|tt.l43.36.|Blr»8. Se,»q»»ret«i BUrteTtriftvi TJSO Nl. inanafl.2n93. tat ins Haus ooiaaSw�ibot. Einzelne Rummern 10 t-tenntg. Pollbezug: Monailicd- 80 Hit. extl. SufteQungS- gebühr. Uniei«tenibanb mt Temfch- mnd u. L eilerretch-Ungmm.78 Ml, lür das übrige ÄuSIanb ü.Th Ml, bei täglich einmalige» �.uitellung< 78 Ml. Poilbeiieltungen nehmen an Dan» mar!. Holland Luaemdurg. Echwrden und die Schwei,,»ingetrage» in die Poli.�elwnaS-'l-retsiiUe. Der.BorwärtS' ericheinl Woche»! igNch zweimal, ioimtag. einmal. Telegramm-Ildrefie: .Sozialdemolrai«erl«»». Morgen-Ausgabe. BcrHiter Bolksblatt. (lO Pfennig} Ait,e, Finanzen: In Vertretung Staats- ret von Merkel, Verkehrswesen: von Frauendorfer sFach- minister». Soziale Bngelegrnhcitcn: Unterleitner sN.S.P.s» Handel, Gewerbe, Industrie: Simon(U.S.P.), Landwirtschaft: Steiner svauernbund), Militärische Angelegenheiten: Schnepprnharst(So».). Ministerpräsident Hoffmann gab«ine längere progcrmma� tische Erklärung über die dringlichsten Arbeiten der Regierung und zu dem Ermächtigungsgesetz, durch das der Landtag dem neuen Ministerium weitgebende Vollmachten zur Leitung der Re- gieriingSgeschäfte gibt. Redner aller Parteien gaben ihre Zu- st> m m u n g. Im Laufe der Sitzung wurde angenommen ein Gesetzentwurf über die Aufhebung der Familienfideikommisse, ferner ein Gesetz- entwurf, durch den der bayerisch« Adel aufgehoben wird, und ein weiterer Entwurf, nach welchem Lehen nicht mehr neu verliehen werden dürfen. Der Entwurf eine? LandtagSwahlgesetzeS wurde von der Regierung zurückgezogen. Sie wird in Bälde ein neues diesbezügliches Gesetz einbringen. Zum Schluß der Sitzung gab im Einverständnis mit sämtlichen Parteien des Hauses Abgeordneter Speck(Bayerische Volks- Partei) ein« Erklärung gb, in der gegen die Aufzwingung eines gewaltsamen Friedens, die Loslösnng deutscher Gebiete. die Zurückhaltung der deutschen Gefangenen und die versuchte Verhinderung deS Anschlusses der Deutschösterreicher an Deiltschland protestiert wird. In einmütiger Willenskundgebung stellt« sich das ganze Hau« auf den Boden der Erklärung. Darauf wurde die Sitzung auf unbestimmte Zeit vertagt. München. 18. SKLrz. In einer Erklärung in der heutigen Land- togSsitzung führte Ministerpräsident Hoffmann u.a. aus: Immer noch läßt uns die Entente auf den erfehnteg Frieden warten; wird die Absperru ngSpolitik noch ein paar Wochen weiter betrieben, dann |ist ein großes Volk und Land- total ruiniert. Der Minister forderte im Namen der Menschlichkeit die Beendigung der Blockade, die Lieferung von Nahrungsmitteln und Roh. stoffen sowie die Freigabe unserer Gefangenen. Mit warmen Worten gedachte er der pfälzischen Brüder, die treu zu Bayern stehen wollen, und sanidte weiter Grüße an die deutschen Brüder an der Donau. In Erörterung der innerpolitischen Lage erklärte Hoff» mann, daß die neue Regierung die Souveränität des Volke? und de« von ihm gewählten Landtages anerkenne, und betonte, daß«S Aufgabe des Landtages sein werde, die Rät« zu furchtbringendcr Mitarbeit im öffentlichen Leben heranzu» ziehen. DaS Programm der Regierung sei: Friedenund Frei» heit? Soziale Fürsorge und wirtschaftlicher Aufbau nach neuen Grurkdsätzen. Es solle ein Programm der Taten sein. Di« kapitalistische Wirtschaft sei jetzt und für alle Zeiten u n. möglich geworden. Sichere aber die Entente nicht alle wichtigen Nahrungsmittel und Rohstoffe und erkennten die Volksklassen nicht die Pflicht zur Arbeit, so nütze aller Mut der Regierung nicht? und sie fei dann wehrlos. A r b e i t sei das einzige Heilmittel für unser seelisch und wirtschaftlich gebrochenes Volk Weiter erklärte der Minister, daß Bayern nicht daran denke., sich vom Reiche l o S. z u I ö s e n; daß eS aber die Möglichkeit eines starken eigenen LebenS fordere. Der Weltkrieg müsse enden mit einer Ver- söhnung der Völker. �inöenburg für Wilhelm ll. Warum er nach Holland ging. AuS dem Großen Hauptquartier in Kolberg erhält MTB folgende Mtteilung: G. H.-Ou., 17. Mörz ISIS. Warum der Kaiser nach Holland ging. Die öffentliche Meinung hat sich in letzter Zeit wieder ver- mehrt mit der Frage, warum der Kaiser nach Holland ging, be- schäftigt. Um falscher Beurteilung vorzubeugen, bemerke ich zur Sache kurz folgende«: Al« am 8. Nvvember der Reichskanzler Prinz Max von Bade« hie Abdankung Seiner Maiestät de« Kaiser? und Königs ohne dessen vorherige EinverständniSerklärung veriffentlichte, war daS deutsch« Heer nick't geschlagen, aber seine Kräfte schwanden dahin, während der Feind frische Massen zu weiteren Angriffen berevtstellie. Der Abschluß de« Waffenstillstandes stand unmittelbar bevor. In die- fem Augenblick höchster militärischer Spannung brach in Deutsch- land die Revolution au». D« Aufständischen bemächtigten sich im Rücken de» Heere« der Rheinbrücken, wichtiger Magazine und Verkehrspunkte. Dadurch wurde die Zuführung von Munition und Verpflegung gefährdet, während die Bestände der Truppen nur »och wenige Tage ausreichten. Die Etappen und Eosatztruppen fcayrtfehe R lösten sich auf. Auch über die Zuverlässigkeit de» eigentlichen Feld- Heeres liefen ungünstige Meldungen ein. Angesichts dieser Lage war eine friedliche Rückkehr des KaiserSin die Heimat nicht mehr denkbar. Sie konnte nur noch an der Spitze treuer Truppen erzwungen wer- den. Der völlige Zusammenbruch Teutschlands war dann unver-� weidlich; hätte sich doch zum Kampf mit dem zweifellos nachdrängen- den äußeren Feinde der Bürgerkrieg gesellt. Der Kaiser konnte sich ferner zur fechtenden Truppe begeben, um an deren Spitze in einem letzten Angriff den Tod zu suchen. Auch dadurch wäre der vom Volke heiß ersehnte Waffenstillstand hinausgeschoben und da« Leben vieler Soldaten nutzlos geopfert worden. Der Kaiser konnte endlich außer Lande? gehen. Er wählte diesen Weg im Einverständnis mit seinen Ratgebern nach unendlich schweren Seelenkämpfcn lediglich in der Hoffnung, dadurch dem Vaterlande am treuesten zu dienen, Deutschland weitere Verluste, Not und Elend zu ersparen, ihm Frieden, Ruhe und Ordnung zurückzugeben. Daß der Kaiser sich in diesem Glauben geirrt hat, ist nicht die Schuld Seiner Majestät. von Hindenburg. ES ist menschlich hübsch von Hindenburg. daß er seinen früheren Herrn herauszureißen bemüht ist, aber viel helfen wird er ihm nicht. Wenn Seine Majestät an der Spitze der Truppen den Tod suchen wollte, so wäre dazu schon vier Jahre lang Gelegenheit gewesen. Wilhelm hat sich aber zu keiner Art von.Heroismus entschließen können, auch nicht dazu, der Aufforderung von Scheidenumn, die verspielte Krone nieder- zulegen, rechtzeitig nachzukommen. Seine Abdankung verlor damit auch den letzten Schein von Freiwilligkeit, und schließ- lich wurde sie als revolutionäre Tatsache verkündet, noch ehe sie durch ihn selbst vollzogen war. Dieser Monarch hat in der größten Tragödie der Welt- geschichte wahrlich keine Heldenrolle gespielt I Der flnsthluß Deutjch-lDefterreichs. Ein Antrag Naumann in Weimar. Weimar, 18. März. Im Verfassungsausschuß der Naiionakver- samnrlung wird morgen der Antrag des Abgeordneten Naumann (Dom.) beraten werden. In der Verfassung ist folgende« zu be- stimmen: Deutschösterreich tritt crlS Ganze? als ein Gliedstaat dem Deutschen Reiche bei. Etwaige Abänderungen bestimmen die im Einvernehmen mit Deutschösterreich zu erlangenden Ausführung»- gesetzt unter Berücksichtigung der im Artikel 1ö festgestellten Grundsätze. Die Gstgefahr vor öer W.-Kommission. Berlin, 18. März. Nach der Bollsitzung der Waffenstill- standSkom Mission in Spaa vom 17. März gab General v. Hammerstein den Slliierten einig« Aufschlüsse über die Lag« im Osten, die sich, wie er ausführte, in den letzten Wochen etwa? verbessert habe. Trotz des kleinen Fortschritts bleibe aber die Schwäche der deutschen Truppen gegenüber den Bolschewiften bestehen, da keine Verstärkungen herangekommen seien. Durch die Genehmigung de» Küstenverkehr» zwischen Libau und Windau und eine? beschränkten Schiffsverkehrs zwischen Königsberg und Libau sei zwar eine gewisse Verbesserung der rückwärtigen Verbl-ndungen eingetreten. Die Schwierigkeiten in der Hcranführunhg von Truppen und Lebensmitteln seien aber dadurch nicht beseitigt. Hierzu sei die bisher verweigerte Erlaubnis zum Seeverkehr zwischen den westlichen deutschen Ostseehäfen und Libau notwendig. General v. Hammerstein ging sodann zu der polnischen Frage über. Er wie» darauf hin, daß die Polen an der Grenz« Schlesiens immer rühriger werden und auch dort unter dem Deckmantel de? Bolschewismus nationale Ziele verfolgen. Dadurch werde unter den Kohlenarbeitern Ober- schlesienS Erregung hervorgerufen. Die polnisch« Agitation in Wcstpreußen und zum Teil in noch westlicher gelegenen deutschen Gebieten habe nicht nachgelassen. Es dränge sich die Frage auf, ob nicht Polen ein besonderes Interesse daran habe, nach Osten gegen die Bolschewiften aktiver zu werden, um einen besseren Damm gegen da» Vordringen der russischen Gefahr zu bilden/ DicS würde nicht nur für Deutschland von Vorteil sein, sondern auch die von Osten herandrängende Welle hemmen. General N u d a n t bemerkte hierzu, dieS sei a u ch d i e An- ficht der Alliierten. ES sei deshalb der französische Ge- neral Henry unter dem Titel eines militärischen Beraters beim polnischen Oberbefehlshaber nach Warschau entsandt worden, der die Aufgab« habe, den Widerstand an der Ostfront zu organisieren. Dievon ihm verfolgden Ziele stimmten mit denen der deutschen Regierung überein. und e». sei zu hoffen, daß in Kürze der Zweck erreicht werde, eine Schranke gegen daS weitere bolschewistische Eindringen zu errichte». 4 die Solöatenräte und öer Erlaß öes Kriegsministerlums über die Kommandogewalt. Von Paul Göhr«. Obwohl schon fast zwei Monate seit Veröffentlichung des Erlasses über die Kommandogewalt vorüber sind, ist der Streit um diesen Erlaß noch immer nicht zu Ende. Noch immer treten gelegentlich Leute auf, die ihn als Versuch de- nunzieren, die Einrichtung der Soldatenräte wieder aus der Welt zu schaffen. Und es gibt immer wieder Leute, die diese Denunziation nur allzu gern glauben und— weiterverbreiten. Das gerade Gegenteil davon bezweckt der Erlaß. E r willvielmehrdiein denNovembertagen der Revolution spontan ent st andenen Soldaten- räte legalisieren und in den Organismus des noch bestehenden Friedensheeres ein- ordnen. Das war um so nötiger, als nach vollzogener Demobilmachung ein Teil der entstandenen Soldatenräte völlig in der Luft hing. Auch gab es seit den November- tagen vorigen Jahres eine große Anzahl sogenannter wilder Soldatenräte, die die ernsthaft und ordnungsmäßig arbeiten- dm unter ihnen aufs schwerste zu kompromittieren geeignet waren. Es mußte also Ordnung in die ganze neue Einrich- tung gebracht werden. Das allein aber erstrebte der Erlaß. Nicht Beseitigung der Soldatenräte also war sein Ziel, sondern ihre Anerkennung. Da der Erlaß mit Gesetzeskraft in Wirksamkeit trat, so hat sich diese Anerkennung der Soldatenräte durch die Rcichsre- gierung in der denkbar feierlichsten Form vollzogen. Und sie ist— auch das ist ein sehr entscheidender Gesichtspunkt— schon zu einer Zeit erfolgt, wo an den Generalstreik, der ja unter anderm auf für das Rätesystem kämpfen sollt«, noch nicht zu denken war.. Ein zweiter Einwurf, der ebenfalls noch immer nicht zur Ruhe kommen kann, ist der, daß der Erlaß die Soldatenräte zwar anerkenne, aber ihnen das Rückgrat ausbreche, er drücke, so lautet die beliebteste Formel dazu, die Soldatenrätc auf die alte, schon früher bestandene Einrichtung der Menage- kommission zurück. Auch das ist ein bloßes Schlagwort, das dem Inhalt des Erlasses direkt ins Gesicht schlägt. Von Böswilligen, die den Erlaß unter allen Umständen in Mß- kredit bringen wollen, wird es verbreitet; von Leichtgläubi- gen, die den Erlaß nicht kennen, wird es geglaubt. Aber man braucht nur einen einzigen Abschnitt des Erlasses zu zitieren, und auch diese Verdächtigung gegen ihn fällt als gcgenstands- los in sich zusammm. Dieser Abschnitt lautet: Bei den Regimentern, selbständigen Bataillonen und gleichge- stellten Formationen find Soldatenräte zu wählen. Sie überwachen die Tätigkeit der Führer in der Richtung, daß die letzteren ihre Dienstgewalt nicht zu Handlungen gegen die bestehende Regierung mißbrauchen. Beim Erlaß allgemeiner, für die Dauer gilltiger Anordnungen, die sich auf die Fürsorge für die� Truppe, aus soziale und wirtschaftliche Fragen, auf Urlaub und Disziplinarsachen be- ziehen, wirken die Soldatenräte mit und zeichnen mit veraittwort- lich. Die rein militärischen Befehle, die sich auf Ausbildung, Führung und Verwendung der Truppen beziehen, gehen von den Führern allein au«; sie bedürfen keiner Gegenzeichnung eines Soldatenrates. In diesen paar Sätzen ist Charakter und Aufgabe der Soldatenräte scharf umgrenzt. Wer lesen kann, findet, daß sie dreierlei festsetzen: Ueberwachung der Führer durch die Soldatenräte in politischer Beziehung: gemeinschaftliche und mit den militärischen Führern gleichberechtigte Mitarbeit der Soldatenräte in allen sozialen Angelegenheiten der Truppe: Unterordnung der Soldatenrätc unter die Führer auf rein militärischem Gebiete. Wer diese Befugnisse mit denen der alten Menagekommisstonen auf eine Stufe stellt. macht sich einfach lächerlich. Jene waren eine Komödie, die durch den Erlaß ncugeordneten Soldatenräte sind eine der allereinflußreichsten militärischen Einrichtungen deS jetzigen Friedensheeres, namentlich wenn sie mit Männern besetzt sind, die ebenso klar und besonnen, wie willensstark und gescheid sind. In ihrer Hand liegt die Sicherheit gegen daS Ueberwuchern gegenrevolutionärer Elemente im Heere; sie haben die Mitcntscheidung überall da, wo es sich um daS Wohl und Wehe des einzelnen Kameraden handelt; keine Anordnung ist gültig, die nicht ihre Zustimmung hat und ihre Gegenzeichnung trägt; und nur die engere, die rein militärische Kommandogewalt ist dem Führer allein vorbi- halten: jeder aber, der selbst Soldat war, weiß, daß das eine Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit ist, Ja dey Truppe kann nur einer befehlen: sonst ist Befehlsgebung überhaupt nicht möglich, und die Truppe wird eine Hammel- Herde. Faßt man den ganzen Inhalt des zitierten entscheidenden Paragraphen des Erlasses noch einmal zusammen, so ergibt sich: in politischer Beziehung sind die Soldatenräte den Führern übergeordnet, in sozialer gleichgeordnet, in militärischer untergeordnet. Oder umgekehrt: in politischer Beziehung sind die Führer den Soldatenräten unter-, in sozialer gleich-, in militärischer übergeordnet. Das Kompe- tenzverhältnis ist also ebenso scharf wie klar gegeneinander ausbalanziert. Im ganzen siudFübrerund Sol- datenräte zwei einander gleichberechtigte I n st a n z e n. die desto reibungsloser und segensreicher für die Truppe miteinander arbeiten werden, je mehr auf beiden Seiten guter Wille. Takt und kameradschaftliche Gesinnung vorhanden ist. Ein zweiter, nicht minder wichtiger Paragraph des Er- lasses regelt die Stellcnbesetzung der Führer. Auch hier wird am besten die Mitteilung des genauen Wortlauts selbst Klarheit und Beruhigung in der Oeffentlichkeit schaffen.. Er lautet: Die Stellenbesetzung ist Sache d«S KriegSmimsteriumS. So- bald die Soldaten ihre Führer kennen, frühestens nach 14 Tagen, spätestens noch vier Wochen tatsächlich gemeinsam geleisteten Dienstes, meCbcn die Soldaienrät« schriftlich dem Führer, ab die Unterführer, oder der nächsthöheren Dienststelle, ob die eigenen Führer das Vertrauen der Angehörigen der Formation besitzen, oder aus welchem Grunde der Einzelne dies nicht hat. Die Ge- horsamspflicht wird vor einer von höherer Stelle getrosfenen Ent. scheidung nicht unteobrochen. Die Soldatenräte sind nicht befugt, Führer selbst«»zusetzen oder auszuschalten, sie können aber die Absetzung beantragen. Die Entscheidung trifft innerhalb des Re- giments der Führer, soweit dies möglich, weiterhin das General- kommando oder daS Kriegsministerium. Bei jeder dieser Dienststellen werden die Einsprüche geprüft und danach entschieden. Gegen die Entscheidung steht dem Soldatenrat und dem Betroffenen die Berufung an die nächsthöhere Dienststelle bis zum Zentralrat der Deutschen Republik zu; im gleichen Sinne wie bei Beschwerden, vgl. Ziffer 6. Wer Augen hat zu lesen, wird auch hier ein schlechtweg revolutionäres Prinzip anerkannt finden: die zwar nicht direkte, aber die indirekte Wahl der Führer durch die Soldaten. Die Führer werden durch das sdnegsministerium bestimmt: aber jede Truppe hat das Ein-' spruchsrecht gegen die so erfolgte Bestellung. Die Besetzung der Stellen liegt bei der Behörde, die Bestätigung aber der der Truppe. Es gibt unseres Wissens kein Heer der Welt, das eine auch nur annähernd ähnliche Einrichtung besitzt. Auch im russisch-bolschewistischen Heere soll sie längst wieder abgeschafft sein. Und auch hierbei sind wieder die Soldatenräte die Wortführer und Organe der Truppe.� Da- mit ist eine große und ernste Verantwortung auf ihre Schul- tern gelegt: nur ernste Männer können sie tragen: nur die Tüchtigsten, Besten und Reifsten sollten daher überall in das Ehrenamt des Soldatenrates gewählt werden. Natür- lich muß die Ablehnung von Führern begründet sein: es geht nicht an, einen Führer nur deshalb abzulehnen, well der Name oder die Nase desselben der Mehrzahl seiner Leute nicht gefällt oder weil er ihr nicht jeden Willen tut. Dagegen sind selbstverständlich alle Wege des Einspruchs offen gemacht: die Garantie ist damit geschaffen, daß das Bcstäti- gnngsrecht der Truppe nicht ein papiernes, sondern ein wirk- liches Recht bleibt. Auch in allen anderen Angelegenheiten ist das Be- Mverderecht des Soldaten nunniehr in der Einrichtung der Soldatenräte fest verankert. Einige der hierfür entschei- dendsten Sätze des Erlasses sollen ebenfalls hier stehen: „Jedem Angehörigen steht der Weg zur Anzeige und Be- schwerde an seinen Soldatenrat offen. Dieser Befehl darf durch keinen Befehl versperrt werden.... Dem Korps- soldatenrat müssen alle Klagen der Truppensoldatenräte des Korpsbezirks zur Mitprllfung zugestellt werden. Die Ent- Scheidung über Beschwerden trifft das Generalkommando Warum weröen wir nicht satt! Diese Frage, auf die wir leider cmS unseren praWschen Er- sahrungen die Antwort tvohl geben können, war bisber von der Wissenschaft noch nicht genügend erklärt worden. Die NahrungS- mittel wurden von der Physiologie fast ausschließlich nach ihrer stofflichen Zusammcnsetznng beurteilt. Prof. Otto Kestner stellt nun in einem Aufsatz der Deutschen Medizinischen Wochenschrift neben diese Faktoren als mindestens ebenso wichtig die Frage nach dem Sältigungswert der Nahrung. Unter dem Sätti. g imgswert versteht er die Zeit, während deren die Nahrung die Verdaunngsorgane in Anspruch nimmt. Wir misten ja aus unserer täglichen Erfahrung, daß Hunger und Sättigung im engen Zu- sanimenhange mit Tätigkeit und Leer« des Magens stehen, und die Wissenschaft beweist durch daö Experiment, daß die einzelnen Nah- rungsmittel und Gemische von Nahrungsmitteln den Magen ganz verschieden schnell verlassen. Je mehr Magensast ein Ncchrungs- mittel fließen läßt, desto länger bleibt eS auch im Magen. Die Mayendewegung und Magensaftabsonderung erstreckt sich aber auch aus den Dünndarm. Eine Nahrung, die wegen ihrer stark ■ safttreibenden WirSung lange im Magen verweilt, füllt nach ihrer Entleerun« auS dem Magen auch den Dünndarm nock lange an. Bei Fleisch. Bouillon und Milch werden um so mehr Sekrete im Magen erzeugt, je mehr Nahrung der Magen erhält. Bei Brot, jtariossein und Butter ist das nickt der Fall. Ob man von ihnen viel oder Wenig ißt, macht keinen oder nur einen sehr geringen Unter- ichted. Das Fleisch läßt am reichlichsten den Magensaft strömen und„hält länger vor" als jede mvdere Nahrung, weil die Extraktiv- itosfe des Fleisches einen Sekretionsreiz für den Magen darstellen. So läßt sich die Wertschätzung des Fleisches in der Ernährung, die ja praktisch in den letzten Jahrzehnten immer mehr hervortrat, wissenschaftlich einwandfrei erklären. Das Fleischeiweiß ist für den Korver nicht wertvoller als das Eiweiß der Kartoffel und des BroteS; der Wert des Fleisches liegt vielmehr in seinem hohen Sättigungswert. Die großstädtische Bevölkerung, deren Arbeits- stillte iu der Regel weit von ihrer Wohnung entfernt ist, muß große Zwischenräume zwischen die einzelnen Mahlzeiten legen, und bedarf daher besonders der tierischen Nahrung, weil diese lange Pausen im Essen ermöglicht. Der Bauer und der Handwerker- die zumeist in der Näh« ihres Heims-nSeiten, genießen von altersher fünf Mahlzeiten; deshalb brauchen sie weniger Fleisch als der Großstädter, der sich auf drei Mahlzeiten am Tage beschränkt. Weil Fleisch und Milch gegenwärtig so selten geworden sind, und weil diese Nahrungsmittel am längsten Vorbalten, darum fehlt den Menschen, mögen sie von anderen Dingen noch so viel essen, das behagliche Gefühl der Sättigung, an das sie früher gewöhnt warm. Nach den Untersuchungen von Prof. Kestner entfaltet das Fleisch seinen vollen Sättigungswert erst, wenn eS mit stärkehaltiger Nahrung gemengt gegessen wird. Daher fügt die praktische Evfahrmrg dem Fleisch Kartoffeln oder Brot hinzu. Milch steht dem Fleische im Sättigungswert am nächsten; dagegen ist der Omjfsa&mtcl de«»rote««n pch gerk» Durch Fettousstrich nach Anhören de§ Korpssoldatenrats. Wird die Entscheidung von letzterem für schädlich gehalten, so kann er unmittelbar an den Unterstaatssekretär im Kriegsministerium berichten, der die Entscheidung des Kriegsministeriums herbeiführt. Gegen die Entscheidung kann Berufung bei der Regierung eingelegt werden." Damit ist das alte militärische Be- sch werderecht oder besser Beschwerdeunrecht ein für allemal begraben. Die Soldatenräte sind die berufenen Anwälte der Soldaten in allen ihren Ange- legen heiten geworden. Gleichzeitig mit der Stellung der Soldatenräte sind auch die Führerabzeichen und die Grußvorschriften neu geregelt. Auch diese neuen Bestimmungen atmen den Geist der. Novemberrevolution. Damals tobte der Kampf gegen die silbernen Achselstücke der Offiziere, leider in meist sehr wüsten Formen. Er wurde verstanden als ein Kampf gegen'die Abzeichen eines besonders bevorzugten der sogenannten Militärkaste. Er bedeutet eine große und prinzipielle Konzession an die neuen Ideen, daß gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Er- lasses über die Kommandogewalt auch die alten Rangab- zeichen beseftigt und durch völlig andersartige, höchst ein- fache und unauffällige ersetzt sind: blaue Streifen auf dem linken Rockärmel bezeichnen jetzt die Chargen, und zwar alle, vom Unteroffizier aufwärts bis zum General. Desgleichen ist der Grußzwang des Untergebenen gegenüber dem Vor- gesetzten abgeschafft, der Gruß nur noch als kameradschast- Ii che Pflicht des Soldaten gegen den Soldaten beibehalten. In geschlossenen Räumen und verkehrsreichen Stellen ruht selbst diese. Auch ist die Form des Grußes völlig verändert und dem kameradschaftlichen Charakter der neuen Grußver- pflichttmg angepaßt.- Früher mußte der Soldat anders grüßen als der Offizier: heute ist die Form deS Grußes für alle gleich: sie besteht im Anlegen der Hand an die Kopf- bedeckung, gleichgültig ob einer steht oder geht. Wenn For- men überhaupt etwas bedeuten, so ist auch diese neue Form des Grußes der Ausdruck des neuen Geistes, den der Erlaß des Kriegsministeriums über die Soldatenräte atmet. Wer auch nur diese vorstehenden, allerdings wichtigsten Punkte des Erlasses vom 19. Januar 1919 vorurteilslos überblickt, muß ohne weiteres zugeben, daß die bisher gegen ihn veranstaltete und gelegentlich noch immer wieder auf- lodernde Hetze ganz und gar unberechtigt ist. Sie wird jedenfalls nicht aus sachlichen, sondern auch parteipolitischen Motiven inszeniert, von Leuten, die ein Interesse haben, auch in die Arbeit der Soldatenräte nicht Ruhe und Stetig- keit einziehen zu lassen. Eins freilich muß noch ausgesprochen werden: Der Erlaß gilt nur für die Reste des bestehenden F r i e d e n s b e e r e s. In die selbstgeschaffenen Einricht- tungen der Freiwilligenorganisationen greift er nicht ein. Das kann man tadeln, hat aber seine guten Gründe. Als er entstand, war die Zahl der freiwilligen Verbände noch gering. Sie hatten sich ferner gebildet unter der Voraus- setzung, daß man ihre Eigenart nicht antaste. Und zwar galt das nicht nur von den Freikorps, fon- dern in gleicher Weife von den republikani- fchen Wehren: es stand fest, daß beide Arten von Frei- Willigenformationen auf das entschiedenste jeden Eingriff von außen abgelehnt hätten. Auch sind alle diese Formationen keine bleibenden, sondern sehr vorübergehende Erscheinun- gen. Schon ist in Weimar das Reichswehrgesetz beschlossen: ieine Durchführung stebt bevor, und damit ist auch das Ende der Freiwilligenorganisationen gekommen. Es hatte also keinen Zweck, sie erst noch mit diesem Erlaß zu beunruhigen. Di» Pilmscht» Ansprüche. Wie die„P. P. 31.* 65««, wurden in der gestrigen KobinettSsitzung entscheidende Beschlüsse über eine wichtige, mit der Polenfrage zusammenhängende Einzelsrage gefaßt, wobei die Grenz« deS Entgegenkommens der Reichs- regierung erreicht wurde. ES ist zu erwarten, daß bald noch eine weitere Mitteilung erfolgt. wird aber die Tauer deS BertveUens im Darme sehr erheblich verlängert, und deshalb sättigt ein Butterbrot viel mehr als das trockene Brot. Nur bei tiersicher Nahrung, insbesondere Fleisch, kann also der Mensch lange Pausen zwischen den Mahlzeiten aus- halten. Fehlt die tierische Nahrung, so hält auch die reichlichste pflanzliche Nährung nicht lange vor. Deshalb wird man besser satt werden, wenn man mehrere kleinere Mahlzeiten a m Tage nimmt, denn der Mögen entleert sich um so schneller, je voller er ist. Zweimal 50 Gramm Brot machen also satter als einmal 100 Gramm. Wilhelm Morgner. „Sonderheft für Wilhelm Morgner-Soest— der Mutter des Künstlers gewidmet", so steht über dem 6. Heft der Kieler Zeitschrift „Die schöne Rarität".(Preis 2 M.) Diese Zeitschrift steht im Dienste der jungen, radikalen Künstler, der Dichter wie der Maler. Sie bringt prinzipiell keine Reproduktionen, fondern nur Original- arbeiten, Abzüge der Holzstöcke, der Lithosteine oder der Linoleum- plattem Sie wird von Gerhard Ausleger, Kiel, frisch und mutig redigiert.— Indem sie jetzt ein Morgner-Heft herausgab, hat sie sich ein besonderes Verdienst erworben. Morgner. geboren 1891 in Soest, ist mner der ersten deutschen Künstler, die entschlossen mtt der akademisch erstarrten Ueberlieserung brachen und chr- Kunst unter Verzicht auf alle Kvnventian mutig auf neuem Grunde auf- zubauen strebten. Er hatte bereits Schönes geschenkt, als ihn der Krieg von der Arbeit abrief. Seit dem August 1017 wird Morgner vermißt. Die Freund« hoffen, daß er der Kunst wiederkehren wird; eine Kraft wie di« seine, edel und-feurig, brauchen wir mehr de im je. „Die. schöne Rarität" bringt m ihrem Morgnevhest, dem weitere folgen sollen, Zeichnungen, die während der Kriegszeit entstanden sind, aber keine Schützengrabenereignisse. Es sind Visionen von einer im Deutschen säst unerhörten Eindringlichkeit der Phantasie. Auch den skeptischsten Beurteiler der jungen expressionisttsck«n Kunst müssen diese Blätter wobl überzeugen; sie sind aus der Seele und aus dem Hirn geströmt, ohne daß. der Wille des Künstlers beteiligt zu sein scheint.— Georg Tappert hat dem Hefte eine schöne biographische Skizze geschrieben. a. b, Hamburger Theater. .Der junge Mens ch". Dies„elasttsche Szenarium" von Hanns Johst, ein rechthaberisches, rauflustiges Bühnenwerk, das im Hamburger THaliatheater die Uraufführung erlebte, hat sein« ungelenken Echtheiten und tosenden Wortergüsse, hat rnne- wohnenden poetischen Drang und gleickgültigc oder unliebsame Qualitäten. Das Leid der Jünglingsjahrc seufzt raffiniert bitter und klagt empört aufflammend. Der machterböhten Jugend gelten Lob und Ehre, nicht der geregelten Kultur und guten Haushaltung.. Im szenischen Gebilde, in der Wortverzückung schaltet rast- loö die Singschule des Exprefsiouismus, betätigen sich NSbertrei- düng, Laune, Kontrastsinn, plötzliche WillRir. Das Gedankliche schwärmt«ms mch vergewaltigt die immerhin zahmere Pro- Einsicht. Ströbel für Demokratie und Einheitsfront. Seit Tagen überschlägt sich die„Freiheit" in dem ye- mühen, Superlative im„Roten-Fahnen"°SLil gegen Noske zu mißbrauchen. Es ist das billige Demagogenmittel, die gräßlichen Vorgänge des Bürgerkrieges zu Parteierfolgen auszumünzen, während es doch einfach Pflicht der Menschlich- feit wäre, eine Politik zu verfolgen, die schon um der Ehren- rettung des Sozialismus willen in Zukunft sinnlose Aus- emandersetzungen mit den Mitteln der Barbarei ausschlösse. Wie wenig dies die U. S. P. tut, geht aus dem Urteil eines Einsichtigen dieser Partei hervor, das wir dem Aushänge- bogen� der„Weltbühne" entnehmen. Heinrich S t r ö b e l wendet sich gegen die Gewaltidee des Kommunis- mus, der nur durch innere Reformen und sittliche Kräfte zu begegnen sei. Er weist darauf hin, daß bei Fortsetzung der Gewaltpolitik das deutsche Volk auf dem Schindanger der Weltgeschichte verfmilt, wenn ihm nicht Rettung in letzter Stunde durch die.Heilkraft moralischer Mittel wird. Ströbel fährt dann fort: Freilich: dieser letzte. Versuch zur Rettung ist nur möglich, wenn alle Politiker den Mut der Ehrlichkeit haben. Nicht nur die MehrheitSsozialisten, sondern auch die Unabhängigen. Die Führer der U. S. P. D. müssen endlich den Spartakisten und Kommunisten erklären, daß ihre Politik ebenso unsinnig und verbrecherisch ist wie die der verbohrtesten Rechtzsozialistem Sie müssen mit aller Rücksichtslosigkeit jede Gewaltonwendung ver- pönen und ihre Anhänger durck die Eroberung der poli- fischen Macht und die Durchführung des Sozia- lismus innerhalb unserer Demokratie aus- schließlich auf die friedlichen Mittel des politi- schen und wirtschaftlichen Kampfes verweisen. Tun sie daS, so ist ein Zusammengehen mit den einsichtigen Füh- rern und den Massen der Mehrheitspartei nicht nur möglich, smt- dern kinderleicht. Und diese sozialistische Einheitsfront wäre dann ein so starkes Bollwerk gegen bolschewistische Putfchversmbe, daß«6 der Schu tzgarde Noskes nicht mehr bedürfte. Aber freilich: die Verwerfung jeder Gewalt- anwendung und der ehrliche Wille, dem Räteshstem nur innerhalb der Demokratie zur Anerkennung zu verhelfen, wäre die Voraus- setzung der friedlick�n inncrn Entwicklung. Wer sich dazu nicht aufzuraffen vermag, trägt die Mitveranl. Wartung für die Besvi alitäten des Bürgerkrie- ges und den Ruindes deutschen Volkes. Es ist zwar an Herrn Ströbes, zu beweisen, wellber „verbohrte Rechtssozialist" sich durch Gewalttätigkeiten aeaen die Freiheft des Volkes eines Vergleichs mit Spartakisten würdig gemacht habe, aber dos ist hier nebensächlich. We'ent. lich ist seine Bestätigung, daß ohne die Politik der Unabhängigen ein E'ngreifen Noskes unnötig ist und geweftn wäre, daß es bei einigem guten Willen der U-Sozialisten kinderleicht wäre, eine sozialistische Einheftsfront zu schassen, daß über die Borniertheit und das politische Zu- hältertum dieser Partei das Blut des Bürgerkrieges kommt. das geflossen ist und wieder fließen wird, wenn sie nicht eine Einsicht, wie die Ströbels, bessere und dem Wohle des Pro- letariats dienlichere Wege weist. die zuverlässige Freiheit*. Die„Freiheit* prunkt außerordentlich mit ihrer„zuverlässigen* Berichterstattung. Solange es in ibren Kram paßt. In ihrem Bericht über die Verbandlungen der preußischen Landesversawmlimg vom Montag hat sie die Rede des Abgeordneten Gronowskl so ge» schickt reduziert, daß von den uiigcuertichcn Tale» der Spartakisten und Unabhängigen im Ruhrrevier(Einsperrung von 500 Berg- leuten in der Grube usw.) kein Stelbcnswörtchen zu lesen ist. Warum wohl?'___' die �rbeiterräte in öer verfasiuny. Berlin, 18. März. Die Beschlüsse der Rcichsregieruizg über die gesetzliche Festlegung der Befugnisse der BrtricliSrite und dir Eingliederung der Arbeiterräte in die Verfassung sind soweit gediehen, daß dieselben in aller Kürze dem VerfirssiingS- ausschuß zur weiteren Behandlung zugeleitet werden können. duktionskraft(des Dramatikers im eigentlichen Sinnig. Viele» wirkt dürr»der faustdick aufgetragen und beschwerlich eintönig. Den Gieybach und den Parcival glaubt man Hanns Jobst nur be- dingun-gsweise.. Sprödigileit und barocke Lust, Melancholie und LebenÄbejahung wirken blutjung. Damit ist nicht gesagt, daß eZ immer ein plötzlicher Sturz bleiben wird. Andererseits zeigt sich die Begrenzung deS Jobst ich cn Talents in der Akchängigkeit von Wedckind, ohne dessen„Frühlings-Er- wachen" dieser„junge Mensch" nie gelebt hatte. Tie Fratzen- und Menschendarstellung ist noch flach und an Vorbilder gebunden; die Psychologie bald tölpisch, bald gezüchtet. Danach darf, was hier an bavadeSler Verzerrung und symbolhafter Stilisierung ge- leistet und Hervorgesprud-Ät ward, keineswegs gering angeschlagen werden: um eines jungen, absichtsvollen, irgendwie begabten Dich- terS willen, der Hanns Iahst heißt. Der Regisseur Karl Heinz Martin ist ein Erzieher zu starken Agenten neuer Erfindung und ein übergrotesker Bildner der Szene. ».». Notizen. — Revolution und Künstler. Im Blütbnerfäal wird am 2d. März, abends 3 Uhr. in großer Veranstaltung junge deutsche Revolutionsdichtmtg— Maurer, Hasenclever, Werfel, Zech u. a.— vorgetragen. Gerd Fricke vom Dresdner Landestbeatcr trägt vor. Karten(zu SO Pf.) in der Buckhandlung Vorwärts. Lindenstr. l!. — Musik. Der dritte Lieder-Abend von Rudolf Lauben- th al findet am 20. März im großen Saal-der Philharmonie statt. — Ku nst a b« n d. Im Lessingmuseum findet Dounersiag. 8 Uhr, ein heiterer Schlesischer Abend statt. Gertrud Seltsch trägt Dichtungen von neueren schlesifchen Dichtern vor. — Märkische Vorträge. Am 23. März, ls- Uhr, im Kunstgewerbemuseum, Albrechtstr. 8, Fontane-Abend. Vor. trag mit Lichtbildern von Oskar Bolle. Wolfgang Heinz rezitiert. — Dr. Paul L c n s ch ist zum außerordentlichen Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Berliner Universität er- nannt worden. — Theater-Sozialisierung in Bayern. Ein Plan de« Nürnberger Stadttheaterleiters Willi Stuhlfeld zur Sozialisierung der bayerischen Tbeater ist von der Künstlergewerk- schaff Bayerns gebilligt und dem Sozialisierungsausschuß in München überreicht worden. Er siebt auch d�e Verstaatlichung der Kino« vor. — Alexander U la r, der in der Aera des zum Weltkonflikt treibenden Imperialismus als schriftstellerisch aktive volittscke Per- sönlichkeit auffiel, soll nach der„Frankfurter Zeitung" in Marokko gestorben sein. Er stammte ans Bremen, hieß eigentlich Uhlmann, wanderte aus, weil er dem Militarismus kein Zugeständnis machen wollte, bereiste Turkestan und China und trat fünf Jahre vor dem Kriege in die Redaktion des„Petit Journal" ein, um für die Ver- söhnung Deutschlands uns Frankreichs zu wirken. Als der Krieg kam. wurde er ins Exil geschickt. ES schützte ihn nicht, daß er sich hatt« naturalisieren lassen. Ne. 143 ♦ 36. Fahrgang Seilage ües vorwärts Mittwoch, 14. Mike» GroßSerlln Wie eS losging. Tin Anwohner des AlexandcrplatzeS gibt uns folaend« Schil» denmg: Am Tage vor Ausbruch deZ Generalstreiks starben die bekann- Un Grüvpchsn— bezahlte Hetzer in Militäruniform— umher und hielten ibre Brandreden, die in der Aufforderung gipfelten, die Re. gierung Ebcrt-'sckcjdemann zu stürzen. Alles war theatralisch auf Siedehitze eingestellt. Während der ganzen Nackt war an ein Schlafen nicht zu denken, das brandende Stimmengewirr von der Strohe gewährte keine Ruhe. Am Morgen war der Alexanderplatz mit einer johlenden Menschenmenge gefüllt, die sich namentlich aus jüngeren Leuten und«inigen Soldaten sowie vereinzelte Matrosen zuiamincnsetzte. Jeder Wagen wurde angehalten, die Insassen un:cr Beschimpfungen zum Aussteigen genötigt. Bald begnügte man sich nicht mehr mit dem Anhalten der Wagen, Kutscher wurden bedroht, Pferde ausgespannt, auch einzelne Kutscher mitzhanidelt. Einem Droschkenkutscher wurde das Pferd geraubt, der Wagen zer. schlagen._ Gegen 11 Uhr vormittags kam ein« offene Droschke mit einein Offizier über den Platz gefahren und in wenigen Sekunden war der Wagen von einer sich wie wahnsinnig gebärtdenden Menge umringt. Einige Soldaten stürzten sich auf den Offizier, rissen ibin die Achselstücke ab und versuchten, ihn aui dem Wagen zu zerren. Unter Flüchen und Derwünschungen. indem er von hinten von unzähligen Fäusten und Stöcken bearbeitet wurde, zwang man ihn aus dem Wagen. Man stiesi den Unglücklichen vor sich hin. .Messer blitzten in der Luft und alles hieb aus ihn ein. Der Un- glückliche verschwand unter den Füßen der Menge. Mein Bruder alarmierte auf Grund dieser Szenen verschiedene amtliche Stellen und gejjen Mittag rückten bereits die ersten RegicrungSiruppen, von der Munzstraße iommcnd, mit Geschützen, Tanks usw. heran. Tie Jäger nahmen Stellung vor Tietz und schwärmten aus. mit der Ailfforderung, den Platz zu räumen. Di« Menge verlief sich, blieb sieben und in wenigen Minuten war der Platz wiederum gefüllt. Der Aufforderng, weiter zu gehen, wurde kein« Folge gegeben. AIS die Mannschaften dann angesichts der immer herausfordernden Hol- tung der Leute Schreckschüsse in der Richtung des Polizeipräsidiums abgaben, stob die Meng« auseinander, um sich aber sofort zu sammeln»nd eine drohende Haltung gegen die Regierungstruppen einzunehmen. Ein einarmiges Individuum schien als Signal zun, Ausstarid zu betrachten: er stürzte in die Mitte de» Platze», schwenkte seinen Hui untd rief:.Alles hier Herl' Sofort setzte sich die Menge in Bewegung. Die RegierungStruppen unier Anführung zweier Offiziere warfen sich ihnen entgegen, das Kam. mando:„Platz räumen!', ertönte verschiedcnemal. und als keiner Miene machte, sich danach zu kümmern, krachte die erste scharfe Salve. Vier bis fünf stürzten getroffen zu Boden, ein fürchter- lichos Geschrei:.Möuder! Bluthunde', setzte ein. Inzwischen waren Verstärkungen angekommen. Die Mannschaften zogen über den Platz, während die Menge sich zu beiden Seiten spaliersörmig auf- stellte. Während des Aufzuges wurden die Truppen mit den un- flätigsten, gemeinsten Schimpfwörtern belegt. Bewaffnet« Pa« trouillen bewegten sich über den JBlatz. gefolgt von einem großen Teil der Menge auf Schritt und Tritt, anscheinend wollte man sich im gegebenen Moment aus die Soldaten stürzen, um sie zu ent» waffnen. Plötzlich entstand«ine Bewegung in der Richtung der Bedürfnisanstalt: man hatte zwei Regierungssoldaten entwaffnet, die Waffen unter dem Beifallsgeschrei der Menge zerschlagen und den einen der Soldaten fürchterlich mißhandelt. Beide Vorgänge schienen vom Präsidium beobachtet worden zu sein, denn plötzlich ertönte eine gewaltige Detonation. Es wurden einige Handgranaten geworreiu um die Menge zu erschrecken. Nach einigen Minuten war der Platz wieder mit einer tobenden Menge gefüllt. Der Auf- forderung, weiterzugehen, wurde keine Folge gegeben; eS war er- sichtlich: eine offene Herausforderung war beabsichtigt. die Situation sollte geschaffen werden. Da kamen von der Münzstraße wiedernm neue Truppen unter Führung von Offizieren, die versuchten, den Platz gewaltsam zu räumen.?lber, wo die Menge weggetrieben wnvde, sammelte sie sich in einigen Minuten wiederum. Die Ossi- ziere gaben den SMehl zum Aufpflongea de» Bajonett», die Tmp- Pen güw-n gegen die Menge vor. voran die Offizier« mit gezogenem ÄeAlver. Aber es war vergeblich. Unier den rohcstcn, wüstesten Verwünschungen ging man nur einige Schritte zurück. Plötzlich er-' tönte ein scharfes Kommando:.Platz räumen!' Ich hört««s vier- bis fünfmal, doch nur einige gingen, die meisten blieben stehen und eine größere Anzahl ging in den Eingang unseres HauseS. Eine schoere Kanonade vom Polizeipräsidium setzte ein, außerdem krachten die Explosionen von Handgranaten. Di« Menge, die in unserem Haukeingang stand, wurde beschossen und eine große Anzahl verletzt und getötet. Schreckliche SchmerzenSrufe mischten sich unter den Schrei:.Mörder! Bluthund«!' Der«esami« Aufstand war bis in das kleinste Detail ausgearbeitet: die Regierung»- soldaten machten nicht in einem einzigen Falle von der Waffe Ge- brauch, bis sie hierzu durch die gröbsten Provokationen und AuS- schreitungen gezwungen wurden. Im Gegenteil konnte man sogar die Beobachtng machen, daß man olles versuchen wollte, nicht zum Aeußersten zu gehen. T-i« Schuldfrage:.Wer hat ange- sangen?', trifft lediglich diejenigen, die an« Wut über da» Miß- fingen des Generalstreiks sich hinreißen ließen, ihr Mütchen an der Regierung zu kühlen._ „RevolvtionSrer Kampf." Der Thefar»t des St. Hedwipk-KrankenhauseS, Professor Dr. Rott er, teilt mit: Im Krankenbause liegen drei Personen einer Pairouille vom Regiment Reinhard, welche gleichzeitig, durch Ueber- fall von hinten, von Leuten in der Ackerstraß« schwer verwundet worden sind. Der Soldat Bogt hat einen Schuß im Rücken mit Verletzung der rechten Niere, der Soldat Arndt einen Durchschuß der reckten Lunae, ebenfall« von hinten, und der Gefreite Schön- «ub« hat zwei Messerstiche im Hinterkops, einen durch da» rechte Obr, drei im Rücken, von denen einer die rechte Lunge durchbohrt hat, außerdem ist ihm da» linke Buge ausgestochen. Zur Steuerung de. Wahrheit müssen die«erzte anSsagen. daß fie in den Tagen der Unrube mehrere, einwandfrei vom Publikum durch Stöße. Fußtritte. Schläge ,md Stiche schwer mißhandelte Regierungisoldaten behandelt haben. Vor der HilfSaktio« sollte man an maßgebender Stelle doch dafür sorgen, daß nicht auch die noch die ZusatznabrungSmIttel erhalten, die gefüllte Speise- kammern, Buttertonnen, Fleischtöpfe, Mehliäck« und Zuckerbüchsen besitzen. Bei aller deutschen Reichsbrüderlichkeit wäre wohl auch zu prüfen, ob diejenigen Reichsgebiete ebensoviel bekommen sollen, die bei größeren Rationen und ganz erschwinglichen Hintenrumpreilen die Ausfuhr auf da« strengste verhindert und un« norddeutsche Großstädter mitleidlos haben hungern lasse»». Die offiziösen.P. P. R.' verbretten folgende tröstlich« Per- ficherung: Bei den LebenSmittelliefenmgen der Entente ist die völlige Ausschaltung de« Schleichhandel« dadurch gewährleistet, daß die in feindlichen oder neutralen Ländern angekauften»»nd aufgestapelten Waren den direkten Weg z» den deutschen staatlichen oder kommunalen verteilungSstellen nehmen und von diesen nach den bestehenden RationierungSgrundsätzen den Verbrauchern zugeführt werden. Die Bevölkerung darf also in dieser Hinsicht ganz beruhigt sein. Denn würde die Entente er- fahren,»md die« wäre ein leichtes für sie, daß die Verteilung der von ibr stammenden Lebensmittel nicht gerecht und wohl kontrolliert vor sich gehe, so würde fie>»n» ganz gewiß mit weiteren Lieferungen und Einfuhrerlaubmssen Schwierigkeiten bei eilen. Ob das die beamteten Schieber beirren wird f Auf ihr« Ausschaltung müßte zuvörderst Bedacht genommen«erden. Hier liegt eine große Aufgab« der kommunalen Arbeiterrät« l KorpS-Soldateurat Kardekorpö. Bollversanrmlung am Sonnabend, den A. März, dorm. 10 Uhr, im Plenarsaal de« ebem. Herrenhaus««. Tagesordnung: 1. Bericht des Korps-Soldatenrat«. 2. Wahl eines Mitgliedes zum Korps-Soldatenrat an Stelle des ausgeschiedenen Kameraden Aibrecht. S. Wahl der Delegierten zum Rätekongreß am S. April 101«. 4. verschiedene«. Die ausgegebenen Ausweiskarten dienen al» Legitimation. _ S t ö ck rl. Vorsitzender. Volltreffer in« W-fmungSantti Ein Granatireffer Bat auch die Räume deö Wohnungsamtes Schicklerstraße 12 schwer beschädigt. Nicht nur ist ein erheblicher Mobiliarschaden«inaetreten. auch die Akten des Amte» find beschädigt, zum Teil völlig vernichtet. ES handelt sich gerade um die Akten, die entstanden sind intolg« de» Aufrufs der Stadtgemeinde Berlin zur H«rrichtu»>g von Wohnu»- gen. Läden, Werkstättenräumen für Wohnzwecke. Der Lntergai»G dieser Akten wird die beabsichtigte Beschaffung solcher kleiueu Rot- Wohnungen bis zu 3 Zinrmen» nicht unerheblich autballen. Dir Zahl der unterstützten Erwerbslosen betrn« Ende der letzte» Woche in den Groß-Berliner Städten und größeren Landort«« 274 6SO gegen 274 160 Ende Februar. Die Peuflonire werden bei allen Sehalt«« und Zulage« erhöhungen Übergang«,, so al« ob kür st« die Friedenspreise weiter- gelten würden. Sind die Maß« und Gesetzgebende« violleicht der Meinung, daß die Pensionäre von der Lukt lebe», dem einzige», va« nicht knapp und sündtruer geworden ist? An» ist die Prüfung der Bedürftigkeit ein« dauernde Kränkung, zrrcnal andere Ruhe» gehaltbezieher das Geld ohne Rückficht auf ihr sonstige« Einkommen erhalten. Eine rätselhafte Schießerei im Oste» beschäftigt die Kriminal- Polizei. Testern früh kurz nach S Uhr hörten Bewohner der Höhen««- straße 3, in der Nähe des Biehhofeö, einen Schuß fallen. Si« sähe» au» dem Fenster und erblickten auf dem Bürgerftei« eine« Man» regungSlv» daliegen. Man eilte ihm zur Hilfe und bracht« ihn nach dem Krankenhaus Am FriedrichShain Hier stellten die Aerzte die Verletzuiia als«inen Kopfschuß von einer«rtnettwrabell»»»- Pistole fest. Der Verwundete. Schlächter Ferdinand Döring au« der Petersburger Straße S, der sich aus dem Weg« zur Arbeit befand. liegt sehr schwer und noch bewußtlos darnieder. Dielleicht kann einer der Passanten, die nach dem Dorfall gleich dazu kannm, zur Aufklärung beitragen. Für zweckdienliche Mitteilunarn. die Kr»- minalkommissar Dr. Snuschat im Zimmer de« Polizeipräsidium» entgegennimmt, ist ein« Belohnung ausgesetzt. An dem Aufkommen TöringS wird gezweifelt. »«, teilnngSvorlitzenve:------------------—-----.... 6 Mr. ssortsstzung der JahreSverfammlunz m Traumann« Feftsäl«, Aaunynltratze 37. Via«chntzverdand»er PeereSeutlassene»»»« de»«UttFtmrd« da« sich gebildet. Rat und«uskunst iinentgeltllch durch die»chhästSstell« verlin St., Sarmen-Tyloa-Str. IK. Fußball.«rbelter-Turn. und«porkverrln.Stralau 7'»die»- a» IS. Mär» gegen.Fichte 12 X* 8:3 unentschieden..Stralau II* B l t a m m, s s a r einzureichen. Der Wahlkommissar hat '.'.spätestens vier Wochen vor dem Wahltage hierzu aufzufordern. Diese striiten fänncn jedoch durch Bcschlnh der Kreisausschüsse ab- geändert werden.. Die Belannrmachungen in den ÄreiSblatrern sind idahor zu beachten. Der Krcisausschust ernennt für jeden Wahl- bezirk einen WaWommissar und. lbci direkter Wahl) für jeden Stimmbezirk einen Wahlvorsreher. Der Wahlvorsteher ernennt aus den Wahlberechtigten 2 bis 4 Beisitzer und einen Schriftführer. W ä�h l 6 a r zum Kreistagsabgeordneten ist im Wahlverband der Städte jeder im Besihe des GemeindcwablrechtS befindliche Ein- wohmw, im Wahlverband der Landgemeinden jeder wabl- berechtigte Einwohner einer Landgemeinde oder erireS GntZbezirkS. .Bora Umsetzung ist stets, ein mindestens, sechsmonatiger Wohnsitz im - Kreise. Die KreistagSabgeordneten werden auf ß Jahre gewählt, alle 3 Jahre scheidet die Hälfte der Abgeordneten eines jeden - WahlvcrbandeS aus. lieber die Gültigkeit der Wahlen entscheidet -der Kreistag selbst. Einspruch gegen die Richtigkeit der Wahlen .-..kann jeder Wahlberechtigte innerhalb zwei Wochen nach der Wahl beim Wahlvorstand erheben- lieber die Notwendigkeit der Beteiligung unserer Partei an 1 den KreistagSwahlen ein Wort zu verlieren, erübrigt stch. lDer Landrat wird von der Regierung auf Vorschlag des Kreistages er- rnanm?) Dir nur noch kurze Frist v-n wenigen Wochen zwingt , unsere Genossen, die Wahlvorbereitungen zu beschleunigen und mit grstrigerter Jntensivität in die Agitation zu treten. Der Demo- tratisierung der(iicmeindekörperschasten mutz jcnt die Dcmokrati- sirrung drr Sommiutaloerbiindr �Kreistage, KreisauSschüssc) und der daraus hervorgehenden Proviuziallandtage(Oberprässdirn) ' folgen. Die Demokratisierung der Benvaltungsburcaukratic bat zur Boraussetzung die Demokratisierung drr SrlbstverwaltungS- t' fäipcr. Der Adkershofer Konflikt ist beigelegt, die Truppen ziehen heute 'Mittwoch morgens ab, nachbcm ihre Aufgabe, die Wakfensuche, be- .endet ist. Gcgeniiber dem Arbeiter- und Soldatenratverfreter Kloth betoute die Regierung, dag die Massnahmen sich keineswegs gegen die Einwohnerschaft gerichtet hätten. » �Wismersdors. Sonntag, abends 7 Uhr, veranstaltet der sozial« demokratisch« Ortöverein Wilmersdorf j,, der Oberrealfchule am Sindenbnrgpark.«ii-en Mozart-Abend unter Mitwirkung ■ehtet Reihe bewrihrter Kräfte. Zum Vortrag gelangen u. a. eine Viokinsonatc, ein Kläviert.rio, Lieber und eine Reihe von Stücken stus Aioz arischen Oper«. Einlasskarien zu SV Pf. sind im Partei- I bureau, IMandstr. 9f»80 und bei Westends rger, Aalensee. West- mlischc Strasse 26, sowie an der Abendkasse zu haben. Groh-Berliner Lebensmittel. Berlin. Kn den Brotkommisfionen I bis Lg, 41 bis 46, 129 bis 130, 133 bis 151. 172, 175, 177. 183 bis 184, 199, 201, 206, 217, 224 bis 225, 231 bis 232, 234, 235 wird vom 21. Marz ab jür jede abgegebene Marke g s 1i, Kilogramm beringe ausgegeben. Lichterfelde. Am 18. und 19. März werden in der Markistube, Goethestrakic, van 8 bis 9 Ubr ani die Magermilchkarte für Kinder im 7, oder 8, Lebensiabrc fünf Päckchen M i l ch i ü tz f p ei s e n abgegeben. Des- gleichen am 20. und 21. März auf die Milchkarte X 1 für Kinder im ersten Lebensjahre und ans Milchkarle A II für Hinter im zweiten Lebensjahre eine Dole Malzextr att— 2,20 M. Bis Donnerstag aus Nr, 19 ein balbes Psd, Heringe. Nr. 19 verfällt Doimersiagnbend. Von Freitag ab beringe aus Nr. 18.— Fleischmenge 150 Gramm. Von der Fleischkarte dürfen nur fünf Rbschniite abgetrennt werden. Pankow. Für alle Kinder, die in der Zeit vom 1 Oktober 1914 bis 30, September 1915 geboren sind, gelangt demnächst Schokolade zum Per- kaut. Zu diesem Zweck werden in der Vrotkartenausgabe, Schönholzer «trage l, Bezugscheine ausgegeben, Die Abiertiguug gctchiebt nach einer bestimmten Reihenfolge am Donnerstag, Freitag und Sonnebend, Die Zlbaobe der Ware wird noch bekannt gemacht, Meinlctcndork. Aul Abschnitt llO 150 Gramm und aus Abschnitt 31 iür Jugendliche 100 Gramm T e i g w a r en. Anmeldung bis einichlietz- lich 21. März,— Aus Abschnitt 121 125 Gr, Heringe. Anmeldungen bis einschließlich 22, März, RowaweS. Für Kinder von zwei bis vier Jahren gegen Milchaus- weis im Raibaus, Zimmer 7, Ausgabe von kondensierter Milch mit Zln- fangSbuchstaben A vis H heute Mittwoch, J bis R Donnerstag, S bis Z Frei lag._ Groß-Serliner Partemachrichten. Berlin. O.Abteilung. Die für beute Mittwoch angesetzte Mit- giiederversamiilluiig findet umsländebalber morgen, Tonnerstag, abends 7 Ubr, in Habels Brauerei, Bergmunustraße, statt. 13. Abteilung. Morgen Donnerstag, abends 7 Uhr, Dresdener Garten, Dresdener Str. 45• Mitgliederversammlung. Vortrag des Gen. Hirschscld über.Stimmzetteldemokratie'. 2 5. Abteilung. Morgen Donnerstag, abends 7 Uhr: Mitglieder- veriammtung in den Bubifälen, Neue Königstr. 2«. Ecke Wadzrckstraße, Vortrag des.Vorwärts'-Redakteurs Gen, Erich Kuttner über: Die äugen- blickliche politische Lage. Erscheinen dringend notwendig. Vorwärtsteser sind treundlichst eingeladen. Neukölln. Donnerstag, 20, März, abends 6 Uhr, im Schultbciß- AuSichoni Haienbeide■ Generalversarrrmiung. Togcsordiirmg; Dir politische Lage, Mitgliedsbuch legstimiert. Stralau. Heute Mittwoch, abends 7 Uhr: Verlammlung dc§ Wahl- Vereins Stralau bei Bollcnbach. Vortrag des Gen. Pohling. Möntgental< Zepernick. Morgen Donnerstag, abends 8 Uhr t Mitglieder-Versommlung im Panischloß zu Zepernick. Er- scheinen Pflicht. Dreptow-Baumschulenwes. Heute Mittwoch, abends 7 Uhr, l» der Aula Baumschulenslraße: Gemeinsamer Ertra-Zahlabend aller Bezirke Baumichulenwcgs. Gerichtszeitung. Phantasten, Träumer und— Münzfälscher. Ter Kunstmaler Rudolf G.r u n de r und der Mechaniker Pau' Arndt waren wegen Münzverbrechens, schwerer UrkunEcir- sälschung und Betruges vor dem Schwurgericht angrttagr. G., ein Maier, Bildhauer und Dichter mit wallendem Haupthaar, iv'rrrn Bart und leidenden Gesickisgügen, war vom Unglück verfolgt. Sein Atelier lvar ihm abgebrannt und ausser einer Hose und einm Ileberzieher hätte er das Manuskript eines„Dramatischen Svn- bolums in 6 Akten"„Prinz Herz" gerettet. Da fand er den Aul geklagten Arndt, den Erfinder des Perpetuum mobile und der Quadrarur des Kreises. Dieser überredete ihn, sich zusammen zu tun— der eine zur Verwertung seiner Erfindungen, der andere zur Drucklegung seiner Werke— und sich Geld zu beschaffen, und zwar, indem sie es scktst fabrizierten. So eröffnete die Firma eine Werkstatt, in der staltliche Mengen von 2l)-Mark-Stad>-. ka s se n sch« i n e n de- Magistrats Berlin das Licht der. Welt erblicktem Tie gut ausgeführten Fälschungen litten nur an dem einen Fehler, dass dem Papier da? Wasserzeichen fehlte. Ein- Zigarrenhändlerin in der Nollendorfftrasse hielt einen Schein on und licss die beiden Genies festnehmen. Die Verhandlung gegen Arndt mußte abgetrennt werden, da der als Sachverständiger an- wc sende GsfängniSarzt den Antrag auf Berchachtung des Geisteszustandes dieses AngdMagten stellte, nachdem dieser sein« Fälschung. damit entschuldigen wollte, dass Bismarck ja auch die Emier Depesche gefälscht habe. Dem Angeklagten G. billigten die Geschworenen mildernde Umstände zu. Der Gerichtshof verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis und entließ ihn au? der Hfstt. Die Geschworenen unterzeichneten sodann ein G na d e n g e s u cd und veranstalteten eine Sammlung, deren Ergebnis in Hö->- von 120 Mark dem Angeklagten ausgehänd-igt wurde. Mit seinen Manuskripten unter dem Arm verließ dieser gbückstrahlens den Gerichtssaal._ Iugenüveranstaltungea. KanlSborf. Eine Ortsgruppe de» Vereins Arbeiterjugend(Stoß. Berlin Hai sich hier gebildet. Sitzungen und Zusammenkllnste jeden Mm- woch von 7-9 Uhr und Sonntags von 4-9 Uhr im Jugendheim, Apoit- tlraße 25-Schule). Gäste willkommen. AuSkünste und Anmeldungen bei den BorstandSmiigiiedern Br. Gieitze, Joochimstr. 5, E. Kilian, Friedrtch- straße 13. W. Scholz, Siidermannsttaßc und W. Bölke, JSgerstr. 17. , VyLI'NKSllZ h üimvße Bolläniler. Anlang 7 Uhr. Sciiauspielbaos Othello. Anfang 7 Uhr. Volksbähne Ttiealer am Bülownlatz. CHrektion FrieJrlch KayBIer. . 70, Uhr: Luther. Direktion Max Reinhardt. t Deutsches Thealer. t Uhr; Wie es euch pefillt. Donn, 7 Uhr: Onil das tichl scheinet in der Finsternis. Kammarsplele. k Uhr: Zum ersten plsle! Unterwegs. ,nÖPlä«r«jW t-Wtzi Fasching. Kleines Schauspielhaus Fasanenstr. I. Port 5. Ist»; Die Biicii,,e der Pandora. üonn. t/i Uhr; Die Büchse der Pandora. Theater U d. - Dlt-'C. Meinhard• R. Öernauer S Uhr: Musik. Rohnerstag; Der Biberpelz. rfcitag; Die Wltdenfe.\ ■Son nahend: Musik. bonnlag: Oer Biberpelz. KomOdienbaus an der MarscnailbrUcks 7 Uhr: Zum ersten Male:! Der FcIdhcrrnbOgcl., i Schnurre in 3 Akten*. Roda Roda und Karl RSssIer. l Denn.; Der Fcldherrnhügel. Freitag. Erdgeist. Sonnab.; Der Fcldherrnhügel. Berliner Theater ts Ohr: Sterne, J dl« wieder leachtpa. Theater der Frifliriehstadt! i CWe Friedrich- u. Linienftrage Norden 8650. Täglich 7>(, Uhr: Lrei Ioile7sge. Operette von Zorllg. kesidW? Theater. Un:ergrundv. KiosierstraLe, •Auspang Stralaucr Straße. räciich vr, Uhr; Bas höhere Leben. Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Alfred Rotter. ,. tlansT Arnstadt Eug-n'purg. Olga Limburg. J. I alkenstein. Emma Osbner. ■ Ro a Valef.'. Paul Hüdt. Casfno-Theater. f�thrinj. Str. 37. Tag1.')�UHr; So» neue I,o»stn*-Thcster Direktion: Vlctop Barnowskjr 7 Uhr: Der rote Hahn. Donnerstag: Der Blaulucbs. Freitag; Peer Cynt Deutsches KUnstler- Thrster. 7 Uhr: Oer Schöpfer. Donnerstag: Der Schöpfer. Freitag: Nachtbeleuchtung. Rose-Theater. Oastsp. d. Friedr.-Wilh.Theat. v,kv.M ireimädErlhMs. National-Theater V/t COpenicker Str. öS 7>/. ünhtschreihlichef EHoSg! Die Kinopuppe. Burleske von leonh. Haskel. Musik von Walter Bromme. Thealer FrledrichstraBe 218 j Dir.: James Klein Allabendl. 7'/, V. Sonnt. S'/t a. 7>/« Die Theater für Mittwoch, üen 19. März. Central-Theater WegenVorbereitung z.Novftät S:eschlosft«n. I>eatsehcn Opernhaas 7 uhr: La Traviata. Frledr.-WIlhelmst.Th. 7Va Uhr: Hannerl. DasDreiniSderlbaDS 2. Teil. Kleines Theater. 7'/. uw! Liebelei. Komische Oper uhr': SchwarzwaldÄl. Lastspielhans We spanische Fliege. Metropol-Theater. 7 uhr io: Die Faseblngsfee. Ikciica Oporcttenhaus Schiffbauerd. 4a, Norder 281. uhr; Die keusche Susanne. Palast-Thenter 7 uhr; Christus. Schlllcr-Thest. Chnrl. T'/. Uhr: AßatOl. Thnlla-Theater LV.m.:: Zur wilden Himei. Th. am NoIIcndorflplatx 7 uhr: Wo die Lerelie singt Theater des Westens T/.uhrJadanie SDerry. Walln er-Th eater 7v. uhr; Geisha. Stg. v/z: Craf'r. Luxemburg. Sezajscheinfrel: Ko gtüme p,.t.l,oii.Modellkosfüme;";s;SÄSÄ; Fesche KOStÜme'n■a"P':arben Qr5B,j>u_s praktisch., schönen Stol 1»?- Grode VarletS-Aus- ttattuncs-Schau. I P. rsönl. 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Einlritt frei gegen Eil!- nate eines ProoraniiBS 7al)rf(l)Ule/,: Ehrliches HonlnoeeL kriMon-Tbester. Bbl. Friedrichsir. Ztr. 4027�23.1 Tägl.SUhr Heute z. 184. Male: Der gute Ruf von Hermann Sudermann. Sonnab.>/?4 U.: RotkSppcben. So nt.>/,4 U■, Schneeviltchen. Waiballa-Tbeatcr. 7>., Uhr; . iagnsl der Star«. iDisen-Theater. 7 ifct Hasemanns b�n-Z Töchter �liWW« AHe Absperrungen frei; Straßen- u. Ma tbahn- verkehr wieder direkt bis i. Circus(Bh[. Börse) Uciitii V a Uhr. Sebbs CiFjns-ii'osjfainni u. a.: lieh's l-ieineits.r. MioAstoria, hohe ichule auf\ollniut-Araber Muselmann. Dressutspleiereien von A. Lorch. Oricntal. Tempeltänze mit leb. Riesenschlangen, sowie die Übrig, vorzligl. N mmern u. zum Schuß: Was»«rpan(om.«Oberon". Stg«. 37, Uhr 1 Kind Ire!. AdmiraispalasL Ballett auf dem Eise rf' r w-w gl SS Ballett auf dem Eise �inöen»Restaurant| iTanz-jleuue. Winier-Gaiieii Täglich 7'/, Uhr: Raachen gestattet I «Conndorf-Betrfebe Eck. 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Marz, »«chmittag, 3 Uhr. von der Halle de« Reniöstner Friedhofe,, Rndowee See, au» statt. »leichfail,»nr Rachricht. da» am id. SRätt der Zahr- stnhiardeiter Senoson Volte? tBrztrk Osten 2) an einer Tchustverletzung verstorben Ist. Die Derrdiguna stndet am Freitag, den Zl. Mär». nachmittags 2 Uhr, vom Urban-Krankenhanfe au» nach dem Nernfalem». Kirchhof in Reiilstlln. Her- mannstrahe, st»t». chhrr ihre» Rudenken l var Zrntralverband der SatuömartKr Veattchl. Selchöf tastet«««Ii*. Den Mitgii-dern zur Nachricht, bah der Kollege Wllbelm Krause verstorben ist. lhk.it ichrr seine» Andenke»! vi« tklnstschernn« stndet heute Mittrooch,». A. Mir», nachm.»Vi Uhr, im Krem». torürm cherichtstr. ST statt. vl« Ortsverwaltang. rta» aeeri BetU« aanstcle vr. k. IkZodwavv Am Priedrichsb»ia IB. Fcrnsprcchnuiomer folgt Deotldfer RuAbtnder* l'erband. Z-htsteK» Sccfl«. Unseren Mitalledern zur traurigen Rachricht, baß vnser langisthrlges Mit- giied. der Buchbinder ytto Veitzsob nach langem, schwerem Leiden verstorben ist. «chrasal»»» Kl ad antra! Vie Sinlischerinia stnbet am Freitag, den 31. März, nachmittags t Uhr, im Kre- matorium«erlchtstr. statt. Um zahIretcheBeteiiignng ersucht N/H Die Ort,Terw«Itane. Verband der Gemeinde- and Staatsarbeiter. FMale»r»h-B«li». Den Mitgliedern geben wir hiermit Rachricht vorn Tod» der Kollegin. Frau Inise Wltthandt Reinignngifra» im Bureau der Ortsornvaltung. Ahr* ihrer»«nbantrn I Beerdigung am Donnerstag. den 20. März 1919, nachmittag, Vlt Übt, von der Koste de, Thvma». kirchhose« t» Reukdlln. Keernannstraße, au», kt/l Um erae Beteilig« na bei der Bestattimg der Kollegin ersucht vi« Oetanentattttaa- Saezial-Afzt Dr. Scottl, f. n*o(-, Htm- n. Gescbltcbt»- lelSen, svrziell Tcriltate, Kart- nlcklit Anflstsse, Minntt- ■chulcbc. Gest.hkstblfi» eigene Hetlmetdobe»erb. m. Loleir»»- Knrrn. Blutuntersuch, in,«taten n. Illct. Kur Znstitnt„l#»«r". Kbt U»»e»td»Ier Sir. stst— TO, Rolrnthaler Blak. Sit Linien str. Behandlung»» st-l,«st, S»nn'. st-l. Sevorote» Damenzlmmer. Santtsttar»« vr. Vexsckeider's vr»»bt«»». T ropf«n nach Original-Vorscbrtlt gegen lloatca und Loitgea- leidea in Paketta zu« und 4 Mk. BietaBlcn- Apotheke Berlin, Leipiigcr Str. 74, Dsrhoftplalz,• deae!ll?i DrÄsHtussalbe ■ed. HcuUusichl, FIccM. Haut! uek., des. B cinschad., Erampladern»er Frauen u. dergl, In Originalduten ♦ ZS, 1 50 erhJItiich in der „Fletamen-Apmbeke** Berlin SW 10, Leipziger 5t rode 74 1$. r>an>n>lfP'i Donnerstag. 20. d.M.. abds.7 Uhr spricht Sr. SolSM. Mft. m ms Steglitz. in km Kammersülc«, Teltower Str. 1-4 (chcke veUe-AILanre.Stroße) über ba» Thema! Me MSvle W die Ml irdm ßintzer eis? Dlstkufsion. 1307b 5SW gm DeAnij her Unkosten wirb ein stintriltagelb von i,— Mk. erheben. Nährhefe- Würze GEVA tat Mt* Hefe 5 und ar.ef rreh«wei«»- laiiigen Kohprodnktaa kergiiielrt aod wird an Wohlgeashmack BekSmmticbkelt sowie Billigkeit Sper«— keü im Vert»p«nch 21. Abteilung. Versammlung v»nnor»tag, den 20. mar, 1019, abend» TV, Ahr im Lakai von Strffru. Landsberger Allee 130. Taaesordung! A»rta«U d« chenvflen Jng. Alfred Stzierner über Sozialisierung. Um zahlreiche Beteiligung bittet vi» Klbt«Iluog»Ieitong. F. A.-. Riebernuer. Mihei MMiitt-VeMi» Vorstrtaltnns KerNn. Test: Amt Moritzplatz 10023. 3378. Bureau: Rungestr. 30 Ansierordentl. Generalversamml. »rrilag.»an 2k. Marz, obba. s Ahr, In Aschlngar» »«»zerlhali«» ssriiher Bnagenhagen), am Moritzviah. Tag»«a rhu»n a: l.»«aenng der Anträge zum ver. h»»b»tag> 3. Aufttellnng der Kandidatenliste nie die Dil«» gierten zum Berbandstag und Sewerlschaitskongreh. Oifitt—tttättitttf Beute, Mllkwoch. den 10. Mär», St tnenmamer. abenh«3llhr. bkl Mstlksch. Kraut- straß« 24: VertaaueuaeuSuueruers-rnirnIung. 83/18___ Die Orts Verwaltung. NuWr LWiimel-MM. Uhr, Zablttelle Serlln. Klichdlfiderdranche._ Freitag, den 21. März, nachmittaflS 4 U In ken„Arminhallen", Kommandantenstr. 58: Branchen-Versammlung äller in Bnlbbindrrticn, Grschaftstbücherfadnkk» n�in Buchbinderkiabteiluvqen drr Bllchbruckrreieu beschäftigten Mitglieder. Tagesordnung: k. Reuwahl der Branchenleiwng. 2. Berschledene». Freitag, den 21. März, nachmittag«'/oO Nhr, in den„Arminhallen", Kdmmandantcnstr. 58: OeneraUMersammlungm Tagesordnung: 3. Verl L Jahresbericht 1918. 2. Reuwahlen der chesamtverwaltuna. itabandsauaelegenheiten. 25h WÜH— jkot kNllglledar Hobe» ZotriN.-WWW Zahlreichen Bestich erwartet vie Srtaoet-waltvr?. ________ I. A.: R. WSrzberger. StWtk ZWRMk-MM Luxuspapierbranche, Berlin. Am DsunerStag, den 20. März 1919, abend« 5 Uhr, im Nepanran«„yarstenhas", KSpenicker Strafte 137: Branchenversammlnug aller inderBerlinerphotographischenKunst- druckindustrie beschäftigten Mitglieder. Tagesordnung: L Bericht»on den Verhandinngen mit den Fabri- foMlrn Oker die eingereichten Tori Korb rtuogen. i Bronchenangelegenheitrn. Zahlreichen Besuch»mvartet _ vi« OtlBeetroaltong und vrancheafeitunQ. Lichtenberg. S»ZMmM!IMVtcM«e!Sm!«. Hente Mittwoch, de» 19. Sttnrj. adenb» 7V, Uhr. In der Aula der Beikolchule, Marktftr. 11bnrg)! Mitgliederversammlnng. ■ d n» n g: unseeer ParteL Referenten: und Slno'ie Kcrm. Müller, Mitglied Taa»»ordn»na vir gegrnwlirttg« Toktti Den. Stadto. A. Mira» der Ratianaiversammluna. 2. Aussprach«. W Die JBichiigrei! der Tagesordnung ersordcr! das Erscheimm sämtlicher Mitglieder. _ vte Bezirks, eltn«r,. nun R. PetazhanseL M. von statnein anderen RakrtkRt nbertroffen Cfrcral Verrieb"arBerffn n. B'*a lenkarg' Ludwig Blamcnthal UcrUa W iä, Aza Xau 1 bad 10 Un-CespWi lös wmMW mmsb Berlin W. r>7, Bfilozvatr. 00. MMm Die Herren AkiiaiiSre unierer Gikellschifi meiden ht»rmil zu der am Sannabend, den 12. April Ivlv, varm. 10'/, Uhr, im Seschä'iDhanse, Küiowstraßr 80 stafisiudrnden ordentl. Generalvcrsamnllnng emgelade». Tagesordnung! L Vorlage de, Selchästsbericht», de: T-odon. und Berlilstrrch. mmg und der Bilanz. B«Ichlußfas!Ut.g üder die Deroinn. vertetiung. st Bes�wßfafsung über di» TnNastung von Vorstand und Auf. st Wahlen zum Aufflchtarat. 4. Uebernnhm« der Tantiemrsteuer aus die Eesellschost. An der Ceneralnecsammluetg gewährt der Bofist einer Aktie »an WO Mark eine Stimm«, drr Beslst einer AtVe von 1C»jO itarf zwei Stimmen. Sur Teilnahme an der Sienerolversammlung End diejenlaen Auionö-e berechtigt, welche svätesieu» am dritten Werktage vor der anberaumten?neea!ver- sammiuug daieidst deiassen. Vi« Hinterlegung der Aktien kann mich bei einem Deut» fchm Wotcir ersolgon, ist jedoch dadurch nachzuweisen, dag vor Ablauf der Hinterlegunzosrist der Annie'destelle ein o.dnu.tg«- mägiger Htnieriezungsichetu dt» Notare eingereicht Wied. Dimer Sinterlegungoscheiu ist an: dann ordnunitSMiiKig, wenu darin die hinterlegten Aktien nach ihren Unteria.eidunasmerl- malen bezeichnet ssnb und Überdies darin brschelnln» Iii. daß diese Papiere bis zum Sihluh der Dcneraiverjammlung bei dem Rotor tn Verwahrung dietben. Dt« Kasse der ffltstRüi oft Ist zum Zwecke der Aumeldunz und Hinterlegung von 0— l'.Ihr oormlvoas gedssneL da» Duplikat de« Brrzeichnisse» dient als Slnlrittatazio. Der Se'chattsbel Icht n»l.st der Sowie, u, und Berliistrechnung and der B'Irmz liegt mm So.'.nadrnk, den 22. ilstö'Z ad während der Sezchänsjutuben in dop. Se!>f,äit»rdu:nen zur chinficht au». Berlin, den ist Miliz 191». Ter Äufsichtsrat. _ Der Borststend«: M. Allgell.__ 15247) Kkft!» n Afn«ctireib. «lilie. Addier-Mrschiaen ■ eiaener rneriran.'verksts:: bei billljittr Seredunirrr Au.ii!?> nis.cblnen 1 lirautatellal Ale!«-»!»« Akg-cbc tob Recti.nmvaclilncB. Leipzis« StraBe23 »«b.Ktmp'nskl- Hlibneli. Pamipr. Eent'. 1»» M. StfüülKise Ißt U-S.-S.««. Dringender Bedarf an Schlitzen. Ztuterosfizlereu»l.-S.-S.-Abteilu»g 31 rer.ne ich, dir auch gebeten werden, ! bzer,'»it» stlr die gute Sache zu»erbeu. ANsstellungeort:

» 22.«äe, 1919-inschsirhlich ist jeder in Berlin, Charloltenburg, Berlln.Lich.tenbera. Neukölln. Berlin- Schöneberg. Berlin- Wilmersdorf und in den Kreisen Teltow um Riederbarnim wahnhajte Inhaber einer Kaffee» Erstistkarte berechtigt, unter Vorlage des BoNeOabjchnllles vr. 19 der Kaffee-Ersastkarte bei einem Kleinhiindler sich zum Bezüge von Kajsee-Ersast anzumelden. Zur Entgegennabme der BesteNaUchniUr sind nur joich« Kleinhändler berechtigt, die schon früher mit Kaffee-Ersatz g«- handelt haben. Artikel II. Der Klelnhilndier hat bei der Anmeldung Bestell- und Empfangsab'chnltt der Zarte mit seinem Namen und seiner Ahreste zu versehen, sowie den Bestellabschnitt abzutrennen und an stch zu nehmen. Artikel III. Di« abgeteenMen BestellaMchniite sind, zu 300 Stück genau abgezählt und verpackt, spätesten!» bis zum 2». Äiärz 1919 einem zum Haudei mit Kaffee-Ersatz zugelassenen tbrotz- Händler cinzuienden.(Bergl. Betannwinchungcn vom ll. 1. 19. 2.. 4. z. lg. Ig.. 4. 11. und 29. U. 1918). SirtUei IV. Di» Einsendung der Bestessadichnttte hat. sofern nicht persLnstche Abgabe erfolgt, in eingeschriebenem Brief oder durch kverlpakek zu erfolgen. Die Anzahl der abgelieferten Abschnitte ist hierbei anzugeben. Artikel V. vom 19. April 1919 ab ka»» bat dem Kleinhändler. der den vestestabschnl« in Empfang 9«-- Nammen hat, gegen vorlag» de» Smpfangvabschnlkk» vr. 19«In jjfnnd Soffer-«rsotz entnommen nzerden. Der Kleinhändler ist zur Abgabe von Kaffee-Ersatz mir gegen Anshändlgung de« von tbm gestempelten Smpsang»- abschitifte« berechtigt lind ist zu d frier Abgabt vorpslichirt. vie Abgabe von Saffec-Ersah vor dem festgesetzten Termin ist verboten. Artikel Vi. Der Abschnitt Nr. 18 der Kaffre-Eriatzkarle verliert am 10. April 1919 sein» Gültigkeit. Aus lbn darf von diesem Tage ab Ware nicht mehr verabfolgt werden. Artikel Vif. Die Empfangsabschnitte Nr. 18 sind vom ikieinhändier am 17. April 1919, zu 200 Stück genau abgezählt und verpackt und mit der Firma de» Kieinhändlerz versehen, dem Seichhändler, von dem die Wae» bezogen worden ist, elnzueeichep. Der Großhändler hat die Abschnttte unverzüglich an den Magistrat Berlin, Abteilung für Kaffee-Ersatz, kommandantenstr. 80/81, weiterzureichen. Artikel VIII. Slelnhändker. dl« gegen die vorstehenden Be- sSmwnngsn oerstatzen. Insbesondere nnrlchllge An- »oben HInstchMch der Anzahl der abznlleferadrn Ah- schnllte machen, Huden die zellmeiNk««der dauernd» vnsichlietznng»am Handel mit Saffee-Etrsnh ZB ge- märtigen. Berlin, den 13. März 19«. Magistrat dik»t«llAvstk Ittr iäafTce- F.rnatu. 345 fto. 19. L o e h n i N g.*__ Bekanntmachung. Erms» ff 7 der Ausführnnaobestimmung vom 21. Septem» der(Verordnung über dir Abgabe und Entnahme»on Fischen und Fijchwarcn vom 3. Juli) wird sllr don Semeindedezirk Berlin destimmt: In den Brotlommisstonsbezlrken 8 bis 29, 44 bis 48, 12» bis 180. 182 bis 131, 172. 17ä, 177. 188 bis 184, 199. 201, 100. 217, 221 bis 225, 231, 232, 234. 235 gelangt vom 21. Mär, 1919 od für jede abgegebrne Marke 5 s der Berliner Bezugskarte >/, Kg Salzhering« zur Verausgabung. Der Klcinhandelsprel» beträgt: für»/e kg netto Fischgewicht.... M. 1.40 für>/. kg,,..... 0.70 Dl« Auozabe der Hering« darf nur auf Abschnitt So der Berliner B-zugkartc erroigen. Eine Zuteilung von Heringen aus kl n findet nicht mehr statt. Die Abholung mutz vom 2i. März bis zum 80. Mär» de- wirkt lein. Di- Kleinhändler find verpflichtet, bis spätestens 5. April 1919 die gesammelten Abschnitte 5 s zu IW gebiludelt Im Fischburrau, Dirckienstr. 45 IV, abzugeben. Di« Pakete jlnb mit drr genauen Zähl drr abgegebenen Abschnitte, sowi« dem Namen de» Krotz- und Kleinhändlers zu verfthen. Die Beliejerung richtet stch nach drr Lag» des Laben» he» Kieinhändier», bei dem der Einzelne leine Eintragnng bewirkt hat, nicht nach der Wohnung de» Verbraucher». Berlin, den 18. März. 1919. Magistrat. Abteilung für Aifchversorguug. Loehaing. Tag. Nr. 2173 Fisch. 19.___ ÄtietgesücE Hum 1. Oktober d. 3. merden für dl» Oie-tst. am» Lrivo zmeck» der IL. pollzel-Honpteuennsdtzofe eeciguci« Räum» gefacht, dl» bestehen müssen: a) die Dieniträume au» drei Zimmern, von denen zwei minbeilen» i« 2-3 vm Flätbenmhast und mägi'thft zwei Fenitet haben müssen, nebst dem erforderlichen Nedenraum, d> die Privatwohnung au» fünf Zimmern, wovon zwei ein- fennrig sein kbnnen. nebst Küche, Mädchengeiaß, Boden. Keller und sonstigem Zubehör. Prlvatwohnung und Dieniträume lönnen im 2.»der 8. Stoamtrie liegen. Oertlich fommt in Betracht der wie folgt umgrenzte Etatä- teil: Spree von Friedrich- bis Midn»eibriicke, Mozku»strahe, Drüner Weg, Mariilinsäraze, Srosse und Kleine Frankfuit-r-, Lirsmonn-, Wad-.ech, Prenzlauer-, Lothringer-, Sormannstratze, Nosrindaterstruije»nd An»er Spandauer Brücke auofailtehttcki, Neue Friedrichstrasse. 13WD DI» näheren Peblngungen sind im Geschäftszimmer der II. Pol zeihunptmaunlchait, Lirckirnstr. 2 il 1 zu er, ragen. An- gebot» mit Preisanaaden und Zeichnungen umgeh' ad bei der gedachten Haupimaünschaft einziirelchen. 240. S. II. 18. Brriln, den 13. Sliirz 1919. Der Polizel-Prlsideai J. A.: v. Keodell._____ Geschlechtskranke «erlaunen im etg. Zntercssr. ual stch vor minberw. Hellversahren >» icku'i,»», meine aufliäl enk» Broschüre üb. Tripper, Sophi! ■Zluiunterstichmia usw., tm:ämg»o"il» und wertlose ßrl.ttp jah.eu Im verschlossenst Untschkag h 1 M. ianswiii:« l,N M.) idenfo iu keil S.-rech stunden cthäHUch. Weiter» münol-che «astuwst toldu-ios. SSkMtl N.«eil. Mi LejchNdl. Bsrlin, pctadnnier Zetr-st? 117. an Ott Li.aowstratza. Sprechsnindei,',�2—2 milt. u. h.A—' tlil alcnb», Sruizt.'/ill— L «III»»ee.» vor schwwdelhafien Anprehungen anged- --*.14 4 Ii Ii llfjj licher epczialärza.___ Erufobie.rtina n' ZunScIioi/e.Sseii! M-ii�ip Beasit'gun': von AusRüäSi.n n. c ton. Kstarrhen (ecan Ii B. ic"'™«:.-•<1 I .jmsmmmm ■■.rioVrelch- tMSpül-lni'tzn- meni bei lij'-en- Dsm- u. itain'»7"7 im dB S'«& wo i V'bIo'»« »i.or Att. In Krniitcnblnek�rn. Lasantuiv fn iSmptchlc« von tric.» ErhSlUUh fit Amte od* e.ot atzfUrtu Vcior fnnnr.: ca„ �'.rr'r 99 �' Fahrrad gu mm il gibt e» nicht Jedoch meine tausendfach bewährten Original» Spiral ieberreiien 7,73 M.. Holz» reifen SIS Ul.-fautlaureifrn 17.50 M..«laftischer Feder hat». reifen 18 M. per Stück, passl ans jede Felge, linderleicht auizu- ziehen. Nene, gebe. Fahrräder. veparatnran billig. liMiiWM 3,50 1. ffl. Isrhidl.Sfll-lÄÄ SCHLAWB, Wefnmeisterfltrafie 4. 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Owenbneg(Frdftaat),«er im Hof 1, einzureichen. 2941tt fli ItWM nnöC (Norberettuus uo» Korträge«), in�hnlich« gewandt« unter K, iM�stelle k mm] Zustimmung der Stadtver»» de« Provlnzialiandtage»—. ff NN der— perdehallssch der f. »rburten-Bersanunlnna und de« f. Im April, spätesten» mi«ai d. Z. in Breaiau ja er- iiffnenden Ssztden Fra«e«sch«le der prewlnz 6d,lcUen u. der Stadt BrcaUu ist aiobald zu besetzen. 1 ntung betrage_ eiT£!nb.mt«9 underllrgon. Bewerberinnen, befanbrr» AkabeWlkerinnen. die reiche theoretische nvb prnlrtsch« iotzia!» Erfahrung de- figen, und di» mit«rrfaiz h» der foziai-n Ana»" ariielt tätig-mren. werrrn aulgcsordeet, im» B-wrrbungen»n da» iUngfstrntabnrana i Mreolnn, Darteeesir. 3,3, die zum 23. März einzusenden. SerslUD, den Id. Mär, 191«. Ben gnabeahnup«,>BBB< v«e S»erb4taU»> Wülfta». Vertreter ÖewUr*» B«s»nr«a sucht KiihrmKle'ibbrik K. Schultx« Bentn, Bürgst». 22 18. Zum 1. April«der j est der lÜctalieArhelhirtamlilen mit mehreren Ardeteem in au»- jtämmlichen Deputatkontrakt aul» Lau» gesucht. A öeiter, die vom Land« stammen, be- oorzuzt. ktteidnng.n.»edaita- io-d«rlln,i»n erbdten Data- j?o-r»>«IteB!g Barcnwlak»! iJArev« ScMztlbetn in Pom. Zimiaer'siile iteOt ein W. Bi vaewioto». H»;,«>.«dt 1 Bruunfchw. 180kD Lei toMi. Msäur der auch Landarbeit verste'.t. zu 700 M. IaHr»»!odn und völlig sie'erBerrfiegur.n ae'ucht. RÜdztfrp.e und ruhige Leute mägen sich sofort meiden bei . OljifaArfsj.ri: Kredo. CiaS Dorr.» wink»!, Kr«» iZchive'.oetn i. Pom. -«», n rtllz. wochemi. I ivu Flomben l�u. lioldtu-; /annp 4 vi Kronen I8M. Zlnhnzlehcn m. Elntnr.hilchsl l-Ullllu i.uan scainerillnd. Umarb.schlechts.aeblsse.Rep.' Zahnarzt W o 1 1 so». Potsdamer Str.iS. Hochb.Sprechz.91,* t l'hdlosrapbictubnen- Weimer! Ffir unsere I eifriger Ad- teilung Piiotogreohlerdhrnen su:hen wir zum baUieen Antritt einen Illciitigev Meisicr, welcher m geicher Stellung bereits tZkiz war. 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Höchstcrew. i. W. v. Hauptgew, i. W. v. Prämie i. W. v. Mark z Mark| Mark @10: Marie| II Lose zu Mk. 2.— Nachnahme 25 Pf. mehr.— Lose überall erhBltlich. 1/c unntl PfHiS. Ifötsrlß-EinneHinsr, Brün C. Z, Bnrgrtr. 27 s ort: SU Jeder bei 1-iÄ ....... \ r> Älin. v. SchiAjs. Üalinh. li'vaütetrali S 5 Min. v. Stett, Bahnhof. pSlAiizsIiIciii 1 �Stube"Küche. Cr. Auswahl in I- ü. 2-Stflli€Il- ü'i ii€4.iünren,| •■T'fr,~r_„ Iii ÜWNöW, stalten Pches." '■" �eirKöklÄ Erunhen-Stra se 1 /x Krtti üserDcmm103 Frui.;urt. Allee 3�0 f Charillb|:.,Schari8nst.5 Kr'C; . eil o, Sp«r- ei den in Zah lunf tEonrfmmen. '-ieinrunj.auciiaasniirts !.'rlcfiiletlnc1ini.,K'rie(icr- .iv.en erliaMe A( h;en Sic auf mtir,. .sc u. i irina. StraTerbi-Veifcindun?: ,.... o7,. 09, il, 71, 70, 77, 78, 77,110». ' MWK - �|'i?/ "'.'S ytedmlscher* tA-xferim ivteakofer' tiwb-H. ilCaroröf&Co d nv b.<>. '�anon{erftrai3e9 TQuent3ienftrl6a 1u-roelen öpcsiWFIenRetten -VibiW» u Strelltz. in HecWubg| ■ ü W tcichn, Lc�rbud.' stunterrtcht umsonj?,;* IMM A S. Actlv Truosport Piaieujl 21—23, Kristiania. Rtabl. 10"' lUSL* Spesiatilo« Tr;trt?port, Zoltklaf'',rur'': A �ocuianz, fnkn�so uhr-nf; in K Twe en. Uruerrjckrticr f. die Nor'Vc�lsch- Tel?�;- ,,Sölf rinn" e-aseeeeieeeeG ül'i '.... � l iM*m<\ Kastanidtr* Ailee 57 Spc'~ sirsmorfSadsgenfral») U korrt- loit 1�700 LT., Sc!? a�zlmmar unä KU-fio \\ Ä*5 � O Mm Korr«ilaf-tyj?s?o«»s weni.' gebr., 1700 M, M> �a [iBea&us'.SvqxiixelSesi-Ver�eicFBoIs' Herr kein 7 m. I wkehenill-'i. itniec nehend« Ceschäfte emnfcfelen sich bei Einkänfea. -.....■ I im.■.----. I» <— TaT-: .iütfjii"V ¥3y■ vtvi, - iL— �}lVT>.;i;'ss.f':'!jir.'J-1. 1t■"l f.:;• nnjo-i�ir 25. TT.».,..., srsrea Hi»Ui«-v! Ireji�v tir»;,. ii.' GL ODo V 2r ic ßiSSlCil- br«~S&['L B I Cn!5>zAKU;B..,<�u, är,| pi/iIrpUjrUjl fßüfPal-S?«!'-••?:!.,»- y. g ff �»»-»» ch-"771 C»u. Ull!!Sl 1 Z 3«--< t: j�koaie rn"**1, HoatitlOIS/lg Srtodin 13 1. 112 s?>x',7:i.:. 7i!' i'iKiniir, i!__ as»-?»»<, v>.-ru?!—;---- 5' i sisaßr We&bkr C 6r«itli«tA r t)S..a{;., Lau>>,.|,| nfiJjBngMl Kunna> railaedeutr.»7!«I,li�>.-«« I.I»«, 1 ei', e.i 1' 7 T.'. i,'!I i(',d!»i.,! a? i-!-,------------ - 1 v.. A L?r L,». v. k.asvsas»rs. � -ö' 1 H oof O'Jdstr. CG, Boke «v.r hinw-LK**. 4V. teTfo�ltzoc, Pelawär'.� \/ Acf Af P Kottbuser VL.5lL-f, Lm, DacLimli'lSs .j y M 80. Kor b2?er Sir. 3, ßach Celcjeniejt'ikf. �'.V eine, Lji:o re. Ffü'chtsäii.e� lag! » n in ulk Stadtteil, i c? ö ~l J jf; C i 2FM 3095JÄjM»1'r liuisiunft iiwjouft bei d UmchiMeiL .ir;;ir,Bsrv.t)lirscJiincrz Ii■nif. taufnUf. not Icrahrf r aten. amti. (jcidiSE'ritewmcin.l Iticqu. it. liiWW in iraoen. äUiiiij. Anerkenn. haais Versand Mbocbeo. Ardeltwerke, B.all Eberswalcljs bei Berlin Fern pr N'o.*4 380 4<)7 u. 410\ Telegr.-�dre e. 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Infanterie- Division) Äauptwerbebureau: W, Äardenbergstr. 18 Werbebureau: W, Potsdamer Str. 25 � SW, Tempelhofer Ufer 21 NW, Rathenower Str. 8a � Friedrichstr. 167/168. Landcsfchützcn-Korpö Verlin W 50, Ansbacher Str. 11, am Wittenbergplatz Münster i. W., Ludgerii-Ävspital, Berlin, I.Abteilung Garde: Skalitzer Str. 55-56. Lanäesjäger-I�orps Berlin-Steglitz, Albrechtstraße 131. Freikorps r)lttfen Werbezentrale: Charlottenburg, Oranienstraße 13/15, Gemeindefchule. Werbe stellen: Verlin, Potsdamer Bahnhof � Anhalter Bahnhos � Schlesischer Bahnhof. � Stettiner Bahnhof � Lehrter Bahnhof � Bahnh"' Friedrichstraße � Bahnhof Zoologischer Garten � Bahnhof Aleranderplatz � Bahnhof Charlottenbura,. Detachement Grothe, Charlottenburg, Sophie-'Charlotte-Straße 53-54. Detachement Oven, Berlin, Ioachimsthaler Str. 31-32. Detachement Stillfried, Lehtter Bahnhof, Fürstenziminer. freikorps Potsdam Werbe stellen: Potsdam, 1. Garde- Regiment zu Fuß. Garde-Jäger- Bataillon, Garde du Corps, 1. Garde-Äusarcn, 1. und 3. Garde-Ulanen, 2. und 4. Sarde-Feld-Artillcrie. Mackt Kommando Generalkommando lUHtwitz Cyarlottenburg, Knesebeckstr. 54. Garde-Kavalkn'e-Scbützcn-Dhnrion W, Nürnberger Str. 63 und 70 X Steglitzer Str. 29, Charlotten-Lyzeum � Kurfürstendamm 251 � Perleberger Str. 25 X N, Amtsgericht Wedding, Brunnenplatz � Charlottenburq, Äardenbergstr. 27(Soldatenheim) � Knesebeck- straße 4, am Knie, Äotel Fürst Bismarck X Groß-Lichterfelde,.�auptkadetten- anstalt X Gartenstadt Frohnau � Gut Schönerlinde � Vtarine-Rgt. Madlung, Kaiser-Allee 1— 12 � Abtig. Gentner, Potsdamer Str. 22a � M.-W.-Sturmdet. Äeuschkel, Kantstr. 6 � Det. Küntzel, Friedenau, Rheingaustr. 7 � Freikorps Löschebrand, Charlottenburg, Kantstr. 1 62� Freikorps Lützow, Bellevuc- straße 15, II � Fi:eiwilligenabt. Bttitzel, Zepernick b. Berlin/ M.-G.-Scharf- schützenkorps Prep, Kurfürstenstr. 97�'Sturmabtlg. Schmidt, NürnbergerStr. 63. Eiserne ESkadron, Annahmestelle Kurfürstendamm 229, Hochparterre rechts. Lrigade R.einkard Moabit, Neues Kriminalgericht, Turmstr. 91. für Merzte und Sanitätspersonal: Außer b« den Korps beim Korpsarzf, Abteilung Lüttwitz, Charlottenburg, Lietzenburger Straße 1 1. Außer bei den Korps, bei KorpSveterinär-Abtcilung Für\ Liea llidirv» Liittwitz, Charlotttenburg, Lietzenburger Straße 11. f�ür k�raftfabrer: Thielplatz(Dahlem), Parkpl.(gem.Sonderbeding.) für funker u. ferntprecker- NSWZxS.7 für flammeiwerfcrt für FL flak Bedienung(auch FelbartUknftcn, Kraftfahrer mit Vierrad-Antrieb, M.-G.-Schützen): Koflak, Lütlwitz, Lietzenburger Straße 11. für Silenbabnpioniere(auch Holzarbeiter und Angehörige der Eisenbahntruppen): Kommandeur der Eisenbahntruppen, Lietzenburger Str. II. für leemännisck.pcrsonal u.I�otorl?ootsfükrer: Wasseraufsicht, Lietzenburger Straße 1 1. für Alaffenmeisterpcrlonal(und Gehilfen) für all- Waffen. gattungen, bes. f.M.-G.: Stomag-Lüttwitz, Charlottenbg., Lietzenburger Str. l 1. für jVlasckinensckreiber: Registratur la, Eharlottenburg, Lietzenburger Str. II. ü d TF N der verfa/lungsaussthuß über öie Reichs, aufficht. Weimar, 18. März.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Der Verfaffungsausschuß der Nationalversammlung beriet in seiner heutigen Nachmittagssitzung den Artikel 13 des RegierungSent- wurfs. Nach kurzer Diskussion wurde er in folgender Fassung an- genommen: „Die Roichsregicrung erlätzt die zur Ausführung der Reichs- geletze erforderlichen Verordnungen, soweit diese Gesetze nichts anderes bestimmen." Es wurde offen gelassen, was unter Reichsregierung zu der- stehen sei. Diese Krage wird in späteren Artikeln fixiert werden. Auf das Recht der Reichsregierung, Notverordnungen zu erlassen, wurde allseitig Verzicht geleistet. Der, Verfassungsausschutz ging dann zur Beratung des Ar- tikels 14 über. Der Artikel 14 beschäftigt sich mit der Reichs- a u f s i ch t über die Ausführung von Reichsgesetzen durch die Or- gane der einzelnen Länder. In dem ursprünglichen Entwurf, des Reichsministers Preutz war eine starke und einheitliche Aufsicht des Reiches vorgesehen. Die Beratung und Beschlutzfassung des StaatenauSschusses hat diesen Artikel 8 des ursprünglichen ersten Preuhschen Entwurfs stark vevwässeut. Die Sozialdemokraten nahmen den Artikel 8 des ursprünglichen Preutzschen Entwurfs in der Hauptsache wieder auf, und zwar in folgender Fassung: Dre Sozialdemokraten beantragen den Artikel 14 wie folgt zu fassen: „Die Reichsregierung übt die Aufficht in den Angelegenheiten aus, in denen dem Reich das Recht der Reichsgesetzgebung zusteht. So- weit die Ausführung der Reichsgesetze nicht den Reichsbehörden zusteht, sind die Landesbehörden verpflichtet, den Anweisungen der Reichsregierung zu folgen. Der Reichsregierung steht die Befugnis zu, Anweisungen zur Ausführung der Reichsgesetz« zu erlassen, welche die LandeSbe- Hörden verpflichten. Sie ist ferner ermächtigt, zur Ueberwachung der Ausführung der Reichsgesetze und ihrer Anweisungen in die Länder Beauftvagt« zu entsenden. Diese B«auftragten haben alle Befugnisse der Landeszentralbehörden und üben sie im Einver- nehmen mit ihnen aus. Bei Zuwiderhandlungen gegen Anord- nungen der Reichsbehörden kann gegen die schuldigen Beamten auf Grund der für die Reichsbeamten geltenden Disziplinarvorschriften vorgegangen werden." Von diesem sozialdemokratischen Antrag wurde nur der erste Absatz angenommen, der auch in mehreren Anträgen der bürgerlichen Parteien wiederkehrte. Die beiden übrigen Absätze wurden nach langer Diskussion, in der für die Sozialdemokratie der Abgeordnete Dr. Q u a r ck das Wort führte, abgelehnt. Es wurde angenommen ein Antrag Kahl, den zweiten und dritten Ab- satz folge ndermahon zu fassen: „Insoweit die Reichsgesetze von den Lande Sbehörden auSzu- führen sind, steht der Reichsregierung die Befugnis zu, allgemeine Verwaltungsvorschriften und die Landesbehörden verpflichtende An- Weisungen zur Ausführung der Reichsgesetze zu erlassen. Sie ist ermächtigt, zur Ueberwachung der Ausführung der Reichsgesehe in die Länder Beauftragt« zu entsenden. Die Landesregierungen sind verpflichtet, auf Ersuchen der Reichsregierung Mängel, die bei der Ausführung der Reichsgcsetze hervorgetreten sind, zu beseitigen. Bei Meinungsverschiedenheiten kann sowohl die Reichsregie- rung wie die Landesregierung die Entscheidung des StaatSgerichtShofeS anrufen, soweit nicht durch die Reichs- gesetzgebiing ein andere? Gericht bestimmt ist." Zum Absatz 2 wurde außerdem noch ein Amendement Gröber (Z.) angenommen, wonach die von der ReichSrcgierung mit der Anflicht Beauftragten das Recht haben, Zeugen zu vernehmen und selbständig Untersuchungen anzustellen. Die Diskussion war sehr lebhaft und dauerte st«udenlang. Die Vertreter der süddeutschen Länder legten großes Gewicht darauf, die vom Staatcnausschutz verwässerte Fassung de? Artikels 14 durchzudrücken. Sie hatten damit keinen Erfolg. Aus praktischen Gründen wandte sich auch der preußische Justizminister Heine gegen den sozialdemokratischen Antrag. Er befürchtete bei Annahme des- selben schwere Konrplikationen und Reibungen zwischen den Reichs- und den Landesbchörden und hielt aus diesen praktischen Gründen den Antrag Kahl für ausreichend. In der Debatte spielte das alte Elend des früheren Reichstags eine große Rolle, der sich oft über die Ausführung von Reichsgesetzen durch die Verwaltungsbehörden der einzelnen Bundesstaaten beschwert hatte unb damit die Zustimmung des Reichskanzlers und der deutschen Staatssekretäre fand, ohne daß diese letzteren ein Machtmittel gegenüber den Einzolswaten be- saßen, ihren Willen in der Ausführung der Reichsgesetze dnrch die LanieSbehörden zur Geltung zu bringen. Ans diesen Erwägungen heraus war vor allem der sozialdemokratische Antrag entstanden, der eine straffe und verschärfte ReichSaufficht forderte. Leider fand die sozialdemokratische Absicht bei den bürgerlichen Parteien nicht die Gegenliebe; auch die Demokraten stimmten gegen den sozialdemokratischen Antrag. Neue Spartakuspläne. Ter Generalstreik über ganz Teutschland. Ter Spartakusbund erläßt ein neues Flugblatt, in dem er erklärt, daß der letzte Generalstreik zu einer Bcsitzergrei- fling der politischen Macht noch nicht führen konnte. Der be° waffnete Kampf sei auch nur von Leuten unternommen worden, die dem Spartakusbund fernständen, er sei nicht Po- litisch, sondern pntschistisch gewesen. Dann heißt es wörtlich weiter: Wir find der Meinung: Der Zeitpunkt der Machtergreifung durch das Proletariat fft dann gekmnmcn, wenn nicht Berlin, wenn nicht Leipzig oder Rhcinland-Weftjaleu oder Bremen abwechselnd oder nacheinander streiken, sondern dann, wenn gekvnmwn ist hie nächste Etappc: Der Generalstreik über ganz Deutschland. Und diesem Ziel sind wir in den Kämpfen dieser Woche um Meilen näher gerückt.... Unverdrossen werdet Ihr weiterkämpfen und die Proletarier von ganz Deutschland sammeln unter unserem Schlachtruf: Nieder mit E b« r t- Sch e i d e m a n n- R o S k e! Nieder die Nationalversammlung! All« Macht den Arbeiter, und Soldatenräten! Das Ziel de? Spartakusbundes ist also, die demokratische Bersassung. die sich das Volk selbst gegeben hat, durch einen Generalstreik zu stürzen. Bei diesem Generalstreik will der Spartakusbund auch vor bewaffnetem Kampf nicht zurück- schrecken. Das ist ein klares Bekenntnis, zu dem unsere Stellung von selbst gegeben ist. Wir glauben nicht an das Glück, das dem Proletariat aus diesem Plan werden soll, sondern sehen nur ungeheures Unglück, das aus ihm entspringen kann, wir werden ihn daher mit allen Kräften bekämpfen. Wir wissen aber, daß wir in diesem Kampf um die Auf- rechterhaltung der sozialdemokratischen Grundsätze, die von den bolschewistischen weit verschieden sind, auf die Hilfe der unabhängigen sog.„Sozialdemokraten" nicht rechnen können. Die Unabhängigen werden weiterschaukeln, um schließlich An- schlutz auf der Seite zu nehmen, die sich als die stärkere cr- weist— ganz wie der arme polnische Jude der Anekdote, der verkündete,„Die Unfern haben gesiegt!" und auf die Frage, wer denn die Unfern seien, antwortete:„Nun eben, die ge- siegt haben!" Aber Spartakus wird nicht sieben, und die Unabhängigen werden durch eigene Schuld imt ihm unter die Räder kommen._ preußischer verfaß ungsausschuß. Ter Staatspräsident wiederum abgelehnt. Der Verfassungsausschuß der Preußischen Landesversammlüng zur Vorberatung der vorläufigen Verfassung trat am Dienstag unter dem Vorsitz der Abgss. Dr. P o r s ch und G r ä f zusammen und verabschiedete den Entwurf. Di« grundlegenden Bestimmun- g'en der Regierungsvorlage wurden durchweg aufrechter- halten. So wurde gegen die Angriffe der Rechten das Wort „Republik" im grundlegenden A 1 der Verfassung aufrecht erhalte« und in§ 3 die Ernennung des Ministeriums dem Präsiden- ten der Landesversammlung zugewiesen. Der Gedanke der Einsetzung eines besonderen Staatspräsidenten fand nur noch geringe Vertretung, aber auch der Antrag der Demokraten, den Ministerpräsidenten durch die Landesversamm- l u n g s e l b st zu tväblen, fand keine Mebrheit. Zentrum Sozialdemokraten und Unabhängige beschlossen die Ministerernennung durch den Präsidenten der Landesversammlüng. Di« Kommission erweiterte ferner den Verfassungsentwurf durch eine Anzahl von Bestimmungen über Notverordnung?- recht, Begnadigungsrecht und Nachprüfung der seit der Revo- lution erlassenen Verordnungen. Endlich wurde eine Resolution angenommen, welche die preußische Regierung ersucht, durch die Reichsregierung auf die Nationalversammlung in Weimar«inzu- wirken, daß sie die für die Mitglieder der Nationaldersammlung und des künftigen Reichstags in Aussicht genommenen Immun». tätsbestimmungen auefi auf die Mitglieder der gesetzgeben. den Versammlungen der Einzelstaaten ausdehnt. Gestrichen wurde u. a. daß Recht der Regierung, den Landtag zu vertagen. Zum Berichterstatter kür das Plenum wurde Abg. Dr. H e i l b r u n n (Dem.) bestellt._ tzoffmanns Erzählunaen. Berlin 18, März. Zu den gestern in der preußischen Landes- Versammlung durch den Abgeovdueten Adolf Hoffmann er- bobenen Anschuldigungen gegen den Minister Haenisch ersucht unS der von Herrn Hoffmann genannte UnterstaatSsckretär Dr. B a e g e um die Veröffentlichung folgende: Erklärung: Trotz der Differenzen, die zwischen dem Minister Haenisch und mir bestehen, halte ick eS für meine Pflicht, zu erklären, daß die Darstellung, die der Abgeordnete Hoffmann in der Sitzung des Abge- ordnetenhauseS vom 17. d. M. von den Vorgängen zwischen Haenisch und mir gegeben hat, den Ta tsachen in keiner Weise ent- spricht. Die Beschuldigungen,, die er gegen Herrn Haenisch erhebt, stnd falsch. Herr Hoffmann ist zu seinem auch von mir auf da? lekchafteste bedauerten Angriff weder direkt noch indirekt durch mich veranlaßt worden. Es tut mir leid meinen sonst von mir sehr geschätzten Parteigenossen Hoffmann in dieser Weise desavouieren zu müssen, aber es wäre richtiger von ihm gewesen, wennersich, ehe er solche Beschuldigungen erhob, bei mir über den Sachverl) alterkundigthätte. Gemütsruhe. Wenn sie über angeblich« Mord- und Schandtaten von Regie« rungsmwven ber'ihten, so gebärden sich die Unabbängigen und spartakistischen Blätter wie die idealsten GerechtigkcitSfturanker, die jeder Tropfen un'chulMg vergossenen Blut? in Wallung versetzt. Sie können aber auch anders. Vom Einzug der Regierungstruppen in Halle berichtet die.Leipziger Volkszeitung" ganz pomadig: .Ein Auto mit zwei Offizieren wurde umgestürzt. Die Insassen, die derüchtigicn Oisizme Hirsch und Schmidt vom Artille- rieregiment, die mit der Verichkepvung Ferchlavds im Zuiammen- bang stehen, wurden von der Menge gelyncht. Hirsch wurde in die Saale geworfenundertrank, Schmidt ist eS später gelungen zu entwischen. Auch wir finden eS überaus provozierend von dem Leutnant Schmidt, daß er nach schweren Mißhandlungen zu entwischen wagt«. anstatt sich am Schluß in die Saale werfen zu lassen. Es ist in der Tat nnerhört von den RegierungStruppen, daß sie die friedliche spartakiftiiche Bevölkerung um das harmlose Vergnügen prellen, einen Offizier ertrinken zu sehen. Eine Erklärung öefelers. Gerichtliche Untersuchung beantragt. Der RechtSbe'stand dcS erkrankten Generalobersten v. Bese- lex, Rechtsanwalt Dr. Glätzner, überssendet unS folgende Er- klärung: «Segen den Generalobersten d. Beseler find wiederholt in der Presse und in der Nationalversammlung scdtvrre Vorwürfe wegen seines Verhaltens bei Auflösung des Generalgouverne- ments Warschau erhoben worden.(ES tvird behauptet, daß der General als erster seinen Posten verlassen habe, Red. d. B.) Er hat selbst, um«ine volle Klärung herbeizuführen, ein« gerichtliche Untersuchung der Angelegenheit beantragt uird glaubt erwarten zu dürfen, daß bis zum Abschluß der schwebenden Untersuch, ing bei der Beurteilung seiner Handlungsweise in Parlament und Presse diejenige Zurückhaltung geübt wird, welche früher in solchen Fällen in der deutschen Oeffent- lichkeit lobenswerter Brauch war. Seit den kritischen Novembertagen sind bereits vier Monate vergangen. Herr Generaloberst v. Beseler kann unmöglich von der Presse verlangen, daß sie ntonatelang zu seinem von zahllosen Zeugen bekundeten pflichtwidrigen Verhalten schweigt, während seine politischen Freundc zu gleicher Zeit eine matzlose Hetze gegen die Soidatenräte entfalten und diesen vorwerfen, was er und andere Offiziere verschuldet haben. Wenn Herr v. Beseler sich auf Anstand beruft, so sei er nur daran erinnert, tvclche maßlos ge« meinen Verleumdungen alldeutsche Offiziere gegen den sozialisti» schen Leutnant Porten aukgestreut haben, um sich an diesem zu rächen, daß er ihnen gegenüber sozialistische Gesinnung bekun- det hat._ Der Verband sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen Bayerns hat daS sozialistische Schulblatt ,.F ö h n" als Vereinsorgan über- nommen und wird es zur Zeitschrift der sozialistischen Lehrerbe. wegung Deutschlands ausbauen. Hervorragende Schulmänner, Parteiführer, Geistliche, Schriftsteller usw. haben sich zur Mitarbeit verpflichtet. Probenummern durch die Geschäftsstelle München, AgncLstr. 30/1 V. die tommum'fiifihe Internationale in Moskau. „Diktatur durch mitleidlose Anwendung von Feuer i: Schwert". Haag, lS. März.(Meldung des HollanMch Nieuwsblireau.)■ .Times" meldet aus HelsingforS: In Moskau femNi anläßlich der sogenannten dritten Jnlernattonole im Kre�. öffentliche Feste statt. Räch dein Berickit der„Jswestija" Wen 32 Delegiert« anwesend, die die kommunistischen Paiteien der r kchiedenen Länder vertraten. Für Deutschland war Albert. Frankreich Guillebeau, für die Schweiz Platten, r Oesterreich Gr üb er, für Schweden Grenland, für Hollo. Retters anwesend. Lenin forderte in seiner Ein'ührungsrc' die Völker von Europa auf, an der allgemeinen tommunistiin,• Revolution teilzunehmen. Er iagte, daß die Zustände überall rc dafür seien und daß ein schneller Sieg sicher sei. Nachl er über seine Reiie über die Schweiz durch Deutichland nach Rußte. berichtet hatte, sagte der französische Delegierte Gui lebeau:„Der grausame Friedensvertrag, d Lloyd George, Clemeneeau und Wilson Deuts« land auferlegen, wird schnell durck die komm. n i st i s ch e R ew o l u t i o n annulliert werden, ebenso i der Frieden von Brest-LitowSk aus der Welt geschafft wurde. T deutsche Delegierte Albert sagte, daß er nach seiner Rück?'. seinen Freunden, den Spartakisten, erzählen werde, daß.. Sowjetregierung ihnen alle möglichen U n t e r st ü tz u n g e n an deihen lassen wolle und zwar bis zum endgültigen Stege. Tro-.i wurde mit Jubel empfangen und mit den, Rufe„Es lebe lt> Gründer der Roten Armee" begrüßt. Trotzli sorderte dann l Versammlung auf, die kommunistischen Ziele hochzuhalten l. schloß mit den Worten:„Auf zur allgemeinen Diktatur des Pro'. tariatS durch mitleidlose Anwendung von Fenrr und Schwert." Die pariser Beratungen über öen Zrieüene vertrag. Haag, 18. März.(Meldung de« Hollandsch NieuwShureau.) D „Nieuwe Courant" meldet aus Paris: Die Vorbereilungsarbeltc. sür die Festlegung der Grenzen von Deutichla»� sind fertig. Die vorgeichlagene Ost grenze beginnt bei d Ostsee. Danzig gehört zum polnischen Gebiet, dc. einen kleinen pornmerschrn Dfftrilt umfaßt. Das polnische Volt übe. läßt Deutschland die Distlikte B y t o w. S ch l o ch a u und Deutsch Krone und bekommt dafür Könitz und S ch n e i d e m ü h l.(. überläßt Deutschland fernerhin die Powner Distrikte Schwerin m Meseritz, wogegen Polen Birnbaum, Lissa und K r o t o i ch i bekommt. ES bleiben noch einige Zweifel über die Grenzen vre Schlesien bestehen, weil das Schick'al von Groß-Wanenbec! noch nicht bekannt ist. Ganz Oberichlesien soll außer Zweife Polen gehören und zwar nnt der Eisenbabnlinie R a t i b o r Oderberg, wäbrend die tschechische Grenze sich über Neustadt hin anschließt. Tie Beiprechlingeil dieser Fragen werden ein wichtiges Problem auf die Ta?es0ldi>ung stellen, da die Italiener für das Problem de? Adriattschen Meere eine ähnliche Unterstützung verlangen. Sie wünschen die Er ledigung dieser Frage zu beschleuntgen, weil eine Bereiirbarunc die Schwierigkeiten doch nicht vermindern würde. Der finanziell Teil der Präliminarien ist noch nicht genügend iu den Vorder grund gebracht worden, um bereits für den Präliminam irden mu geregelt werden zu können. Man wird sich wohrickeiiilich auf h; Forderung der greifbaren dcutichen Werte beschränten und wird hinsichtlich de? UmstuigeS der Kriegsenlschädigungen und ibrcr zohlung den Enticdädigungen für die verwüsteten Gebiete den Borrang lassen. In dem VöllerbundSvenrag wird man wahr scheinlich die Verpflichtung zu soforliger JntelvciUlon streichen, d. die Amerikaner dagegen sind._ NoSkc und Hauptmann Pabst. Die Garde-Kadallerle Schützen division schreibt unS: „In Nr. 120 der„Freiheit" wird de« Reichswehrmimster Nosl. angegriffen, weil er zur Hochzeit des Hauptmanns Pabst eine Glück Wunschdepesche gesandt hat. Es wird behauptet, Hauptmann Pabsi habe beim Vorlesen der Depesche eine„triumphierende" und über dies noch ungezogene Bemerkung gegen den Minister gerichtet. Tat sächlich hat der Reichswehrminister die Glückwunschdepesche abge sandt. Selbstverständlich hat Hauptmann Pabst nur keiner Freude über die Aufmerksamkeit des Ministers Ausdruck gegeben, d a e s unter wohlerzogenen Leuten nicht üblich ist, Gratulanten zu beschimpfen." Nach Eden oder nach Golgatha? Im Firn-Verlag (Berlm IV S2) hat Arno Franke unter diesem Titel eine Bro- schüre erscheinen lassen, die die ernsteste Beachtung der Aibeitcrichaft verdient. Mit Gründlichkeil und der klaren iozialistischen Erkenn: ni« eines Mannes, der seit Jahrzehnten im Dienste der Bewegung steht und sich dem Schickial seiner Klasse autS innigste verbunden fühlt, werden die brennenden Fragen der Zeil gepackt»ird bewältigt. DaS Wesen der Revolittion und ihrer Parteien, der Sinn und lin- sinn der Umwälzung, ihre Forderungen, das Sozialisierimasproblem. seine Gefahren und Ziele und anderes mehr umreißt Franke mir sicherer Hand und beurteilt eS mit dem Blick des WirktichkellSmenicheii für dre Wesenheiten der Stunde und der Zukunft. K>ilt»S>n>nistn Haenisch hat dem Buch einen warmen Füripruch geschrieben. Sonntagsruhe im ZeitungSgewerbe. Die Frage, ob die neuen Bestimmungen über d»e Sonntagsruhe auch für das ZeilM'gSgewerbe Geltung hätten, ist von den zuständigen Stellen bejohl worden. Die Regierung hat deshalb den Berliner ZeitungSverlegern mitgeteilt. daß mit dem Inkrafttreten des Gesetze« daS Erscheinen der Berliner S o n n t a g S- M i t t a g» und-Abend» blätter nicht mehr zulässig sei. Die Besttinmungeii gelten natürlich auch für alle anderen deutschen Siädie. Industrie und Kandel. Eisenhüttenwerk Thale Aktien-Gesellschast, In der Generalversammlung, in der ein Aktienkapital von .3 810 000 M. vertreten war, wurden die Vorschläge der Verwaltung einstimmig genehmigt und die sofort zahlbare Dividende aus ,20 P r oz. nebst einer besonderen Vergütung bim 100 M. oproz Deutsche Kriegsanleihe mit Zinsen vom 1. April 1910 ab auf je 600 M. Aktienkapital(also weitere 16,6 Proz.) festgesetzt. Bezüglich der Aussichten für daS laufende Jahr bemerkte die Verwaltung, daß ein Auftragsbestand in Höhe von ca. 24 Millionen Mark vorliege, daß aber die Fabrikation infolge dauernd unzureichender Brenvstofjl'eliescrung sich unter er- heblichen Störungen vollziehe.— Mit dieser Dividendenfestsetzung hat die Gesellschaft die Höhe der„besonderen Vergütust- gen" in den letzten drei Kriegsjahren auf 400 M. pro Aktie von 600 M., also auf zwei Drittel des A k t i e n k a p i ta hs. erhöht, die n e b e n der jeweiligen Dividende von 26 Proz. zur Nvs- schüttung kamen. * GewerkschoflsbewEuns �tn unsere Leser! In einigen Gewerkschaften ist bekanntlich auf Betreiben der Unabbängigen der Beschluß gefaßt worden, den„Vor- wärtS" für die Gewerkschaftsanzeigen zu sperren. Wir haben kürzlich aus Anlaß des Treibens der unabhängigen Drahtzieher in der Generalversammlung der Sattler bereits auf den Zweck der gegen die sogenannte„Gewerkschasts- bureaukratie" und den„Vorwärts" gerichteten Hetze der- Wiesen. Durch die Sperrung des„Vorwärts"- für gewerk- fchastliche Bekanntmachungen glauben die Unabhängigen die Zehntausende von„Vorwärts"lesern in den Gewerkschaften der„Freiheit" zutreiben zu können: sie kalkulieren einfach, daß wenn den den„Vorwärts" haltenden Gewerkschafts- genossen die Informationen über die Veranstaltungen ihrer Organisation entzogen werden, dieselben schon von selbst' die „Freiheit" abonnieren werden. Diese SpeMation wird sich als i r r i g� erweisen. Solange in den in Betracht kommen- den Organisationen ein solcher von politisch«n Fanatikern herbeigeführter Beschluß aufrecht erhalten wird, werden wir die Gelverkschaftsgenossen im redaktionellen Teil auf wichtige Veranstaltungen ihrer Organisation aufmerksam machen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß uns die- selben zeitig genug bekanntgegeben werden. HanSangektellte, Mädchen oder �fränkei«? , lieber dieses Thema referierte in einer in der Aula der Vlktoria-Luise-Schule in Wilmersdorf tagenden öffentlichen Ver- sammlung der Hausangestellten Genossin Luise Kühler. Die Red- nertn legte den Versammelten in trefflicher Weise klar, daß jetzt den Hausangestellten innerhalb der Gesellschaft diejenige Stellung zuteil werden müsse, die sie auf gleiche Stufe stellt mit der gewerb- lich tätigen Arbeiterin. Die Versammlung nahm folgende Re- solution einstimmig an: Die öffentliche Versammlung der Hausangestellten fordert, daß den Angestellten auch von den Herrschaften mehr Achtung als bis- her zuteil wird, sie verpflichtet sich dafür einzutreten, daß den weiblichen Hausangestellten gegenüber fortan der Titel Fraulein zur Anwendung kommt. Ferner gelobt die Versammlung, dafür einzutreten, daß die Arbeitszeit verkürzt und zwischen 7 und 8 Uhr abends nur laufende Arbeit getan wird: nach 8 Uhr fei völliger Arbeitsschluß, ferner einen freien Nachmittag in der Woche und ausreichende Entlohnung zu gewähren. Die Nngestellten des Restaurants„Znm Prälaten" am Alexonderplatz führen seit längerer Zeit Verhandlungen mit der Direktion wegen Zahlung einer einmaligen Notstandszulage. Außerdem forderten die dort beschäftigten Kellner eine Verbesserung ihrer Lohnverhöltnisse, da sie schon seit Januar infolge der Streiks und Unruhen sowie der Einstellung des Stadtbahnverkehrs sehr schlechte Vcrdienstmöglichkeiten babcn. Die Ablösung des Trink- gelbe? ist in diesem Betrieb leider noch nicht erfolgt, da die Di- rektion vorgibt infolge beS schlechten Geschäftsganges nicht in der Lage zu fein, die Ablösung vorzunehmen. Die Kellner erhielten vom IS. Januar ab ein Monatsgehalt von 110 M. Gefordert wurde neben Verbesserung dek Monatslohnes ein« einmalige NotstandSzulage für alle Angestellten in Höhe von 200 M. Nach längeren Verhandlungen hat am 10. März die Direktion den Angestellten folgenden Vorschlag unterbreitet: 1. o) eine ein- malig zu zahlende Teuerungszulage von 100 M. an alle verheira- teten Angestellten, b) von 60 M. an alle unverheirateten Ange- stellten; 2. das für die Kellner festgesetzte Monatsgehalt von 110 M. wird auf 110 M. rückwirkend vom 1. Februar erhöht. Vorstehende Vereinbarung hat nur Gültigkeit bis zum enb- gültigen Tarifabschluß und Beseitigung des Trinkgcldsystcms Oberbürgermeister Dr. Scholz als Arbeitgeber. Auf die in der Morgenausgabe des.Vorwärts" vom 12. März fNr. IM) enthaltene Notiz mit der obigen Ueberschrift teilt uns Herr Oberbürgermeister Tr Scholz folgende? mit: Der hiesige Magistrat hat mit dem Berliner Magistrat das ' Einvernehmen getroffen, die Besoldung der Bureauhilfskräfte gleicbförmig mit Berlin zu ordnen. Dieses Einvernehmen beab- sicbtigtcn wir dadurch praktisch durchzuführen, daß wir unsere . DesoldnngSfätze, die nach der im Januar ISIS in Berlin getroffe» | nen Neuordnung teillveise hinter den Berliner Sätzen zurück- ! blieben, entsprechend erhöhten. Auf unsere Anfrage an den Ar- > beitSausscbuß der DureaubilfSkräfte— der übrigen? nicht der ge- fetzlichc AngcstelltenauSfchuß ist—, ob er mit der Berliner Re- gclung einverstanden fei, erhielten wir die Antwort, wir sollten uns wegen der Neuregelung der Besoldungen mit dem Bureau- angestelltenverband Deutschlands in Verbindung fetzen. Diese Ant- wort gab unS Veranlassung, zu widern, daß der Arbeitsausschuß, alS die bis zur Konstituierung des Angestelltenausschusses von den Bureauhilfskräften gewählte Vertretung diejenige sei, mit der wir zu verhandeln hä'tcn. Eine Ablehnung der Zuziehung eines Vertreters de? Angestelltenverbandes haben wir nicht ausgesprochen. dagegen haben wir es obgelebnt. uns selbst an den Angestellten- verband zur Herbeiführung der Antwort zu wenden. Wir haben daraufbin unsere Besoldungssätze auf die Berliner Sätze erhöht nnb mitgeteilt, daß wir uns vorbehalten, bei weiterer Erhöhung der Berliner Sätze diesen zu folgen. Mit dem Bureauangestellten- verband ist ein« Tarifvereinbarung bisher nich! getroffen. Eine solche könnte nur mit Berlin gemeinschaftlich geschehen Auch auS diesem Grunde konnte von uns eine Verweisung auf Verhandlun» gen mit dem Bureauangestelltenverband nickrt gebilligt werden. Von einem Dr. H.. der seit Juni 1S18 beim Magistrat als Hilfskraft angestellt war und dabei sofort die umfangreichen Funktionen eine? SteuerbuchhalterS. also eines regulären Beamten, zu erfüllen batte, wird uns noch folgende? mitgeteilt: Ich er- krankte, ohne bis dahin auch nur eine Stunde den Dienst versäumt zu babcn. zu Anfang des vorigen Monats. Der behandelnde Arzt lDr. G. W.. hier. Suarezstraße) verlangte Unterbringung in einem KrankenbauS. Ich verblieb auch in dem Städtischen Krankenhaus Westend bis zum b. d. M. und befinde mich jetzt noch zur Nach- behandlung bei Dr. W. In den Fällen etwaiger Erkrankungen hebt der Magistrat mit dem Augenblick der Erkrankung das Dienst- Verhältnis auf und ich bin infolge dessen für meinen Unterhalt und die Unterstützungen an meine Familie auf das Krankengeld von 24 M. wöchentlich(6X4 M.) angewiesen! Jedenfalls batte die l Ortskrankenkasse angenommen, daß in Fällen der Erkrankung der ' Arbeitgeber anders sorgt als der Magistrat. Dem gesunden.Er- ! werbSlosen" steht die reichliche Fürsorge zur Seite, der im Dienste Erkrankte und Arbeitswillige ist der Sorge verfallen, woher er | die Mittel nehmen soll, um sich wieder in den Besitz seines köst- I lichften Gutes, der Gesundheit, zu setzen. Ich bin überzeugt, daß über das asoziale Gebahren des Magistrais, dos sich hier wieder in krasser Form zeigt, jetzt nur eine Stimme der Entrüstung äußern wird und hoffe gern, daß auch mein Fall Veranlassung zur Abhilfe geben wird._ Soziales. Eine Lücke in der Erwerbslosenfürforge. Es erscheint immer dringender, auf«ine Lücke in der Erwerbs« koscnfürsorge hinzuwe-isen, die bereit? große Erbitterung hervor- , gerufen hat. Es handelt sich um die Tatsache, daß die Krieger- � stauen, darunter auch die schwergeprüften, deren Männer noch in der Gefangenschaft schmachten, sowie diejenigen Kriege ttrntwen, deren Rente noch nicht festgesetzt werden konnte, von der Erwerbs- lofenfürforge ausgeschlossen sind. Eine Kriegerfrau erhält monat- lich 46 Mk.. während sie nach den gegenwärtigen Sätzen der Er- werbSlosenfürsorge 3ch0 Mk. pro Wertt-ag, das sind 01 Mk. mo nervlich, also den tappelten Betrag beanspruchen könnte. Wenn also der Tod bgw. der Dienst für? Vaterland nicht zu einer Strafe ge- stempelt werden soll, so muß nachdrücklichst gefordert werden, daß diesen Frauen der Tifferenzbctrag zwischen Kriegs- und Erwerbs- losenunierstütznng ausgezahlt wird, und zwar mit rückwirkender Kraft vom Tage der Arbeitslosigkeit an, da die entgegenstehende Bestimmung«ine rechtzeitige Geltendmachung deS Unterstützungsanspruches verhindert hat. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, wird in den nächsten ! Tagen eine Novelle zur Verordnung über Erwerbslosen- fürsorge im ReichSgesetzblatt veröffentlicht werden, die neben der Regelung mehrerer in der praktischen Durchführung aufge- fioßcnen Streitfragen neue Bestimmungen enthält. > Um den Erwerbslosen den Entschluß, außerhalb ihres bisher i- gen Wohnortes Arbeit anzunehmen, zu erleichtern, erhatten sie nicht nur wie bisher freie Fahrt für sich selbst, sondern auch für die Familienangehörigen, die in den BeschäftigungSort mitreisen ! oder nachfolgen; außerdem noch eine angemessen« Beihilfe zu den i Reiseunkosten für sich und für die Familienangehörigen. Auck kann die Gemeinde deS letzten Wohnortes eine Beihisse zu den Unkosten der Beförderung des UmzugSguteS gewähren. Eine weitere nicht unwichtige Bestimmung geht dahin, daß für : Orte, in denen die bisher vorgeschriebene: Unterstützungshöchstsätze ' gemäß der ServiSklasscnetnteilung in einen, Mißverhältnis zu den Kasten der Lebenshaltung stehen, die Landeszentralbehörden� eine Erhöhung dieser Höchstsätze bis zum Ursachen OrtSlohn, jedoch nicht über die Höchstsätze der Klasse A, d. h. 6 Mark, hinaus, vor- > nehmen können. «»rantworttich für Politik«thte?Idruckere<>md verlagsanltalt Paul Alnoer u So w Berlin. Ltnbeuflrabe Z. Hier»» t Beilage. Pfreitng I e<> t e r Tag Sahen! ftauaftatten! Slauaenl Der großen Nachfrage wegs» noch 1« 19.. Scelln ' zwei Bor den 21. Mckrz: . jrnngtn"TBSIB ags 5 Uhr und aoend» 7 Uhr, [mmrnmmmi.zurMMe' i k vaAe-Allianre- lr. 106. I. Etage(SjaBefches Tor), ' mit dem allgemein als leistungsfijhiglt anerkannten| Bacuum-Wasch-Äpparat „Das kleine Wunder". Zn 5 Minuten eine Wanne schmutziger Wäsche ohne Heu, ohne«ilcflcn. ohne Reiben radellos sauber! U- Zirka in proz. 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Am Wege des EinschreibeverfahrenS werden verkauft: 1059 377 rohe bunte Kaninfelle 141030 rohe einfarbige Kaninfelle 131400 rohe Wildkaninfelle 3 210 rohe rnffifche Hasenfelle 4:22 253 zugerichtete Kaninfelle 436 naturelle Kanintafeln 0427 gefärbte Kaninfette 14408 rohe Katzenfelle 46 581 zugerichtete Katzenfelle 7 rohe Bärenfelle 5 381 rohe Maulwürfe 073 Wildfelle und verschiedene Felle an handelSgerichtlich eingetragene Ranchwarenhändler, Ranchwarenznrichter, Rauchwarenförber, Kürschner und Pelzwarenkonfektionäre. Der Katalog mit den näheren Verkanföbedingungen und den Angaben über Zeit und Ort der Warenbesichtigung ist von der Kriegs-Fell-Aktiengesell- schaft zu beziehen. Die den Verkaufsbedingungen entsprechenden Gebote müsse» bis spätestens de« 1. April 1919 in de« Hände« der Gesellschaft sei«. issio '--iv Biutaime, Nervenschwache, Schwerkranke, Ueberarbeiteto und Wbchnerinnen nehmen Fabrikant: Chemische Fabrik Apoth. Job. Prltz Neuhaus, Ottweller(Bez. Trier) Neoferol- Pillen! 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