Nr. 182. to at mas Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post: Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.Vorwärts In de 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. 9 Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin. Berliner Bolksblatt. sid sit Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 8. August 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. od ni Entodat Sandal Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! „ Gaben an Bettler verboten!" or child " M fündeten sie:„ Wir haben Euch von der Bettelplage be-| Muzen mit hat, ja sogar feine Stromer(!) uns noch dazu auf freit und dafür gesorgt, daß Euch bei Eueren Spazier den Hals schickt." Also der vollständige Bankrott der gängen der Anblick fechtender Scheusale nicht bürgerlichen Menschenliebe" mitten in der ersten nehr störe, daß Ener Mittagschläfchen nicht harten Probe, welche die berühmten christlich sozialen So lautet die polizeiliche Warnung, die der hochmögende nterbrochen wird von dem Klopfen eines hungernden Schöpfungen für mittellose Wanderer infolge Ausbruchs Graf Schulenburg als gebietender Landrath des Kreises rbeitslosen; füllt zum Dank unseren Klingelbeutel." An- der letzten Krise auszustehen hatten. Seit 1891/92 hat Lübben vor ein paar Tagen an die Bevölkerung feines" faglich zahlte die Bourgeoisie gern und reichlich ihr Löse- sich diese Rückzugsbewegung der früher so begeisterten Bezirks erlassen hat. Es ist die alte Polizeiweisheit, die geb; es entstanden, von Süden und Westen her sich aus- Jünger von Bodelschwingh und Genossen in verstärktem nachgerade so abgewirthschaftet hat, daß sich selbst bürger- bretend, hunderte von frommen Naturalverpflegungs- Stationen Maße fortgefeßt. Der Borwärts" hatte wiederholt liche Blätter ihr nicht mehr beugen. So löckt ein national- und Herbergen zur Heimath, deren erbauliche Hausordnung über das Eingehen von„ Stationen" zu berichten bis in liberales Organ gegen den Stachel und schreibt: einer von den Christlich sozialen selber, der Kandidat Wange- die letzte Zeit. Die Aufhebung" der Verpflegungsstationen Damit ist die Frage aufgeworfen, ob man einem Menschen man, auf einer Studienreise" am eigenen Leibe gespürt im ganzen Lübbener Kreise des hochmögenden Landrathes verbieten kann, einem hungernden Mitmenschen ein Almofen, sei und dementsprechend geschildert hat. Nach dieser Hausordnung Grafen Schulenburg ist ebenfalls ein Ausläufer des allgees in Geld oder in Naturalien, zu verabfolgen. Neben vielem faullenzenden Bettlervolt giebt es liegt bekanntlich sehr oft der Knüppel oder Gummischlauch meinen Fiasko's. doch auch wirkliche Bedürftige. Der schneidige Land- neben dem Gebetbuch. Die Bourgeoisie ist aber sehr ver- Und damit sind wir wieder bei dem neuesten Bettel rath Graf Schulenburg war bisher nur dadurch bekannt ge- geßlich in bezug auf Dienste, die ihr Jemand leistet. Man verbot angelangt. Nachdem die von dem Landrath verworden, daß er bei den vorletzten Reichstagswahlen als ultra- genoß as Gute(!), was der Verein geschaffen, vergaß aber tretene bürgerliche Gesellschaft feierlichst ihre Unfähigkeit zu tonservativer Gegenfandidat dem bekannten wildliberalen Prinzen vielfach dabei, daß der Verein nur thätig sein konnte, Protokoll gegeben hat, der heutigen Arbeitslosigkeit auch Heinrich Carolath- Schönaich entgegengestellt wurde, ohne daß es wenn im die nöthigen Mittel zuflossen." So äußert sich nur mit christlich- sozialen Salben beikommen zu können, gelungen wäre, den letzteren zu verdrängen." einer de besten Kenner der Sache auf bürgerlicher Seite über verhängt sie durch den Mund desselben gräflichen Landraths Der gesperrte Satz ist echt nationalmiferabel bas Falim, daß auch hier die Humanität der Bourgeoisie eigene Strafen über die Opfer dieser Unfähigkeit sowie über molluskenhaft; ob der Scheriber desselben außer den kapita- sehr balt nur bis dahin reichte, wo ihr Geldbeutel anfängt. die paar weißen Raben, die etwa doch noch beim Anblick listischen Drohnen seiner Partei wohl viel faullenzendes Gemeind und Kreise mußten einspringen, und statt der eines armen Burschen weich werden und ein paar KupferVolt" fennt? Aber wegen dieses Kommentars wäre der zahlungs igen Moral hielten die Steuergelder, die mit münzen opfern. Die bürgerliche Gesellschaft ist also richtig Landräthliche Erlaß" hier nicht zu besprechen, und Bettel- aus den schen der Besitzlofen floffen, die sogen. Natural- auf die Polizeiweisheit des Lübbener Landraths herunter verbote kennen wir schon seit dem Mittelalter, wo unter Verpflegu& Stationen eine Beit lang noch zur Be- gekommen im Kleinen wie im Großen derselbe Schluß! Umständen das Geköpft- oder Gehenktwerden, also fämpfung der Vagabundenplage" aufrecht. Und nun Gut bekomm's ihr! noch weit unangenehmere Dinge heute, auf Laffen wir ben oben genannten Kenner der Verhältnisse, ihrer Uebertretung als Strafe standen. Bettelverbote waren einen praft hen Gemeinde Verwaltungsbeamten, wörtlich immer der Ausdruck äußerster Hilfslosigkeit der herrschenden weiter spred, 1: So lagen die Angelegenheiten, als im Mächte gegenüber wirthschaftlichen Umwälzungen, damals Winter 1891 2 in die Verpflegungsflationsfache ein großer wie heute. Uns intereffirt vielmehr eine Einzelheit an Krach hinein, r. Infolge der damals herrschenden Theue dem landräthlichen Erlaß, die in ihrer zynischen Nacktheit rung der Leb smittel, verbunden mit einem Niedergang Verurtheilung eines Bürgermeisters wegen Bände über ein ganzes sog. christlich- soziales" Liebeswerk der gewerblich Thätigkeit, stieg die Anzahl der mittellosen unberechtigten Versammlungsverbots. spricht, nämlich der Eingangssatz der Polizeibekanntmachung: Wanderer, die die Stationen in Anspruch nahmen, und Luckenwalde eine öffentliche Boltsversammlung abgehalten wer Am 22. November dem Buß- und Bettag sollte in " Nach dem nunmehr die Verpflegungsstatio Damit die often fast auf das Doppelte des Vor- den. Der Bürgermeister Suchsland verbot diefe Versamm nen im diesseitigen Kreise aufgehoben sind, Ds Resultat war, daß an vielen Orten lung durch folgende Verfügung:„ Die Abhaltung öffentlicher steht zu erwarten, daß die Hausbettelei wieder jahres.... Die Mittel 3: Ende waren und die Stationen Versammlungen an Buß- und Bettagen widerstreitet dem gesetzum sich greifen wird." Naturalverpflegungs Stationen und Arbeiterkolonien! entweder ganz aufgehoben wurden oder doch lichen Charakter dieses Tages, welcher besonderer Weihe und Welcher Humbug ist noch vor wenigen Jahren mit den ihre Wohlthaten sehr einschränkten; die einen gewährten persönlicher Einkehr gewidmet fein soll. Es wird daher die für Leistungen dieser sozialreformatorischen" Einrichtungen von kein Wiittagbrot nehr, die anderen wiesen ganze Kate- den 22. November, Nachmittags 3/2 Uhr angesetzte öffentliche den besitzenden Klaffen getrieben worden. Sie waren die er- gorien von Wandrern ab u. dgl. m. Eine ganze Reihe Boltsversammlung im Kluge'schen Lokale Bum grünen Hain" Kreis und Gemeindevertretungen hiermit untersagt." der Hiergegen erhob Einberufer, habenen Stätten, an welchen der Vagabund" wieder zur strichen oder hiermit Genosse Trautsch, Beschwerde beim Regierungspräsidenten Arbeit erzogen" und in ein„ uüzliches Mitglied der menschürzten in ihrer Etats die Summe, die sie bisher Botsdam. zu Dieser anerkannte, daß das Verbot ge lichen Gesellschaft verwandelt wurde. Pastor Bodelschwingh zum Unterhalt der Station verausgabt hatten, weil sie fezwidrig erfolgt war. Nunmehr ließ Genosse Trautsch und Genossen schwelgten förmlich in der Selbstberäucherung sich mit Recht(?) saten:„ Warum sollen wir das leisten, den ihm durch das unberechtigte Verbot erwachsenen Schaden( 9 m. ob dieser großartigen Leistung. Den Besitzenden ver- während der Nachbarteis nichts thut, aber doch den ganzen für Bekanntmachungsunkosten) einklagen. Das Landgericht zu BotsFeuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. V Etwas von der Verantwortlichkeit der Polizei. einander gewispert, no etliche von uns haben gemeint, so lachte er laut auf und sagte:" Wann Ihr blind seid, der Mann möchte an Ende wohl nicht ein Mann von fümmert's mich nicht. Ich sehe einen Wald von Sternen, Fleisch und Bein sein, sondern ein Verstorbener, der zur und laßt mich jetzo ungeschoren." Es versteht sich, daß ich Nachtzeit mit Sporn id Gaul heraus müsse aus dem ging, denn mir war nicht aufgetragen, einem zu verwehren, Grabe, um Wacht zu alten bis um Zwölfe. Ich habe sich am Sprünglin nach Sternen umzusehen. Doch schickte 107 den Burschen jedoch dielmmenfurcht verwiesen, und zumal, ich nach einer Weile einen Knecht an ihn mit derselben da ich vernahm, wie d Fremde vernehmlich nieste, was Frage, die ich gethan, und deniselben erwiderte er: er sei, ein Gespenst nicht thut, o machte ich mich auf, und ging um frische Luft zu schöpfen, vom Hanauer Schloß herüberwieder leise an ihn hera: Da wurde es mir bald flar, geritten; und bedrohte den Frager mit einer Tracht Prügel, daß er ein rechter Men se sei, denn er fluchte recht verwenn er noch einmal käme." Dieser tam auch nicht wieder, Du wirst allzu weitläufig, Freund;" versicherte der ständlich: Gott verdale bas vertrackte Zögern und den aber ich schickte einen Zweiten, welchem der Nachtwandler Schultheiß gähnend: Spute Dich. Wir haben noch vermaledeiten Regen!" in guter Geist redet nicht von den Bescheid gab:" Er warte hier auf seine Maid, die ihm mehr zu verrichten, als Dich anzuhören. Der Rottmeister der Verdammniß, ein Beis nicht von dem lieben Herrgott, ein Minnestündlein versprochen habe." Bugleich aber fing machte ein verdrießliches Gesicht, verschluckte aber den Aerger, und aus dem bischen Ren machen sich beide nichts; er an, dem Knechte die Tracht Prügel zu geben, die er dem und fuhr rascher fort: Wie Ihr befehlt. Kurz, wir steckten also war der Mann ein reder Mann, und ich ging strack andern versprochen hatte. Ich traute nicht, mich darein zu im Tannicht, und ein Knecht stand unfern vom Bannsteine und beherzt auf ihn zu. E saß just auf dem Bannsteine, mischen, weil mir in den Kopf gekommen war, der Maun auf der Wacht und Lauer. Die elfte Stunde fam heran, ben Bügel seines Gauls um en Arm, und in seinem Ge- möchte wohl einer von den jungen Herrn von Hanau sein, und wir alle waren noch recht wohl nüchtern, als der fichte fonnt' ich nichts erkenne, als eine große Nase und die ihrer verliebten Schwänke wegen in der ganzen Wetterau Wächter in das Gehöft sprang und meldete: es sei gerade einen Schnauzbart. Er fuhr die Höhe, da er mich end- bekannt sind, und mit denen einen Span zu haben, nicht jego von Bergen her ein Mann zu Gaule gezogen, der lich gewahrte, und antwortete auf mein barsches: Wer gut ist. Zudem blitzte und donnerte es reblich um uns am Sprünglin abgesessen sei, und dabei lustwandle, troh da?" mit einem drohenden: Der Teufel, Kerl, wenn Du her, und es war gerathener, im Gefträuch zu liegen und dem aufziehenden Wetter und dem Sturme, der sich zu Dich nicht pacst!" Er mate eine sehr auffallende Be- zu passen. Während sich nun die beiden am Baunsteine erheben begann. Paßt auf," sagte ich:" paßt auf. wegung, und ich denke, er hätt nach mir geschlagen, hätte prügelten, und ich vergebens dem Bastian pfiff und rief, Das wird unser Mann sein. Jetzt reibt die Ohren recht ich nicht die Hellebarde bligen len, und gesagt: er solle umzukehren, so kommt schnell durch das Gebüsch geraschelt, schaffen, damit Ihr mein erstes Wort versteht." Denn, ja das Schlagen unterlassen, enn ich sei Rotttmeister ein Weib im Regenmantel und Regentuch, und prallt zurück, beiläufig zu bemerken, ich hatte, sintemal mir das Geheimniß der edlen Stadt Frankfurt, nd ein Rudel meiner da sie beim Blitschein uns erblickt. Ich nicht faul, packe sie auf die Seele gebunden gewesen, noch bis jetzo feinem von Knechte sei nicht fern." Da befann er sich freilich, am Gewand, und frage, wer sie ist. Sie hat mir lauder den Leuten gesagt, was eigentlich hier im Schilde geführt setzte sich wieder auf den Bannfte und fragte, was wir welsch darauf geantwortet, und da sie in der That ein würde. Wir demnach hinaus und umzingeln fein leise von ihm zu begehren hätten. sagte ihm nur für's Weibsbild, und mir nicht befohlen war, am Sprünglin den Platz und schleichen uns näher an den verdächtigen Erste fein höflich, um keinen Verst zu machen, er möchte eine Frau zu fahen;... da mir auch der Zusammenhang Mann herau und sehen, daß er, den Gaul am Zügel, mir melden, was er um diese Stune hier zu schaffen habe. der Historie flar wurde; so fragte ich sie schlau und pfiffig, mit ihm hin und her geht, als ob's im schönsten Sonnen-" Ich treibe Sternguckerei," anturtete er, und sah steif ob sie nicht ein Stündlein am Sprünglin zu besuchen schein wäre, und er hätte einen guten Freund am Arme. und fest nach dem Himmel, auf weem, wohl zu merken, im Begriff stehe, und auf ihre Bejahung ließ ich sie zum Da ist uns schier schauerlich geworden, allen sammt und gar, Wetterwolfen genug zu schauen way, aber um tausend Bannſteine führen und sagte zu dem Reiter, der den Knecht und haben uns in der Ferne zusammengethan und mit Goldgulden kein Stern. Da ich ihr dieses nun bemerkte, noch immer an den Ohren hatte, er möchte doch einmal -" bam verurtheilte am 19. April 1894 den Bürger- Idas Reichsgericht. Wäre der Prozeß gegen den Bürgermeister zu Regierungen, wenn sie auch in dem Ausnahmegesetz ein meister Suchsland zur Zahlung von 9 M. nebst Verzugs- Luckenwalde nicht durch Erhebung des Kompetenzkonfliktes unter Haar gefunder haben, halten doch die Gelegenheit für zu zinsen seit dem 17. März 1894. Gegen dieses Urtheil legte der brochen, so wäre das Reichsgericht als letzte Instanz bald in der günstig, die Machtmittel des Absolutismus auf dem Wege Beklagte Berufung ein. Nachdem Berufungstermin auf den Lage gewesen, diefe Grundsätze zu wiederholen. Der Regierung der ordentlichen Gesetzgebung zu vermehren. Zur Hilfe 26. Oftober anberaitmt war, erhob nunmehr die Regierung zu zu Potsdam ist diese reichsgerichtliche Anschauung um so tommen der teaktionären Strömung alle bürgerlichen BarPotsdam Kompetenz- Konflikt. Nunmehr hat nach§ 11, G...- G. weniger unbekannt, als das Reichsgericht dieselbe und nach der Verordnung vom 1. August 1879 der Gerichtshof noch Dor teien, vorari der Freifinn". Was noch an überlieferten wenigen Jahren in bem Prozeß gegen zur Entscheidung von Kompetenz Ronflitten zunächst darüber zu den früheren Polizeipräsidenten von Potsdam, von Wolfgram, freiheitlichen Grundsägen übrig geblieben, bröckelt vollends entscheiden, ob der Rechtsweg zulässig ist. Erst nach Bejahung bestätigt und Herrn von Wolffgram für schuldig erachtet hatte, ab vor den Interessen des Geldsacks. Da finden die dieser Frage kann das ordentliche Verfahren seinen Fort einer Anzahl Potsdamer Fuhrherren den durch eine unberechtigte Stumm und Röfice keinen wärmeren Parteigänger als den gang haben. Die Regierung hat zur Rechtfertigung ihres Polizeiverfügung zugefügten Schaden zu ersetzen. Herr v. Wolff freisinnigen" Eugen Richter. Die liberalen Blätter halten Konflikts folgendes angeführt. Das Verbot des Bürgermeisters gram wurde bekanntlich dann Minister in einem der fleinen fegt die Zeit gekommen, wo an dem bischen Ars sei zwar vom Landgericht als zweifellos gegen die Verfassung 27 deutschen Vaterländer. Ueber den erhobenen Kompetenz: beiterschuh, das in der„ Sozialreform" enthalten ( Art. 29 und 30) und gegen das Vereinsgesetz verstoßend erachtet. fonflikt entscheiden sieben Kompetenz konftitts- Richter, die theils tft, auch noch gerüttelt werden kann. Der„ Vossischen Indessen habe der Bürgermeister in gutem Glauben ge- dem Ober- Verwaltungsgericht, theils dem Kammergericht sonst " ordnung"! " ba ani Politische Leberlicht. das der Verfaſſung und dem Bereinig Geficht handelt, das schüße ihn vor jeder strafrechtlichen und zivil- als ordentliche Mitglieder angehören. Go berechtigt der Beitung" hat es die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe anrechtlichen Verfolgung. Die werkthätige Bevölkerung Lucen- Anspruch des Genossen Trautsch auf Schadenersatz gethan. Die liberale Manchesterweisheit, die jeden Eingriff walde's bestehe befanntlich zum großen Theil aus ist und so sehr wir ihm gönnen, daß die veraus- in den Aufsaugungsprozeß des Großkapitals als VernichGlementen, welche das Bestreben haben, die lagten neun Mart ihm vom Bürgermeister Suchsland erstattet tung der wirthschaftlichen Freiheit bekämpft, und wenn bestehende Staatsordnung zu bekämpfen und werden, so läßt sich doch nicht verhehlen, daß ein Sieg der Res auch in diesem Prozeß tausende und abertausende kleinwomöglich umzustoßen". Die Versammlungen dieser gierungsansichten vielleicht im Interesse der Aufklärung liegt bürgerliche Existenzen vernichtet werden, hat, wo es sich um böfen Luckenwalder feien geeignet, die öffentliche Ordnung und ber Fall würde Vielen die Augen darüber öffnen, wie es mit die Sonntagsruhe handelt, plößlich ein so warmes Herz Sicherheit zu gefährden", daher sei das gefezwidrige Berbot der Verantwortlichkeit der Beamten in Preußen aussieht, wie erflärlich". Daß die Sicherheit Luckenwalde's insbesondere am wenig ferner die konftitutionelle Schminke werth ist, mit dem das für den kleinen Gewerbebetrieb, und schützt deffen Intereffe Butage durch eine Versammlung sehr gefährdet wäre, beweise Gesicht des Polizeistaats Preußen beklert ist, und welch' besonde vor, um die Sonntagsruhe zu bekämpfen. Die„ Boff. 8tg." der Umstand, daß an diesem Tage öffentliche Luftbarkeiten und andere ren Ausnahmeverfügungen die werkthätige Bevölkerung unterliegt, will wenigstens den Geschäftsbesizer und dessen Familie von Berstreuungen der arbeitsfreien jugendlichen Bevölkerung häu- wenn sie die ihr zugeschworenen schmalen Rechte gebrauchen will. der zwangsweisen Sonntagsruhe ausgeschlossen wissen. Solche figer als sonst reichliche Muße gewähren, an solchen Versamm- Die Norddeutsche Allgemeine" wünschte vor furzem eine noch Ausnahmebestimmung würden sich bald die Besucher der lungen theilzunehmen, und daß Bersammlungen in Luckenwalde stärkere gesetzliche Beschneidung des Versammlungsrechts. Wozu? großen Geschäfte zu nutzen machen. Sie würden nicht erbereits zu Unruhen geführt hätten. Go fei im Jahre 1891 an- Leisten die erklärlichen" ausnahmegefeßlichen Verfügungen eines mangeln, Gehilfen zu Theilnehmern des Geschäfts mit einem läßlich der Vorstandswahlen der Fabritarbeiter" gutgläubigen" Bürgermeisters nicht mehr als je ein Gefeß erKrantentasse ein 71/2 stündiger wüfter Tumult" entstanden. reichen kann? Hoch das Privileg des Mangels an scharfer geringen Prozentsaz zu machen, wobei sie zwei Fliegen mit Ferner habe in einer nach dem Verbot am 2. Dezember 1893 Begriffsunterscheidung"! Hoch die Inhaber solchen Privilegs als einem Schlage träfen. Die Hoffnung auf den Geschäftsabgehaltenen von 120 Personen besuchten Versammlung die Gesetzgeber und Verwaltungsbeamte! Hoch die„ bestehende Staats- gewinn würde die Lage der Gehilfen noch mehr herabDebatte sich zu einem so lebhaften Zwist zugespitzt", daß ein brücken und würde ihnen die Sonntagsruhe vollends rauben. Gerade bei der Tabatsbranche, deren Interesse die Bekämpfer Theil der Versammelten beinahe mit Gewalt aus dem Lokal entfernt worden wäre. Der Bürgermeister habe sich bei dem de: Sonntagsruhe besonders im Auge zu haben vorgeben, Erlaß seines Verbotes in dem guten Glauben befunden, durch mirde sich das am deutlichsten zeigen. Viele Filialen der coßbetriebe sind heute bereits in der Weise an Gehilfen schlagende- Versammlungsverbot seiner Pflicht zu entsprechen, Berlin, den 7. Auguft. bergeben, daß diese statt eines Gehaltes nur eine Tantieme für die öffentliche Ruhe zu sorgen. Eine Ueberschreitung seiner Die Kommission für Arbeiterstatistik hat nunmehr chalten. Aehnliches kommt auch auf anderen Gebieten vor. Amtsbefugniffe falle ihm daher, selbst wenn seine vorgesetzte Bedem Reichskanzler ihren Bericht über die Frage der Mit der von der" Bossischen Zeitung" vorgeschlagenen Aushörde anderer juristischer Auffassung als er, nicht zur Last. Regelung der Arbeitszeit in den Bäckereien nahmebeſtimmung würde die Sonntagsruhe im HandelsDie Kompetenz- Konfliktsbegründung nimmt schließlich noch zu Gunsten des Bürgermeisters auf eine Entscheidung des alten und Konditoreien erstattet. Der Reichs- Anzeiger" gewerbe nicht nur in den Kleinbetrieben, sondern erst recht Kompetenzfonflittshofs vom 14, April 1877 bezug. In dieser druckt ihn in der ersten und zweiten Beilage seiner heutigen im Großbetriebe vollends beseitigt werden. Und diese Absicht Entscheidung verneinte der Gerichtshof in einem neupreußischen Nummer ab und bemerkt dazu: bildet den eigentlichen Kern in der warmen Fürsorge für Gebiet die Entschädigungsverpflichtung eines untergeord- Selbstredend sind die in dem Bericht gemachten Vorschlag den kleinen" Geschäftsmann. neten Polizeidieners, der eine Versammlung deshalb aufgelöst für den Reichskanzler nach feiner Richtung hin bindende hatte, weil er in gutem Glauben aber irrig annahm, die Wendung und was nunmehr zu veranlaffen sein werde, wird vielme eines Redners enthalte eine Aufforderung zu strafbaren Hand- lediglich von der Prüfung und Entschließung des Reichstanes Inngen. Dort führt nun das Gericht aus, daß man bei jenem abhängen. Wir dürfen hinzufügen, daß eine solche Entschliew ag untergeordneten Polizeidiener unter Berücksichtigung bisher nicht getroffen worden ist. feiner Stellung und seines Bildungsgrades" einen Troydem sind wir der Ansicht, daß die Veröffentlichung des Mangel an scharfer Begriffsunterscheidung" Berichts sich aus mannigfachen Gründen empfehle. Vor allem annehmen müffe, ber eine irrige Interpretation der Aeußerung begrüßen wir fie um deswillen, weil nunmehr der öffertlichen eines Redners erflärlich erscheinen laffe. Im vorliegenden Fall Meinung und insbesondere den zunächst betheiligten Kreifen ein handelt es sich nicht um einen untergeordneten Polizeidiener, son- authentisches Material vorgelegt und dadurch Gelegenheit gedern um einen Bürgermeister. Gilt jeht entgegengesetzt der Marime boten wird, sich mit den gemachten Vorschlägen bekannt zumachen des Korporalstocktönigs Leute von Ropp" in die Verwaltung zu sowie dazu Stellung zu nehmen." nehmen, die Vermuthung, der Vertreter einer Behörde leide an Mangel an Bildung und Schärfe des Unter scheidungsvermögens, der ihn unfähig macht, für die Folgen seiner Handlungen einzustehen? Besteht der Grundsatz: Unkenntniß schützt vor Strafe nicht" nur Nichtbeamten gegen Eine Enquete über die Wirkung des Iden über? Besitzen die preußischen Behörden ein Privilegium der titätsnachweises wird jept in ganz Prufsen vor Dummheit und Gefeßesunkenntniß? 3ft eine Polizeibehörde genommen. Sämmtliche Oberpräsidenten haber bezügliche berechtigt, die bestehende Staatsordnung" durch Ausnahme- Aufforderungen an die Regierungspräsidenten geichtet und verfügungen gegen Arbeiter umzustoßen"? Das Reichsgericht ebenso die landwirthschaftlichen Zentralvereine w Abgabe hat alle diese Fragen wiederholt verneint. Es hat in ähn lichen Fällen stets entschieden, daß ein Beamter für Zuwider von Gutachten ersucht. B " " Der Vorwärts" wird in den nächsten Nummern dem Wunsche des Reichs- Anzeigers" entsprecheno ar diesem Entwurfe Stellung nehmen. zur weiteren Verschlechterung des preußischen Vereins- und Versammlungsrechts. Die hochoffiziösen Berliner Politischen Nachrichten" bestätigen, daß die Pläne ber Staatsregierung auf Erweiterung der Befugnisse der Versammlungspolizei gerichtet sind.# ers Zu der von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" angekündigten Verschlechterung des preußischen Vereinsgefeues meint die Rheinisch Westfälische Arbeiter Zeitung": Weshalb denn die Mühe der Ausarbeitung eines neuen Ge seges? Eine findige und schneidige Polizei, die weiß auch schon unter den jezigen Verhältnissen ganz daffelbe zu reichen. Das beste Beispiel bietet da jedenfalls die Polizei hier im Ruhrrevier, aus deren Mitte die der Großstadt Dortmund als herrlichste Perle hervorleuchtet. Vers sammlungen verbieten, nichts leichter als das. Man gräbt ein verschimmeltes Gesetz von anno Zobat aus, stellt es über die preußische Verfassung und verbietet die Versammlung auf grund des allgemeinen Landrechts! Eine Versammlung auflösen einer Auflösung zu zeigen. Greift der Referent die Polizei unSpaß. Ein paar Fälle seien angeführt, um die Leichtigkeit sanft an in seiner Rede natürlich so wird die Versammlung handlungen gegen Verfassung, Gesez und die ihm Der Niedergang unseres Liberalism wird am fchleunigst aufgelöst; also geschehen zu Dortmund im Jahre des zum Schutz anbefohlenen Rechte der Einzelnen hafte, besten durch die Haltung unserer liberalen Or ne gegen Beamten eine Gotteslästerung verbricht, so wird die Ver nach der Meinung des Drane Heils 1894. Oder wenn der Referent weil die Zuwiderhandlung bei gehöriger Aufmerksamkeit und über den wenigen liberalen Errungenschaften gnnzeichnet; fammlung aufgelöst. So geschehen zu Brackel in diesem Jahre. nach den Kenntnissen, die bei der Verwaltung des Amtes eines Polizeibeamten erfordert werden, hätte vermieden werden können so wird das allgemeine gleiche Reichstagswahl ht energisch Dder, wenn der Referent von der Brutalität der Kohlenbarone und sollen(§§ 88, 89 11, 10, 21. 2.-R.). Es bedarf auch feiner von der Köln. Btg." bekämpft. Die Ge er desselben spricht, so wird die Versammlung aufgelöst. Bum Beispiel in Feststellung des Grades des begangenen Versehens, führt das wissen aber wohl, daß diese Aenderung der Rhsverfassung Marten im Jahre 1898. Oder, wenn derjenige, der die AnReichsgericht 3. B. Band 21, S. 232 aus, denn nach§ 88 eine Revolution von oben bedeutet, deren Yhivirkung für meldung der Versammlung besorgt hat, diese nicht eröffnet, fo loc. cit. hat der Beamte auf die pflichtmäßige Verwaltung seines die herrschenden Klassen höchst empfindlich se dürfte, ihren wird sie aufgelöst. So wurde im vorigen Jahre in Bövings Mintes die genaueste Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit zu verwenden Untergang jedenfalls eher beschleunigen als aufhalten hausen verfahren. Ebenso kann man äußerst bequem eine Verund nach§ 23 1, 3 A. 2. R. vertritt derjenige auch wird. fammlung auflösen, wenn etwa drei Personen mit nicht allzusehr gedämpfter Stimme Oho!" oder" Hört, hört!" rufen. Das ein geringes Bersehen, welchen die Geseze besonders verpflichten, Die Mente der Reaktion wittrt Fraß. Die Vereinsgeseh schreibt zwar vor, daß nur dann eine Versammlung vorzügliche Fähigkeiten oder Kenntnisse oder eine mehr als gewöhnliche Aufmerksamkeit bei einer Handlung anzuwenden. Der Kartellparteien, allen voran der BismarckTroß, lechzen nach aufgelöst werden dürfe, wenn zu Gewaltthätigkeiten aufgefordert Beamte haftet mithin für jedes Versehen." So einem neuen Sozialistengesez in verscärster Form; die wird oder dahingehende Anträge berathen werden oder wenn ein solcher Tumult herrscht, daß der Ueberwachende den Redner nicht verstehen kann. Aber das genirt unsere Polizei aufhören, denn hier sei ja das Weib, das er erwarte. Teufel mochte es länger im Freien ausalten. Er wetterte nicht. Mit Hilfe von allerlei vergilbten und vergessenen Ge Drauf ließ er den Bastian los, und besah sich die Frau nieder, wie eine Sündfluth, und wir, wie die Leute von fetzen oder Ueberresten von solchen bringt fie sogar noch ganz von oben bis unten, und, da mir nicht befohlen war, ein Bergen, tamen wie gebadet in dem Chöfte zum Tannicht andere Sachen fertig. Ein Polizei- Inspektor verbietet einfach paar Liebesleute ani Sprünglin zu stören, so ließ ich meine an. Das Höllengestürme hörte indeffa bald auf, und wir einem Redner, weiter die Geistlichen anzugreifen und als„ der Leute wieder unter die Bäume kehren, wo mir der scheltende fuchten nachher in allen Richtungen iuf dem Plaze nach, Mann nicht pariren will" läßt er ihn auf ein paar Stunden Der Beamte hat da einfach bei sich die pflichtBaftian vertraute, er wolle sich henken lassen, wenn der, aber keine Spur von den Erschlacnen war zu finden, einlochen. mit dem er sich gerauft, nicht der Leuenberger gewesen. und sicher hat sie der Teufel wärend des fürchterlichen gemäße Erwägung angestellt, ob die Rede des Mannes nicht Das war dann nun verdächtig; denn der Leuenberger ist Donnerschlags geholt, der uns saimt und sonders unter schließlich, wenn dieser so fortfahre, eine Störung der öffent im Stadtbann, und auf ihn hatte ich absonderliche Weisung. Dach trieb. Nicht einmal ein Sam von Blut war mehr diese Frage bejaht und hat dann pflichtgemäß gehandelt. So lichen Ordnung, Ruhe nnd Sittlichkeit herbeiführen könne, hat Drum rasch mit gefälltem Spieß gegen das Grünglin auf dem Boden zu schauen. De Regen hatte alles ab- pflichtgemäß, daß ein Redakteur, der das öffentlich bezweifelt zurück im hellen Haufen, und wir sahen, weil der Himmel gespült. Während wir nun lange Zeit suchten und lugten, batte, ein paar Monate dafür brummen mußte. Diese von allen Seiten flanite, wie der Mann und das Weib so sah einer von uns, wie vonfery, ein Brand aufging, eine Bestimmung, daß die Polizei, wenn sie bei pflichtgemäßer noch auf der Matte standen, und die Frau sich geberdete, und da wir darauf los eilten, so amen wir gerade an die Erwägung eine Störung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und als wolle sie verzweifeln. Was sie aber sprachen, hörten Martenschente, die lichterloh brinte, dergestalt, daß sich Sittlichkeit kommen sieht, Vorbeugungsmaßregeln treffen muß, ist wir vor Donner und Getöse nicht, sondern schrien wie feiner von uns hineinwagte. Entweder war die Hütte ganz unbezahlbar. Sie ist eine wahre Berle, die alle die uns aus einem Halse:" Gieb Dich, Leuenberger! Gieb Dich!" ganz verlassen, oder alle Leute paren darin umgekommen, bequemen Einschränkungen des Vereinsgesetzes beseitigt. Die Wie wir jedoch also auf ihn anrückten, und er Unrath merkt, denn es war nichts zu hören aldae; Fauchen der Flamme, Polizeibeamten müssen, um mit dieser Berle umgehen zu fönnen, nur mit einem bischen Seherblick, mit ein wenig Prophetengabe so nimmt er das Weib auf den Arm, springt mit ihm und und das Geprassel der Balken Von dannen kehrten wir ausgerüstet sein und an solchen befähigten Beamten hat es wenig Dem Gaule über einen Graben in ein Gerstenfeld, und zur Stadt zurück."" Und haben iesen, daß Ihr trunkene stens in Dortmund noch nicht gefehlt. Vorbeugend wirkt der ruft uns zu: Zurück, ihr Schufte, mit Verlaub vor Mannen gewesen, die man in r Folge zum Ochfentreiben, überwachende Beamte aber ferner auch, indem er bisweilen dem Ew. Gestrengen zurück, denn hier ist des Grafen von aber nicht zum Spigbubenfangaus senden wird;" versetzte Redner Direktiven giebt und ihm Berwarnungen zukommen läßt. Razenelnbogen Mark und Eigenthum, und er brennt die der Schultheiß mit erkünftelt strenge, obschon es ihn So verbietet er 8. B. einfach, die Maßnahmen der Polizei ans Stadt nieder, so Ihr sein Gebiet verletzt." Da half ergößte, daß Diethers Hoffing auf ein günstigeres Er läßlich des Bergarbeiterstreits zu charakteristren, wie der Herr dann nun freilich nichts: Mit dem Grafen ist nicht zu gebniß getäuscht worden war Jr, Hauptmann, hättet Inspektor Richard in einer Bergarbeiter- Versammlung in Dortmund gethan. Oder man befiehlt dem Redner, bei der Tagesspaßen, und da wir nur für das Sprünglin Anftrag hatten, beffer daran gethan, eine verständigeren Gesellen zum ordnung zu bleiben, oder man verbietet ihm, vom Beamtenund es hier offenbar nur einem Liebeshandel galt, so blieben Führer zu wählen, als dies biceitmäuligen Erzähler, den thum zu sprechen, wie es erst fürzlich Th. v. Wächter in wir zurück, absonderlich, da uns ein wahres Mordgeschrei der rohe Wig eines Gaudies dergestalt überlisten konnte. Unna und Brackel geschehen. Kurz, der Mittel giebt es viele; vom Zannicht her zu Dhren tam. Wie das wüthende Heer, Mir thut es leid,"- fügter aufstehend und gegen Diether wenn sie auch nicht im Vereinsgesetz unter den Rechten der troh Blizz und Sturm jagen wir zurück, und fallen gerade gewendet hinzu, daß run nichts gelehrter seid nach Polizei angeführt sind, was verschlägt's? Man hilst sich mit in ein Gemezel, das zwei verkappte und bewehrte Buben diesem Zuge, und lade Eh ein, von diesem Handel ab- anderen Bestimmungen, feien sie auch noch so alt. Sicherlich ist an einigen Leuten verüben wollen, die mit Leuchte und Haue zubrechen, da ich Leute nçen sche, die unsere Aufmerksam aber ein neues schärferes Vereinsgesetz gänzlich unnöthig. Die und einem Pfaffen von Bergen gekommen waren, um beim feit anderweitig in Ansprh nehmen werden."-" Sogleich," Bolizei möge fich nur ein Beispiel an ihrer Kollegenschaft im Tannicht nach Schäßen zu graben. Hier war unsere Hilfe entgegnete Diether finster, rollend:„ was ist aber aus dem Ruhrrevier zum Muster nehmen und die gesetzgebenden Körperschaften sind um die Qual des Gesezmachens herum. Vielleicht nöthig, und wir schlugen auf die Räuber los, wie die Bären, Leuenberger geworden, up dem Meibe, das zu ihm sich ge- tönnten die Herren Ueberwachenden hier einen Kursus in der Traun, leer Serr," antwortete der Rott Handhabung des Bersammlungsrechtes durchmachen. Kehren sie ohne daß sie recht verwußten, woher das neue Wetter kam. funden?" Der eine wollte just dem Pfaffen an die Kehle, weil er meister verdugt:„ das ögen die beiden am besten wissen. dann in die Heimath zurück, so wird es auch dort der Sozials Geld bei sich trug: der andere balgte sich mit den beiden hat sie nicht der Bli erschlagen, werden sie wohl mit demokratie ergehen, wie hier sie wird fortschreiten zu neuen " Dummtopf!" Siegen, wie bisher!" anderen Leuten herum. Den ersten rannte ein Lanzenstoß, heiler Haut davon fommen sein." wie ich glaube, nieder, und dem zweiten spaltete der Bastian, murrte Diether dem Frtgehenden nach und sprach dann ben der Leuenberger böse gemacht hatte, mit der Hellebarde vor sich hin: Bleibtnir denn eine Wahl der Gedanken den Kopf, daß er niederschlug, als hätte er nie gestanden. und Bermuthungen? Margarethe war das Weib... und Bum Unglück verlöschte plöglich im gewaltigsten Blazregen ihr böf' Gewissen ha fie von mir gejagt. D, ich stehe die schwache Leuchte, und wir sahen, unter einander herum- allein unter entmensten Geschöpfen, gezwungen zu hassen, schlagend, beim nächsten Blige nur, daß wir in Gefahr die ich liebe, ein erlassener, betrogener, mißhandelter ( Fortsetzung folgt.) waren, uns selbst und gegenseitig todt zu machen. Der Greis!" um Die Bossische Zeitung" schließt einen Leitartikel über das Vereinsgesetz mit folgenden die neuesten Res sierungspläne zur Bernichtung der Sozialdemokratie be treffenden Bemerkungen: Wie die Majorität des jezigen Abgeordnetenhauses beschaffen ist, ist die Möglichkeit gegeben, das Vereinsrecht weiter zu beschränken. Wir müssen uns darum die Freiheit wahren, fede folche Maßregel als den Ausfluß einer furzsichtigen Reaktion zu bezeichnen; denn es kommt stets ein Augenblick, wo die Fluth solche Hindernisse in der Ausübung eines unentbehrlichen Rechts schnell wieder hinwegschwemmt. entwurf wird gleichzeitig mit dem Budget dem Abgeordnetenhause| mittags 2 Uhr ab in Teuchern stattfinden. Agitation, zugehen; auch sind die Verhandlungen mit den betreffenden Bant Organisation, Breffe, Parteiliteratur, der Frankfurter Parteitag instituten dem Abschlusse nahe. und die Anträge der Delegirten bilden die TagesordnungsCaferio, der Mörder Carnot's, wird unzweifelhaft Punkte. Miquel soll sich auch mit Rücktrittsgedanken tragen. hingerichtet werden. Die Frist für die Einlegung der Be Die polnischen Parteigenoffen Deutschlands halten zu Wir werden dieser Nachricht erst Glauben schenken, wenn rufung ist abgelaufen, ohne daß Caserio einen Berufungs- Weihnachten in Berlin ihren zweiten Parteitag ab. sie durch den„ Reichs- Anzeiger" Bestätigung finden wird.- antrag unterzeichnet hätte. Stimmen, die die Umwandlung Der französische Anarchistenprozeß. Heute liegt über denselben die folgende Depesche vor: ** Bismarck'sche Schweinerei. Der Herzog von Lauen- seiner Strafe fordern, find nicht zu verzeichnen und ebenso In Mainz hatte, wie die ,, Mainzer Bolts- 8tg." berichtet, burg liebte und liebt die Vergleiche mit den Dingen, die wie bei Nobiling, wohl aus den gleichen Gründen, hat man der ehemalige Schuhmann 2ämmersdorf, der wegen seiner ihm besonders nahe liegen, daher die zahlreichen zoologischen die Untersuchung seines Geifteszustandes unterlassen. Würde gloriofen Thätigkeit unterm Sozialistengesetz zum Bezirkskommissar Bergleiche, er sprach gerne von Federvieh, Sauhirten u. dgl. nämlich die Verrücktheit Caferio's von den Aerzten konftatirt avanzirte und dann wegen Wahnsinns von diesem Posten entDie neueste Schweinerei hat er sich in einem Gespräche mit werden, so fiele die frevelhafte Ausnahmegesetzgebung wie fernt werden mußte, der Redaktion des genannten Parteiblattes eine Berichtigung auf einen Artikel gesandt, worin die Bevölkeeinem Mitarbeiter der Magdeburger Beitung" geleistet. ein Kartenhaus zusammen. rung vor ihm gewarnt worden war. Die Redaktion nahm die Er verglich dabei ohne jeden Anlaß die Anarchisten mit Berichtigung aus triftigen Gründen nicht auf. Lämmersdorf Schweinen. Auf die weiteren Aeußerungen des Er- Reichsdrohte nun, den Redakteur Sprenger todtzuschlagen wie einen kanzlers einzugehen, lohnt sich wahrlich nicht. Der Mann In dem Anarchistenprozeß wurde heute das Verhör der An- Hund, wo er ihn fände. Thatsächlich lauerte er ihm am Abend auf und fiel ihn mit seinem Stocke wird alt und der Heroenkultus, den die reaktionäre Presse geklagten fortgesetzt. Der frühere Beamte im Kriegsministerium Freitag The der Ueberfallene sich Fénéon gab auf Befragen des Präsidenten zu, verschiedene Artikel an. zur Wehr sehen konnte, mit ihm treibt, macht seine Aeußerungen weder interessanter für ein anarchistisches Blatt geschrieben zu haben und erklärte, war der Angreifer wieder verschwunden. In den Kneipen noch werthvoller. als der Präsident ihm seine Beziehungen zu französischen und rühmte sich Lämmersdorf des Ueberfalls, zeigte den Stock, einen Die Ernennung des Landraths Gescher zum vor ausländischen Anarchisten der That vorwarf, er hätte die sogenannten Todtschläger und versicherte, daß er damit den tragenden Rath im Reichsschazamt wird von der Kreuz- Anarchisten aus Neugierde, um diese soziale Bewegung zu ftudiren, Redakteur nächstens auf einen Hieb todtzuschlagen gebenke. Der Beitung" als müßige Erfindung" bezeichnet. Das Blatt besucht. Fénéon behauptete dann, daß die in seinem Bureau Redakteur hat die Polizei davon in Kenntniß gesetzt. Vorläufig thäte nach unseren Informationen beffer, sie blos als ver- gefundenen fupfernen Zündröhren und die Flasche Quecksilber läuft aber Lämmersdorf, der, beiläufig bemerkt, aus der Stadtfrüht zu bezeichnen. seinem verstorbenen Vater gehört hätten und nicht von Emil taffe 1200 m. Pension bekommt, noch frei herum, obgleich er Henry herrührten. offenbar zu den gemeingefährlichen Individuen gehört. Die Mainzer Boltszeitung" fordert seine Unterbringung in eine Heil. anstalt und kündigt an, daß wenn die Polizei nicht einschreite, fie sich gegen Lämmersdorf selbst zu helfen wissen werde und war genau nach dem Rezept des berühmten Redakteurs vom Arizona Rider. Ein Gegner der Feuerbestattung ist der bayerische Minister des Innern. Derselbe hat eine Verordnung erLassen, in welcher die Zulassung der Feuerbestattung in Bayern ohne Ergänzung der einschlägigen Gesetzgebung für unmöglich erklärt wird; ein diesbezügliches Bedürfniß bestehe in Bayern nicht. Die Italienerhete in Frankreich hat wieder neue Opfer gefordert. Eine Pariser Depesche meldet das folgende: Nach einem Rommunique des Präfekten des Departements du Gard wurde in diesem Département und besonders in Aiques Mortes wegen des Zuzuges fremder Arbeiter zu den Salinen, wie solcher jedes Jahr zur Zeit der Salzgewinnung stattfindet, ein besonderer Sicherheitsdienst eingerichtet. Als unter den an Wirksamer als alle Friedenskongreffe unterstützt gekommenen Fremden gestern Abend von der Menge neun die Sache des Friedens das kleinkalibrige Gewehr. Ueber Italiener erkannt wurden, wurden dieselben verhöhnt und mußten die furchtbare Wirkung der kleinkalibrigen Geschoffe aus Aigues- Mortes verlassen. Mißhandlungen Fremder oder andere Jagdgewehren wird der Vossischen Zeitung" aus Freien- Bwischenfälle sind nicht vorgekommen. walde geschrieben:" Es stand ein Reihbock auf etwa Es ist klar, daß die Unterbietung der Löhne durch die 150 Meter Entfernung so, daß der Schuß schräg von hinten italienischen Arbeiter an diesem Zwischenfalle die Schuld rechts waidwund angetragen werden mußte. Der Einschuß mitträgt, aber die französische Regierung ist sicherlich an hatte die Stärke der Kugel, der Ausschuß dagegen, links diesen Vorgängen auch nicht unschuldig. furz Blatt, hatte eine Berreißung der Decke von Handbreite herbeigeführt. Der Magen und Hauptdarm waren total zerrissen, so daß der Koth bis in die Brusthöhle gesprigt war." " Hält man es wirklich für möglich, daß die tapfersten und disziplinirtesten Soldaten sich zur Bielscheibe solcher Geschosse machen, wenn sie ihre Wirkung an ihren mit tämpfern beobachtet haben? " M Zu bedauerlichen Auftritten fam es am Sonntag in Antonienhütte in Oberschlesien durch das Verschulden des Mirthes Lachmann, der seinen Saal zu einer Arbeiterversamm lung zur Verfügung gestellt hatte, ihn aber im letzten Augenblick verweigerte. Die getäuschten Arbeiter zogen nun nach einem anderen Lokale, dem Garten des Hüttenhaus Gasthofes, an bessen Betreten sie aber durch die Polizei gehindert wurden. Jetzt schlugen sie den Weg nach Redendorf ein, wo sie vor dem Rosenbaum'schen Lokal Halt machten. Hier trat ihnen abermals Polizei entgegen, die sie zum Auseinandergehen aufforderte. Die Menge, unwillig über das Gebot, gehorchte nicht. Nun griff die Polizei zu ihren Schußwaffen, wobei eine Frau getödtet und sechs Männer und 1 Kind verwundet wurden. Jetzt begann die Menge, deren Zahl auf 2000 Personen geschäßt wird, ein Steinbombardement. Vor dem hiesigen Gerichtshofe wurde während mehrerer Tage Die Polizei flüchtete in ein Haus. Der Kampf foll von 5 bis der Prozeß gegen den Lieutenant Blanc, welcher durch Mißhand- 8 Uhr Abends gedauert haben. In der neunten Stunde zerfungen den Tod des Soldaten Evangelisti verursacht hatte, verstreute sich die Menge. Um 10 Uhr traf Militär ein. 8 Arhandelt. Blanc wurde zu sechs Monaten 20 Tagen Gefängniß, beiter wurden noch in derselben Nacht verhaftet, unter 500 Francs Geldstrafe und in die Gerichtskosten verurtheilt. ihnen auch Purtop und Kawzyk bie öfter in den Soldatenmord durch Vorgesetzte wird in Italien leichter bestraft, wie irgend ein Disziplinarvergehen. Aus Padua wird nämlich telegraphirt: Estrup, der dänische Bismarck, der frühere Führer der Versammlungen der polnischen Arbeiter Oberschlesiens gesprochen. Die Mannheimer Hochverräther" Dreesbach und Großgrundbesiterpartei, der feit dem 11. Juni 1875 haben. Im Ganzen follen gegen 50 Personen zur Verantwortung Fent sind aus der Untersuchungshaft entlassen worden, Ministerpräsident war und fast stets in Nichtbeachtung ber gezogen werden. Wir folgen in diesem Bericht im wesentlichen während der verantwortliche Redakteur Genosse Teufel noch Beschlüsse der Volksvertretung regierte, gegen deren Be- den Angaben des Berliner Tageblatts" und der Bossischen weiter hinter den schwedischen Gardinen sich Gedanken über schlüsse Steuern erhob und Festungswerke anlegen ließ, Beitung", die nach dem„ Oberschlesischen Anzeiger" attirten, sowie die Weisheit der Mannheimer Staatsanwaltschaft machen reichte nun endlich die Demission seines Ministeriums ein. dem Wolff'schen Telegraphenbureau. tann. Zur Vorgeschichte der Verhaftung sei folgendes hier Das neue Kabinet ist ein Koalitionsministerium, zusammen gegangenen Mittheilung aus 3 a brze vereitelten die Nach einer uns in letter Stunde vor Redaktionsschluß zumitgetheilt: Gendarmen jeden Versuch unserer bekannteren Nach vorhergegangener Ankündigung begann die Volks. sesezt aus Reaktionären und gemäßigten Liberalen. ftimme" am Sonnabend mit dem Abdruck historischer Serbisches. Die serbische Regierung hat im Inter- Parteigen offen, die aufgeregte Boltsmaffe Dokumente aus der badischen Revolution 1849. Ein ein- effe der öffentlichen Sicherheit" beschlossen, die Gendarmerie durch eine Ansprache au beruhigen. leitender Artikel verhält sich zu diesen Dokumenten sehr um 600 Fußgendarmen und 200 berittene Gendarmen zu kritisch, so daß die Verhaftung um so erstaunlicher er- vermehren. Die Einstellung dieser neuen Sicherheitsorgane scheinen muß. Wir heben hier zwei Säge aus der Ein- wird sofort erfolgen, aber das System des Verfassungs leitung hervor, welche die Annahme, als sei die Wieder- bruches doch nicht sichern. gabe der Dokumente eine Empfehlung derselben für die Gegenwart, völlig ausschließen. Zunächst heißt es da in absprechendem Sinne über die Ziele der damaligen Be wegung: Wer kennt nicht jene große tolle Zeit, welche im Jahre 1849 das Badener Land von Anfang bis ziemlich zu Ende durchwogte? Wer hat nicht von den angeblich großen Männern Brentano, Hecker zc. gehört, die das Volt, das arbeitende Volk aufriefen zum Kampfe für ihre Rechte? Freilich die Rechte, welche diese Männer für das Volt forderden, sie waren nicht bestimmt für die Arbeiter, es galt mehr oder weniger, die Bourgeoisie, das Bürgerthum noch aus den letzten Feffeln zu befreien, welche die französische Revolution, der nachfolgende heilige" Befreiungskrieg und die Metternich'sche Politik um das zersplitterte Deuschland geschlungen hatten. Und ferner: Doch ich will die Reflexionen beiseite laffen, die sich mir aufdrängen. Ich gehe zu den Thatsachen über, eine Registrirung historisch wichtiger Dokumente aus dem Jahre der 1849er Nevolution zu geben, die unseren alten Genossen die Erinnerung an jene tolle Zeit der unreifen Entschlüsse und deren Ausführung wachrufen, unseren jungen Genossen aber ein Bild davon geben soll, wie man gegen thatsächliche Verhältnisse nicht ankämpfen fann, ohne einen Rückhalt in dem zu suchen, was auch der Rückhalt jeden Staates ist, das Volk. Wie wir über die polizeiliche Schießerei auf's Volk denken, brauchen wir unseren Lesern nicht erst zu sagen. Die legalisirte Ungehörigkeit, wegen einer Cappalte auf's Bolt schießen zu dürfen, wird erst aufhören, wenn im Deutschen Reiche der Grundfah gilt, daß das Leben eines Arbeiters genau so viel werth ist, wie das eines eine Erklärung der englischen Regierung im Unterhause der Bosnischen Zeitung" glauben wir, daß die Polizei Zum chinesisch- japanischen Kriege liegt heute blos angehörigen der höheren" Klaffen. Aber nach den im wesentlichen gleichen Berichten des Berliner Tageblatts" und vor. Dort erklärte der Parlaments- Untersekretär Grey, felbft ihre dehnbaren jetzigen Befugnisse wenigstens insoweit überJapan hätte das Versprechen gegeben, feine friegerischen schritten hat, als sie nicht erweislich nöthig hatte, zu den Waffen zu Operationen gegen Shanghai und dessen Zugänge zu unter greifen. Es heißt in den Berichten der beiden bürgerlichen Blätter: die nehmen. Unter dieser Bedingung wolle China die Zugänge Gendarmen forderten den Haufen wiederholt deutsch und polnisch zum Auseinandergehen und Nachhausegehen auf. Man schenkte Shanghai's nicht versperren. aber bedauerlicherweise ihren Ermahnungen kein Gehör, und aus der Mitte erschollen Beleidigungen, Gejohle und Gefchrei. Darauf sahen sich die Beamten genöthigt, von der Waffe Gebrauch zu machen. Darauf also schon, trotzdem sie noch nicht thätlich angegriffen worden waren, denn das Ueber die Stellung unserer Partei in Siegen sagt der Gegentheil würde die bürgerliche Presse sicherlich nicht 1893 Bericht der dortigen Handelskammer:" Bei der Wahl zu verschwiegen haben. Aber was hatte die Polizei denn dem auf Anordnung der töniglichen Regierung eingerichteten für ein Recht, den Arbeitern den Recht, den Arbeitern den Zutritt zu den Gewerbegericht in Siegen sind zum ersten Male Stimmzettel ab beiden legten Lokalen zu verbieten? Das Recht, in einem gegeben worden, auf denen der Kandidat der Sozialdemokratie Gasthause einzukehren, steht doch jedermann zu. Hoffentlich wird u. f. w." bezeichnet war. Hiermit trat zum erfien Male in der Gerichtsverhandlung auch alles das gründlichst erwogen, Organisation und Zusammenschluß dieser Partei im hiesigen was zu gunsten der armen polnischen Arbeiter spricht, die übrigens Kreise in die Deffentlichkeit. Die von dieser Seite aufgestellten troß ihrer Erregtheit immer noch nicht so viel Unglück angerichtet Kandidaten sind sämmtlich gewählt worden. Mit diesem Erfolg haben, als die Polizei mit ihrer Schießerei. wird die Partei gestärkt werden und dürften weitere Folgen nicht ausbleiben." Darteinachrichten. * " " Neber die bevorstehenden belgischen Wahlen fagt die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in einem Artikel: Die Einen neuen Beweis für den Fortschritt des Sozia Sozialdemokratie und die möglichen oder wahrscheinlichen Bes lismus liefert ein Artikel des uftramontanen Echos der Gegen ziehungen zwischen dem bürgerlichen Radikalismus und dem Diesem einleitenden Artilel folgt ein Flugblatt aus wart", worin es heißt: Soll nicht binnen kurzem der einst so fozial- revolutionären Proletariat, das ist der unsicherste Posten jener Zeit, das in bombastischen Ausdrücken das vorstehende loyal und firchlich gesinnte Aachener Landkreis von der in der bezüglich des Ausfalls der bevorstehenden Wahlen aufabsprechende Urtheil rechtfertigt. Dergleichen Flugblätter Sozialdemokratie vollständig zerrüttet und zerklüftet sein, so darf gestellten Wahrscheinlichkeitsrechnung: Aehnlich wie der Kleri oder Theile davon sind in Zeitungen aller Schattirungen mit einer ebenso burchgreifenden, wie aufrichtig gemeinten falismus verfügt die sozialistische Demokratie über eine fefte, schon mehrfach abgedruckt worden, um die Unreife der das scheint es unerläßlich, eine Abänderung des§ 81 des allgemeinen Brüffeler Generalraths liegt. Aber inwieweit es der Partei, schon mehrfach abgedruckt worden, um die Unreife der da sozialen Reform nicht länger gezögert werden. Insbesondere stramme Organisation, deren Leitung in den Händen des maligen Bewegung festzustellen, und noch immer ist es ge- preußischen Berggefeßes vom 24. Juni 1865 in dem Sinne her welche bisher auf außerparlamentarische Agitationen mehr desultostattet, historische Rückblicke in objektiver Form zu geben. beizuführen, daß ein Bergarbeiter, der 20 Jahre hindurch dem rischen Charakters angewiesen war, gelingen wird, in der Der Leipziger Wähler" bemerkt hierzu: Bergwerksbefizer treu und fleißig gedient und in diesem Dienste bataille rangée der Parlamentswahlen einen Erfolg zu erzielen, feine Kräfte nahezu erschöpft hat, nicht mehr ohne Angabe eines muß dahingestellt bleiben. Man nimmt an, daß der SozialGrundes entlassen und dem Elende preisgegeben werden darf." demokratie vornehmlich bei der Entscheidung der Stichwahlen eine bedeutendere Rolle zufallen werde." " Wir vermissen in der Darstellung der Mannheimer Voltsstimme" nach feiner Richtung die objektive Erörterung." Um so befremdlicher ist uns die oben gemeldete Verhaftung, die unserer Ansicht nach sich nicht aufrecht erhalten läßt. " % Auf dem Parteitage der Sozialdemokratie des Herzog= Und die Frankfurter Zeitung" schreibt: thums Gotha, der am Sonntag in Gotha abgehalten Todtenliste der Partei. Am 1. August wurde in Roten. Anfangs glaubte die öffentliche Meinung, das Vorgehen wurde, waren 27 Orte vertreten. Nachdem Reichs- und Landtags- burg in Hannover Paul Jiing, früherer Redakteur ber Der Staatsanwaltschaft gegen eine historische Urkunde sei durch Abgeordneter Bock über seine Thätigkeit Bericht erstattet hatte, Hamburg Altonaer Volkszeitung", beerdigt. Ising stand bis den Irrthum veranlaßt worden, als habe man es mit einer nahm der Parteitag eine Resolution einstimmig an, worin dem zuletzt in der Arbeiterbewegung. Er war verantwortlicher Reaktuellen Aufforderung zu thun. Nachdem aber die Direktoren Genoffen Bock für seine Thätigkeit im Reichs- und Landtage dakteur der Gärtnerzeitung" und Vorsitzender des Zentralvereins und der Redakteur der Boltsstimme" verhaftet worden sind, das vollste Vertrauen ausgesprochen ist und die von den Schuh- der Gärtner. Durch feinen Tod verliert dieser Verein eines seiner muß man annehmen, daß die Staatsanwaltschaft in der That machern Burgs und Berlins gegen ihn erhobenen Anschuldi- thätigsten und beliebtesten Mitglieder. Antlage wegen Hochverraths erheben will. Man darf gespannt gungen gemißbilligt werden. In Beziehung auf das Organ des darauf sein, in welcher Weise diese Anklage begründet wird." Kreises, das„ Gothaische Volksblatt", wurde berichtet, daß der Bestand des Boltsblattes, bei einigermaßen agitatorischer Thätigdienen. " " In der Polizeiliches, Gerichtliches: c. Aus Mannheim wird der Rheinisch- Westf. Arb.Pastor Naumann ist, nach Angabe der Frankfurter feit jedes Ginzelnen, durch Gewinnung neuer Abonnenten voll- Beitung" geschrieben: Die Polizei entfaltet gegen den gefähr Zeitung", zum Geistlichen des Südwestdeutschen Vereins für ständig gesichert sei. Ein Antrag auf Verbilligung der Juferate lichen Artikel der Volksstimme" einen regen Eifer. innere Mission ernannt worden, um seine Straft mehr für wurde der Breßkommission zur Begutachtung überwiesen, ein Au- Redaktion suchte man die Manuskripte, um den Verfasser zu er die spezielle Arbeiterfrage zu verwerthen, als dies bisher trag auf Beseitigung der jetzigen Sonntagsbeilagen abgelehnt. funden, und fand natürlich nichts. Die ausgegebenen Gxemplare geschehen ist. Daneben aber wird er nach wie vor dem Bum Vertrauensmann für den Wahlkreis Gotha wurde Hilde- der Volksstimme" wurden von der Polizei sowohl in Manu Frankfurter Evangelischen Verein für innere Mission als brand einstimmig wiedergewählt. Nach einer kurzen Ansprache heim als in der ganzen Umgegend eingesammelt. Jedenfalls eine Prediger und als Bearbeiter einzelner Spezial Aufgaben Bod's wurde der Parteitag mit einem Hoch auf die internatio- anstrengende Arbeit. Daß man sich nicht damit begnügte, den nale Sozialdemokratie geschloffen. verantwortlichen Redakteur zu verhaften, sondern auch den technischen und kaufmännischen Leiter verhaftete, deutet wohl Ein Kreistag der Sozialdemokratie des Reichstags- Wahl- darauf hin, daß wir die Segnungen der neuen Rechtsauslegung, treises Merseburg Querfurt wird Sonntag, den wonach auch Verleger und Drucker strafbar sind, jezt zu spüven 12. August, von Nachmittags 3 Uhr ab in Merseburg im bekommen werden. Schüßenhaus abgehalten. Die Tagesordnung lautet: Bericht Zum Dresdener Erpressungsprozeß meldet und Abrechnung der Vertrauensleute; Agitation und Organi- die Sächsische Arbeiter Beitung": Die Beschwerde der Parteis fation( Referent Otto Mittag aus halle a. S.); unsere Preise genoffen Eichhorn und Findeisen über die Fortdauer ihrer und deren Verbreitung; Wahl eines Delegirten zum Parteitag Untersuchungshaft ist vom Oberlandesgericht verworfen worden. Die Beiden müffen also ruhig weiter sißen. Der franke Eichhorn muß zwischen dumpfen Gefängnißmauern geduldig warten, bis der Rechtsanwalt Gerlach seine Ferienreise brendiat hat und als Demnach erscheint die uns zugekommene Mittheilung, wonach Pastor Naumann gemaßregelt worden sein soll, un richtig zu sein. Klaffenlotterie in Ungarn. Den Teufel will man in Ungarn mit Beelzebub austreiben, au stelle des Zahlenlottos die in Deutschland nur zu sehr bekannte Klassenlotterie setzen. Hierüber wird aus Budapest depeschirt: in Frankfurt a. M. Minister Weckerle stellte alle Vorarbeiten für die Einführung Der Kreistag der Sozialdemokratie des 3eit Weißen der Klaffenlotterie in Ungarn fertig. Ein diesbezüglicher Gesetz- felfer Reichstags- Wahlkreises wird am 26. Auguft von Nach Zeu�e vernommen werden!c>nn. Wir gönnen gewiß Herrn Gerlach seine Erholungsreise und wenn das Gericht die unseres ErachtenS jetzt nach Beendigung der Verunterfuchung durch nichts gerecht- fertigte Untersuchungshaft der beiden Angeklagten aufhöbe, dann hätten wir gar keine Veranlassung, etwas gegen die Terminsver- legung zu sagen; so aber müssen wir gegen dieses Verfahren ent- schieden protestiren. — Der Parteigenosse Pistorius hat als Redakteur der Magdeburger„V o l k s st i m m e" am 5. Mai 1894„öffentlich in Beziehung auf den königlichen Ersten Staatsanwalt und die Mitglieder der Staatsanwaltschaft bei dem königlichen Land- gericht zu Augsburg nicht erweislich wahre Thatsachen behauptet und verbreitet, welche jene Beamten verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet fmb." Dafür soll er auf 4 Wochen ins Gefängniß, während der Staats- anwalt. seinem Antrage nach, schon mit 14 Tagen zufrieden ge- wesen wäre. — Wegen Beleidigung wurde in G e r a der Redakteur der „R e u ß i s ch e n T r i b ü n e", L e v e n, zu S Monaten Gefängniß verurtheilt. — Genosse R a u e ist nach fast sechsmonatigem Aufenthalt im Gefängniß in Münster, wo er wegen Preßvergehens saß, wieder nach Iserlohn in die wunderbare deutsche Freiheit zurückgekehrt. — Der Redakteur der„Münch en er Post", Ed. Schmid, war vom Münchener Amtsgericht wegen Beleidigung des Land- gerichts-Direktors Otto Rummel in Mülhausen und vier Genossen zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Das Landgericht als Berufungsinstanz fetzte die Strafe aus 3 Monate herab. Die von Schmid dagegen eingelegte Revision wird am 16. Oktober vor dem Oberlandesgericht verhandelt werden. — Acht Arbeiter fuhren in M i t t w e i d a auf einem Leiter- wagen und sangen dabei den Sozialistenmarsch. Macht nach sächsischem Recht pro Mann eine Woche Hast. Sojinlc Xtclrrfsitöl. lieber den Burger Tchuhmacherstreik wird noch bekannt: Die mit Konrad Tack koalirten Firmen haben sofort nach dem Ausbruch des Streiks an sämmtliche Schuhwaaren- Fabrikanten Deutschlands ein Schreiben folgenden Inhalts gerichtet: „Burg, im April 1894. Aus umstehenden Zeitungsausschnitten des hiesigen„General- anzeiger" werden Sie zur Genüge ersehen, welche Zustände unter der hiesigen Arbeiterschaft, speziell aber in unserer Branche am hiesigen Platze Eingang gefunden haben. Leider müssen wir die traurige Thatsache eingestehen, daß dieselben nicht nur bei genannter Firma Platz gegriffen haben, ' sondern daß wir sämmtliche Unterzeichneten ebenfalls in der empfind- lichsten Weise davon betroffen sind. Die Firma C. T. u. Ko. steht -abermals vor einer Arbeitseinstellung seitens der Arbeiter und haben wir uns demnach veranlaßt gefühlt, der Willkür der Ar- beiter energischen Riegel vorzuschieben und uns mit der Firma C. T. u. Ko. solidarisch erklärt. Unsere Abmachungen gingen dahin, falls die Arbeiter genannter Firma ihre Kündigung bis Mittwoch Abend nicht zurücknehmen, sich die Unkerzeichneten ge- zwungen sehen, ihren Arbeitern das Arbeitsverhältniß in gesetz- licher Form, also 14 Tage aufzukündigen und nicht früher aufnehmen zu lassen, bis nicht die Arbeiter der Firma C. T. u. Ko. ebenfalls die Arbeit wieder aufgenommen haben. Laut Ab- spräche erfolgte die Kündigung heute Vormittag, welche aber von den Arbeitern dahin beantwortet wurde, daß dieselben die Arbeit in sämmtlichen Fabriken, mit Ausnahme der Firma C. T. u. Co.. sofort niedergelegt haben. Die Zahl der streikenden Arbeiter dürfte reichlich 6—790 be- tragen und können wir infolge bester Informationen bestimmt .annehmen, daß sofort ein großer Theil der unverheirathcten .Arbeiter auf das Nachsuchen von Arbeit an außerhalb liegende .Fabriken verwiesen werden soll, um so den Streik recht lange aushalten zu können, bezw. die Wiedereinstellung der p. S ch m u tz l e r �zu erzwingen, wobei zu gleicher Zeit die Annahme des Neun- ifiunden-Arbeitstages bezw. eine LS prozentige Lohnerhöhung zur Bedingung gemacht wird. Bei Lage der heutigen Schuhindustrie sind dies Forderungen, die kaum noch erfüllt werden können; dazu kommt noch, daß hier das Exempel statnirt und nachher auch in allen anderen Schuhfabriken Deutschlands durchgesetzt werden soll. Der Kamps wird voraussichtlich hier ein sehr harter werden, so daß wir uns veranlaßt sehen, auch Ihre Hilfe in An- spruch zu nehmen, soweit Sie uns dieselbe gewähren können, und gestatten uns gleichzeitig, ein spezielles Verzeichniß sämmtlicher Arbeiter bez. Arbeiterinnen beizufügen, wovon Sie gef. bei vorkommenden Fällen den ausgiebigsten Gebrauch zu machen bitten und bei richtiger Verwendung solchen Arbeitern auch den richtigen Bescheid geben zu können. Genehmigen Sie im Voraus unseren besten Dank für Ihre freundliche Unter- stützung und sind wir gern bereit, falls auch Sie mal von ähn- lichen Fällen heimgesucht werden, Ihnen unsere Hilfe voll und ganz zur Verfügung zu stellen. Betreffs Lohnfragen u. s. w. -stehen wir mit jeder Auskunft gern zu Diensten, zumal dieselben Hier eine Höhe erreicht haben, die eine Steigerung nicht mehr zulassen. Dadermann u..sföni�n. Conrad Tack u. Cie. Gleiche«. Grabow. A. Krojanker. Hoemen u. C o." Eine Reihe eigentlicher Berufskrankheiten stellt die „Rheinische Zeitung" aus den Berichten der Fabrikinspektoren zusammen. Da finden wir: 1. Kieferknochenfraß, ein Leiden, dessen verheerenden Wirkungen die in der Zündholz-Fabrikation beschäftigten Arbeiter zum Opfer fallen. Um sich von den schrecklichen Qualen dieser Krankheit zu befreien, begehen die Erkrankten häufig Selbstmord. 2. Bleivergiftung, die die Fabrik- Inspektoren oft aus„mangelnde Vorsicht der Arbeiter" zurückzuführen suchen. 3. Quecksilberkrankheiten, Spezialkrankheit der Spicgelbeleg-Anstalten. Diese Krankheit verursacht das sogenannte „Klapperwerk", die Zitterkrankheit. Bei den zahlreichen in diesem Industriezweig beschäftigten Frauen verlaufen von allen Ge- durten nur S pCt. naturgemäß. 4. Kyanosis— Blausucht, herrscht unter den Ar- beitern der Orydirkammern und Anilinfärbereien. Hiergegen werden zwar Respiratoren, gefüllt mit Säure, empfohlen, was aber nichts Anderes heißt, als den Teufel mit Beelzebub aus- treiben. S. Milzbrand in den Roßhaar- Spinnereien, Ueber- tragung der Milzbrandbazillen aus den Haaren kranker Thiere, die in den Handel zu bringen die profilwülhigen Händler sich nicht scheuen. 6. Augenerkrankungen in verschiedenen Gewerben, wie in der Hutfabrikation und der Möbelpolirerei. Damit ist die Reihe der spezifischen Arbeiterkranlheiten noch lange nicht erschöpft. Die Berschlechternng der ländlichen Verhältnisse in Böhmen schilderte der jungczechische Abgeordnete Tekly in einer Versammlung in Münchcngrätz wie folgt:„Schauen Sie fich um bei uns am flachen Lande, was werden Sie da gewahr? Die Entvölkerung nimmt stelig zu; Bauerngüter mittlerer Größe nehmen ab; die Verschuldung der Liegenschaften nimmt zu. Ein großer Theil unserer Bauern ist zu bloßen Pächtern, ja zu Tage- löhnern auf den eigenen Gütern herabgesunken. Der ehemals ifreie Bauer ist ein Sklave des Großkapitals geworden.(So ist es! -Lebhafter Beifall.) Sie werden vielleicht fragen: Auf welche Werse /bedroht der Kapitalismus die BauernschHt? Ich will die Frage beantworten: Durch Ankauf der Bauerngüter und Bildung von Latifundien;.durch die Konkurrenz, der Großgrundbesitzer Verantwortlicher Redakteur:$ produzirt billiger als der kleine und mittlere Bauer; durch Schaffung von künstlichen Preisen mit Hilfe von Kartellen, Ringen, Syndikaten und Börsenspekulationen. Der Wiener Saatenmarkt verfolgt z. B. den Zweck, die gesammte Getreide- Produktion um 39— SO pCt. zu heben, um die Getreidepreise herabdrücken zu können. Der Wiener Saatenmarkt ist ein bloßes Spekulantenkonventikel, wobei zahlreiche Kapitalisten und Börsen- jobber ein frevelhaftes Hazardspiel treiben zum nicht geringen Schaden der ackerbautreibenden Bevölkerung. Und dabei spielt man mit Gegenstänoen, die zur Ernährung des Volkes bestimmt sind. Auch die Kartelle sind ein Werk der Großkapitalisten. Es ist bekannt, daß gerade jetzt die Zuckerfabrik- Kartelle daran gehen, den Zuckerrübenvreis auf das Aeußerste herabzudrücken. Und allen dem steht der Bauernstand schutzlos gegenüber." Getverltltftktkklilhes. Parteigenossen! Parteigenossiunen! Am 16. August sind es drei Monate, daß durch den U-bermuth der Brauerei- protzen S99 Arbeiter, zum größten Theil Familienväter, welche jahrelang in ihrem Arbeitsverhältniß standen, die ihre Gesund- heit dem unersättlichen Kapitalismus geopfert haben, auf das Pflaster geworfen wurden, um sie nebst Frau und Kindern ins Elend zu stoßen, um sie dauernd brotlos zu machen. Daß unter diesen Ausgesperrten sich die besten organisirten Parteigenossen befanden, ist wohl selbstverständlich, den» diese wollte man ja auch in erster Linie treffen. Dieser Brutalität der Brauerprohen, die wohl einzig in der Geschichte der Arbeiterkämpse dasteht, steht die Opserireudigkeit des gesammten Proletariats, insbeson- dere die der klassenbewußten Berliner Arbeiterschaft gegenüber. Sie schon allein giebt den Ausgesperrten die Bürgschaft, daß dieser Riesenkampf zu unseren Gunsten durchgeführt werden wird, daß den Herrn Ausbeutern ihre Absicht, uns zu verderben, uns der Hungerpeitsche zu überliefern, zu schänden wird.— Parteigenosse»! Auch die Ausgesperrten haben ihr Solidaritätsgefühl der Berliner Arbeiterschaft gegenüber oft bewiesen und werden es. eingedenk der außerordentlichen Opfer- sreudigkeit, in noch größerem Maße auch ferner beweisen. 'Aber die lange Zeitdauer des Kampfes soll die Parteigenossen nicht abhalten, nach wie vor zur Unterstützung der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter beizutragen. Hoch die Solidarität! Darum nochmals, Parteigenossen! Gedenkt der ausgesperrten Brauerei-Arbeiter! Alle arbeiterfrenndlichen Blätter werden um größtmöglichste Vilbreitung dieses Ausrufs ersucht. Die Kommission der Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter. Achtung, Schuhmacher? Der Streik in der Schuhfabrik t on Fürstenheim u. Co., Berlin 0., Andreasstr. 32 und Grüner B eg 79, dauert unverändert fort. Der Zuzug ist streng fernzti- halten. I. A.: G. Hühne. Achtung, Zimmerer! Der Streik der Zimmerer am Brückenbau zu Bremen dauert unverändert fort. Die gegentheiligen Gerüchte sind unwahr. Zuzug ist deshalb nach wie vcr streng fernzuhalten. Tie Kupferschmiede werden aufgefordert, den Zuzug nach Magdeburg, Hannover und Hamburg zu meiden. Zum nächsten Kongreß der deutschen Gewerkschaften schreibt die G e n er a l k o m in i s s i o n: In der General-Kom- Mission ist darüber verhandelt worden, ob im nächsten Jahre ein Generkschaftskongreß stattfinden soll. Da der zu behandelnde Stoff al er ntcht ausreichend genug erscheint, so soll in einigen Wochen bei den Vorständen der Gewerkschaften Umfrage ge- halten werden, ob sich dort das Bedürfniß für Einberufung des Kongreffcs nothwendig gemacht hat. Es ist also gegenwärtig weder bestimmt, ob der Kongreß einberufen wird, noch ist über den Zeitpunkt des eventuellen Stattfindens des Kongresses be- schloffen worden. Vor Mitte Oktober dürfte Bestimmtes nicht in der Sache festgesetzt werden können und wird dann jeden- falls von uns die Einberufung auch unmittelbar nachher er- folgen. Der Verbandötag der Deutschen Gold- und Silber- arbeiter tagte vom 29. Juli bis 1. August d. I. in Hanau a./M. Es waren 23 Zahlstellen mit 1429 Mitgliedern durch 12 Tele» girte vertreten. Vom Zentralvorstande waren der Vorsitzende und der Kassirer des Verbandes und vom Ausschusse der Vor- sitzende anwesend. Außerdem hatte die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands den Genossen D e i ß i n g e r ent- sandt. Der Verwaltungsbericht des Vorstandes beklagte besonders die schroffe gegnerische Haltung einzelner Verwaltungsstellen der nationalen Krankenkasse der Goldschmiede dem Verbände gegen- über. Aus den Berichten der Delcgirten war besonders der des Pforzheimer Delegirten bemerkenswerth, der folgendes anführte: Nach dem Bericht der Handelskammer in Pforzheim vom Jahre 1899/91 arbeiten dort in der Gold- und Silberwaaren-Jndustrie in 469 Fabriken 11 999 Ar- beiter, welche sich wie folgt vertheilen: Auswärtg. Pforzh. Zus. Männliche Ausgelernte.. 38b9 2999 S8S9 Lehrlinge... 18S9 550 2400 Weibliche Ausgelernte,, 1339 379 1799 „ Lehrlinge... 999 159 19V9 Hilfsgeschäfte kommen 286 mit 1255 Arbeitern in betracht. Die Arbeitszeit betrage durchschnittlich 45 Stunden pro Woche infolge des schlechten Geschäftsganges; bei einer Arbeitszeit von 69 Stunden werde von den erwachsenen Arbeitern ein durch- schnittlicher Lohn von 22 M. pro Woche erzielt. Tie letztere An- gäbe wird von den Arbeitern in Pforzheim bestritten, indem bei 69slLndiger Arbeitszeit der Durchschnittslohn höchstens nur 18 M. pro Woche betrage, so daß also bei 4Sstündiger Arbeitszeit sich ein Durchschnittslohn von 13,59 M. pro Woche ergiebt. Ein Antrag der Zahlstellen Stuttgart. Hanau, Pforzheim und Mainz, betreffend den Anschluß an den Metallarbeiter-Verband, wurde mit 3 gegen 4 Stimmen abgelehnt, jedoch beschlossen, eine Kommission von drei Mitgliedern zu wählen, die den Anschluß an den Metallarbeiter-Verband bis zu dessen nächster General- Versammlung vorzubereiten hat. Die Anträge der Zahlstelle Berlin aus Einführung einer Arbeitslosen- und Krankenunter- stützung wurden demzufolge von der Tagesordnung abgesetzt; je- doch beauftragte man den Zentralvorstand, zur Regelung der Reise- Unterstützung Kartellvertrage mit anderen Gewerben abzuschließen. Außerdem wurde beschlossen, das Fachorgan„Der Goldarbeiter" obligatorisch einzuführen und zu diesem Zweck die wöchentlichen Beiträge der männlichen Mitglieder von 15 auf 29 Pfennig, die der weiblichen Mitglieder von 5 auf 19 Pfennig zu erhöhen; den weiblichen Mitgliedern soll freigestellt sein, an Stelle des„Gold- arbeiters" die„Gleichheit" zu beziehen. Weiter beschloß der Ver- bandstag, die dauernden Sammlnngen für den Unterstützungs- fonds einzustellen. Ein Antrag, daß Arbeiter anderer Berufe, die zu einer Beschäftigung übergehen, welche sie berechtigt, dem Verbände beizutreten, ohne Zahlung von Beitrittsgeld auf- genommen werden, wenn sie zur Zeit des Beitritts anderweitig organisirt werden, wurde angenommen. Auch eine zeitgemäße Ab- änderung des§ 5 des Statuts beschloß man. Er enthält folgende Fassung: Werden Mitglieder durch Aussperrung, Maßregelung oder Arbeitseinstellung zur Abreise gezwungen, so kann mit Genehmigung des Verbandsvorstandes eine Reife-Unterstützung, oder, falls keine Abreise erfolgt, anderweitige Unterstützung auch ohne Rücksicht auf die Dauer der Mitgliedschaft sofort gewäbrt werden, sofern die davon Betroffenen bei Verhängung der Aus- sperrung oder bei Ausbruch der Arbeitseinstellung schon Mrl- glieder waren. Die gewährten Unterstützungen sind Darlehen. worüber die Empfänger Schuldscheine ausstellen muffen. Es «go Pötzsch in Berlin. Druck at Verlag von Max Babing i, wurde dann noch beschlossen, daß der Zentralvorstand vorläufig in Hamburg, sowie der Ausschuß in Berlin verbleibt. Ter Agilationskommission wurde größere Selbständigkeit zugesprochen, so daß sie bei der Ausübung der ihr am zweckmäßigsten er- scheinenden Agitation nicht mehr vom Zentralvorstand ab- hängig ist. Die bisherigen Leiter der Agitation wurden neu bestätigt. Die Landeskonferenz der Manrer Sachsens, die am Sonntag in Chemnitz tagte, war aus 16 Orten durch 23 Tele- girte beschickt. Ferner war erschienen der Generalbevollniächtigte der deutschen Maurer, S t a n i n g k aus Hamburg. Aus den Berichten der Delegirten ging hervor, daß die sächsischen Maurer bei 19— ILstündiger Arbeitszeit im allgemeinen nur 29—33 Pf. Stundenlohn haben. Auf Antrag des Kameraden P ä p l o w aus Chemnitz wurde folgende Resolution gefaßt:„Den immer drückender werdenden Lohn- und Arbeitsverhältnissen ist nur durch straff organisirte Agitation entgegenzutreten. Bei der Agitation ist hauptsächlich auf die Nothwendigkeit der Ver- kürzung der Arbeitszeit hinzuwirken." Mit der Wahl eines Zentral-Vertrauensmannes für die Agitation in Sachsen wurde die Maurerschaft Dresdens beauftragt. Gemäß einem Wunsche Leipzigs wird nächstes Jahr wieder eine Landeskonferenz ab- gehalten. In Groß-Räschen wurde in der Wohnung eines Arbeiters von fünf Polizeibenmtcn und dem Amtsvorsteher eine Haus- s u ch u n g vorgenommen, wobei die Herren einige Utensilien des Glasarbeiterverbandes und Sammellisten für die ausständigen Oldenburger Glasarbeiter, ebenso die in den Listen verzeichneten Geldbeträge mit Beschlag belegten. Näheres über den Vorfall ist noch nicht bekannt. Zum Streik in der Teppich fabrik von Schenck. Schmidt und B e u t l e r in O e l s n i tz i. V., der in gestriger Nummer gemeldet wurde, ist noch nachzutragen, daß diese von den drei dort bestehenden Teppichfabriken die einzige ist, wo man die Löhne kürzte. Bisher wurden in allen drei Fabriken dieselben Löhne gezahlt. Verhandlungen der Arbeiter mit den Inhabern der Fabrik führten zu nichts. So griffen denn am Montag Morgen die Arbeiter zum letzten Mittel, zum Streik. Die Firma beschäftigte ein Personal von fast 299 Mann. 159 davon waren von der Lohnkürzung betroffen worden. Zuzug ist aufs strengste zu vermeiden. Die Arbeiterpresse wird ersucht, hiervon Notiz zu nehmen. Auswärtige Streiks. Aus C h r i st i a n i a wird der Generalkommission gemelvet: Die Bau- und Möbelschreiner Christiania's befinden sich seit 6 Wochen im Streik. Von den 259 an dem Streik Betheiligten hat am 31. Juli ein Theil die Arbeit wieder aufgenommen, weil die Forderungen, OVestündige Arbeitszeit und Lohnerhöhung, besonders aber die Anerkennung der Fachorgantsation, von den Unternehmern bewilligt wurden. Ueber mehrere Werkstätten ist die Sperre verhängt. Es find auch noch Streikende zu unterstützen. Aus Graz meldet das Herold'sche Telegraphenbureau: Der Streik der 259 Fa ß b i n d e r der Brauerei Reiningshausen, sowie der über diese Brauerei verhängte Bierboykolt ist beendet, nach- dem die Forderungen der Arbeiter auf einen täglichen Haustrunk von 6 Litern Bier und auf Erhöhung des Monatzlohnes um zwei Gulden bewilligt wurden. Die deutschen Schneider und Schneiderinnen wer- den wegen des in England, besonders in L o n d o n sin Aussicht stehenden Streiks der in der Schneiderei beschäftigten Arbeiter und Arbeilerinnen ersucht, den Zuzug dorthin streng zu vermeiden. Die englischen Kameraden fordern die Ein- sührung des Achtstundentages, Abschaffimg der Stückarbeit, Verbesserung der Werkstätten, Regelung des Lehrlingswesens und Beseitigung des Zwischenmeistcrthums. Die Arbeiter Leipzigs feierten am Sonntag in Stätte- ritz ihr erstes Gewerkt chaftsfe st. Die Zahl der Theil- nehmer wird auf 29 999 geschätzt, Kinder und Frauen ein- gerechnet. Reichstagsabgeordneter Z u b e i l aus Berlin hielt die Festrede. Depeschen. tWolss'S Telegraphen-Bureau.) Amsterdam, 7. August. Zwei am Sonnabend und Sonntag hier an der Cholera erkrankte Personen sind heute gestorben. In Dordrecht kam ein Cholera-Todessall vor. Paris. 7. August. Anarchistenprozeß. Der englische Anarchist Matha behauptete auf die Frage, zu welchem Zweck er am Tage vor deni Attentat Henry's von London nach Paris gekommen sei, seine Reise sei eine Vergnügungsreise gewesen. Ortiz stellte entschieden alle ihn betreffenden Anklagepunkte in Abrede, besonders die Theilnahme an einem von Henry begangenen Diebstahl. Der Vorsitzende verhörte hierauf die Genossen Ortiz', welche einer geheimen Anarchistenbande in London angehören, die aus dem Kontinent Diebstähle vermittelst Nachschlüssel ausführten. Alle Ang>.klagten leugneten. Die sodann verhörten Zeugen machten Aussagen über die Ortiz zu- geschriebenen Diebstähle; mehrere dieser Zeugen versicherten, Ortiz sei der Urheber der Diebstähle. Venedig, 7. August. Das gestrandete Kriegsschiff„Morostni" ist wieder flott gemacht. Genua, 7. August. Vergangene Nacht hat bei dem Bahn- hose von Acquasanta(Linie Genua-Asti) ein Zusammenstoß von zwei Zügen stattgesunden, bei welchem neun Personen leicht ver» letzt wurden. (Depeschen-Burean Herold.) Lüttich, 7. August. Die Untersuchung über das be- kannte Anarchistenkomplott ist nunmehr beendet. Angeklagt sind 12 Anarchisten, darunter befinden sich 7 deutsche. Die Namen derselben sind: Schlebach, dessen Frau, Broich, Müller, Bach, Wilke und Voszen. Müller, welcher die Namen seiner Mit- schuldigen angegeben hatte, erklärte, nur die Wahrheit gesagt zu haben.— Man wartet zur Bestimmung des Verhaudliings- Tages bis zum Ablauf der normalen Frist, da inzwischen die von der Regierung zur Ergreifung des Barons Sternberg aus« gesetzte Belohnung noch von Erfolg sein könnte. Paris, 7. August. Nachdem niit dem gestrigen Tage die Berusungspflicht im Prozeß Caserio abgelaufen war, sind die Akten an den Gnadenausschuß nach hier gesandt worden. Die Plätze für die Hinrichtung wurden bereits inspizirt. Paris, 7. August. In der heutigen Verhandlung des großen Anarchistenprozeffcs erklärte der angeklagte Ministerial» beamte Fsneon, er habe als Mitarbeiter des Anarchisten- blattes nur Artikel über Kunst und Literatur veröffentlicht. Das in seinem Schreibtisch vorgefundene Material zur Bomben- anfertigung habe ihm sein Vater hinterlassen. Fsneon sowohl. als auch Matha und Ortiz leugneten beharrlich, mit Emile Henry in irgend welchen Beziehungen gestanden zu haben. Rom, 7. August. Die italienische Regierung beabsichtigt, in Assab eine Strafkolonie zu errichten und ein Gefängniß für 2999 Personen zu erbauen. London, 7. August. Die„Times" melden aus Shanghai. daß sich der Vizekönig dahin geäußert habe, England werde für die Opfer der Katastrophe auf dem„Kowfhing", sowie für die Eigenthümer deS Schiffes hohe Entschädigungssummen von Japan verlangen. Chicago» 7. August. Die Streikenden aus den Viehdepots. sowie die Arbeiter und Beamten der Pacificbahn haben die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen. Auch die Aitsstündigen der Bahnen in Südkaiolina und Neumexiko wollen ihre Thätig- keit unter den alten Bedingungen wieder aufnehmen. Berlin SV., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 182. Mittwoch, den 8. August 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproben die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ningbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klaffengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Boykoff über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Lehteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), furt a. D. mit rauher Hand die zartduftenden Blumen der Ningbier- Poesie| gerraufen kann, und sie hüten sich daher, sich und ihren Brotgebern gar zu arge Blößen zu geben. Der wahre Jammer wird daher in der auswärtigen Presse ausgetobt, die man mehr oder weniger vor sozialdemokratischer Kontrolle gesichert glaubt, und deren Ergüsse in der That ja auch nicht die allgemeine Beachtung verdienen, wie die der hauptstädtischen Bierorgane. Aber wenn das Geheul draußen zu stark wird, so kann man doch nicht umhin, ihm Beachtung zu schenken. Und gar grimmig tobt Abendzeitung" über die Weißbier Brauereien aus, die fich die Wuth der Argbedrängten diesmal in der Augsburger " " Die Boykottkommission. Der Brauer.... wird entlaffen, weil er fortgefeßte Pflichtverletzungen des Kellermeisters nicht alsbald zur Kenntniß seiner Vorgesetzten gebracht, und sich so zum Mitschuldigen gemacht hat. Da sich ferner ergeben hat, daß seitens der Leute die richtige Kontrolle der Arbeiten im Lagerkeller, durch Aufstellung von Posten, welche die event. Ankunft eines Vorgesetzten meldeten, erschwert wurde, so ist schon aus diesem Grunde die theilweise Erneuerung des Lagerfellerpersonals im Interesse des Betriebes dringend nothwendig ge worden. so fich nicht gleich den Saalbefizern dem großen Eselsheerbann anM. Hermann, Braumeister. geschlossen haben. Mit sauersüßer Miene wird zugegeben, daß Wir wollen, um den Inhalt dieses Schriftstückes" nicht Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Max Denn die Mehrzahl der Arbeiter sich überhaupt des Genusses von abzuschwächen, kein Wort hinzusetzen; unsere Leser werden sich hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Berliner Lagerbier enthält und sich außer mit nicht ihren Vers darauf schon selbst machen. boykottirtem Lagerbier mit Weißbier begnügt". DaB Verlegerbier und Lagerbier! Wenn der Boykott nach Frank- hierin, so meint der findige Augsburger Ringmoniteur, Meinung der bürgerlichen Presse für die Arbeiter wirklich verder eigentliche Grund für die lange Ausdauer in diesem Kampf loren wäre wir sind jedoch vom Gegentheil überzeugt Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des zu suchen ist, ergiebt sich schon aus dem bedeutend gestiegenen hätte er wenigstens das eine Gute, daß die Bierkonsumenten Absatz der hiesigen Weißbierbrauereien. Diese sind es, welche hinter die Geheimnisse der edlen Wasserfärberei kommen. Mancher Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. abgesehen von den wenigen tagtäglich im Vorwärts" auf- Bierkonsument wird sich häufig gewundert haben, daß das Bier, Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelbe. geführten Lagerbier- Brauereien nicht nur den größten Vor- welches er in Flaschen vom Bierverleger bezog, ihm nicht so Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage theil von dem Berliner Bierkrieg haben, sondern auch indirekt die mundete, als wenn er das gleiche Bier in einem Ausschank der Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Fortführung desselben ermöglichen. Es ist nicht zuviel gesagt, Brauerei trant. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, so fährt der betrübte Rämpe fort, wenn wir behaupten: gäbe es Man giebt nun allgemein dem Umstand Schuld, daß das FlaschenMühlenstraße. in Berlin kein Weißbier", so wäre der Boykott längst zu Ende! bier überhaupt niemals so schmecken könnte, wie das Bier, Es ist bekannt, daß ungefähr ein Drittel des überhaupt in Berlin welches frisch vom Faß" verzapft wird. Es soll auch zugegeben produzirten Bieres auf das Weißbier" kommt; man erſieht werden, daß das Bier durch das Aufbewahren in Flaschen leidet; daraus ohne weiteres, welcher bedeutende Konkurrent dasselbe aber dafür, daß das Flaschenbier mitunter, wenn es etwas dem Lagerbier, dem sogenannten" Bayrisch- Bier" gegenüber ist, länger in der Flasche gestanden hat, so erbärmlich dünn schmeckt, und zwar im vorliegenden Fall umsomehr, als dieses aus Weizen- dafür fehlte den meisten Konsumenten jede Erklärung. Ein malz hergestellte, wenig alkoholreiche Getränk gerade in Arbeiter- findiger Wasserfärber gab ja auch seinerzeit eine Andeutung in treisen sehr beliebt ist. Wenn daher von der Einigkeit der Ber- seiner Weise dafür und meinte: je länger das Bier dem Sonnenliner Brauereien" gesprochen wird, so ist dies insofern unrichtig, lichte ausgesetzt ist, je mehr verdünne sich der Stoff u. f. w. als man doch nicht von einer Einigkeit in einem Gewerbe Das ist selbstverständlich ein Kalauer. Für diese ThatPotemkin'sche Dörfer. Wie der große" Potemkin seiner sprechen kann, wenn nur zwei Drittel der Produzenten fache giebt es vielmehr eine einfache, natürliche Erklärung. Kaiserin die Dede der Landschaften durch rosige Wandelbilder einig sind. Man wird höchstens von einer Einigkeit der In den meisten Berliner Brauereien werden zweierlei Biere einhinwegzuzaubern suchte, so führte auch das bürgerliche Zeitungs- Lagerbier Brauereien" sprechen können. Die Weißbier gebraut, das Lager- beziehentlich Faßbier, was in den Brauereigeschwister von Anfang des Boykotts an dem hoffnungsfreudigen Brauereien sind sich auch ihrer Bedeutung für Berlin vollauf Ausschants und sonstigen Gustwirthschaften verzapft wird und Bierphilister tagtäglich die lieblichsten Bilder vor Augen. Die bewußt, denn es haben in ihren Kreifen wiederholt Berhand| das sogenannte Verlegerbier. Das letztere wird nur auf Flaschen Thatsachen aber find unerbittlich. Unsere geftrigen Angaben, lungen darüber stattgefunden, ob sie sich mit den Lagerbier gezogen und les braucht nicht in Erstaunen zu sehen, daß die die auf den Rückgang in der Produktion der Ringbrauereien Brauereien solidarisch erklären sollten. Diese Absicht, welcher Brauereien mit ihrem Flaschenbier so fürchterlich schleudern, schließen lassen, tönnen wir heute ergänzen. Die Fahrer der die Mehrzahl der Weißbier Brauereien zustimmte, an dem wenn man bedenkt, daß ein Sud von diesem 180-182 Hektoliter Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Eilbeck. Brandenburg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: Herm. Wolff, Dragonerstr. 31. Sonnabend Tokales. 152 Tonnen = " Moabiter Aktienbrauerei fönnen natürlich angesichts des Widerspruch zweier Großbetriebe gescheitert, indem sich die ergiebt, währenddem nur 155-160 Hektoliter auf ein Sud Faßgeringen Umsatzes, den sie haben, mit ihren Prozenten nicht übrigen außer stande erklärten, im Gegensatz zu diesen bier zu rechnen sind. Sie und da soll es allerdings auch vorauskommen, Lohn kann ihnen jedoch nicht gezahlt werden beiden Betrieben den hiesigen Lagerbier Brauereien gegen- fommen, das sich Verlegerbier in den Ausschant verirrt. weil der Bontott wirkt. Die Schöneberger Brauerei entläßt über die von diesen nicht mit Unrecht erwartete Kollegialität Die Ferienkolonisten kehren zurück! Nicht die von am nächsten Sonnabend wiederum zehn von ihren Leuten weil auszuüben. Wir glauben, daß die Weißbier Brauereien nicht Falkenstein'schen; diese machen noch im glühenden Sonnenbrande der Boykott wirkt. Im Böhmischen Brauhause, wo sonst un- tlug gehandelt haben, indem sie in dem nunmehr ent- ihre in militaristischen Kreisen für so außerordentlich instruktiv gefähr 180 Tonnen auf Flaschen gefüllt wurden. hat man Mühe, brannten langwierigen Kampfe, wenn auch nicht Partei für die gehaltenen Märsche auf Leben und Tod. Die Ferienkolonisten, 50 Zonnen pro Woche auf diese Weise unterzubringen weil Sozialdemokratie ergriffen, so doch ihr indirekt Beistand geleistet deren Rückkehr jetzt von gut bürgerlichen Organen mit schmaßender Boykott wirkt. Der Versand der Brauerei Pfefferberg an haben, denn sie sind nicht sicher, daß sich dereinst der Spieß nicht dem Behagen gemeldet wird, sind die wenigen Glücklichen, welche Sonnabenden betrug früher ca. 450 Zonen; jetzt am letzten undrehen wird. Wenn auch in diesen Brauereien organisirte dank der gepriesenen Privatwohlthätigkeit aus der großen Zahl weil der Boykott wirkt. Diese Arbeiter nur in geringer Bahl beschäftigt werden, so weiß man der strophulösen Proletarierkinder haben ausgewählt werden Fälle können noch beliebig vermehrt werden, der Ausfall ist bei doch, daß die Sozialdemokratie sich dadurch nicht abhalten lassen können, um einige Wochen auf dem Laude Luft und Licht zu manchen Brauereien noch fühlbarer. Die Hilfe der bürgerlichen wird, gegebenen Falls auch diese oder jene Weißbierbrauerei zu athmen. Daß die Kautelen, unter denen die jugendlichen ProleStreife aber, die rettende Planke in der Sturmfluth, hat wie boykottiren. In solchem Falle würde denselben aber tarier dieser Wohlthat theilhaftig werden, derartige sind, daß das von allen Seiten bestätigt wird bezüglich des Flaschen eine Neutralität oder gar Parteinahme für gerade die Bedürftigsten ausgeschlossen bleiben, haben wir bei bieres für die Ringbrauereien in ihrer Gesammtheit gar bie Sozialdemokratie sehr theuer zu stehen einer früheren Gelegenheit schon dargelegt, desgleichen wiesen wir feine Bedeutung. Das Hauptgeschäft", wenn man sich to mmen. nach, daß, wie bei allen ihren Werken, die Privatwohlthätigkeit so ausdrücken fann, macht der populäre, findige Wir brauchen nicht erst des Näheren auseinanderzusehen, auch hier dem unheimlich wachsenden Bedürfniß auch nicht Röside; ein wenig profitiren noch Böhow und Happoldt, daß die Berliner Arbeiterschaft auch dann ihrer Boykottpflicht entfernt Genüge leisten kann, fintemalen das Herz der zahlungs die übrigen Ringgenossen haben überhaupt wenig auf Unter- nachkommen wird, wenn die Weißbierbrauer die Verrücktheit be- fähigen Bürger von Jahr zu Jahr mehr zu Stein verhärtet stützung der besseren Kreise" zu rechnen, sie haben anscheinend gehen und sich für die verlorene Sache der Ringbrauereien zum Aber auch die gewiß gutgemeinten Anstrengungen des betreffenden an der Ehre genug, hinter dem genialen Schultheißdirektor herderlaß hergeben. Aber die unverholen ausgesprochene Drohung, Komitees werden leider selbst bei den Kindern, die eine Glückstraben zu dürfen. bei eintretender Gelegenheit an der Konkurrenz bitter Rache zu nummer gezogen haben, auf die Dauer wenig helfen. Die zurückDa sich über den Geschmack bekanntlich nicht streiten läßt, nehmen, zeigt, daß es im hohen Rath der Ringbrauer ganz ver gekehrten Ferienkolonisten, die nach den Berichten bürgerlicher so hätte es auch wenig Zweck, daran noch weitere Folgerungen teufelt unwirsch zugehen muß und daß die Arbeiterschaft mit der Blätter ihre Eltern durch ihr gutes Aussehen überraschten, werden zu knüpfen. Wirkung des Boyfotts, über deren stramme Durchführung ihnen nach wenigen Wochen, ja wie oft schon nach wenigen Tagen, Und trotz alledem wirkt der Boykott! Weil das Schiff des selbst von Feindesseite ein so rühmendes Zeugniß ausgestellt wird, wieder dieselbe schmugig- graue Gesichtsfarbe zeigen, die das soRinges leckt ist, schreit die Ring- Genossenschaft nach der Hilfe der vollauf zufrieden sein kann. Wo die antisemitischen und frei- genannte Wohnen in den Luft und Licht entbehrenden HinterWeißbierbrauereien; die sollen retten! Die Weißbierbrauereien sinnigen Sauftolonnen, sowie die Saalverweigerer dem Boykott häusern, im Verein mit der elenden Nahrung, welche die für werden sich verwundert fragen, wie sie auf einmal zu der Ghre keinen Abbruch thun konnten, da schafft auch die kühle Blonde schwere Arbeit ungenügend entlohnten Eltern ihren Lieblingen tommen? Das Frage und Antwortspiel: Wirkt der Boykott, feine Hilfe. Röfice bleibt der Blamirte! vorsehen müssen, der Proletarierjugend aufdrückt. Palliative oder wirkt er nicht? dürfte aber bald ein Ende haben, die LügenAuch in der Brauerei Böhow scheint der Boykott und mittel mit hygienisch und sozial unzulänglicher Wirkung bleiben peter sind auf ihre eigenen Produkte festgenagelt. die Hiße der verflossenen Tage etwas zu wirken. Sechs Brauer auch die Kinder- Ferienkolonien; ein wirklich gesundes Volk fann Gegen die kühle Blonde! Die Schmerzensrufe der Ring- aus dem Lagerteller wurden dort am Montag entlassen; angeb- nur bei gesunder Organisation der Arbeit herans brauer hallen naturgemäß weniger in der hiesigen, als in der lich doch lassen wir den Herrn Braumeister selber sprechen, wachsen. Und diese herbeizuführen, bleibt einzig Biel und auswärtigen Presse wieder. Auch die poffirlichsten der hiesigen denn jeder der Entlassenen erhielt bei der Entlassung ein etwa Streben der Sozialdemokratie! Ringtrabanten freisinniger und antisemitischer Rouleur wissen, handgroßes Stück Papier, auf welchem in gedrängter Schrift foldaß es dem Vorwärts" immer ein Vergnügen bereitet, wenn er gende Worte standen: Bolle, der billige Mann, dessen praktischen Sinn wir schon bei vielen Gelegenheiten beobachten konnten, hat diesen Theater. auch wiederum an den Tag gelegt, als er die Lieferung sterili-| Asphaltarbeitern der Firma Reh u. Ko. und einigen Polizisten firter Milch an die Armen übernahm. Der Magistrat hat mit abgespielt haben soll, wissen bürgerliche Blätter mit breitem BeBolle das Abkommen getroffen, daß diese Milch mit Flasche hagen zu berichten. Da die betreffende Mittheilung in dem be- Leffing Theater. Sodoms Ende von Hermann ohne Pfandberechnung geliefert wird. Morgens be- fannten verdächtigenden Pöbelton abgefaßt ist, so glaubten wir Sudermann. Dieses unseren Lesern aus mehreren AufTomunen die Kutscher, welche Armenmilch mit zu liefern haben, sie für eine der üblichen Reporterschnurren halten zu müffen, in führungen der Freien Volksbühne" wohl bekannte Stück wurde Kuverts, die eine bestimmte Anzahl Marten für die Empfänger von denen ein an sich unbedeutender Vorgang bis ins Ungemessene gestern zum ersten Male in der neuen Saison unter großer Milch enthalten. Für jeden halben Liter hat der Kutscher vom Kunden aufgebauscht wird. Vielleicht weiß einer unserer Leser näheres Theilnahmslosigkeit des Publikums vor ziemlich leerem Hause eine solche Marke zu erhalten, der Kontrolle wegen. Des Mittags über die fragliche Affäre zu berichten. thourit aufgeführt. Schauspielern und Zuhörern fehlte die Stimmung. beim Abrechnen hat der Kutscher für jede fehlende Flasche 20 f. Darunter litten sichtlich die Debutanten Fri. Milly Riska, zu hinterlegen. Da nun die Kutscher häufig ihre Touren Der Sattler Paul Garuat, früher Steinmetstr. 34, Rig die die sympathischte Rolle, das naive Elärchen Fröhlich gab, und wechseln, so haben diefelben arge Verluste zu verzeichnen, zumal dorf, und jetzt Louisenstr. 18 wohnhaft, erklärt uns, daß unsere Herr Ernst Prange, der den Willy Janikow gab. Man wird auch wieder einige Flaschen von den Empfängern oder von den gestrige Notiz über ihn in soweit richtig zu stellen sei, als er die deshalb gut thun, mit einem abschließenden Urtheil über diese Kutschern selbst zerschlagen werden. In der kurzen Zeit, feit die Bertrümmerung der Möbel und die Tödtung des unschuldigen neuen Mitglieder des Theaters zurückzuhalten. Frl. Riska Lieferungen stattfinden, betragen die Verluste Einzelner schon Kanarienvogels nicht in einer anarchistischen Anwandlung, verdient jedenfalls Aufmunterung und Sympathie, sie hat 7-10 M. Man fieht, chriftliche Ergebenheit und praktischen sondern im Aerger über seine von ihm jest getrennt lebende sich in die Rolle hineingedacht und in manchen Szenen Geschäftssinn weiß Herr Bolle gut mit einander zu vereinbaren, Frau unternommen habe. Garnah ist, wie er versicherte, politisch auch ein weniger blafirtes Publikum zum Beifall ver= das Geschäftsrisikc, das ihm bei dem christlichen Werk der völlig indifferent und glaubt, daß das Gerede, er sei Anarchist, anlassen können. Daß das Publikum aber ganz fühl blieb, Armenmilchlieferung erwächst, wälzt er auf die Schultern feiner nur infolge einer mißverstandenen Aeußerung, die er an seinem ist weit weniger der Schauspielerin, als dem Umistande zuzu Rutscher ab. Hochzeitstage begangen, entstanden sei. Abgesehen von den Ber- schreiben, daß das" Hinterhaus" vom Vorderhaus" nicht Die Matinee, welche am Sonntag, den 12. August, um mit seiner Frau getrieben, änßern sich seine Handlungen, so verfeiner Rolle weder in Maste noch in Haltung gewachsen. Man störungsthaten, zu denen er durch sein unerquickliches Verhältniß begriffen werden kann. Herr Prange als Willy Janikow war 12 Uhr in der Berliner Ressource" stattfindet, wird sich voraus- sichert G., in völlig normaler und friedfertiger Weise. sichtlich einer regen Betheiligung zu erfreuen haben. Das Probegreift seine( Janikow's) Triumphe als Künstler und Weibergramm ist ein gediegenes und reichhaltiges und der gesammte. Von der Treppe gestürzt ist am Montag Nachmittag Da die Rolle zu wenig vom Dichter ausgebaut ist, so stellt herzenbezwinger nicht, wenn man Herrn Prange tragiren sieht. Ueberschuß ist einem guten Zweck gewidmet und zwar soll der gegen 6 Uhr die Reinmachefrau Schaffelmann, die in dem Hause fie an den Darsteller sehr große Anforderungen; diesen ist vor. felbe den ausgesperrten Brauerei- Arbeitern zu gute kommen. Anhaltstr. 14 die Reinigung zu besorgen hatte und plöglich von Kegeljungen. Schon von frühester Jugend wird das Schwindel befallen wurde. Sie trug am Kopfe und am Rückläufig Herr Prange nicht gewachsen, er sieht zu jung aus, imponirt nicht, seine starren Augen bleiben bei allen Proletarierfind daran gewöhnt, zu dem schlechten Verdienst der grat so schwere Verlegungen davon, daß sie mittels Künzel'schen wechselnden Situationen unverändert, er hat die Brücke zwischen Eltern mit beizutragen. Mit dem frühesten Morgengrauen fann Krantenwagens nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden Bühne und Publikum nicht geschlagen. man die kleinen Burschen sehen, wie sie Backwaare oder mußte. thalerstr. 47/48, Ecke der Schönhauserstraße, fiel gegen 1 Uhr eine etwa ein Zentner schwere Stuckmasse auf das Straßenpflaster hinab. Zum Glück ging in demselben Augenblick niemand an der sonst so verkehrsreichen Ecke vorüber, so daß Unfälle von Personen nicht zu verzeichnen gewesen sind. Beitungen austragen, um einige Nickel zu verdienen. Der Lehrer Von dem Balkon der ersten Etage des Hauses Rosen aber wundert sich dann über den verschlafenen Jungen, und wenn er schlecht gelaunt, prügelt er sie wohl auch. Eine andere Spezialität jugendlicher Arbeiter sind die Kegeljungen. Eine Hundearbeit, die bei hundemäßiger Bezahlung von Abends bis spät in die Nacht dauert. Es soll niemand in dem Vergnügen aber die beschwerliche Arbeit des dürfte Kindern nicht zugemuthet werden. Zeit wird es nachgerade, daß auch in gastwirthschaftlichen Betrieben die Knochen der Kinder respektirt werden, und sei es vorläufig auch nur nach den sehr zahmen Begriffen des Arbeiterschutz Gesetzes". des Regelauffee behindert werden, Mit einer Schukwunde in der rechten Schläfe wurde durch eine Patrouille des dritten Polizeireviers am Dienstag früh um 124 Uhr ein zwanzigjähriger Mann auf dem Spielplate am Brandenburger Thor aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Bei ihm wurden Papiere gefunden, die auf den am 13. Mai 1874 geborenen Arbeiter Johann Diege lauten. Gerichts- Beitung. - 11. Für die Frage der örtlichen Zuständigkeit für die durch die Presse begangenen strafbaren Sandlungen ist eine Ent scheidung des königlichen Amtsgerichts Dresden von Interesse. Der Buchdruckereibesizer J. W. Gloß in Dresden war gegen den verantwortlichen Redakteur der Jüdischen Presse", Dr. Hirsch Hildesheimer in Berlin, wegen angeblicher Beleidigung beim föniglichen Amtsgericht in Dresden flagbar geworden. Das Amtsgericht in Dresden hat jedoch die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt und die Kosten des Verfahrens dem Kläger auferlegt, weil nach den Vorschriften in §§ 7 ff. der St.-Pr.-D. feiner der vom Gesetz anerkannten Ge= Jufolge von Familienzwiftigkeiten hat am Montag richtsstände vor dem Schöffengericht zu Dresden begründet ist. Nachmittag um 2 Uhr der 50 Jahre alte Arbeiter Paul Barlow Denn," so heißt es in dem Gerichtsbeschluß, die periodische Zeits Hand an sich selbst gelegt. Er begab sich zu dem Zweck aus schrift, in der der angeblich beleidigende Artikel veröffentlicht feiner in Nixdorf Hermannstr. 143 belegenen Wohnung nach worden ist, erscheint in Berlin. Dort haben auch Herausgeber, ReBerlin, suchte in dem Hause Alte Jakobstr. 4 einen Treppen- dakteur und Drucker, wie aus den überreichten Exemplaren der Zeitverfchlag auf und wurde dort später als Leiche erhängt anschrift hervorgeht, ihren Wohnsiz. Der Thatbestand einer Bes getroffen. i den leidigung durch die Presse ist perfekt durch Herausgabe des Wasser gemacht worden. Drei Leichenfunde sind im Verlaufe von 24 Stunden im betreffenden Blattes, jede Weiterverbreitung und Versendung Der Arbeiter K. aus der Ackerstraße desselben an andere Orte ist strafrechtlich ohne Bedeutung. Auch fand am Montag Nachmittag um 22 Uhr an der Moabiter hat der Beschuldigte selbst seinen Wohnfit in Berlin. Die BeStadtbahnbrücke die Leiche einer Frau, die dunkle Kleidung und hauptung des Privatklägers, daß die betreffende Zeitungsnummer in der Wäsche die Zeichen. H. trug. in der Wäsche die Zeichen 2. H. trug. Etwa drei Stunden von irgend jemand nach Dresden geschickt und auch hier von früher wurde in Plößensee der Leichnam eines etwa 50jährigen jemand gelesen worden ist, ist für die vorliegende ZuständigkeitsBackenbart trug und mit einem dunklen Anzuge bekleidet war. Mannes aus dem Wasser gezogen, der dunklen Schnurr- und frage irrelevant." Auf grand des gemeinen Rechts! Drei Jahre Am Dienstag Morgen gegen 6 Uhr endlich trieb im Spree- Gefängniß hat der Bergmann Johann Voß wegen tanal vor dem Hause Friedrichsgracht 47 die Leiche eines jungen leidigung abzubüßen, nachdem ein Urtheil des Landgerichts mannes an, bei dem Papiere auf den 20 Jahre alten Buchdrucker Bochum, welches ihn am 25. Juni mit dieser horrenden Strafe Georg Lieprecht vorhanden waren. Diefer Lettere foll vor belegte, jetzt vom Reichsgericht bestätigt worden ist. Und da wenigen Tagen aus seiner Wohnung in der Brüderstraße ver- schwatt man noch von Verschärfung des Strafgesetzes! schwunden sein. Ein besonderes Vergnügen muß es sein, als Rutscher in der Knochenmühle in Heiligensee dienen zu dürfen. Aus unseren Lesertreisen wird uns ein Vorfall mitgetheilt, der die idyllischen Verhältnisse in diesem Etablissement zur Geltung bringt und gleichzeitig auf einen Uebelstand hinweist, der in der jetzigen Jahreszeit der Beachtung der Sanitätspolizei wohl zu empfehlen ist. Der Betreffende( Bäcker) theilt uns mit, daß er fürzlich eines Nachts bei der Arbeit durch einen pestilenzartigen Gestank gestört worden sei, der dem Wagen entströmte, welcher die Knochen aus einer Abdeckerei nach der Mühle fahren sollte. Als er später gegen 31/2 Uhr den Laden geöffnet, habe auf der anderen Seite des Fahrdammes ein Knochenwagen gestanden, wie es schien, ohne jegliche Führung. Beim Nähertreten aber habe sich berausgestellt, daß der Kutscher fest schlafend oben auf den Knochen lag. Als er ihn geweckt, habe er bemerkt, daß er fast Tag und Nacht arbeiten müsse, so daß es kein Wunder wäre, daß er auf dem harten, verpesteten Lager von der Müdigkeit übermannt worden sei. Unser Gewährsmann entrüftet sich mit Recht über die lange Arbeitszeit des Kutschers. Ferner knüpft er die Bemerkung daran, daß die Beförderung mit den offenen Knochenwagen durch die Straßen der Stadt, namentlich während der tropischen Size der Gesundheit der Anwohner gewiß nicht zuträglich ist. Vielleicht nimmt die Sanitätspolizei Notis von diesem Vorkommniß. -Be= Der Pastor soll das Prügeln lassen. Ein Gerichts Vermißt werden seit Sonntag Nachmittag 6 Uhr zwei erkenntniß, das sich von der großen Anzahl reaktionärer RechtDowe's Panzer doch schuksicher? Mit bezug auf das Knaben im Alter von 9 und 7 Jahren. Dieselben standen an sprechungen merkwürdig vortheilhaft unterscheidet, wird von der dem gedachten Tage vor dem Etablissement Schloß Weißensee"," Köln. Ztg." veröffentlicht. In den Kreiſen der Lokal- SchulDurchschießen des Dowe'schen Panzers in der Infanterie- Schieß- den Besuchern Blumen feilbietend, welche sie in Rörben auf inspektoren, so schreibt das genannte Blatt, wird ein Erkenntniß schule in Spandau erklärt Herr Dowe in einer längeren Richtig bewahrten. Der ältere der Knaben, Friedrich Weittuß, nicht geringes Aufsehen hervorrufen, das jetzt in letter Justang stellung, jezt nachdrücklichſt, daß weder er noch sein Panzer ist 9 Jahre alt und, seinem Alter angemessen, ziemlich groß; er durch das Oberlandesgericht zu Breslau Rechtskraft erlangt hat. jemals in Spandau- Ruhleben gewesen ist. Was die dort thatsächlich angestellten Schießversuche auf einen Panzer anbetrifft, trug eine weißliche Jacke und ähnlich gefärbte Hose. Der jüngere, In einer Ortschaft gab das Betragen eines Schulknaben dem August Bull witt, ist 7 Jahre alt, von der angeblich der von Herrn Dowe verfertigte fein foll, so feien leiner Figur; er hat ein volles, rundes Gesicht und Pastor, gegenüber Anlaß. von besonders Lehrer wiederholt zu Klagen dem Lokal- Schulinspektor, einem Dieser forderte nun den andauernd die Offiziere der Prüfungskommission die Opfer einer groben Mystifitation geworden. Er sei bereit, hierfür den gerichtlichen trug eine schwarzbläuliche Jacke, sowie blaue Hosen mit weißen trägen Schüler auf, täglich in die Pfarrwohnung zu kommen, um Der Junge tam an Nachweis durch Namhaftmachung sowohl deffen, der diese Irre- Da dieselben sonst den Erlös des Blumenhandels pünktlich an fangs diesem Befehl pünktlich nach, blieb aber später aus, weil Buntten. Beide Knaben waren baarfuß und ohne Kopfbedeckung. fich dort einer Prüfung zu unterziehen. führung unternommen hat, als auch durch die Anführung mehrerer bie Eltern abgeliefert haben, so ist die Annahme eines Ver- er vom Vater zurückgehalten wurde. Der Lokal- Schulinspektor Beugen zu liefern. Im übrigen bietet Herr Dome demjenigen, brechens fast gerechtfertigt. Diejenigen, welche über das Schicksal holte nun eines Tages ben Knaben aus dem Schulder seinen Panzer mit dem Infanterie- Gewehr Modell 88 und machte ihm Vorhalt über die eigenirgendwie durchschießt, einen Preis von 5000 M. Auch will der vermißten Kinder Nachricht geben können, werden gebeten, hause ab Herr Dowe, wie es heißt, die Hilfe des Gerichts in Anspruch ihre Mittheilungen an den Herrn Amtsvorsteher Feldtmann in mächtige Einstellung der Uebungen im Pfarrhause. Nachdem Neu- Weißensee schleunigst gelangen zu lassen. der Knabe sein Ausbleiben mit dem Hinweis auf das Verbot nehmen. seines Vaters entschuldigt, züchtigte ihn der Pastor mit einem Unglücksfall im Eisenbahukoupee. Auf der Stadtbahn- Polizeibericht. Am 5. d. M. Nachmittags fiel im Hause Rohrstock und ließ dem Vater mittheilen, daß er ihm einen Station Börse ereignete sich am Dienstag früh in der sechsten Pallisadenstr. 20 ein achtjähriger Knabe beim Spielen von der Strafbefehl wegen böswilliger Zurüdbehaltung seines Sohnes Stunde beim Ablassen des um diese Zeit fälligen Arbeiter Treppe und erlitt einen schweren Armbruch. Am Abend dieses zusenden werde, falls der Knabe wiederum nicht im Pfarrhause Frühzüges ein Unglücksfall, welcher für den Betroffenen eine Tages und im Laufe des 6. d. M. wurden drei Personen erhängt erschiene. Der Vater erwiderte diese Warnung mit der Drohung, schmerzhafte Verlegung nach sich zog. Der Maurer Büttner hatte vorgefunden, und zwar ein Grünframhändler in seiner Wohnung daß er dem Herrn Paftor einen Strafbefehl zugehen lassen würde. gerade den Zug zu einer Fahrt nach Bellevue bestiegen und dabei in der Binkstraße, ein Arbeiter in einem Hause in der Alten Der Schulinspektor erblickte in dieser Antwort eine Beleidigung die Thür aufgelaffen. Aus Unvorsichtigkeit hatte B. seine Hand Jakobstraße, wo er seine Arbeitsstelle hatte, und ein Arbeiter und stellte Strafantrag. Das hiesige Schöffengericht erblickte an die Thüröffnung gehalten. Im selben Augenblick wurden in der elterlichen Wohnung, in der Nostizstraße. Am 6. d. M. ebenfalls in der Aeußerung eine Beleidigung, weil in derselben ihm, da die Thür von einem Bahnbediensteten mit Gewalt zu Nachmittags wurde in der Spree, beim Bahnhof Bellevue, der Vorwurf enthalten sei, daß der Pastor eine strafbare Handgeschmissen wurde, drei Finger der linten Hand total zerquetscht. Die Leiche einer Frau angeschwemmt. In der Demminerstraße lung begangen habe, und verurtheilte den Angeklagten zu 15 M. Ohnmächtig vor Schmerzen tam B. in eingeklemmten Zustande fielen drei Bierfässer von einem Brauerwagen herab, von denen Geldstrafe. Auf eingelegte Berufung erkannte die Straffammer auf Bahnhof Friedrichstraße an, wo es nach vieler Mühe erst eins eine Frau traf und ihr einen Bruch des Unterschenkels zu des Landgerichts Glogau auf Aufhebung des Urtheils der Vorgelang, die Thür zu öffnen. Standalös nimmt es sich aus, wenn fügte. Im Hause Anhaltstr. 14 stürzte eine mit der Reinigung instanz und sprach den Angeklagten von Strafe und Rosten frei Der Berichterstatter, der diefen Borfall den Zeitungen meldet, den des Flurs beschäftigte Frau von der Treppe und erlitt bedeutende mit der Begründung, daß der Begründung, daß der Lokal- Schulinspektor wohl Bahnbeamten, der diesen Unglücksfall veranlaßt, nicht anders zu innere Verlegungen. Abends verlegte eine Frau beim Holz- die Aufsicht über die Schule zu führen habe, aber nicht entschuldigen weiß, als durch den Hinweis auf den im Herbst hauen ein fünfjähriges Mädchen, welches das zerkleinerte Holz das Büchtigungsrecht über einen einzelnen Schüler besize; vorigen Jahres von der Arbeiterschaft gefaßten Beschluß, in Rück vom Kloze herunternehmen wollte mit dem Beile schwer an der außerdem tönne in der Aeußerung des Angeklagten feine Beficht auf die entlassenen Bahnarbeiter die Koupeethüren fortan Hand.- Abends wurde auf dem Stralanerplate ein Schuhmann leidigung gefunden werden. Die gegen dieses Erkenntniß von nicht zu schließen. von einem Handelsmann, gegen den er wegen einer Uebertretung der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung ist nun vom Straf= einzufchreiten gezwungen war, thätlich angegriffen. Er mußte fenat des Ober- Landesgerichts zu Breslau verworfen worden. Die Ueber ungenügende Fenersicherheit einiger hervor von der Waffe Gebrauch machen und schlug dem Angreifer über grundsägliche Bedeutung dieses Streitfalles liegt nicht in der an ragender Stadttheile und Bauten weiß eine hiesige Korrespondens den Kopf.- In der Nacht zum 7. d. M. schoß sich im Thier geblichen Beleidigung, sondern darin, daß dem Lokal- Schulinspektor des Ausführlichen zu klagen. So soll zu den infolge zu weiter garten, in der Nähe der Sieges- Allee, ein junger Mann eine das Recht der törperlichen Züchtigung der seiner Aufsicht unterEntfernung der Feuerwachen ungenügend geschützten Bauten die Revolverfugel in die Schläfe. Er wurde noch lebend nach der stellten Schüler abgesprochen wird. Es werden somit alle VerNationalgallerie, das Alte Museum und das Zeughaus gehören. Charitee gebracht. Am 6. d. M. fanden fünf kleine Brände statt. ordnungen der Schulverwaltungsbehörden in allen Instanzen, Wenn wir auch nicht die geringste Ursache haben, uns für die die auch den Lokalschulrevisoren das törperliche Büchtigungsrecht Erhaltung des mancherlei alten Blunders zu erwärmen, der im ausdrücklich gewährleisten, für nichtig erklärt. Die Regierung zu Beughause aufbewahrt wird, so liegt doch alle Veranlassung vor, Liegnitz hatte im Verlauf des Streites dem Pastor zwei Bescheide die unerfetzbaren Kunstschätze, die das Alte Museum und die zugehen lassen, in denen es heißt:" Zugleich bemerken wir, daß Nationalgallerie bergen, vor jeder Gefahr, soweit dies möglich, bem Orts- Schulinspektor das Büchtigungsrecht in bezug auf Schulficher zu stellen. Sollte vielleicht auch hier das Wort, daß die finder innerhalb der gesetzlichen Grenzen zusteht"; ferner: Wir Rulturaufgaben nicht leiden, seine bekannte, beschämende Stationen. erwidern Ew. Hochehrwürden, daß es Ihnen freisteht, den Illustration finden? Schultnaben in Ihrer Behausung oder im Schulzimmer vor zunehmen." Selbstverständlich kann es in jedem gefitteten Menschen nur Freude erwecken, wenn den Geistlichen", die überhaupt nichts mit der Schule zu thun haben sollten, wenigstens das vielfach angemaßte Recht", die Schuljugend mit Prügel zu traktiven, gelegt wird." Witterungsübersicht vom 7. August 1894. Jufolge des heftigen Gewitters wurde die Feuerwehr drei Mal alarmirt und zwar nach dem Hause Feilner und Alte Jakobstraßen- Ecke, nach der Alexandrinenstraße und nach der Swinemünde Wallstraße, doch handelte es sich in allen Fällen nur um Wasser- Hamburg gefahr, die theilweise vor Eintreffen der Mannschaften schon be- Berlin feitigt war. Größere Ueberschwemmungen fanden statt an der Wiesbaden. Ecke der Jäger- und Friedrichstraße, in der Luisenstraße, in der München Wien Ackerstraße und in der Schönhauser Allce. Haparanda Eine Nauferei mit Säbeln hat, wie nachträglich bekannt Petersburg wird, am letzten Donnerstag früh im Walde bei Zeuthen zwischen Cork. einem Berliner Studenten und einem Assessor aus dem Lande Aberdeen des Bliemchenkaffees und der patentirten Sozialistentödter statt Paris gefunden. Der eine von den Raufrüpeln hatte von seinem Gegner bereits die ihm zugedachten Haue weg, als die christlichgermanische Ordnungsholzerei plöglich unterbrochen wurde, weil Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ONNN|~~ coco( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50 5.40 R.) 756 G heiter 22 757 757 W bedeckt 18 GSW heiter 21 759 762 Still 0 wolfig 21 760 751 Still 759 2 758 MSM 2 754 WSW 2 759 SM 3 bebedt heiter bedeckt wolkenlos 21 wolkenlos 18 Nebel 15 woltig 16 14 17 18 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 8. Auguft 1894. Etwas fühleres, zunächst ziemlich trübes, regnerisches, nachBerliner Wetterbureaut. fich Publikum der Prügelstätte näherte. Die muthigen Rauf- her auftlärendes Wetter mit schwachen füdwestlichen Winden. helden kniffen aus und suchten schleunigst das Weite. Es scheint nicht weiter auf fie gefahndet zu sein. Von einen Straßenkampf", ber sich anläßlich einer Lehndifferenz zwischen den in der Mathieustraße beschäftigten Was alles Urkundenfälschung sein soll. Die Frage, ob eine unter falschem Namen erstattete Anzeige einer Urfunde gleich zu erachten sei, beschäftigte gestern die VII. Ferienftraf fammer des Landgerichts 1. Der Kaufmann Retzlaff hatte eine betagte Mutter, welche arg von der Gicht geplagt wird. Er er fuhr, daß sie eine Kartenlegerin und Kurpfuscherin in der Memelerstraße in Anspruch genommen hatte und aus Aerger darüber richtete er an das Polizeipräsidium ein Schreiben, worin er auf die Gemeingefährlichkeit des Treibens ber Kartenlegerin hinwies. Unterzeichnet war die Ans zeige mit dem Namen„ Krause". Der Inhalt des Schriftstücks erwies fich als wahr, der Kartenlegerin wurde das Handwerk gelegt, gegen den Erstatter der Anzeige aber Auflage wegen Urkundenfälschung erhoben, weil er das Schriftstück mit einem falschen Namen unterzeichnet hatte. Der Borsitzende wies den Staatsanwalt darauf hin, daß das Reichs-| gericht schon früher entschieden habe, daß derartige Anzeigen als beweiserhebliche Urkunden nicht anzusehen seien, der Staasanwalt beantragte Freisprechung und der Gerichtshof erkannte so. Warum wurde dann aber erst Anklage erhoben? Naunynstr. 86 bei Bubeil Abends 8% Uhr. Geselliger Verein Hoffnung ftraße 22 bei Graf. 1 1 Turn- und gefellige Vereine. Mittwoch. Mufit Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Baht anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort zu ertheilen. Lehnen J. P., A. P. Belten, A. B. 10, Otto 2.: Ja. A. B. Nur, wenn die Lungenentzündung und der infolge deffen eingetretene Tod Folge des Unfalls war, sieht Ihnen ein Anspruch auf Rente zu. Alter Abonnent. Zur Lösung einer Arbeiter- Wochenkarte wird im allgemeinen Vorzeigung der Invaliditätskarte verlangt. Wenden Sie sich an die Direktion. Berein Brüderlichfeit Georgenkirchfiraße 65 bei Müller. Mufitverein frankungen und zwei Todesfälle, in 6 anderen Gemeinden einautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Berein Rhetorit zelne Fälle vorgekommen. Nach amtlicher Mittheilung wüthet ebuserstraße Nr. 5 bei Nemiz( alle vierzehn Tage). Theaterverein in Russisch- Polen die Cholera noch immer sehr start. BeBroletariat, Naunynftr. 83 bet Köhn. nBergnügungsverein Amor II, sonders ist dies der Fall in den Gouvernements Kielce und Brinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touriste flub Freiheit und wohl Radom. In Kielce sind, wie uns ein Privat- Telegramm meldet, ergehen, Neuenburgerstr. 37 betegeberg. Rauchklub Rothe in drei Tagen 220 Erkrankungen und 102 Todesfälle, in Radom Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerftr. 44, Restaurant Taubenbörse. Arbeiter: Im Militärgefängniß zu Brandenburg saßen im Januar Bither- Berein Ginigtett, Manteuffelftr. 9 bei Nowed, Abends 8 Uhr, 370 Erkrankungen und 105 Todesfälle vorgekommen. dieses Jahres zwei Gefangene Belle an Zelle. Der eine, Füselier ebungsstunde. Vergnügungsverein Hand in Hand 2, Gr. FrankfurterBohne, befand sich wegen Diebstahls in Untersuchungshaft, der straße 80-81 Restaurant Müller. Schafstopftlub Spar Agnes, Abends andere, Füselier Falisch, verbüßte eine mehrwöchige Gefängniß- uhr, Blumenstr. 46 bei Wend. Geselliger Verein Alpenrose, BrizerPrivattheater- Gesellschaft Rome Ita, Pücklerstr. 2 bet ftrafe wegen Unterschlagung. Die Defen der beiden Zellen hatten müller.( Außerdem alle 14 Tage Sonntags.) Theaterverein Mora. ein gemeinsames Ventilationsrohr, und durch dieses konnten sie Admiralstr. 18 c bei Möhring. Gefang-, sich unterhalten, ohne sich zu sehen. Sie erzählten sich gegen Dilettantenverein Preciosa, Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in seitig ihre Leidensgeschichten. Alls Bohne erfuhr, daß sein Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ece. Männer- Gefang- wir ab. Machbar demnächst wieder auf freien Fuß gesezt und verein Apollo, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schulze, Beuthstr. 18-19. wahrscheinlich nach Berlin tommen würde, bat er Männer- Gesangverein Jugendfreuden" jeden Mittwoch Abend 9 bis 11 Uhr bei Meißner, Linienstr. 142. ihn, doch hier den Vater seiner Braut, den KassenTurnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man diener K. zu besuchen und demselben zu sagen, daß er sich un- teuffelstr. 9. Seraftturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und SonnTurnverein Gesund schuldig fühle. Im Februar führte Falisch den versprochenen abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends Besuch aus. Da er sich schämte, zu erzählen, daß er in Branden in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.- Kraftturnverein Berolina, burg Strafgefangener gewesen, so gab er vor, daß er vor der Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Fausimann, Reichenbergerstraße 73a. Belle des Bohne Posten gestanden und dadurch dessen Bekannt- Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnen Berliner Turngenossenschaft: schaft gemacht hätte. K. nahm ihn sehr freundlich auf, be- Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Abend von wirthete ihn und gab ihm 15 M. mit dem Bemerken, er möge davon von 8%-10% Uhr in der Thorinerstr. 74.- Turnverein" Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter Turnerbundes) turnt heute: 1. Männer dem Bohne etwas in Form von Speisen zukommen lassen, wenn Abtheilung Friedenstr. 37, 3. Männer- Abtheilung Boechstr. 21, 2. Lehrlings: er dazu Gelegenheit fände. Durch einen Briefwechsel gelangte Abtheilung Stalizerfir. 55-56. dieser Umstand zur Kenntniß der Militäbehörde, Falisch, der die 15 Mark für sich verbraucht hatte, wurde mit strengem Arrest belegt und gegen K. wurde Strafantrag wegen Bestechung gestellt. Gestern wurde in der Sache vor der vierten Ferienstraffammer des Landgerichts I verhandelt. Der Angeschuldigte K. behauptete, es habe ihm ferne gelegen, den Soldaten zu irgend einer Pflicht: widrigkeit verleiten zu wollen, er habe ausdrücklich betont, daß die Hilfe des Gefängnißinspektors erbeten werden solle, um dem Gefangenen Bohne eine Erleichterung in betreff der Kost zu verschaffen. Der Zeuge Falisch bestätigte dies. Der Staatsanwalt hielt weder den Zeugen noch den Angeklagten für glaubwürdig, er beantragte gegen den Letzteren eine Geldstrafe von 200 m. Der Gerichtshof schenkte dagegen dem unbescholtenen Angeklagten Glauben und erkannte auf Freisprechung. Versammlungen: Der Verein Deutscher Schuhmacher( Filiale 1) beschäftigte sich in feiner Mitgliederversammlung am 29. Juli mit der Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten. Der erste Vorsigende Sperber legte aus Gesundheitsrücksichten sein Amt nieder; an dessen Stelle wählte die Versammlung den Kollegen A. Wossowski und zum Schriftführer den Kollegen Böh. Sodann erklärt sich die Versammlung mit der Resolution der Filiale 11 einverstanden. straße 154, Lotal Kontordia. 10. 11 9 Uhr bei Giedlutab, 1 Rauchtlub - Rauchklub 2. 1. 1. Reine: Die Frau kann auf Alimentenzahlung klagen und, falls der Ehemann einer gerichtlichen Aufforderung, Frau und Kinder bei sich aufzunehmen, nicht nachkommt, auch auf Chefcheidung flagen. Die Aufforderung wird auf ihren Antrag erlassen. 2. Nein. # 1 " Theater- und Vergnügungs- Berein Humanitas Abends o% Uhr bei R. K. Der Einwand der Verjährung greift durch. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Reed, Lothringerstraße 94. Restaurant Lothringerst raße 101. Theater und Leseklub Morgenroth, Tüftelanguft. Ist bei Gelegenheit der Berathung des jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Wuchergesetzes ausführlich erörtert. Theaterverein erres jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Restaurant Lewinšti, Ch. W. Einfacher Diebstahl(§ 242 St.-G.-B.) ist mit einem bet B. Tange, Stromfiraße 28. Bülowstr. 45. Heimathlu ft, Sigung jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Theater- Gesellschaft Klaus Beneditt.| Tag bis 5 Jahren Gefängniß bedroht. Abends 9 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerfir. 45.- Privat- Theater Naft. 1. Die Ausweifung ist zurückzunehmen, sobald Sie Gesellschaft Philharmonie, Gigung mit Damen jeden Mittwoch, Abends die für Ihre Frau verausgabten Unterstützungen ersetzen. 2. Die Uhr, Manteuffelstr. 9, bet Nowad. Sommer, Grünftraße 21. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Frau ist mit Recht unterstützt. 3. Auskunft darüber, wo Sachen Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenberger billig" zu haben sind, geben wir nicht. straße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5. Touristen: Schmidt. Die im Verlage des Vorwärts" erschienene verein Frei Wcg, Abend Manteuffel straße c. 86. 8ithertlub Ipenglöckchen Edelweiß. Broschüre Anarchismus und Sozialdemokratie" von Piechanoff uebungsabend Gipsstr. 11 bet Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler ist eine außerordentlich fleißige, wissenschaftlich hochbedeutsame willtommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9½ 1hr Sigung Arbeit, vielleicht die beste auf diesen Gebiet. Daß der brave mit Damen bei Weigmann, Andreasstraße 82. Große Frankfurter: firaße 80-61. Gesellschaft Hero, Abends Uhr, Sigung Brunnenir. 155 Kämpfer Plechanoff auch aus Frankreich neuerdings ausgewiesen bet Heft. Geselliger Verein unter uns. Jeden Mittwoch Abend um worden ist, ist zutreffend. Sie fragen: auf grund welchen Ge= 8 Uhr bei G. Fischer, Beuffelstr. 66.- Bergnügungsverein uftige Seelen Sigung und Fidelitas jeden Mittwoch s uhr bet Heinrich, Blücher fees? Gauner, Panamaschwindler und andere Gesellschaftsftraße 61. Bergnügungsverein Gemüthricher Schulz. Sizung jeden flüßen ähnlichen Kalibers in und außerhalb Frankreichs dekretiren ohne Gesetz mit Gewalt auf grund der bestehenden Staatsordnung Mittwoch, abends 8½ Uhr, im Lotale des Herrn C. Schulz, Fennfir. 33. Rauchklub Noochloch, Abends 9 Uhr, bet Kierstein, Admiralftr. 33. umoristischer Raucht Iub, Abends 9 Uhr, bei 2. Niemann, dahin; anständige und ehrliche Ausländer werden aus unseren Görligerstraße 42. Rauch flub Sanssouci, Boechstraße 51. nationalen Grenzen verbannt. Durch diese und ähnliche Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinstr. 28. Manöver sucht solch Regierungsanarchisten- und Raubgesindel Rauchfluh Grüne Quafte, Abends 9 Uhr, bei Gorn, kleine Martusbet Rachfall, zu Gewaltthätigkeiten zu provoziren. Derartige Provokationen Rauchflub Vultan, Abends 9 Uhr firaße Rauchtlub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr, verfangen trotz des reichhaltig assortirten Lagers von Lockspiteln Waldemarfir. 18. bet Muß, Josystraße 8. Sumoristische Pfeifenbrüder und Lumpen jeder Art, das verschiedenen Regierungen zu Gebote abends 9 Uhr, Klosterstraße 63, beim Genoffen W. Salzwedel. Rauchtlub Deutsche Gich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52, Rauchttub steht, glücklicherweise auch in Frankreich nicht mehr, spornen aber Lustige Brüder Abends 8% Uhr Pücklerstr. 61 bei Faulhaber. an, in unserem Sinne zu agitiren und zu organisiren und so Paukow. Zwecks Agitation für den Bierboytott tagte Rauchtlub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. das Ende der verfaulten Gauner-, Diebes- und Lumpen- Ordnung am Montag Abend im Buge'schen Lokal eine öffentliche Volts: ttdeutscher Raucht Iub bet Gädecke, Münchebergerstr. 5. Granade, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. Rauchflub zu beschleunigen. versammlung, zu welcher die Bauhandwerker besonders eingeladen Rotbe Fahne, Mittwoch abends 9 Uhr, Oppelnerfir. 44, Restaurant zur Zahlreiche Gedichte werden uns in der letzten Zeit wieder waren. In seinem Vortrage, den der Genosse Dastig anstelle Taubenbörse. Rauchtlub Sumatra Süd- Ost, Sigung alle Mittwoch, zugesandt, nachdem einige Zeit die Dichter uns wegen Nichtdes abwesenden Referenten Zubeil hielt, betonte derselbe die In- den, Mittwochs, Abends 8 Uhr, bet Feratsch, Langeftr. 24. Abends 8 Ubr bei Tilgner, Forsterstr. 22. Rauchtlub Die Dampfen aufnahme von Reimercien mit einem erfreulichen Boykott belegt konsequenz der Gegner und der von ihnen bedienten Presse, Congo 2, Sigung jeden Mittwoch, Abends 8 Uhr bet Schmidt, Wienerfir. 44. hatten. Während früher von uns die Aufnahme von Gedichten welche vordem lebhaft gegen den Genuß geistiger Getränke Rauchflub Arcona, Mittwoch Abends 8 Uhr, bet Brand, Reichen: gewünscht wurde, bittet man uns jetzt die eingehenden Gedichte eiferten, während sie nun die Vorzüge des Ringbiers den bergerſtraße 122 effalinn bereber, auranger ernst und eingehend" zu prüfen. Wir bedauern, das ablehnen 2. Rauchflub Brüderlichkeit, Mittwoch Arbeitern auf alle mögliche Art plausibel machen wollen und straße 84- Rauchtlub Weiße Wotte, Abends von 9-11 Uhr, bei Salle, zu müssen. Es ist eine Verkennung der Aufgaben einer Redaktion, das Trinken nicht warm genug empfehlen können. Der Bergstr. 36. ihr die Prüfung aller nicht gewünschten Einsendungen zuzumuthen. Referent richtete die Mahnung an die gutbesuchte Versammlung, stattfub areau- ß bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. Etattlub Treff, Abends s ubr, bet Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. Dazu fehlt uns die Zeit. Wir erklären uns übrigens auch indes Wortes eingedenk zu sein, Mensch sein heißt Kämpfer Schwimmverein word. Uebungsstunde Abends 7% Uhr im Reiniden- tompetent. sein und dementsprechend im Bierkriege zu verfahren. Genosse dorfer Seebabe. Touristenverein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Wuttte, R. A. 12. Ruderverein Vorwärts", Sigung Freitag, Abends Bilz tadelte die Laschheit, mit welcher dieser ernste Kampf ins- Blumenftr. 54. Hauspafcha 32. Sie scheinen fich im Recht zu befinden: 9 Uhr, Alte Jakobstr. 68 Restaurant Dieffenbach. besondere von den auswärtigen Bauarbeitern, welche in Pankow English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. arbeiten, geführt wird und empfahl Vertrauenspersonen auf den every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstrasse 36. Bauten zu ernennen, denen die Kontrolle zur Innehaltung des Guests are welcome. Club Uncle Sam meets at 8 o'clock, Hoher Steinweg 15, Sachs Boykotts obliegt. Den Ausführungen eines Bierverlegers Peschel, Restaurant, to celebrate the forth of July the day of independance of the der sich umsonst abmühte, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe au United States. Guests are welcome. entfräften, folgten die Reden mehrerer Genossen, welche auf die Mogeleien einzelner Wirthe zu sprechen tamen; die Lohnkommission foll alle diese Fälle untersuchen, ebenso die Angelegenheit Hirschmeier contra Meier, um dann in nächster Versammlung Bericht zu K. D. 99. Der Betrieb der Prostitution in dem von Ihnen Schiffsunglücke. Aus Rom wird telegraphirt: Die Abend mitbewohnten Hause berechtigt Sie, den Wirth aufzufordern, für erstatten. Großen Unwillen in der Versammlung erregte, als der Genosse Freiwald bekannt gab, daß der Vorstand der Zentralblätter melden, das Panzerschiff Morosini" sei bei Venedig ge- Beseitigung des Betriebes Gorge zu tragen. Falls der Auftaffe der Tischler fich geweigert habe, fein Sigungslofal, in fcheitert; man hoffe, dasselbe bald wieder flott zu machen. welchem Ringbier verzapft wird, zu räumen. Die Diskussion Aus London wird depeschirt: Der Castledampfer Lismore forderung in einer bestimmten Frist nicht entsprochen wird, fand, nachdem die Genoffen Liepelt, Sommer, Klir ge- Castle" ist heute nach Plymouth zurückgekehrt, nachdem er bei fönnen Sie vom Mielhsvertrage abgehen und Schadensersatz ver sprochen, ihren Schluß mit der Annahme einer Resolution, in Nebelwett er mit einem großen deutschen Dampfer, dessen Name langen. J. P. Mainz. Er kann nachträglich zur Bestrafung und welcher jedem Arbeiter, der auf die Achtung seiner Klaffen nicht sicher festgestellt werden konnte, in Rollision gerathen war. genossen Anspruch erhebt, ftreng zur Pflicht gemacht, nach der Das Schicksal dieses Dampfers ist unbekannt. Dem Lismore zum Nachdienen herangezogen werden. M. 2. 12. Ein gefeßliches Recht auf Befreiung ausgegebenen Parole im Bierkriege zu handeln und die Bau: Castle" wurde der Bug bis an die Wafferlinie eingeschlagen. ihres Sohnes von der Militärpflicht steht der Frau Ueber diesen Bufammenstoß wird gefchrieben: Große leider nicht zu: fie mag den Verfuch machen, eine Eingabe an arbeiter speziell vor dem Besuch der Ringbierlokale gewarnt Besorgniß herrscht über das Schicksal des deutschen werden. die Erfagkommission unter Darlegung ihrer Verhältnisse zu Dampfers mit welchem der Gafile Dampfer Lis Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin u. Umgegend. richten. more Castle" in Kollision gerathen war. Das deutsche Vereinsversammlung am Mittwoch, den 8. Auguft, Abends 8 Uhr, tn A. B. 100. Sprechen Sie mit dem Bescheid zwischen 12 Echmiedel's Festfälen, Alte Jakobstr. 32. Vortrag des Herrn Dr. Paul Schiff ist von dem Lismore Castle" an der Hinterseite Bernstein über Hautpflege. start beschädigt worden. Man befürchtet, daß der Dampfer und 1 Uhr vor. Landsmannschaft de Sleswig- Holsteener to Berlin. Mittwoch, Clara. Eine Beleidigung kann vielleicht für vorliegend eruntergegangen ist, da keine Spur von demselben gesehen wurde, achtet werden: Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. „ Lismore Castle" an Ort und Stelle blieb, bis sich obgleich der De 8. Auguſt, Ubenos klod%: Versammlung mit Froons in de Resteratschon Don Landsmann Hein Saß, Markgrofenftroot 102. Landsmannschaft von Sad Schmiedeberg und Umgegend. Mitt woch, den 8. Auguft, Abends 8 Uhr, beim Landsmann Friedrich Klewis, Verein ehem. 52er Gemeindeschüler. Sizung jeden Mittwoch 9 Uhr in Richet's Restaurant, Koppenftr. 65. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord. Schule, Müllerstr. 179 a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Gefegestunde( fpez. Arbeiterrecht). Bei allen unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Seit aufgenommen. Stralauerstr. 12. Landsleute willkommen, Dermischtes. " der Nebel, welcher im Augenblicke des Zusammenstoßes herrschte, zerstreut hatte. Cholera. Danzig, 6. Auguft. Nach einer Mittheilung des Staatskommissars ist gestern bei einem zweiten Arbeiter vom Holm und heute bei einem am 4. d. M. in Gollub verstorbenen Arbeiter cholera asiatica festgestellt worden. In dem Erfs- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frig Wasser der Todten Weichsel an der Krakauer Kämpe sind durch Ließte, Echwebterstraße 33. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei bakteriologische Untersuchungen Cholerabazillen nachgewiesen. Saferland, Bellermannftr. 87. Gleichheit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterfiraße 123. Seine, Rirborf Abends& Uhr, Brinz- Hanbjergstr. 60, Haarlem, 6. Auguft. Hier ist heute ein Choleratodesfall parterre. Einigkeit, Abends 8% Uhr bei Beige, Triftstraße 1. vorgekommen. In Halfweg bei Haarlem find fünf Personen Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen an der Cholera erkranti, von denen zwei starben. im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Fortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mastricht, 6. Auguft. In den letzten 48 Stunden sind hier Sund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend: 5 Erfrantungen an Cholera und 3 Todesfälle vorgekommen. Sett fchriften find zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95. Pollack Klub Lustige Brüder, Manteuffelstraße 46 bei Liewald. Dem 29. v. M. sind im ganzen 44 Personen an Cholera erkrankt und Wolff. 18 gestorben. Büttich, 6. Aug. Seit gestern sind hier an Geselliger Cholera eine Erkrankung und ein Todesfall, in Herstal vier Erl Geselliger Berein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Rauchklub Giserne Pfeife, Triftstr. i bet Hoffmann ristischer Rauchtlub, Görligerstraße 42 bei Picht. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum Mittwoch: Sumo= National- Theater. Adolph Ernst- Theater Große Frankfurterstraße 132. Donnerstag, den 9. August: 2. B. in Finsterwalde. Der Frau stand wahrscheinlich ein Anspruch auf Unfallrente zu, der Anspruch scheint leider verjährt zu sein. Ohne mündliche Rücksprache läßt sich weitere Ausfunft nicht ertheilen. M. 15 in A. Senden Sie das Manuskript der Buchhandlung ein: im Falle der Ablehnung erhalten Sie dasselbe zurück. müssen Sie bei dem Amtsgericht des Wohnorts des Schuldners O. W. 15. Den Antrag auf Erlaß des Zahlungsbefehls schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers richten. Wird gegen den Zahlungsbefehl Einspruch erhoben, so müssen Sie zur Verhandlung vor das Gericht laden. Emma. Zur Heirath ist, da Sie großjährig und Waise, nur Beibringung Ihrer Geburtsurkunde und die Todesurkunden Ihrer Eltern erforderlich. 2. 2. Was unter unentbehrlichen, und deshalb der Pfändung entzogenen Sachen zu verstehen ist, giebt das Gesez im einzelnen nicht an. Die einschlägigeu Bestimmungen finden Sie in dem Artikel des Vorwärts" über das Pfandrecht des Vermiethers( 29. Juni) wörtlich abgedruckt und besprochen. 2. 2. 12. 1. An jedem beliebigen Tag. 2. Kautsky: Das Erfurter Programm. 3. Nein. 23. 28. 100. Nein, Sie können aber auf Herausgabe der Beugnisse und auf Schadensersatz flagen. Armin- Hallen Buchhandlung des, Vorwärts Extra- Vorstellung Sommandantenstraße Nr. 20. gegenüber keinerlei Verantwortung Der Veilchenfresser. zum Besten der beim Erdbeben Theater. Mittwoch, den 8. August. Leffing- Theater. Die Sittenrichter. Rehdens- Theater. Jugend. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Bellealliance- Theater. Die weiße Dame. Alexanderplat- Theater. Ver botene Liebe. National Theater. Der Veilchen. freffer. Apollo Theater. Borstellung. Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. in Konstantinopel Verunglückten Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Grohes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Poffen und Luftspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch: Im Garten großer Ring fampf zwischen Bech- Olsen u. Richard Nogat. Castan's 1 Eiumalige E Aufführung von Charley's Tante. = Die Gesammt Ginnahme ohne jeden Abzug wird zu dem wohlthätigen Zwecke abgeliefert. Anfang 8 Uhr. Der Billet- Verkauf findet von heute ab an der Theater Raffe von 10 bis 2 Uhr statt. # Spezialitäten Panoptikum. Kelle Vereinshaus Theater Unter den Linden. Der Hawaiische Bettelstudent. ( früher Ruhlmen) Täglich: Frei- Konzert im schönen Natur Garten. # Sale. Vereinszimmer. Beuthstr. 2, Berlin SW. Von dem gegenwärtig im Feuilleton des Borwärts" er scheinenden und mit so vielem Beifall aufgenommenen Romane Der Inde Deutsches Sittengemälde von C. Spindler Schmiedels Festfäle baben wir den kleinen Reſtbestand Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elett. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfeftlichkeiten. 4902* Wiv. E. Schmiedel. Gine alte deutsche Feuer- Verf.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Proving thätige Haupt- n. 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Kreisel. Cuxhavenerstr. 11, H. Samtlebe. 4, W. Güldenstein. Dorotheenstr. 46, Rud. Urban. Fischerbrücke 22, E. Vetter. Fischerbrücke 14, A. Fabig. Französischestr. 6, Pätschke. Friedrichsgracht 16, Thierbach. 1, Jmmendorf. Friedrichstraße, Neue, 62, Thoms. 44, Röllig. " " 20, Keller. " " 5, H. Hahn. 73, Kurz. " " " " 70, Hunger. " 3, Merker. Gertraudtenstr. 8, H. Heller. Grünstr. 13, P. Freiberg. Grünstr. 21, Sommer. Holzgartenstr. 5, Stockfisch. Heilige Geiststr. 40, Matuschewsky. Jägerstr. 10, Tripke. Jüdenstr. 50, Aug. Lehniger. Kanonierstr. 26, W. Zieste. " 26a, W. Borths. | Kleine Kurstr. 10, Stobbe. Klopstockstr. 1, C. Bürger. Krausenstr. 9, E. Langfeld, Bierverlag. 11, Rolffs, Fremdenverkehr. 55, E. Ruppert. Klosterfir. 83, Salzwedel. " " 1, Fritz Berger. Lessingstr. 28( an der Brücke), Rickmann. Mauerstr. 10, Freitag. 9, Ecke Jägerstr., H. Bock. Mohrenstr. 63/64, Goerfe. Kleine Kurstr. 1, A. Maschte. Moltenmarkt 6, Haase. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste aufnehmen lassen wollen, Wendt, Claudiusstr. 19. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung der Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. Berlins am Donnerstag, den 9. Auguft, Abends 8 Uhr, = in den ,, Armin Hallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Zages Ordnung: 167/4 1. Die Arbeitseinstellung bei der Firma Wetzel& Naumann in Leipzig. Referent: Rollege Conrad Müller- Leipzig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um pünktliches und zahlreiches Erscheinen Achtung! Maurer. Der Einberufer. Achtung! Sommer, Grünstr. 20. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die Mann, der Tischler 2199b können sich melden bei Tripke, Jägerstr. 10. Berücksichtigung. Bin am Montag, den 30. Juli, in durch Schet( Vertrauensperson). Moltenstr. 12, H. Gärtner. Oberwasserstr. 13, Fr. Pujanet. Poftstr. 31, H. Michel. Rosenstr. 30, Wernau. Taubenstr. 41, E. Dullin. Stralauerstr. 7, A. Mandelt. 10, D. Russow. " 58, R. Elteste. 19 " 12, Frizz Klewig. " 16, H. Kreuzberger. 43, F. Schreiber. Gelegenheitswaaren! traurige Mittheilung, daß mein lieber Sachen des Boykotts kontrollirt worden Feinste braune Veilchen- Seife Friedrich Schmidt, Durch unanständiges Betragen ver- vorzügl. parfümirt, statt 50 Pf. für 10 Pf. weigerte ich demselben die Kontrolle, Beste Cocosnuß- Seife, flatt 10 Biam 6. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, wiewohl ich niemals aus anderen Nachmitttags 5 Uhr, vom Trauerhause, Sorauerstr. 5, aus statt. Die trauernde Wittwe nebst Kindern. In der Nacht zum Montag verschied nach langem Leiden mein innigftgeliebter Mann, unser guter Vater, der Restau2194b rateur Wilhelm Hoffmann, im 56. Jahre. Dies zeigt hiermit tiefbetrübt an Köpenick, den 7. August 1894 Augufte Hoffmann nebst Kindern. Nachmittags 4 Uhr, vom Zeichenhause aus statt. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Die Beerdigung findet am Donnerſtag Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 9. August, Abends 81, Uhr, bei Wilke, Andreastr. 26. Tages- Ordnung: Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Parteigenossen fagen wir unseren inniggr. Stücke, Gründen dieselbe verweigern würde. für 3 Pf. Packfiegellack, statt 10 Bf. Da der Mann nun die Kollegen beein- Stange für 3 Pf., 1 Pfd.= 8 Stangen flußt hat, bei mir nicht mehr zu ver- für 22 Pf. Brieffiegellack, feinste tehren, da Bier unter falscher Flagge Qualität, Stange 3 Pf., 1 Pfd. gleich verschänkt würde und mich dadurch zu 16 Stangen für 40 Pf. Französ. schädigen sucht, erfläre ich hiermit, daß Sornfriherkämme, 7" lang, statt ich seit Sonnabend, den 14. Juli, fein 50 Pf. für 20 Pf. Echt japanische boyfottirtes Bier verschänkt habe. Goldfächer mit Malerei, Stück 2195b 7 Pf. Seidene Kravatten, Schleifenfaçon, Stück 6 Pf. Feinte Gloria feidene Regenschirme für Herren und Damen, St. 2,10 M. Löffel, Messer und Gabeln etc. zu Spott preifen in enormer Auswahl. 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Vorsteckzwei habe, Gothenstr. 44, am Schöne- nadeln mit Porträts von Lassalle unferem Bruder, Schwager und Sohn Albert Strauch, erwiesen haben. berger Bahnhof. Otto Beck nebst Frau. 21826 Hierdurch sagen wir allen Freunden und Bekannten für die rege Theilnahme und schönen Kranzspenden bei dem Begräbniß meines lieben Mannes, unferes guten Vaters, Schwieger- und Großvaters, des Schantwirths August Köhler, unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen 2197b Reparaturen 2190b an Gold- u. Silbersachen werd. sauber ausgeführt von G. Walter, Gold: arbeiter, Thurmstr. 38. Stempel und anderen bekannten Parteigenoffen, Stück 20 Pf., Duhend 2 M. NickelSchwedenhülsen mit Sozialdemo kratenführer St. 5 Pf., Dyd. 50 Pf., dieselben mit Cigarrenabschneider St. 7 Pfg., Dyd. 75 Pf. Vereins- Abzeichen 2c. Eine Partie Damenstrümpfe, H. Guttmann, Brunnenstr. 9. engl. lange( übers Knie zu tragen), garantirt echt diamantschwarz, Pf. 30 Pf. Ww. Olga Köhler nebst indienen. auch einzeln 3. verkauf Baar 3 m. Bleichgeftig bitte ich, das auf meinen E. Posten Hosen an Arbeiter ſpottbinis tatt 60 für benjo prima- prima, Mann gesetzte Vertrauen auch auf mich neue 92. übertragen zu wollen, ba ich das Ge Pfandleihe, strasse Kr. 13. ter, ugh, bftat 1,90 B., verkäuble 1. Vortrag des Kollegen Boesch: 3weck und Nuhen der GewerkschaftsOrganisation." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. 177/4 NB. Es ist Pflicht eines jeden Metallarbeiters in Sieser Versammlung zu erscheinen. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gesch. Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspl Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. größtes Lager Berlins. MusterKinderwagen, her gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerzKünstl. Zähne, loses Babnziehen. Theilzahlung. 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