Ht.m"i.Mtsi. BezngSvreiS: SierteliäSti. 7�0 Äl. monoll.aSO üft. iteiinS�auä. vorauszahlbar. Einzeln« Slununeni 10 Psemiig. i'ojtiezug: Monallich iSO 2RL, exll. ZustellungZ- gebühr. Umer Kreuzband sür Deutsch- icmd u. Oekterreich-Ungarn s.Tö Mk. füi daS übrige Ausland S.7L Ml, bei läglich einmaliger Zuslellung 7.75 MI. Poslbeitellungen nebmen an Däne- niarl. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Eingetragen w die Los!---iettungS»PreieIisle. Der.LorwllrtS' ericheint wochemügllch zweimal. Sonntage einmal. Telegramm-Zldresl«! .Sozialdemokrat verlin» Hi. Verlinev Volksblatt. (lOpfemiig� Anze>l,enprris: Die ach lgeib alle ae»ionparcillezeUe � loslei 1.20 Ml..Kleine lllnzeigea", da? ietiqcsruckte Dori 50 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Sorte). ledeS weitere iSori 25 Lsg. Siellengemche und Echlafstellenanzeigeir das«rite Wort tll Lsg, led-S weitere Wort 20 Dsg. Sorte über lS Buchstaben zählen jür zwei Worte. Teuerungszuschlag 50»/» lramilien-Anzctgcn. politische und gewerlichailliche LeremS- Anzeigen 1,20 Ml. die Zeile, ilnzeigen!ür die nächste Kummer müssen bis S Uhr nachmittags tm Hauptgeichäft. Berlin SW.63. Lindenftraye S. abacgebsn werden. lS�üffnel oon s Uhr früh bis S Uhr abends. Zentralorgan der fozialdetnokrati fcben Partei DeulTchlands. Reüaktion und Expedition: SV. 68, Lindenftr. 3. Sernfuredjer: Amt Moritzptatz, Nr.»ä»Sv— 1S1S7. Sonntag, den 13. April 1919. vorwärts-veelag G.m. b. h., SV. 68, Lindenstr. 3. Ferttfprecher: Amt Mortüplaif, Nr. l.17 SS— 5�. ..........................' H Iflord und Strassenhärnpfe in Dresden. KHcgstninifter Genoffe ftcurfng ermordet! TreSdcu, 12. April.(Eigener Drahtbcricht des„Vor- wärts".) Heute früh haben Verwundete und Lazarcttpersonal vor dem Kriegsministerium eine Demonstration veran- staltet, in deren Verlauf es zu einem Ansturm auf das Kriegs- Ministerium kam. Der Kriegs minister Neu ring wurde auf die Treppe herausgeholt und sprach mit den Temon- sonnten. Es kam zu heftigen Anseinandersetzungen, dir in einer Schlägerei endeten, wobei man den Kriegsminister N c u r i n g auf die Friedrich-August-Brückc schleifte und von dort aus in die Elbe warf. Neuring» der offenbar ein guter Schwim- mer war, versuchte sich zu r e t t e n; da die Temonstran- ten aber mit Waffen verschen waren und viele Gewehr- s ch ü s s e auf ihn abgaben, ist er wahrscheinlich von einem oder mehreren Schüssen getroffen untergegangen oder tot. Bis nachmittags gegen 5 Uhr wurde von dem Kriegsministerium heftig geschossen mit Maschinengewehren und Granaten, und Mar aus dem Kriegsministerium auf die Demonstranten und umgekehrt. Bis jetzt sperren noch Regie- inugstruppen die Friedrich-August-Bruckc, die direkt zum Kriegsministerium und Sckslost führt, ab. Man crlvartet am Abend einen Angriff auf das Schlosz. Ter Verkehr von der Neustadt nach der Altstadt ist gesperrt. Augenblicklich hat es den An'chein, als ob die Aegieruugstrupprn die Demonstranten, denen sich eine Masse Volk angeschlossen hat, weiter in die Neu- stadt zurückgedrängt halten. Truppen nach Dresden unterwegs. Berlin, 12. April. Von zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt: Tie scheu sstiche Ermordung des sächsischen Kriegs- Ministers Neu ring wurde dem Neichswehrministcr Noske im Laufe des Sonnabrndnachmittag aus Dresden mitgeteilt. Es sind sofort die erfordcrlichev Anordnungen gctrosfen worden, um der sächsischen Regierung verstärkten Rückhalt zu geben. Man hat so zahlreiche Truppen nach Dresden in Be- wcgnng gesetzt, dast es bestimmt rasch gelingen wird, die erforder- liche Ordnung und Sicherheit in Dresden wir- der herzustellen. Nufsifche Einflüsse in Dresden. Drekde», 12. April. Wulffs sächsischer Lanbesdienst schreibt amtlich: Nach dem heute vormittag auf das Ministerium für Mili- tärwescn ausgeführten Putsche drangen drei Leute tu Uniform in das Gebäude des Generalkommandos 12 ein. Sie gaben sich als Mitglieder des Roten Soldatenbundcs aus. Einer von ihnen beherrschte die deutsche Sprache nur ganz mangelhaft, ein Bdveis dafür, dach entschieden der ganze Vorgang unter dem Einfluß russischer Agenten gestanden hat. Dresden, 12. April.(Eigener Drahtbcricht des ,.VoNoärlS".Z Der KriogSminister N e u r i n g ist noch nicht gefunden. Ob er in die Elbe geworfen worden ist. ist nicht genau festzustellen. Dagegen! ist ziemlich sicher, daß er von den brutalen Massen t o tg e- schlagen worden ist. Die Konimunisten beabsichtigen in DvcÄ>en die Räterepublik auszurufen. Die Truppenmacht der Re- gierung ist wenig zahlreich. Um 3 Uhr abends herrschte Ruhe in der Stadt. Dresden, 12. April. Wolf f 4 sächsischer LandeSÄienst meldet amtlich: Heute kurz nach Mittag versammelten sich vor dem Ministe- rium für Rilitärwesen einige hundert Kriegsbeschädigt«. Ihre Ab. ordnung wurde vom Minister Ncuring empfangen, ihre Wünsch« angehört und ihre Erfüllung im allgemeinen zugesagt. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu den Kriegsbeschädigten eine Anzahl zum Teil bewaffneter anderer Soldaten, die den Ein- und Ausgang zum Block hause hinderten. Gegen zwei Uhr nachmittags drangen einige bewaffnet« Soldaten in das Innere des Mi. nistcriums ein. Ein im Ministerium als Ordonnanz angestellter unbedachter junger Soldat warf in seiner Verwirrung in diesem Augenblicke zwei UebungShiindgranaten in den.Lichtschacht, die nie- inaud verletzen konnten. Es ist durch Augenschein bewiesen, daß es sich um UebungShandgranaden und nicht um scharf« Hand- granaten handelte.?luf der Straße vor dem Blockhause entstand daraufhin das Gerücht, der Minister Neuring habe den Befehl zum Wersen von Handgranaten gegeben. Dieses Gerücht ist eine absolute Unwahrheit. Der Minister und seine Umgebung wurden vielmehr durch den Knall ebenso überrascht wie alle anderen und mußten erst durch Nachforschung die Ursache feststellen. Niemand hat dem Soldaten den Befehl zum Werfen der UebungShand- granaten gegeben. Der Soldat hat auf eigenen Entschluß unbe- dachtsam gehandelt. Auf dieses falsche Gerücht hin ist der Minister Neuring auf bestialische Weise ermordet worden. Dresden. 12. April. Auch der Sekretär des KniegSministerS, Albert, soll getötet worden sein. « Die viehische Mordtat, die an dem sächsischen Kriegsminister EWsssen N e u r i n g verübt wurde, wird in der ganzen Welt tiessten Abscheu erregen. Genosse Neuring, der von Beruf Fa- brikarbeiter, von Gesinnung Sozialist war, hat niemals zu denen gehört, die man auch nur mit einem äußeren Schein von Recht als Gewaltpolitiker bezeichnen kann. Sein trauriges Ende und die sich daran anknüpfenden blutigen Ereignisse sind vielmehr nur eine Folge davon, daß es der sächsischen Republik seit ihrer revolutionären Entstehung an geordneten Machtmitteln gefehlt l>at. Das Vorgehen der Dresdener Aufrührer ist genau nach dem Plane erfolgt, der auch für Berlin vorgesehen war und durch seine rechtzeitige Aufdeckung vereitelt wurde. Die Drahtzieher haben die Kriegsbeschädigten vorgeschoben, um nach dem bewaffneten Zusammenstoß sagen zu können, ei Sei auf Kriegsbeschädigte geschossen worden. Was nun in Dresden wird, ist zur Stunde noch ungewiß. Würden auch dort, wie in München, ein paar Kaffeehaus- literaten die Regierung übernehmen, so würden sie in kürzester Zeit an ihrer eigenen Unfähigkeit zugrunde gehen. Niemandem wäre geholfen, aber allen wäre ein ungeheurer Schaden zuge- fügt. Alle die Toren, die daS kostet, sterben für nichts. Und solche Aussichten eröffnen sich in einem Lande, dessen Negierung man Mangel an Sozialisierungseiser und mangelndes Entgegenkommen an die Wünsche der radikalen Linken ani allerwenigsten nachsagen kann! Die Tragödie von Dresden zeigt aufs neue, daß die ganze Zukunft der Sozialdemokratie davon abhängt, ob sie im Reiche Ordnung schaffen kann. Gelingt ihr das nicht, so werden ihr eines Tages andere diese Arbeit aus der Hand nehmen, und wir werden eine Aera des Schreckens erleben, so daß mancher, der jetzt auf Noske schimpft, die Wiederkehr der Aera Noske auf den Knien herbeisehnen wird. Von. den Genossen im Lande aber erwarten wir, daß sie die Bedeutung dieser weltgeschichtlichen Entscheidung allmählich begreifen lernen. Die Sicherung alles dessen, was die Revolu- tion gebracht hat und durch Ausbau ihrer Errungenschaften noch bringen kann, ist nur möglich im Kampfe gegen jene Elemente, die in wahnsinnigem Fanatismus all das zertrümmern, was sie angeblich zu erreichen bestrebt sind. Wckin die Regierung nicht mit fester Entschlossenheit vorgeht und wenn sich die Massen der arbeitenden Bevckkeruna nicht mit gleicher Entschlossenheit hinter sie stellen, dann geht alles verloren! Nach dem Fall Auer zeigt der Fall Neuring, daß auch wir Sozialdemokraten jederzeit bereit sein müssen, für imsere Ueberzeugung unser Leben hinzugeben. Aber auch von Mordwahnsinn umdroht, dürfen wir keinen Augenblick zögern, das zu tun, was zur Rettung des arbeitenden Volkes aus dem drohenden Untergang notwendig ist. Wir setzen für die Ar- beiterklasse unser Leben ein, aber wir erwarten von den Ge- nassen jahrzehntelanger Kämpfe, daß sie unseren Absichten ge- recht werden und fordern Treue um Treue! Polentransporte öurch Deutschlanö. Berlin, 11. April. Wie bekannt, hatten unsere Feinte ver- langt, daß die unter Führung des Generals Haller in Frankreich stehenden polnischen Truppen in Danzig gelandet und von dort nach Polen zurückgebracht werden. In mühevollen Verchand- lungen haben unsere Unterhändler erreicht, daß dieser für das Deutschtum in der Provinz Westpreußen verhängnisvolle Plan aufgegeben würde. Die polnischen Truppen sollen nun in den nächsten Wochen zum Teil mit der Eisenbahn durch Mitteldeutschland, zum Teil auf dem Seeweg bis Stettin oder Pill au und von dort mit der Dahn nach Polen befördert werden. Die deutsche Regierung hat die vollkommene Sicherheit dieser Trans- portirege geiuähr leisten müssen. Für den Fall, daß bei der Be- sörderung ernste Schwierigkeiten«nistchen, haben sich unsere Feinde vorbehalten, die weiteren Transporte doch über Danzig nach Polen zu bringen. Vaterländische Pflicht jedes Deutschen ist es darum, alles zu unterlassen, was die Reise der polnischen Truppen durch deutsches Gebiet irgentovie stören könnte. Jode Kurchgtbung. jede Annäherung muß unterbleiben. Wer die Absperrungen zu durch- brechen oder sich an die Polen heranzudrängen sucht, bandelt würde- loS; wer die Transporte zu hindern oder ihre rasche und«gel- mäßige Durchführung zu erschweren oder unmöglich zu machen sucht, beschwört neue schwere Gefahren für unsere Ostmarken und damit für unser ganzes Vaterland herauf. Darum, Beamte, Angestellte, Arbeiter, die Ihr mit der Aus» führung der Transporte zu tun habt, tut alles, was sie rasch und sicher gestaltet, jeder andere aber halte sich von den Polenzugcn fern! Der Zluch der Gewalt. Ei« Wort nach links. Von Art-ur Zickler. Es soll kein Wort des Hasses und der Hetze gegen euch sein, eingegeben von bürgerlichem Ordnungsfimmel, nur die Mah- nung eines Menschen und Proletariers, dem der s o z ia I is- m u s alles und das Einzige ist, was heute noch des Kämpfens und Glaubens wert erscheint. Ich weiß: die Leidenschaftlichkeit, mit der wir uns, gleichen Ziels Verbundene, bekämpfen, cnt- springt der innigen Liebe zur Idee, der Besorgnis um ihre Ge- fährdung, dem Willen, sie restlos und rein zur Tat und zur Erfüllung werden zu lassen. Vor uns steht das Volk, verarmt, verelendet durch Krieg und Ausbeutung, zum Test verzweifelt oder mutlos, zum Teil gleichgültig und in den geistigen Banden der Vergangenheit be- sangen. Vor uns stehen noch die alten Gewalten, be- siegt, aber nicht geschlagen, und warten auf die Stunde, da wir uns gegenseitig soweit aufgerieben haben, daß sie uns wieder den Fuß auf den Nacken setzen können. Glaubt ihr es nicht? So nehmt die„Deutsche Tageszeitung" von gestern und lest: Harret, es kommt die Zeit, da jeder �S fühlt. Da eure tönenden Worte zum Orkus gespült, Da das Volk erwacht und vergangener Tage gedenkt. Die ihm Ordnung und Zucht, ihm Stärke und Blüte geschenkt. Da es den Kaiser ruft, den ihr schnöde verjagt. Und da die Stimme der Wahrheit, zum Lickste sich wagt! Zittert vor der Erkenntnis, vor dem Geriet! Solche Verbrechen vergibt ein Volk den Schuldigen nicht! Sie wagen zu hoffen! Freilich, auf die Narrheft und Ge- dankenlosicjkeft derer, die vergessen, daß das Elend der Gegen- wart nur ihnen zuzuschreiben ist. die die Welt in daS vierjährige Gemetzel hineingeführt haben. Sie müßten ihre Hoffnungen begraben, wenn sie ein geschlossenes Proletariat gegen sich hätten. Diese Geschlossenheft herbeizuführen, hieße den Sozialismus in der deutschen Zukunft verankern. Ihr wollt den Sozialismus durch Gewalt erzwingen, Ihr von der äußersten Linken, und nennt das obendrein die Diktatur des Proletariats, obwohl ihr nur einen kleinen Test des Proletariats hinter euch habt— darum seid ihr die schlechtesten Schüler unseres Großmeisters Marx, darum habt ihr die Revolution mißverstanden und verpfuscht, die ein Aufbäumen war gegen Minderheitsgewalt, darum habt ihr der Demokratie die Waffe in die Hand gezwungen, und wenn ihr euch nicht abkehrt von dem Wahn, daß Hand- granaten Argumente sind, so werdet ihr noch die Reaktion heraufbeschwören, die wir nicht minder hassen wie ihr. Dem Dornenstrauch der Weltgeschichte ist das Nosenreis des Sozialis- mus entsprungen, nun könnt ihr nicht warten, bis die Friib- lingswärme des Friedens die Knospe zur Blüte öffnet, ihr wollt sie mit Gewalt aufbrechen und müßtet doch wissen, daß sie daran stirbt. Eure unerbittliche Ablehnung des Krieges hat euch selbst von Gegnern das Zugeständnis eingetragen, daß unbegrenzte Verachtung der Gewalt Triebkraft dazu war. Jetzt wollt ihr diejenigen sein, die an der Tragfähigkeit der Geschosse die Bann- weite der Idee ermessen? Galt es nicht als die Stärke der sozialistischen Idee, daß sie ihre Beweiskraft aus den Erfahrun- gen der Geschichte zog? Kennt ihr nicht den Fluch der Ge- Walt, und wißt ihr nicht, daß jede Gewalt sich selbstherrlich erhebt und den Geist der Führer zu ihrem Gefangenen macht? Tie edlen Ziele der Lenin und Trotzki in allen Ehren, abc-- ihr reiner Wille scheiterte an dieser harten Logik. Die Novemberrevolution brachte den Stürz der politischen Autokratie, ihr weiterer Verlauf muß auch die wirtscklaftlichc des Kapitalismus beseitigen. Dann ist die Bahn frei für die ein- zigc Möglichkeit iozialistischen Sieges: im heißen Werben um die Seeledes Volkes. Das Volk muß entscheiden. Und wir können getrost sein: die Erfabrungen der Vergangenheit, die Freiheit des Wortes und der Entscheidung und vor allem die Tatsache, daß nur ein winziger Bruchteil des Volkes an der Erhaltung oder Wieder- einsührnng alten Unrechts iifteressiert ist, geben uns die Zu- verficht, daß die Entscheidung im sozialistischen Sinne fällt. Wir brauchen die Vergeistigung der Revolu- tion. Tie ist aber nur möglich auf dem Wege der Demo- kratie, der wirtschaftlichen und polftischen. So auch ist die Revo- lution nur menschenwürdig und wahrhast revolutionär, als eine Abkehr von dem alten Evangelium der Gewalt und den barba- rischcn Mitteln dex Auseinandersetzung dprch Waffen» in bcilcn ffie&fic Geist noch Güte ist. Hobt doch ein Mitleid mit diesem Volke, dos unsäglich belogen und betrogen, ausgebeutet und mißbraucht worden ist und nicht durch die Greuel des Bürgerkrieges zugrunde gerichtet werden darf. Habt Mitleid mit euren eigenen Genossen, die ini guten Glauben an eure Leitartikel ihr armes Leben auf das Pflaster werfen sollen. Haben wir Sozialisten durch die Jahrzehnte hindurch gefordert, daß die bestehenden Gegensätze zwischen den Nationen auf fried- lichem Wege zu schlichten sind, so ist es einfache Mensche npflicht, in einer Stunde, wo das Volk ohnehin in Todesnöten ringt und nicht weiß, wd es morgen das Brot hernehmen soll, den Bruder- krieg zu vermeiden, um so mehr, als alle Zeichen der Zeit f>> den friedlichen Sieg des Sozialismus in absehbarer Frist sprechen. Laßt die Massen sich selbst auf ihr Wohl besinnen, versucht sie zu gewinnen durch die Schärfe der Gedanken und die Macht der Idee und ihre Zustimmung wird euch zufließen in dem Maße, wie sie mit den gegenwärtigen gewählten Führern zu- frieden sind oder nicht. Gönnt ihnen die Sonne der Selb st- bestimmung, der Freiheit eigener E n t s ch e i> dung und schafft nicht eine stupide Gewalt, deren Ketten ihr, wenn sie erst einmal geschaffen ist, an den eigenen Knöcheln spüren werdet, so ihr vorwärtsschreiten wollt. Glaubt an das Volk und es wird an euch glauben I Bekennt euch zu dem Wort. das eine Känipferin für die Menschheit vrägte und das am schönsten leuchtet im Nahmen der sozialistischen Kulturideale: / Die Waffen nieder'. die Lage in Sapern. Die Bürgerschaft gegen die Räteherrschast. Bamberg, 12. April. Heute traf eine Vertretung der Gemeinde. Verwaltung NugSburg hier ein und verhandelte lange Zeit mit dem Ministerium Hofffnann. Aus deu Verhandlungen dürfte man ent- nehme», daß 90 Proz. von der Augsburger Einwohner- s ch a f t von einer Räterepublik nichts wissen wollen und hinter der Regierung Hofftuann stehen. ES steht zu erwarten, daß sich Augs- bürg bereits in wenigen Tagen von den Münchener Machthaberu abwenden wird. Auch eine Vertretung der Münchener Bür° gerschafi ist hier eingetroffen und hat gleichfalls mit dem M>- nisterium Hoffmgnn lange konferiert. ES scheint, daß eS«uch i n M ü n ch c n s e h r sta r k k r i s e l t. Die fränkischen Bauern haben in mehreren Massenversammlungen beschlossen, den Stödten die Lebensmittel zu verweigern, die sich von der gesetzmäßigem Regie- rung lostrennen. Ferner verlangen sie, daß auch von der recht- mäßigen RMierung die Forderungen der Bauern gehört werden. Norübapern steht fest. Kapitulationen der Räte. Um allen bisher in der Presse und durch GerüKie über die politischen Zustände in Bayern erschienenen Mitteilungen zu de- gegnen, wird darauf hingewiesen, daß in ganz Nordbayern a b s o- lut geregelte politische und wirtschaftliche Zu» st ä n d e herrschen, und baß dieser Teil Bayerns geschlossen hinter der Regierung Hoffmann steht. Alle Befürchtungen wegen IahlungZ- schwierigkeilen sind vollständig unrichtig. Es ist natürlich notwendig. daß das übrige Reich Bayern in jeder Beziehung durch Kohlen- belieserung, Rohstoffbelieferung und Lebensmittelsendungen wie bis« her unterstützt. Die Regierung in Bamberg und dm von ibr mit der Regelung der wirtschaftlichen Lerhällnisse beauf» tragt« Demobilmachungsstclle für Nordbayern wird bezeugen können, daß das wirtschaftliche Leben ungestört weiter läuft und daß vor allem in den bisherigen Beziehungen zum Reich keinerlei Störungen eingetreten sind. Würzburg, 12. April. Die Spartakisten in Schweinfurt. Aschaffenburg und Lohr haben das Ultimatum von Würz- bürg angenommen. Darin wurde die Freilassung der Geiseln, Auf- Hebung der revolutionären Ausschüsse usw. verlangt. Es ivird über- all gearbeitet. Die Regierung Hoffmann wird in diesen Orten anerkannt. Seginnenüe wieöeraufnahme öer ftrbeit im Ruhrrevier. Bci Krupp arbeiten über 90 Proz. der Arbeiter. Essen, 12. April. Die Zahl der ArbeilSwilligen auf der Guß- stahlfabrik Friedrich K r u p p A.-G ist von gestern 16000 auf etwas über 20 000 heule gestiegen, d. h. es sind etwas ober SV Broz. der zur Frühschicht gehörenden Arbeiter zur Arbeit«schienen. Die Maß- nahmen zum Schutze der Arbeitswilligen, das Eni- gegeukommen in der Frage der Berkürznng der Schicht- zeit und die Nachricht über drohende Ernftellung von Bergwerks» betrieben sind auf die Streiklage im Ruhmvier nicht ohne Einfluß geblieben. Die Zahl der Ausständigen hat heule eine weitere Ver- kürzung e» fahren. In der Frühschicht waren 160720 Bergarbeiter ausständig gegen 163 501 gestern. In der gestrigen Früh-, Mittags- und Nachtschicht hat sich die Gesamtzahl der Slreilenden auf 300 136 belaufen gegen 807 205 am vorhergehenden Tage. Im allgemeinen herrschte am heutigen Morgen vollkommene Ruhe. Beiordnung eineS Zivilkommissars für die Regierungs- truppen. Düsseldorf, 12. April. Di« Regierung hat ein mehrheits- sozialistisches Mitglied des Arberterrats den Regierungs- truppen als Zivilkommiffac beigeordnet. Essen, 12. April.(TU) Fm Lause de? gestrigen Tages kam es an oerschie denen Stellen der Stadt, namentlich im nördlichen Stadt- teil, zu wiederholten Angriffen auf die Regicrungstrnppen, die zabl- reiche Verwundete hatten. Von den Angreifern wurde eine Anzahl getötet. Die Kämpfe in Düstelüorf. Die Lage noch unverändert. Düsseldorf, 12. April. Die vergangene Nacht ist sehr unruhig verlaufen. Die Kämpfe in der Gegend deS HauptbahuhoseS nud dem Stadtteil Oberbilk fetzten sich bis zum Morgen fort, wobei die Minenw erfer der Regicrungstruppcn, die auch durch die Artillerie unterstützt wurden, eine lebhafte Tätigkeit entfalteten. Die Spartakisten benutzten zu ihrem in der Nacht wiederholten Uebcrsall auch Maschinengewehre, die sie von ein« dem Bahnhof benachbarten Fabrik auö auf den Bahnhof richteten. Der in der Bahiihofsnähe gelegene Teil von Oberbilk hat nntrr den Kämpfen sehr gelitten. Mehrere Häuser weise» sehr starke Beschädigunzen de? Mauerwerkes auf. Auch wurde van einem Hause der Dachstnhl völlig abgedeckt. Zahlreiche Schaufenster— und Zimmcrfcnstrrschcibeu sind zertrümmert. Die dem Bahnhof zn- gekehrten Häuf« weisen ausnahmslos viele Kugelrinschläge auf. Eine Acnderung der Lage ist bisher nicht zu verzeichnen. Die Barrikaden, die die Spartakisten in mehreren Straßen aufrichteten, dienen ihnen nach wie vor zu Sammelpunkten. Durch den neuen Ausstand der technische» GaS- und E l« k- trizitätS-Arbeiter ist die Bersorgnnz der Stadt mit G as und Strom abermals unterdrochr» worden. Die Stadt ist nachts völlig in Dunkel gehüllt. Infolge der militärischen Besetzung deS HauptbahuhoseS verkehren die Züge nach und von Osten nur bis Bahnhof Dmndorf. Der Streik im Awickauer Kohlenrevier. Zwickau, 12. April.(TU) Am Fveitay fand auf dem Haupt- markt wieder eine Demonstration der streikenden Bergarbeiter statt, die jedoch einen ruhigen Verlauf nahm. Bald daraus traf Militär, ,r der Avend herrlich schloß. zd. — Georg Friedrich Nicolai, der Berliner Pbysiologe, der seinerzeit den Fängen det preußischen Militärbehörde nach Dänemark entflog, hat einen Ruf als Professor für innere Medizin nach der südslawischen Universität A g r a m erhalten. — Berliner Konzerte. Leonid Kreutzer betont in seinem Programm mehr den Musiker als den Virtuosen— freilich ist er ein Musiker, der mit einer virtuosen Technik ausgestattet ist. Robert Schumanns reizvoller Faschingzschwank wurde sehr schön empfuniden und rhythmisch sehr klar vorgetragen. Der Künstler gibt eigene Nuancen— das Tbema in JiS-Dur aus dem Allegro nahm er in zarten. Piano; es überraschte— aber angenehm. Im Intermezzo waren die Bässe zu stark unterstrichen, die schöne leiden- schaftliche Melodie verblaßte ihnen gegenüber. Noch ein Schumann folgte: die große C-Dur-Fantasie meisterhaft gespielt; Schu- manns Musik hat aber ncben den Episoden wundervollster Poesie soviel Sprunghaftes, VervöscS, daß der Hörer ermüdet. Beethovens Sonate op. 2 C-Dur— welch ein op. 2!, man fühlt dcZ Löwen Pranken?— und die Appassionata zeigte den Künstler als einen Großen. Welch eine Summe von Arbeit und Können, wenn einer diese beide» Sonaten st» vollendet spielt? cd. Re.t90 ♦ 56. Jahrgang Die Maifeier im Preußenhaus abgelehnt. preußische Lanöesversammlung. IT. Sitzung, Sonnabend, den 12. April 1919, mittags 12 Uhr. Am Ministertische: Braun, �ischbeck u. a. Präsident L e i ne rt eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 25 Min. Auf der Tagesordnung stehen, zunächst 8 förmliche An- fragen. HandelZminister Fischbeck erklärt sich namens der Staatsregie- rung bereit, die Anfragen an einem mit dem Präsidenien zu ver- ciitbcrrenben Termin zu beantworten. Abg. Adolf Hoffman»(U. Soz.) behält sich vor, zu beantragen, am Montag die Beantwortung von Anfragen auf die Tagesordnung zu setzen, damit die Regierung in dieser Beziehung endlich einen Anfang mache. C-s folgt die erste Lesung des Gesetzentwurfs über Landeskulturbehörden. Nach kurzer Debatte, an der sich die Abgg. Dr. v. K r i e s(Dnat. Vp.), Dr. Sttuve(Dem.), Held (D. Vp.). Graf(Soz.), Adolf Hoffmann(U. Soz.) und Herold(Zentr.) beteiligen, wird die Vorlag« an die Sied- lungSkommission verwiesen. Ein Antrag deS Zentrums vom 18. März will die Regierung ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß von den vom Auslände zu erwartenden Lebensmitteln den Berg- und Hüttenarbeitern sowie sonstigen Schwerarbeitern besondere Zulagen gewährt werden. Von sämtlichen Par- teien, mit Ausnahme de: U. Soz., wird heute dazu folgende Er- gänzung beantragt: 1. Angesichts der Tatsache, dah die A r b e i t s- einstellungen im Ruhrkohlengebiet durch den außer- ordentlichen Mangel an Lebensmitteln wesentlich begünstigt worden find, sofort nach Wiederaufnahme der Arbeit daselbst eine aus- reichende Versorgung mit Lebensmitteln herbeizuführen, 2. an die Arbeiter und Angestellten des Ruhrkohlen- g e b i e t s.' insbesondere des Bergbaus, die dringende Aufforderung zu richten, die A r b e i t, soweit dies bisher noch nicht geschehen ist, unverzüglich wieder aufzunehmen und die ungestörte Produktion zu gewährleisten, weil nur dann die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln möglich ist. Gleichzeitig beraten wird ein Antrag der Deutschen Volkspartei gleichen Inhalts. Abg. Vrust(Zentr.): Die Berg- und Hüttenarbeiter im Ruhrkohlengebiet haben schon während des Krieges unter der Lebensmittelknappheit weit schwerer als andere Arbeiterkategorien zu leiden gehabt. Die sechsstündige Arbeitszeit läßt sich ohne internationale Regelung des Bergbaues nicht ein- seitig bei uns durchführen. Die Erhöhung der Kohlenpreise findet ihre Grenze an der Leistungsfähststett der gesamten deutschen In- dustrie. Auch der einfache Haushalt des Arbeiters ist jetzt schon mit 27 Mark monatlich allein für Kohlen belastet. Einer weiteren Er- h ö h u n g muß ganz entschieden wrdersprochen werden. Wir erwarten, daß die Regierung weiter energisch durchfaßt und den Werken sowie den Bergleuten, die arbeiten wollen, den nötigen Schutz gewährt, wenn es nötig ist, auch mit Waffengewalt.(Hört, hört! bei den II. Soz., Zuruy: Sabotageleute?) Hcmdelsmimster Fischbeck: Die Regierung hat schon während des ganzen Krieges mit Rücksicht auf die schwer« Arbeit der Bergleute, um ihre Körperkraft fu erhalten und sie auch geistig auf der Höhe zu halten, ihnen be- ondere Zulagen an Lebensmitteln gewährt. Im Jahre 1917 hat die Regierung für die Bergarbeiter für 27 Millionen Mar? Lebensmittel beschafft und sie zu billigen Preffen an die Berg- arbeiter abgegeben so daß die Staatskasse 11 Vi Millionen davon übernommen hat. Auch 1918 sind noch wieder 7 Millionen an Zu- schüssen für Lebensmittel gewährt werden. Die Regierung hat sich auch jetzt im Sinne des vorliegenden Antrags bereits schlüssig ge- macht. Sie hat den bekannten Aufruf an die Bergarbeiter gerichtet, wonach die Bergleute, die regelmäßig Schichten verfahren, so wie sie zwischen den Unternehmern und den Arbeiterverbänden verein- bart sind, ohne Rücksicht auf ihre Arbeitsleistung, eine w ö ch e n t« liche Zulage an Speck und Fett erhalten sollen. Darüber hinaus soll dann für die Arbeiter, die ein bestimmtes höheres Quanrum leisten, noch eine besondere Fetizulage gewährt werden. Ich hoffe, daß jetzt die Vernunft wieder einkehren wird, nachdem me Regrerung und die militärischen Führer endlich die Geduld verloren und eingegriffen haben. Wir erwarten, daß die Bergarbeiter in Zukunft die Aufgaben erfüllen, die sie dem Vater- lande schuldig sind. Dann wird auch die Regierung die gegebenen Versprechungen einhalten. Abg. Tegeder(D. Vp.): begründet den Antrag seiner Partei und gibt einen Ueb erblick über die Ausstände im Ruhrrevier. Nur gegen Lieferung von Kohlen bekommen wir Brot, Fett und Kleider und in diesem Augen- blick proklamiert man den Generalstreik und will sogar die Schächte ersaufen lassen. Abg. Limverts(Soz.): Das Ziel des Streiks ist die Errichtung einer westfälische« kommunistischen Republik. (Hört! hört!) Solche Verrücktheiten machen wir nicht mit. Die Bergarbeiter haben nichts zu essen und nichts anzuziehen, und nun verhindern die Unabhängigen noch, daß Lebensmittel herein- kommen.(Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit. Lärm bei den U. Soz.) Jeder wirkliche Sozialdemokrat muß dafür sorgen, daß endlich Ruhe einzieht. Der Sechsstundentag ist berechtigt, aber im Augenblick nicht durchführbar. Abg. Dr. Jordan«.Dem.): Der Bergarbeiter mutz die Gewißheit haben, daß ihm Schutz g cgen die Unruhe st ifter gewährt wird, dann wird er auch wieder arbeiten. Die Regierung hat keine dringendere Pflicht, als dafür zu sorgen, den Bergarbeitern Schutz zu gewähren. Ein inzwischen eingegangener Antrag der Unabhängi- gen will der Ergänzung des ZcntrumSantragS eine Fassung geben, wonach für Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung im Ruhr- gebiet die sofortige Zurückziehung der Regierung?- t r u p p c n, die Beseitigung der absoluten Kommandogewalt, der Klaffet] fustiz, die Vorlegung eines Gesetzes über Geschworenen- gerichte und die Gewährleistung der politischen Mittr»krkung der Räte in Reich, Staat und Gemeinde gefordert wird. Der Staatskommissar für Lebensmittelversorgung erklärt, daß die Anträge des Zentrums und der Deutschen Volkspartei durch- aus auch im Sinne der Regierung lägen. Er macht weiter Mit- teilungen über die Zulagen an Bergarbeiter und über die Vertei- lung der ausländischen Lebensmittel cm die Bevölkermig. Abg. Martin(Tnat. Vp.): Der Regierung sei die Bekämpfung der Streiks mit Fett und sonstigen Zulagen auf das dringendste ans Herz gelegt, dann werden wir auch Kohlen bekommet: und Deutschland wird vom Untergänge zu erretten sein. Man sollte das Siegerland bei den Zulagen nicht vergessen. Abg. Lbuch(U. Soz.): Man treibt geradezu eine Erpresser- Politik, wenn man streikenden Arbeitern durch weitere Sper- rung der Lebensmittel beikommen will. Wir haben begründetes Mißtrauen gegen eine Regierung, die sich immer hinter die Entente zurückzieht, wem, ihr die Verantwortung für gewisse Vorkommnisse schwierig wird. Abg. Frau Köhler(Soz.): Die Frauen in der Verfassung- gebenden preußischen Landesversammlung sprechen ihre Befriedi- gung aus über die 5kundgebung des internationalen Frauenverbandes auf dem Trafalgarplatz in London zugunsten der Aufhebung der Hungerblockade gegenüber Deutschland. Möge es aelingcn, die grausame Hungerblockade end- lich zu beseitigen.(Lebhafter Beifall.) Unter Ablehnung des Antrags der Unabhängigen werden die übrigen Antröge angenommen mit der Ergänzung, daß die Zulagen auch Kindern, Schwangeren, stillenden Müttern sowie Land- und Forstarbeitern zugute kommen. Hierauf wird die Aussprache über die Schulanträge fortgesetzt. Abg. Kamp(Zentr.): Dem Antrage auf einseitige Aufhebung der geistlichen Schulin spekiion können wir nicht zustimmen, wenn nicht auf der anderen Seite der berechtigte Einfluß der Kirche auf die Schule festgelegt wird. Wir halten am kottsessionellcu Charakter der Volksschule fest.(Beifall im Zentrum.) Kuliusnrinistec Harnisch: Ich kann nur wiederholen: Wir loären heut« weiter, wem: die Rechte und das Zentrum schon vor der Revolution für die Forde- rung der fachmännischen Kceisschulauf ficht einge- creten wären. Der Einfluß der Kirche auf die religiöse Erziehung wird am wirksamsten gesichert, toenn die Herren der alten sozial- demokratischen Forderung zustimmen, daß der Religionsunterricht überhaupt aus der Schule herausgenommen wird. Es sitzen ja auch Vertreter des Zentums in der Regierung und sie dürfen überzeugt sein, daß. soweit es die Grenzen des mit ihrer Zustimmung aufgc- stellten Progcamms zulassen, berechtigten Wünschen auch Ihrer Partei Rechnung getragen werden wird. Ich habe gestern bereits nachgewiesen, dax in reichlich zwei Dritteln des preußischen Staatsge- btetS dieser Erlaß, über dessen materiellen Inhalt zwischen dem da- maligen Kultusminister Adolf Hoffinann und mir keine Meinungs- Verschiedenheit entstand, bereits durchgeführt ist. Zurückgezogen werden mußte er vorläufig im Hinblick auf die damaligen L o S- reißungsbestrebungen im Westen und sonstige politischen Gründe, aber sein materieller Jnhtlt soll ja jetzt Gesetz werden. Der von dem Abg. Kleinspahn angeführte Fall aus Novdhausen über Schikanierung eines Lehrers durch den SchulauffichtSbeamten wird schleunigst und gründlich untersucht werden, und wenn der Fall sich so abgespielt hat, dürfen Sie überzeugt fem, daß der Herr die längste Zeit Schulaufsichtsbeamter gewesen ist. Die Regierung wird sich von solchen Herren nicht auf der Nase her- umtanzen lassen. Zum Schluß betone ich nochmals: Hätten die Heroen der Rechten und des Zentrums ihr« Macht im früheren Landtag zur Durchführung ihrer jetzigen Forderungen benutzt, so wären wir beute weiter. Es wäre ihnen auch damals viel leichter gewesen. Schulreformen durchzuführen, als heute der jetzigen Rc gierung, denn damals schwammen wir im Golde, heute aber sind wir ein armes Volk. Trotzdem aber ist die Regierung der Auffassung, daß es auch heute keine bessere werbende KapitalSanlage gibt, als ntöglichst viel Geld in die Volksbilltung, und besonders die Volksschule, hineinzustecken. Von der deutschen Schule muß der Wieder- ausbau, die innere Genesung unseres Volkskörpers ausgehen. (Bravo!) Hierfür erwarten wir die tätige Mittoirkung des ganzen Sauses. Dann wird wenigstens auf dem Schulgebiet das alte Wort gelten: Deutschland in der Welt voran und Preußen in Deutschland voran!(Bravo!) Abg. Tegeder(Dnat. Vp.): Der Staat, der im Niedergang begriffen ist, hat sich zuerst und vor allem um sein Schulwesen zu bekümmern, lleberfüllt« Klassen gibt es nicht nur aus dem Lande, sondern auch besonders in den Industriestädten. Durch die Teilung der Klassen wird es ermöglicht, den brotlos gewordenen jungen Lehrern tmd Lehrerinnen wieder Anstellung zu gewähren. Abg. Adolf Hossmann(U. Soz.): Einen Fortschritt hat Herr Haenisch schon gemacht, er hat heute bereits zweimal das Wort Revolution ausgesprochen, ohne blaß zu werden.(Hetterkeit.) Wenn heute die Aushebung der geistltdkti Schulinspektion plötzlich auf allen Seiten Anerkennung findet, so wird es um so mehr klar, wie gemacht seinerzeit der Sturm gegen den Erlaß des Ministeriums bei der Wahlbcwegung war. Jetzt haben die Herren vom Zentrum dem Kultusminister ja einen K u- rator in der Person des Herrn Willdermann bestellt, und zum Schlüsse wird es heißen: Konrad, gehe in ein Kloster!(Stur- mische Heiterkeit auf allen Seiten des Hauses.) Vizepräsident Frentzrl: Es ist in diesem Hause nicht üblich, dieMinisterbeiihreu Vornamen zu nennen.(Erneute Heiterkeit.) Die Schulanträge werden darauf einem Ausschuß über- wiesen. Einige Anträge beschäftigen sich mit den Verhältnissen in den besetzten Gebieten. Die Anträge gehen nach kurzer Debatte an den Haushalts- ausschuß. Ebenso werden Anträge über Teuerungszulagen an Privatangestellte, über Entschädi- SJ Ein Doppelgänger. Von Theodor Storm. Der Wirt lachte.„Ei, da Wissens der Herr wohl selber noch gar nicht?" „So sagen Sie es mir! Was soll ich wissen?" Ei.„Sie und die Frau Oberförster sind doch gar- Stadt- linder miteinander!" „Ich und die Frau Oberförster? Davon weiß ich nichts: Sie sagen es mir zuerst: ich hob dem Herrn auch meine Hei» mat nicht genannt." „Nun," sagte der Wirt,„da gings freilich nicht, denns Fremdenbuch hat er nicht gelesen: das ist grad keine Zeitung?" Ich aber dachte: Das war es also! Liegt der Heimat- klang so tief und darum auch so unverwüstlich? Aber ich kannte daheim alle jungen Mädchen unseres Schlages inner- halb der letzten dreißig Fahre: ich wußte keine, die so weit gen Süden geheiratet hätte.„Sie irren sich vielleicht," sagte ich zu dem Wirt,„wie ist denn der Jungfernname der Frau Oberförster?" „Kann nicht damit dienen, Herr," entgegnete er,„aber mir ists noch just wie heute, als die seligen Eltern des Herrn Oberförsters, die alten Pfarrersleute, mit dem derzeit kaum achtjährigen Dirnlein hier vorgefahren kamen." -- Ich wollte nicht weiter fragen und ließ es für itzt dabei bewenden: nur den Weg zur Oberförsterei ließ ich mir noch einmal, wie zuvor schon von dem Besitzer derselben, eingehend berichten. ** :k Und schon in der Frühe des andern Morgens, als noch die Tautropfen auf den Blättern lagen und die ersten Bogel- stimmen am Wege aus den Büschen riefen, befand ich mich auf der Wanderung. Nachdem ich etwa eine Stunde, zu- letzt an einem Eichwald entlang, gegangen war, bog ich ge- mäß der empfangenen Weisung in einen breiten Fahrweg ein. der zur Linken unter die schattigen Wipfel durchführte. Bald mußte ich den Weg sich öffnen und das Heimwesen meines neuen Freundes vor mir liegen sehen! Dann, kaum eine Viertelstunde weiter, kam aus der großen Waldesstille ein Geräusch wie von wirtschaftlichem Leben mir entgegen: die Schatten um inich hörten auf, und ein blinkender Teich und jenseit desselben ein altes, stattliches Gebäu mit mäch- tigern Hirschgeweih über dem offenen,-auf einev Treppen- platte beftndlichen Tore lagen in der lichten Morgensonne vor mir: ein wütendes Gebell von wenigstens einem halben Dutzend großer und kleiner Jagdhunde erhob sich und ver- stummte plötzlich auf einen gellenden Pfiff. „Grüß Gott und tausendmal willkommen!" rief statt dessen die mir schon bekannte Männerstimme: und da kam er selbst aus dem Hause, die Stiege herab und um den kleinen Teich herum: aber nicht allein: eine zarte Frau, fast mädchen- hast, ging an seinem Arm: doch sah ich im Näherkommen wohl, daß sie den Vierzig nahe sein müsse. Sie begrüßte mich, indem sie fast nur die Worte ihres Mannes wieder- holte: aber ein Zug von Güte um den halb geöffneten Mund, der noch ein Weilchen in dem stillen Angesicht verblieb, ließ keinen Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Während wir dann miteinander dem Hause zugingen, fiel es mir auf, wie sie mitunter ihren Arm auf feinem ruhen ließ, als wollte sie ihm sagen:„Du trägst mein Leben, und du trägst es gern: dein Glück und meines sind dasselbe!" Als wir dann drinnen in dem bürgerlich schlichten Zimmer beim Morgenkaffee saßen, den man für inich auf» geschoben hatte, legte der Oberförster sich behaglichAin seinen Lehnsessel zurück.„Christinchen." sagte er, mich und seine Frau mit einem schelmischen Blicke streifend,„ich habe dir einen lieben Gast gebracht, von dem ich gleichwohl weder Namen noch Stand weiß: er mag uns beides sagen, wenn er uns verläßt, damit wir ihn doch wiederfinden können: es ist so tröstlich, auch einmal mft einem Menschen und nicht eben mit einem Herrn Geheimen Oberregierungsrat oder einem Leutnant zu verkehren." „Nun," sagte ich lachend,„Qualitäten habe ich nicht zu verhehlen": als ich dann aber mit dem Hinzufügen, daß ich ein schlichter Advokat sei, meinen Namen nannte, wandte sich die Frau wie überrascht mir zu, und ich fühlte, wie ihre Augen flüchtig auf meinem Antlitz weilten. „Was hast du. Frau," rief der Oberförster:„mir ist der Advokat schon recht!" „Mir auch," sagte sie und reichte mir eine Tasse Kaffee, dessen Duft mich mit allem einverstanden sein ließ. Sie war noch einmal aufgestanden, kehrte aber, nachdem sie eine Handvoll Brosamen aus dem Fenster geworfen hatte, ans ihren Platz zurück. Draußen stürzte sich, einem Platzregen gleich, eine Flucht von Tauben von dem Dache auf den Boden herab: aus den Linden vor dem Hause kamen die Sperlinge dazu, und ein lustiger Tumult erhob sich. „Die Habens gut!" sagte lachend der Oberförster, mit dem Kopse nach dem Fenster winkend:„seit unser Paul in Ruhla ist! Sie kann es nicht lassen, den allzeit Hungrigen Brosamen auszustreuen: sei es nun der Bub, oder seien es nur unseres Herrgotts Krippenfresser!" Aber die Frau setzte ruhig ihre Tasse von dem Munde. „Der lynb allein? Ich dächte, der Vater war' auch wohl dabei!" „Komm, Alte." rief der Oberförster,„ich merke doch, du bift mir zu gescheit: wir wollen Frieden machen!" Wir plauderten weiter: und wenn das liebe Frauen- antlitz sich zu mir wandte, konnte ich es mir nicht versagen, nach bekannten Zügen darin zu suchen: allein obgleich ein paarmal, wie im Fluge,«als wolle es mir helfen, das ftühere K'nderangeficht mich daraus anzublicken schien, ich mußte mir dennoch sogen:„Die kennst du nicht; du hast sie nie gesehen. Ich lauschte dann auch ihrer Sprache, aber weder die uns heimische Verwechslung verwandter Vokale noch die von sol- chen Konsonanten kam zum Vorschein: nur ein paarmal ineinte ich das scharfe S vor einem anderen Konsonanten zu vernehmen, dessen ich selbst freilich mich längst entlvöhnt glaubte. Am Pormittag ging ich mit dem Oberförster in den um- liegenden Wald: er wies mir seine Hauptschläge, die mit ur- alten und mit kaum fingerhohen Eichen, und entwickelte mir eindringlich sein System der Waldkultur: wir sahen einen Hirsch mit sechzehn Enden und ein paar Rehe: aus einem schlammigen Sumpfe schielte sogar der schwarzbraune Borstenkopf eines Keilers aus seinen enggeschlitzten Augen nach uns hinüber. Wir gingen ohne Hunde.„Nur ruhig weiter," mahnte mein Geleitsmann:„und wir kommen im- gefährdet wieder nach Häuft." Nach dem Mittagessen führte mein Wirt mich eine Treppe hoch nach hinten zu in das niir angewiesene Zimmer.„Sie wollten noch Briefe schreiben," sagte er:„hier finden Sie alles, was dazu nötig ist! Unser Junge hat hier vordem gewohnt: aber es ist kühl und still!" Er zog mich an eines der offenstehenden Fenster:„Hier unten sehen Sie ein Stück von unserm Garten, dahinter zieht sich der Teich herum: dann dort die grüne Wiese und dann der hohe dunkle Wald — der schützt Sie vor allem Weltgeränsch?— Nun ruhen Sie vorerst sanjir nach Ihren Wanderstrapazen!" sagte er und drückte mir die Hand. (Forts, folgt.) örunaert für UnruHeschäden. über die Notlage der jungen Lehrer, über die Beschäftigung der Kriegs- beschädigten, über die Sonderbesteuerung der höheren Einkommen, über die Betriebsräte im Bergbau, über eine Neuordnung des Lehrer- bildungSwesens, über die Räumung derSchulen von Truppen usw. auf die verschiedenen Ausschüsse verteilt. Ein Antrag Hoffmann<11. Soz.) fordert die Verwendung der Gebäude der Hohenzollernfamilie zu WohlfahrtSzwecken. Abg. Hcrgt(Dnat. Vp.) bittet, den Antrag erst im Ausschuß zu prüfen. Der Antrag wird mit den Stimni ender Sozialdemo- kraten und der Demokraten angenommen. Ein Antrag Hoffmann<11. Soz.) fordert, den 1. Mai und den S. November zu gesetzlichen Feiertagen zu erklären. Abg. Dr. Wetzlvo das Parlament unmittelbaren Einfluß auf die Zusammen- setzung der Regierung hat. Namens der Negierung kann ich er- klären, daß ihr jedes Gelüste nach unkontrollierbarer Machtausdehnung fern liegt. Gegen eine Erhöhung der Mitgliederzahl des Ausschusses auf 28 hat die Regierung nichts eiuzuwenden. Die Regierung bittet aber dringend, die Generaltlausel stehen zu lassen. Abg. Dr. Becker(Zentr.): _ Meine politischen Freunde stimmen dem Grundgedanken des Gesetzes zu, halten aber Vorberatumg in einer besonderen Kom- Mission von 28 Mitgliedern für notwendig. Für die General- klausel kann die Kommission vielleicht eine etwas weniger kaut- schukartige Fassung finden. Abg. Waldstein(Dem.): Wir erkennen die wirtschaftlichen Gründe an, die ein Ver- ordnungsrecht notwendig machen, wenn aber dahinter die Klausel steht„oder aus sonstigen dringenden Anlässen", dann fehlt über- Haupt jede Abgrenzimg. deshalb müssen diese Worte gestrichen werden. Wir erwarten, daß das Gesetz in möglichsi einschränkender Weise interpretiert und nichts durch Verordnung geregelt wird, was durch die Gesetzgebung erledigt werden kann. Die National- Versammlung darf nicht umgangen werden, insbesondere dürfen nicht dauernde gesetzliche Einrichtungen durch diesen Ausschuß ge- schaffen werden. Abg. Knollmann jsDnat.): Die Notwendigkeit des Gesetzes sehen wir ein. Im alten Reichs- tag ging die Tendenz auf Einschränkung der Regierungsgewalt, weil man der Regierung mißtraute. Dasselbe Mißtrauen haben wir m starkem Maß« gegen die jetzige Regierung. Wir be- antragen Ueberweisung an einen Ausschuß, wo wir mitzuarbeiten bereit sind. Wir werden uns freuen, wenn etwas Ersprießliches dabei herauskommt.(Beifall rechts.) Abg. Haas?(U. Seq.): Hier wird von uns gefordert, daß wir ohne jede Zeitbegren- zpng der Regierung eine Blankovollmacht aus- stellen sollen.(Zuruf: Während der- Tagung der Nanonalver- sammlung!) Wie lange die tagen wird, wissen Sie so wenig wie wir! Am allerwenigsten können wir dieser Regierung durch Aus- stellung einer solchen Blankovollmacht ein beionderes Vertrauen aussprechen. Für mich ist der Vorgang, der sich am 27. März zwischen Herrn Erzberger und mir abgespielt hat. ein besonderer Anlaß, dieser Regierung zu mißtrauen. Redner geht ausführlich auf den Vorgang ein und sucht an Hand der Protokolle nachzu- weisen, daß Erzberger über den Verlauf der Ka- binettssitzung tatsächlich falsche Angaben ge- macht habe. Präsident Fehrenbach: Was das mtt dem Gesetz zu tun haben soll, vermag ich wirklich nicht einzusehen, ich bitte Sie, jetzt zur Sache zu sprechen. Wenn Sie das Bedürfnis haben, etwas richtigzustellen, will ich Jftnen gern außerhalb der Tagesordnung das Wort geben. Abg. Haase(fortfahrend): Ich will mit diesen Feststellungen nur nachweisen, weshalb wir und weshalb speziell ich alle Veran- lassung habe, der Regierung in Fragen der auswärtigen Politik das schärfste Mißtrauen entgegenzubringen und ihr daher diese Blankovollmacht zu verweigern.(Zuruf: Geschickte Nabu- listik!) Präsident Fehrenbach: Bei einer solchen Auffassung gibt es überhaupt nichts unter Sonne, Mond und Sternen, was man nicht mit diesem Ermächtigungsgesetz in Zusammenhang bringen könnte. (Sehr richtig! und Heiterkeit.) Im übrigen: Wenn der Präsident in der liebenswürdigsten Form, die möglich ist, eine Bitte an Sie richtet, so seien Se so gut, und folgen Sie ihm: er meint eZ gut mit der Geschästsvrdnung und mit dem Hause.(Heiterer Beifall.) Abg. Haase(fortfahrend): Ich möchte weiter nur noch die Tat- fache feststellen, daß derselbe Herr Erzberger am 4. September 1914 ein« Denkschrift verfaßt hat, in der er die Anwendung derselben Grundsätze, die jetzt die Entente Deutschland gegenüber zur Durchführung bringt, seitens Deutschland befürwortet hat. (Zuruf bei den U. Soz.: Und der ist heute noch Minister!) Unter diesen Umständen könnt« es dahin kommen, daß der Staats- gerichtshof sich auch mit einem Mitglied derselben Regierung wird befassen müssen, von der dies« Vorlage ausgeht. Wir lehnen sie ad. (Beifall bei den U. Soz.) Damit schließt die Besprechung. Die Vorlage geht an den Wirtschaftsausschuß. Nächste Sitzung Montag 2 Uhr.(Interpellation Auer(Soz.) betreffend Maßregeln zur Ernährungs- frage.) Schluß 2 Uhr._ Nor Alexanderp'atz: Garten-Pflanzen Nor Ali xasderp atz: Johannisbeerstr5uch.2'8 i FliederbQschewteitirülo0 HimbeerslrSuche 90 Rosen, niedrig... I90 Kletterrosen.... 250 GemQsesamen m« Sorten »«■MMitMWiaiiMiiiaiiimiwi!inCTmimiinii!!'!iiii!,i:iiiiiiiHii(iiiitiiiiimimiiiiniiitiiiiiiiiiMiiiiinmiuiü,i!umiMiiuiiiiniiiwuiuiiiMtimiijwuuuiiiiuHmr Matrosenkrafi�n 775 sM Matrosenkragen tdu oso zwetf«** k»nst*«Ibo 7075 7?so mit 2 ScUiessschlfissern and Patentirüf— 1—"—' Utl Damen- Handschuhe C90 Seide, flatt...................... Damen- Handschuhe C90 Leioen-Ersatt, haltbare Oiialltit.......... Kinder-Handschuhe 090 Lelnes-Ersatx, 2 DraekksOpi* Lederwaren Krawatten 750_ 1 R50 Hosenträger 490— 1 1 50 offene Binder..............' BnnTnwolltnrthand In eersch, Anaf."*■-t. Strickbinder Q75_1 �50 Weiche Herrenhüte 3950-3fi50 eJagantc Marter............? �-'"den.......... � � Snortkraffen Ov: 000 Herren- und Knaben-Tajj- und verlhiedene Formen �" Sporthemden, verschied. Preislagen Hartplattenkoffer, itfcht.'Sji �aqo 71*00 0700 oaoo anOanf.HGliWUeln,2Sprintschlöss.,lElns. 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Entweder solle die Löhnung durch eine neue Verfügung geändert werden, oder es sollen alle in strage kommenden Militäcpersonen aus dem Militärvcr- hältnis entlassen und auf Zivildienstvertrag angestellt werden. Die Verhandlungen hätten Aussicht auf Erfolg. Di« Löh- nungsrückstände würden nachgezahlt. Tie Anstellung würde bis zur Tarifierung mit einer Tagesbcsoldung von 12,70 M. erfolgen. Im Tarif iolle ein Monatsgehalt von etwa 470 M., nach drei Monaten auf 500 M. steigend, vorgesehen sein. Tie Redner rieten dringend, die allernächsten Tage abzuwarten und nicht schon setzt die Arbeit'zu verlassen. Nach längerer Debatte, in der mehrfach ein ganz kurzfristiges Ultimaium gefordert wurde, beschlost man, ein Pcotesttelegramm an die Reichs regierung zu richten und sich bis zum Dienstag um ein Uhr zu gedulden. Sollte bis dahin keine befriedigende Antwort eingegangen sein, so gedenken die Bersanimelten geschlossen auS dem Dienst zu gehen. Das Bureau der Versammlung und die Fünfer- Kommission wurden beauftragt, all« erforderlichen Schritt« zu:un. Das Sanitätsversonat des GarnifonlazarettS I hat mn Sonnabendmittag den Dien st wieder aufgenommen. Gründung der„freien Turncrfchaft Berlin". Durch das diktatorische Vorgehen der»Fichte"-Kommunisten und radikalen Unabhängigen, die alle Einigungsver suche vereitelten, ist nun leider die Spaltung auch im Turnverein„Fichte" zur Notwendigkeit geworden. Tie Mitglieder der S- P. D. wurden nicht nur in den Bereinsversani mlungen abwechselnd als»Verbrecher, G c- Findel, Arbeitcrmördcr" usw. bezeichnet, sondern mau schlost sie von allen Aemtern im Vorstand aus. Auf dem letzten K'reiSturntag stellte die»Fichte"-Delegation, zu der nur Kommu- nisten und Links-Unabhängige getvählt wurden, sogar den Antrag, dast nur Anhänger der proletarischen Diktatur Mitglieder des A r b e i t e r- Tu i n e r b u n d e s sein dürfen! Diesier Antrag ist ohne Befragung des Vereins gestellt morden, im Turnverein„Fichte" besteht eben die Diktatur einer kleinen Anzahl extremster Elemente schon jetzt. Die„Fichte"-Mit- glieder, welche der S. P. D. angehörest, haben beschlossen, alle Veranstaltungen des Vereins zu boykottieren, bis diese Dikta- tur beseitigt ist. Auster dem haben sich eine gröstere Anzahl aus- getretener„Fichte'-Mitglicder zu einem neuen Verein zu- sauuiiengeschlossen, um einen besseren Zusammenhalt herbeizuführen. Das Eröffnungsturnen der„Freien Turnerfchaft Ber- lin", die auf dem Boden unbedingter parteipolitischer Neu- t r a l i t ät steht, findet morgen, Montag, in der Schulturn- Halle am Kottbuser Ufer(an der Kottbuser Brücke) statt. Der Verein turnt Montags und DomierStags von 8— 10 Uhr abends. Wir er- suchen alle Durner, auch diejenigen, welche jetzt noch Mitglieder der Deutschen Turnerfchaft sind, aber auf dem Standpunkt des Ar- beiterturnerbundes stehen, dast das Turnen dem ganzen Volke gebracht werden must, und nicht nur den Anhängern der »proletarischen Diktatur", sich zweck? Aussprache zum EröfsnnngS- turnen einzufinden.__ Tie Säuglingsfürsorge GrofpBerlins bedarf des Ausbaues und der Vereinheitlichung. Von der bevor- stehenden Zusammenfassung der Groh-Berliner Gemeinden er- wartet die.Hauptstelle für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Grost-Berlin" eine Besserung auch auf diesem Gebiet. In einer von ihr veranstalteten Konferenz zeigte Oberarzt Dr. Rott in sei- nem Referat die Notwendigkeit einer für Grost-Berlin ein- beitlichen Gestaltung der Säuglingsfürsorge- Einrichtungen. Durch die Verschiedenheit der Fürsorgehand- habung werden bei Umzügen auS einer Gemeinde in die"andere nur zu oft Schwierigkeiten für die fürsorgebedürftigen Kinder her- vorgerufen. Die Zersplitterung und ihre schädlichen Wirkungen wevden dadurch gesteigert, dast die Einrichtungen zum Teil noch in Händen von Vereinen sind. Die möglichst vollständige Erfassung aller Fürsorgebedürftigcn läht sich um so eher erreichen, wenn die Gemeinden die Einrichtungen in eigene Verwaltung übernehmen. Dr. Rott will aber auf die Mitarbeit der fteien Liebestätigkeit auch dann nicht verzichten. Tie eingehende Diskussion ergab Ueberein- siimmung darüber, dast eine Interessengemeinschaft aller Groh- Berliner Kommunen und Verbände zu schaffen ist, die in der Säug- lings- und Kleinkinderfürsorge arbeiten. Sie will sich Einfluh auf die Vereinheitlichung dieser Arbeit sichern, wenn es endlich zur kommunalen Zusammenfassung Grost-BerlinS kommt. Ungerechtigkeit. Die Gebühren der in Lazaretten liegenden oder ambulatorisch behandelten aber vielfach noch arbeitsunfähigen Kriegsbeschädigten find von je 10 M. für die Dekade auf 3 M(') und ihr Verpflegungsaeld von 27 M. auf 12,50 M. Hera bgesetzt worden. Tie versprochene Tcucrmigsznlagc von 2 M. lästt auf sich warten, sie stellt aber den früheren Stand nicht wieder her. Be- rechtigte Miststunmung ruft es hervor, dast die verwundeten Frei- willigen weit besser besoldet werden. Hat das Kriegsministcrium denn ein Interesse daran, immer neue Verärgerung zu schaffen? Ter Reichskongreh der Eifenbahn-Nrbeiterräte Deutschands findet am 20. und 21. Aprit in Berlin statt. Tagesordnung: Bericht vom Reichskongreß Frankfurt a. M.— Bericht des proaiforischen Eisenbahn- Zentralrats.— Rätcsyslem und Gewerkschaften.— Verschiedenes.— Die Sie Delegierten wollen bis 20. 4. 13 Tag»nd Ankunft in Berlin an Kurt Ulrich. Berlin 81V. Kt, Planuser 10 mitteilen, damit für Unterbringung Sorge getragen werden kann. „Tre Lebensmittel ans Amerika sind da" brüllten alkohol- und freudetrunken die Herren Kuhnert und Thiersfeldcr, als sie mehrere aus der Neuköllner Verkaufsstelle Donaustr. 131 enteignete Griest- sacke heim in die Reuterstr. 75 brachten. Eine nicht ganz schnür- gerade Griestspur leitete die Kriminalbeamten nach diesem„Ame- •r Zweiter Tag! ür Kapital unü Zinsen öer öranüenburgischen kommunal-slnleihe hasten sämtliche beteiligten kreise, Stä'üte unü Lanögemeinüen unserer Provinz mit ihrem ganzen vermögen unö mit ihrer Steuerkrast, daher laßt die Zeichnungsfrist nicht ungenützt verstreichen! rika" und die beiden Ehepaare brummen schon.— Der 31 Jahre alte Schneider Erwin Torlin hatte sich mit vier Burschen im Alter von 20 bis 22 Jahren zusammengetau und mit diesen gemeinsam eine ganze Reihe Geschäfte heimgesucht, in der Hauptsache aber Schneider- und Kolonialwavengeschäfte. Die Bande Ivar sehr rührig und hatte in der gestrigen Nacht, als sie der Neuköllner Kriminalpolizei in die Hände fiel, allein drei Einbrüche ausgeführt. Telegraphenangrstelltc Berlin R. Dienstag, abends 3 UI?r, Versammlung in der Aula Lütticher Str. 38(Zeppelinpratz, nahe der Müllerstraste). Tagesordnung.- 1. ,.Was erwarten die Post- und Tclegraphenangeftellten von der Sazialdemokratie?" 2. Freie Aussprache. Erscheinen unbedingt notwendig. Der WerbeauSschuh. Zur Aufklärung des Mordes an der Zigarrenhändlerin Weis in der Bülowftraste erläht die Kriminalpolizei heute durch Säulen- anschlag einen Aufruf an Zeugen, deren Bekundungen von groster Wichtigkeit sein können. Theatervorstellung vom Verein Arbeiterjugend am 27. April, nachm. 3 Uhr, im Zentraltheater, Kommandantenstr. S7:»John Gabriel Bortmnn' von Ibicn. Einlaßkarten 1.75 R. cuischließlich Garderobe bei Joseph, WilbelmShavencr Str. 48. Höniich, Miillerslr. 34a, Hahnisch, Acker st>. 174, Böbin, Lausitzer Platz 4— 5,'Alölle, Petersburger Platz. Horich. Engeluser 15, Buchhandlung Vorwärts, Lindenftr. 2, Jugcndsckretarial, Lindenstr. 114. Liwtbildcrvortrag.Die Feuergewallen der Erde" heute, abends 7 Uhr, im Jugendheim, Lindenstr. 3. Einiatztarten 40 Ps. Eltern und Freunde herzlichst eingeladen. Konzert vor dem Reichötaz heute Uhr. Skandinavier, die sich während deZ Krieges in Deutscher Schutzhast befanden, können ihre Ansprüche aus Ersatz der ideellen und niateriellcn Schäden dem Rat der Schutzgcsangenen, Herrenhaus, Zimmer 13, anmelden. Nähcrc Äusknnst erteilt auch Herr Karstcn-Niclsen, Berlin-Wümersdorf, Gasteiner Str. 12. Fernspr. Psalzburg 1662. RcichSbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Krieg?- Hinterbliebenen, Berlin, Sezirl Snooft. Mittwoch, abends 7 Uhr: Mitgliederversammlung im Luiseniladl-Kastno, Oianienslr. 180. Bericht über den Verlaus des GautagcS. Unser neues Programm. Eine Automobil- Schnrllvcrbindung Berlin— Leipzig soll vom 15. April bis 15. Mai mittels iechssttziger offener und geschlossener Touren- wagen durchgesührt werden. Fahrtdaucr etwa 5 Stunden Angestclltenstreik. Zu unserem gestrigen Bericht über Aufhäufe r s Referat in der Obleute-Versammlung berichtigt der Redner, daß er nicht ausgeführt habe: die Angestellten sollen ein- zclne Betriebe selbst sozialisieren. Vielmehr hat er es als die Aufgabe der Regierung bezeichnet, die ans Anlast des Streiks von den Unternehmern angedrohte Stillegung ihrer Be- triebe mit deren Sozialisierung zu bcanwocten. Rahnsdorf. Unter der Spitzmarke„Zur Charakteristik der Rahnsdorfer Mehrheitssozialisten!" bringt die„Freiheit" vom 0. d. M. eine ihrer üblichen Anrempelungen unserer Partei- genossen, indem sie den Vorsitzenden des Wahlvereins in Rahnsdorf glatt und ohne Prüfung der Denunziation beschuldigt. Der Tat- bestand ist kurz folgender: Bei den letzten Unruhen glaubten, auch die Rahnsdorfer Unabhängigen und Spartakisten große Taten voll- führen zu müssen und entwaffneten mit Hilfe des Soldaten- rats am 7. März vormittags zirka ein Dutzend hier einquartierter Lüttwitz-Soldaten. Nock, am gleichen Tage wurden die Waffen vom Korps, welches Verstärkung hergesandt hatte, zurückgenommen und die Soldatenräte Giese und Schulze sowie der Genosse Mtcschke von einem Leutnant verhört. Mieschke konnte keinerlei Angaben machen, da er von der Sache nichts wuhte. Der Soldatenrat Giese, welcher die Entwaffnung gegen feinen Willen mitgemacht hatte, nannte im Verhör dem Leutnant die Namen der dabei beteiligt Gs- wcfenen und dadurch erfuhr auch erst der Genosse Mieschke diese. In den nächsten Tagen erfolgten die Verhaftungen der Beteiligten, von denen einige als Nichibeteiligte sofort wieder entlassen wurden. Nun behauptet die„Freiheit", die Verhaftung von zwei Leuten, Buchler und Wilbredt, sei auf Denunziation Mieschkes beim Amts- Vorsteher erfolgt. Das ist falsch. Wohl hat Mieschke, der als Arbeiterrat täglich beim Amisvorsteher zu tun hatte, mit diesem von der Sache gesprochen, auch über die beteiligten Personen. Die konnte aber Mieschke nicht dnnuizieren, da die Namen ja schon seit mehreren Tagen den Behörden durch die Angaben des Sol- d a ten rat. Z bekannt waren. Dies zeigt auch folgende Erklärung der an den gesamten Vorgängen mitbeteiligten Lüttwitz-Soldaten: „Hiermit bestätigte ich, daß die Namen der Beteiligten bei der am 7. März vorgenommenen Entwaffnung im Dorfe am Abend desselben Tages von dem Soldatenrat Giese bei seinem Verhör durch den Herrn Leutnant genannt wurden. Be- sonders auch die Namen Wilbredt und Buchler. Auch waren mw die Leute persönlich bekannt. Sollten vier Tage später nochmals Angaben an anderer Stelle gemacht sein, so ist daZ ohne Einfluß auf die Verhaftung. Rahnsdorf, den 7. April 1919. gez. Franz Neugebauer. gez. Vizewachtmeistcr Kowalzek, vom Freiwilligenkorps Lüttwitz. Der Grund zu diesen unmotivierten Angriffen ist denn auch ein anderer. Mieschke ist links wie rechts«ine äußerst unbequeme Person. Beide Seiten haben das sehnlichste Verlangen, ihn nicht mehr neben, sich zu sehen, und dies scheint ihnen der geeignete Zeitpunkt._ Grost-Berliner Lebensmittel. Berlin. Die Fleiichk-rten können vom 14.— 16. April bei den Brot- konimissionen rjeoen Bezugscheine nus Grieß oder Graupen umaetnuicht werden.— In der nächsten Woche wird Brot wieder wie üblich-mü- schließlich nus Brotkarte abgegeben. Schönebcrg. Bis 15. April Voranmeldung für 250 Gramm Mgrme- lade(tOS). 100 Gramm Weizengrieß(1), 260 Gramm Suppen 02, 31. Obnc Voranmeldung llf Viund amerik. Weizenmehl ans Dopvel- abslbniit 14 in denjenigen Geschäften, in denen Abschnitt 107 angemeldet ist: ferner 250 Gramm Knnitbonig(107). 300 Gramm Teigwaren(110,111). Neukölln. 1 Psd. Marmelade(4. 22). Das Eintreffen der Ware wird durch die Kieinbändler angezeigt. Fortsetzung des VerkausS von Grieß, Grouven und Kunsthonig. Im Bezirk der 12.. 15. und 16. Brot« koinmi-sion eingetragenen Butterkundcn 125� Gramm Kä!e. st, Pfund amerik. Weizenmehl(i4) in denjenigen Geschäften, in welchen die Ali- meidnng sür Kolonia. waren erlolgt ist. Beginn des VerkausS wird noch bekannt gegeben. Zitronen und Apfelsinen. Eintragung in die neue Kundenliste sür Speisefett bis spätestens Osterionutag. Abschnitte P und(i der neuen Karwffelka-.te baben keine Güliigkeit. In den städtischen Ber- kaussstellen freihändig Honig, Suppenwürze, Kümmel. Verlaus von Krankennäbrmitleln weiterhin in iolgenden Geichästen: Lange, Kaiser- Friedrich-Str. 117, Hcenna, Hermannstr. 172/173, Noctzcl. Schulerpromenade 29, Hivpcl. Bürknerstr 21, Kauich. Ziethenstr. 51, Wohtsch�tzky, Schudomaslr. 11/12, Schneider. Kaller- Friedrich- Str. 75. Mariendorf. Anmeldung ans 5 0 0 Gramm Ma r m e l a d e(107, 108/ bis Dienstag bei einem Händler Aöirennung der Zlbschaitte.— K r a n k e n b r o t. Ab Montag gegen Abtrennung der a b g c- stempelten Brotkartenabschnittc wöchentlich 1350 Gramm Krantenbrot.— Gewerbekohlcn'arten sür April-Juni vom 12.— 15. Avril, 8—12 Uhr im Raibaus, Zimmer 20/21.— Montag. 1—3 an Vi-hhall-r T o r f st r e u, Zentner 7 M. Bezahlung Im Zimmer 20/2t de« Rathauses, Ausgabe im Fultcrmitteiiager. Gnnmastum, Einganz RathanZstraße. Sacke mit bringen. Ausweis LebenSmiUelkarte. Netiiickendorf. In den amtlichen Berlaussstellcn Fleischiülze 3 M. daS Pfund.— Die G-wcrbekohlenlärlcn sind umgehend in der Kohlcnstclle, Verwaltungsgebäude, Zimmer 23. abzuholen. Spandau. 100 Gramm Hülsensrüchlc(232). In einer Anzahl Gc- schüsle noch bis Dienstag Teigwaaren(223), 30 Gramm Käse(231). Groß-Ser!ine? Pa?teinach?ichten. Berlin. In Westen Kreisen der Berliner Parteigenossen besteht das dringende Bedürjnis, in freier Aussprache Klarheit über die Ausgaben der Partei zu gewinnen, die ihr alS Trägerin der Regierung infolge des revolutionären Umschwungs zufallen. Diesem BedürtniS haben zwei poliiiichc Verlaminlun en— veranstaltet von der 3. Abteilung am 25. März und 4. April— Rechnung geira en mit der Tagesordnung:.Nevolntion. Partei und Regierung."— Die letzte Versammlung best/minie eine An-.ahl von Parteigenossen, die die nächsten Versammlungen vorbereiten iollcn. 7 (siehe Jnieral). Berlin. Mittwoch, abends 7 Uhr, Mstglie''erversammlungen. 6. Slbt. Schulaula Msttenwalder Sir. 37. Vortrag über»Demokratie und Räteshstem".— 13.'l!>t. Schulaula Prwzenstr. 51. Vortrag über »Russische Z'lslänve und Bolschewismus".— Schwerhörige Taubstnramen- jchule. MarkriSitr. 40, Hof links 2 Tr. 1. Vortrag. 2. Wahl dcS Borstandes. — Eintritt zu diesen Veranstaltungen nur gegen Vorzeigung des Milgliedsbuchcs. > ltzredersdorf(Ostbahn). Mittivoch, abends 7st, Uhr, bei R. I c S k e, Schioarzer Weg: Mitgliederversammlung. 1. Berichte über die f Konserenzen in Rcuenhagen und Berlin. 2. Vortrag dcS Gen. Krcuer i über:„Tie Bedeutung der KreiSiagSwahlcn". 3. Freie Aussprache.— ! Mitgliedsbücher und-karten sind mitzubringen! Zelilendorf. Morgen, Montag, bei Mende, Machnower Str, 2: Haupiversammlung. Bericht des Vorstandes; Neuwahl; Vortrag über:„Militarismus der Gegenwart"; Maiseier. Hermsdorf. Mitiwoch bei Böttcher. Waldiee- Ecke Berliner Siraße: Mitgliederversammlung. Fori'ctzung der Aussprache über die Kommunalen Arbeiierräte. Vollzähliges Erscheinerr erwartet die OriSletung. ?ugenöveranstaltungen. Die I8> bis L4jähr-igen Parteimitglieder versammeln sich am Mittwoch, abends 7 Uhr, im Eewertschastshause, Engetuser IS, Saal 3. Kommissionsbericht. Woltersdori. Heute Sonntag, nachm. 2 Uhr, bei Bothe,»Alter Krug": Groge üsienUiche Jugendversammlung. Künigs-Wustcrhauscn. Heute abend 6 Uhr, im»Neuen Schützen« hauS"(Höckel): Unterhailungsabend»nt künstlerischem Piogramm. Ein- tritt M. 1,—. Gemütliches Beisamtnenseul. «derrrraussteveen iür das«itttere Rorddrutllptand dtS Montag mittag: Mild und zeitweise ausklarcnd, jedoch überwiegend bewölkt mit öfter wiederholten Regeusällen und mäßigen südwestlichen Winden. MW M Bilk WeMW! (Rachdruck verboten.) Nicht der Gründung eine» neuen, überflüssigen Vereins gilt dieser Aufruf, sondern um wichtige Zntereslen handelt eS sich. Tragen S:e nicht eine Brille, sondern einen Kneifer l Das ist zwar dnS Gegenteil von dem, was rüber die Aerzte anrieten, aber Umstände ändern »e Sache, und die Aerzte haben ihre bisherige Ansicht auch geändert. ftzrüber war die Brille da? vollkommenste ckiigenglaz, besonders wenn eS darauf ankam, nicht nur einen Notbehelf für altersschwache Augen zu haben, sondern um kamplizierte bauliche Fehler der Augen zu korrigieren. � Nur die Brille bat eine» genügend festen Sitz »ei jeder Arbeit oder körperlichen Anstrengungen. ?ur die Gläser der Brille paßten so genau vor die Augen, baß diese bei richtiger Zusammenstellung per künstlichen Linsen ungefähr dasselbe leisten konnten, wie normale, fehlerfreie Augen, lind nur die Brille wurde deshalb verordnet. Der Kneifer war verpönt, und damals mit Recht. Er war bei der Arbeit unbequem, weil er schleckt saß; mfolgevesien wurde er vielfach ab- qelegt, wo es zur Schonung der Augen besser ge- weien wäre, Gläier zu tragen. Er fiel beim Lesen vornüber und gab dann ein verzerrtes Bild und überanstrengte die Augen Die Gläser dingen nach außen seitwärts berab, »nd auch, wo das(bei einem besonders breiten Nasenrücken) nur in geringem Maße der Fall war. paßten sie sich voch dem Abstände der Augen von- einander nicht an; die Pupille stand, statt genau hinter dem Brennpunkt deS Glases, hinter dem oberen oder seitlichen Rande und oft von dem einen GloZ weiter entfernt als von dem anderen. Hier- durch aber wurden wiederum die Augen in eine unnatürliche, schielende Stellung gezwungen, was Ueberanstrengung, schnell« Ermüdung, Nervosität und Kopsschmerzen, besonders aber eine schnelle Verschlechterung des Sebveimögens verursachte. Daö trifft heute alles nicht mehr zu! Der Lohmann-Kneifer sitzt bei der an- gestrengtesten körperlichen Tätigkeit fo fest und sicher wie eine gutpassende Brille und ohne jeden lästigen Druck. Er sitzt auch genau so richtig, und jeder Arzt, der ihn kennt, wird erklären, daß er gegenüber der Brille keinerlei Nachteile, aber manche Vorzüge hat. So schreibt uns ein langjähriger Brillenträger: »Ich freue mich sehr über den erhaltenen Kneiier. Er sitzt sehr gut, drückt nickt und ist trotz der scharfen Nummer äußerst leicht. Ich werde nun wobl die Brille, die ich seit 30 Jabren»rage. ganz ablegen und mich nur noch Ihres Kneifers bedienen. L. Herold. Gr.-Ujeschütz.' Frau Staatsrat Ada G., Weimar, schreibt:„Nachdem ick mich an diese so sehr an» genehmen, leichten Gläsern mit der drucklo'en Me- chanik gewöhnt habe, ist mir jede andere Kneifer- art unerträglich geworden." Weitere freiwillige Zuschriften lauten: „Mir dem Lobmann- Kneifer bin ich außer- ordentlich zufriedei, denn beim»Reiten" oder .Lausen" sitzt er völlig fest, was ein großer Bor- zug ist.' Der L o h m a n n- Kneifer ist die empfehknS- werteste zurzeit existierende Konstruktion, und jeder, der sich jahrelang mit seinem allen Kneifer herum- gequält hat. ist erfreut und beglückt über den be- quemeren, festen und guten Sitz. Für Militärs, Jäger. Sportsleute und im Bureau Tätige ist er ebenso unentbehrlich wie von ihm seines unauffälligen nicht auffallenden Aussehens für Damen, welche eleganten und gar wegen entzückt sind. ES werden nun allerhand Kneifer als„ortho- zenirische" oder unter ähnliche» Benennungen an- geboten; dieieiben dürfen aber nickt mit den patentierten Lohmann- Kneifern verwecksell wer- den. die nur direkt von der Alleinverkmiis- stelle Orthozentrische Kneifer- Ge« s e l l s ch a f t m. b. H., Berlin, Pols« da m e r Straße 134a, bezogen werden können. Man beachte genau die Hausnummer 134». mit der Kennmarke.Lobmann- Kneiier", da häufig dadurch Irrtümer vorlommen, daß sich ein ganz in der Nähe und viel auifäll'ger gelegenes optisches Geschäft eine ähnliche Benennung beigelegt bat. Die Ortho, entrii che Kneifer-Gesellschaft Berlin unterhält keine Niederlagen oder Filialen, sondern liefert nur direkt an daS Publikum. Gründliche Augenprüfung wird jederzeit kostenlos gewährt, ohne jeden Kaufzwang. Auswärtige Abnehmer werden geVeten, Pro- spekl« 2 L. zu verlangen, und bekommen dann gleichzeitig Mitteilung, welche Angaben erforderlich find, um einen unter Garantie tadellos sitzenden 2 o h m a n n K n e i i e r zu erhalten. WSMe MlMe MchMW Equitable- Palast "iulmtum. Bietet lest das Kaffee Stella int (ffvtebndjftroBC 59/60, Ecke Leipziger Straße) dem Pub! In den Stunden von 4 Ufte nachmittags ab und am Abend finden neben den sehr amllsanten und belustigenden Kabarett- Vorstellungen Konzerte eine, großen Orchesters unter Zeitung des bekannten und sehr beliebten Kapellmeisters Serrn Paul Kurz statt. Das Orchester, au» bedeutenden Künstlern und vorzüglichen Solisten ziisammengesetzt, mit Paul Kurz, der selbst ein hervorragender Biolin-Virtuose ist, an der spitze, bringt ein ungemein auserwählieo Programm in echt kiinst- lerischer Ausführung zu Gehör. Bei diesem Programm, das sich von großer, tlaisischer Musik, Opern- und Operetten- Potpourris bis zur populären Walzer- und Liedermupt bewegt, wird jeder Geschmack befriedigt und selbst die höchsten Ansprüche finden ihre Erfüllung. Das Verweilen bei Konzert- und Kabareitvorstellung im Kaffee Iielta ist um so behaglicher, da die Preise für Getränke usw. mäßig angesetzt sind und die Bedienung gut und aufmerksam ist. Um die gleiche Zeit, in der im großen Saale des Kaffees das Orchesterkonzeri ausgeführt wird, findet auch ein anderes Konzert in Ziellas wunderschöner Rosen-Diele im Parterre des Kaffees statt. Es wird von einem kleinen Streichorchester gegeben, an dessen Spitze der treffliche Geigen- virtuose.Herr Klinget steht. Auch hier ist das Programm sehr gewählt und wirkt in dem intimen Raum durch eine ge- wisse Diskretion des Vortrags erfrischend und anregend auf Stimmung und Laune. Freunde und Liebhaber von vorzllg- licher Musik dürsten besonders an den Konzerten des großen Orchesters ihre Freude haben. 80/7 i Konz.«Dir. H. Wolff u. J. Sachs. , Beethovens aal. Morgen, Montag, 7'/. Uhr: II. l-iedcrabend Gretel Sfüekgold. Bizet, G. Mahler, R Trunck, R. Strauß. Opernhaus 2 Uhr: Ariadne auf Naxos. 7 Uhr: Ein Maskenball. Schauspielhaus 2 Uhr: Heimat. 7 Uhr: Wallcnsleing Tod, Volksbühne Theater am Dülowplatz. Direktion Friedrich Kayßler. 3 Uhr: Die Heirat. TV. Uhr: Luther. Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater. Z'/eUhr; Frühlings Erwachen. 7 U.: Und das Licht scheinet in der Finsternis. Montag 7 Uhr: Faust. K ammers plele. Z>/z Uhr: Der Weibstenfet. 7 Uhr: Der Star. Montag 7 Uhr: Der Star. Kleines Schauspielhaus lv2 Uhr. Der Biberpelz. 71/*: Die Büchse der Pandora. Montag keine Vorstellung. Theater L~d.— Dir.: C.Meinhard- R. Bernauer Nachm. 3 Uhr: Rosmersboitn. >/z8 Uhr: Der Vater. Montag: MusiK. Dienstag: Der Vater. Mittwoch: Fünf Frankfurter. Donnerstag: Der Vater. Freitag: Geschlossen! Sonnabend: Der Vater. Osiersonm. 3: Rosmersholin. 8 Uhr: Musik. OstcrmonU 3; Rosmcrshotm. VjS Uhr: Der Vater. KomOdlenhaus an der Marschallbrücke Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. V-S Uhr: Peldherrnhügel. Montag: Der Feldherrnhügel. Dienst.; Der Feldherrnhügel. Mittwoch; Erdgeist. Donn.: Der Feldherrnhügel. Freitag: Geschlossen! Sonnab.: Der Feldherrnhügel. Ostersonmag 3 U.: Die Ehre. VjSU.: Der Feldherrnhügel. Ostermontag 3 U.: Die Ehre. J 38 U.: Der Feldherrnhügel. Berliner Theater Nrn. 3 Uhr; Die tolle Komtess. 7 uhr: Sterne, die wieder leuchten« Walhalla-Theater. TV. Der Rose-Theater. 3 U.: Der fliegende Holländer. Tis Uhr: StäikeralsderToü. Trianon-Theater. Bhf.Friedrichstr.Ztr. 4927.2341 Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: AMchcnbriitlcl. Tägl.SUhr. Heute z. 209. Male: Der gute Rut von Hermann Sudcrmann. Mittwoch'/,4: Rotkäppchen. Residenz-Theater. Untergrundb. Kiosterstraße, Ausgang Stralauer Straße. Täglich 71/t Uhr: Das lere IM Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Alfred Rotter. Ferd. Bonn, Eug?n Burg, Hansi Arnstadt, Olga Limburg Rosa Valetti, Emma Debner, Paul Blldt,(ul. Falkensteln. Donn. 4 Uhr: Rotkäppchen. Freit. 4 Uhr: Schneewittchen. Thrater der Fricdrichstadt Ecke Friedrich- u. Linieuftr. Nord. 8850. TägL 7>,'z Uhr: Oer Anschlag. Sketsch von Wilhelm Nail. via Dame ohne Beruf. Schwank von Ludw. Hirschselb. Die G'schamige. Schwan! von August Reidhart. chuupttressor etc. 33 v. Ascher. Caslno-Theater. Lokhrlng. Sir. 37. Tägl.»/�UHr: Berlins größte Eensatton: Ml Hnolle. Berliner Bollsstück in 3 Akte». Vorh. d. neue Aprilprogramm. Stg. M/-� Eheliches Sandwerk. Iiülsen-Theater. Heine 3 t Kindervorstellung Die goldene Gans. T/2 Berlin- T/z Hurg-MM. ReidishalL-Ttieater Nachm. 3 Uhr und abends?>/, U.: StetKner Sänger Nnuermätz�Pr. METROPOL Ingrid Paul Steinltz Nlemeter.Qoart. Scnta SSacland in ihrem Sketsch ,�VUes da i" und d. vorzügliche Aprü-Propniffl, QylgYi-Koazerte. Verband der Fr. VoiksliiitiRen Sonntag, den 13. April 1919, Ziachm. 2'/t Uhr: Deutsch. Opernhaus: Preziosa. Residcnz-Th.: Dyckerpotts Erbe» Nachm. 3 Uhr: Volksbühne: Die Heirat. Schiller-Th. Charlöttenburg: Die Braut von Messtna. Lesfing-Theater: Der Raub der Eabineeinnen. Künstler. Th.: Mein Nachbar Ameise.« Th. des Westens: Die Dollar- Prinzessin. Wochentag» abends vom 14. bis 19. April: Volksbühne: Luther. Gas. Die Heirat.__ C'entrnl-Theater Kommandantenstraße 57. J&JeSeliöDsteyon Allen. Deutsches Opernhaus 7 uhr: Tannhäuser.. ärrledp.-WlUielmst.Th. 3 Uhr: Hannerl. Das Dreimädcrüiaus 2. Teil. uhr: Das Dur! ohne Glocke. Kleines Theater. 3", Uhr: Jettchen Gebert. Th uhr: Tabula rasa. Komische Oper SV. Uhr: Schwarzwaldmädel. Sebvarzwaldmädel. LnstspAlhaas 3>/z Uhr: Bocksprünre. 7»/. Uhr: Die spanische Fliege. Metropol-Theater. 3 Uhr; Wiener Blut. 1 uhr 10: Die Faschingslee. Wenes Operettenhans Schilfbauerd. 4a, Norden 281. 3V»U.: Oer Soldat der Marie. yur: Die keusche Susanne. Palast-Theater 3 Uhr: Der Mikado. 7 u�: Christus. Schlllcr-Thcat. t harl. 3 Uhr: Die Braut ton Messina. v/t u.: Wie es euch gelallt. Thalia-Theater 3: Unter der blühenden Linde. 7v.u.! Zuf wilden Humniel. Th. am Nollendorfplatas 3V- Uhr: Der Juxbaron. 7 uhr: Wo die Lerche singt. Theater des Westens 3>/.Uhr: Die Dollarprinzessin. 7./-uhr: Marne Sherry. Wallner-Theater 3>/, Uhr: Orai v. Luxemburg.. ?-/- Uhr: Geisha. Naticnal-Theater Tg.VJt Köpen. St. 63 Tg.7Vj Uqb.lnselbr. Stb.Janow. Br. Ünbeschr. Erfolg! Bie Kinopuppe Burleske v. Leonh Haskel Musik v. Walter Bromme. 31/- Soi ntag, 13. April 3Va Aui allgcm. Verlangen! Kinopuppe in erster Besetzung. Vorverk.v.lO Uhr ununterbrochen(Kasse), Warenhaus Tietz, Rüden usw. APOLLO: THEATER 1 Friedrichstraße 218 Dir.: James Klein I I 7>i4 April?-/, Sonnt. J'/j n. 7'/,' 3 Dardlnls Universalakt Egos ulkige Dackeispicle| 4 Knrleys iSchleuderbr.- Akrob.| K a r a Weltmeister der Jonglierkunst Georg; 1 der fallende Mensch| Ein Seitensprung j m. Lade Blattner,| Paschke, I einarm. KlaviervirL! I Barten, Tanzschöpf.| I Mnnlnger Equllibristen. Sonntaps 3'/} Uhr ieder Erwachsene| I Kind frei! Theaterk. ab 10 Uhr ununterbr. geöffnet. I Winter-Gavteu. Lcsalnjc-Theater Direktion; Victor Barnowsky 3; Der Raub der Sabinerinnen. T/s Uhr: Der Blaufachs. Montag: Der rote Hahn. Dienstag: Der Blauluchs. Mittwoch: Der rote Hahn. Donnerstag: Der Blaufuchs. Freitag: Peer Ojnt. Sonnabend: Zum L Male; Dies irae. Ostersonntag; Dies irae. Ostermontag: Der Blaufuchs. Uentsches KUnstler- Theater. 3 U.: Mein Nachbar Ameise. 7 Uhr: Der Schöpfer. Mont, Dienst.: Der Schöpfer. Mittw� Donn. Der Schöpfer. Freitag: Der Schöpfer. Sonnab.: Nachtbcleuchtung. Osterstg.: Nachtbeleuchtung. Ostermont.: Der Blaufuchs. Passage-Theater Unter d. Linden 22«23 Direktion: M. Soliiuan. 2 Uraufführungen 2 Das gewaltigst Filmwerk oder Der Tod der Prostitution. Eine Tragödie d. Menschheit in 6 Akten. Ein Film, dessen unerhörte Szenen, dessen vorbildliche Regie(Carl Wilhelm) unerreicht sind. Ferner Lustspiel in 1 Akt Anf. WochL 5®, 6", 8-° Uhr Sovnt 3®, 4". 6», 8® Uhr Theater a.Kottter Tor (fr. Sanssouci Kottb Str.6) Abends 71/, n. Sonntag nachmittag 3 st, Uhr: „Eliten- Sänger ehem. Mitgl. d. StetttD-Sanger Seidel, RuscIH, Horst, GrSning Schubert, Rless, Rathke, Otto Schräder, Rudi Schräder. Blüthgen-Konz. Beg. 7 Uhr Sonnt.nachm. haibePreise 1 Kind frei! Vorverkauf 11—1 Uhr. Dir.: Si-Rb. Goidschmidl Großer Erfolg! FERN In Ihrem Film Zwei Menschen 5 Akte aus dem Künstler- leben. Die weiße Mans Lustspiel in 8 Akten mit La L'Arronge. Vorverkauf II— 1 Uhr. Gennania-Prachlsäle, Chauscestr. 110. PaulManiheysLostig-Sänger Anfang der Vorstellung 5'/, Uhr. Nachd.: Familien-Kränzchen. Von 4 Uhr ab: G rotier Ball. (> Potsdamer Str. 38 Turms tr. 12 Der große Erfolg. Lotte Neumann im Filmspiel Herxe an opfer. AIexanderpl..Pas5. Max Landa Das Geheimnis des Amerfka�Docks« Friedenau, Rheinstr. 14 Hyilnen der f�nst *L_ Mozarssaal Henny Porten im Lustspiel „Iln? Sp o r» t" Vertaasei: n, Wien« Regie: R, Biebrach Vomrkauf a. Llageskasse; wisch. 12-1 Uhr hreikarten haben keine Gültigkeit U.T Aiexauaerpiu-tz/ Hasen Heidt Er, der Herrlichste... Luslsm. 1 in j Akten mit Gsnnar Tolsaes, Lili lakobsea Naier& Sohn Lustspiel von Frani Hofer U.T Weiabergsweg Fred Roll— der Sekretär. des Gummikönigs Detektiv- Schauspiel in 4 Akten U.T Moritnplatz/ �chöueberg Der Onkel aus Hinterindien Lustspiel in t Akten mit Leei'eakert.HerbertPBnlinttller ©KurfQrstendamm Friedrichstiasse Nollendorfplatz Kammerlichtspiels Dersr&sste deutsche Filmi Veritas vincit! {Die Wahrheit ssegt) Vertassi von Rath Göt* und Richard Hutter/-Musik von Professor Ferdinand Hammel Dekorationen von faul Leni Regie: Joe M&y Haaptda rsteUer: MiaMay.3ohannesRlerr.ann öpielzeiteu; Wocnentaga ö und 7*14 Uhr/ donntaga 4 and 7 ühi Abgeschlossene, ciatnttSAarton haoea nar am läse oer Lüsnng üiiltigkfliL- VorverKaat taglich ron 12-1 Unr au 1 Kasse der obent;8ii. Theater. Freikarten haben keine Gültigkeit wrnir OllSCtl ehm. allen Iii,, r e i 1 1/ nnn•— Sonntag nachm Oi 1 1 eig. Kinda. allen 0 1 Sitzplätzen fi 1. d.gr. Aprilschlager mit den entzückenden Kinder-Balletts Solo: Jenny Borchardt d. beste 9jähr. Spitzentänz. Ein Fest n. d. Stiergefecht. �Kuerubdexv PÄJLÄST Robert MeUfwick 217 Der Mann des Taoes. Detektiv Findig. Lustspiel in 2 Akten. Hangi Oege Gerh. Dammann 300 4« 5461 8«- Bi&tbner- Orchester Lützowstr. 76, Blüthnersaal. Konzert. Dir.: Paul Schelnptlug. Mstw.: Schelnpflugsch. Frauen- chor, Hans Luedlke(Orgel). Admiralspalast. , Ballett auf dem Eise, TanZ'Bevue.{ Paul Krekow und . Erna Kerstcn,. 1 das elegant Foxtrotpaar. I S Die Prinzestin v. Tragant. I Wer ist die Schönste? T/t U� Sonnt i u, 7 U. j Vorzüglich�Cflche. AdmiraU'Klno. 1 Gehetzte Menschen| Kulturfilm mit Clara Kiitiall-yoang.l ''Flamingo� Weinstuben Konditorei u. Cafe 35 Taubenstr. 35 Vorz. Küche— gute Weine zivile Preise. Ab 4 Uhr nachmittags: Konzert ff. Kaffee— eigene Konditorei. Abends: Weinrestaurant und Bar: KapelleFrey-KlavlBr- virtuosE Kertesz. Wien. Schrammein Dietrich. Eröffnung: MittwoeMeo IDipril. 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Dr. �laximilian Runze Wiary Hahn Ludwig Fraenkel Bernhard Schmidt Magdalena und Wanda Taube Karlen I M. bei Bote& Bock, A. Wertheim, d. Kastellan und der Geschäftsstelle, Kochstr. 28/29. Mitglieder frei.{ Aufklärende Druckschriften Kostenlos durch die ■KH Oeschäffsstelle: KochstraBe 28/29 Bizet, Am Klavier: G. V. BOS. Karten 6, 5, 4, 3, 2 M. Beethovensaal. Dienstag, 15. April, 8 Uhr: II Klavierabend (Beethoven s Abend) Waldemar LUTSCHQ Karten 5, 4. 3, 2 M. Bechstclnsaal. GFÜMlIIIBFZtZg. 17. April, Tl, Uhr: Bibel-Hbend Irene r iesc h Altes Testament; Neues Testament; a. d. Propheten. Karten 6, 4, 3, 2 M. Karten vom 26. Mfin haben hierfür Gültigkeit. Becfaslelnsaal. Sonnabend, 19. April, 8 Uhr Auf vielfachen Wunsch: Wiederholung des Rilke-Abend Gertrud RESSNITZ Karten 6, 4, 3, 2 M. Becbstelnsaal. OStCrSOfllltäg, 8 Ut>r, Einzigartiger Abend Cumberland Sensation. Experimente anf dem Gebiete der Telepathie und Suggestion. Populäre Preise: 2—6 M. Klindwa»Scharw."SaaIa OStßPIBOlltSfl�"�/a Uhr II. Tanzabend GRETE MARGOT Ruth Falkner, Ulla Horwath. Am Klavier: Edgar Ciewe.| Karten 10— 2 M Becbstelnsaal. Freitag 25. April, 71/» Uhr Chopin-Liszt= Abend Born Brontberg-AszksBnazy Karlen 6, 4, 2 M. Beethovensaal. Dienstag, 29. April, 8 Uhr, Lieder- and Daetten-Ähend Lola Arioi de Padilla Gustaf Bergman Am Klavier: Max Saal.| Karten 6. 5, 4. 2 M Karten für obige Veranstaltungen b. Bote& Bock, Wertheim Schloßbraaerei SchSneberg, Hauptstf. Mm. Morgen Montag, ben 14. April: Gastspiel der oberbayeeischrn Trupp« „Tegernseer": A Frau muß in-? Haus sowie neues Programm. Anfang T/t Uhr. Anfang Tl, Uhr. Konzertieitaag Haas Adler. Singakademie. Mittwoch, den 23. April, abds. T/t Uhr Professor Michael Press _ Violine Programm; Tartinl, Teufclslledcr-Sonatc, Vleuxterops- Konzcrt. Neue Bearbeitungen z. I.Male: Bach, Mozart, Coimerin, Daquln, Brabnts, Dvorak, Wagner, Rachmaninotf. Karten 6, 4, 3, 2 M. bei Bote& Bock und A. Wertheim von Mittwoch ab. Konzertieitung Haus Adler. Beethovensaal. Sonnabend, den 3. Mai, abds. T/t Uhr Letzter Lieder- und Duetten Abend Senz- und£iebesiledsr Lulu und Rudolf Laubenthal Am Klavier: Georg Vollerthun. Karten zu 8, 6, 5. 4. 3, 2 M. b. Bote& Bock, A.Wertheim und Musikhaus Päsold. Kre-i geist ige ReliglonB-fcleuellsciialt. Karfreitag vormittag 10 Uhr in der Stadthalle (Stadthaus. Eingang Kiosterstraße, Untergrundbahn): Freigeistige Karfreitagsfeier Verbrennung der Glaubensbücher, Annahme des Sittlichen Gesetzes. Verfaßt u. gespr. v. Vors. Schriftst. J, Donny. Zur Kostendeckung: Saalplatz 1 M., Galeriepiatz 50 Pf. Karten bei Bote& Bock, A. Wcrt- iieim und im Freigeist. Sekretariat, Kiosterstraße 63, Souterrain.— Mitglieder haben freien Saalplatz. WeilMöWsWNW Zur Ehrung unserer toten Helden findet am «arfreitug, den 18. April, mittag» 12»hr. I im„tDinlergacfen". varotheeustraste Jtr. 16,1 eine Gedüch Inisfeier unter Mitwirkung erster 1 Berliner und auswärtiger Künstler statt. Das Programm besteht aus aesanglhhen und Orchester-Vorträgen und Ausführung des Weihespiels„DentschlaudS tote Helden". 282Zb Der Ausschuß Eintrittskarten zur Deckung ber Unfosten von 2—12 M. I im Vorverk. a. d. Theaterkasse b. Wintergarten», bei A. Wertheim, Bote& Bock(Leipziger und Tauenhien- ] straße) u. im Hilfsbbund Mein Deutschland, Kleiststr. 8 MWWW Blüthnersaal. Xartrellag. 18. April.?>/, Uhr W Meoileweloscder vesloeienveeein. Dir. Fr. Krügrr. I Franz Liszt: diriStllS. BIfithner-Orch. W B-*unti. Gebhardt, Chart. Zöllner, Rose Wendt I Georg; Punk, Kammers Bd. Habisch, Loth. Penzll WM 6, 5, 4, 3. 2 M. Bote i Bock, Werth., Breitk.& Härtel" er| eh. 1 dt, I ü U imioiiie-SDieie Der iiberirumpftc Kino! Mensch oder Marionette? J£ogLununtttbri9. lJsterfeiEPtag:s°Äi ZnrÜdfgetehr», pratthsierc wieder selbst Dr.insd.AikredlMn Arzt, 90/15 Prenzlauer Allee 187. Ich habe mich in Neukälla als Spejialorzl für»inder- krantheiten ntedergelaffen. vi', üiei!. Wilirä Wegener. Bergstr. 1*5, II. 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Licht scheinet i. d Finsternis". 14., 20.„Faust" I. 15., 17., 19., 21.„Wie es euch gefällt". 16., 18.„Arme Heinrich".— Kamm erspiele: 13., 14., 16., 21.„Star". 15., 19., 21.„Unterwegs". 17.„Fasching". 18. ,H>annelcs Himmelfahn".— Kleines Schauspielhaus: 18.„Wetterleuchten", sonst„Büchse der Pandora".— Lrsffng: 13., 15., 17., 21...Blaufuchs". 14., 16.„Rode Hahn". 18. Peer Ghnt". 19., 20.„Dies irae".— Königgräber: 13., 15., 17.,'19.. 21..Vater". 14., 20.„Musik". 16.„Fünf Frankfurter". Konwinenhaus: 16.„Erdgeist", sonst„Feldherrnhügel".— Kleines: 13., 15., 17.„Tabula rasa". 14. 19...Jettchen Gebert". 16.„Liebelei". 20., 21.„Kümmelblättchen".— Schiller Charl.: 13., 15., 17., 21.„Wie es euch gefällt". 14., 16.„Die grosse Pause". 13. „Schöpfung". 19.„Sappho". 20.„Alt-Heidelberg".— Rolleuborf: 15.„Juvbaron", sonst„Wo die Lerche singt".— Luisen: 18. „Maria Stuart", sonst„Berlin— Hamburg— Notvyork". Täglich: Berliner:.Sterne, di« wieder leuchten".— Künstler: 19., 20..Nachtbeleuchtung", sonst„Schöpter".— Wallner:„Geisha< — Theater des Westens:„Madame Sherry". 17., 19.„Dollacprint zeffin"..18.„Schöpfung".— Trianon:„Der gnde Ruf".— Residenz: „Höhere Lehen".— Fricdrich-Wilhelmst. Th..«Dorf ohne Glocke". — Lustspielhaus:„Spanische Fl.ege".— Zentral:„Schönste von> allen".— Metropol:„Faschtnasfee'.— Thalia:„Zur wilden Hum-' mel".— Komische Oper:„Schwarzwaldmädel".— Neues Operetten- hau»:„Keusche Susanne".— Palastth. am Zoo:„EhriswS".— Theater der Friedrichstadt: 4 Einaltcr. JVr BERLIN C Spandauer Str. 16 Gegründet 1815 BERLIN C ICönigstr. 11-14 kleiSung hanöschuhe Weißwaren Korsette aus farbig be- ülUSC stickt Batist 131 a. weiß best JL�lXlflC SchlcierstoäF 0 1 aus weicher £>lU8e Seide Kleid 120.00 Kleid Se'ave!cher 295.00 19.50 39.00 65.00 hüte Nr- 90. Rock oü. kräft. CheTiot. acKw., 4Q marine, braun �' Nr. 9 1. Rock aus weich. Wollajoff. 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Die Umstände, die die rechtzeitige Anmeldung vev hindert haben, sind glaubhaft zu machen. Entsprechendes gil für Personen, die nachträglich zuziehen. Berlin, den 8. April 1919. Z..?!r. 28. V. S. la. 19. Magistrat. Wermuth. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung der Reich» bekleidungsstelle, betreffend Schreiben vom 28. März 1919 wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß von den zum Wird .sdiastsbezir! Groß-Berlin für Kleiderverwertuug gehörige, Kommunalverbänden, also den Städten Berlut, Ehariottenburg Schönrberg, Wilmersdorf und den Landkreisen Teltow uu! Ziiedcrbarnim, der Erwerb, die Bearbeitung und die Vev äußerung getragener Kleidung»- und Wäschestücke in dem bis beriaen Umfange über den E Mai 1919 hinaus bis auf weitere, vorläufig beibehalten wird. Im Bezirl der oben genannten Gemeinden und Kreist darf daher auä, weiterhin die Veräußerung getragener Wäsche, und Kleidungsstücke nur an und durch die dem Wirtschast» bezirk untergeordnete KleidungsverwcrwngsgeseNschofi z« Berlin, Kommandantenstr. 80/81, erfolgen, guwiderhandtungc» sind unter Strafe gestellt. Für getragenes Schuhwerk gilt dasselbe, der Verkehr un! diesem wird durch die eingangs angeführte Bekannwtachuug der Reichsbekleidungsstelle ntcht berührt. Berlin, den 8. April 1919. ZVirtschaftsbezirk Groß-Berlin für Meiderverwertung. I. Nr. 84 Wib. 19.._ Maas._ Kurfürst 9033. 1 Gegr. 1363. ? RnrinariphtcPüt � a Dr- lur- Wilhelm r. Kirchbacb LuUUyclluUlcirul pers.z. sprechen Potsdamer Str. US. <(Lützowstr.) Langfähr. Ertähr. Zuverläss. Rechtsbeistand in Ihhe-, Alimenten- u. Vertraueussach., Gesuche, Verträge, Ermittelungen.— Beobachtungen. Tel. Lntzow2494. Achtung! Mit der Dr. v. Kirchbach O. m. b. U., Alcxanderstr. 45, habe ich keine Verbindung. Landgerichts at von Kirchbach* Gediegene eichene$1)615621211� iSo'brt, Anrichte. Auszugtisch, 4 Stühle... OTlafen u ze/c/inen tfie, gern Dato colltcxt Sic Ihre freie Zeit benulzvn. es gründheb au ff* tvaej dio Kosten viel eerinßer olnd. eis ivenn Sie diese Zeit fUr � irgendwelche Liebhabereien oder Zer stpeuungei)»nweDdeten Unaer berührtes. von Künnlrrn u. der Prease glänzend begutachtetes Lehrsyetem geht von gnnz peuertig. Vor. ftuasstiungen aus u.uvter lochmannlsch. Prüfung erfolgt die Korrektur der elnruscndendeo ferilgeo Arbeiten, Keine Kraftvergeudung oder Abatompfung 1 durch ennüdenden Drill, kein Aufgeben dos Berufe, sondern Ausnutzung freier ßtaudon durch intcressanto küastl. Tätigkeit vom ersten Tags an. Zeichnen und Malen Ist in jedem Berufe von erheblichem Nutzen, zahlreiche frühere Schüler berichten uns aber, daß es Ihnen zur lohnenden Erwerbsquelle geworden Ist. und wer dio Schülerarbelten Vn unserem Illustrierten Prospekt, den wir kostvnloe versenden, ansiebt, wird das begreiflich finden. Verlaageo Sie den Prospekt eolorL Adressieren Sie genau: Mal-«md Zclcbea- Unlerrfcbt- G« m* b. B« BcHfn W 0e Abt«l9is2>s B 450 LhikstraSe 12. Rauciitabäk (fein Ersatz), garantiert echter reiner BlättertataE 10 Päckchen M. 22, 100 Päckchen M. 200. 7itii!pppb' 100 Et. Al. tz), Bd 90, dlljal I cu. M 120. M.IÖ0,M.200 zur Probe je 2 Stück zusammen 10 Stück M. 12,40.* LManheimer, Berlin Bergmannftr.1(naHeÄreuzberg) oesempt ÄhisHaussalbei ied Hautausschi« Flecht.. E lUutjuck.,bes.Beinschad., J Krampfadern der Frauen f u. dergt, jr> Originaldosen[ 4 25 V SO erhältlich in der j „Eleiamen-Apntheke". Berlin SW 19 Leipziger i Straße 74(a. DönhotfpU" Sur Permeidung von Mißverständnissen und Diffcrcnzeo sehen sich die unterzeichneten Banken veranlaßt, ihrer Knndschast nachstehendes bekanntzugeben: Alle brieflichen und telegraphischen Austräge sowie Kmlst und Berkaufsangebote in Wertpapieren ort der Berliner Börse, deren Abgangsdatum vor dem Tage der Wiederaufnahm, der Geschäftstätigkeit nach dem Streik liegt, werden als erlösche« betrachtet bezw. nicht vorgemerU und bcdiiesrn daher einer Er- Neuerung mit genauer Epczistkation. Hiervon ausgenommr» sind lediglich Aufträge tc., die vor der ausdrücklichen Instrultion begleitet sind, baß ste auch nach Beendigung des Streiks Gültigkeit haben sollen. Borgemertt werde» lediglich solche Austrüge resp. Kaust und Verkauisangeboie, welche als Abgangsdatum frühestens den Tag der Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit»ach dem Streik aufweisen. 177131 Berlin, den 11. April 1919. Bank für Handel und Indastrie. Commerz- und OiSGonto-Bank. Direktion der Oisconto-Gesell- schalt. Dresdner Bank. Mitteldeutsciie Credit- Bank. Nationalbank für Deutschland. Wir kaufen und verkaufen Staats- und Stadt-Anleihen, In- und ausländische Renten, sachgemäße Beratung über Industrie-Aktien. Eugen Bab Bankgeschäft, BERLIN W 8, Taubenstr. 46. Zum ßankbeamtCDitreik Sic unterzcichnctcil BankbeaMtenorganisatwnen und die ZentralstrcMeitung sehen sich geMungen, gegen die wiedeehoite» Versuche der Grohbauwirektioue», die öffentliche Meinung durch den Tatsachen nicht eut» sprechende Pressenotizen irrezuleiten, Front zu machen. Der wahrdeitsgemSße Srrgang der Entstehung der Etreitbewegung j,t folgender: Die von jeher besonders schlecht bezahlte Beamtenschast der Bank stir Handel und Industrie(Darmstödter Bank) war »ach monatelanger Vertröstung und endlicher Ablehnung ihrer sehr mäßigen Dehaltsforderungen in den Etrelk ge» treten. Für diesen Fall war bereits seitens der Berliner Bankleitungen der der Oeffentlichkeit von diesen mitgeteilte Entschluß vorgesehen, die(beschäste der Darmstädter Bank»nd ihrer Depositenkasien durch benachbarte eigene Depositenkaffen mit erledigen zu lassen. Diese unerhörte Zumutung der anderen Bankleitungen, daß die Beamtenschast ihrer Institute Arbeiten, die noch dazu unter Kontrolle der streik» brechenden Angestellten ausgeführt werden sollten, leisten müßte, und damit der Kollegenschast der Darmstädter Baut in de« Rücken fallen sollt«, rief stärkste Empörung und eine in der Beamlenschast bisher unbekannte«lumlttigs Ablehnung hervor. Das Er» >�»�»�»»���1»»»»»!■■■ ihn■ i» lim— suchen der Angestelltenausschüffe um Beendigung der streik- brecherischen Arbeiten wurde oo» den Direktionen brüsk abaelebnt. Damit war das Signal zum allgemeinen Streik gegeben, der auch bei allen Großbanken, mit Ausnahme der Deutschen Bank, proklamiert wurde. Die Beschlußfassung gegen den Streik bei der Deutschen Bank war nur möglich durch falsch« Orientierung und durch Beeinflussung seitens einer Anzahl von Oderbeamten. Mitbestimmend bei dem Entschluß war noch die Zusage der Direktion, ihrer Be- amtenschast keine streikdrecherischen Arbeiten für die Darm» städter»Bant zumuten zu wollen. Durch die Abstimmung ihrer Beamtenschast sicher gemacht, übernahm die Deutsch« Bant in schroffem Gegensatz zu ihrem Versprechen, wie au» dem bekannten Inserat hervorgeht, auch noch die Arbeiten für die übrigen im Streik befindlichen Großbanken, mit dein Erfolg, daß nunmehr auch ihre Beamtenschast, inzwischeu aufgeklärt, mit fast absoluter Einstimmigkeit (gegen 8 Stimmen) sich dem Streik anschloß). Die Vorgänge im Lauf« de» Donnerstagvormittag vor der Deutschen Bank sind ohne Verschulde« der Streikposten von Arbeitswillige» provoziert worden. Die Streitieitung ist inzwischen von den beiden Vankbeamtenorganisationen, dem.Allgemeinen Berdand der Deutschen Bankbeamten� und dem.Deutschen Bankbeamten. verein(E.».)" übernommen worden. Diese beiden Organ!» sationen haben i» Uebereinstimmuna mit de» Obleute» der Aagestellte». ausschusse im Reichsarbeitsamt, vor welches auch der.Verband der Berliner Bankleitungen- geladen war. folgende Bedingungen gestellt, deren Annahme seitens der Bankleitungen den Streik sofort beenden würde: l. ein Reichstarif für die Zentralen und Filialen der im Verband Berliner Bankleitungen zusammengeschlossenen Institute: 2. das Mitbestimmungsrecht der Angestelltenausschüffe; 3. der 7 stündige Arbeitstag: 4. ein gesetzliches Anrecht auf Urlaub. Trotz beinahe 10 stündiger Verhandlungen wäre» bis Donnerstagabend Zusicherungen, auf welche die Angestellten- Vertreter eingehen koiinten. nicht zu erlangen, so daß damit gerechnet werden muß, daß die Bewegung auf die Filiale» im Reich, die flch bereit» solidarisch erklärt haben, übergegriffen hat. Da» Dienfteinkommen der weitaus größten Mehrheit der Bankbeamtenschast steht zu de» gewaltige» Eluküufteu der lritrude» Persönlich kettea nicht nur in krassem Mißverhältnis, sondern ist in den jetzigen Zeiten auch ganz absolut genommen, bei weitem»icht atisreichend, um den Angestellten auch nur eine ganz bescheidene Lebenshaltung zu gestatten. Nur die allergrößte Not konnte die sonst so ruhige Bank- beamtenschast bewegen, in diesen schweren Zeiten in einen wirtschaftliche» Kampf zu trete», der seitens der Baukleitunge» in unverantwortlicher Weise provoziert worden ist. Wir bedauern auf das lebhafteste, wenn dem Wirtschaftsleben Schäden entstehen. Die Berautwortung hierfür fällt jedoch lediglich de» Bauk» leitungen zu, die durch absolutes Unverständnis für unsere wirtschaftliche Not den Streik provozierten, und in unverantwortlicher Weise weitertreiden, obwohl diese Schäden durch Aufgabe ihres Herrenstandpunktes und Entgegenkommen in wirtschaftlicher Beziehung von ihnen abgewendet werden könnten. Wenn nunmehr versucht wird, dl« Einheitsfront der Baukbeamten zu sprenge», und zwar dadurch, daß man dem Allgemeinen Verband poli» tische Beweggründe anzuhängen versucht, so ist dies ei» zu durchstchtiges Manöver. Um diesem die Spitze abzubrechen, erklären wir, daß wir de» Streik in dem Augenblick beenden, in dem unsere Forderungen bewilligt sind. vas politische Moment scheidet in diesem von beide» Baakbeamtenoraanisatlouen gemeinsam geführten rein wirtschostlich-a Kampfe vollständig au» und darf and wird dabei niemals eine Rolle spielen l t! Allgemeiner Verband d. Deutschen Bankbeamten. Deutscher Bankbeamten-Berein.(E. V.) Die Zentral-Streikleitnng. is/u M MiiSk MkiMiWMZ lS. V. 9.) am Mittwoch, de» tt». April, abends 7 Uhr pünktlich, im Plenarsaal des Herrenhauses, Leipziger Slraß« 3 Vortrag des Genossen«Iiilitis Kaliski über „Friede und sozialistische Auslandspolitik." Alle Parteigenossen find eingeladen, denen an einer rückhaltlosen und grund- sätzlichen Klärung dieser für unser Land wie sür die Partei gleichwichtigen Frage gelegen ist.— Zutritt nur sür Mitglieder der S. P. D. und Pressevertreter. jSgZb Tie Eindernfer. I.«.: Dr. Limmel Deutscher Holzarbeiter-Verband. Verwaltung Berlin. Tel.: Amt Moristplatz 16623, 3578. Bureau: Berlin, Rungrstr. 30. iMentlit GemgiveWMg Dienstag, den 15. April, abdS. 7 Uhr, im GemerkschaftShauS, Engeluser 15(gr.Saal) Tageoorduung: „Beratung der Anträge zum Berbandstag." l>le Ortuverwaltung. Montag, den 14. April, abends 5';, Ahr, im.Reichenberg er «lt SlPtllT Host, Reichenberger Sie. 147, Vorsammlniig aller in der alaoier» brauche tätige« Arbeiter u. Arbefterinoe«. Tagesordnung: l. Die Vedeutung des Tarifpertrages für die Klavterarbeiier und»Arbeileriunen. 2. Bericht der Bertrauensleute u. Beteiebsausschüffe. 3. Wahl von zwei Kollegen in die Echlichiungskommisston. Mittwoch, den 1». Aprl», abend» 5'/. Ahr, im Berbandshause, Rnngestr. 30, Versammlung aller in der Alaoierindustrie tätigen Maschwenarbefter. Tagesordnung: I. Warum ist der Lohn bei de» Maschinenarbeiiern in der Alaoierindustrie niedriger, als im übrigen Holz» gewerbe. 2. Bericht aus den einzelnen Betrieben. Arbelterauoschllffe und Verttauensleute der Pianomechauikbronch«. Montag, abends 7 Ahr, >m„Reichenberger Host, Reichenberger Str. 147, mittleres Vereinszimmer, Bersamm» liNig.— Kollegen I Es wird der Bericht gegeben von den am Montag stattfiubenden Bei- Handlungen mit den Unternehmern, daher erscheint vollzählig. AwrtefoCf am Donnerstag, den 17. April, abends 7 Ahr, Rnngestr. 30(Arbeitslosen» Dlrlilltcr saal), Droneheaverfammlung. Tagesordnung: I. Bericht von der Generalversammlung. 2. Bericht vom Gantag. 3. Branchenangelegenheiten. I. Neuwahl der Kommission. Achtung I Am Souuabrud, den 19. April, wird auf den Zahlstellen von 6—8 Uhr kasfirrt. Wege» der Oslerselertage sin» die Rnreons geschloffen: Freitag, den IL. April, Montag, den 21. April, und vlenstag. den 22. April, den ganzen lag, Sonnabend, den >9. April,«ochmiNag».— Die Arbeilslosen-Unterstützung, die am Freilag, de» 18. April, sfilllg ist, wird am Donnerstag, den 17. Aprll, die am Atoutag, den 21. Avril, fällige, am Sonnabend, den IS. April, und die am Dienstag<3. Feiertag) sälliae am Mittwoch, den 23. April, »ui ausgezahlt.— Kollege», die noch Berbonds-Unteriilltzung beziehen, geben Berbandsbuch und Arbeilslosenkatte einen Tag vorher im Arbeitsnachweis ab. 83/9 Die OrtsTerwaltang;. ZkMMk ISr inigang m soziMMglie. Bezirk Zlorde». Dienstag abends 7 Uhr, in der Tchulaitla Wiesenstr. 6»: mmm ttlM WWW. N ortrag: Notwendigkeit einer proletarischen Einheitsfront. Referenten:)r. Zadek(U. 6. P.) und Rechtsanwalt Dr. ttalpert(S. P. D.). Mitgliedsbuch einer der beiden Richtungen legitimiertl 2321b vlo Sezlrksleltnax. I. A.: Weht. e—«•»»••ceoooooo— ZnilrMelle ft Mpi»er sszWeM«. i i Sonntag, den 13. April vorm. 10 Uhr, im Lehrervereinshaus, Alexanderplatz: Me WW KlfMftl ii Genosse Oö. Bernstein: J[ Die im DeMlanlis und die WA der Bojlslöciofiafle,;; dien, ftantck» hat fein Erscheinen auch zugesagt. Arbeiter, Genossen l Wie lange soll der Bruderkampf noch dauern? Nichts kann ihn beenden, als Euer entschlossener Wille. Kommt in die Versammlung, um für die Einigunä zu demonstrieren und um zu berateg, wie die Einigung möglich ist. Eintritt 30 Pf.„Nieder mit dem Bruderkamp�! 2322» Montag, den 14. er., nachm.»Uhr, in der Unions-Brauerei Hasenheide: VersamreiMng. „Das Mitbestimmungsrecht." Beschluhfaffung. verband der Bureauangestellten. Berband der Deutschen VersichernngSieamten. Zentralverdand der HandlnugSgehilsen sSelrion der BersicherunssSangeflellten). �entrslvetbälili der Glaier Zahlstelle Berlin. Montass, den 14. April 1319, abends 8 Uhr: MiFtteSsr-VersAMmlung im„Gewerkschaftshaus", Sa.il 1. 2öv/iv» >! i! i i Eescheinen aller Kollege« ist Pflicht!—— Sie Verwaltung. I. A.: stark ürst. Große Kundgebung von Alt-EHsLssern Sonntag, den 13. April 1919, vormittags II Uhr, im Palast-Theater am Zoo. Bekannte altelsässische Redner werden über die Nöte ihres Heimatlandes sprechen und das Recht der Selbstbestimmung für ihr Volk fordern. Hervorragende reichsdeutsche Redner werden für diese Forderung des elsässischen Bruderstammes eintreten. Jeder Deutsche, dem das tragische Schicksal dieses deutschen Grenzstammes zu Herzen geht, möge zu dieser Kundgebung erscheinen. iiof? Eine Gruppe von Alt-Elsässer«. Zevlralslelle m Miiog DetSojtolöfmoltotle. Mittwoch, de» 16. April. VI, Ahr. "", Dieffenbachflr. 57: Mrl SSden. v«--«.. Be�irksverfammlung. All« Sozialdemokrat«» beider Rtchtunge« find hieruttt ei». gelade«.- !tn Zwangsversteigerungs- terrain am 25. April ist stt Verafeld« In der Liudenallee«lue par- Zelle von 780 gm billig zu erwerben. Näheres durch Hypotheken- gläubigerin Anlon, Bau- gesellfchaft aus«tieu, Mark. grafeiPraße W, U«iD' ZeiWlielliliiilimSMlßWMWei Sektion der Angestellten der«triegsorgnuifationen. Berlin C 25, Mllnzstr. 20. Montag, den 14, April, im Hochzeltssaal der M»sSer�eslsäle, Kaiser-Wilhelni-Straße 31: Funktionär-Versammlung für die freigewerkschaftlich organisierten BertrauenS- lente und Betriebskasfierer der Groh-Berliner KriegsgeseNschaften. DAM- Wichtig« Tagesordnung! Vollzähliges Erscheinen der Bertranenslente dringend notwendig. 77,16 Sektton der Angestellten der«riegsorganlsakionen. _ I. A.: Wendland.____ Mm Mi!»DM e. G. m. d. H. Zentrale: Lichtenberg, Rittergntstr. 16/26. CHARLOTTENBURQ. 1066 Dienstag. 15. April, abend»«>/, Ahr. im.Voltshans-, Rostnenstraße 4. Tagesordnung: 1.„Nie VoNrsernSdrnnx nnckre, Schmiedehnen hei Liskaschauten (Ostpr�_ 1785® Cognac Weinbrand, Jamaika Rum, leinst« TafelllkSre, Fabrikate der A. O. Kempc| 4 Co., Oppach, Portwein, Oester.SOBwein, Bordeaux-, Rhein- und j Moselweine, Sekt 1515*| empfiehlt nur in piima QualitSten. Bernhard Brauer I WelngroBbandlung BerlinSW.Friedrlchstr�O?| Amt Zentrum 840. J.BaerÄ E. Prim.-Allee Herren- und Knabenmaden BcrufskI.,Eln segn.. An/üge, Joppen. GroD. ; offlag.,«leg. Maflani. BIIL, teate Prctte. Potsdam-Nowawes. Konsumgenossenschaft „Söffnnng" für Potsdam und Umg. eingetragene Genossenschaft mit beschränfter Haftpssichi. Kontor und gentrallager: Rowawe», Katzbachstr. 1—5. Telephon: Amt Rowawes 6S0. Freiing, 18. April 1919, »achmsttags>/,2 Uhr, findet im Lokal von Seegebeechk, Potsdam, Schützenftr. 26, die Ordentliche SevelahletfamMlnsg statt. Tagesordnung: 1. Halbjahresberlcht. 2. Wahl eines Vorstandsmit- gliedes. 3. Wahlen zum Auffichtsrat. 4. Bericht d.Verbandsrevisors S. Statutenänderungen: a) Erhöhung der Zahl der Genossenfchaftsratsmltglie» der§§ 20, 22; b) Erhöhung des iSeschäftsanleils oo» 30 auf 50 M.; e) Verlegung de« Seschäflsjatzresfchlnsses jj 46. 106/10 6. Anträge der Mitglieder. 7. GenossenfchaMlche Ange- legenheilen. Die Mitglieder werden ge- beten, recht zahlreich und piintt- lich zu erscheinen. Zum Zwecke der Legitimation sind die Mitgliedsbücher mitzubringen. Der Aufstttitsrat. Allrod Stoot, Vorsitzender. !!!Geld!!! für lebe Wertsache. Höchste An- kansspreise für Pfandscheine. Brillanten, Goidgegenstände. Teppiche. Bücher ufw. Wollt, kttedriötnlr.41 M.Ecke«»chstr, OnM d. SAMer. SMCnirnen und Mchmdeiler SeMidüds. Filiale Berlin. Sebaltlanitr. 37/38. Mlung! Blufen-«aö fileider-fioofeltlon. Montag, den 14. April, nachmittags 5 Uhr, im großen Saal des Katholischen BereinShanses, Niederwallstrasse 11: Mitglieder-Versammlung. Tagesordnung: Bericht über die Tärlfboratuaa«ad Deschlnstfossuag darüber. Referent: Kollege Salewsh. In dieser Versammlung haben nur MUglleder gegen Vor. zeignng der Mitgliedskarte oder der Aufnahmequittung Zutritt. Kein Mitglied darf fehlen. vto aornntlfflon. Dienstag, den 15. April, abends 7 Uhr, in den Sophirn-SSlen, Sophienstraße 17—18: Mitglieder-Versammlnng der Arbeiter«. Arbeiterinnen der Herren- Iväsche-Fabrikation. Tagesordnung: 1. Bericht aber die verhoadiaaae»«ii de» Arbeit. aeber»»ad Stellungaahcno daza. Berichterstatter: Kollege Salewskq.» 2. Freie Aussprache. 3. Verschiedenes. Eintritt»nr gegen Borzeigung de» Mitgliedsbuches. Mit mehr als 8 Wochen restierender Beiträge kein Zutritt. vi« Braacheaiamialssso». I. A.: O. Salewoky. Damen- Konfektion! Am Mittwoch, den 16. April 1919, nachmittag? 5 Uhr, in der Aula, Riederwallstraße 12: Oeffentliche Versammlung der in der Dauienkonfettion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: Bericht aoa de» Verhandlungen vor dem Elnigungo-mt. Ref.: Kollege FettzKnoop. _ vi« Kommission. Bezirk Charlottenburg. Montag, den 14. April, abend» V/, Ahr. bei Thunack, Wielandstraße 4: Mitglieder-Versammlung. Tagesordnung: Bericht«der die verhanblnngsn i» Jena. Referent: Kolleg« Schumacher. Vollzähliges Erscheinen erwartet vi« Kommission. Mitgliedsbuch legitimiert; ohne dasselbe oder mlt mehr als 8 reftieronden Wochenbe rrägen lein Zutritt._ Kerichtigung. Infolge des Bantstreites werden für dl« am 14. und 16. d. litis, in lempelhos und Teltow stattfindenden veWgelWtl!«dl! UMSW die Zahlungsbedingungen insofern geändert, als für jedes Objekt nur M. 1009 in bar oder in Kriegsanleihe sofort zu entrichten sind. Der Rest ist innerhalb acht Tage nach Aufhebung� des Reichsverwertnngsamt, Berlaufsabieilung für Automobilwesen, _ Filiale Berlin(„Vcubil")._ Bankstreikes zu bezahlen. MA SIMM. Für unsere ländliche Siedlungsgenossensdiast Bötzow, nördlich Spandan. werden Sörkner, Oaudarbeller und Handwerker als Siedler aufgenommen. 2274b Verlitt W., Linkstratze Oerband der rabrih- arbeller Deutldilands Verwalwng Groß-Berliu. Nachrufe. Am 27. März rr. verstarb unser Milglled llex lVvuöersee. am 7. April unser Mitglied NIbelm Bohra, am 9. April unser Mitglied EIfce Brünn. Ehre ihrem Andenken Die Ortsverwaltung. Berliner Oslsts-Lhor. Xachrnf. Am 6. April starb unser liebes, langjähriges Mit- glled, Frau SS/U Hinze. Wir werden der Ver- Iftorbenen»in gute. An- denken bewahren. Habe mich niedergelassen als Spszialarzt liir Baal-, Ce- sehleehts- q. Fraoenleiden. Vlutunterj� Lichtbelz.• Dr. med. R. Kipp, Königsberger Straße 25, Ecke Memeler Str. 47.' Spr. 12-1'/» 5-7. Sonnt 10-12. Ich habe mich in Neukölln als 78a' Aerztin Ä«. Dr. Hedwig Pressinirper, Neukölln, Kaiser■ Friedilch- Stra6e 195, 1. Sprechst. 8-9, 1-5. Sonntg. 8-9, Ich habe mich in Neukölln als Cdiruri und Frauenarzt niedergelassen. 78a' Dr. med. Kurt Friedmaiiii Neukölln, Berliner Str. 7, I (am Hermannplatz) Sprechst. 8-9,4-','A Sonn 1.9-10 Telephon; Neukölln 597. Möbs! kauft man nur direkt aus der Carl Stielow, Eich. 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Einige politisch hochbedeutsame Heden erscheinen damit überhaupt zum ersten Mole in deutscher Sprache, während die Mehrzahl bisher infolge der Zensur nur lückenweise bekannt war. Dietrich Reimer(Ernst Vohsen) .*. Verlag, Berlin SW 48, Wilhcimäfraße 29..'. Technikum Sternberg i. Meckl. üocliliaü«an TonifldDStPlellasEliinenlian EIeWecIe Beginn d.Sommersemesters am 29. April 1919 1-11.2-Ziinniereinrielitiingen' in allen Preislagen. j Bunte Mekem in vielen Modellen. Auf Wunsch Zalilungserleicbiernng. Höbel-Fresei j Weinbergsweg 1(Rosenth. PI.) I Damen-Väfthe Tag-Hemden Stickerei-Ein- u.-Aasats'IQSQ oder bcsticldem Rumpf jLy Tag-Hemden �«Q00 rcxbcrSpitrcD�arnlenm�£ � Stickerei- Röcke Batist, bestickt, mit Stickerei-V olant..... 3750 Schürzen 875 Servierschürzen Leinen-Damast......... Wiener-Form Leinendamast m. Zwirn-*7 CA Einsatz, ohne Träger... Wirtschaftsschürzen Blusenforna, ans farbigen 1 07� Waschcloficn........... 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Ohren fflr Briefe bei sämtlichen Postämtern und durch sämtliche Briefkästen. In besonders eiligen Fällen bei den Postämtern C 2, SchalterschluB: 1'/, Stunde vor der Abflugsund Warenproben bis 20 g M. 1,—. über W 8, W zeit................... 20 g bis DO g M. 1�0 einschl. Eilbotenbestellung. Aufschrift;„Luftpost' in Berlin für Hannover und Oelsen- Paket« Annahme ■ ii i............. Amerika-Linie. Schlußzeit; 5,30 nach Gebühren; 25,— M. für das Paket bis zu 5 kg.(Kosten für Kirchen im Reisebureau der Hamburg- cn- mltttags.... WW_____._ sofortige Bestellung durch besonderen Boten werden vom Empfänger eingezogen). Aufschrift:„Luftpost"., Annahme und Auskunft durch der Harabarg»Amerika«LlnIe, Berlin W 8, Unter Personen» Beförderung;: Reisebureau den Linden 8. Fernsprecher Zentrum Nr. 9(97/99. FrUbjahrsMeiten in reicher Wahl KOStfime beste Verarbeitung auf Seide 195.— 248.— 385. Sportjacken In schönen Farben 55.— 87.— 126. 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Der Gesetzentwurf der Regierung über die Erklärung des ersten Mai zum Feiertag, der schon gestern auf der TagcS- ordnung der Nationalversammlung stand, aber noch nicht zur Beratung gelangte, sagt in§ 1; Ter 1. Mai wird zum Ra tionalfcsttag erklärt. Er gilt im Zinne rcichS- und landrSrrchtlicher Borschriften alS allgemeiner Feiertag. In der Begründung heißt es: Zeit langen Jahren war die Feier- deS 1. Mai als eine? 2S e ItfeiertageS der Arbeiter von weiten Bolkskreisen gefordert. Die Feier war ursprünglich gedacht als eine große internationale Kundgebung für den achtsilitidigen Arbeitstag. Später wurde sie in immer wachsendem Maße als eine Dcmonftratia« für die Idee des Weltfrieden?, der Abrüstung und der Arr- ständigling unter den Völkern betrachtet. ES ist jetzt die Zeit gekommen, die den idealsten Wünschen der Böller, einmal im Jahre einen Tag fetern zu dürfen zu Ehren der großen Bedanken der Trbeiteiwohlfahrt und des CölletfriebenS. gerecht wird. Die Forderung, um derentwillen Maifeiern ursprünglich beschlosien worden find, die Einführung des Achtstundentages, ist durch den Aufruf der Volksbeauftragten an das deutsche Volk vom 12. November 1918 mit dem 1. Januar 1918 erreicht worden. Von jetzt an wird die Maifeier vor allen Dingen gelten als eine macht» »olle Demonstratio« aller Kreise der Bevölkerung für dir Idee deS Weltfriedens, der Abrüstung und deS Bundes gleichberechtigter Böller. Tic bürgerliche Mehrheit der preußischen Landesversamm- lung hat gestern einen Antrag der Unabhängigen, den 1. Mai und den Ü. November zu Feiertagen zu erkläre«, abgelehnt. Die eigentliche Entscheidung wird aber— nach dem Grundsatz»Reichsrecht bricht Landesrecht"— erst in Weimar fallen. Einsicht. Die„Freiheit� leistet sich«im: niedliche Verdrehung, wenn st« sagt, die Ruhrbergarbeiter hätten, indem sie die Notstands- arbeiten zur Erhaltung der Schächte nicht einstellten, mehr Ein- ficht bewiesen als die— Regierung. Bekanntlich war es die unabhängig-kommuntstrsche Streik- leitung, die die Einstellung der Notstandsarbeiten beschloß und zwar ehe der Belagerungszustand verhängt und Regrerungs- tvuppen eingerückt waren. Die Bergarbeiter waren also viel einsichtiger als die Streik- leitung— genau so wie die Berliner Gab., Wasser- und Ebektro- arbeirer im März, alz sie dem unabhängig-kommunisti- schon Mordb«fchl gegen Kranke und Kinder zum größeren Teil nicht folgten. Ein neuer Vermittlungsvorschlag in öer Metallinüustrie. Zur Streikloge in der Metallindustrie wird uns in später Stunde noch mitgeteilt: Auf Anregung von dritter Seite fanden gestern abend Verhandlungen statt, zu denen Reichswehrminister N o s k e die Parteien eingeladen hatte. Eine Einigung wurde hier- bei nicht erzielt. . Jedoch wurde am Schluß der Besprechung vom an- wesenden Vertreter des Reichsarbeiisministeriums Lüde- mann ein Vorschlag gemacht, der vielleicht zur Beilegung der Streitigkeiten führen wird. Der Lorschlag LüdemamiS geht dahin, daß im Hinblick auf das angekündigte Gefetz über das Mitbestimmungsrecht der Angestellten die streitenden Par- seien folgender vorläufigen Regelung z aimmen mögen: Der Anyestellicnausschuß kann der Beschäftigung eines Angestellten oder seiner Entlassung widersprechen. Ist über den Widerspruch-in Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und An- gestelltenausschuß nicht zu erzielen, so kann dieser dan Schlich. tungsauSschuß anrufen. Der SchlichtungSausschuß«nt- scheidet endgültig. � Eine Stellungnahme der Parteien zu diesem Vorschlag ist gestern abend noch nicht erfolgt, und es ist auch nichts bekannt, ob die Verhandlungen heute fortgesetzt werden. Es � finden heute aber verschiedene Versammlungen der � streikenden Angestellten statt, in denen vermutlich bereits eine Stellungnahme zu diesem Vorschlag erfolgen wird. Der Eanüesverratsprozeß Graf Na�haus. An der wribercu Bewxrisaufnahme ist die kommissarische 21u8- sogt des Reichsministers Erzberger interessant. Aus den Reden deS Angeklagten hat Erzberger die Ueberzcugung gewonnen, daß Graf Nahhaus bestrebt war, seinem Vaterland einen Dienst zu leisten. Bei den fraglichen Unterredungen gebrauchte Erzberger die Worte, eS Ware am besten, mit einem unserer Feinde, in erster Reihe mit Rußland, einen Separatsrieden zu schließen. Wenn das jemand tervg bringen könne, würde er sich den großen Dank des Vater- laude? erwerben. Dem Grafen ging die Sacke durch den Kopf und er meinte zu Erzberger. während alles vor dem Großfürsten Nikolai Nikolafewitsch zittere, gebe eS nur eine Person in Rußland, die keine Furcht vor ihm habe. Das sei die schöne Großfürstin, die Prinzessin von Montenegro. Sie häng« mit großer Liebe an ihren Eltern und werde nichts un- versucht lassen, diesen einen Wunsch zu erfüllen. ES komme also daraus an, den Fürsten von Montenegro zu gewinnen. Diesiw befinde sich in finanzieller Rotlage. Für eine Summe von etwa 68 Millionen Mark werde man den Fürsten für die Sache gewinnen. Erzberger erwiderte daraus, da? G e I d s p i e l e hier keine Rolle und wenn es 160 Millionen seien. Es sei aber keine geeignet« Persönlichkeit vorhanden, da der Anschein ge- wahrt werden müsse, daß die Regierung von der Sache nichts wisse. ES müsse semand fein, der die Angelegenheit aus eigene Faust unter- nehme und der in Montenegro das nötig> Vertrauen besitze. Graf N. erklärte sich bereit, die Mission auszuführen. Mit einem Geleit-! bcief de» Groscherzog« von Mecklenbuvg hoffe er schon Antritt zu' rinden. Um hinzukommen, wäre«S am einfachsten, wenn er sich von einem �österreichischen Torpedoboot an der Küste Montenegros abfetzen lasse, oder wenn er unter ialichem Namen über Italien komme. Erzberger meinte darauf, der Plan sei nicht übel, doch sehr riskant. Er werde jedoch den Plan an kompetenter Stelle zur_ Sprache bringen. Man müsse warten, bis eine dem Feinde un« � aunstige Wendung eingetreten sei. Durch eine Operation wurde i her Angeklagte an der weiteren Behandlung des Falles gehindert. Di« Gutachten der medizinischen Sachverständigen lauten fast übereinstimmend dahin, daß der Angeklagte ein sittlich minder- wertiger Mensch ist. Der si 31 siehe ihm nicht zur Seite, wohl aber sei mit einem Eteüziall zu rechnen. Graf N. sei ein degenerierter Mtnsch. Der Vertreter der Anklage beantragte acht Jahre Zucht- h a nJ, und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. AaS Urteil wird am Montag verkündet werden. Eine EbeschcidungSilagr im Hanfe Hohenzollttn? Wie der „Natl.-Zig." gemeldet w'rd, veröffentlicht die Schwiegermutter des E x k r o n p r i n z e n in„New Aork American" die Erklärung, daß ihre Tochter gegen ihren Gatten wegen zahlloser Fälle von ehelicher Untreue und körperlicher Mißhandlung, deren Spuren oft nn Ge« ficht zu sehen gewesen wären, die Scheidungsklage«ige- strengt hätte. Die Exkronprinzessin habe schon einmal wegen ihrer unemäglichen Eheverhältniss'e einen Fluchtversuch unternommen und Hab« früher nur aus Rückftebt auf ihren ältesten Sohn, dem früheren Thronerben, eine Klage unterlassen. Spartakus verwirft jede Gewalt. Das wegen Eigentumsver- brechcn vielfach vorbestrafte Mitglied deS Spartakusbundes, Schlosser Alfred Mali na, verübte im Januar als Banden- iührer schwere Gewalttaten und Plünderungen in der Gegend des Schleflfchen Bahnhofs. Das Schwurgericht verurteilte ihn wegen schweren Raubes, Aufruhrs und Landfriedensbruch zu 6 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrderiust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Der zweite Rätebongreß. (Fortsetzung aus dem Abendblait.) In der Nachmittagsfitzung nimmt als erster Redner das Wort Reichsminister Wiffell: Von Eohon wie auch von Däumig find lebhafte Klagen gegen die Regierung laut geworden. Daß über die Regierung geklagt wird, und daß der Regierung der Vorwurf gemacht wird, sie trage dem Zeitgeist nicht Rechnung, das ist eine Errchemiyig, die alle Revolutionszeiten charakterisiert. Wenn Däumig die Gefabr einer neuen Vendee für die'jetzige Revo- lution heraufbeschwor, so liegt dem denn dock eine gewisse nervöse Gereiztheit zugrunde. Besonders auf der Linken betrachtet man heut- die Dinge nickt mehr so. wie sie wirklich find. Tie Regierung hat keine einzige Idee der Revolution preisgegeben. Aber eS ist auch das Charakteristikum aller Revolutionszeiten, daß sich die neuen Ideen dermaßen überstürzen, daß ihnen keine Regierung der Welt mit gesetzgeberischen und organisatorischen Maßnahmen auf dem Fuße folgen könnte. Interessant war eS zu hören, wie sich in den Gedanken DäumigS das demokratische Prinzip malt. Spielen wir doch nicht mit Worten! Entweder regieren wir nach de» Grundsätien der Demokratie oder wir haben keine Demokratie. Eine halbe Demokratie gibt es ebensowenig wie eS eine halbe Wahchsit gibt. Es nützt Däumig nichts, daß er die heute noch be- stehende wirtschaftliche Ungleichheit zum Anlaß nahm, den Begriff der Demokratie umzudeuten. Aus allen seinen Worten in diesem Zusammenhange sprach das Aufgeben der Demokratie, und da- bei bleibt doch bestehen: nur dit Demokratie kann die Grundlage unsere» Handelns sein. Alles andere ist Diktatur. Wir haben zu ein« Zeit, als noch die Unabhängigen in der Regierung saßen, Stellung genommen zu der Rolle der Arbeiter in den Betrieben. Auf die in dieser Richtnng ergangenen Verordnungen haben die Unabhängig«« großen Einfluß genommen. Uno doch steht in diesen Verordnungen kein Wort vom R ä t e s y st e m.(Hört, hört!) Daran können Sie sehen, daß kein« Regierung im stände ist, in solchen Zeiten die gesetzgeberischen Maßnahmen mit den gerade auftauchenden Ideen in Harmonie zu bringen. Es gibt gar keinen anderen Weg als den, daß eine Regierung erst ein Gesetz schassen kann, wenn die Ideen, deren Ausdruck und deren Konsequenz dieses Gesetz ist. sich vollkommen geklärt haben. Di« Regierung hal mit Hellem Blick und offenem Ohr das Bestreben und die Bedürfnisse dtzS Volkes verfolgt und die gesetzgeberischen Konsequenzen daraijS gewogen. Sie hat die herrschenden großen Leitgedanken so geformt, daß sie dem Rechtsgefühl des Voltes entsprochen haben. ES darf nicht verschwiegen lverdcn, daß sich die Regierung bei manchen ihrer Maßnahmen der Opposition der Parteifreunde DäumigS gegenüber- gesehen hat. Besonders gegen die Erwerbung von Sied- l u n g s l a n d haben sich diese Herren aus Sachsen und Boyern gewandt. In Sachen des Staatenauöschusses haben wir gegen den PartikuUriSmuS gerade der Herren von links schwere Käitepie zu führen gehabt. iWidenspruch.l Es mag Ihnen unangenehm sein, daß ich diese Feststellungen treffe, aber bestehen bfeitbt diese Tatsache doch. Widerspruch hat sich auch erhoben gegen Reformefi im Bergbau.«Lärm.i Wenn ich mir die vor- liegenden Anträge ansehe, so muß ich Sie doch fragen: haben Sie sich alle Konsequenzen dieser Anträge überlegt? Die Konsequenz der Anträge der beiden sozialistischen Parteien gcht dahin, daß das Rätesystem die politische Vertretung der Arbeiter schlechthin u rn- fassen soll. Die Voraussetzung für den Besitz des aktiven und passiven Wahlrechts ist in diesen Anträgen die Leistung„gesell- schaftlich notwendiger Arbeit". Die nächste Konsequenz dieser Forderung ist, daß die Arbeite- losen, die Veteranen und manche andere, die im Moment eben ge- rade keine„gesellschaftlich notwendige Arbeit leisten", von dem Wahlrecht ausgeschlossen sind. Wer soll überhaupt darüber entscheiden, ob jemand geiellsehaftlich notivendige Arbeit leistet oder nicht? DaS kann kein Gerichtshof. Marx, aus den man sich hier so oft berufen hat, definiert diesen Begriff auch nur theoretvch als Wertmaßstab. Wer bestimmt ferner die Auslegung des Be- griffeS, daß»nur die in den Betrieben befindlichen Arbeiter" das Wahlrecht habe» sollen? Diese Bestimmung nimmt Tausenden von kleinen Hausgewerbetreibenden das Wahlrecht. Diese Leute werden ferner entrechtet durch den Passus, nach welchcm niemand das Wahlrecht haben darf, der»fremde Arbeitskraft ausnutzt". Wenn man diese Wendung richtig auslegt, würden sogar Werk m ei st er und Ängchörige sonstiger Zwiichenstnten im Produktionsprozeß das Wahlrecht verlieren.(Rufe: Das will ja kein Mensch!) Wenn man diese Konsequenzen aus dem Wortlaute Ihrer Anträge nicht ziehen darf, so zeigt daS, daß diese Anträge den Ansprüchen schon sprachlich nichi genügen, die man an solche wichtigen Dokumente stellen muß. Die Forderung, die gesamte politische Alach t dem RAekongreß auszuliefern, ist nichiS anderes als eine Umkehrung der Klassenherrschaft, die die Revolution überwunden zu haben glaubte.(Widerspruch.) Ferner:. Wie steht rS mit den Frauen und Mädchen? Wie wollen Sie die Fronen behandeln, die in ihrem Haushalt„ge- gesellschaftlich notwendige Arbeit leisten"? Wir sehen, daß das Räte- sqstem politisch unüberwindliche Schwierigkeiten bringt. Und Sie werden, wenn Sie objektiv sein wollen, mir darin beistimmen müssen, daß der Standpunkt der Regierung der e i n z i g mögliche ist. nach dem dem Rätesystem lediglich Wirtschaft- liche und soziale Ausgaben zufallen. DaS wäre auch die einzige Möglichkeit, die Wünsche der drei Parteien aus einen gang- baren Mittelweg zu vertoirklichen.(Lebhafter Widerspruch.) Der Redner demonstriert dann durch bildliche Darstellungen die un- geheuren Schwierigkeiten, die die Durchführung der Anträge der leiden sozialistischen Parteien wie auch der Demokraten schon im techirischen Wahlveriabren bereiten würbe. Es ist gesprochen worden von Betriebsräten und von politischen Räten, von Bezirks-, Kreis-, Provinzial-, L«idesräten und von dem das ganze Rätesystem krönen- den Rätekongveß. Wi« lange soll es dauern, bis Sie eine solche Durchorganisierung, eine solche organisatorische Durchgliederung des deutschen Volkes durckgefühct haben? Haben Sie sich überlegt, von welch ungeheurer Schvenfälligkeit der Wahlkörper werden würde, hecken Sie bedacht, daß dieser Wchlkörper unmöglich funktionieren könnte? Es würden Jahrzelrnte vergehoi;. bis ein solches System arbeiten tonnte. Wie wollen Sie di« m Ihren Anträgen ins Auge gefaßte Trennung von.Industrie, Getverbe, Handel. Land- writschast und freien Berufe" durchführen? Und glauben Sie, die Wirtschaftsorganisation in Gang erhalten zu können ohne die Mit. Wirkung der Unternehmer und ohne die Hilfe der deutschen G e» w e r k s ch a s t e n. die noch immer— Sie können sagen, was Sie wollen— die wirtschafflichen Vertreter der deutschen Arbeiterklasse darstellen? Glauben Sic. daß ein Vertretungsshstchn. wie es Ihre Anträge verlangen, den Bedürfnissen Deutschlands gerecht würde? Dagegen ist di« RrgicrungSvorlage einfach, klar und leicht durchtzu- führen. Die Regierungsvorlage gibt Ihnen einen Rerchswiri- s ch a f t S r a t. zu dem alle im WirtschaftSprozesse tätigen Elemente ein freies Wahlrecht haben und der allen Bedürfnissen Rech- nung trägt, insbesondere den Arbeitern den stärksten Einfluß sichert. Die Negierungsvorlage trägt auch der Tatsache Rechnung, daß in diesem ReichSwirtschastSrat nicht nur die Produzenten, sondern auch die Konsumenten vertreten sein müssen.(Vereinzelte Zustim- mung.) Auch über unsere Vorlage läßt sich noch reden. Auch sie kann im einzelnen noch oerbesserungsfähig sein. Stellen Sie sich auf den Boden der Regierungsvorlage und beauftragen Sie� den neu zu wählenden Zentralrat, neue positive BerhesserungSvorschläge zu machen. Dann werden wir ein Wert errichten, das allen Ansprüchen gerecht wird und daS den Bedürfnissen deS Volksganzen am bestes dient.(Zustimmung.) Präsident Hauschild teilt mit, daß Genosse LrandeS-Magdeburg auf Betreiben der vom Kongreß eingesetzten Kominission a u S der Hast entlassen ist.(Lebbasier Beifall.) Kalis«(S. P. 25.); Für uns ist das Rätesystem gleichbedeutend mit dem sozialistischen Ausbau der Produktion. Wir verlangen, daß die Arbeiterschast hineinkommt in die Leitung der Produk- tion. Jedem Arbeiter soll die Möglichteit gegeben werden, Mit- b e r a t e r und M i tbe st i m m e r werden zu können. Der Vor- schlag der Regie rurg hat überhaupt keine Organisation. Wir schla- gen völlige Trennung der Betriebs- und WirtfchaftSräte vor. Tie Kammer der Arbeit soll aus allgemeinen, geheimen und direkten Wahlen hervorgehen. Wir wollen, daß die Arbeit Einfluß getvinnt nus daS Geschick der Nation. Die Arbeit muß der Prüfstein aller Dinge sein. Als Kröimng der Wahkdemokcaiie ßordcrn wir die Demokratie der Arbeit. ES ist heute so leicht zu streiken, wie e? früher leicht war, Hurra zu schreien.(Beifall bei der Mehrheit. Widerspruch links.) Glaubt doch nicht, daß Ihr(zu den U. S.) mit Diktatur den Geist der Menschen beleben könnt, der sozialistische istoat kennt keinen Zwang. Auch in einem völlig sozialisttschen Staat darf man die Initiative deS einzelnen nicht töten, denn sie ist die Quelle alles SchassenZ. Die käpitalisir- scheu Jnsttzikte des Unternehmers müssen wir töten. Aber den Mann müssen wir nnS erhalten, l Beifall bei der Mehrheit.) Arbeit ist mehr als die Ouelle des Einkommens, ste ist eine Quelle der Freude und des Glückes— ihre einzige Quelle.(Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Sorgen wir also dafür, daß die Arbeit wieder eine Freude wird! Richard Müller: Von der Sozialdemokratie sind vor und während des Krieges schwere Fehler gemacht worden. Zum Wtedekansbau ist die ganze Kraft des geeinten Prole- t a r i a t s nötig. Aber die Sozialdemokratie war es, die die Eini- gung verhinderte, denn sie führte einen ununterbrochenen Kamps gegen die Zlrbeiterräte. Erst als die Arbeiterräte allerorts zum Generalstreik riefen, erkannte die Regierung sie an. Cohen und Kaliski haben seit Dezember erfreulich umgelernt. EL ist aber ein verhängnisvoller Irrtum, wenn die Genossen von der Mehrheit?- Partei glauben, die polnischen von den wirtschaftlichen Forderungen trennen zu müssen. Minister Schmidt sagte unlängst: Wer nicht arbeitet, soll auch nickt essen. Wir geben iveiter und sagen: Wer nicht arbeiten will, soll auch keine volitischen Rechte haben. Tie Sozialisierung kann mir durchgeführt werden durch die Arbeiter selbst, aber nicht dadurch, daß man, wie es der Regierung?- entwurs vorsieht, den Unternehmern irgendwelchen Einfluß eru- räumt. Das Gebot der Stunde ist: Die Produktion wieder in Gang zu bringen!— Nicht durch die Streiks der Arbeiter, sondern durch die Sabotage der U n t« r n ech m e r ist sie ins Stocken geraten. Redner bespricht dann das Arbeitsprogramm der U. S. P. D.. wie eS' Däumig schon in seinem Korreferat tat. Im einzelnen geht dann der Redner aus die Gründung der Arbeitsgemeinschaft im Oktober und November 1918 ein und meint, da» wird die Räteorganisation sein, mit der man uns demnächst in Deutsch- lang beglücken wird. Die Unternehmer werden wir nur dann hin- zuziehen, wenn sie arbeiten. Aber die Intellektuellen müssen wir haben, obne die geistigen Arbeiter können wir Deutschland nicht wieder aufhauen. Nur wenn wir gemeinsam zusammengehen auf dem Boden unseres Vorschlages, werden wir ein neues Deutschland aufbauen können.(Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Schröder, Soldatensraktion: Die Revolution mordet ihre idealsten Vorkämpfer. Während man Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet, darf ein Mann wie Ludendorff nach Deutsch- land zurückkehren und wir Sozialisten zerfleische« un». (Lebhafter Beifall links.) Die historische Aufgabe der Soldchenräte, von denen leider bisher noch kein Redner gesprochen hat, ist eö. den Militarismus zu vernichten. Wir brauchen kein Militär mehr! lLebbafter Beifall.) In allen Völkern der Welt lebt die Sehnsucht nach der Befreiung von diesem Joch.(Lei- haster Beifall.) Wir deutschen Revolutionäre sollten der Welt auf diesem Wege vorangehen.(Stürmischer Beifall links.— Zuruf: Rote Armee!) Di« Freiwilligenverbände müssen verschwinden. Die deutschen Proletarier erwarten von diesem Kongreß zum mindesten die geistige Einheitsfront aller Sozialisten. DaS Rätesystem, wie eS in Rußland besteht, wäre für uns ein Per- hängnis, weil eS nicht alle Sozialisten zusammenfaßt, sondern die Diktatur einer Richtung bedeutet. Die Räte sind dazu angetan, die Gegensätze im sozialistischen Lager zu überbrücken. (Beifall links.) Präsident Hauschild teilt mit, daß da? Mitglied der National- Versammlung, der ehemalige Bolksbeauftragte H a a s c in einen: Telegramm die Behauptung Meiers(Zentralrat) zurückweist, nach der es die unabhängigen Regierungsmitglieder gewesen sein sollen, die der Durchführung der bekannten Hamburger Punkte Schwierig- leiten bereitet hatten. Es wird dann beschlossen, Sonntag von 9 bis 1 Uhr zu tagen, um möglichst Montagmittag den Kongreß schließen zu können. Schluß der Sitzung 6,80 Uhr. Für den ReichS-vauern- und Landarbeiterrat erlassen Lade- mann und elf Genossen in der„Deutschen Tageszeitung" eine Erklärung, in der sie sagen, daß das Wahlverfahren zu dem gegen- lixirtigen Kongreß aus dem Lande, mit Ausnahme von Schleöwia- Holstcin, der Bedeutung des flachen Landes nickt entspreche. Sie müßten daher jede Verantwortung für die gesamten Beschlüsse und überhaupt eine der Zahl und Bedeutung der larrdwirtschast- liehen Bevölkerung«nwüvdige Teilnahme ablehnen. / GeweMhaflsbewegung Stellungnahme öer Gewerkschafien zum Streik öer Angestellten. Die Vorstände der Gewerkschafien waren gestern zusammen- gekommen, um zu den Streiks der Angestellten und Bankbeamten Stellung zu nehmen. Wie der Bertrter des Ausschusses, Genosse Ritter ausführte, werden durch diese Streiks auch die Gstoerk- schaftsmitglieder immer mehr und mehr in Mitleidenschaft ge- zagen, weshalb sich der Ausschutz bereits in zwei Sitzungen mit der Angelegenheit beschäftigt l>at. Der jetzige Zustand könne sich zu einer grotzen Gefahr für dos gesamt« Grotz-Berliner Wirtschaftsleben auswachsen, wenn nicht bald eine Verständigung der Parteien zustande komme. Von dem Genossen Tost(Metallarbeiter) und Schmidt(Hand=? lungsgchilfe) wurden diese Ausführungen auf Grund von Einzel- heiten ergänzt, wobei insbesondere der erste Redner darauf hin- wies, daß in seiner Gewerkschaft bereits viele Tausende van Ar- beitern feiern müßten und eine weitere Ausdehnung der Bc- schäftigungSlosigkeit zu erwarten wäre, ein unfreiwilliger General- streik, verursacht durch die hartnäckige Haltung der Unternehmer, demnach die Folge sein könne. Nachstehende Entschließung gelangte zur einstimmigen An- nähme: „Durch die Arbeitsniederlegung der Angestellten und Bank- beamten werden die Gewerkschäften mit ihren Mitgliedern bei längerer Dauer des Streiks in immer größere Mitleidenschaft ge- zogen. Daraus erwachsen für die beteiligten Gewerkschaften un- haltbare Zustände, die ihre Ursache darin haben, daß die Unter- nchmer, insbesondere die der Metallindustrie, den Forderungen der Angestellten auf Einräumung gewisser Mitbestimmungsrechie schroff ablehnend gegenüberstehen. Der heutige Kampf der Angc- stellten ist der gleiche, den früher die Gewerkschaften um Einfüh- rung und Mitwirkung der ArbeitcrauSschüss« in den Betrieben führen mußten. Die heutige Plenarversammlung der Gcwerkschaftsiommisiion Berlins und Umgegend spricht deshalb den streikenden Angestellten m ihrem Kampfe gegen«in rückständiges Unternehmertum ihre volle Sympathie aus. Um weitere Folgen des Streiks der Angestellten zu verhüten, beauftragt die heutige Plenarvevsammlung den Ausschuß, sofort zwei Vertreter in das Reichs-Avbeitsamt zu entsenden, um mit demselben die Gefährlichkeit der Situation für das allgemeine Wirtschaftsleben zu erörtern und diese Behörde zu ersuchen, dar- auf hinzuwirken, daß die Unternehmer zu größerem Entgegen- kommen als bisher geneigt sind, oder durch eine Notvcrord- nung dazu gesetzlich angehalten werden." Der Streik im Baugewerbe. $11 einer massenhaft besuchten Versammlung der stcsikenden Bauarbeiter, die am Sonnabcndmittag im Geu-eekschastshauie ab- gehalten wurde, berichtete Metzle, daß die Beschlüsse bezüglich der Erhebung der Forderungen auf den Baustellen im allgemeinen er- füllt Wochen sind Im Streik befinden sich gegenwärtig rund MOO Maurer und HAfsarbeitec. De Bewilligungen sind bis jetzt nicht sehr zahlreich. Sehr häufig aber sind die Fälle, wo Unternehmer durch teilweise Bewilligung der Lohnforderung sich die Arbeitskräfte zu erhalten suchen. Manche Unternehmer versprechen, nach einem etwaigen Tarifabschluß mit höheren Löhnen die Differenz nachzu- zahlen, falls die Arbeiter sich nicht am Streik beteiligen. Um die Bewegung aus eine einfachere Grundlage zu stellen und dadurch größere Erfolge in der Lohnfrage zu erzielen, beschloß die Versammlung mit großer Mehrheit, die Forderung: Bezahlung der Pausen sowie der Regen-- und Frostzeit einstweilen fallen zu lassen, aber an der Forderung eines Stundenlohnes von 3,50 M. für Maurer und 3.30 M. für Hilfsarbeiter festzuhalten. Dcser Lohnsatz sei notwendig, weil die Bauarbeiter bis jetzt erheblich zurückstanden hinter den Löhnen andere? Avbeitergruppen und weil sie durch Arbeitslosigkeit im Winter in der Regel einen erheblichen Lohnaussall haben._ Zur Bewegung in der Versicherungsbranche. Das Kartell der Angestelllen in der Versicherungsbranche hat an den Arbeitgeberverband für das deutsche Versicherungsgewerbe zu Berlin unter dem lO. April folgendes Schreiben gerichtet: »Die heute in den Sophien-Sälen tagenden Obleute sämtlicher Groß-Berliner Versicherungsbetriebe fordern den Arbeitgeberverband auf, noch vor Ostern mit den endgültigen Verhandlungen über den Tarifvertrag zu beginnen, damit der Abschluß desselben noch bis Ende April getätigt werden kann. Gleichzeitig wird der Arbeitgeberverband ersucht, seine genaue Stellungnahme zum Mitbestimmungsrecht der Angestelltenausschüsse bis spätestens Montag, den 14. d. M., mittags 12 Uhr, an die unter- zeichneten Verbände bekanntzugeben. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß wir keinesfalls warten können, bis die Verordnung der Reichsregierung erschienen ist. Die- selbe wirb unseves Erachtens erst nach längerer Zeit erfolgen. * Eine Betriebsversammlung der Bictoria-Angestellten sprach tn einer Resolution den Bankangestellten und den Angestellten der Me- tallindustrie in ihrem gerechten Kampfe die wärmste Sympathie aus. Auch wir, so heißt eS, sind entschlossen, mit allen uns zur Verfügung stehenden Machtmitteln diese gerechten Forderungen zu erzwingen. Streik bei der Singer Co. Die Mechaniker, Hausdiener, Ein- kafsierer und Lagerarbeiter der Singer Co.-Nähmaschmenfabrik befinden sich seit gestern im Streik. Rohrleger, Heizungsmonteure, Hochdruckmonteure, Installateure und Helfer Deutschlands. Die im Lohngebiet Groß-Berlin beichäfiigten Rohrleger, HeizungSmonteure, Hochdruckmonteure, Installateure und Heller befinden sich im Streik. Wir ersuchen alle Kollegen, besonders die Kollegen der Klempnerbranche, die ihnen eventuell angebotene Streikarbeii zu verweigern. In Zweifelsfällen ersucht die unter- zeichnete Streikleitung um umgehende Nachricht. Nach unseren Feststellungen wird von einzelnen Firmen versucht, die eiligen Arbeiten durch kleinere Klempnersirmen fertig stellen zn lassen. Wir erwarten vcn allen Kollegen unbedingte Solidarität. Die Streikleitung befindet sich imGewerkswastshanS, Engeluferlö, Saalll. Die Streikleitung, i. A. Max D l e r e. Optische Anstatt C. P. Goerz, A.-G. Alle Angcitcllten werden aufgefordert, sich in nachstehenden Unter- streikleitungen zu melden: t. Angebörtge des Hauptwerkes, Filialen Schöncberg und Steglitz: Restaurant Roland, Friedenau. Rbeinitr. 28. Fernst. Pfalzbnrg 2285. > 2. Angehörige der Filiale Schönow: Restaurant Schmidt, Steglitz, Schlohstr. 68. Fernfvr. Steglitz 1908. ® 3. Angehörige der Filialen Große Frankfurter Straße. Schönhauser Allee und Pappel-Allee: Restaurant Dittmann, Große Frankfurter Str. 120 Fernipr. Königfladt 2838. i. Angehörige der Filiale Tempelhof: Restaurant stuhlmann, Tempelhof. Dorsstr. 51. Fcrnstr. Südring 142. Die Streikleitung tagt weiter im Restaurant Gürlich, Friedenau, Rhein- slraße 31. Fcrnstr. Pfalzburg 3632. Bund. technisch- iuduitrieller Beamte», Siemensstadt- Ost. Mitgliederversammlung im Restaurant.Zur Urbockquclle-(Fr. Lenz), Tegeler Weg 37. Hauptpunkt: Wahlen der Delegierte» zum Industrie« bcamtentag. Mitgliedsbuch legitimiert. Deutscher Metallarbeiter- Berbaud. Reparaturschlosser aller Be- triebe Eroß-BerliuS(außer den Aulo-Bctrieben). Heute vorm. 3'/, Uhr im Roientbaler Hof, Rofentbaler Str. llil2. Tagesordnung: 1. Unsere wirtschaftliche Lage. Referent: Kollege Ulrich. 2. Diskussion. Montag, den 14. April, abends 5 Uhr: Große Versammlung der Metalldrücker Berlins und Umgegend im Reichcnbcrger Hof. Rcichenberger Straße 147. Tagesordnung: Fortictzung der vertagten Versammlung vom t. und 7. April d. I. Kollegen'. Es ist unbedingt notwendig, daß alle Kollegen wieder erscheinen. Betriebsversammlung aller Slugeftellten der EiienkonstrukitouS- brauche heute Sonntag, vormsttag- S Uhr, im„Nordischen Hof", In- validenstraßr., Auergeiellichaft. Die Sonniagversammlung findet nicht statt. Ort und Zeit der nächsten Versammlung wird noch bekanntgegeben. Orenstein u. Koppel, Zentrale Berlin. Ab Montag befindet. sich unser Streitlokal im Restaurant Zelle, Tempelhoser User 19._ Die Slreiklcitung. Funktionäre des Simeus. Konzerns der S. P. D. Morgen Montag, irnchmiitagS 4'/. Uhr, im Lokal.Zur Schleuse", am Bahnbo! Jungsernbeidc: Konserenz der Lertrauensleiüe der S. P. D.: Vortrag des Genossen Züchner.— Diskussion.— Geschäftliches. Verband der Sattler und Portefeuiller. Morgen Montag, abends 7 Uhr. im großen Saat des GewerllchaktShauics, Engcluser 15: Vcrsamm- lung der TaschenporteseuillS- und Reiseartikelbranche. Tagesordnung: 1. Berichterstattung von der Konferenz der Portefeuille- und Reiseartilel- branchc und Stellungnahme zu dem Entwurf für einen Reichstaris. 2. Neu- wähl der Branchenleilimg, Ludwig Löwe u. Ko.. Sl.-G. Betriebsversammlung der Angestellten am Monlag um 2 Uhr in der Aula des Friedrich Weiderfche» GvinnasiumZ. notwendig. Bochuiner Str. 8d. Eüie Meldung an diesem Tage im Streillolal ist nicht Maffei-Tchwarpkopff-Werke, Wildau. Die Arbeit beginnt Montag, dzn 14. April, früh 7,15. Der Arbeilecrat, Arnin Deuner, Berlin, Sichteuberg und Nauen. Sämtliche A-i» gestellte versammeln sich heule vormittag 10,30 Uhr im Restaurant.Linden« hos", Lindenstr. 16/17. Obleute der zweiten Fachgruppe. Angestellte der Gemeinden und gemischtwirtschaftlichen Betriebe. Sehr dringende und wichtige Besprechung Mittwoch, nachm. 6 Ubr, Rathaus Berlin, Zimmer 109. Tagesordnung: l. Stellungnahme zur Auflösung der Arbeitsgemeinschaft Groß- Berlin, 2. Die Organisation der 2. Fachgruppe. 3 Verschiedenes.— Wir ersuchen die Angestclltcnausschüsse, mindeiiens einen Vertreter zu entsenden. Kuhitgl. A. lg. G. Apparatesahrlk. Heute, vormittags SV. Ubr: Betriebsversammlung aller Angestellten in den Sophicnsälcn. Tagesordnung: Ter Stand unserer Bewegung. A.<£. G.-Durbtnensabrik. Betriebsversammlung der Angestellten Sonntag, den 13. April, 10 Uhr vormittags, in Patzenhoser Brauerei, Stromstraße. Arbeilcrrätc der Kriegsorganisationeu. Dienstag, vorm. SV, Uhr. im Herrcnhause, Saal IL, Sitzung. Vollzähliges Erschcineu dringend er- forderlich. Der Ausschuß: Gürschke. OitcrS.dors, Zienow. Julius Piutsch R.-G. Morgen Montag, vonn. S.30 Ugr, Vollversammlung der Angestellten, AndrcaS-Fcstiälc, AndreaSsir. 21. Zeniralsireikleiiung der SliiAestcUtcn der Metallindustrie. Morgen Montag, 9 Uhr vormittags, Sitzung in Habcrlands Festsälen.— Montag, 12 Uhr: Versämnilung der Obleute der Untersticitlcilungcn, ebenda. Verantwortlich für Politik Arlur zickler, Eharlottenburg, kür de» übrigen Teil des BtatteS: Alfred Llbotj. Neukölln: Mr Anzeigen Theodor Glocke, Berlin. Verlag Vorwärls-Vcrlog®. m b. H.. Berlin. Druck VorwäriS-Buckidruckerei und Verlagsanstalt Paul Sinaer u. So in Berlin. Ltndcnltrab« 2. Hierzu 3 Beilagen. Damen- Kleider KiCid aus gepunklera Voll-Voile. reich mit Sam- metband garniert, jugendliche Machart....... Kleid aus glattem oder gepunkt Voll-Voile, Rock mit Schürte, Tailie mit großem Kragen, reich mit Cluny- Einsätzen garniert Kittelkleid aus gestreiftem Voile, m großem Matrosen, ragen Rock mit Paschen, fesche Foim. Kittelkleid a dunkel- gestickt. Voll-Voile Rock mit 3 Frisuren, Taille mit Hohlsäumen und breitem Sammetbandgürlel.... Manlelkleid aus gutem Taffet. mit reicher Stepperei und großem, farbigem Seidenkragen Kittelkleid Me nebentleh. Abbild 1) aus gutem Crepe ce chine, mit farbig Seidenstickerei und Hohlsaum reich garniert jugendliche Form. 168 195 210 215 00 % 265 03 295 00 ModemeS Jäbot ml! Stehkragen, lange Form, aus Tüll m. Spitze 4.75 5.25 Rollkragen lür Olmen n. Jacken, a gestickt. Batist, mit imit. 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Blu&e aus seidenem Voile Minon reich gestickt, in verschiedenen Farben Schoßb.use(Abbildung 6) aus gutem gestickten Opal Leopold �rfihjahn-Kostfiwe adlel �rühjahrs�lftäiitel Königstr. ÄÄ-ÄO, 1 Treppe Seidene Hochfeine Imprägnierte Seidenmäntel Hochleine echte Vsmsndummi-Msntel vorzügliche Qualitäten 195.— Hochelegante darunter kostbare Modelle SunQtnädchen- Kostüme entzückende Neuheiten Außergewöhnlich schöne QeseUschajts- und Strajtenkleider Seide, Voile, Chiffon usw., viele Modelle. elegante Sehleierstoff- und Voitekleider große Auswahl, sehr billig. Hochelegante Bezaubernd schöne Seiden-Konfektion Seiden-Mäntel, Seiden-Kostüme, Seiden-Jacken, allemeueste Formen, auch große Weiten. Strickjackea Reizende seidene Kinder- und Küdchenkleider 50—100 cm lang billig viele Farben billige Preise Trauer- Kleidung aller Kieler N Art und Sungmädehen-Kleider Seide und Wollstoffe, weiß und farbig Voile. Die Auswahl ist so groß und schön wie selten. Sport-Knzüge gute Woll- u. 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