$lr.209.36.3el|re. tBetngSpmS: StetfeljäörL IS)«I. monall,2 50 STCl frei ins Haus ooraus zihwar. Einzelne Nummern lv Pfennig. Pofibezug: MonaUlch 2.50 Ml., exil. ZwlellungS- gebühr, ttmet iitembanb für Deulich- anb u. Oeuerreich- Ungarn>.75 Ml, für bas übrige Ausland 9.76 Ml. bei lüglich einmalige,-luileüunq 7.75 Ml. PoilbeüeUungen nehmen an Däne- marl. Holland Luxemburg. Schweben und die Schwei». Eingerragen in die Voil-iermngS-PreiSlikle. Der.LarwärlS' ericheinl wochenlüglich zweimal, sonnlaql emmal. Morgen-Ausgabe. Telegramm�ldresse: »Sozialdemokrat Verliu-, Berliner BolKsblntt. (10 Pfennig] A«,elqe«prels: Die echlgeibaltene Slonpareillezeile loflei 1.20 MI.»kleine Au, eigen-, baS»ellgedruckre ZLori So Kfg.(zulässig L ietlgednillte Sorlex leves weitere ZLor, 25 Lsg. Stcllengeiuche und Echlafslellenanzeigen bas erlle Wort 40 lZfg.. lebes weuere Worl 2V Bfg, Warle über l5 Luchilaben zähle» für zwei Warle.!euerungszuschlag 50°,«. Kanitllen-Anzeigen. volttiiche und gewerllchaltltche Lerews- Anzeigen 1,20 MI. die Zeile. Anzeigen für die ilächiie Nummer müssen bis ä lllir nachmitlags un Hauvlgeichüft. Berlin «-A.6S. Lindenslrage 5. abgegeben werben. Seäfinel von 9 Uhr früh bis S Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemokratifchen partet Dcutfchlands. Redaktion und Expedition: SM. öS, Linüenstr. 2. ireruivrecher: Amt Morlvplals. Nr. I.S» 00— tät!>7. Freitag, den Ä». April 1VI9. vorwärts-verlag G.m.b. h., SW. HS, Änüenstr. 3. Fernsprecher: Amt Morinplatz, Nr. 117 SS— St. Die Krise der Friedenskonferenz. Vermittlungsversuche. Lloyd George besucht Orlando. Amsterdam, Zt. April. Reuter meldet auS Paris: Orlando rechnet damit, von Paris um 2 Uhr nachmittags abzureisen. Es kann aber im Lause des Bormittags noch ein Ereignis eintreten, daS ihn znr Aenderung sein-er Absichten veranlasst. Lloyd George besuchte vormittags Orlando. Haag, 24. April, s Holla ndsch Nieuwsbureau.) Aus Paris wird gemeldet: Orlando sagte in dem Brief an Lloyd George und Clcmenceau, worin er seine Abreise ankündigte, er be- dauere es, daß Wilson interveniert habe in dem Augenblick, als die Italiener ihre äußersten Versuche unternahmen, um zu einer Versöhnung zu gelangen. Orlando macht Wilson ausschließlich vcr- antwortlich und schreibt, daß das amerikanische Volk nicht mitver- antwortlich gemacht werden kann für die Entscheidung, die Wilson durch die Beröffentkichung seine» Pianifeste» der italienischen Dele- gatwn aufgedrängt hat. Nach einer Reutermeldung aus Paris hat Oillando er- klärt, daß seine Kollegen vielleicht noch omtge Tage in Paris blei- ben werden. Orlando fügte hinzu: ich verlasse Paris nicht, um mit unseren Alltierten zu brechen, sondern wir werden sie nur ersuchen, die Wahrung unserer Interessen zu übernehmen. Die„Times" erfährt, daß Lloyd George und Elemenceau bereit sind, sich an den Londoner Vertrag zu halten, wenn Italien darauf besteht. Sie haben aber Italien geraten, aus einen Teck des ihm versprochenen Gobiets zu verzichten, wenn Italien dabei bleiben wolle, seine Forderungen ausrecht zu erhalten, so werden sie die strikte Ausführung des Vertrages verlangen. Dann würde Italien Fiume nicht erhalten. Orlando erklärte, er werde seinen Standpunkt in einer Bot- schaft, die Donnerstag der Oeffentlichkeit zugehen soll, vertreten. Die Drohungen der JingoH. Amsterdam, 24. April. Der Pariser Korrespondent der „Daily Mail" bemerkt, daß die Alliierten ihren lebten Trumpf in den Händen haben, aus dcu Italien es nicht ankommen lasso« wird. Italien lebt visu amerikanischem Geld und Getreide» englische» Schissen und englischen und französi- fche» Sohlen. Ein Druck auf diesem Gebiete würde aber nur im äußerste« Notfalle angewandt werden. Italienische Prcsfestimmen. Rom, 23. April. Nach einer Stefanimeldung besprechen die Blätter die diplomatische Lage aus der Pariser Konferenz und betonen einmütig, daß das italienische Programm das Mindest. maß dessen darstelle, was mit der Würde und Sicherheit Italiens vereinbar sei. „Tribuna" schreibt: In dieser größten Krise des Krieges urH Bündnisses werden wir uns ruhig und stark und vor allem einig zeigen. Als die Alliierten unter dem Knie Deutschlands den Atem verloren und uns um Hilfe baten, haben wir getan, was wir für unsere Pflicht hielten, und werden es nicht bereuen.„Tribuna- be- tont, daß die Vereinigten Staaten ohne ein Eingreifen Italiens nicht Zeit gehabt haben würden, in den Krieg einzutreten, und mit den Deutschen als Siegern hätten rechnen müssen, die sie von Mexiko bis Japan bedrängt haben würden. Europa wäre ihnen dann ver- schlössen gewesen. Präsident Wilson, der an die italienische Front nur ein Regiment geschickt habe, dagegen zwei Millionen ivkann an andere Fronten, könne nicht verlangen, daß Italien auf. seine A n- spräche in Dalmatien verzichte. „C o r r i e r e d' I t a l i a" hebt hervor, daß die von italienischen Parlamentariern an Ministerpräsident Orlando abgesandte Depesche die Unterschriften von Politikern aller Parteien trage. Diese Einmütigkeit entspreche der einmütigen Auffassung des Sandes, das die Verwirklichung eines Mindestmaßes der italienischen Ansprüche verlange. „G> o r n a l e d' I t a l i a" sagt: Die Freundschaft Italiens ist nicht etwas, was man vernachlässigen kann, so wie es diejenigen zu glauben scheinen, die Italien mit dem Gespenst der Jso- lierung erschrecken möchten, wobei st« zu schnell vergessen, daß die Ereignisse der letzten fünf Jahre ohne diese Freundschaft tatsächlich einen ganz anders gearteten Verlauf genommen hätten. „J d e a N a z i o n a l e" erklärt, die Italiener drängten sich um ihre Delegauon. König, Volk und Parteien bildeten einen einzigen Leib und eine einzige Seele. Man müsse voll Disziplin warten, mit Festigkeit handeln und, wenn die Stunde gekommen sei, mit Tat- kraft wagen. Popolo d'Jtalia" schreibt: Wenn die Anglo-Amerikaner uns mit der Verweigerung von Protkorn und Kohlen xrwürgen wollen, so haben wir auch noch andere Trümpfe in der Hand. Wir stehen m Verbindung mit dem englischen Kolonialreich und halten den Weg von Aegypten bis nach Indien. Keine Verzögerung der Verhandlungen mit Teutschland. Paris, 24. April. Havas. Man hofft in Paris, daß der fest- gesetzte Tag für die Verhandlungen mit den deutschen Delegierten durch das Zerwürfnis mit der italienischen Delegation nicht beein- flußt wird und daß keine Verzögerung eintritt. Deutschland und der frieden. Eine Unterredung mit Scheidemann. Haag, 24. April.(HN) Aus London wird gemeldet: Der Berliner Korrespondent der„Daily Chroniiole", George Renwick, meint, daß nach ssinen Informationen in deutschen RegierungSkreifen die deutsche Regierung keinen Frieden ohne Verhandlungen unterzeichnen wird. Es sei in höchstem Grade wahrscheinlich, daß der Vertrag auch nach Unterhandlungen und Erörterungen nicht unterzeichnet werden wird, da die deutsche Regierung davon überzPigt ist, daß eine vernünftige Unterlage für den Frieden nicht erreicht werden wird. Der Korre- spondent hatte eine längere Unterredung mit Scheidemann, der auf die Zweifel bezüglich der Wsichten der Entente hinwies, aber sagte, im allgemeinen herrsche die Ansicht vor, daß dasjenige, tvgs die Entente durch ihr« Einladung wünschte, lediglich die Eni- sendung einer kleinen Delegation war, welche die Friedens- Präliminarien nach Berlin bringen sollte. Der Korrespondent fragte darauf, was dann geschehen werde. Scheidemann cmt- wartete:„Sobald das Dokument sich in unseren Händen befindet, wird es unsere Pflicht sein, zu untersuchen, ob wir die Bedingungen an- Nehmen können, so wie sie dastehen. Wenn das nicht möglich i st, haben wir uns darüber zu einigen, was wir zu antworten haben."—„Und wird die Nationalversammlung befragt werden, oder hoben Sie die Ab- ficht, eine Volksabstimmung stattfinden zu lassen?" fragte der Korrespondent.— Scheidemann antwortete:»Die National- Versammlung muß ganz bestimmt befragt wer- den. Od eine Volksabstimmung abgehalten wird, ist eine zweite Frage. Wir betrachten die Nationalversanrmbung als'eine repräsentative Körperschaft, die in demokratischem Sinne dem Willen und den Ansichten des Polles entspricht. Nur im Falle, daß das Urteil der Nationalversammlung über die FriedenSbedtngungon derart sein sollte, daß unsere Antwort an die Entente sich nur aus eine kleine Mehrheit stützen könnte, würden wir an die samthcit des Volkes appellieren. e- Deutsch österreichische Nationalversammlung Abordnung nach Weimar. Wien, 24. April.(Eigener Drahtberickt des„Vor- wärt s".) In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurde eine Zuschrift der deutschen Reichsregierung zur Kenntnis gebracht, worin die Nationalversammlung eingeladen wird, 6 Mitglieder zu den Beratungen des deutschen Ver- fassungsausschusses zu entsenden. Dies« Abordnung hätte die Aufgabe, an den Verhandlungen des Ausschusses mit beratender Stimm« teilzunehmen. StaatSkanzler Dr. Renner bemerkte dazu:„Die deutsch« Nation, deren integrierender Bestandteil die Deutschösterreichec sind, gründet sich heute in Not und Drang«in neues Haus. Wie auch die Würfel bei dme nächsten geschichtlichen Wurf fallen mögen, wir werden dieses HauS mitbewohnen, wir haben da» Interesse, unsere künstige Stellung in der Gemeinschast aller deutschen Stämme zu wahren. Ich bitte deshalb im Namen der Staatsregierung, die Wahl der Gutachter vorzunehmen und damit zu bekunden, daß d i e Gemeinschaft der Sprache, des Blutes und der Kultur stärker ist als der vorübergehende zufällige Wellenschlag der Tagesereignisse!"(Stürmischer Beirall.) Es wurden hierauf gewählt die beiden Sozialdemokraten A b r a m und H i I l e b r a n d, zwo: GThristlichsoziale und ein Deutsckinati analer. Hierauf legte Staatssekretär Dr. Otto Bauer die vier Sozia- lisierungSgesetze vor und begründete sie in ausführlicher Darlegung. Dann brachte Staatssekretär H a n a s ch das Gesetz über die Enteignung der ehemals kaiserlichen Schlösser zu Zwecken der Volksgesundbeit ein und begründete es. Die Christlich- sozialen beantragten, das Gesitz nicht sofort dem Ausschuß zu über- weisen, sondern eine erste Lesung vorzunehmen. Dieser Antrag wurde gegen die Stimmen der Christlichsozialen und eines Teil? der Deutschnationalen abgelehnt. Dann wurde das Jnvaliden- gesetz beraten. Der Verfassungsausschuß nahm das Gesetz über die Festlegung des 42. November und des 1. Mai als gesetzliche Feier- tage an. Die christlichsozialen hatten sich dagegen ausgesprochen, stimmte» aber schließlich zu. Italien will nicht unterzeichnen! Man hat wochenlang hüben und drüben debattiert, ob Deutschland den Friedensvertrag, den man ihm in Versailles vorlegen will, unterzeichnen wird oder nicht. Aber noch bevor diese Entscheidung gefallen ist, zeigt sich plötzlich, daß ein anderer nicht unterzeichnen will, an den man viel weniger gedacht hat: Italien! Italien, die dritte der drei Großmächte im Kampfe gegen Deutschland, Italien, dessen Vertreter noch gestern im allmächtigen Rat der Vier thronten, verläßt den Boden der Pariser Verliandlungcn, und seine Presse tobt gegen die treulosen Verbündeten. Von heute in vier Tagen sollen�wir in Versailles das Schriftstück empfangen, das uns unser Schicksal verkündet. Man hat uns gesagt, daß es ein Dokument der Weisheit und Ge° r e ch t i g k e i t sein werde, dessen Vollkommenheit durch Aende- rung nur geschädigt werden könnte, und man hat uns in der Ententepressc freundlichst zu verstehen gegeben: wenn wir in unserer Verstocktheit den Vorzügen jenes Entwurfs vorbehält- lose Anerkennung verweigern sollten, so habe man Mittel an der Hand, uns zu besserer Einsicht zu nötigen. Dies alles klang sehr moralisch, aber auch sehr bestimmt. Nun aber diese Wendung! Der Verbündeten einer, und nicht der geringste, hat sich von der Vollkommenheit des in Paris geschaffenen Friedensdokuments so wenig überzeugen lassen, daß er es seinen Verbündeten vor die Füße ivirst und zornvoll nach Hanse gehen will. Die italienische Presse ver- sichert uns ans einmal, daß alles, was in Paris von internationaler Gerechtigkeit geredet werde, Schein und Lü.re sei, daß sich unter der Decke der Moral die imperialistischen Instinkte aus- tobten, daß sich alles auf Kosten Deutschlands schamlos bereichern wolle und nur einer zurückgesetzt worden sei: das arme Italien! Als Italien 191-5 in den Krieg eintrat, hat e? sich von der Entente nickst wenig versprechen lassen: Tirol bis zum Brenner, Trieft, Görz und Gradisca, Jstrien und Dalmatien. Nur der zwischen Jstrien und Dalmatien liegende Küstenstrich einschließlich Fiumes sollte den Südslaven verbleiben. Jetzt will Italien das damals vertragsmäßig Bedungene und Fiume dazu, während die übrige Entente nicht nur Fiume den Süd- slaven belasten will, sondern auch von Italien den Verzicht auf vertragsmäßig Bedungenes fordert. Italien zeigt sich nun durch- aus nicht bereit, die ihm von Wilson zugeschobene Opferrolle zu übernehmen, es will nickst zusehen, wie die andern essen, will sich auch nicht mit einer geringeren Portion beteiligt sehen, als sie den andern zugebilligt ist. Italiens Standpunkt ist offen imperialistisch. An der Ost- küste der Adria gibt es zwar italienische Ansiedelungen, aber die Stamm- und Hinterlandsbevölkerung ist sü d sl av isch. Italien wiederholt den Fehler Oesterreichs, das Serbien den Weg zum Meere versperren wollte, es treibt im Osten der Adria eine Politik, die wir letzten Endes nicht als den italieni- sck>cn Interessen zuträglich erachten. Aber Italien sagt geradezu heraus, was es will, es verhüllt seine AuSdehnungsbestrebun- gen nicht mit inoralischen Segenssprüchen. Wir Deutschen haben den sehnlichen Wunsch, daß man auch mit uns die Sprache der Aufrichtigkeit sprechen möge. Man mag uns aufrichtig sagen:„Ihr seid die Geschlagenen, also habt ihr nach altem Kriegsbrauch Land und Geld herzugeben!" Oder man mag, einer neuen besseren Weltanschauung folgend, mit uns aufrichtig beraten, wie für das kranke Europa ein ge- sunder haltbarer Friedenszustand zu schiffen sei. Was in der Mitte zwischen diesen beiden Methoden liegt, kann doch nur ein faules Kompromiß sein. Wilson beruft sich in seiner Erklärmig über daS adria- tische Problem den Jw steuern gegenüber auf die„Neuordnung nach Recht und Gerechtigkeit", die im Frieden mit Deutschland zum Ausdruck kommen soll. Aus derselben Erklärung erfahren wir aber auch— wenn wir sie recht verstehen—, daß ganz Deutsch-Südtirol bis zu in Brenner an Italien gegeben werden soll. Ein Geschenk, das viele Italiener selbst nickt wollen, weil sie einsehen, daß daraus dem Verhältnis zwischen Deutschland und Italien dauernde Der- giftnng drobt. Der„Corriere della Sera" plaudert aber weiter aus der Schule, wenn er schreibt:„Wir forderten weder Ko- l o n i a l r e i ch e noch fabelhafte Kohlenbergwerke, müssen aber zusehen, wie drei Millionen Deutsche d e in T i ch e ch e n st a o t e, fast ebenso viele Polen einver- leibt, die Ungarn nach rechts und links verteilt, Bulgarien an Serbien und die Türken an Griechenland verschenkt werden." Wenn das in Versailles fertiggestellte Friedensinstrument aus dem Lager der Verbündeten selbst heraus io beurteilt wird, so kann man es uns Deutschen doch, weiß Gott, nicht übelnehmen, wenn wir uns erst genau ansehen wollen, was man yns da zur Unterzeichnung vorlegen wird. Wir forde«, daß num den Entwurf der Entente nicht als rfwcZ Festes, Starres, Unabänderliches behandelt, sondern daß man auf unsere Ein- Wendungen eingeht, unsere Verbesserungsvorschläge prüft, daß man ehrlich von Volk zu Volk mit uns verhandelt. Alle Einsichtigen auf der gegnerischen Seite müssen sich klar darüber sein, daß die Methode, nach der man die Friedens- singe drüben behandelte, Schiffbruch erlitten hat. Nach sechs Monaten geheimdiplomatlschcr Verhandlungen, die schon formal geradezu ein Hohn auf die Grundsätze Wilsons find, ist ein itartenhaus von Kompromissen zustande gekommen, das jeden Augenblick der Ausbesserung bedärf. Jetzt ist es vom italieni- nischen Wind abermals umgeweht worden— viermal vierund- zwanzig Stimden vor der Ankunft der Deutschen in Versailles! Hätte man gleich im November das deutsche Volk zu einer allgemeinen öffentlichen Weltkonferenz eingeladen, so wäre der Frieden wahrschünlich längst schon unter Dach und Fach. Die tiefe Uneinigkeit der Allierten untereinander hat diese Lösung vereitelt, sie wollten erst unter sich einig werden, um nicht ange- sichts des Verhandlungsgegners einander in die Haare zu ge- raten, und nun haben sie dieses Schauspiel doch nicht verhindern können. Die Uneinigkeit der Allierten hat daran schuld, daß Europa noch immer auf den Frieden wartet. Helfen kann nur eins, daß man entschlosten von vorne an- fängt und alle Beteiligten zu öffentlicher Aussprache an den runden Tisch lädt. Nur so kann verhindert werden, daß Eifer- süchtelei, Verstimmung, Rachsucht nach Friedensschluß unter der Decke weiter fortschwelen, um beim ersten Windstoß in helle Flammen auszubrechen. Die Verbündeten können Deutschland gegenüber auf ihrem Entwurf bestehen, können uns vielleicht zwingen, unsere Unterschrist unter ihn zu setzen. Dauerndes wird aber damit doch nicht geschaffen sein. Dauerndes kann nur werden, wenn von Gerechtigkeit nicht nur gesprochen, sondern sie auch ivirMch geübt wird, und das kann nur in neuen all- gemeinen Friedensverhandlungen geschehen, zu denen Deutschland voll guten Willens seine Delegation nach Versailles schickt. Kehrt sie von dort unverrichteter Dinge zurück. so wird das ein unabsehbares Unglück nicht nur für Deutsch- land, sondern für ganz Europa fein! tzenüersons Protest gegen üen Gewaltfrleüen Der Friedensvertrag soll kein Papierfetzen sein. Amsterdam, 24. April. Nach den englischen BlStter« vom 23. April erllSrte Hendersou auf dem französische» Gozialistenkongreß: Matt hat nnS gesagt, daß der Friede auf der Grundlage der 14 Punkte Wils»»» zuschlössen werden soll, und wir erwarten, ebenso wie die Deutsche«, daß diese Zusicherung eingehalten wird,»ud daß man nicht einen Papicrfrtzen daranZ macht._ Der tschechische Angriff gegen Ungarn. Zürich, 24. LprÄ. lTK) AuS Prag vorlegende Telogrmmne besagen, daß die tschechoslotvatische Armee gegen Sowjet- Ungarn in Marsch gesetzt worden ist. Der von drei Seiten lufolgeni« konzentrische Angriff gegen den Machlboroich der bolschc- nästifchen ungarischen Regierung wird nach Ansicht maßgebender lschechifcher Kreise bereits in den nächsten Tagen zum Sturz des Sowjetsystems führen. Die für den Angriff amf Ungarn beoeit- gestellten tschechoslotrokischsn Truppen sind annähernd zwei-- hunderttausend Mann stark. po!«!sche Gssenstve gegen Rußlanö. Vorrücken in SUauea, Amsterdam, 24. April. Nach einer Rentermeldnng hat die polnische Armee in Litauen an einer Front von 150 tenglischen) Meilen eine große Offensive degonue»»ud ist»och im Vorrücken begriffen. Die Polen hätte» beträchtliche Bente gemacht. Die Ausstellung einfachen Hausrats. Don Franz Kißner. Dort, wo wir sonst auS der Tischlerkunst Glanzleistungen der Beryangenheit zu suchen gewohnt sind, im Kunstgewerbe- museum, beherrscht gegenwärtig das einfache Möbel das Bild. Freilich, junge Brautleute, die sich einrichten wollen, werden viel« leicht diese zehn Wohnräum« gar nicht mal so einfach finden. Schauen sie d«ch mit ihren wohlabgesrimmten Farben der bunten Fenster- vorhänge, der Tisch-, Betldeckcn oder Polsterbezüge gar vollständig und zumeist recht wohnlich aus. Farbenfreudigleit soll hier zum Teil ersetzen, wa» die Not der Zeit an sonstigem natürlichen Schmuck zu entbehren zwvsg. Denn das so hier ausgestellt ist. ist in erster Linie bestimmt für Leute mit beschränkter Kaufkraft, ist ausge- gangen von dem Bestreben, den Minderbemittelten die Gründung eines Haushalts zu ermöglichen, ohne dabei auf den Kitsch lcmd- läufiger Stapelware zu verfallen. Und will gleichzeitig die Fort- setzung eines®es undungSprozess es im Geschmack der Masse sein, der in den Jahren vor dem Krieg aus dieser Masse heraus feinen Anfang-ahm. So aus der Not der Zeit gebore u. ist mit den einfachsten Mitteln gearbeitet, die der Krieg und seine Nachwirkungen zu er- � kchwinglichen Preisen noch zur Verfügung läßt. Für Möbel dieser Preislage wurde das inländische Nadelholz das wichtigste Material. Wir seben hier fast durchweg Kiefernholz, ganz vereinzelt Fichte und Notbuche, verwendet, astreines Holz gebeizt, in der Farbe vom hellereu Bram, des deutschen Nußbaumes bis zu dunkelster Alteiche ansteigend. Nur die beiden Küchen sind natur(gelblich) lasiert uch) lackiert. Infolge des Schcllackmangels unterblieb durchweg die schützende Oberflächenbehandlung mit der deckenden und hartenden Politurschicht. In den meisten Räumen sind die Stücke entweder ganz leicht mattiert oder ganz roh in der Beizung gelassen, waS bei schonender Behandlung der Möbel unbedenklich erscheint. Ein «eueres Verfahren, das Durchgrauen dos Holze», verhütet sogar bei stärkster Benutzung der Möbel«in Hellerwerden der abgenutzten Kanten. Ein einziges Schlafzimmer der Ausstellung ist— kaum zu seinem Vorteil— leicht lackiert. Zu bedauern ist, daß bei den hier dargebotenen Einrichtungen der van trän Veranstaltern im Prospekt selbst befürwortete Versuch mit gestrichenen Möbeln nicht gemacht ist. Der Deckfarben. anstrich, der natürlich nicht durch aufgemalte Holzm sserung edle Hölzer vortäuschen darf, sondern schlicht farbig zu halten ist, gibt den Möbeln eine auch für die unvermeidlichen Kinderhände wider- standsfähigere und leicht zu reinigende Außenhaut und ermöglicht die Verwendung billigeren Holzes. Das erstklassige ast» und blau- üde Kiefernholz de: nur gebeizten Stücke steht immer hoch im Preise. Freilich, dem landläufig»» Berliner Geschmack entspricht das gemalte Möbel nicht, doch käme eS auf den versuch an. Eins iwch hat auch die Not der Zeit bedingt: daß auch aus den wünschenswerten Stellen der Linoleumbelag fehlt, vor allem bei den Waschtisch- und Nachttischplatten. Di« in einem Falle ange. wandte weiße Lackierung dieser Flächen ist zwar ein guter, aber immerhin ein Notbehelf. Weniger gut ist aber die Pia ttenbe Hand- : nig in den Küchen. Eine Küchentischplatte lasiert und lackiert ist und bleibt ein UiidtnH. Der beste Lack vermag den heißen Töpfen. Sodawasser, Putzstein imd Küche nmessern nicht standzuhalten. Darum gibt e» für die oberen Flächen der Kücheutische,.stähle und Ava», 84. April. Nach zuverlässigen Nachrichten sind vis fetzt in Riga 4500 Männer und 1L00 Frauen erschossen worden. Riga ist in den Händen der Bolschewiki und auf ihr Konto ist diese Blutschuld zu setzen. Haag, 24. April. w e g u n g ausgebrochen ist. Die Bevölkerung sei in den Ausstand getreten. ES wurden wütende Gefechte geliefert. Die Bolschewisten warfen Barrikaden auf, die sie mit Maschinengewehren verteidigten. Die meisten bolschewistischen Führer sind, nachdem das Hotel, in dem sie sich verschanzt hatten, durch die Bevölkerung gestürmt worden war. ermordet worden. Die Sowjet- regieruug hat chinesische Truppen mit schwerem Geschütz abgesandt, um den Aufstand niederzukämpfen. Nikita abgesetzt. Vereinigung Montenegros mit Südslawie«, Laibach, 24. April. Nach einer Meldung des Laibacher Korr.- Bureaus auS Podgoritza verkündete die Nationalversammlung am 20. April die Vereinigung Montenegros mit dem südslawischen Königreiche und erklärt« König Nikita für abgesetzt, worauf der Vertreter de? südslawischen Staates Pavitschitch die ausführende Gewalt übernahm. �rbektswieöeraufnahme w Augsburg. Betriebsräte in Bayern. In Augsburg ist die Arbeit in den Fabriken ia vollem Uwfauge wlcder aufgenomme» worden. Die Straßenbahnen find wieder in Betrieb. Im Telephonderkebr ist der Ortsverkehr wieder unein- geschränkt zugelasien. Die Verluste der ReglerrmgStruppen in den letzten Kämpfen betragen 6 Tote und 18 Verwundete, von denen mehrere verstorben find. An diesen Verlusten find auch die württembergischen Truppen beteiligt. Roch einem Bericht des württemergiichen KriegSministerS find die Hauptkräfte der Münchener Spartakisten bei München ver- sammelt, wählend Sicherungstruppen an der Amper in Linie Smmeriee-Dachau-Freising stehen. An der Würm werden Feld» befestigungen angelegt. Der bayerische Minister für soziale Fürsorge hat bis zur reichS- gesetzliche Regelung durch Verordnung die Errichtung von Betriebsräten in Bayern angeordnet. Schleswig-ffolftekn. Besprechungen im Ministerium des Inner«. Am Donnerstag, den 24. April IvlS, begann«! im preußischen Mmsterium de» Innern, auf Einladung der StaatSregierung, Besprechungen örtlicher Sachverständiger«n schleSwig-holstei- n i f ch e u Angelegenheiten, in« in ähnlicher Waise wie dir kürzlich beendeten Besprechungen im östlichen Amgelegenheiten siattfindon. Die Besprechungen dienen vornehmlich dem Zwecke, daS Mate- rial für die Friedensverhandlungen einer letzten Sichtung und Ergänzung zu unterziehen und die Meinungen und Stimmung«! in der Bevölkerung der Provinz zu höre», ihre Wünsche und Bedürfnisse zu prüfen und«ine möglichst einheitliche Stellungnahme zu erzielen. Aus diesen Gründen ist der Kreis der Sachverständigen nicht enge gezogen. Die verfchiedenston Jnter- essantenkceife find vertreten._ Majljentunögebung öer Danzigee Einwohnersthast gegen den Gewaltfriedcn. Dauzig, 24. April.(Eigener Drahtbericht des»Vor- würts".) Auf dem größten Platze DanzigS, dem Heumarkt. -bänke nichts Besseres als roheS astreines Linden-, Rotbuchen., im Notfalle auch Nadelholz und erst in zweiter Linie starken Linoleum. belag. Der Preis scheint auf den ersten Blick im Gegensatz zu dem Begriff„einfacher Hausrat* zu stehen. Kostet z. B. ein Wohn» zimmer mit Schreib kommode, Tisch, Sofabank mit Sitz- und Rücken- polstern, Stühlen, Sessel mit Armlehnen und Spiegelkommode reich- lieh 1000 Mark; ein Schlafzimmer mit 2 Betten nebst Auflege- mairatzen, 2 Nachtschränken, Waschtisch. Kleiderschrank, Stühlen etwa 1200 Mari. Ein Wohn- und Schlafzimmer wird mit etwa 1100 Mark, ein anderes mit 1450 Mark angeboten und soll in Eiche fourniert 300 Mark mehr kosten. Von den beiden Wohnküchen kommt die eine auf rund 900 Mark, eine andere mit Küchenschrank, 2 Tischen mit roher astreiner Platte, Kastenbänken, Stühlen und Wandbört etwas über 700 Mark. In diesen Preisen, die unter den gangbaren Ladenpreisen ähn- licher Qualitäten bleiben, drückt sich die allgemeine Preissteigerung auf dem Möbelmarkt aus. Bei den seinerzeit als teuer verschrienen erstklassigen Möbeln der Ausstellung im Berliner Gewerkschafts- Hause kosteten Wohn- und Schlafzimmer Kiefer gebeizt oder Gabim. Mahagoni matt 580 bis 800 Mark, in Eiche bis 900 Mark, die einsacken Küchen lasiert oder weiß gestrichen 140 bis 160 Mark. Maße und Einteilung der Möbel entsprechen den für diese Verhältnisse erprobten Normen, die Farbe ist durchweg etwas reichlich ernst, die Form vorwiegend schlicht. Meist haben die Kasten- möbel volle Seiten und glatte, kehlungSlose Türrahmen. Als be- scnders gut uud behaglich fällt ein Brettstuhl mit niedriger hohler Lehne auf. Nicht alle Möbel sind so glücklich in der Form. Beigegeben sind der Ausstellung auch Geschirrstücke in muster- gültigen Formen. Das Ganze ist hier nicht auf den Berkauf eingestellt, eS fall dem Publikum lediglich eine Probe von dem zeigen, was auf dem Gebiete zweckmäßigen einwandfreien Hausrats heute zu haben ist. ES ist ein Versuch zur Läuterung des Geschmacks. Darum ist zu wünschen, daß zumindest die vielen, die heute freiwillig oder gezwungen feiern, ihre freie Zeit zu einem Besuche dieser Ausstellung benutzen. Sie ist bis Mitte Mai täglich von 10 bis 3 Uhr unentgeltlich geöffnet. Im Zusammenhang damit sei auf zwei andere viel zu wenig bekannte ständige Ausstellungen einfachen Hausrats hingewiesen. Die eine befindet sich im Berliner Stadthause. Zimmer 238, und enthält Möbel im Preise von etwa 1000 Mark für Wohn- und Schlafzimmer und 325 Mark für die einfache grau �gestrichene Küche. Bestimmt find diese Sachen in erster Linie für Kriegs- getraute und Kriegsteilnehmer. Weiter unterhält die Stadt Lichtenbeteg in der Schule Holteistraße eine Möbelfchau-AuS- stellung. Man sieht, was vor acht Jahren in den bescheidenen Keller- räumen des Gewerkschaftshauses begonnen, findet jetzt noch unier den Kriegswirren an besserer Stelle seine Fortsetzung und damit Rechtfertigung._ Cnerglezentren für ganz Deutschlanö. Vor den Berliner Elektrotechnikern hatte Dr. Dolivo-Dobco- wolSkv über die Grenzen der elektrischen A rbeitsübertraqung durch Drehstrom gesprochen, und dabei war er zu dem Ergebnis gekommen, daß man Feunleituuge» wirtschaftlich höchstens bis zu 200000 Volt hatten sich heute nachmittag 3 Uhr etwa 80(XX) Arbeiter, Bürger und Soldaten eingefunden, um gegen den Gewalt- frieden Stellung zu nehmen. Zehn Redner, darunter drei Sozialdemokraten von der alten Partei, wiesen in flammenden Ansprachen die Annexionspläne der Entente entschieden zurück. Unsere Genossen stimmten einer Resolution zu, in der es u. a. heißt: „Ein Gcwaltfrieden kavn nickt zur Versöhnung der Völker führen, er birgt vielmehr den Keim neuer Kriege in sich. Tie Versommellen fordern die ReickSregierung auf, bei ernern eveiul. Gewallfrieden das souveräne Volk selbst über sein Schicksal ent« scheiden zu lassen.' Die Mitglieder der amerikanischen Kommission sahen von den oberen Stockwerken eines Hotels aus der ge- waltigen Kundgebung zu, die stundenlang der Innenstadt das Gepräge gab. Jämmerlich verlief dagegen eine mit großem Geschrei inszenierte polnische Kundgebung für die Polonisierung Danzigs am ersten Osterfeiertag, an der knapp 4000 Personen teilnahmen.__ Die Märchen der Tante voß. Berlin, 24. April. Von zuständiger Seite geht uns folgende Erklärung zu: Die.Bossisch« Zeitung* veröffentlickt in Nr. 208«inen Artikel„Die Uebersetzung der Einladung* den sie als von gut unterrichteter Seite herrührend bezeicknct. Sämtliche Angaben dieses Artikels find von A bis Z unwahr. Weder ist der Text der Note von der Wassenstillstandskommiision unter Zuhilfenahme eines UebersetzungSbureouS festgestellt worden, noch ist er weiterhin einem anderen Bureau zur Konrrolle über- geben worden. Der Minister des Auswärtigen hatte selbst so wenig starke Zweifel an„der Richtigkeit der Ueber- setzung*, daß er sie selbst im Kabinett vortrug und vertrat. Daß „zwei Minister, die de? Französischen nicht mächtig sind, durch ihre Stellungnahme für die falsche Uebersetzung die An- Hänger der richtigen Uebersetzung in die Minderheit bringen konnten', ist ebenso unwahr. Weder hoben sich die Herren Scheidemann und Erzberger für die vorliegende Ueber- setzung eingesetzt, noch ist von irgend einem anderen Minister ein Zweifel an der Richtigkeit geäußert worden, auch nicht von dem in dem Artikel erwähnten Professor Schücking, der allen folgenden Kabinettssitzungen beigewohnt hat, die sich auf die Rote und ihre Uebersetzung bezogen. Die gehäuften Unwahrheiten dieses Artikels können nur den einen Zweck haben, die Regierung der deutschen Republik in der Meinung der Welt herabzusetzen. Mit dieser Aufdeckung dürfte dieser versuch als gescheitert zu betrachten sein. Herr Bernhard täte besser, sich mit seinen KriegSmemoiren w ein stilles Kämmerlein zurückzuziehen, anstatt mit aller- Hand Klamauk Männern die Arbeit schwer zu machen, die die Folgen einer auch von ihm mit verschuldeten Politik auszubaden haben._ Ist üas nun auch Ehauvmwmus? �Freiheit" und Wilson-Programm. Am Tage nach Ostern hat die„Freiheit* festgestellt, daß die Berufung der deutschen Regierung, namentlich ScheidemannS und EbertS. aus die 14 Punkte Wilson» nichts weiter sei alS„eine neue Kampagne zur Entfachung nationalistischer Leidenschaften". Jetzt lesen wir in derselben„Freiheit*— übrigens mit Zustimmung in vielen Punkten— einen Ariikel von Karl Kautsky über die Friedensverhandlungen, der an einer Stelle wörtlich folgendes sagt: Aber allerdings, wenn die Bertreter Deutschland» jetzt einen Frieden unterzeichnen, der unvereinbar ist mit de« Wilsoirscheu Grundsätzen, dann müsien sie tlar erkennen lasten, daß Deutsch- land sich dabei nicht beruhigen lann. Sie müsien darauf bin- weisen, daß man alle» ausbieten wird, die der Selbst- bestimmung der Völker widersprechenden Bestimmungen bald- möglichst zu einer Revision zu bringen. Nicht durch einen neuen ineiben könne. In der Fernlcttung Berlin— Bitter feld beträgt die Spannung rund 100 000 Volt. Die Leitung ist 120 Kilometer lang. Bei gloilÄl«ib«Ä>er Wirifchaftstchkeft wächst die mögliche Entfernung mit dem Quadrat der Spannimg, und so würde die Verdoppelung der Spannung bei 200000 Polt die Bervterfachung der Entfernung bedeuten, über die elektrische Kraft als Drchstrom noch in Wirt- ichaftlicher Weise übertragen werden könnte. Ein« Uebertragung wäre in einem Umkreis von 500 Kilometern möglich. Da die Erzeugung von elektrischem Strom ztveifllos an dem Gewmnungso-rt der Kohle am wirtschaftlichsten ist, weil damit vor ollem jeder Kohlentransport toegfällt. so könnte man nur da» ober- schlesische oder das wesffälische Steinkohle ngebirt als Mittelpunkt eines Kreises wählen, dessen Halbmesser 500 Kilometer beträgt. In diese boiid«! Kreise wüvde taffächlich der größte Teil des beut- scheu Gebieie» fallen, d. h., es wäre wi-rtschai-U-ch denkbar, fast ganz Deutschland von diesen beiden Kohlenzentren aus mit elektrischer Energie unmittelbar zu versorgen Gerade jetzt, wo die Soziccki- sierung der Kohle durchgeführt und gleiches für die Energie geplant wird, bieten diese Ausführungen besonderes Interesse. Dadurch würde innerhalb so weiter Gebiet? nicht nur jeder Kvhlentransvori überflüssig, sondern mich, da in solchen großen Elektrizität»- zentren die Kohle auf das vollkommenste ausgenutzt werden kann, noch weitere Vorteile erzielt werden. Denn selbstverständlich wird man dort nicht die rohesie Form der Umwandlung von Kohle in Energie durch einfache Verbrennung anwenden sondern die Kohle vergasen und auf dies« Art restlos all« wichtigen Nebenerzeugnisse, vor allem den gesamten in der Kohle enthalten«! Stickstoff, aus- misten.__ Notizen. — Musik. Am 27. April, mittags 12 Uhr. findet im Theater am Bülowplatz das vom S. März verlegte Volksbühnen- Konzert der Berliner Tvio-Vereinigung(Prof. Mayer-Mahr, Alfred Wittenberg, Prof. Heinrich Grünfeld) statt. — Dichter-Abend. Im Klindworih-Scharwenka-Saal, Lützowstr. 76 werden am 23. April, 8 Ubr. Dichtungen von Job» Henry Mackay vorgetragen. Der Vortrag betrifft auch die Be- ziehung des Dichters zum Werk Max Stitiier». — Kunstabend. Eine künstlerische Vnlksunterholtung findet Sonntag>/z8 Uhr in der Aula de« Kaiier-Wilhelm-RealetimnosiumS. Kockstr. 66, statt.— Am gleichen Abend tragen Oskar Ludwig Brandt, Margarete Jacoby und Paul Schramm in der Aula deZ Werner-StemenS-RealgymnasiumS, Schöneberg, Hohenstaufenstr.47/48, Revolutions-Dichtungen vor. — Die Vorlesung est des Genossen Dr. Lensch an der hiesigen Universität beginnen am Montag, den 6. Mai. Zenich liest über die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung 1848— ISIS zweistündig. �_ — Die FrühjahrS-AuSstellung der Berliner Sezession wird am 30. April, nachmittags 2 Uhr, eröffnet. Die Deloratione« des großen Saales find bereits vollendet. — Humboldt-Hochschule. Da» Vorlesungsverzeichnis für April— Juni 1910 enthält 176 Vortragsreihen aus allen WisienS« gebieten und Unterrichtsluise in allen wichtigen klassischen und modernen Sprachen, in Mathematik, Stenographie und Buchführung. Hauptgeschäftsstelle Verlin 0% Neue Friedrichstraß« 68— 68 n, (Ztr. 4600) Krieg— bis? Heilmittel wäre weit schlimmer als da? Nebel selbst, wäre direkter Selbstmord de« ganzen deutschen Volles— sondern durch die Kräfte der internationalen, vor allem der proletarischen Demokratie. Wir sind durchaus hiermit einverstanden, aber— da? ist so ungefähr wörtlich dasselbe, weswegen die«Freiheit� Eberl und Scheideniann die.Entfachung nationalistischer Leidenschaften' vor« geworfen hat. Aber natürlich wird die.Freiheit' nicht verfehlen, uns nachzuweisen, das bei ihr das alles»ganz waZ anderes" ist. wie es in Sraunfthweig zuging. Unlängst haben wir an Hand des Danziger Beispiels darge- legt, in wie unverantwortlicher Weise von den Unabhängige» und Spartakisten die Arbeiter in den Generalstreik gehetzt werden. Ganz ähnlich haben sich die Dinge noch unZ vorliegenden Berichten in Braunschweig abgespielt. Dort ist jetzt die Stimmung unter den Arbeitern außerordentlich gereizt gegen die unverantwortlichen Streikbetzer, an erster Stelle Merges und Oerter. Die Braunschweiger Arbeiter sind überhaupt nur unter der An- nähme in den Streik gegangen, daß im ganzen Reich dieselben Zustände herrschten wie in Braunschweig, diese Meinung wurde ihnen durch rücksichtslose Postsperre beigebracht, die das Her- einkommen wahrer Nachrichten verhinderte. Der dem Streik abge- neigte Teil der Arbeiterschaft wurde in unerhörter Weise ver- gewaltig!. So sollte z. B. bei den Jüdelschen Werken dmch Hand- aufheben über den Streik abgestimmt werden. Jkachdcm nun eine zweifelhafte Mehrheit dafür gestimmt halte, und die Gegen- probe gemacht werden sollte, erhoben die Terroristen ein lautes Gebrüll:„Schlagt sie auf die Finger und machten so die Ab- stimmung unmöglich. Bezeichnend für den Geist der neugebildeten Roten Garde, die zum größten Teil nicht auS Arbeitern bestand, war ein Alarm, der probeweise kurz vor dem Einmarsch? der RegierungStruppen stattfand. Von 1200 eingeschriebenen Mann kamen— 90 Mann, die erst ein wildes Geschieße veranstalteten und dann anschließend mehrere Einbrüche verübten. Ueberhaupt hatte die Unsicherheit in Braun» schweig den denkbar höchsten Grad angenommen. � Tie Hochburg des Kommunismus. Braunschwrig, 24. April. In der heutigen LandeSversammlung tollte Präsident Dr, Jasper mit, der LandeSversanrmlung sei eine rechtliche Stellungnahme der ReichSrvgierung zugegangen, darin werden der braunschweigifchen Regierung schwere Vorwürfe gemacht. Brwunschweig habe sich als Mittelpunkt der kommunisti- ichen Bewegung erwiesen und habe gegen die ReichSpolrbik ver- stoßen. Aus der bralinschweigischen Regierung seien verschiedeirt- liche Hilfe rufe erhoben worden. Die Regierung habe große Ver- käufa von Heeresgut porgenommen, es seien aber erst 42 837 M. abgeführt worden, während allein 1 160 000 M. durch den Verkauf von Pferden eingenommen worden seien. Die De- Mobilmachung, sei gestört worden. 5000 Gewehre, viele Maschinengewehre, 26 Geschütze und 7000 Handgranaten seien den Heeres- beständen entnommen worden. Die Fmwi lligcnkorpS seien behindert worden. Die Volkswehr habe sich bis zuletzt als k 0 m m u- n i st i f ch erwiesen. Boaunischweig sei die Hochburg des Kommunismus gewesen. Schon Anfang Februar sei der Entschluß gefaßt worden, in Braunfchwsig oinzugreifen, doch fei die Ausführung immer wieder verschoben worden. Das Schrei- den führt weiter eine ganze Reihe anderer Fälle an, die für daS Eingreifen der Reichsregierung bestimmend gewesen find. Der gröftte Teil der Negicrunsistruppen abgezogen. Braunschweig, 24. April. Die Marinebrigade und das Kavallerie- schützenkommando, die dem Landesjägerkorps beigegeben waren, sind wieder abgerückt. Es bleibt nur das Landesjägerkorps in der Stadt zurück._ �usftbreitungen in Hmöenburg. Hindenburg, 24. April. Die schweren Ausschreitungen, die sich vor einigen Tagen in Zaborze abspielten, haben heute in Hindcn- bürg, wie der„Oberschlesische Wanderer' meldet, eine traurige Fortsetzung erfahren. Seit 10 Uhr früh sammelten sich in den Hauptverkehrsstraßen eine große Menschenmenge an, meistens aus Frauen aus den benachbarten Ortschaften Zaborze, Paulsdors und Bielschowitz bestehend. Sie versuchten in zwei Konfekt ions- g e s ch ä f t e in der Dorotheenftraße einzudringen und zu p l ü n- dein bzw. nach der bekannten Vtethode die Ware zu Friedens. preisen zu verkaufen. Bis 3 Uhr nachmittags konnte die Ruhe aufrechterhalten werden. Da sich um diese Zeit an der Docotheen- und Schillerstraße wieder eine aus etwa- 3000 Personen bestehende Menschenmenge eingefunden hatte, die eine drohende Haltung ein- nahm, war das Militär gezwungen, von der Schußwaffe Ge. brauch zu machen. Bei der Säuberung der Straßen wurde in der Schulstraße ein 14jähriger Knabe durch einen Kopfschuß ge- tötet. Meuterei in einem Gefangenenlager. Parchim, 24. April. Im Gefangenenlager meuterten heute vor- mittag die russischen Kriegsgefangenen, die sich den Anordnungen der Lagerbehörde widersetzten und weder durch das deutsche Perso- nal, noch durch das russische Hilfskomitee zur Vernunft gebracht werden konnten. Als einzelne der Meuterer zu Tällichkeiten über- gingen, eröffnete die inzwischen angerückte Bewachungstruppe das Feuer. Sechs Russen wurden erschossen und 147 ver- wund et, darunter neun schwer. Die Ruhe war in kurzer Zeit wieder hergestellt. vom täglichen Lügenschauplatz. Uns wird geilvrieben: In ihrer Nr. 193 vom 23. April berichtet die„Freiheit' unter der Ueberichrift„Vom täglichen Kriegsschauplatz" über die Besetzung des Lazaretts Wilnsdorf bei Josten durch Freiwilligen- Truppen. Nach dem Bericht der„Freiheit" gaben die Truppen Schreckschüsse ab. besetzten die gesamte Station und verlangten von den Palienien die Herausgabe sämtlicher Kleidungsstücke. AIS sich die Patienten weigerten, kam es zu tätlichen Angriffen der RegierungStruppen. So die„Freiheit" und jeder rechtlich Denkende wird nunmehr empört sein, über diesen Willkürakt der Freiwilligen- Soldateska, die es sich anmaßt, ein Lazarett besetzen und den wehrlosen Kronken die Kleidungsstücke zu entwenden, ohne jeglichen Grund, denn einen Grund für da» Borgehen der Truppen gibt die„Freiheit" nicht an. Darum sei der wahre Sachverhalt einmal hierher gesetzt: Das Miliiärlazarett in Wilnsdorf ist ein solches für Geschlechtskrank« und nabezu überfüllt. Leider muß gesagt weiden, daß gerade diese Feldgrauen die außerordentliche Schädlichkeit der Geschlechtskrankheiten für ihre eigene Person und, im Falle der Ueberlragung. auch für ihre Volksgcnoffen verkennen oder auf die leichte Achsel nehmen. Daraus ist eS zu erklären, wenn Jnsosien des Lazaretts, trotzdem sie sich noch im KrankheitS- padimn befanden, Ausgang aus dem Lazarett gesucht und gefunden haben, mn FibelitaS zu treiben, auch in vegleiiung weiblicher Personen WünSdorfS und Umgegend, und das bedeutete nicht« weiter als eine Verseuchung der Wllnsdorfer Umgebung. ES ist serner auch nicht zu leugnen, daß besonders im dortigen Lazarett sich verschiedene dunkle Elemente befinden, die naturgemäß in HyperradikaliSmuS machen. Die von den Tiuppen vorgenommene Waffenrazzia bat ebenfalls Erfolg gezeitigt. Und nun die Frage an jeden, defien Verstand noch nicht vom Hetzstoff der„Freiheit" umnebelt ist: War die Besetzung des WünS- dorfer Lazaretts, unter Berücksichtigung der vorstehend angegebenen Gründe, berechligt oder nicht? Ja! Denn eS ist ferner zu berück- sichtigen, daß die Lazorettleitnng nicht mehr imstande war, auS sich heraus dem Treiben ihrer Kranken Einhalt zu ge- bieten. Damit ist hoffentlich der Hetze der„Freihet" in diesem Falle wieder einmal die Spitze abgebrochen. Gesamtkunögebung aller Kriegsopfer. Am Sonntag, den 27. April 1919, we-Äen in allen Orken Deutschlands sämtliche Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen, welchen Organisationen sie auch immer angehören, i-n Massenkundgebungen ihre dringendsten Forderungen der Oeffentlichkeit vor Augen führen. Gleich- zeitig werden Vertreter der Organisationen mit dem Staats- Ministerium über die Erfüllung ihrer Forderungen verhandeln. Diese umfassen, wie die Telegraphen-Union erfährt, folgende sechs Punkte: 1. Sofortige Inangriffnahme der Bearbeitung des neuen MannschaftS- und Hinterbliedenenverf orgung S- g e f e tz e L durch eine besondere Kommission der beteiligten Zentral- behörden und dar Kriegsbeschädigten und KriegShin tevblicibenan- organisationen. 2. Bis zum Inkrafttreten dieser Gesetze sofortige wesentliche Erhöhung der Bezüge der Kriegsbeschädigte» und Kriegshinter- bliebenen. 8. Nachträgliche Gewährung von EntlasfungSanzügen und der sonstigen Entlassungsgebührnisse an alle vor dem 9. November 1918 entlassenen Kriegsbeschädigten. 4. Sofortige Inangriffnahme eines Gesetzes zur Schaffung eines wirklichen Einstellungszwanges. 5. Beschleunigung der Wohnungsfürsorge durch Schaf- fung von Notstandsbezicken, Inangriffnahme von Wohnungs- bauten und Prüfung der Frage der Zivileinquartie- rung. 6. Bereitstellung ausreichender N c i ch s m i t t e l für die so- ziale Kriegsbeschädigten- und Hinterblieben enfürsorgr. Die Anklage der Gepeinigten. Unter diesem Titel veröffent- licht der I i r 11- Verlag(Bevlin W. 62) eine Broschüre, die in erschütternder Weise die Korruption aufdeckt, die unser altes Heerwesen überwucherte. Es ist die Geschichte eines Feldlazaretts. den Tagebüchern eines SaisitätsfelWebelS aus den Jahren 1914 bis 1918 entnommen. In den: Begleitwort, das Artur Zickler dem Buche vorangehen läßt, heißt eS u. a.:„Das deutsche Heer, die Organisation des deutschen Militarismus, war ein Suoips, der tiefer w-urde, je länger der Krieg andauerte. Während vorn in der Feuerlinie der Svldat in Mut und Dreck verkam, saugten sich da- hinter in den Refervestellungen, in der Etappe, sin Hinteolande wie an der Heimatfront" die Schmarotzer an dem Elend des Volkes fett. Diese wahrsten Feinde des Volkes nutzten die Knappheit der nötigsten Bedarfsstosfc, um ungeheure Vermögen dem käinp senden, hungernder, Lande auszupressen; ihnen war die Blockade der so- genannten Erbfeinde gerade recht, um skrupellos daraus Kapital zu schlagen. Wie in der Heimat, so in der Etappe. Wie der Kriegs- gewinnler und der Schleichhändler, so sind die HeimatSkisten- Offiziere, die Etappenfchmarotzer, die betrügenden, schiebenden und stehlenden Vorgesetzten, die in der Etappe sahen, wie die Maden im Speck, bekannte Typen der„großen Zeit".... Dieses Tagebuch eines älteren besonnenen MauneS, der mit seiner Person und einer großen Anzahl Zeugen für die volle Wahrheit des Nieder- geschriebenen einsteht, ist die klassische Chronik der Niederträchtig- keit, der Schweinerei, der Ausbeutung, der Korruption und des Berbreäiens an den Aermsien der Armen, den LPfern des Krieges!" Das Büchlein(es kostet 80 Pf.) ist gut ausgestattet und wird den Beifall und das Interesse aller finden, die in einer Reinigung der durch den Krieg vergifteten uroralischen Atmosphäre eine wesentliche Vorbedingung für eine bessere Zukunft erblicken und in der rücksichtslosen AuSmerzung und Brandmarkung vergangenen Frevels den ehrlichen Willen dazu begrüßen. Die Schreiberitis ist unter den weiland preußischen Generalen und Admnalen ausgebrochen und greift mit erschreckender Heftigkeil um sich. Nachdem General Luden dorff für ein Honorar von 200000 M. geruht hat. sich zu„erinnein', greift Ttrpitz zur Feder und wird schon in nächster Zeit seine Denkwürdigleiten vor- legen, was er zwar eigentlich bei Lebzeiten nicht hat tun wollen. aber dennoch.... Als dritter im Bunde kündet jetzt der ehemalige Generalquartiermeister und Kriegsminister v. Stein seine Er- innerungen an. Vormols haben die Soldaten einen bekannten Vers vom Kugelregen und Ordenöiegen gesungen, für die Herren Generäle möchten wir ibn in folgender Weise variieren: Im Kriege kommt der OrdenSiegen, Und nach der Pleite der Bücherregen. Konferenz öer CisenbahnarbeiterrSte DeutMianös. Von einer Diskussion über die Vortröge der Referenten Bern- stein und Däumig nahm die Konferenz Abstand.— Die vorliegen- den Richtlinien zum Rätesystem wurdcnangenom- m e n. Sie fordern das volle Kon-troll- und MitbesürnmungSrecht über alle Verwalttmgsgebiete bis zur restlosen Ueberführung der gesamten Verwaltung in die Hände der von den Arbeitern und An- gestellten gewählten VertrauenSpersonen. In diesem Sinne ist das ganze Verkehrswesen umzugestalten. Im weiteren enthalten die Richtlinien Bestimmungen über die Wabl der Arbeiterräte und deren Aufgaben. Es sollen Betriebsräte, BezirkSräte und Zentral- rät« eingerichtet! verde». Die letzteren sollen das gesamte Wirt- schaflsleben iin Gebiet der Eisenbahn deS Reiches überwachen und gemeinsam mit den Ministerien Verordnungen zur Aufrechter- Haltung deS Verkehrs und der Produktion erlassen. Beschlossen wurde, daß der Zentralausschuß in Gemeinschaft nlit den Organisationsvertretern mit dem Ministerium wegen Ein- sühruiig der Arbeiterräte aus der Grundlage der Richtlinien in Verbandluiig treten soll. Auch soll die Anerkennung des Zentral- auSschusscs und die Deckung seiner Kosten aus öffentlichen Mitteln gefordert werden.— Wegen einheitlicher Durchführung der Richt- linien soll der Borstand mit den anderen in Frage kommenden Gewerkschaften in Verbindung treten. Der Antrag, zur Feier des 1. Mai den ganzen Eisenbahnbe- trieb ruhen zu lassen, wurde mit 53 gegen 20 Stimmen abgelehnt. — Der Vorsitzende Scheffel bemerkte hierzu in Uebereinstim- mung mit der' Versammlung, es fei selbstverständlich, daß am 1. Mai nur die�otwendigsien Arbeiten ausgeführt werden. Im Nantri' winer außerhalb der Konferenz gebildete,, Tcpu- tation erhielt Hausschilb das Wort. Er teilte mit, daß er soeben als Zuhörer vom Kriegsgericht komme. DaS Gericht habe vier Gisenhahner wegen Streikvergehen verurteilt, den einen zu 9 Monaten Gefängnis, weil er einen Beamten zmn Streik aufge- fordert habe. Die drei anderen seien zu je 8 Monaten verurteilt. obgleich sie mit dem ersten nur mitgegangen seien, ohne sich der Aufforderung angeschlossen zu haben. Dies« Mitteilung rief ungeheure Entrüstung hervor. Mehrere Redner bezeichneten das Urteil als ein SchreckenSurteil, als ein Zeichen fiir die anwachsende Reaktion, das zum schärfsten Protest herausfordere. Wenn eS so weitergehe, dann würden die Eisen- bahner doch eines Tages den ganzen Betrieb stillegen. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, welche unter der Voraussetzung, daß die gemachten Angaben zutreffen, den schärfsten Protest gegen das SchreckenSurteil erhebt und den Vorstand nebst dem Zentralrat beauftragt, Schritt« zur Aushebung des Ur- teils zu unternehmen. Unter dem Eindruck dieser Sümmnng wurde mit 24 gegen 9 Stimmen beschlossen, die Diskussion über die Arbeitsruhe am 1. Mai wieder aufzunehmen. Hierzu ging ein Autrag ein: Am 1. Mai den ganzen lÄfeubahubetrieb ruhen, zu lassen mit Ausnahme der notwendigsten LebensmütteltrauSportc wie Milch für Kinder und Kranke. Dieser Antrag wurde nach kurzer Debatte angenommem Hierauf erschien eine Deputation der Hauptlverkftatt II und forderte, daß ihr Sprecher das Wort erhalte zur Begründung einer Resolution. Wie der Vorsitzende mitteilte, verlangt die Resolution Sie Annahme der Richtlinie» fiir daS Rätesystem, die Arbeitsruhe am 1. Mai. die Schaffung einer Einheitsorganisation und den Boy- kott der Mtglieder von Freiwilligentruppen.— Die Konferenz lehnte es ab, den Sprecher der Deputation zu Höven.— Dieser Beschluß tief einen lärmenden Austritt hervor. Die Deputation und alle die im Zuhörerrcmm saßen, schickten sich unter großem Tumult an. den Saal zu verlassen. Schließlich gelang es, sie wieder zu beruhigen und man diskutierte über den Zwischenfall. — Der Antrag, mit ehemaligen Mitgliedern der Freiwilligen- truppen nicht zusammenzuarbeiten, wurde einstimmig augcuominen. In den Zentvalrat wurden gewählt: Hertel-Frankfurt a. M.. Memhe-Elbcrfeld, Bormann-Danzig, Wrld-Magdcburg, Förster- Potsdam, Klütz-Hamburg, Michaelis-Münster. StaStverorönetenversammlung. Etatberatung. Hinye(ist Soz.) führt aus, daß den Sozialisten der Wirtschaft- liche Zusammenbruch zunächst den Weg zur Durchführung ihreS Kommunalprogramms verlege. Ter Wohnungsfrage wie dem Sied- lungSwesen sei von.Kommune tvegen angesichts der uorhar-denen großen Wohnungsnot daS größtmöglichste Interesse zu, zuwenden. Berlin müsse im Sinne der Mieterschutzverortnning einen Notstandsbezirk bilden. Die Verstadtlichung der Straßenbahn«» sei notwendig; der unleidlichen Uebersüllung auch auf den städtischen Linien müsse unverzüglich abgeholfen werden, t Redner entwickelte das kommimalc Schulprograninr ferner Partei, skizziert ihre Forderungen ans dem Gebiete der Hygiene, der Kronken- und Armenpflege und geht näher auf die Sozialisierungsfrage ein, tvo er vor allem der Kommunalisierung der Lebensmittelversorgung das Wart redet. Der Redner befürwortet eine evtl. Erhöhung der KanaliiätionSabgabe um% Proz. Die Leitung, auch die kaufmännische, der Städtischen Berliner Elektrizitätstverke scheint ihm nicht auf der Höbe zu stehen. Die kleine Erhöhung der Grund- und Gebäudesteucrn könne der städtische Grund- und Hansbesitz wohl tragen, zumal er sich immer durch Abwälzung ans die Mieter schadlos halte; trotzdem habe bereits eine heftige Agitation der HauSagrart«r eingesetzt. Im Ausschuß für den Etat werde man bestrebt sein, dem Programm„Frieden und Freiheit, Arbeit und Brot!" näher zu kommen. Stadw. Bruns(Soz.): Wenn eine Erhöhung der Kanalisation.:?- abgäbe vom Magistrat als unumgänglich nachgewiesen wird, werden wir keine Schtvierigkeit macken. Auf dem Gebiet der Wohnungsfrage muß unbedingt �baldigst etwas durchgreifendes geschehen, um den ärgste» und krassesten Mängeln und Mißständen abzuhelfen.— Die Etatsrede des Kammerers durchzog ein gewisser Optimismus, den ich teile. Wenig erfreulich ist der Fehlbetrag von 20 Millionen im Jahre 1918; etwa« weiter wären wir sicher ge kommen, wenn nicht so stark auf die Herabdrückung des Kommunal- steuerzuscklag's von den vom Magistrat vorgeschlagenen 190 Proz. auf 173 Proz. hingearbeitet worden wäre. Ein desto erfreulicheres Zeichen sind dagegen das Vertrauen und der Erfolg, den die letzle Berliner Stadtanleihe aufzuweisen gehabt hat. Voraus- sctzung für eine progressiv« Einkommensteuer ist eine Revision des Kommunalabgabengesetzes, die von der Gesetzgebung alsbald in An- griff zu nehmen sein wird. Die �Sozialdemokratie sieht auch auf kommunalpol'.tischem Gebiet eine Fülle'schwerer und verantwortungsvoller Aufgäben vor sich, an deren Lösung sie ihre volle Kraft zu setzen hat.— Redner wendet sich dann einer Reihe von Einzel- Helten im neuen Etat zu. Zum.Kapitel des Schulwesens plädiert er für völlig unentgeltliche Hergabe der Lernmittel sowie für die Einrichtung von Wald sch u l e n. Auch Berlin müsse Volks- h ä u s er bauen. Auf dem Gebiete der Sozialisierung stehe im Bordergrunde die Ernährungsfrage und wiederum die Frage der Milchversorgung im Mittelpunkt. Der Magistrat solle den sehr beachtenswerten Vorschläge» de« Stadtv. Simonsohn in diesem Punkte folgen, dann würde der neuen Generation eist großer Dienst erwiesen.— Redner schließt mit der Aufforderung an di« Gesamtheit: Lassen Ne uns taten! Stadw. Wege lBg. Agg.) spricht sich auch für die Bewilligung der 250 Proz. und für progressive Einkommensteuer sowie für Frei- lassung der Einkommen bis 1300 M. von der Steuerpflicht auS. Die Belastung des Hausbesitzes sei enorm, er könne weitere Lasten absolut nicht tragen. Die Erhöhung des GaSpreifeS einzig zum Zwecke der Verringerung des Defizits sei finanztechniscb falsch, da diese Preiserhöhung in der Hauptsache von den kleinen Leuten aus- gebracht werden müsse, ivähvend das Defizit von der Allgemeinheit zu decken sei. Andernfalls hätte man auch durch Heraufsetzung des Preise« für die Kilowattstunde die Elektrizitätsverbraucher heranziehen müssen. Die Annengeldsätze seien zu niedrig. Man schasse dem.HanSbesitz billige Hypotheken, dann gebe es auch billige Mieten. Schließlich tritt Redner für di« Schaffung von Beamtenaus- schüssen eilt und erklärt in Uebereinstinmiung mit beiden Vorrednern, daß die Stadt Berlin für ihr« Anleihen einsteht. Cassel(Dem.) Mit der Abwehr der Erhöhung der Grundsteuer, die jetzt von 3,1 ans 3,7 Proz. gesteigert werden soll, wird Herr Wege kein Glück haben, es kann darin eine steuerliche lleberbür- dung des Hausbesitzes nicht gefunden rverdan. Dfe Erhöhung des Elektrizitätspreiscs ist in Vorbereitung. Zur Sozialisierung gibt Redner eine formulierte Erklärung ab, wonach die Demokratische Partei zwar keineswegs einer solcher Maßnahme prinzipiell wider- strebt, aber vor bloßen Experimenten auf diesem Gebiete, speziell dem der Lebensmittelversorgung, dringend warnen muß. Das Verdienst an den sozialen Fortschritten, die Berlin seit 1884. seit dem Einzug der Sozialdemokraten in die Versammlung, gemacht habe, weist der Redner auch der früheren Mehrheit zu, ohne die die Anträge der soziademokrati scheu Minderheit nie hätten durch- dringen können. (Jincmuel Wurm(U. Soz.): Die frühere Mehrheit habe halbe Zugeständnisse und Abschlagszahlungen geleistet ans Furcht, die Weltgeschichte möchte über sie zur Tagesordnung übergehen. Die ökonomisch überflüssigen Zwstchenglieder zwischen Produktion und Konsumtion müßten gerade auf dem Gebiete der Lebensmittel be- seitigt werden.(Lebhafter Widerspruch bei den Bürgerlicherl und Demokraten.) Cassel erklärt die ibm zuteil geworden«„Richtigstellung' fiir nicht wahr und behält sich den aktenmäßigen Nachweis vor. Der StadtbaushastSplan geht an den Etatsausschuß. Die Vorlage über Erhöhung der BergütuugSsätz« für Hilfskräfte wird auf Antrag Brückner(Soz.) einem Ausschuß überwiesen, den der Vorstand sofort ernennt. Schluß gegen ttlO Uhr. Gewerkschaftsbewegung Die§oLüerungen üer Telegraphenarbekter Ser Rsichs-Post- unö Telegraphenverwaltung. Anschließend an die Berhandlung-en im ReichSpostministerium, über die mir in der Abendnummer vom Dienstag berichtet, fano im Gardekasino Sophienstr. 34 eine Kundgebung aller Telegraphen- arbeitcr Groß-Berlins statt. Lang« vor Eröffnung der Bcrsamm- lung war der Saal überfüllt. Hunderte von Telegraphenarbeitern mußten aus dem Hofe verharren, bis ihnen auf anderem Wege die Beschlüsse mitgeteilt werden konnten. Nach Eröffnung der Versammlung ergriff der Obmann der Verhandlungskommission, Aundessekretär Vallenthin, das Wort. Gefordert wird, das jetzige Lohnshstem abzuschaffen und das ganze Reichspostgebiet m drei Lohnklassen einzuteilen. In Lohnklasse 1 soll für Handwerker im Bau der AnfangSiage- low 18 M., für sonstige Handwerker 17 M., für Telegraphen- arbeiier 16 M. betragen. In Lohnklasse 2 wird gefordert: Für Handwerter im Bau ein Anfangstagelohn von 17 M., für sonstige Handwerker 16 M., für Telegraphenarbeiter 16 M. In Lohn- klasse 3 für Handwerker im Bau ein Anfangstagelohn von 16 M., für sonstige Handwerker 14 M., für Telegraphenarbeiter 13 M., steigend in jedem Dienstjahr nm 60 Pf. Umrechnung der Tage- löhne in Wochenlöhne. Außerdem wird die Einführung dieser Lohnsätze ab 1. April, die Mitbezahlung der auf Wochentage fallenden gesetzlichen Feier- tage. Nachzahlung der Osterfeiertage und sofortige Einführung des Mitbestimmungsrechtes der Arbeiterschaft durch ihren berufenen Vertreter gefordert. Redner erklärt«, die Kommission erwarte von dem Versammelten Beschlüsse und Direktiven, ob sie nach dem Grundsatze der gestellten Forderungen mit den Vertretern der Ver- waltung weiter verhandeln sollte und wies darauf hin, daß viele Schwierigkeiten zu überwinden seien. Nach stundenlanger Ausein- andersctzung wurden zwei Entschließungen einstimmig angenommen, in denen die Forderungen nochmals formuliert sind und des weite- ren betont wird, daß die Versammelten an der Durchführung der Forderungen festhalten. Am nächsten Tage wurden die Verhandlungen im Reichspost- ministerium wieder aufgenommen. Minister Giesberts erklärte die Forderungen für zu hoch und bedauerte, daß die Verhandlumgen bisher zu keinem Ergebnis geführt hätten. Des»eiteren wies der Minister auf die schwierige Wirtschaftslage hin; er gab der Hoff- meng Ausdruck, daß sich eine EmigungSbasis finde,! möge. Der Ob i na nn, Bundessekretär Vallenthin, erklärte, daß die gestellten Forderungen das Existenzminimum des Telegraphenarbeiters dar- stellten, um auch nur einigermaßen mit seiner Familie leben zu können und bat den Minister, den Wünschen der Arbeiter entgegen» zukommen. Der Minister wurde plötzlich abberufen und übertrug den übrigen Herren die Verhandlungen mit den Vertretern der Arbeiterschaft. Nach erregter Aussprache wurden die Vevhandlun- gen auf einige Stunden vertagt, um jeder Partei Gelegenheit zu geben, nochmals ihre Stellungnahme zu der ganzen Sachlage zu prüfen. In der alsdann wtedereröfftieten gemeinsamen Sitzung verkündete der Obmann der Kommission den Beschluß der Arbeiter- Vertreter, daß Abstriche van den gestellten Forderungen nicht ge- macht werden könnten, da sie lediglich das Existenzminimum der Arbeiter darstellten. Der Vertreter der Verwaltung Herr Geh. Oberpostrai Litzroth erklärte, daß er grundsätzlich an den Erklärun- gen des Ministers festhalte. Buirdessekretär Vallenthin betonte, daß die Kommission dann gezwungon sei, die Verhandlungen zu unterbrechen und bis Donnerstag nachmittag«ine schriftliche Erklärung der Verwaltung im Bureau erwarte. Falls pe ablehnend sein sollte, wären die Organisationen gezwungen, die Delegierton telegraphisch nach Berlin zu laden, um dann der Postverwaltung die Antwort öffentlich zu geben und durch diese Delegierten dann die Forderungen durchzusetzen. Darauf wurden die Verihandlun- gen abgebrochen._ Ter Schluftakt vom Beamtenstreik. Dem am 20. April 1019 gefällten Schiedssprüche des SchlichtungS- auSsdfausses Groß-Berlin, durch den der Streik im Bankgeweibe beigelegt worden ist, haben sich sowohl der Verband Berliner Bank- leitungen wie auch die Generalstreikleitung durch ausdrückliche schriftliche Erklärung unterworfen. Militärschreibstubensystem gebracht hätten, daß sie in der Zeit der Not eingesprungen seien und in der Revolution treu zur Regierung gehalten hatten. Es sei unbillig, jetzt lediglich um der Versorgung vielfach sogar auswärtiger Kapitulanten willen zu sagen, daß der Mohr seine Schuldigkeit getan habe und nun gehen könne. Die Militäranwärter wolle man nicht zurücksetzen. So lange es noch notwendig sei, für Freikorps zu werben, wäre es viel ratsamer, den Militärpersonen, deren Beruf es ja fei, den Eintritt in diese zu empfehlen, statt Angestellte auf das Pflaster zu setzen und ihnen diesen für sie unangebrachten Rat zu erteilen. Hierauf referierte Herr N i e g e l vom KriegSministerium, der die Ausführungen feines Vorredners durch die Verlesung mehrerer militärischer Erlasse ergänzte. Eine von der Versammlungsleitung, dem sogenannien Vier- zehnerausschuß, vorgeschlagene Entschließung wurde hauptsächlich von Vertretern der Spandauer Betriebe als zu lau und nicht ihren Interessen entsprechend bekämpft. Diese legten ihrerseits eine Ent- schließung vor. Als Organisationsvertreter sprachen B u b l i tz fZentralverband der Handlungsgehilfen). Gramm sBund der technffch-industriellen Beamten) und W i t t u r(Verband der Bureauangestellten); sie rieten dringend, stärker als bisher An- lehnung an die Gewerkschaften zu suchen und mit diesen Hand in Hand zu kämpfen. Im Schlußwort wies Rechtsanwalt Blumberg darauf hin, daß die Spandauer Angestellten überhaupt nicht dem Vierzehneraus- schuß angegliedert seien. Die vorgeschlagene Entschließung wurde jedoch in ihrem Sinne erweitert. Die Spandauer gaben sich hiermit jedoch nicht zufrieden- und versuchten, den Gang der Verhandlung zu stören. Am Schluß wurde die von der Leitung vorgeschlagene Ent- schließung mit überwältigender Mehrheit angenommen, wodurch die andere Resolution hinfällig wurde. Die angenommen« Entschließung ! besagt:..Die im Sportpalast versammelten Zivilangestellten sämt- � sicher Militärbehörden, militärischer Institute, Truppenteil« und Heeresbetriebe Groß-Berlin? und Spandaus protestieren entschieden gegen ihre iu die Wege geleitete Ablösung durch Kapitulanten und andere aktive Militärpersonen. Sie erblicken darin nicht nur eine große Härte, sondern find auch vor die Frage gestellt, demnächst arbeits- und brotlos zu werden. Auch die Zivilangestellten haben, ebenso wie die aktiven Militärpersonen, eine Existenzberechtigung, die ihnen vom Staate nicht genommen werden darf. Sie verlangen ferner die Weiterbeschäftigung der Zivilangestellten in den Spandauer Betrieben. Die Zivilangestellten weigern sich entschieden, die zu ihrer Ablösung eingestellten Kapitulanten einzuarbeiten. Sie er- warten binnen sechs Tagen eine an den VierzeHnerausschuß zu richtende befriedigende Antwort." Ende des Rohrlegerstreiks. In einer am gestrigen Donnerstag im Gewerkschaftshause tagenden überfüllten Versammlung der streikenden Rohrleger be- riebtete Z i e s e eingehend über den Verlauf der mit den Unter- nehmern gepflogenen Verhandlungen. In allen Hauptpunkten habe man Zugeständnisse erreicht, die den Forderungen der Streikenden nahekämen. Der Tarifvertrag sei bis auf einige, nicht wesentliche Punkte, die noch zu fixieren find, fertig aufgestellt. Er solle bis zum 30. September in Kraft bleiben. Da die Streikleitung zu der Ueberzeugung gelangt sei. daß durch Fortsetzung des Streiks ein günstigeres Ergebnis nicht zu erzielen fei, empfehle diese die An- nähme des Tarifvertrages. Nach kurzer Debatte wurde mit allen gegen einige Stimmen beschlossen, den Streik abzubrechen und der Streikleitung da? Mandat zu erteilen, den Tarifvertrag zu vollziehen. Die Wiederaufnahme der Arbeit wird laut Beschluß am Montag, den 28. d. Mts., erfolgen. Bon der Forderung auf Bezahlung der Streiktoge wurde Abstand genommen, nachdem mehrfach darauf hingewiesen wurde, daß eS ungewerkschaftlich sei, die Konsequenzen eines Kampfes in der Form materieller Opfer nicht auf sich zu nehmen. Protestversammlung der Zivilangestellten der militärischen Aemter und Betriebe(Nrost- Berlins. Im Sportpalast farjd am Donnerstag nachmittag eine stark besuchte Protestversammlung der Zivilangestellten der Militär- hehörden,.Betriebe usw. gegen ihve Verdräugunh aus den Posten durch Kapitulanten und aktive Militärpersonen statt. Rechtsanwalt B l u m b e r g polemisierte mit Schärfe gegen die Regierunasver- rngmigen, die bezwecken, die Zivilangestellten zu entlassen und ihre Posten durch aktive Militärs zu besetzen. Er führte besonders aus, daß die Zivilangestellten erst einen gesunden Zug in das verknöcherte Tarifverhandluuge» im Bersicherungsgewerbe. Die Tarifkommisfion der zu einem Kartellverband vereinigten Angestelltenverbände(Verband der Bureauangestelllen, Verband deutscher Versicherungsbeamten, Zentralverband der Handlungs- gehilfen) sind vom Ärbeitgeberverband die Gegenvorschläge zwecks Abschlusses eines Tarifvertrages übermiltelt worden, nachdem durch Schiedsspruch des Einigungsamtes vom 17. 2. 19 beiden Parteien aufgegeben worden war, den Tarifabschluß möglichst bis zum 81. 3. 19 herbeizuführen. Das Sprichwort„Gut Ding will Weile haben' scheint sich aber diesmal für die Angestellten ins Gegen- teil zu verkehren, denn die vom Arbeitgeberverband vor- geschlagenen Gehaltssätze zeugen von einem so geringen Ver- ständniS für die soziale Lage der Angestelllen, daß eS un- möglich angeht, sie zur Verhandlungsbasis zu machen. Der Vertrag schließt von vornherein die Erfassung der Prokuristen und einiger weiteren Personenkreise aus. Die Klasse 1 des Arbeitgeberentwuries sieht indessen nur solche qualifizierren Arbeiien vor. deren Verrichtung rast ausnahmslos Prokuristen übertragen ist. DaS wäre an sich belanglos. Wer da aber annimmt, daß die in dieser Klasse vorge- >ehenen Gehälter den lonst üblichen Prokuristen-Einkommeu eni- iprechen, irrt. Soll doch die Oberleitung eines OrganisarionsbureauS oder die Leilung des juristischen Bureaus(Syndikus) nach vollendetem 48. Lebenjahre und einer 24iährigen Dienstzeil das fürüliche Gesamt- jahreseinkommen von M. 6696 erhalten. Und die Tendenz? Nun es folgen der Klasse I noch vier weitere Klassen für die weniger gualifizierte» Arbeiten, ferner eine Vorllasie für sogenonme einlachen oder mechanische Arbeiten, sowie eine besondere alle Ange- stellte b i s zum vollendeten 24. Lebensjahre umfassende Gcballs- ikala. die alle mir ihren EinkoinmenS'ätzen naturgemäß dem obigen Höchstendgehalt von M. 6696 stufenweise unrerqeordnet werden mußten. ES nimmt alsdann kein Wunder, wenn die Arbeitgeber glauben, daß ein 20 jäbriger Angestellter mit einem Jabresein- kommen von M. 1872 ielbst unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht zn verhungern brauche.— Glücklicherweise wird es den Ange- stellten auch gestartet sein, noch ein Wörlchen mitzureden! Tie Angestellten der AEG.-Apparatefabrik erklärten in einer in den Mila- Sälen stattgesundcnen Versammlung die im Schieds» spruch vom 8. ds. sestgesetzreu marcriellen Zugeständnisse für gänzlich ungenügend. Nur mit Rücksicht auf die allgemeine wirischaitliche Lage wird der Streik zurzeit beendet. Unter ollen Umständen er- waiten die Verrammelten, daß unverzüglich Mindestgebälier fest- gesetzt werden, die eS den Angestellten ermöglichen, ihre Lebens- bedürwisss der bestehenden, fteiiz wachsenden Teuerung enrsprechend zu befriedigen. Vom Borstand des Zentralvorstandes der Fleischer, Mitgliedschaft Berlin, erhallen wir aus die Berichtigung des Verbandsvorsitzenden P.Hensel eine Zuschrift, in der u.a. betont wird, daß Hen sel in der Vor- ständekonserenz bei der Resoluiion Rogge, die eine Aushebung deS Belagerungszustandes forderte, für Uebergang zur TageSordnuna gestimmt habe. ES iei dies im Grunde genommen dasselbe, ob eine unangenehme Resolution durch Uebergang zur Tagesordnung oder durch direkte Abstimmung erledigt werde. Die Obwönner der Angrftellien-VuSschüfie der Bankgeschäfte Groß-Berlins versammeln sich am Montag, den 28. April, nachmittags 5 Ubr, im Gartensaat des Restaurants Weihenstephan an der Potsdamer Brücke zwecks Besprechung des TarisabkommenS für die kaufmännischen Be- amten und Beamtinnen. Wo Ange stellten, Ausschüsse nicht bestehen, wird um Entsendung eines tausmänniich täiigen Vertrauensmannes ersucht. Grschützgittzerei Spandau. D!e Lohnzahlung findet heut« Freitag mn 1 Uhr an den bekannten Stellen statt. Anschließend Betriebsver- sammlung. Feuerrverkslaboratorinm Spandau. In folgenden Lokalen wird Auskunft ertestt: Moabit und Cbarlotlenburg: Kaisertn-Augusta-Allee 30 bei Barz: Wedding und Gesundbrunnen: Drunnenstt. 10l bei Zieh: Osten: KöniaSberger Str. 5/6 bei Spitzer; Neukölln: Weserstr. 167 bei Germann; Spandau: Falkenberger Str. 1 bei Werner. Sonnabend, den 26. April, vormittags 10 Uhr, in de» Germania- fälen, Berlin, Chaufieestr. 110: Betriebsversammlung. Erscheinen dringend erforderlich. Der Arbeiterrat: i. A. Siebcrt. Jugenöveranstaltunyen. Berein Arbeiterjugend Gros-,. Berlin. Weddiug. Veranstaltungen ab heute regelmäßig im Lokal von Klages, Uttechter Str. 21. Moabtt. WilhelmShavencr Str. 48, Mädchenabend. Bortrag: Er- ziebung zum Lebenskampj.— Die männlichen Kollegen treffen sich eben- falls 7 Uhr dort zu einer wichttgen Besprechung. Weiffeuiee. Heute abend 8 Uhr im Jugendheim(Ledigenheim) Woelckpromenadc 1, Fortsetzung deS DistusfionSabeudS. Soziales. Einstellung von Angestellten. Zu unserer unter dieser Ueberschrift in Rr. 197 des.Vorwärts' oeibpachten Notiz schreibt uns der Reichsminister für Demobil- machung, daß nach§ 19 Abs. 1 der Verordnung vom 28. März 1919 über die Freimachung von Arbeitsstellen«in Entlassungs- zwang nicht besteht gegenüber Kriegsteilnehmern und Zivilinter- nierten, die infolge Verordnungen vom 4. und 24. Januar 1919 und ihren Nachträgen wieder eingestellt sind. Le«der vermissen wir eine gleiche Ausnahme in der Verordnung des Demobil- machungSausschuffes Groß-Berlin vom 3. April d. I. Tie im§ 2 dieser Verordnung vorgesehenen Ausnahmen beziehen sich auf andere Fälle. Der DemobilmachungsauSschuß Groß-Brlin wird nicht um- hin können, schleunigst einen Nachtrag zn erlassen. Die Verordnung über Beschäftigung Schwerbeschädigter bleibt ebenfalls in Kraft, auch dies« sind von dem Entlassungszwang nicht bedroht._ Bcrairttvortlich für Politik«rtnr»icklu,«harl»tte»b»ra, für den übrigen Teil des Blattes Alsrrd edioli. Neulbll«. für«nzetgen Tdeodor Gloeke, Berlin. Lerlag: Lorwürts-Berlag S. m. 6. H.. Berlin. Druck BorwärtS-Buckidruckerei und LerlagSanstaU Paul Kinaer n. To w Berlin. Lindenstraße 3. Hierzu 1 Beilage. &eutfd>e Manne»' und fraucn! Cpfcbcint in Matten zu der am Sonntag, 87. April, II Uhr vormittags, im Palasttheater am Zoo, Hardenbergstraße 29a, stattfindenden frotestversammtunii? Zerstückelung Deutsehlands 21002)" Redner: Staatsminifter Heine, Dr. Maximilian Pfeiffer, Dr. Hermann Pachnicke und Friedrich Weinhause«. Reichsverband Ostschuh, Potsdamer Str. 75. Fernruf: Nollend orf 5343. Versand- Abteilung Berlin W 6 6 b. iL Ein Waggon hoBländlsoho Ptianzon Holzstäbchen• Rouleaus 90X180 cm.. M. 17.00 105X220 cm. M 27.35 120X301 cm.. 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Holz Liegestühle für Sanatorien aus Weide, verstellbar Trium�f- und Feldstühle in reicher Auswahl Reisekörbe in vielen Preislegen Nr. 20� ♦ 36. Jahrgang Seilage öes vorwärts Ireitag, 25. �prN 161� Groß'�erün Pleitefrühling. »Wieder schmückt sich die Natur.. Also schreiben alle Schmocken, eingehüllt im Duft der Socken. (Nichts für ungut, meine nur...) Brockdorff-Rantzau gondelt los. „Deutschland, Deutschland über alle!...? Ueber allem ist der Talles I (Wie? Bewahre! Dachte bloß...) Ja. dem Himmel sei's gellagt. Schmeißt den Blick du in die Weite: Nichts als Pleite, nichts als Pleite... (Ich hab's immer schon gesagt.) P a u l ch e n. Etatsberatung im Roten Haufe. Man muß ihn im wesentlichen so schlucken, wie er ist! Das war gestern in der Berliner Stadtverordneten» Versammlung bei der Fortsetzung der eisten Lesung des StadthauShaltplanS der Leitgedanke sämtlicher Reden. , Wünsche wurden in Menge vorgebracht. Aber jeder Redner gestand entsagungsvoll: Einstweilen fehlt eS an Geld! Zur Auf» bringuug des Einnahmemehrs. mtt dem die ganz außerordentliche AuSgabesteigerung gedeckt werden soll, hat die Stadt bei diesem Haushaltplan keine andere Quelle, als die Steuerkraft der Ein- wohner. Keiner von den Rednern der vier Fraktionen äußerte die Hoffnung, daß fich von der bedeutenden Steuererhöhuug noch etwas werde abhandeln lassen. Gegenüber den Soziali» sierungsplänen, auf die der Unabhängige Hintze und der Sozialdemokrat Genosse Bruns hinwiesen, glaubte der Demokrat Cassel„vor Experimenten warnen" zu sollen. Der Haushaltsplan wurde dem Ausschuß überwiesen, der an ihm kaum etwas ändern wird. Die öffentliche Bewirtschaftung des RohfleischeS. Uns wird geschrieScn: Durch die Stillegung der Betriebe, wodurch die illoßschlächter die Aufhebung der Zwangswirtschaft erzwingen wollten, ist die Fvage der öffenÄichen Bewirtschaftung des Rotzfkifches zu einer brennenden geworden. Es ist zweifellos ein offener Schwindel, daß die Roßschlächter nur das Bestreben haben, die Bevölkerung mit preiswertem Rotzfleifch zu versehen. Schon der Umstand, dax die Pferdehändler sich dem Streik angeschlossen haben, beweist, daß sie keinesfalls daran deichen, ihr Psevdematevial etwa billiger zu vec- kaufen, sondern daß st« vielmehr darum mitgemacht haben, um noch höhere Preise zu erzielen, andernfalls hätte die Sache für sie keinen Sinn. Die Gehilfenmganisaiion hat die Roßschlächter eindringlichst gewarnt, ihnen dagegen vorgeschlagen, gemeinsam dafür«inzu- treten, daß Richtpreise für'«hllachtpferdc festgesetzt winden und eine andere Festsetzung des Höchstproises vorgenommen wird, da» mit die Roßschlächter ohne behördliche Dvangsoiierung ihr Ge- ivache ausüben können. Man fühlte fich aber stark genug, um die konsumentenfeindlichen Pläne durchzusetzen und vermied ein Au- sammengehen mit der Arbeitneknnevorganisation. Man nahm an. ganz Berlin würde vor den stoaikenden Roßschlächtern erzittern. denn die eingebildete D lacht ging sogar so weit, daß sie die Be- seitigung der Pvovinzialfleisne zum 1. Mai und Abtcilungsangclegcuheiteu. Lauktvip. Heute, Freitag, 71/, Uhr, Dahns Festiäle, Kaiser-Wilhelm- Strasze 34:'Mitgliederversammlung.' Kassenbericht. Neuwahl des ersten Kalfierers. Auswahl vcu drei Kandidaten für den Arbeiierrat. Wahl der Teilnehmer an den Agitationskonserenzen. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Ausnahme neuer Mitglieder am Saaleingang. vieucnhagen(Oftbabn). Morgen Sonnabend 8 Uhr bei Hätscher, Dottistr. 12. Mitgliederveriammlung: Die KrerstagSwahlen. Sonntag Flugblaltverbiertnng. Niederschöncweidc. Heute, Freitag, abends 7 Uhr, bei Scholz, Brlickenstr. 15, Parteiversammlung. Staatsbetriebe Spandau. Vertrauensleute und Arbeiterräte der S. P. D. Morgen Sonnabend, vormittag« 10 Uhr, Im Hotel„Zum Stern», Spandau, Potsdamer Str. 35. vereine unö Versammlungen. Sozialistischer Lebrcrverrin Groß. Berlin. Heute«'/.Uhr pünkt« lich, Lehrervereinshaus, groger Saal: Vorbesprechung des Referates Reit- gronsunterricht im B. L. V. — Protestversammlung ge Sonntag im Palaitioeater am gang Heine, Dr. Psetsser, Dr. fahrerverein Gros,- Berlin Donnerstag. 1. Mai. nachm. 2 Uhr(Picheiswerder. Aller Mariannrnplah. Mitgliederversammlungen jeden 1. und cncS Austreten unbedingt notwendig. eu die Zerstückelung Deutschlands. oo. Redner: Minister dcS Innern Wolf« achnicke, Weinbausen.— Arbriter-Rad- Sonntag nachm. 1 Uhr ZiillöM wle» e« L NfllHrfumCht Aried�chskr. 155, ade»ntor 6. Cloben yUJljUJü'iUl!;, geqanflö. b. tJirf orin-Cafe. Zentrum 1080. Kräftdroichken 2210 mit gtiebeuswumnem sofort abzugeben. Refcktantea erfahren Liihrre» durch S. v. 57» Rabols Motze, Berllo, Fennstr. 1. Bekanntmachung. SemStz z 6 ber Ausführungsbestimmungen vom 24. Mai j 1919(Perordnung über die Abgabe und Enwahme von Fischen »nd Fischmaren vom S. Zuli 1918) wird für den Gemeinde bezirk Perlin bestimmt: Zn den Brotkommissionsbezirken 52—56, 57—75, 77—91, 06— 128, 131-132, 152-171, 173, 176, 179-182, 185-196, 109, 202—205, 207-216, 218—223, 226-230. 233, 238—238, 240-241, 245 gelangt vom 26. April 1919 ab für jede abgegebene Marie U der Berliner Bezugskarie>/, kg Salzheringe zur Perau». gabung. Der Klelnhandelsprei» beträgt für Vz kg He:ün�e�l,40 M. Der Klettchandelspreis ht.„.... Die Belieferung richtet sich nach der Lag» des Ladens des Kleinhändlers, bei dem der Elnzelne seine Cintragung bewirkt Hat, nicht nach der Wohnung des Verbrauchers. Die Abholung mutz bis zum 3. Mai 1919 bewirkt sein. Die Kleinhändler sind verpflichtet, bis spätestens 8. Mni 1919 die gesammelten Abschnitte Nein und zu 100 gebündelt im Fischbureau, Drrcksen- straß» 45 IV, zwischen 9 Uhr vormittag, bis V>6 Uhr nach- mittag», abzugeben. Die Pakete müssen mit Namen, Zahl der Abschnitte und Namen des Großhändler, versehen sein. Berlin, den 23. April ISIS. Magistrat. Abteilung für Fischversorgnng. Loehning. Tgb. Nr. 2660 Fisch. 19. �UWelenVrlllanien.Pei'lsn öem heuttgen Holsen Kurse entsprechenö jix kaufen gesucht | Margraf dXh, J ftanOttierstcSL Zentrum 8664. Bekanntmachung betreffend Bratsettverteilung, gemäß ZK 17. 18, 29, 80, 32, und 39 der Bekanntmachung über«peisesettc vom 20. Juli U iN.D.BI. S. 755) und den Verordnungen der Fettstello Grl. Berlin vom 20, Dezember 1916 über Abgabe und Entnahme von Speisefetten und über die Anmeldung de» Epeisesett» bezugs wird für den Bezirk der Fettstelle Grotz-Berlin de- stünntt: I. Auf Abschnitt v I der Einsuhr-ZusaKIari- entfallen 50 Gramm Bratfett. ll. Der Aleinhandkltpreis für 50 Gramm Bralsctt beträgt 60 Pfennig. III. Das Bratfett ist in den zum Gpeissfettnerianf w, Bezirke slttarte in Empfang zu ncbmen und zwar in der Zell vom Donnernlag, den 24. April bis Sonnabend, den 4. lilol 1910. Das Brat seil Ist in den Aleinhandclsxeschästen in Empfang zu nehmen, in weichem der Berbrauchcr zum Speisefcttbezug« nach der alten»nndenllste ewgriragen ist. IV. Die Kleinhändler haben die von ihnen für da« Beat-! fett angenommenen Abschnitte zusammen mit den Speisefett- j karienabschnliten am Montag, den 5. Mai 1919 an ihren zu- 1 ständigen Grotzhändler abzuliefern. V. Zuwiderhandlungen gegen diese Borschrislen werden gemäß 8 35 der Belannttnachnng vom 20. Juli 1916 zwar für dl« Geweric P 4, KS, r\ 2, A3, C 2 g, C 2, 4 10. BS, AI, AS, A6. Bfb, B 2, B 2c, B3, Gew. 19 V-J. Dl« Dil D». U, VI Rill AlSOD Die nächste Lok statt und zwar für di...—... «ä. 64. A 10, BS. AI. AS. A«. Bfb, B2, B2c, B3, und 11. BIO, Kl. C2a, B 13, R 12, B2a. 0 2. K3, Bill., (Ben). 5, C 21 uno B IS von 10 Uhr vormittag» ad; für die übrigen Gewerie von U'/z Uhr vormittag» ad. jtuiritt nur Hauptein�ang(Bahnhofsior)��Auskunst erteilt Pforiner. � *v' t"1 23" Äw�Nord. Tpezial- Abteilung Uniformenfärben. in �ivil umarbeiten in ichwar,, braun, blan, grün, in 5 Tagen sowie Wenden, Umarbeiten, Neuarbeiten MM 1.■ 8*1 Kosentbiier Str. 4S-47 lld lk.Ö118fStr2JS3 lSl Mirnnitninr Spargel an Wiederveriauier hat abzu- gchen Bariel, Möckernstr. 76. piano Icautt Assor, Fiensburger Straße 1. Fernspr.: Moabit 7310.* MNeliieMve ohne Teckel ca. 79X23X15 cm f. Exped� kräft., weg. Seschäilsansg. preist», abzuged. Anftag Moritzplatz 1142. von Herren- und Onmeagorbeeoben In 3 Sagen. Stoffneubeiten. Stoffausstellung. Außerdem wird jeder Artttel In 0 Tagen gefärbt, Tranersachen In 48 Stunden. jBasch&Bflczkowski, FrieilHehsiPaße KZ I. gebraudit, Stück 20 Pf.,Wein- korke, lanxe, Stück 4 Pt. kauft Sperber, Zchdenlckcr Striae ll(koser.thaler Tor). Norden 4803. Sektkorke, — i—— woraen Ansiedlung bmch Bangeuosseufchaft, Vorort.»/, SInnde v Berlin, Gas, Wasjerlettimz. Bau von Eigenheime«»ack Wunsch. Ger. Einzahlung. längs. 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Direktion Ma* Reinnardt. Deutsches Thoatar. 7 Uhr; Wie es euch gefällt. Sbd. 7 U.t Wie es euch gciailt. Kammerspiele. 7t/, Uhr Unterweee. Sonnab. 7>/z Uhr: Unterwegs. Kleines Schauspielhaus TU»: Die Büchse der? anders. Sbd. VI, Uhr: Die Büchse der Pandora. Theater I. d. KOnlprätzerStraSe Dlrj C. Meinhard R. öernauer VjS Uhr: Fflni Frankfurter. Sonnabend: Musik. Sonnt nachm.: Rasraersholm. Abends: Der Vater. KofflMienksos an der Marschallbrücke •/d3 Uhr: Brdgeist. Sonnab.; Der Feldhcrmhllgel. Sonntag nachm.: Die Ehre. Abends: FeldhemUiügel. Berliner Theater ?» uhr: Sterne, die wieder leuchten. Eose~-Tfiöaterr~ Abends VI, Uhr: Stärker ais der Toä. "Walhaiia-Tkeater. 7�/z ükr: MZWMMMlZ. Residenz-Theater. L'ntcrgrundb. Klosterstraße, Ausgang Strafauer Straße. Nacltm. 4 Uhr kleine Preise: Schaeewittchen. Täglich T'/a Uhr: Das M Von Hermann Sudwmann. Spielleitung: Alfred Rotter. fcng.m Burg, Kaiser-Titz, Hand Arnstadt, Olga Limburg Rosa Valetti, Emma Debner, Paul BN dt,|ul. Falkenstcin. "Tncnon-Theater. Bhf. Friedrichs tr.Ztr.tVZI�Sil TägLSU. Heute z. 221. Male: Der gute M von Hermann Sudermann. Sbd.'/,♦ Uhr: Schneewittchen. Sonntag 4: Htosel und Oretel. iiieater der Frirdrichsfadt Ctft Friedrich-«. Ätnlrttftc. Slarb. 8080. rlgi.7>h.UHc: Oec»t!sch!«s. Slefsch sen ÜSilbtl« StalL Sie Dome ahne Beruf. Echwant oon Lubw. Htrfchftlb. Sie«v schomio«. Schwan l oon?lu(titft Seibl QaupCJctffet 7t c. 33 o. Aj__ " üatlQnaf-Tbcater,' TA Jtie Xwopnppe. Lciseu-Theater. itcrlin— f nnntft f ZiAMDUrg- 3 u. 7?/.) z>kgW Uovh. I7e««lng-Theatep Direktion: Victor Barnowsky 7 Uhr: Peer Cynt. Sonnabend: Dies Irae. Sonntag: Dies irae. Deutsches Künstler- Theater. 7 Uhr: Der Schopfer, Sonnabend; Zum 1 Male: Das Schloß am Wannsec. Sonntag: Schloß«■ Wannsec. Ceatral-Theator Kommandantenstraße 57. J�:DieSel!i)i)stevan Alles. Deutsches Opernhaus 7 Uhr: Das goldene Kreuz. Ctrallerla rustlcana. Frietlr.-WilheliBst Theater uh?: Bas Borl efene Stocke. Kleines Theater. t«/, uhr-. KifflBKlblittelm Komisehe Oper uhr': Sctusäfzialiiinaifel. 5tg. PU: SOiwaniraWmädcl. Lnstspiellean» uhr*: Die spasische Fliege. Metropoi-Theater. 7 um io: Die Fasclilegslee. Sonnt. 3 U'ir: Wiener Blut. üfeencs Operetteuhaus Schiffhauerd ia. Norden 281. Die keusche Siisanae. pAlaet-Theatar 3 Uhr; Wallenstelos Tod# 7 uhr: Christns. Sehlllcr-Theat. Chnrl. vi, u.: Wie es eueb feiällt. Thalla-Theator 71/, U.: WMeoÜWWi. Tit. am TolleitdsrfplatR 7 uhr: Wo tlie Lerche sligt. Theater des Westens tv, uhr: Mm Stierry. Stg. ZV:: Die Dollarprinzessin. Wallner-Theater 7-/, Uhr: ßeizhii. Stg. ZV,; Oral t luxemliurg. Bilsdi TgL V/t. Stg. 3>/, u. VI, Jnd.XaOen BCLnSt-e. TräAClne H üatÜKafUecKe Cgo-feo-Äcr- B S&AuU.'.Hl-ii /Kenixe-tt g ,5nci_n. Oanx. Ein Fesln��d.'iüaßgfecbt Vorher; Balley- Astplx, Hailwary— Cordley — Reinsch— Lorch— Adolf nnd Jansen. fiiealera, KotlterTor (fr. Sanssouci Kottb Str.6) Abends 7'/, es. Sonnlag nachmittag 3 Uhn Site K« gij ehemaligeMitgiied. d. Slettlaer Sänger Seidel, Ruselll, Borst, Gräning Schubert, Riess, Rntltke, Otto Schräder, Rudi Schräder. „.•w Oiül f BiBlbgeB-KoBzerl.B7eg{:rn Sonntnachm.ermäß.Prelse Vorverkauf 11— I Uhr. Teleph: Moritzplatz 14814 H&ajatrotfe' Betfnd AHdor Der oder Der Zag&pie/jhiMtitD /beptral/eli' Jaf/endJrmJt, lecuihtrd Män/i.Stünnie!, Sicjf/niBdaistk Victor Jansen. Potsdamer Str. 38. Fern Andra) Im Ktinstlerdrama Zwei Menschen. Turmsle. IZ Bruno Kästner im Schauspiel Die goldene Lüge. Aletar.derplatz-Passage. 1 Friedr. Zolnik[ Menschen, die vom Wese kamen. Friedenau, Rhelnstr. 14| Renny l'ortcn im Drama Irrunwen.| am Bhf. Friedrichstr. Schleifenbahn Figur- 8-Bahn Berg- und Talbabn Taifun-Rad IBippota-üßtee! Werktags ab 4, Sonnt. 3 U. WAm gebraucht, biMg. Reue etftfl., 10 I. Garantie, 1700,-. 1S12 TZiotioipsIchsr, Diilewstr. 48, u.-jllryiibotitr.OT, TUernnbeqil Morgen 7V, Uhr: BlfMiMW (verlegt vom 11. Mlrz) S7 Z««enä. "tag HaPte Db L Mai: Von Max:___ Dasino Tiieater. 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Bach: Sonate C-dur.« Mozart— Brehms— Wieniawskl— Paganini. g Karten bei Bete& Bock, Werthelm. Die gelösten Karten vom Blllthncrsaal werden an e. der Abendkasse eingetauscht s ■ngriel Paul Steinttz Micmeter-Qaart. Senta Söneland m ihrem Sketsch „Alles dal« und d. vorzügliche April-Prograim Oyigyl-Konzerte. fi........ | Keilers Festslie, Koppens(r.29 1 Direktion: J. Werner. f-r-— Meute Tausend und eine tal Ein Drama aus dem Leben eines Junggesellen in 6 Akten. I In den Hauptrollen: Erich Kaiser. Titz, Lude] Kleaelhanse») KSte Richter sowie das glänzende Beiprogramm. Anfang; Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. das gröfSte und schönsts Konzert-M-Habarett In Berlin 0. 1 am Straasberger- Platz.= Grete Bing OPniifn.? Harry Swenson Paul Rückmann< vilf lul I Ria and Heves Frftz Waldow Max nnd Moritz Polchini Tonkünstler- Konzert(10 Solisten).— TonKUnstler Anfang Wochentags 7 Uhr, Sonntags 4V, Uhr. Weinsinben Bilanz der Mlttsldeutsclien MM per 3t. Dezember 1918. Aktiva Nicht eingezahlt Aktienkapital. Kasse, fremde Geldsort, Kou- pons u. Quth. bei Noten- und Abrechnungs- (Clearii»g-)Ban- ken...... Wechsel u. un- vtrzinsl.Schatz anwelsungen Nostroguthab. b. Bank. u. Bankf. Reports u. Lombards geg. bör- »engäng. Wertpapiere..... Vorschüsse auf Waren u.Waren- verschiffungen Eigene Wertpap. Konsort.-Betcll.. Dauernde Beteil. bei ander. Banken u. Bankfir, Debitoren in laufender Rechn. a) gedeckte M. 130580193,03 dav. durch bör- sengäng. Wertpapiere gedeckt M. 97574459,81 b) ungedeckte M. 6133*989,38 Mk. 53808324,12 371493,- 19105074,80 10260212,22 1773000,— 194928182,41 Am Fnter�rnndbahnhof Ktadtparlt Innsbrncbcr StmB« 42.» Seltene Weine Künstler• Konzert. außerdem Aval- u. Bürgschafts- 1 debitoren r M. 37494)743,77 1, Bankgeuäude M. 9723908,571 abzügl. Hvpoth. I M.323908ch7 Sonst, immobil M. 1084144,561 abzügl. Hypoth. M. 35"Ofl.- Mooiliar..... 9400000,— 1049144�6 1. Passiva Aktienkapital.. Reserven..... Kreditoren.... Akzept« und Schecks..... außerdemAval- u. Bürgzchafts- verpfllchtung. M. 37496743.77 Uebergangspos). uns. Niederlassungen untereinander.... Unerhob. Dirld. Reingewinn des Jahr« 1018. M. 4849910,99 Vortrag aus dem Jahr 1917 M. l1490747225419,64 Gewiun- nnd Verlust-Rechnung per Zl. Dcrhr. 1918 i itirnfpr. 1.88.2068. Am 27. April, 1., 4. und IL Mai, *ljif table nssb Weröer. � AeWslsssMk. WO. mam. Kafiee u. KsndUorei Frimer Platz Am Präger Piatx 4 a- Fnb.: J. Erber. Eigene Konditorei e Wiener Küclie—— TäglicD 5-öhr-Tee Kapelle van Snitteg nachmitt. u. abds. in- u. ausl.Tagesbl.!. groß. Ausw. a>i Peltzer Grill Hermann Peltzer WEIN-RESTAURANT Neue Wilhelmstr. 5 Nähe Unter den Linden. Zentrum 11 017. iöuiitif i s. Dcxiln W, potsbiraiec Sir. 27a. SHusler.SSaöMiitae.Oiin-jichhing in ölnftl.®»t' chrung. 3 ZjMek w. KWe inssksM E 16.290.- n gewachst. Speisezimmer »Ichtn. reich goschnchL 1 Viifvtt... M. 2060,— 1 Anrichteschtanl M. 1850,— X Ausziehtisch mit 4 Platten M. 600,— 6€fill)ie gtpolft. mit fflobtliti- bezeig K 80,— M. 640.— tomplctt M. äßW,— Herrenzimmer eichen gewachst. 1 BibliochR.. M. 826,- I Herrenschreib- tisch.... M. 480,— I Arbeitstisch.. M. 150.— 4 Stühle nutsabo litt ü 90,- M. 360.- 1 Echreibseffei in. Gobelin... M. 105,— komplett AI. 2010,— immer eichen gewachst, od. weiß lack. 1 Anlletdos chrank m. stristallgias M. 600,— ZacttftelLääO,- 9)L 500,- 2 Patculnifthr.iKSSSDL 130,— 1 Weschtailette IN. Martnorpl. M. 480,— 1 Toiiettettspiea. M. 120,— 2 Nachttische mit MarmorpI.itl25M. 250,— 2 Stühle h SS.- M. 110,- lomplett M. 22ö>l,— Käche weiß i-ckiert. 1 Kiichenschtank. AL 400.- tilich. 1 StUchetttlfch.. M. 100,— 1«üchkltrahmen. M. 60,— 2 RüchntfL 5 22,50 M. 45,— 1 Kohienkaften. M. 4S,— femplctt®. 640,— CiefecnM trsi Ocns»der Bahnhof Berlin. Abbllduegon stehen franko zur Verfilgu ag. Unkosten a) Gehälter u.Ge- schäflsunkost b) Tantiemen der Filialdirektor., der Prokurist. u. d. Vorsteher der Depositenkassen, sowie Gratifikation. u. Teuerungszulagen an aie Beamten.... c) kür die zu den Fahnen einberufen gewese- nenBeamtenu. deren Familien/ sowie für and. Zwecke der KrlegsfCrsorge d) Steuern..... Beiträge zum Beamten- versienerungs- vor. d. Deutsch. Bank- und Ban- ktefgewerb. u. zur Pensionsk. der Bank.... Abschreibungen auf Bank- gebiude... auf Mobiliar.. Reingewinn Verteilung: VI, Dividende aus M. 60. 00000 Tantiemen an Autsichtsrat u. Vorstand.... Vortr. auf neue Rechnung... Mk. 4590387,71 2314268,23 703418,32 912087,39 143117,92 121296�4 190026,95 4200000,- 640677,92 124139,63 14239419.33 Gewinn-Vortrag ans 1917..... Gewinn aus Zins. sowie aus deutschen u. fremd. Wechseln.... Gewinn aus Provisionen..•. Gewinn a. Wert- papierern Koa sortlalbetelMg.. Gewinn aus dauernden Beteiligungen bei Banken und Bankfirmen...... Verschied. Gew. und Mieteln- naliiw«»..... Mk. lH9«6�f 8999613.54 44*4999,77 289718, 4» Ml«.«» 1423941V Lebensmittel _ OO Zweig-fteschüftc. T afldnOPipIltcPRt a. O. Dr. jur. Wilhelm v. Kirchbaclt LuUuyvilvuloiui pers. z. sprechen Potsdamer Str. US. (Lützowstr.) Langjähr. Erfahr. Zuverläss. Rechtsbeistand In Er Ich keine Verbindung. Landgerlchtsiat von Kirchbach. In der heute abgehaltenen 64. ordentlichen General Versammlung unserer Aktionäre wurde die Dividende lüt das Geschäftsjahr 1918 auf 7 Proz. festgesetzt Der Dividendenschein Wr 1918 kommt mit M. 21,— für Jede Aktie zu M. �3h0 zur Auszahlung. Die Einlösung der EiivTdendensckelnt erfolgt von heule ab;_. in Frankfurt a. M., Berlin, Atigsbuef, Baden-Baden, Wir. Essen. Fürth. Oleßen, Hanau, Hasasver, Hlldesheln: Karlsruhe- KSnlgsbei* I Pr., Mnlnz, AAnsben. Nürr, borg und Wiesbaden bei unseren Niederlassungen, so wie bei unseren Desositenkassen nnd Wechselstube In Alsfeld i. H- Prledberg 1. H.. Höchst n. Lauter dach I.H., Limburg a.U, Marburg t. L- Nlcnborg t.W Oltcnbacb a. M., Uelzen(Provinz Hannover) nnd Wctzla' und unseren Agenturen in Büdingen und Butzbach a. unseren Kassen vormittags /wischen f qm 1t Ubr» u Cobienz bei der Firma Leopold Sciigntfiim, in Cöln o der Firma Leooold Sellgmana, i» Hamburf bei de. Firma M. M. WKrburg ä Co., in Leip-i« bei der AOgc meines Deutschen CredltAnitfUtfAbtcnuiig BcckertCn.» in Meiningen und Gotha bei dar Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp Akticagessllschalt, In Manche: bei den Firmen H. Authflusar und Moritz Schulraznii. in Stuttgart bei der Firma o selten dach 4 Cla 0. m. b. H. in Tübingen und»eebingen bei der Bankcoicmandiv« SlegmuuJ Well. Die Dividendenscheine sind auf der Rückseite mit dem Firmenstempel oder dem Namen des Einreichender zu versehen......... Frankfurt a. M., den 12. Apr.l 1919. Der Vorstand der Mitteldeutschen Creditbank. Dr. Katzenellenbogen. Mommsen. Rainbart Wolfens perge Hohe Provision zahle für die Scschastimg pott Aujiräge» in Äitfftti dreher«, Revolverbtehet ei, Stanzerei, Löt« und Schwei>! atbeiten. Werfzeugbau sowie Anserttgimg in Selten va.t kleinen Maschinen und Avparntcn aller Art; auch Ar- betten von hlchsier Präztsion. Massenartikel siir Auta Lisenbahnteile beoorzugL Waschii mobil- und etwa 150 Maschinen. Osterienangabe oder Muster erbeten an mit chinenpar! Zeichnnngen L046D- Maschinenfabrik Hermann Sieglitz, Serlin 0 27. Marnlitt-Zstr. 4/6._ Wirksamen Sehnte gegen Sarifleehte Sagroian. gewährt das treiben der �aatuach dem Kasierea Sesinfektions- O 2.11� OlMlIfi mit Sagroianläscag verbindert die nad siaaptheilraittel Uehertrapag der Krankheit. Vorrätig In Apotheken und Brogengesehäften sonne den bekannten Großhandlungen |är Drogen und SfecmiUaliea. luvst» Echtes Wildunger Selz existiert nicht. Man meide im eigenen Interesse die wertlosen Nacbabmangem 1918: Besuch 1t, SOS bei Nierenleiden, Harnsäure, Zucker,1 Eiweiss FCirstliche Wildungrer Mineraiciuellen, A—C., Bad Wildungren— Schriften kostenfrei 1918: naschenversand 1,570,822 Sanitatsrat Dr. Wegscheider's j Brusttee u. Troptei.| nach Original-Verschrift| fegen Husten und Lungen- 1 leiden in Paketen zu£) und 4 Mk, Blelnntap• Apotheke ß e r 1 1 n, Leipziger Str. 74. Dönhoffplatz. — Kautarzt.----- FriedrlchMe 187-88 an der Motireostrsde. 1 1— Ij 0— 7. Sonn». 11— t, Dr. med. Hasche, FriEiirletistr.9flsÄnTof. Spr. 10—1 u. 5—8, Sonnt. 1 1—1. Ertolgrelcti« Behandlung.• il Dr. weil. Wociientuß, rriedriclistF. IZShS�Ä. Spr. 11-1, 5-7, 123/7« Erfolgreiche Behandlung. leiMr beseitigt Ä�sHaussalbel jed, Hautausschl., Flecht.,| Hautjuck., bes. Beinschad., i Krampfadern der Frauen I u. dergl, in Originaldosen I 4 25, 7 SO erhältlich in der 1 „Eleianten-Apothekc" I Berlin SW 19. Leipziger I StraBe 74(a. DBnhoftpl)' Dr. med. 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Frankfurter Str. 37; Max Hausier 4 Co, Berlin N. 4, Bergstr. 34; Verein für Volksküchen, BIn.-WIlmersdorf; Oebr. Weigert, Berlin SW. 66. Für das Milfagsmah! des bürgerlichen Haushaltes verwendet die sparsame Haus« frau Salzgemüse wie: Roikohl, Weißkohl. Wirsingkohl. Spinal, Möhren. Bohnen, die. sie bei jedem Kleinhändler beziehen kann. MMW Agenturen für Lebensmittel 0. m. b. H., Berlin S. 50. ■'CAllOfcWI Hasenheide 88; Curt Beuermann, Berlin W. 15; Rudolf ' Carius, Berlin NW 52; Daiibor 4 Möhring, Berlin C. 2; Johann Dett- mann, Bln.-Wilmcrsdorf, Landhausstr. 31 AMWk! fe«• V-.■./.« Bilanz per 31, Dezember 1918. Di» Mitgliedeezahl beträgt am 31. Dezember 1318 eingetreten... 0, ausgetreten. 16 8200- M. 3 053,13„ Die Haftsumme betrug am L Januar und am 31. Dezember 1318. Da» Seschäiisauthaben wurde am L Januar 1318 vorgetragen mit dasselbe erhöhte fich um.............. 14687, und beträgt am 31. Dezember 1318.......... 3 200,- M. Berlin, im April 1313. Produktions- und Verkaufsgenojseuschaft Berliner Baudagisten. Eingetrog-ne Senossrnschast mit beschränkter HaftpflichL 106/14 Der Vorstand: Bruno Fleisch«. Josef Melstner. Für den Ausflchtsrat: Rartw Schmidt. SeMcher Vorolk. S Minuten»om Bahnhof Grünau entfernt, habe» wir ein ca. 8 Morgen grohes iiing, lung, zu dem diMge« Preise von ISO 600 M. zu verkaufen. Isr. Schmidt Söhne, Leipzig ecftr.112 E.Mausrsu. gentium 12600—3 und 3066 tikbiereieD, die zur laufenden Lieferung auf längere gett noch Aufträge in Herren», Speise- und Schlaf» zimmer ausnehmen wollen sich melden unle Oa. 624 an Rudols Frankfurter Allee 346. f Hautjucken S(Krätze) wirksames Spezialmittel I Pers. 7,50 M., 2 Pers, 14 M. Apotheker Lauensteins Vers. Sprembeg L. 44.* % % g ß J. IUoS4aan ranRhüntllna. Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend, Lichtenberg, Rittergutstr. 1«; Werner Eberlein, Berlin, Meliere UfUuüuuul"!. Stralsunder Str. 14; R. Schröter, Berlin SO. 16, Adalberrstr 53; Gebr. Hajesch, Berlin O., Weidenueg 24; Oebr. Qroh, Berlin SO_ Sc midstr. 5; Verein für Volksküchen, Bln.-Schöneberg; Müller 4 Braun, Berlin N 54, Loih inger Str. 43; Gebr. Cause, Berlin c, Brüderstr. 7; C. Buchholz, Bln.-Cöpenick; Ernst Hollmann, Bln.-C' pcnick, Kaiser-Wilhelm-StraBe; Einkaufsgenossenschaft Cöpenicker Kolonialwarenhändler in Cöpenick; Otto Schoening* Co., Bln.- Friedenau. Lautersir. 16; Paul Brand, Bln.-Cöpenick; Einkaufsgenossenschaft Pankower Lebensmiitelhindlcr, Pankow; Wllh. Northc. Benin; Albert Müller. Berlin, Petersburger Straße; J.D.Riedel, A-Q., Berlin; Wichelm Hankein, Schöneberg; August Adalbert Kunze. Berlin N. 54. Lothringer Str 8; Robert L. Liebrecht Nacht, Berlin N. 54, Lothiinger Str. 106; Wilhelm Salzwode!, Berlin 0. 112, Knorrpromenade; Albert Herlitz, Berlin NO. 18, Waßmannstr. 15; Richard Retrlaff, Bln.-Cöpenick: E. Rostnalla, Neukölln; Marcuse 4 Orbach, Berlin; Albert Schenk, Bln.- Reinickendorf; H. W. Dahlmann, Berlin NW. 52, Klrchstr. 15. UTaifaita Vonf not nn• Franz Josef Ofrörer. Berlin W. SO; H. Hackbarth. Berlin N.; Otto Hanke, Bln.-Tempelhof, Berliner Str 145; BV euere«enreier. Otto Herms, Berlin NO. 55, Gern. Hinschlng, Berlin NW; Ludwig Kanter, Berlin W. 30; Georg Klewitt, Beilin S. 61, Bärwaldstr. 10; Wilhelm Krantz, Berlin NW, Paulstr. 23; Walter Rösler, Bln.-Wilmersdorf; August A Runge, Berlin N. 54; Heinr. Lottmann, Berlin SW., Hagelberger Str. 29; Fritz Manasse, Charlottenburg; Franz Pasch. Beilin SW. 29, Gneisenaustr. 114; H. Passek, Berlin W. 5. Nachodstr, 24 Eugen Riel, Berlin W. 57; Salo Rubin, Berlin NW. 23; Wilh. Runge, Ber in C. 2; Eugen Szanti, Berlin W. 30; August Schönebeck, Berlin N. 38, Fresikowstr. 47; Reinhard Schwarz, Berlin W. 57; J. Sternberg, Bln.-Schöneberg, Berchtesgadener Str. 14; Wilh. Willgerodt, Bln.-Wilmersdorf; W. Wolfes, Berlin W, Kurfürstendamm 114; Herzberg 4 Co., Charlottenburg: Gustav Heynemann, Berlin N. 50, Brakerstr. 11. ferser-Teppiche und Brücken kaufe ich zu ale gezahlten Preisen Sinzheimers Orient-Teppichhaus, Prledrlchstr. 180(Bavarlahaus). Anrnf 10—5 Uhr Zentrum 10 154. 1009L Erster Redakteur gesucht! Die Stelle des ersten polittschen Redakteur» an unserem Parteiorgan(vssendacher Abendblatt) ist sofort, infolge Äran!- hett des bisherigen Inhabers, neu zu besehen. Bewerber der alten Partei(MeHrHeitsridUnna) wollen ihre Bewerbungen sofort unter Angabe ihrer Gehalisansprüche bis spätesten» am L Ma! b. Z. an Unterzeichneten richten. Offenbach, den 18. April 1310. ZW/12« Z.A. der Preß komm i ssion: Levah.«ipnert, Vors., Biebererstr. St. Gesucht für den„Lübecker BoltSboteu" ein tüchtiger, erfahrener � Geschäftsführer zu baldigem Antritt. Es wird n n r auf erst- Nasfige Kraft reflektiert. Angebote mit Angabe über frühere Tätigkeit und Gehaltsansprüche sind bis zum 15. 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