|It.ä0ä.36.|«l)rB. Bezugs»»!«: Sledetia�rL.7,öO Ml. moitaü.2,B0 Kl. ftciinS jpau#. ooräuS zahlbar. Einzelne Nummern lv Pfening. Postbezug: Mönallich 2 S0 MI. exkl. Zustellung-Z- gebühr. Qnler Kreuzband mr Tonisch. land u. Oeslerreich-Ungarn n,75 Ml. für das übrige Ausland 9.75 MI., bei lüglich emmaUger Zustellung 7.75 MI. Postbeilellungcn nehmen an Däne- mar!. Holland. Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Lost-iieltungS-VreiSIiste. Der.Lorwürt-' erscheint wochenläglich pneimai. Soimtagr einmal. Telegiamm-Adreisa .Sozialdemokrat Herlin'. Nerlinev Volksblatt. ( 10 Pfennig) AazeigeupreiSi Die achlgcivaUene fionvarcillczcile loste! 1,20 Ml.„Kleine Anzeigen', dag ieligedrucve Won So Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Wor(e>. icdeS weitere Worl W Psg. Stellengesuche und Schlasstellenanzeigen das erste WoN 40 Psg., ledes weitere WoN 20 Pfg. Sorte über 15 Buchstaben zählen für zw« Worte. Teuerungszuschlag 50% Familien-Anzeigen, volitische und gewerkschaftliche Vereins- Anzeigen 1,20 Ml. die Zeil«. Anzeigen iür die nächste Aumnier müssen bis 3 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin SA. 68. Lindenltratze 3, abgegeben «erden. Seäfsnet oon S Uhr jrüh bis S Uhr abends, ZcntraXorgan der fozialdrniohratlfchen Partei Deutfcblands. Redaktion und Expedition: SW. öS, Ändenstr. z. Fernsprecher: Amt Morinpla«, Nr. l3li90— tZlU?. Sonntag, den ÄO. April 1919. vorwarts-verlag G.m.b. h., SM. öS, Lindenstr. Z. Fernsprecher: Amt Moristplast, Nr. 117 33—31. Sin Beamter nach Versailles Abholung eines dlplomatlfchcn SchriftftQchs. Scrlin, 19. April. Telegramm der Waffenstillstands- kommission in Spa vom 18. Apnl 1919 au den Reichsminister Erzberger. General N u d a n t übersandte am 18. April, 4 Uhr nach. mittags, folgende Note: Der Norsttzende dcS Confeils, 5!riegSministcr, telegraphiert am 18. April 1919 was folgt: Wollen Sie bitte folgende Mitteilung an die deutsche Regierung weiterleiten: 1. Der Oberste Rat der alliierten und affozi- ierten Mächte hat beschlossen, die mit Boll- machten versehenen deutschen Delegierten für den 23, April abends nach BersaMes einzuladen, um dort den von den alliierten und assoziierten Mä6)ten festgesetzten Text der Friedenspräliminarien in Empfangzunehmen. � 2. Die deutsche Regierung wird' daher gebeten, dringendst Zahl, Namen und Eigenschaft der Delegierten anzugeben, welche sie nach Versailles zu schicken beabsichtigt, ebenso Zahl, Namen und Eigenschaft der Personen, welche sie begleiten. Die deutsche Delegation soll strengstens auf ihre Rolle beschränkt bleiben, und nur Personen umfassen, die für ihre besondere Mis- sion bestimmt sind. gez. Rudant. Der Reichsminister des Auswärtigen Graf B r o'ck- dorff-Rantzau hat dem Vertreter des Auswärtigen Amtes bei der Wasfenstillstandskommission in Spa in Beant» Wartung der französischen Mitteilung vom 18. April folgende Instruktion erteilt: «Bitte dortigen französischen Bertreter folgende Mitteilung zur Weitergabe an die alli- ierten und assoziierten Mächte zu machen: Die deutsche Regierung hat die Mitteilung des französischen Ministerpräsidenten und Kriegsministers vom 18. April erhalten. Sie wird die Herren Gesandten von H a n i e l, Geheimen Legationsral von Keller und Wirklichen Legationsrat Ernst Schmitt-zum Abend des 25. April naä) Versailles entsenden. Die Delegierten sind mit den erforderlichen Bollmachten ausgestattet, den Text des Entwurfs der Friedenspräliminarien entgegenzunehmen, den sie alsbald der deuks6)en Regierung überbringen werde«. Sie werden begleitet sein von zwei Bureau- beamten Herren Hosrat Walter Reimker und Diälar Alfted Lüders sowie von zwei Kanzleidienern Herren Julius Schmidt und Niedeck.* ..Tie Woche fängt gut an!" sagte der Zigeimer, der am Montag gehängt werden sollte. Die Friedensverhandlungen sangen gut an, wird das deutsche Volk sagsn, wenn es die Note des französischen Generals liest. Die deutschen Delegierten sind nicht nach Versailles ge- laden, um niit den Gegnern zu verhandeln, sondern um dech Tcrt bei Friedenspräliminarien in Empfang zu nehmen. Da diese Delegation strengstens auf ihre Rolle, nämlich auf die Entgegennahme eines diplomatischen Aktenstücks, beschränkt bleiben soll, ijjöre es sinnlose Kraft- und Geldverschwendung, wenn Nirm ischs Delegierte und zwciunddreißig Gutachter nebst sämtliäien� notwendigen Hilfskräften, insgesamt mehr als hundert Personen, nacii Versailles schicken wollte. Also ist der Gesandte v. Haniel mit möglichst kleinem Gefolge beaus- tragt worden, den Transport deS wichtigen Schriftstückes aus« zusiihren. Ex hat nicht den Auftrag, ixgäidwxlche.Erklärungen abzugeben, sondern bleibt streng auf die swmme Vermittlerrolle beschränkt. Die deutsche Regierung ist selbstverständlich bereit, zu verhandeln, sobald von der anderen Seite Verhandlungen ge- wünscht werden. W»d doch oft über die Beilegung eines verhältnismäßig geringfügigen Arbeitskonflikts wochenlang verhandelt! Daß man einen Völker konflikt, der der Welt so tiefe Wunden gerissen hat. ohne Verhandlungen, durch einfaches Diktat von der einen Seite, zu reinlichem Austrag bringen kann, ist undenkbar, und die Vermutung, daß matt auf solche Weise eine Aeva des Völker-Weltfriedensbundes ein- leiten könnte, wirkt doch nur wie ein etwas boshafter Scherz. Der Weg zu einem wirklichen Frieden fängt erst dort an, wo der Weg der Verhandlungen von Volk zu Volk beschritten wird. Dazu ist aber der Anfang noch nicht gefunden!__ Dernburg Reichssinanzminister. Gleichzeitig Vizepräsident des Reichsministeriums. Berlin, 19. April. Der Reichspräsident hat heute abend die Ernennung von Exzellenz Dernburg zum Reichs- minister der Finanzen vollzogen. Reichsminister Dernburg wird gleichzeitig das Amt eines Vizepräsidenten des Reichs- Ministeriums übernehmen._ die neue Regierung in Sraunschweig. B r a» n s ch w e i g, IS. April.(Amtlich.) Die vorläufige Braunschweigische Regierung, die die Geschäfte des Landes bis zum Wiederzusammentritt deS Landtages am 34. April führt, besteht aus folgende» Mitgliedern: A n t r i ck(Mehrh.-Soz.), Finanzpräsident Bartels, Gustav Ger icke(lt. Soz.), Dr Jasper(Mchrh.-Soz.), August Junckeer Katzenjammer ist dem Rausch nur allzu schnell gefolgt— glücklich hinter uns liegen. Wie rühmten wir uns, es so weit gebracht zu haben an„Erfolgen" und„Forffchritten" auf allen Gebieten der Wirtschaft und der Technik! Wie protzten wir mit dem„Konifort der Nenze tt�, der uns— nicht nur in den. großen Hotelkarawansereien der Weltstädte— aus Schritt und Tritt umgab! Me hob sich voll Stolz unsere Brust, wenn wir die schwindelerregenden Ziffern unserer Ein- ftihr und Ausfuhr, unserer Stahlerzeugung und nnsercr Eisenbchnkilometer nannten. O, wir hatten das olles am Schnürchen.... �- Der dies schreibt ist cheute wie nur je zuvor ein über- zeugtcr Anhänger der ökonomischen Geschichtsauffassung, heute wie nur je sieht er in der Art, wie die Menschen essen und trinken, wohnen und sich kleiden, wie sie produzieren und konsumieren die stärfften Triebkräfte alles geschichtlichen Werdens. Darüber ist an dieser Stelle kein Wort zu vcr- lieren. Und dennocki: haben nicht auch wir Sozial- d e m o k r a t e n in den letzten Jahrzehnten dies Materielle allzu ausschließlich gessfym? Haben wir nicht auch den Sozi»fi?mus allzu sehr aufgefaßt als eine Frage emei'fcitö nur der ökonomischen Vntwicklmtg unü anderer-' ssits n u t der politischen MÄchtgetmnnung? Gewiß ist er dieZ beides in höchstem Maße— aber er ist zugleich auch mehr als das. Gr ist auch, und nicht zum wenigste», eine Frage der Erziehung. In den sechziger und siebziger Jahren hatte.'! das manche der damaligen Sozialisten recht gut erkannt. Allen voran der unvergeßliche Wilhelm Lieb- knecht und sein Freundeskreis im alten Leipziger Arbeiter- bildungsverein� Gewiß, wir haben auch später sehr viel Ar» beiterbildung getrieben, und ich bin der letzte, der unter- schätzen möchte, was in unserer Parteischule, in unseren Bil- dungskursen, in unserem Bibliothekwesen und so fort ge- leistet worden ist. Und doch: war nicht auch unsere ganze Bildungsarbeit schließlich zu sehr mechanisiert und entge istigt worden? War sie nicht doch zu sehr einge- stellt aus die Aneignung einer Fülle von Lehrsätzen, Ziffern und totein Wlssensmatenal? Das Eigentliche, der Geist s c l b st, kam dabei vielfach arg zu kurz. Wir gaben zu viel Stoffliches und legten zu wenig Gewicht auf die Er-' ziehung. Auf die Erziehung zur sittlichen, ihrer Pflichten und ihrer Verantwortung bewußten Persönlichkeit.. Wir der- gaßen nur zu oft, es den Massen in Hirn und Herz zu hörn- meru, daß der Sozialismus nicht nur eine Sache der größeren Rechte, sondern mindestens ebensosehr auch eine Sache der gesteigerten Pflichten sei. Das alles sind Sünden der Vergangenheit, die sich jetzt bitter rächen. Von hier aus wird nun aber auch die zentrale Bedeutung des Erzichungsproblenrs für unsere nationale Wiedergeburt klar. So angesehen, haben die Fragen der Schulreform— ich brauche dies Wort hier im denkbar weite- sten Sinne— für Teutschlands Zukunft mindestens dieselbe Bedeutung wie die Fragen des wirtschaftlichen Wiederauf- baues und wie die Fragen des Staatsrechts und der Per- fasfung. Und auf diese m Gebiet wenigstens haben uns unsere Feinde nicht viel hineinzureden, hier sind wir noch einigermaßen selbst die Herren unseres Schicksals. Darum vernwgcn wir hier auch heute schon rüstig an die Arbeit zu gehen. Rüstig— aber mit Umsicht und Ueberlegungl Mit ein paar allgemeinen Redensarten und Schlagworten-ist hier gar nichts getan. Gerade auf diesem Gebiet kommt es sehr viel weniger auf die Form als auf den Inhalt an. Der Geist ist's, der lebendig macht! Schöne Erlasse, Verordnungen und Gesetze sind schnell gemacht— sehr viel langsamer aber läßt sich der ganze Geist der Verwaltung und— schließlich— des gesamten Volkes umstellen..Hier kann sich die Revolittion nur als schrittweise geistige und seelische R e- form durchsetzen. Das geht manchem Ungeduldigen— und wer von imS tväre nicht ungeduldig!— zu langsam. Und keine»! tväre ein schnelleres Tempo der Enttvicklung mehr erwünscht als mir selbst. Aber'auch der Fernstehende wird be- greife!!, daß die Durchsicht und gründliche Umarbeitung aller unserer Schulbücher, die Neugestaltung der Lehrpläne,. die völlige Neuordnung unseres ganzen Lehrerbildungswesen? und der Schulaussicht, der Neuaufbau und die innere Vereinheitlichung aller-Schularten, die Einführung staatsku'nd- lichen und volkswartschaftlichcn Unterrichts in allen Schulen, die Ausgestaltung der kollegialen Schulleitung, der Ausbau des Volkshochschulwesens, die grundlegende Universitäts- reform— auch der Fernstehende, sage ich, wird begreifen, daß alle diese Arbeiten, in denen wir initben drin stehen, nicht in ein paar Tagen oder Wochen zu betvältigen find. Und ich habe nur einiges Wenige genannt! Hier heißt es: Ge- Huld, Geduld und noch einmal Geduld! Nicht im Sinne des Duldens, nicht im Sinne des gleichmütigen Geschehenlassens, wohl aber im Sinne ernster, treuer und unernrüdlicher Arbeit. Das ist nicht„glänzend", das macht keine große Sensation— aber es führt schließlich zum Ziel. Und so wird, hoffe ich, vom deutschen Geist, von der deutschen Seele die Gesundung unseres armen Volkes von schwerem Siechtum ausgehen. Nicht im Sinne eines öden Welterabrnrtums, nicht im Sinne nationalistischer Ver- jtiegenheit, wohl aber im Geiste kultureller Weltgeltung dürfen wir deshalb frohen Mutes d c n n o ch auf einen beut- scheu Auferstehungstag hoffen. Sie töten den Geist nicht, ihr Brüder I Bald ruht' ich mich rasselnd in die Höh', Bald kehr ich reisiger wieder!' Osterlegenöe. entdämmert der stacht ein bleicher dl argen, Ilält au» Schatten femer 6rde Konturen. Kahl nun dehnt sie fleh, ein Schädelacker, tfeberatl Grauen und Golgatha I RieTig recht das Kreuz tick auf aus dem Herzen der Erde, Mächst empor zu des Himmels bleierner Schale! So erschaut des Lichts erstes Erwachen Das J�al des Leids, unter dem die Menschheit geseufzt, Mahnbefangen gemartert, jahrhundertelang. Heller und heller färbt sich der Often. Siehe, da wandelt ein Mann bergwärts, Still, milde, und wohin fein Klick dringt, Der regnende, warme, da grönt die Erde! Mebelfeblcier steigen vorn feuchten Grunde, Teilchen erwa-hen, Krokus und Hnemonen, Zaghaft enthüllt sich der Goldglanz der Primel illnd l(tfc riefelt und glitzert der QuelU Rate befäumt den Himmel purpurfarbig, styn hat der Mandrer den jruQ des Kreuzes erreicht. Sorgsam stellt er den Handwerkskalten zur Erde. Liebend prüft fein Merkzeug der Zimmcrmannasohn. Mit blanker Säge beginnt er die heilige Hrbeitl Hell fährt sie durch das blutige M*rterbolz, Und nie tönt Glockenton fo feierlich Mi« dieser Säge Klang und Sang. Endlich Schwankend und zuckend fällt das Kreuz! O Ofterwunder, Huferstebungefteg,! Es recht das Gras sich» ranken kick die Zweige. Schon ift im»Grün das dunkle Holz versckwunden» Qnd strahlend frei, die Erde, neuerstanden Empfängt fie sonnig den Kuß des jungen Cage! Ton fem her klingen leif und Immer näher Die �fubelklänge der befreite« Menschheit. Ein Ortertifd, wie keins noch ward gesungen. Indessen er die Hrme lächelnd breitet Und, fegpend die befreiten fluren schauend, Zufrieden feines Merks-- im Licht zerrinnt»». Älite Keker.Cagaa. Der �nsthluß Deutschöfterrejchs. Eine Unterredung mit dem Gesandten Tr. Hartman». Einer unserer Mitarbeiter hatte gestern mit dem Gesandten der deutschösterreichischen Republik, Genossen Dr. Ludo Hart- in a n n, eine Unterredung über die Fragen des deutschösterreichischen Anschlusses an das Deutsche Reich. Er fragte den Gesandten, war- mn man in der letzten Zeit über dieses Thema so wenig gehört habe..TaS kommt daher," antwortete Dr. Hartmann,„daß man eS vorzieht, statt zudiel zu reden, desto eifriger in den Kom- Missionen zu arbeiten. Alle Nachrichten von eikiem Um- schwung in Teutschösterreich sind falsch und tendenziös. Was Herr Ailize. der französische Gesandte in Wien, zu hören bekommt, hat nichts zu tun mit der wahren Stimmung der Bevölkerung. Das sind die Stimmen der großindustriellen Aktiengesell- sch asten,-die jetzt zum Teil ihren Hauptsitz nach Prag verlegen, und die Stimmen der altösterreichi sehen Hocharistokratie, die sich natürlich nach dem alten Oesterreich zurücksehnen, das die Existenzgrundlage ihres Glanzes gewesen ist. Sie kennen die Um- triebe dieser Herrschaften in der Schweiz, die ja auch zur Verhaj- tung des Grafen Czernsn geführt haben. Die große Mass«-der Bevölkerung hält aber den Zusammenschluß für eine Solbstder- ständlichkeit und dieser Gedanke ist so tief im Volke verwurzelt, daß keine Macht der Welt ihn auszurotten imstande ist." Unser Mitarbeiter fxagte den Gesandten weiter, wie et sich zu der Nachricht stelle, daß man von Deutschland in Versailles die Anerkennung aller Verträge verlangen werde, die man mit dem früheren Verbündeten Deutschlands zu schließen beabsichtige. Der Gesandte mrÄvortete:.Ich halte es für un- möglich, daß eine solche Klausel besteht, deren Existenz ja selbst vom„Mattn" bezweifelt worden ist. Verträge, die man nicht kennt, kann man nicht a n erkennen. Aul keinen Fall aber könnte sich eine solche Klausel auf Deutschqftermch beziehen, sie würde dem Grundsatz des SÄbstbestimmungsrechts geradezu ins Gesicht schlagen." Da? Gespräch kam dann auf Teutschböhmen und auf Deutsch-Südtiroi. Der Gesandte wies auf die Pläne hin, Deutsch-Südtirol in der Weise zu neutralisieren, daß die Anlage von Befestigungen dort nicht gestattet werde. In Tirol entfalte der Christlichsoziale Schöpfet eine heftige Agitation gegen den Anschluß an Deutschland, ohne damit viel Anklang zu finden. Seine Argumentation, der Anschluß würde für' Tirol Verhängnis- volle Folgen haben, da durch ihn die italienischen AnnexionS- bestrebungen gesteigert würden, sei auch vollkourmen irrig. Deutsch- land und Deutschösterreich dächten an leinen neuen Krieg und sicher am allerwenigsten an einen neuen mieg mit Italien. Für das Abhandensein aller Angriffsabsichten könne jede denSwre Garantie gegeben werden. Aber der deutschen Bevölkerung Tirols dürfe.deswegen nicht daS Recht beschränkt werden, über sich selber zu verfügen. ch Wien, 19. April. Zu den BorbereitungSverbonblungen für den Anschluß Deutschösterreichs cm daS Deutsche Reich traf heute eine Kommission auS Deutschland ein, bestehend auS dem deutschen Sondergesandten Griesinger und dem Vizepräsidenten der Deutschen Reicksbank Glasenapp. Gegenstand der heutigen Ver- Handlungen war die Umwandlung der österreichischen Kronen- Währung in die Markwäbrung. Die Verhandlungen werden noch Ostern zu Ende geführt. vertragsw.iürige ßefthaltung von üeutjchen Truppen in Saloniki. Vom AngeböriaenauZschuß der deutschen Truppen am Schwarzen Meer und in der Türkei(Cbarloltenburg) Ivird uns geschrieben: Deuische Soldalen haben die Enlentetruppeu beim Rückzüge aus Rikolajew gedeckt und vor schweren Verlusten bewahrt. Dafür war ihnen vom französischen Oberbefehlshaber in Odessa unter Mitwirkung der englischen Vertreter schnelle und sichere Heimbeiörderung ve, sprachen worden.-1000 Mann der Schwarz- meertruppen haben die Heimat erreicht. 6000 sind ohne Rücksicht auf die ihnen gegebene Zusage nach Saloniki gebracht worden, wo es ihnen an Sanitätsinaterial, Sommerkleidung, Geld und ver- muilich auch an Nahrungsmitteln mangelt. PostVerbindung mit den Angehörigen besteht nicht. Die Lage ist verzweifelt: die Truppen, die sich auf dem Wege nach der Heimat glaubten, sehen sich plötzlich völliger Ungewißheit und größtem Elend preisgegeben Willen die leitenden milirSrischen Stellen in England und Frankreich, daß die Festhaltung dieser Truvpen einen Woitbruch gegen- über denen bedeutet, denen fie Donk schulden? Nur durch schnellste 'Heimsendung auf Schiffen, deren Freigabe für diesen Zweck deutscherseits, wie schon früher, setz! erneut dringend in Spa be- antragt worden ist, kann die Entente diesem Vorwurf begegnen. Die Rätefrage auf üem Parteitage.' Der Parteivorstand hat, vorbehaltlich der Zustimmung des Parteiausscknisses, beschlossen, daß auf die Tagesordnung des zu Pfingsten stallfindenden Parteitag» die Rätefrage geietzt werden soll, weil diese Frage zweckmäßigerweiie besonders be. bandelt werden muß und nicht bei dem Punkt:.Die Aufgaben der Partei in der Republik", wie ursprünglich beabsichtigt war. Es tvhd nolwendig sein, für diesen Punkt einen Referenten und einen Korreferenten zu bestellen, nachdem die Fraktion der Mehr- heitSiozialisten auf dem Rätekongreß eine von der Auffassung der Partei abweichende Stellung eingenommen bat. Der Partei- Vorstand hat bekanntlich der Resolution zugestimmt, die in der gemeinsamen Sitzung von Parteivorstond, Fraktion und Partei- auSschuß am 21. Marz in Weimar angenommen worden ist. Die Lage in Sapern. Nach neueren Meldungen gestaltet sich die militärische Lage für die Bamberger Regierung wieder günstiger. Die Münchener Kommunisten sollen sich von Dachau zurückgezooen haben. Von Ingolstadt her sind zahlreiche Truppen im An- marsch gegen München. Das bayerische Ministerium für militärische Angelegenheiten hat nunmehr neben der Volks- wehr auch die Bildung von Freiwilligenkorps zu- gelassen. Die bayerischen Hochschulen sind bis auf weiteres geschlossen worden. Wegen Kohlenmangels kommt demnächst der gesamte Personenverkehr Bayern? zur Einstellung.' Bewaffnung russischer Kriegsgefangener. Reu-Ulm, 19. April. Die Befehlshaber in München haben die russischeln Kriegsgefangenen im Lager Puchheim in Freiheit gesetzt und tawaffnet. In München zieht russische Wache am Bahnhof auf._ » �luch Sachfen partikulariftifch. Protest gegen den Berfassungsausschusi. Der sächsische Ministerpräsident Dr. Gradnauer bat an den Präsidenten der Nationalversammlung ein Schreiben gerichtet, worin gdgen die die Selbständigkeit der Gliedstaaten einschränkenden Beschlüsse deS VersassungSauSschusseS Protest erhoben wird. DaS Schreiben warkt vor einer.Ueberspannung der Zentralisation", erklärt die sachliche Uebereinstimmung der sächsischen Regierung mit den Re- gienmgen Bayerns. Württembergs und Badens und— weist jeden Verdacht panikularistischer Neigungen zurück. Wir erklären trotzdem den Standpunkt der sächsischen Negierung für partikularistisch. Die Leiche Neurings gefunden? Vom zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Zwischen Wittenberg und Torgau ist ein männlicher Leichnam angetrieben worden, der für die Leiche deS ermordeten Ministers Neuring gehalten wird. Der Sekretär Albert des Ministerium» für'Mlitär- weien ist beauftragt worden, die Leiche zu rekognoszieren und daS Notwendige zu ihrer Ueberführung in die Wege zu leiten. Die Grifts im Kohlenbergbau. Zur Jllustrierrmg deS Niederganges der rheinisch-westfälischen Kohlenindustrte verbreitet MTB eine Maldung. die in der guten Absicht, den außerordentlichen Ernst unserer Lage zum Bewußtsein zu bringen, eine ganze Reihe irreführender Darstellungen enthält. Die Meldung ist von«beteiligter Seite" erfolgt. Es wird feftge- stellt, daß die Bochumer DergwerlS-A.-G. zu Tode gchreikt worden sei. Die Zeche Blankenburg stehe vor der Stillegung, die Gewer?- schaft Matthias StinneS' benötige Zubußen. Ferner feien zwei gute Zechen in der(für heutige Verhältnisse unglaublich traurigen!) Lage, keine Nüsbeute für das erste Vierteljahr 1919 zur Auszahlung bringen zu können. Die Gewerkschaft Deutscher Kaiser habe 3H bis 36 Millionen Mal:! Verluste ssit der Revolution und stehe am Rande ihrer Existenzmöglichkeit. Schließlich wird noch auf die Verluste der deutsch-luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-A.-G. hingewiesen, die sich für die Monate November, Dezember und Ja- nuar auf 10 Millionen Mark belaufen und auf eine Reihe ande- rer Betriebe, die sich insgesamt um 27 Millionen Mark verschlechtert haben und infolgedessen keine Bankkredite mehr erhaltcu. Auferstehung. Von HanS Gathmann. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Hanna ging still und gefaßt durch ihr mühseliges Leben. Aber ihr Mund, fchmerglich gefaltet, wußte nichts von den Nöten ihres Herzens. Die Pforte ihrer Seele hielt sie streng verschlossen, und wenn sie ja einmal lächelte, war es ein seelenloses, leeres Lächeln, ein ungewolltes Spiel der Muskeln, ihrem Wesen ftemi. Saß�sie abends ihrer Mutter gegenüber, die, grau und schwer, hörig immer wie eine Horchende erschien, zu der Tag und Zeit eine, unverständliche Sprache redeten, hatte sie«inen seltsam weiten Mick. 3chr dnstkleS Auge war weit oärfgiKan, und fie schien mit dem Sinn des Gesichts eindringen zu wollen in den verborgenen Zweck der GeschelKisse und suchte, wie mit zäher Ausdauer und in wil-' dem Schmerze, die Spuren des eigenen Geschicks. Sprach dann plötzlich in dieses Skfrren ihre Mutter, denen Wor:e hart und schdver aus ihrem zahnlosen. Munde fielen wie Steine, schrak Hanna auf, als risse sie einer gewaltsam an den Rand eines Abgrunds, und wurde nainerrlos traurig. In ewig gleicher Tagesarbeit ging ihr Dasein hin. Sie hörte in einer stummen Angst sie Erzählungen der Mitarbeiterinnen in der Fabrik, die von den Briefen ihrer Männer sprachen und hin «nd wieder vom Tode eines Kämpfers. Schluchgte dann eine fremde Frau auf, war es Hanna immer, als ginge derpn Weinen tief' durch ihre eigene Brust, und oft geschah es, daß die Tränen ihren Augen entrannen wie unauffmlisame Bächlein. Dann zitterte sie immer unter der Gewißheit eigenen Unglücks, das mit grau- samer Deutlichkeit plötzlich vor ihren Augen stand, und während ihre Mitarbeiterinnen glaubten, sie weine aus Mitleid am fremden Schicksal, weinte sie über das eigene Elend ihrer Seele. Der Herbst sammelt i, grausam läbelnd, die letzten Muten in das große' Netz der VcrgängniS, und über der armseligen Mensch- heit schwang die Not heulend die Peitsch« des fünften Kriegs- winters. Die Häuser der Dörfer krochen abends zusammen, wie Menschen eS tun, die im Elend frieren und sich gegenseitig wärmen luollen an der letzten Warme ihrer Sterblichkeit. Hanna hockte abends in der lichtlosen Stube, in der gespenstisch daS Hüsteln der alten Mutter umging, das k laiig, als schüttle der Tod höhnisch sein 5knochengebein. Wer vor ihrem jungen Herzen standen jeden Abend, sie mochte wollen Oder nicht, die Wunder ihrer Liebe auf. Er, mit dem sie als Kind gespielt, als noch die Srnrne wie eine glitzernde Flut um ihre flinken Füße tanzte, er, dessen Händedruck, als sie wissend wurden und sich ansahen mit Augen, die begehrlich noch verborgenen WmÄern tasteten, ihr eme strömende Welle l Wärme vom Herzen ins frische Gesicht trieb, hatte sie, schluchzend unt jubelnd, in die stürmischen Arme seiner jugendstarken Glut gerissen, ehe er hinausging. Damals standen die Garben auf den Feldern, und die Lust unter einem unendlich blauen Himmel tönte wie ein siimebetövendes Lied. Noch im Gedanken daran hielt Jo» hanna in der dunklen Stube die Hän-de vor die Aug�n wie vor allzu großem Glanz. Nun waren erst drei M-Mate vergangen, lind H-anna schritt wie ist einem lichtlosen Gang zwischen hohen, drohenden Felsen, und unter ihren Schritten klang es bohl, als schritte sie über Sarge. Die eiskalte Hand der Angst griff oft an ihr Herz, wenn Nachricht von ihm allzu lange ausblieb, und sie taumelte durch die Nächte wie gehetzt vor Schmerz, daß sie am Morgen mit rotumrsinderten, glänz. armen Augen den. schwimmenden Himmel sah. Vielleicht hat solchen Blick eine zum Tode Verurteilte, die aus ihrem letzten Gange aus hohen Mauern heraus ein Stück Himmel sieht. Aber der Himmel weiß, daß diese todessurchisanren, rot umränderten, glanzlosen Augen vier Jahre long Millionen Frauen zu ihm aufschlugen, ob er nun lachte nach dem Gesetz der Natur' oder mit den Seelen dep Armen in Strömen weinte. Da atmete der Friede.— Und alle Menschen zitterten bor Freude, als sie merkten, daß er noch lebe. In dem kalten, häßlichen Herbst blühten plötzlich wuntzerfeine Blumen auf allen Wiesen der Erde. Die hatten«in Sümmchen, hell und tönend wie ein Glöcklein, und fie läuteten von Land zu Land da? wundersame Lied de? Frieden?. AuS jedem Menschenherzen schlug ein Flämmchen der Hoff» nung. und die Millionen Flämmchen schlugen zusammen in einer ungeheuren Flamme der Hoffnung, die den Himmel in ihre lo- dernde Inbrunst ritz. Der Friede atmete.— Und die Menschen sahen ihn Tag und Nacht. Süne zarten Hände pflanzten überall das zarte Stämm- chen Brüderlichkeit� das wuchs über Nacht zu einem gewaltigen Baum, der die ganze Welt überfchaiiete. Und als die Menschen genau hinsahen, merkten sie, daß die Blätter dieses Baumes ihre eigenen, schmerzmüden Herzen waren. � An einem der Tage, da dies alles zum Glücke der Menschen ge- schah, erhielt Hanna die Nachricht, daß ihr Liebster gefallen sei. Niemand kann sagen, was in diesem Augenblick in ibren Augen erlosch; niemand, welche Gewalt an der Wurzel ihres Daseins riß. Sie preßte die Hände ineinander, daß sie fast zerbrachen, und es war, als erwürge sie so einen Schrei, der vielleicht dst ganze Welt erschüttert hatte. Und in diesem schweren Sturm de? Schmerzes spürte sie zum ersten Male da? leise Regen des KindleinS, das ihr junger Leib trug. Es war ihr plötzlich, als schaukle der Boden unter ihr und sie stürzte wie z erbrochen vor die Knie der. alten Mutter. Seife lastend fühlte fie die knochigen Finger der Gverfin auf den hohe» Nr. 202 ❖ ZH. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Sonntag, 20. Vollversammlung Oer fi.- unö S.-Räte Groß-Serlins. (Fortsetzung aus dem Abendblatt.) Joelsohn(Soz.) führte aus, daß die Ablehnung der Diktatur nicht dem Marxismus widerspreche. Was in Rußland und in Ungarn durchgeführt ist, patzt nicht für uns. Was wir iii München sehen, kann gewiß nicht als nachahmenswert angesehen wer- den.(Rufe:?llles Schwindel!) Wir haben auf dem Kongreß einen positiven Aufbau des Räteshstems durchgesetzt, der der Regie- I nicht ernst nimmt. Schließlich verlas der Redner auch den Unab- � bangigen den Text. Er warf ihnen vor, ihre Politik sei für die Arbeiterschaft unheilvoller als die Politik der S. P. D. Die Unabhängigen hätten sich au dem schmachvollen Kongreß nicht beteiligen sollen. Wenn die Unabhängigen dem Kongreß ferngeblieben wären, dann hätten sie die Massen des Proletariats run«. erst abgerungen werden mußte. Daß das ein Fort.chrrtt ist, hii.te"r � �habt. Jetzt wird es schwer halten, das wieder gut zu I- auch.Daumig anerkannt. Di« Unabv an g i ge n können machen, was di« Unabhängigen durch ihre Beteiligung am Kongreß als s e b st a n d i g c Partei gar nicht mehr a»ge,ehcn werden. Sie baben Der W nen-u wäblende Boll-uaSrat müsse den haben sich den K o m m u n i st e n viel mehr angenähert wie wir der Regierung. Durch die Haltung der U. S. P. wird die Gefahr der Reaktion Heraufbeschworen.(Stürmischer Widerspruch. Ihr habt die Reaktion gestärkt! Noskc!) Schreit doch nicht immer- .Moske". Jbr seid doch schuld, daß die Negierung die Truppen Noskcs braucht.(Lärmender Widerspruch. Die weiteren rein fach- lichen Ausführungen, mit denen der Redner für die Einigung des Proletariats eintrat, wurden fortgesetzt durch widersprechende Zwischenrufe unterbrochen. Der Vorsitzende Richard Müller ersuchte dringend, diese Unterbrechungen zu unierlassen.) Wer die verdorben haben. Dpr beut neu zu wählende VollzugSrat müsse den Zentralrat nach links drängen oder ibn über den Haufen rennen und seine Funktionen übernehmen. Auf Vorschlag des Vorsitzenden Richard Müller nahm die Ver- sammlung von einer weiteren Diskussion Abstand. Tann erfolgt� die von einer früheren Vollversammlung beschlossene Neuwahl des Vollzugsrats. Hierzu benierktc Rick. Müller, an sich wäre es naheliegend, die Wahl erst nach der Ne» wähl aller Berliner Arbeiter» Berlin Oberbürgermeister Dr. Sckoltz(Charlottenburg) und Prof. Dr.-Jng. Giese hinzugewählt werden. Arbcitcrräte Groh-Bcrlins» kommunale A.-R. und S.-R. (S. P. T.) Dienstag, nachmittags 3 Uhr, im Plenarsaal des ehem. Herren- ha ises gemeinsame Sitzung. Tagesordnung: t. Neugestaltung der Fraktion. 2. Wahlen, 3. Verschiedenes. Lcgitimationskarle und OrganisationSausweis legitimieren. Die FraktionS-Vorstände, Haase. Freyman. Arndt. Korpssoldatenrat III. Sl.-K. Nächste Delegierten Versammlung sämtlicher Soldatenräte III. A.-K. DonnerSlag vorm. 10 Uhr im Saal 6 des ehem. Herrenhauses, Leipziger Straße, Tagesordnung: 1. Bericht des Korpösoldaten- ials.— 2. Bericht über den Räkekongreß.— 3. VeisckiedeneS.— Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Korpssoldatenrat Lücke. Schimmel. Bei einem Einbruch erschossen. Der 47 Jahre alte Schuhmacher räte vorzunehmen. Da diese aber auf einer vollständig neuen � Karl Steinke aus der Pflügcrstr. 63 in Neukölln brach nachts auf Arbeiter auch die dazu nötigen Fähigkeiten bekommen. Auf � von sechs Wochen in Anspruch nehmen werden. So lange könne Maschinengewehre kann sich die Macht nicht aus d;e Daaer stutzen,! die beschlossene Neuwahl des VollzugsratS nicht hinausgeschoben ""ie Sie(die Befürworter des Räteshstems, den Sozialismus werden. Macht der?Irbciterräte fordert, der muß dafür sorgen, daß die' Grundlage erfolgt, sind Vorarbeiten erforderlich, die wohl eine Zeit dem Stallgrundstück in der Elbestratze 27 des Eigentümers Kleist ai.t..LL----- jc vi. v„..-.11. �------- or..», o-_ r—c. i_—|--•— v— T----> aus der Schandauer Straße 1 ein. Zwei Polizeiwachtmeister über- raschten Steinke, der im Stall das elektrische Licht angezündet hatte. Er trat den Männern mit erhobener Brechstange entgegen, Als er auf Anruf der Beamten statt zu folgen iveiter auf sie ein- drang und mit der rechten Hand in seine Tasche griff, kam ihm einer der Wachtmeister mit dem Karabiner zuvor und verwundete ihn durch einen Kopfschutz so schwer, daß er auf dem Wege nach der Rettungswache verstarb. burchsi'vren wollen, wenn Sie zur Macht gelangt sind, das wissen Sie selber nicht. Aber Sie denken, es wird schon gehen. Doch das ist ein Irrtum. Tie Aibeitcr, von denen Sie wollen, daß sie die Betriebe leiten sollen, haben nicht die Fachkenntnisse dazu. Sie können nicht mal eine Bilanz prüfen. lLebbafter Widerspruch.) Die Idee der sozialistischen Gesellschaft ist nicht mehr zu unter- drücken. Sie wird und muß durchgeführt werden. Aber nicht dadurch, daß wir die Arbeiter in die Macht, sondern dadurch, daß wir sie in das Wissen setzen. Der Redner trat für die Arbeitsgemeinschaften als ein Mittel zur Durchführung des Sozialismus ein. Es zeugt nicht von Vertrauen in die eigene Kraft, wenn Arbeiter befürchten, ibre Vertreter würden sich durch die Unternehmer im kapitalistischen Sinne beeinflussen lassen. Gegen Widerstände, die nicht anders überwunden werden können, ist ja immer noch der politische Ge- neralstreik möglich.(Lärm.„Ten würgt Ihr ja ab!")— Der Redner befürwortete lebhaft den Einigungsgedanken und schloß unter lebhaftem Beifall: Proletarier Deutschlands seid einig. Dr. Michaelis(Demokrat! stimmt Däumig darin zu, daß der Kongreß einen Fortschritt auf dem Wege zum Rätcgcdanken ge Die Wahl erfolgt nach dem Verhältnisshstem. Di« llnabhän- gigen und die Kommunisten hatten ihre Listen verbunden. Das Wahlergebnis. Auf die Aste der U. S. P. D. fielen 312, der S, P. D. 164, der K. P. 103, der Teniokraten 73 Stimmen. Hiernach erhält die U. S. P. D. ö, die S. P. D. 4, die K. P. 2 und die demokratische Fraktion 1 Mandat. Gewählt sind von der S. P. D. die Genossen K a n o w, A m e n d, B r o I a t und Büchel; von der U. S. P. D, Rich. Müller, Däumig, Ledebour, W egmann, Eckert, Malzahn, Marx, Neu mann und Sommerfeld; von der K. P. Lange und Rasch, Einstimmige Annahme fand eine Resolution, die den streiken- den Angestellte» volle Sympathie bekundet, das Zusammengehen der Hand- und Kopfarbeiter begrüßt und die Einheitsfront dieser beiden Arbeitergruppen als eine Vorbedingung zur Verwirklichung des Sozialismus erklärt. Herfurth(Kommunist) beantragt« ein« lange Resolutton, di« erklärt, der Beschluß der Nattonalbersammlung, der den 1. Mai zum Nattonalseiertag erklärt, entspreche nicht dem Sinn der Mai- feier, einen solchen Feiertag lehne das Proletariat ab(!), es müsse sich zu einem Massenprotest gegen die Regierung Ebert- bracht habe. Ter Forderung der paritätischen Zusammensetzung Schsidemann erbeben und den 1. Mai ausschließlich im Sinn« des des Zentralrats kann der Redner nicht zustimmen. Die Diktatur j ungeschwüchtcn Kampfe? für die Befreiung des Proletariats be- des Proletariats sei abzulehnen, weil sie die Herrschaft einer Klage gehen, bringen würde, ivas vom demokratischen Standpunkte nicht gebilligt tverden könne. Deshalb habe die de in ok ratische Fraktion auf dein Kongreß den Antrag der Unabhängigen abgelehnt. Auch dein Antrage der Mehrhe its sozio l isten konnten die Demokraten nicht zu- stimmen, weil seine Durchführung zu schweren Unzuträglichkeiten führen würde. Wir stellen uns dem Rätcgedanken nicht feindlich gegenüber, aber es ist noch ein weiter Weg bis zu seiner Verwirk- lichung. Wir wollen mitarbeiten, daß der Rätegedanke verwirk- licht wird als Zusammenfassung aller schaffenden Stände auf dem Boden der Demokratte. Herfurth(Kommunist) erging sich in einer äußerst abfälligen Kritik des Kongresses, der sozialdemokratischen Partei, der Regie- rung und alles dessen, was nicht Gnade findet vor den Augen der Kommunisten. Die Ausführungen des Redners entfesselten wieder- bolt spontane H e i t e r k e i t S ausbrüchc der ganzen Versamm- lung. Ein Beweis, daß man ihn außerhalb seiner eigenen Reihen Der Vorfitzende Richard Müller bemerkte, diese kurz vor Schluß der Versammlung eingebrachte Resolution wolle der Maifeier einen anderen als den von der Nationalversammlung beschlossenen In- halt geben. Ohne Ttskussion könne über diese Resolution nicht abgestimmt tverden. Ein Teil der Versavimlung verlangte di« Diskusston.— Die Abstimmung ergab nach Feststellung des Vorsitzenden eine Mehrte:t gegen die Diskussion. Diese Feststellung wurde von Unab- bängiaen und Kommuntsten angezweifelt und deshalb wiederholt. Das Bureau stimmte darin überein, daß die Mehrheit die Reso- lution nicht diskutieren und nicht über sie abstimmen wolle. Mit lebhaftem Beifall nahm die Versammlung die Mitteilung von der erfolgreichen Beendigung de? Streiks der Industrie, und der Warenhausangestellten entgegen. Die Vertreter der Streiken- den dankten den Vollzugsratsmitgliedern für ihre Mitwirkung bei den Einigungsverhandlungen. GroßSerün Gsterfonntag. O glücklich, wer noch hoffen kann, Hub ctielem ssleer des Irrtums aufzutauchen! COas man nicht weiß, das eben brauchte man, Und was man weiß, bann man nicht brauchen. Doch laßt uns dieler Stunde IchSnes Out Durch solchen Crübfinn nicht verkümmern! _ Goethe, Faust L Tie Spandauer Heeresbetriebe. (W.T.B.) Im Einvernehmen des ReichSwehrministcrs, des Kriegsministers und des Reichsschatzministers wird folgendes be» kanntgcgeben: Der Streik der Angestellten in den Spandauer Heereswerlstäiten ergibt die Unmöglichkeit einer ersprießlichen Ar- bat in diesen Betrieben. Sie werden deshalb bis auf weitere? geschlossen. Die Arbeiter werden ersucht, vom Dienstag,! oieien uno oen hpTT 9�} h S1? /ffi TtiÄ nr** VnntfpvPrt P i /-»v* Sa»+ �QuClTCt uCrCTe l. IC Hierbei sollen die berechtigten Interessen der zurzeit dort beschäftigten Kriegsbeschädigten und der Spandauer Bevölke- rung, die wirtschaftlich von dem Schicksal der HeereSwerkstättcn wesentlich abhängt, entsprechend berücksichtigt werden. Neue Arbeitsgelegenheiten werden nach Möglichkeit nach. gewiesen. Die Generasdirektion der HcereSwerksiätten teilt mit: Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Spandauer StaatSwerkstÄten wer den dringend ersucht, den Arbeitsstätten'bis auf weiteres fernzubleiben. Die Aufforderung der Arbeiter- räte, die die Arbeiter veranlassen will, zum Dienstag wieder in die Betriebe zu kommen, könnte nur zu Unzuträglichkeiten führen. ES ist beschlossen, daß bis auf weiteres die Lohnzah. lungen in vollem Umfange erfolgen. Ueber die Wieder- eröffnung der Betriebe wird die Generaldirektion schon in der nächsten Zeit Mitteilung ergehen lassen. Osterfreude. Gerade zum Fest bat man den Kranken l/4 Liter Milch abge zogen, was sich fast nur auf schwer Lungenkianke bezieht. Kein Wunder, wenn sie in ihrer Empörung einen Zusammenhang zwischen diesen und dem Verschwinden des Zuckers und der Kucken den 22. d. M. ab bis zur weiteren Mitteilung an den Arbeitsstätten nicht zu erscheinen. Die Lohnansprüche der Arbeiter wer- den voll von der Regierung anerkannt, nno die Lohnzah- lung erfolgt bis aus weiteres in der bisherigen Weise. Jede Störung der Ordnung durch Gewalttätigkeit oder sonstige ungesetz- liche Matznahmen werden auf Grund des bestehenden Bclagerungs- Zustande» mit aller Strenge geahndet. Die Schließung der Spandauer Heereswerkstätten war nach Ansicht der Rcichsrcgierung auch ohne den äußeren Anlaß des An- gestelltenstrciks aus wirtschaftlichen Gründen dringend not« wendig. Selbst wenn es die Lage der Reichsfinanzen gestatten würde, eineg Betrieb im ungefähren Umfange des Friedens- betriebes von 1913/14 ansrechtzuerhalten, so könnten doch für eine Arbctterzahl in dieser Höhe wegen der wescntlichen Verringerung der Friedenspräsenzstärke von Heer und Flotte Auf- träge auf Waffen und Munition nicht in genügender Menge ge- geben werden. Es mutz deshalb die Umstellung der Spandauer Heeres werk statten in Friedensbetriebe erfolgen. Zu diesem Zwecke wird die Rcichsregierung die bereits begon- nene Eni militari sie rung und Neuorganisation sowohl der Leitung als auch der Betriebseinrichtungen b e s ch l e u- »igt durchführen. Die Reichsregierung wird Sachverständige aus den Kreisen der Fabrikanten, der Arbeiter der Spandaucr Werkstätten und anderer Betriebe, ferner au? den Vertretern der Gewerkschaften, insbesondere der Zentralverbände der Metall- arbeiter, Holzarbeiter, Transportarbeiter usw. berufen und ei» Organ schaffen, welches zusammen mit der Rcichsregierung die- jenigen Maßnahmen zu beraten und sofort durchzuführen hat, um die Spandauer Betriebe wenigstens so weit zu bringen, daß sie sich selbst erhalten können. Die Finanzen des Reiches gestatten unter keinen Umstän- den. daß die Spandauer Werkstätten und andere Staatsbetriebe so wie bisher im Laufe eineö EtatSjahreS Fehlbeträge von mehre- ten hundert Millionen ergeben. Gegen eine S o z i a l i fi e r u n g dieser neuen Betriebe bat die Rcichsregierung nichts einzuwenden, falls diese Betriebe erst gesundet und für die Sozialifierung reif geworden sind. In jedem Falle aber muß das Ziel die Schassnng neuer Werte sein. sich leisten können, sehen I Ein solcher Kranker, überdies ein Ganzinvolide, schreibt unS auch noch: Seit drei Wocken haben wir kein Fleisch mehr erhalten, immer heißt es, es ist nichts da. aber die Händler laufen die Türen ein und bieten Rindfleisch zu l3 M.. Schweinefleisch zu l7 M. das Pfund an. Die 20- Mark-Rentner aber sollen auch noch Steuern zahlen- Feine Zustände.» Maßregelung eines Gemeindevertreters. In der Schmargendorfer Gemeindevertretung beantragte Genosse S u t e r die Ausarbeitung einer Denkschrift an die ReichSregierung zur Bekämpfung des Schleichhandels. Zur Begründung legte er gedruckle Speisekarten des Zentralhotels in Borirn vor, auf denen— auch für die sogenannten„fleischlosen" Tage— die erlesensten Fleischgerichle und andere Delikatessen prangten, die nur aus dem Schleichhandel herrühren konnten. Für den Antragsteller hatte die Angelegenheit üble Folgen, Da er die Kenninis deS Materials durch feine Tätigkeit in der Betriebs» d r u ck e r e i des Holels(Suter ist Buchdrucker und seit 7 Jahren im Zeutralhotel angestellt) erhalte» hatte, sah die Direklion sein Verhalten als I n d i s kr e t i o n an und entließ ihn ohne Be- gründung, unter Zahlung noch weiterer 14 Tage Lohn. Hierzu beschloß die Gemeindevertretung t„Die Gemeindevertretung erblickt in dieser uiiverkennbaren Maßregelung eines Gemeindeverordneten eine unerhörte Beeintr-äcktigung seiner Rechte und Pflichten in Ausübung eines öffentlichen Ehrenamt? und be» dauert, bei den maßgebenden Stellen der Hotelbetriebs-Aktien« gesellschafl eine völlige Vexjennung der sozialen Pflichten und eine namentlich in jetziger Zeit unverantwortliche Gesinnungs- r i e ch e r e i feststellen zu müssen." Die Berstadtlichuug der Großen Berliner Straßenbahn. Der vom Verband Groß-Berlin eingesetzte 21er Ausschuß zur Vorberatung dieser Frage tritt am Montag, 28. d. M., im Rat» hau§ zusammen. Vorsivendcr ist Wermutb. In der Generalver» sammlung der Großen Berliner Straßenbahn am 26. d. M. wird die Lerschmelzuug mit den Nebengesellschasten beschlossen werden,„________________________ In den AuffichtSrat sollen aus Porschlag des Verbandes Groß- 1 ziehen. Das Feld wird vorauHchtlich baId°unglMig! 36 Mark für ein Liter Wasser verlangt und erhält ein Schwind- ler, der die hiesigen Gastwirte heimsucht. Er kommt mit Fünfliter- krügen„guten alten Kognaks" und schenkt auch zur Probe aus jedem Krug ein Gläschen ein. Weil die Kostprobe gut ausfällt, so kaufen die Wirte um so lieber, als der Händler nur den mäßigen Preis von 36 Mark für das Liter verlangt. Erst wenn die Wirte ihren Gästen einschenken, stießt statt des guten Kognaks klares Leitungswasser aus den Krügen. In diese hat der Schwind- ler ein Röhrchcn mit Kognak geschickt eingebaut. Der Schwindler wurde vergangene Woche sestgenommen, vom Untersuchungsrichter aber vorläufig wieder freigelassen. Der Kognakhändler. der verschiedene Namen führt, ist etwa 38 bis 40 Jahre alt und 1,80 Meter groß und trägt einen schwarzen Paletot, einen schwarzen steifen Hut, eine graue umgeschlagene Hose und schwarze Schnürschuhe. Raubüberfall. In der GreisSwalder Straße 26 fielen auf dem Treppenflur plötzlich zwei unbekannte Männer über den Juwelier M. her und versuchten, ihm unter Bedrohung mit dem Revolver eine Handtasche zu entreißen, die für 70 000 M. Juwelen enthielt, Der Ueberfallene setzte sich zur Wehr und rief um Hilfe. Ms Haus bctvohner ihre Türen öffneten, ergriffen die Räuber die Flucht. Bei der Verfolgung durch den Üoberfallenen und Hausbewohner schössen die Räuber mehrmals auf diese. Dann spvangen sie plötzlich in ein bereftstehendeS Automobil und fuhren damit in rascher Fahrt nach Weitzensee zu schießend davon. Am ersten und zweiten Feiertag fällt'die Juristische Sprechstunde aus.. Arbeiter. Douristenverein„Die Naturfreunde«. Die aus de» Boden der politischen Neutralität stehenden Genossen veran- stalten am Ostermontag eine Wanderfahrt nach Strausberg, Vöt. Fängersee, Blumental, Abfahrt 6'° Nhr morgens Schiefischer Bahnhos nach Strausberg. Gesiirnungsgenossen als Gäste willkommen. Dheatcr- Borst ellung der Bezirks-Orgauisatjou Grost-Berli» am 26. April, nachm. 3 Uhr, im Zentraltheater, Kommandantcnstr. 57. Statt John Gabriel Borkmann: Nora von Ibsen. Eintrittskarte einschl Garderobe und Einsllbrung 1,75 M. bei Joseph, Wilhelmshavener Str. 48, Hön sch, Müllerftr. 34». Hänisch, Ackerstr. 174, Böhm, Lausitzer Platz 4/5, Mölle, Petersburger Platz, Harsch, Eugelufer 1b, Btichhandlung Vorwärts, Lindenstr. 2, Jugendlckretariat, Bellevuestr. 7. Zu den Rennen in Slarlshorst am Ostermontag werden keine Sonderzüge gefahren. Märkische Borträge. Das Stern berger Land sowie die malerische Umgebung Frankfurts wird, unter Begleitung von 110 prächtigen Ltchtbildern in natürlichen Farben, Oskar Bolle am Mttwoch, abend» 8»/. Uhr, im Hörsaal deS Kunstgewerbemuseums, Pnnz-Albrechtstr, 8. schildern. Karten bei Wertheim, Bote& Bock usw. und am SaaleingaUß. »Ist Deutschland antisemitisch?« Hierüber spricht Genosse Georg D a v l d s o h n, M. d. N., am Mittwoch, abends 8 Uhr, in„HaverlandL Fcstsälen«, Neue Friedrichstr. 36. Freie Aussprache. Stenographische Gesellschaft Stolze- Schrry von I88V. An- sängerkursuS für Damen, Herren und Slbüter beginnt Mittwoch, abends 7h, Uhr, in Oberrealschule, Dresdener Str. 113. Unterrichtsstunden jeden Mittwoch, abends 7h, bis 9h,. Nach beendetem Kursus wird den Teilnehmern in den FortbildungS- und Dtktatlursen Gelegenheit zur weiteren Ausbildung geboten. Aufnahme in die Diktatabteuungen kann jederzeit erfolgen. Anmeldung in der Schule oder bei gepr. Lehrer Roberl KIwger, 17, RbeinSbergcr Str. 62. Das Berliner Bureau der�andelskammer zu Frankfurt a. M. ist nach der C h a r l o t t e n st r. 66 verlegt; Zentrum 4667, 12937 u. 674. Zeugen gesucht! Diejenigen Personen, welche meinen Unfall am 19. August 1918 vor dem Hause Oranienstr. 28 an der Haltestelle Adalbert- straße um 7 Uhr morgens durch einen Straßenbahnwagen der Linie 12 bc- obachtet haben, werden gebeten, sich gegen Belohnung sofort Neanderftr. 37, v. II, bei Schmid, zu meiden.— Zeugen gesucht, die gesehen haben, wie am Donnerstag, morgens 9 Uhr, vor dem Warenbaus Tietz, Große Frank- jurter Straße, Angestellte dides Hauses einen Streikposten übersielen und binterrücks mit Stöcken blutig schlugen. Adressen an Rudols Pienkowsli, 0 17, Stralauer Platz 6/?._ Zahlreiche GcmeindevertretungSierichtc müssen immer wieder wegen RanmmangelS zurückbleiben! Kürze!! Groß-Berliner Lebensmittel. Die amerikanischen Schweinefleisch-Produtte gelangen erstmalig in der Woche nach Ostern zur Verteilung. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen wöchentlich 126 gr, die zum Preise von 1,65 M. auf Abschnitt A 1 der Etnsuhr-Zusatzkarte von den Schlächtern ab- gegeben werden. Znr Ausgabe gelangt zunächst fetter Speck mit Knochenbelage tVorderbeint und magerer Speck. Da Trichinen- freibeit nicht gewährleistet werden kann, wird dringend empfohlen, diese Schweinefleiich-Produkte nur in gekochtem oder gebratenem Zustande zu genießen. Das zweite halbe Pfund ausländischdS Weizenmehl gegen Abschnitt Nr. 15. DonnerSlag bis Dienstag, den 29., wird ausgegeben. ll4), 100 gr Suppen(1), 100 gr Graupen f2), 300 gr Teigwaren(3 und 18), 250 gr Marmelade(4), 250 gr Amerilameh!(14), 250 gr Ausländ. (15), 250 gr Kunsthonig(22), 500 gr Marmelade(23), 130 gr Teigwaren (18), h, Psd. Räucherwaren(217 und ,g"), fr 1 Pfd. frische See- oder Flußfische(216, 223,„Gg" und„Br", 216 vorzugsweise), Wilmersdorf. Fortsetzung deS Vcrckauss von Frischfischen, Räucher- fischen, und Fischkonserven(nicht Heringen) auf G und N, je h, Pfd. HauS- paltschowladc aus 12 der Zusatznährmittelkarleu A I, A II, B I, B II, C I, 0 II(bis 24.), 1 kg Gemüsekonserven sbtS 26.). Neuausgabe 300 gr Graupen(19 und 20). h, Psd. AuSIandmeht(16). Spandau. Da der erwartete Dampfer nicht rechtzeitig eingetrossen ist, wird leider in dieser Woche eine Verteilung von amertkan. Mehl nicht ex. folgen können, bestimmt aber nächste Woche. In der Verkaufsstelle ini Rathaus unabgeiiebener Mohrrübensamen. Die Fischznsuhv ist augenbliä- . tich reichlich, und de» Einwohner» wird geraten, Fische ans Feld 4 zu be- r Cöpenick. DaS Sporikartell hcit sich neu konstituiert. Alle Zuschriften fiud an den Vorfitzenden, Genossen Franz Kißling, Glienicker str. 20, zu richten. Nowawes. Freie Turnerschaft, Fuftballklub„Konkordia». Atls Anlaß unseres Zusammenschlusses am O st e r s o n n t a g, nqchmittagS 2 Uhr, aus dem Spielplatz, Berliner Straße: Propagandaspiel. Fußball, Faustball und Leichtathletik. Wetttämpse gegen Fichte 17 iBerlint. Eintritt 30 Ps. Freunde und Gönner des Sports find.sreundlichst eingeladen. Groß-Serliner parteinachrichten. Zur �rage der proletarischen Einheitsfront. Zwei überaus stark besuchte Versammlungen der Genossen beider Richtungen in der Schulaula Wiesenstraße beschlossen noch eingehenden Ausführungen der Genossen Dr. Zadel sN. S. P.) und Dr. Halpert(S. P. D.) sowie fast aller Diskussionsredner, folgende Res olution: Die beiden Versammlungen sehen in der Einigung des gesamten Proletariats das einzige Mittel, der Arbeiterschaft die wirtschaftliche und politische Macht zu sichern. Die Versammelten verpflichten sich, für die Bildung einer geschlossenen Ein- heitspartei mit allen Kräften zu wirken und verlangen als ersten Schritt hierzu die Abhaltung gemeinschaftlicher Zahlabende. Die Versammelten verpflichten sich, mit aller Energie dafür zu wirken, daß keinem Genossen wegen seiner Parteizugehörigkeit au? dem Besuch dieser gemeinschaftlichen Zahlabende die Gefahr einer Verhaftung erwächst. « Der Vorstand der Zentralstelle besteht auS den Genossen Eduard Bernstein18. Keine Voraoszablnng. Empfehle regulären reinen echten Tabakblütensaft- Priem!! von feinsten Tabaken nebst Echaufensterstandglitsern zu 2 bis 5 Hundert Etüaarober hübscher Stangen oder Rollen mit extra sehr grossen schönen, dicken Rcklamcschrift-Plakaten. Gebe jedermann täglich nur 1000 Stück grober Rollen svivfc Stangen per Kassa ab, wenn olles selbst abgeholt wird, s' Tadakgrobhandlg. d.S. Waener, Bernn W, Steinmetzstr. 51. ««»««»4»»«»»«»« i Wahrer! ii | Wer Tangentareifen , gefahren hat, kauft | keinen anderen. Tan�ental! | Modell 2 unübertroffen. i Tangenta kostet• i pro Garnitur Mk. 50.— 1 Händler und Großabnehmer höh. 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Niemand kann daran zweifeln, sagt die Denkschrift, daß gegenwärtig im Vereinigten Königreich eine U n r a st herrscht, die umfassender und tiefer verwurzelt ist als je zuvor. Die Ursachen- dieser Unrast können nicht durch eine einfache und summarische Formel dem Verständnis näher ge- bracht werden. Sie sind verschiedenartig und vielfältig. Die verschiedenen Ursachen nehmen in den verschiedenen Orffchaf- ten und Kreisen die Hauptstelle ein. Ihre Grundlinien sind jedoch deutlich genug, um allgemeine Schlußfolgerungen zu gestatten, und diese Denkschrift ist ein Versuch, einige der wichtigsten Ursachen auseinanderzusetzen, soweit sie wirtschaftliche Zustände betreffen. Die Denkschrift zählt-sodann u. a. folgende Quellen der Unzufriedenheit auf: 1. Die Abwesenheit irgendeiner in- dustriellen oder allgemein sozialwirtschastlichen Politik in Kreisen der Regierung oder der Unternehmer. 2. Die immer heftiger werdende Opposition der Arbeiterklasie ge- gen die ganze kapitalistische Wirtschafts- o r d n u n g. 3. Die hohen Leben s-m i ttelp r e i s c und die Ueberzeugung der Arbeiter, daß das einzige Mittel zuw Niederhaltung der Preise nur in der Vergesellschaftung der Herstellung und Verteilung der Güter geftmden werden kann. 4. Die in Arbeiterkreisen vorherrschende Ansicht, daß die Kapitalisten während des Krieges beispiellos hohe G e- Winne einheimsten. 8. Der Eifer der Regierung, staat- liche Schiffe, Schiffswerften und Fabriken zu verkaufen und ihren ausdrücflichcn Entschluß, nicht gegen die Privat- i n d u st r i e zu konkurrieren. 6. Die Zlbwesenheu dauern- der Einrichtungen zur Verhinderung der A r b e i t s l o s i g- k e i t oder zur Fürsorge für die Erwerbslosen. 7. Die Ar- beiter verlangen mehr Muße durch Herabsetzung der Ar- b c i t s z e i t und Abschaffung systematischer Udberstunden- arbeit. - Die Denkschrift schlägt u. a. folgende AbhilsSmittel vor: l. Es muß mit der V e r g e s e l l s ch a f tu ng der wichtigsten Industrien und Dienste ein ernster Anfang gemacht werden. Bergwerke, Eisenbahnen, Docks, Schiffahrt usw. sollen sofort verstaatlicht werden. Schlüsselindustrien und Dienste sollen sofort von der Nation übernommen werden' Die Mrmizipali- sierung der lokalen Dienste soll eine erhebliche Ausdehnung erfahren. 2. Die Staatsaufsicht über die L e b e n s m i t t e l- i n d u st r i e soll aufrechterhalten und- dazubenutzt werden, die Preise herabzusetzen. 3. Einsetzung von Kominissionen, um die Kriegsgewinne zu untersuchen. 4. Eine gestaffelte S t e u er auf Vermögen von über 1000 Pfund Sterling. 4. Einsetzung einer Sonderkommission zur Unter- suchung der Arbeitslosigkeit. Vollständige beftraaslose E r- w c r b s l o s e n f ii r s o r g ö. L. Festsetzung eines vernünfft- gen M i n d e st I o h n c s fiir alle Arbeiter. 6. Allgemeine Herabsetzung der Arbeitszeit auf 8 S t u n d c n pro Tag und 44 Stunden pro Woche. 7. Sofortige Inangriffnahme von Häuserbauten mit voller Staatshilfe, mn eine große und allgemeine Verbesserung der W o h n u n g s v e r h ä l t n i s s e herbeizuführen. 8. Volle Anerkennung der Gewerr- schaften durch Staat, Gemeinde und Unternehmer. 9. Schaffung eines aus Unternehmern und Arbeitern bestehen- den Rates, um die Regierung in allen die Industrie be- treffenden Fragen zu beraten. Die Denkschrift gibt folgende Schlußbetrachtung: „Die fundamentalen Ursachen der sozialen Unrast sind eher zu finden im-dem wachsenden Entschluß der Arbeiter, die ganze gegenwärtige Struktur der kapi- t a l i st i s ch e n W i r t s ch a f t i n F r a g e z u st e l l c u, als in irgend anderen besonderen und kleineren Beschwerden, die hier und dort an die Oberfläche kommen. Diese Grund- Ursachen sind zweierlei Art: 1. Der Niederbruch des herrschen- den kapitalistischen Wirtschaftssystems, uird zwar in dem Sinne, daß die Masse der Arbeiter zur festen Ueberzeugung gelangt ist, daß die Produktion für privaten Profit keine ge- rechte Grundlage(equitable basis) ist, auf der die tÄesell- schaft aufgebaut werden könnte, daß deshalb eine weitgehende Ausdehnung_ und demokratische Beherrschung der Industrie dringend nötig ist. Es ist hinfort unmöglich, die Arbeit.-rklasse durch Zwang oder Gewalt zu beherrschen. Sie ist zu stark ge- worden, um innerhalb des Rahmens des alten Industrie- systenis zu verbleiben; ihre bis jetzt unerfüllte Forderang auf eine demokratische Reorganisation ist nicht nur die Nichtigste, sondern sie ist eine beständig zunehmende Ursache der Unrast. 2. Die Arbeiter, die eine derartige systematische Reorgani- sation des- Wirtschaftslebens verlangen, suchen vergeblich, nach Anzeichen, daß die Regierung oder die Unternehmer die Not- loendigkeit irgendeiner fundamentalen Ac.tderung einsehen oder daß sie bereit wären, auch mir der Alffang zu einer industriellen Demokratie zu machen. Die Abwesenheit irgendwelcher konstruktiven sozialen Pläne bei Regierung und Unternehmern einersefts, und die durch den Gewerkt schaftskongreß und die Arbeiterpartei aufgestellten umfassen- den Wirtschastsprogramnie andererseits, Haber einen scharfen Kontrast geschaffen, aus dem die Arbeitermasstm ihre Schlüsie ziehen., Es ist klar: Wenn die Regierung nicht bereit ist, die Not- wendigkeit zu einer umfassenden Umgestaltung auf demokrati- scher Grundlage anzuerkennen und eine aufbauende Wirtschafts- Politik, die zu industrieller Demokratie führt, in die Hand zu nehmen, so kann es höchstens zu einer vorübergehenden Ver- Minderung der Unrast kommen, auf die aber unvermeidlich immer stärkere Wogen der Unzufriedenheit folgen werden., Die Aenderungen, die die Umgestaltung einschließt, müssen selbstredend stufenweise vorgenommen werden: aber wenn man wünscht, daß die Unrast keine gefährlichen Formen an- nimmt, so muß man den Arbeitern eine hinreichende Zusiche- rung sofort bieten, daß das ganze Problem mutig in Angriff genommen wird. Es genügt nicht, hier und da ein Pflästerchen aufzulegen oder das alte System durch einige kleine Anpassungen an die neue Zeit zu verbessern, um auf diese Weise die Arbeiter befriedigen zu wollen. Es ist durchaus nötig, das ganze alte System in Frage zu st e l I e n und. zu untersuchen, ob nicht an Stelle des Motivs des Privatprofits ein anderes Motiv gefunden werden kann, das als bessere Grundlage eines demokratischen Systems zu dienen vermöchte. Dieses Motiv kann kein anderes sein, als. das des ö-ff entlichen Dien- st e s: dieses Motiv wird jetzt nur angerufen, wenn die Arbeiter mit einem Streik drohen.' Das Motiv des öffentlichen Dienstes sollte aber das herrschende werdeg im ganzen Wirtschaftssystem. Das' Problem des Wirffchaftslebens besteht gegenwärtig darin, jedem im Wirtschaftsleben beschäftigten Menschen das Gefühl beizubringen, daß er nicht im Dienste irgendeiner Klasse steht, sondern in dem der Gemeinschaft als Ganzes. Das kann aber n.ht geschehen, solange hie Wirtschaft zum Zwecke des Privat- gewinns betrieben wird. Die umfasspudste Ausdehnung des Gc- gewinns betrieben wird. Tie umfassendste Ausdehnung des Gemeineigentums(public; ownersbip) und der demokratischen Kontrolle ist deshalb die erste notwendige Vorbedin- gung für die Beseitigung der Arbeiterunrast." Parteinachrichten. Eine Konferenz sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen hat der Parteivorstand für Ostermontag nach Berlin einberufen. Die Konferenz wird sich mit der Stellung des sozialistischen Lehrers in der Parteiorganisation, in der Schule und im öffentlichen Leben beschästigen. Außerdem ist die Gründung einer Organisation sozial- demokratischer Lehrer und Lehrerinnerr vorgesehen. Jnöustrie unö Kandel. Ein- und Aussuhrverkehr mit dem Ausland. Zur Beseitigung vielfacher Unklarbciter« über die einschlägigen Einzelheiten teilt der Handelsvertragsvcrein auf Grund einer Information an zuständiger behördlicher Stelle folgendes an it: „Der Handelsverkehr mit den neutralen Staaten spielt sich auch jetzt noch in der gleichen Weise wie im Kriege ab, da die von der Entente ihnen auferlegten Beschränkungen bisher lediglich be- züglich bestimmter Lebensmittel-Lieferungen erleichtert worden sind. Uebcr freiere Gestaltung unserer gesamten Ein- und Ausfuhr mit den neutralen Ländern schsoeben allerdings VerHand- langen, haben aber bisher noch nicht zu dem von uns gewünschten Ergebnis geführt. Auch über die Lieferung von Fabrikaten und Halbfabrikaten an die Entente sind feste Abmachungen noch nicht getroffen worden. Die Schiffahrt ist uns bisher lediglich als Küstenschiffahrt nach Dänemark, Schweden, Norwegen und Holland mit den tschen Schiffen unter 1600 Tonnen freigegeben worden; jedoch darf deren Ladung nur aus Lebens- mitieln und solchen Waren, bestehen, die den mit den neutralen Mächten geschlossenen Abmachungen unterfallen. Jedes Schiff muß für jede Fahrt eine besondere Erlaubnis haben. Auch hierbei wird über Einzelheiten noch mit der Entente verhandelt." BERLIN C Spandau er Str. 16 Meiöllng VI.»- SiSSS: 29.00 45.00 TJI». best weiß. iJlUee Schleientoll, •pj 1 aus kräftigem XVOCK Cheviot, mar., schwarz, braun... TTJ I aus kräftigem JCVOCK Cheviot mit Knopfverzierung.. Tr 1* J»US getupft. Kleid Schleieratoff. T/"t-1 a. gemustert. Kleid Schleie|Btoff| v Q m. Knopfverzierung*■ Aö.l/v/ TT" i-JB. gemustert. KlCld Schleierotoff, raitfarbigemSciden-v jw /\f\ band verziert...14D.UU 49.00 55.00 95.00 Korseite Korsett weiß gemustert; waschbar. 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Berüner Theater An beiden Feiertagen: I Uhr: Die tolle Komtess. 7 uhr: Sterne, die wieder feuchten. Sfjcatcr der Friedrichstadt Ecke Friedrich» u. Linienstr. Kod).W50. TäaU7-/,Uhr: Oer«r.schtng. Sletsch von Wilhelm Nail. vi« Dame ohne Beruf. Schwan? von Ludw. Hirschfeld. Die« schautiue. Schwant von August Neidhart Youptireffer 1lr.ZZ o. Ascher. YerbaniidefFr.VolKstilitineG Ostersonntag, den 20. April, u. Ostermontag, den 21. April. Nachm. 2'/» Uhr: Deutsche« Opernhaus: Das goldene Kreuz. Rachut 3 Uhr: SoTtstilgnc: Die Heirat Schiller-Th. Charlotienburg: Die Braut von ZNessina. Lcsstng-Theatcr: Der Raub der abinerinnen. »llnstler-TH.: Mein Rachbar Ameise. Restdeuz.TH.: Dyckerpott» Erben Th. des Westens: Die Dollar- Prinzessin. Wochentag« abend« vom 22. be» 2K. April: Bollobühne: Gas. Luther. Peitthestlca. Trtaava-Theater. tzht. Fried richstr.Tlr.«027�301 iteute nachm 4U. kt Preise: SSW llliv(Bretel. kFeierta? nachm. 4 U. kl. Pr.: AWevSlWel. rägl.SU. Heute z. 216. Male: QerguteKnf von Hermann Sudermanh. Ida WUstl Bruno Kastner, Hugo FhnV, Franz Schönfeld. Mittwoch>/i4: Rotkäppchen. 5bd.'/t* Uhr: Schneewittchen, Residenz-Theater. Untergrundb. Klosterstraße, Ausgang Stralauer Straße. Täglich 7Vs Uhr: Das hiere IM Von Hermann Sudermann. Spielleitung: Alfred Roffcr. Eugen Burg, Kaiser-Titz, HansiArnstäit, Olga Limburg Rosa Valetti, Emma Debner, Paul BN dt, JuL Palkenstein. Donn. 4 Uhr: Rotkäppchen. Freitag 4 U.: Schneewittchen. Casino-Theater. tzoihriitg. Stc.87. TSgL«/�UHr: Hn allen Feiertagen 2 Porst ell. Abend» Das dretavige Polls ststck Vater Knolle. Zlachm,.V/i Uhr zu N. Pressen: sei m, Centrai-Theater Kommandantenstraße 57. Heute und morgen 7'/i Uhr: Die Schönste von Alien. Deutsches Opernhans « wr: Parsifal, Morgen 7 Uhr; Tififlaüd. Frledr.-WTlhelmst.Th. Heuteu.morgengajmerl Das Drelmädcrlhans 2. Teil. uhr: Das Dori ohne Glocke. Eieines Theater. ?/, Uhr; Henriette Jacoby. 7 unr: Jettchen Gebert. Morgen 3*/-: Jettchen Hebert. 7v. uhr: Liebelei. Komlsehe Oper Heute und morgen 3V. Uhr: Scbwarzwaldmädel. Jhr: Schwarzwaldmädel, Luatspielhana Heute und morgen?/, Uhr: SocksprSnxe. Jft: Die spanische fliege. Metroptii-Theater. moHrgen3Uut: WlBnef BiUt. 7 uhr io: Die Faschingslee. STenes Operettenhans Schitfbauerd 4a, Norden 281. Heute und morgen. 3", Uhr: Der Soldat der Marie. Die keusche Susanne. Palast-Thcntep Heute und N»>, Ui|r«rin morgen 3 Uhr: Uvt BUnflUU. 7 uhr: Christus. «cMUcr-Theat. Charl. 5 0hr: Die Braut von Mcssins. TVj Uhr: Morg.3U: Braut ron Messina. T/, u.: Wie es euch gefäiit. Thal In-Th eat er Heute und morgen 3 Uhr: Vater der blühenden Linde. 7V.U.____ Th. amnCoUcndorfpIntx 3Vi Uhr: Oer Juxbaron. 7 uhr: Wo die Lerche singt. Morgll'VDrcl alte Schachteln 7 uhr: Wo die Lerche singt. Theater des Weatena Heute und morgen 3V, Uhr: Die Dollarprinzessin. TVjUhr: Wallner-Theatcr Heute und morgen K/z Uhr Oraf von Luxemburg. TV-Uhr: Geisha. Walhalla-Theater. 3 U.: Der fliegende Hollflndcr. V/q Uhr: MMelllUSkWsÄZ. Rose-Theater. I. u. 2. Osterfciertag 3 Uhr: Der Raiteofänger ron Hameln. Abends T/, Uhr: Stärker als der M LoiseR-Theater. TV, Uhr täglich: Berlln-tes�-hewM. Sonnt 3 Uhr: Diacia Stuart. Montag 3 Uhr: BcrUn-Ham. burg-Rrw Port. Dienstag S; Kwderoorstelluüg DorurSachen. «jiii Friedrichstraße 218 i 1 Dir.: James Klein {An beld. Feiertagenj 2 forsteilnngsn! SVs und /Vi ffar�-Prognuüffij 8 JDordlnl« Universalakt Eco« j ulkige Dackelspielc j Karleya JSchlenderbr.-Akrob.| K a r a Weltmeister der Jonglierkunst Oeors; 1 der lullende Mensch I Ein Seitensprung [ m. Lncic Blattaer,| Paachkc | einarm. Klavlervirt.| Barten Taazschöpiungen. » Zlanln»«» Equillhrlsten. I i'l- U. led. Erwachs. 1 ' I Kind frei! Potsdamer Str. J8 | Friedrich Zelnik im Drama Heaachen, die vom Wege kamen. Turmstr. 12 Kessel Orla im Drama Halbblut. j Alexaodcrplatz-Passagc. I Friedenau, Rbelnstr. 14 Lotte Keamam Im Filmspiel Hcreeiibopler. 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Linden 22-23 Direktion: M. Soliman. Der unvorhergesehene Riesenerfolg des gewaltigen Fllmwcrks oder Der Ted der Prostitution eine Tragödie d. Menschheit in 6 Akten veranlaßt uns wiederum zu einer Verlängerung bis einschl. 24. 4. Fern. 1 Lustspiel in 1 Akt Spielzelten: Wochentags 5°°. 6", 8-°. Sonntags 3", 4», 6®, 8». len: .3' Die gtaldene ort Bruno Kastnor Theater iKotlhoser Tor (fr. Sanssouci Koftb Strch) u. 2. Osterfeicrfaj aChffl. 3 abends T Öhr » SWl ehemalige Mitglied, d. Gtettiner Gänger Seide!, Ruzclli, Horst.(IrSninx > Schubert, RIess. Rathke, vtlo Schräder� Rudi Schräder. Nachm. er- mäßigte Preise l Kind frei! Diilibp-tart®:- Vorverkauf 11—1 Uhr. Teleph,: Moritzplatz 14814 SeiehshaD.-ThL»ter Nachm. 3 Uhr und • abnds 7V« IL: Stetfinen Säuger ZUn�rmä�� Witifßv-�aden. Heute 2 Voretellnntjen S'/s Uhr Kleine Preise. Kind d. Hälfte I Tl: Dhr arlcti-Splelplan. — �auchen�estalte�i Admirals-Palast. ' Ostersonnt u. Montag Je 2 Vorstellungen nachm. 3 u. abends V-8. Die neuen Ballette. 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Lltlencron: Poggfred a» Ball, Lyrik. TlinmKrögcr; Ereähl D. Afad. wird nicht wiederholt. Kart. Bote& Bock. Wenheirr jSing-Akadeniie. Kastamenwaldchen j Osterdlenstag. den 22. April 1919, abends 7 Uhr IBUNTEK ABENI>i Mitwirkende; 58,13 ä capella Vereinigung des Berliner Volk«. Chor Fräulein Marie Schiplmann, Rezitationen Herr Kammersänger Dr. Heinz Schall, Lieder z. Laute ! Eintritts- Karten 20 I Mark an der Abendkasse. r � Slfillö HliJ'JiJ [Ip�aiÄiVfreptow btnldr Poradiesgnrteu früher«alscrhui>-tvnrie!i, Inhaber: J. Jauemlk. It herrlich am Tlasser gelegen.— Geschätzte Glasveranden, 1 m. schöner Aussicht nach b. Wasser, gr. schattiger Garten. I Ruderboote mit Patentrollsitz. Motorbcotrnndfahrtcn. j Segoltzaha. Nereinnzlmmer. Kslfeckochen geatattet.• ff. Torten. JSfliy tt-n»« boinsügungen.-HWg Singakademie. Mlttwöct.'den 7. Mal, abds.SUir:" Konzert Berliner ?okaS-fef2ett Else KDfltte!, E8te Änllch, Eilsab. BOhm Mstw.: Paul Ächrattiiu(Klavier). i'att.«. 4.!. 2 M. b. Bote& Bock. 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Im gesamten Baugewerbe spielt sich gegenwärtig ein Kampf ab, der von einschneidendes Bedeutung ist, da bei einer längeren Dauer desselben die an und sür sich schon bestehenden unzutäng- lichen Verhältnisse auf dem Wohnung« markte noch verschärft werden müssen. Die Arbeiter des Baugewerbes verlangen, daß jetzt nach Fortfall der Hemmungen des Krieges ihre Löhne den Ein- kommcnsverhältnissen der anderen Arbeiterkategorien gleichgestellt werden. Dem Märchen des droschkesahrendcn und champagner- trmketrden Maurers, das vielfach durch die reaktionäre Presse früher ging, stand die Wirklichkeit gegenüber, daß der Stundenlohn selbst der berufsmäßig vorgebildeten Arbeiter des Baugewerbes unter dem anderer Arbeiter, beispielsweise des Metallgewerbes, des Holz- und graphischen Gewerbes stand. Wieviel mehr mutzte erst das Jahreseinkommen des Bauarbeiters gegenüber dem jener Arbeiter geringer sein, da der Bauarbeiter einen großen Teil des Jahres infolge des Einflusses der Witterung nicht arbeiten kann. Der Bauarbeiter ist tatsächlich Saisonarbeiter. Hinzu kommt, daß die Verhältnisse im Berliner Baugewerbe sür neun Zehntel seiner Ar- briter nur ganz kurze Arbeitsperiodeu mit sich bringen, die durch tage- und wochenlange Perioden der Arbeitslosigkeit abgelöst wer» den. Für die Fertigstellung eines vierstöckigen Wohn hau StieubaueS bis zur Rohbauabimhme rechnen selbst die Unternehme» nur elf Wochen. Selbst wenn also der Maurer oder Hilfsarbeiter als erster aus der Arbeitsstelle anfängt und bis zur Rohbauabnahme dort bleibt, beträgt seine Arbeitsperiode nur 10, höchstens 11 Wochen, worauf er wieder Arbeit suchen mutz. Während des Krieges wurde die Bautätigkeit bis auf die not- wendigsten Rcparatnravbeiten und den Bau von Fabriken zur Her- stellung von Kriegsbedarf eingeschränkt. Die Rückwirkung aus die Lohnverhältnisse konnte nicht ausbleiben. Es war den Bau- arbeitern durch die schlechte Konjunktur nicht einmal möglich, im gleichen Verhältnis wie bisher zu den Löhnen der anderen Arbeiter zu bleiben. Es darf die jetzige Forderung also nicht verkannt wer- den. Dem wird nun von der anderen Seite entgegengehalten, daß durch eine derartige Erhöhung der Bau arbeite Mi hne eine riesige Verteuerung der Bauten und damit der Wohnungsmieten eintreten müßte. Glaubt man tatsächlich von den Bauarbeiter verlangen zu können, unter dieser Begründlrng für niedrigere Löhne als die übrigen Arbeiter arbeiten zu müssen? Die Bauarbeiter sind von der Berechtigung ihrer Forderungen durchaus überzeugt und werden sich auch durch das Versprechen der Unternehmer durch spätere Nachzahlung des Lohnes, der. bei etwa stattsiudendeu Verhandlungen festgesetzt wird, nicht zur Aufnahme der Arbeit unter den alten Bedingungen bewegen zu lassen. Die Schwefternschast für üen Anschluß an üie freigewerkschaftliche Organisation. Eine stark besuchte Versammlung der in Lazarette», Kliniken und Krankenhäusern beschäftigten Schwestern und Pfleger hörte im Plenarsitzungssaale des Horrenhauses einen eindrucksvollen Vortrag der Stadtverordneten Frau Mathilde Wurm über die Notlage der schtvestcru.�die bisher willenlose Werkzeuge der Ausbeutung gewesen sind. Schwester Hedwig Goldbergcr vom Arbeite-rrat der freiwilligen Krankenschwestern betonte besonders die Unfreiheit der Schwestern und geißelte das rückständig« Verhalten des Korps- arztcS Velde, der nichr nur versuchte, den Besuch der Versammlung zu hintertreiben, sondern auch die Wahl von Vertvauensschwestern in den Lazaretten verbot. Rednerin schilderte weiter in bewegten Worten Leben und Leiden der Schwestern im Beruf, dem zu Liebe sie Freude und Sorglosigkeit der Jugend geopfert haben tu der An- nähme, damit der leidenden Menschheit zu dienen. Mit Recht be- ionte sie, daß nicht die Kranken einen Nutzen davon bättcn, wenn die Schwestern überarbeitet, müde und abgespannt ihre Pflege- tätigleit ausüben, sondern nur die Anstalten, die sie auf di-e schlimmste Weise ausnützten. Schwester Lauert»ergänzte diese AuS- fuhrungen und stellte folgende Forderungen für die Schwestern aus: l. Freie Ausrüstung bei Entlassung aus dem Militärdienst. 2. Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung auf die gleichen Sätze, die sür ledige Männer gezahlt worden. 3. Vermehrung der Anstalts- und Gemeindeschwestern. 4. Einführung paritätiicher Stellennachweise. ö. Einführung des Achtstundentages. 6. Zahlung auskömmlicher Löhne. Beide Schwestern erklärten übereinstimmned, nur dar gewerk- schaftliche Zusammenschluß und die Anlehnung an eine der großen leistungsfähigen L rganjsationon könne das Elend des Schwestern- beruft s mildern. Aus der Mitte der Versammlung wurde ein An- trag gestellt, eine Kommission zu wählen, die sofort mit dem Ber- band der Gemeinde- und Staatsarbeiter in Wer- bmdung treten solle, zwecks Anschlusses der Schwestern an den Verband. Nachdem Frl. Friedrich als Vertreterin des Verbandes der Gemeinde- und Staatsackboiter einige Aufklärung über dessen bis- heriges Wirken für die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhält- »isse der im Pslezebcrus Tätigen gegeben und Genosse Molkenbuhr den Antrag lebhaft unterstützt hatte, wurde dftser einstimmig angenommen. Theater öer Woche. Volksbühne: 20., 21., 27. nachm.„Die Heirat", 20., 28., 2ö. „Luther", 21., 24., 27., 28.„Penthesilea" 22., 20.„Gas".— Opernhaus: 20. nachm.„Hänsel und Grctel", Tanzbilder, 27. nachm. „Tiefland", 20.„Königskinder", 21.„Aida", 22.„Mignon", 23. „Tristan und Isolde", 24.„Barbier von Sevilla", 2ö. nachm., 27. „Don Juan", 26.„Tiefland", 28.„Rosenkavalier".— Schauspielhaus: 20. nachm.„Kabale und Liebe", 27. nachm.„Minna von Barnhelm", 20.„Journalisten", 21., 2ö., 27.„Kreuzelschreiber", 22. „Peer Gynt". 23.„Othello", 24.„Jndasglocke", 26.„Minna von Barnhelm", 28.„Heimat".— Deutsches Theater: 20. nachm.„Was ihr wollt", 21. nachm.„Frühlingscrwachen", 20., 22.„Faust 1",. 21,. 23.; 25., 20.„Wie es Euch gefällt", 24.„Hanneles Himmelfahrt", 27.„Hamlet", 23.„Was ihr wollt".— Kammcrspicle: 20. nachm. ..Frühlingserwachen", 21. nachm.„Minna von Barnhelm", 20., 22., 24., 27., 28.„Der Star", 21., 23., 25., 20.„Unterwegs".— Lessing- Thcater: 20., 21., 27. nachm.„Raub der Sabinerinnen", 20., 22., 28., 20., 27.„Dies irae", 21., 22., 28.„Blaufuchs", 25.„Peer Gynt". — Deutsches Künstlertheater: 20., 21., 27. nachm.„Mein Nachbar Ameise", 20., 22.. 23.„Nachtbeleuchtung", 21., 24., 25.„Der Schöpfer", 26. E., 27., 28.„Das Schloß am Wannfte".— Theater in der Königgräber Straße: 20., 21., 27. nachm.„Rosmersholm", 20., 22., 24., 20. Musik", 21., 27., 28.„Der Vater", 23., 26.„Fünf Frankfurter".— KomödienhauL: 20., 21., 27. nacftn.„Die Ehre", '20., 21., 22., 24., 26., 27., 28.„Feldherrnhügel", 23., 25.„Erdgeist". — Deutsches Opernhaus: 20. 21. nachm.„Das goldene Kreuz", 27. nachm.„Preziosa",„Verlobung bei der Laterne", 29.„Parsifal", 21.„Tiefland", 22.„Fidelio", 23.„Zigeunerbaron", 24.„Herbst- stürm", 25.„Das goldene Kreuz",„Cavalleria rusticana", 26.„Ver- kaufte Braut", 27.„Carmen", 28.„Jugend",„Cavalleria rusticana". — Schiller-Theater: 20., 21., 27. nachm.„Die Braut von Messina", 20.„Alt-Heidelberg", 21., 25.„Wie es Euch gefällt", 22. dl., 24., 26., 27., 28.„König Krause", 23.„Sappho". Kleines Theater: 20., 27., nachm.„Henriette Jacobh", 21. nachm.„Jettchen Gebert", 20., 28.„Jettchen Gebert", 21.„Liebelei", 22.„Tabula rasa", 23. E., 24., 25., 26., 27.„Kümmelblättchen".— Theater am Nollen- dorfplab: 26.„Der Juxbaron", 21., 27. nachm.„Drei alte Schach- teln", 20.. 21., 23., 25., 26.. 28.„Wo die Lerche singt", 22., 27.„Jux- baron", 24.„Drei alte Schachteln". Täglich. Kleines Schauspielhaus:„Die Büchse der Pan» dorn", 20., 21. nachm.„Weibsteufel".— Berliner Theater:„Sterne, die wieder leuchten.— Kammrrsingspiele:„Die Heilmethode",„Die verwandelte Katze".— Palasttheater:„Christus"., Nesidenz- theater:„Das höhere Leben".— Trianontheater:„Der gute Ruf". — Mrtropoltheatcr:„Faschingsfee".— Neues Operettenhaus:„Die keusche©usanna".— Thaliatheater:„Zur wilden Hummel".— Friedrich-Wilhclmstadtischcs Theater:„Das Dorf ohne Glocke".— Zentralthcatcr:„Die Schönste von Allen". Theater des Westens: „Madame Sherry".— Theater der Friedrichstadt:„Der Anschlag", „Die Dame ohne Beruf",»Die G'schamige",„Haupttreffer Nr. 33". — Wallnerthcatcr:„Geisha".— Komische Oper:„Schwarzwaldmädel".— Lustspirlhaus:„Spanische Fliege".— Nationaltheater: „Kinopuppe".— Luifenthcater:„Berlin— Hamburg— New-Dork".— Rose-Theater:„Stärker als der Tod".— Walhallathrater:„Jäger aus Kurpfalz".— Kasinotheater:„Vater Knolle". Sriefkaften der Redaktion. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und e Nummer bei. Briefliche Auskunft wird nicht erteilt. Eilige An- kragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindcnstr. Z, 3. Hof links, i Treppen, 4 bis 7, Sannabends 3 bis 5 Uhr nachmittags vor. Schriftstücke und Beiträge sind mitzubringen. Am ersten und zweiten Feiertag fällt die Juristische Sprechstunde aus. 30 S. Wenden Sie sich sofort wegen der Aufbebung der Kündigung an da? Mietseinigungsami, Ziminerstraße.— G. ß. 32. Nein.— K. 1898. Wenden Sie sich an das dortige Bezirkskommando.— B. 16. Die Wahlbezirkseinteilmig ist Sache des KreisausschusseS. Sie können eocntucll beim Regierungspräsidenten Beschwerde erheben.— W. 100. Sie können bei dem Vorsitzenden der Veranlagungskommission einen Antrag aus Ermäßigung des Steueffatzes für die Zeit der Arbeitslosigkeit stellen.— Bär. Die Ängehörigenrente, auf die sich S 1700 Ziff. 5 R.V.O. bezieht, ist die im§ 598 erwähnte Rente für den Fall der HeilanstaltS» Pflege. Hier bandelt es sich aber um die Hinterbliebenenrente im Sinne de? ß 586 R V.O. Gegen eine Entscheidung wegen Hinterbliebenen- «nie ist der Rekurs zulässtg. Eine Wiederaufnahme de» Verfahrens kommt daher nicht in Frage.— Ludendorssspende. Nationalspende sür Deutsch- tand, Berlin, Bellevuestr. 3.— F. D. 33. 1. Vom 25. Januar ab. 2. Vom 22.— A>. März haben Sie Anspruch. 3. Eine Reform der Gesetzgebung ist zu erwarten. Den Zeitpunkt können wir nicht voraussagen.— Kownow 62. Wenden Sie sich an die WaffenstillstandSkoimnission. Berlin. Bubapester Str. 14. — W.K. 83. 1. Wenden Sic sich an die Märkische Heimstätten G. m. b.H., Berlin, Joachimstbaler Str. 10. 2. Der Wirt könnte Räumungsklage er- heben. Falls Sic vorzeitig ausziehen, bleiben Sic für die Miete hastbar, solange der Vermieter keinen andern Mieter gesunden hat. Sie können aber selbst einen Ersatzmieter stellen. Lehnt der Vermieter diesen ab. so wenden Sie sich an das Mieteinigungsamt.— MieSlvlvit» B. I. Tele- phonisten, Schreiber, Ordonnanzen und diejenigen, die ähnliche Dienste ver- richten, gehören ebenfalls dazu.— W. Sch. 32. In der Regel werden 200 Beitragswochen gesordert, jedoch kann Zahnersatz auch schon bei einer geringeren Anzahl bewilligt werden.— Wumba 1919. Ja, Sic können beim Bezirkskommando erinnern.— P. R. 7. 1. Durch Erklärung beim Standesamt, bei dem der Geburtssall des Kindes gemeldet ist. 2. Die Rcichsverwerwngsstelle, Abteilung Gummi, ist zuständig.— Äd. 2460. 1. Kriegsminislerium. 2. Kriegsimnister.— W. P. 1001. Die Steuerpflicht beginnt mit dem 1. desjenigen Monats, der demjenigen folgt, in dem Sic in Arbeit getrelen sind,— B. B. 100. Beschweren Sie sich beim Generalkommando des KardckorpS.— R. K. Ein RücksorderungSrecht besteht nicht.— 2. W. 3. Ja.— X. M. Nein.-«. O» 5. Nein. HUMBOLDT-HOCHSCHULE KDIMEBUIfG Volkshochschule Groß-BcrHn. Sonntag, den 27. April, vorm. 11 Uhr, im Festsaal des Stadthauses(Eingang Klosterstraße am üntergrundbahrvhof). LOS VON BERLIN!? Dr. Bruno Wille: Begrüßung.— Syndikus Alb. Wlllner: Berlin als Weltstadt.— Dr. Max Osborn: Berliner Kunst und Gesellschait.— Dr. J. Landau: Berlin als Fremdenstadt— Dozent Julius Bat; Berlin in der Dichtung. Eintrittskarten zu 2 und 1 M. in den Buchhandlungen von Csellios, Mohrcnstr. 52; Lüdersdorff, Hardenbergstr. 25; im Invalidendank, Unter den Linden 24; Auskunftsstelle der Treptov.-Stern*arte, Potsdamer Str. 138A; Hauplbureau: C 2, Neue Friedrichstr. 33 56 II, 10—12, i— s Uhr. DTe VORLESUNGSREIHEN und UNTERRICHTSKURSE beginnen am Donnerstag, den 24. April nnd an den folgenden Tagen. SONDER-VORTRAQSREIHE: Die Seele der neuen Zeit an vier Sonnabenden abends im Mai in der Aula des Französischen Gymnasiums, Reichstagsufer 6. Vorlesungsverzeichnisse und Härerkarfen in den oben genannten Geschäftsstellen, in Buchhandlungen u. Vereinsstellen, Hauptbureau C 2, Neue Friedrichstr. 53/56 II, 10-12, 1-5 Uhr. 20 OD Ttint&t an der fiodtbo/yiSiaiLbufix Sia 3m6ߣ' au 'xsfxiZd ZMÄL ■Speieesummec-Sc�c�- summer'f~' Jhzcf, P ■anos gegen bar und auf Teilzahlung.* Pianohandlg., Berlin, Göbenstr. 10, pt. Riemenscheiben, X TO x 35 mm, SahnrSdcr 10, 50, 80 mm breit. Steinen. riufcc von Rund» u. Flachcisen. Ringschmierlager. Winkel» N, 55 X 25 X 5 mm stark, iu Ringen v. 2 m zfis.-ge.chweißt. u, tl. Teile SM Eisenblech, 4—5 mm stark, abzugeben amburger Crainin-Werke. Neukölln, Berqilr. 132. 1 anilnapiplltcraf*• D- Dr- iar- Wilhelm v. 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I an der Beerdigung, welche! noch bekanntgegeben wird,! sich zahlreich zu beteiligen, j Avob Am IS. April, früh S Uhr, entschlief sonst unser lieber Nesse, der Schriftsetzer Ernst Schnbotz nach längerem Krankenlager. im bliihenden Alter von 2K Zabren, im Krankenhaus Westend. Richard Ehlert und Frau. Familt« Kleiule. Erna Thomas als Braut. Die Beerdigima findet am Dienstag, den 22. April. nachmittags S UHr. von der Leichenhalle de, neuen Luisen- Kirchhofes, Neuer Fllrstenbrunner Weg sWest- end). statt. 241lb Dil Beerdigung unseres Kollegen u. Sangesbruders Ernst Ecdnbvtz findet am Dienstag, den 22. April, nach«. S Ahr. auf dem neuen Luise»- Kirchhof Westend, Fürsten- brunner Weg, statt. Mitglieder werden Di- zebcten, unserem ver- ftorbenen Kameraden recht zahlreich das letzte JStlelt zu geben. Oer Vorstand. Deutfcbcr Bucftblnder- Verband. Zahlstelle VerNa. Unseren Mitglieder» die traurrge Nachricht, daß unser langjähriges Mit» glied, der Buchbinder Waldemar Nagel nach kurzem Leiden ver- storden ist. 28/13 Ehre feinem Andeakenl Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 28. April. nachmittag» t Uhr, von der Leichenhalle des Auf- erstchungs- Kirchhofe« m Weißensee. Lichteuberger Straße, aus statt. Um zahlreichcDetriliguug ersucht VI« 0rt»r«rre»Nuag. Am Freitag, den 1». AprN, verstarb unsere werte Mst- arbcitertn. Frau Wltioiining Wischer dfftt Die Beerdigung finde! statt am Mittwoch, den 23. April, nachm. 5 Uhr, auf dem Dretfalriakeits- Kirchhof, Bergmannstraße. Das Personal der Schriftgießerei E. Gursch. Nach langjähriger Auebil- duna an Kliniken und Kranken- häuiern(darunter 3 Jahre am Krankenhaus im Friedrich». Hain in Berlin sowie al» ordrn. Arzt am Kri«g»Iazarett Le Laie au) Hab« ich mich hier StralSe 21 (am Prager Platz) Tel. Uhland 5030(vorl. Reben- auschluß) als Arzt spez. für innere Krankbeitco niedergelassen u. Halle Sprechstunden von !()>/,-UV, und 6-6 Uhr kaußer Sonntag nachmittag) vr.med.vnrtSaiser Ich habe mich in Neukölln als Spez.olarzt für»indar- krautheiten niebergelafien. vr. M. Meun Wepler. »crgstr. 146, n. Tel.: 9244. Sprechstunden 8— 9'/». 2—4, Sonnt. 8— 9V,. 18/17 Bnichkranke können auch ohne Operation u. ohne Beruisstörung geheilt werden. Nurpersönl.Behandi. Sprechstumlen nur Sonntags von 10—1 ljhr. 151/3* Dr. med. Albert Laads, Arzt, Berlin W 26. Potsdamer StraOe 102. Halte jetzt Sprechstunden ab: 10-2 und 4—7. 18/2 Dr. Max Elpern, Spezial-Arzt für Haut-, Harn- und Gssdilechtsleiben. 0r. Frankiurter Str. 37 Stotterer verl. sofort kostenlos Wenn« psychiatrische aufklär. Schrift. (i. Naeckel, Neukölln, . Neckaratr. 6. 82/16 Haut- h Harnarzt Erfolgreiche Behandlung. Pnigstr. 34/3« Alcxanderplatz. 10-1, 5-8, Sonnt 10— 1. ZeMkl sslzskSMSnßai Verwaltung Berlin. TeL: Amt Moritzplatz 10628, 3578. Bureau: Rungestr. 80 ttapantkov Mittwoch, den 23. April, abends 7 Uhr, AJtvsJUtWvl. Auugeitr. 30(Arbeitslosensaal): vrauchen- oersamwlung. Tagesordnung: 1. Unsere Lohn- dewegung. 2. Wahl des Obmanns. 8. Berbandsangelegen- Helten. KkoilttttttülOP Vonnerstag, de« 24. April, abends 7 Uhr, NtkttMtiUjtt« im vosenlhaler yos. Rosenthaier Str. 12: Sroncheaoersao-.mkung. Tagesordnung: 1, Be- richt vom ersten Quartal und Neuwahl der Kommission, 2. Welche Antwort geben wir den Arbeitgebern auf die ablehnende Haltung gegenüber unseren Forderungen. 8. Bericht von der Generalversammlung. In Anbettacht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist da» Erscheinen aller Kollegen dringend erforderlich. CarnHlMn* Sonntag, den 27. April, vormittag»?>/, :?UlyUfUjlU. Uhr, bei vlerlmanu, Grofts Jrvnlfnrler Ate. 16: Sranchenverfawmlung. Tagesordnung: t, Bericht von der Generalversammlung, 2. Stellungnahme Mlermg Solzarbeiker. zu unserer neuen Forderung. 3. Bericht der Kommiftion und Verschiedenes. Sonntag, den 27. Aprtl, vormittags 9V, Uhr. vunge- strafte 30(Ärbeltslosenfaal): Versammlung aller in den»Ilmbetrleben und Theatern Graft- Berlin» beschafilglen Vollegen. Tagesordnung: L Die auaenbiilkiiche Lage in unserer Branche und welche Maß- nahmen stehen UNS zur Bersiigung. 2, Verbandsangelegen- hellen. Mler. Wrt SfiDroeffen-Ä�r�Ä goseaheide 60: Vertrauensmänner-Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht von den Verhandlungen mit den Ardeitgebern. 2. Berbandsangeiegenhelten. Friseur-Gehilfen! Montag, den 21. April<2. Feierlag), vorm. 10 Uhr. im vehreraareinshans. Alexanderstr. 41(am Alexanderplatz): Versammlung. � Tagesordnung:«Unsere Lohnbewegung*'. Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Lohukommisfien. MM»- MMWMS-ZMW zu Berlin. Bekanntmachung. Am vieuslag, den 2S. April 1919, abends 7 Ahr. findet im.Prälaten", vlrekfen strafte. Vogen B, dt- statutenmäßige MMl»es SeMei'MsWffes statt. find die bei einem Innungsmitgstebe de» fchästigtrn volljährigen Gehilfen, welche sich im Besitz der düraer- lichen Ehrenrecht« befinden. Wählbar ist jeder wahlberechtigte Gehilfe, welcher zum Amte eine» Schöffen fähig ist. Legitimation: Bescheinigung de» Innungsfuhrherrn. 258/9 I. A.: A.»ohnke. Obermeister. klflfl M Schvhe der OeitWea SvM.* Dienstag, den 22. AprN, abend» 7»Hr. O ber Uchtsaal- Philharmonie, Bernd nrgerStt.22 2-!: Vortrag- Dr. Max Hildebert Boehrn Freie Aussprache! Eiutritt frei! »M Wir geben hierdurch bekannt, daß die Kupferschmiede unseres 173/12 Werkes Wildau 9m Dienstag, den 22. ds. Mts. wieder in Betrieb ist. Berliner Maschinenban-Akt.-Ges. vorm. L. Schwartzkopff. Dr. med. Karl Reinhardt Berlin, Potsdamer Straße 117(all der Lützowstraße) Haut« und Harnarzt bewährte InchttÄnnlsche Bebandlang. 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I a W«ch»w«ro, Dos« ca. ISO gr, 100 Dosen 60 M.| Regnlus, Kommanditgeselisch. Höndorf, Charlottenburg: 2, Joaehlmsthaler Str. 38. Bekanntmachung. L Sleinhaudelsgeschllfl, in dem Lebensmittelkar te angemeldet Gemäß fi 5 der Verordnung über Lebensmittelkarten oom 18. Ollober 1916 wird für den Gemeindedezirk der Stadt Berlin destimmt: I. Auf Abschnitt 15 der allgemeinen Lebensmittelkarten der Stadt Berlin entfallen 250 Gramm ausliwdisches Weizenmehl. II. Der tileinhnndelsverkanfaprels für ein halbes psund ansländischcs Weizenmehl dettägt 1.09 M. Iii. Das Mehl ist i» den durch ein Aushängeschild ..Perkauf von ausländischem Weizenmehl durch die Stadt Berlin* gekennzeichneten Geschäften gegen Abgab« de» Abschnittes 14 der allgemeinen Lebensmittelkarte in Empfang zu nehmen, und zwar in der Zeit von Donnerstag, den 24., bis zum Dienstag, de« 2S.April. Zuständig ist da» der Abschnitt 3 der worden ist. IV. Die Kleinhändler sind verpflichtet, die Säcke oder Be- hälter, aus denen sie das ausländische Mehl verkaufen, dem Publikum sichtbar im Laden aufzustellen. Die Säcke oder Be- hälter sind durch ein Schild mit der Aufschrift„Ausländisches Weizenmehl" zu kennzeichnen. V. Die Kleinhändler haben die von ihnen für da» ans- liindifche Weizenmehl angenommenen Abschnttte der Leben»- mitteliarte am Mittwoch, den»0. April, an ihren zuständigen Großhändler abzuliefern. VI. Es ist unzulässig, die Abschnttte der Lebensmittel- karte in anderen als den unter III genannten Geschäften ab- zugeben. VII. Bezuneberechttgte. welche den Abschnitt 8 der allgemeinen Lebensmittelkart« nicht angemeldet hatten, kSnnen sich im Bureau der unterzeichneten Abteilung Burgstraße 8. Erdgeschoß. Zimmer 4. wegen Ueberweisung an ein Geschäft melden. Vlll. Die orduungsmäftlge Ausgabe des Mahl» lu den Sleinhondelsgeschäfteu wird streng kon- krollieri sichergestellt. Die Kleinhändler, die da» reine, auslandische Mehl etwa zurückhalte»,»ermische« oder verlauschen, habeu nnuachsichtlich dl« SchUeftuug des Betriebe» zu gewärkigea. 2m übrige» ftndeu, loser« »ich« andere Vorschriften schwerer«»traf«» aussprechen, die Skrofbestiwm»»»«» de»§ 10 der Verordnung de» Magistral» Berlin vom 16. Oktober 1916 Anwendung. Berlin, den 19. April 1919. I. Nr. 8404 ss. Maaistrat. _ Abteilung für Nährmittel, Bekanntmachung d. Z. malig amerikanische SchweittefleifchproCrnkte zur Ausgc den Kopf der Beoiilkerung entlallen wöchentlidi 125 Der Bezug erfolgt bei dem Fleisdiverkänfer, in dessen e» erst- ab«. Auf Gramm. In der Woche vom 21. bi» 27. April ig amerikanische Schweineflcischprobnl en Kopf der Beviilkerung Der Bezug e' liste der Bersorgum gegen Abgabe de» A Der Preis für 125 Gramm beträgt 1,65 Mk. Es empfiehlt sich dringend, die amerikanischen Tchweineflessch- prvdutte vor dem Genuß zu kochen oder zu braten, da eine. Gewähr für illrtchwensreihett nicht übernommen werden kann. Berlin, den 18. April 1919. - I.- St. 284. V. S. la. 19i- � n NWemg ooD Mögen. Am 30. April 1919 und eventuell an den folgenden Tagen findet bei dem Veichsverwertuugsaint, verranf». abkeilung für«ulomobltwesen. Verlia-Tempaihos wettiner Korso. 9 Ahr vormittag» beginnend, ein« »ffentltch« Versteigerung von 192 Krostwage» statt. Zur Versteigerung gelangen: zirka 10 Lastwagen) zirka 177 Personenwagen? rrpartert und«nreportert, zirka 5 Anhänger» hioerse Motor«. dioere Motorfahrzeugteile. Lerzeichni- der«erstrigerungaovsev« oedst«tqekheiten über die Versteigerung ist vom 24. April 1919 ab in der FUlalc Beriln-Tempelhof zu erhatten. Dortselbst können die Objekte am 28. Aprll von vor- mMag» 9 Uhr bis mittags 12 Uhr, und am 28. und 29. April von vormittag« 9 Uhr bis nadimittaq» 8 Uhr gegen Hinter- legung einer Bietekautivn von 500 M. in bar pro Person besichtigt werden. Ohne Hinterlegung der Btetekaution kann das Gelände der Filiale am 26. dt» 29. Aprll, sowie während der Versteigerungstage nicht detreten werden. Di- Bietekauttonskarte der vorigen V-rstclzernng Ist nicht gülttg, dieselbe muß neu gelöst w«rbeu. Der Betrieb irgendwelcher Geschäfte oder da. Fellbieten irgendwelcher Gegenstände auf dem Bersteigerungsgeländ« ist nicht gestaltet. Berlin, de»(9. Aprll 1919. 19/19 „ ReichSverwertnngSavlt- Berlanssabteilung fite Antomodilwefen(.Panbik*). Achtung! Arbeiter! Lebensstellung! Vrodiittivgenossenfchnst, vollständig sozial organisiert, nimutt noch Mitglieder auf. Bor allem Tischler, Stellmacher, Maler, Böttcher und einige Ungelernte. Bedingung: 1000 M. Einlage einzahlen. Auch passive Beteiligung ist erwünscht. Für sozial denkende, vermögende Herren sicherst« Geldanlage, Auskunft wird erteilt am 24. April cr.. abends 8 Uhr, km Lokal„Ventscher kjost*. Berlin, Luckauer Straße 15. oder Breunig, Zeesen-Köiftgswusierhauseu. 2056® üinegsbeichsdigten-Schule der Dcutschwehr(e.V.) Berlin-Wilmersdorf 3. Gemeindeschnlr, Nachodstr. 18 (Nähe Hohenzollerndamin- Kaiser« Allee). »nkerrichlokurse täglich 2-7 Uhr(für alle Kriegstellnehmer): 1. Gewerblichen Schriftverkehr, Deutsch und Rechnen. 2. Gewerbliches Fachzeichnen. 8. Kaufmännisches Rechnen und Schriftverkehr. 4. Linls» und Sdibnschreiben. 5. Stenographie(Stolze-Schreiij. 6. Maschlnefchreiben. 7. Kunst- und Plakatschrist, 8. Gewerbliche uiid kaufmäunssche Buchfllhrung. 9. Französisch. Unterrscht un��rmMel testenlos, umann, Berliner Fichtegumnasinm. 2l)57D'__ vor Leiter. 5.59. Ko8busentemm«tee W" l_-«„ Testz. wöchentl. I M. Plomben IdiO. Ooldln- //.nnR.4»» Kronen 18 M. Zahnziehen m. Elnspr.hächst 4.UUIIU y.V» an schmerzlind. Umarb.schlechts.GebiSEc.Rep. Zgjuunt Wall sof, Potsdamer Str-55, Hochb. Spc eclw.9-7.* Statt Karten, fi Ihre im März roll- K zogeneVermählung geben tz bekannt 20S9D h fieiene Bpszewski geb. Pappe. Berlin, Neue Hoohstr. 24. J Bekanntmachung. Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin, Einladung OrdaotLteM-Sifoiiij der Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin am Montag, de» 2S.Apr>l d. abends 5 Uhr, im Sitzungssaale Nr. 68 des Aakhansss zu Berlin, Königstr. 15/18. Eing.: Iüdew in« ma... strahe, linker Aufgang. Tagesordnung: 1. Abnahm« der Iahresrech» nnng 1918. 2. Bettragserhilhung. 8. Krankenkontrolle. 274/S 4. Verschiedenes Anfrage»»der Beschwerden, zu deren Erledigung Akten- etvficht»der anderweite Fest- stellungen erforderlich find, müssen mrodesten» 8 Tag« vor- her beim Vorsitzen den de» Bor- stand es eingereicht werden. Berlin, den 16. April 1919. Der Vorsitzende des Vorstandes der Bctrlebs- krankenkasse der Staat- gemeinde Berti». _ a. Schulz._ StlslMevWe detHlempaeritiBerfln. Zu der am Mittwoch, den 30. April d. 3.. abends 6 Uhr, im kassenlokal, Wallstr. 68, stattfindenden OriiestltecM-SitzDiiii werden die Ausschußmitglieder hiermtt ergebenst eingeladen. Tagesordnung: l. Abnahme der Zahrrsrech- nung fite das abgelaufene GeschSst»jahr 1918 und Be-t k richt der Rechnung»- Prll-' fungs-Kommission. Nachbewilligung d< chreitnngen des der lieber» ,............ w.s Boran- -siagw fite das Geschäfts- ahr 1918. 3. Beschlußfaffuua«der den Beitritt zum Verband der Krankentesseu im Bezirk des Perficherungsamte» Groß- Berlin. 273/20 4. Aenderung der Dlensiord- uuug für die AngesteMen der Kasse. Um zahlrelches und pünkt» wird höflichst Der Vorstand. 5- A: Maz TfchSke, sitellveitretrnder Vorsitzender. Ällgen. Ortskr&nkenkasse dcrBtadtiß'llii-SeböDeberg Am Die»»tag, de» 29. Aprll 1919, abend» 7>/, Uhr, findet in der Aula der Hoheuzolleru- schule, Schöneberg, Martin. Luther-Str. 22/23,«ne erdend!. Äusseli'Jsitzüng mit folgender Tagesordnung statt: 1. Verlesung der Mederfchrlft der letzten Ansschußsttzung. 2. Jahresbericht für 1Sl8 und Abnahm« b. Iahrrsrechnung. 3. Kasscnanaelegenheiten. Die Auel. össentsich. P. XrukOte, Borsitzender. ng ist nicht 2741% Frifz Send. Schriftführer. «MlMStW. Für alle in den Ortschaften: Bernau, Stadt,. Börnicke, Gem. nnd«tut mit Thärselde und Helenen an. Buch, Gem. nnd«nt M» Försterei, Schmanebeck mst Frledrtchshvf, Schönow, Gem. Birtholz, Zepernick Mtt Kolonie Röntacntal, Schmetzdors, Gut, beschäftigten oder wohnhaften veriicherung»Pflichtigen nnd ver- stchernnosberechtigten Personen §wte die ebenda vorhandenen rbettaeber wird mit dem 23. April 1919 eine Zweigstelle unserer Kasse in Bernau, Berliner Str. I4S errichtet. zun Diese ist werktäglich van 8 Uhr vorm. bi» 1 Uhr nachm. geöffnet. Berltn. den 17. April 1919. «lgam. OrtokroukenkaFe Zliederbarnim. Kühn, Borsitzender. Liorko kür Nsmen-llozwme bierer 20,-, ZO.-. 40,-, SO,-} Berren-Anzfifle Meter Ä,-, 60,-, 70,-, 80,- 1 Incblaper Eoch& Seeland! b. m. b. Oertraudtenatr. Verkaufszeit v. 8—2 20/21 Rauchtabak (kein Ersatz), garantteri echter reiner Blättertadak, 10«>»-»><'«» M. 22. 100 itfchen ______ iuu.i.j«n Dl. 200. n,. 100 St SR. 80,9k. 90, Zigarren. a�mw-iso.Ma» zur Probe fe 2Stiick.zu/m Moabit 8675 8725 Tafelklavier oder ältere» Piano, auchFliigel sucht Drescher, Neukölln Delbrllckstr.56IlI. Preisangab, erdeten. xesueht! Für ab 1. Mai neu erscheinendes mehrheitssozialistische- Partribiatt fite Regierungebezirk Münster. Bedingung Flotte, ober ooltettimliche Schreibweise; Lennwi» der de sondereu politischen Perhälwiss« de» Münsterl ander.. Bewerbe: werden daraus aufmerksam gemocht, daß nur ein Redafteu, da, Blatt bearbetten soll. Bewerbungen sind bis zum »8. April d. I. an den Borsttzendeu der Preßtemmifsion: 258/10 A. Tkaczuk, Münster i. W,, Deichstr. 3 zu richten. 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Die StinisnungSniache aber, die aber von den Interessenten unter Zuhilfenahine des amtlichen Telegraphen- bureaus in dieser Sache getrieben wird, ist auf da» schärfste zu mißbilligen. Dafür nur einige Beispiele: Der Konkurs der Böchu- mer Bergwerks-Gesellschaft hat sich als ein sehr gutes Geschäft für das Stahlwerk Becker, das bereits 90 Proz. ihres Mtienkapttals besaß, herausgestellt. Durch den Konkurs scheidet die Bochumer Bergwerks-A.-G. aus dem Kohlensyndikat aus, um dann als Hüttenzeche des Becker-Werkes wieder in die Erscheinung treten zu können. Die Zeche Blankenburg ist ein kleines, seit jeher nicht übermäßig rentables Unternehmen, das natürlich durch die Streiks ärger mitgenommen ist als die großen Werke. Was die Gewer?- schast Stinncs anbetrifft, so lcnrn darauf hingewiesen werden, daß Zubußeleiftungen in Zeiten der Krise gar keine so außergelvöhn- liche Erscheinungen find, wieviel weniger erst beute! Ob die Ge- werkschaft Deutscher Kaiser, die ausschließlicher Besitz der Famili� Thyssen ist und im Mittelpunkte der Streikbewegung gestanden hat, nicht aus deren privaten KriegSgetvinnen noch unterhalten werden kann, ist eine Frage, die hier nur angedeutet werden soll. Werden doch die Kriegsgewinne der Familie Thyssen von Fachleuten auf ein Vielfaches des angegebenen Betrages geschätzt. Die Kohlen- bergwerke des deutsch-luxemburgischen Bergwerks und Hütten-A.-G. zählen zu den minder ertragreichen Zechen. Nach diesen Kostproben wäre eS interessant, die Namen der andern Werke zu erfahren, die so verlustreich gearbeitet haben. Auch wir treten mit aller Entschiedenheit dafür ein, daß das Streikfiober unter allen Umständen gedämpft wird. Das muß aber durch eine sachliche Politik und eine aufrichtig orientierte Propaganda geschehen und nicht durch derartige tendenziöse Aufbauschungen von Zuständen, deren wahrer Charakter den streiklustigen Arbeitern viel besser bekannt ist alz der offiziöse Nachrichtenapparat zu glauben scheint. Damit schadet man nur der Sache. Wie kritisch tatsächlich die Kohlenversorgung Deutsch. land» durch die Streik» bereits geworden ist, erhellt dorauS, daß infolge geringen ftohlerEBstandeS der gesamte Personenverkehr im unbesetzten Gebstet des Eisen- bahnbezirkes Frankfurt a. M. zunächst für drei Tage eingestellt werden muß. Das geschieht insbesondere im Jnter- effe der Aufrechterhaltung des allerwichtigsten Güterverkehrs und der LckbenSmittelzufuhr. « Rückgang deS Ruhrstreits. Essen, l9. April. In der heutigen Frühschicht betrug die Zahl der Ausständigen 100 334; mithin ein Rückgang der Streikgiffer um 7600. Voll gearbeitet wird auf 72 Schachtanlage» gegen 60 am Donnerstag. Die Gesamtzahl der ausständigen Beleg» schaften stellte sich in den drei Schichten am Donnerstag auf 216 437 gegen 232 763 am Mittwoch. Die Absetzung üer Direktoren. Perli«, 19. April. Di« vereinigte Königs- und Laurahütte teilt mit: Der AuffickrtSrat der Vereinigten König«- und Laura hütte beriet heute über die Finanzlage der G e- sellschaft und über die Forderungen von Beamten und Arbeiter- auSscbüssen, den Generaldirektor abzuberufen. Wie festgestellt wurde, haben das Anwachse� der Ausgaben für Gehälter und Löhne sowie das Sinken der Arbeitsleistung um über die Hälfte des normalen Standes dahin geführt, daß von einem Betriebs- Überschuß keine Rede mehr ist. daß vielmehr die Tonne geförderter Kohle«inen Zuschuß von 17 M. und die Tonne hergestellten Rohstahls einen solchen von 230 M. erfordert. Darauf folgt von selbst, daß die Stillegung der Betriebe— es sei denn, daß eine erbebliche Besserung der Leistungen eintritt,— nicht lange wird aufgehalten werden können. Für dir Hütten und Werlstätten sind die für eine Einstellung erforderlichen Vorbereitungen angeordnet, dagegen der Beschluß gefaßt worden, trotz starler Verluste, mit Rücksicht auf öffentliche Interessen, die Kohlengruben möglichst lange in Betrieb zu erhalten. Der Forderung nach Amtsenthebung des Generaldirektor« naherzutreten wurde abgelehnt, da ihr jegliche gesetzliche. satzungSgemäße oder sachliche Grundlage fehlt. Der Ausfichtsrat sprach dem Generaldirektor, Herrn Geheimen Berg» rat Hilger, sein volles Vertrauen� aus im Hinblick auf sein« erfolg» reiche geschäftliche Tätigkeit und insbesondere auf seinen nie er» lahmenden Eiser um das Wohl der ihm unterstellten Beamten und Arbeiter. Mit dieser Stellungnahme ist die Sache noch nicht er- ledigt. Zum mindesten ist es auffällig, daß die Verlustwirt- schaft der Werke erst in dem Augenblick so entscheidend ge- worden sein soll, als die Arbeiter und Beamten die Ab- setzung HilgcrS verlangten. DaS muß herausfordernd wirken. Wir haben mehr als einmal darauf hingewiesen, daß die krasse Ablehnung' der ArbeiterforderuNgen und die Still- legung von Werken neue Streiks im Gefolge haben müßten. In dieser Erkenntnis hat auch der Staatskom- missar für Oberschlesien bereits Verhandlungen ange- bahnt. Die Frage der Absetzung von Bergwerks- direktoren wird von einem Schiedsgericht entschieden werden. Daß nicht alle Forderungen der Arbeiter spruchreif sind, be- weist allein die Tatsache, daß alle Bergwerksdirektoren auf der Absetzungsliste stehen. Sicherlich aber sollte seitens der Unternehmer alles vermieden werden, waS die Lage noch weiter zuspitzen könnte. Der Aceik in Obersckilesien. AuS Breslau erfahren die P. P. N.: O b e n ch l e s i e n ist im ollgemeinen ruhig. Einzelne Gruben beabsichligen, in den Streik zu treten. Genaue Angaben darüber fehlen noch. Im Aus- stände befinden sich augenblicklich: die Kleophagrube. die Wolfganggrube und die anliegenden Kokereien. Weitere Meldungen über den Sireik liegen nicht vor. Die Plünderungen in BeUlbenwaien nickt er- heblich. E§ sind nur in einzelnen Füllen-Entwendungen vor- gekommen. Wilsons.�eüen unü Erklärungen. Zwei Sammlunge«. Durch die bevorstehenden Friedensverhandlungen sind die Reden und Erklärungen des Präsidenten Wilson wieder in den Vordergrund deS Interesses gerückt. Die' deutsche Regierung steht auf dem Standpunkt, daß sie auf Grund der 14 Punkte Wilsons und seiner übrigen programmatischen Erltärungen die Bedingungen deS Waffenstillstands angenommen habe und daß daher für jeden Friedensvertrag diese Grundsätze als Basis dienen müssen. Von beiden Seiten ist anerkannt, daß die Punkte Wilsons das Pro- gramm eines Friedens der Gerechtigkeit und Völker» Versöhnung enthalten. AnS diese», Grunde wird«s vielen erwünscht sein, eine Sammlung und Uebersicht der Wilsonschen Erklärungen bei der Hand zu haben. Diesem Bedürfnisse kommen zwei Sammlungen entgegen, die soeben erscheinen. Die eine im Kommissians-Berlag von Orell Füßli in Zürich unter dem Titel.Präsident Wilson— Der Krieg — Der Friede'(Preis 4.(50 M.). Dieie Sammlung enthält die Er- klärungen des Präfidenten vom 20. Dezember 1916 bis zum 27. Dezember 1918. Jeder Rede ist ein ganz kurzer Auszug ihres wichtigsten Inhalts vorausgeschickt. Wesentlich umfangreicher ist eine Zusammenstellung, die von zwei Beamten deS Auswärtigen Dienstes. Dr. Georg Ahrens und Dr. Karl Brinkmann herausgegeben wird.(Wilson, das staatsmännische Werk deS Präsidenten in seinen Reden, Verlag Dietrich Reimer(Ernst Vohsen), Berlin 1919. Preis 14 M. geb. 1« M.). Diese in sehr schöner Ausstattung hergestellte Sammlung enthält sämtliche Reden, Ansprachen und Kundgebungen deS Präsidenten vom 26. Oktober 1913 bis 24. Februar 1919, also bis in die jüngste Zeit. Neben wertvollem Aktenmaterial gestattet diese Sammlung ein Sicheinfühlen des LeserS in den Gesamtkomplex der Wilsonschen Anschauungen und Ideale. Die eigentümliche Denkungs« ort des ManneS, die stark durch fern amerikanisches Milieu be- einflußt ist. und sich dem europäische» Leser nicht auf den ersten Blick erschließt, enthüllt flch, je weiter man in der Lektüre dieser Reden vordringt. Wer den Geist der Wilsonschen Politik richtig verstehen will, für den ist diese Sammlung feiner Reden ein wert-, volles HUfSinittel._ Die Löhnungsverfügung, vom 8. Ipril. Verdoppelung der Lazarettgebührniffe. Bon. zuständiger Stelle wird uns geschrieben: Die Löhnung«- Verfügung des Kriegsministeriums vom 8. April gibt immer noch Anlaß zur Erregung. Gegenüber entstellenden Nachrichten wird darum nochmals betont, daß durch jene Verfügung die Geldgebühr- nisse der Lazarettkranken, die nicht Frcrwilligenformationen angeboren, auf das Doppelte erhöht worden sind, daß alio �ade der als ungerecht empfundene Unterschied zwischen den Lazarettgebührnissen der Freiwilligen und der Kranken de« allen HcereS gemildert wordeu ist. Ferner ist durch diese Verfügung allem Unteroffiziere n eine feste Tageszulage von drei Mark zugebilligt worden, während sie bisher nur für besondere Arbeirsleistungen TagesarbeitSzulagen von 3 und 4 M. erhalten konnten. Es sind weitere Schritte eingeleitet, die darauf abzielen, denjenigen Unteroffizieren und Kapitu- kanten, die gerne in die Reichswehr übertreten wollen, aber au» dienstlichen Gründen bei den Abwicklungsstäben und -Stellen des alten Heeres bleiben müssen, die gleichen Ge- b ü h r n i s s e wie den ReichZwehrunterosfizieren zuzubilligen. Der Perionenstand der AbwicklungSstellen wird dabei eine bestimmte Begrenzung erfahren. DaS Wesentliche der Verfügung vom S. April ist die Herabsetzung auf das Matz der FriedenSgebührnisse für diejenigen HcereSangehörigen, deren Entlassung im Rahmen der Abrüstung längst erwünscht ist. Ejsenbahnbeamte unö Streik. Eine Erklärung. Auf der vom 12. bis 14. April 1919 iu Berlin abgebalienen außerordentlichen Tagung der bevollmächtigten Vertreter aller Eisen- bahnbeamtengruppen aus allen Teilen Preußens ist folgende Ent» schließung einstimmig angenommen worden: In letzter Zeit ist die Oeffentlichkeit durch Nachrichten über einen bevorstehenden Ei senbahnbeamten streik beunruhigt worden- Der Eiienbahnbeamtenbund, der mit über 230000 Mirgtiedern die in den Fachverbänden organisiert« Eisenbahnbeamtenschaft rnn» laßt, erklärt hierzu, den Eilenbahnbeanuen ist im Dezember 1918 in Würdigung ihrer besonderen Leistungen eine monatliche BetriebSzu- läge bewilligt worden. Diese Zulage wurde von der Regierung im März 1919 mit Rückwirkung vom 1. Januar 1919 zurück« gezogen, so daß den Beamten nur ein einziger Monatsbetrag von 30 bis 120 Mark geblieben ist. Der Eisenbahnbeamten hat sich wegen dieser Maßnahme eine tiefgehende Erregung bemächtigt. Der Bundesvorstand leitete infolgedessen sofort Verhandlungen mit der Regierung ein. Vor deren Abschluß hat die preußische Regierung durch die Tagespresse in einer Erklärung von, 7. 4. 1919 mit schärfsten Maßnahmen für den Fall eines Eisenba hnbeomtenstreiks gedroht. Gegen diese Erklärung erhebt der Eisenbahnbeamienbund schäristen Einspruch, denn: 1. Es war für diese Erklärung kein Grund vorhanden, weil von der Ovganisation keine Streikandrohung aus- gesprochen ist. 2'. Sie ist ohne Rücksicht auf die Organisation und die mit ihr noch schwebenden Verhandlungen veröffentlicht. 3.' toie ist infolge Unterscheidung nach dienstwilligen und nicht dieifftwilligen Beamten geeignet, den Anschein zu ertnecken. als ob ein Keil in die Beamtenschaft getrieben werden soll. 4. Die Oeffentlichkeit wird über die Forderungen der Eisen- Hahnbeamtenschaft getäuscht und ungerechterweise gegen die Eisenbahnbeamtenschaft ausgespielt: einmal wird zu Unrecht von Gehaltsforderungen gesprochen/ zum andern wird der Irrtum hervorgerufen, als ob die für die gesamte Beamtenschaft aufgewandten Beträge nur deu Ei senbahnbeamten zugeflossen wären. Der Eisenbahnbeamtenbund erklärt weiter, daß er sich vor- behält, selbst zu entscheiden, ob und wann er da» Mittel de? Streiks zur Durchsetzung seiner Forderungen anwenden will. Er ist sich ober bewußt, daß er als Vertrsturig der StaatSeisenbahn- beamten schaft dem Volte gegenüber eine besonders große Verantwortung trägt und daß ein solcher Beschluß nur iin vollen Bewußtsein dieser Verantwortung gesaßt tverdcn darf, wenn schlverwtegende Umstände dies verlangen und alle Mittel zur Einigung im Verhandlungswege einschließlich der Inanspruchnahme von SP)lichtungSstellen erschöpft sind.__ MaudatSniederleguiig. Der beutsch-deinokratische Abgeorducie zur deutschen Nationalversammlung Dr. v. Langheinrich hat sein Mandat niedergelegt.!ln seine Stelle tritt Rechtsanwalt Meißner- Würzburg. Eine Verordnung zum Schutze gegen die Folge» der Stillegung von Bankbetrieben erläßt da« Reichsministerium für die Wirtschaft- liche Demobilmachung. Danach gelten di« Rechtsfolgen, die wegen Nichtzahlung oder nicht rechtzeitiger Zahlung nach Gesetz oder Ver- trag eintreten, dann nickt, wenn der Schuldner durch Still- legung eine? Bankbetriebes ohne fein Perschul- den an der Zahlung gehindert wird. Er muß aber die Verbindlichkeit unverzüglich erfüllen, nachdem das Hindernis beseitigt ist. Ebenso werden die Fristen de« Scheck» u nd 2Bec& sei rechts um so viel verlängert, als erforderlich ist, um nach Wegfall der Hiirdernisse ürfolge Stillegung des Steif betriebe« die entsprechende Handlung vorzunehmen. Die Verordnung tritt mit Wirkung vom 8. April 1919 i» Kraft./' Wellen ihre? HaareS, und ganz zart tupften sie di« Tränen von ihren Wangen. Kein Wort sprachen die brike« Frauen. Auf den lautlosen Wellen, di« vom Herzen der Tochter zum Herzen der Mutter strömte», segelt« leise WS Schifflein der schmerzhaften Erkenntnis. Nach diesem Abend tvar eö, als erfülle die Greifin«ine neue Kraft des Leben». Sie war unermüdlich im Schaffen uird umhegte das wie entwurzelte Leben ihrer Tochter mft zartester Liebe. Hanna ging ihrer Arbeit nach, still und als schlage da» rastlose Treiben de» Lebaus nicht an die Wände ibres Wesen». Nach innen gekehrt, war eS. alz horche sie ständig auf die warme Stimme der Vergangenheit. Ihre Mitarbeiterinnen betrachteten sie scheu in der Unnahbarkeit ihres Schmerzes, und manchen schien es, als hätte sich ein Schatten über ihren jungen Geist gelegt. Nachts legte Hanna die Hände auf ihren Leib und sprach im- verständliche Worte zu einem Wesen, das die Wand des Frdsschen noch nicht durchbrochen. Weihnachten ging vorüber. Die Sterne zogen am Hiinmel un. ruhig flackernd über'der zerfallenen Welt, und ol» der Traum die müde Seele der Mutter Johannas sckon lris« in sein trügerisches Reich �zog, war es der alten Frau, als singe ganz zart und fern eins Stimme:..... holder Knabe im lockigen Haar...* aber sie hatte schon nicht mehr die Kraft, sich den vermuten Mächten des Schlafes und Traumez zu entwinden, um zu hören, ob etwa Hanna die» liebliche Lied sang. Frühlingsstürme braust«, Wer di« Welt, und die Menschen rangen in ihnen verzweifelt nach dem vorlorenen Gluck. Und es kam die Zeit, die sie die Zeit der Auferstehung nennen. Nock stampften Kamps und Not üb« die Erdc. Aber überall blühte die Hoffnung auf. Man fühlte ihr Sein denn Anblick der ersten silbernen Kätzchen und beim Lied der ersten Amsel, da» in- brunftig wie äuf tönenden Stufen.zum Himmel stieg. .. vauua fühlte, daß ihre Zeit nahte. Sre zitterte vor der Sturze pe» Verdens und schrie iu wilden Schmerzen. Und die Greisin retEüu£Cnb6S Gesickt im Schoß. i � n 1.JRo-99enÄ kam die große Not. Wie fmertaglich war die Wen.»nd während der große Schmerz Hanna zerriy. sprach eitvas !" d-""�nndlichen Tiefen ihr-S Grins: eS sei.Ostern/ Daher 3J* �llmckst. daß sie. als da, neugeborene Knäblem vor rhren k«' lächelte, so schmerzhaft und so ylucklich.S�ch. Aruach behauptete, sie babe ihre Seele gei-heu. Muteten die Glocken.— Und Hanna, von traum- loftrtofitert erfaßt, dachte, sie läuteten über die ganze Welt. Und tm schlaf fauchtet« ihr Antlitz in einer tiefen Freude. »dies irae' bo» von Mton wilögans. (Lesfinsrheater.) Wildgans' neu es Drama zefai dieselbe aCfam Hergebrachten attveschende, in trotziger Echarfa ce$« geprägte Eigenart wie seine früheren Bühnenwerke..Armutt und .Liebe'. Charakteristisch ist sein Streben, den Vorgang, den er darstellt,- über den Kreis individueller Bedingtheft und Zufällig- kcit hinauszuheben. Seine Menschen sind aus einen Emrzelton gestimmte Instrumente, die ihr Motiv in Variationen mit mög- lichst starker Steigerung wiederholen sollen. Er will durch sie als AusdruckSmittel»n lyrisch und rhctharisch gehobener Sprache Kon- flikte, die ihm<ÄS ein in den Tiefen menschlicher Natur begrün- octes und allgemein tragisches Verhängnis erscheinen, dein Hörer erschütternd vor die Seele rücken. So auch in.vier irae"(Tag deS ZorneS). Wer die Tragik prägt sich dem llnSesangenen hier nicht voll überzeugend aus. Es fehlt dem Drama,' das von Konflikten in dem Verhältnisse von Sohil und Vater handelt, das Zwingende bei Hintergrundes. Von jener wunderbarem nähen Lebensiwärme, mit der Gerhart Haupt- mann im„Michael Krämer" das Ringen eine» Vaterherzens um den verlorenen Sohn gestaltet, spürt man hier nichts. Die Liebe, die WirdganS' Doktor Fallnrer zu seinem Jungen hegt, hat einen Einschlag blinder Eifersucht, der nicht mehr als Steigerung eines naturgegebenen SeelentrickbeS, sondert, als eine kaum mehr ver- stmidtiche Anomalie erscheint. Daß sich seine persönliche Wesens- art im Kinde nicht rein fort erhält, daß es aitr Ende gar Spuren von der Art der Mutter und deren kaufmänirisch-gewerdlicher Sippschaft ausweisen könnte, erfüllt ihn mit sinnloser Erbitterung. Was eigentlich der Grund des wilden Grolls ist, den dieser hochgebildete Mann gegen die eigene Frau nährt, bleibt dabei dunkel. Bei der Feier, die dt« Eltern dem Jungen zu seinem Abitur- examen bereitet haben, geraten sie über die Frage, toas er wer- den sckll, wütend aneinander. Mut und Entschlußkraft sind dem Sohne in diesem ewigen Kämpf der beiden Menschen, die er gleichmäßig lieben möchte und die uai ihn sich srets entzweien, längst gebrochen.„Ich plane nichts mehr. Du kannst mit mir machen, was Du willst.� Da- ist die einzige Antwort, die der Vater von ihm erhält. Da» peitscht die innere Empörung des 'Erzeugers zum Aeußersten. Er Hort«ine Anklage au» diesem müden Wort heraus, die er als schnöden Undank empfindet War es nicht sein gutes Recht, daß er, waS er„erfarni, erfahren und erlitten" an sein eigen Fleisch und Blut vererben wollte; sein gute- Recht, zu Win eschen, daß der Sobn deS Vaters Sprache eebe? Wer sich zu solcher muttosen Passivität bekennt, der muß im Keim bereits verpfuscht gewesen sein! Schamlos wirft der Haß gegen die Mutter feines Kindes die' letzten Hüllen ab. Sie trägt die Schuld! Vater und Mutter werfen sich vor ihrem Kind den Widerwillen der Umarmung vor, aus, dem das neue Leben keimte. Die wildesten Ekstasen, in denen sich in Strindberg- „Vater" der Gattcnhaß zerfleischt, sind hier nvä» übervotcn. Tie Klage de» Jünglings, der aus der Schmach und aus dem Jammer keinen anderen Ausweg als den Selbstmord sieht. veoewigt sich im dritte» Wt mit den Verwünschungen eines aus härterem Stoff geschaffenen Freundes, der nie ein Elternhaus gefarmt und all fein H in gebugSbed-ü rfn i» auf ein taubes Straßen- -nädchen übsri ragen hat: Ein flüchtige» Liebesglück streift noch don Pfad d-s Sohnes-, doch wagt er nicht, es fastzuhalt-en. So reißt der letzte Faden, an den er sich noch hätte kl am- »nern kömreir. Der Schlußakt leitet völlig ins Symbolische. Auch der Tod de» Salmes hat die starre Eigensucht im Herfen des DaterS nickt geschmolzen. Kaum tuen ige r furchtbar als der Tod ist ihm, daß seines Jungen letzter Brief dem Freunde galt. Dieser, der Ver- sroßene und Verachtete, der Furdfiug tritt als Zeuge für das Leiben des Gestorbenen und aller derer, die aus unseligem, Ire- i&esleerem Bunde wuchsen, dem Vater anllagend entgegen. Ein 'Geisterchor spinnt den Schulbspruch zu einer Klage um da» Lo» der Millionen fort, die nicht die Liebe, nur ein blander Zufall in» trübe Leben rief: O, wie sät man un» wahllos— über die Erde hin.... O, die den Menschen zeugen�— nicht um des Menschen willen,— ihrer die Schuld!!" So singt der Ehor der Knaiben und Jünglinge. Und.apokalyptische Stimmen" fallen mit dem Gesang des allen Choräle«: Dies irae ein. Die Aufführung folgt« den verschlungenen Wegen der Dichtung mit feine!», sicherem Gefühle. Sebr sympathisch verkörperte Hein- rich v.-Twaxdow Ski die jugendlich-'schwermülige Weichheit d-S Sohnes, sehr eindrucksvoll markant Herr Bei t dm spröde Horb- 'hcil und den Stolz des FrsundeS. Die Rofcl von Charlotte Schulz hatte still gönn nno nde Natürlichkeit. Di« Rolle der nur mit wenigen Strichen skizzierten Mutter lag im den bewährten Händen Jlka G r u n i n g s. UXd die beim Lesen so ganz fremdartig und kalt anmutende Figur deS Vater» erwärmte sich in der Danstellung Eugen KlöpferS durch einen tiefe« Gefichlston scheu zurück. haltender Liebe. Tas Publikum hörte mit offenbar gespamrfam Interesse zu und spendete starken Beifall. Conrad Schmidt. Notizen. — Musik. Blüthner-Saal. Am 20. April. 7V3 Uhr, Sonn- tagskonzert drS Blüihner-OrchesterS(Dirigein: Paul Scheinpflugs, Solisten: Prof. Hermann Lafant(Klavier), Hans Luedtke(Orgel): Wagner: KarfreiiagSzauber aus..Parsifal", Felix.. Mandelstaur: Präludium und Toppelfugc für Orchester und Orgel, Grieg, Bizet, Goldmark. .—Vorträgs. Lo Mittag hält am Ostermontag im Bechsteiii- fao! einen Vortrag über Telepathie und Wachsuggesiion mit sensationellen Experimenten. — Das Miiseum für Meereskunde ist Pom Oster- montag ab bis auf weiteres in den Abteilungen: MeereSrunde. Küsten- und HafenwLseu, Fischerei, Nutzprvdulle und Biologie ge- öffnet, und zwar: Montag, Mittwoch, Sonnabend 10— 3, Eorrnrag IL—Z U hr. GewerffchoflsbewWNs vom MngefteUtenstreik. Die Zentral-Streiklettung Ber.migten Angestellteiwerbände beröffciMicht folgenden Bericht: Tie gestrigen Vechandlungen'bei dem Arbeitsminister Ban e r mit den Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Metallindustrie lie- gannen um 4 Uhr nachmittlags und endigten 2 Uhr nachts. Von den Industriellen führten hauptsächlich die Debatte die Herren von Borsig, Peierls. Oppenheimer. Von den Ange- stellten die Herren A u f h ä f e r, Thiel, A. Hl. Schmidt. Das Mitibcstimmungsrecht, der Hauptpunkt des Streites, wurde auch hinsichtlich der Einstellung zugestanden, wenn auch nicht in deni von den Arbeitnehmern geforderten Umfang. Die Direktoren von Ak- tiengcfellschaften, G. m. b. H., Handlungsbevollmächtigte, Prolu- risten unterstehen nicht dem Mitbestimmungsrecht der Angestcll- ten. Bei Entlassungen ist ein Einspruchsrecht gewährleistet; im Falle der Nichteinigung mit dem Arbeitgeber ist ein Schieds- spruch herbeizuführen. Der 18. April rechnet als erster Arbeits- 'tag, wenn die Tätigkeit am erstem Arbeitstag nach Ostern wieder aufgenommen wird. Um einer Notlage der Angestellten zu be- »gegnen, wird ein Borsch» st in Höhe von 35 Proz. des Monats- einkommews von den in Betracht km» inenden Firmen gewährt, dessen Rückzahlung in monatlichen Raten innerhalb der nächsten zehn Monat« gewährleistet werden kann. Tie Abordnung der An gestellten erhob lebhaft Einwendungen gegen diese Festsetzung� die den berechtigten Forderungen der Zlrbeitnebmcr nicht im len Umfange entsprechen. Schliesslich gaben sie nach, im I esse der allgemeinem wirtschaftlichen Gesamtlage Teutschlands und um die Einigung nicht der materiellen Differenzen wegen schci- tern zu lassen. Am 1. Osterseiertag, vormittags 11 Uhr, findet in Häver- lands Festsälen, Neue Fricdrichstr. 35, eine Versammlung aller bestreikten Betriebe statt. A.-E.-G.-Obleute erscheinen 1 Stunde früher. Hieraus werden spätestens Dienstag überall Bc- �= Eine Versammlung der KriegsauShelfer und-aushelferinnen triebsversaimnlungen abgehalten und zwar möglichst im Laufe des �"ß-Bcrlin nahm im grogep Saale des Lehrer- -fi.<. v- r h.* v., Vereinsbau es zu ibrer für die heutigen Verhältnisse viel zu Nie- Vormittag,.-. E» nt anzunehmen, daz� diese dann der von�den � drigen Bezahlung einerseits und die sonstigen unhaltbaren Zu- ingeM a»1- Ziiwr- Ttreik der Brunnenbauer und Helfer Groft-Berlins. � Die sei! dem 5. April um die Anerkennung sehr bescheidener Forderungen im Streik befindlichen Brunnenbauer und Helfer kamen am 17. April in ihrer zweiten �-treikversammlung zu dem einstimmig geiatztcn jBeschlutz, so lange im Streit auszuharren. bis ihre bcriichtigten Forderungen bei d«u Unternehmern Anerkeu- nung gefunden haben. Die Versammelten waren der Auffassung, dast es sich hier nicht lediglich um die Bewilligung ihrer Forde- rungen, sondern um die Machtsrage der Anerkennung der Organisation als wirtschaftliche Vertretung handelt. Beweis dafür ist. dast private Firmen die gestellten ssorderungeii anerkennen und Brunnenbauer verlangen. Alle Bauarbeiter bitten wir, eventuell Arbeitende nach den Berechtigungskarlen zu fragen; wer nicht im Besitz einer solchen Karte ist, ist Streikbrecher. Ter Streik in der Landschaftsgär�uerci. Die in der Landschaftsgärlnerei lätigen Gärtner, Gartenarbeitor und Gartenfr»uen sind fast restlos der Sweikparole gefolgt. Besonders trifft dies für die bei den Firme» der Arbeitgeberorganiiatio» Beschäftigten zu. Die Lohnforderungen der Streikenden sind für Iunggebilfen 2.L? M., Gärtner nach einjähriger Tätiakeit in der Landschaftsgärlnerei 2.50 M., Gartenarbeiler 2 M.. Gartenwbeiiec nach einjähriger Täiigkeit in der Landschaflsgännerei 2.25 M.. Gartenfranen 1,25 M. Die nächste Versammlung der Streikenden ist am 3. Feiertag. Dienstag, den 22. April, vornzittagS 10 Ubr, in den„Neuen Rat- hauSiälen', Schöneberg. Martin« Luther- Swaste 6S. Verband der Gärtner nnd Gärtnereiarbeiter. Gruppe Landfchaflsgärwerei. Berlin L 42, Luisenljfer 1. Fernruf: Moritzplatz 3725. Gewerkschaftsmitglieder! Zu der am Ostermontag, n a ck ni i tÄi g S 2*/4 Uhr, im Zentral-Tbater stattfindenden Vorstellung„No�a" von H. Ibsen können noch Eiulastkarten a 1.50 M. einschliesslich Kleiderablage im Theater in Empfang genommen werden. Der Ausschuß der EcwerlschaftSlominission Berlins und Umgegend. I. A: G Link. Arbeiter«Sekretariat Berlin. OAeuten gegebenen Parole folgen werden, öautet diese zustim- mend, so wirb die Arbeit am Dienstag wieder ausgenommen werden. Gegen die bürgerliche Presse. Eine A nge stell tonst tzung der AuergescUschaft nahm folgende Entschliestung an:» Ungefähr 2 0 00 Angestellte der Auergcscllschaft und ihrer stäirde im Arbeitsverhältnis andererseits Stellung. In alter zopfi, ger Weise treten bei allen Verfügungen seitens der obersten Post- behörden starke Tiiscrenzicrungen zwischen Beamten, einerseits und dem Kriegsaushilsspersonal andererseits hervor, obgleich von dem letzteren sclbstvcrständlicki dieselben Arbeitsleistungen sowohl guan- titativ wie gualitativ gefordert werden. Selbst in.den Teuerung�- zulagen, die einen wesentlichen Teil der ganzen Bezüge dantcllcn. auch in den Zulagen für die Kinder, glaubt man einen starken daß diese Presse versucht hat, durch entstell!« und unwahre Be- richte und Verdächtigungen der Führer Unstimmigkeiten in die Die größte Unzusviedcnheit aber löste eine eben hevausgc richte und Verdächtigungen der Führer Unstimmigkeiten in die kommen« ministerielle Verfügung' aus, dast nun endlich den Kriegs-' Angestellten zu tragen und die Bewegung in den Augen der Oes- aushclfern und-ausHelferinnen nach einjähriger Tätigkeit 7 Tage. fentlichkeit herabzusetzen. Sie empfehlen den Bezug und den �st�nach s ü n n ä h r Hz e � Z ä t i g l c it 14 T a g c�Ur Kauf der genannten Zeitungen fortan zu unterlassen. laub gewährt werden sollen. Somit bekommen die meisten Tele» graphengehilsinnen. die jetzt ohne jeden Urlaub über 2 Jahre hintereinander arfoiten,«inen solchen in der überwältigenden Ostermontag, vorm. 9 Uhr, HaverlandS Festsäle. Sitzung der � Länge von sage und schreibe sieben Tagen! Ob wohl die Herren. Streikleitung und der Zlvanziger-Komnrission. Ter Akiionsaus schust. 0 Maffei- Schwartzkopffwerke. Angestellte. Ostermontag, vorm. 10 Uhr, Betriebsversammlung bei Heiser in Wildau. Abfahrt 9 Uhr Görlitzer Bahnhof.___ An die freigewerkschaftlich organisierten Angestellten aller Kriegsorganisationen. Kollegen und Kolleginnen! In diesen Tagen sind in den verschiedensten Betrieben der Grost-Berliner KriegSorganisaftouen Sammellisten in Umlauf gesetzt worden, in denen um finanzielle Unterstützung gebeten wird. Diese Sammellisten stehen in keinerlei Verbindung mir Euren Gcwcrk- schatten. Alle in Eurent wirtschaftlichen Interesse notwendigen Aktionen werden vom Zrntralverband der Handlungsgehilfen und die an dem Zustandekommen dieser Verfügung beieiliat sind, sich die Mühe gegeben haben oder überhaupt die Fähigkeit besitzen, sich in das zermürbte Nervensystem einer Schrantbediencrin zu versetzen. die bei der heutigen Ernährung ohne jede Luftveränderung Jahre hindurch ununterbrochen tätig ist, um jetzt so„königliche" Zuge- stän'dnisse zu erhalkeul Tie technischen Werk- und Burcauangestellten des Magistrats /säpeuick waren durch den Verband der Bureauangestelltem. den Deutschen Technikerverband sGruppe D) und den Deutschen Werk- meisterverband Nach dem Kaiserhof zu Eöpenick eingeladen, um zu der Ausschusttoahl und Besoldungsfrage Skllmig zu nehmen. Es waren ausser den G-eladenen erschienen: Vertreter des Handels- und. TransportarbeitcrverbPides»nd des Heizer- und Maschinisten- Verbandes.'Besonders wurde scharf kritisiert, dast der Magistrat die Eingaben der Angestellten ohne jede Antwort lasse. Es sprachen vom Verbund der Bureouangestelltcn finanziert. Ihr habl es nicht vom Deutsähen Techniker verband Kollege Mühlkamp, vom Deutschen notwendig, ausser de» regulären Verbandsbeiträgen Telleriammlungcn und Sammellisten in den Betrieben zu unwrstützen. Differenzen im Arbeitsverhältnis, Kündigungen oder sofortige»Entlassungen müssen sofort den Verbänden mitgeteilt werden, damit sie gegebenen« falls eingreifen können. Zentralvcrband der Handlungsgehilfen. Sektion der Kriegsorganisationen. I. A.: Wendland. Berbuud der Dureauangestelltxn. Ortsgruppe Berlin. I.A.: Bauer. Achtung, Bauarbeiter: Der Streik der Bauarbeiter dauert fort. Emigungs- Verhandlungen finden voraussichtlich am Dienstag, den 22. April, statt. Das Ergebnis derselben wird den Kollegen in einer im Anschluß daran anzuberaumenden Versammlung zur Beschluß- fassung vorgelegt werden. Die Streikunterstützung kann erst nach Beendigung des Bankbeamtenstreiks ausgezahlt werden. Die Streikleitung. Werkincistervcrband Werkmeister Wille, für den Heizer- und Ma- schinisten verband Kollege Schlichting, für den Transportarbeiter- verband Herr Nickel und für den Verband der Bureauangestellten Kollege Wifthur. Alle Redner waren sich darin einig, dass die Nichtachtung d�s Magistrats nur eine Folge der lauen Organisation der Angestellten sei. Di« letzten Verhandlungen mit den städtischen Arbeitern haben gezeigt, dass eine straffe Organisation als Mächt- raktor seitens des Magistrats wobl anerkannt wird. Es wurde die Absendung einer Entichliestung bezüglich A-ngesteUtenausschuss, Ur- laubsregelung und GebaltSregelunq mit einer Frist big zum 23. April d. I. an den Magistrat abgesandt. Ein schönes Beispiel gewerkschaftlicher Solidarität zeigten die Angestellten der Viktoria-Versicherungsgesellschaft, die für die streikenden Angestellten 10 000 M. saimnetteü. Tic im„Zentralverband der Film- und Kinoangchjrigcn Deutschlands" organisierte Kollegenschaft hat unter dem Namen„Fiag". Filmindustriearbeftergciiosscnschast in Berlin, Fricdrichstraße 238, eine Genossenschaft ins Leben gerufen, die- sich mit Produktion, Reparaturen an Apparaten und Maschinen, Installation und Ein- und Verkauf von einschlägigen Artikeln der Gesamtbranchc beschäftigt: Grund- Prinzip ist, die allgemeKtc Arbeitslosigkeit in der Branche zu steuern. Kollegen, die der Genossenschaft beitreten wollen, erfabrcn alles Nähere im GeschästSlokal Fricdrichstr. 238, Hof links. 0—3. Versammlungen am DienStag, de« 22. April: Samson-Werk«. Angesiellte Morgens 9'j,. Uhr im Restaurant „Siernlockc*, Belle-Alliancc-Str. 106. Armin Tenner. Berlin, Lichtenberg, Nauen. Nachmitlags i 4 Ubr im Lindeiihos ausserordentliche Betriebsversammlung wegen Aus- > uabiiie der Arbeit. Aiigeslcllte der Firma Ehrich n. Graetz treffen sich g.00 Rest. Nemibab» Treptow. AligcstcUte der Firma W. Gurlt®. m. B.*§. 9.00 Restaurant Schuld. Schwarvkopff Angestellte. Vormittags 8 Uhr in den Borussiasälen, Ackerilr. 6/7. Ober- und Niederichöneweidc. Vollversammlung auf dem Schul« Hofe, Fisckenstrasse. Este Lustcustrasse. vormittaas II Uhr. TeutMie Teleplion-Werke G. m. b.£?., Paul Hardegen u. Lo. und Dciniche Kabel- Industrie. Restaurant Hobenzollern, Cöpcnicker Strasse 171. Glühlamveukabrik A.E.G. Vormittags 10 Uhr in der Schulaula, Rostocker Str. 3-2, Ab'ttznmuna. Frin Werner A.°G. Angestellte. Vormittags 3 Ubr im Streik- lokal zur Oiitgerennabin-- wichtiger Beichlüsie. A.j, Ub: im Restaurant Meyer, Tcmvelhof. Berliner Str. 78. Stellungnahiiic zum EiniguugSvorfchtag. A. Borsig-Tegel. Vormittags 8 Uhr im Kasino. Autogen Akt.-Ges.. Blücherstr. LL. Aufnahme der Arbeit für tauf- mäniiiiches Personal Dienstag, den 22. April, vormittags 3'/, Ubr. II Uhr BetriebSveriammlung Restaurant„Zum Leuchtturm'. A.E.G.. Fabriken Hennigsdorf. Vormittags 8'/, Uhr Restaurant Brase. Hennigsdorf. Lrenstcin u. Koppel. Vormittags 9 Uhr Kammerfäle, Teltower Strasse. De lefunken, Ange stellte. Bormittags 10 U?v in Habels Brauerei, Bergmannstr. 3/7. Ausweis mitbringen. A GG., Zcntrnlverwaltung. Friedrich-Karl-Ufer im grossen Sitzungssaal vünktlich 8 Uhr morgens. Angestellte der A.G G., Brunncnstrasse. Vormittags 9 Uhr in der Brauerei-Bötzow, am Prenzlauer Tor. Vichtige Abitanmung. Deutscher Metallarbcitervcrband. Mittwoch, den 23. April, abends 5 Ubr, im„Roscnthaler Hof", Rosen« thaler Stiasse ll/12: Versamnilung aller in der chirurgischen Branche be- schäfiigten Kollegen und Kolleginnen. Tagesordnung: U. a. Bericht von den Verhandlungen des SchlichtungSauSschuiseS. Spandauer Herrrsbetrirbe. Am Dienstag, dct, 22. d. M. bleiben die Betriebe geschlossen. Arbeiter erscheinen nicht zur Arbeit. Weitere Be- kannlmachuiigen erfolgen in der Arbciterpicsse.'Alle bisherigen Ab- machnngen der einzelnen Betriebe sind hierdurch hinfällig. Vcrbandlungcn sind eingeieitet. Notstand sarbciten werden ausgeführt. Die Arbcilcrräte der.-dcercswerlstälten Spandaus. I. A.: Zentral-Arbeitenat gez.: Holldorf Veriticke. Frii'eurgebilfen, Damenfriseure. Friseusen, Dcrückcnmachcr,.-öaar- arbciter und alle im Frisetkrgewerbe beschäftigte» Vertonen. Am Oller- montag{2. Feiertag), vormittags 10 Ubr: Grösse ösientlichc Versammlung im LehrervereinShauS am Alcyanderplatz. Tagesordnung: Bericht der Lohnkommisfion über die Verhandlungen mit unseren Arbeitgeberu. Kollegen erscheint in Massen und bekundet dadura Euer reges Interesse iür den baldigen Abschluss eines Tar soertrageS im Friseurgcwcrbe. RechtsaiiwaltSangestellte! Donnerstag, den 24. d. M., abends 7'/, Uhr, Versammlung im.Königstadt-Kasino', Alcxanderstr. LI, Eingang Holzniarltstrazc. Tagesordnung: Bericht über die Verhandlungen mit dem Berliner Änwallverein. Ein Gisenbalinarbeiker-Nätekongrest stndct am 23. und 24. d. M. um 9 Uhr vormittags m den AiidreaS-Festsälen(grosser Saal/, Andreas- ilrasse stall. Daimler-Motorengesellschaft Mariensclde. Versammlung aller streikliiden Angestellten und Wochenlöhner am Montag, den-21. April (2. Feiertag), vormittags 9 Uhr. im Slreitbureau Marienieide. Werkmeister A. E. G. HcnnigSdori Versammlung 2. Feiertag vor« mittags 10 Uhr. Kajfee Hohen zollcrn. Tegel Tterfammlung aller Zivil-Angeitellten von sämtlichen Militär- bchiirde», Juililutc aller HecreSbelriebe des lkk. A.-K., des GardekorpS, und den den« KriegSministcrium, sowie dem Armec-Ober-Kommando unier- stellten Betrieben am 24. April, nachmittags 3 Uhr, im Sporwalast, Potsdamer Strasse. Der l4cr AuSlchuss: Riegel(Kriegsminiilerium), D o b s ch i n e r(Kardckrafts.-Ers.-Abl.) Tie Angestellte»' der Pulverfabrik Spandau finden sich am Dien�ag, den 24. AprU, vormittags 8 Uhr, zur ArbeitSausnahine im Speisesaal am Tor 3 ein. Ludwig Löwe u.(So.. Brückenstrasse. Deip Betrieb wird am Mittwoch früh um 7 Uhr wieder ausgenommen. Angestellte D. W. u. M. sämll. ftillgeleglcn Werte(Mariensclde, Witlenau und Lberspree, Tculswe Wasicn. und MunilionSjabrilen) am Milt- wach, den 23. April, abends 8 Uhr, im LchlervereinshauS(blauer Saal). Sämtliche Angestellte der B.chofst JT!''." SS 23" 29" Waschstoffe Boamwoe« in verschied. M�ckicen � Q75 h«2 gtnafUrt, Meter 24'° Batlst SSWÄSS 32" 34" g«tteNffA'E,ig:29"32M38r' Jrtass-yfnferfigung] nach den neuesten Entwürfen in vornehmer Verarbeitung in eigenen Werkstätten Seidenstoffe t Damochemdea.»»--« 19'° Boilr-Ninon 12" 16" Beinkleider.... 19� Schottes-Seide 1 650 1 950 Wäsche schri«s>-ei UtttertsiLen«. st-ch---qi-s». 7� 12"° Seiden-Boile� v?elt- . 2Z-- 24" W»««****«*»««KS 24" so« Kurzwaren DraZ-ftttSpse schwarz ui»d weiss. Dssd. 15, 4.9 Pf. SpiralüragenftS�en fchw. u. weiss Dtzd. 25, 43 Pf. 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