Nr.194.?6. Jaksrg. BezugSvreiS, 3lett«tiä6Tl. 7�0«I. monaU�W Z«. riet inS Hau« oorau« zahlbar Stnüetne Kümmern 10«rennifl. i'oubciug: aHonailitt) iSO äEt. erfL JjuitcUunq«. qebüdr. Uniei»ireu-dand utt Deuttch- onS u. Ceiimcictj'Unflfm.75 Kl, 'flt da« übrige Au«tand � 75 Wl, bei mzlich emmaltae» Zunelluna 7 75 Ml voilbeaellunaen nehmen in Däne- mari. Holland SiutcmOutn, Schweden und die Schwei, QfingctTaqen in die Bo'i.�eliuno«-Pre>«lifte. Der.Lorwllrt«' erlcheini wöchentlich zweimal, sonmagt einma, Teleliramm-Adretse: .«oztaldemoteai iSerltu" Abend-Ansgabe. Oerlitt er Dolksblati. �ISPksnnis) Ai»,e«!,envrclS, Die achiaeivalteae slc»u>alellle,etle loiiei l,20 Mi...Kleine chn-etaen", da« lellaedluckie Qor. B')'Btfl iUlfttfia 2 tettnedrucfte ü>oriel. iede> weitere Lor 25 ijfg. Slellenaeiilche und öchl.nsiellenan, einen das erne War» tv 3ig.. ed?« weuere Sorl 20 tilg. Karle über 15 Buchuaden«ädie''ür >we> Karle Teuerunaezuichlaa 50°� Kamllien-Anzeiaen. dolittiche und gewerkichartliche Lere»!«>«.»«einen 1,20 Ml. die �etlc. Slnjeiflcn'ür die iiächsle Kummer mllilen di« 5 Uli llachnilllan« im oauvlgerchüit. Lerlm SW.'lS. llindentirane 5. aoreaeben werden. KeSffnel oon ll Ubr jrüh di« 5.ihr abend». Zentralorgan der fozialdcmokrati rehen parte! Deutfchlands. lanexas.'* Reüaktion und Expedition: Sw. öS, Linüenstr. S. �ernipiccher: Amt Morttiplatz. Nr. Lslttv— tstv?. Dienstag, den 1s. April 1919. -W-»' vorwärts-verlag G.m.b. h., SV. öS, Linüenstr.Z. Fernsprecher: Am» Moritchlan, Rr. 117 53—54. Beginn der friedenskonferenz. Cinladunz der deutfdKn Vertreter für den 15. Hpril. Paris, 14. April. Renter. Präsident Wilson hat i�cutc abend als Wortführer des Nateö der Vier folgende Er- kiärilng abgegeben: Angesichts der Tatsache, das, die Fragen, die bei dem Frieden mit Deutschland geregelt werden müssen, ihrer vollständigen Lösung nahegcriickt sind, das? sie jetzt schnell durch den Endprozcs; der Fertigstellung des Entwurfs gehen können, Halen diejenigen, welche am längsten über diese Frage beraten haben, � beschlossen, anzuraten, daß deutsche Bevollmächtigte eingeladen wer- den, mit den Vertretern der assoziierten kriegführenden Nationen aw 2 5. April in Versailles znsammenzn' kommen. Tics bedeutet nicht, daß die Beratung dieser Fragen verzögert wird. Man erwartet im Gegenteil, das; jetzt bezüglich dieser Fragen ein schnellerer Fortschritt gc- macht wird, so daß man augenblicklich auch erwarten darf, daß sie für die Endregclung bereit sein werden. Man hofft, daß man in den Fragen, die Italien am«mnittelbarften bk' rühren, besonders in der adriakischen, jetzt zu einer baldigen Verständigung gelangen wird. Ter adriatischcn Frage wird zeitlich vor den anderen Fragen der Vorrang gegeben und das festländische Problem(c»utiu«ntal studv) in fein Endstadinm gebracht werden. Was speziell zu dem Vertrag mit Teutschland gehört, würde ans diese Weise erledigt sei',. während zu gleicher Zeit alle anderen Regelungen ent» sprechend formuliert werden. Es wird anerkannt werden, daß, trotzdem dieses Verfahren eingeschlagen werden muß, alle Fragen der angenölicklichen großen Regelung Teile cincS' Ekcst�awend?���' � Ganzen sind—•-- Grauen und Gkel! Das- historische Verbrechen der Entente. Bern, 15. April. Zur Regelung der Frage des SaarbeckeuS schreibt„Humanitä": Wir erwarten mit einem G e f ü h l von Grauen und E k e l die Veröfsent- lichnng der definitiven Klausel, die dieses h i st o> rische Verbrechen gutheißen soll, falls Wilson nicht doch noch im letzten Augenblick in einer Aufwallung und Empörung fortgerissen wird. Auch in Deutschland gibt es kanm einen Menschen, der nicht voll Tranen und Ekel dieses historische Verbrechen kam- mcn sieht. In Frankreich wird zurzeit der neue Völker- krieg vorbereitet. Eine Saat von Hast und Nachegefiihl wird dort gezüchtet. Und England wie Amerika leisten dabei HelserSdienstc. » Von Frankreich nnd England ist uns während der ganzen Kricgszeit-ein Strafgericht angedroht worden. Dort hat man das Wort Bölkerversöhnung niemals mit Kleber- zengnngskrast ausgesprochen. Tie Amerikaner da- gegen— an ihrer Spitze Wilson— haben uns jeden Tag die große Geste der Völkerversöhnung, des ewigen Friedens, des gerechten Ausgleichs sehen lassen. Das taten sie solange. bis wir, auf ihre Ehrlichkeit vertrauend, die Waffen aus der Hand legten. Als wir wehrlos waren, sind sie abge- schwenkt. Sie haben uns elend verraten! Heute sind sie mitbeteiligt an dem„historischen Verbrechen" gegen das deiitsche Volk, von dem sich selbst das angesehenste der HumanitS", mit„Grauen und Wir stehen mit verschränkten Armen den kommenden Dingen gegenüber. Was bilst es, an das Gewissen derer zu appellieren, die keines haben? Man wird uns den Friedensvertrag vorlegen. Ob wir ihn ablehnen können?.... Wenn wir gezwungen sein sollten, diesem„historischen Verbrechen" unsere llnterschrist zu geben, dann werden wir das tun in dem klaren Ve- wußtse:«, lediglich einen Fetzen Papier zu unter- schreiben, der uns innerlich zu nichts verpflichtet. Stra�nkämpfe in MmlanA. Simon«, 15. April. lZM Die französischtn Arbeiter für Ssn Rechtsfrieösn. Verlin, 15. April. Ein fraiizögscher Funkspruch Lyon i-üin 14. d. M. meldet: Ter Allgemeine Arbeiter mee- b»« d, der fast 2 000 000 Mitglicder zählt, hat in Paris P l a. täte mit folgendem Text angebracht: „Bom August 1014 bi» November 1018 ist uns zu wiederholten Malen gesagt worden, daf- wir für daS Recht kämpsien. Diese Vrr- fichcrung bedeutete, der Friede würde dr„ Poltern daS Selbst- Simnn«, 15. April. sTK! Trotz stark zensurierter Meldungen bestimmungßrecht verleihen und auf allzemeinr Abrüstung begrün-' der italienischen Blatte« ist ersichtlich, daß cS am Sonntag in Mai- d-t fein, da« einzige Mittel, das dir Liguidatien der KriegStchulden anläßlich einer soziulistifchen Versainmlung zu r e v o l u t i o. ermöglicht. Di- feierlich gemachten Zuseg-n werden heute gebrechen. �° r° n U n r u h e n gelommen ist. wie sie bisher in Italien noch Unsere Diplomaten legen r-S beute den onen eWeSn Deuifchöste'-rcich andererseits zurErhebunggelan gende» Abgaben statt« findet, um gegebenenfalls eine Ausgleichung zwischen den Abgaben beider Lander vorzubereiten.| Krieges und fordert dringend den Abschluß eines wahren Friedens, den alle Böller nnterfchreiben können. Volksabstimmung in Luxemburg. Listenwahl. Bern, 15. April. Wie die Parlier Presse ans Surembiira meldet, ist auf de» 4. Mai die BolkSabstimmung über die W i r t f ch a t l S- Politik und über die dvnaittkche Frage ange>etzi. In der dynastischen Frage stehen folgende vier Punkie 5,iir Erledigung: 1. Soll die Großhrrzogin Charlotte weiter regiere»? 2. Sall die Tyuastie mit einer anderen Graßherzogin beibehalien werden? 3. Soll erne neue Dynastie gewählt werden? 4. Soll das rrpubli- amsche Regime eingejührt werden? Konsumentenv�rewigun-t in Königsberg. Wie un? mitgeteilt wird, wird zurzeit'n Königsberg ein !„Bund der Verbraucher" begründet, der ein Gegengewicht gegen i den„Bund der Landwirte" bilden soll. Es besteht die Absicht, tZwergoraanisationen auch m anderen Städten zu errichten. das Mitbestimmungsrecht. Von Hermann Lüdemann. Weshalb erfreuen sich die alten Arbeiter- und Ange- i stelltenausschüsse bei den Arbeitnehmern so' geringen An- sehens? Weil die Rechte dieser-Ausschüsse so unvollkommen i sind, daß sje fast nichts zu sagen haben und in den meisten i Unternehmungen nur eine inhaltlose Dekoration dar- . stellen. Nur in einer Minderzahl von Betrieben ist durch das glücklich? Zusammentreffen besonders fälliger und durch ihre Gewerkschaften wirksam gestützter Ausschußmitglieder mit einer sozialgesinntei, Betriebsleitung zugunsten der Ar- beitnehmer ein Zi-stand erkämpft worden, der gegenüber dem früheren Regeizustand uneingeschränkter Nnternehmerherr- i schaft einen nicht unerheblichen Fortschritt bedeutet. Aber der heutigen Zeit ist mit diesen Ausnahmefällen ' nichts gedient. Arbeiter und Angestellte fordern mit Recht, daMür die Regelung der Arbeitsverhältnisse in den Betrie- . beit ein von Grund auf neuer Rechtszustand ; geschaffen wird uud zwar ein solcher, der nicht nur in Neben- sächlichkeiten den Arbeitnehmern Zugeständnisse macht. Es ; handelt sich vielmehr darum, auf reichsgesetzlicher Grundlage die v e r ä n d e r t e M a ch t v e r t e i l u n g", die sich aus der . Revolution ergehen und im politischen Leben schon ihre An- erkennung gefunden hat. auch im Wirtschaftsleben zur An- ■ erkennung zu bringen. Die Aussicht, auch in der Wirtschaft des neuen Deutschland lediglich Objekt? der un-ingeschränkten � Nnternebmerwillkür zu sein, wird von Arbeitern und Ange- ! stellten mit gleicher Eutschiedenbcit abgelehnt. Die Besorgnis, daß ungeachtet aller politischen Nmwäl- ! zungen die Stellung des Unternehmers ihren alten absolu- tistischen Charakter behalten könnte, erscheint allerdings nach den wiederholten Erklärungen, die die Regierimg hierzu abgegeben hat, nicht mehr begründet. Tie grundsätzliche Neu- ordnimg deS gesamten Arbeitsrechts und damit auch die zeit- gemäße Regelung der Rechtsverhältnisse im Betriebe steht in sicherer Aussicht. Die Grundlage dieser Neuordnung wird — das ist ebenfalls sicher— dys M i t b e st i m m u n g s- recht der Arbeiter und Angestellten bilden. Fraglich ist nur, wie dieses Mitbestimmungsrecht im einzelnen verwirk- licht werden kann. � Das Kennzeichen der vergangenen Zeit war die fast diktatorische Alleinherrschaft der Unternehmer. Wenn jetzt ein neues Rechtsverbältuis geschaffen werden soll, so wird, von wenigen ganz Unvernünftigen abgesehen, von keiner Seite gefordert werden, daß in Zukunft eine Alleinherrschaft der Arbeitnehmer in den Betrieben aufgerichtet werden soll. Ebenso wenig wie sich besonnene Sozialisten für eine Er- setzung des bisherigen Privatkapitalismus durch den Massen- kapitaliSmus der Arbeiterschaft aussprechen können.� Wie der Staat, auch der sozialistische Staat, eine Re« gierung braucht, so braucht auch die gewerbliche Unterneh- mung, ganz gleich, wie die Besitzverhältnisse geregelt sind, nach wie vor eine Betriebsleitung. Und eine Be- triebsleitung, die ihren Namen verdient, muß auch die Mag- lichkeit erhalten, alle Maßnahmen treffen zu können, die geeignet und notwendig sind, um den Zweck des UnternebmenS zu erfüllen und den Erfolg geschäftl'cher Maßnahmen sicherzustellen. Dazu gehört, daß der Betriebsleiter da? Recht behält, die Zahl und Art feiner Mitarbeiter so zu bestimmen, wie es den technischen und kaufmännischen Erfordernissen der vorliegenden Arbeitspläne entspricht. Allerdings mit einer wesentlichen Einschränkung: durch die VeräBderung deS Personalbestandes, ganz gleich ob es sich um Vermebrung oder Verminderung handelt, dürlen keine wirtschaftlichen oder sozialen Interessen der Arbeitnehmer verletzt werden! Das Ziel der neuen Gesetzgebung, muß sqin, ein Arbeitsrecht zu schaffen, das die Mitwirkung der Arbeiter und Angestellten nicht nur bei der Regelung der allgemeinen Arbeitsverbält- nisse, sondern auch in Einzelfragen. namentlich bei Einstel- lungen und Entlassungen, in einer Weise sicherstellt, die-obne den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zti beeinträchtigen, den Arbeitnehmern die volle Wahrung ihrer Jp.ter- essen ermöglicht. Tie Betnebsausschüsse hatten bisber schon den Anspruch, in solchen Fällen gebort zu werden, nnd daS Recht, der Be» triebsleitung Anregungen und Wünsche zu unterbreiten. Jetzt kommt eS darauf an, aus dieser Svrechfreibcit ein Beschlußrecht zu machen, das gelegentliche Mit- reden in ein geordnetes Mitentscheiden umzugestalten. be- teiligten Kräfte. Der Text hierzu lMariä Bewemnng des Gekreuzigten) stammt von dem Franziskanermönch Jacopone da Todi (um 1800) und Hai bis inS vorige Jahrhundert hinein eine Reihe namhaster Komponisten(darunter Haydu, Rossini) gefunden. Nach Palästrina gab ihm Giovanni Pergolesi seine Musik, dieser Bc- gnadete, der trotz eine» allzu karg bemessenen Erbenlebcn?— er stark 1736, erst 20 Jahre alt— außer Messen und? boren zwölf erfolgreiche Opern geschaffen hat. Die lltLbot mater-MusU Pergs- lrsiß gehört in ihren F-auenchören— ursprünglich für Kastraten—> Arien und Duetten für je eine Ali. und Sopranstimme, sowie der Partien fiir Orgel und Sireichorchefter zum Wunderbarsten, was eines Tonschöpfers Brust entquollen ist. W'm je diese seraphischen Melodien erllangen, ihm liegen sie unvergeßlich im Obre. Dem .3udar voran gingen kleinere Chöre, Einzeloesäng? und Werke für Orgel und Violin« von Caldara, GesiuS, Ahle, Franck, Locatelli, Bach und Becker, untadelig aufgeführt:— eine wahrhaftige Ohren- und Hcrzensweide.__ eV. Notizen. — Friedrich Engels über Sozialisierung. Die Bararbeit, die Engels 1847 zum„Kommunistischen Manifest" nieder- schrieb und die vor einigen Jahren von E. Bernsiom unter dem Titel»Grundsätze des Kommunismus" erstmals veröffentlicht wurde, erfreut sich in dieser Zeit das große» JnierssseS für sossa- listische Schriften lebhaiiec Nachfrage, Ter Verlag der Buchhand- lung Vorwärts bringt soeben eimen Neudruck heraus iBreis 1 M,). Die Schrift bat bekanntlich Äateck iSmuSsorm. Sie stellt und be- antwortet 25 Fragen und darin ist auch das Prinzip der Sozigli- sierung formuliert. — Ein Buch über Kurt EiSner wird von Else EiSner, der Gattin des ersckosirnen IlkevokutionSführerS, geschrieben, — A n Klaus Groths bundertstcm GeburiStag — Donnerstag, 24. April— gibt L u dw i g H a r d t im Meistersaal «ine Feier mit Dichtungen aus GrothS„Gnickforn", Prosa stücken und Versen von Lilieneron, Siorm, Timm Kröger. Em Wid- mungZgedicht don Fontane an Klaus Groih leitet den Abend ein. — Die hysterische Frau, lieber diese» Thema spricht Dr. Isaak an dem Beratungsabend für die Frauen und Mütter von Groß-Berlin am 26, April, 7)4 llbr. im Berliner Rathausc, Saal 109, Einiganq Jüdenstraße. Diskussion. Zutritt frei. — Henri Guilbeaur, der während deS Krieges in der Sebtoeiz die Verstärrdigungsschrift„Oemuin"(„Morgen") heraus- gab und kürzlich in Paris während seiner Abwesenheit tvegen De- faitismuS zum Tode verurteilt wurde, hat indischen die russische Staatsbürgerschaft erworben, ist nach Moskau ubergesiedelt und hat sich dem Bolsch-wismus angeschlossen. — Der Mensch gegen die Massenpsychose, Romain Rolland hat ein Satirspiel Liluli" vollendet, da? diesen Menschen darstellt, — Max K r e tz e r arbeitet an einem neuen Berliner Kultur- und Sittenroman, dessen Handlung im zweiten KriegSiahr beginn! und bis in die RevolutionZtage hinein spielt. Da? Werk soll im Herbst erscheinen. Bei Elischer in Leipzig kommt«in Band„Ber- liner Studien nnd Skizzen" von ibm heraus. —.Der M är krsche Wanderer", die illustrierte Monats- schrift für Heimatpflege und Wandern in eer Mar? Brandenburg. beginnt mit diesem Monat Wied« zu«scheinen.(Varlag Betlrn W. 0. Linkstr. S8.JI Vor dem Gcneralftrcih der Angestellten. Der Streik in öer NetallinÄuftrie. Dre Borschläae hn UntemeBm«!, die bei den gestrigen Ver- bnndlun«en in später Abendstimde gemacht wurden und in unserer beutige» Morgenausgabe nur auszugsweise mitgeteilt werden konnten, beschränken das Mitbestimmungsrecht auf Kündigungen! be: Gekündigten mit weniger als 10 WO M. Iahresgehalt und ichkieften auch die sgälle auS, wo das Gesetz dem Unternehmer ei» Riecht auf kündigungslose Entlassung gibt. Wegen dieser Be- itimmungen. hauptsächlich aber deshalb, weil über das Mitbe- stimmungsrecht bei Einstellungen nicht? Greifbares zugesagt wurde, sondern alles im Ungewissen bleibt, erklärten die Vertreter der An- gestellten gestern abend, dass sie den Vorschlägen nicht zustimme», sondern die Entscheidung der heutigen Obmönnervecsammlung überlassen müssen. Auch die von den Unternehmern vorgeschlagene Be- zahlung der Streiktage in Form von Gebalts- Vorschüssen wurde von den Angestellten als nicht befriedigend bezeichnet. Vach dieser Erklärung der Angestelltenvertreter, welch« befürchten liest, dast sich die Obmännerversammlung ihrem gestrigen Beschlust entsprechend für die Ausdehnung und Verschärfung deS Streiks entscheiden werde, bemühten sich die Unparteiischen bis l2 Uhr nachts noch irgendeinen Weg der Verständigung zu finden, wenigstens aber die Sache noch binanszuschieben, bis die llnter- nebmer noch Rückkehr ihrer nach Weimar entsandten Vertreter viel- leicht andere, die Angestellten befriedigend« Vorschläge machen könnten. Aber es konnte im Augenblick nichts weiter erreicht werden, als dast die Uniernehmervertreter erklärten, vor Ablauf von zwei Tagen würden sie nicht in der Lage fein, eine endgültige Erklärung abzugeben. Diese Zeit wollten st« den Streikenden zwar nicht als Streikiage, aber als VerhandlungStagc bezahlen. « In der beute vormittag akgebaltenen Versammlung der Obleute trug?l u s h ä u s e r die Gründe vor, welche die Vcrhandlungskom- »iission veranlastten, die Vorschläge �der Unternehmer abzulehnen. Er bemerkte, daß sich die Zentralstrcikleitung ebenfalls diese Gründe zu eigen gemacht hat und dast jetzt, da die VerHand- knngen ergebnislos verlaufen sind, die auf Verschärfung deS Kampfes gerichteten Beschlüsse der Streikenden in Kraft treten. Jetzt ist, sagte der Redner, mit dem Generalstreik aller Angestellten zunächst in Groß-Bcrlin zu rechnen. Noch heute nachmittag werde der Generalstreik einsetzen. Damit wird die Machtprobe gegeben, die man auf der anderen Seite' haben wollte. Vielleicht werde sich nun die Regierung bereit sin-! den, uns das Mitbestimmungsrecht zu geben, das uns unter dem< Druck der Metallindustriellen bis jetzt versagt wurde. fTns Gesetz kommt, siehe unten! Red.) Der Streik ist kein Lohnstrcik, aber er ist und bleibt ein wirtschaftlicher Streik und soll nicht auf ein anderes Gebiet ausgedehnt werden. Es ist ein Streik um das wirtschaftliche Mitbestimmungsrecht der Angestell- ten. Tie Gas- und Wasserwerke sollen vom Streik verschont bleiben. Wieweit gemeinnützige Betriebe vom Streik ausgeschlossen werden, wird die Streikleitung von Fall zu Fall entscheide». Ohne Diskussion beschlost die Versammlung einstimmig, die Vorschläge der Metallindustrien«« abzulehnen, keine neu« Frist zur weiteren HinauSschiebung der Verhandlungen ju gewähren und sofort den Generalstreik zu proklamieren. Die Entscheidung dürste in der heute nachmittM 4 Uhr-statt- findenden Obmänncrkonferenz der' am'•Streif Wyer iu chi beteiligten Angestelltcngruppen fallen. Das kommende Gesetz. Wie wir hören, ist das G e s e tz ü b e r d i e B e t r i e b S- räte im Reichsarbeitsamt so gut wie fertiggestellt, so daß es voraussichtlich noch den Osterferien bereits der Ratio- nalversammlung vorgelegt werden kann. Auf diese Weise � wird zunächst die Frage des Mitbe st immungsrechtS gesetzlich geregelt werden. Es ist zweifellos richtig, daß die Gründe der gegenwär- tigen Konflikte in der Harthörigkeit eines großen Teils der Unternehmerschaft zu suchen sind. Was im Versicherungs- und im Brauereigewerbe möglich ist, kann in anderen Gewerben nicht unmöglich sein. Auf der anderen Seite ist zu überlegen, ob es sich bei der jetzigen Wirtschaftslage verant- Worten läßt, einen Kampf bis aufs äußerste zu treiben, der An der heute vormittag abgehaltenen Angestellten entschieden werden wird. Bei Ohrenstein n. Koppel in Spandau ist sie Arbeit ganz eingestellt worden. Die Arbeiter wurden von der Fabrik- leitung nach Haus« geschickte da eS infolge des Angestellten streik» unmöglich ist, den Betrieb geordnet weiterzuführen. Die Arbeiter werden weiter entlohnt. A. E.G.- An gestellte- Morgen Mittwoch, mittags t lchr Versammlung im ZirkuS Busch. A.EK.-Streikleitung. Im Bekleidungsamt Spandau, wo der alte Arbeiter- rat aus Veranlassung der Regierung abgesetzt worden ist, ist jetzt ein Streik proklamiert worden, der aber bisher nur die Minder. h e i t umfaßt. Truppen halten das Amt bewacht. Zwischenfälle sind bisher nicht vorgekommen. Ebert an üie Sankbeamten. Den nach Weimar entsandten Vertretern der streikenden Berliner Bankbeamten erklärte der Reichspräsident, daß der Widerstand der Banklcitungen gegen das Mitbestimmungsrecht der Angestellten zwar psychologisch verständlich fei. ab.'r er könne nicht aufrechterhalten werden, denn der alte H« r r e n st a n d p n n k t des Unternehmertums müsse endgültig zu Grabe getragen werben. Die VolkSregierung habe volle Sympathie für die Forde- rungen der Angestellt«» und sie habe auch in dem schon veröffentlichten Kabinettsbeschluß zum Ausdruck Igcbracht, daß sie den Bankbeamten das Mitbestimmungsrecht in allen Fragen des Arbeitsverhältnisses zugestehen wolle. Lediglüch über den einzu- schlagenden Weg und über die Formulierung der Bedingungen könn- ten Meinungsverschiedenheiten bestehen. Er hoffe aber, daß eine intellektuell so hochstehende Arbritnehmrrgruppe wie die Bankang:. stellten die Einigung nicht an Formulierungsfragen scheitern lass«» würde,«ud daß es zu einer Verständigung kommen werde. Die Vertreter der Bankbramtea verhandeln heute mit den Mit- gliedern de? Kabinetts über die Durchführung des Mitbestimmung?- recht?, eventuell im Wege einer Notverordnung. Anch die Vertreter der Bankleitungen werden heute in Weimar eintreffen. Odleute der Angeftelllen-Ausschüssc aller ReichSämter und Staatsbetriebe sD. Vp.) erkundirrt sich nach dem Schicksal der in Belgien wwerrechilich zurückgehaltenen deutschen S ch w e st« r n.— Ein Vertreter der WaffenstillstandSkommissio» antwortet, daß man annehmen könne, daß sie jetzt sämtlich in die Heimat abtransportiert sind. Abg. Katzenstei»(Soz.) macht Vorschläge zur Vehebn»» der Wohnungsnot und fordert Höchstpreise für Wohnungen. Ein RegierungSkommissar: Di« Maßnohinen zur Behebung der Wohnungsnot sind in erster Reihe Sache der Einzelstaaten und der Gemeinden. Da» Reich hat im Augenblick nur die Miß,- lichkeit, die Einzelstaaten und die Gemeinden zu unterstützen. Höchst- preis« für Wobnungen sind undurchführbar. Es folgt die erste Lesung der Vorlage zur Jestlegüng öes 1. Mai als Nationalfeiertag. Noch der Regierungsvorlage sollte der 1. Mri zum allgemeinen Ngiionalfeieriag erhoben werden. Hierzu beantragt Abg. v. Payer iDem.) und Müller lSoz.), den entscheidenden Paragraphen 1»vi« folgt ,u fassen: Für Weltfrieden, Völkerbund und inter« nationalen vrbeiterschutz wird ei« allgemeiner Feier- tag eingeführt, für den der Eharaktrr einrS Weltfeicrtag» erstrebt wird. Srine rndgültig« Festlegung erfolgt nach Friedensschluß und Verabschiednng der Verfassung. Für diese» Jahr wird rr auf» e» 1. Mai g r l e g t. Er soll einer Knndflebnn« für Erhaltung der politischen und soziale» Fortschritte, für Erlangung eineS gerechten Frieden» mit Befreiung der KriegSgefangenon»nd für einen auf aller Gleichberechttgung aufgebauten Weltfrirche»»- bund dienen. Der 1. M«i ISIS gilt im Sinn» roichs- » n d landesgrsetzl'cher Vorschriften als«rllge- meiner Friertag. Nach dem gleichen Antrage soll die lleberschrist des Gesetze« beißen:.Entwurf eines Gesetzes über einen allgemeinen F e i r r t a gT Die Unabhängigen beantragen, neben dem 1. Mai an ch den 0. November zum allgemeinen Feiertag zu machen. Neichsminister Dr. David: Wir fordern einen allgemeinen Feierlag, der den hohen Idealen de? internationalen Acbeiterschutz?» und des Weltfriedens geweiht sein soll. Dem internationalen Charakter dieses TageS entsprechend, soll dahin gewirkt werden, daß dieser Feiertag ein Wcltfciertag werde, als geeigneter Tag dafür wird der t. Mai in Vorschlag gebracht. Dieser Tag ist ein uralter Naturfest- tag- Dst kämpfende Arbeit-rschaft hat in diesen Nawrfesttag ein hohes K u l t u r i d e a l hineingelegt: die Befreiung von der Fron einer übermäßigen Arbeitszeit, als der VoräuSsetzung eines hechen Kulturdasein S.(Beifall bei den S4z.j Ei« hohe ,A sittliche Idee wurde mit der Forderung einif vernünftigen Begrenzung der Arbeitszeit begründet. Die Arbeit ist für die mensch- liche Gesellschaft«ine eherne Notwendigkeit. Aber sie darf den Einzelmenschen nicht zum Fluche werden.(Sehr wahr! bei den Soz.) Die moderne kapitalistische Entwicklung bedrohte Millionen von Menschen mit gesundheitlichen Schädigungen und persönlicher Versklavung. Dagegen bäumte sich der Wille der zum K u l- turbewuß tscin erwachten Arbeiterschaft auf.(Sehr wahr! bei den Soz.) In sinngemäßer Anwendung des Konischen SittengesetzeZ, daß ver Mensch seinen Mitmenschen nicht als bloßes Mittel zum Zweck mißbrauchen dürfe. So entstand die Forderung des Acht- stundentages. Die Revolution hat der deutschen Arbeiterschaft , mit einem Schlag« die Erfüllung dieser Forderung gebracht. Sie muß abrr auch international gesichert werden(Sehr wahrl bei den Soz.), schon im Hinblick auf die internationale Konkurvenz. Daher fordern wir internationale Festlegunz deS Achtstundentages und der gesamten Arbciterschutzgesetzgebung auf der Friedens- : konferenz. Der 1. Mai soll nrmniehr«in allgemeiner Volksfeier. .tag werden.(Beifall b. d. Soz.) Bei Schluß des Blattes begründet | der Redner noch weiterhin die Regierungsvorlage.— Ter sozialdemokratifch-demokratische Antrag wurde mit 1(51 gegen 86 Stimmen bei 10 Stimmenthaltungen a n g e- n o m m e«. Die Uuabhäugigeu stimmten dagegen. GewerffchasisbewWing Vertragsabschluß im Versicherungsgewerbe. Folgende Vereinbarung über daS MitbestimrmuigZrccht der Angestellten ist zustande gekommen: »In allen Fragen der Lohn- und Arbeitsbedingungen entscheidet unter Zugrundelegung des Tarifveri'agcs die Geschäftsleitung unter gleichberechtigter Mitwirkung deS AngestclltenauSschusseS oder,' wo ein solcher nicht besteht, mit der Mehrheit der Angestellten. Kommi ein« Einigung nicht zustande, so entscheidet eine paritätische Kam- misston, die au» je zwei Vertretern der Arbeitgeber und Arbeit- nehmer zusammengesetzt ist. Wo Arbeitgeber resp. Arbeitnehmer durch ein« der vertragschließenden Parteien nicht vertreten sind, ent- scheiden je zwei Mitglieder der in Betracht kommenden Organs- satwnen als SchlichtungSkommisfion. Kommt eine Einigung nicht zustande, so soll die Hinzuziehung eine« unparteiischen Vorsitz.-ndc» herbeigeführt werden. De« Spruch dieser Eiuigungskmnmission unterwerfe» sich beide Parteien. Insbesondere obliegt dem Angestelltenausschuß die Durchführung des Tarifvertrages. Kündigungen und Enilaffungen dürfen nur nach vorheriger Zustimmung des Angestelltenausschuffes oder bei Nichteinlgung der Schlichtungskommission vorgenommen werden. Vor Neueinstellungen oder Beförderungen oder Ergänzungen von Personal steht dem AngeftelltenauSschuß da» Recht oes- Ein- spruchS zu, über den im Falle der Nichteinigung die SchlichtungZ- kommifsion entscheidet. Der Angestelltenalisschuß ist berechtigt,, bei der Aufstellung des Arbeitsplanes mitzuwirken. Bei allen Entscheidungen sollen die be- sonderen Verhältnisse deS Betriebes und der Arbeitnehmer berü/- sichtigt werden." Im Braueretoewerve ist ein« fast gleichlautend« Ber- einbarung zustand« gekommen, die nur im 8. Absatz folgenden abweichenden Wortlaut hat: .Vor Neueinstellungen oder Versetzungen von Personal steht dem AngestcllienauSschuß da§ Recht des Einspruchs zu, wenn die Neu- einstellung oder Versetzung gegen berechtigte Interessen der Angestellte» verstößt." Ter Bankbeamtenstreik. Zur Aufklärung geben wir hierdurch bekannt, daß wir die streikenden Angestellten der Berliner Banken auf- gefordert haben, die von den Banklcitiliigen durch Einschreibbrief ge- wünschte Erklärung zur„Arbeitswilligkeit" auch ihrerseits abzu- geben und trotzdem im Streik zu verharren, bis er von den unter- zeichneten Organisationen als beendet erklärt wird. Das den Banken zugehende Material an Zustimmungserklärungen gestattet danach keinen Ueberblick, welche Anzahl von Beamten im Sinne der Bank- leitungcn als.arbeitswillig" bezeichnet werden kann. Allgemeiner Verband Deutscher Bawkbeackiten.— Deutscher Bankbeamten-Verein.— Zentralstreiklcitung Berliner Banken. Der Streik brs der Firma Aschingar ist noch nicht beigelegi. Trotzdem die Streiklei'.ung weitestgehendes Entgegenkommen zeigt. ist die Firma zu Zugeständnissen, die auch nur annähernd den heutigen Verhältnissen entsprechen, durchaus nicht zu bewegen. Man bietet den Handwcrki.rn Wochenlöhne van 70 M.. d. h. Sunden löhne von 1,48 M. und verlangt dafür vollwertige Arbeit. Bei solchen Löhnen müssen di« Arbeiter hungern. Die Streikenden be schlössen, so lange im Kampfe zu verharren, bis die Direktion sich dazu versteht, �ugcstindniffe zu machen, welche den Lebensbedürfnissen der Arbeiter entsprechen. Arbeiter, Angestellte meidet Aschingers Bierguellen,� bis die äußerst bescheidenen Forderungen der Arbeiter bewilligt sind. � Zentralverband der Handlungsgehilfen. Heute Dienstag, abend» VI, Ubr, in dor Börse: Versammlung aller m den Waren- und ZausliSusecn sowie im Einzelhandel beschästigten An- geftelllen. Reserent: Kollege Schmidt. Heute Dienstag, abend» 7 Uhr, in den Nnsikertälen, Kaiser-Wilhelm- Siraße: Bertamnilung aller in der Leder- und Schuhindustrie und Schuh. warenkleinhandel beschästigten Angcstelllcn. Tagesordnung in beiden Ver- ammlungen: Ter Kamps um da» MttbestwimungSrccht. 25 Gramm Schokolade oder Kakaopulver(Bezugsschein). Alle Hau»- hallungen Eützspciie und Puddingpulver(38. Kinder vom 11. bis zum vollendeten Ii. Lebensjahre je>/, Pfund Wcifimehl(Bezugsschein). Groß-Serliner parteinachrichten. Wilmersdorf. Der neugewablte WahlvereinSvorftand: 1. Borr. Paul« n l o n, 2. Vors. Niemann, ll Kofi. Int. Pape. 2. Kass. Herzywnatzki, 1. Tchristf. Ludwig Behrcn«, 2. Echrisss. grau Kramm. Beisitzer Baruth. Scharnhorst, Hochaus, Scholz,«estphal, Frau Federn-Kirms-n, Frl. Maul. ., SchSncberg. StnbtvcrordnttenverfamnUnng. Auf der Tages- ocdnung der gestrigen Sitzung, über deren ersten Teil wir in der heutigen Morgenausgabe berichteten, stand weiter ein Antrag der Sozialdemokraten, nu» Gebäuden der Stadt und be- sonders ans Schulen di« Büsten,»nd Bilder von Hoben- zollern und Feldhrrrn zu entfernen. Stadtv. Freier iSoz.) führt« aus, nicht länger dürfe mit diesen Symbolen der Vergangenheit auf die Bevölkerung und ihren Rachwuchs gewirkt werden. Di« Redner der beiden bürgerlichen Fraktionen erklärten sich gegen den Antrag, und er wurde dann, nachdem unser Rodner diese Uebereinstimmnng aller Vertreter de» Bürgertums festgenagelt hatte, gegen Sozialdemokraten und Unabhängige abgelehnt. Zu später Stunde folgte noch die Beratung der Anträge der So- zialdemokraien und der Unabhängigen, für die Vor- waltiingen und Betriebe der Stadt den 1. Mai und den 9. No- vember als Feiertag« zu erklären. Die Begründung durch Stadtv. Bach mann(Soz.) und Stadtv. Frau Böhm(U. Soz.) rief bei den bürgerlichen Fraktionen lebhaften Widerspruch hervor. Besonders die ans der deutsche» Volkspartei, der deutschnattonalen Volkspartei und der Christlichen Bolkspartei zusammengesetzte..Freie Vereinigung" lärmte daKvischen. Stadtv. Dr. Henß(Dem.) suchte die ablehnend« Haltung seiner Fraktion damit zu bemänteln, daß er den Antrag als nur an* taktischem Bedürfnis hervorgegangen zurückwies. Au» den Ausführungen des Stadtv. Pastor L a n g e klang die stark« Hoffnung der Bürgerliche» tzercni». daß in nicht zu ferner Zeit sie wieder obenauf sein werden. Di« Anträge wurden gegen Sozialdemokraten und Unabhängige abgelehnt. Neutölln-Briv. Freie T u r n e r s ch a i t. Turnabend der Schüler- und Schüleriimen-Abt. in der Turnhalle Weisestratze, Donnerstag. Lichtenderk-FriedrichSseld«. echachspiellustige jindcn lift KarsrAtag, vormittag 10 Uhr,, im Lokal von Sack, Margareteiistratzc, ein Stralan. Morgen Mittwoch, abends 7 Mr, bei Bollenbach musila- lischer EinsühruilgSvortrag„ParlistU'. Gäste willkommen. Südliche Bororte an der Dresdener Bahn. Karfreitag, den 18., o o r ni. 9 Uhr, in M a h l o iv, Re'tanrant D o m m i s ch, am Bahnhof, Konserenz(Bezirk 4 vom Kreise Teltow) der sozial demokraiischen Gemeindevertreter. Pflicht eines i-den Gemeindeverordneten obiger Orte, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Die Dabivereine werden gebeten, ihre Vertreter aus diese Konferenz ans- vterlsa« zu»lachen.___ Jugenüveranstaitungen. Berein Zlrbelterjugend, Bezfrk Dtealitz. Morgen Mittwoch, 7'/. Uhr abends, Mttgliedttvecjammlung bei Avment, Düppelstr. 7. Soziales. Lur Vcrlegsng der Postübcrw.ichuugsstelle i»ird uns gsjchrieben: Trotz heftigen T? i'd e rsp r u ch s aus sachlichen wie sozialen Erwägungen ift am I. ein« Verteilung her Post lloL e rwach r> ngS- stelle auf die Gecenzort,!'erfolgst und nur ein kleiner Teil der nsher auf Postamt O. 17 beschäftigten Personen iist nach Postamt W. S mit übernommcA worden. Ganz abgesöhen davon, dast also ein Vorteil für die in'cr- «stierten Kreise nicht in Frage kommen kann, birgt die neue An- ordnung im GeAMteil xirnz erhebliche Nachteile in stch. und zwar sowohl für den Handelsverkehr als auch für den Staatssäckel, So werden jetzt Aurückweisungen und Bean- ftandungeu von Prsttscnd engen erst nach vielen Tagen den Absendern bekannt werden und diese, die bisher stets in der Lage waren, sich mit der Hiesigrtl Stelle telephsnisch oder mündlich über Differertzjnmlie zu besprachen und daraufhin sofort abändernde .......................... 1___■«— Bestimmmlgen zu lresfen, befinden sich jetzt in der n na n gen eh- m e n Lage, erst nach vielen Tagen ihre geschäftlichen DiSpofitionen entsprechend zu ändern. Andererseits verliert aber die PostüberwachungSstellc verlin. Äie noch den neuerlichen Bestimmungen als einfache Prü- f u n.g Z st e l l e weiter v c ge t i e r c n soll, für den eigentlichen Aerkchr der Ueberwachung tS t e u e r f l u ch t und K a p i t a l a b- Wanderung noch dem Auslarde) vollkormiien an Bedeuinng infofern, als ihr nicht mehr die Möglichkeit gegeben ist. infolge des nunmehrigen Fehlens jeglichen inneren Zusammenhanges zwischen der eingehenden und ausgehenden Post die U e b e"r- w a ch u n g wie bislang in gewissenhafter und e r s ch ö p- f e n d c r Weise auszuüben. Daß auf diese Weise der Ucberführung von Werten nach dem AnSlande Tür und Tor geöffnet wird, liegt hier auf der Hand. Die Einschränkung der hiefigen Stelle, durch die an ISO Angestellte des Staates(zu«? Teil mit inelen Angehörigenf brotlos werden, und jn der jetzigen schweren Zeit der Ä r b s i t ö l o s e n u n t e r st ü tz u n g zur Last fallen, soll wie wir hören kommen dagegen weniger auf sachliche Gründe, die ja voll- sprechen, als vielmehr auf persönliche Gründe zurückzuführen sein. Die Leitung der Zentrale zur Postüberwachung, die dem ReichSfinanzminislerium unterstellt ist. liegt bedauerlicherweise noch immer in den Händen eines Land- richte rs und früheren Oberleutnants, der für seinen juristischen Beruf vielleicht die nötige Befähigung besitzen mag, aber durch jein rigoroses Auftreten mehr als ein- mal zur Genüg« bewicsen hat, dag er als reaktionärer Autokrat die neue Welt immer noch nicht begriffen hat. Es wäre daher wünschenswert, wenn das Rcicbsschatzamt auch einmal anfangen würde, nach dieser Richtung hin zum Segen der Handelswelt und des Staatssäckels gründlich Kehraus zu hallen; an gceignelen tüchtigen Ersatzkräften für v«r- o rauchte und nicht mehr an ihren Platz gehörige Beamte dürfte eS wohl bei dem jetzigen Ueberfluh an Arbeits- kräften schwerlich fehlen. Verantwortlich für Politik ZIrtur giitlrr, CZorlottrndnra, flir de» llbriqrn Zeil de, Vlatten SUftrt Biiwt», SientSlln: föt ilnietßcn: i?r»d», EloSr, Verlin. Perl,«: VorwartS-Verla«». in d. S„ Perlin, Truck: LorwSr!».?v»»riiiter«i und «erlaa�inttalt Paul Pinaer». To. in Perlt», Cindentlrrt« 5. Sehr preiswertes Angebot intereßante? Hiicher: moöer«i? Romane unS Erzählungen nns-rr-r»nttirrntastc», Lchrislfl-klsr. l. Ehrenwort, der Roman eine» L MWe.nt, von Arthur grwp. 2. Der«tnziqe. ei» b-soudeda reiz toller Roman von E. Bei?: ?, Lee«iuorai. ei» deliebte-z Wer!' derselben Verfasserin. ». 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