Mr. 184. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frel in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Ferusprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. T Freitag, den 10. August 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Antonienhüffe. proletariern. Ach! diese oberschlesischen Berglent:, so rückständig dank der Jämmerlichkeit der wirthschaftlichen Zu Den Grubenarbeitern Preußens tritt die Sozialreform von stände, geistig und ökonomisch, politisch und sozial verfflavt, Oben gerne mit ihrer ultima ratio entgegen, mit dem klein- in ihrer Mehrheit heute noch ein Spielball der Kapläne und der talibrigen Gewehr. Wie lange ist es her, daß die von den Herren, ausgehungert und dem Fusel verfallen, sie haben jetzt Steuerzahlern unterhaltenen Soldaten im rheinisch- westfälischen erst fühlen gelernt, daß sie Retten tragen. Steinkohlenrevier den aufsässigen Bergarbeitern, die denn auch Und was wollten sie? Etwas Simples, Selbstverständliches, einmal gegen die schmachvollen Auswucherungskünfte des gesetzlich Gewährleistetes, fich versammeln, über ihre Lage beKohlenkapitals revoltirten, die altpreußische Raison beibrachten rathen, sich und ihre Kameraden aufklären. Wer aber nicht die mit schneidigem Bajonnetangriff und rasantem Pelotonfeuer? Macht, die Geschlossenheit, den Zusammenhalt der herrschenden Damals lohte der größte Ausstand, den die deutsche Kreise fennte, denen die Stumpfheit einer schweigend frohndenden Arbeiterwelt gesehen, in hellen Flammen. Die Knappen, Masse die Lebensbedingung ihrer Gewalt, denen das Knechtsthum, die Jahrzehntelang gedrückt, durch Nullen der Wagen das nicht einmal mit den Ketten klirrt, das Fundament ihrer und Abreißen der Gedinge, durch alle denkbaren Chikanen Herrschaft däucht! geschuhriegelt und geschunden worden waren, hatten von ihrem verfassungsmäßig verbrieften Rechte Gebrauch gemacht. Was ihnen widerfuhr, lehrt die Geschichte des Ausstandes von 1890 und der Berlepschische Knappentruß, lehrt die Aufhebung der Bergwerks- Abgabe und die Berewigung der standesherrlichen Privat- Bergregale. Feuilleton. Der Inde. Luftdicht sei das oberschlesische Kapitalistenparadies, wo der slavische Leibeigene heute unter anderen Produktionszuständen noch so gut robotet wie vor der Revolution von 1848, gegen die modernen Gedanken der Arbeiterbewegung versperrt! Pfaffen, spreitet Eure Kutten aus, stemmt Euch gegen den Strom, Ihr verbündeten Grubenherren, Landräthe, haltet Ordnung im Kreise und auch Gendarmen, thut Eure Pflicht! Wer die oberschlesischen Verhältnisse tennt und wir kennen sie, der weiß, wie sozialdemokratische Agitation in Oberschlesien zu kämpfen hat. Beschlagnahme, Treibjagd, Verhaftung, alle Register des Wir sind in Hintergeistigen Kampfes" werden aufgezogen. Rußland, und der Zar ist nah, so nah. Und die Sozialdemokratie schreitet vorwärts. Mit Erbitterung fahen's die Gegner 1893, und jedes neue Flugblatt reist fie zu neuen Rücksichtslosigkeiten. Wir haben fürzlich erst an dem harten Urtheil des Breslauer Landgerichts Kritik geübt, an einem Urtheil, das sich gegen ein in Oberschlesien verbreitetes Flugblatt richtete. Oberschlesien soll tabu" bleiben für die Sozialdemokratie. Aber trotzdem geht es vorwärts. In tiefem Elend, in grenzenloser Unwissenheit verkomme i, in Hütten hausend, worin nicht einmal der Pudel eines Geheimraths lagern dürfte, jammervoll genährt, im Kartoffelschnaps Trost und Kraft suchend, von Kindesbeinen an geplakt und ausgebeutet, vegetirt die Grubenarbeiter- Bevölkerung Oberschlesiens, derweil der Fistus stattliche Gewinne, derweil die Magnaten Millionen herausschlagen. Nach dem preußischen Staatshaushaltsetat für das Jahr vom 1. April 1894/95 wurden im Jahre 1892/93 bei der Königsgrube 1090 410 Tonnen bei einem Kohlenpreis von 5,93 M., bei der Königin- Luise- Grube 2 307 879 Tonnen bei einem Kohlenpreis von 6,50 M. erzielt. Für 1894/95 ist der Absatz bei der ersten Grube auf 1 125 000 Tonnen( Preis 5,70 M.), bei der Königin- Luise- Grube auf 2 300 000 Tonnen( Preis 6,26 M.) veranschlagt. Im Jahre 1892/93 betrugen die Einnahmen der Königsgrube 6 469 934 M., für die Königin- Luife- Grube 14 992 875 Mark. Es betrugen die Gehälter: Des Direktors der Königsgrube Der 2 Direktoren der Königin Quise- Grube Der 9 Betriebsinspektoren au beiden Gruben Der 3 Grubenmarkscheider Der 9 Faktoren Der 9 Schichtmeister und Sefretäre Der 12 Assistenten Der 26 oberen Werksbeamten Der 90 mittleren Werksbeamten Der 85 unteren Werksbeamten Zusammen: 4 800 m. 10.200 29 100 25 650 " " 8 550 " " 19 800 " 1950 " " 62 000 " 146 300" 40 950 366 550 M. 16 932 Dazu Wohnungsgeld- Zuschuß Der durchschnittliche Arbeitslohn eines oberschlesischen Grubenarbeiters betrug 1888 nach der amtlichen Statistit 565 M.! Und diese Ziffern sind rosig gefärbt. " Diesmal frachten die Achtmillimetrigen im Osten des Königreichs, in dem schwärzesten Winkel des oberschlesischen Kohlenbeckens, dort wo dieselben Feudalherren, die als Großgrundbesitzer Zehntausende ländlicher Höriger außnüßen, zugleich Die Gerechtsame allgewaltiger Grubenherren ausüben, freund nachbarlich gefellt zum preußischen Fiskus, dessen staatliche Musterbetriebe" nicht blos im Saarrevier, sondern auch im Bezirk von Babrze das Entzücken aller Gesinnungstüchtigen er wecken. Ter preußische Staat, dessen Bergwerte der unmittel baren Leitung des Handelsministers unterstehen, ist einer der größten Grubenbefizer in jenem Revier Man weiß, daß früher die Bergwerke zu dem Ressort des Eisenbahnministeriums gehörten, daß sie aber seit dem Amtsantritt des Herrn v. Berlepsch, des berufenen Ministers für Sozialpolitik", das heißt seit dem Neben dem Fistus erscheinen als Erste die v. Tiele- Winkler31. Januar 1890 dem Ministerium für Handel und Gewerbe zu- Ein Todter, und das ein Weib, sechs schwer Verwundete fchen Erben. Diese Erben, mit die Hauptnuznießer jenes Privatgetheilt worden sind. Herr v. Berlepsch als Schwiegersohn eines und darunter ein Kind, diese Blutzeugen stehen auf, Bergregals, das Regierung und Landtag weislich erhalten der größten Grubenbesitzer Deutschlands, des bekannten, vor Zeugniß abzulegen gegen die Mißwirthschaft in Oberschlesien. haben sie empfangen als Abgabe durchschnittlic) 366 119 M. Man treibt in schamloser Weise den Arbeitern ihr Ver: im Jahr, 1891 gar 698 319 M. verfügen über einen Regaleiniger Zeit verstorbenen von Thiele- Winkler hat als solcher sogar auch Gelegenheit, die Zustände im oberschlesischen Bergbau auf sammlungslokal ab, man reizt dadurch die leidenschaftlichen, un bezirt, der ein Gebiet von mehr als zwei Quadratmeilen Er schließt einen beträchtlichen Theil des oberdas allergenaueste aus eigener Anschauung bis in die intimsten gebändigten, durch den Sozialismus noch nicht geschulten und umfaßt. Fragen hinein fennen zu lernen. gefesteten Leute temperamentvollen Protest. Das schlesischen Steinkohlenbeckens in sich und ist mit verliehenen Indeß hat Herr v. Berlepsch kein Glück als Bergwerksminister. Naturell der Oberschlesier ist doch der Regierung be- und von den Regalberechtigten für den eigenen Bergbau vorVon dem rheinisch- westfälischen Streit bis zum Knappentrutz der kannt. Warum schicken die Behörden nicht nicht Beamte, behaltenen Steinkohlengruben- Feldern überdeckt. Im Jahre 1891 Bergwerksnovelle, dieser riesenhaften Karrikatur eines Bergarbeiter die mit dem Volke umzugehen und es zu behandeln wissen? hat die Förderung 2 846 718 Tonnen im Werthe von 14 665 255 schußgefeßes, von da bis zur Tragikomödie der Steuerreform Gin geschicktes Auftreten, eine verständige Haltung und es hätte Mart betragen. Das Gebiet der von Tiele Winkler, die Herr= Antonienhütte liegt im Kreise und von dem verkrachten Kalimonopolplan weiter bis zur Füfillade fein Blutvergießen gegeben. Warum hat man beim zweiten zu schaft Wysłowitz- Kattowit von Autonienhütte ein Mißerfolg, ein Fehlschlag, eine Niedersammenstoß sich mit der flachen Klinge genügen lassen! Mußte Stattowitz umfaßt auch noch die Dominien Zalenze, Echlupna, lage nach der anderen. Mit Blut und Thränen ist die Ge- geschossen werden? So aber liegen acht Menschen in ihrem Brzezinka. Dziedzkowitz und Brussowa. schichte der Bergarbeiter Preußens von 1890 bis 1894 ge- Blute, und die ganze Ordnungspresse heult nach Ausnahme- Kommt ein anderer mächtiger Regalherr und Grubensürst, schrieben. maßregeln. Die Reptilien und ihre Hintermänner lechzen ja der Chef der Bismarckischen Fronde, Graf Henckel zu Donners Diesmal handelte es sich nicht um einen Lohnkampf, nicht nach schäßbarem Material". Sollte Antonienhütte es etwa mart, der in der Standesherrschaft Beuthen- Tarnowiß das Recht" um eine Auseinandersetzung zwischen Grubenbaronen und Gruben- liefern? auf den Zwanzigsten vom Blei- und Silbererzbergbau hat und allein, wo wir alle nicht recht im Stande gewesen wären, unsere Der Knabe sah ihn fragend an. Wer verließ Dich zu „ Ei, die schwarze Väter und Mütter zu erkennen, geschweige unsere Brüder, Worms?" fügte der Oberstrichter bei." Daß der Jude den Buben erkannte, am folgenden Tag Mutter!" antwortete das Kind: sie hat mich erbärmlich genämlich, das glaube ich recht geru; er war be- schlagen und dann auf der Gasse liegen lassen, da ich schlief. 109 troffen; aber die Hoffnung, Gewinn zu ziehen, machte ihn Der Mann hier hat mich darauf zu sich genommen. schweigen, damit ich ihm nicht etwa zuvorkäme; ich be-" Ganz recht, Kuabe;" versetzte Reinhold; wer ist aber die, greife das." die Du eine schwarze Mutter nennst?"-Schwester Wall„ Der Herr weiß, wie wir handeln!" fügte Ben David rade ist's," entgegnete Hans nach kurzem Besinnen:„ Da schlau lächelnd bei. Mich ergößt es ungemein," hob sie wieder kam und mich küssen wollte, hatte sie ein roth Welche Widersprüche!" rief der Schultheiß. Mit Er- hier der Predigermönch Johannes an, der bis jetzt teine Röcklein an; ich habe sie aber doch wiedererkannt." Wer ist Dein Vater, Kuabe?"-fragte der Schult laubniß, hochwürdiger Herr; allein wie mag's geschehen, daß Silbe zu dem Gespräch gegeben hatte, daß durch des der Jude geschwiegen bis jetzt?"" Das möge er selbst Junkers Aussage mein guter Dagobert von jeder Mit- heiß plößlich und scharf. Der Knabe stuzte ob der heftigen verantworten"; versette Reinhold mit scharfem Seitenblick wissenschaft an dem dunklen Gewebe dieses seltenen Aurede; aber ein ermunternder Händedruck des Paters an auf Ben David. Der Letztere nahm auch alsobald das Menschenkaufs freigesprochen wird. Mich hat es tief be- seiner Seite gab ihm Muth, und er deutete schen und ver -Also ist die Gewalt eines liebevollen Wort: Ich habe gehandelt recht, da ich den Buben zurück- trübt, da ich hörte, daß auch in dieser greulichen Juden- zagt auf Diether. gab der Mutter, und das Recht ist ein gut Kopftiffen im sache meines Böglings Name vorgekommen. Ein teuflischer Herzens, das gleichsam wider Willen von Groll umsponnen Thurme sogar. Ich habe auch immer gehofft, wir würden Unhold scheint sich seit kurzer Frist Mühe gegeben zu haben, wurde, daß der geringste Anlaß den Geist der Liebe wieder Diether erfuhr es in diesem sein gerettet durch der ehrsamen Frau Margarethe Beistand, alles Unheil über dem Haupte Dagobert's, des Schuld- darinnen mächtig weckt. sklavische und nicht verlassen hätte mich diese Zuversicht bis zum Ende. losesten aller Menschen, zusammenzublasen, und sein eigener Augenblicke. Die scheue, man möchte sagen Darum habe ich nicht genannt ihren Namen vor dem Gericht, Vater sogar hat an die Lügen der Leidenschaft und des Geberde des Kleinen gewann ihm plöglich die Zärtlich keit weil ein edler Name nicht gehört davor." Schurke!" Bufalls geglaubt. Deshalb habe ich mich aufgemacht von des Alten, weil es demselben schmeichelte, dadurch vor der murmelte Gerhard zwischen den Zähnen: ich wollte, mein meiner Belle, um hier ein Wort der Sühne für den 3ög- Welt sein Recht, das er selbst beinahe in Argwohn aufName wäre auch hier nicht genannt worden."- Ihr ling zu sprechen, der- abwesend nicht selbst seine gegeben, behauptet zu sehen. Er zog den Buben an seine ich Brust, füßte ihn, und rief:" Ja, ja, Du armer Kleiner habt freilich nicht am Vortheilhaftesten Euch ausgezeichnet", Sache zu führen vermag; denn ich kenne sein Herz, meinte der Oberstrichter; allein ohne Euer Zeugniß wäre habe es gebildet; ich darf ich fann ich muß mich Hans! Du sollst den Vater nicht länger missen. Bitte nur das Ganze nicht enthüllt worden, denn niemand, auch Frau für ihn verbürgen."-Reinhold schaute, während Diether den Himmel, daß er völliges Licht in diese Wildniß von „ Das ist Dein Vater also;, fiel der Margarethe nicht, tonute ahnen, daß von diesem Knaben vor der Hoheit des beredten Priesters die Augen nieder- Zweifeln sende." gerade die Rede sei, in der Anklage gegen die Juden. schlug, den Mann eines verhaßten Ordens, scharf von der Schultheiß ein, welcher gar zu gerne den Knaben auf einem Aber, erklärt uns lieber, Junker von Hülshofen, wie es Seite an und sprach:" Das mögt Ihr allerdings, gelehrter Fehlwort ertappt hätte:„ Wer aber ist Dagobert?" wohl geschehen sein mag, daß der Sohn des ehrsamen Herr; allein laßt uns im Geleise bleiben. Dagobert findet" Mein lieber Bruder!" erwiderte Hans vergnügt und Uud Frau Margarethe?..." fuhr der VerSchöffen, der junge Dagobert, den kleinen Stiefbruder seinen Richter in und außer sich. Hier handelt sich's jedoch munter. Mein liebes, liebes Mütterlein!" hieß die nicht erkannte, da er doch bei dem Funde gegenwärtig ge- um andere Dinge: um dieses Knaben Wohlfahrt, um die sucher fort. Rede, Hans!" hob nun mit unbefangene Antwort, und der Schultheiß sprang auf mit wesen, wie Ihr behauptet habt." Ei Herr", antwortete Unschuld seiner Mutter." Gerhard, begierig, sich so schnell als möglich aus dem einem tiefen Athemzuge Diether an und nahm den Buben den Worten:" In Gottes Namen denn! Selig sind, die Handel zu wickeln, der einen überraschend guten Ausgang freundlich bei der Hand:" Sage uns selbst, mit eigenem da glauben, und nicht sehen!" Diether sah gehässig auf I für ihn darzubieten schien: das geschah am Martinsabend, Munde, wer Dich davon geführt hat von Willhild."- den Unmuthigen, der zum Fenster trat, und wandte fich Dentiches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " " Darf der Seelenfriede der von Tiele- Winkler, der Henckel von Donnersmark, des Fiskus gestört werden? Wenn der Gruben pöbel fich versammeln will, mag er sich versammeln unterm Schuße der Coutane oder um Hurrah beim Sedanseste zu schreien und die Mütze zu schwenken, wenn er vorüberfährt, der gnädige Herr. Auf die Knie und den Saum des Gewandes geküßt, das der Pan durch den Koth schleift. Das ist des Landes so der Sonst: Gendarmen vor! Brauch. Politische teberlicht. Berlin, den 9. August. Er bleibt. Finanzminister Dr. Miquel läßt jetzt im Hannov. Courier" dementiren, daß er sich vertraulich schreibt: gegen " um ganz abgesehen von seinem Gewinn als Grubenbesizer, einen I Es war ein verhängnisvolles Wort, in dem seiner Zeit der schwingen vermag, daß ein Kampf gegen die wirtungen Zwanzigsten als Abgabe einstreicht, der in dem letzten Jahrzehnt Wirkung der liberalen Wirthschaftspolitik Ausdruck gegeben immer vergeblich sein wird, wenn man nicht jährlich im Durchschnitt 168 259 M. betragen hat. wurde: man müsse Millionäre züchten; denn einen zugleich den Ursachen zu Leibe geht." Millionär zu züchten und zu erhalten, muß man ihm 1000 bis Die ,, Post" wird bald den Hamburger, Berliner und 10 000 fleine Existenzen zum Raube und zur Ausbeutung überMünchener Neuesten Nachrichten", dem Leipziger Tagelaffen. Und unter den Wirkungen dieser Tendenz leiden wir. Das Blatt zieht hieraus die bei ihm üblichen Konfe- blatt", der Rheinisch- Westfälischen Beitung" 2c. den quenzen und belehrt dann die preußische Polizei, daß sie das Rang abgelaufen haben und für jeden verständigen Leser Versammlungs- und Vereinsrecht viel zu liberal handhabt als das unanständigste Blatt Deutschlands gelten. Heute und erklärt endlich, daß Geseze nach dem Wunsche der druckt das königlich Stumm'sche Organ in seiner Revue " Post" und der National- Zeitung" unnöthig seien. Seine der Presse die Auslassungen der National- 8tg." ab, die wir an der Spitze der politischen Uebersicht unserer letzten Ausführungen schließt es mit dem folgenden Sate: Man hört so oft die Verlegenheits- Redensart:„ Es muß was Nummer gebührend abfertigten. Die Post" unterläßt es geschehen!" Wenn man nicht weiß, was geschehen muß, dann aber, unsere auch sie treffende Erwiderung auch nur mit macht man ein Gesetz und wenn das fertig ist, dann glaubt man einer Sylbe zu erwähnen, während sie an anderer Stelle seine Schuldigkeit gethan zu haben und das Resultat ist, daß wieder den schon wohl selbst den Lesern der Bost" lang= tro Gesetz das alte Uebel fortschreitet, weil man nicht das that, weilig werdenden Nachweis erbringt, daß" Sozialismus was wirklich helfen kann. und Anarchismus zusammengehören. Es ist ein schmutziges Selbsttäuschungen ist eine Berliner Korrespondenz Gewerbe, sich mit solchen Skribenten abgeben zu müssen. bahin geäußert habe, er wolle zurücktreten. Wir haben der„ Kölnischen Volks- Zeitung" überschrieben, der wir die sofort erklärt, daß wir diesem Gerüchte keinen Glauben Die Palme in der Gesetzesauslegung hat sich der folgenden Ausführungen entnehmen. Nicht mehr beimeffen.Die drei Hamburger Reichstags- Wahlkreise sind im Leipziger Stadtrath erworben. Die Ernennung des Grafen v. Jedlitz- Trühschler Reichstage sozialdemokratisch vertreten und von den 23 sächsischen dienen die Motive eines Gesetzes zur Auslegung des sondern sie beanspruchen selbständige zum Oberpräsidenten von Schlesien ist angeb- Reichstags- Wahlkreisen gehören 8 der Sozialdemokratie, während Gesetzes selbst, lich jetzt zweifellos und soll im September erfolgen, sobald sie in 9 anderen Kreisen in der Stichwahl nur durch das Zu- Geltung. Nach den Motiven des§ 14 der revidirten nach Rückkehr jämmtlicher Minister die erste Sigung des In Sachsen, woselbst bereits 14 Sozialdemokraten im Landtage soll das Bürgerrecht die Gesammtheit derjenigen Gemeindes fammengehen aller anderen Parteien geschlagen werden konnte. Städte- Ordnung Gesammtminifteriums abgehalten werden kann. fizzen, liegen die Dinge so, daß von den 28 Reichstags- Wahl- mitglieder umfassen, deren Verhältnisse die nöthigen Garantien Graf Zedliz- Trüßschler ist der frühere Unterrichts- freisen die Hälfte bei den nächsten Wahlen den Sozialdemokraten dafür bieten, daß sie ein dauerndes Interesse am Gemeindewohl minister und Vater des Schulgesetzentwurfs, der wegen so gut wie sicher ist, und daß von der übrig bleibenden Hälfte und die Bejähigung, für daffelbe zu wirken, befizen". seiner großen Zugeständnisse an die kirchlichen Gewalten so wiederum die Hälfte von ihnen scharf bedroht wird. Der un- Aus diesen Motiven haben die sächsische Städtegroße Aufregung verursacht hatte. glaublich kleinliche Kampf, wie er in Sachsen Ordnung, sowie alle Klassen- und Zensus- Wahlgesetze die die Sozialdemokratie beliebt wird, Bestimmungen getroffen, wonach das Wahlrecht außer au Also schon wieder nichts mit der Reform der züchtet geradezu Sozialdemokraten. Man Militär- Strafprozeßordnung. Die National- Beitung" verschone uns also mit der Anpreisung der sächsischen den Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte auch noch an fürzere Staatsretterei. Trotzdem die" Berliner Politischen Nach- oder längere Dauer des Wohnsitzes, an einen bestimmten Gegenüber den durch die Preffe gegangenen, auf offigiöse richten" bestätigen, daß eine Verschärfung des preußi- Bensus oder Besitz gebunden ist, diese Motive liegen zu Quellen zurückgeführten Mittheilungen über die angebliche Weiter fchen Vereins- und Versammlungsrechts geplant werde, be- Grunde der Klasseneintheilung, den Bevorzugungen der Beführung der Militär Strafprozeßreform haben wir darauf hin- zweifeln wir zunächst, daß aus der Sache Ernst wird. Der sitzenden. Das Gesetz hat nun die Bestimmungen festgestellt, gewiesen, daß diese Nachrichten nach den bisher vorliegenden preußische Landtag hat wichtigere Dinge zu thun, als die staats- von denen sie, mit Recht oder Unrecht, erwartet, daß durch amtlichen Mittheilungen wenig glaubwürdig glaubwürdig er bürgerlichen Rechte einzuschränken, zumal die freikonservative sie die nöthigen Garantien" getroffen werden. Aus den scheinen. Aus München geht uns nunmehr ein Privat" Post" ganz offen zugesteht, daß von der Korrektur des Vereins Motiven heraus selbständig das Gesetz zu erweitern, heißt telegramm zu, welches wie folgt eine der verbreiteten Versionen und Versammlungsrechts allerdings auch eine der sozial- sich souverän über das Gesetz hinwegsehen. Das preußische zurückweist:„ Den Münch. Neuesten Nachr." wird versichert, daß demokratischen ähnliche Agitation" betroffen ber bayerischen Staatsregierung feine Mit- werden solle. Das einfachste Mittel dagegen liege aber sehr Gemeinde- sowie das Landtagswahl- Gesetz haben einmal theilung über einen neuen Entwurf der Reform nabe; man brauche eben blos demagogische Agitationen zu unter- aus denselben Motiven festgesetzt, daß der reiche Schlächterder Reichs Militärjustiz zugegangen ist."- laffen. meister, mag er auch noch dümmer als sein Rindvich sein, Auf diese Weise wäre es z. B. Ieicht, jedes Gintreten und der Börsenspekulant, mag er seine Millionen auch ergaunert Der Streit die geplanten Ausnahme- für die Sozialreform als„ demagogisch" zu be haben, infolge seines hohen Einkommens ein vielfach größeres maßregeln geht weiter durch die Presse. In ihrer von handeln. Man muß es wirklich der" Post" Dant wissen, Wahlrecht ausübt, als ein Professor oder selbst ein Staatsuns schon oft gekennzeichneten verlogenen Weise beutet die daß fie mit dem ihr eigenen Eynismus der Katze die Schelle minister. Wir können die Weisheit dieses Gesetzes bewundern, National Beitung" die polizeilichen Heldenthaten umgebunden hat. Das durch Besitz und Bildung" hervorragende welche in dieser Weise die„ nothwendigen Garantien" findet, in Babrze weiter gegen die Sozialdemokratie aus, liberale und freikonservative Bürgerthum will Ruhe was uns ja bei einem Blatte, dem selbst die Erhaben, es will nicht mehr an die Nothwendigkeit daß Bildung und Befih" die richtige Vertretung im Inter findungen der Ihring- Mahlow und Naporra als fozialer Reformen erinnert werden. Das ist des esse des Gemeinwohls findet, aber so lange das Gesetz nicht beseitigt ist, hat kein Wahlkommissar zu prüfen, ob die Pudels Kern. Material für die Verlängerung des Schandgesetzes gut ..... Wie weit die Selbsttäuschung oder die Intelligenz des Schlächtermeisters oder die Ehrlichkeit des genug waren, nicht zu verwundern braucht. Der Reichsbote" unfenntniß über die einfachsten sozialpolitischen Dinge in Spekulanten auch die in den Gesezes motiven verlangten bringt heute auch einen Leitartikel, der Ausnahmegeseze" gewissen Kreisen reicht, das ist ja aus den Auslassungen von Garantien geben. In Sachsen ist freilich alles möglich, überschrieben ist. Wir entnehmen demselben die folgenden Blättern, wie„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" und" Kölnische aber in diesem Falle möchten wir doch bezweifeln, ob die Ausführungen: Zeitung" fast jeden Tag ersichtlich. Da wird z. B. behauptet, Das bloße Dreinschlagen mit Gewaltmitteln hilft nichts. Die daß bei den nächsten Reichstagswahlen die Anarchist en offen Weisheit des Leipziger Stadtraths von höherer Stelle beSozialdemokratie tit im Grunde nichts anderes, als die Reaktion als Reich 3 tags- Kandidaten auftreten würden, wenn die stätigt werden wird, welcher die Ertheilung des Bürgerder durch den Umschwung der wirthschaftlichen Verhältnisse um Behörden sich nicht rechtzeitig auf ihre Pflicht befännen, obgleich rechts an Sozialdemokraten, welche alle gesetzlichen Bes ihre selbständige wirthschaftliche Existenz gekommenen und in notorisch die Anarchisten den Parlamentarismus in jeder Form dingungen erfüllten, unter einfacher Berufung auf die oben eine absolute Abhängigkeit hineingestoßenen Voltsmassen gegen verabscheuen. Da werden die Sozialdemokraten als zitirten Gesetzesmotive mehrfach abgewiesen hat. Eine Be das bestehende Wirthschaftssystem, denen die Sozialdemokratie mit den Anarchisten wesentlich gleich erklärt, stätigung würde es einfach in das Belieben der Gemeindemit Zuhilfenahme der naturalistisch- demokratischen Weltanschauung während in Deutschland gerade die Sozialdemokratie als ein vorstände stellen, ob und went sie das Bürgerrecht ge= eine neue Form der Existenzweise zu begründen verspricht. Die wirksamer Puffer gegen den Anarchismus be- währen. Erfahrung zeigt, daß bei unserer gegenwärtigen wirthschaftlichen trachtet werden kann. Wenn man freilich sich erinnert, daß vor § 11 des Presgesetzes wird in seiner ganzen Unt Entwickelung die Zahl derer, welche wirklich noch einen Besitz ihr und während des Sozialistengesetzes gerade die leitenden Kreise eigen nennen, auf den sie ihre Existenz gründen können, immer über Umfang, Tiefe und Bedeutung der deutschen sozialistischen haltbarkeit durch folgende Wittheilung der Berliner Boltstleiner und dagegen die Zahl der Besitlosen immer größer Bewegung sehr schlecht informirt waren, dann kann man sich über Zeitung" illustrirt: wird, und damit wächst auch die Zahl der Sozialdemokraten. Auslassungen, wie wir sie oben erwähnten, nicht verwundern. Jm Oftober vor. Js. hatte die Ober- Postdirektion in Aachen Denn alle Befitlosen, die zugleich von der naturalistischen Erklärte z. B. doch Minister v. Buttkamer am 30. März 1881 im der hiesigen Volts- Zeitung" eine Berichtigung eingesandt. Weil Weltanschauung angesteckt sind, haben eine Juklination Reichstage, daß die anarchistische Partei nach den Wahrnehmungen diese Berichtigung den Raum der zu berichtigenden Notiz weit zur Sozialdemokratie, und e3 schwindet in ihnen der Regierung sehr viel einflußreicher und mächtiger innerhalb überschritt, so hatte die Zeitung für dieses Mehr entsprechend immer mehr die Neigung, sich für die bestehende Gesellschafts- der deutschen Sozialdemokratie sei als die Partei Bebel und dem dritten Absaß des Preßgeseges, welcher ordnung, welche sie enteignet hat, zu erwärmen und für sie ein- Liebknecht. Und als die Sozialdemokraten dem widersprachen, lautet:" Die Aufnahme erfolgt fostenfrei, soweit nicht die Entzutreten, zumal die Sozialdemokratie verspricht, diesen Ent- erklärte Herr v. Puttkamer den Zeitpunkt nicht mehr fern, wo gegnung den Raum der zu berichtigenden Mittheilung übereignungsprozeß mit seinem bitteren aber vergeblichen Todeskampf Bebel und Liebknecht in den energischen Agitationen der Anarchisten schreitet; für die über dieses Maß hinausgehenden Zeilen sind ums Dasein durch Uebertragung alles Besizes auf den Staat zu untergegangen sein würden. die üblichen Einrückungs- Gebühren zu entrichten", die üblichen gunsten der Allgemeinheit zu beendigen. Thatsächlich hat die Damit vergleiche man nun die Entwickelung, welche die Einrüdungs- Gebühren verlangt und die Insertionshat eingeflagt. Hiergegen das LandSozialdemokratie eigentlich nur noch in der ländlichen Bevölke- Sozialdemokratie und der Anarchismus in Deutschland ge- Gebühren Abdruck daß der Des rung wirkliche ernsthafte Gegner, weil dieselbe noch ihren eigenen nommen. Die Buttkamer'sche Beurtheilung der sozialen Bewegung gericht in Aachen erkannt, Besitz und in ihm die Grundlage ihrer Existenz hat. stand ungefähr auf der Höhe der Begründung des ersten gangen Berichtigungsschreibens der Ober. Post.. Um es furz zu sagen, man muß dem Enteignungs- Sozialistengefeßes, das bekanntlich nur für drei Jahre verlangt direktion durchaus nicht nothwendig" gewesen sei. prozeß, wie er unser ganzes wirthschaftliches und soziales Leben wurde, weil man hoffte, daß dann die Polizei mit der ganzen Wäre die zu berichtigende Mittheilung aus der Berichtigung der fachgemäßer" Weise herausbeherrscht, entgegentreten und zunächst die Volksklaffen, die noch Geschichte aufgeräumt haben würde. Es ist wirklich bedauerlich, Ober Postdirektion in nicht enteignet sind, zu erhalten und anderen Kreisen wieder zu daß man nach den reichen Erfahrungen des letzten Jahrzehnts genommen worden, so hätte die Berichtigung keinen größeren einem Eigenthum zu verhelfen suchen. noch immer nicht zu der einfachen Wahrheit sich emporzu Raum beansprucht als die berichtigte Notis. Nun steht aber in V " ... " " $ " " " dann zu dem Oberstrichter und den geistlichen Herren. Friede. Ihr habt mich gewürdigt einer großen Barm- mein edler Herr! Gedenkt der traurigen Geschichte, die sich Gewisse Vorfälle," sprach er, die sich während meiner herzigkeit, für die Euch des gepriesenen Gottes Herrlichkeit beim Halsgericht zu Friedberg ereignet hat. Ein Jude war Tochter Anwesenheit zwischen ihr und dem Knaben ereignet, wird segnen mit vielen Gütern und vielen Jahren in der auch dort der Angeschuldigte, Bauberei mit einem Kinde sowie die Aussagen des Kleinen, bestimmen mich schier, an Beitlichkeit; denn Ihr habt seit geraumer Zeit geschont getrieben zu haben, und während hier durch Gottes Bus die Gewißheit der Aufklärung, die Ihr gegeben, würdiger mein weißes Haar, gespeist meinen Leib, und das Del der lassen die Wahrheit an den Tag fam, hatten die Fried Pater Reinhold, zu glauben. Ich danke Euch auch mit Gnade gegossen in die Wundmale, die ich an mir trug von berger dort bereits den Armen verbrannt." Das geschah zerknirschtem Herzen dafür, denn ich beginne mein Unrecht den Ketten der Gefangenschaft. Laßt ausgehen diese Barm- nicht minder mit der Zulassung des Herrn;" antwortete der einzusehen, und verzeihe sowohl dem Junker von Hülshofen, herzigkeit nicht minder über meinen Einzigen, weil er auch Oberstrichter kalt:„ jedem das Seinige, hochwürdiger Herr. als auch dem elenden Juden hier, daß sie mit meinem schuldlos ist, damit er nicht verkümmere und verkrumme im Ihr seid ein Held auf der Kanzel, wie an den Arbeitstische; Blute einen elenden Handel getrieben. In diesem Augen- Elend." Was soll das Gewäsch?" fuhr der Oberst laßt mich auf dem Richterstuhle gewähren. Euch mag ein blicke schmerzt mich nichts mehr, als daß meine Wirthin einen richter mit Härte auf:„ Soll ich ihn auf Teppiche betten, Sünder, der aus seiner Verstocktheit zurückkehrt zum Heil, Schritt gethan, der ihr nicht erlaubt, selbst hier das Gesagte und in Prunkgemächern wandeln lassen? Mit Deinem angenehmer sein als tausend Gerechte, die nie gestrauchelt zu bekräftigen. Willhild, welche um die Sache vollkommen Alter hatte ich Mitleid, und weil...." der Oberstrichter find, denn die göttliche Milde spricht durch Euern Mund wissen muß, hat sich am zweiten Tage nach Wallradens verschluckte, was er sagen wollte. Kurz darauf fuhr er zu uns. Wir aber find die Diener weltlicher Macht, und unbegreiflichem Raube, auf eine weite Wallfahrt begeben, indessen mit der obigen Härte fort:„ Ein für alle Mal, das Schwert ist in unsre Hand gegeben, nicht, daß wir und ich habe nichts von ihr gehört; allein Wallradens Zofe, Ihr seid ein zudringliches Volt. Reicht man Euch den damit spielen, sondern daß wir es gebrauchen, und besser unstreitig eine Vertraute des Frevels, ist in diesen Mauern, Baum, wollt Ihr gleich das Pferd nicht minder. Was wollt ist's, wenn zehn Unschuldige fallen, als daß ein Schuldiger und sie ist es, die Ihr gefangen haltet, Herr Schultheiß, hr denn? Ihr seid nicht gerechtfertigt, nicht frei. Eine aufrecht stehen bleibe."„ Gräßlicher Grundsay," seufzte weil sie das Unglück hatte, von Euern Häschern für eine Anklage wie die Eurige auf Haut und Haar wird nicht Johannes, während die Juden sich bekümmert ansahen: andere gehalten zu werden." Weder ein Unglück für aus der Luft gegriffen sein. Einen Buben mögt Ihr ver- eine Vorschrift, die der heimlichen Acht würdig wäre, sie," entgegnete der Ritter stolz, noch eine Sünde von mir. kauft, einen andern gemartert haben, und Euer Antheil an welche den Stab ohne Unterschied über jeden bricht, der Der Oberstrichter hat über die Magd sammt ihrem Kinde der Blutzapfer entseglichem Gräuel ist unlengbar. Gesteht einen feindlichen Kläger gefunden hat." Wißt Ihr das zu verfügen, und wird sich nicht weigern, sie vorführen zu darum lieber, denn der Folter werdet Ihr nicht entgehen, so genau?" fragte der Oberstrichter mit seinem Lächeln: laffen." ich schwöre es Euch."" Peinigt uns doch nicht!" bat Ein Glück ist's, daß Euer Gewand Euch sicher stellt vor Der Oberstrichter zog die Schelle, und befahl, die Madd Ben David:" Mein Vater ist rein wie der Schnee, und der Behme, sonst möchtet Ihr doch ob solchen Reden Un aus dem Gefängnisse zu holen. Während nun Diether mit ich nicht weniger schuldlos an den Gräßlichkeiten, die man gelegenheit erfahren. Hier ist übrigens ein offen Gedem Bettelmönche und seinem Buben in freundlicherem mir aufgebürdet. Aber wir würden beide bekennen das, dinge, und über Zwang und Hinterlist dürfen sich die BeSollen klagten nicht beschweren." So laßt, um ehrlich und Gespräche verkehrte, der Predigermönch von dem von was nie geschehen, unter den Martern der Folter. Sollen flagten nicht beschweren." Elshofen sich den Hergang des Abenteuers zu Worms be- wir denn verwirken das Leben durch ein gezwungen falsches redlich zu verfahren,"-fiel Johannes ein, um Nußen richten ließ, und der Schultheiß voll stillen Grimms die Geständniß?"„ Ausflüchte," fchalt der Oberstrichter, und Frommen dieser armen Leute, die wenn gleich VerJensterscheiben einsam und verdroffen zählte, nahten sich schon zu lange hat die Untersuchung gedauert, und der irrte und in bösem Wahne befangen, dennoch Menschen Sie beiden Juden dem Oberstrichter ehrfurchtsvoll, und Rath zürnt meiner zögernden Nachsicht. Es muß zu Ende find, jezt alsobald, um wenigstens den Handel über diesen füßten den Saum seines Gewandes, und Jochai hob an: gehen, so oder so. Die Kerker liegen voll. Wir haben Eile." Knaben in Ordnung zu bringen, die Ankläger vorfordern Gestrenger Herr! Großer Richter über uns. Die Beit Ei, ehrsamer Herr," sprach hierauf der Bredigermönch, und mit dem Kinde zusammenstellen, damit sie aussagen, hat angefangen zu werden gut, nachdem sie lange ist ge- der sich in das Gespräch mischte, frommt denn die Eile ob es dasjenige wirklich sei, das damals in des Juden wesen böse. Werdet auch Ihr gut wie die Zeit, und haßt im Blut- und Königszwang? Giebt es denn Fürchter Haus erschien. Auf das Zeugniß der stummen Grete wäre nicht meinen Sohn, und haltet ihn nicht länger wie einen licheres als einen Richterstuhl, vor welchem die Sandkörner noch am ersten zu bauen, denn der getaufte Jude soll Zorn Mörder, denn er ist ja teiner, und ihm wird einst sein ängstlich gezählt worden, weil das Urtheil nach dem Falle und Haß gegen seinen ehemaligen Meister hegen, und dies bas Paradies ber Gerechten, und auf seinem Andenken einer gewissen Zahl derselben gefällt werden muß? D, macht seine Klage verdächtig."( Fortsetzung folgt.) " 1 Warnung dem§11 des Preßgesetzes ausdrücklich: Der verantwortliche mit dem Volte nicht verlieren wollen, dann sindsliche Nebenstuben und sogar der Hof mit Zuhörern angefüllt Redakteur einer periodischen Druckschrift ist verpflichtet, eine wir genöthigt, in 3 Volt hinabzusteigen und müssen uns an waren. Eine von verschiedenen Grubeninspektoren erlassene Berichtigung der in letterer mitgetheilten Thatsachen auf Ver- dem Kongreß in Essen möglichst zahlreich betheiligen. Dor dem der Besuche Versammlung hatte langen einer betheiligten öffentlichen Behörde oder Privatperson zu er= an dieser das Interesse Pastor Werth( Schalke) machte, nachdem mehrere Redner ge- nur dazu beigetragen, ohne Einschaltungen oder Weglassungen aufzu- sprochen hatten, Mittheilungen über Arbeiterwohnungen. Es höhen. Nachdem der Parteigenosse Pohl die Beschlüsse des nehmen u. s. w." herrschten in dieser Beziehung arge Mißstände, die könig- Kongresses vorgetragen hatte, ergriff Meyner aus Berlin das Wer sich da auskennt, der verdient eine Auszeichnung. liche Staatsregierung sei jedoch bemüht, Abhilfe zu schaffen. Wort, um den Bergleuten den Werth der einzelnen KongreßDaß die Richter sich nicht auskannten, steht fest, aber für Pastor Kühn( Webau bei Weißenfels) berichtete über die traurigen Beschlüsse, oft von lautem Beifall unterbrochen, vor Augen zu die Redakteure giebt es keine Entschuldigung, wenn sie dem Wohnungsverhältnisse in seiner Heimathprovinz, die führen. Das lebhafte Intereffe, womit die Ausführungen der berühmten§ 11 gegenüber rathlos sind. aller Menschlichkeit und Sittlichkeit Hohn Redner verfolgt wurden, eröffnet für die Zukunft unserer Sache fprächen. Pfarrer Werth bemerkte: die Regierung in jener Gegend die besten Aussichten. Wie schwer den Gegnern Der Fall Lück hat nichts genügt, wie folgende, der werde auch in dieser Beziehung Wandel die Versammlung im Magen liegt, zeigt ein Bericht des„ SenftenNeuen Stettiner Zeitung" entnommene Mittheilung befchaffen, man müsse nur Geduld haben". Danach berger Anzeigers", worin u. a. gefabelt wird, aus Finsterwalde weift: wurde die Konferenz gefchloffen. feien so viele Sozialdemokraten erschienen, daß diese allein die Auf Befehl des föniglichen Garnisonkommandos sind die Man sieht, die Herren möchten trotz aller schöner Reden Räumlichkeiten ausgefüllt hätten. Thatsache ist, daß ca. acht Wachtposten auf den Schießständen und dem alten Pionier- die Arbeiter einlullen, fie recht vertrauensselig machen. Die Finsterwalder Genossen da gewesen sind, die sich aber noch bei Uebungsplate bei Alt- Torney mit scharfen Patronen ausgerüstet Bergarbeiter kennen aber unsere Regierungen und wissen, Beginn der Versammlung wegen der Ueberfüllung des Lokals worden. Veranlassung hierzu gaben die Belästigungen, denen was sie von deren Arbeiterfreundlichkeit zu halten haben, bis auf zwei entfernten, die das Bureau mit bildeten. in letzter Zeit die dortigen Militärposten ausgefeßt gewesen sind. sie werden auch bald erfahren haben, was sie von der BeDen Posten ist die Weisung ertheilt worden, gegen Jeden, der vormundung der Paftoren und Kapläne zu halten ihren Anordnungen nicht Folge leistet oder auf ihr dreimaliges haben. Anrufen nicht steht, von der Waffe Gebrauch zu machen. Das Organ des Reichskanzlers, die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung", druckt die Notiz ohne ein abfälliges Wort der Kritik ab. Das Schießen auf den Straßen kann also fortgehen. Deutsch- nationale Gesinnung und Kapitalismne. Diese kommen in einem Artikel der Kölnischen Zeitung" über die( russischen bez. russisch- polnischen) Preußengänger in Konflikt. Daß der Kapitalismus bei einem solchen Bwiespalte nicht zu schaden kommt, geht aus dem folgenden charakteristischen Sage hervor: Die Preußengängerei ist im nationalen Interesse gewiß zu bedauern. Aber sie gewährt anderseits dem Besitzer der großen Begüterungen die Mittel, seine Ländereien so intensiv wie möglich auszunußen, so giebt ihm die Arbeitskräfte, die ihm in der Heimath fehlen, und sichert ihm so einen reichern Ertrag bei verhältnißmäßig billigen Löhnen. Beschlossen wurde einstimmig: Dem Bergarbeiter- Kongreß, der am 26. August in Essen stattfindet, durch Delegirte zu beschicken und darauf hinzuwirken, daß der Aufruf durch eine aus Evangelischen und Katholiken gleichmäßig gebildete Kommission einer näheren Prüfung unter: worfen werden solle. Verbandssekretär Fischer theilte mit, daß eine solche gemischte Kommission bereits am nächsten Sonntag in Essen eine Sigung abhalten werde. Diese werde den Aufruf einer eingehenden Prüfung unterziehen. * Zn dem Vorfall in Antonienhütte wird dem„ Generalanzeiger für Schlesien und Posen" geschrieben, daß etwa zehn Verhaftungen vorgenommen worden seien. Die Verhafteten seien dem Gericht in Beuthen eingeliefert. Dem Anzeiger" in Ratibor wird noch", also wohl na ch träglich, gemeldet, daß die Polizei erst geschoffen hätte, als sie von der Menge mit Steinen beworfen worden sei. Davon enthielt der von der„ Vossischen Zeitung" und dem„ Berliner Tageblatt" dem Oberschlesischen Anzeiger" entnommene und auch von uns benutte Bericht, den unserer Grinnerung nach die ganze Berliner Preffe abdruckte, tein Wort. Darin war nur davon die Rede, daß die Polizei geschossen hätte, als aus der Menge Beleidigungen, Gejohle und Geschrei erschollen" wären. Nach dem Ratiborer Anzeiger" sind im ganzen von der Polizei 16 Schüsse abgegeben worden. " " * * Das Lügen haben kurze Beine. Der Verfasser des vom„ Gewerkverein" des Herrn Dr. May Hirsch gegen den Reichstags= Abgeordneten v. GI m veröffentlichten Schmähartikels veröffentlicht folgende amüsante Erklärung: Pastor Naumann, der Vereinsgeistliche der Innern Mission in Frankfurt a. M., ist, wie bekannt, zum Geistlichen des Südwestdeutschen Vereins für Innere Mission ernannt worden. Man Die ,, Mainzer Volkszeitung" erklärt zu der Angelegenheit war geneigt, in dieser Ernennung eine Maßregelung Naumann's des verrückten früheren Polizisten Lämmersdorf, daß der wegen dessen start sozialistischer Anschauungen und sozial Oberbürgermeister nach beendeter Untersuchung die Entfernung politischer Thätigkeit zu erblicken. Ueber die Umstände, die zu des gemeingefährlichen Menschen, also wohl dessen Unterbringung der veränderten Stellung" des Pfarrers Naumann Veranlassung in einer Irrenanstalt, vom Kreisamt verlangen werde. Einen neuen Köder für jeden Jnteressenkreis werfen gegeben haben, erfährt jetzt die" Frants. 3tg.", daß es zunächst Kreisamt werde sich dieser Forderung nicht entziehen können, sonji storium war, das an dem von Naumann in die Geschäftsleute aus, die Abonnenten für die geplante den sozialen Fragen eingenommenen Standteutschthümelnde antisemitische Volts- Rundschau", den Ab puntt Anstoß fand. Namentlich beanstandet wurden die Leger der unsäglich ledernen Täglichen Rundschau" angeln Aeußerungen Naumann's in der im Dezember vorigen Jahres abwollen. Heute liegt uns der mit materiellen Vergünstigungen gehaltenen Versammlung in der„ Weißen Lilie" zu Bornheim, gespickte Köder für die Geistlichkeit vor. Wir theilen wo der frühere evangelische Pfarramtskandidat Th. v. Wächter Daraus zur Erheiterung unserer Leser folgende Probe mit: Sprach. Naumann sagte damals u. a.:„ er habe in den AusNach langem vergeblichen Hoffen auf eine durchgreifende führungen Wächter's mehr gefunden, in dem er mit Wächter übereinstimme, als worin er sich von ihm trenne." Das KonHilfe hat sich nunmehr, und zwar durch die Ihnen wohlbekannte fistorium, das nach dem in Frankfurt geltenden Kirchenrecht eine " Tägliche Rundschau", eine ideal gefinnte Gesellschaft zusammen gewiffe Disziplinargewalt hat auch über Geistliche, die privatim gethan, welche versuchen will, den Kampf gegen die bezeichnete vor wiegend jüdische Presse aufzunehmen, indem sie vom 1. Sept. ab hier wirken, aber das Recht zu predigen haben, forderte den eine voltsthümliche Tageszeitung herausgiebt, welche ebenso billig Borstand des evangelischen Vereins für innere Mission, der Naumann angestellt hat, auf, dem mißliebig gewordenen sein soll wie jene Presse, die aber, ohne der Gefahr des Geistlichen einen Verweis zu ertheilen. Der Vorstand lehnte ab, Moralisirens zu verfallen, unser Volt nach und worauf das Konsistorium den Verweis selber ertheilte. Das gab nach wieder auf eine höhere Stufe deutschen den Freunden Naumann's, die sich sagten, daß Naumann's bisDenkens und Dichtens heben soll. Näheres sagt das herige Stellung daraufhin doch nicht lange mehr haltbar sei, Veranlassung, ihm in seiner nunmehr veränderten Stellung eine An der freundlichen Absicht, das deutsche Volt durch größere Unabhängigkeit zu geben. Uebrigens soll das Konsistosein Wurstblatt auf eine höhere Stufe des Denkens und rium auch dem Pfarrer Battenberg für dessen Verhalten in der Dichtens zu erheben, erkennen wir den Wirrkopf Friedrich Arbeiterfrage, speziell für die Aeußerungen auch dieses Geistlichen Lange, seines Zeichens Redakteur der Täglichen Rund in der oben erwähnten Lilien"-Versammlung einen Berweis erum von Elm selbst handelte. schau" und deutscher Dichter und Denker. Dramen und theilt haben.-Epen schüttelt er nur so aus dem Mermel. Von einem Lange'schen patriotischen Epos, dessen Titel wir leider ver geffen haben, ist uns nur der folgende, dem Dichter aus der eigensten Seele gequollene herrliche Vers in Erinnerung geblieben: " " Er hatte ja, der Ahnungslose, Die preußische Kraft in seiner Hose Und Preußens Gehorsam im Genick." Die von mir in Nr. 30 des„ Gewerkverein" veröffentlichte Notiz, nach welcher der Reichstags Abgeordnete für den sechsten Schleswig Holsteinischen Wahlkreis, Herr Adolph v. Elm, in einem seitens der sozialdemokratischen Partei boykottirten Lokal in Pinneberg angetroffen worden sein und dort im Laufe der Unterhaltung auf die Frage, weshalb er sich für die sozialdemo kratische Sache so opfere, da er als gewandter Redner in einer anderen Partei vielleicht eine weit bessere Stellung finden würde, die Antwort gegeben haben soll: Das sind Geschäftssachen, für den Vortrag, den ich Nachmittags gehalten, bekomme ich 8 M. und für den, den ich am Abend noch halten werde, bekomme ich 10 M.", beruht meinerseits auf einem Irrthum. Wie mir jetzt von dem Vorsitzenden des hiesigen Orts. vereins des Gewerkvereins erklärt wird, sollen die Aeußerungen von jemanden, der sich als Agitator für Herrn von Elm ausgab, gefallen sein. Aus dem in einer unserer Versammlungen er statteten Bericht glaubte ich herausgehört zu haben, daß es sich " G. Wilpert." Sämmtliche Arbeitervereine Lübecks, darunter alle GeHerr von Elm lieferte mir durch den Referentenvermittler Ein Postangestellter fozialdemokratischer Parla- für seine Vorträge nur 2 M. an Diäten beanspruchte; dieser der sozialdemokratischen Partei in Hamburg den Beweis, daß er mentarier. Wir wollen hoffen, daß Herr Stephan nicht Sat wurde von dem Letzteren für sämmtliche Vorträge außer in Ohnmacht fällt, wenn er diese Ueberschrift liest. Er wird halb Hamburgs auf den für sämmtliche Referenten geltenden sich etwas beruhigen, wenn er erfährt, daß dieser Post- Saß von 3 M. erhöht, wodurch für mich nunmehr feststeht, angestellte im Dienste der schweizerischen Postverwaltung daß die obigen Aeußerungen auch von keinem anderen sozialsteht, und daß das Parlament, in das er gewählt wurde, demokratischen Agitator gethan sein können. Ich bedauere under Große Rath des Kantons Waadt ist. In diesen ent- endlich, durch meine Unvorsichtigkeit Herrn von Elm in seiner sandte der Bezirk Lausanne, dem 8000 Wahlberechtigte an- als Leiter der Tabatarbeiter Genossenschaft, in deren Fabriken Ehre verletzt zu haben. Herr von Elm, der für seine Thätigkeit Die Herren Pastoren möchten gerne die Berg gehören, unseren Genossen Courchepin, ohne daß man wagte, über 160 Arbeiter beschäftigt sind, das bescheidene Gehalt von arbeiter für ihre evangelischen Arbeitervereine einfangen, ihm einen Gegenkandidaten entgegenzustellen. 33 m. wöchentlich bezieht, verdient die ihm beigelegte Bezeichzu diesem Zwecke fand gestern in Bochum eine Delegirten Die von mir gekonferenz des Gesammtverbandes der evangelischen Arbeiter- charakterisirt durch seine Anwendung in dem neuesten bestimmt. Leider ist dieselbe in eine große Zahl weitverbreiteter Das franzöfifche Anarchistengeset wird trefflich nung als Geschäftssozialist absolut nicht." schriebene Notiz war nur für unser Organ, den Gewerkverein", vereine Deutschlands statt. Nach dem Berichte der Volks- harakterisfirt vereine Deutschlands statt. Nach dem Berichte der Volks- Anarchistenprozeß. Derselbe richtet sich gegen eine Anzahl Blätter übergegangen. Ich ersuche deshalb alle Zeitungen, welche Beitung" ergriffen sieben Mal Pastoren das Wort, außer gemeiner Schwindler, Fälscher und Hochstapler, die ihren die betreffende Notiz abdruckten, auch diese meine Gegenerklärung demi sprach ein Kaufmann, ein Chefredakteur, ein Ober- Berg- Praktiken das neumodische Mäntelchen des Anarchismus aufzunehmen. rath, ein Knappschafts- Direktor, ein früherer Bergarbeiter umhängten, um sich interessant zu machen; im übrigen Hamburg- Eimsbüttel, Wiesenstr. 37, S. 2, II. und ein Arbeiter. Diese Rednerliste charakterisirt die evange- aber fich von gewöhnlichen Schwindlern, Fälschern und lischen Arbeiter"-Vereine genugsam. Wie gewöhnlich zeigte fich Verbrechern in Nichts unterscheiden. Mit diesem Gesindel auch hier die Macht der Arbeiterklasse in dem Köder, den sind für den Prozeß zwei Männer zufammengekoppelt werkschaften, unternahmen am Sonntag nach dem von der alten die Herren auszuwerfen suchen. Die Herren geberdeten worden, die unzweifelhaft politische Biele verfolgen, und Sanfeftadt eine Stunde entfernten Israelsdorf den alljährlichen sich so radikal, als es ihnen eben möglich war. Wenn von denen der eine wenigstens mit dem Anarchismus nie Ausflug. Trotzdem das Wetter nicht besonders günstig war, freilich thatsächliche Leistungen von ihnen verlangt werden, etwas anderes gemein gehabt hat, ausgenommen einige der betheiligten sich daran doch ca. 20 000 Personen. 88 Fahnen und dann findet man sie als treue Schildknappen des Unter Phrasen, die seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts Banner wurden im Buge mitgeführt. 5 Kapellen spielten abnehmerthums. Die Hauptrede hielt der bekannte Pastor in Frankreich das Gemeingut aller radikalen" wechselnd ihre Weisen. Die Festrede hielt unter großem Beifall Lic. Weber, der auf der äußersten Rechten innerhalb der Stürmer und Dränger Dränger find. Diese beiden find Theodor Schwarz. Die Festlichkeit verlief von Anfang evangelischen Arbeitervereine steht. Aus seiner Rede sei Faure und Grave. Wohlan- auf grund des Anarchisten- bis Schluß ohne jede Störung. Wenn die Gegner fortwährend folgendes dem Berichte der Volts- Beitung" entnommen: und thre Organisation haben mit dem Glaubensbekenntniß nichts leit ausgeschloffen worden, während sie für die Gaunergesell- sehen will, bewiesen, daß es mit dem Rückgang eben bloßes Ge Ich bin der Meinung, die Lohnforderungen der Bergarbeiter gesetzes ist gerade für diese zwei Angeklagten die Deffentlich von einem Rückgang unserer Bewegung in Lübeck reben, so hat der Aufmarsch der Arbeiterkolonnen am Sonntag jedem, der zu thun. Ich bin auch als tonfervativer Mann nicht schaft, die in den tollſten Kraftphrasen zu schwelgen pflegt, flunker iſt. in der Lage, ohne weiteres Forderungen aufrechterhalten, worden ist. Das heißt doch, so der Bergarbeiter gutzu heißen. Ich bin der deutlich als es überhaupt ausgedrückt werden kann, daß die Einen beherzigenswerthen Nath giebt der Kreis Ver Meinung, sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeiter wahren Urheber des Anarchistengeseßes vor den wirklichen trauensmann in Homburg vor der Höh am Schlusse einer ihre Interessen, man kann daher beiden nicht glauben, sondern anarchistischen Verbrechern, gegen die angeblich das Warnung vor einem mit Schubartikeln bausirenden Mann man muß die Wahrheit objektiv zu erforschen suchen. Wir Anarchistengesetz erlassen wurde, gar keine Angst haben, namens Mühleisen, der auf grund einer Mitgliedskarte müssen aber den Standpunkt festhalten, daß die Anhäufung der sondern daß blos politische Gegner getroffen und des sozialdemokratischen Vereins in Frankfurt a. M. nebenbei Reichthümer in einzelnen wenigen Händen kein gesunder Zustand ist. ganz wie wir es von Der Kreis- Vertrauensmann räth den Parteigenossen, nur dann Es müssen Verhältnisse geschaffen werden, damit der Wohlstand sich mundtodt gemacht werden sollen mehr und mehr auf die breiten Schichten des Volkes vertheilt. Wenn Anfang an gesagt. Unterstüßung zu geben, wenn ein außerordentlicher Nothwir diese Tendenz nicht verfechten, dann haben wir kein Recht, der Bariser Anarchistenprozeß. Der Staatsanwalt setzte seine fall vorliegt. Im übrigen solle man den Daumen auf den Sozialdemokratie entgegenzutreten. Nun ist ja nicht zu vergeftern begonnenen Ausführungen fort, ging der Reihe nach auf Beutel halten. Parteigenossen, die unterstützungsberechtigt kennen, daß die Löhne der Bergarbeiter feit die jedem einzelnen Angeklagten zur Last gelegten Vergehen ein, seien, wüßten schon, wohin sie sich zu wenden hätten; sie hätten 1891 im Sinten begriffen sind. Dies veranlaßt und wies darauf hin, daß die einzelnen Angeklagten entweder nicht nöthig, in den einzelnen Orten schnorren zu gehen. Wer mich aber nicht, die Forderungen der Berg die Anregung zu den in Frage kommenden Bergehen oder Ver- dies thue, habe in der Regel Ursache, den geraden Weg zu arbeiter ohne weiteres als gerechtfertigt anbrechen gegeben oder diese selbst ausgeführt haben. Er beantragte scheuen. zuerkennen. Allein wir dürfen es uns nicht verhehlen: die schließlich die ganze Strenge des Gesetzes gegen die Angeklagten Bir benußen diese Gelegenheit, wiederholt darauf aufmerksam kluft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Anwendung zu bringen, welche die wahren Urheber aller zu machen, daß der„ Vorwärts" nur in den se Itensten Fällen ist unüberbrüd bar, so lange dem Arbeiter nicht ein anarchistischen Attentate seien. Hierauf begannen die Plaidoyers. Warnungen vor Leuten, die die Parteigenossen brandschaßen, vers Minimallohn garantirt wird. Der Verkürzung der Schichtdauer öffentlichen tann. Die politische und sonstige Unsicherheit in Ser ist zweifellos das Wort zu reden. Wir haben als evangelische Christen und als Staatsbürger bien wird durch die folgende Nachricht aus Belgrad die Pflicht, zu verlangen, daß das Wohl der Arbeiter charakterifirt: Parteinachrichten. + Ju Bern wurde am legten Sonntag der Parteigenoffe Gruing mit 1503 Stimmen zum Stadtverordneten gewählt; der andere Parteikandidat, Wassilieff, erhielt 1072 Stimmen. Todtenliste der Partei. In Osnabrück ist der Möbelpolirer Heinrich Schröder aus dem Leben geschieden. Er war ein thätiges, opferwilliges Mitglied der Partei. Zahlreiche Parteigenoffen gaben ihm das legte Geleit. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. nicht dem Wohl der Zechen geopfert werde. Die Eisenbahnzüge erhalten Gendarmerie- Begleitung, weil Wenn Bechen nicht bestehen können, ohne die die Haiducken bereits in der Nähe Belgrad's ihr Unwesen Arbeitsdauer derartig zu verlängern, daß die treiben. Gesundheit des Arbeiters Schaden leidet, bann mögen sie ihren Betrieb einstellen und möge der Staat diese Zechen ankaufen. Es ist zu bedauern, daß die Mehrheit unserer Nationalökonomen den Weltverkehr, den Export 2c. in Betracht ziehen, niemals aber das wohl der Ar Von der Agitation. In 3schipkau wurde fürzlich, wie beiter. Es liegt auch im dringenden Interesse des Staates, die Märkische Voltsstimme" berichtet, die erste sozialdemokratische Auf der Raboisenwache in Hamburg hat am 7. Auguft das Wohl des Arbeiters und nicht blos die Produktion Volfsversammlung abgehalten. Zahlreich waren die Vergleute der Parteigenosse Heine die fünfmonatliche Gefängnißstrafe dn= im Auge zu haben. und sonstigen Arbeiter auch aus anderen Orten dieses industrie- getreten, die ihm als verantwortlichem Redakteur des„ Hamburger Allein in rein wirthschaftlichen Fragen darf die reichen Koblenbezirkes, wo der bekannte Hauptmann Strack das Echo's" wegen Beleidigung des Senats der Freien" Stadt HamReligion und die politische Parteistellung der Arbeiter nicht in Regiment führt, herbeigeströmt, um den Bericht des Delegirten burg auferlegt wurde. Betracht kommen. Die 3eiten, in denen das Volt vom legten internationalen Bergarbeiter- Kongreß entgegen zu auf eine von oben ausgegebene Parole e fammlung zu erlangen gewesen. Dieses mußte lange vor dort ein zu die " " find vorüber. Es mag das ja in gewiffem nehmen. Es war leider nur ein fleines Lokal zu dieser Ver- Höchst a. M. find am 24. Juli mit Mufit nach Nied gezogen, zu bedauern sein. Wenn wir aber die Fühlung Beginn der Versammlung abgesperrt werden, nachdem sämmt- fiskalischen Bezirksstraße von der Höchster Grenze bis zur = Ortsgrenje Nieds nicht die Kreisbehörde um Erlaubniß angegangen haben, trotzdem sie darauf allerdings amtlich bingewiesen worden sein sollen, hat der Vorsitzende Wilhelm Leyendecker 15 M. berappen müssen. Bemerkt sei, daß der Marsch von Höchst nach Nied von den Gemeindebehörden beider Orte genehmigt war und daß der vorjährige Gewerkschafts Festzug, der unter gleichen Umständen vor sich gegangen war, dem Landrath feinen Anlaß zu einem Strafmandat gegeben hatte. Uebrigens ist Nied von Höchst nur 15 Minuten entfernt; zwischen beiden Orten fließt auf dieser Strecke die Nieda hindurch und die Brücke, die über dieses Flüßchen führt, ist die im Strafmandat des Land raths erwähnte Bezirksstraße". " - Desterreichische Zensurblüthen. Drei Noten zu einem Artikel der letzten Dienstag- Nummer der Wiener Arbeiter- Zeitung" sehen nach ihrer Korrektur durch den Zensor so aus:) Das ist Konfiszirt.**) Immerhin Konfiszirt.***) Ländlich- fittlich Konfiszirt. In Bern hat am Montag der neuerliche Prozeß gegen Dr. Wassilieff begonnen; vertheidigt wird er von Aeby aus Bern und Einholz aus Solothurn. Die Anklage führt wieder Staatsanwalt Kernau und Vertreter der Zivilpartei ist abermals der Berner Advokat Jahn, dessen Auftreten im ersten Prozeß allgemein empörte. Wassilieff ist jetzt der Anstiftung zum Aufruhr und zur Störung der öffentlichen Ruhe angeklagt; die Anflage wegen Theilnahme am Raufhandel ist fallen gelaffen. bei Boziale Uebersicht. : 17 Metallindustrie.( Rammer V.) Goldschmiede 1 Kandidaten, Metalldrücker 1, Uhrmacher 1, und die durch den Tod des zweiten Vorsitzenden Martin erledigte Mechaniker 1, zusammen 4. Kandidaten. Ianstalt, der seit Dezember vorigen Jahres feine Sigung abgehalten Nahrungs- und Genußmittelgewerbe, Bedienung.( Rammer V1.) Schlächter 2 Kandidaten, Konditoren 2, Kellner 3, Brauer 1, Zigarrenmacher 1, Tabatarbeiter 2, zusammen 11 Kandidaten. Transport, Verkehrs- und Handelsgewerbe. ( Rammer VII.) Möbeltransportarbeiter 1 Kandidaten, Roll- und Lastkutscher 2, Droschkentutscher 1, Packer 1, zusammen 5 Kandidaten. Graphische Gewerbe und Verschiedene. ( Rammer VIII.) Schriftgießer 1 Kandidaten, Buchdrucker 2, Xylographen 1, Stereotypeure 1, zusammen 5 Kandidaten. Außerdem haben nachstehende Gewerbe Erfazkandidaten auf zustellen: Weberei und Wirkerei 2, Lohgerber und Lederzurichter 1, Handschuhmacher 1, Kürschner 1, Hutmacher 1 und Tapezirer ein Kandidaten. Bauarbeiter 2, Stuckateure 1, Maler 2, Bau- Anschläger 1, Einsetzer 1, Töpfer 2, Zimmerer 1, Rohrleger 1 und Buzzer zwei Kandidaten. Böttcher 1, Tischler 2, Drechsler 1, Kistenmacher 1 und Vergolder 1 Kandidaten. Goldschmiede 1, Metalldrücker 1, Uhrmacher 1 und Schlosser 1 Kandidaten. Schlächter 1, Kellner 1, Konditoren 1, Brauer 1 und Bigarrenmacher 1 Kandidaten. daten. Stelle bis jetzt noch unbesetzt gelassen hat, scharf ins Gericht; jedenfalls habe der Bierboykott, so meinte man, den erfien Vorjizenden Röside von der Erfüllung seiner Pflichten bislang abgehalten. Eine Bezirks- Versammlung des deutschen Holzarbeiter. Verbandes tagte am 29. Juli Stromstr. 28 bei Lange. Der anf die Tagesordnung gestellte Vortrag mußte abgesetzt werden, da der Referent nicht erschienen war. Man erledigte hierauf zunächst die Wahl eines Beisitzers, mit welchem Amt der Kollege Gerbsch betraut wurde. Das Amt des Schriftführers wurde dem Kollegen Beich übertragen. Gieshoit theilte sodann mit, daß die Bauverwaltung des Reichstagsgebäudes ihm geantwortet habe, gegenwärtig nicht in der Lage zu sein, es. den größeren Vereinen zu gestatten, den Bau zu besichtigen. Dieses Gesuch möge aber im September wiederholt werden, es wäre dann vielleicht möglich, dem Wunsche des Verbandes zu entsprechen. Zum Schluß wurde noch eine Tellersammlung veranstaltet für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Rolltutscher 1, Droschkentutscher 1 und Packer 1 Kandiarbeiter 1, Papierarbeiter 1, Tapetendrucker 1 und Lithographen Schriftgießer 1, Buchdruckerei- Hilfsarbeiter 1, Porzellan- 5 Prozent der Bevölkerung. und Steindrucker 2 Kandidaten. den Erfazkandidaten. auch wenn Wien, 9. August. Das Örgan des obersten Sanitätsrathes des österreichischen Sanitätswesens hebt hervor, in Zaleszczyki ( Ostgalizien) babe sich infolge der Einschleppung der Cholera aus Podolien ein Epidemieheerd gebildet, wie es in dem Maße in feinem der beiden vorangegangenen Jahre geschehen sei. Vom 5. Juni bis zum 4. August erkrankten dort 259 Personen, also bildet bis jetzt das von der Eisenbahn nicht durchzogene was Das Zentrum der Epidemie daher vom großen Verkehr abseits liegende. Gebiet des die Hoffnung gerechtfertigt, daß es bald gelingen werde, die Dniester bis zur Einmündung des Zbrucz. Für Westgalizien ist Epidemie endgiltig zu bewältigen. In der Bukowina wurde durch die getroffenen Maßregeln erreicht, daß die Krankheit Die Vorsichtsmaßregeln werden bisher keinen Boden faßte. überall auf das strengste gehandhabt, besonders der Reiseverkehr wird sorgfältig überwacht. Ein Fall von Choleraverschleppung aus Galizien nach anderen Ländern Desterreich- Ungarns ist bisher nicht vorgekommen. Der Berliner Arbeitervertreter- Verein und die Freie Vereinigung der Krankenkassen Berlins und der Umgegend mit freier Arztwahl" haben zu der von der Reichsregierung geplanten Abänderung des Unfallversicherungs Gesetzes Vorschläge ausgearbeitet, die in Form einer Petition zunächst allen übrigen Arbeitervertreter- Vereinen im Reich zur Unterschrift und schließ Kandidaten sowie die Erfazkandidaten aufge Haben die Gewerkschaften die ordentlichen lich der Reichsregierung und sämmtlichen Abgeordneten des Reichstages zugesandt werden sollen. In der Petition wird im stellt, so sind umgehend dem Gewerkschaftswesentlichen die Einbeziehung der im Handwerk, im gesammten Bureau, Rosenstraße 28 v. I, Name, Beruf und Handelsgewerbe, fowie in Strafanstalten beschäftigten Ar- Wohnung der Kandidaten anzugeben, desgl. bei beiter und Handlungsgehilfen in die Unfallversicherung gefordert. Die Folgen von Unfällen, die den gegen Unfall ver Bemerkt wird noch, daß die Gewerkschaften bei der Aufficherten Personen auf dem direkten Wege nach der Arbeitsstätte stellung der Kandidaten unbedingt darauf zu achten haben, daß und von dieser nach der Wohnung zustoßen, sollen den Folgen diese auch wählbar sind. Wählbar ist jeder Arbeiter, der das. 30. Lebensjahr vollendet, Kopenhagen, 9. Auguft. Um Mitternacht brach in den der Betriebsunfälle gleichgestellt werden. Organe und Beamte der Berufsgenossenschaften, sowie die Vertreter der Krankenkaffen in dem der Wahl voraufgegangenen Jahre Armenunterstützung Maschinenwerkstätten auf der großen Schiffswerft der Aktienfollen gleichfalls gegen die Folgen von Unfällen, die sie bei Aus- aus öffentlichen Mitteln nicht erhalten hat, und der bei keinem gesellschaft Burmeister und Wain an der Kopenhagener Innenübung ihrer Thätigkeit im Interesse der Berufsgenossenschaften, Innungsmeister arbeitet, für dessen Innung ein Innungsschieds- rhede Feuer aus. Die Werkstätten sind vollständig niedergebrannt. Die im Bau befindlichen Schiffe waren gefährdet, Unfall- Untersuchungen, erleiden, nach Maßgabe gericht besteht. des Gesetzes versichert werden. Im Falle einer Verlegung hat Nach einem Beschlusse des Magistrats sind der in der Nähe liegende Dampfer Knutenborg" gerieth in der Schadenersatz in den Kosten des Heilverfahrens, die vom Beginn jedoch solche Arbeiter, die für sich oder ihre Brand, welcher jedoch rechtzeitig gelöscht wurde. Der Schaden der fiebenten Woche nach Eintritt des Unfalls entstehen, sowie in Familienangehörigen für erhaltene Kranten ist sehr beträchtlich. Die Werft, auf welcher auch das neue einer von dem gleichen Zeitpunkt an zu gewährenden Rente zu au& pflege noch 3ahlungen zu leisten haben, russische Kaiserschiff" Standard" gebaut wird, muß vorläufig bestehen. Die Anstellung von Vertrauensärzten durch die Berufs- aten ordnungsmäßig zahlen. Der Magistrat nicht wählbar, sie die bestimmten ihren Betrieb einstellen. Amsterdam, 9. August. Heute tamen hier 5 Choleragenossenschaften soll von dem Einverständniß der betheiligten betrachtet diese Fälle ausnahmsweise als Erkrankungen vor, von denen eine tödtlich verlief; im ganzen erKrankenkassen abhängig gemacht werden. Die Unterbringung eines Verletzten in einem Privat- Krankenhause, ebenso die AufGebiet der Armen unterstüßung gefrankten bisher 8 Personen, es starben 4 Personen. In Maastricht erkrankten 3 Personen, ein Todesfall tam nicht vor; aus Barsingernahme in ein Krankenhaus nach beendetem Heilverfahren soll nur mit dessen Zustimmung erfolgen dürfen; für gewöhnlich soll freie Stelle noch besonders hingewiesen. Die Wählerlisten Auch auf die Kontrolle der Wählerlisten sei an dieser horn wird ein Todesfall gemeldet. Paris, 9. August. Nach Meldungen aus Corsu explodirte Kur und Verpflegung eines Berletzten in einem vom Staat oder liegen zu diesem Zwecke in denjenigen Turn in dem dortigen Judenviertel eine Bombe und tödtete sieben von einem Provinzial- oder Kommunalverbande zu bestimmenden allen aus, wo die Gintragungen in die Wähler Personen. Die Explosion wird auf einen Zufall zurückgeführt. Krankenhause eintreten. Weiter verlangt ein Paragraph, daß die listen vorgenommen worden sind. Außerdem liegen Entscheidungen des Schiedsgerichts spätestens vier Wochen nach die Listen auf dem Wahlbureau des Magistrate, lution an, durch welche der Maire aufgefordert wird, bei den dem Urtheilverkündigungstermine dem Berufungskläger zugestellt Post it r. 16 11, und zwar in der Zeit vom 12. bis zuständigen Behörden die Aufhebung der von fremden Staaten werden. Den Krankenkassen- Bevollmächtigten soll als Ersatz für 18. August, Wochentags von Abends 5 bis 8 Uhr über Provenienzen aus Marseille verhängten Quarantänemaßden entgangenen Arbeitsverdienst für den halben Tag ein Figum und am Sonntag von Mittags 12 bis 3 Uhr aus. nahmen zu erwirken, da der Gesundheitszustand in Marseille be= von 3 M., für eine längere Zeitverfäumniß ein solches von 6 M. Ginwendungen gegen die Richtigteit der Wäh- friedigend sei. gewährt werden. Wiederaufnahme des Verfahrens soll beantragt ferlisten müssen bis spätestens 18. Auguſt beim werden können, wenn sich eine in der Hauptverhandlung zu Ungunsten Magistrat angebracht werden. des Verletzten vorgebrachte Urkunde als gefälscht erweist, ferner, Magistrat angebracht werden. wenn ein Zeuge oder Sachverständiger sich eines vorfäßlichen oder fahrlässigen Falscheides schuldig gemacht hat, endlich wenn neue Thatsachen oder Beweismittel vorgebracht werden, die den Anspruch des Verletzten auf Entschädigung oder auf eine höhere Rente begründen. Außerdem werden in der Petition gegen eine Reihe von Vorschlägen des Verbandes deutscher Berufsgenossenschaften" Einwendungen erhoben und endlich wird die Bestrafung der Verträge und sonstiger Vereinbarungen gefordert, die zur Umgehung des Unfallversicherungs- Gesetzes abgeschlossen wurden. " in das hörig. str. zustellen. = Catania, 9. August. Den legten Nachrichten zufolge wurden bei dem Erdbeben in den in der Gegend des Aetna be legenen Ortschaften 13 Personen getödtet und 29 verwundet. Die Behörden treffen die nöthigen Vorkehrungen, daß durch Einsturz drohende Häuser kein weiteres Unglück angerichtet werde; diefe Häuser sollen niedergerissen werden. London, 9. August. Der Handelsverkehr Großbritanniens verzeichnet für Juli eine Abnahme der Ausfuhr um 64 und eine Abnahme der Einfuhr um 44 pt. " Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Neber die deutsche Metallpatronen Fabrik in Karls. ruhe, wo 19 Metalldrücker ausgesperrt wurden, weil sie einen 121/ prozentigen Lohnabzug einmüthig zurückwiesen, wird uns geschrieben, daß die Firma sogen. Bauern" anlerne, um die Betriebsstörung aus der Welt zu schaffen. Ferner lasse sie London, 9. Auguft. Die Times" berichtet aus PhilaMaschinen konftruiren, um die Feldflaschen möglichst ohne delphia: Nach einer Depesche aus Washington nimmt man gelernte Metalldrücker mit billigen Arbeitskräften her- an, daß die Konferenz der Demokraten über die Tarifbill zu licher Alfordverdienst Es sei allerdings bis jetzt ein durchschnitt einer Verständigung betreffs der Zölle für Zucker, Kohle und über 5 M. pro Tag erzielt Eisenerze geführt hat. Die Zuckerzölle würden die bereits geworden, das werde aber nicht so bleiben. Die Versuche meldeten sein. mit Maschinen sollten bis jetzt ziemlich erfolgreich fein, so daß sich dem Drücker gerade nicht die sicherste Gristenz biete. den Ausständigen sind 16 abgereift, einer hat andere Arbeit gefunden, zwei Ausgesperrte Burr von Geislingen a. N. und Rauenbühler von Gaggenau i. B. Metallpatronen- Fabrik zurückgekehrt. Ueber die Fabrik ist von sind wieder in die deutsche einer öffentlichen Metallarbeiter- Versammlung Karlsruhe's die Sperre verhängt, wovon Notiz zu nehmen alle Arbeiterblätter ersucht werden. von Von Wohnungsverhältnisse in Quedlinburg. Veranlaßt durch den hohen Prozentsatz der Sterblichkeit, heißt es in der JuliNummer des Naturarztes", drängt der Regierungspräsident zu Magdeburg seit Jahresfrist darauf, die Wohnungs- und Gesund heitsverhältniffe der Stadt zu beffern. Nach den vorläufigen Berechnungen des Magistrats würden 600 Menschen obbach los, wenn die Absicht, ungesunde Wohnungen räumen zu lassen, durchgeführt würde. Am Langenberg, dort, wo ausschließlich Angehörige des Arbeiterstandes wohnen, mußte bebereits polizeilich eingeschritten werden. Hiergegen laufen fort: während Beschwerden ein, weil in anderen Stadttheilen schockweife Wohnungen benuht würden, die noch viel schlimmer seien, Ju Schwelm haben die Schleifer der Schloßfabrik von wie Oberbürgermeister Dr. Brecht in der Stadtverordneten- Berfammlung mittheilte, feien die oberen Behörden der Meinung, Bever u. Klophaus wegen Lohnabzugs die Arbeit niederdie Stadt Quedlinburg müßte viel mehr einschreiten, um die gelegt. Wohnungsverhältnisse besser zu gestalten. = F Petersburg, 9. Auguft. Das Departement für Handel und lande verbreitete Gerücht, daß in Nishny- Nowgorod die Cholera Manufakturen bezeichnet im„ Regierungsboten" das im Ausaufgetaucht sei, für unbegründet; weder in der Stadt Nishuy achtet worden. Der Besuch der Messe sei in diesem Jahre zahl noch auf der Messe sei irgend eine Erkrankung an Cholera beob reicher als im Vorjahre. ( Depeschen- Bureau Herold.) Trier, 9. Auguft. Der erste Reblausheerd im Saargebiet wurde in der Nähe von Großhemmersdorf entdeckt. Klagenfurt, 9. Auguft. Vergangene Nacht ging über das Gurkthal ein furchtbares Unwetter mit Hagel nieder, vernichtete Ju Nürnberg dauert die über die Metalliaaren die ganze Ernte und richtete an vielen Ortschaften großen Fabrik von Jean Schöner verhängte Sperre fort; Schaden an. Arbeiterrifiko. Der französische Ingenieur Eiffel, der Er- ebenso der Streit der Schläger in der Schäßler'schen Budapest, 9. August. In Alco Fernezely wurde ein dort bauer des berühmten Thurines, hat neulich einem Interviewer Wertstätte, Peter Henleinstraße, da sich die mit dem Geschäfts- sehr berüchtigter Wucherer, Namens Georg Batitsch, von Bauern gegenüber ausgesprochen, daß bei Aufführung der modernen inhaber von den Arbeitern geführten Unterhandlungen zerschlagen ermordet. folossalen Eisentonstruktionen fast immer Menschenleben verloren haben. Paris, 9. Auguft. Wie heute im Justigministerium vergehen, und zwar im bestimmten Verhältniß zu dem In München haben in der Motor Fahrrad Fabrit lautete, wird Caserio noch vor dem 15. d. M. in Lyon auf auf das Unternehmen verwandten Kapital. Man kann durch von Hildebrand u. Wolfmüller 10 Mann die Arbeit einem Platz in der Nähe des Paul Gefängnisses hingerichtet schnittlich ein Menschenleben auf jede Million rechnen. Bei dem niedergelegt. Eiffelthurm, der 61/2 Millionen fostete, war ich auf 6-7 UnglücksDie Sattler einer großen Bukarester Militär- Paris, 9. August. Nach seiner Auflagerede forderte der fälle mit tödtlichem Ausgange vorbereitet, aber der Thurm er- effettenfabrik legten Ende Juli die Arbeit nieder, weil sie Staatsanwalt nochmals die strengsten Strafen gegen die Mehr. forderte nur 4 Opfer. Die neue Forthbrücke dagegen, die 45 die Entlaffung eines Kollegen aufs höchste mißbilligen mußten. zahl der Angeklagten. Hierauf begann der Advokat St. Aubun Millionen Franks gekostet hat, erforderte 55 Menschenleben. Nach kurzem Ausstand wurde die Forderung der Arbeiter be- seine Vertheidigungsrede für Grave. Man erwartet die MitheilsWenn mein Thurm niedergerissen wird, werden mindestens drei Menschenleben draufgehen. Der geplante Bau einer Brücke, die willigt und der Gemaßregelte wieder eingestellt. Die Arbeiter sprechung am Sonnabend Mittag. gedenken nun in nächster Zeit auch die Beseitigung mander Amerita mit dem asiatischen Festland verbinden soll, wird nach anderen Uebelſtände zu fordern. Deshalb richten sie an die meiner Berechnung ca. 800 Millionen Franks fosten und etwa Kollegen allerorts die Bitte. Sollten Annoncen in den auswärtigen 800 Menschenleben erfordern." Blättern erscheinen, worin Sattler nach Bukarest verlangt werden, so mögen die Kollegen auf der Hut sein und den Zuzug fern halten. " Wer riskirt bei einem solchen Unternehmen also mehr: die Kapitalisten, die schlimmsten Falls ihr Vermögen aufs Spiel setzen, im günstigen Falle aber arbeitslos hohe Renten einstreichen, oder der Arbeiter, der um tärglichen Lohn sein Leben wagt? Gewerkschaftliches. An die Gewerkschaften Berlins! Derlammlungen. Der Berliner Arbeitervertreter- Verein hielt am 7. Aug. bei Höllig, Neue Friedrichstr. 44, eine Generalversammlung ab. Nach dem Jahresbericht betrugen die Einnahmen im verflossenen Mittwoch, den 26. September d. I., finden die Ersatz- Jahre 311,45 M., die Ausgaben 260,24 M.; vorhanden ist somit wahlen zum Berliner Gewerbegericht statt. Für die 70 ausgeschiedenen Arbeiterbeisiger sind nach folgender Aufstellung von den Gewerben Kandidaten aufzustellen: Bekleidungsindustrie, Stoffe, Leder. ( Kammer 1 und 11.) Schneiderei( Herren- und Damenkonfektion) 10 Randidaten, Wäschefabrikation, Näherei, Wäscherei und Plätterei 10, Weberei und Wirkerei 2, Lohgerber und Lederzurichterei 1, Handschuhmacher 1, Kürschner 1, zusammen 25 Kandidaten. M werden. = Aigues Mortes, 9. Auguft. Die infolge der ablehnenden Haltung der Arbeitgeber arbeitslos gewordenen Italiener wurden über die Grenze gebracht, sodaß weitere Unruhen nicht mehr befürchtet werden. Rom, 9. August. E3 verlautet, daß die. italienische Re gierung von Gepflogenheit, bei Verurtheilung eines Italieners im Auslande die Umwandlung der Todesstrafe in lebenslänglichen Kerker zu beantragen, im Fall Caserio absehen werde. Madrid, 9. Auguft. Die Regierung hat geeignete Maßregeln gegen heimliche Spielhöllen getroffen und eine große Zahl derselben geschlossen., London, 9. August. Nach einer Meldung aus Tientsin sind die Bemühungen Englands und Rußlands, den Frieden zwischen ein Bestand von 52,21 M. Gutheit machte die Mittheilung, Japan und China wiederherzustellen, erfolglos geblieben, da daß der Verein in Gemeinschaft mit den Krankenkassenvorständen China sich entschieden weigert, die Oberherrschaft über Korea einer Einladung der Norddeutschen Holz Berufsgenossenschaft aufzugeben. Die ablehnende Haltung der japanischen Regierung folgend am Sonntag, den 26. d. M., die Unfallstation in Neu- hat ebenfalls ein Uebereinkommen unmöglich gemacht, trotzdem Rahnsdorf besichtigen werde. Beschlossen wurde, die Petition, sich China über die auf Korea vorzunehmenden Reformen mit welche der Verein und die Krankenkassen, bezugnehmend auf die Japan verständigen wollte. Novelle zum Unfallversicherungs- Gesez vom 6. Juli 1884, dem Reichstage einreichen wollen, mit Rücksicht auf die inzwischen veröffentlichte Regierungsvorlage einer nochmaligen Durchsicht zu unterziehen. Die am 14. August stattfindende Eröffnung des Sanatoriums Gütergog gab Veranlassung zu einer fleinen Debatte, während einzelne Redner die Vortheile dieser Heilanstalt hervor hoben, wurde von anderer Seite betont, daß durch die AufnahmeHolzwaaren Industrie.( Rammer IV.) bedingungen so viele Krante ausgeschloffen würden, daß der Werth Böttcher 1 Kandidaten, Zischler 1, Möbelpolirer 1, dieser Anstalt für die Arbeiterklasse nur ein problematischer sei. Drechsler 1, zusammen 4 Kandidaten. Man ging mit dem Ausschuß der Alters- und InvaliditätsBerantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Baugewerbe.( Rammer III.) Stuckateure 2 Randidaten, Maler 3, Bau- Anschläger 1, Einfetzer 1, Töpfer 3, Zimmerer 1, Rohrleger 2, Buzzer 8, zufammen 16 Kandidaten. London, 9. Auguft. Wie der" Standard" aus Petersburg meldet, beschäftigt sich der russische Verkehrsminister mit dem Projekt der Herstellung einer Kanalverbindung zwischen dem Schivarzen Meere und dem Araljee. Washington, 9. August. Die Tarifkommission hat in ihrer gestrigen Versammlung beschlossen, auf Zucker, Seife und Eisenerze Eingangszölle zu legen. New- York, 9. August. Nach offiziellen Berichten hat die Getreide- Ernte infolge der anhaltenden Trockenheit bedeutenden Echaden erlitten. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 184. Freitag, den 10. August 1894. Arbeiter! Varteigenoffen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des tapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierprotzen die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf fämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ningbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierprotzen. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien auzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenossen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykotlirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüfternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Letzteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei May Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Franz Heiser N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. " Die Boykotikommiffion. sation verhaßt sein. wachsendem Erfolg. Und da der Weltgeschichte zum Glück der| Der größte Schuft im ganzen Laud, das ist und bleibt Humor nicht ausgebt, so hat sie es schalthaft gefügt, daß den in der Denunziant". Die boykottirte Brauerei von Julius so verzweifelter Position befindlichen Brauherren selbst der bisher Böto w dentt anders. Sie entließ, wie wir schon kurz berichtet Chartreueste Freund zum Feinde wird. Der Philister an unserer Seite haben, am 6. Juli 6 Brauer, weil... diese den Kellermeister nicht wir hätten Ursache, die Nase zu rümpfen, wenn die Situation deshalb denunzirt hatten, daß dieser, dem Gebrauch besserer nicht so unendlich komisch wäre! bairischer Brauereien entsprechend, das schlechtere Bier( Abseige Wie ächtet man Sozialdemokraten? In der Sonntags: Grund zur Entlassung der gewesen sein, daß die mit dem Reichsund dergl.) hatte fortgießen lassen. Wag auch der wirkliche nummer des Vorwärts" ist schon darauf hingewiesen, daß die Arbeiter des Deutschen Offizier Vereins" von dem Justizamt verschwägerte Brauerei infolge ihrer Ningzugehörigkeit Genuß des unboykottirten Lagerbiers abgehalten werden- aber an sehr erheblichem Absahmangel leidet, so ist doch die Thatsache, die Sache kommt noch beffer. Seitens der Direktion wurde ver- daß gewerblichen Arbeitern gegenüber angegeben wird, sie würden entlassen, weil sie eine von anständigen Leuten für fügt, daß der Hoflieferant Böhow zum alleinigen Bier- schimpflich, schmählich und verächtlich erachtete, Dem lieferanten„ iorer" Arbeiter und gegen deren Willen bestimmt sei; Prinzipal aber erwünschte Handlung nicht ausgeführt der Chef dieser Werkstätten ging den störrischen Arbeitern mit haben, recht bezeichnend. Nicht als freie" Arbeiter trotzdem war der Konsum am ersten Niederlage bei gutem Beispiel voran Lage der Bözowbierepoche ein ganzes Achtel. Als die Höchst als willenlose Hörige, die durch die Hungerpeitsche gezwungen Als die Höchstmöchten die Ringbrauereien ihre Arbeiter beschäftigen, sondern tommandirenden nun einsahen, daß ihre ganze Aufopferung von den Arbeitern nicht im Mindesten geschäzt wurde, erfaßte fie ein fein sollen, die infamsten Dienste im Nebengewerbe zu verrichten. unbändiger Zorn und nun wurden noch schärfere Saiten Selbstredend muß den Ringleuten, die solche Ziele erstreben, die aufgezogen. Das Bötzow- Bier wird nunmehr in dem Kabinet von den Brauern zur Besserung ihrer Lage geschaffene Organis Uebrigens, wenn Julius Böyzow des Meisters und unter seiner Kontrolle verzapft, anderes Getränk als dieses( Weißbier, Selter u. f. w.) darf bei Denunziationen für eine Ehrenpflicht seiner" Arbeiter hält Strafe der Entlassung nun nicht mehr tons dem Ringbier der Ningbrauereien zugesetzt werden und weshalb fonfu- warum giebt et nicht an, wieviel Walz und Hopfen- Surrogate Recht schneidig, aber auch recht unvorsichtig im Hinblick auf die Folgen dieser brutalen Ber- denn für die Ringbier- Schwärmer Abseige und dergl. gut gewaltigung. Wer wird sich nun noch erfrechen über Terroris- genug sein soll? mus der Sozialt emokraten zu reden, die doch niemanden zu- Boykottbier unter schwerer Bedeckung sah man vor muthen, ein bestimmtes Vier zu trinken, viel weniger ihm gestern früh nach dem Norden Berlins ziehen. Hinter dem aus3wang anthun, abgesehen davon, daß nichts rückenden Garde Füsilier Regiment fuhren zwei oder drei ge mehr den Muth und die Kampflust unserer Geladene Bierwagen der Bock brauerei. Dann folgte Artillerie nossen aufita chelt, als solche Großthaten und hinterher folgten wieder Bierwagen der Gregory. unserer Gegner. Trotz alledem und alledem, troß des Brauerei. Ob hier der Zufall den Passanten den Anblick dieses Drucke, dem sie ausgesetzt sind, wird die große Mehrzahl der Zukunftsbildes gewährte, ob der Militärfiskus den FerienSchneider im Offizierverein ehrenhafte Arbeiter bleiben tolonisten im Waffenrock ein besonderes Labfal und den Ringund nach wie vor ihre Boykottpflicht üben. Wir brauereien ein Stück Staatshilfe gewährleistete, oder ob diese Der Teufel hole den Branerring, wenn er an unsern aber sind, wie gesagt, den Ordnungshelden und bekannten Lohn beiden Brauereien ihr überflüssiges Bier zur Bekundung ihres Geldbeutel rührt! Also denkt jetzt der Philistertroß, der bisher drückern im Dfiziersverein dankbar für ihre Großthaten Patriotismus den Soldaten spendirt haben? Wer kann das den sozialistenvernichtenden Herren vom Maischbottich ein nach Richter'schem Rezept. Mehr als tausend Reden öffnen Ver- fagen? Das Dividenden- Ergebniß der Bockbrauerei dürfte einen " Hurrah" über das andere zugejohlt hat. Es war nicht mehr gewaltigungen dieser Art den Arbeitern die Augen und erziehen solchen Akt der Freigebigkeit kaum rechtfertigen und daß Herr als natürlich, daß den Herren Wasserfärbern, die sich ein Viertel- jie zu eifrigen, pflichtbewußten Sozialdemokraten! Gregory gerade durch den Boykott in den Besiß der so nöthigen jahr lang von allen Ordnungsradauhelden umjubelt sahen, ganz Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönix Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Nenter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Eilbeck. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Lokales. mirt werden. alle!" Kam da " in V Das gewaltig Der Kamm schwellen mußte, und daß sie sich Die Balloumützen der Großstadt, die heute bei Bismarck Millionen gekommen ist, dürfte selbst Richard der Erste beeinander zuraunten, man müsse das Eisen oder viel Ginzügen, morgen bei Kaiferparaden hochpatriotisch Hurrah zweifeln. mehr Gold schmieden, so Tange brüllen, stellen ab und zu auch beim Bierboykott ihren Mann. Langeweile soll nach dem Ausspruch großer Rapazitäten es warm ist! Und da fie, ,, 100 e3 Sie hüten sich natürlich, in Arbeiterwirthschaften, wo unsere ebenso störend auf die Nerven einwirken, als ieberarbeit. warm ist," mit den verdammten, von der Sozialdemokratie verhetten" Arbeitern Genossen verkehren, ihre Art" Vergnügen" zu finden, sie scheint uns nicht ganz unzutreffend zu sein, sind uns doch in doch kein Geschäft machen können, soll der ringbierfelige Philister suchen vielmehr für ihren Ulf" auf Rechnung der anständigen letzter Zeit mehrere Fälle von Melancholie bei den Saal Vers herhalten und das boykottirte Bier, das ihm nach eigenem Arbeiterschaft diejenigen Wirthschaften aus, in denen das bürger weigerern gemeldet worden Bei anderen wieder äußert sich der Zeugniß jetzt bekanntlich besser mundet, als das echte, auch dem liche Publifum verkehrt und das aus solchen Anlässen die Gelegen Eindruck, den weite, menschenleere Räume auf das Gemüth ausSo erhielt ein Kochlehrling, der am erhöhten Genuß entsprechend theurer bezahlen. Zu dem im Ein- heit nimmt, mit Genugthuung sich zuzurufen: Seht, so sind die üben, in anderer Weise. verständniß mit den von den Arbeitern auf's Trockene gesetzten Boykottbrüder letzter Tage ein 15. v. M. von einem Saalverweigerer entlassen wurde, folgendes Gauwirthen gefaßten Beschluß, der vorläufig den Haustrunk, das Münchener Bier- Restaurant am Spittelmarkt ein Arbeiter" mit allen Schönheitsfehlern wiedergegebene Zeugniß: Berlin, d. 15. July. Flaschenbier, vertheuern will, macht natürlich der Ordnungs- schiefen Ganges und schiefer Mütze und verlangte ein Glas Bier. philiſer eine verteufelt verdußte Grimasse und eines seiner Er erhielt es und stieß es um; als er bezahlen sollte, wollte er Bescheinige hiermit dem Roch Lehrling W. J., daß derselbe Lieblingsorgane, das Berliner Tageblatt", beeilt sich, dem erst wissen, ob es nicht Ringbier" sei, und als er dann mit vom 1. Juli 1893 bis 15. Juli 1894 bei mir war; derselbe Umschlag in seiner ringfreundlichen Stimmung beredten Ausdruck mehr Ernst als Höflichkeit aufgefordert wurde, das Lokal zu verzeichnet sich durch seine große Faulheit sowie böswilliges Bezu geben, indem es schreibt: lassen, meinte er fallend: Det werd' ick Sie besorjen". Dann tragen gegen seine Vorgesetzten aus, sodaß ich jeden Kollegen Die Annäherung zwischen den Gastwirthen und dem„ Verein 80g er ein Buch heraus und notirte das Restaurant:" Für die empfehle, bei mir sich zu erkundigen; da ich zu jederzeit gern der Brauereien, die durch den Bierboykott hervorgerufen Boykottliste!" Rief's und wankte in die Nacht hinaus. Mit bereit bin nähere Auskunft zu ertheilen. ( NB. War bei mir schon in die 2. Lehrstelle.) worden ist, hat zweifellos sowohl die Kraft als auch das Kraft- fittlicher Genugthuung wird vielleicht morgen Eugen Richter diese gefühl beider Theile erhöht. Es scheint nun aber, als ob Stütze der Ordnung als sozialdemokratischen Bierspitzel" seinen Frih Bühler dieses Macht bewußtsein dieselben veranlaßte, nicht nur in Lejern und seinen Ring- Potentaten vorführen. Wohl bekomm's! Rosenthalerstr. 38, Inhaber Steins Festfäle der Vertheidigung gegen den Terrorismus der Sozialdemokraten Die bürgerliche Presse tommt mit den geistigen Pro- früher langjähriger Küchen Chef erster Häußer zusammenzustehen, sondern auch selbst mit Angriffen duften, durch die sie die verzweifelnden Ringbrauereien, moralisch" gegen das Publikum vorzugehen. In einem von unterstützen will, immer mehr auf den Hund. Zur Erheiterung Und da behauptet man immer noch, es gäbe keine Originale einer Kommission ausgearbeiteten Statut für eine Saalbesitzer- unserer Leser bringen wir eine Probeleistung, welche in der mehr! Vereinigung waren geradezu unmäßige Forderungen in legten Nummer der Berliner Neuesten Nachrichten" glänzt. Sie Bezug auf Bier- und Garderobepreise für die Besucher von lautet: Lokalen aufgestellt worden. Dieses Statut ist allerdings von Der Bierboykott wird von Seiten der Arbeiter als Ursache einer am Mittwoch abgehaltenen Gastwirthe Versammlung der an die Firma Mittler u. Sohn gerichteten anarchistischen abgelehnt worden, aber das ins Haus gelieferte Flaschen Drohbriefe bezeichnet. In der dortigen Offizin, so wird bebier" ſoll vertheuert werden. E3 ist der Saal- hauptet, sei es verboten worden, anderes Bier als das vor dem befizer- Kommission die Mittheilung zugegangen, daß sämmtliche Boytott bezogene einzuführen. Es sei dieserhalb zu Differenzen dem Verein angehörenden Brauereien vom 1. Oktober d. J. ab mit den Arbeitern gekommen, die zu gunsten des Boykotts das an Private für 3 M. nur noch 30 Flaschen Lagerbier à 0,4 Liter betreffende Verbot verschiedentlich zu umgehen versucht haben, liefern werden. Wir fürchten, daß die Sympathien und es sei nahe daran gewesen, daß die Arbeit wegen der Sache für die Boykottirten im Publikum durch diesen Beschluß eingestellt wäre. Eine alte Frau, die in dem Hause gewohnt nicht erhöht werden. hat, ist aus Furcht vor den Anarchisten verzogen. Hochmuth kommt vor dem Fall und daß die Kingbier- Wie wir aus guter Quelle vernehmen, hat die alte Frau Aber daß die gewaltige Summe überhaupt in die Tasche eines herrlichkeit bald von dem verdienten Schidjal ereilt wird, dafür jetzt in der Redaktion der„ Neuesten Nachrichten" ein sicheres einzelnen Unternehmers fließen darf, darüber regt sich das antiforgt beitlich die Arbeiterschaft mit gebührendem Eifer und Unterkommen gefunden. femitische Organ nicht sonderlich auf. Es fragt zivar, ob die " M " Berlins. Die königlichen Mineralbrunnen von Niederfelters, Fachingen und Gailenau, aus denen das echte, natürliche Selters- Wasser" stamint, sind fürzlich gegen eine Jahrespacht von 320 000 M. einer jüdischen Firma zur alleinigen Ausbeutung überlassen worden. Ein antisemitisches Blatt regt sich darüber auf, indem es vorrechnet, daß der tägliche Bedarf an echtem Selters- Wasser" auf 150 000 Flaschen à 25 Pfennig zu schätzen sei, so daß bei einem Reingewinn von 10 Pf. pro Flasche ein Gesammtprofit von 15 000 m. per Tag oder 450 000 m. per Monat oder 5 400 000 m. per Jahr herauskommt. Diese gewaltige Summe", jammert das Blättchen, fließt in die Taschen der Juden und wird gezahlt von den nach Heilung lechzenden armen Deutschen". " Der V # Am An der Ecke Staatsregierung den Gewinn von mehr als 5 Millionen nicht I suchte. Der Schuldner erhielt nun einen vom 4. Februar 1893| Wetter- Prognose für Freitag, den 10. August 1891. selber brauchen könne, macht aber im übrigen kein Hehl batirten Mahnzettel des städtischen Vollstreckungsamtes I mit der Ein wenig fühleres, zeitweise heiteres, vorherrschend wolkiges daraus, daß es mit der Ausbeutung der Quellen( oder richtiger: Aufforderung, 7 Pf. an die Stadtkasse in Luckenwalde innerhalb Wetter mit mäßigen bis frischen westlichen Winden, etwas Regen ,, nach Heilung lechzenden armen Deutschen") durch drei Tagen einzusenden und vor Ablauf der Frist den Post- und Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau. einen einzelnen Unternehmer vollkommen einverstanden schein, unter Entrichtung der Mahngebühren mit 10 Pf., dem wäre, wenn es nur nicht ein Jude wäre, der den Vollziehungsbeamten vorzulegen, bei Vermeidung der Pfändung. Polizeibericht. Am 7. d. M. Nachmittags entlud sich in Rebbach machen darf. Es hatte sich thatsächlich ein altangesehenes, Dr. Merker respektirte den Mahnzettel nicht, und so wurden von der Metallwaaren- Fabrik von Weiß, Chauffeeftr. 39, ein einem ehrenwerthes, christliches Geschäft" mit um die Brunnen beworben, ihm am Montag 37 Pf.( einschließlich 20 Pf. Porto) zwangs- Arbeiter zur Reparatur übergebener Taschenrevolver während aber 20 000 m. weniger geboten. Die christliche Firma, meint weise eingezogen. Derfelbe Apparat wird auch bei der Steuer der Besichtigung der schadhaften Stelle. Die Kugel drang dem das Blättchen auf grund erhaltener Informationen, hätte gern für 1894 spielen, da Dr. Merker den Pfennig nicht einsenden Arbeiter in die Brust und verlegte ihn so erheblich, daß seine weit mehr geboten, um die Quellen in Pacht zu bekommen", will. Daß die Luckenwalder Behörde um einen Pfennig einen Ueberführung in das Augusta- Hospital erforderlich wurde. wenn sie nur rechtzeitig von dem Mehrgebot benachrichtigt" großen Streit erhebt, nimmt uns nicht weiter Wunder; daß der 8. d. M. Morgens fiel ein Dienstmädchen in der Elisabethstraße worden wäre. Ja, warum hat sie denn nicht von vornherein Berliner Magistrat Wollstreckerdienste für den Luckenwalder infolge eines Fehltritts hin und erlitt anscheinend eine Verlegung des Knöchelgelenks. An der Ecke der Thurm- und Wilsnackerstraße mehr geboten? Sie hätte das Zehnfache, drei Millionen, Magistrat versieht, das ist eben großstädtisch. bieten können, und es wären ihr bei einem Verkaufspreise Die herrlichste der Welten. Aus Nahrungssorgen hat fiel ein Mädchen beim Abspringen von einem in der Fahrt bevon 25 Pf. pro Flasche immer noch 2 700 000 m. als Ge: fich die 51 Jahre alte Wittwe Wilhelmine Potschulte am Mitt- findlichen Pferdebahnwagen zur Erde und blieb bewußtlos liegen. winn übrig geblieben. Aber sie wollte sich eben den zu erwoch Atend das Leben genommen. Als ein Droschkenkutscher. Es erlitt außer einer Quetschung am Hinterkopfe anscheinend wartenden Riesenprofit, der aus den Taschen der nach Heilung der bei ihr wohnte, um 10 Uhr Abends die Räume in dem eine Gehirnerschütterung und mußte nach dem Kranten lechzenden armen Deutschen" herausgeschunden wird, um feinen, Sause Memelerstraße 28 betrat, fand er seine Birthin als Leiche Bellealliance- und Yorkstraße der dort Posten stehende Schutzmann hause gebracht werden. Nachmittags wurde an der Ecke der noch so minimalen Betrag schmälern lassen. Nachdem ihr auf. Frau Potschulte hatte sich an der Thür erhängt. Wer beim Versuche, das durchgehende Pferd einer Kutsche aufzuhalten, darüber der ganze, so verlockend fette Biffen entgangen und will nach derartigen, ausreizenden Handlungen, die in heutiger eine Strecke weit mitgefchleift und dann zu Boden geschleudert. noch dazu von einem Juden weggeschnappt worden ist, schreien Beit zu den Alltäglichkeiten gehören, noch daran zweifeln, daß eine Strecke weit mitgeschleift und dann zu Boden geschleudert. die Antisemiten- Blätter:" Wir machen Riesenfortschritte in der einzig ein Radikalmittel, nämlich das so eindringlich empfohlene der Friedrichstraße und der Straße Unter den Linden wurde ein Er erlitt dabei bedeutende innere Verlegungen. Verjudung!" und:" Welchen Zuständen gehen wir entgegen, Blaue- Bohnen Rezept der Bismarckpresse noch die in ihren Handelsmann von dem vor seinen Wagen gespannten Hunde zu wenn nach einander alles in die Hände der Juden fällt?!" Grundvesten erschütterte herrlichste der Welten vor dem von der Boden gerissen und fiel gegen einen vorüberfahrenden Lastwagen. Ja, wahrhaftig, was soll daraus werden, wenn das christlich- Sozialdemokratie erstrebten erschrecklichen Zustand retten kann, Hierbei erlitt er eine erhebliche Verlegung am Kopfe und mußte germanische Unternehmerthum immer mehr um fein einstiges unter dem jeder Mensch satt zu essen haben soll? Borrecht, den Konsumenten allein das Fell über bewußtlos nach der Charitee gebracht werden. Dhren ziehen zu dürfen, gebracht wird?! Schrecklich! Im Schmelztiegel verbrannt. Auf eine entsetzliche Art eine Frau in ihrer Wohnung, in der Memelerstraße, erhängt vor Die Angelegenheit dürfte übrigens gerade unter den ist am Mittwoch Abend der in Weißensee wohnende 26jährige gefunden. gegenwärtigen Zeitumständen noch von ganz besonders Arbeiter Hermann Bütow um's Leben gekommen. B. war in der tragischen Folgen begleitet sein. Die Antisemiten wissen bekannt- Herzog'schen Lacksabrit am Schmelztiegel als Vorsieder beschäftigt. lich in ihrer einzig dastehenden Logit den Boykott gegen die Kurz vor der Feierabendstunde wollte nun B. von der oberen Juden, den sie seit Jahren proklamirt haben, sehr wohl mit ihrer Plattform des Kessels aus das Abzugsventil öffnen, um den anneuerlichen Bekämpfung des sozialdemokratischen Boykotts gegen gesammelten Chlordampf abzulassen. Durch irgend einen Um Die Berliner Ringbrauereien zu vereinen. Um den bedrängten stand löste sich nun plöglich der Verschlußriegel unter der PlattRingbrauern die Keller etwas zu leeren und die Taschen zu füllen, form, wodurch lettere abrutschte und B. fopfüber in den mit haben sie sich erboten, das boykottirte Bier pferdeeimerweise zu edend heißem Copallack angefüllten Ressel stürzte. Den zu Hilfe ſaufen. Was soll nun aber werden, wenn jetzt auch noch das eilenden Arbeitern gelang es nicht, den Verunglückten noch lebend Selters- Wasser", das doch nun einmal die nothwendige aus dem Kessel zu ziehen, denn er war vollständig verbrannt. Ergänzung jedes Saufgelages bildet, nur von Juden Bei dem Rettungswerk hatten sich zwei Arbeiter schwere Brand- Schöneberger Amtsdieners zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt bezogen werden kann? Werden die Antisemiten die Ringbrauer wunden an den Händen zugezogen. im Stich lassen, oder werden sie dem aus den jetzt verkojcherten Schornstein Einsturz. In Oberschönweide, dicht an der Quellen stammenden echten Selters- Waffer" das zwar weniger neuen Spreebrücke, wird jetzt eine neue Pappenfabrik erbaut. wirksame, aber dafür jubenreine künstliche Mineral- Waffer Am Dienstag Vormittag war der zira 80 Meter hohe Fabrikvorziehen? Jetzt bewahre der Himmel die Ringbrauer davor, schornstein vollendet worden. Als Nachmittags gegen 5 Uhr ein daß auch noch der gesammte Heringsfang und Betrieb in Juden heftiges Unwetter los brach, verließen die Bauarbeiter, die mit hände übergeht; sonst fliehen ihnen sämmtliche Antisemiten aus der Abrüstung beschäftigt waren, das Gerüst. Kurz darauf den boykottirten Bierlokalen und nehmen ihnen das letzte bischen wehte der heftige Sturm den Schornstein total um. GlücklicherHoffnung mit weg. viloma weise ist dabei kein Menschenleben vernichtet worden. aktiven Turnern." die In der Laubenkolonie an der Herrfurthstraße in Rigdorf brach in der Nacht zum Mittwoch Fener aus, welches die Laube eines Arbeiters einäscherte. Glücklicherweise gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Da augenscheinlich Brandstiftung vorliegt, vermuthet man einen Racheakt. dienen. Abends wurde Gerichts- Beifung. Der bekannte forsche Brauch, die Leute, die beim Verlaffen des Gerichtssaales die Kopfbedeckung vorzeitig auffezen, wegen Ungebühr vor Gericht mit einer exemplarischen" Strafe zu belegen, wurde am Donnerstag von der ersten Ferien Straf kammer am Landgericht II gegenüber zwei Maurern geübt. Die beiden Männer, von denen einer wegen Mißhandlung eines bekamen wegen dieses Verstoßes gegen die Ge richtsetikette je drei Tage Haft zudiktirt. Schrumm! worden war, Reichenberg i. B., 9. August. Das Schwurgericht ver urtheilte den verantwortlichen Redakteur des" Textilarbeiters", urtheilte den verantwortlichen Redakteur des" Textilarbeiters", Joseph Schiller, wegen angeblicher Herabwürdigung der Joseph Schiller, wegen angeblicher Herabwürdigung der katholischen Kirche durch Artikel im" Textilarbeiter" zu zwei Monaten strengen Arrests. Desterreichische Justiz. Das Prager Ausnahme. gericht verurtheilte einen wegen Münzverfälschung zu dreizehn Jahren verurtheilten Sträfling, Namens Zima, wegen: Soch= Ein hochdastehender Verein. Von der beschämenden verraths zu elf Jahren schweren Kerkers. Der Thatbestand war Geistesfinsterniß, die noch in einigen Gegenden Deutschlands folgender: Bima versperrte am 27. April in der Strafanstalt herrscht, in die das Licht des Sozialismus noch nicht gedrungen, Pankrat die Thür seiner Zelle mit Holzstücken, die er aus dem giebt eine Notiz Zeugniß, die sich in einem Trier'schen Blatte Weberstuhl herausgenommen hatte und ließ niemanden eintreten. findet. Unter vielen anderen Beiträgen, die aus allen Gauen Während er sich allein in der Zelle befand, zeichnete er mit Deutschlands für die dem Hunger überantworteten Brauereiarbeiter eingegangen, hatte der Vorwärts" auch eine Summe zu Ihren Beruf verfehlt haben die Polikliniken. Um dem einem Pinsel auf Leintuch einige hochverrätherische Worte quittiren, die ihm laut zuſchrift von mehreren aktiven Turnern Mißbrauch derselben zu steuern, soll die Absicht bestehen, Plakate und zwar in deutscher Sprache auf. Bom Inspektor der des Turnvereins Saarburg zugestellt worden war. Dies paßt in denselben anzubringen folgenden Inhalts: Dieses Institut Hauswache, der noch mit anderen Gefangenauffehern durch das nun dem Vorstand des anscheinend noch tief im reichstreuen ist zu dem Zwecke gegründet worden, um jene Unglücklichen zu Thürfenster den Sträfling beobachtete, darüber zur Rede gestellt, Sumpf steckenden Turnvereins nicht in den Kram unterstützen, welche zu arm sind, um die ärztliche Hilfe bezahlen gab Zima an, er habe das Leintuch zum Fenster hinaushärgen und er erläßt daher außer der gestern veröffentlichten famosen zu önnen. Die hier Hilfesuchenden werden von nun ab ge- wollen, damit jeder lesen könne, was darauf stehe. Am 5. Viai Buschrift an uns ein Gingesandt, in dem an die Kundgebung halten sein, auf Ersuchen die gewünschte Auskunft zu ertheilen, wurde Zima eine Disziplinarstrafe diftirt. Hierbei benahm eines Vereinsfestes folgende drollige Bemerkung geknüpft wird: um dem Mißbrauch zahlreicher Personen zu begegnen, welche die fich Bima so erregt, daß einige Gefangenwärter herbeis Da das vielversprechende Fest einem oder mehreren nicht zu von ihnen in Anspruch genommene Hilfe selbst gut aus eigenen gerufen werden mußten, um ihn zur Vernunft zu bringen. Zima aber erfaßte mit einer Hand einen Kübel, mit passen scheint, sucht man auf geradezu schmutzige Weise den Mitteln bezahlen tönnten." Der zweiten eine Ranne, schwang die beiden Gefäße hoch dastehenden Verein zu verdächtigen. Der Vorwärts" bringt Spurlos verschwunden ist seit Sonnabend, den 28. Jul in der Luft und schrie:„ Geht weg, Ihr Hunde, oder ich erschlage nämlich in Nr. 178 folgende Notiz;" Für die ausgesperrten d. I., früh 129 Uhr, Frieda, die geistesschwache 19jährige Euch!" Es mußte Militäreskorte requirirt werden. Beim Anblick Brauerei- Arbeiter sind eingegangen: Von mehreren aktiven Tochter, des Schuldieners A. Kubbe hier, Barutherstr. 20. Da derselben ließ sich Zima ruhig in seine Zelle abführen. In der Turnern des Turnvereins Saarburg bei Trier 1,20 M." Der felbige trotz aller Bemühungen bis jetzt noch nicht aufgefunden Verhandlung vor dem Prager Gericht fragte der Vorsitzende nach. Turnrath wird gegen den Urheber dieser gehässigen Berist, wird jeder höflichst gebeten, falls selbige angetroffen wird, Verlesung der Anklage den Angeklagten, ob er sich schuldig fühle. leum bung und Verdächtigung das Weitere veranlassen. Der sie nach dem nächsten Polizeirevier oder nach oben genannter Angeklagter: Nein, in feiner Hinsicht. Hoher GerichtsTurnverein zählt kein sozialdemokratisches Mitglied unter seinen Wohnung zu befördern. Sie ist von mittlerer Statur, war mit hof! Wir ist es gar nicht eingefallen, das Verbrechen des Hochschwarz und blautarrirtem Rock, weiß und blau gestreifter verrathes zu verüben. Ich wurde ungerechterweise wegen FalschAch, die Armen! Auch bei ihnen wird es Licht werden. Blouse, schwarzen Strümpfen, halben Schuhen und blaudruck münzerei zu 12 Jahren verurtheilt und dieser Umstand regte mich Zur Beachtung für Ausflügler! Ter Gastwirth Küchenschürze bekleidet, hatte goldene Dollar- Ohrringe und furchtbar auf. Das Gericht bestimmt, daß der Sträfling Künzel, Hanket's Ablage- Beuthen, schäuft seit einigen Tagen Broche, ein am Sammetband befestigtes Medaillon, sowie einen höchstens drei Jahre hindurch in der Einzelhaft angehalten wieder Schultheiß- Versandtbier und ist daher aus der Liste der Handforb bei sich, sie war jedoch ohne Kopfbedeckung. Eine werden soll; ich habe jedoch bereits fünf Fabre in Ginzel jenigen Wirthe, die boykottfreies Bier verzapfen, zu streichen. runde Narbe im Genick dürfte als besonderes Erkennungszeichen haft verbracht. Ich habe deshalb beim Oberdirektor darüber Klage geführt, doch hat dieser darauf nicht gead; tet. Das Alleinsein Der Gesangverein 3aget nicht", Stegli, feiert der Lokalsperre wegen sein Sommervergnügen nicht am 11. Auguft Bezüglich der Errichtung weiterer Feuerwachen werden regt mich fürchterlich auf, ich wurde dann jähzornig, unüberlegt in Steglitz, sondern am 18. August im Kurhaus, Friedenau, uns folgende ergänzende Mittheilungen gemacht: Zwischen dem und sage und thue so manches, was ich später berene. Das Rheinstraße. fönigl. Polizeipräsidium und dem Magistrat der Stadt Berlin gegenwärtige Leben halte ich nicht mehr aus, lieber nehme ich schweben thatsächlich bereits Verhandlungen bezüglich Errichtung Byantali. Vorf.( zum Angell.): Woher kennen Sie denn die Woltersdorf. Wir geben nachstehend die Wirthe bekannt, neuer Löschdepots. Die Anlegung eines solchen in der Gegend Säße, die Sie auf das Leinentuch aufgezeichnet haben? Angekl: welche auf dem in Kaltberge- Rüdersdorf am 11., 12., 13. d. W. der Fischerbrücke verzögert sich vorläufig nur durch den Umbau, Ich habe während des Prozesses gegen die Anarchisten Stell stattfindenden Bergmannsfest boykottfreies Bier ausschänken und er der dort vorgenommen wird. Die Verhandlungen in betreff macher und Kammerer in Wien gearbeitet; die Anarchisten haben warten von jedem zielbewußten Arbeiter, daß er sich seiner Pflicht einer Feuerwache in der Gegend des Halleschen Thores schweben verschiedene Bettel verstreut, auch in unsere Weckstatt kam ein bewußt ist und fein boykottirtes Bier trinken wird. Boykottfreies schon seit Mitte der 70er Jahre(!!!). Wenn man glaubt, daß solcher Bettel geflogen. Bier schänken aus: Röppen, Wagner, Häring, erst die Eingemeindungsstage abgewartet wer en müsse, um Die Wiener Zeitungen haben sich gleich telegraphiren lassen, daß Hildebrandt, Förster, Mary. Fellinger, planmäßig mit der Errichtung neuer Feuerwehr Depots in den der Mann mit Stellmacher und Kammerer verkehrt" hätte, und Geschw. Erpel. Die Lotal= Kommission. J. A.: Erust betreffenden Vorstädten vorzugehen, so genügt ein Blick auf den sie haben, wohl um das„ Verbrechen" etwas sachlicher zu NB. Bu erkennen sind die Lokale, wo boykottfreies Bier Plan von Berlin, woraus sofort ersichtlich, daß die Lage der machen, dazu gelogen, daß der Angeklagte das Leinentuch herausneuen Depots nicht so gewählt werden kann, um von denselben gehängt hat. ausgeschänkt wird, an den Plakaten der Brauerei Eyel, Rüdersdorf. aus bequem die äußeren Stadttheile zu erreichen. Sehr bedenkNeue Engpässe? In der inneren Stadt ist man jetzt start lich sieht es im Süden, namentlich nach der Hasenhaide hin, beschäftigt, Straßen zu verbreitern. Nachdem die Buddelei auf aus. Hier ist fast alles Hochstadt", hoch gelegenes Terrain; die dem Mühlendamm endlich zur Ruhe gekommen ist, geht es an Wasserleitung kann nicht direkt zum Spritzen benutzt werden, die Verbreiterung der Gertraudtenstraße; auch die Rosenstraße sondern nur zum Jüllen der Feuerlöschwagen. Wir bemerken und die Rosenthalerstraße müssen sich, dem Zuge der Zeit übrigens noch, daß die laufenden Ausgaben für eine Feuerwache folgend, bei der sich Pferdebahn- und großer Wagenverkehr und jährlich hoch gerechnet 65 000 M. betragen. schmale Passage nicht verträgt, in der Breite ausdehnen. Man Berichtigung. Der Echankwirth Hagenow, Arndtstr. 35, tann kaum seine Verwunderung unterdrücken, wenn man nun sieht, ist durch einen Irrthum seitens der Kontrolle gestrichen worden. wie diesem löblichen Bestreben, die Straßen zu verbreitern, bei der Derselbe schänkt boykottfreies Bier und ist nach wie vor weiter Anlage der Pferdebahn, welche über die Linden führt, entgegengearbeitet auf der Liste zu führen. wird. Dort, wo Neue Promenade und Hackescher Markt zusammen auf der Liste zu führen. stoßen, find Doppelgeleise gelegt, troydem die Straße taum so breit ist, wie an der gefürchteten Ecke Gips- und Rosenthalerstraße. Wer da weiß, welch immenser Menschenverkehr dort, besonders in den Morgen- und Abendstunden, herrscht, wird mit uns der Meinung sein, daß hier in der That ein neuer Engpaß geschaffen wird. Wenn man dem entgegen hält, daß durch An- Stationen. lage der Pferdebahn sich der Menschenstrom wesentlich verringern wird, so täuscht man sich: der größte Theil der Tausende, welche die Neue Promenade, diese Verbindung des Nordens mit dem Zentrum und Westen, passiren, find Arbeiter, welche aus petuniären Gründen garnicht in der Lage sind, regelmäßig die Pferdebahn zu benutzen. Wenn man einmal schon die Engpässe beseitigen will, sollte man doch nicht ohne zwingenden Grund neue schaffen. Neumann. Witterungsübersicht vom 9. August 1894. reduzirt auf Barometer itand in min, d. Meeressp. Windrichtung Wetter Temperatur ( nach Celfins 15° C.= 4° 9.) Das Urtheil lautete wie erwähnt. Versammlungen. # -Für die Arbeiter- Bildungsschule fand am 8. d. M. im Kolberger Salon" eine von Männern und Frauen leider nur mäßig besuchte Voltsversammlung statt. Wohl mit Recht führte Genosse Wagner diesen schwachen Besuch weniger auf einen Mangel an Interesse als auf die wirthschaftlichen Mißstände zurück. Die Bildungsbestrebungen der Arbeiter und die Kunst" lautete das Thema, welches der Vortragende, Echrift. steller Schulz( Steglit), mit großem Geschick behandelte. Redner verstand es ausgezeichnet, seinen Hörern verständlich zu machen, warum der alles umfassende Sozialismus die Kunst bisher scheinbar vernachlässigt habe, indem er veranschaulichte, wie selbst die Kunst abhängig vom Geldsacke, die Künstler Schleppenträger des Kapitalismus seien. Derartige Kunst und derartige Künstler seien für den Emanzipationskampf der Proletarier wenig oder gar nicht zu gebrauchen. Die Liebediener der Bourgeoisie und der herrschenden Gewalten ge= langten zu Ehren und Ansehen, würden Künstler von Geldsacks Gnaden, indessen ungezählte, im Volfe schlummernde Talente verkommen und vergehen müssen, indem ihnen die nothwendigen Existenzbedingungen fehlen. Ein Künstler müsse frei und unab hängig von fleinlichen materiellen Sorgen sein, um fünstlerisch schaffen zu können; ebenso könne aber auch nur derjenige die Kunst voll und ganz genießen, sich dem Kunstgenusse mit ganzer Die Steuerbureaukratie, so schreibt die Freis. 3tg.", hat Wien Seele hingeben, der frei und unbeeinflußt von den alltäglichen ihren größten Triumph in Luckenwalde gefeiert, wie folgender Haparanda Sorgen ist. Die Kunst tönne nur in der Freiheit sich entfalten. Fall barthut. Der Berliner Großdestillateur Dr. Merker ist Petersburg Diese Borbedingung wolle und werde der Sozialismus schaffen. Eigenthümer eines kleinen, brach liegenden Grundstücks in Lucken- Cort. Dieser habe die Arbeiter zum Klassenbewußtsein geweckt. Die walde, für das er jährlich einen Pfennig Grundsteuer, und zwar Aberdeen Kunst, die in hohem Maße wahre Kunst, vermöge in vierteljährlichen Beträgen in der ersten Hälfte des zweiten Paris die Bestrebungen des Sozialismus zu unterstüßen, deshalb hätten sich die Bildungsbestrebungen der Arbeiter berechtigter Monats eines jeden Quartals an die Stadtkaffe zu Luckenwalde abführen soll unbeschadet der Befugniß zur früheren Ent Witterung in Deutschland am 9. August, 8 1hr Morgens. Weise auch auf die Kunst zu erstrecken. Auf allen Gebieten der richtung und zur Vorausbezahlung", wie es im Steuerzettel Nachdem der Himmel im Laufe des gestrigen Tages sich Kunst habe es jederzeit Männer gegeben, welche für das Volk heißt. In seinem und der Behörde Interesse hatte sich, wie ver- vorübergehend aufgeheitert hatte, herrschte heute wieder im lebten und strebten und wirkten und schafften und gewissermaßen Diese schiedene Blätter berichten, Dr. Merker erboten, die Steuer für größten Theile Deutschlands trübes Wetter; an der Nordsee und Vortämpfer für den befreienden Sozialismus waren. zehn Jahre im voraus zu entrichten, das Anerbieten ist jedoch im westlichen Binnenlande finden Regenfälle statt. Nur im Männer und ihre Werke den bildungsbestrebten Arbeitern in von der Stadtobrigkeit in Ludenwalde abgelehnt worden. Darauf Often ist es theilweise heiter. Die füdwestlichen Winde haben tunstgeschichtlichen Vorträgen nahe zu bringen und deren Be sandte der Steuerpflichtige den für das Rechnungsjahr 1892/3 fälligen sich etwas verstärkt, die Temperaturen durchschnittlich ein wenig deutung zu erläutern, dahin ging der Vorschlag, den der VorBetrag von 0,01 m. nicht ein, worauf die Luckenwalder Stadtkasse zugenommen; Neufahrwasser und Ewinemünde melden heute tragende machte in der richtigen Erkenntniß, daß derartige Vors träge nur bildend und veredelud zu wirken vermöchten und auch den Magistrat um zwangsweise Beitreibung des Pfennigs er Morgen 20 Grad Celsius. -w " Swinemünde Hamburg Berlin Windstärke 500-100( Stala 1-12) 757 GSD 755 758 G Wiesbaden. München 760 SW 764 SW 761 Still 754 Still 761 SW 759 WNW 751 NW • 761 SW 2 bedeckt wolkenlos wolkenlos wolfig Dunst bedeckt bedeckt 20 16 19 17 17 18 15 halb bedeckt woltig wolkig 15 15 15 woltig 15 ehr bald sich einen Freundeskreis erringen würden. Der all-| Deutschlands.) Die zwette Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und| Bukowina weist das Vorkommen der Cholera in 17 politischen gemeinen Sympathie, welcher dieser Vorschlag begegnete, lieh Ge- Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Stalizerſtr. 65/56. nosse Wagner beredten Ausdruck. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. Heute, Freitag, den 10. August, Abends 8 Uhr, findet im Lotal von Schöning, Stauschreiber straße 29, fombinirte Sigung sämmtlicher Verwaltungen Berlins statt. Achtung, Schuhmacher. Sonnabend, den 11. August, bei Feindt, Weinstraße Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord: Schule, Müllerstraße 179a und Südost Schule, Waldemarstr. 14 Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. 35-37 bei Schneider. Vergnügungsverein Veilchen, Abends 9% Uhr, bet Brauns, Bezirken auf, darunter in dem Bezirk Zaleszczyki 16 Er Dranienitr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr frankungen und 9 Todesfälle und in dem Bezirk Horodenka Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 14 Erkrankungen und 8 Todesfälle. London, 8. Auguft. 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenseftraße 3. Lepidopt. Bereinigung Die bakteriologische Untersuchung des an Bord des Dampfers BalOrion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenfir. 95, Restaurant Effenberg. Mufitverein Hoffnung, abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauer, more" vorgekommenen Todesfalls, sowie diejenige eines anderen Bergnügungsverein Berolina Erkrankungsfalles an Bord desselben Schiffes ergab cholera asiatica; ftraße 11, Berfammlung. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Abends 9 Uhr im Restaurant„ Bundesrattat, gegenwärtig befinden sich 4 Patienten in Behandlung.- A m ft e r= Sigung. Nach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Abends 8 Uhr im Lokale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, dam, 8. Aug. In Mastricht tamen seit gestern drei Todesfälle, Sigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends Uhr, jedoch keine neue Erkrankung an. cholera asiatica por. In Cuvryfir. 48 bet Kricheldorff. Rubérvérein Borwarts, ertrantten in Haarlem Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowigbrücke.-BergnügungsMadrid, 8. Aug. verein Im Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bet Saverland, Weberstr. 32. starben zwei Personen an der Cholera. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Ben Heute wurde in Lucena ein Cholera- Todesfall gemeldet. Guests are welcome. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% Uhr, bei Gruber, Mariendorfer. 5. We sien, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Bund der gesellig... Arbeitervereine Berlins und Umgegend. The Buſchriften find zu fenden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Stattlub atro, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GejangFreitag. Männer- Gelang verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Quartettverein Wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Männerchor Walde srauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Warfgrafenftr. 87. Privat Theaterverein Grescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Punbuserstr. 35. Straße 13-14. Vermischtes. 9 Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort zu ertheilen lehnen wir ab. C. Schön, Nixdorf. Sprechen Sie, wenn möglich, noch einmal auf der Redaktion vor. leber den Stand der Cholera liegen folgende NachTheaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Garten- richten vor: Danzig, 8. August. Der Staatskommissar meldet: Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung Bei zwei Personen ist in der russischen Grenzstadt Dobrzyn turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des gestern Cholera bakteriologisch festgestellt worden. Vom 3. bis Lessing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen G., Offenburg. Der Vorwärts" wird schon mit der ersten die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn- 6. August tamen in Dobrzyn 30 choleraverdächtige Erkrankungen balle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Die Epidemie besteht seit zwei Wochen; Post abgesandt. Von hier aus läßt sich also nichts thun. Kraft und Artisten mit 5 Todesfällen vor. flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Nebungsstunde bei Grüßner, der Uebergang bei Gollub ist gesperrt und die Drewenz Beier. Welche Zeitung brachte den Artikel? Bei dem einWaldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArWien, gesandten Exemplar fehlte das Titelblatt. beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr( Kreis Briefen) wird durch Gendarmen abpatrouillirt. Ackerfir. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbetter- Zurnerbundes 8. August. Der heutige Cholerabericht aus Galizien und der Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 10. August. Leffing- Theater. Das zweite Gesicht. Rehdenz- Theater. Jugend. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Unserm Freund und Genossen, dem Maurer Theodor Bölter, zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! Tedor, woll'n wir noch'n paar. Reichentronsche nehmen? 22156 Die Bierschnüffler von der Ecke. Todes- Anzeige. Den Genossen des = 3. Reichstags Wahlkreises zur Nachricht, daß der Genosse Rudolf Kohlhardt Bellealliance- Theater. Rigoletto. Aleranderplak Theater. Verstorben ist. botene Liebe. National- Theater. Faust. Theater Unter den Linden. Zigeunerbaron. Der Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. am Mittwoch, Abends 9 Uhr, verDie Beerdigung findet am Sonntag, den 12. August, Nachmittags 3 Uhr, von der Wohnung Brandenburgstr. 3, nach dem Begräbnißplatz der Freireligiösen Gemeinde in der PappelAllee statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topigewächse, Guirlanden u. s. w. " D. 100. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Todes- Anzeige. Verein Schäftebranche. Sonnabend, den 11. Aug., Ab Den Mitgliedern des 278/3 9 Uhr, in den" Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Versammlung. Vortrag des 2216b Sozialdem. Wahlvereins für den Genossen Winter aus Elberfeld. 3. Berl. Reichstags- Wahlfreis Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. zur Nachricht, daß das Mitglied und Sonnabend, den 11. Angust, Abends 81/2 Uhr, langjähriger Genoffe, Buchbindermftr. im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobftrahe Nr. 48 a: Rudolf Kohlhardt = an der Proletarier Krankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. August, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Brandenburgstr. 3, nach dem Freireligiösen Friedhof, Pappel- Allee, statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter Christiane Pohl geb. Hänel am 8. d. M., früh 10 Uhr, nach kurzem aber schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Der trauernde Gatte nebst Kindern, Frankfurter Allee 91. Die Beerdigung findet von der LeichenNachmittags 4 Uhr, statt. Volts- Borstellung zu bedeutend Billigste( Markthallen-) Preise bei ge- halle in Wilhelmsberg am Sonntag, ermäßigten Preisen. Gastspiel des Fräul. Martha Kronberg und des Herrn Gustav v. Fischer. Faust. Eine Tragödie in 6 Abth. von Goethe. Regie: Mar Samst. Rassenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Possen und Lustspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Zum ersten Male: Susaune im Bade. Große Posse mit Gesang in 5 Atten von Eugen Prudens. Musit von Adolph Wiedecke. Castan's Panoptikum. Hawaiische schmackvoller Ausführung. Achtung! Achtung! Maurer Schönebergs und Berlin Weft. Oeffentliche Versammlung am Sonntag, den 12. August, Vorm. 11 Uhr, im Lokal des Herrn Keßner( Schöneberg), Grunewaldstr. 110. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen H. Silberschmidt über:„ Warum organi siren wir uns?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 188/4 Der Einberufer: Wilhelm Fritzsch. Fachverein der Tischler. Montag, den 13. August, Abends 82 Uhr, in den Armin Hallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Kartell und Gewerkschaften". 2. Diskussion. 3. Nachwahl des 2. Schriftführers. 4. Boykottangelegenheiten. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, wegen der Wichtigkeit des Punkt 4 zahlreich zu erscheinen, außerdem von jeder Werkstelle resp. Arbeitssaal einige Rollegen in diese Versammlung zu delegiren. Die Kollegen werden ferner auf den am 18. August stattfindenden großen Sommernachts- Ball und Garten- Konzert in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, aufmerksam gemacht und um zahlreichen Besuch gebeten. Billets für Herrn 50 Pi., Damen 25 Pf., sind bei den Vorstandsmit gliedern, sowie bei Nohr, Naunynstr. 78, und in den Arminhallen zu haben. Heine Haalverweigerung. Kein Ringbier. 197/6 Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Sonntag, den 12. August 1894, Vormittags 10% Uhr, bei Berlins und Umgegend. Ehrenberg, Annenstrasse No. 16: Branchen- Versammlung der Rohrleger und Gehilfen. Tages- Ordnung: 172/9 1. Vortrag des Genossen. Jahn über:" Die französische Arbeiterbewegung". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zur Beachtung! Die Branchenversammlungen finden regelmäßig jeden zweiten Sonntag im Monat im obigen Lokale statt; es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, dieselben regelmäßig und pünktlich zu besuchen. Nichtmitglieder als Gäste willkommen! Sonntag, den 12. Auguft, Vormittags 10 Uhr, in Triesethau's Salon, Sophie- Charlottenstraße 94: Bezirks- Versammlung für Charlottenburg. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Genossen Timm über: Das Arbeiterschutz- Geset". 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden die Rohrleger und Helfer CharGeneral- Verlammlung. lottenburgs besonders eingelaben. Tages- Ordnung: Königs- Tänzerinnen. Des Bibliothetars. 4. Verschiedenes. den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: 1. Abrechnung des Kassirers. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bericht Am Sonntag, den 12. August, Vormittags 10 Uhr, in In dieser Versammlung wird Bericht erstattet über die letztgeführten Der Araber Hassan Ali, Prozesse. Es ist nothwendig, daß sämmtliche Mitglieder erscheinen. der schwerste Mensch der Welt 238/2 Tischler- Verein. Sonnabend, den 11. August, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. Abrechnung von der Dampferpartie. Der Vorstand. Central- Kranken- u. SterbeDer Vorstand. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Berlin. Mitglieder Versammlung Sonntag, 12. August, Vorm. 10. Uhr, in Röllig's Saal, Neue Friedrichstr. 44. 246/2 Tages Ordnung: 1. Berathung über die Statutenvorlage des Zentral- Vorstandes. 2. Oeffentl. Maurerversammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Vorgänge auf den Bauten Hollmannftr. und Augsburgerstr. 2. Submissionswesen. Referent Genosse ehler. 3. Gewerkschaftliches. 4. Wahl eines Vertrauensmannes für den Norden. J. A.: Carl Schulze, Vertrauensmann der Berliner Maurer. 188/5 Stellungnahme z. 9. Deutſchen Zöpfer- Stongres: Wahl eines Delegieten. Steinseher Berlins und Umgegend. 3. Vereinsangelegenheiten. Kasse der Tischler und anderer Achtung! gewerblicher Arbeiter. OrtsDer Vorstand. Tapezirer. Achtung! Montag, den 13. August, Abends 8 Uhr, in der ,, Berliner Ressource", Kommandantenitr. 57. verwaltung Berlin C. Große öffentliche Versammlung. Mitgliedern zur Nachricht, daß die Zahlstellen Belle- Alliance Play 6 % nach der Linden- Straße 2 bei Bohnsack, B Tages Ordnung: 1. Aufstellung eines Kandidaten zum Gewerbegericht. 2. Bericht und und Wartenburg Straße 16 nach der Neuwahl der Agitations- Kommission. 3. Bericht des Delegirten der GewerkBelle Alliance Straße 74( Ecfe Bergmann- Straße) bei Kizing verlegt sind. Schafts- Kommission. V Verband der Sattler. Sonnabend, den 11. d. m., bei Krüger, Fennstr. 5: Versammlung. 213/6 l Steglitz. Gig. V. Baget nicht". Lokalsperre halb. ist d. Ball n. d. 11., sondern 18. Aug. Kurhaus, Friedenau Unserem Kollegen Lorenz Kurt mann zu seinem heutigen Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch! Die Kollegen vom Bau Dunckerstraße. Lorenz! ob es in der Sängerbörse wohl noch Märzweißen giebt? Unserm Freunde und Genossen A. Braak au feinem 27. Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Deine Freunde.... 8. In Anbetracht der wichtigen Punkte erwarten wir, das jeder Tapezirer am Plaze ist. Die Agitations- Kommission. Achtung! 233.1 Schuhmacher. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Schuh- u. Schäfte- Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen am Sonnabend, den 11. August, Abends 8 Uhr, im Lohnle des Herrn Feind, Weinstraße Nr. 11. 1. Stiftungsfest( früher Quartal) am 11. August, Nachmittags 13 1hr, bei Puhlmann, Schönhauser Allee 148. 228/1 Herren 50 Pf. Für reichhaltige Unterhaltung ist gesorgt. Programm frei an der Kasse. Dieses Fest muß unbedingt abgehalten werden. Freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. Sonntag, den 12. August, Vorm. 11 1hr, im ,, Colberger Salon", Colbergerstraße Nr. 23: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Gaßmann über:„ Der Bierboykott und die Bau- Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Wahl einer dreigliedrigen Fachkommission und der Zahlstelleninhaber. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht 80/4 Der Vorstand. Färber, Appreteure, Dekateure, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Tagesordnung: 1. Der Streik bei Fürstenheim& Co. 2. Diskussion. Sonntag, den 12. August, Vormitt. 9½ Uhr, im Lokale 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Hiermit erkläre ich auf die Bekanntgabe in der Versammlung des 4. Wahlvereins, daß ich seit dem 7. Juli boykottfreies Bier führe und zahle 500 Mark Demjenigen, der mir nachweisen tann, daß ich nach dieser Zeit boykottirtes Bier ausgeschäutt habe. E. Segel, Wienerfir, 28, 5748 Berlins und Umgegend. Süd- Ost", Waldemarstraße Nr. 75: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Volksbildung und Klassenbewußtsein". Referent Genosse G. Wagner. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten und Ver fchiedenes 124/1 Der Vorstand. Elysium, Landsberger Allee Nr. 39-41.13u Geschenken vorzüglich geeignet, empfehle mein großes Lager Armin- Hallen Sonnabend, den il. August: 3. Stiftungsfest des Verbaudes deutscher Textilarbeiter und Arbeiterinnen ( Filiale 1 Berlin) unter gütiger Mitwirkung des Kummer'schen Gesangvereins( Mitglied des A.-S.-B.), sowie verschiedener Spezialitäten. Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. Anfang 5 Uhr. Billet 25 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Von 8-9 Uhr: Tanz für Kinder. Um 11 Uhr: Fackelpolonaise. Stocklaternen à 10 Pf. find im Lokal zu haben. Kein Ringbier. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 2211b Das Komitee. Müggelschloß bei Friedrichshagen. Empfehle mein Lokal für größere und kleinere Partien, auch gebe meine Räumlichkeiten des Sonntags zur freien Benutzung; habe für die Sonntage noch einen Saal mit Parquet- Fußboden zu vergeben. Speisen und Ge tränke wie bekannt in vorzüglicher Güte zu zivilen Preisen. 5739* Hochachtungsvoll Paul Zibolsky. Post- Telegr.- Adr.: Müggelschloß b. Köpenick. Telephon: Amt Köpenick Nr. 32. ganz 1. Mai"( in großem und fleinem Format), sowie vorzügliche Bilder von Marx, Lassalle u. f. w. Zur Einrahmung von Bildern jeder Art, sowie allen Hausglaferarbeiten empfiehlt sich Carl Scholz, Glaser, Wrangelstr. 32. Bilder auch nach auswärts zu billigsten Preisen. 418L* Jägerhaus, Schönhauser Allee Nr. 103. Inhaber: Wilhelm Schmidt. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Frei- Konzert u. Ball. Rathenower Bier. 4 Regelbahnen. Kaffeeküche von 1 Uhr ab geöffnet. Frucht- Säfte I Kommandantenstraße Nr. 20. Täglich: Frei- Konzert im fchönen Natur- Garten. Säle. Vereinszimmer. 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Ein tüchtiger Drücker, auf Silberarbeiten geübt, sofort gesucht. J. D. Schleissner Söhne, Silberwaaren- Fabrik, Hanau a. M. Werantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 184. Freitag, den 10. August 1894. 11. Jahrg. 1117 Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! angehörenden Mitgliedern frei, durch die Entnahme ähnlich hoher Der Spar- und Vorschuß- Verein Kapitalien fich die Bortbeile bes niedrigen Gates zu sichern, felbe sich einzig und allein auf die amtliche Aussage 9 Aus dieser Beschwerdebeantwortung geht hervor, daß dies im Bezirke der kaiserlichen Ober- Postdirektion in Berlin hat notabene, wenn sie die nöthige Garantie stellen tönnen. desjenigen stützt, der nach Lage der Sache das meiste Interesse vor einigen Tagen seinen Rechenschaftsbericht für das Ge= Mit wenigen Worten sei noch des mit dem Spar- und an der Abweisung der Beschwerde hatte, und das ist bedenklich, schäftsjahr 1898 an seine Mitglieder verschickt. E3 be Vorschuß Verein zusammenhängenden Konsumgeschäfts umsomehr, als der angeführte Fall für alle vorkommenden gleichen darf gar feiner besonderen Erwähnung, daß dieser Verein Erwähnung gethan, das in zum Haupt- Postamte gehörigen Fälle typisch sein dürfte. Nicht, daß wir an der persönlichen unter den heutigen Verhältnissen, beffer: unter den erbärm- Räumlichkeiten untergebracht ist. Auf die aus den Kreisen der Ehrenhaftigkeit des hier in Betracht gekommenen, wie anderer lichen Besoldungsverhältnissen des unteren Personals, eine Kleingewerbetreibenden ertönenden Klagen über die ihnen er Gewerberichter zweifelten; dazu fehlt uns jede Wer nothwendige Maßregel ist; aber ebenso gewiß ist auch, daß wachsene Konkurrenz ist dem Geschäft seit dem 1. Januar 1892 anlassung. Bunächst ist aber doch zu bedenken, daß der die Gründe, denen er und seinesgleichen ihre Entstehung ver- die Vergünstigung der freien Benutzung der Räume entzogen Richter ein Mensch mit subjektivem Fühlen wie jeder anderedanken, weniger auf dem Gebiete der Fürsorge für die Beamten, worden. Nach dem Rechenschaftsbericht für das Jahr 1892 war die fich in der Beurtheilung des Verhaltens einer Person nach als vielmehr in dem Bestreben zu suchen sind, das untere nun zu zahlende Miethe, zusammen mit Druckfosten und Aus- feinen Empfindungen richtet, die seine Auffassung bestimmen; Personal in seinem unter den fläglichen Lohn- 2c. Verhältnissen stattungsgegenständen auf 401 M. angegeben; die Miethe selbst weiter, daß eine Aeußerung, die auf A. einen frechen und benaturgemäßen Zwang zum Borgen um Leihen von dem dürfte also wohl kaum mehr wie 200 m. betragen, eine Summe, leidigenden Eindruck" macht, einen solchen noch lange nicht bei Privatkapital ab- und dem von postalischen Organen die in Hinblick auf die Räumlichkeiten und die Geschäfts- B. C. oder D. hervorzubringen braucht. Wenn diese anders verwalteten Kapital zuzuwenden und dadurch der gegend als eine wahre Lappalie bezeichnet werden muß. In dem empfinden wie er, wird halt ihr Urtheil von seinem verbreiten Deffentlichkeit den Anblick der thatsächlichen Verschuldung Rechenschaftsbericht für 1893 fehlt sonderbarerweise diese Angabe. schieden sein. Besonders bezüglich des obigen Falles weiß der kleinen Beamten zu entziehen und somit nicht allein den Es fehlt weiter die Angabe des Betrages, der aus Vereins- Schreiber dieses von Leuten, welche der fraglichen VerArbeitgeber Staat von der Anklage, durch eine zu geringe Ent- mitteln als Zuschuß zu Zuschuß zu den Kosten der Bestellfahrten handlung beiwohnten und die zur Bestrafung des Klägers lohnung seine Angestellten den Wucherern in die Arme zu treiben, aufgewendet worden ift. Diese Bestellfahrten dienen führende Aeußerung desselben mit anhörten, daß dieselben zu entlasten, sondern auch eine materielle Besserstellung der bez. nämlich dazu, denjenigen Mitgliedern, die die mit absolut feinen frechen und beleidigenden Gindruck" auf sie Einkommen mit Hinweis auf die angesammelten Vermögen so der persönlichen Entnahme von Waaren verbundenen machte. Aus alledem erhellt, wie wenig geeignet, Vertrauen einlange als möglich hintanzuhalten. Unannehmlichkeiten vermeiden wollen, die bestellten Sachen in die zuflößen, die besprochene Art der Beschwerde- Erledigung ist. Wohnung zu besorgen. Von dieser Einrichtung machen aber nicht zu vergessen ist hierbei, daß der Vorsitzende der Vertreter bekanntlich uur die besser fituirten Mitglieder Gebrauch, während der verurtheilenden Majorität und in den meisten Fällen als die anderen den Selbsttransport vorziehen, weil vorziehen Leiter der Verhandlung Beranlasser der Verurtheilung ist, wenn Unmüssen. In der Generalversammlung des Vereins am gebührstrafen verhängt werden. Letzteres war Dr. Leo vor allem 27. März v. J. erhob sich aus den Kreisen der Mitglieder ein im obigen Falle: Er fühlte sich beleidigt, er sah in den gegen heftiger Widerspruch gegen diese Geschäftsführung. Man ver- ihn gerichteten Ausführungen des Klägers eine grobe Unlangte, und nicht mit Unrecht, daß die besser situirten Mitglieder gebühr, er gewann davon den frechen und beleidigenden Einauch die vollen Kosten für die Zusendung tragen und nicht druck". Daß die Arbeitgeber- Beisitzer allermeistens mit dem Vorden Geldbeutel der übrigen Mitglieder in Anspruch nehmen fizenden einer Meinung sind, wenn es sich um ein Urtheil follten. Der Vorsitzende, Ober- Postdirektor Griesbach, beseitigte gegen einen Arbeiter handelt, sei nebenbei bemerkt. zwar furzer Hand alle Einwendungen mit den Worten: das sei ein Internum des Vorstandes", scheint sich mit diesem Internum" jegt aber doch so unbehaglich zu fühlen, daß er vorsichtigerweise die Angabe und Spezialifirung der Verwaltungskosten des Geschäfts aus dem neuen Bericht fortgelassen hat. Und das nennt man einen Rechenschaftsbericht! Tokales: " Gerade im Falle P. tritt das Bedauerliche der alleinigen Bernehmung des Vorsitzenden hervor. Ohne ihm und anderen Richtern persönlich zu nahe treten zu wollen, müssen wir die fritisirte Praxis des Landgerichts verurtheilen, und das um des Rechts willen. # zum Abdruck Nicht allein von unserer Fraktion im Reichstage, sondern auch von uns ist dem Produkt Stephan'scher Fürsorge, den Post, Spar- und Vorschußvereinen, wiederholt( vergl. Nr. 73 und 76 1893) die Maste der Wohlthätigkeit, unter der diese gesammten Vereine segeln, heruntergeriffen worden, und auch der uns heute vorliegende Rechenschaftsbericht liefert wieder genug der Anhaltspunkte, die unser Urtheil bestätigen. Die Mitgliederzahl des Vereins betrug Ende 1893 9278 ( von 12 270 Mitgliedsberechtigten), 8638 Ende 1892. Die Zahl der entnommenen Vorschüsse stieg von 3918 Ende 1892 auf 4368 Ende 1893, die Hälfte der Vorschüsse von 501 355,08 m. auf 513 804,95 M. Mähren 1892 45 pCt. der Mitglieder den Vor schuß verein in Anspruch nahmen, betrug der Prozentsatz 1893 47, also fast die Höhe der Mitgliederzahl. Die auf den Kopf der Mitglieder entfallende Vorschußsumme ist gegen das Vorjahr etwas zurückgegangen; fie betrug 1892 58 M., Betrachtungen über das Tragen der Dienstkleidung 1898 55,4 M., oder auf den Kopf der Vorschußnehmer 128 bezw. Dieser Bericht wird solange mangelhaft bleiben, die Praxis der Postbeamten stellt die D. V.- 3tg." in einem Eingesandt, 118 M. Dieser fleine Rückgang findet wohl darin seine Er nicht allein des Berliner, sondern der gesammten Vereine wird das auch ihr aus dem Herzen" fommt, an. Wer nun glaubt, daß klärung, daß den Unterbeamten bei der Entnahme von Vor- folange den Grundfäßen und Intentionen einer Wohlfahrts- diese Betrachtungen in Vorschlägen gipfeln, den in der Unischüssen seit einiger Zeit größere Schwierigkeiten denn früher in einrichtung ins Gesicht schlagen, solange der Ober- Posidirektor formirung des Personals zu Tage tretenden Militarismus als den Weg gelegt werden. Die an den Verein geleisteten ordent des Bezirks der geborene Borsigende des Vereins etwas in einer Zivilverwaltung Zächerliches wenn auch nicht zu lichen Einlagen stiegen von 653 421,24 m. 1892 auf 771 645,65 M. ist. Noch heute, und heute mehr denn je, kann man beseitigen, so doch einzudämmen, der irrt sich gewaltig. Nicht 1893, oder von 76 auf 83 M. pro Kopf der Mitglieder. In welcher die Worte zitiren, die schon in der 27. Reichstags Sigung die im Interesse der Beamten so dringend nothwendige leichtere Weise sich diese Einlagen auf die einzelnen Beamtenfategorien vom 24. Mai 1872 gelegentlich der Subventionirung der Ber- Sommerkleidung wird für erforderlich erachtet vertheilen, ist aus dem Bericht nicht ersichtlich. Und doch ist nur eine mit 5200 Thalern der Reichspostverwaltung von der linken eines solchen Vorschlages würde sich die in der Leipzigerstraße dann ein sicherer Schluß auf die Antheilnahme der unteren, Seite des Hauses entgegengehalten wurden: Die Generalversamm- redigirte und die Ansichten der Herren von Stephan schlecht fituirten Klassen an dieser Summe möglich. Die auf die lung alle drei Jahre und die Wahl von Beisigern ist aber mehr und Fischer über diesen Punkt wohl kennende Deutsche Einlagen bezüglichen Angaben, so wie sie gegeben sind, beweisen Schein, als daß eine wirkliche Kontrolle darin liegt. Denn die Verkehrs Zeitung" nimmermehr verstehen; nein, e für das Wohlergehen der unteren Subaltern- und Unterbeamten Bofibeamten sind doch thatsächlich nicht in der Lage, ihren Ober- werden Klagen geäußert über das unvollständige Tragen der gar nichts. Wohl aber geht man nicht fehl, wenn man die Postdirektor als Direktor dieses Vereins wirksam fontrolliren zu Dienstkleidung, über nur theilweise zugeknöpften Rock 2c. Daß erhobenen Vorschüsse fast ausschließlich diesen Kategorien auf die können( hört! hört!); wenn in einer solchen Generalversammlung die derart getragene Uniform einen besonders guten Eindruck Rechnung fett. Aber doch läßt eine weitere Position einen jemand einmal eine unbequeme Opposition macht oder neugierig erzeugt, wollen auch wir nicht behaupten. Will man jedoch ein Echluß zu auf die an den Einlagen in hervorragender Weise befragt, fo ristirt er, daß er vom Direktor in den nächsten Tagen Uebel beseitigen, so muß man vor allen Dingen den Ursachen theiligten Beamtenschichten. An außerordentlichen versezt wird.... Von unten fehlt also jede wirt auf den Grund gehen. Die Ursache der erwähnten UnEinlagen ist dem Verein nämlich die Summe von 272 353 M., fame Kontrolle". Wer so sprach? Es war der Ab vollständigkeit ist aber ohne Zweifel das durch die fürchtergegen 254 603,52. im Vorjahre, zugeführt worden. Wo diese geordnete Richter, der sich inzwischen aber derartig gemausert" liche Hiße des Sommers erzeugte und durch den dick außerordentlichen" Zahler zu suchen sind, kann nicht zweifelhaft hat, daß er heute zur Kritik postalischer Einrichtungen weder den wattirten Dienstrock verstärkte körperliche Unbehagen. Würden sein. Denn thatsächlich bildet der Verein für diejenigen, die von Mund aufthut, noch die Feder ansett. die Herren vom grünen Tische, die für ihre Person die Uniform selbstihrem Einkommen etwas erübrigen können und die sind ja verständlich verschmähen und in den hohen und geräumigen Bureaus nur in den besser fituirten Kreisen zu suchen die denkbar beste in leichter Zivilkleidung arbeiten, die dagegen aber mit unwiderRapitalsanlage. Hat er doch auch wieder in diesem Jahre leglichem Tone behaupten, daß das Personal einer leichten die Einlagen mit 47/10 pCt. verzinsen können, ein Sommerkleidung feineswegs sympathisch gegenüberstehe, abZinsfuß, den u. W. teine andere Sparkasse gewährt. Was die Daß die Erledigung von Beschwerden gegen u wechselnd in jedem Sommer auch nur eine Woche in vollständiger den unteren Beamtentlassen angehörenden Mitglieder als be gebührstrafen, die das Gewerbegericht festsetzt, scitens des Dienstkleidung Trepp auf Trepp ab den Dienst eines Briefträgers sondere Vergünstigung ansehen tönnen, das ist, daß der Verein Landgerichts I in nicht ganz einwandsfreier Weise vor sich versehen müssen, man fönnte sicher sein, daß sofort eine Reform sich die Vorschüsse mit 5 pet., die vor der Verfallzeit ein- geht, ersieht man aus einem abweisenden Erkenntniß der Zivil- des jeßigen unerträglichen Zustandes eingeführt würde. Dann gewechselten Koupons( zu den Kautionspapieren gehörig) mit fammer 8 des Landgerichts, bezw. aus dessen schriftlicher Be- würde man auch über eine unvollständige Dienstkleidung nicht 6 pet. verzinsen läßt. Für dieses- Entgegenkommen gegen die gründung. Bevor wir dieselbe inhaltlich wiedergeben, zuvor etwas mehr zu flagen haben. wirthschaftlich Schwachen nennt man den Verein in den oberen über den Sachverhalt. Der Friseurgehilfe D. P. hatte aus An- Eine so einfache Lösung dieser Frage wird oben" natürlich Kreisen deshalb auch eine Wohlfahrtseinrichtung." In den laß einer Klage gegen den Friseur W. 2. am 28. Februar vor der nicht beliebt. Nicht beschnitten soll der militärische Geist werden, unteren Kreisen ist man allerdings zweifelhaft, ob dem Verein Kammer VI des Gewerbegerichts einen sogenannten Vergleichs- sondern vervollkommnet. So wird es in dem angezogenen tiese Bezeichnung gebührt mit Rüdsicht auf den den Einzahlern termin wahrzunehmen. In demselben fühlte er sich vom Vor Artikel auch als eine Lücke in den einschlägigen Bestimmungen" gewährten, oder den Vorschußnehmern abgeforderten hohen Bins- sitzenden, Herrn Dr. Leo, in seinem Recht, die Klage begründende empfunden, daß teine Vorschrift besteht, welche den Untergebenen fuß. Jedenfalls haben diejenigen nicht ganz unrecht, die den Ausführungen zu machen, beschränkt. Er bat deshalb am verpflichtet, seinen Vorgesetzten( in Uniform), in natürlich Verein für die kapitalfräftigen Mitglieder als Spar verein, für 6. April, als seine Sache der vollbesetzten Kammer vorlag, vor militärischer Form, zu grüßen". In was für einer mit Größendie fich fümmerlich durch's Leben schlagenden, den unteren ihrer Verhandlung ums Wort und führte wörtlich aus:„ Ich wahn gepaarten Unwissenheit sich der Verfasser befindet, ersieht Kreisen angehörenden Mitglieder dagegen als Vorschußfonstatire hiermit, daß ich am 28. Februar von seiten des Herrn man daraus, daß er, wie der nächste Sabz zeigt, die Unterverein bezeichnen. Soll der Verein die Bezeichnung als Wohlfahrts Dr. Leo in meinen Ausführungen ungeheuer beschränkt worden beamten für die Untergebenen der Beamten hält, daß er also einrichtung wirklich verdienen, so müßte er vor allen Dingen bin." Assessor Leo wurde hierauf sehr aufgeregt, erklärte noch nicht mal weiß, daß als Vorgeseßter eines Unterbeamten ten Zinsfuß für Vorschüsse auf 3-81/ 2 pet. herabsehen, das heißt, P.'s Behauptungen für unrichtig und sein Benehmen für nur derjenige gilt, der zur Ertheilung von Warnungen und Verer müßte sich die Grundsätze der Reichsbank zu eigen machen, ungebührlich, ihm dabei u. a. auch seine Jugend vorhaltend, und weisen befugt ist, also der Amtsvorsteher beziehungsweise dessen die Geldleuten zu diesem Sage bedeutende Darlehen ge- verwarnte ihn energisch. D. antwortete wohl auch erregt durch| Stellvertreter. währt. Das ließe sich um so leichter durchführen, als das mit die unerwartete Strafpredigt, aber durchaus nicht in unanstän Man sieht aber, zu welchen Leistungen sich das überspannte dem Verein verbundene Konsumgeschäft einen ziemlich hübschen digem Tone:" Ich kann mich dem nicht anschließen". Er wurde Standesbewußtsein" versteigt. Dieses Bestreben nach Wahrung Gewinn abwirft( 1893 rund 10 000 m.); außerdem könnte der ob dieser Frevelthat mit einer Strafe von 1 M. belegt.( Un- äußerer persönlicher Ehrenbezeugungsformen ist typisch für die Beitrag von 1 Prozent von den aus den Vorschüssen aufgekom- gebühr vor Gericht.") P. wollte in den angeführten Worten Denkweise des größten Theiles unseres Beamtenthums, das durch menen Zinsen zum Reservefonds, der bereits die Höhe von über seiner unveränderten Ueberzeugung Ausdruck geben, wie er ver- die Ausstattung mit Vorrechten aller Art, die den unteren 73 000. erreicht hat, getrost eingestellt werden, weil das Risiko sicherte. Nach der zum Zwecke der Zwangsvollstreckung dem Ge- Beamten allerdings nur in homöopathischen Dosen zu Theil werdes Vereins, der nur an Beamte Vorschüsse verabfolgt, gleich richtsvollzieher übergebenen schriftlichen Ausfertigung des Straf den, durch eine von der gewöhnlichen abweichende gleichNull ist. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Allerdings beschlusses soll P. sich einer wiederholten und namentlich mäßige Kleidung 2c. von seiner eigentlichen Bestimmung, avürde durch eine solche Ermäßigung der u. a. auch von den beim zweiten Mal äußerst groben Ungebühr schuldig ge- nämlich Beamte der Gesammtheit, das heißt Beauf Borschußnehmern aufgebrachte und den Postkapitalisten, die da macht haben bestehend in direktem mehrfachen Widerspruch tragte des Boltes Bu sein, abgelenkt wird. bedauern, daß der Verein nur Einzahlungen bis zu 1500 M. an- gegen die Behauptungen des Vorsitzenden. Die vom Kläger beim Daß dieses Ringen nach Ansehen und Verehrung nicht nimint", gewährte Ziusfuß eine Beschneidung erfahren; immer- andgericht anhängig gemachte Beschwerde wurde unter aus dem Interesse an der Sache, sondern aus der Herrsch bin könnte der Verein aber noch denselben Satz zahlen, wie die folgender, eigenartiger Begründung abgewiesen: sucht und persönlichen Eitelkeit der höheren und höchsten BeStädtische Sparkasse. Nach der amtlichen Erklärung des Vorsitzenden amten hervorgegangen ist und sich erst von hier aus nach unten Aber, in der That, einen Schritt auf diesem Wege hat der der 6. Kammer des Gewerbegerichts habe der Kläger P. bin ausgebreitet hat, so daß infolge dessen jede Kategorie fich Berein bereits gemacht: seine überflüssigen, nicht durch Vorschüsse im Termine am 6. April in provotanter und von der auf der Leiter eine Stufe niedriger stehenden hermetisch der Mitglieder in Anspruch genommenen Gelder hat er zu beleidigender Weise erklärt, daß er im Sühne abgeschlossen hat und abschließt, ist ebenso flar, wie daß der niedrigeren Sägen ausgeliehen, zu 41, 44, 41/8. 4 pt. Daß termine in der Ausführung und Klarlegung seiner Urgrund dieses schädlichen Klassensystems offenbar in der Uebersich unter diesen Schuldnern auch höhere Postbeamte befinden, Rechte durch den Vorsitzenden verhindert worden sei. Er, lieferung althergebrachter monarchischer Regierungskunstfniffe ist nicht verwunderlich. 3. B. hat der Postbaurath Tuckermann der Vorsitzende, habe dann die Gründe dafür dargelegt, aus wurzelt; ist doch der Grundsatz: theile und herrsche, d. h. schaffe in Charlottenburg 30 000 m. zu 41/4 pet. und der Ober- Postrath welchen die weiteren beabsichtigten Ausführungen des Klägers Rangstufen, entfache den Neid, die Mißgunst, ein längst beSchulze in Berlin auf ein Grundstück in Hasserode am Harz, am 28. Februar verhindert worden seien, und denselben auf die kannter. das er in Vertretung" seines Vorgesetzten aufzusuchen manchmal in seinen Bemerkungen enthaltene unzulässige Kritik des Ver- Aber der Gewährßmann der Dt. B.- 8tg." mag fich bes in die glückliche Lage fommt, 8000 M. zu 4/2 pet. erhalten. haltens des Richters aufmerksam gemacht und ihn vor Wieder ruhigen: der Anfang mit seinem Vorschlage ist bereits gemacht ( Daß in dem jezigen Rechenschaftsberichte von dem Vereins holung ähnlicher Bemerkungen gewarnt. Nun habe der Kläger und zwar in Berlin. Für die Berliner Unterbeamten bestimmt vorsitzenden, Ober- Postdirektor Griesbach, die Namen der Besizer hierauf in einer einen frechen und beleidigenden die Nachtrags- Dienstanweisung vom Jahre 1889 im§ 3 nicht der bez. Grundstücke fortgelassen sind, ist entweder nur ein Zu Eindruck machenden Art bemerkt:" Ich kann mich dem nur das militärische Grüßen sämmtlicher Beamten in Uniform, fall oder sehr vorsichtig gehandelt.) So haben die fleinen nicht anschließen." Diese Aeußerung charakterisire sich ins sondern auch der sich in bürgerlicher Kleidung befindenden Borschußnehmer wenigstens die tröstliche Gewißheit, durch ihre besondere gegenüber den vorangegangenen Vorhaltungen und Borgesezten. Vielleicht verordnet der nächste Nachtrag auch das Inanspruchnahme des Vereins den entstehenden Ausfall zu Warnungen des Vorsitzenden als eine Ungebühr, für welche die Frontmachen" auf der Straße. Und warum auch nicht? Denn decken und zur Gewährung des ganz respektablen Ziusfußes ausgesprochene Strafe eine milde Sühne darstelle, um so mehr, wenn der Unterbeamte nicht heirathen darf, ohne zu von 47/10 pt. an die ordentlichen und außerordentlichen als nach der weiteren Auskunft des Borsigenden fragen beziehungsweise ohne fürchten zu müssen, fortEinzahler ihr vollgerütteltes und geschütteltes Maß beizutragen. des Gewerbegerichts derselbe sich während der Verhandlung ge- gejagt zu werden; wenn er bei Beantragung Don Schließlich, und damit kann man den Vorstand gewissermaßen zwungen gesehen habe, den Beschwerdeführer zur Junehaltung Vorschüssen aus dem privaten Spar- und Vorschußverein bitten eutschuldigen, steht es ja auch den den unteren Beamtentlassen eines angemessenen Zones zu ermahnen. muß; wenn er verpflichtet ist, die beabsichtigte Verwendung der " 1 .: Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Rammer VIII. Vorsitzender( in Vertretung): Assessor Guno. Sigung vom 6. August. Der Bank temuiter ein Gewerbegehilfe. Der Gewerkschaftliches. 2 erbetenen Summe anzugeben; wenn er sich sogar die Kontrolle| umfaßt, so kann nur diese in Anwendung kommen, nicht aber| Boltsabstimmung zu bringen, mußte einstweilen mangels genügen über die richtige Verausgabung gefallen lassen muß warum auf das Landrecht sich stützende besondere Maßregeln, von denen der Betheiligung fallen gelassen werden. Die erforderlichen Kosten follte man von ihm auch nicht das Frontmachen verlangen die Bau- Ordnung nichts weiß. Gine wirkliche Gefahr, selbst bei sollten theilweise durch das einzuführende Tabakmonopol bestritten tönnen. Ist unser Staat doch ein Militärstaat! Also her mit ausbrechendem Feuer, kann übrigens bei einer Höhe des Hänge- werden. Die Fabrikanten erzwangen theilweise bei ihren Ar " Instruktionsstunden" für die Post- Unterbeamten! bodens von 1,25 Meter nicht mit Grund befürchtet werden, und beitern eine Unterschriftensammlung zu gunsten der Privat( Lokales" siehe auch 1. Beilage.) zwar auch für den Fall nicht, daß die Leiter nicht zur Hand industrie. Eine Delegirten- Versammlung erklärte sich mit zwei sein sollte. Es dürfen also nach dieser eigenartigen Entscheidung Dritteln Majorität mit dem Monopol einverstanden. Ein Theil nach wie vor die Dienstmädchen 2c. auf Hängeböden placirt der Mitglieder unseres Verbandes glaubte sich bei Einführung werden, weil, nun weil es ein erworbenes Recht der Berliner des Monopols geschädigt und kehrte auf Veranlassung der Herrschaften ist, diese Hängeböden, in denen man sich oft nur Fabrikanten der Organisation den Rücken. Aus all dem geht in gebückter Stellung bewegen kann, für die Hausstlaven gut hervor, daß trotz der Bemühungen einzelner Genossen die genug zu halten. schweizer Tabatarbeiter ihre Pflicht gegen den internationalen Unterstützungsfonds nicht erfüllen fonnten. Man hofft jedoch, daß es sich auch in dieser Beziehung zum Besten wenden werde. Zahntechniker B., vertreten durch seine Frau, verlangt von dem Der Zentralverband entfaltete eine rege Thätigkeit, um die Juhaber eines Zahnateliers für drei Wochen sein Gehalt, in Internationaler Tabakarbeiter Kongres in Basel. französisch sprechenden Genossen in die Organisation zu ziehen, denen er frank war. Die Klage wird dadurch begründet, daß B. Nachzutragen ist noch, daß auf dem Kongreß auch Däne- bis jetzt ist jedoch fein großer Erfolg zu verzeichnen, was um so nach einer getroffenen Vereinbarung nur am 1. und 15. jeden mark, und zwar durch den Delegirten Disen vertreten ist. nöthiger wäre, als ein großer Theil der schweizerischen TabatMonats gekündigt werden durfte, am 24. Juni aber Bei der Berichterstattung über die Lage der Tabafarbeiter arbeiter in der französischen Schweiz beschäftigt wird. Was die frank geworden sei und somit als Techniker auf die Be- der verschiedenen Länder eröffnete den Reigen Deutschland. Thätigkeit der einzelnen Sektionen anbetrifft, so haben sie sich, zahlung der drei Wochen bis zum 15. Juli Anspruch habe. Auf Aus dem gedruckten Bericht, der den Delegirten vorlag, ging nebst der Wahrung der Berufsinteressen, auch in der Politik be Befragen gab Frau V. an, daß ihr Mann Operationen nicht hervor, daß die Organisation trotz der schweren Krisen, denen thätigt. Die Beiträge schwanken zwischen 40-50 Cts. pro Mits felbständig vorgenommen, sondern nur die technischen Ar- gerade in den letzten Jahren die Tabakindustrie ausgesetzt war, glied und Monat; an den Verband werden 10 Cts. pro Quartal beiten ausgeführt habe. Der Kläger wurde mit der Begründung und trotz der Theilnahınlosigkeit der Masse der Arbeiter, dennoch und Mitglied zur Agitation abgeliefert. Für die Reservekaffe abgewiesen, daß seine Arbeiten als höhere Dienst auf der gleichen Höhe erhalten werden konnte, wie im Jahr des Allgemeinen Schweizerischen Gewerkschaftsbundes werden leistungen nicht angesehen werden könnten, wenngleich 1892. Von den etwa 150 000 Tabatarbeitern, die Deutschland 50 Gts. pro Quartal zur Streifunterstüßung abgeliefert. Diese sie technischer Natur gewesen wären; er hätte beschäftigt, gehören zwar nur 13 865 der Organisation an. Diese beträgt für Ledige 1,50 Fr., für Verheirathete 2 Fr. und für eben nur mechanische Arbeiten gemacht. Des- aber leisteten allein an Streikunterstützungen 1892-94 insgesammt Rinder 20 Cts. pro Tag. Reise- Unterstüßung wird von 50 Cts. halb müsse er sich für die Zeit, während welcher er 24 279 Mart. Von den 19 Streifs, die vom Unter bis 1 Fr. von den Settionen verabfolgt. Aehnlich lauten die Klagen aus den Niederlanden. Krankheits halber nicht arbeiten konnte, mit den Leistungen der ftüßungsverein deutscher Tabatarbeiter unterstützt wurden, Krankenkasse begnügen. Nur Betriebsbeamte 2c. hätten ev. An endeten 6 mit dem vollständigen Sieg der Arbeiter und 6 mit In den Großstädten ist der Stand einigermaßen besser als in der Sprüche auf die Zahlung ihres Gehalts während der Krankheit. theilweisem Erfolge, während 7 als aussichtslos aufgegeben Provinz, wo die Löhne sehr niedrig sind und wo viel FormUm der Höflichkeit willen. Der Arbeiter 2. be- wurden. Das Verhalten der Behörden, die den Verein als eine arbeit gemacht wird. Das Produkt, dort fertiggestellt, wird zu hauptet, 1/2 Tage vor Ablauf der Kündigungsfrist von seinem nicht genehmigte Versicherungsanstalt in Anklagezustand verseiten, fabelhaft niedrigem Preis auf den Mark gebracht. Man bietet ehemaligen Arbeitgeber, einem Herrn Meister, entlassen wor- führten verschiedene Prozesse herbei, die jedoch mit Freisprechung es für 5, 6 und 7 Gulden= 8,50 m., 10,20 m., 11,90 m. pro den zu sein und verlangt für diese 11%, Tage Bezahlung. Der Beendeten. Was die Lohnstatistik anbelangt, so bemerkte Junge Tausend an. An dieser Arbeit verdienen die Zigarrenmacher bei flagte bestritt, den Kläger entlassen zu haben. Derselbe sei selbst ge- aus Bremen, daß diese von einem Berliner Kongreß, woran sich einem Arbeitstage von 14-16 Stunden 4, 5 bis 6 Gulden pro gangen". Und zwar sei das folgendermaßen gekommen. Als L. am organisirte und nicht organisirte Tabatarbeiter betheiligten, be- Woche. Hiervon wird noch sehr oft ein nicht unbedeutender BeEntlassungstage nach Tisch wieder zur Arbeit erschienen, habe rathen worden sei; das Resultat werde demnächst in Buchform trag an verschiedenen Strafen abgezogen. In der Hauptstadt derfelbe nicht Mahlzeit!" gesagt. Er, Beklagter, habe ihn veröffentlicht werden. Stromberg aus Hamburg fügte diesem Amsterdam wird hauptsächlich Handarbeit gemacht. Der Wochendarauf aufmerksam gemacht, daß er doch austandshalber Mahl- Bericht einige Ergänzungen bei, wobei er namentlich den straffen lohn wechselt zwischen 8 bis 15 Gulden. Bon 20 000 Bigarren zeit!" au fagen hätte. Des Klägers Antwort sei sehr unanständig Ausbau der einzelnen Landesorganisationen als Grundlage arbeitern sind erst 2000, also ein Zehntel, organisirt. Der Wochengewesen, er habe von etwas sch..n" gesprochen. Nun der internationalen Vereinigung befürwortete. Die Ursache, beitrag beträgt 10 Cts. 17 P.; bei Streits tritt Erhöhung sei Kläger von ihm aufgefordert worden, nochmal hinauszugehen warum die deutsche Organisation nicht stärker sei, müsse des Wochenbeitrags um 5 Cts. ein. und mit einem höflichen„ Mahlzeit!" wieder hineinzu- einmal in der schlechten Lage der Arbeiter gesucht werden, tommen. 2. habe sich aber angezogen und sei überhaupt dann aber auch in der ewigen Beunruhigung der Tabakbranche gegangen. Der Kläger stellte den Sachverhalt anders dar. Nach durch die Steuerprojekte der Regierung, die ja letztes Jahr feinen Ausführungen hat er nur anständig auf die ihm zutheil wieder 100 Millionen aus dem Tabak habe herauspressen wollen. gewordene Anstandsbelehrung gesagt, er habe nicht nöthig, Wäre auch durch energische Proteste der erste Sturm abgeschlagen Mahlzeit!" zu sagen, und sich dann geweigert, nochmals hinaus worden, so sei der Kampf doch noch nicht zu Ende. Dazu komme zugehen. Hierauf sei Meister handgreiflich geworden und habe noch das Uebergewicht der Hausindustrie in der Tabakbranche, ihn hinausgeschoben. Der Lehrjunge des Letzteren, welcher als z. B. in Hamburg, wo bei einer Zahl von 3500 Tabafarbeitern Beuge fungirt,„ hat dies nicht gesehen", wohl aber blos zwei größere Fabriken seien; ähnlich wäre es in Bremen alles gehört, was sein Meister, der Herr Meister, und Westphalen. Die Hausindustrie isolire den Arbeiter, lasse betreffs der Neden und Thaten L.'s behauptete. Die fein Solidaritätsgefühl auffommen, führe, da sie in den meisten Behauptungen des Beklagten wurden deshalb als erwiesen Fällen jedem gesetzlichen Schutz entzogen sei, zu grenzenloser angesehen und der Kläger wurde abgewiesen. Er hätte ja Ausdehnung der Arbeitszeit, zu verwüstender Ausbeutung der Die Neue Zeit.( Berlag von J. H. W. Die in Stuttgart.) Das 44. Heft schließlich, führte der Vorsitzende in der Begründung aus, nicht Arbeitskräfte von Frau und Kind und so zum Ruin ganzer das Verlangen des Meisters bezüglich des anständigen Mahlzeit- Familien. jagens" erfüllen brauchen, ebensowenig hätte er jedoch die Arbeit verlassen dürfen, wollte er nicht den Lohn für die 11/2 Tage einbüßen. Partei, " Eingelaufene Druckschriften. der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet Deutschlands( Erpedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 M. Die Nr. 28 vom 9. August hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Ein Bur Landagitation in Mitteldeutschland von Dr. David, Gießen. Katechismus der Frauenfrage.-Anti- und Philosemitisches aus Desterreich. Parteinachrichten. Todtenliste. Das preußische Landtagswahlrecht. II. Der internationale Tertil arbetter- Kongreß in Manchester. Zur Entstehungsgeschichte des PetroleumWeltmonopols. Schlaifjer: Schauspieler- Elend. Gewerkschaftliches. Wie man uns behandelt. Literatur. 1 des 12. Jahrganges ist soeben erschienen Aus dem Jnhalt heben wir hervor: Sozial- Psychologisches. Soziologie, Ethnologie und materialistische Ge schichtsauffassung. Von Heinrich Gunov. Ada Negri, eine soziale Dichterin. Von Dora Landé. Ein Jahrzehnt der österreichischen Ge werbe- Inspektion. Von Dionys 8inner. Literarische Rundschau. Notizen: Zum Rapitel: Neberproduktion. Feuilleton: Bon Unten nach Oben. Eine Novelle von Karonin. Frei nach dem Russischen.( Fortsetzung.) Glühlichter Ur. 123, humoristisch- satyrisches Wochenblatt, ist soeben er fchienen. Das Titelbild behandelt ben Sommernachtstraum eines Roalitionsministers, während das Bild auf der letzten Seite einen doppelten John Bull zeigt, der mit der einen Hand die Kapitalisten willkommen heißt, während er die andere drohend gegen die Einlaß begehrenden Prolearier erhebt. ( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 W.). Die soeben erschienene Nummer 45 enthält unter anderem: Die Verhandlungen der preußischen. Agrarfonferenz. Von Professor Dr. Mar Weber. Die Eintommensverhältniffe im Königreich Sachsen. Bon Dr. 6. Lur. Städtische Arbeitsvermittelungsstelle in Frantfurt a. M. Dienstvermittelunganstalten für Dienstboten. Ein Gefeßentwurf gegen den Wucher in Italten. Parteitag der schwedischen Sozialdemokratie. Das System der Lohnabzüge in England Bon Barrister Stephen M. Fox. Zur Verhütung von Grubenunfällen. zäblt Arbeitszeit der Heizer und Mechaniker in Frankreich. Das Gesinde und die Unfallversicherung Bon Rechtsanwalt Dr. Ludwig Fuld. Internationaler Stongreß für Arbeiterversicherung.- Die Aerzte und die Unfallversicherung. Ging so durch die Ausführungen der deutschen Delegirten trotz der hoffnungsfreudigen Aussicht in die Zukunft ein elegischer Bug, so wies dagegen Olsen aus Kopenhagen mit Stolz auf die Erfolge hin, die die Arbeiterorganisation in dem kleinen Dänemark erreicht hat. Was firaffe gewerkschaftliche Dr Breis. Von den 2500 Tabakarbeitern, die im Lande beschäftigt find, gehören nicht weniger als 1600 der Organisation an, also Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinr. Braun inehr als die Hälfte aller Tabakarbeiter ist hier organisirt. Das tommt daher, daß in Dänemark politische und gewerkschaftliche Dänemark politische und gewerkschaftliche Bewegung aufs Zunigste verbunden sein können und daß die gewerkschaftliche Organisation sich nicht zersplittert, sondern zentralisirt ist. So ist der Sozialdemokrat" das täglich der erscheinende sozialistische Organ dänischen Eigenthum sämmtlicher Gewerkschaften, 25 000 Abonnenten und wirft jährlich 16-17 000 Fr. Ueberschuß zu agitatorischen Zwecken ab. Alle dänischen Gewerkschaften sind zu einem Gewerkschaftsbunde vereinigt, dessen Aus- eft 10 des Polko- Terihons, herausgegeben von Emanuel Wurm; Berlag schuß bei Streiks 2c. die Bewilligung zu ertheilen hat. Die Streifunterstützung ist keine freiwillige, sondern obligatorisch. Streiken blos 5 pet. der Mitglieder einer Gewerkschaft, so hat diese die Ausständigen selbst zu unterstüßen. Ist die Zahl der Die Gleichheit. Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Berlag Streifenden größer, so wird in allen Gewerkschaften eine Extrasteuer erhoben. Auf diese Art sind im Nothfalle schon wiederbolt 4-10 000 Rronen( 1 Krone: 1,12 M.) wöchentlich aufgebracht worden. Der Beitrag der Gewerkschaften zum Zentralverband beträgt 60 Dere 67 Pf. pro Monat und Mitglied. Wie stark die gewerkschaftliche Organisation ist, beweist die Zahl der Organisirten, die sich in Kopenhagen auf 30 000, in ganz Dänemark auf 100 000 beläuft. Die Tabatarbeiter Kopenhagens haben gegenwärtig ein Vermögen von 25 000 Fr. von Wörlein u. Co., Nürnberg. ist soeben erschienen und enthält folgende größere Artitel: Armenwesen( Schluß), Armfüßer( mit Illustration), Arsen, Artikel, Asien( Geographie und Kulturbild), Aesthetit, Astronomie, Asyl, Atheismus, Aetherische Dele, Atmosphäre, Athmung. Alle 14 Tage erscheint ein Heft. von J. H. W. Dieg in Stuttgart.) So ben ist uns die Nr. 16 des 4. Jahr ganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Quittung beweist. Bum Kapitel der Ferienkolonien. Bur Lage der Landarbeiter und Landarbeiterinnen in der Priegnig. Gewerkschaftliche Arbeiterinnen- Organisationen in England. Feuilleton: Ein Stieftind des Lebens. Aus dem Schwedischen von Gustav Lichtenstein.( Schluß.) Arbeiterinnen- Bewegung. Hyperboräische Ballade. Von F. v. Sallet. Seleine Nachrichten. Vom Bauschwindlerthum. In die Enge getrieben wurde gestern vor dem Schöffengericht am Amtsgericht II ein Bau- ganisation anbelangt, so gebührt Dänemark unbedingt der erste unternehmer, der, statt zu bezahlen, einen Bauhandwerker denunzirt hatte. Der Brunnenmachermeister David Simon aus Schöneberg war mit seinen Arbeitern Gustav Schüler und Wilh. Grothe wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs angeklagt. Simon sollte eines Tages zu Anfang Dezember mit zweten feiner Leute auf einen Neubau des Bauunternehmers" Teubert getommen sein, um einen von ihm hergestellten Brunnen wieder fortzunehmen. Trotz der wiederholten Aufforderung des Poliers Grudick soll sich keiner der Angeklagten entfernt haben. Der Angetlagte Simon erklärte, daß er auf dem Bauplatze gewesen sei, um einen von ihm hergestellten Brunnen wieder abzuholen, weil Bezahlung nicht zu erlangen war und der Bauunternehmer Teubert ihm selbst gesagt habe, holen Sie sich doch Ihren Quart wieder weg!" Ueber die Thäterschaft der Angeklagten vermochte der Maurerpolier wenig zu sagen. Den Meister Simon, der später wie dessen Arbeiter gekommen sei, habe er nicht zum Verlassen des Grundstücks aufgefordert, das habe er nur den Arbeitern gegenüber gegenüber gethan; ob das aber dieselben Arbeiter wie die angeklagten gewesen seien, wisse er nicht, refognosziren könne er dieselben nicht. Der nächste Zeuge, " Bauunternehmer" Teubert, wußte über die That an und für sich gar nichts. Er sei nicht dabei gewesen und stüße seinen Strafantrag lediglich auf die Angaben seines Poliers. Der Vor fißende fragte:„ Ist denn der Brunnen jetzt bezahlt?"" Ja wohl," erwiderte der Zeuge mit Nachdruck, Angeklagter Simon fette aber hinzu:„ Jawohl, mit Wechseln, die nicht eingelöst Von Luxemburg entwirft M. Conrady ein sehr trübes worden sind; ich habe heute noch kein Geld!" Jetzt schwieg der Bild. Von den 190 Arbeitern, die dort in der Tabatbranche Der im Verlage von 3.§. W. Diez in Stuttgart erscheinenberei Beuge Teubert, er versuchte nicht, die letztere Behauptung des beschäftigt werden, sind blos 55 organisirt. Der Lohn schwankt Simon zu widerlegen. Der Bauhandwerker Becker, der deninächst vernommen wurde, ist Zenge gewesen, wie Simon dem Teubert vischen 12 und 18 Fr. bei durchschnittlich 66 Stunden wöchentlicher Arbeit. Jugendliche Arbeiter und weibliche Arbeitskräfte in der Friedrichstraße begegnete, dabei wegen seines Geldes werden mit 3-4 Fr. entlohnt. Die Nachfeierabendarbeit wird drängte, worauf Teubert erwiderte:" Ach was, holen Sie sich mit 5 Fr. pro Tausend Bigarren bezahlt. Dazu kommt die so doch Ihren Quart wieder fort!" Beuge Becker fügte hinzu: beliebte Lehrlingszüchterei. Nicht weniger als 14 Lehrlinge der Teubert war früher Restaurateur, dann wurde er Bauunter: Tabakbranche werden augenblicklich in dem kleinen Lance benehmer, aber so einer, der keinen Menschen bezahlt!" Beuge schäftigt. Wie schlecht die Lage in Luxemburg ist, ergiebt sich schon Teubert protestirte gegen derartige Insinuationen, worauf der daraus, daß gegenwärtig nur acht fremde Tabalarbeiter in Luxem Borsitzende ganz trocken bemerkte: Herr Teubert, ich size sonst burg sind, während 30 luxemburgische Tabatarbeiter in der Fremde als Zivilrichter und habe zufällig den Buchstaben zu be ihr Brot suchen. arbeiten. Ich halte es für gerichtsnotorisch, daß Sie sehr viele ihr Brot suchen. Prozesse haben!" Nunmehr schwieg der Zeuge erst recht. Der Staatsanwalt beantragte Freisprechung und der Gerichtshof er tannte demgemäß. " Ueber die Schweiz referirte Keller aus Schwing. Nebst Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Neichspost- Zeitungsliste für 1894 unter Mr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Sänger", welcher bislang nur in Partitur- Ausgabe erschienen, ist jezt auch in Partitur und Stimmen- Ausgabe vorhanden und zwar von Nr. 61 an. Der Preis ist dabei so billig gestellt, daß taum eine Bertheuerung eingetreten ist. Die Partitur toftet 30 Pfg., die Stimmen fomplett 40 Pfg. oder per Stimme 10 Pfg. Der Freie Gänger" bezweckt, vorzugsweise den Arbeiter- Gefangvereinen eine gute, gediegene musitalische Kost vorzufegen und zwar von älteren und neueren Komponisten, wobet besonders auch auf die Tendenz der Dichtungen Rücksicht genommen ist, soweit dies möglich. Inhalt der neuesten Hefte; Heft 66. Heimweh! Gedicht von Eugenie v. Monsterberg. Musit von O. Wintler.-Die Arbeit. Gedicht von A. Scheu. Musit von A. Gernir. Sängerspruch. Mufit von G. Gramm. Mein Herz, thu' dich auf! Musit von S. Riva. Heft 67. Jm Ruh' Eichenwald. Gedicht von G. G. Lennig. Musik von O. Winkler. sanft, du müder Schläfer!( Grablied.) Mufit von O. Winkler.( Volständige Verzeichnisse sämmtlicher bis jetzt erschienener Hefte sind vom Ver lag gratis und franto zu haben.) und verwandte psychologische Forschungen. Berlag von Hermann Brieger, Berlin SW., Stochstr. 32. Briefkaffen der Expedition. der Textilbranche, sagte er, ist die Lage der Tabafarbeiter die Beifahrift für Sypnotismne, Suggestionotherapie, Suggestionslehrs schlechteste zu nennen. Bei täglich elfstündiger Arbeitszeit find es nur wenig Glückliche, die wöchentlich im Durchschnitt mehr Mit den Berliner Hängeböden hat sich fürzlich das als 20 Fr. verdienen. Die große Zahl verdient faum so viel, Oberverwaltungsgericht beschäftigt. Einem Maurermeister, dem um noch vegetiren zu können. Der Arbeitslohn pro Tausend be Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner die baupolizeiliche Genehmigung ertheilt war, in seinem Hause trägt für Formenarbeit 5-11 Fr., für Handarbeit 12-16 Fr., in der Calvinstraße Hängeböden einzurichten, verbot das ausnahmsweise 18-20 Fr. Die Sortirer verdienen 12-24 Fr. ein: Personal von Wilhelmshöhe, Beelitzhof 8,50. Amerikanische Polizeipräsidium, den Hängeboden im 3. Obergeschoß, weil er 3u erwähnen ist noch die französische Façon( ohne Kopi), wofür Auktion einer selbstgefertigten Bigarrenfpige bei der Landpartie mit der Wohnung nicht durch eine festste hende, feuer 2,80-6 Fr. bezahlt werden. Produkte solcher Art werden haupt- des ges. Arbeitervereins Hoffnung" 9,10. Ges. bei Kulicke, fichere Treppe in Verbindung stehe, zu dauerndem Aufenthalt sächlich von der arbeitenden Bevölkerung konsumirt. Die traurige Pappel- Allee 108a, 4,50. Gef. durch Brandes am Biertisch bei als Wohn-, Schlaf- oder Arbeitsraum zu benußen oder zu ver- Lage hat die Bigarren- und Tabakarbeiter so weit herabgedrückt, Haberstroh, Neuenburgerstraße 2,40. Gesammelt bei der Feier miethen. Der 4. Senat des Oberverwaltungsgerichts hob als daß den meisten die Hoffnung auf eine Besserstellung ge- der silbernen Hochzeit von Schmidt, Adalbertstr. 16, 15,-. letzte Instanz diese Verfügung auf. Aus den merkwürdigen schwunden ist. Die Muthlosigkeit der Arbeiter einerseits Von der Maleriverkstatt Lindstädt, Rixdorf 2,55. Vergnügungsvom ihre Abhängigkeit Unternehmerthum anderer- verein" Im Brand" 3,-. Malerwerkstatt Storm u. RosenUrtheilsgründen ist Einiges für die Berliner Verhältnisse von und auch ist berg, Charlottenburg 7,20. Verlorene Wette, Tempelhof-, 50. Wichtigkeit. Das Polizeipräsidium wollte seine Anordnung u. A. seits stehen der Agitation hindernd im Wege; S. und A., Wilhelmstraße 6,-. Aus der aus allgemeinen sicherheitspolizeilichen Rücksichten aufrecht er- der Mangel an unabhängigen, agitatorischen Kräften zu beklagen. Bierprozente von§. Marten 6,- Amerikanische halten wissen, sie also durch den Inhalt des§ 10 2h. II 17 des Was die Organisation anbetrifft, so steht sie noch auf schwachen Tischlerwerkstatt Allg. Landrechts begründen. Dies würde aber nach bekannten Füßen. Mehrere Niederlagen haben sie so geschwächt, daß jetzt Auktion des Sängervereins„ Sorgenfrei" 2. Rate 10,25. Rechtsgrundsägen nur dann möglich sein, wenn es sich hier um in fünf Sektionen nicht mehr als 400 Mitglieder zu verzeichnen Tischlerei Junguidel, Langeftr. 109, 2,-. Auf das Wohl des eine bauliche Einrichtung handelte, die als eine ungewöhn sind, noch nicht 10 pCt. der in der Branche beschäftigten Arbeiter Neugeborenen 1, Ges. in der Fraiserei von Wagner und liche, abnorme offenbar teine Regelung gefunden hätte und von( 6630). Seit dem Kongresse in Amsterdam waren Lohnbewegungen Dünnebeil, außer einem Dekopirer, 2. Rate 8,-. Von den den Verfassern derselben als eine in Berlin ungewohnte in Wyl, die in Folge des Herbeiströmens von Streitbrechern mit Statbrüdern der Telegraphen Bau- Anstalt F. Schuchard 1,-. nicht hätte ins Auge gefaßt werden können. Davon darf aber einer Niederlage endeten. In Affoltern wurden mehrere Vor- Ueberschuß von ringfreiem Bier, Spandauerstr. 30, II. H., dritte G. P. nach Lage der thatsächlichen Verhältnisse nicht wohl die Rede standsmitglieder gemaßregelt, was die Auflösung der Gewerk- Woche 4,80. 3. p. 3,-. Vom Verein der Einsetzer( Tischler) Sozialdemokr. Verein Obertssein, da bekanntermaßen die Hängeböden eine Berliner Ein- fchaft zur Folge hatte. In Bayerne benutte der Fabrikant den Berlins und Umgegend 25, richtung sind und in früheren Zeitperioden sehr zahlreich, flauen Geschäftsgang, um bei den Gigarrenmachern eine Lohnbaufen 19,95. Gesangverein Einig" 6,-. Amerik. Auktion nicht selten auch bis in die neueste Beit hinein als Schlafraum reduktion um 12 pCt. und bei den Sortirern eine solche von 25 pet. beim Stiftungsfest des Rauchklubs„ Granate" 5,-. Gesangverein für Dienst boten in Gebrauch waren und sind. Und wenn durchzusehen und den Austritt aus der Gewerkschaft zu erzwingen. Collegia I", bei einem Ständchen gesammelt 3,-. Schubert 0,60. auch die Bestimmungen der Absätze 2 und 4§ 37 die Ursache Gine fleinere Zahl Arbeiter nahm den Kampf auf, jedoch kehrte Frauen und Mädchenbildungsverein für ein Referat am feltener zu Schlaf- ein Theil bald zur Arbeit zurück und der Streit mußte als er- 8. August 5.-. Mitglieder des Buchdruckerverbandes in find, daß Hängeböden neuerdings feltener räumen benutzt werden, so werden doch auch noch folglos aufgegeben werden. Die dortige Organisation ist ver- Halle a. S. 15,-. Vom Gefangverein in Brig 2,60. Mosaik heute solche eingerichtet und benutzt, die jenen Vor- nichtet. Auch die vom schweizerischen Arbeiterbund beschlossene Fliesenleger- Verein 11,20 m. schriften entsprechen. Summa 188,15 M. Bereits quittirt 6556,58 M., in Summa Liegt aber eine bauliche Ein- Initiative zur Sammlung von 50 000 Unterschriften, um das richtung vor, deren Regelung die maßgebende Bau- Ordnung mit Begehren einer obligatorischen Krankenversicherung vor eine 6744.78 9. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Map Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. =