Itr.tSl. WMkt*. Ve,n««vret»i Bfertrttafin 1JCO Jti. Tiariaa 2B8SH. ftatni hxw»!>oldin Em«ein« Nummern ir rieimiq. Vionollxv. BD VtL. frfl Zmttlwn«». zedüdl llni»,-ircu-dan» im Deuisch» Imb a. vellerrrich-llnomm.75 Mk. ffli»a4 üb not 5n-Jlonb'• TS Ml bei tägltA«nmalion.ttmcauna 7.75 SS. Tiailbniciiunan nehmen m Dim» tnaf. Hotion» GurfcnbutQ Kouvrbe» uns»l» Sthwet« 4inactiaaeii« btt Aon» eiumjM-ieiel'ftt tct.SoaoaTtb' Rtdteun woldeiuüzlich tweumu. so-.uuofli. tmmci. tote« a au..«.ittfte «erlt**, Morgen Ansgake. Oerlincv Oolksblatt. ( 10 Pfennig) * Ail,oifte»»re»S» Die adiiati»ott( n« NonvoreilleeoiZ« iotin 1.20 MI..»leine ba» vu ieoiudi» fflot. 6u big. MUldlüs 2 tettaebnidic£!orie>. lebet w euere Bor 35 viz StearngcmdK im» 6iJ)lj((tcUfn17 55—51. Lilclung der Regierung in Preußen. Eine Koalitionsregierung. Sfettffl etttiinfdü wird d?n mriften Partriponosien die Nachricht lammen, daß auch in Preußen eine Koalitions- regicrung unter Hinzuziehung des Zentrums ge« bildet werden soll und daß man beabsichtigt, zum Zweck des Zustandekommens dieser Regierung die Entscheidung über Kulturfragrn vorläufig zurückzustellen. Falls dieser Entschluß schon unwiderruflich sein sollte, so ließe er sich nur auS der be» orängten äußeren Lage des Reiches erklären und auS der Sorge, nicht breite geographisch zusammenhängende Volkstcile in d:e Opposition zu stoßen un)) sie nicht dadurch für gefähr- liche Losrcißungsbcstrebungen empfänglich zu machen. Ob diese Lorge begründet ist, möchten wir dahingestellt sein lassen — wäre ste cS. so wäre das kein gutes Zeugnis für jene BcvölkrrnngSteile, die angesichts einer Meinungsvrrichiedcn» heit über die beste Kulturgefrtzgebung gleich bereit wären, Staat und Reich den Rücken zu kehren. Sollten die damit im Zusamnienhang stehenden Probleme bis zum Abschluß des Friedens vertagt werden müssen, so zweifeln wir nicht daran, daß sich dann der freie Geist der neuen Zeit desto ungestümer durchsetzen»vird, dessen Kommen von vielen, ganz besonders auch von den Lehrern mit Ungeduld erwartet wird. Die Ministorstste behält für die Sv,ziafdemokratie eine Reihe besonders wichtiger Ministerien vor. insbesondere das Min sterprättdinm. das Ministerium des Fnnern. die Finanzen und die Landwirtschaft. Im Kultusministerium werden die Demokralen und das Zentrum je einen Unterstaatssckretär er- holten. Sonst fäSt an dos Zentrum das Justizministerium und daS neugegründete Wohlfahrtsminifterium, an die Demo- traten wohl Handel und Eisenbahnen. O Das Ministerium, das der Präsident de? Landcsversamm- lung Leinert am Dienstag berufen wird, scvt sich, wie wir er- fahren, folarndermasien zusammen: Mitzisierpräsident: Paul Hirsch(Soz.). MS Unterstaatssekrrtär ist für spätere Zeit Göhre b. Vermeidung aller Maßnahmen, die das kapitalistische Wirt- schaftSkysiem stützen. 8 Sofortig» Inangriffnahme der Eaziaktfierung: Die Heber- flheung der gesamten kapital isttfcheu Wirtschaft iu die sozialistische i muß unmittelbar in Angriff genommen werden, die wichtigsten 'Produktionsmittel in Landwirtschaft, Industrie, Handel und Ver- kehr, der Grund und Boden sowie die Bodenschätze sind als voll»- eigentum zu erklären und unter gesellschaftliche Kontrolle zu stellen. die Produktion ist planmäßig nach sozialistischen Grundsätzen auf- zubauen, die Verteilung der GebrauchSgüter nach sozialistischen Grundsätzen zu regeln. j 7. N ichdrückliche Vertretung dieser Forderungen bei der Reichs- regierung. schärfsten Widerstand gegen alle Maßnahmen der Reich»- regierung, welche die Verwirklichung dieser Forderungen der- hindern. Adolf Hoffmann. Dr. Kurt Rosenfeld. die vorflänge in Ungarn. Einführung der Zensur. Budapest, 24. März.(H5i) Gestern fand hier«ine Versamm- lung der Volkskommissare mit den Direktoren und Eigentümern der Theater, Kinos und anderer BergnügungSlokale statt, in der ein neungliedrigcs Komitee gewählt wurde, bestechend auS Schrift- stellern usw., welche? die Leitung aller Theater übernahm. In den ersten zwei Waden dürfen nur revolutionäre und sozialistisch« Stücke gespielt werden, sonst dürfen die Theater n-ur rein literar»- sehen Zwecken dienen. Alle aus dem Felde zurückg«. kehrten Krieger hutben sich in einrr großen Ver- sommlungder Sowjet-Regierung zur Verfügung gestellt. Die bürgerlichen Parteien besdiloffen gestern, sich aufzulösen. Heute und morgen finden Versammlungen statt, in denen die? offiziell beschlossen wird. Die Stadt Preß. bürg wurde von italienischen Truppen unter dem Kam- wand« d«S Generals Picciona besetzt. Bei der gestrigen Massen- Versammlung hielten einige Aristokraten Reden, die den Eid ablegten, daß sie ihre Güter dem Volk« zur Verfügung stellen. Der Sonntag soll völlig ruhig ver- laufen sein. Alle diese Rachrichten stammen au» ungarischer Quelle und zwar von Stellen, die der Sowjet-Regierung nahestehen. In völli- gem Widerspruch hierzu steht eine zweite Meldung der HR. Do« nach sind die Fu n k s p r ü ch e der ungarischen Sowjet-Regierun� über die Vorgänge in Budapest größtenteils falsch. In B u d a- pest herrscht Panik. Von einem Anschluß de» Lande» an die Räte-Republik ist vorläufig keine Rede. Die Hauptstadt wird von der Regierung gegen das Ausland hermetisch abgesperrt. In dieser Beziehung wird da» Moskauer Muster vollkommen nachgeahmt. Das Echo in Wien. Wien, 24. März. Gestern fand hier eine Versammlung der Wiener Kommunisten statt, die sid, z u einer �Sympathiekundgebung für die ungarischen Kommunisten � gestaliete. Die verschiedenen Redner verlangten die Auslösung des Parlament» und Einführung de» Röte- shstem» auch fürDeutschösterreich. Unter den Rednern .waren auch Gäste au» dem Reiche, drei Soldotenrät.e au» Bayern, die die Grüße der Bayern überbrachten. Die versamm. lung faßte eine Resolution, in welcher der Sympathie für die Hal- tung de» ungarischen Proletariats Ausboud gegeben und die Frei- lassung der verhafteten Kommunisten verlangt wurde. Die eitfllische Presse yur Umwälzung. Haag, 24. März.(H9l) Der Eindruck der bolsche- w i st i s cke n Veränderung in Ungarn war in London tief. Allgemein widersetzt« man sich dem Hinausschieben der De« ratungen in Pari», wodurch man die Macht über Zcntraleuropa verlier«..Daily NavS' sagen, daß sie vor dieser Gefahr bereit» vor Monaten gewarnt hat und daß man sie durch die r a ch f ü ch- tige« Narrheiten hervorgerbfen habe..Daily Chronicle" bringt»iney ausführlichen Leitartikel über den Ernst der Lag« in U g a r n und zwar auch über seine Wirkung auf die drei wich. »igen Nationen Rumänien, Polen und Tschecho-Slowakei. Diese drei Rationen find die Grundpfeiler, die weder»on einem freien Zentraleuropa noch von einer Welt, die auf. den Völkerbund auf. gebaitt werden soll, ihrem Schicksal überlassen werden können. Lenin hat jetzt die Ukraine in seiner Madst und bekommt über Ungarn ein viel besseres Angrifssfeld gegen diese drei Staaten. Der Eindruck in Ffrankreich. Haag. 24 Mär,. Die Pariser Blätter befassen fi« mit den Ereianissen in Unaarn und mmnen. daß da», w«S jetzt in Buda» pest ae'chehen ist. vielleicht ein Modell istr da? 5(den wird, wa» tn Berlin folgen kann, wenn Deutschland sich den Flieden». bevingimaen zu entziebin trachtet. ES gäbe nur zwei Mittel, diesen Siblog abzuwenden: Die Alliierten müßten den Bol» sdiewiSmu» in Ungarn vertreiben, bevor e« zu ipät ist und Rumänien und Bulgarien vor dem Boiichewismii» retten. Die Konferenz infiffe weiter Deutschland da» neu» Sprnngbrett nehmen und neu« Maßnahmen treffe», um de» russischen BölschewiSmuS auszurotten. das Treiben öer Reaktion. Das Treiben der Reaktion ist ein Skandal, der zum Himmel stinkt. Die monarchistischen Straßen- kundgebungen vom Sonntag haben ihm die Krone auf- gesetzt. Wir fragen die Nöglerung, ob sie noch lange geduldig zusehen will. Als die Revolution so verlief, daß keinem der S ch u l- d i g e n auch nur ein Haar gekrümmt wurde, waren wir stolz darauf. Mit einem vielleicht etwas übertriebenen Zartgefühl behandelten wir diele Herren als andersdenkende Mitbürger, die nur durch ihren Irrtum in Schuld geraten waren, und gaben ihnen jede Freiheit, deren sich ein Angehöriger der jun- gen Deutschen Republik erfreuen kann. Die Reaktion hat diese Großmut der Revolution nur mit Frechheit belohnt. Darum ist es notwendig, noch einmal die Rechnung aufzumacksrn. Es soll versucht werden, sie auf eine kukße For- mel zu bringen, obwohl sie lang ist. Im Sommer 1914 wnrde Deutschland von der Monarchie und der militaristischen Reaktion in den Verhängnis- voll st en aller Kriege gestürzt. Die Sozialdemokratie wehrte sich verzweifelt, aber es half nichts— sie war ja„Vater- landsloS"— und das Unglück brach herein. Die„vaterlandslose" Sozialdemokratie wollte dos Volk nicht zugriindegehen lassen, sie stellte ihre Kräfte zur Abwehr der feindlichen Uebermacht zur Verfügung. Sie tat das unter der Bedingung, daß dieser Krieg als ein reiner Verteidigungskrieg geführt wer- den und als solck>er so rasch wie möglich beendet werden müsse. Das ward ihr zugesagt, man hat sie schanUoS belogen und be- trogen. � Kaum waren mit ihrer Hilfe die ersten Siege erkämpft, als sich ein b r u t a l e r A n n e x i o n j s m u s breit zu machen begann. Durch ihn wurde d'e Sozialdemokratie vor dem Ausland in übelster Weise kompromittiert und in ihrer i Arbeit für den Verständigungssrioden. die allein Rettung bringen konnte, gelähmt. . Tie Sozialdemokratie erkannte ganz richtig, daß In einem Kriege wie in diesem, bei einem solchen Kräfteverhältnis, die Abwehr seindlick>er Eroberungsgelüste das Höchstmaß des Erreichbaren war. Das war det sogenannte Scheidemann- frieden. Unzähl'gemale ist während des Krieges hier gesagt worden, daß nur die höchste militärische Leistung in Berbin- düng mit vollkommenster oußenpolitjsckfer. Beschränkung den Erfolg der denftckfen DerEidigung sichern könne. Frühzeitig wurde h'er ein billiger Frieden im Anschluß an Wilsons Grundsätze propagiert. Ter Erfolg Beschimpsring, Verleum- dung und Maßnahmen der Zensur. Systematisch wurde das deutsche Volk über die Kräfte, die ihm entgegenstanden und über die Sckgvere de/ ihm drohen- den Gefahr hinweggetäuscht. Wäre es erlaub) gewesen zu sagen, daß bei dem gegebenen Kräfteverhältnis die Niedersage wahrscheinlicher sei als der Sipg. der Glaube on einen'Er- oberersieg ober platter Wahnsinn sei, daß Deutschland in der — kaum noch abzuwehrenden— Gefahr stehe, deutsches Land und deutsckies Gut dem Feinde hingeben zu müssen, der letzte Mann wäre bis zum letzten Hauch für die nationale Verteil fliing eingetreten. Und hätte Deutschland daS aufrichtige ungeschminkte B ld eines Landes gegeben, das s ll r seine Freiheit, für nichts als seine Freiheit, gegen zehnfache Uebermacht kämpft, so wäre es nickst am Haß der ganzen Welt zugrunde gegangen, wie es tatsächlich an ihm zugrunde ge- gangen ist. Die alldeiitsch-militaristische Ndaktion hat durch ihren verfluchten StimmnngSschwindel die nationale Verteidigung sabotiert, die deutsche Sache vor aller Welt und einem Teil des eigenen Volkes in« Unrecht gesetzt, d'e morglische Kraft der Armee untergraben, den Gegnern der Landesverteidigung Wasser auf ihre Mühle geliefert. Die sozialdemokratische �raktio�n bewilligte die Kredit«, weil sie fürchtete, daß d'e Ablehnung unmittelbar zum Z u s a m m e n b r ißch führen würde Sie bewilligte die Kr»> dite. weil sie die Dinge so sah. wie sie waren, nickt wie div alldeutschen Windbeutel sie darstellten, weik sie wußte, daß Deutschland am Abgrund h'ng. und daß ein Winßbauch feinen Sturz herbeiführen konnte. Me wollte nicht ein Gran der Verantworhmg dafür tragen, wenn es wirklich zur Kate- strophe kam. Die Unabhängigen waren aber nichts als ein Neben, Produkt de» AlldentschtumS. Aus der äußersten Rechten wie aus der äußersten Linken ging man von der gleichen falsche« Beurteilung des Krieges aus. Weil sich der alldeutsche An- nexion'smus gar so wild imd laut gebärdete, hielten ihn die Unabhängigen für eine schmerere Gefahr als den enlentisti- schen. Sie glaubten Wohl gor, das schwache England und das unglückliche Amerika gegxn deutsche Naubabsichten schützen zu müssen. Sie verwe-gerten die Kredite, weil sie einem Irrtum unterlagen, der von den Alldeutschen genährt wurde. Es hätte kein Abgeordneter die Kredite verweigert, e§ hätte keine Spal- tung der Sozialdemokratie gegeben, wenn die Sache der beut- schen Verteidigung nicht von der militaristijckicn Reaktion geschändet worden wäee. Die Sozialdemokratie forderte freiheitliche Reformen, um die moralisckx? Widerstandskraft des Volkes zu beleben und die Stimmung der Welt günstig zu beeinflussen. Auch hier zäher Widerstand der ewig Unbelehrbaren— man denke nur an die passive Resistenz des weiland preußischen Herrenhauses gegen die Wahlrechtsvorlage. Der Wahnsinn überschlug sich förmlich in Brest» L i t o w S k. Hier konnte Deutschland zeigen, wie ein anstän- diger und kluger Gegner den geschlagenen Feind behandelt. Aber auch hier wurden alle sozialdemokratischen Ratschläge in den Wind geschlagen. Rusiland wurde ein Gewaltfrieden aufgenötigt, der militärisch die Entlastung im Osten verhmderte, politisch jetzt unseren siegreichen Feinden als Vorbild dient. Ist daS alles? Rein, von manchem, vielleicht dem w'ch- tigsten, War noch nicht die Rede. Nicht vom aberwitzigen U-Boot-Krieg, von der Hereinzwingung Amerikas in den Kampf, von der Lüge, daß die Amerikaner nicht schwim- men und nicht fliegen könnten, daß sie nicht kommen würden. .Kurz, die alldeutschen Reaktionäre hoben im Krieg alleS schlecht gemacht, was die Sozialdemokraten gut zu machen der- suchten, sie haben dem Reich und der Partei, die da« Reich zu seiner Rettung brauchte, der Sozialdemokratie, den schlimm- sten Schaden zugefügt. Denn ein Teil des Hasses, den sich jene reichlich verdient hatten, fiel auch auf uns. Das Ausland und ein— wenn auch kleiner— Teil deZ Inlandes wollte den zähen erbitterten Kampf nicht sehen, den wir gegen dte VolkSverderber führten. sie starrten nur auf die Kredite, die wir gleich ihnen b�- willigten. Ter Verdacht entstand, als ob zwischen ihnen und uns etwas Gemeinsames sei: wir schütteln ihn als die schlimmste Verleumdung, die man unS zufügen kann, ab. Jetzt kämpfen wir für' einen gerechten Frieden und für die Erhaltung der Demokratie gegen rechts und links. Und müssen wir es hier nicht auch wieder erleben, baß uns dabei idiotische Tücke in den Rücken fällt? Was ist im gerechten und notwendigen Kampf gegen den SportakiSmus durch junkerliche Schnarrtöne und militaristische Ausschreitungen nicht schon alles verdorben worden? Darüber müssen wir uns klar sein: Wenn die ungeheuer schwierige Mission, die unsere Partei am deutschen Volk zu erfüllen hat. in Gefahr gerät, so kommt daS zum großen Teil daher, daß die Abrechnung mit dxr Rechten noch wcht gründlich genug war, daß der militaristisch-monarchistisch-alldeutsche Uebermut unter der halbsozialdemokratischen KoalitionSregiernng wieder in die Halme schießt und innen wie außen alle vernünftigen Absichten der Regierung zu durchkreuzen versucht, so wie er eS während deS Krieges mit dem bekannken Erfolg getan hat. Betrachtet man zu alledem die Ludendorff-Kund- gebung vom Sonntag, so muß man sich fragen: Können Menschen überhaupt so dumm sein, nicht zu bemerken, daß sie durch ein derartiges Verhalten dem Vaterlonde, das sie mehr als andere zu lieben vorgeben, den entsetzlichsten Schaden zufügen? Und gibt e« kein Mittel, sie an der Anstiftung wei- terer Schäden ju hindern? Kann sich die Regierung nicht die nötige Autorität verschaffen— neun Zehntel des Volkes stehen in diesem Fall hinter ihr—, um gegen solche Elemente mit der nötigen Entschiedenheit vorzugehen? Jsts nicht genug, übergenug? Urteer. von H. Lux. Dieser geheiimnZdove Name versetzt einen in das brennendste Airtschastsproblein der Gegenwart, in unsere Kohlenwirtschaft. Von Ufr Mnflt jetzt Deutschland» Sein»der Nichtsein ab.— An dieser Gtelle soll ab«r beileibe nicht da» ganze Problem in keiner weit- tragenden Bedeutung aufgerollt werden: nur ein kleiner Ausschnitt sei dargelegt, er allein genügt schtzn, um die fundamentale Bedeu» tung der Tozialisierung unserer Kohlenwirlschaf« darzutun. In unseren Steinkohlen ruhen für jede» Kilo Sl)0g bi» 8000 Wär«.«einheilen aufgespeichert. Wäre e» mög- lich, die verbrennungSwärmc vollständi> in mechanische Arbeit um- zuwandeln, so könnten mit jedem Kilo Steinkohle, in der Stunde der- brannt, rund Pferdestärken geleistet werben. In Wirklichkeit beträgt die Ausnutzung bei den besten Dampfmaschinen nur etwa l b Pr o z., die bei kleineren.Maschinen bi» auf 2 Proz. heruntergeht. Bei der Heizung werden selbst in den besten Dauerbrandöfen nur bi» 20 Praz. der in den Kohlen aufge- speicherten Wärme ausgenutzt. Diese Verlust« werden aegenwärtig wie ein Schicksal in Kauf genonnnen. Sic wären noch erträglich, wenn auf dem Roste der Dampfkessel, der Heizanlagen, nur Kok», nicht aber Steinkohle, wie sie gefördert wird, verbrannt würde. Die Verluste steigern sich nämlich noch dadurch, daß bei der einfachen Verbrennung der Steinkohle alle die wertvollen Stoffe verloren zeihen, od«? erst gar nicht entstehen können, die bei einer rationell geleiteten Vergasung der Kohlen erhalten und verwertet werden könnten. Diese Verlust« sind e» hauptsächlich, die vermieden werden müssen, und die schon auf Grund de» heutigen Stande» der Technik sehr wohl vermieden werden können. verbrennen wir die Steinkohle nicht mit ossener silamm«, er- Hitzen wir sie vielmehr unter Luftabschluß in geschlossenen Gefäßen. so erhalten wir al» Produkt dieser trockenen Destillation ein Ge- misch von Gasen und Dämpfen, während in den Dcstillationsgesäßen mehr oder weniger reiner Kohlenstoff in der Form von Kok» urid Retortengraphit zurückbleibt. Für die meisten Anwendungsgebiete ist Koks ein ebenso ge- eignete» Heizmaterial wie die Sieinkoble. Für Kttenmännische Zwecke muß sogar die Steinkohle erst verkokt werden, ehe sie verwen- dung finden kann. Die bei der Verkokung entstehenden Dämpfe und Gase bilden den Teer, Teerwasser. Llmmoniakwasser und Leuchtgas. Bei der Leuchtgaserzeugung find Kok», Teer, Ammoniak uwd Zyan die Abfallstofse; bei den gewerblichen Kokereien dagegen bilden ÄeuchtgaS und wieder Teer, Ammoniak und Zyan die Neben- Produkt«. Beide Arten der Kohlenvergasung sind in der Gegenwart erst rentabel geworden, nachdem die Abfällst oft« zur Ausnutzung kamen Koste».«ine Tonne Steinkohle rund lC M. llong ist'» her». so erfährt sie durch die Verkokung und Gewinnung der Neben- Produkte«Ine«norm« Vertsteigerung, die sich durch folgend« Zahlen ouSdrücktt KokZ 12.1S M., Ga» 0,50, Teer 1, Ammoniak 2,43, Benzol (V:2. u'au'mcn 22,06 M. Man fann aber auch die Steinkohle vollständig vergasen, indem umn den entstehenden Kots m sog. Wosserga». ein Gemisch von Wasserstoff und Koblenoxyd, verwandelt. Dieses Verfahren empfiehlt sich vielleicht allgemein, jedenfalls aber dort, wo der entstände»« Koks au sich mlodrrvertig ist.. Die Arbeitslosigkeit in England. GnormeS Ansteigen der Arbeitdlofenzifter. Haag, 24 März. Au» London wird gemeldet: Die Anzahl der A r d e> I» l o f e». die am 7. März in England Unlerstüsung rrbirlten, betrug 002 202, hat aber i n z w i> ch e n l Million überschritten Da? unter befinden sich ungeiähr 200 000 demo- bilisirrte Soldaten und 405 000 Frauen. Seit November lOIS, Ivo die Anzahl der Arbeiislosen etwa 70l00 bei rüg. bat sich diese Ziffer schnell und regelmäßig um durchschnttlich 66 148 pro Woche gesteigert._ von der östlichen Krönt. Ein deutscher Parlamentär von den Polen erschossen. Berlin, 24. März. An der schlesisch-böhmilchen Grenze wurde eine eigene Feldwache südlich Frirdland von Tichechen beschossen, von ollen Teilen der Pv'enschen Front sind Palrouillenvoistöße»ud kleineie Angriffe der Palen zu berichten, die S t i ni m u n g unserer?>»ppen ist daher äußerst erbitert. vor ollem Im Neycabschnirt südlich Schneide- Mühl— Blomberg, gegen drn sich die bänfi�stei, Vorstöße gerichtet hoben. Im Abschnitt Thorn wuiden von zwei zu den Polen eniiandien Parlamentären der eine nach Ueber- schreiten der Grenze getötet, der andere verwundet. Im Bal- tikum sind Truppen der leitischen Regierung bis an die Cckau östlich und nördlich Milau gelangt. Riesenkundgebung in Danzig. s?iir die Zugehörigkeit zu Teutschland. Q Danzig, 24. Marz. lEig. Drahiberickt de».Boiwärt»'.) Eine Riesenlundgcbung von l e ch< i g i a u s e n d begeisterten Menschen semonsitierle unier freiem Himmel für ein deutsche» Danzig. Sie verlangte, daß die Rc>ch?re>,ier»eg leinen Flieden unlerzeichnet, der Danzig an Polen anSliescrl. E»'prachen neun Redner iämt- licher politiicher Parteien außer den Unabhängigen. Die Mitglieder der amerikanischen L e b e n» m i I« e l t» m- Mission beobachieten die Kundgebling»om Hotelienster au». Eine an Wckion gefunkte und der Reichöregierung übermittelte Entschließung»ntbäl, folgende Sätze: Wir fordern da« Selbst- bestimmnngSrecht der Völker'ür un». Danzig» Geschichte und Kultur ist»ur deutsch, nicht» Polnische» hat an ibr jemal« einen Anteil grbadt. Achi'-ndneunzig Prozent unserer Mitbürger siüd deutsch. Jede Bestimmung de« Frieden«»«» trage», die un» vorn Mutterlande losreißt, ist der Keim neuer Kriege. Danzig deutsch »ür immer! Steuerfragen im Verfasiungsausschuß. Der VersasinngeariSlchuß beschäftigte st» in seiner gestrigen Sitzung au» äußeren Gründen nicht mit der Foriietziing der De- batie über den Reich» rat, sondern er nabm den Arlitei 7 des Entwurf» in Berarung, der die Gesetzgebung über da» g o l I» wesen auSichlreßlich dem Reich überweist. Dieser Arliket rollt die Frage der Geldbeschaffung iür Reich und Glied- slaaten auf. Der alte Grundsatz, daß dem Reich die indirelien und den E'nzelstaaten die direkie» Steuern gehören, ist ja schon var dem Krieg» un» währen» de« Kriege» fallen gelassen worden. In einem konservativ-notionallideralen Antrag wird aber noch vorgeschlagen. daß die Besteuerung de» Einkommens aueichließlich den Einzelstaalen vorbehalien bleiben soll Gegen diesen Antrag wenden sich alle übrigen Parteien deS AnSschuiseS. Der Abg. Kahmann sSoz) erklärt al» Kanelerent: E» ist ein notwendiger Bruch mit dem alten Zustand eingetreten. Da» Reich nehme jetzr da« Recht der Ge'etzgebling über all« Stenern nnh Abgaben für sich in Anspruch. Dam» ist dem Reiche da» Recht eingeräumt, auch Steurr« von Einkommen zu erheben. Der Anirag, den Ländern die Einlommensteuer ganz oder bis zu tiner gewisien Höhe zu belasten, ist bei de» gewaltigen Bedürfnissen de« Reich« unmöulich Wir lehnen deshalb dahin- gehend« Anträge ab. Ein Anirag Ablaß(Demi will mit den indirekten Reservat steuern der Südstaaten aus- räumen. Mit diesem Annag erklän sich Abg. Keil ein- verstanden. Er hält außerdem die unbedingte Zuständig« keit de» Reiche» auf dem Steuergebiet für dringend notwendig. Auf einen Blick ist als» zu übersehen, welcher Raubbau gegenwärtig. noch immer mit der Kohle geirreben wird, wenn man sie einfach mit offener Flainme verbrennt. Dabei sind die Verluste noch nicht eingerechnet, die in der entgangenen Wertsteigerung durch Weiterverarbeitung de» Teer» enthalten sind. ES ist bekannt, daß unsere große deutsche chemische Industrie ihre wesentliche Bedeutung durch die Verwendung de» Teer«» gewonnen hat. Fast alle heute zur Verwendung kommenden F a r b st o f f e, sehr wertvolle Riech- st o f f e, eine Reihe der wichtigsten Arzneimittel urtd A n t i- se p t i c a führen ans den Teer zurück. Lassen wir aber die in der'Weiterverarbeitung des Teere» enfhaliene Wertsteigerung außer acht, so ergibt sich der einer Steinkohlenfördaruna dvn 191.6 Millionen Tonnen(1913), von denen nur 37 Millionen Tonnen Koks gewonnen wurden, eine glatte Vergeudung von rund 1.8 Milliarden Mark im Jahre. � Dazu kommen aber noch weitere materielle Verluste, deren De- lbeutung un» erst durch den Krieg ganz zum Bewußtsein gekommen ist. ES fehlt uns an einem dem Gliilesalpeter gleichwertigen Düngemittel. Mit dem A m m o n i a k wa s se r, das bei der Kohlen- Vergasung abfällr, können wir schon heule einen erheblichen Teil deS landwirtschaftlichen Stickstoffbedarfes decken. Reaelten wir die Kohlenvergasung generell, so erhielten wir vollkommen« Deckung und darübcr hinau» noch Deckung de» Stickstoffbedarfs der chemischen In- dustrie zur Herstellung der Salpetersäure. E» fehlt uns weiter an Petroleum und damit auch an Benzin, Treibölen und Schmier- ölen. Bei einer allgemein durchgeführten Kohlcnvcrgasung könnten wir hier auf die Kohleneinfuhr ganz verzichten, wenn wir uns mit »Benzol und Teerölen begnügen. Aber wir stnd heute sogar in der Lage. Benzin, Treib- und Schmieröle bester Beschaffenheit hirekt bei der Kohlenvcrgasunq zu erzeugen. Ter entstehende Teer weist nämlich eine sehr verschiedenartige Beschaffenheit auf, je nach- dem sich die Kohlenvcrgasunq bei hoher»der bei»erhältnismäßig niedriger Temperatur vollzieht. Heute veraast. man in de» Zeucht- aasemßalten und den gewerblichen Kokereien die Kehlen meist bei einer Temperatur Von 800— 1200 Grad. Der hierbei erhalten« Teer ist t«nn bereit»«in Zersetzungsprodukt des ursprünglichen Destil- lationSprodukteS. da» von Prof. Dr. Franz Fischer vom Institute für Kohlen Forschung.U r t« e r' genannt wird. Reaelt man die ver- gasungstemperatur ober so. daß sie zwischen 800— 500 Grad liegt, so zriehnet sich der erhslten« Teer durch«inen großen Reichtum hoch- wertiger Schmieröle(10—15 Proz.j. leichtflüchtiger Oese. Benzin(15— 38 Proz.) und festen Paraffine» au». Produkt«, Sie wir während des KrZege» und auch jetzt noch schmerzlich ent- behren mußten, weil sie nur in den Petroleum erzeugenden Ländern, die uns abgeschnitten waren gewonnen werden. Diese Stoffe können wir jetzt selbst bei der Kohlenvergasung Erzeugen, dagu sogar noch da» Leu cht Petroleum selbst, dessen Fehlen die so überaus empfundene Beleuchtung« not auf dem Lande und in der Stadt ga- schaffen hat. Diese Andeutungen dürften genügen,»m die enorme Wichtig- kelt der Kobleirversorgung für den gesamten Volks hau-hail darzuuiu. In der kritischen Siiuation. In der sich unser Volk gegenwärtig befindet, bedeutet die restloie Lösung der VergasungSfrag« gleichzeitig aber auch di« Lösung der Existenzfrage für uns. Würde die Vergasung vaüständia durchgeführt werden, so käme» wir für unsere» eigene» Bedarf»tt der Hälfte, diel- Die Aussprache wird um TV« Uhr abends auf Dienstag vor- mittag 0 Uhr verlagl. Sozialdemokratische Erklärung zur Verfassungsfrage. Weimar, 24. März.(E'genrr Drahtbericht de«.BorwürlSV) Zu Beginn der heuligen Sitzung der versasium Skummilsion gab der Abg. O u a r ck tSoz.j im Namen seiner Freunde tolgende Er- tlärung off: .In den beiden letzten Sitzungen der Preußischen Landesver- sommlung vom 21. und 22. März sind von ver'chiedenen Seiten Aeußerungrn über den Beichluß unteres Berfossuogso»»« schuiie« zur Gliederung de» Reiche» gefallen, gegen die meine Freunde und ich bei der ersten sich bieienden Getegenbeit i ch ä r f st e verwabrung einzulegen iür nö»g halfen. Der deui'chnationate«hg>-ordnete Linz Hai von unserem Be« schlnß al» von einer.unerhörfen Majorisierung PieußenS', der Unferftaarsietiefär Dr. Freund von einer.Vergewaltigung Preußen»', die in Weimar delchlosi'n worden se». ge'prochen. Und der vreußiiche Mliiisteiprändent H i r i ch lagte zu unserem Beschluß, daß.er bei der Enten»? laufe Freude erwecken müßie', die preußische Regierung werde sich tatkräsfig bemüben. ihn.zu Fall" zu bringen. Außerdem wurde unser Beschluß mir den Bestrebungen vermengt und ibnen gleichgestellt, die angeblich oder wirllich aus eine LoSrerßung bestimmfer Reichsteile vom ganzen Reich hinauswollen. Swon die Form dieser Angriffe gebt weit über das Maß» hinaus. das di« Parlainente der au» emer und der« telben Volksbewegung enistandenen deutschen Ge'amlrepziblit iür ihre gegenseitige Kritik beachten sollten. Aber auch der In- hall der erwäbnien Aeuferunpen ist völlig unzu- tressend. Unler Beschluß ist von dem ersichilfchen Sueben beseelf, unter einer nach Möglichkeit verändmen Reichsgewalt ntchi eine Zerreißung oder Ausieiliing des Reiches oder Preußens, sondern eine nach demokrafitchen Grundiä»?»»nd nach dem Willen der Bevölkerung»nznstrebeliden gleichmäßigen Glied«- rung de« Reiche« in große Selbstverwaltung«- gebiete anzubahnen. Wir weisen alio die durch nichts be- gründeten Anuiifie der preußischen La n d e» V e r s a m m« l» n g mit aller Entschiedenheit zurück. Ouarck. Iuchacz. Kntzenstein. Bogel Bader. Fischer-Berlin.' Keine Antastung der öeamtenreckte. In der Beaniteisschast kursieren die wildesten Gerüchte über bevoiftehende Kündigung der lebensläng- lichen Anstellung usw. Wir erfahren hierzu, daß die ReichSregierung nach wie vor nicht daran denkt, die wohlerworbenen Rechte der Beamten irgendwie zu kürzen. Sie hält an dem einmal auf- gestellten und feierlich verkündeten Prvgramm vom 13. Fe- bruar fest._ Ms Minister— als parteimann. Er kann auch anders! gm Abgeordnelenhou» hat Adolf Hofsmann erzählt, als Kultusminister bade auch er in der Frage der Trennung von Kirche und Staat eine Verständigung gesucht und insbesondere „an eine entgrgcntomniende finanzirlle Regelung der Frage gedacht', al» Partermann werde er jetzt aber dafür eintreten, daß die vielen Millionen für die Kirche glatt gestrichen werden. AIS Parleimann wird Adolf Hoffmann dann natürlich auch den mehrheitSsozioliftiichen Minister.Verräter' und.Schloppichwanz' nennen, der die von Adots Hoffmanu, dem Minister, erstrebte Verständigung in die Tor umietzr. Denn das ist ja die Taktil aller Unabhängigen: sie- schimpfen aus nn» MehrheitSiaziolisien. sobald wir etwas von dem tun, was die Unabhängigen ongesttebt hoben, — solange sie selbst Minister waren! Landrichter Ruben-Essen legt gegenüber Ausstreuungen der geg- nerifchen Presse Wert au» die Feststellung, daß er n>e Miialied oder Brno» der sogenannten Neuner tammislion zur Borberertung der Soziatrsierung de» Bergbaues gewesen ist. auch seil etwa einem Monat sachlich den Arbeiten dieser Kommission völlig fern- steht. Landrichter Rüben ist auch nicht, wie behauptet wurde. Bolschewisi, sondern MedrhertSioziolist. leicht so�ar mit einem Drittel der bisherige» Kohlenforderung aus, während un» der Rest als ZahiungS- mittel an da» Ausland zur Verfügung stünde(vorausgesetzt natür- lich, daß die Kohlenarbeiter das Gebot der Stunde boareifen). E» ist deshalb von ganz grundlegender Bedeutung, daß iedes offene Ber- brennen»oir Eteinkvhlen— in einem späteren Stadium aber auch tzaS von Brauntahlen— nach Möglichkeit vermieden wird. DaS kann aber natürlich nicht der Willkür oder dem mrten Willen von einzelnen überlassen bleiben. An deren Stelle-hat die aeiellschast» liche Regelung der Kohlenverbrennung zu treten. Technische Schwierigkeit, wie sie wegen de» verschiedenen ver- halten» einzelner Kohlcnsorten beim Vergasen auftreten, können hiergegen nicht in» Fell» gesiihrl werde»! der Tiestemperatur-Yer- gasung bei unmittelbar darauf folgender Veavandluna de» noch glühenden Koise» in Waffevgla» kann jev« einzelne Koblensorte unter- worsen werden, und de? Verbraucher erbält dann eben Gas und nicht mehr Kohle zu seiner Verfügung, ycber die technisch«, Probleme, die sich hrcrauS ergeben, soll ein andere»»,«! berichtet werden. Im Grunde ltrgt die Schwierigkeit bei der Reaeiung der Materie auch weniger auf technischem, al« auf ökonomischem Gebiete. Die Regelung kmrn rationell und konsequent nur durchgeführt wer» den durch die BecstaatlichungdesganzenKohlenberg- da ues, die jetzt in dte Wege geleitet worden ist. Nvttzen. — Theater. Mitte April findet die Erste»fführung der Tragödie„Sonnenfinsternis' von Arno Holz im Schau- spielhaus statt. — Brentano» Nachfolger in München. Wie die .Frankfurter Zeirung' au« Heideiderg er'äbrt, ist Prat. Max Weber aus den Lehrstuhl Luje Vrenianvs in München berufen.. — Der B i l d b a u e r F i o n z Metzner ist 4« Jahr« alt an den Folgen der Influenza gestorben. Er kam vom Handwerk, wurde Professor an der Wiener Kunstaewer beschule und kam dann nach Berlin zurück, wo u: a. der plastische Schmuck des Rdeingold» bauseS von rbm stammt. In Lestmerch hat er zablrei»« Denk- mäler geschaffen. In Deutschland ist sein Name mit dem Völker» ichlochtdenkmal in Leipzig verknüpft. Sein» Plastit bat den Zug in» Gewallige, ja eher in« Gewatisame und Ueberstetgerte. Sern« letzten Arbeiten waren ein« Leiüno- und Hindenburgbüste. — Prof Otto Sch rader, einer unserer bekanntesten Spvachsorscher, ist in Breslau gestorben. Er hat einer Methode zum Durckchruch geholfen, die die aus Urkunden nicht erschlietzbare Vorgeschichte der Menschheit aus der Sprachvergleichung re» konstruieren wollte. Besonder» auf die indogermanische Urgeschichte 4 Kultur und Ursitz, Ursprache der Jndogcrmanen) an. So wenig die ipvochvergleichung allein solche Probleme lösen, so fruchtbar kann sie doch werden in Verbindung mit einer vergleichenden Wirtschaft»- und Kulturgeschieht« der Urzeit. Und wenn sie auch tn der Zu- spitzung auf ein bestimmtes Volk vielleicht nie zu Endresultaten rührt, io lenr, sie doch den ollgomeiuen Entwickluriqogang erschließen. Die Wissenschast verdoiikt Schräder ern Reallexikon der indo-, germanischen Altertumskunde, das große Publikum ein« populär« Darstellung der Jndoyermanen. Auch dir Forschungen B Hehns über Herkunft der HouStier« und Kulturpflanze» hat er fortgesetzt und bereichert� Nr. 154 ♦ 34. Jahrgang Seilage ües vorwärts Dienstag, 25. NlSrz Vollversammlung öer unö S.-Räte Groß-Serlins. �Fortsetzung a»S dem Abendblatt.) Die HiSkusfion über das Wahlsystem zum Rätekongretz wurde fortgesetzt. Richard Müller: Wir aus der ll. S. P. muffen es ob- lehnen, noch den vom Zentralrat aufgestellten Bestimmungen die Wahl vornehmen zu lasten. Das vom Zentralrat herausgegebene Wahlreglement ist fein Reglement für das Rätesystem. Mit Be- zirkswahlen verlassen wir den Boden des Rätesystems und stellen uns aus den Boden der Nationalversammlung und der Gemeinde» wählen. Mit Hilfe eines nach Bezirkswahlen zustande kommenden Kongresses wollen die Mehrheitssozialisten den Boden vorbereiten, um die Avbciterräte abzumurksen. DaS betrachten wir als einen Verrat am Rätesystem und werden unS dem mit allen Mitteln � widersetzen. Der Redner führte aus, der Zentralrat habe am 30. Januar — wo vi« Berliner Vollversammlung der A.» und S.-Rät« zuerst die Ginberufung des Kongresses forderte— bis zum 2. Marz Zeit aehabt. den Kongreß vorzubereiten, aber er habe nichts getan. Für Berlin bestehe bis zur Stunde noch kein fertiges Wahlreglement. Der Dollzugsrat sei bereits mit dem Zentralrat darin einig ge» wesen. daß die Wahlen hier in der Vollversammlunz vorgenommen werden sollen.— In Bayern. Frankfurt a. M., Düsseldorf, Leipzig, Braunschweig wird nicht nach den Bestimmungen des Zentralrais gewählt. Es werden also Delegierte auf dem Kongreß erscheinen. die teils nach Bezirks-, teils nach Betriebswahlen gewählt sind. Wie sich der Kongreß dazu stellen wird, wissen wir nicht. Grund- .verkehrt wäre es. wenn der Antrag der Kommunisten angenommen würde, wonach wir uns weder an den Wahlen noch am Kongreß beteiligen sollen.— Ich habe noch me so viel Unvermögen bei- sammengcseben wie im Zentralrat. Wir werden ihm aus dem Kongreß sagen, was notwendig ist.— Wir schlagen vor. die Wahl hier vorzunehmen. Sollte der Kongreß unsere i6 Mandate für ungültig erklaren, dann werden sich so viele revolutionäre Elemente finden.� die mit uns zusammen beschließen, was zur Erhaltung des Rätesystems notwendig ist. Sollte der Zentralrat die Wahl aus- schreiben, so beschließe« Sie, daß sich die Arbestcr unter keinen Umständen an der Wahl beteiligen. sBeifall links. Widerspruch rechts.) Der Redner beantragte folgende Resolution: „Die Vollversammlung lehnt eine Wabl der Delegierten zum Rätekangreß nach den Bestimmungen des Zentralrats ab.— Sie erblickt in dem Bezirkswahlsystem einen bösartigen Versuch, einen Rätekongretz zustande zu bringen, der die Schassung einer Rate- organisation nach dem Wunsch der Regierung und der Führer der Rechtssozialisten gewährleisten soll. Die Versammlung lehnt eS ab, an diesem Verrat mitzuwirken. Sie hält nach wie vor an dem Betriebs, und BerusSwohlsystem fest. Die Versammlung fordert die werktätige Bevölkerung Groß- Berlins auf, sich an den ausgeschriebenen Bez'rkswahlen nicht zu beteiligen."> St r a sse r sS. P. D.): Meine Fraktion lehnt den Antrag de? Kommunisten ab und tritt ein für Neuwahlen nach Bezirken. Nach dem Beschluß der Vollversammlung am 28. Februar ist IPfer Zentralrat berechtigt, den Kongreß einzuberufen und die Vor» arbeiten zu machen. Wemi die Meinung der Arbeiter wirklich zum Ausdruck kommen soll, dann darf man nicht für Betriebs- wählen eintreten. Wer aus dem Boden des allgemeinen, gleichen Wahlrechts steht, der muß anerkennen, daß nur nach Bezirken ge» wählt werden darf. Daß die Kommunisten nicht aus diesem Stand- Punkt stehen, ist begroistich, denn sie sind ja für die Diktatur. Aber die Mitgl'edcr der U. S. P. sollten sich nicht auf diesen Standpunkt stellen. Es scheint, die U. S. P. fürchtet, bei Bezirkswahlen viele »hrer Anhänger zu verlieren und erwartet andeterseits, daß i bei den Betriebswahlen die Mehrheitssozialisten eine Anzahl ihrer Vertreter verlieren werden. Es ist mit ziemlicher Gewißheit an- i zunehmen, daß. wenn wir die Bezirkswahl ablehnen und die Arbeiter einem solchen Beschluß Folge leisten, der Kongreß die be- treffenden Mandate als ungültig erklären wird. Die nach dem Bezirkssystem Gcwäblten können ja gar nicht anders entscheiden. Wir werden auf unsere Liste an erster Stelle unsere Mitglieder in den Betriebsräten stellen. Wenn die U. S P. es ebenso machen würde, dann würden ja bei den Bezirkswahlen ihre An» häng« auch durchkommen. So würde ja auch die Meinung der Arbeiter am richtigsten zum Ausdruck kommen. sAha!) Es scheint, daß Sie? n g st hoben vor der wirklichen Mei» nung twr Arbeiter. lWiderspruch.) Sie sagen. Ihnen gehört die Zukunft. Also brauchten Sie doch nicht zu fürchten, im Wege der Bezirkswahl die Meinung der Arbeiter festzustellen. Wir sind aus Gerechtigkeit für die Bezirkswahlen, selbst wenn wir dabei schlechter abschneiden sollten wie Sie. Es scheint aber, viele Ihrer Mandate sind auf eine so geringe Mehrheit gestützt, daß Sie fürchten, die Wahl werde für Sie s ein Gericht üb« den Generalstreik werden und was damit zusammenhängt. ES ist hier der Ausdruck Parteibonzen gefallen. In kurzem wirb man aiüh von Voll- zugsratsbonzen reden.— ES steht jetzt fest, daß am Sonn» tag gewählt wird lRufe: Nein, nein!) Wenn man auch über das Wahlsystem streiten kann, so müssen wir vnS doch jetzt einheitlich auf den gegebenen Boden stellen und an den vom Zentvalvat ausgeschriebenen Wahlen teilnehmen.(Bei fall rechts.) Nach weiterer bewegter Debatte, in der Coden den Angriffen auf den Zentralrat entgegentrat, Däumig Drohungen gegen einen nicht nach Allerhöchst seinem Willen zusammengesetzten Kongreß ausstieß und Herrfurt fKommunist) behauptete, der für den 8, April angesetzte Kongreß werde nicht Zustandekommen, weil bis dahin die militärische Geoenrevolutiou zur Macht gekommen sein werde, teilte Richard Müller mit. daß die Fraktionsvorstände fol- genden KoMpromifsvorschlag. unterbreiten: I Nach dem Reglement des Zentralrats kann von Neuwahlen ab- gesehen werden, wenn bereits früher Wahlen nach den Richtlinien, das heißt nach dem VerbältniSfystem. zustandegekommen waren. Das trifft für Berlin zu. Die Wohl kann also in derVollversammlung vorgenommen werden, wenn nicht von ein« Parteiorganisation Einspruch erhoben wird. Die S. P. D. hat Widerspruch«hoben, also müßten wir nach den Bestimmungen des Zentralrats wählen. Wenn aber die S. P. D. ihren Wider- spruch zurückzieht, steht der Wahl durch die Vollversamm- lung nichts im Wege. Der VorstandderS. P D.»Fraktion erklärt jetzt, ex werde bei feiner Organisation siir Zurücknahme dcS Widerspruchs wirken. Ich schlage deshalb vor, die Versammlung jetzt zu vertagen und die Wahl in der nächsten Versammlung vorzunehmen, die am Mittwoch, lv Uhr. im Ger- maniasaal stattfinden unb die übrige Tagesordnung«ledigen wird. Die Versammlung war mit diesem Vorschlage einverstanden. » Spät abends wird unS gemeldet: ES ist technisch u n m ö g li ch, die Wahlen zu den Ar- beiterräten. die am kommenden Sonntag, den 30. Mörz, vorgenom- men werden sollten, für die Landkreise Teltow-Bceskow, Char- • lottcnburg. Niederbarnim in so kurzer Zeit vorzubereiten und durch- ' zuführen. Infolgedessen ist die Wahl auch für Berlin gegenstaudS- ! lvs gcwordrn. �• GroßGerün Ter Diskus gibt Land her. Nach einem Abkommen zwischen dem Fiskus und dem Zweck- verband eihält dieier einen 12 Hektar großen Svielplay u n e» t- aelilich an der Kronprmzen-Ailre in Dablem Der FiskuS ver- h�fl ferner an neun St-llsn in G oß-Berlin>n günsttger Verkebrs- läge l20 Hektar---- 500 Morgen Siedlungsland zu so niedrige» Preiien an den WohnnngSverband. daß daiau' Mmdei- bemntelle und Kriegsbeschädigte im KleinhanS mii Garten anqe- fiedelt werden können. Diele Sändereien werden kür die Bau- arbeiten sofort freigegeben Endlich soll die Beteiligung d?S Woh- nnngsverbondeS an der Mäi tischen Heinistälte lZiedlungSbank für Groß-Berlin und Biandenburg) io zustan'«kommen, daß S'aat Wednungeverband und P'ovmz stch mit je 8 b Millwnen Mari be- ieilizen und zu gleichen Rechten die Führung der Bank übernehmen. Entschäsiguugsprozefse., Ein Rechisanwali schreibt uns, daß nock) mehr Freude als die Anwälte der Staat daran hat; die Gerichtskosten sind, besonders bei diesen größeren Summen rund das fünffache der Anwa-Sgebübren. UebrigenS können die Beschädigten sich ihre Rechte durch Z a h- lungsbefehl wahren, welche ihnen gar keine AowaUSiosten verursachen; dadurch wird die Frist um 8 Monate ver- l ä n g e r t, und bis dahin wird ja wohl ein Ergänzungsgesetz ge- schaffen sein._ Dir v. S. P.-Gemeindevrrtreterkonferenz war von 180 Teil» nshmern aus 88 Gemeinden besucht. Nach länger« Aussprache wurde eine Entschließung gesaßt, die die preußische Regierung auf» fordert, schleunigst dafür Sorge zu tragen, daß unter Einführung . des Gniammersystems ein einheitliches Groh-Berlin geschaffe» � wird. Die kommunalen Arbeiterrät« sollen auch nach den Wahlen bestehen bleiben, die Defugnisssse der kommunalen Arbeiterräte in d« Städte- und Landgemeindeordnung festgelegt und in allen Gr» meinden Groß-Berlins der l. Mai als Feiertag anerkannt werden. Ueble Elemente nnter den Regierungstruppeu. Sonntag vor acht Tagen gingen zwei Soldaten, die Gewehr« quer vor die Brust vorigen Donnerstag schoß von einer der Brücken beim Schloß ein Soldat immerzu ins Wasser— auf Enten. Dazu hat er jeden- . falls die Waffe. Braucht nur ein aufgeregter Posten die Schüsse zu hören dann ist die wildeste Schießerei fertig. j Aber weder Polizei noch Soldaten sieht man in dem Viertel der wilden Händler, deren ungestörter Geschäftsbetrieb ein« direkte Förderung des EinbrcchertumS dar- stellt das h'er unschwer seine Beut? verichäcfen kann. Drei aktive Soldaten des 3. Garde-Regiments, die Grenw» diere Otto Seidel) Heinrich Schmidt und Fritz Bürger, besuchten Sonnabend übend eine..Bauernscfänte" in'der Friedrichstadt. Dort sahen sie. daß eine Dame eine Anzahl Fünfzigma-kscheine in ihrer Handtasche hatte. AIS die Damen zahlen wollten kamen sie ihnen zuvor, verließen vor ihnen die Wirtschast und larierlen ihnen an der Ecke der Dorotheen- und Friedrichstraße auf. � Als die Damen hier vorbeikamen, sprang einer von ihnen zu. entriß der Trägerin die Handtasche und lief mit d« Baute davon. Dis l Tasche enthielt 1000 M. Ihr Erbeut« war Seidel. Die leiden anderen suchten seine Verfolgung zu verhindern, er wurde ober trotzdem ergriffen. Seidel hatte aber nock Zeit gefunden, ferne Beute den beiden Mittätern zuzustecken, und diese waren, als man sich ihnen zuwenden wollt«, mit einer Kraftdroschke dcwonge'ahren. Am Lehrter Bahnhof teilten sie sich den Raub und gingen da im nach ihren Wohnungen in der Blüchcrstraße. Hier wurden sie icst- genommen. An dem geraubten Gelbe fehlten nur 50 M., die sie für die Kraftdroschke hatten bezahlen müssen. �Herausfordernde �fisenbahn-Tchäbsfi'keit. So kostbar uns auch jede Zeile Platz ist— zu dem empörenden Skandal auf dem Potsdamer Ringbahnhof schiveigen wir nicht länger. Dort(und vermutlich auch auf anderen Maffenbahuhöfen) erlaubt man sich sogar am So nntagabend die freche HcranS- forderung, nur einen einzigen Schalter geöffnet zu halten. so daß vi« Karten käu'« bis cnii die Straiw hinaus stehen und oft genug ihren Halbstundenzup wegfahren lassen müssen. Bcrkehrsministerium. ist dir der linterschied zwischen Berlin und Krahwinkel noch nickt aufgegangen? Oder kannst du unter 27blMt> Arbeitslosen nickt die nötigen paar Kartenverkäus« auftreiben? Und jetzt willst du wobl wieder monatelang Akten walzen „Betreff: Angeblich unzureichende Besetzung des FahrkartenverknnfS auf dem Potsdamer Ring! abnbof"? Wir aber stimmen sin in den allgemeinen Ruf: Verdammt« Schweinereil Gelogen ist es, wenn die..Freiheid" behauptet, de?„Vorwärts" habe jeden Greuelberich! der Garbe Schützen-Kavakl«ie-Divisihn ge- brackst; die meisten dieser Berichte haben wir nicht gebracht. Dafür aber stammten unsere Berichte über Greiiellaten gegen Regie« vungSsoldaten großenteils von Arbeitern und Arbeiterinnen, die voll Empörung ihre Wahrnehinuirgen schilderten. Wir haben davon noch manches liegen, es fehlt uns nur der Raum. Stine tNenschenkinö. Von Marten Andersen Nexö. In dar Morgenstunde erwachse sie. weil eS sie fror; Groß- chen war tot und kalt. Das Entsetzliche stand ihr auf einmal klar vor Augen; hastig /leidste ste sich cm und floh. Ohne auf Weg und Steg zu achten, lief sie in der Richtung auf das Heim zu; aber als sie den Weg erreichte, der nach dem Meere abbog. schlug sie diesen ein und behielt die Richtung nach Per Nielsens �Hof bei. Elend und erschöpft kam sie dort an.„Großchcn ist tot!" rief sie immer wieder und schaute von dem einen zum anderen. Entsetzen im Blick. Etwas anderes konnte man nicht aus ihr herausbekommen. Ms man sich anschickte, sie nach Hause ins Elsternnest zu begleiten, begann sie zu schreien. Da »brachte man sie zu Bett, daniit sie zur Ruhe kommen könnte. Im Laufe des Tages erwachte sie. und Per Nielsen kam zu ihr herein.„Na, nun wirst du wohl damn denken, nach Hmise zu kommen." sagte er,—»es ist ja das beste, ich be- gleite dich" Stine starrte ihn an, die Augen voll Angst. . st es dein Stiefvater, vor dem du dich fiirchtest?" fragte er. Sie antwortete nicht. Frau Nielsen kam ins Zimmer. .Ich weiß nicht, was wir tun sollen," jagte er.„Denn sie hat Angst, nach Hause zu kommen. Der Stiefvater ist gewiß nicht gut zu ihr."' Aber da wandte sich Stine heftig nach ihm um.„Ich will gern nach Hause zu Lars Peter," sagte sie schluchzend. 13. Die'Erbschaft. Auf die Nachricht vom Tode der alten Maren erschienen vier ibrer Kinder, um ihre Interessen-wahrzunehmen und um darauf zu achten, daß die anderen sich nichts aneigneten. ,Die anderen vier, die sich aus der anderen Seite des Weltmeeres befanden, konnten sich ja a«S guten Gründen nicht einstellen. Geld war nicht vorhanden— kein roter Heller war zn finden soviel man auch suchte, in dem aufgeschnittenen Bett- zeicg und an anderen Orten; außerdem ergab sich, daß das HailS bis zum Dachfirst belastet war. So verabredete man denn. daß das wenige, das vorhanden war. Sörine uyd ihrem Mann überlassen werden /ollte, wogegen diese das Begräbnis ans sich nahmen. Bei dieser Gelegenheit zeigte Sörine sich nicht von der geizigen Seite; ste wünschte,'twß man weit und breit von der Beerdigung spräche. Die alt? Maren kam standesgemäßer in die Erde, alS sie auf ihr gelebt hatte. Auch Stine war bei dem Begräbnis zugegen— wie eS natürlich war, da sie allein sich wirklich um die Tote gekümmert hatte. Aber auf dem Kirchhof wußte sie sich so wenig zu b?» herrschen, daß Lars Peter Hansen sie beisciteführen mußte, da- mit sie den Pfarrer nicht störte. Sie sei immer so maßlos in ihren Gefühlen gewesen, fand man. llebrigens änderte sich Stine gerade in diesem Punkte ganz merkwürdig Nachdem Großchen unwiderruflich perschwnnden war. kam sie gewissermaßen mehr zur Ruhe. Sie ging ihrer Arbeit noch, war nicht gerade guter Laune, fiel aber auch nicht weiter unangenehm auf. Lars Peter machte die Beobachtung, daß Stine und die Mutter nicht mehr aneinander gerieten. Das war doch immerhin ein erfreulicher Fortschritt! Stine hatte ihren Entschluß gefaßt. Es kostete sie Ueber- Windung, unter einem Dach mit der Mutter zu leben, und am allerliebsten wäre ste weggelaufen. Aber dann würde es heißen, ste könne es nicht zu Hause aushalten, weil ste einen Stiefvater habe, und dieser Gedanke empörte ihr Gerechtigkeitsgefühl. Auch die Sorge für die kleinen Geschwister fesselte sie; was sollte aus denen werden, wenn sie von Hauie fortging? Sie blieb— und richtete sich auf ihre Weise mit der Mutter ein. Sonn? war freundlich und rücksichtsvoll gegen sie. daß es fast peinlich war; aber Stine tat, als merkte sie das nicht. Alle Annäherungsversuche von feiten der Mutter prallten an ihrem Starrsinn ab. Sie war ein kleiner Trotzkopf und führte durch,' was sie sich in den Kops gesetzt hatte— die Mutter war nicht für sie vorbanden.| Sörines Augen folgten ihr heimlich in einem fort— sie hatte Angst vqr Stine. War das Kind bei dem Ereignis in Maren? Hütt? gewesen, oder war sie erst später gekommen? Sörine war nicht sicher, ob sie in der Dunkelheit an jenem Abend nicht selber einen Stuhl umgestoßen hatte. Wieviel wußte Stine? Daß sie mehr wußte als gut war, konnte die Mutter auf ihrem Gesichte lesen Sie hätte viel dafür gegeben, um zu er-, fahren, was dem Kinde bekannt war. und umkreiste immer wieder diese Frage— ihren Mfichern, blinzelnden Blick auf das, Madchen richtend. i „Es ist furchtbar, sich vorzustellen, daß Großchen so einsam sterben mußte," sagte sie mehrmals, in der Hoffnung, daß das Mädchen sich verraten würde. Mer Li ine schwieg hartnäckig. Eines Tages überraschte Sörine Lars Peter � damit, daß sie eine größere Geldsumme auf den Tisch vor sich hinlegte. „Können wir davon bauen?"Was glaubst du?" fragte sie. LarS Peter sah sie an. Er war überrumpelt. „DicleS Geld babe ich durch den Verkauf von Eiern, Butter und Wolle zusammengespart," sagte ste.„lind dadurch, daß ich euch hungern ließ." fügte sie mit einem»nsichern Lächeln hinzu. „Ich weiß reckst gut. daß ich ein Geizhals gewesen bin; aber daö Ergebnis kommt euch nun zugute." Es kam so selten vor. daß sie lächelt«.„Wie gut ihr das im Grunde steht!" dachte LarS Peter, und er sah sie verliebt an. Sie war in der letzten Zeit froher und bester geworden— die Aussicht, es ein wenig gemütlich zu bekommen, hatte daS wohl bejvirft. Er zählte daS Geld— eS waren übe? dreihundert Taler. „Das ist ein guter Schritt vonvärts," sagte er. MS er am nächsten Abend nach Hause kam, hatte er Ziegelsteine auf dem Wagen, und jeden Abend in der nächsten Zeit brachte er Material zum Umbau mit.nach Hause. Die Leute, die an dem Elsternn-'st var�z�men, wie das Beinholz und die Mauersteine sich anhäuften, und in der Gegend sing das Gerede an.. Es nahm seinen Anfang damit, daß davon gemunkelt wurde, die Alte babe doch wohl mehr hinterlassen. alS bekannt wurde. Von da ans äußerte dieser oder jener die lose Dermutuna, die alte Maren sei vielleicht keines ganz natürlichen Todes gestorben. Andere konnten be- zeugen, daß sie Sörine vom Elsternnest her aus dem Wege nach dem Dorfe gesehen hätten, an demselben Nachmittag, an dem ihre Mutter starb. Und Stück für Stiick formte sich das Ge rückst, daß Sörine ihre eigene Mutter erwürgt habe. Stine war— außer der Mutter— die einzige, die richtig Bescheid geben konnte,»nd an sie war nickst heranzukommen.:venn rs sich um die Verbältniste innerhalb der Familie bandelte— geschweur« denn bei einer Gelegenheit wie dieser. Aber eigentümlich war es. daß sie gerade im entscheidenden Augenbltck gekommen sein sollte, und noch merkwürdiger war es. daß sie mit der Nachricht vom Tode der Großmutter zu Per Nielsen floh und nicht nach Hause. (SchUttz folgt.» H yrurrwkhri'emonftratio«. AuS«irtcr Versammlung kommend begab sicb am Monlagvormitlag ein großer Teil der dienstfreien Mannschaften der fteuerwebr nach der Haupiwaci»« in der Linden- strafe 40/41, um dem Branddirektor den Wunsch vorzutragen, daß der A r b e! t e r r a! auch ferner bestehen bleibe,(br ist der einzige, der beim Pol'zeiprcisidium besteht. Dieser seinerzeit von Eiatbarn eingesedte klrbeiterrat erhielt den Auftrag, samtliche Wrvst- Berliner Beriifdseuerwcbren zu»sozialisteren, Hiermit ivnrde der stcuerwehrmann Hugo Müller, ein Bruder von Richard Müller, beauftragt. Nun sollte dieser Arbeiterrat bi? zur gesetzlichen Regelung der Räteeinrichtung wieder aufgelöst werden. Der Branddirektor nahm die Wünsche entgegen und diese Angelegenheit soll zum Siegenstand einer' Besprechung gemocht werden. Die auS Belgien vertriebenen Deutschen hatte der Berliner Hilsgverein zu einer öffentlichen Bersammlung in» Lehrerver.'in». hau» eingeladen, Viele hunderi Männer und Frauen jeden Elande» waren dem Rufe gefolgt. Die Redner betonten immer wieder die urchibare Not, in die unsere Au»!andl.dcutschcn. vor allein e au» Belgien vertriebenen geraten sind, CFine Resolution wurde angenommen, in welcher von der Re!ch«reaieriing verlangt t»>d. daß sie in deiitschc Friedenidelegation auch einige praktisch bewährt» ButlandSdeutsche aufnehme, und außerdem in Spa he.rauf> dringe, daß nun endlich in Belgien dem verschleudern deutscher, Eigentum» Einhalt geboten wird. Sozialistisch« Schulreform. Die Gemeindevertretung Tegel hat beschlossen, für olle Schulen sämtliche Lernmittel den Schülern umsonst zur Verfügung zu stellen, aus dem Ortsfriedhof olle Wrabstellen Unbemittelten unentgeltlich abzugeben und die vor» sckiulen abzubauen, d. h. neu« Schmer und Schülerinnen in vor» schulen nicht mehr aufzunehmen. Erwerbslos« Augehbrige der freie« Berufe! GeschäftSskell« Berlin C. 3, Kaiser Wilbe!m-Gtr. 4B, 2. Stoch Ave Aniräge auf Gewährung von Erwerb»Ios«nunt»rstützung sind hier Wochentag?� von S bis 1 Uhr anzubringen. SprachgestSrte Kinder. Für die Angehörigen von taubstummen, ertaubten, fchwcrbörigen oder sprachgestörte» Kindern im vorschul» pflichiigrn Alter hält der Direktor der Tanbstummrnschule und Fnkp zient der Berliner Schulen für Schwerhörige, Herr kchorsch, Mark»»str, 4ll, jeden Freitag von N bi» l Uhr«in« pädagogisch« Spechftunde ab. Stevenl-s« Dechutker. Wertmeister, Vollere, tdaufleut« an« techniichcn Betrieben ulw. Freitag, den R., nachm. 8 Übt, Aula Atfbft» walUir 12; vertommlung. Rätewahl und Bericht über verhand» Wng mit den Bebörden. Die Lingeudwesbe findet am Sonntag, den»1 März tSt». dar- mittag« II Nbr, im grahen Saal de« VebrerveretnSbauie»� Alrrandervlatz, ftatt, Eiiilaktarten sind bei allen vorwältipedtttanen iawte tm Fugend» fekrelarial, Lindenstr, 114. zu Hadem Am Laoletngaiig kein Nartcuvertaut. Artegödeschäbigee nnd rbemaltge KrtegStrllnrdnier. Vtiarlatien. bürg«.(BeaKe öflenliiche Beitammtung morgen. Mittwoch, abend» 7 Uhr im Boittbou«, Rotinenstr. 4. l, Vortrag de» Kam vnder über die Auf- gäbe der Kommunen gegenüber KrtegSbelchädigte» und KrtegShinlerbtieb«. uen. 2. Di«tu>ti»n. FuhbaN. Freie Turnerichast Gummelsburg I. Mannichast spielt« am Sonnlag gegen Sportklub Seigense« mu 2: t. Der Verein der Freidenker für Yeuerdestareung»erlegt zum 1. April l'wc S-e'chäf,«stell- nach KV SS. Orantenftr. 8öM, l. KeSslact »ou 10— v Uhr, Soimabend 10—8 Uhr. Gr-tz-Verliner Lebensmittel. Neukölln. Arie«beichädigle, die Krniilcuernäbrung beanspruchen können, erdalten für da« ärztltche ZeupniS 2 M. Zuichuv, wciiii der Arzt für da« Zeugni« ntitt über b W. i ordert UeberweitunoOicheiiie im Slädt. KriegSlürsorgeamt Eanghaleritr. 10,11. l, gegen Reutenaeichetd. GchSnebeegS StadthauShalt für lvlv. Die Stadtverordnetenversammlung eriitert» den Haushaltplan für IglS.� Der HauShaltplan schließt mit fast 8014 Millionen Marl, gegenüber noch nicht 27% Milleowen im War» trhr. Der Kämmerer wie« hin auf den wirtschaftlichen Fusammen- reich Deutschland», der auch die E!d«n trifft. Fe'er sie kommen � zu den schweren Lasten der KriegSjahre noch schwerere in der Zukunft.\ Die jetzt einsetzende Vekestung de« Haushalt» mit den vollen Be>\ trägen der Gelwlter und Löhne sowie der Verzinsung und Tilgung nötigt zur Erhöhung der Einkommensteuer von IVO a u f 230 Pro z., der ttzoewr best euer in Klastr IV von IVO Proz. aus 1B0 Pro»., in Klaffe lll von ISO Prag, auf ISO Praz.. in Klasse Ii von«SO Proz. aus LLO Prag., in Klasse l von lSS Proz. auf 220 Pr». zeni. ferner der KanaUsationsgebüqr von 2 Proz. de» Gebäude- tteuernudungSiverte» aus 3 Proz 1918 haben bi« Steuern erheb» lüfte Mehreinnahmen gebrocht. Für die nächsten Jahre steht aber ein Rückgang in Aussicht. Stadtv, Dr. Schneider sBüraerl. Per- einigungl möchte die Eigenbetriebe der Stadt nichi vermehrt sehen. Die Kommunalisieriing»pläne hält er für bedenklich, Gen. Bern- stein knüpft an die politisch« Umwälzung an und fordert endl'che Vereinheitlichung Wroß-BerlinS, die den G«. ineinden Arbeit und Kosten ersparen und so die Durchführung der Koinmunalisierungtpläne erleichtern würde. In der Leben»- m! t t e I v e r s o r g u n g sei die Tätigkeit der Stadt nicht«inzu- schränken, sondern noch zu erweitern. deispielSioeise müffe sie die Versorgung mit Milch übernehmen. Für da» Schulwesen verlange Bernstein die Einheitsschule. Reaktionärer Geist dürfe nicht wieder in die Zchule hiweingetragen tverden, dagepcu«erden wir un» wehren Dem Hau»hali«pU»ii stimmte unser Redner zu. Bei der Erörterimg de» Gteuerwesen» bedauerte er Schonebergs Mangel an werbenden Anlagen. Gegenüber der Aeußerung Dr. Schneider», daß Deuischland durch die Revolution verschuldet sei. stellte er fest, daß die Revoluiivn vielmehr für Deuischland die ein- zige RettungSmöglichteit war. Bamberg sDem.l betonte, daß in Schönelterg der H,ru«balt nicht ungünstiger al« in anderen Sie- meinden sei Wilderg sllnabbri beantragt Erhöhung der De- meindegrundsteuer von 3 auf 4 vom Tausend, Bei der Sozialisirrung werde sich die Mitarbeit der Arbeiicrräte bewähren. Auf die Aueführungen der Fraktionsredner antwortete Ober- bürgrmeister Dominikus Er gab zu. daß neue produktiv« Arbeiten der Gemeinde nicht im Haushalt auftreten. Dazu würde «» nvck ganz anderer Mittel bedüvfen.— Ter Haushaltsplan wurde einem Ausschuß überwiesen._. Halentek-Gruveivald. Die pünktliibe Zustellung deS.Vorwärts' dmch Boten orranlxsskn dir Nenossen: Franz Nempser, Halentee, Kearo- Vildebn-Sw, 28; Fritz Stppold, Halentr«, va»l»bor»er Str. 13; Schentzet, «runeniaid, Kenia«. Allee 64. Auch veUriUSertiäemige» zur Partei werden entgegengenommen. Grunewald, vom 1. April an wird der.Vorwärts' durch Bote» auSgeirage». Wir b'lien daher unser« dortigen Abonnenten, den.vorwärts' nicht medr bei der Post zu bestellen, sondern bei Herrn Wilhdlm Echeutzel. KönigSallee 54. PotSda«. Mit dem l. April tvl i» Potsdam. Woisenstr. 24, Ecke Ehariottenslraße,»>ne vorwärl»sped>tion un» Buchhandlung errichirt werden. Wir ersuchen»aber uns,«e YotSdamer Abonnenten. den Borwäri» nicht mehr bei der Post zu bestellen, sondern bei H. Hörig Brandenburger Str. 38 lll oder im R e» slaurant Becker, Linden st raße 2 0, D>e Zustellung er- s»Igt vom t. April an durch Boten, und zwar zweimal täglich, so daß»ichi wie bisher di« Abendausgabe erst am andern Tag« in die Hände de» Abonnenten gelangt. FriedrichSselde. W» bleibt die Milch? An den Milchliefe» rungen von FriedrichSieldr-KarUhorst sind auch Milckbauern d«S KreileS Krassen a. d. Over beteiligi. Vor mehreren Wachen ist in FriedricktSseldr für verschiedene Mi. ll, Händler die Belieferung der auS dieser Gegend bezogenen Vollmilch ausgeblieben. Unter den Knndxn dieser Händler Herrschi grüße Erregung darüber, daß st« seitdem fast gar keine Vollmilch erhalten haben. Familien mit Säug! ingcn, Kleinkindern oder Kranken sind dadurch in schwer« Bedrängnis geraten. Merkwürdig ist, daß die Vollmilch erst aus- blieb, nachdem im Kreise Kroffen der Molkereizwang aufgehoben worden war. Seitdem sind die Bauern nichi mrhr zur Milchab» lieferung verpflichtet. Man fragt steh, wo jetzt die Vollmilch bleibt, die bisher nach Friedrichtfelde gekieferi wurde. Dieser plötzlich« Milckmangel erkört sich doch uicht etwa au» einem Streik der— Kühe? Lichtenberg. Beber den städtischen vcttanf einfacher und» preis» werter Stuben» und Küchen ei nrichtunge« erteilt bereitwilligst di« MSbekbeschaffunaSstell« Rathautstraße 7 Auskunft. Besichtigung dar städtischen KobeischauaukitelUeng, Tchulgebaude Hotteistraße. ist zu»mpfehie«.> Spandau. Stadtverordnetanvarsammlung. D« 5. Nachtrag zur Ordnung betr. die Erhebung vvn Lustbarkeitssteuern ging an eine Kommission.— Beim Etat der Polizeiverwaliung befürwortete Genosse Stahl eine möglichst schnelle Vermehrung der Polizeibeamtcn. da die Beamten überlastet seien.— Räch dem Rachnung«al>schluß 1017 bring« bie Kämmereikasse eine» Uebeeschuß von 728 388.81 in. Davon tollen 713 568,01 M, dem SteuerouS» gleichSfond» zugeführt, der Rest zur Beschaffuna eine» Kraftwagen» verwendet»erden. Der TtrueeoutgietchSfond» beträgt 2 KS 000 VI„ muß aber für 1918 trotz Steuerenhöhung in Anspruch genommen werden. Die DienstaufwandSentschäbigung der Kriminal-Polizei» sergeanten wird auf Antrag de» Genossen Hesse Vvn 240 M. auf 800 M. erhaht. Einer Erhöhung de» Preiszuschlages' bei der im StroinlieserungSverfahre» »»r#ei'ehenen Kokgen Nou sei van 0,12# auf 0,28 Pf. wird zugestimmt. ebenso»ie Festsetzung de» KraftstromvreiseS auf 80 Pf. de« Licht- ftrompreise» für phtzfische Personen'auf 00 Pf. und für nirtzt- phtzstsche Personen auf 70 Pf. vre Kilowattstunde ab l. April.— Der Schulet et(Ref. Gen. Kramm) balanciert in Einnahme un» Au»gabe Mit 3 0S8 810.14 Pt. Der Stadtzuschuß beträgt 8 4V0 280 M Ter Etat wurde vom Ausschuß nur unter der P«» dingung genebmistt.»aß für»ventl. TeucrungSzuschüsse ld0 000«. eingestellt welden. Der Referent beantragt, einen neungliedrigr» Ausschuß zu wählen, der sich mit der Lösung»er wichtigen Schul- und BolkSbftdungSfragen beschäftige. Seider kann wegen Ranmo mangel auf die äußerst wichtige Debatte nicht eingegangen werden. Die Versammlung genehmigt den Etat und beschließt die Wahl der Kommission. von den Unabhängigen sind mehrere dringliche Anträge un Anfragen eingebracht. Der erste betrifft die sofortige Aushebung de» Belagerungszustandes. Die Dringlichkeit wird nicht anerkannt.— Ein weiterer Antrag will, daß der DemobilmochunoZauSschuß sofort gewählt wird sänge. nommen). Der dritte Antrag betrifft die Beschaffung von Woh- nungSgelegenhrit. Siadtbaurat E I k a r t teilt mit. daß von ilÄ Meldungen 38 wirklich wahnungSlo» werden. Die übrigen suchen van außerhalb hier Wohnungen oder wollen heiraten. Von den 33 WohnungSlosen können 27 in städiischen und privaten Wohnungen untergebracht»erden. Die Militärbaracken an der Triftstraße werden geräumt. In der 7. Gemeindeschule können auch Notwohnungen hergerichtet werden, so daß alle, die»irklich zum l. April wohnungSloS werden, untergebracht werden können. PeteeSbageu a. b. Ostbahu. Morgen, Mittwoch, 8 Uhr im Rest. Mädel. Dailllrahe, Mltgliederveisammlun, der Fretrrltgtil'n Gemeinde siir PeterSbaven, FrederSbors. Anichmlthte. DvgelSdvr! und Äll.UandSberii.Süd. T-ae«»rdn»ns: I. Bvrftavdswabl, 2. Beivrcchung über die Vetchösts'ührung. 3. Unlere Fugendiveihe. 4. Beilchledene«. «It-Gtienttte-Fatkenberg. Reichsbund der Krlegsbe. schädigten und ebem, Kriegsteilnehmer. DoftnerStag, den 27. März, obend» 7V, ITHr» 1 1 e n t t t ch e Perlommluna, Koveiiick« Strang Aulgaben und Ziel« de» Reichsbund««(Res, Kam. ZhvmaS.) Geoß-Serliiter parteinachrichtea. Verlin. 3. tzlöt. Heute Dien»tag. abend« 7Uhri D I«kn>lio»S« abend tm He» rendmi«. Plenarlaal. l«.«bt. Aula d e r S. Handwerlerfchllle. AndreaSstr, L Vortrag de« Gen. vrolat. 7 Uhr. s. Morgen Mittwoch: 4.«bt. Anla. WKtterseldrstr. 1«, um T/, Uhr. 17 Slb». Aula, Hoben! odellr lt. 7 Uhr. Eztra-Zabtabend bei Kttdn. BerN». Bcheeknerfir. S8, 7>t,ULr. «»Ia. Tilllter Str. 4,5, 7 Udr. i• im v «uta. Raop ne, Str, 4«, 7 Uhr., Aula, Greifenda, jener Str.»8. 7 Uhr. Aula. Stiattunder Str, 54, 7 Uhr, Aula, Bochumer Sir, 8, Vortrag Dtttm«: 7 Uhr. Aula. Ehriuiamu-Ztr, s®. 7 Nbr, «Uta. Plantagen str. I»,IS, Schuthos, 1. Swgang.«>/, Uhr. S» allen Persammlunzen«lelluna nähme»um Bezirkstag und Wahl der Delegierten. « Die Zulammen kunft der BorwäriSlri« der 38. 8lbtttl«ug ftnbch heute, DienStag. abend«« Uhr. bei Berger,«raunstr, 41. stall. Taubstumm«! Moigen, Mittwoch, abend« 7 Uhr. Schiittbetß. Reu» ftakobitr, 244ib. Prapaganda-Beeiammlung, Thema>»a« wir wollen! Rrftreut»en, Merten«, Wie»erbessern wir unier« lW.» Resareut•«». Siegfried Metzar._ S. P. T. Vcrtranenslcute und Arbetterräte der Staats« betriebe Spandau. Heute Dientlag. nachmittag« g>,, Uhr, Sitzung du Pahenhosrr, tptsttru- straße 5. Sehr wichtig« Tagesordnung.- 1«.«bt. »».«bt. 3*7.«bt. 3i.«bt. 34.«bt. 30.«bt. •15.«bt. 441.«bt. «harlottruburg. Di» S. P D..«rbekterrSt« treff«, sschhente PienStaa,» Nbr. Knesebeckftr, 2. bat Prill. Lichteuberg. Die Mitgliedeiver'ammlung. kann erst am l. Aprt! fort- geletzt»erden, Ausweis i Mitgliedsbuch Trmpet bof. Der neue WablverrinSvorstaNd besteht au» den Genossen Dona, oft, Aurgemeister. Naumann, ftanitz, Trurlsen. Timmel; Grundlach, Banf, Daebne, R«»ti»>r»i Rtekesmann, Biener, Mtlidauer. Jugend- ausschuß; Frau Haisdorf un» Frau Leander. FrauenauSl buh. Vöpruiet. Bargen«ttlwach. abend« 7 Uhr- Mttgliederversinnmtung im Eckwetze« garte«, Ltndenstraße 4. Tagesordnung! Der kommende Parteitag. HerwSdorf. Morgen Mittwoch, abend« b Uhr, bei FrSbltch: Vehr «tchttge«esprechung sämtlicher Fimkttonäre. Straßensührer und Stelvertreter, Stralau. Der Tabloerrin tagt bt« aus wettere« jeden Mittwoch 7 Uhr bei Nollenbach, All Stralau. Birkeuwerber. Mittwoch.'IJI Uhr. GeselschaftShauS. DlSkutterabenb. Spantzau. DonnerSlag. den 27, März, nachmittags 4 Udr. in d« Aula de« LtzzeumS, Versammlung sämUsther VertrauenSlertte und Arbetter- räte der S. P. D._ JugenSveranftaltungen. verein �rdeiter-Jugenü Groß-öerttn. Schönhauser Vorstadt. Heute DienStag, abends 8 Ubr. bei Kern, Gleimstr. 10, Boetrag: Unieie Ausgaben Res: Gen, Ziemau, Mtlmersborf. Der Per»,» Arbelter�tugend Nrost-verlln grttndet heute Dienslag.«denb» 8'l, Nbr. bei Lchaser, Mawibeimer-, Ecke Branden- burgtlchestrahe. eine»lbieüung, Ai belle, e.tern, jmgl dotllr. daß»uro KSdne un»? ichter dl» Periinstaliuiig besuchen Parteigenosse u>U S> ÜUUUO SL al« filDcr ober Eaustn. iKtigec Zell»,»der zur Crrlditung einer ten>«echanischen Werkstatt v. Fachmann ae- Osftele bitte unier O. 16 an die Auftrage certianben. de«„TUrttHiria*. 1994® liedellverckiknlt. Stebegewai'dien Herren und Damen mit(ttehem vekannten- tccle, besonder» Borfiandamiial, von Verein, n und Berbänd, wird G«!eqe»be!l geboten, durch gmpfebstin» eine« zeltgemÄheu. terlllen Unternehmen» mehrere Knnbett Viart manaiL zu ve>. dienen.(Zkeine fterstcheruug.) lbewerd. n. 7, O.»96 Anru. «Med. val»«»n»el.». nt. b. H. Verlt» W st erbeten. IWss Viel Geld zu verdienenl nnd falbttUn&ig zu werben durch Fabrikation oon! 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I\U0 Ii2/1>| IOOOO Raklainazettol 10,—' llBCfcdntclimilMj Pahsaöfcnstr. 103/ Antcrligung slnll, A Oruakatektn isrn, Serge, HCiorchdbuii, Aemielhuier, Hoaearn zahlt Gcwane, Ad- MtlraloirJJirotbbatznftnttbuin Tat). Sei.!«oritzptatz II«« MlöiiM Müs «übe der Van«, haben wie Hm tzerrschafv,«illen beststung, von erstem llllnfb den im- Mnf» lee etdoui, zu»erkauf««.. Dtefelde enih. 10 gtmuter, Diele, Winiergarien, Vor- lieewobnung, viele Reben- räume, zentraideizung ulw. Der 280 vu.-R. grotze char- ten ist ieila 0bft- n. hier- garten fawie Senntvptatz, Preis R, MnnOC. IM* Isr. Schmidt Sfibno, Setpztgerfir IlÜ-ik Manerst. Fentf. 12600—3 u. 3UWi. Kric�RRwlsth« baesft BiirzAbltmg Bsstei» letetiiiilssti'ie, Potsdamer Sir. 07.* en. i de. vvekaufe�letzr klstig«n der «He» u, 9z,« am öchlahoark»eun auch zur»«Ibftb'Mir und zur stchero« st. meisg« besonders g»eignet smd. 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Direktion Fri�rich KaySler. 71/» Uhr: Lntb.r. UlrekiiSh Max F. Uli»rot Oeutaoha« Theater. 7 Uhr Wt« cg pt th Miti.och/ Uhr. Wie gs eutt (ettlli. Kammersplele. 7 Uhr: Feg.hla�. Mltittoeh 7 Uhr lintsrwejs. Klaina. Sonauspleihaus Fasanonttt. I. he t J. T'lei hie Btch« ior Paaaara. MTitwach;■/, Uhr; hie Äkeitse tier Pathora._ Th eote rT.rt. ESsijsrStssrStraSe Dir.: C.MMtihar.- k aernauer B Uhr: Zum S8. Male: Mu.ik. (Clara: Maria Orth*) iah: ier ßihorMfz. ran Welif: KI.« Lei. man.) bsrnnantaf: T««n>«czC (Irette Vriesch, Ludw. Hartaa, Paul Qua.) Freitag: her 0' her pelz. KssiMiez�aM tzo um Margc.ialttrueke l!ß Uhr: F.tf;el. gfiitw.i Our P>:i,irr,i)K%ril. beni:ef«U2 l'r�.er t. (Luiu. Marm Orgie.) Freitag; Otr FgidOerritiiBsel. Bspilasr nieat» 7» Uhr. St3rCt., Uhr: LmtÄlßsM Q.eteMk von Zceltz._ TBaseE�aatsr. Bht. �nodrlcnatr.Ztr Täfl.itUHr Heute 7. t89. Maie: ß:r Ms Ret von hemtsaa ShuM-iDC.n. Mittwoch R«> ig�etm. Sotvtab.'/,♦ Uli. tri j.örciel. hO"«l«t 4: S�trt«wi:»«tltMl.j_ kAiLi�i-Tkvstsr. UnrergruhOO. KluetrrgttaSe, Ausgang tlrtlau.r StraB« K�st. ,«'» TSglUh Vi, Uhr; u im Uii Von Hermann Sudrrm.nn Spirll.itung: Allred Rortrr ans! Arr.gtidt. Frrd Bonn. »H n Cur«. Olga Limburg |. r alüMstän. Btnma üi hner Po s Valrtn. Pa-h nlidt. MHtw.« Uhr: SriMteewUl�tra. Sonsah. 4 Uhr: Kottigpuhn. CoslBS-TbdHdr. 8e;.:ui}. Slr.n. Der Dchl.arr Sit ii Sias nrar ItsiUnn Mn SM. Dazu.rtKUWar«qtjinlitaien. 61g-8'/,:«H'tichra ipanCMMt. Waikalla-Tlieätfir. 7>:, Uhr: Ängnst der Starke. Easa-Tlieater. 71, u. En EreiiMans. Oaswp. d. Fri ed r Ahn.Thaat Tlieaför m Itttascr Tat. Dt« drefi? Afnuct Ueb« itto M.tiiLtend«! MAMR.- sx d livlLHü-ikesisk. Uettt. AhlKihrunga» I 7: naiamoang TU«. tu-. Sonn- J. UlaBarTorsttflUing U-« 8 Bcniföscbeii. sut l: fisria AB 14: Varl. Unned/U-) iPOLLOi TJienlcr Pnedrichsirtde Zill j Dir: James Kitin Allahtadl. 7»|, U. Sonnt, i', n. 71, Letzte Tase! Die Abdankung das Cessl n*-Th r> Itter Direktion Victor Barnowsky T/t Uhr: Der Blautuchs. Mi.twoch: Der rot« Haiio. Donnerstag- Peer Ojnl. DeatnehoM HOnstler- Thontrr. 7 Uhr. Oer SchBpler. Mittwodh. Orr Bckfipfer, Donnerstag: Her Sclijpier. RatioBal-Tiseater 7'/, CöpentckcrJtr.Hl 7'/, AttsdMKIm Erfcli! Bis AWSAWMS. Borlesk« von Ueorth. iUsirl. Musik von Walter Bromme. Ztg. ZV,: Z.el Wappen.(KI.Fr.) Theater für Dienstag, den 25. MSrz. Central.Thr ntrr 7 u.t Bie �■•ässte?vb Allen. Dontncht-n Onrnthnn. 7 Uhr: Jugend, hleraul; Oit» »nd, Cavs||eria~rusilcana. ihnnrs Operetten hnnis Schilftiaufrd 4a. Norden 211. uif: Die kecsche Susanne. Prtetlr.- Wllhelmst.Thd 7»,, Uhr; Hanneii. DasDreisäderiliaas t Teil. Eleiaes Theater. 71. u-i Salto laartale. Koiuisvhe Oper TU, C�hm.■"' Uhr 7*1, LaataplelknnM uhr: Die sputete nikge. filetroyel'Tlieater. 7 uh, io Die Fü�ingw. ralaat-Theater 7 uhr: Christus. Rehlller-TIientP Otisrl. n, u.: Wis es Euch gefällt. Thai In-Th enter 7 uhr: Znr wilden Ranmel. Th.ani Blollenilortplata . Cira Operette von 7 Uhr: fiVu. Franz Lehar. Theater dea BTeateiia Tt�hrjaslaine Sberry, jrarmig Wnllner-Theater v/, uhr@elsha. ;K8 ii Sä tp.| 14 Akte nach Jules V.rne ' f fir den Film kcsrhelte. und inszeniert von Richard Oswald. I, Alrts Im Cxeentrlc KlttB. 2. Akt! Phileas Fog« MiMonenwettc S. Ahti Bne W;t»envor- b enaunz. d.Akti Aouda. 5. Akt I Von China bis apftn. 6. AU: Bei den Stoux-Indiiutern 7.Abti 1 ie �rZiHigkttaS'rophe 8. Alst t Einen Tag tu spgt. Hauptdarsteller; Kenrad Vddt AttKa Berber KninkoSd.-«lünzel ItSe(Mwald Bogen Rex Max flgisiertf. Vorrerkauf II— I Uhr. | Ehrenkarten haben keim| tlltlgkelt. «beuke»'/, Ufte«. Crnnt. Put. 3: SWMnsv Säuger J Potsdamer Str. 38 Henny Porten| im Drama.Irrungen" Turmetr. 12 Dorrlt Welzler Fräulein Piccolo Kella Mnja [ Vor den Toren d. Lebens. 8 Alexnoderpl.'Pnss. ' Qthctite Mcascbea j : Prledoaan, Rheln.tr. 14! ] Stuart Webbs i DI« xa:,»imni»v«Hea j Urlef«. Winter- Gartun Täglich 7',, Uhr; s«DW Raaebea püstattet I Oro.e Va letd-AuS- stattungs-Schau. P.rsOnl. fuftreten! d. burühmt.(ifiuisch. Filmschauspielers alt Lirbüngslrsu )H. Honten. Pr. Rauch Ift arok. Springer, 2 VP/rpM.onrsislI. j Snnys BdrcocrunM. CilnoskdhcfenScr. 1 Vnnntags 3'ip U jed 1 Ervvachs, I Kind fvcil | rnesterk. ununterbrj ■itBHntt Männer- u. FraaeBCiier„Ost", Mitgl. d. D. Arb.-S.-B. Die wege- der Unrufien am b. Män nicht abgehaltene' fflr unsere heimgekehrten San- tokrSder und Freunde Andel am PreMag, den 28. MSra, im gieken Saale 5 Uhr. „KCkniisshen Brauhauses", Landsberg. Allee 11/1 J statt Saalöhnung 5 Uhr. Beginn 6 Uhr. Karten In beschränkter Anzahl noch erhältlich bei den i nd Im Lokal. Sk/Q l �TTOkl!iBKJw.z.d. bjwi' erg. A Beginn 6 Uhr «WWWWWk atitWMMMW Mitg-iedam und Im Lokal. * HJI'- Tgl. 7>/„ Sonnt, 31, u. 7'/,: 0r. Aniatear-Iteiten. 1R0M. Belohnung erhält derienige. welcher 3 mal stehend um die Manege reitet AuCerdazn die Obrigen vorzflgllchcn Nummern und zum Spvug. Wnjserpaatnra.„Okeron". u.�fbmt- I«44b" »lchl» jebtn Preis. Scans ZleNns«, Rttterftrnße 56, a HL Sei MpL 3132. < emalige Mitglieder der StettinerSinger Seidel, Ruselll, Horst, Grünlnj, Sahukcrt, Riesa, Ralbke, Otto Schräder, Rudi Schräder.. Auserwäivltes Prog-amnv Vorve'k cBZt.Märi 11-1 U. Eröniinnss-YorslellBng I. April 7 Uhr. Jljatl�eB-Ofcfaester. Untcrbaltungö-Rcrtaurant Mien-Se�tin Jfigerstr. 63 a. pd Glasopk: VTlts LiBwe-LieoacnP' — Hermaan WehllnK gs O ' Richard Berber—_Si«irlrlpd Olatier- itmett) Paul Bcndlx � Hplro-Kerw Kapelle Onstav Clottsrbalb V BentgepHegle Wein«— Vorcagllobe Klchn fj Aalang N Ukr Eintritt frei. »WWVPW f.'A\'. r-r WW&SSi*' �"*■ Volkskraft-Bund Vereinigung zur Forderung und Stärkung der sittlichen, geistigen und wirtschaftlichen Kräfte des deutschen Valkes durch Gesundheit und Kraft, Bildung und Kultur. Vorsiteender; Dr." Bruno Wille. Occchlftcstcllc: Berlin SW tg, K»ck(4r.Zt/29, Fernsprecher; Morltzplau U 485/54. Nächste Veranstaltungen zu denen die Mitglieder Irelen eintritt haben: März aa 5-7! Vofksunterhaltg. Leibolz- Oberrealschale, CharlptUnPurg 30.>ft5-1,7:, Psratdeagenen, «. V�W«: Rahna- Walser Wilhelm Realgymnasium, Kocnstr. 66 April 1 g-l«! Voncstfiral Vortrag im HOreaal, Berlin NW. Oeorgenstr. 34— M. Dr. Bruno Wille: Jugend- , geschlchten von solchen, die klnaul wol.ten 1'AZ-I-IU- VulkauntcrhaltunginFottdam.Barberinlsaal 6. Il-l: Uroäe RMlts-ftucHelcr Im Opernkaot, Unter de* Liegen, unter Mltwirkaug vee tienerslmaiig- dlrekior Leo Blech, der Opernsängeria Emmi Leisner, dem eken. kgl. Orckcster Dr. Bruno Wille Bilt ein» Anspracht «/jUk'O; Volksunterh. 4. Oemomdeschule, Nowawes WWW|""'■ 8-10: Wemer-Sicmsns Rsalgymnas. Volkstum!. LichlbiltUrvortrag Hörsaal, NW., Guorgeu.tr. 34/36. Dr. Paul .......' alt und Verbru Joserieh: Wlsssnschi Volksunterhai tu: 20. 5-7: 27. lißJ�IO: Volksunterh: nschalt und Verbrechen ne Französisches Gymnasium tältuRg Werner- Siemens-Real- 1 gymnaslum 10; Volksunierhaltuiig Franzö'isch. Gymnasium 27. 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Er war seit einer Reihe von Jahren Mitglied unserer Neuner-Kommission; mit Hin- 1 gebung und regster Anteilnahme bat er in gewiusenhal'ter Pflichterfüllung die aus dieser Stellung ihm erwachsenden Aufgaben] erfüllt, im Bewußtsein, aoeh hier als Soldat der Partei auf Poeton zu stehen. Sein Beispiel wird als Vorbild bei allen, in deren Gemeinschaft er für das• Berliner Parteigeschäft wirkte, in dauerndem Gedächtnis I bleiben. Vorwärts-BocOdmckerel und Verlagsanstalt Paul Singer& Co. Am Lonnsdena, den 22. d. M., verstarb piöuiich unser langjähricer, treuer Mliarbeiter. der Spediteur Albert Mahnisch Im 52. Lebensjahre. Chi Sein ehrlicher, lauterer Charakter,«eine In lang-. (Ihriger Tätig» eit bewiesene Pfllchlreue, PleiB und Gewissenba. tlgkeil sichern ihm ein dauerndes, ehrendes Andenken. Die Hauptexpedition des.Vorwärts". Die einasclierang findet am MiUwsch, den 26. März, mittags 12 Uhr, im Kreittaterlum tier.chisiraftc si»tt, Wenige Stunden nach unsmn gemeinsamen«et» fammensttn was uns di, Nachricht, dich unser Iteber Ztovege Mlkv� ttsknlsvk Sannabrnd vormittag, 22. Mllr». an Gehirn Ichlag ver- stordrn ist. Bie zum letzten Atemzuge stand er aus srinrm Pasten, kr war UNS alle» ein lieber Freund und braver Genosse, dessen Geist und rege opserwillige Tättgtett In uns fortleben wirb, öeln Andenken in EhrenJ Die Oornarts-SpeOttenrc. SoMlöMMklschn Beteln[fit Beiim. Unser altdewähtte, Vorstand« mOglted, der Seiluonotpebilenc ASbort Hahnisch AdchUunn»! llhrer der L«btelluna und Rentsar des Verein, ist am 22. Mörz UNS im Alter von 52 Jahren ptöglich verstorben. Selne lahrelange Tätigtest in der Verlwer Partei- »rgmiisatton sichert ihm ein ehrend«« Andenken. Die Sinch'chcrnng erfvlgi am Miilrvoch, den 28. März, mittags 13 Utjf im Ärmceorhira Gerichtstt. 37IS8. Zahlreiche Beteiligung«bittet See Vorstand. SozIaldemoHraUIcfcr Verei i tur Bertin. - Abteilung I.— Ganz plötzsich ha« uns I der Tod unseren bewährten ( iZIbtellungsfllhrer u. lieben j Genossen Albert fiabaisch entrissen.— Mit ihm ist einer unserer Besten dahin- geaansen. Mit vorbildlicher Wi-Hstrrue Hai er stet« in treuer htnaebungsvoller Arbeit all seine Strdfte in Den Dienst unserer»Partei gestellt. Seine ruhige, de» stmuene Art, srin lieben«. würdiges Wesen haben ihm und Wertschäsinna all« MttRlirber verfchasst. Wir werden da» Andenken dieses wackeren Genossen »nv sieben Freunde« stet« in Ehren halten! Sie Einäschening der Leiche findet am Blintvoch, d. 28. März, mittag« 12 Ul im sirematornim Sei' strotze statt. Die Mitglied« b« Ad» ieilung I werden tun zahl» reiche"Beteiligung an der Trau«seier gebeten. tbäsib Der Vorstand. Zentralverband der ! Sdiubsiifidier Deutld)! Geschäftsstelle Berlin. Den I Nachricht. Mstgliedern zur \, dich der Kollege ?aal Hallmaaa als unschuidiae» Oos« bei den letzten Unruhen ge» sallen ist. GH« seinem«ndenten! Die Beerdigung findet heute Dienstag, nach» mittag« 3 Übe, auf dem »lias-ntrchhof, Nordend. statt. Die OMeverseattnng. trugvistc-c oifiPln iltueii, Rommcr» l.«»rsig ender. Eph, Sonst*(«tat Beutseher Kolzarbeiter-Verhand.! Verwaltnng SerUu. Tel.: Llmt Moelflplafl>S«S3. 8078 Bureau: Berlin, Runprstr. 30. Mittwoch, den S«. März l tt 1 1), nachmittags von 4 bis 7 Uhr: «I S.JklkMlkli löAveiSmigzlli, 11.1.SWÄIAMMS Die Dahl erfolgt durch Urabstimmung in den lolgendcn 95 Lokale»: 1. Dobeoblaw, Swinemfiiider Str. 11. 2.»thnpel. Dmickerstr. 83. 3, Glieiche, Kopenhagener Str. 74. 4. Brock. Steitiiier Sir. 15. 5. Seeseid, Sdmlflt. 114. 6. strstger, Potlitzstr. 10. 7. Habedank. Wiciesstr. 24. 8. Wald. Pfluostr 5. 9. SBinfter«, Bülowstr. 58. 10. Schult, Moriendorser Str. 5. 11. Kludc. Ritterftr. 32. Ecke Jakobwrch. strotze. 12. Ediert. Kottdus« Str. 1». 13. Mix. Skalltzer Str. 5Sc. Zu wählen find 21 Deleglerie zum werkschastsfongretz.> 14. Staden. Mickaelkirchstr. 24. 13. Meriwe.tm, Gr. Frankfurter Skr. 16. 16. Hulh. Warschauer Str. 61. 17. Reit. Siratzmanustr. 29. 18. Schulz. Lichtenderg, Kronprinzenftr. 47. IS. Dröger, Weitzensee, Lchderitr. 122. 20. Thunack, Thartottenbnrg. Wielandstr. 4. LI. Lienkel, Schöneberg. Meininger Str. 8. 22. Martin, Temvetblst, Berliner Jlr. 92. 23. Schmidt, Neukölln, Donaustr. 1, Ecke Reuterlirake.> S4. Schenk, Neukölln, Rclenstr. 24. 25. Kodanek, Obesschöne weide, Wtlhelmmen- desstr. 18. BerbaitdStag und ein Delegierter zum Ge- Jedes Mi t-glted i st wahlberechtigt und mutz zur Wahl p e'r I ö n- erscheinen tzstS LegitimaHen ist daS Mitgliedsbuch vorzulegen; ohne Mitglieds» der wählen in dem Lokal, das ke am be lich erscheinen ZPs Legitimation ist daS Mitgliedsbuch vcrzule buch wnd niemand zugelassen. Die Milglleder wählen in dem' quemsten erreichen tömten. Wer mehr als? Beiträge rückständig ist. da>i nicht wählen 86/1 Die OrUtvcrwmllang. ssziMkillMi. Wein Sellin (S. V. S») Am 25. Marz 1919, abenbd 7 Uhr, im Plettar- Sitzungssaal des Herrenhauses, Leipziger Str. 3: Freie Wimm Kver: .Hrooloftfln Bertei uad SegZewvs.' Reserentin E Genossin wully Zapler. Alle Parteigenossen sind eingeladen.— Legtttmuttve» durch Mitgliedsbuch eesorbrtlich. 19560* Ct* 3. sttttetHwifl. ätuntsfragca im Auto vom AursÜrstendamm sScke Uhtand- strotze) bis zun, vpernhan, am Eonnabend. den 22. K abends '1,7 Uhr, liegen gelösten. Ad- zugeben� Uhlandsir. 29, I link«. seine SWefeSem und Vannon liefert preisw. Verl Sir bitte PccisL Radoti Glellsch, 200/4* R-u.Trebdst, 301 Pfändscheiie, Obren, Brillanten, Teppiche cle. kauft h5chsizah)end Rroaf Veteranenstr. II L / V©rkatiir"an""piivate � A. Wunsch Za h'aneserlelcht Möbel-Misch Schönhauser Allee 6-7 Unierg' undbahnho* Schßnhaoser Tor. Jteukottti. ßllaetnelneKrantten'U. Sterbtiulied Stulfdieti Oretbfler und deren Be* rufsgen Criatzkatle. Verwaltungsstrlle Berlin B. Am 20. März verstarb unser Mstglicb Fritz Sshffiidt Stchtrnberg.strostenerSie.I7 Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet! am Dienstag, nachmsttog» s>b Uhr, von b« Leichen-! habe des Sridser-stirchhofo,[ Oichtenbetg, Litckftratze, aus 1 statt.-" nni« strastwagenÜthr« Frisdrlcä Loose. Air verlieren in dem Berftvrbenen einen»sich. ttgeu, pflichttreuen De» amten, welch« mlt Gifer und Hingebung besonder« in der letzten unruhevosten siest seinen Pflichten nady la«. Wir bedauern b«n höhen S»b de« brave« A�nne» und werben sein Andenken stet« in Ehren halten. 2002b Orrband für erfte(Hille Eingetragener Perein B. Knobl"- zienrut. Dr.- Joseph ärztlicher Dieektor. Pimrblffung Mittwoch, den 26. März, nachm. 3 Uhr, Neuer gmSIi-Apostcl-stirch. hos. Tewpelhescr Weg, Ber- liu-Schöneberg. MitttvochpdenÄiZ.März, abends 7'/z Uhr, i« der Aula des(Symnafiums, Kaiser- Kriedrich-Strafte Äl«»: Ansprache» des SiabtsekretSrs a. D. Dzieqk, Zahnarzt Jöckel und Benno Maaß. Freie Aussprache der Mieter. Männer und grauen.: Erscheint in Massen! Micterbund Groft-Verli». 142/19_ Berlin W, Potsdam« Ett. 56. Zentralverband der Handlungsgehilfen. Ortsgruppe Girosi-Verlin. C. 25. Msiuzskr. 20 II. »iNmoch. den 26. Möe,. abend» 7 Ahr. im vörseeesne»!, Cutgltcofle: Mitgliederversammlung aller in Waren- und Kaufhäusern "im' Eittzelhandel Beschäftigten« Tagesordnung: I. Bericht llber die Berkandlungen vor dem Echlichttingsansschutz. 2 Berich: i!b« den Berlaui der Tartfv«handlungen. 2 Wahl der Eettionsleitung.» 4. Brrschiedene»./ Bollzähsigss Srschewen all« Mitglied»«wartet vie Sektion der Waeen» und öbel! Seuttcher Bauarbeiter* Cerband Verein Berllei. Den Mitglied«n zur Noch» eicht, datz der Stukkateur MZkLim 8cdll!z (floirt Osten 0 am 28, Febr. verstorben ist. Eh« seinem Andenken l Die Einäscheeuna findet am Mittwoch, den 26. März, nachm. 4 Uhr, im strema» wrinm Sceichtstratze statt." Der Voe-ntaeid. I Saezlal-Arzt Dr. Hewttl. >. Hflut-, Harn- n. GcschischU- ItMen, spqiell rcrauete, hart- ndckijjc Aaai'IOsse, Manacs- schwäche. 0»g. Syphilis eigene Seilmelhede v«d. in. Salvsrscn» karca. Lhituntnjuch. im ersten >:. ällesi. Kur-Il>ftiiM„Ltiser". Nur Hosen'.haJer Str. d*— 70, hisjenthoier Platz. Ecke tztnienstr. Mehandhintzsz. s-i, 4-S. Sonnt. 9-1. Sepaeote«»amenzimm«. aut vr. med. HaMlicke hiaut-, Harn., Sesehiechtsi, BlutuntcrsuchE- Prleette SehlaJzlKitner. Wohnzimmer« moderne Kuchen. MOfoelintcressenten und Brautleute weiden hfltllchst gedeken, ror Einkauf unser Lager zu berücksichtigen Langjährige OaranHe. GEBR. LIEBER 16 Alexander- Sti*. 16 nahe Jannowilz• Brücke, nur i. Etage, kein Laden. Weitgehendzte ZahtangserieichternilQ.; Sps�'al-Ädteiiung Nniformcnfärben. m�ivil umarbeiten in ltt)tomcj, braun, blaa, gelln. in��agaa sowie Menden Umarbeiten. Nenarbeite« Für 2500 M. »Halten Sie Eigenheim mtt Land bei KSnigswusterhausen enossenschaft mtt "en ist MadEcksti? 4LL�L Gprschzeit 4 /,— 7 Uhr. 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Meldungen nstumt auch der Borsigendr, bei dem auch Lehr- Pläne zu haoen sind, entgegen. 231116 Gustav Dietrich, Borst, Berlin kl'r 23, Klovstockstr. 25, Hof p. Säle für Persammlnngcn, vereiussrsMchkeilru, 2>aroin»zimmer. 2 argelbohneu noch i r e i. lSSL» kiSniIStsdt-lvasino, Telephon: Amt Norden llW. Ann Alexander 2540. NolMmL'ktsrV'Qöe 72. WM-MI Zkl»!» WX Hl. 4. ersucht, Ihre fSkrtum) ihrer siu- Sämtliche Angehörige des Devot« werden letzige Adresse untre Angabe d« Da»« gehdrigkeil zum Depot zrvortv Selon zmng vou ttuuNnon- goldern an Unttrzahlmesit« Mep«, Kotzenverwaitung de» Pionier. Boll. Ar. 9. Harbuig 0. filbc, dt» 15/4. f) eiiizuscnbcn. Späte« Eingänge können nicht mehr berllckstchtlgl werden. Ter VirteiluniiSaurschiist: Meyer, Unterzadimefker. Maliw, �ridwedel. Hasen, Seiyant. Reuter. Unteroffiß�r. fola«4*c, e Geir-iter. 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Sitzung, Msntag, den 24. März, nachm. 2 Uhr. Am Regieruligstische: Hirsch. Harnisch, Braun u. a. Präsidenl L e i n e r t eröffnet die Sitzung nach 2� Uhr. Das Haus setzt die Besprechung der förmlichen Anfragen der Deutscknationalen und Demokraten beir. die Unteilbarkeit und Unversehrtheit des preußische« Staates und betr. die LoZIöfungderRheinlande von Preutzen in Verbindung mit den dazu gestellten Anträgen GräsFranlsurt und Genossen fort. Abg. Dr. Haß(Z.): Man hat am Sonnabend ein kleines niedliches Kesseltreiben gegen das Zentrum veranstaltet. Die Frage der westdeutschen Rcpu- blik ist weder eine Parteisache noch eine sHaktionssache. In dem Ausschutz haben vier Zentrumsleute, zwei MehrheitSsozia bemokraten zwei Herren von der Deutscfccn Volkspartei und ein Demokrat ge- sessen. Ist eS da gerecht, Ihre ganze zur Schau getragene Tnt- rüstnng aus da- Zentrum zu übertragen? Erst als den anderen Parteien plötzlich die entsetzliche Furcht kam, in einer sollchen west- deutschen Republik könnte vielleicht das Zentrum die Mehrheit haben, da erblickte Ihr preutzischer Patriotismus da- klick! der Well. lSehr richtig! im Zentrum.) Wir haben aber nie daran gedacht, eine lediglich au? dem linksrheinischen Gebiet»der blotz auS der Rhcin- provinz bestehende westdeutsche Republik zu gründen, sondern sie soll etwa Westsale«, Rheinland und Hesseu-Nassa» umfassen. Das sind 7 Nillisnen Katholiken und 5 Millisnen Evangelische. Haben nicht zahlreiche andere Teilungsprojekte in Preufzen seit Monaten in der Luft gelegen? Ich erinnere an Herrn von Batocki und Reichsminister Dr. Preutz. War also diese Hetze anständig? Herr Stscker von den ll. S. macht in Entrüstung gegen uns. wirft uns vor, wir arbeiteten der Entente in die Hände, der Vertreter derjenigen Partei, die mit russischen Rubeln das deutsche Vaterland ruiniert. sGrotze Unruhe bei den Unabh. Dsz.) Wir haben in keinem Augenblicke mit dem Gedanken einer Los- lösung vom Reiche gespielt. Wir sind Deutsche und wollen eS bleiben, f Beifall im Zentrum.) Unterstaatssekvetär Dr. Fecund: ES ist sehr zweifrlhast, ob die Hessen- Nassauer und die Westfalen in ähnlicher Weise von Preutzen lvegstreben wie angeblich die Rheinländer. Abg. Adolf Hoffmanu(Unabh. Soz.): Di« Woche fängt gut an I Heute sollte die Regierungge- bildet werden aus Zentrum, Sozialdemokraten und Demokraten. Wir haben eben ein Beispiel von dieser Rinigkeit gesehen. Wir sind die lachenden Vierten. Es ist hier wiederholt bebauptet worden, es fei die Mitzwirtschaft der Arbeiter- und Soldatenräte eine Ursache für die Loslösungsbestrebungen gewesen. Die berüchtigt« Geschichte von den SOO Millionen ist gU a t t ans der Luft gegriffen. Der Redner verliest eine Gehaltslist« der deutschen Fürsten, deren JerhreSsumme er auf 41% Millionen beziffert. Auch bier liegt die Hauptschuld wieder beim Kapital.(Lebhafter Widerspruch.) Tj» Kapitaliften haben Geld für die schamlose und skanda- lose Agitation gegeben, um der Vermögensabgabe zu«nb- gehen.(Grotzer Lärm im Zentrum.) Die Loslösungsbestrebungen für eine rheinische Republik laufen aan, einfach auf den rhecnischen Kirchenstaat hinaus.(Widerspruch im Zen- trum.) Deswegen wird auch d»e niederträchtige Hetze gegen mich ins Werk gesetzt wegen der auf Trennung von Kirche und Staat ge- richteten Verordnung.(Vizepräsident Dr. Frcntzcl: Herr Abgeord- neter. ich nehme an, datz Ihr Vorwurf der N i oder t rocht nicht gegen ein Mitglied dieses Hauses geridstet ist.) I bewahre! Wie tann «in Abgeordneter niederträchtig sein!(Grotze Heiterkeit.) Ich stelle nur fest, datz der angegriffene Erlatz �einstimmig von sämtlichen Beiräten und beide« Ministen» gefaßt worden ist. Der Unterschied ist nur der: ich stehe zu dem, was ick getan habe, während dem Herrn Minister Haenisch das Herz in die Hosen gefallen ist. Auch-der� Erlatz für die Aufhebung deSReligipnSzwangeS ist von Herrn Haenisch ebenfalls Das öeutsche Volk Trunkenbolü und mifsrables Vieh! Wie die Deutfchnntionalen daS Bult„Neben". Seitdem da? deutsche Volk nicht mehr die Geduld besitzt, sich von den Reaktionären knechten zu lassen, ist es mit deren Liebe zum Volke vorbei. Die wüstesten Beschimpfungen deS Volkes find den ehemaligen Knutenherrschern noch nicht wüst genug. Man lese beispielsweise in der„Täglichen Rundschau": Ja dieser ungeheuren Stunde, die für Jahrhunderte über daß Schicksal der Menschheit und aller Völker entscheidet, gibt es ein Volk, daß nur für Streik, Triumph der Faulheit, Kino, Tingeltangel» Kaschcmmrnlnst, Dirnrnbälle, Straßenraub, Massenmord und Revolution, SelbstzerstZrung, Sellistbesudelung Sinn und Leidenschaft hat— und das ist das Volk der Hohenstaufen und Hohenzollern, LutherS, FichteS, Bismarcks, Hinden- burgS. Der Sinn für Selbstbesudekung scheint allerding» in dem Sudelfritzen der„Täglichen Rundschau�— er unterzeichnet sich F. W.— sehr stark entwickelt zu sein. Er schreibt wenige Zeilen später: ... auch die Todfeinde ringsum merken eS, und wir können «- ihnen nicht einmal so sehr übel nehmen, datz sie dem im Deli- rium zusammengebrochenen deutschen Trunkenbold Waffenstill- standSketten anlegen usw. usw.» Zu F. W.'S Entschuldigung wollen wir annehmen, datz er mit dem„im Delirium zusammengebrochenen Trunkenbold" s i ch selber gemeint hat.— Auf einer ähnlichen Stufe der Ge- finnung steht auch ein Flugblatt der Deutschnationalen Volks- parte:, für das als die d e u t s ch n a t i o n a l e n National- Versammlungsmitglieder D. Tkaub und Dr. Schiele am Kopf« verantwortlich zeichnen. Diese» Flugblatt enthält einen Brief«ine»„Arbeiters"(den offenbar irgend«in per- krachter Leutnant oder Assessor oerfotzt hat) an den Grafen Posa- dowsky. Es ist dieser Tage in den südlichen Boronen Berlins von HauS zu Haus verbreitet worden. Ter angebliche Arbeiter, der dort sein Herz ausschüttet, erzählt zunächst, daß es ihm unerträg- lich sei. von ehemaligen Handwerksgesellen regiert zu werden, er perlaugt Staatsmänner mit wissenschaftlicher Bildung. (Welches Matz von Stolz aus den eigenen Berus, aber pardon.«S ist ja nicht der angebliche Arbeiter, sondern der verkrachte Assessor. der da« schreibt!) Weiter erzählt er. datz Ebcrt, Scheidemann, Roste usw. nur Politiker geworden seien, weil sie.in der Fabrik keine Lust mehr zu»ehrlicher Knochenarbeit hatten". Die zwölf Millionen sozialdemokratischer Wähler bezeichnet der .Arbeiter" etwa zwonzigmal in seinem Ergutz als»Stimm- piehhoufen". weiter schreibt«r: Die grwerbSmötzioen sozialdemokratischen Agitatoren hatten ihrem Stimmvieh jabrauS jahrein»ingevcdet: e» besähe hervorragend gute Eigenschaften, die Revolution hat allen VIl- kern der Erde bewiesen, daß dieses sozialbrmokratilchr deutsche Stimmvieh von allerxemeiuster, miserabelster Qualirä» ist. Ar- beitsscheueS Gesindel, das die Staatskassen systematisch plündern, von Raub und Diebstahl nur leben will. Diese miserable OnalitLt de» EtimwpIehS trat sofort zutage, eis(4 die alle musterhaft« Staatsordnung zertrümmert hatte. cklung Preußens. ausdrücklich gebilligt.(Lebhaftes Hört, hört! im Zentrum.) Als Minister habe ich in der TrennungSscage nach Verständigung gesucht und im besonderen an eine entgegenkommende finanzielle Regelung der Angelegenheit gedacht; als Parteimann werde ich aber dafür eintreten, datz angesichts der ungeheuren Rotlage unseres aus allen Wunden blutenden Volkes die vielen Millionen für die Kirche gestrichen wer- den.(Große Unruhe im Zentrum.) Auch wir sind gegen die west- deutsche Republik. Die Agrarier wollen ja jetzt eine agrarische Re- publik in Ost- und Wcstpreutzen bilden. Durch diese Hoffnungeu wird daS Volk einen dicken Strick machen.(Beifall b. d. Unabh. Soz.) Abg. v. Dannenberg(Deutsch Hannoveraner): Wir haben stets dagegen protestiert, datz unser Land preutzisch ist. Die neue Regie- rung aber will uns unser Recht nicht geben. Darum ist sie für uns vasieide wie die alle. Die»eue Regierung beginnt die W ge der alten zu wandeln. Sie bat im Februar einen veriraulicken Erlatz ergehen lassen, der sich gegen die deiii'ch-baiiiioverlche Agitation richiet, ihre Veranimlunaen �u ve, bindern än- ordnet und auch gan, im Sinne der alten Reptilienzei» die Presse z» ihrer Bekäniplung heranzieht. Durch diese neubelebte Nepiilienwiriichan wird zwischen der Regierung und»nS der letzte Rest des TischiucheS zeischi itlen. Wir fordern für Hannover da» Selbstbestimmnngsrecht und lehnen alle Folgen ab, wenn Sie es uns verweigern. Ministerpräsident Hirsch: Der von dem Herrn Borredner hernngezaaene Erlaß hat durchaus nicht den Charakter, den er ihm geueben bat. Es mutz uns gestattet M«. die Massen darüber aukzuklären wie notwendig die Sinbeiilichke't Preutzens ist.(Beitall.) Diese« Auf- klärungsrecht werden wir un? nicht nebinen lassen. WaS die fadliAen Ausfiihiunpen des Vorredners anbetiifst. ko betonen wir ausdrücklich. d«tz wir der Bildung einer deutsch- hainioverschen Republik gleichermatzen ablehnend gegenllber- sieben, wie der LoStreniiung des Rbeinland«. Die Deutsch- Hannovetaner pflegten ihre Bestrehiiiigen mit dem Wunsch nach der Rückkehr de« alten Königshauses zu begründen. Für solche dhnastlschtn Interessen keblt uns da» Verständnis. Wir müssen unS gegen die deutsch-hannoverschen Absichten nicht nur im Interesse PreutzrnS erklären, sondern 'auch, um eine Stärlung unserer Feinde zu der- meiden. In d'esem Augenblick baben wir zuiainmenzulteben und dürren keine Sonderwünsche be'riedigen.(Lebh.rster Beikall.) Eine Bolkdabstimmung würde vermutlich mit einer großen Mehrheit für da« verbleiben Honnovei« bei Preußen. abichlietzen."(Zurnk der Welken: Nehmen Sie doch eine Abstimmung vor. mehr verlangen wir ja aar nicht!) Dazu baben wir gar keine Veranlassung. Wir sind überzeugt, datz gerade die»rdeutschen Stämme der Riedex« kacksen und Frieken sich in einem g-ord»eten. freiheitlichen Staat«- Wesen wobl küblen werden.«Lebhafter Beikall.) Abg. Stcndel(D. Pp.): Zu den, alten Hannover mit keiner alten Berkossiing zuiück,»kehren, dassir müssen beionders die Ott- friesen sich besten- bedanken. DaS alte Hannover war ein AmtS- und Adel« st aat wie e« kaum je kelbst Preußen ge» weien ist. Wir wollen nickt in Kleinstaaterei ziirückoer>allen. Hierauf wir» ein Echlußanirag angenommen und nach dem Schlußwort de» Abg. Runge(Soz) zur Abstimmung geschritten Der von sämtlichen Parteien eingebrachte Antrag Gräf. der gegen die Stnoerleidung rheinischer LandeSteile nach Frontreich»der Belgien Einipruck erhebt, und den Gedanken eines westlichen Puffer- staateS zurückweist, gelang« einstimmig zur Anuabme. Der zweite Antrag Gräf. der einen enischiedenen Protest insbesondere gegen die Errichtung e>ner westdeutlchen Repu« blik enibält, wird gegen die Stimmen de» Zentrums, welche» sich der Abslimmung enthält, angenommen. Darairf wird die Veriagnng beschlossen. Nächste Lihung Dienstog i Ubr.(Mitteilung de» Präsidenten über die Berufung»er Staatsregierung; erste Lesung des NoletaiS.) Sckluß nach'/,? Uhr. (Wie wir erkabren. wird«m Dienstag voraussichtlich auch die Polenfrage zur Erörterung kommen.) »... im Theater zn Weimar suchen nun die Scheidemann und Genossen ihrem Stimmvieh durch einen Phrasenschwall neuen Mut wieder einzuflößen usw. usw. Der angebliche Briefschrriber bittet seinen Adressaten, den Grafen PosadowSty. alles diese» in der Rationalder- sammlung zu sagen. Wir sind gespannt, ob Gras Posa- dowsky den Mut haben wird, Diese von seinen Fraktionskollegen Traub und Schiele gutgehcitzenen Aeutzerungen in der National- Versammlung zu»erlesen.— Jedenfalls zeigt sich,«eiche Achtung die deutschnationale Bande in Wirklichkeit vor dem Volk hat, daS sie zu.lieben" vorgibt, �hr �charaktervoller Mann*. „Freiheit" flCfle,,„Freiheit". Seitdem Herr v. G e r l a ch von seinem Posten* als UniersiaatS- sekretär zurückgetveten ist, bezeichnet ihn die Berliner„Freiheit" nicht mehr anders als den„charaktervollen Mann". Als wir uns jüngst einen kleinen Angriff gegen Herrn v. Gerlach erlaubten, wurden wir von der„Freiheit" nicht übel angeblasen,»eil wir den „charaktervollen Mann" anzutasten wagten. Es gibt aber auch Leute, die andere denken. Da erscheint z. B. in Frankfurt a. M. eine andere„Freiheit", die sich„Organ deS revolutionäven Internalt»- nalen Proletariats" nennt. Diese„Freiheit" Nr. 2 urteilt über Herrn v.e prolestterien dagegen, datz da» deutiche Boll seiner Boden- kckätze beraubt würde— und dann buldigleu ste dem Manne, der seine Fangarme bis nach den Petroleumquellen Bakus ausgestreckt hatte. Sie protestierten gegen die Unterdrückung de« Deutschtums im Osten,— und dann huldigten sie dem Manne, der die flandrische Rüste nicht herausgeben wollte, weil er sie.brauchte" I Wie tiek ist dock da« Gerechli. keitsgefllhl der Alldeutschen der- ankert, welchen Eindruck muß ihr Prolest machen! Saz!alisterung in Sachsen. AuS Dresden wird uns geschrieben: Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Genossen Dr. Gradnauer fand am„Buhtage" im hiesigen Ttändehaus eine Konferenz von Parlamentariern und Volkswirten statt, in der über die BollsozialisierungSptäne der Genossen Dr. Neurath, Schumann und Kranold verhandelt wurde. Aus Einladung der sächsischen Regierung nahmen die Genossen C u n o w und H u e an der Beratung teil; Genosse Hilferding war auch geladen, aber am Erscheinen verhindert. Dr. Neurath(Leipziger Hau- detskammersekretär und Privatdozent) begründete'mit seinem Freunde Dr. Schumann seine Sozialisierungsvovschläge. Sie laufen zunächst in der Hauptsache aus die Schaffung eines säch- fischen ZentralwirtschastSamtS hinaus, das eine umfassende Sta- tistit über die heimischen ProduktionSkräste und die Lebenslage der sächsischen Bevölkerung aufmachen soll. Aus Grund dieser Er- Hebungen soll ein sozialistischer GesamtwirftchaftSplan für Dachsen aufgestellt und die Vollsozialisierung der sächsischen Volkswirtschaft durchgeführt werden. Nicht weniger als 21 Gesetzentwürfe, bis zur sozialistischen Verwaltung des GastwirtSgewerbeS, sollen der Voll- sozialisierung dienen. Im Sinne der Neuratlsichen Pläne hat sich bekanntlich auch die bayerische Zentralkommission der Aobefter» und Bauernräte ausgesprochen. Neurath und Schumann erklärten. zu dem festen Willen der Reichsregierung. zu sozialisieren. Hütten sie kein rechtes Vertrauen, deZhalib schlügen sie vor, in Sachsen den wegzeigenden Vorstoh zu machen. Abg. Fleitzner(U. S. P.) schloß sich im allgemeinen den Referenten an. sagre aber auch, die Dozialisterung dürfe nicht in Experimentieret, ausschlagen. Genosse C u n o w sprach sich für die Neurathschen Vorschläge aus, soweit sie die Auftnachung einer umfassenden Sozialstatistik und die Auf- stellung eines GesamtwirifchaftSplaneS anlangen. Ohne diese Unterlagen würde man experimentieren und dem Sozialismus schweren Schaden zufügen können. Die Reurath-Schumannschen Vorschläge seien im übrigen stark ideologisch, sie berücksichtigten allzu wenig die starke Abhängigkeit Sachsens von der Einftihr an industriellen Rohstoffen und an Lebensmitteln. Selbst wenn Dach- sen als„geschlossener Handelsstaat" sein Auskommen finden könne, auch dann sei eine partikulare Sozialisierung seiner Volkswirt- schuft kein ideales Ziel. Genosse Hne warnte ausdrücklich vor einer Uebertragung des PartikulariStnus. dieses deutschen ErbübolS, auch auf das wirtschaftliche Gebiet. Sachjen sei viel zu abhängig von den angrenzenden deutschen Gliedstaaten und dem eigentlichen AuSlande, als datz e»«ine separate Bollsoziatisierung durchführen könne. Auch wenn es sich mit Bayern über den Austausch von LsbenSmitteln gegen Industriewaren verständige, bliebe doch die Tatsache, daß Sachsen ohne Rohstosszufuhr au» Preußen und über- die? aus dem fernen Auslände fein« industriell« Tätigkeit von einiger Bedeutung entwickeln könne. Di« Durcharbeitung einer gründlichen Sozialstatistik sei natürlich erwünscht, auch die darauf basierte Aufstellung eines GesamtwirtschaftSplaneS. DaS aber nehm« allein Monat« in Anspruch(Neurath selbst rechnet mit 6 bis 8 Monaten bis zur Fertigstellung einer zunächst rohen Sozial- stcttistik), und dann erst komm« der Entwurf des Wirtschaftsplancs, hierauf erst die Inangriffnahme der ersten Sozi ali sie rungögesetze. Damit sei natürlich den Leuten, die ein«„sofortige Sozialisierung aller Unternehmungen" forderten, nicht gedient. Da« Reichs- gesetz betr. die Sozialisierung sei aber nicht nur schon der praktischen Sozialisierung näher getreten als die Neurathschen Pläne, sondern eS lasse auch den Gliedstaaten, Gemeinden und Gemcindevcrbänden reichlich Epielraum für die SozialisierungS-- praxi». Angesichts dieses Gesetzes und der wirtschaftlichen Gesamt- lag« Deutschland» müsse dringend vor parfikularistischen Soziali- sterungSaktionen gewarnt werden. Sozialisierung sei eine Dach« de» ganzen Volke», nur in diesem Rahmen könne vorgegangen werden. Hhe wie» nach, datz da» österreichische Soziali» sierungsgesetz nicht weiter'gehe als unser RöichSgeseh, son- dern hinter diesem zurückstehe. Dr. Neurath hob hierauf mit starker Betonung hervor, datz er an keinen partikularistischcn So- zialiSmuS denke, er wolle sich nicht gegen das von der Nationalversammlung angenommene DozialisierungSgesetz wenden, glaube aber, von Sachsen aus, wo ein« sozialistische Volksmehrheit bestehe, müsse ein Druck für die Sozialisierung unserer Gcsamtwirtschast ausgehen. Arbeitsminister Genosse Schwarz erläutert« an Bei- spielen die wirtschaftliche Lage in Sachsen, die un« nötige, die traurige Praxi» zu berücksichtigen, wenn der SozialisierungS- gedanke sich siegreich durchsetzen solle. Mnisterpräsidont Genosse Gradnauer faßte sich in seinem Schlußwort dahin zusammen, daß die Aussprache anregend und lehrreich gewirkt habe. Er wünsche, daß auch in der Agitation„draußen" die Sachlichkeit mehr als bisher gewahrt werde, damit der Zusammenfasiung aller sozio- listischen Kräfte kein weiteres Hindernis bereitet werde. Die säch- fische Regierung werde alles wn, mn die Verwirklichung des So- zialismus tatkräftig zu fördern. PartekouSschvß. In unserem gestrigen Bericht von d« Par- ieiausschutzfitzung ist ein Irrtum enthalten. Genosse Faatz hat nicht..syndikalistische" sondern die Kaliskischen Forderungen vertreten. I\ Leiste Nackrichten. 70 Kinder bei einer Panik erdrückt. Gleiwitz, 24. März. Die„Oberschlcsische Volksstimme" meldet, die hiesige katholische Mission für Mädchenschutz veranstaltet« heul« nachmittag im Stadtgarten eine Kindervorstellung, di« stark besucht war. Au» bisher unaufgeklärter Ursackw entstand beim ersten Akt aus der Bühne ein Feuer. Der„Feuer'-Rus löste un- beschreiblich« Panik au». All« stürzten den Ausgängen zu. Da- durch staute sich die Menge der Kinder, auch stürzte die Treppe unter dem Druck ein. Eine grotze Zahl von Kindern wurde zer- quetsch: und zerdrückt.. Wie der.Oberschkesische Wanderer" meldet, beläuft sich die Zahl der toten Kinder auf rund 10, die Zahl der Verletzten auf etwa 20. Gewerffchaflsbewegung 20. verbaaöstag des deutsche» Chorsäuger- und Salletoerbandes. In'Jen Sutten vom 19. bis 31. März tagte m Brounschweig die Eleneralversammlmig obigen Verbandes, der seit mehreren Jahren d»r Generalkommission angeschlossen ist. Die Tagung war besucht»on 5L Delegiertei; mit 184 Stimmen. Ausserdem waren einige.Harte llverbändc vertreten. In seinem Geschäitskxricht konnte der Zentralvorsihende Frsedeba.ch. Mannheim mitteilen, datz der Bcrband ausserordentlich an Mitgliedern zugenommen habe, daß eS besonders gelangen.ist, die Gehälter des unteren Personals zu erhöhen. TVr Bericht wurde zustimmend entgegengenommen. Worauf Dr. s e e l i g- Mannheim, der VenbarrdsshndikuS. in ausführlicher We'se über die Aufgaben des Verbandes sprach Unier grossem Beifall rührte er auS. daß die Mitglieder sich viel mehr politisch betätigen müssen, daß seder einzelne verpflichtet sei. die geistigen und kulturpolitischen Angelegenheiten auch in der Deffentlichkei« zu behandeln, auf P-rrlamenten einzuwirken und zu versuchen, daß die Kragen der Kommunalifieriing der Tbeater die Verbesserungen deS Tbeatrvbetriebes auch die Allgemeinheit interessiert. DaS sei eben- fo wichtig wie die wirtschaftlichen Fragen, denn darauf beruht die «ukunft des Berufes. Sr kam dann auch auf den Anschluß an die Genossenschaft zv spr«ch-n. den er. allerdings unter lebhaftem Widerspruch der Versammlung, empfahl, weil es nötig sei, eine ge» wisse st om petenzabgrenzung zwischen den im Theater Beschäftigte» zu schaffen. Die Aussprache darüber war sehr lcbhafi und zog sich stundenlang hin. vorstand und Berwaltungsral, di« Mehrheit der Delegierten lohnten vorerst einen Ansckssuss ab. doch wnrde ein- stimmig einer Gntschliessung zugestimmt, die die Arbeit de« Kartell« anerkrnnt. dessen weiteren AuSba» wünscht und die VerbandSver- treter aufs. ädert, innerhalb de» Kartells herzliche und einträchtige Beziehungen zu pflogen. Da« gleiche Ersuchen wurde an die Bühnen- genossen scha st gerichtet. Ein weiterer wichtiger Punkt war der Bericht Dr. Seelig» über den abgeschlossenen Taxi svertrag. der am l. Mai 1919 in Kraft treten wird, da die übrigen Vertragskontrahenten zugesagt haben. De» Adfchliiss bringt in daS Gewirr der ülwigen Verträge einen grossen einheitlichen Fug. regelt den inneren Betrieb und räumt mit mancher alten Tbeatorbienswoeschrist auf. Die AnSlprache hierüber gehörte nwt zum lebhaftesten Teil der Generatversammtung, wobl 40 R.dner ergriffen das Wort dazu. Zum Schluß wurde je- doch der Haupt- und Normalvertrag einstimmig angenommen. Nur die an der bisherigen Besetzung der verschiedenen Funktionäre keine Aendetungen brachten. Die nächste GeneroÄersammlung soll 1920 stattfinden. Generalversammlung deS Deutsche« Buchbindervrebandes für Groft-Berlitt. Der In den„Arminhallen* tagenden Generakversommluug bei BuchbindcrverbandsS lag zunächst de: gedruckte Jahresbericht vor: derselbe wurde ohne Debatte zur stcnntmS genommen. Die Wah- len der Brancker.derlreter wurden anzefowten. AIS Vrarütchung hierfür wurde geltend gemacht, daß n c'ner vorheiigsn Bersamm» lung beschlossen worden fei. nur wiche Ärute zu wählen, die restlos auf dem Boden des Rätesystems stehen. Hieran'chloss sich eine sehr ausgedehnte Debatte, in der'ast durchweg im rein politischen Sinne polemisiert und der Standpu.iit der U 3. P. D. und K. P.. in den Vordergrund gestellt wurde. Genjerksche.itliche Gesichtspunkte wurden fast gor nickt hierbes berührt. Die Generalvrr- sammlung beschloß, die Wahlen für ungültig zu erklären und bei, neu vorzunehmenden Wahlen nur dirjenigen Kandidaten zu; wählen, die auf dem Boden des Rätesystcms fteh-n. Diesem Beschluß zufolge mußte-dcr Puittt 2 Neuwahlen der Gosamtverwal» tung, von der Tagesordnung abgefotzi und auf eine ne» einzube- rufende Generalversammlung vertagt werden. Ferner würbe be- schlössen, in getrennten Branchenversammlungan Vorträge über � das Rätesystem mit freier Aussprach« zu veraitstatten und hieran i anschliessend die �öahl der Branchenpertreter vorzunehmen. Die l Wahl des Vorsitzenden soll laut Beschluß durch llravstimmullz er-! folgen. �Als Kondibaten find Würzburger und Kaspar n»mi- i aus»ine' e hinzu» ... akollosse folgende Zuschläge zu zahlen: Bei einer Mitgliedsckatt von über 52 Wochen 50 Pf. und von über 200 Wochen 1 M. täglich. Die Ausgesteuerten männlichen Mitglieder sollen für 39 Tage und die. weiblichen für 24 Tage einen TageSzuschlag von ILO M zur Ar- beitSlosenunterstützung erhalten. Ferner wurde beschlossen, beim BerbandSvorstaud zu beantragen, noch vor dem am'!9. Juni be» ginnenden Gewerkschaftskongreß einen Berbondstag abzuhalten. Raigeber für KriegSbeschädigi« von Erich Rvßmann. Referent im ReichSauSschuss der KriegSbefchädigteofürsor�.(Preis lLO M.. Porto>0 Pf.) Die Schuft enthält neben einer v»tks- tümlichen Erläuterung des MannschartSversorgnnsSgescb.'S die neuesten Bestimmungen über die Fragen der Dienst, und Kriegs- befchädigung, über die BerstümmelungSzulage. die Rente nzu schlag« und den neuen RotSweg. Bestellungen sind zu richten an den Verlag Gesellschaft und Erziehung. Berlin SW. 48, Wilhelmstr. 9. anderes mehr. Es folgten Porträge über die Arbeitsgemeinschaft freier Au- gestellten verbände, über die Verbandszeitung und der Verband»- ageiitur, die von den Mitgliedern ohne Widerspruch entgegenge- riomuren wurden Ueber dir Generalkommission hielt ThomaS- Frcmlnirt a. M. einen Bortrag. Er legte die Politik der Steneralkommifsion dar. zeigte ihre soziale Wirksamkeit, besprach die vielfache Tätigkeit, die gerode während deS.Krieges ausgeübt wurde, die den Gmverkschasten sowohl als auck dem einzelnen Mit» gkied zugute kam Die Politiider Generalkommifsion wurde«instimmig gebilligt, ebenso die Tätigkeit der Arbeits» gemeinschast. Einen breiten Raum nahm die SatzungSfrage ein. Die Per- bandsbeiträge wurd-m auf sährlich 48 M. erhöht, in entsprechender Weise auch die UnterstützungSeinrichtungen der Organisation ver- bessert und Geholt»» und Anstellungsverhältnisse für die Berbands- funktionäre wurden neu geregelt, dann die Wahlen vorgenommen, Deutscher Metallarbeiter-Verband. Heute DirnStag. den 3s März, adend«»'/, Nbr. w den Humboldt- Sälen. Husfitenstr. 4«:«Nruppenveriammlung der Werk- *« u fl l th l e i s« r. ZaaeSordnung: I. Bericht des Grupp- nsttdrer».. 2 VertSattangelegenhetten. 8 BeriÄedenrS. Morgen Ätttwoch, den 2K. März, abends 7 Nhi, w den Andreas- FeMlen. AndreaSftr. St: Brahe alleemcinc Äranchenverlamm- lung der Klempner. Tag»So>dnimg: t. Vortrag: ,DaS Zyltem der Arbeitkrräte'. Reserem: Kvllcge Richard imüSer. 2. AuSiprache. S. Branchen»no»Ieoendett«n. 4. P»rIB»ed»neS. Dte nächsie»rdrntliche Generalversammlung findet am l2 Mat statt. An träge dazu find biS zum tt. Aprtl an die vrtSvcrwattimg »tnzureichcil. Soziales. Gerichtszeitung. Die Erstürmung des Spatrdaner RathimseS. Der Obmann des republikanischen StcherheitSauSschusseS, frühere Obermatrose Bruno H o f e r t und d« HandlungSange- stellte im Ldonsun'verein Franz Schneede l standen vor dem Landgericht. Diesem Ausschuß gehörten 12 Mann an; er hatte seinen Sitz im Polizeigeläude und bildete die Kortrollinstanz für daS Polizestvesen. Dem Ausschuß waren 84 Rann Sicher- heitSbeamt« unterstellt. Der Vorfitzende de« SollatenratZ war v. LozewSki. Echnaebel batte wesentlich mit ErnährungS- angelogenheiten zu tun. Im Soldatenrat und im Sicherheits- »nSschuss bestand das Streben, aus letzterem die MehrheitS» sozio listen auszuscheiden; eS lam zu Differenzen zwischen beiden Gruppen, insbesondere auch üiber das von der Volks- marinedivision neck Spandau gerichtete Verlangen, ihr am 24. Dezember mit Maschinengewehren und Munition zu Hilfe zu kommen. Diese Unstimmigkeiten, bei denen es zu einer unrechimässigen Fcsthaltung einiger Peesonen gekommen war. ten zur Folge, daß hie MehrfieitSsozialksten fast vollzähkig aus Ausschüsse austraten. Es kam dann noch einmal zu einer unrechtmässigen Freiheitsberaubung der erwähnten Personen, für die die leiden Ageklagten mit verantwortlich gemacht wurden. Di« Dinge spitzten sich dann in Spandau bekanntlich immer mehr zu, bis«S zur Urbrrrumpelung der Besatzung deS Rathauses und der Einnahme des letzteren durch die RegieuingSlrtippen kam. Au» aufgefuntenen Listen ergab sich, daß fortgesetzt A nwerbungen von Personen stattgefunden hatten, die«in« Rote Garde bilden sollten. Tie Seele dieser Massnahmen tollen Kwai Brüder 'Marx gewesen sein, von denen der eine erschossen»norde« ist. Die Anteisnahme an allen diesen Porgängen bepw. an einzelnen Massnahmen hat nun den beiden Angeklagten eine Anklaae wezen Freiheitsberaubung und gemeinschaftlicher Bildung eine» bewafs- ncten Haufen» zugezogen. Nach fast achtstündiger Verhandlung vovurteilte der' Gerichtshof beide Angeklagte zu je 9 Monaten Gefängnis._ haitv o«m Die neuen Btstimmnitgen für Krirgsbeschädigte und Hinterbliebene. Durch Berordnung der Reichsregierung find die Bestimmun- gan über die Militärrentcn geändert worden. Pom l. März 1919 an treten die MtlitärversorgungSgerichie und das RcichSmilstär-| vcrsorguvgSgerichlt in Kraft. Die amtliche KriegSbrfcl>ädigttnfü«-' sorge ist durch die reicbSgesetzllch« Regelung auf eine neue Grundlage geflelli worden. Durch diese Rruerungen sind alle bisherigen RechtSschriiten lückenhaft und unzulänglich geworden! Diese> Mängel beseitigt der in den nächsten Togen neu erscheinende i Auhcrordentlichcs Kriegsgericht. Äm b. März hatte sich an der Ecke der Müller- und Trift- strafte eine grosse Menschenmenge angesammelt, die in sehr gereizte Stimmung versetzt wurde, al« ein Matrose, der dem Befehle, weiter zu gehen, sich widersetzte, geohrfeigt(l) wurde. AIS dann eine Patrouille erschien und die Sirasse säubern wollte, fchimplte der 17jäkrig« Gustav Rose. BOilhunt«* usw. Als ihn der Patronillenführer daraufhin verhaften wollte, weigerte er sich zunächst, folgte dann aber, als der Soldat das Gewehr von tzer Schulter nahm and:, Eins, zwei ond kommandierte, Gerichtshof erkannt- auf 4 M o n a t e G efä n g n i S und nahm den Angxklagte« in Haft.~, BerantwoeNlch tfir Polittt Artue filsler, Ebarliitrnbiirft, für den libuqen Zeil des 7-iatIe-Z«irrt Aenl�lln. kür Aiueiam Tve,do, g>l»ck«. Berlin Perlag! Narwürrs-Berlag G m b. H.. Berlin Truck PorwürlS-PuSdruckeret und BertagSanstalt Paul Ginaer u Ts in Verlin Lindenklrabe». Hiirzn t VeUoge. P©.sterbet}(tute Verarbeitung�. M. Polsterbett mit 8: iraidocke».52m. Polsterbett mit Sprungfedern 65 M. Eiserne ötttstelie �ehr starkes Gestell, mit doppelt. Spiralboden 36 M. Eiscinc üCitsiCliC moderne Form, starke Zugfede< inatratze, schwarz lack, 190- 80 cm 83M.. 190*90 cm 88m. Eiseme öettstcl e besonders stark, getaliigt Foim, mit starker Zugltder- matraUe. weil! lackien 90> 19» cm 125«, 100X200 135m. 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