|tr.l97.36.3rilrr«. Beuna*« reift Mertrqsbn 7A> Äl. monan.aso Rt fr» in« Hans»oumSzadilxn.«ii>»elne Nunimn» 10 tlermifl. l-oittejug-. MonaUich J.S0 IRL nfl. guftellun««- g-diUn. Muri-ireuiband Mr Deutsch- ian» a. Oeiierreich- Ungarn..TB iRt, für da« übrige«usiand t.TB Sit. bei iZgltch emmaüoei SutlcUunq 7,75 RS. PostbeneUungen rtcbmeti jn Dane- mati. Holland Luxemburg Schweden und die Schwei, finoettaqen in du Soit-{»nmqC-tineiiltt. Dor.Sorwllrt«' ericheiat wochetNügSch zwewiai. sonniag. euunm. MorgenAnsgabe. »E«StRtde»»tr«t tättltn*« f- Verlinev Nolksblatt. (lO Pfennig� AnxetyenprriSz Die adnqciBaltfnc NonvarekllezeNe loilei 1,30 Ml,„«leine»n, eigen", ba« twiq eoiuckle ßon 60 Pfg,(zuiüfstg 2 rettqedrutfie Sorte), iedee itteüctc •Bon 25 Ufg. etellengemche und Echlafsiellen rnzeigen da« eriie So» t0 Lig., lebe« weitere So» 20 Lsg. Solle über 15 Buchiiaben xähieü für zioei Solle, TeuerurigSzuichiaq S0«7» Familien-AnzergeiL poliiifche und xswerNchattliche Äerein««»inreiglll 1,20 Mk, die ,!e>Ie, tinzeigen-ür Sie aachiie.Rummet mllifcn tri 9 Uhr nachimiiaz? im oaubizeichüft, L erlin effi.58, tilndenfttaBe a. itaeqeben werden,«ebffnei oon 9 Uhr früh bii S Uhr abend«, Zetitralorgan der fozialdcmokrati fehen Partei Deutfcblands. Reüaktion und Expedition: SM. b8. Lindenste. Z. Zherufp rechert Amt Mortnvlaq, Str. RSIvo— ISKS7. Donnerstag, den 17. April IV1N. vorwärts-verlag G.m.b. k-, Sw. öS, Linöenstr. 3. Fernsprecher: Am» MoriNplaq, Nr. 117 üZ— 21. WWW Volksabstimmung für Paris, 16. April.(Havas.) Diplomatischer SituationS. bericht. Am Dienstag hatte der Bicrerrat eine kurze Be. sprrchunfl. Lloyd George war durch Balfour vertreten. DaS Schleswiger Problem wurde entsprechend den Beschlüssen deS Trrritorialansschnsses endgültig geregelt. Die Bewohner Schleswigs werden über ihre künstige Zu» qehörigkeit entscheiden. DaS Referendum wird in Rordschleswig en bloc, in Mittelschleswig nach Gemeinden stattfinden» um eine unparteiische Befragung zu ermöglichen. Die Zrieüenskonferenz. Ginladung der dentschen Vertreter. Paris, 16. April. Die offizielle Einlösung an die deutschen Delegierten ist noch nicht ergangen, wird aber wahrscheinlich heute durch General Nudanl erfolgen, der die deutschen Delegierten in Spa ersuchen wird, die Einladung an die deutsttfe Regierung werter- zugeben. Wahrscheinlich werden die Beschlüsse, die Deutschland unterbreitet werden, zunächst den direkt beteiligten Staaten vor- gelegt werden, ehe sie Deutschland bekanntgegeben werden. In diesem Zusammenhang wird mit der Abbaltung ein« geheimen Vollsitzung gerechnet. Die deutschen Vertreter werden am 2b. April in Versailles eintreffen. Di« Besprechungen werden wahrscheinlich erst ein oder gwei Tage später beginnen. Die deutschen Vertreter können «inen Furier an ihre Regierung senden, um den genauen Wortlaut zu übermitteln. Da die Reise noch Berlin und zurück acht Tag« in Anspruch nimmt, wird den deutschen Unterhändlern ein entsprechen- d« Zeitraum zur Unterzeichnung gewährt werden. Man hofft bis zu« IS. Mai mit diese» Formalitäten fertig zu werden. Einstimmiger wahnstna. Ei» Pariser Beschlust. PariS, lS. April. M. in den Streik träum, aber nicht unter gewerk- schaftlicher, sondern unter politischer Führung. Das Generalkommando deS 17. Armeekorps batte die mili- tarische Besetzung des Bahnhofs veranlaßt, um die militärischen Transporte für den Grenzschutz sicherznstellen, der gerade hier in Danzig ganz allgemein al» dringend notwendig empfunden wird. D.i» Streikleitung der Eisenbahner, zumeist November« sozialisten, verlangte Zurückziehung deS militärischen Bahn« sckutzes. Wider ihre Annahme wurde dies« Forderung nicht ab- gelehnt, sondern Generalkommando und Oberkommando er« klärten sich zur Zurückziehnag de» militärischen Schutze» bereit, fall» dir Streikleitung de» Schutz deS Bahnhofes über- nehme. Darob große Enttäuschung der Drahtzieher, die gehofft hatten, mau würde ihnen den Gefallen tun, sie zu brüskieren. Sie selber lehnten aber nun den Schutz deS Bahnhofs ab, da sie doch irgend einen Grund zur AuSru'ung deS Generalstreiks haben mußten. So zerschlugen sich die Verhandlungen. Unmilte.bar darauf beschloß auch schon elne kommunistisch- unabhängige Vertraucnsmännerversammlung den politischen General- streit für Danzig. Man rechnete damit, erst einmal durch den Eisenbabnerstreit Danzig abzuschnyjden und dann die Räte- republik auszurufen. Unsere Genosien aber er- griffen, al« ihnen der Beschluß zur Kenntnis kam, sofort Gegen- matzregeln, da nicht nur die Ziel« des Streiks verlosten waren, sondern eventuelle Unruhen auch die Polen zur Bestetzung DanzigS hatten ermuntern können. In den Betrieben wurde stürmisch Abstimmung verlangt. Da die�Oberichieber wohl wußten, daß diese gegen sie ausfallen würde, liehen fie die Abstimmung nicht zu. Die Arbeiter wurden etnfacki gezwungen, die Betriebe zu verkästen. Da» war am Donnerstag. Begreiflich, daß am Freitag bereits«ine stürmische O p p o- sitton gegen diesen Terror«insetzte. In einer Streik- Versammlung vei hinderten nur unsere Genosten, daß die unab- hängigen Sireikleiter vom Rednerpult heruntergeholt wurden. Eine klein« Werft nahm am gleichen Tage eine Urabstimmung vor. Reluliat: 23 Stimmen für und 330 gegen den Generalstreik. So Der Waffenstillstand wird geschlossen— dieser.Waffenstillstand"! Die Heeresleitung will ihm Sie schließt die Augen und nimmt ihn, wie er ist. Ein Blitz wirft fürchterliches Licht m daS gewitterschwarze Landl Und noch immer versteht er die Zersen der Zeit nicht zu lesen. Er, der ebenso Unglückliche wie Schuldig«. Er, dem jetzt der Augenblick zur glückhaftesten Initiativ« seines Lebens gekommen wäre... Da? Verhängnis gipfelt sich weiter empor. Kiel, Marineaufstand I Gerüchte sind auf allen Lippen. An der Front Revolten? In der Heimat erste Funken entbrennen. den Bürgerkrieg««? Auch die Belgier— das Hauptquartier ist in Spa— werden unruhig.»Madame Germeau, geben Sie mir ein Stück rote» Tuch — die Arbeiter- und Soldatenrät« daheim mnchen kurzen Prozeß, wie es heißt. Und wenn Fronttruppen heranfluten sollten, wie stellen die sich zu uns, in denen sie Etappenschweine hassen? Ich will mir eine Armbinde machen; morgen früh pack ich das Wich- tigste in den Afftn und ziehe Io5— in drei Stunden über die Grenze. Bis Bonn oder Wiesbaden komm ich schon, wenn die Bahnen wirklich versagen, zu Fuß. Da bin ich daheim, kann unter- schlüpfen.»Oben' scheint man den Kopf verloren zu haben. Seit Wochen.soll' da» Hauptquartier umsiedeln. Quartiermacher sind im Homburger Land. Befehle, Gegenbefehl«...' Es heißt, eine Marincdivision sei im Anmarsch. ,, Perläßliche' Swrmbataillone rücken an. an allen Einmarschstraßen zum Spata find Maschinengewehre in Stellung� Eine Kavallericbrigade soll in den Ortschaften ringsum verteilt fein: jeder einzeln« als Leib- gardist vereidigt. Morgen ist Waffenappell. PatronenauZgabe... Unerhörte« für unseren, einer angestrengten wiflenschaftlichen Arbeit gewidmeten Dienstbetriebl Wir sollen eingesetzt weroen, wenn Marine-, wcnn»Rätetruppcn' kommenll? Gedanken, Empfind rngon wollen sich vtrwirnn. Tieini Auf Bolksgenoßen nicht schieqrn. Ni«. Auch wenn ste verblendet wären. Am Mend de? 8. November sind zahlreiche Angehörige der For- mation geielliq beisammen. GruppemveiS deftig besorgtes Raren. Einer w rd Mittelpunkt, er steht im RyK Freund EiSnerS zu sein und bat in der Tat»für all« Fälle'«inetd roten Bettbezug erstanden. Als Bearüßungsfahne. wenn»sie' kommen? Um Angst- und Bor- sichtSmeier zu foppen? Ein« ahnt« er nicht: daß er, sein Haupt. mann nnd die»Fahne' kaum eine Woche später als Schützer de» Hindenburyquges in da» unbekannte Deutschland der Revolution hinüberrollen sollten. An diesem Spätabend, dem Vorabend des AbdantengSiageZ, weiß er die erhitzten Gemüter zu bestimmen: Wir rufen den Hauptmann herbei und fordern Klarheit: Wie steht'» »m den H-imtranSport? Wa» soll da» Wafftnwesen ring» um Spa? Sollen wir auf Deutsch« schießen— für die hohen Herren? — Da» tun wir nicht! Der Hauptmann, sung, urwüchsig unbekümmert allen Lagen ge- wachsen, kommt, stutzt für Minutendauer— dann weiß et, wa» m tun ist. Er war einer von den wenigen, die ihre Leute und die Lage ganz begriffen. Welches Glück! Ich weiß nicht, ob ohne ihn die Versammlung der Generalität am folgenden Tage so rasch begriffen hätte, daß»Berteidigunq de? Hauptquartiers' Wahnwitz gewesen wäre, daß die Oberste Heeresleitung ohne Vorbehalt und ohne Zaudern an dt« Seite der neuen Volksregierung zu treten habe. Sein Name: Mcunier. V. November, nachmittag»: di« Ratastrop« Wilhelm» II. Am 0. und 10.: Bei einer Formation nach der andern sind„Soldaten- röte" gus geheimer Wahl das Ergebnis, und daS Heilmittel der Er- war die Stimmung überall. Da« hinderte die llnabhängige» nicht, folgende Forderungen aufzustellen: Rücktritt der jetzigen Regiernug. Neternahm« der RegiernngS-. gewalt durch die RStcregicrnng. Auslösung aller Freiwilligenformatiene», Bildung einer rote» Garde. Aufnahme der freundschaftliche« Beziehungen zwischen de« Räteregierungen von Bayern, Rußland und Ungar». Alle politische Macht den ArdeiterrStea. Diese Forderungen gingen ihren eigenen Anhängern teilweise zu weit. Doch es wurde weiter gehetzt, der Angriff auf den Bahnhof erfolgte, wobei e« Tote und Verwundete gab. Natürlich waren jetzt RoSke und die bösen Mehrheitssozialisten daran schuld. Dabei hatte eS den Unabhängigen frei gestanden, den Balm- Hofsschutz zu übernehmen, aus ihr Haupt kommt da« Blutvergießen. Am Freitag mittag wurde dann über Danzig und Umgegend der Belagerungszustand verhängt. Unsere Partei hatte bereits gegen die Absicht protestiert und unterhandelte so-- fort mit den Behörden, während die Unabhängigen untätig blieben. Genosse W i u n i g, der ReichSkommistar für den Osten, wollte mit dem VollzugSrat und der Streikleitung verhandeln. Infolge eine? Autounfälle« verspätete er sich. Darauf lehnte die Streikleitung Verhandlongen brüsk«d. Trotzdem setzte Genosse Winnig noch Be- sprechungen mit unseren Genossen die Aufhebung des Belagerungszustandes d» r ch. Seit Montag wird in Danzig wieder ollgemein gearbeitet. Die Erbitterung gegen die unabhängigen Streikhctzer ist sehr groß, während die Haltung unserer Partei allgemein Billigung findet._ Kohlenförderung und Eisenbahnbetrieb. Die Meldung eines Berliner Blattes, nach der die gänzliche BetrirbSeinstellung auf den. preußischen Eisenbahnen in Kürze zu erwarten sei. zumal einige Direktionen nur noch über verschwindend Ueine Kohlenvorräte verfügten, trifft glücklicherweise nicht voll zu. ES ist indessen wobl möglich, daß an einzelnen Stellen der Betrieb weiter« wesentliche Einschränkungen deS Personenverkehrs erleiden wird, und daß die Kohlenvorräte an diesen Stellen schließlich nur noch für den LebenSmittelgüterverkehr Ver-> Wendung finden werden. Allgemein aber wird mit einer derartig durchgreifenden verkrhrsbefchränkung kaum zu rechnen lein. Ver- häitniSmäßig gut werden die östlichen Linien dank den ober- schlefiichen Förderungen abschneiden. Schlimmer steht eS im Westen. Im Frühjahr 1913 betrug die tägliche Förderung im Ruhrrevier 19 bis 22 OVO Waggons, zu 10 Tonnen gerechnet. Nach einer Steigerung im Laufe de« Sommer» setzt« ein erheblicher Rückgang ein, aber immerhin konnten 21 000 Waggon« täglich aus dem Ruhrrevier ab- gefahren werden. Im Herbst 1918 gestalteten sich die Ver- bättnisse infolge der verkürzten Schicht und durch das Aufboren des Stücklöhne« und überhaupt der revolutionären Er- eignisse geradezu katastrophal. Während am 9. November noch 20 000 Waggon» gefördert wurden, erreichten die TageSmenge» eine Woche später kaum noch 14 000. In der RevolulionSwocho erreichte die Wochenproduktion noch I3S 749 Waggon», später nur noch 37, 36 und 69 000, in der ersten Aprilwoche diese» Jahres sogar nur noch V2 620 Waggons. Wenn der Streik zurückgeht, ist zu erwarten, daß ein völliger Stillstand in der Kohlenversorgung nicht eintreten, vielmehr die Produktion, wenn auch nur langsam, wieder zunehmen wird. Da- mit wäre zunächst wenigsten» unserem innerdeutschen Verkehr ge- Holsen, die Belieferung de» Auslandes zweck» Erlangung von Lebensmitteln steht allerding» immer noch au? einem andere» Blatte. Weiteres Abflauen des Sergarbeiterstreiks. Essen, 18. April. In der MittagSschicht vermindert« sich die Zahl der Streikenden abermals um über 1296. Sie stellte sich auf 86 030 Streikende gegen 87 271 in der gestrigen MittagSschicht. Insgesamt wird auf b2 Schachtanlageit wieder voll gearbeitet. Von mehreren Zechen wird gemeldet, daß die Arbeit morgen früh wieder aufgenommen werden soll. regung. Hindenburgerlatz: Im ganzen Heere sind Soldatenräte zu bilden. Am 10. abend» Beratung von Vertrauensleuten aller Formationen, Wahl eine? Siebenerausschuffes als leitendes, arbei- tendeS Haupt. In der Rächt: Es werden Richtlinien durchgesetzt, die besagen:»Jegliche Schutzmaßnahme gegen Angehörige des eigenen Lande» durch Blutvergießen hat zu unterbleiben, außer in der Notwehr', und de» Spldatenräten'des Feldheeres in Straf, und Urlaubssachen Einfluß sichern. Kameradschaft gegen den gemeinen Mann wird dem Offizier zur Pflicht gemacht, die knechtende Gruß- form außer Dienst wird beseitigt, in Errnibrung, Warenlieferung usw. werden all« HeereSangehörigen gleickfgcstellt. Geordneten Rückmarschsichern helfen— das war die schwere erst« und zunächst einzige Aufgabe der Soldatenräte beim Feldheer. Welch wüst« Bilder in jenen ersten Tagen, tief be- schämend-- Etappe I Kopf- und Ratlosigkeit bis oben hinauf; zügello» vielerorts die Truppe. Wer beim Ablauf der unSjBört kuigen Zeit jenseits' der Grenzen blieb, dem drohte ein neuer Winter in Kriegsgefangenschaft. Und was daheim war, wußte keiner. Un. zählige Gerüchte, nichts Verläßliches! UebermenschlicheS an Ordnen, Schlichten, Helfen, Aufklaren forderten jene Tage von Sol- datenräten. Die Oberste Heeresleitung, nur«in kleiner Rest de» gewaltigen Betrieb», landete in WilhelmShöhe, vom Soldatenrat begleitet, ge- schützt, beraten... nicht überwacht. Der Gedanke trat auf, ver- sank... Tagung der Soldatenrät« in Em», Räiekongreß in Berlin: die Feldsoldatenräte find eine politische Größe geworden. Eine Fraktion, die keine war. Im übrigen: eine Macht, die zusammen- gesaftet, wirkungSlo» blieb, al» ihr die geschichtlich« Stunde schlug... Di« beste Frucht, d« der Revolution im Hauptquartier entkeimte, reiste nicht. Aber das ist ein ernstes Kapitel für sich. Notizen. — Mufil Der Menge weinsche Oratorienberein führt am Karfreitog. abends 7 Li Ahr, den»Christuß'vonFranzLiszt auf. Mitwirkende: Brunh. Gebhardt, Charlotte Zollner, Rose Mendt, Georg Funk, Kommersänger Ed. Habich, Lothar Pinzltn und da» Blüthner-Orchester. — Vorträge. Rudolf Letttnger von der»Volks-- bühne' spricht in den Kammerkunstabenden Brand«- Iacoby am 24. April, 7'/, Uhr. im Lyzeumklub, Lützownlay 8. hoch« und niederdeutsche Dichtungen des Hamburger Lyriker« Hermann Claudius. — Eine Ausstellung«in fachen Hausrates wird Donnerstag 11 Uhr im Aunstaewerbemuieum eröffnet. Sie ist auf Anregung de» preußischen Kultusministeriums vom Deutschen Werk» bund, Berliner Kunstaewerbemuieum und von der Gencraltommiision der Gewerkschaften Deutschland» veranstaltet und bleibt bis Milte Mai täglich bei freiem Eintritt von 10 bi» 3 Uhr geöffnet. — Der Verband ehemaligerFreistudenten an der Berluier Universität hat seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Freistudenten und Freunde einer aka�emilchen Re'orm mögen sich bei Dr. Maz Immanuel, Berlin W 10, SorneltuSstr. ta, melden. Die Revolution im Großen Hauptquartier. Von RobertHenseling. G» sind verschiedentlich in der Presse Bericht« über die „Revolution im Großen Hauptquartier' aufgetaucht, die de» Tatsachen nicht entsprechen. Wir geben hier einem Augenzeugen das Wort. In der Nacht vom 10. zum 11. November 1918 standen im GeneralstabSgebäude des Großen Hauptquartier» zwei klein« Gruppen einander gegenüber. Auf der einen Seite waren drei Generalstabsoffiziere als Mittelspersonen und Stellvertreter deS Gencrolquartiermeisters und des Generalfeldmarschalls. In ihnen stellte sich die gesamte BcfehlSgcivalt der deutschen Heere dar, die WillenSquelle, von der aus die mächtigste und au glanzvollen Taten reichste menschliche Gewaltorganisation, die je auf Erden war, den Antrieb erhielt. Mit angehaltenem Atem blickten vier Jahre höchster Nervenspannuug die Völker auf diesen Punkt. Ein Wort hier, und Millionen Männer marschierten, zehntausend Geschütze brüllten ihr Wehe. Auf der anderen Seite waren ein paar Männer au» dem Volk, in Soldaten röcken. Ein paar von denen, deren Lebensinhalt von jener Gevxiltorganisation in ein einzige» Wort gepreßt worden war: Gehorchen I Bier Jahre lang. Nicht fragen dürfen, nicht wollen dürfen. Gehorchen! Ein Diener, ein Friseur, ein Hand- lungSgchilfe, em paar Beamte. Menschen ohne Namen, ohne Leistung. Volk. Vorgestern kannte sie niemand. Sie waren Tropfen im Strom. Heute siizd sie die Vertrauensmänner der Mannschaft im Hauptquartier, der zwei oder drei Dutzend oberster Dienststellen: der Formationen Generalquartiermeistcr, SeekriegSlettung, Chef des RaclwichtenwesenS, Chef des Feldeisenbahnwesens... Wohl 1S 000 Mann stehen Unsichtbar hinter ihnen. Der ehemalige Diener ist Sprecher, erster Vorsitzender diese» SiebenerauSschuffe». Treppen- Witz der Weltgeschichte. Der Oberstleutnant:»Sie können doch nicht mit einemmol den ganzen DefehlSorganiSmuS lahmlegen, ausschalten wollen!?'— Der Diener:»Da» wollen wir nicht. Aber sagen Sie selbst, Herr Oberstleutnant, haben Sie irgendeine Gewähr, daß ohneuni tne Befehle der Obersten Heeresleitung künftig mehr find al« Papier, als Luft?'— Der Oberstleutnant:„Sie haben recht. Wa» wollen Sie, daß geschehen soll?...' In derselben Nacht werden die Grundsätze de? Soldatenrats von der Obersten.Heeresleitung angenommen. Der Soldatenrat teilt der Bevölkerung mit. daß«r den Sicherheitsdienst übernommen habe. Der Siebenerausschuß bezieht Geschäftszimmer im General- stabsge bände. Auf den Tischen steht: Militärpolitische Abteilung. Treppenwitz... Wie e» kam? Derselbe Hintergrund wie überall. Seit Wochen die Gewitterschwüle.. Wie lange schon war baß Verlogene unserer Lage in? Ergsse, Unerträgliche gesteigert l Jeder fühlte, wußte: ES geht über die Kraft. Nur. scheinbar, ein kleiner KreiS nicht. Der. dem dieS Wissen am bittersten nottat. Der die Ziel« der Leitung in «in lächerliche» Mißverhälim» zum Maß deS Möglichen geraten ließ, den Deutschen vor der Welt zum Vergewaltigungstölpel stempelte. Di« Vielen— auch in einem Hauptquartier gehören di« meisten zu den vielen— tummeln ihren Weg dahin; aber die politischen Diekuticrllub» mehren sich, es ist viel Intelligenz beisammen Hien.—..... flr. W ♦ 3«. 7ahrga»z"1* X�Olr 11�01�0 Bonncrslag, 17.?>prll I«l? GroßSerlw Die Sozialtsiernog t» Groh-Berli«. Di« für die Frag« der Soztalisierung eingesetzte gemischte De- putalion gab in ihrer ersten Sitzung einstimmig der Anficht Au»- druck, das eine gemeinschaftliche Täligkeit der Gemeinden auf dem Gebiete der Koinmunalifierung fich nur aus Grund eines G e- i e tz e S entwickeln könne, das die wichtigsten Fragen, wie den Uebergang der Polizei auf die Gemeinden und die Frage der Eni- schädigung in zweckmäßiger Weise regelt. Für Berlin kommt ferner hinzu, daß der Zusammenschluß aller Groß-Berliner Gemeinden ebenfalls die Voraussetzung für eine erfolg- reiche Kommunalisierungsarbeit bildet. ES wurde beschlofien, an die Regierung wegen schleunigen ErlafieS eines solchen Gesetzes heranzutreten und fich mit den Groß-Berliner Gemeinden in Füh- lung zu hallen. Ferner wurde beschlofien. sich vorbehaltlich weiterer Gebiete zunächst der Frage, ob und in welchem Umfang eine Som« munalisierung zweckmäßig ist, auf den Gebieten des Verkehrs, der M r l ch. des Aiischlagwesens, der Kohle, der Gesundheitspflege und des BestaltungSwesenS, des Ältkleiderhandels und Wohnungswesens zuzuwenden. • Sämtliche beteiligten Korortgemeinben haben an die preußische Regierung den gemeinsamen Antrag gerichtet, die Charlottenburger Wasserwerke zu sozialisieren oder in die Verwaltung der beteiligten Gemeinden zu überführen. Ll» Schiedsrichter für das Echieds- gericht soll Oberbürgermeister Dr. Luther(EfTen) und als fem Stellvertreter Oberbürgermeister Sahn»(Dan zig) bestellt werden. Soll der Zucker anch noch frei werde»? Zu dieser in Nr. INI gebrachten Notiz schveibt das ReichSernährrmgS- crnt; Die von Ihnen gewählt« Ueberfchrift könnte zu falschen Den- tungen der im ReichSernährungsminifwrirrm beabstchtigten Aende- rungen der Juckerbewirtschaftung führen, und wir bitten darauf hinzuweisen, daß an ei«« allgemein« Freigab« des Zuckers nicht gedacht wird. Die vom ReichSernährungöministerium für das kom- meude Mrtschastsjahr beabsichtigten Aende rangen stehen noch im Stadium der Erwägung. Es ist jedoch nicht daran gedacht, den an die Bevölkerung zur Verteilung gelangen- den Mundzucker für den Handel freizugeben. Viel- mehr besteht die Absicht, die Zuckerration m der bisherigen Weif« zn sichern und zur Verteilung zu bringen. Dagegen ist die eventuelle Freigabe derjenigen Mengen der Juckererzenguim. die über den Bedarf an VerbrauchSgucker hinausgehen, in der Weif« in Aussicht genommen, daß der Zucker verarbeitenden Industrie dieser Zucker frei überlassen wird. Die Bedingungen, unter denen dieS geschehen könnte, müssen natuvgemäß derart festgelegt werden, daß Miß- brauche ausgeschlossen würden. Soweit das ReichSernährungSamt. Mit der obigen Erklärung beweist das Amt, daß unser« Vermutung zutreffend war. Wohl soll zunächst joder Einwohner seinen Mundzucker bekommen und nur der übrige Teil soll der Industrie überlassen bleiben. Miß. bräuche bei dieser Verteilung sollen ausgeschlossen werden. Und das wagt man uns in demselben Augenblick zu erzählen, wo alle Welt empört ist über die großen Mengen Zucker, die heute schon bei der straffen Rationierung■ im freien Handel verschoben werden. Dieser Zustand dürste doch bei der Freigabe großer Mengen für die Industrie nicht besser, sondern noch schlimmer werden. Der beste Zucker wird dann der Konfitürenindustrie zufließen und den schlechtesten werden die Verbraucher erhalten. Dagegen mnß schon heute Einspruch erhoben werden. Arbetterräte(Srofj-BerlinS, ftmtwtrnöTe Arbekterräte «nd Soldatenräte der S. P. D. Morgen Freitag. 0 Uhr vornnttags, Schulaula Elflabeth- flratze öS: Gemeinsame Sitnrng. Tagesordnung: Bericht vom Rätekongreß; Stellungnahme zur Vollversammlung; Aufstellung der Kandidaten zum Bollzugsrat: Wahlen; Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung Erscheinen unbedingt notwendig. LegitimationSkarte und Organisationsausweis legitimieren. Di« FraktionSvorstände. Haas«. Freynurnu. Arndt. 4] Ein Doppelgänger. Erzählung von Theodor Etornr. „Aus der Zeit aber, wo ich mit meiner Mutter lebte," sagte sie dann noch,„vermag ich keine feste Erinnerung an meinen Vater zu gewinnen; ich muß mich mit dem wüsten Schreckbild begnügen, das mein Verstand vergebens z» fassen sucht." Sie kniete plötzlich nieder, um eine Handvoll jener kleinen rötlichen Immortellen zu pflücken, die sich gern auf magerem Sandboden ansiedeln; da wir dann weitergingen, begannen ihre Finger einen Kranz daraus zu flechten. Ich war noch mit ihren letzten Worten beschäftigt: mir ging im Kopf ein wüster junger Kerl herum; er war be- sannt genug gewesen, aber sein Name war ein anderer. „Auch Kinder," sagte ich endlich, während meine Augen ihren geschickten Händen folgten,„mag wohl einmal der Gedanke an den unsichtbar umhergeistenden Tod wie ein Schauder überfallen, daß sie voll Angst die Arme um ihr Liebstes klammern; dazu— Sie kannten gewiß schon von den Vätern, init denen die Kommunen die Kinder der Armen zu beschen- ken pflegen— was Wunder, daß Ihre Phantasie das Schreckbild in jene von Erinnerung leere Zeit hinabschobl" Aber die edle Frau schüttelte läckjelnd den Kopf.„Schön , ausgerechnet," sagte sie;„aber ich habe niemals an solchen Gespensterphantasien gelitten: und die Menschen, die mich dann nach meines lieben Vaters Tode zn fich nahmen— bessere konnte kein Kind sich wünschen: es waren die Eltern meines Mannes, die auf einer Badereise ein paar Tage in unserer Vaterstadt verweilen mußten." In diesem Augenblicke glaubte ich in dem Stoubwege Schritte hinter uns zu hören, und als ich umblickte, sah ich den Obevförster schoa in der Nähe. „Sehen Sie wohl," rief er mir z«,„da habe ich Sie schon? Und du. Christine,"— und er ergriff die Hand seiner Frau und neigte den Kopf, um ihr in die Augen zu blicken— „du schaust ja so nachdenklich; was ist denn?" Sie lehnte sich lächelnd an seine Schulter: ,�sa, Franz Adolf, wir sprachen von unserer Vaterstadt— denn es hat sich herausgestellt, daß wir dieselbe haben— aber wir haben uns dort nicht finden können." „So ist eS um so schöner," erwiderte er und reichte mir Die Nationalversammlung nach Berlin fordert der Magistrat in einer ausführlichen Eingabe an den Reichspräsidenten und die zu- ständigen Behörden. Sie beruft sich auch darauf, daß am 25, Ja- nuar die Reichsregierung erklärt hat, auch für die Zukunft könne nur Berlin als Reichshauptstadt in Frage kommen. Die Herabsetzung der Kriegslöhnnng für Vertvundete hat große Erregung hervorgerufen, die fich in vielen Zuschriften an unS äußert. Ein Vriefschreiber hebt hervor, wie sehr darunter auch diejenigen Kameraden leiden, die auf Emscheidung über ihre Renten- anspräche über Gebühr lange warten müssen. Ein anderer klagt, daß nach der Löhnungsherabsetzung die Unzulänglichkeit der Fa- milienuntersiützung noch drückender wirkt. Auch darauf wird in einem der Briefe hingewiesen, daß die Verwundeten deS Grenz- schütze« höhere Löhnung erhalten. Die Insassen des Reserve- lazarettS an der Sachsenwald st raße in Sieglitz hoben in einer Versammlung einstimmig folgende Resolution an- genommen: Wir nehmen mit Entrüstung Kenntnis von der Ver- ordnung im Armee-VerordnungSblatt vom 8. April IStkt, wonach vom lt. April l9l!) ab FriedenSgebührniste für Mannschaften gezahlt werden. ES würden demnctch gezahlt für den Tag an Mannschaften und Gefreite 5 Pf., an Unteroffiziere 20 Pf,, an Sergeanten 30 Pf.. an Vizeieldwebel 40 Pf., an Feldwebel 50 Pf,, als Teuerungszulage für den Tag an Mannschaften 2 M., für Unteroffiziere 3 M. Für Kranken von den Freiwilligenkorps bleiben die Sonder- bestimmungen besteben: 1 M. Löhnung täglich und 3 M. TageS- »ulage. Die Insassen deS Lazaretts, die ausschließlich Opfer des Weltkrieges sind, betrachten diese Verordnung als eine Verhöhnung für daS Opfer, das sie dem Vaterland gebracht haben. Die Mann- schasten und daS Sanitätspersonal fordern unbedingt Gleichstellung mit den Mannschaften der Freiwilligenregimenter ohne Unterschied deS Dienstgrades betr. Teuerungszulage. Sozial verwerflich ist es, von den Sanitätsmannschasten für 28 Pf. tägliche Entschädigung 10 Stunden Dienst zu verlangen. Dt« FrseheitsliJhmtnfl für Garnisonsoldaten tritt nicht in Kraft. Di« Verhamdwngen zwi schon einer Kommission des Rätekongresses und dem UuterftaatSsekretär GSHre führten zu dem Ergebnis, daß den Mannschaften bis zum Feldwebel einschließlich die bisherige Löhnung weitergezahlt wird bis zur Demobilisation, die bis zum L Mai durchgeführt sein wird. Die Angehörigen des SmnitätS- biensteS dürsten über diesen Termin hinaus gebraucht werden. So- weit sie nicht in die Reichswehr übernommen werden, sollen sie und die noch benötigten Handwerker durch Zivilvertrag mit Gehältern von 370 bis 500 M. angestellt werden. Zuckersegen bei der Reichsstelle für Gemüse und Obst. Zu der in der Beilage des„Vorwärts", vom 13. Avril erschienenen Notiz schveibt uns die Reichsstell« für Gemüse und Obst: Der zur Ver- teilung gelangende Zucker wurde auf eigenmächtige Veranlassung eine? Angestellten der Reichsstelle für Gemüse und Obst, welcher dem Wirtschaftsausschuß vorstand, gekauft und für die Angestellten zum Einkaufspreise zur Verteilung gebracht. Der unterzeichnete An- gestelltenrat hat, als er von diesem ohne sein Wissen erfolgten Ein- kauf Kenntnis erhielt, sofort dagegen Einspruch erhoben und für die Zukunft den Vertrieb von Zucker verhindert. Das Verhalten iencS Angestellten in dieser Angelegenheit hat mit dazu beigetragen, daß er bald darauf aus der Reichsstelle für Gemüse und Obst aus- schied. Die RcichSstelle als solche— tmd zwar weder die behörd- liche Verwaltungsabteilung noch der gefchästsführeride Vorstand— hat. wie fk mitteilt, nicht den geringsten Einfluß auf die Tätigkeit deS Wirtschaftsausschusses und infolgedessen nichts mit der ganzen Angelegenheit zu tun. Die Reichsstell« konnte weder den Zuckerver- kauf durch den Wirtschaftsausschuß Verbindern, noch auch für dessen lleberweisung an Marmeladefabriken Sorge tragen. Die Erwerbslosen fürserge Groh-Berlin verzichtet mit Rückficht auf die Feiertage in der laufenden Woche auf die d r i tte Abstempe- lung, für die kommende Woche auf die erste Abstempelung der Kontrollkarten bei den Arbeitsnachweisen. ES find also in beiden Wochen statt der sonst vorgeschriebenen drei Stempel nur zwei Stempel erforderlich. Bon der 7. Kompagnie der iRepnbNkanischen Schubtruppe, Rogi- ment Reichstag, geht uns folgende Beschwerde zu: 110 Mann dieser Kompagnie haben sich der Reichswehr angeschlossen und kamen neben anderen Kompagnien nach der Kaserne in der Wrmigelstraße. Dort sollten sie der an Zahl schwächeren 8. Kompagnie eingereiht werden und einen Feldwebelleutnant als Führer erhalten, obgleich sie mit ihrem bisherigen Führer durchaus zuftieden sind. Auch ihr« anderen Unteroffiziere sollten mehr oder weniger ausgeschaltet werden. Der Vertrauensmann sprach deshalb mit dem Regiments- die Hand,„daß wir ihn heute bei uns haben; das Damals wäre ja doch schon längst vorüber?" Sie nickte nachdenklich und schob ihren Arm in seinen. So gingen wir ein paar hundert Schritte weiter bis an einen Waldteich, an dessen Ufern die gelben Iris in für mich nie gesehener Fülle blühten. „Da ist deine Lieblingsblumek" rief der Förster;„aber du würdest dir die Schuhe überwaten; sollen wir Männer dir einen braven Strauß holen?" «Sch verzichte diesmal auf Ritterdienste," erwiderte sie, sich anmutig gegen uns verneigend;„ich bin heute bei den Kleinen und weiß hier eine Stelle, wo ich mein Kränzlein vervollständigen kann!" „So erwarten wir dich hier," rief ihr der Oberförster nach, sie mit ernsten, liebevollen Blicken verfolgend, bis sie in der naheliegenden Lichtung verschwand. Danti wandte er sich plötzlich zu mir.„Sie werden mir nicht zürnen," sagte er,„wenn ich Sie bitte, mit meiner Fsrau nicht weiter über ihren Vater zu sprechen. Ich ging im weichen Wegestaub schon länger hinter Ihnen, und der leichte Sommerwind trug mir genügende Brocken Ihres Gespräches zu, um das übrige zu erraten. Hätte ich von Ihrer beider so genauen Landsmannschaft gewußt— verzeihen Sie mir dies Geständnis— ich hätte mir die Freude Ihres Besuches versagt; die Freude, sag ich; doch es ist so besser, wir kennen uns nun schon." „Aber," entgegnete ich etwas bestürzt,„ich kann Sie versichern, es ist von einem Arbeiter John Hansen keine Spur in meiner Erinnerung." „Sie könnte Ihnen dennoch plötzlich kommen!" „Ich denke nicht; jedenfalls, obgleich ich nickst die Ursache kenne, seien Sie meines Schweigens sicher!" „Die Ursache," erwiderte er,„will ich Ihnen mit einem Worte geben: der Vater meiner Frau hieß freilich John Hansen: von den Leuten aber wurde er John Glückstadt genannt, nach dem Orte, wo er als junger Mensch eine Zucht- hausstrofe verbüßt hatte. Meine Frau weiß weder von diesem Uebernamen noch von der Strafe, auf welcher er beruht: und— ich denke, Sie stimmen mir bei— ich möchte nicht, daß sie das je erführe; ihr Vater, den sie kindlich ver- ehrt, würde mit jenem Schreckbild zußimmenfallen, das ihre Phantasie ihr immer wieder vorbringt und dos leider keine bloße Phantasie war." führer, der aber erklärte, das sei so Bafehl und wer sich nicht fügen wolle, könne gehen. Die 110 Mann sind über dieses Vorgehen empört nnd wollen fich geschlossen einem anderen Freikorps an- schließen. Weitere 11 Millionen Banzuschüsse hat der WohlnrngSverband Groß-Berlin für den Neubau von 800 Wohnungen bewilligt, die sich auf 13 Groß-Berliner Gemeinden verteilen. Hiervon entfallen zw«! Drittel auf Kleinhäuser mit Gärten, die zumeist in Form von Einfamilienhäusern errichtet werden, das letzte Drittel in der Innenstadt auf Hochbau, der aber in gesundheitlich einwandfreier Weise, d. h. in hinterhausfreier Raudbebauung mit großen Innen- gärten ausgeführt wird. Um die vom WohnungSverband bei rieben« Belebung des Wohnungsbaumarftes und Beseitigung der Wohnungsnot nicht zn vereiteln und die öffentlichen Kassen nicht in bedenklicher Weise zu überlasten, darf bei Lohnforderungen der Dogen nicht überspannt werden. Der Wohnung Sverbcmd hat den Gemeinden empfohlen, den Arbeitern zuzusichern, denjenigen Mehr- lohn nachzuzahlen, der vom SchlichtungSausschuß später festgesetzt werden wird, von der Festsetzung vor läufiger� Tarife aber abzusehen. Die unter größter Mühe und größten Geldopfern im Gang gebrachten Wohnungsneubanten sind bedauerlicherweise durch den Streik der Bauarbeiter seit dem 1. April wieder zum Erliegen gekommen. Wurst wider Wurst. In der letzten Versammlung der Orts- Verwaltung Berlin des TranSpartarbeiterverbandeS erzwangen die Kommunisten und ihre Trabanten die Hinansweisung des„Vor- wärtS"-B«richterstatterS. Der im gebührenden Ton gehaltene Protest des anderen Teils der Versammlung hatte zur Folge, daß auch der inzwischen erschienene Mann von der„Freiheit" abzog. Die Delegiertenkonferenz der Zivilangestellten bei ben� mili- türisthen Behörden und Betrieben am 11. April hat, in Ergänzung des bereits abgeschlossenen Tarifabkommen S. einen Kollektivvertrag «ngenouuuen. Vertreten waren etwa 150 Betriebe in Groß-Berlin und Spandau mit etwa 15 000 Zivilangestellten. Als ständiges Per- tretungsargan wurde ein 14er-NuSschuß gewählt, welcher unter Vor- fitz von Herrn Rechtsanwalt Blumberg sofort zusammengetreten ist imd wegen des Kollektivvertrages die Verhandlungen mit den Zen- tralbehörden aufgenommen hat. Berkehrsverbesserung auf der Stadtbahn. Voraussichtlich vom Sonnabend, den 19. April, ab werden die Züge � der Vorottsttccke Potsdam— Erkner wieder über die Stadtbahn geführt werden. A« Stelle der Pendelzitg« zwischen Stralau-Rummelsburg und Westend treten die Vorortzuge Potsdam— Erkner bzw. Grunewald— Frie- drichsbagen, während die Pendelzüge zwischen Lichtenberg und Grunewald als Anschlüsse von der Ringbahn zur Stadtbahn und umgekehrt bestehen bleiben. Di« Nord- und Südringe verkehren weiterhin als Bollringe. Reisende, die vom Nordring bzw. Süd- ring nach den Stadtbahnstattonen gelangen wollen, müssen also m Treptow, Stralau-RummelSburg, Westend oder Halensee umsteigen. Nene Neiseprüfungsstellen sind auf den Bahnhöfen Charlotten-- kmrg und Friedrichstraße eingerichtet. Bermißtpr Rechtsanwalt. Seit dem 7. April spurlos verfchwun- den ist der 38 Jabre alte Rechtsanwalt Dr. Erich Cohn aus der Lindenstraße 3 zu Steglitz. Der Vermißte ist mittelgroß und kräftig gebaut, hat braunes, dichtes Haar und einen ebensolchen, kurz geschnittenen Schnurrhart. ein frisches, rundes Gesicht mit dunkelbraunen, etwas vorstehenden Augen und einen großen Mund mit starken Lippen. Zuweilen trägt er auch ein Augenglas. Bereinigung sozialistischer Handels- und Gewerbetreibender. Am Sonntag tagte eine Vevsammlung der auf dem Boden der drei sozialistischeu Parteien stehenden selbständigen Agenten, Kaufleute und Gswerbetreibendeu. Nach einem Referat deS Genossen Dr. L. Holh über die dringende Notwendigkeit des ZufarnmenschlusseZ des durch den langer furchtbaren Krieg und die allgemeine Not- lag«, besonders durch die vielen Kriegsverordnungen in feiner Existenz am schwersten und tiefsten, bis zur völligen Vernichtung!*•- drohten kleineren selbständigen kaufmännischen und gewerblichen Mittelstandes, dem auch die vielen Diskussionsredner aus allen Lagern zustimmten, wurde beschlossen:„Einen vorläufigen, aus je drei Mitgliedern der ll. S. P. D. sowie der S. P. D. und eines Juristen als Obmann(Dr. L. Holtz) gewählten Ausschuß zu be- auftragen,■ sofort«inen Entwurf zur Gründung cirter Vereinigung zu entwerfen und darin eine neue fonstituierendc Versammlung. einzuberufen. Alle Beschlüsse wurdet» oinstimmi» angenommen. Zahlreiche Anmeldungen waren das erfreuliche Ergebnis. Vor- läufige Anmeldungen und Zuschriften find an Bruno Levh, Ber- Im C. 19, Niederwallstr. 13/14, zu richten. Fast mechanisch reichte ich ihm die Hand, und bald waren wir wieder auf dem Heimwege; die Frau ging, längst wieder an ihrem Kranze flechtend, neben mir, als ich aus andrän- genden und sich ineinanderfügenden Erinnerungen wieder auffchauie.„Verzeihen Sie," sagte ich,„es kommt mir mit- unter, von einem plötzlichen Gedanken bis zur Vergessenheit der Gegenwart hingenommen zu werden. Im Elternhause sagte dann mein Bruder, des alten Volksglaubens goden- kend:„Stört ihn nicht, seine Maus ist ihm aus dem Mund gesprungen!" Aber ich verspreche, sie in Zukunft besser zu überwachen." Aus den Augen deS Oberförster traf mich ein verstand- nisvoller Blick.„Auch wir haben hier den Glauben," sagte er;„aber Sie find bei Freunden, wenn anch nur bei neuen!" So kamen wir wieder in Gespräch, und während die Tannenriesen schon tiefe Schatten über den Weg warfen und die Lust mit schwülem Abenddust erfüllten, gelangten wir allmählich an die Oberförsterei zurück; die Hunde, ohne zu bellen, sprangen uns entgegen, und aus der dampfenden Wiese, die hinter dem Teiche lag, scholl hin und wieder der schnarrende Laut des Wachtelkönigs; ein heimatlicher Frieden war überall. Die Frau war uns voran ins Haus gegangen, mein Wirt und ich setzten uns auf die Seitenbänke der Haustreppe; aber seine Leute kamen einer nach dem anderen, um zu be- richten oder sich Anweisung für den folgenden Tag zu holen; dazwischen drängten fich die Hunde, Teckel und Hühnerhunde, voran das Prachtexemplar eines lohbraunen Schweißhundes; zu Erörterungen zwischen uns blieb keine Zeit. Dann erschien meine Landsmännin in der offenen Hanstür und lud �um Abendessen; und als wir im behaglichen Zimmer bei einer guten Flasche alten Hordtweines saßen, erzählte der Ober- förster die Geschichte seines Lieblings, des Lohbraunen, den er als junges Tier von einem ruinierten Spieler gekauft hatte, und von den Heldentaten, welche er schon jetzt gegen die hier insonders kühnen Wilderer verübt habe. So ge- rieten wir in die Jagdgeschichten, von denen eine immer die andere nach sU) zog; nur einmal, in einer Pause des Ge- spräches, sagte Frau Christine wie aus langem Sinnen: „Ob wohl noch die Kate da ist, am Ende der Straße, und das Astloch in der Tür, durch das ich abends hinaussah, ob nicht mein Vater von der Arbeit komme?— Ich möcht doch einmal wieder hm!"(Forts, folgt.) Wer ist die Tote? Aus dem Wasser gÄandet wurde an der Lutherbrücke, in der Nähe des alten Lehrter Güterbahnhofs, die Leiche einer unbekannten Frau von etwa 24 Jahren. Die Unbekannte hat dunkelblondes Haar und trug ein dunkelgraues Kostüm- kleid. eine schwarzweihkarierte Bluse mit weissem Umlegekragen, S'chwarze Strümpfe und Schnürschuhe. Ihr Hemd trägt den Buch- laben M. Sine Brosche, die sie trug, stellt einen Vogel mit aus- gebreiteten Flügeln dar, der im Schnabel einen weissen Stein hält. Angaben an die Polizei. Aufgedeckte Znckerschirbuug. Kriminalbeamte entdeckten in einem Keller in der Borsigstrasse 100 Zentner Zucker, der zum Verkauf.hintenherum" bestimmt war. Sr wurde beschlag- nahmt und der zuständigen Verteilungsstelle abgegeben., Seamn»/,»Uhr.— Karsreiwg: B. T. I..Neu-Sella» 1899" gegen Tempel- hofer.Viktoria" w Tempethos, Friedrich-Kart-Str. 7, Vtltoria-Sportplatz. Krrie Vereinigung für Recht und Sozialismus. Donnerstag, 7'/. Ubr, Herrenhaus, Zimmer 20: Aussprache' über da» NStesystem. Res.: R.-A. B e n d i x. AuSschuhberichte. Gäste, auch Nichtparteigenossen, will. kommen. Rednerkursnö Karfreitag vormittag i« Jugendheim, Linde«- firaße 3. Ein« Vereinigung der Agenten, Kaufleute und Gewerbe. treibenden, die aus dem Boden der sozialistischen Baiteten stehen, ist nach einer Versammlung am IS. d. M. zu gründen beschlossen worden. Interessante Zahle« anS Wilmersdorf. In der WilmerSdorfer Stadtverordnetenversammlung leitete Stadtrat N o h d e die Beratung des Etats mit den Worten ein, dass zwar gross die Lasten seien, gross seien aber auch die Aufgaben, die die neue Zeit der Gemeinde bringe. Nach Einigung mit den übrigen Gross-Berliner Gemeinden wird eine Gemeindeeintommensteuer in Höhe von LSY Proz. vorgeschlagen. Die gesamten Kriegslasten Wilmersdorfs be- tragen K2 Millionen Mark. Während der Etat 1014 mit 17 Millionen balancierte, beträgt die Summe heute rund 30 Millionen! Di« Zahl der Schüler in den höheren Lehranstolien ist auch während der Kriegsjahre stetig in die Höhe gegangen, die Zahl der Boltsschlller aber immer mehr gesunken. Eine teilweise Erklärung dieser Erscheinung bringt der Rückgang der Geburten von 177S im Jahre 1018 auf 812 im Jahre 1918, also um mehr al» die Hälfte. Dagegen zeigt die Statistik ein« unheimliche Ausbreitung der Tuberkulose. Die Einkommensteuer hat fich seit 1008 von W M. auf 54 M. pro Kopf gehoben. Die Frequenz der Städtischen Sparkasse ist von 24 000 auf 48 000 Sparer gestiegen. Di« Armenkasse aber hat eine bedeutende Mehrbelastung zu verzeichnen. Groh-Berliner Lebensmittel. Die Neuanmeldung zur Speisefettkundenliste in Grotz-Berlin läuft am Sonntag. 20. April ab. Auch wer bereits m eine Kundenliste eingetragen ist, hat flch von neuem anzumelden. Fristversäumnis hat Ausschluss vom Speisefettbezug für mehrere Monate zur Folge. Berti«. Vj Kilogramm Räucherwaren, unabhängig von der Ein- tragung in die Kundenllste(Müsch«. 1). Buchstabe Q Behalt Geltung und wird bevorzugt. Britz. Von BetzenauZzugmehl w der Filiale der platz der Gemeinde, Adlershof. AuS der Gemeindevertretung. Vor Smitritt in die Tagesordnung wurden die neugewählten und bereits bestätigten Schöffen Gustav Strvpp(U. S.) und Wilhelm Zabel(S. P. D.) in ihre Aemter eingeführt. Einem Dringlichkeitsantrag der Sozial- demokraten. den 1. Mai als Feiertag anzuerkennen, wurde bei Mtmmenenthaltun« der Bürgerlichen zugestimmt. Es wurde ferner beschlossen, alle Schritte zu tun, dass der Kohlenhandel mögkkW bald von der Gemeinde übernommen werden kann. Die ausländischen Lebensmitiel, welche der Gemeinde überwiesen werden, sollen von dieser direkt an die Verbraucher verteilt werden, sobald die nötigen Vorbereitungen dazu getcossen sind Dem neuen GaSvertrag wurde zugestimmt. Der Preis beträgt ab 1. April 37 Pf. pro Kubikineter. Diesen igen Verbraucher, welche schon vor dem 1. April diesen höheren Preis bezahlt haben, erhalten den zuviel gezahlten Betrag zurück. Der Stundenlohn der NotstandSarbetter wurde von 1,50 M. auf 1,85 M. erhöht. Dem Tarifvertrag mit den Gemeindearbeitern wurde zugestimmt. Wcißcnsee. Gememdevertretnng. Die Beratung des Etats wurde in zwei ausgedehnten Plenarsitzungen zu Ende geführt. Der kommunale Stsuerzufchlag wird 200 Proz. betragen, nachdem man 300 000 M. aus den vorhandenen Reserven in den Etat eingestellt hat und ausserdem die Besoldung von Hilfskräften im Betrage von 150 000 M. aus AnloLhemitteln decken will. Jedenfalls eine Finanz- operation, die man nicht gutheißen kann, jedoch die u n a b h ä n- gige Fraktion wollte auf jeden Fall den Zuschlag so niedrig wie möglich haben. Den Volksverfammlungsphrasen der U. S. P.-Fraktion erwiderte unser Fraktionsvedner, dass sie sich um die Gemeindepolitik während des Kriege? gar nicht gekümmert hätten. Eine ganze Reihe von den sozialdemokratilschen Fraktionen gestellte Anträge wurden ange» nommen. Die Borschul« abzubauen wurde beschlossen, zu- gleich wurde die Reg?erung aufgefordert, den Lehrplan der Volks» schulen bis zum 1. Äprtl 1920 so zu gestalten, daß von dem gegebe- nen Zeitpunkt ab die Vorschule aufgelöst werden kann. Ein An- entgeltlich zu überleben. In den höheren Schulen wurde daS Schulgeld erhöht, um die Zuschüsse der Gemeinde herabzumindern. Ferner soll schleunigst durch Gesetz da» Beerdigungöwesen unent- aeltlich und nach gleichen Grundsätzen geregelt werden. Di« Ge- Halter der Beamten, Angestellten und Arbeiter sowie all« Bergün- stigungen sollen gleichen Schritt halten mit den m Berlin gelten. den Bestimmungen. Ter 1. Mai wird als Feiertag für all« Ange- stellten der Gemeinde und für die Schulen erklärt. Martendorf. Die Gemeindevertretung nahm unseren Antrag an, in Rücksicht auf die Belastung der Gemeinde durch den Renn- bahnverkehr(StratzenbeanspruchunK Ordnungapolizcis die Lust- barkeitSsteuer von S Pf. für jede angefangene Mark Eintrittspreis auf 10 Pf. zu erhöhen. Dagegen stimmten nur die U. Soz., weil st« jede indirekte Steuer verlverfen und die Wettrennen überhaupt verschwinden müßten. Die Genehmigung der Aufsichtsbehörde soll so beschleunigt werden, dass die Rennbahn bereits diesen Sonntag von der Veranstaltung des Rennens den erhöhten Satz an die Gc- meindekasse abzuführen hat. Es wird mit einer Mehremnahme von zirka 45 000 M. zw rechnen sein. — Zum Abbau der Borschulklassen. Die von der Gemeinde- Vertretung gewählte Kommission ist nach eingehender Vera- tung zu dem Entschluss gekommen, dass, ehe nicht«in neue» Schulgebäude errichtet ist, diese Frage nicht gelöst werden kann. Man ist fich deshalb dahin einig geworden, dass ein grösserer Pro» zontsatz von begabten Schülern dem Gymnasium und Lyzeum zugawicsen wird, als bisher im Etat als Freistellen vorgesehen waren. Außer den bisher vorgesehenen Freistellen sollen noch weitere 13 Schüler der Volksschule sowohl dem Gymnasium, als auch 13 dem Lyzeum überwiesen werden.— Britz. Die letzt: Gemeindevertreterfitzung beschloß einen Gemeindesteuerzuschlag von 290 Proz. zu erheben. Von den in Bris wohnenden physischen Personen mt einem Einkommen von nichi mehr als 1500 M. soll die Gemeindesteuer nicht erhoben werden. Die Grundsteuer für unbebaute Grundstück« wird auf 6 pro Mille erhöht, für bebaute Grundstücke wieder wie bisher 3,5 erhoben. Die Kanalisationsgebühren werden verdoppelt, und zwar von 3,5 aus 7 Proz. Dem Erlaß einer Mieterschutzverordnung wurde einstimmig zugestimmt. Neu gebildet wurde auf Antrag der Fraktion der S. P. D. ein WöhnungSausschuss und ein Personalausschuß. Für den Antrag, am 1. Mai alle Bureaus, Betriebe und die Schulen zu schließen, stimmten beide sozialdemokratische Fraktionen sowie von den bstmerksthe« Vertreter« die Demokraten. Ew Antrag, die Vorschulklassen der Mädchenschule(für die Realschule ist die» be- reits geschehen) abzubauen, wurde einstimmig angenommen, während der Zusatz, dies bereits mit dem 1. April d. I. vorzunehmen, sich mit der Annahm« durch die sozialdemokratische Mehrheit der Gemeindevertretung begnügen mußte. Die wetteren auf der TageS- ordnung stehenden Punkte wurden auf die nächste Sitzung vertagt. Zu Beginn der Tagesordnung waren die durch dt« erfolgte Schöffen- wähl neu eingerückten Gemeindeverordneten eingeführt worden. Die Gemeindevertretung fetzt fich nunmehr zusammen: 11 Vertreter S. P. D., 9 Vertreter N. E. P. D. und 8 bürgerliche Vertreter. Von der S. P. D. und U. E. P. D. gehören von diesen je zwei Vertreter dem aus 7 Personen bestehenden Gemeindevorftand an. Lchvneberg. Die Stodtsparkasse beabfichttgt aus lleberschüssen der städtischen Girokasse Eparprämien an bedürftige Krieg?- beschädiglez« verteilen, soweit diese Sparer dieser Kasse waren oder find. Bevorzugt werden Verheiratete und Einwohner von Schöneberg. MeErnngen bis 16. Mai. Grsß-Serlkner Parteinachrichten. Berlin. Der Stednerknrs»« wird diesmal statt am Sonntag morgen Freitag abgehalten. Gericktszeltung. Ms Geheimagent gegen Spartakus hatte sich der Vizefeldwebsl Wandel ausgegeben. Mi! einem ge- wissen Brunner hatte er fich bei der Penfionsinhaberin Frau Kramer in der Königstrasse eingeschlichen und sie am nächsten Morgen zu berauben versucht, nacbdem er sie durch einen Faustschlag fast besinnungslos gemacht hatte. Wie Frau K. vor Gericht bekundete, fand sie später das Bett, in dem die beiden Männer die Nacht zu» gebracht htztton, in einem solchen Zustand vor, als sei es zum Ver- bergen für ihren Leichnam nach verübter Tat eigens hergerichtet worden. Das Kriegsgericht hielt den Beweis bezüglich der raube- rischen Absicht nicht für voll erbracht und verurteilte den Ange- klagten nur wegen Körperverletzung zu vier Wochen Gefängnis, die durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Die Banditen mit her Postmütze. Di« Arbeiterin Frau Gertrud Bucht« wußte aus früherer Hausdienststellung, dass die Witwe Meyer in der Raumerstrasse Geld hatte und allein wohnte. Mit zwei Brüdern Hajok, einer un» verheirateten PastuScke und einem Ericke zog sie nach der Wohnung der Frau Meyer; die PastuScke hatte sich ein« Postmütze aufgesetzt und veranlasste unter dem Vorgeben, daß sie ein Telegramm abzu- geben habe, die Frau zum Oeffnen der Tür. In demselben Augen» blick stürzten sich die Hos als auf sie und warfen sie zri Boden, und die übrigen drangen in die Wohnung ein. Man stopft« der lieber- fallen«« ein Taschentuch in den Mund, die PastuScke holt« ehre Waschleine, um der Frau die Beine zusammen zu binden, und die Angeklagte hielt den Hund, um ihn am Bellen zu verhindern. Frau Meyer sank ohnmächtig zusammen. Als ein durch Geräusche auf- merksam gewordener Hausbewohner an der Tür klopfte, ergriffen die Verbrecher die Flucht, kletterten aus einen Nachbarbo-Ikon. gingen durch eine fremde Wohnung, dertzn Inhaber entsetzt entflohen und erreichten so die Treppe. Die Hajoks hielten di« sich ihnen ent- gegenstellenden Leute in Schach und eS gelang ihnen, zu entkommen; man ist auch bis jetzt ihrer nicht habhaft geworden. Die PastuScke und Ericke sind bereits abgeurteilt worden. Die Angeklagte Buch:« wurde vom Schwurgericht unter Zubilligung mildernder Umstände auf Grund des ärztlichen Gutachtens zu3Jahren3 Monalcn Gefängnis verurteilt. »>etierauS0ib»en für da« mittlere NorddcutfMiand bis Freitag mittag: Mild und zeitweise beiter, ober noch veränderlic�mit wiederyolteu leichten Regensällen und mähigen südwestlichen Winden. Das Original aller Nagelpoliersteine ständig nachgeahmt— niemals erreicht, ist das ideale Nagelpolier- und Pflegemittel In wenigen Sekunden wird ein dauernder, exnaill ehaltiger Hoctaglcuz erzielt, der beim Waschen der Hände nicht verschwindet.— Stein der Welsent ca. Vi Jahr ausreichend, Stück M. 2,—. Man weise Nachahmungen zurück. 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Nachrul. Ferner wurde auf einem Dienstwege unser Mitglied, der Echuhman» HennsM Palraito Dreifenhagener Str. 45, | am S. Dlärz 1919 erschossen, Ehre feinem Andenken I 1 199/4 Der Vorstand. Sitte lesen! Ccrmifit wird seit dem 9. Oktober ISIS nach einein lSefecht beiRomagne (Frankreich) mein Sohn. Musk, ktodee-t �pel, Zus.- Regt. 130, 3. fiorop. Kameraden, die Über den Verbleib desselben Auskunft ged:n könne»!, ferner Leid- tragende, die bei demfelben Truppenleil ebenfalls Ange- hörige hatten, oder falls diese aus der Gefangenschaft Nach. richt erhalten, werden herzlich um Mitteilung gebeten von dem tiesgebeuglen Bater f Vllttor ,ipol sen., SSolzhoner, Neuenbau(Kr, Sonnederg i.TH,j Unkosten werden gern vergütet. Herziiche Bitte! Gardk-Füs.-Rgt.,3.Komp. Kameraden, die mir über den Verbleib meine« Sohnes, des Füsilier» ksul Schümaiiii, der seit dem 13. Mai 1915 (SSnipse bei»uninlchow o. SIry) vermißt wird. Aus- lunft aeben können, werden um Nachricht gebeten. Unkosten werden gern erstattet I20ZSD k». 14. Schürnann, Nibnig i. Me-U„ Gänsestr. ISl, Ssllt-�ösmäkZl. Sinolgrclcde vedonälung. Lgii!g8tr. 34/36 Alsxanderplatz. 10— I, 5— 8, Sonnt. 10—1. Ich haoe meine Piaxis wieder ausgenommen. I308D Prof. 6. kr. Nicolai kuriüraiendaaim 197,98, ptr. Sprechstunde 4>/�5 Gelegenheitskauf. Küchen Ton 7/11* IIS Mark bis 2000 Mk. Kein Laden. KQehenmobel- Verkaufslager FJeiliiiger, Brunneostr. 60. Femspr- Norden 132. FifLasil-imilUöiotiäiissr »erkaufe sehr billig an der -ollständig regulierten Schloß- UUce in Nlederschönhausen. didst »m Schlofivart. Grundstücke, die »ach zur Selbst Bewirtschaftung -nd zur sicherdn stapitats- ,nlr.ge besonder, geeignet find. veaueme Berbindungen. Au»- lunft auch Sonntag», zwisdien 1—7 Uhr. Niederfchönhaufeiu Schloh-Allce 40, 3. Joseph. n.T.t Moabit 5075 8728 öfä-fl a mm m : Gr.Frankfiirter S!ra8e45 46. ■ usa■ I Mi DMmeiii 5. 5. 5. ehirlolleiHmg. Heute Tonnerctag, den 17. 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ZT.April 1919 vormittag« 9 llhr, in den Sopklon-Sälen, C, Sophien ftr. 17/18: (Senetai-Betfanunlung Tagesordnung: 1. Erstattung be» chefchdsts- berichte, unter Barlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Ber- lustberechnuna sür da» Jahr 1918. 2. Bertcht der Revistons- kommisston. 3. Beschluhsaf über die Genehmigung her Bi lanz und die Verteilung be» Gewinne». 4. Beschlußfassung über den Bericht de» Verband»- revisor» über hie am 5. Ott. 1918 staltaefundene Revision. 5.91cu- wablen zum Anfsschtsrat. 0. Be- fdiltsfi'rtsrur.g über die Ausschließung von säumigen Ge- Nossen. IVS/ll Die VIlanz sowie die Gewinn- und Verlustdeeechnung für da» r 1918 find in der Geschäst»- Sicktngenstr. 8. einzusehen. Oer Vorstund. U Schmidt. Ernst Roscher, SMlmiIeMe für den SIMM WM. Hiermil laden wir die Mit- glieder desAusschusses zu der am Sonacratag, den 24. April 1910. abend» 71/, Uhr, im Ttat»(eklet stattfindenden Ordentlichen Anssclioß- Sitzung. Ta g esordnang: L Kenntnisnahme und Nach- bewilligung herVoranschlags- stberschrcintnge» für 1918. 1 Jahresbericht. 274/2 S. Adnabme derZahresrrchnimg für 1918. 4. Kenntnisnahme von dem An- tauf des Grundstückes»weck, Errichtung eines Genesungsheime» in Krummhüdcl und anderweitige Beschlußfassung tn dlefer Sache. 5. Aenderung ber Dienstordnung für die Angestellten. 5.»eschitstliche». Die Ausschußmltglleder erhallen noch besondere Einladung. vor Vorstund. Otto bilckcl. Vorfitzender. m ums mit gut. Uebecfchah haben wir direkt am Stadtpart Schoneberg zu dem dilltgen Preise von slhllK M. 540 000.— 6t»c!auffn. Da»»rund- ck ist 1914«rdanh enth. I Laden, Wohnungen von 4— ä Zimmern und ist mft allem Komfo« ausgestattet. lsr. Schmidt Söhne, tulptigerst.1 12 E. /dauerst. Zentrum 12600—3 u. 3006. 35 000 Stärk fiKuufv.Fabr LanMa-Mafchoes. Schloff, o. Ttfchl. a. TeiIHH. erw. * errette 58 Steglitz L[18/18 Znnnna»«raokenkasse der Zntnellere, Gold- nnd Silbersehinlebe(Zmaags- innang) 3» Berlin. Einladung zur 274/1 MitluHiM am Sonnabend, de» 26. Aprkl, abend» 7', Uhr, im Gewerk- schastshan», Engelnserlb, SaalZ. Tagesordnung: L Beriesung de» Protokoll, der vorigen Sitzung; 3. Wahl eine» EchrtftsiihrersiZ. Jahresbericht. 4. Bericht der Revisoren; 5. Ab- Snderung de« fi 47 letzter Absatz der Satzungen. 6. Verschiedene». Mar Rost. S. Sertz, Porfitzender._ Schriftführer. Farben! wetterfest und streichfettig, mit reinen Orlfarben gemifchh vor- kduft in gewünschten Färb- tdnen Harttnlgs Farben- fadrtt n. Sugros-verfanb, Berlin blW 21, Ali-MoabU SSd. Für Maler, Haiiswttte nsw. bester Einkauf für Holz-, Stein. und Eisenanstriche.__ 82/15 Ehtett Posten Pattte Seitenkämme, Fttfeur-Staubkämme, Spangen billig. A. Mdrzte, Neukillln, Fuldastr. 55, Auf 3 Tr. Nachm. 3 Uhr ab." l ! Die Erzählungen aus den tausend Nächten und der einen Nacht. Keine Jugendausgsabe. Die berühmten orientalischen Liebesgeschichten mit entzückenden Bildern von Fr. v. B a y r o s. Preis geheftet 12 gebunden 15 M. 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Januar 1919 über TinstellunA. Entlassung und Entlohnung der Angestellten hat eine nicht unwesentliche Erweiterung erfahren. Nach der früheren Skr- Ordnung sind die Unternehmer verpflichtet, Angestellte, die Kriegs- teilnehmer oder Zivilinternierte würen, wieder einzustellen, sofern sie bei Ausbruch des Krieges als Angestellte bei ihnen beschäftigt waren. Darüber hinaus verpflichtet die neue Verordnung die Unternehmer, Kriegsteilnehmer oder reichsdeutsche Zivilintermerte, die bei Ausbruch des Krieges stellungslos oder im Ausland tätig waren und dort nicht wieder eingestellt werden können, oder in Be- trieben tätig' waren, die späte: aufgelöst worden sind oder selb- ständige Unternehmer waren und infolge des Krieges kein Unter- nehmen mehr betreiben, ein solches auch nicht durch andere betreiben lassen, wieder einzustellen, wenn sie nach dem 1. August 1914 als Angestellte bei ihnen beschäftigt waren. Meldungen zum Wieder- eintritt müssen für diejenigen, die vor dem l. April 1919 aus dem Militärdienst entlassen find, spätestens bis 39. April 1919 erfolgt fern. Für nach dem 1. April d. I. Entlassene beträgt die. Meldefrist 14 Tage. Di« Frist beginnt auch mit der lkhelfsmäßigen Entlassung zu laufen, für Zivilinternierte mit den? Zeitpunkt der freien Orts- wähl im Deutschen Reich. An den Demobilmachungsminister richten wir die Frage, wie sich diese sowie die Verordnung vom 24. Januar mit dem in der Verordnung über Freimachung von Arbettsstellen vom 28. März 1919 ausgesprochenen Entlassungszwang verträgt? Ein neuer Zweig konsumgcnosscnschaftlichcr Arbeit. Jetzt ist«in Großfifchcreibetrieb unter Beteiligung der Kon- sumgenossenschaftsbetvegung ins Leben getreten. Für die Einrich- tung eines Gröjzfifchereibetriebs' hat sick ein Konzern,>testehend aus den beiden Städten Rüstringen und Wilhelmshaven, dem Werftwohlsahrlevcrein, dem Konsumverein Rüstringen und der Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumvereine in Hamburg, gebildet; das Reichsivirtsebastsamt ist ersucht, die aus dem Marine- bestand übriggebliebenen Dampfer zur Ausübung der Fischerei zu überlassen. Es ist ein Hafenprojekt auSgeableitet; zum Betriebe der Fischerei sollen drei Gesellschaften gegründet werden:«ine Reederei mit vorläufig 59 Fischdampfern, eine Vertriebsgesellschasr und eine solche für die Landanlaaen. Die Grosseinkaufsgesellschafi ist nur an den letzteren beteiligt Die beiden Städte wollen sich an den Gesellschaften mit je einer Million Mark beteilige». Mit dieser Neugründung, unter starler Beteiligung konsum- genossenschaftlicher Organisationen, soll unser« Vvlksernäbrung eine kräftige Stütze erholten.__ Freimachung von Arbeitsstellen. Die Verordnung des Demobilmachungsausschusses Gross-Berlin vom 3. April, di« wir in der ersten Beilage der Nummer 175 des „Vorwärts" auf Seite 4 dem Wortlaut nach veröfsentlicht haben, bat im§ 1 Abs. 1 hinter den Worten:„in Groß-Berlin ihren Wohw- sitz gehabt haben" folgenden Zusatz erhalten:„oder mindestens drei Monaie lang beruflich tätig gewesen sind". Demnach besteht eine Verpflichtung zur Aufkündigung der Arbeitsstelle denjenigen Ar- heitern gegenüber nicht, die am 31. Juli 1914 in Groß-Berlin ihren Wohnsitz gehabt haben, oder(in Groß-Berlin) mindestens drei Monate vor dem 31. Juli 1914 beruflich tätig gewesen sind, selbst wenn sie ausicrhatb Groß-Bcrlins gewohnt haben. Rotkohl- Weisskohl- Wirsing'- Spinat- Möhren- Bohnen Pie Hausfrau verwendet das Gemüse nach rusreichendcm Wässern wie frisches Gemüse. Sie findet keinen Abfall und bereitet bei dem billigen Preise und der vorzüglichen Qualität ein gutes. schmackhaft. Mittagsmahl für den bürgerlichen Tisch. Der Kleinhändler kauft die GeraUse in ganzen Kässern von seinem Groli- händler. Er vergißt nicht, den Käufern die Kochvorschriften in die Hand zu geben, die er in angemessenem Maße mitgeliefert erhält. Weitere OrolShfindler i Gebr. Weigert, Berlin, ümmerstr. 96. Konsumgenossenschaft Berlin und Unigegend. Werner Eberlein, Berlin, Stralsunder Straße. R. Schröter, Berlin SO. 16, Adalberstr. 52. Gebr. hajesch, Berlin 0„ Weidenweg 24. Gebr. Groh, Berlin SO., Sc midstr. 5. Müller& Braun, Berlin N. 54. Gedr. Ganse. Berlin C., BrQdcrstr. 7. C. Buchholz Berlin-Cöpenick. Ernst Hoffmann, Berlin-Cöpenick, Kaiser- WTIhelmstr. 9. Einkaufsgenossfenschaft Cöpenlcker Kolonialwarenhändler. Otto Schoening V Co., Berlin-Friedenau, Lauters tr. 16. Paul Brand, Berlin-Cöpenick. Willi. Norttie. Benin Albert Müller. Berlin, Petersburger Straße 18. J. D. Riedel, A-d, Berlin. Der Grosshändler M Max Schneider, Berlin- Cöpenick. J. Gesowsky, Berlin, Magazinstraße 17. Wilhelm Göhel, Berlin, Gr. Grankfurter Str. 137. Max Häusler S Co., Berlin N. 4. Bergstr. 34/35. Der Vertreter� Agenturen für Lebensmittel G. m, b. H., Berlin S. 59. Ernst Beuermaan, Berlin W. 15. Rudolf Carlns, Berlin NW.S2. OallberiMöhring, Berlin C2. Joh. Dcttmann, Berlin-Wilmersdorf. Weitere Vertreter: Franz Jos Glrörer, Berlin W. 50. H. Hackbarth, Berlin N. Otto Hanke, Berlin-Tempclhof. Otto Herms, Berlin NO. 55. Gerh. Hinsching, Berlin NW. Ludwig Kanter, Berlin W. 30. Wilh. Kanitz, Berlin NW. 23. Georg Kewith, Berlin S. 61. Walter Köster, Berlln-Wilmer»- dorl. August A. Kunze, Berlin N. 54. Hemr. Lottmann, Berlin SW. Fritz Mana-tse, Chaiiottenburg. Fram Pasch. Berlin SW. 29. H. Passek, Berlin W. 5. Eugen Riel. Berlin W. 57, Salo Rubin, Berlin NW. 23. Wilh. Runge, Berlin C. 2. Eugen Szanli, Berlin W. 30. Aug. Schönebeck, Berlin N. 12 Reinh. Schwarz, Berlin W. 57. J. Sternberg, Berlin-Schöneberfr Wilh. Willgeroot, Berlin- Wilmersdorf. W. Wolfes, Berlin W. Herzberg& Co., Charlottenbnrg. Opembaas Oeffentlichc Haitpiprobe für das IX. Sinionie-KonzdrL Anfang T;, Uhr. "Schansoielhans Die Räuber. Anfang 7 Uhr. Volksbähne Theater am Bülowplatz. Direktion Friedrich Kayßler. T 2 Uhr: Penthcsllea. OlreKtron Max Reinnardt Deutsohes Theater, 7 Uhr: Wie es euch gefällt. Freitag geschlossen. Kammerspielo. 7'/s Uhr: Fasching. Freitag geschlossen. Kleines Schauspielhaus Tit.: Die Büchse der Pandora. Freitag geschlossen. Tlteatcr I. d.- KonisgrätzerStraße Diru C.Meinhard■ R. Bernauer ViS Uhr: Der Vater. Sonnabend: Der Vater. Ostersonnt. 3: Rosmersboim. anends; Musik. Ostermont. 3; Rosmcrstiolm. abends: Der Vater. Komödienhans an uer Marscnallbrücke VsS Uhr; Feldherrnhüsel. Sonnabend: Fcidherrnhügel. Ostersonnt.: Feldherrnhügel. Ostermont: Feldnerrnhügel. Berliner Theater Uhr: Sterne, die wieder leuchten. Trianon-fheäterT Bhr. Priedrlchstr.Ztr. 4927.23sn räsLSUhr. Heute z.213.MaJe� vergüte Auf von Hermann Sudermann. fonna>/.4: Schneewittchen. Sonnfaj 4 Hänsei und Cretei. 2lic«tcr der Friedrich/! tidt Ecke Friedrich- u. Linienitr. Nord. S650. Soat VVs Uhr: Oer«tisch lag. Sketsch von Wtiyeim NoiL Sic Same ohne Beruf. Schwank von Eubro. Hirschfeid. Sie« schämige. Schwank von August Neidhart BanpWrcffet Jlt. 33 n. Ascher. Casino-Theater. Sathrmg. Stt87. Tägt'/�UHr: Sas btcicHigc Soifeftütt Vater Knolle. 5tn allen Feiertagen 9 Porst ell. Abend«'LS: Safer»aalle. Nachm. 87, Uhr au!L Preisen: Maust sei süh. �au» dtttiniiA Nlemeler. Quart Senta Söacland m ihrem Sketsch .�kllea da!" und d. vorzügliche Aprll-Progranun, Oyigyi-Konzertc. Juetwtin r:-Theater Direktion. Victor Barnowsky T/t Uhr: Der Blaufuchs. Freitag* Oeschlossenl (Die für Karfreitag gelösten Billettsibehalten Gültigkeit bis zur näctistcn Peer-Gynt-Vor- steüung am 25. 4.) Sonnabend: Zum L Male: Dies irae. Ueutsrhea Künstler- Theater. 7 Uhr; Der Schöpfer. Freilag: Geschlossen I Sonnab.: Nachtbeleuchttmg. Centrnl-Theatcr Kommandantenstraße 57. uhr�DieSciiönsieflGnÄileö. lientscheH Opern hnus 7 uw Eugen Onegln. '.-ffilhelnist Theater T/t Uhr; Kleines Theater. Tv, uhr: Tabnia rasa: Kominche Oper vÄ- Sehwarzwaldmäiiel. I-ustspIelhana 7»/. Uhr: Nora. Metropol-Theater. 7 uhr io. Die Faseliingstee. Lettes OphrettenhauM ■Schiffhauerd 4a, Norden 281. tjft. Die kensebe Sasanne. Palaat-TheiHer 3 Uhr: Wnllensteln« Tod.' 7 uhr: Christus. A»chlller-Theat. Chart. v/, u.: Wie es eueh getältt Thalia-Theater 7V«U.: Th.am Xollcndorfplatz 37. Uhr: Manerblümchen. 7 uhr: Wo die Lerche singt. Theater des tVeatens Tl, Uhr: Walln« 7»/, uhr: fieisha. ;r«r»»H Doilarprinzessin ner-Theater Natlonal-Theater. T1/,: Die Kinopuppe. Lnisen-Tbeater. Täglich 7'/, Uhr: Bertin- Batnhnrg-SewM. ag Vifi Mario Stuart. labend und täglich weiter: ,.«e» sonnal Berlin ßesidenz-Theater. Untcrgrundb. Klosterstraße, Ausgang Stralauer Straße. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Schneewittcben. Täglich 71/. Ulir: re Leist Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Alfred Rotter. Eug n Burg, Kaiser-Titz, HansiArnstädt, Olga Limburg Rosa Valetti, Emma Debner, Paul Bildt,|ul. Falkenstein. Rose-Theater. 77- Uhr: Stärker als der Tod. Walhalla-Theater. 7'/, Uhr: MMerMkurM. ClrcuS«M Busch rBEATER Friedrichstraße 218! Dir.: James Klein ' tu April 77. j J Sonnt. u. 7�/4| IM-Ppopnini! 3 Oardfnla Universalakt t'.gOH I ulkige Dackelspicle 4 Karlo.v» Schicuderbr.- Ahrob. K a r a Weltmeisier der Jonglierkunst tieorx der fallende Mensch 1 Ein Seilensprnag m. Lade Blattner, i Pasohke einarm. Klaviervin. I Bnrten,Tanzschöpf. j 3 naningos Equilibristen. Sonntaps 3>/, Uhr ieder Erwachsene I Kind frei! Theaterk. ab 10 U' r Ununterbr. geöffnet. Stg. 3>/z u. TV- Geheimnisse a. »,. J der WundeiwelW ÄStriX indo- chines.• Fakir- u. Yoga-Kultur u. d. übrig. Aptil-Schlager Marga Stenglewski- Bans Machet, IdaRevelll-Friedr. Werner, Solotflnzerpaare ■—' i Rcinsch r- ize Ju. m. d. reiz. Kinder-Baheiis und zum Schluß: Ein Fest n. d. Stiergefecht. Winter- Gatten Täglich 7l/t Uhr: WS-Spielplan Rauchen gestattet I Tgl. TVe Bailey werncr, soioia a Carl Rcir Tän: MÄi» dSÄM Abends 7,/j Uhr und k Sonnt. 3 Uhr: Liettwer Langer ' Nrn. ernidn. Pr. mtoo 77,: Maria Stuart. u. .Hanfbura-Z Sonnt 3: Maria Stuart. Montag«: Berlin. Hawb.-RewYorl. Dienstag«: Dornröschen. Bork._ Donnerst.- Freit, geschl Sonnabe> d. 19. April; Premlere 1 in Gespensier-SchioS. Wiener Walaer außerdem Tanr-Rcvup. ■ Philharmonie. Donnerstag, 24. April, T1/* Uhr: Sechstes Konzert IhBatBraiotthiisfipTor (fr. Sanssouci Kottb Str.6) Abends 71/- o. Sonntag; nachmittag 3 Uhr: » Söagn ehemaligeMitglied. d. StEttinBF Sänger Seidel, Ruselli, Horst, GrSning Schubert, Riesa, Rathke, Otto Schräder, Rudi Schräder. Blhgen-IonzBrt.B7%nrn Sonntnchm.ermäß.Preise. Vorve'kauf 11—1 Uhr." Teleph: Moritzplatz 14814 HUBERMAN Am Klavlert Paul PrenkeU Ausverkauft! I WlederhoIunB: preita�wrÄ�uhr. Beethoven: Son. A-dur(Kreutzer); J.S.Bach; Adagio und Fuge; Ticbaikowsky, Schubert-Wiihelmy, 1" WlenUwtkL| Karten 4, 3, Z, lÄ) M. bei Bote reutzer); J.S.Bach: Adagio- vsky, Schubert-Wiihelmy,■ (populäre Preise) 1 lote& Bock, Wertbeim. Kalleeu. Konditorei Prager Platz Am Praxer Platz 4a. Iah.: J. Erber. -Eigene Konditorei——. Wiener Küche. Täglich S-llhr-Tee Kapelte m Smitten naebmitt. u. abds. In-u.ausl.Tagesbl. i. groß. Ausw. 'Wueiile UPAUFFÜHRUHG NATIONAL-THEATER Cö/tern!cke fliil lUHAIl- 1 ULH 1 lift Str. 68. An allen Feiertagen nachm., und 7V, Uhr: Iis Kinopuppe. Burleske v. Lconh. Haskel. Musik v. Walter Bromme. Rechtzeitig Billetts besorgen! V orvetk: 10—2 u. ab 6 U(Kasse), auch Tietz, Josty usw. Volksoper Walballa.Theater Dir.: Prof. Franz Ochs. ]. und 2. Osterfciertag nachmittags 3 Uhr: Der fliegende Holländer. Holländer: Qarrizow. Leitung; Brich Och«. Verstärktes Orchester und Chor. ALUAUNt' NACH OEM ROMAN VON• HAHW HEI WZ bmf : Kellers Feslsäie, Koppenslr.29 Direktion: J. Werner. Sonnabend, 19. April 1919 :■ Antang 7 Uhr— Das Kaviar-Bäuschen Hauptrollen: Dora Urach, Josefine Dora, Jesn Paul unter Mitwirkung von 10 namhaften Sängern u. Sängerinnen sowie das glänzende Beiprogramm. Vorverkauf: täglich 1 1—1 vorm., 4- 6 Uhr nachm. DIR. XIEiaBER.T"GÖLol/CÖ AA 1 ÖT EhrenKarten haben keine Gültigkeit Vorverkauf Tätlich von 11-1 Uhr. 5, 6« 8,30. Gr. Satt- r ng 6 Uhr. WTw'W'WW'H« jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag: 9 O-------- r Sonntags Anfang S Uhr, wochentags Anfang 6 Uhr. fwwifwwwww- Wollen Sie gefilmt werden, dann feien Sie deute naekm. 2(lkr vor dein film-Palaft (Kellers feftsäle) Kcppcnstr. 29 1 Kmematogr.(VlalTenaufnahmeti, fürs Publikum. 17m9 kandinavia DlrclisrnatraBe X6-S7 Alexnnderplata (gegenüber Bahnhof) Oskar Rieck ROnnan-Horwlts, Duett Hella Bella Rndl Erdmana Heachvrtater Trilby Orchester: August SchSppich aus Wien. Weinstuben- Winzerlauben Orchester: Heinz Schmidt Moderne Tanz-VorfOhrungem Geschwister Trilby BMV~ Oesang-HvE In der Bill ard• Akademie: BILLARD-WETTSPIELE unter anderen: Jean Bruno Bar- Betrieb. Direktion: Wilhelm Katzmayr Umtausch für zwei zerbrochene oder schlechte» Ute Schallplatte im eine Mch 'ttV 235 Zeitschvifi tntt Bildern Verständigung Wohlfahrt Silöung Ueberall erhättlich— Volkskraft-Verlag G. m.b. H.. Berlin SW. 68 ■*— r AuS dem Inhalt der Nummer 14: Irene Triesth�wie ich wurde Loch« Krieger � Die Schönheit öes eiofacheru Dr. Setms» Wille X Freie Haha. Geheimer Stoüivnrat Prof. w. Wetekamp � Wo wir sparen könnten. Wich. Spähr � vir HedeaNmg der Kinöerzeichnung. 40 Pfennig. e?»,« t ireikietnen� bezugschclnfrei, In bewährter Qualität bietet an Siegfried Reiche]un. Cöpenlcker Strafie 127. Die Nacktheit I Jetzt für den Handel freigegeben I 10; 100 Stiid M. 12,50 franto Nachnabme, AnafRatTtra. Sortiert 20 Stiid M. WO,.w.... Bei größeren Mengen erbitten Eneztalofserte. 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B, Röiugen-Behandlung und-Untersuchung, chlellromagnetoTherapi«, sämtliche medizinischen Bäder sowie sträuterbäder, Inhalatwn von reinem Sauerstoff und innerlicher lgedrauch»on Sauer- stost-PrSparoten, mechanotherapruttsche u. homöopathische Behandlung h.— Durch die-ngeftihrten H-ll|a!tor«n werden ln unserer Hellanftalt hauptsächlich bei chrouischen Krankheiten unbestrettbar die besten und dauerndsten Heilerfolge erzielt;»«ldstrrraländllch nur bei genauer liurchfünrung der Kur, dir ohne BerututOrung drtrch- gekllhrt werden kann.— Mtt bestem Heilerfolge»eeden behandelt: Lungen-, Hals-, Her»-, Magen», Darm-, Lederleiden; Zieroenschwäche, nerväse Kopfichmerzen. all- gemewe Netoosititt, allgemeine nerväse Abspannung; Jochla», Sicht, Rhenmatismu»; sämtliche Ausschläge; Flechten. Wunden,«eschwllre; Lähmungen sowie Kinderlähmung; Stoffwechselkrankheiten, Zuderkrankhett; Haut-, Harn-, und Unterlelbskrankhelten.— Freiiuilllge. brieflich)« und mündlich« Uaccteanansea früher behandelter und geheilter Patleute», dir angaben, vor der Bedandlnng in unserer Anstatt audertneiNa Ohne Erfolg behoitdrtt worden zu fein: z. B.: l. und ?. schreibt Herr Lehrer Zielst« au, Jachzenbrild bei ?, ollen am 21. Dezember 1018:»Nachdem ich. in einem SedirgsSauatorium für Lungenkranke 5 Monate ohne Erfolg behandelt worden bin, habe ich in Ihrer Heil- anstali wieder Heilung gefunden und wurde vom Kreisarzt, der mich vorher für dienstunfähig erklärt hatte, nach genauer Untersuchung wieder für dienstfähig desunden. Seit dem 18, Oktober 1018 erteile ich 4 Stunde» ummtee- brochen Unterricht. Die« schreibe ich Ihnen ohne legi, che Beeinstusiung Ihrerseits. Auch«einer Fran, die bei Ihnen behandelt wurde; geht e» ausgezeichnet(litt an inberkul. Hnlebdifenoeceitetung).*— Hrre Werkmeister P. Bstlter, Berlin. Ut rechter Str. 25, schreibt:»Nachdem tch mehrere Wochen in einer ärztlichen Klinik ohne Erfolg behandelt worden war und mir schließlich der rechte Arm abgenommen werden sollte, hob« Ich mich in letzter Rot an Ihre Anstalt gewandt und bin mtt 45 Behandlungen von meiner vlutaergtftung»ab verelteraag de» reehtpa«rate» aab der Baad gehet» worden.«— 1 Frau Magistratoasststent fiemaaoa au» Kottdu», Lausttzer Str. 14. schreibt:»Ich bin oon meine» Mageu- acsehinüreu mit 80 Bedandlungen»öllig in Ihrer An- stakt geheilt worden, nachdem ich 12 Jahre lang ander. weilig ohne Erfolg behandelt worden war. Ich fühle mich so wohl und gesund, wie ich mich noch nie nrnnü habe.«— 5. Herr Feuerwerkoleulnant Maschlanka. Reukölln, Weser- Slraße ZI Hetzt Köniaoberg L Pr.) schreib!:»Meine Mutter, meine Schwester, meine Frau und ich sind in Ihrer Anstatt geheilt und gedefferi worden; dir Mutter von chronischem Illanealelben. dir Schwester von Kops- schmerzen aab»chmerhbriateit, meine Frau von Yerz. aab Mageoletben und ich oon allgemeiner nervbser«bspaunung."— 8. Frau Oleftour. Hering. Berlin. Schönhauser Allee 81, schreibt:»Ich bin vor mehreren Iahren bei Ihnen von Herzlelben nob pasebowscher ftraatbeil geheilt worden. Au» Dank» dartett habe ich Ihnen viele Patienten mit gleichem Leiden empfohlen. Sollte sich irgend ein Leiden bei mir bemerk- bar machen, so werde ich mich sofort wieder an Sie wenden.«— 7. Herr». Heese, lempelhof, Kaiserin- Auguita-Etraße 87:«on 5 Monate alter, stark eiternder. breiter Opera tions vaach- aab variafiftei geheilt kvorhsr zweimal operleri).— 8. Herr«. yerrmaaa, Rahnsdorf, Dorfsir. 9: Bon taberkuISfer Kraft, aab Rippeafeftnereiteraag geheUL— 9. Herr St.»chba. Edorlottendura. Spandauer Berg 21: Bon Bronchial. aslhmo gehellt(anhalL HeUung 9 Monat» später de» ftätigt).— 10. Frau Ut. Socaemann, Berlln-Treplow, Sraehstr. 6: Bon liieren- a. Blafcaleibea gehellt.— iL Krau Lennesch. Beriw. Schrelnerstraße Ii: Bon Aaterieibsielboa und 9tngcroe«etf«rnag geheilt Inger sollte abgenommen werden).— 12. Herr . tDorstoia, Schönederg, Ebersstr. 54: Bon all» gemeiner lieurasthenle, Herz. u. IRagcunentosc und Stnaemte geheilt(vorher dreimal Rerocnchok).— iZ. Frau O. Zrenub, Eharlottendura. Pestalozzistr. 58: Van Senenealzüabnng tm Untecfchenfel geheilt.— 15. Frau E. Hoborf, Berlin, ioideraer Straß» 28/29: Bon Zleroeu- u. Knocheuhaui-Eutzüabaag(aoll- liüabig geiübmt) aeheilL— lv. Frau Bl. ftnorr, Lichtenberg, Scharnweberstr. 82: Ja verschiedenen Malen von akuten und chronischen Leiden geheitt, u. a. von Fserzschtndchr, vedprschweftaag u. iNogenkred».— 17. Frau St. Saeboaer, Ehorlottendurg, Kaiser- Fried Nch-Straße 102: Bon»ftgea, einer Zteurasihenie, CcbcranfdhmcOung aab«atten steine» geheitt(»ach kurzer Behandlun., Abgang oon 18 SaNenireinen).— 18. Familia Kirchner, Steglitz, Aidrechtstraße 107: Vier Personen oon verschiedenen Leiden geheilt(gern zu Auskunft darüber dereit).— 10. Frau<£ lUnnbctllch, Berlin. Schweb ter Straße 250: Bon Magen, und varmgeschmürea geheliL— 2a Frau 9. Jtegies, Berlin, Reanderstraße 6: Bon N erpenschmerz«a im ganzen KÜrper geheilt.— Onrenme Behandlungsräume für Damen u. Herren!— Sprech- o.Behandlungs- zeit: 9—1, 4— T'/j.— Soun- und Fclartag: 9—1, Aerztliche AnstaltSlcituug: HeiUra ftaltsbeftt) er• Professor P. Mistelsky grabtriert ttnb approbiert im AuSlaud 80. 16. knkkenstl-. 101 »m Bahnhof«fannowItBhrUcke. 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Durch die Ernennung eines unserer Sekretäre zu« Polizei- Präsidenten ist e« notwendig, die Stellung sosar: nen zu de- setzen. Die Anstellung de» Ärbeitersekretärs erfolgt nach de» Bestinnmingen de« Berein» Arbelterpreffe. S» wird aus ein» erste»rast reflektiert die mtt den Arbeite» enue sslchen ZoftilM» Kardia«» oertrettt ist und, wen» mög- sich, ein» mehrjuhrlge Wtigkett in gleicher Stellung nachweise» kann. Der Antritt muß möglichst sofort erfolgen. Sehall»- forderungru sind mit der Beweraung bis ZUM 24. April an den Borstgenden de» Gewerkschaftstarlells Magdeburg, Anna»« k'lagr«,»r°b« Münzftr. 3, zu senden. 258,7 WeiselkMW belli« »b Deztrkeorgantsation für»roß-Berstn stuhl für sofort Me Settelöri« m ZMeUgikLiioo und einen settelök fflr SoidatemKopfiSflndü» die mit mll>tt>licher und schrift. Bewerberinnen und Bewerber, Ud>«r Agitation sowie mit wollen Bewerbungen mit senden on den Bezirksoorsttzenbe» Tnafjlsöocfet Sfeafic 104 II, 208 19 ilfe«Äl«»«"U _ Max mtmann. 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Osterten mit ausführlichem Bericht der bisherige« Tätigkeit, Referenzen» Gehaltsansprüche» und Bild unter kl. 72«» B an Haasenstein& Vogler, Berlin W S6. 8Z/U ( t vuriQaua kuaiilgec Ii SMeMkl oöec Siiflktin i mft allen Maschinen vertraut, findet dauernde und»u t e Beschäftigung. Berxmaim& Co., Erfurt Mechanisch» SttdereL«ahnhosstr. 41. Lekrlinge Saftangeseftschaft, Motzftrafse öS, ©et flnge/I Der Kampf um üas Mitbestimmungsrecht. Nicht mehr um materielle Forderungen wird in dem gewaltigen Kamvfe gerungen, den gegenwärtig die Angestellten in der Metallindustrie und die Bankbeamten mit den Prinzipalen ausfechten, sondern um ideelle. Die Regierung hat zwar die Zusage gegeben, dah sie ein Gesetz über das Mitbestimmungsrecht baldigst einbringen wolle, diese Zusage sowie die von den Unternehmern bereit« gemachten Zugeständnisse werden indessen von den Streikenden als nicht genügend erachtet. Ein weiterer Versuch von Delegierten der Bankbeamten, in direkter Verhandlung mit der Regierung in Weimar größere Zugeständnisse herauszuholen, ist ergebnislos gewesen. Der Reichspräsident E b e rt, der die Kommission empfing, soll sich den Forderungen der Angestellten gegenüber sympathisch verhalten, jedoch zum Ausdruck gebracht haben, daß er nicht die Macht habe, das Gesetz genau so wie es die An- gestellten wünschen, durchzusetzen. RcichSarbeitSministep Bauer erklärte, die Forderung«ineS MitbesttmmungS- rechtes sei berechtigt. soweit eS sich auf die Fragen der Kündigung, Beförderung, Versetzung von Angestellten usw. erstrecke. Dagegen stehe nach seiner Aufsasiung den An- gestellten ein Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen aus dem Grunde nicht zu. weil die Einstellung dem Dienstvertrag zeit- lkch vorausgehe, also noch gar nicht unter die Paragraphen des DiensieinstellungSvertrageS falle. Ueberdies würde die Verankerung der Betriebsräte an sich ja schon genügen, um alle Streitfragen mit Hilfe des EchlichtungSauSschufseS auS dem Wege zu räumen. In der Praxis würde es ja schließ- lich so sein, daß die Betriebsräte alle Angelegenheiten, auch bei Einstellungen, die nach Ansicht der Bankbeamten auf die Allgemeinheit schädigend wirken könnten, dem paritätischen SchlichtungSausschutz zur.Erledigung übergeben würden. Die Delegation machte daraufhin den Einwand geltend. daß dies nur für große Betriebe zu- treffe, wo cS geuugend rückgratstarke Elemente gebe. die in der Lage wären, nötigenfalls ihr Recht durchzusetzen. In kleinen Betrieben aber, wo der einzelne durchaus ab- Hängig sei, müßten durch ein Gesetz gewisse Richtlinien ge- schaffen werden, die von beiden Parteien zu respektieren seien. Der ReichSarbetiSminister, der inzwischen auch mit den Vertretern der'Bankleitungen konferiert hatte, sah diese Not- wendigkeit ein und erreichte aus dem Verhandlungsweg, daß durch einen von ihm zu ernennenden Kommisiar in Berlin die Verhandlungen über das Mitbestimmungsrecht erneut aufgenommen würden. Er sprach die bestimmte Erwartung aus. daß die Bankbeamten sich diesem Urteilsspruch, der nach seiner Ansicht beide Teile befriedigen würde, auch fügen würden. Die. Bankbeamten konnten keine bindende Zusage geben.- da sie' lediglich die Vertreter der Obleute der Streikenden seien, und der Oblcuten-Ver- sammlung die endgültige Entscheidung anheimgestellt werden müsse. Die„Freiheit" benutzt natürlich auch diesen Kampf, um die sozialistischen Mitglieder der Regierung als Männer zu stempeln, die sich im„Schlepptau der Kapitalisten" befinden. Die„Frecheit" rriu nach unserer Ausfassung etwas früh als Hyäne des Schlachtfeldes auf. Wir gönnen ihr das zweifelhaste Vergnügen und hoffen nur, daß es baldigst gelingen möge, diesen Kampf durch ent- sprechendes Entgegenkommen auf beiden Seiten zu beenden. Der Stanü öes Streiks. AuS de» bisher eingegangenen AbstimmungSergebniffen kleiner, mittlerer und großer Betriebe IStzi sich ersehen, daß die große Mehrheit der Angestellten für den SUeik ist. Mittwoch haben die Angestellten der Warenhäuser, Wertheim und Jandorf— zusammen etwa 10 000— gemeinsam über den Streik abgestimmt. Davon sielen 12 Stimmen gegen den Streit. Im Ausstand befanden fich am Mittwoch abend 0 Uhr die Waren» bezw. Sanfhäuier Tietz, Wcri beim, Iandorf, Kaufhau» de» Wellen«, Gerlon. Hertzog, A. Müller, S. Adam.' Leineweber, ESder», Michel», um nur die größten zu nennen. Sine groß« Anzahl mittlerer und kleiner Betriebe steht ebenfalls schon still. Sine Anzahl von Be« trieben hat das MubestimmungSrecht»hier Angestellten bereit» be» willigt und ist deshalb vom Streit verschont geblieben. Eine An- zahl ande»er Firmen hat sich die Forderangen der Angestellten über da» Mitbestimmungsrecht kommen lassen und bat ebenfalls ihre Bereitwilligkeit ertläri, sie zu bewilligen. In der Schuhbranche war die Abstimmung geheim. Bon 240 Abstimmenden erklärten fich«0 gegen den Streik. Keine Ausdehnung des Streiks auf die ElektrizitätS«. Gas» und Wafferwerte. Entgegen alle» ander» lautenden Nachrichten steht die Zentral» sireilleitung nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die ElektrizitätS-, Gas» und Wafferwerte vom Srreil auSgeschloss en find. Eiuiguugsversuche im Baukbeumtenstreik. Im Sicnien-Han« in der Schöneberger Straße traten am gestrigen Mittwoch nachmittag Vertreter der Bankbeamten und der Banllcitungen zusammen, um unter dem Vorsitz von Lüde» mann, als Vertreter der Regierung, die abgebrochenen Berhand- luiigen wceder aufzunehmen. ES handelt sich vor allen Dingen bei d�ir schwierigen Lerhandlungen darum, einen Modu» über da« MiibesumniungSrecht der Angestellren zu finden, ferner auch die Frage eines ReichSlarifes nach Möglichkeit zu lösen. Im Namen der Sireitenden legte EmontS noch einmal dar, au« welchen Gründen die Bankbeamten.da» Mitbestimmungsrecht bei Kündl» gungcn, Entlassungen und Beförderungen wünschten. Bei dem ReichStaris sollen bestimmte LrlSUaffen eingerichtet werden als Abschtäg« für die in der Provinz tätigen Banlbeamten. Dr. MoSier delonte, daß der neugebildete Arbeitgeberverband lediglich zu dem Zwecke sich tonsliluiert habe, um einen festen Tarisverrrag zu schaffen und Streitigleiten au« der Well zu bringen. Einen ReichStaris könne man aber au« verschiedenen Gründen nicht bewilligen, da für die Filialen und Nebengeschäfre der Bauten zum Teil ganz andere Aerhältuisie in Frage kämen. Hebet die Urlaubsfrage werde man sich verständigen. Herr v. Eimen« vertrat den Standpunkt, daß die Regierung das Mitbestimmungsrecht doch schon zugesagt habe, und daß es hieße, ein Präjudiz zu schaffen, wenn man über das Kabinett und daS Plenum der Nationalveriammlung hinweg für«ine bestimmt« Angestelltenkalegorie eine Norm festlege, an die somit die ganze Industrie gebunden sei. Fürstenberg führte au». daß die Baiikbeanite» gern der Aufforderung der Bankleituiig, die so notwendige Lrdnnng wieder hcrzusielleu. bereit seien, nachzn» kommen, aber fie vermißte« den guten Willen auf der Gegen» seile. DaS Mitbestimmungsrecht bei Entlassungen solle Maßregelungen derjenigen verhindern, die jetzt bei de« Ausstand eine führende Rolle spielen. DaS Mitbestimmungsrecht bei Reu- einstellungen verhindere das Einschmuggeln von ProtektiouSkindern, die den altbewährten Beamten den Aufstieg erschwerte». Die Verhandlungen spitzte» sich teilweise recht persönlich zu, so» daß der Borsitzende Lüdemann schließlich vorschlug, den Gegenstand der Verhandlung zu teilen und zunächst lediglich eine Besprechung über da« Mitbestimmungsrecht, später eine solche über den Reichs» taris zu veranlassen. In der Frage deS MitbestimmungS» rechts zogen fich die Debatten stundenlang hin. ohne daß beide Parteien wesentlich von ihrem prinzipiellen Standpunkt abzu» weichen geneigt waren. Die Bankleiter sowohl wie die Vertreter der Angestellten beharrten auf die bisher vertretenen Prinzipien. Seitens der Arbeitgeber wurde der Einwurf geltend gemacht, daß ein Milbestimmungsrecht der Angestellten bei Einstellungen zu einer Erstarrung und Erkältung der Betriebe führen müßte, da die Geschqftsleitung so qicht mehr in der Lage sei. besonder« fähige Leute zu sich hinüber zu ziehen. Bankbeamter Marx dagegen ersah in dem Mnbcstrmmungsrecht ein Ende der Vetiern- und Günstling»- wirtschafr, das gerade jetzt einen so bedeutenden Umfang angenommen habe, daß man jetzt bei der Deutschen Bank schon von„Butter» Prokuristen' spreche. Die Bankleiter hielten ein Einspruchsrecht bei Einstellungen und Besörderungen völlig induskutabel. Infolgedessen endigte die Versammlung nach langen Debatten, ohne einen nennenS- werten Erfolg zu haben. Keine Teilnahme der Anffestelften des ReichScrnShrnngs« Ministeriums. Räch der Aufsasiung de« AngestelltenauSschusieS de» Reichs« ernäbrungSministerium« würde eine Teilnahme der Angestellten deS ReichSernährungsminifteriumS ebenso wie der aller angeschlossenen KriegSgesellschaiten eine schwere Gefahr für die Bolksernährung be- deuten. Der AngestelltenauSschuß de« ReichSernährungSministeriumS (240 Angestellte verlretendj, beschloß daher an drm Sngestrlltenstreik nicht teilzunehmen. Die Krankenkassenangestellten»nd der Streik. Die Krankenlasienangestellten nahmen gestern nachmittag in einer im Konkordiasaal abgehaltenen stark besuchten Versammlung Stellung zum Streik der Industrie- und Bankangestellten. Rada, Mitglied der Streikleitung, gab einen Situationsbericht und bean« tragt« eine Resolution, worin die Krankenkassenangestellten den Streikenden volle Sympathie und finanzielle Unterstützung zusichern. Aus der Versammlung ging eine Resolution ein, welche ver- langt, daß die Krankentasscuange stellten am 17. April in den Sym- parhiestreik eintreten und dann nur noch die von der Streikleitung ol« erforderlich erachteten RolstandSarbeiterr mer Aufsicht der Be- triebsräte ausführen. Ein DiSlusfionSredner beantragte, daß auch die Krankenkasien- angestellten das volle Mitbestimmungsrecht fordern und fall» die Kasseuvorstände drei« Forderung nrchl bi« zum IS. April anerkennen, zu weiteren Maßnahmen schreiten sollen. In der Diskussion kam die Sympathie mit dem Angestellten« streik uneingeschränkt zum Ausdruck. Aber über die Frage eine» Streiks der Kasienangestellten waren die Meinungen geteilt. Rur einzelne Redner traten für den Sympathiestreik ein. Di« meisten hielten ihn nicht für angebracht. Ein Streik der Krankenkassen- angestellten— so wurde anSgeführt— sei gar nicht geeignet, einen Druck aus die großen Unternehmer der Metallindustrie auszuüben. Rur die Regierung, aber nicht die jetzige, könne die Unternehmer zum Nachgeben zwingen. Wenn die Kassenangestellten streiken, so würden dadurch in erster Linie die kranken Arbeiter schwer geschädigt. Wenn die Kranken nach den Bureau« der Kaffen kommen und die Türen verschloffen finden, so werden fie den Streikbeschluß nicht billigen. Die Resolution, welche die Arbeitsniederlegung der Kaffen- angestellten fordert, wurde mit allen gegen einzelne Stimmen abgelehnt und die allgemeine Erklärung der Sympathie und der finanziellen Unterstützung einstimmig angenommen.— Der An- trag, wonach fich die Vorstände bi» lg. April zur Forderung deö Mitbestimmungsrechts erklären sollen, fand Annahme gegen eine schwache Minderheit. Die Einigung im Streit öer Metallinünstrieangestellten in Sicht. Im Berliner VollzugSrat kamen am gestrigen Mittwochabend die Vertreter des Verbandes Berliner Metallindustrieller und der Streikleitung zusammen, um die am letzten Montag abgebrochenen Verhandlungen wieder anzuknüpfen. Seitens der Vertreter der Streikenden wurde an die Vertreter der Arbeitgobsr die Aufrage gerichtet, 06 sie in der Frage der Mitbestimmung bei Ein- st e l l tz n a c n eine bindende Erklärung abzugeben imstande seien. Die Metallindustriellen zogen sich darauf zu euivr fast Kveistündigen Beratung zurück, deren Resultat folgende innaßet» verkündet wurde: 1. Der Verband bestätigt den von schnen drei Vertretern am Montag, den 14. April, abends, für den Verband abgegebenen schriftlich formulierten Vorschlag and hält an ihm fest, obwohl dieser durch den Beschluß der Obleute abgelehnt und dadurch an sich bii» fällig geworden ist, und obwohl der Generalstreik, der durch da» Entaegenkommen der VevbandSverireter im Interesse der deutschen VotkÄvirtschast vermiesen werden sollte, inzwischen beschlossen worden ist. 2. Im Verfolg der in dem Vorschlag vom Montag enthaltenen Anregung, die Behandlung der Frage de» Mitbestimmungsrechts bei Einstellungen einer zu diesem Ziveck« besonders einzusetzenden paritätischen Kommission zu übertragen, schlägt der ver» band vor. gemeinsam die Reichsregierung zu ersuchen, diese Kom- Mission unverzüglich einzuberufen. Als Vertreter der Streikenden erklärte Aufhäuser, daß die Einsetzung einer paritätischen Kommission nicht den Forderungen der Streikenden entspreche. Sie seien jedoch bereit, vor der Regie- rung nochnrals über diese Frage zu verhandeliu Man hatte aller- schajs schon heute diese Differenz au» der Welt zu Ministerialdirektor Krüger betonte, daß die Haupidiffercnzen letzt eigentlich aus der Welt geräumt seien. ES handele sich heute doch lediglich um die Frage, ob eine Formulierung der grundsätz- liehen Uebereinsttmmung oeider Parteien gesunden werden könnte. Bei Schluß de» Bericht« dauerte die Verhandlung noch fort, doch scheint eS, als ob noch heute eine Einigung zustande kommt. •» • Vezirksstreikbureans für die Angestellten der Waren» und Kaufhäuser«nd Speztalgeschäfte. Osten. Groß« Fronlfurter Str. 28 bei BItssing. Kg st. SS7. Norden. Brnnnenstr. 178 bei Leverer. Norden 2380. Süden. Gläiostr. 8 bei Schüttler. Mvl. 0009. Zentrum. Roßstr. S bei Sasse Ztr. 7446. Südwesten. Tempelhoser Ufer 4 bei Scharr. Rollend. 1841. Leipzigerstraße. Kraulenstr. 5S/V5 bei Hübet. Ztr. 110 91. ghar.'ottenburg. Paffauerstraße btzi GcrveS. Äeinpl. 9811. Sllexanderpla». Elisabeth-, Ecke Kurzestraße. bei Nerkc.\ Haup-Preitbnrea«: HaverlandS Festskle, Nene Friedrichstr. 85, Zimmer 8.# Sämtlich« Kvllegcii und Kolleginnen haben siäi den Streil- bureau« sofort zur Verfügung zu stellen, die ihrem Geschäftsbetrieb am nächsten liege«. Dort find auch sämtliche Rachrichten ciUgegen- zunehmen. Die Streikleitung. Angestellten-AnSschsisse der KriegSorganffallonea l Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche Kriegsorganisationen die Urabstimmung über die Frage de« Streik» unbedingt bi» beute Donnerstag, den 17. April, vorzunehmen und da» Resultat bi« 1 Uhr mittag» bei dem Arbeitsausschuß, Pol«- damer Straße 31, bekanntzugeben habe». Bei der Mitteilung sind sowohl die für wie gegen den Streik abgegebenen Ssimmen an- zugeben. Verhandlungen mit der Zentralstrcilleirung werden ledig» lich vom Arbeitsausschuß geführt. Fachgruppe M(KriegSorganisationen). « Wir werden um Aufnahme folgender Erklärung ersucht: In der heutigen„v. Z." wird der Zemralstreikleitung der An- gestellten der Vorwurf gemacht, mit unfairen Mitteln zu arbeiten. Wir bestäligen, von der Zentralstreilleifung in einer versamm» lung am Montag, den 14. d. Mts., die Weisung erhallen zu haben, als lebenswichtiger Betrieb vorläufig nicht rn den Streik zu treten, Vollständig unrichtig ist die Berichlerstaitung der„B. g.", durch welche der Anschein erweckt wird, daß fich der AngestelltenauSschuß der Städtischen Elektrizitäts-Werke in einem Gegensatz zur Streik« leitung befinde. Wir stellen hiermit nochmals ausdrücklich fest, daß wir un» strikte an die Weisungen der Zentralstreikleilung halten werden. Nichtig ist nur, daß wir unS an der D'enStag-Siyung nicht beteiligt haben und daher die in den Morgenblättern veröffentlichten Erklärungen nicht abgegeben haben können.' Di« übergroße Mehrheit der Angestellten der Städlifchen Elrk» trizilälS-Werte stehl fest hinter den Forderungen der Streikenden und ist gewillt, dieselben in jeder Weise zu unterstützen. gez.: W. H e n d r i ch, Obmann der St. E.-W. gez.: H. Letz, stellv. Obmann. « Hente donnlttag 10 Uhr: Versammlung sämtlicher Ob- lrute aller Branchen in HaverlandS-Festsälen, Neue Fried» richstraße öS. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Legitimation. Die Zentralstreilleitung. » Angestclltrnvrrsammlung. Heute Donnerstag nachmittag 2 Uhr Volldersammlung der Angestellten der Firma Schwartzkopff und Merpenthaler Setzmaschinen-Fabrik. Berlin, in den Boruffia-Säien, Ackerstr. 6/7. Nach der Versammlung: Gemütliches Beifammeasein. Die Streikleitung. • Obleute der Holz-«nd MSbelindustri««nd dr» Handel». Der bei Landrä versammelte Fünfer« und Zrhner-AuSfchuß der Fach- gruppe 11 gab einstunmig seine Sympathie den Strelkenden kund. Sämtliche Obleute und Vertrauensleute der Gruppe versammeln sich heute, Donnerstag, nachmittag 5 Uör im Weihenstephan, Friedrichstr. 176, wo Stellung zum allgemeinen Streck genommen werden soll. Urabstimmung in den Betrieben vor» nehmen und Resultat schriftlich mitbringen! wie Lenin über Streikende spricht. Ein russischer Genosse schreibt uns: Daß Genosse Robert Schmidt bei der Beantwortung der sozialdemokratischen LebenSmittelinierpellation scharfe Worte gegen die Streiks gebrauchte, rief auf feiten der Un- abhängigen die obligate Empörung empor. Auf dieser Seite will man nicht verstehen— oder es ist möglich, daß man wirklich nicht verstehen kann— daß das Streiken jetzt buchstäblich einer Selbstzerfleifchung der Arbeiter gleichkommt. Die Aufgabe der Führer versteht man dort darin, daß man stets den Mafien und ihren Stimmungen nachzulaufen hat. Daß der Führer die Pflicht hat, zu warnen und sich er- forderlichenfalls unter Aufbietung seiner ganzen Kraft der Strömung entgegen zu st emmen, davon haben diese Art von Führern keine Ahnung, dafür haben sie kein Herz. Sie sollen dann wenigstens bei Lenin lernen, wie sich ein Führer zu verhalten hat, wenn er gegen etwas ankämpft, was ihm in den eigenen Reihen als schädlich erscheint. Hier nur ein Beispiel. In der„Prawda" vom 19. September 1918 veröffent- lichte Lenin einen Artikel, betitelt:„Ueber den Charakter unserer Presse", in dem er über die bolschewistische Presse ein vernichtendes Urteil aussprach. Wir wollen aber davon absehen und nur die Stelle anziehen, in der Lenin u. a. auch über Streikende folgendes sagt: „Besteht denn der Klaflenkampf tn der Zeit de» Urvergongs vom Kapitalismus zum Sozialismus— ruft Lenin aus— nicht darin, daß die Jntercffen der ArbeUerllasie vor jenen Häuflein, Gruppen oder Schichtet, von Arbeitern geschützt werden, die hartnäckig an den Traditionen des Kapitalismus festhalten und den Sowjetstaat nach der alten Art ansehen: ihm. dem Staat. möglichst weniger und schlechtere Arbelt zu leisten, ober möglichst diel Geld von ihm zu erhalten? Gibt e S denn wenig derartiger Schurken s.Mersawez"). s o zum Beispielunter den Setzern der Sowjet- Druckereien, unterdenArbeiternderSiormowo«, der Putilow-Werke usw.? Wie viel« von dieser Art haben wir schon deSavoniert, wie viele an den Pranger gestellt I Die Preffe aber schweigt sich darüber auS. Und wenn fie schon schreibi, dann nach Art der offiziösen Blätter, ganz beamtenmäßfg. nicht wie eine revolutionäre Preffe... usw. ulw." Lernt, ihr Unabhängigen, die ihr so großen Respekt vor dem russischen Experiment habt, bei Lenin, wie Revolutionäre den Massen gegenüber auftreten. Zur kommunistische Illusionisten. GS wird noch schlechter als bisher! In Versammlungen gaukeln di« Kommunisten der Arbeiterschaft vor, dah mit der Einführung des RäteshstemS alle Not so- fort ein Ende haben würde, daß wenigstens alsbald eine allgemeine Besserung der Lage enttreten würde. In der spartakistischen Frankfurter.Freiheit" aber vom 10. April lesen wir folgende AuS- führungen von Eugen Varga, der in der ungarischen Räte- repnblik da» Amt eine« Volkskommissars für Finanzen bekleidet: Nun weiß ich sehr gut, daß sie Diktatur des Prole- t a r i a t S der wirtschaftlichen Not nicht sofort ein End« bereitet, daß die Forderung der Arbeiter noch besserer Versorgung nicht sofort in Erfüllung gehen kann.?la, e» ist wahrscheinlich, daß die Lage des Proletariat» während einer Uvbergangszeit noch schlechter sein wird als bisher. So spricht der Kommunist----nach Ergreifung der Macht. Vorher schreit er: nur die jetzige Regierung ist an allem schuld, wir werden sofort Besserung schaffen. Nachher kennt er dann auch nur die eine Melodie: Geduld, Geduld, Geduld.,, Der Ausschuß zur Untersuchung der Unruhe», der von der ver- faffunggebcnden Landesversammlung eingesetzt ist, hielt gestern eine sechsstündige Sitzung ab und Härte als Zeugen den früheren Ber- liner Stadikommandanteu Leutnant Fischer, den Jniendanlurrat B o n g a r d von der Kommanhaninr. de» Verleger Albert Bau- in e i st e r und den Vorwärts» edakteur Erich K u t t n e r. Der AuS- fchuß beschloß mit 9 gegen» Stimmen, mit Mckstcht auf dle schwe- benden verfahren' den Inhalt der AuSfageu für vertraulich Att erkläre«. Nächste Sitzung ist am 8. Mai, Gewersschaflsbewegung Neuer Tarif der Steinarbeiter. Nach wieiderholten Verhandlungen mit der llnternehmerorgani- fation haben die Steinarbeiter Berlins ein. Abkommen erzielt, dessen grötzte Bedeutung darin liegt, daß die Akkordarbeit in allen Bran- chen abgeschafst ist. Das trifft namentlich auf die Grabsteinbranche m. die seit Iahren die Beseitigung der Akkordarbeit verlangen, die während der Kriegszeit einen größeren Umfang angenommen hatte. Auch das seit längerer Zeit vergebens gestellte Verlangen, die Ar- beiterinnen unter den Tarif zu stellen, ist jetzt erfüllt. Die Silfs- arbeitet und Lehrlinge in den Tarif einzubeziehen, ist nicht gelungen. Doch der Gesellenausschuß hat bei der Innung erreicht, daß die Lehrzeir von 4 auf 3 Jahre heraibgesetzt und das Kostgeld aufgebessert wird Im übrigen ist folgendes vereinbart worden: Die tägliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf 43 Sunden nicht überschreiten einschließlich etwai- ger Ueberstunden, die mit einem Aufschlag von 80 Proz. zu vergüten sind. Die Arbeitszeit schließt an den Sonnabenden eine halbe Stunde früher, an den Tagen vor den hohen Festen um 12 Uhr mittags ohne Lohnabzug. Bei auswärtigen Arbeiten wird ein Zu- schlag von 6 M. täglich einschließlich Sonntag gezahlt. Das be< nötigte Fahrgeld wird vergütet. Die wegen Regerttvetter aus- fallende Arbeitszeit wird bezahlt. Das Zwischenmeisterwesen wird durch den Tarif verboten, Unternehmer dürfen keine Arbeit an Zwischenmeister geben. Arbeiter dürfen bei Zwischenmeistern keine Arbeit annehmen. Der Stundenlohn beträgt vom 1. April ab für Steinmetzen 2,60 Wt., für Schleifer, Fräser, Dreher 2,40 M., für Anfänger in der Schleiferei im ersten Halbjahr 1,70 M., im zweiten Halbjahr 1,8S M.. im dritten Halbjahr 2 M. Arbeiterinnen erhalten im ersten Halbjahr 0,90 M.. im Metten Halbjahr1L0 M., im dritten Halbjahr 1,40 M. Der Tarif wird auf ein halbes Jahr abgeschlossen und kann mit einer Frist von 4 Wochen gekündigt werden.— Durch die vereinbarten Lohnsätze erhöht sich der Stuu» denlokm für Steinmetzen um 46 Pf., für Hilfsarbeiter um 43 Pf. Die letzte Mitglioderverfammlung der Steinarbeiter erklärte zwar die Zugeständnisse als nicht befriedigend und hätte ein weiteres Entgegenkommen der Arbeitgeber erwartet, aber im Interesse des Fliedens im Gewerbe stimmt« di« Versammlung den Verein- Harlingen zu._ Die Rechtsanwaltsangestellten. Die Angestellton der RechtSanwätte zählen mit zu den schlecht-- bezahltesten Angestellten aller Branchen. Seit Jahrzehnten haben sie durch wiederholte Eingaben versucht, den Bestimmungen der Gewerbeordnung oder des Handelsgesetzbuches unterworfen zu werden. Sie find eine der wenigen Kategorien von Angestellten für welche selbst diese Verhältnisse nicht geregelt find. Leider muß auch konstatiert werden, daß«in großer Teil der Angestellten bisher allen Bewegungen ablehnend gegenüberstand. Erst in neuester Zeit regt es sich auch unter den Anwaltangestellten. In mehreren über- füllten Versammlungen haben sie sich entschlossen, ihren Arbeitgebern auch Forderungen zu unterbreiten, damit sie durch eine ausreichende Bezahlung in die Lage versetzt werden, ihr Leben zu fristen. Der Berliner Anwaltverein hat nunmehr auch in einer seiner letzten Versammlungen anerkannt, daß eine Notlage der Angestellten vor- fliegt und daß es notwendig ist. in vielen Bureaus die Verhältnisse aufzubessern. Er hat zu diesen, Zweck eine Kommission gebildet, die mit der zuständigen Organisation der Angestellten, dem Verband der Bureauangestellten, in Verhandlungen betr. Abschluß eines Tarif- Vertrages eintreten soll. In einer äußerst zahlreich besuchten Ver- iammlung erstattete Bauer von, Verband der Bureauangestellten den Bericht über den Stand der Verhandlungen. In der äußerst lebhasten Diskussion wurden wiederum viele Fälle vorgetragen, in denen die Chefs es grundsätzlich ablehnen, mit den Angestellten über ihre SBünfche zu verhandeln. Insbesondere wurde Beschwerde ge- führt über die Maßregelung, welche seitens der Herren Geh. Justiz- rat LiSco. Justizrat Becherer und Justizrat Mühsam vorgenommen wurde, und zwar an Familienvätern, die zum Teil als Kriegsteil- nehmer zurückgekehrt, Aufbesserungen ihrer Gehälter gefordert bzw. Aeliderung«« in Bureauverhältnissen bezüglich der Arbeitszeit ge- wünscht haben. Bemerkt sei. daß der Schlichtungsausschuß sich tat diesen Fällen zugunsten der Angestellten entschieden hat. Die Ver- sammlung beschloß, dem Berliner Anwaltverein noch eiil« Frist von einer Woche zu stxllen, mncrhalb welcher die Verhandlungen nun- mehr zum Abschluß gelangt sein müssen. Nach Ablauf dieser Frist soll ein« weitere Bersammllmg über das weitere Vorgehen Beschluß fassen._ Lohnbewegung der Handelsarbeiter in der Textilbranche. Folgender Beschluß zwischen den Vertretern deS Transport- arheiterverbandes und der TextilgroßhandelSkommission beim Ar- beitgeberverband des Großhandels konnte nach längeren, schwie- rigen Verhandlungen den sehr schlecht bezahlten Arbeitern dieser Branche unterbreitet werden: Lohnsätze. Der Lohn beträgt für männliche Arbeitskräfte über 20 Jahre pro Woche 75 M. In den Betrieben, die ganz be- sonders unter den zurzeit bestehenden ungünstigen WirtschaftS» Verhältnissen zu leiden haben bei einer durch diese Verhältnisse verkürzten Arbeitszeit von S Stunden und darunter 60 M. Nochzahlung. Die Nachzahlung wird gewährt vom 1. Fe- bruar 1919. Für alle Betriebe, die bis 2 Uhr nachmittags ge- öffnet hatten, gilt als Basis für di« Nachzahlung der Satz von 60 M. Bei einer Arbeitszeit über 2 Uhr kommt der Satz von 7ö M. für die Nachzahlung in Frage. Mit Bedauern' über das geringe Entgegenkommen, jedoch in Rücksicht der umgünstigen Wirtschaftslage und weil dies« Sätze eine zum Teil nicht nn erhebliche Lohnansbesserumg mit sich bringen, sahen sich die Beteiligten zur Annahme dieser Lohnsätze gezwungen. In der Vorsammlung wurde besonders darauf hingewiesen, daß nicht zuletzt die Zersplitterung unter den Handelsarbeitern«» verschuldet, daß den Arbeitgebern nur sehr schwer Zugeständnisse abgerimgcii werden konnten. Folgende Resolution fand dann sin- stimmige Annahme: „Die Hamdelshilssarbeiter und-arbeiterinnen sehen im Deut- sehen Transportarbeirerverband die einzige Organisation, die in der Lage ist, ihre Interessen mit Erfolg zu ve-rtreten. Die Bersamm- hing lehnt es einstimmig ab, andere Voreinigungen als Wirtschaft- liche Interessenvertretung anzuerkennen und erwartet, daß die Kol- legen aus der Gefchäftsdiener- und Packervereinigung sich restlos dem Deutschen Transportarbeiterverband anschließen werden. Die Versammlung weist ferner jeden Vepsuch der Wirtschaft»- Voreinigungen der Angestellten, eine Zersplitterung der Handels- arbeitec herbeizuführen, aufs entschiedenste zurück und verbittet sich jede Agitation unter den gewerblichen Angestellten im Handels- gewerbe, die nur zum Bruderkampf führen würde." Ter Reichstarif für Anwaltsangestellte gescheitert. Die vom Verband der Bureauangestellten und vom Bureau» beamlenverband zu Leipzig mit den deutschen Anwaltsvereinen am 13. April in Leipzig geführten Reichstarifverhandlungen find ge- scheitert. Die Angestellten forderten für Gehilfen mit selbständiger Tätig- keit und für Bureouvoisteher bis zum Alter von 25 Jahren in Großstädten ein monailiches Mindeftgebalt von 800 M. und kür solche über LS Jahr« 400 M. Aus Wunsch der Anwälte wurde fest- Die Wz 7. öranüenburgisthe Kommunalanleihe ist ausverkauft! gelegt, daß dieses Gebalt für die unter 25 Jahre alten Angestellten erst nach mindestens fünfjähriger und für ältere Angestellte nach mindesten» achtjähriger Bureautätigkeit, ohne Aniechnung der drei» jährigen Lehrzeit gewährt werden sollte. Da die Anwälte erklärten. nicht leistungsfähig genug zu sein, um die geforderten Gebälter zahlen zu können, verminderten die Angestelltenvertreter die GebaltS« forderungen auf 280 M. und 380 M. Diese Belastung erklärten die Vertreter der Anwalte und Notare nicht tragen zu können und lehnten die weitere Verhandlung über den Reichstarif ob. Die gewerkschaftliche Organisation wird nun mit aller Kraft die be- rechligten Forderung� her schlechtbezahlten Angestellten durchietzcn. Heber die Generii,»eesam mlung der Transportarbeiter erhalten wir noch folgende ergänzende Mitteilungen: Da der Berichterstatter der„Freiheit", obgleich er zu der Verfamnilung bestellt war, nicht erschien, beschloß die Versammlung, dem Berichterstatter deS„Vor- wärts" zu empfehlen, sich nach Hause zu bogeben. Als dann später ein Vortreter der„Freiheit" erschien, wurde die Versammlung an- ruhig, so daß auch dieser unverrichteter Sache heimkehren mußte. Der Bezirksleiter Werner teilte dann mit, daß am 12. Viai die Versammlung für das erste Quartal abgehalten wird, wo die Aufstellung der Kandidaten für den Verbandstag in Stuttgart statt- finden soll. Für Groh-Berlin kommen 25 Delegierte in Frage, jedoch ist die doppelte Zahl der Kandidaten auszustellen. Die Mit- gliedschast bei der weiteren Entwicklung dürste sich am Schluß des 1. Quartals auf 76 000 stellen. Der Kassenbericht weist eine Ge- samt« innahme von 836 725,13 M. aus, der eine Gesamtausgabe von 734 751,23 M. gegenübersteht. Der Kassenbestand beträgt 50 973,90 Mark. Die Arbeitsvermittlung zeigt ein reichhaltiges Bild. Stellen wurden gemeldet 60 452, wovon für fest 22'285 und zur Aushilfe 19 127 besetzt wurden. Stellungsuchende meldeten sich 67 246. Aus der Bibliothek wurden 5605 Bände entliehen. In der hierauf einsetzenden längeren Debatte wurden neben ovganisawrischen auch politische Fragen gestreift, so u. a. die Frage über die politische Haltung der Gewerkschaften. Weitere Redner monierten, daß zur Sozialisterung der Groß- betriebe nicht Stellung genommen worden sei. Die den ganzen Volkskörper demoralisierende Arbeitslosigkeit könne durch die Unter- stützungen nicht abgeschwächt werden. Das Rätesystem wurde ebenfalls hervorgehoben und di« Kredit- bewilligung erörtert. Da die Zeit bereits sehr vorgerückt, wurde die Versammlung vertagt. Die Fortsetzung findet am S. Oster sei« r- tag(22. April) wt den Musiker-Sälen, Kaiser-Wilhelm-Straß« 31, statt. Eine besondere Einladung ergeht an die Delegierten nicht. Berichts wurde eine EntschNeßnng angenommen, in der den im Kampfe um die Erringung des Mitbestimmungsrechtes stehenden Angestellten volle Sympathie ausgesprochen und zum Ausdruck gebracht wird, daß die Genossenichatt nach gleichen Zielen streb: und in der Erringung dieses Rechtes ein entscheidendes Berufs-, ja Lebensinlercsse der Arbeitnehmer erblickt. Der NormatanstellungSverirag wurde gutgeheißen und dann in die Beratung des Tarifvertrages emgeuelen. Der darin vorgesehene paritätische Stellennachweis und der Koali- tionSzwang stießen auf Opposition, wurden jedoch vom Borstande lebhaft alS wertvolle Errungenschaft verteidigt. Genossenschaft sozialistischer Künstler. KesckästSfiell« viriln« Steglitz, Mommsenttr. 24, Telephon: Stealitz Zlssss. Dienstag, 22. April, Lmkitr. 13 im Schultheiß, abend? 7 Uhr. Mitglicderversamminng. Tage»- ordnung: Vollsitzung der Gruppe.Bildende und angewandte Kunst". Bericht deS PrsiiungS-AuSIchusfeS über die Einteilung in die Krupven. Zuwahl neuer Mitglieder. Die Genossen werden gebeten, bis Dienetag um S Ubr Probe» ihrer Arbeiten zu Hönden de» BorswudeS oder im Lokal Siniftr. 13 abzugeben. Genossen, dle sich dieser Bedingung nicht unterziehen, lönnen nicht in die Zweiggruppen«ingeteilt werden. Herr krucko« sendet uns unter Bezugnahme auf den in der Morgenausgabe des„VorwärrS" vom DienSlag veröffentlichten Versammlungshericht eine Entgegnung, worin behauptet wird daß Herr Rücker ihn in der verianimlung mit Schmäbungen über- bäuft und den Bund verdächtigt habe. Erst als Herr Rücker seinem Ersuchen, die Anwürfe einzustellen, nicht nachgekommen sei, habe er, Herr Kruckow, de�r Saal verlassen., Versammlungen am heutige» Donnerstag- Obleute der städtischen und sonstigen GlckrrteitSts-,(Snt- und Wasserwerke und der StromveisorgungSanslaltea. oorvnltagS 10 Uhr, w HaveriandS Fesliälen, Reue Frtedrichstr. 35. Gleichzeitig um 10 Ubr Ooinänneroersammtlmg sämtlicher Branchen nnd Fachgruppen ebendaielbit. Orenstetn». Koppel. Zentrale Bolloersammlung der Angestellten nachmittags 3 Uhr in den Kammeriälen, Tlllomer. Ecke Belle-Assiancc-Str. Frisier«. Rostmann. Angestellte und Arbeiter nachmittags 3 Uhr bei Wäblssch, Skalitzer Str. 22. Commerz, und Tisconto-Bank. Nachmittag« 2 Uhr im Sewerk- schaftsbau«. Engeluser IS. Saal 4. Bersichernngsangestellte Grost> Berlins. Nachmittags st,S Ubr, Sovbien-Säle, Sophienftr. 17/18 1 Obleutesstzung. Tagesordnung: Mit- besUmmungSreckt. SiemenS-Angestellte-BerwaltungSgedSud-. Vormittags II Uhr im VolkshauS, Ehadottenbrng. Nossnemlr Tag Sordnang: Die slreiklage. Armin Deiinrr, Berlin, Lichtenberg nnd R.rnen. Nachmittag» 3 Uhr: Außerordentliche BetnebSoeriammiunq im Lindenhol Die Angestellten der Deutschen Bank versammeln(ich vormittag» 10 Ndr in den Germania-Prachlsäten, Ehausseestr. 110, zur Entgegennahme wichtiger Mitteilungen. Diseonto-Gesellschaft. Nachmittag« 2 Ubr im großen Saal der PHUHarmonie: Bernburger Str. 22: JnstitutSverjammlung. Angestellte be« Dvnamowerts der SlemonS-Schnckertwerke, naitmillagS 2 Uhr, in den Fesisälen StcmenSstadt. Ausweise find m:tzu- bringen. Vtassai. Schwartikopff. Werfe«tlda«. Die Lohnzahlung ersolgt heute vormittag'1,9 Uhr im Wert Wildau. Tagung der Bühnengenossenschaft. Die Bühttengenosienschaft bep-inn am Mittwoch ihre aus drei Tage berechnete Vertretervorsammlung. D:e Berkehrsschwierigkeiien haben manchen Delegierte» ferngehalten. Die Tagesordnung gehört zu den wichtigsten seit Bestehen der Genossenschaft. Die bisherigen Errungenschaften sollen verbessert und die Genosienichasi als gewerkschastltcheS Glied der GeneraUommission angeschlossen werden. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärte Präsident Rickelt. daß di« Genossenschaft den freien Angeste lltenverbäuden unbedingt Kartellireue halten werde. Nach Genehmigung de« Rechenschasts- Znöustrie und Kandel. Burcankratische Einschränkung des Außenhandels. Eine Bremer Firma stellt uns chren Schriftwechsel mit dem Reichskommissar für Ein- und Ausfuhrbowilligung zur Ver- sügung. Das Haus hatte vor dem Kriege nach Ostaftika. Ostindien und China exportiert und gleichzeitig den Import gepflegt. Tie damalige Firma hatte aber infolge der Einberufung des Inhabers zum Heeresdienst liquidieren müssen. AIS sie nunmehr um den Export einiger pharmazeutischer Artikel nach Kowno nachsuchte. wurde ihr dieser Antrag abschlägig beschieden. Sin Grund ist in der Ablehnung nicht genannt, doch war ihr eine Rückfrage deS Reichs kommtssars vorausgegangen, in der dieser sich nach der frühe- ren Tätigkeit der Firma erkundigte. Sollte, wi« anzunehmen ist. wirklich mir die Aenderung des Ausfuhrartikels der Grund der Ablehnung sein, so müßte das Verhalten des Reichskommissars ge- radezu als skawdalös bezeichnet werden. Eine jede Industrie muß sich jetzt umstellen, wieviel mehr erst der Außenhandel! Ihn durch bureaukratische Bedenken so schwer zu benachteiligen, daß den Ex- porteuren alle Lust am Geschäft verloren geht, ist unverantwortlich. Adler, Deutsche Portlandzementsabrik A.-G� Berlin-WilmerS- darf. Der AufsichtSrat hat beschlossen, der aus den 9. Mai d. I. einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung von 6 Proz. Dividende vorzuschlagen. Außerdem soll aus den BortragSde- ständen ein« Ausschüttung von j« 100 M. firufprozenttger Kriegs- aulsihe mit ZinSschsinen per 1. Jull 1919 aus je nom. 2000 M. vorgenommen werden.(Im Vorjahr gelangte eine Dividende von 4 Proy. sowie eine Supordividend« von 6 Proz. zur Verteilung.) Orenstein u. Koppel— Arthnr Koppel Attirnsesellschaft. In der abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung, in welcher ein Aktienkapital von 7 579 000 M. mit 7597 Stimmen vertreten war, wurde die Tagesordnung erledigt und die sofort zahlbare Dividende aus 14 Proz. festgesetzt. Auf em« Anfrage aus Aktionärkreisen er- widerte der Generaldirektor Geheimrat Orenstein, daß die. Effekten der Gesellschaft, soweit sie gefährdet seien, vollständig abgeschrieben wäre». Di« Staatspapiere sind unter jetzigem Kurse eingesetzt. Verantwortlich für Volitik Artnr gickler. aharl,ttenb»rg, für den adrigen teil pro Harle» Alfred Scholz. Neukollm kür Anzeigen THcodor Glocke. Vetlrn. Verlag: VvrwürtS-Verlag®. rn 6.©.. Berlin. Druck Bori.'Srts-Vuchdruckerei und VerlagSanstall Paul Binaer u. Co in Serltn. Ltndensrratze 1 '/_ Hierzu 2 Beilagen Sil Trnind warnte ihn! Die Augen schmerzte» und tränte», die Lid« ränder waren dauernd etwas entzündet, das Lesen bei der Lampe ermüdete ihn schnell, Kops- weh und Nervosität setzten seine Arbettssähigkeit weiter herab. Ein Freund warnte rbn und empfahl ihm. sich bei uns kostenlos die Schrift .Ratschläge emes Fachmannes" zu erbitten. 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