|tt m «e,nqSvretSz £Urteijä&n TJ50 Jb. monan S SO 37!t sr» ins Haus ootuudiafjibtti Simelitc - üntnirrn IC crenma. Lolibemg: Monailav. CO KL. ertL ZuIl-llungS. zeiühr. llnie, �reu-band iüx Dsutsch- a«» u. Oeftemufe'Uncatr.75 W. :üc das üdtiflf ausländ f. 75 ML bei >!glich emmaliaei luileUuno 7 75 ML Lollbenellunoen nebmen in Dan»- mar. Holland Luremvura. Tckweden und die SSwei,«iinattraaen m die Sott- euwiaS-t-reisIttte Der.Sorwaa»' ericheint ivochemüglich zweimal ioimiaq. euunoi. teleatamri-aotefle »Soztaldemotra« iBerltn*. Morgen Ansflake. f- berliner Volksblatt. ( 10 Pfennig) SazctneiMicet«! Di- ackiae'valtcn««onvareolezeil« Ton«! tso ML.Kleine lUmtciatn", da»'etueoiuMf SongoSfe. jutäfTv' S iettaedriutt« Sotit). ied«S weite?-? Cor; 25 ßffl. s kelle nqeluche und SchlaflleUen-mzeizen da» eriie Äart »v Si«.. lebe« Weilers Wort so Six. Sorte über IS Suchttaden lähien!!r jwei Sorlr. linterunaszii'ckilap 50°-» Mamillen- Lnzeiaen. voliiiich« und Iiewerttltiattlicde Serein»- Äneeixe» IJß 9Rt. die.Seile, anzeigen iöi dir nachile timmner mllllen bi« S Uhr nachnniiage im vaudtgeichätL Berlin. K«.«. llindenitrage n, adieaeien werden,»söftnet.an S Ilbr krllh bi» » ilhr abend», �entrslorgsn der rozialdcmokratifchen Part« Deutfchlands. Reüaktion und Expedition: SM. öS. Lindenstr. Z.. aeruivrecher- Ami Mortuplao. Nr. l.»I i»0-»ZI»7. Freitag, den 4 April ISIS. vorwärts-verlag G.m.b. h., SN). bS, Lmdenste.ö. Fernsprecher: Amt Morttzplatz. Nr. ll? SZ— 54. Aufruf zum i. Mai. Arbeiter, Arbeiterinnen in Stadt und Land! Der 1. Mai wurde im Jahre der Jahrhundertfeier der großen französischen Revolution von dem Pariser inter» nationalen Sozialisten- und Gewerkschaftskongreß zum vemonftrationstag der gebeiterklasse aller Länder bestimmt. An»hin sollte sich in der ganzen Welt das Volk der Arbeit zusammei. finden, um den Achtstundentag zu fordern. Dieses Ziel der Maifeier ist in Deutschland erreicht. Nach der Revolution hat die sozialistische Regierung es alS eine ihrer ersten Aufgaben betrachtet, den Achtstundentag gesetzlich einzuführen. Sie hat serner das Koalitionsrecht sichergestellt, die Gesindeordnungen und andere Rückständigkeiten beseitigt und dem deutschen Volke das freleste Wahlrecht Europas gegeben. Mit dem Siege der Demo- kratie und des Achtstundentages ist vieles erreicht, um das die Arbeiterklasse anderer Länder noch kämpft, aber nicht alles. Laßt»»nS deshalb auch in diesem Zahre am 1. Mai für unsere sozialistischen Ideale durch Veranstaltung von Mastenkundgebungen, die dem Ernst dieser schweren Zeit angepaßt sind, demonstrieren. Denn Feste feiern kann unsere Aufgabe nicht sein, solange als Folge des Krieges Millionen arbeitslos sind und das Gespenst des Äungers durch die Lande zieht. Vor allem aber Ihr Stauen, zeigt am 1. Mai, daß Zhr mit unS seid! Die sozialistische Partei war bis zum Ausbruch der Revolution in Deutschland die einzige politische Partei, die geschlossen für das Frauenwahlrecht eintrat. Wenn Ihr heute das Frauenwahlrecht habt, so dankt Zhr das allein der sozia» listischen Revolutionsregierung. Die wenigen Monate seit Dtlrchführung deS Frauenwahlrechts haben gezeigt, daß keine politische Partei in Deutschland daran denken darf, das Frauenwahlrecht abzuschaffen. Zhr Frauen, denen die staatsbürgerliche Gleichberechtigung mehr ist alS ein Geschenk der Revolution, die Ihr mit ganzer Seele Euch seit Jahren nach der Erfüllung Eurer Wahlrechrsforderung gesehnt habt, feiert in diesem Zahre den I.Mal als Euren Jrauentagl Der I.Mal war aber auch ein Tag des Protestes gegen Krieg und Militarismus. Nach diesem schrecklichsten aller Kriege wird in Europa auf lange Zeit ein Krieg unmöglich sein. Daß er es für immer werde, dafür demonstrieren wir am l.Mai. Zn Versailles sind Kräfte am Werk, die uns auch nach diesem jähre langen Männermorden den Völkerbund nicht bringen»vollen, den die Völker gebieterisch fordern. Deshalb müssen die Völker, die auf ewige Zeiten den Frieden gesichert wissen wollen, am l. Mai für den Sund der Völker ihre Stimme erheben. Je stärker das geschieht, desto mehr wird das gesamte Ausland einsehen müssen, daß das alte unfrei« Deut.chland für immer erledigt ist und das deutsche Volk dafür sorgt, daß der Friede nie mehr gestört werde. Die Massen des Volkes müssen aber auch allen denen, dir die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkennen wollen, am l. Mai zu verstehen geben, daß die Deutsche Republik keine vorübergehende Erscheinung ist, und daß der Sozialismus in Deutschland unaufhaltsam marschieren wird. Damit daS nachdrücklich gezeigt werde, muff am 1. Mai die flrbeit ruhen. Der diesjährige l. Mai muß die Machthaber von gestern, die nichts gelernt und nichts vergessen haben, lehren, daß die Arbeiterinnen und Arbeiter keinerlei Rückschritt dulden. Sie sind entschlossen, die politischen Errungenschaften der Revolution auszubauen und den arbeitenden Massen einen entscheidenden Einfluß auf das Wirtschaftsleben zu sichern. Ihr Schaffenden alle in Stadt und Land, rüstet in diesem Sinne zur Keerschau am kommend e-n I.Mail Berlin, den 4. Ap?il l9l9. Der vorstant öer Sozialiemokratischen parte! deutsthlanis. / Ausatzrationen von Nitte/lpril ab ?. Wie wir von zuverlässiger Seite erfahre«, werden die vom Ausland anrollende» Lebensmittel schon in nächster Zeit ermöglichen, für die Audnstriegemeinden und die Städte mit mehr als 50000 Einwohnern Zusatz- rationell auszugeben. Mit der Berteiluug wird vermutlich Mitte April begounen werden könueu. ES sind folgende Znsatzranouen in Aussicht genommen: u den genauuteu Gemeinden erhallen sämtliche Ber- sorguugSberechtigten pro Woche auf deu Kopf>25 Gramm Speck und 50 Gramm Fett. Wenn die Zusuhreu wie bisher anhalten, werden alsbald a»ch die kleinere» Ge- meiaden in der gleichen Weise beliefert werden kSnuen. Außerdem werden wöchentlich 250 Gramm AuS- z n a S m e h l sfeineö Weizenmehl) au alle Bcrsorgnngsbe- rcchtigteu»u sämilicheu Gemeinden ausgegeben werden. Die Preise für Speck und Schmalz werden etwa 4,50 bis 5,— Mark pro Pfund betrageu. Das M.hl wird Verhältnis- mäßig teurer fein und dürste sich auf 2,— Mark das Pfund stellen._ Italienische Truppen nach Wien. Wien, 3. Spril. Der.Mittagspost" zukolge sind bisher in Wällersdoif bei Wiener Nmitadt, das vollkommen b o l slb e- w i ft i i w s-beint. 4000 Manu italienische Truppen anaekommen. Wei/re 1000 Mann find in Wien anaekommen. E» verkämet, daß neue Truppeujeuduuge» nach Meu bevorslehe«. Ganz Polen unter öelagerungszustanö. Wien, 3. April. Aus Warschau wird gemeldet: Der Ministerrat verhängte über das ganze Gebiet Kongrestpolens deu Ausnahmezustand auf die Dauer von drei Monaten. Der polnische Staut leidet ganz besonders unter der wüsten Propaganda, die von Sowjetagitatoren im ganzen Lande getrieben wird und auf die schwersten Erschütterungen und den schließljchen Zusammenbruch der polnischen Regierung hinarbeitet. Man darf annehmen, daß der Belagerungszustand das letzte AnskunftSmittel der Männer in Warschau ist, um dieser Propaganda beizukommen. der Vormarsch üer öolschewikj. An der Grenze Galiziens. Wien, Z.April.(H R-) Die.MitlagSpost" meldet auS Buda« vest: Nach heute morgen hier eingetroffenen �unt>piüiHeu siebt die russische Sowjetarmee an der Grenze deS irilhere» Galiziens und zwar vor Czernowiy und 20 Kilomeier vor Tarnopol. Der mittlere Flügel der Sowstiarmec tritt in der Richtung auf Bukare st den Vormarsch an. Die lrttaun'che Rote Armee be-etzte Baranowici und marschierte aus Minsk und Nowo Krodek. Die ukrainischen Sowjetiruppen baden iu der Richtung Goro-deny die Offensive aufgenommen und bei Smerinka mehrere hundert Kanonen ei bautet. Die Sowjetalmeen werden iu deu nächste« Zagen vor Bereezla stetzeo. deutscher Stahl in Jeindesland. Antwort an die Jnteressentenverbände. Von Arthur Satern«». Zu meinem Artikel unter dem Titel.Hochverrat der Schwerindustrie" hat der Stahlwerksverband eine Aufforderung in die Presse gebracht, die mich zmn Beweise der Behauptung auffordert, daß die Schwerindustrie deutsches Eisen für französische Granaten ge- liefert hat. Ich stelle hierzu fest: Die Gesamtausfuh» an Roheisen, Halbzeug, Schienen usw. in den beiden ersten Kriegsjahren bezifferte sich nach An- gaben, die aus dem Reichsamt des Innern stammen, im Durchschnitt auf 2Z0 000 Tonnen monatlich, insgesamt also bis End? 1010 mit tninSotPns t) Millionen Tonnen."Eine behördliche Kontrolle über lkne Äusfuhks die dafür zu sorgen gehabt hätte, daß das Eisen im neutralen Ausland bleibt, existierte damals noch nicht. Das muß ausdrücklich festgestellt werden. Der Roheisen- und der Stahlwerksverband hatten gegenüber dem Mi- nisterium des Innern dafür die Gewähr übernommen, daß die Ausfuhrprodukto nicht der feindlichen Kriegführung zugute kommen. Diese Garantie wurde und konnte nicht innegehalten werden— ob mit oder ohne Schuld der fraglichen Stellen, bleibt dabei ganz gleichgültig, denn sonst hätten die Verbände solche Zusagen nicht machen dürfen, ohne sich mit den Interessen deS kämpfenden Volkes in schärfsten Widerspruch zu setzen. Die volle Verantwortung trifft sie in jedem Falle! Beweis dafür ist, daß die A u s f u h r a b t e i l u n g deS Kriegsmini st eriunis auf Grund der sich häufenden Meldungen über die Weiterführung von Stahl und Eisen nach Frankreich und Italien sich September 1916 genötigt sah. bei der Schweizer Bundesregierung dahin- gehend vorstellig �u werden, daß diese ein generelles Aus- s uhrverbot für Eisen und Stahl nach Frank- reich undJtalien erlasse. Dies wurde von der Schwei- zer Regierung abgelehnt unter Hinweis darauf, daß Deutsch- land selbst damals noch keine amtliche Ausfuhrkontrolle be- saß. Eine solche wurde denn erst bei der Durchführung des Hindenburavropramms mit einer Kontingelftierung auf 100 000 Tonnen monatlich eingeführt. Wem ein solcher Schritt einer tief in den Fesseln der Tchioerindustrie befangenen Regierung wie der damaligen nicht ein Beweis dafür ist, daß die Weiterveräußerung deut- schen Eisens und Stahls an unsere Feinde, für die die Ver- bände verantwortlich zeichneten, tatsychlich erfolgt ist, dem ist nicht zu helfen. Hinzu kommt: durch die Aussagen eineS deutschen Kriegsgefangenen ist erhärtet, daß tatsächlich deut- sches Eisen in Frankreich abgeladen wurde, worüber sich die Franzosen noch lustig machten. Wer in Feindesland beobachtet hat, wie wichtige Kriegs- geheimnisie von vorlauten Offizieren an französische Dirnen weitergegeben wurden, wird solches nicht für unmöglich halten. Selbstverständlich ist e? mir nicht eingefallest zu bc- haupten, daß die Lieferungen direkt vom Werk nach dem Feindesland gegangen sind. Bei den außerordentlich hoben Preisen, die das seiner wesentlichsten Eisenindustrie- gebiete beraubte Frankreich wie auch Italien zahlten, hat es an Zwischenhändlern und Schiebern nicht gefehlt. P»S an- derte an der Herkunft des Eisens nichts. Bezeichnender- weise ist die Erftillung der von schweizerischen Firmen ge- machten Zusage, kein aus Deutschland geliefertes Eisen weiterzuleiten, auch dadurch umgangen worden, daß man gute Eisenbahnschienen ausbaute, dafür deutsche einbaute, und das so geivonnene„Alteisen" an die mit uns Krieg führenden Mächte absetzte!— Schienen einnen stch nämlich wegen ihres Manaanq�alts�bcwnderS aur- GranaLenfierftefluno.— DasMaterial hierfür mag in den Akten der Ausfuhr- abteilung des Kriegsministerirnns nachgelesen werden. Ich stelle zusammenfassend fest: Die Verantwortung für alle direkten und indirekten Schiebungen, durch die deutsches Eisen und Stahl in das feindliche Ausland gelangt ist, trifft diejenigen, welche sie trotz ihrer bindenden Zusage an das Reich nicht verhindöli: habeiu Das aber sind in deni vorliegenden Falle die beiden genamfteu Verbände, also die Schwerindustrie. Tie deutsche Industrie Hot schon vor dem Kriege an alle Rationen, die gut zahlten, Panzerplatten, Waffen und Mu- nition aller Art geliefert. Das war der Fluch des f k r u p e l- losen militaristischen Kapitalismus, der uns in den Krieg hineingejagt hat. Seine Unmoral quillt auch aus diesen Manipulationen entgegen, die ich geschildert habe. Sacht darum handelt es sich für mich, das Verschulden Ein- zclner nachzuweisen, das, wenn es vorhanden, Verhältnis- mäßig belanglos wäre, sondern die ungeheuren Schäden des S y st e m s aufzudecken, das wir als Sozialisten bekämpfen. Dieses System ist es, das vor dem Krieg der ganzen Welt Waffen geliefert hat, mit denen sie uns dann bekämpfte, und dieses System hat es auch möglich gemacht, daß selbst während des Krieges deutscher Stahl zu französischen Granaten der- arbeitet wurde. Naüikale Tenöenzen im ungarischen Kommunismus. Tie Einheit in Gefahr. Wien, g. April.(H. N.) Räch der.Relchspost" sind in der un- garischen Röteregierung SWifehelligleiten aukgebrzchen. die zur Bildung eines noch radikaleren Flügels der Kommunisten gesiibrt haben. Die Lage in Budapest sei infolge der mißlichen ErnäbrungS» Verhältnisse und deS wachsenden UnmuteS der Bevölkerung krisenhaft. Ententetrieg gegen Ungarn. Wien, 3. April.(Meldung beS Hollandfch Nieuwsbureaus.) Tie .Zeit" meldet: Nach den letzten Pariser Nachrichten scheint sich die Entente entschlossen zu haben, den Bolschewismus in Un- garn zu bekämpfen. Solveit sich bi« jetzt die französischen Blätter über die bevorstehende Aktion aussprechen, dürfte mit einer ansehnlichen Truppenmacht zu rechnen sein, die in Tätigkeit gesetzt werden soll, wenn auch die Zahl von SOÜ 000 Mann mit Vorsicht auszunehmen ist. Augenscheinlich plant man einen Angriff von drei Fronten aus gleichzeitig zu führen. Die in F i u m e landenden Truppen könnten nach diesem Plane östlich des Plattensees verwendet werden, während die Serben zwischen Donau und Theiß, die Rumänen über Siebenbürgen her den Angriff zu führen hätten. Für die Tschechoslowakei scheint eine mehr passive Rolle geplant zu sein. Es wird ihr zugedacht, die Un- garn aufzufangen, bzw. den Durchbruch der Ungarn zur Bereini- gung mit den russischen Bolschewisten zu verhindern. Jedenfalls wird die Entente sich bemüßigt sehen, di« Rumänen an der russi- fchen Front zu stützen, um von dieler Seite die Bedrohung im Rücken zu vereiteln. Der ßrieöenswttnfth öer Sowjetregierung. Haag, 3. April.(Meldung deS Hollandfch Ricuwsbureau.) Hollandsch Rieuwsbureau meldet aus Paris: Im Zusammenhang mit den Gerüchten über die Annäherung der russischen Sowjet- regierung wird folgendes mitgeteilt: Die russische Svwjetregierung hat die Anerlennung der Alliierten und der Vereinigten Staaten nicht verlangt. Sic scheint wohl einen diesbezüglichen Vor- schlag gemacht zu haben, der in kurzen Umrissen auf folgendes hinausläuft: Schließt Frieden mit uns. Dadurch wird es möglich sein, den zahlreichen Kleiickriegen ein Ende zu machen. Hebtdie Blockade aus, so daß wir in die Lage versetzt werden, Nahrungsmittel und Rohmaterialien zu erhalten. Dann wollen wir unser Bestes tun. Und Ihr könnt uns anerkennen, wenn Ihr«S für gut haltet. Die Russen sind bereit, einen Sonder- frieden mit der Entente zu schließen. Unter Friedensschluß ver- stehen die Russen, daß die Alliierten ihre Truppen aus Rußland zurückziehen sollen. Di« Russen stellen sich auf den Stand- punkt, daß die Haltung, die sie jetzt dem Ausland gegenüber ein- nehmen, ausschließlich Selb st Verteidigung ist. Der ImSen in großer Nähe. b Teutschland soll zu Kre ze kriechen. Paris, 3. April.(Reuter.) Pichen erklärte, bah der Präliminarfrieden seiner Ansicht nach vor Ostern be» reit sein werde. Wien, 3. April.(H. N.) In einer Unterredung mit dem V-r- treter deS„Vicnnc Bulletin" erklärte der französische Gesandte A I l i e ä, ein gerechter und dauernder Friede» und die Liga der Nationen seien näher alS man meine. Deutsch-Oe st erreich Luöo yartmaqns Weltgeschichte.- Die Revolution hat auch der neuzeitlichen Billmngs- bctvegung entscheidende Möglichkeiten frcigebrochen, längst erkannten Aufgaben energischer als bisher nachzugehen. Ludo Hartmann, der jetzt als Gesandter deS deutsch- österreichischen VolksstaateS in Berlin wirkt, läßt bei F. A. Perthes in Gotha eine„Weltgeschichte in gemein- verständlicher Darstellung" erscheinen, in deren Mitte das iverktätigc Volk stehen soll. Zwei erste Teile diese» zwölf- bändigen, durch di« Arbeitsgemeinschaft von GeschichiS- schreibern verschiedener Nationalität verfaßten Werke» liegen jetzt vor. Unser Genosse Hartmann ist ein hervor- ragender Kenner und Praktiker deS neuen volkstümlichen BildungsvortragStocsenS. Daö unternommene Werk hat an ihm einen berufenen Leiter. Wi« er es aufgefaßt hat, nach welchem Plan und welchem Zweck, sagt er in einleitenden Ausführungen. Darin heißt es: Mit der fortschreitenden Demokratisierung des öffentlichen LebeaS Schritt haltend, entwickelte sich im letzten Jahrhundert die Bildung und die Politisierung der großen Massen; sie wollen nicht mehr Werkzeug« der Gesellschaft sein, sondern mit Bewußtsein ihre gesellschaftlichen Handlungen setzen; sie wollen begreifen, was um sie, was i» ihnen vorgeht. Angeregt und herangebildet durch die Schule des täligen Lebens, sind sie sich beimißt, das gesellschaftliche Sein nicht zu verstehen, solange ihnen das gesellschaftliche Werden noch fremd ist. Und«5 ist ihnen natürlich mit Fragmenten, die ihnen hier und da zufliegen, nicht gedient, sie wollen das Ganze dieses gesellschaftlichen Werden«.... Eine Weltgeschichte, die nicht nur nachgeschlagen, sondern auch gelesen sein will, di« eben dem Bedürfnis nach dem Ganzen entspricht, darf nicht einen Umfang hoben, der es dem Lciien unmöglich mach!, sie zu bewältigen, weil ihm die notwendig« Muße fehlt.... Wir nehmen für uns in An- spruch die unbedingte Ehrlichkeit der Forschung auf Grund eine? Materials* das dem Leser naturgemäß nicht zur Verfügung steht, und daö Bestreben, nichts in die Geschichte hineinzutragen, was ihr fremd ist. Nicht vom Ttandpunkt« irgendeines philosophischen Systems aus trachten wir die Einzelheiten zu beurteilen, sondern sie zu beleuchten, indem wir sie in den Strom der historischen Eni- Wicklung hineinstellten. Wir haben in dem Streite um die gegen- seit igen Besiehungen der Jdeolochett und der materiellen Verhält- nissc nicht sskmei ergriffen, wohl aber das Hauptgewicht auf die Massenerscheinungen gelegt, das wirtschastlich-soziale Moment, und als seinen Ausdruck die rechtlichen Institutionen betont. Das In- dwidnelle, das chronologische, kriegsqeschichtliche, diplomatische De» teil wurde dagegen nur so weit herangezogen, wi« e» zur Erlau- tenmg und zum Verständnis der großen EntwicklungSlinien not. wendig erschien. Dor.:us ergab sich uns auch die Ensieikung deö Gesamtwerkes. Eine rein chronologische Anordnung könnte oie ursächlichen Zusammenhänge nicht genügend berücksichtigeli, weil sich auf der Erde verschiedene.Kulturkrsise, geographisch getrennt, nebeneinander ent. prickelt habe«, die durch Jahrtausende gar nicht oder so gut wie zuchj aufdmabes eingewirkt habeu. Ebeasowenig würde cm streng werde i n die Liga aufgenommen, ebenso Deutsch- l a n d, aber nur wenn es seine Gesinnungen ändert und die Schuld am Kriege e i n g e st e h t. Die Gerüchte über eine Ab- reife Wilsons von der Friedenskonferenz seien falsch. Wenn wir also schön brav sind und als reuige Sünder alle Schuld des alten Regimes auf uns nehmen, sollen wir in die gute Stube de» Völkerbundes mit eintreten dürfen. Den Franzosen icheint der kolossale politische Umschwung in Deutschland völlig ent- gangen zu sein._ Die erste Zusammenkunft in Paris. Fühlungnahme der deutschen Telegierte» mit den � Alliierten. Paris, 3. April.(Amtlich. HavaS.) Die Mitglieder der Finanzabteilung des Obersten interalliierten RateS hotten Mittwoch ihre erste Zusammenkunft mit den deutschen Abgeordneten. Die Delegierten haben lediglich Fühlung miteinander genommen und ihre Ansichten untereinander ausgetauscht. Die nächste Zusammenkunft, der zwei sranzösiiche Delegierte und der englische Delegierte Kehns beiwohnen werden, findet am Donnerstag statt. Haag, den 3. April. Ter Kronprinz schimp'r wie ein Wilder auf Ludendorff! Die offene Sprache kommt etwas spät. Als es noch gut ging, ließ sich der Kronprinz gern von den S'.rahlen der Ludendorffschen Ruhmes- sonne mitbesckeinen und als genialen Heerführer preisen. Jetzt bat auch er in Lndendorff den Ouell alles Böten entdeckt. Wir sind gewiß keine Verehrer Ludendoiffs, aber was der Mann auch ver- dienr haben mag, daS hat er sicher nickr verdient, jetzt von dem ratenlolen jungen Manu namens Friedrich Wilhelm geschulmeistert zu werden! Wird den Hohenzollern bei ihrer Enthüllung smanie nickt etwa? bänglick? Wilhelm und Friedrich Wilhelm sind sicker nickt aus dem Holz geschnitzt, daß sie nicht viel zu befürchten hätten, wenn jetzt die von ihnen Angegriffenen ihrerseits einmal ge- hörig auspacken. Wo« wird von dem theatralisch posierenden Schwächling Wilhelm nock übrig bleiben, wenn ihn jetzt seine Generale schildern, so wie er wirklich gewesen ist! Selbst der monarchische Chorus der Nlldcul'cken dürfte trotz fürchrerlicher Gewissensqualen bei einem homerischen Schinipiduell zwischen den Hohenzollern und ihren Generälen wohl eher auf Teilen der Generäle fallen, von denen er doch wenigstens noch etwas erwarten kann._ NeichskonfsrenzAerEifenbahn-�rbeiterräte Unzufriedenheit mit Minister Oeser. In Frankfurt a. M. begann am Donneretag die Reickslonferenz der Elsenbahn-Ärbeiterräle Deutichlands. Vertreten waren rast alle DircklionSbezirke durch etwa 100 Delegierte. Zu Beginn der Tagung wie« der Frankiurter Arbeiterrat Breunig aui die Verfügung des preußische» En'enbahnmmister« Oes er an die DirelriouSpräsidenten Preutzens hm, den Elieiibahii-ArbeiterratSmitgliedern zur Tagung keinen Urlaub zu gewähren und keine For lberah« lung der Löhne zu bewilligen. Das Rnnd'chreiben Oei'erS müsse als eine Kampfansage an die Arbeuerräie bezeichnet werden. Hierauf iprach Paul Schulz-Frankjurt a. M. über.Revo- lulion und Staatdarbeilcr". In der Debatte wurde an dem rückständigen Geist im preußischen Eiicnbahnministertlim ichärfste Krilik geübt. „Arbeitslosigkeit und ArbeitSnot." In einer ausführlichen Dar- legung dieses seltsamen und unhatlbaren ZuslandcS unserer Volts- wirtschasr(Vorwärtsverlag, PrcrS 1 M> umeiiuchl Genosse Erwin Barth die Ursachen der beiden gci'ell'chastlickc» Uebclstände. Er vergleicht die'ruberen WirtichaflSkriien mit der jetzigen, erwägt die Möglichkeiten der Zukunft und weist die Wege, die uns aus der Not, am Abgrunde de« CbaoS vorüber, wieder normalen Verhältnissen zuiüdren. Deine Vor» ickläge vertieren sich nicht in uferlose Experimente, sondern ent« ipungen uumilielbarer praknscher Einsichl, die zupacken und helfen will, entgegen den vielfachen Versuchen, aus den Notständen der Zeil politrscheS Kapital zu schlagen. Darum ist daS Buch ein Stück lreuer Gegeuwarisarbeit, die heilsamer und nötiger ist als manche Ritter von der Theorie meinen. einflößen vor dem ernsten Laien, dem gegenüber er nicht nur zu den se'bswerständlichen Voraussetzungen jeder Wissenschaft. Exaktheit und Kritik, sondern auch zur straffen Zusammenfassung und pur Auswahl des Wesentlichen verpflichtet ist. Wenn er auch keine tat- sächlichen Kenntnisse voraussetzen darf, muß und soll er doch an daS Denken des LescrS alle billigen Anforderungen stellen. Nicht durch ungeordnete Anhäufung von Tatsachen, sondern durch An- regung zu eigenem Denken auf Grund deS gebotenen Tat- sachenmateria's kann der populär.wissen schaftliche Schriftsteller das verbreiten und der Leser das erlangen, wonach er strebt: Bildung. Notizen. — Die Ausstellung unbekannter Architekten im Graphischen Kabmert. K»rmrsten>ai»m 282, ist von jetzt ab auch Sonntags von 12 bis 2 Udr geöffnet. —„Der Jäger au« Kurpfalz". Unter diesem Tüel bietet Ferdinand Bonn eine Dramalisierung von Karl JmmermaiinS tlaisii'chcn„Oberhof"- Geschichte. Solche Bearbeitungen find immer eine bedenkliche Sache. Die bnhnengemäße Umwandlung epischen Stoffes führt zu Gewaltsamleileir Bonn'st ein gewicgier Theaterpraktiker. Er verstehl stck oui wirksame Effekte. So däif man ihm zugestehen, daß er mit Geschicklichkeit veriubr. DaS d'ch» tenlche Elemeni hat indessen mancherlei Rührietigkeiten— der lieben„Wirkung" wegen— Platz machen müssen. Ana; blieb hie»nd da kein Fleisch— nur Knochen übrig. Immerhin sind die Personen erkennbar umrissen; so der Hoischulze, besser noch der Orgelkasper, Schmitz, der A»er- tnmSiorscher, Buttervogel, der Diener, L�Sbet und andere. Die wesuälische Bauernhochzeit, die FemgericktSszene erhöben den Bühneneffekt. Zu diesem Volksstück mit Gesang hat V i c i o r Holländer mit Benutzung deulscker Boikslieder. Banerniänze und der gl. die Musik besorgt. Die Erstauisühruns im„Walhalla- Tbeater" brachte, sorgsam vorbereiiet und reckt annehmbar dar- aestellt, einen zum Teil starken Eriolg, der Dauer verspricht. Einige Kürzunaen könnte das Sifick aber wobl vertragen. eic. — Tänze im Opernhaus. Am Sonnabend und Sonn- tag nachmittag tmrd im Anschluß an„Hansel und Grete!" daS Ballett, das lange pausiert.hat, in einer Reihe von Tanzbildern zur klassischen Musik auftreten. — Vorträge. Ludwig Wüllner Veranstalter im Klindworth-Scharwenka-Saal am 14. April seinen letzten Vortrags» abcnd(Dichinngen de« jungen Schiller und Shakespeare: Forum- szene aus„Julius Caesar". — Musik. DaS letzte Konzert mit dem Philharmoniichen Orchester von Hermann Scherchen. Philharmonie, U. April. bringt Sckrecker.„Vorspiel zu einem Drama"(Erstaufführung), Bruckner, S. viufonie und Mozart, Violinkonzert Nr. ö. Milw.: Karl Flesch.— Die junge Geigerin Carola Zellenka trägt am 12. April, abends 7iU Uhr, im Btüihner-Saal u. a. Werke von Beeibov«», Lalo, Saralate vor. — Julius-Hart-Ehrung. Zum 60. Geburtstage JuliuS SarlS, des Vorkämpfers der Lileraturbewegung der achiziger Jabre, findet am». April, abend»» Uhr, in den MlbelmShallen(Bahnhof Zoo)«in« Feier statt. Bruso Bill« spricht über Hart, uamh«fte Künstler«ukeu«it. Nr. 173 ♦ ZH. Fahrgang Seilage öes Vorwärts Lrettag, 4. �lprll 1414 Die berliner Parteiorganisation Üer S. p. D. un) öie Ztelhaz der ft?delterrZte. Der Groß-Berliner Bezirksvorstand der Partei, die Fraktion der S. P. D. im Vollzugsrat des Grast- Berliner Arbeiterrats. derVorstand der Arbeiterräte-Fraktion der S. P.D., der Vorstand der sozialdemokratischen Betriebsvertrauenslente und Vertreter des Zentralrats tiaben in zwei gemeinschait- lichcn Sitzungen die �rage der Stellungnahme der Partei zum künftigen Anfban und der gesetzlichen Regelung der Befugnisse der Arbeiterrate behandelt. Es wurde beschlossen, folgende Entschließung dem auf Sonntag, anberaumten B e- z i r k s t a g der sozialdemokratischen Bezirksorganisation zur Annahme zu empfehlen: Im revolutionären?euisck>land find alle Vorrechte der Geburt. des.-laiideS, der Klassen und Naüen beseili.it. Lediglich die Leistungen des Emielne» iüt das Voltsganze find eni'cheidend füi seine Siellung'm Sioale DaranS ergibt stch. dast der mahgebende Einflust bei denen liegt, die alle Werte schaffen, das helfet den löiprNich und geinig Schaffenden. Äui votiii'chein Gebiere rsr die Ucbergabe der Ma»» an das ge'aniie La. k vollzogen durch Einfübrung des allgemeinen, gleichen, drrellen und geheimen WahlreckiS»ür alle Männer und»frauen im Alter von llber zwanzig Fahre» zu alle» gs>etzgrbenden Kärperichafien im Reich. Sraat und Gemeinden. Bei der wiliichafilichen Strukiur Deutsch�iids bedeutet dieses lldchl die politilche Macht der Arbeiiertlosie. wenn die Äibeiler dicics Reclt io anwenden, wie es ihre Jnieressen gebieten. Der Demokratisierung der gesetzgebenden Körperschaften mug die Temiikratifierung der Verwaltung folgen. Unter Aufiechterhaltung der vollen politischen MeinungS- sreiheit und der wirl'cha'ttichen und sorale» S icherstell ung der Beamten mufe doch oerlangt werden dafe mindestens alle leitend»» und Po ilii'ch wichtigen Posten mit Perionen besetzt werden, die mit voller lieber reugung auf dem Boden der heutigen Ordnung stehen und bereit sind, positiv an der Sicherung dieser Ordnung mitm- arbeiten. Wir'ordern die Regierung ans. die notwendigen Aende- rungen schleunigst und rnckuchtSlo« durch, u'ubre». Die poliriiche Temoliatie mufe ergänn werden durch Wirt- schastliche Demolrati« und Sozialismus. Die Allemberrichasl des Kapitals im Wirlicha'lSteben und im Arbeits- Verhältnis, die bereits durch die Revolution einen wuchtigen Stofe erb.ilten hat. mutz bcsoirrgt werden. Die Sozialifierung mufe unier Führung de» Reiches überall dort schleunigst durchgeführt werden, wo die Voiansietzung des Erfolges gegeben ist. Innerhalb der Betriebe find Arbeiter- und Angestelltenrilt« als wirtschaftliche Interessenvertretungen der Sibeiinebiner zu wählen und bei der Regelung der Arbensveihäll- niffe zur gleichberechtigten Mltwiikung herai, zuziehe». Sie haben im besonderen mitzuwirken bei der sfestsetzung der Arbeitszeil. desLobneS und sonstiger Arbeitsbedingungen uns aui Beschwerden bei Einstellungen und Ent» lassungen. Soweit Tarifverträge aus gewerlschaftlicher Grund- läge oder aiml'chen Lohnfest'etziingen beüehen, haben ffe deren Fiinehaltung zu übe> wachen. Sie haben die Beachiung der geietz- lichen Arbeiler'chiitzbestimiiiungen und der Vorichrifren der Sozial- Versicherung zu überwachen. Im Zusammenwirkeu mit der Betriebsleitung haben sie die Steigerung der Produltion zu fördern und zu diesem Zweck da» Recht, in alle B e tr r e b« V o r g ö n g e Einsicht z u nehmen. Sind weniger als 20 Arbeitnehmer in einem Betriebe vorhanden, so sind ein bis zwei BerirauenSpersonen mit den gleichen Be'ugnisien zu wählen. Zur Regelung und.Kontrolle der Produktion. der Rohstots- und Warenverteilung werden kür alle Industrie-»nd Gewerbezweige ArbeitSgemcinschaite» gebildet, in denen die Arbeiter« und AiigesteNieiiräie der in /frage kommenden Betriebe, die Unternehmer und BerriebSleiter und die Arbeitgeber- und Arbeitnebmerorganisaiionen sowie Brrireter de» Reiches bezw. iiueressierien Einzelitaaten und Kommunen mitwirken. sfllr bestimmte Wirtschaftsgebiete werden örtliche oder Bezirks- «rbeiterrite und für das ganze Reich ei» Reichsarierterrat gebildet. Diese Räte haben in ihrem Bezirk die allgemeinen Fnteresien der Arbeitnehmer wahrzunehmen. Sie habe» bei der Vorbereitung und Durchführung von Sozialisierungsmafenahmen mitzuwirken und sind zur Kontrolle sozialisierter Betriebe und Ge- werbe heranzuziehen. Sie wirken mit bei der Durchführung der ArbeUer-Slvutz- und BersicherungSgeietze. beim Erlag von Aus- sührungsbestimmuiigen und Veiordnungen zu solchen Gesetzen und bei der Gcwerbeaiisiichl. Die Regierung bar dem ReickSarbeiierral alle wirlschastltcheir und sozialpolitischen Geiekeniwürie vor ibrer Einbringung in der geietzgebenden Körverichast zur Begulachliing vor»legen. Der Reichsarbciterrat Hai das Recht, iclbst solche Geietze zu beantragen. Die zunändige ge'ctzgebende Körperichast ist verpflichtet, über diese Enlwürfe zu beraten und zu beschliefeen. Enlsvrcchend gelten d>e>e Bestimmungen tür die örtlichen und Beziiksarbeitcrräie. Die örtlichen und Be- zirksarberterräre sind durch unmittelbare Wahlen auf Grund des Verhältnis sy st em« zu bilden. Zur B.'ralung gemeinsamer Anzelegenbeilen neten die Arbeiterräte mit gleicharligen Arbeiiervertretungen unter Miiwirkung von Veitretern des R ich-S zu'gmnien.' Ein Antrag, dem Reichsarbeiterrat das Veto- reckt gegenüber den vom allgemeinen Volksparlainent bc- icklossenen Gesetzen einziiräuinen. wnrde abgelehnt. Viellcickt überprüft der Bezirkstag diese Resolution noch in einigen Einzelheiten. Wir machen besonders ans den dritt- letzten Satz aufmerksam. Wie will man die V e r- Pf l i ch t u n g der souveränen Volksvertretung, Entwürfe zu beraten, durchführen? Anderelseits ist es denkbar, dast ein Entwurf, hinler dem die gesamte Arbeitcrvcrtretung steht, in der Volkskammer nickst genug Unterstützung findet, um als Initiativantrag eingebracht werden zu können? Will man den Arbeiterräten in irgend einer Form staats- rechtliche Funktionen verleihen, so.kann das nur auf dem Wege der Volksabstimmung und des sog. Initiativ- begehrens geschehen. Es könnte bestimmt werden, dast auf Ldstm. Knapp beteiligt habe, der auch miischuldig an der Hergabe von Gaffen und sonstigem Heeresgur an«ufeenstehende lei. Um ver siortietzung dieses gefährlichen Beginnens zu steuern, erfolgt« die Absverrung und Besetzung der Kaserne. Gerrchtliche Unrer- suchung in eingeleitet. Die Mannschailen de? Augusio-Regiments haben ihre Waffe« abgegeben und es ist nicht zu irgendwelchen Zwischenfällen ge- kommen._ Zur Gehaltsregulierung der Angestellten m Heeres- betrieben wird unS auS Gewerkschaftskreisen geschrieben: Die GebaltSregulierung iür die Zivilaiigestellten der Träfe- Berliner Militäi betriebe un" Behörden ist nicht zur Zufriedenheit der in ffrage kommenden Lrgani'alionen erledigt worden Die Verireier des Zentralverbandes der HandlungSgebilien und deS Verbandes der Buicguaügestellren baden in der Wumba-Sitzuiig vom LS. März noch in letzier Minnte VeibesierungSvor'chläge für die Kiaiie S ri»>er Gruppe A(mönnliche Angestelltes gernncht, da die vom Reichs'chgtzaml bewilligte» Sätze in der Klaffe 4 absolut un- zulänglich genanut werden müssen. Ebenso unannehmbar sind den in Frage kommenden Organisationen die Gehaltssätze tür die weibluten Angestellien gewesen. Von den Orgaiiisationsvertretern wurde im L.m'e der Verband« lunaen zu wiederholien Male» auf das wirt'chastliede Unrecht hin- gewie'e». das die Regierung den weiblichen Angenellten niit dieser GehaltSregulierung zufüge. Der alte gewerkiwakiliche Grundsatz. für gleiche Leistirng gleichen Lohn, ist von der Regierung der sozialcir Republik nicht anerkannt worden. Zur Amteuthebung des Stadtkommandanten Klatvunde teilt der Intendant der Kommcmdcmrtnr Dr. Bongard mit: Die Klawunde vorgeworfenen Unregelmäfeigketlen betonen keineswegs den Wunsch eines so und i'o grossen Teils der Bevölkerung j Gelder, die für die Opfer der letzten Spartakus-Unruhen ge- ein Referendum zu veranstalten ist. und dieses Initiativrecht � sammelt waren, sondern etwa 40 Mb von MIM M.. die Klawunde könnte auf Körperschaften, die einen entsprechend grasten i durch einen Herrn Fuliusburger bei Gcostbanken und Grofekausicutcn —■|" ohne Wissen der Intendantur für einen angeblich allgemeinen Unterstübungsfonds hat sammeln lassen. Klawunde und Julius- bucger hohen zugesagt, die Summe herbeizuschaffen. Für die vielen hundert Berliner, die siir die Bekämpser der Januar- und März-Unruhcn gespendet haben, siegt kein Grund zur Beunruhi- gung vor. Leider sind unlauter« Element« an der Arbeit, die Sammlungen kür ihre eigene Tasche veranstalten. In Rücksicht aui die Auflösung der alten Armee mrd die ge- boten« notwerrdiae Sparsamkeit wird der Posten eines Komman- darrten von Berlin nicht mehr besetzt werden. Die Kommandantur wird dem Gouvernement angegliedert und eine wesentliche Verein- fackung der Geschäfte durchgeführt werden. Mit der Führung der Geschäft« dieser Abteilung und mit der Gerichtsbarkeit erster Instanz ist der Major im Generalstab Kaupsch beauftragt. Volksteil vertreten, übertragen werden. Als eine solche Vertretung wäre dann der Reichsarbeiterrat ohne weiteres zu betrachten._ GroßSerlln Feine Leute. Also spricht Kronprinz Fritz vermögen: „Ei seile I iHöit ihr. wie er zuhaut?) Are Ludendorff da« Volk belogen, da« gebt fürwahr auf keine Kuhbailt.* Und nach dem Prinzen Festedruff läfet Pava Wilhelm sich vernehmen: „Was man mir nachiagt tat im Suff mein General. Der ioll sich schämen!' Oje. wie läuft den Zolle, nbelden vom Angesicht der Aengste Schweife! Was wird nun Ludendorff vermelden, so er von diesen beiden weife? Der Monarchist, um HimmelSw'llen, drück: krampfhaft beide Augen zr� indefe die Galerieen brüllen: „Ra. Ludendorff, nu rede d u... st _ Pank che». Differenzen mit den„Augustaneru". Die Ka'erne des Re iiments„Augusia* ist gestern kampflos und ohne Zwischenfall von Tiuvven der Abteilung Lüttw'tz besetzt, der gewählte Änguitanersührer. Ld'im. Knapp, verhaltet worden. Unlere Anlrage na» den Gründen dieser Mafenabmen wurde von. der Abteilung Lüttwitz folgender mafeen beantwortet: ES Handel: sich um die Eingliederung der in Berlin liegenden Truppen in die geietzmäfeige Reichswehr.„Au insta* ist Ersatztruppenteil der an der Grenze lieaenden zweiien Gardedivision. eS sollie mit dieser in eine ReichSwebrbriaade umgebildet werden und zu diesem Zweck in die Alexander kaserne umzieben. Während die in gleicher Lage befindlichen Alexandriner »nd Franzer dieser Anordnung solgren. tat„Aligusta* dies nicht, und zwar unter dem Ernflufe von Hetzereien an denen sich auch Vollzugsrat und Gemeindeverwaltung. Der Vollzugsrat verhandelte Donnerstag erneut mit einer von den A.-Räten der kommunalen Betriebe Berlins gewählten Deputation. Diese A.-Räle sind zu oiner Arbeitsgemeinschaft zu- sammen getreten. Die erneute Ausspräche erfolgte, weil durch einen Sitzungs- bericht des V. R. mit den VolkSboauftcagten der Stadt Berlin die Annahm« entstehen konnte, als ob der in dieser Sitzung gefafete Beschlufe den A.-Räteu der kom. Betriebe die Existenzberechtigung abspreche. Das ist aber nicht der Fall. Nach eingehender Aussprache wurde eine Verständigung durch die einstimmige Annahme folgender Resolution erzielt: .Die Arbeitsgemeinschaft der A.-Näte der Beamten und Hilfskräfte der Kommune Berlin hat die Kontrolle aller für die einzelnen W-Ruts-Kategorien in Betracht kommenden städtischen Betriebe und Verwaltungszweig« im Interesse der Arbeiter und Angestellten sowie in dem der Gesamtbevölkerung Berlins durch» zuführen. Sie tut das in engster Zusammenarbeit mit dem kom- AuSschufe des V. R., der sich seinerseits— bis zur anderweitigen Regelung des Verhältnisses zwischen Kommune Berlin und Ar- beiterräten— der vier Volksboauftragten für den Verkehr mit dem Oberbürgermeister Mermuth bedient." Um eine endgültige Regelung herbeizuführen, soll noch eine Sitzung stattfinden, zu welcher ausser der genannten Deputation auch die vier Volksbeauftragten geladen werden sollen. Einem Antrag der Vollversammlung der A.» und S.-Räm entsprechend ist die Hafientlassung Ledebours mindestens für die Tagung des Kongresses beim Justizministerium beantragt. Dieses toilt dem V. R. mit, dafe darüber nur daS Landgericht entscheidet. 4] öilal. Bon Josef Luitpold. Profanier lag wach auf der Pritsche. Plötzlich erhob er sich. Was war das? Hatte sich sein Ohr nur getäuscht? War es durch das ewige Horchen übermüdet und versagte den Dienst? Er blickte rasch zu Tora hinüber, dann zu den schlafenden Kameraden. Nein, nein. Er mußte sich geirrt haben. Profanier wollte sich eben beruhigt zurücklehnen, da hörte er ein jähes, schsangenhoftes, heißes Zischen. Er schr'e auf, die Kaineraden sprangen von den Pritschen. Ein Krachen schmetterte von unten auf mit berstendem Ge° polier donnernd gegen die Kavepne. „Die Kerze! Die Kerze fällt l" rief Tora mit heiserer Stimme. Sie war umgefallen und erloschen. Die Sechs in der Kaverne erwarteten, der felsige Boden werde im nächsten Augenblick gesprengt sich öffnen und sie zerstückelt in das N'chts schleudern. Schleich, der Mesner, kniete im Dunkeln nieder und be- gann bebend, aber mit feierlicher Stimme das„Vaterunser". Karlinger war auf der Pritsche liegen geblieben.„Aus!" murmelte und wiederholte er beständig.„AuS!— Aus!" Dem Wahnsinn ausgel'efert»nd preisgegeben, vom Wahnsinn umstellt und verschlungen.„Aus!— AuS!" Skäla weinte und rief nach seiner Mutter.„Matmka!— Matinkal" Zirlhoser nahm seinen Rucksack und sagte:„Ich gehe ins Freie. Das ist ein Grab hier. Wenn ich sterbe, sollen Sterne über mir stehen. Ich sage euch, kommt mit!" Sküla sprang auf.„Ich gehe mit dir!" Die beiden eilten ins Freie.— Profanter war der Ruhigste. Er hatte längst mit allem Leben abgeschlossen. Seit der ersten Stunde, da er hatte Soldat werden müssen, stand ihm ein Ende voll Schrecklichkeit klar vor den Augem Und dieses Ende schien ihm nur ein Zeugnis des Gerechtigkeitssinnes im Weltall zu sein.„Wer das Schwert ergreift, soll durch dos Schwert zugrunde.reden."> Er erwartete es. Er wollte es geradezu. � j „Die Peter Toca wiederholte in wildestem Erschrecken Kerze! Die Kerze fällt!" Gleichn'shaft, wie erhalle Dinge sah. erschütterte ihn auch dieser Augenblick anders als alle seine Kameraden. Nicht an sein eigenes Leben dachte er, nicht einmal an die grauenvolle Sekunde, die nun seine Kameraden zerfetzt und zerschmettert in die Lüfte sollte fliegen sehen— als das B'ld all der namenlosen Greuel dieser Zeit und dieses Ge- schlechtes sprang das entsetzliche Erlebnis in sein Inneres. Die Kerze sah er in der steinernen Gnift stürzen und er- löschen. Und das Ende einer Epoche war ihm offenbar. So fällt der Geist, flüsterte es in ihm. so fällt die Schönheit, die Seele, der Gott! Und ausgeworfen, fortgeschleudert und zer- schmettert w'rd der Mensch, verraten und ermordet von der Niedertracht, die er in sich, über sich hat wachsen lassen. Und die Kerze war gefallen. Für ewig gefallen. Nnn kann man sterben, flüchten, beten, schweigen— alles frucht- los. Der Geist ist gefallen und erloschen. Gott in der Ka- Verne tot. Niemand mehr, der das Licht heranrufen kann. Niemand. N'emand. „Bilal!" schrie es plötzlich in Peter Toca auf und er sagt es mitten ins Dunkel mit so lauter Stimme, daß die Wände gespensterhaft hallenden Widerklang gaben: „Fürchfet euch nicktl Ick bin bei euch! Bilal ist ge- kommen. Bilal will seinen Platz auf dem Turme suchen." Schleich hörte zu beten auf. Der gläubige Ton, die werbende Kraft in Peter Tocas Stimme nabmen den alten' Lanbstllrmer in Bann: sie machten Eindruck auf ihn, auch wenn er ihren Sinn nicht zu deuten vermochte. Karlinger erhob sich von der Pritsche. Er hielt die Ge-, fahr für vorüber. Den Italienern war die Sprengung! wenigstens für heute mißlungen. Das Dynamit hatte zu wenig Stoßkraft entwickelt. Er übersetzte sich sogleich den ganzen Vorfall folgendermaßen in seine Philosophie:„Man! muß einen nicht nur erschlagen wollen, man muß es auch � können." Viel unsympathischer war ihm im Augenblick dieses salbungsvolle Gefasel des Peter Toca. Karlinger hatte für den Einjährigen nie besondere Vorliebe. Was ist � das, Bilal? dachte er sich. Ter Kerl hat lauter solche Schrullen und Faxen. Ein armer Narr. Sonst nichts. Seine Wissenschaft hilft ihm auch nichts. Profanter aber, der Ziseleur, hatte den Toca sehr lieb schreite bis zur mich schrecken und erschrak. Ihn durchzuckte der Gebanke, Toca sei«nicht mehr recht bei Sinnen. „Toca!" mahnte Profanier weich. Bilal, Bruder! Merke es dir! Bisiii weilt unter euch. Ihr kennt mich nicht. Ihr habt mich noch nicht von Angc- ficht zu Angesicht gesehen. Die Gewalt meiner Stimme faßt ihr noch kaum. Von meiner Sendung wißt ihr noch nichts. Aber ich sage euch: Fürchtet euch nicht! Der Platz aus dem Turme bleibt nicht leer. Ich trete hinaus, ich Brüstung hin. Mag gähnende Tiefe wollen, mag die Unendlichkeit des Raumes mir die Größe meiner Aufgabe zeigen, mag mich Sturm geißeln— Brüder, ihr werdet alle doch, alle, alle � euren Knecht Bilal hören. Er wird euch rufen, jeden von � euch, er wird das Leben zurückrufen, die Menschlichkeit in den Menschen zurück, den Gott in die Schöpfung. Bilal, � Bilal ist gekommen." „Karlinaerl" flüsterte Profanter entsetzt. „Er ist ja wahnsinnig geworden!" „Was sollen wir machen?" Peter Toca aber sprach weiter:„Die Kerze ist gefallen. Aber warum, ihr Neunmalweisen? Sie ist gefallen, weil sie keiner gehalten hat." Karlinger konnte sein Lachen nicht ganz unterdrücken. Mit strafender Stimme setzte Peter Toca fort:„Und der Mensch hat sich so furchtbar verirrt, weil seinem Ohr die Stimme vom Turme gefehlt hat. Nun ist der Rufer er- schienen. B'lal ist. da?" „Bilal?" fragte der alte Schleich voll Demut und Glaubensdurst. „Gesegnet bist du vor allen anderen!" rief ihn Toca an. „An der Stunde des Zusammenbruches hast du als erster dieser Tage den errettenden Namen ausgesprochen. Ja, mein Freund. Bilal ruft vom Turme!"— «Wir können ihn nicht allein fortschicken." flüsterte wieder Karl'nger.„Aber von uns darf auch keiner mit ihnu liebet- dies müßten unser zwei mit." „Aber einen Irrsinnigen können wir nickst als Komman- banten haben?" „Wenn er hinausgeht oder einer von uns lockt ihn hiu« aus, dann melden wir rasch alles telephonrsch." .DaZ geht."--(Forts, folgt.) r Die V. M.-�Miiftlieder Ma�rrHn, W'ohwsd un5 Kegmemn sollen dort d-i« Haftentlassung erwirken. Kum Ausstand in der Metallindustrie wurde der Ausschuß für Betriebs- und Gewerbc-Angelegenheiten beauftragt. Schritte ein» zuleiten, um ein« Verständigung mit den Unternehmern herbei- Mführen. Außerdem kam folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: „Der V. R. erkennt die ftordeungen der Angestellten in der Metallindustrie als gerechtfertigt an. Er fordert die Unterneh- mer auf. im Interesse de» Allgemeinwohls den Forderungen der Angestellten Rechnung zu tragen. Alle Weiterungen, die sich aus dieser Bewegung ergeben, fallen den Unternehmern zur Last.' Ein« Beschwerde deS A.-RatS des BekleidunqSmniS des lll. A.-K. richtet sich gegen nachstehende amtliche Verfügung: .Kommandantur. Spandau, den 30. 3. Ig. I..Nr. ögg. 19. 11. BefleidungSamt III. A.-K., hier. am 1. 4. IS. V. L020. Nachstehende Kiffer 1 deS Befehls vom Freikorps Hülsen vom 27. 3. IS 1a Nr. 3190 zur Kenntnis: Kiffer 1. Die auf Grund der Verfügung des Generalkom- mandoS lll. A.-K. Nr. IV 82882 vom 20. 3. 19 befohlen« geheime Neuwahl des A.-RatS und Angestellten-Ausschusses des Beklei» dimgSamteS III. A.-K. hat bis zum 5. April zu erfolgen. Vom Geschehenen ist dem Freikorps am 7. 4. Meldung zu erstatten. Meldung van der erfolgten Neuwahl bei der Kommandantur bis S. 4. mittags zur Parole. gez.: Huebner, Oberst. Diese Beschwerde soll der Ausschuß für Betr.- und Gew.-Ange- legenheiten erledigen._ Die Arbeitsgemeinschaft. Der Papiermangel zwingt uns, die Berichterstattung� über Vorträge und Versammlungen auf das Aeußerste einzuschränken; sie wird trotzdem von unseren vielbelväihrten Berichterstattern mit pflichtgemäßer Genauigkeit aukgeführt. Wenn aber dann die Redner noch mit Berichtigungen uns weiteren Platz wegnehmen, so wird unS da« nur noch zu weiterer Einschränkung zwingen. Gen. Adolf Cohen berichtigt den Bericht im Abendblatt vom 8. d. M. dahin:„Ick führt« aus. daß die Frage der Arbeiterräte nach meiner Meinung kein« Frage des Prinzips, sondern«ine Frage der Ktceckmäßigkcit sei, ebenso wie die Gewerkschaften oder die sozialdemokratische Partei nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zwck seien. Mit dem Schlagivort'„Alle Macht den Arbeiter- röten" ist nichts getan, es müsse geprüft und festgestellt werden, ob mit dem System der Arbeiterrate da« gesteckte Kiel besser zu erreichen sei, als mit den bisher angewendeten Mitteln. Ku dem Zwecke empfahl ich. mit der von den Vorständen der Gewerkschaften «ingesetzten Kommission in Verbindung zu treten, um die Frag« der Verwendung der Arbeiterrät« zu prüfen. Der Bericht dieser Kommission, die ein anderes Regulativ für die Gewerkschaften au»- zuarbeiten habe, würde auf den'm Juni stattfindenden Gewerk- schaftSkonarcß gegeben. Dabei würde dann die Frage, inwieweit bei den Arbeitsgemeinschaften Arbeiterräte mitwirken können, zu regeln sein. Hierbei müsse dann auch berücksichtigt werden, was uns die Gesetzgebung bezüglich der Arbeiterräte� bringe. Bis jetzt sei mir ein brauchbiaver. praktischer Vorschlag über die Verwend- barkeit der Arbeiterräte nicht bekannt getoorden."— Dann be- zeicknet die Berichtigung einen Satz als Unsinn, der in unserem Bericht gar nicht enthalten wär. Gen. Cohen verweist schließlich auf seinen Artikel im nächsten Correspondenzblatt der General- tommission._ Die MagistratShilfSkräfte hielten am 81. März im Lehrer- vereinsbaute eine stürmische Versammlung ab. Der Vorsioende de« ZehnerauSschnsieS. Dölilwg fand erbitwrle Gegnerschaft. Schließlich wurde eine dreigliedrige Kommission tKiedrowSki. DrenSke und Fleckenstein) beauitragt. die Verhandlungen westerzuführen. DI« Bollversammlung der Arbeiter- und SoldatenrSte Groß« Berlins, zu der auch die kommunalen Arbeiterräte Zutritt haben, und die>m Einverständnis mit dem Aktionsausschuß der kommu- nalen Arbeilerräte einberufen ist, findet morgen. Sonnabend, vormittag« 10 Uhr. in den Kammersälen, reltower Straße, stati.— Tagesordnung: Stellungnahme zu den Forderungen der kommunalen Arbeiterräte. Rick. Müller. PauINeue. Entlassung Auswärtiger. Auf Grund der Verordnung vom 28. d. M. wird demnächst eine Peroridnung deck Demob ilmachungSau»- fchusseS Groß-Berlln«cschoinen. durch dke die Arbeitgeber Groß- Berlin? verpflichtet werden, alle Arbeitnehmer zu e n f. lassen, die nicht schon gm 31. August 1VI4 in Groß-Berlin ge- wohn? haben. Eine größere Zahl von Ausnahmen ist vorgesehen, z. B. zugunsten von Lehrlingen. Dienstboten, Landarbeitern, Bühnen- oder Orchestermitgliedern, in leitender Stellung befind- llchen Personen, Verheirateten u. a. m. Die Verordnung, die am 10. April d. I. in Kraft treten wird, bestimmt, daß der Arbeitgeber inmerhalb von 2 Wochen nach den, Inkrafttreten ein genau ge- regelt«? Verfahren in Gang zu bringen hat, das auf Entlassung der Auswärtigen und Einstellung von Groß-Berliner Arbeitnehmern ahzisll. Zuwiderhandlungen werden teils mit Geldbußen bis zu 3000 M., teils mit Geldstrafen bis zu 10000 M. oder ein Jahr Gefängnis geahndet. Den heimgekehrten Schlächtermeistern wird für eine recht lange Kundenliite folgendes Plakat in ihren Schaufenstern von einer unserer Leserinnen empfohlen: Hier bekommt jeder Kunde daö Fleisch so durchwachsen, wie für 20 M. hintenherum verkauft. Hier bekommt jeder Kunde das Fleisch so durchgewachsen, wie ich es erhalte. Hier braucht keiner sein Fleisch mit Wasser anzubraten. Ich bitte daher um gütigen Zuspruch." Der Erfolg ist sicher!! Straßenbahner gegen bürgerliche Presse. Die am 23. März tagende Versammlung deS gesamten technischen Personals der Großen Berliner Siroßenbahn erklärte, in ihren Kreiden dafür Sdrge zu tragen, daß die bürgerlichen Blätter auß ihren Wohnungen und Verwandtenkreisen restlos verschwinden, da sie eine schmutzige Hetze gegen die Straßenbahner während des Generalstreiks ge- trieben baben. Die Todesopfer der letzte« Straßeukämpfe sind noch nickt all« der Zentralstelle des BeerdtgungswesenS Groß- Berlins ge- meldet worden. Sämtliche Krankenhäuser. Lazarette. Spitäler usw. sowie Familien, die Verluste erlitten haben, werden nochmals aufgeiordert. möalichst umgebend die genauen Personalien der Gefallenen der Zentralstelle ,u übersenden unter Mitteilung wann, wo und von wo aus der Gefallene beerdigt worden ist. Am Freitag, den 4. April, findet die Juristische Sprech- stunde von 3 bis 5 Uhr statt. Eine geheime Pferdegroßschlächtcrei ausgehoben. Kürzlich wurde einem Fabrikanten in der Wassertorstrahe ein Fuhrwerk entwendet. In der Mühlenstraße schob der ungetreue Kutscher den bestellten Dieben das Führwerk zu, sie ließen den Wogen in der Fröbelstraße stehen und brachten die wertvollen Pferde mit den Geschirren nach der Prenzlauer Allee 81. Hier wurden sie sofort geschlachtet, abgeHäutet und zerlegt. Als die Beamten in die Ge- beimfchlächterei eindrangen, fanden sie noch 3 frisch abgezogene Felle, aber kein Fleisch mehr. Diese? wurde jedesmal sofort ab- geholt, weil der Schlachthofbesitzer, ein Pferdehändler Alfred Holz- gröber, immer Käufer an der Hand hatte. Sein« Geschäftsführerin erhielt die mitgestohlcnen Goschirr« geschenkt. Tag für Tag wurden hier fünf bis sedjs Pferde heimlich geschlachtet. Für die beiden Tiere des Fabrikanten, die 18 000 M. wert waren, hatte Holz- gröber 3000 M. gezülsst. Er, seine Schwächt«? und Zutrager, ebenso seine Goschöftsführerin, im ganzen 10 Personen, wurden auf der Stille verhaftet. Für 23 000 M. Schlafwagenwäsche wurde gestern aus der Waschanstalt de» Lichtenberger Bahnhofs von Einbrechern gestohlen. ES handelt sich um Bett, und Tischwäsche, die mit einem runden Stempel und einer Krone darüber oder mit den Buchstaben K. P. E. V. gezeichnet ist.— Für 20 000 M. Beute machten Einbrecher am Dienstag abend 3 Uhr bei dem Kaufmann Paul Hörig in der Kronenstraße 60.— Für 40 000 M. fertige Anzüge und Pelz« stahlen Einbrecher in dem Schueidergeschäft von Wendt u. Redlich, Unter den Linden.— In der Kurfürstenstraße 103 wurden Donners. tagabend zwei Einbrecher beobachtet, von Regierungssoldaten fest- genommen und dem Polizeirevier Marburger Straße übergeben. Di« beiden 13- und 21 jährigen Burschen hatten sämtliche Keller ausgeräumt und waren gerade dabei, in da» Korbgoschäft Oda! einzudringen. Transpirtführer vom FrriwilligenkopS Hüsea nannte sich ein falscher Wachtmeister, der in der vergangenen Nacht mft drei Soldaten rn Uniform von einem Schutzmann in Neukölln ertappt und festge- noinmsn wurde. Dem Schutzmann fielen die vier Männer auf, als sie drei Pferde die Gcmghoferst ratze entlang führten. Er hielt sie an, stellte sie zur Rede, wurde aber von dem führenden Wacht- meister. der die Uniform de» Garde-Hufarenregiment» trug, barsch angefahren. Zwei Soldaten versuchten zu entfliehen, es gelang aber, alle vier festzunehmen. Der Wachtmeister ist ein 21 Jahre alter Student Martin Ziegler, die anderen waren die Arbeiter Hermann Tühl, ein Schlosser Gustav Krebbe und ein Steuermann Ernst Skor. Die Pferde waren in der Reuterstraße gestohlen war- den. Tabl gehörte eine Zeitlang der VolkSmarknedfvksion an, obwohl er nie Soldat gewesen ist. Man fand bei ihm noch mehrere Sachen, die aus dem Marfiall stammen. Unerhörte Zustände. Am 2. April stiegen in den Aua. der morgens 3L0 nach Grünau fährt, auf der Station Landsberger Allee vier Soldaten mit Gewehren bewaffnet und ein Unteroffizier ohne Gewehr«in. Letzterer war total betrunken. In dem vollbesetzten Abteil zog der Unteroffizier den Revolver heraus, entsicherte ihn und legte ihn unter wüstem Schimpfen auf die Fahrgäste an mit den Worten„Acht sind für Euch, die neunte ist für mich." Auf der Station Viehhof flüchteten die meisten Leute aus dem Abteil. Auf der Station Frankfurter Allee stiegen diese Beschützer der Ordnung aus. Die Soldaten trugen silbernes Eichen- laub am Kragen. Schutz vor solchen Ordnungshütern! lieber die freie Schnlgemeinde Wickersdorf, ein Bürge de» Schulgemeindegedanken», spricht Frau Dr. Korich au» Wickersdorf morgen Sonnabend, nachmilwg» S Uhr, in der Aula Komitr. IS. Vortragsabend der Berliner Gewerkschaften: Oskar Ludwig Brandt vom Tbealcr in der KSniggrätzerstraße und Margarete Jacob h von der Volksbühne wiederholen ihren Bortrag von RevolutionS-Dich- tun gen am Freitag, den 11. April,?'/« Uhr. im großen Saale des Ge- werkichasiShauscS, Engeluser 15, sür die Bertiner Gcwertschaflen. Die Bor- tragssolge, die der im Vorwärtsverlage erschienenen Sammlung„Bon unten aus" entnommen Ist, enthält unier dem Titel.Lichtdrang— Kamps— Aus- ichwuiig" Dichtungen von Goethe, Ada Regri, Arno Holz, Dehme!. Heine, Ibsen, Lassalle, Frciligrath, Bsranger, Jmmermann, Renner it. a Kaiten zu 50 Ps. b-t Harsch, Engeluser 15; in der VorwärtSbuchhandlunz. Linden- ftrasse 2; durch die Berliner KewerllchastSkommissson(sekretär Link) für sämtliche Gewerlichaslen und Betriebe, sowie an der Abendkasse. «rbetter-Tainartter.Bund. Kolonne Groß-Verliu Eröffnung der II. Abt. am 4. April, abend» 7 Uhr, Uiedomssr. 33. Reslaurant Otböier.— l Abt. Montag, den 7, April, abend» 7 Uhr, Mclchiorstr. IL, Restaurant Fehsara. Käste haben einmaligen Zutritt. Groß-Serliner parteinachrichten. Bezirkstag für Groß-Berlin. Der außerordentliche Bezirkstag der Groß« Berliner Parteiorganisation findet Sonntag, den 3. April, vormittägig Uhr. » im ehemaligen Herrenhaus, Leipziger Str. 8, statt.- provisorische Tagesordnung lautet: Die politische Lage. Die Reorganisation der Partetorgani« sotion in Groß-Berlin, S t a t u t e n b e r a l u n g und BeitragSfestsetzung. Wahlen. gutritt haben nur die durch Delegiertenkarte legitimierten Parteimitglieder. Gast karten können infolge der großen Delegiertenzahl nicht ausgegeben werden. Der Bezirksvorstand. Bereinigung sozialdemokratischer Polizeibeamter Gross. B«. lir.S. Heute Freitag, nachmittags 5 Uhr, Bersauimlimg in Haberlands Festsälen, Neue Friedrichstr. 85. Taubftummen-Scttio». Heute Freitag, abend« 7 Uhr- Mit- gliederversammlung, bei Wolllchläger, Landsberger Str. SS. Tagesordnung: 1. Stellungnahme znm Taubstummen- Bund. 2. Ausschuß« wähl. Neuendors, Tekttontleiter. Die 1. 8. 8. Jugenüveranftaltungen« Jngendbühne Gross- Berlin. Diesen Sonntag in den Zentral« Thealer-FelliSlen, Alte Jaiabslr. SV/SS. nachm. S Uhr und abends 7ss, Uhr: Aufführungen„Minna von Vornbelm" von Leifing. Emirtl lSkarten sowie Einsübrungen im Jugendsekretariat. LIndenftr. t14,». I. r. Theatervorstellung im Zentral-Theater, Kommandanten- straf.«.'S. am Sonntag, den 87. April, nachmittag» 8 Uhr.„Jahn Gabriel vorlmann" von Ibsen. Einlaßkarien l.75 M. emschließlich Karderob« bei Joseph, Wilhelmshaven«« Str. 48, Böhm, Lausttzer Platz 4,5. Hönisch. Acker- strafe 174, Hönisch, Mllllerstr. 34s, Mar«, Greisenhagever Str. 23. Harsch, Engeluser IS. Buchhandlung Vorwärts, Ltndenstr. L(Laden), soime tm Jugendsekretariat, Ltndenstr. 114,». L t. Sriefkasten der Neüaktion. Am Freitag, de» 4. April, fmdet die Juristische Sprech- stunde vou 3 bis 5 Uhr statt. E. R. Zedleudorf. Rein.— O.«. 100. 1. Ja. 2. Ja. ab 1. Jan. 3. Ja, solange Sie nicht ausgeschieden ssud.—®. 31. 11. Den Betrag erhalten Die zu Recht.— W. W. S. Die Verjährungssilst ist durch die Einberusung unierbrochen, so daß Sie zadlungipflichttg sind. Taale 20. 1. Wende» Sie sich an da» Kiirgtministelium. 2. Rein. vMMMl. Mittel. MeM m. Bureau: Melchiorstr 28 pari,«ritt««-, Haolta Arbeitsnachweis: Rsickerstr. 9. Fernspr.: Amt Moritzpl 4787 dlllHlc Otlllfl Fernspr.: Amt Norden 3701. SonutaF, den S. April lvKS, vormittags lOVa Nhr, in den Konkordia-Sitten, Berlin O, Rndreasstr. S4: Cenerswersammlung. raaeoorbnungi l. Iahreebericht der Ortsverwaltung. 2. Diskussion.- 8. Neuwadl der Ortsverwaltung. 4. Verbanosongelegenheiten. »Mgliedodnch IcgltirnUct. Ohn« daoselb» tzln Znlrt«. vir Versammlung wirb pSnNllch«cSffnat Wegen der Wichtigkeit der Tagesordming erwartet punktliche» und vollzlthltge« Erscheine» aller organisi-rten»ollegm___ 186/7___ QU 0r»»»»rmalwng. SeMtt SlinMikttiMM. M Berlin. Bureau: Engeluser 15, III, Zimmer 88. Fernspr.: Amt chevffnet von S— I Uhr und von 5—7 Uhr. Sonntag, den 6. April d. I.. ______„ 9kc. 4083 U. 8792. eoniicrov.tmcchiutttana geschlossen. vorm. 10 Uhr, finden 2 Mitgliederversammlungen für das Hochbangewerbe, umfassend Maurer, Zementierer, Einschaler und alle Hilfs- und Erdarbeiter statt. Für den Norden, Osten, Süden, Neukölln und die vorliegenden Vororte im „Qeürervereinskaus", Alexanderstraße 41. Für Wedding, Nordwesten» Weste«, Charlottenbnrg und die vorliegenden Vororte in den „Sopüiea-Sülen", Sophienstraße 17/18. Tagesordnung ble Verhandlungen t» rung de» Tarisvertrag„ BtT Alle für diesen Tag vorgesehenen Bezirksversammlungen finden infolge Ttattswdens obiger Versammlungen nicht statt. 143/2' Mitgliedsbuch oder bei arbeitslosen Kollegen die Kontrollmeldekarte legitimiert, ohne dasselbe«ei« Dtntrttt. Dei- VereinaTorntaad. All« bei den Firmen Nadeakee und sacbewlcb, peNl«, Otto llepeexl und Sperling de- schästigten Kollegen werden eelucht, sich In der Versammlung in den Sophikusälen zu tceffelu lleolezgiiAiisIliiigÄöilo einerlei welcher Art. Betriebe, dt« ihre Beftlnde ad- stoßen wollen, machen sosoet Angebote mit Mengen und Preisen an O. Schlicht. H-rmsborf bei Berlin. 170VD t'Ioelitvn aller Art, dauernde gründliche yollung. selbst veralteter lsillle. mit dem Flechtenhautstetn. Einzigste Mechade u. Erstnduna dlescr Art. Zahlreich« Dank. sagungen. Preis 8 M. Bersand Hacker, Spaudau, Mstllersto. 4. ZszlnlSttiinkliiWer verein litt Berlin. Heute Fkreitag, den 4. April, abends 7 Uhr, in der Oberrealschnlaula Zwinglistraste 2: Große Frauen Uerlammlung für den Stadtteil Moabit. Tageaordnuug: 1.«Infahrnng i» da» Sozi»«»»»». Redner ve.««Unna Nlescvkolil. 8. Frei« Aussprache. 1SS/1S gahlrelchen Besuch der Mitglieder und„VorwSrt»"-2«ser erwarten vte«dtetluug-teltnngen. 2mmm- AvMkBMgskasse der Mller zv Venl«. Alantag, den r.«prU,4>/,Uhr General-Yersammlung im Lokal von aottHeb, Oranlm- ftraftc 00- Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Neuwahl des Borstande,. 8. Derschiedene». 273/15 DicMitglteder werden gebeten, »ahlretch zu erscheinen. Ntvl Ista/ar, Barsiß ender. gMUjjsMSüeML e,/, Zinsen. Kassenstunden 9—2 Uhr.__ M alciotn! 20 m/m stark»,«rocken» vretter verkaust ad Fabrik lede» Quantum. 16940 Nclaricb vroobael. tkistenlabriten, IstO«, t einer, borfer 611.15 Tel.: Kqstdt.««».«ler.««. Geld aus Wertpapiere, Krieg»anleibc, Hypotheten Sparlassendstcher, SchuidbucheiMragungen —«ew Vorschuß, sofortige Auszahluag.— »«rllaer Itrestltbualt, Schllnederger Straß« 24. Anhalter Bahnhof. 19-8.[» Stublträgbelt, hämorrhoiden! Dr. Verlangen Sie kostenfrei ärztliche B>».chstre. aebbord2—>>/» 5— J. Soiuuss 10— U Selesenhettsme! Resse— Samt— Sei»«- Crosse pr e i s w erb 2gl2b Scbmav, Bstlowltr. 47, hochpt., Ecke Södenstraße. Lrüellell-4llee. Hier ist ein hochherrfchast- ltches Hau, mft allen mod. Einrichtungen, Wohn, von 8 und 9 Zimmern fiir 500060 2». brf ca.860002». sehr billigen Mieten zu verkaufen. 1583 lar, Schmidt Söhne, Lelpzlgerstr.112, E. Mauerst. Zentr. 12600—8 u. 8066. S Auskunft umsonst bei ewsrdönzlleit <»ir»»r„»are.ss' über uns. tausend!. bewhrt.patc»»anitl. aesch HZrtrauuiickn� Bequ. u. unsichtbar! zu tragen. Wänz. Anerkenn. chröße SaateVcnaadlUacbca. 527b SaMk!»Ml.nml»nerlIis.ö.Zl VII. Abteilung. Heute Freitag 7'/, Uhr, ia den Blüchersälen Vilich erst«.«1. Hof 1- Abteilungsversammlnng. Tageaardnung: 1. Vortrag de«„Vorwärts"- Redakteurs frleärick Stampfen Ueber die Haltun, dar Partei. 2. Diskussion. S. Berfchledenea. 198/1 WU) Funktionäre und Mitglieder anderer Aoteilunge- haben gegen Borzetgung de» Mitglleb-buchez Zutritt. Um zahlreiche» Erscheinen bittet 01c Zdteilunzsleltuag WIStrelI!S.V.S.WMnl>M Am Sounti'g, den 0. b. MtS., findet im Loka Schillersäle, Btsmarckft. Ilv. vormittags 10 Uhr. di ZsrisetzWg unserer ylikglltterve.lWlslvvg mft der Tagesordnung: VW" Die politische Lage"WU statt. 1 OV PünMiches Erscheinen aller Mitglieder ist ua bedingt notwendig. Der Vorstand. Beniiet BolMet-BerM VerrraUnng; Berlin. Tel.: Amt Maritzpiaß 10628. 8576. Bureau: Bungeftr. z üschier. Bezirk(MoMutg. tsütäfX bei Hank. UZallstr. 90: dUtxUedem ersammlunx. Tages ordnung: 1. Berich: der Aommilflon. 2. Berbandsangelegeu Helten. 88z ZklonlleMeiler. Ä?-.. Versammlung aller lo der Jalou&iebrancbc beichäiilgtei Arbeiter und Arbeiterinnen, ssolleae», es ist Pflicht, di wichtige Punkt« zur Derbandwug stehen, daß jeder Sinzein, an dieser Bersauualang teilnimmt. LsSler. Bezirk mm. Fortuna. Aestsäta, Ltrauabarger ibtr. Z: lNItxtiester. Versammlung, Tagesordnung: 1. Beruht von der General Versammlung. 2. Berbandsanaeiegenhesten.— Zn dieler Bev sammlung müssen alle Salegterte de» Bezirk» R»rd-Vst zu gegm sein. Dia Vrtsvervaltnnx. k ttetttn/o�spfttLmt ä. lll. 0r. jvr. teilbelm v. sslrebdaet It0UUgvlIl.MSiat pers.»»preebeo pstidstiicr Str. IIS (Uitzowstr.) tangjähr. Eriahr. Zuverliss. Rechtsbeistand ir Ehe-, Alimeiiien- u. Vcrtrauenssacb, Qesuche,Veriräj(e, Ermittelungen.— Beobachtungen. Tel L0uov2494. Achtung Mit der Dr. v. Kirchbach O. m. b. H, Alaxanderair. 45, hab« icti keine Ver stndung. Landgerlctitsrat von Kkchbach.• Gpernlmus 12 U.: Sinfonie-Mittagskonzert J'/tLIhr: Vlil. Sinfoniekonzert der Kapelle der Oper. Schauspielhans Othello. Anfar.a 7 Uhr. Volksbühne Theatei am BUlowplatz. Direktion Friedrich KayBler. 7>/, Uhr: Oe». Direktion Max ReinhardL Deutsches Theater. 7. Uhr: Zum ersten Male Der arme Heinrich. Sbd. 7: Wie es euch geUHt. Aammer spiele. T/i Uhr Unterwegs. Sonnab. 7>/, Uhr: Lnterwegs, Kleines Schauspielhaus Keine Vorstellung. Sonnabend 7>/, Uhr: Die Büchse der Pandora. Theater i. d. E�.iipirätzerStraBe Dir» L.Meinhard-k dernauer V>8 Uhr: Der Biberpelz. Sonnabend: Der Biberpelz. Sonntag 3 Uhr: Rosmersbolni. 8 Uhr: Musik. KomMieakaas an der Marschallbrücke 7Vj Uhr: FeldlterrnhCgel. Sonnab.: Der Feldhcrrnhügel. Sonntag 3 Uhr: Die Ehre. VjSuhr: Feldherrnhligel. Berliner Theater 7» uhr: Sterne, die wieder leuchten. "Ilesideaz-Theater. Uiüergrundb. KlosterstraBe, Ausgang Stralauer Straüe. Nachm. i Uhr, kleine Pteise; Schneewittchen. Tighch 7V» Uhr: Das liere LeSea Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Allred Rotter. rlansi Arnstädt. Ferd. Bonn, Eug n Burg, Olga Limburg, J. I alkenstein, Emma D ebner, Bota Valelti, Paul Bildt. Trianon-Thcater. Bhl. Friedrlchstr.Ztr.«727.23c, Tagl.8Uhr Heute z. JOO Male: Der gute jlnf von Hermann Sudermann. fonna Vz«: Sch/ieewlttckca. Sonntag 4 Uhr: Rotkäppchen. Tlieater ier FrieilriefestailL CSde Frizbrich. u. Linien Rr. aaKL VI, Uhr Nord. 8650. Jltsdizin. Schcuipirl o.Bfnjfl OSolbbmjnt. mil 2g acta»osplsch«. Rose-Theater. vi, Uhr: prker aisderTod. Casino-Theater. Lothring. Str. 87. T/, u. 7>j. f 3 Dardlnls Universalakt Bgss ulkige Dackelspiele 4 Karleys jbChleuderor.-A�rob.| K a r a Weltmeister der Jonglierkunst (leorg j der fallende Mensch| i Ein Seitensprung m. Lude Blattner, I Paachke, einarm. Klaviervirt. I | Barten, TanzsbOpL| 2 Manlnger Equilibrlsten. Sonntaes 3>/, Uhr j icder Erwachsene l Kind l(ei! 1 Theaterk. ab 10 Uhr j ununterbr. geöffnet.| Central-Thenter u�Jie ScliönslBvan Allen. Deiitsehesi Opernhans 7 uhr: Der WHiMiz. Frledr.-AVilhe-lmeit.Th. Heute geschlossen. Sonnab, T", Uhr Zum I.Male: Das Dorf ctine GIccks. Kleines Theater 7-/. u.: Salto mortale. Komische Oper uhr: SciiwarzwaltlÄ!. Stg. 3Ve! Scbwarzwaldmldel. Uustsplelhana u�: Die spanisetie Fliege. Metropoi-Theater 7 uhr io: Die Fasehingsfee. Sonnt 3 Uhr: Wiener Blut. heaes Operettcnhnus Schiffbauern 4a. Norden 281. Die kensciie Susanne. Fnlant-Thenter 7 uhr: Christas. Sehlllcp-Thcat- Charl. 7'/. u.: Wie es eneti gefällt. Thnlln-Thcatcr 7 uhr: ZnrwiläenUDQiiQel. Th.iun Xollendorfplatr. 7 uhr: Vo die Lerche singt Theatcp des W estens Tt/sUhrJadame Sherry. Stg. 3>/,: Die Dollsrprinzessln. Wallner-Theater 7'/. Uhr: KolSha. Sntg. Z>/,: Grat v. Luxemburg, tiesslngr-Theater Direktion: Victor Barnowsky 7 Uhr; PeerQynt. Sonnabend: Der Blaufuchs. Sonntag: Der Blaufuchs. Deutsches Künstler- Theater. 7 Uhr Der Schöpfer. Sonnabend: Der Schöpfer. Sonntag: Nacbtbeleuchtung. Walhalla--Theater. Sonntag, aachnt, 8 Uhr: Rittoletto wn�sfebt Margret Pfahl, Sarriion. Leitung: Erich Och». Eronea-Lichtspiele Slofentbaler Steafie 60. Sott Freitag bis Montag: MmDesMes� Waihalla-Theater. 7X, Uhr; VerMetWAWlz. XMbustrshA \ite- >dngern ehemalige Mitglieder der StettinerSänger Seidel, Ruselll, Horst, Orönlng, Schubert, Riesg, Rattake, Otto Schräder, Rudi Schräder., Das ausverkaufte Haus forden Bomben-Erfolg! Beginn des BIQthgen. Konzert 7 Uhr, Vorsteilg. präzise 71/, Uhr. Sonntag nachmittag 3 Uhr: halbe Kassenorclse. Vorvec-kaul Ii i Uhr. Halbblut Die detebiehte zweier Männer und einer Frau mit Hessel Qrla Car! de Vogt sx4i2xzir«nnGC» IHans Mlerendorf 1 IG. Ahontener Ealloh! Hier Barry Biggs! Wer dort? Regie Rudolf Meiner! mit den entzückenden Kinder-BaUetts u. zum SchluS: Ein Fest n. d. StlergefecliL Stg. P/, ebenl. d. vollst. Abd.-Progr. I eig.Kind frei Winter- Gatten Täglich T'/s Uhr: MtD-Splplan Rauchen gestattet I am Bbf. Friedrlcbstr. Schleifenbahn Fljnr-S-Bahn Berg- und Talbahn Taifun-Rad Ab 1. MSrzt IBilpilrom-Hotte! Werktags ab 4. Sonnt. 3 U. P. 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EintriNskarten a 8 M. erhältlich Im Sewerkschastshaua, Engelufer 15. MC Bekanntmachung. an unsere Bekanntmachung vom 98. Md. t d« wir die den erstehende Erhöhung d S aspreise'anzeigten, bringen wir hiermit zur Nenntnia, baß in Berlin Berlin-Dahlem ,-Friebenan ,-Srunewalb m.Lantwig ,-Martendorf _.Marienfelde .-Schtnacgenboi _.Echöneberg ,-Steglitz „.Tempelhof ,.Wilmersdorf Buckow Groß.Ziethen Srnnewaid-Forst Mein» Machnow Lichtenrade Riloiasfe« Nudow Schdnefelb Selchow Stahnsdorf Teltow Waßmannsdorf oon dem Tage ab, an dem Im Monat April 1919 die lanfrndrn Gasmeiserstdnde aufgenommen werden, der Preis für da; Rubttmeter Sa, bis anf weitere, S7 Pf. rinschltetzltch Kohlen, nnb Umsahfteuer beträgt. ffllr da» durch Münzgasmeffer entnommene Sa, erhöh: sich dies« Preis um die Sasmesser-Einriäiwngsmiete. Der Unteefchleb zwischen diesem neuen Preise und bemfentgen, gtu den der Münzapparat noch eingestellt ist. wird del der En: leerung der Münzgaomefler durch die Beauftragtea der Gesell- den der Münzapparat Münzga»messi.WM___________, fchast gegen Empsangsbefcheinigung besouber» etngezogen. B er 1 in, den 2. April. ISIS. «dSbctriebsaesrllichaft, AkiiengeseSschds», vor vorftun«. E. R ä r 1 i n g._ 16897 ®ie Stelle de, Bürgermeisters der Stadt Sangerhausen ist zum L Juli 5 3s. anderweit zu befegen. Die Anstellupg fall unter folgenden Bedingungen«rsoiaen: 1. Da, Gehalt beträgt unter Ausschiuß feder Teuerung- zniage 8000 steigend von drei zu dt«: Jahr«, um je 500» zu 9500 3L lue Uebernobme von Nebenämtern itifchen Behörden«forderlich. der sti nicht gestattet, da, ionai- oder preus Amt eine» Ab INI? ist die gustimmu:: Dem Anzustellenden ist «ordneten zur deutsch-. en Land-»v«sam:niuna zu iidernehme:: erst« juristisch« Staatseltuu n 8. Die Bewerber mllssen das mit Erfolg bestanden haben. Meldungen werben bis 10. April d. Ja. erbeten. Sangethausen, den 29. März 1919. Oer maaiflrnf. I. B. Brüntnghauß. In unsercr Verwaltung(Arbeitsamt) stnb 1 StadtsekretürsteUe m» 1 Mngistratssekretärstelle zu besetzen. Da,(Schalt betrügt für de» Stadtsetretdr 2400 g!! steigend von z zu 5 Jahren dreimal um 400 M. und drelme: un> 800 M. auf 4500 M. und für den Magistralssekretär 1800 M steigend einmal um 800 M. und sechomai um 250 M. au� 8600 M. Daneben wirb«in wohnungsgeibznschuß von 450 93 grgahit Kriegsleuerungszulagen werben zurzeit nach bei- staatlichen Srn.nbsdtzen g«währt Umzugokosten werben erstnttri Bedingung ist: a) für die Wahl zum«t-dtsekretär bl, Befäbigung zur Leitung«ine« größeren Buremie und gellndliche E:- auf dem Gebiet« de» gesamten Arbeite« echi- ...... Sa der gebunfl und de« Wohnungswesen». de« MagifirotssiDetärs ......... ürbeiterrechu .anbei*- und Sew«b Iut Leitung ein« Ne�toauohinstostelle, zur n«ertäitsschreidergefchäft» beim Raufmann»- un --------.2.—---«t „jigutie ftthntn.; Sewerbegericht und zur Berfretung de» Ktadtfekretäri Bewerbungen werden baldigst«beten. Landsberg e. Warthe, 81. Marz 1919. Der Magistrat. _____ Arnold._ 1898? X Kohlenfachmann X nationalökonomisch und soilalpolitlscb vorgebildet, lang jähr. Qeschäftsfuhrer bedeut. Unternehmungen, mit dem Groß, Platz- und Kleinhandel genau vertraut, gewandtet Organisator, sucht die Leitung der Kohlcnversorgung eine- größeren Kornrnunslverbandes zu übernehmen. Qefl. An N ____ inBivtrruaniico tu uvji iiciiiucii- vjvi ,. r,i. ;eboto unter l. 1620 an Hanacostcln 4 Vogler A�O.. 35, Potsdamer Str. 24. Sl/4" Zwei Arbeitersekretäre für Lübeck gesucht. Wegen b« Wohl unser« bisherigen Sek«»« in Heu .»-----——>.-z-tztn. Bewmber .fetz« und bar sofort Bewr. ...______......___________»—— bisherige tätig (elt finb bis spätestens 14. April«u richten on den Borsttzenden des»ewerkfchoftslortells«ngust Koetfim. LSdert. Johomtk stroß« 48 II.__ lm««• CU KoctePtommimon. Größere Ä.maturenfabrlk Ritteibeutjchiand» sucht zun: baltigen Antritt für ihre««tnUgießenl elfahreM Setiiedslrilel ssei Mer. b« In der Lage Ist, die Gießerei mit Formerei selbltönbl, zu leiten. Rur Bewerber mit Inngjähztger«rfnbrnng können Berücksichligung finben. 1877D' Angebote mit Angab» bisherig« Tätig fett Ali«. Ge Haltsansprüche«bitten unl« Beifügung von zeuanisablcheilteu und Ausgabe von Nef«enzen unter Rennwort.Metallgießerei" Chiffre 0. 17 on Expedition blefm Blatten Ar SM-'OSllSler heben wir«Inen guten Haudelo- ertikel abzugeben. 16b7D Eru» A Qnydoul, Burgstr. II Für eine oberste AeichsbehÖrbe wirb ein vunssuriiinektoi' gesucht der in allen einschlägigen Arbeiten b« Registratur, Srvebition, Buchführung, Zournaiisterung usw. aus da» Beste «ettrout ist. aufsprechend geschulte zivil-»der Riittärpersoneu und Beamte, welch« den Raäiwe:» ersolgreich« Tätigken Ähren können,«ollen ihre Offenen untre Beibringung eines lückenlosen Leben« laufe, nebst Reugnlsübschriflen b« bisherig»« rütigkeit unter Ehiffr« W. 17 an dt« Hanptezpebition»iescu Blatte» richten. 1S95D asniif i- iitxnw 2S,�uch�Be------ sucht Beschäftigung, gleich cher Art, Raulion kann ge» stellt werden, Zuschriften Rnrl Bogt, O 27, Wallt Theater-Straße 89, erbeten. on Aallnrr» ZttchfiQvr 10909 KmeiHleffn auf Eisen und Bronze, zum fofottinen Antritt gesucht Bruno Reimer, Kronlencbterfnbrlk, Halle a.®.,»eistste. 19. auf»>h LlchMN Bthifsllrtertöpst gesucht Berlin■ Martenfelde, am Mililärdahnhof. 140/3 992? Tin aus dem»»biete dr: Ledensmittel» Versorgung fahren« Ii Kaufniann wird für leitend« StrRung baldigst gesucht. Angebote IN» Seholtsou sprüchr sind zu richten on das «kruährungsnml Berllti- Ssinickanborf. Haupt str. 46. 1 Zwicker u. l Durctmälier für Filzschuhe u. Pantoffeln in dauernde engen. Steig, gefuch!. Rieh. Wolthr, Denaan, Blsmarckstr. 1 2176b ötorfettnhberiRnen in nnb auß« dem Haust finden daueritde. gul bezahlte Stellung bei Arnold Dbcrstti, Berlin, Patsdamer Straße 75 c. s ibstiB Austrägerinne« für de» „Korwärts" werben eingestellt in 5kegli8: Um Kegel. SMelMe SMe 7. Mewm: Z.Mtüsa. cMM.A. M.i>. Wen Freunden und Bekannten die traurige Nach- | richt, daß unter lieber Vater und Srohostter, der Tischler Albert Schmoock I nach langem, qualvollem Leiden am 2. April 19J9 im | öS. Lebensjahre sanft entschlafen ist. 2l7Sb In tiefer Trauer Franz Even u. Frau Martha geh. Schmoock. Die Einäscherung erfolgt am Sonnabend, den! 1 5. April 1913, vormittags II Uhr. im Krematorium, Gerichtftr. Z7-ZS.— Kranzspenden dankend verbeten. SaHnlntion unö modern««rdeiismelhoden im Maschinenbau. WS., geb. R. 6,00, 'nfttOan Sozialdemchratildier Verein für Berlin. Abt. 8. Am 2. April verstarb I nach langem Leiden unser j Mitglied, der Tischler ülbert 8l!!imvovd Sraefestr. 37, im 57. Lebensjahre. 193/13 Ehr«(einem Andenken. Die Einäscherung findet am Sonnabend, a. April, vormitiags 11 Uhr, in der Gerichstr. 87/88 statt. Der AbteilungvMrer. Zentral-!tranlienlia;ie Z der tillvler thamdurgj. Gerwal tung Berlin B. Am 2. April verschieb nach langem schwerenLeiben unser l-eber Freund und langjähriger Kollege, der Kassierer ort Sedmoooll Ein treues Angedenken wird ihm stets bewahren 2183b Der Vorstand. Die Einäscherung findet am Sonnabend, 5. April, vormittags 11 Uhr, im Krematorium lverichtftr. statt. Ska» seder besonderen Anzeige l Am Montag, den 31. März, Uhr. verstarb nachm. TV« verstarr nach'urzem schwerem Leiden meine liebe Schwester und Tonte Auguste Eitner im 71. Lebensjahre. Dies zeigen ticfbetriibt an Mari- Rohnke, geb.Häu«ler und Mann sowie Kinder. Familie Siege. Die Beerdigung findet am Sonnabend, S. April, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des altenThomaskirch- Hofs Hermaanstr. aus statt. Bon v. Schweun, 288 S., 153 Die richtige Vorausbestimmung der Heiliellungsiosten von WerkstllSen für den Maschinenbau bedeutet nicht nur für den Fabrikanten ein Bollwerk gegen die Kon- kurrenz in guten und schlechten Zeiten, fondern schafft auch zufriedenstellende Zustände zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Lohupreise sollen nicht erraten oder geschätzt, sondern aus Grund wissenschaftlicher Studien und nach festgelegten Grundregeln bestimmt werden. Diese Ziele verfolgt obiges Buchl Einiges aus dem Inhalt: Verschiedene Lodufyfteme, Bedeutung der Kalkuiatian, Schnittgeschwindigkeit, Borschud. Touren- zahl. Bestimmung der Preise für verschiedene Dreh- arbeiten und serienweise Herstellung derselben. Plan- drehen, Gewindeschneiden, Arbelten auf der Revolver- dank, Fräsarbeiteu, Räder fräsen nach dem Abwälz- verfahren Kegelräder u. Gewinde fräsen, Rmidfräsen, Rohrarbeiten, Habel», Stoßen, Schlelfeii.Schlosseracbeltcn. Geg. Einsend. v. M.K,7Ö(Nachiu 3,90), Äeaff, 8-3 Uhr. Edm.Herruiunn, Abt. 140, Berlin, Fruchtstr.öl. SUlM Wkll M« Danksagung. Fstr die vielen Beweise herz- licher Teilnahme bei der De- criigung meines lieben Mannes, des Werkfuhrers Otto Borgmann sage hiermit alle» Beteiligten aufrichtigsten Dank. I02a Ww. Adele Bocgmonn. ItllfiitftnilCfn Jrledrlchstr. 155, Ecke Al ler d. Linden oilUILjüllSllj, gegenüb. d. Vlttozla-Cafe. Zentrum 1080. WeKbekannt und anerkannt ist der Mel'M» A. ö. Slli! Berlin W, poisimmer Str. 22 a. Mustcr-Wohaungs. Einrichtung in tiinstl. Durchführung. 3 Mmi n. Ulhe insgeletnt 1. 10.290.- Speisezimmer eichen, reich geschnitzt. i Büfett... 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April, sowie während der Bprsteigerungstage nicht betreten werden. Die Bietekautwus- karte der vorigen Versteigerung ist nicht gfistlg, dieselbe muß neu gelöst werden. Der Betrieb irgendwelcher Geschäfte oder das Feilbieten irgendwelcher Gegenstände auf dem Verstelgerungszeläude ist mmt aeftattet. Berlin, den L April 1S19.» „ Reichsverwertungstimt" _ Berkaussadteilung fflr AutomvbUwesen(.BaubU�). freiwillige Jäger für das Hanno?. pg.-Btl. ür.io in Goslar. Alte Jage», Maschinengewehrschüste» und Rad» ralircr. ader auch jiameraden, die bei der Ju- santeric in iSirtn gedient und gekochten habe». jeden Dieuftgrades, meldet Euch zum freiwilligen Kiniritt für die«euzudiidende Reichswehr: schütz der Grenzen, Einsatz sür Ausrechterbailung der Äuhe und Ordnung im Inner». Stützung der Regierung. deren Atiordnunzen Ks Geltung berschafscii(od, daS stno die Ausgaben der Reichswehr, zu der die bisherige! Licherkeilslruppen umgesormi werden. Fejst» Manneszucht und innere Geschlossenheit bei Truppe sind Vorbedingung für Lösung dieier Aufgaben Gewählte VertrauenSlettte arbeiten mtt bei Urlaub. Fürsorge sür die Truppe, Beschwerdeangelegenheiien. Einstellung zuiiächfl noch zu den Bedingungen für Zicherheststrubpen: Verpflichtung auf 1 Monat, lltägige KündigungSsrist am 1. u. 15. j. SB., 30 M. Grundlöhnung ohne Rücksicht auf Dienstgrad, dazu tägl. Zutage bon 5 M., zahlbar auch Sonntags und bei Urlaiib bis zu 14 Tagen. .jtete Berpjlegung. Bekleidung, Unter iunst. Versoigung nach den Militär-Pensionsgiletzen. Meldung jederzeit in Goslar, Donikaserne. Militär- Papiere und polizeiliches Führungszeugnis sür die Zeit seit der Entlassung mitbringen, möglichst auch EntlassungS- anzug, der beim Tragen im Dienst vergütet wird. Hannoversches Jäger-Bataillon Nr. 1 0. Sehapirograph. Wieder mit echten Glymerin- Bollen lieferbar! Tadellos scharfe Abzüge von Handschrift, Maschinenschrift oder Zeichnung. Einfachste und praktischste Handhabung. 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Werbe st eilen: Berlin, Potsdamer Bahnhof � Anhalter Bahnhofe Schlesischer Bahnhof � Stettiner Bahnhof � Charlottenburg, Öranieu- straße 13-15 � Bahnhof Friedrichstraße � Bahnhof Zoologischer Garten X Bahnhof Alexanderplatz � Bahnhof Charlottenburg � Llniversttät, A. d. L. Detachement Groche Charlottenburg, Sophie-Charlotte-Straßc 53-54. Detachement Oven, Berlin, Zoachimsthaler Stt. 31-32. Detachement Stillfried, Oranienstr. 13/15. freikorps Potsdam Werbe stellen: Potsdam, l. Garde- Regiment zu Fuß, Garde-Jäger- Bataillon, Garde du Corps, 1. Garde-Äusaren, 1. und 3. Garde-CIlanen, 2. und 4. Garde-Feld-Attillerie, Mainmonstr. 4. Machkommando Generalkommando Liitttvto Charlottenburg, Knefebeckstr. 54.(Persönliche Anmeldung erforderlich.) Garde-RavaUerie-Schitoen-Dhnsion W erbezeutrale: Nürnberger Straße 71. (Deutsches Künstlertheater.) Kürassier-Regt. 4 Charlottenburg, Fasanenstraße(Äochschule für Musik) X Zäger-Regt. z. Pferde 2, Gr.-Lichterfelde. Äauptkodettenanstalt/ Zäger-Regt. z. Pferde 6, Knefebeckstr. 4 � Äusaren-Regt. 8, Scharnhorststr. 8 � Äusaren- Regt. 11, Rosental � Alanen-Regt. 5, Gut Schönerlinde � Lehr-Jnf.-Regt. Steglitzer Stt. 29, Charlottenschule Brigade Reinhard, Moabit, Neues Kriminalgericht, Turmstr. 91 S Freikorps Loeschebrand, Charlottenburg, Kant- straße 162 � Freikorps Lützow, Bellevuestt. 15, II � Abt. Gentner, Potsdamer Stt. 22a, II X Detachement Küntzel, Friedenau, Nheingaustr. 7 � Garde-M.-G.-Abt. I, Zehlendorf-West, Potsdamer Straße, Rest. Schöne � M.-W.-Sturm-Det. Peuschkel, Kantstt. 6 S 3. Garde-Feldart,-Regt., Scharnhorststr. 23 � Pionier- Bat!., Kurfürstendamm 251 � Cifenbahnbaukomp. Söller, Grunewald, Delbrückstr. 4 � Sturmbatl. Schmidt, Nürnberger Str. 63 � M.-G.-Scharfschützen-Abt. Prey, Kurfursteuilr. 97/ Fliegerabt. Grauert, Potsdam, Kaserne der 4. Garde-Älanen � Marine-Regt. Madlung, Kaiser- Allee 1— 12/ Eiserne Eskadron, Kurfirrstendamm 229 � Freiwilligenabt. Mützel, Zepernick bei Berlin � Sanitätskomp., Delbrückstr. 20 S Technische Abteilung, Zehlendorf, Potsdamer Str. 47 � Marinebrigade Rohden, Kotel König von Portugal, Burgstr. 16, Zimmer 15 � Freikorps Schleswig-Äolstein Rendsburg, Kaserne 1/J. R. 85, Kamburg, Große Bleichen 27, Zimmer ff 2, Dhnlion Lettow Werbezentrale: Charlottenburg, Am Knie— Bismarck-Kotel. Werbebureaus: Nürnberger Stt. 76/71 und Zägerftr. 1. wallrafs Ausflüchte. Ein Brief Scheidemanns au Wallraf. Ministerpräsident Scheidemann hat, wie wir er» fahren, folgenden Brief an den ehemaligen Staatsminister Wallraf gerichtet: Berlin, 2. April ISIS. Herrn Staatsminister Wallraf, Köln a. Rh. Sehr geehrter Herr Staatöminister! Si« glauben sich in Ihrem Schreiben von: 26. März cr. gegen meine Darstellung Ihrer Rolle während des Januarstreiks 1318 wenden zu sollen. Sie führen darin aus, es sei unrichtig, daß Graf Hertling und Sie grundsätzlich jede Aussprache mit streikenden Arbeitern abgelehnt hätten, und fahren dann fort:„Tnde Januar 1018 aber handelte es sich darum, dah ausständige Arbiter einzelner Fabriken einer einzelnen Stadt(Berlin) mit dem Reichskanzler oder seinem Vertreter über grundlegende Fragen der deutschen inneren Politik zu verhandeln verlangten" DaS ist«in völliger Irrtum, den der Abgeordnete Haast noch Vereinbarungen mit mir bereits in der Reichstags- Tchung vom 27. Februar 1918 in folgenden Ausführungen wider- legt hat: „Der Herr Staatssekretär verteidigt auch jetzt noch, daß er es abgelehnt hat, mit den streikenden Arbeitern zu verhandeln. Ich stelle zunächst fest, daß die streikenden Arbeiter und ihre Ver- trauenspersonen nicht die Absicht gehabt haben, mit dem Staatssekretär Wallraf über eine große wichtige poli- tische Frage, über die von ihnen aufgestellten Forderungen zu verbandeln. Worum eS sich bei dieser Unterredung handeln sollte, war lediglich, daß er dem Arbeiterrate, den Dcle- gierten der einzelnen Betriebe, gestatten solle, endlich einmal zusammen zu kommen und darüber zu beraten, was zu geschehen habe, um eventuell auch über den Abbruch des Streiks einen Beschluß zufasse n." Sie haben also durch Ihre unbegründete Weigerung den Streik geradezu verlängert. Ich füge noch folgende Tatsachen hinzu: Am Vormittag des 29. Januar erklärten Sie mir telepbo- nisch, daß Sie wohl uns Abgeordnete, nicht aber die Arbeiter aus dem Streikkomitee empfangen wollten. Dabei konnten Sie vielleicht noch der Ansicht sein, daß wir„grund- legend« Fragen der deutschen inneren Politik" verhandeln wollten. Als wir aber trotz Ihrer Weigerung ins Reichsamt deZ Innern kamen, dort erst durch einen Diener abgewiesen wurden und sefcliesilich durch Vermittlung des zufällillg eintretenden Fentrumsabgeordncien GieSbertS Sic bewegen konnten, den Ministerialdirektor Dammann zu schicken, ließen wir Ihnen durch diesen wie auch stbon durch GieSberts ausdrücklich sagen, daß die Deputation mit Ihnen nicht über politische Fragen verhandeln, sondern Ihnen nur Mitteilungen über die Wirkung des Versainmlungsverbotcs machen wollte! Dennoch beharrten Sie bei Ihrer Weigerung, unS zu empfangen und duldeten es, daß uns am gleichen Tage der Obcrkommandierende in den Marken jede weiter« Betäti» gung in der Streikleitung verbot. Das. Herr Staatsminister, ist der aktenmäßige Tat- bestand. Wenn Sie angesichts der Früchte der von mir geführ- ten Politik heut immer noch der Ucberzcugung sind, daß die Ihrige richtig ist. so darf ich mit allem Rachdruck feststellen: Soweit diese Früchte verhängnisvoller Natur sind, stammen sie aus Ihrer da- maligen Saat. Mt ausgezeichneter Hochachtung Scheidemann. Ksr Sitzungen abaehalten. In der Vormittagssitzung wurde die Abstimmung über die Artikel 39 und 39a der Ver» fassung vorgenommen. Sie war sehr verwickelt und dauerte in- folgedessen nahezu 1% Stunden. Nach ihrem Ergebnis haben die Artikel 39� und 30a folgende Fassung erhalten: Artikel 39.„Alle Bewohner des Reiches genießen V y l l e Glaubens-, Gewissens- und Gedankenfreiheit und staatlichen Schutz für ungestörte Religionsübung. Die all- gemeinen Siaatsgesetze bleiben hiervon unberührt. Niemand ist verpflichtet, seine religiöse Ueber- zeugung zu offenbaren. Die Behönden haben nur in- soweit d»S Reckt, nach der Fugehörigkeit zu einer ReliaionSge- sellschackt zu fraacn, alS davon Rechte und Pflichten abhängen oder eine gesetzlich angeordnete statistische Erhebung dies er- fordert. Der Genuß bürgerlicher und staatsbürgerlicher Recht? sowie die Fulaffung zu öffentlichen Aemtern ist un- abhängig von dem Religion SbekerrntniS. Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlich- keit oder zur Teilnahme an religiösen Hebungen oder zur Be- Nutzung einer religiösen Eidesformel gezwungen werden. Die büraerlicken und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt." Artikel 39a:„ES besteht keine Staatskirche. Die Freiheit der Dcreiniguna zu ReligionSgesellschaften wird gewährleistet. Der Zusammenschluß von ReligionSaesellschaftcn innerhalb deZ Reichsgebiets unterliegt keinen Besch rän- k u n g e n. Jede Reliaionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre_ Singe- leaenbe-iten salbständia innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetze?, insbesondere verleiht sie ihre Aemtcr ohne Mitwirkung de? Staates oder der bürgerlichen Gemeinde. Religionsgesellschafteu erwerben die Rechtsfähigkeit nach den allgemeinen Vorschriften de?, bürgerlichen Rechts. Den RcliatonSgefellschaften stehen die Rechte einer öffentlichen Kör- Perschaft zu. sosern sie solche bisher besessen halben. A n- deren Religionsgefetlschaften sind gleiche Rechte zu gewäh- ren. wenn sie durch die Feit ihres Best-hens und durch die Fahl ihrer Mitglieder eine Gewähr dcrDauer bieten. Sie sind berechtigt, ibre Mitglieder zu besteuern. Tic Rechte der Mit- aliedrr dürfen nickt nack der Höh« der Beiträge abgestuft tverdcn. Den Religcoilsgesellfcbafteu werden dicienigen Vereinigungen gleichgesteht, die sich die gemeinschaftliche Pflege einer Weltanschauung zur Aufgabe machen. Die Durch- führung dieser Bestimmungen liegt der LandeSgesetzgebnng ob. Die ans Gesetz. Vertrag oder besonderen RcchtSkiteln be- ruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Lande Saesetzgebung abgelöst. Die Gmindfäüe hierfür stellt das Reich aus. Das Eigentum der Relig'-onSifeselUckasten und religiösen Vereine an ihren für KultuS- und WohltätigkeitSztveck- bestimmten Anstalten, Stiftun- gen und Fonds bleiben hterdurch unberührt. Die Sonntage und die staatlich anerkannten Feiertage ile-ben erdalten. Soweit das Bedürfnis noch Gottesdienst und Seelsorge in Krankenhäusern. Straf- oder sonstigen öffentlichen Anstalten be- steht, sind die ReligionZgesellschaften zur Bor u a b m e r e l i- giöser Handlungen zuzulassen, wobei jeder Zwang fern- zuba'ten ist." Nach Erledigung dieser beiden Artikel schritt der Bersassimsss- «usschuß zur Debatte über die Artikel St und 31a. Die Debatte Die Irage Danzig vor öer Entscheiöung. Die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Berlin, 3. April. Die Verhandlungen zwischen ReichSmini- ster Erzberger und Marschall Koch in Dpa Uber die Frage der Landung polnischer Truppen in Dnnzig dauerten mit mündlicher Aussprache und Notenwechsel bis in die Abcndluindcn hinein und sind noch nicht a b g e s ch,l o s s e n. Die Alliierten legen beson- deren Wert auf möglich st schnelle Beförderung der Truppen des polnischen Generals Hallcr. Daraus ergibt sich eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß der von ReichSmi-nister Erzberger vorgeschlasene Landweg von der Gegend um Luneville g u e r durch Deutschland von Marschall Koch in besonders ernste Erwägung gezogen wird. Reichsminister Erzberger und Marschall Foch wohnen beide in ihren Salonwagen. Die Stadt Spa ist zu Elm« der erstmaligen Anwesenheit deS Marschalls Foch reich beflaggt. Die erste offiziell« Besprechung fand heute vormittag elf Uhr in der Villa ReuboiS statt, welche der deutsche Kaiser bis zum Augenblick seiner Abdan- kuilg bewohnt hatte, und welche jetzt das Quartier des Vorsitzenden der französischen Kommission, des Generals Nudant, bildet. hat den ganzen Tag, auch die Nachmitlagssitzung, �ausgefüllt und ist noch nicht abgeschlossen. Si« wird morgen früh 9 Uhr fort» gesetzt werden. Diese beiden Artikel besckiäftigen sich mit der Schule und mit der Erteilung des Religionsunterrichts an den Schulen. CS ist auck für diese beiden Artikel«in sozial- demokratiich- demokratischer Kompromißantrag zustande gekommen. Er beantragt u. cr, daß die Volksschule mit mindestens 8 Schuljahren eingesetzt w-ird und daß die an diese sich anschließende Fortbildungsschule bis zum voll- endeten 18. Lebensjahre dauern soll. Die Demokraten sind leider nicht dazu zu belvegen, au? die Errichtung von Privatschulen zu verzichten. Im übrigen gebt der Kompcomißantrog Raum für die Einheitsschule und schreibt vor, daß der Unterricht und die Lernmittel in den Volksschulen unentgeltlich sein sollen. Durch Bereitstellung öfsentliche? Mittel soll ferner jedem Unbe- mitteltcn der Zugang zu der seiner Begabung und Neigung ent- sprechenden mittleren oder höheren Schule ermöglicht werden. Der Artikel 31a ist lediglich der Erteilung des Religionsunterricht? ge- widmet. Er hat vorläufig folgend« Fassung erhalten: „Die Erteilung des Religionsunterrichts wird im Rahmen der Schulgesetzgebung geregelt. Kein Lehrer darf zur Er- teilung de? Religionsunterrichts oder zur Vornahme kirchlicher Verrichtungen, kein Schüler gegen den Willen des Erziehungsberechtigten zum Besuch des Religionsunterrichts oder zur Teilnahm« an kirchlichen Feiern und Handlungen gezwungen werden. Die theologischen Fakultäten an den Universitäten bleiben erhalten." Die Debatte über diesen Artikel wird morgen fortgesetzt. Samt- lichs bürgerlichen Parteien loetteifern in den Roden ihrer Ver- trctcr'darin, daß sie den Religionsunterricht als unenrbchr- liches Lehrfach m den Schulen erhalten wissen wollen und lehnen einen konfessionslosen Moralunterricht ein- stimmig ab. Mit dieser Tatsache hat die Sozialdemokratie zu rech- neu und danach auch ihre Zlrbeit einzurichten. Der Dichter in Ketten. Uns geht folgender Aufruf zu: Seil Monaien sitz» in Württemberg der bekannte sozialistische Arbcilerdichter Ma x B a r t h e l im Kerker, angeblich wegen Be- teiligung an einem Aufruhr. Wer Max Barthel kennt und weiß, welch reine Geistigkeit und hemmungslose Menschenliebe dicken Mann auszeichnen, der empfindet eS als lächerlich und peinlich, daß ein freier VolkSstaat nichlS andere? als GefängniSmauern für ihn übrig hat. Vier Jahre stand er ununterbrochen im Felde, und seine Lieder, die über DeulschlandS Grenzen binanS um ihrer Schönheit, ihrer Krafl und liefen Menschlichkeit Aussehen erreglen, sind fast beispiellose Dokumente jenes Weltgefühls, von dem wir die Zukunft durchdrungen wissen möchlen. Mag er sich auch zum Kommunismus bekennen, so ist er doch kein Handgranalen- schmeißer, sondern eine künstleriiche Vollnatnr, von der Unnatur der kapitalistiichen GesellichaftSordnunq zur Antithese getrieben. Die Härte �er monatelangen Freiheitsberaubung nach der Qntil der KriegSjahre ist kein Mittel, den Willen deS Dichter« positiver zu gestalten. eS besteh: vielmehr die Geiahr, daß durch die Ver- düsterung seine« Schaffens Deutichland um eine seiner hoffnungS» vollsten dichterischen Kräfte gebracht wird. Es ist im Namen der deutschen Ge'stcSlnltur gesprochen, wenn die unverzügliche Freilassung Max BarthelS gefordert wird. Wie schon feststehen soll, ist die Anklage wegen AnfruhrS bereits baliloS geworden. Sollte er sonst noch etwas vor dem Strasrichter zu verantworten haben, so ist cr der Mann, der gerade steht, und eine UntersuchungShaff ist unnötig. Wir bitten alle, die sich unserem Wunsche anschließen, unS ihre Zustimmung zu übermitteln. Karl Broeger. Paul Zech. ArturZickler. Protest gegen üie üeutsche Friedens- üelegation. Folgender Bericht geht uns mit der Bitte um Veröffentlichung zu: Die Berliner pagsistiicheil Organisationen— Bund Neues Vaterland. Deutsche FriedenSgesellichafl, Ortsgruppe Berlin, Zen- tralstelle Völkerrecht— veranstalteten Mittwochabend im ehemaligen Herrenhaus eine von 1999 Personen besuchte Versammlung, in der Helmuth von Gerlach, Lilli Iannaich und Dr. He- le n e Stöcker einen Bericht gaben über die Berner Völkerbunds- koniereuz und den deutschen Pazifismus. Nach lebhafter Diskussion sprach die Versammlung einstimmig ihr lebbasseS Bedauern darüber aus. daß in der amtlichen deutschen FriedcnSdelegation neben Prof. Schücking kein eigentlicher Pazifist aufgenommen sei. Die Versammlung erhob einstimmig P-otest gegeii die Zu- sammenietzung der FriedenSdelegalio» und verlangte mindesteuö die Zuwahl von Karl K a u t s l y. Eine freiwillige Sozialiflerung. Dr. Otto Schott, Mitinhaber des Jenaer Glaswerks von Schott und Genossen, hat laut„B. T." folgenden Anschlag in den Geschäfts- räumen deS Werkes ausgehängt:»Der LrbeiterauSschuß hat auS sozialpolitischen«runden den Antrag gestellt, daß ich meinen Geschäftsanteil in der Firma Schott u. Genossen d e r C a r l- Zeiß-Stiftung abführen möchte. Da schon mein Gesell- schaftsvertrag aus dem Jahre 1391 dies« Abtretung vorsieht und ich aus den Borgängen der letzten Tage die Ileber-eüßung gewonnen habe, daß eine alsbaldige Abtretung wesentlich dazu beitragen würde, den Frieden im Betrieb aufrechtzuerhalten, der mir i» der heutige» Zeit ganz besonders am Herzen liegt» habe ich mit der Carl-Zeiß-Stiftung vereinbart, daß sie mit dem 1. April d. I. meinen Gesellschaftsanteil übernimmt, daß ich von diesem Tage ab als Gesellschafter ausscheide, und dann nur noch al« Beamter derFirmaund Mitglied der GcschästSleitung tätig sein werde. StaAtverorönetenversammlung. Vorsteher Dr. Wehl widmet dem jüngst verstorbenen frühe- ren Stadtverordneten Architekten Prof. Cremer einen ehrenden Nachruf..„ Verhandelt wird zunächst der am 29. März eingebrachte An- trag BarkowSki u. Gen.(Sog.), den Magistrat zu ersuchen, mit aller Kraft bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß die vom Ausland demnächst zu erwartenden Nahrungsmittel unter Ausschaltung jede? Zwischen- und Schleichhandels zur Ver- teilung gelangen und hierbei die minderbemittelte Bevölkerung, die unter schlechten Ernährungsvcrhältnissen� und großer Sterblichkeit schwer gelitten hat, besonders berücksichtigt wird, Antrag wird vom Stadtv. Müntner(Soz.) mit einem Rückbl:ck auf die erschreckende Zunahme der Sterblichkeit und die sonstigen verheerenden Wirkungen deS Hungers, mit dem Hinweis auf die nahe bevorstehende Erschöpfung der LebenSmitteldorräte,� sowie auf die passive Resistenz weiter Kreise der deutschen Landwirtschaft in der Ablieferung uslv. ausführlich begründet. Während man die Vorräte bei uns auf dem Lande aus diesem und anderen Gründen nicht restlos zu erfassen vermöge, sei dies bei den aus den Entente- ländern zu erlvartenden Lebensmitteln der Fall, wenn man an der öffentlichen Bewirtschaftung festhalte und den Großhandel als solchen überhaupt nicht, den Kleinhandel nur bei der Verteilung und nur im Auftrag« der Kommunen zulasse, auch von einer be- sonderen Bevorzugung der sogenannten Schwer- und Schwerstarber- ter absehe. Berlin stehe in der Lebensmittelversorgung am aller- ungünstigsten: hoffentlich werde auch das Ernährungsministerium dieser Tatsache in vollem Umfange Rechnung tragen. Der Oberbürgermeister erklärt, daß der Magistrat berefts in der Richtung des Antrags bemüht gewesen ist. Einer auch nur not- dürftig zureichend«» Versorgung steh« zurzeit ganz besonders das verhängnisvoll« Streben der Interessenten entgegen, so rasch irntz möglich von der Zwangswirtschaft loszukommen. Die Vieh- und Kartoffellieferung sei dadurch bereits in bedenklicher Weise ins Stocken geraten. Daß die beutigen Rationen nicht entfernt aus- reichen, sei bekannt, os müsse alles vom Ausland hereinkommen, den Verbrauchern in ihrer Gesamtheit zugeführt werden, also durch die Kommunalverbände. Die.Oeffentlichkeit müsse auch von allen Eingängen aus dem Auslände fortlaufend unterrichtet werden. Frau Ludewig(U.Soz.): Eine kinderreiche Arbeiterfamilie oder eine arme Kriegerwitwe könne doch nicht 2 M. für ein Pfund Mehl bezahlen. Die Entscheidung darüber, wer durch eigen« Schuld arbeitslos sei, müsse dem Avbeitcrrat der Erwerbslosen �übertragen werden. Die Kranken und Kinder seien besonders zu berücksichtigen; das bezweckt ein von den U.Soz. vorgelegter Zusatzantrag. Es sprechen noch Stadw. Linke(Bg. Vg.) und Mommsen (Dem.).— Den Angriffen Mommsen? auf die Zwangswirbschaft tritt Stadtv. Em. Wurm(U.Soz.) scharf entgegen. Günstigstenfalls reiche man mit dem Brotgeireide bis Ende � Juni; 2% Monate blieben unversorgt. Andererseits sei eS unmöglich,� den Brotpreis auf das Drei- und Vierfache zu steigern. Daher müsse das Reichsschatzamt die etwa l# Milliarden Mehrkosten zu Lasten der Allgemeinheit selbst übernehmen. Die Lieferungspflicht der Lebens- nnttel im Inland« müsse der AwangSgenosseuschastlich zu organi- sier enden Gemeinde übertragen werden; nur auf diesem Wege könne man dem Sckleich'yandel wirksam das Handwerk legen. In der Abstimmung gelangt der Antrag VarkowsSi mit dem Zusatz antrag der U.Soz. zur Annahme. Die nach der Revolution vom 9. November 1918 vom Magistrat wieder aufgenommenen Verhandlungen mit den Nackbargemeinden haben jetzt zur Bildung eines Groß-Berliner Verbandes für das R e t t u n g s we s e n geführt. Die Versammlung erteilt ihr Einveiständnis mit dem Beitritt Berlins zu dem Verband. Der Ausstellung„Sparsame Bauweise" werden 7599 M. �ach- träglich bewilligt. Ferner beantragen Dr. Wehl und Genossen, den Magistrat zu ersuchen, in der städtischen Verwaltung den 1. Mai als Feiertag freizugeben. Nachdem Stadtv. Dr. R o s e n f e l d den Antrag unter Bezug- nähme auf den Sieg der Revolution am 9. November empfohlen und Stadtv. D i t t m e r(Soz.) unter Zustimmung zu dem Antrage auf das erreichte Ideal des Achtstundentages und das noch nicht erreichte des Völkerfriedens hingewiesen hat. bemerkt Stadtrat F r a n tz, daß in Preußen die Festsetzung von Feiertagen Sache deS Staates sei; der Minister des Innern und der Kultusminister seien bereit, den 1. Mai als Feiertag für ganz Preußen einzu- führen.— Stadw. Riedel(Bg. Vgg.) will den 1. Mai feiern, wenn er ein Sonntag ist.(Stürmische? Gelächter.) Auch der Sprecher der Demokraten, Stadtv. L c w i n. spricht gegen den Sln- trag, der einseitigen parteipolitischen Rücksichten entstamme; even- tuell solle die Nntionalversaminlung darüber entscheiden. Der Antrag wird durch die beiden sozialistischen Parteien unter stürmischem Beifall auch der Tribünen angenommen. Vorsteher Dr. Wehl ersucht die Tribünenbesucher, ihre Bei- oder MißfallSbczeigungen soweit zu mäßigen, daß die Pressevertreter und die Mitglieder in ihrer Arbeit und Aufmerksamkeit nicht gestört werden.— Auf den Vorhalt dcS Stadtv. Mommsen, daß den Tribünen jede solche Aeußerunq durch die Geschäftsordnung untersagt sei, repliziert der Vorsteher, daß in diesen bewegten Feiten auch der Tribüne ein lebhaftere? Interesse an den VerHand» lungen beiwohne, dem er als moderner Mensch ebenso gerecht werden möchte wie den berechtigten Ansprüchen der Presse. Stadtv. Koch (Bg. Vgg.) zitiert ein« Reihe von Zurufen, die ihm in der Sitzung vom 25. März von der Tribüne zugerufen seien und von dem außer- ordentlich niedrigen Niveau zeugten, auf daS die Tribüne und mit ihr die Versammlung allgemach herabzusinken drohe.— Die scharfe Auseinandersetzung dauert bis in die zehnte Stund« fort; es be- teiligen sich u. a. noch Stadw. D ove(Dem.), der auf seine Praxi» als früherer Reichstagsvizepräsident verweist, und Stadtv. K o b- lenzer(Soz.), der dein Vorsteher zwar darin Recht"gibt, daß er nicht sofort zum Aeußersten schreitet, abcx auch der Tribüne nahe» legt, sich eines Verhaltens zu befleißigen, das eine ordnungs- mäßige Verhandlung ermöglickt und Aeuß erringen vermeidet, die anstößig oder beleidigend oder beschimpfend, nicht geduldet werden können. Um 1419 Uhr wird die Sitzung abgebrochen. Da noch 11 Jni- tiati van träge der Erledigung barren. wird in der nächsten Woche unbedingt eine Extrasitzung stattzufinden haben. Jnöustne unö KanSel. Zur Erhöhung der Rsheisenpreise. Die in den letzten Tagen in der TageSpresie veröffentlichten Nack« richten über die voni Robeiienverband in Effen beschlossenen erheb» licticn Preissteigerungen des Roheisens erwecken den Eindruck, als seien die bei den Verhandlungen zugegen gewesenen Vertreter der Reichsbehörden mit der Preiserhöhung ein- verstanden gewesen. Es wird demgegenüber darauf hingewiesen, daß eine solche Auffaflung unzutreffend ist. Die Vertreter der Reichs« bchöiden haben vielmehr ausdrücklich eine Bertarung der veichluß« fassung über die Preiserhöhung beantragt, sind ober mit ihrem Antrag nicht durchgekommen. Infolgedessen haben sie von der Preiserhöhung nur Kenntnis genommen und sich weirere Schritte der Regierung vorbehalte», wenn auch den meisten der von den Hochosenwerken vor» gebrachien Gründe iür eine Preiserhöhung die Berechtigung nicht versagt werden konnte. Eine Entscheidung d« ReichSregierünz ist aber noch zu erwarten. GewerkschaflsbewMng Der Konflikt in üer Metallinüustrie. Die Verhandlungen vor dem SchlidjlungSauSicbuß sind gestern noch nicht zu Ende geführt worden. Sie werden heute vormittag forlgesetzt. In der gestrigen Sitzung wollten die Unternehmer die Der- handlurnen lediglicki am die Auslegung des Sckied'spruchs. also den ursprünglichen Kern deS Konflikts beschiäntt wissen. Es schien, olS ob sie Neigtina hätten, der Auslegung, die die Angeslellten dem Schiedsspruch gaben, beizutreten oder doch ihr entgegenzukommen Dte Angestellten betonten dagegen, daß die Auslegung des Schieds- spmchS jetzt nicht mehr der Gegenstand deS Konfliktes sei. Die Sachlage habe sich inlolge des Verhallens der Unternehmer wesent- lich geändert. Jetzt könnten nur die neuerdings eingereichten Ge- haltsiorderungen zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht werden. Der Schlichlungsausichuß zog sich zur Beratung zurück. Nachdem dieselbe dts 7>, Uhr gewährt hatte, wurde den Vertreter» der Parteien mitgeteilt, der IchlichtungSausschu« habe so weit- gebende Botardeiien zu erledigen, daß die Verhandlungen am gestrigen Abend nicht mehr beendet werden konnten und deshalb heute früh um lv Uhr fortgesetzt werden sollen. Streiklokal der Siemen»-Ange st eilten, Ter- wal tun gSgeoäude, bleibt: Restaurant.Zum Klosterkrug'. SiemenSdamm 4. Erlchetnen zu den bestimmten Helten notwendig. Die Stre'kieiiiing Angestellte der Firma Armin Tenne», Aufzugs- fabrik, Lichtenberg, Alt-Voxhagen S/10. In formst ionSlokal bei Heinrich Richter. Lichtenberg, Lenbachstr. 28, Tel.: Alexander 184, von 9 bis 12 Uhr vormittags. Fachgruppe Ib. Elektroindustrie. Versammlung der Obleute: Sonnabend. 5. April, vorm. 10 Uhr, HaverlandS Festsäle, Neue Fnedrichstr. 35, Saal 6. « In der Maschinenfabrik Oberschöueweide sind. Wie unS berichtet wird, sämtliche Angestellte entlasten worden; es wtro beabsichtigt, den Betrieb stillzulegen. » In später Nachtstunde geht un» von privater Seite ein Be- richl zu, daß bei der Streikleitung der Angestellten zahlreiche Re. solutionen der streikenden Kollegen eingeioufen find, wonach die Kollegenscltaft die Einmischung deS DemobilmachungSamte» unter gllen Umständen zurückweisen müst«. Da» De Mobilmachung». am! sei nicht geeignet, die berechtigte» Wünsche der Angestellten zu verstehen, und nach den Ersahrungeu müsse man diese» Amt vielmehr als einen Schutz privatkapitalistischer Interesse» kenn- zeichnen. Wir gebe» dies« Mitteilung, deren Nachprüfung in»«cht mehr mügltch ist, unter allem Bordehalt w»ed«. ftreie Bahn dem Tüchtige«! Dieser an Regierungsstelle» in letzter Zeit wiederholt ausgesprochene Satz hat in Angestellteirkreisen in bezug aus ihr spätere» stände, dem Tüchtigen die freie Bahn zu eröffnen, in unseren Ver- waltungen noch sehr große sind und daß es hier der größten Energie und Ruckfichtslosigkeit bedarf, dieselben zu brechen, beweisen immer wieder erneut uns zugehende Klagen. So halten z. B. die Herren Geheimräte, die über die Anstellung bzw. Beförderung von Beamten zu entscheiden haben, an den alten Ueberlieserungen fest. Es werden, wie uns berichtet wird, Hilfskräfte bei Behörden und Reichsstellen, die tn den vier Kriegsjahven die Beamten einwandfrei vertreten haben, auch heute noch nicht zu einer Prüfung als mittlere Beamte zugelassen, bloß weil sie niwt ausgestattet sind mit dem Einjährigen- i zeugniS. Und wie mit diesen, so steht's mit den ständigen HtlfS- arbeiiern, die im Laufe der Jahre durch Fleiß in ihrer Tätigkeit j oft nachgeholt haben, was ihnen die Gesellschaft in bezug auf Er- ■ langung einer höheren Bildung vorenthielt. Oft zeigt es sich, daß l diese fleißigen und strebsamen Menschen vi«! Tüchtigeres leisten als die mit dem Einjährigenzeugnis ausgestatteten Bürgersöhne, denen nicht selten der Schein eine Bürgschaft auf staatliche Anstellung ist. Die Tüchtigkeit aber muß in unserer Zeit anders gewerte! werden als unter dinn alten Regime. Heute muß jede vorgesetzte Behörde, jede Regierungsstelle die höchste Ehre darin erblicken, dem Tüchtigen und Fleißigen dem ihm gebührenden Platz zuzuweisen. Nur wenn Gerechtigkeit waltet, wird die heutige Regierung sich des Vertrauens breitester Schichten auch unter den Kopfarbeitern der Reichs- und Staatsämter usw. vergewissern können. Die BlumengeschäftSangestellteu gegen die Sonntagsarbeit. Die im Verbände der Gärtner und Gärtnereiarbeiter organi- sierten Blumengeschäftsangcstellten— Binder, Binderinnen und Hilfspersonal— hielten tut Rheingold ein« überaus zahlreich be. suchte Versammlung ab. In dieser wurde zunächst Bericht er- stattet Wer die Verhandlungen mit den Groß-Berliner Gruppen des Verbandes der BkinnengeschäftsinhWer zwecks Abschloß«mes Tarifvertrages. Die Unternehmervertreter hatten sich bereit er- klärt, einen Mindestlohnfatz für Binder und Binderinnen im vierten Jahre der Berufsbeschäfbigung von 36 M. im fünfte» 45 im sechsten 55 M. die Woche zu bewilligen. Hierzu lag noch nicht ein- mal ein zustimmender Beschluß der bereits stattgefundenen Boll- fitzung der Unternehmer vor. Die Angestellten erklärten diese Zu- geständnisse für durchaus ungenügend und beschlossen einstimmig deren Ablehnung. Sie ersuchten ihre Vertreter, von neuem in Ver- Handlungen einzutreten zwecks Herbeiführung besserer Löhn«. Im Anschluß daran wurde mitgeteilt, daß unternehmersei ts alles auf- geboten werde, um für die Blumengeschäfte die Sonnta-Merkaufs- zeit wieder einzuführen. ES wurde einstimmig beschlossen, an Sonntagen, sellbst wenn die Geschäfte geöffnet wende» sollten, künftighin jede Arbeit zu verweigern. Di« Arbeiterschaft Groß-Berlin» fordern wir auf, die Blumengeschäftsangestellten in ihrem Kampf« um die vollständig« Sonntagsruhe zu unterstützen. Si« können das erstens dadurch, daß alle für die Sonntage be- nötigten Blumen, Pflanzen und aus diesen angefertigten Gegen- | stände bereits am Sannäbend gekauft werden umd zweitens durch Mithilfe bei der Kontrolle der Blumengeschäfte und Einwirkung aus die vielleicht noch an Sonntagen verkaufenden Angestellte». Gruppe der Blumengeschäftsangestellten ft» Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeite. eine Gegenleistung zu haben. Also ein Unternehmen, was auf keinen eigentlichen Unternehmergewinn eingestellt ist. Es werden dort in der Hauptsache aus alten und neuen Stoffresten Hausschuhe her- ! gestellt. In der ersten Zeit waren im allgemeinen alle dori Be» i schäftigten zufrieden. Es wurden auskömmliche Löhne erzielt. Je grützer nun der Betrieb wurde, um so mehr Mißstände stellten sich ein. Man ging aus Raummangel in großem Umfang zur Heimarbeit über. Jede Heimarbeiterin sollte wöchentlich 12 Paar Schuhe anfertigen. Da es für ein Paar 2,85 M. gibt, wäre der Wochenver. dienst immerhin 34,20 M. gmvesen. Aber aus Materialmangel tnfa aus Mangel an Vorarbeiten erhalten die Heimarbeiterinnen nur 8 Paar pro Woche. Also eine Beschäftigung für nur 4 Tage. Für die fehlenden 2 Tage bekommen sie pro Tag 0,60 M. vergütet. Da- durch verdienen sie nur 8x2,85�-1.20—24 M. ES ist eine glatte Unmöglichkeit, unter den heutigen Berhältnissen damft auSzu- kommen. Würden diese Arbeiterinnen doch beim Bezüge der Er- werbSlosenunterstützung(übe: 81 Jahr« pro Tag L,50 M.) sich nicht schlechter stehen. Bei den Arbeiterinnen in der..Nähstube' im Rathaus sind die Verdienstverhältniss« bessere. Die Heimarbeiterinnen hätten wohl Anspruch darauf, diesen gleichgestellt zu werden. Die Mittel dazu scheinen ja auch vorhanden zu sein. Erhält doch jetzt der Leiter diese» Unternehmen»(ein Herr Allner) für seine Be» m ühungen ein« monatlich« Bezahlung von 1000 M. vom Arbeitsamt. Früher, als der Betrieb kleiner war, erhielt er pro Paar Schuhe eine Vergütung von 5 Pf. Da schwankte sein Einkommen zwischen 300 bis 600 M. monatlich. Jetzt bei dem großen Betrieb erhält er pro Paar 8 Pf. Vergütung. Allerdings soll sein Einkommen nicht mehr als 1000 M. betragen. Diese Gegenüberstellung der Ein- kotmnen— die Arbeiterin 24 M.. der Leiter 250 M.— wurde in der letzten Sitzung der Schöneberger Gewerkschaftskommission scharf kritisiert und verurteilt. Man erwartet vom Arbeitsamt, daß eS ebenso schnell wie radikal diese großen EinkommenSunterschiede aus» gleicht, 750 M. monatlich wäre für Herrn Bllner ein immerhin noch ganz schönes Einkmnmen. Und für die Heimarbeiterinnen möge ; das Arbeitsamt für volle Beschäftigung sorgen. Wenn das unmög- ! lich sein sollte, dann ihnen gber für die 2 beschäftigungslosen Tage � den vollen Satz der ErwerbSlosensurforge(L.50 bzw. 3,60 M. pro I Tag) gewähren. Zuschriften sind zu richten an den Vorsitzenden Oskar Hauffe, W., Nollendorfstvaße 25, Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 127. Fahrterlaubnis für vrlanbSrrifrnde. Di« Arbeitsgemeinschaft i freier Angestellte nverbände hat mit einer dringlichen Einaabe bei i dem preußischen Eisenbahnminister beantragt, daß Angestellte, dis ■ eine Urlaubsreise antreten, dazu lediglich einer Dcscheinigung durch den AngestellienauSschuß bedürfen, die vom Geschäftsinhaber gegen- gezeichnet wird. In kleinere» Betrieben soll di« Unterschrift der Betriebsleitung genüge»._ E<«. H.» Angestellt«, Blockwerk. Restaarast Müller, Ronnendamm-Alle« 87, Siemen» stadt Fortkommen berechtigte Hofsnungen hervorgerufen. Daß»tit den alten rückschrittlichen und bureautratischen Ueberlieserungen ge- brochen werden soll, löst in b retten Schuhten unseres Volkes ein starke» Vertrauen zu den führenden Männern der gegenwärtigen Zeit aus. Schwer versündigen würde sich die Regierung an diesem Volk, wenn sie dieses Vertrauen nicht rechtfertigt. Daß die Wider- Die Nähstube SchönebergS. In Schöneberg ist eine sogenannte Nähstube eingerichter, um die weibluhen Arbeitskräfte nach Möglichkeit unterzubringen. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich ein ziemlich großer Betrieb. Zurzeit werden etwa 800 Frauen und Mädchen beschäftigt. Diese Zahl soll sogar auf 10 0 0 Arbeitende gebracht werden. Der Haupt. zweck ist, um für die jetzt zu zahlende Erwerbslofenunterstützung StrettMco: gsachgroppe 14, Metallindustrie. A« Sonnabend, vormittag» 11 Uhr: veiiommlun-, sänttllber vdlente der Gruppe U w Hadertand« FeMälen, Nene Friedrichstr. SS. Saal ü. Köche und Köchinnen? Heute, Freitag, den 4. April, abrnd« 11 Uhr: OessenLIchr Versammlung im.Kaffee Sertau- Palast, vebrenffr. 48. Tagesordnung: »Die Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Küchen— eine Frag« der gewerkschaftlichen Organisation. BeiantwortNb für Politik«ttet z taler, Sharlatteaburg, für den übrigen Teil de» iMatte«'wirrt MaU, ReuTöHn; für Anzeigen Xtcodsr ffiloär, Perlin Verlag: Vor»ür:«-?erlag A. rn d. H. Sellin. Druck Sornjfirts-SaciJdruifetei und vertag»anltalt Paul«inaer a Co M Perlt». Lindeitttrab« 3. Hirrzu t Betlaze. Aulomobit- Gelepbeits- Käufe. I M.A.Q. 6/16 Torp. Sp. Type,«eitrig I N.A.G. 6 16. 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Mahagoni in dünnen Platten aus billigere Hölzer, und wenn Sie irgendwo Möbel sei en, di» St» für.»cht Eich»',.»cht Rußdaum-,»echt Mahagoni- halten, so sind»» stet» di» sournlerten, denn andere gibt es kaum, während wir unser, in ähnlicher Weis« Hergesteist«» Sotb-DflüMI lisch' Ql«.echt Gold- verkousen, obwohl es vi«.echter" ist alt jene.rch en Möbel", denn beim Ruhnke So d-Doublt Ist die Golds.i.icht nahtlos hergestellt, so daß außen überall tatiSchlich echte» Gold ist. D.'shaiv können wir auch ttir(int Ruhnke- Gold-Doubl6 Fassung von 8,SV M an zwei Jahre und für die besten über 12.50 M. sogar dre Jahre Garantie leisten, und zwar nichi bloß für dauernd goido'esche» Ausleben, sondern auch für Hallbarkeii, d. H.. Sie erhalten in der Garantiezeit alle Reparaturen umsonst, auch wenn diese durch Ihr« Schuld entstanden find. Optiker Rutinke C«aMdaistR. eck. Banst »llfiaabnalah. aabsa»scht-gtr OG. Craalrsflr. KasttOraakspL V. ettnlgerStlU, CtBaanst 0at>t l,ttck» Potsdamer St Zttrtttqftr. 19ia, tt.S«lp,ig«r6t 3klrtcl«nr. IM. Sd< Sitgtlpt: N. ClaMMt n jimofUn�r. IM. tdt vnmaentr. NW. JrtbridKt IM.• Barotbanslr. Srtdnattavck Haapfft II, a» lti»l!«r-Wllh«i».P!atz Shdalt. I«, OTckt«rchft gegenüber der»alser-Eich» VUmer�ast, Serllner»t lZZ-8. a. d. Udlaadit Meal S. aaMasttdaanaio. aaZ, Bannh. Zaaban ttenleSUni ?>rgür«Z»< gegeollber Zvchartsiraß» » Pen den I »rttia Stab« t» vettaagn» SI, nach-ntzerta» t»»«sie»»nlerea oplaain« »eben. Cidfa irttt veriaabV«. Cbarlaeteaaargi Saasattast t». 90* Startuigu frx : 2. amPebndaiIo»