at.l09.3«.3«lrrg. Ve,»««»««»« .v»«-.» fratnS Haus aatattfjtttUxu. imtttm Jhnmnera JO t-fenma. fioitbejua SKonailid) 2.80 Ml. rxä. ZuIIellunyS- zadOhr. llninnd für DnulS- «ud u. Oeftrrreich-ll�arii s.« SU. fllr bai üdrigc Ausland 3.78 Ml. bat ibglich einmalig ei Aufteilung 7.78 Mi. �oltdriellunpen nehmen an Düne- mart. Holland Luremdurg. Schweden und die Schwei». Singetrapen m die ? alt-, etlunp». Bretel, ile. Der.SmwürlS' erichetnl w»cheMflg»ch »wemtaL doiuitag. Xetem amm.Re reise: »CniialdmrtcM«eeitn*. Morgen-Ansgabe. Verlinev Volksblstl. ( 10 Pfennig) AN,et««»P»et», M» aAttcfdoCe««ondareNezeve MM MD IRL.aieint An, eigen». bat f etiaetcuiOe Qoc 83%fa.(julllfftp 1 fettgeonutu ffioete). iet>e*»eitere Sori»8«s» Stellen« eiuche und Schlafstellen an»etaen bat erste Sott 80«ro., lekc* weitete Sott 80 bt«. Sorte Uet 18»uchstaben»»hlen St MMt Sorte. Ieuennig«»u(<6lufl 80% �anUirn-Hnietg«.»olitische und ßewetfschaMiche Verein«-»tmetgen UO RL Me Seile. Anzeige» cht die itüchfte«ummer milffen di« S Ilde uachntinag« im Hattplpelchllft. Serlin SS. OS«ndenfinche s, abaegeden •eOflntt mo OtthtJefiO bi« » Uhr i Zentralorgan der fozlaldemohrattfcben parte» Deutfch lande. Neüaktion und Expedition: Slv. 6$, 2indenfh. 3. aferusprechee: Ami MorlUplay. Str. 8.»» tü» 97. Mittwoch, den Ä. April ISIS. Vonvarts-Verlag H.m.b. H., EW. dS, Lindenstr. Z. Nrrnsprrchert Am» Moritzplah, Sir. Il.7 SS— 54. Verlagen der Strelhparoie im Kuhrrevier. Bochum, 1. April, 8 Uhr abends.(Qür. Drahtbericht des„Vorwärts".) Zu einem allgemeiorv Ausstand, der gestcru im gauzco Ruhrrevier ausbrechen sollte, ist es nicht gekommen. Der gepiabte Generalstreik ist zu einer wilden Streikbewegung ausqeartet, in dem«ur soweit Svstem liegt, als er eine spartakistische Sabotage bedeutet, die planmäßig vorbereitet ist. Die Bewegung trägt dieseSmai einen ernsteren Charakter, weil die Wasserversorgnog, die Gas- und ElektrizitätSerzeuguug an vielen Stellen ge» fährdet ist. Hisher wird auf 7» bi« 8st Schachtanlageu mit «iarr Belegschaft von rund 58 OVO Bergleute» gestreikt. Eigentümlich wirkt es. dcch der Streik im Hamborn- Duisburger Revier, der Hauptzcntrale der Spartakisten, nicht zum Ausbruch gekommen ist. vi« Arbeiter folgen der Seaeralstreiksparole nicht. Este», t. April. Soweit sich die Lag« je�l oberiehen Uht. hat die Stteikaufforderung der Spartakisten nur ge» ringe» Erfolg gehabt. Die gröhte gahl der AnSständigen ist im Doitmunder und Siuener Bezirk, von wo die Bewegung ihre« Ausgang genommen hatte. Im Oberhaufener Bezirk ist nur die Zeche Lohberg ausständig,«uf den Zeche« Bewerkschast Deutscher Kaiser und in Hamborn wird überall gearbeitet. In den Bezirken aUtnbocf, Verden und Hattingen find die Zechen Gott» sried, Wilhelm und viltona. im Essener Bezirk dt« Zechen König Wilhelm und Amalie vom vlreik betroffen,«nf der Zeche HerluleS, wo die Belegschaft gestern autstSndig war. ist die Arbeit beute wieber ausgenommen worden. Ebenso arbeiten die Beleg» schafien der Zechen Langenbrahm und Königin Elisabeth. Im viecklinghauser Gebiet find die Belegschaften der Zechen Augusta Bittorta und König Ludwig ausständig. Zu Ruhestörungen ist eS nirgends gekommen. Schächte ersaufe«. Ein Mitarbeiter der sti. P.'R.. der in den letzten Tage« im Ruhrrevier geweiU hat, gibt über die augenblickliche Lage folgende Darstellung: * Jnneihalb der Arbeiterschaft gehen auch heute noch, nachdem die Rrunerksmmisfion den Generalstreik brschlosten hai.die Auffaflungen auOeinander. Es besieht ein« ftar ke Strömung, die dem Streik durchaus abgeneigt ist und die sich der Einsicht in dir schweren Gefahren, die der allgemeine Streik für das deutsche Wirtschaftsleben überhaupt, wie auch für die Ruhrbergleuie im Gefolge haben würde, nicht verschliehen. Die Propagandisten de« Generalstreit« find in der Hauptsache die Unabhängige n und die Kommunisten, die in den letzten Tagen im Ruhr- «vier ein« grohe Anzahl ihrer auswärtigen Anhänger zusammen« gezogen haben. Unter den unruhigen Elementen, die die dortige Arbeiterschaft fortgesetzt aufputschen, befinden sich viele Berliner, Mitteldeutsche, Leute au« Hamburg. �vremen usw. E« find kaum Belgarbeiter darunter, weswegen ihr Treiben nuter der bodenständigen Arbeiterschaft vielfach Mihrrauen und auch Wrder- stand hervorruft. Gegen die aufgeftellten elf Forderungen macht fich nicht nur bei de» Unternehmern, sondern auch der dem einsichtigen Teil der Arbeiterschaft Widerstand geltend. Der Stondpunlt, dah � augenblicklich die Einführung der Sechsstundenschicht den wirtschaftlichen Ruin Deuischland« bedeuten würde, wird von vielen Arbeiter» geteilt. Dabei find die unmittelbaren Ge» fahren der Streitbewegung und der u n r e g e I w i tz i g e n Arbeit in den Gruben, die in der letzten Zeit zu verzeichnen war» immer noch weniger wirischaftlicher al« zunächst technischer Natur. Die Möglichkeit, datz durch da« Stillegen der Gruben einzelne An- lagen ersaufen, ist in unheimliche Nähe gerückl. In einzelnen Gruben mit ungünstigen Grundwafierverbältrnsien flehen Kala- ftropden bevor,«us den Gruben Tremonia und'Dorftield bei Dorimund sind ichmi einzelne ftiötze laliächltch ersoffen. Wenn der Geneialureik zu- Tat wiid. fino die steigen unabsehbar. Der deulilben»ohleiisöroerung können aus diese Art ungeheure und kaum wieder gutzumachende Schäden zugefügt 'werden. Nu« dem Rubrrevier erfahren die P P N. unter dem t. Apnl; In Bochum»nd in Dortmund dauert der Streit ,m alten Um-ange an. d h. bis jetzt noch ke>n Generalitreik.? ie Berhängung de« Belage iUngSzultande» ist heute morgen durch die Zeiiungen de- tannigegeben worden. Man verspiicht fich davon aügemern eine günstige Birtun.». Tortmund. X. April.(211) Mit welchen verwerfliche« Mitteln die rodifcften Tlemente arbeiten, nm die Bertrauens. leute der Bergarbeiter»ui den Jerbsn für ihr« Bestrebungen zu go- Winnen, ge igt folgender Porsall: In einer Belegschaftsversamm» lung einer Z wen« er der MehrhettSsoxialdemokratreMe» Rücken ! kehr« und für die Sechsstundenschicht werben würde. Esse«, 1. April. Nach den ans den eingeltten Bergreviere« vorliegenden Meldungen ist gegen den gestrigen Tag, an dem der AnSstand fast nur auf den Dortmunder, Wittener und Bochumer , Bezirk beschränkt war, nur oine geringe Hunephm« der Streikenden zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Ausständigen hat fich heute auf S6 l belaufen gegen 52 000 gestern. Die Volksküche« ohne GaS! Bochum, t. April. Im hiestg�l Bezirk hat die Streikbewegung an Ausdehnung gewonnen. Neu in den Streik eingetreten find folgend« Zechen: Friedrich der Große, von der Heydt, Julia und Alma. Infolge Gassperre konnten die Volksküchen in Bochum schon heute Mittag kein Eisenmehr verabfolgen. Wen» der Streik auf der geck-e Hibemia noch anhält, wird Bochum in den nächsten Tagen auch' ohne elektrische« Licht und elektrische Kraft sein, da das ElektrizitälSwetk Westfalen von Hibernia mit Licht und Kraft versorgt wird. Castrop, 1. April.(T. U.) Zwischen Demonstranten nnb Mit- gliedern der hiesigen SicherbeitSwehr kam e« gestern z« einem Zusammenstoß, in dessen Verlauf fünf Personen ge- tötet»nd verschieden« verwundet wurden. plünöyrungen in Frankfurt a. flt. AnS Frankfurt wird dra?. P. N. gedrahtet: Bei de» Unruhe« am 31. März abends wurden 25 bis 30 größere G e s ch i ft e der Altstadt, meisten» Lebensmittel- und koasektionSgefchäfte, vom Pöbel gestürmt und geplündert. Da» grotzr Hotel Frankfurter Hof wurde gestürmt: Lebe«? mittel Vorräte und Weinkeller wurden ausgeraubt! die Einrichtung demeliert. Die Un- ruhen gingen an« von einew DrmonfiratienSzug« zum Lebensmittel» amt, durch den gegen dir Herabsetzung der Kartoffel««nd Fleisch. ratiane« protestiert werden sollt«, von feiten der Behörde« wurde die L« f« g« gemacht, daß für die Verringerung der Ratiene« Ersatz geschaffen«erde« fall. Den Anstotz zu der Revolte gab die Verhaftung einer Frau, die auf der Straß« Glücksspiele ver- anstalbtt hatte. Die Menge stürmt« da» Polizeirevier, in da» die Frau grbracht worden war. Daran schlösse« sich dann die obe» erwähnte« Unruhe«. Ein Mann de« Marineschutzwache wnrde vom Pöbel mißhandelt und in den Main geworfen, so daß er ertrank. Dan« wurde daS GerichtSgefängniS erstürmt. Bi» jetzt war die Be- wegung in Frankfurt aber durchan« unpolitisch. Sämtlich« Partei«» habe» heute morgen«ine« gemein. same« Aufruf in den Zeitungen erlasse», der zur Rahe mahnt. Ter Aufruf lfi auch vo» de« Unaehängigen»ad Kom» «»nisten«nterschriebe». ES wurde ein« Straßensperre zwischen 0 Uhr abendo-itud 5 UhrHorgen»»eestigt, während Kiefer Zeit darf fich niemand ans der Straße anshaltcn. Frankfurt«. M, 1. April.(TU.) DaS LebenSnnftekamt teilbe mit: Bei den Plünderungen in der vergangenen Nacht wurde n. a. auch da» Lager heimgesucht, in dem zur Verteilung b». stimmte Lebensmittel der BezirkS-fetistelle und des stälUifchen Lebensmittelamte» lagern. ES wurden g e st o h � etwa 20 000 Pfund Dutter, 20 000 Pfund andeve» Fett; außerdem 70 000 Eier, 3000 Pfund Marmelade und 300 Pfund CeL Hieran» ergibt sich, daß durch dies« Plünderungen die Belieferung der Be- völkernng mit Lebensmitteln auf da» schwerste ge- fährdet ist. Der Polizeipräsident erläßt«in« neue Bekanntmachung, wonach die Straßensperre bereit» ab heute schon um V Uhr abends beginnt. Kinovorstellungen. Theater, Konzert«. Kaffee?, Gastwirtschaften und andere Unternehmungen haben um 6 Uhr zu schließen. Straßenhandel, soweit er nicht kon- zcssioniert ist, ist verboten. Ter frankfurter Arbeiterrat zu den Unruhe». Frentfurt a. M., 1. Avni. Bei Beginn der heuligen Boll- veriammlung SeS Arbeiterrate» wurden die Unruhen �in Franlsnrt a. M. behandelt. Der Vorsitzende Bernord sühne tima laut„Fionk'uner Zeitung* folgende« an«: Die organisierten politischen und qewerlichastlichen Srveiier erklären daß die» die ichwärgeste Rawt seil»er Revolution für die Frantfurler Arbeiter sei, die dieie Ex,esse auf da» entschiedenste verurteilen. Wir sind persönlich und moralisch verpflichtet, daß so etwas nicht w«der vorkommt. Es ist bekannt, daß die Stelle der Exzesse d»r BörneeStiatz ist. Di« Knappheit der Lebensmittel bat mit der U> sacke der Exzesse nicht» ru, tun. Ich betone ausdrücklich, doß die organtsiertrn Arbeitet Frankfurt« t«"ab le tjnen,, daß sich etwa irgendwelche Korporationen da» Recht nehmen, solche Plünde- rungen eigenmächtig vorzunehmen. Auch im»Franliurter Hof* stnd Lebensmittel nicht»er Aügemeiuhstt. sondern den Plünderern rugntegeiommen. Bedauerlich ist es, daß diese Exrsse Opfer ge-, sortiert haben und zwar zwei Soldaten«nd zwei Matrose«: sie haben ihr Leben in die Schanze geschlagen. Wir werden un» ihrer Hinierbiiebenen annehmen. Zu Ehret» der verstorbene» erhob man fich vo» den Plätze«.- demokratie uns politischer Streik GruudsftKlicheS zu« Streik i« Ruhrrevier. Vor dem Krieg hat die Sozialdemokratie den politischen Massenstreik als Mittel zur Erkämpfung der Demokratie auf verschiedenen Parteitagen anerkannt. Die Frage deck pol»- tischen Massenstreiks innerhalb der Demokratie ist aber da- malS nie in Erwägung gezogen worden, denn dies wäre ein Theoretifieren im luftleeren Raum gewesen. Heute haben wir die Demokratie m einem Umfang, wie fie kein andere» Land der West besitzt, und dennoch stehen wir im Leichen der politischen Massenstreiks und»missen uns mit ihren Pro- blemen beschäftigen, die nun ohne programmatische vor- Prüfung unmittelbar und praktisch an un» herangetreten stnd. Die„Freiheit* streift in einem Sstikel über„Gewalt- Politik* diese grundsätzlichen Probleme, geht aber in der be- kannten Weise um ste herum.„Wir haben kein Hehl öavaus gemacht,* schreibt fie,„daß Politische Streik», isoliert und zersplittert unternommen, eine Gesamt- aktion der Arbeiterschaft unter Umständen erschweren können.* Daran» könnte man schließen, daß die„Freiheit* einen Generalstreik über ganz Deutschland für ein geeignetes' und den Zeitumständen angepaßte» Kampfmittel hält. Rich- tiger aber wird man vielleicht daraus schließen, daß auch fie den von Spartakus und Unabhängigen angezettelten Ruhr- streik für eine Torheit hält und daß ihr nur der Mut fohlt, dieS offen aliszusprechen. Gleichviel, jedenfalls handelt es fich hier um die alte Krankheit der Unabhängigen, ihre auS taktischen Gründen geborene grundsätzliche Unklarheit im Kampfe zwischen Sozialdemokratie und SpartakiSmuS. Wer ein Spartakist und als solcher ein grundsätzlicher Gegner der Demokratie isU�der handelt vollkommen folgerichtig, wenn er auch innerhalb einet rein demokratischen Staatsordnung den politischen Streik propagiert und organisiert. Sein mit Fanatismus verfochteneS Ziel ist die gewaltsame Ersetzun der demokratischen Staatsordnung durch die russisch« Sowie Verfassung, zu diesem Zweck scheint ihm der politische Streik efn geeignetes Mittel. Gegen ihn wird er sich erst wen- den, wenn sein Ziel erreicht, die Sowjetverfassuna einge- führt ist, dann wird er mit anders denkenden Arbeitern, die sich dem Zwang einer Minderheitsherrschaft zu entwinden versuchen, ebenso kurzen Prozeß machen, wre das in Rußsand geschieht. Wer h'mgegev aber Sozialist und Demokrat ist, für den ist es selbstverständlich daß alle politischen Angelegenheiten nur durch den Gesamtwillen des Volkes geregelt wer- den können, und der wird dann dazu kommen, den politischen Streik als Kampfmittel innerhalb der Demokratie g r u n d- fätzlich zu verwerfen. Denn im politischen Streik versucht immer ein verhältnismäßig kleiner Bruchteil des Volke» dem Volksganzen seinen Willen aufzuzwingen. In allen Gesetzgebungen der Welt ist Vorsorge dafür ge- troffen, daß die zur Gesetzgebung berufenen Körperschaften m ihrer Entschlußfreiheit nicht in unzulSsstger Weise gestört werden. Auch die russischen Sowjet» wissen sich Störungen ganz energisch vorn Lerbe zu halten. Ander» kann»S auch gar nicht sein, denn da» Fehlen eine» solchen Schutzes würde Anarchie bedeuten und ein rmerträglicheS Schwanken des politischen Kurses herbeiführen. So kann also auch kein vernünftiger Mensch eme strei- kende Berufsgruppe oder die streikende Bevölkerung eines Landesteils als eine Körperschaft betrachten, die berufen wäre, die Gesetzgebung entscheidend zu beeinflussen. Der politische Massenstreik kann nie etwaS anderes sein als ein zeitweilig angewendetes revolutionäres Kampfmittel, da» zu dem Zweck gebraucht wird, die bestehende Verfassung zu be- festigen und eine andere in der dann der politische Massen- streik keine Stätte mehr hat— an ihre Stelle zu sützsn. Die Frage„Politischer Massenstreik oder nicht?* spitzt sich daher unter den gsgebenen Verhältnissen zu der Frage zu:„Demokratie oder nicht?" Daraus ergibt sich dann auch, daß der Begriff der Soli-- darität auf den politischen Streik keine Anwendung finden kann. Solidarität* im Streik üben wir. um die Wirtschaft- ! lichen Fordeningen, die vow der Mehrheit unserer Käme- roden aufgestellt sind, zu unterstützen, um nicht der Arbeiter- schaff im Kampf um ihre wirffchaftliche Besserstellung tn den Rücken zu fallen. Solidarität kann man aber van uns nicht verlangen, wo eS fich um politische Anschauungen handelt, die nicht d»e unseren sind, wo die Durchsetzung von politischen Forderungen versucht wird, deren Erfüllung wir für virderb- lichen halten. Hier würde eine durch Terror erzwungene Solidarität direkt u» unser« Meinungsfreiheit ung reffen und ■ «ti�r Nechk, ttni oft NsatSvSrger frei s» 6efitt!gen, der» Nichten. Durch die Arbeiterklasse geht heute ein Zug von gären- der Unklarheit. Elemente, die jahrzehntelang schliefen, sind von der Revolution wachgeriittelt und beginnen, sich in un- klarem Drang zu betätigen. Die Unterernährung säufst ge- reizte Stimmungen und mit ihnen eine Atmosplzare, die wilden Aktionen günstiger ist als geordnetem politischem Denken und Handeln. Hier ist eS die Pflicht aller, die in der Arbeiterbewegung groß geworden, mit ihren Zielen und Me- thoden vertraut find, helfend und ordnend einzugreifen ohne Sorge darum, ob sie sich dadurch zu populären Strömungen des TageS in Widerspruch setzen könnten. Es kommt noch die Zeit, in der für ruhigeres Urteil Platz sein wird, und dann wird die Arbeiterklasse zu unterscheiden wissen zwischen denen, die auch unter schwierigen Umständen ihren Grundsätzen treu geblieben sind, und denen, die im Sturm der Tafie wie Wetterfahnen hin und herschwankten. Die Sozialdemokratie hat in ihrem Kamps stets zwischen politischen und wirtschaftlichen Zielen unterschieden, und sie hat nie ein anderes politisches Ziel gekannt als den„Volks- staat", die Staatsordnung der Demokratie. Sie hat in jahrzehntelanger Propaganda immer wieder betont, daß für sie eine Trennung von Sozialismus und Demokratie un- denkbar sei— daher ja auch der Name Sozialdemokratie— und daß sie keinen anderen Weg zum Sozialismus kenne als den über die Demokratie. Man kann diesen alten Programm- boden verlafien und einen neuen betreten, man soll dann nur nicht behaupten, daß man selber der Alte geblieben, der an- dere aber ein JBerröter* geworden sei. Falsch ist die oft ge- hörte Formel, die Mehrheitssozialisten seien mehr Demo- traten und die Unabhängigen mehr Sozialisten— richtig müßte eS heißen: Die Mehrheitssozialisten sind mehr Sozial- demokraten und die Unabhängigen mehr Spartakisten. Freilich, was Sozialdemokraten wie Spartakisten in gleichem Maße eignet, ein festes Programm, daS fehlt den Unabhängigen vollständig. Darum wird auch dieser Versuch, sie zu einer grundsätzlich klaren Stellung in der Frage des politischen Massenstreiks zu veranlassen, vergeblich bleiben. Sie werden weiter schimpfen auf die Mehrbeits- sozialisten, die fich zum Wahnsinn der politischen Streiks in der gegenwärtigen Zeit ablehnend verhalten, und aus Stim- mungskonjunkturen kleine Vorteile für sich herauszuschlagen versuchen. Aber eine Politik der bloßen grundsatzlosen Taktik bleibt, wenn ihr auch vorübergehende Erfolge beschieden sein sollten, immer kurzsichtig. Wir ziehen eS vor. uns den Unannehmlichkeiten auSzu- setzen, mit denen daS Festhalten an bestimmten Grundsätzen gelegentlich verbunden ist, bleiben auch als Sozialisten unbe- dingte Demokraten, und sagen eS auch denen, die eS nicht hören wollen, inS Gesicht, daß nach unserer Ueverzeugung in dieser Zeit der politische Masienstreik eine Torheit und ein Verbrechen an der Arbeiterklasse ist. Wer als Spartakist alle fünf Minuten einen neuen Streik anzettelt, um zielbewußt über die Hungerkatastrophe zu einem einge- bildeten Paradies zu kommen, handelt in seinem Fanatismus konsequent, wer aber, ohne Spartakist zu sein, darauf hinein- fällt, ist ein Esel, nnd wer in dem Kamps der Grundsätze keine feste Stellung findet, der ist alles, nur kein Held. Wir Sozialdemokraten warten inzwischen, bis auch diejenigen, die jetzt gegen uns aufgebracht sind, durch Erfahrung ge» witzt, einsehen lernen, wie recht wir hatten. Nerfchtttfung. Im Leitartikel von gestern nachmittag befindet fich ein sinnstörender Fehler. Der Schlußsatz des fünften Absatzes muß richtig lauten:.Dazu kommt, daß der Körper der Groß- Berliner Arbeiterräte infolge de» Gesinnungswechsel» einer größeren Anzahl von Arbeiterräteu, die mit ihrem Gesinnungswechsel ihr Mandat nicht in die Hände ihrer Wähler zurückgaben, heute n i chä mehr der treue Aufdruck der Anschauungen der Berliner Arbeiter- schafl ist.' Frankreich verschleppt den Zrkeüea. Wachsendes Miftbehage« Englands«nd Amerika?. Rotterdam, 1. April. LaM„Nienwe Rotterdamsche Conraat" meldet„Daily Chrouirle", daß die Frage der Wiedergutmachnng mneS der größten H i n d e c- nifft f ü r d e v Frieden fei. Man ist der Meinung, daß, wenn die Franzosen der amerikanischen Methode, die die Wiedergutmachung betreffenden Fragen zu lösen, beipflichten, man sagen könne, daß der Friede beinahe in Sicht sei. Tie Franzose« nehmen den Standpunkt ein, daß da» ganze Saartal Frankreich als ein Teil de? Entschövignug für die von den Deutschen zerstörten franzöflschen Kohlen- brrgwcrke abgetreten werden/ müsse.. Es wird angenommen, daß sowohl Wilson als anch Lloyd George dagegen protestiert habe«. Der amerikanische Standpunkt ist der, daß die Alliierten sich z« dem Prinzip bekannt haben, daß die Völker nicht verteilt und nicht ohne ihre eigene Zustimmung von einer nationale« Obergewalt einer anderen abgetreten werden dürfen. „Daily Chronicle" schreibt weiter, daß eS begreiflich fei, wenn die m Amerika herrschende Unzufrieden- heit über die VerzSgerong des Friedens- f ch l u f f e S auf Wilson einen Einfluß ausübe nnd Präsident Wilson sich dann frage, ob er den Interessen seine« L a n d e S d a m i t d i e» t, daß er länger in Paris bleibe. Dem„Daily Chronicle" zufolge hat die Spannung anf der Friedenskonferenz ihren Höhepunkt er- reicht, wobei ganz offen daranf hingewiesen wird, daß an jeder Verzögerung des Friedens Frankreich die Schuld trägt. Der ärgerlichste Zug an de? Haltung der �Franzosen fei die Tatsache, daß sie immer wieder, nachdem sie klar und deutlich einer bestimmten Regelung beigepflichtet haben, neue Borschläge machen, die mit der früheren Ueber- einkunft nicht vereinbar sind oder der»rsprüuglicheu Regelung nicht nachkommen wollen. Inzwischen sei die Lage in Ost» europa so schlecht geworden, daß manches Volk, nm das es bei den Verhandlungen geht, zweifelt, ob die Alliierten dieser Lage können. Die Wahrheit sei, daß die Lag« auf cn Bcrhanoiun jttrr weM» kö e r F r ke d e i Herr..... W d e r F rTe denSkouferenz ernst sei. Wenn nicht bald eine Aendernug zum Guten eintrete, könnte« A» f s e h e n erregende Dinge eintreten. die �öeutfth-bolschewiftisthe verj _______«rtur gtckler. TotetMäöe! preiswert zu verkaufen. Von Marl« Louise Bancel». Ich bummke die Potsdamer Straßt hinunter, imr so zum Zeiddertreib, schaue, gähne, treffe einen Bekannten, laufe eine Zeitung, die Schaufenster kenne ich leine he alle. Aber vor diesem Geschäft verweile ich stet» ein bißchen länge,. Ein Gemisch von Plunber und Wertvollem di« Auslagen. � 9» ist einer der ewigen AuSvertäufe, dauert mindesten» schon etliche Jahre, tut fich stet» neu auf. Bilder firrd zu sehen, gute und Schund, schreckliche Oeldrucke zwischen interessanten Stichen, Spiegel. Nippessachen. Schalen. Broneen, Figuren, eckt Meißner Porzellan, Tassen, türkische, indische Tepp icke. Kristalle, Lampen. Leuchter, Drei- und Fünf-Mark-Gesckenkarlitel und noch viel «ehr; ein bunte» Lager toller Gegensötzlickletten. vereinzelt Ge» schunnkvollom, gräßlichem Kitsch. Trödel, allerlei au» oll�r Welt, Gott weiß welchem Ursprung entstammend/' durch weichen Zufall hierher verschneit, an» Nachlässen. Restbestärtden. Auktionen, von verarmten Familien. and irgendein seltsam an» der Dunkelheit de» Bodenwnnlel» herausgezerrte» antike» Möbelstück zieht meist den Hauptaugen- merk auf fich, ist Schaustück. Hent ein wunderhübscher alt�r Bieder- Die Kiffen handgestickt, mit großen bunten, rührend Hgchen Blumen. Ei» ebensolche» allerliebste» Fußbänkchen labet gum Sitze» am. Welch zierliche» Leines Biederweierfoäulein mit Schnürschuhen im Mousselinlleide mag einmal darauf geruht haben? Schade, die weihen Etiketten mit den genauen Preisverzeich- nungen, in diesem Geschäft üblich, weil alle» erstaunlich billig sein soll, wirken ernüchternd. Solche Stücke haben doch Erinnerung»« oder Gefühlswerte. Ein' Meißner Marmorbübchen trägt den Ber- merli„Nur 67 Mark". Kleiner Gott, du bist ein reizende» Ge- schenk für die gm« Stube eine» Brautpaare». Du bist wirkhch zum Küssen mit deinen dicken PauSbäckchcnI Und dann entdeck« ich eöwa» Besondere», bin ein bißchen der- dutzt. lache ein wenig, um gleich darauf Wieder ernst zu werden. Im loketten veneiianischen Spiegel, schön v« oziert, mit schillernden glänzenden blauen und rosa Fesselten bc schaut sich ein Toten- schädel. Hd'*> Elfenbeingelb glänzt der glatte Schädel. Di« offenen Augen- höhlen starren in» Licht, die Zahnrcihen blinken noch gut erhalten im Kieser. Daneben ein Zeiteichen: Totenschäbel, herabgesetzt, preiswert zu verlaufen, nur 6S Mt* » Ar�er Sterblicher, dem du einst angehörtest! vielleicht dem Nachlaß ein«» Arzte» fckniöde entrissen, grinsen die eingefallenen Nasenlöck/er durch tne Scheiden. � Draußen auf der Straße kreiselt, eilt, treibt, hastet der Menschenstrom wie twmer zuvor, zur Arbeit, zum Vergnügen. da» durstig genossen wird, möglichst schnell, in kompalten Mengen, gewürzt, beinah krampfhaft. Da» Lelen zieht sein« bunten Bahnen. Der einsam« Schädel hohnlacht dazu ein stumme» Mo» meitto mori.> Hinler un». von kurzer Zeitspanne getrennt, liegt die Schädel- stätrc de» großer, grausamen Kriege» türmen sich die unüberseh- baren Leickenfeldcr der Ge'allenen. Und hier im Land spielt Spar- taku» mit dcm Knoc! ciimann. Totenschädel— Schate!— sie sind im Gcfüh.'strer-e bedeutend herabgesetzt, ei sind ihrer gar zu viele. Das Xfl|"in\eine4 einzelnen bedeutet nicht mehr ali da» Kribbeln einer Ameise im großen Haufen. Ein Zertrctensein von der un- geheuren Menge, kaum ein Atom bleibt übrig./ Wie war e» doch neulich im FrvundeSkreiS? Ich fragte nach diesem und jenem und'dem da: Damals blühende, junge strebend« Männer. Urb die Li.twort? Fast wib«?willig. so, al» sollte«» heißen-«-„Tiare unser behage» nicht, wir wissen wohl, o ja, längst gefallen, längst Im flrirge, bei der Rcholution aber es ist mal so, wer tarn� ändern?- ttlnd vergessen, ober beinah vergissc»-, häatc ich hinzugefügt Graue Nscke liegt zwischen ihren kalten modernden Leibern und jenen mit dem warmen Fühlen, die doch so gern, ach so gern, dem Leben ein bißchen Genuß abzwingen möchten. Der Boden zittert vulkanisch unter unseren Füßen. Guckt nicht auch hier der Tod lauernd um die Straßenecke? Wa» tut», hie vorübereilen, wenden ihre Blicke sorglos ad von dem Häßlichen, dem Bergehen de» Tode». Armer Schädel, ich fürchte, du wirst lange warte» müssen,«he du Hinen Liebhaber und Käufer findest. Ja. wäreft du ein hülsche» Amorbübchen, ein Spiegel sür eitle Damen, em feine» Rokokostüh Ichen— aber so— Vor meinen Augen tanzen grell die Wort«:..Townschidel, herabgesetzt, preiSwent zu verlaufen, nur W Marks- Münchene? Oper. Die Mlinchener Rationaiover unter Bruno Walters Leitung beginnt sich ernstlich aus ihre P flickten den Lebenden gegenüber zu besinnen. Sie gab Paul Giaener mit �Tdeopda»»-, Franz Sckraler mit den ,Kezeick>i«»en' da« Wort, brockten eben eriolg- reich de» Frankfurter Bfiener-Scklllers Bernhard TekieS Oper: .Schahrazade- heran» und bereiter für viel« Spielzeit noch vor:.Meister Dandolo' von Siegel und die komische Oper: .Meister Guitzp-, von dem noch fast unbekannten Vkiluckener Hermann Noeyel. Sekie» bat zu einem wirtsamen Buch von der jungen Gerdt Bassewiv, da» ein orieiilalische» Märcken bedeutsam iift Seeliicke vertieft,«ine Musik geickneben. die mehr von abrndländiicken BerstandSnebeln vcidüttert als von der Elul der Sonne Jndier.» rrbiy! ist. Zu viel Kultur, Technik. Konira- Punkt, zu wenig Pbantasie, Sinnlickkeit, unmittelbare Melodie. Gleichwohl»rwäimt seine loniprache siellennwise va? Herz, weil ein ehrliches Empfinden auS ihr spricht»»d dvr Wille, die ka!o- pboniichen Exzesse der modernen Orckesteropenrkomponisten nach Krästen zu veimeiden. Er siebt auf musilali'cke Linie, auf Oekonomie und Aeichlpffenbeit der Szene und will durch Thematik die Leurnotivstückel« vergessen machen. m. Notizen. — Musik. Am 3. April, fi— 7 llfir, verrrnsieiltettF ritz Heitmann in der K a i s e r- W i I b e l m> G c d ä ck i n i? k i r ch e ein Orgelkon'zert-- Am 6. April, abends 8 Ubr, gibt in der Jerusalemer Kirche der Kirckcnckwr lDir. Pros. Mar tiichke) «in Mendelssohn-Konzert.-- In dem Konzerl. das die Sing- a k a d e m i e unter Leitung von Prof. Georg Schumann am Sonn- abend veranstaltet, wird das neueste Werk des nunmehr Lljährigcn Map Bruch(Trauerfeier für Mignon) und Brahm» Requiem auf- geführt. Oeffentliche Hauptprobe Freitag» Uhr. — D i e Volksosterseier, die der VxkSkraft-Diirid am 5. April, vormittag» 11 llbr im Berliner Opernhaus veranstaltet, hat zn? Mitwirkung Leo Blech, Emmi Leisner, sowie das Orchester de» Opernhauses gewonnen. Handelshochschule Berlin. Da» Boriesnug-per- zeichni» für das Sommersemestcr 1019 ist erschienen und beim Se- ckretariat Berlin C. 2, Spandaircr Str. 1. für 30 yif. zu laufen. — Die Jagdbeute in. Preußen während eine» Jahre» wird der Jagdgeitsckrist St. Hubertus zufolge gekckätz: auf:. 22 400 Stück Rotwild. 18 000 Stück Damwild.»4 400 Sauen.»W 000 Mück Rehe. 4 000 000 Stück Hafen, ebenso viel Rebhühner. bSOOOO S'ück Kaninchen, 14 500 Stück Auergeflügel. Birk- und Haselwilb, 240 000 Siück Fasanen, 400 000 Stück Enten. Die» sind rund 20 Millionen Kilo Wikdpret. Die Mass« der großstädtischen Bevölkerung hat von dieser vortrefflichen Statistik nur den einen Eindruck: schön« Sachs<•» flu andere. Nr. 169 ♦ 56. Jahrgang Seilage öes vonvLrLs Mtkvoch, s. ftprv 1919 GroßSerün Der Ruhrstreit und unsere Kohlenversorg»mg. HalbamiUch wird mitgeteilt: An sich bedeutet der Streik keine unmittelbare Gefahr für Berlin, da die Reichshauplstadt belonntlrch zum we.tauS größten Teil von Oberichlestcn her mit der nötigen Kohle veriorgl wird. Erfreu! icherweii« haben in letzter Zeil die oberichlesticben Zufuhren ein» ständig««ufwärisbcwegung gezeigt fo daß die Groh-Berltner Gas-und ElektriziiStswerke für mindestens noch 10 bis 12 Tag« mit Kohle versorgt find. Such würde man durch Streikung der Kohlenvorräie in der Lage fein, über kritisch« Tage hinwegzubelfe«. Das groß« Kraftwerk vitterfeld ist aus« reichend beliefert._. Gegen die HSndlerklagen, über die wir gestern berichteten, wendet sich jetzt der Berliner Magistrat. Zu der Tagung der Gemüse» und Obst-Großhändler war ietne Gemüsestelle eingeladen worden, sie halte aber keinen Vertreter entsandt, so daß die dort gegen sie gerichteten Angriffe unbeantwortet blieben,«u« dem RaihauS wird un« mitgeteilt, tatsächlich sei der Gemüsestelle keine Einladung zugegangen, und sie habe überhaupt nicht« von der Tagung gewußt. Run antwortet der Magistrat wieder vom Echreidli'ch au« und nimmt den knappen Raum der Zeitungen in Anspruch, die pflichtgemäß über die Tagung berichtet haben. Er»rllärt. daß im letzten Herbst die sehr reich» Uchen von der Bevölkerung nicht aufgenommenen GemüsevorrSte unter sachverständiger Leitung und unter Mit- Wirkung de« Berliner Mroßhandel« gelagert wurden..Soweit die erhobenen Borwürfe', sagt er..sich auf Verluste berieben, die au« diesem Anlaß und bei der geringen Lager» fähigkeit de» diesjährigen Gemüse« unvermeidlich entstehen mußten, sind sie hiernach unberechtigt.' Da« klingt fast, wie wenn noch au» anderem Anlaß erheblich« Verluste entstanden find, die selbst der Magistrat nicht tür entschuldbar hält. Seine Erwiderung schließt mit dem Hinwei«, daß die Vorwürfe von eipem Kreise erhoben werden, dem daran liegt, sobald als möglich von dem System der öffentlichen Bewirtschaftung lo«,»kommen. Da« stimmi, aber alle« da« hätte sogleich den Großhändlern selber gesagt werden müsien. Auch die Reichsstelle �ür Gl» m ü f e und Obst, die gletchlall« trotz Einladung unvertreten war. antwortet durch die Zeitungen. Sie weist darauf hin, daß die Gemüie�eriorgung, dank dem von der Reichsstelle eingeführten System der Lieferungsverträge in Verbindung mit der Zwangs» bewirtfchaftung. im Jabre tvlS reichlich gewesen sei. Etwaiger Warenverderb sei auf Trantportschwterigieiten zurück» zusühren.___ Beamtenelend. Himmekkchreiende Zustande henschen in der Jnflizberwalwna. Zahlreiche Asiefforen/zum Teil bt« zu lt Jahren im StaalSdicnsi, müssen o h n e B e s o ld u ng für den Siaai arbeiten und erhalten noch nicht einmal Teuerungszulagen. Die Vergebung besoldeirr. stets widerruilicher Tätigkeit, die mit monailtch 200— S76 M. und einer ganz geringen Teuerungszulage bezahlt wird, erfolgt völlig willlüiltch, ohne Kontrolle durch' Vertrauensleute der Beamten. Eine Berlayrmlung der Berliner Asiesioren überwies deshalb einstimmig am Sonntag ein« Resolution de« Genossen Dr. Löwentbal, wonach schleunigst«ine Deputation beim Justizminister Abhilfe dieser Mißstände fordern sollt«, dem Preußischen Lssefforenkpmd zur weitere« veranlaffung. Gemeinde schössen»ad Gemetndeverordnete. Jnfrige der letzten Anordnung de» Ministeriutm« de« Innern müssen diejenige» Ge- »eindevorsteher und Schöffen, die auch zu Gemeindeverordneten gewählt sind, ihr Amt al» Verordneter niederlegen. L» lvne Stelle tritt der nächstfolgende Bewerber dedsekbe» Wahlvorschlages. Bolle Sonntagsruhe im HandelSgrwerbe ist durch Verordnung vom S. Kebruar ab 1. April 1919 eingeführt. All« offenen Ver- k aufs stünde müssen geschlossen bleiben, auch wenn keine Angestellten beschäftigt'wcrden. Für Gctveobezweige, die zur Deckung besonder» dringlicher täglicher Bedürfnisse der BevölZevung auch an Sonn- und Festtagen in beschränktem Umfange aufrechterhalten bleiben müssen- ordnet die h öh c r e B e rw a l t u n g Sb e hö rde st« Preußen der Regicrungspräfident. in Berlin ba Polizeipräsident) die Ausnahme«i. Der freie Eierhandel kst am 1. April wieder«iiigeführt worden, Emsammelssetlen und amtlich« Aufkäufer gibt e» nicht mehr. Der Zeitpunkt ist gerade nicht der günstigste, da die Hennen jetzt brüten. Die Eier haben ernstweilen noch den letzten Schleichhandels- prei» von ILO M. pro Stück. Wenn man im Frieden soviel fürs Mittagessen ausgab, kam man sich schon verschroenderifch vor. Kraiikenpflegernviignng zum Grenzschutz, von den lTd frei» willigen Krankenpflegern der Linienkommandantur�ä., die vier Jahr« lang ihren läiweren Dienst verrichtet, hat man lOO entlassen, darunter zahlreiche Familienväter, während unter den 76 Verbleibenden ganz jung« Leute»sind. Obgleich die Männer da« Recht aus weitere vier Monate Bekleidung und Verpflegung haben, gewährt man sie ihnen nur, wenn sie sich unierschtiftlich zum Grenzschuy Ost meiden, al« ob vierjähriger Kriegsdienst noch nicht genug wäre. Daß e» in Berlin selbst an Arbeit nicht fehlt, gebt oarau« hervor, daß man gleichteing mitteilt, die achtstündige Arbeitszeit könne im Interesse der verwundeten nicht garantiert werden. Die Entlassenen schreiben ihre Entlassung dem zu, daß st««inen Arbeilerrzt einge» letzt und eine höher« SrbeilSzuiaa« gefordert haben. Da« ganze Verfahren ersi£s>nt recht merkwürdig. SolöatenrSte öer 0. p. d. Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, FraktianSfitznng In den Zelten 23: Strllunguah«« zur Tagesordnung der»ollvcrfammlung. _.«VK- Bier Todesfälle an Gasvergiftung. I« der Hufsttenstraße 17 wurden die Frau Ida Weiß und der Wächter Wilhelm Glienfc, der bei ihr wohnte, tot aufgefunden. See hatten eine Flamme de« Da«» kocher« angezündet, ohne daraus zu achten, daß ein zweiter Hahn aufstand. Beide erstickten. Eyre Näherin Emme Siepert ay» der Weichselstraße zu Lichtenberg fand in der Magazmstraße in einem Hotel den Tob durch Go». Der Hahn der Laenp« war ge» öffnet al« man sie ausfand. Am llhamissoplatz fand man de« Händler Karl Tzelalla bei geöffnetem Hahn sein« Hängelampe tot auf. Da» Opfer eine»"gewaltsame/ Tode» ist der 33 Jahre alte Schlächter Karl Frick au« der Stvinstratze LS geworden. Man fand ihn vor dem Hause Rosenchaler Straß«(57 hilflo« aus dem Bürger- steig liegen. Er blutete au« Mund und Nase und hatte die Be- finnung verloren. Man brachte ihn nach der Rettungsstelle in der Lothringer Straße. Der Tod war durch �ncn Schädelbruch verursacht. Bei genauer Untersuchung entdeckte man noch«ine» tiefen Stich m der Brust. Der große Juwrlenraub Unter den Linde«, bei dem Pen Tätern für VOO 000 Mark Werte in die Hände fielen, scheint seiner Auf- klärung entgegenzugehen. Kriminalbeamten fielen in Kaffeehäusern der Friedrichftadt lunae Buirschon aus, die bis zu 10 Mann zu- sammentamen und in der Gesellschaft von Mädchen die Lebemänner spielten. In diesen Kreisen fiel wiederholt der Name Stoeß. Eirrer der Burschen war früher bei Stveß beschäftigt. Dieser hatte nach den weiteren Ermittlungen auf Veranlassung«inet zweiten auf eine Kartoffel den Schlüssel zum Schaukasten abgedrückt. Der »weite übergab die Kartoffel einem lkjährigon Lohvling und dieser fertigt« einen Schlüssel an. AI» man so weit war, beschloß die jugendliche Bande, den Kasten auszuschließen, sich seine« Inhalt» zu bemächtigen und mit der Beute ins Ausland zu gehen, um dort die Juwelen zu Geld zu machen. Der Wächter fallt« mit C h l o r o- form betwubi werden. Der Schlüssel paßte ab« nicht und wollt« auch trotz wiederholten Rachfeilen« nicht passen. Es gelang auch nicht. Ehloroform zu bekommen. Deshalb gab man den Plan auf und kam jetzt auf den Gedanken, Stoeß anzurempeln, wenn er selbst den Kasten aufschließe and sich aus diese Weis« die Juwelen anzueignen. Auch dazu aber kam es nicht. Jetzt kauften sich die Burschen einen Glasschneider, er wollte ober nicht schri«den. Unterdessen wurde nün, wie die Verhafteten behaupten, von anderer Sorte ohne ihr Wissen der Raub ausgeführt. Von der Beute fand man bei ihnen auch nichts. Wohl aber befaß einer von ihnen ! außer dem Nachschlüssel zwei Brillantrmge, die ein anderer Ange- stellter bei Stoeß au» dem Laden gestohlen und an den Bursche» verkauft hatte. Wer über diese jugendliche Bande und ihre» eduotgen Zusammenhang mit dem großen Juwelenraube etwas mitteilen kann, wird ersucht, sich beim Kruwinalkommissar Trettin im Berliner Polizeipräsidium zu melden. Nach einer Geburtstagsfeier verschwunden ist seit dem 36. März die in der E tralauer Straße wohnhaft gewesene 60 Jahre alte grau i Anna Marsson. Sie war bekleidet inti schwarzem Jakett. dunklem | Rock, schwarzseidener Mus« mit weißem Einsatz, schwarzem Samt- Hut und schwarz« Schürze mit gelbem Tülldurrkiftua. von der BraunSberger Straße benutzte sie gegen 11 Uhr«De Straßenbahn 74 und stieg angeblich während der Fahrt In der Konigstraß«, Nähe Rathau», ab. Sie fiel hin und wurde bewußtlos in eine Droschke i gebracht, welche die Verunglückte nach der Unfallstation Landsberger � Straße bringen sollt«. Nach am nächsten Tage eingezogenen Er- kundigungen war dort von dem Unfall nicht« bekannt. Zur Auf» klärung wäre e« nötig, daß sich der Kutscher mftlden würde', Zeug» wollen zweckdienliche Angaben beim Polizeipräsidium, Zimmer 48, machen._ Möbelverkanf an minderbemittelte Kriegsteltuehmer. Der Magistrat Berlin, Abteilung Ltnoenmg der Möbelnoi gibt bekannt, daß aiie und neu« Möbel an minderbemittelte KriegSteil» nehmer, welche ihren Wohnsitz in Berlin und einen eigenen Hau«- stand haben beziehungSwkile gründen wollen, abgegeben werden. Der Kansprei» kann in einer Summ« oder in monoriichen Raten gezahlt werden. Kauflustige wollen sich unter vorirgung der standesamtlichen HeiraiSmknntze, de« MietSvcrtrage«. einer Be- ichetnigung des Bezirksvorsieher» über die Notwendigkeit zur Be» schqffung der Möbel, lowie der Militärpapiere im Bureau der Zucker- verforgungsstelle, Kommpndanlensir. 80/81, III. Zimmer 3, melden. Die Besichtigung und Auswahl der Möbel kann dann auf Grund der im Bureau ausgefertigten Bescheinigung im Stadlhau« die» Treppen, Zimmer Nr. 28« oder auf dem städtischen Viehhof erfolgen._ Am Mittwoch, den 2. April, findet die Juristische Sprech. stunde von 8 bis 5 Uhr statt. Rat ehem. Tchntzhaftgesangene». Nach tz S der Statute» kann Mitglied des Verein« jeder werden, der während de« Kriege« di« 9. SO-, vrmbrr 1918 w Schutzl ast genommen oder tluseiüliaitsbeiitnänkunge» unier» worscn gewelen ist.' Wenn der Verband durch diesen Beschluß auch die Ver» sechiuna der Schadeneriatzanspritche derientgen Personen ausgeichlsssen hat, die nach Ausbruch der Rcvoiuiio» in Schutztasl genommen wurden, so ver« tritt er doch au« ideellen Gründen drn Ttandpuntt, daß e« eine ieinrr Hauptaujgaben ist, rührig auf ein« Lesettigung der ganze» Schutzhastetn- nchtung hinzuwirkeu. vildunaSadteilun« de* Erwerbslose» kürlarge Graß- Berlin. Lichtvild-Bortrüge über Eniftehung, Krsahreii und Verhütung von IchlechtStiantheiten unter Vorkührurig von zahiresche» plaftisiden Lichtbildern, Freitag, abend« 7 Uhr, für Erwachsene beideriet«es cht echt«, in der neuen Etadthalle, Kiosterstrade, Redner: Profrssor-Dr. Biaschk», im Friedrichs- Gymnasium, Atbrechlstrab- 27, Ecke Schuniannstrasge, Redner: Dr. Mosbacher, nur sür Frauen, im gnslilrU sür Meereslurwe, Georgeristr. S4— R, Näh« Babnhos Friedrichstratze, Reduerin: Frau Dr. M. Kausmann. Eintritt sür jedermann 10 Pj. Rnderverrin Vorwärts. Anrudern am Sonntag nach Restaurant Müggetzchloß. Nachmittags£> Uhr i Nachjrier toUBootshmi«. Die EntlaflungSstelle« für �ecrrZangrbärige find verlegt. Man vergleiche die roter» Platate an den Anschlagsäule». Perlt««» Arbeiter- Gchachllub. Abt.«eufSllu. vei««ia. Donansw. I0S, Sormlag oormiltag Vortrag:»Di« Entstehung de« Lchoch- spiel» und die Arbeiier-Ächachbewegimg."— Di« neugcbiidele Ad i ei- iung Spandau spielt jeden Donnerstag von 7 Uhr und Sonntag vormittag« von SV, Uhr ab im Rcsiamant Makeprange, Neuendorjer Ecke Triilstrage. Gäste stet» willkommen.— Berlin. Die Abteilung Osten jirielt jetzt Dienstag« bei M-rkmann. Große Krankfutter Sir. 16 7 Uhr); Abteilung Zentrum Dienstag« Logeurenauraui, Kleine Augustftr. lt(7 Uhr). Jeden Sonntag vormittag von 9 Uhr ad freier Echachverlehr für jedermann Bertis Kleine Augustftr. �14, und Neukölln, Vonaustr. 1057' ' Nnstball. Sonnabend, nachm. 41/, Uhr, findet Hettva-Spottplatz am vhf. Gesundbrunnen, Mllrlär-Filßtallwe>tspie> der Mannschaften der Äcziris- komniand»« und de« Lusischisser-Baiaillan« I statt, darunter bekannte Ltgaspieler. Arbeilsnachweis Berlin besprochen. 200 Zentner Zucker rrganneet haben G armer mit Hilise falscher Lioferscherne bei der Firma Gebr. Gutznrcr, � Oraniurburger Straße 13/14. Sie holten den Zucker«rgovlrch für«tri« Edel» od st siederei. ,(?!) Einer der Gauner trug Uniform mit Av- ttllerii;- oder Prcmiermütze. Wsgaesahren wurde die Beute auf emem Wagen mit zwei klapprigen Braunem 'Der Raubmord in der Fehrbelliner Straße. Die Witwe Deboroh Glas ist im Krankenhause ihren schweren Verletzungen erlegen, ohne vorher da» Bewußtsein wiedererlangt zu'haben. Als mutmaßlicher Täler kommt ein etwa 21- bis Wjahriger Mann in Frage,'- der das Tapisseriegeschäft arn 24. abend» gvgerr 8 Ul>r verließ. Beim Heraustreten sah er sich scheu nach allen Sotten um und entfernte sich dann eiligst. Wer über diosen jungen Menschen Mitteilung machen kann oder ihn gesehen hat, wird gebeten, t:-A beim Krimi ncrlkomimissar Lehne rdt im Zimmer 80 des Polrzrrpräsidium» zu melden. Der Verdächtige ist ekva 1.7L Meter groß and schlank, bartlos und trug ein kurzes blaues Jaketh grarchrauue Hose, blau« Schirmmütze und schwarze Schuh«. Silal.' von Josef Luitpold. Flotte Zeichnungen von dem sehr geschätzten Peter Tocal „Flott l" surrte und knurrte es von unten her.„Flott! Flott I Und da: ein Buch. Im Austrage deS Verfassers Pro- fessor Paul PistoriuS. Pom Verleger überreicht. Professor PlstoriuS war Christina» Bruder, sein bester Schulkamerad. Tora riß die Hüllen fort und hielt ein vornehm gsthun- denes Werk in.Händen:„Da» Leben Mohammed». Bruch- stücke von Mohammed Jbn Jshak. Aus dem PapyruS PistoriuS übertragen und zum erstenmal veröffentlicht.' Pauls Werk also veröffentlicht. Die Arbeit eines gan, zen jungen LebenS, die Frucht wie vieler Nachtwachen! Paul PistoriuS hatte noch seinen.letzten Urlaub der Durchsicht der Druckbogen gewidmet. Dann war ver zu seiner Batterie nach Russisch-Polen zurückgekehrt. Zehn Tage später hatte ihn eine Granate zerfetzt und zerrissen. --» Nach dem Essen blätterte Tora in dem Werke deS toten �fteundes. Ob noch Zeit bleiben wird, alle die Seiten, die von Mohammed Jbn Abb Allah erzählen, zu Ende zu lesen? Eine Stelle, die er zufällig austchkug, fesselte Peter Tocas Phantasie aufs stärkste. Peter Tora la«: i „All Mohammed nach Medina kam. ließ er vorerst die Gläubigen ganz noch dem Brauche der Juden durch eine Trominel zum Gebete rufen. Bald aber mißsiel ihm diese». Zu wikd. zu kriegerisch klang ihm die Trommel. Schrie nicht da» Brüllen des ge- troffenen Tiere» aus ihr? So Heß er denn eine Glocke gießen. Er wollte zur Ge- betojeit läuten lassen. Als er aber vor der vollendeten Glocke stand und von ungefähr seine Hand aus sie legte, erschauerte er bis ins Innere vor der starren Kälte des seelenlosen Me- talles und gab den Befehl, die Glocke wieder einzuschmelzen. Nun trug sich der Prophet mit dem Gedanken, die Gläubigen durch Klopfen an ihre Türen zur Andacht zu laden. Lber auch dieses sagte ihm nicht sonderUch zu. Es war km weithin kündende» Zeichen, da« alle Wgleich und laut packte. Es war zu zart, mehr Zeichen der Liebe denn Zeichen der Pflicht. Inzwischen hatte Abb Allah ein Gesicht, in welchem ihm Sonderbares gelehrt wurde. Er ging zum Propheten und sprach zu ihm: In dieser Nacht ist ein Wanderer an mir vorübergegan- gen, der trug ein blutrotes Kleid und hielt eine Glocke in der Hand. Ich sagte zu ihm: Diener GotteSI Willst du mir diese Glocke verkaufen? Er fragte lächelnd: Was soll sie dir? Ich antwortete: Wir wollen damit zum Gebete rufen.- Da sagte er ernst: Besseres will ich dir zeigen,.mein Freund. Und als ich fragte: Was denn?, siehe da ragte plötzlich ein Turm vor mir auf, um den schienen sich in der Tiefe tau- sende Menschen zu drängen, sie waren alle deutlich zu er- kennen: Liebende und Leidende, Gerechte und Verworfene, Herr und Knecht, Jugend und Alter, das ganze Leben. Drv- ben aber auf deim�Turme, da stand einer, der war vom Winde wild umflattert und mußte seine ganze Kraft zu- sammennebmen, um sich aufrechtzuerhalten in der stiirmge- peitschten Einsamkeit der Höhe und er hielt die Hände an den Mund wie eine Posaune und rief mit seiner Stimme, o Herr, mit einer wunderbaren Stimme gewaltig und milde zugleich über dos Land hin. Abb Allah schwieg. Mohamlued fragte: WaS hat der Mann auf dem Turme gerufen? Nicht weiß ich eS mehr, sprach Abb Mih sehr trrurig. Nur im Traume wußte ich eS. Etwas mußte es gewesen sein, das bis dahin noch nie so deutlich und so herrlich über die Erde geklungen hatte. Es mußte etwas gewesen sein, das jede? Herz ergriff, denn alle in der Tiefe wurden still und horchten. Wer aber war es, deij du auf dem Turme sahst? Ein Unbekannter schien er mir zuerst. Eine hagere Ge- stalt, dunkles Haar, Feuer im Angesicht. Ich rermeinte einen Fremdling vor mir zu sehen, erkannte ober den Mann mit einem Male zu meinem Erstaunen. Ein Verachteter war es, ein Niedriggeborener, einer, um den sich niemand in Medina künunert, es war Bilal, der Knecht. Als Mohammed dieses bökte, sagte er: Gehe bin und bringe Votschaft Bilal dem Knecht. Er soll fortan die Glau- bigan zum Gebete rufen."» !'# 1 Peter Tora war von der Legende seltsam bsvegt. Er griff nach feinem Skizzenbuch und begann zu entwerfen: Erst weites Land Holl Menschengewimmel. Menschen mit Bäuchen und feisten Gesichtern, daneben dürre, verhungerte Gestalten, Frauen mit Säuglingen, Greise, Krüppeln, Dir- mm. raufende Knechte, Betrunken«, die bestohlen werden. Sklavenhändler, einen Toten, über ihm ein schluchzendes Mädchen, es sollte Christinas Züge tragen, mitten aus dem Haufen erhebt sich ein wuchtiger Turm, von Adlern umkreist, oben Bilal, fein Hciar flattert im Wind«, die Häude hält er an den Mund. Bilal auf dem Turm über dem Menschenland. Welch ein Bild! Tora war von dem Vorwurf ganz erfüllt. Neue Einfälle strömten ihm mit jedem Strich zu. Drei, vier Skizzen wuchsen ihm unter den Fingern. Nur noch diese Nacht leben, betet« sein Herz. Nur morgen noch! Er wollte ein großes Blatt fettigbringen, eine Kohlezeichnung: Bilal. Es sollte sein bestes Werk sein, sein Abschied vom Leben, sein Gruß an die Zuklmstl Nur diese Nacht noch loben! Zbur morgen noch! Er zeiclmtte wie im Fieber. * „ Wachkommandant I' Tora fuhr auf. „Was:ft los?"• Er sah die flackernde Keeze, er mußte sich erst in die Kaverne zurückdenken. „Die Alarmglocke läutet l Schon das zweite Mal," sagte Profonter erregt. Tora hatte es überhött. Er stand auf, kroch über dir Stufen ins Freie und schritt in der Stille der Sternennacht diirch den schmalen Sämeesraben zum Horchposten. Dort stand Mas Jungwitt im breiten Schnoemantel auf Wache und lauschte in das Wehen de? Windes. „Etwas Furchtbares muß sich ereignet haben. Wach- kommandant," meldete der Posten.„Krachen auf Kramen war zu hören. Drüben in der Gegend der Costasanta. Ich glaube, es wyr eine Lawine." Tora horchte mit dem Posten in da» Schweigen. Gorst, folgt) Nnfinnige yeschlaMiihme. Am LS. März erschien«, im Loirdrals�irU Niederbnrnim mehrere Krimin-ikbeam�e der Adieilun« HeereSeiflentum und ein Ober« Isulnant vom Edeiihotel und beschlagnahmten unter Vorzeigung einer anonvmen Anzeige sämtliche Waiseiworräte(700 Scheiben- Büchsen des Berliner EchutzenlbundcK im KaiAMyrf. zirka 1aö MitgliederperzenhniS der republikanischen SichorheitSwehr deS» Kreises trotz des Protestes des Genossen Grosche goivaltsain mit. und trotz gegenteiligen Ter- sprechenS haben sie diese stifte bis heute noch nicht wieder zurück- «liefert. Eine namentliche Kontrolle der Sicherheitswehr, welche die Sicherung der Lebensmittel im Kreise besorgt, fst durch die Wegnahme sehr erschwert und dadurch die Durchführungen der sehr notwendigen Organisation stark in Frage gestellt. Das fördert'in- direkt das Ueberhandnehmen der E i n b r ü'ch e und D i« b stä hl auf dem Lande und nimmt den zuständigen Regierungsorganen im Landratchimt die Möglichkeit, für Bewaffnung und-Organisation der Sicherheitsorgane zu sorgen I Lichte»beeg. 9in.vunter Abend' TOitrooch admM 8 vhr, im Zteal- ytimnaiiiim, Parkane Einlutzkailen l und 2 M. im Vomrrlnuf tn den „PorwärlS'-AuSgabettevkn«>It-Paxtiagen bS; Warlenbergur. I- bei Sanip. Franlsurter Allee SSS st Lessioh»,-' Frankfurter Allee ISS; M. EchrSer, Alt» Bochageo 4/» und Voigt, Möllendorffftr. S. • Wilmersdorf. Eonntaq. 7 Uhr. tn der Aula am Hindenburg.Part, L-cbbelabend. Tintrttt SO Pf. Po, verkauf im Poiteidiireau llytoud» itratzi SSlSS und bei Weiterbn-li, Halensee. WesllSlische Strage Z8. V»r»rt-Vte»eez»schlils». T« mp e l h of SSV Proz.,«dlerS- Hof SSO Proz., Grundsteuer 4 pro Tausend für bebaut«, 8 pro Tausend für undebaute Grundstücke, LüberS-Waidmanns- l u st 280 Prag.. Oberschöneweide 200 Proz. Gro�-Berliner Lebensmittel. Berit«. Der für frische Fische aritende Abschnitt der Berliner Bezuos- karte wird nutzer Krakl aesept. Mit iA--It»nmd 103)!.für Fugendliche 100 Tramm Zeigwaren(30). Karlen 6i« Freitag beim Händler vorlegen. Pe-Wus vom 9. be,w. lO. d. M., nachmtttiagS 4 u h r ab.— Bezugsrecht erlisch» am 19. d. M. Spandau. 100 Tramm Erbsen(227), 200 Tramm Roggenmehl (Städt. Karte 18, 14), 1 Auslandsei(78).— Heute von 2—6 bei Schul,. GchSnwalder Str. 48/44: Heringe an die konzesfionierten Gast- und chankwirtschaste«.»_ e f* n Hroß-6erlkner parteinachrichten. Berltu, morgen DonaerSlag, 7 Uhr t tTH. Aula, AudreoSftr. L Vortrag de»«mu Ritter Über:.Ar- beiterr�e and Sozialismus". t». Abt.«ei Schmidt, Prinzen-Allee 83, großer Saal. Stellung« uahme»um Bezirkstag und Wahl der Delegierten. Steglitz. B e» l r l l. zrauenvcrfommlung heute, Mittwoch, 7st, Udr. Schlohltratze 107. Friedrichsfelde. Heute 7 Uhr bet Dorn, Prinz en-Me« B, Mitglieder- veifammlung. BahnSdorf. H ute, Mittwoch. 7 Uhr,„ParadieSgarfen", Mitglieder- Beisammiuiig T..ö.: Aus der Geineindeveclremug Dir Einwohnerwehr. Der Ardeuerrat Rahnsdorf und wir. Die KreiStagSw.chlen/ / Gerichtszeitung. Eine Episode rms den Lichtcnbcrgrr Unruhe-Tagen beschätigte daS außerordentliche Kriegsgericht. Angeklagt waren der Klempner� Bruno Grunewald, dessen Bruder, der Werkzeugmacher Erich G., der Antomalstlschlosser Wilhelm Hackelbarth und der Arbeiter Eirch Schulz. Sie sollen sich eine» leerstshcn- den Autos bemächtigt und daraus Gewehre und Maschinengewehre nach dem Spartnkus-Depot in der Frankfurter Alle« bzw. Danziger Straße geschafft herben. Die Fairer waren die t-rei letzten Angeklagten. während der erste Angeklagte, der in der Gastwirtschaft seines Vaters in der Friedrichstraße 42 in Lichtenberg beschäftigt ist, beschuldigt wird. Waffen im Keller verborgen zu haben.'Die droi letzten Angeklagten behaupteten, daß sie ganz harmlos in die Sache hineingeraten und von den Spartakisten gezwungen worden' seien. Fn dem Spartakus-Depot sei es ihnen unheimlich geworden: es seien Postbeamte und Polizeibeamte als Gefangene eingeliefert wovden, Verwundete, welche in Ställen gebracht worden seien. MS die Polizisten eingebracht wurden, sei ein Matrose hervorgetreten und habe erklärt: man solle beraten. obdieLeute erschossen werden»sollten. Die Waffen hat Bruno Grunewald in den Keller getrracht. wo sie am nächsten Tage von einem Spartakisten namens Stoeßel abgeholt sein- sollen.— Das Gericht verurteilte Erich Grunewald, Hackelb l�rth und Schulz zu je 10 Jahren Zuchthp�tS, Bruno Grüne- wald zu b Jr-Hren Zuchthaus. rorervrauSü.vin'»e»a« mmirre Worppeutlrti'.cinv»IS TvnuerStag miltag.-giemllch kühl und Lberwtegend bewölkt mit östcr wiederholten, im Roroen meist geringen, im Süden etwas stärteren Nieder- schlagen. 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Dazu oertänstg«tut fährlich« Wirt- schafiedtihUst oon IbOV W. »«eignete Bewerber mit Rrnntnlffru w toe ReMmunal» vrrwaitung wollen sich nmgetonb unter?inrt!une eoe üebrnelauf«mb kengnioabschrtfteB Mo 14.«pell blefeo Zohre« meiben. Rrlggotoschäbigte Die Pewerbu--" Werbung- irichen. che Herl eh IM«, ton 28. Mär, ,«» Derau» in(alletu W .Uckcr AJIW-Vgrtric» chemische Menkälla. Her er fch/.umenO toi Sekte G. Stets, 237(Rellkrag). Für bas am 20. NprU trtdirtntnto Parte ibiatt»Ingen. 000", Sozia Ibemotr. Rtitung fsir ben Freistaat Sei" 258/5 wirb zum iofartigm antritt ein politischer Siedatteur gesucht. Bewerbungen mit Athaliaannabt mflffm Ms II April tot I Gen. Kort Springer, Greiz. Reichenbacher Str. 44D,| eingerrtchtwe-brn.- ResteNirrt wirb nnr auf erste RrasL Lokaldeamtcr gesucht. «tnm Isichtigm Rolltgen als die«affengefchäfte ja er Wtr suchen m.- Caralbeamtm, tot i ledigen Hai. Bie»ur varan.stcht'ichen Aenregelung tor Gehälter durch ton Berdundstag. detragt da« Ansangegehalt»40« Marl-, dazu tommm noch I»» Mart monatlich» geutningeiulnge. Die Rolltnm, weicht mlntostins 5 Jahre bem Verband anachötcu unb(Ich skr fähig halten, obige» Posten beftelben»n tönnen, wollen eint selbsiaeschrietone Adhaudlung über bie Ausgaben eines roteitoamten kl« fpLlesten» 14.«prtl an«mii Wendlee, •urtau tos Deutschen»a!|aetoilec23ec6anbeo, gahlstello Rüiii, Senerinftr. 11)7/9», ehtsrnden. 83/5* Jöt eise(Ute, flroöe©eiöliöiaßf- Hirt SßMevssvm la öeifingffltj(JIqbkikO) werden Me ZMleilek. SchWel.NeMsAM Ulm. und - etil«aus.«teuer. emMk! : Berüelfier, welcher tnlt ton neuesten FedetteltonatnelHoton oerttaaf ist unb felbttdabig die Arbeiten leiten tenn, zum belblnen Sintrttt gesucht. D-mew dezw. 8ebi.isftenung. Die Si tssten werben togahll.»Ingebete mit Angade tor Vorsrdettsr gesuent. sondees neiter Iser sabrlz eren will, wird ein in dieser Fa. im vdeirii erfahrener«orarheii� aetuch!. Oüerl.n »nahe tor bisherigen lätigleü linier N. 17m Montag trat«« unter Leitung des llnterstaalsseketSr» Ä.er öuuuernem vva-wuiu, �ytuunc«,«,04,,»»», tem, 1 TV-CT muT" Heinrichs vom Preußischen Tkiatsmimsterium Sachverständige«lS uns folgendes mit: �. I � Ost.. Weftpreußen. Posen und Ob-rschlesien zusammen. Im An- der be?� l'edte? Un�?©SS dad»?is meinN L-s.cht.g'nngen nicht nur auf dem Wege des Muß an d-ose«ollversammtung fanden unter den Sachverständigen oer om ven tttzlen ttnruyen in �erun eingeiioscr.en gefangenen„..-f. s.,.., � her einzelnen SBrnoiiLjen unter Hiuieiumn der betmliaten oteuftt» nachzugehen, habe ich cmtzer den Gegangnissen in Moabit und m der Lehrter Straße nunmehr auch die Gefängnisse in P l ö tz e n s e e und Tegel einer Besichtigung unterzogen und nach eigener Auswahl mich mit einer sclir großen Zahl von Ge- fangenen unterhalten. Soweit . die Beköstigung in Betracht Kommt, ergab sich das überraschende Resultat,' daß die dienstlichen Berichts, sondern anch aui dem der öffentlichen Bekannt- der einzelnen Provinzen unter Zuziehung der bewiligien pmchU machung mitzuteilen. Durch die VerSsfenitichungen in der Presse j sehen RessortS provinzielle Konferenzen statt. Die©-.nzelberatungen und durch die Besichtigungen gewann eine von Herrn Ledebour am Lv. März mir gegenüber getane Aoußerung für mich eine wesentlich andere Bedeutnng als damals. Ich habe deshalb Herrn Ledebonr nochmals befragt. Er protestiert lobhaft dagegen, daß Gefangenen, die in größerer Zahl in großen Zellen untergebracht politisch? Gefangene an einem Orte untergebracht wurden, der sind, übsreinstiuunend über die Beschaffenheit und Menge der der- obreichten Nahrungsmittel sich beklagten, während die in Einzel- Zellen untergebrachte« Gefangenen im allgemeinen zufrieden waren, in der Ausnahme ebenfalls Ausstellungen zu machen hatten. Die Urteile, daß das Essen gut gekocht, aber der Menge nach nicht immer ausreichend fei, waren zahlreich. Uober die Bohandlung durch die Beamten der Gefangenenanstalten äußerten fich bis auf eine Aus- nähme sämtliche Gefangenen lobend. Die eine Ausnahme, wo ein Gefangener von einer« Auffeher einen leichten Schlag bei der Ein- lieferung erhalten hat, wurde in meiner Gegenwart durch den Herrn Direktor durch Gegenüberstellung des angeklagten Aufsehers näher untersucht. Richtig ist. daß an den ersten beiden Tagen, wo sich die Emlieferung der Gefangenen in großer Zahl vollzogen hat, allerlei Ul-�uträglichkeiten sich ergeben haben, die jedoch zu vermeiden außer- halb der Kraft und Möglichkeit der Verwaltung gelegen hat. Das gaben freimütig auch Gefangene zu. Ein« recht böse Unzuträglich- keit war die durch den Andrang gebotene Unterdringung von Ge- fangenen in de« sogenannten Kojen oder Käfigen an Ge- fängnis Plötzensee. Diese Käfige sind in der Tat«ine an das Mittslalter erinnernd« Einrichtung, deren Auffochterhalwng im Lv. Jahrhundert als ein Skandal bezeichnet werden muß. Die Ver- waltung bedauert selbst auf das allertieffte das Vorhandensein dieser Einrichtung. Die Strafanstalt Plützenfee Ist eine sogenannte Probier- ansialt, die etwa zehn oder noch mehr Systeme der Unterbringung von Gefangenen in sich enthält. ES muß als ein dringendes Gobot bezeichnet werden, hier auf beschleunigtem Wege Abhilfe zu schaffen. Ein trübes Kapitel ist unstreitig die Behandlung, die«in Teil, der emgelieferton Gefangenen durch die Soldaten erfahren hat, die die Gefangennahme und den Transport zu bewerkstelligen hatten. Dit� Gefangenen find vielfach und zum Teil schwer mißhandelt, einzelne auch getötet worden. Ich habe am St. März, am Tage der Besichtigung, bei mehreren Gefangene» noch die sichtbaren Svuren der erlittenen Mißhandlungen sehen können. Einzelne Gesastgen«. darunter auch solche, die mit im Feld« waren, haben mir mit Tränen in den Augen von den M ff, Handlungen erzählt, wobei offenbar die Er- inneriing an die erlitten« Schmach stärker als etwa dl« Erinnerung an den erlittenen körperlichen Schmerz war. Bemerkenswert war, daß eine Annahl Gefangener freiwillig erklärte, beobachtet zu haben, daß fich � die Offizier« gegen die Mitzhandlnnge» gewendet haben, aber, was begreiflich ist, nicht überall zur Stelle sein konnten. Daß auch viele Gefangene erklärten, weder miß- handelt worden zu sein noch Mißhandlungen gesehen zu haben. trotzdem sie obenpalls«i den schlimmsten Unruheiagen einGeliefert gleichzeitig auch von den Reinhardttruppen bewoihnt wird. Nicht unerwähnt soll bleiben, wie die»Freiheit" die Beschwerden über die Behandlung der Gefangenen parteipolitisch ausnützt. Auf die halbamtliche Mitteilung über meinen Besuch in den Gesang- nissen in Moabit unterstellt mir das Blatt, ich Hütt« erst dann in- spiziert, als»alle? in Ordnung gebracht worden ist", und Die Greueltaten der Regierungstruppen»schon seitWocheninder Oeffent- lichkeit bekannt waren". Mein Besuch in den Moabiter Gefäng- nissen fand am 20. März statt, die»Freiheit' selbst gibt aber an, daß die von ihr behauptete» Vorgänge vom 8. bis 15. März sich abgespielt haben. Nicht durch die Oeffentlichkeit, sondern am l8. März durch Arbeiter eine» HeereSbetriobeS habe ich zuerst juagen über die Behandlung der Gefangenen vernommen und bin ihnen dann sofort auS eigenem Entschluß und auch auf Anregung von Offizieren des Gouvernements nachgegangen. Die.Freiheit" sucht ferner den Anschein zu erwecken, als hätte ich die RcgierunaS- truppen befragt. Da die Freikorps, gegen die fich hauptsächlich die Awklagen richten, mir in keiner Weise dienstlich unterstellt sind, konnte ich sie nicht befragen, vielmehr habe ich die Gefangenen und Verwaltungen befragt. Das Blatt behauptet, eine Fülle von Ma- teria! und Beweisen für die Mißhandlung von Gefangenen zu be- sitzen. Warum hat es im In teresse der Gefangenen mich nicht sofort auf die Vorgänge aufmerffam gemacht? Wozu ein telephoni scher Anruf genügt hätte. Diese Pflicht für die Gefangenen stand der parteipol ittschen Ausnutzung weit vor- an, falls die»Freiheit" in erster Linie an die Gefangenen, statt an den parteipolitischen Gewinn gedacht haben»sollt«. Dieser Bericht deS Gouverneurs von Berlin, des Ge- nosfen Schöpflin, gibt erschreckende Tatsachen mit großer Offenheit zu. Es ist notwendig, über die Vorgänge, die sich in den Höfen von Moabit abgespielt haben, eine gründliche Untersuchung anzustellen und Schuldige jju bestrafen. Ungeeignete Elemente müssen aus den Regrerun�struppen ent- fernt werden. Angesichts der geschilderten Mißstände in den Gefängnissen erheben wir aufs neue die Forderung, daß Personen, die durch ihre politische Ueberzeugung mit der Rechtsordnung in Konflitt geraten sind, eine beffere Unter- kunft k reitet werde. Mit Mördern und Plünderern wird. niemand besonderes Mitleid haben, aber Personen, die aus politischer Leidenschaft bip Gesetze übertreten haben und deren Ehrenhaftigkeit niemand bestreitet, verdienen auf alle Fälle eine anständige und achtnnaSvolle Behandlung. Wir verurteilen Ausschreitungen, die von Organen der worden find, darf nicht verschwiegen werden. E» darf aber auch � Regierung begangen werden, rücksichtslos und Werden nicht tri p v. � ♦--w-Tvvii. a a am wwi A»,* a h..•»»»jt. v.:— Xm~ 1. r______. /ttw r':_______ om- Ff"— I. i____ t«vy f n. YV nicht verschwiege» werben, daß die Truppen durch die heim tückischeKampfeSwei f«. der sie in jenen unseligen Kampfes- tagen de« Bürgerkriege« ausgesetzt waren, und durch die unbe- streitbare, zwm Teil bestialische Ermordung von K a- m e r a d e n in Vevbindung mit den wilden Gerüchten, die damals Bevlin durchschwärmten, in die größte Erregung versetzt worden sind. Unteihallungen darüber haben manche selst� eindrucksvolle Sck,ilderung des Seelenzuftande« der kämpfenden Truppe zutage ge. fördert. Die so scharf angefeindete Brigade Reinhardt hat ül jenen Tagen mit an den schtimmsten Posten gestanden. aufhören, Sühne für begangene Missetaten und Abstellung vorhandener Mißstände zu fordern. Es fehlt nuw daß die Unabhängigen mit der gleichen Enffchiedenheit die Bestiali- täten verurteilen, die von feiten der Aufständischen begangen worden sind. Dann werden wir dem inneren Frieden um einen großen Schritt näher kommen, und die Opfer des letzten Bürgerkriegs, der dann wirklich der letzte gewesen sein wird, werden sich durch eine Amnestie bald wieder ihrer Freik�it erfreuen dürfen! Der Anschluß Deutschösterreichs. Die ge«ffchte« Kommissionen znr Beratung der Anschlußfrage»»erden Ende dieser Woche»der Ausaug «ächster Woche zusammen irrten. mindesten« ba» Ziel der öffentlichen Schulen erreicht. Ja da« Zentrum geht sogar so zpeit, zu verlaugen, daß Anstalten dieser Art, soweit ihr Unterricht Kindern aller Volksschichten zugänglich ist einen Zuschnh auS öffentlichen Mitteln erhalten, der dieser Ent- lastung der öffentlichen Schulen entspricht. Di« Parteien der Rechten, die Konservativen und Natümolliberalen, haben fich dem ZentrumSantrage vollständig angeschlossen, auch denjenigen Anträ- gen. die da bestimmen, daß die Orden und Kongregationen die- selbe Freiheit der Vereinigung erhalten sollen wie die Religion«- Die Konservativen und Nationalliberalen dürften im Laufe der Woche zu Ende geführt werden, so daß Ende der Woche mit der abschließenden Bollversammlung aller pro- vinzrellen Sachverständigen unter Leitung deS StaatsmimstornimS zu rechnen ist. Die tzastentlaffung Däumigs. lln« wird gescUricben: Die Verhaftung und Haftemlosinng DäumigS haben der»Freiheit" den Anlaß zu Angriffen gegen die preußische Regierung, inS« besondere gegen den Minister des Innern Heine, gegeben, die auf völlig unrilbligen Boiaussetzungen beiuhen. Der Hatibesehl ist nicht von einem Ministerium, sondern von dem Nnteriuchungs- richter erlassen worden auf Grund der damals vorliegenden be- lastenden Zeugenaussagen. Derselbe UntcrsiicdungSrichler hat den Haftbefehl wieder aufgehoben, nachdem infolge neuer Zeugen» aussagen die Boraussetzungen, unier denen der Haslbcsehl erlassen worden war, zweifelhaft erscheinen konnten, wenn auch der Verdacht selbst durch sie noch nicht völlig beieitigt ist. Weder beim Erlaß, noch bei der Aushebung de« HailbeseblS ist ein Druck auf den Unlersu�«noSrlchler versncht worden und haben politisch« Er- wägungen, inSbeionder« die von der.Freiheit" behauptete Drohung mit dem Generalstreik ein« Roll« gespielt. Erklärung öer VoUzugsratsmltglisüer üer S. p. D.' In der gestrigen Sitzung der auf dem Boden der S. P. D. stehenden Arbeiterräle nahm Genosse Neue Bezug auf eine am Montagabend in der.Freiheit' erschienenen Noltz. welch« sagt, die zum Rätekongreß aufgestellte Kandldalenüst« der©, P. D. weise keinen Namen der die bisherige Fraklionspolitik vertretenden Ge- nosie«, w>e Slrasser, Lüdemann und Frank auf. In der Fraktione- styung der S. P. D. sei gegen die genannten Führer, die flch be- reit« selbst als Kandidaten ausgestellt hatten. Oppostilon enislanden. Da« beweise, daß innerhalb der MehrheitSparm bei den Arbeitern ein starler Ruck nach links eingesetzt Hab«, wa? vor allen, auf die Haltung der Führer zur Frage der Arbeiterräle zurückzuführen sein dürste. Hierzu erklärte Genosse Neue namen« aller Mitglieder der S. P. D. im BollzugSrat: Wir haben fiel« unter voller Wahrung unserer Parteigrundsätze im Einvernehmen mit der sozialdemokratischen BezirkSorganksatiou für den Ausbau de« Rätesystem« nach den Kalistiichen Richllmien gewirkt. Für unsere Beschlüsse und unsere Stellungnahme zu den verschiedenen Fragen übernehmen wir solidorlsch jede Bcranlwortung, insbesondere auch bezüglich unserer Stellung zu den Delegierten- wählen zum zweiten Rätekongreß. Wir stellen der Fraliion der Arbeiterräle der S P. D. anheim, unS abzurufen, wenn wir ihr Vertrauen nicht mehr besitzen sollten. Die Versammlung nahm dies« Erklärung ohne Debatte zur KeNntni«. gesellschasten � selber. verfa�ungsausschuß in Lveimar. Ein Borftofi des Zentrums. Weimar, 1. April, l Eigener Drahtbcricht deS»Vorwärts Die heutige Sitzung de» BersassungSauSschusseS hat sich bisher in! wichen nur msoweit von dem ZentrumSantrage ab. al» fi« die einer Generaldebatte mit der Frage der Trennung der Kitche und Regelung deS Verhältnisses zwischen Staat und Kirche der La«. deS Staate» beschäftigt. Tie Veranlassung war. daß die bürger-! d.Sgesetzgebung zuwiesen.�dobei aber Grundsätze aufstellen, die im lichcn Partei«» die ersten beiden Artikel, die über die Grundrechte Sinne und in der Reichwerte der ZTitrumsanttäge liegen. des deutschen Volkes handeln, zurückgestellt haben und sofort in � Die Debatte ist in der heutigen NachmittagSsitzung deS Ver- die Beratung �de» Artikel« S0 eingetreten find, der sich' mit der fassungsausschusies, der auch Prof. Harnack beiwohnte, über die Glauben»? und Gewissensfreiheit beschäftigt. Generaldebatte noch nicht hinausgekommen. Von sozialddmotra. Dieser Schritt ist vollzogen worden auf da» Betreibe« de« � tischet Seite nahmen zu den ZentrumSantrögen da» Wort die Ab- Zentrums. Da» Zentrum will seine kirchenpolitischen Ab- geordneten Meerfeldt und Ouarck. Sie erklärten dem sichten tu die Reichsverfassung einfügen, weil e« der Landesaesetz-! Zentrum und den Parteien der Rechten» die die ZentrumSanträge gebung auf diesem Gebiet nicht mehr traut. Das Zentrum hat»oll unterstützten, daß eS gewisse Fragen in diesen Anträgen gebe, damit eine große Schwenkung vollzogen. Bisher Hai das Zentrum über die die Sozialdemokratie m>t sich nicht verhandeln lasse. Die in den Beratungen de« Verfassungk-ausschusse» sich stet» bemüht. Schulen gehören dem Staate. Kanfcssionelle Privatschulen kianen die Macht der Einzelstaateu und Li« Zuständigkeiten der Einzel- nicht gedulde» werden. Wohl aber könnten Privatschulen erlaubt stauten entweder zu vergrößern oder doch nicht verringern zu werden, als von ihnen eine Förderung der fortschrittlichen Päd- lassen. Jetzt mit einem Mal« macht das Zentrum einen Bruch agogik auSgeelm kann Die sozialdemokratischen Redner erklärten mit dieser Vergangenheit mft wünscht in die Reichsverfassung Ar-; ferner, daß sie der GkelchsteNiing von Religi-nSgeffüschaften»nd tikel aufgenommen zu sehen, die noch Ansicht der Rechten der Lan» geistlichen Geselllchaften. nicht zustimmen könne«. Sie desgesetzgebu«» vorbehalten bleiben sollen. Im allgemeinen der» leisten außerdem entschiedene» Widerstand-der Forderung, daß die langen die Artikel, die das Zentrum vorschlägt— es hat zum Ar- � StaatSlristungen fflt die Kirche beibehalten werden sollen. Daß die tikel 30 noch drei neue Anträge a. b und c angefügt— eine Siär-' Sozialdemokratie den Religionsunterricht eis obligatorische« Lehr- kvng der Kirchengcwalt und logar eine Stärkung der Mocht der fach in den Schulen verwerfe, ist selbstverständlich. Er ist nur alS geistlichen Gesellschaften. Da« Zentrum gebt soweit, daß es für fakultativer Unterricht eventuell zu gestatten. In diesen Kirchen- die Kirche beansprucht, daß sie im Besitz und Genuß der für ihre und Schulfrägcn könnte die bürgerlickx Demokratie die volle Frei- Kultur-, HnrernchtS- und WvblsahrtSzwecle bestimmten A n st a l- he.t retten, wenn sie wollte. Sie bildet das Zünglein an der Wage. Der Gas- und Wasieraufruf zurückgezogen. Der Gouverneur von Berlin, Gen Schöpflin, ichieibt: Durch' einen von mir erlassenen Aufruf ,n voriger Woche wurden Zei-tfrei willige für die Gas-, Wasser-«nd ElettiintSiSwerke tür Groß-Berlin gesucht. Sowohl die Berliner Geweikschafislom- inilston. wie die in Betracht kommenden Gewerkschaflen haben wegen de« Ausrufes lebhaften Eiuipruch erhoben. In rner gemeintamen Sitzuna mit der beteiligten Organisation und der Gewerlichafts- kon, Mission wurde aus die tiekgedende Erregung In der Arvetter- ichall hingewieien. Di« Gekohren, die die'orgamrierre Arbeitei- schalt bei der Durchführung de« AuiruiS befürchtet, sind rn. ffi. ntckn vorbanden, aber die tiesgehende�Erregung in der Ardeuerichast ist eine Tatiache, und da e« weder mein« noch einer an- deren militärischen Stelle Aufgab« und Neigung ist, in schrofien Gegensatz zu der organisierten Arbeiterschaft zu geraren, und außerdem, wie sich bei der inündlichen Nnterhallung herausgestellt hat, ein bedauerliches Mißverständnis beim Erlaß des Aufruf« obwaltete, ziehe i ch den Aufruf zurück. Bei der Veröffentlichrmg meine« Aufruf« ließ ich mich von der Notwendigkeit leiten, an die organisierte Arbeiierichast da« dringende Eisuchen zu richten, dafür Sorge zu tragen, daß bei allgemeinen SireikS der Schutz der Säuglinge, Kraulen, Kranken- arfftallen und HauSwirlschajten gesichert werde. t Der Gouverneur. Schöpflin. Die Kontrolle üer Staöt Derlln. Der VvllzugSrai beriet mit vier VolfSbeaufiragten der Stadt Berlin. Die AiiSiprache hat ergeben, daß der BollzugSrat mit der Tätigkeit der Volksbeanltraglen vollauf zilfneden ist. Tie von den A.-Räten der städtischen. Betriebe geforderte Kon- trolle kann sich nur auf diele Betriebe und deren VecwaliungS- lörper erstrecken, während die Kontrolle ded Siadivelwwtung noch wie vdr dem BollzugSrat bzw. vessen Veauslraglen zusteht. Es wurde einstimmig beschlossen: »Der BollzugSrat übt die Kontrolle über die Stadiverwaltung Berlins aus. Er vüberlrägt diese Konirolle den vier Vollsbeaus- iragten, die gemeinsam»mit dem kommunalen Ausschuß deS Vollzugsrats ibie Tätlgfeii ausüben." Weiter wurde beschlossen:»Die Ev'stenzberechtigting er komm. A.-Rä>e Groß-Derlins ioll der Wtfchcidung einer soioil ei», übe« ru'euden B 0 l l v e r l a ni m l u n g der Gcoß-Berliner Ä-Räte ge- fneiniam mit den lomm A.-Räten übeltassen blriden, desgleichen ten.«tiftungen und Fonds b'eiben ioll. Dasselbe gilt Aber die Demolrafen sind teils lau, teils in diesen Fragen ge- anch deren Eingliederung b-w. Auinadwe>» den Vollzn-rar." nach dem W Ken de« Zentrums auch für dre aus Gesetz. Vertrag spalten. Tie soziald-moira'tischcn Mitglieder de« VerfassungSauS-' D.ele N 0 t t n e r i a m m l u„ der©«ost-Berli oder besonderen RAhtstiteln beruhenden Siaatsieistungen. sofern schusset haben nur in einer kleinen Abänderung ihre« Gesetzent- nicht«ine im Gefetz vorgesehen« oder frei vereinbarte Ablösung wurfS zum Artikel 30 eine demokratische Hilfe bekommen.> erfolgt. Ferner wünscht das Zentrum das vestcuerungSrecht der! Der fernere Gang der Verhondlungdn wird ergeben, inwieweit Kirche durch die Verfassung zu sichern, und«S geht dabei so weit, dir Demokraten in bieten Fragen zu- ihrem Programm stehen wer- daß es verlangt, daß die Kirckrensteuern durch die bürgerlichen Be- de«, das sie in Taufenden von Sorsammlu»ge« vertrete« halte«. Hörden einzuziehen sind. Ferner will das Zzntrum den Religion«- Unterricht als»rdentlickeS Lehrfach in den Schulen haben. Die Ls-tung de« Unt.wrich-S soll Sache der Religionsgeselli.chafwn icur, wobei da« Zentrum det neuen Zeit nur insofern eine Verbeugung macht als e« verlangt, daß kein Lehrer wider keine erklärte eefrftiiA Ueberzeugung zur Erteilung des RekigionSunterrichrS und kein Schüler zum Besuch de« Religionsunterrichts gezwungen werden soll. In einem Abäuderrmgzantrag zum nächsten Artikel 31 ver- langt da» Zentrum, daß die korrfesfionollen Privatschulen weiter bestehen sollen. Es fordert ferner, daß der Besuch dieser kon- fessionelben Privatunterrichtsanstalten von denODtesuch der öffent- kchsn Schulst entbindet, wenn der Lehr plan dieser Privatschulen tzallebollsaus� uß'n Weimar. Enteignung von BSi. Stand'. Der H a n? h a l i s a u? i cki u ß der Nanonalver ammlirng '.löhrn zur-Siedlung« Verordnung einen Antra« an. wonach bei der Entei-gnung von Moor- oder Oedland atS Enlschädr» zung der lapilaiilierte Reinertrag zu gewähren ist. den das Land im urlverbesserten Zustande bat. Bei besonderen Verhältiiisseii kann dt« Enleignun�bchörde eine h3'-.ere Entschädigung festsetzen. Der Rechtsweg gegen die festgesetzte Entjchädigung ist ä u S g e- s ch lof-fen. D>ese Votloeriammlung der 0 ß,- B e r l 1 n e r und der lom-munolen Ä.-Räte ist ans Sonnabend, vormittags 10 Uhr, in den Kammersälen, Teltvwer Straße, einberufen. V__ Der RrichSverbanb der Ausländsdeutschen. Sich Berlin SB?. 08, Zimmerstrahc 48a, der Flüchtlinge'aller Länder umfaßt, beattsich- trgt vor Eintritt in die Frieiensverbrindlungen gceignele Schritte zu ergreiien, um das zukünftige Schicksal der von HanS und Hof vcrlriebenen Ausländsdeutschen und Zivilin.ternierien nach Mög'ichkcit zu n-llden. Dieie Affi«, wird gestärkt, wenn alle AuslanbSdeutscken hinter dem Verband stedc» und ihm sofort ihre genaue Adresse sowie die detannter Lebensgefährten durch Postkarte mitteilen. SchiedögerichtSvertrai zwischen England und Chile. Der bri- tische Gesandte i rri>C h i l e und d»r chilenische Mmistvr deS Aeußeren unlerzeichneten eine» S ch iedsgerichisv ertrag, der die Errichtung einer Friedenskommission � für die lsösung der Schwierrgketten, die auf diplomatischem Wege»icht siichxrr sind, vorsieht. � GewerkschaflsbewMng Der Konflikt tu öer MetaMaüuftrie. Noch ist M hoff««, dofc M« Untornebn,«« m der Metall« ivdustr,« einen SuSsiand der«ithesteillen durch entsprechende« Em- ge�en kommen vermeiden werden. Dah bei einigem guten Wille» eine Einigung bald erzielen ist, haben die günstig verlause�en Verhandlungen bei der Fiima Pintsch gezeigt. Dort ist trotz de« Abbruch« der Verhandlungen ein besriedigende« Resultat kerbeige« füdrl worden, dahingehend dah die durch den paritätischen AuSschuh festgelegten GehallSausbeffcrungen al« Teuerungszulage solange gezahlt werden, bis eine endgültig« Regelung durch Arbeilgeber« und Arbertneh, nerverbände erzielt ist. Die Geschäftsleitung der Firma bat sich unter Anerlennung der Rotlage der Beamten zu diesem Schritt veranlagt gesehen. » Die weitere« Schritte. Der gentralderband der Handlungsgehilfen sowie der verband der vureauangestellien richte» a« die BertraueuSleut« i» der Wtetallinduftri« folgenden Aufruf: Werte Kollegen I Di« Verhandlungen über das Tarifprovisors um halse« m einer Auslegung de« Schiedsspruch« der Ornigungslommtsfion seilen« der Arbeitgeber geführt, die für die Angeiiellten unannehmbar war In der erneuten Verhandlung am kl. März haben die Arbeitgeber als Ausgleich für den Abzug der Gralifitalionen die Erhöhung der Sieigerungssätz« in den beide» untersien Klaffen um V/, Proz., in den beiden mitileren Klaffen»m 6 Proz. und in den beiden höchste» Klaffen»m 2'!, Proz. geboten. Räch eingehender Ve« ratung find dt«'Verbandsvertreter and die Obleute der An- , gestelllen za der lleberzeugung gelangt, daß diese« Angebot «m« geeignete Verhandlungsgrundloge nicht bietet, weil es wesent» lich hinter den Ergebniffen des ursprünglichen Schiedsspruches zu« rückdleibt. Sie aben de« Arbeitgebern gegenüber diese Erklärung abgegeben und hinzugefügt, daß die Sleigerungen mindesten« 20, 16 und 10 Proz betragen müßten. Daraufhin erklärte der ver» treter des Arbeilgebei verbände», daß ein« weitere Verhandlung zweck! os sei. Di« Verhandlungen wurde» also von de» Unter- nehmcrn abgebrochen. Heule Mittwvch, den X. April,«den»« 8 Uhch findet in der»nla de« Realgymnasium« in der«tei«- strafte ein« versammln«« der BrrtrnuenSlente de« Zentral- Verbandes der Handlungsgehilfen und des Bureauangeftellten« Verbandes statt, in der über die weiteren Schrille beraten wird. Um»in einheitllche« Borgrhen zu ermöglichen, ist e« notwendig, daß die Vertrauensleute pünltltch und vollzählig erscheine«. • 3« einer am Dienstag abgehaltene« �'rtranensmänner- ver« fommlung des Bundes der technisch- tndufi.iellen Beamten wurde erklärt, durch den dem Schiedsspruch von den Unternehmern nnter- legten Ginn«erden die Angestellten um etwa 40 bis 60 M. monat- lich geschädigt. Di« Unternehmer schlugen am Montag vor, für die unterste Gehaltsstufe von 100 bis ISO M. 71/» Proz.. für die folgend« bis 800 R. 6 Proz. und darüber hinaus bis 600 M. PU Proz. Zuschlag zu gewähren. Di« Vertreter der Arbeitnehmer forderten jedoch für die drei genannten Stufen SO. bezw. 16 und 10 Proz. Dir Unternehmer lehnten es stritt« ab, über diesen vor« schlag zu verhandeln. Darauf verließen die Vertreter der An- gestellte» den Saal. Am Dtenstagvormirtag beschioffen die ver- trrter der kanfmännischen und technischen verbände, sowie der vier Fachgruppe», den Kamvf aufzunehmen and stch als provisorisch« Streikleitung z» konstituiere».— Am Minwochvolmittog soll in allen Betrieben noch einmal über die Aufnahm« de« Streiks abge« 1 stimmt werden. Eine Versammlung der auf dem Boden der S. P. D. stehenden Arbeiterräte»ahm Dienstagabend«wen Anirag an, der die Regierung ersucht, durch geeignete Maßnahmen die Unternehmer zum Entgegenlommeu zu bewegen, damit der drohend« Streik der Ingehellle«. der auch dt« Arbeiter in Mitleidenschaft tieften würde, vermieden werde.__ Uvterurhmertv illkür in der Stralau er Glashütte«l.-G. Seil dem 36. März stehen die Schlaffer und Schmied« der Stralaurr Blashütt« im Streik. Sie ringen um Anerkennung de« fm Melollarbeiter verband gültigen Kollektivvertrages. Di« Firma lehnt diese» Vertrag entschieden ab. Eine Einigung kam. trotz Be« mllbunge« eines vertieter« der Metallarbeiter bisher sticht zu- stand«. Um zu einem schnelleren Abschluß des Streikes zukommen, schloffen stch die Hetzer de« Betriebe« dem Ausstände a«. Was machte darauf die Firma 1 Sie kündigte am 88. und 80. März sämtlichen Glasarbeitern, Arbeitern und Ardeiterinnr« die Arbeit. Die Zahl der streikenden Schloffer und Heizer beträgt zirka 87. Ihre Forderungen stnd keineswegs so hoch, daß fie der Firma Anlaß böten. sämtlich« Glasarbeiter, Arbeiter und Arbeiterinnen aus« Straßen« Pflaster zu werfen. Eine Persammkung der organifferten Arbeiter und Arbeiterinnen des Betriebe» beschäftigte stch, mit diesem uner« hörten verhalte« der Firma. Sie stellt« stch auf den Standpunkt. daß diese» Gebaren der Firma in der Jetztzeit nicht scharf genug gebrandmorkt werden kann und verlangte, daß die Oeffemlichkeit aus diesen Betrieb einmal aufmerksam gemacht wird. Mit ßiecht fragen die Arbeiter, wie ist e« möglich, daß die Unternehmer in der heutige» Zeit einen solchen Herrenstandpunkt herauskehren können. Kann ihr nicht«in für allemal die Möglichkell, sämtliche Arbeiter »nd Arbeiterinnen wegen solcher Lappalte, brotlos zu machen, unter- bunden werden? Hier kann allerdmg« gesagt werden: Schlewngste Sozialifterung ist am Platze! Die Lohnvewegnng der Vnchh inidel? angestellte«. Der Angestelltenverband de« Buchhande!«, Buch- und Zeitung?« gewerbe« und der Deutsch« Transvortarbeiterverband betten die Angestellten und Arbeiter de« Groß-Berliner Buchhandel» zn einer öffentlichen Versammlung in den Prachtsälen de« Westens zu« iammengerusen, um zum Kollektivvertrag für den VerlmerVBuch« Handel Stellung zn nehmen. Für den Angestelltenverband reke« rierte der Gks»äf»»fübrer, Dr. Pfirrmann, und vom Deutschen Transportarbeiterverband H e r t l i n g. Die überaus stark besucht« Versammlung nabm folaende Entschließung an: Die öffentliche Versammlung der Angestellten und Arbeiter im Grob-Berliner Vnchbanbel erklärt stch mit den Forderungen deS Orlsgrupvenvorstandes de« Angeffelltenverbanbe« und der Sektion der Markibelker im Derirschen Transvortarbeiterverband einver« standen und bearfftragt'die von den beiden Organisationen ein- gesetzten Kommisfionen mit der Leitung der Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband iür den Deutschen Buchhandel, Ortsgruppe Berlin, zweck« Drirchfllbrnng dieser Forderungen. Sie richtet zualeich an alle noch nicht organisterten Angestellten und Arbeiter im Groß-Berliner Buchhandel die Aufforderung, stch unverzüglich' ibren«»ständigen Berufsorganisationen, dem An- griteNtenveiband und dem Deutschen Transportarbeiterverband an« zuschließend Die Vorverbondlrmgen»wischen dem Arbeitgeberverdcmd kür den Deutschen Buchhandel. Ortsgruppe Berlin, und dem Angestellten« verband de» Buchhandels. Buch- und Zeitungsgewerbes beginnen bereit« im Laufe dieser Woche im Eitzunasiaale der Korporation der Berliner Buchhändler. Wir wollen hoffen, daß die VerHand« kungen schnell in einem Abschluß pelangn,, damit die in diriem Ve- Nike noch völlig unzureichenden Gehalt?« und ArbeitSverhältniffe endlich eine zeitgemäß« vsrbefferimg erfahre«. Cwrffei«*. Koppel. Bon AnyefieWrn der Finna Orenstein u. Koppel A.-G. Wirt» in einer Zuschrift daraisf aufmerksam gemacht, daß ihre Firma trotz bebrütender Abschreitiunoen nsw. einen sehr günstigen Geschäft»« abschluß zu verzeichnen hat und 14 Protz. Dividende verteilt. Di« Lokomotivfabrik Hab« allein einen Reinaamnn von zirta l 800 000 Mari zu verzeichnen. Dcsribe Firma sei jedoch reicht nur seitens der Arbeiter, sondern auch der Angestelltenschaft wegen ungenügender Entlohnung dauernd vor den SchlichtungSanSschuß zitiert wor- den. Sie scheu« sich nicht,, von Ihren Angestellten bei einer jetzt fälligen GebaltSqohlung 6 M. einzuzi«Hen(der Betrag verteilt stch auf«n Vierteljahr), weil da» mit dem Angestellten auSschtiß ver« kinbarte Provisorium auf den kommenden Kollektivvertrog wm 6000 M. überfchritten wurde. Einstweilen sei ja die Firma hierzu sei es der rein« Hohn, wenn eine Wvltfirma stch von jedem An- "ellteu jeden Monat zirka 1,70 M. zurückzahlen laffe. Di« An« ellten flnd der Anficht, wenn Direktoren 60— 200 000 M. jähr- Einkoenmen durch Gehalt, Tantieme nftv. haben, auch die An- ten au» reichend entlehnt.werte» müssen. Nochmals Krankenkassen und Angestellte. Di« gestern in der Morgenausgabe des„Vorwärts� verösfent- klSte Rotiz enthält einen Fehler insofern, als da« Wort zirka vor.Sfiündiger Arbeitszeit' weggelaffen worden ist, denn in Wirk« lichkeit beträgt die Arbettszeit fett dem 1. Januar S Stunden 80 Minuten, vis 1..Januar betrug die Arbeitszeit einschließlich zweier Pausen zu 80 Minuten 8 Stunden. Di« Kaffen fordern nun die SPedereinsübrung der 7'/, stündigen Arbritszeit einschließlich einer Panie von l/i Stund«, s» daß die Arbeitszeit 7 Stunden be- tragen würde. Ein« Zuschrift des«ngefielltenausschnfie« der Allgemeinen Ortskrankrnkaff« Berlin-Lichtenberg wendet sich aegen die gestrige Rotiz mit der Bemerkung, daß der Kaffenvorstand dt« Wieder- einführung der ststündtgen Arbeit», elt verlaug«. Zurzeit besteht dort die 7stündige Arbeitszeit ohne Pausa. Streik der Angestellten bei der Firma Frister Akt.-Ges. Bei der Firma Frister Akt.-Ges. Oberschönewetd« wurden»m kl. Januar 11 Angestellte gekündigt. 10 davon waren mit der Kündigung gegen eine gewiffe Entschädigung einverstanden, der Elfte war der Obmann de« Angeftelltenausichuffes, gegen besten Kündigung war vom Angcstelltenausschuß Einspruch erHoden worden. Die Firma ließ stch auf kein« Verhandlungen ein, und so wurde der SchlichtnngSausschuß angerufen. Di« Angestellten waren der Meinung, daß«ine Maßregelung vorliegt. Der Schlichtung«- ausschuß konnte zu keiner Entscheidung kommen, da beide Parteien anderer Meinung waren. Die Angestellten forderten, daß der Ob- man« solang« i« Amte bleiben sollte, bis der Schiedsspruch gesälli sei. Am 81. März war sein« Sllndigungsfrift abgelauicn. Die Irma erklärte sich jedoch mit dem Wunsch« der Angestellten, erst en Schiedsspruch zu hören, nicht einverstanden und erklärt«, daß für fie die Angelegenheit erledigt sei. Au» diesem Bl»nde find gestern vormittag 90 Proz. der An« gestellien i» den Slrerk getreten. Deutscher Metallarbettervervand. Donnerstag, den 3 April, abends 5 llbr- Bersammlung aller w der Schraube» brauche veschästigten im.»ewerffchastshau«', Sngewser 16 (Saal t). Neuwahl der gesamten Branchenkommiifion Donnerstag, den 3. April, nachmittags pünktlich 4 Uhr: Branchen- veriammtuna der«ürrler im.Reichenberaer Hol'. Reichenberger Str.>47. l. Vortrag:.Das System der Arbeit crräte'. Resrrent: Kicharb Müller. 2. Busipluche. Malchiueu-, Mator. uud«utoschloffe». Donnerstag, den». April. abend»« Uhr: Beitrauensmännerkonsereni im.Rosentdaler Host, Rosen- Ihaler Str. U/IS. Slellungiiabme ,um Kollektivvertrag. Mittwoch den S. April nachmittag« 4 Uhr: Hranchenversammlimg der "- �--->.--" rgeluser l6(Goal 4). Elrllimq- Es wird ersucht. sein mutz. wCiCyvTiiiifrröig nm ptt MUsavfu�sAssS der Allgemeinen Wektrizitäts-Gesellfchaft verlw am Freitag, den 4. April, abends S Uhr. m Leipzig im Aeüaunmt .Smgkelleri. Naschmartt. Tagesordnung: Wahl rines provisorischen Bor- nyenden. Aussprache, Gehallsregriunz ww. Zusammenschlutz. Wahl ewes AttionsauSschusieS.__ In der S. V- D.»rganlfferte Angestellte de» BSeruerwerie». Freitag Versammlung in der.Schleuse', Siemensdamm. nachmittags i'l, Uhr. Sehr wichtige Angelegenheit. Erscheinen aller Kollegen Pflicht. ___ Wabeausschutz. Deutscher Werft» ei fterverband. Msttwochnachmittag 2'/, Udr: Versammlimg iämtvcher Fabrik»«- trauensmänner lm.LehreroerrinShaus'. Aleyand erplatz. Tagesordnung: Wichtige Mitteilungen über tingestelltcnbcwegung. Zentralverband der Handlungsgehilfe«(Bezirk Steglitz). Di« Bezirtsverlammlung findet am Freitag, den 4. April, im Logen-Reftauraut w Steglitz statt(nicht, wie tu der.Handiuagsgehllsen-Zeituug' angegeben, am Donnerstag)._ Soziales. Ausbau der soziale» Gesetzgebung ist«ine» der dring« ndsben Erfordernisse. Wir verkenne» nicht, daß dazu länger dauernde Voravbeiren notwendig find, will man ei« vorbildliches, der heutigen Zeit Rechnung trage nte4 Werk schaffen. Für die UetergangSzeit muß aber de« dringe ndsden Erforder« nissen entgegengetomen werten. De Invaliden« und Altersrente» stellen, trotz der Erhöhung u» 8 MS. monatliche unter Berücksichtigung des heutigen Grid» wertes Bettelpfennige dar. De oft hilflosen Rentenempfänger find dem Hunger preisgegeten; die Statistiken der Lantesverficherungs» anstoßen beweisen«m Massensterben dieser Veteranen der Arbeit. Di« Anerkennung der sogenannten Berufskrantheitea als Bcrufdunfälle findet immer noch nicht statt. Mit weicher Bitteriert derartige Zustände emps unten werten. baveisen Zuschrift®», die uns immer wieter zugehe». Gin Genosse schreibt u. a.:«De Höhe der Invalidenrenten ist almoseichaft. Wäre es nicht«ine einfache Pflicht der Menschlichkeit, denjenigen Invaliden, die ohne Hilf« und Wartung nicht bestehen können, getragen Und gefahren werden müssen, ein Existenz- mirnmum zu.gewähren? Statt dessen wird, wie mein Fall au« jüngster Zeit beweist, die Anerkennung der BerufÄrankhvlten(ich diu infolge jahrelanger Arbeit mit Bleimengen durch Lleivergif- tuny völlig gelähm� als Unfall und entsprechende Erhöbung der Rente mangels gesetzlicher Handhab« abgetehnt" In einem anderen Brief« schreite der Vormund rineS 18j Adrige» Vollwaisen:.De Waisenrente beträgt sage und schreibe pro Monat 4L0 M.(vier Mark»nd 80 Pf.kl) Wirb es nun»och nicht Zeit, die Leistungen heraufzusetzen? Mit 4�0 Mari p r« Monat kann noch nicht einmal da» erste Frühstück eines I8jödrigen Jungen beglichen werden.' Auch über unzureichende Höh« de« Kcaickengelte», über Zurück- setzung der erkrankten Kriegsteilnehmer im Krankengeldbesag wird geklagt. Di« Kriegsteilnehmer erhalten nicht dt« sogenannten Höchstleistungen, weil st« während der Zugehörigkett zum Heer der Kaff« nicht angehörten. Können die Kasson die Lasten nicht tragen. so verpflichte man die Unternehmer zur Fortzahlung des Lohne» oder eine» Teile« tesselten, wie die« ja schon bezüglich der kauf» männischen Angestellten nn Handelsgesetzteuh geschieht. - Den unehelichen Kindern Gefallener oder vermißter fehlt die Gleichstellung mit ehelichen Kindern, ihnen steht immer»och kein Rentenanspruch zu. fie find auf Unterstützung angewiesen, die sie nur selten erlangen. Da« stnd«nige Rotstände, deren sofortige Abstellung verlangt werte» muß. SriefPetsten der Keüaktwn. Jeder für den BrieNast«, Peftiannten«ntraa» tflfl« mau«tuen Buckstabeu »nd«lue Kummer bei. Briettlld» AuSlunn mtrd nlAt eetriu. lltttge An» trugen trag« mau w de- JurtMkwen iZpreaftmide, Qtndntftt. 8, 8. Hot Ituk». 4 Treppen. 4 Ms 7. TonnadendS 3 M» 8 Udr i>o<»m>ttagS Pot,«wrtftfttWe und?«rtrkl«« ttnd MI tu, dringen. Am Mittwoch» den 2. April, findet die Juristische Sprech« stunde dou 3 bis 5 Uhr statt. M.«. 80. 1. Rem. L. 20 M. vollrent« ohne Kriegspilag«.— aaen Sie beim Magistrat an. z. und». Bei jeder Bank, wo Sie auch«»«kunst über den Kurs erhalten.(» u. b.) 1. Bei Stimmen« glrichheit enücheidet die Stimm« de««orfltzenden.-II» w der Regel die« senige des Gemrindevoritebers 8. Betchliegende Stimme. 8. Der zur Vertretung de« EeMrindevorstehers berufene Schisse. 4. Die Gemeinde- Vertretung, wozu auch der Semetndevorftand getzölt.— A. F. gli. Falls Et« irtrnet gemeldet geweten stnd, kann dl« Scheidung nicht ohne ihr Wissen rriolak(ein.—®. H. 85. 1. und 2. Rrin. 8.«nd 4. Vch tommandtz III.— B. 8S. Hattiugru. Zurzett ist die Au«, eise H. 85. l. und 2. Nein. 8. und 4. Bezirks« _________ 1- Harttugeu. Zurzeit ist die Au«, eise noch nicht möatich.— V W 89. 1. An Ihre zuständig« Eiruerkaffc, evtl. an da« MWiArdarrau d«4 Magistrats Beiltti, tklofterft». SS. i. ßleift» sttatze 13. D Prüfungsstelle.~ 4J, Ä, 10. Da« ist durch dt« Abtretung möglich Die Abttewng dran, ist der Bant nicht mitgeteilt werden.— P.n.Sev. Di« veschlagnadnie war zulätkg, Li« tonnte««der«ln« Beichriniaung per« mngen.- B. M- 10. SioleS Kieuz. Berlin, Habsburger Etr.ll.— F. 2. SS. 1. unh.2. Au.— H. 85. Machen St« Ztrasanzeigr bei der Staatsalnrall! iwst. — Bocholt. 1. und 2. Oa. 8. 9« tonn das Metsewigungsamt bezw. das«mlsgericht als Einigungsinstau« ongerusrn werden.— itzrauz. Fällt unler die Amnestie»om b. Dezemdee, loten» dt« Strafe seinerzrit nicht- höher at« rin Jahr war.— Frtedel K.*11- In beiden Fälle» mit voll« X endung de« LI. Lebenssahres. � St. 84.(fa. jall4 Sie«rwerdslos find. verantwortlich f«r Polittt»ri,r II, cht««. sh»-l»tinid»rg. wr den üdrigen Zell de, blalles Attre»«wri». Keutdlln: tiir vnteisen chtzcodor«loche, Her»». Serlag: vorwärts- Verla«». m d. H Berttn Dkuch Sorwtri«.Wiw»rult«r«i»nd «erlatw-ust-It Paul chin-««- so in SalüL öindentrrav« 1 Hier,» 1 B'tl««e._ sofort ausführbar� MML P* Xp0h***9 I�vl5r4sr jeJerArt. r�isek. IntJla*'***- r