Nr.14Ä. ve�aqSpreiSi LiertelZährl IJCO'JiU atonaU 2 802*1 fteiin# Zxnis otiaui�aöiötn. Siii�elne Rummptn 10 istenmq. bi»lde,u1qltch«mmaliaei-luilelluiia? 76 MI. PollbeueUunadN aebmen in Dan»- mal. Holland Luremoura. Eldw-den und die Sllüvkiz Slngptraoen u> dl» Soll-.enunaS-�reiel�l» Dpi. LorwarlS' erichelnl wochemüglUh tweunai-olanaa. eiiuna. r»lpinamn,»f«nnist) AineiqenprciS: DK cntüqpisilti ne jlonrarellle,»«« >0>iei 1.20 Ml..jtlcin« Nnidial»". das'eiiaeoznaie Kor. 6. Plg lUlässiß i'«igpörudi« Solle«, leöe-; möllere Ooti 23 Ufa Siellcng-nilJlf und Echlaniellenan»eloen da»«"f Wort iü ötg., i»#r4 wenere liäott 20 litft. Corte oder 16 Sudlnaben-üd.er für |»ei ffionc. XeuctunnSilulcfüap 60% Saimlien-Knjetqen, doUriidi» und gemerOrbOlUttlse LerelnS- diwetqe* 1,20 Ml. sie Seilt«nzeigen'üi dt« naaiue diummer mOlien die 6.Iii» ■cAmuiaq« im oautceeictiäft verlin tti.-Vi. lünoenfttaRt 3. lOieaweti »tuen,«cdttnet.on v OOi trud«18 0 Uhl absuMk Zcntralorgan der rozialdcmchratifcben Partei Deutfchtando. Ncüaktion und Expedition: SV. HZ. Linüenstc. 5. aerulprellieri ilini Hlornivlay, Sir. I'> 1 1)0 17, 1 N? Dienstag, den 48. März 1VI!). vorwärts-verlag G.m.b. h., SV. HS, �inüenftr. Z» ssrrnkpri cheri 21ml Moillsplatz, Sit. 117SZ—»4. öle erlten Lebensmittel zur Verfügung. Slmstrrdnm, 18. 3. Einer Ncntermcldimg ans Paris zufolge sind im Hinblick auf die Lieferung der ersten 279 WO Tonnin Lebensmittel für Teutschland von den verschiedenen alliierten Regirrungen als sofort lieferbar angegeben worden: Pou der britischen Regierung 30000 Tonnen Epeck, 10 000 Tonnen kondensierte Milch, 20000 Tonnen Pflanzcniil, 2000 Tonnen Margarine, 2 0 00 Tonnen Bratcnsett, 35000 Tonnen Reis, 5 O i) 0 0 Tonnen 3! a n g o o n- V ol> n e n, 15 000 Tonnen Hafermehl, 10 000 Tonnen Gersten- und Roggenmehl; von der französischen Zicg'.crung Kabeljau, M a» nioka-Mchl und 50 WO Tonnen Palm kerne, dir schätzungsweise 15 000 Tonnen Palmöl enthalten: von Vor- reti n der amerikanischen Korngescllschaft in Keine Srocküorss-Krise. Einige Berliner Zeitungen haben berichtet, da? RekchSkahinett habe sich in einer Sitzung mit der.Angelegenheit Brockdorff-Haase- Breitscheidt' befaßt. Tie Mitteilung ist nick>t zutreffend, und zwar kann sie es. wie wir hören, fckwn teshalb nicht fein, weil für das Kabinett zu einer solchen Besprechung gar kein begründeter Anlaß vorlag. Die Einfügung öer firbeiterräte in Sie Neichsverfassung. Die Reic�regierung befaßt sich zurzeit eingehend mit der gefetz- liehen Festlegung der Befugnisse der Betriebsräte und mit der Art, Europa 4 00 00 Weizenmehl» 20 000 Tonnen andere wie die Arbcitcrräle in die Verfassung eingeführt werden sollen. Die Mchlsortrn und 30000 Tonnen Roggen. j Vorarbcucn sind so weit gediehen, daß ihr Ergebnis schon in Rotterdam, 18. 3. Riruwe Rottcrdamsche Eourant zufolge'''«-•• �- o" wird die erste Sendung uon Lebensmitteln nach Tentsch lnnd in Höhe von 30 0000 Tonnen innerhalb 20 Ta° gen geliefert und von Rotterdam aus verschifft werden. Tie Verwendung der deutschen Handelsflotte. Paris, 17 März. HavaS. In einer halbamtlichen Note wird die Verwendung der deutschen Handelsschiffe genauer allern.ächster Zeit dem VerfassungSauSschuß zu- geführt werden wird. Keine öürger-, StuSenten- ttftv. Wehren. Ein Täuschungsmanöver der„Freiheit". Don zuständiger Stelle wird uns geschrieben: ..Die„Freiheit" vom 17. d. M. veröffentlicht unter der Ueberschrift„Tie Bewaffnung des Bürgertums" ein vertrau- festgelegt. Es bandelt sich nicht um eine Verteilung der Flotte. liches Zirkular des BÜrgerrats von Groß sondern um die Verantwortlichkeit für die Verwaltung der Schiffe. Berlin, in dem es heißt, dieser Bürgerrat sei im Begriffe. bis durch den Friedensvertrag die endgültige Bestimmung Hand in Hand mit den Negierungstruppen eine bewaffnete der Schiffe geregelt sein wird. Ter vorläufige Charakter der Mif' Bürgerwehr einzurichten. Die„Freiheit" folgert daraus, die sion- jeder der alliierten Regierungen wird durch die int er- Regierung Scheidcmonn schaffe bewaffnete Bürnerwehren, wäh- allierte Flagge bezeugt, unter der alle Schiffe fahren werden, rcnd sie gleichzeitig für die möglichst restlose Entwaffnung der Frankreich wird die Verantwortung für den Betrieb von 600 000 Arbeiter sorge. Die Waffcnabgabe ist schon von dem Rat Tonnen Frachtdampfer und 75 000 bis I00 00Y Tonnen Trans- der Volksbeauftragten angeordnet worden, als die ozcanomnpfcr übernehmen. Ter Rest wird halb unid halb von Eng. Herren Haase, Barth nnd D i t t m a n n dazu gehörten. land und den Bereinigten Staaten in Bcirteb genommen werden Die jetzige Regierung hat mit allem Nachdruck abge- und der Heimbcförderung der amerikanischen und australischen lehnt, ihre Zustimmung zur Schaffung be- Truppen dienen. Die kleinen Dampfer, die für große Fahrt sonderer Bürger-, Studenten- oder Bauern- nicht geeignet sind, werden zum Dien st zwischen Frank- Wehren zu erteilen. Auch jetzt erfolgt keine Bildung Tie Verwendung aller von Wehren, denen nur Angehörige einer Bevölkerungstlasse für Seetransporte fest, �angehören. Bei der Bildung von Einwohnerwehren reich und England verteilt werden. Schiffe___________. gesetzt, der auch über die österreichischen Schisse, die gegen- ist in jedem Frille bestimmt worden, daß alle Bevölkcrungs- wärlig� bei den Alliierten Dienst tun, verfügt. "Errichknnq einer Lebensmittclnicdcrkage. Lassen heranzuziehen seien. Wo zum Schutze der Bevölkerung gegen Raub und Plünderung die Einwohner Ortes ausgerufen werden, haben die Arbeiter nicht nur die Möglichkeit, sondern Amsterdam, l8. März. Einer Reutermeldung zufolge hat Lord auch. die st a a t sb ü r g e r l i ch e P fl i ch t, sich zur Verfügung C n r z o n airf einen von dem Herausgeber des.Christian Common! zu stellen." wealth' an ibn gerichteten Brief geantwortet, daß die Lebensmittel- läge in Teutschland zweifellos in einem großen Teil des Landes schlecht sei. Es würden Vorkehrungen getroffen, um ein« große Lebens mittelniederlape an einein passenden Mittelpunkt zu errichten, von wo aus die Lebcnsmitkel, sobald die notwendige Tonna«« zur Verfügung stehe, um sie zu transportieren, rasch und g u t verteilt werden können. Die Blockade sei auf die Versorgung De'itschlandS mit Lebensmitteln ohne Einfluß. Sie verhindere nicht, das d'e Lebensmittel, mit denen man Deutschland versorgen könne unt wolle, dahin befördert werden. Er wisse nicht? davon, daß die on Deutschland überwiesene Kinderbekleidung auf dem Weg« dort- hin aufgeholten worden sei. Zloyö George örinaenö �um Dleiben in Doris aufgefordert. Paris. 16. März. Reuter. Bei der heutigen Sitzung des Obersten KricgSrates wurde Lloyd George ein von Präsident Wilson, Cleinenceau und Orlando unter- schriebeuer Brief übergeben, worin er dringend ansgesordert wird seine geplaille Riickteht nach England um zwei Wochen zu verschieben, angesichts der Tringlichkeii des ProblcmS. mit dem sich d e Konferenz in den nächsten Tagen zu befassen hat. und daS die Unterzeichner des Briefes für wichtiger halten als sogar die A r b c i t c r s ch w: c r' g k e i t e n i die in England beigelegt werden müssen. Der Bericht wird nach London gesandt werden, um dort dem Kabinett vorgelegt zu werden. Wie verlautet, wind Lloyd George seinen Beschluß in dieser Frage von der Ansicht seiner Kol- legen abhängig machen, ob seine Anwesenheit in Engtand nötig sei. Hierzu ist weiter zu bemerken, daß daS Zirkular des Bürger- rats aus dem Januar datiert; die„Freiheit" aber ruft durch die Art ihrer Veröffentlichung täuschend den Eindruck her- vor. als ob das Zirkular auS den jüngsten Tagen stamme. Da- mals sind Türger. und Volkswchren nebeneinander aufgestellt worden. Später, als die Unruhen beigelegt waren, sind beide Gattungen aufgelöst worden, beziw. sie mußten sich den bestehenden militärischen Formationen eingliedern. In einigen Vororten sind später Einwohnerwehren gegründet worden, deren Teilnehmer akienmäßig geführt wurden. In ihnen sind sowohl die Bürger» al» auch die VolkSwchrcn aafgsgangea. Ausdrücklich ist festgelegt, daß in diese Eintrohneiwehren alle BevöllerungS-kreis« aiisgenom. men werden müssen, und eS ist dodei vonauSgefetzi worden, daß insbesondere die Arbeiter sickian den Wehten beteiligen. Die? ist auch in umfangreichem Maße geschehen. Als Ver- trauenSIeute wirken die Funktionäre der Arbeiterorgani- sarionen. DaS Täuschungsmanöver der �Freiheit' ist also ein Versuch am untauglichen Objekt, daS sich an die vielen frühe- ren würdig anreiht.'_ Unabhänakge Gemütsathleten. Wenn die Plünderungen und Bestialitäten an» Licht gezogen werden, die sich bei den letzten Unruhen auf feiten der Aufrüfirer abspielten. so erklären die Unabhängigen schnell, mit diesem Gesindel hätten sie nichis zu tun. Wie aber reimt sich mit dieser stolzen Geste das Verhalten der unabhängigen Fraktion in der preußischen Landesversammlung? Als der Minister Hirsch vortrug, daß man gefangene Pokizeibeamte in Lichtenberg wiederbolt an die Wand geiletll Hai mit der Erklärung, jetzt würden sie erschoffen. und daß die Mehrzahl der Beamien iiiio'gc der Bedrobnngen, Luäl, reien und- Mißhandlungen schwere Nervenzusammenbrüche Grnfte Unruhen in New fclor?. Amsterdam, 18. März, l Eigene Trabiunz des„Parwki'tS".) Dem„Titegraaf" zufo'ge haben in?!rw Aork ernste Unruhen erlitten haben, da mochten die U:rabhäug:gen in ironisch bedauerndem ftatteesiinben. Tie Ugzufiiedeuhkit bei de» Arbeitern wächst täglich. Tone: Oh. ohl Ter Stndtbahnverkehr wurde cingest.llt. Tie Regierung y»,?)!aß- j Dl« Unabhängigen in der preußischen Lan.deSversammlung be- nokiueii ergriffen, die tliieuhen zn unterdrücken. Ter New Notker sitzen also die Gefühlsrobesi. die Leute, dt« Opfer der Brutalität ihrer Hofen liegi ktill. Tie Arbeiislosigkei« hat während der Anhänger geworden find, höhnisch zu verkpotten k Hat d'e Un. leytcn zi-ci Monat« um 0 I P i« z. zugcaomuirn. l abhäugige Partei mit ihrer Laiiviatz»jraiti»o auch»nichis zu Ua*t �lrbeiterratswahlen in Groß-Seriin. Am 8. April soll nunmehr endgültig der zweite Räte- kongreß zusommentreten und bis zum 29. März haben nach dem Wahlreglement des Zentralratcs die Neuwahlen zu de« Arbeiterräten stattzufinden, die die Grundlage für die De- legiertenwayl zum Rätekongreß bilden sollen. Eine Neuwahl kann nur dann unterbleiben, wenn die zurzeit bestehenden Ar- beiter- und Bauernrate im wesentlichen im Sinne des auf- gestellten Wahlreglements zusammengesetzt sind und wenn ein Einspruch gegen die Unterlassung der Neuwahl seitens der zu- ständigen Parteiorganisationen nicht erfolgt. Für diese Wahle« gilt grundsätzlich das Verhältniswahlsystem. Auch in Berlin sind Neuivahlen der Arbeiterräte notwendig. Und« zwar ist grundsätzlich zu fordern, daß diese Wahlen nicht betriebsweiie, sondern nach Bezirken erfolgen. Wir wollen heute nicht auf die üblen Vorgänge zurück- kommen, die die letzten allgemeinen Arbeiterratswahlcn i« Berlin überschattet haben, und wir können uns auch begnügen, lediglich an die Mißstände zu erinnern, die mit den Betriebs- Wahlen seinerzeit auswuchten. Für ein Wirtschafisgebiet von der Ausdehnung Groß-Berlins strncht ohne weiteres die Be- � z i r k s wähl. I Die betriebsweise Wahl bat zweifellos da ihre Vorzüge der Einfachheit, wo es sich um einen genau abgegrenzten Bezirk mit ausschließlich größeren Betrieben handelt. Sie muß aber da zu unerguicklichen Zuständen führen, wo, wie in Berlin, eine Un- summe von kleingewerblichen und kleinindustriellen Betrieben besteht, wo es notwendig ist, ans den fremdartigsten Berufs- gruppen besondere Wablkvrpcr zu bilden, zu denen nicht selten 50 und mehr kleinerer Betriebe gehören. Tie Bctricbstvahlen saben den Vorzug, bei der Wahl die besonderen Berufs- und Betriebssonderheiten mehr und mehr zu berücksichtigen. Aber auch diese Berücksichtigung kann in Berlin nur für eine gewisse Anzahl von Großbetrieben Platz greifen und die Niesen- anzahl von Kleinbetrieben muß ohnmächtig dar- auf verzichten, sich Vertreter zu wählen, die ihren Berufs» eigenheiten Rechnung zu tragen vermögen. Wenn Fleischer und Schornsteinfeger und Bureauangestellte, vielleicht auch noch Barbiere und Dienstmädchen zusammen einen Wahl- körper bilden müssen, und ähnliche Wahlkörpcr sind in Verlin willkürlich zusammcngcwllrftlt, so kann, absolut nicht die Rede davon sein, daß der von ihnen gewählte Arbciterrat ihren beruflichen Eigenheiten zu entsprechen vermag. Dieser Grund fällt für die Verfechter der betriebsweiseu Arbeiterratswahl für Berlin weg. So gut wie man bei den Bctriebswahlen in Berlin eine mehr beruflich eingestellte Kandidatenliste erzeugen kann, so gut kann man das auch auf dem Wege der Bezirkswahlcn. Da die Kandidatenlisten von den einzelnen politischen Parteien aufge- stellt werden, ist es für diese ein leichtes, d'e einzelnen Be- rufe nach Möglichkeit dabei zu berücksichtigen. Es gibt also in Berlin absolut keine Sondergrfinde, auS denen die Betriebswahlen vor den Distr'ktswahlen einen Vorzug verdienen könnten. Dagegen gibt es recht genüchtige Gründe f ü r d i e D i st r i k t s w a h l e n. Bei den Distrikts- Wahlen lasten sich die Kreiw über daS Stadtgeb'et so anlegen, daß den?lrbeitern erhebliche Opfer an Zeit und Kraft er- spart bleiben, nnd daß die Wahlbeteiligung so lebhaft wird, wie jeder Mensch sie wünscht. Bei den Vezirkswahlen ist es mich ausgeschlossen, daß einzelne Wähler ein doppeltes Stimmrecht ausüben können. Ein doppeltes Stimmrecht würden aber bei Betriebsroahwn diejenigen Arbeiter c-us- «ben können, die als Landbewohner einmal in ihrem Ber- fincr Betriebe und dann an'brem Wohnort, wo territoriale Wah'en sind, ein z»veites Mal an der Wahl teilnehmen könnten. Damit würde der Wahlgerechtigkeit ohne Zweifel schwer geschadet werden. D i e Wahl ist die beste, die ohne Unregelmäßigkeiten und ohne Verstöße gegen d'e Gerechtigkeit erfolgen kann. Tie Wahlen sollen ollgemein, g'eich. direkt und geheim sein. Sie sollen insbesondere die Gleichheit des Stimmen- gewichtes gewährleisten. Darum ist die Form zu bevor- zugen. d'e die Möglickkeit von doppelter Wablrechtsausübung abflikut ausschließt und bei der die Wabl'okale so verteilt sind. daß niemand es als ein besonderes Opker empfinden muß, wenn er den Weg zum Wahllokal unternimmt. Der Haupteimvand gegen die bezirksioeis« Wahl wird der sein, daß der notwendige Apparat dafür nicht �ur Verfügung steht, und daß man keine Mittell babe, um einen iol- cken Wohlapparat aufzuziehen. Diese Einwände just» leicht tu entkräften. Fn ganz Groß-BerNn haben nnsangfl die Gemeinde- Wahlen stattgefunden. Ueberall sind die Wahlbezirke festgesetzt und die Wählerlisten aufgestellt und noch vor- Händen. Damit ist der Wahlapparat gegeben. Jeder Wähler. der berechtigt ist. an der Arbeitcrratswahl teilzunehmen. kann in den Listen festgestellt werden. Er bat eine Legiti- mation mitzubringen, d'e seine Wahlberechtigung nach den Richtlinien des Zentralrats beweist. Tast in den Wählerlisten auch eine ganze Anzahl von Leuten steht, die mit der Ar- beiterratsmahl nichts zu schaffen haben, braucht kein H'ndcr- nis zu sein, denn jeder mich ja seine Wahlfähigkeit zu den Arbeiterratswahlcn nachweisen. Auch die Kosten frage braucht keine Sorge zu machen. In den Richtlinien des Zentralrats wird den ort- lichen Organisationen ausdrucklich empfohlen, zur ordnungs- gemäßen Durchführung der Wahlen die Hilfe der Ge- mein debehörden in Anspruch zu nehmen. Das kann gar nichts anderes heißen, als daß die Gemeinden alle tech- n schon Hilfsmittel und selbst auch die Wahlvorsteher zur Verfügung zu stellen haben. Es ist völlig ausgeschlossen, daß die Stadt Berlin oder die Nachbargemeinden diese Hilfe der- sagen werden. Und sollte es dennoch in einer kleinen Ge? meinde geschehen, so würde man sicher auf die Unterstützung des preußischen Ministeriums des Innern rechnen können, um diese Hemmungen zu überwinden. Hier ist also der Weg für eine gerechte Wahl gezeichnet und gerecht soll die Wahl sein. Sie soll ein getreues Spiegelbild der Gesinnung der Groß-Berliner Arbeiterschaft darstellen. Kein Wahlverfahren kann das in solcher Boll- kommenhcit erreichen, als das der bezirksweisen Wahlen. Dabei werden all die kleinen Unzuträglichkeiten und die schwere Mißstimmung, die. wie bei der früheren Wahl, unter den Arbeitern leicht entstehen könnten, vermieden werden. Insbesondere muß auch der heillose Zustand verhindert wer- den, daß, wie beim ersten Rätekongreß, die Wahlprüfungs- kommission fast während der ganzen Kongreßzeit in fieber- hafter Arbeit gehalten wird'und schließlich an 160 Man- d a t e, nachdem deren Inhaber schon an einer ganzen Reihe wichtiger Abstimmungen teilgenommen haben, für u n- gültig erklärt werden müssen. Durch solche Dinge wird das Ansehen deS Rätekongresses eher untergraben als gefördert. Und ieder Arbeiter will doch den Rätekongreß mit dem Höchstmaß von Achtung seitens der Oeffentlichkeit ausgestattet wissen. ES bleibt also.gar keine andere Möglichkeit, als die allgemeine Verhältniswahl auf der Grund- Uge der BezirkSwahleu.— »• Sa demselben Thema wird unS noch geschrieben: Im Dezember fanden die Reuwahlen zu den ArSeiterräten statt und zwar unter Umständen, die jeder Beschreibung spotten. iS3 gilt hier zu sagen, wi« die Ding« liegen, da am 6. April der ,2. vtäte kongreß zusammentritt und auch hier in Berlin Tele» gierte gewählt werden müssen. Bekan-ntlich schreibt der Zentral. rat die Wahl in den Gemeinden vor und aus j« 250 000 Wähler einen Delegierten. Run muß in aller Oeffentlichkeit festgestellt werden, wen» wieder die Vollversammlung eS sich herausnehmen wird. Delegierte als allein berechtigt zu wählen, daß die» kein Spiegelbild der gesamten Wähler Berlin» sein lann� Am Schneider- und Heimarbeitergewerbe wur- den die Arbciterräte— etwa gegen» sechzig Mandate— nicht gewählt, sondern ei wurden diese Räte einfach ernannt, ohne daß auch nur ein Wähler fein Wahlrecht ausübt«. Ferner hat sich im Laufe eine» viertekfahre» dann so manche» unter den Arbeiterräten ereignet, e» ist bei einzelnen vorgekommen, daß st« drei Parteien im Laufeeine» Äierteljahre» angehört haben, ohne ihre Wähler, von denen sie im Dezember v. I. auf Grund der Angab« ihrer Partei. qngehörigkeit gewählt lvvrden sind, davon in Kenntni» zu setzen. Ich nehme nun an. daß manche» Mitglied de» Arbeiterrat» gegenüber seinen Wählern erklären wird, vorausgesetzt, daß dieser es ehrlich mit seiner Ucbcrzeugung meint:.Ich gehöre jetzt einer anderen Fraktion an und lege, da ich im Dezember noch einer De? Prophet. von Ludwig Hermann Borgwardt. Rrpendwo an einem ruhigen Abschnitt der Westfront warfen im Geschützbedienungkunterstand die Spieler die Karten zusammen. .Auf die Dauer kommt einem da» Kartenspie'en zum Hals« heraus l" brummte einer und zog sich die Decke über die Leren. Andere folgten ihm auf die Drahtnetzfallen. Zwei Mann blieben am Lebmofen hocken und sahen in die verglimmende Glut der Gichenkloben. .Wo steckt der Prophet heut abend?". „Hat Wockv l" „Dann grübelt er wieber über da»«nsinnigste Zeug. Paß auf! Wen er nachher kommt, erzählt er vn». wa» in hundert Jahren sein wird. Wir haben un» schon manchmal schief gelacht." „Deshalb hob: Ihr tbn Prophet getauft?" ..Warum denn sonst? In Zivil ist er Flickschuster. Dabei hat er sich da? Densen onaewöbist. Ich kenn' ihn aanz genau. Vi» mit ihm au? demselben Ort. Solltest mal seine Frpi, über ihn reden hören. Di« halbe Kundschaft hat er mit seinen Weltverbesserungen weggearault." .Beweis, daß er feine Meinung für Geld nicht ändert; kann ich nur auerfennen." „Dämlich genug von ihm!— Leg dock Holz auf, die Rocht ist wog." Ein zitternder, roter Schein flog über die geschwärzten Bal» ken: da» trockene Eichenholz knisterte im Oten. In das Schweiaea der beiden halsten, durch den Erdboden gedämpft, ferne Abschüsse und blechernes Mafchinengewehrtacken.— Ein kleiner Mansch— vielleicht vierzigsährig— mit verwitter. tem, bleichem Geficht, schlich bebntsam die Treppe zum Unterstaad hinunter. Al» er die beiden sah, fragte er vorwurfsvoll:„Warum schlaf, Ihr nicht?' „Wir toorren ank dich. Prophet! Wilhelm will wissen, was in hundert Jahren lo? ist." Der Prophet b'na KarahiverArnd.flovpelzeug forf und deutete wapnend mir die Schläfer.„Pst! Laß schlafen, was schlafen kann. Piclleimt ist das Scfi'afen bester als da? Nachdenken" „Komm! Setz dich zu vn»; wa» Host du heute Abend zurecht- phantastert?" .Wa» kümmert'» dich! Hast e» schon zwanzigmal gehört und drüber gelacht" „Wilhelm wikst« wissen. Der kennt dich noch nicht." „Rein, nein! Wenn du müde bist, natürlich nicht." Der Prophet sah Wilhelm prüfend an. Ein halbes Lächeln spielte auf seinem Gesicht.„Wenn dir'! komisch vorkommt, was ich sage, lach nur— ich bin'» gewohnt." Er schien vertrauen gefaßt zu haben und setzte sich ihm gegen. 2t«.. anderen Partei angehört habe, mein mir Mersragene» Mandat in die Hände meiner Wähler zurück." Da» wäre dann Ehrlichkeit. während jetzl manche Mitglieder deS ArbeiwrratS mit ihrer lieber- Zeugung heute hier und morgen dorl hmüderschaukeln. Mögen diese Ausfühungen genügen, um Klarheit bis zu dem Rätekongreß zu schaffen. �Vorwärts", Regierung und Reglerungs« truppen. Falsche Auffassungen. Die„Post" versiebt den Abdruck unserer gestrigen Ans- führungen über die Ireiwilligentrnppen mit der Ucbcrschrift „Die Negierung gegen die Regierungstruppen" und mit folgender Einleitung: Kaum ist der Aufruhr, der die Regierung hinwegfegen sollte, von den Regierungsiruppen niedergeschlagen, kaum kann die Regierung in Berlin wieder einigermaßen Atem schöpfen, da beginnt die Hetze der Unabhängigen und Spartakisten gegen die Truppen und Verbände, die Retter und Reiniger waren, wirksam zu werden. Ter halbamtliche„Vorwärts" schreibt: Soviel Worte, soviel Nnsinn. Der„Vorwärts" ist nicht „halbamtlich" und nicht„Regierung", sondern einfach Z e n- tralorgan der sozialdemokratischen Partei. Als solches übt er Kritik, ohne zu fragen, ob es der Regie- ritng angenehm ist, wobei er freilich der Meinung ist. daß einer vernünftigen Regierung Kritik nur willkommen sein kann. Ferner macht eine Hetze der Unabhängigen und Sparta- kisten auf uns nicht den geringsten Eindruck. Wir bezweifeln die Verdienste, die sich die Regierungstruppen als Ganzes erworben haben, keinen Augenblick. Wo Ausschreitungen vorgekommen sind, suchen wir die Tatsachen festzustellen und ihren Ursachen nachzugehen, um sie zu beseitigen. Wir wünschen Regierung s truppen, die wirklich solche sind, die die Republik und die demokratische Ordnung schützen und sich keinerlei Unrecht zuschlilden kommen lassen. Jeder General soll wissen, daß er heute nichts anderes sein kann und sein darf als ein Soldat der Republik. Jeder Soldat soll wissen, daß er dazu bestimmt ist. ein Verteidiger freiheit- lichen Rechts zu sein. DaS ist das Ziel. Hindernisse, die auf dem Wege lieLSN, müssen beseitigt werden. Das Zazit. 3« de« Debatte» in der preußischen LandeSversammlung. Ob die Unabhängigen eS mit ihrer Interpellation über den Velagerungszustanü so eilig gehabt haben würden, wenn sie das Ergebnis vorausgesehen hätten? Es ist nicht gerade nach ihren Wünschen und noch weniger zu ihrem Ruhine ausgefallen. Seit Tagen hetzt die unabhängige„Freiheit" nach einem sehr einfachen Rezept. Alles, was über Plünderungen. Grausamkeiten, Erschießungen usw. aus scücn der Aufständischen gc- meldet wird, weißt sie kurzerhand als„Schwindel" ab. jede Meldung über Grausamkeiten der Regicrungstruppen wird da- gegen als lautere Wahrheit verkündet, maitz sie auch aus noch so trüber Ouelle stammen. Ter Umstand, daß die Meldung von der Ermordung der M Lichtcnberger Beamten sich als Ausgeburt einer überhitzten Phantasie erweisen hat, ermutigt jetzt die„Frei- heit", mit kurzer Handbewegung alle? in daS Reich der Fabel zu verweisen, was überktznipt an Beamten« und Soldatencrmor« dung gemeldet worden ist. Die Verhandlungen»m Abgeordnetenhaus haben aber nun e i n d u r ch a n s anderes Bild der Vorgänge entrollt, als die„Freiheit" sich zu malen bemüht. Gewiß sind auch im- verzeihliche Uebergriffe auf seiten der Ncgiernngstrilppcn zu vcr« zeichnen gewesen und wir find durchaus die ersten, die vcr- langen, daß diese untersucht und bestraft werden. Aber die Verhandlungen hoben dcxb auch gezeigt, daß der Kamvf auf RcgierungSseite erst diese erbitterten Formen angenommen hat. nachdem die Regicrungstruppen durch eine Menge Grau- samkeiten und Quälereien, die an den Ihren verübt wnrden. „Wa? ich lrute abend gedackit bebe? Dasselbe wie immer. Was in hundert Jahren aeschieht, weiß ich genau so wenig wie ihr." ..Rann, und sonst tust du immer, wie w-'nn—— Genierst dich wohl, wci! ein fremde» Aesickt bei un» ist?" „Ich Hab mir bloß in meinem dummen Schädel so manches zurecktgekegt au« dem. wn» früher war. und au« dem. was jetzt ist. und so manche» für die Zukunft da-auS gefunden." Der andere flüsterte Wilhelm zu:»Run geht'S losl" Der Prophet scheuchte mit abwehrender Htnd unbequeme Ge- danken fort. „Zu Hanse habe ich eine Menge Bücher durchstudiert»nd ge- funden. daß es mit den Menschen immer vorwärts geht, daß——" Der andere Jtockie laut auf:„Famos! Besonder« im Krieg geht'S aufwärts mit den Menschen— totschlagen— betrügen— Der kleine Prophet wurde wst zornig. ...Haft d» noch keine Krankheiten durchgemacht und bist trotz- dem stark und kräftig geworden? Gif'staffe sind in jedem Körver, auch in der Mensckheit. Wenn sich die Krankheit mit all ihren Rachwirkiimvn an»aetobi bat, geht'S wieder vorwärts." Er sab Wilhelm fest an. „Glaub mir, in den Menschen ist ein Zug zur Höhe, den wir gar nicku merken All die Arbeit, die in Iabrbause'nden geleistet wurde, soll die nur da»u gewesen sein, die Menschen von ein-m Tage zi'm andern zu bringen? Dann würden wir ni» gelebt haben Warum sind wir srob. wenn-wir arbeiten, und m'ßae. stimmt, wenn wir lang« rumbummeln? Ich babe mal in einem Buch— Faust hieß e?— von einem(»riefen, der sich rnjf ollen möalichen Dingen versuchte»nd erst Zufrieden war, als er ein großes, nutzbringende? Werk fchaflon konnte." Dt andere stand auf:„Von Arbeit mag ich nichts hören, ich geh schlafen" Die Gedanken de? Propheten arbeiteten: al? der andere laq. sprach er le-se zu Wilb-'m:.Ick> versteh? ihn. Er w-oß es nicht anders. Seine?irk>eit ist nicht besser alt die der Sklaven früher hei den al'en Römern. Wenn man'S den Leuten doch beibringen könnw. dast sie nur e'n Glied in der großen Kette sind, die-»»—•* Er verkank'n Träumen— Nach einer Weil« fragte Wi'belm ihn:„Ileber was denkst du imiNT wach, wenn du allein b st?" Man muß sich doch klar werden, was man in der Welt be« deutet. Ich habe ott Gedanken, vor denen ich ke'bst zusammen- fahre. Aber wenn ich sie aullvrechen will sebe ich in spottende Gellchter— und dann>s» aste? weg Ich sollte überhaupt N'cht mebr davon sprechcn. Oft penna babe ich mir'S gelobt, wenn sie mich auslachten.?Iber dann sagte ich mir wieder, vielleicht kannst du einmal einen Menschen, der Tatkraft besitzt, durch dein« Worte zum Handein bringen.— Mir geh! so viele? durch den Kopf. Der Krieg— der verrückte Krieg.— Und dabei sagen die Menschen noch immer. Kriege müssen lein. Wenn sie nur einmal Zurückblicken wollten? Früher,»vie die Men. schen wenig'waren und weit auseinander wohnten, gerieten sich anfs äußerste gereszf worden waren. Seid st ans die Unabhän- gigen war es von niederschmetternder Wirkung, als de? Lichlendcrgcr Abgeordnete Hallniann aus eigener An- s ch a u u n g die Ermordung von sechs gefangenen Regicrungs- soldaten als Augenzeuge schilderte. Andere Schilderungen folgten. Die Vorgänge in Düsseldorf wurden herangezogen wo die Unabhängigen das S ch i e ß e n auf harmlose De- monstrantcn. worüber sie so gern klagen, in höchstem Maße geübt kviben. mit dem Erfolge, daß a»S einem DcnionstrationS- zug der bürgerlichen Demokraten gleich 12 Tote und das Mehrfache an Verwundeten auf den: Platze blieben. Die unerhörten Vorfälle auf den Altenrfsener Gruben wurden ans Licht ge« zogen, wo sich rasende Aufständische nick't scheuten. Mll arbeitende. Bergleute durch Verschüttung des Förderscstichtes in der Grube einzuschließen, denen eS nur wie durch ein Wunder gelang, sich durch den Schacht einer anderen Grube zu rotten. Für alle diese Vorfälle hatten die Unabhängigen kein Wort der Widerlegung. Jetzt beschränkte stch ihre Taktik daraus, ihre Mitschuld an allen diesen Vorfällen abzuleugneiu DaS seien die Spartakisten gewesen, nicht die Unabhängigenl Das alte Fledcrmausspiel! Es ist nur wunderbar, daß bei den Berliner Aufständischen die MitaliedSkarte der U. S. P. T. als genau so vollgcwichtiger Ausweis galt, wie die kommunistische Mitgliedskarte. Bei all diesen Ereignissen haben Unabhänaige und Spartakisten dnrchgus.Hand in Hand gearbeitet, nachher wollen die Unabhängigen erzählen, sie seien gar nicht dabei ge» wcsctt. Ein Angeklagter, der krampfhaft nach Alibibeweiscn frcfit, wird niemals den Eindruck eines politischen Helden und Mar- tyrerS machen. Und mit den krampfhaften Versuchen, sich von der Verantwortung z» drücken, war denn auch die politische Heldenrolle der Unabhängigen im Abgeordnetenhaus aus- gespielt._ Dank vom tzause Spartakus! Bcrlcngnung seiner Helfershelfer. Die meuternden Truppenteile der Volksmarinedivision und der Republikanischen Soldatcnwehr. die sich von Spartakus zum bewaffneten Aufstand haben verführen lassen, ernten jetzt den Dank ihrer Verführer. In einem Flugb'ati„An die Proletarier von Berlin" unterzeichnet von der Zentrale der Kommunistischen Par» tei Teutschland? sSpartakuSbund) werden sie kaltlächeind abge» schüttelt. DaS Fugblatt beteuert, daß Spartakus durchaus nichts mit bewaffneten Putschen zu tun habe: Trotzdem ist eS zu bewaffneten Kämpfen gekommen. Nicht von unserer Seite. Die Berliner Arbeiterschaft hat Disziplin gewahrt. Die bewaffneten Kämpfe gingen au» von der Volk»- marinedivision und von Teilen der Republika- nischcn Sicherheitswehr. Das sind, mögen sie auch ProletarÜer fein, feine Kör- perschaften, die unserer Partei nahestehen. Im Gegenteil: sie waren eS. die im Januar sich dazu hergaben, unsr- rrn Genossen in den Rücken zu fallen»nd die mindesten» tatcnlo» beiseite standen in jenen Tagen. Aber nicht nur da?, sie kämpften'auch jetzt für ein an de» res Ziel als wir. Wir kämpften für den Sozialikmi!? geven den KapitaliSwuS und seine Vertreter, diese kämpften für ihre militärischen Posten gegen ihre Soldherren, m't denen fie unzo- frieden sind. DaS alle» und noch mehr trennt und. Wir können also getrost segen: zwischen«n» und de« Kämpfern be» steht politisch keine Gemeinschaft. Die aufständischen Matrosen und Sicherheitlmannschaften können nun selber sehen, waS sie für einen Dank davon haben, daß sie sich als Kanonenfutter für Epariaku» aufopferten. IpartakuS verleugnet sie. wie Petrus den Herrn und beschimpft sie noch al» Verräter und unzufriedene Söldlinge. E? ist übrigen» sehr komisch, daß da» gleiche Flngbiakt. nech» dem«S die Schuld an den blutigen Kämpfen eben den Matrose« und Sicherbe-tSmannschasten in die Schübe geschoben bat. wenige Alisätze später gegen Roske die Anklage erhebt, e r habe da» Ge- metzel planmäßig bewußt und gewall! herbeigeführt. Also offenbar ist eS RoSk« gewesen, der die Matrosen zum Aufstand veranlaßte! einzeln« in die Haare. Dann schlössen sich Familien und Stämme zusammen und bekämpften einander, lind dann? Dann hatten wir die fünfzig, hundert Kleinstaaten bei uns. die sich gcaen» seitig umbrachten Schließlich wurde Deutschland. Und nun schla» gen die Staaten Europa? auseinander los. Sebi ib, Venn den Krieg nicht, der weiter'übrt? Europa muß sich zusammenschließen— und dann die ganze Welt. Können wir unlere Krah nicht zu besseren Dingen gebrauchen, als uns gegen- leitig ebruschlackten? Halb so viel Arbeit wäre zum Fortsch-riten nur nö'ia, wenn nicht saviele Arme der Zerstörung dienwn.— W-gti ich da? in alle Welt ncken könnte. Aber ick b'n k"n Kämpfer. Ich kann nur hoffen, daß ein anderer meine Gedanken einmal webr wacht" Der Prophet stand erreaf auf»nd wie? mit ausgestreckter Hand Zum llnierstand hinaus in die Fern«, in? leuchtkugelndurch- zuckw Schwarz. „Und dochl Einmal möchte ich mich irgendwo in Herrscher- pole avistell-n»nd binaullchreien: Ich kenne keine Nationen mebr, ich kenne nur noch Menschen." Einige Sekunden stand er regungslos: dann sank er in sich zusammen, al? wenn er sich seiner rkstaiifchen Gebärd« schämte, und sagte leise:„Ich geh schlafen, bin müde." flottaen. — K n n st a u» st e l l u n g e n. Die Gedächtnisausstellung von HugoKrayn in der Berliner Sezession bleibt nur noch eine Woche geöffnet. — Theater Im Deutschen Theater wietz dw Aufsübrung von Georg Büchners„Wozzeck" vorbereitet. Werner Krauß wird die Titelrolle haben.— DaS Deutsche OpernbanS beertet drei Uraufführungen vor:„H e r b st st u r m", von Franz Neu- mann.„Die Siebe dreier Könige", von MovirweZzi»"d Vi« Oper„Magdalena", von dem Münchener Kompon-sten Fritz Kaennecke. Die beiden zuerst genannten Werke werden noch in dieser Sa'son in Szene gehen. — Vorträge. Im Z�ntralinstitut für Erhebung und Unterricht. Potsdamer Str. lL0, spricht am 10 März, abend? 8 ttbr. Prof Dr. Krebs übe?„Die Vedeiiiung der gcogrophi- schen Karte", Einlaßkarten unentgeltlich. -- M u i> k. Da- II Voll?lo»ze>>. veranstaltet van Probst"» Otto Becker am'lst. Mir,, abends 7% Ubr. in de? Alten Gar- »ikonkirch? bringt Orge komvosi'ionen von Bach. Brabm>. L'Szt» Meperbeer. Arien»nv Li der von BrahmS, Schubert und Wolss»nd Biolin'oli von Schumann«nd Svohr. — Revolution und Begeisternng. In den heute morgen abgedruckten Gedanken von Lassalle ist der vorletzte Absatz durch eine? Druckfehler gestört. Er lautet richtig:„Die meisten Revolutionen, die gescheitert sind, sind— jeder wahrhafte Ge- schichtSkenner wird dies zugeben müssen— an dieser Klugheit ge- scheitert, oder mindesten» find alle gescheitert, die sich auf dies« Klugheit gelegt haben." Die Ehrlichen. Nnabhänqige«AcsinnungKtreue. In d?r Tonart der.Freiheit' hat sich ein bernertois- werter Umschwung vollzogen. Tie Unabhängigen sind durch die Feststellungen der letzten Tage>o kompromittiert, daß die Wirkung auch der..Freiheit' in die Knochen geiabren ist. n weinerlichem Ton versichert sie nun ihre gute Gesinnung. um Veilpiel: Unser Verbrechen ist. daß»ir Sozialisten sind und «mfi bleiben wollen; bah wir fest entschlossen sind, da» sozio» listische Ziel zu erreichen während sich die anderen gemütlich einrichten wollen. Oder: Wir werden uns durch da» Geheule und Geschimpfe gegen un» nicht irre machen lassen. UnSgilt der Sozialismus alle». Da» Proletariat möge erst recht wachsam sein, dann wird es erkennen, wo seine wahren Freunde stehen. Unsere Darlegungen über d'e schwankende Politik der Unabhängigen findet die..Freiheit'„zu ekelhaft, um sich länger dabei aufzuhalten', bcnnoch beschäftigt sie sich mit rbnen in e'ner langen hilflosen Erklärung, die mit der Ver» sicherung schließt, daß„die Znrunft doch uns gehört". Die Ergebnisse der Wahlen, auch der ArbeiterratSwahlen, im Lande rechtfertigen diese.Zuversicht' in keiner Weise. Und in Berlin möchten sich d'e Unabhängigen vor einer ehr» lieben, bezirksweise vorgenommenen Wahl der Arbeiterräte drücken, weil sie das Ergebnis fürchten. Die bisherigen An- Hänger der Unabhängigen beginnen zu erkennen, daß sie die Polit'k ihrer Führer in den Sumpf führt, und daß sie auf d'e Verwirklichung des Sozialismus noch sehr lange warten können, wenn sie sich czuf den Sieg der Unabhängigen ver- lassen wollen. Die ungeheure Mehrheit der Arbeiter im Reiche weiß sehr genau, daß alles, was zur Verwirkl'chung sozialistischer Grundsätze getan werden kann, durch die große alte Partei bewirkt werben muß. Die Sache des Sozialismus stünde ganz hoff» nun g s los, wenn es außerhalb der Reihen der Unabhän- gigmi keine überzeugten Dovalisten gäbe. Glücklicherweise ist das nicht der �sall. Die Sache dos Sozialismus ist nicht auf Leute angewiesen, die die Prinzipien der Demokratie verraten und die sozialdemokratische Partei verraten haben, um sich in die zweifelhafteste Gesellschaft zu begeben. Ter Sozialismus w'rd sich nicht durchsetzen durch Terror, sondern durch Demokratie, nicht durch brutale Ge- Walt, sondern durch die Gcrechligkeit seiner Idee und durch ihre schrittweise praktische Durchführung zum Nutzen des ar- beitcnden Volkes. Das ist unsere Zuversicht. Die Zukunft wird zeigen, wer recht hat. die Geschichte wird richten I Da» Bremer WsUresultat. Nach den nunmehr vorliegenden endgültigen Resultaten setzt sich die bremische Volksvertretung ftrüher Bremer Bürgerschaft) zusammen auS: Mrtirlieitssoziii. «ist!» 67, Unabhängige Ssz 98, Kommunisten 15, Demokraten 89, LaicheSivalstverband 25, Christliche Volkspartei 5, Vertreter von Handel und Gewerbe 9. Angestelltemiertretcr 2. Industrie und Handel. Börse. Die Börse eröffnet« heute nicht einheitlich bei nur geringen Kursänderungen. AuSlandswerte lagen im allgemeinen fest. Auf dem IchifsahrtSmarft notierten Hansa höher, während Norddeutscher Lloyd etwa» abgeschwächt lagen. Am Montanmartt wogen die AulSabschlägr vor Bon Rüstungswerten konnten die Brüder Bäh- ler S Proz. anziehen, während Köln Roitweiler schivächer lagen. Im weiteren Berlauf wurde die Tendenz schwächer, ohne daß ei zu bedeutenden Kurßminderungen kam. Bei BerichtSabschluß hatten sich von Werten mit laufertfcn Kursnotierungen KckiisahnSaktien wieder erholt. Ter Montanmartt wie» trotz einzelner Besserungen gegen die Anfangskurse meist noch niedrigere Notierungctz aus al» gestern. Chemische Werte konnten sich behauvten. Von RüstungS» werten waren Deutsche Waffen mit anziehenden Kursen gehandelt, während Hirsch Kupfer nachgaben. Kriegsanleihen lagen um Bruchteile von Präsenten höher. GMerkschoflsbeMWlg Zum verflossenen Streik der Kinobranche wird uns aui den streife der Photographengruppe(Berlin) im verband der Lithog aphen, Steindrucker und verwandter Berufe folgende« gefchriebeu: Der Streik der Arbeiter der Äinodmnche läßt erkennen, welche Geister in der Führung der neuen„Film- Gewerkschaft' ihr Unwesen treiben, so daß eine'Warnung an die FnbrikationSa'rbeiterschaft dieser Blanche von gewerkschaftlichem Ttandsnmkte nicht unberechtigt erscheint. Zunächst zur Aulklärung, daß diese seltsame Neubildung keinetwcgS von der Generolkom- miision der Gewerkschaften protegiert wird, gesckmwie anerkannt ist. Der D'reik dar Filwarkeiter, über den die freien Gewerkschaften, entgegen den'Z chauptungen der., Film. Gewerkschaft', bis zum Ausdruck deSseisten in absoluter Unkenntnis gehalten wurden—- vereinzelte Aussprachen zwischen Gowertschast». und Kinoboanchen» Vertretern letrafen wesentlich ander« Gebiete a!Z das de« S'reiks war nur deshalb notwendig getvooden. weil die Führerschaft des ZertralverbandeS der Kinoangestcll«n innerhalb dreiwöckernlicher Ta isvcrhar tlungen mit den Unternehmern nicht zum Mesultnt geengt waren und nun von den Arbeitern berechtigterweise stark gedrängt wurden. Tie Löhne für die FabrikationSarbeiter waren übrigens seltsan'evweise bere:tS bewilligt worden, nur weigerten sieb die Unternehmer, jene ung, beulen Lostworderungen zu b«. fiät gen. di« von den führenden Kreisen der Film-Gewerkschost gestellt wurden. Die Ausnehireeverateure wollten pro Jahr 3>I 000 Vi., die Hilfsregisseure 10200 Vi. m-it täglichen Ne enspesen den>5— 20 M. durchdrücken. Die Filmvertreter beanspruchten 19 000 M. pro Jahr und 45 M. TageSspesen für außerhakb, bezw. 10 M. für Berlin Tie Torstcver begnügten sich mit lOO M. pro Tagl— Tiefe 4 Gruppen Verla nigten dann noch zur Sicherung rb cr Ex'stenz den schäriften SrganisationSgltrong— die 80 Auf- nahmeoperaicure wollten sogar die Tntscheidung über daS Ein» stellen von Lchrlinyen in Ha» den hosten, um sich hermetisch gegen jede Fachkonturrenz ast''chlicßcn zu können. ES war jetzt für diese 4 Arbeiterkaleporien sehr zwkckmäßig. die FabrikationSanbeiter an bei Strippe zu haben, um sie im gcge enen Moment arst die Unternehmer loslassen zu kcnren. Manch armer Teufel für den der * Tarif der Film-Gewerkicl ait auch gerade nich'S wesentliches her- auSeeboit höbrn mag, mußt« so mit seinem Geldc die Streik, und Geldg Kiste seiner Führer bezahlen. Rechnen wir die Kopfzahl der Streikenden in der Kinostranche aus 4—5000— durch Ast» st mwung war AiiSbezahlung einer Ttrrikunterstütznng von SO M. pro Kops beschlossen— da genügte die einmalig« Auszahlung, um d:« Kino C'tti erkschaft zu erlcbigen. Daß noch einer Notiz in vürgerlicken Blätirrn das Schlininiste verhütet wurde, liegt sicher nickt an der aewertsciaulichen Intelligenz jener Leute, die mit Gewalt die..Mode' de» Streikes mitmachen wollten. Aber die FabrikotionSarbeiter der Äinobranche sollten zu'ehen, daß sie Menschen zu Führern bekommen, die mit dem Verdienst ihrer Ar« beitSgenossen etwas sorasältiger wirtschaften! Der Streik der Kino.e Kranzdeputationen finden sich sehr spärlich e'n. Ts scheint, als ob man in einer Zeit, in der die Lebenden heftiger denn je ihre Kämpfe ausfechten, mehr und mehr die Toten vergißt. Kränze hatten niedergelegt die Berliner Anarchisten, der Ver- Hand der soz. Wablvercine lagerunqszustand verhängt worden. All« Gastwirt- schatten und öffentlichen Lokale müssen um 8% Uhr abend» schließen, die Einwohner um 9 Uhr in den Häusern fem. Di« Gemeindever- tretung hat in ihrer gestrigen Sitzung gegen daZ Vorgehen der Re- gierungstruppen eine scharse Entschließung gefaßt»nd diese der Re» gierung übermittelt. Uebsr die Vorgänge in AdlerShof erfahrt eine Korrespondenz: Am Sonntag nahmen RegierungStruppen ein« Waffensuche in A-dlershos vor. die ein sehr mageres Ergebnis hatte. Es wurden i-nS- gesamt SO Gewehre aufgedeckt, von denen 15 der SicherhettSwchr gehörten. Die Beschlagnahme der übrigen in dem Bericht deS Obersten Reinhardt vorgefiindenen Waften soll auf dem Flugplatz AdlerShof stattgefunden haben. Die Truppen sperrten die Straßen mit Maschinengewehren ab. Das Mitglied der Nationalversammlung Emil Kloth wurde verhafsxt, da man in seiner Briefiasche seinen An?zveis als Mitglied des dortigen A.- und S-RatrS fand. Die Be- Völkern ng war hierüber sehr aufgeregt und erst dem Eingreifen dcS Gemeindevorstandes, Dr. Sporleder, gelang e». die Freilassung Klotbs zu erwirken. Am Montagnachmittag traten nun die Ge- mein deVertreter zu einer Sitzung zu'ammen. in welcher all« Frak- tionen sich gegen die militärisectm Maßnahmen aussprachen und in der einltimmia solaende Resolution gefaßt wurde: ..Die Gen-eindrstertretung nimmt mit Bedauern von den Bor» gänaen Kenntnis, die am Sonntag bei den Haussuchungen nach Waffen in AdlerShof vorgekommen sind. Die Gemeindevertretung kann nicht etseken. daß auch nur der geringste Grund vorgelegen bat, die Einwohnerschaft durch derartige Maßnahmen zu beun» ruhigen und zu brüskieren. Der AdlerShofer Zlrbeiter- und Soldatenrat hat es sich stets angelegen sein lassen, im Interesse der Bürgerschaft zu wirken. Diese Täsigkeil des Arbeiter, und Sol» datenrate» ist auch von den Behörden mehrfach rühmend anerkannt worden. Um so dehauerlicher ist e». daß die Gemeindevertretung feststellen muß, daß da? Mitglied der Rationalversammkung, Emil Kloth, auf offener Straße vdrhaftet worden ist. Die Gemeinde» dertretuna protestiert dagegen, daß die Bevölkerung von Adlershof inxfo rücksichtloser Weise beunruhigt wird. Sie ersucht die Reich», und Staatsbehörden, dahin zn wirken, daß derartige Vorkommnisse ohne Grund in Zukunft unterbleiben.' Am bentigen Dienstag rückten nun Truppen des Regiment» Oven in AdlerShof ein. Der Gemeindevertretung wurde mitg«. teilt, daß der Belagerungszustand verhängt fei. Der Regiments- kommandeur verlangte für seine Truppen Bürgerguartier, doch wurde davon in Rücksicht auf die Wohnungsnot Abstand genom. men und belegten darauf mehrere Säle. Tie Stimmung unter der Bürgerschaft fit außerordentlich errenj, so daß man die Re-' giening und den KmegSwinister um Beilegung des Konfliktes ersucht Hot. um Zwischenfällen vorzuibeupen. Wir sind nämlich ifich! in der Lage, diese Lage nachkontroMeren zu können, sind jedoch der Aufafffiina. daß alles vermieden-werden muß, um etwa neue Konflikte und Unruhen entstehen zu lassen. Vollversammkttng der Grost-Berlirer ArbeikrrrSte. Montag, den L4. Mär«, vaemittag« 10 Uhr, in den Germaniasiilen, Cliinissrcstraße. DagrZoediinng: Ltelliingi'altme zmn RrchSriitekongeeß! Anträge zum Riitel-ngroß, die in der Ballvergminl»»« behandelt werden solle», müsse» bis zum LI. März dem BollzugSrat eingereicht »erde». • Freitag, den 28. März, vormittags|0 Nhr, in den Grroinuia ölen, Chunsseestratze: B» I l v c r i a n> o> l u» g der Groß-Bertiner Ardeiterriite. Totzrsptdnling: Wahl der Tclegicrien zu« RcichSrätrtongeeh I • Dir Fraktionen werte« rrlucht, rechtzeitig zu diesen Vollversammlungen und den anfxeslelltcu lagreordnnngen Siellung z» nedmen, Die Bureaus des v-llzngerats defindcn sich jetzt i« Hause Ja de» Zelten 23 �Telephon Ämt Moadi, 150 bis 154.) Zur Neuorientierunss in der Jusiendsiflestv. Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendpflege im Regierungsbezirk PoiSdam veranstaltet in Berlin einen Lehr, gang für I u ge n d p f l e g c r und Jugendpflege- rinnen. Er wurde am Montag eröffnet mit einem Vortrag dcS Berliner Jugendpastors Wegen er über„Reuoricnlie- rung in der Jugendpflege". Hinter ftder Jugendpflege. führte der Vortragende aus. steht ein bestimmtes Kultuiprogramm. Nach der Novemberevolution müssen di« verschiedenen Richtung«,: der Jtlgendpslege sämtlich ihre Programm« irgendwie ändern. Sehr verkehrt wäre eS. mehr oder minder an dem alten Programm festzuhalten unid nur kleine Konzessionen zu machen. TaS gilt besonders von der kirchlichen Jugendpflege, die ich vertrete. Zu ver- schtedenen Zeiten hoben verschiedene Geistesverfassungen s.Mentali- täten! bestanvrn deren jede ihr ganzes Zeitatter beherrschte. Auf die imperialistische Geistesverfassung, aus der die staatlich« Jugewd- pflege unserer Zeit ihre Schlagwörter holte, folgt jetzt die sozia- listiscke GeisteSversossung. Schon»ach einem bis zwei Jahrzehnten werden alle Mensche» so vom Sozialismus erfüllt sein, daß sie ibn fiir selbstverständlich halten. Demnach muß die sozialistische Geistesverfassung der NeuorientierungSpunkt sein, bei dem w'r alle, freiwillig oder unfreiwillig, doch Miließlitz landen werden. Ick bedaure. dost die evangelischen Pfarrer noch so wenig von dieser Umstellung abnen. Tie cnangtlisä* Kirche will ekne Kirche süi alle sein, sie Hai sich aber mit den, Kleinbürgertum verquickt. Das Christentum an sich kann sich ja mit jeder Geistes- richtung verbinden, und mit sehr verschicidcne» hat es sich im Lause der Jahrhunderte zu verbinden gewußt. ES steht aber dem Sozia- liSmuS näher als dem bürgerlichen Kapitalismus und widerstrebt viel mehr dem Manchestertum als dem Sozialismus und dem Kam- muniSmu« Wir werden einmal sozialistische Ptorrer haben, und zwar nicht au» LpporiuiuöuiuS, nicht au» einer gewisse» Priester» fchläue. Ter Redner ftrrifir kurz anch tzt« krrkhalisch? Kirche, die sich bei dieser Neuorientierung wieder als Meisterin der Organisation zeige» Wade. Gegenüber der deutschen Turnerschaft fragte er. od sie„den Weg von ihrem Deutschtum zurückfinden' werde. Er ging dann auf die Jugendpflege der MehrheitSsozia» listen ein.'von der er meint, daß auch in ibr eine Neuorienfie» rung kommen müsse. Ihm scheint, daß der ökonomisch begrürtfeie marxistische Sozialismus durcirnu» zu der GcisteSveifassung der jetzt abgelaufenen Zeit gehört und durch einen idealistisch begrün- deien SozialiSms ersetzt werden wird, der von Rußlan» beeinflußt ist. Daß er dabei nickt etwa an den Bolsck>e>o,smns denkt, hob er ausdrücklich hervor Er schloß mit dem Hinweis aut dic beginnend« Ersetzung dcS Staate» durch die Gesellschaft und aus die Notwendig» keit. unseren Nachwuchs zn schaffenden Nttglikd«»» der Gesellschaft zu erziehen. Tie Straszrnltalintarif-Crhöhung svN bestehen bleibe«. Der Vrrbandsausschliß Eeoß-Beilin hat tick in seiner gestrige» Sitzung mit der ouherordenitichen Tankerhöhung bei den Groß» Beiliner Slraßenbahi�uniernehmungen beickösligt und sich mii einer Verlängeiung dieier Elhöbung um drei Monate vom 1. April ab einverstanden erklärt. Eine Vorlage bierüber wird der Verbands« versaiumlung zu ihier Sitzung am 91. Mmz demnächst zugchen. Ein Notschrei der Privatschullehrer. NnS wird geichrieben: Die wiriichaiiliib» Lage, der PiivaMullehrer ist geradezu jammervoll. Jbi Höästgebalt ton ntt!ö> in tcr llrteif klurg de Albeiisloien gleich; di« mcisteii erhallen erheblich weniger. Viele werden stilndei'wtiie bezahlt, sind all» wählend dei Ferie» iiiid errwunpener Ruhezeiten, z. B. während der Siraßenkänipf» olme jedes E>nfo»in»en. Kündigungsirineii gibt e» großenteil» überhaupt nicht; zu der Notlage kommt alio noch dt« ilu» slcherbeil der Exinenz. Eine kleine Besserung haben die »irielstützliiigSbeiiiäge der Siadt Berlin gebracht; aber sie sind nur gering und kommen sehr wenigen zugme, Unter dieien Umständen hat der Verein der Piivatichulleb>er sich an die Tirelioien gewandt; er verlangt al» Mindengedal« da« der Aolksschullehrer. wolle» aber davon»och bei leiftungSunsähigen «»stalle, i siit! größere oder geringere Abzüge gefallen lassen, wäh- rend den Besiizerli da» Einkommen der höheren Schuldnelioren ein- schließlich Wohiiungsgeld.»nd ein bestimniier Gewinn gesichelt icin' soll. Der Kullusminister Haeiritch hat �iese Forderungen genehmigt, D>e Direiroren zeige» in ihrer Erwideiiing aber luct» da» geringste Ve»s!ä»dnis sür die Notlage ihrer Angestellte» oder die Forderungen der Zeil. Sie lehnen jede Soziolisienulg ab. die niemand verlangt, man müßre denn»»ler Sazialisieinug einen Verzicht der Aug stell len aus einen Teil ihre« EinkomiiieiiS verstehen. Die E>»rä»nni»g ngeutz welcker Reckte an die Lehrer verweigern sie mir der größien Eni« >ch>rde»be>t. Dagegen zeigen sie in der Gehalissrage envas E»t- gegenlommen Wenn sie durch eme Schulgel der döbung ihr etaeneS Eiiilommen vermehr! haben, sind sie bereit,»inen Teil dieieS Mehrgewinns zu einer Gebalidauibtsimiiig zu vei wenden. Gelbst Spfer zu b.ingen, dayo» find sie naiiirlich weil entfernt. Die Antwort der Tiielioren wird dl« Sympaihien für die Prioallchulen nicht stärken und den Best, ebungcn auf'hie Beteiligung eine stalle Slnys gebe». Es ist hie Frage, wie weil der KulinSminister in der vag» >st, gegenüber den Pnvalschuldesitzeln ZwangSmaßregeln anzu« wenden. Um den Wein den Kranken zu sichern, macht«in Arzt uns den — wir gestehen: grausamen, aber vielleicht notwendigen-- Porschlag, den Wein(der sonst doch nur verschoben werden würde) nur auf ärztliches Rezept verabfolgen zu lassen, und zwar nur auf jedes Rezept eine Flasche. ES dürste kaum irmand den Arzt auf« suchen, nur um eine Flasche Weiu zu bekommen. Besondere Kosten würden den Kranken vurch das Rezept nicht erwachsen, da hrerfür. von den Aerzten ja nicht liquidiert wird. Gewiß mag«S auch unter den Aerzten einige unlautere Elemente geben, dw die ihnen,, gegsbene Macht benutzen, um Leuten Wein usw. zu verschaffen, die ihn nicht nötig haben. Aver diese Leute dürsten die Ausnahmt! bilden. Auch lönnts Rißbrauch jq jederzeit unter Strafe gestellt werden. Als Opfer deS Aufruhr» sind bis fetzt SSÄ Tobe nach dem Leichen-� fchguhaufe>n der Hannoverschen Straße gebracht worden. Darunter befinde» sich 13 Frauen uirt> Mädchen. Die Gesamtzahl der Toten Irisch sich immer noch nicht feststellen. II Tote sind auch jetzt nach UN- bekannt, Bon 13 Männern hobm sich bisher nur die Namen, aber noch kein« Angehörige ermitteln lassen. Di« Namen lauten: Pbilipp Ktttpper, Poii! Schulz. Otto RieIuscl>ewSki. Heinz Krähe. Karl Rhein. kober, August Horstmann, Ernst Bursian, Otto Dannoberg, Ernst Gerbe. Franz Gifte, Gustav Zißmann. HanS Glack und ein gewisser Aittsckeck. Diese Toixn sind vielleicht alle» Männer von außerhalb, deren Geschick den Angehörigen noch nicht bekannt ist. yiiic Revoiutioasfeier»nier Mitwirkling eister tlinstlerlscher ssräsie sind«! douie abend 7 Ubr in, großen Hgale de»«Getveik- ichafishiiuse»',»naelii'er>5, stait. E nlaßkane» ziim Preise vmr t.--- M. sti'd an der Kasse zu haben. W>r hosten aus reg» Be» leiiigung der Pa>teii>,»osien. da der Remgewinn zum Besten unserer Jugendheime veiwandi wird. Sozialdemokratische Lehrer„»b Sekirertunen alle»«chnl» gaOurgen E, oh- Berlins, die»nr P. P, P geliSien, Uichttge lprechung Somitno. den 2», d.W. tONdr. �unendheim. LlndenNr. 9. S.Hof 3 Tr, Vorher p Uhi ZuIamm>'Nkun>t der Kollegen und Kolleiiiiineii, di, Stadt, oder Gcmcmdcvc>o>d„cle find, Michlisdebuch dient als Ausioei». Erössnnna der««dreaa.Talfon. Der Spoitoark Treptow wirb on> Eoimiog die dieSjtdiio« Rarilnn-Zaikpn auf ossenen Baime» erSssiien. Die Plemirre wiid einige Dauerrennen Vinter Ttoiorsührunq iowie»inig, Flieaerrei» en biinqen. ES fiud wAiirend des ganzen Atinieis umiaiigeeich« kirdeitcn. nameultich zur Perbesscrung der ZuichaueipiSre, aiiSgeiNdrt woiden. Auch die iniie>en llläumiichleiien, wie Skeiiainaut. lonzlnai usw. sind volibiudio neu lenoorert, io daß sich de» Bcsuchein des Eröftmiiigs- renner.s der gpoitptau in einem voliiwndig neuen Gewand« zeigen wird. lvrofj-Vcrliner Lebensmittel. Meukiittn.«edeasmit»»«. Aul Abichniil IVO der Srol,-»erlwe, Sebrneniiiie>In»t« ikü kKriiNiw Halkisloclcn»ud aus Adichnitt ittZ IkiV Gr. SVeizengiics, oder iÄcifienn'ekl, Der Verlgui von TrvckengrM"!«SS der A'eniSllnei Warei bezueSlmie, wird-tz», Soweit d« ipelielelung de» Stadl ausrcichi lohe» aus«d'chniil 183 und 170 der«aien- beziig�karie pro Kops eine Ziirone ll»d eine Avsolstne zur Veileituiig lommen. Die bei cc» Nleilik.mdinn im Beziik dei ,7, Bialkuinmiiiioa ein- gelrage!>en«unden»rhaiie» bis einschiieklich A. März eiu cki aus Ab- ion»! der iötc, kalte. Der diiich dir Nmube» vcruriachle Aiissall au ,> iichüeseiungrn soll lach Mögiichkcii miSorgt'Sjen werden. Die Fort. sctzung dcS Heriiigsverkauss>» der nächsleu Woche wird bejonduS bekannt üegebfn./ 1 poudon. Aus Frld SS der Lebensmittellai-te für tznqendlich« I Biui d Mainielate(1 M.i>- Sn der iiädltichen st s,»baUe taun wochen» läalich von 9— 13 IN r>>»nniNo>i« gegin Adf>rm»elu»g der gtztjchlalte I Pjund gesalzenes Rindfleisch>7.50 VI.) bezog«, werdeii. Groß-O�rlmer partsmachrichten. tklipeuick. Heute, Dienstag, in der Ailla der Körnefichuie General« veriammlung des SadlvereiuS. M uwabl de» V»»s>andes. Alellungnndme und Wadi dos lonimui'alen Aibejle>>ai» am 30, März und zur Kreisgeiie>alv>ii«i»n,lun am 30, März, Miigiiedsdiich lezilimieit. Karisborn. Miuivoch l'.Udi Zahlabcn d dri Poscr, Döndos- slrabe». Ta.esorduunq: Vortrag de« Genossen AI, Beer über die Lag» in der PnMei, Veiichl no» der KioiSlonsciei z, ,Vo,wä>ls''beilelIung, Friedrichsbogeii. Aiillwoch?>/, Nar ijsenlliche Berta mm» l u ii g in KouiadS Festsäien, Frledria,sir, 137. Tageeoidnung:„Soll da» deutsche Poll»evounzern Reicrent: Redaktenr Erwin Barth, verantvartNch Nie Volittker!ag» m d s Aeriin prucl Nerwzrls.�uiodrUlterei aap LerlaaSaaftaU Haut Sing« u. Sa. m Serlt», viadeustrah» S» Achtung! Äiif Mrimd tii'S NdsvmmcnS mit dl'r Ke- wrrkschaitökoiinnijsio» siir Perlin lind tlm- �eliiin�: Slrtviicr drr Sffutüflinbuftric, dcS jruti�port- uns Fuhrwesens. der Cheiiiiscl'cn u»S Bauiiidilslrir, so'! ie der Jiidiisrrie für Sleine und Erde aus Betrieben, die weniger als 40 Arbeiter beschäsiigen. erhalten Handbuch der Nailonalversammlung «u bio irvrvllcden Rolfen und Bildern Amtliche Ausgabe qed. 10 V! rbrc Bilder S M »eymann» V rleg• Berlin WS (jcflcn Abgabe eines Bezugscheines und eines Ausweises vom Arbeitgeber in der O.G. MtilW str Ksüfilt tEPsterpss Ictllo SS. AMigssilesür»81. lücrfnufsicit U— 5 Uhr. Sozialistische Ee?s!esarlieiterl Si$Ucttl Euch jntamnicn, damit nicht dir Diktatur dr» Prnl�tu.iats Deutschland ebenso juqrunbc richtet wie Zlußlanb, wo die Keistesarbeiser nicht zn Worte kamen Keilt denBrbeitern deimAuibau d. sozialistischen Deutschland! Techniker, ttnuileule und sonstige Praktikrr. die lich zu obigem Rveck jusammenschliotrn wollen mit dem Ziel:»Aufbau einer wemrinschaalunlerZurlilkstellung aller politischen, reliaibsen und sonstigen Forderungen, sodan» Ausbau der Bersaisuug ent- sprechend der sienen Wirlschaitsiorm", mögen Ramen. Berus mit) Aresse»instnden untre: 136 17 »».'aichiiirn-InarnIeur 7100* an Ztnnonren» tVzprdrtluii lln»I<»llt R«»»»«». Wijd Patsdanier Str. Z3. Aufruf .zur Meldung bei der KreimilliNrn- Sanitüts Ltompaynie der S.Zasltt'.We-SlotsM sörGMMuh..vsk". Es werden gesucht:' 'Zlerzte, Sanitätemann'rliaftcn. Kranken- träpcr lancli gediente und unflediente Leute. die dass» a»sssebildet werden). 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Die Freiwilligen erhalten Verpsieguna, Quartier, Vcfleidung, mobiie Löhuuug, mindesten» SO Warf monatlich, custerdem 6 Marl pro Tag. Eie müssen stch vom Tage des Eintreffens auf I Monat verffichten mit lf-tllgiger ttündigungssrist am t. und>6 d. Monats. Miti'Srvapiere und Sntlassungsschctn stnd mitzubringen. Auslagen fiic die Bahnsahrt werde» vergütet. Hasse Oberst und Aegimemslommandene de» l. Boseuschen Feldartillrrie-Aegimeuts Ztr. M. lSI4D' Äer lldemlmml Ganz» oder Teil* Patenschaft für Errichtung eines Deutschen GemejnscIiaKslia'JSüs in größerer Stadt neutralen Auslandes Biirfe unter ,F IS" an die Expedition d. Blattes'5 HD fOOOO RekiamezMtei 10,- liuhdrccHereiKuti1 1) Palisadeiistr. 103 I Anfertigung sämtf. nrucksachen CinJ��cfgcn-ZJcrÖcccifußß und AdschlußprZEuny. Privatunterricht und Arbeitsstunden SchulZ5satz.Oderi.a.D.Dr.k(nu!k> CharlotteAturg, Goetheftr. 4. t4L7D* Sektkorke, gedrnncht, Ätüd 20 Pf» Weinkorke, Uraace Stüd 4 Pf. teoft Sperber. 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