalte« werde«. Von' den deutschen Delegierten wurde gefordert, daß auf jedem Schiffe deutsche technische und roautische Vertreter bleiben. Dieser Wunsch wurde nur insofern erfüll! als solche Vertreter auf großen Schiffen mit besonderen Eharaiteristiken zugelassen werden. Die deutsche Regierung verpflichtet sich, sofort folgende Dampfer aus» fahren zu lasse«: Zeppelin, Prinz Friedrich Wilhelm, Graf Walde» see, Patrizier, Kap Finisterr«, Pvätoria, Lleveland, Kaisarin August« Viktoria. Ursprünglich war beabsichtigt, eine Paolkommlssio« in London zu ernennen, der auch ein deutscher Vertreter gewisse» maßen als Verbindungsoffizier angehöoen sollte. Jetzt werbe« interalliierte Vertreter wahrscheinlich nach Rotterdam entsendet werde«, wohin auch die deutsche Regieramg eine« oder mehrere Vertreter sende! Auf Ersuchen der deutschen Vertreter werden die interaMicrt« Delegierten die Aufmerksamkeit ihrer Regie.ungen darauf richten, daß Deutschland die Einfuhrgüter nur bezahlen kann, wen» es die Möglichkeit der AnSsubr ha! und daß deshalb ein« Milder«»» der Blockade notwendig sei. Ein« Diskussion entspann fich auch darübsr, od die a« f d e« t» sckicn Werften i m Bau befindlichen Schiffe nntev das Wmwm�n stillen und ausgeliefert p rden sollen, oder im deute schen Besitze bleiben. Die Deuischen vertraten.x>uiä:ä) oen Siaud» punkt. daß diese Schiffe nicht«nter das Abkommen fallen. Di« feindliche« Delegierte« werde« darüber ihre» Regierange» ss» cichica. Die Kallveryandsnngen lu Rotterdam avgeschloffen. Sellin, den 12. März.(H.) In Rotterdam ist nach tetegra- vhischer Meldung heut« da« Sblommen über die Liefe» rung von Kali nach»ngland abgeschlossenworden: eS ist nicht ausgeschlossen, da« e« noch zu einem weiteren«biommen zur Lieferung von Kalimengen nach Smrriia lommt. England nimmt 80 000 Tonne» ab, deren Ertrag der deutschen Aegterung «zutgesch, irden wird, um aus die Bezahlung der Lebensmittel an» gerechnet zu werden. 10 000 Tonnen gehen über Hamburg oder Bremen, SO 000 Tonnen über Rotterdam. Ale ReichszustÄnüigkelt im verfajluags- ausfchuß. Einführung deS Vertreters von Dentschösterreich. Dem Verfassnno«an«schllh der Rationalversammlung lag gestern der von dem Unterausschuß abgeändert» Antrag Koch- Kastel sDem.) vor, wonach der Art. 0 folgvn>de Fastung erhalt«, sog: A r t. 9. Des Reich soll int Gesetzgebung ausüben über 1. die Staatsangehörigkeit, die Freizügigkeit, das Patzweser� die Sin» und Audioanderung und die Auslicserung: 2. das bürger- ücha Siecht, das Siros recht und das gerichtlich« Verfahre» sowie di« AushUfe zwischen Behörden; 8. da« Preh», Vereins, und Bcrsamm» �'ongslivesen; 4. den Handel, da« Maß- mrd Gewichltwesen. da« ÄünOioeseu und die Ausgabe von Papiergeld, da« Bankwesen sowie iaS Ädrserrwesen; d. da» Gewerb« und den Bergbau; ö. die �'>ee?chiifsahri; 7. da» S rbei tSrecht einschließlich Bersiche- rung mxd Arbeitsschutz sowie den ArdeiiSnachwei»; ll. tue Fürsorge für Kriegsteilnehmer und ihre Hinterbliebene«; 0. die Aerxeseß- schaftung von Naturschaye««nd wirtschaftlichen vuternrbmungr» sowie die Regelung der Herstellung und Berielluug wirtschaftlicher Güter sür hie deutsche Gemeinwhtschaft. Art 9a. DaS Reich kann die Gesetzgebung anSüben über: 1. da« Gesundheitswesen und den Schutz von Tieren und Pflanze» '.zcgen Krankh>'iten und Schädlinge; 2. den Bertehr mit Gegen. landen des tödlichen Bedarfs; 8. die Bevölkern ngS Politik, die FtutterschastS», Säuglings-, Kinder- und Jugendfürsorge; 4. da» ÄersicherungSwesen; 5. da» Armemoesen und die Wanderersiirsorg«; l>. die Fremdenpolilik; 7. da» EntcignunaSrecht und, soweit ein Be- dürftriS für den ütlaß gleichinäßiger NeilliSvorschi'ften vorhanden ist, 8. die Sffenrliche Wohlfahrtspflege und S. de» Schutz der öffeat» lichen Ordnung und Sicherheit. Art. 0b. Tos Reich k a n n im SB«« der Gesetzgebung® t* n b- fätz e anfstellen für l. die Rechte und Pflichten der ReligumSgemein- schasten; L. da» Schulwesen einschließlich der Hochschulen; 8. daS Be- amtenrecht aller öffentlichen Körperschaften; 4. da» Bodenrechl, di« Bodenverteilung, da» AnsiedlungS. und Heimstätlenwesen, die Bin» dung de» Grundbesitze», da» WohmtngSwesen und die BevölterungS. Verteilung. Art. 0c. Di« Porschristen der Art. 0 bl» Vb über die Zustchchig- k-iten de» Reiehe» können abgeändert werden, ohne daß«» dazu der Beobachtung der sonst für Aenderungen der versa stung gel- lenden Vocschrisien bedarf. Solang« und insoweit das Reich von dem ihm noch Art. 0 zustehenden Gesetzgebungsrecht keinen Gebrauch ! nacht, behalten die Länder da» Nechl der Gesetzgebung auf den unter Art. 0 bi» 0b geriannien Gebieten. Die Ausführung der iste'chSgesetze erfolgt durch die Landesbehörden, soweit nicht die Geichs gesetzgebu«>g andere« bestimmt. WirA. Geh. Oberfinanzrat Wal ffram gab namen» der hier vertretenen Regierungen Preuße,,». Bayern». Sachsen«, Württem. ?,ergS, Baden», HestenS. beider Mecklenburg. Lübecks, Bremens und Hamburgs folgend« Erklärung ab: Die Liste in Art. 9, 0», 9d ent- halt eine wesentliche Sruxiterung der ReichSzuständigkeit gegenüber xm bisherigen Zustand. Dadurch wird sie Zuständigkeit der Einzelstaaten stark eingeengt. Die Einzelstaaten«rüsten daher dringend wünschen, daß dt« Abgrenzung der Zuständigkeiten nicht noch weiter cchne dringende Notwendigkeit zu ihren Ungunsten ver» schoben wird. Di« Hemmung de» Art. Sc Abs. 1 halte« sie rn dieser Neziehung nicht sür ausreichend. S>e ünd der Meinung, dag, wenn die Ecweiteruna der Zuständigkeiten ein« materielle«enderung der Verfassung enthält, sie auch al« formelle Versa ffungSänderung gelten und demgemäß an die Form der BerfastungSänderung oebun- den fein stillte. Die hier vertretenen Regierungen könne» also dem Abs. 1 de» Art. 0c de» AntcageS nicht zustimmen. In der Aussprache über die einzelnen Punkte wirb auf Antrag de» Abg. Dr. Hitze(Z.) statt.Arbeitsschutz' gesogt.Schutz der Ardeiter und Angestellten.__ Märzwetterstrahl. piSnwettrrftrahl I Mus Eilcsqual Im �rübtlngocteang gerstnäet, vi« itt«lein Lieht, das Dunkel bricht. dem stlai der ttlclt verbandet l hslüravett erlehet» ist junger Wein» p in KclUmacht gegoren. Zeit, die ihn trinkt, kein Abend linkt— geht nicht im Sturm verloren! .MirrvettrrfchUg..» Du Werdetag, dein Dimmel llt gereinigt. Kein Weinen mehr, das boffnungaUcr »us«eher ßruft gepeinigt. stlZlrevett erlieht vom �gkijng spricht und leiner Strahlen Dell«. kein Zrotttn währt, tritt glanrverhlärt neu Leben auf die Schwelle k _»et» e Zlckier. Nevolutwn imö Hesekftttung. Bon Ferdinand Lasalle. Die«Wlg« Stärke aller Herrschenden, eine bestehende Oedmmg vetteidigenden Klassen liegt in der nicht zu täuscbeiiden, duichge- arbeiieien B-mußlheft, mit welcher fi« ihr K'.asienintereste, eben weil e» ein bereits herrschende», ausgeaibeiteies ist. durchdringt. Die ewige Scbwäcye einer jede» berechiigien revolutionären Idee, die fich zur Praxis kehren will, liegt>n dem Mangel an Bewußtheit seitens der Glieder der ihr zugeianen Klasten, deren Prinzip noch nicht verwirklicht ist, sowie in dem hiermi, zu- sammenhängenden Mangel an Organisoiion der ihr zu Gebote stehenden Mittel. Der hierbei stet» wi«derkeh,enve dialekiische Widerspruch ist kurz folgender. Die Siärke der Revolution besteht in ihrer Begeisterung, diesem unmittelbaren Zutrauen der Idee in ihre eigene Kraft und Unendlichkeit. Aber die Begeisterung ist— al» diese unmittelbare Gewißbeit von der Allmacht der Idee— zunächst ein abstrakte» Hinwegsehen über die endlichen Mittel zur wirklichen Ausführung und über di« Schwierigkeiten der realen Berwickiung. Die Begeisterung muß pch somit aus die reale Bei Wicklung,»nd in«in» Operation mit de» endlichen Mitteln ein- <«8«* Ml fc ta«■»fatzni«ftlllchktt ttz» Zweck*|»«reiche». ZSZhrrwd her Sitzung begrüffke vorfitzmher Hartßmannden erschienenen Berirerer Deutschösterreich» Dr. Ludo H a r t m a n n, der in kurzer Antwort daukie und dem Lnschlußwillen Deutsch- österrrich» Ausdruck gab._____ der Lanötag von Schwarzburg-Rnöolftaöt. Sozialdemakratifche Mehrheit. Rudolstadt, 17. März. Der neue Landtag von Schwarz- burg-Rudolstadt wird fich nach dem Ergebnis der gestern vorge. nommenen Wahlen wie folgt zusammensetzen: Mehrheit»- sozialiste» 10, Deutsche Demokraien 8, Dauernbund 2, Deutsche Bvlköpartei 1, Unabhängige Sozialdemokraten 1 Sitz. flus guter Zamttke. Qffiziersstolz eines Unabhängige«. Der Düssetdolfer Unabhängige Obuch, der gestern Inder LandeSvertammluna keine beneidenswerte Rolle spielte, sagte in seiner Red«, die Offiziere blieben stets Offii'er«, ste würden nie ebr- liche RepuMilaner meiden. Herr Obuch kann auch ander». Nach seiner militärischen Stellung ist er Fahnenjunker. AI» die Düstet« dorfer Arbeiier ihn zum Kommandeur des aus dem Felde zurückkehrenden Jiitaitteite-RegnnenlS Hr. 80 ich'ckten, damit beim Einzug deS Regimenl« keine Zniammenstöße vorlämen, meldete er fich bei dem Stabsoffizier mit den Worten:.Gestatten Herr Major, daß ich mich vorlielle; ich bin au» au« einer Offizier»- familie.' Der mehrheitSsozialistische Abgeordnet« Sriepel, der ihn im Auftrag« de« L.» und S,-Rate» begteiiele, verlor vor Staunen über diesen revolulionären Siürmer und Dränger beinahe die Sprache. Ein Glück, daß Herr Obuch ste behalten hat. Sein« Zunge wird, scheint e», nie beilegen 1 Nußlanös Not steigt. Völlige Einstellung des Personenverkehrs. H r l s i» g s» e<, IS. Miez. Rech Meldung der rnsfi- scheu Presse ist im Zowjetrußlaod der Personevverkehr auf de» Eise»bahnen vollständig eingestellt worden, die Transport- krisi« hat fich s» verschärft, daß die Eiseudahne» für die »ächste Zeit aasschliestlich für de» Transport vo» LkbenSmittel» »nd Kohle» z»r Verfügung stehe» Mllfitl». Geplanter Oolschewitielnfall in deutsthland. Mobilifierung von ISO ODO Mann. Amsterdam, 17. März. lT. II.) Die.Time«' erfährt au» Helfingfor«: Die Moskauer Regierung hat auf Drängen Trotzli» dem Roten Generalstab besohlen, baldigst«inen Plan für die Bildung einer Arme« von lkOOOO Mann z u ent« werfen, um damit im April oder Mai in Deutschland über Polen»nd Kurland einfallen zu können. Da» Hauptziel dieter Armee sollte sein, die Eportakisten In Drnischland zu unter» stützen und die eiwa 100 000 Mann russischen Kriegsgefangene I sür offensive oder detensive Bewaffnung freizumachen. Wie der.Times' weiter mitgeteilt wir», w'rd auf dem Peter». burger Marite Hundefleisch östenilich für b0 Rubel da» Pfund See» lauft. Raiteilflersch kostet 18 Rubel da» Pfund. Die amerikanische Arbeiterbewegung. Streiks«nd Unruhen in New Aork. Amsterdam 17. März. IT, ll,> Wie der New Aorker Korrespon- dent de».Ovserver' ersährt, werden binnen kurzem 87 bi» 48 R e- volutionäre in die Verbannung geschickt werden. Man weiß jedoch noch nicht, zu welcher Zeit und wohin. Die Polizei deranstatiel viele Haussuchungen. In der vergangenen Woche kanven in New Dort an gewislen Zusammenkunsisorlen zahlreiche Belbafiungen statt, in die der Frauenbund für die Verbreitung soziatiftischer Grundsätze verwickelt war. Inzwischen bat die revolutionäre Agiiotion in Verbindung mit Demonstralionen der ArbeiiStosen und Arbeiterstmks an Um'ang gewonnen. Die Anzahl der Arbeitslosen bat sich durch die zurückgetebrien Soldaten in der Irrten Zeit delrächilich vergrößert. Infolge der SireitS liegt Sie scheint sonst in ihiem Schwärmen tür da« Was? Iben Zweck» die reelle Seile de« Wie? der Yerwutlichung. zu übersehen. ftnter diesen Umständen scheint e» ein Triumph übergreifender realistischer Klugheft feiten» der RevoftitionSführer. mit den gegeba- nen endiichen Miiieln zu rechnen, die wahren und letzten Zwecke der Bewegung andernage sei von dein Zebnerrat noch nichl offiziell angeschnitien worden; seiner Änstchl nach lönne der Bäikerbundplan nicht durch die Friedenspräliminarien seftgelegl werden. Auf dt« Frage na» dem Unterschied zwiichen den Prälimi- narien und dem FiiedenSverirag selbst ertlärie Picho». die Friedenspräliminarien bildeten grundiätzlich das Fundament des Friedensvertrages. Dieser sei die protiische Ausführung jener Grundlagen. Die Präliminarien bedeuteten aber nichl die Wiederaufnahme der divlomaiüchen Be- ziebungen, ste bestimmten lediglich da« Ende de« Kr'egSzuilanees. Räch dem Vorftiedrn könne Deutschland unmitielba, sei,,«!Ae- ziehungen mit dem Ausland wieder aufnehmru. Die deuiiche Ab- ordming, die mit der Annahme der endgültigen Waffenstill- standsdedingungen beauftragt würde, müste zuerst den Äniang machen. Pichon sagte weiter, die Konferenz Hobe die Fioge der Schaffung eine« deutschen Oe st erreichs als neu- iralen unabhängigen Staates noch nicht genau ge- prüft, aber es fei nicht daran zu zweifeln, daß dieie Siaalsform iür jenes Land selbst Voiteil« wirlschasllicher, miiilärrscher und handelspolitischer Art bringen weroe. In bezug auf Polen sagte Pichon v a.: Die Abreise polnischer Truppen nach Dan«ig ist grund'ätzlich beschiosten; tranzöstsch« Offizier« sind ebenfalls beauftragt, nach Polen zur Per- stärkung des Heeres zu geben. Ueber die bolichewistiiche Gefahr erklärte Pichon. die Frage werde bald auf die Tagesordnung geietzt werden Ei oerstch rie, die französische Renirrung hade niemals die Anerkennung der Sowjet- rrgierung beschloffen. Gegen die Annexion des T«argebietS. Die.Humanitö' vom 14. d. MtS. protestiert gegen eine Annexion von 000 000 Deutschen im Saargebiet, welche« die iranzösilchen Kapitalisten fich ohne Befragung der Bevölkerung, lediglich au» gewinnsüchtigen Zwecken, aneignen wollten. Eine Versammlung unserer belgischen Genomen. Gegen jede imperialistische Politik. Die belqi'che Sozioliftenpartei hat am 14. d. M. In Brüffel eine Versammlung abgehalten. Nach.La Meuie' vom lb wurde eine Einschließung nngenommen, in der gegen jede impe« rialistische Politik und jede Verletzung de« Seibit- bestimmung»« echtes Einspruch erhoben w>rd. E» muß ben Be« wohnern von Luxemburg selbst überlasten bleiben, heißt»« in der Entichließtliig, ob und welchem anderen Siaote sie sich anschließen wollen. Es muß den Tallouen in Rheiupreusten die freie Entschließung darüber überlosten bleiben, ob sie sich mit den übrigen Wallonen in Belgien vereinigen wollen. Die Beriammlurg be- kämpft jede aggressive Politik gegenüber Holland, ist aber der Anficht, daß die freie Schiffahrt aus den beiden internationalen Flüsten Scheide und Mao» Belgien gewähr- leistet werden muß. Unter den Grophilern sind G. M. Gey�er und Frau Käthe K o l l w> tz vertreten. An bekannteren Mufilern, die der akademischen Wüiden teil« haftig werden, sind zu nennen, Rrznieel, Friedrick«lo>« tz. die markanteste Darstellerin des leidenden und iämpiende» Proletariats in Deul'chlond zu den Erkorenen gehört. Soviel wir wissen, ist ste zugleich die einzige Eozialistin, die der Akademie jetzt angehört. Freilich ihre künstlerische Bedeutung ist so groß und io unbenritten, daß niemand der Akademie nachjagen wird, ste habe nitt dieser veruiung«onjunlliirpoliftt geiriebe» Im Einzelnen die Verdienste der neuen Mitglieder zu wü'digen, gebricht es unö an Raum. Viele von ihnen härien längst die Aka« demi» zieren lönnen. und e» ist nur bisher veriäumtes ftrnd Un- mögliches) nachgeholt. Daß au» aus der neuen Kuniistlömungea Vertreter berücksichtigt find, spricht für den guten Willen der Alademie. Ob freilich im sorialen nnd demokratischen Staate Akademien noch werter Taieinsbmchligung haben und neue Aufgaben er- iüllen können, diese Frage entscheidet leine bewiesene Toleranz noch kluge Wahl._ itotiFtn. — Heine-Dichtung spendete am Sonntug im Meistersaal bei gut besetztem Hause Mario Schipsmann. Ihr Programm war tresfltch geordnet und stieg zu starken politischen Stücken an. Liebeslh.Ik wurde gesanglich in zwei Gruppen eingefügt: wunder- voll ließ EillhStoeckelS warme liebliche Stimme Schumannsche und Foanzsch« Lieder aufsprießen. Ueber das Lyrische hinaus ging die Ausdruckskraft de: Sängerin in Rubinsieinö.ASra". Die Borträge Maria Schipsmann» bezeigten ein deutliche» Talent für ironisch-heitere und kräftig satirische Dichtung. Bor allem ihr Sprachorgan erscheint für diese wie geschaffen. Regster Mille war an der Arbeit, den Reichtum Heines an Bewegung de» Gefühls und der Gedanken charakteristisch deutlich werden zu lasten. SirrigeZ schien noch pichi freigeworden von den Spuren der Ueber- leguna, war nach gerüsthaft. Andere» ab« war darüber hinaus zu schdvellertder Füllung gediehen. — Musik. Da« 7. Simoniekonzert der Opernhauskapelle ftnbet Freitag 7>4 Uhr statt. Da« Mittagsionzerl bechnnt 12 Uhr. — Do» Opern ha u» kündigt di« Veranstaltung einer Richard Strauß. Woche unter Leitung des Komponisten mit folgende» Abenden an:.Salome' den 23.,.Elektra' den 2S.,»Roseniava- lier' den 27. und.Ariadne auf NaxoS' am 20. — Revolutionsdichtung, Schöpfungen lyrischer Kunst, von Goethe bi» Dehmrl, tragen heute Oskar Ludwig Brandt und Margcr veie Jacobtz im Mchsterjaat vgl. Äascutg 1% Uhr. Nr.1«,»Z«.7ahix»I>g dC0 vOfl3)Ort0 Wttiefog, IS.OISrj t«t» Das Preußenparlament über üen berliner /lufstanö. < Sitz»«g, MoRtag, 17. Mär» 1919.»ittag« 12 Übt ?m Regieren Mische Hirsch. Reinbardt». a. Präsident Leiaert eröffnet die Sitzung nach 12� Übt. Di« Beratung de» Antrag» der II. Soz. wegen Aufhebung de» Standrecht» und des Belagerungszustandes wird forlgesetzt. T-azu liegt der Antrag Adolf H o f f m a n n vor, die Negierung zu ersuchen, sofort eine Untersuchungskommission ein- zusetzen, die, bestehend au» einer gleichen Anzahl Mitglieder der Landesversammlng und de» Berliner Pollzugsrats, die Ausgabe hat, die Vorgänge zu untersuchen, welche sich auf den Straszen Groß-Berlin» in den letzten Wochen abgespielt haben und damit im Zusammenbange stehen. Ein Antrag der Abg» Auch«öd Gen. D i V i s i.o n, die ihr kurz nach lv Uhr vormittag» telepbonisch mitgeteilt hatte, dah die gesamt« Besatzung des Polizei- Präsidium» ermovdet worden sej. und angab, die Nachricht von einem zweifellos zuverlässigen Augenzeugen erhallen zu hoben; die zweite Meldung stammte von einem Soldaten de» D«tachcment< Küntzei, der sich auf die Angaben mehrerer Soldaten berief, die de» Vorgang al» Augenzeugen mit angesehen hätten. Daraufhin bat da» Kommando der Schutzmannschaft t?on den Vorgängen Kenntnis gegeben und deren Veröffentlichung anheimgestellt. Ob das Kommando, der Schutzmannschaft bei dem telepbonischen An- ruf. wie mir ein Redakteur der.B. Z." mitteilt, hinzugefügt hat. da» Ministerium de» Innern wünsche die Veröffentlichung entzieht sich meiner Kenntnis; fest steht, dah da» Ministerium mit der Sache nicht da» Geringste zu tun bat. Sie dürfen aber nicht bevgeffen. dost die ungeheure Aufregung, die sich aller brmäcktigt hatte, die m unmittelbarer Vrrbinduna mit diesem Vor- gehen stehen, ein« falsche Berichterstattung in der Press«, so de- dauerlich sie ist, verständlich erscheinen lästt. lLebbafter Widerspruch bei den U. Scg.) Ich entschuldig« damit sogar die mastlo« über- triebenen Darstellungen, di« der Abg. Adolf Hoffmann, wi« ich annehme, durchaus in gutem Glauben hier wiedergegeben hat. Nach der Aussage der'Besatzung de» Polizeipräsidium» ist diese, soweit die Spartakisten ihrer habhaft wurden, i» rohester Weise mist- handelt und während der Arretierung «nauSgeley« mit Erschieße« bedroht worden. In einem Fall« ist ein böderer Polizei beamfer»f cht weniger als dreimal an die Wand aefteltl»ordert jedesmal wurde ihm gesagt, jetzt werde er erfchosien, dann wurde er freigelassen und nach einer Stunde wiederholte sich da» gleiche Manöver.(Rufe bei den U. Soj.: Namen nennen»— Ich werde I mich hüten— wenn da» nicht grausam ist. dann weist ich nicht. 'was grausam ist. Nach den bisherigen Meldungen ist ein Äe- l amter Rafchke vom Polizeipräsidium gefallen. fAbg. Dr. Rosen- i feld: Also nicht ermordet!) Legen Sie mir doch nicht Worte unter. ! die ich gar nicht gebraucht Hab«. Soviel parlamentarischen Anstand kann ich auch von Dr. Rosenseld verlangen— ei« anderer Beamter ist«ach furchtbaren Mißhandlungen aus der Straße im Depat er- schösse« worden. Wo seine Leiche gefunden ist. steht bisher noch nicht fest. Ein anderer Beamten Schönfelder ist aus seiner Wohnung ge- schleppt und gröblich misthandelt worden, auf einen wer- teren ist auf der Straste mehrfach geschossen worden, einer sst verschwunden, sein Schicksal ist unbekannt. Alle Beamte haben infolge der fortgesetzten Bedrohungen und Misthandlungen scheuer« Nervenerschütterungen erlebt. lJroniscbe» bedauernde» Oh, Ohl bei den U. Svz. Darauf lebhafte Pfui Ruf« bei der Mehrheit.) Die bisher festgestellten Vorkommnisse in Lichtenberg rechtfertigen allein schon in vollem Umfang die verschärften mili- tärischen Bestimmungen, die nunmehr aufgehoben sind. Bon ihnen hängt e» ab. dah der Oberbefehlshaber nicht wieder zu ähnlichen Maßnahmen gezwungen wird. lGroße Unruhe bei den U. Svz.) Darüber lästt die Regierung gar keinen Zweifel: soweit eS sich bei den Spartakisten um eine geistige Benxgung bandelt, wird sie ihr mit den Waffen de» Geiste» gegenüberstehen, aber der rohen Gewalt wird mit Gewalt entgegengetreten werden.(Andauernde grohe Unruhe bei den U. Soz.) Volles Licbt in die ganze Angeleoenheit wird ja hossentssch die parlamentarische Untersuchungskommission bringen, wie sie von den Herren Auch und Genossen beontoagt wird. Auch der Regierung liegt daran, dast die Schuld restlo» festgestellt und die Wahrheil ermittelt wird. KrieMninister Reihard: Diefermste Eneigniss« bringen eS mit sich, daß m«rrn Antnogfteller behaiiptet, dast nickt nur nach dem Wunsche seiner Partei, sondern auch nach dem Beschulst der kommunistischen Partes der Generalstreik gang friedlich verlaufen sollte, und dast die traurigen Kämpfe nur da? Werk von Gesindel und austerdem da» Ergedni» der Eifersüchteleien der verschiedenen Berliner Truppen und Wehren gewesen sei. Ich freue mich, dost das gemeingefährsiche Gesindel, daS mit der Waffe in der Hand ge. plündert, von niemand verieidigi wird, noch mehr würde ich mich freuen, wenn auch denen, die in der Bekämpfung solchen Gesindel» wkt würde.(Beifall.) WaS den ihr Leben einsehen Treubruch eine» Teil» der Wehren und der Matrosen anlangt, So kann eine kleine mistverständlich« Echiesterei, wi« sie aus dem llexanderplatz vorgekommen sein mag. einen solchen niemal» ent- schuldigen. Solch« Mistverständnifle waren im Kriege bei Freund und Feind so alltäglich und sind namentlich von Strastenkampfen so unzertrennlich, dast unser gang?« Heer beim Feinde wäre, wenn ledesmal der betroffen« Truppenteil daraus ein Recht znm Ueber- laufen geschöpft hätte.(Sehr richtig» Bei Beurteilung der Er- eignisse lassen Sie. bitte, die Sprach« der Tatsachen ans sich ein- wirken. Wie finden sich denn die Waffen zu gewal« tigen. in den Händen verbrecherischer Aufrührer befindlichen Lagern zusammen? Wir kommen selbst Gelchüve. dir««»gesprockmnen Großkampfmerkzenge, in dir Hände sogenannter Unschuldiger und wie speisen sich diese Kampkmerkzenge planmäßig und reichlich ml« Munition? Wie oft hat schon di« Volksregierung seit dem 9. November verordnet nnd gemahnt, die Waffe» adgugcben? Am gestrigen Sonntag sind in Adlervhof 27 Maschinengetvehre. 680 Gewehre und Karabiner, 2821 Seiten- gewehrt. 478 000 Patronen eingebracht worden.(Lebhaft« Rufe: Hört, hört!— Zurufe bei den U. Soz.: Auf der Kommanbanturk — Lärmender Widerspruch und Pfuirufe recht».— Abg. Hasfmam« ruft: Sie belügen da» Volkl— Erneute Zurufe recht» und grast« andauernd« Unruhe!) Präsident Lcinert: Ich bitte die Herren(zu den ll.-Goz.) doch den parlamentarischen Anstand zu wahren.(Zurufe des Abg. Adolf Hoffmann.) Herr Adolf Hofsmann, der parlomentacisch« Anstand ist durch den Herrn Kriegsminister in keiner Weis« verletzt wor- den.(Zuruse bei den U. Saz.: Aber die Wahrheit» Da» können Sie(zu den U. Soz.) so ohne weiteres nicht entscheiden, ob die Wahrheit verletzt ist oder nicht.(Widerspruch und erneute Zurufe bei den U. Soz.) Es kommen hierzu noch vier Redner zum Wort und der Kamps must parlamentarisch ausgekämpft werden, nicht aber in einem Tone, der nicht einmal in Ihren Partriversamm- lungen üblich ist.(Sehr richtig! rechts.— Grohe Unruhe bei den U. Sog.) Ich bitte um Ruhe, bitte den Herrn Kriegsminister, fort» zufahren. Kriegsminister Reinhard: Nach diesen Feststellungen kann nicht daran gezw-eiseli werden, dast eine kleine wohlorganisierte Mm- dcrheit mit Gewalt die Herrschaft über die graste Masse de» deut- schn Volles an sich reisten wollte(Sehr richtigt) und dast e» die heiligste Pflicht der Negierung ist. mit dem ganzen ihr zur Ver- fügung stehenden Machtausgebot die Freiheit de« Volkes gegen ge- Waltsame Unterdrückling zu schützen. Die Verhängung de» Bc- lagerungSzustandes ist hierbei vom militärischen Standpunkt au» eine ganz unerlästlich>e Mastnahme. Die Verhängung des Stand- rechts ist nur einer äußer st en Notlage entsprungen. Wir käniipfen seit vier Monaten gegen die bewaffnete Vergewaltigung. � Die vi» Januar angewendeten Mittel haben nicht genügt, die Vev- brecher niederzuhalten und sie von Wiederholung abzuschrecken. Di« Staatsgewalt war daher verpflichtet, zu schärferen Mitteln zu greifen. Ihre Notlage kennzeichnet sich am deutlichsten in den Verlusten und Greueltoten, denen die ausgesetzt waren, die der VoflSregierung ihr« Dienste geliehe« haben Zahlen sprechen hier deutlich, auch wenn man alle die zum Teil rechi großen, übrigen» beiderseitigen Uebertreibungen abstreicht, die für jeden Kenner die unzertrennlich« Folge der Aufregung von Kampfhandlunzen sind. E« ist ja vielfach beklagt worden, dost ülertrielben« Nach» richten �amtlich" bekanntgegeben worden seien, und tfvar meint man damit„von militärischen Kvmmandostcllen". Tatsächlich hat da» Generalkommando Lültwih Auskunft über Lichtenberg abge- lehnt, weil dort gar keine Truppen waren, sondern nur Beamte. Im übrigen darf man nicht vergessen, dast in selchen Kampfzeilen die Amilich-keit der am Kampf beleiligicn Kommondostellen die reinste Menschlichkeit bedeulet. und zwar die Menschlichkeit der Aufregung und in der Hochspannung. Ich sellbsi würde.meiner vierjährigen KriegSersabrung in» Gesicht schlagen, wenn rch mich vermessen wollte, die Summe von Behauptungen dM Herrn M- geordneten Hossmann„amllich" richtigstellen zu können. Da» ist gaivissenhaft ganz unmöglich: ich würde e» aler auch für fochdien- lich geholten haben, wenn gleich ruhige, allerdings Geduld erfor- vernde Prüfungen an die Stelle massenhafter, aber ungenügend ausgeflörter und nach vielen S«iten verletzend wirkender Behaup- tungen getreten wären.(Sehr richtig!) Daß die Kämpfe nicht so einseitig waren, beweisen die Ver« suste der Regie rungitruppen. Eine Division hatte schon« x i. Bei diesen Worten brach Stine in Schluchzen au». Nun schalt die Mutter: „Einfältige Dirn, ist das etwas, weswegen man sich aufregen mustl Alte Leute können doch wohl nicht ewig leben und anderen zur Last fasten. Und wenn Großmutter stirbt, bekommen wir ein neues Wohnhaus." „Nein, denn Grosttnutter sagt: was das Hau? einbringt, soll zu gleichen Teilen verteilt werden. Und daS andere --* Stine stockte jäh. „Das andere?" Sörine beugte sich vor. und ihre Nasen- flügel dehnten sich. Aber Stine preßte die Lippen fest zusammen. Groß- mutier hatte ihr streng verboien. irgend etwas hiervon zu sagen— und nun faselte sie hier alles möglich«. „Dummes Kindl meinst du, ich wüßte nicht, daß du an die zweihundert Taler denkst, die für dich gezahlt worden find? Was soll denn mit denen geschehn?" Stine sah die Muttor mißtrauisch an.'„Die soll ich haben," flüsterte sie. „Dann sollte die Alte sie lieber uns uberlassen, damit wir sie für dich verwahren, anstatt sie selber bei sich herum- liegen zu lassen," sagte Sörine. Stine bekam einen Schreck. Dos wor ja gerade daS, wovor die Großmutter solche Angst hatte: daß Sörine das Geld in die Finger bekommen würde.„Großchen hat sie gut verwahrt," sagte sie. „So— o? Wo hat sie sie denn?— Im Deckbett natürlich!" „Neint" versichert» Stine und schüttelte kräftig den Kopf. Aber jeder konnte es ihr ansehen, daß da» Geld wirk- lich gerade da versteckt war. „Na. dos ist ja ein Glück, daß ste ste nicht da Hot: denn daS Bett hol ich mir eines schönen TageS herüber. Du kannst Mutter recht(jut einen Gruß bestellen und ihr da» sogen, wenn du sie wiedersiehst. Meine anderen Sckövestern hoben ein Federbett von.Hause mitbekommen, al» st« sich verheirateten: und daraus erheb« ich auch Uusprucch," t „Großchen hat nur daS eine Deckbett." versicherte Stine — wohl zum zwanzigstenmal. „Dann muß ste eben eins van ihren vielen Unterbetten über sich nebmen. Ibr Lager ist ja bis unter die Decke aus- gestapelt, so viel Bettzeug liegt im Alkoven." Ja. weich war GroßmutterS Bett, das wußte Stine bester als sonst jemand. Ihr Bettzeug umfing den. der darin lag. schwer und doch warm, wie nichts anderes in der ganzen Welt, und an der Wand drinnen im Alkoven wor eine Strohmatte angebracht. ES schlief sich so warm und sicher hinter GroßmutterS Rücken. Stine wor nicht groß für ihr Alter, die harten Lebens- bedingungen binderten ihr Wachstum. Aber ihr Gemüt ließ sie älter erscheinen, als sie war: sie war von Natur nachdenklich, und das Leben hatte sie �elebrt. sich nicht an den Dingen vorbeipdriicken, sondern die Bürde ans sich zu nebmen. Sie beteiligte sich nicht an der Sorglosigkeit der Kinder, war vielmehr noller Fürsorge und Kummer. Sie mußte sich Sorgen mockien— wegen der kleinen Geschwister zu.Hause an den paar Tagen, die sie bei Großmutter wor, und wegen der Großmutter m der langen Zeit, wenn sie ste nicht sah. Zur Strafe dafür, daß sie eigenmächtig den Besuch bei Großchen verlängert hatte, verweigerte Sörine eS ihr lange, wieder hinzugeben. Da machte sich Stine in einemfort Ge- danken um der Alten willen, bis ihre Sorge in krankhafte Selbstvorwürfe umschlug. Besonders am Abend, wenn sie dalag und wegen der Kälte nicht einschlafen konnte, wachte oll da» Traurige in ihr aus, und sie mußte den Kopf unter da» Deckbett stecken, damit die Mutter nicht hörte, daß sie schlnchzte. Dann erinnerte sie sich all der lieben Eigenschasten der Alten und bereute alle die Späße und schlechten Streiche, die sie selber verübt hatte. Nun kam die Strafe: sie hatte? de? Großmutter all ihre Fürsorge schlecht gedankt: darum war sie n,»n allein und verstoßen. Nie wor sie to richtig gut zu der Alten gewesen: nun konnte sie es sein— und nun wo? e» zu spät! ES gab hundert Arten. Großmutter zu erfreuen, und Stine kannte sie alle: aber sie wor damals ein recht faules Mädchen gewesen. Wenn sie nun wieder hinkam, wollte ste dafür sorgen, daß immer für Großmutter» »wette Kasjeetosie Zuck« da war— sie wollt« ihn nicht für i sich selber stehlen. Und sie würde von nun an ganz gewiß nicht vergessen, jeden Abend den Stein zu wärmen und ans Fußende des BetteS zu legen, damit es Großchen nicht an den Füßen fröre.„Du host wieder den Stein vergessen." sagte die Großmutter fast jeden Abend—„meine Füße sind wie Eis. Und wie geht es mit den deinen? Die sind ja � ganz kalt. Kind." Dann nahm Großmutter Stines Füße in ihre.Hände, bis sie warm wurden: ober für ihre eigenen geschah nichts— der Gedanke daran brackste Stine der Ler» , ztveiflung nahe. Sie meinte, wenn sie nur richtig Buße und Besserung l gelobe, müsse etwas geschehen, das sie wieder zu ihrem Groß- chen zurückbringen werde. Aber es geschah nichts! Und eines schönen Tages konnte sie sich nicht mehr bezwingen und rannte cjuerfeldein. über die gepflügte Erde bin. Sörine wollte sie sofort wieder zurückholen, ober Lars Peter sah die Sache ruhiger an. „Nun warten wir ein paar Tage." sagte er.„Sie hat die Alte lange nickst besucht." Und er richtete seine Fahrt in jene Gegend so ein. daß Stine einige Tage zusammen mit der Großmutter verleben konnte. „Bring' das Deckbett gleich mit." sagt? Sörine.„Es wird jetzt kalt, und wir können es gut für die Kinder gebrauchen." ..Wir wollen sehen," erwiderte vars Peter. Wenn sie sich etwas in den Kops gesetzt hatte, dann fing sie immer wieder davon an zu faieln, so daß die meisten Menschen aus der Haut gefahren wären. Aber Lars Peter gehörte nicht zu dem Geschlechte der Manns: an seiner gzitmütigen Unerschütter» lichkeit prallt« alles Wvibergerede ab. 17 Wen» die Katze nicht,« Hause ist— Stine erwachte bei dem Laut von klirrendem Eisen und öffnete die Augen. Die Lampe stand blakend auf dem Tisch. und vor dem Ofen lag die Mutter und klopfte mit dem Feuerbaken aus einen Ring, der sich an dem Kessel festgesetzt hatte. Sie wor noch nicht angekleidet, der Schein vom Ofen flackerte über ihr rötliche« zerzauste«.Haar und ihren nackten Hals. Stine schloß sch> l wieder die Augen, damit die Mutter nickst entdecken sollte, daß sie wach wor. Es war kalt in der Stube, und draußen tag di« schwarze Nacht aus de» Feufterlcheibea. (Forts, folgt) ebet Verirrten, denen der gesunde Menschenvenftand voll- kommen abhanden gekommen ist.6 Beteiligte dingfest zu machen. Alle wurden mit einem großen Lastkraftwagen nach Moabit gebracht und de» außerordeulilchea Kriegsgericht zugeführt. Di« Ermittelungen hoben bereit» zu der Feflffelkung geführt, daß noch eine ganze Reihe von bekannten Verbrechern beteiligt waren. Auch ihnen ist man bereits auf der Spur. Der Zoo ist au».militärischen Gründen' einige Tage ge« schloffen. Das hätte man vielleicht auch veröffentlichen und der« schiedenen Besuchern aus dem werten Groß-Berlin die Enttäuschung und die Fohrkosten sparen lönne». Meldungen zur Ferienkolonie können vom lg. bi» 27. März au den übermorgen an den Säulen ersichtl.chen Stellen ersolgen. Arbeiterratswahl der freiwilligen Krankenpfleger«nd Schwestern Wrost-Berlrns. Von verschiedenen Seiten werden in letzter Zeit Gerüchte der« breiter, daß da« Personal der Freiwilligen Krankenpflege beabsichtige, in einen Streik«inzutreten. Daran ist nie gedacht worden. Morgen Mittwoch, abend« 5'/, Uhr, findet in der Schulaula, Stallschreiber» straße 54. die Wahl zum Arbeit errat für die sreiwilligen Krankenpfleger und Schwestern ouS lämtlichen Lazaretten»nd Heil» anstalten Groß-BerlinS statt. Die jetzt noch im Dienst befindlichen Schwester» und Pfleger der freiwilligen Krankenpflege aus Groß» Berlin find gegen Ausweis beiechiigt, fich an der Wahl zu be« leiiigeu._ Für flOOOOO Mark Juwelen geraubt. Die Goldwarensabrik und Jnwelenhandlung von Wilhelm Stoeß, Friedrichftraße. Ecke Unter Linden, im ersten Stockwerk, hat an der Dtraßenie'te einen großen Glaskasten an- gebracht, in dem fie ihre Schmuckstücke zur Schau stellt. Der Kasten enthielt entgegen der sonstigen Gepflogenheit, eine ganze Reihe echter Gegenstände. Mit der Bewachung dieieS Schaukastens ist ein besonderer Wächter betraut. Dennoch baden eS Räuber verstanden, den Kasten vollständig auSzuiauben. Sie hatten sich vorher einen Nach- ichlüsiel beiorgt. Als der Wächter im Hausflur stand, öffneten drei Männer den Schaukasten blitzschnell mir dem Rach'chlüffel, schoben ieinen ganzen Inhalt in eine mitgebrachte Blechloffette, eilten mit dieser nach der RvSmarin straße, sprangen dort in ein bereit« stehendes A u l o b>! und jagten mi» der reichen Beute davon. Es war die« in der vierten NachmiitagSstunde. Gleich daraus wurde der dreiste Raub entdeckt. Der Wert der geraubten Juwelen rst 600 000 Mark. Auf die Wiederherbeischaffung der Gegenstände wird 20 000 Mark Belohnung ausgesetzt. Das Gesetz betreffend di« Erleichterung deö Austritts aus der Kirche wird noch vielfach mlßvetftanven. In großer Zahl gehe» den Gerichten einfache Anmeldungen von AuStrittserlläiungen zu. Di« Unterichrif» muß aber gerichilich oder noiariell beglaubigt sein. Am einfachsten ist die AustrittSerklärung ,u Protokoll des Gericht»- ichrerberS. Hierzu ist nur notwendig, daß der den Austritt Er« klärend« perlSnltch mit einer Legiiimatiou bei dem Amtsgericht e» scheint, tn dessen Bezirk er wohnt. Wo bleibt daS Fett? Suö dem Brief einer Mutter:.Wenn das Fleisch aus den Wagen geiahten wird, da ist eS immer to schön durchwachsen und holt man eS beim Fleischer, dann bekommt man nicht ein Stückchen Fett. Jedenfalls wird alles r a u S» geschnitten und dann an die gute Kundschaft verkauft." Fünf Personen vergiftet. In der Konditorei von Ludwig, Prenzlauer Allee 177, wurden die Besitzerin, ein Kind, das Dienstmädchen und zwei Gäste bewußt!»» aufgefunden. Ein hinzu- gezogener Arzt und Vre Feuerwehr vermochten die Bewußtlosen wie. der ins Leben zurückzurufen Da» Dienstmädchen mußte nach dem Krankenhause überführt werden. Ob eS sich um ein« Ga». oder Kohlenoxhdvergift u ng handelt, konnte nicht sestaestelll werden. Eine grehe Razzia wurde in der Alien Schönhauser- und der Weinmeisterstraße abgehalten. Das Tretiben der wilden Händler hatte fich dort wieder so breit gemacht. 25 Bändler. die au» HeereSgut sowie andere» auS Diebstählen stammende Degen» stände feilboten, wurden verhaftet und tu das Poliseiprästdium ema« liefert. KriegSbetchävigte. SriegStefknehmer nnd KrlegShtnterblieben« be» gelnmten Slemens-tkonzerns! Morgen Mittwoch, abend« S't, llbr, im Volksbaus übarlottenbnrg. Roftnenitr. i: große Beb leb«- verlamm'irng. Aeußersi wichtige TaaeSordmmg. Kameraden und Kriegs« Hinterbliebene ericheint»» l l z ä b l i g. ktztne«»»buungslokenversamniliing sind«« Domrerswp. den SO. abends 7 st, Nbr, in der Aula der ffrledrrchs. Weiderichen Oberreallchule statt. Der«rbetter-Etenogrovdeoveeein.«renvs«. Groß-Berlin. tagt vorltiiifig oll«»4 Zage dei Bieder tiein, Adaibertirr. 69. Nächste Uebungs- ftur de Freitag, den Zst. März, obends 7st, Udr. Adresse deZ Bor sitzenden: 6. Buradordi, Neulilln, Herrwrldstr. SK. Hos FV. Alle Anträgen, die den Gau Brandenburg bei, eklen, find zu richten an: yoieph Arndt. Reukölln, Teicha««r Str. 92, Hos IV. Der Verband ebenialiger Sckititzbastaekongener leidet unter Zer- lpltttr rungsei Icheinuiigen. Herr Mebmed steks Bev. der zweite Vorsitzende deS Raie« der kchutzbastgelanpenen, teili leinen Austrllt mit. Tr will den letnem Bureau au«, Tchissdauerdauu» iL, eine neue Organisation dieser Art gründen._ Wrofl-Verllner Lebensmittel. Berlin. Anmeldefrist für Kaffee-Ersatz von Mittwoch bis zu« 22. März. Rorvawes. Vezuglchein« für Gtslügilsutter tgettocknele Fiich« krabben und tdiefloaelbartsutier) sind im Raibaus, Zimmer 6, zu baden.— stn der Brauerei Hildebrandt, Wilbclm straße, werden Futlermäbren«erkauft. Bezugscheine werktäglich von L— 1 Uhr im Rathaus, Zimmer 6. Grunewald. Vom 1. April an wird der.Vorwärts" durch Boten anSgeiraaen. Wir bitten daher uniete dortigen Abonnenten, den.Vorwärts' nicht mebr bei der Pott zu bestellen, iondern bei Herrn Wilhelm Scheutzel, KönigSallee 64. Potsdam. Mit dem l. April koll in Potsdam. Waisenstr. 24, Ecke Cbarlottenstraße, rn« Vorwärtsspedition und Buchbanvlung errichiet werden. Wir ersuchen daher unsere Potsdamer Abonnenten, den Vorwärts nicht mehr bei der Post zu bestellen, sondern bei H. Hörig Brandenburger Str. SSM oder im R e- st a u r o n t Becker. Linden straße 20. Die Zustellung er- iolg» vom l. April an durch Boten, und zwar zweimal täglich, so daß nicht wie bisher die Abendausgabe erst am andern Tage in die Hände de» Abonnenten gelangt. Groß-Serliner parteinachrkchten, Berliner Mitgliederverlammlunge« morgen Mittwoch, abendt 7 llhr. II. Ableilungr Tchnlaula Görlitzer Straße 6t..Wie können wir de» Sozialismus verwirklichen?' Reierenl: Genosse iS u i ch i ck. 81 tdch I e i I u n g: Tchulaula Ertönfließer Straße 7.»Der Kommunismus'. Referent: Genosse K r e n tz i g e r. 39. Abteilung tMoabit. Ncu>?ellev»e,: Aula Bochumcr Skr. 8. ..Einiübrung in den wiffenlchaitllchen Sozialismus. Referent: Genosse D l t t m e r. 4 0 Abteilung: Schulaulo Rostocker Straße 82. TKilmersdors. Dienstag, abends 8 Nbr: BezirkSverlammlung M Schäfer. Brandenburgtich» Straß» Sg Reierent: Stodioerordn. K e m p l« r. Dempeldok. Heute. 7 Ubr: Borstandslitzung Im Re'anrrnrt vule ltckeimann Roch!.). Katler-Wildelm-Straße.— Morgen, 7 Uhr: fforlietzung der Generolversammlung m der Aul« des Reaigtzmnasium« Kailerin-tzlugustoftraße. Mitgliedsbuch iegittmlert. Lichtenderg. Morgen Mittwoch abends 7«,, Ubr. in der Schulau!« Marltstiaße II stumme,«burgl! Mitgliederveilammlung Tagesordnung: .Die Zakttk untere, Varl ei.' Releeenten: Genosse Stadt» tl Miru« und Genosse Herm Müller. Mitglied der«atlarurloer lonrmtung.«« ist Pflicht jedes Partetmttgliedes. zu erlcheineu. «dseeeeeausstev»« tt», das mttrtere tztoeddenetchlan» dt» Mitewochmirtag. gm Norden und Nordosten öberwiegend bewölk« mit leichten Re�enlällen. yw Südwest«»»ieljach heiter, tbtt veränderlich, Notre Dame. Antang 7 Uhr._ Schaaspleihaßs Peer Gynt. Anfang 7 Uhr. Volksbflhne Theater am Btilowplatz. Direktion Friedrich Kayfiler. Vk Uhr: da». Direktion Max Reinhardt Deutsches Theater. I Uhr: Wie es euch gefällt. ÄUiwoch] Uhr: Wie es euch getäitt. K ammerspiele. f Uhr; Paschiay. Mittwoch, zum ersten Male: f Uhr: Unterwegs« Cleines Schauspielhaus Fasanenstr. l. Port 5. tk: Die Bficbse der Pandora. ftlttwoch 7*/« Uhr: Die Bäcb«« der Pandera. Theater I« d« [ßniggrStzerStrol« rirjC.mefnhar«- R. KernaHM' fjS Uhr; Der Klb.iitcla. ftlttwoch: Musik. konnerstag: Ber Biberpelz. Momödieahaas an aer Marzchallbrtcke US Uhr: Brägnitt, (Lulu: Maria OrckaJ Uttwoch 7 Uhr aom I.Male: Ber Ftldbermhigel. Ichnurre in i AKwn v, Roda Roda und Karl Rdssler. konrt.: Der Feldherrnfefigel. Berliner Tbeatsr 7» uhr: Sterne« die wieder teu.Mea. Seater der Fritdriihsiait. tde Friedrich- tt Slnienflzati. 3io»'»en UM). Üdfllld)?>/, Ukt; Drei tolle Tage. Operette oon gorliß. Besidenz-Theater. intergrundo. KlosterstraSe, Ausgang Stralauer ScmSe. Täglich T5/, Uhr: las hdbere leban. Von Hermann Sudermann. Spieileitung: Alfred Kotier. lansi Arnstadt Karl Clcwiag, lug n Burg. Olga Limburg. L Falkenstein. Emma O ebner. Rosa Valetb. Faul Fildt. Casino-Tbeater. totfjrfnp.«tr.r. t««l.>/�UHr Der Sdjl.Qcr Ott chpicUtit; das neue V-rlwer Sslfshtd Batet Stalle. dazu(rftQefRjr Stg.&!,: WrtW rrianoc-Theater. Ihf. Prlednchatr.Zir. ittlM* l rft�KBUhr Heute z. 184. Mate Der gute Ruf von Hermann Sudermaan. da Wüst, Bruno Kastner. iugo Fl nk, Fran* Schftnte'd ionnt 4 U: Scüneewfttohen. Wafballa-Theater. 7>/, Ofer; lugust der Stirke. Rose-Tbeater. lastsp. d Priedr Wüh Theat »au.: Das EreimUerlkus. Lflisan-Tbeater. 7 Jfcgh Hascmanns � 3 Töchter lonn-" tag iHPOLLO Theater PrledrlchsiraB«>IS Dir.: James Klein Allabcadl. 7»,, U. Sonnt..1 1, u.?>/, Die Zteasrf n er-Th eilt« v Direktion. Victor Barnowsky 7 Uhr: Der rete Bahn. Mittwoch: Ber rew Bahn. Vonnerstag- Ber Blauluchs. Dontaehoo HHnstler- Thonter. 7 Uhr: Der Sehdpler. Mittwoch: Der SchUpfer. Donnerstag: Dar Sendpier. fBiäsch Alle Absperrungen irei; Straßen u. Sta tbahn- verkehr wieder direkt bis z. Cireiis< Bhf. Börse j 88835 Tggdeh 71/. Uhr. u. a.I BeMi's FrelhciU.r. Mia Astoria, hon« Schule aal Voilhlat-Araber Mnaelmono. Dresaurspleierst.B von A. Loreh. OrltRfal. Tanpeltlaie »K leb. Kleannscbiaagea, sowie die Ihrig, vorrvsi. Nummern a. mm Scblul; WasserpeMoni. Oberen". »-y.»f. Ultr I Ttad Ire!. Fctadamer Sir. LS Era May im Drama • Sadja. Ttarnaolr. 12 Stuart Webbs| Die gefaeimnlsvollea »riefe. Alewa«daral.*P«s8. j Priedr. Zalnik! Lakfts— KapAlel II. PHedecaa« PbciBStr. 14 5 Brun« Kästner in Dar Ontte-Srallveptrefer UnwlderrcfKafi leiste 2 Tage I Hyänen der Lust 2. Toll Der Wey« der x. Verdammnis ffthrt von» Julius Stentbclm Regle: Otto Rippert o"o Dorcb ein Voraple! ist der 2. T eil des Films: .Der Weg, der zur Verdammnis führt", ohne weiteres auch dem Publikum ver- stindlUta, welches den I. Teil nicht ge- sebto kau Vorverkauf II— 1 Uhr. METROPCL Trude RoAtar�erg Robert Stiidl Yo Lart« >er spreahende| Rncd Laopoid Byron Lnajoa Rfgo Adolf Karnbaeb ». a. m. üro. e Varietd-Aus stattunis-Schau. Ptrsöni. Auftreten! d. berUhmt. dänisch »llmschauspielers I Vlggo Laraes. Lude Blattner als Lieblingsfrau d. Horsten. Fr. Rauch I 1 n arab. Sarlagcr, 1 V Pvra ni.-Darsiell. I Battys Bäreniruppe. Chineslsebc Qaukler.| ■tonntags M, U jed Erwache I Kind frei r vpaterk. unumerrr. «AHne- Admirals-Kise Die K.lepto«iaain Maria Widat Nsdewe »lettrilch». See. Sellde Prell«. 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Mirs, nachmittags i'/t Uhr, von der halle des alten Luisen- kirchhofs, BergmannMralte aus statt i mmm trtMtit tafvtcei Sri brn Irstten Straßenfämplen In Berlin gtArn rlritrte Belfsgenoslen fielen ata Spiee ütfett in Kameraben Karl Gold Erich Müller Robert Klapper, Wir werben ihnen ein ehrenbe» Anbenfen bewahren. Ihr«»ordtibliche Pflichterstillttng geaentlbee bem Vale» innbe wirb UNS fteis ai» anspomenbe» Beilpiel bleneit. Die Beerdigung der Kameraden(inid utib Klapper ftnbet am 18. Miirz 1919, nachm. S1/, Uhr, auf bem Daruisonklrchhofe in bei Hasenh-id» ftatL Republlkanlscbe Scbutitruppe. Regt. Liebe. Rudtr-Verein „Vorwärts". «ra Opfer der Irtten Unruhen wurde unnliitf- K, icherweise auch unser lieber 'j viportgettoffc Brano Lewin. i Wir verlieren in ihm einen ; lieben, braven ffrrunb, i dessen«mbeuten wie stets ] in Chren hallen werden. Deerdiitung am Mitt. I wach. 19. März, vvrmiitog» i 10 Uhr. a.'tf dem Israelit. " Zriedhas in Wethet'.see. ,«eichfafiv zur N-chrt-hi, j dah am 9. Februar unser | Sportgen» sse | Gustav Scimlz - arrilotbrn ist. Höiao Buch er war naa ein l ruber Setiaffe. «her ihrem Andenken I Der Oortlanb. ; Dcutldjcr BauarbeiUr- Verband. Terelo Berlla. Den s NachrichL iliigtiedeen>nr bau der Siaier Mim Ochmann (Bezief Moabit) | verstorben ist Ehre(einem Andenken I Die Beerdigung ftnbei van WWIdstian» • Kirn Hofe« in Reinidenbors- West, Humboibistraße, aus i fiatt. > Der Vorstand. RKanfcUii-mmvim u i in■i— R zentrailioitiminion der ] Ki-artkeiihaden Berlins and der Vororte. Allen Freunden und Be- j kannten die Mitteilung. ? bah ztnser iangfähetges l A, iiglieb und Dil i begründet fr der Ieniraikommifflon. Herr ß Mm Schindler i am Donnerstag, 13. März, 1 verstorben ist. 294/2 1 Di« Beerdigung findet i am Dienstag, de» 18. März ■ nachmittag» 3'/» Uhr, von J der Leichenhalle des alten p Thomas. Kirdihafes, Reu- 1 fblliv Hermannstrabe ans staib Ue, wg««eteMgung er. i sucht Orr Vorstand. A. Benbig. Am gretiaa. de» 14. Marz, abend» 10 Uhr, entjchluf sanft nach furi.m, schwerem Leiden mein lieber Mann. der Restauraieur Bennsnu Döring Im 83. Lebensjahre. Dies zeigt itefdetrstbl an grau Wid. VSriug, geb. Stephan. Berlin. 17. Mär, ISIB Engelufer» b. Die Beerbigung findet am Mittwoch, de» 19. März. nachmittag«»>/, Uhr, von der Leichenhalle de» neuen St. Thomas» Friebhofe». Neufölln. Hmnaimit.ahe, aus statt. 1842b Am IG. März verfchieb j nach langem, schwerem Leiben mein lieb« Mann. unser gut« Bater, Echwie» | gervater.Srvbvater u. Onkel ! im«.Lebensjahre berchast- wirk 188,20 Xivin Buckow bei Berlin. Die Beerdigung findet ! am IS. TOäri nachmittags ! 1 Uhr, vom Trauerhaus« j aus statt. Am 14. b. M verstarb nach schwerem Leiden untere liebe, stets treusorg ende Mutter, die Witwe dnlle Ohlers txa 68. Lebengjahr«. Di« zeigen»iefdetrilbt an iiiedKed, �lleed und Paul KMen. Beerdigung: Dienstag, >n 13.. d, M., nachmitwgs Uhr, auf dem Friedhof .'e�reireligilifen'Gemeinde Papyelallee 15—17. fl845d Allen Bekannten dir traurige Nachricht, daß unser lieber Vater. Braß' u. Urgroßvater. Schwiegen vater und OnW, der Tuch- machermetster 1843b Serrnann fiahe am>4. März im TS. Lebensjahre nach kurzem Leiden verstorben ist. Um NM»« Betleib dtven Famui» Hugo Anke. .»rtg Ante, Hermann Anke. Du Einäscherung findet Mittwoch, den 19. März. nachmittag» V/, Uhr.>m Krematorium In on«ericht- (trabe statu Kranzspenben dankend verbeten. Soalaiaem. vahivefein Lhaklottendieg jS P.D.) Räch langem, schwerem Leiden verschied am Mttt» woch, den 12. März, unser» iangjährige tSenvsfin Ida Mmaun im Atter von 56 Jahren. Ehre ihrem Andenken I Di« StnSscheruug eriolgt am Mittwoch, den 19. März, nachm. 8 Uhr, tm städu Krematoetum Srtichtstraße. Um rege Betetligung ersucht Der Vorstand. Spezialarzt Dr. med. Haedicke Haut-, Harn-, Oeschlechtsl:, Blutuntersuchg� Friearichstr. 178-183(an d. Mohrensiralle. Uniergrdn.l. II-I.5-7. Stg. 11-1 Snezial-Arzt l>r. Mcolti, t. nant-, Harn- u. Ueschleehts- leiden, speziell»eraliete, hart- nlckicc AustlDsse, Mannesschwäche. lieg. Syphilis eigene syeümelhode verd. m. Salvarsan- kuren. Blutunterfuch im ersten u. äliest. Kur-Instittil.Läser". Nur Roscnthaler Sir. 69—70, Rosenthaier Plag, Ecke Linienftr. Behandtungsz. 9-1, 4-9, Sonnu 9-1. Separate» Damenzimmer. Ügsietleil-Viflfled virunnenstr. 17. ligsrlen.!Igsre!tga, Kzuisbzil üii Tagespreisen. Fernral: Norden 2343. L filmt- licht zahle jeden Preis. 1844b* Franz ZIelinakt, Ritte rftraße 58,». III. TeL ÄpL 3132. Iiis ei» liliailks beseitigt DSrÄ,'sHaussaIbe ied. Hautausschi, Flecht.. Hautjuck« bes. tteintchad.. Krampfadern der Frauen u de, gl, in Or.ginaldusen 4 25. 7 50 erhllilich in der .Llslenten Apoihstte" Berlin SW>9 Leipiiger Strate 74 Trepp«,»eäffnet »an 9—12 Uhr vornttttaa» und von 4 bis 7 Uhr nachmittag«. Trlrphon: Amt Moritzplatz Nu 11445_ Für brn Monat März finben nachstrhendr Versammlungen statt: Mittwoche den 19. März 1919: Bezirk Charlottenburg, tm VolkshauS, Ro- sinrnstraße 3. m Oberschönctveide. bei PamP. ÜBU- helminenhofstrake 48. Donnerstag, den 8O.Märzl919: Bezirk?iord-West. Beusselstr. S. vürgersäle. m Norden, Hussitenstr. 40, bei Riebet. » Schönhauser Borstadt» Kopenhagener Str. 74, bei Gliesche. „ Süd-Ost. Reichenberger Str. 1�7. Reichenberger Hof. m Osten, Warschauer Str. Lt. bei Huth. „ Neukölln. Kiichhofstr. 41. bei Wolf. m Zveigensee» Berlin. Allee 25!. b. Masche m Schöneberg, in Sieglitz. Düppelstr. 7. » Neinickendorf, Walbstr.v!, b.Fürstenb. m Tegel. Schltrperstr. 69, b. Chrislensen. w Lichtenberg, Alt-voxhage»56. b. Blume m Lldlerohof. in Alt-Glienicke, Grünauer Strahe 7. » Erkner, Friebrichstr. 75. bei Brobis. Freitag, den 21. März 1919: Bezirk Köpenick, Grünstras;e. im.Kaiserhof*. Sonnabend, den 22. März 1919: Bezirk Spandau, PichelSborfer Str.5, b. Wtnb. „ Niederlehme, bei Koch. Restaurant »Jägersruh-. MeVersüMlllvgesWvvev um iWcdevös. Gruppe der Blumen«, Blätter«, Lederarbeiter: Am Donnerstag, ben 20. März, abends L Uhr. bei Wille, Sebastianstraße 89. Tageeorbnunp tu allen Versammlungen: t. vorkrag. 2. Diskussion. 8. Bei banbSangelegen« heilen und verschiedenes. Zahlreicher und ptintllicher Besuch wird erwartet Die Mitgliedsbücher resp.»Karlen find zur Ab» stempelung milzubtingen Idi«»e-f g. 86/2 Snenwerfer! Offiziere, UnteroHlzlere und Mannschaften, die am Minenwerfer ausgebildet«Ind. werden zur Aufatellun; einer Minenwerfer.Ablellunc drin- xond beoStlft. Kameraden, bedenkt den Emst der Stunde. Kommt und helfu Mit allen Waffen müssen wir Spartakus bekämpfen. ISIbD* Meldet Euch zu den bekannten Bedingungen im Hauptwerbebureau(mündlich oder schriftlich) der Brigade Meinhard. Neues Kriminalgericht. Turmstr. 91. Brigade Reinhard. 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(Schluß au? der Beilage.) Abg. GronmvSki(Z.): Ist der Regierung beianirt. daß die Unabhängigen und Sparta. listen zum 2K. März einen neuen Generalstreik Planen? «'Hört, hört!) Wir hoben den dringenden Wunsch, daß alle Bor« kehrungen getrosten werden, damit nicht wieder solch ein Blutver- gießen einsetzt, domet die ungeheure Zerstörung bon Staats, und Privateigentum untenblerbt. Im Ruhrrevier haben b P r o z. Spartakisten SÄ Proz. Arbeitswillige an der Arbeit verhindert. (Hört, hört!) Das Blut der Unschuldigen kommt auf die Rech- nung der Unabhängige« und Spartakisten.(Sehr richtig!) Den Bergarbeitern sind dort 5S Millionen Mark an Löhnen entgangen. Als 500 Beryaribeiter mit der Arbeit nicht aufhören wollten, drohten die Spartaststen. ihnen- die Luftzufuhr abzufchneid««. �Pfuirufe.) In Altenefsen wurden beladene Wage« in den Förder- schastst gestürzt, um die Ausfuhr unmöglich zu machen.(Pfuirufe.) 500 bis 000 Bergleute konnten sich nur dadurch retten, daß sie durch erneu anderen Schach» entkäme».(Pfuirufe, Zurufe der IL Soz.: Das waren Spartakisten!) Ich kenne hier keine Grenz. l i n i e zwischen Spartakisten und Unabhängige«.(Lebhafter Bei- fall.) A-bg. Riedel(Dem.): Nachdem am 3. März der Generalstreik in Berlin proklamiert worden war, ist noch am 4. zum Besuche von zwei Arbeits- lofenbällen, arrangiert von der Bolksmnrinedivision, auf- gefordert worden. Während draußen schon die Maschinengewehre knallten, fanden sich am Abend dieselben Element«, die am Tage die Arbeitersckaft aus den Betrieben gejagt hatten, zusammen, u m sich aus Maskenbällen zu vergnügen. Niemals ist ein Streik leichtsinniger vom Zaun gebrochen worden als dieser. Er hatte lediglich den Zweck, den politischen Putsch zu in- szenieren. Darum erstürmte man unmittelbar nach der Prosta. mation des Generalstreiks 52 Polizei reviere. Die Minentverser, die schweren Gestibütz«, die alsbald auftauchten, wird auch kein Mensch für harmlose Andenken hasten, die die Kriegöteil. nehmer aus dem Felde mitgebracht hoben. Gestern hat man in der SSeuffelstraße in Moabit bei den Parteigenossen des Herrn Adolf Hoffmonn ganze Reisekörbe voll geplünderter Gegenstände vorgefunden.(Ssürmische Zurufe bei den p. Saz.) Fhre Streikloitung hat ihre Anhänger zu solchen Gewalt. tätigkeiten direöt aufgefordert. In Halle yat man die ackbeitS- willigen Eisenbahnarbeiter mit Waffengewalt vom Bahnhof der, trieben. tu Düsseldorf schaff»« die Unabhängig»« H»»iakd»mosts«t«n ganz wahllos in ein«« Umzug meiner Parteifreunde hinein, mit dem Ergebnis: 14 Tote and zahlreiche Prrwnnhetr. (Stürmischer Ausbruch der Entrüstung bot der Mehrheit, an- dauernd« Rufe: Mörder! Mörder!) In Berlin ist eS nicht anberS zugegangen. AI» dsr Generalstreik sich bereit? feinem Ende näherte, versammelten sich die PertravenSmanner des EisenbahnerverbandeS in RummelSbuog, um dazu Stellung zu nehmen. Die Unabhängigen haben das Berfamm- luugslokal mit Hilfe von ZOO Bewaffneten belagert, Handgranaern in den Saal geworfen und auf die Herauskommenden mit Gummi» knüppeln und Waffen liSgefchlagen, so daß et 40 Schwerverleyte gab, darunter unser« Kollegen, das Mitglied diese» HanscS, Otto Hoffmaun, der mit sechs Messerstichen im Vopfe im kkrankenhause zu RummclSburg noch beute daniederliegt.(Neuer Ausbruch deS Uuwilln» bei der Mehrheit, stürmische andauornbe Pfuirufe.) An Ihren(zu den Unabhängigen) Fingern klebt das Blut dieser ehr- fichen Arbeiter. Der Regierung kann ich den Borwurs nicht er- sparen, daß sie nicht rechtzeitig zum Schübe der Arbeiter einge- griffen hat. Der Antrag Hoffmonn bot offenbar den Zweck, die entscheidende Niederloge des Generalstreiks zu verdecken. Di« Um- anhängigen erscheinen, wie ihr Portertag beweist, als die FroftionSdrehfchelbe des Sozialismus. De« Antrag Auch stimmen wir zu. Draußen geht«s urit der Propaganda für neue Putsche schon munter weiter. Die. Regie» rung frag« ich, ob ewoa die Nivglichsteit besteht, daß Waffen au» den Munitionsfabriken den Spartakisten zugeführt werden. Wir wünschen einen Frieden der Gereckvigteit. Erst dann wirÄ unser Bolk aus seinem Fiebertraum genesen.(Beifall.) Abg. Dr. ffavffman«(D. Rtl.): Wenn wir Oppafitian gegen die Regierung machen, so verwahren wir uns doch entschieden gegen jode Gemeinschafl mit den Unabhängigen. Eine gewisse Schuld an den Zuständen hat auch die Regierung, weil sie zu spät einge- griffen hat, haben ob»r auch alle die. die die Revolution des 9. Ro- vember und damit die Tat des Aufruhrs varhcrrlnhen.(Bravo! rechts.) Abg. Obuch(U. Soz.): Wir Unabhängigen wollen nach unseren prvgrommatischen Er- klärungen nickt den Kampf gegen Personen, sondern gegen daS System, wir verwerfen alle Gewaltmittel.(Gelächter bei den Sog. Zuruf: Theorie und Praxis!) Wir erfftrebrn den Sozialismus '.rjckt nur in der Theo-ri«, sondern orteiten praktisch an seiner Per- wirklichung.(Stürmisch«» Gelächter bei den Goch) Wir sind für daS Räteshstem. Unberechbigt waren die Porwürfe HeineS gegen Ledebour. Ledebour hat mit der Besetzung de» Bowvörts« gebäudeS nichts zu tun gehabt. Die s-twecklichön Schauergeschichte« über Düsseldorf sind übertrieben. Eigentlich Haide ich mein»« Par- teigenosseri versprochen, nicht über Düsseldors zu sprechen.(Großes Gelächter und Zurufe: Das giauten wir! He>ß»ö Gtseu!) Ich war allrbingS für ein Standgericht' wach dem 0. November zum Schutze der Revolution.(LeVhaft«» Hört, hört!— Zurufe: Dieser unreife Mensch hat Düsseldorf ruiniert!) Wir haben zu weitgehende Maßnahmen der Spartakisten verhindert.(Lacken urck Widerspruch Zurufe: Sie haben die 14 ermordet»« Demokraten aus d«« Ae- willen! Zurufe: Heraus mit dem gestohlenen Geldel) Luch wir verurteilen die Plünderer und unlauteren Element». (Erregte Ruf«: Düss«lt«n:f. München. Presseunterdrückerl Wo haben Tie das Düsseldorfer Geld gelassen? Raus mit dem Geld«! Plünderer, Räubert— d«r- Redner schreit mehrere Minuton. Die allgemeine Erregung steigt. Rufe: Langfinge:!) Wenn Reinhard sich vollkommen der Regierung zur PerMgung stellt, so machen wir dahinter ein Frogazeitben. Eine Kommission, die nur das Recht der Akteneinsickt hat und deshalb gebunden ist an da», was die Gericht« ermittelt haben, genügt uns nicht. Wir verlangen, daß die Kommission selbst richterliche Befugnisse hat. Gegenüber dem KriegSminister stell« ich fest, daß die in AdlerShof gefundenen Waffen aus der Kommandantur stammen.(Hört, hört! bei den U. Soz.) Interessant ist die Aeußerung eines Offiziers in AdlerÄhof:..Allbejter- und Soldatenräte gibi es für uns nicht mehr."(Hört, hält! bei den U. Sog.) Wir verlangen sofortige Beseitigung des BetagerungSgustand»».(Beifall bei den U. Soz.) Justazminifter Heine: Der Abg. Obuch will wissen, warum wir den Belageruugö- zustand selbst verhängt uwd nicht zu diesem Zwecke die Landesver- sommluna einberufen haben? Wir haben den Belagerungszustand am S. März verhängt: die LondeSversommlung hatten wir»uf den 4. März einberufen, haben sie aber absagen müssen, weil die Bahnen zum Teil gesperrt waren und die Abgeordneten nicht nach Berlin kommen kortnten. UebrigonS, selbst wenn wir die Lande». Versammlung hätten einberufen können, so wären darüber in jedem Kall« Tage vergangen. Und in dieser Zeil hätsen wir d i e S ch ü tz. lina« d«S Herrn Abgeordneten Obuch auf den Straßen Berlin» herum toste» lasse» müsse», ohne ihnen wirksam entgegen- fnrfen zu können. In Düsseldorf und in Oberschlesien— ssier übrigens mit Zustimmung des schlosischen Bolksrat»— ist der Belagerungszustand von den militärischen Stellen verhängt worden aus dem einfachen Grunde, weil bei den jetzigen schlechten Ber- bindungen Tage vergehen münden, ehe die Zentralbehörden zu der ? frage hätten Stellung nehmen können. Im übrigen ist die Ver- ängung des Belagerungszustandes hinterher sofort vom Staats- Ministerium ausdrucklich genehmigt Warden. Die..Rot« Fahne' als Sammelstelle ber Spartakisten muß, solange der Kampf dauert, verboten bleiben. Diese Maß. regel entspricht nur vollkommen dem Gesetz. Herr Obuch sollte nicht von Prctzfreiheit sprechen, denn in Düsseldorf hat er schon vor der Revolution die sozioldemakratische Zeitung befetzt und ihre Rsdaiteure hinausgeworfen. Im Zivilprogeß ist festgestellt worden. daß diese Handlungsweise unrechtmäßig war. In zwei In- stanzen ist das Vorgehen für ungesetzlich erklärt worden. Herr Obuch wußte das als Verteidiger und hat nach der Revolution wieder veranlaßt, daß die Zei- tung vergewaltigt wurde.(Stürmische Pfuirufe!) llnb dann stellt sich dieser Man» hin und fordert Prehfreihcit. (Erneute Pfuirufe.) Die Gefängnisse sind überfüllt, da die Spav- takisten Berlin zum Kriegsschauplatz gemacht haben. Sie haben den Verbrechern einen Vvrwand für ihr Treiben gegeben, weil sie in der schlimmsten Lage des Vaterlandes zum Generalstrcik auf- forderten. Hoffentlich arbeiten die Gerichte so rasch, daß die etwaigen Unschuldigen entlassen und die Schuldigen der verdienten Strafe zugeführt werdey Dnnen. Gewiß ist eine gefährliche Stim- mung vorbanden. DaS ist eine Folge txr ganzen Kriegsereignisse. Schulvig sind diejenigen, die trotzdem zur Gowalt aufrufen.(Bei- fall.) Man darf das Voll nicht von einer Aufregung in die an« dere stürzen. Da! tun aber die Dpartakusleute und die Utuab. häng igen. Ich weiß nicht, ob die Bilderreklame schön ist. aber dem Volle muß immer wieder vorgehalten iverden, daß der G e- neralstreik ein Verbrechen ist. Gerade in der Heimat deS Herrn Oibuch löst ein Streik den artdern ab und richtet ein blühendes Gebiet zugrunde. Solange uiiS angedroht wich, am LS. den Generalstreik zu beginnen(Zurus der U. Soz.: Am 26.! — Gelächter und Unruhe), solange muffen wir die Machtmittel zur Aufrechterhälwng der Ochnung beibehalten. Im Augenblick muß geschehen, was der Augenblick verlangt. Sostinge die„Freiheit" behauptet, die garyen Zusammenstöße und Vorkommnisse seien provoziert von der Regierung, um einen Aderlaß an den Arbeitern vornahmen zu Bnnen(Stürmische Pfuirufe), solange ein solcher Wahnsinn behauptet wich, und es Leute gibt, die ihn gtauben, solange bleibt uns wichtZ anbereS übrig, als eine Po- titlk der Abwehr zu treiben. Wir hoffen aber, daß wir bald dagu kommen, eine positive Politik zu treiben.(Lebhafter Beisivll.) Abg. Holl««««(D. Vp.V. Nach d»n ausgiebigen Dsbaiten scheint in der.Schuldfrage unier allen Parteien, mit Ausnahm« der Unabhängigen, eine übevein- stimmende Ueberzeugung zu bestehen, die auch durch die AuSführun- ge» de» Abg. Obuch nicht erschüttert ist. � Als Lichtinberger Bürger und Augenzeuge einer Reih« von Vorgängen aus diesen acht Tagen d»«»rrruenS und Schreckens muß ich ganz entschiedenen Wider- spruch dagegen erheben, wie der Abg. Adolf Hoffmann diese tief- traurig« Sache hier behandelt hat. In Lichwub,», besannen dir Uu- ruhen schon am Z. Mär», als der berühmte erste Schuß am Alexan- decpiatz noch nicht gefallen war. Schon in der Nacht zum 4. wurde ein Polizeirevier überfallen und von der sich heldenmütig wahrenden schwachen Besatzung wurden dabei drei verheiratete Schutz- i« u t« e r i ch o s s e n. In der nächsten Nacht nahmen die P l ü n d e- r u n g e n überband. Ein großes Warenhaus wurde total ausge- raubt. Unter den Plünderern sah man zahlreiche Bewaffnet« in Marineunffvrm. Am Donnerstagabend, wo die Spartaktstenbanden von Berlin schon abgedrängt waren und Lichtenberg zum Zentrum ihrer Vertetdimina mochten, wurden große und starke Barrikaden unter anderem an der Frankfurter Alle« and an der Gürtelftraße errichtet: an der Errichtung beieilioten sich nicht nur Spartakisten und Frauen, sondern auch viele Eemetndeschüler von 12 bis 14 Jahren. Die Führer haben nicht» getan. um diese Kinder aus der Gefahr zu entfernen. Ich habe selbst gesehen, wie eine»rosse Meng«, au der»« Spitze be- woffnete Vpariokiften sich befanden,»wen sckw»rv»rwund«t»n Regie- ron»Ssold«trn unaufhörlich gefchlag«», g»st«sseu und mit Fußtritten bearbeitet hat, wie dieser Soldat, als er anscheinend den Führer um s«m Leben anflehte, zu Boden geworfen wurde und zwei kräftige «ulbenschläge auf die Eckulter im> den Hinterkopf erhielx, so daß er eine neue Nässende Wunde davontrug.(Stürmische andauernde Pfuirufe bei der Mehrheit; Adolf Hoffmann ruft: Haben Sie das wirklich gesehen?) Ich habe alle Einzel- heiten in einer Entfernung von zehn Schritt ge- nau verfolgt Daraus wurtz» der ujetzrrgischlagene Gefangene on ein Holzwr»»stellt und kurzerhand erschossen.(Ernoutc stürmische Pfuirufe.) Dieser Borgang hat sich «och hei fünf anderen Soldaten wiederholt. Dieser Vorfall von jenem Abend hat nr,ch auf das Innerste er- schlittert: ich habe im Felde die er bittersten Kämpfe, besonders in den A»gonn«n, miigemacht, ab«r ein« solche brutale Be- Handlung wehrloser Gefangener ist im Felde nie- molS vorgekommen— und hier haben Deutsche gegen Deutsche soiche brutalen Mißhandlungen verübt! Der RoSlesche Gr- laß hat sofon die günstige'Wirkung gehabt, daß der Zulauf von Frauen und Jugendlichen zu den Spartaststen aufhörte. Ein Vize- feldwebcl ist ins RummelSburger Krankenhaus von Regierung?- ssldaten eingeliefert morden, der, als er und« warf- et seinen Kameraden Essen bringen wollte, von drei Spartakisten überfallen und derartig mit Ressirstick»« im Rücken und o«n Gesäß bearbeitet worden ist. wie sie nach dem Zeugnis des Arzte» sonst kaum vor- kommen; er liegt jetzt schwer danieder. Ein anderer Regierung»- soldat ist in ähnlichem entsetzliehem Zustande eingeliefert worden. Der Abg. Hoffmann hat mit Tönen höchster sttl4ich»r Entrüstung von d»r Grausamkeit der Regi«rung»trupp«n gesprochen. Ich habe keine Aeußerung de» Mißfallens über die Vorgänge, die ich eben gofckilpert habe von ihm gehört; wenn»r wirklich das G e r e ch t i g- l« i i< g e i ü h l dam. dessen er sich noch am Freitag ausdrücklich gerühmt bat. so bäti« er sich in flammender Empörung über solch« Vorkommnisse aussprechen müssen.(Zuruf b. b. Soz.: So sieht er auSl) Herr Hoffmann hat sich serner darülwr b«Naat, welch« Unbequemffchkeiten der Bürgersthafi aus per Besetzung der Stadt durch die Rogierungstruppen erwüchsen. Er hat davon geschwiegen und-r hat ker» Wort des Tadels dafür gehabt, waö für entsetzlich« Zustinde in Lichtenberg acht Tage hindurch geherrscht haben, dadurch, daß wrr vollständig apgescksiosscn waren von Wasser und Licht, ja-sogar von Lebens. Mitteln. Ich habe von meiner Wohnung aus beobachten können, wie ganze Wagen voll Mehl. Eier, Zucker von Spartakisten weg- gefahren wurden; einzelne gleich in Spartakiftennefter und Destillen hinein, um die dortigen Gesinnungsgenossen mit Nahrungsmitteln zu veriorae-n. Auf dem Bahnhof ist ein ganzer LebenSmittehzug, der für den Grenzschutz im Osten bestimnff war, vollständig aus- geraubt worden.(Hört! kört» Die wild« Horde hat sich bei der Gelegenheit sogar gegenseitig mit Eiern und Mehl be- warfen: man kann beut« noch ftellenweii« die Spuren dieses wahnsinnigen VandallSmu» sehen.(Zuruf: Das Volk hungert» Nun hat Herr Hoffmonn auch davon gesprochen, welch furchtbare Verheerung durch das Artilleriefeuer der Truppen angerichtet wor- den sei. Tatsache ist, daß die Spartakisten am»Schwarzen Adler* Minen Werfer aufgestellt hatten und von da aus in ganz unüberlegter und unsinniger Weise nach dem Strauöberger Platz tu gefeuert haben. Lutz der Art der Einschüsse au de» betvoffene» Häusern kann man giMsi genau teWlelten. daß bfe weltau» meiste» Zerstörungen an den Häusern durch Ernschüsse von Lichten- berg her verursacht worden sind.(Hört! hörtl) Herr Hoffmana spricht weiter von einer»unsinnigen Schießerei' der Regierungs- truppen, er spricht von einer.Dachschützenhhpnose", von der sie bc- fallen seien und von.Gespenstern", die sie am hellen Tage gesehen hätten. Noch zwei Tage nach dem Einrücken der Truppen in Lichten- bra sind eine ganze Reihe von Dachschützen von ds» Dächern heruntergeholt worden. Ich habe mir sie selbst am Freitag- morgen angesehen; sie hatten sehr viel Fleisch und Blut. Die einzige Sorge der Bürgerschaft ist die. daß die Truppen eher zurückgezogen, als vollständige Ruhe und Ordnung hergestellt ist. Unter dieser Be- fürchtung leidet auch die Untersuchung. Sie scheuen sich, überhaupr etwas auszusagen, weil sie der Meinung sind: wenn die Spartakisten wieder ans Ruder kommen, sind wir all« dem Tode versallen. Ach möchte daher die dringende Erwartung aussprechen, daß die Truppe» nicht eher ans Lichtenberg zurückgezogen werden, als für den Schutz der Bürgerschaft hinreichend gesorgt rfh Ein Schlußantrag wird a-ngenomms». DaS Schlußwort erhält Abg. Adolf Hoff« am»: Er betont, daß er von vornherein Brutalitäten auf beide« Seiten verurteilt habe. Für die von mir angeführten Fälle von Gewalttaten bin ich bereit. Zeugen zu stellen. Wenn sine Unter- suchungSkommiffion eingesetzt wird, zu der wir Verina-uen habe« können. Zu diesem Zweck wünschen wir die Zuziehung der Rät« zu dieser Kommission. Der Befehl NoSkeS ist ausgehoben worden, aber wie ist eS mit dem Befehl der Kommandantur, daß jeder erschossen wird, bei dem Waffen gefunden wenden. An Hall« war während des Streiks alles ruhig: die Plünderungen begannen erst, als die RegierungStruppen«t Halle einzogen, die den SicherheiiSdierist übernahmen, aber nicht stark genug waren, ihn auszuüben. Man fordert gründliche Entwaffnung, auf der andern Seit« wird aber das Bürgertum zur Bewaffnung aufgerufen. Herr Hönisch hat ia setzt die Studenten zu den Waffen gerufen. Vielleicht will er sich damit seinen Ministerposten erhalten.(Lachen.) Hat er bock einem Unterstaatssekretär, der nicht von seiner Fähigkeit zum Minffter überzeugt war, eine Abfindung von 12 000 M. angeboten, damit er seinen Abschied nimmt, andernfalls würde daS Difziplinarvck fahren gegen lhn eröffnet. Wenn feit Freitag keine Opfer mehr gefallen sind, so ist da? nur Zufall. Noch gestern abend wurden an der Ecke Blumen- und Markusstraße ohne vorherige Warnung drei Hambgranaten geworfen, um da» Publikum von der S trabe zu ent«� fernen. Redner führt dann eine Reihe von weiteren Fällen an,' in denen Grausamkeffeu an Unschuldig« begangen seien und rügt, daß sich die Mehrheit bei dieser AufzählunoStwise mit Pfuirufen und so weiter entrüste. Die scheußliche Behandlimg der Gefangenen, di« die RecherunflSkruppen in diesen Tagen gemacht haben, spottet jeder Beschreckung. Fn persönlicher Bemerkung erklärt Abg. Häaisck, daß er allerdings dem von Heran Adolf Hoffmonn zum Nnterstaaissekretär ge- machten Dr. Büge dringend geraten halte, seinen Abschied einzu- reichen. Auf sin Ruhegehalt van 12 000 M. habe Herr Böge gesstz- liehen Mrffpruch. Der Brief, in dem Dr. Bäge dieser Rat gegeben werde, solle crlöbald veröffentkicht werden. Vor der Abstimmung, die über den Antrug Hoffmann eine namenkliche sein wird, vertagt sich das Haus noch'iO Uhr auf Mittwoch, 2 Uhr.(Färmliche Anfragen. Abstimmung über de» Antrag Hoffmann und die dazu gestellten Amendements, zweite und dritte Lesung des VerfaffuugseistwurfS, Diätengesetz, Anträge aus dem Hause.) * Abgeordnet»« Dr. Nosenfrlh bittet uns rnttzu+eften, daß er, entgegen der Bebouptung Heilmanns auf der Gemeindevertrelerkonfe-' renz für die Beseitigung der bisherigen Schöffen durch Verordnung eingetreten sei. Die Unabhängigen würden sogar einen An- trag einbringen, der die Regierung ausdrücklich zu einer solche» Verordnung auffordert._ Eine Sitzung öes parteiausfchujjes. Tie Frage eines Parteitags. Eine Sitzung des Parteiansschnsie», der sozioldemokraff st den Berbandsgescbäfien voll- kommen vertraut sein müssen, ist eine fünfjährige Mitgliedschaft Voraussetzung. AuS der Bewerbung mutz Alter, Beruf sowie die bisherige Tätigkeit m der Arbeiterbewegung hervorgehen. Sie mutz bis zum 20. März lsslS mit der Auisttirifl.Bewerbung' an den Kollegen Oskar Rusch, Berlin II 54, Linierrstr. 83,85, eingesandt werde«. Differenzen zwischen dem Knappschaftsverein Bochum und der Berwaltuagsdirektion. In der am 13. März 1919 in der Bürgergesellfchaft zu Bochum stattgefundenen Versammlung der Angestellten de# Allgemeinen Knappschaftsvereins in Bochum erstattete der Angestelltenausfchutz Bericht über die wochenlang hingezogenen und fruchtlos verlaufenen Verhandlungen mit dem Verwaltungsdirektor Dr. Meynen sowie über daS Ergebnis der am 13. März 1919 stattgefundenen Vor- standssitzung des Allgemeinen KnappfchaftSvereinS, worin die Schaffung der vom Angestelltenaus schütz beantragten Arbeit#- gemeinschaft, bestehend aus Vertreter» de# KnappschaftSvorstandeS und Mitgliedern deS Angestelltenausschusses zur Beratung aller wirtschaftlichen und sozialen Fragen, abgelehnt warben war. Die Versammlung beschloß in geheimer Abstimmung mit 71V von 721 abgegebenen Stimmen, in den Ausstand zu treten, wenn bis 29. März 1919 die beantragte Arbeitsgemeinschaft nicht hergestellt ist. Bon diesem Beschlutz wurden da? ReichSardettSministerium. da# Oberbergamt in Dortmund und die Vorsitzen»«» des Knapp- schaftsvorftande» telegraphisch in Kenntnis gesetzt. Lohnbewegnnst in der Binnenschiffahrt. Der Deutsch« Transportarbeiterverband, Mitgliedschaft Binnen- schtffer, überreicht« dem Arbeitgebevverband für Binnenschiffahrt und verwandte Gewerbe E. V. einen Entwurf zum Kollektivvertrag über die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Schiffsbesatzungen aus den Gebieten der Eibe, Oder und märkischen Wasserstraßen. In demselben wird gefordert, daß die regelmäßige tägliche Arbeitszeit 8 Stunden betragen und in die Zeit von moraenS 7 Uhr bis abend# 5 Uhr. unterbrochen von einer zweistündigen Mittagspause von 11 bis 1 Uhr mittags, fallen soll. An den Lösch, und Lade- Plätzen sowie anderen Liegeplätzen richten sich die Arbeitszeit und die Pausen nach den örtlichen Vereinbarungen. Der Schiffsbesatzung soll innerhalb 24 Stunden eine gemeinlame ununter» brochene Nacht ruhe von 8 Stunden gewährt werden. Dieselbe fällt in bie Zeil von K Uhr abend# bis 6 Uhr morgens. Ausnahmen finden statt bei Havarien. Hochtoosser, Sturm- und EiSgetahr. Wenn an den Stationen da# Schiff bis S Uhr abends mit Leide- oder Löscharbeiten beschäftigt gewesen ist, darf«8 die Station nicht mehr verlassen und muß bis zum nächsten Morgen liegen bleiben. Die Schiffsbesatzungen haben Anspruch auf eine Sonntagsruhe von 36 Stnden. Dies gilt auch für die auf einen Wochentag fallenden gesetzlichen Feiertag«. Der Lohn ist Wochenlohn und betrögt für: Schiffsführer (Kapitäne) 119 M., Kahnsteuerleute 109 M, 1. Dcrmpfsteuerleute 199 M. L. Dampfsteuerlent« 95 M. Bootsleute 90 M.. Schiffsjunge«: 16—17 Jahre. 46 M-. 15—1« Jahre. 85 M. 14—16 Jahre. 25 M. U überstunden find mit 2 M. pro Stunde zu bezahlen. Der Entwurf«nkhSlt außerdem noch eine Reihe Forderungen, dir stch auf die Arbeiten während der Fahrt, die Bemannungsfrage. die Logisfrage, die Lohnzahlung in Krankheitsfällen usw. erstrecken. Auch der Verband der Maschinisten und Heizer hat analoge Forderungen überreicht. Die Verhandlung mit den Unternehmern soll bereits heute beginnen Doch haben dieselben erklärt, daß der Entwurf kein« Verhandlungsbasis bilden könne. Mit Rücksicht auf die ungeheure Bedeutung, welche die Binnen- schiffahrt für um'ercn Transportverkchr hat, ist nur zu wünschen, daß der vorhandene Jnteressentonslrit einen friedlichen Ausgleich findet._ Gericktszeitung. Spartakusprozcsse, vor de« Landgericht l stand eine weuerr Gruppe van.Cor- warts'kämpfern. Der Arbeiter Cirklewski ist außer neunmal wegen Eigentumsvergehen auch wegen Fahnenflucht schon in den ersten Kriegswochen verurteilt und auS dem Heere ausgestoßen war. den. Er war zuerst nach dem Polizeipräsidium und von dort nach dem ,Vo.inärts'gebäude gegangen. Dort hat er ein Gewehr er- holten, scheint aber weggelaufen zu sein, als ihm der Aufenthalt im Gebäude noch Beginn der Angriffe durch die Regierungstruppen ungemütlich wurde. Er ist auf der Straße festgenommen worden. In seinem Besitze wurden zahlreiche Pat onen und leere Lade- streifen vorgefunden. Unter den Patronen befanden sich solche mit abgeschnittenen Spitzen. Gegen diesen Angeklagten beantragte Staatsanwaltschastrat Gysae 2 Jahre, gegen einen Arbeiter Klein l Jahr 3 Monate Gefängnis. Letzterer hat in seiner Eigenschaft als Chauffeur Bewafsneie nach Strausberg gefahren, nm den dortigen Bahnhof zu besetzen, von dort ist er mit seiner Truppe nach Sputeirdorf weitergefay.en.— Techniker Erich R> e ß, der aus politischer Ueberzeugung mitgemacht hat, hat seine technischen Kenntnisse zur Verfügung gestellt, um die Herausgabe des durch Vergewaltigung hergestellten falschen„Vorwärts' zu e-möglichen. Gegen ihn lautete der Strasantray auf S Monate Gefängnis. Gegen die übrigen Angeklagten, darunter ein schon mit Zuckt haus Vor. best öfter, die zum Teil keine Tätigkeit mit einer Waffe susgeübt, aber sich sonst in der BefatzungStrnvpe durch Schreibdienste und dergleichen nutzbar gemacht hotten, beantragt« der Staatsanwalt Gefängnisstrafen von 6, 8 und 9 Monaten.— Da» Gericht verurteilte CirklewSti zu 1 Jahr, Klein zu 19 Monaten, drei Angeklagt« zu je 7 Monaten, zwei zu je 6 Monate» Gefängnis unte? Anrechnung der Untersuchungshast und Aufhebung des Haftbefehls. Drei Angeklagte wurden freigesprochen. Die zehn Angeklagten, die bei der Erstürmung de# Polizeipräsidiums festgenommen worden find, gehörten zur Eichhorn. Garde. Sie behaupteten last sämtlich, daß sie sich in daS Polizejprä- fidi umbegeben hätten, teil# um Geld zu verdienen, teils weil sie die Absicht gehabt hätten, der Ordnung zu dienen. Die VerHand- lung ergab ein Bild von der Masse von Maschinengewehren, Gra- naten und Bomben, die dort gegen die RegierungStruppen in Bereitschaft gehalten wu den. Der Gerichtshof verurteilte einen Ange- klagten zu I Jahr, fünf zujeüMonaten, zwei zu je 7 M o- naten EiefSngmS; einer wurde freigesprochen und in einem Falle die Verhandlung vertagt._ vriefsasten der l�eöaMon. Jeder wr den Prleffanm deMmmten Nnkrage Wae man eine»»rickgad«« und«in« Rnmmer bei. Briegltde Nuslunfi wird nicht erteilt. EUiae An- tragen trag»«an in der AnrtNil»«, Sprewlwndc. LindenNr. s, s. Hol linld, t Trevven. 4 bis T, Sonnabend« 3 Mi 8 Ubr nachmittags dar. DchriftgLcke und vertrSae tind miteudrinaen. H.». II. Sa.— C.W. 16. 1. Jeder Teil bleibt EtgentSm« de» eingebrachten Vermögens. Dem Manne fleht jedoch das Nießbrauchs- und Berwaltun gSrecht am Vermögen der ftrau zu. S. Durch Shevertrag beim Notar. 3. Ja. 4. KleMtr 18. 5. Eftabren Sie bei der Bank, da der KurS wechlelt.— 91.®.»4. 1. An die Poltdirektton des NufltesernngSorte». 2 Der nachw eisbare Wert S bis S Wenden Ii« sich an das AuSwärkize Amt.— Teiv. l. Soweit ersichtlich nein. 2. Eememde Selb.— St. R. 105. Leider«nsspricht die Ablehnung der Erwerbsloienstelle den jetzigen Bestimmungen.— P. K. 86. Derarlige Anstüntte erteilen wir nicht.— Berantnwrtlich Mr PoNt» Art»? ziMer,«haeiottendnrg, wr den übrigen TeN de« Blattes Slirr» MaM. SeafsSn. wr äiMeiflfn Xbtatn QMstfe, Berlin,«erlag: kortnörtS- Verlag».»» Berlin. Druck LorwörtS-Bochdruckeret und DerlaaSanitalt Paul klnaer» 6o w Berit». Stndenlrratze 8. Hterz» l vrvage.