Itr.m. 36.3Wmi, ve,ag»vretS, viertelj ihn im JiL inonaa.2S0M!. frelMtHao« oüume�atjiim. Sinjeine Kummerii IC fcienmfl. ij«>lde,iiT Ivionalli»-89 Kl. erfL guiiellllngS. gedüHr IXran ireu-daird'üt Deutsch. km» il Ofl:meuJ).Unfl(mi.75 SU. für das übrige Ausland" 75 KL bei tügltch-imnaliaei-iuiielluna 7.75 ML Postbe'lellunaen nehmen in Düne. man. Hollan» liuremoura. Schweden WS die Schwei, ärngetraa«» m du San-.euunoS-l-relSblte Der.SorwartS' encheuu wochembglich iweun-u--oimmg. eumuu. teleaiamri-Sdrefl«! .•ostalbeaatcat©eritu*. MorgenAnsftabe. rliner Oolksblatt. ( lOPtennig) A»,e»genvr«St Tie achigeivalteae Sianvarchllezeiie loliei l,A Mi..kleine A», eisen", das uiLieolU-lte Sari SU itfg..,ulüsfi« S iettaedruitle Uaati. ledee wettere Eon 35 Lsg.«lellengeillche und Schlailtellenanzetgeti das eriie Wort iß ßis., iedeä weitere Wo« 20 Mg. Sorte über lb Such'laberi tädiei. nir ,wei Sorte. Leuerunaszuichia? öv�,» isainUien-Lnzetgen. volittiche und geweriichailliche Vereins» Änzelgen 1.30 ML z>e gleite. Anzeigen W die nachne iiummei müflen bis S 46* nachmittags im oaudtgeichäft Serlm SS. 58. tiindenktrave s. adieaeben werden. Sebfwel jm S lldr früh bis 5 46r abend», �entralorgan cler fo�ialäemoki'atil'cken Partei Dcutfchlands. Reüaktion und Expedition: EW. bS. Lindenstr. Z. aerntveecher- flmi Morinvlav. Str. 151 UO- 151 1)7. Donnerstag, den 3. April 1919. vorwärtS'verlag G.m. b. h., EW. öS» Lindenstr.Z. Feruwrrcher: Amt Morttzplav, Str.>17 55— 54. Danzig als freibafen? Bern, 2. April. Nach„Chicago Tribuns soll die Danzigcr Frage durch Schaffung eines Daoziger Frei- Hafens unter deutscher Kontrolle gelöst werden. „New Aork Herald" erklärt deulgegenüber, daß die englische Delegation einen Plan aus Neutralis irruog des Korridors von der poluischrn Grenze bis Danzig aus- arbeitet, wonach Polen das Recht habe, Danzig als Hasen zu benutzen. Die neutrale Zone soll von einer deutsch-polnischen Kommission, der auch ein Neutraler angehört, verwaltet werden. Königsberg i. Pr., 2. April. Der Neichskommissar für den Osten, August W i n n i g, nimim in der„Hartungschen Zeitung' zur Frage der Landung polnischer Truppen in D.anzig folgendermaßen Stellung: Wenn wir sagen:„Hände �'eg von' Tanzig I' so ist das mehr als ein Protest— es ist eine Warnung, die sich nicht nur an die Polen richtet. Das Matz ist oolll Etreckt man die Hand nach Danzig aus. so können wir uns Mer dlche Schmach nicht mehr aus den Protest des Wortes be- schrägen. Da mutzte und würde das deutsche Bolk wieder zur Natts werden, die freudig alles seht an ihre Ehre. erlin, 2. April. Wie die Telegraphen Union erfährt, hat fich nterstaatssekretär im Auswärtigen Amt. Baron Longwerth ö0 Simmern gestern mit dem Reichsminister Erzberger nach isfrbegeben, um an den Berhondlunges mit Fach in der Danziger Frage teilzunehmen. Die pariser Deratungen. Abrüstung des linke» Rheinufers. Amsterdam, 2. April. Das„Algemeen HandelSblad" meldet aus PariS: Auf der Fiiedenskonseren, icheint der Grundiatz der Abrüstung deS linken RheinuferS angenommen worden zu lein. Für die Schleiiuiig der Festungen mutz nur noch der Zeitpunkt festgesetzt werden. Glötzere Swwicrrgkeiien bieten die Beslblutzfassung über andere miliiänsede Einrichtungen wie z. B. der Bahnlinien, Flugplätze usw. Diese Bestimmungen würden auch nur aui einen rechtsrbein'ichen Gcbieisstreifen Anwendung finden. Autzerbem werde die Besetzung dreier Gebiete bis zu dem Zeilpunkl. wo Deut'chlond allen seinen LZeipflichiungen nach- gekommen sei, erwogen. Frankreich würde als Mandalarmachl des Vötier bundes die in Frage kommenden Gebiete besetzen. Ein eveniueller Widerstand Deutschlands während der Besetzung würde selbsttätig die Mitglieder des Völkerbundes zum Eingreifen der- anlassen. Was das Saarbecken anbelange, i'o werde Frant- reich fich mir jeder Regelung abfinden, die ihm die Kohlen- Produktion vei schaffe. Augenblicklich sei eine Strömung vorhanden, die darauf aus- gehe, die Deutschen nicht aufzmoldern, zu den Beratungen über den Friedensvertrag nach Versailles zu kommen, sondern ihnen den Ver- trag>n Spa vorzulegen. Ueber einige Teile des Beitrages, wie z. B die territorialen Bestimmungen, werde leine Diskuision zuge» lassen werden. Ueber die Frage der Bezahlung der Ent» s ch ä d i g u n g soll dagegen mit den Deutschen verhandelt werden. ES sei sogar die Absicht gräutzert worden, jährliche Zu- sammenkünne einer gemischten Kommission, die für jedes Jahr die zu bezahlende Summe und die Art der Bezahlung festsetzen soll, einzurichten. Darüber sei jedoch noch nicht eulichieden worden. Man sei der Ansichi, dah die Unterzeichnung deS FriedeiisveitrageS An- sang Mai staltfinden lönne. Die Kriegsentschäöigungsfrage vor öem Rat üer vier. Amsterdam, 2. April.(TU.) Aus Paris wird heute gemeldet: Der Rat der Bier hat heui« erneut die Frage der Kriegsentschädi- gungen besprochen. Man scheint allgemein der Meinung zu sein, Nitz es sehr schwer werden wird, bereits jetzt eine Gesamtsumme bestimmen, die Deutschland als Entschädigungen während der sten Jahr« bezahlen tonnte. Man weitz nicht, welche Schmie- keiten sich füc Deutschlands Handel und n d u st r i e aus omer zu strengen Erfaffung dieser Frage ergeben irden. Es scheint, datz man jetzt abermals eine neue Lösung n dieser Angelegenheit versucht. Derartige, die Entschädigungssrage betreffende Bestimmungen mutzten dann auch in den Friadensver- trag aufgenommen werden. Die Bestimmungen selbst werden wie so.gt angegeben: Erstens: Feststellung dcrEntschädigun- gen, welch« Deutschland bezahlen mutz. Iweitens: Feststellung der Termine der ersten Bezahlung. Drittens: Aufstellung emer ®:stc der deutschen Bezahl u.ngsmittel, über die die Alliierten zu verfügen und die Kontrolle auszuüben haben, um sich o die Bezagtung ihrer Schuldforderungen zu sichern. Gleichzeitig nützten auch Bürgschaften für die Bezahliung der Entfchädigungen «stgesetzt werde». Der Morö an Jaitres. Drohende Haltung der Pariser Arbeiterschaft. Berlin, 2. April. �Humanite' schreibt: Di« sozialistische Partei hat die Militärkredit« abgelehnt als Prolest gegen ein« Intervention in Rutzland. D« Federation de la Sein« erklärt in einer Resolution, der Freispvuch Billains sei inspiriert von Hätz und F urcht vor dem Proletariat und bedeute die Aufforderung zum Bürgerkrieg. Di« Federation beauftragte ihren AuSschutz. mit den Syndikalisten die sofortigen Konsequenzen hieraus zu besprechen. Tagung öer internationalen Sozialiften- kommijfton. Haag, 2 April. Aus Paris wird dem H. N. gemeldet: Die Verwaltung der iozialistnckien Konserenz in Bern, welche in Paris war, hat beschloffen, datz am 2S. April in Amsterdam eine Beriammlunq der allgemeinen permanenten Kommission abgeballen werden soll, um jene Probleme zu be- sprechen, die in Bern rnidt mehr auf die Tagesordnung gekommen ieien. Es bandelt fich hauplsächiich um Territorialfragen. Nutzer- dem wird die Konferenz m Amsterdam die durch den Präliminar- frieden geichaffene Lage untersuchen und die Haltung besprechen. die man gegenüber der Gründung einer Internationale in Moskau annehmen will. Außerdem loll erwogen werden, wie die sozialistiilde Presse entwickelt werden kann. Man wird auch über die Einberufung eines neuen internationalen Kongresses, der wabr'cheinllch im August in der Schweiz statt- finden wird, Beschlutz faffen. lioooo Streikenöe im Ruhrgebiet. TeilweiseVerschärfung der Streiklage, teilweiseSAbflauen B o ch u m, 2. April. lPrivattelegramm des„Vorwärts".) Die Zahl der streikenden Bergarbeiter ist z u r ü ck g e- gangen. Auf vielen Zechen wird schon wieder gearbeitet. Nur dort, wo die Spartakisten die Oberhand haben, wird noch gestreikt. Die Zeche Hannover, die die Stadt Bochum mit Gas beliefert, liegt still. Infolgedessen brenne« die Straßenlaternen nur von 8 bis 10 Uhr abends. In der Stadt selbst ist alles ruhig. Essen, 2. April.(WTB.) Die Meldungen über die Streik- läge im Ruhrgebiet lassen darüber keinen Zweifel, daß auch heute voneinemGeneralstreiknichtgesprochen werden kann. In der heutigen Frühschicht hat die Zahl der Ausständ'gen efonQ 110 000 betragen. Da sich die Sollziffer der Frühschicht auf 215 bis 220 000 Mann stellt, so wird etwa die Hälfte der Belegschaften sich im Ausstand be- finden. Genaue Zahlen konnten infolge mangelhafter tele- phonischer Verbindung mit einem Teil der Zechen nicht fest- gestellt werden. Aus Essen wird den P P.N. gemeldet: Von den 250 bestehen- den Schachtanlagen liegen Meldungen von 200 Schachtanlagen vor. Auf etwa 60 Schächten wird nicht gestreikt. Von einer Gesamt- belegschaft von etwa 150 000 Mann der Zechen, von denen Mel- düngen eingegangen find, streiken tOOOOO. Es ist also eine wesent- liche Verschärfung des Streiks eingetreten und es ist anzunehmen, datz das Bild morgen nicht etwas ungünstiger sein wird. Es streiten wohl 50—60 Proz. der gesamten Arbeiterschaft der Kohlenzechen. Der normale Arbeiterstand sämtlicher Kohlenzechen vor dem Kriege betrug 430 000 Mann. Aus Hamm wird gemeldet: Alle großen Zechen in der Umgebung von Hamm streiken seit gestern(Radbod, de Wendel und Sachsen). Die Ruhe wurde nirgends gestört. Aus Duisburg erfahren die P.P.N.. datz sich die Lage um eine Kleinigkeit v e r s ch l i m m e r t Hat. Es ist anzunehmen, datz der Streik eine weitere Verschärfung erfahren wird. Es ist aber die Ruhe wie in den anderen Städten aufrechterhalten worden. Aus Recklinghausen wird gedrahtet, datz die drei Schacht- anlagen im Orte streiken. Die Essener politischen Forderungen wurden von de: Belegschaft aber abgelehnt. Es wild jedoch, wie überall, die Sechsstundenschicht gefordert. In den Be- lcgschaftsversammlungrn herrschen die radikalen Elemente vor. Die Regierungstruppen von der Aibeiterschaft ihrer Kampfstimmung angegeben. Eine Kommission von der Zeche Blumenthal ist nach Berlin unterwegs zum Arbeits« ministernrm. Zur Stellung Englands in der Zriedensfrage. von Eduard Bernstein. Für die Beurteilung der Stellung Englands in der Friedensfrage ist folgender Leitartikel des„Daily Cl?co- nicle" vom l3. März beachtenswert. Er knüpft an eine Rede des amerikanischen Staatssekretärs Lansing an und lautet: „Mr. LanfingS Red« zugunsten der Beschleunigung der Zugeständnisse an die Deutschen in lezixg auf Nahrung und Frieden gibt dom Argument, das wir seit langem an dieser Stelle ver- fochten haben, gewichtige Unterstützung. Es liegt nicht im Interesse der alliierten Mächte, datz die Demo- kratie in Deutschland zum Scheitern gebracht wird, was klärlich geschehen wird, wenn nicht irgend welche Ab- Hilfe gegen Hungersnot und Verzweiflung in die Hand genommen wird. Wir wollen, daß Deutschland die möglichst schnelle und mpg- lichst umfangreiche Wiedergutmachung der ungeheuren Zerstörung leiste, di« es in der Welt angerichdet hat; wir wollen aber auch, daß eS sich in Uebercinstimmung mit d e x friedlichen und demokratischen Entwicklung des Bundes der Nationen entwickelt. Beide Ziele werden hinausgeschoben, wenn nicht vereitelt, wenn es durch die Anarchie einer bolschewistischen Diktatur verfällt. Die Lage der Dinge schafft, wie wir mehr als einmal gesagt haben, ein« wahre Jnter- essengem ein schaft zwiscken den alliierten Regierungen und der Regierung von Ebert und Scheidemann, weil die letztere, da sie sich aus die Rationalversammlung stützt, die einzige ersichtlich mögliche verfassungsmätzige Regierung Deutschlands ist. Und weil dies so ist. sind persönliche Angriffe auf Ebert und Scheidemann in irgendwelchen Teilen der britischen und alliierten Press« mehr als gegenstandslos, sie sind faktisch schädlich. Alle Zeugnisse weisen darauf hin, daß Beschaffung von Rührung dqr Schlüssel der Frage ist. Das Bedürfnis danach ist in Deutschland sehr stark, und ihm muh entsprochen werden, wenn wir nicht das ganz« Land der Anarchie verfallen sehen wollen. Unglücklicherweise besteht die Gefahr der Hungersnot kaum wen:- ger bei verschiedenen(England) verbündeten Völkern. Polen, die Tschccho-Slowakei, sogar, wie wir vorige Woche zeigten, Jialie», sind in den Klauen des Mangels und am Rande des Verhungerns. Die Königin von Rumänien, die heute als ein sehr willkomaienep Gast in England ist. berichtet uns, datz in ihrem Lande, das früher eines der Hauptausfuhrländer war, Leute Hunger? sterben. Wenn wir diese Nationen, die so viele offenbare Ansprüche an uns haben, nicht mit Nahrung versehen haben, so ist es wenig verwunderlich, daß wir die Deutschen nicht versorgt haben. Indes müssen wir ohne Verzug geeignete Matznahmen treffen, sie alle zu versorgen. Es kann nicht geschehen durch das Halten von Reden noch durch Federstriche. Die Hauptschwierigkeit ist die Be schaffting der Tonnage, und der einzige Weg, di« Tonnage schnell zu erhöhen, ist der, datz die Vereinigten Staaten deen Gebrauch der Alliierten die amerikanischen Schiffe wieder zustellen, die sie vori- gen Herbst vorzeitig zurückzogen und für gewöhnliche Reisen be- husS Prositerzielung freigaben. Wir begrüßen Mr. Lansingc Rede insbesondere deshalb, weil, wenn sie überhaupt etwas meint, sie meinen sollte, datz ein erheblicher Teil der Tonnag«, die zum südamerikanischen Handel auslief, aufs Neu« dem hungernden Europa zu Diensten sein wird.' So das„Daily Clironicle". Seine Stimme ist deshalb zu beachten, weil es von den radikalen Londoner Zeitungen Lloyd George am nächsten steht. Es hat vor ungefähr Jahresfrist den Eigentümer gewechselt und war im Wahl- kämpf führendes Organ der sogenannten Koalitions- liberalen, d. h. derjenigen Liberalen bzw. Radikalen, die für die Lloyd Georgeschc Koalitionsregierung eintraten. Man kann es als eines der Sprachrohre Lloyd Georges be- trachten. Die Sprache des Artikels klingt nun wesentlich anders, als die Sprache, die Lloyd Georgs im Wahlkampf mit Bezug auf Deutschland geführt hat. Aber schon Anfang Februar sagte mir in Bern beim Internationalen Sozialistenkongreß ein sehr unabhängiger englischer Sozialist, mit dem ich mich eingehender über die Friedensfragen unterhielt:„Ihr dürft Lloyd Georges Wahlreden nicht tragisch nehmen. Im Wahl- kämpf ist Lloyd George ein Demagoge, dem es auf kräftige Uebertrechungen nicht ankommt. Wenn es Entscheidung.:!, gilt, ist er vernünftigen Erwägungen nicht unzugänglich." Wie man den Standpunkt des„Daily Ehronicle" sonst zu bewerten hat. liegt auf der Hand. Unschwer ist zu erkennen, datz er gewisse Interessen Englands wahrnimmt, ?zw. wahrzunehmen sucht. Aber wenn nur ein Traumer erwarten kann, daß die Regierung eines Landes, dessen eigenes Interesse außer Acht lassen wird, ist es immer noch zweierlei, ob sie bei Wahrnehmung dieses Interesses sich von der Vernunft oder von Leidenschaften leiten läßt. In jedem dieser Fälle weiß man alsdann, wessen man sich von ihnen zu gewärtigen hat._ Nationalitätenfrage in üer Türkei. Autonomie für Christen und Jude». Den zuletzt bekannt gewordenen Meldungen ouS der Türkei zufolge, hat sich in der Haltung der türkischen Regierung gegen» über den Griechen, Armeniern und Juden eine radikale Schwenkung vollzogen. Die Juden haben sich zwar von jeher schon in der Türkei— in allen Provinzen— einer großen Tole- ranz, ja einer entschiedenen Sympathie zu erfreuen gehabt. Gegen- über den christlichen Bewobnern des Landes, besonders gegenüber den Armeniern und Griechen war dies im allgemeinen nie der Fall. Die Ursachen dazu liegen weit zurück. ES ist falsch, die Schuld nur auf einer Seite suchen zu wollen. Di« Sckuldfrage aufrollen, heißt die ganze Geschichte der religiösen, politischen und wirtschaftlichen Kämpfe in der Türkei in Bewegung bringen. Wir sind auch gern geneigt, diese heikle und niemals ganz Nor zu formulierende Schuldfrage unter den Tisch fallen und die Vergangenheit ruhen zu lassen, wen» wir den glücklichen Ausblick bekommen, daß die fürchterliche S-lbstzeifleischung der Nationen im vorderen Orient sich nicht wiederholen soll. Die türkische Regierung— die neuen Männer am Bosporus haben an dem Zusammenbruch der Kriegspolitik zwerfel» loS die Notwendigkeit einer versöhnlichen Politik er- kannt— hat in einer Denkschrift an die Ober- kommissare der Alliieiteu in Konstantinopel ihren Willen erklärt, in der Nationalitätenpolitik eine völlige Wendung eintieten zu lassen. Den Griechen, Armenier» und Jude» soll eiue weitgehende Auto- nomie gewährt werden. Wir wünschen, daß die Nachrichten wahr sind. Durch diese Adsichl würde sich die türkische Regierung ehren, die Situation— namentlich der Christen— in der Türkei Hestern und würde den inneren Frieden der Türkei der größte Dienst erwiesen. Trennung von Kirche unü Staat. Tie Beratungen des Berfafsungsansschnfses. Weimar, 2. April. Der VerfassungSauSschnh beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem großen Vorstoß des Zentrums, der schon die vorgestrige Sitzung beschäftigt hatte. Zwischen den Sozierfdeniokraien und Demokraten ist bezüglich des Artikels 30 des EndwuvfS, der sich mit der Glaubens, und Gewissensfreiheit beschäftigt, ein« Einigung zustande gekommen. Die beiden Fraktionen schlagen folgenden neuen Ar- tilel 30 vor: „Die ReligionSgescllschaften sind vom Staate getrennt. All« Bürger des Reiches genießen volle Glanbens-, Gewissens- und Gedankenfreiheit und staatlichen Schutz für ungestörte ReligionSübungen. Di-e allgemeinen St aatsge setze bleiben hieiDon unberührt. Niemand ist verpflichtet, seine religiöse Ueberzeu- g u n g zu osseuteren. Die Behörden haben nur insoweit ein Recht nach ber Zu- geHörigkeit zu einer Religionsgesellschaft zu fragen, als davon Rechte und Pflickten«Hungen oder eine gesetzlich an- erkannte statistische Erhebung dies erfordert. Der Genuß bürgerlicher und st a a t Sbü r g e r- l icher Rechte so-vic die Zulassung zu öffentlichen Aemtern ist unabhüngig von dem religiösen Bekenntnis. Niemand darf zu einer kirdhlichen Handlurig oder Feiet- lichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Uebungen oder zur Ablegung einer religiösen Eidesformel gezwungen werden. Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Recht« und Pflich- ten werden durch die Ausübung der religiösen Freiheit weder bedingt noch beschränkt., Den Religionsgcsellslbaften werden diejenigen Gemeinschaften gleichgestellt, die sich die Pflege einer Weltanschau- ung zur Aufgabe machen."___ Der Ueber Grunöerl Von Heinrich GoereS. An einem«genmasten Tage saß an der verzwickten und krummen Straße durch den Wald ein armer Schlucker aus dem Wegstein. Es fror ihn in dem dünnen Rock, und sein Magen bellte. Da knarrten Räder. Keuchend zog oiu Bäuerlein seinen Handwagen weiter, aus dem hochgetürmt viele Bündel Holz schaukelten. Der Mann rastete erschöpft und der Schlucker sprach zu ihm: .Habt Ihr nichts zu esten bei Euch?".Nein." antwortete der Bauer,„aber wenn Ihr mir die Last bis an mein Hau? schieben helft, so soll es auf ein Abendbrot nicht ankommen." Damit war der andere einverstanden und stellte sich an das Hinterrad._ HIB sie etwa fünfzig Schritte weiter waren, zog er bshutsam ein Bündel auS dem Stapel und warf es seftwärts in den Graben. Die Stelle merkte er sich genau. Nach einer Strecke wieder eines und so fort bis zum Waldesrande. Der Dauer wendete sich und rief:„Bist ein tüchtiger Bursche, eS zieht sich viel leichter, ohne deine Arme steckte ich wahrhaftig noch im Lehm und wüßte nicht heimzukommen." Jetzt lag Dorf und Anwesen vor ihnen. Hurtig ging S zum Tor hinein, der Holzwagen kam auf die Tenne, wie er war. Man sah- ihm nichts an, denn die fehlenden Bündel waren aus der Rütte entfernt und die anderen um den Hohlraum gespreizt. Das Abend- essen mundete nicht schlecht. Die Bäuerin wartet« mit Speckkuchen auf, mit Brot und geräucherter Blutwurst, für jeden gab«s einen ansehnlichen KornschnapS und hinterher einen Krug mit Braun- hier. Dankbar bot der Bauer dem Helfer sogar Nachtquartier auf dem Heuboden. Aber der blieb nicht. Er habe noch dringende Be- schäste. Mittlerweile war es dunkel geworden. So ging er um das Dorf herum, den Weg zurück und in den Wald hinein. Hier sammelte er die Bündel eines nach dem anderen, schleppte viele Stunden lang und brachte sie endlich zusammen. Auf dem Holz sttzend und an einen Baum gelehnt schlief er etwas. Am Morgen be«dete er«inen Knecht, der zur Stadt mit zwei Gäulen karrt«. ihn und die Last mitzunehmen. Vom Frühstück des Knechts bekam er ab und verkaufte das Holz einem Bäcker für zwei Taler und sechs frische Semmeln. Das war der erste Erfolg d-8 betriebsamen Gesellen. Daran schloffen sich mehrere. Die zwsi Taler verwandte er zum Erwsrv eines Fäßchens etwciS anrüchiger Heringe am Fischmarkt, die be, gesunden Zuständen sechs gekostet hätten. Den Auflösungsprozeß wußte er mit sorglichem Abwaschen und Präparieren anszuhalte« oder doch zu verdecken. Er bebandelt« die Anrüchigen mit Salz, Sffig und sonstigen scharfen Effenzen, bedeckte sie mit Lorbeer- blättern und Zwiebeln,»eränderte Ihre Gestalt und ihr Wesen uno setzte sie im klmberziehen an haNbetrunkene Nachtvögel und anderes irest gieriges Volk ab als„Werfeinsie Delikateß-Fürstenheringe". Das errungen« kleine Kapital von zwanzig Talern brachte er in einen Altkleiderladeu ein mit so günstigem Erfolge, daß er nach einiger Frist«inen Haufen Geld, sein Kompagnon dagegen mu: noch te«Hai JBetiwc aus dem eigene» L«Se besaß. ' S-HeMÄW"• Die Annahme dieses Artikels scheint gesichert zu sein. Hiergegen kämpft das Zentrum nicht sehr stark an. Wohl aber hat sich ein heftiger Meinungskampf über einen Arikel 3(h ergaben, der den Zentrumsanira� abändert und vor allem auch d i e Orden nicht den Religionsgesellschaften gleich- stellen will. In diesem Antrage 30» wird die Stellung der Kirche zum Staat behandelt. Hierzu liegt auch schon ein sogialdemLckrat!sch-de,mokratischer Antrag vor, der aber noch durch ein sogialdemokratisches Amendement verändert werden kann. Es handelt sich in dem Artikel 30» vor allem um die Frage, ob den Kirchen nach wie vor die Rechte einer öffentlichen Körperschaft zuerkannt werden sollen, oder ob man sie soweit beschränken soll, daß ihnen nur das Besteuerungsrecht im Sinne der Zivilprogeßondnung zusteht. Der sozial dcmokratisch-demokratische Antrag zu Artikel 30» lautet wie folgt: „Die Freiheit der Vereinigung zu Religionsgeaneinschaften ist gewährleistet. Der Zusammenschluß von Religionsgesellschaf- ten innerhalb des ReicHgebietS unterliegt keinen Besch rän- k un g e n. Jede Religionkgesellschaft ordnet und verwaltet ihre An- gelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des Gesetzes, insbesondere verleiht sie ihre Aemter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinden. Den ReligionS- gesellschaften stehen die Rechte einer öffentlichen Körperschaft zu, sosern sie solche bisher besessen haben. Anderen können solche Rechte auf Antrag verliehen werden, feie sind berechtigt, ihre Mitglieder zu besteuern. Die Durchführung dieser Bestimmungen liegt der Landesgesetz- gebung ob. Die ans Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln be- ruhenden Staatsleistungen an die ReligionSgesellsckjaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich aus. Der Anspruch auf die bisher im Eigentum der Religionsgesellschaften befindlichen, für Kultus- und" Wohlfahrtszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonds bleibt bestehen. Die Sonntage und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben erhalten. Soweit das Bedürfnis nach Gottesdienst und Seelsorge in Krankenhäusern, Straf- und sonstigen öffentlichen Anstalten be- steht, sind die RoligionSgesellschaften zur Vornahme religiöser Uebungen zuzulaffen." In diesem Artikel wird von der Sozialdemokratie an den bei- den Sätzen Anstoß genommen, die sich mit dem Rechte einer öffentlichen Körperschaft und mit dem Besteue- rungsrecht beschäftigen. Jnsolgodeffen schlug die Mehrheit der sozialdemokratischen Ausschuhmitglieder vor, statt dieser beiden Sätze zu sagen: „Aus den Beschlüffen der Religionsgesellschaften über die Erhebung von Mitgliedsbeiträgen findet die Zwangsvoll- st reckung nach den Vorschriften des acbten Buches ber Zivilprozeßordnung statt. Das Nähere wird die LandeSgesetzgelnng bestimmen." Der Sinn dieses Amendements ist der, daß den Kirchen die Einziehung ihrer Mitgliedsbeiträge mit staat- l i ch e r Hilfe gestattet sein soll, ohne baß sie gegen die säumi- gen Mitglieder im Wege der Klage vorzugehen halbe. Di« Unter- geichner dieses Amendements wollen den RcligionSgescllschaften aber nicht die Rechte einer öffentlichen Körper- schaft zuerkennen. Die Abstimmung über diese beiden Artikel wird wahrscheinlich erst am Donnerstag erfolgen. Wo bleibt üas Schweinefleisch? Der Schleichhandel ist doch die einzige Organisation, die klappt. Soviel ist in der ganzen Zeit des Krieges nicht geschoben worden wie jetzt in einem Monat. Am deutlichsten macht sich das Wirken des Schleichhandels aus dem Schweinemarkt bemerkbar. Welcher glückliche Mensch in Berlin hat seit 6 Monaten ein Stück Schweine- fleisch auf seine Fleischmarkcn bekommen können? Gewiß ist noch kein Dutzend solcher Glückskinder zu finden. Dennoch werden in Berlin jeden Tag ganze Schweine» Herden abgeschlachtet. Dieses Fleisch wird restlos verschoben. Merkt die Stadtbehörde nichts davon? Im Schleichhandel werden dafür unverschämte Preise erzielt, die sich wohl die Wohl habenden, nicht aber die Massen der kleinen Leute leisten können. Der arme Teufel bekommt nur selten einmal einen Brocken kräftige Nahrung. Die Bahn war frei. Mit dem Altkleidererlös trat der Brave als täliger Teilhaber in eine Schuhfabrik und setzte das Unter- nehmen in Flor. Er führte die berühmten echten Pappsohlen ein. die jeder Käufer gern als Loder ansah und also bezahlte. Fünf Jahre zeitigten eine Million, eine Mitgift und einen Strafprozeß. aus dem ihn ein schlauer Advokat und eine wohltätige Stiftung retteten. Mit der Million und der Mitgift ging er demnächst in eftien Hütten- und Maschinenbetrieb als Direktor, bewährte sich löblich, kürzte unter dem Vorwand magerer Zeitläufte die Löhn« um ein Viertel und gab die War« um 10 Prozent billiger her als die Kon- kurrenz, so tust die Million Gelegenheit fand,«in Junges um das andere zu hecken. Der große Krieg brach aus und brachte dem Direktor schlaf- los« Nächte durch die schwierigen Berechnungen, ob er dem Slaate das in Auftrag gegebene Kampftnaterial nur zum dreifach zu hohen oder doch besser zum vierfachen Preis« ankreiden müsse. Der Krieg ging verloren. Elend wg ins Land. Die Menschen schrien nach' Brot. Sie verlangten, die Reichen sollten nicht mehr zuviel von den irdischen Gütern, die Armen wenigstens genug zum Atem- holen haben Da bewährte sich unser Freund erst. Würdevoll schritt er auf den Plan und hielt eindringlickje Reden. Das wohlerworben« persönliche Eigentum ist die Grundlage aller Kultur, donnerte er. Wer an das Eiaentum taste, werfe die Gesellschaft auf den tiefsten Stand der Barbarei zurück Nehme man dem Unternehmergeist das Erwerbsprinzip, so bevölkere die Erde sich mit einer Herde träger Tiere. Mitten in einer solchen Rede rührte ihn der Schllig. An der HimmelStür geriet er in heftiges Gedränge. Unzählige erschlagen« und umgekommene Soldaten begehrten Einlaß, dazu Prozessionen verhungerter Säuglinge und wtgeweinter Mütter. Er. der Ge- waltige, war nicht mehr gewähnt zu warten. Sah verächtlich auf das Gewimmel um ihn und rief mit starker Stimme. Ein langer Himmelslümmel trat herfür, fragte ihn nach seinen Ansprüchen und meinte,«S sei fraglich, ob überhaupt Platz für Leute mit seinen Verdiensten wäre. Das gab Auseinandersetzungen. Der Himmels- bediente ließ sich jedoch nicht einschüchtern, und als der Herr Direk- tor sich etwas zu deutlich äußerte, erhielt er von dem Langen einen Stoß, daß er Hals über Kopf durch die Wolken abwärts sauste.... In einem öden und unsveiindlichen Tale kam er zu sich. Im Talgrund, mit Steinen besät, sproßte kein grünes Hälmchen und hohe Felswände starrten rings. Ein gräßlicl??? Ausenthalt, dem er sobald wie möglich zu entrinnen vcrsuchie. Vier Ausgänge klafften zwischen den Felsen. Er wollte den ersten papieren. Dock, siehe da. wer saß mitten im Wege? Der Bauer von damals, mit dessen Holzbündeln er seinen Aufstieg begonnen. DaS Holz verlangte der Bauer zurück. Den zweiten Pfad fpecrtsn die Nachtschwärmer. wiesen bleichen Gesichts Köpfe von präparierten Heringen vor, hielten sich den Magen und forderten ihre Gesundheit. Hundert« blutende und zerrissene Füße streckten sich aus dem dritten AuS- gang hervor. Sic geharten den Käufern der echten Papvsohlan an. Und am vierten Wtge standen Posten der Altkleiderhändler, der ehemalige Kompagnon und dessen Weib. Sie. schwangen mit furchtbarer Gebärde einen wial vermotteten, unoerkäuflicheu Pelz brofttfit i$n$t cijücfcn» Insbesondere die Rentenempfänger und- Pensionäre, deren Einkommen in schroffem Widerspruch zu den rapide gestiegene» Lebensmittelpreisen stehen, befinden sich in größter Not. Ihre Not wächst mit dem Schleichhandel, und der Schleichhandel nimmt jeden Tag an Ausbreitung zu. Unerfreuliche Leistungen von Regierungs- truppen. Was Noske beseitigen muh. Auf dem Bahnhof Halber st adt fühlten nach dem Osten durchreifende Regierungstruppen da-S u-nabwelSbare BedürftiiS, zwei rote Fahnen zu beseitigen, die auf dem Maschinen- schuppen und dem Lichtmast der Ostseite des Bahnhofs wehten. Die Enffevnung wurde unter Anwendung von Gewalt durch- geführt und den protestierenden Eisenbahnbeamten mit M a- schincngewehren gedroht. Nur der Bemühung besonnener Elemente unter den Eisenbahnern war es zu danken, daß die Ar- beiter nicht sofort in den Ausstand traten.— Die Truppen sollten sehr energisch instruiert werden, derartige Provokationen, zu denen ihnen niemand den Befehl erteilt hat, zu unterlassen. Bei solchen eigenmächtigen Handlungen müssen die verantwortlichen Führer bestraft werden. « Herr Hauptmann Schmidt, Kommandeur des Sturm- bataillonS Schmidt in Zossen, versendet an die Offizierkorps ver- schiodener Regimenter ein W e rb« r u n d scki r e i b e n. in dem in unerhörter Offenheit ber vormärzliEe Geist eines Teiles des Offizierkorps zum Ausdruck kommt. Es heißt da beispielsweise von dem Sturmbataillon: Es soll eine Trupps werden mit mustergültiger Disziplin, ohne Soldatenräte und ähnliche Auswüchse der Revolulion. Ich verlange und werde durchdrücken: Zucht und Ordnung, unbedingte Disziplin, die alte Kommandogewalt, kor- rektes Benehmen gegen Vorgesetzte, Grußpflicht usw. Leute wie Hauptmann Schmidt müßten aus führenden Stellen sofort entfernt werden. Wer mit den in Teutschland neugeordncten Verhältnissen nicht zu rechnen weiß, soll mit Ludendorff einen Skat- klub gründen. Die vaterlanösparteittche Gorilla. Keine amtlichen Beziehungen zur bolschewistischen Grenelpropaganda. Wir haben an dieser Stelle wiederholt unser Mißfallen über die geschmacklosen und albernen Plakate im Gorillastil ausgedrückt, mit denen gewiss« Vereinigungen den Bolschewismus bekämpfen wollen, in Wirklichkeit aber nur jede ernste und sachliche Ausk'ä- rung schädigen. Halbamtlich wird nun folgendes bekanntgegeben: Die Vereinigung zur Bekämpfung des Bolschewismus, die seit längerer Zeit eine große Propaganda betreibt,'.'st-sin« völlig private Gründung. Amtliche Stellen unterhalten � ihr keine Beziehungen. In dem Hause Schellinattr. 2, ,n sie domiziliert, befanden sich, wenn wir recht unterrichtet sind früher die Bureaus der ValerlandSpartei. Der Gorilla mit Messer und Bombe würde allerdings«usge. zeichnet zu den Agitationsmcthoden der Vatcrlandspartei pssen Saprifcker Partikularismus. Der LandtagSauSschuß für auswärtige Angelegenheiten.•„ auS ganz Bayern zahlreiche Kundgebungen gegen die in AOZ mar betriebene Zentralisierung zugegangen sind, faßte in seiner Schlußsitzung einen Protest gegen das Eingreifen des Reiches in die innere LandeSvcowaltung, Abteilung von Gebieten der Bundesstaaten usw.. nach der die G e s a n d t s ch a f t S« rechte künftig bloß dem Reiche zustehen sollen. Eine Ausnahme mache die päpstliche Nunziatur in München. Auf einer Protcswevsammlung von 3000 Mitgliedern aller Parteien im Löwenbräu-Keller wurde der Entrüstung über die in Weimar be- trieben« Nichtanerkennung bayerischer Sonder- recht« Ausdruck gegeben. Betrübt wandte der Eingeschlossene sich Ihn dürstete entfetz- lich nach all dieser Qual. Schon glaubte er zu verzweifeln— da ging mitten in der Schauerlichkeit des Talgrundes ein Plätschern an sein Ohr. er bückte sich und— o Wonne— unter einem verwitterten Granitblock sprudelte ein Helles Wässerlem. Mit der hohlen Hand kostete er. Wunder über Wunder, es war ein zar:er und feiner Säuerlinq von erlesenem Gcscbmack. Satt trank er sich bis obenhin. Seine Stirn erglänzte, und die Augen wurden freudig. Ging hin zu seinen Gläubigern und begann neue Verbandlun reu. Dem Bauern machte er klar, daß er durch dieses Wasser die Gicht in drei Tagen verlieren müsse, bei den Magenkranken braucht« er nicht viel mehr Mühe, die Fußleidenden überzeugte er von der einzigen Wirkung solcher Säuerlingsbäder. Selbst das gefährliche Paar mit dem Pelz beschwor er. allerdings mit dem Versprechen, ihm dauernd das Heilwasser zu liefern mit 83 Prozent Rabatt. Alle Widersacher schleppten Krüge und Gesäße herbei, er füllte sie bereitwillig, und der Schwärm zog ab, er war frei und Herr seiner Entschlüsse. Hoch reckte er die Arme gegen den Himmel, und dröhnend scholl sein Jubelt«Ihr wollt mich nicht aufnehmen? Wißt ihr. was ich setzt tu«? Ich gehe und suche mir einen Sanitätsrat, einen Geheimen Sanitätsrat, und baue hier an dieser Quelle ein Sana- torium, bau« drei PrachihoIelS, errichte Spielsäle, Tennisplätze, Tanzböden und Kcmzertlokale, mache Abschlüsse mit den Zeitungen zur Riesenreklam«, und bald wird sich ein Gewimmel von Menschen in diesem Tale tummeln, es wird das erste Bad des Weltteils werden. Mein Gewinn wird klingen, und groß wird der Ruhm meines unsterblichen Geistes sein! 7*119 öogumil Aeplers Schatzkammer. .Im Sommer vergangenen Jahres»erschied Bogumil Zepler, der ehemals vielgenannte HauSlomponist des Wolzogenschen .,Bretll"-TheaterS. Als er dies Feld verließ, machte er sich daran, Singspiele und Opern zu schassen. Andauernde Erfolge blieben diesen Arbeiten versagt. Das lag weniger an Zepler, a's an dem immer mehr verflachenden Kunstgeschmack bürgerlicher Masse. Denn dieser Musiker war, wenn auch kein AuSerwähIter, kein Stern erster Ordnung, immerhin doch ein feiner Lyriker; nebstbei ein gewiegter Kontrapunktiker. Der letzte Konzertabcnd im Klind- worih-Scharwcnka-Saal mit Liedern und Jnstrumentalsachea von ihm hat unseres Erachtens diesen Beweis erbracht. Da hörten wir einige kleinere, nichts desto weniger feinziselierte Stücke für Geige und Klavier. Manches seine in rhythmischer Hinsicht charakteristisch gewobene„Psalmodische Melodie" und ein„Nocturna") poesievoll; anderes(„Menuett" und Polkamignonne") prickelnd reizhast— gute Kunsttanzsächelchen für Bühne und Haus. Der Liedersänger ist indes bestechlicher, bedeutender. Als Ms- lodiker geht er gern auf Voikslied-Pfaden. Alles, was er hier schafft, ist, ohne Gewöhnlichkeit, sangbar. Dabei dem Textinfial- innig verwoben, gleichsam aus seiner Tiefe emporgehoben— Me lodie geworden. Die Klavierbegleitung gibt immer den Typ, d' charakteristische Kniermalung. Und stets in geisisprühender Weis Besonders bezeichnend ftrr das Gesagt« ist.Niels van Bombell' Dotlw von Ltlisncronö gelpaßige Ballade, is derber HolMMtl Nr. 171 ❖ 36. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Donnerstag, 3. �pril 1616 GroßGerlln Die Kartoffelnot. Der vom Magistrat angelegte Wintervorrat ist aufgebraucht. Im Januar und Februar hörten die Zumbren auf. Tie wurden aber leider im Gegensatz zu anderen Jahren auch im März zu- näwst durch die in'olge des Generalstreiks eingeiretene Eiienbabnstockung. Ende deS Monats aber durch den ickarien Frost unterbunden. Der Magistrat ist daber, um auch die Raiion von b Pfund Kartoffeln wöchenllich verteilen zu könne», aui die laufen» den Anlünite angewiesen. Der Magistrai Hai iür diese die kräfligste Un:er stiitzung der Bebörden erbeten. Selbstverständlich darf auch nicht wieder eine Dtörnag der Zufuhren wie im Anfang März durch den Streik eintreten, da sonst für Woche» dir Kartoffclversorgung eingestellt werden müßte._ Zuschüsse für Hochbauten und Kleinhäuser. Bis Mitte März wurden den Gemeinden an Wohnungsbau- zuschüffen gewährt insgesamt 37,35 Millionen M. Davon«ni- fallen auf Notwohnungen, Behelfsbauten und Baracken 10,97 Mil- lionen, auf Dauerbauten im Hochbau 12,83 Millionen und auf Flachbauten 13,35 Millionen M. Die Kleinhaussiedlungen werden in möglichst großer Nähe der Bahnhöfe angelegt. Dah aber auch Hochbauten in gesundheitlich einwandfreier Weise für Klein- Wohnungen errichtet werden können, beweift die Aufteilung des Wollankschcn Geländes am Bahnhof Gesundbrunnen, wo 189 Zwei- zimmerwohnungen vorgesehen sind und zwar m Häusern ohne Hintergebäude und Seitenflügel; in der großen Innenfläche sind sogar noch HauSgärten und em» niedriger gebaute Kinderkrippe für die Einwohner des Blocks vorgesehen. Vcn den Millionenzuschüssen entfallen auf Berlin 13,4(5L für Notwohnungen, 8.2 für Dauerbauten im Hochbau); Char« lottenburg 1,02 für Notwohnungen; Schöne berg 4,49(9.4 für Notwohnungen 4 für Flachbauten(Kleinhaussiedlung Linden- Hof): Wilmersdorf 9.49 für Itotwohnungcn: Neukölln 1,85(9,75 für Notwohnungen, 1,19 für Hochbauten; Lichtenberg 3,85(9,55 für Notwohnungen, 1,54 für Hochbauten. 1,76 für Flachbauten(Wublheide-Siedlung); Spandau 2,91(1,29 für Notwoh- nun gen, 1,79 für Hochbauten, 9,91 für Flachbauten). Kreis Teltow 4L4(9,79 für Notwohnungen, 9,11 für Hochbauten, 8,43 für Flachbauten). Kreis Niederbarnim 5L7(9,75 für Notwoh- nugen, 9.18 für Hochbauten und 4<34 für Flachbauten). Mfo in den Landgemeinden fast ausschließlich für Kleinhäuser. Die Enthebung des Kommandanten Klawunde hatte, wie wir zuverlässig erfahren, den Grund, daß Klawunde sich größere Ver- fehlungen finanzieller Natur hatte zuschulden kommen lassen, durch die Unterstützungsfonds erhcSlich geschädigt worden sind. Ms diese Tatsachen dem Gouverneur, Genossen Schöpflm, be- kanntgeworden sind, hat er sofort die Enthebung des Stadtkomman- danten vom Dienste verfügt. Die gerichtlichen Schritte sind eingc- lmtet, sie werden unter Umständen noch weitere Kreise ziehen. Arbeiterräte Groff-Berlins S. P. D. Fnistaz. den 4. April, nachmittags 4 Uhr: Lraktionsfltzung. Tagesordnung: Stellungnahme zur Vollversammlung, Bericht der Kommission. Bericht aus Erfurt. Wahle«, Verschiedenes. Der Ort der Tagung wird noch bekannt gegeben. Der FraklionSvorstand. Haase. Soldatenräte! Am Sonnabend, den 5. Apiil 1919, vormittags 19 Uhr, findet im Gebäude des BollzugSrats, In den Zelten 23, Saal 4, eine Versammlung aller Soldatemäle derjenigen Truppenteile und Be« Hörden von Groß-veriin statt, di« nicht dem GardekorpS oder 3. Armeekorps angehören. Stellungnahme zur evtl. Wahl eines Delegierten zum Rätekongreß. Die Bollversammlung der Soldatenräte Groß« Berlins am Freitag im Plenarsaal des Herrenhauses wird pünktlich 1 Uhr eröffnet. Molkenbuhr. Albrecht. �ichtuag! 6. p. D.-vertraueusleute! Sitzung heute Donnerstag nicht Lehrer-BereinShauS, sondern Eopbien-SSle, Sophirnstr. 17. Solüatenräte der S. p. V. Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, F r a k t i o n S s i tz u n g In den Zelten 23: Stellungnahme zur Tagesordnung der Vollversammlung. _ Arndt. Arbeiterräte der Arbeitslosen von Groh-Berlin und Umgegend. Morgen Freitag, mittags 12>Uhr, im Dresdener Garten, Dres- dener Straße 45: Stellungnahme zum Rsichserwerbslosenkongietz, Wahl der Delegierten. Der Zentralrat der Groß-Berliner Erwerbslosen. Adieu Monarchie! Beide sozialistische Rathausfraktionen bean- tragen die Entfernung der Hohenzollernbilder und»büsten aus den StadtbureauS. Wann kommen die monarchischen Straßen- namen dran? Tatfl-Tata. Auch die Autosignale sollte man revidieren, ES ist ja namrlich ganz belanglos, vielleicht wirkl eS auf manwe iw gar als republikanische Demomtraiion; wenn jetzt von einem Milt- rärauto das berühmte.Tatü-Tala' ertönt Aber eS gib! Leute und ... Ze-tiingen, die daraus ein großes Geschrei und eine neue Hetze machen lönnen. Unabhängiger NesolutionSschwindel. Die RcsolutionZfaSrik „Freiheit" produzierte am 1. April auch eine Resolution deS Bc- kleidungSinstandsetzungsamtS des GardekorpS. Dort hat gar keine Betriebsversammlung stattgefunden. Es ist daran ein Arbeiterrat beteiligt, der von Lügen des...„Vorwärts" redet! Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen in Groh-Berlin betrug Ende der letzten Woche 235 982, sie nimmt mithin langsam ab. Darum agitieren auch die Hungerpolitiker wieder für den Streik. Arbeitslose! Da es uns durch den Belagerungszustand zurzeit unmöglich ist, allgemeine Arbeitslosenversammlungen einzuberufen, so bitten wir Anträge und Beschwerden an unser Bureau. Kloster straße 92, zu richten. Arbeiterrat der Arbeitslosen Grotz-BerlinS. Strohsäcke, Kopfpolster und Laken zur Ausstattung von Untere kunftSräumen für Landarbeiter sind bei der ReichSlhekleidungSstelle Abteilung H(Berlin W., Nürnberger Platz 1) anzufordern. Brikettzuschlag. Die Kohlenhändler sind wegen der 69prozenHgen Frachtvertcnerung ermächtigt worden, Zuschläge zu den Brikett- preise« in Höhe von 15 P f. aus den Zentner zu fordern. Zur Mordsache Weis. Bei einer erneulen Besichligimg der Wohnung der in der Bülowstraße ermordeten und beraubten Frau Weis wurde eine de« Mordes verdächtige Person einer Zeugin gegenübergestellt. Diese Zeugin war am Abend deS MordtageS gegen 7V3 Uhr noch in der Wohnung bei Frl. Weis, um Zigaretten zu taufen. Vor ihr trat ein Mann in die Wohnung ein, der auch noch in der Wohnung zu- rückblieb, als sie sich entfernte. Da nun nach den Feststellungen der Mord kurz nach 7»/» Uhr erfolgt sein muß, so ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß dieser Mann der Mörder ist. Die Beschreibung paßt auf einen Krastdroschkenführer Paul Mescheder. M. hatte von Frl. Weis 10990 Zigaretten gekauft, um sie in Spandau weiterzuverkaufen. Weil er sie nicht losgeworden war, brachte er, wie er behauptet, am Mittwoch, einem Tage vor dem Verbrechen, den Rest zurück. Fräulein Weis nahm sie nur unter der Bedingung wieder an, daß sie Gelegenheit habe, sie weiter- zuverkauien. und gab Mescheder den Preis hierfür, 999,— M. noch nicht. Auffällia ist es nun, daß sich Mescheder nicht um das Geld bemüht hat. Weiter ist es sehr verdächtig/ daß er sich zwei Tage nach dem Mord eine Autodroschke kaufte und darauf 15 999 M. anzahlte. Mescheder behauptet zwar, daß er daS Geld zum Teil schon vor dem Kriege besessen habe und später im Felde durch Handel mit Lebensmitteln weitere Ersparnisse gemacht habe. DaS Geld will er immer bei sich gehabt haben, weil er es auf der Bank nicht für sicher gehalten habe. Er wurde f e st g e- n o m m e n. Bei der Gegenüberstellung konnte die Zeugin nicht mit Bestimmtheit Mescheder als den Mann wiedererkennen, mit dem sie in der Wohnung zusammengetroffen ist. Zur Aufklärung ist die Mitarbeit des Publikums dringend erforderlich. So be- hauptet Mescheder, daß er, als er am Mittwoch bei Fräulein Weis gewesen fei, auch eine Dame und zwei jüdisch aussehende Herren zugegen waren. Die Frau habe Zigaretten gekauft und in ihre Handtasche gesteckt. Einer der Männer, der einen grauen Jackett- anzug getragen habe, habe sich noch darüber beklagt, daß die Zigaretten, die er früher für 11 Pf. erhalten habe, jetzt lg Pf. kosteten. Diese Personen werden dringend ersucht, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Meicheder sagt serner, baß er Ickern vor dem Moide wegen Ankaufs einer Drosckke ve> banbelt habe, vermag aber bisher leine Adressen anzugeben. Wer hierüber etwas weiß, wild gebeten, sich zu melden, ebenio alle Personen, die mit Fräulein Weis in Verbindung ge st an den haben. Bei der Durchsuchung des Nachlasses wurden eine ganze Reihe Namen von Leinen gefunden, mit der Fiäniem Weis Beziehungen unter- ballen hat. Um nickt polizeilick gemcht zu weiden, mögen sie sich zur Knminalpolizei begeben._ Amtlicher Schleichhandel. Der LebenSmitielauSschuß bei der Oberpostdirektion kauft und vertreibt alle im Schleichhandel nur irgendwie erhältliche Waren, wie Mehl, Fleisch. Wurst, Zucker. Speck, Zwirn, Schnür- senkel, Seife usw. zu wahnsinnig hcheu Preisen. So wurde am 15. März Kochzucker in beliebiger Menge das Pfund mit 5,59 M. angeboten. Die Fleischlieferung erfolgt wöchentlich zweimal, Diens- tag» und Freitags. Die Ausgabe findet, da das Fleisch erst vorher ausgewogen wird, Mittwochs und Sonnabends von ungefähr 8f-h Uhr morgens ab statt. Zu diesem Zwecke finden sich die Bcam- ten der Lberpofldireklion und der Postämter Berlins in der König- straße 62, 2 Tr. rechts, vor dem Zimmer Nr. 445 ein. Das Fleisch wird zum Preise das Pfund 7—8 M. und daS Mehl zwischen 3— 4 M. abgegeben. Rückenfett ist das Pfund zu 22— 25 M. erhältlich. Welchen Umfang der Betrieb angenommen hat, geht daraus hervor, daß eine Aushilfskraft dauernd und sonst zwei Kräfte tätig find. Es waren bereits Herren vom Kriegswucheramt dort, da ihnen jedoch der Zutritt zu dem Zimmer bzw. die Erlaubnis zur Haussuchung verweigert wurde, mußten sie unver- richteter Sache wieder abziehen.(Ist man überall so rücksichtsvoll? Red.) Derartige Ausschüsse gibt eS außerdem z. B. auch noch beim Hofpostamt, Briefpostamt, Postscheckamt usw. Bei dem letzteren Amt wird sogar ab Lager verkauft.... DonnerStagmittag wurden im Hof des Berliner Stadt- Hauses mehrere Sack Mehl in ein Aktenauto des Ministe- riums deS Innern geladen, das damit losfuhr. Dem Verlader wird nachgesagt, daß cr auch im Stadthaus Mehl zu 8,49 M. verkauft, Un>d wenn solche Dinge am hellen Tage passieren können, da sollen wir mit Vertrauen der Verteilung der AuSlandSlebcnSmittel entgegensehen!_ WohnnngSkommissar hilf! In Oberschöneweide ist mit dem Bau don 179 Woh- nungen im KleinhauS begonnen worden. Es könnten einige Hundert Leute nutzbringend beschäftigt werden. Der Anfang ist gemacht, aber nun, nach Vollendung der AussckachtungSarbeiten, muß der Beirieb wieder stillgelegt, müssen die Arbeiter entlassen werden, weil der seit Dezember bestellte Zement für das Fundament- und Kellermauerwerk nicht beranzubnngen ist. Nach vielen Bemühungen sind die Eisendahnwagen zwar auf dem Papier freigegeben worden, eS werden aber keine Wagen geliefert. Ebenso ist es mit Kalk. Außerdem stehen die Zementfabriken unmittelbar bor der Still- legung des Betriebes, weil die Kohle» fehlen. 59 Käbne harren bei den Zement- und Kalkwerken der Verladung. Aber ohne Kohlen kein Zement und kein Kalk, ohne Kohlen leine Sieine! Das KriegSamt für Ziegelbewirtschaftung will die Ziegelsteine gleichmäßig auf alle Bedarfsstellen verteilen. Das hat aber den schweren Nachteil, daß keines von den Bauprojelten in Angriff genommen wird, so lange nicht der ganze Ziegelbedarf freigegeben und dsr flotte Fortgang des Baue? im vornherein ge- sichert ist. Kein Bauherr will Gefahr laufen, mitten im Bau stecken bleiben zu müssen. Man fängt deshalb gleich gar nicht an, denn daS Bauen ist heute sowieio ein sehr gewagtes Geschäft, da jeden Tag die Preise für alle Artikel sich ändern. Wer genauen Einblick in die Verhältnisse der Bauindustrie gewonnen hat, dem drängt sich die Ueberzcugung auf, daß neben den Kohlen und Vahnwagen noch etwas anderes fehlt: eine straffe Organisation für die Ingangsetzung der Bautätigkeit, eine Zen- trale für die Material-»nd Waggonfreigabel Zahllose Stellen, hauptsächlich Gemeinden und mit den Ge- meinben arbeitende gemeinnützige Ballgesellschaften, bearbeiten Kleinwohnungsprojekte. Alles rennt und läuft, um die Baumateri- olien und um die Waggons freizubekommen. Durch irgendwelche Zufälle bekommt die eine Stelle das Material frei, kann es ober noch nicht verarbeiten, weil daS Projekt noch nicht soweit gediehe» ist. An anderer Stelle müssen Arbeiter wieder entlassen werden, weil die Materialfreigabe auf Schwierigkeiten stößt. Eine Zentrale bekommt in wenigen Tagen einen Neberblick über V Silal. Von Josef Luitpold. Jeucht-rakekm fliegen auf. Grüne, rote Signallichter durchblitzten bisweilen den fernen Schnee nobel. Der Schein- Werfer von der Costasanta suchte das Gelände ob. Jetzt glitt der grelle Lichtkegel auch über die beiden Gestalten. Einen Augenblick lang sahen sie zlvanzig Meter unter sich den schneeverwebten Italiener im Drahtverhau hängen. „Am Ende wartet auch auf ihn noch eine Mutter," sagte Jungwnrt langsam.„Aber vielleicht erwartet mich meine Mutter nicht minder vergeblich." Toca legte seine Rechte auf die Ststulter des Kameraden. „Werrn'S eine Lawine war," begann Jnngwirt wieder. „dann hat es Wohl mancher schon hinter sich— die brauchen dann nicht mehr zu warten— die foltert die Zeit nicht mehr Jungwirt sprach scheu und stockend. Toca sah dabei den jungen Burschen, der sonst so wort- karg und verschlossen war. erstaunt ins Angesicht. So hatte «r den noch nicht reden gehört. „Wachkommandant." setzte der Posten fort.„Ich hätte eine Bitte— sie ließe sich jetzt am besten vorbringen- drinnen in der Kaverne vor den anderen— da kann man von alledem nicht sprechen— wer will den anderen das Herz noch schwerer machen?— DaS bringt kein Mensch zustande— darum schweigen ja so viele Menschen—- ja, darum schweigen sie— weil sie den anderen das Herz nicht schwer machen wollen-" Nach zehn Monaten gemeinsamen Frontlöbens begann Tora erst in dieser Stunde den jungen Kameraden, sein Schweigen und seine Scheu zu verstehen. Was MangÄ an Gefühl und Erlebniskvast schien, war ein Nebermaß von Empfindung und Güte. „Wer hier— unter den Sternen— zu zweien— hier kann man vielleicht sprechen-" Wer schon wollte sich die Scheu dieses zarten Bewußt- sechs wieder bemächtigen. Jungwirt verstummte, beugte sich horchend über die ver- stifte Felswand und sagte einlenkend: »Jetzt habe ich geglaubt, ich höre so etwas wie einen Ruf. Wer es ist nichts. Es war eine Täuschung." Toca wollte nicht mehr locker lassen. Er spürte, daß eine reiche Seele daran war, ihm ihre Schätze zu zeigen. „Und was wolltest du von mir? Du hast doch etlvas Wichtiges mit mir zu besprechen? Und die Stunde ist doch so wie du sie willst? Stehen wir nicht zu zweien unter den Sternen?" „Das ist nämlich so— ich möchte nämlich nichts anderes — als mit einem Menschen von dem sprechen— was uns Sieben hier am Ende doch unabwendbar bevorsteht— vom Tode möchte ich so gerne sprechen." Jungwirt brach ab und schwieg. Er sah Peter Toea prüfend ins Antlitz. Er forschte in dessen Zügen, ob darin kein Lächeln des Spottes, kein Erstaunen des Mißverstehen? zu entdecken wäre. Er fand aber nur gleichgestimmten Ernst und herzverwandtes Mitgefühl. „Sprich I Sprich!" drängte Toca.„Du findest keinen, der dir aufmerksamer zuhören wird als ich. Keinen! Keinen! „Schauen Sie!" sagte nun der Poston im Schneemantel. „Schauen Sie— das Licht des Scheinwerfers dort— es gleitet und verlischt— aber es hat mitgeholfen, die Wirklich- keit z« affenbaren— es gleitet und verlischt— aber es hat die Wahrheit, die Entdeckung der Wahrheit.gefördert— aber wir— Ich bin in Zivil Buchdrucker— in Zivil habe ich meine Bedeutung— bin in Vereinen— mache Bewegungen mit— bin wie das Licht des Scheinwerfers dort— gleite— und verlösche— aber helfe mit, die Wirklichkeit zu erkennen, die Wahrheit zu entdecken— in Zivil, ja— aber hier?— jetzt oder doch noch heute nacht— spätestens morgen— gewiß in wenigen Stunden— da kommt das Unabwendbare über uns— da zerreißt der Boden unter unseren Füßen— da werden wir mit ihn: zerrissen und zerstückelt.— Aber nicht von dem da will ich sprechen— nein, davon nicht— etwas anderes quält mich viel hundertmal mehr— wenn es uns so ergehen wird, wie es kommt— da möchte ich wissen, ob damit alles einfach erledigt ist— Wissen Sie— nicht an einen Himmel über uns— nicht an eine Hölle unter uns denke ich dabei— nicht an die Tränen meiner Mutter— nicht an mein armes, liebes Mädl daheim— sondern mehr, wie soll ich das benennen, mehr allgemein— verstehen Sie mich?— Ich möchte wissen— ob man— einfach vergessen wird?— Bleibt gar keine Wirkung übrig? Gar keine Folge?— Nichts wird sich ändern?" Peter Toca hörte in atemloser Erregung zu. Was ihn selbst an Empfindungen und Forderungen erfüllte, wovon er auf einsamem Hochgchirgsgipfel mit niemand noch gesprochen hatte, daS hörte er jetzt von brüderlichem Mund. Jungwirt aber formte, stockend, tastend, suchend, Frage um Frag«: „Der Mensch wird zu Tode gemartert auch nach uns?— durch alle Jahrtausende?— durch alle?— Und die Toten, sie sind einfach tot?— Ohne Einfluß?— Ohne Geltung?— Man ruft sie nicht mehr zu Rate?— Sie bedeuten dem Leben nichts?— Nichts?" Und als wollte er noch einmal das, waS ihm am Herzen lag, kurz, in einem einzigen Satze zum Ausdruck bringen, wiederholte Jungwirt mit einem Tone, der keine Antwort verlangte, der nur aufrütteln und das Unmögliche der Wirk- lichkeit aikfzeigen wollte, mit bebender Stimme die Worte: „Und die Toten sind einfach tot?" Leuchttakeden stiegen auf, grüne, rote Signallichter dirrchblitzten den Schneenebel. Der Scheinwerfer suchte das Gelände ab. * Toca saß wieder in der Kaverne an seinem kleiner Tisch neben der flackernden Kerze. Vor ihm lagen die Entwürfe und Skizzen der voran- gegangenen Sttmde. Unter ihm surrte und surrte die Bohr- Maschine. In ihm rief und schrie immer von neuem die Frage des Postens im Schneemantel:„Und die Toten find einfach tot? Vergessen? Und die Lebenden werden weiter zu Tode gemartert? Durch alle Jahrtausende?" Toca ahnt«, daß sein Bilal-Bitd das Erlebnis auch der letzten Stunde irgendwie zum Ausdruck bringen sollte. Neue Phontaste keimte in ihm. Er zeichnete weiter.' Bilal im Sturm. Oben auf dem Turme mußte der Wind gegen den rufenden Knecht mit wilder Stärke anfahren. Das sollte an Bilals Stellung, an seiner ganzen Gestalt zu sehen sein. Oder sollte er den Tod als Bilal darstellen? Hörten denn die Menschen auf das rufende Leben je? NM der Ruf des Todes fand Gehorsam und Gehör.—> (Forts, folgt) alle Bauvorhaben. Der Leiter der Zentrale venaSricBttgi die Gemeinden, dav er zu einem bestimmten Termin kommt. Er über-- zeugt fich an Ort und Stelle von dem Stand der Vorbereitungö- arbeiten und trifft danach seine Entscheidungen für die Freigabe der Baumaterialien und der Waggons. Diese Zenirale muß der Staatskommiffar für Wohnungswesen schnellstens schaffen!_ Frühlingslust in die Zentralbehörde«; Das Reichsministerium sür wirtsckaflliche Demobilmachung wird aufgelöst. ES sind hier etwa 800 Personen beschäftigt. Einzelne Gruppen werden voraussichtlich von anderen Ministerien über- nommen. Aber viele Angestellie und Arbeiter werden entlassen werden müssen und werden damit brotlos. Es handelt sich um Kaufleute. Techniker, Handwerker und Arbeiter. Die Ar- beiten im Demobilmachungs- Ministerium find zu füns Sechstel von Angehörigen dieser freien Berufsgruppen be- wältigt worden. Es ging ausgezeichnet, auch ohne den offiziellen BureaukratismuS. Einen ähnlichen Beweis hat schon die KriegS-Rohstoffabteilung erbracht. Man ergreife also die gute Gelegenheit und frische mit den fieiwerdende» Kräften, die zumeist noch Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigte sind, den alten Kanzleigeist, der doch nicht mehr aufzumöbeln ist, in anderen Ministerien ans! Der Angestellten- und ArbeiterauS schuh deS ReichS-DemobilmachungsministeriumS ist in diesem Sinne auch bei der NeichSregierung vorstellig geworden und hat das erwünschte Verständnis gesunden. ES steht also zu hoffen, daß durch die Auf- lösung dieses Ministeriums das Heer der Arbeitslosen nicht noch vermehrt wird.'_ Versammlung der stellenlosen Angestellte«. Am Freitag tagte eine Versammlung der stellenlosen Ange- ftÄlten aller Berus«. Das über die Tätigkeit des Ausschusses berich- tende Ausschußmitglied führte in kurzen Grundzügen aus, daß die Lösimg der im Laufe der Tätigkeit sich ergebenden Fragen, die fich in den Gebieten der Erwerbslosenunterstiützung. Schaffung von Ar- beitsmözl-ichkeiten und der Siedlungsfrage bewegten, nicht zu end- gültigen Resultaten zu bringen war. Die Begvündung dafür liegt in dem mangelnden Entgegenkoimmen und Verständnis des Be- amtenapparates der dafür maßgebenden Regierungsorgan« und der Uirmöglichksit, mit den führenden Regierungsmännern selbst hier- über verhandeln zu könne. n Das einzige Ergebnis bestand darin, daß regi-erungsseitig der Erlaß einer Verfügung in Aus- ficht gestellt wurde, der eine Entlassung wirtschaftlich gut situierter Angestellten zugunsten schlechter Dastehender bedingen soll. Znm Schluß wies er dann auf die Notweichegkeit der Zulassung und Beteiligung zu dem im April zusammentretenden Reichsrätskongreß hin, worüber erfolg- versprechende Unterhandlungen in die Wege geleitet sind.-- In der Diskussion wurde wiederholt das mangelnde Solidarität ögefühl unter, den Angestellten selbst scharf gegeißelt und die Notwendigkeit betont, rniit der Arlbeiterschast gemeinsam gegen das kapitalistische Unternehmertum Stellung zu nehmen. In der Annahme einer an die Reichs regierung zu richtenden Resolution, womit dieser die durch ihr-MshnenbeS Verhalten gegenüber den Stellenlosen entstehenden Gefahren nochmals vor Augen geführt werden sollen, und eines Antrages ort den Rätekongreß heranzutreten, i>n Sozialisie rungS- fragen befähigte stellenlose Angestellte aller Berufe zur Mitarbeit heranzuziehen und Nicht auf Vertreter des veralteten Beamten- apparates zurückzugreifen� fand die Versammlung ihren Abschluß. Spartakus als Berwandlungsküustler. Wohnt da in der Pettenkoferstraße zu Lichtenberg ein ehe- maliger Obergelber der Firma Siemens. Im Kriege war der Mann Unieroifizier in einem Proviantamt— und schickte fleißig Packele nach Hause. Alles von dem großen Ueberslbuß, der an der MannslbaflS Verpflegung erspart wurde. In die Heimat entlassen wurde der Herr Unterosfizier SicherheitSmann unier Eichhorn im Polizeipräsidium. Nach der Auflö'ung der EicherheilSwehr be- tätigte er sich als kommunistischer Agitator. AIS nun der General- streik ausbrach, pairouillierte er als angelernter Sicherheilsmann schwer bewaffnet und palronenbegürtet in den Lichtenberger Straßen. Gleichgesinnre fanden fich. mit ihnen wurde in einer dunklen Rocht dem Güterbahnhof Frankfurter Allee ein Besuch abgestaltet, natür- lich nur zu dem Zwecke, bort die Plünderer zu vertreiben. Diese hatten dort aber so manches Nützliche in der Eile liegen lassen. So brachte man größere Quanten Mehl, Rauchfleisch nach Hause und rollte auch drei Fäsier Butter zum Hintereingong auf den Hof. Um die Sache nicht ruchbar werden zu lasien, stopfte man aus dem großen Buttervorrat den Klatschweibern im Hause die Mäuler und schimpfte dabei nach allen Regeln der Kunst über die freiwilligen RegierungStruppen; diese Bluthunde müßten alle an den Laternen aufgebammelt werden und so weiter. Nur die Frau eine« im Haufe wohnenden GewerkichastSangestellten weigerte sich, die ihr gratis angebotene Butter anzu- nehmen. Dafür sollte sie später noch zu büßen haben. Als es nun hieß, die RegierungStruppen lommen, trat eine merkwürdige Wandlung bei den freigebigen Herrschaften ein. Lm Hand- umdrehen verschwanden die Waffen. Bald darauf traten Soldaten ins HauS. um die Wohnungen nach Waffen zu revidieren. Siehe da, sie wurden von denen, die vorher so fürchterlich auf sie schimpften, als gute Freunde empfangen und mit dickgeschmierten Butterbroten, Bier und Zigarren reichlich bewirtet. In der Unterhaltung mit den Soldatsn schimpfte man nun weidlich auf die plündernden— Spartakisten, die müßte man alle an den Laternen ausbammeln. Der Trick gelang nur zu gut. Die Soldaten glaubten es mit braven Leute» zu tun zu haben und nahmen es mit der Haus- suckung nicht so genau. Dafür wurde in der Wohnung des er- wähnten GewerkschaflSangestellten recht intensiv gejuckt und noch dreimal kamen die Soldaten wieder, um jedesmal peinlichste Nachschau zu halten. Unter den SpartakuSleulen befinden fich also doch recht edle, von einem Idealismus übersättigte Charaktere. Zur Privatschullehrerfrage erhalten wir noch folgende Zuschrift, mit der wir die Auseinandersetzung schließen: Auf das Anerbieten der Lehrer, mit den Direktoren wegen der GehaltS- und sonstigen Fragen in Verhandlung zu treien, hat der Verband der Direktoren durch seinen Schriftführer Böttcher ab- lehnend geantwortet, sich nur bereit erklärt, mit den Lehrern gemeinsam»Mittel und Wege zu suchen, um nachweisbarsn Miß- ständen(I). die behSrdlichrrseitS(!!) das Weiterbestehen der Privatschulen und damit die Zukunft der Leiter wie Lehrer g«. f ä h r d e n könnten, abzuhelfen". Ferner lehnten die Direktoren rundweg jede»Einflußnahme der Lehrer auf die Verwaltung der Schule ab", damit das persönlich« Vertrauensverhältnis zwischen Schulleitern und Eltern nicht gestört werde. Dieser Satz wirkt um so bezeichnender, wenn man weiß, daß cm Teil der Berliner Privaischulleiter gar kein Fachexamen gemacht Hai. zum T e i l gar nicht Lehrer sind, also das Bastehen und Ge- dzihen ihrer Anstalten allein den Lehrkräfte,! verdanken. Die Lehrer forderten das Gehalt der Gemeindeschullehrer Groß-Berlins, dem Leiter sollte gebühren: 1. das Gehalt eines öffentlichen Schul- direklors inkl. der Kosten für Miete. Heizung, Gehälter und Löhn«, sodann'2. Verzinsung für das aufgewandt« Kapital, 8. SS Proz. vom Gewinaüberschuß. 4. 5 Proz. vom Reingewinn als Fonds für Anschaffungen und Ausbesserungen. Die übrigen 70 Proz. sollten da. wo die Besoldungsverhältmffe im argen liegen, zur Aufbesserung der Gehälter nach dem Antrage dienen. Die Kapitalisten wehren sich eben gegen Abgabe jüdeS Groschens, damit ihr Beutel, nicht leidet. Sie allein wollen die Rechte, die Lehrer sollen nur Pflichten ohne Recht« haben. ES wird Zeit, daß über das Treiben dieses Kapitalistenkon- zevns. der Warenhäuser für Schulwissen unterhält, und fein„Ge- schäffs'gebaren wetteren Lireifen, besonders den Elte Inkreisen, die Augen geöffnet verde». Unter Sem Verdacht deS Todfchlages an dem erstochen aufgefundenen Schlächter Frick aus der Steinstraße 67 wurde der Hand- ler Kirten, Ackerstratze 6/7, verhaftet. Frick hatte bei K. gewohnt und seine von diesem zurückgehaltenen Möbel mit anderen Männern in K.s Abwesenheit weggeholt. Räuberischer Ueberfall in Lichtenberg. Eine maskierte bewaff- nete Bande von 16 Mann drang nachts in die Wohnung des Fuhr- wertsbesitzers Schumann in der Buggenhagenstraße ein. Sämtliche Zugangsstraßen wurden abgesperrt. 5 Banditen besetzten den Hauseingang. Schumann wurde gedroht, daß er bei dem geringsten Laut niedergeschossen würde. Dann wurde alles zusamniengcpackt und mitgenommen. Frau Schumann sprang in ihrer Todesangst aus dem Fenster und blieb schwerverletzt aus dem Straßenpflafter liegen. Die Bewohner der anliegenden Häuser, die dem Ehepaar zur Hilfe eilen wollten, wurden ebenfalls mit dem Tode bedroht. Sobald sich nur irgend jemand am Fenster sehen ließ, wurde sofort nach ihm geschossen, llnbehelligi zog die Bande nach getaner Arbeit mit ihrer Beute in der Richtung nach Lichtenberg ab. Die Sandsackaffäre v. Behr-Pinnow, Stadtrat Stcinborn und Genossen hat zur Einstellung des Strafverfahrens ge- führt. Es war Anklage wegen Kriegswucher erhoben, das Gericht hat aber auf Grund der von der Verteidigung beigebrachten Gegen- gutachten das Verfahren eingestellt, und zwar auch das Kammer- gericht. Den Kameraden erstochen. In der Nacht zum 2. d. M. erschien ein Soldat der Schutzdivision der 39. Fnfanterie-Division im Wach- lokal der von der Republikanischen Soldatenwehr gestellten Wache, Frankfurter Allee 306, um Schutz gegen seine Kameraden bittend, mit welchen er kurz zuvor in einem nahegelegenen Restaurant in Streitigkeiten geraten war. Der erbetene Schutz wurde ihm gewährt. Kurz darauf erschien einer seiner Kameraden, es entspann sich ein Gespräch zwischen den beiden, welches anfangs sehr ruhig geführt wurde, jedoch in einer erregten Auseinandersetzung endete, in deren Verlauf der Hinzugekommene plötzlich einen Dolch ergriff und seinem Kameraden einen Stich in den Oberschenkel bei- brachte. Da die Schlagader getroffen war. so v e r- blutete der Gestochen« innerhalb 7 Minuten; der San-täter konnte nichts mehr ausrichten. Dieses alles geschah so schnell, daß es den Wachmannschaften leider nicht möglich war, die ruchlose Tat zu verhindern. Der Täter ist verhaftet. Verzögerte Leichenfreigabe. Am 8. März wurde ein Mann, der von seiner Arbeitsstätte in der MarkuSstr. 8 kam. auf dem Heim- weg in der Blumenstraße schwer verwundet, angeblich durch eine Bombe. Er starb zwei Stunden nach seiner Einlieferung im Kran- kenhaus Bethamen. Die Leiche ist bisher noch nicht zur Beerdigung fteigegeben. Das scheint uns doch selbst für eine schwierige Untersuchung veichlich lang. Bücherrevisoren! Sonnabend. 7 Mr abends, in der Handelskammer ordentliche Generalversammlung. Dorotheenftr. 7/8 Versammlung. Refe- rent: Rotzberg, Leipzig. Eine Schnlenilassnngöfeier sür die Arbeiterjugend und bereu An. gehörige veranstaltet der Verein Arbeiterfugend am Sonntag, abends 6 Ubr, in der Aula Weinmcisterfw. 16/17. Gesang(Duette), Festansprache, Rezi- tationen. Einlaßkarten zu 50 Pf. bei Böhm,£ cm fiter Platz, Melle, Petersburger Platz, Hahnisch, Ackerstr. 174, Hähnisch, Müllcrftr. 34a und im Jugendsekretartat, Lindenstr. 114, v. L' Der BorbereltungSkursuS für die mittlere Reichs-, Staats- und Kommnnalbeamtenlanfbahn beginnt erst am 16. April. Die Vor- lesune en finden in der Landwirtschaftlichen Hochschule. Hörsaal XI, Berlin U, Knvalidenftr. 42, Mittwochs und Sonnabends von 7— g Uhr abends statt. Näher« Auskunft: Geschäftsstelle Steglitz, Lindenstr. 88. 8fflr Deutschtirol. Freitag, abends 8 Uhr, im Marmorsaal deS Zoo- logischen Gartens, Kursürftendamm S, große Kundgebung. Redner: Abg. Gen. V b r a m- Innsbruck; StaatSminister Dr. S y d o w, Vorsitzender deS HauptauSschusses des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, und Gesandter Dr.L.Hartmann. Di« Slrbeiterturn- und Sportvereine Groß- Berlins der» anstalten Sonntag, nachmittags 3 Uhr, einen großen Frühjahr»' waldlaus im Giunewald. Ueber allerhand Hindernisse, bergauf, vergab führt die 2 Kilometer lange Strecke rund um den Krunewaldsee. Es dürste eine größere Anzahl Läuser und Läuserinnen, die letzteren lausen über böv Meter, zu erwarten sein. Sämtliche Schüler- und Schüle- r i n n e n- A d t e i l u n g e n des Turnvereins.Fichte' werden zu einem Waldftasettenlaus über 2000 Meter, wobei jeder Läufer 50 Meter zurücklegt, ihre Kräfte messen. Treff- und Umkleidelokal: Restaurant Wald- schänle am Hundelehlenfee. Turnverein„Fichte�. Am 4. April Eröffnung der 8. Schüler- und 8. Schülerinnenabtg. Turnhalle, Waltstr. IS. Turnzciten DienStagS und FreftagS von 6—8 Uhr. Di« 3. Schülerinnenabtg. sowie die 6. F r a u e n a b t g. turnen von jetzt ab in der Ghmnasial-Turnhalle, Gleimstr. 19. jeden Montag und Donnerstag vo« 6— 8. bczw. 8— 1V Uhr. Die 16. Männerabtg. turnt jeden Dienstag und Freftag von 8—10 Uhr in der Ghmnasial-Turnhalle, Steinstr. 31—34. Von Freitag ab turnt die 1. Männerabtg. in der Ghmnafial- Turnhalle, Koppenitr. 76, jeden Dienstag und Freitag von 8—10 Uhr. Am gleichen Tage wird dort die 10. S ch ul er ab t g. eröffnet; diese turnt vorläufig jeden Dienstag und Freitag von 7—8 Ubr. Die 2. Männerabtg. turnt Dienstag und Freitag oo»',',8 bis •jjlO Uhr in der Halle, Skalitzer Str. 76/77. Gäste willkommen.. Zlrbeiter-Radfahrer-Buud„Solidarität"(Ortsgruppe Berlin Abteilung 1). Sonntag, de» 6. April, Anfahrt nach Lankwitz. Start 1*/, Uhr bei Wiemer, Bülowstt. 58. Sitzung jeden 1. und 3. Freitag im Mouat. Die„Freie Turnerschaft Rnmmelsburg" eröffnet am 8. April, abends 6 Uhr, eine Schülcradteilung in der Turnhalle des Realgymnasiums, Marktstratze. Weitere Turnabende finden dann regelmäßig Dienstags und Freitags von 6—3 Uhr dort statt. Männer- und Lugendabteilung turnen an denselben Tagen in gleicher Turnhalle aber von 3—10 Uhr abends. Frei- tags von 8— 10 Uhr turnt die DamenabteUung ebenfalls in dieser Turn- halle. Arbeitereliern l Führt Eure Kinder dem Arbeiterturnverein zu, der „Freien Turnerschaft RummelSburg". Fussball. Die Fußball- Abteilung der Freien Turnerschaft Neukölln- Britz hält jeden Sonnabend abends 8 Uhr, ihre Sitzung bei Reinhold Prüsscl, Neulölln, Teupitzer, Ecke Brusendorser Straße. Daselbst auch'Aus- nabme. Die l. Mannschaft spielt am Sonntag gegen Freie Turnerschaft WilmerSdors I aus dem städtischen Sportplatz, Grenzallee 12. Die II. Mannschaft gegen Frese Turnerschaft Lichtenberg II in Lichtenberg. Kursus über Geschichte des Sozialismus. Heute Donnerstag, abends 7 Uhr, 4. Abend. Hörerkarlen zu 75 Ps. find noch zu habe». Die meisten Friseurgeschäste schließen künstig am Sonntag kurz vor 12 Uhr ihre Türen, um keiner Gesetzesübertretung schuldig zu werde». ArendSstevograPbr». Die Gruppe Neulölln tagt jeden Donnerstag bei Kntzli, tzermannstr. 75, abends 7ll, Uhr. Südöstliche Vororte. Da die Zeitungsspedition Großkopf ihren Be- trieb eingestellt hat, bitten wir alle Le er, die unsere Zeitung durch die ge- nannte Firma zugestellt erhielten, zwecks Wefterlieferung ihre genaue Adreffe an die nächstgelegene der folgenden VorwärtSspeditioncn sofort elnzusenden: AdlerShos: Feyerstetn, BiSmarchtr. 82,— Falkenberg: Salzmann, Gartcnstadlstr. 10,— Baumlchulenweg: Köple, Klesholz- straße 179,— Biesdorf: Danneberg, Billoriastr. 11,— E i ch iv a l d e: Mahle, Königstr. 5t,— Erkner: Conrad. Fricdrlchstr. 9,— Jji i ch t e n a u: £ugo Richter, Moltkestraße,— FriedrichShagen: Hogmann, Kurze- caße 1,— Grünau: Kiew, Friedrich str. 10,— H er z f e l d e: R. Weidemann,— Johannisthal: iSonschur, Parkstr. 23,—Karls» borst: Sachse, Junler-Jörg-Str. 7,— KauISdors: Scholz, Diese- straße 30,— C i p e» i ck: Wißler, Kietzer Str. 6,— MahlSdorf: Wiedemann, Wagnerstr. 3,— Niederschöneweide: Unruh. Brückenstraße 10 II,— Oberschöneweide: Paul, Mathildenstr. 5,— Rahnsdorf: Teichert, Forststr. 7,— Rüdersdorf: F. Richter, Schloßstr. 17.— S ck ö n ei ch e:«eiftert, Wald str. 86,— Wilhelms- Hägen: A. Schieske, Dernburgstr. 2 t,— Wolter Sdors: Baensch, Bahnhosstr. 23,— Zeuthen: Dintcrfcld, Kurjürstenstr. 46. Grotz-Berliner Lebensmittel. Mariendorf. Nachzügleranmeldmig für Nährmittel(100, 101 und 29 der jugendliche» Karte) bis Sonnabend tu den Gemeinde- lüden. Verkauf der Ware von Dienstag bis Sonnabend daraus. Vom 8.— 12. April ISO Gramm Stieß, Ivo S'ramm Kartoffel'- stärkemehl(100, 101), für Jugendliche 100 Gramm Buch« w e fiz e u m e h I(29). Pankow. Ab Freitag 250 Gramm Brotaufstrich(18). NowaweS. Täglich in der Turnhalle, Scharnhorststraße: Verkauf vo» schönen Mohrrüben; jedes Quantum. Tenpelhof. Gemeindevertrcwug. Als SchiedSmalmsstellver- treter wurde Genosse Martin Müller«ewählt. Zur Ausbesserung der Gottlieb-Dunkel-Straße wurden 25 000 M. bewilligt. Die lleber- nahme dieser Arbeiten in eigene Regie wurde gegen die Stimmen der sozialdemokratifchen Fraktionen abgelehnt, ebenso der Antrag des Gen. Ewald auf Vermehrung des Gemeindevorstandes um 5 Mitglieder. Gegen diesen Arttrag stimmten auch die Demokraten, da der A.- und S.-Rat die von ihnen verlangte Erklärung, nach' Be- setzung des Gemeindevorstandes im Verhältnis der Fraktionsiiärke seine Aemter niederzulegen, nicht abgab. Dem neuen Tarifvertrage für die Gemerndearbeiter wurde zugestimmt. Ebenso einer Ab- änderung des OrtsstahitS über die Dienstpflichten usw der Ge- meindeheamten, wonach u. a. den Beamten das Recht zur Einsicht- nähme in ihre eigenen Personalakten zusteht. Die Teuerungszulagen und KriegMeihiffen der Beamten. Angestellten und Lehrpersoncn wurden mit Wirkung vom 1. Januar cr. ab den Berliner Sätzen gleichgestellt.- Ebenso wurde ihnen eine Gehaltsaufbesserung unter Anlehnung an die Berliner Gehaltssätze bewilligt. Die Mindest- zulage beträgt. im Durchschnitt 1200 M. Die Kanalisationsgebühren wurden auf 4 Proz. gegen 2% Proz. erhöhst Trotz eines. in der letzten Gemeindevertretersitzung gefaßten Mehrheitsbeschlusses, wo- nach die unbesoldeten Schöffen dringend aufgefordert wurden,, ihre Aemter niederzulegen, haben sich dies« Herren dazu nicht beguemen können Da die Schöffen stimmberechtigt find, erfolgt unter diesen Umständen eine Fälschung des W ahler. Pibnisses, das«nn« sozialistische Mehrhett ergeben hat. Niederschönhausen. Gemeindevertretung. Der Tarifvertrag mit den Gemeindeangestellten und-aröettern wurde einstimmig angenommen, ebenso eine pensionSfähige Gehaltszulage von 1200 Mk. an die Gemeindebeamten und-angestellten. Die U. S. P. D. meinten, daß die Arbeiterschaft, die nicht im Staat s- ussd Gemeindedienst tätig ist, auch kein« Pension erhalte, somit seien die Beamten auch nicht dazu berechtigt. Auf Antrag de» M- nvssen Müller sollen die Krankenkassenbetträge für die Hilfs- beamten und Bureaudiäten von der Gemeinde getragen werden. ebenso sollen sie bei Krankherten durch 6 Wochen volles Gckhalt er- halten. Die Kanalisationsgebühren wurden von.4 auf.7 Proz. er- höht. Die beiden sozialdemokratischen Fraktionen hatten beantragt, daß die unbesoldeten Schöffen ihre Aemter niederlegen sollen, ferner, die Zähl der Schöffen von 3 auf 6 zu erhöhen. Infolge Ab- Wesenheit des einen Schöffen wurde dieser Antrag vertagr, jedoch die Zahl der Schöffen von 3 auf 6 erhöht. Das Orts, ttut über die Zusammensetzung der Armendeputation wurde geändert, die Arbeiterschaft wird auch in dieser Deputation ihr Recht geltend machen. Ein weiterer Antrag der beiden sozialdemokratischen Fraktionen auf Fortfall der Schüleraufnahme- in den untersten Vorschulklassen zum 1. April wurde abgelehnt. Alle Parteien erkannten die Berechtigung des Antrages, er scheitert« an der kurzen Frist, schließlich wurde dem demokratischen' Arttrage zuge- sttmmt, zum 1. Oktober 3 VorschulKassen aufzuheben. Es wurde zur Sprache gebracht, daß vielfach Schulkinder in den Besitz von Handfeuerwaffen und Munition ge- langt sind, die offenbar von der Einquartierung der Rogierungs- truppen herstammen. Es soll sofort das Erforderliche veranlaßt werden, die Kinder auf die Gefahr hinzuweisen und zu veranlassen, Waffen und Munition im Rathaus abzuliefern. Tegel. Aus der Gemeindevertretung. Da die unbesoldeten bür- gerlichen Schöffen auf Aufforderung der Sozialdemokraten ihre Aemter zur Verfügung gestellt haben, so wurden m der letzten Ver- tretelssitzung zunächst die Neuwahlen vorgenommen. Da der he- soldet« Schöffe(Dr. Laegeff auf seinem Posten verbleibt, so waren 5 Mandat« zu besetzen. Gewählt wurden die Genossen Halses» Meyer, Traks(S. P. D.) und Beyermann und Schön- seid(II. S. P. D.), die beiden sozialistischen Fraktionen verfügen. nun über 20 Sitze von insgesamt 28. Sodann wurde eine durch- greifende Aenderung der Beawtengehälter beschlossen. Entsprechend der Fraktionsstärke wurden sodann die Kommissionen besetzt. Durch Beschluß soll an den höheren Schulen die Vorschule abgebaut werde, r, und zwar müssen alle Einschulungen ab 1. April in der Knaben- -rösp. Mädchengomeindeschule stattfinden. Di« Genehmigung zur Auflösung durch die Auflichtsbehörde ist bereits«folgst WaidmanuSlust(Lübars). In der Estmeindevertretung billigten die„Demokraten" uns keinen Schöffen zu, sondern wählten zusammen mit den Bürgervereinlern. Unser Antrag, dem Ob- mann des Arbetterrats für Kontrolle der Gemeindeverwaltung die Entschädigung wenigstens so lange weiterzugswäihren, bis eine gesetzliche Entscheidung über das Bestehen des Arbciterrats herbei- geführt fest wurde bei Stimmengleichheit durch den Gemeindevor- steher albgelehnst In Sachen einer Aufforderung an die Neue Boden-A.-G„ vertragsmäßige Straßenbauten ausfuhren zu lassen, plädierte der Wortführer der Unabhängigen sonderbarerweise für eine milde Behandlung der Terraingesellschaft; es wurde aber unser Vorschlag angenommen, mit allen zur Ver- fügung stehenden Mitteln auf Einhaltung der Vertragsbedingungen zu wirken. An die kriegsgefangenen Gemeindeglieder(12) sollen alle vier Wochen Eßpackete geschickt werden. Der Zustand der Woh- nungen auf der Ziegelei wurde als ungeeignet bezoichnst. Die Mieten sind zwar insgesamt jährlich um mehr als 3300 M. ge- steigert worden, aber von einer Ausbesserung der Wohnungen war keine Rede. Beschlossen wurde, ein« GemeindevetckaufSstelle für Pferdefleisch und ÄuSlandZgemüse«inzurichten. Burig- Neuzittau. In der Gemeindevertretung wurde ein An- trag der Sozioiisten<7 S. P. D. und 1 U. S.) betr. Regelung der LebenSmittelbesckmffung und-Verteilung sowie Sicherstellung der Futtermittel für Kleimierbalter angenommen und einer Kommission zur Erledigung überwiesen. Da die Sozialdemokraten ohne die Schössen die Mehrheit in der Gemeindevertretung baben, wollten die Schöffen es durchsetzen, die wahre Stimmung der Einwohner- schaft illusorisch zu machen. Gegen die am 20. Februar vor» genommene Wahl eines SteuererbeberS wird von den Genossen Perjchke und Frenze! Protest einaelegt. ZSetrerauSstcht» kür da« mittlere Rorddeuttchlaud dt« Sonnabend mittag. Zunehmende Bewölkung und langsame Erwärmung Bei auffrischenden«eftlichen Winden, gm Süstengebiet und im Südosten etwas Regen. Später aber im Westen beginnend« neue Aufheftermig und in der Nacht»u Freitag an vielen Orteu leichter Frost. Groß-öerliner Parteinachrichten. Berlin, t. Abt. Heute, abends 7 Uhr, in Haberlands Festsälen. Neue Fttedttchstr. 35. Neuwahl deS WteilungSfllhrerS. Wahl der Dele- glitten zum Bezirkstag. 3. Abteilung. Morgen Freitag im Herrenhaus. Pl-narsitzungSsaal: Fortsetzung der Diskussion über Reoolulwn, Patte, und Regierung. Re- serenttn: Wally Zepler. Alle Pattelgenoffen find drmgend eingeladen. Mitgliedsbuch lcginmterst 7. Abteilung. Morgen Freitag, abend» 7 Uhr, Blücherfeftsäle, Blüchettir. 61: Bottrag des Gen. Stampfer. Franenverfammlnng tu Moabit. 37., 38., 39., 40. und 41. Abt morgen Freitag, abend» 7 Uhr. Aula Zwinglistr. 3. Genosse Dr. Magnus H, r s ch fe l d spricht über„Einführung der Frau in den Sozialismus". WahlvereinSmftglieder sowie ,VorvärtS"leicr find freundlichst einzeladen. Die AbteilungileUungen. Zentralstelle für Einigung der Sozialdemokratie. Bezirk Norden. Freitag, 7 Uhr abend?, BezirkSversammlunz, Volwstraße 43. Frühere Pariser k Sonntag, vormittag« 10 Mr, im GeWerk- schastshaus, Engelufer 15, Zimmer 2, erste Zufammenknnft früherer Mit- glietz« deS Seztasdemokrattsche» Les eklu b? und des Ge« werkschastSkarttlli Paris� Die Zusammenkunft soll ewer AuS- spräche dienen über dt« Regelung des Klub- und Kartelleigeniums. De- nossen, welche bis Ausbruch des Krieges Mitglieder der genannten Organi- sationen waren, find freundlichst eingeladen. Für den Lcseklub: Für das Gewerkschastskartell: Heerling� P. Riebke. ZZcreioiguug sozialdemokratischer Polizeibeamter Graft- Ber. lius. Sonnabend, nachmittags S Uhr, Versammlung in Haberlands FeftsSIen, Neue Fricdrichstr. S5. Tchoncbcrg. Heute Donnerstag, 7'/» Uhr, Aula Belziger Str. 48/53, Mitgliederversammlung. Fortsetzung der'Dislussion über:.Innere und äußere Politik'. Gen. Ed. B e r n st e i n ist der erste Redner..Vorwärts'- leser iowie die weiblichen Mitglieder find besonders eingeladen. Wilmersdorf. Morgen Freitag. 7>/, Uhr, in der Aula Gasteiner Straße, Ecke Uhlandstr.: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Kreisgeneralversammlung. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Wahl der Delegierten zum Be- zirkstag. K. Anträge. 7. Verschiedenes. Erscheinen aller Mitglieder ist er- wünscht. Ausweis Mitgliedsbuch. Jugenüveranftaltungen. Schönhauser Borstadt. Heute Mtgliederversammlung bei Korn, Gleimstraße 10, abendS 7 Uhr., Wilmersdorf. Heute, abends �.8 Uhr, bei Schäfei, Brandenburger Straße 52. Vortrag über: Was ist Sozialismus? Regelmäßige Zusammen- künfte jeden Donnerstag. Kaulsdorf. Sonntag, nachmittags 4 Uhr. Gemeindeturnhalle, Adolf straße 25, Schulentlassungsfeier, Mufik, Gesang, Rezttationen und Festansprache. Eintritt 50 Psennig, Schulentlassene frei. Karten bei O. Berg, Frank?urter Str. 34, Lehrer C. Meißner, Karlstr. 20, B. Dleitze, Joachimftr. 5, E. Kilian. Friedrichstr. 13, W. Scholz, Giesestr. 30, W. Völle, Jägerstr. 17, sowie am Tage der Veranstaltung an der Kasse. und billigten ihm mildernde Umstände zu. Dad Urteil lautete auf 3 Jahre Gefängnis unter Anrechnung von 2 Monaten und 2 Wochen Untersuchungshaft. Das außerordentliche Kriegsgericht verurteilte den Techniker Otto Höhne und den Kutscher Fritz Ziethen, die unter Vor- weis eines Eichhorngardepapiers bei einer angeblichen Waffensuche dem Kaufmann Wilder in der Wallnertheaterstrafe für 12 000 M. Zigaretten geraubt hatten, zu sechs Jahren Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht. Gerichtszeitung. Landfriedensbruch. Der bisher unbestrafte Schloffer Friedrich Plantz hat sich vom 6. bis 12. Januar eine volle Woche hindurch an den gewalt- tätigen Aktionen gegen die Regierung beteiligt: er hatte sich nach einer Demonstration in der Siegesallee, bei der Liebknecht ge- fprochen hatte, einem Zuge angeschloffen, der nach dem Bor- wärtSgebäude zog, war dort in die Bsfatzungstruppe einge- reiht und mit Gewehr und Munition versehen worden, hatte mehrere Tage sich durch Postenstehen dort betätigt, war dann nach dem Ullstein-Gebäude gegangen, hatte auch dort mehrere Tage der Be- satzung seine Dienste geleistet und war schließlich, als dort die Waffen gestreckt wurden, nach dem Polizeiprästdium gezogen und hatte die Eichhorn-Garde vermehrt. Als dort die Rogierungs» truppen zum Kampfe heranzogen und Artillerie und Gewehrfeuer gegen die Spartakisten eröffneten, wurde von der Gegenseite auch lrbhaft geschossen. Der Angeklagte gab zu. daß auch er etwa zehn Schüsse aus ssinem Gewehr abgegeben habe, behauptete aber, daß er nur demonstrativ in die Luft geschossen habe. Er be- stritt, das Bewußtsein gehabt zu haben, etwas Unrechtes und Un- gesetzliches zu tun, denn es sei ihm gesagt worden:.Die Re° v o l u t i o n m a ch� sich dieGe setze selb st." Außerdem hätten Ebert und Scheidemann ja am ö. November auch die be- stehende Regierung durch Gewalt umgestürzt, l Sonst sagen diese Herrschaften, Ebert und Scheidemann seien hinten aus den U.S.P.- Wagen aufgesprungon; wie mans braucht! Red.) Die Geschwo- r e n e n sprachen den Angeklagten im Sinne der Anklage schuldig Sriefkasten üer Keöaktlon. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage füge man einen BuSstaven und eine Nummer bei. Briefliche AuSIunst wird nicht erteilt. Eilige An- fragen trage man in der Juristischen Svrechstunde. Lindenstr. 3, 3. Hof links, 4 Trevven. 4 bis 7. Sonnabends 3 bis B Uhr nachmittags vor. Schriktttücke und Verträge sind mit/rnbrinaen. Am Donnerstag, den 3. April, findet die juristische Sprechstunde von 3 bis 5 Uhr statt. M. S. LO. EntlossuncSstelle 5, Lichtenberg, Marktstr. 12.— H. H. 00. In 5 Jcbren.— Pfalzbelm 18. 1. Zurzeit nicht. 2. Das wäre möglich, wenden Sic sich zunächst an den Landrat. eventuell an den Regierungs- Präsidenten. 3. Leider nicht. 4. Ja.— P. P. Unverständlich.— R. K. 30. Es kann außerordentliche Unterstützung gewährt werden. Antrag beim Be- zirkskomwandv.— Lippehne 100. I. Rein. 2. Eine gesetzliche Vcr- pflichtung zur Nicderlegung des Mandates besteht nicht, es kann nur durch den Wablverein eingewirkt werden.— E. W. 91. 1. u. 2. Beuden Sie sich an die EnilassungSstelle I, Planuser(53. 3. Ja.— G. G. 39. Wir basten die Firma iür zarlungSpflichtig Persuchen Sie es mit einer Klage beim Gewerbegericht.— Halensee 27. Wenden Sie sich befchwerdetübrend an das Generalkommando des III. Armeekoros, Berlin, Genthiner Str. 1. — F. O. 1. Soweit der Gemeindevorstand in Frage kommt, sind die asten Vorschriften ausrecht erhalten. Wir emvsehlen. eine Sachdarstellung dem Preußischen Ministerium des Innern, Berlin. Wilbelmstr. 62, zu geben. — A B. Breitenstei«. 1. Die Uhr war Eigentum des Mädchens. 2. U. E. Ja.— R. K. 34. Sie hatten Anipruch auf Diedereinftellung. Winden Sie sich beschwerdeführend an den Staalsselretär des Reichspost- amtes in Berlin.— Ztzlieger 100. 1. Nein. 2. Vom 1. Februar ab, falls Sie im Januar in Arbeit getreten sind. 3. u. 4. Entsprechend Ihrem jetzigen Einkommen. 5. Ja.— P. 8. 14. 1. Nein. 2. Eine Klage würde abgewiesen werden, falls Sie Ihre Behauptung beweisen können. 3. Ja. — P. S. 34. Der Abdruck dcß Gesetzes geht über den Rahmen deS Brieska'ens hinaus.— A. E. 40. Anspruch aus Entschädigung haben Sie nicht, ebensalls nicht Anspruch aus beide Ringe.— O. K. 999. Ja. — G. W. 31. Nein.— Georg P. Wenden Sie sich an den Magistrat. — II. 1. Dafür ist die Steuerordnung maßgebend, die Sie beim Amts- vorsteber oder Landratsamt einsehen können. Durch Parteivereinbarung kann davon abgegangen werden.— W. D. 75. Sie können jetzt schon die erböhten Sätze verlangen und zwar Nochzahluna ab 1. Januar. M. G. Z. 190. 1. bis 3. Nein.— Locker, Hclmholftstrafte. Wenden Sie sich an Ihre gewerkschairliche Organiiatron. Eine Fcttziibuße iür Handwerker besteht nicht.— H. S. t. Die Löhnung kann bis zum vollen Betrage g-z ab» werden, sofern die Bedürftigkeit nachgewieien Verden kann. 2. Beim Trupventeil.— A. R. 57. Beim Roten Kreuz. Berlin, Habsburger Straße 1l.— A. I. 1616. Wenden Sie sich an die Eni- lasiungSstellc IV, Lichtenberg. Marttstr. 12(Schute).— Witbelm Mewke. Tegel. Sprechen Sie beim Bezirkskommando persönlich vor.— E. L. 85. Genügt nicht zur Scheidung. Nach vorheiiger Aussorderung können Sie aus Wiederherstellung der ehelichen Gemetnichast klagen. Kehrt die Frau innerhalb Jahresfrist nach Rechtskrast deS Urteils nicht zurück, haben Sie einen ScheidungZgnmd— W.<9. 41. 1. Ja, sofern die Weigerung sich aus mehrere Monate erstreckt. 2. Ja, Sie sind aber bewciSpfiichtig. 3. Ja. — S. K. 36. I. RückzahlunzSanspr-uch bestände nur, wenn Sie infolge Verheiratung aus der Beschästigung scheiden. Antrag an die Verstchiiung«- anslalt Hohenzollerndamm. 2. und 3, I» vollen. Umfange für die ganze Zeit. Besteht kein Rückfordcrungsrccht, empfiehlt sich Weiterversicherung. — Z. 14 und G. 1. Setzen Sie sich mit der WassensWstandSkommisfion. Berlin, Budapestcr Str. 14, in Verbindung.— Ff. 15. Die Rente, nicht der Zuschlag.— O. St. Die Bestimmung gilt nicht für geschlossene Gesellschaften.— H. L. 1200 Marken.— M. llt. 100. 1. Eisenbahn- dircktion Halle, eventuell Verkehrsministcrlum, Berlin. 2. Kaum 3. Das sind alte Bestimmungen.— R. M. 98. Nein.— Ella 1. Die Handlung fällt unter die Amnestie vom 7. Dezember vor. Jähret. o sobald mit Unruhen nicht mehr zu rechnen ist.— X. Z. Jawohl — H. H. 75. 2000 M. jährlich oder 38.45 M. wöchentlich zuzüglich»/„. des Mehiveidienstes.— G. Tch. 38. Wir halten Sie nicht sür ersatz- pflichtig.— K. 1. E-ne slrasbace Handlung liegt nicht vor.— O. A. 15. Nein.— O. R. 1888. Die Bestimmung findet auf Schuldicner allerdings nicht Anwenduna. Wenden Sie sich an einen Stadtverordneten der sozialdemokratischen Fraktion.— A. Sch.. Ebarlottendurg. An die b- beliSmäßige EntlassunaSNelle oder daS Bezirkskommando.— P. d. G. Ueber den Zcstvunkt befindet der Truppenteil, da ein Rechtsanspruch aus Gefangenenlöh' unq leider nicht besteht.— L. M. 10 1. Ja, bis zu 1000 M. falls Bedinstigkeit nachwiesen werden kann. 2. BiS zur Bollendung des 18. Lcbensjabres.— A. P. 94. 1. Fall» nicht chargiert. 31,50 M. monatlich. 2. Aus Grund örztlick-er Gutachten.— G. G. 1899. 1.. 5. und 8. Ja. 2. und 4. An die Ortsbchörde. 3. Groß-Einkaulsgesellichast dcuticher Koniumvcrcine, Haniburg. 6. und 7. Weiden Sie wegen der Ansprüche beim B-zirkSkomniando voritellig. 0. BczirkSkommando. 10. Landes- verfilberungsanstalt. s.) 1200 Bcitragswochen, b) 65 Jahre.— O. R. 38. Eine Aenderung der Steuergesetzgebung ist zu erwarten.— E. G. 358. Wir empfehlen ein Gesuch an die ReichSrcgierung, außerdem setzen Sie sich mit der ioz. Fraktion der Nationalveriammlung in Weimar in Verbindung. — M. H. 54. Das ist Sache der Kranlenlasse, an die Sie sich wenden müssen._ E. M 987. 1. Geht über den Rabmen des Briefkastens hinaus. 2. Setzen Sie iich mit der Buchhandlung.Vorwärts' in Ber- bindung.— A. P. 1000. Darüber gibt es keine Vorschriften. Im all- aemeinen werden 20 Proz. für zulässig erachtet.— T. 300. 1. Waren- fordkrunge» verjähren in zwei Jahren. 2. Die zur Wirtschaitssührung un- entbehrlichen Sachen.— H. M. 20. 1. Fraßen Sie bei der Wasscustill- standskommissio Budapester Str. 14, an. 2. Sic muffen sich bei der ErwerbSioieniürsorge anmelden.— D. 6. U. E. Ja.— H. Tch. 1885. 1. Militärsiskus. 2. u. 3. Ja. 4. Darüber entscheidet der Bollstreckungsrichter. — F. R. 42. Wenden Sic sich an die Zentralstelle sür Ansiedlungev Kriegs beschädigter. Berlin, Prinzenstr. 70.— H. 3021. 1. Ja. 2. Im allgemeinen ja. _ 8. E. 4. Ja, durch Erklärung beim Standesamt, bei dem der Geburtssall gemeldet ist.— St.>00. 1. Sie sind erst vom 1 März ab Iteuerpflichttg. Reklamieren Sie. Nachzahlung läßt sich nickt erzielen.— R. U. 9. Führen Sie Beschwerde bei der Oberpostdirektion.— 31 B. 100. Reichswirtschaitsamt Berlin. — B. F. Auch die Frau kann den Text de« Testaments ichreibcn, der Ehemann muß aber den eigenhändigen Zusatz machen, daß er das obige Testament auch a>S das seinige und ebensalS mit OrtSbezeichimng, Datum und Unterfchrist versehen.— Regierungssoldat 19. Wenden Sie sich an den Vorstand der sozialdemokratischen Partei, Linden- straße 3.— 50. E. M. Die Kündigung ist zulässig.— H. S. 11. Sic müssen das Urteil durch den Gerichtsvollzieher zustellen lassen und alsdann die Rechtskrast abwarten.— W. 33. Nein. — B. Wienerstr. 600 000 M., wovon 100 000 M. Gehalt darstellen, für das Jahr. Von diesem Betrage werden auch die gelamlen sachlichen Nu losten bestritten, also dn§ Bureau inklusive der Gehälter und Löhne. Außerdem bat der Präsident die Rcpräsentationspflicht als Staatsober- baupt mit den damit verbundenen Unkosten(z. B. Zeichnung von Bc Iiägen bei Unglückssällen größerer?Irt.)— H. R. 100. Die Schwiegcr- eitern haben ülnspruch aus das Pflichtteil. Gegen die Erhöhung der Miete läßt sich nichts tun.— M. M. 1000. Nein.— — F. 51. Leider kann die Unterstützung nicht enizogen werden.— R. R. 1. Sie sind unterhaltspflichtig. 2. Ja.— 3Uter Abonnent. 1. Das ist gesetzwidrig. Die Kreisveiwallung hat die Jnnchaltung zubrachten. 2. Auch in kleinen Gememden mußte bis zum 2. März d. I. eine Gemeindevertretung gewählt sein. ES kann beim Ministerium des Innern Beschwerde erhoben werde». 3. und 4. Die KreiSiagSwablen müssen aus Grund der neuen Regierungsverordnung bis zum 4. Mai vollzogen sein. Das Nähcrc bestimmt ein- vom Kreislag zu erlassende Wahlordnung. die sich aber im Nahmen der R.-V. halten muß.— M. Ja Die Meli Im Jahre 2000. Verlangen 8ie gratis Probebeft. bringt, volkstümlich geschrieben, Tm, sende von illustr. Abhandlungen aus allen Gebieten, z. Die Welt im Zahre 2000.— Werden und Vergehen lm Weltall.— Die Geschwindigkeit der Gedanken.— Für .well und wissen- ist das Universalwerk de« Wissens und l seden Deutschen ein Landgut.— Hypnotismus und Suggestion.—| eure Zeitung.— Leben der Tiefscefische.— Eine Fahrt im Unter- "'" Die Sprache der Tiere.— Die wichtigsten Erfindungen.— Die Eni- feeboot— Sind Gedanken übertragbar.— Photographie ohne stchung der Perle.— Der Wille und dessen Gymnastik.— Leben». Licht.— Weshalb srieren wir. usw.— Jeder Leser verlang- durch regeln um alt zu werden.— Die Fernphowgraphie.— Wie entsteht> Gutschein ein Probeheft gratis. «Ä« jomiifs", An den Berlag„well und wissen- Beriiu-SchSneberg. Ich bestelle hierum ei, Probeheft gratis Name:- Ort u. Straße:. Aufruf! Au meine lieben, braven unter mir in der 12. Äompagn und Grenadiere, die des Regiments Alexander im Filfilier- und I. Bataillon gedient und gekämpft haben oder beim Rekrutendepot Ersatz ausbildeten, ergeht mein Ruf. Ich brauche bei meinem Ausbildungsdatailloii in :eHUtz(Oberfchlesien) bewährtes Ausbilduu kernige demsche Männer, die mUhelsen am Au Streh laud und In alfetb� froher, ovferberrlter Arbeit, soll Ersatz aesc gegeu Aolschew Groß- »personal und -cm von Bater- in straffster, frei- und ausgebildet onus von Außen und williger Manneszucht. werden für den Schutz von Innen. Ihr kennt mich und meine Ansichten über Disziplin, Ihr mißt, wie ich Leistungen dewerte. Das Vaterland ist in Gefahr, darum kommt und helft. Die Annahme erfolgt zu den üblichen Bedingungen: < Mobile Löhuung, freie Verpflegung und Untrrkunst. 5 M. täg» liche gulaa«), denn Ansbildungsbataillou Groß-Errchlitz(Ober- schlesien), Bahnstrecke Breslau— Beuthen. Ohne Milllärpapiere kann Einstellung nicht erfolgen. Fahrschein« stellen die Bezirk»- lommando» au». 1S8ZD Frhr. von Uslar-Gleiche«, Ztlasor i« Saiser-Alexander-Gardc-Grenadier-Regiment Nr. I. Kommandeur de» Ausbtlduugsdataillons der Gruppe Ost (Z. Darde-Znfalüerte-Dioiflou). r l, a I i a° X l u d im ersten Stock des Kerkau» Palast heute Tanzkränrehen. K Kohlenfachmann X natlonalölconomlsch und sozialpolitisch vorgebildet, lang. iähr. Geschäftsführer bedeu». Unternehmungen, mit dem 'Grotz-, Platz- und Kleinhandel genau vertraut, gewandter Organisator, sucht die Leitung der Kohlenversorgung eines gröOeren Kommunalverbandes zu Obernehmen. Geil. Angebote unter 1. 1626 an Haasensteia A Vogler A.-fi� w. 35, Potsdamer Str. 24, 81/4* Treibriemen bezugscheinfrel. In bewährter Qualität bieten an Siegfried Reiche jun.. COpenlcKer Straße 127, linnlnnitKlt! Jeder waffenfähige Berliner«elde sich zu« Eintritt in die von der Regierung zum Schutze des Eigentums und der Familie befohlenen, un- politischen Einwohnerwehr. Ausruf erst im Moment der höchsten Gefahr. Keine Berufs» Unterbrechung. Jnvalidilätsansprüche werden geregelt. Wie die letzte» Unruhe« gezeigt, bedarf ei» jedes Haus des Schutzes. HtcfbcftellM: Berlin, Edenhotil, Zimmer 443. Friedenau, Königin-Luise-Gymnasht«, Goslarstr. 14. Schöneberg, Reue, Rathaus, gimmer 44. Steglitz, Rathaus, Kommando der Sinwohnmort- Dahlem, Zköntgin-Luisen-Sttst, Poddielsky-Allee 78. Wtunersdorf, Schavcrttr. 25. Eharlottenbnrg, Aifeffor Gluck, Nathaus. Zimmer 2ll. Ltchterselse-Srakcstr.. Rcaignmnas., Ltn. Stteglcrschmidt. Zehleadorf, Milütowskystr. 15. Tempelhos, Rathaus. Schmaraeadorf, Rathau«. Ritolosiee. Ratkums. Mariendort. Rathau». MfW FreiwiNigevor! Die DW..Fernsp.-Abt. und Div.-Funker-AdL 10 finden im Grenzldiutz Verwendung.— Abzeichen: Silbernes Eichenlanb am Kragen. Gediente Fernsprecher, Funker, Blinker. Fahrer, sowie alle Handwerker können fich melden. Die Freiwilligen erhallen bei angenehmea, vleas« Berpffeaung, Quartier, Bekleidung, mobile Löhnung (mindesten, 80 Mark monatlich), außerdem 5 Mark pro Tag Zulage. Für besondere Verdienste werden weiterhin »rtegonaszeickiaungea verliehen. Ordnungsgemäße Entlassungspapter« sind mitzubringen. Meldung bei Div.-Nachricht.- Kommandantur 10 . in(Slogan(Domkaserne). Fahrscheine erteill nächste» Bezirkslommando; werden auch auf Wunsch zugesandt. 209/12 Lsmim- Lresm in luden u. vosen Drogerien geschäften er Seit über 25 Jabren ist Marke „Pfeiiring" in all. Apotheken. und Friseur- hältlich, das unübertroffen Beste zur Hautpflege. Tereinigte Ciiemiselie Werke Aktien- Gesellsetiaft. Abteilung Lanolln-Pabtik MartiniUentelde. Charlottenburg, Salzufer 16* Zähne m. echtem Friedenskautschnk 4 M. JNIincn werfer! JVIafcbincnöewcbrrchützen! Schätzt Euer bedrohtes Vaterland! Meldet Euch beim Freiw.(II.) Garde-Grenadier-Bataillon Spandau. j Nene Kaserne an der Schmidt-Knobclsdorfstrasse. Bedingungen t Mobile LOhnung und 5 M. tägliche Zulage, sowie Verpflegung, Unterbringung und Bekleidung, __ 5 Zahre Garantie.___ Ifaci Bestelluna n. Gebissen gratis. Soll geffi Zahnpraiis Hatvanl, Zahnziehen m. Betäubung »Idkronen V.20M. an. Spez. freidriemeii HOL dezugfcheinfrei in bewährte Qualität bieten an Siegfried Reiche ju«., Eöpenicker Str. 127. ICos�üms kövkv unÄ IVSsn-tsi seidenartige, imprägnierte RogotimMaiiKol Qualitäten wie Im Frieden, Vom etnfaebsten bis zum feinsten Genre gibt jetzt anch an Private Bilskis Fabrik sSstirostenprSs? Krausenstraße 30. Zeugn., Sehalt an veukschan sahfUetbunO,""' mitbringen! iß» 15691: Militärbekleidung, soweit vorhanden, .Militärpapiere sind vorzulegen! Elle tut not! Frhr. v. Schielnitz. Major u. Bataillonskommandeur. Maifeier! Proletariat. Wiedervertäuter decken ihren Bedarf rechtzeitig durch ---------- ie(d)djf Affenwasser». 18853' . starten, bunte let f. da» iiiigend? .Occfanb Petershagen.O in, Hennickendorfer Straße. Platz 7. Md. WoimhaDS, tti! Westen oder westlichen Vorort, mit utrr Ofenheizimg., cventl. varmwasser, mit 2- bis 5-Zimmerwohn., von denen evtl. ein« 2- bis 5-Zimu>crw. seldst bezieh, kann, zu kaufen gesucht. Gest. Offerten er- beten unter 7. 1? an die Exped. d. Bl. 16051 Freiwillige Sturmabteilg. Rolibach Gratta bei Slelno, Kreis Graudenz stellt noch Freiwillige aller Truppengattungen{ ein«.Infanteristen, Artilleristen, Kavalleristen,! Radfahrer, Minen- and Flammenwerfer, Fernsprecher, Gefecbtsordonanzen, Sanitätspersonal, Handwerker nnd Militärmusiker, anch Offiziere| und Unteroffiziere. Freiwillige Aianneszucht, Kameradschaft u. Gehorsam| sind unsere obersten Gesetze, das waren die Grundlagen(ür unsere bisherigen Erfolge. Meldet Euch schriftlich oder tclegraphisch sofort _ Jahrgänge 1893-lOog._ I666D ÄFlieltstioseaau901?Jffm3Ä für SDläunet(Schrilll. 74-82) ä Stck. 41 fflt, für Burschen (ScktlltlLnge 86-72) ä Stück 82 M., für Knaben lSchrittlänge 52-84) ä Stück 28 M. liefert gegen Nadm. Otto Bdbetfe, Versandg eschäst, Einbeck. Special- Abteilung Uniformenfärben, in Zivil umarbeiten w fch»urH. drauu, blau, grün, tn 8 Innen iowie Wenden, Umarbeiten. Neuarbeiten von QetttU' und CamengatOeeobea in 3 logen. Stoffneubeiten. Stoffausftellung. Schuhcreme In Oelvarc, Dose ca. 60 gr, 100 Doaen 32 M. 1 la Wacbsware, Dose cn. ISO gr, 100 Dosen 60 M. 1 Regulus Kommanditgesellschaft Höndon Chartottenburg, Joachimsthaier StraBe 38 1/15 Außerdem wird jeder Artikel In 0 Taqen gofdrdl, TenuarsarHau lu 4S Stunden.. Lssch& Bnczkowski. PHedflclistfaDe A I. Mopg der EecblsHe, lierlin N 24, Friedrichstr. 127, nahe Karlstr. die Bechtsauskunftei des großen Publikums i Prozeßabteilung.=s Sprechzeit 9—€, ' Bisher Aber 1 20 000 Ratsachende. /. Verkaut an Private 'A. Wunsch Zahlnngterlelcht 1 jMsbel-Miscti V SchSnbauser Allee 6-7 Untergrundbahnhof Schönhauser Tor. / MrikgruMW. Modern gebautes Saus in Neukölln, mit zirka 3500 gm Fabrikräumen, zirka 1150 gm Zellereien, lm Vorderhau» kl. Wohnungen, soll äußerst billig zu 515000 Leipzig erstr.lIZ,<£. Mauerst. geurr. 12600—3 u. 3066. CharloUeBhnrg, in vornehmst. Lage, uapek Zoo bis Eavignyplatz. suche k ich ein Wohnhaii», in. allem! Komfort, in dem eine 7- bis f 8. Zw>»i-rwohnung zum! I. Oktober Igt» frei wird,• zu kaufen. GefL Oft. erb. k nnt. S. 17 Exped. dies. Bl. k Aus dem Felde zurückgekeifr habe ich meine Tätiakett wieiv. aufgenommen und bin nad) WMM M (nahe Knrfürstenbamm) verzogen. Sprechstd. 4—5. Hf. IiAÄlkk'. timm Snn'.tätsrat Dr. Wegscheid er's j Srusttee u. Tropfen| nach Original-Vorschrift{ gegen Husten und Lungen leiden In Paketen zu 3 j und 4 Mir. Elefanten» Apotheke Berlin, Leipziger Str. 74.| Dönhoffplatz. Carbid u. Campen zum Engrosprei Schräder, Webersto. 42, Hau nummer beachten. 6». ' MSbal vermietet gewesene umeuo« Speise-, Herren-, Scbtai- zimmer, Küchen, kiek. Kleider- und Wäscheschränke, Rauchtische. Kleinmöbel usw. usw. preiswert zu verkaufen. Möbel-* Vermietung»- Centrale LötzowstraBe 03. Geschäftszeit von 8-5 Uhr. Prima Alelich sow. Wurstwareu lieser Lübnih. Pntbuser Str. 36. Lsvreises GrWhUL Lichtenrade, 120 Ouadratmet, aller Obstdestand sof. z» r>-r. Offert. H. 7120 E. ou Haasen stein& Bogier. Berlin W Uiono kliusk Aasen Flenodurger Straße 1 Fernspr.: Moadll 7316. Möklierkes Zimmer ab 6. Aprü zu mieten gesucht, mögL Nähe ikurfürstendamin. Angebote unter P. 17 an die S-schästsstelle d. BL 1678D Lslser-�llök Eckhaus. ISO?. i» bester Lage mit pracht- vollen S- n. S-Zin»lierwohn.. fehr gut pcnnicL Läden, äst] erbteiluugsh. f. SR. 700000 1 zu verlaufen. Näh. durch Mus E Bier, Leipziger 5fr. 20. Zentrum 12250/53. TOI>ES- Es starben fern der Heimat für ihr Vaterland auf dem Wege durch Kleinasien und das Mittelmeor: San.-Utfr. Kurt Rautmann« K. O. K. 16, am 31. 10. 18 in Qleisspitze Mohammediie. Kraftfalirer Karl Solilotterer, K. P. 301, am 0. 11. 18 in Uiukyschla. „ Paul Kortalski, A. K. P. 75, am 18. II. 18 in Slwas. Unterotfizier Paul Btr�hoff, K. K. 508b, am 22. II. 18 in Malatia. Kraftfahrer Alfred Telcliert, K. K. 501. am 1. 12. 18 bei Samsun. Vfzefeldwebel Ott» Gfltzlafl, K. K. 501, am 23. 12. 18 in Samsun. Kraftfahrer Adam Hcrth, Telklas, am 24. 12. 18 in Samsun Gefreiter Johances Neumann, Telklas, am 27. 12. 18 in Samsun. Sergeant Jleiarlch Reichenbach, K. K. 501, am 27. 12. 18 in Samsun. Kraftfahrer Reinfaold Gfmmler, K. K. 506a, am 20. 12. 18 in Samsun. Reservist Jehauu Kilian, Etappe Qleisspitze, am 30 12. 18 in Samsun. Gefreiter Vlnzeat Simon, K K. 509b, am 3. 1. 19 in Samsun. Kraftfahrer Paul Pltzke, K. K. 509b, am 4. 1. 19 In Samsun. ,.Joseph Eoastartz, K. K. B. am 4. I. 19 in Samsun. „ Gustav Siska, K K. B, am 5. 1. 19 in Samsun. Sergeant Richard Discher, Intendantur Deutsche Abt., am 6. 1. 19 In Samsun. Kraftfahrer Ansäst Scbrnge, K. K. B., am 6. 1. 19 in Samsun. „ Adoii Schwarzmann, A. K. K. 70.1, am 6. I. 19 in Samsun. Gefreiter Karl Szymansty, K. K. 509b. am 7. I. 19 in Sa.nsun. , Heinrich Stfinen, B, K. A, am 8. 1. 19 in Samsun. , Josef Jolivalt, K. K. Sil, am 9. 1. 19 in Samsun. „ Karl WSrz, Etappe Gleisspitze, am 9. 1. 19 in Samsun. n Karl Budde, K. K SOSa, am 10. I. 19 in Samsun. Sergeant aeinrfch Pinkle, B. K. A, am 11. I. 19 in Samsun. Unteroffizier Oilto BStel, K. d. K. Trak, am 2. 1. 19 in Samsun. Gefreiter Christian Nelles, K. K. Sil, am 12. 1. 19 in Samsun. Oberleutnant', d. Res. Brich Nack, Ettappe Mossul, am 12. t. 19 in Samsun. Gefreiter Stelon Hannerl, A. K K. 703, am 13. 1. 19 in Samsun. Kraftfahrer Wolter Klefnert, K. K. 5o9b, am 13. 1. 19 in Samsun Oberjäger.Walter Wcldemann, B. K. A., am 13. 1.>9 in Samsun. Krafltanrcr Julius»elbinx, K. K. 508b, im Januar 19 in Samsun. „ Arno Sommer, K. K. B, im Januar 19 in Samsun. „ Franz Kosiedowskl, K. K. B, Im Januar 19 in Samsun. Gefreiter Paul Klose, Funker-Abt. 151, am 10. 3. 19 in Gibraltar. Die Deutscgie Abteilung und dio Siwas-Expodition werden ihre tapferen Kameraden und treuen Weggenossen, denen es nicht mehr vergönnt waTy deutschen Boden wieder zu betreten, nicht vergessen. MM im MM. Mieter. Weimer M. Mit Mio. Freitag, de» 4. April, abends GVa Uhr, im„Gewerkschaftshaus", Engelufer 15: Versammlung oller Sei NolemeWo Sroß-Verllos SMWeo verftooeosoliiooer oos Meiker-MllhoWWesel. — Jede Weikstatt muh vertreten fein.= Für die Vettiauensleute der Industriebetriebe kommt diese Versammlung nicht in Betracht. s136/S� Die OnSverwaltung. l-fZk-vei'liiiL!' Mm* lies DestseSen DOti ßesierreieliselien ilpeuvereim Freitag, den 4. April 1919, abends 8 Ubr, im Marmorsaal des Zoologiscben Gartens, Fing. Karfürstendamm 9 Wilhelmshaven, den 23. März 1919. 8/4 Der Cbe> der 0ea: Die aufgeklärte Frau „Das Beste, das le über und für die Frau erschienen ist". Vitt vielen Illustrationen von ersten Künstlern der Frau aus allen Lebenslagen. Preis geh. M. 2.—. eleg. gebunden M. O.SO Die Bücher find einzeln oder zusammen zu beziehen durch Uagler � Co., Berlin D 9, Wem Sttaße 21. M 9. Möbel-Angebot. Solide Möbelfirma steiert«peziaUEia. n. Zivelzimmer- Einrichwnnen forote SinsrtmSbef gegen«Sstlge Ain». oaegkinna bei N.iner«agatzlaag und geringen«nona». llchen nalettjohltrogen. OfsiW, 1 an die Expcd. b. ,«vrw" «eine Sasslerer. Sroble«nlanz. tnjisnlie »SllllSf SAIler.WM.We (aktiv und inaktiv) werden dringend gebraucht für Marine- Brigade Loewenfeld d. Marine-Freikorps General vonLettow-Borbeck Regierungsbedmgungen wie für alle Freikorps. Reise- kosten werden bei Anstellung vergütet. Militärpapiete und EnllafsungSsckrin mitbringen. Meldestelle Kiel- Wik, Deckoffiziersschule. 66/14" Mit Genehmigung des Reichswehrministers. Mee-Mel. LIi-iker. AMchtt. KIMleAilll. MDM. ZelMOiM.SWlilMsle! Meldet Euch bei der Nachrichten- Abteilung Marine-Brigade Loewenfeld des Marine-Freikorps Smil». WM-NW. Regierungsbedwgungen wie für alle Freikorps.— Reiseunkosten werden bei An- stellung vergütet.— Militärpapiere und Entlassungsschein mitbringen. Meldestelle: Kiel-Wik, Deckofsizierschale, MbteilungSffihrer: Brunswig, Kapitänleutnant. TN» Senehtnigang des Neichswehrminister». 68/13 des Gesandten der Deutschdster- reichischen Republik Professor Dr. liiido Hart mann. i Vizebürgenneister Rapoldl ans Inns- i brück, Abgeordneter der dentechöster- reiehischen Nationalversammlung, Dr. lindwig Pulda, 256/6 Prof. Dr. Alois Brandl. Torsi ts: Staatsmimster Dr. v. Sydow. Infolge UebertrittZ unseres Gencralzenlen Herrn H o! m g r e n in den Ruhestand, haben wir die bisher von ihm perwaltelc General- ageniur unterer Anstatt von Ansang Aprii ab Herrn Wiibelm BrSnv übertragen. Di« GeschäflSstelle wird von diesem Zeilputitte von der Doroiheenslratze 25 nach U 8. Ssvoillerstt. 38. l verlegt. Wir bitten höflichst, die in Frage fommendcn Mitglieder die Beiträge an die neue Dienst, stelle während der Kalsenstunden von 0—3 Uhr gegen unsere Originalquittungen zu entrichten und, falls die Beiträge durch die Post gezahlt, den Pottobetrag für die Ucbermiitliing dkt Quittungen beizusügen. 1g3SD G ö r I i tz, im März(April) ISIS. MöiililisgLsVessIelikslingz-�lsIl auf Gegenseitigkeit in Görlitz. Eisenbahner! (Sure alte Truppe braucht Euch zum Tcbutie der Heimat. Meldet Euch als Freiwillige beim EiIenbahn-BataillonNr.4. Bedingungen wie üblich. Handwerter, gediente Eise». bahuer. auch andere Waffeugattnngen der Sltercu Jahrgänge, latzt uns nicht im Stich! Meldung täglich Kaserne Eisenbahn-Pataillon Nr. 4, StabSgebäude, Fiinmer 40. aSSb' Schlafzimmer fast neu, auch einzelne MSbel, wegen Umzug preiswert zu verkaufen.— Händler verbeten. Grobe FrankfnrterStr. 101, UI rechts. 921L Vorarbeiter gesucht. Für ein arüheri. Werf der Metallindustrie in WUrttcmbera. welches seinen Betried in Werkzeugsabrikattou umstellt, und vor allen vinoen Spiralbohrer, Gewindebohrer, kdineidecisen und Fräser fabrizieren will, wird ein in biescr Fabrifation he- sonder» im pärien erfahrener Horarbeiier gesucht. Offerten unter Anzabe der bisherigen Tätigkeit unter di. 17 Exp. b. Bl. Größere Armawrcnfabrif Mtttclbeuischländs sucht tum baldigen Antritt sür ihre Metallgieherei elMmen Vekiledsleikn m Wsler. der in der Lage ist, die Gicsterei mit Formerei seldstandig zu leiten. Nur Bewerber mit langjährtger Ersa brutto fönnen BrrüSstchtiguno finden. 1(3773)' Angebote mtt T----------- hallsansprüd>o erbitten; und Aufgabe von Referenzen Chiffre 0. 17 an gtzpebitiou dieses Blattes. IrMf Freiwillige f. d. Reicliswelir welche mit auter Führung an der Front als Jnfautc —:rfcr. Kavallerifteu. Fernsp rtfte». Mincnwerfer Handwerker gedient haben, zur Ausbildung Unteroffiziere, Mnstker aller Lnstrumente jul recher. eeignete das III. Batallion Füsilier-Roglmoot 39 In Der BRiiisies ZM in Saranietsöaiii(tw.) Aussordening besonders an ehemalige Angehörige des Regiments. Verpflichtung: Sicherung der Heimat, strenge Disziplin, ehrliche» verhalten gegen die LandeSeinwobner und die Kameraden. Achtung De« Privaten und mflitä. rtschen Eigentums. Die Freiwilligen erhalten Verpflegung, Quartier, Be- tleidnng, Löhnung mindestens 30 M. monatlich, außerdem i M. Zutage pro Tag, sowie DicnstalterSzulagcn, bei Kampslagen 1 R. Kampszulage.— Mtütärpabiere sowie vorhandene BefleidungS- und AitSrüiUtngs stücke mit« bringen.— Auswärtige erhatten Fahrtausweis bei nächster MUitärbehörde. v.«chaumnun, 1681®* Major u. Baiai llonS-Kommandeur. Deutschlands Zukunft broscblert mft 18 Abbildnngen. Zu beziehen durch die Buchhandlung des „Vorwärts", größere Bahnhofs- und Buchhandlungen sowie direkt 211Sb Verlag Ansbert Vorreiter Berlin- Nikolassee» Gertrudsfr. 3. Telephon: Wannsee 769. Wiederverkäufer hohen Rabatt Vermißt. Leutnant John D. Gilbert, Royal Sussex Yeomanry, 24 Jahre alt, im Dienste der 56. Eskadron, R. A. F, ver- miSt seit dem 18. Oktbr. 1917. Zuletzt wurde er gesehen wie er Im Aeroplan Nr. B 529. S. E. 5 Uber Bas Warneion bei Ypern herunterkam. Irgendweiche Nachrichten dankend erbeten an C. T. Little. Hotel Monopol, Köln. 16280» sucht koufmänn. Disponentund Berriebslettcr, 30 I. alt,.leicht» kritmsbeschäbfgt, unbelungt zu- vcrläsfig u. makellos; beycrrscht Eisen, und Kohlcngrotzhandel, stahrmtttelfabrtkation; erfahren in de: Behondlung grosser Mengen von Arbeucrn und Angestellten; bewährt in der Organisatlon von Vertreter- als Disponent, Betriedsleiter, Hörde. Beste Referenzen. Off. unter 11621 durch Haasenfiein & Vogler, Berlin W 35.[81,5 SMebeffertn zur Damen- schnei dercl verlangt Orolsko. Revaler Str. 99, Portier. 11,16 zur Fertigstellung kleiner Hol,. rahmen und Kisten, ebenso gesucht. Schriftllche Anqedote an Senkschon Ailnltter. duub, Nüdcoheimer Platz 7. M ZllvvMsz. Wächter für mittelgrossen Betrieb per sofort gesucht.----- Näheres unter R. 17. 16793) Galanteriearlieiter auf©W..... Haufe suchen BJoi jroetfi, Rltterftr. sten atisier dem & Jlofcu- 1/19 Kschtt ömfWht n. Eo., Belle-Allianre-Str. 8L 8. Hof, IV. Straßenhkndler für den „Uormarts� stellt ein die Hauptexpedition, Lindenstraße 3. tür den„Vorwärts" werden eingestellt in folgenden Filialen: ftazdii»» Bärwaldstr. 42. Prinzenstr. 31. DhaiUI. MarkusstraBe 36, Petersburger Platz 4. Lausitzer Platz 14/15. Lindenstraße 3. WMhefmshavener Straße 48. Greifcnhagener Str. 24. Bastianstraße 7. Wattstr. 9. Stolpmann, Westen, Blumen- thaistr. 8, it. pari. Immanualkirchstr. 12, Hof part Ackerstr. 174. NeUkSlln: Siegfrledstr. 28/29, SchGneberß: Beiziger so-aac 27. ChariOtteBbOrn: sesenbelmer I IpMrmKnzn• wartenbergstr. I LllIHcumJrB. AlJ-BozKagtn 66, Meldezelt von ll bis Str. 1. und Pankow: MOhlcnstr. 70. Reinickendorf-O: provinzstraae 56. Steoütz: Nans Kegel, Holstelnischestr. 7. Baomscholenweg: Weißensee: wÄkLUec" bei Friedenau: P- Plebeutorn, Lanterstr. 80. Wilmersdorf: Äeä_Slsn Preufi, SmiMUifis. 26. Openbans Rlchard>StrauB> Woche. LAbend: Arladne auf Nazos Anfang 6 Uhr. ScirnGspielbans Die Kreuzelschreiber. Anfang 7 Uhr. Volksbühne Theater am Bülowplatz. Direktion Friedrich Kavßler. Th Uhr: Wilhelm f eil. Direktion Max Reinhardt Deutsches Theater. 7 Uhr, Wie es euch gefällt. Freitag 7 Uhr: Zum ersten Male: Der arme Helnerlch. K ammerspiele. P/j Uhr Unterwegs. Freitag?>/, Uhr; Unterwegs. Kleines Schauspielhaus TV*: Die Büchse der Pandora. Freitag: Keine Vorstellung. Theater I. d. Köni'jcrützerStraße Dir.; C.Meinhard R. Bernauer '/jS Uhr: Der Biberpelz. Freitag; Der Biberpelz. Eonnabend: Der Biberpelz. Sonntag 3 Uhr: Katzensieg. Vj8 Uhr: Musik. EomSdienhaDS an der Marschallbrücke J'l, Uhr: Erdgeist. Freitag: Der hcIdherrnhQgel. Bonnab.: Der Feldhtrrnliügel. Bonntag 3 Uhr: Die Ehre. VaSUhr: FtldkerrnhügeL Berliner Theater 7» uhr. Sterne« die wieder leuchten. Residenz-Theater. üntergrundb. Klosterstraße, Ausgang Stralauer S'rafie Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Rotkäppchen. Täglich Vit Uhr; Das Mm Le�a Von Hermann Sudermann. Spielleitung; Alfred Rotter. hansi Arnstädt, Ferd. Bonn, Eug n Burg, Olga Limburg, J. I alkenstein, Emma Debner, Ro°a Valetf, Paul Bildt Fielt. 4 Uhr: Schneewittchen. «en: Rärtef. Trianon-Theater. Bhf.Friedrichstr.Ztr. 492723 1 TägLSUhr Heute z. 199 Malet Der gute Aul von Hermann Sudermann. Eonna>/,4: Schneewittchen, Sonntag 4 Uhr: Rotkäppchen. Flieater der Irledrielisiaill Crfe Friedrich- U. Lmienstr. rüßl. VI, Übt Nord, 8650. Jßeäizin. gchautpicl o.Bcnjel(Bolbbaum. mit Jttatia Posplfchtt._ Rose-Theater. 7'/, Uhr; Stärker als der Tod. Casmo-Theater. Eotörinfl. Str. 37. TiIg>.»,«»UHr: Berlins grdbte Sensation: Vikkr kWlie. Berliner BottsMick in Z Akten. Verl), b. neue WptUproptamm. Etg. m/,: Ehrliches Handwerk. I.nisen-Theater. Sann- Z- Ali und /,g abend®- Baba die � sy ü: Jax Wj Mtidlz. ÄPOLLOi THEATER Kriedrichstrale 216| Dir; James K ein 174/, April 7»/,| Sonnt. 3l/j n. 7,/4[ nfarietfi-Program« lOardlnls Univcrsalakir ; SfJOSj Hackeisp. i 4 Karleys | Schleuderbr.- A rob. j Kar a 1 D.Weltm.d.Jongleur- kunst. d/allendc a ISOVy� Mensch. lEuSiispüs | m. Lade Blattner, j Franz Rauch. Paschke« einarm. Klavlervirt 1 I Barten, Tanzshöpf. I |2lanfng6r,Än.| ; Sonntai s �/, Uhr eder Erwachsene 1 Kind frei! 1 Theaterk. aa 10 U r ununterhr. geöffnet. Admiralspalast. Sailen aui dem Eise 7anz-ilevne.{ Paul krekow und Erat Kenten, das elegant. Foztrotpaai Die Prinzessin ,. ITagani.j Wer im die Schinste? 7»/. U.. Sonnt 4 ü. 7 U, VorzflirHche Küche. Admlrals.lAiito. I Der Schmuck d-Madonna. Amerikanisches Datektlv-Orama. Theater fflr Donnerstag. Central-Tkeater u�r9; Die Schönste von Ailen. Deuteclio» Opernhan« �uhr. Tiefland. Frledr.-Wilhelmst.Tli. 71/» Uhr: Hannerl, DasDreinäderihaos 2. Teil. Kleines Theater. 7 uhr; JetleliBii Ceberl. Kominohe Opor uh'r; SchwarzwaliMeL Stg. Z'/4: Schwarza aldmSdel. Lnstspielhan* uhn Die spanische Fliege. Mctropol-Thcater 7 uhr io. Die Faschingslee. Sonnt 3 Uhr: Wiener Blut. Arnes Operetten lians Schilfhauerd 4a. Norden 281. uhn Die keusche Susanne. Palast-Theater 7 uhr Christus. Schlller-Theat. Oharl. 7./. Uhr: Die pße Panse, Thalia-Theater 7 uhr: Zur willen Bummel. Th.am Xollendorfplntf. 3VjU.: D. Glöckchen d. Eremit. „JieWiii Theater den Westens 7>/.uhr: Maine Sherry. Stg. 3>/,: Die Dollarprinzesstn. Wallner-Theater vi, uhr; Geisha. Sntg.3'/,: Grat v. Luxemburg. I.esaing-Theater Direktion Victor Barnowsky 7 Uhr; Der rote Hahn. Freitag: Peer OynL Sonnabend: Der Blaufuchs. Dentaehes KOnatler- Theater. 7 Uhr Der SchSpter. Freitag; Oer Schöpfer. Sonnabend: Der Schöpfer. Walhalla-Theater. Vi, Uhr: iogosl der Starke. rnm mmun Nat!onaI-Theaterr|2 Vis Kinopuppe. Musik von Walter Brumme. Reiebstiall.-Tkeater Abds. 7',,U.u.Sonnt. nartim. 3 Uhr: Stettiner Sänger Sicucs ger Brcgt. .JEdSwarJS/" 'Jmher&mMxxjcf J&Uöuswrsfr& \ßlite- c. emangc Mitglieder der Stettiner Sänger Seidel, Ruselli, Horst, Grönlng, Schubert, Rless, Rathke, Otto Schräder, Rudi Schräder.. Auserwähltes Programm. Vorve'k. täglich 11-1 Uhr. BiOthgen-Orchester. Gr.Frankfurter u Straße 45-46 üaai.. J 10 000 Reklamezettel 10,—' iBBCbdmkereiHur'dj Palisaden str. 103/ Antertlgung sämtl. Drucksachen fiwdri„ u. VI,. D. neue Äpril-Propmm mit den entsprechenden Kinder-Balletts u. zum Schluß: Ein Fest n. d. Slicrgefecbt. Stg. S'/a eben!, d.»ollst Abd.-Progr. I eig.Kind frei Ingrlel Paul Stelnltz Nlemeler.Qaar«. Senta Söneland In ihrem Sketsch „Alles da!" und d. vorzügliche Gyigyi-Kouzerte. MöbeK Einkauf r günst ■peiae-, Uerre-n- u. Schlaf- Zimmer, 80SL Küchen DORN.WelnmeistErstr.ä e unweit Pfandkammer. Damenhfite ©roh. und ftUiiujettonf joroieUmpteffen, Umnähen und Färben sämtlicher Dugal, Litzen. Sirsh» und Borbenhtlte. SuMcili Uf\ Friedrich, ttganütestt. 72, II. H»s 3 St. Annahme auch im Putzgeschäft oon VVlih. Klein, Chausteestt. 6fi (gaben). icsl* SQdende. Eine herrliche PiDen- besttzung mit lehr gepfl» ctitaat.©arten, 4 Min, p»m Bahnhof entfern i. mit all. neuzeitL Einrichtungen, exihaii, Siele, IZ Zimmer, Biiarbgimm., Srinfzimmer un» retdjL Zubehör, haben wir zu dem billigen Preise von M. 175 000.— zu nert. Siallung ist porhanden. Einige sehr wertvolle, aniife ikunstmäbel sRenaissance) werben enent mitoertouft Ur. Schmidt Sökae, Lelpzl(erst.ll2E.Mauerst. Zentrum 12600— 3 u. 3066. Hohenzollern-Säle. I Größtes und schönstes Ball-lokal in Moabit Bandelstr. 35 Straßenbahnverbindung: 3, 5. 6, 7, 8, 10, 11, 12, 15, 21, 23, 24. Q, W. Wieder in vollem Betrieb« Eintritt 2,75. Anfang 7 Uhr._ 914L MnMi-"tsr Kottbnaer Damm 76(Hchenslausen-Sgl»). See ootttehme T 0 N Z. �Äfr:"""1 Kostenloser C anzunterrieb t Friihjahrs-Neuheilen Dir. Siegbert Goldfchmidt Heute 2 Itraaifflbrungeo: Halbblut c£V? DI« Geschichte rweier Männer und einer Praa eß? mit Ressel Orla Carl de Vogt HARm�inGGS (Mona Mlercndorfl 5553577 V* IßtäMStCUClltl tStSSuSB« 18. Abenteuer Halloh! Hier Harry Higgs! Wer dort? Regie. Rudolf Meiner!. Uraufführung hainHnavia DlrcLsenntraß«.>tO-K7 Aipxaaderplats (S�eenUber Bahnhof) Oskar Rieck Rünnan Horwlts, Duett Hella Bella Rutil Erdmann Geschwister Trllby Orchester: August Schöppich aus Wien. Weinstuben und Winzedauben Orchester: Hein y. Schmidt Moderne T anz-Vorführungen t Geschwister Trilby EW Gesang~WI In der Bi 1 1 ard- A kademie: BILLARD» WETTSPIELE unter anderen: Jean Bruno Bars Betrieb. Direktion: Wilhelm Uatzmayr Säaaä SplcKeTÄSite o|fe i Gr. Bald Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag; in reicher Wahl gq.nta�Antejg KOStQine bette Verarbeitung aus Seide 195.— 248.— 385.— Sportjacken In schönen Farben 55.— 87.— 126.- Debergangs-Näntel und Dalatnto In flotten Formen, alle roIClUld Stoffarten 125.— 198.— 265.— Reichhaltiges Lager in Räcken, Binsen nnd garnierten Kleidern aus Seide, Wolle, Voile usw. Kinder- nnd Backfisch- Konfektion in reizenden Ausführungen. KrlegsaiitaHie wird In Zahlung genommen. Oskar Wollburg, Berlin N.* Brunnenstr. 56 u. 57. Garnierte Kleider äußer-t fesche Macharien Jackenkleider phon-Spezialhaus GjvhH. Berlin W8.*w.«Lmr»"" Friedrichslc.189� Bequeme Ratenzahlungen. 138,19* Fritz von Unruh'5 erftes Pro(awerk Opfergang ift erschienen. Geh. M. 6,—. Geb. M. 8,—. „Dies Buch bewegt mit der Gewalt eines elementaren Ereignides. Mit heiligem Schauer, entfetzt und gebannt, werden es auch(pätere Gefchlechter lefen."(B B.Z.) Stoffe für Damen-Kostüme i Meter 20,-, 30.-. 40.-..SO,- f Üerren-Anzüge Meier 50,- 6 70.-. 8«.-| Tuchlager Koch& Seeland 1 n Mtzmosslssk. WSKsee u. Cömilk! zu günstig-n Dedinguugcu zu uerluufen. „Union", Ballgesellschaft aus Aktie», Martgrafenstreße 7K. Fernsprecher: Moritzplag SS44/4S.! tleilsnstalt»! üf nntieriie asntMliWfisciiE ßetiasdiusyl I tnil den besten und modernsten Apparoten für elekiropkn- stkalifche Licht- u. Nntur-Heilmelhode. Die wissenschastlich I anerkannte und glänzend bewährte Behandlung mit den „Küntilicben Höhensonnen" als ffirfatt für Behandlung 1 in den bochgebiigs-Sanatoriein Die �KllnmHalie' He.— Du»rl> die anaelührten Herlsattoren i > werden in unserer Heilanstalt hauptsächlich bei dsronffchen! strankbeiten unbestreitbar die besten und dauerndsten Hetlerfolge erzielt; selbsarrsiändllch nur bei xenaner j vurcltlülirunR der Kur, die ohne Beruisstßrung durrli- getührt werden kann.— Mit destein Heilerfolge«erben behandelt: Lungen-, Hals-, Herz-, Magen-, Dnrm-, \ Leberleiden: Nervenschwäche, nerväse stopfschmerzen, all- qemeine Nervosität, allgemeine nervöse Abspannung: st-chias.»Ich«. Rhenmalismus: fämlltche«usschliige; i rlechten, Wunden,»eschwllre: Lähmungen sowie tttnber- iähmung; Stoffwechselkrankheiten. Zuckerkrankheit: Haut-, rgarn-, und Unterlei hskrankheiten.- Freiiuiliize. briefliche und mündliche Anerkennungen früher behnnbeiter»nd geheiiter Verltenlen, die angaben, vor der Bebandlung in unserer Anstalt nndereu eilig ohne«rselg drhande« worden zu sein: z. B.: l. und - schreibt Herr«ehrer an« Zachzendritck bei Zossen am 21. Degrmder 1918:.Nachdem ich in einem (Sedirgs-Sanatorium fflr Lungenkranke 5 Monate ohne Erko.a behandelt worden bin. habe ich in Zhrcr Heil- anstatt wieder Heilung gefunden und wurde vom Kreis- | arzt, der«ich vorher für dieaftunsähia erklärt hatte, nach lrde- Grenadier- Bataillon Spandau, nrue Kaserne an der Schmidt-stnobelsdors» strage.— Bedingungen! Mobile Löhnung und| 5 M. täglich- Zulage sowie Berpflegung, Unke bringung und Bekleidung.— Miliiänkleidung sow« s vorhandelt mitbringen.— MUitärpapiere sind vor- j ! zulcgrn.— Reise wird bei Einstellung bergütet. Eile tut not! Prt>r. tos Schleinitz, mmandeur Major und Bataillonskomma foniort stet» Heeder Das OriSinal aller Bremer Börsenfedern m wieder Heilung gefunden'___________ der«ich vorher für dienstunfähtg erklärt i genauer Untersuchung wieder kur dienstjähig bestinbem. Selt dem Ig. Oktober l9X8 erteile lch 4 Stunden ununter- brachen Unterricht.. Die» schreibe ich Ihnen ohne eZeeinstussunq Ihrerseits. Auch meiner Frau. Ihnen beHandel, wurde, geht es ausgezrrchnet(litt an lubertul. Halsdrüsenverciterung).'— Herr Werkmeister p. Väter. Berit», Uirechter Str. 25, schreibt:.Nachdem >ch mehrere Wochen in einer ärztlichen Klinil ohne Ersolg! behandelt worden war»nd mir schließlich der recht» Arm abgenommen werden sollte, habe ich mich in legier Not a» Ihre Anstalt gewandt und bin mit«5 B-handtirngen von meiner vtu!»«rgiflung und Obrcitccung Oes rechten Arme» und der yund geheilt worden."— 4. Frau Magistrataotüstent»errmnnn-US stottbu», Lauscher Str, 14, schreibt:.Ich bin von meinen Magen- aeichrnären mit 30 Achandiuugen völlig in Ihrer An stal« geheilt worden, nachdem tck 12 Jahre----"| Bohrpasten lielen sotort In großen und kleinen Quantitäten Walter O. P. Schl ske a. m. b. Ciiemlsche Fabrik, Berlin• ScbSneberi;, GeneststraSe 6, am Bahnhof PapeatraBe. Telephon LOtzow 2009 und Nollendocf 8680. Werbestelle lang anbei- fühle 'llh'ab-?- weit ig ohne Ersolg behandelt worden war. J so uobl und gesund, wie Ich ml«: noch nie M 5 Herr Feuerwcrksleuliiant»aschtenk«, Neukölln. Weser. Strohe 81(jetzt Königsberg i. Pr.j schreibt:„Melue »tutter, meine Schweiler, meine Frau und ich find in Itzrer Anstatt gebeitt und gebessert worden; die Mutter von chronischem TKaganieiden, die Schwester von ttvpf- !'chinrrzan»nd SchmerhSrigka«. mehr» Frau von Hsrz- an» Magenlatden und Ich von allgamatnar nervöser Kblpaannna.»— 6. Frau Restaur, Bering. Schönhauser»er 87, schreibt:.Ich bin vor verlin.._________ ! uebrrren Iahren bei Idnen von herz'tetden und -----_»scher«renkheit»eheitt worden. Aus Dank- barkei, habe ich Ihne» viele Patienten mst gleichem Leiden borkn»»ab« ich Ihnen viele Patienten mtt gleichem Leiben empfahlen. Sollte sich irgend»in Leiden bei mir bemerk- SatNftiiMM WklßA bat inachen, sa werde Ich mich sofort wieder an Sie st est k V t f i*>i il f V?8' •enbem"- 7. t»" t»«eefe. Soripechof, Äaifriln-• Äjf Auausta�Straße«7: Bon 5 Monate alrer Itark-iten.b», B v I bester Ot»ara«tana-Van«h. lonate alter, stark»tternder, --------- und Varmstftel geheilt saeader zweimal operiert).— 8. Herr TD. ficcrmnnn Nahnedark. Dorfstr. 9; Bon(ubertnlSfcc Vrnft. und »ippenfe>ver»«,ernng geheilt.- 9. Herr«. SchSn.' Charlonenbura. Spandauer Berg 21:«on Orouchtal. astthma gedrlll sanhatt. Heilung g Monate später de. stangt).— I». Frau M. Bomemann. Berlln-Trevtew. «raezstr. 6: Bon Mieren- n. Blasenleiden geheilt.— ,rtou Seu nasch Berlin, Schreinerftr-ße tt:«on j Anter tetbvietden und ZfingerverelterNUa g-hettt (Finger sollte abgenommen werden),— 12.(Herr ? Morsloio. Schäneberg, Ederastr. 56:«on iill- genaeiner Mruraffhente. yerz. n. Mageuneurvs« und»saemi« geheilt(vorher dreimal Nervenchok).- Ist Frau L. Zrennd, Eharlottenburg. Pettalozzistt. 53: «o»»enenenlzüaduug w> Anterlchentat gehellt. L1 Neubauer, Eharlotteuburg. Kaiserin- Augusta-Astee gt, l. Aufg. t Tr.:«on Aarvanschmarzan m der Hüfte und Unsählgke» zum Gehen gehellt.— ist Frau«. yadarf. Berlin, Kolberaer Straße 28/29: von Aarves-». Auvchanhaut-Enizündsng svoll-, st—«««et-hmt» geheilt.- Ist Frau M.Vne«, 1 Lichtenberg, Ulcharnweberstr. 62; Su verschiedenen Malen von akuten und chronischen Leiden geheilt, u. a. von Herzschmriche, Lsderschrvellnng u, Mugentrab».— >7. üiau«. Ouebauer, Eharlottenburg, Kaiser-| Frirdrich-Strahe 102:«on allgemeiner Itenratzlhanie, cevarnnschmalun, und«allaM Feinen q-heitt(noch 'urzer Behandlung Adgang»on------- Airchnar,"Steglitz, ' Lei Ist Bier Berlin, Schwedter StraHe ilt. 18 Gallensteinen).— Aibrechtstraff« 107: JamlBa_________ W.„,______________... .....«ersonen v»n verschiedenen Leihen geheilt(gern zu Auskunft �barllber derrit).— t». Frau A. MundarNch, ...„"tagen- und E. Regie», ........-i---- IT- 256:«on Mao Oanrgefcfirottrcn geheilt.— 20. Fra« ffi._____ Berlin, Neu-iderstraffe 5: Bon Zternenfchinerzen in, ganzen ttSrper geheilt.— Getrennte Behandlungsräume liir Damen u. Herren!— Sprech, u. Hcnandlungs- sett:»—l, 4—?'/»— Sonn- und Feiertag: 9—1, Aerztliche Anftaltslcitung: chetlanftaitabefther Professor �istelslc� graduiert und approbiert im Ausland küriin ZO. 16. LrüclcenLtr. lOJ? aar Bahnhof jrannowitzhrUrke. zu den für die Freiwilligen- Formation üblichen Bedingungen stellt ein Wziillizcii-AtMij SlisßHetH. Werbestelle: CHarlotteuburg-WcsteAd. Kaserne Königin Elisabethstr. Meldezeit: Wochentags 9— 12 u. 2—4 Uhr. Möbel solide and gut gearbeitet. Pur Brautleute günstigste Kautgelegenhcit.* M. Goldstaub, Belle-illiance-Straße 4, nahe Kaufhaus Jandorf. ÖurtryaPiShß Ret, Beistand, maßige Preise, Teil- 1 I U>C Zahlung, Ehe-, Alimenten-, Slrai- 8 Sachen, Elngaden, Gnadengesuche, t andgerlchtsi-ut Dr. v. Klrchbacb iicscllschall m. b. lt., AlczanderatraBo 45(am Alexanderplatz, gegenüber Tietz).(9—70 OUbtz. Erfolge! Bcobacbtg. Sonnt. 10—12 MW m w m Mmtn öeWMW Bei den ZvrmliMi! des mtmmmms MM. MELDESTELLEW Dmfion Lcttow Werbezentrale: Charlottenburg, Am Knie— Bismarck-Äotel. Werbebureaus: Nürnberger Str. 70/7 l und Jügerstr. l. Srigaäe l � Freikorps Loefchebrand, Charlottenburg, Kant- straße 162 S Freikorps Lützow, Bellevuestt. 15, II � Abt. Gentner, Pols- damer Stt. 22a. II � Detachement Küntzel, Friedenau, Rheingaustr. 7 S Garde-M.-G.-Abt. I, Zehlendorf-West, Potsdamer Sttaße, Rest. S6)Sne � M.-W.-Eturm-Det. Äeuschkel, Kantstr. 6/3. Garde-Feldart.-Regt., Scharnhorststr. 23/ Pionier- Batl., Kursürstendamm 25 l/ Eisenbahnbaukornp. Söller, Grunewald, Delbrückstr. 4/ Sturmbatl. Schmidt, Nürnberger Stt. 63� M.-G.-Scharfschützen-Abt. Prey, Kurfürstenstr. 97/ Fliegerabt. Trauert, Potsdam, Kaserne der 4. Garde-Älanen � Marine-Negt. Madlung, Kaiser- Allee l— 12 � Eiserne Eskadron, Kurfürstendamm 229/ Freiwilligenabt. Mützel, Zepernick bei Berlin � SanilätStoinp., Delbrückstr. 26 � Technische Abteilung, Zehlendorf, Potsdamer Str. 47 � Marinebrigade Rohden, Äotel König von Portugal, Burgstr. 16, Zimmer 15 � Freikorps Schleswig-Kolstein Rendsburg, Kaserne l/). st. 85, Mamburg. Große Bleichen 27, Zimmer 42. 8aaalorium Feldliergi-uiiig. Nerven-, Innere, Stoffveehselkranke, Erbolun#, bedürftige. Prospekte, 126/5 S.-Rat Dr. Kawolb freiwillige vor »ie»i».�»r»wr..«bt. im»»tv-Funtee-Bbt. 10,•ranz- sch»tz-Ost, stellt zu be» baßennten»eblnguntzeu s»f»rt ein: Leiskuer »ckzeviber(Zilenagcaphiftuu>-. Auschinenfehreiber) >«0 fonfflge fcpccUlgeinaaAte Couw.—»rbnungs- gimagc«apwet find mttzndriugen. lerinriDiain w hohen bei anneaahenem B»,pfietzu»tz, Quaetier, Besoldung mo- o'onuno �mindestens 30 Mask menaiiich). eutzerdem nro Fetz 5 Merk Auieg». Für besan- beee»erbienkte«erben»eüeebin Keieeeouvzrtih» »»rl>»h>n.— Htrlhnntz bei: Di« Frei Vi-»« bile 3cl, mngn Div.-Nachricht.-Kommaudantur 10 in Glogau(Domkaserne). Fahrich eine erteilt nächste»»qtrkstsmuianbv- rorrben and) mtt«nnsch zotzeianbL------ Suetic größere Posten für Musen- u. Kleider- j fibrik. geeign, z. kaufen P. Leichtfuß, Seide W MD und bequem zu sein, ist der wesentliche Vorteil der sogenannten Seidenmäntel. Dabei sind sie außer- IH ordentlich praktisch und für die Straßentoilette genau IM so unentbehrlich wie die Matinee oder der Morgenrock für die Hausgarderobe. Rasch übergezogen geben diese Mäntel den Eindruck des„Angezogenseins und wirken dabei flott und jugendlich. Hier ist ein besonders ffoifer langer Lenzmanlei aus einer seidenartigen, sehr diskret blau-grün karierten Ware mit xuunderbarem Glanz. Gute Verarbeitung, große Taschen und hübsche Perlmuttknöpfe vervollständigen die elegante Aas- KZnigsiraße 33 tta HUfootorptal. Ehanffeestraße 113 Lei« Clctliner Sadadoi ««Woffhä Mit Genehmigung des Reichswebnninisters! Kameraden d. technischen Marine- und Landtruppen! Im Weltkriege habt Ihr gesehen, wie wichtig eine technische Truppe mit guter Disziplin ist. Zeigt wieder was deutsche Technik zu leisten vermag. Treue deutsche Männer, die Regierung braucht Euch! Jeder bringe seine Freunde mit und stelle sich als geschlossene Formation zur Veriügung, Regierungsbedingungen wie für alle Freikorps. Meldet Euch bei der MariüB- Brigade Loewenleid des Marine-Freikorps General v.Lettow-Vorbeck. Reisekosten werden bei Anstellung vergütet. Militärp piere oder Entlassungsschein mitbringen. Anstellungsbureau Kiel-Wik, Unteroffizierschule; geöffnet 9—12 Uhr vormittags. Meldestelle Hamburg, Schauenburgerstraße 47, II. Stock; täglich 9—1 Uhr vormittags. BornemaDn, Marineingenieur u. Kompagniefuhrer. ELI&/\bJETM-O BRUNNEN Jeder Mann und jede Frau hat die Möglichkeit, täglich ein Glas Komdurger Elisabeth-Bninnen zu trinken. Alle Katarrhe, Verdauunqs« und Stoffwechselleiden werden günstig beeinflußt, oder was besser ist, verhütet; er sollte in keinem Äause fehlen. For- dern Sie zualeich Gratis-Zusenduna der mit vielen ärztlichen Gutachten ausgestatteten Broschüre von der Brunnen-Verwaltung Bad Äomburg. Ut/t ßpzira an»MM BCEtellSflliEED, AddiÄneo In eigener mechan. Werkstatt bei bllUgstcr Bcrecbauog. Ausblltsmaschloen i Ersatzteile 1 Blctwelse Abgabe von Richenmaiehheeeu fiil|irrlel)iirfiiiiläiilctf|iiM! Deutsche Männer! Was nützt Studium und Lehrzeit? Was nützt jetzt die Arbeit im Erwerbsleben? Spartakuben und Bolschewtste« Innere und äußere Heinde breuuen unterdessen uuser Haus nieder! Vernichten alles, was uns lieb und teuer ist! Zami: W zv W Mes! Mi m SWetll Zum Schutz der deutschen Lande, zur Sichernug der Lebensmittel- einfuhr für unser Voll braucht die Regierung treue Männer! Kommt alle N» iilariiK'ßrlaade Coewenfeld des Marine- Freikorps General von Cettow-Uorbeds aeglernngsbcbingungen nie für olle Zrelkorp». Msldiflollo:»lel-Atte. De>eoff!zlrrs«hai«, IZalich 9— 12 Uhr vorm. Ncisekosten werden dkl iilnslellung vergütet. Mliitürpapiere ober Entlasiungescheinc mitbringen. Ali« Geaehmignug des»efch»n»»hrn,lnl,'t«r». %sm s StraOe 231 neb.Kemplnskl- Hillbrlch. Pemspr. Zenf. 1 180 u. 419. Gartenstäbie: NeiiSeegeselS. M-ZIMIW. ca. Std. Vorort von Berlin, f:\ geeignet zur Gründung -s von Eigenheimen. GaS und Wasicr vorhanden. Elektrischer Anschlnst gefichort.— Ausluitstt Seme MMWiM Serl!». Kurfürfteudamm 17. Fernsprecher: Steinpiotz tnt, TSC Aulruf! Freiwillige vorl Polnische Horden trachten danach, altes deutsches Kulturland dem Reiche zu entreißen. Die Bolschewisten wollen in Deutschland eindringen, um unser geliebtes Vaterland dem sicheren Ruin entgegenzuführen. Schützet unsere Grenzen im Osten. Wir brauchen Soldaten. Vor allem Infanteristen, auch Handwerker jeder Art gesucht. Jeder, der sein Vaterland liebt, melde sich bei den Werbestellen des flardekorps: Werbestella A. Kaserne 3.Garde-Bgt.». P..Wr»ngelstr. 97/99, Stube 17 , B, Preiwilligenmeldestelle Potadara in Eiche(Kaserne des Lehr-Int-Sgt.) , C, Charlottenbnrg, Schloßstraße, Gemeindeschole IV. Bedingungen wie bekannt. us/ii" Militärpapiere unbedingt erforderlich. Lernt Dekorleren! Privat. Schule lUr Scliaufcosier■ Dekoration von Leopold Lcviosoün, Berlin, Leipziger Str. SO, eegeoüi.Tieti.— Prospekt Tages- und Abendkurse.___* wirb sofort beseitigt durch Einreiben mit aootnefU-Ilnttur „Frabel". Bersand gegen Nachnahme M.SL0 durch Firma Traar Heinrich. BerL-LÜhten- borg, Franlfurter Allee 207. Sclifltzt unsere Grenzen! FreiwiKige vor! Alle Waffengattungen, wie Jnfanierifte««aiallertsten und Artilleristeo, Pioniere, Nawrichten. ut:d lrainformatiunen. Kraft- fahre», Etseubahuer u. Sonitätsmannichaften werden dringend geluchL Jeder, der sein Vaterland liebt, melde sich bei den 143/17' Werbestellen des Gardekorps. TSerbcstelle Az Kaserne d. 3. Darde.Rcgts.z.F., fficangeirtr.97/99(CBcroft), , ZZ: Frei« lligcniommeisteU« Potsdam in Eiche fKoferne Lehr« Jnfanteric-Regimen�(für Oft und Lberofl), , C: Charlottenburg, Schiotzfiraze, Geniemdefchule IV(Ost). Bedingungen wie bekannt. Militiirpapiere mitbringen. Der§all Irepatt. Das Urteil der deutschen Untersuchungskommisston. Nach zwölfstündiger Verhandlung und nach mehr als sechs- stündiger Beratung hat am Mittwoch die zur Untersuchung der An- klagen wegen völkerrechtswidrigen Behandlngrn von KriegZgesan- genen in Deutschland eingesetzte Kommission die Entscheidung in dem Falle des erschossenen englischen Kapitän» Freyatt gefällt. Ter Urteilsspruch, den der Vorsitzende Prof. S ch ü ck i n g verkün- dete, wird dem Vertreter der Schutzmacht Englands, dem holländi- schen Ministerpräsidenten Ritter v. Rappard zugestellt werden, der ihn an die englisch« Regierung weiterleiten wird. Der Urteils- spruch der Kommission lautet: Die Erschießung des englischen Kapitäns EharleS Freyatt auf Grund des Urteils des feldkriegsgerichtlichen Verfahrens am 27. Juni 1916, stellt keine Verletzung des Völkerrechts dar. Die Kommission bedauert aufs lebhafteste die Schnelligkeit, mit der das Urteil vollstreckt worden ist. Hierzu gab Prof. Schücking ein« Begründung, aus der wir folgende Punkte hervorheben: Von einer unzulänglichen Beweis- Würdigung kann nicht gesprochen werden. Di« Kommission hat weiter geprüft, ob das Urteil einem Rechtsirrtum entsprang. Das war die Kardinalsrage sowohl für das Feldkriegsgericht, als auch für die Kommission: Besteht ein allgemeiner Grundsatz des Kriegsrechts, den man als Kriegsbrauch bezeichnen kann, nach welchem sich Private an kriegerischen Aktionen nicht beteiligen dür- fen? Gibt es einen solchen Grundsatz für den Land- und See- krieg, daß eine Privatperson, die aus eigener Initiative einen Teil einer kriegführenden Macht angreift, sich des Kricgsverrats schuldig macht und nach allgemeinem KricgSbrauch sich dadurch des Todes schuldig macht? Das war zu bejahen. Weiter handelt es sich um die Frage: Gibt eS von diesem Grundsatz des Kriegsrechts, daß Private sich an kriegerische Aktion nicht beteiligen dürfen, ge- wisse Ausnahmen? Gibt es namentlich in dem Prozeß des Kapitän Freyatt eine solche Ausnahme, daß das angegriffene Han- delssch-'ff. gegen das eine Prisenaktion eingeleitet werden soll, sich gewaltsam zur Wehr setzen darf? In bezug auf diese schwierige Frage ist die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, daß eine allgemein anerkannte Ausnahme von jenem ge- kennzeichneten obersten Grundsatz des Kriegs- rechts nicht besteht... Eine Verletzung des Völkerrechts ist in dem Verfahren gegen den Kapitän Freyatt nicht zu er- blicken. Dc« Kommission spricht ihr lebhaftestes Bedauern aus über die Schnelligkeit, mit der das Urteil vollstreckt worden ist. Das Auswärtige Amt hatte das Ersuchen an di« militärisch«n Instanzen gerichtet, die Verhandlung hin- auszulchieben. Angesichts der Bedeutung, die dieser Behörde für das Wohl de? Volkes und des künftigen Schicksals des Vaterlandes zukommt, wäre vielleicht doch von den militärischen Instanzen zu erwägen gewesen, ob diesem Wunsche nicht besser cnt- sprechen worden wäre, wenn auch einige Matrosen noch länger von der Ausübung ihres Kriegshandwerks hätten zurück- gehalten werden müssen. Der Standpunkt, d«r in der Aussage eines hier vernommenen Zeugen zutage getreten ist: „Ich kenne kein Auswärtiges Amt," kann bei der Kommission nur Befremden auslösen. Die Kommisison bedauert lebhaft, daß die militärischen In- stanzen dem Wunsche auf kurze Aussetzung des Verfahrens nicht stattgegeben haben, und daß selbst der Ankrag des Verteidi- gcrs nicht berücksichtigt wurde, man möge der politischen Bedeutung des Falles und dem Wunsche des Auswärtigen Amtes ent- �'-chen die Verhandlung auszusetzen.... Dies« so schleunige Vollstreckung war nach militärischen Normen korrekt. Allerdings ist der Geist dieser Verordnung abgestimmt auf den B e w e- g u n g S k r i e g, der es nicht zuläßt, daß man solche Kricgsgefan- genen lange Zeit mitführen kann. Hier aber spielte sich das Ber- fahren in Brügge ab, ein Bewegungskrieg lag nicht vor, außerdem waren anderthalb Jahre seit der Tat verflossen. Aber da- durch, daß daS Urteil schon nach wenigen Stunden voll- streckt wurde, war jede Möglichkeit abgeschnitten, das Leben des Kapitän Freyatt zu erhalten. Der Verurteilung dieser übereilten Vollstreckung wird man sich nur voll anschließen können. Keine private Sozkalisierung. Der„L.-A." brachte in der gestrigen Abendausgabe eine Notiz, wonach die Generalkommiifion der freien Gewerkschaften mit dem Bankhaus Bleichröder eine Transaktion abgeschlossen hätte, welche das Bentzrechr an den Aktien der vereinigten Königs» und Laura- hülte der Arbeitetschast dieser beiden Werke übertragen sollte. Wie wir seitens der Bankfirma erfahren, muß hier eine Mystifikation vorliegen. Die Generalkommission der Gewerkschaften konnte bis zum RedaltionSichlutz nicht erreicht werden.' Nachklänge zur Leipziger Generalstreiks- anleihe. Wie man„Vertrauensmann" der U. S. P. wird. Bekanntlich hatte während des Leipziger Generalstreiks der dortige A.- und S.-Rat bei dem dortigen Oberbürgermeister von Leipzig eine„Zwangsanleihe" von 400 000 M. gemacht. 200 000 Mark sollten der Streikleitung der Eisenbahner überwiesen wer- -den, aber der«ine Vertrauensmann für die Verteilung dieser Gelder, der Schreiber Heinrich Heins, ging mit 100 000 Mark durch. Heins ist bald darauf festgenommen worden und hatte sich > jetzt vor der 3. Strafkammer des Leipziger Landgerichts zu vex- , antworten. Es gab dabei sehr interessante Enthüllungen, | die wieder einmal zeigen, mit welcher Leichtfertigkeit die Führer j der U. S. P. dunklen Elementen wichtige Vertraucnsämter über- tragen. Der Angeklagte Heins war nacheinander nach Ausbruch der Revolution ProvisionSreisender, Bierzapfer und zuletzt Schrei- ber auf dem Leipziger Haupkbahnhof. Er ist wegen Diebstahls und Betrug wiederholt vorbestraft. Er gab zu, daß die streikenden Eisoirlahner an Dr. Geher, dem Sohn von Fritz Geyer, «in Ultimatum gerichtet hatten, in dem sie mit der Wiederauf- nahm« der Arbeit drohten, wenn sie kein Geld bekämen. Dr. Geyer hat außerdem zu Heins gesagt, er brauche Geld zu den bevor- stehenden Kämpfen geg.n die Noske-Truppen. Mit dem unterschlagenen Geld hat Heins mehrere Lokale besucht, er landete zuletzt in einem Bordell, wo er eine solenne Sektkneipe veranftaliete. Von dem Geld wurden 42 000 M. bei Heins vorgofunden, 47 000 M. bei einem gleichfalls mehrfach vorbestraften Bekannten des Heins in Erfurt, der als Hehler diente. DaS Scktgelage dieses„Vertrauensmannes" hat der , Stadt Leipzig also immerhin daS Sümmchen von 11 000 M. ge- ■ kostet. Hei-ns wurde zu I Jahr 6 Monaten Gefängnis und zwei- jährigem Ehrverlust verurteilt. tzilfe für Pforzheim. Hungersnot und Typhusepidemie. Ein erschütternder Hilferuf, unterzeichnet vom A-. und S.- Rat, dem Sozialdemolratifchen Verein und dem Gewerkschafts- kartcll geht uns aus Pforzheim(Baden) zu. In der Unglück- lichen Stadt ist eine Typhusepidemie ausgebrochen, die Tausende dahinrafft. Krankenhäuser und Lazarette sind überfüllt und dabei rast die Seuche mit wachsender Wut weiter. Kaum ein Haus ist verschont geblieben und täglich mehrt sich di« düstere Reihe der frischen Gräber. Die unmittelbare Ursache der Epidemie ist stark verseuchtes Trinkwasser, aber ihr fürchterliches Umsichgreifen hat «inen anderen Grund: den Hunger. Er hat die Körper geschwächt und ihnen die Widerstandskraft geraubt. Der Notschrei der sozialistischen Organisationen rlchtek sich an 'die ganze Menschheit. Er appelliert an unsere Feinde, die Hunger- blockade aufzuheben, er fordert die leitenden Stellen der Lebens- anittelversorgung in Land und Reich auf, alles in ihren Kräften stehende zu tun, rnn ausreichende Nahrungsmittel nach Pforzheim zu schaffen. Raummangel hindert uns, das erschütternde Doku- ment im vollen Wortlaut abzudrucken, das eine furchtbare An- klage g«g«n die Fortsetzung der Aushungerungspolitik durch unsere Feinde bildet. Wir richten auch unsererseits an die Reichs- behörden den dringenden Appell, unseren unglücklichen Volksge- nassen in Pforzheim zu helfen, soweit dies in ihren Kräften steht. Die Lage in Frankfurt. AuS Franlfurt wird den P. P. N. am 2. April gedrabtet: Die Nacht zum 2. April ist vollkommen ruhig verlaufen. Die Ereignisse von gestern waren bedeniungSloS. ES wurde nur eine kleine Bäckerei geplündert. Es ist an,unebmen. daß keine weiteren Störungen vorkommen werden. Für beute abend ist die Straßensperre von 7 Uhr ab noch beibehalten. . Hungerkatastrophe in DeutschböhmenZ Wien, 2, April. NaÄ der.Neuen Freien Presse" droht im deut'chböhmiscben Jndustriebezilk der Ausbruch einer vollkommenen Hunaerkatastrophe. Die deulichböhmische Bevölkerung verlangt die Veriorgung durch eine anieriianiicbe Kommission, nicht über Prag. iondern direkt, da nur so der Bolschewismus erfolgreich belämpft werden kann. I Deutschlanü unü Ungarn. Eine Erklärung des Volkskommissars für Aeußeres. Wie», 2. April. Der Blidapester Korrespondent des.Neuen Wiener Journals" hatte eine Uiilerredung mit dem Vollslommisiar für A e u ß e r e s, B e l a K u n, in der dieser unler anderem er- klärte. Ungarn wolle mit Deutschland und Deut ich- ö st erreich die besten Beziehungen unierhalten. Wir sind natürlich bestrebt, führte er au-?, alle Handels- beziebungen zu den auswärtigen Sraaten aufrecht zu er- hatten. Wir stehen auf dem Siantpunl«, daß die Umwälzimg keinen Einfluß auf die handelsvolitischen Beziehungen gegenüber dem Auslände haben wird. Wir werden unsere Verpslich- tungen in dieser Hinsicht erfüllen, wenn auch in gew-sser Besiehung ein anderer Weg der Ausiübrung gewählt werden dürfte. Zu kriegerischen Altionen wird es nichr kommen, Riesenochsen und Fürstlichkeiten. Im„Halberstädter Tage- blatt" annonciert ein Schaubudenbesitzer einen Riesenochsen von 2,10 Meter Höhe mit dem Bemerken:„Fürstlichkeiten hielten es der Mühe wert, den Riesen der Tierwelt zu besichtigen." DaS ist noch j;ar nichts! Denn es gibt sogar in Deutschland Riesenochsen, die es ihrerseits noch immer für der Mühe wert halten, Fürstlichkeiten anzustaunen! Die Vereinigung zur Bekämpfung des Bolschewismus, die seit längerer Zeit eine große Propaganda betreibt, ist eine völlig prr- vate Gründung. Amtliche Stellen unterhalien zu ihr keine Be- Ziehungen. In dem Hause Schellingstr. 2, in dem sie domiziliert, befanden sich, wenn wir recht unterrichtet sind, früher die Bureaus der„Va te r la nds p a r t e i". Der MgeltMMmk in der Berliner Ifietailinduitrie monier und im energischen Marschrhythmus gehalten. In all den Scberz und Lust hinein tönte feierlich ein Anfmig unserer blut- und gramdurck, tränkten Gegenwart an eine frvedsamere Zukunft, das Gedicht„Einst" von Anm Daniel: Aus den Wellen wird eS rmifdhsm, In den Winden wird es Wehn, lind die Erde wird erklingen Lange noch von schwerstem Ringen, Von dem blutigen Geftheh'ir. Späte glückliche Geschlechter, Die ihr- einst auf Erden seid, Lauscht der schauei vollen Kunde Und dann segnet sede Stunde Eurer friedensschönen Zeit. E? war ein gehaltvoller Abend, den die mitwirkenden Gesangs- und Jnstrumentalkünstier: nämlich Adelheid Pickert(Sopran), Egon Söhnlin(Bariion), Charlotte Rosen(Violine) und Alfred Mehersberg(Klavier) einer ansehnlichen Gemeinde bereiteten, etc. Notizen. — Theater Die nächste Erstaufführung der Volksbühne ist Kleists.Pentbeirlea" mit Mary Dietrich in der Tlirlrolle und Einst Ztahl-Nachbaur als Achilles. — In der V o I k? o st e r f e i e r, die der VolkSkrakt-Bund am Sonntag, den 6, April, vormiiiags 11 Uhr, im Berliner Opern- Harne v-ransraliet, werden d>e Onverrure zur„Eui yante", Schuberts .Nnvolleirdere Symphonie"-H-moll)»nd Liszrs„Präludien" geiprelt. Dr. Bruno Wille bäll eine Ansprache. — Heinrich Laurensacks Gedächtnis wird am 4, April, adeirds 8 Uhr, im Salon Fritz Gurliit eine Feier gewidmet, A. R. Meyer und A. Ruest sprechen über den Dichier. Hilde- Cosie vom Ichaii'pielbgilS lrägi Lyrik a»? se-"«»! Nawlaß vor, — Tanz-Ausführung. Sent M'Ahesa gibt einen ein- maligen Abend mit Tänzen aus dem alten Orient am 4. April im Theatersaal der Hochschule. — Der O b e> d a d a Baader ist einem Schlaganfall er- legen. Hinter der grotesken Aufmachung seiner dadaisti'chen Häupl. liiigöschafl steckte ein strebender Mann, Er hatte es vom einsachen Sieinineylehrling zum anerkannren Archirekten gebracht und sich erst spät der Jdcenwirkiamkeit zugewendet. Das Tamtam der Reklame, die i'orcierle Heraussorderung des Bürgers, das Uebertrun-pfen ließen sein wahres SBeien noch nicht klar hervortreten. Ein getreues Abbild einer chaotischen Welt, die an ihrer Weisheit irre geworden, zunächst in die Narrheit flüchtete. — DaS Porto für Luftpostbriefe beträgt 1 M. für Briese big 20 Gramm(1,60 M. für 20— 250 Gramm) und schließt die Eilbotenzustellung am Bestimmungsort ein. Sie sind nicht nur zwischen den Endpunkisn der bisher eingerichteten rogelmätzigen Vottflüge. Jcrliir. Leipzig, Weimar. Hamburg, sondern auch darüber hinaus nach jedem beliebigen Orte innerhalb Deutsch- lsinds zulässig. Im April sollen nerie Lusilmier nach Frankfurt a. M., Hannover— Rheinland-Westfalen, Breslau und nach Warnemünde, dem künftigen Ausgangspunkt des Verkehrs mit Wasserflugzeugen nach den skandinavisch«, Ländern, erüffnst werde». Noch läßt sich nicht beurteilen, welche Folgen der gestern aus- gebrochene Angcstelltcnstreik in der Berliner Metallindustrie auf die gesamte Industrie haben kann. Die an dem Strerk beteiligten An- gestclltenorganisationen sind von dem ehrlichen Willen beseelt, den Kampf zu beendigen, sobald die Unternehmer den berechtigten For- derungen der Streitenden in entsprechender Weise entgegenkommen. Daß dieser Streik nicht von außen künstlich erzeugt ist, beweist am besten die Tal fache, daß in zahlreichen Großbetrieben die Ange- stellten in geheimen Abstimmungen mit überwältigender Majorität oen Streik beschlossen haben. Spontan hat sich diese Stimmung Luft gemacht, sie kennzeichnet gewissermaßen den Grad der Empö- rung, den das geringe Entgegenkommen der Metallindustriellen bei den Angestellten ausgelöst hat. Die Angestellten können es nun ein- mal nicht begreifen, daß die Unternehmer, denen der Krieg märchen- hafte Gowinne in den Schoß geworfen hat. sich jetzt, wo die Not immer fühlbarer an ihre Tür pocht, ihren Wünschen und Forde- rungen verschlietzerr. Nur aus dieser Stimmung ist es zu erklären, daß z. B. die Angestellten der Firma Bergmann in geheimer Ab- stimmung mit über 10 0 0 gegen noch nicht 150 Stimmen den Streik beschlossen. Di« kaufmännischen und technischen Angestellten der Firma Karl F l o h r, Berlin N. und Wittenau, beschlossen gleich- falls m geheimer- Abstimmung mit 145 gegen 31 Stimmen in den Streik ei-nzutreten, auch sie haben nachmittag um 2 Uhr daS Werk verlassen. Solche Abstimmungsresultate sollten den Unternehmern zu denken geben und sie veranlassen, den sozialen Forderungen der Zeit gerecht zu werden. Im Betrieb der Knorrbremse sind etwa 4 00 Angestellte im AuS- stand. Wie verlautet, mußte dort der Betrieb völlig eingestellt werden. Man rechnet in Angestelltenkreisen damit, daß der Streik auch auf die Betriebe von B o r s i g übergreisen wird. Soweit bis jetzt zu übersehen ist, dürften bereits über 200 0 0 Angestellte sich inl Ausstand befinden. Im Laufe des gestrigen Nachmittags mel- beten sich im Streikbureau neben Großbetrieben auch eine Anzahl mittlere und Kleinbetriebe als ausständig an. Da zu befürchten ist, daß bei längerer Dauer dieses Kampfes auch die Arbeiter der Mcdallindusttie in Mitleidenschaft gezogen werden, so dürfte die Regierung heute bereits vermittelnd eingreifen. Tatsächlich hat auch das Reichsarbeitsamt im Laufe des gestrigen Mittwochs der Streikleitung mitgeteilt, daß es gern bereit sei, eine Bermittlungsaktion zwischen den Angestellten und den Arbeitgebern der Metallindustrie einzuleiten. Die Streikleitung wird demzufolge noch im Laufe deS heutigen Donnerstag hierzu Stellung nehmen. Sie hat ferner den Angestellten verwandter Betriebszweige, die den dringenden Wunsch zu erkennen K«ben> gleichfalls in den Streik einzutreten, empfohlen, vorläufig weiter zu arbeiten. Ferner hat die Streikleitung beschlossen, daß Angestellte in den Betrieben, welche Aufträge im Interesse der Volksgesundheit zu erledigen haben, weiter arbeiten sollen. Die ßoröerungen. Von zuständiger Seite wird uns geschrieben: Die stcerkenden Augestelllen, deren Zahl notö ständig wächst, haben dem Verband Berliner Metallindustrieller durch die Streik- leitung ihre Forderungen mit der Erklärung unterbreiten lassen, daß sie jederzeit zur Ausnobme von Verhandlungen bereit find Sie forde» für jeden Angestellte» vom L März ab ein« mvnat- ' liche Zulage und zwar 50 M. für Angestellte unter 20 Jahren und 75 M. für Aligestellte über 20 Jahre. Die Mindestelnloininen sollen betragen: 2. Jugendliche. Im 15. Lebensjahre.. 100 Mark monallich 0 16. 0 mm loO 0 0 0 17.... 200, , 18.... 225. . 1».,.. 250. 0 20. 0 mm 276 0 0 b. S o n st i g e kaufmännische und technische Angestellte. Für diese sollen die monatlichen Bezüge oegenüber dem monat- lichen Eintonimen im Juli des Jahres 1914 um solgendc Säye erhöht werden. bei weniger als 120 M.............. 300 M. bei mehr als l20— 150 M Steigerung um 190Proz. auf mind 850, ... 150-180.., 180... 435. .., 180—230.„, 165... 605, .., 230-270... 155... 610. .,, 270-325... 130... 690. ... 825— 370. 00 HO...'50. ... 370-420.., 90... 780, ... 420-500... 70... 800„ ,,, 500-600.,*, 60,,. 850. ,.. 600 M................ 960„ Di« Festlegung der neuen Bezüge stützt sich auf die ain 30. Juni 1914 gezahlten Gehälter, um einen Ausgleich in der Entlohnung der Angestellten herbeizuführen gegenüber der Verteuerung aller Lebens- bedürfnisse durch den Krieg. Wie aus den vorstehenden Prozentzahlen ersichtlich ist, fordern die Angestellten noch bei weitem keine Steigernng ihrer Bezüge im gleichen Verhältnis der Steigerung aller Preise der Lebcnsbedürf- nisse. Sie erreichen mit ihren Forderungen auch nicht die durch- schnittliche Lohnforderung der Arbeiter, die vielfach 300 und mehr Prozent beträgt, während die Kosten der Lebenshaltung durchschnitt- lich um 400 und mehr Prozent gestiegen sind. Man kann also mit Recht sagen, daß diese Forderungen sich durchaus in dem Rahmen dessen bewegen, was die Industrie ihren Angestellten gegenüber billigerweise leisten mutz, zumal doch die Angestellten mit zu den außerordentlichen Ge-wnrnen beigetragen haben, die gerade die Metallindustrie während des Krieges eingestrichen hat. ! Im Zusammenhang mit der Lohnforderung haben aber die Angestellten auch eine bedeutsame ideelle Forderung aufgestellt, und zwar die des MitbtstimmungSrechteS der AngcstclltenauSfchüsse. Bisher waren die Angestelltenausschüffe vielfach nur Dekorations- cinrichtungen in den Betrieben? sie hatten keinerlei zwingende Be- sugmsse. Di« Angestellten fordern nunmehr, daß der Ausschuß mit zu bestimmen hat tn allen Fragen des Lohn- und Arbeitsverhältnisses. Insbesondere sollen Einstellungen, Kündigungen und Eni» lassungen künftig nicht ohne vorherige Zustimmung deS Ange- stelltenausschusses erfolgen. Wie wir hören, hat der DemobilmachungSkommissar bereits für heute vormittag 9 Uhr eine Sitzung anberaumt, um den Versuch einer Einigung zu machen.?ln der Sitzung nehmen Ver- treter der Streikleitung und des-Verbandes Berliner Meialliudu- strieller teil. Die Streikleitung der Angestellten besteht aus 22 Personen. Sie hat ihren Sitz m Haverlonds Festsälen. Neue Friedrich- straße 55(Telephon Norden 4854). Vorsitzender der Streikleitung ist Ingenieur Granu» vom Bund der technisch- industriell«» Beamte», Gewerkschoflsbewegung Tarifabschlutz für die Einzelhandelsgeschäfte. Nachdem der Slreik der Angestellren in den Waren« und Kaukbäusern sowie Svezialge'chäflen durch einen Schiedsspruch be- endet war, der die Löhne reaett, wurden die Verhandlungen vor dem SchlichtunaSauSichuh fortgesetzi mit dem Ziel, einen die ge- samien Arbeitsverhältnisse m den Eiiizelhandelsgeichästen regelnden Tai>soe> trag zustande zu bringen. Ueber daS Ergebnis der kürzlich abgeschlossenen Verhandlungen erkiallete Werner vom Transpoitarbeiierverband am Dienstag Beiickt in einer Versammlung der in den Einzelhandelsgeichäflen tätigen Arbeiter und Ärbeilerinnen. Die Frage, ob die Streik- tage zu bezahlen sind, hat der S ch l> ch t u n g s a u s s ch u h verneint.— Die baupiiächlichsten ,n den Tarisvertiag aui- zunehmenden Bcstiiiimungen sind: Die tägliche Arbeits- zeit beträgt 8 Stunden ohne Anrechnung der Pausen, deren Festsetzung in den einzelnen Gelchä'ten eri'olgt. Tie Löhne weiden nach den Sätzen des SchiedSiprnchs vom 6 Fe- btuar bemessen: Für erwachseneArbetleröSM. im ersten, 60 M. im zweiten und dritten, 7 S M. im vierten und den folgenden Jahren. Frauen LS Proz. weniger, aber mindestens 4S M. Jugendliche Arbeiter je nach der Altersklasse(14— 20 Jahre) 20 b i S 42, SO M., weibliche Jugendliche 20 Proz. weniger.— Aushilisarbeiter erhallen 10 Proz. mehr als den Grundlohn. Feiertage in der Woche werden bezahlt. Die bei anderen Firmen geleistete Dienstzeil wird beim ArbeitSwechie. durch die neue Firma nickt angerechnet. Ucberslunden düifen nur in Noi'ällen gemacht werden und find mit einem Ausschlag von 25 Pioz.. Nackiorbeil ist mit SO Pro,. Aufschlag zu vergüten. Die Dienstzeit der ständigen Nacht- wäckier wird nicht als Nachtarbeit bezahlt. Die peietzlich freigegebenen beiden Sonntage vor Weihnachten sowie ein Inventur- sonniag werden wie Wochenlage beiablt, sonstige Sonniagsarbeit ist mir einem Ausschlag von 50 Proz. zu vergüten und darf ackt Stunden nicht überschreiten. Wächter und Portiers erhallen sür Soirniag-aibeit LS Proz. Ausschlag. Jeder zweite Sonnlag ist ihnen freizugeben. Ferienurlauv wird unter Fort- zahlung des Lohnes gewährt im ersten Jahre 3 Tage, nach einein Jabre eine Woche, nach 3 Jahren l'/z Wochen, nach 5 Jahren 2 Wochen.— Der Tarif soll zunächst bis 30. September 1920 abgeschlossen werden. Nack einer längeren Aussprache, in der manche Ausstellungen an dem Verhandlungsei gebnis gemacht wurden, stimmte die Versammlung dem A b j ch l u h des Tarifvei trage» mit groster Mehrheit z u. Einstimmig wurde ein Antrag angenommen, der die Verbands- leitung beauitragt, in Verbindung mit den anderen Orgamsaiionen der Han�elsangest llien dahin zu wirken, datz die ArbeirSzerr in die Siunk'en von moigens 8 bis obendS S Uhr gelegt wird, so daß der Geichäflsschlub um 6 Uhr eintritt. Tie gewerblichen Angestellten der Z?riegsgesellschafte» und-Organisationen sind nicht zu beneiden. Nack einem uns vorliegenden Bericht müssen sich erwachsene männliche Aibeiiskräste noch immer mit einem Hiinperloh» von 40 bis 4S M. bescheiden. Geradezu tionloS ist die Lage dieser Angestellten, wenn man bedenkt, dast viele Betriebe über kurz oder lang aufgelöst weiden und die Anaesiellien dann arbeiiSlos werden. Seit zirka 3 Monaie» schwebten Berbandlungen der Angestelltenausschiiise mit den Direkioren und den mastgebende» Behörden um eine einmalige WirtichasiSbeihilfe und Neuregelung der Gehälter Dieie Verhandlunge» sind ergebnislos verlausen Die EntichuldungSsumme ist abgelehnt, und seil ein paar Tagen ist bekanirt. dast die Herren Direkioren es serner ablehnen, einen allge- meinen Tariiverirag iür das gesamte gewerbliche Personal der Kriegs- geiellichaflen abzuschließen. Inzwischen hat die vorgesetzte Beböide. das Reich-schagami, ein Gebalrsregulat'v berausgegebeu. Ganz wie in allen Zeilen solle» damit die Lohnverhältnisse der Angrstellien ohne Miiwiikung ihrer Organisaiion geregelt weiden. Geradezu als fjobn must man eS ansehe», dast für erwachsene männliche Ange- tellie ein Lohn von 40 M vorge'eben ist. Auch ist eine Staffelung des Lohnes ganz nach Willkür der einzelnen Geickäfissührer bis zum Höchsi'ohn von 70 M. gestallet. Aber selbst den hier vor� gesehenen Höckstlobn hat kaum ein Anaestellter biSber zugebilligt erhallen. Die in Frage kommenden Angestellten wollen nun noch einmal alles versuchen, um zum Abschluh eines allgemeinen Tarifvertrages zu kommen und erwarien, daß das Reichsichatzaml daS Bestreben der Angestellten und ibrer Organiialion in zeilgemäster Weise unterstützt. Eme übersüllie Versammlung nahm nach Stellung zu dieser Frage folgende Resolution einstimmig an:»Die Versammlung nimmt Kennrnis von dem schlepvenden Gang der staltgefundenen Bei Hand« lungen bezüglich der Neuregelung des LohnverhäliuisseS in den KnegSgeiellicharien und ist empör l über die ablehnende Haltung der Direktoren gegenüber dem Abschlust eines allgemeinen TarliverlrageS für das gewerbliche Perional. Sie nimmt weiter Kenntnis von dem vom ReichSw'riichaflSamt einseitig festaesetzten Gehalt�regulaliv, wel- ckeS einen Mindestlohn von 40 M. pro Woche vorsieht und eine will« kürliche Staffelung bis 70 M. zulästl. Die V-rsammelten protestieren nun, nachdem sie drei Monate mit Geduld einer endgültigen Reaelung entgegensahen, einstimmig und ganz eneigisch gegen dieie Art von Gehaltsregelung, zu der weder die Angenellten, noch ihre Organisation hinzugezogen oder bekragt wurden. Die Veisammlnng beaufiragl den Teuischen TranSportaibeiterverband erneut, sofort alle er'orderlichen Schritte zu uniernebmen, die zum Abicklust eines Tarifvertrages führen, und erwarten, dast die in Frage kommenden Bchöiden zeitgemäst mir den Angestellten und ihrer Oieanisalion zu dieier Frage umgehend Stellung nehmen. Die Beteiligten stehen geschlossen hinter ihrer Oraanisatio» und wünschen, dast diese nicht nur ganz energisch ihre Interessen ber«s Der Rat der stelleukosen Angepellte« der Arbeitsgemeinschaft rrllt. sondern auch aus Angelegenhett drängt.' eme baldige endgültige Erledigung dieier Streit der Angestellten bei der Firma Schwartzkopff. Durch das ablehnende Verhalten des Berliner Metall- industriellenverbandeS gezwungen, traten die Angestellten oben- genannter Firma Mlilwoch vormittag in den Ausstand. Der Streit wurde mit 348 gegen 42 bei 4 Stimmenthaltungen beschloffen._ Gegen die Wiedereinführung der Sommerzeit wenden sich bereits in den verschiedensten Teilen des Reiches die Gi-weltschaflen. Auck in der Paneipresie wurde verickiedentlick der Wunich zum Ausdruck gebracht, von der Wiederenisübrung abzu- iehen, da dem-u erwartenden geringen Nutzen nicht unwesentliche Nachteile gegenüberstehen. In Osnabrück nahm eine vor einigen Tagen stattgeiundene Versammlung von Vertrauensleuten der Geweik'chafien folgende Resolution an:.Die versammelien Funkiiouäie der freien Gewerk- schalten sind unter keinen Umständen aewilli, sich dem Uniug der neuen Sommerzeit umerzuoidnen. Sie erlläien, im Sinne aller ibrer Mitglieder zu hanceln, wenn sie sich der Umstellung der Zeil nicht anschliesten._ Achtung Zimmerer! Da die Tarisverhandluiigen geicheitert find, ist seit dem 1. April der Tarif aufgehoben; wir befinden uns somit in einer tanfloi'en Zeit. Am Dienstag findet eine Zablstellenversammlmtg im Gewerk- schaftshaus, Saal 1, statt, dre zu den schwebenden Fragen Stellung nehmen soll. Eine Viertelmillio» Mitglieder. Die Mitgliederzahl des Textilarbeiterverbandes hat, wie wir der neuesten Nummer des.Texlil-Arbeiter' entnehmen, erne Viertelmillion bereits üderschrrlten. Die Urlaubsfrage für die unteren Beamten bei der Reichs Post- und Telegraphenverwaltung Hai immer noch keine neuzeitliche Regelung erfahren. Der Bezirkstag des Ber- bandes der unteren Post- und Telegraphenbeamten faßte daher folgende Entschlietzung: Der von über 3000 Personen besuchte Bezirkstag des Verbandes der unteren Post- und Telegraphenbeamten nimmt mit Bedauern davon Kenntnis, daß die Urlauibsverhältniffe der unteren Beamten noch keine endgültige Regelung erfahren habsir. Die unteren Be- amten verlangen für alle Beamtenschichten im gleichen Lebens» alter einen gleichmäßigen Urlaub. Sollte diesem berechtigten Wunsche nicht Rechnung getragen werden, so erklären sich die Ver- sammelten einstimmig bereit, den Urlaub zu verweigern. Sie verpflichten sich, in diesem Sinne in der Kollegenschaft zu wirken. Ter Tarifvertrag für die Stickereien von Ctzroh-Beflin setzt mit einer Geltungsdauer bis zum 15. Oktober 1919 folgende Mindest- löhne und Arbeitsbedingungen fest: Stundenlohn für Kurbelsticker 1,50 M., für Kurbelstickennnen 1,35 M., für Singerstickerinnen 1,20 Mark, für Pauserinnen 1 M., für Plätterinnen 0,75 M., für Hand- stickermnen 1 M., für Schiffchen- und Handmaschinenstickcr 1.50 M., für Verputzerinnen. Heslerinnen, Aufpasserinnen, Fädlerinncn 0.75 Mark, für Cornelistickcrmnen 1,20 M., für Perlhätlerinnen 1,10 M., für Hohlsaumstepperinnen 0,95 M., für ungelernte Jugendliche 0,50 und 0,60 M. Wo die hier festgesetzten Mindestlöhne bereits von Arbeitnehmern erreicht oder überschritten werden, wird 10 Proz. zugelegt. Die durch den Tarif nicht erfaßten Arbeitnehmer erhalten «ine Zulage von 20 Proz. Zeichner und Schneiderinnen fallen nicht unter diese Vereinbarung. Die bisher gezahlte Teuerungszulage kommt m Wegfall. Das Warten auf Arbeit ist mit 80 Proz. des festgesetzten Smndenlohnes zu vergüten. Bei Akkordarbeit gilt der j Mindestlohn pleichzeitig als Garantielohn. freier Angestelllenverbände harie nach der Aula der Friedrick-Werder« schen Oberrealschule eine Versammlung einberufen, in der Bericht erstaitel wurde über die Bemühungen des RalS bei den zuständige» Behörden. Der Bericht löste unter den Ver'ammeiten die gröstl« Enttäuschung aus Es wurde beschloiien, folgende« Telegramm an Sckeidemann und Hiistv zu senden: ,D>e in der Weiderschen Ober« real'chule veriamn.elten stellenlo'en T'ckniker. Ingenieure, Werk« meisler und anveiwandten Berufe hören mit Entrüstui g von den Schwierigleiten, die ihrer Jnleressenveitrermig von den nackae« ordneten Regierungsvertreiern feil Monaten gemacht werden. Dia Not der arbeitslosen Angenellten ist bis zur äußersten Grenze ge« stiegen, und fordern die Versammelien die iosorlipe Eiietzung der für den Wiederauibau des Wirlicha'telebenS ungeeigneten Herreu durch geeignete praktisch und lech'iiich gebildete Kräile'. Zivilangestellte der Hccresbetriebe usw. Zwecks Stellungnahme zu Künbigungs- und Entlassungsfragen und Entwurfs eines Kollektivvertrages, Aussprache über Regelung von Streitigkeiten aus dem neuen Gehaltsabkommen sowie Wahl einer ständigen Arbeitskommission findet am Momag, den 7. April. im Kaisersaale des Wumba(Feldzeugmeisterei). Karfürsten- dämm 193/104, eine Sitzung der Obleute der Angestelltenausschüsse bzw. Vertrauensmänner derjenigen Zivilangestellien statt, welche in Heercsbetrieben und sonstigen dem Kriegsministerium unmittelbar unterstellten Behörden beschäftigt sind. Zugelassen wird von jeder Behörde ein Vertreter, der mit einer schriftlichen Vollmacht des Angestelltenausschusses bzw. Betriebsrates versehen sein soll, aus welcher Name des Vertreters und der Behörde solrric Anzahl der in dem fraglichen Beiriebe beschäftigten Zivil« angestellten ersichtlich sein soll._ Lohnzulagen in der photographischen Kunstindustrie. Gemäß dem Beichlust in der vongen Versammlung der in der phoiographischen Kunstindustrie beichä'iigren Mitglieder des Buch- biirderverbandes haben elneute Verhandlungen mit den Aibeirgebern stailgesunden und zu einem Abkommen geführt, welches folgende Lohnzutagen gewährt. Für weibliches Personal mit einem Wockenverdienst bis 25 M. beträgt die Zulage 7.50 M., mit 25 bis 34 M. Wockenverdienst 5.25 M.. jedoch nickt unter 32.50 M., mit mehr als 34 M. Wochen« ! verdienst 3 75 M, jedoch soll der Gesamlwochcnverdienst nicht unter 39,50 M. betrage». Tie Zulage für Monogrammpiägei innen beträgt 5,25 M., für Spritzermnen uiid Koloristinnen erhöben sicb die Zulagen um 1 M. der vorgenannten«ätze. Für männliches Per« ional beträgt die Zulage bei einem Wochenverdielist bis 50 M. 12 M., bei 50—65 M. 9 M., jedoch soll der gesamie Wochenverdieiist nickt uuler 62 M. beiragen, bei einem Wockenverdienst über 65 M. beirägl die Zulage 6 M.. jedoch ioll der gesamte Wochenverdieust nickt unter 74 M. betragen. Die Säge der Zulagen sür Jugendliche unter 18 Jahren betragen die Hälfte der vorgenannten Sätze. Die am Freitag abaebgltene Brarickenver'ammlung der in der phoiograpblscken Kunslindtistrie beichäflrgten Buchbinder erlläire sich mit dem Abkommen einverstanden, obgleich die bewilligten Zulagen den Forderungen der Arbeiter nicht eiitivrecken. Es wild erwa'tet, dast die bevoistebenden Tarrvethandlungen weitere Lohnauibesse« rungen bringen werden. die gleichen Lohnsätze. Die wöchentliche Arbeitszeit darf 46 Stunden nicht überschreiten Am Sonnabendnachmittag ist der Betrieb zu schließen. Die Lohnzahlung soll am Freitag vor Arbeitsschluß statt- finden. Wo günstigere Lohri- und Arbeitsbedingungen resp. kürzere Arbeitszeit besteht, soll diese bestehen bleibe». Durch Vereinbarung zwischen den freien Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ganz Deutschlands ist der Deutsche Textilarbeiterverband als Interessen- Vertretung der Stickereiarbeiterschaft anerkannt. Die Stickerei- arbeitgebcr Berlins haben sich dieser Vereinbarung angeschlossen. Die Kollegen und Kolleginnen haben jetzt dafür zu sorgen, daß nur organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen in und außer dem Hause beschäftigt werden. Der Angestelltenausschuß der Firma Julius Pintsch A.-G. legt Wert auf die Mitteilung, daß er der Veröffentlichung des in unserer gestrigen Morgennummer gebrachten Artikels:-Der Konflikt in der Metallindustrie" fernsteht.___ Für die gewerkschaftliche Einheiteiorganisation« Eine am 31. März. 7 Uhr abenos. in der Aula der Bau- Geweilsschule, Kuiiürstcnstr. 141. abgehaltene öffentliche Veriamm- lung der Vermesiul gstcchniker Groß-Berlins, an der auch aus- wältige beamtete Veitreier teilnahmen, stellte sich einmütig aus den Standpunkt der einheiilichen peweitschofllicheii Organisation. Sie fiehi ihre geeignere Vertretung in den bestehenden großen Tecknikergewerkschaften gegeben uns verurteilt jede Sonderbüudelei. Es gelangte eine Resolution eiiisrimmrg zur Annahme, die die ein- berufenen Verbände, Verband Vermessungsiechni'cher Beamten, sowie den Verband Deutscher VelMessuugStechn.Ier auffordert, so- soriige Schritte zur Verschmelzung mit dem Deutschen Techniker- verbände eintuleiten. Krankenkasse und Angestellte. Vom Verband der Bureauqngestellten erhalten wir, nachdem wir in dieser Angelegenheit bereits verschiedenen Zuschriften Raum gegeben haben, noch folgende Erklärung: Es ist unzutreffend, daß die Arbeitszeit in den Krankenkassen „seit Jahren" 7 Siundcn beträgt. Bis zum I. Januar bestand eine achistündige Arbeitszeit ton 8 bis 4 Uhr einschließlich 40 Minuten Pausen. Diese Pausen konnten infolge des Verkehrs in den Krankenkassen meistens nicht innegehalten werden. Vom 1. Januar 1919 ab wurde mit Rücksicht auf die große Arteits- lofigkeit und auch mit'Rücksicht daraus, daß in allen städtischen und Siaatsburecrus, selbst in vielen Privachetrrebest, die sieben? __ stündige Arbeitszeit eingeführt worden war, auch bei den Kassen Für Heimarbeiter gelten die Arbeitszeit auf 8 bis 3 Uhr festgesetzt. Im großen und ganzen wird seitens der Angestellten nur die Beibehaltung des bisherigen Systems gefordert. Daß dies der Allgemeinen Ortsirantenkaffe jährlich 400 000 M. kosten würde, muß bezweifelt werden und hört sich bei dem großen Betrieb dieser Kasse vielleicht ehlvas hoch an. Es würde dabei auf ein Mitglied der Kasse im Jahre zirka 1 M. entfallen. Unter diesen Umständen fürchten die An- gestellten die Entscheidung der Kasscnmitglieder nicht. Bei kler- neren Kassen ist natürlich der Betrag weit geringer. Wir sind überzeugt, daß bei einigermaßen gutem Willen der Kassenvor- stände die Bewilligung dieser Forterung, die vor allem auch im Interesse der Allgemeinheit liegt(eS könnten eine Anzahl Kalle- gen, die sonst arbeitslos würden, weiter beschäftigt werden) keine Schavierigkeiten bereiten würde. Sicmcns-Schuckcrt. Angestellte der Verwaltungsgebäude. Das Konirolltuieau der Slre tleilung befindet sich vom Freitgr, dcu 4. April ah im Rcstamant Heidelrug, Lietmnsslahl, Nonnendavimall e£9, bei Mar! and. Pie tlollegjnnen nnd Kollegen meiden ersucht, dort pünkt- lich zur(eflgcfchtcn Zeit zwecks Kontrolle zu erscheinen. S.«. H.°Angcstellte Wernerwerk. Streikdureau: Destaurant Schleuse, Siemensdamm 1 Trefjpurrkt 10 Uhr._ Angestellte der Firma Maschincnkabrik Carl Flohr. Jiiio'.matioii- lokal bei Wethlow, Kesselstr. 22, von vormütagS 3 bis nachmittags 4 Uhr. Verantwortlich kür Politik Artur Zickler, Tharlottcnburg, sür den übrigen Teil des »larres«ttred Sckiori, Neul.'lln. tür Anzeigen Theobor Glocke, Berlin. Verlag: VorwürlS-Verlag G. m d. H.. Verlin. Druck Vorwürrs-Vucdbruckeret un» VerlaaSantlaU Paul Cinge? n Co rn Berlin. Lurdenlrrabe» Hierzu 2 veiiagru Sjörn'onVjörnffjerne, Leeenden. Deulich von Niels Höver und Hanns v. Suinovenberg. lüg Eciren Laden-«t preis aehekrel M. 2.—. tetzl M U, ad Emilpavesle Schiller-» Leben nnS'XU oJU 9* Mm der ieilikl, Sj«e, Sehers»olksbücher Neuestes Universalbuch d«S guten ToneS und der feinen Lebensart. Prokli�cheS Hand- und »lachschlaaeduch iür all« Fälle de» gesellichaft» lichen Verkehrs Bon Sturt Adel-- WA sei», u. Susi.«S Seit«,«edd. R. Zirka rsoo Zkunwiern. Erzählungen. Skizzen. Lebensbeschreibungen Reisen. SLiiii'chcf. Allertum. Philosophie, Geschichte«unft und Bermiichti.?. Jxde Zkinmvrr statt AS W. H Schabernack und Lumpenpack. Tie luftigsten Morilalen u. blungften Schauer- balladen. MIl Bei rügen von Wilhelm Busch und 75 drolligen Bildern von Waller Trier. 2. Austage IIS Teilen. Ladenpreis n c gebd 3 371.. letzt.80 geh 2 M.. letzt SO Ps, Sie Aeber-Snte. meichugaen Emen, io von aOeüei Teilungen loegelaisen wurden, i- Aufl. Ladenpr. nc gebd 3M. ieyi r.ou geh.?M setz! Sg Pf. Lorbeerkranz und Fulefanz. tS lustiges Kränzlew RubmeSgemü'e aus den besten Witzen und Anekdoten von Dichtern, Schauspielern. Musikern. Malern und Slrtisten. 3. Auflat« 150 Selten Ladenpreis gebd. Z M. letzt.80. geh llM.iegi yC ps. WelchettS Kunstbücher TÄT Hesie. elegant ausgestattei. aus Kunstdruck- papler. Eine hervorragende Samm- on lung..... Jedes Hest nur CU Pf. petrl- Sandbuch der Fremd- Htiiptat- lll deutscher SÄrifl und Umgangs- ivvlltl spräche Mit ewem Namendeuler und Verzeichnis fremder Wortkllrzungen. von vr. Friedrich Erdmann Petrt. Unter Berückftchnzuna der neuen Rechtsch eibung von vr. RochuS Seibl. Ulö Seiten, j ac Zu Halbleinen ge Hundes..... SK. l.yv Aeues deutsches Rechtsbuch � vraknsch« Leben, enrhatteno die pieisgelrön- ten voikSillmlichen Ersämerungeu. Bürge»- licheii Geiei>buch. sowie lorgsäinq zusammen- gestellie u.«rläuierte ReichS-Beietziammtun,-- und aussührlichz- und Zuverlässiges Nach. 'chlage- mid Formulgrhuch. Enthalien!» Winke und AariailSges utientbolirlicher Weg- weiier und Raigeber für ieden Privalmann. 2 Bände, hochelegam in Leinen geb. r AE ea.lW0 Seiten. Ellher Z7.-0, etzi M st»?? Preußen und Aapoleon preusizscher Geschichle(JubiläumSwerkV Herausgegeben von Walcer Tomuichat. Mit vielen Illustrationen au> Kunstdruckpapier, hoch leg w Hatdtcwen gebd n en sFrIedenSausftaitg.>. ttan J4 M setz|,3U Senlsche Geschichte �emm-h Reue, durchgeiekene nn. ergänzie Auslage. Mir 49« Texl-Abbtldungen und S Karten. Erster Teil: Bon der Urzei biS zum weit- säsiick � Frieden. Zweiter Teil«om weit- sälischen Flieden bis zum Ansang de» 20. Jahrhunderts. 2 Bände in hochelegant. Friedeni- auSstaiwng. in Leinen gevunden m» Gold- vresiung. vornehmes Schchenkwerk. a«»a statt 28 SÄ. nur M äl.OU Durch ganz ZWen.»�� lung von 2000 Aulotyvlen Italienischer An- sichten. BolkSivren un Kunslichäfe. In betvorraeender FriedenSausilatluna. ans KtuOdrumiapser ü in Lernen geb.. 00 Hfl Albumsormal. stati 4» M. nur M OübSU Geschichte ha stemd.Literatnrea von ettp von Leixncr. Mit ,?Iä Text- Abbildungen und 20 teilweiie mehriarbiaen