Nr/lkZ.-iL.Zakrg. Be,ng»vret»» 8iert«rfätn 7J50 XU. monatl 2 88 Hl srellns yaus aoiau4ireu>ban» mt Demich- and u. Leilerreich-Ungnrn.TS HC. ür das übriqr!!iu»land w 75 HL bei äüUcb eminaliaei'.uüeUunc 7 TB HL Uoftbcneliunqeti ncbmen m Dane- man. Holland iiuremoura Schweden and die schwel» Eingenaqeii in su «oü- elNlnoS-llreisI�Ile Sei.eiornxirle'»richiini wocheiuSglich zweunai Smimaa nntnot. leleoianii-ei relie Oecita*. Morgen Ansgade. Nerlincr Oolksblatt. ( 10 Pfennig) AairiqeMire.Si Die«btgechSltriM ilondareilleiell« tolir. LSD HL.Hlrtn* elnieigen�. daS-elLiediuch» Sor.&■ Plz. izUlOIsts I ienaedruckll ttotin.„det w euere Boti SB Bio Llelleiiyeiuche unb kchlaiiiellenanzelge» da» rriK Sott »<0 Blfl..»de« weuer» ikorl 20 vi«. iSarle über>5 Suchnaben' zübi»> Itr >w«> Sorle. leueeunaszulchlaq 50°� �amtlt»n- 1 1H>- l.'t I 97. Montag, den BI. März 1919. vorwarts»verlag G.m.d. h., EW. 68. ilinöenstr.Z. Kernivrecheri Alm» MpeivPla». Mr. 117 5.1—54. Der Mörder von faures freigesprochen Pari«, 29. Marz.(Reutrr.) Villa!», der Mörder vo» Iaur�s, wurde freigesprochen. Der Mord an Jean Jaur�s, dem großen Friedensfreund, dem geistigen Haupt der Internationale seit Bebels Tod, bleibt also ungesühntl Ueber d-e Gründe des Urteils wird noch nichts mitgeteilt, ober keine Begründung wird die An- M« immanente» Kräfte der Wektgeschichte lassen sich nicht vom Konferenztische au» kommandieren. Budapest, 29. März.„Boerocs Hysag* meldet über die vor- läufige Berfossung: Die Angelegenheiten de» Landvolte» werden Dorsräte, diesenigen der Städte städtische Nät« erledige». Aus den Delegierten der Räte de� Dörfer und Städte werden Rät« ,,uu, ruans„.iucLdu uuri.emr un�uuu u.c«u und Komitate. und aus Delegierten der Städte und klage der.nlernationalen Arbeiterschaft zum sä>welgen bnn-■.. J, ,. �«.itw gen. daß hier ein unglaubliches Justizver- brechen des französischen Chauvinismus vor- liegt. Viereinhalb Jahre hat die französisch Regierung die Gerichtsverhandlung gegen Raoul Villain verschleppt, ein Umstand, der sicher nicht zu ihrer Entlastung dient, aber die gänzliche Freisprechung des Mannes, der des Mordes ge- st ä n d i g und überführt ist. zeigt mit greller Deutlichkeit, w'« erwünscht sAne Handlung den chauvinistischen Ge- walthobern Frankreichs war. Ter Freispruch bedeutet eine Provokation des Mensch- heitsgewissens, gleichzeitig aber auch einen Schlag ins'Gci'icht unftrer französischen Parteigenossen. Sie. die uns in Bern m ßtrauisch fragten:„Seid Ihr noch die Alten?-, werden jetzt einen sehr deutlichen Beweis anzutreten haben, daß sie selber nichts mit dem System Clemcnceau gemein haben, das ans den Mord an einem der edelsten Vorkämpfer der Ar- beiterschaft die Straflosigkeit als Prämie jetzt. tvas willen wir von Ungarn) Wir wissen, daß Ungarn aus Verzweiflung ül«r den Druck, den die Entente und die ihr verbündeten Nachbarstaaten auf Un» garn ausgeübt hat, sich di« Diktatur der Räte eingerichtet hat. Ein merkwürdiger BolffchewiSmu»— wenn man ihn übeihaupt so nennen darf— ist da unter förmlicher MUwirkung de» Bürger- tumS installiert worden. Wo» in Ungarn zurzeit wirklich vorgeht, ist für da» Ausland noch völlig dunkel. Der gesamte Nachrichtendienst ist in den Händen der Räte und wird von ihm kontrolliert und zensuriert. Demnach darf man den Meldungen au» Ungarn nicht das Gewicht gebest, da» man ihnen zubilligen müßte, wenn frei und kritisch alle» Wissenswerte veröffentlicht werden würde. Au» dem bisher Bekannten ist die Lust zu einer engen Ver- brüderung mit der Sawfetregierung Rußlands und zu� Kopie vieler russischer Einrichtungen zu konstatieren. Trotzdem darf man nicht auS dem Auge lassen, daß der Bolschewismus Ungarns etwa? ganz andere» ist. als der Rußlands. Der ruffische Bolschewismus ist von Anfang a» eine rein kommunistische proletarische Bewegung. Tie Führer hofften, auf den zusammengekrachten Trümmern der zaristischen und kapitalistischen Herrschaft den freien kommunisti- schen Staat ihrer Idee glücklich aufpfropfen und das russische Pro- letariat rasch zu Glück und Wohlsein hinaufführen zu können. Da» war ein fürchterlicher Irrtum. Der ungarische Bolschewismus ist seinen eigentlichen Ursachen »ack nicht in erster Linie eine kommunistische, sondern vielmehr eine nationalistische Bewegung. Da» muß man bei seiner Beurteilung im Auge behalten. War der russische Bolschewi»- mus gewissermaßen ein Ausbruch der Verzweiflung des materiellen Elends des russischen Volke», so ist der ungarische der Ausbruch der nationalen Verzweiflung über das von Tschecho- Slowakien, Serbo-Kroatien. Rumänien und allgemein von der En- tente veranstaltete Kesseltreiben um den territorialen Bestand Un- garns. Der ungarische Bolschewismus ist eine Auflehnung gegen die Siegerwillkür und erst in zweiter Linie eine solche gegen den Kapitalismus. Ein weiterer Unterschied besteht«n der Zusammensetzung der ausübenden Gewalt in beiden Ländern. In Rußland find die Machthaber ausschließlich die Partei-Bolsckewiki. In Ungarn da- gegen haben alle sozialistischen Parteien gemeinsam und unter Beteiligung auch der nichtsozialistischen Arbeiter die Macht in den Händen. Sie haben sie sich nicht mit Gewalt erzwungen wie in Rußland, sondern sie von dem vormaligen KabinettSckes Kaialhi ülertragen erhalten. All diese Umstände verleihen dem ungari- schen Bolschewismus von Anfang an einen Spezialcharakter. Er ist im Grunde genommen eine Ententegründung. Er ist die Antwort eine« Volke» in höchster nationaler Not gegen die biutalen VergewaltigungSatrfickiien eines Sieger», der mit dem Fähnlein der Gerechtigkeit strahlend heranzog und nun auf ein- mal die Faust rücksichtslosesten Imperialismus zeigt. Cb hie Entente aus diesem Resultat ihrer verächtlichen Politik etwa» gelernt Hai? Wir werden eS bei den nun bald beginnenden Friedensverhandlungen sehen I Daß die mächtige Slr� wung in unserer Zeit durch einen formalen Friedensakt für alle Zeiten giltig abgeschlossen werden kann, vermögen wir nichl z» glauben. An der Klugheit und der Humanität, die diesem Frie- denSvertrage innewohnen werden, liegt e».«o dies« Strömung all- mählich verebben wird odei ob sie nicht erneut zu Wucht und all« Dämm« sprengender Kraft anschwillt. Komitate di« LandcSversammlung der Räte gebildet werden. Diese Landesversammlung wird die gesetzgebend« Körper- schaft der ungarischen Sowjetrepublik sein. Das aktive und passive Wahlrecht erhalten alle arbeitenden Männer und Frauen über achtzehn Jahre. Die Svldalen der Roten Armee erhalten gleichfalls das Wahlrecht, ebenso die hier wohnenden AuS» länder, welch« gemeinnützige Arbeit verrichten. Bon der Beteili- gung an den StaatSgesckäften ist jeder ausgeschlossen, der sich in diese neue Ordnung nicht einfügen und ohne Arbeit leben will. Amsterdam. 3V. März. Dem ,.AIgemeen HanvelSblad" wird aus Paris gemeldet, daß die obersten Militörstellen Frankreich», England», Amerika» und Italien» den Ra» der Vier davon in Kenntnis gesetzt haben, daß der Kamps gegen den Bolschewismus in Ungarn und Rußland unverzüglich ausgenommen werden müsse, da man ihn sanft am Rhein führen müsse. Ein ungarisches öünömsangebot an Deutschlanö) Gegen die Ententemächte. Wie«, 39. März.s durch die Großmächte festgesetzt sein wird, werden die deutschen Bevollmächtigten, an deren Spitze Gras Brockdorff-Rantzau steht, nach Versailles gerufen wer- den. Die Deutschen, deren Anzahl etwa 299 betragen wird, werden Das ist durchaus möglich. Allein durch die Derallge- meinerung der von der Wifsenschaft und von bahnbrechenden Landwirten erprobten Arbeitsmethoden wird es möglich sein, den Einfuhrüberschuß in Höhe von etwa 30„Proz. unseres früheren Friedensbedarfes schon in wenigen Jahren selbst zu decken. Ja wir können unsere landwirtschaftliche Produktion noch erheblich mehr, bis zur Verdoppelung, Vorberei.*�'si�n und dadurch einer noch stark vermehrten Bevölke- treffen. So-' n,.n0'm f'flenen Lande Unterkommen und Nahrung bieten. Die Mittel dazu sind: Verwendung nur besten Saatgutes aus den Saatgiitwirtschaften, planmäßige, rationelle Dün- gnng. die Regelung des Wasserbaii'sbaltes auf dem Lande, be- sonders die Einführung von Beregnungsanlagen, dann ein« gesteigerte Perbesserung und Intensivierung der Bodenbear- un RalhauS untergebracht werden. Die Vorbereitungen werden? � � j.•„" �...„. mindesten» drei Wochen dauern, daher wird der Vorsmdrnsl.n.rcß, Mechanisi�iMsi deS V�riebes. Aher�nch�alle.n frühestens am Tage nach Ostern zusammentreten können. Lloyd George soll nach der»Westminster Gazette" sehr für Mäßigung der Friedensbedingungen für Deutschland sein. (dstpreußische Demonstrationen gegen Sie öeürohung Vesipreußens. Wie den P. P. R. gemeldet wird, fanden am Sonntag in Königsberg große Demonstrationen gegen die Danzig und Westpreußen bedrohende Gefahr statt, die auch Ostpreußen vom Reich Kizulrenlien droht. Die Kundgebung war von allen Parteien gemeinsam veranstaltet! nur die Unabhängige Sozialdemokratie hatte sich mit der Begründung ausgeschlossen, daß sse zwar auch gegen die beabsicbtigie Vergewaltigung West- preußen» und Danzig« sei. aber al» einzige» Mittel dagegen ein Zusammengehen mit der russischen Svwjelrepubiik ansehe. Bei der Kundgebung selbst wurden von verschiedenen Stellen de» Platze» Ansprachen geholten, die äußersten Widerstand gegen jede Adtren- nung oder Gefährdung Weiipreußen» forderten. Die Protestres» lution gegen die Preisgabe Danz-» und Westpreußen« wurde»it Begeisterung einmütig angenommen. die mechanischen und chemisckten Energiequellen der Wasser- kraft und Kohle müssen noch umfangreicher und rationeller nutzbar gemacht werden, auch die körperliche Arbeitsleistung kann noch erheblich gesteigert werden. Durch Begünstigung des HacksnichibaueS gegenssber dem Getreide- und Hüllensruchtbau können die Nährwertserträge (in Kalorien ausgedrückt) der Flächeneinheit verdoppelt werden. Durch den Ausbau der Verkehrswege und die Ent- Wicklung der landwirtschaftlichen Nebengewerbe müssen die Robstosse des Landes noch mebr mobilisiert und die Nah- � rungsmittel den Verbranchszentren näher gerückt werden. � Trocknungs- und KonservierungSanlagen dienen zur Erhal- tung der Ernten und dazu, leichtverderbliche Massenvrodukte marktfähiger zu machen: dadurch aber können Hackfrüchte in vielen Gegenden des Ostens überhaupt erst angebaut und erbebliche Mengen an Nährwerten für die ValkSernäbrung gewonnen werden. Aehnlich auch, wenn die Unkraut- und Ungezieferbekampfting mehr gefördert und als öffentliche i Aufgabe betrachtet wird. Sckion auf dem bisbe? bebauten Acker können wir unser ■ Volk ernäbren ober wir können den Anbau noch ausbauen. ! Etwa 2L Millionen Hektar Moor und ebensch die! HaiKe. d. s. etwa 9 Proz. der gesamten Zdulkur- stäche Teiitschwilds sind noch Unbebaut.'Die mehr als eine Million Hektar Niederungsmoore sind der gegebene Boden für Wiese und Weide, und auch für den Anbau von Hack- fruchten, befand? rs von Gemüse geeignet. In besonderem Mähe ist auch der Hams eine glänzende Niedeningsmoor- pflanze und für die Frucht/olge auf dem nnkrautwüchsigen Niedeningsmoor fast irnentbehrlich, weil der wuchrige schattende Hanf das Unkraut nicht auskommen lasch. Etwa 5— 600 000 Hektar Niedeningsmoor würden genügen, um uns von der Einf,?hr der Jute, des Hanfes und auch der Baumwolle, unabhängig zn machen, unter der Voraussetzung allerdings, das;»och weitere 20UÜ00 Hektar Lein(alS Vor- frucht zu Reizen) angebaut würde,,, der aber nicht auf Moor, sondern nur ans besserem und feuchten Sandboden in sZrage kommt. Wir sehen eine Fülle von Aufgaben, die sich auf der vorhandenen wisse, ischaftlichen und praktisch erprobten Basis bietet. Schon leistet der deutsche Landwirt unter un- günstigeren kliniatischtn und Bodenverhältnissen auf der Flächeneinheit doppelt soviel wie der Franzose. Im ver- gangenen Jahrhundert wurden die landwirtschaftlichen Erträge Teutschlands vervierfacht. Aber immer neue fort- schrittliche Methoden werden jahraus, jahrein entdeckt und in die Praxis umgesetzt. Die bisher noch unentschiedene Frage, ob der kleine Besitz oder der Großbetrieb mehr oder weniger an Ernteerträge« von der Flücheneuiheit holen lam, ist zwar wichtig für die Ernährung, aber belanglos gegenüber dem vorhandenen Zwange, Menschen unterbringen zu müssen. Die innere Kolonisation ist das Gebot der Stunde und die Vor- anssetzung für eine gesunde Bcvölkeningspolitik der Zu. fünft. Wir müssen in einer starken landwirtschaftlichen Be. Völkerimg die Kraftrcserve für unsere Städte und für einen zukünftigen und politisch industriellen Aufstieg schaffen. Völker ohne diese Phpsische Kraftrescrve sind immer noch dem Untergange geweiht gewesen. Gründe genug, um mit aller Kraft eine Verpflanzung der Menschen auf das Land zu betreiben. Als organisatorische Masinohmeri zur Förderung der Landirnrtschast kommen in Betracht: die zentrale Zusammen- fassung(Neichsstaatssekretariat für Landwirtschaft) und eine starke Dezentralisation des Behördenapparates. Die Landkreise und ihnen angeschlossen die Genossenschaften werden die Träger her zukünftigen Neuordnung sein müssen. Ohne Zwang mich mgn ousznkommen suchen. Dogegen kann man durch Prämien. Ausstellungswesen, genossenschoftliche Arbeit. besonders auch durch die Beteiligung sämtlicher Arbeiter am Nohertrage und zwar progressiv wachsend mit der Ertrags- steigerung, beteiligen. Eine planmäsiige Wirtschaftsberatung muß für daS Sammeln, die PrüslMg und die Verallgemeinerung ge. wenuener Erfahrungen wirken. Davon ist eine autzerordent- liche Entwickeln n« zu erwarten, besonders wenn sie sich auf den Ausbau des I a a d w i t t s ch a f tl i ch e» Schul, Wesens stützt. Einen besonders starken Antrieb zur Forderung unserer Landwirtschaft erivarte ich von der Initiative von Technik und Industrie, Dazu ist aber nötig, daß der Studierende aus den landwirtschastlichen Hoch- und Fachschulen, wie in der PraxiI. die Bedürfnisse der Landwirtschaft kennen lernt. »amit nickst wie bisher das Aufdrängen unbrauchbaren Ge- mtes seitens der Industrie den Landwirt mißtrauisch macht. Der Zusammenschluß der Landwirte und Gärtner in KreiS- estrtschaftsverbänden, von denen schon in den letzten Wochen mehrere gegründet worden sind, ist besonders freudig zu be- grüßen. Deren Aufgaben sind: Die Landarbeiterfrag« zu lösen, ihre Mitglieder in finonzwirtschastlicher Hinsicht zu be» raten, das Genostenschaftswesen, die Produktion und den An.- bau zu fördern, aufklärend und belehrend zu wirken. Die Verbände wollen sich keineswegs als neu« Stellen neben die „zuständigen" Behörden stellen, sondern wollen vielmehr diese 1 1 r Eiseickning ihrer Ziele nutzbar machen, was bisher nicht in genügender Weise geschehen ist. < v;e flera hülsen. Der Ruf noch der Konterrevolution in der Kunst.. � Der»Lokgl-An�eiger". ehemals das servile Leiborgan deS Ge- , echlintendanien der vormals Kgh Tbealec. stimmt eine rührselige Klage an, daß sein Gönner am>, April„dem Vernehmen nach* in den Rnhestand tritt,«ch. ja. die Tage sind vordei. da Solxböck- che« Üdet die Triumphe Lchlsen scher AuSststtungSsüistte Dithyram» den reche brecht«, llnd seihst die ibedewungSlosel Mahl des w'lhel- n'instchen Stabträge cS ,um t. Präsidenten des Bühnenverein» ist nur vi» m«ger«r Trost. Unersetzl'ck ist b'ese Ztraft. jammert das incpül, Und fährt dann fort:„Diese Erkenntnis hat sich leider bei de» angen bsickllch m abgebenden MegierungSstellen der Staat». ts?rgter bedauerfichermoise noch nicht durchgerungen. Nun. auige- schoben ist vtell'"� nicht mifgeboben, und e» ist die Möglichkeit nicht nnsaefchlofssn, t,,rf- ian den Grafen Sülsen«ine» Taae» wlader. rust, porautgesetzt, daß er dann auch wiederkommen will". Das ist das olkene Bekenntnis zur Konterrevolution i n d e r K u n st! Die Regierun« mag daraus entnehmen, wie!Sr« Zurückhaltung in Sachen Hülfen in jenen reaktionären Kreisen ge» leutet wird, die nichts vergessen und nicht» zugelernt haben. Man hat t-n verhaßtesten Vertreter des lächerlichen kaiser-lickren Kunst- kvstomS nach der Mevolution auf da? fckx'nendst« behandelt. Mo« bat ihn nicht persönlich entgelten lassen, was er«l» getreu«? Diener fein«» Serrn die tziabr« hindurch.regen die Kunst und die Organ-i» fation der Bühneniünstler unter dem Beifall einer korrupten Presse �Kindigt Sat. Und nun Nwen dies« Lakaien deS verstossenen Kunfi-imperiolismuS in provokatorische« Form dielen abgetanen Mann auf den Schild zu heben und ihn der..augenblicklich" maß- gebenden Negierung oder ihrer ersehnten Nachfolgerin zu präsen- tieren. Wir hatten nicht die Absicht, un» hier mit dem Abgang de» Sprvn von Hülsen zu beschäftigen. Er mag persönlich mehr Ge» cbmack und Takt gehabt habc» als sein oberster Kunstberr. Den größten Dienst hätte ihm seine Presse getan, wenn sie von ihm ge» sisimtogen hätte. Aber da die Trabanten de» abgewirtßhafteten .lwnstkurse» der verdienten Abrechnung duech laut« Huldigungen für den kaiserlichen Kunstbezwinger zu entgehen suchen, muß ihnen und ihrem gefeierten Gönner der Spiegel ihrer Kunsttalen vor- neijalten weiter. Di« ehemals kgl. preußischen Theater haben di« größten Mittel und Möglichkeit»« von allen deutschen Bühnen zur Berfüguna gehabt. Souverän herrschte über Ihnen etn Wille, keinerlei Hemmung materieller oder anderer Art .stand im Wege, Und wa» haben sie unter Wilbelm und Hülsen ge- leistet? Sie haben die großen Mittel schmählich vertan, Sie leben nicht in der deutschen Kunstgeschichte als Gesamtheiten. Sie sind nirgends führend und fördernd gewesen. Es hat nicht an hedeu» enden Künstlern und nicht an der hingebenden Artbeit de» Kunst« körpers gefehlt— aber an der künstlerischen Leitung. Da» könig, licht Schgufsites gutpe u» Kerlip, üherhaiipt(eine Bedeutung mtiu VSumsg verhaftet. Da» unabhängige Vollzugsratömiiglied E Dä um ig ist am gestrigen Sonntag morgen um 7% Uhr in feiner Wohnung in Moabit verhaftet und nach dem Zellengefängnis in Moabit übergeführt worden. Die Perhaftung erfolgte auf Veranlassung der Staats- anwaltschaft, da Däumig in dem Verdacht steht, zusammen mit Lrdebour an den Unruhen im Januar alS Führer be eiligt gewesen zu sei». Däumig war vor einigen Tagen als Delegierter der Ber- liner Arbeiterrät« zum Rätckongreß gewählt worden. Hegen reaktionären Unfug in öer Schule. Ein Erlaft des Kultusministers. Mmister H a« n l s ch hat an die Negierungen und Provinzlal» schutkollegien folgenden Erlaß gerichtet: t. Mir sind in letzter Zeit wiederholt Klagen darüber zn Ohren gekommen, daß durch Kveisschnlinspektoren oder andere Aufsicht»- instanzen auf die Lehrer dahin«ingewirkt wachen ist, Kaiser- bildcr oder Bilder des früheren Kronprinzen, die nach der Nopembermnwälzung au» den Schulräumen entfernt wpchen waren, dort wiedex anzubringen. Ein solche» Vorgehen ist durchaus unzulässig. So wenig die neue Negierung daran denkt, Bilderftürmerei auf irgendeinem Gebiet zu treiben, so streng muß sie andererseits darauf halten, daß die Schuten weder direkt noch indirekt zu Kundgebungen mißbraucht werden, die sich gegen die neue Staatsordnung richten. Eine solche Kundgebung ist aber in der Wiederanbringung einmal entfernter oder in der A n» bringung neuer Bildnisse oder Büsten Wilhelm» II. und seine» ältesten Sohnes zu erblicken. Maßnahmen solcher Art haben deshalb unbedingt zu unterbleiben. 2. Di« neue Negierung hat es von Anfang an weit von sich gewiesen, Beamte oder Lehrer ihrer nolitifchen Gssinnung wegen zu verfolgen. Um so befremdliche« wirken di« nouerdmgS in der Press« sich häufenden Mitteilungen darüber, daß freiheitlich«der sozialistisch gesinnte Lehrer von ihren unmittelbaren Borgcsohtrn ihrer Gesinnung wegen drangslirrt werden. Ich werde in jedem derartigen Fall, der zu meiner amtlichen Kenntnis lonunt, uuuach- sichtlich gegen die schuldigen vorgesetzten einschreiten. Die Lehrer sind berechtigt, in solchen Fällen ohne Inn«- Haltung des Dienstwege», aber unter gleichzeitiger vor- läge einer Abschrist der Eingabe aus dem vorgeschriebenen Dienst- wege, sich beschwerdeführend direkt, an mich zu wenden. Diese Uerfügung ist auf schnellstem Wege den Lehrern und Lehrerinnen oller preußischen Schul on amtlich zur KenntniSzvbringen. Die znhlreickten Uebcrstriffe reaktionärer Schulrate und Schulinspeltoren, die wir im„Vorwärts" mitteilten, zeigen, wie notwendig dieser Erlaß war. Er sollte u. E. noch dahin erweitert werden, daß sämtliche Hohenzollernbilder und ähnliche morarchistiscl« Embleme aus den Schulräumen ge- nerell zu entfernen sind, zum mindesten, soweit der Entfernung keine besonderen technischen Schwierigkeiten ent« gegenstehen. Sehr zu begrüßen ist, daß den Lehren, gegen reaktionäre Ucbergr'ffe das Necht direkter Beickswerd? beim Kultusminister gegeben wird. Zahlreiche Lehrer werden auf- atmen, wenn der Erlaß so durchgeführt wird, wi« er ange- kündigt ist.__ Kampfluftiges öürgertum. Der Reichsbürgerrat droht mit(Seneralstrekkk Der im Januar gegründet« Reichsdürgerrat hielt gestern in Berlin eine Tagung ob. Ein einleitender Bericht seme» Präsidenten Pfarer Wessel beleuchtete die außen, und innerpolj. tische Lage. AIS eine der Aufgaben der Bürgerräte bezeicbnet, er die Abwehr jeder Klassenherrschaft. Ahe« wicht gegen die Arbeite» k'asse. sondern Schulter an Schulter mit ihr wolle da» Bürgertum für die Gleichberechtigung aller lömpfen. Bon der So- z'alisierung fürchtet er, wenn auch z. B, da» Verkehrswesen und di« Energirerzeugung reis für sie seien, einen allgemeinen Wirtschaft- sichcn Niederbruch. Die Canktionieruna der Arbeiterrät« sei eine allerschwerste Bedrohung des gesamten StaatSlebcnS, gegen die da» Bürgertum sich durch die Korderunggleicher N c ch t e weh- «cn müsse. Der Bürgerrat Groß-Bcrlin habe in einer Eingabe an den Neichspräsidenten verlangt, vor Einbringung solcher Gesetze den Reichsbürgerrat rn, hören. DaS Bürgertum sei entschlossen, «S bat daS ganze neuere dramatische Schalfen ignoriert und einem geduldigen vasallenpwblikiim Nickrtiakviten eigener Wahl vorgesetzt. Alle di« Errungenschaften der modernen Regie sind hier nicht ge- schaffen, ja nicht einmal übernommen worden. Die Klassiker wur- den' wohl konserviert als, Mumien. Ein Paror kecke Engagements der letzten Jahr* haben den bleiernen Schlaf von den teuren Toten nicht behoben. Ibsen. Hauptmann. BrahmS und Reinhardt hatten wicht» zu tun mit dieser Anstalt. Aber die O v e r l Ja, dl« Over. Ei« war der getveuest« Ausdruck deS repräsentativen Absolutismus, Di« große Oper mit echtem Prunk und verschwenderischer Ausstattung, die Hundert» tausende für Sardanapolien vergeudete, war das Leitziel. Gewiß, man ha-ti« den„ZirkuS Hülsen", wie HanS v. Dülow den Betrieb eine» früheren Hülsen mit schlagendem Witz gekennzeichnet hatte. Wagner öffnen müssen. Aber die verdient« llcissische Darstellung fand der weltdehmslbende Opernhero» in der kgl. Oper keineswegs. Di« eingestanden« Sehnsucht ging nach Mchepbee«. Muß hier die Skandal« schichte de»„Rolands von Berltn" und d« Indianer- Opern erneuert werden? Der einzige Lichtpunkt war Richard Strauß, der hier zufällig Kapellmeister war und sein» Opern durchsetzen konnre. Wie er im übrige-n unter diesem Regime«litten hat. wird er hoffentlich«ine» Tage« selber erzählen. Da» soziale Nepiment de» alten System» war die au»«- sprocken« Sklaverei,«milden durch kaiserliche Gnadenbezeugungeri. Di» zum letzten Ta« haben diese kgl. Bühnen, die Musteran stallen Wenilrften» auf diesem Gebiete in dem Land, der gepriesenen So- zialrekorm hätten sein sollen, allvepdienten Künstlern keinen Anspruch aus Pension, sondern nur Gna>dengrhalt gewahrt. Bureau- Iratischfr Schematismus und militärische Disziplin herrschten souverän im Bereich der Kunst. Die orgam'sationSfeindliche Hol- tung der Bühnendirektoren hatte hier ihr Vorbild, ihr« kräftigste Autoritätsstütze. Herr v. Hülsen hat nach außen die Verantwortung für dieses System zu tragen, wi««r die Ehrungen dafür eingeheimst bat. Er mag ein Opfer seiner Stellung gewoiden sein und persönlich ein Muster an vafallentreue und exakter Dienstführung gewesen sein. er»pir der Träger eine» kunstverderblick>en. nur höfischen Jnter- essen und persönlichen Launen dienenden Svitem«. Die« System ist für immer gerichtet und kehrt ni« wied�. Der Stabträaer Wilbelm» könnt« nur mit diesem selbst zurückkommen. Meinen den die Nießnutzer de« ab- solutsstiichen Kunstpolitik, wem, sie dt« Rücklehr d«» Hofdunstver- «niiMers wünschen?_ Kammermusik In öer Volksbühne. In letzter Stunde war infolge Erkrankung eine» MItgkiede» des Kliugler-Ouarlett» ein« Programmänderung notwendig geworden, und so wurden an Stelle Mozart-Beethovenschee Streich» «luuuett«»wei Klavier. OnarfN« van Mozarv-Biuchm« g«. seine Fordeningen mit allen Mitteln durchzusetzen. nötigensallZ sogar mit einem Bürger st reik. lieber die Bedrängung der deutschen Grenz» marken in Ost und West berichteten Delegierte aus Tanzig, Bromberg, Enlmsee, Elberfeld, Rendsburg, Oppeln. Kriebel- Culmsee erklärte: Landet in Westpreußen die Entente, dann gibt es blutigsten Bürgerkrieg. tStürmischer, langan» haltender Beifall im Saal und aus den Tribünen.> In der Berichterstattung über den Entwurf einer Ber- fassung de» MeichSbürgerrotS beklagte sich F e ch t- Franlsurt e. M., daß der„Vorwärts" den Bürgcrräten vor- geworfen habe, eine Organisation der Reaktion zu sein. Die Verfassung wurde angenommen. Hauptgegenstand drr Verhandlungen war die Erörterung der Gegen toartS- und ZukunftSaufgaben der Bür» g e r r ä t e. In einem Referat über ihr« politischen Ausgaben kam der Münchener Dr. Meyer-Absberg zu einer Bejahung de» R ä t e s y st e m S, Den Arbciterräten will er ein Gegengewicht geben durch eine gleiche Organisation deS Bürger- t u m S. Helm S.Halle forderte, daß die Arbeiterräte sich nur mit wirtschaftspositischen Fragen befassen. Zu den wichtigste» Waffen des Bürgertums zäblt«r den Bürger st reik, der aber gegenüber wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter nicht angewendet werden dürfe. An die Referate knüpfte sich eine sehr lebhafte Diskussion. Die Forderung gleichen Rechtes für da» Bürgertum wurde von allen Rednern bciont. Dr. G r o n q u- Dresden führte aus: Die Stimmung de» Bürgertum» ist schon entschlossener. Die Berbeu- gungen nach link» und die Versicherungen, nicht reaktionär zu sein, bringen un» nicht ioeiter. Kernfrage ist, wie sich der NeichSbiirger- tag zu den sozialistischen Ideen stellt. Wir müssen die indivi» dualistischen Grundsätze des Bürgerlurn» in scharfen Gegensatz zu der sozial' st ischen Welt- anschauung stellen, sonst hat die. Bürgerratsbeweaung keinen Zweck. Auch von einem Zusammengehen mit den MchrlieitSsozia- fiften versprechen wir'in» nicht». Deren Ziele sind dieselben wie die der Unabhängigen und der Kommunisten. Sie geben es uns nur nach und nacki. Das Bürgertum muß in scknrefster Opposition sieben, sonst können wir uns mit allem, was wir tun, begraben lassen.(Sarker Beikall.i F e ch t- Frankfurt a. M. führte gegen Dr, Gronau auS: Di« Revolution bat un» wenigstens freie Gleichberechtigung gebracht. sSchwackwr Beifall, stürmischer Widerspruch.j Unter dem Vorgehen gegen den Sozialismus verbirgt sich doch mehr oder weniger dir Sorge um den Geldbeutel. sLärmender Widerspruch. Schluß! S ch l u ßl R o u tzi Andauernder Lärm.) Präsident Wessel wetterte gegen den „Vorwärts", der den Bürgerräten feine Gerechtsame zugestehen wolle. Bisher Hobe dock, rief er ans, da» Bür« gertum in Deutschland immer noch die Mehrheit. Do? Ergebnis der Diskussion, in der eine lang« Reibe von Rednern zu Worte kam, war die einstimmige Annahme der folgen- den, mit stürmischem Beifall begrüßten Resolution: Sosern rine berufkständische Vertretung, wie sie mit den Arbeiterräte» für die Arbeiter allrin erstvebt wird, veriassungSgemäß eingerichtet werden sollte, fordert der am 3l), März lvlg in Berlin versammelt« Reichsbürgerrat von der ReickiSregierung, der Nationalversamm- luna und den politischen Parteien mit allex Entickiiedenbeit, daß euch allen anderen enverbßtätigen BevötkerungSschichten einschließ- lich der freien Berufe völlige Gleichberechtigung mit den Arbeitern ans wirtschaftlichem wie politischem Gebiet verfassungsmäßig ge- wäbrleistet wird. Sollte diese» berechtigte Verlangen des Bürger» ttim» nicht auf dem VerbandliingSN>eg erreicht werden, so wird de« RrichSbürgerrat beai f tragt und ermächtigt, die Gleichberechiigunq „de» Bürgertum» mit ollen zulässigen Mitteln, auch durch bllrgrr, lichru Otenernlfirrif, zu verfechten und zu rrzwmgen.. Unser Urteil übe« den Esiarakter des BiisgerrifteS ns? eine gegenrevolntionär� Crgnniialion, dos die Herren fo verdrossen hat. wird durch den Verlauf der Tannng voll bekräftigt. Einige Aiisnabmen bestätigen die Regel: die Art, wie man fortschrittlich denkende Redner niederschrie, spricht Bände. Cine halbe Million aeraubt. Dortmund. 80. Mar». Im Station»gelmude d«S Bahnbosr» Dortmuiidrrfrlde erschienen heute früh zwei Leute, einer in Mo- lrosenuniform, der andzrr in Feldgrau. Mit vorgehaltenem Revolver wurden die beiden anwesenden Vorsteher von den Eindringlingen in Sck'ach gehalten und geknebelt. Darauf bemächtigten sie sich de» im Geldschrank befindlichen Geldes, etwa öllüllllv Mark, da» zur Gehaltzahlung an die Beamtenschaft t«» stimmt war. Di« Räuber sind mit ihrer Beute unerkannt ent» kommen. geben. Zur Geige sKarl K I i n g l e rs, BraticheedeS Mitglied auch einige Male an den bevorzugten Theaterlagen, wie Sonn- und Feiertagen inS Theater kommt. D>e vorhandenen Sitzplätze w«rde» in sechs Gruppen eingeteilt. Jede Tagesserie erhält innerhalb lsechs Monate je einen dieser wechselnden Gruppenplätze. Dadurch be- kommt jede? Mitglied im Laufe eine? Theaterjahre? in jeder Gruppe zweimal einen Platz. �Kirckie und Sozialdemokratie. Die hekannt» Schrift von Karl Kouisky:.Die Sozialdemokiaiw und die kaibolische Kirche" ist soeben vom veilag. der Buwbaiidlung Vor« wäit» in gutem Neudruck herausgebrach« woiden. Sie kommi zu dem Ergebnis, daß sowohl vom Staiidpunkl der Propopanda, wie von dem tar Grundsätze die Kirchenpoliitt der Sozialdemokraiie ein» ganz andere sein muß. als die de» Liberalismus, der im wichtiglie»� wa? die Arbeurrltasse aus dceje« Gebiet sordern muß, verjagt hat. Kressgeneralversammlung für Teltow-Seeskow. Lm akstng«n Sonntag hielt der Sozialdemokratische Verein für den Lreiß Tellow-Vce�kow ein« Generalversammlung oh. Genosse PagelS erstattet« den Geschäftsbericht für da? erste Halbjahr. Sr schildert« die Schwierigkeiten, die unter den heutigen Zeiwerhältnisscn der Parteitätigkeit entgegenstehen. Ader trotzdem sei die Lrgonisation den an sie gestellten Anforderungen gerecht geworden. Während der Wohlbewegusigen sei die Zahl der ort- liehen Lrganisotionen im Kreise von 41 auf 91 gestiegen und daS Kre-.sdureau Hab« mehr als 400 Referenten vermittelt. Nach dem Bericht der Mandatsprüfungskommission ist die®e» neralversammlung von 145 Teilnehmern aus 77 Orten besucht. lieber die nächsten Aufgaben unserer Organi» sation referierte Genosie K r ü g e r- Cöpenick. Die Organi- sation müsse den neuen Verhältnissen angepaßt und so ausgebaut werden, daß sie ollen an sie herantretenden Anforderungen gerecht werden kann. Man müsse auch die neuen Parteimitglleder zu den Parteiarbeiten heranziehen. Viele von ihnen seien schon längst Sozialdemokraten gewesen, sie hätten aber aus persönlichen Gpün- den der Organisation nicht beitreten können. Nach dem vorliegen- den Orgonisationsplon für EroßBerlin solle die Selbständig'eit der drei Kreise: Berlin, Niederbarnim und Teltow-BeeSkow de« stehen bleiben, ater«in enges Zusammenarbeiten in allen ollge« meinen Angelegenheiten herbeigeführt werden durch Zusammen. legung der jetzt in Berlin bestehenden Parteiselretariate. Für die einzelnen Auigaben der Organisation seien Abteilungen bei der» neuen Groß-Berliner Sekretariat einzurichten. Die Kassengeschäfte könnten, für jeden Kreis getrennt, von einer gemeinsamen Ver» Wallung geführt werden. Eine Erhöhung der Beiträge sei notwen. big, nicht nur tregen der Neuorganisation, sondern sie hätte so wie so kommen müssen. Ein neues Organ soll« geschaffen werden: die Ag'tationSkonsercnz. An ihr sollen außer den Parteikonferenzen auch die Betriebkbertrouensleute und Arbciterrät« unserer Partei teilnehmen. Der Redner verwies darauf, daß unsere Partei jetzt eine sdemerige Stellung im polltischen Leben habe, weil sie an einer Koalitionsregierung beteiligt sei, was leider nicht habe um- gangen werden können, weil durch das Verhallen der Unabhgngi- gen ein« sozialdemokratische Mehrheit verhindert worden sei. Erst wenn uns die Arbeiteischaft die Möglichkeit gebe,«ine rein sozia» KfW che Regierung zu bilden, könnten wir auf die Koalition»er- zichten. Die Diskussion dreht« sich fast ausschließlich um die vom Re- kcrenicn oussührlich behandelten politischen Fragen. Die mei» sten Redner übten scharfe Kritik an der Taktik der Regierung. In der Frage der Soziollsierung und in der Anerkennung de» Rätesystems sei die llerung erst dem Drängen der Nassen gefol iatt selbst die Initiative zu ergreifen und s N e a! o n st> ?i dadurch ein« Macht in der Arbeit er kl ass« zu sickern. Mir dem alten Veamtenapparat, der namentlich in den vandorten gegen uns arbeite, werde nicht ausgeräumt. Zahl- retche Einzelheiten wurden zur Begründung der Kritik angeführt. S ch o l z- Neukölln betonte, untere Partei müsse der Regle- ning gegenüber eine seliständige Politik betreiben und die?« in ihrer Presse und in den Parlamenten vertreten. Dadurch weed« die Stellung unserer Parteigenossen in der Regierung gestärkt. Der politiscben Demokratisierung müsse die Demokratisierung der Ver- waltung folgen. Bei der Kritik der RegierungSmaßnabmen dürsten wir allerdings nicht in den Fehler versallen, unser« Genossen in der Regierung om schärfsten herunterzureißen. In der kurzen Zeit, wo unsere Partei an der Reaierung sei, tonnt« natürlich noch nicht olle» geleistet werden was wir verlangen. Meier sagte, der..VorwäiiS' fei leider mehr Regierung». als Parieiorlwn. Er Hobe entweder nicht den Mut oder nickt die Fähigkeit, die Massen zu führen. Weder in der inneren und noch weniger in der äu beben Politik vertret« der»Borwärt»' eine selb- ständige Meinung. Ei» Parteitag müsse möglichst bald einbe« bee»»en werden. Nachdem noch mehrere Redner ihrer Unzufriedenheit mit der Haltung der Regirrung gegenüber den Forderungen der Arbeiter- kchaft Ausdnich gegeben hotten, erhielt EduardBernstein da» Wort. Er führte die Unzufriedenheit der Arbeiter zum Teil dar- auk zurück, daß an di« Umwälzung größere Erwartungen geknüpft worden seien, a!» erfüllt werden konnten. Aber auch die Regie- rung hole einen großen Teil der Sck-uld. In ihren Erlassen, Äcr» sügunaen und der Art de» Berkehr« tress« sie nicht den Ton. der sum Herzen der Arbeiter spricht. Der alte Beamtenopparat würde ich fügen, wenn von oben energisch gehandelt werde. Wa» unsere Porteigenossen in der Regierung schwächt, da« sei die Parteispal, tung. die unsere Genossen immer mehr abhängig mache von den Bürgerlichen. Ein ausruärilxer Jinanzmann habe gesagt, die ein« zige Rettung Teuticklond» sei die Einigung der Sozialdemokratie. Nacktem die Debatte einschließlich her Schlußmortc der beiden Referenten vier Stunden gewährt hatte, wurde über die dem Be- zirkStag vorzulegenden Anträge zur Organisation». trage abgestimmt und beschlossen, daß die bestehenden Bureau» der Kreise zusammengelegt und ein« Beitrogserhöhung in der Form erfolgen soll, daß «In Wochenbettrag von L0 P f. s ü r männlich« und 10 Pf. für weibliche Mitglieder, sowie ein Ein- t r> t t s g e l d von SO P f. f ü r männliche und 25 Pf. für weibliche Mitglieder erhoben wird. Zw«! Resolutionen wurden angenommen, welche fordern, haß die höheren Verwaltungsstellen möglichst bald durch Sozialdemo. kralen besetzt, daß di« Einheil»schuli schleunigst eingeführt und die geistlich« Echuloutstcht beseit'gt werde. Besonder» soll in Groß- Berlin mit dem Abbau der Vorschulen und dem Ausbau der Ein- heitSichule begonnen werden. Dem Parteivorsland wurden zwei Anträge überwiesen. Sie fordern, daß der Parteitag früher als am 10. Juni«inberusen wird und daß die Namen der sozialdemokratischen Nalionalver- sammlungsobgeordneten. di« bei der Abstimmung über die Eni. sckädigung im Sozialisierungsgesetz gefehlt haben, belanntzegeben werden. Weiter wurde beschlossen, haß der..vorwärts' Werbeinserat« für Freiwilligenkorp« nicht mehr aufnehmen soll. « Sitzung de« Porstande» und Srri»au»schnsse» heute, 6 vhr, Kreisbureou. Gewekklchofisbelvegung Aus den Kriegsgesellschaften. Sine Atiion gegen dir freie» Gewerkschaften. Die eingewnrrelte Abneigung der Arbeiueber gegen die frei- gewerkschakil'ch»» Organi aiionen der Angestellten bat auch durch die Roveuibeieieigniss« an ihrer Stärke nichi« eingebüßt. Di« An- gestellten der Krieg«geie0sckaflen hatten schon w'ederbolt Gelegen« b»>t. die tücksländigen Ansichten der Leiter der KrtegSgesellschatien kennen ,u lernen. Neuerding«»eien letztere mit Maßregelungen gegen Miialiever der freien Gewerkschatien out. In der Reichs- fuiiermiiielsielle wurden mehrere frergewerk'chafltlch organisietle Angestellte und zugleich Mitglieder de« Nngestelllen-Ausichusie» ge« kündigt, die besonderen Anteil a» der oiganiiatorikchen Zusammen- sassiing ihrer Berutekollegen hatten. Dieie Provokalion der Reich»- sunermittelstelle richtet sich aber nicht»ur gegen die freien Geivelk- schatten und gegen da« aeketzltch gewährleistete Koalition»' echi der Angesiellien, tondern auch gegen die Mitwukung der Angestellten- AuSschüsie. Die Mitglieder des Zeniralverbandes ver Handlung«. geh, Isen und de» Verbandes der Bureauangest> llten werden in einer am Montag, den Sl. Mär, um 9 Ubr im großen Böriensaal statt- pubend»» gemeinjauren MUgltedelvellommiuug Stellung zu de« provokatorischen Vorgeben der Relchsfiittermiitelsielle nehmen. Massenbesuch ist daher notwendig. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Mrigtiedsbücher. Zeiitratverband der Handliingsaehilfen. Sektion der Angestellten der Kriegsgeiellschasien. I. A.: W-udland. Verband der Bureauaugestellien Deuitchlandtz. Ortsgruppe Berlin. I. L.: Lamprechl. Deutscher Metstlarvetterverband tOriSveret» Berlin). Heut« BezirkSversauimlungen tn nachstehenden Lokalen; Norden: Pharussillr, Müllerstr. 142. 6 Uhr. Norden: BiiltnerS FrstsSIe, Tct wcdicr Str. ZZ. 7 Uhr. Norden: Btltorin-Gnrien tFritsch), Badstr. 12, 7 Uhr. Mocdit: Aula der Kirschncr.Obcrrcalschulc, Zwingtistr. 2, 7 Uhr. Chaetoltenturg: Vollshau». Rosinenstr. 4, abends 7 Uhr. Westen, SchSiieberg, Steglitz: Saiscr-WUHelm-Sarien. grtedenan, Rheinstr, 65, 6 Uhr. Osten und Nordosten i Grunewald, Commeniussäle, Memeler Str. S7, « Uhr. Neuwahl der Bezirksleliung. Lichlendrrg: KurtowsN. Psarrstr. 74, 7 Uhr., Stralau-NummrlSburo: Blume, Alt-Vorhagen 56, 7 Ubr. sBethensce: Zum Priilaten, Berliner Allee. Eck« Lehdeiftrah«, 7 Uhr. Ztweiidczirle: EewersichastStzim«. Engelnier 15(Saal 4), 714 Uhr. Neukölln: Aula der Reolschule, Boddinstr. S4/3S. 6 Uhr. Tegel-Reinickenvorf-West: Gkomann, Reinickendorf-West, Schilling- sirahe« 34, 4 Uhr. Oberfchlnrweide. Nirverschönewetde, Johannisthal und Umgegrnd: Aula vco Realgumnollum» lHindenbuigschul«), 7 Uhr, Neuwahl der Be- ztrksleitung. Spandau: Gerrnainasälc, Stresowplatz IS, 414 Uhr. Köpenick Frieo-ichshagen: Eonrads Nächst., Fricdrichshagen, Fried- richstrahe lZ7. 7 Uhr. Tagesordnungr l. Berickiterstattung von der auherordcniltchen Keneralversammlung 2. Stellungnahme»u der am.6. April ftattsindeiiden auherordenUichen Generawersammlung der verwaltungsftev« Berlin. Ohne Mttgtledßbnch lein Kntriti. «rbettslosel Laut Beschluh der Orisverwalwng sollen sii den Be- ztrkSversammlungen je 3 PertrauenSleuie der Arbeltslos» n als Pcrtreier zur Generalversammlung gervählt werde«. Wir hin«» die Kollegen und Kollegtiine», die» zu beachten. Erwerdslosel Am DtcnStag btrtbl die Krankenobtellnna geschlossen. Wegen der Osterseteruae finden folgende Aenderungen in der Auszahlung der Unterstützung statt: Tie Kollegen, deren Zahltag aus den 18. April stillt, erhalten am 17.. deren Zahttog auf den 21.«prtt fällt,«Hollen am 19 ihr« Unterstützung. Die Mllgltchsbücher und Kontrostkarten müssen spätesten» zwei Tag« vor kich banden die Räuber öhrem Opfer noch die Hände zusammen, schleiften es>inn über die Promenade und warfen eS kurzerhand in den Kanal, nachdem sie ihm vorher noch die Brieftasche mit den 5000 M. geraubt hatten. Ter Nu l scher Schneider war ganz un- behelligt gibbicfccn und hatte sich aus dem Staube gemacht. Auch die beiden Räuber veoschwanden jetzt. Zum Glück war der Kanal an der Stelle, an der der Kaufmann in das Wasser geworfen worden war. nicht tief Er fand Boden, schleppte sich zur nächsten Treppe und brach hier zusammen. Ein Straßenpassant. der de» Wege» kam, fand ihn so und brachte ihn nach dem Birchow» Krankenhaus, wo et Aufnahme fand und jetzt wieder zur Entlassung gekommen ist. Nun erstattete er Anzeige bei der Kriminalpolizei Dieser gelang es gestern, Schneider festzmiehinen. Von den beiden Räubern fehlt jedoch noch jede Spur. Zur Aufilärung diese» schweren UebersalleS ist es von großer Wichtigkeit, wenn sich der Mann meidet, ver den Beraubten nach dem Virchow-Krankenhausc gebracht hat, da er vielleicht auch noch die Räuber gesehen hat. Er wird gebeten, sich im Zimmer 80 der Berliner KriminatPolizci zu melden.. Arbelterrite der KriesSorgauisatlonen! PlenStag, vorm. 9 Uhr. Im Herrendaul«, Saat 20. Sitzung. Vollzählige» Erschein«« drin» gend ersorderllch. Eine H»cl>flt»t von LtaAtverordnekenanttäsien DI� Wilmersdorfer Stabwerordnetenfraktisnen habe« für di« nächste Sitzung nicht weniger als 22 Anträge und An- fragen geftellit. Darunter' beiiichen sich mehecre Anträge von großer Bedeutung, wi« über die Errichtung einer eigenen Polizeiuerwal- tung. Gründung einer wisswischastfichen Zentralbücherei, Neuordnung Groß-BerlinS. Maßnahmen gegoa den WohnungSmangel, Aufhebung der Porschukklasscn und den erleichterten Ueberaang von der VoAsschule auf die höheren Schuiem; ein sozialdemokrati- scher Antrag fordert die Errichtung eine»»Hauses der Jugentz' mit Sichcklbildtheater, ivortragSsäten usw. In zwölfter Stunüe l wlrü öie Zsichnung auf Sie öerliner Staötanleihe von 1919 geschlossen, ck willst du warten, bis es zu spät ist! dem Zahltag« abgegeben werden. Vi« Auszahlung«rsolgt vormittags von 9—12 Uhr. Freitag, den 18. unb Montag, deu 71. April, bleibt da» Bureau ge- schiosien. Sonnabend, den»9. und Dienstag, den 22. April, von 9—13 Uhr gessinet.___ Film- und Kino: Dienstag, 5 Uhr, Im Llckdenhos, Tortsvertrag. der Versammlung W...... Lutdenstr. IS. lansiiiäniztschen Angestellten Togesoichnungi Der Brnnessungötechnlkert Heute 7 Uhr össrnUtch« Versammlung: Aula Baugewrrtsschule. Berlin, Kursvistenstr. 141. Gros�erlin Der WohnungSverband Groft-Berlin ist«nn Voirnabend in einer im Rathau» abgehaltenen vossder- sammlung dem Vcschlluß der eingesetzten gemeinschaftlichen Kom- Mission über die Hergabe des staatlichen SiedlunaSlande» beige- treten. Sofern auch dt« äm heudigen Montag zusammentretend« Verbandsversammlung des Perbandes Groß-Berlin ihre Zustlm- mung zu dem Abkomnrcn mit dem Fiitus gibt, werden nach dem Vertrage 120 Hektar fiskalischer Ländeveian durch den Wlchniungs. verband angekauft und tritt ferner der Wohnungsverband mit einem Anteil von öd Millionen Viaek als Gesellschafier der»er- größerten Märkischen Hckmstätte G. m. b. H. bei, die künstig den Untertitel.Siodlungsbank für Groß-Berkm und Brandenburg" führen tvivd. Beim Wohnungsverband gehen täglich Hundert« von Anfragen nach Siedlungsland mit EiaenhauS ein; sie beweisen, welch außer- ordentlich starker D>ang nach dem Eigenheim mit Bartenland die Groß-Pcrliner Bevölkerung ersaßt hat. Derartig« Anfragen Sied- lungSlustiaer sind aber nicht an den Wohnungsverband. der sich lediglich mit der Bewähnina von Zuschüssen an Gemeinden und gemeinnützige Bauvereinigungen beschäftigt, zu richten, sondern an die Bememdebehört«. in deren Bezirk die Ländereien liegen. ferner an die Märkische Heimstätzte V. m. b. H.. Berlin W. 15, Foachimlthaler Str.>0. und an den Geschästssuhrenden Ausschuß für KriegSbeschädigtenansteblung in Berlin W. 10, Friedrich Wil- Helm-Straße IL.__ GehaltSrcgulierung der Angestellten in HeereSbetrieben. Uns wird geichrieben: Im Ber'cki» de« Arbeiierrat» vom LS. b. M. im Abendblatt ist ein großer Jrrium entbalien und„vor b-uissl diese« die Gehalt« regelung vrr Angestellten in Heereebeirieven. Zur Steuer der Wahibelt diene ialaende«• Die Gehalts regetung ist zur Lusriedenbeit der Beitreier der in Frage ko»»u»ncen Oiganisotwnen erledigt woiden, Luch sind die ge- korderien Gedaltsigtze beieits vom Retchssckatzamt bewilligt worden. «u» die«eußeriing, daß gedientt Unierosfizier« dt« Arbeit ver- richten werden, ist unwahr. Ein schwerer Raubübrrsall, be! dem dl« Räuber ihr Opfer ae- fesselt in« Wasser warfen, hat sich am Nordwfer abgespielt. Zu einem Kaufmann Hermann Wilde in der Danziger Straße kam vor einigen Togen, als dieser kurz vorher au» dem Krankenbause entlassen worden war, ein Mann, mit dem Wild« schon früher ein- mal in GeschästSverfiindung gestanden holte. Dieser,«in Kutscher Schneider, erklärt« Wilde, daß er Gclegenheii habe, ein Pferd billig zu taufen und bewegte ihn, da» Handelsgeschäft mit ihm zusammen zu machen, da er selbst nicht über genügend Geldmittel verfüge. Wilde war nicht abgeneigt, aus fein Anerbieten einzu- gehen, steckte 5000 R. in seine Brieftasche und begab sich auf Per- anlossung Schneiders mbt diesem nach der Seestraße, wo der Kutscher den Verkäufer de» Pferde» treffen wollte. Beide zogen von Lokal zu Lokal, der angeblich« Pferd ethesitz er war aber nirgend» zu finden. � Am Nordufer angelangt, gaben sie die Suche nach dem Pferdeverkäufer auf und traten den Kanal entlang den Heimweg an. An einer dunklen Stell« kamen sie an zwei Männer vorbei, die Soldatenuntform trugen und auf dem Ufergstter saßen. Die beiden erhoben sich und sprachen den Idausmann an. Sie perlangten von diesem Zigaretten, weil sie nicht« zu rauchen hätten, und ee- hielten auch welche, uen einem Streit au» dem Wege zu geben. Da« bals ihm jedoch nicht». Plötzlich packten die Soldaten ihn an den Handegolenken und drehten ihm die Arme um. so daß er sich Aukläruug des SeibcndiebstahlS. Für 800 000 M. Seid« erbeuteten kürzlich Deekeneinbrecher in dorn G«schüft von Leiser>» der Königstroße. Di« Kriminalpolizei erkannt« an der Ausführung d>c.Avbeit" gewerbsmäßiger Geldschrankknacker. Ihr Berdachi richtet« sich auf eine Weddingloionn«, zu der ein gewisser Kurt Bircker gehörte. Dieser unterhielt«ihren sehr regen Verkehr mit «inrm bekannten Hehler Sckiuiz am Weöding. Die weiteren Er- inittalungen ergaben, daß bei Schulz am Tage nach dem Einbruch drei große Ballen angefahren und daß später drei große Kisten abgefahren worden waren. Die Kisten wurden dann auch von de» Beamten ermittelt. Sie enthielten den größten Teil der gestohlenen Soidc, Binder, sein Spießgeselt?, ein gewisser Schneider au» Ehcrrlottendurg, und der Hehler Schulz wurden festgenommen. Die Brreubung eines GcldtransptzrtcS. die seit vier Wochen die Kriminalpolizei beschäftigte, ist ietzt«ufgediärt worden. Auf dem Anhalter Güterbahnhof wurde Geld in Beutel» von der hir- sigen Regierung für die französische verladen. Der Wagen wurde mit Bloisiegetn versehen und unter Bedeckung nmh Main, gesandt. Als er dort ankam, entdeckte man. daß die Blelsiepel verletzt und der Wagen geöffnet war. ES fehlte»in Beutel mit 118 000 M. Die Erniiltedungcn der Krlminalpalitzel«vgaiben, daß der* ht Cin 91 Jahr« altsr Kellner Watter Möller mar, der bei dem Verladen mit tätig gewesen war und zur lBcgleiimannHWt-•■•«ate. Möller brachte, ahne daß jemand«S merkt:, einen Beutel a:tf die Seite. Noch der Rückkehr von Mainz spielt: Möller den Lribemonn. Er wurde»erhaftet. Tsvlich verunglückt ist gleich beim Antritt seines Dienste» der lD Jahre alte Eisenibahnarl>aiter Willi Wert aus der Bernauer Straß« 98. Der siinge Mann hatte zu>m ersten Mole Stellung im Eisenbahirdtenst angenommen. Ale er gestern auf dem Verschiebe» habnhof der Nordbahn seine Arbeit angetreten hatte, versuchte er «ruf eine sahrend« Lokomotive zu springen, stürzt« jedoch ob und fiel so unglücklich, daß er aus der Stelle verstarb.. plrohc Berliner Straftenbabn. Mtt Rücksicht«is die schwiv- rigcn Berkehrsverhältniffe werden im Interesse einer besseren Jnnebattung des Fahrplans vom 1. April ab die längeren Fahr- zoiien. wie sie bis zum Ausbruch des Krieges bestanden Halen, wieder eingeführt. Die» bedingt eine qeringsügige Aenderung der Abfahrt, zeiten von den Liniencndpunkten. Die neuen Absahrtzeiten sinb aus den rote» Deckblättern auf dsn AuShangplänen ersichtlich. Di? Einschränkungen im Spaiverkchr aus Anlaß der Kohleninappheit bleiben jedoch bis auf weiseres noch bestehen. Die Buck, Handlung Vorwärts eröffnet am Dienstag Ihren Laden wi Haus« Sindenstr. 9. D«» oft geäußerten Wünschen, die Buch- Handlung, sie früher mit der Expedition unserer Zeitung verbunden war. zu»rw«i>!ern. ist damit«n isprochen worden. Neben der ae, samten Parleiliteratur ist dort eine reiche Auswahl aus allen andc- ren lltzebieien zu finden. Wir empfehlen unseren Lesern, ihren Be- darf an Büchern und Zeitschriften in dem madern ausgestatteten Buchladen zu decken. Laubentalaiitften! Drohe Ssfenlliche Versammlung, veranstaltet vom Verband der Lai'sen'olontst«» Berlins und Unigrgeuv. Heine tn tze» Kammerftstscklen. Tiliowrr Gtr. 1/3 Tagesordnung: Was fordern wir Laubenlolontite» vom p«»ttp.«»- Staat und Kommunen. Nescrenie.i: «artenvtreltar Lesser, BerbandSvorsizender Steiiuvea und Redakteur Albrecht. Wrost-Verliner Lebensmittel. Neukölln. Suvsen(1PI, 108) Fiifchsttch 1169). Für?>erknge. frlkche Filche, SiSuchera'aren. Maiinaden>'0in l.— tS. Avrtl Nelitinlra»ng. Für je s Pertoncn im Haushalt t St IT), für einzeln« Personen ebeiltacks. Sier« lmte ioralülltg uwdrwahreu. Britz, ttzO Stramm Teigware"(109). 300»ramm Kun'tbanig(108). 60©rnniiil weiden nachgeitescit. Ivbald neue Sendung eingetrosten. Perltn- «litzer 1'ebiirSmitlelauSlvclS. Eoiiörrsuleiluna; Psuno bezw. Psuntz Grte« r% 2 Palet- JMS(4# im» Milchlaite). Lichterfelbe. SMS 6. Xpiil we> den in den tekannttn VerkautSstelleii an die tz»>t«Ingetragenen ttundrn aus Nr. lll der alten und' Nr. l der neuen tzedeni niltt-ltart- zlisainmcn Still rtjrainm Nudeln(35 Pt) abgegeben. Der Bei taut von Hüllrnjrüchteu aut ble in der s?oche vom l7. di« Lt. d. MtS. nicht»nit Fleisch belietert-n Fte!tch>aN'n»»tolgt durch die.Saufleiile an die bci thnen e ngeitagene» itimden big Millwoch. de» 3 April. Aus iede» Tetlabschnt» IL der Flei>chtarle wervei, 30(»ramm Bohnen oder Srbsen zum Pieite von S PI. verabiotgt. 350 Mrainm Nudetu(lll,>). > Pfund lüindeigerst-vmedl und l Psund Haterflocken(6) jtlr Kinder lnS zu 2 Jahren, b Pickcher, Ziviebock(IS) tär 79 jährige. Weißensee. AuS der Gemeindevertretung. Die' unbesoldeien Schöffen haben Ihre Aemter niedergelegt, desgleichen der befobbetC Schöffe Hudtle, di« Neuwahlen sollen in allernächster Fett statt-. finden. Vom l. April ab vollständifte Sonntagsruhe in den Laden- aesebästen. Di« Komalistetiorisgebübren wurden von 4 auf 5 Proz. tze» Nutzertruges erhöht. Der Groß Bcrstner Tavisvertraq der Gc- iileindeaebetter tritt rückvirkend mit dem I. Januar in Kraft. Für die Beklechunasaegcnstänlx' der neiniinzustellenden HilfSpottzeikräste haben diese>70 M. zu zahlen, während den Rest die Gemeindekasse übernimmt. Zur Eingemc-intzungrsrage wird ein« Petition an die preußische LontzoSversammlung beschlossen. Gegen di- rigoros« Einziehung der Gas strafen wurde protestiert. Die Kommissianen wurden nach dem Etärsseverbälenis der Fraktiarwn neu besetzt. Rahnsdorf. Wegen Entwaffnung von RegierungSsosdaten wurden die hiesigen Unabhängigen Habh. Euckler und Wild« pret zu je I Jahr. Richter und Wuthke zu je IM Jahr Gefängnis»erurteilt. vor Schmerz bin werfen mußte. Dann kniete einer der Soldaten'»och"küb? �?v� v�twh-'rllw� auf den am Boden Li««nden und hielt ihm die Kehle zu. während„.Shigen wöstttchen Winden. d«h:.en Negensillen und der andere ihm einen Papierknetzel in den Mund steckte, um ihm-—-- � oun Schreien zu verhindern. Als sich der Uetze rsallene zur Wehr verantwortlich sgr Politik Nrtnr zieler. eharlotirnb»?,,(Ur den vdria-n re« de» setzte, erhielt er mtt einem stumpfen Gegenstand einen solch wuch- �«naiven..... tegoi Schlag auf den Mund, haß« mehrere Zahns perl«, Schließ- 1 BaiuasaaltaU i Hl g»tod»r«>»<»«, Neriin«eriaa» Q" Berlin� Druck BorwörrS-ÄUiNdruckeeet Paul»mg« u. So. m chaUa. LMVealtrah, L Wanzen u. Motten mit Brut werden radikal vernichtet durch Wanzcutod Psetfferol tu Flajche« zu t,b0 Marl. Marl«ad l,7ö Morl und Motteulod Pfetfferal(M) Piraatg). Kberall zu Huben. Herr Narl Schwabe, Drogerie, Perleberger Strohe 28. schreibt:.Senden Sie mir wieder je ein Giros von den groherr. je zwei TroS von den kleinen Pallnngen Won�entod. Meine Kundichan ist mii Jbrem Präparat auherordentl'ch ,li'iieden.' �«imiralspslast. Ballett auf dem Eise |Tanz-Kevue.| Paul Krcku» und Erna Kersien, I das elegant. Foxtroipaai | DiePrlmessin v. Tragam.l Wer Iii die Schänsic? V,« Sonnt 4 u. 7 U. Vnrafiellclie KOche. imirflla'Kino. | Oer Sclunuck d.Madonna.| Amerikanisches netektlv-Drama lKanee£l6lnäiahqie) 1 Fricdrichstr 59/60, Ecke 1 Leipziger Straße. All tlglich: Alwin Neuss Vermißt. Leutnant John Royal Süsses D. Gilbert, Yeomanry, -'■i Jahre alt im Olensle der 56. Eskadron, R. A. F, vermißt seit dem Ig. Oktbr. 1917. Zuletzt wurde er gesehen wie er im Aeroplan Nr, 3 529, S. E. S Ober Bas War- neton bei Vpern herunterkam. Irgendwe che Nachrichten dankend erbeten an C. T. Uttle, Hotel Monop Köln. 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