«els.KO Ml., ertl. Zullellungs- gebühr. Uniei areu-band>ui Deutsch- >and u. Oetterreich-Ungarn.TS Ml. für da» abvfle«u-laild hTE MI. bei läglich emmaliaei iunelluna 7 TS Ml. Poubenellunoen nebmeu m Däne- uiari. Holland üureinvura Schweden und die«cdwelt lrinzetraoen m die Lau- eiluno»-l-re>?Mle. Der.vorwärts' ericheinr wochemäglsch zweimal i-onniaa- emmal lelegrumni-Sdress«! .Eotialdemotrar Äeeit»� RG berliner Dollik»blati. (lopwnnw) Ali,eri'.e«vre:S: »> achrzeivalteae illoiwareillezeile tonri L20 Mk.„SUtne Unneiaek,", da»'ttioeoiudic Tor. 60 Sfg. izulälsiä ä settgedruckie fflowe). lebet«euere Soti SS l'fq. Slellengeiuche und Schlasslellen anzeigen da» crll« Wort »v V-z.. ,ed-» weitere Won SO 6t;. fflactt llder 16 Zuchnaden iühiei! für zwei Sorte Teueriingszuichlag 50°/» Familien- lnzeigen, dotttilche und gemerfiiijortitchc iBcrctn»-»nzeigen tao MI. die Seile. Anzeigen'Iii die nachile Kummer müssen bit ä.Ihr iiochmittagS un öaupigeichüsl Lerlw SS.6S. illndensrrage ll, adaegeden «erden, cheössiiel lcm S llbr jrüh bi? 6 llhr adend». Zentralorgan der rozlaldemohratifcben Partei Deutfchlands. Neüaktion unö Expcültion: SM. HS, Linüenstr.?. aernivrecher: Am« Morivpla». Nr.».»I t>0— ÜSI i»7- z Sonntag, den 30. März 10!9. Voewärts-Verlag G.m.b. h., EW. öS,£ittöenstr.Z. Fernsprecher: Amt Morittpsay, Nr. l17S3— St. eMlchlanä besteht au? Berlin, 2g. März. I« der Geschäftsstelle deS Auswärtigen AmtrS für die Friedensverhandlungen fand heute eine Sitzung statt, iu der verschiedene Fragen besprock>en wurden, die bei de» Friedens- Verhandlungen eventuell zur Sprache kommen könnten. Es wurde erwogen, ob und wieweit eventuelle EntschädigungSsorde- r u n g e n der Gegner mit den 14 Wilsonpunkten überhaupt in Ein- klang gebracht werden könne», und daß die Stellung derdrut» schen lllegieru'ng nur den 14 Wilsonpuntteu e u t» sprechen könne. Es wurde mitgeteilt, daß die nach Paris ent- sandte Finanzkommissioa Bollmacht habe, eine genaue Schilderung unserer finanziellen Lage den Gegnern zu erstatte». Die Berichte der Finanzkommission gehen den entsprechenden Stellen des Aus- wärtigen AmtS direkt zu. Hieraus folgte noch eine Aussprache über einzelne Territarialfragen. Die neue üeutsch-franzosische Grenze. Tie„französische Auffassung". Paris, 2g. März. I H a v a S.> Der diplomatische Situatiaus- brricht meldet: Der Rat der Bier hat heute die Prüfung der Gebietsfragen fortgesetzt, namentlich die der französisch. deutsche» Gr e n z e. Es ist noch keine Entscheidung ge. fällt worden; doch kennt man die französische Auffassung in diesem Punkte Frankreich beansprucht voll uud ganz seine Grenzen von 1814, darin einbegriffen das ganze Saar- decken, für deffen deutsche Bevölkeruug, soweit sie sich innerhalb dieirr Grenze befinde», politische Autonomie bestehen bleiben soll. Frankreich verlangt, daß der Rhein ihm als natürliche Grenze diene; insolgedeffen soll Deutlchland nicht das Recht haben, aus dem linkeu Rheinufer Festungswerke, noch Truppen, noch strategische Eisenbahnen zu unterhalten. Nach den Grenzfra>,en wird der Rat der Bier sich mit dem adriatischrn Problem beschäftigen._ Die internationale und die Friedenskonferenz. Branting und HuysmunS in Paris. Haag, 2Ä. März.(H. N.) Luö Pari« wird gemeldet: Branting und Camille Huqsmanö sind in Paris angekommen. Morgen werden Header son und R a m s a y Macdouald erwartet. Sie sollen gemeinsam mit C a ch i u, L o n g» c t uud R e n a u d r l die sogenanute Aufsichts- kommission bilden, die durch die Internationale beauftragt worden ist, der Tätigkeit der Fricdeuskvnserenz zu folgen. Sie werden versuchen, von der Koufereuz selber gehört zu werden. Der internationale firbeitergesetzentwurf. Amsterdam, 29. März..Times' meldet, daß die Kommission für internationale Arbeitecschutzgesetzgebun'g ihren Berielst fertiggestellt und die Klauseln ausgestellt hat. die für die Ausnähme in den Friedensvertrag vorgeschlagen werden. Der erste Grundsatz, auf den sich die neue internal lonale Ärbeilergcsetz» gebunz stützl, ist, daß die Arbeit des Menschen nicht als Kauf» wäre oder als Handelsartikel angesehen wird. Fn den neuen Vestimmungen wird vorgeschlagen, daß tem Mensch unter 14 Jahren im Handel oder in der Industrie tätig sein darf. Zwischen 14 und 18 Jahren dürfen Personen beider Geschlechter nicht für Arbeit, die ihrer physi'schen Entwick-Iung schäd- l i ch ist uizd unter Bedingungen- die die Fortsetzung ihrer prak- tischen oder allgemeinen Ausbildung hemmen, verwandt werden. Jeder Arbeiter hat da» Anrecht ans einen Lohn, der ihm eine angemessene Lebensführung ermöglicht. Weiter gefordert wird gleicher Lohn für Männer und Frauen bei gleicher Arbeit und ein wöchentlicher Ruhetag für alle Arbeiter. Nuhe in öudapest. ' Budapest, 29. März. sH. 31.) Die Sicherung des Wirtschaftslebens gehl ruhig vor sich Bei der Zentrale der Fi nanzin« stituie wurden den Betrieben besondere Konren eröffnet, um die Arbeiterlöhne flüssig zu machen. Am Montag werden die Parteien in den Banken in Gegenwart einer vicrgliedri�ea Kontrollkom- Mission ihre Safes öffnen können. Die Budäpester Hauptanstalt der Ssterrc'chisch-vnganschen Bant, die unter Leitung eines eigenen Volk-?ivmissar? stebl, bereitet die selbständige Bankeinrichtung vor. Das Bolkskown issariat für das Ackerbauwesen hat die Adtia lung der Pferderennen im ganzen Lande verboten und ange- ordnet, daß sie Rennplätze aufzuockern und zu Zwecken der landwirtschaftlichen Produktion zu verwenden sind. Keine Pferderennen mehr. Budapest, 29 März.(Meldung des ungarilchen Telegraphen» Korrelpoudenz« Bureaus). Wie.Ragyarorszag' meldet, werde», da im Proletarierstaat Pferderennen nicht abgehallen werden sollen, sowohl die alte Rennbahn auf der Areuastraße als die neue auf der Kerepeierstraße für Gartenwirtschaftszwecke verwendet werden. Herne hat bereits die Uebernahme der Renn» Plätze stattgefunden. Jnvcnturaufnahme in den Schlöfferu. Stuhlweißenburg, 29. März.(Meldung de» Ungar. Telegr. Korreip. Bureau»> Der revolutionäre Rat hat beute in zadlreichen im Komitat befindlichen Magnaten ichlössern mit der Znvenlaran inabme begonnen In Ezagvarer schlösse des ehemaligen Mimsierpräsipen» Grasen Motten Eileihazy sowie im Schlosse des früheren ErnährungsmiiiisterS Grafen Johgnn Hadik in Sereglye wurden hunderie Kunstichätze beschlagnahm l. Die Inventaraufnahme wird in Schlössein der Familien Zichy. Karolhi. Szechenyi. KadzSdy. Eileihazy, SzirSly, Nimpsen, Pappenhetn, Lam- berg, Tramenderg. Fiath und anderen forrgeletzt. Herabsetzung der Wohnüngsmieten. Budapest, 29. März, i Meldung de» Ungar. Tclegr.-Korr.- Bureaus.) Der Regierende Rat ordnete die Herabsetzung der Mieten kleiner Wohnungen an. Alle WahnungSmieren unter 2909 Kronen«erden um 29 Proz. herabgesetzt. stzraue« und Mädchen in der Roten Armee. Bndapeft, 29. März.(Ung. Telegr.-Norr.-Bureau.) Anläßlich der gegenwürlig im Zuge befindl chen Anwerbungen für die Rote Armee melden sich auch zahlreiche Frauen und Mädchen. In Stuhlweißenburg haben stch an einem Tage 89 Frauen und Mädchen zum Eintritt in die Rote Armee gemeldet. Der deutsche Vertreter in Dudapeft empfiehlt fibreise der Deutschen. W« die.P. P. R.' ersadren, hat der deutsche Vertreter in Budapest wegen der unaellärien Lage und wegen der drohenden Plünderungen den m lliigarn befindlichen Deutschen emp- fohlen, dasLandzuverlasse«. Italienischer Eisenbahnerausfianö in Sicht. Bern, 2a. März. Der. A v a n t i' rechnet mit einem all» gemeinen Ausstand der italienischen Bahn. ange st eilte n, auch die Staatsarbeiterin Pavia sollen stch mit den Hafenarbeitern von Genua solidarisch erlläri baden..Seeoto' berichiei über eine Bewegung unter den Angestellten der italienischen Kleinbahnen für den Achtstundentag. £lopd George über den Völkerbund. Amsterdam. 29. März. Lloyd George schreibt in seiner Botschaft in der BölkerbunidauSgivb« des.Manchester Guardian", dcrg alle Hoffnungen, um der Welt die Wiederholung bft unermeßlichen Sintflut von l9l4 zu erfnaren, sich auf die Ausarbeitung praktischer Mine! vereinen, durch die die Nationen der Erde in den Stand gesetzt werden, die gemeinsamen Angelegenheiten der West in freundschaftlicher Zusammenarbeit statt in eiser- süchtiger Nebenbuhlerschaft zu führen. Der Pölferbtuid wäre er- folglos, wenn er nichts anderes sei, als ein neuer Friede auf Grund internationaler Organisation. Es komme vor allem darauf an, daß die Glieder dieser Organisation wahrhaft entschlossen sind, i n enger Gemeinschaft für eine bessere Menschheit und die Freiheit de. Mens che«'zu arbeiten. Die Nabionen müßten jetzt dafür sorgen, daß der Völlerbund zum wirk- samen Werkzeug für die Lösung jedes internationalen Problems gemacht wird, in dem sie sich bereit halten, für den Böllerbund Opfer zu bringen. Amerika und England müßten den praktischen Beweis liefern, daß sie an den Böllerbund glauben. Die Abrüstung sei die wesentliche Bedingung für den Erfolg des Bölkerbunoes. Man könne nicht erwarten, daß die durch den Krieg verwüsteten Nationen ihre verheerten Länder dem Schutz des Völkerbunde« anvertrauen, wenn die Verfechter des Bundes selbst zögerten. Vertrauen in setnen Schutz zu fetzen. Wenn man eilte Gesellschaft der Stationen errichte, um die Brüderschaft unter den Völlern der Erde zu verbürgen, zugleich aber die Heere und Flotten vergrößere, um wirksamen Bruderschutz zu gewährleisten, dann mache mau dieses große Ideal zum Gespött. Rückkunft der Deutsch-Gfiafritaner. Haag, 29 Mär«. CH N.) Auö Rotterdam wird gemeldet: DaS Dampischiff Borda ist gestern abend im Roiterdamor Hafen an» gekomnien mit 2-9 Kindern, 8l1 Frauen und 79 Männern, läiuilicb deuilche Untertanen sowie weiter 4 O'fiiieie» und 84 M'nn'chaften der deut'cken Armee. Alle kommen aus Demsch-Ostasrtka und reisen heute nach Deutschland weiter. Die Schlacht am öirkenbaum. Von Artur Zickler. AuS den chaotischen Nebeln der Gegenwart heben sich immer erkennbarer die Umrisse der Freiligmthschen Vision von der Schlacht am Virkcnbanm ab, jenes großen Entscheidungs» kompfes zwischen dem Osten und dem Westen, der alten gegen die neue Weltordnung. Es zeigt sich, daß der Volkerkampf eines ! halben Jahrzehnts nur der erste Akt eines Riesendramas i war, eingeleitet durch das Vorspiel rasender kapitalistischer Ent» Wickelung der Nationen: das Spiel selbst ist noch nicht zu Ende, ' die Entscheidungen haben nur neue Probleme geboren, die der Auseinandersetzung und Lösung harren. Throne sind geborsten, Reiche zusammengebrochen. Sieger triumphieren über Besiegte, aber die Ergebnisse sind nur vorläufige, und niemand weiß, wer die Sieger und die Besiegten von m o r g e n sein werden. Die Führer des Krieges, die ihre Völker als Gladiatoren in die Weltarena dirigierten, haben geirrt, als sie annahmen, haß nach entschiedenem Woffengang die Kämpfer wieder de- mutig in ihre Pfähle zurückkehren würden. Die Dkassen sind dura) den Krieg aufs tiefste erschüttert, sind ausgewacht und rütteln wie Simson mit der Urkrast der Verzweiflung an den Säulen der gesellschaftlichen Mächte, die ihnen Licht und Leben raubten. Ter Rausch der Sieger, die nicht das Trügerische im Glanz ihrer Erfolge sehen, leistet ihnen Vorschub, und mit un- heimlicher psychologischer und materieller Folgerichtigkeit be- reiten sich Ereignisse vor, die mit mitleidloser. Gewalt die Welt in einen ncitcn eisenharten Willen zu zwingen versuchen. Die Menschheit späht mich einem rettenden Ausweg. Der seelische Antrieb der Emswrungsbewcgungcn in allen Ländern ist der Haß flogen den. Krieg, das materielle Motiv ist das Elend, das er im Gefolge hat. Weil die Massen wissen, daß nicht nur die jeweilige Negierung, sondern, das System Urheber des endlosen Gemetzels war, geben sie sich nicht mit dem Sturz der alten Gewalthaber zufrieden, sondern wünschen die Beseitigung der kapitalistischen Ordnung überhaupt. Kann es einen Sozialisten geben, der das nicht will? Kann es einen wahrhaften Menschen geben, der dem Gestrigen ein Wort der Milde leihen kann?'Im Reiche der Idee, im Willen zum Ziele sind sie alle Verbundene, die Kommunisten, Unab- hängigen, Sozialdemokraten und die Zahllosen, die über cht Selbst hinaus vom reinen Glück des Volkes träumen. Was aber brennt sie, daß sie sich mit Wort und Faust einander entgegenwerfen? In der Vielheit der Meinungm klafft daS Bewußtsein zweier Wege. Der eine, kürzere, wie es manchem scheint, führt über Golgatha, ein Weg des Schweißes und der Wunden, erhellt nur vom Glauben an die Auferstehung. Das russilchc! Volk ist ihn gegangen, an den Schildwachen der fremden Er» oberer vorüber, noch heute der Erlösung harrend. Der Sieker von gestern ist der Besiegte von heute. Wird ihn fremder Wille in gleiche Bahnen zwingen? Es ist möglich, weil drüben im Westen zu wenige wissen. was die Zeit von allen fordert. Wüßten sie es, die heute noch die Wage der Entscheidung in den Händen haften, und sie müßten es b a l d erkennen, so müßten sie einen Waffenstillstand mit der Idee schließen, die auch an ihre Tür, vorläufig noch warnend klopft. Das wäre der andere WeZ. Keilich, es gehört dazu ein so hohcS Maß fteiwilligcr Einsicht, daß es dem Nüchternen zweifelhaft erscheint, ob eS aufgebracht wird. Diese Einsicht würde verlangen, daß der Krieg und sein Ausfall nicht Nichter über Lasten und Beute bleibt, daß die Neuordnung der ganzen Welt auSgcht von der Anerkennung auch des letzten Menschen und seiner Neckste. Der Nationalismus, die Giftblüte kollektiven Eigennutzes, muß erst verdorren, ehe der Baum der Menschheft edlere Keime ansetzen kakm. Der Kapitalismus muß an seiner eigenen Fäulnis zugrunde gehen, wenn er nicht durch den gesunden Willen der von ihm noch beherrschten Völker abgestoßen wird wie ein Geschwür. Die Proletariate �Frankreichs, Englands, Amerikas, Italien? entscheiden über die -Formen, in denen sich der Sozialismus voll» zieht. Ob er machtvoll friedlich seine Herrschaft über Güter und Menschen antritt, oder ob er aufspringt ans der Verzwcif» lung der Besiegten, das liegt in ihrer Hand. Der Turchbruch des Sozialismus kann sich nur im Rahmen der Nation voll» ziehen, das beweist die Geschichte der Gegenwart: sein Sieg, sein Bestand und seine Hcilsamkeit sind international bedingt. MLir brauchen Euch, Genossen der Ententeländer, damit d'e Brutalität Eurer politischen und industriellen Kapitäne unsere junge Freiheit nicht zur Wehr mft Nägeln inid Zähnen treibt. damit nickst noch einmal Blut und Tränen den Trank vergällen, aus dem Europa Genesung trinken soll. Und gibt eS überhaupt noch eine Möglichkeft der Heftung, wenn die Urkräfte vergeudet sind? 5?o(5 find eS mit 51? Geister, die auf dem VIakfifest>e der Birkenbaumschl»icht miteinander ringen. An Euch. Genossen des Westens, liegt es, daß stcst die letzte Befreiung nicht erst der barbarischen Verwüstung der Leiber enUvinden muß. Union zentraleuropäistber Länder. �ur Bekämpfung der Bolfchctoifi. Haag, 29. März.n» sebätzung der Kapitaleinkommen zu erreichen. Tie Steuer- lcistung erfolgt in der Weise, daß der Schuldner von der ZinS- Zahlung 10 Proz. abzieht und sie der Staatskasse zmührt. Rur bei Erträgen aus ausländischem Kapita! und Wechseldiskont- betragen ist die alte Form der Deklaration auch bei dieser Steuer beibelialten Begünstigt sind diejenigen Besitzer von Kriegsanleihen, welche auf ihren Effektenbesitz haben Kredit aufnehmen müssen. Hier wird die Steuer zurückgezahlt, so- fern mehrfache Bestenerung nachgewiesen wird. Zweifellos wird die Vorlage einer weitgehenden Kritik begegnen. Die Verfechter des schrankenlosen Kapitalbesitzes sowohl wie des heutigen Kreditsystems überhaupt werden schon diese geringe Belastung des Kapitals als zu hoch emp- finden. In der Tat ist es durchaus nicht ausgeschlossen, dag die Kapitalerlragsteucr zu einer Erhöhung der allge- meinen Zinssätze führen wirb. Demgegenüber sst aber gellend zu machen daß die Versuche der S t e u e r a b w ä l- z u n g so lange nicht mit Erfolg bekänivft werden können, als es einen Kapitalismus gibt. Es ist das eben der Grundsatz des Kampfes des wirtschaftlich Schwächeren gegen den wirt- schaftlich Stärkeren, daß man dis Lasten dem aufhalst, der sich gegen sie nicht wehren kann. Es ist sicherlich auch anfechtbar, daß man von einer Staffelung der Kapitalertragsteuer abgesehen hat. Man vcr- mag nicht einzusehen, weshalb die'hohen Dividendenerträg- nissc einzelner Indiistrieiinternchmimgen, die sich zum grosnm Tri auf die bevorzugte Lage des llnternehmens, auf das Bor- handcnsein von Bodenschätzen, Verkehrsmilleln ustv, gründen und dabei ibre Verdienstmöglichkeit einer Monopolstellung verdanken, nicht stärker zu einer Besteuerung herangezogen werden sollen, als kleine Kapilalbesiver. die noch von alten StaatSpapieren mit niedrigem Zinsfuß zehren. Es ist jedoch zu hoffen, daß eine straffe Vermögensbestenernng die hieraus sich ergebende unterschiedliche Behandlung beseitigen wird. In der cnn Freitag unter dem Vorsitz des Reichsfinanz- Ministers Sch'sfer abgehaltenen Vollsitzung des Staatenausschusses wurde den Gesetzentwürfen be- treffend die vorläufige Regelung des Reiclishansbalts und de� Haushalts der Schutzgebiete für das Rechnungsjahr tOIÖ betreffend die Feststellung eines vierten Ztachtrags vom Reichs- Haushaltsplan für das Rechnungsiahr l918 und über die B!l- dung einer vorläufigen Reicbsmarine in den von der National- Versammlung beschlossenen Fassungen zrigestimmt. Tirpitz auf üem 5anüe. Lluch er schreibt Erinnerungen. Herr v. Tirpitz hat zu den gegen ihn vorgebrachten Be- schilldigiingcn und Anklagen bisher beharrlich geschwiegen. Wie die„Telegraphen-Union" erfährt, besteht der Grund dieser Zurückhaltung darin, daß der frühere Staatssekretär deS Reichsmarincamts seit Oktober vorigen Lahres ausschließlich mit der N i e d e r s ch r! f�t seiner Erinnerungen beschäftigt ist und jede vorzeitige Veröffentlichung ablehnt. BiS zum Abschluß der Niederschrift beabsichtigt Tirpitz auf dem Lande zu bleiben. Airfang Mai wird er in Berlin er» wartet, wo er sich nach Beratung mit seinen Freunden und seinem Verleger über den Zeitpunkt der Herausgabe seiner Denkivüvdigkeiten entscheiden wird. Wir würden e» für sehr vorteilhaft halten, wenn ein Staat». gerichtShos Herrn v. Tirpitz bei seinen.Erinnerungen' da nachhilft, wo etwa sein Erinnerungsvermögen versagen sollte. Lindner noch immer in Freiheit. Ein amtlicher Bericht auS München sagt, daß der Aufenthalt deS Metzger» AlohS Lindner, des Attentäters auf Auer, noch immer unbekannt ist. Die Fahndung werde weiter betrieben. Und der Knabe ging verscvieben Wie die Mu ler ihm gebot. Flotte Zahler fand er sieben, Kauilen gern sein letztes Lot. AbendS kehrte er vermögen Heim mit vollem ReckmungSbogen. Plaudernd auf dem Ofenbäukwen Sitzen ftöhlich Sohn und Frau Er erzählt ein neues S-bwänkchen: � Streik droht a n Herr J»anuschau— Lächelnd in der Ballenspolte Birgt den Draht die gute Alte. _ S ch l a r a ss. Notizen. — Walter G r o n i u S, der von neuen Ideen erfüllte Ber» lin«r Architeft, der hier des öfteren zu unfern Lesern gesprochen hat, ist zum Diretior der Hochschule der bildenden Kunst und der Kunstgewerbeschul« in Weimar ernannt worden. — Kurt EiSner z um Gedächtnis wird in München die Promenadenstraße, in der er ermordet wurde, Kurt-EiSner» Straße benannt werden. — Vom Doktorhut, von der Doktordissertation u. a. In Deutschland ist eine fröhliche Jagt» auf die Zöpfe er- öffnet. Nur im akademischkn Privilegicnwesen spürt man noch wenig von dem frischen Wind. Jede Partei ist noch ängstlich be- müht, ihre Doktor» bei den gleichgültigsten Geschichten ins Licht zu rücken. Auch die Genossen, die einmal der Doktormodc gefrönt haben, werden nun zeitlebens.choktoriert'. Hat es heut wirtlich noch einen Sinn, daß jede? Studcntlein, das die meist unbedeu- tenden geistigen und verhältnismäßig beträchtliefyen materiellen Kosten bestritten hat, zeitlelenS mit dieser nicht garantierenden Abstempelung herumläuft? Und müssen alle dies« Probcarbeiten immer noch weiter gedruckt werden? Ueberhaupt die Titel. Dia Tüchtigkeit macht sich auch obne sie gellend. In der Temokralie sollte«s zum guten Ton gehören, nur mit seiner Persönlichkeit zu wirken. In einer wirklich guten Gesellschaft kennt man keinen Titel, kein Amt, sondern nur den Menschen. — Das A r cd i v der Sozialdemokratischen Partei, Berlin S3. Lindenstr. 3, hat innerhalb seiner Büidaei i-don jetzt eine größere Sammlung von Sckiiislen aus ber Zeil der Revolution zuiammen�eiragen und bil et alle P.iiieiorganisationen, Gcwerlichafien, Aibeaer-, Soidoteuräle und Parteüenosien um Zuienduug von weiteren, Materia! in Bi oichü en, Flughtätiern und Maueranickiägen, die mit der Revolution, dem Sozialismus und der Arbenerirage Zusammenhang haben. — Ich suche ein« Wohnung. Ein Leser schreibt un»: Dem Bedauernswerten, der seine Wohnungsnöte hier kürzlich in Literatur umsetzte, kann geholfen werden. Er braucht sich nur von Frau und KGdern zu trennen, sich auf eine Einheirat gefaßt machen und 6000 M. mitzubringen. Dann bietet sich ihm folgend« Gelegenheit sin d«r B. Z.>: 3 Zimmer,«m Vorderhaus, Nih« Kunürstcndamm, mit Loggia und Balkon, sind unter äußerst gün« stigcn Bedingungen an einzelnen Herrn gegen ein Darlehen von sechs mujeud Mark sofort zu verm ceten. nt.m ♦ ZH. Jahrgang 1. Heilage öes Vorwärts Sonntag, ZH. Marz191y llm«lke Verbesserung Äe»« Volkser'nakvung. preußische Zanöesoersammiung. 14. Sitzung, Sonnabend, den 29. März Ivtv, 1 1 U h r. Am RegierungStisch: Hirsch, Dr. Südeknm, Heine, Reichsernährungsminifter Schmidt. Die förmlichen Anfragen der Scyialdemokraten iüber B e- schäftigung und Ansiedlung von Kriegsbeschä- d igten und über Fürsorge für die infolge des Kriegsdienstes geisteskrank und Neurotiker gewordener Kriegsteilnehmer werden demnächst beantwortet werden.— Da» HauS setzt die Besprechung der Anträge, auf Hebung der Landwirtschaft»nd Verbesserung der vnUSeruähruug fort. Reichsernährungsminister Schmidt: Gerade die Partei des Antragsteller» Grafen Kanitz hat unter dem alten Regime sich große Unterlassungssünden auf de-m Gebiete der inneren Kolonisation zuschulden kommen lassen. Die außer- ordentlichen Schwierigkeiten der Bejchasfung von ArteitSkräflen für die Landwirtschaft machen uns zumal für den Osten des Landes große Sorgen. Einen Zwang auf die städtische Arbeiter- bevölkerung auszuüben begegnet den größten Bedenken. Dagegen hat die Reichsrcgierung eine Reihe von Maßnahmen ge- trosfcn, um den Anreiz, aufs Land zu gehen, für die Arveiier- scha't zu steigern. Dazu gehören: die freie Eifcabahnfahrt, die Entschädigungen für die Familie, ferner die Gleichstellung der ländlichen und der Industriearbeiter aus dem Gebiet« des Koalitionsrechtes, endlich die Bestrebungen, auch die Lohnverhältnisse auf eine befriedigendere Grundlage zu stellen, linier diesen neuen Peikültnisten stehen stch vieliach die Landardeiicr lesscr als mambe ftödtisch>en Arbeiter.— Die Be- �schafsung künstlicher Düngemittel ist leider durch die Koblcnstrriks außcrordcnllich erschwert worden. Auch die Kaliproduklion ist heute duich die mangelhafte Kohlcnbelic-erung sehr einge- schränkt, wie denn überhaupt jede Hinderung der Kohlensörderung sofort ganze Industrien lahmlegt. In letzter Zeit hat sich ja die Kohlcnbclieferung gebessert, und es wird möglich sein, den Wünschen der Landwirtschaft mehr ent- gegenzukommen. Wenn gefordert wird, die Preise der landwirt. schastlichen Erzeugnisse in ein richligeS Verhältnis zwischen Pro- duktioiislosten zu setzen, so kann ich hier kein Zugi-stündnis machen, wenn darunter eine große Erhöhung der gegenwärtigen Preise verstanden wird. Andeierse>Is ist auch einstiveildn an eine Herabsetzung der Preise absolut nicht zu denken. — Ten Abb»» der Zwangswirtschaft können wir zurzeit noch nicht in? Auge fasten. Eine Reihe von Produkten, die die Grundlage der VolkScinährung Hilden, so Brotgetieide, Fleisch, Kartosscln und Milch müssen wir weiier zn>angKweiit bewirtschasten. D>« ZwangSwirtschail für E-rr ha�e ick aufgehoben da der Kontroll- apparat so umfangreich und kostspielig ivor, daß er zu dem Er- folge in einem sehr schlechten PerhältnzS stand. Ich hojse nun aber auch, daß der Landwirt einsieht, daß da», Was wir von ihm fordern, im Intcresie der Persorgung der städti- sclicn Bevölkerung absolut notwendig ist. Leider bekämpft ein Teil der kleinen Landwirte jede solcher Maßnahmen mit außer- ordentlichem Widelstande. Einzelne Gemeinden liesern nicht einen Tropfen Milch oder ein Pfund Bulier ab. weil sie alles in den Schleichhandel bringen. Einen solchen Zustond werden wir uns unter keinen Umständen gefallen lassen, sondern gegen ihn mit den entschie- denstcn Zwangsn.aßnahmcn einschreiten. Ebenso bedauerlich und ge.mein.'esährlicb ist eS aber auch, wenn Städter truppweise aufs Land hinausziehen, um dort zu räubern und zu plündern. Das ist nicht nur politisch, sondern auch vollsivirtschasllich«in großer Sclodcn. denn unier diesem Eindrucke«incS Schrecken». rcgimcnicS verlicrl der Landwirt schließlich auch jede Lust am Anbau. Die Landwirte wiederum mögen folge i des dedciilcni wir haben die Kartoffelration für die städtische Bevölkerung auf S Pfund, die F.ciichralion auf 200 Gramm herabsetzen müssen; die Belieferung mit Nährmittel» ist sebr bescheiden, und was wir ihr sonst noch liefern, ist herzlich unbedeutend. Dem gegenüber steht die ländliche Bevölkerung in der Versorgung weit besier da, während sich aus der mangelhaften Versorgung in den Städten die andauernde Unruhe der Bevölke- rung erklärt. Das Saatgut wirb hoffentlich sichergestellt werden können. Leider sieht eS mit- der Kartoffelversorgung sehr schlecht aus. Es nützt nichts, heute Hoffnungen zu erwecken, die dann nicht erfüllt werden können. Die Städte werden vielleicht auf Wochen hin» au? ohne jede Kartoffel bleiben, und ein Ersatz wird höchstens durch die Einfuhr von Lebensmitteln zu beschaffen sein. Die eingeführten Lebensmittel sollen zn dauernden besonderen Zuwendungen für die Bevölkerung der großen Städte verwandt werden. Zunächst kommt hier- für Mehl in Betracht, dessen Preis allerdings«norm hoch ist. Es soll nun her Brotpreis nicht erhöbt werden, dagegen da? Mehl zu teurerem Preise zur Verfügung gestellt werden. Die in Rotter- dam liegenden Sendungen an Fett und Speck sollen zunächst dem Ruhrgeb-et zugute kommen, dann Berlin und den Industrie- gebieren in Schlesien und Sachsen. Sehr bedauerlich ist der neue Streik im Ruhrgrbict, durch den dir Arbeiter weniger an Lebens- mittel» erhalten, denn wir können sie nur mit Kohle bezahlen. Unser Geld will daS Ausland nicht. Außerdem verbietet eS sa das Brüsseler Abkommen, daß. solange gestreikt wird. Lebensmittel in da? Streik» gebiet kommen. Hoffentlich geben die Arbeiter im Dortmunder Bezirk diesen törichten Streik auf. zumal die Regierung zu Ver- Handlungen jederzeit bereit ist.— Tie norwegischen He- ringe können nickst eingeführt werden, weil die Entente die Er. laubnis b-Sbcr nicht gegeben hat. 200 00(1 Tonnen sind bereits für dir mrnichlichr Ernährung vrrdorbrn. tHört. börtll Einer Kon. trolle der LebenSmittelverteilung in den Gemeinden durch Ar- beiterräte stehe ich durchn»? svmpathisch gegenüber.— Ich habe die Hoffnung, daß wir aus Grund der uns von der Entente zugesagten Einfuhr bis zur neuen Ernte durchkommen, und daß wir sogar dauernde Züsch ü sie werden geben können, sowohl an Mehl wie an Fleisch und Fett, so daß für die nächste Zeit wohl eine Er- lrichterung unserer ganzen Ernährung zu erwarten ist.(Lebhafte» Bravo!) LondwirtschaftSminister Braun: Wenn man den besonderen Dank an die Landwirtschaft ver- mißt, so ermahne ich die Landwirtschaft zu ettoas größerer Be- fcheidenheit. denn eS gibt schließlich auch andere sehr wichtige Be- rufSstönde, die ebenfalls während de?.Kriege? ihre volle Pflicht getan haben, und die außeidem noch im Gegciisatz zur Landwirtschaft. mit schweren ErnährungSfragcn zu kämpfen statten. lEebr wabr! bei den Soz.) Auf dem Düngemittelmarkte hat sich ein bedenklicher Tausch- und Schleichhandel ber- ausgebildet. ES wird alle? versucht, dem entgegenzutreten. Die Propaganda gegen die ViehhandelSveiläude ist mit Vorsicht auf. ,iinebmen. denn sie geh! von den InteveiTernen aus. Der frühere Frühhandel'st kaum mit geringeren Kewinnprozenten auSgc- kommen. Gegen eine Untersuchung der Wirtschaft der Viehhande'S- Verbände und ibrcr höheren Ileberschüssc habe ich nicht? einzu- wenden Ihre lleberschüsse sollen jetzt zur Förderung der Viehzucht verwandt werden. Dort, wo Tarifverträge mit Landarbeitern zustande gekommen sind, fehlt es der Laiidwirtsck>aft auch nickt an Arbeitern. Es werden immer noch, Landarbeiter weaen sozialdemo- krrtistbcr Agitalton gekündigt.'Hört, hörtl) Ein solche» Porgebcn ist lediglich Wasicr aus die Mühlen des Bolschennsmu�(Sehr wahr! bei den Soz.) Dürrst die geplante Siedelungspoli- t i k werden wir hofsentlich einen selbständigeren Landarbeltcrstand bekommen, wodurch die Klallenunterichiede auf dem Lande etwa? vermindert werden. Auf keinen Fall mehr darf eine Abhängig- keil des Landarbeiters vom einzelnen Unternehmer mittel? der Wohnungsgewährung erzielt werden.(Sehr wahr! bei den Soz.) In Königkberg habe ich mich lediglich gegen ein« wähl- lose schematiichc Zerschlagung von Grundbesitz gewandt. Ein Schlußantrag wirb angenommen. Abg. Adolf Haffmann(N. Soz.) ersteht lebstaften Widerspruch, weil' seine Partei nicht zum Wort gekommen sei. Die MchrheilSsozialisten sind Zentrumsknechte, ein solcher Skandal ist selbst unter Kröcher nicht vorgekommen. Man hat einen Schlußantrag angenommen, ohne daß die Debatte über- Haupt eröffnet wurde.(Zuruf: Zehn Reldner und zwei Minister haben gesprochen!) Abg. Gräf(Soz.): Das Volk will nicht Worte stören, es will Taten festem Die Anträge müssen möglichst schnell in die Aus- schüsse geschickt werden. Sämtliche Anträge werben dann einem Ausschuß von 27 Mit- gliedern überwiesen. Die Denkschrift über das SicdlungSwescu und ein Antrag zur Siedlungssrage gehen an einen beson- deren Ausschuß von 27 Mitgliedern. Ein Antrag des Ausschusses für Bevölkerungspolitik, alleu Frauen der minderbemittelten Bevölkerung eine Wochcnhilfe zu gewähren, und die Krankenversicherung auf die Familien der Versicherten auszudehnen, wird angenommen, ebenso der Antrag ; Rür zur vorläufigen Regelung des Gemeindcwahi recht» in SchleS- . wig-Holstein. Auf der Tagesordnung stehen noch etwa SO Anträge.. Nach ' dem Beschluß deS AeltestenauSschusieS sollen diejenigen Anträge, ! zu denen keine Wortmeldung vorliegt, den Ausschüsien überwiesen werden.— Die Unabhängigen haben daraufhin zu sämtlichen An- trägen Redner gemeldet. Abg. Adolf Hoffmann(U. Soz.) erhebt lebhirften Einspruch gegen den Beschluß des AellestenauSschullcS.— ES entspinnt sich ein« 4tstündige GcschästSordnungsdebatte, in der Abg. Hasfman« zwölfmal da» Wort ergreift. Schließlich werden sämtlich« Anträge von her Tagesordnung abgesetzt. Schließlich werden sämtliche Anträge von der Tagesordnung abgesetzt. Nächste Sitzung Donnerstag, den 10. April. 2 Uhr.(Anträge.) parteinachrickitea. Unabhängige Helden. Di«„Freiheit", das Kommunisten-Lrgan für Hanau und Frantsurt a. M. kennzeichnet in ihrer Nummer vom 27. März unter obiger Ucbcrschrift die politische Nolle des Unabhängigen Robert D i ß in a n n wie folgt: »In der gestrigen Arbeiterratsversammlung von Frankfurt am Main hatte Robett Dißmann Gelegenheit, den Mut in revolulio- nären Taten zu zeigen, den er an qiedern so preist. Da war zunächst die Entsendung von Delegierten zur Berliner ReickiSitadtverordnetenversammlung, genannt zweiter Rätekongreh. Vlan hat sich von diesem 2. Rätekongreß die sogenannte positive Arbeit versprochen. Was positive Arbeit ist, wissen wir aus den Debatten und der PiariS der Revisioiiiitew Da aber i n der Re- volution die Unabhängigen das sind, was v o r der Revolution die Revisionisten waren, schivärmt Robert Dißniann für„positive Arbeit im svzialrevolutionären Sirne'l Dann kamen die Anträge der Kommunisten über die Begrüßung der ungarischen Revolution und eine Resolution über die Berliner Vorgänge, in der auch.positive Arbeil" gefordert wurde, wi« Ent- wafftiung der Bourgeoisie, Bewaffnung ocS Proletariats usw. Das sind Anträge, denen ein Mann wie Robert Dißmann sonst zustimmt, wenn er weiß, daß er in der Minorität bleibt. Diesmal war e? anders. Ein großer Teil der Mehrhcillcr war schon fortgegangen, die Annabme war gewiß. Was tat also Robert? Er verlangte Vertagung, bis die Mehr- heitlcr wieder da seien. Mit deren Hilfe werden dann die Anträge abgelehnt werden. Robert Dißlnann wird dann für die Anrräge stimmen und kann dann poltern, daß die Mchrheitler die Anträge ablehnen. Tann ist man wieder einmal revolutionär gewesen und e» hat nichts gekostet. Die revolutionäre Glorie ist gerettet." Wir haben der Charakteristik dieses unabhängigen Prinzipien- reiters nichts hinzuzufügen. Wer näher in daS Wesen der Un- abhängigen eingedrungen ist. wird finden, daß das Kommunisten- blatt damit den Nagel auf den Kopf getroffen hat. „Aktinürker Bolksfreunv". Unter diesem Titel erscheint ab t. Avnl ein neues Parleiblatt in Stendal So ein Lump Eine Geschichte au» dem Borinag« von Paul Zech. (Schluß> In der Nacht weinte Marci. als ich die Wahrheit vor Gott wissen wollte—: daß der Junge vom Herrn sei, könne wohl stimmen. Aber ich hätte doch auch.... Sieben Tage und sieben Nächte blieb ich auf der Zink- Hütte. Fraß nichts. Es war mir, als hätte ich ersticken müssen. Die Luft war voller Eis- in der Glut der Schmelz- öfen. In der achten Nacht schlich ich mich wie eine Katze in die Kammer zu Marci. Sie saß noch ans und säugte das Kind. Ich fragte jetzt ganz ruhig—:„Ist dieser Bengel von dem Baron?" Sie antwortete ganz ruhig und laut—: ,JJo, so ist est" Da riß ich das Kind ab von der sprühenden Brust, packte es in einen Korb und trug es auf das Schiaß. Mitten auf der großen Terrasse setzte ich den Bastard ast. (Schluß folgt.) Im Schloß war Musik und an den offenen Fenstern kamen manchmal Paare, die sich heimlich küßten. Ich verkroch mich in ein Gebüsch und lairerte. Die Musik wurde immer lauter und da fing auch das Kind an zu schreien. Dann kam eine schöne große Frau, vielleicht war eS die Frau Baronin selber, und trug den Korb mit dem Kind ins Schloß. Ich warf Steine hinterher. Ein paar Fenster sprangen. Und Diener kamen mit Fackeln und Flinten. Ich war aber schon übern Zaun hinweg. Nach vier Wochen hatte ich alles vergessen und legte mich wieder zu Marei. Sie starb, wie Ihr wißt, mit dem vierten Kinde von mir. Gott möge sse selig ruhen lassen." Die Greise falteten die Hände und Abraham sprach leise ein Gebet. Ter Himmel begann stch zu röten. Die Bäume warfen welkes Laub und Kühle herab. Nach einer langen Pause fing Abraham wieder an zu erzählen. Mit einem härteren Klang in der Stimme—: „Ter Junge wuchs wie eine Tanne empor. Fuhr im Wagen mit dem Baron auS und ritt auch manchmal allein an der Zinkhütte vorüber. Gerade an meinem Fensterloch. Er hatte schöne blonde Haare. Wie Marei. Sah ihr auch ganz ähnlich. Darum freute ich mich immer, wenn ich ihn sah. Im Dorfe wußte niemand, woher der Junge war. Denn Kinder hatte der Baron vorher nicht und jeder glaubte, daß es sein Sohn sei. Das war ja auch ganz richtig. Aber doch nicht so. wie die andern meinten. Als nun der junge Herr zur Kommuiiion ging, hatte ich einen Entschluß. Ich packte die 300 Frank von dem Herrn Mron in einen Brief und schickte das Paket auss Schloß. In dem Brief stand, daß das Geld von der Mutter des jungen Herrn sei. von der Marei. Noch am selben Tage bekam ich meine Entlassung auS der Zinkhütte. Ich war ein paar Monate ohne Arbeit, denn niemand wollte mich haben, wenn sie aus den Papieren meinen Namen lasen. Ich verstand das nicht gleich. Darum �ing ich in die Stadt und verdingte mich ans der Gießerei. Es gab da einen schönen Labn. Aber die Arbeit war schwer und die Meister hielten sich streng. Des Nachts kam mir immer unser Dorf in die Augen. Und mein Alter schrieb, daß er seine Last hätte mit meinen Kindern. Aber Ich hielt nach drei Jahre in der Stadt aus. Da brannte die Gießerei ab und wir hatten alle keine Arbeit. Mein Alter schrieb, ich solle nur ins Dorf kommen. Der Baron wird mich schon wieder einstellen. Ich zog dann auch wieder ins Dorf. Und bekam bei den großen Pumpen Arbeit. Die geborten einem anderen Baron. Der Baron van Tongen ritt jeden Morgen an dem Pnmpenhaiis vorüber. Aber wie ich auch den Hals aus- reckte—; der junge Herr war nicht dabei. Das beunruhigte mich. Ich wallte doch wissen, wie er fetzt aussah nach den drei Jahren. Das war ich doch meiner Marei schuldig. j Eines Abends schlich ich ins Schloß, um nach dem jungen Herrn zu fragen. Do traf ich den Gärtner Pierre. Der sagte mir. daß der junge Herr in der Stadt sei und stu- dieren müsse. Ich dachte—: wenn das Marei wüßte. So ein kluger Junge! Es waren schon sechs Jabre, daß ich den sirnaen Herrn nicht sah. Und da fing bei dem Baron van Dongen der Streik an. Die ganzen Fabriken streikten. Wir lagen Tag und Nacht beim Schankwirt und soffen und schrien nach besseren Lohn. Die Herren Barone rührten sich aber nicht. Mit ihren blanken Waaen fuhren sie durch das Dorf, uns noch mehr zu ärgern. Da haben wir eines Tages die Buden gestürmt und. weiß der Teufel wie das kam, den alten Baron van Dongen haben sie dabei erschlagen. Ihr wißt ja, daß ich nicht dabei war. Aber die Gen- darme nahmen mich doch fest und bei dem Gericht sah ich den jungen Herrn wieder. Es hätte Marei sein können. Er sagte aus—: ich hätte seinen Vater erschlagen. Darum kam ich fünf Jahre ins Zuchthaus. So ein Lump! So ein Lump!" Tie sieben Greise sahen sich schweigend an. Austau- chend aus den Gassen und niedrigen Häusern trotteten Menschen auf die abendlichen Felder. Von ihren der Erde zngebogenen Schultern kippten Lasten herab. Not und Haß knarrten aus dem Schuhwerk, husteten aus verseuchten Lun- gen. Das Elend einer geknechteten Gesellschaft lag in braunen Schattenzügen auf der Landschaft. Dieb blökte in den Ställen. Kinder schrien unter mageren Brüsten. Die sieben Greise sahen sich schweigend an. Abraham erzählte weiter—: „Die fünf Jabre im Zuchthaus sind schnell zu Ende gegangen. Ich aber mußte ganz langsam ins Dorf zurück- gehen. Auf Krücken. Wer hätte mich da noch angenommen zur Arbeit? Und ich konnte auch nicht mehr arbeiten. Tie Gemeinde verweigerte mir einen Platz im Spital. Drei- hundert Frank sollte ich zahlen. Aber ich hatte doch nichts. Da ging ich zn dem jungen Herrn Baron van Dongen und verlangte die dreihundert Frank zurück, die ich ihm zur Kommunion geschickt hatte. Er wußte nichts mehr ocivon und hetzte mich mit den Hunden weg. Der Lump! Der Lump! Aber er sah so aus wie Marei. Dessen kann ich mich genau erinnern. Und darum habe ich die ganze Geschichte mit der Marei»nd dem Herrn Baron aufgeschrieben und an den König geschickt. Keine Antwort ist gekommen. Wie sollte das auch. Aber die Gemeinde hat mir plötzlich die Stelle im Spital gegeben. � Ich war vor Hunger umgefallen auf der Straße. Und da habt Ihr mich alle gepflegt. Die ganzen Wochen, bis ich wieder gehen konnte. Und auf dieser Bank sitzen. Immer wenn der junge Herr van Dongen in der gelben Kalesche vorüber fährt. „So ein Lumpl So ein Lumpl" Ein Chorus aus sechs uralten Kehlen hustete da? Echo—: „So ein Lumpl So ein Lump!" Am Himmel standen die ersten Sterne. Der Walnußbaum über der Bank mit den sieben Greisen wußte darum. Und tropfte Tau und Nacht herab. Eine Eule schrie. Und die Menschheit im Dorf—: „So ein Lump! So ein Lumpl" Alle Inserierten Arfflkel oKne Bezugsicheln BERLITZ C Spandau er Str. 16 Gegründet 1815 BERLITZ. C Köntgstr. 11-14 Seiöenstsffe KorseKe Gardinen Weißwaren 8eic!s»-- Q7t, 100 cra•«*. Meter C t inakrepp ro«i OQ 60 cm.... Meter ZV.DV Glanzseide weiß, •chwerz und farbig,<3/\ /\s\ 85 cm.... Meter py.'JU1 IDuckesse- Musselin •ehr geschmeidig, •chwmrz und marine, qq 85 cm. Meter Kr. 1. Palstot tcs daakd-kiriertaa Stsf. träte 5i, 38.« Scaluicr bh 105 c* la Mk. 6.00 mehr. 63.00 Ivunsteeid. Hutband m neucatet, Farben.| q/\ 4 cm breit.. Meter A.«'vJ SamtbandÄ1� 3.90 Korsett am, weiß. Lein. m. I Paer Halt, Korsett weiß go- must., halbhohe Form mit I Paar Haltern. Korsett weiß gemustert, lange Form, mit I Paar Haltern. Korsett aas weiß. Batist, waschbar, mit I Paar Haltern... Korsett gra« ge- musU besonders fest, mit t Paar Haltern. Hüfthalter weiß gest.', m. 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Den Milaliekern zur [ i'tennhtis, baii unser Kollege Rnitosee Sotiorft) ; um 25. Dllirz 1919 cet- [ jtov»n ist. 188/5 tSÜrr(einem Sa8*n(en t Deutldier Buthblndcr- üerbsnd. Zahlstelle Bern tu llnfcrct Miialiedern zur traurigen Nachricht, daß unser Mitglied, der(Sa* lantcriearbeiter Ml! Lange verstorben ist. Lhrs seinem«ndenksnl Die Bcerdiguttg stndet am Dienstag, den 1. April, nach mittag» s Uhr, von der Leichenhalle fite Ieru- falcmet Kirchhofe«. Neu- fein, Hermannst.ast». aus statt. Um zahlreicheDeteiligung ersucht Die OrfBTerwaKong Dcutftbrr Cransportarteitrr' verttnä. ' rejlttoBteto.®r.-Berlin. . Den Mitgliedern zur | Nachricht, dastunlee Kollege, i ter Brauereiarbeiter Gnstav Scholz, 1 am 27. d. Mts. im Alter I I von Vi Jahren»er»! j starben ist Ehre seltte« Andenken l Die Deerbigtlna stndet 1 ! am Moniag, den St. d. M.,* ! nachmittag« 2'/» Uhr, von| ; bec' Loichcnholic des!»-. ( nicrnbffcaiftiJv«, Rv j MariendoeserMeg. auofl N 89,«chStflÖth« ffitr, 1 II ab 2. ttocll 1919 C 2. Bureauhaus Säest Burgstrahe 27. Tel.! Norden 10 787. Unser Mitglied Harr teto Karkofsky Sienienostabt, Miirkischer Steig 3 j ist verstorben. 296/7 Einiischeruitg: 81.8. 1919, *-mchmittag«»Uhr, Ärrma- ,5 lorium, Gerichiftr. 37/38, fSSKSCi Am 27. SWätj verschieb { nach schwerein Leiden unser lieber Vater.Schwieger. und Großvater, Bruder, Schwa- j gec und On.kes, der Puzer kM8t Hoklcd I im Aller von 81 Jahren. 1 Um stille» Beileid bitten Die trauernden Hinter» blieben tn ! Paul Anrieh, FrW« Stiel» I rch.Aurlch�Annileischncr keb.Aurictt, Emma Aurtch, i Sricli Anrieh, als Kinder, BerliN'Schäneberg, Kolonueirstroße S». L ie Bendigerng findet am I Dienstag, 1. April, nachm. i i! Uhr, von der Leichruhalle z de» 2.»ädlischen Schäne- 1 berqer Friedhofes, Blaute j Hölle, aus statt. 2102b Nuch überaus glücklicher 29jähriger Ehe verstarb. gestern Sonnabend, mittags»/»IZ Uhr, [ meine inniggeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter und Schwiegermutter Anna Kuske im 55. Lebensjahre. In tiefer Trauer Karl Kuske Hertnlne Finck geb. Kuske Wilfried Finck. Die Beerdigung finde« am Mittwoch, vorm. 10 Uhr,| dem Gemeindefriedhof In Bohnsdorf statt. Sitz Berlin. Geschäftsstelle: SW 68, Oranieosfr.Sd-St, I Geöffnet 10—6. Eintritt 1 Mk. Monatsbeitrag 30 Pf. Nach einjähriger Mit- gliedschaft kostenlose Gegründet 1905. Einäscherung und Beisetzung der Aschenkapsel. Aufnahme von Personen bis 50 Jahre auf jeder unten verzeichneten Zahlsieile, über 50 Jahre zu besonderen Bedingungen durch die Geschäftsstelle. Nach 25 jähriger Mitgliedschaft Beitragsfreiheit. Geschlechtskranke verlangen nn eig. Inieresse, um sich vor mindern). Heilverfahren zu schiiheu, meine aufklärende Broschüre üb. Tripper, Tzphtlis, vlutunkersuchung usw., wirkungsvölle und wertlose Heiiver- fahren im verschlossenen Umschlag ä 1 SR.(auamarts 1.20 SIL), ebenso in den Lprechstnnden erhältlich. Weiter» miindiiche Auskunft kostenlos. SpeziMl Di. M. M Seiuhilldk. Betlla. Bofatamec Strayo IIT, an der Lllvowitraße. Sprechstunden>/,t2— 2 miii.«. abends. Sonnt.>/,U— 1. ÜVarnnuq schwindelbafieu Anpreisungen angeb» iicher Svezialärzte. Aar W. Mär,, Z Übe frllh, enischiies sanft nach kurzem, schwerrmLeiden unser lieber Bater, Schwiegervater, Äroßvater und Onkel, der Werkmeister SESsersehüiliit im Aller von 72 Jahren. Dies zsigen tiesbetriibt an dlozMosserscliinidt».Frau Elisabeth gib. Engelhardt, Hai LdcUcrtu-Ftau Emma geb. Messerscbnitdt, Ww. Marie Messers chmldt geb. Lemke. Di» Beerdianng stndet am Dienstag, ven l. April, nachmhtaas t Uhr. von der Leichenholle des St ffieot» gentirchhois, Berlin, Lands» oerger Allee, aus statt. Beziin-Buchholz. BerNner Skr. 53. v 2118b Für die vielen Beweise herz- Iicher Teilnabine bei der Tin- äscherung meiner lieben Frau, Mutier, Tochter, Schwester und Tante Bfnma Piath geb. Drtws igen wir allen B erwandten, reunden und Bekannten, in»- esondere Herrn Manasse für seine lieben Worte am Sarge der Brrftordenen unsern herz- lichsteu Dank. Im Nomen der tremerndeir Hinterbliebenen 21848 Willi. Piath nebst Kindern, der Dustwirt M Krüger im 51. Lebruofahre. Im Namen der Hinter- duebenen zeigt die« in tiefster Trauer on Penn Berta Krüger geb. Wegner. Die Beerdigung findet am Rontag, den Zt. b.Mt«, AV, Uhr nachmittag» von der Hall« de» Tlisobeth- kirchbofe«. Wollankftr. 88, au» statt,-1759 Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, sage ich hie» mit allen Beteiligten sowie den Theso und den Kollegen der Firma Tschernack» Honmch meinen herzlichsten Dank. Die tranernde Witwe Sflfa Qalfriaan nebst Sohn. DaDbaagane. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem Tode meines lieben Gatten. des Gastwirts JuUua Krause sagen wir allen Verwandten, Bekannten, dem freien Gast wlrtsverhand, sowie dem Redner Herrn Oupont für die trostreichen Worte am Sarge des Entschlafenen unsern herzlichsten Dank. 2093b Im tiefsten Schmerz Ww. Agnes Krause, n. Kindern. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich vom I. April 1919 ab: SW 48, Oranlciutr. 83-84, l,(icölfnct von 10—6, Suansbends von 10—2. Rat und Auskunft kostenfrei an Jedermann in allen Fragen der Feuerbestattung. Die Zahlstellen des Vereins befinden skh Für die vielen Beweis» ikinaschenlng meine« geliebten vnoksaxunx. Teilnahme bei der annes Albert Hahnisch Zentrum. Ph, Hummel, Restaurant, Sophien- Strasse 4. Osten. F. Zerbst, Boxh'agener Str. 23/4, v. III. G.Deland, Restaurant, HemeierStr.I. Nord'Osten. H. Kraft, Zlgarrengeschäft, Weberstrasse 24a. P. Grflnke, Höchstestr, 2, vorn 2 Tr. F. Schulze, Mandelstr. 1, 2. Aufgang vorn 4 Tr. Norden. W.Hinze, Restaurant. Trlftstr.l, Ecke Mül'.erstrasse. A. Pntsch, Müllcrstr. 17f, vorn 2 Tr. R. Schwendemann, Zigarrengeschäit, Graunstr. 33 H. Neye, Friseur, Qrelfenhagener Strasse 27. H. Caspcr, Stolpische Str. 42, III. Nord.Westen. J. Müller, Qultzowstr. 121, Hof N Tr. Westen. W. Altendorf, Restaurant, Göben- strasse 19. Süden. Th. Jerwin, Urbanstr. 6, r. Seitfl. 4 Tr. Süd Osten. J.Fischer.RestauranhOlogauerStrJl. P. Mörsch, Zigarrengescnält, Engel- uier 15. H. Oreive, Restaurant, Rungestr. 30. F.HDIIer/igarrengeschäit.Franzstr.X. Bohnsdorf, P. Thomas, Paradiesstr. IL Britz. A. Karge, Plntsch-Allee 34, 2 Tr. Charlettenbar(. F. Kasten. Uhiandstr, 32. M. Prill, Restaurant, Knesebeckstr. L O. Wermke, Zigarrengeschäft, Englische Str. 32. sage ich allen Verwandte», Freunden,! Bekannten und»enossen meinen innigsten Dank.| am 20. Mär» 1919, Antonie Hahnisch nebst Kindern. Ackerstr. 1 III. Am 1. Vpeii verlege ich mein Bürem: nach SW.I8 WeraerStr.SS1 ochs der Zezusaielaer Kirche. Telephon: gentrum 4854. evrechsraud«: 4— 6 Uhr. Dr. Broao Isaac, 80885 Rechtsauwald Aas dem Felde zurück habe Ich meine Präzis wieder aulgenommen Dr. Georg Wolfsoim Chirurg 147/10 (früher: Augsburger Str. 58/ zurzeit: Artillerfestr. ZI. Telephon: Zentrum 5383. PHvat.KIlnlB I Sanatorium Kalckreuthstr. 12. Vom l. April d. J. Praxi« von _____.. � ad ver- lege ich meine der Eevetzowsir. I» nach der Tll« Vtlräendergofr. ZO II, NW. 87(5 Min. vom Bhf. Tiergarten). Sprechit.: 8-10 und 4-6, Sonntags 9-11. 148/9 Dr. fflfi Jdü&d lallianhlQt, Spezlalarzt für Innere Krankheiten. Tab; Amt Moabit 175. »et; nach Mortin-I Dir. 90 I («de Arzt für innere Kronfheiten (Magen— Dann— Nieren). Amt Llltzow 8041. 148/11 CSpenfck. P. Elsenhauer, Porrisiusslr. 24. Hohon-SehLnhausen. H. Hübom, Oberseestr. 68. Karlshorst. J. Langer, Junker- J6rg-Str.& Llehtenberc. F. Schulze, Konsumgenossenschaft. Abt. Kasse. Rittergutstr. 16-18. M. Klüsetier, Gürte'str. iL NeukGIln. E. Bunde, Elbestr. 19-20, 4 Tr. W. Fischer, Papiergeschäft, Hertz- bergstr. 18. P. Piiegrcr, Restaurant, Panlerstr. 30. AL Richter, Restaurant, Prinz-Hand- jery-Strasse 3 G. Zepmeisel, Hermanns». 176. NlederschSneweldo. M. Hauptmann, Zigarrengcschäfl, Pennstr. 16. Relnlckcndort.Ost. W. Wilsenack; Resldenzstr. 127. Reinickendorf. West. A. Schier, Restaurant, Dahns».< RSntgenthal. E. Möller, Thornstr. 68. ScbOocberg. R-Schulz, Sarggeschäft, tieIzigcrStr.25. Steglitz. F. HOser, Fregestr. 38a. Tegel. H. Rossow, Freie Scholle 44 b. Tcmpelhot. L.Stritz.Konfltürengeschäft, Blumen- talstr. 13 Treptow. P. Plppo», Seifengeschäft, Karpfen- teichstr. 17. Welssensee. E. GroSe, Lthderstr. 33. 182/9 Spezialität: Uniformen• Tuch«, Kleider*, MSbetEtotle, Gardinen. Fernsprecher Moritzplatz 124 und 9071 Haut-, Blasen-, SyphtUs Frauenleiden'Behandlung nach d. neuest. [(o.QucckslIb.,o Einspritz), wlssentchalflich. Methoden. Blut-, Urinuntersuchungen ohne Beruisslörung. Aufkl. Brosch. No. X disk. versch. M. U0(Nachn.). Spezialarzt Dr. med Hollaender, BBRLIN W 3 Leipziger S». 108. Fernsp Zentr. 9371. HAMBt'RQ, Coloncaden 26. Täglich II— 1. 5-7, Sonntags II— 1. 131L« zahne m. eebtemMedenskaatschnk 4 N. I 5 Jahre Garantie. I i Zahnziehen in. Betäubung inq v. Gebiffen grau«. Goldfronen u.20iDt. an. epfj. 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Wenn die für ungültig erklärte Brotkarte mlivorgelegi werden must, so soll mait da§ amt- lich anordnen und rechter itig bekanntmachen, damit jeder sie als Beweisstück aukbetvahrt._ Vom VollzuIsrat Groft-Berlin. Gemäst dem Antrage der kommunalen Nrbeiterräte wurde be- schloffen. .Die Er i ste nch e recht i gun g der kommunalen Arbeiterrät« soll der Entscheidung'einer sofort einaubrnneiHen Vollversammlung der Trost Berliner Arbriterräte genieinsam mit dem kommunalen ?lich eiterrat überlassen bleiben. Desgleichen auch deren Eingliederung baw. Aufnahme in den Vollaugsrat. Den Parteien wirb an- heimge'Iellt, d'e Frage in ili-cn Fraktionen au beraten und der Vollversammlung geeignei« Anträge au unterbreiten." Ties« Vollversammlung findet am Sonnabend, den B. April, statt. In ErlSdigung der am 6. Mära mit dem Kabinett in Weimar stattgefirndrnen Verhar-dluna wurde beschloffen, folgendes Schreiben an de» Ministerpräsidenten Schcidemaan abausenden: -Der VollaugSrat der Grost-Berkiner Arbeiter- und Soldaten- rate errtsandte am 6. Mära w c. e�ne Delegation, die mit dem Kabinett über die Beilegung des Generalstreiks und die Forderung der Berliner Arbeiter verhandeln sollte Der Absatz ö der Forderungen verlangt«:»Freilassung aller politischen Gegangenen, insbesondere Freilassung de? Genossen Ledebour. Niederschlagung oller politischen Prozesse. Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit. Verweisung aller militärischen Vergehen an die Zivilgerichte, inS- besondere sofortig« Aushebung aller militärischen Standgerichte. Sohartiae Verhaftung aller Personen, die an politischen Morden beteiligt waren." Beä der Verhandlung über diese Forderungen erklärte der Herr Ministerpräsident:»Zuraeit, wo in den Strasten Berlins noch gc- knntpfi� und geplündert wird, kann ich dieser Frage nicht nähertreten." Der an den Verhandlungen teilnehmende Reichsminister GieSbertS sowie der Genevaldtrektor Brückmann schlugen folgende Fassung der Forderungen vor:»Sobald die Ruhe und Ordnung in Berlin wiederhergestellt ist. sollen die politischen Gefangenen in Freiheit gesetzt werden." Si«, Herr Ministerpräsident, erklärten dann ebenfalls, dast Sie sich diese Auffassung au eigen machen ivollten, sedoch offiaiell in der augenblicklichen Situation als Mististerpräsident solche Erklärmvg nicht abgeben könnten. Der Herr Reichsministcr GieSbertS gab dann noch die ehvenwörtliche Erklärung ab. dast er für die Freilassung im Kabinett eintveten werde. wenn die Ruh-e und Ordnung in Berlin hergestellt seien. Der VollaugSrat stellt fest, dast setzt in Verlin die R n h e und Ordnung vollständig wiederhergestellt stnd. Die politi'chen Kämpfe haben aufgehört und die Arbeiterschaft geht seit Wochen ihrer' Beschäftigung nach. Der VollaugSrat erlaubt sich daher, das Kabinett an die am S, Mära gegeben« Zusicherung zu erinnern. Er erwartet, dast jetzt die ehrenwörttiche Zusage des Herrn RcichSmimsterS GieSbertS durch das Kabinett eingelöst wird.' Vollversammlung der Toldatenrate Groß-Berlins Friiag, den 4. April, mittags 1 Uhr, im Plenarsaal des Herren- Hauses. Tagesordnung: 1. Bericht der militäriscden Mitglieder deS vollzugSrate«. L. Stellungnahme a»m Rätekongrest. L. Anträge aum Närekongrest. 4. Ver'chiedenes. Anträge zu Punkt 3 sind bis spätestens Mittwoch an den milirtrsscheii Rnsschutz des VollzuaSralS Grost-Berlin einaureichen. Die Stnlahkarten find ab Momag tä,lich von\0—2 Uhr In den gelten 33, Zjmmer 21, gegen Ausweis abmbolen. Moltenbuhr. Alvrecht. Die Svkdatenräte deS Z. Armeekorps nahmen Stellung zum Rätekongrest. Nachdem mehrere Redner die Regierungöpolitik ab- fällig kritisiert hatten, wurde eine von Lüdicke beantragte Reso- luiion einstimmig angenommen. Sie erklärt, die Verordnung vom 10. Ianuevr 1310, welche die Konrniandogewakt regelt, habe kerne rechtsgültige Grundlage, da vor Erlast der Verordnung die Soldaten- rät« nicht gehört worden seien. Die Verordnung sei eine Verhöhnung der Beschlüsse des ersten Rätekongresse». Die Bersamm- lung erkenne die Neuregelung der Kommandogewalt nicht an. sie fordere die strikte Durch'ührung der Hamburger Punkte, die Ab- schaffung der Freiwilligenkerps und Aufstellung eines soaialistischen Volksheeres unter selbstgcwäblten Führern. Als Delegierter zum Rätekongrest wurde Lüdicke, der sich als Mitglied der U. S. P. bezeichnet«, einstimmig gewählt. Arbriterräte Grosz-BcrlinS der 2. P. D. Dienetag nachmittag 4 Uhr im ehemaligen Herrcnhausc, Plcnar- sihungssaal, Fra ktionssihung: 1. Vortrag über Arbritsgemeinschastea. 2. Brrichi aus der Aonimissionssitiung am Sonntag. 3. Bericht von dcr Konscrenz der Nnslungs-Arbcilcrrätr in Erfurt. 4. Wahlen. 5. Verschiedene». An die Parteimitglieder von 18—24 Jahren! Gcnoisiline» und Genossen, vor allem Ihr. die stbr tisiber Mit- glieder des Vereins»Arbeileijugend loarel: mii 18 Jabren bnbl Ihr der Arbeileijugend de» Rücken kehren müssen. Die Partei b etet Euch wobl Einkührunii, Aukkläiung und Aussprache über di« poliiiichen Taaessragen. ober wir brauchen auch vas Stueinm der geichichilichen Entwicklung, der ldeoietische» Uriachen das doch erst zur lieien und wahren Eil nntniS jener Wirlungcn iührle. die uns im politi'chen TagrSlamvi be'chäflieen. Viele von Euch werden daher den Wunkch danach baben, sich dieses Wissen anaucignen im Kreiie gleichgesiiinier Menschen. Die Genoisinnen und Genossen, die aew'lll sind, in dieiem Sinn und-u diesem Ziveck zu'ämmen zukommen, werden zu einer näheren Beipiechung gebelen am Mittwoch, den 2. April, abend« 7 Uhr, im Jugendheim. Linden st r. 3. Neue �Vorwärts''-Speü!tionen. Glinrlotteiiburg Zu der schon bcstebenden..Vorwärts'-Spedition. Selenheimer Str. l.'ivird-m 3. April noiti eine zweite Spedition, ocr> buiiden n it Vusiliandel, eröffnet. Sie befindet sich Tauroggener Strafie II, Laden. Steglitz. Vom l. April an befindet sich dt« Ausgabestelle des.Vor- wärts- Schildbornslr II', Laden. Vis zu diclem Tage weiden Bcslrllunge» nur angenommen bei td a n S Kegel. H o l st e i n i i ch e S t r a g e 7. Wir blilcn alle unlere Abonnenlen, auch diejenigen, die bis- der per Post belamc». ihre Adresse dorl adzugebcn. Friedenau. Vom I. April ab befindet sich die Ausgabestelle deS .VorwailS" b. Fiebelkorn, Lanier Str. 30, Kartendaus II. Bestellungen werden schon jetzt dortlelbst angenommen. Wir bstlen alte unsere dortigen Abounenteu um Angabe ihrer Adresse w obiger Ausgabestelle. Grunewald. Vom 1. April an wird der»Vorwärts" durch Boten auSgeiragen. Wir b/lien daher uniere dortigen Abonnenlen, den.Vorwärts" nickt mevr bei der Post zu bestellen, sondern bei Herrn Wilhelm Scheutzel, Königsallee 54. Potsdam. Mit dem 1. April ioll in Potsdam. Waisenstr. 24, Ecke Charloltenslraste, eine Vorwärisspedition und Buchhandlung errichiet werden. Wir ersuchen daher unsere Potsdamer Abonnenlen, den Vorwärts nicht mehr bei der Post zu bestellen, sondern bei H. Hörig Brandenburger Str. 38 III oder>m R e- st a u r a n l Becker. Linden st rahe 20. Die Zustellung er- folgt vom l. April an durch Voten, und zwar awcimal täglich, so daß nicht wie bisher die Abendausgabe erst am andern Tage m die Hände des Abonneliten gelangt. Zur Versammlung der kommunalcn Arbriterräte ist noch nach- zutragen, dast der Abmachung über die Einwohnerwehren nicht augestimmt worden ist._,_ Vermessungstechniker. Morgen, Montag, abends 5 Uhr. ösfentliche Versammlung in der Aula der Baugeiverksichule, Berlin. Kurtürstenstr. 155. A. Brauen, Neukölln, KarlSgartenstr. S. Das Kriegsgericht der Kommandantur Berit» verurteilte den Ibjähngen ehemaligen R.S.W.-Soldaten Stegmann, der zugegeben hat. unter der Nötigung durch die Anführer Pasten gestanden und auch— angeblich in die Luft— geschossen zu haben, zu sechs Mo- naten Gefängnis. Ten Negieninssstruppen, die ihn verhafteten, hatte er schriftlich gestanden, auf sie geschossen zu haben. „Waisenpstegr bisher und in Zukunft" lautet das Thema, über welches Genosse Bruns im Leseabend der Frauen am Montag, den 31. März, abends 7% Uhr, bei Schlvarchenm.ild: Bärwaldstrag« Ecke Gnersenaustraste, sprechen wird. In Anbetracht der Wichtigkeit dieses Amtes, ivelches von unseren Genossinnen ausgeübt wenden soll, sind die Mitglieder der 2., 5., ö. und 7. Abteilung hierzu besonders eingeladen. Ein»euer Kursus der Bezirksorganisation Arofi-Berlin bc» ginnt Dienstag, abends 7 Uhr. in der Aula. Liitzowstr. 84 o. Redalteur Weimutb lpricht in 8 Abenden über:»Dos Pivgiomm der Soziaidcmo- Iratie". Einlatztarten M. 2 bei Harsch, Enqcluier 15. Joseph. WilhelinS. havener Str. 48. Haiiisch, AckeriN. 174. Hönisch, Mllllerstr. 34a, Buch- Handlung Borwäris, Lindenstr. 3, tm Jugendsetrelarsat, Lindenstr. 114. Mitglieder des Vereins Ardeilerjugend Grotz-Berlin zahlen A. 1. Arbeiterturner des Süd. Westens. Turnverein Fichte, 11. Männer- Abteilung tnrnt vom 1. April ab Dielisings und FreitaiiS abends 8 bis 10 Uhr in der Gymnajiiim-Turnhalle Millenwalder Str. 31—37. Reichsbund der Kriegsbeschädigten und rbem. Kriegsteilnehmer und Hi»terbliebc»eu. Bezirk 5, Südivcst. Morgen, Montag, abends 7 Nhr. Versammlung Bellcallianeeslr. 87. Kriegshinterbliebene sind be- sonders eingeladen. Platzmusik. Die Kabellc der Republikanischen Soldatenwebr spielt bei günstigem Welter unier Leiiiing ihres Kapellmeisters Karl Bach heute, Sonnlag, von tz,1S—»/,l Im Lustgarten. Sportpalast. Heute Sonnlag, 6'/, Uhr, 100-Kilome!er-Einzelfahren. Rotes Kreuz. Die Abteilung für HilsS chwestern lmd Heiserinnen deS Central-KomUeeS vom Roten Kreuz hal ihre Geichäsisräume von Potsdamer Strasse 38 nach Karlsbad 23 verlegt. Sprechstunden von 11—1 Uhr. Frele Durnrrtchaft Neukölln- Britz. Heule. 4 Ubr. Turnballe deS RealahMnafiiiMS. Kailer-Fri. drsth- Strasse, öfienliiches Znsainmeiilurnen der Männer-. Frauen- liud LebriingSabte'iung. Ei'ürill srei. ikä'le erdeten. In Britz dal der V'rein die Juaendableilungen eiö''Nei ES imiien die Schülei innen DienSlags von k— 8 Nbr u d die L chüier DonncrSlagS von 6—8 Uhr. Anmeldungen in der Schuilurnhalle Werdernrasse 22. (Nrofz-iverliucr Lebensmittel. Berlin. Da bei der letzten Neua»slegun-i der Fleilchkundenlisten die meisten der ans dem Felde zu rück gelehrten Schiächier nur eine so kleine Anzahl von Kunden ei hallen haben, dan ihre Exillenz ge- sä brde� erlcheinl, ioll eine Neuauliegiinq der Kniidenoerieichnissc vom 8.— ll. April eisolgen. Im Interesse der KriegSieiinebmer wird gebeten. möglichst deren Geschäft«, die durch besonderen Aushang lennlnch gemacht werde», zu berücksichiigen. Auch wer bei'eiinmi bisherigen Schiächier weiter lausen will, mutz sich neu eintragen lassen Eharlottrndura. Marmelade, 500 Gramm<407 und 108), Grauven, 150 Giamm(HO). Weissriigries. 150 Kiamm(IUI. Psund v rei ie von 48 PI. Gemnieloiilrloen. I Kilo(lI2)'»äucherwaren.'/, P'd(217 und„q"). Frische See- o-er Fiuijfiiche. se l Psd.( 46. 223 und»Opst' und »Br." Im 9lrril einmatig an Schwan ikie 2 Psnud WcizengricS bezw. l Pld. Zwilback: an Kinder im 2. Lebensjahre I Psmid Kindergerslenmehl; an Kinder vom 3. bis 6 Lebensjahre 1 Psund Kindergerstenmebl. Wilmersdorf. Süssstofj(18». ein Ei(54), 250 Gr. Teigwaren(110.1), 100 Gr. Teigwaren(31 sür Jugendliche). Voianmeldung iür Milchvuddtng sür Kinder im I. bis 6. Lebenejahre bis 3. Apiil.— 1 Psiliid Znsatznäbr- rnittel(10, für Kinder im l. und 2. Lebensjahre), 400 Gr. Marmelade(105), 150 Gr. H iscrfiocken(III) Sel'öurberg. Bis 1. April Voranmeldung sür 250 Gramm Marme- lade(106» und I Kilogramm Gemüielonserven(112). Ausgegeben werden 250 Gramm Haserfiocken(103.>09». 100 Gramm Hvlei stocken(31 Jugend- licheukarle. Bei der e-miplirngniverieiiimg vom 4. bis 8 April sonder- beznglcheine sür eine Osleroerleilung an die Kinder bis znm 15. Lebens- jähre und an alte Leute über 60 Jahre. Lichtcnvcrg. I 4'lusiandsei(51). 150 Gramm Nährtuppen(110). Fstchwnierven(333). Fluss- und Seefische(332i, Pld Räucherwaren (328).— Infolge NmbauS der städlischen Fischhallc, Franksinier Allee, be- schräntler Verlaus Kronprnizenstr. 1. Fischhallc W'Smerpiatz I wird cnt> ip'.echend liärter deiieicrl.— Billiges Brennholz Zentner 5 M.» sür Sich- tenberger Kriegerwiiwen und Renleiiempsänger. Brennholzkarlen! Kohlen- stelle Scharnweberstr. 19, Zimmer 35/36. Ausweis: RenienquiitungSbücher und Sieiieizellel.,> Reinickendorf. Ausgabe der Graupen an die Händler nicht Montag sondern erst MMwoch. Spandau.>/, Psund Kunftbonig(225). 1 Psund Kasseeersatz(223). Psund Marmelade(224). Suppe»(222). Grof;-Ser!iner parteinachrichten. Parteikonferenz für Nicderbarnim. Die am Sonnabendabend abgehaliene Kreiskontecenz für Nieder- barniin wählle als Sekretäre der Paiteiorganisalion de« Kieocs die Genossen Schiemminger und O ii a st.— Dann ipiach sich die Kon'erena über die Bildung von Einwohnerwehren au« und nahm hierzu folgende Resoiuiivn an: »Die Koniereiiz billigt die von der Garde- Kavallerie- Sebützen-Division beabsichtigte Bildung von Einwohnelwehren. Sie sind er'olderiicd zum Schuh von Leben und Sieverbeii der gesamte» Bevöllerung. Die Parieigenoslen werden auigefordert der Ein- wodncrwebr beizutreten»nd in ihr dc» Einfliiss des Piole» larlals zu sickern. Nur solwe Elwohnerwehre« sind durch Beitiilt zu uniersiützen, die keine Bevölkerungsgnippe ausschliessen Ein- wohnerwebien mit reailionälem oder spariakistischem Eilifluss sind zu bekämpfen." Mit der geplanien Bereinheiilichung der Parteiorganisation Grost-Berlin erllürte sich die Koilferenz elnverstanden. Berlin Z. Abteilung. Fortsetzung der Diskussion Über.Revolulion, Partei»nd Regieruna, Zleseieniin: Genossin Polly Zepler, Frei lag, abendS 7 Uhr. im Pie arsitzungSsaal des HertzriidauseS, Leipziger Tir. 3. Alle Parleigenossen sind eingeladen. Ais Legiiimalion gilt das Mitgliedsbuch l». Slbleilnng. Dieiisma. abends 7 llbr. im Restanrant Trödel, Grosse Franksurter Stra.sse47. Nur P arteigen ollen daben Zutritt! Die Tagesordnung ist von größter W i ch t i a k e t t. :{3. Abteilung. Dienstag, den 1. April, abends Tl, Nhr. Beginn deS BorlragSlursuS über»Wissenschaslkichen SoziaiiSmuS" bei Gill- wald, Puldiiscr Sw. 24. 3ti. Abieilung. Morgen Montag, abends Tl, Uhr. bei Keller, Berg- strasse 69: Mitgiiederversammlung. Vortrag des Genosse» Zieoaä; Wahl zum Bczirksmg. 3B. Abtrilnng. Miigliederversammlung heute Sonntag dorm. 1 0 U h r. im M a r i n e- K a s i n o, Zt i r ch Ii r. 14. Zrutralsiclle siir die Einigung der Svzialdiwokrotie. Bezirk Osten. Morgen Montag 7 Uhr: Versammlung bei Scholz, Wallerthealer» strasse 20. Hermsdorf bei Berlin. Miliwoch: Exirazalfiabend bei Böttcher, Berliner-, Ecke Waidseellratze. Ericheine» unbedmgi ersorderlich. Wilmersdorf. Frauen- Milgäedcrversaminiung niorgen Montag, abeniS Tl, Uhr, in der Aula am Hindendurgpart. Ecke iluguiiaitrasse. Treptow Baiimkchulenweg(Orlsicii Baumschnlenweg). Montag, 31. Mäiz, abends 7tz, Uhr, bei Erbe, Baumichuienslr. 14: Frauen- leseadend. Friedenau. Mittwoch 7 Uhr im Bürge, laal des RaldauseS: General- veeso.imniuiig. Tagesordnung: 1. D e örtliche Organiiaiion. 2. Bericht des Vorstandes. 3, Borslandswahl. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch dient als Ausweis. Pankow. Montag 7 Uhr, LindnerS Restaurant, Breitestr. 84: General- Versammlung deS Wahivereins. Tagesordnung: I. Die WadikreiSeinIeiiung. 2. Wahl de« Borstandes und der Gcuppensührer. 3. Ber.chl von der Kreiskoirserenz. 4. Verschiedenes. Gericktszeitung. 3 Jahre Gefängnis bis 8 Jahre Zuchthaus verhängte daS KvicgSgcricht über vier westösttich« Baiidiie», die zwei galizisch« Händler in der Grcnadierstraste un> 62 000 M. beraubt hatten. ?ugenöveransta!tungen. Berein Arbeiterjugend Groh-Bcrlin. Jugendheim, Linden- ftr.isse 3. beute 7 Udr abends: Rezilalio»«« und GeiangSvorträge des DlchlerS Waller Sturm. Die Angeböiigen der«rbelteijugend sind de» sonders eingeladen. Zur Deckung der Unfosten werden 10 Pj. erhoben. BJeSicrnuöitrtitn litt das rnteitert diorvvcuetrfclunr dt» Montogmittag. Zunächst vorwiegend Iiübe nilt weilverbreiielen Nieder- schläge», osiwürls fortichreilende Ablühtung, mägige, nach Westen ab. drehende Winde Später zeitweise ausklarend und wieder elwaS m.ldrr. Ungekürzte Gesamtausgabe, 5 Voppelbänüe in Klafflkerformat, fest gebunden, 44 M. Inhalt: Goldelse— Das Geheimnis der allen Mamsell— Das Heideprinzestchen— Rrichs- gräfin Giiela— Die zweiie Frau— Jkn Schillingshof— Im Haute des Kommei zien- ralS— Die Frau mit den Karfunkelsteinen— Amtmanns Magd— Schulmeissers Marie. Lieferung gegen monatlsche Zahlungen von 5 A. Wollbrück u. Co«, Buchhandl., Berlin 5!. Oraiiieuvurger Str. 50 ZJR&fvt) Beiieflflöeln.»ss-ss,. Der Untenelrfmcte dkstelli Hieemst bei der kiilch» Handlung A. ZV c- l l b r>5 S«. To», vsrlin ki, Orlmienburger Ltrasse 59 S. sVlarlitts K.sml»ne 5 CoppelbänOe, fest gebunden, 44.— SU Der Betrag ist nachzunehmen— sollst nach Empfang- wird mil iiionalilch fslnf Marl dezahlt. Erfüllungsort ist Berlin-Mitte. ■Barne und Stand. genaue Wohnunzsangabe- Schweizer Musikhaus+ Sechste Filiale Weääing Mj Spezial-Derkauf 6er Oäeon-Musi?-5lpparate unä äer OcZeon-Mujlk-platten Reinlckenäorfer Lrraße�Ar. 117 ZNia«« vom Bahnhof, fcjeaflb« AT- Cld)C{pleU Eröffnung Sonnabend, den 29. März 19J9 Nochmtklog» 3 Ahr Opernbans I Uhr: Die Melster-Inser >. und 2. Akt. 7 Uhr: Z. Akt SchaQspieföaas 2 Uhr: DU Braut von Me-ataa« 1 Uhr: Othello. Volksbühne Theaiei am Bülowplatx. Direktion Friedrich KavBler. 3 Uhr: Wlllielm feli. V/t Uhr: Luther. Direktion Max Reinhardt □ autsohes Theater. Uhr: Frablinsa Eruaclien. / unr: Wie es euch geiäiu. Moni. 7: Wie ei euch kefälit. Kammerspiele. VI, Uh': Der Sohn. Vi, Uhr; Unterwes*« Moniag Vi, Uhr: 1 aschlng. Kleines Schauspielhaus 2l/a Unr. Der Biberpelz. 71/»; Die Bttchse der Pandora. Montaa Vj, Uhr: Die BOchse der Pandora._ Theater L d. KOnipgrätzerStraße Dir-C. Meinhaid R. Uernauer Nachm. 3 Uhr: Kauensiett Abends Ti/iUhr: Der Biberpelz. Montag Der Biberpelz. Dienstag: Der BlbcrpeU. Mittwoch: Musik. Dunnerstag. Der Biberpelz. Freitag: Der Biberpelz. Sonnabend: Der Biberpelz. Sonntag nachm.: Katzenstsg. Abends: Musik. Monidg: Der Biberpelz. KomödienbaDS an der Marscnalibrucke Nachm. 3 Uhr; Die Ehre. Abends Vdi: Fcldherrnhflgei. Montag: Erdgeist. Dienst.: Der HeldberrnhDgeL Mittw.: Oer Feidherrnbügel. Donnerstag Erdgeist. Freiiag: Der Fcldhcrnibagcl. Sonnab.: Der FeldhcrrnhQgel. Sonntag: Oer FeldhcrrnhOgcl. Montag: Brdgeist. Berliner Theater Nm. 3Uhr: Die tolle komtess. 7 uhr: Sterne, die wieder leuchten. Rose-Theater. 3: Frl. Schnabels Verlobung. 7-/.U. Das Dreimäileritiaiis. Qastsp. d. Priedr.-Wiih.TheaL Thealer der Friedriebstadl Sorben 8650. Aniaii« 7>/, Uhr. Trei tolle Tage. Dtnislag, bin L April: E r i> n n I> U h rn ng: Medizin. Lchnusplil w drei Akten ven Wenjel»elbbnum. Resläenz-Tbeater. Uniergrundb. KlosierslraBe, Ausgang Stralaucr StraSe. Kgst 3418. Tiglich 7>/f Uhr: Das lere IM 1 Von Fi et mann Sudermann.< Spielleitung: Allred Kolter.> Hansi Amstgdl Peru. Bonn. Eug.n Burg. Olga Limburg. .).! alkensteln. Emma D ebner Kota Valetti. Raul Blldi. I Donn. 4 Uhr: Roikappchen. Freit. 4 Uhr: Schnee vtillchen. Trianon-Tbeater. Bht.riiednchsir. Ztr. 492723�1 Nachm. 4 Uhr. kleine Preise: Schneewittchen. Tlgl.SUhr Fleute z. 195. Maie: vergüte Aul von Hermann Sudcrmann. Mittwoch'/�: Aschenbrödel. Sonna VH: Schneewltiehen. Casino Theater. Sotbrliip. En. 87. SduL' �Ubr: Dir 6d)lanrt bit SolflAflt: Da» neu» Biriinir SoHsfHid Batet finode. Dazu erstKafstge Spezialitäten. Eitg. Vit■ Ehrliche» Handwert. Theater für Soonftaf« Cenlral-TheaK�r u�ilESetOnsteron AIIeil Dentsrhea Oiirrnhaua 7 uhr: Der ZigeBDErtaroa. Frieilr.'Wlliirlmai.Th. 3 Uhr: Des Dreimäderlhans. 7V, Uhr: Hanaerl. Das CrElniädEriiiaos 2. rea Kleines Theater. 3*/] Uhr«lettchen Gebert. ** u.: Salto mortale. K4>niiM4'he Oper 3V« Uhr. Sehn ar z vt aidm Adel. u�r. ScDwarzwaldmädeL LaaiMpielhaan 3»/, Uhr: Bockuprünire. uhr. Die spanisctie Fliege. MctropoUTheatcr 3 Uhr: Wiener Blut. 7 uhr 10. Die fasdilngslee. Ven.s Operetten lina» Schillbauerd 4a, Norden 281 31/iU.; Der Soldat der Marie. tih'j: Die keusclie Susanne. Palaut-Tlieairr 3 Uhr: Der Troabadoar. 'uh,- Christus. »rhlllrr-Theat.latx 8x/a Uhr Dref alte Schachteln. 7 u�: Wo die Lerche singi fTheater de» Weatea» 5/4 Uhr: Die Dotlarnrinzessin. TT/tUhr. Badanie Stierrj. o allner Theater 3Vi Uhr: Graf» Lazembsrg. vi, uhr; Geisha. Walhalla-Theater. 3 Uhr: Der Pre loch Ott. 7»/, Uhr: ingnst der Starke. SSMsdh 1 Sonntag: «.1 2 gr.Vorslellungen Ii. Z 1 Nm. 1 Kind irei Ii" I(auSer Galerie). L__ In beid. Vorslellnngeo: Ken! Vorher: Er-»tkl. Circus-Progr. u die Unjcar. Szikospost. iPOLLOi Friedrichstrabe 218> Dir.: James Klein Allnbendl, 7'/. U. Sonnt, 31/, a.?>,.{ Nur noch bis Honiag: Abdankung das iVigpo Larsen.: Ab I. April 191« {IQ Sensationee- ! iL fsneifi-Prgr. | Sonntags VI, Uhr j jeder Erwachsene I Kind frei' Potadomer Str. 38 Tarmatr. 12 Hyänen der Last iL ieiL uer Weg, der zur Verdammnis IDhrt. Ein Fi'm zur Bekämpfung des Al.aaadarpl�Paoa. Henny Porten Im Drama.Irrungen" Friedenau. Rhein. lr. 14 Oehetite Menschen Terbanriderfr.lfoiksliSiinen Sonntag, den 30. Slidrz 1019. Ziachtn. 2'/, Übt: Dintlch«» Optmhaus: Klbelw. RifibiNj-TH.: Dydirpotrs Erben Rachm.? Uhr: «olksbübne: Wlllielm De«. SchMir-Tb. TharlrNrnbnrg: Dt» Bram»an Messina. Leisina-Dheotir: Der Raab ber Sabinerinnen. Allnftier-Th.: Mita Miahbnr Antiis«. Th. de» ffirfttn»; Dt» Dollar» Prinzessin. Wochentag» abenb» »om SL Mllrz dt» 5. AprD: «olisbllhne: Sa». Die Heirat. Luther._ Leaalng-Theater Direktion Victot Barnowskr 3: Oer Raub der Sablnerlnnen. VI, Uhr: Der Blauluch». Montag: Der rote II aha. Dienstag: Oer Blauluch». Mittwoch: Oer Blaufuchs. Donnerstag. Der rote Hahn. Freitag: Peer Cynt. Sonnabend: Der Blaafnchs. Sonntag: Der Blaufuchs, Montag: Der rote Hahn. Oeularhea KllnaUer- Theater. 3 U.: Meto Nachb«* Ameise. 7 Uhr Der Scbbpfer. Montag: Der ehllpler. Dienstag- Nachtbeleucbtaag. Mittw- Donn.; Der Schiffer. Freie. Sonnab Der Scta&pler. Sonntag: Nachtbclcuchiung. Moniag; Der Scbopicr._ Jassasc-Mr Unter den Linden 22. Dir. M. So Ilm nn. 2 üraoflfibroDse« 2 Der srofte, Mtneh t n e rrc r eodn Sca*nUoaftfilm Tausend und eine Prau ein blshci von der Zrnsur verbotenes Lebensbild in I Vorsp u. 6 Akten mit Brich Kaiser-Tlts Tncka Tank« Lade Kleselhaasea Res! Lay�er, lildetenicLruek.rud.. Lustspiel in 3 Akten mit Ilse Bol«. Lnlsen-Tbeater. 3 Uh' Dornrftacben. 7: Maria Magdalena Montag kum leinen Maie: Haaemaana TOchter, Dien. tag 7 Berlin Hambarg. New York. Ausstattungsstück mit Oes in 7 Bildern. fkuearfeizieiv SpAIJOLS' | Jugendliebe Roman In 6 Akten von Felix Philipp! Hauptrolle: Ernst Holmann 3.**'.6***" B?"?' jV?** Ha m I■ a h t I t T»? AnsderWnnderwelt Indo- Chinesischer FAKIR YDGA Knitnr! TYPOGRAPHIA Das act den 9. März 1919 Im �Kheiagold— anberaumte KONZERT findet statt an» Sonntag, den 6. April, nachm. 31/, Uhr In der„Philhannoaio�. Die rem fJMSrr gelösten Billetts können am S» April vor Beginn des Konzerts an der Kasse umgetauscht»erden. Wiederhoiungdes Konzerts Sonntag, den 13. April(Palmsonntag) abends l Uhr Im Konzertsaal der Hochschule fOr Musik Fazancnau. I, Ecke Flardcnbeigstralle Mitwirkende: Panla ffeinbaom(Ges.no Konzertmeister KlCOlaS LaOlbinOn(Violine! Maa"Vachsmaaa(Violine). Otto Ma.lenhagen , Violine), Ailrcd Laacrsteiu. Villi. nek Sieglrlcd Pournes(Bratsci ck Dr. Richard CulF(Bratschej, Duo Hutachenrenlee.Celloj A. Liebe rtnana(Cello) Lieder« ViollDvortrige- Okteti res Meodelssoha i Rlllatfe ru X-t,— und M. I�O sind zu nahen in den i DLUClla Musikalienhandlungen von Bote& Bock, l Leipzigei Str. 37. bei Wertbeim, Alben Stahl, hots( , damei Str. 3V. den Zigarrengeschäuen von Gottiried I i Scholz, Kottbuser Tor, P. Morsch. Enceluter IS, I M. nammerer, Ellsabethuier 31. k. Bielcieldu üraefe- l sirade 3S. E. Lehmann, Miltenwaldei Str. 2, O. Bong, i Prenzlauer Allee I, N. köppc, Tilsiier sir.4, A. Abraham, i NeuKfllln,Donauztr.2S.dei Baadagiztca-tienozscnscnalt, l i Cöpenicker str. 98b, im Bureau des Vereins der Ber- i Hner Buchdrucker und SchnftgieBer, En-eiulei IS, so l wie den Mitgliedern der.Typographie". I 'ärltxrdBamco XlUxuerattA SSngrer1' c-.erndiigc Mu�hcdct det StetiinerSänger SeideL Rusclll, Horst, OrBalng, Schubert, Ricss, Rathkc, Otto Schräder, Rudi Schräder., Auserwänltes Prog-amm. Vorwerk täglich II I Uhr ErtlfoBiiis-Yorsfeiliiiig I. April 7 Uhr. BiSibgcD-Orchester, Winter-Garten. Heotc 2 VorstcliuiKien 3l/i Uhr .'Meine Preise. Kind d Mi lte V\2 Uhr Varicid-Spielpiaa. — Rauthen gestaltet— RelelisbalL-TflealEr Heute nchm. 3 Uhr u abend-. 7'/, Uj Sieftiner Sänger eer»/ Haaaidwpas/ heaMiiaavi Siubwntw Woche t Die Lieblingsfrcs des Haharndscho CunnarfoSnaes II. Teil .»rtsaet roa Mari» Latwe Oroop u.T Morttzpiau DI« Uobllngsfrau dos Maharadscha I. Tel) Maaata Waohwl Kammerltchtfpieie Er. der ilerrllchste.... LOMUptAi»Q 4 Ah VC Ii Bit GunnarColnaes I.H1 Jakooeen U.l Rvt-nneidt Liebesgeschichte eines Schauspielers TrAgOdlr Bit Waldemar Psilander Scheidung ausgeschlossen LteelHiilri in• Alt Leu mit Paul Heidemann w,l.NoilonUorit lau Fred Roll- der SekretSr des(aummiköniss l>etemiv».�ciia laht.ir.> 4 Akte« DiovurtfoQl Doi Kloster voQSendomir soocuspie. ii» Am trn haci de Soveiievoo Frans 4irlllt>nrscT Frei besrbeluet von Dr. WilU Wölfl Uaupit oheii Ellen Richter Canz-Dlelc Winzerlauben Tätlich: Moderner Tanz» Ball»Orchester i Hclas Schmidt« Taiu�VorfQbmn�cn: Bol�ardltd« Skandinavia Dircfcaaa- straSc 20.27 gegen Ober Bahnhof Alexanderplatz Adolf Voigt Fritze Fron. 4 ßolgarolls. Alice Rfinnau. Jos. Horwitz nd dm» jmße Rlcsen>Pros;ramm« 1 Sonntags: Ronaert der Kapeiie des Z Garde R. i F unter pers. Leit. d. Musikm. Graf. Spicberostr. 8 Untcrgrnadbabiih. NOrabcrger v_# Jedes cc Dtcostag, Mltt-* «cch, Donnerstag 3 �Gr.BaUj Sonntags Anfang S Ubr, wochentags 6 Uhr. j gj|>SSSSSSSSHl>Miff f•gsj m\ Kleinerl ,0�-JeiOgi. WMerwM ifUwtnf* wtrber tnt eigenen Lokal„Znin houtschou . IlllvUi 2!ti«f,»l". DUIowstr. tu. Allabenditch; ftünlllec ilon yert nah heitere Oocttflfle.____________" Admiralspalast Ballett auf dem Eise Tanz-Reime. Paul Krekow und Erna Kcrsten, Idas elegant. Foztrotpaai i Die Prinzessin v. rragant.l Wer Ist die Sch&niic? VltU., Sonnt 4 u. 7 U VorzOgllchMCOche. AdmlraU'Kioo. ) Oer Seit muck d-Maiioonz.| Amerikanizches Det.ktiv-Drama NATION AL-THEÄTER X' Uniergrundb. inseistr. Stadtb. Jannowitzbr. Cöpen. Str. 6S 83,67,86, 19, 22, 11. U I!. III, iV,6,45,49. 4b, 41 3b. 37.28 usv. Unbeschreiblicher Erfolg:! Die Kinopuppe. Burleske v. Leonh. HazKel. Musik v. Maltet Bromme. Sonntag 3'/,: PHnaenllcbe. Operette(Kleine Preise.) Walhalla-Theater Ab JUnwwcb, dwa 2. Aprfl 1949, täglich«AS Uhr; r VolkzstOck in 3 Akten traf nach Immermanns Roman„DerOberhor von Ferdinand Bonn. Mosa mit Benutzung deutscher Volkslieder »on Victor Holländer. Dir. Siegbert Goldfchmidt Der große Erfolg! Die Reise um die Erde in 80 Taxen 8 AKte nach Jules Verne Für den Film bearbeitet und inszeniert von Richard Oswald. I. Akt:!m Excentric-Klub. 2. Akt: Phfleas Fotigs Millionenwette. 3. Akt: Eine Wituen- verbrennung. 4. Akt: Aouda. i. Akt; Von China bis Japan. 6. AM: Bei den Sioux- Indianern. 7. Akt: Die Schitfskaiasuuptie. ».Akt: Einen Tag zu späh Hauptdarsteller: Crarad Veidi, Anita Berber, RelntoM Schänzel, Käie Oswald, Engeo Rex, Max tifiUiorif. Vorverkauf 11—1 Uhr. Or aru&n, J?ä/a>s/., Concerf-fofe. Cabafett. l/ariet� r%rsinr'£>n'/i*t'4fO,/.t /sr r/ /h ,-intonhniriroi HoHenstaufen-Vergnugungs-Palast Kenbaser Damm M (Hehenstaulcn-Slle) TAgrlich: �_ bot» moderne fübrungett Gennanla-Praeiiislie, Chauseestr. 110. PaiilMaiiibeysLosdg.SiiDgEr Nachd.: Familien-Kränzchen. Von 4 Uhr ab; Orofier Bali. »*- Bella Prankhb Harry Malten— Richard Be und das grolle Scblager-Prugramm. WelndleJc. 2 Kapell Mach 1 n. _ I Kammer«Säle Beile-AIflances raße Ecke Te.tower Str, am Hallescheo Tob Heute sowie Jeden Sonntagt UNTE ühne Kabarett. Theater, Konzert und Tanz. Anfang des Konzerts:•> Uhr. der Vorstellung� 6 Ute. vomeiiuhg; Großer Ball. Chice, dvfiige JhüJurerL uncLftietöencie Jelcicnkfclder� ftridcj bidten in r�ichccAusiuaff unxerfc bclciaiSönöer'häiuef JcmentüenfttiSC ■Cdpiigeiirtr'. 65-».».1-««« S&id&n- Oaus «Phöb*- Mditcnar Tuflroo* •Mt � nopfpamm» M LS.- «CelU- tMc�a Upa>M«% larblg gestlut M 65.- «Rosallnd«" • SW Ofcnafc spp, r«ch M LSjx- Konzert- Direktion Hermann Woiff und Jules Sachs. Dlrnstac, 1. April, TV» Wir. '-Abend UeethoTensant. V.(letzter! Lieder Elena Gerhardt Hugo Wolf-Abend. Am Klar.: C. V. Bos. 1 Kzrten 6. S, 3, 2, 1 M. 51nxaJtHd«mie. Mittwoch, 2. April. 7'/» Uhr: III.(letzter) Klavierabend Lambrino. Sonaten C-Moll, op 13; Ca-Oor, op.(t, Nr. 3; E-Dur, op 109; C-Dur, op. XL Karten S, v 3, 2 M. JUeUtaranal. Mittwoch, 2 Apnt, 1 Uhr Fontane— Liliencron— Hauptmann-Abend Hertha Rettkowski. Karren 4, 3» 2 M. BechBtelaMal« ÖRy atf. Ulederabona MBACHER- d• d o» HP ----—, Scimbert, 8a Am Klavier: C�V. Bot.| Karte» t, 4, S, 2 M. Boelhovensaal. Donner» taH. 1 April, Vh Uh Kontert mit dem Pbllharmoaltehen Orchester SABINE MEYEN. Dirigent: Muiic-'ui'io'i.ior LEO BLECH. Mozart: Arien— Sinfonie— 1 Karten 8, 3, S, 3. 2 M. Philharmonie. Donnerstag, 3. AprO, 7>A Uhr Paul BENDER ieitr von hfh>..-r. Brahnu. Richard Wörx, Panl Oraancr, Richard We«, W» er Brauatcia und iL WolL Afp Klavier; Michael RancheUcn.| Kart.". A 5, V 3, 2 M PlillliamiunU, Montag, 7. April, 71,, Lfhr. V./a Uhr> g. IL April. TV, Wir: Blbel«Abend T Irene riesch Karten a, 4, 2 2 M.\ Kar«## r#m 24. Min haben hieran OflMtkefl, Phllharmeole. Donnerstag, 2, April, 7V, Uhr: (toehatoa Konarrt HUBERMAN. Am Klarier. Pa»l Preakel. Kate#(populäre Preis«) t.», 2 IJO M. bei B#n 8 Beek uad Verthelm.> —' BI&thaarsaaL Oletutag, 8. April, abends TV, Ohrt< Nur einmaliges Oastsplal von e» iDr. Benno Wünsch? chcm'ltrt.d.Jascphat.Th.l.Wlen u.d.Manch.Sehaoipieih. I i Wieser and Berliner Hamor| Salvren. Haroulen, Keiodraraen c. a. tt � unter gOtiger C � n t n Rnrn IhrenTana-? 2 Mliwlrzong». SeNIQ DOm ,ch«pluBgeB._ > Karten tu, 8, 3, 4, 3 M. b. Bote» Bock u. A. Wertheim. r< !! Kein Aprilscherz!! OclahetL WMMMWW.W? über den geheimnisvollen Loffer».doS nene! 4- Senfations- Programm � konigstadt I 21>IlerantterltralZe»t. — Oarnlsonklrcbe, Ne#c Prl cd rieh»4 rage' Dontieriiag, 2 Aprii, abends 1% Uhr: I. Volkskonzert „(verlegt vom 6, Mira) rerantisltet von l#4AO 3 Prof. Otto Becker corgen. MItv.: Bllaabeth Imme(Sop' I vom NsLTheater? in Weimar. Adolf Philip»»#(Bartton), W Bianca Becker. Samoicwsti# iVlollna).? » Kart M. t, 2 3 b Bote» Bock, A. Wertheini u. KOstereL 3 Die mr den 6. Min gelösten Billetts sind gültig mmmm H AR DT»«>>««> KSÄCS: r IAH LP 1 froher iiJAZ Reuter, Wied, Morgenstern. Märchen, 12 Sehauspleler-Ponf. Schlller-S. am Knie) Donnerst.#. Freitag. 2 a. 4. April, 8U. 2 LETZTE FROHE ABENDE Karte# 2—4 M. Bote 8 Bock, Werthaim. 11320 " Singakademie 3 populäre Konzerte Im Abonnement i Tw 18. aod 29. AprU, TV, Uhr jf I Hertha Stolzenberg, Clandio Arrao, i | Arnold FOldessy, Bodoll Lanbenthal,? Der Domchor. BN Ist» so 44", t und 730 M. IQr alle drei Konzerte bei Wenheüa und Bote 8 Bock. — KoasertdlrektleB i Robert Sachs W. so.—— BlfithacraaaL fhreltag, 4. April, 7Vt> letaler Abend LUCY 8IESELHAÖSES Karten M. 2 bis 10. Bote 4. bock, Wertnelm. Thcaiersaal Hocbacb. Rrwllag,«. AprU, 8 Ohrt CPUT U A U jk V Ä ranze aua dem J L Fl I in AuLOA alt?, oriem Karten AL 2 bis 10. Bote a Bock. Wertheim. Hochschule B««tli«> euMAl# SoiLetAf;, 6. April, 7„, BOETTCHER-CLEWIHG neae Lieder*or Laiate. Stlndcbm L ewei Lauten» neue Duette, am Kiamet. Clemens Schmaifttidi. Karten M 2 bU 10# Bote Jt Uvck, Wcrtheim. Blüthnersaal. HATRAT-STERNÄ /hin«vo4.li. V. April, 7V«t Nev« ranzsplelc Kalten M. 2 hla IS. Bui« i Bock, Werthelm. Phflharmsals. Freitag, II. AprU, TV,« !1. ELITE- KONZERT ,7."?.. SIGRIOHOFFMANN-ONtGIN SGHLUSNUS-SPiWAKOWSKY Karten M. 2 bis 8. Bote 8 Bock. Werthein) Tbasueraaal H#ch Santa g, 14. April, TV,« Tan Ihrem längeren crtolgrrich. Tnurnee a. Holland zurück Einmaliger Tanzabend GRIT HEGESA Musik nnclt Maausc. rnn Jap. koel. Karten M. 1 hl» 18. Bote 8 Bock. Werthelm, tlochsctmle T�nlltteliertajUexanderpiaD] Ab 1. April Ukclieh 8 Uhr KABARETT Reichs«Cafe Dir. Fritz Poul= Aiczaadentr. 12 Volles Orckestcr. Ltg.; Kapelim. Johnke Artistische Leitung: Arnold Lindemann LHIi MeuseU Walter Lmxburg Hansi Sachcrt Eili Sommer tr ► Oi \ Nach erfofafem ifmbau! 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B.„Nathan".— Deutsches Opernhaus: 30.„Zi. geunerharon". 81..Traviata". 1, 5.„Tote Augen". 2.„Jugenp". .Cavalleria rusticana" 3.„Tiefland". 4..Wichschütz". 6.„Goldenes Kreuz".„Cavallcria rusticana 7..Glöckchen des Eremiten".— Deutsches: 4., S.„Der arme Heinrich", sonst„Wie es Euch gefällt". — Kammcrspiele: 30., 1, 3, 4., 5, 6., 7.„Unterwegs". 31., 2.„Fasching".— Lessing: 30., 1, 2, B., 6.„Blaufuchs". 31, 8, 7.„Der rote Hahn". 4.„Peer Gpnt".— Königgrätzer: 30, 31, 1, 8, 4, B, 7.„Biberpelz". 2, 3. Musik". ftnmäbtenhunSr 31, 3, 6.„Erdgeist", sonst„Feldiherrnhügel".— Kleine?: 30, 1, 2, 4, B, 7.„Salto mortale". 31, 6.„Liebelei". 3.„Jettchen Gebert".— Schiller Charlotteaburg: 30.„Alt-Heidecherg". 31, 2, 4-, 6.„We eS Euch gefällt". 1.„Die groß« Pause". 8, 7.„Anatol". 5.„Konzert".— Nollendorf: 31.„J-uxbaron". 3.„Drei alte Schachteln", sonst„Wo di« Lerche singt".— Luisen: 30.„Maria Magdalena". 31.„Hase- mannS Töchter", sonst„Berlin—Hamburg— New Uork". Täglich: Berliner:„Sterne, die wieder leuchten".— Künstler:„Der Schöpfer". 1, ö.„Nachtbeleuchtung".— Wallner: „Die Geisha".— Kleines Schauspielhaus:„Die Büchs« der Pan- dora".— Trianon:„Der gute Ruf".— Residenz:„Höhere Leben". — Theater des Westens:„Madame Sherry".— LustspielhauS:„De spanische Fliege".— Zentral:„Die Schönste von Allen".— Metro- pol:.Faschingsfee".— Thalia:„Zur wilden�ummel".— Komische Oper:.Schwarzwaldmädel".— Neues Operrttrnhaus:„Keusche Su- sänne".— Palast-Th. a. Zoo:„Christus".— Friedrich Wilhclmft.: „Hannerl". 4. Geschlossen. Ab B.„Das Dorf ohne Glocke".— Walhalla:„August der Starke". 1. Geschlossen. Ab 2.„Der Jäger aus Kurpfalz".— Rose: 30, 31.„DreimaderlhauZ". Ab 1.„Stärker als der Tod'.— Theater der Fricdrichst.:„Drei tolle Tage". Ab 1.„Medizin".— National:„flinopuppe".— Casino:„Vater Knolle". Die /lbfchaffung öer Drille. Wichtige Erfindung der deutschen optitchen Industrie. Wenn sich die Wahrheit erst durchgerungen haben wird, dann wird die Brille nur noch bei Sieinkloprern, Automobilisten. Gießereiarbeilern und Hochiouristen als Schutzbrille ihr Daiein fristen. Zur Verbesserung der Leistungen de» AugeS aber wird man ein optisches Hilfsmittel tragen. welche» die Borzüge der altehrwürdigen Brille und ihre? flotten Bruders Kneifer in sich vereint, ihre Nachteile aber vermeidet. Dre unleugbaren Vorzüge der Brille find ihr fester sicherer Srtz. unabbängig von der Form der Naie. und ihre unveränlKrlich richtige, dos heißt für die Sehleistung zweckmäßigste Slellung der Gläser. Ihre Nachteile sind die umständliche Handhabung und dag sie das Gesicht alt macht, junge Leute oft geradezu entstellt. Die Vorzüge de» Kneifers find, daß er diese Nachreile der Biille vermeidet; ferne Nachreile find, dag er die Borzüge der Brille nicht besitzt. In dem Augenblick, wo sie i&m gegeben werden, verliert die Brille ihre Berechiiaung, sie wird «in Obj.lt für zukünftige AlteriiimS'ammler, wie die fiüber ebenfalls unenidehrliche Llchiputz'chere und anderer Urväierbausrai Und mit ihr wandern Tau'ende von Kneifeiu in die Rumpelkammer, die jetzl gleich flügellahmen Fledermäu'en ilne Flügel re>p. G>äier über die Wangen ihrer Träger herabhängen lassen, durch ihre unentwegte Wackelsr die unglücklichen Besitzer zur Verzweiflung bringen und nervös machen und ihnen mit ibrem harten scharfen Druck die Seilen- flächen der Nasenwurzeln wundreiben. Wären da» die einzigen Nachteile, so möchte eS hingehen. Aber der Kneifer in der Form, wie man ihn jetzt noch meistens trägt, verdirbt oft an den Augen mebr als er nützt. Weil der Brennpunkt der Gläser fast nie mit der Pupille zusammentilffl, wie es»lge«lich sein sollie, wird das Auge in eine falsche Blicklichtung genösigt, also zum beständigen Schielen ge- zwungen. Es ermüdet infolgedessen sehr schnell, wird überanstrengt, und Nervosität, die sich zunächst durch dauerhasle Ropsichmerzen und Benommenheil außen, ist eine der Folgen. Die andere der Folgen ist, daß die Sehkraft, die eihalten werde» soll, noch mehr geschwächt wird. Wenn jeder, der genötigt ist, ei» Augenglas zu tragen, den Lo dm a n n-Kneifer probierte, so wäre das Schicksal der Biille und der veiatlelen Kneiserkonsiru!i>on sofort besiegelt. Ter Lohmann- Kneifer ist da» vollkommendste Hilfsmittel für schwache Augen, welches zurzeit existiert. Er dar olle Lorteile der Brille, ihren festen. sicheren Sitz auf den verschiedensten Naseniormen, die gesundheitlich richiige Stellung ihrer Gläser zum Auge, und er hat den einzigen Vorzug der bisheri- gen Kneiier— die bequeme Handhabung. Er hat aber noch seine Extravorzüge.. Daß nämlich" die jetzt vorwiegend getragenen Kneifer elegant und flolt aussehen wird man nicht mehr behaupten, wenn man sie mit dem L o b m a n n- Kneifer verglichen bat. Weder die an einem gewaltigen Federbügel befestigten, seitwärts melancholiich berabbaumeln- den Eläicr der älteren, noch der dicke, gerade und plumpe Sieg oder aussällig sichtbare Mechanismus der neuen Kneifermodelle können Anspruch aus Eleganz machen. Beim L o b m a n n« Kneifer dagegen ist der Sreg und MeckanrSmuS überhaupt kaum zu sehen, und die Gläier stehen, einerlei, ob der Nasenrücken breit oder schmal, hoch oder flach ist, fest und sicher wagerecht vor den Augen; Brennvunkl der Gtäser und Pupillenmitte der Augen decken sich. Man braucht nicht mebr. wie man eS bei Trägeiii allerer Kneiier häufig sieht beim Leien sielt aufgerichtet zu fitzen, damit der Kneiier nrcht heradsälll. sondern kann eine zwanglose Halrung einnehmen oder auch, wenn man da» bequemer finden sollte, auf dem Kopie stehen— der Kneifer sitzt fest und, was die Hauptsache ist, ohne lästigen Druck. Die patentierten Lohmann- Kneifer wer- den nur von der Orthozenlrischen Kneifer-Geiellschast m.b. H. tn Berlin. Potsdamer Straße 134», geliefert, die kerne Filialen oder sonstigen Verlaufsstellen unterhält. Bei persönlichem Besuche, der zu empfehlen ist, weil man ohne Kaufzwang nach vorheriger, kosten- loser Augenprsisung den Kneifer probieren und ihn mit dem bisher getragenen vergleichen kann, beachte man zur Vermeidung von Verwechslungen genau die Firma und das neue Geschäflsbau» Nr. 134» mit der Kennmarke„Lohmann-Kneifer", da sich ein ganz in der Nähe und sehr auffällig gelegene» oprischeS Institut eine ähnliche Be- nennung beigelegt bat. Alles, was unter ähnlicher Bezeichnung«veniuell in den Handel gebracht wird, sind nicht«chle Lobmann- Kneifer. Auswärtige wollen Prospekt 2e:ger iStr.«6/67. Am Knie*• z» vornehmer Lage Mld w rmmlttrlbarer Rahe der Untergrundbahn haben wir besonderer Umstünde halber «we oornehm», modern S flattet« BMa mit. flimmern u. retchli-hern Reben getatz. zn dem fhrfcetfr Queis Uta billigen Preise von ZlSdov Mark zu verdauten. stZSA Scbmldt Söhne, E. 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Soreau: Berlin, MSnzstr. 20, geöffnet werktäglich 10—3 Uhr Wir laden hiermit alle Kolleginnen und Kollegen ein, die nachitchend verzeichneten LszZl'ksversarNmlAnxen vollzählig zu besuchen. In diesen Sitzungen klinnen die Bei- träge entrichtet werden, auch wird den Mitgliedern Gelegenheit geboten, sich in der Bllgenieinbildung über sozialpolitische und lZewerkschaftsfragen durch Teilnahme an den Vorträgen tn den Bezirkssitzungen geistig zu festigen. Andererseits ist es aber dringend erforderlich, daß die Mitglieder an den inneren Per- brmdearbeitsn durch Besuch der Bezirkssttzungen regen Anteil nehmen.—' 77/11' Die BczlarBOetfotNTOlnnflca finden statt: Mittwoch, de« S. April, abends 7�, Nhr: SjSJJfjliflJI, Holol zum Stern. Potsdamer Straße. Äei-lW'ZWMMisks. Ecke Aiefholzstraße, MZßeiisee. � Donnerstag, den Z. April, abends 7'/, Uhr: tfaränn II!. Ecke Stransbergcr Platz. Restaurant ZtaNonalhof, Bülowstr. 37. Restaurant SN» Atege, Sedanstr. 3. Nolkahau», Rosinenstr. 3(kleiner Saal). ZUishglsk. MenSSveK.. CvWiik. Möcichg- Restaurant«aiserhos,«LSpenir?, Drünstr. 10. Coijeit'&OiiBC, Knorrpromenade 2. Wi,!gA'W8dMgl!ljWseN. 0{{i(jOStSv{S. Restaurant Itaftanalhaf, Bülowstr. 37. Xml KeilliüeOms'Besk. l�-ÄeTlÄ (fSS'OHISlDß« Restaurant Ariedrich. Bahnhofstraße 1. Freitag, �»en 4. April» abends 7'/z Uhr: 1te>*oon I(Nosanihalsr vorsladt.:d MantischaftSbiiiid. S« URS AmW. SM deü Aesze«. SAS der leulsche» Sslln! Vortrag von Major Freiherrn von Rcibnitz über Zweit und Ziele des Bundes. Freie Anssprache! Anfang?>/, Uhr. Pn/an-g?'/, Nhr. WMWbwwmM Napisrldckr.| Miechteinftöflci, Iflit�eciakieur |ür eine Tageszeitung mehrheitssozialtstischer Züchtung in einet mittleren Stadt Ostpreußen-, sofort gesucht. Agitawrtsche Bc- iüiigung etwünschl. Anstellung ertolgt aul Grund der De- dingungen de? Verein? Zlrbeiterpreffe. Bewerbungen mit?!n> gäbe von Referenzen unter 0. 17 au die Hauptexpeditton des „Vorwärts�. 250.« ZSllM I.SlDKlIfl. SSNUkii!« I. MHmMtl ZeuMlmls. ! Siliole Berlin. 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Mob Schlosser» und Schmiedearbeiten 12,96'. hn«n der ______.HWWWMMWWMWWWW_________. heu und echaeidpi 1 2,37. Der Beschlag u. Wagenbauschmied 26. Eisenhuttenkuube SM. Sochafeirbetrieb 7ll5 Eisenh'itteiichemie 13,05. Die Metallgießerei 19,35. Dreharbeit u. Werkzeuafttihte 23,70. Hilf»buch f. Srrherei 6,00. Die Dreherei u. ihre Werkzeuge 16,06. Hartetechnil S5>i. Der Sprizguß 25�5. Der (Salva,'.o»tea)»iker 930. Dalvauoftegle 2350. Dalsanoplastir 550. wod. Ehenei» lufSt'. Elektro» «i'emie 650. Meiallfijrbung 11. Meralliißen 855. Elektrolyt. Metallabicheidungeu 950. Elektrolyt. Derzinkiiugeu 255. Prakr, Elektrometallurgie 20. Elektrometallurgie d. Eisens SM. Metallurgie des Finils 13,20. Der Kupferschmied 10. Die Soustruttion der Wage 15. Der mod. Installateur mit Ulodelldand 2850. Der Waiserleitungvinstallateur 10,75. Die Warrrwasseranlageu 9,80. Die Keizungsanlage» 5,75. Der lrien-pner 17,20 oder 3055. Die Blechabwicklungen 4,40. Der Bau» llrmpuer und Dachderter SM.Legirr» und Löttunir 10,75. Leglerungsmrtalle 6,00 De: Maschinenbau 44. Laninoietschaftliche Maschinen 12,10. Eis» und ftällrcijfuaur.Hsmafchinen 20,40. Prakt. Ziargeder f. Maschinendouer 1055. M»s«unenzei0ineu 15.40. Hie Maschmeuelemente 8,65 Borr�htungsbau IS. Die Wassere!! der und Turbinen 1450. Die Dampfturbinen 9,40. Dampf» pumpen 7,4ö. Die Zuduktionsmotoren. g,40. VerbreuuungsoivlorerUechnlt 556. Die Oe!» Maschinen 9,90. Windtiaitinaschkien 11,15. Warme-Kraltmaschinen 15,95, Die Mechanik 6,1.0. Lehrbull) der Phystt 7,45. Moderne Sewehrfabriiation 6,46. Der Maschinist 10,75. Siilobuch sllr Maschinisten und Heizer 6,00. Der modern« Heizungomonteur mir Modell» .... � moderne Heizer und«esselroärter, mit Modelllmud 172». Aeetylenbeleuchlung»- lialziumkaräid- u. Aeetylentechnik 1950. Salziulnkarludfadritatiou SM. iiiet- Die Eleirrizitilt in Haus und Dewerbe 950. Leitfaden der Elettro- hes Ans- Elektr. !cchnit850. Taschenbuch Illr Monteure eletr. Beleuchtunganlagen 550. Elektrolechnischs tunitsbuch 1450. Elettr. Licht- und Kraftanlagen 4.50. Elettr. Starkstromanlagen 850. Hochspaiuumgstechnit 3>,65. Hochspannungsaudloarn 20. Die Bogenlampeu 4,95. Wolffram 15,85. kasgillhtörperfabrliation 3155. Elettr. Slllhlaiuprn 6,65. Elettr. Automaten 455. Der 1- K" 1®'05, Schaltung 4. Telephon- und ,70. tarttirora i,7i Haus- chtnugsanlage» ftlr Dlelchstrombetrleb " Eleitr. Schiffahrt 8,05. W>>WW»WWIWWWWWWMWWWI Elettr, Oese» 955. Bitgschug 7 70. Elrrlrisit-toziihler 1450. Anfertsg'Mg von Dynamoina- schtuen 455.- Wechselstromnlaschinen, Transiormaioren und Motoren S50. Dechfeistromiechnit L55'i, Aktumiilatoren f station. elsktr. Anlagen 9,10, Dl? 4l Plumnlatoren 88,—. Dleichstconl-Dynamo» Maschinen 24,20. Elektromotorische Antriebe 11/45. Der Maurermeister 950. Die AaulonstrMion de» Maurer» 755. Der Steinderechner 450. Der Baufilhrir 8. Der Zimmermann 9,30. Der gimmenneister 9,30. Die Hol>tanftruMone» de» ssimmeo. mann» 33,00. Dachausnuttelnngen 8,40. Dachsailftungen 3,75. Der Holzbau 950. Dertzolzderechne?' 655. Der Echnirrhotzderrchncr 2,90. Bamnechanit Schin. Fesugkeitslehre und ivtatit 10,50. Bau hölzerner Treppen 11,45. Der Kunststein 10,75. Kalt, Zement und Eip» 0,45. Der Stukkateur und Oipser 15. Der Bildformcr und Dipoaieger 5. Terrazzo»ud Terrazzomosaik 755. Di« Ziegelfabritatio» 18. Handbuch der Ziegelsadrikafton 5455. Der prcttifche Ziegelmeister 855 Steinzeug. Steingut und Töpserwaren 4,?ö. Porzellan sab oikatton 45t', Asbestjement- schieserslldrjtatiou 12,05. Fabrikation d. Teerfarbstoffe l!,05. Hochofenbetrieb 7,15. Koterei u. Trerpcodnttc der Steinkohle 11,85. Braunkohlenteerwdnstrie 1355. Tiesteuiperaturvertoknng der Stemkohle 0,40. Lact- und Jirnislebritatwu 5,35. Di» Kitte und Klebstoffe<55. Ultra umrinsarbeufabrikation 9,10. Eerestnsabrikatio» 1255. Stearrnftibrtlotion 950 Dlycertn- sabrikation 4. Das Zelluloid 18. Herstellung der Sprengstoff, 22,7'~------- 2.70.»ms Erdöl 7,15. Herstellung w<* � u;' � u»—«,<«.«/——.vu.•, w. 9er Ecitenstcdcr 1159. Moderne Seisensabrilacion iL,!«!, Die Kernseifen 0,00. DeMiertunst 4. Brennereiiexilon 8650. Brauereilepwn 38,75. Stärkefadrikation 15,75. guckersabritation Zchöi). Die Obst- n. Beerenweine 0,45, MarmeladenfabrIIatlon 9. Mrlnbeeeitnng u. Kellerwirtschast 11,45, Esjig-adriiation und Senfderciwng 450- Därungsessiz, Elstz�, Mi�- und Butter- önre 550. Der Böttcher 10,75. Der Fastberechner I � 8,60* off« u. deren Darstellung. 950.' Ästhet. Oele 2l,I5. Komprimiert« u. flüssige Eale at. u. 955, Väbof. w. Tadatsadcitale 19,35. Zlgareltenfadrikation 8,60. Der Dekorotionv- ü. Ätuben- cunler 750. garbenhurmonie 850. Holz- n. Alarmormalcret 225». Monogramm« 7,15. Mod. Lact chriften 755. Einfache Firmrnschriften 11,55. Borlagen siir Ftemenschrelber 12,90. Haud- muflcrniappen sstr Firmenschreiber 8. Moderne Plakat- und Beklameschriften 3,05. Technt! der Oclmalrrei 2,90. gterschrtsicn i'256. Lackieckunft 95V. Der Steinmez S50. 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Konstruttlonslehre Holzstulpturen u. Jntarfi.WIWWWWWWWWWIWWWWWWI» 6,40, Holzschieisen,-beizen,-polieren SM, Der Drechsler 17,20. Mob. Hoizbildhauerardeften 10,75. Die Fadriiatiou der Nahmen und Goldleisten 7,85. Der Stellmacher 15. Da» Biegen de» u. Speisezimmer 33. Kteinwohnunaseinrichtungen 28,60. Auogesilhrte Sinf. Bautischlcrardeiten 19,80. Mod. Hau«- und Zimmertilren 1650. Di- schönst« Hauotllre» und Tore 38, Mufterzeichnungen ftir Tischler 39,00, Fachzeichnen fllr Tischler rslehre für Bau- u. Möbeltischler(Blunck) 1060. Intarsien 13,20. Intarsien 18,20. Der Bauglaser 8,00. L!r Srteinmng der Stilarten Holze» 4,30. Der Bjagenfabritant 17,t5. Der«jagenkasren u. sein Plan 10. Nut Modellbaiid 33. Der Automobilmolor lichd. Automodiltechnit 1350. Der Kraj �WWWWIM�W Der Sattler 20,10. Da» Sattnrhandirirk 25ti0. Der Automodil- u. Luflschiffsittler 755. Zuschneiden der Sattleo- und dlieflienardeite« 10,75 Da» Polstern 11 Der moderne Tapeztexer u. Dekorateur 1350. Die Prazi» de» Tapezierers u. Dekorateurs 15,40. Tapezierer- u. Detorationskunst'44. Elnf. De- ioralione» f. Tapezierer 13,20. Muiterinappe des Dstora.eurs 22. Ausstattung vornehmer Wohn» riiume 33. Das Ficischergeweröe 21,35. Die Fleischwaren u. Wurstsadrikalion 1085. Moderne Fiiidcrei 20,70. Bigognc- n. Slroichgarnsprnuerei 950. Die Spinner»! 5. Förde» der Spinn- salern 5. Die Schlichterei 18,05. Mech. Wederei 10.15. Die Kunslseid» 20/40, a»rd»e»l»tech- Nische» Austunftöduch 44. M»d. Lederfadritation llchu. Der»erber 12,90, Herstellung de» loh« garen Leders 8,60. Färben lohgaren Leders HJHl Lederhandichudfaörilotton 80. Die Zu- hneidetnnst(Heeren) 17,75. Lehrbuch der Damenschneiderei 2185. Di« Kiirschnerknnst 2040. Farben der Rauchwaren 16. Die Kunstseide 26,40. Die Hutmacherkunsr 8,60. Das Färben der Rauchwaren 16. Die Kunstseide 26,40. Die Hulmachrrtunsr 8,60. Di» Wnch- druckerlunst 12,90. Der Buckbinder 13. Lehrbuch der vptll 16,05. Der Bianosortebau 1650. D ic moö. Orgel 9,30, Das Harmonium 355. Klavterstimmen 3,90. Der Peril-tenmacher und Friseur 12. Der prall.»andUor 2055. Eroste» Ball- u. Ellstspeisrubuch 15. Die Bäckerei .13,35. Eis- u. falte Sllstlpeisen SchA, Warme Sllstspeisen kl». Mehlspeisen 8,35. Preis- einmachebuch 450. Die Puddinalllche 4. Der Handwerker als Kaufmann 7,35. Der Lohn- derrchncr 2. Nechenhcifer 4,25. Ziechenstad 8,50. Faebzetchnen 10,75. Buch der Erstnduna»» 22. Lehrbuch der Reklame 5.50. Selbstanmeldung uon Patenten 6,35, Oeheduch der Ca«d«ie4- fchnfl iunorschöpflime Fund- und Doldgrude) 15, Bienenzucht 5. Kaninchenzucht 8,35, Rutz- u. Svoemesiiigelzucht SM Taubenzucht 13. Rolenzucht 7.'i/ Eörlnetbuch 12,10. D«r Görtner- bcruf S,4o. Einträglicher EemUledau ch70. 10ch00 chemisch-tcchnis-dc Rezepte zu Hondelsartlteln von Dr. Otto Lange 40,20. Buchheister» Handbuch und Diogistenpe-r.» 2SZ0. Di�rtchs Pharmaz. Manual 87,40. Wir liefern auch)«*•• von L. Schwnr» A Co, mbn* 33»«h. 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Löbe(Soz.): �Der Ausschuß Hat bei den Bezügen des Reichspräsidenten die persönlichen und die sachlichen Bc/üge getrennt und schlägt vor, dem Reichspräsidenten ein persönliches Gebalt von jährlich 100 000 Mark zu gewähren und für die mit dem Amte verbundenen fach- lichcn Ausgaben 500 000 M. jährlich einzusetzen, d. h. nur ein Znxrn- «igstel dessen, was das bisherige RetchSoberbdup! erforderte. Der Reichspräsident Eben hat bereits seiner Freude über die im Aus- schuß beschlosiene Regelung seiner Bezüge Ausdruck gegeben und darauf hingewiesen, daß er schon im Februar genau den gleichen Vorschlag gemacht habe.— Die Frage der Ministergehälter und Bensionen soll beim ordentlichen Erat geprüft werden. Sicherlich aber werden erhebliche Abstrich« bei den WohnungSgeldzuschüffen der Minister gemacht werden.— Die früheren VoikSdcausrragtcn hallen monatlich ein Gehalt von 2000 SD?, bezogen. Keiner von ihnen hat Bersorgungsansprüche gestellt.(Beifall.) Nachdem Abg. Burlage(Z.) zugcstimatt hat. kehr"' Abg. Laukant(ll. Soz.) das Gehalt des üteichspräsidenten cod. weil er diesen Posten nicht nur für überflüssig, sondern auch für schädlich hält.(Lachen bei der Mehrheit.) Die Sumnrc ist auch viel zu hoch Di« sachlichen Aus- gaben sind bestimmt für Äunst und Nalurcrcigmsie.(Stürmische He lerkeit.) Ja, der Präsident soll doch nach Ihrer Meinung ebenso toie die früheren Monarchen WohltätigkcitSgelder geben, wenn irgendwo ein Nalureroignis eintritt.(Erneute Heiterkeit.) Auch die Repräsentationen und Reisen sind ganz unnötig. Früher haben sich die Monarchen auch erst öffentilich abgeküßt und nachber die scheußlichsten Intrigen ae' onneru(Heiterkeit.) Der Reichspräsident dürfte kein höheres Gehalt bekommen, als die übrigen Minister. Dies« hohen Ausgaben bedeuten eine Defestigung der kapitalistischen Re- publik.(Ironisches Bravo! b. d. Mehrheit.) Der NachtrogSetat wird gegen die Stimm. n der Unabhängigen angenommen.— Es folgt die zweite Beratung des Notetats. Darin werden u. a. zur Unterhaltung des ReichshrstamteS 50000 M. angefordert. Abg. Ersing(Z.) fordert rücksichtslose Turchführung der Demobilmachung und pole» misiert gegen die Soldatcnräte. Abg. Dr. Rießer(Dtsch. yp.): Wo bleibt denn bai alledem der Rechnungshof? Reichswehrminister Noske führt den Widerstand gegen die Demobilisierung auf die Furcht vor der A r b e i t s l o s i g k e i t zurück. In einer großen Anzahl von Städten haben sich sogar aus entlassenen Marinesoldaren und Ma- troscn besondere Matrosenformationen gebildet, zu denen auch di« bekannte Berliner Volksinarinedivision gehört. Hoffentlich bessert sich unser Wirtschaftsleben bald so. daß die Arbeitsgelegenheit zu- nimmt. Dann werden und müssen sich natürlich auch die Lerhältnisse in den StaatSwcrkstötte« bessern. Auch hier haben sich in einer Anzahl von Betrieben ab- solut unhaltbare Zustände herausgebildet, die ein« geradezu u n- verantwortliche Verschleuderung von Reichs- geldern zur Folge haben.(Hört, hörtl) Auf den beiden Reichs- wersten hat sich die Lage beträchtlich gebessert. In Kiel wie in Wilhelmshaven wächst di« Zahl der Austräge und auch die zunächst autzcrordcntbich zurückgegangene Arbeitsleistung. Der Redner bespricht weiter die völlig unhaltbaren Zustände auf der Tor- pedowerkstatt FriedrichSort bei Kiel und in einigen B e i l e i, dungsämtern, wo sehr M merkwürdige Auffassungen über Svzialiflerrtng auf Kosten der Allgemoinheit und in die eigen« Tasche hin- ein bestünden.— Zur Leitung der Werkstätten in Spandau hat sich am ersten RevolutionStage eine sogenannte Genevaldireklion ge- bildet, di« aus elf Arbeitern und acht Angestellten besteht. Durch ein eigenartige» Wahlverfahren und geradezu unerhörten Terra- riSmus hat man erreicht, daß diese elf Arbeiter sämtlich Unabbängige sind. Im Monat Januar sind in diesen Werkstätten an Löhnen 12 Millionen Mark ausgezahlt worden. Dem steht ein« Tätigkeit gegenüber, die absolut minimal genannt werden mutz.(Hört, Hort!) ES muh eine Umstellung der Betriebe vorgenommen werden, die natürlich ein« gewisse Zeit erfordert.(Zuruf b. d. U. Soz.: Na also!) Zu dieser Umstellung gehört aber auch, daß die Autorität der ReichSleiwng und der Behörden wieder hergestellt wird. Es mutz ein verständnisvolles Zusammenwirken zwischen Behörden und Betriebsräten herbeigeführt werden. In Spandau wirb aber heule zu einem sehr beträchtlichen Teile Politik getrieben; es wird nicht einmal di« Arbeit geleistet, die unter den jetzigen Verhältnissen geleistet werden könnte und müßte. Ein sehr großer Teil der Spandaucr Arbeiter will wohl so bald wie möglich wieder voll arbeiten, aber sie sind, wie mir erst gestern eine Depu- tation erklärte, durch Anwendung des schärfsten Terrors(Hört, hört!) zum Streik gezwungen worden, darunter sogar eine Abteilung, in der künstliche Gliedmatzen für unsere Kriegsbeschädigten her. gestellt werden.(Hört, hörtl und Bewegung.) Inzwischen werden politisch ganz einsichtslose Resolutionen gefaßt. In den nächsten Tagen soll mir ein Ultimatum der Arbeiter der staatlichen Gewehr-� und Waffensabriken zugehen. Darin ist die fürchterliche, mich aber in diesem Augenblick wirklich nicht schreckende Drohung enthalten, daß rneS schönen TageS die Waffen, und Munitionsher- stellung eingestellt werden solle, und zwar wird diese Forderung er- hoben, um die vielgesclvmähten Freiwilliaenverbände aus der Welt zu schaffen. Der Redner verliest diese Resolution teilweise, wobei di« Unabbängigen Sehr richtig! rufen. Verlangt wird der Zusam- atemritt des zweiten Rätekongresses bis zum 8. April und die Schaf- fung einer nur aus geeverkschaftlichen und politisch organisierten Arbeitern gebildeten Volkswehr. Diesen Forderungen kann nicht entsprodhen werden.(Lebhaftes Bravo!) Ich werde auch dafür sorgen, daß wie schon beim letzten Streik, in den staatlichen Be° trieben für die Streiktage auch nicht ein Pfennig gezahlt wird.(Lebhafter Beifall.) Dem Wunsche nach Um- stellungsarbeit, die notwendig ist, damit sie wieder produktibe Arbeit leisten können, wird Rechnung getragen werden. Abg. Hoch(Soz.): Eine Massenentlassung der Arbeiter au< den militärischen Be- triebcn führt in der jetzigen Zeit dazu, daß viele Tausende lange Zeil arbeitslos bleiben Diejenigen Staaisbeiriebc, die nicht mehr in der alten Form aufreckte, halten werden können, müssen mög» lichst schnell für den Friedensbedarf umgestaltet werden. Tie bevorstehenden Verhandlungen zwischen Behörden und Arbeitern werden hoffentlich zu einer Verständigung führen.(Bei? fall bei den Soz.) Abg. Mumm(Deutschn.): Warum ist nicht schon früder gegen die matzlos« Verfchleude- rung von ReichSgeldcrn eingeschritten worden? ES werden sogar aus Reichsiosicn sozialdemokratische Parieibroschüren verbreitet. (Hörcl hört! recht.) Wenn ein junges Mädchen ein Hoch auf den tiefgebeugten Mann von Ämerongcn ausbringt(Unruhe linl».), dann greift der Ministerpräsident ei»...(Präsident Kehren- dach ruft den Redner zur Sache.) Abg. Hartmann(Dem.) erklärt als Vertreter der deutschen Gewertverein«: Die Arbeiter- schast mutz, wenn sie Rechte beansprucht, auch ihre Pflicht erfüllen, ohne die nöligen AuStauschiniltel. Kohle und Kali, werden unsere ErnährungSveibällnisse nicht besser werden. Wir müssen ver- suchen, mit aller Kraft wieder zu intensiver Arbeit zu kommen. TaS wird aber verhindert durch den TcrroriSmuS einer kleinen Gruppe überrndilaier Arbeiter. Die KottlitumSfreiheit in den Staatsbetrieben mutz geschützt werden. ReichSwehrministcr Roske J sagt die« zu. Der Abgeordnete Mumm sagte, den Deserteuren i seien Entlassungsanzügc gegeben worden. Das ist nicht richtig. Im November und Dezember bat sich allerdings i» Berlin auch ein Ret der Desmenre gebildet.(Heiterkeit.) Dieser Rat kam zu mir und derlangte seine formelle Anerkennung, die Einrichtung ei»ei Bureaus für 10 Personen mir je 2d M. Tagegeldern.(Heiterkeit.) Für die Deserteure wurden!5 M Reisegeld. 50 M.Entlassungsgeld und ein Anzug verlangt. Ursprung. ich sogar die Nachzahlung von Löhnung und Verpflegungsgeld vom Tage der Tesertation ab.(Hört! hörtl) Der Descrteurral sagte mir, er gebe mir 4 Tage Frist. biS dahin mutzte die Forderung bewilligt sein, denn die Descrtcurc wären eine Macht. (Hör:! hört!) Sie waren damals talsächlich eine Macht und de- monstricrlcn mit Gewehren in- den Srratzen Berlins. l4 Tage später waren sie wieder bei mir. Ich halte aber inzwischen 10 000 Marm Soldaten ans Dahlem mitgebracht und erklärte ihnen, ich würde leine ihrer Forderungen bewilligen, denn setzt sei ich eine Mackt.(Sehr gutl bei der Mehrheit.) Die Anzüge sind den De- scrtcurcn also nirgends bewilligt worden. Wo es vorgekommen sein sollte, kann es sich nur um einen Mißbrauch handeln. Abg. Haafr(II. Soz.): Auf die Ausführungen des NeichSwehrminister» werden wir bei der Beratung des ordentlichen Etats eingehen. Dex Abg Hart- mann hat sich mit seinen Vorwürfen an eine falsche Adresse gewandt. Berichterstatter Abg. Dr. Becker(D. Vp.) begründet hierauf namens de? Ausschusses eine Entschließung, die die Reichsr.gierung ersucht, ungesäumt einen Plan aufzustellen für die Forschung aus dem Gebiete der Textilindustrie. Tie ForschungS- arbci:en zur Schaffung von Ersatzstoffen in der Teztilinidustrie sollen auf diese Weise zusammengefaßt werden. ReichswirtschaftSminister Wissell: Die Rcichsstelle für Textilforschung arbeit« zusammen mit Vertretern der Textilindustrie mit allem Eifer aus diesem Gebiete. Ich hoffe demnächst einen Gesamtplan vorlegen zu können und daß auch die Textilindustrie bei der Aufbringung der rvrläufigen Mittel sich beteiligen wird. Abg. Krätzig(Soz.): Der Ausschuß will diese Forschungsarbeit besser zusammen- fassen. ES sind auch schon erhebliche Fortschritte erzielt worden. Ihr Ziel ist, uns möglichst unabhängig von der Einfuhr auSländi- scher Tcxtilrohstoffe zu machen. Abg. Ersing(Z.) erwartet, daß die schon bestehenden privaten Forschungsinstitute bei der Aufstellung eines Organisationsplanes zugezogen werden. Er will weiter Berlin als Sitz des neuen Instituts von vornherein auS- schalten.(Beifall im Zentrum und techtS.) Abg. Hertmann(Dem.) begrüßt die Zusammenfassung der Forschungsarbert. Tie diesbezüglichen Forderungen des NoletatS werden gestrichen und die Enlfchlicßung des Ausschusses angenommen. Beim Etat der ReichSfinanzvcrwaltung wir» eine Entschließung des AuS- schusscS angenommen, die die Regierung auffordert, baldmöglichst eine Erhöhung der Bezüge aller derjenigen Renten» und tlnter» stützungsempfänger vorzunehmen, die einen gesetzlichen Anspruch auf � Renten oder Unterstützung auS ReichSmitteln oder aus den Mitteln der Rcichsversicherung haben und deren Bezüge seit dem g. No. , vember nicht erhöht worden sind. Der Nachtragsetat und der Notetat werden w zweiter und � dritter Lesung angenommen. Der Ausschußbericht wegen der Ver- ordnung über die Wahl der VorstandSvorsitzewden bei den OrtS- krankenkassen und über die Kassenangestellten vom 5. Februar 1818 sowie wegen der Verordnung über die Krankenversicheruyg vom 3. Februar 1818 wird aus Antrag deS Abg. Hoch(Soz.).,tzon der Tagesordnung abgesetzt._ Präsident Fehrenbach schlägt Vertagung bis ßvrm Mittwoch der übernächsten Wockw vor, bittet aber, es dem Präsidenten zu über- lassen, bei der gespannten politischen Lage eventuell schon im Laufe der nächsten Wockx das HauS zusammenrufen zu dürfen. Abg. Schultz(Dtschnat.): Die politische Lage ist nach außen und vielleicht auch nach innen so kritisch geworden, daß ein Auseinandergehen der Nationalversammlung jetzt undenkbar ist. BcratungSstoff ist genügend vorhanden. Die Nationalver- sammluna kann eS nicht verantworten, wenn aus ihrer Abwesenheit wie im November in Berlin wieder Unheil entsteht. Präsident Fehrcnbach verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß der Bertagu ngsvorschlag auS Rücksichten der Beguemlichleit erfolgt sei. Durch solche Erwägungen läßt sich der Präsident der Nationalver- sammlung nicht bestimmen. Mein Gewissen ist so scharf wie irgend- ein Gewissen, und wenn dringende Arbeiten vorliegen, würde ich solche Vorschläge nicht machen. Wenn irgendwelche Ereignisse da- zwischen treten, werden� wir sokort wieder zusammentreten. TaS Haus beschließt die Vertagung biS Mittwoch, den 8. April, mit der Ermächtigung für den Präsidenten, das Haus eventuell auch früher wieder einzuberufen. Schluß gegen)42 Uhr.__ Sergarbelterftrei? Im Saargebiet. AuS Saarbrücken wird geineidet: Die Belegschaften der staat- lichen Gruben Dudweiler und Bürgerfreude find am Mntwoch. den 26. d. MlS., in den Ausstand getreten. In den leyien Tagen haben sich ihnen die' Arbeiter sämtlicher übri- gen staatlichen Gruben im Saargebiet angeschlossen. Luch auf die bayerischen Gruben hat der Streik übergegiiffen. Ver- Handlungen zur Beilegung sind zwischen den Bergwerks- direkiitmen. dem französischen Lufsichrsdlensl und den Orgaul- saiionen im Gange. Saarbrücken, 29. März. Zur AusstandSbewegunq im Saar- gebiet, schreibt die sozialdemokratische.Volksstimme": Am 12. März wurden gemeinsam von beiden.Hauptverbänden, alter Verband und Werkverein christlicher Bergarbeiter, folgend« Forderungen an die Bergwerkedirekiion und an den Leiter der französischen Grubenkontrolle ewgereichi: 1 Einführung de? Achtstnnden- tagcö, 2. Erhöhung der Löhne der Klasse 1 um 25 Proz., S. Er-, höhin, g der Löhne der Klassen 2, 8 und 4 um 80 Prvz., 4. Festsetzung von vier Fünftel des Durchsck>nittsl.ohnes der Klasse 1 als Minimal» lohn. Während die Bergarbeiter im Rechtsrheinischen den Stundcnla� die meisten übrigen Arbeltei auch hier im Saargebiet schon den Achlstundenvog haben, müssen die Saarberg leute oft Lij Stunden arbeiten._ IL Kongreß der Arbeiter-, Säuern- unö Solüatenräte. Di« zum TL Rätekongreß gewählten Delegieten werben ersucht, unverzüglich ihre Pcr'onalien dem Kongretzbuteau de« Zeniralral» (Berlin. Heirendaus, Leipziger Straße) zu üdeimilietn. Es sind folgende genaue Angaben zu machen: Name Betui.Wohn» ort, der zu vei tretende Wahllre»« und Parteizuge- härtg leit. Vielleichl empfiehlt es sich, daß die maßgebenden Partei» funklionäre oiese Angaben sür süm'liche in ihrem BcrwatiungS« bereich gewähtlen Delegierten machen. Beiouder« sei daiaus hingewreien, daß die Delegierlen bererlS am Montag, den 7. Apllt. in Belitn sein müssen. An dieirm Tage finden oounillagS 10 Uhr im Herrenhaus Frallionssitzungen aller aul dem Kongreß vertretenen Parteien stall. Etwaige Anträge, die dem Kongreß duich Delegierte vorgelegt werden iollen, bittet der Kongreßausichuß ebenialls alsbald emzu« senden, damit deren Diuck egung erledigt weiden kann. Die Delegierten müssen sür Wohnung in Berlin selbst sorgen, da« Kongretzbureau kann solche nicht vermitteln. Brot- und Fleisch» lauen sind unbedingt mitzubringen. Der Urlaub üer SolöatenrZte. Berlin, 28. März. Der ReichSwehrministcr, der Reichsarbeits- minister und der preußische Knegsmimster haben heute solgende Verordnung erlassen: Soldaten, die zum Räielongreß am 8. April als Vertreter gewählt wurden, sind von ihrer Dienststelle zur Tagung zu beurlauben. Eine Vertretung von militärischen Dienststellen findet auf diesem Kongreß nicht statt. Jeder Soldat vertritt� per- sönlich die Interessen seiner Wähler. Der Heeresverwaltung dürfen Kosten für den Kongreß nicht entstehen. Di« Soldatenvcureler sind hinsichtlich ihrer Unkosten auf das ReickiSarbeiisamt angewiesen und werden von diesem genau wie hie Arbeitervertreter behandelt. Gegen öie Reaktion. Antwort auf die Berliner IonntaFskundgebunst. Eissel, 29. März. Als Demonstration gegen die Berliner Kund- gebung vom letzten i-oonntag fand heute auf dem Friedrichsplatz eine | Versammlung von 30 000 Menschen statt, in der die Redner gegen die Reaktion und die Gegenrevolution sprachen. E? wurde eine Resolution in diesem Sinne angenommen. Darauf zog die Menge demonstrierend durch die Stadt. Vor dem Berlaciöhause der rechtsstehenden Easscler Allgemeinen Zeitung in der Kleinen Roscnstraße fanden stundenlang lärmende Kundgebungen statt, in deren Verlauf Fensterscheiben uud Schaukästen zertrümmert Sur» � den. Die Menge versucht«, in das Haus einzudringen, wurde aber !von Mitgliedern de« Arbeitrrrales daran gehindert. Die Druckereiangestellten wurden gezwungen, sofort die Arbeit ein- zustellen und das Blatt am Erscheinen verhindert, nachdem man gedroht hatte, sonst die Maschinen zu zerstören. Nach Beendigung deS Umzuges trat wieder vollkommene Ruhe ein. � Sx-S? Freigabe Ses Lebensmkttelhanöels 1 mit öen Nsutralen. Berlin, 29. März. Der Oberkommandierende der alliierten Armeen Marschall Foch telegraphierte am 28. März an seinen Ver- treter, General Sludcmt in Spa:»In Verfolg der der deutschen Regierung bezüglich der Einfuhr von Lebensmitteln und der AuS- fuhr von Waren gemäß des Brüsseler Abkommens gemachten Mit- teilungen wird folgendes zur Ergänzung mitgeteilt: Um Deutschland bei der Erlangung der Kredite in neutralen Län- der» sür den Ankauf v o n Le b e n S m i t t e I n zu hel- fe n und gemäß der von den Delegierten in Brüssel übernommenen Berpflichtungcm, dies« Frage zu prüfen, teilen die assoziierten Regie- rungen mit, daß in keinem neutralen Lande ein« Firma in Zukunft Gefahr laufen wird, aus dem Grunde, auf die schwarze Liste gesetzt zu wertwn, weil sie Lebensmittel in den durch die assoziierten Regierungen gebilligten Grenzen und in Uobereinstimmung mit den von diesen aufgestellten Bestimmungen nach Deutschland ausgeführt hätte, Deutschland sür den Ankauf dieser Lebensmittel Kredite eröffnet hätte; Waren, deren Aussuhr aus Deutschland die assoziierten Rcgierungen genehmigt hätten, ein- geführt hätten. Deutschland soll ermächtigt werden können, mit Firmen der neutralen Länder zu oerhandeln und Handel zu treiben: selbst wenn diese auf den schwarzen Listen stehen. Unter Borbehalt der Genehmigung des Obersten BwckaderateS. Industrie unö ßanöel. Zur Moral des GroszkapitalS. Laute Worte hört man allerwärtS, daß Deutschland vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stehe. Nirgends aber spürt man das geringste Anzeichen davon, daß die Klagenden, meist Vertreter des Großkapitals, in ihrem Willen zum Wiederaufbau ein gutes Beispiel gäben. Allgemein wird gezetert, die Lohnforderungen der Arbeiter seien zu hoch. Keiner gibt zu, daß eben diese Forderungen darauS ihr« Berechtigung herleiten, daß das Großkapital selbst nach den reichen Gewinnen der Kriegsz-eit weiter mit brutaler NücksichiS- losiglsit die Politik der Höchstgewinne verfolgt. Dafür einige Bei- spiele aus letzter Zeit: Die Braunkohlenwerke und Briketlfabciken Eintracht A.-G.(Aktienkapital 10 Millionen'Mark) schlugen eine Dividende von 22 Proz. vor. allerdings weniger als in den zehn Vorjahren, wo sie meist 27 Proz., mindestens 24 Proz. betragen hatten. Auf der Generalversammlung erklärte der Vorsitzende des AufsichtSrates Petschek. die Koblcindustric stehe bei den fort- gesetzten Lohnsteigerungen vor dem Ruin. Erst heute, am Tage der Generalversammlung, habe man eine Erhöhung des Mindestlohnes um 4 Mk. täglich gefordert. Gleichwohl wird die Dividende bei 22 Proz. belassen— man verzichiet auf besondere Rückstellungen für die angeblich„drohende Gefahr". Die AufsichtsralSmit» gl i e d e r aber streichen jedes allein 34 126 M. für ihr« aufreibende Tätigkeit ein! In der Generalversammlung von Held u. Francke A.-G. (Aktien kapital 2 Millionen Mark) war das Jammern über die schwere Zeit so groß, daß man die arme» Aktionare mit 300 000 M. in Gralisaktten trösten muß:«— also man gibt ihnen wohlgemerkl nicht neue lS Proz. Dividende, sondern schenkt ihnen das Dividenden- recht aur die neuen Aktien, das im Lauf« der Zeit viel mehr ein» bringen kann—, man wird es. obwohl das Geschäft völlig still liegt — schon irgendwo hcrauSwirtschaftcn! Auch die Sprit dank A.-G. steuert der Not kommender Zeilen durch die anständipe Dividende von 25 Proz. und die AuS» gäbe von 300 000 M. Gratisaktien, nachdem schon feit 1007 die Divi» dende nie unter 20 Proz betragen hat. So stellt sich die liebevolle Sorge des Kavitals um die deutsche VoUSwirtschast zur Zeit ihrer größten Not dar! Gewerffchaflsbewegung �Ine cinöringiiche Mahnung an öie Mltglieöer öcö Deutschen Cisenbahnerverbanöes ckiirn Voisiand uns Bejittlsleiier dieser Lrgoiiliaiion t« der ueslen Nun�mcr dcS VcrbcindSorxanS»DtUlicher Eisenbahner'. .:e l>iulel: Kvllepcn I In ernsler Cmnde wenden wir uns an Eulb! Unser iarnies Wiitschafwleben ist ersitülterl. der lansijäbrige Kr eg hat ■J in Tiiirnmer fleidblopen; uns droht völlicter Au'ammenbrnch. - a z u darf es nictil kommen, neu mutz unser Wirtschafis» .)en bcfriickuet werden. Sln dem Wiederanibau unserer . �lkSwiriiwaft miizuarbetten ist unsere Pflicht. Daran . ilizuai bellen sind die gewerkschaftlichen Or» a n t s a t i o n e n, vor allem auch unser Verband, be» �e». Planloie' Aktionen wirken nicht ausbauend, s.Ädern zerstörend. Die bald hter, bald dort �stauchende:! wilden ArbetlSeinstellungen hindern die .Ibcwustte auf den Wiederaufbau des WirtichasiSlebenS gerichtete '.'weilichaittaibeit. Ohne eine blühende Volkswirtschaft können .ir aber nicht existieren. Was nutzen unS alle sozialen Forde- ngen, wenn Handel und Industrie daniederliegen, und der Ber- ...hr stockt? Deshalb erkennt die Gefahr! Wenn wir von Arbeits- instellungen in der gegenwärtigen Sittnde abiateu, so handelt eS ■ö um die wirkliche Sicher st ellung der Errungen» .hasten der Revolution. Es giU: die politische Frei- �it zu erhallen. Deshalb cribeitri mtt, helft und unlet stützt :iS. Folgt und vertraut den Führern des Verbandes I ille Aktionen mit und durch die Organisation! ArbettS- instellungen könnkn nur Ezsolg haben, wenn sie von der Organi- ution vorbereitet und geführt werden. Lehnt darum die Beteiligung > n den wilden Streiks ab, sie führen zum Zusammenbruch und .'lästigen die Reaktion. Wir vertrauen auf den gesunden Sinn unserer Mitglieder und 'hpellieren an sie, das; sie unsere Mahnung befolgen. E« gilt die hwere Not der Zeit zu beseitigen und dazu bedarf eS gemein- �hafilicher Arbeit. Kollegen! Lastt diese eindringliche Mahnung nicht ungehört "erhallen, arbeitet mit uns gemeinschaftlich in Kollegialtiät' und reu«; wenn die« geschieht, ist uns eine bester«, glücklichere Zukunjt gesichert.__ Die Angestellte« der Ortskrankenkaste« Grost-BerlinS leiten am Freitag im Gewerkschaftshause eine Versammlung ab x der der Vranchenleiter Genosse Bräun ig über die Vethand- sungep mit der Kommission der Krankenkastenvorstände wegen der am St. Januar eingereichten Forderungen berichtet«. Die Kasten seien mir ihren Zugeständtiisie» hinter den Forderungen der An- gestellten zurückgeblieben und fordern auch eine Verlängerung der bisher fiebenstündigeti Arbeitszeit. Eine einige Tage vorher tagende VerirauenSmänneiveisammIung habe sich bereit« dahingehend aus- gesprochen, datz an der Beibehaltung der siebenstündigen Arbeits- zeit, in die etne kurze Pauie einbegriffen sei, unbedingt festgehalten wer de. lieber den Bericht wurde lehr eingebend debattiert; dies ge» schab teilweise mit gt öfter Leideiiichaftlichkeit. Schlieftlich wurde eine Enlschlieftring Kubig angenommen, naijh der die Angestellten uneingeschräiikt aus den am St. Januar eingereichten Forderungen sowohl für Angestellte wie auch für Hilfsarbeiter beharren und die siebeiistündige Arbeitszeit unverändert beibehalten. fichtung! Nur 5 Tage noch kann öerliner Staötanieihe von 1919 gezeichnet werben, also zeichnen! Verband der Bureanangrstellten. Morgen Montag, nachmittags 4>/, Uhr, cNewertichaltstiauS. Engelufer IS Vcrsamiriluna sämtlicher der Orgarriiatlon angedö. enden BerusS' g e n a s i e n I ch a s 1« a n g e st e II 1 e nl-BeilinS Tagesordnung: t. Die durch Verhandlung mit dem Z er band der deutschen iSc�iis«- genosskiischaitc» erreitole» T�ierungSzu'chläge. 2. Lelchluhiassung über Jln- iräge zu Punkt 1 und eoent. wettere Masnahmeu. L Verschiedenes. Deutscher Metallardeiterverbaad. Heute, Sonntag, den AI. Mär,, vorm. 10 Uhr: Branchenversammlung der Bauschlosiee im PerbandshouS. Linlenstiage 82/8S. Tagesordnung: t. Bericht der Kommisfion über die letzten Verhandlungen mit den Arbeit. geben,. 2. Beschiutsiassung übrr daS Tartsablommen. 3. Verschiedenes. Das Mitgliedsbuch ist mtizudringen. vletrromouteur- und Helfer Sroft-Berltn». Montag, den St d.M.. abends v Uhr: Brunchenoersammlung in den.Musiker-Feitsälen', Kaller- Wilheim-Tlr. 3l(grojzer Eaal). Tagesordnung: l. JadreSbericht. 2. Neu- Wahl de« BrnnchrnleilerZ und der gesamten Kommnfion 3. Branchen- angelegenheikrn. 4. Berschledene«. Ohne MilgliedSvuch kein Zutritt. Montag, den 31. März, abendS 6 Uhr: Branchenoeriammlung der io rchanlter, Uhrmacher. Optiker usw. in den.Musiteriälen', Kaller- Wilhelm- Strafte 81. Tagesordnung: L Bericht der Branchenlommiision. 2. DiSlillsion. 3. Neuwahl de« BranchcnvcrtreterS und der Kommission. Ohne MilglirdSbuch lein Etnliltt Montag, den LI März, abends 7 Uhr: Aufterordcnlliche Versammlung der GaStlemvner in den.AndreaS-Festsälen', Andrraslw. Lt. Tages- Ordnung: Bericht bei BeihandluiigSIommiiston bctresi» Lohnlaris. V>anchcnversammlu»g der Gürtler am Donnerstag, den 3. April. nachmittags 4 Uhr, im Reichel berger Hos. Reichenberger Str 147. Tagesordnung: 1. Borlraa: ,DaS System der Arbciierräle'. Rrferent: Kollege Richard Müller. 2. Aussprache. 8. BerlchiedeneS. Funktionäre des Siemens. Konzern» der S.?. D. Am Montag, den 3t. März, nachm. 4'/, Uhr, Kouferenz Im Lokal.Zur Schleuie". Tagesordnung: l. GejchästllchcS. 2. Vortrag de«©euosf-i, Stephan über:.Warum bin ich MehrheilSiozialiil'. DiSkuIftoir. Er- scheinen dringend notwendig! Der Obmann: K. Tribut, Arberterrat Wernerweit. Kriegsbeschädigten- BrrtrauenSIente. Konferenz am Montag, den 3t. März, abends 7 llbr, km Restaurant Stralauer Hasen, Verlin-Slralnu, Kruchlilraye, 5 Minuten oorn Bahnaos Treptow oder Stralau-RuminelSburg. Beide Organisalwnen find eingeraden. Der Einberuser: Paul Brunner. Etne Vrrsamu lriug arbeitsloser Buchdrucker findet am Montag, den 3l. März, vmm. tl» Ubr. in den Sopdiensälcii, sophiensw. 17/18, statt. Tagesordnung: Ergänzungswahl des Arbeitcrrats. So?kales. Gemeinwohl und Arbeitswille. Man schreibt uns: Es ist ein« bedauernswerte Tatsache, daft das alt« RegserungSsystcm es wenig verstanden hat. mit unseren großen Organisationen de« privaten Lebens Fühlung zu halten, um sie gelegentlich zur Mitarbeit heranzuziehen Aus Unkenntnis oder cruS mangelnder Beweglichkeit sind so manche Kräfte und Mittel ungenutzt geblieben, deren sich die wenig bemittelten amt» lichen Stellen zum Nutzen der Allgemeinheit wohl hätten bedienen können. Die neue Zert hat eS mit sich gebracht, daß einig« Orgarri- sationen mehr als bisher den neuen Aufgaben des öffentlichen Lebens dienstbar gemocht worden sind, so z B. die Gewerkschaften der Arbeiter Aber es bestehen auch auf andere» Gebieten nam- hafte Organisationen, Verbände und Vereine, die ebenso im Kreis ihrer Betätigung zu den Aufgaben der Allgemeinheit herangezogen werben könnten. So z. B. Verein«, die auf Grund jahrzehnte- langer ernster Arbeit auf technisch-wistenschaftlichcm und technisch- wirtschaftlichem Gebiet dazu berufen sind, ihre Erfahrungen in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, deren Wohl und'Wehe mit technischen Dingen so' eng verknüpft ist. Unter den technischen Ber- einen ist der größte der.Verein deutscher Ingenieure', der in seiner Zusammensetzung und in seinen Aufgaben von jeher den Willen zur Zusammenfassung sämtlicher Zweige des Ingenieur- Wesens zum Ausdruck gcbvacht und darüber hinaus sich zum Ziel gesteckt hat. dem Gemeinwohl des deutschen Volkes zu dienen. Der Pflege der wissenschaftlichen Technik dienen u. a. die wöchentlich in 26 000 Exemplaren erscheinende Zeitschvist de« Vereins, eine fortlaufende Reihe von Druckschriften und technisch-wissenschaft- lichr Versuche. StcanttDOrtlid, für Politik Art« Zickler, M»«lottealmrg, für den übrigen Teil des Vlatres Alfred klpol», Neukölln, kür Anzeigen Tdc-dor Glocke. Berlin vertag: Borwäns-Perlag G. in b. H.. Berlin. Track Borwärrs-Buckidrnckeret and verwgSairstalt Panl Singer a Co tn Berlin Llndenslrad« 8. Hierzu 8 vcUagrn. l-ekp?lgcr Straße• Königstraße Roscnilialcr Straße« Motitzplatz O» na. Versand-Abteilung Berlin Wöö, Leipziger Straße JljL A-WEMüHPI MiBsmiellung neuer F rmhsekrs-Med&n Nach i il tags- und Abendkleider/ Kostüme/ Mfintcl/ Mantelkleider/ Blusen/ Kostümröcke/ Morgenröcke/ Kinder Kleider Prels-wctrste Anaebofe: HostümB Damon-$€leider 15400 21000 ZSS"' 138M Kostüm ans dunkelblauem Stoff mit Qünel............... Kostüm aus kleinkariertem Stoff mit Oür el............... KoslÜm ans kleinkariert Stoff od meliert. Jacke halb auf Seide gefüttert Paletot aas klcinkarielem Stoff, v lang, mit Gürtel u. hochstellbar. Kragen Kos tiimräcke Rock dunkelblau. Diagonal- QQstO�QOO slolt, Falten u. Qürtelvemerung:LrUiri»-�em ScBIdefuJofl, IilliCltVlClvl lallle mit Binaitzea gar nlart und vterecJugem Halsausschnitt... a. dunkeisemustert'.'n» 5ch.eier»tosf. IVKltU»pan« Rock mit 2 Volants. Kragen rnid Anoe'gamJturcn von vetOetn Olasbatiat Kittelkleid'C;'"' 130w 159°« Kleid aus gestreiftem Seidenstoff,"J Q ff 03 jugendl. Machart, Gürtel, färb, bestickt ßö 3 aVolk. ..—! mit Schürte cl rweh mit Quny»liinsAtzen garniert, apart» Kons. Kittelkleid aus Lhappe- Volle, Taille u. Kock mit seidenen Slickereien Kittelkleid K»'"» Tillel Bit IVIlldxViCiU reichet Stich vendenmg. mode oer Halsausschnitt.......... Kleid a. guter Paillette-Seide, Rock u.Taillc mit farb.Stickerei, aparte Form I950» 275°° 285°° 295°» Bisisen 106°» 112°° 130°° Sp-Ollb!uSe aus gesticktem weißem O /f TO tliuSC a. farbigem, gemustertem Volle, ff /T stO Muli.................... m* mit seid Kragen u Manschetten garniert*5 O Qfi( schiedenen neuen Fassons....... y U Bluse aus Crepe de chine, mit|y03 BluSCa. dunkelfarbig. baumwollenem, Q iC CO BlUSC aus Crepe de chine, in ver- QQOO gesticktem Stoff mit Häkelei garniert 00- Schobbluse a weißem gesticktem Mull, mit Spitze garniert reicher Stickerei, verschied. 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