MOPfemröJ leleqravnn-ÄdreGs: . SoftaldcmotrMt Verti»�« Oerlinev Nolksblalt. LW.SS. uwdensiratze 8. otaeiicfw bmocs.®c4fftici von 9 Uijc txöii tu' 5 US; alxntif. Zentralorgan der rozialdemokratifcben parte» Deutschlands. Neüaktion und Expedition: Sw. 68, Lindenstr. z. Fernsprecher! Ami Morinpla«. Nr. eSlSV— tSlv?- Freitag, de» ä. Mai 1919. vorwärtS'verlag G.m.b. h., SW. 68, �indenstr. 2. Fernsprecher: Amt Moritzplav. Nr. 117 SZ— St. / München besetzt! Beginn der friedensverbandlungen. Heftige Kämpfe. PrivatmeNiunze» znfelge wurde München gcslcrn vormittag unter heftigen K S m p f r» von den RegirrungStruppen b e. fetzt. Die Strahenkämpfe sind nach den lcytrn Meldungen noch nicht dcendigt, man nahm aber an, daß sie bis gestern abend ihren Abschluß finden würden. Die Residenz ist besetzt. In Kämpfen um Dachau und R» s e n h a i n, wo sich die Sparta- listen zur Wehr gesetzt hatten, gab eS B e r l u st e a o T o t r» und verwundeten. Auch am Bahnhof Possenhofen, wie überhaupt bei den Kämpfen um Starnberg, hatten die Kom- «uuisten Verluste an Tote« z« verzeichnen. Dir Regierung»- truppcn melden geringe Berlustr. L« 3 0. April abends machten die Münchener Komm»- nisten einen Vorschlag, die Kampfhandlungen ein,«. stellen. Der nrugewahlte Aktionsausschuß wollte in Berhand- lungen eintreten, um Straßenkämpfe zu vermeiden. Die Regierung Hoffmann bezeichnete die Bedingungen als unannehmbar und setzte den Vormarsch fort. Auch in Schweinfurt kam e» beim Einmarsch der Regie. rnngötruppen zu Zusammen ftSßcn zwischen diesen und revolutio- »tären Arbeitern. Wie wir von hiesiger zuständiger Stelle erfahren, ist der n» rd» Ii che und der östliche Teil Münchens besetzt. Schwabing und der innere Teil bis zur Brienner Straß« sowie die Jsarbrückr von der Bogenhauser- bis zur Reichenbachbrücke und die Residenz sind in den Händen der RegierungStruppru. Dir Spartakisten behaupten sich noch in der Bahnhof». gegend, am M a l t h e f e r b r ä u bi» zum Seadlinger Tor. Ueber Nampfhandlongea in München selbst liegen bi»»nr Stunde noch keine Nachrichten vor. Eine amtliche Bcstätiyu� der vom WTB verbreUet«« Nach. nicht, daß eine Reihe der verhaftetem Geisel» von den Spartakisten erschossen worden sei, war b-isher wicht zu erreichen. Rosenheim hat sich bedingungslos ergeben. Bei den Spartakisten wurde Grünkreuzmunition sGaSbomibens gefunden. Die Rot« Armee besindat sich in verschanzten Stellungen bei Kolbermoor. Die Besetzung der Stadt. Bamberg, 2. Mai. sEig. Drahtbericht de».Vorwärts'.) Der Norden der Stadt München bi» zur Brienner Straß« ist in den Händen der RegirrungStruppen. Die Residenz wurde von einer Kompagnie der Bolkswehr RegenSburg und mik besonderer Hilfe aus München selbst besetzt. Silbin ist besetzt. Im O stda h n- Hof von München ist ein Panzerzug mit RegirrungStruppen ein- gelaufen. ES sollen Geiseln erschossen worden sein, davon ist aber an amiHcher Stelle nichts bekannt. Damit hat das kommumstilche Abenteuer in München fein Ende gefunden. Die Schuld an dem kxnvaffneten Ein» schreiten der Regierungstruppcn nnrd von den Radikalen natürlich rvisder der Regierung Kugeschoben werden. Doch de- sagen schon die ersten Meldungen über den Einzug der Trup. Pen. daß die Stadt aufatmet, nachdem sie vom Terror der Minderheit befreit ist. Das rasche Vorgehen der Regierungs- truppen beweist, daß diese erst nach sorgsamer Vorbereitung ans Werk gegangen sind, so daß unnötig« Zwischenfälle von vornherein nach Möglichkeit ausgeschaltet-wurden. Die erste Zusammenkunft in Versailles. Austausch und Prüfung der Vollmachte«. Bersaille», 1. Mai. Im Laufe deS gestrigen TageS war dem * r afen B r o ck d o r f f- R a n tz a u im Auftrage unserer Gegner «l« phonisch mitgeteilt worden, daß heute mittag 12 llhr im Hotel -trianan die Kommission der alliierten und assoziierten Regierun. Prüfung der Bollmachten eintreffen würde. m r-.!0!.®raf aufgefordert werbe, sich dort mit den deutschen «ol.machten einzufinden. Die Zuiammenkunst ftjnh heute nachmittag um S Uhr lS Mi- nuten im Hotel Trianon statt, und zwar in ausgesucht korrek- f e n A o r m e n und unter voller Wahrung der Gleich. � e J/t»;öUn9 m,""0 Gegenseitigkeit. Graf Broch- dorif-Rantzau. die Mitglieder der Prüfungskommission und Justiz. rat s-�auer als Dolmetscher wurden bei ihrer Ankunft zu den Delegieren der Gegner geleitet. Botschafter Ca m b o a begrübt« si« mit einer«».spräche etwa folgenden Jnbait»: Herr Graf! Wir haben Sie gebeten, hier- herzukommen, um d-.e Vellmachien der deutschen Delegierten von Ihnen m Empfang zu nehmen. Unsererseits werden wir Ihnen die Vollmachten der Vertreter der alliierten und assoziierten Regie» cungen übergeben. Wir werden Ihre Vollmachten prüfen, Sie werden mit unseren Vollmachten da» gleiche tun. Einige un- serer Vollmachten fehlen noch, etwa von zwei bis drei Staaten, sie werden demnächst nachfolgen. Graf Brockdorff-Rantzau erwiderte in deutscher Sprache: Ich habe die deutsch« Prüfungskommission beauftragt, die Vollmacht zu übergeben. Ich stelle Ihnen hiermit den Vor- sitzenden der Kommission, Reichsjustizminister Landsberg vor. Der Minister Landsberg stellte hierauf die übrigen Mit- gsieder der Kommission und Herrn Schauer vor. Herr Cambon stellte seinerseits die ihn begleitenden Vertreter der Großmächte vor, nämlich Lord'Hardinge statt Donar Law für England, Henry White und Matfui. Er bat dann um die Vollmacht. Graf Brockdorff-Ranstau veranlaßt« Herrn Minister Lands- berg, die inzwischen von Geheimrat GauS bereitgehaltene Voll» macht Herrn Canibon zu übergeben, der wiederum die Vollmach- te« unserer Gegner Herrn Gau« einhändigen ließ. Unter den der deutschen Prüfungskommission vorliegenden Urkunden fehlen die von Italien, Costarica und Montenegro. Die Voll- macht Serbien» ist im Namen deS Königreichs der Serben, Kroa- ten und Slowenen ausgestellt, auf der anderen Seite sind Voll- machten ausgestellt für B o l i v i e n und Peru, die un» nicht den Krieg erklärt, sondern nur die Beziehungen mit un» abgebrochen haben, und von dem arabischen Staate HedschaS, der uns weder de» Krieg erklärt hat, noch von uns als selbständiger Staat an er» kannt ist. Die Vollmachten von HedschaS werben wir tmr unter dem Vorbehalt annehmen können, daß die Beziehungen zwischen diesem Staat und der Türkei in einer von unseren ehem«Aigen Bundes- genossen anerkannten Weis« geklärt werben. Der Inhalt der Vollmachten ist sehr mannigfaltig. Eine vor- läufige Prüfung hat ergeben, daß sie die Delegierten al» ans- reichend beglaubigt erkennen lassen. Die Unterschiede besteben hauptsächlich in dem Vorhandensein oder Fehlen ausdrücklicher Vor- behalte wegen einer Ratifikation dnrch den Souverän oder die Parlamente oder einer Zustimmung der Regierungen and Staats- oberhäupter. Bekanntlich hatte Clemenceau in seinem zweiten Telegramm gefordert, daß die deutschen Delegierten die gleiche Vollmacht haben müßten, wie die Delegierten der alliierten und assoziierten Mächte. Jedenfalls findet sich für den Inhalt der deutschen Vollmachten irgendein Vorbild unter den Vollmachten der Gegner, so daß auf die Anerkennung der deutschen Vollmacht ge- rechnet weren darf. Die Vollmacht der deutschen Delegation ist eine Generalvollpiacht. Die Delegierten der alliierte« und assoziierten Grvßmächte find folgende: Vereinigt« Staaten: Präsident WAson, Lanfing. Henry White. Oberst House. Genera! Miß; England: Lloyd George, Bafsour, Vonar Law, varrie». Milner. Dominion»: Canada: Borden. Foster, Doherty, Siftvn; Australien: Hughe». Cook; Südafrika: Botha. Smut»; Neuseeland: Masseh. Ward; Indien: Montag«. Mccharadschah von Bikanit, Lord Sin na; Frankreich: Clemenceau, Pichon, Klotz, Tardieu, Jules Tambon; Japan: Saivnfi, Makin«, Thinda, Matfui. Jtuin; Belgien: Hyman«, van den Houvel, Vondervclde; Griechenland: Weniselo«, PolittS, Romano»; Portugal: Costa Soare», Norton de Mattet. Freire d'Andrade, Batalha Ret»; Rumänien: Bratiano. General Toanda, Varda, Voevod Misu AntoneSco, Diamandh, Danielopol; Serben. Kroaten, Slowenen: Paschitsch, Trumbitsch. VeSnitsch, Zeiger. Ferner sind durch Delegiert« vertreten Brasilien. China. Kuba. Guatemala. Haiti. HedschaS, Honduras. Liberia, Nicaragua. Panama und Siam. � Malzu�ammenftöße in Paris. Poliziften und Wachleute verwundet. Paris, 2. Mai. tHavaS.) Auf der Place de la Repu- bliaue kam es gegen 5 Uhr nachmittags zu weitercu Zu» sammenstöhrn, wobei einige Polizisten«nd Wach- l e u t r dnrch Geschoffc verwundet wurden. Dragoner säuberten den Platz. Um 6 Uhr kehrte die Ruhe wieder der Weg nach Parks. von Friedrich Stampfer. Versailles, 23. April nachts.(Eig. Drohförnchit des „Vorwärts".) Der trübe Himmel, unter dem wir Abschied nahmen, bleibt uns auf der ganzen Mstündigrn Reise treu. Zwischen Berlin und Versailles ist Europa in Grau gekleidet, Reif liegt morgens auf der belgischem Landschaft. Schnee fällt in Nordfrankrcich auf die grünen Dämme mit den gelben Primeln. Wir passieren bei Tag Braunschweig: friedliches Vahnsteigleben, das nichts von den Wirren der Zeit verrät. Durchsausen im Dunkel das Richrrebier, seben in K ö l n di? ersten fremden Stahlhelme schimmern. Hier erhalten wir französische Begleitung und svanzösifche Zng- bedienung. Tie Bedienung ist zuvorkommend, die Begleitung reserviert. Es ist nns nicht erlaubt, die Bahnst e i g e z u b e t r e t e n. Die Maßregel ist formal damit begründet, daß tvir noch im Kriegszustand leben, also noch Feinde sind— sachlich damit, daß man Zwischenfälle vermeiden will. Auf den Straßen, in den Fenstern stehen überall Leute, die interessiert aus den deutschen Friedenszug blitfcn, aber nur eiumal sehen wir eine geballte Faust. Und dicies Land, durch das wir fahren von Berlin bis Versailles, ist ein Land der Arbeit. Man sieht keine kommandierenden Generäle und keine spekulierenden Finan- ziers, sondern nur Menschen, die arbeiten und Dienst tun. Unter den Arbeitern sind viele Frauen, unter den französischen Soldaten diele Nnamiten,- in Belgien sind mehr Amerikaner als Belgier, und erst in Nordfrankreich weicht das Khaki dem Azurblau. Wo auf Bahnsteigen ein Offizier cmftaucht, wird stramm gegrüßt. Ein uns Deutschen ungewohnter Anblick. Die Reise geht über Verviers und Charleroi. Spuren der Kriegsverwüstung sind hier längs der Bahnsteige seiteu. Erst bei Jeumont beginnt die T r ii m m e r z o n e. Fabriken. von denen nur noch Reste der vier Mauern stehen. Arbeiter- roihenhäuser. von denen selbst die wenigen noch bewohnbaren mit bretterverschlagenen oder papierverklebten Fenstern aus bliirden Augen stieren. Auf den Balmhöfen Riesenhaufen verbrannter Eisenteile, zur Unkenntlichkeit verbogen. Für alles, was menschlicher Zerstörungswahnsinn angerichtet hat, wird man uns nun in Versailles die Rechnung präsentieren! In der Tür eines zerschossenen Hauses steht eine Frau und blickt uns»lach. Wo ist der Mann? Draußen auf dem Feld, drüben unter dem Feld? Wer weiß? Hier liegen sie zu Hunderttausenden, die einen und die anderen. Zum ersten- mal wird in diesem Frühjahr, im Frieden, keine Granate mit Erüfontänen ihre Gebeine in die Luft schleudern. Sic ruher. ewig. Ueber ihre Grauer geht der Pflug. Doch da drohen sie nicht, sie wirken. Wir blicken schärfer. ja. das sind verwitterte feldgraue-Uniformen, roto Mützen band er, und mm springen wir all« an die Fenster und erwidern die Grüße, die ja nickst»ms als Per» sonen gelten, sondern der Heimat und den Lieben daheim und dem Frieden, der Heimkehr verbeißt. Von da ab sehen nur viele deutsche Kriegsgefangene. Sie arbeiten oder stehen bepackt auf Bahnsteigen zum Trans- port bereit. Azurblaue Wachen oft unbewaffnet hinter ihnen. So haben wir Russen, Franzosen, Engländer. Italiener, Serben. Rumäne»» bei uns gesehen. Dies ist nur die peinliche Umkehrung eines geioohnten Bildes. Der Anblick, so niederdrückend er auch ist, ist doch nicht ganz so schlimm, wie manche besorgte Phantasie sich ihn ausmalt. Die deutschen Kriegs- gefangenen, von deren Zustand uns der Zufall einige Stichproben gibt, scheinen leidlich gut genährt und halten sich tapfer auf den Beinen. 4% Uhr nachmittags. Wir stchren jetzt 2% Stunden seit Jeumont und haben noch keine Kilometerstrecke passiert, auf der„ man vergessen könnte, daß Krieg war. Man fühlt oielinehr, daß sich noch eine dramatische Steigerung vorbereitet. Das Land wird immer unwirtlicher. Dünner Grabwuchs bedeckt den Boden, der von den Schützengräben zerschnitten, mit Trichtern durchsiebt ist. Jetzt kommen Felder, auf denen nichts steht, als verrostetes Drahtgerank; phantastisches Unkraut der Hölle. Und jetzt taucht� hinter dieser Wüste daS Gespenst einer Stadt aui. Dieser Trümmerhaufen»var einst St. O u e n t» n. Hier saß ich vor acht Jahren auf ,dem Platz vor dem herrlichen Dom und wir sprachen, wovon deutsche und ftanzosilche Sozialisten immer sprachen wenn sie zusammenkamen: von der Per- s ö h n u n g und daß kein Krieg mehr werden sollte. St. Quentin! Nie werden wir uns die Franzosen vev- söhnen können, solange wir nicht ganz begreifen, warum sie uns Jjaffen. Hut ab vor d?n Franzosen, die gerecht genug sind, zu unterscheiden, und die Schuld erkennen, die nicht nur auf unseren einstigen Machthabern, sondern auch auf den ihren lastet! 6 Uhr abends, ittoch immer dasselbe Bild. Es ist die Selbstvollendung deS Militarismus. Was hat er aus diesem einst blühenden Land, das Raum für Millionen bietet, gemacht? Einen Truppenübungsplatz von plxmwstnchen Aus- maßen. Hier können nur noch Soldaten exerzieren, zu etir-aS anderem ist das Land jetzt nicht zu brauchen. Und es wird Jahre dauern, bis hier wieder friedliche Menschen werden woh-( neu können. Dies alles muß wieder gutgemacht werden durch die Solidar....... helfen, wäre unse dieses grenzenlosen Unheils keinerlei Schuld träse. Aber was.....„„. können wir, selber ausgevowert durch einen vierjährigen Krieg, dein che« Lölkes miszusprcchni. Daß e.ie auch in den leisten, ohne uns selbst vollständig zugrunde zu richten? Auch! �»rn schwerer Not'« Treu- auf Ihrem Posten»uSgeharn und bei uns sind unermeßliche Werte zerstört, die kostbarsten, die Latrrlande Ihre Persönlichkru zur Verfügung gestellt haben. Db» Kammer v-r, Der ZrpaL. ,Ei« nicht zu entschuldigender Austizmurd." der lebendigen Volkskraft ruhen. Wir sehen unser eigenes furchtbares Elend täglich vor?lugen, können es mich angesichts dieser Trümmer nicht vergessen. Und noch schlimmer: wir haben das Vertrauen in unsere eigene Kraft Oer- loren. Drüben will man uns, unbekümmert ob wir zu» sommenbrechcn, einen Felsblock auf die Schultern wälzen, um so mehr, als eß s» bekannt ist, wst schiver eS mir meine» Sit- f dl« RegirrAng. Fi um« und Dalmatien aus. fchauuugcn und meiner ganzen Persönlichkeit und Bergaugenheit tagte sich dann auf unbestimNUe Zeit. nach geworden ist, in der fettigen Zeit mein Amt weiter auszuüben. gez. von Hindenburg. Der ReichSprSsideut hat hierauf dem Feldmarschall folgendes geantwortet: Herr Eeneralfeibmarschaksl Zu dem Urteil über den Fall Fryatt geht uns folgende Es» Von Ihrem Entschluß, nach Unterzeichnung deS BorfriebcnS � klarung zu: von Ihrer Stellung an der Svitze der Obersten Heeresleitung zu- Die unterzeichneten Mitglieder der Kommission für die rückzutrelen, um sich inS Privatleben zurüikzuziehrn, habe ich Untersuchung der völkerrechtlichen Beschwerden Kenntnis genommen. Indem ich mein Einverständnis hier- über die Behandlung von Kriegsgefangenen in ihrer von dem Spruche der Koin- über die Verurteilung und die Er- Fryatt nicht an die Ocffetrtlichkest getreten. Das darf und muß jetzt geschehen, nachdem der Tor- sitzende der Kommission, Profesjor Walter SchLcking, in Beant? Wartung einer unmittelbaren Frage des BölkerrechtSkundigen Tr. Wrhberg, seine persönliche Meinung über das Urteil der Komtn-isfion der Oeffen'.lichkeit kundgetan hat. Aus allgemeinen und persönlichen Gründen erklären wir, daß wir, entgegen dem Spruche der Kommission, in dem Verfahren gegen Kapitän Fryatt, in seiner Verurteilung und seiner Erschießung eine schwere Verletzung des Völkerrechts erblicken. Wie wir ans- drücklich feststellen wollen, hat die Kommission, vor und in der wird Ihnen da« deutsche Volk niemals vergessen. gez. Ebrrt. Lkbau pegen öie öentstbe Reaiernnn. Li bau, A. April.(Eigener Trahtbericht des„Vorwärts".) , IN« kai, IN nach lteii-k Itoniia küble» einen Kieselstein'�'�üieeviiisidenteit«cheldcmenn wurde beute folge«», drucklech feststellen wollen, hat die Kommission, vor und in der aufzuheben Wes ist d's Problem' � T-l°gr°m«.-nchtet: Das von der Landeswehr eingesetzte Mi- j öffentlichen V-rhandlurfg. den Fall Fryatt sehr sorgfältig, gewissen- ""Nack, abendlicher Fahrt durch freundlichere Landschaft näher E«./«..«7d auch'v-m �tt?sche!'».'?- �ch??« 7.77» �.unv°'t«ilich«versucht. Wir haben au» dies« Wrtr'a nn�r Pim um 10 llfir in �.nirrrffnrr Dstssstn..". � iciinajcn o I r e ninjr anerkannt, suchllug die Ueoerzeugung gewonnen, dak NN Kapuan Fryatt eis ad?/crrt ift. Hinter der Sperre i b2\ b'e Folgen deS von den deutschen MtlttarbehSrden unterstützten nicht zu entschuldigender Justizmord begangen worden ist. elüvsänat uns Geheul einiger iuaendlicher Personen im Warte- � 7 7.«- nicht liqmdirrt find. Urber Lettland tst die Kapitän Fnzatt führte vaö englische Handel- schiff Brüssels. s' l die Korrektheit irari-ösiichor Beamter. Autobusse nehmen>«. verfllgt und der Stadt Libau droht HunaerSno». Im Mit Personen und Gütern beladen, begegnete das Schiff im März mn" i-i'if nrih p« icfit in rascher Fahrt nach Versailles in den" Livauer �.cvälkorung ersuche unverzüglich«chri.te z» � tSIv. auf der Fahrt von Hartvich nach Rotterdam, dem deutschen onaen Äoerrbe,� an �ien GreÄn unsere Bew ämiassreibeit � baro't bie btn �-"�Sstr-'.ch von. 16. April-eschasfene» Tauchboot v 33. Das Tauchboot rief die Brüssels an un» clot engen �p-rebezirk, an dessen Grenzen unsere T.wegung.freihelt Austnäd- beseitigt werde». Di. volle B...«tw.. t u. g � � � � � �iff ejne �cn. aufhört. Dis für den Lettland drohende» Hnnqer trägt die Negierung Deutschlands, deren Organe hierzulande eine Politik treiben, die uns ohne unser Zutnn»nd gegen unseren Willen die Lebensmittel- quelle» sperre». Buschrwitz, Stedthaupt von Liba». öL? deutschen De!sgat!on Mitifcier der>?riedcnödele�atisn. »«»apefter Regi-rluigsm-tgUeSer in Visa. in der Richtung auf Paris. Wir sind von aller Welt a ü g c s ch l o s s r n? r mpfan geu keinen Besuch. Keine Rv hricht, außer durch Zcituvsten, die jedoch heute nicht er- schiene» sind. Aus den acftristen steht hervor,� daß Zu- sanimcnftöß- in Paris befürchtet werden, weil die feau-irung Kondor, für z ä s i sch e Regierung die M a i d e in o n st r a t i o n e n B-lkSkommissars für Sturz der Räterepublik. j r n, 30. April.(HR) Gestern nachmittag ist ein Teil der jlSudapester Nöte-Regierung im Sondrrzng in Wie» rin. grtroffcn. ES handelt sich um die VolkSkommissarr für E r n S h- Heerwesen Aeußerr«, verbietet, der(lfcwerkschaftöbund hingesten dazu ans- augrlegenheiten Reis mit seiner fordert. Nachrichten jiber PariS haben wir erst morsten aus Ernährungdiktator Samuel Stern. Eine xro Btättern zu erwarten. Di? Absp errung ist heute nach Kommunisten ist mit den Negierunqkmllgli ei �„ ev..» I, � fitÄ st 11H-* i r-, ,. NX»*„ X. ganzen Familie und den große Anzahl ungarischer WWW W>....-..... liedern in Wien angr- strenger. Tie ganze Tetestatlan muß v-n" vis u Ilhr I ommen. Tie Kommunisten haben sich in den besten Wiener nachmittags int»Hotel des Reservoirs" bleiben, wo ihr der Ho.elS einquartiert, lieber den Zweck ihres Wiener Aufenthalts Park z«? Perfngunst steht. An? alledem folgt, daß k c i n c r-! ist»,»» sich im Augenblick noch nicht im Klaren. ES bestehen zwei I e i B c r b i n d« n st zwischen den Pariser G t.! Möglichkeiten, einmal, daß sie die Flucht au? Budapest ergriffen u o ff f ti und den deutschen Sozialdemokraten in Versailles bestehb. Auch die sozialistische Presse hat bisher rjt keiner Weise die Tatsache erwähnt, daß sich deutsche Sozial- ddulv'ratcn in Versailles befinden. Dir Maifeier der deutschen Delegation «m Hotel, mit N a n h a n als Vorsitzendem. und � L e g i e u als Rechner, war kurz, und eindrucksvoll und sicher die»ige»- artistste. dir die Welt je gesehen hat. Pari? wird Vau dieser Frier erst über Berlin erfahrcu. Hier siud dir Mauem««ubersttiglich, die einen Teil der Autrrnationale von dem ander» trennen. In Versailles und in unsere» Hotels hängen Plakate, die den Sieg feiern«nd für den Tag, au dem die Unterzeichnung stattfindet, Beftai-zung anordne« und die Bevölkerung zur R"he ermahnen. Bis jxtzt, 2 Uhr uachmiftags. ist in unftrm Umkreis nach kriu Anzeichen von nationalistischen oder sozialistischen Kundgebungen zu spüren gewescu. Es regnet in Strömen. haben, wofür auch dir Mitnahme ihrer Familien spricht, ober aber, daß sie den 1. Mai in Wien dazu betiütze» wollte», um Anhänger � für ihre Ideen zu gewinnen. Wien, 30. April. lHSi) In Wien find heute nachmittag Ge- rückte von dem Sturz der ungarischen Stegierung verbreitet, die mit de»»ach W'en erfolgten Flucht eines Teiles der ungarischen Volks- j kommissäre im Zusammenhang stehen. Im Lugenblick laste» sich die Gerüchte auf ihre Richtigkeit hin nicht nackvrüfe». Wien, 30. April. sHN) T derte von Rotgardisten sind zu den R u m S ire n übergegangew. Aus de» Ucberläufern wurde von den Rumäne» ei» besonderes Kontingent geb'ildet. D-i« Thsiß-Linie ist die letzte strate» gische Dini«, die die Ungarn noch hakten und mit dem Uebergang über dtesen Fluß ist der ganze Feldzug militärisch entschied«». �siMbefököeetMg Zer ösutsHen OefanFSKSn Ikcberreichuug deS Z?riedenöve!.-tragS Sonnabend. Paris, 30. April.(HavoS.) Clemenceau, Lloyd George vch Wilson hielten DicnLMz eine Sitzung ab. in der die Frag« von Kiaut schon besprochen wurde. Es fchelirt festzustchen, daß Japan«in Recht aus diefc»©ebtet erhalt»» wird, es aber nach einer bestimmten Frist an China zurückgeben wird. Endgültige Beschlüsse wurden nicht gefaßt Nachmittags wurden die belgischen Abgeordneten Vandervelde un-d AuyZmans angehört. Delarroix ve-breitete sich über die wirt- schaftliche L-�ie Belgiens. 800 000 Arbeiter seian olin« Arbeit. Die belgischen Delegierten forderten, daß ein Vorschuß von 2 Mklliarde» Frank gewährt werde, per vom der von Deutschland zu zahlenden Entschädigung abzezzgen wenden könne. In diplomatischen Kreisen hält nvm es für wahrfchein- Ii«, das; die italienischen Delegierte» bald wieber an de» Per- Kokchlnngcn teilnehme»«erden. Dckr.n wurde d?« Frage der deutschen Gefmigen«! besprochen, die noch geprükt werden soll. Die dmgit beschäftigte Kommission hat di« HeimbefSederntt, der«K» bis 700 000 Gefangene» beschlossen, d« der Wiedermisbau durch gelernte Arbeiter vor sich gehen müsse. Wahrscheinlich wird der vollständige Text des JfricdenSverteag-» Sonnabend morgen i»«wier gemeinsqmen Sitzung der Delc- gierten de' keiegiührende» Staaten bekanntgegeben werden. Nach. mittags soll der Text der deutschen Delegation überreicht werden. .Amsterdam. 2. Mai. Wie.Telegraaf"-mZ Paris meldet. klärte der japanische Delegierte ans der Friedenskonferenz, Baron M a k i n o, daß Japan seiner Verp'lichtimg. Kiautschon an China zurückzugeben, nachkomme» wird. Japan wolle es jedoch selbst zurückgeben und gestatte nicht, daß man ihm diese Aufgab« ans der Hand nehme. Makino erklärte mit der größten Bestimmtheit, daß Japan sn der Seite seiner bishecijjest BundeSzenosson und Freunde b lziben I ver de._ HssorftehenKe MMung öer Obersten Heeresleitung. An? Anlaß der bevorstehenden FriedrnSverhandl««- gen hat der Genrralfeldmarschall von Hindenburg an den NeichLpräfldcnten Ebert folgendes Schreiben gerichtet: Herr Präsident! Der Beginn der FricdenSverhaudlungen veranlaßt mich, schon jetzt der Rciclisrcgicrung Folgende« zur Kenntnis zu bringen: Ich bin in: Wechsel der Zeiten an der Spitze der Oberste« Heeresleitung geblieben, weil ich meine Pflicht darin sah, dem Baterlande iu seiner höchsten Not weiter z» dienen. Sobald der Lorfriede« geschlossen ist, holte ich aber meine Aufgabe für erfüllt. SWfin Wunsch, mich dann i»S Privatleben zurückzuziehen,! erklärten; für letztere sprach Tucatt. Die verkündung des Ab- wird bei memc* hohe» Alter«ligemei» verstände»«erden, i stimungsergeimisses löste eine gewaltige Suudgcbuug für di« die auf das Tauchboot gerichtet war und es veranlasste, sogleich unterzutauchen. Auf diesen Sachverhalt gründet sich das TodcZ- urteil gegen Fryatt; eS nimmt cm, daß er versuch: habe, das Tauch- doot zu rammen, obwohl er die Möglichkeit gehabt habe, in anderer Weise zu entkommen.— Die Aussagen der von der Kommission vernommenen Zeugen und Sachverständigen machen es zwar wahr» scheinlich, daß Kapitän Fryatt da» Tauchboot rmnmen wollte, liefern ober keinen zwingenden Beweis dafür, sondern geben der— bau einem Sachve rstä ich ig en Vertretenen— Ausfassung Raum, daß Fryatt. in Ausübung des Rechte? auf„aktive Verteidigung", das Tauchboot durch ein geschicktes Manöver mir hob« verjagen wolle::. Szantox, den Vertreter des �?kber selbst ein Rammveriuch konnte Fryatt keineswegs zum Kor- den Diktator für Fleisch-� saren ober Birajen im Sinne des SeekriegSrechts stempeln. Wenn ein Handelsschiff sich gezen ein Kriegs schiff zur Wehr setzt, so be- gibt eS sich zwar des Schutz«»?, den ihm daß Seekriegsrecht zuerkennt: aber eZ begeht darum noch keine Verletzung deS Völkerrechts. da diese? kein Verbot solcher Gegenwehr ausspricht. TaS ist die fast einstimmige Meinung der Wissenschast vom Völkerrecht. Einer der von der Kommission vernommenen Sachverständigen hat bo kündet, ein geheimer Erlaß der englischer Regierung höbe di« eng- lischen Handelsschiffe angvwicsrn, deu-tsche Tauchboot« zu rammen; wenn die? zutrifft, so kann es zwar d-i« englische Regierung be- lasten, entlastet aber erst recht den Kapitän Frvatt. der sich auf die Anweisungen seiner Regierung verlassen durste, vom Vorwurf einer rechtswidrigen,.seeräuberischen' Handlungsweise. Etwa 15 Monat« nach dem Zuscnn meist reffen mit U 83 geriet die Brüssels in die Gewalt eine? anderen deutschen Tauchbootes und wurde nach der flandrischen Küste ausgebracht. Kapitän Fryatt und feine Leute wurden in dem Lager Ruhleben bei Spandau internier:, wo sich alle engli'fchen Aidilgesangenen befanden. Nach einigen Wochen wurde er nach Brügge gebracht, um von eine« Feldgericht, also im einem beschleunigten und abgekürzten Vxr» fahren, abgeurteilt zu werden. Vergeblich ersuchte dte Auswärtige Amt um einige Tage Aufschub, vergeblich übermittelte eS das Er- suchen der Vereinigten Staaten ldie als Schutzmacht der britischen Staatsangehörigen von der englischen Regierung darum angegangen worden war), Fryatt einen Verteidiger nach eigener Wahl besorgen zu dürfen. Ter von der Kommission t. nommeiie Marinekrttgs- Der Einzug der rumäuischen Truppe» in Budapest tst nur noch �______________ W eine Frag« von Stunden. LuS diesem Grunde erscheint zerichterat, der die Untersuchung gegen Fryatt geführt hatte, ev- eS begreiflich, daß die ungarischen Kommunisten-sührer bcrosts mit �idxrtc auf den Borhalt eine» Mitgliedes der Kommission.~tt der Flucht aus Budapest beginnen. Wenn B e l a K h u n trotzdem kenne kein AluSwärttge» Am t*. Zwei Tage vor tter noch scharfe Roten nach Wien schick: und Geißeln verhaften läßt, so � Verhandlung wurde dem Angeklagten ein Verteidiger gestellt, Und läßt sich die? nur damit erklären, daß er noch immer bemüht ist. � �war in der Person deS in Brügge befehligenden LandsturmmajorS, den drohenden Zusamwenbruch zu verschleteml. ?ts!ien ttnö öer Krieöen. Denkschrift WilsouS«nd Autwort Italiens. Wilson hat in Rom eine Denkschrift über di« italienischen Ansprüche in der Adria überreichen lassen. Darin wird gesagt. daß die italienischenz Ansprüche in der Adria heute eine ganz andere politische Situation vor sich haben. Sie seien einst als Sichc» rungen gegen Oesterreich-Ungarn gedacht gewesen, aber Oester- reich-Ungarn bestehe nicht mehr. An seine Stelle seien selbständige Nationalstaaten getreten. Italien solle in seinen Ansprüchen ge- genüber Oesterreich vollste Unterstützung erfahren, aber in der____ Adriafrage solle es di« veränderten Verhältnisse anerkennen. Die i her im Völkerrecht nicht geregelt, aber da? bedeutet nicht, daß für Denkschrift schließt:! sie die Gesetze der Menschlichkeit in geringerem Maße Es wird Italien nicht verweigert, wa» zur Vervollständigung! gelten, als für die Kriegsgefangenen. Für die KriegSgefawzen«- feiner nationalen Einigung gehört. Auf den Inseln des Ädriat:- aber ist in dem Heeger Abkommen über d e Gesetze und Gebräuche schon Meeres und an den Ostküsten dieses Meere« befinden sich des Landkrieg? ausdrücklich bestimmt:.Sie sollen mit Menschlich- Siedlungen mit stark italienischem Einschlage. Aber die Ver- Seit behandelt Iverven.' Das Gesetz der Menschlichkeit boher Äck pflichtungen, unter denen die neuen Staaten in die Fa-! al» oberstes alle Regeln deS Lölterrechl?! es ist durch das'Vco- milie des Völkerbundes eintreten werde!, werden ihre freie Eni- fahren gegen den Kapitän Fryatt aufs schwerste verletzt worden. Wicklung und alle gerechten Ansprüche der nationalen! Die Beratungen der Kommission über den Fall Fryatt er, treck« und Rasseminderheiten reichlich sicherstellen, und hinter diesen � ten sich über zwei Tage. Wir haben unsere Auffassung n u r a m Sicherstellungen wird immer die wachsame und ausreichende ersten Tage vertreten können, da wir durch wichtige«nd unauf- der im bürgerlichen Beruf« Rechtsanwalt ist. Vergeblich beantragt« der Verteidiger bei Beginn der Verhandlung die Vertagung des Termins, darntt ein anderer Verteidiger dte Sache Übernehmen könnte, der mit den schioierigen Fragen des SeekriegsrechtS besser vertraut fei. Das Feldgericht, da? aus B Seeoffizteren. darunter einem Tauchbsotkomnrandanten bestand, lehnte den Antrag ab,«tw» stimmig, wie daS Proirkoll noch besonder« feststellt. Dieses Gericht verurteilte den Angeklagten zum Tode, und der Gerichte Herr ließ noch am selben Tage den Kavitän Fryatt erschießen. Diese« Verfahren verstieß nach unserer Anffassung eb-nfall» geypn das Völkerrecht. Di« deutschen Behörden sahen den Kapitän Frvatt als Zivilgcfangenen an und konnten ihn nicht al? etlraü anderes betrachten. Tie Rechtsstellung der Zlvilgefangeiien ist bis- Autorität des Völkerbundes stehen. Außerdem wer> den wir gleich am Anfang den verhängnisvollen Irrtum vermieden haben, Italien die nächsten Na»barn im Osten zu seinem Feinde zu machen und in ihnen gerade die Emp- findung von Ungerechtigkeiten zu hinterlassen, die Generittioncn hindurch den Frieden Europas gestört und in nicht geringem Maße dazu beigetragen haben, den schrecklichen Konflikt herbeizuführen, den wir oben durchlebt haben. Im italienischen Senat und in der Kannner haben die Mi- nistcr und die Abgeordneten sich mit viel Enthusiasmus für die Lösung der Adriafrage im Sinne der italienischen Forderungen eingesetzt. Jtalie» läßt von seinen Forderungen nicht ab._ DZs ztalkenifche Kamme? für öle Negkerung. Tie Sozialisten xcgeu die VertrauenSkundgebung. Rom- 30. April.(Stcfani.s In der gestrigen Kammer- sitzung hat L u z a t t i die Vertrauen Skundgebung be- gründet, gegen die sich nur die offizielUn Sozialisten schtehliche öffentliche Angelegenheiten gehindert waren, der Bc- ratung am zweiten Tage beizuwohnen. Vci dem StimmvrrhiiltniS wäre sonst unsere Auffassung dukch« gedruageu. Wir bedauern da« Ergebnis aufrichtig im Interesse der Kom» Mission, wie unseres Volkes Überhaupt. S-dtr Zweifel an der strengen Unpateoflichkeit der Kommission konnte der Sache de» deutschen Volke» nur schaden. ES ist unsere Pflicht, nachdrücklich ,u betonen daß die in dieser Hinficht nun laut gewordenen Zweifel nicht begründet sind. An der Kommission herrscht der ein- bellige Wille, ohne Rücksicht auf Personen und vermeintliche voli- tische Fnteressen unter allen Umständen der Wahrheit die Ebre rni geben. Die Mitglictar der Kommission, die den F-ll Fryatt ander« beurtetü oben als wir, haben wohl die Rechtslage anders gewürdigt, sie haben uns aber nich! den geringsten Anlaß zu der Meinung gegeben, daß ihnen die Aufhellung der Wahrheit weniger am Herzen läge, als unL. Leber die unanständige Eile bei der Erschießung des Kapitän Fryatt(eines Vaters vau sieben K'n> dem) gab e««n der Kommission nur eiue Mcinuug. Bcklin, den 30. April ISlst Ed. Berusteia. Dr. O«kar Toh». /lrbeitszVsng in Gbersthlesien» Sattswitz, 30. April. T-er Sta traten vorgelegten Antrag wurde verlangt, daß alle Betriebe des Reiches der Zivilverwaltung unterstellt und deren Leitung Fachleuten übertragen werden soll. Die Betrieb« sollen so geführt und geleilet werden, daß sie die Selbstkosten und eine mäßige Verzinsung abwerfen. Dieser Antrag wurde denn auch mit großer Mehrheit angenommen, jedoch mit dem Znsatz. daß einzelne Betriebe, die ausschließlich für ch-n Bedarf des Heeres und der Marine arbeiten, in der Verwaltung des Heere« und der Marine verbleiben sollen. Ioöustrie unö Hanösl. Börse. An der Börse hat schon wieder eine zuverkässigerc Stimmung die Oberhand gewinnen können, die in der Haupt- fache aus die Erfolge der RegicrungStruppen vor München zurück- zuführen ist. Das Geschäft war allerdings nach wie vor in Erwar- tung der FricdenSbedingungen eng begrenzt. Die Valutawerte erlitten weitere Kurseinbußen, während sich andererseits für die Werte der Hauptmärkie regere» Interesse zeigte. Vor allem waren M o n t a n p a p i e r e fest, für die allerdings die neuen Preis- erböhungen in der Montanindustrie anregten. Höher bewertet wur» !-n sodann SchiffahrtSaktien und Farbenfabriken. (pur heimische Anleihen kielt die Nachfrage an. Krieg Sa». I« l h e ging zu etwa L4Vu Proz. um. GeWerkschHsdMVllAg SeltLralverfammlung öec Holzarbeitsr. In der am M'.ttwoch abgehaltenen Generalvecsmnmkung de? Holzarbeiterverband?» fVenvaltung Berlin) berichtete Glocke über die Lohnbewegung: Durck- die Verhandlungen zwischen den beiderlei iigeu Zcnrrflltotfränden ist ein« Vereinbarung zustande ge- kommen, wonach für die siüdt« der ersten Tarifllassc, also auch für Berlin, ixc Stundenlohn otn 1. April um 40 Pf. und am 1. Mai um 10 Pf., jitfammen also um 50 Pf., erhöht wird. Die Berlin« Arbeitgeber erklärten aber, sie hätten keine KeunrmS von der zen» traten Vereinbarung, sie könnten auch die Lohnerhöhung nicht zahlen. Später her dann die Versammlung des Berliner Arbeit- gcberrerdandes dak zentrale Abkommen venvorsen. Die Generalversammlung verurteilte auf das schäcfsie daS Verhalten der Arbeitgeber und erteilte der am 2. Mai stattfindenden VertrauenZmän nerversammlung Vollmrcht, die zur Durchführung erforderlichen Schritte zu unternehmen. Dann wurde beschlossen, die Streikunterstützung auf den doppelten Betrag zu erhöhe» und einen wöchentlichen Extrabeitrag von 1 M. zu erheben. Eine Resolution, welche die Erhöbung der städtischen Arbeits- losenunterstützung aus die früheren Sätze fordert, wurde ange- nommen. Hierauf erstattete G l o cke den ZfahreSbericht der Orts- Verwaltung. Seinen Aussührungen und dem gedruckt vor- liegenden Bericht entnehmen wir folgendes: Ein gewaltiger Zustrom neuer Mitaliicher setzte wach der Revolution ein. ein Anzeichen dafür, daß das Wicken des Verbandes Vertrauen und Anerkennung in weiten Kreisen der Kollegen gesunden hat. Die Mitglieder- zahl ist von 22 036 auf 23 l67 gestiegen. Davon sind 22 294 männliche, 2680 weibliche und 193 sugendliche Mitglieder.— Für die unter den allgemeinen Tarifvertrag fallenden Branchen wurden im Lenke de? Lahres mehrmals Erhöhungen der Teuerung?- zulage tmrchgefetzt. Auch für die übrigen Branchen konnten Lohn- aufbesserungen erreicht wenden, so für die Stockarbeiter, Kisten? machec. Rah'.nenvxrgolder, Korbmacher, Kammacher und Bürsten- wacher.— Bei Durchführung der Lohnbewegungen kam es in 60 Fällen zum Streik, wobei in 90 Betrieben 1209 Beschäftig!« die Arbeit niederlegten. Mit Ausnahme eines Streiks, bei dem wegen Abwehr der Maßregelung d«S Vert r.ruensmann eL 24 Kollegen die Arbeit niedergelegt hatten, waren sämtliche Streiks Angriffsbewe- gungen. 9 Streiks mit 132 Beteiligten waren erfolglos, alle übrigen Streiks hatten Erfolg.— Eine Erhebung der Lohnvcrhältnisse er- gab unter Zugrundelegung de? durchschuittlichen StundenveediensteS und der 48stünd-igen Arbeitszeit einen durchschnittlichen Wochen- verdienst für Tischler cinschlwßlich der Flugzeugbranche von 127.16 Mark gegen 102.75 M. im Vorfahr, für alle Branchen zusammen ohne HilfSarboiter von 120,06 M. gegen 100,51 M. im Vorjahr und für die Hilfsarbeiter von 38,32 M. gegen 65 59 Dt. im Vorjahr. Für Arbe-ile rinnen ergibt sich ein durchfckntttliehcr Wochenverdienst von 49,44 M. gegen 44,27 M. im Vorjahr. Somit hat sich bei den Tischlern der Wocbvnverdienst um 25,41 M. gesteigert, waZ ungefähr den mit den Rrbeitgebcrverbänden vereinbarten Zulagen ent- spricht. Für all« Branchen zusammen, ohne Hilfsarbeiter, beträgt die durchschnittliche Lohnsteigerunq 20,45 M.. für HilfSarbeite» 22,73 M. und für Arbeiterin nen 6,17 M. pro Woche. Am Schluß seiner Ausführungen kam Glocke auf die rn bei vorletzten Generalversammlung an:renommen« Resolution zu sprechen, welche der HrtSveNvvltung ein Mißtrauensvotum erteitt. weil sie die KriogSpolitik der Gencralkommiffion unterstsitzt habe. Der Redner erklärte die der Ortsverwaltung gemachten Vorwürfe als unbegründet und sagte, die Ortsverwaltung könne mit gutem Gewissen erklären, daß sie stets d-ie Interessen der Kollegen mit Erfolg vertreten habe. Siegt hielt in einer längeren Red« die Vorwürfe gegen die Ortsverwaltung aufrecht und wandte sich in scharfen Worten gegen die mchrheitssozialistifche Politik. Er beanwegte eine Resolution, welche die Regierung auffordert, den Belagerungszustand sofort aufzuheben, die Freiwilligenkorps ans Berlin zu entfernen, die aus politischen Gründen ssnhastierten sofort freizulassen. Weiter er- klärt die Resolution, daß die Mitalieder de? Holzarbeiterverbandes mi-t ehemaligen Angehörigen der NoSkcgardau nicht zusammen arbeiten wenden. Nachdem noch einige Redner im Sinne SieqkS gesprochen hatten und Glocke im Schlußwort die Ortsverwaltung verteidigt hatte, wurde die Resolution gegen. wenige Stimmen angenommen. Nu: folgte die Neuwahl der Ortsverwaltung. Nach dem S-achit stand die Hälfie ihrer Mitglieder zur Wahl. Auf Antrag BöseS wurde fedoch beschlossen, die ganze OrtSoerivaltung und alle örtlichen Angestellten einer Neuwalfl zu unterziehen. E- teßgte sich, baß die Wahl von dem partvipolidisch radikal gerichteten Teil der Mitglieder wohlvorberei�et war. Sie hatten für jedes Amt schon vor der Generalversammlung ihr« Kandidaten aufgestellt. Nur dem ersten Kassierer Mieke. der einstimmig wiedergewählt wurde, hatte man keinen Kegonkairdtdaten gegen- übergestellt. Zum ersten Vorsitzenden wurde S r e g l mit 476 Stim- men gewählt, während der iangjährig? erst« Vorsitzende Glocke 236 Stimmen erhielt. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Zirkel mit 491 Stimmen gewählt gegen 198 Stimmen, die auf den bis- herigen zweiten Vorsitzenden G ü t h sielen. MS zweiter Kassierer wurde Wagen führ, zu Schrifssührern S e n n ig und Jhlau gewählt. Di« Resultate der Beisitzer- und Rcvisorenwahl waren be: Schluß der Versammlung noch nicht festgestellt. eS ist aber cT« sicher anzunehn?en. daß auch hier die Kandidaten der Opposition gewählt sind. Beschloss«! wurde noch, daß sämtliche Angestellte b-S auf einen, der der Organisation genehm ist. und einen andren, der sich zurzeit in Kriegsgefangenschaft deftndet. gekündigt werden. FteuertverrSlakoratorinm. Sonnabend mittag 1 llbr nach der gobn. zahlnnq Sitzung tämllicher«erlruuensl-ute aus dem Reueudorser Platz (Speisesaal), Der Obmann. • GroßGerM Tage nach öer Nakfeker. Zum ersten Male ist in Deutschland die Maifeier al§ gesetzlicher Feiertag begangen worden. Als lautes Bekenntnis zu den Ar- beiterrechtcn. als stürmisches Verlangen nach einem durch keine neuen Kriegskeime bedrohten Völkcrfrieden, als Bekenntnis zum vollen Menschentum und Ausdruck der Sehnlucht nach Kunst und Kultur. Das erstemal war es, daß wirklich alle Räder still standen und nur die Hände am Werk blieben, hie lebensnotwendigen Ar- beiten dienen. Eine wundervolle Stille und feierliche Muhe lag am Donnerstag über der sonst vom Rhythmus der Arbeit erfüllten und vom Gewoge des Verkehrs durchvulsien Riesenstadt. ES war als ob auch die Natur miifcierte und ihre tiefe Sympathie mit der Menschheit bekunden wollte. Der wundervolle herbe FrühlingSmor- den, den Sonnenglanz umslrahhe, senkte ein« weihevolle Stim- mung des Ahnen! und inneren ErkülltseinZ in die Menschen. Der Stunde der Andacht und Versenkung de! einzelnen folgt« die Demonstration per Gemeinschaft im gemeinsamen Zug mit Fahnen und Jnschrifttafeln zur Maiversammlung. Besonders im- posant und eindrucksvoll erwiesen sich die Tagungen im Freien. Machten die Worte der Redner nicht überall durchdringen, ein sich allen auszwingendes Gefühl der Zusamniengchörigkeit und Massen- kraft vereinigte die vielen Einzelnen zu einem lebndigen Körper. Für dieses starke Massengefühl werden künftige Maifeiern den ge- steigerten künstlerischen Ausdruck zu finden haben. DaS bloße Wort des Sprechers muß, durch den brausenden Chorus und'den rhythmischen Schwung der Massenentfaliung ersetzt werden. Der Nachmittag gehörte den Kindern und den, Volksfeste. Tie dankbare Jugend war— trotz des verschlechterten Wetters— voll echter Lust und Freude. Alte Spiele wurden wieder lebendig. Auch hier haben wir für die Zukunft Möglichkeiten, die jeden Jugend- freund locken müssen: Reigen und Tänze, turnerische und AnmutS- spiele. Aufführungen und Deklamationen müssen zu aktivster Teil- nähme ausgebaut werden. Und in Zukunft wollen wir den Kindern statt des roten Papiers, das am nächsten Morgen zerfetzt ist, eine Maigabe mitgeben, die wirklich wert ist, als Erinnerung anfbe- wahrt zu werden. Für die Erwachsenen ist das Volksfest überhaupt v erst zu schaffen. WaS die kapitalistische Vergnügungsindustrie uns hinterlassen hat. müssen wir durch Rüchxrisse aus gutes altes Volks- gm und vor allem durch Neue», aus de: Zeit und ihren Bedürfnissen Geborenes ersetze», Tie französische Nevelution, die sonst künst- lerisch nicht gerade fruchtbar war, kann uns m manchem hier den Weg weisen. Kunstseier uÄ> Festrede im geschlossenen Saal waren dem Mend vorbehalten. An Musik und Rezitationen wurde durchweg Gmes. zum Teit sogar Hrrvorragentes geoaen. Hi:? te"" die jahrelange Kulturarbeit der Sozialdemokratie bereit? ihre Früchte. TaZ Verständnis für«dl« Musik. d:e dankbare Hingabe an alle Kunst deö Wortes ist ja nicht erst eine Errungenichas: der Revo- lution. aber die Befreiung vom alten Druck und die tatenberrit« Kultursehnsucht haben die Empfänglichleit und dank dem Anwachsen der Organisationen die Ersüllungsmöglichkeiten gesteigert. Wir(UO gewiß, daß Kunst und Volk sich immer besser verstehen und durch- dring:» werden. Und gerade der Maitag muß dafür daZ Symbo- und'der Gradmesser sein. t...• Eins haben die Leiter der künftigen Maiseiern freilich wchi in ihrer Gewalt: das Wetter. Auch diesmal hat eS uns viel verdorben: die Säle reichten Nicht au!, als eZ im Freien ungemürlich wurde, Wir werden für alle VolkStultur m diesem Monat immer mu dem überdachten Raum zu rechnen haben. Ginge eS nach unserem Älrma. so müßte man die Maifeier verlegen. In München haben wrr früher vie Maifeier öfter bis an den Inn. verkeae» n sn: dann war es aber auch ein wirkliches Volksfest im grünen Wald. Daß wir in Zukunft Wald und Natur in unser Programm ausnehmen kömten, dafür müssen unS unsere Genossen von den BerkebvSS!»- richtungen und Verpflegungsgewepben Helsen: der Deutsche will die Maifeier nicht als puritanischen Betiag begehen, sondern als edteS und mit allen Freuden geziertes Fest. Tie Besoldung der Garnisonsoldnten. vom Neichswehrminister ist jetzt eine neue Wehrordnung er- lassen worden. Bekanntlich sollte mit dem 11. April die Friedens- lohnung für alle in d�r Äarnison und in �a�aretton beflNVUchÄN Soldaten, auch für die Kranken, eingeführt werden. Da diese Be- stimmung große Erregung hervorgerufen hatte, wurde durch üu- gicrungSbeichlutz die Weiterzahlung der bisherigen Bezüge viS zum L Mai verfügt. Vom 1. Mai gelten nun bis zur vollendeten De- Mobilmachung, die spätestens am 1. Juni zu envarten ist, TOi- gpnde Bestimmungen: Lazaretikranke erhalten eine TageZlöhnung von 2,05 M. Aktive Unteroffiziere und Feldwebel, sowie diezem' gen noch nicht entlassenen Mannschaften fcer Iichraange. lvelche stw bei den Abwicklungsstellen der noch bestehenden Formationen, bei Stäben usiv. befinden, beziehen die Wmung der Reichstvehr- Zur Behebung der Wohnungsnot werden durch den militari- schen Ausschuß de! Berliner VollzugSrates die noch in Prwaj- Häusern uniergebraebien Mannschaften von Truppenteilen in Schulen, Baracken usw. gelegt. Sämtlicke Privatwohnungen, die i?tzt militärischen Formationen Kur Verfügung stehen, müssen b>4 spa- testens 15. Mai geräumt sein. Aus Veranlassung� de! Reichs- wehrmin'lsterS werben auch eine Anzahl Schulen in>istand gese��, um die nach Friedensschluß eintreffenden deutschen Kriegs- uno Zivilgefangenen unterzubringen. Die Heimgekehrlen sollen der: für die nächste Zeit verpflegt werden. In diesen Unterkünfte u werden besondere Bureaus eingerichtet, welche die sofortige Eist- lassung und Weiterbeförderung der Kriegsgefangenen zu übernehmen haben, welche unmittelbar nach ihrer Rückkehr entlassen zu werden wünschen Falls beabsichtigt ist. neckmal« wieder Schul«» für die Unter- bringung freizumachen, so muß schon heute auf das allerschärfste dagegen protestiert werden. Man möge dann große Säle ftte diese Zwecke in Anspruch nehmen. Der Unterricht darf nicht noch weiter eingeschränkt werden. Kommunale Nrbeitcrrätc des Kreises Nieberbarnim. Die stand genieinden des Kreises Niederbarnim, welck« die neuen AuZweir, karten für die Vollversammlung nicht direkt vom BollzugSrat zu- gestellt bekommen, erhalten ihr« neuen Ausweise gegen Wgaib« he: alten AuSwestSkarte morgen früh, 10 Uht._ am Saale'mgang, vor Beginn der Versammlung durch den Sekretär der Zentralstelte umgetauscht. kkommvitalt Llrveiterrsstc de? Kreises Teltow. Die weißen AusweiZkarten für den Besuch der Vollversamv'- lung der Groß-Berliner Arbeiierräte verlieren ihre Gültigkei:. Reue Karten werden den Arbeiterräten demnächst zugehen. Für die am 3. Mai, vorm. 10 Uhr, in den Kammersälen, Tel- tower Straße Ecke Belle-Alliance-Str�eße statt, findende Vollversammlung werden die Karten für sämtliche der Zentralstelle angeschlossenen kommunal«' Arbeiterräte am Eqcheiu- gong ausgegeben. � ToldatenratKdrl-gierte der S. P. T. zur Vollverfamw- lung der Ä.- und S.»Rüte Grosf-Berlius. Zur Vollveisammlung in de» Kammersäle»»iorg«n. Sonn- abend, vorm. 19 Uhr, ist pünktliches und vollzähliges Erscheine»«> forderlich. 1 Der Fräktionsvorstimd. Arndt. Die Fraktion der S. P. D.-MUglüeder de« Bollzugsrat.'s. Wohwode. F. Amendt. Ein Opfer der Märziinruhxn wurde auch gestern wieder au« der Spree gelandet. Im Zuge der Friedrichstraße wurde ein unbekannter Mann von etwa 35 bis 40 Jahren angtstfcwemmi. her Schußverletzungen im Hals und in der Brust aufweist. Er trug feldgraue Hose, dunkelbraunes Jackett und ebensolche W si»,. Auf dem rechten Unterarm hat er eine Täiowierung. die einen Matrosen- köpf mit vier Fahnen und einen Anker mit Tau darstellt. Ein KindeSmvrd liegt einem anderen Leichenftinde zugrunde. Am Müblenwehrdamm wurde die Leiche eine«»««geborenen Mite- cbenS gelandet, da! erdrosselt worden ist. Sie war ganz nackt, j~ Die Leiche einer unbekannten Frau wurde von dem Grundstück Kottbuser User 47 auS dem Landwehrkanal geborgen und nach dem Schauhause gebracht, Tie Tote ist etwa 25 bis 30 Jahr« alt und 1,87 Meter groß und trug ein� grünes Kostüm, einen grünen Man- tel, schwarze Strümpfe und Schuhe, Arbeiter< Rabfnbrrr- Bund.Solidnrität«. Ver'in. I. Abt. Sonnten. Werder. D-mmbiAe. St-nt irvö 7 Uhr. Mittegt 1 Uhr Waunsee. Fürstenhos. Szmtlihc Start? bei Wewer. BWowitr, 58. Zitzung jeden 1—3 Freitag im Monat. Gäste willtemme». Ardeiter Radtehrer-Bereln Kroß- Berlin. Sonntag frilb 7 Uhr Werder. Nachm. 1 Uhr Wamst«(ftSricnhof). Start Manannenplatz. Berliner Lelieusmittel. lfn der Woche vom Montag, den b,. bis Sonntag, den 11. Mai. findet aus Grund der nitelV ditchen Zuteiliingen die S. Abgabe von 50 x«rattett gegest den Abschnitt B 2 der Einsuhr-Zlltetzkart- unter gl'ichietilger Vor- leguna der Speijesellliute in den zun, Speiseftttbezuge bosiimmte» Stein- handcisgcs�äjici, kiatt. Aus Abschnitt 18 und 19 der allgemeinen Lcben?m!!tclkart« der Stadt Berlin'J50 g Luppen und auf Abschnitt 20 200 g Grieß. Abgabe der Ab. schnitte von, 1.— 5. Mai. ?ie Dienil unden für die Broltemteisswneri sind vom 2, Mai ab werk- täglich von 9—4 Uur, Sonntags von 9—10 Uhr scslgcsetzt worden. Groff-Serttnee parteknachrkchten. Edartoitenburg. Heute 7 Uhr SttzmigSsaal 4 des Rathauses Konse» renz der Parlestuilktivnäre. Jugenöveranftaltungea. Wedding. Heute 7 Nbr bei Groll. HennigSdorser Sir: 10,: Vortrag Wie soll man wandern? Weitere VermnulUungen jede» Freitag daselbst Die Maifeier in Groß-Serlm. Zum erstenmal ist die Maifeier in Eroß-Berstn durch voll-'aern der Bitte, da? Wort zu ergreifen, denn es wäre fett ZV Jabren' Steglttz. Tie gut 1500 Köpf? starke Versammlung im„Schloß ständige Arbeitsruhe begangen worden, sogar durch eine viel das erstemal, daß er am t Mai nicht zu Partelgcnossen sprechen pari" leitete der Gesang des Dlinden-CHSrS und ein poctiflher Vcr> allgemeinere als dort, wo schon seit vielen Jahren die Arbeits-- würde. Langsam bade sich dieser Feiertag durchgesetzt und jetzt sei sprach stimmungsvoll ein. Tic Ausführungen des Genossen Aichart rufie durchaekukirt wurde- die Maiseier fand die Arbeitcrmasten �in gesch'icher Feiertag für das ganze deutsche Volk. Wir wollen Bernstein fanden wiederholt lebhaften Beifall. Im Rebensaw ».**,*>.&*--* sant m-Saefallen �lS sie wnst a-wiß, aewefen wäre. Wenn die! �nd�haben �Wer�e�bMen�raß?" 1 war Ge � �7t|fn&frLto?r Veranstaltung mehrerer künstlerischer Abende oder Unterhaltuu. � werde sie nie wieder vcrqeffen. EechS� Monat? ie.en verstrichen seit fc: er war übe?füll?°BesonÄen Bc?sall Rhetten gen in demselben Ttcidtteil oder Vorort nur zu wünschen ist, d(l,1>em Revolu�cm«tane. Kolossale A TemveNivf Auf der Wi-se des n?u-n Stadtvarks tzatten si-t mel natürlich beeinträchtigt. Das werden die Vernünftigen' ut»u nur e.ue Sekunde� in der �esch�te ist. Viel.st»an über L� �!son7n M Fch«r de« 1. Ma? e�f�eu. Nach de auf der anderen Seite auch emvkunden haben. An unserer � Ansprache des Gen. K u tin er formierte sich ein iinpomnter Fest Partei hat es nicht gelegen, daß es nicht zu einer gemeinsamen � � 1. ��chg w's w�!-�««ff»«w»ir b?mitt«l für die unbedingte LebmSmittelemfuhr aufzubrim�n. fhr,«„„■ m. Teil frfir ftru-f b'suckit Ter Meist in unseren Versammlungen,%lcIm<*** Sogial'sirruno nicht ichnell genug. Wir wollen Rudow. In gut besuchter Veriammlung sprach Genosse Gut. ! sozialisieren. ES müsse s?d».b alles cn,f gesunder Grund, schm.dt. Mit stimmungsvoll vorgetragenen Maigcsänaen»urdi wor der d�s unoeorockenen Vertrauens in unsere Von r_ bankrotte Wirtschaft unh zu Tode bestreikte dle Versammlung vom C-esanaverein �Eanaes-Echo" eingeleitet un? licbt deraesellsckasteit. U,vt er keinen Umstän. geschlossen. Tie Scho n e fe l d e r Genossinnen und Genosse- den dürfe man derraiufloS experimentieren an Stellen, wo man mir, werer im gemrm schaftlichen Zuge zur Versammlung gekommen. im Augenblick verderben, onssatzt auibauen könne. Von heute«nis! Die Cöpenicker Parteigenossen hatten sich im Lokal Neu- moraen lasse die Welt sich nicht auf den Kovf stellen; wie man die? AeringSdocf vormittags zu einer Veranstaltung zusammengefunden. in Rußland erfolglos versucht. Hab«. Tie RegierungfSmitglieder � Unter Vorantritt einer stattlichen Musikkapelle mit vielen Fahnen kielten atif ihren Posten nicht zu ihrem Vergmigen an,. Man' und Bannern waren die Teilnehmer dorthin marschiert. MMn* h,r International, Oonorcfi ,n Poris im labte 1880 l5™!6*'w aiemben. fi- bä'ten seit 6 Monaten keinen Sonn, und, Schmöckwitz. Tie Versamluna st'.r Schmöckwitz und Eichwald- WJ& W'r.°pp-?»?n«nj« war von etwa SM V-rsor.-n besucht. Die Rede des Genossen Mc i- war der deS ungebrochenen Vertrauens in unsere Sache. Von 1 r(1(K geschehen. Eine Setzereien gegen die anderen sozialisti'chen Richtungen hiellen riebe könire man ni»t sich unsere Redner fern. Dem entspricht unsere folgende Maifeier-Eutschließung. Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Um dieser Auf- s rdernng nnscrcr großen Vorkämpfer Marx und Engels in der gesamten Arbeiterintrrnationale sichtbaren Ausdruck z» verleihen, den 1. Mai als Arbeitcr-Weltfciertag zu erklären. An diesem Tage sollte demonstriert werden für die Durchführung des Acht- Stundentage», für«rbciterschutz, für Politische und Wirtschaft. liche Gleichberechtigung der Frauen und nach Beschlüssen der Internationalen Kongresse 1881«nd 1893 für Völkerverbrüderung und Völkerfricden. Der 1. Mai war aber auch ei» Tag des Protestes gegen Krieg»nd Militarismus. Nach dem letzte» fürchterlichen Kriege muß eine Wiederholung des Völkermordens für alle Zeiten unmöglich sein; für diese Forderung erheben wir am heutigen Tage laut und vernehmlich unsere Stimmen. Die Völker wollen den Frieden für alle Zukunft gesichert wissen: für dies»? Ziel muß sich ein Bund der Völker auf der Grundlage de? NcchtS und der Verständigung bilden. Das alte militaristische Deutschland ist verschwunden, daS deutsche Volk wird dafür sor- gen, daß der Frieden nie mehr gestört wird. ES fordert Recht nnd Gerechtigkeit für alle und erbebt auch am heutigen Tage im Namen der Humanität und der Menschlichkeit wieder die leider so oft vergeblich gestellte Forderung:„Gebt unsere Gefangene heraus I" Die Revolution hat die politischen Fesseln gesprengt, .Kid Segen de? ganzen Volkes. Wir geloben Treue um Treue zu halten. All« treten!mr für die Sache der Sozialdemo» k r at i e ein, nicht für die von Per'vnen. Ob Scheid emann, Schulz« Partwgenoss�n lest zusammen zu stehen für unsere Arbeii zu Nutz licke fand reiche» Beifall. Bei der VolkSunterhaltrmg sprach Genosse ,m....." Mahle. KanlSdorf. In der stark besuchten Versammlung unter freien. oder Müller sei bei der Sacke völlia gseickaMig. Wir müssen in V � �strebe. Zahlreiche Aeuauf- diesem Auaenvlick unseren Blick na» Versailles richten. Unsere, nah'"«» waren der Erfolg des Tages. FriedcnZdelegiertcn basten die sck-werste Aufgabe, die se Menfckvm] � Falkenberg(Kreis N.ederbarnim). Die Versammlung war von übertragen worden sei. Unsere Pflicht sei es. ihnen bei ihrer so 150 Personen besucht, Sieferat hielt Gen. Albert Müller. Verantwortung Svelßen Aufgabe einen festen Rückbalt zu geben. Wir Z."*1 D.Sku'pon nafim ein Vertreter der„Deutschen VolkSparteO erwarten und verlangen einen Dauerfrieden und einen Frieden Wort, um für seine Partei zu den am kommenden Sonntag d c? R e» t S. den wir immer verlangt baben. mich zu den Zeiten, üaitf-ndenden KreiStagSwahlen Propaganda zu machen. Unter da Tei'tschfan-d anscheinend auf dem höchsten Gipfel seiner Mackit swrmischcm Beifall rechnet- der Referent in seinem Schlugwort war. WaS wir für die G-gner ständig verlangten, können wir auch hörig mit ihm ab. jetzt mit Recht für uns beanspruchen.— Dem internatio»!. Reinickendorf. In je zwei von der S. P. T. und der U. S. P. nalen Proletariat entsenden wir am heutigen Feiertag die einberufenen Vormittagsversammlungen demonstrierte die Arbeiter» herzlichsten Brudergrüße und rufen den Arbeitern der stb�st für Völkerfrieden und Verwirklichung tcs SozialiSmuS�Nach ganzen Welt zu, daß wir weiter für die Sache der Arbei» Schluß der Versammlungen vereinigten sich alle Teilnehmer zu ter alle? Nationen einstehen, kämpfen und wir- einem gemeinsamen Maifestzuge. Nachmittag'Z fanden ..-....-..... c., Ten werden. Dem internationalen Sozialismus gemeinsame von der Gemeinde getroffene Veranstaltungen «bor«»4 der wirtschaftliche Druck mutz verschwinden, auch der � Streben. Möaen diese Brüdergrüfte die Seren aller statt. Zuerst für die Kinder Parteigenössische Künstler und Lebrcr m7.°°»reickwm �DaS� gesamte�'w e r k?S sigr V°" Lid �arischen Brüder aller Nationen finden und dort«in vielfache,[««*,, für Unterhalwng.. die Arbeit ruhen lasse«. ES muß zum Ausdruck bringen, daß wir jede Reaktion bekämpfen und keinen Rücktritt dulden werden. Die politischen Errungenschaften der Revolution weiter auS.zu- bauen, den arbeitenden Massen in Stadt und Land einen ent« scheidenden Einfluß auf dav Wirtschaftsleben und die Pro- duktionSgeftaliung zu geben» muß unsere vornehmste Aufgabe srin. Zur Lösung dieser gewaltigen Ausgaben müssen alle Männer und Frauen in festgefügter Einigkeit sich zusammen. finden, um den 1. Mai alö LerbrüderungStag der Arbeit zu be- gehen. Di« Nnabhänaigen dageaen. die- ihre drei Meetings zusammen mit den Kommunisten veranstalteten, hielten eS für richtig, in ihren Reden und iw ihrer Entschließung den Hader weiterznspinnen und zu verschärfen. Ihre Entschließung legt endlich einmal auch ei« offene? Bekenntnis zum Bolschewismus ab. indem fi« gelobt, den Russen und Ungarn auf dem Woae fchleumaft zu folgen, der zum Völkerglück führ«- Wir danken für ein G'ück, wie e, in dem bolschewistischen Rußland herrscht, wo der Hung r die Massen in die Rote Armee- treibt, in der die Soldaten. räte nichts mehr, die Offiziere alles zu sagen haben und wo auf den Streik die Todesstrafe steht. Wollen die Berliner Unabhängigen auch die? übernehmen? Nach ihrer Maientschließung haben sie fich die Eristenzberechtigung als Partei neben den Kommunisten------------------------------------------„---------_...... ,U.... selbst abgesprochen und da«, wenin« Tage nackidem ibr Parteiführer! internationaler Arbeiterschntzgesetzaehung. ernem Frieden des Rechts,, dürfe nicht ruhen, bis die wahre Freiheit unddas �atest'stcm er- -----~ cjj Deutsch- dem Völkerbund und ewigen Vöskertri-den hrkeäi' aten die Forde- reicht sei. Die neue Regierung, die Mit Maichincngewehren und r_i_________...|____________________________________ W___________... n würdigsten Abschluß fand die Mai- Echo hervorrufen. Parteigenossen 1 Freiheit. Gleichheit keier in den künstlerischen Abendfeiern, die in der Kirch? und in den -............— Schulaulen stattfanden. Ein auserlesenes, dem Verwöhntesten ge- nügendeS, von guten Künstlern bestrittenes Program» fesselte die Zuhörer, die alle Räum« bis auf den letzten Platz besetzten. Die Feier in Tegel, an der über 1500 Besucher teilnahmen, verlief in würdiger Weife. Hier sprach Genosse Borchardt- und Brüderlichkeit, hock. lStürmischer Beifall.s Die allgemein vorgelegte Entschließung wurde einstimmig ange nommen. TlVTCerfcnr?. Von drei, in weitbinlembtendem Rot errichteten Redner« tribünen svrachen die Genossen Krüger. Pattloib und Fuß �barlottenburg. über die Bcdeutnna des TaoeS. Ofi von stürmischen Zustimmungen! Die vereinigten Unabhängigen und die Kommnnisten. , unterbrochen, schilderten irnfere Redner die Schwierigkeiten, mit! s-s m-; i„ r„„„„ r.» t,.•„... denen gerade die gegenwärtiae Regierung zu kämpfen hat. Sie be», �"" r,�.. � g w«? b e r g p l a tz e S waren iot- tonten die Notwendigkeit, alles zu tun. um in Rübe und Frieden � � i„ Lh ISI.in am Weiteraushau de? sunoen deutschen Revnblik zu arbeiten.---tri solle rein«cit- und �reudentag�so.�in ei.i Reicher Beifall scholl den Relerenten nach Schluß ihrer Au?» füftrungen entölen. Di« vorgelegt« Resolution fand überall Jj«> geisterte Annahme. Airf der Sxerzierpsast. DaS leuchtende Rot der vielen groben und kleinein Fahnen und Banner verriet schon von fern den Platz, auf dem sich die Gc- nosfinnen nnd Genossen der Schönhauser und Rosentbaler Vorstadt Trauer tag, eine Anklage gegen die sein, welche zu Verrätern an der Revolution geworden seien, und die Liebknecht und Rosa Luxem- bürg gemeuchelt hätten. Wie die alte Regierung daS Volk in den Krieg, so wolle die jetzige eS in den Frieden hineinheven. Dieser Frieden, sei ein werlloser Fetzen Papier. Das Prolctaria: besitze einen mächtigen Freund an R u ß l a n d. An Rußland inüsse man sich halten, denn dort gäbe eS Land und Brot(l). fiomnic_ der Frieden, der in Versailles geplant wird, wirklich zustande, so könne niemand die Folgen veraniwortcn.(Wenn er nur ein wertloser föyttoin-frtfefi*» Jf+Q\ CTs vriTte-Se» ein* rtPi*o f'rtri versammelt hatten. Von den schweren Kämpfen der letzten Jabnv Papiersetzen ist?, Red.) Dieser Friede würde eine neue R'vo!ut-on Monate und Wochen und von d-r kommenden besseren Zeit sprachen. bringen. Die Regierung hintertreibe die Sozialisierung. Nur dem die Referaten Eine Anzahl Plakate mit den Ferderunaen mach: gehöre die Erde, der sie bebaut und bearbeitet. Das Proletariat Haas« in Amsterdam den russischen Bolschewismus für Deutsch- land mit klaren Worten abgelehnt hatte. Wir aber bleiben Sozialdemokraten. « Tie Einstellung des Straßenbahn- nnd HochbahnverkebrS hatte die Möglichkeit, das schone Wetter in der Umgebung zu genießen, rungen de? Redner. Treu aekohte die Masse, unermüdlich wester zu kämpfen, bis endlich zur Wirklichkeit wird die auf einer der Takeln dcrkürld.te Fild-rurg:„Des Volkes Wohl sei daS oberste Gesetz!� Webertviese. waren zwei rotdrapierte Tribünen errichtet. Genossin R ü t g e r Panzerwagen arlieite(Wer hat denn damit begonnen? Red.), habe dem Volke kein Brot bringen können. Im Friedrichshain waren 10- bis 12 000 Personen der- sammelt. Schulkinder schwenkien rote Fähnchen. Gesang leitete die Versammlung ein. Im Humboldthain waren drei Tribünen errichtet, auf s-br beschränkt Die innere Stadt war reckt leer, die Stadt- und und Genosse Neue feierten den Gedanken der Völkerverbrüderung,'denen die Redner zu etwa 15 000 Personen sprachen. Im Trcp- WV in»ret, lonntaa-mäßia verkehrenden Füaen känakt verwies«, aus die hohem Ziele unserer Partei und betonten, daß tower Park hatten sich etwa 10 ovo �Teilnehmer emgesunden. Vorortbewohner von der Notwendigkeit befreite, in die Stadt zu geianaen»/ Die meisten Gastwirtschaften, soweit in ihnen nicht Maifeier»________________. stattfanden, blieben geschlossen, da nur den Angehörigen der Wirte die Lichtenberger Genossen, die an dieser Demonstration teilge- internationale Sozialdemokratie schlössen die Feier.. s kleidung zu besuchen. AuS diesem Grunde werde kein hervor- Die Massen der heimkehrenden Festteilnehmer überfluteten die ragender Führer der Kommunisten sprechen. Di« geistigen Führer angrenzenden Straften. In einem imposanten Zuge entfernten sich, müßten für andere Zwecke erhalten bleiben. Spiegelberg »-v.»•,«. sn-__ Vi.____ V--_ st\______ rj. �«>♦ A i-»< � � V: rr>._ i•... r..__ r___«««f•»*»<% ni i» ♦ t-i>-,>«•£>.'•>.��».1 i s+sm* die Bedicwung Ijer Gäste gestattet fern sollte. So gewann Groß- Berlin an diesem 1. Mai ungefähr da? Bild eines englischen Sonn- nommen hatten, vom Platze. Am Rndoksfikat» «, �' t � �atwn iick> akeichsalls Taufende von Feiernden gesammelt. Eine einigkeit der Arbeiter, die jetzige Regierung, die Führer der Mehr- abgehalten wurden, saß man vielfach ohne Ora�stermupl und stits mi8 ESwerkschaftS- und Parteigenossen bestebende Musikkapelle heitssozialisten und die Unabhängigen sowie die Gewerk- ohne Speis« und Trank beisammen; so minderwertig uttiere«r- leitete durch' einige stimmungsvolle Vorträge die Feier ein. Genosse schaftsfühoer. Erst müsse der Sozialismus durch das Räteshstem schwinglichen Getränke auch geworden sind— ihr Fehlen lam dach Mermuth fand mit seinen zündenden Ausführungen bei den durchgeführt werden, dann könne man von Demokratie reden. - j. f... Mt« C&rf-} rt fTv v;.«Tr je. � tr______ QT)tff rnftHrS fo»», l nt-miA-A O" r» meinte, daß die Nationalversammlung mit ihrer bürgerlichen Mehrheit den I. Mai als gesetzlichen Festtag erklärt habe, sei eine Verhöhnung der revolutionären Arbeiter. Durch die Revolution haben die Arbeiter nichts gewonnen. Schuld daran sei die Un- cnr„i-Ii__ v:-» Si«■»•/»«• V.-y— �T? etwas plötzlich. UebrigsnS beklagen wir keineswegs all diese Erfechirmngen; fi« werden zum Nachdenken über Charakter, Sinn und Zweck der Maifeier beigetragen haben— bei uw5 und bei den anderen und aufmerksame-n Zuhörern ein starke? Echo. Syreetvaidvlast. Genosse Glocke zeigte in seiner Festred«. waS tn den seit der Durch die Schaffung des Millionär» Ebcrt fei nichts erreicht. Fn der Entschließung wird gefordert: Befreiung aller politischen Ge- sangenen. Aufhebung de» Belagerungszustandes. Einführung d-r «rsten Maifeier verganger�n drei Jahrzehnten.erreicht�wurde. wa» �(nach Mu�uda�M�- nicht zuletzt auch üb«? die Arbeiterklasse hinaus, dort, wo sie als vor allem die Revolution vom 9. November vorigen Fabre» un? o«. �ner M�ter? �1.«r�ung oer S�mnnge�r�.. r. Demonstration flegen den Kapitalismus auch nach der vollzogenen bracht bat und welche Aufgaben m dn wachsten Ankunft losen.-— M'.t der Aufförderuna, dah den Worten „„d � �......«W», MÄEHrS M ff kuwdaebungen einstimmig angenommen. D- � r° l �e.- w�Werkstalt verlassen.oll, schloß der-oor- Demokratisierung und nach den großen sozialpolitischen Fortschritten seit dem 9. November weiterzuwirken bestimmt ist. Zu irgendwelchen Zwischenfällen ist eS nicht gekommen. Der Belage rungSzu stand hat sich als überflüssig erwiesen, vor allem aber müssen die Kriegsgerichte weg. gegen deren rasche und oft sehr harten U riefte eS kein Rechtsmittel gibt. «« • Die S.-P.»V.-Neet!ngs. Könissspkatz. Gegen zebn Nhr langten die ersten Züge der Parteigenossen am Sammelpunkte an. denen bald«in sehr stattlicher Zug auS Moabit folgte. Die Teilnehmer nahmen zwischen RcichStagSgebäude und Siegessäule Aufstellung. Viele rote Fahnen wehten von der Treppe de? ReichStagSgebäudeS und zahlreiche DemonstratiowS- tafeln verkündeten die Forderungen der Feiernd«». Nach dem ersten Redner Genoffen Schlegel ergriff Genosse Scheidemann das Wort. Er führt« etwa aus: Er sei nicht gekommen um zu sprechen, sondern um al« schlich- ta Volksgenosse der Maifeier beizuwohnen. Er entspreche aber Auf dem ig angenommen. Temvekstofer?Mde sitzende die Versammlung. AuS den AndreaS-Festsälen kam ein Zug deS„Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen". Nachdem hatten fich die Genossen der 2. bis 8. Abteilung von Berlin und aus in der Lichtenberger Parkaue die Versammelten aufgefordert war- Neukölln versammelt. Letztere waren unter Vorantritt eine? Musik- den waren, mit der Tat für die kommunist'.stben Ideale einzu- kcrvS in einem impofan-te» Znge berbeimarfchiert. Von drei Redner- treten, ging man auScinandcr. ohne daß die Schreckgespenster der tribünen sprachen die Genossen Dr. Caspary. Dittmer und„Freiheit" spartakistische Methoden angewendet hätten. Heller. Der vorgelegten Resolution wurde einhellig zugestimmt. Syndikalisten. Bue den Vororten. Ebarliittenburq. In der Reitbahn im Tiergarten referierten vor etwa 3000 Personen die Genollen Joachim nnd H o r l i tz. Die verl.'sene Resolution fand einstimmige Armahme. Gin for- mierter TemonftratignSzug fand am Wilbelmvlotz nach einer kurzen Ansprache deS Genossen Gebers sein Ende. Die Nachmittags- Veranstaltung auf dem Spandaner Bock war sehr stark besucht. In Schöneberg, wo Genosse Barth vor etwa 8000 Personen sprach, hatte die Jugend einen großen Anteil. Der Verlauf der Feier wir ein durchaus gute«. Die Verfammlung im Zirkus Busch war von etwa 1800 Per- sonen besucht. Cabn führte auS, die Svndikalisten seien Feinde des Staates und des Z-ntralspstemS. Nur Föderalismus könne die Völker retten. Es wurde nach Reden von Kater und Rock«in« Refollttion angenommen, die die allgemeine Wehrpflicht verwirft. i-nd zur Verweigerung de? Militärdienstes und der weiter«« Her- siellung von HeereSgut und KriegStvaffe» auffordert._ � Gr Politik»rtnr gickln. eß»rl»ttr»i«rn. fvr b-n vbrt««« 7eN v« Blattes CctuiU. Neukölln: für Antigen rdcodor Glocke. Verlin. Verlag: i VorwSrtS-Verlag CH. m. b. H». Verliu. Druck BorwürtS-?u»drucker«»uo t BerlagSaaltaO Bau! Cwger b. Ce. ta Serltn. Ltndenstrav« a.