Nr. 183. 12 011 Vorwärts Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Numiner T 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs allot Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste is für 1894 unter Nr. 6919. 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 9. August 1894. adsoddat foule .dog Expedition: SW. 19, Beuts- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Quittung. H " " Berlin, den 8. Auguft 1894. Für den Parteivorstand. A. Gerisch, Kazbachstraße 9, 1 Treppe. Die große Ordnungsparket. g gid molio( TBI) Beit einmal in ganz Deutschland dazu kommen muß. Mit Nun find wir ja der Ueberzeugung, daß es mit der Beit einmal in ganz Deutschland dazu kommen muß. Mit dem stärkeren Anwachsen der Sozialdemokratie auf politi schem Gebiete, mit der Verschärfung der Klaffengegenfäße zwischen Besitzenden und Besitlosen infolge des Ausreifens der kapitalistischen Produktionsweise werden die Unter mehr verschwinden, und die Kämpfe der Bukunft werden zwischen zwei Parteien, der des Kapitalis mus und der des Proletariats, ausgefochten werden. Aber vor der Hand brennen den bürgerlichen Parteien noch allerhand andere untergeordnete Interessentämpfe auf den Nägeln, und die Tagespolitik gestaltete sich stets nach dem Tagesbedürfniß. der Gesellschaft 8,50. Solingen, durch die Vertrauensperson| Sand und Sumpflöchern Afrika's, die für deutsche 100,- Stuttgart, aus Schwaben 100,-. Straßburg, Medicus Kolonien" ausgegeben werden. Und deshalb kommen fie Jim Monat Juli gingen bei der Parteikasse folgende Bei- 10, Schönberg i. M., vom Bau in fl. S. 5, Stettin, immer wieder auf ihren Herzenswunsch zurück: die Bildung den Genossen 150,-. Tübingen, H. St. 1,60. einer großen Ordnungspartei. träge ein: Teltower Kreis durch W. zurück 100,-( darunter von SteinBerlin, Beiträge der Wahlkreise: 4. Kr.( Südost) 1855,45 felb 20,-. Tempelhof Wahrer Jakob" 10,-. Gesammelt von ( darunter Geburtagsfeier des Genoffen Schley 10,-. Puter- Zimmermann, Lichterfelde 4,50.) Tambach( Herzogth. Gotha) tolonne Hohndorf 6,-. Amerit. Auft. einer Bigarre 4,-. Buyer v. Tambach- Diethagener Genossen 10,-. Vorwärts" 2. Quartal fol. Raschte 3,50, Nr. 36 11,95.). 4. Kr.( Often) 500,-( dar. amerit. 1894 14 456,35. Vorwärts- Buchhandlung 6000,-. Wittenberge, Auktion, gef. bei Babel 7,30). 5. Kreis 176,-( darunter Banner- zielbewußte Arbeiter 14,80. Winsen, rothe Geburtstagsfeier durch Sammlung 26,-). 6. Kreis( Moabit) 200,-( darunter Vereinte H. W. 2,20. Sangerbrüder Moabits 20,-; von den Genossen aus dem In der Quittung vom 7. Juli d. J. Nr. 155 des Vorwärts" schiede zwischen den bürgerlichen Parteien mehr Bezirk 580 durch J. B. 3,50.) Berlin diverse Beiträge: muß es unter den diversen Berliner Beiträgen von einem Rothen und 2. B. 50,-. P. S. 50,- Dr. L. A. E. aus dem dunklen Münsterland nicht heißen 2,45, sondern 3,- M. 1.4,-. M. B. 75,- J. B. 25,-. Aufgelöster Ferner sind für Monat Juni vom 4. Berliner Wahlkreis Sparverein bei H. Forst und Söhne 6,45. Mth. 10,-. Buch-( Oft) noch eingegangen 500, M.( darunter von Emil Böhl, binderei- Arbeiter des Vorwärts" 10,-. Kontobuch- Arbeiter Frankfurter Allee 100,-) Kochstr. 5,-. Von 6 Fassadenstreichern der Werkst. Frizz jun., Golzstr. 25 4,-. Buchdrucker des Vorwärts" 100,-. Franktireur 1,-. Aus dem 1. Kreis von Attanas 1,-, von Samtlebe-, 50, Sa. 1,50. Von zwei Ge= Da sind es nun gerade die Hauptschreier der Neaktion, noffinnen 2,-. Gießerei Oranienstraße 9 5,50. Vom Handdie Schleppträger der agrarischen und industriellen GroßIungsgehilfen B. H., weil er den 1. Mai nicht feiern produktion, die durch ihre wüste Interessenjagd die Parteifonnte, 3, Stattlub Null Ramsch", durch Schulz 5,-. Rollerlohn 25,-. Ghemal. Student 167 1,-. Budite Breitezerklüftung gefördert, die Truppen des mobilen und des straße, 3,- Arbeiter Bitherklub Freiheitsklänge" 9,95. Gef. festgelegten Kapitals zum erbitterten Kleinkrieg angebett nach der Beerdigung des Genossen A. Hönicker 5,20. Pfropfen- Als die reaktionäre Presse anhub sich für ein Sozia- haben. So lange aber die Ritter von der Börse und die verein Wedding" 3,86, Von 10 Kontobuch Arbeitern liftengesetz zu begeistern, erging sie sich gleichzeitig in bitteren vom Maischbottich einander befehden bis aufs Blut, von A. Junge 4,20. Drücker, Dreher und Schnitt- Arbeiter von Klagen darüber, daß für die Genehmigung dieser staats- solange selbst Schlotjunker und Agravier einander mit Schuster u. Baer 16,88. M. G. 1,-. Tugendbund 6,50. Breslau, rettenden Maßregel im Reichstage leider die geschlossene scheelen Augen ansehen, ist nicht daran zu denken, daß deren von Metallarbeitern 10,- Bredow b. Stettin, W. Gampert 2, Gesangverein Freiheit 1,20. Ga. 3,20. Breslau, Maifeier Mehrheit fehle und deshalb bliesen denn unablässig die Wiederspiegelungen auf politischem Gebiete, die Barteien der Hutarbeiter 21,40( darunter Fabrik von Rabatt und Gutt- Preßtrabanten der Stumm und Konsorten in ihr verstimmtes der Konservativen und der Liberalen, zu einem antiproles Ein tarischen Ordnungsbrei zusammenfließen, von der Zentrums mann 8,40). Baußen, gesammelt von einigen Rothen durch J. M. Posthorn zum Sammeln der bürgerlichen Parteien. 15,- Barmen 100,- Breslau, rothe Klempner 4,50. Culm Ordnungsbündniß wie in Sachsen ist das Ziel aller der partei zu schweigen, von der man wohl voraussehen kann, a. W., rothe Geburtstagsfeier 3.10. Conradsthal, Schröder's Leute, die in der Unterdrückung der Volksfreiheit die noth- daß sie sich völlig in ihre Elemente aufgelöst haben Besuch 5,-. Cottbus, Stammtisch Höger's Restaurant 4, wendige Vorbedingung für die dauernde Herrschaft ihrer wird, nachdem Staat und Kirche einen Bund ges von den verunglückten Sängern beim Arbeiter- Bundes Gesangs- Klasseninteressen erblicken. schlossen haben gegen die Emanzipationsbestrebungen des fest 8,95, Drebkau 3,-. Sa. 15,95. Deutschendorf i. S., r. KindProletariats. taufe 2,20. Frankfurt a. D. Schuhmacherinnung d. F. u. R. 10, Gera( Reuß) 50,-. Hamburg, 2. Wahlkreis 1500,-. Hamburg, von Böbling Muhle 29,35. Desgl. 17,85. Hamburg, Bigarrenfortirer B. u. M. 5,-. Hamburg, Golz 5,-. Hamburg, Liedertafel Brüderschaft 1889, 15,10. Hartau, N. Rtg. 50,10. Hamburg, zielbewußte Tabakschneider v. Hamburg u. Umg. 25,-. Hamburg, die roth. Rothgerber Groß- Borstel bei Hamburg 20.-. Hamburg, rothe Geburtstagsfeier Schulzweg 38 2,-. Hannover 500,- Harburg, 17. Hannoverscher Wahlkreis, 500,- Königsberg, K. W. 10, Riel, mehrere Rpschlgr. 4,30. Lübeck, zur Erinnerung am Lübeck 200,-. Leer i. Ostfriesl., amerikanische Auktion 5,- Landsberg a. W. 10,-. Liegniß, rothe Raketen-, 75. Memel 3,20. Marburg i. H., langer und runder Tisch 6,95. Neudamm, zielbewußte Genoffen 4,-. Neuwied, in Koblenz 1,50. Oranienburg, Weißgerber 10,-. Offenbach 50,-. Offenburg i. B., von " Feuillefont. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. Die Geheimräthe in den Ministerialbureaus möchten den Ordnungsfanatikern ja gern zu Gefallen sein, aber eine allgemeine Ordnungspartei, mit der sich allerhand Knebelungsmaßregeln gegen die Sozialdemokratie durchdrücken lassen, vermögen sie nicht aus dem Boden zu stampfen. So sind sie denn auf den ganz bureaukratischen Ausweg verfallen, hintenherum durch die Beihilfe der preußischen Geldsacksvertretung ein Sozialistengesch Surrogat in der Gestalt einer Verschlimmerung des reaktionären prenßischen Vereinsgesetzes in Preußen einzuschmuggeln. Aber so an muthig diese Zukunftsmusik den Reaktionären in den Ohren klingt, so wenig sind sie damit zufrieden. Sie lechzen nach gründlichen Maßregeln", nach Masseninternirungen der Agitatoren", oder deren Abschiebung nach den herrlichen " " W Vorläufig fechten aber alle diese bürgerlichen Parteien noch auf eigene Hand. Nur wüthender ist ihre Fehde geworden, seitdem Fürst Bismarck, der eingefleischte Juteressenpolitiker, den Erisapfel der Interessenbegünstigung durch Zölle und Benefizien aller Art unter sie geworfen hat. In ganz richtiger Erkenntniß dieser Sachlage haben liberale Blätter denn auch das Liebeswerben der Konservativen mit dem Hinweis auf deren einseitige Interessenpolitik abgewiesen. Das wird indeß die Agrarier nicht zur Umkehr bringen. Sie bewegen sich wie der meckernde Ziegenbock um den Pfahl, an den er gebunden, immer in dem nämlichen Kreise herum. Hat doch Herr v. Plötz, der lauteste, wenn auch nicht der schlaufte ihrer Rufer im Streit, heute zum Flammentode verdammt werden, begann der forderung: der Henker soll mein Wappen unterm Galgen Oberstrichter, nachdem er Platz genommen, und dem Schult- zerbrechen, wenn das nicht der Bube ist, von dem ich sprach. heiß, dem Schöffen und den Ordensmännern Sige auge Nicht wahr, mein Junge? In meinem Mantel hast Du boten, mit feierlichem Tone:„ Es sind oft Dinge vor den geruht., vor meinem Barte bist Du erschrocken. 108 Echranken des peinlichen Rechts anhängig, die es nöthig Malvasier hast Du bei mir gekostet, und mit dem schäbigen machen, daß man abgche von der Weise des Herkommens Juden dort, dem zerfetzten Haman, bist Du gegangen? und der geschriebenen Satzungen. So haben wir denn Sag's frisch heraus, und Ihr, meine Herren, tönnt Ihr beschlossen, heut, anstatt des geheimen und stillen Verhörs noch an der Wahrheit deutelu, da der Bube bejaht? der angeklagten Juden, wobei dieselben doch immer auf Glühte ich nicht wie die lustige Sommersonne mitten im Macht Euch auf weiteres noch gefaßt;" sprach der ihrem Zeugnen beharren würden, ein offen Verhör anzu- November zu Worms? und bin ich nicht jeho vor Kummer, Oberstrichter sanft zu ihm, und Diether gewahrte beim stellen, wobei alle diejenigen erscheinen mochten, die schon Reue, betrübter Haft und schmaler Kost ein rechtes CharAufschauen das Gemach von Leuten angefüllt, in deren in der Klage verwickelt sind, oder zur Aufklärung des Ge- freitagsgeficht geworden? Und dennoch kennt mich der Bube Kreise sich zu finden er sehr betroffen war. Da waren heimnisses Theil daran zu nehmen wünschen. Jochai und und entsinnt sich meiner. Nicht wahr, mein kleiner Hans?" eingetreten, außer dem Richter in Amtstracht, der Bar- David find angeklagt auf Haut und Haar, ein Christenkind Der Knabe bekräftigte so gut er's vermochte, des Edelfüßermönch Reinhold, der Predigermönch Johannes, be- gemartert und ermordet zu machen. Der Edelknecht von knechts Behauptung und Diether's funkelnde Augen zeugten rühmt durch seine Gelehrsamkeit und seines Gemüths Vor- Hülshofen ist mit reuigem Muthe geständig, einen Knaben von einer ungewöhnlichen Sehnsucht, auf den Grund dieser züge, der Edelknecht Gerhard von Hülshofen, welcher an den Juden David verkauft zu haben, um wenige Verwirrung zu kommen. Gerhard suchte von dem Augens blaß und abgefallen, kaum mehr zu erkennen war; und im Turnosen; doch leugnete es der Jude ab und sollte heute, blicke Nutzen zu ziehen und sagte demüthig: Nun, Ihr Hintergrunde verweilten noch zwei langbärtige, schatten- nach langen leeren Drohungen wirklich auf die Folter ge- Herren, wäre ich im Reinen. Reu' und Leid thue ich von ähnliche Gestalten, Jochai und sein Sohn David. Frei ging setzt werden, als sich gestern plöglich ein Umstand ergeben, Herzen und will auch die Armen reichlich bedenken, so ihr der hundertjährige Bater einher, aber schwere Ketten belaste- der die Sache verwickelter, die Klage trügerisch und dennoch mich von hinnen laßt. Ihr seht, der Bube ist ein Christenten die Hände des Sohnes, dessen Blick indessen furchtlos den Gegenbeweis nicht leichter macht. Der Junker von bube geblieben und in reiche Sippschaft gerathen. Ich wasche war, obschon die Glieder bebten. Ganz zuletzt bemerkte Herr Hülshofen hat auf seinen Eid geschworen, in diesem Knaben meine Hände in Unschuld. Der verdammte Jude, der von Diether an der Hand des Bettelmönchs einen Knaben, seinen den erkannt zu haben, welchen er am Tage nach dem des meiner Trübsal Nußen zog, mag es entgelten. Spart nur Sohn. Hochwürdiger Herr," sprach er bestürzt zu Reinhold: heiligen Martin im verwichenen Jahre an den Juden David die Folter nicht an dem Hunde, bis er bekennt, was er mit wie kommt der Knabe hierher und was soll er in dieser verhandelt hat. Dieser Knabe ist Herrn Diether Frosch, dem Knaben vorgenommen, bis er ihn so weit gebracht. Versammlung?" Ein ernster Blick " Ihr werdet's sehen," antwortete der des Schöffen Söhnlein, oder wird dafür gehalten. Um Mich jedoch laßt ziehen mit Verlaub." Mönch mit finsterem Blick, und auch der Predigermönch ins Klare zu kommen, soll der Kleine in seines Vaters des Schultheißen brachte mit einem Male den Schwäßer schwieg mit mißbilligenden Mienen, da der Schöffe an ihn Gegenwart befragt werden. Mit vieler Milde richtete zum Schweigen, und der aufgerufene Jochai bezeugte mit fich wandte. Der Knabe schien an des Beichtvaters Hand der Oberstrichter viele Fragen an den Knaben, die er in zitternder Stimme: Dieser sei wirklich der Knabe, den nicht furchtsam zu sein; aber den Hülshofen betrachtete er seiner Einfalt und findlichen Erinnerung so beantwortete, cinst David in sein Haus gebracht, aber auch wieder vou mit aufmerksamem Gesichte und unverwandt. Nachdem daß kein Zweifel übrig blieb, daß er es wirklich gewesen, dannen geschafft habe, ohne zu sagen, wohin." Mit Verlaub, gestrenge der Knecht die Thüre verschlossen hatte vor dem Andrange welchen Gerhard gefunden. Ben David trat nach ihm vor und sagte bescheiden und des Volks, das in dem Wahne stand, die Juden müßten Herren," betheuerte der Edelknecht nach ergangener Auf- ruhig:" Mir soll Gott helfen... das ist das Jüngelchen, es ausgeplaubert, daß die Ablehnung der Kanalvorlage die 1,40 M. pro Tag erhielt und seitdem 1,60 m. pro Tag erſte Dutthung für den russischen Handelsvertrag, gewesen sei. Politische tebericht. verbient." Am Lage der Aufnahme in die Stanoeslijte Und während die Agravier so auf der einen Seite die InteressenBerlin, den 8. August. zählte die Familie des Arbeiters neun Köpfe: Vater, Mutter politik der Bosheit gegenüber den übrigen bürgerlichen Parteien Der Ruhm der Post" läßt die National- und sieben Kinder im Alter von 2-15 Jahren.- Und spielen, suchen sie auf der anderen deren Bundesgenossenschaft 3eitung nicht schlafen. Wenn die Tintenfulis des Herrn diese neuntöpfige Familie soll von täglich 1,60 m. ihr Dafür eine Reaktionspolitik gegen die Sozialdemokratie zu Stumm so Schönes in Verleumdung und Erdichtung und sein fristen. Bedauernswerthe Staatsarbeiter! gewinnen. Das verträgt sich nicht zusammen. Verdrehung leisten, so können sich die Hammacher und Das Bäckerarbeiter- Schutzgesetz, das die ReichsWollen die bürgerlichen Parteien sich einmüthig gegen Möller doch nicht mit geringeren Leistungen ihrer Preß- tommission für Arbeiterstatistit dem Reichskanzler voruns zusammenschließen, dann müssen sie auf trennende kommis zufrieden geben. Auläßlich der von der Polizei, schlägt, und das wir demnächst eingehend besprechen werden, Sonderbestrebungen verzichten. Das können sie aber jetzt noch um uns zart auszudrücken, nicht verhinderten Un lautet: nicht. Uns ist ja beides recht, ob sie eine Masse bilden oder ruhen, anläßlich der Erschießung einer schuldlosen§ 1. Jn Bäckereien darf die Arbeitsschicht der Gehilfen die getrennte Haufen. Deshalb liegt gar kein Edelmuth darin, daß Frau durch übereifrige Polizeiorgane, giebt das Blatt der Dauer von 12 Stunden, oder, falls die Arbeit durch eine Pause wir ihnen die Wege weisen, die sie als Schutztruppe des Hammacher und Möller der sozialdemokratischen Ver- von mindestens einer Stunde unterbrochen wird, einschließlich Rapitals zu marfchiren haben werden. Wir wissen, daß die hetung" die Schuld an den Unruhen. Das Blatt ent- biefer Baufe die Dauer von 13 Stunden nicht überschreiten. Die materiellen Verhältnisse bestimmend sind für die Parteitaktikt rüstet sich darüber, daß wir nicht Beifall klatschen, wenn nicht mehr als 7 betragen. Zwischen den Arbeitsschichten muß Zahl der Arbeitsschichten darf für jeden Gehilfen wöchentlich und Parteientwickelung, nicht aber die frommen Wünsche und die dem deutschen Nationalliberalismus geistesverwandte den Gehilfen eine ununterbrochene Ruhe von mindestens 8 Stunden flugen Einfälle der redenden und schreibenden Politiker. Und französische Panamagesellschaft den Sozialisten Plecha- gewährt werden. Während eines Beitraumes von 2 Stunden so halten wir denn in der Gegenwart die Wünsche nach noff, den Verfasser der besten Widerlegung des außerhalb der zulässigen Arbeitsschichten dürfen die Gehilfen zu einer sofortigen Herstellung des großen Ordnungsbreies für Anarchismus, als Anarchisten ausweist; Anarchisten wirft gelegentlichen Dienstleistungen des Gewerbes, jedoch nicht bei der todtgeboren, wie wir ihn in einer nicht zu fernen Zukunft sie mit Sozialisten in einen Topf, mit der geplanten erstellung von Waaren verwendet werden. mit Sicherheit erivarten. weiteren Verschlechterung des Vereins- und Versammlungs-§ 2. Auf die Beschäftigung von Lehrlingen finden die vorrechts giebt sie sich nicht zufrieden, sie fordert„ einschneiden- stehenden Bestimmungen mit der Maßgabe Anwendung, daß die dere Maßnahmen". zulässige Dauer der Arbeitsschicht inr ersten Lehrjahre zwei Stunden, im zweiten Lehrjahre eine Stunde weniger beträgt als Daß diese nichts nutzen würden, weiß jeder, der die die für die Beschäftigung von Gesellen zulässige Dauer der letzten Jahrzehnte nicht verschlafen hat. Ist es den Arbeitsschicht. § 3. Auf Konditoreien finden die vorstehenden Bestimmungen Herren lieb, auf einem Bultan zu tanzen, uns tann es recht mit der Maßgabe Anwendung, daß 1. die Dauer der Arbeitsfein. Wir wagen das Tänzchen. Die deutschen Proletarier haben, wie Mary und schicht(§ 1 Abs. 1) an einzelnen Werktagen überschritten werden Engels so trefflich sagten, nichts als ihre Ketten zu ver- darf, wenn die Arbeitsschicht an anderen Werktagen derselben lieren, unsere Gegner wollen aber blos für sich eine etwas Woche um die Dauer der Ueberschreitung verkürzt wird, und längere Frist des Genusses und der schrankenlosen Aus- 2. die Arbeitsschicht an Sonn- und Festtagen die Dauer von beutung. An ihre Kinder denken sie nicht, denn so wie die acht Stunden nicht überschreiten darf. § 4. Ueber die in§§ 1-3 bewegung kämpfte von da an die sozialdemokratische Arbeiter- herrschenden Klassen Frankreichs vor 110 Jahren ist ihr hilfen und Lehrlinge beschäftigt megesetzte Dauer dürfen Ges Fünfundzwanzig Jahre sind es heute, daß Deutschland eine Partei besitzt, die sich den Ehrentitel einer sozialistischen gab. Am 7. August 1869 traten zu Eisenach Vertreter von deutschen Arbeiterorganisationen zu einem Kongreß zusammen der am 8. August die Konfiituirung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei" beschloß. Bebel, Liebknecht, Geib, Motteler waren hierbei betheiligt. Als Glied der internationalen Arbeiter partei Deutschlands Schulter an Schulter mit den Bruder parteien, bald die geistige Führung der Arbeiterbewegung der ganzen Welt übernehmend. Die Theorien von Mary und Engels wurden durch die deutsche Sozialdemokratie zum Gemeingut der fämpfenden Arbeiterklasse. Bis zum Gothaer Einigungskongreffe ( 1873) márschirten die„ Eisenacher" getrennt von den Lassalleanern um bann gerint mit desto größerer Wucht für die Interessen des Proletariats aufzutreten. Wahlspruch: Nach uns die Sintfluth! an welchen zur Befriedigung eines bei Festen oder sonstigen be Licht und Schattenseiten der Unfallnovelle ist der sonderen Gelegenheiten hervortretenden Bedürfnisses die höhere leitende Artikel der letzten Nummer des Blattes für soziale 2. außerdem in Bäckereien an jährlich 20, in Konditoreien an Verwaltungsbehörde Ueberarbeit für zulässig erklärt hat; Praxis" überschrieben, dem wir die folgenden Ausführungen ent- 2. außerdem in Bäckereien an jährlich 20, in Konditoreien an jährlich 40 der Bestimmung des Arbeitgebers überlassenen nehmen: Unfer Haupteinwand gegen die Bestimmungen der beiden Tagen. Auch an solchen Tagen muß den Gehilfen und LehrEntwürfe bezieht sich vielmehr auf die Beseitigung des lingen zwischen den Arbeitsschichten eine ununterbrochene Ruhe bisherigen Returfes in Rentenfachen und auf die von mindestens 8 Stunden gewährt werden. Die höhere Ver. rarbeit Ersetzung deffelben durch das eingeschränktere Rechtsmittel der waltungsbehörde darf die Neberarbeit( Biffer 1) für höchstens Revision. Während der Rekurs ein inhaltlich schrankenloses, 20 Tage im Jahre gestatten. werden. § 6. In Abweichung von den Bestimmungen der§§ 1, Abs. 2, 5 dürfen Gehilfen und Lehrlinge an Sonn- und Fests tagen beschäftigt werden: 1. Jn Bädereien mit Arbeiten, welche zur Vorbereitung der Wiederaufnahme der regelmäßigen Arbeit am nächsten Werktage nothwendig sind, soferu fie nach 6 Uhr Abends stattfinden und nicht länger als 1 Stunde dauern. 2: In Konditoreien mit der Herstellung leicht verderblicher Waaren, die unmittelbar vor dem Genuß hergestellt werden müssen( Gis, Cremes und dergl.) Wenn wir heute auf die verflossenen 25 Jahre zurückfehen, so der Berufung ähnliches Rechtsmittel ist, soll die Revision nur 5. An Sonn- und Festtagen dürfen die Gehilfen und können wir ohne Ueberhebung sagen, daß der Entwicklung unserer darauf gestützt werden können, 1. daß die angefochtene Ent Lehrlinge in Bäckereien während eines ununterbrochenen Beit Lehrlinge An Partei in der ganzen Geschichte nichts Aehnliches an die Seite gefeßzt scheidung auf der Nichtanwendung oder der unrichtigen Anraums von 16 Stunden, in Konditoreien während eines un werden kann. Aus kleinen Anfängen mit unbedeutenden Mitteln hat wendung des bestehenden Rechts oder auf einem Berstoß wider unterbrochenen Zeitraums von 12 Stunden nicht beschäftigt fich die sozialdemokratische Partei zur größten Deutschlands entwickelt. den klaren Inhalt der Aften beruhe, 2. daß das Verfahren an wesentlichen Mängeln leide. Es steht zu wünschen, daß dieser Trot unerhörter Verfolgungen, troß der Aufwendung aller Macht Theil des Entwurfs nicht Gesetz werde; andernfalls droht die mittel, steht heute die Sozialdemokratie Deutschlands von allen sozialpolitische Gesetzgebung ein gut Theil des Bodens Gegnern gefürchtet und auch heimlich bewundert da als eine imponi- wieder zu verlieren, den sie in dem mühsamen Kampfe rende Macht. Mögen die Gegner noch so sehr die Sozialdemokratie des letzten Jahrzehnts glücklich gewonnen hatte..... Die erste Instanz, die Genossenschaft, mit Roth bewerfen, so hat sie sich doch ein Anrecht darauf er ist gleichzeitig Richter und Partei; bei ihren Be worben, als die größte kulturfördernde Macht des XIX. Jahr scheiden wirken Arbeiter regelmäßig nicht mit; hunderts von der Geschichte anerkannt zu werden. Die die Anhörung des Verletzten oder eines Vertreters desselben, § 7. Gehilfen und Lehrlinge in Konditoreien, welche an Sozialdemokratie hat die vom Kapitalismus geistig und welche der Entwurf eine wertvolle Garantie für die angemessene einem Sonn- und Fesitage noch nach 12 Uhr Mittage beschäftigt Behandlung des Anspruchs nennt, soll nur auf etwaiges Verförperlich geknechtete Arbeiterklaffe, daß im Elend ohne Hoffnung langen erfolgen und wird oft genug durch die Entfernung des worden sind, müssen an einem Werktage der folgenden Woche dahinbrütende Proletariat aufgerüttelt, es mit Kampfesmuth, Wohnortes des Verletzten vom Sitze des Feststellungsorganes in von Mittags 12 Uhr ab von der Arbeit freigelaffen werden. § 8. Durch Verfügung der unteren Verwaltungsbehörde Bildungsdurst, Lebensfreude erfüllt. Ein neuer, der in der Frage geſtellt werden. Ob aber das Schiedsgericht, wenn das kann für Gemeinden, in denen die Bäcker ortsüblich an SonnButunft ausschlaggebende Faktor wurde auf die weltgeschichtliche der Versuchung erliegen wird, mit der Würdigung und bereiteten Ruchen oder das Braten von Fleisch besorgen, die Be freie Prüfungsrecht der Oberinstanz wegfällt, nicht manches Mal und Festtagen für die Kunden das Ausbacken der von diesen Bühne gerufen, der Menschheit ein neues Biel gesetzt. selbständigen Erhebung der Beweise es fortan etwa 3 Erhebung der Beweise es fortan etwas weniger genau als früher zu nehmen, möchte umso schäftigung eines Gehilfen mit diesen Arbeiten während höchstens des Schiedsgerichts mit je zwei Unternehmern und Versicherten eine mindestens 24stündige Ruhe gewährt, so dürfen die an den mehr fraglich sein, als die bisher zur Regel gemachte Besetzung drei Stunden des Vormittags gestattet werden. § 9. Wird den Gehilfen und Lehrlingen für den Sonntag durch den Entwurf auf je einen dieser Beisiger verringert zwei vorhergehenden Werktagen endigenden Schichten um je werden soll. zwei Stunden über die im§ 1 Absatz 1 bestimme Dauer verStaatliche Arbeiterfürsorge. Wie elend die in den längert werden. Jedoch muß den Gehilfen und Lehrlingen Musterbetrieben" beschäftigten Arbeiter entlohnt zwischen den beiden letzten Schichten der Woche eine ununter werden, ersehen wir aus einer dem hannoverschen Volts- brochene Ruhezeit von mindestens acht Stunden gelassen werden. willen" auf den Tisch geflogenen Standesliste" der Eisen- jenigen Personen Anwendung, welche bei der Herstellung der § 10. Die vorstehenden Bestimmungen finden nur auf dies bahndirektion Hannover. Es handelt sich um einen im Bäder- oder Konditorwaaren beschäftigt werden. Dabei gelten Jahre 1844 geborenen und im Jahre 1883 in Arbeit ge- Personen unter 16 Jahren, welche die Ausbildung zum Gehilfen tretenen Rottenarbeiter in dem Bahumeisterbezirk Nr. 9. nicht erreicht haben, auch dann als Lehrlinge, wenn ein LehrDie Standesliste", aufgenommen im Oktober 1889, besagt, vertrag nicht abgeschlossen ist. daß der fragliche Rottenarbeiter bis zum 30. Mai 1889 au Sehen wir auch heute mit Genugthuung auf das verstoffene Vierteljahrhundert zurück, so denkt doch keiner, der des Ehrennamens Genosse sich freut, daran, die Hände in Den Schooß zu legen. Unsere Erfolge Tegen jedem Einzelnen neue Verpflichtungen auf, mit verschärfter Energie werden wir alle für die Befreiung der arbeitenden Klasse ein treten und wenn wieder ein Bierteljahrhundert verstrichen sein wird, so wollen wir nicht nur ehrend der Opferfreudigkeit Der verstorbenen Kämpfer gedenken, sondern uns auch des Sieges erfreuen tönnen._ " " " § 11. Betriebe, in denen sowohl Bäckerwaaren als Konditorwaaren hergestellt werden, gelten im Sinne der vorstehenden Bestimmungen bezüglich der Beschäftigung solcher Gehilfen und LehrLeibhaftig, und ich will nicht leugnen fürder." Aber zweifelnden zu schonen und des Vaters Herz nicht zu brechen, linge, welche ausschließlich bei der Herstellung von Konditorwaaren bei den Wundern des Herrn!" fuhr Diether auf: wie verschwieg die barmherzige Mutter, und verbarg ihren Gram beschäftigt werden, als Konditoreien, im übrigen als Bäckereien. wickelt sich denu plöglich meines Hauses Ehre mit diesem in sich. Allein ihr Gebet war eifrig und blieb nicht un- Als Bäckerwaare im Sinne des Absatz 1 gilt dasjenige Backwerk, efelhaften Judengefindel? Was ist da vorgegangen? Wer erhört. Aus den Händen eines verworfenen Hebräers ließ welches herkömmlich unter Verwendung von Hefe ohne Beimischung ist der Knabe? Ist dieser Bube mein Sohn... ist er's nicht? er für Euer Hans das Heil erwachsen und den Knaben von Buder zum Teig hergestellt wird. Im übrigen faun die höhere Rede, verruchter Menschenkäufer!"- Der Schultheiß lächelte wieder hervorgehen. Und als endlich durch Wallradens selben darüber Bestimmung treffen, ob ortsüblich bestimmte Berwaltungsbehörde für ihren Bezirk oder einzelne Theile des tückisch und hing mit den Blicken an Ben Davids Antlig, Erscheinen im Vaterhause der leise genährte Verdacht, daß Waaren zu den Bäckerwaaren zu rechnen find. welcher sich ruhig neigte und laut erwiderte:" Bei der Hoff- fie des Knaben Räuberin gewesen, bestätigt wurde durch ihr§ 12. Ju der Backstube muß eine mit dem polizeilichen nung Jfraels! Euer Sohn ist's Herr; Ihr mögt's glauben!" Erschrecken bei seinem unerhofften Anblick, durch des Stempel versehene Kalendertafel ausgehängt sein, auf der jeder „ Gelobt sei doch der Herr, unser Gott, und gepriesen, Kindes Sträuben gegen fie, die ihn mißhandelt hatte, und Tag, an dem Üeberarbeit auf grund des§ 4 Absatz 1 Biffer 2 daß er endlich aufgethan den Mund des Stummen!" betete durch dessen eigene findliche Geständnisse... da zeigte sich stattgefunden hat, spätestens am Ende der Woche mittels Durch Jochai aus dem Grunde seines Herzens und umarmte den dafür die Tugend Margarethens in ihrem schönsten Lichte. lochung oder Durchstreichung mit Zinte fenntlich zu machen ist. Sohn, welcher die weiteren Fragen des Richters, wie des Sie verbot der eifrigen Willhild, die Euch, edler Schöffe, der Badstube eine Tafel aufzuhängen, welche in deutscher Schrift Die polizeiliche Stempelung erfolgt kostenfrei. Außerdem ist in Schöffen erwartete. Aber,... bei den Märtyrern!" ins Geheimniß ziehen wollte, jede Einmischung; sie verzieh den Wortlaut dieser Bestimmungen wiedergiebt. begann der letztere mit unruhig pochender Brust:... ist großmüthig der bittern Feindin nach den Worten des Hei der Bube mein... wie fam er nach Worms, wie in Deine lands:" Segnet, die Euch fluchen! thuet denen Liebes, Züchtung von Sozialdemokraten. Ueber die Vers Hände, Jude? Hast Du begonnen, die Wahrheit zu reden, die Euch" Böses gethan!"" Sie schwieg, um nicht des abschiedung von Offizieren hat die„ Straßb. P." so vollende auch, oder bekenne, daß Du in diesem Augen- Baters Herz von der Tochter zu reißen, und ahnte nicht, eine Reihe von Auffäßen veröffentlicht, in denen darüber geklagt wird, wie„ hart“ und„ rücksichtslos" die Militärblick gelogen. Un Deinen Worten hängt Schuld oder Un- daß der unfeligste Argwohn so bald ihren Frieden trüben geklagt wird, wie„ hart“ und„ rücksichtslos" die Militärverwaltung ältere verdiente Stabsoffiziere, die sich weder Schuld meines Cheweibes." Daß Frau Margarethe rein würde. Verkannt duldete sie jede Kränkung und schwieg, in dieser Sache war, wie der Abendstern, bekräftige ich mit und floh lieber das Haus ihres Eheherra, um nicht vor dienstlich noch sonstwie irgend etwas hätten zu Schulden tommen lassen etwa entlasse?- nein: pensionire! meinem priesterlichen Worte;" entgegnete Reinhold wichtig den Schranken des Gerichts eine Tochter anklagen zu Das regierungstreue Blatt schreibt u. A.:) und vernehmlich, ohne sich durch des Schultheißen drohen müssen, die sie lieben möchte. Da aber nun plötzlich die, Es ist in der That für einen Laien unbegreiflich, wie es den Antlig außer Fassung bringen zu lassen; es ist an Dinge und der böse Handel dieser Inden eine solche be- zugeben mag, daß einem älteren Stabsoffizier, der nach feiner der Zeit, daß Ihr endlich von Guern verderblichen Jrr- dauerliche Wendung nehmen und das ehrliche Haus eines Richtung hin etwas verbrochen hat, ganz plöglich, gewiffer= thümern wiederkehret zum Vertrauen, Herr Diether. Gerade wackeren Altbürgers mit in den Strudel der Verworfenheit maßen aus heiterm Himmel heraus die Nachricht zugeht, nicht die, die Ihr haßt, wollte Euern Gram und Verderben, hinabzureißen drohten, konnte und mochte ich nicht länger daß von seinen weiteren Diensten fein Gebrauch mehr sondern die, die Ihr unverdient geliebt. Es thut mir weh, schweigen, und entdecke, um die Abwesende zu vertheidigen, gemacht werden fönne, verbunden mit der Aufforderung, er möge daß ich hier das Vergehen einer unnatürlichen Tochter auf- lieber frei und offen, was sie mir, nicht unter dem Siegel seinen Abschied einreichen, nachdem eben demselben Manne wenige zudecken habe: allein ich rede vor Männern, und die Wahr der Beichte, wohl aber im engsten Vertrauen längst ge- er habe auf weitere Verwendung unter Beförderung zu rechnen. Monate vorher von zuständiger Seite mitgetheilt worden war, heit soll man sagen ohne Menschenfurcht. Eure Tochter offenbart." Und noch unbegreiflicher ist es, daß der von zwingenden Wallrade, von Haß entbrannt gegen eine Stiefmutter, die Der Mönch hielt inne mit seiner Rede, die er mit Pensionsrücksichten diftirten Bitte solcher Männer, man möge ihr Erbe und Baterliebe zu schmälern schien, hat Euer Kind stürmischem Eifer vorgetragen hatte, und alle Anwesende ihnen noch eine Frist von wenigen Monaten gewähren, nicht aus Willhilds, der Pflegerin Hütte gestohlen, und mit sich schwiegen eine Weile. Diether sah starr auf den Knaben, entsprochen wurde. Ein töniglich preußischer pen gen Worms geführt auf ihrer Fahrt gen Kostnit. Dort der sich an die grobe Kutte des Mönchs schmiegte; der sionirter General(!) schreibt zu dieser Seite der Frage: hat sie den Knaben ausgesetzt dem Mangel und Hilflosig Oberstrichter faute an den Nägeln, der Schultheiß lehnte. Das heißt in der That fast Sozialdemokraten feit, ihn schlafend auf der Straße verlassen. Gott wollte, sich mit vornehmer Geberde, ein ungläubiges Lächeln auf 3üchten, und man kann sich unter diesen Umständen nicht daß dieser Mann das Kind finden mußte, und sich dessen dem Antlig, in den Sessel zurück. Und was sagst Du, barüber wundern, daß die Stimmung fo vieler älterer verabs annahm, und der Jude, der den wohlbekannten Sohn Jude?" fragte der Oberstrichter endlich den harrenden Ben schiedeter Offiziere eine überaus bittere ift." einer Frau, die ihn im Handel günstig stets bedacht hatte, David. Dieser zuckte die Achseln und entgegnete: Was in dem Buben entdeckte, säumte nicht ihn zu erkaufen, fragt Ihr doch nach meinem Gezeugnisse, gestrenger und der zum Tode betrübten Mutter heimzubringen. Zu Herr, da schon der gelehrte und heilige Mann dort geden Füßen derselben hatte sich indessen die trostlose Will- zeugt hat und geredet? Ich bin nur ein schlechter Jud; hild geworfen, und sie augefleht, ihre Sorglosigkeit nicht aber auch unsere Leute glauben alle an die vom Stamme dem Zorne des Vaters Herz preiszugeben. Um der Ver- Levi." ( Fortschung folgt.) 〃 " hohen staatsrechtlichen Ausbildung giebt Herrn Eugen Richter's Etwas von Eugen Richter. Einen neuen Beweis ihrer hohen staatsrechtlichen Ausbildung giebt Herrn Eugen Richter's " Freifinnige Zeitung" in nachstehender an und für sich ja ziem lich unpolitischen Notiz: Durch ein großes Feuer wurden in Driftsethe bei Hagen ( 2 anddrostei Stade) 9 Wohnhäuser und 14 mit Korn gea füllte Gebäude eingeäschert... " " Falls es den Gelehrten der Freifinnigen Zeitung", an denen betrachtet werden können. Der Rücktritt der Minister Estrup, Tag von sozialistischen Werbe- Agenten und Wanderrednern die preußische Verwaltungsgefeßgebung anscheinend spurlos Bahnson und Goos wird als Konzession an die vergleich geschürt worden ist. In der Regel ist es dann eine an sich ganz vorübergegangen ist, fein Brauchitsch zur Verfügung steht, rathen schließenden Moderaten der Linken betrachtet. Die drei neuen unbedeutende Veranlassung, welche den lange und reichlich anwir ihnen, sich den kleinen Daniel anzuschaffen. Daraus Minister gehören fämmtlich der Partei der Rechten an; der gehäuften Zündstoff zum Explodiren bringt. Berfolgt man tönnen sie immerhin soviel ersehen, daß es in ganz Preußen keine jezige Kriegsminister Thomsen und Finanzminister Lüttichau n a chträglich die einzelnen Phasen der Ent. Landdrostei mehr giebt. waren die parlamentarischen Führer der Partei der Rechten widelung folch eines Krawalls, jo findet man in der Regel einen Beitpunkt, der Das Verfahren des Leipziger Stadtraths in der beim Abschlusse des Vergleichs. noch Demnach scheint das neue Rabinet ein reines: Rabinet es noch Bürgerrechts- Angelegenheit, das nach fächsischen gestattet hätte, die Sache friedAber dieser Moment wird Blättern mit der Städte- Ordnung offenbar in Widerspruch steht, der Rechten und fein Roalitionskabinet zu sein. Den par- lich beizulegen. sucht das Amtsblatt des Raths, das Leipziger Tageblatt", mit lamentarischen Frieden scheint dieses Kabinet nicht garan felten wahrgenommen, er ist auch in Antonienhütte leider nicht wahrgenommen worden." einer einst im Landtage gefallenen Aeußerung des ultrareaktionären tiren zu können. Um der hier durch gesperrten Druck hervorgehobenen Stellen Ministers v. Nostiz- Wallwitz zu rechtfertigen. Jener Staatsmann Tetten Ranges fagte dort: Will man eine tüchtig organisirte, Pariser Anarchistenprozeß. Die ganze heutige willen sei dem Blatte das übrige verziehen. Wir konnten schon freie und selbständige Gemeinde als Grundlage des Staatslebens Sigung wird von der Fortsetzung des Zeugenverhörs in gestern mittheilen, daß der Augenblick, die Sache friedlich beierhalten, so muß dafür gesorgt werden, daß die Entscheidung Anspruch genommen. Mehrere Zeugen machten Aussagen zulegen, gegeben war, als von Seiten unserer einflußreichen Parteiin Gemeinde Angelegenheiten nicht in die Hände der Massen über die Ortiz zugeschriebenen Diebstähle, sodann wurden genoffen die Polizei ersucht wurde, ihnen zur Beruhigung der Tomme und unabhängig gemacht werde von dem Winke fanatischer der Portier des Hauses, wo Ortiz wohnte, die Arbeitgeber Menge eine Ansprache zu gestatten, was abgelehnt wurde. Agitatoren." Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" druckt den vom Durch die Beziehung auf diesen ministeriellen Nonsens wird Ortiz' und mehrere Schreibfachverständige vernommen. Die Sachverständigen erklären, daß die bei Fénéon vor Hirsch- Duncker'schen Gewerkverein" gegen den Reichstagsabge also eingestanden, was in den amtlichen Schriftstücken des Leipziger gefundenen Gegenstände thatsächlich Explosionswerkzeuge dar- ordneten v.& Im gerichteten verläumderischen Artikel ab und Raths natürlich verschwiegen ist, daß die arbeitende Bevölkerung stellen, ähnlich den von Emile Henry und Pauwels gebrauchten. zitirt im Anschluß daran unsere Bemerkung, daß die ganze Er zwar Steuern endlos zu zahlen, bei der Verwaltung ihrer fauer: Die Bernehmung der Belastungszeugen wird darauf beendigt zählung natürlich Wort für Wort erlog en ist, insbesondere verdienten Steuergrofchen aber den Mund zu halten hat. Be- und zum Verbör der Entlastungszeugen übergegangen. Diese, Elm für seine Vorträge niemals mehr als 3 Mark erhalten hat. greift man denn in der großen Seestadt Leipzig nicht, daß der unter denen sich mehrere Schriftsteller befinden, sprechen fich Sozialdemokratie, die man durch die Bürgerrechts- Verweigerung lobend über Sebastian Faure, Jean Grave, Fénéon und andere Lahm zu legen glaubt, damit lediglich ein neues fieghaftes Ar Angeklagte aus und erklären, daß sie dieselben für unfähig halten, gument verschafft wurde, die bodenlose Jämmerlichkeit der das Schlechte um des Schlechten willen zu thun. heutigen Gesellschaftsordnung zu erweisen? dau M " Unruhen in Serbicu. Aus Belgrad wird telegraphirt: Bei Gradiste kam es zwischen Haiducken und Bauern zu einem Kampf, in dessen Verlauf sechs Bauern getödtet wurden. " * In einer Polemik gegen den Nürnberger Freisinu" frischt die Fränkische Tagespost" einige interessante Historien auf, worin Freisinn und Anarchismus die Rolle weier intimer Freunde spielen. Im Jahre 1883", fagt unser ,, Nothleidende" Landwirthe. Einem Bericht über die lette Generalversammlung der Demminer Zuckerfabrik am 2. b. m. Bruderorgan, thaten sich in Nürnberg einige getränkte Leberentnehmen wir, daß die Fabrik im abgelaufenen Geschäftsjahr würste zu einem anarchistischen Klub zusammen. Die erste„ That" war ein Pamphlet gegen einige Personen in der sozialdemokra bei einem Aftienkapital von 750 000 m. einen eingewinn von tischen Partei und gegen diese selbst. Bei den Arbeitern fanden 1376 478,50 M. erzielt hat. Zu Abschreibungen sind 47 551,90 M. Nordamerikanisches Anarchistengesetz. Wie die die Moſtlinge" teine Gegenliebe, dafür aber bei der bestimmt, die statutenmäßige Tantieme des Aufsichtsraths und Times" aus Washington melden, hat der Senat das Gesetz Fortschrittspartei das weiteste Entgegens Vorstandes beträgt 57 561,35 M., auf das Attienkapital von 750 000 m. wird eine Dividende von 20 Prozent, in Summa gegen den Zuzug ausländischer Anarchisten angenommen. om men. Das Pamphlet wurde in der Redaktion des 750 000 m. wird eine Dividende von 20 Prozent, in Summa Kuriers", unter Beihilfe des verstorbenen ersten Führers 150 000 m. vertheilt, zur Zahlung von Gratifikationen werden Das Gesetz enthält auch die Norm, daß jeder Anarchist ber Fortschrittspartei, des Advokaten Eberhard, verfaßt, in der 5000 m. bewilligt. Die arme„ nothleidende" Landwirthschaft, welcher sich zum zweiten Male einzuschiffen versucht, mit Zümmel'schen Druckerei hergestellt und vom Fränkischen Kurier" die sich kümmerlich vom Rübenbau nähren muß, ist wirklich zu Gefängniß bis zu 4 Jahren bestraft wird. als Beilage verbreitet. Wer die Druckfoften bezahlt hat, ist leicht bedauern! Ruheftörungen in Canada. Aus Quebec, der zu errathen. Die Sozialdemokraten blieben die Antwort nicht Zum Mannheimer Hochverrath" wird berichtet, Hauptstadt Canada's, der größten Kolonie Englands in schuldig; die„ Männer der That", Hofmann, Pommer und Meyer, warfen zwar feine Dynamitbomben, sie strengten aber Beleidi daß die Genossen Drees bach und Fenz aus der Unter- Amerika, tommt folgende merkwürdige Depesche: suchung vorläufig entlassen sind, da ein Flucht Meloungen aus Quebec zufolge find dort gestern ernste gungsflagen an, was viel gefahrloser war. Als Vertreter der verdacht nicht vorliegt, während Genosse Teufel Ruheftörungen vorgekommen. In verschiedenen Zeitungsartikeln Anarchisten erschien vor Gericht der Verfasser des Bamwegen letteren Verdachts in Haft behalten bleibt. Proselytenmacherei mit lebereifer und in unerlaubtem Umfange das dem Polizeispiel und Anarchist en Zimmerwaren mehrere religiöse Gemeinden beschuldigt worden, phlets, der oben genannte fortschrittliche Führer Eberhard. -Die ,, Tagespost" war das erste deutsche Blatt, Die Anklage lautet gegen die drei Genannten auf Ver zu betreiben. Infolgedessen zogen aufgeregte Boltsmassen vor das dem Polizeifpibel und Anarchist en Zimmer gehen gegen§85 des R. Str. G.-B., worauf Buchthaus das Pfarrhaus der Gemeinde St. Noche und zerstörten ein maler Peutert in Wien die richtige Bezeichnung zu Theil oder Festungshaft bis zu 10 Jahren gefeßt ist. Von den franzöfifches Trappistenhaus. Auch das Versammlungsgebäude werden ließ. Beutert flagte; als Rechtsbeistand dieses HauptPreßstimmen wollen wir die des Mannheimer Tageblattes" ber Seilsarmee wurde demolirt. An einzelnen Orten tam es zu lumpen erschien wieder der Advokat Erhard und als dieser verregistriren. Dieses gegnerische Blatt schreibt: thätlichen Ausschreitungen, wobei mehrere französische Gemeinde- hindert war, vertrat ihn ein anderer fortschrittlicher Führer, der Der Artikel, welcher diese Maßnahmen der Behörde ver- mitglieder verlegt wurden. Erst als Truppen einschritten, fonnte verstorbene Rechtsanwalt Meyer.( Peutert selbst war zur Beir der ersten anarchistischen Attentate in Wien auf Roften seiner ursachte, bildete den Abdruck eines Flugblattes aus dem Jahre die Ordnung wieder hergestellt werden. fortschrittlichen Nürnberger Freunde extra von Wien nach Nürn1848 und war ein Theil einer größeren Abhandlung mit dem Bum chinesisch- japanischen Kriege liegt folgende Meldung berg gereift; auf der Rückreise durch die Schweiz wurde ihm in einer Titel„ Reminiszenzen". Es handelt sich also um fein aktuelles, aus London vor: Der Umstand, daß der chinesische Vize- Versammlung des deutschen Arbeiter- Bildungsvereins in Winterthur sondern um ein historisches Schriftstück. Dadurch aber, daß der tönig dem japanischen Gesandten in Beting sein persön- fein Provokationshandwerk gründlich verdorben, so daß er rasch Artikel mit der fetten Ueberschrift: Deutsche Männer! und an liches Bedauern über die Ausschreitung chinesischer Soldaten aus der Schweiz verduftete. N. d. ,, V.") Der ,, Kurier" feierte damals der Spiße einer neuen Spalte erschien, machte er den Eindruck ausgedrückt hat, wird als ein Beichen dafür angesehen, daß die Anarchisten als Ehrenmänner und schwelgte in Wonne über einer besonderen für den Tag berechneten Proklamation, welche mit Hilfe Englands und Rußlands der Krieg bald beendigt sein diese muthigen Männer". In St. Gallen trieb sich damals in revolutionärer Sprache zur Errichtung einer Republik und wird. einer der berüchtigsten Anarchisten, ein gewisser Formanet herum, zum Schluß fogar zur Ergreifung der Waffen auffordert. Der Das Amtsblatt publizirt eine tönigliche Proklamation be- ber namentlich alle sozialistischen Führer in's bessere Jenseits bes Umstand, daß die Stichwörter durch Fettdruck hervorgehoben züglich des chinesisch- japanischen Krieges, in welcher allen briti fördern wollte.( Einer kurzen Gefängnisstrafe wegen Preßvergehens waren, ergänzte noch diesen Gindruck, der allerdings nur fchen Unterthanen Neutralität befohlen wird. Ferner wird ihnen entzog sich der Tapfere muthig durch die Flucht.) Dieser„ Ehrenvon Unwissenden falsch aufgefaßt werden in dem Erlaß die Dienstaunahme bei einer der kriegführenden mann" war Mitarbeiter des" Fränkischen Kuriers" und der kann, da die in dem Artikel berührten politischen Verhältnisse Mächte verboten. Die Kriegsschiffe der letzteren erhalten Befehl, Liebling des Dr. Eberhard. Kurz gesagt, die Anarchisten hatten und die hervorgehobenen Gründe zur Erhebung heutigen Tages die britischen Häfen innerhalb 24 Stunden zu verlassen. in Nürnberg ein offizielles Organ, eben den" Fränkischen nicht mehr obwalten." Dem Reuter'schen Bureau" wird aus Yokohama vom Kurier". Um seinen Schützlingen nicht wehe zu thun, wurden Im Herzogthum Gotha find die im Jahre 1855 6. d. M. gemeldet: In Korea haben weitere Gefechte statt die Anarchisten Stellmacher, Kammerer, Ondra, und wie das von zwischen dem herzoglichen Hause und der Landesvertretung gefunden, in denen die Japaner wiederum Sieger blieben. Dr. Eberhard ins Herz geschlossene Lumpengesindel noch hieß, Seitwan wurde von den Japanern mit geringen Verlusten ein- fonsequent als Sozialdemokraten bezeichnet. Zu diesem Zweck getroffenen Abmachungen über das Domänengut Ursache fortwährender Koflikte zwischen beiden Gewalten, genommen, die Chinesen wurden geschlagen und flohen in der wurden die ausgeschnittenen Artikel der Wiener Neuen Freien Richtung auf Roshiu. Der Verlust der Chinesen wird auf Presse" gefälscht. Richtung auf Roshiu. Als Grillenberger gelegentlich seiner Um diesem Uebelstand abzuhelfen, hat unser Parteigenosse 500 Todte und Verwundete geschätzt. Die Japaner find jetzt im Schweizer Agitationstour( er war dazu von den dortigen Ge Bod im Landtage beantragt, dieser solle das Staats- Besitze Asans. Die Siege der Japaner riefen große Freude in noffen eingeladen worden), den Anarchisten gehörig einheizte, ministerium veranlassen, dafür zu sorgen, daß die erwähnten Tokio und den anderen großen Städten hervor und erhöhten die all war es der Fränt. Kurier", der deshalb Gist und Galle spie und Abmachungen, und zwar der vom 1. März 1855 datirte, gemeine Kriegsstimmung. Der Mikado gestattete durch einen Er- Grillenberger in der dem Dr. Eberhard eigenen lieblichen Weise" Daß in Desterreich die anarchistischen Heldenüber die Ausscheidung des Domänen- und Staatsgutes aus laß den Chinesen, weiter in Japan zu wohnen, vorausgeseßt, daß beschimpfte. dem bisherigen Kammer- und Domänenvermögen im Herzog sie sich friedlich verhalten. Nach umlaufenden Gerüchten soll die thaten" sofort aufhörten, als die sozialdemokratische Partei die japanische Flotte eine Niederlage erlitten haben, doch fehlen alle Arbeitermassen organisirte, foll hier nur nebenbei erwähnt werden. thum Gotha getroffene Vergleich A, sowie der am gleichen näheren Angaben, auch über Ort und Datum des angeblichen Eine Beit lang schien das Freundschaftsverhältniß zwischen AnarTage abgeschlossene, die Verwaltung und Nutzung des Treffens. chismus und Freisinn- Eberhard- ,, Kurier" erfaltet zu sein. Da Domänengutes im Herzogthum Gotha betreffende Verfam auf einmal nach Aufhören des Sozialistengesetzes der,.geistige gleich B, daß also diese Verträge aufgehoben werden Kampf gegen die Sozialdemokratie in Gestalt der schönen" und dafür die im 1849er Staats- Grundgeseh enthalten geS- t. Artikel im Kurier". Als Schreiber dieser Stilproben entwesene Vereinbarung wieder hergestellt wird. Da das puppte sich der( frühere Redakteur und bis in die jüngste 1849er Staats- Grundgesetz unterm Druck des Liberalismus beimer Boltsimmer folgende erfreuliche Mittheilung: Herr G. Schneidt in Berlin, Georgenkirchstraße wohnhaft. Dieser Bur badischen Angelegenheit veröffentlicht die Man 11- Beit) Korrespondent der Most'schen Freiheit"(!!) zu ftande gekommen ist und im heutigen gothaischen Land. An die Parteigenoffen! Der Aufforderung unseres Bentralorgans, Serr beschimpfte jeden Sozialdemokraten, der ihm vor die Feder tage die Liberalen herrschen, so wird das vermuthlich abbes Vorwärts", entsprechend, die Streitfrage der badischen Sozial- fam. Er lieferte auf Bestellung so nette Sachen, daß sie selbst lehnende Verhalten des Landtages zum Bock'schen Antrage demokratie bis zum Entscheid des Parteitages weder in der Presse, dem Dr. Eberhard nicht besser gelingen können." einen Gradmesser dafür abgeben, wie trostlos tief der noch in Versammlungen zu behandeln, hat der Vorstand des hiesigen heutige Liberalismus im Vergleich mit seinem 1849er Papa sozialdemokratischen Vereins in seiner letzten Vorstandssitung be Todtenliste der Partei. In Goldberg i. Schl. ftarb gesunken ist. schlossen, die Berichterstattung der beiden Landtags- Abgeordneten am 2. Auguft der Parteigenosse Ostar Schrage; in bis nach dem Parteitag zu verschieben. Wir hoffen, daß unsere neu stabt bei Koburg Wilhelm Kirchner, MitGenossen sich namentlich in Rücksicht auf die neuesten Vor- begründer des Wahlvereins und des Fachvereins der Spielkommnisse mit diesem Beschluß vollständig einverstanden erklären waaren- Arbeiter. werden." Die bürgerliche Preffe stellt im Interesse der historischen Wahrheit fest, daß der Reichskanzler in Stendal fich ein Butterbrot gekauft hat und es verzehrt hat. Hoffentlich wird diese welterschütternde Nachricht nicht Sementirt. Die lettere Mittheilung können wir bestätigen. Die irische Pächterbill wurde vom englischen Unterhause mit 22 Stimmen Majorität angenommen, das Oberhaus hat hierauf sofort die erste Lesung des Gesezentwurfs vorgenommen. Parteinachrichten. die Parteigenossen Frankenhaufens am Kyffhäuser Die Antragsteller wünschen die Enquete deshalb, damit auf grund des durch sie gelieferten Materials die Fraktion einen Antrag auf Einführung einer gefeßlich geregelten Maximalarbeitszeit" einbringe. 00 Polizeiliches, Gerichtliches e. man סט - Sächsische 3. In Sachsen wurde im Jahre 1884 ein faßten in einer gut besuchten Versammlung, wo A. Hofmann Gesetz erlassen, wonach Steuerreftanten der Besuch von Schank Die belgischen Wahlen. Aus Brüssel wird tele- aus Saalfeld über die gegenwärtige wirthschaftliche Lage und ftätten und Vergnügungen untersagt, und den Vorstehern von graphirt: die Ursachen der Arbeitslosigkeit gesprochen hatte, einstimmig Vereinen aufgegeben werden kann, Mitgliedern gegenüber, die Die Verhandlungen zwischen den beiden liberalen Fraktionen folgende Resolution: Die sozialdemokratische Fraktion im Reichs öffentliche Steuern schulden, das erwähnte Gefeß zur Geltung zu bezüglich eines Wahlbündnisses haben bis jetzt noch zu keinem tage möge bei Wiederzufammentritt des Reichstages sofort den bringen. Seit 1884 find nach Adam Riese zehn Jahre vers Resultat geführt. Ein Bündniß mit den Sozialisten tann eben- Antrag stellen, daß die Reichsregierung durch ihre Organe un- gangen und während dieser Zeit hat man wenig oder nichts falls als ausgeschlossen gelten. verzüglich eine das ganze Reich umfassende Enquete darüber ver- davon gehört, daß die Behörden auch Arbeitervereine genöthigt anlaffe, wieviel völlig oder nur zum Theil beschäftigungslose hätten, ihnen die Mühe, auf Steuerrestanten zu fahnden, etwas Arbeiter vorhanden sind." zu erleichtern. Im Jahre des Heils 1894, den Sozialdemokraten fächsisch- gesetzlich so vieles am Zeuge flickt, wurde denn auch von der erwähnten gefeßlichen Bestimmung Gebrauch gemacht. Der Stadtrath zu Pirna verlangt vom Vorsitzenden des Sozialdemokratischen Vereins, bei Androhung von 100 M. Geldstrafe oder acht Tagen Haft, daß er die mit den Steuern fäumigen Mitglieder vom Besuch der vom Verein benutzten Räume ausschließe, wo Speisen und Getränke gegen Entgelt verabreicht oder Berguügungen abgehalten werden. Die gleiche Verfügung wurde auch dem Vorsitzenden des schon vor fehr langer Beit aufgelösten Steinmehen- Fachbroba an ben Vorsigenden des Sozialdemokratischen Vereins vereins zugefchickt! Da der Gemeinderath von Kösschen= dasselbe Berlangen gestellt hat, so ist uns flar, daß es fid, bei der ganzen Sache wieder um eine von der höheren Bureaukratie veranlaßte Maßregel handelt. # Bum gothaischen Parteitag, der in Waltershausen abgehalten wurde, ist noch nachzutragen, daß ReichstagsAbgeordneter Bod als Delegirter für den Frankfurter Parteitag gewählt wurde. Das italienische Cayenne. Die italienische Regierung sendet alle Anarchisten, die das Land nicht recht zeitig verlassen haben, nach Assa b, einem Ort südlich von Maffauah. Die Einschiffung erfolgt nach Hunderten. Die jenigen, welche an den Grenzen Italiens geblieben sind, werden von der Schweiz und besonders von Frankreich gelom te aus Bielefeld über die deutschen politischen Parteien Von der Agitation. In Wehlheiden bei Kaffel sprach zwungen, ihren Wohnfig zu verlassen. mit besonderer Berücksichtigung des Sozialismus und Anarchis All diese Mittelchen, so schwer fie die Betroffenen mus; in Leipzig Reichstagsabgeordneter Liebknecht über auch berühren mögen, werden die Befreiung der italienischen das Thema" Die Kämpfe der Gegenwart"; in Bilbel Proletarier nicht aufhalten und das System Crispi vor Dr. David aus Gießen über das Thema„ Die Familie im schmählichent Untergange nicht sichern können.no Lichte der Sozialdemokratie"; in Weißenfels ReichstagsUeber die dänische Ministerkrisis wird folgende, abgeordneter Metzger aus Hamburg über Sozialismus und Anarchismus. anscheinend offiziöse Darstellung aus Ropenhagen tele graphisch verbreitet: Der Reichstags- Abgeordnete Karl Meist aus Köln hat feine Agitationsreise durch Baden am Sonnabend begonnen und bis heute gut besuchte Versammlungen in Lahr, Achern und Emmendingen abgehalten. Der Redakteur nöfel in Dresden war von Schöffengericht wegen des in der Sächsischen Arbeiterzeitung" veröffentlicht geweſenen Artikels Epphus in den Dresdener Ferienkolonien" zu 1000 m. Geldstrafe verurtheilt worden. Seine dagegen eingelegte Berufung ist vom Landgericht verworfen worden. Bu anderthalb Jahren Gefängniß verurtheilte das Dresdener Landgericht den Partcigenossen May Hünig wegen Majestätsbeleidigung. Man rechnete ihm nicht einmal die Untersuchungshaft an, die mehrere Monate gedauert hatte. Der Mitweida er Stadtrath erklärt in einem ,, Aufruf". daß er sich veranlaßt gesehen hat, die freiwillige Feuerwehr wegen Die Rekonstruktion des Ministeriums wird dadurch motivirt, daß Estrup sich jetzt ohne Gefahr zurückziehen kann, da nach der politischen Vereinbarung des letzten Frühjahrs und der weiteren gu ruhigen Entwickelung die von ihm befürworteten staatsrechtlichen Zu den bedauerlichen Auftritten in Antonienhütte Grundfäße, nämlich die Gleichberechtigung der beiden Kammern, schreibt die Breslauer Morgen- 3tg.":" Eigentlich fann es nicht auch bei der Berathung des Budgets und das Recht des Königs, überraschen, daß es in dem Hüttenreviere Oberschlesiens einmal nach eigenem Ermessen Minister zu ernennen, als anerkannt zum offenen Ausbruch der Leidenschaft kam, die seit Jahr und a guida ga se gals dits dat g Auflehnung der Mehrzahl ihrer Mitglieder gegen die auS Anlaß des Verbotes des sozialdemokratischen Sängersestes getroffenen obrigkeitlichen Anordnungen und Verfügungen aufzulösen. Es könne nicht geduldet werden, daß ein Institut, das sich des Pro- tektorats Sr. Majestät des Königs zu erfreuen habe und Hab und Gut der Bürgerschaft zu schützen berufen sei. zum Tummel- platze sozialdemokratischer. Monarchie und Ordnung unter- grabender Agitationen gemacht werde. Der Aufruf schließt mit der Bitte an die über 13 Jahre alten Einwohner, die der Meinung sind, daß eine freiwillige Feuerwehr nur auf dem Boden der bestehenden Ordnung in Treue gegen König und Vaterland ihrer Aufgabe gerecht werden kann, der neu zu de- gründenden freiwilligen Feuerwehr beizutreten.— Diese stadt- räthliche Weisheit noch zu kritisiren, erübrigt sich wohl für die 5.eser des„Vorwärts". — In Hartha— natürlich einer sächsischen Stadt— wurden gleich zwei Arbeiter-Gesangvereine ausgelöst. — Wegen einiger Redewendungen, wie man sie täglich in Bourgeois-Zeitungen finden kann, wurde in Wien Dr. Ellen- b o g e n zu ö Wochen Arrest verurtheilt. , Sozial« Ite&etlfdjfi Ein seltener Fall und deshalb um so anerkennenswerther ist es, wenn Fabrikanten für unverkürzte Sonn- tagsruhe eintreten. Eine Anzahl deutscher Papier- faorikanten that es in einer an den Bundesrath gerichteten Eingabe und zwar zur Entgegnung aus die Agitation jener Papierfabrikanten, die die Sonntagsruhe aus 12 Stunden ver- kürzt haben wollen. Dagegen wendet sich die Eingabe u. a. wie folgt: „Die technische Durchführbarkeit der Sonntagsruhe, so wie sie in der Novelle zur Gewerbe-Ordnung vom 1. Juni 1391 bezw. in dem Entwurf für Ausnahmebestimmungen für unser Gewerbe vorgesehen ist,.... ist in ausgiebigstem Maße nachgewiesen durch die große Zahl deutscher und ausländischer Papier- fabriken. welche seit rhrem Bestehen oder seit langen Jahren die volle Sonntagsruhe mit 24 stündigem Stillstanoe der Papier- Maschinen und einem 12 stündigen des Mahlzeuges oder sogar noch darüber hinaus geübt haben. ... Was nun die von den Gegnern der vollen Sonntags- ruhe so sehr hervorgehobenen wirt y schaftlichen Schwierig- leiten anbelangt, so ist zunächst nicht zuzugeben, daß sich bei Einführung des 24 stündigen Stillstandes am Sonntage die Leistungsfähigkeit einer Papiermaschine im Aerhältniß der verringerten Betriebszeit vermindert. Fast alle die vielen sich im Laufe der Woche nothwendig machenden, manchmal recht viel Betriebszeit raubenden Reparaturen und kleinen Um- änderungen an der Papiermaschine können alsdann leicht ans den Sonntag verlegt werden. wodurch nur wenige Personen in An- spruch genommen werden, und fo kann an Wochentagen die Maschine viel regelmäßiger und ungestörter arbeiten als bei durchgehendem Betriebe. Es ist klar, daß hiermit der durch letztere erzielte Vorsprung in der Erzeugungsfähigkeit beträchtlich eingeholt, wenn nicht ganz ausgeglichen wird. Dabei ist es nach den Erfahrungen vieler der Unterzeichneten eine unbestreitbare Thatsache und als solche von hervorragenden Volkswirthfchafts- lehrern anerkannt, daß ein die Sonntagsruhe genießender Ar- beiterstamm, weil körperlich, geistig und moralisch frischer und gesunder, sowohl qualitativ als quantitativ leistungsfähiger ist, als ein solcher, welchem kein voller Ruhetag zu Theil wird. Es wird vielfach hervorgehoben, daß bei 12stündigem Stillstande der Papiermaschinen schon durch den Wechsel von Tag» und Nachtschicht den Arbeitern eine 24stündige Ruhe geboten würde, daß dagegen bei 24 stündiger Betriebspause der Belegschaft ab- wechselnd in einer Woche eine 24, in der folgenden Woche eine 43 Stunden dauernde Ruhe zu Theil würde. Gewiß ist dabei zu bedauern, daß wegen des nöthigen Schichtewechsels die sonn- tägliche Ruhezeit nicht eine gleichmäßige sein kann, umsomehr, als dieselbe durch die oft s ehr weiten Wege von und zur Fabrik erheblich verkürzt wird. Unter Berück- sichtigung des letztangeführten Umstandes aber ist es um so einleuchtender, daß bei nur 24 st ü n d i g e r Ar- veitSpause den Arbeitnehmern die beabsichtigten Wohl- thaten des Gesetzes(... Zusammenleben mit der Familie während des ganzen Sonntages) aar nicht zu theil werde» können. So ist es denn eine gerechte Forderung, daß er dieselben durch die 48stündige Ruhe wenigstens alle 14 Tage genieße.... Hiernach schließen wir mit der ganz ergebenen Bitte an den hohen Bundesrath: Es mögen die Bestimmungen über die Sonntagsruhe für unser Gewerbe so aufrecht erhalten werden, wie sie in der Novelle zur Gewerbe-Ordnung vom 1. Juni 1891 bezw. in dem Entwurf für Ausnahmebestimmunge» v o r g es eh e n sin d, mit der Maßgabe jedoch, daß der von falschen Voraussetzungen ausgehende Absatz 1 auf Seite 6 der Erläuterungen(wegen gesärbter Feinpapierej fallen m ö g e." Schaffnug eine» Gewerbegerichts fordern die Arbeiter der hessischen Orte K o st h e i m, B i s ch o f s h e i m und G i n s h e i m. Daß die Bergarbeiter Sachsens nichts von der Petition wissen wollen, die im Interesse der Grubenverwaltungen gegen die Petition des Bergarbeiter-Verbandes dem Landtag und der Regierung zugesandt werden soll, geht aus einer Bekanntmachung des Zwickau-Oberhohndorfer Steinkohlenbau-Vereius hervor, die vom 27. Juli datirt ist. Es heißt darin:„Trotzdem auch unser Werk wiederholt öffentlich verunglimpft worden ist, hat sich auf unserer Belegschaft von nahezu 2000 Köpfen kein Mann ge- f u n d e n. der den Muth gehabt hätte, das Werk, das ihm jahraus jahrein Lohn und Brot gewährt, das man bei jeder Gelegenheit zu finden weiß, wenn Mangel und Roth an die Thüre klopfen, auch nur mit einem Wort in Schutz zu nehmen... Die Behandlung der zur Unterschrift ausliegcndcn Eingabe an das hohe Ministerium wird uns darüber Ausschluß geben, was wir von unserer Belegschaft zu halten haben, aber auch darüber, wie wir uns zukünftig ihr gegenüber zu benehmen haben." Es ist klar, daß eine Petition, wofür in solcher Weise agitirt werden muß, vollständig werthlos ist. Die Hinterbliebene» der in Karwin vernngliickten Bergleute werden nicht einmal gehörig unter st ützt. Manche erhalten gar nichts. Die Wiener„Arbeiter-Zeitung" bringt dafür mehrere Belege. Und dabei macht man in Oester- reich mit großer Emphase in Arbeiterschutz! GerrrerltfUrnfkliihes. An die Gewerkschaften Berlins? Wir ersuchen alle diejenigen, die noch im Besitz von Sammellisten vom Berliner Zwickerstreik sind, diese innerhalb 3 Wochen abzuliefern, widrigen- falls wir gezwungen sind, die Name» der Restanten zu veröffent- lichen. Auch diejenigen, die noch Verpflichtungen gegen die Lohn- kommission zu erfüllen haben, mögen innerhalb dieser Zeit für Regelung dieser Angelegenheit sorgen.— Die Lohnkommission der Schuhmacher. I. A.: R. Temmler, Prenzlauer Allee 36a. Achtung, Töpfer! Der Zuzug nach R o st o ck ist auf's Strengste fernzuhalten, indem wir uns zur Zeit hier im Streik befinden. Briese und Sendungen sind an C. B u g d a h n, Zentralherberge, Beguinenberg 10, zu richten. Zuzug von Steinfetzern nach Stettin ist nach wie vor streng fernzuhalten. Der Streik währt nun die 19. Woche. Der Sieg ist sicher, wenn die Unternehmer, wie bisher, keinen Zufluß an Arbeitern bekommen.— In Königsberg i. Pr. baben die Steinsetzer eine Lohnerböhung von S Pf. pro Stunde durchgesetzt. Diesen Sieg haben sie ihrem geschlossenen Vorgehen zu verdanken. Die Stein setzrammer sind in den Ausstand getreten, um 30 Pf. Minimallohn pro Stunde zu er- reichen. Die Jnnungsmeister wollen nur 2ö— 30 Pf. überhaupt zahlen. Da die Arbeit, und zwar infolge der Annahme des russischen Handelsvertrages, in vollem Gange ist, so ist Aussicht vorhanden, daß der Ausstand für die Arbeiter günstig verläuft. Adresse: R. Herpeng, Königsberg i. Pr., Bülowstr. 34. Aufruf? Arbeiter, Genossen? Bereits sechs Wochen dauert nun der Streik der Arbeiter der Oflernburger Glashütte, ohne daß ein Ende desselben abzusehen wäre. Die Direktion der Hütte hat alle erdenklichen Machinationen ausgeheckt, um zwischen die Streikenden Uneinigkeit zu bringen und Streikbrecher zu ge- Winnen. Um ein Beispiel anzuführen, ist die Direktion klagbar geworden gegen fast alle Arbeiter, welche eine Fabrikwohnung inne hatte», weil diese nicht mit der Arbeit auch die Wohnang verließen, sondern sich auf das landesübliche Mielhgesetz stützten. Doch unterlagen in diesem Prozesse die Arbeiter, weil die Wohnung vom Richter als ein Theil der Entlohnung angesehen wurde. Kaum war das Urtheil gefällt, so war auch der Ge- richtsvollzieher zur Exmission zur Stelle. So wurde am Montag, den 31. Juli, noch spät Abends eine Familie von 12 Köpfen, die Eltern mit 10 Kindern, auf die Straße gesetzt. Und dies geschieht an Arbeitern, die theilweise 20—30 Jahre in der Hütte gearbeitet haben. Wie„herrlich" wird dadurch die Menschen- und Arbeiterfreundlichkeil des Direktors, Herrn August Schnitze, illustrirt! Die Arbeiter aber sind trotzdem nicht gewillt, dem Despotismus des Herrn Schultze sich zu unter- werfen und ihren Nacken zu beugen. Ihre Unterwerfung bedeutete aber auch die Hinabdrückung ihrer Lebenshaltung auf ein Niveau, das verhältnißmäßig dem der Weber im Eulengebirge gleichkäme. Um den Kampf siegreich zu Ende zu führen, bedarf es aber Eurer Unterstützung, Ihr Arbeiter und Genossen allerwärts, und appelliren wir von Neuem an Eure Opferwilligkeit und Euer Solidaritätsgefühl.' Wir haben für 159 Familien zu sorgen und 127 ledige Arbeiter zu unterstützen. Im Ganzen sind es 852 Personen. Wir haben in den 5 Wochen 10 223,83 M. an Unterstützung ausbezahlt und werden wir, wenn wir so weiter unter- stützen können, sicher in kurzer Zeit siegen. Arbeiter, Genossen, helft uns in unserem gerechten Kampfe, springt uns bei mit Eurer Solidarität! Die Streikkommission der Glasmacher zu Osternburg bei Oldenburg. Ausländische Streiks. Die Wiener Lederzurichter beschlossen in einer Versammlung, die nach bürgerlichen Berichten von 500 Personen besucht war, Mittwoch, den 3. August, die Arbeit niederzulegen. In der Metallwaaren-Fabrik von M. Hacker in Wien, IV., Phorusplatz 7, haben die Arbeiter und Ar- beiterinnen aller Fächer, als: Gürtler, Drucker, Graveure, Galvaniseure. Maschinenschlosser, Schleifer, Maschinenwärter und Poliere die Arbeit niedergelegt. Gefordert wird die Entlassung des Direktors. Bürgerlichen Berichten zufolge sollen die streikenden Arbeiter der Schlachthöfe Chicago's beschlossen haben, die Arbeit wieder aufzunehmen. Von den ausständigen Bergleuten in Süd-Carolina und Ne u- M e x i k o wird das gleiche be- hauptet. Sie sollen zu den alten Löhnen weiter arbeiten wollen. Internationaler Tabakarbeiter-Konareß. Der Kongreß wurde am Sonntag in Basel eröffnet. Vertrete» ist Deutsch- land durch 3, Belgien durch 4, Holland durch 2, Luxemburg durch 1 und die Schweiz durch 5 Delegirle. Außerdem wohnen Delegirte des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes und des Basler Arbeiterbundes den Verhandlungen mit berat hender Stimme bei. Die Frage, ob man jeden Tag ein anderes Präsidium wünsche, wurde mit Rücksicht auf möglichst schnelle Erledigung der Tagesordnung verneint. Zum ersten Vorsitzenden wurde Junge aus Bremen, zum zweiten van Leda aus Brüssel gewählt; zu Schriftführern H. E i ch e l s h e i m aus Amsterdam und P a l m e r aus Leipzig. Als Uebersetzer fungirt C. Germer aus Antwerpen. Vor Eintritt in die Tagesordnung verliest H. I ü g st e r s aus Antwerpen im Austrage des inter- nationalen Komitees zwei Briefe, worin die Amerikaner und Engländer die Theilnahme am Kongreß ablehnen. Die Ent- schuldigung der Amerikaner, daß sie die Einladung zu spät er- halten hätten, wird als leere Ausrede bezeichnet, weil die Ameri- kaner schon zwei Monate zuvor beschlossen hätten, den Kongreß nicht zu beschicken. Die Abstimmung am Kongreß soll, wie bisher, nach Nationalitäten erfolgen. Die Verhandlungen sollen jeweils früh 9—12 und Nachmittags 2—6 Uhr stattfinden. Hieraus ver- liest I ü g st e r s den Kassenbericht über den internationalen Eonds der Tabakarbeiter. Danach betrugen die Einnahmen: assabestand 1892 2233,03 Fr., aus Belgien 1561 Fr., tolland 1582,75 Fr., Teutschland 3700 Fr., Luxemburg 45,15 Fr., änemark 1802 Fr., Schweiz 68,75 Fr., Zinsen 151,80 Fr., Summa der Einnahmen 11 144,53 Fr. Dem steht eine Ausgabe (für Kongreßkostcn, Berichte zc.) von 1161,64 Fr. gegenüber. Zur Prüfung dieser Rechnung werden süns Revisoren gewählt. Hier- auf folgt die Berichterstattung der Telcgirtcn der verschiedenen Länder. Da die Berichte gedruckt vorliegen, begnügt man sich mit der Uebersetzung in's Holländische. Zum deutschen Bericht, womit der Ansang gemacht wird, giebl Strom berg aus Hamburg noch einige mündliche Erklärungen.(Fortsetzung folgt.) Tie Errichtung eines GcwerkschaftSkartellS beschlossen die Arbeiter der bei Stellin gelegenen Ortschaften Grabow, Bredow, Z ü l ch o w u. a. Aus Witten meldet die„Rheinisch-Westtälische Arbeiter- Zeitung: Eine Lohnreduktion von zehn Prozent wird den Walzwerksarbeitern der Steinhauserhütte zu- gemuthel. Die Arbeiter wollen die Kürzung nicht annehmen und haben zum 15. d. M. gekündigt. Verls,»nnlungen. Der sozialdemokratische Wahlverei» fiir den vierten Reichstags< Wahlkreis hielt am 7. August seine General- Versammlung ab, in welcher der Vorstand den Vierteljahres- bericht erstaltete. Danach haben im zweiten Quartal fünf Ver- sanimlungen stattgefunden, die sämmtlich gut besucht waren. Ein Beweis, daß das Interesse der Parteigenossen für den Wahl- verein im Steigen begriffen ist. Die Einnahmen haben 1476.82 M.(sammt einem Bestände von 391,72 M.) betragen, die Ausgaben 1115 M., sodaß ein Bestand von 361,82 M. geblieben ist. Die auf der Tagesordnung stehende Bernthung des neuen Statutenentwurfs und Vorstandswahl mußte, da die von der Statutenkommission beschlossene Drucklegung des aus- gearbeiteten Entwurfs infolge eines Mißverständnisses unter- blieben war. auf acht Tage vertagt werden. Unter Verschiedenen! theilte Genosse Scholz mit, daß der Restauratenr Fröhlich, Reichenbergerstr. 73a, durch ein Versehen in die Liste der Gast- wirthe, welche ringsreies Bier führen, hineingekommen ist; er gehört nicht hinein, ebenso wenig wie der Gastwirth Segel, Grünauer- und Wienerstraßen- Ecke, der in der Liste stand, gleichwohl aber am Sonnabend boykottirtes Bier bekommen hat. Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Brauerei-Arbeiter, zu der auch deren Frauen zahlreich er- schienen waren, tagte am 7. August in den„Arminhalle»". Schneider unterbreitete Nanlens der Kommission zwei aus Arbeitsvermittelung bezügliche Anträge, sowie ein neu aus- gearbeitetes Statut nebst Reglement des Arbeitsnachweises und empfahl der Versanimlung deren Annahme. Die Diskussion ge- staltete sich ziemlich lebhaft. Wagner rügte das Nichterscheinen der Kollegen Dreyer und Gruner zu Len KommissionS« berathungen und verlangte Neuwahlen für deren Aemter. Hilpert gab den in Brauereien beschäftigt gewesenen Hand- werkern, wie Schmieden, Schlossern, Stellmachern k„ den Rath, sich in die Arbeitsnachweise ihrer resp. Berufe eintragen zu lassen, wodurch für sie die Chance. Arbeit zu erhalten, steige. Bei Nachfrage nach Arbeitskräften dieser Art werde sich felbst- verständlich die Kommission ebenfalls an den betreffenden Nach- weis wenden und Leute verlangen, die bereits in Brauereien thätig waren. C. R i ch t e r trat für Annahme der unveränderten Anträge ein, während Schüler ersuchte, diejenigen, welche durch Agitation:c außer Arbeit gekommen sind, zuerst unterzu- bringen, da die Ausgesperrten Hoffnung haben, über kurz oder lang, und wenn nicht eher, dann bei Beendigung des Boykotts, ihre allen Stellungen zu erhalten. Stellmacher Brüß huldigte ebenfalls der Ansicht, daß man den Unternehmern nicht allzu großen Spielraum in der Auswahl der ihnen zugesandten Arbeiter einräumen dürfe, sonst würden viele gar nicht unterzubringen sein. Franke(Obmann der Gewerkschaftskommission) versuchte diese Bedenken zu zerstreuen, ebenso der inzwischen erschienene Referent Genosse P f a n n k u ch. Die Anerkennung der Organisation und des Arbeitsnachweises seitens des Brauereiringes bleibe der Kardinal- punkt bei dem gegenwärtigen Kampf. Im klebrigen hänge die Beendigung des Boykotts nicht von den Brauereiarbeitern, son- dern von anderen Faktoren und dem Willen der gesammten Ar- beiterfchasl ab.— Nachdem die etwas aufgeregten Gemüther auf diese Weise beruhigt waren, gelangten Statut und Reglement unverändert und die als Direktive für die Kommission geltenden Anträge in folgendem Wortlaut zur Annahme: 1.„Die Versammlung beschließt die Einstellung verlangter Brauerei-Hilfsarbeiter wie folgt zu regeln: Brauerei-Hilfs- arbeiter, die durch Entscheidung der Kommission als solche bezeichnet werden, die bestimmt in ihren alten Stelliingen nicht mehr Aniiahme finden und mindestens seil dem I. April d. Jrs. dem Brauerei- Hilfsarbeiter- Verein an- gehören, werden möglichst zuerst, der Reihenfolge ihrer Entlassung nach, von der Kommission in Arbeil geschickt." 2.„Die Versammlung beschließt die Einstellung der jetzt verlangten Brauer wie solgt zu regeln: Es wird ab- wechselnd ein in der alten Arbeitsnachweis-Liste ein- getragener Brauer, sosern er den Nachweis erbringt, daß er vor dem 1. Mai d. I. organisirt war, und einer von der Liste der ausgesperrten Brauer, der Reihenfolge nach, wie sie eingetragen sind, von der Kommission in Arbeit geschickt." Hierauf hielt Genosse Pfannknch einen Vortrag über den„Stand des Bierboykolts". In anbetracht der hohen Temperatur im Saale und um die Wirkung des Vortrages nicht abzuschwächen, wurde von einer Diskussion Abstand genommen und die von etwa 500 Personen besuchte Versammlung mit eisttUl Hoch aus die Sozialdemokratie geschlossen. Depcf'rfieu. (Wolff'S Telegraphen-Bureau.) Miiuchen, 8. August. Heule entstand in der Steinheils- straße Kleinfeuer. Die Feuern ehr eilte herbei. Als darauf ein Privatmann niit einer defekten Laterne den Keller betrat, er- folgte eine BenzinexplosioN, durch welche acht Feuerwehr- lenie und zwei andere Personen, theilweise sehr schwer, verletzt wurden. Tanzig, 3. August. Der Staatskommissar meldet: Bei zwei Personen ist in der russischen Grenzstadl Dobrzyn gestern Cholera bakteriologisch festgestellt worden. Vom 3. bis 6. August kamen in Dobrzyn 30 choleraverdächtige Erkrankungen mit 5 Todes- fällen vor. Die Epidemie besteht seil zwei Wochen; der Ueber- gang bei Gollub ist gesperrt und die Drewenz(Kreis Briefen) wird durch Gendarmen abpatronillirt. Marieuwcrder, 8. August. Infolge des stärkeren Auf- tretens der Cholera in Dobrzyn hat der hiesige Regierungs- Präsident durch landespolizeiliche Anordnung den Uebertritt von Personen aus Rußland an dem Grenzübergang bei Gollub verboten. Wien, 8. August. Der heutige Cholerabcricht aus Galizien und der Bukowina weist das Vorkommen der Cholera in 17 politische» Bezirken auf, darunter in dem Bezirk Zaleszczyki 16 Erkrankungen und 9 Todesfälle und in dem Bezirk Horvdenka 14 Erkrankungen und 8 Todessälle. Paris, 8. August. Anarchistenprozsß. Nach Beendigung des Zeugenverhörs ergriff der Staatsanwalt das Wort und führte aus. die Angeklagten fielen unter das Gesetz vom Dezember 1893, da es sich in der Tbat um eine Vereinigung zur Verbreitung des Anarchismus handele.' Er verlange ein schonungsloses Urtheil gegen Jean Graves, Faur«, Bernard, Bastard, Matha und Ortiz und dessen Mitschuldige, wolle aber für Feneon, Agneli und einige andere Angeklagte mildernde Umstände zulassen und gegen die übrigen Angeklagteu die Anklage falle» lassen. Die weitere Verhandlung wurde auf morgen vertagt. Rom, 8. August. Nach einer Privatmeldung hat heute i'rüh in der Provinz Catania in Acireale und den kleinen Nachbar- orten ein Erdbeben stattgesunden. Eine Anzahl Personen sollen getödtet oder verwundet, Häuser und Kirchen sollen ein- gestürzt sein. London, 8. August. Der Prozeß wegen der von Balmakeda als Garantie für die von der London and Riverplate Bank ge- machten Vorschüsse nach England gesandten, auf 140 000 Pfund Sterling geschätzten Silberbarren, deren Rückerstattung die chilenische Regierung verlangt hatte, indem sie Balmaceda das Recht, Geld zu versenden, bestritt, ist gester» von dem hiesigen Appellhof gegen die chilenische Regierung entschieden worden. London, 8. August. Die Meldung des„Nenterschen Bureaus" aus Nokohama vom 6. d. M. über eine neue siegreiche Schlacht der japanischen Truppen gegen die Chinesen findet bis jetzt keine weitere Bestätigung. Die hiesige japa- nische Gesandtschaft hat bisher keine Nachricht davon und meint, die Depesche dürste sich auf die Schlacht vom 29. Juli beziehen. Newyork, 8. August. Zum Gouverneur von Alabama ist der Demokrat Oates mit 25 000 Stimmen Majorität gewählt worden. Ncw-Aork, 8. August. Einer Depesche aus Valparaiso zu- folge ist Trujillo von dem Jnsurgentenchef Semeinario ein- genommen. Die Regierungstruppe», welche nach Juinin geschickt waren, um die Rebellen anzugreifen, erklärten sich für die In» surgenten. (Tepeschen-Burean Herold.) Graz, 8. August. Beim Aufziehen der neuen Glocke auf den Kirchlhuin der hiesigen Michaelkirche riß plötzlich die Auf- zugsvorrichtung; die Glocke stürzte mit dem daraus sitzenden Baumeister Einste herab und zerschmetterte! ihn. PariS, 8. August. Der Kapitän Decazes hat mit 159 Seuegalschützen und zahlreichen Trägern nach heftigen Kämpfen und nach Einäscherung mehrerer Dörfer die Zulus in Bonbous vollständig niedergeworfen. Decazes marschirte sodann nach dem Uboniuflusse, wo er militärische Posten gründete und zwar, wie der„Teinps" bemerkt, zum Nachtheile des Kongostaates. Rom, 8. August. In Regierungs- und Kolonialkreisen ist man besonders auf den Text der Protestnote gespannt, welche seitens der türkischen Regierung gegen die Besetzung Kassalas nach hier, Paris und London gesandt worden ist. Gleichzeitig hofft man, daß England und Frankreich im Interesse der Zivilisation sie italienische Kolonialpolitik nicht aufhalten werden, um so iveniger, als beide Länder in dem fraglichen Gebiete keinerlei Interessen zu wahren haben. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Badiug in Berlin SW.t Beulhstraße 2. Hierzu eine Beil agc. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 183. 200 Donnerstag, den 9. August 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. a) ragilemind us ning ted. 256 Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte find an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproben die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott anf fämmtliche Ringbranereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Bum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschloffenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. sidiot Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierprotzen. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzufchaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. dour Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken nus; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Bonkoff über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. alipoiled sibl Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller Klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Varteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Letzteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, lottenburg. Friedrich Reichenkron, Char. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Saarburg, Bez. Trier, den 5. August 1894. An die verehrliche Redaktion des Vorwärts"," Berlin. In Nr. 178 Jhrer Zeitung findet sich unter Briefkasten der Expedition": Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen burg bei Trier 1,20 m. u. A. ein: Von mehreren aktiven Turnern des Turnvereins SaarAuf Anfrage bei den aktiven Turnern erfolgt die Versicherung fämmtlicher Mitglieder, daß keiner irgend welchen Betrag eingesandt Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn hat. Da das Einsenden nur unseres Erachtens zur Schädigung hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. des Turnvereins geschehen sein kann, bitten wir um gefl. AnSchloßbrauerei, Fürstenwalde. gabe des Namens des Einsenders wenn thunlich. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Franks furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Gilbed. Brandenburg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: Herm. Wolff, Dragonerstr. 31. Tokales. and Die Behörden und der Boykott. Die" Post" bringt folgende wasserfärberische Notiz: Die Boykottkommiffion. -Jual modo Esdni Schreiben hervor, welches uns vom Turnverein Saarburg zuge- anstalten und den anderen auf Gemeindeschulen schickten, ihre fandt wird. Von dem Wunsche beseelt, in dieser ernsten Zeit die Gemeindeschule besuchenden Kinder um des gemeinschaftlichen Schreiben wörtlich folgen: etwas zur Erheiterung unserer Leser beizutragen, laffen wir das Sommeraufenthaltes willen noch acht Tage länger vom Unter richte fern hielten. Wir haben diejenigen Blätter, die alljährlich im August diese Ausführungen bringen, es sind meist frei finnige", und auch diesmal ist diese ständige Ferienklage bereits wieder aufgetaucht, start im Verdacht, daß sie dabei weniger an die Schulkinder und an deren Eltern als an die Gemeindelehrer denken, denen sie sich aus Parteirücksichten gefällig erweisen wollen. Natürlich wären auch den Lehrern fünf Wochen dienlicher als vier. Die„ freisinnige" Presse tönnte mit diesem ihrem Hauptbeweisgrund getrost offener herausrücken, da er ja für sich allein schon ftichhaltig genug ist, und brauchte sich deshalb nicht erst mit dem Heiligenschein einer erlogenen Proletarierfreundlich teit zu umgeben. Eine ganz besondere Heuchelei legen diese Blätter übrigens noch in der Anführung eines Punktes an den Tag, dem wir auch diesmal wieder begegnen. Es bestehe die Gefahr, klagen sie, daß durch den Unterschied zwischen den Ferien höherer und niederer Schulen den Proletarierkindern der Klassengegenfaß erst recht vor Augen geführt werde. Wenn die freisinnige" Presse sich um die Beseitigung von Mißständen, die die Gemeindeschulen von höheren Lehranstalten unterscheiden, wirklich ernsthaft bemühen wollte, so hätte sie wahrhaftig hins Mit Hochachtung der Turnrath: reichend Anlaß dazu. Wir wollen hier von den Unterschieden Haafenritter, Präsident. Ahorn, R. Siebelise, Turnwart. des Unterrichtsstoffes gar nicht reden. Aber die Gemeindeschulen M. Donckel. May Dungenast. Mitglieder. werden auch innerhalb der ihnen gezogenen Grenze den Auf eme Anfrage in unserer Expedition wurde uns höheren Lehranstalten gegenüber in einer Weise zurückgesezt, die berichtet, daß allerdings von Saarburg 1,20 M. einge- jedem Proletarierkinde den Klaffengegensatz scharf und deutlich vor laufen sei mit dem Vermerk:" Für ausgesperrte Turner". Augen führen muß. Auf die Gemeinde- Schulkinder kommt nur was man nicht anders verstehen konnte, als daß damit aus- halb so viel städtischer Zuschuß( pro Kopf), wie auf die höheren Schüler. gesperrte Brauer gemeint seien, die zugleich Turner sind. Hoffent. In den Gemeindeschulen kommen auf je eine Schule, auf je eine lich wird sich damit der geängstigte Turnrath", dessen Ehre Klasse und auf je eine Lehrkraft bedeutend mehr Kinder, als auf durch die Annahme, ihre Turnvereinsschäfchen tönnten etwas zur den höheren Schulen. Warum? Aus der Verschiedenheit des Unterstügung ausgesperrter Arbeiter beigetragen haben, natürlich Lehrstoffes kann feine Erklärung dafür hergeleitet werden; denn arg gefährdet war, zufrieden geben. es ist, sofern der Lehrer für seine Thätigkeit hinreichend " Ferner bitten wir um gefl. Aufnahme folgenden Artikels: Gegen die Anzeige in Nr. 178 des Vorwärts"" Für ausgesperrte Brauerei- Arbeiter ging u. a. ein von mehreren aktiven Turnern des Turnvereins Saarburg, Bez. Trier 1,20 M." legt der Turnverein Saarburg entschieden Verwahrung ein, da sämmtliche attive Turner versicherten, daß sie keine Geldbeträge eingeschickt haben und auch von solchem Einschicken nichts wissen. verschmähen? " Strafe muß fein. Seit Anfang des Boykotts soll der vorgebildet ist, nicht schwerer, mit Primanern Goethe und Behörden Ermittelungen nach dem Bierkonsum der Beamten an: Flasche Selter auf 30 Pfennige festgesetzt haben. Sollte das er- dem Raum mehr gefnaufert, die korridore, die Treppen und vor Wegen des Bierboykotts werden jetzt auch von den Wirth der Fischerhütte" in Schlachtensee den Preis einer oraz zu lesen, als einem sechsjährigen Kinde das ABC bei er- zubringen. Über in den Gemeindeschulen wird sogar auch mit gestellt. So wird jetzt im Gerichtsgebäude ermittelt, wieviel nüchternde Naß dermaßen im Werthe gestiegen sein, oder sollen allem die Höfe sind verhältnißmäßig enger u. f. w. Auf den Bier von den Beamten während des Dienstes, namentlich damit etwa jene hartgefottenen Sünder gestraft werden, welche Gemeindeschulen müssen ferner auch diejenigen Bourgeois aber, ob bontottirtes oder bontottfreies Bier ge- feit Monden in hartnäckigster Weise den Genuß von Ringbier finder aufgenommen werden, die wegen notorischer Zuchtlosigkeit trunken wird. Die Beamten ziehen das„ boykottirte" nicht nur der guten Sache wegen, sondern auch wegen des guten Gefeine höhere Lehranstalt mehr aufnehmen mag. Genug, es giebt schmacks vor, es wird sich wohl nicht eine einzige Flasche„ boykott- Weil er kein boykottirtes Vier trinken wollte, ist der eine ganze Reihe von Mißständen, die noch viel ärger find, als freies" in Gerichtsgebäude ermitteln lassen. Puzer Buchholz auf dem Bau des Unternehmers Fichte, Augs- die Ferienungleichheit. Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp', Ueber den Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, und burgerstr. 37, Charlottenburg, gemaßregelt worden. Die elf zu tauchen in diesen Schlund? Wir sind dabei! am allerwenigsten mit den Herrschaften von der" Post". Wenn übrigen auf dem Bau beschäftigten Buzer legten natürlich die Arbeit Dir Neklametrommel wird von einer Militärkapelle mit aber die Behörden, wie das Organ der von Stumin und Kon- nieder, als sie von der Maßreglung ihres Kollegen erfuhren; großer Virtuofität geschlagen. Bahlreiche hiesige Vereins. forten wissen will, ihrer guten Sache" so sicher zu sein scheinen, nur der sogenannte Pugmeister erklärte sich damit einverstanden, vorstände erhalten zur Zeit folgende gedruckte Empfehlung: wozu dann die weitläufigen Bierschnüffeleien", wie derartige daß der Herr Schwiegerpapa des Unternehmers ihm auch ferner„ Die Regimentsmusik des vierten Garde- Regiments zu Ermittelungen im ringfreundlichen Jargon ja wohl heißen? vorschreibe, welche Getränke er genießen soll. Wohl bekomm's ihm! Fuß, welches seit 1893 in Berlin garnisonirt, empfiehlt sich den hochgeehrten Herrschaften zur Aufführung von Konzert, Ball, Hochzeits- 2c. Musiken. Das Mufittorps pflegt speziell Streichmufit und befiht mehrere Klavierspieler. Hochachtungsvoll Frz. A., Bergter, Kapelimeister im 4. Garde- Regiment z. F., Berlin NW., Stephanstr. 52, hochpart. Telephon: Amt Moabit 898." Antwort wäre erwünscht! Zu den verbotenen Dingen scheint beim Militär jetzt das -Weißbier zu gehören. Wie uns mitgetheilt wird, ist an Soldaten des vierten Garde- Grenadier- Regiments auf ärztliche Veranlassung das Verbot ergangen, Weißbier zu trinken, und zwar soll dies Verbot aus Gesundheitsrücksichten" erlassen sein. Der Berliner Arbeiterschaft bekommt bekanntlich das Weißbier ausgezeichnet; Beweis: die Energie, mit der sie den Krieg gegen die Ningbrauereien führt. Die Lokalkommission von Köpenick ersucht die Arbeiter schaft Köpenics, die Saalsperre der Gebr. Scheer( Wilhelmsgarten), Rudowerstraßen- Ecke, zu beachten, und gleichzeitig in allen übrigen Tanzlokalen das Bairische Bier zu meiden, weil es Boytottbier ist. Folgende Wirthe und Händler schänken jetzt ebenfalls bontottfreies Bier: Kaiser, Marienstr., Gaul, Grünstr., Die zahlreichen steuerzahlenden Zivilberufsmusiker, die vor Weiß, Grünauerstraße und Joch, Grünauerstraße, Flaschenbier. Hunger nicht in den Schlaf tommen fönnen, müssen doch mit Die Kommission fordert die Parteigenossen und Genossinnen auf, staunender Bewunderung zu der Kunstfertigkeit und Bielseitigkeit nur von denjenigen Wirthen und Geschäftsleuten Waaren zu ihrer Herren Kollegen beim Militär emporblicken. Nicht wahr, entnehmen, welche uns im gegenwärtigen Kampfe unterstützen. Herr Kriegsminister? Wirthe und Geschäftsleute, welche gewillt sind, boykottfreies Bier anzuschaffen und sich in die nächster Tage erscheinende neue Liste aufnehmen zu lassen, können sich beim Unterzeichneten melden. Die Lokalkommiffion. J. A. Karl Streich an, Glienickerstr. 11. Uebrigens zweifeln wir nicht daran, daß die Geschäftsempfehlung der Herren Militärmusiker bei ringbier, saa verweigerungs- und mittelstandsfreundlichen Patriotenvereinen den besten Erfolg haben wird. Konsequent halten sich nur sozial= demokratische Vereine die Militärmusik vom Leibe und zwar schon aus dem Grunde, weil dem deutschen Künstler im Komspielen verboten ist! Große Ursachen, kleine Wirkungen. Die Schlafstellenverhältnisse der Berliner weiblichen Dienstboten sind bekanntlich meistens sehr miserable und sprechen auch den bescheidenften meistens sehr miserable und sprechen auch den bescheidensten hygienischen Anforderungen Hohn. Der gegenwärtige Bierboykott scheint auch in diese Verhältnisse eine wohlthätige Bresche legen zu sollen. Wenigstens hat ein bekannter Saalinhaber in der Die Sommerferien der Berliner Gemeindeschulen Kommandantenstraße den genialen Gedanken geäußert, nachdem dauern bekanntlich nur vier Wochen. Jedesmal, wenn sie vorbei durch die erfolgte Saalsperre sein Saal, in welchem vorher fast find, beginnt in einem Theile der bürgerlichen Preffe eine beißrock die herrlichste aller Melodien, die Marseillaise zu allabendlich Arbeiterversammlungen abgehalten wurden, verödet wegliche Klage darüber, daß sie nicht, wie auf den höheren und verwaist ist, diesen fortan als Schlafgemach für seine Dienst- Schulen, fünf Wochen gedauert haben. Die armen Kinder, Dynamit im Erbsenkochtopf. Eine Schauergeschichte, die mädchen zu benußen. Am Tage wird in dem Saale Wäsche ge- heißt es dann, könnten die Erholung ebenso gut brauchen, wie in der Zeit des philiströsen Dynamitschreckens und der fauren trocknet und Nachts schlafen die Dienstmädchen darin, gewiß die Kinder reicher Leute, und von einer größeren Gefahr der Ver- Gurte eine geradezu niederschmetternde Wirkung ausüben wird, eine zweckmäßige Verwendung eines Gesperrten". An Luft und wahrlosung durch zu lange Ferien könne doch bei Gemeindeschul- erzählt das Organ der Friedfertigsten aller Friedfertigen, der Licht dürfte es den Schläferinnen ja nicht fehlen und auch tindern nicht die Rede sein. Diesen sehr zutreffenden Ausführungen Vegetarische Herold". Es ist, man denke, die leyte Verfasernenmäßig brauchen die Betten nicht zu stehen, denn Platz ist( denen übrigens die sonstige Haltung der bürgerlichen Presse in fammlung der Freien vegetarischen Vereinigung genug vorhanden. Vielleicht findet dieser Gedanke günstige Auf- der Frage der Verwahrlosung" der Proletarierkinder seltsam wider von der politischen Polizei geheim überwacht worden. nahme und weitere Bethätigung. Den armen Haussflavinnen spricht) wird in der Regel unter Anführung einiger Beispiels- Und warum? D, Muse, verhülle dein Haupt! Ein Ulkbruder und den armen Saalinhabern wäre dadurch geholfen.defälle hinzugefügt, daß geradezu der Unterricht der Gemeinde- hatte der Polizei den köstlichen Bären aufgebunden, daß die Welches Unheil unter Umständen durch Sammlungen für schulen durch diese Kürze der Ferien beeinträchtigt werde, da Freie vegetarische Vereinigung anarchistischen Gedanken Beide, Vegetarier und ausgesperrte Arbeiter angerichtet werden kann, geht aus einem viele" Väter, die einen Theil ihrer Kinder auf höhere Lehr- und dito Umtrieben nachhänge! " " " Polizei, nahmen Den ute ernst, fo ernst, daß das Organ für Erbfenpüree den Ulfbruder in der vegetarisch en Gemeinde mit einem Schimpfwörtertübel überschüttet, deffen In halt unser Staunen erregt. Gemeiner Lump"," falsche Denunziation", Schurkenstreich", das sind ungefähr die Kosenamen, die aus dem vegetarischen Entrüstungsbrei hervorquirlen. Es ist bedauerlich, daß der Vegetarischen Vereinigung jeglicher Sinn für Humor abgeht, aber was läßt sich gegen die fatale Thatsache machen, daß diese Herrschaften" Potsdamer" find? zu S ist ein Zettel folgenden Inhalts gefunden worden:„ Verzeih' mir, liebe Mutter, diesen Schritt; ich fonnte nicht mehr leben. Der Herr Defterreich hat mir in das Gesicht gespuckt und gesagt, ich bin frech." Vielleicht tragen die Angaben dieses Zettels zur Ermit telung der Persönlichkeit des Mädchens bei. Gerichts- Beifung. war. Die Sache wurde froßdem ihnen dies vom Betriebsinspektor verboten worden war, lichen Auffassung ausgegangen Dor der dritten FerienAntHerr Schneider, Pallisadenstr. 19, erklärt zu dem Bericht, den wir über das in seinem Geschäft vorgekommene eigenthüm- Unangenehme Scherereien zu einer Geburtstagsfeier liche Gebahren brachten, daß der Vorfall sich zwar so zugetragen bildete ein Gerichtsverfahren, welches gestern vor der achten habe, wie von uns geschildert, jedoch sei dem betreffenden Kinde Strafkammer des Landgerichts I zum Abschluß gelangte. Ter das Haar ohne seine( Schneider's) Einwilligung nur zur Hälfte in der Göbenstraße wohnhafte Schautwirth Malzties feierte an geschnitten worden. Er bedaure, daß der Gehilfe, der dem Rinde einem Februar- Abende seinen Geburtstag, er batte bazu verbas Haar geschnitten, seine Arbeit nicht vollendet habe und gebe schiedene Familien eingeladen und hatte die Festlichkeit einen die Bersicherung, daß es nicht sein Wille gewesen sei, das Kind durchaus privaten Charakter. Die Polizeistunde wurde überschimpfirt auf die Straße zu schicken. 0 = Beamtenelend. Wegen Unterschlagungen von insgesammt 5,40 m. hat der Hilfsgerichtsvollzieher Giese seine ganze Bu funft und die Vortheile einer 30jährigen Dienstzeit aufs Spiel Ein Brunnenunglück. Am Dienstag Abend ist auf dem gefeßt. Giese, welcher geständig war, in einer Reihe von Fällen an der Oberspree belegenen Grundstück der Herzfelder Chamotte 20-40 Pf. zu viel erhoben zu haben, war derzeit von der fabrik ein schweres Unglück vorgekommen. Nach Schluß der achten Straffammer des Landgerichts I zu sechs Monaten GeArbeit wollten die drei Auffahrer Marts, Herold und Freydant fängniß verurtheilt worden. Sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Der Begräbnißplatz der St. Georgengemeinde in der ihren Weg über den erst vor einigen Tagen ausgeschachteten Blaschtauer, hatte mit der eingelegten Revision Erfolg, weil die Landsberger Allee bilbet schon seit einem Bierteljahrhundert den großen Ziehbrunnen, der mit Brettern überdeckt war, nehmen, Straftammer bei Festsetzung der Strafe von einer rechtsirrthümMittelpunkt eines Streites zwischen den Bewohnern des Frankfurter Thorbezirks und dem Gemeinde Kirchenrath der St. da infolge des heftigen Gewitterregens das Erdreich locker ge- deshalb gestern noch einmal Der des Landgerichts I verhandelt. Georgengemeinde. Bis Mitte der 60er Jahre hatte der Kirchhof, worden war und abzubröckeln drohte. Kaum hatten nun die Straffammer deffen Eingang zur damaligen Zeit in der Kommunitation am Drei die Brettschicht betreten, da stürzte auch schon die äußere geschuldigte gab an, daß er seit Jahren mit der größten Frankfurter Thor( der jezigen Friedenstraße) gelegen war, Plattform ein, und alle Drei fielen in den ziemlich tiefen Brunnen- Noth au fämpfen gehabt habe. Wenn seine Besoldung von den Anforderungen der Gemeinde vollständig erfüllt, bis fchacht. Obgleich die sämmtlichen übrigen Arbeiter zu Silfe 1740 M. einschließlich Wohnungsentschädigung auch ausgereicht um diese Beit sich rapid vollziehenden Er- eilten, gelang es nur Marks und Herold zu retten, fie hatten hätte, ihn und seine aus sechs Köpfen bestehende Familie zu er weiterung des Frankfurter Viertels derselbe fich als jedoch mehrfache schwere Verlegungen erlitten und mußten in nähren, so hätte die seit Jahren bestehende Krankheit seiner Ehe. flein erwies und infolge dessen bis bis hinüber zur ärztliche Behandlung genommen werden. Freydank konnte nur frau doch zu einer Nothlage geführt. Jetzt sei er im Disziplinar Landsberger Allee ausgedehnt wurde und nun einen solchen als Leiche herausbefördert werden, denn er hatte sich das Genic wege entlaffen und dadurch schon hart genug bestraft. Der GeKomplex repräsentirt, daß man, um von einem zum andern gebrochen. richtshof sette das frühere Strafmaß auf drei Monate Ge Ende zu gelangen, ca. einen Kilometer zu laufen hat. Mit fängniß her ab. bieser Ausdehnung resp. Umänderung hat aber auch zugleich die Schließung des alten Eingangs in der Friedenstraße und die Eröffnung des neuen in der Landsberger Allee stattgefunden und hierdurch obenbenannten Kampf entfacht, indem nun die Bewohner des Frankfurter Thorbezirks, welche ben Kirchhof besuchen, die ganze Friebenstraße bis zum Landsberger Thor, sowie die ganze Landsberger Allee Allee bis zur Brauerei Bazenhofer zu laufen hatten und leider noch heute au laufen zu schritten und der Lärm der Gesellschaft drang bis auf die Straße. haben. Schon Ende der 60er Jahre machte sich dieser Uebelstand öffentlich bemerkbar, leider blieben die hiergegen einberufenen Herr Hermann Otto, Restaurateur zum Karpfenteich, Malaties erhielt deshalb wegen beider Uebertretungen ein Proteftverfammlungen und Klagen gegen den Gemeinde- Kirchen- Röpnicker Landstraße, erklärt die Mittheilung für unrichtig, daß er Strafmandat in Höhe von 6 Mart. Er beantragte richterliche rath vollständig refultatlos, wiederholte Petitionen der Be- den Ursprung des von ihm verkauften Bieres verschleiert oder Entscheidung, erzielte vor dem Schöffengerichte aber nur Frei wohner und Hauseigenthümer konnten denselben nicht bewegen, verschwiegen habe. Vielmehr habe er die bedienenden Kellner Sprechung von der ersten Uebertretung, da die Privat- Festlichkeit ben alten Eingang wieder zu öffnen und mußte infolge beffen die streng angewiesen, jedem Gast mitzutheilen, daß bei ihm Bier an die Polizeiſtunde nicht gebunden sei und der Angeklagte zahlende Gäste nicht gehabt hatte. Im geftrigen Termine cor Sache einschlafen, bis vor ungefähr fünf Jahren die Ausgrabung aus der Schloßbrauerei und Evorabier verzapft werde. Der zweiten Instanz trat der Vertheidiger, Ref. Ulrich, für Freis der irdischen Ueberreste am unteren Ende des Kirchhofs( am Baun Der bei der Köpenicker Wasserbau Inspektion thätige sprechung auch wegen der zweiten Uebertretung ein. Ein Schankin der Friedenstraße) erfolgte und den Kampf aufs Neue ent- Technifer Rudolf Nenast ist nach Verübung verschiedener Bewirth müsse doch ebenso gut seinen Geburtstag feiern dürfen, brennen ließ, der nun gegenwärtig zu einem öffentlichen trügereien flüchtig geworden. Auf die Betrügereien ist man erst wie jeder andere Bürger, und wenn bei einer derartigen Aergerniß geworden ist. Wenn man auch von anderen Uebel- aufmerksam geworden, als Neuaft vorgestern versuchte, auf dem Feier Gesang und Spiel bis auf die Straße dringe, so könne fländen absieht, die sich im Begräbnißwesen geltend machen, Röpenicker Steueramte auf grund einer gefälschten Kostenrechnung Dies als strafbarer ruheftörender Lärm nicht aufgefaßt werden. fowie beispielsweise die durch Konsistorial- Privilegien garantirten 60 M. zu erheben. Dem Beamten der Steuerkaffe( kam die Da müsse die Polizei sich doch in erster Linie bemerkbar machen, Rechte der Kirche für Refervirung sogenannter Raufstellen Unterschrift des Bau Inspektors Bolten verdächtig vor; eine wenn bei hohen Herrschaften in den ersten Stockwerken Festlichhorrende Preiſe festzusehen, für jedes Kreuz, jeden Stein 2c. Anfrage in der Bau- Inspektion ergab denn auch die Fälschung. feiten stattfänden, wodurch weit mehr Lärm auf die Straße aufzustellen noch besondere Extraberechnungen machen zu leider war inzwischen der Schwindler, der schon seit dem 1. d. M. bringe, als im vorliegenden Falle. Der Gerichtshof schloß sich Tönnen, ferner vorzuschreiben, daß nur Angehörige der feine Wohnung verlassen hatte, verschwunden. Erfolgreicher war den Ausführungen des Wertheidigers au, hob das erste Urtheil Verstorbenen die Gräber begießen dürfen und hierzu noch er einige Tage vorher in Storfow gewesen, wo er von dem Ver- auf und erkannte auf völlige Freisprechung des Angeklagten. eine Legitimation vom Kirchhofsinspektor ausstellen laffen müssen, walter der Spezialbautasse auf grund einer gleichfalls gefälschten -übrigens eine Maßregel, die vielen armen Kindern und alten Rechnung 90 m. erschwindelt hatte. Leuten die paar Groschen entzieht und verschiedene Gräber einDas Gewitter vom Dienstag hat in den nordöstlichen gehen läßtwo jede Karre Sand, jede Veränderung des Vororten schlimm gewüthet. In Faltenberg, Ahrensfelde, MebGrabes theuer bezahlt werden muß, so ist es aber in diesem row und Umgebung hat der dem Gewitter vorausgehende orkan- Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten Falle auffällig, daß diese reiche Gemeinde so rücksichtslos ist und zusehen fann, wie die armen alten Leute sowie artige Wind die Obsternte fast völlig vernichtet, speziell gilt die Reich 3 tag3- Wahlkreis hielt am 7. Auguft bei Möhring, Aepfel- und Pflaumenernte als verloren. In Wartenberg schlug Admiralstraße eine sehr gut besuchte Generalversammlung ab. die Kinderchen, welche die Gräber ihrer Angehörigen nicht durch der Blitz in eine Scheune, glücklicherweise ohne zu zünden. Auf Der Vorsitzende, Genosse Rizing, erstattete zunächst den die Kirchhofsverwaltung begießen lassen können, dieses nun selbst der Königs- Chaussee wurden zahlreiche Bäume durch den Sturm Geschäftsbericht des Vorstandes für das letzte Halbjahr. Als ein besorgen, und den weiten Weg durch die Friedenstraße oder über umgelegt und auf den daranstoßenden Feldern die Getreide- günstiges Beichen für das Gedeihen des Vereins hob der Berichtdie Felder hinter Bazenhofer's Brauerei herumlaufen zu müssen, mandeln und Mieten auseinandergerissen. Bei Eberswalde, erstatter hervor, daß sich die Mitgliederzahl stetig vermehre. um zum Eingang zu gelangen. Wieviel Mühe und Zeit könnte für Manchen erspart werden, wenn der Gemeinde Kirchenrath Freienwalde, kamen so ungeheure Wassermassen nieder, daß die Statt der tagesordnungsmäßigen Rechnungslegung des ersten für Manchen erspart werden, wenn der Gemeinde Kirchenrath von den bergigen Waldungen abfließenden Fluthen tiefe Gräben Kassirers Ludwig, erfolgte die Mittheilung seitens der Revis noch einen Eingang in der Friedenstraße herstellen ließe, noch einen Eingang in der Friedenstraße herstellen ließe, rissen, Bäume entwurzelten und die Chauffeen unpassirbar foren, daß 2. feit einigen Tagen fpurlos verschwunden fei. es fäme doch nichts weiter In Betracht, als die Anstellung eines Pförtners, welcher die Aufsicht und Kontrolle machten. Bei Petersdorf wurde der Feldarbeiter Herrmann, der Genanes über die Kassenverhältnisse mitzutheilen, waren dieselben der Besucher zu führen hat. Die Herstellungskosten tönnten doch vom Gewitter auf offenem Felde überrascht wurde, vom Blitz wegen der kurzen Zeit, die feit dem Verschwinden L.'3 verstrichen Debatte Der Lage. In der folgenden faum 500 m. übersteigen und die Besoldung des Pförtners würde erschlagen. Sonstige Schäden durch Blitzschlag sind bis jetzt noch ist, nicht in wurden lebhaft die Pflichten der Kasseurevisoren erörtert, fich doch höchstens auf 1000 m. im Jahre belaufen, welche nicht gemeldet. Summen doch durch die jetzige Ausgrabung und Wiederverwerthung Vom Deck eines Pferdebahnwagens abgestürzt ist der wobei den Revisoren zu große Vertrauensseligkeit vorgeworfen hinreichend gedeckt werden, da insbesondere die Stellen nur als Postschaffner Wilhelm, Lübecker Straße, und am Dienstag den wurde. Im Laufe der Diskussion sprach ein Redner unter Bezugs Raufstellen hergegeben und theuer bezahlt werden müssen. Wir Folgen seiner schweren Verlegungen erlegen.. befand sich am nahme auf das Betragen Ludwigs in den letzten Wochen die Ber wollen daher hoffen, daß dieses öffentliche Mergerniß endlich be- Sonntag Nachmittag auf der Fahrt nach Tegel und hatte gegen muthung aus, daß derfelbe einen geistigen Defekt habe. seitigt wird und die Bewohner des Frankfurter Thorbezirks den 4 Uhr in der Chausseestraße einen nach dorthin fahrenden Deckfitz- wurde beschlossen, den bisherigen Vorstand bis zu einer neuen Rampf gegen den Gemeindekirchenrath durch dessen Nachgeben wagen der Pferdebahn erstiegen. Als das Gefährt die Müller- Generalversammlung im Amte zu belassen und eine FünferStraße paffirte, erhob sich W. und trat aus irgend welchem fommission zu wählen, welche in Gemeinschaft mit dem Vors endlich einstellen können. Grunde an das Geländer; dabei verlor der Postschaffner das stande die Angelegenheit Ludwig prüfen und in jener Versamm Eisenbahnschneidigkeit. Auf Anordnung der tönig Gleichgewicht und stürzte topfüber auf das Straßenpflaster hinab. lung über das Resultat der Untersuchung Bericht erstatten soll. lichen Direktion der Wannseebahn werden alle folch e Per. Der Berunglückte erhob sich zwar alsbald wieder, suchte selbst Man wählte die Genossen Woldersty, Schäunemann, fonen, welche durch Zufall oder mit Absicht weiter gefahren sind, noch eine Droschte auf und fuhr nach Hause, brach jedoch, an Jakob, als das bezahlte Billet das gestattet, auch dann mit sechs Mart der Wohnungsthür angekommen, bewußtlos zusammen und ver- angelegenheiten" regte Genoffe Schwan an, noch einmal zur in Strafe genommen, wenn sie sich sofort nach Ankunft des Buges aus freien Stücken bei dem Stationsvorsteher behuss Nach- schied an den Folgen schwerer innerer Verletzungen. zahlung melden. Auf der Ringbahn wird im fongruenten Falle Erschoffen hat sich aus Furcht vor einer Operation in der lediglich der Zuschlag eingezogen, wogegen die Wannseebahn Nacht zum Dienstag der 65 Jahre alte Gastwirth Karl Schröder entgegen diesem Brauch ohne Ausnahme alle solche Kontra- aus der Blücherstr. 21. Er hatte ein Bruchleiden, und der Arzt venienten polizeilich fistiren und in die genannte Strafe nehmen hatte die Nothwendigkeit eines operativen Eingriffs hervor: läßt. Täglich finden hier auf dem Potsdamier Bahnhofe bei der gehoben. Dienstag Morgen gegen 3 Uhr hörte die Wirthschafterin Polizei solche Feststellungen statt. Es ist nicht bekannt, daß auch Schröder's in dem Schlafzimmer ihres Herrn einen Schuß fallen dem Bublifum eine entsprechende Sühne zu Theil wird, wenn und fand den Kranten todt auf. Er hatte sich eine Revolver es sich am Sonntag statt in Wagen dritter Klasse für sein voll- tugel in die rechte Schläfe gejagt. bezahltes Geld in Biehwagen transportiren lassen muß. Unseres Polizeibericht. In der Nacht zum 7. b. M. erschoß fich Erachtens thäte es dringend noth, gegen derartige polizeiliche ein Schantwirth in seiner Wohnung in der Blücherstraße. Schantwirthe find, zu kontrolliren, ob fie etwa Ringbier führen, Strafverfügungen gerichtliche Entscheidung anzurufen. Am 7. d. M. Morgens wurde im Spreefanal, gegenüber dem Von der Noth der Landwirthe. Das als Fleischmarkt Hause Friedrichsgracht 44, die Leiche eines Mannes angeschwemmt. berüchtigte Café National, welches vornehmlich den Berlin be-- In der Nacht zum 8. d. M. fiel ein Mann bei der Belle suchenden nothleidenden Agrariern zum Stelldichein dient, kann Alliancebrücke in den Landwehrkanal, er wurde jedoch noch lebend an feiner alten Stätte nicht mehr bestehen und soll verlegt aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenhause am werden, weil die Frequenz in gar keinem Verhältniß zu der sich Urban gebracht. Im Laufe des Tages fanden sechs kleine auf nahezu 50 000 Mart belaufenden Miethe steht. Und da Brände statt. gweifle noch einer an der Nothlage der Edelsten und Besten! Ein Vergleich. Uns geht folgendes Schriftstück zur Veröffentlichung zu: Berlin, den 26. Juli 1894. In der Privatflagefache Eitig tontra Sydom wegen Beleidigung schlossen Parteien folgenden Vergleich: Die Angeklagte berichtigt ihre in WF Witterungsübersicht vom S. August 1894. Der Mr. 85 des Vorwärts" vom 13. April d. J. enthaltene in Stationen. der Versammlung vom 10. April abgegebene Erklärung betreffend Barometers stand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 22LLAR21412 Better woltig Dunst Temperatur 761 WNW 19 761 761 G ABNA 16 balb bedeckt 764 SM halb bedeckt 19 17 766 762 W 748 SW 755 758 WSW woltig halb bedeckt 20 halb bedeckt 15 Regen 16 halb bedeckt 16 halb bedeckt 14 wollig 14 14 50 G. 4° R.)] Versammlungen. Lange und Olberg. ES Unter Vereinss Reorganisation des Wahlvereins Stellung zu nehmen.- Er schlug vor, den Genoffen Stiefel in einer der nächsten Bers fammlungen einen Vortrag über die Erfolge der Reorganisation im VI. Wahlkreise halten zu lassen. Mehrere Genossen sprachen dafür, andere dagegen. Ein diesbezüglicher Antrag wurde mit 69 gegen 50 Stimmen- viele Genoffen hatten schon den Heims weg angetreten abgelehnt. Gleichfalls abgelehnt wurde ein Antrag, der bezweckte, bis zur vollkommenen Erledigung der Reorganisationsfrage die Indruckgabe des vor mehreren Monaten beschlossenen neuen Statuts hinauszuschieben. Beschlossen wurde dann, dem Vorstand anheimzugeben, die Mitglieder, welche und diejenigen aus dem Verein auszuschließen, welche sich durch Verkauf von boykottirtem Bier gegen die zielbewußte Arbeiters schaft versündigen. Einiger solcher Faulen" sollen dem Wahlverein angehören. Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Gürtler tagte am 6. August in der„ Ressource". Speziell zu derfelben eingeladen waren die Arbeiter aus den Fabriken von Kramme, Schäffer u. Walker, Frister u. Roßmann, Ende u. Dewo, Kindermann, Stobwasser, Schuster u. Bär, Radenius, Spinn u. Sohn, Schäffer u. Hauschner und Arndt u. Markus, sowie der Vorstand der freien Hilfslasse der Gürtler. In einem ausführlichen Vortrage erläuterte Genosse Paul Jahn in trefflicher Weise den Zweckt und die Biele der Gewerkschaftsbewegung und verwies hierbei auf die guten Erfolge, welche außer den eng lischen Arbeitern auch einige deutsche Gewerkschaften durch sie die Firma Cohn und Ellenburg dahin:" Daß ein Monatsgehalt von 10 Mart nicht gelernten Kartonirerinnen, sondern solchen errungen haben. In der Diskussion ging der Vertrauens. Mädchen, die zum ersten Male in dieser Branche arbeiteten, Swinemünde mann der Berliner Metallarbeiter, Otto Mäther, mit Gericht. ben der Gürtlerbranche scharf ins Kollegen der angeboten wurde und auch diesen nur für die Dauer des ersten Hamburg Jahres." Diese Erklärung verpflichtet sich die Angeklagte inner- Berlin Die große Maffe derselben verharre in einem schier entseglichen halb einer Woche im" Borwärts" mit ihrer Namensunterschrift Biesbaden. Indifferentismus und sei dadurch nicht nur auf dem tiefsten Augufte Sybow, Blätterin, zu veröffentlichen. Die außergericht München Niveau wirthschaftlicher Existenz angelangt, sondern auch moralisch lichen Kosten der Parteien werden gegen einander aufgehoben, Wien so versumpft, daß sie die schmählichste Behandlung seitens der Fabritpafchas, ohne mit der Wimper zu zucken, über sich ergehen die gerichtlichen trägt der Kläger. Der Kläger nimmt die Klage Haparanda laffe. Statt mannhaft aufzutreten und in der Organisation den zurück. Borgelesen, genehmigt, beschlossen und verkündigt. Es Petersburg nöthigen Rückhalt zu suchen, überbiete man sich in gegenseitigem wird das Verfahren infolge des Vergleichs und nach Maßgabe Cort. Wettfriechen vor den Meistern. Der jezige Bierboykott resp. deffelben eingestellt. gez. Nezbandt. Bach.( Augufte Sydow.) Aberdeen das Verhalten der Metallarbeiter in einzelnen Fabriken zu dems Mit großem Ruhm bedeckt ist der Herr Fabrikant, wie man sieht, Baris felben, habe so recht bewiesen, daß viele Kollegen nicht weiter gerade nicht aus diesem gerichtlichen Vergleich herausgegangen. Künstler8 Erdenwallen. Ein Zirkus, der seit einigen Bitterung in Deutschland am 8. Auguft, 8 1hr Morgens. fehen, als momentan ihr persönlicher Vortheil reicht. Daß es aber Nachdem sich gestern in vielen Gegenden Deutschlands schwere möglich ist, gegen ein weiteres Herabdrücken der Löhne und den Tagen in Spandau aufgebaut ist, wurde am Montag während Gewitter entladen haben, wobei zu Berlin 14 Millimeter Regen Versuch die Arbeitszeit zu verlängern, Front zu machen, bewies Der Vorstellung geschlossen. Als eben ein Clown durch seine herniederfielen, ist das Barometer ziemlich rasch gestiegen und Redner an dem Vorgehen bei einzelnen Firmen, deren Arbeiter Späße das Publikum aufs Höchste ergözte, erschien ein Gerichts hat im Westen bei schwachen südwestlichen Winden der Himmel in der großen Mehrheit organifirt waren. Wie der Vorsitzende, vollzieher in Begleitung zweier Polizisten und heftete an ver- fich aufzuklären begonnen. Im Often dagegen herrscht noch Kollege Heinrich, ausführte, sei die spezielle Einladung der schiebene Requisiten und an verschiedene Pferde seine Siegel an; größtentheils trübes mit Regen drohendes Wetter. Die Tempe Kollegen der einzelnen Firmen nur erfolgt, um zu ſehen, ob fie die Produktionen des Künstlerpersonals mußten infolge dessen raturen, welche gestern Mittag zu Berlin 29, zu Breslau 30 Gr. überhaupt noch den Muth befäßen, eine Gewerkschaftsversamm eingestellt werden. Celsius erreichten, sind nach den Gewitterregen ziemlich stark ge- lung zu besuchen. Die Verhältnisse feien in den verschiedenen funken; München meldet heute nur 14 Grad Celsius, 7 Grad Fabriken überall die gleich traurigen und um dieselben der weniger als gestern und allein zu Memel erhebt sich die Morgen. Deffentlichkeit preiszugeben, wäre es nöthig, zunächst in jeder temperatur bis 20 Grad Celsius. Werkstatt eine Vertrauensperson zu wählen, die mit ihm in Vers bindung tritt und alle Mißstände unterbreitet. Wie weit es mit der Gürtlerei gekommen, ersehe man z. B. an dem Denunzianten Unwefen bei der Firma Butte( Ritterstraße). Dort seien die Arbeiter gezwungen einen Revers zu unterschreiben, der fie zur Meldung auch der geringsten ihnen zur Kenntniß Elendsstatistik. Es nächtigten im Männerafyl des BerTiner Asylvereins für Obdachlose während des Monats Juli Im Frauenasyl 9550 Personen, von denen 8804 badeten. Arbeitsnächtigten 1145 Personen, von denen 84 badeten. nachweis erbittet der Verein für Männer Büschingstr. 4, für Frauen Füselierstr. 5. Bei der Leiche eines fungen Mädchens, die am Sonntag Mergen an der Adalbertbrücke aus dem Waffer gezogen wurde 750 764 SSW S Wetter- Prognose für Mittwoch, den 9. August 1894. Zunächst meistens heiteres, etwas wärmeres Wetter mit mäßigen südwestlichen Winden, nachher zunehmende Bewölkung und etwas Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau. 1 1 Theaterverein Grescendo bet Maißner, Gartenstraße 162. 1 Geselliger A anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. " " ommenden Beruntreuung an Material oder Material oder dergleichen| Tonnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends swingt. Echließlich forderte Redner die Mitglieder der 8 Uhr. Auguft Geib Abends 9 Uhr im Restaurant Subeil. Auguſt Geid Abends 9 Uhr tun Reſtaurant Bubett. Briefkaffen der Redaktion. freien Hilfskaffe der Gürtler auf, in der General Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht Versammlung derselben Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: P. Gent, Anträge einzubringen, wonach Adalbertstraße 95. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruderbund, nur solche Kollegen in den Vorstand gewählt werden dürfen, Andreasfir. 3 bet Moll. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. welche politisch und gewerkschaftlich organisirt sind, was bisher Bergnügungsverein Jugend luft, Ohmgaffe 2 bet Krebs. Verein Grüne Eiche( vor dem Galle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. A. Jaekel. Gen. Hofstetten starb am 16. Januar 1886. Rauchklub nicht der Fall sei.( Beifall.) Einige Kollegen, welche aus persön- Dezimalwaage, krautstr. 36 bei Sufinger. Rauchtlub Erholung, den Artikel„ Der Fall Arons" ohne Erwiderung gelassen haben. Leser des Reichsboten". Sie fragen naiv, warum wir lichen, theils anderen Gründen der Organisation den Rücken ge- Wienerstr. 13 bet Drieschner. Rauchtlub Elvira, Abends 9 1hr bet Wir haben doch alles auf's schärfste und Klarste widerlegt, was fehrt hatten, erklärten nunmehr, wo sie sehen, daß die Metall- Bringborn, Madaiñtr. 12. Sumuristischer Klub Universum, Beteranenarbeiterbewegung einen Aufschwung nehme, sich ihr wieder u. Wadenferstr.- Ecke bei Schirmer, Abends 9-10. straße 18, bei Schulz. Gefelliger Klub der alten Moabiter, Embener das fromme Blatt nachträglich seinen Lesern auftischt. Wohin anschließen zu wollen.( Bravo.) Hierauf nahm nochmals Näther soll es führen, wenn wir sämmtliche über unsere Partei verGesang-, Turn- und gefellige Vereine. Donnerstag. Männer das Wort, um die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Firma Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für gewiffenlosen und unfähigen Journalisten einem mehr als genügGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. öffentlichten Lügen so oft widerlegen wollten, als sie von Epinn und Sohn( Wasserthorstraße 9) zu kritisiren. Dort weißensee umgegend. Sonnabends Donnerstags, und in voriger Woche callerdings nicht von allem Arbeitern) bet Muller( Pfeifenumlüler), Sönigs-& hauffee. Abend; Männer Gesangvereinamen Leserkreis aufgetischt werden. Wir würden das langbis 10 Uhr Abends gearbeitet und dabei für 47 M. Boykottbier wufit- Dilettantenverein Lohengrin, Abends 8 Uhr, bet Trischmann, thäten wir es, und nüßen würde es doch nichts, da unsere Tyrolienne, Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergeritr. 78a.- weiligste, durch Wiederholungen sich auszeichnende Blatt sein, getrunken worden; dies beweise, welchem Stumpffinn diese Südenstr. 55. Auch- Kollegen" bereits anheim gefallen sind. Den letzten Mann Gegner so gewiffenlos sind, Nachrichten, von deren Unrichtigkeit aus der Werkstatt nach den Versammlungen zu führen, damit er Theaterverein Maig löd chen, Englischer Sof, Nette Roßitr. 3.- Theater- sie überzeugt sind, weiter zu verbreiten. Wir lassen die Lügner lügen und die Verleumder verleumden und gehen unbekümmert aufgeklärt werde, müsse sich jeder zielbewußte Arbeiter zur Auf- felhaft armonte, Domierstag Abends 9 Uhr, Thorinerfir. 55. gabe machen.( Zustimmung.) Nach einem gleichfalls sehr bei- Oranienftr. 185. Gefelliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, bei Schönwälder um den Schmuß, den man uns so gerne an die Rockschöße Berein ehem. 22. Gemeindeschüler, punkt fällig aufgenommenen Schlußwort Jahn's erklärte sich die Abends im Restaurant Göß, Drantenstr, 168.- Gefangverein Broletartat und ihre Gegner kennt, der hat kein Verlangen danach, daß all 9 Uhr bei Schröder, Stegligerfir. 18. Bergnügungs- Verein Renatá o uhr, hängen möchte, unseren Weg. Wer die deutsche Sozialdemokratie Versammlung in einer Resolution mit dessen Ausführungen ein-( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Mowes, Böchstr. 8. verstanden. Die Anwesenden verpflichteten sich, der Organi- Geselligerverein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr das widerlegt wird, was über uns alltäglich zusammengelogen wird. fation beizutreten, in allen Werkstätten Vertrauensleute zu er- Berein üniverfum, Gigung Abends 9% Ubr, im Restaurant Neumann, todt schweigen. Er thut uns damit Unrecht. Wir hatten bisher bet Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Der Vegetarische Vorwärts" beklagt sich, daß wir ihn nennen, um so den Mißständen in den Gürtlereien entgegen treten Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüth Itch teit und klubblos teine Beranlassung ihn zu erwähnen. Seinem Wunsche entau fönnen. Humor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Betsammensein mit sprechend theilen wir hiermit seinen vollen Titel mit:" Vegeta= Die Adresse des Vertrauensmanns, wo alle Mißstände berichtet ben de 9-11 Uhr, Paßenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, werden können, ist: Richard Heinrich, Wienerftr. 61, v. Berein Wanderttub( Norden), Sigung jeden rischer Vorwärts, Monatsschrift für Gesellschaftsreform und 4 Treppen. Betreffs des Sommerfestes, welches einige Mitglieder uhr abends im Restaurant, C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24. Donnerflag von Selbstreform( Erziehungs- und Heilreform) auf der Grundlage der freien Hilfskaffe der Gürtler in der" Neuen Welt" arrangirt Bithertiub Gleichbett, uhr abends, bet Neumann, Bothringer- weise( fleischloser Diät) Expedition: Berlin SW., Lindenstraße 102. des sozialdemokratischen Programms und naturgenräßer LebensWaldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Mebelin, Langestraße 108. haben und das wegen des Boykotts schon einmal, und zwar bis fraße 105. Geselliger Club der alten Moabiter: Jeden Donnerstag Das Blatt erscheint am Anfang eines jeden Monats und kostet zum 27. Auguft verschoben worden war, entspann sich eine Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in bei den Bostanstalten Deutschlands( Post- Zeitungsliste Nr. 6762b), längere Diskussion. Da der Dekonom, Herr Bau, nicht gesonnen der Emdenerftr. 47 bei Echirmer. Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung bet Gittler, Mariaunenstraße 48. ist, die Entrepreneurs von ihren kontraktlichen Verpflichtungen Desterreich- Ungarns und bei der Expedition 2 M., das einPfropfenverein Wedding Abends sy Uhr bei Wolf, Gerichtsstr. 44. zu entbinden, so rieth Kollege Heinrich denselben, den Wirth zelne Seft fostet 25 Pfg. Eine Zugehörigkeit zur Partei hat es Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn: durch Abdruck des Parteiprogrammes im vorigen Hefte zu dokuauch ihrerseits zur Innehaltung des Kontrakts und des aus- ftraße 78. Rauchklub Waldesgrün, bends 8% 11hr, bet bebungenen Programms zu zwingen. Den Kollegen empfahl er, bet Jatob, Boechstr. 21. Krüger, Forsterftraße 19. Stauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, mentiren gesucht. Wir haben fein Recht zu bestreiten, daß die fleißig Billets zu kaufen, damit die Unkosten gedeckt werden, unter bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchtlub ernipige, Abends 8% uhr, Redakteure der Partei angehören, der Inhalt ist aber sicherlich Rauchtlub Arabi Pafcha, Abends nicht spezifisch sozialistisch; als ein Zeichen der Verschärfung des teinen Umständen aber an dem Vergnügen theilzunehmen, zumal uhr, bei Restaurateur Schröder, Stephanitr. 45. Klub Ohneftrett, eine bestimmte Besucherzahl nicht ausbedungen ift. Dann habe Süd- eft, Abends 9 Uhr, Simeonitr. 28 bei Flick. Abends 9 Uhr Springflubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchtlub Klassentampfes ist es sicherlich zu betrachten, daß eine Reihe von der Wirth feinen Willen, und der etwaige Ueberschuß kann den richteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Büdlerstraße 49. Rauchtlub Brüder Bereinigungen, die mit der Politit nichts zu thun haben, VegeRauchtarier, Radfahrer, Stenographen u. s. w. sich von den bürgerlichen ausgesperrten Brauereiarbeitern überwiesen werden.( Beifall.) tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Vertretern ihrer Richtungen strenge zu scheiden suchen, eigene E. Heinicke, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Seine, Eisenbahnstr. 23. Organisationen und Organe gründen. Wir als Parteiorgan Rauchtlub fetfendedel, Sigung Abends 8 Uhr, bei Jeraisch, Lange- tönnen aber nicht zum Vegetarismus Stellung nehmen und ftraße 24. Borwärts, Donnerstag bei Salomo, Oppelnerstr. 29Abguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Martusstr. 25. Rauchttub. halten uns deshalb neutral. C. Lübeck. Da wir die Adresse von Ad. Rossi hier nicht in Erfahrung bringen konnten, haben wir den Brief an die Gtat:" Critica soziale" zur Weiterbeförderung gesandt. Rudolf, Marienburgerstraße. Kreuzerfonate" ist der Titel eines Romans von Tolstoi. = Rauchklub Verein der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen. Freitag, den 10. Auguft, Abends 8% Uhr, bet Goltsch, Lothringerstraße 68: Bereinssihung. Bortrag des Genossen Walther über„ Berkürzung der ArbeitsBett". Gäste haben Zutritt. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 3%-10% Uhr: Nord- Grüne Giche, Abends 8% Uhr bet G. Serrath, Planufer 92a. RauchSchule, Müllerstr. 179a; Geschichte( neue). Güd-Schule, Waldemar- tlub Einfach Abends 9 Uhr Manteuffelstraße 5 bet Bogt. ftraße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theil nehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutirhlubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshott. Süd- Ost, bei Tolksdorf, Sorauer- und Görliserstraßen Ecke. Klub ber Freunde bet Snabt, Eminemünderstraße 120. Safenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 32 Treptow. Sosialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8% Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Distutirtlub, Beitget st" jeden Für den Inhalt der Juierate über nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 9. Auguft. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Residenz Theater. Jugend. -Stat Statflub o urnee, Abends sy Uhr, bei Redanz, Wrangelftr. 84. flub Rückwärts, Abends 8% br bei Arndt Ballisadenstr. 47. tlub Gordifcher noten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Fachverein der Klempner Berlins und umgegend. Arbetts: ausgabe Abends 8-10 Uhr. Gonntag 10-12 Uhr bet Stramm, Ritter: ftraße 128. Schießtlub ell, Abends 8 Uhr bei Magel, Schwebterstr. 23. Tambour Verein Ginigteit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Ruderverein Vorwärts, Abends 9 nhr im Restaurant" Sur neuen Post", but neven gofi Beuthstr. 21. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Täglich: Frei- Konzert im schönen Natur Garten. = Säle. Vereinszimmer. Adolph Ernst- Theater. Charley's Schmiedels Festsäle Zante. Bellealliance- Theater. Rigoletto. Aleranderplan botene Liebe. Theater. Ver National- Theater. Goldelse. Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elett. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. Wiv. E. Schmiedel. Theater Unter den Linden. Der 490* Zigeunerbaron. Apollo Theater. Spezialitäten Etablissement ,, Süd- Ost" Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. iété. Spezia Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Bum legten Male: Goldelse. Schauspiel in 4 Atten von Wegel. Regie: Friß Schäfer. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Bossen und Luftspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Bolts- Vorstellung. Gaftspiel des Hern. Gustav v. Fischer. Faußt. Sonnabend: Zum ersten Male: Sufaune im Bade. Große Posse mit Gefang in 5 Atten von Eugen Prudens. Adolph Ernst- Theater Waldemarktr. 75.( C. Ulrich.) Sonntag, den 12. August: Eröffnungs- Ball. Anfang 5 Uhr. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Stuckateur und Gastwirth Wilhelm. Levé am 8. August, Vorm. 101/4 Uhr, nach schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Granfeeerstr. Nr. 4, aus nach dem Zions- Kirchhof in Weißensee statt. Wittwe Leué. M H. Goltz. Reichstags- Abgeordneter Karl Legien, Hamburg, Zollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 10. 1111, Bolle. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. 21. 2. 100. Ihr Bruder würde mit der Klage wahrscheine lich abgewiesen werden. Als Verlobte empfehlen sich Auguste Mosi, New- York." Robert Berger, Rorschlis( Dels). Zum 50. Geburtstage fenden, die Stammgäste von vis- à- vis ihrem Freunde Ludwig Albühr die besten Wünsche. G. H. O. S. R. H. F. F. H. W. H. P. G. A. 0. H. A. G. R. S. K. H. K. L. P. S. P. K. G. S. H. B. 2203b 0. B. Kl. Vereinszimmer( 20 Pers.) zur Bahlstelle geeignet, noch einige Tage frei. Karl Scheibe, Gr. FrankfurterStraße 86, Sof. 22086 Große öffentliche Volksversammlung Buchhandlung des, Vorwärts' Beuthstr. 2, Berlin SW. " Von dem gegenwärtig im Feuilleton des Vorwärts" er= scheinenden und mit so vielem Beifall aufgenommenen Romane Der Inde Deutsches Sittengemälde von C. Spindler haben wir den kleinen Restbestand der Buchausgabe in 4 Bänden erworben und können denselben statt für den Ladenpreis von 4 M. zu 1,50 M.( Porto 20 Pf.) abgeben, die kleinere( Reclam) Ausgabe 1,20 M.( Porto 10 Pf.). am Freitag, den 10. August, Abends 8 Uhr, Ruder- Vercin ,, Vorwärts". Entree frei. im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23, Boykottfreies Bier. 569L* sidordele Tages- Ordnung: Des Boykotts und der Saalsperre 1. Vortrag des Genoffen P. Jahn über: Die Handhabung der Sonn- wegen finden unfere regelm. Sigungen Allen Freunder und Parteigenoffen tagsruhe und die Mißstände im Hausir und Straßenhandel und was haben vorläufig jeden Donnerstag, Abends zur Nachricht, daß mein geliebter Mann wir zu thun, um uns lebensfähig zu erhalten? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1/29 hr, in den Armin- Hallen, Der Vertrauensmann ist unterrichtet. 108/18 Hommandantenstr. 20, statt. Ferdinand Obermaier Gäste sind stets willkommen. 108/2 Der Vorstand. im 41. Lebensjahre nach schwerem fünf Monate langem Leiden am 6. d. M., Nachts 111 Uhr, fanft entschlafen ist. 2205b Die tieftrauernde Wittwe Auguste Obermaier geb. Horn. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. August, 3/45 Uhr Nachmittags, auf dem Emmaus- Kirchhofe statt. Todes- Anzeige. $ Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. * Zentral- Kranken- und Sterbe- Kaffe Evora Brän der Zimmerer 102 ( E. 5. Nr. 2, Sih Sambura). Oertliche Verwaltung Berlin. e of gradon General- Versammlung Min vorzügl, Qualität empfiehlt in Gebinden von 17 Litern an, auch in Flaschen. Am Montag verschied nach 5/ 4jährigem Krankenlager unser Kollege, 227 am Freitag, den 10. August, Abends 8 Uhr, Annenstr. 16 bei Ehrenberg. Steinmetz Franz Grüner. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1894. 2. Berichterstattung von der außerordentlichen General Versammlung zu Braunschweig. 8. Wahl eines Der Vornand. J. A.: A. Gruse, Barnimstr. 41a. Die Beerdigung findet Donnerstag, Revisoren und Schriftführers. Donnerstag, den 9. August: Extra- Vorstellung bei Güdende aus statt. Um zahlreiche zum Besten der beim Erdbeben in Konstantinopel Verunglückten den 9. August, Nachm. 4 Uhr, von dem 295/2 St. Matthias Kirchhof in Marienhöhe Einmalige Aufführung von Charley's Tante. Die Gesammt Einnahme ohne jeden Abzug wird zu dem wohlthätigen Zwecke abgeliefert. Anfang 8 Uhr. Castan's Panoptikum. Hawaiische Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. J. Buchmann, Willibald- Allerisstr. 39. Sattler. Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, den 9. August 1894, Abends 81/2 Uhr, in der ,, Ressource", Allen Freunden und Bekannten die Kommandantenstr. 57. traurige Nachricht, daß mein lieber Tages Ordnung: 1. Bericht der Arbeitsvermittelungs Rommission. Mann und unser guter Vater, der Ar- 2. Neuregelung des Arbeitsnachweises. 3. Bericht der Agitations- Kommission. beiter Meinhold König, nach langem 4. Neuwahl eines Vertreters zur Gewerkschafts- Kommission. 5. Protest gegen schwerem Leiden an der Proletarier den Versuch des Vereins der Sattler und Fachgenossen, die den Sattlern frankheit im Alter von 47 Jahren ver Berlins gehörige Bibliothek dem Fachvorein der Lederarbeiter zu überweisen. storben ist. Die Beerdigung findet Die Arbeitsvermittlungs- Kommiffion. Freitag Nachm. 6 Uhr von der Leichen 22015 halle des Neuen Jakobi Kirchhofes aus statt. 2207b Die trauernden Sinterbliebenen. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme und erdigung meines Mannes sage ich J. A.: R. Schneider. Achtung! Steinarbeiter Achtung! * Berlins und Umgegend. Otto Linke, Lagerhof 3. Telephon Amt III Nr. 404. Um alle falschen Gerüchte aus der Welt zu schaffen, muß ich konstatiren, daß G. Ulrich, Waldemarstr. 75, feit Anfang des Boykotts nur freies Bier geführt hat. 2206b J. A.: W. Gefche, Wrangelstr. 68. Zwischen Lausitzer- Play, die Waldes marstraße entlang, bis Waldemarbrücke habe ich meine Anfre Uhr in einer Blechkapsel ohne Kette, nur mit Karabinerhaken daran, zwischen 3/47 u. 7 Uhr verloren. R. Tscharnke, Schneider, Ratiborstr. 7. 2202b 2 freundliche Schlafstellen zu vermiethen Nostizftr. 17 Hof 1 Tr. t. 2135b Arbeitsmarkt. Suche sof. einen zuverlässigen ordentlichen Hausarbeiter auf dauernde Bes schäftigung. Tabat- u. Bigarrenfabrik von P. 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Um zahlreichen Besuch bittet 253/18 Der Einberufer, Preise per August: Marke Centrum I, 18 Ctm. lang Centrum III Beste Senftenberger Marie, 16 Etm. lang. Beste Senftenberger, stärkeres Format, 16 Ctm. lang. Senftenberger Ilse, 18 Ctm. lang 92 . 6,25 M. 4,75 " 5, " 9> , 5,50 6,75 Rixdorf. Parteigenossen und Genossinnen! Rixdorf. pro Tausend frei Keller mit Fuhrlohn Hente, Donnerstag, den 9. August, Abends 8 Uhr: und Packen. Probetohlen gratis frei Haus. Große öffentliche Bolts- Versammlung Frischeisen& Co., im Lokale des Herrn Wiersing, Knesebeckstraße Nr. 77. Tages Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand des Boykotts und welche Lehre erwächst den Arbeitern daraus. Referent: Genoffe Wilh. Pfannkuch. 2. Distuffion. Sämmtliche Einwohner hiesigen Orts sind zu dieser Versammlung Die Vertrauensperson: Rob. Köppen. eingeladen. 253/17 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 12. August: E Muskanerstr. 4, nahe Görliger Bahnhof. Unter den Linden 29. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und durch uns zu beziehen: Die Ereignisse von Falkenau und Ostran im österreichischen Parlament. Nach dem stenographischen Bericht. 136 Seiten. Broschirt M.-, 40, Porto M.-, 10. Die Verhandlungen des österreichischen Parlaments über den Dringlichkeitsantrag des Abgeordneten Pernerstorfer, betreffend die Einleitung einer Untersuchung über die Niedermehelung Breikender Bergarbeiter in Falkenan und Mährisch- Otrau, sowie über den Bericht des GewerbeAusschusses über die Verhältnisse in den nordböhmischen Kohlenrevieren und den Achtstundentag sind geeignet, weit über die Grenzen Desterreichs hinaus Interesse zu erregen und dürfte namentlich in Bergwerkskreisen agitatorisch 274/ 7* wirken. う Altenberg's firberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Aust., NeueJakobstr.17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. No.57/ 58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. 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