|tr. 304. 36.3itltrg. ÄeznqSvrrtSi 3i»rlver!i»�, Abend-Ausgabe. WV G Verliner Volksblttit. ( 10 pfsnnsg) AnzetlienpreiS: Die nchigelvaliclie«mwaeeillezelle loüei 1.L0 Ml. ,»>«»« Anzeigeii". da! ieltaeorulkle Wo« 69 Pix. izMäisig 9 ieitgcdrnckle iZonc), iede' wliiere Werl 25 lifg. Stelleng?(tiche nnd Schlafsiellenanzeigcn dal eriic Wort 40 Pig., ledeS weuer« Wart 20 Pf» Worte über 15 vnchliaben«ühle.. für zwei Worte. lenernnglrnschla? 50°i» Familien-Anzeigen. relilifche und gewerllchaftliche SereinS- Anzeigen 1.Z0 Ml. die Zeile. Anzeigen-ür bic nüchlie Mummer müffen MS« ilhr nachmiling» im Oauvigeichüfl. Serim EW. 55, llindenstratze i.»vaegede» iettden.»eSstn« von 0 Uhr jrüb bis 5 Uhr abend». Zentralorgan der rozialdemokrati fcben Partei Deutfcblanda. Keüaktion und Expedition: EW. öS, Lindenstr. Z. Kernsprecher: Amt eMorrtipla�, Nr.».»l vtt— tStS7. iößCös*5ea»ieBeBeB***HBaflB0BaBHeEWi8BE*H*Ba**RBeeBeeeaBaei i Dienstag, den ÄÄ. April 1SI9. vorwärts-verlag G.m.d. y-, EW. HS, Lkndenstr. 2. Ferniprether: Amt MorilivlnK, Nr. 117»3—»1. GDteotefozIaliften gegen Gewaltfrleden. Mr den frieden der Werechtiqkeit. Paris, 21. April.(HavaS.) Der Sozialiften- k o n g r e ß wurde am Montag eröffnet. Henderfon for- derte, daft der Frieden einFriedcderGerechtigkeit und nicht der Rache fei. Wir verkennen, sagte er, die Opfer nicht, die Frankreich gebracht hat, wir laftcn seiner Tapferkeit Gerechtigkeit widerfahren, man darf jedoch den Krieg nicht mißbrauchen. Der frühere Präsident der Labour Party, Hardh, gab eine entsprechende Erklärung ab. Unruhen in Hamburg. Erstürmung von Polizeiwache«. Hamburg, 22. April.(Eigener Drahtbericht des „Vorwärts".) In Hamburg ist es an den beiden Osterfeicr- tagen wieder zu erheblichen Unruhen gekommen. In der Rächt znm Sonntag fand in den Straßen von St. Pauli ein schlachtartiger Kampf statt. Es wurden in St. Pauli Angriffe auf mehrere Polizeiwachen und PlündcrunAcn vorgenommen. In der Nacht Wurde das Polizei gefängnis gestürmt und etwa 30 EefaugeM freigelassen, darunter auch Sch Werber» b r e ch c r. Auf den Polizeiwachen wurdrn die dort vor» handcnen Gewehre geraubt. Die Polizei, und Sicherhrits- Mannschaften verloren eine» Toten und mehrere Verwundete. Die Plünderer haben vermutlich größere Verluste, die sich aber nicht genau feststellen ließen. In St. Pauli sind am Montag Passanten ansgeplündert worden. Hamburg im all- gemeine» ist ruhig geblieben. Bei den Schießereien wurde ein Fabrikant in St. Pauli durch einen Schuß durch die Tür ge° tötet. Dk'e Cxze??e in Düsielöoef. Berichte von Mi-fthandelten. DaS Düsseldorfer Blatt der Unabhängigen befaßt sich in semer jüngsten Nummer mit den.Tatarennachrichtcn" und„SensationS» me, düngen", die die auswärtige Press« aus den Düsseldorfer Schreckenstagen gebracht habe. Das Blatt erwähnt dabei auch den .Vorwärts". Daß aber die Vorgänge in Düsseldorf keineSwsgZ so harmlos gewesen sind, wie die.Volkszeitung" cS hinzustellen be- liebt, mögen die Mitteilungen zweier Malträtierter in dem„Düsseldorfer Tageblatt" vom lg. nnd 20. April zeigen: Herr Otto Müller aus Herford, der infolge der ihm zuteil ge- wordenen-schweren Mißhandlungen in einem Düsseldorfer Kranken- haus liegt, teilt mit: ... Plötzlich schrie man, auS dem Hause Hindenburgwall S? sei�geschossen worden. Als Kriegsteilnehmer erkannte ich, daß der Schuß aus der Grabenstraße gekommen war nnd teilte das den beuten mit. Darauf wurde ich zu Boden geworfen und an Kopf und Körper mit Fäusten und Absätzen bearbeitet. Als ich mich emporzuraff«n vermochte, riß man mir die Kleider entzwei und warf mich wieder zu Boden. Einer rief: Messer raus: und man stach blind auf mich l,s. Ich er. h-clt drei Messerstiche j« den K-Pf und zwei in den Rücken und wurde weiter mit Absätzen bearbeitet. Ich hatte den Leuten nicht die geringste Veranlassung gegeben, und es ist eine gemeine Lüge, daß bei mir ein Revolver gefunden worden sei; nie habe ich eine Waffe bei mir getragen. Der zweite Vorgang betrifft den Mordversuch an einem in Düsseldorf auf Urlaub weilenden spaziercngehenden Soldaten, den der Pöbel in den Rhein warf. Als der Fall im Rathaus zur Sprache kam, versuchte der unabhängige Stadtverordnete Berten, dcn Fall harmlos hinzustellen. Dazu erklärt nun der Soldat Heiliger: Ich ging ohne sichtbare Abzeichen, die mich als RegierunKS- lvldat halten erkennen lassen, durch die Bcrgerstraße. Tort riß man mir den Mantel auf und sah meinen kleinen Dolch am Kop- �'v Vorauf schlug man mir mit Fäusten und Stöcken Augen und Rasx blutend. In ein Geschäft, m daS ich flüchtete, folgte und ein F i v i l 1 st hielt mir einen Revolver vor Ü nter Schlägen und Fußtritten mußte ich mit er- Die Lage in öen Sergbaugebieten. Besserung im Ruhrrevier— starke Spannung in Oberschlesien. Essen, 22. April.(Eigener Drahiberich! des„Vorwärts".) Auf den hiesigen Zechen ist nur knapp die Hälfte der Bergleute eingefahren. Auf den Zechen in Mülheim sind heute unter Tage Zy Pr»z., über Tage Cst Proz. angefahren. Dies ist eine wesentliche Besserung. Tic Kommunisten wühlen indes weiter. Heute vormittag fand in Mülheim ein Demonstra- tionSzug statt, der aber ruhig verlief. In Dortmund wird nur noch auf drei Schachtanlagen gestreikt. Aus Dortmund wird die Verhaftung des Koinnrunistenführers Meinbcrg gemeldet. Bochum, 22. April. An den Osterfciectagcn fanden im Ruhr- revier zahlreiche DclegschaftSversammlungen von strei- kenden Bergarbeitern statt, di« zu dem Dortmunder Beschluß Siel- : lung nahmen. In niehceren Versammlungen iourde beschlossen, die Jreiheit! Terror! Von Dr. Johann Cos pari, Mitglied des Arbeiterratk- Groß-Berlm. Wie der„Vorwärts" in Nr. 199 vom 18. April d. J. be- richtet, hat sich der Vollzugsrat Groß-Berkin am Donnerstag mit Differenzen, die unter der Arbeiterfchaft einer Firma ausgebrochen' lvaren, beschäftigt. Ein im Januar in einem Werbebnreau tätig gewesener Dreher kehrte später in den Betrieb zurück; die Abteilung lehnte es ab, mit ihm tveiter zu arbeiten. In der hierüber stattgehabten Verhandlung vor dem Vollzugsrat bat die U. S. P. D. einen Antrag vorgelegt, 'daß der Vollzugsrat es für die heiligste Pflicht eines jeden fozialistisch denkenden Arbeiters erachte, für die Einigkeit der Proletarier zu wirken und besonders unter seinen Ar- beitsgenossen alles zu tun, was zur Aufrechterhultung der Arbeit beute wieder aufzunehmen, da ein«veitercs Verharren kn Ruhe und Ordnung im Betriebe notwendig sei- Sotviül wird �änt€n mit öu der belgischen Wache an der Rhein rr,'®0 Wön aber meine Festnahme ablehnte. Darauf wurde Rhrin hinübergeschleift und ins Wasser ge- wrmDc&te�ir�i? ,'rtriRfe- Infolge de, starken Blutverluste« Utsr aus toiÄ föuf � aT,bere Dtrmnseiie zu schwimmen. Vom *ffr ff«„I k �"während große Steine nach mir ge- rA fffler nur einer traf. Meine Rettung ff bfi �rnn. �tf!56cf. Fortsetzung schneit mir in? Haus. Was aber fange ich mit einem Originalroman an, dessen bisheriger Verlauf mir unbekannt ist? Antwort: Ich lese einfach die Inhaltsangabe, die der Fortsetzung vorausgedruckt ist: „Liane Reinold,«ine elternlose Waise, wird von ihrem Onkel, dem Grafen Raftenau, liebend umsorgt. Er hat ihr eine Wohnung in Berlin nett«ingerichtet und in Frau Dr. Bartels eine Hausdame gewonnen, die allerdings Liane nicht zusagt. Als er der Dame ihre Entlassung mitteilt, er. klärt sie, daß sie sein Doppelleben durchschaut habe und wisse, er lebe als Majoratsherr mit feiner rechtmäßigen Gattin und einer jungen Tochter auf Schloß Rastenau. Graf Raftenau beschließt. Liane über fem« Verhältnisse aufzuklären. Das junge Mädchen ist über feine Eröffnungen bestürzt. Als die Hausdame ihr aber nach de» Grafen Abreise»iS Gesicht sagt, sie wäre seine Geliebte, bricht sie f a st zusammen. Planlos irrt sie ins Freie,«in Fremder leistet ihr bei einem leichten Ohnmachtsanfall Hilfe. Am nächsten Tage trifft sie ihn in der Pension wieder, in deren Schutz sie sich vorläufig begibt. Beider Herzen neigen sich zueinander. Detlev Greifcnberg aber macht dem holden Traum durch eine rasche Abreise ein Ende.— Graf Rastenau weilt wieder auf seinem Schloß in Thürin- gen. Liane, die im Begriff steht, unbesoldet eine Gesellschafterin. stellung anzunehmen, erbittet dazu seine Einwilligung, die er um so lieber erteilt, als er die f r e i h e r r l i ch e Familie von Brinken kennt und schätzt. Weder seine Gemahlin noch seine reizende sechzehnjährige Tochter Steffie ahnen etwas von der Existenz Liane Rernolds.— Graf Detlev, der Neffe des Grafen, berichtet in ver- trauter Stunde dem tieibetroffcuen Grafen, daß er Berlin einen Frieden unterzeichtien können, der den. 14 Punkten Wilsons widerspräche. Sie wäre fertig, und damit würde alle» zusammenstürzen. In ähnlicher Weise hat sich Genosse Scheidemann gegenüber einem Vertreter des„Neuen Tag" geäußert. Wenn die„Freiheit" darin„eine neue Campagne zur Entfachung nationalistischer Leidenschaften" sieht, die„auf die Entente nicht den allermindesten Eindruck machen könne, so l-�t sie offenbar dem Wort„Nationalismus" einen ganz anderen Sinn unter, als er ihn im Munde aller übrigen Menschen bat. Für sie ist es schon Nationalismus, wenn ein Volk nicht allen Annexionen, die der Gegner auf seine Kosten vorhat, nicht allen Kontributionen, die er ibm auferlegen will, von vorn- berern seine Zustimmung erteilt. Es ist bedauerlich, daß ein sozialistisches Blatt in blinder Oppositionswnt dem deutschen Volk bei seinem Bestreben, doch noch zu einem Frieden der internationalen Gerechtigkeit zu kommen, in den Rücken fällt, daß es auf solche Weise die ausländischen Gewaltpolitiker be- günstigt und die Aktion der ausländischen Sozialisten gegen sie schwächt. Ans dasselbe Blatt gebärt eS. wenn Herr v. Gcrlach in seiner„Welt am Montag" in gänzlich wabrbeitswidriger Weise den Genossen Landsberg, der an Stelle des er- krantten Genossen Dr. David jn die Friedensdelegation ein- ! getreten ist. der Entente als„den ausgesvrochensten Nationa- listen unter den Sozialdemokraten des Kabinetts" denunziert. Für diese Herren ist ein jeder schon Nationalist, der das deutsche Volk nicht gänzlich niedertreten lassen mächte..Tie Verdrehtheit ihrer Anschauungen ist ja ihre eigene Angelegen- heit. schstmm ist nur, daß ihre ansaeregte Rechthaberei jedes Gefühl der Verantwortung gegenüber dem Ganzen erstickt. Troelftra gegen Bolschewismus unö Gewaltfrieösn. Amsterdam, 21. April. In einer in Arnhciin abgr- haltriicn Konferenz der holländischen sozialdemokra- tischen Arbeiterpartei hielt T r» e l st r a eine Rede, in der er den Bolschewismus verwarf. Komm.« in Holland eine Revoluticn, so müsse ste v h n c A.- und S.-Il ä t e, al»?r mit einem festen Sozialisierungsprogramrn durchgeführt werden und neben dem politischen ein wirtschaftliches Parlament zeitigen, in dem alle Gruppen und Betriebe wirk- sam vertrete» seien. Zur Pariser Konferenz sagte er, die Entente ver- gröhcre die Aussicht aus eine Revolution in Westeuropa. Er protestierte gegen den Gewaltfrieden der Entente, der schlimmer sei, al? der Friede, den ein Sieg Deutichlands zur Folge gichabt hätte. Der Völkerbund werde zur Karikatur ge- macht, die Feinde der Entente würden wirtschaftlich vernichtet. WaS in Paris zusammengeflickt werde, sei ein Hohn auf Friede, Völkerbund und Abrüstung. ES müsse eine starke Bewegung gc- gen dir Handlungsweise der Entente entstehen, damit der Friede aus sozialistischer Grundlage ruhen könne und die Rr- volution nicht aus Rußland und Bayern nach Westeurova komme. Was die Unzufriedenheit in den Eiitcntcländern betreffe, so gehe sie weit über eine Lohnbewegung hinaus, sie sei politischer Natur und beruhe auf der Forderung nach Sozialifierung. Troelüra erklärte weiter, N e f o r»> e n müßten aul g r f e d» stich em demokratischen Wege erreicht werden, selbst wenn dieS zur Folge habe, dah die Erreichung der politischen Macht um kurze Zeit verzögert werde. Er warnte vor geistigem Zwang und wies zum Schluß jedcS Zusammenwirke« mit de« S o m m u- nisten in den Niederlanden zurück. Weitere Stimmen gegen den Gewaltfricden. Amsterdam, 21. AprÄ. Auf dem in Arnheim abgebaltenen K o n g e e ß der niederländischen sozialdemokratischen Partai hielt van der Goes eine Rede, in der er sagt«, die Revolution in Deutschland sei die Aeußeruug de? Volks- willens. Wenn ein Diktatfri ede zustande komme, dann wcvdc die Revolution auch in Frankreich ausbrechen. Diese Worte erzeugten einen langanhaltenden Beifall. fluchtartig verlassen habe, um nicht die Liebe zu der bürgerlichen Liane Reinold über sich Herr werden zu lassen— Einige Tage daraus trifft Liane auf Prinkcnhof als Gesellschafterin der durch einen Unfall lahmgewor- denen Hanna v. Banken ein. I m Fluge erobert sie aller Herzen. Aus einem einsamen Waldspaziergang trifft sie Graf Detlev und erfährt seinen wahren Namen und Stand. Beide sind von dem Wiedersehen bewegt. Als Gutsnachbar verkehrt Graf Detlev v. Rastenau viel auf Brinkenhof. Bei einem gemeinsamen Ausflug lernt Liane die Komtesse Steffie von Rastenau kennen sowie die Baronin von Wachau und deren Sohn. Aber zu ihrem großen Schrecken trifft sie auch hier ihre ehemalige Hausdame. FrauDr. Bartels, die jetzt Gesellschafterin bei Frau Baronin von Wachau ist. Detlev begleitet auf der Rückfahrt Komteß Steffie nach Rastenau und bittet den Grasen Joachim, ihn auf sein Gut in Schlesien zu schicken, damit er nicht in Lianens Nähe weilen mutz. Der Graf aber teilt seinem Neffen mit. daß er nach rastlosem Suchen eine MajoratÄlausel gefunden habe, nach der eine Ehe deZ Majovatsherrn mit einer Unebenbürtigen zulässig ist, wenn diese von allen lebenden Grasen von Rastenau als würdig befunden würde. Detlev ist sehr glücklich. Inzwischen ist aber Frau Dr. Bartels am Werk. Sie berichtet der erschrockenen Baronin Wachau, daß Liane die Geliebte eines verheirateten Aristokraten sei. Die Baronin hält es für geboten, Brinkens zu warnen und fährt mit der Bartels nach Brinkenhof. Liane wird gerufen." Nachdem ich dies unter heftigen Schlaganfällen genossen habe, stürze ich mich aus die 20. Fortsetzung. Sie umfaßt 16 Buchsciten. also einen Bogen..Ha!" durchzuckt es meine schreckbetäubtcn Ganglienzellen, ,i>a Hab ich ja durch daZ Lesen der Inhaltsangabe 320(in Worten: dreihundertundzwanzig) Seiten erspart!" Und auf Grund dieser Erleuchtung schlage ich da» Folgende vor: Man drucke von einem Originalroman der Hed- w i g CourthS- Mahler, der beispielsweise 30 Teile umfaßt, nichts als den Schluß und die dazu gcljörige Inhaltsangabe der 29.einleitenden" Stücke. Durch dieses abgekürzte Verfahren dürste die Gemeingefährlichkeit der Originalschriststellerin auf ein Minimum zurückgeführt und vielleicht die gesamte Produktion der Weißcnfelserin unterbunden werden(denn es ist nicht ausge- schlössen, daß Originalromane„sortsetzungSweise" entstehen). Und der Schluß ist ja doch die Hauptsache I Hertruö Treßnitz: Nilke-�benS. In RilkeS Kunst wirkt jede? Wort und jeder Klang alz ein Element, das von strenger Notwendigkeit an seinen Platz«ingelassen worden ist. Ihre Welt ist ein tiefer Wald, dessen Stämme wie eben gemeißelt« Säulen stehen und zwischen denen die gewöhnlich« Welt vergessen wird, weil sie zu eindeutig ist und sowieso nur den Vorhof zum Allcrheiligsten de« Lebens bedeutet. Dieser Dichter bringt tiejer in die Welt ei® durch gesteigertes Anschauen, da» in die Loge in Samern. Ter Ausmarsch bei Augsburg. Augsburg, 22.April.(Eig. Drahtbericht des„Vorwärts".) Tie Aktion der Negierungstruppen schreitet ersaigreich fort. Die Be- völkerung der Vorort« Pfersee und Lochhausen hat die Waffen frei- willig abgeliefert, während die der Vorstadt Oberhausen die Abgabe verweigert. Es dürfte infolgedessen eine militärische Operation gegen Obcrhaujen unvermeidlich werden. Starke Truppenansamm- lungen werden zu diesem Zweck im Süden der Stadt vorgenommen. » Nachrichten von einem neuen Umschwung w München, wo sich die Garnison iür die Regierung Hosfmann erklärt haben soll, blieben unbestätigt, und sind allem Anschein nach auf«inen Irrtum der Berichterstattung zurückzuführen. die einzige Rettung. Wer verhindert fie? Die„Freiheit" veröffentlicht in ihrer Ostersonntaz- nummer einen Artikel, in dem sie eine rein soziali- st i s ch e Regierung als die einzige Rettung Deutschland»? bezeichnet. Eine rein sozialist'sche Regierung kann aber nur gebildet werden mit Hilfe der Mehrheitspartei. Eine rein u n a b- hängige Regierung hätte nur eine so kleine Minderheit hinter sich, daß sie sich rnckit ohne das krasseste Gewastsystem, und auch mit diesem nur kurze Zeit halten könnte. Es geht also nicht ohne die Mehrbeitspartei. geht nicht ohne die so- z i a l i st i s ch e E i n i g ii n g. Es ist aber gerade die„Frei- heit", die durch ihre wahnwitzige Hetze gegen die Mehrheit?- Partei den Weg zur Einigung verbaut hat und noch verbaut. Eine rein sozialistische Regierung braucht, wenn sie nickt nur Notbehelf für kurze Zeit sein soll, eine rein sozialistische Wähler Mehrheit. Zur Schaffung dieser Mehrheit hat die Sozialdemokratie im Januar 11 Millionen Stimmen beige- steuert. Für die Zukunft wird man aber keine Zunahme er- warten dürfen, sondern eine Abnahme fürchten müssen, wenn breite Wählermassen durch das Treiben von ganz links nach rechts abgestoßen werden. Wenn bei gleichzeitigem Rück- gang der soziali istschen Gesamtstimmenzahl eine Verschiebung zugunsten der Linksgruppe eintreten würde, so könnte nur der einen Erfolg darin erblicken, der sein Fraktiönchen über den Sozialismus stellt. Eine rein sozialistische Regierung könnte sich aber dann erst recht nicht halten. Ein Experiment mit einer rein sozialistischen Itegiening ist bekanntlich in München gemacht worden. Aber die Kam- munisten fanden die aus Mehrheit und Unabhängigen gebil- dete Regierung nicht rein sozialistisch genug, sondern jagten sie binnen fünf Minuten zum Teufel. Tic Spuren schrecken, eine ähnliche Entwicklung in ganz Deutschland wäre nicht Rettung, sondern rettungsloser Ruin. Obne feste Dämme gegen das Tollhänslertum der allerlinkesten Ecke geht es nicht! Hat man für solche Gedankengänge bei den Nnabbängi- gen Verständnis? Nur dann ist die rein sozialistische Regie- rung mehr als ein Luftschloß. versta?kte Lebensmkttelzufuh?. Amsterdam, 22. April...Blqemsen Haudelsblad" mekdit, daß die Anfuhr der für Dcutschlavid bestimmten L ebe n S ui i t te I aus den assoziierten Ländern nach den Niederlanden gute Fort- schritte macht. Die in Rotterdam entladenen Lebensmittel- mengen; insbesondere Speck, kondensiert« Milch und Reiz, ver- g r ö ß e r n sich ständig. Die Zukunft Kiautst�aus. Bern, 21. April. Wie„Reput licain" meldet, wird die Frage von K tau tschau, dessen glatte Herausgabe an China von Amerika verlangt wird, vor die Konserenz gelangen. verborgenste Beziehungen cingleitet und ihren Inhalt alterlo-Z und namenlos werden läßt.„Leben hat Sinn nur verbunden mit vielen Kreisen des weithin wachsenden Raumes." Unbekanntes schließt dieses Dichters Lyrik auf, geheimnisvolle Innenwelten, und daS Weltgefühl, das immer in ihm schwingt, bewegt sich m feierlich staunender Stimmung und baut und wölbt auS irdischem Stott Tempelgänge und-bögen von einer sphärischen Plastik. Sinnvoll> stellte Gertrud Treßnitz im Becksteinsaal in die Mitte ihres au? mehr als dreißig Gedichten Rilkes errichteten Programms die Ge- schichte„von einem, der die Steine belauscht". Michelangelo um» horcht den Marmoiblock mit den Händen und erweist die Machr, die in ihm ist: der Block ist nicht tot, er ist göttlich beseelt und dem ringenden Künstler offenbart diese Seele sich in wunderbaren lebe n s s y mbol ischen Gestalten. Diese Geschichte dersinnl-cht mit hoher Feinheit die Artung der Krackt Rilkes. Ein Belauschen und Erwecken der Sieitle zur Hergabe dessen, was mrerlöst in ihm harrt, muß aber auch die Arbeit des Künstlers sein, der die Gedichte eines so einzigartigen Poeten bedeutsam sprechen will. Wenn Gertrud Trttznitz jene Geschichte gleichsam zum Herzen ihres Programms erhob, so durfte daraus gelesen werden, wie scbr sie ihrer Verantwortung sich bewußt war. Hebbel hat gesagt, sin Gedicht'solle seine ganze Atmosphäre mitbringen, und diese Künstle» rrn wob nun die Gedicht« Rilkes in vollendetem Einklang mr: diesem Soll und Muß. Wer die Vortrefflichkeiieu der Kunst kennt, die an Dresdens großem Schauspielhause jahrelang viel Starkes voll- brachte, empfand die Hertunft des Treßnitzi'chen VortragSstilZ. Hier wurde oramatische Sprechkunst, die jedes Wori erkennt und aus- münzl. auf lyrisches Gefüd überpflanzt. Rilkes Neigung für iambischen Versgang schlägt dem die Brücke, und auch die Tatsache, daß in vielen seiner Gedichte monologisches Wesen wohnt. Gertrud -Treßnitz aber, die Hebbel liebt(und im Dresdner Schauspiel wurde Hebbel im neuen Jahrhundert ernst gepflegt), hat nicht nur die Kraft. Rilke-Gedichte als Ganzes in feste Linien zu soffen und rhythmisch nach ihrem Sinn zu bewegen; sie hat auch große» und feines Gefühl für bi« Schönheit des Klanges, die dies« Schöpfun- gen aus dem Geiste ihrer erhobenen Sphäre beseelt. Sie ist be- rückt von dieser Schönbeit und ließ ihre klassisch geformten, farbig tönenden, irdisch-überirdischen Stimmungen voll aufblühen. Mit den Augen und Mienen staunenden JnnenschaunS vorgetragen, wurde die Welt, die Rainer Maria Rilkes Kunst erschaffen, ge- hörte und eigentümlich erschaut« seelische Wirklichkeit. trä. Notizen. — Der Maler Theo v. Brockhusen, der Präsident der Sezession, ist gestorber., erst 36 Jahre alt. Jn seiner neuesten LandschastSiunil kämpfte ein energischer Wille, zum Griwinn impressionistischen Schauens das Zusammensassen des WirklichkeitS- stoffeS durch innerstes Beherrschen zu erobern. Brockhusen, der Ost- prcuße war, empfand di« schwere, herbe norddeutsche Natur mit verwandter Kraft. — Borträge. Heut« abend. Z�8 Uhr, Klindworth-Schar- wenkasaal. Vortragsabend: Alfred Beierle spricht StrindbergS ..F r i e d e n S n o v e l l e". Rudolf Leonhard spricht über das Thema ,£>u Kampf gegen di« Wajje". Znöustne und Handel. Börse. Bei Eröffnung charakteriffete sich ine Haltung der Börse als uzenig einheitlich. Angesichts der öesieren Beurteilung der auherpalitnchcn Lage wurden Schiffahrtsaktien und vor allem Kanada zu höheren Kursen dem Markte entnommen. Dagegen erlitten Montanpapiere KurSeinbußen bis zu 5 Proz., wobei auf die angeblich sehr hohen Verluste durch die Streikbewegungen bei einzelnen bedeutenden Unternehmungen»er. wiesen wurde. Auch ausgesprochene Rüstungspapiere waren schwächer, während die Nachfrage nach Farib- und Elektropapie- ren unbedeutend war. Kali, und Kolonialpapier« notierten un. mittelbar auf letztem Stand. Heimische Anleihen waren behauptet. GewerkschllflsbewMng LN-eöeraufnahme öer Arbeit bei öen Sanken. Die streikenden Angestellten der Berliner Großbanken hielten beute vormittag sieben BctriebStxrsammlungen ab, in denen Stellung zu dem Schiedsspruch des SchlichtungsauSschusseS genommen und beschlossen wurde, den Streik abzubrechen und die Ar» beit heute bzw. morgen früh wieder auszunehmen. Angestellte der Metallindustrie! Die Zemralstreiileitung richtet an die Angestellten folgende Aufforderung: Der«bbruck des Streiks ist beschlosten, nachdem es gelungen ist, das Mitbestimmungsrecht der Angestelllenausschüste sestnilegem SSir ermatten, daß die Kollegen so geschtosten, wie sie in den Streik eintraten, ihn auch beenden werden. Am ersten Arbeitstage nach Ostern muh überall die Arbeit in vollem Umfange wieder auf- genommen werden. « Die versammelten Angestellten der Firmen Breest n. Co.. Berlin X 20; Kori Hatte u. Wtede. Berlin N 20; Egaebrechl u. Schumann. Bertin-Prnkotv; Maschtnensabrit für Müblenbau vorm. C. W. G Ktpler Akt.-Ges.. Berlin dl 20; Mustebl u. HastelbaÄ. Berlin» Pankow; Bereinigte Jt'olaiorenwerke A.-G., Berlin-Ponkow; Breill ickueider u. Krüguer. Berlin-Pankow, fahieu eine Eulfchliehung. in der sie nachdriiekuchst'Lerwahrung gegen die Haltung der bürger- lichen Preiie bezüglich deö Streiks der Angestellten in der Berliner Mrtalltiidtistiie einlegen. Die Angestellten erklären einstimmig, ibre Konkeqndnzen aus dem Verhalie» dieser Zeitungen zu ziehen. Die Siellnngnohme der in Frage kontmeitdcn Blätter, welche einen Schlag ins Gesicht der g atmen Arbeiinehmerichoft bedeutet, festigt in den Bersanimelten S;c Uebertengung. doh dieie Zeitungen in alle Zukunft für jäini liche Angestellten erledigt sind. Männliche Jugendliche zwischen 16—18 Jahren erhalten eine Zulage von 5 M. wöchentlich. 2. Es wird zunächst sestgcstellt, daß unter Nachtschicht ein« Ar- beit-zeit zu verstehen ist, die um S Uhr abends oder später beginnt. Der Aufschlag für Nachtarbeit wird mit 20 Proz. auf den Ge- samtlohn festgestellt. Als Erläuterung zu diesem Beschlutz wird t als Beispiel aufgestellt, deft derjenige Hilfsarbeiter, der 8 0 M. 1 wöchentlich bezieht, einen Zuschlag von 20 Proz. aus diese 80 M. erhält, so detz dieser Hilfsarbeiter bei Nachtarbeit einen � Wocheitlohn von 9 6 M. beziehen würde. Gleichzeitig wird aner- , kannt, datz der bisher für Nachtarbeit gezahlte Mehrbetrag von 4 M. in jedem Falle in Abzug zu bringen sei. Der Rachtausschlag tritt an Stelle der Ueberstundenentschädigung. 8. Für Mittelschichten, die zwischen 12 Uhr mittag» bis 12 Uhr nachts liegen, ist ein« Entschädigung von 10 Proz. auf den Wochen» lohn zu zahlen. Dieser Aufscktlag tritt jedoch nur dann ein, wenn die Schicht mindestens eine Woche dauert; im anderen Falle wird als Entschädi- gung gezahlt die Ueberstundenentschädigung pluS 50 Proz.. und zwar für diejenigen Stunden, die in Werkbetrieben nach 8 Uhr abends, in Zeitun-zsbetricben nach 9 Uhr abends liegen. Der Nachiauffchlag tritt an Stelle der Ueberstuwdcnentschädiguntg. Sämtliche Beschlüsse treten mit dem Zahltage der lausenden Woche in Kraft.'_ Versammlnng fämttfcher VetrfebSrohrleqer Groh-BerlinS tm Getve> kschattSbaiis. Enqelusei l5, Saal 8. am Mittwoch, den 28. Apitl, abends 5 tlbr. Zagesordvung: 1. Der Streik der Rvbrlecrr und Helfer Kroh-BerlinS. S Diskiiifion 8. VertchiedeneS. In Anbetracht der Vichtig- keit der Tagesordnung ist eS Pflicht einen jeden Kollegen, pünttlich ,u er- scheinen. Vranchenverfamminng aller Rokirleger, Hochbrackmontrnre. Helzungeinonteure und Helfer am Donnerstag, den 24. Apiil. vor» mittaoS 11 Uhr, im grohen Saale des GewerkschaitShanles, Engeluser tb Tagesordnung: 1. Lerichterftittung von den Berdandlungen über die Slbaffima eines neuen Lobntarifes. Berichteriiatter: Kollege Ma� Ziele. 2. Diskussion. 8. Adstimmung. In dieier Versammlung dar! kein Kollege fehlen, da Beschlüsse von weittragender Bedeutung geiaht werde«. Neue Lohnerhöhnng der Telcgraphenarbeiter im Reicheposiministerium. Im Mittistenum der ReichSvoft» und Telegraphenverwalfung trat gesiet» eine größere Kommission von Vertretern auS dem R ich und der Zemralletlung zu einer Bciotuiig zusammen. Eine Bor» befpreck'uug für gestellte Forderungen fand am 2. Osterfeiertng. abeudS 6 Utr, in Berlin statt. Unter reger Beteiligung von Mit- gliedern von Giotz-Berlin und den Konimtssionsmiigltedent sowie der Zeinrallettung wurden noch stundenlanger erregter Debatte und Ausjptacbe folgende Forderungen beschlossen! Ii Eiböbung der jetzt gezahlten Tagelohnsätze im ganzen Reich um mindestens 50 Proz. ab 1. Avril tölS. 2. Erhöhung der lanfenden Teuerungszulagen nebst Erhöhung der Kinderzulagen nach dem gleichen Grundsatz ab 1. April 1919. 3. MiibezaHlung der auf Wochentage fallenden gesetzlichen Feiertage und Nachzahlung der Osterieiertage. 4. iOOprozennge Erhöhung der Zulagen beim Arbeiten über die Ltguidengrenzen. 5. Sofortige Einführung deS Mitbestimmungsrechts der Ar» beiierichait durch ihre Vertreter in allen Angelegenheiten, die die Aröc.tcrschait angeht. 6. Ablösung aller Geheimräte und Direktoren im Reichspost Ministerium und den Ober-Poitdire'tionen, die eS nicht notwendig zu haben glauben, mit den Vertretern der Arbeiterschaft zu ver- kehren und zu verhandeln. Die versamuiellen Vertreter find der Auffassung, datz ihre ge- stellten Forderungen gerecht find. Sie geben der bestimmten Er» Wartung Ausdruck, datz der jegige Reichspostminister GieSberl» ein offenes Lbr»nd Velstäitduis für ihre berechtigten Forderungen bat. Gleichfalls wurde belchlossen. am 22. April. adendS 6 Uhr, im.Garde-Kasino". Sophienstr. 84, eine Generalveriammlung aller Mitglieder Gtotz-Berlins stailfinden zu lasten. In dieser Ber» sommlung erstaitel die Kommtssion den BerhandlungSber'cht und gibt den Mitgliedern Gelegenheit zur Stellungnahme und Beschlutz- fassung über die Vereinbarung mit dem Reichspoftministerium. Tie organisierten Fleischer nahmen in einer überfüllten autzerordenilichen'Teneralversammkung in BoekerS Festfälen Stellung zu dem am 1. Juni in Berlin be- ginnenden Verbandstage. Rosin referierte über die Bedeutung des BerbandSlageS. Bollin begründete die Anträge, welche der Orisvor, stand vorgeschlagen hatte. Neber beide Punkte war die Debaile sebr lebhaft, auch bei der Wahl der Delegierten kam eS zu lebbatten Auseinandersetzungen. Einmütig wurde von samtlichen Rednern die Kriegspolitik der Genera!lomm>,ston der Gewerkschaften aui das schärfste verurteilt. AuS der Versammlung heraus wurde der Antrag gestellt, datz der Verbandstag mit den Angestellten der Hauptverwaltung möglichst kurzfristige AnstellungSveriräge abichlietz n solle. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die außerordentliche Generalversammlung des Zentralverbandes der Fleischer, OriSveiwoltung Gtoß-Berlin. nimmt mit Entrüstung Kenntnis, daß auch der Vertreter des Fleischerverbandes auf der Voriiäudekoiiterenz gegen die Aushebung des Belagerungszustandes gestimmt hat. Das wtdeispricht der Auffassung der Groß-Berliner Mitgliedschaft auf das entschiedenste, weil die Mitgliedichait täglich unter dem Druck des Belagerungszustandes in seiner Wirtsamkeit leidet. Die Mitglied'chatt fordert deshalb vom Verbandstag. datz der Kollege Paul Hensel aufgefordert wird, dem BerbandSiag über diese Abstimmung Rechenschaft abzulegen. Ein beachtenswerter Lohnersokst. Datz einmütiges Zusammenhalten der Arbeiterschaft, auch ohne zum Mittel des Streiks zü greisen, zu nennenswerten Erfolgen fuhren kann, beweisen die letzten Lohnerhöhungen d«S Berliner Buchdruckhilfspersonals. Nach längerem Verhandeln der Berliner Lohnkommission und des OrtsvorftandeS kam endlich am 8. April vor dem Tarifamt der Deutschen Buchdrucker folgende Lohnverein- baning zustand«: 1. Männliche Hilfsarbeiter, verheiratete und unverheiratete über 18 Jahre, erhalten eine Zulage von 6 M. wöchentlich, mindestens aber einen Wochenlohn von 80 Mk. Anlegerinnen erhalten eine Zulage von 5 ZB. wöchentlich, mindestens aber einen Wochenlohn von«0 M. Bogenfänaerinnen erhalten ein« Zulage von 5 M. wöchentlich. Mindestlohn bleibt unverändert. GroßSerlln Der Amerikaspeck hat zahlreich« Einsenderfedern in Bewegung gesetzt. Zunächst wird über den für Rentenbezieher zu hohen Preis geklagt, aber diese Beschwerde mutz« an di« Herrschaften gerichtet werden, die die Herstellung unseres fast einzigen Zahlungsmittels. der Kohle, immer wieder stillegen. Dann aber wird dem Erstaunen darüber Ausdruck gegeben, das; dt« Amerikaner sogar Knochen über den Ozean schicken tollten. Tja, den knochenlosen Speck wird die Eniente lieber selbst verbrauchen. Datz aber diese Knochen nicht zu Schiebungen benutzt werden, das bat die städtische Ucbsnvachung eben zu verhindern. ES ist genug an dem, was bis jetzt bei den Schlächtern passiert ist! Ein Institut für Sexualwissenschaft. DeeS von dem berühmten Geieer Joseph Joachim erbaute Haus Ecke Zelten und Beethoven- stratze, ist von SanitätSrat Dr. Magnus Hirschfeld zur Er- richtung eines Instituts für Sexualwissenschaft erworben worden. Tort wird auch der Sitz der von der Preutzischcn Regierung gench- mig.'en Stiftung sein, welche die wissenschaftliche Durchforschung des gesamten SexuallslenS sowi« die Verbreitung sichergestellter For- schungsergebnisse auf diesem Gebiet bezweckt. Die Tat eines Geistesgestörten? Der Zahntechniker Max Reibe- holz, der in der Nähe des Schlesischen Bahnhofs ferne Frau um- brachte, erschien morgens auf der Revierwache und meldet«, datz seine Frau um 5 Uhr gestorben sei. Später kam ein HauSbe- wohner und zeigte an. datz man in de? Wohnung Hilferufe gehört habe. Revierbeamte stellten bei Frau R. einen tiefen Stich in die Brust fest. Kriminalkommissar Dr. Anuschat fand bei näherer Be- fichtigung noch einen tiefen Stich in di« Kehle, einen Schnitt am linken Handgelenk und autzerde mam ganzen Körper gegen 30 Schnittwunden, die alle mit Heftpflaster wieder verklebt waren. Die Leiche waa vollständig blutleer und sauber gewaschen. Auf die Frage, wo das Blut geblieben sei, gab Reibcholz keine Antwort. Man suchte deshalb nach und fand endlich auf dem Boden des Hauses die Wäschestücke der Frau, die mit Blut ganz durchtränkt waren. Obwohl jeder Zweifel an der Täterschaft des Ehemannes ausgeschlossen ist, behauptet er, sein« Frau habe sich selbst daS Leben genommen, während er beim Barbier gewesen sei. Er führt wirr« Reden und macht den Eindruck«ineS Geistesgestörten. Einem bewaffneten Räuber fiel der Techniker Georg Müller ans der RheinSberger Stratze 48 in di« Händ«. Als er auf dem Heimwege die Ecke der RheinSberger. und Wolliner Stratze erreicht hatte, forderte ihn plötzlich ein junger Mann von etwa 20 Jahren mit vorgehaltenem Revolver auf. seine Barschaft herauszugeben. Dem Angefallenen blieb nichts anderes übrig, als alles, was er in der Tasche hatte, zu opfern. Kreistagöwahlen Niederbarnim. Die Wahlen sind auf Sonntag, den 4. Mai, festgesetzt worden. Dieser Tag gilt nur für die 6 landlichen Wahlbezirle. Die als Städte geltenden Gemeinden Pankow. Weitzensee. Reinickendorf, Oberschöneweide, Friedrichsfelde. Tegel, Niederschöneweide und friedrichshagen Wahlen in der Gemeindevertretung. Für dies« andjjcmeinden müssen die Wahlen bis zum 4. Ma» erledigt sein. Gewählt wird� überall nach dem Verhältniswahlsystem. Die Wahl- Vorschläge müssen mindestens von einem Achtel der anwesenden Wahlberechtigten unterschrieben sein. Also kann die Ein» reichung der Vorschlag« erst am Tage der Wahl, und zwar nach der Bildung des Wahlvorstandes erfolgen. Der Wahlvorstand setzt dann auch eine angemessene Frist sest, während der die einzelnen Parteien sich über Listenverbindung einigen können. Wenn auf den gültigen Wahlvorschlägen im ganzen nur soviel wählbare Bewerber genannt wie KreiSiagSabgeordnete zu wählen sind, gelten dies« als gewählt. Im übrigen gilt das Wahlgesetz für kne Nationalversammlung. Jfür die Wahlen im Wahlverband der Gemeinde sind die Wahl- läge bei den Wahlkommissaren bis zum 10. Tage vor dem 4. Mai einzureichen. Bis dahin ist auch die Verbindung von Wahl- vorschlagen bei den Kommissaren zu erklären. Di« Beseitigung von Mängeln der eingereichten Wahlvorschläge und ihrer Verbindungen kann nur bis spätestens zum 7. Tage vor dem Wahltage erfolgen. Die Vorschläge selbst müssen mindestens 15 Unterschriften von Wahlberechtigten tragen. Für die Wahlen sind die Wählerlisten zur Preußischen Landes- Versammlung anzuwenden. Der Wahlberechtigt« aber muß 6 Mo- nate im Kreise wohnen. Nachträge in die Wählerlisten können nur in den Fällen vorgenommen werden, wo ein Wahlberechtigter seinen Wohnsitz in einen anderen Stimmbezirk verlegt. Dann muß er die Löschung seines?!amenS in der Wählerliste des bisherigen Stimm- bezirks durch eine Bescheinigung der Gemeindebehörde nachweisen. Ergänzungen der Wählerliste sind in keinem anderen Falle zulässig. Wer bei den Wahlen zur Preußischen Landesversammlung nicht in der Lifte gestanden hat, kann auch jetzt nicht wählen, selbst dann nickt, wenn er inzwischen 20 Jahre alt g«- worden ist. Eine Ergänzung ist nur möglich, wenn ein Umzug stattgefunden hat. Wählbar ist jeder Einwohner des Kreises, wenn«r mindestens 6 Monate in dem Stimmbezirk wohnt. Zu Wahlkommissaren sind ernannt: für den Wahlbezirk I AmtSrat Wrede-Scköneiche, II Amtsvorsteher Cramer-Kalkberge, III Amts- und Gemeindevorsteher König-Berlin-Hohenschönhausen, IV Amts- und Gemeindevorsteher Sckmaecke-Reuenhapen. V Amts- und Ge- meindevorsteher Kühn-Birkenwerd«r. VI Amtsvorsteber Finster- Walde-Lanke. Ein Verzeichnis der Stimmbezirke entbält die amtliche Beilage zu Nr. 89 des„Niederbarnimer KreiSblatteS' vom> Donnerstag, den 17. April 1919.' 1 Stadtverordneten-Versammlung Eharlottenbnrft» In der letzten Sitzung wurden die Sonderpläne des Siadt- hauShaltSplanes für daS Jahr 1919 beraten. Lei der allgemeinen Verwaltung wurden die Ausgaben für Gehälter um 630 000 M. erhöht. Zahlreiche Wünsch« der Beamten wurden besprochen. Besonders die Klassierung in den AnstellungÄbestim- nrungen wurde scharf kritisic-rt. Die Verhältnisse erfordern drin- gend Vereinfachung und Aenderung im neuzeitlichen Sinne. Zu den Lehranstalten begründete Genosse Rektor Mum den Antrag, den Magistrat zu ersuchen, Vorkehrungen zu treffen, datz in den unteren, mittleren und höheren Schulen in Zukunft der Ge»' schichtSunterricht so erteilt wird, daß die Schüler und Schülerinnen in geeigne«r Weise auf die Bedeutung des großen Umschwunges int Staatswesen Hingewiesen werden, um später als freie und repirbli» konisch gesinnte Bürger an den Rechten und Pflichten des Gemeinwesens teilzunehmen. Die Demokraten erklären sich mit der Resolution einverstanden, die anderen Bürgerlichen wenden sich scharf dagegen. Die Abrech- nung des Genossen Hcilmann mit den bürgerlichen Parteien entfesselt« lärmende Zwischenrufe bei den Gegnern. Ein Antrag der Unabhängigen, den obligatorischen Schwimmunterricht einzuführen. wurde angenommen. Genosse Gebert verurteilte scharf, daß Ge- meindeschulen für Wohnzwecke bereitgestellt werden mutzten.� Wenn di« rechtzeitige Herstellung der Notbauten durch den Streik nicht möglich war, so hätte der Magistrat vorher vermittelnd eingreifen müssen, was erfolgreich möglich gewesen wäre. Genosse Blum er- suche den Magistrat, noch einmal eingehend zu prüfen, ob die Sol- baten, welche jetzt in Schulräumen untergebracht sind, nicht in größere Privaträume gelegt werden könnten.� Bei der Besprechung der Krankenanstalten wurde von beiden sozialdemokratischen Parteien beantragt, die Beihilfen für geistlich« Seel sorge zu streichen. Der Antrag wurde gegen die Stimmen aller Bürger- kicken abgelehnt. Zum Kap'.tel Gemeindesteuern begründete Genosse Dr. Borckard! den Antrag, den Steuersatz für bebaute Grundstücke auf 8.7 v. T. sestzuststzen. Dr. Frenzel bekämpfte den Antrag, in dem er ein« schrnere Belastung der Hausbesitzer steht. Di« Abstimmung ergab 33 Stimmen für und 41 dagegen. Die Beihilfe für auS Elsaß-Lothringen vertriebene �Deutsch« wurde auf unseren Antrag von 1000 M. auf 3000 M. erhöht. Die Beihilfe an den Reichsverband für sparsam« Bauweise wurde von 3000 M. auf 2000 M. herabgesetzt. Die Ausbesserung von Besol- dungS-, Ruhestands- und Hinierbliebenenbezügen darf in keinem Falle weniger als 300 M. betragen. Einstimmig angenommen wurde der Tarifvertrag mit den städtischen Arbeiterin Genosse Zucker wünschte für spätere Tarifverträge Aufhebung der Anrechnung des Krankengeldes in Krankheitsfällen. Hart sei die Bestimmung, daß Arbeiter, die ein« Wohnung von der Stadt haben, bei Kundt. gung ihrer Stellung die Wohnung in vier Wochen räumen müssen. Auck die Ferienzeit, die erst nach 10 AaT'ren 12 Täte betraft, tu zu kurz. Wegen Benutzung des Schwimmbades im Stadion schieben aussichtsreiche Verhandlungen. Unser Antrag, ctn Organ für künstlerische und Wissens chasi- liche Veranstaltungen für die unbemittelte Bevol- kerung zu schaffen, wurde einstimmig angenommen. Die Erwck- tung eines Hilfsfonds von 100 000 M. zur Unterstützung von tr.n- wohnern. welch« durch Unruhen seit dem November zu Schaden gekommen sind, wurde beschlossen. Ein sozialdemokratischer Antrag fordert organisatorische Verbesserung der LebenSmitWversergutig der Kranken. Genosse Rosenseld verlangte in seiner Begründung Erweiterung deS Beschwerderechts gegen Ablebming von Nährmit- teln Zum Schutz gegen Mißbrauch soll im Antragsformular ver- merkt werden, daß sich jeder Antragsteller einer ärztlichen Nachunter. suchung unterwerfen mutz. Der Antrag wurde einstimmig ange- nomine n. Wflmer?»-rf. Ein WiUelm?uf»- Abend, twn nnfern Partei- oraaniiatien veranstaltet, erheiterte am Ollerm-mt igabsnd me'e hundert Mens-ben. Dr. Franz D i e d e r i ch forste fcnrth feine EmsubninqSwort- dafür, daß die Erwachsenen in W lh-lm vufch mehr als einen Sjannwck« erkannten. Frl. Schwimann gab den«erfen Kraft und«n'chailltchkeit. Lichtbilder und SaiUenlicdcs füllten den Abend aud." Groß-Verliner Lebensmittel. Marfendvrf. Le kauf frischer und«us landsei er für Kinder im 2. und 4. LebenSsabre nächsten Mittwoch in denKemeir.de. lüden. Geburtsurkunde und Milchkart«»st vorzu.ejzen. Angehörige von Hühnerballern aufgeschlossen... Britz. 250*r Granpen(3 und 3), 2 M- flunfihomg(236 und 24) >/. Pfd. amerfkan Mebl ktS). fttr«Inder im 1. 2.. f. und 4 Lebensjahre >/. Pfd. Tchafafadenpulver bezw. Schofvlade kM Uch karte und->S). S-onoer- »»teilt, ng für Kranke und Kwdgr(&'■)■ Ohne Marken. ledigli« gtgen Sttfee: Ausweis: Rindfleifchkoweroen, 1 Pfd-Dosen Erb'-n, RmpSvfkll Zwiebeln. Sauerkraut usw. Verkauf für die Tchlurnumiuern am Dienstag, den« weiter d e Nummern 8701-2700 am Mittwoch. 2693-1800 am Donnerstag, 1790- 980 am Freitag. 899—1 am Sonnabend.__ Lichtenberg. Ptd. Hanigkuchengebäck(349 1, G, K, S). Konsitürcn- aefchält, 250 er Graupen(25), teurere Ware 3 Suppenwürsel(32 für Jugend- liche,. 250 er Marmelade(4), frische Flu«, und seestsche(846). Pfd. Räucherwaren(848). Ffchkoufcroen(383) Pfd Heringe(343). Herb g- fn städischen Fischhallen reichlich oorhanden. Anstellen nicht notlg. Aus Urlauber bezuasfarlen: 100 gr Näkrmitlel und 250 gr Marmelade. Martendorf. V, Pfd. Amerilamebl(14). AuSaenommen von der Belieferung sifid Broffelbfwe forger l(In daher von Rehlkartm.) Für die späteren Verteilungen befoudere Zufadfarten. «vwawes. 150 gr Graupen(13,..250 gr Marmelade(221, 200 gr Rotkobl aedörrt(48), 200 gr Kafiee-Ersatz(49). l Pafel Milchpudding(31 für Osigendliche). Ostermontag und Dienstag sind Abschnitte 18. 32. 48, 49 und 3l beim Händler abzugeben. Verspätete Anmeldungen bleiben un berück. sichtigt— Attsaabe neuer Milchkarten gegen Vorlage der Milch- ausweife b�zw. de« B'willtgungsschreibeu« in der Priellerftr. 8t von 8—1: Mittwoch für die Bezirke 1, 2, 3. 4, 5,«. 7. Donnerstag für dre Bezirkt 8. S, 10, 11. 12. 13. Potsdamer Forst. BadelSberg und Berastücken. «chSneberg. Zunächst 250 gr Marmelade(108), 100 gr Wci-enzrreß (I), 250 gr Suppen(2 und 3). Hroß-Serliner parteknachrichten. Tettotv-BeeSkow. Donnerstag, 24. April, abends 7 Uhr, im DitzungSzimm« der.VorwärtS"-Redaktion, Lindenstr. 3, Sitzung sämtlicher weiblichen Funktionäre und BorstandSmit- gliedert Die Reorganisation in Grotz-Berlin und unsere Aus- gaben. Referentin: Genossin Rh neck. > WaidmannSluft. Donnerstag, abend»'/,8 Ubr. der Köhn. Waid- mannstr. 106: Gene: afoerwmmlung. Vortrag de! Gen Heilmrnn über: Gewaltpolitik und Militarismus.— Diskussion.— Partei und BezirkS- angeleqenbeiien. Neintckrndarf-Qft. Donnerstag, abends 7 Um: Mitglieder» Versammlung bei Sadau. Rcsidenzstr. 124. Bericht von der National- Versammlung.(Gen. H. Müller-Berlin.)— Vereinsangelegenheiten. Mus aller Veit. Sie verschieden schon Menscheufleisch. Nach der„B. Z." war in Rodach( Sach stn-Koburz-Gotha) ein elfjähriges Mädcken ermordet wordene Teile der Leiche waren dann bei einem Rodacher Gastwirt wiedergefunden worden, der sie als Hammelfleisch gekauft hatte. Es gelang; den Täter in der Person deS S9jährigen Schleichhändlers. Lichten- burg in AlSleben(Unterfranken) zu verhaften. Er gestand, datz er Leichenteile an drei verschiedenen Stellen verkauft hatte. BedrineS f. Der durch feine großen Ueberlandffüge aus der FriodenSzeit(z. B. Nancy— Prag am 20. November 1913 in 6 Siun» den u. a.) bekannt« französische Flieger VidrrneS tp tödlich ad- fiestürzt. Trmpclhof. Glmeindevertretung. Der Herabschung der Pfluhtstlindenzahl der Voiksschullehrpersoncn wird zugeftimmt. Zur Beratung euter neuen VerwaltunySordnung fixt fjödctc Dchukn wird eine Vtfliedrige Kommission eingesetzt. Die Zahl der Unter- schriften Von wahlberechtigten Personen für die KreiStagSwahl- Vorschläge wird aus 6 festgesetzt. Die Normalbeso'dungen für die Genxeindcbeamten werden denen in Berlin gleichgestellt. Lichtenberg. Die Stadtvcrordnetenversammlxxng wählte zum besoldeten Etadtrat einstimmig den Genossen Dtto Fobn.� Eine Bor- läge betreffend Bau einer Volksbadeanstalt, Kostenaufwand 2 680 000 Mark, wurde einer Kommission überwiesen. Mehrere Anträge bzw. Anfragen der Unabhängigen, z.?. die Uebernabme eines einheitlichen Deftattungswcsens durch die Sladt, Ausbau der Verkehrsmittel nach Rummelsburg, Weihensee und Oberschönetveide, die Erklärung Lichtenbergs zum Notstandsgebiet, die Besetzung einiger Schulen durch Freiwilligentruppen usw. wurden teils durch sozialdeino- für den wurde zugestimmt. In Beantwortung einer Anfrage des Genosten John wegen der Frequenz der VsrschuUlassen wurde vom Tezerncnien Prüfung und Abstellung zugesagt. Bei der erneut eingebrachten Vorlage wegen Neuerrichtung einer dritten 8. Oberklasse an der Kixabenmittelschule trat Dr. Schmidt(bürgerl.) energisch für Aufhebung des früheren Versammlungsbeschlusses ein, indem er das Verhalten der Mehrheit als unmenschlich bezeichnete. Hier- � gegen wandte sich insbesondere Genosse MiruS, der nochmals den � grundsätzlichen Standpunkt der sozialdemokratischen Fraktion in > dieser Frage hervorhob. Tie Errichtung der geforderten Klasse 1 wurde abermals abgelehnt. D-rontworjlich für Politik«rtur gifilct, ebarlottrnbarg, für den übrigrn?sj? dos Platt»»' Blfrrd vchstz, Tleriwilm für Aazeteeri Zprodor Moikr. 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