Nr. 181. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. 1991 11. Jahrg. Vorwärts Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Gentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 7. August 1894. ihir Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Verlegenheits- Künfte der Reaktion. = denen derjenige mit schwerer Strafe bedroht wird, der sonderlichen Vereins und Versammlungsrechts die es unternimmt, die Verfassung des Deutschen Reichs überwachenden Polizeibeamten, durch ihren Gendarmen oder eines Bundesstaates, oder die in demselben be- intellekt geleitet, in die Versammlungsreden erlauben dürfen, stehende Thronfolge gewaltsam zu ändern", und in Pindter's Erben mühen sich eifrig ab, ihre Daseins denen weiter die Verabredung der Ausführung eines hoch- crrezen einer mit Unbehagen gemischten Heiterkeit sogar bei berechtigung zu beweisen. Die offiziöse Presse, so wurde verrätherischen Unternehmens, ohne daß es zum Beginn einer gut nationalliberalen Organen, wie es die Münchener in langweiligstem Norddeutsch Allgemeinen Reptilienstil nach§ 81 strafbaren Handlung gekommen is", sowie jede Neuesten Nachrichten" sind. Der stramme sächsische Versamm nachgewiesen, sei unentbehrlich, um den Staatskarren im andere, ein hochverrätherisches Unternehmen vorbereitende Hand- lungsgendarm, der es nicht dulden wollte, daß vom„ Schießlung" unter Strafandrohung gestellt wird." prügel" gesprochen werde, ist es aber, der den Weisen der„ NordGange zu erhalten. Bei der Gelegenheit war dann den Dennach wagt das Blatt nicht, darauf zu bauen, daß die Ge- deutschen Allgemeinen Zeitung" als Staatsretter vorschwebt. Spezialreptilen des Finanzministers Miquel wegen ihrer richte dieser findigen juristischen Entdeckung durch ihre Urtheils- Versammlungsverbote wie in Sachsen und Hamburg, VerLobpreisung dieses vielgewandten Politikus und der gleich- sprüche Geltung verschaffen würden und deshalb greift es denn sammlungsauflösungen wie in Sachsen damit glauben zeitigen Befehdung des Reichskanzlers ein Wischer ertheilt zu einer anderen Nummer aus der reaktionären Rüstkammer: Bindter's Erben und deren Hintermänner die Sozials worden. Die Konkurrenten werden daran erinnert, daß sie Für heute genügt es, darauf hinzuweisen, daß man in demokratie eindämnen zu können! schließlich doch alle aus einer Krippe gefüttert werden. Preußen wesentlich gefördert sein würde, wenn das hier in Ja, haben sie sich bei ihren langen Grübeleien Jenen Auseinandersetzungen hat das offiziöse Blatt fraft stehende Vereinsrecht dem in anderen Bundesstaaten denn nicht die Frage vorgelegt, wie denn eigentlich dieses nun auch gleich einen praktischen Beweis seiner giltigen fonform gestaltet wird. In Preußen sind die zur Heilmittel in Sachsen, in Hamburg gewirkt hat? Dann Brauchbarkeit nachgeliefert, der an die blühendsten Üeberwachung einer Versammlung anwesenden Polizeibeamten sollten sie einmal die Reichstagswahl- Statistik zur Hand Zeiten der Verseuchung unseres öffentlichen Lebens durch gebenden Ursachen- erst befugt, zur Auflösung zu schreiten, nehmen. abgesehen von einigen äußerlichen, diese Berechtigung erDa würden sie entdecken, daß allen deutschen die Pensionäre des Welfenfonds unter der Bismarc'schen wenn in der Versammlung Anträge und Vorschläge erörtert Staaten Sachsen und Hamburg vorangehen in dem AnHausmeierei erinnert. Maßregeln gegen die Sozialdemokratie werden, welche eine Aufforderung oder Anregung zu strafbaren theil der Bevölkerung, der sich für die Sozialdemokratie kündigt das Organ des Reichskanzlers an, nicht eine Wieder- Handlungen enthalten". Im Königreich Sachsen sind die Ab- entschieden hat- trotz der gepriesenen Vereins- und Ver aufwärmung des alten Sozialistengesetes, sondern eine geordneten der Polizeibehörde, auch ohne daß eine Aufforderung sammlungsgesetze. weitere Verfümmerung des preußischen Vereins- und Ver- oder Anreizung zu Gefeßesübertretungen gefallen ist, berechtigt, Mit dieser Gegenbemerkung können wir von unserem sammlungsrechts. zur Auflösung einer Versammlung zu schreiten, wenn diese sonst Parteistandpunkt aus es genug sein lassen in der Kritik Gegenüber allen den heißen Bemühungen der" Post", einen die öffentliche Ruhe und die gesetzliche Ordnung ge des offiziösen Vorschlages. Mögen sie ihre weitere Verden Anarchistenschrecken zur Durchdrückung eines Sozialisten- fährdenden Charakter annimmi". Und noch wirksamer gekümmerung des reaktionären preußischen Vereinsgesetzes oder, staltet die revidirte" Verordnung zur Verhütung gesetzes auszunügen, hatten die offiziösen Artikel der„ Nord- Mißbrauchs des Versammlungs- uvo Bereinigungsrechts in der wie es eigentlich heißt, der Verordnung über die Verhütung Deutschen Allgemeinen Zeitung" sich ablehnend verhalten. Freien und Hansestadt Hamburg die Befugniß der Polizei- eines die gesetzliche Freiheit und Ordnung gefährdenden Indeß wurde doch angedeutet, daß die Regierung troß behörde, eine besonnene, vorbeugende Thätigkeit zu entfalten, Mißbrauchs des Versammlungs- und Vereinigungsrechts", ihrer besseren Einsicht sich durch das Drängen der ge- indem fie in§ 2 ausspricht: Wenn die Polizeibehörde es wegen das am 11. März 1850 dem preußischen Volte durch die ängstigten Kapitalisten dazu getrieben sehen könne, dringender Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit Reaktion bescheert wurde, durchführen! Unserer Bewegung irgend welche Maßregeln gegen den Umsturz in Angriff für nöthig erachtet, ist dieselbe berechtigt, eine öffentliche Ver- wird das keinen Abbruch thun. zu nehmen. Ein solches solches Verlegenheitsprodukt der fammlung, sowie auch die Versammlung eines Vereins, welcher Staatskunst, die nicht aus noch ein weiß, die sich drängen die Berathung öffentlicher Angelegenheiten zum Zweck hat, zu läßt wider besseres Wissen, ist dieser Plan, durch die Hilfe der beiden reaktionären Geldsacksvertretungen des preußischen Landtages für Preußen wenigstens ein Knebelgesetz einzuführen, das man dem Reichstag überhaupt nicht vorzuLegen sich getraut. Nachdem ganz im Widerspruch mit früheren Ausführungen - aber auf so etwas kommt es einer offiziösen Feder ja gar nicht an das Regierungsblatt die Sozialdemokratie als wesentlich gleichartig mit den Anaristen erklärt hat, konnte es sich den Hinweis darauf leisten, daß die sozialdemokratische Agitation unzweifelhaft unter die§§ 81, 83 und 86 des Reichs Strafgesetzbuchs falle, also unter die Paragraphen, in = Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. Wierzehntes Rapitel. Fasset Muth im Sturm der Wellen, Euern Mast hält Gottes Hand: Nimmer wird der Kiel zerschellen, Der Euch führt ins freie Land! Nur, wenn das Vertrauen bricht, Geht ihr unter, eher nicht! Moore. 106 unterfagen." Außer bei den konservativen Blättern, der Kreuzztg." und der hellauf jubelnden" Post", findet der offiziöse Trompetenstoß Wir glauben denn auch annehmen zu dürfen, daß die Ab- denn auch keinen Anklang in der Presse. Ultramontane, Liberale sichten unserer Regierung sich in der Richtung einer Abänderung und selbst die Antisemiten empfinden, daß sie selbst bei der des preußischen Versammlungsrechts, so daß eine praktisch brauch Disziplinlosigkeit ihrer Parteien weit schlimmer unter den barere und mehr die Bedürfnisse der Gegenwart treffende Gestalt Folgen einer solchen Ausrüstung der Polizei mit neuen gewonnen wird, bewegen. Eine solche Gesetzesvorlage wird in Machtvollkommenheiten zu leiden hätten, als die durch das Breußen, allem Vermuthen nach, in beiden Häusern des Land- Ausnahmegesetz geschulte und einem großen Biele mit Be tages auf bereitwilliges Entgegenkommen rechnen dürfen. geisterung zuftrebende Sozialdemokratie. Für uns kann Wie dürftig ist doch der Witz dieser reaktionären Diese offiziöse Drohung nur ein neuer Sporu sein, die bes Seit Monaten standalirt man sich in stehenden reaktionären Gesetze mit der nämlichen Zähigkeit Staatsfünstler! Deutschland, und zwar nicht nur in sozialdemokratischen weiter zu bekämpfen, die wir auch allen neuen entgegenKreisen, über die polizeiliche und richterliche Handhabung setzen werden. der Staatsgewalt im Königreich Sachsen. Die beständigen Eingriffe, die sich auf grund des dort geltenden ab11 denn Rache, und ich behalte mir vor, einmal später mit Euch die ganze Rechnung abzuthun auf einmal." " möchte, würde ihm Rechenschaft von seinem Handeln abgefordert." Herr!..." entgegnete der Schultheiß empört; der Schöffe ließ ihn jedoch nicht vollenden, sondern fuhr" Ihr seid eine glatte Schlange," entgegnete der gereizte fort: es ist ein Unglück, das öffentliche Wohl in den Händen Diether: der Oberstrichter schiebt die Schuld auf Euch, eines Mannes zu wissen, der im Innersten verderbt, seinen und Ihr wälzt alle Verantwortlichkeit auf den Richter." Leidenschaften jeden Zügel schießen läßt, das Beispiel der Hagel, Blitz und Strahl!" fuhr der Schultheiß auf: Unfittlichkeit giebt, und in jedem Dirnengesicht einen Stachel Wahuviziger Mann! treibt mich nicht aufs Aeußerste. für seine Wollust findet."-Scid Ihr toll geworden, Eurer großen Tücke bin ich schon längst herzlich müde. Schöff?" fragte der Schultheiß trotzig: oder plagt Euch Solch Verfahren steht Eurem Greiſenalter wenig an, schier der Teufel der Eifersucht abermals?" Keine Aus- so wenig, als es sich für Euch schickt, eine fahrende Tochter flüchte!" fuhr Diether heftig fort: Was soll die Geschichte sammt ihrem Bantert auf Eurem Hofe zu halten. Ihr gebt vergangener Nacht bedeuten? Warum habt Ihr mein das Beispiel der Unsitte und schlechten Zucht, und es ist Eigenthum, den Schellenhof, verletzt durch unziemlichen und gar kein Wunder, daß Sohn und Frau nicht aus der Art verbotenen Angriff? Warum habt Ihr Leute, die ich dort schlagen. Schämt Euch und schreibt es Euch selbst zu, hin gesetzt, gefangen wegführen lassen? Ist ein ehrlicher wenn die Gerichte Euch auf dem Halse liegen. Es gehen Mann nicht mehr hinter seiner Grenze und Feldmart sicher? unerbauliche Dinge in Eurem Hause vor, und Ihr selbst Oder ist mein Haus ein Sammelplay, eine Herberge lieder habt Rath und Bürgerschaft in Eure mißlichen Händel ge lichen Gesindels? Ich verlange, daß Ihr Abbitte leistet, zogen. Auf allen Gassen spricht man von der Historie Ter Altbürger Diether Frosch betrat mit zoruflammen- und die unschuldig Gefangenen losgebt."" Ihr redet Gurer Ehewirthschaft. Auf allen Straßen laufen Späher dem Gesichte und heftiger Geberde das Vorzimmer des irre, guter Mann," erwiderte spöttisch und kalt der Ritter: umher, nach Eurer Tochter zu forschen, die, wer weiß, Schöffensaals im Rathhause, und fragte auffahrend und von dem Auftritte verwichener Nacht weiß ich wohl, doch in welchem Waldneste, mit einem Buschklepper Buhlerei rauh nach dem Schultheiß. Der Rathsknecht wies ihn in ging er nicht auf mein Geheiß vor sich. Was hätte ich treibt, mit dem sie willig entlaufen? Ener Argwohn hat das Verhörgemach, in welchem der Ritter, die Hände auf auch auf Euerm Schellenhof zu suchen? Der Oberstrichter ja nicht geruht, bis ich dem Stadthauptmann erlaubte, den Rücken gelegt, und finster simulirend auf und nieder jedoch hatte Fug und Recht, Kraft seines Amtes, den gestern einen Troß seiner laufenden Gesellen nach dem ging. Es war noch früh am Tage; darum war der edle Versuch zu machen, ein gefährliches Weib, dem man lange Sprünglin zu senden. Wie ich vernommen, hat sich die Herr noch völlig allein. Als er den Schöffen herein schon auf der Spur gewesen, aus dem Nest zu heben, das kaiserlich freie und heimliche Acht nicht minder in die Untommen fah, blieb er stutig in der Mitte des Zimmers ihm sicherlich Euer Sohn auf Euerm Eigenthum bereitet. thaten Eures Sohnes gemischt. Donner und Teufel! was stehen, und nahm eine drohende Haltung an, da er um Man hat statt dieser Dirne, die wohl früher gewarnt, die soll nach solcher Menge von Aergerniß, die Euer Haus des ganzen Wesens des Alten willen auf einen stürmischen Flucht nahm, eine andere ergriffen, die Euch ziemlich nahe gegeben, die stalze verletzende Rede, welche Euer Mund so Angriff rechnen konnte. Diether rechtfertigte diese Ver- angehen mag, und die, sammit ihrem Kinde, wenn sie das freigebig führt? Ich weiß sehr gut, daß Ihr wünschtet, muthung, und fing mit übelverhaltenem Groll an:" Mir übliche Verhör ausgehalten, Euch wieder zurückgegeben jeho ein Bafilist zu sein, um mich mit einem Blicke zu Das ist der Zusammenfa g der Sache, erstechen, weil Ihr noch immer so thöricht seid, zu glauben, ist's lieb, daß ich Euch allein treffe, Schultheiß, oder werden wird. auch nicht lieb, denn ich hätte Euch auch gerne vor Zengen und ich finde es frech von Euch, Schöff, daß Ihr Euch ich hätte Eurem Weibe nachgestellt. Allein ich lache Eures gejagt, was ich nicht auf dem Herzen behalten kann. Ihr herausnehmt, mich bei jedem Anlaß zu verunglimpfen. poffirlichen Grimms, und wenn Ihr's noch ärger macht." Dicther stand wort- und bewegungslos da, so gewaltig jeid ein frecher unritterlicher Mann, der viel zu kurz kommen Für meine Würde ziemt sich intessen Versöhnung beffer Politische Leberlicht. Berlin, den 6. Auguft. " " 217 verlegt), 2467 Bahnbedienstete( 389 getödtet, 2078 verletzt), ist fertig, der bald den anderen Staat in aller Ruhe 47 Post- und Steuerbeamte( 5 getödtet, 42 verletzt), sowie 377 fremde und Gemüthlichkeit" aufgespeist haben wird. Dem Rath Personen( 228 getödtet, 149 verletzt). Von den Reisenden wurden der guten Seestadt Leipzig gebührt eine Prämie. ohne ihr Verschulden 2 getödtet und 161 verlegt, infolge eigener unvorsichtigkeit dagegen 44 getödtet und 56 verlegt. Auf je 1 Mill. Die Kriegervereine. Daß die Kriegervereine beförderte Reisende entfallen 0,09 Tödtungen und 0,44 Verlegungen. politische Vereine sind, wurde von uns stets behauptet, von Außer den vorstehend aufgeführten Betriebsunfällen ereigneten unseren Gegnern ebenso energisch bestritten. Nun scheinen fich noch bei Nebenbeschäftigungen 597 Unfälle, wobei 6 Personen wir für unsere Ansicht einen- General- Staatsanwalt als getödtet und 594 verletzt wurden. An einmaligen Abfindungen Beugen anführen zu können. Aus Leipzig wird. nämlich an die verunglückten Personen bezw. an die Sinterbliebenen während die Jahressumme der fortlaufenden Zahlungen 4567 199 wurden von den Eisenbahnverwaltungen 725 349 M. gezahlt, telegraphirt: Wie der Leipziger General- Anzeiger" meldet, hat der Man hat nicht das Recht, sich zu wundern, wenn vom Noch eine Nachwahl zum Reichstage. Anläßlich des Jubiläums der Universität Halle wurde der außer ordentliche Professor der Nationalökonomie Friedberg zum ordentlichen Professor ernannt. Da derselbe Mitglied des Reichstags für den zweiten anhaltischen Wahlkreis und Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für Halle a. G. war, so müssen Nachwahlen stattfinden. Bei der Wah! zum Abgeordnetenhause dürfte die nationalliberale Partei Mart betrug. Außerdem wurden noch aus Pensionsfonds fächsische General- Staatsanwalt Held die Verfügung vom Jahre das Mandat beibehalten, dagegen find die Aussichten bei 590 400 m. gezahlt. Die Zahl der verunglückten Personen würde 1891, wonach den Subalternbeamten der fächsischen Staatsder Reichstags- Nachwahl für uns nicht ungünstig. Pro- eine ganz bedeutende Reduzirung erfahren, wenn das zur Besor- anwaltschaften die Betheiligung an politischen Vereinen unterfeffor Friedberg wurde im ersten Wahlgange am 15. Juni gung der dienstlichen Geschäfte nothwendige Beamtenpersonal fagt wird, auch auf Kriegervereine ausgedehnt. blos mit einer Majorität von 329 Stimmen gewählt, er in genügenden Umfange vorhanden bezw. dessen Dienst- Vom Klaffenftaate. Unser Parteigenosse erhielt 13 204, der Kandidat unserer Partei 9145, der der Sorgfalt und Aufmerksamkeit erfordernden Geschäfte mit frischen tretens für die sozialdemokratische Partei auf Verfügung zeit derart bemessen wäre, daß die eine ungeheure Dr. David in Gießen ist wegen seines öffentlichen AufVolkspartei 3730 Stimmen. geistigen und körperlichen Kräften wahrgenommen werden könnten. Aus der Haft entlaffen wurden, wie uns ein kurz Wie wenig diese Voraussetzungen für einen geordneten, Menschen- des großherzoglichen Ministeriums aus der Liste der vor Redaktionsschluß eingehendes Privat- Telegramm mit leben schonenden Dienstbetrieb bei den deutschen Eisenbahn- hessischen Lehramtsassessoren gestrichen worden. Dr. David theilt, die Verleger der Mannheimer Volksstimme" Drees- verwaltungen zutreffen, haben unzählige Gerichtsverhandlungen hatte sich schon seit Ostern auf unbestimmte Zeit beurlauben bach und Fen. Der Redakteur des genannten Blattes, gezeigt, durch die die Ueberbürdung des Eisenbahn- Subaltern- laffen, um aus den Staatsdienst in den Volksdienst zu bach und Fen 3. Der Redakteur des genannten Blattes, und Unterbeamten- Personals, zum Theil mit täglichem Dienst treten. Die nachträgliche Streichung hat also lediglich die Teufel, der mit Obigen zugleich wegen Vorbereitung von 15-18 Stunden, zur Evidenz festgelegt ist. Auch die vor Bedeutung einer formalen Maßregelung. zum Hochverrath" in Haft genommen worden war, ist noch liegende Statistik zeigt, auf wessen Konto ein großer, nicht wieder auf freiem Fuß.-wenn nicht der größte Theil der Theil der Unfälle zu setzen Ist das Tabaksmonopol in Sicht? Landrath ist. Haben sich doch von den gesammten 3517 Unfällen allein lassenkampfe die Rede ist, wenn die herrschenden Gewalten Gescher soll zum vortragenden Rath im Reichsschazamt 2697 auf den Stationen ereignet, allwo der Mangel an jeden vernichten wollen, der die Interessen der Arbeiterklasse wegen seiner früheren Mitarbeit an der Erogenanntem„ Außendienst"-Personal und die Ueberbürdung des vertreten will. selben in erster Linie fühlbar zu Tage treten. Daß dagegen jede richtung der türkischen Tabaksregie und eintretende Lücke in den Bureaus fofort ausgefüllt wird, austritt in Haag, der Hauptstadt Hollands, die Konferenz zu Internationale Schiedsgerichte. Am 3. September wegen seiner selbst in der konservativen Partei auffallenden gefüllt fogar unter Reduzirung des Außendienst- Personals, dem Befürwortung des Miquel'schen Tabatssteuer- Projektes er dann beispielsweise statt des sonst viertägigen der dreitägige sammen, welche die Möglichkeit der Konstituirung internannt werden. Wir fürchten, daß die Ernennung des sonst Nachtdienst aufgeschwenkt" wird, ist so bekannt, daß es kaum nationer Schiedsgerichte besprechen soll. Viel wird dabei herzlich unbedeutenden Mannes bedeutungsvoller ist, als es der Erwähnung bedarf. Bei der mit Rücksicht auf den Mili- nicht herauskommen; wir wissen nicht, welchen Zweck die die Person des Ernannten voraussehen lassen läßt. tarismus in den Staatsbetrieben geübten Sparmethode verhallt jährliche Wiederholung dieser Konferenzen haben soll, da jedoch unser Ruf nach Abstellung der den in die Erscheinung sich doch die ideale Lösung völkerrechtlicher Differenzen tretenden Uebeln zu Gründe liegenden Ursachen ungehört zum nicht so schnell ändern kann. Wir sind überzeugt, Schaden der Knochen nicht allein des Personals, sondern auch daß der Krieg so lange eine Geißel der Menschheit der Reisenden. sein wird, als die bürgerliche Gesellschaft dauert. Zur Kamerun- Schande. Am 1. August d. Js. list man übrigens von diesen Zusammenkünften halten soll, Dr. Ballentin aus Kamerun in Berlin eingetroffen. Doch geht schon daraus hervor, daß Deutschland durch einen steht seine Rückkehr mit der disziplinarischen Untersuchung vollständig abgethanenen Politiker wie Baumbach in der gegen Kanzler Leist und Assessor Wehlan( nicht Wehlau) selben vertreten wird. in teinem Zusammenhange. Man wird sich also der Befürchtung nicht entschlagen können, daß die ganze Angelegenheit noch immer nach dem alten, bewährten Grundfaze„ Eile mit Weile" gehandhabt wird. Die Leist und Wehlan werden unter der schützenden Obhut des Diszi plinar- Verfahrens noch alt und grau werden. Neuerdings ist freilich berichtet worden, daß die Verhandlung gegen das par nobile fratrum nach Schluß der Gerichtsferien stattfinden solle. Zeit wäre es endlich. Tartarennachricht. Es ist uns nicht gelungen, den Berliner Neuesten Nachrichten" mit unserer Sonnabendnotiz so viel Anstand beizubringen, daß sie ihre von uns als fauftdicke Lüge" gekennzeichnete Behauptung zurücknehmen. Im Gegentheil, das Bismarckreptil schwindelt weiter, indem es seinen Lesern heute folgende Tartarennachricht servirt: Ueber den Ursprung der in die Streitkasse der Berg arbeiter geflossenen Gelder dürfte der Vorwärts" vielleicht eben so wenig unterrichtet sein wie über den Verbleib." Die„ Berl. Neuesten Nachrichten" scheinen zu glauben, daß sie ihre Lüge zur Wahrheit stempeln können, wenn sie dieselbe wiederholen. Dem Reptil hierbei auf die schmutzigen Finger zu klopfen, ist der einzige Zweck dieser Beilen. Lüge bleibt Lüge. Der Segen der lex Suene. Nachdem der nach der lex Huene aus dem Ertrage der Getreide- und Viehzölle für das Statsjahr 1893/94 auf Preußen entfallende Antheil auf die Summe von 44 876 509 m. ermittelt worden ist, haben die Minister des Innern und der Finanzminister nach Abzug des der Staatskaffe verbleibenden Betrags von 15 000 000 Mt. den den Kommunalverbänden zu überweisenden Betrag auf 29 876 509 Mark feſtgeſetzt. Nach der gesetzlich vorgeschriebenen Bertheilung dieses Betrags auf die einzelnen Kreise und die Hohenzollernschen Zande entfallen im ganzen auf: 1) die Provinz Ostpreußen 2) " " Westpreußen 3) Stadt Berlin Provinz Brandenburg 11) 12) " " W 13) " 14) " Ponimern 1 612 073 Mt. 1 204 998 " 2 515 224 " 2 430 144 " 1 559 702 " Posen 1 441 171 " 1 Schlesien 8 724 842 " Sachsen 2 942 158 " Schleswig- Holstein 1 659 656 Hannover 2 513 580 " Westfalen 2 086 800 13 Hessen- Nassau 1 744 582 " 4 380 314 61 770 D " Rheinproving Hohenzollernschen Lande Die beiden Herren promeniren schon viel zu lange in der Friedrichstraße. Nach den schweren Strapazen, die sie in Afrika zu erdulden shatten, wäre ihnen wirklich die herrliche Sommerfrische in dem idyllischen Buen Retiro zu Moabit von Herzen zu gönnen. Was tember v. 3. über Brag und Umgebung verhängt wurden, wird Ein Theil der Ausnahmemaßregeln, die am 12. Seps am 12. September I. J. außer Kraft treten: die Suspendirung der Geschworenengerichte. Die Wirksamkeit der Geschworenen gerichte kann durch eine Regierungsverordnung nur auf die Dauer eines Jahres eingestellt werden. Die Verlängerung einer solchen Ginstellung auf dem Verordnungswege ist nicht zulässig. Die Regierung hätte, um eine gesetzliche Verfügung, durch welche die Suspendirung der Geschworenengerichte hätte verlängert werden können, in der Hand zu haben, darum beim Reichsrathe nach suchen müssen. Da fie das unterlassen hat, der Reichsrath aber erst im Ottober zusammentreten wird, so wird die Suspendirung der Geschworenengerichte am 12. September I. J. außer Kraft treten. Aufgaben für die Sittlichkeitsvereine nachzuweisen, Im höchsten Grade spaßhaft, so eine Art Treppenwit der Weltgeschichte, ist übrigens, daß die beiden Fukulpaten, sind wir zum Aerger der bürgerlichen Presse eifrig bemüht. die jetzt in trauten Vereine die Anklagebank zieren werden, Deute sei die folgende Notiz aus Kärnten( Defterreich) ihnen gewidmet: in Kamerun auf das heftigste mit einander rivalisirten. In Villach sind in dem dort befindlichen Franziskaners Wehlan, der Günftling des Gouverneurs, suchte seinem Vor- tloster Unfittlichkeiten mit Kindern entdeckt gesetzten Leist überall den Rang abzulaufen. Als dann aber Herr worden, die folgenden Beschluß des Gemeinderaths zur Folge v. Zimmerer seinen Urlaub antrat und Leist der Selbstherrscher hatten: aller Kameruner wurde, da hatte Wehlan seine Rolle aus- Der Gemeinde- Ausschuß der Stadt Villach drückt über die gespielt, er wurde kalt gestellt( in Kamerun übrigens eine Mittheilung des Bürgermeisters, betreffs der Vorgänge im schwierige Sache!) und verduftete gleichfalls bald darauf hiesigen Franziskanerkloster, seine tiefste Entrüstung und seinen nach Deutschland. Demnächst werden die beiden feindlichen Abscheu aus und beschließt über den Antrag des Herrn Anton Brüder, Arm in Arm, das Jahrhundert in die Schranken 2. Moritsch einstimmig: daß die Stadtgemeindevorstehung durch fordern. Hoffentlich wird ihnen das Jahrhundert den Veranlassung geeigneter Schritte alles aufbiete, um au er wirken, daß wohlverdienten Fußtritt nicht vorenthalten.1. Die Franziskaner von Billach ganz wegkommen und die Pfarre St. Nicolai wieder von einem Weltgeistlichen besetzt werde; " 2. daß, wenn Obiges nicht zu erreichen ist, diese Drdens geistlichen in der Schule nicht mehr den Religions- Unterricht ertheilen dürfen; 3. daß dieselben fein Internat mehr halten dürfen; 4. daß den Schülern und Schülerinnen der Boltsschule von das Seite des Ortsschulraths verboten werde, Kloster der PP. Franziskaner zu betreten und die städtische Polizei beauftragt werde, die Einhaltung dieses Verbots besonders zu überwachen. Von diesem Beschlusse ist der P. Provinzial des Franzikaners ,, Mir Sachsen sein helle", denkt jetzt auch der Leipziger Stadtrath und verweigert den Sozialisten Unfälle auf den deutschen Eisenbahnen im Betriebs- das städtische Bürgerrecht, weil ihre Verhältnisse fahre 1892/93. Nach der vom Reichs- Eisenbahnamt veröffentlichten Statistit find im Betriebsjahre 1892/93 3517 Unfälle vor nicht die nöthige Garantie dafür bieten, gekommen und zwar 820 auf freier Strecke und 2697 auf den daß sie ein dauerndes Interesse am Ge Stationen. Zwar ist die Zahl der Unfälle sowohl wie die Zahl meindewohl und die Befähigung, für das der dabei zu Schaden gekommenen Personen geringer als im selbe zu wirken, besigen." vorhergegangenen Jahre; dennoch ist die Tödtung und Verlegung Das ist ein genialer Gedanke. Die Art ist damit an von mehr als 3000 Personen in einem Jahre erschreckend. die Wurzel gelegt. Was vom Gemeindebürgerrecht gilt, Die näheren Umstände und Vergleichungen gestalten sich gilt auch vom Staatsbürgerrecht. Mit derselben Logik ist wie folgt: Auf freier Strecke ereigneten sich 156 Ent Den Sozialdemokraten das Staatsbürgerrecht zu entziehen, ordens zu verständigen. gleisungen( in Stationen 327), 44 Zusammenstöße( 251) und 620 sonstige Unfälle( 2119). Auf je 100 Kilometer Betriebslänge sammt Wahlrecht, Wählbarkeit und allen sonstigen polider deutschen Eisenbahnen entfallen im Durchschnitt 8,21, auf je tischen Rechten. Das ist eine gründliche Lösung. Der Prozeß Caferio ist der glänzendfte Beweis für 1 Million Wagenachstilometer 0,27 Unfälle. Bei diesen Betriebs- Nun muß blos noch die Armee den Sozialdemokraten ver- die Unehrlichkeit und Unsinnigkeit des sogenannten Anarchistens unfällen verunglückten im Ganzen 263 Reifende( 46 getödtet, schlossen werden. Und der sozialistische Staat im Staat" gesetzes. Die That, welche die außerordentliche" Gesetzgebung erheischen sollte, und auf die sie gegründet ward, ift als eine unter das gemeine Recht fallende That erkannt hatte ihn des Schultheißen Rede zerschmettert, weil sie eine strengstem Geheimniß ausgerichtet worden." Die Ge- und nach gemeinem Recht behandelt worden. Wozu also Masse von Unrecht auf ihn warf, die er nicht mit einem meldeten erschienen, und der Stadthauptmann fragte den das Ausnahmegesetz? Schlimmere Thaten als die des heftigen Worte abzuschütteln die Macht besaß. Der Schultheiß, ob es ihm gefällig wäre, zu vernehmen, was Caserio sind doch nicht denkbar. Und daß man das AusSchultheiß dagegen freute sich, den überaus verhaßten der Rottmeister Sebald erzählen werde. Ich habe ihn," nahmegesetz blos auf die paar tausend Mal gehörten Phrasen Schöffen so recht ins Leben treffen zu können, und sprach sprach er, als einen geschickten Mann auserwählt, mit des sogenannten Glaubensbekenntnisses Caserio's anwandte, mit boshaftem Lächeln weiter: Wie steht's mit Eurem zehn laufenden Söldnern den Zug nach dem Baunsteine läßt die Unsinnigkeit des Ausnahmegesches nur um so greller Weibe, Diether? Ich hörte schon in aller Frühe, von Bergen, das Sprünglin genannt, zu verrichten, und hervortreten. " S Bonghi erklärte heute vor seinen Wählern in Jfernia, er werde beantragen, daß Giolitti durch die Kammer in Antlagezustand versetzt und vom Senate abgeurtheilt werde. Weder die von einem Ministerium Crispi eingesetzte Untersuchungskommission noch der Senat werden bei irgend jemandem Vertrauen erwecken.. Margarethe sei entlaufen. Leugnet nicht, denn ich weiß es er ist gestern um die neunte Stunde der Nacht von dannen Italienisches. Aus Rom wird telegraphirt: von guter Hand, wie es schon die Stadt weiß, und mich gegangen, und heute, als die Thore wieder geöffnet wurden, Infolge der Zwischenfälle im Banca Romana Prozesse er wundert nur, daß Ihr mir nicht auf den Kopf zusagt, ich hereingekommen."- Der Schultheiß gebot dem Rott- nannte der Justizminister eine Kommiffion, welche beauftragt hätte sie Euch gestohlen. Wie es aber auch damit gegangen meister, fund zu thun, was ihm und seinen Leuten be- ist, zu untersuchen, ob die richterlichen Beamten ihre Pflicht er fein mag ich kann ihr nicht Unrecht geben. Ginmal gegnet sei, und getreulich begann dieser folgendes zu be- füllten, und eventuell disziplinare oder andere Maßnahmen zu ist es hart für eine Frau von Lockern Sitten, bei einem richten: Wie der edle Hauptmann Euch eröffnet," sagte er, beantragen. mürrischen Manne auszuhalten, der den strengen unerträg- so bin ich mit meinem Häuflein von dannen gezogen, da Lichen Sittenrichter spielt, ob er gleich unfern der Stadt es gerade neun Uhr am Abend sein mochte, und das sein eigen Lieb in stiller Kammer hält; zum andern ist sie Wetter drohte, nicht das allerbeste zu werden. Deshalb wahrscheinlich von ihrem Buhlen Dagobert, der seine Ur- ließ ich meinen Klepper frisch drauflos treten, und wir fachen hat, nicht nach der Stadt zurückzukommen, beschieden waren auf Feld- und Hohlwegen in die Gemarkung von worden, und endlich, denke ich, hat sie gerade die rechte Bergen gelangt, ehe wir es nur merkten, und kehrten ein Beit gewählt, zu gehen, um dem weltlichen Gerichtsarm in dem einzelnen Gehöft, das man gewöhnlich im Tannicht Neue Monopole in Serbien. Ju Serbien ist man zu entlaufen." Diether staunte den Ritter finster an... nennt. Versteckter hätten wir allerdings in der Marten- jetzt damit beschäftigt, neue Monopole auf Petroleum, Ich vergebe Euch die Schmähungen, mit denen Ihr mich schenke gelegen, die am Sandhügel steht, und wo man ge- Spiritus, Zündhölzchen und Zigarettenpapier ins Leben überhäuft,..." sagte er, faum vernehmbar vor innerer wöhnlich besseren Trunk erhält, obschon nicht immer die zu rufen. Bewegung;... aber... habt die Gnade, mir zu er besten Kunden sich da zusammenfinden. Aber vom Tannicht Ueber den räthselhaften Ungern- Sternberg läßt flären, wie meine Hauswirthin Margarethe dem Gerichte aus hatten wir den Sprünglinstein sozusagen im Gesichte, sich die Frankfurter Zeitung" aus Nisch( Serbien) folgende verfallen sein kann, da ich noch nicht als Kläger vor die wenn man also reden darf in der Nacht um die zehnte Depesche" senden: Schranken trat?" D, mein lieber Herr," entgegnete Stunde, wo der Mond gerade ausgegangen war und es Der von belgischen und russischen Geheimpolizisten agnoszirte der Schultheiß: das soll Euch nicht vorenthalten bleiben, stockdunkel wurde, daß man die Hand nicht vor Augen Cyprian Jeloborŝty alias Baron Ungernund gewiß wird Euch's noch diesen Morgen kund." sehen konnte, geschweige das Sprünglin, das vierhundert Sternberg wurde auf Verlangen der russischen Der Rathsknecht meldete: der Stadthauptmann und ein Gänge weit vom Tannicht liegt. Ferner ist zu merken, Regierung an Rußland ausgeliefert. Swei nahmen Rottmeister der Stadt forderten Gehör bei dem strengen daß in der Martenschente es nicht geheuer ist, und um russische Polizei Beamte Jelohorsky, Herrn, um zu berichten, was beim Sprünglin vorgefallen. dieselbe am Moor Gespenster zu gehen pflegen, die auch der in Salonichi auf einen russischen Dampfer gebracht " Recht," erwiderte der Schultheiß. Herr Frosch, Ihr den herzhaftesten Kriegsknecht erschrecken können. Denn wie werden sollte, Ende voriger Woche in Nisch in Empfang. Jelohorsky wurde in Salonichi über Nacht in das Gefängniß seid ja am meisten bei der Sache im Spiele. Verharrt Ew. Gestrenger weiß, so ist dorten die Abdeckerei gewesen." Ses russischen Generalfonsulates eingesperrt, da und hört mit an, was uns die Leute sagen werden. Ihr ( Fortsetzung folgt.) mögt hören, daß alles, Eurem Wunsche gemäß und in der Dampfer erst am folgenden Morgen eintreffen konnte. Bei diefer Gelegenheit ist es nun, wie offizielle Depeschen melden, = ent ben berüchtigten Anarchisten gelungen, auszubrechen Gemeindewahl. Jn Herbsleben in Thüringen wurde beiter in dieselbe überhitte Werkstätte zufammen, wo sie mehr und auf einem im Hafen liegenden amerikanischen bei der Erfahwahl zum Gemeinderath der Parteigenosse Schuh- oder weniger entblößt gemeinsam ihre Arbeit verrichten, Dampfer zu entkommen. Das Verlangen des russischen macher Gustav Grube gewählt. zwingt man fte zur gemeinschaftlichen Benutzung von Generalfonfuls, den Jelohorsky auszuliefern, lehnte der Kapitän Wasch- und Ankleideräumen und selbst zur gemeinsamen des Dampfers ab und am Montag stach dieser in See. Bei der neulichen Bemerkung gegen ein die badische Benugung von Bedürfnißanstalten. In vielen Betrieben mußte Es ist sicher, daß man den Mann entwischen lassen Angelegenheit betreffendes Urtheil der Rheinisch Westfälischen auf die Neueinrichtung von Bedürfnißanstalten für die weiblichen wollte. Das ist gelungen. Den Vers kann sich jeder selbst Arbeiter- Zeitung" haben wir uns leider ebenfalls nicht erinnert, Arbeiter gedrungen werden; auch laffen die Wasch- und Umkleidedazu machen. daß die von der bürgerlichen Presse tolportirte Nachricht, der räume oft zu wünschen übrig", das ist die stehende Bemerkung Landtagsabgeordnete Stegmüller sei von der badischen Landes- in fast allen Einzelberichten der Fabrikinspektoren. Natürlich Bulgarisches. Von der Gesellschaft bulgarischer tonferenz aus der Partei ausgeschloffen worden, inzwischen durch beweisen auch hier die meisten Gewerbe- Aufsichtsbeamten das Studenten in Lüttich( Robotnik") ist uns ein län- den Bericht als falsch erwiesen worden war, den der Offenburger größte Entgegenkommen gegen die Unternehmer, indem sie die gerer Artikel über Stambulow's Entlassung und frühere Thätig- Volfsfreund" über die Verhandlungen der Konferenz veröffent- unzulänglichsten Einrichtungen mit Plazmangel 2c. feit zugegangen mit der Bitte um Veröffentlichung. Da der licht hatte. Die Konferenz schloß Stegmüller nicht aus, sondern schuldigen. Der Profit geht eben der Sittlichkeit vor. Artikel aber im Wesentlichen nur das bringt, was ein bulgarischer erkannte ihn nur nicht mehr als Vertreter der Partei im Land- Jm allgemeinen referirt der Fabrikinspektor mit stoischem Genoffe uns schon vor Wochen mittheilte, und was seinerzeit auch von tage an und verpflichtete die Wahlmänner seines Kreises, ihn zur Gleichmuthe die Thatsachen und nur gelegentlich macht uns veröffentlicht ward, so beschränten wir uns auf Wiedergabe Niederlegung seines Mandats zu veranlassen. einer oder der andere die Bemerkung, daß bei Neuanlagen einiger noch nicht bekannten Thatsachen. Bei den von von Fabriken auf die Einrichtung von getrennten Wasch- und Stambulow veranstalteten Wahlen verfuhr er ganz Die Gesammt Parteivertretung der österreichischen Antleideräumen Rücksicht genommen werden sollte. Wenn für in der Napoleonischen Weise: Die Beamten erhielten Sozialdemokratie beschloß neulich bei einer Zusammenkunft in den Regierungsbezirk Aachen bemerkt wird, daß meistens die Befehl, jede Oppofition zu vernichten und neben der regulären Wien, die Wahlrechtsbewegung energisch weiterzuführen, die abgelegten Frauen- und Männerkleider bei der Arbeitsstelle an Polizei wurden aus dem Lumpengesindel noch Banden errichtet, Bergarbeiterbewegung zu unterstützen und die im Gange befind- der Wand hängen und wenige Eimer Wasser für die Arbeiter welche die Wähler zu terroristren hatten und das„ Volk" vor liche Aktion der Krankenkaffen gegen die von den Landesaus eines Caales genügen müssen", so nimmt man infolge der stellten. Wer nicht für Stambulow war, der das Geld Bul- schüssen neuerdings beliebte Drangfalirung sowohl in der Partei- Abstumpfung durch dasselbe öde Einerlei an folchen gariens mit vollen Händen ausstreute, der wurde mißhandelt und presse, wie durch Versammlungen in jeder Weise zu fördern. Scheußlichkeiten kaum mehr Anstoß, und selbst die Begar mancher wurde todtgeschlagen. Die Presse wurde bestochen Weiter wurde, wie bereits gemeldet, die Verwandlung der Ar- mertung( Regierungsbezirk Koblenz):„ Der Besizer einer oder unterdrückt. Der bulgarische Bismarck war so strupellos beiter- Beitung" in ein Tageblatt beschlossen. In Beziehung auf den größeren Rammgarnfabrik erachtete den vorbeifließenden wie sein preußisches Muster, und er brauchte sich weniger Zwang Broschürenvertrieb beschloß man, die Parteiblätter aufzufordern, min- Bach als eine ausreichende Wascheinrichtung für seine mit Staub anzuthun. Die brutalfte Gewalt verbunden mit einer unglaub destens einmal monatlich alle im Parteiverlage erschienenen Bro- bedeckten Arbeiterinnen" wird die bürgerlichen Sozialpolitiker lichen Korruption. das ist das System Stambulow. In den schüren anzukündigen; die Fachblätter werden ersucht, das gleiche taum aufregen. Vielleicht aber steigt einigen von ihnen doch Gefängnissen war die Tortur eingeführt. Die Gefangenwärter, zu thun. Anläßlich eines besonderen Falles wurde die Stellung erörtert, die Schamröthe in's Gesicht, wenn sie die folgende Auslassung aus dem verworfensten Back herausgewählt, bearbeiteten die ihrer die die Parteipreffe gegenüber solchen Schriften von Partei- des Oppelner Gewerberathes lesen:... Die BedürfnißObhut Anvertrauten mit Stöcken, Peitschen und Yatagans; und bei genossen einzunehmen habe, die nicht im Parteiverlage erscheinen. Anstalten auf vielen Werken sind sehr mangelhaft und lassen dem geringsten Widerstand schossen sie mit Revolvern. Stambulow Die Parteivertretung erklärte, daß, wenn auch selbstverständlich stellenweise wenig Verständniß der Werksleiter für selbstverändrühmt sich ein Feind Rußlands zu sein, aber er regierte ganz jeder Parteigenosse das Recht habe, als Privatmann Druck- liche Pflichten gegenüber den Arbeitern erkennen, soweit russisch. Und in feinem russischen Gefängniß find solche Greuel schriften zu verfassen und zu vertreiben, solche Schriften nicht Wahrung von Sitte und Anstand in Frage kommen. Auf an politischen Gefangenen verübt worden, wie in den Gefäng- schon deshalb allein, weil der Verfasser Genosse sei, denselben einem neu angelegten größeren Werke befanden sich die nissen Stambulow's. Und man vergesse nicht: die meisten Ge- Anspruch auf Empfehlung und Verbreitung durch die Parteipreffe Aborte für die Frauen und Männer in einer Reihe neben einfangenen waren nicht, wie er aussprengen ließ, Spione und haben wie jene Schriften, für deren Herausgabe die Partei ver- ander; die Thüren waren nur 1 Meter hoch, so daß sowohl von Agenten Rußlands, sondern Sozialisten und Demokraten antwortlich ist und deren etwaiger Reingewinn ihr zufällt. den Passanten auf dem belebten Fabrikhofe als auch von den Arbeiter, Kleinbürger, Bauern und Studenten. Die Masse des Fenstern der Fabrik aus hineingesehen werden konnte. Die An Volks ift froh über den Sturz Stambulow's, und auch in der Die Maffenversammlung in Brünn, die am 30. Juli von ordnung wurde eigens mit Rücksicht auf beffere Kontrolle ge= Armee hat er feinen Anhang mehr. unseren Parteigen offen zu gunsten des allgemeinen Wahl- troffen, welche außerdem noch weiter durch zwei rechts auf dem Winterhollerplaz abgehalten wurde, war von gerade zu diesem 3 wede angestellte Aufseher rund 20 000 Personen besucht. Elders Pokorny und ausgeübt wurde. Durch jede Bemerkung tönnten wir die Genoffin Kubala referirten in deutscher, Krapta in den Eindruck dieser Thatsachen nur abschwächen, slavischer Sprache. Die großartige Demonstration verlief in der größten Ordnung. So viel über den Inhalt der Zuſchrift, die auch die Ueberzeugung ausspricht, daß eine Annäherung der neuen Regierung an Rußland einfach unmöglich sei. Ob dies zutrifft, müssen wir dahingestellt sein lassen. Jedenfalls hat das Benehmen des Fürsten Ferdinand seit dem Sturze Stambulow's zu Zweifeln nach dieser Richtung reichlich Veranlassung gegeben; und die neue Regierung hat bisher auch nichts gethan, was uns Sympathien einflüstern könnte. Auch die Vereinigten Staaten sollen sich eines Anarchisteng esetes bald erfreuen. Nach der„ Volts Zeitung" wird in dem dem Repräsentantenhause vorgelegten Gesezentwurfe der Begriff Anarchist folgendermaßen um schrieben: * Die fozialistische Genossenschaft„ Vooruit" in Gent wird, wie der Voff. 3tg." gemeldet wird, nun auch eine eigene 23eberei ins Leben rufen. Der Genter Booruit" besitzt schon Werkstätten für Bekleidungsgegenstände und Schuhwerk; er betreibt jezt große Bäckereien, Voltsapotheken, ausgedehnte Lager und einen ansehnlichen Handel mit Spezereiwaaren, Rohlen und sonstigem Brennmaterial und verfügt über bedeutende bei der flandrischen Bank niedergelegte Rapitalien, ist auch Eigenthümer zweier um fangreicher Grundstücke, wie Herausget er der einflußreichen täglich in vlämischer Sprache erscheinenden Zeitung ,, Vooruit". Polizeiliches, Gerichtliches ze. R " Auch die Lage der Arbeiter im Fürstenthum Schwarzburg- Rudolstadt war nach dem Bericht des Fabrikinspektors imm Jahre 1893 nicht günstig. Die Errichtung eines Gewerbegerichts haben die Arbeiter Geras durchgesetzt. Am 18. August tritt es ins Leben. von den Arbeitern Würzburg 3 gefordert, da das rein kon Die Erbauung eines städtischen Krankenhauses wird fessionelle kgl. Juliusspital" den Anforderungen nicht entspricht, die an ein Krankenhaus zu stellen sind. Arztwa h I eingeführt. Die Orts- Krankenkasse in Kaiserslautern hat die freie " Irgend eine Person oder Personen, die von irgend einer in diesem oder in irgend einem fremden Lande existirenden Gefellschaft oder Organisation zu dem Zwecke ernannt, bestimmt Ueber die Verwendung von Soldaten zu Ernteoder beschäftigt wird, um durch schriftliche Abmachung oder Arbeiten theilt die Mecklenburgische Voltszeitung" weiter mit, mündliches Uebereinkommen, Absprache oder Vorschubleistung in In Mannheim wurde die Nummer der Boltsstimme" daß dieser Tage vom Rostocker Kommando Wagenladungen ungesetzlicher Weise Menschen das Leben zu nehmen, oder in vom 4. August wegen tes Artikels Reminiszenzen" tonfiszirt. Im Soldaten auf die benachbarten Güter verschickt wurden, um dort ungefeßlicher Weise Gebäude oder anderes Eigenthum zu zer- Zusammenhange damit steht die bereits gemeldete Verhaftung im Interesse der Nothleidenden" die Ernte recht billig einbringen ftören, wobei der Verlust von Menschenleben das mögliche der Parteigen offen Dreesbach, Fenz und Teufel. Der Artikel zu helfen. Gine Abtheilung wurde per Bahn nach Bellin Resultat solcher Eigenthumszerstörung ist, soll als Anarchist an enthält historische Mittheilungen aus der 48er Bewegung.( Güstrower Kreis) befördert. Die Soldaten sollen dort 2 M. pro gesehen werden." Nach Ansicht der Polizei in Hannover hatten drei Tag erhalten, wofür Arbeiter, die Familie in der Stadt haben, Die Vorlage tennt nur eine Strafe für anarchistische zehn Parteigenossen, die einen Pfingstausflug unternommen hatten freilich nicht arbeiten können.(!!) Daß die einzelnen Kompagnien Verbrechen, nämlich den Tod durch das Hängen, welche und dabei irgendwo bei Mutter Grün ausgeruht haben mögen, infolge dessen stark dezimirt wären, fei selbstverständlich. Man gegen alle Anarchisten angewandt werden soll, die versuchen, an einer nicht genehmigten Versammlung unter freiem Himmel" forge aber andererseits fleißig für Ersatz aus übungspflichtigen das Leben irgend einer stratlich angestellten Person zu ihre Berufung erkannte jedoch das Schöffengericht auf Frei- löhner und Rathenmann vom Lande, der sein Korn noch auf dem theilgenommen. Dafür sollte jeder 10 M. Strafe bezahlen. Auf Reserve- und Landwehrkreisen, und so tomme es, daß der Tagenehmen oder ein Gebäude oder ein Eigenthum zu zerstören, sprechung, da derartigen Zusammenkünften der Charakter einer Halme stehen habe, zur Truppe einberufen werde und das Gebei dem der Verlust des Lebens irgend eines Angestellten Bersammlung fehle und sie daher der polizeilichen Anmeldung freide eventuell verderben lassen müsse, während den großen das mögliche Resultat sein würde. nicht bedürften. Wie wäre wohl das Urtheil in Dresden aus Grundbesitzern von derselben Seite die weitgehendste Hilfe zur schnellen Einbringung der Ernte Erträgnisse gewährt und obengefallen? fragt die Sächsische Arbeiter- Zeitung". brein noch die Arbeitslosigkeit fünftlich gesteigert werde. Die Boltszeitung" fragt zum Schluß: Wann wird endlich eine entsprechende Berfügung des Kriegsministers diesem Bustande ein Ende machen? Zum japanisch- chinesischen Krieg liegen die folgenden Depeschen vor: London, 4. Auguft. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet aus Tokio vom 4. d. M.: Die Regierung erhielt folgende Depesche von dem General Ohshima, dem Befehlshaber der japani fchen Truppen auf Korea: Nach fünfstündigem hartnäckigen Gefecht wurden am 29. Juli die chinesischen Verschanzungen bei Chanho, in der Nähe von Asan, erstürmt; von 2800 Chinesen find 500 gefallen; auf unserer Seite fielen 5 Offiziere und 70 Mann; die Chinesen entflohen in der Richtung auf Hongchow. Wir eroberten 4 Kanonen und viel Material und besetzten das Hauptquartier des Feindes. London, 5. August. Wie Reuter's Bureau" erfährt, findet zwischen Beamten der chinesischen Gesandtschaft und den Vertretern einer bekannten Geschützfabrik ein reger Verkehr statt. Es werden Kontrakte für große Lieferungen von Kriegsmaterial für China abgeschlossen. wird? " - Sächsische 3. Die Dresden Neustädter Amtshauptmannschaft hat eine Bekanntmachung erlassen, worin es heißt: " Da das Veranstalten von Demonstrationen durch das Aufspielen heit der Abhaltung öffentlicher Tanzvergnügen mit dem Zwecke oder Abfingen parteipolitischer Lieder und Gesänge bei Gelegendieser Vergnügen unvereinbar ist, auch derartige Demonstrationen Tribüne" lesen wir:" Die nach dem 1. Mai entlassenen Arbeiter Kriegsministerieller Entscheid. In der„ Thüringer geeignet erscheinen, bei den Anwesenden, welche anderen der königlichen Gewehrfabrit hatten gegen ihre Entlassung Be Richtungen angehören, Anstoß zu erregen und zu Konflikten, schwerde beim Kriegsministerium erhoben. Hierauf ist ihnen von somit aber zu Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung zu dieser Stelle folgender Bescheid zugegangen: Kriegsministerium. führen, so wird im Einvernehmen mit dem hiesigen Bezirks- Berlin, den 6. Juli 1894. Allgemeines Kriegs- Departement. Auf ausschusse alles Aufspielen und Absingen parteipolitischer und Ihr Gesuch vom 28. Mai 1894 um weitere Beschäftigung in der tendenziöser Lieber, wie z. B. der Arbeitermarseillaise, des Ar- Gewehrfabrik Erfurt wird Ihnen erwidert, daß die Annahme beiter- Bundesliedes, des Erfurter Sozialistenmarsches und von und Entlassung von Arbeitern bei den Gewehrfabriken den dergleichen Liedern bei Vermeidung einer Ordnungsstrafe bis zu Direktionen dieser Fabriken zusteht und keine Veranlassung vor150 m. beziehentlich 14 Tagen Haft hiermit untersagt." liegt, von hier aus auf die Entschließungen der Direktion der Ob unsere Partei diesen fürchterlichen Schlag verwinden Gewehrfabrik Erfurt bezüglich Ihrer Wiedereinstellung einzuShanghai, 5. August. Vom Kriegsschauplatze liegen wirken."( Unterschrift unleserlich.)- Das war vorherzusehen. Berboten wurde in Kappel bei Chemnitz eine Ber- Wenn allerdings gewisse Kreise hoffen, damit wäre diese Anfeine weiteren Nachrichten als das unbestätigte Gerücht vor, daß fammlung auf grund der§§ 5, 24 und 25 des geduldigen gelegenheit erledigt, so irren fie fich. Die betreffenden Arbeiter drei chinesische Kriegsschiffe von den Japanern genommen worden fächsischen Vereinsgesetzes. werden schon Mittel und Wege finden, damit ihre berechtigten seien. In Shanghai werden Vorsichtsmaßregeln zur AufrechtIn erneuerter Verhandlung des Chemnizer Land- Interessen auch an anderer Stelle vertreten werden." erhaltung der Ordnung getroffen, den europäischen Frei- gerichts wurde der Reichstagsabgeordnete Franz Hofmann willigen wurden Instruktionen für den Fall von Brand oder wiederzu 1 Monat Gefängniß verurtheilt, weil er bei einer Festlichkeit Empörende Zustände in der Zigarren- Juduftrie. Das Aufruhr gegeben. Die hiesige japanische Vereinigung empfahl auf dem Geiersberg im vorigen Jahre einen Gendarmen beleidigt Sozialpolitische Zentralblatt" schreibt: Nach dem neuesten ihren Landsleuten dringend ein maßvolles, besonnenes Ver haben soll, als ihm dieser den Vortrag einiger Lieder untersagt Bericht des preußischen Gewerbe- Inspektors für die Regierungshalten. Es fanden einige unbedeutende Schlägereien zwischen hatte. Daß außer der verbotenen Feftrede auch der Gesang nicht bezirke Merseburg und Erfurt ist der dortige Regierungspräsident den niedersten chinesischen und japanischen Volksschichten statt. gestattet sei, war Hofmann unbekannt gewesen; er hatte deshalb der Zigarren- Hausindustrie deshalb näher getreten, weil in ihr London, 6. Auguft. Wie dem„ Reuter'schen Bureau" den Gendarmen zum Verbieten des Gesanges nicht für befugt zum Abrippen der Blätter in großer Menge fremde, nicht zum aus Shanghai von heute gemeldet wird, wurden der japanische gehalten. eigenen Haushalte gehörige Kinder, sogenannte Kauftinder, Gesandte und sein Gefolge, sowie der japanische Konsul bei ihrer Wegen Verkaufs von Maifestzeichen in einer Versamm: in und außer dem Hause beschäftigt werden" und auch die Hers Abreise von Tientsin von chinesischen Soldaten angegriffen, ihr lung in Altendorf bei Chemniz hat der Parteigenosse stellung des Fabrikates in Räumlichkeiten geschieht, die der GeGepäck wurde in Beschlag genommen. Der Vizekönig hat andere D. F. Wagner 5 M. Geldstrafe zu berappen. sundheit und dem Fabrikat selbst äußerst schädlich sein müssen. Truppen gegen die Unruhestifter vorgehen lassen, wodurch die- Desterreichisches. Die Bezirkshauptmannschaft in Es wurde z. B.' festgestellt, daß ein gefährlich an der SchwindDrdnung wiederhergestellt wurde. Pilsen unterdrückte das Parteiblatt Posel& tau", weil sucht leidender Mann, im Bette sigend, auf einem Brette London, 6. Auguft. Der japanisch- chinesische Krieg steht der frühere Redakteur Josef Steiner eine wegen Preß- unter Husten und Ausspeien Bigarren drehte(!). In hier im Vordergrund des Interesses; Presse und öffentliche vergehens ihm auferlegte Strafe von 60 Gulden nicht bezahlt einer Bigarrenfabrik des Regierungsbezirks Erfurt wurde Meinung beschäftigen sich unausgesetzt mit dem Stand der hatte. Da Steiner mit dem Blatt gar nichts mehr zu schaffen ferner eine Arbeiterin getroffen, welche mit Ausschlag Kriegsverhältnisse. Die„ Times" publiziren heute einen Brief hat, ist gegen die Verfügung der Bezirkshauptmannschaft Rekurs an ber Nase und Sonstigen Gesichtstheilen behaftet des Abgeordneten Curzivon, welcher fonstatirt, daß der erhoben worden. Inzwischen hat der Preßausschuß unserer war. Da der hinzugezogene Kreisphyjitus bei der Arbeiterin Krieg in Korea durch das japanesische Kabinet hervorgerufen Parteigenoffen sofort Anstalten getroffen, daß ein neues Blatt Lupus feststellte, und die Uebertragung dieser Krankheit auf die worden sei." Standard" glaubt an eine ziemlich lange herausgegeben werden kann. Es wird den Titel führen: Novy von der Arbeiterin angefertigten Bigarren nicht für ausgeschlossen Dauer des Krieges, weil entscheidende Kämpfe erst im Frühjahr Posel Lidu." hielt, mußte die Arbeiterin mit Hilfe der Polizeiverwaltung von stattfinden könnten. China werde mit England und Rußland-In Wien wurde der Parteigenoffe Silberberg zu der Anfertigung von Bigarren ausgeschlossen werden. Nach dieser in eine schwierige Situation kommen, weshalb die beiden letzteren 8 Tagen Arreft verurtheilt, weil er in einer Rede das öfter- Schilderung weiß man nicht, wen man mehr bemitleiden soll die Mächte gemeinsam vorgehen sollten, um die Feindseligkeiten auf- reichische Parlament beleidigt haben soll. Der Vorsitzende der franken Proletarier, die trotz der abstoßendsten und schwersten zuhalten. Andernfalls werde England die in den koreanischen Versammlung, wo die Rede gehalten wurde, Toms chit, muß Krankheiten darauf bedacht sein müssen, solche Arbeit weiter zu Gewässern stationirte Flotte bedeutend verstärken müssen. 10 Gulden Strafe zahlen, weil er die beleidigende Redewendung leisten, oder die Verbraucher der von ihnen gefertigten Waaren. Morning Post" meint, die englische Regierung werde Japan nicht gerügt hat. Die Berufung an's Appellgericht war erfolglos. Sehr zu bedauern ist außerdem, daß es die Aufsichtsbeamten niemals die Befibergreifung von Korea gestatten. Der Appellfenat erkannte, daß der infriminirte Passus allerdings nicht fiber sich gewinnen können, die Namen der Inhaber solcher in erster Reihe sich gegen die to alirten Parlamentsparteien Betriebe zu veröffentlichen.. richte, daß aber dieser Angriff auf Parteien des Hauses in eine Bezeichnung des Parlaments auslaufe, die allerdings geeignet sei, die Achtung vor dem Parlamente zu erschüttern. Parteinachrichten. " Soziale Ueberlicht. Arbeiterrifiko. In Neusay in Ungarn stürzte bei dem Bau der neuen Kaserne das Gerüst ein, wobei drei Arbeiter getödtet und drei schwer verletzt wurden. Wenn nicht einmal bei öffentlichen Bauten Vorsorge für Leben und Gesundheit der Die Sozialdemokratie auf dem Lande lesen wir in Arbeiter getroffen ist, da hört denn doch alles auf. der Münchener Post"-fände wenig Boden, kann man häufig von bürgerlichen Blättern vorgelogen bekommen. Jenen, die esix Gewinnbetheiligung der Arbeiter. Daß die Betheiligung gerne so haben möchten, diene zur Aufklärung folgender Aus- Die geringe Achtung vor dem weiblichen Geschlechte der Arbeiter am Geschäftsgewinn in der Regel auf eine noch fpruch eines zur Zeit hier weilenden niederbayerischen Land- ist eines der charakteristischen Zeichen fapitalistischer Ausbeutung. gründlichere Ausbeutung der Waare Arbeitskraft durch den pfarrers: Wir haben sehr viele Sozialdemokraten in Nieder- Wenn man den Bericht der preußischen Fabritinspektoren für Kapitalismus hinausläuft, dafür liegt wieder ein Beweis vor. Bayern, es fehlt ihnen nur der Führer, sie warten so zu sagen 1893 durchblättert, wird man wieder an zahlreichen Stellen neue Man schreibt uns darüber: In der Glashütte von W. Hampe I auf den, der die Fahne schwingt." Belege für diese alte Behauptung finden. Mit einer Rücksichts- in Schildhorst bei Freden sollen sämmtliche Arbeiter und Anloftefeit ohne Gleichen pfercht man männliche und weibliche Ar- gestellte der Glashütte auf ein Drittel des Geschäftsgewinnes " " V Anspruch haben. Aber der Abmachung ging eine Lohn-| Raltfrauen, 9 tr. für Handlanger und 181/2 fr. für Maurer und vor, die die Anwendung des§ 188a der Reichs- Gewerbe- Ord herabsehung voraus, die ungefähr ein Drittel der jährlichen Zimmerleute. nung vom 1. Juni 1891 auf die in der Bekleidungs- und KonKapitalzinsen beträgt. Das heißt zu Deutsch: der Unternehmer Der Streik in der Neurettendorfer Seidenfabrit fettions Industrie beschäftigten Zuschneider der Herren- und büßt nicht nur nichts an Mehrwerth ein, sondern zwingt die( S. Isenberger) bei Röniginhof ist durch einen faulen Ver- Damenkonfektion erbat, um dadurch Klarheit zu schaffen über Arbeiter, damit sie ein geringfügig höheres Ginkommen als gleich beendet. Der Fabrikant nahm eine Anzahl der Aus- die ungewisse rechtliche Stellung der Zuschneider im Allgemeinen. früher beziehen können, eine größere Gesammtarbeitsleistung zu ständigen nicht wieder an, worauf ein Theil ihrer Kameraden So hänge z. B. ein eventueller richterlicher Entscheid davon ab, vollbringen, wobei dann der Profit des Unternehmers gegen darauf verzichtete, in dieser Fabrik wieder eine Stellung anzu- ob ein Zuschneider in einem Geschäft thätig ist, dessen Inhaber früher doppelt so groß als der Lohngewinn des Arbeiters ift. nehmen. Der Fabrikant büßte dadurch seine tüchtigsten Ar- Kaufmann oder Schneidermeister ist. Im ersten Falle gilt er als Die Mehrwerth- oder Ausbeutungsrate wird also noch ge beiter ein. Betriebsbeamter und steht unter anderer Kündigungsfrist, als steigert! In Graz haben alle Faß binder der Aktien im zweiten Falle, wo er als Werkmeister gilt. Die Höhe des Gehalts, wonach der Beitritt zur Krankenkasse bedingt Das Strafgelder Unwesen wird in den rheinisch: brauerei Puntigam die Arbeit eingestellt. westfälischen Bechen flott weiter praktizirt. Wie die Eine intereffante Lohnbewegung der Amsterdamer wird, tommt hier garnicht in Betracht. Verschiedentlich wurde Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" berichtet, wurden 3immerleute wird uns aus Holland gemeldet. Bor unter Zustimmung der Anwesenden hervorgehoben, daß die sozial auf Zeche Germania 1 vom 15. bis 31. Mai b. F. 71 Mann einigen Monaten hatte der Amsterdamer Gemeinderath den demokratischen Abgeordneten im Reichstage diese Petition am wegen willkürlichen Feierns, Abgabe offener Lampen, Ruhe Beschluß gefaßt, bei den Submissionsausschreiben einen Verfuch beften vertreten würden. Da die Reihen der Versammelten sich ftörung, Faullenzen, Verunreinigung, Nichtabgebens der Kontroll zu machen mit der Feststellung von Minimallöhnen und einer schon merklich gelichtet hatten, wurde nur noch beschlossen, marten" mit zusammen 91 M. Strafe belegi" und an vernullten Maximal- Arbeitszeit. Am 1. Auguft wurde die Probe beendet das Schiedsgerichtsverfahren einzuführen bei Streitigkeiten einKohlen büßte die Belegschaft 532 Wagen ein, was, für die Wagen und, weil die Maßregel fich als nüglich erwies, beschloß man, zelner Vereine untereinander oder mit dem Verbande. Ein Theil 50 Pf. Hauer- und 10 Pf. Schlepperlohn gerechnet, den Arbeitern von jetzt an in alle Submissionsausschreiben die Bedingung einer noch vorliegender wichtiger Anträge mußte bis zum nächsten Deleeinen Schaden von 319,20 m. machte. Vom 1. bis 30. Juni Marimalarbeitszeit von 11 Tagesstunden im Sommer und zehn girtentag zurückgestellt werden. In Bochum hat der Oberbürgermeister das Gesuch des traten als Bestrafungsgründe hinzu: zu frühes Schichtmachen, im Winter, und eines Minimallohns von 23 Cts.( 36 Pf.) Unreinheit der Kohlen( Holzspähne dazwischen); die Strafgeld aufzunehmen. Die Zimmerleute haben nun diese Gelegenheit Gewerkschaftstartells um Genehmigung eines Gewerkschaftssumme betrug hier bei 62 Mann 77,50 M.; das Ergebniß des benutzt, um zu versuchen, diese Besserung des Arbeiterlooses auch feste 3 abgelehnt. Er stützte sich dabei auf eine Verfügung des Mullens war 757 Wagen oder 454,20 M. Der auf disziplina- bei allen Privatunternehmern durchzusehen. Sie fündigten zu Regierungspräsidenten in Arnsberg. Natürlich sind solche Maßrischem Wege den Bergleuten wieder abgenommene Verdienst diesem Zwecke eine allgemeine Arbeitseinstellung an und hatten nahmen der Ausbreitung unserer Partei nur förderlich. betrug in Allem für die letzte Maihälfte 410,20 M., für den den Erfolg, daß die vornehmsten Unternehmer, die allerdings Monat Juni 531,70 m. Auf Zeche Amalia wurden am schon früher versprochen hatten, dem Gemeinderathe in der ge= 11. Juli 39 Mann mit je 1,50, in Summa 58,50 M. bestraft. schilderten Richtung zu folgen, sofort in die Forderungen der Die Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter Zeitung" zweifelt nicht Arbeiter willigten. Die ausgezeichnete Organisation dieser daran, daß diese Straferei das ganze Jahr hindurch fortgesetzt Arbeitseinstellung, die würdige Haltung der Streifenden und die werde und stellt die Frage: Wo bleiben die Arbeitergroschen? Thatsache, daß der Gemeinderath das gute Beispiel gegeben In Mannheim hat am 1. August die 3entral stelle bat, versichern den Arbeitern die Sympathie der Bürger- meldet wird, fand gestern in Bidschowik, Kreis Zabrze, aus schaft. Das bürgerlich- fortschrittliche Amsterdamer Tageblatt" für unentgeltlichen Arbeitsnachweis das erste hat sich vollständig auf die Seite der Arbeiter gestellt. Gut Anlaß einer Versammlung sozialdemokratischer polnischer Arbeiter Jahr ihres Bestehens vollendet. Ueber die Thätigkeit des 40 Unternehmer verweigern freilich bis jetzt noch ihre Einwilli- ein arger Erzeß statt. Die Gendarmerie feuerte und verwundete Instituts während dieses Zeitraumes berichtet die„ Volksstimme": Vom Gewerbe- und Industrieverein ins Leben gerufen, unter- gung, unter ihnen bilden die Bauschwindler, die Spekulanten, die eine Frau tödtlich. Die Menge zerstörte ein Haus. Aus Beuthen stüßt und geleitet von der Stadtgemeinde, dem Kreisausschuß, aber alle anderen Unternehmer, mit denen man zu rechnen hat, alles ruhig ist, wurde das Militär wieder zurückgezogen. Majorität. Einige 3wanzig haben noch keine Antwort gegeben, eingetroffene Infanterie stellte die Ordnung wieder her. Da jetzt der Handelskammer, dem Fabrikantenverein, dem Gewerbeverein haben jetzt schon bewilligt. 120 Arbeiter sind ausständig. Wo Maastricht, 6. Auguft. In den letzten 48 Stunden sind und 14 anderen gemeinnüßigen Vereinen, sowie der Presse, die die Organisation eine so gute ist und der richtige Moment zur hier 5 Erkrankungen an Cholera und 3 Todesfälle vorgekommen. den Arbeitsmarkt unentgeltlich bringt, hat die Anstalt 4155 Unter Arbeitseinstellung ergriffen wird, wie das bei den Zimmerern der Seit dem 29. v. M. sind im Ganzen 44 Personen an Cholera nehmern Gehilfen und 5057 Arbeitern Beschäftigung verschafft. Fall, kann man ruhig voraussagen, daß die Arbeiter den Sieg erkrankt und 18 gestorben. Unter den Arbeitern befanden sich 3627 Männer, 1330 Frauen binnen kürzester Zeit erringen werden. und 101 Lehrlinge. Nach auswärts gingen 767 Arbeiter. Rechnet Aus Chicago wird gemeldet: Die Bergleute im nördman hierzu noch diejenigen, die indirett Stellen erhalten haben, lichen Illinois find nach vollzogener Abstimmung an die Arbeit und solche, die es versäumten, ihre Einstellung anzumelden, so dürfte die Zahl der Vermittelungen 11 000 überschreiten. Bon zurückgekehrt. Der Ausstand hat volle vier Monate gedauert. den Unternehmern wird die Anstalt fortgesetzt stärker benutzt. Zur Unterstützungsfrage der ausständigen Olden meint die Volksstimme" in den burger Glasarbeiter wird uns vom Bevollmächtigten Turpin's erstattet. en bes betala anderen größeren Städten ebenfalls derartige Institute ein- des Lokalverbandes Stralau mitgetheilt:„ Wir Stralauer gerichtet sein werden, um gegenseitige Wechselbeziehungen her- Glasarbeiter haben an die streikenden Oldenburger Kameraden stellen zu können, so dürfte das zu erstrebende Biel erst voll er- bis jetzt 760 M.( zu der Zeit, wo der Aufruf herausgegeben wurde, 400 M.) zur Unterstützung abgeschickt. Dies ist, was in reicht sein". unsern Kräften steht. Auch werden wir dahin trachten, daß wir auch in den nächsten Wochen hinter den Kollegen anderer Hütten nicht zurückſtehen." Wenn nun noch" = " Das heißt brav gehandelt! Immerhin beweist die Olden: burger Mahnung, daß nicht alle Glasmacher die Solidarität so werkthätig üben, wie die Oldenburger Arbeiter, die sich nam hafte Steuern auferlegen, wie die Stralauer und Hörfteler Glasmacher. Mögen die Säumigen sich an diesen Waderen ein Beispiel nehmen! " Mann Depelthen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Breslau, 6. Auguft. Wie der Schlesischen Zeitung" ge= Kopenhagen, 5. Auguft. Rigau's Bureau" erfährt von unterrichteter Seite, daß die Nachricht verschiedener Blätter, Ministerpräsident Estrup habe seine Entlassung eingereicht, unbegründet ist. Paris, 5. Auguft. Die Kommission für Erfindungen hat ihren Bericht an das Kriegsministerium über die Erfindung Der Bericht erklärt, daß die Vorschläge Turpin's keine Erfindung bedeuten, welche dem Staate, der fie erwirbt, irgendwelche Suprematie vom Gesichtspunkte der nationalen Bertheidigung aus sichern würde. Turpin habe durchaus keinen auf praktische Versuche gestützten Beweis geliefert. Das Kriegsministerium habe seit 1891 Versuche gemacht, die im Prinzip eine frappante Analogie mit den Vorschlägen Turpin's zeigten, bis jetzt aber feine befriedigenden Resultate ergeben hätten. Vorschläge Turpin's schienen zwar auf eine geistreiche Idee sich zu stügen, es sei aber ungewiß, ob diese Idee zu einem Erfolge führen würde. Es bestehe fein Hinderungsgrund, Turpin das Eigenthumsrecht an seiner Erfindung zu lassen. Die Kommission ersuche Turpin, die erften Versuche anzustellen, damit man erfehe, ob das Kriegsministerium selbst mit seinen Versuchen forts fahren solle. zu gewähren. Die Aus Prochna in Desterreich Schlesien wird der Wiener Arbeiterzeitung" geschrieben: Auf den Gütern des Erzherzogs Albrecht in der hiesigen Gegend werden die landwirthschaftlichen Arbeiter auf das Unglaublichste ausgebeutet. Der Lohn beträgt bei Männern und Frauen 24 Kreuzer bei einer Arbeitszeit von 13 Stunden. Zur Zeit der Ernte wird bis 10 Uhr Nachts gearbeitet, und für diese Ueberzeit erhalten die Arbeiter als Entgelt ein Stück Brot im Werthe von 6 Kreuzern und etwas Schnaps. Auch während der Mittagszeit muß für dieses Entgelt gearbeitet werden. In den erzherzog= Zum internationalen Kongreß der Tabakarbeiter, der lichen Hüttenwerten in Ustron darf tein Arbeiter einer am Sonntag in Basel eröffnet wurde, schrieb unser dortiges Paris, 6. Auguft. Der chinesische Gesandte in Paris, KungOrganisation angehören oder für eine solche thätig sein. Der Bruderorgan, der Vorwärts": für Mann zum ta- Yen, richtete an den Minister des Auswärtigen Hanotaux ein Hüttenwerksdirektor geht persönlich in die Versammlungen, um Demonstrationszug! Das sei unser aller Losung für nächsten Schreiben, in dem er das Bedauern seiner Regierung über den dort seine Arbeiter zu überwachen. Jeder, der sich durch Reden Sonntag. Die gesammte Arbeiterschaft Basels soll auf Tod des Forschungsreisenden Dutreuil- Derhins ausspricht. Dieser oder sonst irgend eine Thätigkeit bemerkbar macht, wird ohne marschiren, um den Tabatarbeitern die Solidarität aller Ar- sei von Tibetanern ermordet worden, die ihn infolge eines Streites Erbarmen gemaßregelt. Es wird nicht geduldet, daß die Arbeiter, die Zusammengehörigkeit des gesammten Proletariats verwundeten, banden und in einen Fluß warfen. Die chinesische beiter durch Vereinigung und Besprechung ihre miserable Lage öffentlich zu befunden. Alle Gewerkschaften und alle politischen Regierung habe Befehl zur Aufsuchung des Leichnams und zur zu verbessern suchen. Vereine werden ihre Fahne hissen, um zu zeigen, daß die Worte exemplarischen Bestrafung der Schuldigen ertheilt; auch sei sie Charakteristisch für den Egoismus der Bourgeoisie ist von Karl Mary: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" bereit, der Familie des Getödteten jede mögliche Entschädigung feine leere Phrase find. eine Londoner Korrespondenz der Neuen Freien Presse", worin feine leere Phrase find. Paris, 6. Auguft. Vor dem Schwurgericht begann heute der der zwischen Japan und China schwebende Krieg besprochen Der Verband der Glaceehandschuhmacher Deutschwird. Vom geschäftlichen Standpunkte aus betrachtet, heißt lande, der am 1. August 25 Jahre bestand, hatte im Jahre 1869 Prozeß gegen die Anarchisten, welche auf grund des Gesetzes vom es da, fieht die Bity( das Biertel, wo die Londoner Geschäfts- 719, jett 2830 Mitglieder. Die Verbandskasse zahlte( die über Dezember 1893 wegen Bildung einer Vereinigung zur Ausführung den beiden asiatischen Völkern nicht mit ungünstigen Augen an. Gemaßregelte 133 498 M. Unterstützung, an Reisende 30 793 W., Präsident stellt zunächst die Identität jedes Angeklagten fest, unter welt" ihren Sitz hat) den Beginn der Feindseligkeiten zwischen schießenden Pfennige nicht gerechnet) feit 1881 an Streifende und von Verbrechen angeklagt sind. Anwesend find 25 Angeklagte; 5 Angeklagte, darunter Paul Reclus, find flüchtig geworden. Der Leider muß die Wahrheit b bekannt werden. Das Geschäft ist an Krante 13 521 M., an Hinterbliebene verstorbener Mitglieder und war seit vielen Monaten in allen Zweigen hier so schlecht, 7630 m, an Invaliden und Familien 8011 M., an Arbeitslose letteren befinden sich Agneli aus Sala in Schweden gebürtig, und daß selbst ein Krieg mit Wohlwollen auf- 65 351 M., beim Ortswechsel 11 661 M. Umzugskosten. Ueber Italiener; die übrigen Angeklagten sind die Franzosen Fénéon, genommen wird, da man durch denselben eine Besserung die Ausgaben in den Jahren vor 1881 konnte wegen der damals Jean Grave, Sebastian Ortiz zc. Der Gerichtsschreiber verlas nach mancher Richtung hin erwartet. Borerst kostet ein Krieg andersartigen Kaffenführung leider nichts volländiges ermittelt die fehr umfangreiche Anklageschrift, in welcher ausgeführt wird, viel Geld an Material für Kanonen, Flinten, Pulver, Patronen werden. Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse des Verbandes daß die Angeklagten einer Sefte angehörten, deren Mitglieder und dergleichen mehr; ein Theil des Bedarfes von beiden hatte seit 1. August 1879 bis 31. Dezember 1893 eine Einnahme der Gesellschaft durch Diebstahl, Raub, Brandstiftung und Mord. eine Art von Vereinigung bildeten zum Zwecke der Vernichtung Kriegführenden dürfte von England aus gedeckt werden. von 405 552 M. und 375 056 M. Ausgabe. Ihr Vermögen Junerhalb und außerhalb des Gerichtsgebäudes find Maßs zerstört ber Krieg viel Material, Schiffe 2c. betrug Ende vorigen Jahres 30 495 M. Diese Biffern be Diese müssen erfetzt werden, und auch hierin hoffen weisen, daß der Verband sich redlich bestrebt hat, seinen Mit- regeln getroffen zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Bisher ist wir einen guten Theil zu liefern. Dann braucht man be- gliedern im Kampf um die Existenz ein zuverlässiger Hort zu es zu feinem Zwischenfall gekommen. fanntlich zum Kriegführen Geld; auch damit können wir dienen, fein. Möge er auch ferner blühen und gedeihen zum Nugen anwalt den Antrag, der Gerichtshof möge die Veröffentlichung Nach der Verlesung der Anklageschrift ftellte der Staatss= natürlich zu guten Zinsen. Ueberdies zählt man in der Bity feiner Mitglieder und zum Nutzen der Arbeiterschaft überhaupt. der Verhandlungen untersagen. Einer der Vertheidiger bes noch mehrere andere Vortheile auf. So machten die japanischen Baumwollspinnereien in den letzten Jahren den indischen Baum- Metallarbeiter Verbandes eine öffentliche Versammlung der nur die Veröffentlichung des Verhöres der Angeklagten Grave In Bromberg hielt am 30. Juli die dortige Filiale des kämpfte dieses Verlangen, worauf der Gerichtshof beschloß, daß wollfabriken große Konkurrenz für den Verkauf von Shirtings in China. Während des Krieges hört diese japanische Konkurrenz Schlosser, Maschinenbauer, Dreher, Gießer, Gürtler und Bifeleure und Faure untersagt sein solle. Der Präsident begann hierauf auf. Vielleicht werden auch infolge des Krieges mehr Häfen in ab, wo Herr Gotthardt aus Berlin über die Nüglichkeit des An- mit dem Verhöre Jean Grave's, der sich als Schriftsteller be= China dem englischen Handel eröffnet und erweitert sich der Ver- schlusses an die genannte Organisation und gegen die Hirsch zeichnet. tehr mit dem Reiche der Mitte" überhaupt. Bisher besitzen Duncker'sche Gewerkvereinelei sprach. Von den in der Versammweder Japan noch China nennenswerthe Staatsschulden. Die ung anwesenden Hirsch- Duncker'schen suchte einer den Referenten Artikel in der„ Revue libertaire", welche die anarchistischen Verganze auswärtige Schuld China's beläuft sich in diesem Augen- mit den bekannten schaalen Redensarten von der Selbsthilfe" blicke auf nicht mehr als ungefähr eine Million Pfund Sterling, vergeblich zu widerlegen. und Japan schuldet dem Auslande nicht mehr als 606 000 Pfund Sterling; also geradezu jungfräuliche, paradiesische Zustände der Staatsfinanzen. Beiden Staaten kann mit Leichtigkeit geholfen werden." Dann Riel; Don Der Präsident verhörte nacheinander Chatel, den Verfasser der brechen verherrlichten, den Schweden Agneli, der den belgischen Anarchisten als Mittelsperson diente, und Elysée Bastard, einen heftigen Redner in den anarchistischen Versammlungen. Alle erklärten, Anarchisten zu sein, leugneten aber, irgend einer Vereinigung anzugehören. 10 Der Delegirtentag des Zentralverbandes deutscher Zuschneidervereine tagte vom 29. bis 31. Juli in Berlin. Die Zuschneider zählen zu den besser fituirten Arbeitern Rom, 4. Auguft. Die vom Kriegsministerium angestellten im Schneidergewerbe, wenngleich fich auch bei ihnen die Wirkungen des Ueberangebots von Kräften bemerkbar machen. Die Erhebungen haben ergeben, daß es sich bei dem am 30. v. M. versammelten 40 Delegirten vertraten im allgemeinen die Ansicht, aus Busto Arsizio gemeldeten Vorfalle, wo der Trompeter Gewerkschaftliches. durch Kaffeninstitute und unter Mithilfe ihrer Prinzipale ihre Muracchioli mehrere Soldaten durch Schüsse verwundete und sich Organisationen aufzubauen. Mit Verhandlungen über die Be- selbst darauf tödtete, um tein Komplott, sondern um die That Achtung, Filzschuharbeiter! In der Filzschuhfabrik von laffung der Sterbefaffe als fakultativer, Beibehaltung des Um eines Wahnsinnigen handelte. Auch bei dem Vorfalle in Garessio Simon u. Komp., Berlin, Neue Königstr. 39, find infolge lageverfahrens, und ferner mit Debatten über den Geschäftsgang bei Coni sei von einem Komplotte feine Rede, da die zwei Solvon Differenzen mit dem Geschäftsführer, der einst selber ein wurde der größte Theil der Tagungszeit ausgefüllt. Erst am baten durch einen einzigen Schuß verwundet wurden, welcher facher Arbeiter war und infolge des Einflusses, den er auf die letzten Tage tamen Anträge von größerer Bedeutung zur Ver- wahrscheinlich durch Zufall gefallen ist. New- York, 6. Auguft. Nach einem Telegramm der„ NewFabrikanten ausübt, zwei Kollegen gemaßregelt worden. Bis zur handlung. So wurde beschlossen, um die Verbandsleitung, weiche Begleichung der Angelegenheit ist Zuzug streng fernzuhalten. von Frankfurt a. M. nach Stuttgart verlegt wurde, zu entlasten, York World" aus Lima ist eine Anzahl der von den RegierungsDie Agitationsfommission der Filzschuharbeiter Berlins. J. A. Die Zentralstellenvermittlung nach Berlin zu verlegen. Die truppen gefangen genommenen Aufständischen nach kurzem Prozeß Karl Willner, Beeskowstr. 20. Kosten hierfür tragen die Stellungsuchenden durch Entrichtung erschossen worden. Die Lage ist kritisch. Die fremden Kaufleute Zuzug ist streng ferngnhalten: von Formern nach von 50 Pf. Einschreibegebühr und Abführung von 1/4 pet. haben den Schuß der Gesandtschaften angerufen. ( Depeichen des Bureau Herold.) des ersten Jahrgehalts an das Stellennachweisbureau, dessen Bigarrenarbeitern nach Biegni Iserlohn, 6 August. Wie das Iserlohner Tageblatt" ( Dehmel); von Eisengießern nach Budapest, wo die Beamter für diese Thätigkeit und Erledigung weiterer schriftFabrikanten die Löhne herabdrücken wollen; von metall- licher Arbeiten eine monatliche Entschädigung von 20 M. bezieht. meldet, wurde von der Landtags- Nachwahl im Kreise AltenaWeiter wurde die Gründung einer Verbands Zuschneideschule Iserlohn der Landrichter Noelle( natlib.)- Lüdenscheid mit brüdern, Gürtlern, Graveuren, Galvaniseuren, beschlossen. Die Vorarbeiten nach dem Muster der in München 310 Stimmen gewählt. Der Gutsbesitzer Schulte- Rheinen erhielt Eifeleuren und Maschinenschlossern nach Wien ( Chinasilberwaaren- Fabrik von M. Hacker, IV. Bezirk); von bestehenden wurden bis zur Erledigung durch den nächsten Delegirten- 82 Stimmen. tag 1896 in Dresden dem Verein München übertragen. Ebenso Wien, 6. Auguft. Die Montagsrevue" hält ihre Meldung Formern nach Geestemünde( Maschinenfabrik von tom wurde die Ausarbeitung einer Unterlage zur Gründung einer über den demnächst erfolgenden Rücktritt des Grafen Kalnoty Möhlen u. Seebeck), wo 16 Former und Hilfsarbeiter die Arbeit Alters- Unterstügungskasse nach bayerischem Landesgesetz dem Verein mit dem Hinzufügen aufrecht, daß dieser Rücktritt kein freiwilliger niedergelegt haben." Würzburg übertragen, mit der Voraussetzung, daß dieser Entwurf sein werde. Delsuit. In der Teppichfabrik von Schend, Schmidt und binnen Jahresfrist im Verbandsorgan zur Diskussion gestellt werde. Budapest, 6. August. Unter den Feldarbeitern in Alfoeld und Beutler ist wegen 10-12 pCt. Lohnreduzirung ein Streit weiter wurde die Ausarbeitung einer Petition an den Reichs- bei Vasarhely machen sich wieder ernste Unruhen bemerkbar, ausgebrochen. Etwa 200 Arbeiter find im Ausstand. tag gegen die in Süd- und Westdeutschland gebräuchlichen ein- sodaß von Szegedin Militär nach dort entsandt worden ist. Vor Zuzug wird gewarnt! Briefe und Gelder find an Heinr. feitigen Kontrakte beschlossen. Hier wird den Zuschneidern bei Amsterdam, 6. August. Seit mehreren Tagen verweigern Merforth, Delsnig, zu senden. 5000 M. Konventionalstrafe verboten, an den Orten ihrer oft Mitglieder der sozialistischen Liga die Zahlungen der Steuer. Ausländische Streiks. In Reichenberg in Böhmen langjährigen Thätigkeit oder im Umkreise bis zu 20 Meilen fich Auf Befehl der Justizbehörden sind bereits mehrere zwangsweise ist der Streit der Bauarbeiter nach 6 tägiger Dauer bezu etabliren; ebenfalls ist ihnen verboten, in ein Kon- Versteigerungen vorgenommen worden. Da das Ergebniß der endet. Die Meister haben zum 1. Januar eine den Arbeiter- furrenzgeschäft in Stellung zu treten. Die Ausarbeitung Verkäufe, infolge der sozialistischen Agitationen, sehr gering forderungen entsprechende Lohnerhöhung zugesichert. Vorläufig dieser Petition wurde der neugewählten Zentrale Stuttgart über- ausgefallen war, sieht sich die Behörde genöthigt, von weiteren einigte man sich auf einen Minimallohn von stündlich 8 fr. für tragen. Des ferneren lag eine fertige Petition an den Reichstag zwangsweisen Versteigerungen vorläufig abzusehen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 181. Dienstag, den 7. August 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierprotzen die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschloffenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gaſtwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Bonkott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenossen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller flaffenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien Stammt. Letzteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: von der Gastwirthe- Innung einberufene Sigung wieder resultatlos geblieben, weil außer der Einberuferin nur der Verband der Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Char- bat der Verein der Brauereien und die Kommission der SaalGast- und Schankwirthe vertreten war. Durch das Fernbleiben lottenburg. befizer offenkundig bewiesen, daß beide in der That nicht den guten Willen haben, den Kampf zu beendigen; am bemerkenswerthesten ist jedoch die Stellung der letztgenannten Kommission. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant. furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönir- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Eilbed. Brandenburg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: Herm. Wolff, Dragonerftr. 31. 0 Die Boykottkommiffion. " Die Frau Dr. Wettstein- Adelt als Amazone auf dem Zweis rad im Dienste des Bierkönigs ist bereits in Nr. 177 des Vor bedeutet, weiß die 31/2 monatliche Fabritarbeiterin natürlich ganz wärts" genügend charakterisirt worden. Was Klassenbewußtsein genau, von ihren praktischen Studien her stammt wohl auch ihre Wissenschaft über die gute Bezahlung der sozialdemokratischen Führer. Aber der Haß der reflamesüchtigen, Dame, die die " Ganz entgegengeseßt diesem( eingangs erwähnten) durchaus Frauenfrage durch die Beseitigung der Korsets gelöst hat( vergl. neutralen Standpunkte und wie stets so auch hier Freie Bühne" 1894 Heft 4), gegen die Sozialdemokratie stammt Gegner aller Bestrebungen anderer Gastwirthsvereine, stellten wohl von damals her, wo sie für ihre Liebesmühen bei sich die Führer des Vereins Berliner Gast der Sozialdemokratie keine Gegenliebe fand. Vor zirka wirthe und des Vereins Berliner Weißbier- 2/2 Jahren versuchte die Dame nämlich sich zu Ge wirthe auf die Seite der Brauereien so urtheilt schäftszwecken an die Sozialdemokratie heranzudrängeln, Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei May Denn die Gastwirthe- Zeitung"- und schürten damit die indem sie einen Impresario dazu veranlaßte, in verschiedenen hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Gluth des damals noch verhältnißmäßig tleinen sozialdemokratischen Redaktionen wegen eines Vortrages über ihre Feuers. Wie weit sie dadurch Schuld daran tragen, daß die Entdeckungsreisen in Chemnitzer Fabriken anzubohren. Berrufserklärung auf sämmtliche 31 Brauereien des Vereins der Magdeburger Genossen fielen auch glücklich auf diesen faulen Brauereien Berlins ausgedehnt wurde, überlassen wir dem Ur- Zauber hinein; sie kannten eben die Dame noch nicht. Fran theil der Lefer. Jedenfalls um den Glauben zu erwecken, daß sie Dr. Wettstein- Adelt, die sich„ Doktor" nennt, weil zufällig ihr im Namen aller Gastwirthsvereine vorgehen, wurde der aus Mann, nicht aber sie selbst Dr. ist, hielt einen kläglichen Vortrag zwei Vereinen gebildeten Kommission der Name Bierkommission über ihre sozialen Studien", oder vielmehr, sie las ihn aus beigelegt, und nachdem die Brauereien, namhafte Summen einem umfangreichen Manuskript wörtlich ab. Als sie dann in in Aussicht gestellt"(!) wurde wacker die Trommel der Debatte von einer resoluten Genossin auf diverse Punkte gerührt, um auch das Publikum zu Beiträgen für alle festgenagelt wurde, mußte sie aus jedem Mangel an Können die in ihrer Existenz bedrohten" Berliner Gastwirthe zu bestimmen. Vertheidigung ihrem Gatten überlassen. Schließlich konnte sie Wie weit diese Subskriptionen von Erfolg gekrönt sind, wissen aber einer eigenen Antwort doch nicht ausweichen und wir nicht.... noch weniger aber haben wir davon gehört, war deshalb gezwungen, sich von der Vorsitzenden die daß an die sich an die Kommission wendenden Gastwirthe Ent- berühmte Ausrede von Mißverständnissen erst souffliren lassen, schädigungen für Ausfälle gezahlt worden sind." Das genannte ehe sie sie nachplappern fonnte. Für dieses Seiltänzerkunststück Blatt dürfte mit diesen Auslassungen den Nagel ziemlich auf den verlangte dann die Dame nur 50 Mart und Fahrtver. Kopf getroffen haben; es weist dann noch auf den eigenartigen gütigung zweiter Klasse für sich und ihren Umstand hin, daß der Betreffende, welcher die 850 M. Spende Gatten. Der parlamentarische Ausdruck für diese Beutelin der vorlegten Sigung erhielt, in dem Bericht des Gastwirthe- schneiderei, versucht an armen Arbeitern, fehlt uns; jedenfalls vereins als aufzunehmendes Mitglied aufgeführt war; aber hat diese Dame kein Recht, die„ Führer" bei den Arbeitern Der Boykott wirkt nicht"- so verkündet die Ringpresse man fann hier deutlich erkennen, daß der überhaupt nur auf wegen ihrer allzureichen Bezahlung zu denunziren, denn unsere mit Stolz ihren Lesern seit Anbeginn des Boykotts: Und An- Berücksichtigung zu hoffen hat, wer freiwillig" zur Feuerstein'schen wohlbezahlten Führer" müssen für 50 M. eine ganze Woche fangs hatte es wirklich den Anschein; die Wagen der boykottirten oder Kuckenburg'schen Fahne schwört. oder in den weitaus meisten Fällen zwei Wochen leben. Brauereien, beladen mit leeren Fässern und Flaschen durchAbgesehen von allem Anderen muß es in Erstaunen setzen, Die Auseinandersetzung der Frau Dr. Wettstein Adelt mit raffelten mit ihrer leichten Last die Straßen der Hauptstadt, um wie die Kommission die Art der Vertheilung der Gelder hand- den Magdeburger Genossen war deshalb damals auch ihr Renomee zu behalten. Die Komödie läßt sich aber nicht allzu habt. Wie man hört, besteht auch die Absicht, dieserhalb an die gerade keine besonders liebenswürdige. Nichtsdestoweniger vers lange aufrecht erhalten, denn Pferde und Kutscher toften Geld Herren in energischer Weise zu appelliren, falls das nicht hilft, fuchte es die Dame doch kurz nachher, auch in Dresden ihren und schließlich läßt sich die Blamage doch nicht immer will man in öffentlicher Versammlung Rechen Vortrag" herunter zu leiern. Aber die Dresdner Genossen verdecken. Und so haben sich denn mehrere Brauereien entfchaft von ihnen fordern. Uns wundert blos, daß die waren im Vortheil vor den Magdeburgern und konnten sich ers schlossen, ihren Kutschern theilweise Ferien zu geben. So fahren, Wirthe nicht schon früher auf eine forrekte Führung der Ge- fundigen. Natürlich fiel denn auch die Auskunft der Magdewie uns mitgetheilt wird, die Kutscher des Böhmischen Brau schäfte gedrungen haben. burger Genossen so aus, daß die Dresdner dankend auf das Verhauses nur tageweise. Wie der Woytott nicht wirft", geht gnügen verzichteten, Frau Dr. Wettstein- Adelt persönlich kennen ferner aus der Thatsache hervor, daß in der Brauerei Gregory zu lernen. Seitdem aber rollt sich die kühne Streiterin wie ein diese Woche nicht gebraut werden wird. Den Brauern ist mit gel zusammen, wenn sie mit der Sozialdemokratie in Berührung getheilt worden, daß sie die ganze Woche spazieren gehen dürfen. tommt; aber ihre Stacheln sind harmlos es sind nur PappeDoch hoffentlich auf Kosten der Direktion. machée- Stacheln. Tokales. Die Stipendiaten des Röfice'schen Reptilienfonds haben eine sehr traurige Entdeckung gemacht, nämlich die, daß der Brauerring" nicht bloß einen, sondern sogar zwei Risse hat, in welche die böse Sozialdemokratie ihren Keil eintreibt: die Konkurrenz der bayerischen Brauer, und die Konkurrenz des Das mehr als eigenthümliche Verhalten der so.| Berliner Weißbiers. Daß dies eine sehr gefährliche Konkurrenz genannten Saalkommission fordert die wachsende Miß ist, müssen die Tintenfische des Herrn Rösicke zugeben, und stimmung weiterer Kreise geradezu heraus; so daß ein großer Theil feufzend gestehen sie ein, daß an die Ausdürstung der Sozialder Wirthe mit dem Treiben jener Herren nichts weniger als demokraten nicht mehr zu denken ist. Ja das hätten die einverstanden ist; in den letzten Tagen hat diese hochgradige Un- Herren sich früher schon sagen können. Jetzt sind sie schon vom zufriedenheit neue Nahrung erhalten. Gaul auf den Esel gekommen. Sie werden noch tiefer herunter tommen. " " " 11 = Der Arbeiter- Sängerbund für Berlin und Umgegend nahm in der Ausschußsizung am 3. August folgende Resolution einstimmig an:" In Erwägung, daß ein passives Vers halten des Arbeiter Sängerbundes Berlins und Umgegend in Sachen des Bierboykotts ein unwürdiges wäre, beschließt der Ausschuß des Bundes, sämmtlichen Mitgliedern aufzugeben, nur in solchen Lokalen ihre Uebungsstunden und Zusammenkünfte In einem Artikel, der an die Adresse der Kommiffion geabzuhalten, wo nachweislich nur Bier aus nicht boykotrichtet ist, zählt die Gastwirthe- Zeitung" die Sünden dieser neuen tirten Brauereien verzapft wird. Ju feruerer Erwägung, daß Versicherungsgesellschaft gegen Bankrott auf, woraus sehr deutlich Die feindlichen Brüder. Daß die Mitglieder der Ber durch das Verhalten der Saalbesitzer den Arbeitern gegenüber hervorgeht, daß das von der Kommission beliebte Verfahren, weit liner Gastwirths Innung" sich in dem gegenwärtig tobenden die Möglichkeit genommen ist, Bergnügungen 2c. abzuhalten, entfernt Erfolg zu versprechen, nur den Gastwirthsstand in seiner Bierfrieg neutral verhalten wollen, hatten wir bereits mitgetheilt. ohne sich selbst zu schaden, beschließt der Ausschuß des Bundes, Gesammtheit in Mißkredit zu bringen geeignet ist. Nachdem Wir haben natürlich keinen Augenblick angenommen, daß dies sämmtlichen Mitgliedern aufzugeben, sofern diese Maßregelung es die Entstehungsgeschichte des Boykotts furz gestreift, schreibt aus Ueberzeugung, aus Gerechtigkeitsgefühl geschehen sei; es seitens der betreffenden Saalbesitzer bis zum 1. September 1894 das zitirte Fachblatt weiter: Nichts lag deshalb näher, als daß wird das unsererseits von den Gastwirthen auch garnicht ver- nicht rückgängig gemacht wird, von sämmtlichen Vergnügungen, fie( die Wirthe) bestrebt sein mußten, diefem unerträg langt. In dem Leitartikel des Innungsorgans der Gast- sowie den bereits abgeschlossenen Arrangements bei den in Frage lichen Zustande ein Ende zu machen. Daß dies durch wirthe Zeitung" wird denn auch unumwunden zu kommenden Saalbesitzern bis auf weiteres abzusehen resp. sie aufeine Parteinahme einen für oder den anderen gestanden, daß die" Innungsmeister" aus Merger zuheben." · Der Gesangverein, Epheu" wurde vom Bunde aus ber streitenden Theile nicht zu erreichen war, wird darüber, daß sie von ihren Kollegen, den Jakobinern, so geschlossen, weil er gegen das Prinzip des Bundes verstoßen auch dem blödesten Auge flar geworden sein." Wie sehr von stiefmütterlich behandelt werden, sich in den Kampf nicht ein- hat. Der Bund zählt gegenwärtig 218 Vereine mit ca. 5200 Wit diesem Standpunkt abgewichen wurde, wird nun weiter aus- mischen wollen. Der Klingelbeutel ist für sie nicht geöffnet gliedern. geführt. Das Blatt refapitulirt furz die Verfuche zur Beilegung worden, sondern steht nur denen von der Freien Vereinigung" Ein schönes Zeichen der Freundschaft konnte man am des Konflikts zwischen der Berliner Arbeiterschaft und den Unter- zur Verfügung. Im Getöse des Kampfes vergessen sich die Sonntag bei der Beerdigung des, wie der Vorwärts" vers nehmern im Baugewerbe, welche von den verschiedensten Seiten feindlichen Brüder derart, daß sie sich gegenseitig liquen- Wirth gangene Woche berichtete, plöglich verstorbenen, in der Schönhauser gemacht sind. Der Einladung des Verbandes der Gast- und schast und Korruption vorwerfen und zu unserer Ergöglichkeit Vorstadt wohlbekannten Schuhmachers Albert Strauch beobs Echantwirthe Berlins und Umgegend waren bekanntlich nur die mancherlei ausplaudern, was sie sonst im stillen Busen verwahrt achten. Einige Genossen besorgten einen schönen Kranz, welchen der Telegirten der Arbeiter gefolgt; weil die Beauftragten der Unter- haben würden. So wenig uns nun die Feindschaft des Jacobi Vertrauensmann vom 6. Wahlkreis, Augustin, auf dem Friedhof nehmer unter nichtigen Ausreden von der Sigung fern blieben, und seiner Gefolgschaft schaden kann, so talt läßt uns auch die der Zionsgemeinde in Weißensee, der letzten Ruhestätte des Das rerlief dieser Versuch im Sande, daffelbe war der Fall, als einige Neutralität der Innungswirthe. Betont sei indessen doch, daß hingeschiedenen, am Grabe desselben mit folgenden Worten Zeit später der Affeffor v. Schulz die Initiative ergriff. Wie der uns in diesem Falle die Innung weit besser die Interessen der niederlegte:„ m Namen seiner Freunde und Genossen lege ich Vorwärts" schon berichtet, ist die zum Mittwoch voriger Woche Gastwirthe zu vertreten scheint, als die Saalverweigerer. diesen Kranz nieder. Ehre seinem Andenken." " allNachdem die Listen für die Ergänzungswahlen der Hingegen errang für Lösung einer anderen physikalischen Auf-| gestellt gewesen und dessen Abwesenheit benüßt hatte, um eine Beisitzer des Gewerbegerichts zu Berlin aufgestellt sind, gabe den städtischen Preis Hubert Kath aus Stargard in namhafte Summe zu entwenden, hatte die Absicht gehabt, nach werden dieselben vom 12. bis einschließlich 18. August cr., Pommern. An diese Verkündigung schloß sich die Verlesung der Amerika auszuwandern, kam auf seiner Flucht jedoch nur bis am Sonntag von 12-3 Uhr Nachmittags, an den Wochentagen Preisaufgaben für 1894/95. Die föniglichen Preise bestehen in Wittenberge, wo er im Bahnkoupee die fatale Entdeckung machte, von 5-8 Uhr Abends, offen ausgelegt werden. Einsprüche gegen goldenen Denkmünzen, 25 Dukaten an Werth, oder dem ent- daß ihm sein Geld gestohlen sei. Er hatte nur noch soviel Geld die Richtigkeit der Listen sind bis zum 18. August beim Magistrat sprechenden Betrage und einer fupfernen Medaille; die städti- bei sich, um die Rückreise zu bestreiten, die er sofort antrat. zu erheben. Neue Anmeldungen für Aufnahme in die Listen sind nicht schen Preise gewähren die Summe von 225 M. Für sieben Der betrogene Betrüger vermag der Polizei nicht anzugeben, mehr zulässig. Die Auslegung der Listen erfolgt: 1. für die Wahl- Preise waren also feine Bearbeitungen eingegangen. Sollte der wann und wo ihm die namhafte Summe entwendet worden ist. bezirke 1-4- mit Ausschluß des Wahlbezirks 3 für Arbeitnehmer Mangel an Zeit, sich der Lösung von Preisaufgaben hinzugeben, -im Wahlbureau Poftstr. 16. Außerdem liegen daselbst sämmtliche etwa mit dem Bierboykott zusammenhängen? Unsere akademische einem Vergnügungslokal der Hafenhaide ein junger Mann lebensDurch unsinniges Schaukeln zog sich am Sonntag in Originalanmeldungen für die zur Wahl stehenden Bezirke aus; Jugend muß jetzt allerdings noch mehr als sonst sich bemühen, gefährliche Verlegungen zu. Wiederholt hatte ihn der Besitzer 2. für die Wahlbezirke 5 bis 11 in der Turnhalle Tempelhofer den Roefice herauszusaufen. Nicht unwichtig erscheint es uns der Schaufel gewarnt, da diese fast überzuschlagen drohte, als Ufer 2( ausschließlich des Wahlbezirks 9 für Arbeitgeber und des bei dieser Gelegenheit auf die Thatsache hinzuweisen, daß die der junge Mann plöglich herausstürzte und im Falle noch von Wahlbezirks 10 für Arbeitnehmer). 3. für die Wahlbezirke 17 bis Stadt Berlin pro Kopf dieser hoffnungsvollen Jünglinge im der schwingenden Schaufel getroffen wurde. Er wurde 21 in der Turnhalle Schmidtstr. 38, mit Ausschluß des Wahl Jahr 176 M. bezahlt, während auf den Kopf eines Volksschülers scheinend leblos mittelst Droschte nach dem Urban- Krankenhause bezirks 19 für Arbeitgeber-; 4. für die Wahlbezirke 12 bis 16 nur 64 M. kommen. geschafft, wo ein zweifacher Beinbruch, sowie ein Bruch des in der Turnhalle Skalitzerstr. 55/56- mit Ausschluß des Wahlbezirks 15 für Arbeitgeber und des Wahlbezirks 16 für Die Havelufer haben die Eigenthümlichkeit, daß sie Schädels festgestellt wurde. Die Aussicht auf Wiederherstellung Arbeitnehmern-; 5. für die Wahlbezirke 22 bis 29 sich, namentlich an den seeartigen Einbuchtungen, fortgesetzt des Verunglückten soll nur gering sein. in der Turnhalle, Strausbergerstraße 9, durch Anschwemmungen erweitern. Die Besizer von Havelmit Ausschluß leber 5 vermißte Personen wird berichtet: Seit etwa des Wahlbezirks 24 für Arbeitgeber und der Wahlbezirke 22, 24 Grundstücken zwischen Spandau und Potsdam machen sich diese 14 Tagen ist der achtjährige Knabe Paul Arzt, der in der und 25 für Arbeitnehmer- 6. für die Wahlbezirke 30 bis Eigenſchaft des Fluſſes zu Nuze. Indem sie der Natur durch Brandenburgstr. 5 bei den Eltern wohnte, verschwunden. Der 34 in der Turnhalle Gipsstr. 23a, mit Ausschluß der Wahl- die Kunst nachhelfen, vergrößern sie ihr Eigenthum nach nnd Junge foll Galdsendungen für seinen Bater einkaffirt haben. Er bezirks 33 für Arbeitgeber und der Wahlbezirke 31 und 34 für nach ganz beträchtlich. Sehr eifersüchtig wachen hierüber nun Junge soll Geldsendungen für seinen Bater einkassirt haben. Er trägt ein blaues Jacket. Am 28. v. Mts. entfernte sich das Arbeitnehmer-; 7. für die Wahlbezirke 35 bis 37 in des Turn- die Fischer von Pichelsdorf und Tiefwerder, die sich durch die 18jährige Mädchen Margarethe Herrmann aus der Stegliterhalle Kastanien- Allee 82; 8. für die Wahlbezirke 38, 41 und 42 ferveränderungen in ihren Fischereigerechtsamen benachtheiligt straße 34 belegenen Wohnung, ohne daß sein Verbleib bisher zu in der Turnhalle Bankstr. 7/8; 9) für die Wahlbezirke 59 und 40 Stücke in der Regel gleich mittels Bollwert und vernichten da- schwarzen Rock, eine rothpunktirte Blouse, einen Strohhut mit fühlen.. Denn die Eigenthümer befestigen die angeschwemmten ermitteln war. Es ist blond, von mittlerer Gestalt, trug einen in der Turnhalle Turmstr. 86. Bemerkt sei noch, daß in den vorstehend ausgeschlossenen Wahlbezirken und zwar: Nr. 9, 15, durch werthvolle Laichstätten. Wo die Fischer solche Land- rothem Bande, hohe Knöpfftiefel und schwarze Strümpfe. Ferner 19, 23 und 24 für Arbeitgeber, Nr. 3, 10, 16, 22, 24, 25, 31 und erweiterungen wahrnehmen, treten sie mit Forderungen hervor, wird seit dem 81. v. M. der 17 Jahre alte Lehrling Otto Kelm, 34 für Arbeitnehmer in diesem Jahre Ergänzungswahlen nicht und da sie gutwillig meist nichts erhalten, beschreiten sie den der in der Dresdenerstr. 61 bei Corasser wohnte, gesucht. Er ist Klageweg, der bisher zu ihren Gunsten ausgefallen ist. Von einem Besitzer in Gatow haben sie 1000 m. aus solcher Klage und trug einen grauen Rock, ein gelbliches Beinkleid, einen blond, hat blaue Augen, eine fräftige Gestalt, ein volles Gesicht Zum Fall Patschowsky. Der Nachricht, daß die Leichen erhalten. Inzwischen sind sie gegen Willenbesizer am Wannsee weichen grauen Filzhut und schwarze Zeugschuhe. Am 22. d. M. der Familie Patschowsky vom Staatsanwalt freigegeben aus gleichem Anlaß vorgegangen. worden seien und demnächst der Erde übergeben werden würden, verschwand der 18jährige Schlosserlehrling Ernst Koch aus dem hatten wir folgende Bemerkung beigefügt: Damit hat der Mit der probeweisen Einführung des elektrischen Straßen- Hause Waßmannstr. 15. Er ist schlank, hat ein länglich geformtes sensationelle" Fall für die bürgerliche Gesellschaft seinen Reiz bahnbetriebes durch die Große Berliner Pferdebahn Gesellschaft Gesicht, duntles Haar, trug ein dunkel farrirtes Winterjacket verloren, bald wird er vergessen sein. Eine Lehre wird sie scheint es noch gute Weile zu haben. Bisher befinden sich nun mit Wefte, eine graugestreifte Hose und einen schwarzen daraus ebenso wenig ziehen, als( aus dem Falle Seeger und drei derartige Wagen im Bau, und die Arbeiten an denselben steifen Hut. ähnlichen." schreiten so langsam vorwärts, daß die Beendigung noch garnicht Mißlungener Naubanfall. Der Schlächtermeister Barta Dieser Satz findet natürlich nicht den Beifall der„ Bresl. abzusehen ist. Für die Bauarbeiten zur Ueberführung der in Brig befand sich neulich Abends in einem dortigen Restaurant Morgen- 3tg."; fie tabelt unser Bestreben, aus jedem Ereignis Pferdebahngeleise über die Linden werden jetzt die Nachtstunden und zog dabei im Laufe des Gespräches seine 2000 M. in Kasseneine Moral zu ungunsten der bürgerlichen Gesellschaft herauszu- in Anspruch genommen; fertig gestellt sind bereits die Anschlüsse scheinen enthaltende Brieftasche hervor, um dem Wirth dieselbe destilliren". Wir hatten gefchrieben den Fall Patschowsky und Neue Promenade", am Museum und der eisernen Brücke und zu zeigen. Als er bald darauf das Lokal verließ, wurde B. in ähnliche"; der Breslauer Morgen Zeitung" beliebt die Strecke am tgl. Opernhause bis Französische Straße. Für der Chauffeestraße von drei Männern, die gleichfalls im Lokal es uns unterzuschieben, wir müßten damit den die Vorstellungen im Opernhause, und zwar alltäglich nach gewesen und das Geld gesehen hatten, angerempelt und plöglich Fall Konrad gemeint haben. Dieser ermordete be- Schluß der Vorstellungen, werden von dort besondere überfallen, wobei einer der Angreifer die Brieftasche zu erlangen kanntlich seine ganze Familie, um frei zu sein und wieder Theaterwagen in den Richtungen nach dem Wedding, suchte. B. wehrte sich jedoch aus Leibeskräften und rief um heirathen zu können. Sodann zieht das freisinnige Blatt einen Schöneberg und Kreuzberg abgelassen werden; zu diesem Zwecke Hilfe, worauf ein Gemeindediener herbeieilte und dem UeberFall Schaaf an; hier handelt es sich um einen Bau- Unter- find bei Anlage der Geleise am Opernhause besondere Weichen fallenen Beistand leistete. Die drei Räuber ergriffen nunmehr nehmer, der durch falsche Spekulationen sein ganzes Vermögen gelegt worden. eiligst die Flucht und entkamen. stattfinden. = " = -verloren hat und seine Familie und sich nun umbringt. Es ist Spurlos verschwunden ist seit Sonnabend, den 28. Juli das in der That eine Beweisführung, die an Rühnheit nichts zu d. J., früh 1/29 Uhr, Frieda, die geistesschwache 19jährige Tochter Gastwirthschaft am Schlesischen Bahnhof ein in der Nacht dort Polizeibericht. Am 4. d. M. früh wurde im Abtritt einer wünschen übrig läßt. Das Blatt zitirt eine Begebenheit, die, des Schuldieners A. Kubbe hier, Barutherstr. 20. Da felbige wie es mit vollem Rechte sagt, mit der erstgenannten nichts trotz aller Bemühungen bis jetzt noch nicht aufgefunden ist, wird zugereifter unbekannter Mann mit durchschnittenem Halfe todt aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Nachähnliches" gemein hat. Dann werden noch die Fälle G a st und jeder höflichst gebeten, falls felbige angetroffen wird, fie nachmittags verübte ein Handwerker auf dem Flur des Grundstücks Geeger angeführt und gefagt:„ Auch hier waren die dem nächsten Polizeirevier oder nach oben genannter Wohnung Markgrafenftr. 53/54 dadurch großen Unfug, daß er einen geLebensmüden Leute die, durch ungünstige wirthschaftliche Ver- zu befördern. Sie ist von mittlerer Statur, war mit schwarz und ladenen Revolver abschoß. hältnisse in die bitterste Noth gerathen." Ja, was glaubt blau- farrirtem Rock, weiß und blau gestreifter Blouse, schwarzen Arbeiter auf dem Boden eines Hauses, in der Pantstraße, erhängt Am 5. d. M. Morgens wurde ein denn das Breslauer Blatt, was wir anderes gemeint haben Strümpfen, halben Schuhen und blaudruck Küchenschürze bekleidet, vorgefunden. In der Fennstraße fand eine Schlägerei statt, fönnten, als die wirthschaftlichen Verhältnisse, durch welche die hatte goldene Dollar- Ohrringe und Broche, ein am Sammetband bei der zwei Personen durch Messerstiche verlegt wurden. Morde und Selbstmorde gezeitigt werden? Gerade dieſe find befestigtes Medaillon, sowie einen Handforb bei sich, sie war Im Luisenstädtischen Kanal, an der Adalbertbrücke, wurde die es, die den Handwerker Seeger, die auch die Familie Patschowsky jedoch ohne Kopfbedeckung. Eine runde Narbe im Genick dürfte Reiche eines Mädchens angeschwemmt. Vormittags in den Tod getrieben. Der lettere Fall liegt nach der Bres- als besonderes Erkennungszeichen dienen. lauerin anders. Hier sei lediglich die unheilbare Krankwurde auf der Stadtbahn, zwischen dem Bahnhof Friedrichs heit die Ursache gewesen, die den P. veranlaßte, aus In seinem Berufe zu Tode gekommen ist am Sonntag straße und dem Lehrter Bahnhof, ein Lokomotivheizer ge= dem Leben zu scheiden. Aus demselben Grunde habe sich auch Vormittag etwa um 10 Uhr ein Maschinenführer, der mit einem tödtet. Anscheinend ist er, während er sich über seine Maschine die Frau entschlossen zu sterben. Das ist nur zum Theil Stadtbahnzuge zwischen den Haltestellen Bahnhof Friedrichstraße hinauslehnte, durch die Lokomotive eines entgegenkommenden In der Gartenrichtig. Wenn auch P. selbst durch die Krankheit lebensmüde und Lehrter Bahnhof fuhr. Etwa in Höhe der Charitee lehnte Buges erfaßt und herabgeschleudert worden. geworden, so hätte noch kein Grund vorgelegen, die ganze Familie er sich aus der Maschine heraus, als ein zweiter Bug heran- traße gerieth Nachmittags ein Schlosserlehrling unter die Räder mit in den Tod zu nehmen, wenn er sich nicht mit Recht sagen braufte und ihm den Hinterkopf zerschmetterte. Während der einer Droschte und wurde so erheblich verlegt, daß seine Uebermußte, daß in der heutigen Gesellschaft für schwächliche Frauen Körper herunterfiel, floß das ganze Gehirn aus der weiten führung in das Krankenhaus erforderlich wurde. und Kinder kein Play; finden ja nicht einmal alle Arbeitsfähigen Deffnung des Schädels heraus in den Sand. Der Tod muß Schlesischen Thor wurde Abends ein Arbeiter durch einen In der ihr Brot. Und für die Krankheiten selbst wollen wir allerdings, augenblicklich eingetreten sein und wurde von einem aus der Kremser überfahren und am Fuße schwer verletzt. so sehr sich die Breslauer Morgen- Beitung" über unsere ver- Charitee herbeigerufenen Arzt festgestellt. Im Fallen gerieth der Nacht zum 6. d. M. stürzte sich ein Mann aus dem Fenster wegene Phantaste" erschrickt, die bürgerliche Gesellschaft verant unglückliche Beamte noch mit dem rechten Fuße unter den Zug, feiner im ersten Stock belegenen Wohnung, in der Linienstraße, wortlich machen. Im Gegensatz zu genanntem Organ sind wir sodaß die Zehen abgequetscht und der mittlere Theil des Fußes auf den Hof hinab und zog sich eine Gehirnerschütterung zu. ferner überzeugt, daß dem sozialdemokratischen Zukunftsstaate" die germalmt wurde. Der Name des Verunglückten, der eine zahl- Am 5. b. M. früh entstand auf dem Grundstück Köpenickerstraße 96/97, in Keller's Restaurant, Feuer, welches den Tunnel, Batschowsky erspart bleiben werden und die Fälle Schaaf, Gast reiche Familie hinterlassen soll, war nicht gleich bekannt. mit vollem Inhalt, sowie die Treppen zu den oberen Sälen, und Seeger auch. Fenster und Thüren vernichtete. Zwei Kellner mußten mit Satenleitern heruntergeholt werden. Außerdem fanden zwei fleine Brände statt. Ein sehr tüftelicher Rechtsstreit dürfte nächstens zum Austrag zu bringen sein. Zum Friseur und Berrückenmacher Schneider, Pallisadenstraße 19, fam dieser Tage ein fleiner 7lähriger Knabe, der, die ihm zu diesem Zweck mitgegebenen zehn Pfennig abgebend, das Haar geschnitten haben wollte. Der Herr Junungsmeister fam diesem Verlangen nach, lieferte dabei aber einen eigenartigen Befäbigungsnachweis. Er schnitt dem Knaben nur das Haar aus der Mitte heraus, während er den Rest stehen ließ, worauf er ihn nach Hause sandte mit dem Bemerken, daß er für 10 Pfennig Haare abgeschnitten habe. Auch die Einwendungen des Baters blieben fruchtlos. Da der so verunzirte Knabe auf der Straße und in der Schule ausgespottet wird, sind die Eltern begreiflicher Weise sehr aufgebracht und wollen, wie wir hören, gerichtlich vorgehen. Es wird sich nun um die Rechtsfrage handeln, ob hier nicht etwa Nöthigung oder Erpressung feitens des Friseurs vorliegt. Witterungsübersicht vom 6. August 1894. Zum Schöneberger Morde war die Ansicht ausgesprochen, daß es sich nicht um einen Raubmord an der Frau Lange handle, als vielmehr nur auf ein Verbrechen wider die Sittlichkeit ab gesehen gewesen sei. Dafür habe der Umstand gesprochen, daß die Geldtasche mit etwa 5 M. Inhalt noch bei der Leiche vorgefunden worden sei. Wie jest aber mitgetheilt wird, nimmt die Kriminalpolizei an, daß der Thäter bei der Beraubung seines Opfers gestört worden sei, da er sonst wohl außer dem Trauring auch die Geldtasche mitgenommen haben würde. Für das Vorbandensein eines anderen Beweggrundes haben die Ermittelungen feinen Anhalt ergeben. Soweit sich die Sachlage bisher übersehen läßt, ist der verhaftete Schloffer Meyte ziemlich stark belastet. Indessen ist immer noch eine erhebliche Lücke insofern vorhanden, als Meyte noch nicht hat in Verbindung gebracht Swinemünde werden können mit dem Mann, der eine halbe Stunde nach Ver. Hamburg übung der That den geraubten Trauring in zwei Juwelierläden Berlin.. in den Potsdamer- und Leipzigerstraße zum Kauf angeboten Wiesbaden. beziv. für 2,50 m. verkauft hat. München Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 762 SW 764 765 764 SW MSM Still 767 Wien Haparanda 767 Still 751 760 757 753 759 (-2111121232 Wetter woltig Dunst halb bedeckt woltenlos wolkenlos Am Temperatur 5° C.= 4° R.) TARAKOO( nach Celsius 19 16 18 17 18 wolfenlos 16 heiter 16 bedeckt 15 beiter 14 halb bedeckt wolfenlos 15 19 Auch ein Anarchist. Der in der Steinmetzstraße zu Rixdorf wohnhafte Sattler Karl G. liebt es, sich allenthalben als Diebstähle in Bade- Anstalten gehören während der BadeAnarchist" aufzuspielen, was ihn schließlich so weit gebracht ſaiſon augenblicklich zur Tagesordnung, sodaß eine Warnung fehr Betersburg hat, daß er auf die fire Idee verfallen ist, er müsse als An- am Plate sein dürfte. Ein derartiger Diebstahl wird uns vom archist blutige Thaten verrichten. Um dies zu verwirklichen, vorgeftrigen Tage aus der Bade- Anstalt am Halenfee gemeldet. Der Aberdeen schnitt er dieser Tage seinen zahlreichen Kanarienvögeln die betreffende Langfinger, der sich selbst als Badegast in der beBaris Rüpfe ab, tödtete dann in gleicher Weise die in einem Aquarium treffenden Anstalt befunden und dadurch aufgefallen war, daß er befindlichen Fische, worauf er fänimtliche Blumentöpfe zerstörte. nach Beendigung des Bades in angekleidetem Zustande sich noch Witterung in Deutschland am 6. Angust, 8 Uhr Morgens. Nicht genug damit, zerschlug er hierauf sein sämmtliches In. längere Zeit in der Anstalt zu thun machte, hatte die Gelegen In ganz Deutschland hat seit vorgestern eine allmälige Zus ventar, sodaß die Wohnung einen unbeschreiblichen Anblick der heit benugt, eine offen gelassene Badezelle zu betreten und ausnahme des Luftdruckes stattgefunden. Jm Süden ist ruhiges, Verwüstung bot. Nachdem alles zertrümmert war, verließ G. derselben Uhr und Kette eines anderen Gastes zu stehlen. Der trockenes und überall heiteres Wetter eingetreten; in Norddie Wohnung und ist seitdem spurlos verschwunden. Hoffentlich Diebstahl war sofort bemerkt worden und der Dieb wurde un- deutschland aber herrscht bei mäßigen füdlichen Winden noch be wird der Geistesgestörte durch Unterbringung in eine Heilanstalt mittelbar vor dem Wirthshaus am Halensee eingeholt und fest wölftec Himmel vor und an der Nordsee fällt etwas Regen. Die bald unschädlich gemacht werden. genommen. Nach anfänglichem Leugnen räumte er den Diebstahl Temperatur ist größtentheils etwas gestiegen und erreichte heute ein und erfolgte darauf seine Verhaftung und Ueberführung nach Morgen zu Mülhausen i. E., Karlsruhe und Neufahrwasser 200 dem Amtslokal in Wilmersdorf. Celsius; am niedrigsten ist sie an der Nordsee( Keitum auf Sylt 15° Celsius). Wetter- Prognose für Dienstag, den 7. Auguft 1894. Borwiegend heiteres, sehr warmes Wetter mit mäßigen, füde östlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken, Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. Vom Fleiß unserer Akademiker. Die Berliner Universität beging am Freitag in den herkömmlichen Formen ihren Stiftungstag und zugleich den Geburtstag ihres Begründers, Zwei Unholde, die sich in scheußlichster Weise an Kindern Rönig Friedrich Wilhelms III. In Vertretung des zur Jubel vergangen, sind am Sonnabend resp. Sonntag in Rigdorf verhaftet feier in Halle weilenden Rektors Weinhold und des seit dem worden. Im ersten Fall handelt es sich um den Arbeiter Ernst 1. August beurlaubten Prorektors Prof. Rudolf Birchow hielt Jandke, welcher in der Bergstraße 135 mit der unverehelichten Die Feftrede der Direktor der Sternwarte Geh. Rath Wilhelm Müller in wilder Ghe lebt. Die Müller muß gegenwärtig Förster. An die Nede schloß sich die Verlesung der Urtheile über eine Gefängnißfirafe verbüßen und diese Gelegenheit benutzte Die eingereichten Preisarbeiten. In der theologischen Fakultät Jandke, um gegen die 12 beziehungsweise 18 Jahr alten errang unter fünf Bewerbern den königlichen Preis Arthur Töchter seiner Geliebten schwere Sittlichkeitsverbrechen zu Hirsch aus Kosten( Posen). Für den diesjährigen städtischen begehen. Seit einigen Tagen wagten sich die armen Ge Preis war feine Bearbeitung eingegangen; den vom vorigen schöpfe garnicht mehr in die elterliche Wohnung und kampirten Jahre gebliebenen städtischen Preis erhielt Karl Beth aus im Freien; dies fiel den Nachbaren auf, die Kinder wurden be- Gespannen ausgeübten Gewerbebetrieb hat der Ferien- Straffenat Stendal. Die Juristen- Fakultät verlieh den königlichen Preis fragt und zögernd erzählten sie, daß Jandke sie mit Erwürgen des Kammergerichts in der Revisionsinstanz anläßlich einer gegen dem stud. jur. Dr. phil. Paul Meyer- Hamburg. Der städtische bedroht, falls sie ihm nicht zu Willen seien. Der Unhold wurde die Gebr. Bolle als Leiter der bekannten hiesigen Molkerei erPreis hat keine Bearbeitung gefunden. In der medi sofort verhaftet. Im zweiten Fall handelt es sich um den in hobenen Anklage eine wichtige grundsägliche Entscheidung gefällt, zinischen Fakultät find sämmtliche drei Aufgaben, darunter Briz in der Chauſſeeſtr. 24 wohnenden Maurer Karl Stein; welcher folgender Thatbestand zu grunde liegt. Bekanntlich zwei für den föniglichen und eine für den städtischen Preis, ohne derselbe hat sich bereits seit einem Jahr gegen seine schwach- könnnen die Bolle'schen Kutscher von 7 bis 10 Uhr Vormittags Bearbeitung geblieben. Die philosophische Fakultät hatte vier finnige 12jährige Stieftochter in gröblichster Weise vergangen und von 12 bis 2 Uhr Nachmittags die Milch ausbieten, worauf Aufgaben gestellt. Die philosophische Aufgabe fand drei Be- und die Recherchen der Behörde förderten geradezu entfeßliche sie sich mit ihren Gefährten nach Hause begeben. Die Anklage= werber, von denen eine öffentliche Belobigung zu Theil wurde Zustände zu Tage. St. wurde heute auf einem Berliner Neubau behörde ist nun aber der Ansicht, daß die Kutscher dadurch, daß den stud. phil. Walther Ramm- Berlin und Wilhelm Bauer aus verhaftet. sie die Wagen mit den Milchreften nach 10 Uhr nach Hause Zur Sonntagsruhe bei Bolle. In bezug auf den mit Höchst a. Rh. Die historische Aufgabe blieb ohne Bearbeitung. Selbst gestellt hat sich der Polizei der Buchhalter Hoff- fahren, in einer dem Gesetz über die Sonntagsruhe zuwider Für die philologische erhielt den Preis Paul von Winterfeld aus mann, welcher vor einigen Tagen wegen Verübung von Ur- laufenden Weise beschäftigt würden, und veranlaßte darauf Thünwalde in Westpreußen. Das zum zweiten Mal aus- tundenfälschungen und Unterschlagung flüchtig geworden war. in zwei Fällen die Anklage gegen die Herren B., welche in erster geschriebene physikalische Thema fand wieder keine Bewerber. Der Defraudant, welcher bei einem hiesigen Brunnenmacher an Instanz zwar freigesprochen, von der Straffammer aber im " Meserik. 1. Nein. 2. Ja. 3. Das Gericht, in dessen BeR. 2. 240. Wie es scheint ja; fprechen Sie zwischen Kuhlke. Ihre Kündigung ist rechtzeitig. Fordern Sie den Wirth auf, die Rechtmäßigkeit Ihrer Kündigung anzuerkennen, eventuell verklagen Sie ihn, Sie unbehindert ziehen zu lassen. $. St. 24. Sie sind dazu verpflichtet. Sinne der Anflage zu je 3 M. Strafe verurtheilt wurden. Die sondern auf die Schulen gebraucht habe, eine Behauptung, die I hiergegen eingelegte Revision, welche auf die Widersprüche in durch das Zeugniß des Polizeilieutenants, der die Versammlung zirk der Betreffende zuleßt gewohnt hat. den einzelnen Bestimmungen und darauf hinwies, daß ein vom überwacht hatte, als widerlegt erachtet wurde. Während der Wagen bis zu einer bestimmten Frist gestatteter Verkauf doch die Staatsanwalt eine Woche Gefängniß beantragte, erkannte der 12 und 1 Uhr vor. selbstverständliche Boraussetzung habe, daß der Wagen dann nach Gerichtshof auf einen Monat. Der Angeflagte habe die Hause gebracht werden müsse, und daß darin nicht mehr die evangelische Kirche durch den Ausdruck Berdummungsanstalt" Ausübung eines Handelsgewerbebetriebes läge, wurde nach län nicht nur herabgewürdigt, sondern auch beschimpft, welches um gerer Berathung vom Senat zurückgewiesen. Dieser nahm an, so härter anzusehen sei, da Frauen und Kinder in der Bersanimdaß die Kutscher Gehilfen im Handelsgewerbe seien und also an lung anwesend waren. den Sonn- und Festtagen nicht länger als fünf Stunden beschäftigt werden dürften. Anderenfalls seien die Wagen nicht von diesen, sondern von anderen Personen zurückzubefördern. machte, Versammlungen. Fischer, Maurer, Thaerstr. 42. Schulz, Stucateur, Weidenweg 5. Thamm, Zimmerer, Puttbuserstr. 46. Thieme, Töpfer, Ruppinerstr. 4. Räuter, Dachdecker, Ruppinerstr. 37. Hünicke, Glaser, Oppelnerstr. 1. Delert, Steinmetz, Rigdorf, Biethen straße 32. Buchmann, Steinmez, Willibald- Alexisstr. 39. Dermischtes: W. K., D. H. 41. Sprechen Sie zwischen 12 u. 1 Uhr vor. Zionskirchstraße Schriftliche Antwort zu ertheilen lehnen wir ab. Wenn Sie auf grund einer Bescheinigung, daß Ihnen wegen Wahrnehmung des Termins 4 M. vom Gehalt abgezogen werden würden, 4 M. Zeugengebühr erhalten haben, so haben Sie die 4 M. zurückzuerstatten, wenn Ihnen das Gehalt unverkürzt ausgezahlt ist. Die Gerichtskaffe ist also im Recht. 333. Nein. F. K. I. W. wohnt Oranienſtr. 65 I. Haupt. Ihr Eingesandt eignet sich nicht für den redaktionellen Theil. Wenn Sie die Aufnahme wünschen, so geben Sie es als Annonce auf. 2. H. 99. Nein: Sie haften für voreheliche Schulden Ihrer Frau nicht. Töpfer. Wenn Sie Ihren Bericht erst nach zwei Wochen einBerciu zur Regelung der gewerblichen Interessen der senden, so muß er doch für Sie wenig Werth haben. Für die Zukunft sehen wir von der Veröffentlichung solcher Berichte ab. Mehrere Arbeiter aus der Grünstraße. Wir glauben doch ziemlich deutlich gewesen zu sein. Sie werden nur irritirt durch das Plus, welches entstanden ist von Oftober 98 bis Mai 94. J. J. Lohnbeschlagnahme ist wegen Alimentenforderung der Ehefrau oder der ehelichen Kinder, nicht für solche der unehelichen Kinder zulässig. A. D. Sprechen Sie mit den Verträgen zwischen 12 und Boß 26. Ja. 45. Nein. W, S. Richtig ist, zu zahlen. ,, Volkswacht", Breslau. Wir empfehlen prinzipiell blos literarische Erscheinungen, die uns vorliegen. Die romantische Betrugsgeschichte, welche durch die Angelegenheit des Zeremonienmeisters v. Roze gezeitigt worden ist, Eine öffentliche Sigung für sämmtliche Gewert beschäftigte gestern die 138. Abtheilung des Schöffengerichts. Aus chaften des Baugewerbes tagte am 2. August im Lokal der Untersuchungshaft wurden der Buchhalter Otto Schmidt des Herrn F. Wilke, Andreasstr. 26, mit folgender Tagesordnung: und der Kellner Jakob 3euner vorgeführt. Der erstere, Das gemeinsame Vorgehen sämmtlicher zum Baugewerbe gehören- 9999. Sie können nur auf Zahlung des Preises für den österreichischer Unterthan, ist mehrmals wegen Eigenthums: den Gewertschaften gegen das Submissionswesen im Baugewerbe. Anzug, nicht auf Rückgabe flagen, da der Anzug verkauft ist. vergehens vorbestraft, er soll die Seele des verschmitten Planes Vertreten waren die Maurer, Zimmerer, Töpfer, Glaser, Dach- F. G. 17. Wie schon so häufig, fönnen wir auch ihnen gewesen sein, während der bis dahin unbescholtene Zeuner von decker, Stuckateure und Steinmetzen. Der Genosse Keßler gegenüber nur den Rath wiederholen: unterschreiben Sie insihm als Werkzeug benutzt worden ist. Durch die Beweis: besprach in längeren Ausführungen die Schäden des Submissions besondere Agenten, Abzahlungsleuten u. f. w. gegenüber nichts, aufnahme wurde folgender Thatbestand festgestellt: Am Vor- wesens in Deutschland. Redner schilderte seine eigene Erfahrung was Sie nicht genau durchgelesen und wenn Sie nicht Abschrift mittage des 10. Juli, wenige Tage nachdem Herr v. Kotze aus als Regierungs- Baumeister. So seien in Westpreußen unter genommen haben. Durch Ihre Unterschrift haben Sie sich rechtsder Haft entlassen war, meldete sich in dessen Wohnung in seiner Leitung die Arbeiten in Regie ausgeführt worden, giltig verpflichtet; da bleibt Ihnen jetzt nur übrig zu zahlen. Friedrichsfelde der Angeklagte Schmidt mit dem Vorgeben, daß und es hat sich dabei herausgestellt, daß ein bedeutender Vortheil Hochstädterstraße. Liegt der Fall eines nothwendigen geer wichtige Mittheilungen in betreff der Brief- Angelegenheit für die Stadtverwaltung erreicht würde. Die Petition, welche richtlichen Verkaufes vor, so fann der neue Käufer( auch ein zu machen habe. Schmidt wurde empfangen und da von der Freien Vereinigung der Maurer im Jahre 1889 an die Hypothekengläubiger) den Miethsvertrag por seinem Ablauf füner einen vertraueneriveckenden Eindruck Ter Miether muß dann nach Ablauf eines Vierteljahres Stadtverwaltung gerichtet wurde, aber erfolglos durch das Ver- digen. wurden feine überraschenden Enthüllungen mit Aufmerksamkeit entgegen- halten der freisinnigen Stadtverordneten geblieben ist, hätte seine leb- vom Ausgange desjenigen Quartals ab räumen, in dem der Vergenommen. Der Besucher erzählte, daß er eigentlich hafte Befürwortung. In der Diskussion tabelten sämmtliche Vertreter fauf geschehen ist. Der Miether hat auch das Recht, wenn ihm " Schmidt v. Berghold" heiße, aber es wegen seiner jetzigen der Gewerkschaften das Treiben der Unternehmer im Submissions- gekündigt worden, bereits mit Ablauf des Quartals zu räumen, Stellung für geeigneter halte, sich einfach„ Schmidt" zu nennen. wesen und beschlossen, nochmals durch eine Petition die Beseiti- in dem der Zuschlag erfolgt ist. Hat aber weder ein HypothekenEr sei Buchhalter im Höhn'schen Austernsalon, wo er merk- gung dieses Uebelstandes zu verlangen. Hierauf wurde eine gläubiger noch der neue Käufer gefündiggt, so hat der Miether würdige Entdeckungen gemacht habe. Schon seit längerer Zeit Kommission gewählt, welche fich mit dieser Angelegenheit ein- fein Recht, wegen des erfolgten Kaufs zu tündigen. Sie sind seien ihm zwei Gäfte aufgefallen, welche ftets in der Nische gehend beschäftigen soll. Ferner foll die gewählte Kommission da also nicht im Recht. $. Lad- ky. Druckreif sind ihre Gedichte nicht, die Sprache Nr. 8 Platz nahmen, die nur durch eine dünne Holzwand von für sorgen, daß in jeder Gewerkschaft, welche zur Baugruppe gehört, dem Raume getrennt sei, in welcher sich die Buchhalterei Versammlungen mit der Tagesordnung:" Das Submissionswesen" ist noch zu holprig, doch haben Sie etwas Geschick. Wir glauben befand. Die beiden Gäste seien in ihrem Aeußern einberufen werden. Andererseits soll aber auch die Herbei aber nicht, daß Sie auf diesem Gebiete je besonders Tüchtiges sehr verschieden gewesen, der eine habe den anderen schaffung geeigneten Materials lebhaft betrieben werden. Ge- leisten werden. ftets in unterwürfiger Weise„ Herr Graf" angeredet wählt wurden folgende Genossen: H. G., Buckau. D. B. wohnt in Berlin, Holzmarktstr. 8, Der Graf habe ein sehr vornehmes Auftreten gehabt, sein Bes Hof 4 Tr. M. W 122. Der Entschluß ist dem fönigl. Amtsgericht gleiter dagegen den Eindruck eines Jockey gemacht. Auffallend sei es gewesen, daß derselbe häufig die Kleidung wechselte und schriftlich mitzutheilen unter Angabe seines Namens, Standes, fich falscher Bärte bediente, um sich unfenntlich zu machen. Dieser der Wohnung und der Religion. Gast habe daher im Höhn'schen Lokale stets der„ Kotelettenmann" geheißen. Die beiden Gäste hätten stets nur im Flüsterton mit einSodann wurde von der Versammlung der Wunsch geäußert, ander gesprochen und geschwiegen, sowie ein Kellner den Raum be- daß diejenigen Gewerkschaften, welche nicht vertreten sind, aber trat. Er, Schmidt, fei neugierig geworden. Er habe in die Holz- dem Baugewerbe angehören, ersucht werden, bis zum 20. Auguft wand, die seinen Raum von der Nische Nr. 8 trennte, ein Loch dem Genossen Heinrich Fischer oder einem der Kommissionsgebohrt und durch dieses mit Auge und Ohr die beiden Gäste mitglieder die Mißstände mitzutheilen, die in ihrem Gewerbe beobachtet. Er habe gehört, daß viel von Briefen, vom Hofe plaß gegriffen haben, um auch diese in der Petition mit anzu und von Herrn v. Kotze die Rede war, er habe gesehen, daß die führen. beiden Herren sich eines Samowars bedienten, um mit Hilfe des ausströmenden Dampfes Briefe zu öffnen, welche dann auf einem mitgebrachten Stein lithographirt wurden. Aus den Ges sprächen habe der Lauscher vernommen, daß der„ Graf" sich leichtsinniger Weise in die Hände des Kotelettenmannes begeben Schwarze Baude. Mons, 4. August. In dem Prozesse habe und daß der legtere im Besitze von Briefen gegen eine Bande von Mördern und Räubern, genannt die fei, woraus hervorgehe, wer der Verfasser der der so Schwarze Bande des Centre", welche beschuldigt sind, das Eheviel besprochenen Schmähbriefe bei Hofe ſet. Gestern paar Gaube in dessen Hause bei Naast beraubt und getödtet und habe er nun ein Gespräch belauscht, welches ihn bewogen habe, das Haus in Brand gesteckt, sowie zahlreiche Bandendiebstähle den Besuch zu machen. Der Graf wie er erfahren habe, sei begangen zu haben, wurden die Hauptangeklagten Van Ham, es ein Graf Rohrscheidt aus Potsdam habe den Koteletten Delhour und Deumeunier zum Tode, Quevis zu 20 Jahren, 1 Uhr vor. mann aufgefordert, nunmehr die kompromittirenden Briefe Ballien und Lacroix zu 15 Jahren Zwangsarbeit, alle anderen heruuszugeben. Dieser habe auf eine Kouriertasche gezeigt, die Angeklagten zu mehr oder weniger schweren Gefängnißstrafen er unter seinem Rocke getragen und erwidert, daß die Briefe sich verurtheilt. Eine Frau Namens Smoos wurde freigesprochen. darin befänden, aber nur gegen 10 000 m. gäbe er sie heraus. Mord. Paris, 6. August. Der französische ForschungsEr wünsche auch, daß das Geschäft zum Abschluß komme, da ihm reisende Dutreuil- Derhins ist in Tibet ermordet worden. Der der Boden uuter den Füßen zu heiß werde. Der Graf französische Gesandte in Peting hat die Auslieferung der Leiche habe fich 48 Stunden Bedentzeit ausgebeten. Nun tomme es und der Papiere der Expedition verlangt. für Herrn v. Kotze darauf an, die Briefe des Cotelettenmannes" Brände. Roubaix, 5. Auguft. Eine Feuersbrunst zerin seinen Besitz zu bekommen, damit er seine Unschuld in betreff störte vergangene Nacht das hiesige Leihhaus. Der Schaden der Schmähbriese beweisen könne. Schmidt machte nun einen wird auf zwei Millionen geschätzt.-Petersburg, Vorschlag, der etwas sehr abenteuerlich flang. Der Coteletten- 5. Auguft. Die Nachricht, daß in Minst ein ganzes Stadtmann" wohne in einem Hotel in der Möckernstraße, er werde viertel durch eine Feuersbrunst zerstört worden sei, ist falsch; G. B. Die Erklärung des Austritts aus der Landeskirche dort von einem Angestellten des Schmidt beobachtet. Der letztere es sind acht Häuser und einige fleine Gebäude verbrannt. hat die vermögensrechtliche Wirkung, daß der Ausgetretene zu wollte nun am Nachmittage veranlassen, daß der Coteletten- Raubmord. Zittau, 3. Auguft. Die Staatsanwaltschaft den Kosten eines außerordentlichen Baues nur noch bis Ende mann die Bekanntschaft einer hübschen Dame aus der Baußen erläßt heute einen Steckbrief gegen den des Raubmords des auf die Austrittserklärung folgenden zweiten Kalenderjahres, Halbwelt, einer gewissen Elsa Lange, mache. die auf dem Töpfer verdächtigen Steinmetz Koegler, auf dessen Eru anderen Kosten der Kirchengemeinde nur noch bis Ende des Dame solle ihn betrunken machen und ihn nach dem Thiergarten greifung eine Belohnung von 500 M. ausgesetzt wird. auf die Austrittserklärung folgenden erften Kalender verschleppen und hier sollte dem Manne dann an einem verab= Cholera. Amsterdam, 4. Auguft. Ein vorgestern er jahres beizutragen hat. Leiftungen, die ohne Rücksicht redeten Orte die Tasche mit den Briefschaften von zwei schweren frantter hiesiger Einwohner verstarb heute an asiatischer Cholera. auf die Konfession des Besitzers bestimmten GrundJungen" mit Gewalt entrissen werden. So lauteten die Mit- In der Provinz Limburg tam gestern ein Cholerafall vor. stücken zu tragen sind( z. B. Kalenden, Kanon), hat auch theilungen und Vorschläge, welche der Angeklagte Schmidt dem Hüter der Sittlichkeit. Vill a ch( Kärnten), 8. August. der Ausgetretene zu tragen. Die Ihnen gegenüber erhobene Herrn v. Kotze machte. Der lettere wußte nicht, was Der Voff. 3." wird berichtet: Der Gemeinde- Ausschuß be Forderung ist demnach unberechtigt. er davon glauben sollte, .. 21. Die Hauptverträge der Stadt Berlin mit der er erwartete jeden Augen- schloß, infolge die Sittlichkeit verlegender Vorgänge im hiesigen blick seinen Berather, Rechtsanwalt Dr. Friedmann, Franziskanerkloster dahin zu wirken, daß die Franziskaner die Großen Berliner Pferdebahn- Aktiengesellschaft datiren vom Jahre und da er mit diesem erst Rücksprache nehmen Stadt verlassen müssen oder ihnen die Unterrichtsbewilligung 1880( abgedruckt im Verwaltungsbericht über die Jahre 1877 bis wollte, so bat er den Besucher, nach einer Stunde wiederzu- entzogen und den Schülern das Betreten des Klosters unter 1881 G. 248) und vom November 1884( abgedruckt im Vere tommen. Als Schmidt sich wieder einstellte, war Dr. Friedmann sagt wird. waltungsbericht 1882-1888 G. 251 des ersten Bandes). Eine bereits anwesend und von Herrn v. Kotze unterrichtet. Schmidt Einwirkung auf den Tarif hat sich die Stadt in diesen Verträgen leider nicht vorbehalten. wiederholte seine Erzählung. Dr. Friedmann war gegen den vorgeschlagenen räuberischen Ueberfall, worauf Schmidt erklärte, daß Elsa Lange die Briefe auch mit Lift in ihre Gewalt würde mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Batl bekommen können. Dr. Friedmann hatte zu der ganzen Ge schichte kein Vertrauen, auf die Bitte des Herrn v. Koze fand er sich aber doch bereit, mit Schmidt die Sache am Abend in seinem Bureau eingehend zu besprechen. Dr. Friedmann benutte die Zwischenzeit, dem Höhn'schen Restaurant einen Besuch abzustatten; er überzeugte sich, daß Schmidt die lokalen Ver hältnisse genau geschildert hatte. Als die Zeit der Konferenz herannahte, wurde ihm die Sache aber doch leid und da gerade ein Bekannter, der Privatier Rauch aus Desterreich bei ihm war, weihte er diesen in die Verhältnisse ein und bat ihn, an statt seiner mit Schmidt zu unterhandeln. Als Letztere erschien, machte er die überraschende Mittheilung, daß mit Hilfe der Elsa Lange bereits ein Theil der Briefe dem Koteletteninanne abgenommen sei. Ein Mann, der an einer bestimmten Stelle am Askanischen Plage stehe, werde sie gegen Entgelt abgeben. Rauch ging mit dem Angeklagten Schmidt. Sie trafen auch an dem genannten Blaze einen Mann Mitangeklagten Beuner welcher auf Befragen erklärte, daß er die Briefe im Tucher'schen Restaurant versteckt habe. Alle Drei begaben sich dorthin. Beuner führte sie nach dem Vorraum der Bedürfnißanstalt und nahm hier hinter dem Ofen, von alten Bündel Briefe Zeitungen bedeckt, Briefe hervor. Schmidt, welcher that, als fenne er den Zeuner nicht, fragte ihn, was er dafür haben wolle. Zeuner verlangte 500 m. Schmidt handelte und erzielte, daß Beuner 200 m. abließ. Aber erst das Geld, dann die Briefe!" hieß es. Rauch zahlte die 300 M. und nahm die Briefe in Empfang. Es waren Schriftftüde albernen Inhalts, wahrscheinlich von einem Frauenzimmer geschrieben, mit der von Koße'schen Angelegenheit hatten sie nicht das geringste zu thun. Die ganze Geschichte war eitel Schwindel. Das Gericht verurtheilte den Angeklagten Schmidt zu andert halb Jahren, den Angeklagten Zeuner zu fechs Monaten Gefängniß ein " der den Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Berichtigung. In der Sonntags Nummer muß es in der Notiz„ Von der Agitation" heißen:" Witten" statt„ Essen", und in der Notiz Chinesisches aus Deutschland":" BureaukratenMarotte" statt" Bureaukratie- Marotte". " Lobris. Es hieße für das Wurstblatt Reklame machen, wollten wir seiner im Vorwärts" erwähnen. 2. Sie fragen nach dem„ größten Schuft im ganzen Land". Ein Lefer des Vorwärts" hat nachstehenden Text entdeckt: Von allem Schlechten was da ist, " Was wühlt im Schlamm, was fraucht ih Mist, Voll Gift und Gall', voll Schmach und Schand', Das Schlecht'ste ist: der Denunziant. Wo Friede herrscht und Freude thront, Gemüthlichkeit und Frohsinn wohnt, Da ganz verborgen boshaft spannt Die Netze aus der Denunziant. Genau wird von ihm Buch geführt, Ein jedes Wort schnell aufnotirt. Gefälscht, gelogen, umgewandt Kalfattert's dann: der Denunziant. Er drängt in Freundeskreis sich ein, Steckt überall die Nas' hinein, Das heiligste Familienband Nichts schont der schuft'ge Denunziant. so lange geht vergiß es nichtSo Der Krug zum Brunnen, bis er bricht, Bis heimgeschickt, bedeckt mit Schand' Für alle Zeit: der Denunziant. R. H. Die Sache hat wenig Aussicht auf Erfolg. O. S. 55. Es ist seinerzeit wiederholt an dieser Stelle bie eigenthümliche Verwaltung des Vereins Zukunft" scharf be leuchtet und den Mitgliedern der Rath ertheilt, schleunigst schriftlich auszutreten. Haben Sie den Rath nicht befolgt, so müssen Sie nunmehr dem Klagebegehren entsprechen. an M. B., Brunnenstraße. Wenden Sie sich an die Buch handlung des Vorwärts", Beuthstr. 3. Theodor 65. 1. Sie können Mitglied bleiben. 2. Ja. Briefkaffen der Expedition. ein: B. A. Schl.-U. 0,50. Ueberschuß von ringfreiem Bier Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner Spandauerstr. 30, 2. Hof, 2. Woche 4,80. Wahlverein V 100,-. Verband der Porzellanarbeiter Berlin II. 10,- Ueberschuß der Dampferpartie des Rauchklubs" Ohne Zwang" 6. D. 3,-. ( inkl. 16 M. und 1,25 M. für 1 Freibillet 79,35. Fil. Luckenwalde der deutschen Maler u. verw. Berufsgenossen durch Scheller 10,-. W. H., Goldberg i. Schl. 1,-. Bei einem gemüthl. Beisammenf. einiger Militärmüßenarb. 6,80. Schlosser, Bellealliancestraße, 1,80. Geburtstagsfeier, Barnimstr. 44, 1,50. Möbl. Sandtute, Rixdorf 2, Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen, amerikanische Auktion bei Dobrik durch Luther 4,-. Herrmann, Krausenstraße 4,20. Ueberschuß von einer Landpartie 5,40. Frau Schwabe 40. Gef. auf dem Geburt tag eines rothen Bummelbruders, Beußelstraße 2,80. Für einen Herrentanz am 4. August durch Tanzlehrer Hartman 2,-. Privat- Theatergesellschaft Vineta 45,50. Angehender Genosse 0,50. Von den Kellnern des Reichsgartens" Friedenstraße 3,-. Staligerstr. 24a, Werkstatt Golz 2, Junere Puzer Bau Danzigerstraße 77, 7, Einige Zielbewußte von Buls 14, Tischlerei von Springer, Neu- Weißensee, 1. Rate, 11,80. Tischlerei von Otto Freienstein, Neu Weißensee 4,-. Mariendorf-, 60. Don Gesammelt Mitgliedern des Turnvereins Guten Muthes" 5,50. Rothe Kindtaufe, Hanau 4,20. Rothe Buchbinder aus der Grünstraße 20,-. Bon den rothen Malern bei Meister 5,70. Rottbus, gesammelt " in W. Höge's Restaurant 6,95. Bautischlerei von Ziehe, Schinkestraße Nr. 8/9, 3,80. Aus der Leipzigerstraße 2,15. Dies der neue Text eines alten Liedes. Er findet sich in Von den Arbeitern der Wallwaarenfabrik, Elisabeth- Ufer Wegen Beschimpfung der christlichen Kirche hatte sich der Nr. 146 der„ Berliner Freien Preffe" vom Jahre 1878-8,65. Ueberschuß einer Boltsversammlung in Weißenfee 1,70. gestern der Gerber Otto Reinhardt vor der siebenten Ferien- also aus einer Zeit, wo die Denunziantenfeuche aufs Heftigste Vom Sommernachtsfest der Gesangvereine Freiheitstlänge und Straftammer des Landgerichts zu verantworten. Der Angeklagte graffirte. Gerstenähre, Ertrag eines Rouplets 5,50. Zeugengebühren war in einer sozialdemokratischen Versammlung als Redner auf- Auftreicher, Schönholzerstr. 22. Dürfte sich besser für vom Landgericht erhalten, K. G. 2,65. Gürtler, Er hatte zum Austritt aus der Landeskirche auf Ihr Fachorgan eignen. getreten. 90, 3,45. Ritterstraße 90, Bierprozente der Drahtwaaren gefordert und behauptet, daß besonders in Berlin auf die Kinder O. 73. Wenn Sie im Miethsvertrage dem Wirth das Fabrik, Köpenickerstr. 109 a( 3. Rate), 4,70. Amerit. Auktion Der Dissidenten Zwangsmaßregeln angewendet würden. Dies Recht eingeräumt haben, bauliche Aenderungen vorzunehmen, so eines fleinkalibrigen 42 mm in Grünau, Diskutirklub„ Zeits feien Verdummungsanstalten. Wegen dieses Ausdrucs wurde obige fann der Wirth die Thür Restaurationszwecken entsprechend auch geist" 2,10. Anklage erhoben. Im Termine behauptete der Angeschuldigte, daß ohne Ihre Genehmigung ändern laffen, sonst nur mit Ihrer Summa 404,- M. Bereits quittirt 6152,58 M., in Summa 6556.58 M. er den beanstandeten Ausdruck nicht mit Bezug auf die Kirchen, Genehmigung. Nachricht, daß unser lieber Hugo im Sozialdemokratischer Wahlverein " Für den Inhalt der Inierate über Alter von 8 Jahren am 4. August nach für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis // Buchhandlung des Vorwärts". nimmt die Redaktion dem Vublikum langen Leiden sanft entschlafen ist. gegenüber keinerlei Verantwortung Hermann Schön, Schlosser, Theater. Dienstag, den 7. Auguft. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Rehdenz- Theater. Jugend. Bellealliance- Theater. Die Trom peter von Säckingen. Alexanderplat- Theater. botene Liebe. 2174b nebst Familie. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Dienstag, den 7. August, Abends 81/2 Uhr: General- Dersammlung im Lokale des Herrn Mähring, Admiralstr. 18c. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über seine Thätigkeit. 2. Abrechnung des Kassirers. 3. Vorstandswahl. 4. Vereinsangelegenheiten und eventuelle Anträge. 277/ 2* Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein er Julius Schüler für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. National Theater. Der Veilchen freffer. Apollo Theater. tafena. Lena BafanTheater Unter den Linden. Der Bettelstudent. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenNational- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Der Veilchenfresser. Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 3/2 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Bossen und Lustspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch: Im Garten großer Ring tampf zwischen Bech- Olsen u. Richard Nogat. Castan's Panoptikum. Hawaiische im Alter von 20 Jahren am 3. Auguft verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 7. August, Nachm. 4/2 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes im aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 237/4 Die Ortsverwaltung. Hierdurch allen Freunden, Kollegen und Verwandten die Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schloffer Berthold Eitelsberg am 4. August, Nachmittags 3 Uhr, nach furzen Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Dienstag, Nachmittags 5 Uhr, von der Haideſtr. 43 2189b aus nach dem alten Invaliden- Kirchhof, Scharnhorststraße, statt. Die trauernde Wittwe und Kinder. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Parteigenossen sagen wir unseren innigften Dank für die letzte Ehre, die sie unserem Bruder, Schwager und Sohn Albert Straad, erwiesen haben. 2182b Otto Beck nebit Frau. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. W. Billigste( Markthallen-) Preise bei ge= schmackvoller Ausführung. 279/1 " General- Versammlung am Dienstag, den 7. August, Abends 8 Uhr, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstraße Nr. 4a. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Bericht der 15er Kommission( Reorganisation des Wahlvereins). 3. Wahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Mittwoch, den 8. August 1894, Abends 8½ Uhr: Gr. Volksversammlung der zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Schriftstellers Schulz über: Die Bildungsbestrebungen Arbeiter und die Kunst". 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Frauen haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 50/8 Berlin SW., Beuth- Straße 2. Schriften über Anarhismus. Soeben erschienen: Anarchismus und Sozialismus Von G. plechanow. 84 S. Preis 40 Pf. Porto 5 Pf. Diese Schrift aus der Feder des be: tannten russischen Sozialisten, der unter den sozialistischen Schriftstellern zu den ersten Theoretitern zählt, dürfte gerade unter den augenblicklichen politischen Ver hältnissen ganz besonderes Interesse beanspruchen. Sie füllt in unserer Parteiliteratur eine längst empfundene Lücke aus. In meisterhafter Darstellung entwickelt Blechanow, ausgehend vom utopischen Sozialismus, die Auffassungsweise des wissenschaftlichen Sozialismus, präzisirt scharf den Gegensatz zwischen Sozialismus und Anarchismus, fowohl in prinzipieller wie taftischer Hinsicht, und giebt in ge drängter, aber durchaus übersichtlicher Form eine Geschichte und Kritik der anarchistischen Theorien an Hand der von den Aposteln des Anarchismus vorliegenden Schriften von Stirner, Proudhon, Bakunin angefangen bis herunter auf ihre Epigonen in der Gegenwart: Kraportin 2c. Das Schlußtapitel enthält eine glänzende Abfertigung der Verwerflichkeit und Schädlichkeit der sogenannten„ Propaganda der That". Internationales aus dem Achtung! Brauerei- Arbeiter. Achtung! Volksstaat"( 1871-75). Dienstag, den 7. August 1894, Abends 8 Uhr: Oeffentl. Versammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. 2. ArbeitsKönigs- Tänzerinnen. Die Beleidigung, welche ich gegen nachweis. 3. Diskussion. Der Araber Hassan Ali, der schwerste Mensch der Welt Armin- Hallen Herrn Ulbrich ausgesprochen, nehme E. Hannemann. ich zurück. Mittheilung. Infolge des verbreiteten falschen Gerüchts mache ich meinen werthen Gästen öffentlich bekannt, daß ich nur boykottKommandantenstraße Nr. 20. freies Bier ausschänke. Täglich: Frei- Konzert Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Üm zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommiffion. 91/2 Gauverein Berliner Bildhauer. 2188b Dienstag, 7. August, Abends 8, Uhr, im Restaur. Ehrenberg, Annenstr. 16: G. Eckert, Wienerstr. 52. Dampfmaschinenmeister zc. tönnen fich guten Nebenverdienst verschaffen. durch Nachweis von Roststäbelieferung. im schönen Natur Garten. Offert. an die Exped. des Vorwärts" = Säle. Vereinszimmer. Wer lehrt für Honorar gründlich Steinschriftzeichnen. Gefl. Off. Gräfe ftraße 11, 3 r. Schmidt. 2176b Die Beleidigung gegen den Gastwirth Herrn Kraah, Hussitenstr. 43, nehme ich zurück und erkläre ihn für einen Robitzky. Ehrenmann. Damenkleider fertigt von 8 M., Morgenröcke von 3,50 M. an unter Garantie des Gutfizens Fr. A. Strahl, Melchiorstr. 35. Daselbst können junge Mädchen die Schneiderei erlernen und ihre Garderobe selbst anfertigen. 2178b Ich warne jeden, meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen. Ernst Knobelsdorf, Ackerstr. 50. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, unter D. M. " 2186b E. gut erh. Tafeltlavier w. Abreise b. z. verk. Brandenburgstr. 27, v. II I. Schlafit., faub., für H., sep., Brandenburgstr. 74, v. 4 r. L 2153b Arbeitsmarkt. Reinliches Mädchen oder Wittwe ohne Anhang als Wirthschafterin zur Pflege eines Kindes von Jahren gesucht. Offerten unter Genosse St. 18 an Postamt 10. 2175b Suche Büffetierstelle. Raution tann gestellt werden. Zu erfr. bei Zimmer2181b mann, Nostizstr. 44. Karton Arbeiterinnen, nur geübte, verlangt M. Wolff, Neue Friedrich ftraße 48. 2180b Versammlung. Tages- Ordnung: 71/6 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Joh. Sassenbach über: Der christlich- soziale Staat der Jesuiten in Paraguay." 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Metallarbeiter! Mittwoch, den 8. August, Abends 8½ Uhr, öffentl. Versammlung fämmtlicher Werkstatt- Vertrauensleute der Metallarbeiter in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Zages Ordnung: # Der Agitations- und Unterstützungsfonds der Berliner Metallarbeiter und wie sollen die Sammlungen hierzu in Zukunft betrieben werden?" In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es die Pflicht eines jeden Vertrauensmannes pünktlich zu erscheinen. 174,5 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Tüchtige Belegerinnen u. Barod Achtung! An die Mitglieder des Bundes. vergolderinnen verlangen Neumann. Zum Frühschoppen in Schmargendorf, Warnemünderstraße im Hennig& Co., Goldleistenfabrit, Zeug. ,, Wirthshaus Schmargendorf"( Inhaber Friedrich), am Sonntag, den hofftr. 21. 42M 12. Auguft, ladet hiermit ein 65/5 Der Ausschuß. Einen Tubabläser sucht Musikver. Tauschke, Dienstags. Brunnenfr. 185, Frisch auf", Reichenbergerstr. 24, bei Frauen- und Mädchen- Bildungsverein " 2144b Verein der Plätterinnen und verwandten Berufsgenossen Berlins. Dienstag, den 7. August 1894, Abends 8 Uhr: Große Versammlung in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. Nr. 48 a. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Astor. 2. Diskussion. 3. Arrangiren wir in diesem Jahre eine Laffalle- Feier? 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! 287/4 Der Vorstand. Achtung! Verein der Bimmerer. des arbeitenden Volkes. Vereins- Versammlung am Mittwoch, den 8. August, Abends 8 Uhr, in Schmiedel's Fesisälen, Alte Jakobstr. 32. Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein über: " Hautpflege". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten. Frauen und Männer als Gäste willkommen. 118/9 Der Vorstand. Kartonarbeiter u. Arbeiterinnen. = Mittwoch, den 8. Auguft, Abends 8 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Nochmals die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Kartonbranche. Referent: Kollege Möglich. 2. Allgemeine Aussprache. 3. Verschiedenes. 74/6 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht. Abends 8 Uhr. Sonnabend, den 11. Auguft. Abends 8 Uhr. Achtung! Erftes Stiftungsfeft Schuhmacher! Der Einbernfer. Achtung! Dienstag, den 7. d. M., Abends, bei Feind, Weinstr. 11: Oeffentliche Versammlung der in der Schuh- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Frohe Hoffnnng" und der Boltshumoristen Heise, Schulz und Freudenberg. Die Feftrede hält Genosse Jahn. Die Musit wird ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern. Billets für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf. intl. Tanz sind zu haben bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern. in den Zahlstellen des Vereins und bei den 2. Komitee- Mitgliedern. 293/2 Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu der„ Gründung eines Industrie= Verbandes". Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Von Friedrich Engels. 72 S. Preis 30 Pf. Porto 5 Pf. Inhalt: I. Abermals Herr Vogt( 1871). II. Die Bakunisten an der Arbeit( 1873). III. Zwei Flüchtlings- Kundgebungen: a.Etne polnische Proflamation( 1874), b. Programm der blanquistischen Kommuneflüchtlinge. IV. Soziales aus Rußland( 1875). Nachwort hierzu 1894. Die Neuauflage der hier gesammelten Abhandlungen ist gerade im gegenwärtigen Moment von besonderem Interesse. Nament lich trifft das zu auf" Die Batunisten an der Arbeit und das Programm der blanquistischen Kommune- Flüchtlinge". In erfterem Auffage schildert Engels das schmähliche und die Intereffen der Arbeitertlaffe schädigende Treiben der Anarchisten und liefert in der Geschichte des 73 er Aufstandes in Spanien den Nachweis, wie die auch heute von einer gewiffen Seite immer wieder erhobene Forderung der Enthaltung vom politischen Kampf in der Praris stets darauf hinauslaufe, die Interessen der Bourgeoisie und der Reaktion zu fördern, und wie die Detlamationen vom allgemeinen Weltstreit auch in jenem spanischen Aufstande an den politisch- ökonomischen Thatfachen scheitern mußten. Ein Komplott gegen die Internationale Arbeiter- Noziation. Von Karl Marg. Uebersetzt von S. Rotosky. 119 S. Preis 40 Pf. Porto 5 Pf. Dieser, von Karl Marr im Auftrage bes Haager Kongreffes verfaßte und von Kotosty übersetzte Bericht über das Treiben Batunins ist zur Kenntniß der Geschichte arbeiter der Internationale und des schädigenden Treibens des Begründers der anarchistischen Revolutionsphrasen unentbehrlich. Protokoll des St. Galler Parteitages. Preis 25 Pf. Porto 3 Pf. Der 6. Punkt der Tagesordnung dieses Parteitages bes legten unter dem Sozialistengesetz war bekanntlich: Das Verhältniß der Sozialdemokratie m den Anarchisten. Das Protokoll enthält das ausführliche Referat über Sieb: tnecht's glänzende Nede und die nach: folgende Distuffion zeigt, wie die Partei fchon damals, 1887, prinzipiell und taftisch die Scheidelinie gegen die Anarchisten zog und dies in einer flaren Resolution mit allen gegen zwei Stimmen deutlich aussprach. Leipziger Hochverraths- Prozeß wider Bebel, Liebknecht, Hepner. Mit historischer Einleitung v.W.Liebknecht Neue Ausgabe in 20 Lieferungen à 20 Pfg. Das Wert ist ein unentbehrItches Quellenwert zur Kenntniß der Parteigefchichte, geradezu ein Arsenal der sozialistischen und Revolutions Literatur bis zum Anfang der siebziger Jahre. Die Lieferungen erscheinen in Zwischenräumen von je 14 Tagen. Heft 1 bis 7 find bereits erschienen. Prospette be liebig zur Verfügung. Die gegen Schlächtermeister Herrn Patzke, Putbuserstraße 38, ausges sprochene Beleidigung nehme ich hiermit zurück, bitte um Verzeihung, und erkläre denselben für einen ehrenwerthen Geschäftsmann. 2185b H. Raschke, Pferdebahnkutscher. Ich mache hierdurch bekannt, daß ich 2187b teine Bontottbiere halte. F. Gensch, Grunewaldstr. 126. 223/7 Im Auftrage der Agitations Rommission: A. Fleischer, Höchstestr. 11. A Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt die gestrige Gewinns lifte der preuß. Lotteric bei. Hierzu ladet alle Freunde und Genossen höflichst ein Das Komitee. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 181. Dienstag, den 7. August 1894. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein kein Juli. Unterm neuen Kurs. 2. Dresden. In der dritten Serie des Maifeier- Prozesses gelangten 65 Angeklagte zur Aburtheilung. 14 wurden freigesprochen. 50 zu je 100 M. und einer zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt. Von letterer Strafe wurde der Genosse Paul Schmidt betroffen, weil er eine gewisse führende Rolle" gespielt habe. 5. Dresden. Als vierte Serie hatten sich wegen desselben Verschuldens 9 Genossen aus Löbtau zu verantworten. 5 wurden freigesprochen und 4 zu je 100 M. Geldstrafe verurtheilt. " Planen. Ein Hoch auf Gerisch grober Unfug, wie ein Maurer erfahren mußte, der dafür 3 M. Etrafe blechte. 6. Leipzig. Durch Verwerfung der eingelegten Revison ist das auf 10 Monate Gefängniß lautende Urtheil gegn die Genossin Frl. Wabniß wegen verschiedener Begehen rechtskräftig geworden. „ Hof. Genosse Stücklen wegen Richterbeleidigung prei Tage Gefängniß. Magdeburg. Von der Anklage der Richterbeleidigung Genosse Gustav Reßler freigesprochen. Naumburg. 21 Zeiger Genossen von der Anklage este nicht angemeldete Versammlung abgehalten zu haben, fra gesprochen. 7. Magdeburg. Die Genossen Rosenberger, Bremer Vater und Klees von der Anklage durch Boykotts erklärung groben Unfug verübt zu haben, in der Be rufungsinstanz freigesprochen. 7. Wolgast. Zu drei Monaten Gefängniß wurde der Genosse Gustav Wegner wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt. " " 反 27. Rudolstadt. Groben Unfug verübt zu haben, wird der Genosse Schellhorn beschuldigt. Sühne: Ein auf 6 Wochen Haft lautender Strafbefehl. Grimma. Vier Genossen erhielten je 5 Mark Geldstrafe zudiktirt, weil sie am Sonntag die Maifestzeitung verkauft hatten. # " Elsterberg. 15 M. Geldstrafe Genoffe Rohleder, weil er Schüler und Kinder zu einer Versammlung zugelassen hat. Schmölln. Genoffe Otto 3iegler 3 Tage Saft, weil er einen Kranz mit rother Schleife im Trauerzug getragen hatte. Berlin. Wegen Aufreizung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt die Genossin Sophie Christine Franz 14 Tage Gefängniß. 30. Köpenick. Genosse Jahn wegen Beleidigung eines Gendarmen 1 Woche Gefängniß, Antrag 4 Wochen. 31. Zeit. Der frühere Redakteur des„ Voltsboten", Genoffe Baumberg, wegen Beleidigung des Kriminalkommissars Zillmann 3 Monate Gefängniß. Dasselbe Vergehen hatte feiner Zeit dem Genossen Güldenberg 6 Wochen Gefängniß eingetragen. Berlin. Wegen Gewerbevergehens, Verkaufs sozialdemo: fratischer Druckschriften, ist Genosse Rosenhain mit drei Strafmandaten über 3, 30 und 20 M. bedacht worden. Insgesammt wurden erkannt auf 6951 M. Geld- und Jahre, 2 Mouate, 3 Wochen und 2 Tage Gefängniß strafe. Der Parteivorstand. 6 " Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Rammer I. Vorsitzender: Assessor Tech o w. niht einmal die Arbeiten eines Aus schneiders gut auszuführen Weil er als tüchtiger zu schneider engagirt worden, aber im stande gewesen sei, wurde der Schneider 2. mit einer Lohn en fchädigungsklage abgewiesen. 11. Jahrg. boykottirtes Bier! der ihm unterstehenden Arbeiter geregelt, die betreffenden Geldbeträge jedoch mit auf die Lohnlisten gefeßt, welche er dem Beflagten einzureichen hatte. Beklagter sei der Bauherr und er bei demselben nur Polir gewesen. Hierdurch war die ArbeitgeberQualifikation des Her b st erwiesen. Der Zeuge erkannte die Lohnforderung des Klägers an sich an; jedoch, meint er, gehörten 9 von den 13,25 M. einem Budiker. Weil es erst nach Fertigstellung der ersten Balkenlage Lohn geben sollte Herbst erhielt vom Geldgeber vorher nichts hätten sich die Leute", darunter Kläger, an ihn um Zuweisung eines Restaurateurs, der borge, gewandt. Einen solchen habe er beschafft, und sich demselben gegenüber für die richtige Deckung der Schulden verbürgt. Die Leute seien damit einverstanden ges wesen, daß er ihnen vom Lohn abziehe, was dem Budiker zus tomme, und es diesem gebe. Kläger bestreitet dies Einverständniß seinerseits. Der Vorsitzende ermahnte den Beklagten, doch gutwillig die 13,25 M. zu zahlen, Abmachungen, wie die vom Zeugen behaupteten, feien gefeßlich unzulässig, der Lohn sei baar zu entrichten. Der Beklagte nahm den Rath und Vorschlag nicht an- er wurde verurtheilt. Außer den 13,25 M. sprach das Gericht dem Kläger eine Versäumnißgebühr von 6,25 M. zu. Gründe: Wenn der Polir den Lohn einbehielt mit Rücksicht auf die Geschichte mit dem Budiker, sei er bezüglich der Berechtigung dazu im Irrthum gewesen. Beklagter könne fich event. an den Polir Stegemann halten. Der Kläger erklärte zum Schluß, bestimmt den Restaurateur zu befriedigen. Es wird also der Maurermeister bezw. Polir St. von seiner Bürgschaft betreffs der Tilgung der Eß- und Trinkschulden seiner Leute", soweit 2. in Frage tommt, feinen materiellen Nachtheil haben. = = Arbeitgeber, welche ihren Arbeitern die vom Altersversorgungs- und Invaliditäts Gesetz vorgeschriebenen Krankenkassen- Beiträge abziehen und dieselben dann an die Krantentasse nicht abliefern, erscheinen neuerdings in unheimlich der Klempnermeister August Boeckler aus Rigdorf gestern großer Bahl vor Gericht. Des bezeichneten Vergehens hatte sich vor der Ferienftraftammer des Landgerichts 11. zu verantworten. Boeckler war im Sinne der Anklage geständig, während der In einem Urtheil erkannte der Gerichtshof den Grundsatz Jahre 1892 bis 1894 die seinen Arbeitern in Abzug gebrachten als ichtig an, daß ein Arbeiter, dem einmal gesagt worden sei, Beträge im eigenen Interesse verwendet zu haben und er enthabe bei dem betreffenden Arbeitgeber sich nochmals um Beit in großer Noth gewesen sei. Mit Rücksicht auf diesen Umunter feinen Umständen bekomme er wieder Arbeit, nicht nöthig schuldigte sich nun vor Gericht, daß er während der angegebenen Arbei zu bemühen. Sofern die Kündigung nicht ausgeschlossen stand, sowie die bisherige Unbescholtenheit des B. ließ der Gesei, sie dem Arbeiter der Entschädigungsanspruch ohne weiteres richtshof Milde walten. Demgemäß lautete das Urtheil auf zu, noürlich nur für die Zeit, während welcher er innerhalb 50 Mark Geldbuß.e. Unthätiteit verurtheilt war. der Kidigungsfrist trot seiner Bemühungen nach Arbeit zur Frankfurt a. M. Der Redakteur der Boltsstimme" Genosse och, wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft 200 M. Geldstrafe. 10. Kaffel. Genosse John, Redakteur des Volfsblattes", wegen Beleidigung eines Wirthes 50 M. Geldstrafe. Erfurt. Wegen Beleidigung der Eisenbahnbehörde Genoise Güldenberg 100 W. und ein Rangirer 25 M. Geldstrafe. Antrag: 4 und 3 Wochen Gefängniß. Töhlen. Noch vier Maifeier- Prozessirte. Die Genossen Syrch und Müller je 6 Wochen Gefängniß, Adler 100 M. und 3 eisig 25 M. Geldstrafe. Dessau. Wegen Lehrerbeleidigung in zwei Fällen Genosse Ju einer Anklagesache wegen Aufreizung hob das ReichsPeus 60 M. Geldstrafe. gericht das Urtheil der Strafkammer unter folgender Begründung " Stuttgart. Von der Anklage, einen polizeilich nicht ge= Kemer IV. Vorsitzender: Assessor v. Schulz. Sizung auf: Unter den verschiedenen Klassen der Bevölkerung" sind in ftatteten Umzug veranstaltet zu haben, Genosse Müller vom 3. Auguſt. der Regel Personenkreise zu verstehen, die sich infolge der ge= freigesprochen. Geen die Firma Pfaff( Möbelfabrik) flagt der sellschaftlichen Gliederung von anderen abgegrenzt haben. Villa: Der verantwortliche esatto ester, Lischler auf Bahlung von 90 M. Die Forderung begründet warum ist aber eine Gliederung nach anderen Gefichtspunkten, Genoffe Pollender, wegen Bürgermeisterbeleidigung er folgendermaßen. Ihm fei bei einer Arbeit( 4 Schreibtische) 3. B. nach übereinstimmenden Bestrebungen und Interessen, noch troy merligen Protestes Hilfe gestellt worden. Seinem Helfer nicht grundsäßlich außer Betracht zu lassen. Nothwendige Saalfeld. Drei Genossen je 8 Tage Haft, weil durch habe er der Akkordsumme 42 M. abgeben müssen. Um Voraussetzung ist nur, daß zur Zeit der That die unter sich verhaben schuldig befunden wurden. on der Beklagten verlange. Die übrigen 48 M. nicht erst vom Thäter aufgestellt werden und daß sie eine 12. Wurzen. Wegen Pastoren- Beleidigung Genosse Adolf Behauptun, hebt der Beklagten Vertreter den Einwand des zulassen. Im vorliegenden Falle erachtet die Strafkammer die beansprud, e e wegen unrechtmäßiger Entlassung. Gegen letztere einigermaßen sichere sichere Abgrenzung ber Personen Kreise Thiele 2 Monate und 2 Wochen Gefängniß. I 1116 Glogau. Genoffe John aus Tscheplau wegen uner Kündigungsausschlusses. Er legt ein Buch vor, worin auf einer besitzlofen Proletariermassen und die mit dem Namen ArbeiterSeite geschrieben steht( dem Inhalt nach):„ Unterzeichnete bevölkerung bezeichnete Boltsschicht" als diejenige Bevölkerungss " side " " " " 2: 100 M. Geldstrafe. " Verbreitung eines Flugblattes fie groben Unfug verübt zu diefelbe diese con umne fühle er fich geschädigt, weshalb er bundenen Menschen und die Unterschiede schon vorhanden sind, laubten Kollektirens, 15 M. Geldstrafe. ftrafe. " Freiburg. Wegen Streifvergehens die Maurer Häuser erklären, die Arbeitsordnung der Fabrik gelesen zu haben klasse, welche der Angeklagte zu Gewaltthätigkeiten angereizt haben und Eberle je 1 Jahr, Fromm und Rubenter je und erkennen dieselbe an", während auf der nächsten soll. Gegenstand der Gewaltthätigkeiten sollten nach dem an8 Monate, und Hallste on 6 Monate Gefängnißftrafe. 8 Monate, und Hallste on 6 Monate Gefängnißftrafe. Seite unter anderen Namen sich der des Klägers be- gefochtenen Urtheile sein:„ die Brotvertheurer, nämlich diejenige 17. Langenbielan. 30 m. Geldstrafe, Genosse Kühn wegen findet. Wird das Buch geöffnet, so liegen fich die beiden Bevölkerungsklasse, zu deren Gunsten die Brotvertheuerung 17. Langenbielan. 30 M. Geldstrafe, Genosse Kühn wegen Seiten gegenüber Der Kläger hält sich troß der Unterschrift zu wirft." Außerdem wird im Urtheile nur noch angeführt, Paftoren- Beleidigung. Dresden. Durch Verbreitung eines Boykottaufrufs groben der Entschädigumsforderung berechtigt, und zwar behauptet er, daß die beiden Bevölkerungsklassen sich in einem sozialen Unsug verübt zu haben Genosse Paul 40 m. Geld- deshalb ein Recht zu derselben zu haben, weil er 1. nicht gelesen Gegensatze zu einander befinden. Welche Personen hätte, was vor den Namen im fraglichen Buche stehe, 2. feine freise unter den Brotvertheuerern" und unter derjenigen Berlin. Genoffe Pösch, Redakteur des„ Vorwärts", Arbeitsordnung ausgehändigt erhalten habe, 3. vom Inhalt der Bevölkerungsklasse, zu deren Gunsten die Brotvertheuerung wirkt, wegen Beugnißverweigerung 50 M. Geldstrafe. Arbeitsordnung fete Kenntniß gehabt hätte, und 4. die Arbeits- gemeint sind, ist aus dem Urtheile nicht zu ersehen, es ist nicht 18. Reichenbach. Wegen Tragens republikanischer Abzeichenordnung nicht so in Fabrikraum ausgehängt habe, wie es das einmal angedeutet, welche Maßregel nach Ansicht des Richters rothe Kranzschleife Gesetz erbeische, nimlich so, daß sie jeder Arbeiter hätte lesen oder des Angeklagten eine Brotvertheuerung verursacht haben Genosse Herzog 1 Woche Haft. Erfurt. 100 M. Geldstrafe Genosse Güldenberg können. Bezüglich er 42 M. wendet die Beklagte ein, Kläger foll. Man wird daher zu der Annahme gedrängt, daß der erste wegen Beleidigung zweier Fabrikanten. Antrag: 8 Wochen aber sei auch der fragliche Anspruch deshalb unbegründet, weil der Phantasie des Verfassers des in Frage stehenden Gedichts entsei mit der ihm beiggebenen Hilfe einverstanden gewesen, danu Richter an eine Klasseneintheilung gedacht habe, welche, der 20. Waldenburg. Der Verleger der„ Wahrheit", Genosse Kläger durch die Hilf keinen Schaden gehabt. Slach jenem Atford sprungen, in den Erscheinungen des wirklichen Lebens feinen Schü in Breslau, wegen Nichteinreichung eines Pflicht habe er noch 18 Akkode für die Firma gemacht. Die Zeit, welche Anhalt findet. Das Urtheil ist daher auf die Revision des ver er ohne Hilfe länger vie mit der Hilfe zu dem in Betracht kommen- urtheilten Angeklagten aufgehoben. exemplars 15 M. Geldstrafe. Bant. Genosse Hug wegen Beleidigung zweier Lehrer den Afford gebraucht hätte, habe er ja so zu einer neuen, ihm 150 M. Geldstrafe. bezahlten Arbeit veriveiden können. Und weniger verdient wie Der Kutscher Schmidt hatte' 1000 M. in der Lotterie ge Dresden. Groben Unfug durch Aeußerungen in einer sonst habe er während der Dauer des Akkordes auch nicht, wonnen. An demfelben Abende ging es in dem Lokale des aufgelösten Versammlung hat Genosse Schulze nach Un- denn auf ihn feien 2435 m. pro jede der betreffenden Wochen Schankwirths Halpke, wo Schmidt mit seinen Freunden vergekommen, während er tach seinen eigenen Angaben( Lohn- Gut- fehrte, hoch her. Der Wein floß in Strömen, der glückliche Ge1. Frankfurt a. O. Der Redakteur der Märkischen Bolts- fchädigungsanspruch vor 4824 M. pro Woche) im Durch winner hatte nach Schluß der Festlichkeit 76 M. zu zahlen. Er stimme", Genosse 3appey, wegen" Beleidigung eines Schnitt 24 M. die Woche verdiente. Durch Bernehmung mehrerer entrichtete sofort 40 M. und versprach den Rest nach einigen Kaserneninspektors in zwei Fällen 150 m., und wegen Beugen wird hierauf Beweis darüber erhoben, ob der Kläger Tagen zu zahlen. Da Schmidt sich nicht wieder sehen ließ, Beleidigung eines Polizeisergeanten 30 M. Geldstrafe. mit der Hilfe einverstanden gewesen oder nicht. Auf das Resultat mußte der Restaurateur mahnen. Hierdurch fühlte sich Schmidt nicht wieder betreten Finsterwalde. Wegen Beleidigung des Bürgermeisters, dieser Beweiserhebung nehm der Gerichtshof jedoch im Urtheil verlegt. Er wollte das Lofal nun Genosse Bommel, 20 M. Geldstrafe. nicht bezug. Mit dem Anspruch von 42 M. wurde der Kläger und brachte deshalb 36 M. zu dem Nachbaru des Halpke, abgewiesen, weil ihm durch die Hilfe tein Ver- dem Kaufmann Nimburg, mit der Bitte, die Sache für ihn in des Vertreters der beklagten Firma betreffs feines Verdienstes nicht fuchte von diesem volle Quittung gegen Zahlung von nur 20 M. dienst entgangen fei; er habe die thatsächlichen Angaben Ordnung zu machen. Nimburg begab sich zu Halpke und verbestritten, und ebensowenig bätte er bestritten, daß er noch zu erlangen, wobei er hervorhob, daß Schmidt doch ohnehin 18 Atforde nach jenem umirittenen ausgeführt habe. Es sei genug bezahlt habe. Halpte wollte sich auf nichts einlassen, ihm ein genügender attordverdienst geworden. worauf Schmidt seinem Auftraggeber bie 36 Auch mit dem Entschädigungsanspruch wegen ungerechtfertigter wieder zustellte, dabei aber 125. Dresden. Redakteur der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", verschweigend, weshalb Schmidt Genosse Emil Eichhorn, wegen Gendarmen und Entlassung wurde der Kläge abgewiesen, unter der Be- er den Auftrag nicht habe ausführen können. dann das Geld durch gründung, der Gerichtshof se auf grund der Unterschrift des fandte die Post an Halpke Gemeindevorstands- Beleidigung, 250 M. Geldstrafe. Frankfurt a. M. In der Revisionsinstanz das frei- felben zu der Ueberzeugung gelommen, daß C. mit der Arbeits- ein. Es war bald ein halbes Jahr ins Land gegangen, als sprechende Urtheil des Landgerichts gegen den Redakteur ordnung und deshalb auch mit dem Ausschluß der Kündigung Schmidt das Halpke'sche Lokal wieder besuchte. Er erfuhr von ber Voltsstimme", Genossen W. Schmidt, bestätigt. fich einverstanden erklärt habe. Slager babe felbst durch dem verfehlten Versuch des Nimburg und theilte an alple mit, Schmidt follte durch Boykotterklärung groben Unfug ver- die Unterschrift bescheinigt, die Arbeitsordnung daß er dainals dem Nimburg 36 M. zur glatten Abführung an ihn übergeben habe. Halpke tam diese Mittheilung gelegen, er gelesen zu haben. fonnte seinem Ronkurrenten einen bösen Streich spielen, wenn er Rammer III. Vorsitzender( in Vertretung): Affeffor ihn wegen versuchten Betrugs anzeigte. Gestern fam die Sache Alberti. Sigung vom 4. Slugift. Man könne wohl die Arbeit sofort niederlegen, wenn der Der Staatsanwalt war der Meinung, daß der Angeklagte die vor der 181. Abtheilung des Schöffengerichts zur Verhandlung. Lohn nicht in der Weise( amn festgesetzten Zahlungstage) gezahlt 16 M. in seine eigene Tasche gesteckt haben würde, wenn ihm werde, aber eine 2obnentschädigung tonne man der Abzug gelungen wäre. Er beantragte nur eine Geldstrafe dann nicht noch dazu verlangen, entschied der Gevon 5 M. Der Gerichtshof war aber mit dem Vertheidiger der richtshof in einer Sache, indem es den Kläger abivies. Der be- Ansicht, daß die Behauptung des Angeklagten, er habe nur im treffende Kläger, welcher eine Lohnentschädigung beanspruchte, Interesse des Schmidt handeln wollen und würde diesem den hatte wegen unregelmäßiger Lohnzah'ung die Arbeit niedergelegt. ganzen Ueberschuß zugestellt haben, nicht zu widerlegen sei und Der Lohn muß in Baar gezahlt werden. wurde deshalb ein freisprechendes Urtheil gefällt. 13,25 M. rückständigen Lohn und eine Berfäumnißgebühr für 21. Dresden. Genoffe Hoffmann in Loschwitz 30 M. Geld226 ſtrafe, weil er durch Anschlag eines Boykott Flugblattes, groben Unfug verübt haben soll. Kaffel. 50 M. Geldstrafe, der Redakteur des Volts blattes", Genoffe John, wegen Beleidigung der Polizei" n 29 behörde. übt haben. Dortmund. Wegen Majestätsbeleidigung der Hüttenarbeiter Lenz vom Hornbruch. 4 Monate Gefängniß. Nürnberg. Von dem Vergehen, Frauen und Minder jährige zu einer Versammlung, in der politische Erörte rungen gepflogen wurden, zugelassen zu haben, Genoffe Eiginger, freigesprochen. Saarbrücken. Genoffe Dullen 3 wegen Gendarmen beleidigung 2 Wochen Gefängniß, und wegen Ungebühr vor Gericht 3 Tage Haft. 26. Magdeburg. Von der Anklage der Pastorenbeleidigung Genosse Hinge in Stendal freigesprochen Halle. Der Redakteur des Voltsblattes", Genosse Ilge, wegen Beleidigung des tommandirenden Generals Des 4. Armeekorps, 1 Woche Gefängniß. # Mark zwei Termine verlangt der Maurer Lutter von dem Bauunter- Beim Landgericht II beginnt gleich nach den Gerichtsnehmer bezw. Raufmann Herbst. Beklagter bestreitet, daß der ferien, und zwar am 24. September, eine neue Schwurgerichtss Kläger bei ihm in Arbeit gestanden, deffen Arbeitgeber sei der periode, in welcher Landgerichtsrath Meyer den Vorsitz führen 27. Magdeburg. Wegen unerlaubten Kollektirens die Ge- Maurermeister Stegemann gewesen. Dieser, als Beuge ver- wird. Zunächst stehen zwar nur kleine Sachen, Brandstiftungen, nossen Vater und Meyer je 15 M. Geldstrafe. nommen, fagt aus, er habe zwar die Versicherungsangelegenheiten Sittlichkeitsverbrechen zc. an, doch gewinnt es mehr und mehr des Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein anafreon, Aberds 9-11 Uhr, bet Keßner, Annenstraße 16. Mufitverein Nord 8-11 Uhr, Briezenerfir. 6, bei Gendte. Gesangverein Alpenglühen 2 bei Nomad, Manteuffelstr. 9. Gesangs- Abtheilung des ArbeiterBildungsvereins von Weißensee bet Müller( Pfeifen- Müller), Köni¸sftunde jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, bei Poppe, Lindenstr. 106. Arbeiter Zither flub Freiheitsflänge. Jeden Dienstag Abends von MufitTurnverein Gesundbrunnen. 1. Männer- Abtheilung turnt von Turnverein Turnverein Norden, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in der Nach dem Turnen geselliges Beifanımensein im Turnverein Froh und Engel), Chauffeefir. 39. Dilettanten- Bühne Rheingold II" 9% Uhr präz. Theatervereint Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnider: Privattheaterverein Crescendo, Abends, bei Nicolay, Elifabethkirchftr. 14.— Theaterverein Vulf a ni a, Abends 9 Uhr, bei Schütte, Alte Schönhauſerſiraße Nr. 23-24, Sigung mit anschließendent Tamen, abends 9 Uhr, im Vereinslotal bei Chriften, Friedrich Karlfir. 26. Tanz. den Anschein, als sollten die drei jüngsten Kapitalverbrecher| Besuch der Versammlung ein zu schwacher war. Die Schrift| ftein. Bergnügungsverein Nord wacht, Abends 9 Uhr bel Hern.crs Thiede, Krause und Meyke im September noch abgeurtheilt wer- führer erhielten deshalb den Auftrag, zur nächsten Versammlung schmidt egerit un den. Während dieser ganzen Woche ist in allen drei Sachen mit die Mitglieder einzuladen. Zum Schluß wurde eine Sammlung Hochdruck gearbeitet worden. Es verging kein Tag, ohne daß in der für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter vorgenommen. einen oder anderen oder gar in allen dreien Zeugen vernommen wurEine öffentliche Zimmererversammlung tagte am 5. Auguft. den oder Konfrontationen stattfanden. Am Freitag wurden finn derselben wurde die Gründung eines Generalfonds be: Chauffee 38.- Gesangverein Ludwig'scher Männer- Ghor, uebungsDer Lange'schen Mordsache mehr als ein Duhend Zeugen vernommen. Am heutigen Sonnabend war der Schweichel'sche weil man die ganze Kraft der Organisation widmen müsse, 8 bis 11 Uhr bei W. Richter, Bülowſer, as am Dennervig- Play. sprochen. Kamerad Fischer wendet sich gegen diese Einrichtung, Mord wieder an der Reihe. Thiede wurde noch einmal welche in diesem Jahre bereits einen Aufschwung aufweise. verein Frisch auf bei Schröder, Reichenbergerfaretmit der Handelsfrau Büchtemann konfrontirt. Außerdem waren die Maurer Friese und Paprik wieder geladen, während das Dieser Standpunkt fand die Billigung der Versammlung. Weiter 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Banfftraße 9-10. Hausmädchen des Professors Müller, Milli Meybaum, bereits gelangte zur Mittheilung, daß bei dem Rathszimmermeister Berliner Turngen offenfchaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben am Donnerstag erneut vernommen wurde. Bei der heutigen Peste zwei organisirte Kollegen, die ihre Kameraden darauf auf- dienſtag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Fichte( Mitglied des Deutschen Arbeiter Turnerbundes) turnt heute: Vernehmung kam ein Moment zur Sprache, welches, wenn es merksam machten, daß das auf dem Arbeitsplaße verschänkte 2. Männer- Abtheilung Staligerstr. 55-56, 1. Lehrlings- Abth. Friedenſtr. 37. sich bestätigt, sehr wichtig zu werden verspricht. Bier von Schultheiß herrühre, gemaßregelt worden sind. Las Der würde kein Unternehmer wagen, wenn alle Berliner Zimmerer Restaurant Zum Thüringer, Brinzen- Allee 10. Turnhalle, Prinzen- Allee 8. Maurer Friese hat bei Gelegenheit der ersten Vernehmung in der Organisation wären. Um dem Submissionswesen nach- Frei, Bris( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands).( Sung vor der Berliner Kriminalpolizei der Frau Büchtemann haltig entgegentreten zu können, ist hier eine Kommission der der Männerabtheilung jeden Dienſtag von 8-10% Uhr bei Bethte( vormals Erzählungen über fein Zusammensein mit Thiede am Tage des Schweichel'schen Mordes gemacht und dabei verschiedenen Bau- Arbeiter zusammengetreten, welche in furzer bei Dambed, Wollinerstr. 62: Gigung und Fidelitas. erwähnt, daß, als sich beide in der Schonung zum Schlafen Beit eine Broschüre herausgeben wird, in der die Mißstände Freier wille tagt jeden Dienstag Abend 8½ Uhr. im Märtischen Hof, niederlegten, Thiede sich einen Rock unter den Kopf und einen herrschenden sanitären Schäden so klar wie möglich dargelegt Submissionswesens und auch die auf den Bauten Abmiralfir, isc. to 2 atbemos 9 ubr, bei Zägers Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. zweiten, längeren Rock unter den Rücken gelegt habe. Mit dieser werden sollen. Kamerad Thamm, der die Zimmerer in dieser fraße 158 bei Buchs. Grzählung ist Thiede bisher vor dem Untersuchungsrichter nicht Kommission vertritt, womit die Versammlung sich einverstanden hervorgetreten und Frau Büchtemann hat sich in der begreif erklärte, forderte die Kameraden auf, ihm ihre eigenen Erlichen Aufregung während der früheren Vernehmungen nicht Theaterverein Morgenroth zu Friedrichsberg tagt daran erinnert. Erst heute machte sie dem Paprik Mittheilung fahrungen auf den erwähnten Gebieten zur Kenntniß zu bringen. Fidele Geister, Sigung bei Besseler, Wein- und Gollnowstraßen- Ecke. davon, der sofort den Untersuchungsrichter aufmerksam machte. Den Danziger Streit in der nächsten Versammlung abgerechnet Nachdem noch befannt gegeben, daß über die Sammlungen für Bergnügungsverein Amicitia, Abends 8% Uhr, bei Schönnazel, Leider war Friese schon entlassen, so daß die sofortige Auf- werden soll, berichteten die Kameraden, welche Beisitzer des GeBarnimiraße 47. Gefelliger Berein Brüderfchaft, Abends 9 Uhr, im Restaurant Dittmann, Perlebergerstr. 9. Vergnügungsklärung dieses Momentes heute nicht mehr möglich war. Wenn Vergnügungsman bedenkt, daß der offenbar vorhanden gewesene, aber nicht werbegerichts sind, über die Verhandlungen des letzteren. Für verein Sturnalia, Abend 9 Uhr, Andreassir. 3, Sizung. auffindbare längere Rock Gehrock oder Sommerüberzieherstellte vie Bersammlung die Kameraden Obst, Leonhard und Große Frankfurterfir. 133 bet Golds. die Neuwahl der Gewerbegerichts- Beisitzer und deren Vertreter verein Fidelio, Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranienfiraße 21. Geselliger Berein Mehr Licht, Abends 9 1hr, Touristentlub Wanderlust den dunklen Punkt der ganzen Untersuchung bildet, so ist dieses Stottlot als Kandidaten auf. Kamerad Stöhr berichtete sodann Abens 9 Uhr, Franfedifir. und Schönhauser- Allee- ce. Geselliger Verein Moment nicht zu unterschäßen. Heute war übrigens auch die Wer Frau Koplin geladen, die 14 Tage nach dem Morde in der über die Verhandlungen der Gewerkschaftskommission. Sein Vor- Regina sung mit Tamen Dianienstr. 158 bei Schönwalder. gnügungsverein una. Eitung bei haberecht, Große Frantfurterstraße 30, Männerchor Waldesrauschen im Restaurant„ HohenGegend der Mordstelle von einem Manne angefallen wurde. Schlag, diese Berichterstattung in jeder öffentlichen Versammlung ibaitas. zollen", Seydelfiraße. Vergnügungsverein Berolina Abends 9 Uhr im eftaurant Prog, Annenstr. 9. Dieselbe wurde mit Krause fonfrontirt, fonnte denselben jedoch, für zulässig zu erklären, fand keinen Widerspruch. Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr im obwohl sie eine gewisse Aehnlichkeit herausfand, nicht mit Sicher Mitgliederversammlung am Dienstag, den 7. Auguſt, Abends 8 Uhr, bei in den Dranien- Haller, Dranienftr. 61, Abends 9 Uhr( alle 14 Tage). Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend. Resaurant Kaiser, Etaligerstr. 22. Geselliger Verein Hertha, Sigung heit als den Thäter bezeichnen. Nöllig, Neue Friedrichstr. 44. Vortrag. Gäste willkommen. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, Barmen, 4. Auguft. Vor dem Schöffengericht wurde heute den 7. August, Abends 8% Uhr, im Restaurant Stühler, Neue Grünftr. 38: Vormittag der vielbesprochene Bierboykottprozeß gegen die Mit- Borstandssizung. Achtung, Schuhmacher! Dienstag, den 7. August, bei Feind, Wein glieder der ehemaligen Bierboykottkommission, sowie gegen den straße 11: Deffentliche Versammlung.( Näheres siehe Inferat.) verantwortlichen Redakteur der Freien Presse", Lingweiler, Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure 2c. Dienstag, den verhandelt. Der„ Grobe- Unfug Paragraph" sollte auch hier in 7. August, Abends 9 Uhr, Oranienstr. 51: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über bends 9 Uhr bei Achsel, Köpeniderstraße 161. Billetausgabe zum Sommerfest. Anwendung gebracht werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte Hypnotistus". Glaser. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 7. August, 4 resp. 2 Wochen Gefängniß gegen die einzelnen Angeklagten. in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20. Vortrag des Genossen B. Jahr) Der Vertheidiger Rechtsanwalt Landé beantragte dagegen Frei- über die Kommunisten des 18. und 19. Jahrhunderts". sprechung sämmtlicher Angeklagten, welchem Antrage das 9% Uhr, bei Trittelwig, Faltenneinjir. 7. Rauchklub Schmokes Werke. Dienstag, den 7. August, Abends Gericht auch Folge gab. Mithin ist auch dieser Bierboykott- Gauverein Berliner Bildhauer.( Siehe Juferat in dieser Nummer) prozeß ausgelaufen wie das Hornberger Schießen. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. Nor Echule, Mülleistraße 179a und Südost Schule, Waldemarstr. 14: Wolfah. Medizin. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen and Herren, jeder Zeit aufgenommen. Versammlungen: Die Freie Vereinigung der Militär- Müzenarbeiter hielt am 28. Juli eine Versammlung ab, in der die Aenderung des Lohntarifs zur Besprechung kommen sollte. Leider konnte man die Angelegenheit nicht zur Erledigung bringen, da der Rauch Rauch Orientalischer Raudtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Rachenbergerstraße 24, bei Echröder. Rauchklub Dämmerwolte, Bchftr. 1. Rauchklub Bruderbund, Abends 9 Uhr, bei P. Gerhard, Günauerfir. 27.- Rauchflub 3eitgeist, Abds. 9 Uhr b. Kaspar, Restaurant am Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchflub Unverzagt bei E. Suppin, blumenstraße 49. Rauchklub Portorico, Abends 9 Uhr, bei ohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchtlub Gemüthlich fett 2, Rauchtlub Blaue Luft, Abends 9 Uhr bei Bridlow, Bülowfir. 65. Rauchtlub Abguß, 8 Uhr, bei Schulze, Weberfir. 10. Rauchklub Grüne Quafte, Abends 9 Uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. Rauchklub Eldo: rado Abends 8% ihr bei Gayer, Pallisadenñraße Nr. 66-67. flub Tabaksblüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 19. flub Columbus, Abends 8% Uhr, bei A. Uite, Oppelnerstr. 23. Rauchflub Weronita, jeden Dienstag Abend 9 Uhr Wienerfir.44 bei Schmidt. Rauchflub ,, Am balema", Abends 8 1hr bei W. Fröhlich, Reichenbergerstr. 73a. Rauchflub Sorgenfrei, bents 9 Uhr bei Ww. Bartel, Ballisadenstr. 22. Rauchtiub Sumatra, Abends 8% Uhr bei Krause, Gitschinerstr. 93. @faitlub Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Lausigerstr. 50. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und gesend Stattlul Rother Junge, Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Alle Buschriften, den Burd betreffend, find zu richten an B. Gnt, Epielabend alle Dienstage von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bet Adalbertstraße 95. Dienstag. Musikverein Soffnung, bei Deßler, Herrn Herrath. Stattlub Schnitt, Abends 8 Uhr, bei Trittelwig, Gisenbahnstraße 6. Gefelliger Musikdilettanten= Verein Mürster Faltensteinstr. 7.- Büglerverein Norden. Jeden Dienstag, Abends mann, bei Wilke, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer 9 Uhr. Sigung, Kastanien- Allee 40, im Restaurant. Kartenklub Lustige Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 nb beim Bruder, bei Restaurateur E. Rattle, Krautstraße 48. Regeltlub So13Anbaltiner, Tempelhofer Ufer. Theater- Gesellschaft Liberte, tbufer muskel Abends 8 Uhr, im Restaurant Hahn, Natiborftr. 18. Damm 10s bei Meier. 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