Nr.SS7.S6.Iakrs. ve,»«Spret»t Lirrteqahrt. 1JS0 Otl. mtmott.JBO SH. fcciin« Hau« vorau« zahlbar.(Hnjtlne Jlummfrn 10 tfcnrng.■6oftbtzug: Monalllch iSO Mi» tj(L ZuslkllungS» gedlihr. Unter»reu-band für Deuiich- loni u. Oelierrcich- Ungarn-..7B Ml. für das übr.gc Äu»land 9. IS Ml. M lSglich emmollgei �uilellung 7.75 Ml. ioitbcilcüunqen nehmen an Dänemarl. Holland. Luxemdura. Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Poli-.zeilunas-Preislifte. Der.Lorwarls' ericheint wachentäglich zweimal. Sonn lag- einmal, teiegtomni-Hfrcffle .Sozioldemokeat Occliv*. Morgen Ansgave. t> Verlinev Volksblatt. ( 10 Pfennig) Anzeiqenvreis: Die achigeivalteae lianbareiliezeU« loflei 1.20 Ml..»leine jln, eigen", das letiaeoiuckie Wort 60 Plg.: zulässig 2 settgedruckle Ljories. ledei wertere Vor 25 big. Siellengcniche und . Schlaiiiellenanzeigeil da« etile Wort «C tilg., jede« raeiiete Sott 20 Psg. ffiottc über 15 Buchiiaden zählen tflt zwei Sorte. Teuetungszuschiag 50°-» ssamilien-Anzcigen, volitische und gen�rkich ältliche Leteln«- Änzergen 1.20 Ml. die Zeile. Anzeigen mr die nächste ttummet müssen bi« ö Uhr nachminag«>m Hauvlgeichäit LetUn SW-M. Lindenlttase ü. autegedeii werden. Geönnei on 0 Übt irüb bU i Uhr abend«. Zentralorgan der rozialdcmokratifcbcn Partei Deutfcblands. Reüaktion und Expedition: SW. HS, Linöcnstr. Z. aernivrecher: Ami Morinpla«, Nr. löl 90— 131U7. Montag, den 3. Mai ISIS. vorwärts»Verlag G.m.b. H.» SM. b8» Lindenftc. 2. Fernsprecher! Amt Moripplay. Nr. U7 33—34. Heimreise der deutschen friedensdeiegation? wir» öelgicn»en JrieSen unterschreiben?! HstkN oder Mesten! Jriedenselend in Paris. Arbeiteraktion gegen Clcmencean. V e r s a i l l c S, 4. Mai.(Sig. DrahWericht des„Vor- würü,".) Tie Alliierten werden sich, nachdem sie die deutsche Tclcgation nach Versailles gebeten haben, nicht über die Fricdcnsbcdingungcn einig. Schwierigkeiten scheinen jeden Tag aufzutauchen. Unsere Delegation sitzt indessen böl- lig untätig und ohne jede Information fest. Ter szührcr der deutschen Delegation, Graf Brockdorff- Rantzau, hat nunmehr bei der vntente aufragen lasten, tvanu der Vertrag überreicht werden wird. Er hat darauf hingewiesen, daß seine und der anderen Bcam- tcn Amtsgeschäste ein längeres Warten nicht er- l au b c n. Tie Franzosen haben um den Aufenthaltsort der deut- scheu Delegation herum einen Drahtverhau anlc» gen lassen. Tie Deutschen fitzen dort- wie gefährliche Ge» sangene und nicht wir eine zu ächtende diplomatische Kom- mission. Tie deutsche Tclcgation hat gegen diese unwürdige Behandlung protestiert. Versailles, 4. Mai.(Eig. Drahtbericht des„Vor- wärtS".)„L'J ntransigeant" verzeichnet das Gerücht, dasi der Friedensvertrag er st am Sonnabend überreicht werden wird. Das Blatt verrät starkes Misibe- Hagen, dasi man die Deutschen kommen liest, noch che der Vertrag fertig war und findet da? nicht vereinbar mit der französischen Höflichkeit. Solche Bemerkungen fallen ganz vereinzelt. Aber sie sind um so richtiger, als die Behand- lung der drutfchen Delegation auch sonst u n- würdig ist und die Kosten des nutzlosen Aufenthalts ganz «norm sind. . Tie sozialistische Prcste, angefangen von„France Libre", dem Organ der Varcnne-Gruppe, bis zum„Journal du Pcuplc" und zur„Bataille", fährt fort, Clemenceau wegen der Vorgänge am ersten Mai aufs schärfste a n z u- greifen.„Populaire" fordert aus, nicht zu dulden, daß die Verhafteten vor ein Kriegsgericht kommen und vergleicht das jetzige Frankreich mit dem zarischen Rustland. Der Ge- wcrkschaftsbund beruft binnen vierzehn Tagen eine National- konfercnz ein, um eine ueueAktionfürganzFrank- reich zu beraten. •• ch Die Situation in PaviS ist nach den neuesten Meldungen sehr gespannt. Die Haltung Italiens und in den letzten Tagen die des ebenfalls stark verärgerten Belgien ersd�n den raschen Fort- j Mission nichT'nächkoiltMe�� Ungä�' w'die Interessensphäre tter-Ncn-es im* r-n„— 1: � c r.—: x s. Die Lage ernst und schwierig.— Kabinettssitzung beim König. Haag. 4. Mai. sH. N.) Aus Brüssel wird gemeldet: Der Ministerrat war am Sonnabendmittag unter Vorsitz des Königs im Palais von Laken versammelt und hatte dort eine Darlegung bezüglich des Standes der Unterhandlungen in Paris gehört. Aach einem Gedankenaustausch, der bis 5 Uhr nachmittags dauerte, wurde die Entscheidung bis Sonntag aufgeschoben. Am Sonntag findet eine allgemeine Beratung statt, an der nicht nur die Mitglieder des Kabinetts, sondern auch alle StaatSminister und die belgische Dele- gation zur Friedenskonferenz anwesend sein werden. Der König wird präsidieren. Es handelt sick> um die Frage, ob die belgische Ab- ordnung das FriedenSabkommen unterschreiben soll, oder ob sie sich sofort aus der Konferenz zurückziehen wird. Nach Beendigung der Beratung erklärte der Premierminister, dast die Lage sehr ernst und schwierig ist. Man hat Belgien alle Informationen vorcut- halten, so daß man sich kein Bild von der wirklichen Lage machen könne. Von anderer Seite wurde behauptet, daß sämtliche Ver- sprechen, die Belgien gemacht worden sind, unausgemhu blieben, und daß das einzige, was die Entente vielleicht für Belgien tun werde, ist, daß eS die Kriegsschulden Belgiens anul- l i e r e n wird. Kapitulation der ungarischen Räteregierung. Wien, 3. Mai. Laut Meldung des Wiener Tclegr.-Korr.- Bureaus erfährt die„Neue Freie Presse", dah die B u d a- bester Räteregierung mit den Wiener Entente- Missionen in Verhandlungen über die Kapitulation der ungarischen Räteregierung eingetreten sei. Diese würden von dem früheren Staatssekretär Tiner-Tencs in Verbindung mit dem aus der Schweiz zurückkehrenden ehe- maligcn ungarischen Handclsminister G e r a m i geführt und' gipfelten in der Bitte an die italienische Mission, daß der durch de« Rückzug der ungarischen Truppen von der Temarkations- linie gegenüber den Tschechen frrigcwordene Raum zur Aufrecht- crhaltung von Ruhe und Ordnung von italienisch eu Truppen besetzt werden solle. Tie italienische Mission hätte sich daraufhin mit General Piccioni in Prag in Verbindung ge- setzt. Dem weiteren Wunsche, daß Budapest nur von italic- nischen Truppen bescht werden möge, könne die italienische V ir sr, i« w n v-. �" 1 Mission nicht nachkoikmcn, da Ungarn in die Interessensphäre ganz dcr��r�ndlimgm in der Ge�imzelle des Dreier-Rates un- Frankreichs falle und dem Opcrationsbcrcich der ftanzösischen gemein. ES ist nicht auSgeichlossen, daß der ganze Friedensvertrag"'"------'."r'''- damit erschmürt wird.' Wenn dieser Fall einträte, müßte eine neue Formulierung erfolgen. Sie scheint nicht zu umgehen zu sein, Balkanarmer zugchöre. Tie ungarische Rätcrrgiernng habe auch die Intervention der amerikanischen Mission erbeten. Tie En- � � v/ wt,r+„t,„nrt tvi.r.e«*„ s. m,•" tcntemissioncn hätten sich mit einem Bericht nach Paris gewandt S�VÄ.� 7»?°-.....- r d... Z„ Budapest sti-w «st» sich durch dst stistudr» S5°w- d--| Ri-dr.ästnnich ,md«Wem.rf Gemeinden wandten sich, wie die„Neue Freie Presse" meldet, an die Wiener Regierung und an die Missionen der Entente- staaten, damit W e st u n g a r n besetzt»verde, da die z u n e h- mende Anarchie in Westungarn Leben und Eigentum der Brtuohner bedrohe. Wien, 3. Mai. Tie Blätter melden, daß aus die Nach- richt von dem bevorstehende» Umsturz in Bndapest die Wiener ungarische Gruppe des liquidierenden Kriegsministerinms das st« �r.i„uw iuuu T-TT- ungarische Palais in der Bankgasse unter Aussicht von Offizieren Wenn die Antwort auf die Anfrage Brockdorff-RantzauS niM stellte und stteng absparte. Auch die beiden Vertreter der nnga- befriedigend ausfällt, wenden ohne Zweifel die deutfchen Dow- �chen Ratercpi.bl.k Bolgar und Fenyoe, die nachts von der Metten mit leeren Händen wieder heimfahren. Der Grenzstn�on Brnck emttasen,»vurden abgewicse» und entschlossen Friedensschluß wird dadurch aufS neue hinouö�schsben. Dsnn eiire'.1 J*** �Mikchr nach ctu Eme Ultöttifchc fischen Drefbundcs in ihren Interessen verletzt. Daß die damit acschafsenen Schwierigkeiten sehr groß sind, beweist die auffällige Verzögerung der Schlußredakrivn des Friedensvertrages. Di« deutschen Delegierten sind eingeladen worden, den Frie- densix-rtrag in Empfang zu nehmen. Nun hat man sie im Vorzim- mer und weiß ihnen nicht Bescheid zu geben. Wenn das Pariser Friedcnselend nicht so finster wäre, würde man kaum zu diefer Situation gekommen sein, die in ihrer Wir- lung eine flagrante Nnhöflichkeit ist. Ein derartiges Schauspiel hat die Welt noch nicht erlebt. Mission durchsuchte das Gebäude und»ahm Schriften und Werte in Verwahrung. Der Anzug von F l ü ch t l i n g e n a u S Ungarn, die teils Mitglieder der Räteregiernng, teils Bürgerliche sind, nimmt unausgesetzt zu. Der deutschösterreichische Grenzschutz gegen llngarn wurde neuerdings durch Osfiziersvvsten und Wiener _______ Schutzmannschast verstärkt. Tie S i ch er h ei t s ma st n a h- Was letzten Endes aus den Pariser Retorten herauskommen''J1' aearn �lwonscht Sendlinge, sind äußerst unbefriedigende Antwort bedeutet das Geständnis, daß allerernsteste Schwiav-.gkeiten böslichen, die m kurzer Zeit nicht überwunden wenden können. Das Elend der Pariser Friedensmacheroi unterstützt unser« tm�erholt ausgesprochene Meinung, daß eine so getvaltige Auf. wühluin� t>er Völ?ec nicht durch einen diktierten Vertrag endgültig abgefcbwsien werden kann. sition kaum verschled)tern werden. Die. österrcichisch-ungarisch'e Delegation. Haag. 4 Mai. sH%) Aus Paris wird gemeldet: Reuter bestätigt amtlich die Meldung, daß der Rat der Drei die österreichisch- ungarische Delegation eingeladen hat. in der kommenden Woche die FeiedensbodinAungeu i» Empfang zu nehme«. Ungarn kommende Personen getroffen,«m sie wieder abzu schieben oder in Flüchtlingslagern unterzubringen. Wie das„Neue Wiener Abendblatt" erfährt, be- stäiigte sich bei der Untersuchung des ungarischen Palais in der Bankgasse die� Annahme, daß die ungarische , Gesandtsckmft der ungarischen Röterrgierung auch dazu diente, i um in Ungarn beschlagnahmte Wertpapiere hier z« verwerten. Von Erwin Barth. In der letzten Zeit springen die Sck'lagworte auch auf das Gebiet der Außenpolitik über. Das Wort Kontinental- Politik, unter dem man eine enge Verbindung mit Frank- reich verstanden wissen will, ist eines von diesen. Die Verfechter dieser Anschauung meinen, daß die Situation für einen engen Anschluß Deutschlands an Frankreich reif sei, und daß das Heil des deutschen Volkes in einer solchen Alliance am besten geivahrt werde. Natürlich will man auch die Anlehnung an Ruß- land-dabei offen lassen. Aber im Vordergrund der Sehn- suchte sieht man Frankreich. Diese Orientierung nach Westen, unter der man gleichzeitig eine gewisse Abschließung von England und Amerika einbegrast, übersieht merkwürdigerweise vollkommen die natürlichen wirtschaftlichen Bedürfnisse des deutschen Volkes. Was können wir von Frankreich erhoffen, selbst wenn die Voraussetzungen richtig wärm, daß Frankreich uns viel synrpathischer gegenübersteht als die übrigen Ententemächte? Frankreich ist wie seine Verbündeten ein wohl entwickeltes Land, das auf eigenem Territorium wenig industrielle Rohwerte er- zeugen kann. Die Wohlhabenheit aller höher entwickelten und dichter bevölkerten Länder der modernen Welt beruht auf ihren kolonialen Verbindungen oder auf Verbindungen mit Ländern, die einesteils starke Nohstoffproduzenten sind, und andererseits einen günstigen Markt für Jndustrieprodukte darstellen. Die moderne industrielle Entwicklung fordert eine starke Pflege der auswärtigen Beziehungen und der Export- und Importwirtschaft. Deutschland hat vor dem Kriege einen Außen- ! Handel von rund 20 Milliarden Mark gehabt, und mehr als i die Hälfte der deutschen Industrie ist E x p o r t i n d u st r i e i gewesen. Aus der Beschäftigung der Mehrzahl der Wirtschaft- : liehen Kräfte Deutschlands für das Ausland ergibt sich auch das � starke Bedürfnis nach auswärtigen Rohstoffquellen. Die von � den Westmächten uns gelieferten Rohstoffe sind von diesen meist i entweder aus Amerika oder aus kolonialen Gebieten bezogen worden. Als Vermittler fremder Rohstoffe und des deutschen � industriellen Produktionsüberschusscs waren uns die Westmächte ohne Zweifel sehr wertvoll. Die französischen und englischen Kaufleute haben uns überall da nützen können, wo unsere eige- neu Kaufleute nicht hinkommen konnten. Die kolossale Verarmung Deutschlands und die äußerst stark empfundene Notwendigkeit, mit größter Wirtschaftlichkeit rasch aus unserer Erschöpfung herauszukommen, zwingt uns fortan, die direkten Beziehungen zu fremden, reichen, dünn bevölkerten Gebieten besonders zu pflegen. Unsere eigenen Kolonien scheinen für uns verloren zu sein. Wenn sie es nicht sind, so genügt ihre Produktionskrast und ihr eigener Reichtum dennoch nicht zur Befriedigung der Bedürfnisse Deutschlands. Deutschland hat nach der Gestalinng de? Friedens ohne Zweifel mit einem ungeheuren Menichcnüberfluß zu rechnen. Wir müssen einen Teil nnsercr Arbeiter vielleicht als Aus- Wanderer abziehen sehen. Wir müssen versuchen, alle diese Kräfte in möglichst direkte Verbindung mit an Naturschätzen reichen und dünn bevölkerten Ländern zu bringen. Soweit diese Gebiete nicht in Uebersee liegen, befinden sie sich im Osten. Rußland und der ganze vordere Orient sind die natür- lichen Wege, auf die wir uns besonders konzentrieren müssen. Dort hungern weite Landstrecken nach produktiven Menschen und warten ungeheure Schätze in der Erde darauf, gehoben zu werden. Dort liegt die reiche Natur, und es fehlt an Mensckzen und industrieller Tüchtigkeit, um sie aufzuschließen! bei uns sind Menschen, Intelligenz und Schaffenslust im Uebermaße vorhanden, aber es fehlt ihnen an Betätigungsmöglichkeit. Wir können uns mit dem Osten in denkbar glücklichster Weise einen Ausgleich schaffen, der beiden Teilen große Vorteile verschaffen würde. Natürlich soll damit nicht ausgesprochen sein, daß man sich von den übrigen Ländern der Welt isolieren darf: ein so intensiv entwickeltes Getriebe wie der wirtschaftliche Organismus Deutschlands mutz nach allen Seiten seine Verbindungen und Kanäle haben. Wir müssen mit der ganzen Welt in Austausch leben, um die fein differenzierten Kräfte unseres Volkes sich aus- leben lassen zu können. Dabei ist die Nottvendigkeit besonders zu berücksichtigen, unsere Beziehung zu Arnerika— in erster Linie Südamerika — wieder zur früheren Innigkeit auszubauen. Die Hauptrichtung unserer auswärtigen Beziehungen wird jedoch nach dem Osten, nach Rußland und nach dem Orient. gehen müssen. In diesen Gebieten gibt eS unermeßliche Land- strecken, die für die Baumwollfultur geeignet sind, die mit der mfmffrteHen Taikraft Deütsch!cm8S so bestellt Serben tonnen, daß alle Beteiligten vom überseeischen Baumwollmarkt voll- kommen unabhängig werden können.' Die ruffische Textil- Industrie ist schon vor dem Krieg auf dem besten Wege gewesen, stch in der Baumwollversorgung vollkommen selbständig zu machen, tzn diestn Gebieten liegt überreichlich Fruchtland, das bei zweckentsprechender intensiver Bearbeitung die höchsten Er- nahrungsansprüche von Hunderten von Millionen Menschen zu befriedigen vermag. Rußland hat Kohlen, Erze, Petroleum und Holz in großer Menge, und auch die orientalischen Länder sind an Mineralien nicht eben ungünstig gestellt. Wenn Deutschland mit jenen östlichen und südöstlichen Ländern in ein innigeres Verhältnis gebracht werden kann, so wird die Intensivierung der Industrie und der Landwirtschaft in all jenen Gebieten Reich- tümer zu erzeugen vermögen, die uns in verhältnismäßig kurzer Ze.it gestatten werden, aus unserer Armut und Erschöpftheit emporzusteigen. Letzten EndeS wird die Politik von wirtschaftlichen Not- wcndigkeiten diktiert. Wer die ungeheuren Vorteile für daS Wirtschaftsleben Deutschlands sowohl wie der östlichen und süd- östlichen Länder,>ie aus einer zweckmäßigen Organisation ge- mcinsamer Arbeit fließen müssen, zu erkennen weiß, dem ist damit die Hauptrichtung für die künftige auswärtige Politik Deutschlands vorgezeichnet. Wenn demnach die Frage gestellt wird, wohin künftig die deutsche Auslandspolstik mit besonderem Ernst gerichtet sein muß, so ist sie zu beantworten: nach dem Osten! Wie richtig diese besondere Direktion unserer Auslands- Politik ist, geht doch deutlich auch aus den Vorgängen in! Paris hervor. Dort wird von den Siegern ein Völkerbund' 611 gegen die Völker der Mittelmächte geplant.� Diese Tendenz der schamhaft„Völkerbund" getauften Gründung wird in neueren Zeitungsmeldungen beutlicher. Der Weg nach dem Westen wird durch eine Himmelhobe Mauer des Miß- t r a u e n s versperrt. Um ihre Unübersteiglichkeit zu sichern, wird eifrig an dem Plan einer englisch-amerikamsch-franzosi- schen M i li t ä r r o n v en t i o n gearbeitet, die die Spitze gegenDeutschland richtet. Eine neue Tripelallianz— mit Einschluß Amerikas— ist im Werden. Der Wog nach dem Westen wird dadurch fest berrammelt. Wir werden gezwungen, die Richtung zu suchen, die unser Lebensinteresse fordert. Wir wollen damit nicht den neuen friedensfeindlichen Fehler von Paris nach- ahmen und Bündnisse nach dem Osten suchen. Wir muffen uns aber den Weg ehrlicher Freundschaft mit Ruß- kand und mit dem vorderen Orient zum gegen- seitigen Nutzen breit offen haltcn. Unü nochmals Obau. Das Gouvernement Libau drahtet uns eine Erwide- rung, der wir nach der Stellungnahme des Reichswehr- Ministers nur noch folgendes entnehmen: .Der Sturz der provisorischen lettländischen Regierung ist ohne Wissen und Zutun dcS Gouvernements erfolgt. Eine letiländische Truppe führt« ihn selbständig und überraschend durch. Die letiländische Regierung hat den ihr seinerzeit angebotenen«ichS- deutschen Schutz ausdrücklich abgelehnt und ihn auch bei ihrem Sturz nicht erbeten. TaS Gouvernement war daher nicht in der Lage, den Schutz der Regierung auszuüben, ohne sich damit unbefugt in die innerpolitischen Verhältnisse Lettlands einzumischen. Auf- gäbe der deutschen Okkupationstruppen ist eS lediglich, den Bolsche- wiSmuS zu bekämpfen. Kein deutscher Befehlshaber ist berechtigt, deutsche Truppen in Lettland zu anderen Zwecken zu gebrauchen." Damit bleibt Behauptung gegen Behauptung stehen.— Wir schließen damit die Akten über den Fall Libau und über Der Kampf um München. Ausstclluug der Reichswehr ia Bayer». Berlin, 4. WlaL Nachdem die militärischen Operationen gegen Milnchen zum Wzchluß gekommen sind, wird von zuständiger Seite dazu folgendes mitgeteilt: Di« vom würuembergtschen Kriegs- Ministerium herauSgogeben« Meldung, daß die Oberleitung in den Hä-nden des Reichswehrministers liege, war durchaus zutreffend. Die württembergische und bayerische Regierung hatten dazu ihr Einverständnis gegeben. Nachdem beträchtliche Truppenmenge» der Reichswehr nach Bayer» in Bewegung gesetzt worden waren, mußte eine G a r a n- tie geschaffen werden, daß die Operation auch durchaus ein- h« i t I i ch und konsequent zu End« geführt werden würde. Es wäre ein unerfreulicher Zustand eingetreten, wenn nicht die Trup- Pen der drei Kontingente straff zusammengefaßt an ihre Aufgab« herangegangen wäven. Deswegen ist natürlich auch die Zeitungs- r.ff- V- m... v ern-t•£.■«.•... v- j Nachricht falsch gewesen, daß der bayerische KrtegSminisier laffen bte Sßcramworamg mr die Mißgriffe, die scheinbar Schneppenhorst, ehe der direkte Vormarsch gegen München auf beiden Zeiten vorgekommen sind, den zustandigen doganit, noch einmal zu Verhandlungen mit den Aufrührern �teilen« Das Mitbeftlmmungsreckt Üer flngeftellten. Tie erste Fassung des Gesetzentwurfes. Menmaten'al öer unaaristhen Gesanötschast in Wien. Wien, 4. Mai. sTM Unter den in der ungarischen Vesändt- schalt beschlagnahmten Akten befand sich auch ein vollständig au?- gsarbeitster Plan zur Durchführung eincS PutfcheS in Wien. Ferner fand man Rechnungen der teuersten Wiener Modesalons für die Frauen der ungarischen Bolschewisten. Wie man vermutet, halten sich die ungarischen Gesandten Bolgar und Genvoe in der Nähe Wiens versteckt. ffelmreise ottomanischer Staatsangehöriger nach Konftantinopel. . � Jn jv?i Tonderzügen mit 12 Gepäckwagen verließen am Sonn- abend, den 3. d. M.. abends 7 und 9 Uhr, zirka 1500 ottom-irische Staatsangehörige als Militär», Beamte und Zivilpersonen BeÄin. um am Sonntag, den 4., ab Hamburg mit dem Dampfer„Akdemz", welcher kürzlich«ine Anzahl Deutscher mxS der Türkei heimbeför- derte, nach ihrer Heimat Konstant lnopel zurückzutehren. Unser« besten Wünsch« für gute Fahrt und viele Grüße an unser« noch in der Türkei weilenden Landsleute begleiten diesen ersten Trupp, dem noch weite« folgen werden. nach Ingolstadt gegangen sei. Bis zur Einnahme von München hatte Generalleutnant v. Oven lediglich de» Direktiven Folge zu loisten, die ihm vom ReichSwehrminister zugingen. Nach der Wiederherstellung gesicherter Zustände in München geht selbst- verständlich auch die militärisch« Leitung voll st än- Mg in bayerische Hände über. Die Uederführung der dem Boden nun wnver- seiner ersten Fassung punmehr'im Reich Sarbeits-j ZÜgl'.ch von statten gehen. amt fertiggestellt worden.! Aus Bamberg traf bei de? Reichsregierung eine Depesche Der Entwurf stützt sich auf die Abmachungen, die im Bank- folgenden Inhalts«in:.Der Ministerrat des Volks- «werbe, Versicherungswesen und in der Metallindustrie bereits vor- j staates Bayern wiederholt die schon früher abgegebene Erklä- liegen. Er sichert zunächst den Angestellten da» Prinzipielle Mit-! rung, daß die Errichtung der bayerischen Volkswehr bepimmungSrecht bei Kündigungen und Entlaiiungen..�.;�.- S/v« r.Z in bedingter Weise auch bei Beförderungen und Neueinstelluagea.!. Namentlich in dem Ittzien Punkt wird man die endgültige Formu. � �»nKr de m Dr ucke�ver tcmcl.ge» besonderen poM. Hm»age lierung erst im Laufe der kommenden Besprechungen mit Vertretern �ayennS stch ool.zvgcn hat. Nachdem in naher Zeit durch di« Be- von Handel und Industrie und der Angestelltcnkörperschaften finden. �«idigung des von München ausgezangenen Aufsdandes die politisch- DaS Reichswirtschaftsamt steht auf dem Standpunkt, daß der Be-! Beruhigung Bayern» in Aussicht steht, erklärt der Militärmurister triebsrat wohl für die Angestellten bis zu einer gewissen GehaltZ. und der Miristerrat schließt sich dieser Erklärung cinstimurig an stufe— vorläufia ist die Grenze bei JaVreSemkommen bis 12 000 M.!—, daß er unmittelbar nach eingetreten« Beruhigung dazu schrei- gezogen— zuiteht, dy 1 n rtrA /niffvnri rmirfi hrr hgxa Ktw. angeschickt? Prolog wiederholte die Beteuerung unmittelbarer 2e- benSivaörhert— bitte nach dem bakannton„ Sittlich teit»"»Kodex der alten Theaterzeviur nie das Rvmvvnlicht erblickt. Nicht erwa darum, weil di« Behandlung sexueller Foagen hier auf einen Ton frivoler Lüsternheit gestimmt gewesen wäre! Im Gegenteil I Ter- artig:» pflegte man ja anstand»!«» passieren zu lassen Sondern, weil hier die scheußliche Misere kupplerischen Kinderbcmdel» mit einer Empörung, einem Abschou, der nichts verhüllt, gvk.' anzeichnet ist. Das Stück will di« lobendig veranschaulichende Macht der Bühne Witzen, um wirksamer als es sonst möglich wäre, auf«ine fressende, verborgene Wunde der Gesellschaft hinzuweisen, von der die bürgerliche Respektabilität gern schweigr.<*» will anklagen, aufklären, bessern und hat in dieschea". In Nr. SIL de»„Vorwärts" wird unter der Ueberschrist .Warum kann man nicht sink» gehen?" ausgeführt, daß die Neigung, rechts auszuweichen,»n dem Körperbau des Menschen anatomisch uno physiologisch begründet sei. Noch interessanter ist jedoch die Tatsache, daß nicht nur beim gehenden Menschen, sondern bei allen Bewegungen, auch solchen von unbelebten Körpern, eine derartige Neigung besteht. Der englische Astronom George Hadleh hat schon lilSS erkannt, daß der Wind von den Gebieten hohen Luft- drucks nicht direkr nach denjenigen weht, wo das Barometer am niedrigsten steht, was eigentlich der Fall fein müßte, sondern daß er au» dieser Bahn stet« nach recht» abgelenkt wird. Der russisch« Akademiker Karl Ernst von Beer-eigte 18S0, daß sich d.e. selbe Erscheinung bei den russischen Flüssen bemerkbar macht, die wegen de» beständigen Druckes nach rechts, den die fließenden Wasser- massen ausübe.?, ihr rechtes Ufer starker unterwaschen und so ihr aauzcS Bett allmähl-.ch nach recht» verlegen. Diese» sogenannl« Baersche Gesetz spielt in der wissenschaftlichen Geographie eine große Rolle. Schließlich stellte sich sogar heran», daß jede Be» »egusg auf»Bisses Ssde. glchhgWi» nach welches»ich. | tung hin ste»ielt, bei unS stet« nach recht» abgelenkt wird, und daß diese merkwürdige Erscheinung durch die Drehung ' de? Erdkörper» um seine Achs« von Westen nach Osten hervorge- ! rufen wird. Daß diese Erklärung richtig ist, geht daraus hervor, � daß die Ablenkung, wenn sie auf der Rotation der Erde beruht, auf 1 der südlichen Halbkugel entgegengesetzt, also nach links gerichtet fein muß. wai auch tatsächlich der Fall ist. Da eS sich hier um ein all- > gemeine» Raturgcsey handelt, so unterliegen natürlich nicht nur ' strömende Luft und strömende» Wasser diesem Zwang, sondern auch alle anderen sich bewegenden Gegenstände. Di« Kraft der Ab- lenkurrg. deren Größe vom Aequator nach den Polen der Erde hin in gesetzmäßiger Weise zunimmt, ist jedoch im allgemeinen so ge. ring, daß sie nur für sehr schnell bewegte Körper, wie Eiseqbakn. zöge, fliegende Geschosse und dergleichen, in Betracht kommt. E» * gibt allerdings Menschen, die bebaupten, mit einem so feinen Gefühl begabt zu sein, daß sie die rechtsablenkende Kraft schon bei einer Automobilfahrt spüren können. Prof. Otto Bäsch in. Nsttzeo. -—Theater. Im Theater in der KSniggrätzer Straße ist die erste Aufführung von Henrik ybsen» Schauspiel„Stützen der Gesellschaf?' auf den S. Mai verlegt� worden. — Musik. Die Aufführung der„Scvöpfung" durch den Ora- torien-Verein in der Garnisonkirche ist vom 8. auf Monrag, den 12. Mai, 7% Uhr, verschoben. — Else LaSker-Schüler wird am Sonntag, ben 11. Mai. mittags IL Uhr, in den Kammerspielen ve» Deutschen Theater» Veröffentlichtes und Unveröffentlichtes aus eigenen Werken ln einer Son!>erverQn staltung der Gosellschast daA Junge Deutsty» land vorlesen. — Eine VersuchSbühne �ur Schaffung und Durch. setzung eine« neuen Nil» für da» Bühnenkunstwerk soll im Herbit unier dem Namen„Die Tribüne" in Charlottcnburg am Knie er- öffnet werden. Es soll eine grundsätzliche L�rnng des räum- lichen Problem» de» Theaters gesucht, e» Programm A.'tivitüt ausgedrückt und ein erh»ich» polinicher �tan�punu emae» Nammen werden. AkJ Leiter werden FranA D>enZt.er, ÄarHjLiAg Martin und Rudolf Leonhard genannt. _ Di« Reubelebung der Akademie der Künste wild nach einem Bericht d«S„Berll Tagebl." fortgesetzt werden. < Minister Haeoisch soll sich mit der Abiichr tragen, ihr«ine besonder- ! Abteilung für Dichtkunst anzugliedern. D,e» wäre die Verwirk- ' lichung eines seit langem im preußischen Kultusministerium«- örterten. aber immer wieder aufgegebenen Planes. Die Akademie i der Künste hatte längst alle Bedeutung verloren, sie war wesentlich nur noch ein« dekorative Angelegenheit. Sie dürste auch in der neuen Aufmachung und Erweiterung, zumal al» bloß preußffch« Einrichtung, eine solche bleiben. — Die FrühjahrSvorlesungen de» Derein« „Arbeiter-Hoch schule" werden am Sonnabend, mit einer Hörcrversammlung eingeleitet(Niederwallstr, 12. 7� Uhr), in ver Aul. Bab über„Arbeiterdichter" spricht. Eine SondervoriragSreihe behandelt„Räteshstem und WirtschaftSverfassu�«, im Herrenhause(Karten bot Tietz, Kaufhau» de» Weste»»»md Paul Harsch. Engeluf« lü).. Mäßigung auf betüen Seiten. Wir erhallen die folgende Zuschrift von einem Bewohner de« Saarqebiers: Im.Vorwärts� vom 27. April d. I. erhebt Eduard Bernstein nocki einmal lerne Stimme, um dem deutschen Volke den Rat zur Mäßigung zu geben, d. h.— nach ihm— gerechl zu denken, auch den andern anzubören. auch die Gründe de« andern in Erwägung zu ziehen. Auf diese Weis« hofft Bernstein da« beste Resultat au« den gegenwärtigen Verhandlungen zu erzielen, nicht für da« deutsche' Volk, nicht rür da« französische, noch iür irgend eine andere.Nation' im bürgerliche Simie, sondern?ür die menschliche Gesellschaft. Er hat recht, wenn er erklärt: Frankreich wolle nicht nur die Kohlen de« Saargebiele« von Deutschland, sondern darüber hinau« «in Pfand für die wirtliche Auszahlung der Enlschävigung durch Deutschland an Franlrerch, und diese« Pfand sei eben das Saargebiet. Ein Pfand! Hier stock ich schon. Eduard Bernstein redet das Wort einer Verpfändung von sreun Menschen an eine srenrde Nation? Rein tbeorekisch schon eine Groteske im Munde eines Sozialdemo- kralen. EineL Sozialdemokraten, der im gleichen Atem davon spricht, daß das Leitmotiv der sozialistischen Auslandspolitik sein und bleiben muffe:.Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, als eine der ersten Bedingungen zur Befreiung.' Der von der Aus- landspolitik verlangt, daß sie alle Kniffe und Schliche der alten Diplomaten von sich weifen wüffc und deren einzige RichtidEinur Wahrheit und Offenheit fein müsse. Kann eS für einen deutschen Sozialisten denn ein anderes Leitmotiv geben, als die vereinigte Atlion mit den französischen Sozialisten? Und deren Meinung kennt Bernstein. Aber ist die Vfandnahme de« SaargevieteS durch Frankreich nickt einer der elendestcn Kniffe der bourgeoiien Politik undTiplomotie. den eben eine Politik der Wahrheit und Offenheit vermeiden muß. Eduard Bernstein ist sicherlich kein so verblasener Theoretiker, daß er nicht einsehe: bei der tznpsandnahme eines Gebiete« handelt e« sich nicht nur um Grund und Boden und um die materiellen Schätze, die darin verborgen sind. Sie geben wir dahin, wenn sie uns auch noch so teuer und wertvoll wären, könnten wir damit den Frieden der Welt erkaufen. Aber aus diesem Grund und Boden wohnen«00 000 Menschen. Ihr Leben, ihre Gefcli'chie. ihre Zukunft ■ist mit diesem Boden oerwachsen. Diese 600 000 Menschen sind Deutlchc, wollen und müffen im deutschen Verbände bleiben, und es gibt kein Recht unter der Sonne, kein moralisches und kein juristisches, das einer LoSlöiung diese« VolkSteileS von Deutsch« land zustimmlt, keines, nur— gerechte der alten Diplomatie. welche.Menschen wie Herden Vieh von einer Hand in die andere gehe»'. Die Recht'prüche einer solchen Diplomatie sollen doch rür ewig al» tiefste Unmoral gebrandmarkt bleiben. Unmöglich ist eS. daß das deutsche Volk sich frei und offen für die Grundsätze eines neuen BölkerlederrS erklärt und gleichzeitig einem Schacher« gelchäste gemeinster KabinetiSdiplomatie zustimmt. Ich kann uicht die Heiligkeit und Freiheil der Persönlichkeit aller Welt als Grundsatz verkünden, wenn ich zugleich zustimme, daß ein Lolksteil, welcher es auch sei, in seiner Freiheit und Periönlick» keit vergewaltigt wird. Sollen die Mittel und Formen der alten Diplomatie abgetan sein, und wolle» wir die Verkünder des neuen VöckerqedankenS fein uikd sollen die andern an die Wahtheit unserer Erneuerung glauben, so dürfen wir. gerade des« halb nickt irgend einer Vergeioaliigung eines Volke«, des deutschen noch irgend eine« ander», unsere Zustimnumg geben. Hier gibt e« ?eine Konrpromiffe. Jeder Kompromiß ist verdächtig, fede Zu- timmung zu einer imperialistischen Handlung macht uns selbst der« dächtig des Imperialismus. Wir wollen frei von rhm fein und als befreit von ibm in der Völkergemeinschaft erfSieinen. Wir wollen den Franzo'en ein Pstrnd dafür geben, daß wir all? Bedingungen des Vertrags erfüllen, aber ein Pfand, wieeS vereinbar ift mit den Gedanken der neuen sozialistischen und demokraliichen Völkeiide«. Dies z» finden allerdings ist eine Aufgab« nnserer Politiker. Niemals aber kann es darin bestehen, daß wir die Grund« iätze eben dieser neuen Bölkeridren verraten. Zoöustrie und kandek. Die Lage des deutschen ArbeitSma�ktS. Da» vorn Statistischen ReichSamt« herausgegebene Reichs- Arbeitsblatt berichtet über den Arbeitsmarkt im März 1010 in seinem Sprilhest wie folgt: Die Hau p t i n d u str iezw« i ge zeigen da? gleiche ungünstige Bild wie im Vormonat, wenn auch vereinzelt eine leichte Besserung d-S G-schäflSga-ngeS eingetreten ist. Neben dem Nahrung«, und Genußmittel« sowie dem Baugewerbe befindet sich besonders das Spinnstoff- g« werbe in einer wenig erfreulichen Lage; Aufträge auf Papier- garn und Papiergespinste sind fast sämtlich wieder rückgängig ge- macht worden, so daß mit weiteren ArÜeitSeinstellun» gen zu rechnen ist Nach den Nachweisungen der Krankenkassen standen am 1. April 1910 im Vergleich zum Anfang März insgesamt AI 773 oder 3.2 Proz. mehr Mitglied-! in Beschäftigung. An der Sieige» rung der Anzahl der Mitglieder ist da« mänuls-be Ae�chlecht mit 229 140 oder 6,1 Proz. und da« weibliche mit 12633 oder 0A Proz. beteiligt. Wie bereits im Märzheft hervorgehoben worden ist läßt jvdoch die Entwicklung der Pflichtmitgliederzahl z. Zt. einen Rückschluß auf die Bewegung de» tatsächliche» Beschäftigung«. stände« nicht zu. da die Erwerbslosen z.%. unter den Pftichtmit- gliedern mitgezählt werden. Die Statistik der Arbeitsnachweise läßt erkennen, daß im DerichtSmouat die Zahl der Arbeitsuchenden, bezogen auf die Zahl der offenen Stellen, sowohl beim männlichen alz auch beim weiblichen Geschlecht nicht unwesentlich abgenommen hat; der Rückgang ist bei den Krauen etwas stärker als bei den Männern hervorgetreten. Im März kamen auf 100 offen« Stellen bei den männlichen Personen 168 Arbeitsuchende, beim weiblichen Geschlecht 160 fgegen 206 bzw. 203 im Vormonat). Tie Berichte det Zentral- auSlunstöstellen der Arbeitsnachweise über die VermittlungStätig» teil im März weisen teilweise eine leichte Besserung de» SrbeitSmarktez auf, deren Ausmaß vorläufig aber noch recht gering ist. Die Arbeitslosenziffer ist im März teilweise zu. rückgegangen; während sie Anfang März 1076 368 und am 0. März 1 072 964 betrug, war sie am 10. März auf 1 040 747 gefallen; allerdings Ende März wieder auf 1 003 364 gestiegen. Die Ab- "ahme'st zum großen Teil auf die Ausführung von Notstands» arvelten. zum Teil auf Meldungen zum Grenzschutz sowie schließ. lieh auch auf ein« leichte Besserung in der Lage einzelner Industrie. zweig« zurückzuführen. Nutzer in dem Bergbau haben sich in der Landwirt. schaft. besonder» nach dem Einsetzen der Frühjahrsbestellung. die«n-orderungtn von Arbeitskräften stark vermehrt, ohne daß der -»achncoge hätte entsprochen weichen können, wenn auch die Ver- sich etwa? günstiger gestaltet«. Ser Avbe,tSmarkt für weidliche Arbeitskräfte ist nach vw bot durch da« Anschwelle der Arbeit-losenzfffer gekennzeichnet. - w« Jx-"0 lwn Arbeiterinnen auS den Rüstungsbetrieben so- rne dt« Ablömng der weiblichen Bureaukräste gehen ständig weiter. Di« Un.erbringung auf dem Lande scheitert ebenso infolge der früheren hvhen Verdienste wie an der Abneigung der Landwirte gegen solche ArbettSkräfte. Auch besteht weiterhin häusig eine IMust zur Annahm« von häuslichen Diensten Auf dem ArbcitSmarit für k a u f m ä n, s ch e Angestellte konnte Me 3ö*h ver Ern�rbKlosen durch Einstellung bei Behörden und in privaten Betrieben al« Ersatz für weibliche Angestellte etwa» verringert werden. GroßSerlln Die Hausbesitzer und die neue Zeit. Der Zentralverband der HauS- und Grund- besitzervereine Deutschland«, dem 670 Vereine mit etwa 260 000 Mitglisdern angehören, hatte gestern in Berlin eine Tagung der Vorständedeleq-erten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des pveußiichen Landesverbandes, Justizrat Baumert. Spandau, ergriff als Vertreter dcS Reichskomi ssars für das Wohnungswesen Ministerialdirektor Conze da« Wo�l. Das Reichskommissariat sei, sagte er,.dazu berufen, die Interessen aller wahrzunehmen, die mit dem Wohnungswesen zu tun haben, also vor allem(?) deS HausbcsitzcS." In evivem Referat über.Grundfragen der Verfassung und Verwal- tung und die Vertretung des HausbesitzeS" kam UniversitätSprofeffor Dr. iuc. B o r n h a k- Berlin zu der Forde- rung beruf? ständisch er Vertretung, für die von be- sonderer Bedeutung der Haus- und Grundbesitz sei. Für die G e- mein de als vorwiegend wirtschaftlicher Verband sei, erklärte der Referent, a S allgemeine Stimmrecht sinnlos'!), weil da der Besitzlose.sich alle möglichen schönen Dinge auf Kosten der Besitzenden bewilligen' könne(Lebhafie Zustimmung.) Die Leitsätze des Verbandsvorstandes fordern Berücksichtigung der Wob- nungSfcage in Verfassung and Verwaltung von Reich, Staat und Gemeinde und weisen han aus die Möglichkeit geregelter Enteig- mitug und wirtschaftlicherer Neuaufteilung von Bauland. Die nach politischen Gesichtspunkten gewählten Neichs», Staats- und Ge- »«eindeparlamente seien zu ergänzen durch Körperschaften, die nach Maßgabe der wirtschaftlichen Leistungen aus allen Gruppen des Wirtschaftslebens einschließlich Hausbesitzer zusammen- gesetzt werden. Nach wie vor werden auch HauSbesitzcrkammern als besondere wirtschaftliche Vertretung der Hausbesitzer verlangt. lieber.Der H a u S d« s i tz in der zukünftigen Steuer« Politik' referierte Justizrcrt Dr. 25. Loewenfeld-Berlin. Man müsse verhindern, daß dem HauSbesitz zuviel Lasten aussr- legt werden. Bei der jetzigen Regierung finde, klrrgie er, der Haus. besitz nicht dl« Berücksichtigung, die er verdiene. Di� von dem Per- bandsvorstand aufgestellten Leitsätze zu diesem Referat wendsn sich unter anderem gegen weitere Erhöhung der. GrundstückSumsatz- steuer und fordern für den Gesamtbetrag der boi GrundstückSum» sätzen zu erheh�nden Steuern eine ober« Grenze. Eine Ver- mögensa b gab« aus Grundbesitz würde von ocn meisten Hauswirten nicht sofort gezahlt werden können, daher solle man sie als dingliche Last in Form einer TilgungSrente auf den Grund- besitz legen. Zur Frag-.Sozialisierung und Grund. besitz' führte Generalsekretär D i e f k«- Charlottenburg als Re- fevcnt aus. daß beim Hausoefitz die Voraussetzung der Sozialisie- rung, die monopolistische und kapitalistische Entwicklung, im ganzen noch feble. Der Hausbesitzer sei, meint er, nicht eigentlich Kapitalist, sondern.in erster Linie Arbeiter, geistiger Ar- bei! er', indem er sein Hau» verwaltet, an dem er durch einen kleinen Kapitalanteil interessiert ist." Nur Bauland zu sozialisieren und auf ihm die Gebäude privaten Besitzern zu überlassen, fei möglich, doch auch diesen Gedanken müsse der Grundbesitz ver- werfen. AufklaunÄig durch Staat oder Gemeinde brauche man zur- zeit nicht zu befürchten, bedenklicher aber seien die Vorschläge, durch scharfe Besteuerung das Eigentum am Grundbesitz wegz>lsteuern oder eS durch Uebernahme der Hypotheken auf den Staat in sein« Hand zu bringen. In der Besprechung dieses Referate« klagt« Herr van der Borght über»ruinöse Steuerpolitik', durch die den Hausbesitzern ihr Eigentum ohne Entschädigung abgenommen werde. Die Leitsätze des Verbandsvorstulrdes decken sich mit den Ausführungen des Referenten. Alle Leitsätze zu den drei Referaten fanden die Billigung des Halislesitzortages. Achtung! Soldatenräte! DirnZtag, vormittags TO Uhr, Bollsrrsammknng der Soldaten- röte von Groß-Berlin im Plenarsaal de« Herrenhauses. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Bericht Uber den ReichSsoldatrnrat. Referentl Samerad Scholz vom Zentralrat. 3. Verschiedenes. Militärischer Ausschuß des VollzugSrateS Groß-Berlin. Molkenbuhr.\ L l b r e ch t. Vermisttennachforschnng. In den DnrckxangSlagern, welche die Kriegsgefangenen beim Eintreffen in der Heimat passieren urüssen, erhält jeder Krieg«. gefangene ein« Liste der Vermißten seines Truppenteils mit An- gehörigenodreffen. Auf Grund dieser Listen sollen die �Zurück- gekehrten in den Durchgangslagern Angaben über da» Schicksal ihrer Kameraden machen. Jeder behält seine Liste auch beim Ver- lassen des TurchgangÄagerS. um auch späte: nach weitere An» gaben machen zu können. Das Krie�Sministerium kann diese Listen nicht vollständig auf. stellen, da teilweise die Angehörieencdrcssen fehlen und noch Truppen Weitungen ausstehen. Es muß daher die Hilfe der An- gehörigen in Anspruch nehmen und bittet jeden, der bisher ohne irgendein« Nachricht über einen vermißten HeereSangebörigen ist, um sofortige Uebersendnng einer einfachen Postkartt ikeine Briefe oder Listen) mit folgendem Inhalt: Lnschriftseite: Aw daS. Zentral-NachweiS-Bureau de» Kr:eg«minist«riunis Berlin NW. 7 Dorotheenstr. 48. Angalbe der Adresse de« Absenders: R ü ckfei t«: Angabe deS Truppenteils, der Kompagnie usw.. de: Dienst. arades, NomenS, Vornamens, Geburtstages und Geburtsortes deS Vermißten und Tag und Ort de« Vermitztseint(deutliche Schrift, ohne weiteve Zusätze.) Ter Schiedsspruch von den Magistrutsaugestellleu uugeuommeu. Sowohl der Berliner Magistrat als auch eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der MagistratShilfskräfte, die am Sonntag- vormittag im Sportpalast stattfand, haben den Schiedsspruch deS SchlichtungsauSschusseS Groß-Berlin zugestimmt. AlS Vertreter teS ZehnerauSschusseS teilt« G ö t t l i n g mit, daß der Magistrat am Sonnabend in später Nacktstunde den Schiedsspruch vollinhaltlich angenommen habe, eine Mitteilung, die von der Versammlung mit großem Jubel aufgenommen wurde. Durch die Vereinbarung wer- den die Gehälter der Hilfskräfte um durchschnittlich 100 M. monat- lich erhöht. Sie betragen für einlache männliche Hilfskräfte 336 bis 436 M., für qualifizierte männliche HilfSkärfte 366 bis 460 M., für Expedienten und HilfSbuchhalter in der Slcckt-Haupttasse 366 bi» 475 M., für weibliche Hilfskräfte 280 bis 425 M. Die Kündi- gungSfrist und der Urlaub sind nach den Wünschen der Angestellten geregelt und ihr Mitbestimmungsrecht in allen wirtschaftlichen und daS Arbeitsverhältnis Serreffenden Fragen anerkannt Besonder» betont wurde, daß das Mitbestimmungsrecht als erster Schritt der Sozialisierung der Gemeindeverwaltung' von großer Bedeutung sei. Ohne Aussprache wurde eine Entschließung an. genommen, wonach.die Versammlung mit Beftiedigu'ig von der Zustimmung des Magistrat» zu dem Schiedsspruch Kenntnis ge- nommen und allen Stellen, die am Zustandekommen der so dringend rmHrv»ndigen wirtschaftlichen Besserstellung der Hilfskräste beteiligt , ihre volle Anerkennung ausspricht. W' e uns vom Magistrat mitgeteilt wird, hat er übrigens bereits vor Erlaß de» Schiedsspruchs das Erforderliche veranlaßt, um daS Verhältnis der verschiedenen Gruppen der Beamten, Angestellten und Arbeiter im Sinne der Ausbildung das Mitbestimmungsrecht in allen die wirtschaftliche Lage und das Arbeitsverhältnis der ver- schiede«« Kruppen berührenden Fragen allgemom zq regeln._ J notwend waren KriegSfürsorgcmarken. Während deZ Monat» Mai werden Freu- marken zu 10 Pf. und 15 Pf. der gewöhnlichen Art mit dem schwar- zen Aufdruck„5 Pf. für Kriegsbeschädigte" unter Erhöhung� chrcS Nennwertes um je 5 Pf., also zum Einzelpreis von 15 Pf. und 20 Pf., an den Postschalterm geeigneter Postämter verkauft. Ter Ertrag des Aufschlags ist für die Zwecke der Kriegs beschädigtenfürsorge bestimmt. Die Marken gelten mit ihrem Nennwert von 10 und lS Pst zur Freiingchüns von Postsendungen usw. im ReichS-Postgebiet sowie �im Verkehr nach Bayern und mit Württemberg und bleiben auch über den Monat Mai hinaus gültig. Die Marken werden nur in beschränrien Mengen hergestellt Besteller auf größere Mengen werde» auf dem letzten Ausgabetag(31. Mai) verwiesen und dann nach dem Ver- hältniS der Zahl der Käufer berücksichtigt. Radrennen üi Treptow. Zu dem klassischen Dauernrrnen„DaS Golden« Rad' wurden gestern zwei Borläuse' über je 50 Kilometer ausgefahren. Acht Tauerfahrer stellten>ich dem Starter, lll n ersten Vorlaus gewann �berraschendertveise Thomas vor Dauer; Lc- toanow gönnte sich mchreve freiwillige Atempausen, �wodurch er aber auch immer mehr in- Hintertreffen gelangte und Hoffman» tonnte infolge wiederholten RadschadcnS in den Kampf überhaupt rucht eingreifen. Im zweiten Vorlauf hätten alliT Fahrer unter Rod- und Motorschäden zu Irden. Nach wechselt! ollen Plazierungen rm. Rennen gewann dann Saldow endlich die Oberhand über Pawte und Krupkat; Kuschkow gab das Nennen einer schmerzhaften Hand wegen schon frühzeitig auf. In den Fliegerrennen, �besonder» im ProiS um die Armbinde, kam es zu recht lebhaften Kämpfen. Ergebnisse: Armbindercnncn, 1800 Meter: 1. KopS 4 Mm. 3 Sek., 2. Hiepcl, 3. Tetzlaff, 4. Rädlitz.—.Da« Goldene Rad'. so'-| 1 1 � m" m now Ki____________...._______________________ 600 Meter zurück; Kuschtow aufgegeben.— En tschäd! gungö samv'. 3 Runden: 1. Sennecke 1 Min. 26 Sek., 2. Sorwall, 8. Hahn, 4. W"e. gand.— Trostfahren, 1000 Peter: 1. Abraham 1 Miu. 54«ek.. 2. Häusler, 3. Krahner, 4. Münzner. Oberschöt'.eweide. Die Gemeindevertretung beschloß rn ihrer letzten Sitzung gegen die Stimmen der Unabhängigen den Beitritt zur GaSgesellschafi Nioderbarnim. Während die Redner der Un> abhänaigen den Beitritt ablehnten mit der Begründung, daß der GefellschaftSvertras! kbnev« wrnw srei sie: stick•» Gestr atme, erklärteil die Genossen Schwarzburgev, RamSbrock und Birnbaum, daß unser Beitritt, unsere Mitarbeit in Aufsicht«- rat und Gesellschaftsversammlung in Verbindung mit gleich- gesinnten Kommunen und einem neuzeitlichen Geist atmenden KoeiStag sehr wohl in der Lage seien, Einfluß zu nehmen auf Per» tiäge, Preisfestsetzung und Verwaltung. Ferner sei der Beitritt in dir KreiSgesellschaft einem Schiedsspruch vorzuziehen, da in«rsierem Falle auch der Gemeinde finanzielle Vorteile erwachsen. Für d:e. Wahl-um Kreistag erhielt dte sozialdemokratische Fraktion von 4 zu Wähletiden I Sitz(Sckioarzburgeri, die U. S. P. 2 irird die Bürgerlichen gleichfalls 1 Sitz. Die im Anschluß stattfindend! Schösfenivahl ergab die Wahl deS Genossen Schwarzburger m" 16 Stimmen gegen 14 Stimmen, die auf den Kandidaten der II. S. P. entfielen. Eine ausgedehnte Debatte entspann sich über die Frage der Eingemeindung zu einem Groß-Berlin Di« Geno'fti- Schwarzburger und RamSbrock traten ivarnt für Projekt der Eingemeindung mit entsprechender Dezentralisation ein. Von den Bürgerlichen wandte sich alS einziger Schöffe Her- w i g gegen eine geplagte Eingemeindung zu Berlin. Tie Unad- hängigen übten die gewohnt« Tätigkeit, bekvftstte.n alle bisher gemach- tcn Vorschläge, sprachen der Regierung ihr Mißtrauen aus, brachten selbst aber keine positiven Vorschläge. Ein Antrag der Unab- hängigen, den Schulunterricht im Sommerhalbjahr um 8 Uhr b» ginnen zu lassen, wnrd«, nachdem ein Lehrer als Mitglied de- Gemeindevertretung sich dageqen ausgesprochen hat und unser Redner sich gleichfalls nach Nückspra»« mit sozialen Lehrern, dem angeschlossen, wonach nur für die Unterstufe ein späterer Schulbeginn zulassig sein soll, mit 16 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Niederschönhausen. AuS der Gemrinbevertreiung. Die Er- höhung der Zahl der Schöffen von 3 auf 6 ist genehmigt worden jedoch macht die Regierung darauf aufmerksam, daß eim ztvetter besoldeter Schöffe nicht angestellt werden könne mit Rücksicht� auf die Eingemeindung Groß-VerlinZ. Der Holzverkaus soll vorläufta eingestellt werden, da kein trockene? Holz von dem settherigen Lieferanten geliefert werden kann. Groft-Berliner Lebensmittel. Lichtenberg. 100 Gramm ch-ferflockm Abschnitt IS gemeins. S-ben5- mittellatte. ZöS Gramm flirnstbonig Abschnitt 22. ICO Üiramm Welz:- grl-b Abschnitt Sä I(statt« für Jugcnvliche). Fluß->i»o Se-sischr- 345(!. I. G st, Vi Pfund Räiicherwarcn: 348 E. I. G K. Fischkonftc- ven: 333 E. y. G. K. Vi Pfund Heringe: 313 ffi. I. ffl. st.— 50 Gramm BralscU Abschnitt D 2 Einsuhr-Zusatzkarte(gleichzeittge Vorlegung der Speisefettkarte): 6. bU 11 Mai.— 250 Gramm ausländische! Weizenmehl(Geschäfte mit roten Schildern) oder 250 Gramm inländisches Wcizenmchl(Geschäfte mit weifen Schildern)> Abschnitt C 1 Einfuhr- Zusatzkarte: 3. bi! 8. Mai. Pankow. Ab morgen. Montag, 200 Gramm Graupe»(21) uns 250 Gramm Salzberlnx«(27). �,.._.... Llchtcrselbe. 30 Äraium Butter, 40 Gramm Aetntalg<2 Taselri). 50 Gramm Bcalsett. 250 Gramm amerikanische! Weizenmehl ans C 1 der Einsuhr-Zusatzkarte, 1 Kilogranmi Gemüsekonserven in Doseir aus Rr. 112 der Lcbensmiltelkatte, 250 Gramm Suppe» auf Nr. 21 der Lebensmittelkarte. 10 Päckchen Milchsübspelsen aus die für März— Juni gültia« Magermilchkarte, Verkaus 5. und 6. Mai in der Marttstub« Goetbesiraße; je l Psund Kindergerstenmehl gegen Rückgabe der»vr... MUchkartenmiitelstück« B 1, B II, C I und 0 II, Verkauf in den flcnsi- rürengeschäsien, 1 Pfund stindergerstenmehl und t Psund Haserslocken aus Nr. fi der grauen Haserslockenkarte für stinder bi» zu 2 Lahren fnr Monat Mai(stonsttürenaeschäsie). 5 Pakete Zwieback(«ek«) auf Nr. 13 der Bezugskarie für lOjährize(K-nsttürengtschäst-).'«in hatte« Pfu«» Schokolade gegen Vorlegung der für Mai güfttaen Vodmi.chiane Nr. 5(grün) für werdend« Mütter. Verkauf Markisiub« am 6. Mm. Vom 5. Mai ab ein halbe« Pfund Heringe auf Rr. 18 der blau«, Be- zugakarie. Srob-Berliner Lebensmittelkarte Abschnitt 1? �4 Pfund amerikanisches Wci�enanSsugsmebl am Lagerplatz der Gemeinde(von 3 bi« 12 rrnb von 2 b!« 6 Uhr). Abschnitte 18 und 19 zusammen% Pfund Nährmittel auf Britzer Ausweis. Abschnttt 66 und Torla-e de: Milchkart«, auch Mager- und strankenmilchlatte 3 Pakete Milchslixst'eise und 2 Pak-le 8wi«back je Kind und Person. Abschnitt 67 1 Herrng oder Vt Pfintd lleine Fisch«. Abschnitt 68 1 Ei für Personen über 60 Jahren, soweit«ingeiragen. Abschnitt 69 Sond-rzuteilung flu Kinder und Kranke. Der Verkauf von Niudfleischkonserven. 1 Psmrd�Dosen Erosen. Ring- äviel und Sauerkraut wird fortgesetzt RowaweS Ausgebe neuer Karicn an Hauswirte oder Stellvertreter Pilekterssr 81. 6—1: Dienstag Bezirke 1, 2, 3. Mittwoch 4, S. K, 7, Dom crStag 8 S. 10. Freitag 11. 12. 13. PotZdamer Forst. Babcwbc.'g und tÄ Herrn Gnmert für B-rgstücken.- Montag, 12. Mai 1Ä Gramm Schweinejleischprodnkte(S 2. Abschnitt C 2 ist morgen. Moniag, und Xlenltag bei den Fleischverkänfem gegen Quittung abzugebe». Groß-öerliner parteinachrkchtea. 15. Abteilung. Frauen, bitte Inserat betreff« Frauenversammluug ��42." Abteilung. Dienstag. 6. Mai, Decsammlung in der Schulaula, Oftendet Sri. 39. All« Vorwärtsleser siird ciug.eladen. Lichtenberg. Heute 7',. Uhr, Aula der Volksschule, Marttstr. 11, »rauerwersammlmia. Tagesordnung: 1. Tie ftornmunaUJlnung bei Sebensmittelverieilung. Referent; fflen. Stadtvervrdueter A. Virus. Z. Aussprach«.___ Jugenöveranftaltungen. Fried richShagrn. Heckte Unter haltmigS abend im Jugendheim. Scharnweber'tr. I05ft. Wetter« Veraujiattuugeu©oiutcrstag von TH—Oto Uhr._;_ Wetterbericht vi» DrenSragmittag. Zunächst noch riemllch kühl, über- wiegend bewölkt Bei ziemlich frischen nördlichen Winden, besonders östlich der Oder, an vielen Orten etwas Regen. Später im Westen b«» flbuicß&c%u|friucrunQciL GewerkschofisbewWng Dringliche Joröerungen der Angestellten. Die Verordumig bcS Dcmobi lmochu ngSsmie Z über bie Frei- «uichung von Arbeitsstellen während der Zeit der wirtschaftlichen Deinsbilnrachung vom 2i>. März 1319 hat in den Kreisen der Pri- vatcmgestellien tlieunruhigung hervorflenlsen. Die Organisatimien verkennen zivar nicht, oasz Maßnahmen notwendig sind, um eine bessere Perteilung der ArivitSkräHe an den e-nzelnen Lrten her- bcizuführen. eS wird aber befürchtet, daß bei den in der Verovd- nnufl verpesehencn. Knns-'ina n von Vlnr* i:'!' d.e erst n•-'•:/> dcS Krieges dem jetzigen Beschäftigungsart zugezogen waren, vor allein Owjeuigcii mit aer ieintiassuiig zu rechnen hätten, die sich im folge ihres gewerkschaftlichen Auftretens bei der Firmenleitung niißliebig gemocht l>aben, Tic Nngeslellten werden in dieser Be- fürchtung dadurch noch bestärkt, daß sich auFi in den letzten Wochen rmmer wieder Maßregelungen von BertraiZenSleuten oder Mitglie- denn der AngeftelltenouLschusse ereignet haben. Im§ 9 der Ver- ordnung ist zwar hervorgehoben, daß der AngestelltenanSschuß vor der Kündigung zu hören ist, doch steht ihm eine Entscheidungs- beftignis nicht zu. Die Arbeitsgemeinschaft freier Angestellten- verbände Hot deshalb beim Reichs anbei isamt den dringlichen Antrog gestellt, durch eine besondere Verordnung d. n Angestellten- «n'S schliffen in den Kündigi ingsfä llcn � die sich aus dem Erlaß vom ZL. März ergeben, ein wirkliches Mitbestimmungsrecht einzuräumen, um so einen lbdiß brauch der erwähnten Vero-röntmg zu Akaßrege- iungen zu vernteiden. Falls z» vischen dem Angrstelltenausschuß und der Firma«ine Einigung nicht zu erzielen ist, so soL dem SchlichwngSouSschuß die endgültige Entscheidungsbefugnis einge- räumt werden. In einer weiteren Kundgebung der Arbeitsgemeinschaft freier Angestellteniverbönde an da» RoichSarbeitSamt wird erneut die Dringlichkeit einer Verschmelzung der Angestellten- und Arbcitervcrsichcrung betont. Die Notwendigkeit einer solchen Vereinheitlichung der sozialen Versicherung ergibt sich neuerdings besonders auS dein Umstand, daß die Gehallsgrenzc für die JwooHdenversicherung mit 2000 M. nicht länger haltbar ist. daß ferner die Definierung de? Degriffcs„Angestellter� zu immer wachsenden Schwierigkeiten führt und schließkick auch geplante N-m bauten pder sonstige erhöhte Bcr- Nmltungskostcn der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte eine beschleunigte Erledigung der Bcrschmelzmtgssrage erfovdedllch machen. GS komint dazu, daß auch angesichts der Massen enrlassun- gen von Angestellten eine Neuregelung der'Ersatz-BetriebSpensionS- «rssen nottvendig wird. EL kann den Angestellten nicht länger zugemutet werden, daß sie bei diesem unfreiwilligen und unverschul- deten Austret«! aus ihren bisherigen Firmen der bisher einge- zahlten Beiträge und Anrechte verlustig gehen sol- l e n. Bei der ohnehin starken und infolge ihrer Lage berechtigten Unzufriedenheit der Privatangestellten sollte das Reichsarbeitsamt nicht länger säumen, sich unverzüglich der Lösung dieser dringlichen | Fraaen zuzuwenden Sie A vbei t Sge meins cbaft freier Angestellten- verbände glaubt auf eine Erfüllung ihrer Wünsche mit um so grö- ßerer Berechtigung rechnen zu tonnen, als sie infolge des Anwach- senS der gewerkschaftlichen Angestellterilliewegung jetzt bereits über eine Anhängerschaft von 40 0000 Mitgliedern verfügt. - Tie Angestellten des Web- und TLirkwarcngrofthandelS versammelten sich am Freitag zahlreich in Haverlands Festsälen. Fräulein Weinberg(Zcntralverband der Handlungsgehilfen) und Herr Reckes(Gewerkschaftsbundi referierten über die mit den Arbeitgebern gepflogenen Unterhandlungen bezüglich eines bis zum Abschluß des vorgeschlagenen Tarifvertrages gültigen Gcbaltsprovi- soriums. Da die Arbeitgeber an den vorgeschlagenen Sätzen, die der sch!«bten Lage des Faches Rechnung tragen, erhebliche Abstriche gemacht haben, konnten die Referenten eine Annahme des Verband- lungSresultaies nicht empfehlen. Sie betonten besonders, daß von � Leistunnsunfähigkeit der Unternehmer in Anbetracht ihrer ungeheuren in der Kriegszeit gemachten Gewinne nicht die Rede sein kann. Es wurde schließlich nach kurzer Debatte folgende von den Rcse- rentcn vorgeschlagene Entschließung mit allen gegen zwei Stimmen angenommen Die am 2. Mai d. I. zahlreich versammelten kaufmännischen Angestellten der Strickgarn-, Woll-, Web-, Strick- und Strumpf- warenbranchen nehmen mit Bedauern davon Kenntnis, daß der Ar- beitgeberverband an dem aufgestellten Provisorium erheblich« Abstriche vorgenommen hat. Sie hatten ertvartet, daß die aufgestellten j Sätze, die den augenblicklichen Verhältnissen nur einigermaßen ent- sprechen,«in« geeignete Grundlage für Verhandlungen bieten würden. Tie Versammelten beauftragen daher ihre Vertretungen. den Zentralverband der Handlungsgehilfen und den Gewerkschafts- bund kaufmännischer Angestelltenverbänd«, dahin zu streben,.daß die von diesen vorgeschlagenen Sätze, die in Anbetracht der heutigen Notlage der Angestellten noch als bescheiden angesehen werden müssen, von sotten der Arbeitgeber anerkannt werden. In dem Pro- visorium muß auch die Regelung der Urlaubsfrage enthalten sein, ebenso dürfen Kündigungen und Entlassungen bis zum Abschluß des Tarifvertrages nicht vorgenommen werden. Igen weniger hedentungSvollen Punkten sind Zugeständnisse gemacht ! worden, aber in den Hauptforderungen: Erhöhung der Teuerungs-> zulage und Urlaubsbcwilligung ist keine Vereinbarung zustande ge- kommen, da die Postverwaltung in diesen beiden Fragen ncch auf demselben Standpunkt steht, den sie bei den vorhergegangenen Ver- Handlungen einnahm, und zu weiteren Zugeständnissen sichnichtbereitsindet. Die Oberpostdircktion sagt, die Lohn- forderungen der Aushelfer seien höher als das Einkommen eines angestellten Beamten im sechsten Dienstjahre. Dem wird entgegengehalten, daß bei diesem Vergleich außer acht gelassen nstrd, daß die ! Beamten für jedes Kind eine monatliche Zulage von KO M. und eine Temobilmachungszulage von 120 M. monatlich für Dezember bis Februar erhalten, daß die Beamten auch Dienstkleidung oder Kleidergeld bekommen und pensionsberechtigt sind. Da alle nicht planmäßig angestellten Beamten nach einer Dienstzeit von sechs Monaten einen Urlaub von zwei Wochen erhalten, so erfordert e? die Gerechtigkeit, daß auch die Urlaubssorderungen des Aushilft- Personals lnach einem Dicnstjahr 7 Tage, steigend bis 14 Tage nach fünf Tienstjahren) erfüllt werden. In der lebhaften Diskussion wurde das geringe Entgegenkommen der Oberpostdirektion und ihr mangelndes Verständnis für die Not. läge des AuShilsspersonals scharf verurteilt und die Erfüllung de? berechtigten Forderungen'gefordert.- Um auch das letzte Mittel einer friedlichen Beilegung des Konflikts nicht unbemitzt zu lassen. beschloß die Versammlung, dem Vorschlage de? Reich Spo st Ministeriums zu entsprechen und einen Schiedsspruch des Sch lichtungsaus schuss es beim Reichsarbeitsamt herbeizuführen.— Von dem Schiedsspruch soll die weitere Stellungnahme des Aushilfspersona!-- abhängig gemacht werden. Eine gleichzeitig auf dem Hofe de? Gewerkschaftshauses abg? halten« Parallelversammlung faßte denselben Beschluß. Lostnbeweffnni, der PostauShekfer. Einer überfüllten Massentiersammlnng der bei bei lIberpost- direktion Berlin beschäftigten Aushilfskräste, die gestern im Gewerk- schartshause tagte, erstattete die Lohn kommt siion Bericht über die stattgehabten erneuten Verhandlungen mit der Oberpostdirektion. In eint- Chemikcrbund. Die bereits angekündigt« Gründung einer Groß-Berliuer Orts- gruppe de§ Bundes der angestellten Chemiker wurde kürzlich im großen Saale des Hofmannhauses vom vereinigten Arbeiterausschuß des Bundes vollzogen. In eindringlichen Worten legte der Haupt- redner des Abends. Dr. Mitkelstenscheid, die Bestrebungen des Bun- des dar. dem sich besonders in der heutigen bewegten Zeit ein reiches Feld der Betätigung bietet. Der einmütige lebhafte Beifall. den seine klaren und sachlichen Ausführungen in dem gefüllten Saale fanden, bewies am besten, wie stark der Wunsch nach Zusammen- schluß unter den angestellten Chemikern, Physikern und Ingenieuren der chemischen Industrie verbreitet ist. Verantwortlich filr Politik Artnr glöler,«charlottcntmrn, für den übrigen Teil de- VtatteSi Rltrcb Sitiol», Neutollni tür Anzeigen Theodor Niloire, Perlin. Verla« Vorwärts-Vcrla« S. in. b. H.. Berlin. Track BorwäriS-Bnckidruckeret und Verlaasanktalt Vau! Sinaer u. Co. in Berlin. Lindenstrafi« S. Wanzen und Motten mit Brut werden radikal vernichtet durch Wanzentod Pfeisferol in Flaschen zu 5,— Mark, 3,50 Mark, S,— Mark und 1,25 Mark und Mottcntod Pfeisferol(50 Pfennig) überall zu haben.— Herr Karl Schwabe, Drogerie, Pcrleberger Straße 25, schreibt: Senden Sic mir wieder je ein GroS von den großen, je zwei GroS von den lleinen Packungen Wanzentod. Meine Kundschaft ist mit ihrem Präparat außerordentlich zusiicden. und ilaurwnHser l'fclfforol gesjen Unztcter für Kinder, »lösche a,75 Mark und 1,75 vi ort. Paraslten-Iilnlment l'feifferol gegen Ungeziefer. 3,75 Mark. 1,75 Mark. Trlereael-Pnder PtellTcrol gegen Flühe, Dose 1,35 Mark. Kiiider-Pnder Pfellferol. beste» Einstrenmittel für Kinder. ToUettc-Uaarwa»ser PfeiiTcrol gegen Kopfsclinppen und Schinnen, ein ideale» Haarpflegemittel,»laiche 3.50 Mark. Äpcthsker fllto Pfeiffep a Piehler,»Bs.seMsir.i?, Licfcronte« der Deutschen Armee In»nhpslege-, Ungeziefer, und»rostmitteln idmirals-Paiasl Täglich V.8 Uhr Sonntags 3 u. 7 Uhr Die neuen Ballette. iL Gespensiersehloß Wiener Walzer außerdem » Tanz-Rcvae teo, Harmonium, Snoal. neu, gebraucht, S«tb- steioklüaet, v-rkauit billig «ras». Oranienttr.>«« III.- MrMnktfe mit« Läden u. Wohnungen von 5 Zimmern, 1S06 er- baut, mit allem Romfort ausgeftattet, sehr billig für M. 285 v«>,—, bei M. 23 500 Mieten zu verlausen. R iar. Scbmlctt SOhac, Eeipjigetstt, 112,8. Mauerfl. Zentrum 12600—3 uud 8066, Mi- Hill iariianl l>r. med. Hascht, FriedPielistr.iösÄh�oi. Spr. 10—1 u. 5—8, Sonnt. 11—1. Erfolgreiche Behandlung.* Sanitütarat Dr. Müller, Friüöriclistrafie 19D 11 , Eingang KroacnstraBe.* Spr. 11-1, 5-7, Sonnt. 11—1. Erfolgreiche Heilertolge. Dr. med. Geyer, rfießriclistr.lll Spr. 10— 1, 5—8. 123/11» Erlolgreiclie Behandlung. Uaot-ilimani Df. med. Woekenfut Friedfiehslf. 115„S�rör. Spr. II— I. 6-7. 123/7« Erfolgreiche Behandlung, Hant-fiaraarzt. Erfolgreiche Behandlung. Sönigstr. 34/36 Alexanderplatz. 16—1, 5—8. Sonnt 10—1. — ZUcht»»rs«tzfe— Cchlller können Versäumtes einholen im fiääaao- ginin Sieben i. Wagner, CSpenlck. St. 71 Sporthäus Willy Kohlmey Fernspr. Ndp.2782 Berlin N. 24 Fernspr.Ndn.2782 Ziegelstr. 3 (an der Weidendammer Brücke und Bahnhof Friedrichstraße) Sdirelbmascliim I Grolle Ausw. all. System. B Rechen-, Heft-, Kopier-u. H Vervielläitig.-Maschine D § Organisations- 1 o- und Bureaumöbel Z � Eiß. Reparat.- Werkstatt® S u. Orßanisationsbureau l.j i WilhelDi Dreusicke J Kommandantenstr. 66 Sektkorke, gehraucht, Stücn 20 PI., Wein korke, lange, Stück 4 Pf- kauft Sperber, Zehdenicker StraBe U(Rosenthalcr Tor). Norden 4803. !!! Geld!!! für jede Wertsach«. Höchste An- tautspreis« für Pfandscheine, Brillanten, Doldgegenstänbe. Teppiche. Bücher ufm. Woiff, Friedrlchsir.41 1». Eckestochstr Ain Scharaiitzelses haben wir, direkt am Wasser gelegen, ein mit allen modernen Einrichwnaen versehenrsVillengrnndstück, enthalt. 12 Zimmer, große Diele, Portlerwohnnng zu dem billigen Preise von 238000 TO. tufl. CEinrichtung und Inventar»u verkaufen. Zu der Billa. deren Sruird- ssäche tnkll Obstgarte» prka 298.70(HR. beträgt. arhStt ein Wtrtschastszeeäude mit fgagenrevis«, Pferdestall, Rntschrrwohnung usw. Isr. Sctue.ldt SCUne, Letpzigerst. 112, 8. Mauerst. Zentrum 12600—3 n. 3066. Suche zn kaufen i NnrmrilckL" a* 1914 bis henke, oder «VölwUlUI kleinere Reihe diese Jahre enthaltend. Angebot mit Preioangad« erbeten unter Chiffre F. 21 an die Expedition. 2170D» ÄsgöAiIigiiilles! /lsdeikiose! vurch Verlaus unserer Broschüren und Extra» hlätter verdienen Sic viel Geld ohne Risiko. Meidungen Werktags von 11 bis 1 Uhr. 21640' Grünes Kreuz, JoMhimstlialer Str. ZI, Preuss. Klassenlose Hanpk-ZleHung 5. klaffe com 7. Mal— 2. 3uoL Acht«! Los, 25 TOI Halb-'Los, 100 TOI. Viertel, 50, Ganz«„ 200, Ludwig Müller, Berlin W. 56 Lotterie-Einnehmer. Werberscher Markt». XtacjfiglichcB getroekneeen = Weißkohl= (1 Pfund Trockrntohi entspricht 14 di» 16 Pfund Arisch kohl)) 10 Psund-BostloM th.75 TOark, poitosret. Badnhüea mit netto 100 Pfund pro Pfund 1,88 TO. ob Fabrik unter Nachnahm« liefert klüiihee& So., Äor- lorf(Kolsternl Stenolyplsünnen Buchb alle rinnen Kontoristinneu ersahreu« u. jünger» vermittelt kosten!« Ardett»nachu>ei» der Stadt Bertin, Abenlung sllr kausnlännisches Personal. Eichhornstr. 1. Lllhow 1343. Nücke rstr.», Norden 3796. »e-gn-t 9— L 112414