Nr.lSS.�S.I'chra. Be,uqsvrei«, BlecteriäSrl. 7�0 ißU moimtl.2 50 2tt sretinSHmlS� oorcmszlchlbar. Emzew« Kmmnern lv Ptenmz."Loitbe�ilg: Manullich iSO äRl, erll. ZuNellungS- geHühr. llnil?!>!rsu>band für Deutsch- �anv u. Oesterreich-Unparu.75 Ml. für daS übrige ÄuSüind».75 Ml. bei lüglich ermnalig»-iuntilmta 7.75 Ml. 'Lostbsllellungen nebmen ui Däne- muri. poOanb Luxemburg. Schweden und dl« Schweiz eingetragen m die Saft-.teuuncS-t'melifte. Der.LrwWürtS' ericheml wocheniüglich zweunal. Soimiag- euiuuu. Telegrarnnl-Adreffer .Eoztaldewokr�» Verlt»�.' Morgen-Ausgabe. c J « i v* berliner Volksblatt. ..7� Anzetgeaprels: Die itchtgcivaltcne KonvareillezeLe loilel chSO Ml..Kleine'Anzeigen-. da«'errgeoruSle War! W Mg. izuiüffig 2»ettgedrulve Sorrei, wdes weiter» Karl 25«fg. Etellengemche und echlafslellenanzeigen das erne«ort tü Big.. ,ed«S weitere Svrt gl»«fg. Sorte über 16 Buchstaben Mlen für twei Warte. TeueruugSzuIch!ag W°t» Fantlllen»«nzetgen,»siitiich» und geweriichaiUtche LereinS. Änzetgeu ILO Ml. die Zeile, itnzeigen iür die nächste öcummer müssen bis ä!lbr nachtninags un öaubtzeichüsl.«erlin GW. SS. tiilldenstratze 3, adaegedet werden. SeSffnet oan s Uchr früh bis S Uhr abcild-. Tentralsrgan der rozialdcmokratifcben Partei Deutfcblanda. Reüaktton und Expedition: EW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Mnrtppla«. Nr. tZlg0— t»tS7. Mittwoch, den IS. April 1V1A. VorwärtSeverlag G.m.b. h., SM. 68, Lindenste. 3. Fernsprecher: Amt Morinplatz, Nr. ll7»Z— ol. I * v: Ofterbotkl)alt des IReicbspräfidenten. Am Schluß der gestrigen Sitzung der Nationelversontm» lung. der letzten vor den Ferien, verlas Ministerpräsident Scheidemönn die folgende Botschaft des Reichs- Präsidenten Eberl: Die Rationalvcrsammlunq als die berufene Vertreterin des deutscheu Lölkes hat am 10. April mit großer Einmütigkeit die Er Wartung ausgesprochen, daß die Reichsregiermrg nur einem Friedender Lerständigung uub Bersöhmmg zustimmt und jeden Vertrag ablehnt, der Gegen- wart und Zukunft des deutschen Volkes und der Menschheit preisgibt. Ich begrüße diese Kundgebung als das Bekenntnis des unbeug- samen Willeos des deutsche« Volkes, daß der kommende Friede ein Fried« dauernder Verständigung und Versöhnung der Völker srm soll, und daß er somit auch Deutschland die Möglichkeit gebe» muß, diesen Grundsatz der Verständigung und Versöhnung dauernd zu beobachten. Der Wille des deutschen Volkes wird für die Reichsregierung matzgebend sein. Nationalversammlung und ReichZregierung arbeiten mit Hingabe und Energie an der Erfüllung ihrer großen historischen Auf- gäbe, Friede, Brot und Arbeit und eine neue Staats- .form für ein großes Volk zu schaffeu. Die Aufgabe ist schwer zu erfülle», solange diejenigen, die es in der Hand haben, der Welt den Frieden zu geben, sich noch von dem Gefühl des Bölkerhasies und der Rack»e beherrschen lassest und durch Huugerblockade und drohende Existrnzvernichwng das deutsche Volk zur Verzweis- lung treiben. Bereits vor 3 Monate« haben wir unter Annahme der Be- drugungen«uscrcr Gegner die Grundlage für den Frie denSschluß mit ihnen vereinbart. Wir haben die schwere« Auf- lagen des WaffensikllstandeS erfüllt, unser Heer aufgelöst, die feind lichen Kriegsgefangenen herausgegeben, aber immer noch wird uns der Friede vorenthalten. Obgleich wehrlos und wirtschaftlich am Ende, werdca wir durch die Blockade immer noch abgesperrt, werden unsere Gefangenen immer«och in Feindesland zurückgehalten. Das ist gleichbedeutend mit der Fortsetzu«g des Krieges und«ine Belastung, wie sie wohl «och kei» Volk zu bestehe« hatte. Wir habe« alles getan, um bei unseren Feinden den Friedens- schluh zu erreichen, um unser Volk von dieser unerträglichen Qual au befreien. Die Verantwortung für alle Folgen, dir sich aus der Fortdauer des jetzigen Zustandes für nns, für das übrig« Europa und letzte« EndeS für die ganze Welt ergeben muffen, fällt somit aus sie. DirS mögen sich unsere Gegner m zwölfter Stunde vor Augen halten. Friede, Arbeit und Brot und das neue Deutschland an schaffe«, ist aber auch unmöglich, solange Teile unseres eigenen Volkes in einem Kampf verharren, der unser schwer danieder liegendes Staats- und Wirtschafts» lebe« vollends zu vernichte« droht. Wohl ist viel ge. sündigt worden am deutsche» Volke in vier schweren KriegKjnhren, darum ist unsere erste Pflicht, zu verstehe«, zu helfen und zu besser«. Aber der Drang der Massen- nach Menschlichkeit und Menschenwürdigkeit ist keine Entlastung für eine Handvoll führender Unruhestifter, die planmSHig den Ausbau der deutschen Republik zu störe» trachten. Das neue Deutschland soll aufgebaut werden im Wege energi- scher organischer Ausgestaltung zum soziale« Volksstaat. Den wirtschaftliche» und soziale« Interessenvertretungen soll dauernder Einfluß auf die Gestaltung deS StaatSlebens eingeräumt werde«. Besonders die letztere Frage ist Gegenstand eingehender Prüfung der Regierung. Aber das neue Teutschland kann nicht ge- schaffen werden durch eine» radikalen Sprung ins Dunkle, der sicher ei« Sprung in den Abgrund wäre. Die bolschewistische Diktatur der Minderheitdrs Proletariats würde d«« Industriestaat Deutschland sicher in wenigen Monate» ruiniere«. Selbstverständlich muß berechtigten wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter, Angestellten und Beamten Rechnung ge- tragen werden. Dafür wird sich die Regierung immer einsetzen, aber sinnlose politische Streiks setzen daS Schicksal der Arbeiter und ihrer Familien aufs Spiel und müssen zur Aurelen- dung führen. Deshalb gebietet uns das LebenSinteressc unseres Volkes, diesen Bestrebungen mit allen Kräfte« entgegenzutreten und gegen Gewaltakte terroristischer Elemente entschieden eins«. schreite«.# Schleuniger Friede nach außen, fußend auf der Grundlage der Verständigung und des Bundes aller Bölkrr, ist für unS eine LebeaSsrage. � Aber nicht weniger beruht unsere Reitung vpr dem Untergang auf der Notwendigkeit von Frieden und Arbeit. im In- nvr». Darum wende ich mich in dieser ernste« Stunde an unsrr deutsches Bop i«l alle« feineu Schichten mit der mahnenden Bitte: Latzt ab von der Selbstzerfleischung! Und Sie, die Abgeordneten unseres Volkes, bitte ich, wohin Sie auch gehen während der Pause, die heutc in Ihren Beratungen eintritt, wirken Sie überall für Frieden und Arbeit. Unser Bater- land» unser neues Deutschland darf nicht zuschanden werden! Die Botschaft lvurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall aufsenoimnen._ g Straßenschlacht in Münzen. München in der Hand der Spartakisten. Augsburg, 13. April. Seit 1 Uhr nachmittags ist die direkte tclephonische Verbindung von Augsburg nach München wicderhcrge- stellt. München defindet sich vollständig i» der Ge- wnlt der Kommunisten. Die Diktatur des Proletariats ist aufgerichtet.— Ter Kampf um den Hauptbahnhof, der mit Artillerie, Maschinengewehren, Handgranate» und Minenwcrfern ausgefochten wurde, dauerte etwa 3 Stunden und hatte daS Gepräge einer förmlichen Schlacht. Er forderte etwa 150 Tote und Verwundete und r»dete mit dem Siege der Kommunisten. Die Regieruugstruppen wurden'entwaffnet. Rech diesem Erfolg war das Schicksal der Stadt besiegelt.— Von einer offenen Gegen- bewegnng ist nichts zu spüren. Die ganze Garnison sieht jetzt im Dieusie der nruaufgrrichteten Herrschaft des Proletariats. Die Zahl der bewaffuctcu Arbeiter ist außerordentlich groß, so daß die Kom- muniste« eine starte Macht hinter sich haben. In ganz München Herrschi Generalstreik. Alle Betriebe und Geschäfte find ge- schloffen, der Strnßeubehnverkehr ruht, die Zritunge« erscheinen� nicht. Augsburg, 15. Apru. Die bei dem Kampf im Bahnhofsvicriel in München in den Gebäuden angerichteten Schäden sind in Anbe- tracht der Heftigkeit der Kämpfe nicht besonders groß. Plünderungen sind bisher nur vereinzelt vorgekommen. Die Le- bensmitiel Versorgung hat noch keine Stockung er- litten. Heute ist ein Nachrichtenblatt des neugebildeten Pollzugsvais der Betriebs- und Soldatenräte erschienen, das u. a. folgende Mitteilung des BollzugSrats enthält: München, 13. April. Räterepublik Bayern. Die Betriebs» und Soldatenräte München haben in einer Versammlung am 13. April beschlossen, den provisorischen revolutionären Zentralrat als nicht bestehend anzusehen. Die ganze gesetzgebende und voll- ziehende Gewalt der Räterepublik wird einem fünfgliedri- gef� Altionsaus schütz übertragen. Gezeichnet Vollzugsrat der Betriebs- und Soldatenräte Aisw.— Der Vollzugsrat veröffent. licht ferner ein Flugblatt, in dem der errungene Erfolg gefeiert. und das klassenbewutzte Proletariat zum weiteren Kampf gegen die Reaktion ausgefordert wird._ Sevorftehenöer Generalstreik in Königsberg. Königsberg i. P., 13. April. In einer gester» abend' im Ge- werkschaftshause abgehaltenen Versammlung der Unab- hängigen und Kommumiftr« wurde beschlossen, am Donners- tag in den Generalstreik einzutrete«, falls die Behörden nicht folgende drei Punkte bewilligen: 1. Entfernung der Grenz» schutztruppru aus Königsberg. 2. Aufhebung deS Br« lagrrungSz u stände ö. 3. Verteilung der i» militärische« Beständen vorhandenen Lebensmittel an die Zivilbevölkerung. Diese Forderungen wurden durch eine Kommission heutc vor- mittag dem kommandierenden General und dem Ober- Präsidenten übermittelt. Im Verlause der Versammlung kam es zu Lärmszeneu zwischen de« Unabhängigen und den Komm« niste«, da letztere eine politische Begründung deS Generalstreiks verlangten, waS die Unabhängigen ablehnten. Zurzeit schwebe» Verhandlungen. Konstituierung ües Aentralrats. Berlin, 15. April. Der vom Rätekongretz neugewählie Zentralrat. der aus 16 Mitgliedern der MehrheitS« sozialdemokratie. 2 Soldatenvertretern, 1 Christlichsozialen, 1 Bauernvertreter und 1 Demokraten besteht, hat sich konstituier t. Als Vorsitzende hat er gewählt Cohen und Faatz. Der AklionSausschutz von S Mitgliedern wird alle Geschäfte deS Zentral« ratS führen. Sein Sitz ist nach wie vor im ehemaligen preutzi'- schen Herrenhaus. Plenarsitzungen de» gesamten Zentralrats sollen nach Bedarf stattfinden. Man wird wohl mit regelmäßigen Sitzungen aller vier Wochen rechnen können. die internationale Sozialistenkonferenz. Amsterdam, 14. April.(Eigener Drahtbericht deS.Vorwärts'.) Die internaiionale sozialistliche Konferenz wird am 26. April um 10 Uhr in Hotel �.Odeon" beginnen. Aus der Tagesordnung stehen 1. territoriale Fragen, 2. Wiederaufbau der Fnter» nationale, 3. Entwicklung der Arbeiterpresse, i. der allgemeine Kongreß im August. 3. der Borfriede. Als Vertreter der holländischen Hozialdemokratie werden Wi- »ebenoittdet Cafy tat die Soge» auf per. dem Abzr«nd, erheitetktba.vt und T roelstra tolnehmen. Grenzen des Streikrechts. An den B ü r g e r st r e i k s, die von den Bürgerräien einzelner Städte in der letzten Zeit zur Abwehr von Arbeiter- streiks proklamiert tvurden, haben sich neben anderen Berufs- zweigen auch die Aerzte, Apotheker, Pfleger sowie alle im Gesundheitswesen tätigen Personen betagt. An den Aibeitsniedorlegungen, die von den Kommunisten unter Beihilfe der Unabhängigen erzwungen wurden, sollten auch Arbeiter der Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke teil- nehmen. In beiden Fällen hat sich der gesamten Bevölkerung, der Arbeiterschaft wie des Bürgertums, eine autzergewöhnlich starke Erregung bemächtigt, wie sie in dieser mit Streiks so reichlich gesegneten Zeit nur selten auftrat, und in beiden Fällen hat die besonders in der Arbeiterschaft stark ausgeprägte Klasscnsolidarität versagt. Ein großer Teil der Bürger hat die streikenden Aerzte, ein vielleicht noch größerer Teil der Proletarier hat die streikenden Gas- und Wafserarbeiter aufs schärfste verurteilt. Der Grund dieser entschieden ablehnenden Stellung- nähme ist' klar: beide Klassen. Bürgerund Arbeiter, erkannten, daßOhier das Wohl und Wehe ihrer eigenen Klassen- genossen auf dcni Spiele stand, sie sahen, daß letzten Endes daS Wohl des ganzen Volkes bedroht war, und sie empfanden, daß es eine Gretr-zs des.StreikrechtS gibt, die unter keinen Um st ändcn üb e'r schritten werden darf, auch- wenn große Interessen der einzelnen Klasse ge- fähröct erscheinen. Dieses Empfinden muß vom Instinkt zur Bewußtheit geführt werde it. Aber um die Grenze, die nicht überschritten werden darf, innezuhalten, muß sie zu- nächst einmal klar gezeichnet und festgelegt werden. Der Streik dient der Erzwingung wirtschaftlicher oder politischer Ziele und ist somit ein Teil des Klassenkampfes, in welchem sich das Proletariat der Ausbeutung und Unterdrückung des Unternehmers gegenüber befindet. Das Endziel des Klassenkampfes ist die B e s e i- t i g u n g der Klassen und die Befreiung der Arbeiterschaft von ökonomischem Zwange. Die wesent- lichste ErschcknungSform des Klassenkampfes ist die Re« volu-tion, die entweder den Sieg'odrr die Nieder- läge der ausgebeuteten Klasse bringt. Die Revolution vom 9. Noventber. die getvaltigste Revolution der Weltgeschichte überhaupt, hat zum Sieg der Arbeiterklasse geführt. das kann allen tö lichten oder böswilligen Zungen gegenüber gar nicht laut genug betont werden; damit aber ist die Arbeiterklasse— wie Lassalls sagt— der F e l s geworden. auf dem die Kirche der Zukunft errichtet wird. Noch sind aber erst die G r u n d st e i n e dieses neuen Gebäudes errichtet, noch gilt es, auf dem kaum geschaffenen Funda- ment aufzubauen, und nunmehr sollte durch Streiks, die den Grundbau auf das tiefste erschüttern, daS Wohl der Gesamtheit, einschließlich der siegreichen Kläffe, aufS höchste gefährdet werden, damit der kleine Bruch- teil eines Teils einer Klasse politische oder Wirtschaft- liche Vorteile erringt? Denn diese Tatsache darf ja nicht übersehen werden, daß es sich im G ea e n s a tz zu früheren Streiks nicht um ein- heitliche Massen- und Klassenbewegungen handelt, sondern um Bewegungen kleiner und kleinster Minder- heiten, deren Opposition durchaus nicht immer von jenem starken Idealismus getragen ist, der stets eine der stolzesten Begleiterscheinungen der Arbeiter- bewegung war. Von der Beantwortung der Frage: handelt es sich bei dem zu unternehmenden Streik um eine Schwächung kapitalistischer Macht, die zur weiteren Hebung der nun- mehr siegreichen Arbeiterklasse und damit schließlich zu einer Hebung der ganzen Menschheit führt, oder aber liegt hier nur eine im egoistischen, nicht im Klas sc n- i n t e r e s s e unternommene Bewegung vor, die zunächst das Proletariat und seinem Gesamtkampfe, letzten Endes aber das gesamte Volk gefährdet?— von der Beantwortung dieser Frage, die natürlich tuir von Fall zu Fall unter Prüfung und Berücksichtigung jeweilig vorliegender Umstände erfolgen kann, hängt auch die Antwort über die Streik- berechtigung ab. Hier sind die Grenzen des Streikrechts. Mit der siegreichen Revolution sind die Klassenverhältnissc verschoben- Das ehemals berechtigte Forderung war, weil es das Dahl der Gefamtklaffe zu heben geeignet war, das kann heute zum L e r b r e.ch c n am Volke wenden, weil es der siegreichen Klaffe die Waffen ans der �eigenen Hand schlägt.' Aus den oben angeführten Beispielen ergibt sich, daß auch- die siegreiche Revolution der Arboiterklosse durchaus rächt grundsätzlich das Streikrecht absprechen will, nur muß sie sich jetzt mehr als je ihrer hohen geschichtlichen Verant- wortlichkeit bewußt werden, muß sie bereit sein, auch persön- liche Opfer zu bringen, wenn es die Lage erfordert, und über Augenblicksstimmungen hinweg wird sie der-Gedanke erheben, daß alles, was geschieht, durch sie und flir sie geschieht. weitere Beruhigung im Ruhrgebiet. Essen�tK. April. Die Streikziffer geht imme� weiter zurück. Die Zahl der Ausständigen erreichte ihren Höhepunkt am 1l>. April mit 167 VOo. Seitdem hat die Zahl täglich abgenommen und betrug in der heutigen Frühschicht 127 629 gegen 1S8 250 gestern. Gegen den Höchststand ist mithin allein in der Krühschicht eine Abnahme um rund 40 000 zu verzeichnen. In der gestrigen Früh-, Mittag»- und Nachtschicht hat sich die Zahl der Streikenden auf 268141 belaufen gegen 300 154 in den drei Schichten am Samstag. /lusüehnung öes fiusftanües in Köln. Die Entscheidung bevorstehend. Sil«, 15. April. Die schon feit einiger Zeit in Bong de- sindliche AuSstandShewrgung von Angestellten hiesiger In- dustricfirmen erstreckt sich nunmehr auf 45 große Werke Kölns und mnsaßt schätzungsweise nahezu 5000 Personen. Die bisher an- gestellten EinigllugSbemShunge» waren erfolglos. Der Regier nngöprSsident hat sich der Angelegenheit an- genommen und die Entscheidung wird wohl im Laufe de» morgigen Tages zu erwarten fein._ Der Streik in Düs?elöorf. Ginrücken des Narps Bergmann. Düsseldorf, 15. April. Mit den jB u ch d r u ck e r n ist gestern eine Einigung erzielt worden. Zeitungen find biShtr nicht erschienen. Die Wasserversorgung der Stadt ist, nachdem die Nrbeirer beichlossen haben, eine gänzliche Einstellung des Betriebes zu vermeiden, erheblich eingeschränkt. Sonst ist in der Lage des allgemeinen AuSstandes bisher eine Aenderung nicht ein- getreten. Das Korps Bergmann ist wieder in die Stadt eingerückt und hat den Oberbefehl über sämtliche in Düsseldorf befindlichen Truppen üoernommen. In einer Bekanntmachung desselben wird daraus hingewiesen, daß»s dasür Sorge tragen wird, daß in kürzester Zeit wieder Ruhe und Ordnung herrscht. ' Ende öes Leipziger Deamtenftreiks. Leipzig, 15. April. Mit Rücksicht auf den BelagerungS« zustand ist der Streik der Leipziger Bankbeamten abgebrochen worden. Bei sämtlichen Banken ist heute vormittag der Betrieb voll wieder aufgenommen worden._ Erste Sitzung öes ftassthußes für jrieöens- verhanölungen. Wenuar, 15.' April. Der Ausschuß für die Friedens- Verhandlungen hielt heute unter dem Vorsitz des Präsidenten Fehrenbach seine erste Sitzung ob. Die Bera-tungen werden für vertraulich erklärt. Luöenöorffs Kriegsgewinn. 200000 M. als Aatoreuhonorar. General Lndendorff und vor allem seine Getreuen haben bei jeder Gelegenheit den lebhaften Wunsch beteuert, dem deutschen Volke so schnell wie möglich die tatsächlichen U n t e r l a g« n für die Beurteilung der Ludendorfffchen Haltung während deS 5kriegeS und vor allem auch bei der Anbahnung deS WaffenstillstanbeS zugänglich zu machen. Es „Der H'schamige". Er ist nicht von Rszniczek— der.G'schamige", den ich im Auge habe, er ist— oder besser gesagt— er war von„Gottes Gnaden". Da kam«in S. November— und die göttliche Gnade ließ merklich nach, und mit ihr auch di«„hohe Womoegans" und manches andere. Die Herren Hoflieferanten, deren Titel dermal- einst ein bühscheS Sümmchen für den Haushalt„von Sattes Gnaden" eingebrackst hatten, kauften»inen Topf mit Farbe und einen Pinsel, um in mehr oder minder dauerhafter Weise die an ihren Firmenschildern hastenden Strahlen fürstlicher Einadensonne zu Vordecken. Wir haben jetzt April ISIS, und es sind genug Glossen über die Demokvatisterrmg der„allerun-tertänigsten Diener" gemacht worden, doch ein« Stelle in der Friedrichstadt fordert noch einmal dazu heraus. Dort wartet noch ein vorsichtiger Unternehmer auf das Eintreffen des ExtrazugeS ans Amerongen.--- Di« Zeiten stnd unruhig—•— man kann nie wissen I Und warum womöglich Geld für republikanische Wahrzeichen ausgeben.-- Das Schloß steht doch auch noch l— Nach außen hin muß man natürlich-so tun. als ob,— denn ein Wilhelm II. in Marineuniform als Wahrzeichen eines Berliner Weinhauses ist in der Tat zurzeit nicht ganz an- gebracbt. - Nun hat der Inhaber des WeiuhauseS ein« fanw-s« Idee gehabt. Um allen Eventualitäten gerecht zu wvrden und keine allzu großen Unkosten durch den Gesinnungswechsel davonzutragen, hat«r den Wilhelm in eine roiweißge streifte Leinwand eingenäht-- die läßt sich mit ein paar Schnitten wirder entfern«, für den Fall, daß-- ein Geschäftsmann darf eS eben mit niemand verdecken? Da stecht mm Wilhelm II.„gsschamig" vecküllt.— Aber nicht ihm, sondern dem trefflichen Inhaber des„G'schamigen" möchten wir einmal zuvusen:»Nun wird'S aber Zeit, daß Sie sich de- maskieren!"—- „Semaels SenSung." In, Schillertheatersaal las Regisseur Moest am Montagabend«in eigenartiges Werk, Arnold Zweig? Tra- aödie„semaele Sendung" vor. Das freilich nicht zahlreich erschienene Publikum folgte den eindrucksvoll lebendig vorge- tragen«, Szenen mit offenbarer Antciinahnm und dankte am Schluß durch starken Beifall. Ob daS Drama den Weg zur Bühne finden wird, ist bei den Schwisrigkeiten, die die Meng« der auf. tretenden Personen und der äußerst rasche Wechsel de» Szenariums bietet, zweifelhaft. Jedenfalls aber kann eö Anspruch auf das Interesse weiter, insbesondere.! jüdischer Leserkreise erheben. Es ist ein herzcnSwarmer flammender Protest wider die abergläubisch blind brutal«?ti«dertracht der auch heut noch wieder und wieder im C'ttn ausbrechenden Judenverfolgungen. Der Autor greift in seinem Bilde auf die Vorgänge zurück, die der berüchtigte Prozeß Tißa Eßlar aus der ersten Hälfte der acht- Ziger Jähre tm südlichen Ungar» enthüllt«. Da» rätselhafte Ver- yyphfri«atö DoislmödÄsns gibt Mchch z» dem wchnLMigk» ' ft'.y�a-ve-.W.__■• J•--------—-— �----— muß deshakb verwundern, daß dieses Material, das in Ludendorffs Kriegsbuch enthalten sein soll, zu d e m u n- erhörten Preis von 25 M., also in einer wahren „Volksausgabe" erscheinen sollte. Es wird erklärlicher und nimmt vor allem von dem Verleger jeden Vorwurf, wenn man hört, daß sich der geschäftstüchtige General für das Buch eine kleine Garantie von 200000 M. ausbedungen hat. Es ist wohl zum erstenmal, daß ein Mann Denkwürdigkeiten, auf die das Volk unbedingt Anrecht hat und die ihm selbst zur Aufklärung dieses Volkes wertvoll und notwendig erscheinen, zum Gegenstand eines so unerhörten Honorar- schachers macht. Man kann nun zweifelhaft sein,'ob dieses profitliche Geschäft als Kriegsgewinn odc» als Nc- volutionsgewinn zu buchen sein wird. Ludendorff hat sich vielleicht daran erinnert, daß die Generäle nach 1870 sogenannte Dotationen aus den französischen Milliarden erhielten und sucht nun Ersatz für die ihm entgangene Dotation. Vielleicht aber denkt er auch:„Wenn ich schon nicht Kriegs g e w inn e r bin. kann ich mich doch wenigstens als Kriegs gewinnler trösten." Der 1. Nai als gesetzlicher Feiertag. Ter Beschlutz der Nationalversammlung. Tie Nationalversammlung hat, dem energischen Antrieb der Sozialdeinokratir folgend, den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Allerdings vorläufig nur für dieses Jahr, während die dauernde Verfügung dem später zu wählenden Reichstag verbleibt. Will man den gesetzlichen Charakter der Maifeier dauernd sichern, so muß man— und nicht nur zu diesem Zweck allein— daraus bedacht sein, daß der nächste Reichstag eine reine sozialistische Mehrheit bekommt, damit die Maifeier nicht länger von der ängstlichen Kleinlichkeit der bürgerlichen Parteien abbängig bleibt. Immerhin, der 1. Mai ist für diesmal trotz des Fehlens einer sozialistischen Mehrheit in der Rationalversammlung zum gesetz- lichen Feiertag'erklärt, und was macht die„Freiheit" auS diesem Erfolg der Sozialdemokratie? Sie tobt über„lächerliche Ein» bildung" und„Farce", findet das Verholten der sozialdemokratischen Frattion„nicht würdig' und erklärt schließlich:„Wir pfeifen auf den Beschluß der Nationalversammlung... Die Maifeier haben wir �schlössen, und w i r führen unsere Beschlüsse durch." Ja, warum haben dann die Unabhängigen die Erhebung des 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag selber beantragt! Es ist im Cftoßen wie im Kleinen immer dieselbe Geschichte. Die Sozialdemokratie ftagt sich:„Wie machen wir'S, damit, wir die Forderungen der Arbeiter durchsetzen?" Für die Unab- hängigen gibt es immer nur die eine Frage:„Wie gewinnen wir neues Material zu toben und zu schimpfen?" Dreißig Jahre lang hat die Staatsgewalt olles getan, um die Maifeier zu unterdrücken, diesmal verordnet sie am 1. Mai allgemeine ArbeiiSruhe. Was ist daS? Ein Fortschritt, wenn auch vielleicht nur ein bescheidener? Nein, eS ist„lächerlich",„nichtswürdig",„Farce",„etwas, worauf man pfeift". Man muß gestehen, daß diese unabhängig« Methode, Politik zu treiben, die größere Bequemlichkeit für sich hat. Wir werden darum aber nicht aufhören, die unsere vorzuziehen. Denn bei der unseren kommt doch etwas heraus und bei der anderen nichts. » Lübeck, 15. April. Die Bürgerschaft beschloß endgültig, den 1. Nai 1019 zum gesetzlichen Feiertag zu«4 klären. Der 1. Mai in(Defterreich. Allgemeiner Arbeits-«ud Schulfeiertag. Wien, 15. April.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Der Kabinettsrat hat den 1. Mai als allgemeinen Arbeits- und Schulfeiertag erklärt. Der§al! Eichhorn vor öem Untersuchungsausschuß. DemUntersuchungsausschußder Preußischen Landes' Versammlung wegen der Unruhen lag am Dienstag zunächst ein P r o t e st s ch r e i b e n des früheren Polizeipräsidenten Eich- Horn vor, in dem er gegenüber den Angaben des RegierungS- Vertreters Dr. Dohv für die verschwundenen Gelder die Verantwortung ablehnt und sie dem Kasseninipektor Reh zuweist. Die angeblich unterschlagenen 5100 und 1650 M. sollen nach Eichhorn mit den Polizeigeldern nichts zu tun gehabt haben. Räch den Januarkämpfen habe seine Frau diese Summen zur Verfügung ge- stellt, außerdem habe er noch Gegenforderungen an die Polizeikosse. Die Verantwortung für die WaffenauS- gäbe lehnt Eichhorn gleichfalls ab und weift sie dem Waffenmeister Worlitzer zu. Ebenso bestreitet er, mit der Lebensmittel- erprefinng beim Magistrat und mit der Anschaffung einer Notenpresie oder eines Sauerstoffgebläses etwas zu tun gehabt zu haben. Die Notenpresse stcßnmte ans dem Werbebureau zur Bildung einer jüdischen SicherbeitSwehr. Die Ladung Eschhorns, die durch Vermittelung des Prä- fldenten der Nationalversammlung an ihn gerichtet war, ist alS unbestellbar zurückgekommen. Eichhorn selbst gibt als seine Adresse: Braunschweig. An der Martini-Kirche 8, an. Er wird unter dieser Adresse direkt geladen werden. Der Ausschuß hörte dann als Zeugen den Untersuchungsrichter Laschle, den Staatsanwalt Zumbrann, den Major von Stepbani und das unabhängige BollzugSratSmitglied Stalte. Usber die Aussagen wurde vorläufig Geheimhaltung beschlossen. Die Zeugen- Vernehmung wird am Mittwoch fortgesetzt. Die Streikbewegung in Rom. Lugano, 15. April.(Telunion.) Orlandos„Epoca" schreibt in ihrem Leitartikel, eS wäre töricht, leugnen zu wollen, daß der General st reik in Rom gelungen sei.—„Avanti" verkündet triumphierend, daß der Streik in Rom erst der Anfang des proletarischen Generalstreiks sei. Sozialistische Kunögebungen in öer Lombarüei.' Znsammet, stütze von Polizei und Publikum. Bern, 15. April. In Mailand und der ganzen L o m- bardei fanden Sonntag sozialistsche Versammlungen statt, wobei es in Mailand zu heftige» Zusammenstößen zwischen ein« vieltaoseudlöpsige» Menge und der Polizei kam, die im einen Hausflur gedrängt wurde, auf die Menge schoß und später von den Soldaten befreit wurde. Der größte Teil des Berichts Sberden Vorgang ist im„Avauti" und„Seeolo" diu der Zensur gestrichen._ Zortöauernöer Gegensatz zwischen Clemenceau unö Wilson. G e» f. 14. April.(Telunion.) Wie der„ M» t i«" mitteilt, hat sich der Bier errat noch immer nicht über dir wichtigsten Punkte deS Lorfriedens einige» können. Der schon oftmals zutage getretene Gegensatz zwischen Clemenceau und Präsi- dent Wilson dauert fort._ Amerikas Vertretung in Versailles. Amsterdam, 15. April. Dem„Telegraaf" zufolgL meldet„Echo d« Paris", daß Wilson vor dem 1. Mar aus Frankroich abreisen wird. Er hofft, der Eröffnung der Konferenz in Versailles beiwohnen zu können. Aus der Schlußsitzung wird Amerika durch den Oberst House vertreten sein. Gerücht, sie sei einem Ritualmorde in der Shnagoge zum Opfer gefallen. Ein infamer mit den ungarischen Magnaten im Bunde stehender Untersuchungsrichter bringt durch Drohungen, Martern und schließlich lockende Versprechungen den kleinen Moritz Scharf, den Sohn des Shnagogenw ächters, zur Erklärung, er habe durchs Schlüsselloch die Tat mitangesehen. Erst die öffentliche Gerichts- Verhandlung zerreißt das dichte Lügennetz. Zweig umrahmt die naturalffvsch gezeichnete Handlung mit mntlwlogisch-religiösem Hintergrund. Semael, der Feind JehovaS und des JudcnvolkeS, hat seine Hand bei den Verfolgungen im Spiel. Er sendet seine Teufel und die gedankenträge Dummheit zur Hilfe aus. Der Knabe aber, dessen falsches Zeugnis den Vater und die Stammesaenossen mit furchtbarster Gefahr bedrohte, findet nachdem er in spat erwachtem Schuldbewußtsein Hand an sich ge- legt hat. Verzeihung vor Jehovas Thron. In einem neuen Leben soll der Gelotete zeigen, daß trotz alledem ein Keim des Guten m ihm lag._ dt Die 56r5er. Allezeit hat sich der deutsche. Mensch durch seine Sehnsucht in die Ferne, Fremde ausgezeichnet.' Der Krieg, der aus Jahre hin» aus seinem Wandertrieb Grenzen errichtete, hat diesen Trieb nicht ersticken können. Und wenn der Friede auch noch keine Erlösung bringt— es sei denn die noterzwungene Auswanderung—, so wird sich dieses Bedürfnis sublimieren: wir werden arsi der Hand der Reisenden uns zu Erlebnis und Anschauung anderer Länder und Völker führen lassen. In der Urania geben Borträge vom Magister Kar» Küchler eine schöne Gelegenheit zu solchen Ausflügen. Ein guter Kenner nordischer Sprachen und Literaturen bot er uns durch seine wiederholten Reisen nach Island und Färöer den Grund zu guten Büchern gelegt. Aus dieser internen Kenntnis heraus baut er jetzt seinen Hörern die Natur ans und belebt sie mit lebendiger Dar- stellung ihrer Bewohner. Zwischen Schottland. Norwegen mid Island nrirten inne ge- legen, von jedem Lande mehrere hundert Kilometer entfernt, haben diese 24 wildzerrisienen, felsigen, bi» zu 900 Meter hoch steigenden Jnieln ollen Reiz einer großen wilden Natur bewahrt Einst mit Europa und Grönland zu einem Festland verbunden, find diese Reste vulkanischer Tätigkeit seit Jahrtausenden immer mehr zer- trümmert worden. Seit dem Jahre 800 bewohnen sie Germanen. die sie wegen ibreS Sckasreichrums„Schafinieln" nannten. Das sind sie dank dern milden Älinia und dem üpvlgen Gras wuchs bis beute geblieben. Auf 18 000 Färinger kommen 100 000 Schafe und 4000 Kühe. Der Fisch- und Walfang beherrscht das ökonomische Leben. Die ganze Insel ist zu Zeiten mit den zum Trocknen ausgelegten Klippsischen bedeckt, sogar die grasbodenbelegten Dächer der Holzhäuschen. In den flachen Buchten werden die Wale zu Hunde, ien zulammen- getrieben und erlegt Daneben blübt die Jagd auf Alken, Summern und Geepapageien. In außerordentlich fesselnden Bildern wurde all dieS interesianle Trewen bor unsere Augen ausgerollt. DaS kleine Völkchen, das politisch zu Dänemark gehört, führt in seinen baumlosen Klippe» einen harten Kampf. Es hol etwas Heroisches an fich. wie es dabei von Kulturstreben erfüllt ist (der berühmte dänisch« Lichtdoktor Finsen war ein Sohn fer Insel). Wochenlang stnd dt« Bewohn« mancher Inseln« Zeiten der dauernden Westwinde von jedem Berkehr abgeschnitten. Auf den steilen Pfaden trägt der Eingeborene die schweren Lasien an einem Stirnband. So bleibt die Brust sreft Diese Sitte mag uns ein Symbol sein für die menschliche AnpassungSsäbigkeit, die auch dieser wilden Natur DaseinSmögtlchketten abgerungen und dabei daS Streben nach reiner einfacher Menschlichkeit gewahrt hat—i. 5rühlingssehnen. Und �nieder mal wird's Frühling in Berlin, der Sänger stimmt erwartungsvoll die Leher, der brave Spießer gibt sich süßen Träumen hin und hofft aus Mettwurst, Speck und Ostereier. Die zarten Veilchen überall schon sprießen, man amüsiert sich� gut, nur etwas teuer, und Leierkäften, Streiks und nächt'geS Schießen, die passen gut zur FrühlingSfeieir. _ Di« Hirten flötc. Notizen. — Theater. Im Lefsing-Theater und im Deutschen Künstler-Theater finden dir für Karfreitag angekündigten Vorstellungen nicht statt. — Dichter-Abend. Im Bechsteinsaal wiederholt Gertrud Treßnitz, die stark gestaltende Dresdner Künstlerin, am 19. April, abends S Uhr. ihr aus den Werken Rainer Maria Rilkes geschöpftes Programm. — Berliner'Konzerte. In der Singakademie sang in einem volkstümlichen Konzert der„Endeka"(zu deutsch: Neu« Deutsche Konzertgefellfchaft) Rudolf Laubenihal Beethovens Liederkreis„An die ferne Geliebte", einige Schübe rtsche Gesänge u. a. Seine Stimme Ringt prächtig, das ist wahr; dennoch scheint sie' der feineren Register, die de: Konzertsänger nun doch einmal haben muß. zu ermangeln. Wo höchste Kraftäußerung angängig. »vi« etwa in zwei decken altdeutschen Liedern, da. wird durchaus Tüchtiges geleistet. Dort ließ sich auch der Cellist Arnold Földessh Hören- Fabelhafte Technik, runder goldreiner Gesangdton, glanzvoller Vor- trag. Mit einer Sonate de» alten Locatellr errang der Künstler mehr al»«in»nistkgeschichUiches Interesse. etc. — Hauptmann filmt Der Verfilmung seine« Atlantis- Romans läßt Gerhart.Hauptmann jetzt auch«ine Bearbeitung seiner Dramen zu Films folgen. Begonnen wird mit«Rose Bernd?". Bei dem Roman wurde noch lebhafter Protest laut und doch, war eS schließlich noch nicht das Schlimmste. Aber daß nun auch eins seiner besten Dramen diesem Schicksal erföüt, wird schon beinahe als unvermeidlich hingenommen. Und doch sollte der Dichter in sich selbst die warnende Stimme hören und ehr und nicht der Verlockung folgen. — Eine M a i fe stfchri ft de» Vorwärttverlage» wird nach langer Kriegspause in diesem Jahre endlich wieder er- scheinen,, Beiträge von Stampfer, Kuttner, Bohm/Schuch, Schi- kowski, Zickler zeigen die Errungenschaften hcr Revouition und- weisen Wege Vorwärts. DaS von Fabian gezeichnete Titelblatt zeigt zwei Ackeitcraestalten, die auf hoch tagendem'Neubau den Maibaum der Freiheit pflanzen; da» Trümmerftld der Dergangen, tzpit»rtftmmCTt j» featagnwifr.„v.,., ________________-fcj.____ i / Kr. 195* ZH. Jahrgang aUtoi>4,16.?lprill919 Staötverorönetenversammlung. In der gestrigen außerordentlichen Sitzung betraf«'. zwei Anträge von feiten der Sozialdemokraten und U. Soz. die Müllabfuhr. Der A:rtrag der U. Soz. will den Magistrat er- suchen, schleunigst Mäßnahmen zu ergreifen, um der drohenden Ge- suirdheitsgefährdung der Lebölkerung durch die Stockung in der Müllabsuhr zu begegnen; die soz. Stadtvv. Barkow-li u. Gen. wollen den Magistrat auffordern, in Rücklicht auf die Arbeitseinstellung der Wirtfckaftögenossenschaft die Groß-Berliner M ül la b su h r in den Beirieb der Stadigemeinde sch l e u n i gst..zu übernahmen.. Stadtv. Dr. Zade?(ll. Soz.) redet nach einer scharfen Kritik des Betriebes?er Wirischaftsgenofsenschast der Einsetzung eines Ausschusses zu: Prüfung neuer Meffstfien der Müllbeseitigung usw. das Wort; die Verstadtlichung der Müllabfubr im hygienischen Fntcreffe sei nur iroch eine sfrag: der Zeit.— Stadtv. Dr. Kollwitz begründet« den Antrag der Sozialdemokraten. Die Anhäufung des Mülls habe sich zu einer großen öffentlichen Kalamität ausge- wachsen..die durch die laiige Dauer des Müllkutscherstreiks nach- gerade unerträglich gemorden sei. In Charlottenburg und Neu- källn funktioniere die kommunale Müllabfuhr zufriedenstellend.— Stadtrat Mielenz: Die Weqschaffung des Mülls ist Sache der Haus- besitzer. Die Kommunalisterung wäre nur eine Firmenänderung; die Abfuhr würde nicht besser, nur teurer werden. Nachdem sich noch mehrere bürgerliche Stadtverordnete teils zustimmend, teils ablehnend geäußert, gehen die Anträge an einen besonderen Ausschuß. Den von den beiden soz. Fraktionen mit 1. April eingereichten Antrag, den Magistrat zu ersuchen, die Bilder und Büsten der Mitglieder des Hauses Hohenzollern ans den st ä d t i-> s ch e n ÄeSäudsn und Bureaus zu entfernen, begründen Stadtv. Weise sU. Soz.) und Dittnier(Soz.), der besonders bervorhob, daß man keine Bilderstürmerei vorgebe; kunsthistorische und künstlerisch wertvolle Werke müßten respektiert werden, nicht aber der gerade auf diesem Gebiete so massenhaft poduzierte Kitsch.— Oberbürgermeister Wermnth: Der Magistrat bekennt sich zu-dem Grundsatz. daß in den städtischen Rannten als Symbole der Staatsgewalt nur fskcbs der gegenwärtigen Staatsform zu gelten haben(lebhafter Beifall bei den beiden soz. Fraktionen; Höri, hört! bei den andern); Bildnisse, die nichtdieBedeutung'eines Wahrzeichens haben und eigenen historischen oder K u n st w er t besitzen, tmierliegen anderer Beurteilung. ,Der Magistrat ist zur Durch- sührung dieser Grundsätze bereit und bittet, ihm das zweckent- sprechende und taktvolle Vorgehen. mit Vertrauen zu überlassen. (Beifall und Hört, hörtN Stadtv. Cassel iDern.): 2).ie Deutsche demokatische Partei hält icden Versuch zur Wiederaus richtung der Monarchie für ausgeschlossen. Mit der Umwälzung-sind aber die Tatsachen der Vergangenheit nicht erledigt. Dazu gehören auch die Denkmäler uni> Gemälde früherer Herrscher. Der Antra« gelangt mit den Stimmen der beiden sozialdemo- franschen Fraktionen zur Annahme. Ein Antrag der Demokraten ersmht den Bfagistvat, schleu- n-igst Maßnahmen zu ergreifen, um den U ebelständen, welche im öffentlichen Straßenverkehr durch den fliegeden Straßen- Handel, die Abhaltung öffentlicher Glücksspiele und Rummelplätze hervorgetreten sind, aibzuhelfeu.— Stadtv. Merten(Dem.)- entwirft ein wenig erfreuliches Bild von den der» zeitigen Zuständen im Berliner Straßenverkehr. Die Spielflub» und nrufikaltschen Unterhaltungen, die Rummelplätze und die Aus- wüchse des wilden Straßenbandels müßten verschwenden.— Stadtrat Loehniug: Die Mißstände sind allerdings unerträgilch geworden und diskrediiiersn den Ruf Berlins. Dem Magistrat steht aber die BerkehrSpolizsi nicht zu. Er wird beim Polizeipräsidenten euer- gisch vorstellig werden.— Stadtv. Hormann Müller(U. Soz.) befürwortet den An- trag, den Magistrat zu ersuchen, in Ermangelung genügender Ber- sammkungslofale sämtliche Turnhallen und Schulau len alle« Parteien unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.— Stadtrat Selber, mahi Schwierigkeiten techinfcher, hygienischer und auch finanzieller Rotur geltend, die dem Antrage entgegenstehen. Für den Antrag treten auch Äadt Man»(Soz.) imd Braun(Dem.) ein, der sodanu angenommen wird. De» Grundsätzen für den Abschluß eines Tarifvertrages Boifchen der Stadigemeinde und der städtischen Arbeiterschaft stimmt die Vim'ammstrng zu und bewilligt weitere 200 000 M. für de» Arbeitsnachweis aus Anlaß der D«nohilmachung. SroßSerün Dörrgemuse. Da« Dörrgemüie ist in der Kriegszeit sehr in Verruf gekommen. Berlin erhielt davon recht mangelhaste Erzeugnisse auS Fabriken dsS tznlaudS und auch Dänemarks und Hollands. Jenes Dörr- -isinüie war unsorgtältig geputzt, so daß man beträchtliche Mengen Mohrrübenschalen. Kohlriioenichalen. Kartoffelichalen m'w. darin fand und beim Waschen und Einweichen eine tüchtige Portion Scheuer- fand drüber behielt. Inzwischen hat die Sradt ihre eigene e- müsetrocknungsanstalt eingerichtet, die mit peinlicher Sorg- falt einwandfreies Dörrgcmüse erzeugt. Die reiche Gemüseernte deZ vorigen Sommers und Herbstes hat gestatter, außerordentlich große Dörrgemüsemengen herzustellen. Aus andere Weise wäre es auch gar nicht möglich gewesen, deft ganzen über den Bedarf an Frischgemüie weit hinausgehenden Ernteertrag zu verwerten- Stadt- rat Runge, der Leiter der Gemüiehallen Berlins, und Direktor Bieler. der Leiter der GemüietrocknungSanstalr. führten uns gestern durch ein Dörrgemüselager der Stadt, das auf dem Grundstück Elisabethuier b untergebracht ist. In drei Stockwerken eines großen Fabrikgebäudes waren«alle Säle vollgestopft mit Kisten und Säcken, in denen die Erzeugnisse djr TrocknungSanstalt. wie Bohnen. Mohrrüben. Kohlrabi, Grün- kohl. Weißkohl, Wirüngkobl. Rotkohl. Spinat, Zwiebeln, dss Vor- brauckerö harrten. Das A b s a tz v e r b o r für Dörrgemüse, das den Bedarf des HeereS sicher!» sollte, ist jetzt aufgehoben worden, so daß die Ware nun frei wird. Sie kömmt gerade zurecht für d»ese Wochen und Monate der Knappheit an frischem Gemüse. Zurzeit hat die Stadt in ihren verschiedenen Lagern für J1/, Millionen Mark Dörrgemüse aufgestapelt. Kostproben von zubereitetem Dörrgemüi« die uns vorgefetzt wurden, ließen kaum einen Unterschied gegenüber frischem ßiemüie merken. Dir Dörrgemüsegerichte. die wir früher aus der Berliner Volks- fpeifung schaudernd kennen gelernt haben, sind wirklich nicht damit zu vergleichen. Sehr wichtig ist, daß man das Dörrqemüie richtig behandelt. ES muß mit etwa der sünfzehniachen Gewichtömenge Wasser reicklich lauge eingeweicht und dann in dem Weickwasser gekocht werden. Ein Kochrezept sagt, daß Dörrgemüie.etwas mehr Fett" als fr, icke» Gemüle braucht. In der Befolgung dieses Rezeptes lag vielleicht das Geheimnis der über- raichenden Schmackhaftigkeit der uns vorgesetzten Kost- proben._. &in Zrreit um die„Znsländigteil". Von HeereZentlassenen. Kr ie g s b ei chä dig t e u. K r i e g c r h i n f e r ö l i e ö o n e n uiw. geht uns eine unaufhörliche Füll von Befchwordeu darüber zu. daß sie mit ihren An''vrüche< von einer Stelle zur anderen geschickt werden vntz über Gebühr. lange auf Entscheidung warten müssen. Alle diese Zu'chriften in unserem Blatt zu veröffentlichen, wäre unmöglich. Die Wiedergabe der folgenden Klage wird vielleicht manchen, dem eine so tolle Hin- und Her schickeres denn doch noch nicht passiert ist,, zum „Trost" dienen. Ein Kriegsbeschädigter wurde aus dem Lazarett in Zeblendori nach Spandau zur Train-Erfatzabteilung entlassen. Diese erklärte sich für nicht zuständig und aus seine Beschwerde beim Soldotenrat wurde er nach der in der Nähe liegenden Infanterie- fasern- gewiesen. In ihr wies ihn eine Kompagnie an das Bataillon und das Bataillon an das Regiment, das kein Geschäfts- zimmer wieder in einer anderen Kaierne bat.' Das Regiment wollte ihn weiter nach Berlin schicken, doch zog er jetzt vor, zunächst nach Zehlendorr in das Lazarett zurückzukehren. Auf telepbonisch eingeholten Bescheid meldete er sich nun beim General- koinmando deS III Armeekorps, von dort wies man ihn wieder nach Spandau zur Train-Ersayabteilung III und deren Garnifanlchwadron entließ ihn am folgenden Tage nach Schöneberg zum Bezirkskommando II. Etwa 14 Tage später erkundigt« er sich dort wegen Anmeldung von Veriorgungsan'prüchen und jetzt erfuhr er. daß er nach dem Aniangsbuchstaben seines Namens zum Bezirks- kommando III gehören sollte. Er wurde aber wieder hin- und her- Die Sranöenburgisthe Kommunal- anleihe sichert uns öle Zukunft. »tzie gut Sranöeuburg allewege". Jlso zeichnet rege! geschickt, vom Bezirkskommando III zurück zum BeznkSkommando H. vom Bezirkskommando U zum Bezirkskommando IV und vom Be- zirkskommando IV nochmnlS zum Bezirkskommando II, bei dem endlich eine Verhandlung aufgenommen wurde. Als er nach wei- leren acht Wochen sich wegen des Standes der Sache erkundigte, wurde er wieder zum Bezirkskommando IV gewiesen. Dort erfuhr er, daß seine Angelegenheit noch nicht über einen Zuständtgkcits- streit zwischen Bezirkskommando II und Bezirkskommando IV hinausgekommen iej. Inzwischen sind wieder vier Wochen ver- gangen, ohne daß er einen Bescheid erhalten hat. Er nimmt an. daß man übex die.Zuständigkeit" immer noch nicht einig ist!_ Arbeiterräte Grotz. Berlins, kommunale Arbeiterräte und Soldatenräte der S. P. T. Karfreitag, S Uhr vormittags, Schulaula Elisabeihstr. 58: Gemeinsame Sitzung. Tagesordnung: Bericht vom Rälclongrsß; Stellungnahme zur Vollversammlung; Ausstellung der Kandidaten zum VollzugSrat; Wahlen; Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung Erscheinen unbedingt notwendig. Legitimationskarte und Organisationsausweis legitimieren. Die Fraktionsvorstände. Haast. Freymann. Arndt. A« die Arbeiterräte der Arbeitslosen: Zur Vorbereitung der Bildung deS Preußischen LandeS-EriserbS- loien-AuSfaiussts ist eS dringend erforderlich, daß sofart die genaugn Adressen sämtlicher ArbeiiSIosenräte kElwerbslostn-AuSichüslS) dem Reichs-Erwerblostn-Ausschuß zu Händen des Schriftführers Friedrich Wendel, Friedenau, Menzelstraße 16. mitgeteilt werden.' Der RcichS-ErwerbSloien-Ausschuß. Vollversammlung der Groh-Berliner Arbeiterräte, der kommunalen Arbeiterräte, sowie der Delegierten der Soldateiträte Sonnabend vormittag 10 Uhr, Kammersäle, Teltower Straße. Tagesordnung: 1. Bericht vom Rätekongreß. 2. Neuwahl des VollzugSrateS. Bier ersuchen alle Arbeiterräte Groß- Berlins pünklich zu erscheinen. , Der Bollzugsrat deS Groß-Berliner Arbeiter- und SoldateN-RaieS. gez. Rich. Müller. Paul Neue. Grotz-Berlin. Infolge der auf Beschluß des Bezirkstages der S. P. D. tr- folgten Zusammenlegung der Groß-Berliner ParteiburcauS befindet sich das Sekretariat des BezirlsöcrvaudeS.Groß- Berlin bis auf weiteres'' W 9, Bellevuestr. 7, Fernsprecher Amt Lntzow 7834—7833. Die Verlegung aus der Lindensiraße mußte erfolgen,«eil zu- sammenhäugende Räume nicht st« waren. Sofern der nötige Play geschaffen ist, erfolgt die Rückverlegung in das Gebäude der Berliner Parteigenossen._ Zuckersegen bei der Reichsstelle für Gemüse und Obst. Die vor kurzem durch die Presse verbreitete Erklärung des Leiters der Reichsstelle für Gemüse und Obst, daß die Marmelade- fabrikation infolge Zuckermangels ins Stocken geraten werde, hat gerade bei dem Personal der Reichzstclle, wie kvir von dort er- labren, einige Verwunderung hervorgenffeir. In den letzten Mo- naten sind in den Räumen der Reichsstelle mit Wissen leitender' Beamten dem Personal große Mengen Zucker ver- k a u s t worden, wobei man mrr einem Kauf sogleich 2 P-und dieses wichtigen und in der Kriegszeit leider io rar gewordenen ?fahrung«mitlcls erwerben konnte. Allerdings mußte man dazu das nötige Geld im Beutel haben, denn dort kostete das Pfund 1.35 Mark, das ist das Acht- bis Neunfache deS Höchstpreises. Aus dem Kreise deS Personals selber werden uns die Fragen vor- gelegt, wie diese Sonderlieferungen von Zucker möglich waren, woher der Zucker kam und warum er so teuer verkaust wurde. Auch d i v Frage drängt.sich auf, warum der Zucker nicht der War- meladesabrifarron zugeführt wurde. Aber für sie wäre er freilich mit 4,8ö M. zu teuer. Auf ein Verbrechen läßt ein Leichenfanid schließen, der gestern nachmittag an der Waifenüimcke gemach: wurde. Dort wurde eine ntämi'Nche Leiche gelandet, deren linke Brüstst» ie eine Stich- oder Schußwunde aufweist. Die Leiche, die schon sehr, stark in Verwe- iirn-g überyegargen ist, wurde nach dem Schauhanse gebracht. Die Persönlichkeit deS Toten ist noch unbefannt. Nachforschungen sind eingeleitet. Selbstmord einer Zwölfjährigen. Ein noch' unbekanntes Schul- Mädchen im Alier von ungefähr 12 Fahren ertränkte sich gestern im SchnKinenteich in Weißensee. Die Leiche wurde nach der Leichenhalle des BikLorfa-K'rankenha-useS in Weißenste'gebracht. B'chher'gelangtes rock stich«, Na nie und Wohnung des junge'.» Mäd- chenö festzustellen. Dre Lebensmüde war 1,46. Mcstr gchß, hatte langes, in Zöpfe geflochtenes, blondes Haar, in das zwei.'blaue Schleifen Aebunden'worden wäre«, und SvmmeczsHvjfan- im Ge- ficht SJesidicl zpgr pe nttS-««gt, vn Ktissi? mst ! Kragen, einem weinroten Unterrock mit aufgenähten Taschen und ' roten Pantoffeln. Tanzvcrhot für dir Karwoche. Am Karsteiiag sind alle östent- lichen und privaten in Gast- und SchanÄmrtschaften und sonstigen öffentlichen Vergnügungslokalen veranstalteten Tanzlustbarkeiten, an den übrigen Tagen der Karwoche alle öffentlichen. TanKlustba» ketten verboten.# Freie Turnerschast Berlin. Am Montag fand das EröffnunrS- turnen und die Konstituierung des Vereins unter zahlreicher Be- terligung statt. In der Äsgrüßu ngsans prache betonte der Vor- sitzende, daß der Verein keinen Kampf gegen den Turnverein „Fichte" wolle, aber man sei verpflichtet, den durch die Vorkommnisse in �Fichte"' heimatlos gewordenen Turnern eine neue t u r- nerisch« Heimat zu gewähren, wenn nicht die Aroeiternirn- bewegung in Berlin großen Schaden nehmen soll. Berschiederw erschienene Vertreter Berliner Tiirnverein« erklärten sich bereit, in Verhandlungen zwecks Beitritt zur Freien Turmerschaft Berlin einzutreten, so daß eine baldige Vergrößerung des Vereins zu er- warten ist. Beschlossen wurde der sofortige Boitrilt zum Arbeiter- Turnerbund. Alle Turner und Turnvereine Berlins,, die auf dem Baden parteipolitischer Neuträli-tät stehen und sich zu de» Prin- zipien deS A.-T.-B. bekennen, werden gebeten, sich mit dem Vo» fitzenden F. Siühm, Neukölln, Pannierftr. 13, ist VetbiNdung zu .fetzen. Arbeite rtouristenverein„Die Naturfreunds. Nun Häven diu Unabhängigen und Kommunisten auch in unsere Wanderorqant- sation den Parieizwiefpalt hineingetragen. Ein.ersichtlicher Grund, dafür lag freilich nicht vor, aber was rutS Es gibt eren auf liirksradikaler Seit« Elemente, denen der Gedanke ein Greuel ist, daß es noch Arbeiterorgantfatioinen gibt, die voist der Spaltung bisher verschont geblieben sind. Da man die MehrheitSsogialisten nicht ausschließen konnte— das Statut des Gesamtvereins stand dem entgegen—, so begnügte man sich mit der Annahme eines Antrags, wonach vor der Ncor- wähl des Vorstandes jeder Kandidat nach seinem politische!» Glau- benöbekenntnis gefragt werden sollte. Dieser Antrag wurde nicht mir von unseren Genossen, sondern auch von Unaooängiqen bekämpft, die nicht einsehen wollt>en> daß die Degradicrnng der Mehr- heitZsogialisten in einem Wandevverein notwendig sei. Wer der Antrag wurde angenommen und bei der Neuwahl demgemäß ver- fahren. Wer sich nicht als Unabhängiger oder Komniüntst vor- stellen konnte, wurde nicht gewählt. Um sich, gegen, dieses unsere Wanderorganisation sprengende Treiben von linksradikaler Seite zur Wehr zu setzen, werden daher.all« Mitglieder des Vereins, die zur sozialdemokratischen Mehrheitspartoi halten, sowie auch die, die auf dem Boden unbedingter politischer Neutralität unserer Wanderorganisation stehen,.zu einer Aussprache für morgen, Donnerstagabend, 7 Uhr, nach dem Klubhaus, Ohmstr. 2. eingeladen.� Vollzähliges Erscheinen aller GosimrungSgenossen und -Genossinnen ist Pflicht!. Erwerbslosen-Unterstüvung. Diese in unserm Dienstag, Abendblatt eitihaltene Notiz über die Auszahlung in der Ä«t- und Ostevwoche bezieht sich mir auf die Mitglieder- des V erbau- des der Bureanangestellten, was Wir zu beachten bitten. Arbeiterräte: Betriebsräte: Fuuktionäre aller Branche«: Der Kursus über allgemeine W o b n u n g s- uua Gewerbe- h y g i e n c beginnt Mittwoch, den 23. April, abends.7 Uhr, bei Prosessor Bennmghoven. Turmitr. IS. Ein»mgkaublicher Zustand. Im Bahnhof Charlottrrrburg stehen an der Schranke die Fahrckartenauffeher den ganzen Tag in berbrauchter, verpesteter Lust,' Dicht hinter Ghnen sind-die fast immÄ; offensteheudrü Aborte, aus denen esti �änz übl-er Gestank ausströmt. Kein Mesch sorgt für Abhilfe. Wr fordern sie. Arbeiter-Radfabrerbercin Grotz-Berlin. Touren: Karsreitag' nachmittags 2 Uhr: Lichtenrade(am BahnhosV; 1. Feieriag, nachmittags 1 Uhr: Nvwawes(Singer); 2. Feiertag, nachmittags 1 Uhr:'Bernau(am Bahnhof); 3. Feiertag, Start nachmittags 3 Uhr: Großes Frühlings- S p o r t i e st in NeubertS FestsSlen, Brunnenstr. 154. Anfang nachmittags 4 Uhr. Sämtliche Statt: Mariannenplatz. Ein nationaler Wettstreit im Ringen und Getvichtbebeu wird vom Spotttlub.Athen S7" am 1. Osterseiettag im„LehrervereinShaus", Alexandersir. 41, veranstaltet. Arbeiter-Turuer-Bunlk. 1. Kreis. 5. Bezirk. Karfreitag nach- 'mittag 2 Uhr in den Mügg�lbergen, Nähe des Restaurants„Teuselssee". Waldlauf des Bezirks. Strecken hetragen sürMälincr: 2000 vi, sür Jugendliche: lölS iu und für Turnerinnen: öiXl io. Die teilnehmenden Bereine werden ersucht, ihre Swppuhren mitzubttngen. DaS große Aufräumen mit den wilden Spielern und Straßen- Händler« wird jetzt systematisch fortgesetzt.. Die Säuberung ver« lief.. gestern ohne Widerstand u-ud Schießerei. Zw- Anschluß an die Streifen'durch die Woinmeister-. Neue Schönhauser. Gor- marm-stratze unck die angrenzenden Siraßerrzüge fand.auch eine. Säuberung des AlexanderplatzeS staii Auch der Andreasplatz und die Vorplätze des Schlesifchen und' Potsdamer Bahnhofs wer- den gesäubert.'' Raubüberfall. Am. Wonnseebahnhof drangen zwei junge Bich- scheu mit Nachschlüssels in den Fahrkarten-B: rkauföraum. Der dort anwesende» Verkäuferin Frau Weber hielten sie einen Revolver vor dvS Gesicht und drohte» ihr mit Erschießen,, wenn sie sich rühren werde. Während der eine die Verkäuferin so in Schach hielt, nahm der andere aus den? offenen Geldschrank 2000 M. und beide fuchien'donn das Weite, nachdem sie vorher die Ueberßallene toieder m dem Verkaufsraum eingeschlossen hatten. Grotz-Berliner Lebensmitter. Da die Arbeiter der Zuckersiederel-Stettin in den Ausstand getreteu sind und die Rassinerie Magdeburg wegen Kohlenmangels stillgelegt worden ist. so sind die. zurzeit in Berlin lagernd n Vorräte nicht ausreichend,, um schon in den nächsten Tagen allgemein die Bertellung von Zucker aus AL- 'chiiilt Nr. 32 der Berliner Zuckerkarlc vornehmen zu tonnen. Die Zucker- vcrsorgungsstelle hat daher beim Landeszuckeramt den Antrag gestellt, de« scdlenden Zucker aus anderen Raisinerien umgehend anzuweisen, damit die Einlösung des Abschnittes 32 der Zuckerlarte gewährleistet wird.-- Am 16., 17. und 18. Avril weiden die ssi-Liter-Krantenlatten»rur unt >/« Liter Vollmilch bcllesert. Im übrigen bleckt die Beliesevung dieselbe. 'Neukölln. Zur Ttadtratswnhl. Von» Vorstand der Unab- hängigeu Stadwerordnetenfraktion wird uns mitgeteilt, daß bei der Wahl des Stadtrats Stiemetz. die Unabhängigen sich der Stimme enthglben haben. Niemetz habe nur die 27 Stimmen der Mehr- hoitssozialisten und 8 Stimmen der eigenen Partei'erhalten. Be- gründet wird digS damit;.Durch das Verhalten der Bürger« lichen bei der vorhergegangenen Wahl unserer Kandidaten waren wir genötigt, auch, hei der Wahl des Nicmetz weiße Zettel abzugeben." Demnach liegeu also die VerhAluisse so: aus prinzip'.ellcii Gründen haben die tluabhängigen nach der obigen Erklärung nicht gegen Niemetz gestimmt, sondern nur aus taktischen. Aber aus prinzipiellen Gründen haben die Unabhängig gen gegen die sozialdemokratischen Kandi date» gestimmt. Diese Tatsachen sind nicht geeignet, an unserer Kritik etwaZ zu ändern. Wilmersdors. Lustiger Wilhelm-Lusch-Wetid mit Llchibssde'n Oster- ontag, vünttlich 8 l" M tstii....---------------...—.„ Die Aonzxi hänaerju..Klara Brasi wstb Lieder mit Teziten von Wilbc!« Susch.-jo>pie'i»Mg« Volkslieder zur Laute fingen. Ana kurze Einlübrung in das Schaffen des Dichtzrs und Zcichuers'wird Gen. Dr. Fc«iz Diederich gebe» Sivaeu im Bowerkaus A Pf. ich Parteib�eau Uhlaudstr. SSM, LkHtrnSerg. In.her Stadiverordneienberfammkun� am Donnerstag g�b Lehrer Köhler dom Lohrerrat unter„Geschäft- liche Mitteilungen" eine Erklärung ab, die sich mit dem von dem Unabhängigen Witzle in der letzten Stabtverordnetenver- sammlung erwähnten Gerücht beschäftigte, wonach in einigen Lichtemberger Schulen für die Freiwillige n-TrwpPen gesammelt worden sei. Es hat sich um eine Sammlung zur Beschaffung von Lesestoff für die Offschutztruppen gehandelt. Der größte Teil der Schulen hat diese Sammlungen durch Konferengbeschluß abge- lehnt und nur in der 6. und 7. Gemeindeschule, wo die Konfe- r engen unterblieben sind, wurden Sammlungen eingeleitet, in der irrigen Annahme, daß auch die Schullinder herangezogen wer- den sollte». Durch Gespräche der Kinder ist dann das Gerücht enb- standen. Die Unabihängigen schwiegen sich zu dieser Er- klärung au S. Bei der Etatberatüng verwies SbadtsyndiluS Dr. Maretzky auf die in Aussicht stehende-Eingemeindung mit Berlin, die eine erhebliche Beschränkung der Selbstverwaltung zur Folge haben werde. Di« Ausgaben find ungeheuer gestiegen. D:e Schulden- last der Stadt beträgt rund lü7 Millwnen Mark, von denen 41 Millionen durch den Staat erstattet werden sollen. Auf sozio- lem Gebiet sind großzügige Aufgaben zu lösen. Errichtung und Ausbau großer Spielplatze, die Schaffung eines leistungsfähigen WohungSamtS, der Bau einer Volksbadeanstalt usw. seien Pro- jelie, die der Verwirklichung entgegengeführt werden müssen. Die Einkommensteuer ist aus 260 Proz. angesetzt. Witzle fllnabh.) bemängelt in längere» Darlegungen den Etat, der keinen Fort- schritt erkennen lasse. Genosse John betont, daß zur Bewalti- gung der erforderlichen Ausgaben ein Stenerzuschlag von 400 Progent angebracht erscheint. Redner befürchtet, daß der in den. Etat eingesetzte Steuerbetrag nicht- erreicht werden wird; es werde in der Bevölkerung befremden, wenn unter einer sogialdemokra- tischen Mehrheit solche Ausgaben notwendig seien. Der Redner erinnert deshalb an die Unterlassungssünden der früheren bürger- liche» Mehrheit, die die Schaffung der jetzt geplanten Einrichtungen immer mit dem Einwand abgetan habe, es seien lerne Mittel vorhanden. Die Verantwortung für dieses Verhasten müsse die jetzige Mehrheit natürlich ablehnen. Genosse John fordert den Wegfall des Beamten st euerprivilegs und die Einführung einer progressiven Einkommensteuer. Mit der Ein- gemeindungsfrvge müsse sich die Stadtverordnetenversammlung gründlich'befassen, damit wir nicht eines Tages vor fertige Tatsachen gestellt werden. Dr. Märetzkh weist die Kritik Witzkes zurück. Dabei detont er stark, daß er unbedingt auf die prak- tische Mitarbeit der Unabhängigen rechnet, um die von ihnen gegebenen Anregungen und Wünsche nach MSglichkeit zu uerwirklichen. Allerdings würden auch dit Unabhängigen erken- neu, daß die harte« Tatsache» nicht selten Hindernige bringen, die nicht zu überwinden sind. Genosse MiruZ wünscht dringend den Rücktritt der unbesoldeten Stadträte. In einer Gemeinde mit erdrückender sozialistischer Mehrheit sei ein ersprießliches Avbeiten mit einem Magistrat wie dem Lichtenberger auf die Dauer unmög- lich. Er fordert unverzügliche Verbesserung der Straßenvsrhält- nisse im Osten Lichtenbergs. Stodtv. Plonz(Bütgsrl.) erklärt, daß die seiner Fraktion nahestehenden unbesoldeten Stadträte er- sucht worden seien, auf ihren Posten zu verbleiben, die Herren säßen im Magistrat aus Grund eines legalen Wahlrechts, wäh- rend die Stadlverordnetenwahl nach einer Verordnung, die als Revolutionsprodukt anzusprechen sei, zustande gekommen sei. Der Redner begegnet heftigem Widerspruch der sozialdemokratischen Fraktion; insbesondere geißelt Genosse MiruS das schmackwolle Wahlrecht, dem die frühere Mehrheit ihre Macht der- dankt habe. Spandau. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde vom MagistratSvertreier die Mitteilung gemacht, daß die unbesoldeten Stadträte bereit sind, zum 1. Juni zurückzutreten. Die Forderun- gen der MagistratShilfScrnbeiter und Kcmzlisten werden der Ge- haltSvegulierungsdeputation überwiesen und der Magistrat er- mächtigt, einen entsprechenden Vorschuh zu zahlen. Der Gasetat wurde, nachdem main den GaspreiS nroder auf 37 Pf. herabgesetzt hat, genehmigt. Der Hauptetat weist eine Ausgabe von IL 670 000 M. und eine Einnahme von S ISO 650 M. auf. Der Finanzbedarf stellt sich auf 0 SSL 350 M., davon ab der ReichSzuschutz mit 900 000 M. und die Kostenvergütung der llmsatzsteuerverwaltung mit 50 000 M., verbleiben 8 605 350 M. Durch Steuern lassen sich aufbringen 7121300 M., die'restlichen 1 484 050 M. werden aus dem Steuer- ausgleichösonds gedeckt. Die Verteilung der Steuern wird wie folgt vorgeschlagen: Biersteuer 25 000 M., Hundesteuer 50 000 M., Lust- barkeitssteuer 25 000 M.. Umsatzsteuer 160 0�0 M., Zuwachssteuer 60 000 M., Gemeindeeinkommensteuer, 200 Proz., 4 665 000 M., Gemeindegrundsteuer, 3,60 Promille, 1 162 800 M., Gewerbesteuer, 240 Proz., 960 000 M. Die Meuereinnahme ist um 2 227 330 M. höher wie im Vorjahre. In der Aussprache dedauerte Genosse Härtung, daß die Gesetze eine Staffelung der Steuern nicht gestatten, sonst würde festgesetzt, also niedriger wie Berlitz und Vor"- orte, so geschah dies aus dem Grunde, um nicht unser erspartes Geld bei einer Eingemeindung mit nach Berlin zu nehmen. Für Reparaturen in der berüchtigten Walderholuugsstätte wur- den 4878,60 M. gefordert. UnsereGenossen sprachen sich gegen diese Borkag« aus und forderlen die Ein- richtung einer neuen, zweckeutspreche�idercn Erholungsstätte. Die Mehrheit, Unabhängige und Bür- gerliche, stimmten für die Borlage. Für die Einrich- tung einer neuen Walderholun gsstättc wurde eine gemischte Kom- Mission gewählt.» Mit der Neueinstellung von 55 Polizeibeamten ist die Per- sammlung einverstanden, die einen Kostenaufwand von rund*« 300 000 M. erfordert. Weißensee. Gemeindevertretung. Durch die Amtsniederlegung der unbesoldeten Schöffen und der Pensionierung eines besoldeten Schöffen fand am Montag ein« Neuwähl der Schöffen statt. Ge- wählt wurden als besoldeter Schöffe Genosse Taubmann und als unbesoldete Schöffen die Genossen Kasuke, Louis und Schlemminger, außerdem der bisherige Schöffe S t e i n k e. Ein Zusammengehetz mit den Unabhängigen, die»nt unseren Genoffen zusammen sine Dreiviertel-Mehrheit bildeten, war noch in letzter Stunde von den Unabhängigen vereitelt wor- den, so daß ihnen au? diesem Grunde kein einziger Sitz zufiel. Unsere Stellungnahme zur Sch-öffenwahl erfahren unsere Wählerin einer am Donnerstag stattfindenden Versammlung. IHHH! Hroß-öerliner parteinachrichten. Infolge der Papiernot könne» wir LersannnlungSanzeige« nur einmal veröffentliche». Die Redaktion. Berlin. RedNerlursllS heut« abend 0 Uhr,„Jugend- Heim-', Lwdenftr. 3. Schwerhörige. Heut« 7 Uhr, Taubstummenschule RarkuSitr. 4g, Hof linls. Molhörer ist crul gestellt. SS.«dteilang. Donnerstag, 7 Uhr, Schulaula Danzlger Str. SS. Petershage« lOstbahah Heute, Mittwoch, abend» 8 Uhr, Eastbot Kunich, Södkolonie: Zahlabend. Verlesung des Protokolls. Bericht der Gemewdevertreter über ihr« Tätigkeit. Allgemeines. Iugenöveranstaltungen. Das Jngendsekretariat befindet sich von heute an Bellevuestratze 7, 3 Tr. r.. Teleph.: r'ützow 7684. GeschästSzeU S— S Uhr Dienstag und Freitag von S— 3 Uhr und 7—'/.lO Uhr. Die 18— sckitihrigen Parteimitglieder versammeln sich heute 7 Uhr im KewerkschastShause, Engewser IS, Saal 3: Bericht der«in- gefetzten Komimsfion. Bereit, Arbeiterjugend Gross- Berlin, Abteilung Meissens««. Heute abend 8 Uhr, Jugendheim Woelckpromenade 1 iLedigcnheim), Lichtbildervortrag: Eitze romantische Wanderung durchs RheiMal Sin- tritt 2S Pj. Ltikj -Restaurant Rannbahn Grunewald Eröffnung: Sonnabend, den 19. April 1919.& Täglich ab 5 Uhr: Künstler-Konzert. Pfinf« Uhr« T©©• Fernsprecher; WHhelm 6173. Fflr TischbestellgBgen; Wilhelm 771». Mittags U* AbCtldkart©* Opernhaus studiert: DOfl JMn. Antang 7 Uhr. Schasspielhans Othello. Anfang 7 Uhr. Volksbühne Theater am BQtowplatz. Direktion Friedrich Kay&Ier. 7'/, Uhr: DU Heirat. Olrektton Max Reinhardt. Deutsches Theater. 7 Uhr: Der am* Uelnrieh. Donn. 7- Wie et euch getiUL Kammepspleio. 7 Uhr: Oer Star. Donn. 7Vj Uhr: FascUag. Kleines Schauspielhaus T-fy: Die Büchs« der Pandora. Donn. 7>i Uhr; Die Büchse der Pandora. Theater I. d. KSmaprätzerStraße Dlrj C.Reinhard- R. Bernauer 'AS Uhrs FUnl Frankfurter. Donnerstag: Der Vater. Freitag: Qeschlossent EomSdienbaiis an der Marschallbrücke '/,S Uhr: Erdgeist., Donn.: Der Feldherrnbügel. Freitag: Geschlossen I Berliner Theater 71s uhr: Sterne, die wieder Uacbten. Walhaila-Theater. P/s Uhr: Mmuifiuofßti. Bose-Theater. 7>/» Uhr: Stärker als der Tod. liFQLLOi Friedrichs, raSe 218| Dir.: James Klein 1 7-?. April ff,> Sonn,. 31/5 u. 7ä/t f iiesslns-Theater Direktion: Victor Barnowsky T1/, Uhr: Der rote Hahn. Donnerstag: Der Blaufuchs. Freitag: Peer Oy«. Sonnabend: Zum L Maie; Dies trag. Dentaehes Küuotler- Ttaeater. 7 Uhr; Der Schöpfer. Donit, Freit,• Der Schöpfer. K- Centrat-Thester KommandantenstraBe 57. u�JieSctiMslevBa Allen DentaeUes Opernhaus t uhr-. Bsr elsepuß BetoDl Frledr.WnisUHetör W obi Ml Kleines Theater. vhvhr: Liehelei. Komische Oper tjUr: SchvarzviMBildei. liustsplelhana uhr.- Sie spiscise Füsye. Metropol-Theater. T Uhr 10: 016 Bfenea Operetten haus Schltfbauerd. 4a, Norden 281. Die teile Susanne. Palast-Theater 3 Uhr: Wallenstelas Tod. 7 uhr: Christes. SehUler-Thcnt. Charl. ta uhr: Die uroSe Pause, Thalia Theater vuv.-. Zur wilden üimiiDel. Th amBioIIendarfplata 3lU Uhr: MnnerhlöiDChea. 7 uhr: Wo die Lerelie singt Theater des WesteiTs TVjUhr: Marne Sherry. Walluer-Thcater fit Ufr: Geisha. fetft. EraD Hoftnann und Diele Cafö: Konzerte Rudolf Weintraub Viktoria-Diele: 1. Stock zum Ö-Ühr-Tee u. abend» Kapelle Schotter und Kapelle Makowski TrefipunKl aller Fremden Ecke Frledrichslraße i Dardlnl« Universalakt Bgos alkige Dackelapiele 4 Karleya ISchleuderbr.- Akrob. j Kara Weltmeister der Jonglierkimst Gsorz | der fallende Mensch 1 ] Ein Seitensprung[ m. Lude Blattaer,| Paachke. einarm. Klavlerrirt I 1 Bartea,TanzsehOpf.| 2 Moaiogoa Equllibristen. 1 Sonntags Z>/> Uhr I jeder llroactisene j , 1 Kind treil 1 Theatcrk. ah 10 Uhr 1 1 unumerbr. geöffnet. Theater der�rtedrichftadt ddt Friedrich, u. Linienftr. Nord. 3650. Täal. Th Uhr: vor Anschlag. Efelsch von Wllhol« Na!t. VI- Vame ohne N-ruf. Schwank von Lndiv. Hirschseld. VI-«'schmnlgs. Echwanl von August Neidhart. Hoapttr-ff-e Ar. AZ v.Asche», tzlattaaal-Th-ater.?>/,: Vis ZtwopUUpe. SsÄcknii-Theato?. Unteogrundd. KlosterstraSe Ausgang stralauer Ltrnbe. 7Sglich TA Uhr: Von Hermann Sudermann. Spielleitung; Alfred Rotter. Eugen Burg, Kalser-Titx, HansiArnstadt, Olga Limburg i Rosa Valetti, Emma Debner. Paul Bildt Jul. Falkenstein. Donn. 4 Uhr: Rotkäppchen.| "Casino-Theater. Loibring. Str.37. Tägl'/�Uhr. Das driiaktlge Bolisstück Vater liaolle. Au allen Feiertagen 2 Barstell. I Abends'US: Datei Caofle. Nachm. 8>/, Uhr m tl. Preisen: Nlonst sal l»ss. Itlliskll-Theater. Täglich Th Uhr: B8rliB-Baiiiliiirg-He«Tork.| Freitag Tu: Maria Stuart.| Sonnwenb und täglich weiter: BerUn-Hambnea-R-w P-rk. Sonnt. 3! R-rta 8 harrt. Montag Z:»erlin.Hainb..RewPork. Dien«tag 8: Dorariivchrm Triaooll-Theater. BI-.t.FriedrIchstr.Ttr.«»Z7�Wt Hachm. V-t Uhr kleine Preise Rotklsppehoa. TggLSUhr. heute Z.2IZ. Male Der xute Ruf »an Hermann Sndermaan. Sonna>.rrUjllche Aprii-Prosrafflüi, öyixyi-Konzerte, fortuna Lichtspiele i 12c MSlletstrass« 12c. Nur bis Dvnnerswg der beispiellese Srsvlg: £10001 ORd eine Frau Intime Enthüllungen aus dem Tagebuch- eines Innggesellen. \m$ Wie 23076 « EridilafsEr-Titz 2 SsrD-Nnng-n. 5 u. 8 Uhr. ; Kellers Festsäle, Koppenslr.Sd Direktion: J. Werner. i Eröftniings-YorsteHBiig j 3as Kaviar-SRtttsehsn { Hauptrollen: vorn Urach, Josetlne Dora, Jena Panl unter Mitwirkung von 10 namhaften Sängern u. Sängerinnen dTwnwww sowie das glänzende Beiprogramm. BiSHch Tgl. 7»/n Stg. S1/, a. 7»/, {tailoff Geheimnisse a. tiL>MMW'Wi'»WWVG»M»»A»MMW'WW Kaflee d. Konditorei Proper Platz tm Prngcr Platz 4 a •xiigtene Konditorei Inh.; J. Erber. ■ Wiener Küche• S-ir-Tee Wils?sll Mim nachmitt. u. abds. ia-u-autETagesbi. UgroB. Ausvr. da« gröBta und schönste Konzert- Cafö-Kabarett In Berlin 0.| ----- am Strausberger Platz«--- Grete Blee 9tmwti%m9 Harry Swstuoa{ Paul Rfickmann f 113X101 i Ria und Reves Piltz Watdow Max nnd Moritz Polehlal| TcnkOnstler- Konzert(19 Solisten).— Tonkllncllcr. .Anfang Wochentags 7 Uhr, Sonntags 4f/. Uhr. �„ Teilz. wöchentl. I M. Plomben 1,50.(Joldln- �ronea 1811. Zahnziehen m. Eli•--- 6«, 8« ReiclisiialL-Ttieatep Abrnbs 7'it Uhr und (6onnt 3 Uhr: Sfotttnet Sänger ' Nrn.«rnräß.?r. Wer WWW: „ttrafwoll- L-bansg-skat tung nnh Tllhrer zur«Sc innSh-lf.«. ISO Nachn. o »Ä 1 VergnüMspalast| i Groß-Serlin| W Kliems Testsäle,�senheide 13-15 B � Inh. Karl Knopps � I Montag,"-S Dienstag,� m (2. und 3. Osterf eiertag) W OeffeutUche ♦JanzKeunion� kI.L.6.'k!ngeste!lte! Heute Mittwoch» mittags 1 Uht Nersammlnng im Zirkus Kusch 2ZSIb A. E. G.» Streikleitnng. VVIeaei- ksUmu»ili Xniznx 4 vdr vie elegznlen SZIe und Sommertheater sind an Qesellschaften und Vereine unter kulanten Bedingungen zu vergeben. 940L* Admlrals-Paluat., "Baiiett auf dem Else k Tanz-Revue.• Paul Krebow un Erna Kerstcn, I das elegant. Foxtrotpaar. J Die Prinzessin r. I ragant. Wer(st die Schönste? TJU U.. Sonnt. 4 u, 7 U. I vorzügliche Küche. L MigftaÄ � Theater n 21 atlesauDecfte. 2t. SM vaLWitdig neues WMlM j fdjhätS'nn Tanz. SlRfang 7 Ahr Sunnlags 8 Ahr. ranien- talas Oranlenstr. 40-41* (Oranieabrücke) Konzert-Kaffee l Kabarett-Variete Tägt 7 Uhr. Ende ll'/i U. 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Bericht übet die leisten gepflogenen Tarisverhandfungen. 2. ffinffcheibonn übet tzufPusp»er ZorffbrCche durch die Unternehmer oder Seveik 7 7 Erscheint von» ersten bis zum fehlen Angestellten, ob Mann oder weib f k «gifierk für Nluszenbefnch k Dir Arbeitsgemeinschaft der Angeftellteiiverbästde I. A.: Verband der Gastwirtsgehilfe«, dl 24, Elsaffer Str. 88-8». 80/13 Mlö.VMs.M>-,.,. Abteil« ug 21* Bekauntmachmtg. L Es entfallen ans Abschnitt 3 der allgemeinen Lebensmittelkarte der Stadt Berlin 150 Gramm Graupen, ferner ans Abschnitte 3t und 32 der Lebensmittelkarte für Jugend. llche 100»nd 150 Gramm, jnfanmen 250 Gramm Haferstocken. 2. Unter Ausschluß nachlrüglicher Annahme sind die An- meldunaen vom Dienstag, den 15. April, bis Donnerstag, den 17. April 1919, bei den stiewhündlern abzugeben. 8. Die Rlrfuhkinbier haben die Anmeldeabschnitte zu den oben aufgerufenen Nummern bei den Großhündlern am 19. April 1919 abzuilrfcrtu 4. Nicht abgeholte Ware v erfüllt mit dem 20. Mai 1919. Berlin, den 14. April 1919. Magistrat. Abteilung für Nährmittel. A-Rr. 3356 NL. Versammlung heute Mittwoch, den l«. April, abetido 7»/, Ilhr, bei G t c f f e n» Landsberger Allee 150. Allee Tagesordnung: 1. Vortrag de»«epofsen»teth. & 93erichtcritaUiu'4 von der Bczittsksufereuz. E» ist Pflicht der Genoffen und Gsnofstnnen, voll erscheinen.__ Die AMeKangulel 19m M In den Liditapieltheatem wird zurzeit aufgeführt: Hanns Heinz Ewers Älraune Gebunden 10 Marie Der interossan teste Roman der Gegenwart Bisher verboten 150000 Zu beziehen direkt vom Georg Möller Verlag M&ndaea- W?en— Zürich Eodcr durch die Buehhandlnn- ges mit wie Zuschlug Soeben erschien: 1 mmm m Mfinet Ms Das Privatleben llaifer Wilhelms II. n. feiner Srmahlin.\ indioidualistisehs Unarehist Halbmonatsschrift aur Verbreitung der Ge- daHken Stiraers und der individuellen Freiheit! Heft 2.— 16. April. Inhalt: Staat tmd Ordnung. Von Antibarbarus. — Die Pflicht des bürgerlichen Ungehorsams. Von Friedrich Dobe.— Sozialislerung oder ge- nossensckaftl. Betriebsweise? Von Hugo Nansen. — Polen, Preußen und Deutschland. Eine urbe- bekannte Broschüre von Constantin Frantr. Von B. Lachmann. Jugendbewegung. Von Fritz OroB. Zu beziehen durch|ede Buchhandlung, bei den Bahnhofs- und Untergrundbuchhandluagen, den Straßen- händlern und Zeitungskiosken. 17/10 B. I, A C H M A A' X, BE RI-IW W. ÖO, ■ Aus beu Papieren einer Hosdame der Saiserin. \ 312 Seilen,!tdi brofch. Preis M." des Brtri Einsendung Preis vt. 8.3« bei vorheriger agrs. M.«,— bei Rai�nalsme. Be- Aus dem Inhalt: Des Kaisers Refseleibeni. Handlung»et Dienstboten. Eom Größenwahn. Seine stnickerigkeit. Kaiserlich: Haushalwng. Tüglichr» Leben. AXItaa mr Reuen Palai«. Seine Leidenschast siiz Jagd. Geburt de-«aisers. Beziehungen zwischen Kaiser und verboten gewesen t des Kaisers. | Kaiserin usw. Aerne?: Li» GilDfllina des Raifers. Zigarren»« rainam Tabak Aach Witt. 0. d. Arten» Seh. givillabinatt» d. Kaisers. 240 Seiten, steif drosch. Preis vt. 3,»« bei vorheriger Einsendung des Vetrnges, IN. 4,— bei Nachnahme. Aus dem Inhalf: Wshlieben der faiserluben.yamilit int Krieae. Das ausgehungerte Bofk. Die Kaiserin für den Frieden. Der Krvuprin, und seine ft-nzostschen Liebschaften während des Krieges. Derndurg, Horden und der Botschafter Gerard. Eine ausgeschiogene Friedensbotschaft Mr. Ford» usw. 2373d- Nur schriftliche Bestellungen an 14. Putzei�NaSoacb, Barlin-Schssueberg v, ApoftebPaukia-Str. 24, o. II. .Tabak,. Miechunp:».Nordländer*4 2 ii ltel*okiiitt,) 70(irarara Pfennige, Füinsehniitr rai8«h.„(foidrose", WOr. 70 Pt H. Owttmaniia neue verb. Pfeilenm.(Q-rb- schniU 100 Oramm l,0oMn �Outlicht44'(dankier K rüllscbaitl) 70 gr 1,30 M (Tabak- und Woioksalou) 65 Gr. 1,30 M. in den sin- Sehlägig. Geschält, geg. Vo rasig« dieser Anisoigo erb Kl iL WiedorverkÄnf. TorL Der üebor- gaogeceit ileckn. trag. sind meine Marken auf das WeitjnägL vervollk. u. kofriedigea jetst den arttfraebvolkt. JUmeher. Jeder macke im eigenen Interesse einem Yortmck. M. Gottmlina, Berlin O tr,[• Aloxaudepstr. 22, ChariaMoubKrr< Patsdamer Sbr. 12. Rslscrsr Irslcr gosucbL Berlin, Frlmd- rlonstr. TA und 183. in allen Preislagen von 55 Pf, g. an. Zigarillos, Schweizer Stamgen. reiner{lancitahak{.Paketen. Echter Schmalzler Schnupftabak 40 Pf. das P9ckchen. Owstar Kchfg«(inh. K. Schwarz) Berlin, Neue K5nf gstr. 86 und Neanderstf. 38. Die Menschheit die jeden Donnerstag und Sonntag in. Bern erscheint und demnächst zu einer intcr- u&tionafeu Tageszeitung ausgestaltet wird, sucht der Verständigung der Völker zu dienen und vereinigt zu diesem Zwecke-Mitarbeiter aus allen Ländern. Herausgeber; Professor Dr. R. Broda. Vorrat 140L' G.Vagner, Eöpenicker Str. 71 Halensee nahe Heariettenplatz habe ich em steine« rentable« Grundstück mit S-gimmet- Wohnungen und einer 6» stitmnerwohnung preiswert für».»0 000 bei einer Anzahlung von ffil. 15 000 zu verkaufen. Nähere« durch Jqüds M. Bier, reipztaer Sic. 26. 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Am Sonntag a6end verstarb plötzlich Herr Karl Salomen, Begründer und Inhaber der Firma Welzen- muhle Karl Saloraoa& Xo. Wir verlieren in dem Verstorbenen nicht I nur den Chef der Firma, die er in 26jähriger [ rastloser Tätigkeit zur Blüte gebracht hat, sondern auch unseren Berater und Freund, | der in seiner Herzensgüte stets unser Interesse förderte und uns half, wo er immer konnte. Sein Andenken bleibt in uns leben. Die Beamten nnd das Müblenpersonal der Firma. SozialdemokratildK Partei Deutichlands. Bezirk Ri-berschönh-nseu. Am Somtan, 13. April. ist unser langjähriges Mitglied. I Genossin unsere bravo 244/14 z Hedwig Brosow i!m Alter von 34 Jahren > gestorben. ! Die Beerdigung findet 'morgen Donnerstag, den i IV. April, nachm. 4 Uhr, } von der Leichenhalle des , Friedhoses m der Schön- | holzer Heide aus statt. Um rege Beteiligung er- fsucht Der Ojvjtan». Wen Freunden und Be- j karten die traurige, Nach» 1 richt, daß mein innig. 1 geliebter Mann, unser ! herzensguter Batcc |Hax Tlieoilor SeinliaFdt im Alter von 48 Jahren in Iber Nacht vom 8. zum S. d, Mts. das Opfer eines räuberischen Ucbcrsalls ge- morden ist. Die Einäscherung findet /morgen Donnerstag, den 17. April, nachm. Ii Uhr, im Krcmatsrium, Gericht» stxahe, statti Die trauernde Witwe Zriederikr Zkcinhnrdi geb. Briiggevtann nebst Söhnen u. Lurk. Berlin, Greifenhagenerst.4b. 8ÄIgMl!ör soFAii?!; Sllä-Ozt M. d. A.-S.-B. Als weiteres Opfer des Weltkrieges verstarb im Lazarett zu Fiume unser treues Mitglied 188/12 Mur Szczodry. § Stumm schläft der Sänger. lall bade ineine Praxis wieder, aufgensmmen. 13fl8D G. Fr. Nicolai iCUrlürstendamm 197,98, ptr. Sprechstunde 4Vg-8 Haut-aHarnarzt. Erfoigreicbe Behandlung. Komgstr/34/36 Alexanderplatr. 10— 1, 5—8. Sonnt. 10— I. iauchtabak (lein Ersatz), garantiert echter reiner Blättertabak, 10 Päckchen oi. 22, 100 Päckchen M. 200. 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Den Aiitgiiedern zur I i Rad, richt, daß der Hilss» f 1 arbeiter iEmilSchfmemann (Bezirk Gesundbrunnen) am l4. April verstorben ist. Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 17. April, nachm. 2 Uhr. auf dem Friedhof der Elilabeth-Gemeinde in der Prinzenallec statt. Zur weiteren Nachricht, daß der Maurer Kar! IVeraer (Bezirk Süden) am 13. April verstorbcn Ist. Die Einäscherung findet morgen Donnerstag, den 17. April, nachm. 2 Uhr, im Krematorium, Gericht- stroße, statt. Ehre ihrem Andenke»! 143/3 See Docftanh. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme sowie zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung memes mir unvergeßlichen Mannes •loiisnn Jacob sage ich allen Freunden nnd Dekannten, besonders der Der- waltung, den Lagerhaltern und gesamtem Personal der Konsum- genossenschaft Berlin und Um- gegend, dcmHandlitngsgehilfen- Berband und dem Eozialdem. Verein Njkdcr-Barnim(Bezirk Lichtenberg) meinen tiefgefühb testen Dank, Elise Jacob, Or.meiLHaetiiGke ------- Hautarzt.= FriedrichstraBa 187-88 an der MobrenstraQe. 11— 1, 5— 7. Sonnt. 11—1. ArbeiLibsatz verschafft Ihnen die Mitgliedschaft der Oeiitrals' Oeiitselter Mittel- ued Kleioistorieller Mies Nähere durch die iDdiistrle-fieratiißgssteiie Treuhandgesellscbaft für Technik m. b. H. Charlottcnburg 4, Mommsenstralle 14. Bettnässen Abhilfe sofort* Alter und Geschlecht angeben Auskunft umsonst 7J/1 MERKUR. VERS AND München 1 7c, Ncurcmherstr.13 m, jytecnNsdier Ol-Vertaq M.Hlttenkofer' G uv b-M.*■/ Slrelife tivHecklribg. lOicilog ufci* lechji L�urbüchet für Ät&sfcuniirtTlcKt uinsorut ßentenhaus. Im Potsdamer Viertel haben wir ein tieineresHaus mit mir 2- u. 3-Aimmerwoh- nungen u. 2 fl Wdcn. alles fest oermict., bei M. 14200,- Miete für den äuß, billigen Preis von M. 100 000,— zu verkaufen. Stallung u. Re» Mise ist vorhanden. löSA lv Schmidt Söhne, Leipzig erste, 112,E. Mauerst. 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Mai al» der enffchlossene Wille des gesamten deutschen Volkes allen Feinden eines dauernden Völkerstiedens zum Bewußtsein ge- bracht werden. Die werktätigen Volksmassen in allen.am Kriege beteiligten Ländern, auch in den siegreichen Ländern, haben furcht- bar gelitten. Wir rufen sie auf den Plan als die starken Träger und Schützer des Gedankens eines auf dem gleichen Recht für alle Völler auigebauten WeltfriedenSbundes. Sfctzt ist die Weltgeschichte liche Stunde. Der Krieg hat bankerott gemacht für alle Zeiten. Die Regierung nimmt den dcmokratisch-sozial- demokratischen Antrag an. So möge das deutsche Volk sich rüsten zur allgemeine« Feier des t. Mai. Möge eS sie gestalten zu einer machtvollen Bekundung deS Willens zum Frieden im Innern un- serer BolkSgemrwschast und zum dauernden Frieden von«oll z» Boll.(Lebhafter wiederholter Beifall bdi den Soz.) Abg. Ehrhardt(Zentr.): Der Antrag ist der Ausfluß der«stm- mung, die unter dem Eindruck der Umwälzungen entstanden ist. Meine Parteifreunde und ich wissen die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zu würdigen. Es ist zweifellos ein w e l t g e s ch, ch t- licheS Er«i,nis. w»m nach langen Kämpfen, wie wir sie haben durchleben müssen, auch der arbeitende Mensch zur wahren Freiheit gelangt, und wir haben volle? Verständnis dafür, wenn dies weltgeschichtliche Ereignis durch eine allgemeine ArbeitSruhe in der ganzen Well gefeiert wird. Auch wir sind selbstverständlich für soziale» und politischen Fortschritt. sind angesichts der Lage der Anficht, daß eS zweckmäßig wäre, emen Trauer- und Bußtag einzuführen. lSehr wahr! und lebhaste Zustimmung im Zentrum und rechts; Widerspruch links.) In voller Würdigung der G esa m tv e r h ä l t n l.s se ist die große Mehrheit meiner Parteifreund« nicht in der Lage, dem Abände- rungsantrage zuzustimmen.(Lebhafter Beifall im Zentrum.) Abg. Dr. Pachnicke(Dem.): Dem Antrag der Unabhangi- g e n, den 9. November zu feiern, stimmen wir n i ch t zu. Revolutionen treten ein» wenn Reformen versäumt wurden, darum braucht noch nicht jede Re v olu t i on'ein Glück für die Böller zu sein. Der Antrag, den wir zusammen mst den Mehr. heitssozialdemokrcsten stellen, lenkt daS Auge des Volles auf die gemeinsamen Ideale des Weltfriedens, des Völkerbundes, des Schutzes der Arbeitskraft in allen Ländern. Abg. Dr.»oeltzsch(Dnat. Vp.): Ich bifte dringend, davon ab- zusehen, den 1. Mai zum nationalen Feiertag zu erheben. Es wirkt auf uns im höchsten Grade befremdend und erstaunlich daß man in dieser Zeit einen Feiertag einrühren will.- Das Volk kommt aus dem Feiern ja gar nicht mehr heraus. Nicht einen Feiertag brauche« wir, sonder« eher-iinen Trauertag. (Widerspruch und lärmende Zurufe' bei den Sozialdemokraten. — Präsident Fehrenbach mahnt zum ruhigen Anhöret, aller Par- feien. Bravo!— Abg. Koeltzfch fortfahrend:) Der 9. November mag manchem ein Tag der Freiheit und deS Glücks sein, für unS ist er ein schwarzer Trauertag.(Sebr wahr? und lebhafte Zustimmung rechts.» Bis jetzt haben wir mit dem Gedanken de? Internation»alismus nur 8ie a l l c r t r ü b st e n Er- fahrungen gemacht.(Beifall rechts.) Ich weiß nicht, ob in diesem Hause ein christlich denkender Mann für den Antrag stimmen kqnn. Ich rede«icht, um aufzureiz-ra (Widerspruch und Lachen bei den Sozialdemokraten), bitte Sie nur, überspannen Sie den Boge« nicht.(Ab! bei den Sozial- Demokraten.) Wir lehnen den Antrag ab und bitten, sich auf unsere Seite zu stellen. lLebhaster Beifall bei den bürgerlichen Parteien; heftiges Zischen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Haast(U. Soz.): Zwischen der W e l ta n scha u u n g des Vorredners und der unserigen besteht eine unüberbrückbar« Kluft. Die unserige hat ihren Siegeslauf angetreten und wir wolle» ihn vollenden. Meine Partei feiert den I. Mai seit 29 Fahren und wird ihn feiern, wie auch der Beschluß der Nationalversammlung aus» fallen wird. Gewaltpolitik treiben nicht die Arbeiter, sondern die Bourgeoisie. Tie Arbcitcr in Eng'aud. Frankreich und Italien sind m i t uns für Wllervcrbrüderung und Lölkerver söhnung und werden mit UNS den 1. Mai d. I. feiern. Der ö. November■ erweckt aus der Rechte« und bei he« Deuust raten£«*•& auge-i nehme Erinnerung. Wird unser Antrag abgelehnt, dann steht die Nationalversammlung der Revolution verständnislos und feindlich gegenüber.(Beifall bei den U. Soz.) Reichsminister Dr. David: Der Vorschlag, den 9. N o v e m be r heute ebenfalls zum Feiertag zu erheben, erscheint verfrüht. Der 9. November ist noch lange hin, darüber können wir uns später unterhalten iLachen bei den U. Soz.), während der 1. Mai eine aktuelle Frage ist. Es wäre ein seltsame? Zusammentreffen, wenn die Herren der äußersten Linken ihre Stimmen mit denen der Rechten vereinigten, um dieses Gesetz zu Fall zu bringen. Die große Masse der Arbeiterschaft würde darüber das richtige Urteil fällen.(Lebhaste Zustimmung bei den Soz.) Wenn Abg. Koeltzsch meinte, er wollte nicht aufreizen, so haben doch in der Tat seine Worte sehr stark diesen Eindruck gemacht.(Sehr richtig! links.) Worte christlicher Versöhnung waren es wirklich nicht.(Erneute Zustimmung links.) Wenn er die christlich Denkenden in diesem.Hause zur Ablehnung des Gesetzes auffordert, so ist mir nicht klar, inwiefern die Lehren und Forderungen des C h r i st e n t u m S sich im Gegensatz befinden zu den Idealen, denen dieser Maiseiertog geweiht sein soll.-(Leb- hafte Zustimmung links.) Warum wollen Sie nicht am 1. Mai für diese christlichen. Forderungen auch demonstrieren?> Unbeschadet der Weltanschauung müssen doch diese Ideale alle die- jsnigen, die das Herz auf dem rechten Fleck haben, gemeinsam feiern. Die Sozialdemokreitie ist niemals gegen christliche Feier. tage Sturm gelaufen, sondern jederzeit energisch eingetreten für Sonntags- und Feiertagsruhe. Ich bitte Sie(zur Rechten), dieselbe Toleranz gegen Andersdenkende zu üben, die Anders- denkende Ihnen beweisen.(Lebhafter Beifall links.) Abg. Dr. Mittelmann(D. Vv.) Auch die letzten Ausführungen des Ministers können meine Freunde nicht von der Notwendig- feit überzeugen, jetzt, wo das ganze Volk arbeiten sollte, einen Tag einzulegen, an dem das Nichtstun nationale Pflicht ist.(Beifall rechts; große Unruhe bei den Soz.) Ich würde vorschlagen, daß wir in der heutigen Zeit, wo alles streikt, einen Tag einführe», der durch Gesetz als Arbeitstag eingeführt wird. (Heiterkeit und lebhafter Beifall rechts; Händeklatschen auf den Zilhörertribünen.) Es entspricht nicht den Tatsachen, daß weite Bolkskreise diesen Feiertag gefordert hätten. Dem Abände- runasantrag von Payer und Müller können wir ebenfalls nicht zr stimmen. Wir bedauern, daß die Regierung auch in ht.'jcn, Falle ein- Prlitik treibt, die V m A u s g a n g S p u n k l nimmt von d-r?kick ficht auf- die Straße.(Unruhe links) Wir lehnen de» Gkletzentwurf mit Euischiedenhcft ab.(Zischen links, lebhafter Beifall rechlZ.) Abg. Hildenbrand(Soz.): Wir haben jetzt ein neues Deutsch- laud. Im Kriege haben die Arbeiter ihre volle Schuldigkeit getan, und für den Wiederaufbau des Reiches ist man auf die Unter- stützung der Arbeiter angewiesen. Es ist daher kurzsichtig. ihren Wünschen nicht entgegenzukommen. Wir hatten gehofft, daß die Regierungsvorlage einstimmig angenommen würde. Eine Ablehnung der Lorlage würde den inneren Frieden nicht herbeiführen, sie würde vielmehr ein Signal werden, den 1. Mai nun erst recht zu feiern. Tic Ablehnung des 1. Mai würde auch nicht Arbeit am 1. Mai bedeute«.(Erregte Zurufe des Abg. Mittelmann: ES gibt doch auch noch«in Bürgertum!— Drohende Zurufe und lärmende Kundgebungen bei den Sozialdemo- tvaten gegen den Abg. Mittelmann.) Gegen einen allgemeinen Bußtag hätten wir nichts einzuwenden. Grund zur Buße aber haben vor allem die Kreise, die das deutsche Volk in diesen Krieg g e- hetzt haben.(Lärm rechts.) Die deutsche Arbeiterschaft büßt seit langem für dieses Verbrechen.(Beifall bei den Sozialdemo- lraten; Lärm rechts.) Damit schließt die Aussprache. In einer persönlichen Be- mcrkung weist Abg. Koeltzsch(Dnat. Vp.) die beleidigende Unter- stellung zurück, als ob es ihm mit seinem Christentum nicht ernst sei. In der Abstimmung wird der Antrag der Unabhängigen gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Der Antrag v. Payer-Müller wird mit den Stimmen der beiden sozialdemo- krari sehen Fraktionen, eines Teils der Demokraten und einiger Zentrumsabgeordneter angenommen. In �er sich sofort anschließenden dritten Beratung wird über den Antrag v. Payer-Müller auf Antrag der Rechten n a m e n t- l i ch abgestimmt. Die Abstimmung ergibt die Annahme des An- träges mit 161 gegen 88 Stimmen bei 19 Stimmenthaltungen.(Bei- fall bei den Sozialdemokraten.) Der Gesetzentwurs gelangt darauf auch in der Gesamtabstnn- mung im ganzen zur Annahme. Es folgt die zweite Beratung de? Ermächtigungsgesetzes:.Entwurf eines Gesetzes über eine vereinfachte Form der Gesetzgebung für die Zwecke der IlebergangSwirtschaft.*§ 1 lautet in der Fassung deS Ausschusses: Während der Dauer der Nationalversammlung kann die Reichs- regierung mit Zustimmung des Staatenausschusses und eines von der Nationalversammlung gewählten Ausschusses von 28 Mitgliedern (Vorlage: 15) diejenigen gesetzlichen Maßnahmen anordnen, welche sich zur Regelung des Uebergangs von der Kriegswirtschaft in die Friedenswirtschaft als notwendig und zwingend erweisen.(Bor- lag«: FriedenSwirffchaft oder aus dringenden sonstigen Anlässen als notwendig erweisen.) Der Ausschuß hat ferner in§ 3 den Zusatz gemacht, daß dos Gesetz auf Beschlutz der Nationalversammlung von der Neichsregierung außer Kraft zu setzen ist. Nachdem Aky. Waldstein als Berichterstatter die Beschlüsse des Ausschusses empfohlen hat, wird die Vorlage in. der zweiten und sogleich auch in der dritten Lesung in der Ausschußfassung angenommen» Außerhalb der Tagesordnung erhält da? LSort zu einer Er- klär u« g der Abg. Haase(U. Soz.): Er stellt fest, daß die von ihm und seinen Freunden gefaßten Beschlüsse und gemachten AuS- führungen nichts vom Kampf gegen die Bolschewisten enthalten hätten, daß sie vielmehr diesen Kampf abgelehnt hätten. Herr Erzberger habe zugestimmt und erklärt, daß der Ab- schluß eines Waffenstillstandes mit der russischen Regierung wegen des Rücktransports der Truppen zu erwägen sei. Di« Darstellungen des Herrn Erzberger seien also unrichtig gewesen. ReichSmimster Erzberger: Ich kann nicht zugeben, daß meine Darstellung unrichtig gewesen ist. Einen Waffenstillstand mit Rußland wünsche ich heute noch. Die Note fordert ja auch gar keinen Angriffskrieg gegen Bolschewisten, sondern tritt nur für die Abwehr bolschewistischer Ilngriffe ein. Es folgt die zweite Lesung des K a l i g e s e tz e s. Der Ausschuß hat die Regierungsvorlage mit der Äenderung ange- nommen, daß spätestens bis zum 1. April 1920 eine Aufhebung oder Abänderung deS Katligesehes und aller feiner Abänderung«- gesetze durch ein besonderes Reichsgesetz erfolgen muß. Von bin Unabhängigen liegt ein Antrag auf Einarbeitung des RätesystemS in den Kalibergbau vor. . Abg. Brey(Soz.): DaS SpekulaiionSfieber in der Kaliindustrie mutz bekämpft werden. Ueber Kohlenmangel wurde schon vor dem Streik seitens der Kaliindustrie geklagt, aber der Mangel hat sich durch die Bergarbefterstreiks gesteigert— Ohne Kohle kein Kali» ohne Kali«och weniger Lebensmittel, ohne Kohle aber auch keine Sussicht auf Einfuhr von Roh- stoffen und Nahrungsmitteln.(Sehr richtig!) Ohne Gewerk- schafwn würden auch die Arbeiterräte keine Bedeutung haben.(Bei- fall bei den Soziakdemokraten.s Abg. Pohlmaun(Dem.): Wa? wir für die Aohlenlmrtsckakk beschlossen haben und waS wir hier für die Kali Wirtschaft beschließen wollen, bedeutet noch keine volle Sozialisierung, aber es bedeutet, daß wir jaft Hilje«atz imtec Sugciwäelegaag dieser Bestimmung zu einer Sozialisierung kommen können. Von diesem Standpunkte aus werden wir dem Gesetz zustimmen. Abg. Behren?(Dnat. Vp.): Die Art und Weise, wie diese Vor- läge vorbereitet und eingebracht worden ist. ist typisch für die Plötzlichkeit unserer Gesetzesmacherei. Die Regierung hat es versäumt, mit den landwirtschaftlichen Vertretungen Fühlung zu nehmen. Reichsarbeitsminister Wiss.'ll erhält daS Wort, bemerkt jedoch; Ich will lieber nichts sage».(Heiterkeit und Beifall.) Abg. Reinicke(D. Bp.): Wir sind bereit, den Entwurf mit de» Aenderungen der Kommission anzunehmen. Die Bedenken gegen die Tozialisierung könne« wir»icht »nterdrückca. Die schwersten Bedenken haben wir gegen die Beteiligung der Arbeitnehmer an der Verwaltung der Betriebsgemeinschast, da nur geschulte klaufleuie diese Geschäfte machen können. Die Zwangswirtschaft mutz abgeschafft werden, weil sie die richtige Preisregulierung verhindert- Wg. Dr. Cohn(IL Soz.)[wird mit Schlußrufen empfangen): Der Beginn der Sozialifierung wird durch lange Reden meinerseits nicht aufgehalten werden.■(Heiterkeit.) Zur Grundlage einer S» zialisierung darf man die damals geschaffene Arbeitsgemeinschaft nicht machen. Mein Antrag verwirklicht dagogxn die Bestrebungen nach Demokratisierung des Arbeitsverhältnisses. Ich finde ihn ansgezeicknet(Heiterkeit) und bitte um seine Annahme. Geheimsr Oberregierungsrat Bresemann: Der Reichskohlenkommissar ist bemüht, die Kohlenversorgung der Kaliwerke zu der» bessern. Damft schließt die Besprechung. Die Vorlage wird in zlveiter und dritter Lesung in der Fassung des Ausschusses gegen die Stimmen der Doutschnationalen und der Unabhängigen Sozial- dtmokraten angenommen. Hieraus erhalt zu einer besonderen Mfttcilung außerhalb der Tagesordnung das Wort: Ministerpräsident Scheidewann: Der Reichspräsident hat mich gebeten, folgendes hier bekanntzugeben:(Folgt die Osterbotschaft des Reichspräsidenten, siehe 1. Seite.)— Ter Verlesung der Er- llärung folgt lebhafter Beifall bei allen Parteien. Präsident Fchrenbach: Wir sind am Schlüsse einer arbeits- reichen Tagung angekommen und wollen nun die wohlverdiente Osterpause beginnen»lassen. Jck> erbitte die Ermächtigung, den Tag und die Tagesordnung der nächsten Sitzung festzusetzen., Das Haus ist damit einverstanden. Ich wünsche Ihnen fröhliche Ostern und eine gute Erholung. Schluß 3 Uhr. Erklärung öer Eksenbahnbeamten. Auf der vom 12. bis 14. April 1919 fti Berlin abgehaltenen außerordentlichen Tagung der bevollmächtigten Vertreter aller Eisenbahn beamteugruppen aus allen Teilen Preußens ist folgende Entschließung einstimmig angenommen worden: In letzter Zeit ist die Ocffeutlichkeit durch Nachrichten über einen bevorstehenden Eisenbahnbeamtenftreik beunruhigt worden. Der Eisenbahnbeamtenbund, der mit über 230 090 Mitgliedern die in den Fachvcrbänden organisierte Eisenbahnbeamtenschaft umfaßt, erklärt hierzu: Den Eisenbahnbeamteu ist im Dezember 1918 in Würdigung ihrer besonderen Leistungen eine monatlich« Betriebs- zulage bewilligt worden. Diese Zulage wurde von der Regierung im März 1919 mit Rückwirkung vom 1. Januar 1919 zurückgezogen, so daß den Beamten nur ein einziger Monatsbetrag von 30— 120 M. geblieben ist. Der' Eisenbahnbeamlen hat sich wegen dieser Maß- nahmen eine tiefgehende Erregung bemächtigt. Der Bundesvorstand leitete infolgedessen sofort Verhandlungen mit der Regierung ein, Bor deren Abschluß hat die preußische Regierung durch die TageS- presse in einer Erklärung vom 7. April mit schärfsten Maßnahmen für den Fall eines Eisenbahnbeamtenstreiks gedroht. Gegen diese Erklärung erhebt der Eisenbahirbcamtenbund schärf st eu Ein- spruch, denn: 1. Es war für diese Erklärung kein Grund vorhanden, weil von der Organisation keine Streikdrohung ausgesprochen worden ist. 2. Sie ist ohne Rücksicht auf die Organisation und die mit ihr noch schwebenden Verhandlungen veröffentlich L 3. Sie ist infolge Unterscheidung nach dienstwilligen und nicht- dienstwilligen Beamten geeignet, den Anschein zu erwecken, als ob ein Keil in die Beamtenschaft getrieben werden soll. 4. Die Oeffentlichkeit wird über die Forderungen der Eisen- bahnbeamtenschaft getäuscht und ungerachterweise gegen die Eisenbahnbeamtenschaft ausgespielt: einmal wird zu unrecht von Ge- Haltsforderungen gesprochen, zum andern wird der Irr- tum hervorgerufen, als ob die für die gesamte Beamtenschaft aufgewandten Beträge nur den Eisenbahnbeamteu zugeflossen wären. Der Eisenbahnbeonitenbimd erklärt weiter, daß et sich vorbehält, selbst zu entscheiden, ob und wann er das Mittel des Streiks zur Durchsetzung seiner Forderungen anwenden will. Er ist sich aber bewußt, daß er als Vertretung der Staatseisenbahn- beamtenschaft dem Volke gegenüber eine besonders große Verant- Wartung trägt, und daß ein solcher Beschluß nur in vollem Bewußt- sein dieser Verantwortung gefaßt werden darf, wenn schwerwiegende Umstände dies verlangen und alle Mittel zur Einigung im Ver- Handlung swege einschließlich der Inanspruchnahme von Schlich- tungsfiellrn erschöpft sind. ' E vor öem€nde öes Sanksireiks in Hamburg. Hamburg. JndenEinigungSverhandkungen zwischen den Direktoren der hiesigen Banken und den Bertretein der Bankbeamienverbände stimmten die Bankleftungen dem Vorschlage zu. das Mitbestimmungsrecht der Angesielllen in bezug auf Kündigungen und Entlassungen von heute ab bis zur Regelung durch einen Reichstarif, ein ReichSnotgesetz oder eine für da? Reich gültige Vereinbarung der Berliner Großbanken an zu» erkenne«. Damit kann der Streik der Bankbeamten al« ab» gewendet gelten. In den Betriebsversammlungen der Nord- deutschen Bank und der Commerz« und DiScontobant hatte sich die Mehrzahl der Angestellten gegen den Streik erklärt. Streikfolge in Hamburg. Einschränkung von Gas und Elektrizität. furndurg, 16. April. Die infolge der Streik» in, Ruhret eingestellte Kohlenzufuhr hat die Demobilmachung S« k o m m i s s» o n gezwungen, anzuordnen, daß in allen dem öffent- lichen Verkehr dienenden Räumen(Hotels, Restaurants, Kabarett» usw.) bis auf weiteres der verbrauch von Gas und Ekektrizi« tat auch zu Beleuchtungszwecke» verboten ist. In Hotels ist lediglich in veichränltem Umfange die Beleuchtung des Schlaf« ziemners der Gäste und der Treppen gestattet, Der Generalstreik Ser Angestellten. Die Versammlung der Obleute der Angestelltenverbände, die gestern nachmittag in Havellands Festsälen stattgefunden hat, hat noch keine endgültige Entschließung gefaßt. Es ist für den Fall, daß keine Verständigung zustande kommt, der allgemeine Ausstand beschlossen. Die Angestellten ver» schiedener Kategorien» deren Eintritt in den Streik bisher noch nicht vorgesehen war, z. B. die Angestellten der Ver- kehrsinstitute und der Krankenkassen haben erklärt, daß sie für den Fall, daß der allgemeine Streik notwendig würde, sich diesem anschließen würden. Der Umstand, daß der Verband, der Angestellten für Handel und Industrie eine Abordnung nach Weimar'ent sandt hat. hat die Streikleitung der Metallindustrie veran laßt, an den Reichspräsidenten E b e r t folgendes Telegramm zu senden: „Die Bereinigung der SlngesiMen für Handsl und Industrie hat von uns kein Mandat. Wir erheben entschieden Einspruch, daß sie sich mit unserer Jnieressendertretung befaßt. Die Bank- beamten, wie Marx, Smouts, Düvste�bevg. Anklam, Teichmann, vertreten nur die Interessen der Bankbeamtenschaft." Ueber den Verlauf der gestrigen Obmännerversamm- lung wird uns noch berichtet: In HaverlandS Festsälen versammelten sich»am gestrigen DienStagnochmiiiag die OAleute der' bisher noch nicht im Streik stehenden Betriebe und Berufe Groß-Berlins, um darüber schlüssig zu werden, ob sämtliche Angestelltenkategorien dem Beispiel der in der Metallinduisirie beschäftigten Angestellten folgen sollen. B u b l i tz von der Zentralstreikleitung gab einen ausführlichen Bericht Wer die bisher erfolgten Einigungsverhandlungen. Die Frage des Mitbestimmungsrechts sei heute nicht mehr däc Forde» rung einer bestimmten Kategorie, sie gehe dielmehr alle Angestell- ien an. NoSke hätte den ganzen Streik aus der Welt schaffen können, wenn er auf Grund des Belageru ngszufian- des die Unternehmer zur Anerkennung der Forderungen ihrer Angestellten gezwungen hätte. Wenn die Regierung nicht auf die Mahnungen der Angestellten höre, so mgss« sie durch die Tat fühlen, daß es dieser Berufsklafse mit ihren Ansprüchen bitter ernst fei. Deshalb richte man heute den Appell an alle Angestellten, den Kampf geschlossen aufzunehmen. Wenn man auf das letzte An- gebot des Verbandes der Berliner Metalliudustriellen eingegangen wäre, so hätte man die gesam* Angestelltenschast geschädigt, denn die Regierung würde auch nicht sin Iota mehr bewilligt haben, als die Herren Industriellen. Bublitz schloß mit der Aufforde- rung, daß die Obleute dassir Sorge tragen sollten, daß die An- gestellten aller Berufe am Mittwochmorgen die Arbeit geschlossen niederlegten. Nur so würde der Streik jitöglichst schnell verlaufen. Bor allem dürften keine Lohnford«- rungen gestellt werden, um diesen Kampf zur ErreichiUig ideeller Vmüeile nicht heralguwürdigen. In ähnlichem Sinne sprachen eine Reihe der anwesenden Obleute. Bis gestern, Dienstagabend, hatten sich folgende kauf» männische Verbände dem Generalstreik angeschlossen: Deutschnationaler HandlungSgehilfenverband, Verband deutscher Handlungsgehilfen, Verband für Handelskoinmis von 18158, Verband der deutschen Kaufleute,.Zentralvsrband der Handlungsgehilfen, Verband der Bureauängestellten, Bund technisch-indifftrieller Beamten, Deutscher Technikerverband und der Deutsche Wertmeistsrverband. Außerdem haben sich folgende Berufsgruppen solidarisch erklärt: Die Angestellten der Elektrizstätsgewinnungs-Gesellschafteu, die Angestellten de? Hoch- und Untergrundbahnen, die Angestellten im Eiienhandel, im Zeitungsgewerbe, der Kriegsgesellschafteu und der Kauf- und Warenhäuser. Dagegen haben die An- gestellten der Großen Berliner Straßenbahn, ebenso wie die Staatsbeamten sich ihre Stellungnahme noch vorbehalten. � Die Zentralstreikleitung will nach Möglichkeit den Verkehr in Groß-Berlin in vollem Uknfange aufrechterhalten, und so werden die Angestellten der Verkehrsgesellschasten vorläufig in den Betrieben bleiben. Ebenso haben die Angestellten der Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke, der Krankenhäuser usw. die strikte Weisung erhalten, weiterzuarbeiten, obwohl namentlich die Vertreter der Berliner Elektrizitätswerke mit in den Ausstand zu treten gewillt waren. Auch aus die An- gestellten der Lebensmittelversorgung wird dahin gewirkt, daß sie ihre der Allgemeinheit notwendige Tätigkeit nicht unterbrechen. Anders liegen die Verhältnisse bei den Bureauangestellten der Kohlenfirmen und der amtlichen Kohlenstelleii, die einen Demonstrationsstreik von zwei Tagen zu inszenieren wünschen. Im allgemeinen wird dn Generalstreik am heutigen Mittwochmorgen in Erscheinung treten. Erklärung Üer Fentral-Streikleitung. Laut Beschuß per Obleute aller Branchen ist der allstemome Streik bescliossen! Kolleginnen und Kollegen, erkämpft Euch das Mitbestimmungsrecht. Einer für alle, alle für einen! Nach Ver- lauf der BetriebSversamn>l«ngen»t der Zentral st reiklei- tung in Lavelands Festsälen. Neu« Friedrich st r 35. neben dem Namen der Firma und der Art des Betriebes die Anzahl der Angestellten und das Abstimmungsergebnis mitzuteilen. Die Zentralstreikleitung entscheidet darüber, welche Firmen als für die deutsche Bolkswirtschoft notwendig anzusehen vom Streik auSzu- schließen sind. Die Iemralstveikleitung der Anjgestellten der Metallinidustrie. Die Angestellten der Kriegsorganisatiove« zum Angestelltenstreik. Die Delegierten der Fachgruppe chKriegSyrganifationen � ver- sammelten sich gestern, um zur Frage des Streiks Stellung zu neh- men. Es wurde eine Resplutum gefaßt, in der sie den im Streik be- findlichen Kollegen der Metallindustrie und der Banken ihre wärmste Shmpachi? aussprechen. In Anbetrachi der ungeheuren Wichtig- keit der Kriegsorganisationen für die Volkswirtschaft wurden die Angestellten-Ausfchüsse allr Kriegsorganisationen aufgeforderl, heute unbedingt m ihren Betrieben geheime Urabstimmungen zu veranstalten, ob am Dienstag, den 22. d. Mts., in den Streik getreten weiden soll.— Das Ergebnis der Abstimmungen ist mar- gen per Boten dem ArbertsmiKichuß mitzuteilen, der dann alles Nötige veranlassen wird. Hinsichtlich der für die LebenSmrttelver- sorgung wichtigen Organisationen wird die Zentralstreikleitung ent- scheiden, welch« von diesen Organisationen von der Teilnahme am Streik entbunden werden. Rmlnheim. Sämtliche Beamte« der Ma«nb«ulr Uhr. in den neuen Rathaus- iälen, Schöneberg, Marttn-Lutber-Str. 69, verschoben. Die Versammlung wird über den Schiedsspruch deS SchlichtungSauSschusseS bezw. über den Streik Beschluß fafien. Verband der Gärtner und Gärtnerei arbeiter. Kassenangestellte! Heute nachmittag 2'/, Uhr, w den.Concordla- Fessiälen-. AndreaSstr.«4, Dersanunümg aller In den Krantenkafle» Grox« SerlinZ beschäftigten Angestellten. Tagesordnung: Stellungnahme zum Mitbestimmungsrecht der Angestellten. DiZiuffivn. Verband der vnreauangestellten. Angestellten ausschüssr 1 Alle Obleute der AngestelltenauSschüss« der Fachgruppe>1(Holz- und Möbelindustrie und deS Handels) geben ihre Adresse zwecks Anschluß sofort beim Zentralaosschuß der Angestellten- ausichüsse Groß-Berlins, NW. 52, Werstftr. 7, an. Wo noch keine Ausschüsse besteheu, Vertrauensleute ausgeben. Vollversammlung der Angestellten der B. G. SA.. Berliner Werk. beute abend 6 Uhr, in den.Phmussälen". StreiUontrollc findet im Saale statt. Glosiudnstrie 1 HohlalaS». Taselgla»-, Spiegelglas-, SchleifglaS». Por- z ellan-, Tonindustrie. Die Obleute aller Anzrslelllen- AuSIchüsje obiger Branche lvetden gebeten, baldigst ihre Adressen dem Zentral-Ansschutz der Angeslclltcn. Ausschüsse, Berlin NW 52. Wcrststr. 7, Faaigruppe IS, Sektion . Kiasindustrie", einzusenden. Von Bettieben, in welchen noch keine AuS- ichüffe bestehe» oder insolge geringer Angestellt enzahl nicht zu wähl« find, können Vertrauensleute namvaft gemacht werden. Die Fachgruppe IS umfaßt die kaufmännischen und technische« An- gestellten szurzeit ca. 40 000) deS Buchhandels(Bei lag, Sortiment, Anti- quariat. Kuusthandel, Musikalien- und GtstrumentcD Handel. Bibiiotbetcii und Lesezirlel), Buchdruckereien, graphische Anstalten und Buchdmderrien, das gesamte Zeitungsgewerbe(Tageszeitungen, Zeilichristen und Fachpresse), Papiergrotz- und Kleinhandel, Geschäftsbücher- und Karionnagefabriken, also die gesamte Papier verarbeitende Industrie Grog-BerllnS. Di« An- gestellten-ZluSschüsse und die Vertrau-nSleute d« Betrieb«, wo kcin Aus- schuh besteht, versammeln sich heute abend 7 Uhr in den Prachtsälen.M- Berlin". Blumenstr. 10. Tagesordnung: t. Stellungnahme zu den Tarif- Verhandlungen. 2. Stellungnahme zum Generalstreik.& Freie Aussprache. Jeder Betrieb muh oertreten sein. Der Obmann der Fachgruppe 16: Haus Grüneberg, llharwttenburg, Pestawzzism 10. Krllerarbeiter, Arbeiterinnen und Kutscher auS den SSeingrost- Handlungen. Likör- und Mineratwafferfadrtteu. Heute. Mittwoch, abends 7 Uhr: Branchenversammlung.Eualilcher Garte»-, Alexanderstr. 28. Tagesordnung: Bericht über den Tarijabschluh in den Weingroh- handlungen. 2. DiStusfion. 3. Stellungnahme zum Berbandstag.< Ber- bcndsatigclegeuhesten. Mitgliedsbuch rejp. Karte ist am Eisgang zum Saal zur Kontrolle vorzuzeigen. Angestellte von Ober- und Niederschöneweide: Donnerstag, den l7. April er., vormtllags 11 Uhr, aus dem Schulhos Frijcheustraze: Boll- Versammlung. Gewerbliches Personal der KriegSgesellschaften und-Orgaui. sationen. Heute, abends 6 Uhr, im Keiiauraut.Psefferchetg-, Link- sttahe 2: Zuianunenkmtft der Oblente, AuSschuhmitglieder und LetriedS- Vertrauensleute SS wird über den Stand der Lohnbewegung berichtet Arbeiterrate ber Heeresbetriebe. Heule. Mittwoch, nach- mittags 4 Uhr: Besprechung über da» Kollektioablommen für dir Arbeiter der Heeresbetriebe im Bureau des Kraft-VerkehrSrml», Potsdamer Str. 108. Frist Werner A.-G. Die Angestellten der Firma versammeln sich vollzl-iiW zur SMgegeuuahme wichtiger Entschlüsse am Bahnhof Mariendors, vormtttagS l/,10 Uhr. Orenftein& Koppel. Zentrale. Heute Sitzung des Streikkomitees, z»/, Uhr im Streiklotal von«elle. Arbeiter. Arbeiterinnen und Angestellte der Firmen E. Beer- mann, Hirschhorn, MpoSdors u. HochhäuSIer, Malock u. Ihm, Riem u. Söhne DonnerStagnachmittag 4 Uhr in der Urania, WrangeUtr. 9/10, Betriebsversammlung. Sintassterer und«affenbotenk Heute abend SUhr, bei Hennig. Alerandrinenstt. 44: B e r tra ueu S«än uer- Si tz un g. Leder Lc- trieb muß vertreten fetal Maffei- Echwarstkopk/ Angestellt«. Nächste Versammlung der An- gestellten wird durch den.Vorwärts' bekanntgegeben. Der StreilauSschutz. Angestellte de» Kabel- und Metallwerts der Z- C. 43.«arten- feld. Betriebsversammlung heute vormittag 10 Uhr im Lokal von Sartel, Haselhorjt. Die.Streitteitung. Angestellt« de» Eharlottenburger Wertes. Mittwoch 1 Uhr: Betriebsoersammimig in der Brauerei Patzenhojer. Turmsttax.e Legiii. mation mitbringen. Der ZinttalftreikauSjchus deS SiemenS-KonzernS.� Obleute aller Stromversorgungs« tElsttrizitätS-) Betrtebc7 teute vormittag S>/, Uhr ta Haverlands Festsälen, Zimmer 8, wichtige ejprechung über Anteil anr Generalstreik. Angestellte der Deutschen Bant. Versammlung heute vormittag 10 Uhr in den Germania-Prachtsäten. Thauffecstr. HO. Die PetriebSversammlnag der Kommer», nad Diskont«. Sank findet heute vormitiag IV/, Uhr im SewertschastShau«, Sngeiuser IS, Saal l statt.- Dentsmer Werkmeister» Perband. Di» zu Mittwoch vormittag 10 Uhr im BolkShmtS Chartoltenburg anberaumte Versammlung der Verl. meister deS SimeuS-KonzernS findet nicht statt. Leoautwottlich für Politik Art»« gicklee, Shatwttelllm-z. für de» übrigen Teil de» DlotteS: Alircd Achole, AsutSlla'. tür Suzeigeu SHeodor Blocke. Serlta. Berlas: LottvättS-Lerlag S.«. b. H.. Serita. Druck: BorwiriS-Bawdrvckeret tni LmlagSanstal! PsU Staa-r a. Do w Bcrliu. Ltade-ktt-be S. St««» X Snuic.