Ur. 231. 36.I«chrg. «ezuqSvretS: StertelMrI. 7L0 Jti. manati.ZBOVH imini&auS oorauSzahlbar. Einzelne S'aonmern tv.>el lunaS» Preisliste. Der.Vorwärts' ericheint wochemüglich zweimal. Sonmag» einmal. Morgen Ansgabe. Telegramni-Sdrefie: .»oztaldemokra« Oetlio*. c i) Nerlinev NolksblAtt. Atizetgenvrelsz Die llchlgeivaltcae AonvaceillezeUe loiiel 7.20 MI...Zilctne Slnzeigen". das iettgedrullte Sori Sll Big. lzulässtg 2 iettgedrullte Wortej, ledee weitere ESori 25 Lsg. Stelle ngeiuchc und Kchlaislellenanzeigeu das erste Wort so Big., ledes weitere Wort 20 Big. Worte über lb Suchstaben zühlcn sür >wei Sorte. TcuertingSzuichlag B0% isamilien-Anzetgen, volttiiche und geweriichaitliche Vereins- iinzeigeu 1,20 Ml. Sie Zeile, ilnzeigen im dir nächste Stummer mülien bis S Uhr nachmittags im Hauhtgeichüft. Berlin EL. SS. Lindenilrage 3. abregeben werden. iScöfjnci son ltUbtirüh bis 6 llhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratifcben Partei Deutfchtands. Neöaktioa und Expedition: SM. öS, Lindenstr. 3. Keruiprrcher: Amt Morihplatz. Rr. TSlSS— I.S>S7. Mittwoch, den 7. Mai ISIS. vorwärts-verlag G. m. b. H.> GW. 6$, Sindengt. 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. II? 53—54. Fühlungnahme mit Rußlanö. Die gestrige Sitzung des Friedensaus- s ch u s s e s hat sich in dankenswerter Offenheit für die Not- weudigkeit der Wiederanknüpfung zunächst wirtschaftlicher Beziehungen mit Ruhland ausgesprochen. Die Redner aller Parteien waren einig darin, dah auch die W i e d e r h e r- stcllung eines freundschaftlichen Verhält- nlsscs, zunächst eiucs Handelslierkchrs, und wenn möglich, einer Waffenruhe, das allergrößte Gewicht zu legen sei. Es wurde mehrfach bemängelt, daß auf die Funksprüche der Sowjetregierung überhaupt keinerlei Antwort erfolgt sei und daß der deutscheu Oeffentlichkcit der Inhalt dieser Funk- sprüchc vorenthalten werde. Bei aller Vorsicht, die gewiß gegenüber diesen Funksprüchen geboten sei, scheine es doch bedenklich, so lange zu warten, bis schließlich die Entente durch den Friedensvertrag uns das Gesetz unsere�Handels vor- schreibe. Die beiden Gründe, die für eine abwartende Hai- tung geltend gemacht werden können, daß die Anknüpfung mit der Sowjetregicrung von jenen russischen Parteien, die künstig einmal beim Wiederaufbau Rußlands maßgebend sein würden, uns als Parteinahme ausgelegt werden könne und daß die Anknüpfung die Friedensverhandlungen störend becinflusien könnte, wurde von den meisten Rednern nicht als stichhaltig anerkannt. Wir haben unseren Standpunkt zur Frage der künftigen Be- Ziehungen Deutschlands zu Rußland jüngst dargelegt. Es. erfüllt uns mit großer Genugtuung, auch bei den matzgebenden politischen Stellen die Notwendigkeit einer Fühlungnahme mit Rußland be- tont zu sehen. Wir wollen deine Verbrüderung mit dem Bolschc- wiSmus— dem übrigens Lenin und Trotzki selbst schon die schlimmsten Giftzähne ausgebrochen haben—, sondern ein freundschaftliches. auf gegenseitige wirtschaftliche Befruchtung zielendes Verhältnis mit dem russischen Volke. Wir sind durchdrungen von der lleberzcugung, daß damit ein hoher Nutzen sowohl für das deutsche, wie für das russische Voll erzielt werden kann. Grlaa»» un» Sonnino bereits abgereist. kaNN Zrankreich sich schützen! s* ir ß Mit!(&S- 9fi»8 R<7?» 8 wirh gemeldet• Ans �/ f J f/ y Lebensmittelüiktatur. In der Sitzung des Friedensausschusses machte der ReichSftnanzmnvister Dernburg Mitteilungen über Maßnahmen, die das Kabinett zur Einfuhr von ausländischen LebenÄnittoln beschlossen hat. Der Minister hob hervor, daß wir ums jetzt der Zeit näherten, in der die Nahrungsmittel, inSbe- sondere die Kartoffeln, aber auch Fleisch und Fett, knapper würden. Die Summe der Lebensmittel, die wir nach dem Brüsseler Ab- kommen einführen können, sei bekannt. Wir bezahlten diese Lebensmittel mit Gold und ausländischen Wertpapieren. Die Goldbestände der Reichsbank seien infolgedessen erheblich zu- sammengeschmolzen. Wen �gleich eS möglich sein werde, für ge- wisse Pfänder Mittel flüssig zu machen, so werde auch dies« Summe zur Beschaffung der ausländischen Lebensmittel nicht hinreichen. Wir müßten also besonderen Wert darauf legen, die LobenSmittel mit Waren zu bezahlen. Die Belebung unserer An«- fuhr erscheine zur Zeit daher als das wichtigste Mittel. Die Fesseln des Ausfuhrhandels müßten zu dem Zweck gelockert werden, soweit dies angängig sei. Das könne aber nur unter einer ein- heitlichen zentralen Leitung erfolgen. Dabei würden die LebenSnotwendigkeiten unseres eigenen Wirtschaftslebens und unseres eigenen Bedarfs genügend Berücksichtigung finden. Das Käbinett habe deshalb beschlossen, einen Reichskommissar zur Beschaffung von Lebensmitteln der ersehnten Art zu ernennen. ES werde zugleich für diese Aufgäbe ein Gremium von drei Kabinettsmitgliedern gebildet werden, in dein der Reichswirtschaftsminister den Vorsitz führt und dem der Reichs- ernährungs- und Reichsschatzminister angehören, das mit außer» ordentlichen Vollmachte» ausgerüstet und daher in der Lage ist, alle etwa austretenden Widerstände durch einfachen Beschlutz zu brechen. Wichtige Vorbesprechungen in Paris. Haag,«. Mai.(H. N.) AuS Paris wird gcmeldrt: In Kon- serenztreise« verlautet, daß bereits heute eine Vorbesprechung Delegation über grwsse G r e n, r e g u l i e r u n g e n stattfindet. Diese Regulierungen beziehen sich ans daS S a a r- gebiet, Schlesien, Dan, ig und daS Rheingeb, et. Bekanntgabe des Präliminarfriedens an die Ententemächte. Paris, 6. Mai. iHavaS.j DerText des Präliminar- frieden« mit Deutschland wurde in einer geheimen Sitzung heute nachmittag 2 Uhr den Delegierte» der mit Deutschland im Kriege be- findlichen Alliierte« mitgeteilt. Haag, 6. Mai.(H. N.) Aus Paris wird gemeldet: AuS einer Mitteilung der italienischen Gesandtschaft ergibt sich, daß O r- l a n d o und Sonnino Rom am ö. abends verlassen haben. Paris, 6. Mai. sReuter.) Die Beglaubigungsschreiben der italienischen Delegation wurden heute morgen den deutschen Be- vollmächtigten überreicht. die französische presie zur Rückkehr der Italiener. Allgemeine Befriedigung. Versailles, 6. Mai. Die bevorstehende Rückkehr der ita» lie ii i scheu Dele-gation nach Paris wird von der französischen Presse mit lebhafter Befried igung und Erleichterung zur Kenntnis genommen und als Zeichen der Einigkeit des EntenteblockeS betrachtet. Jetzt würden die alliierten und assoziierte» Mächte, da ja auch Belgien sich zur Unterzeichnung bereit erklärt habe, in der morgigen Ueberreichungssitzung voll- zählig zugegen fein. Laut, M a t i n' hatte der französische Bot- schafter in Rom in den Verhandlungen mit der italienischen Regierung eine Kompromißformel über F i u m e gesucht, welche die italienische Forderung mit dem W i I s o n s ch e n Slandpuntt in Einklang zu bringen suchte. Schließlich schlug der französische Botschasier vor, daß Fiume vom Völlerbund verwaltet werde, bis ein neuer Hafen geschaffen sei. der Südslawien befriedige. Orlando unterbrertete diesen Vorschlag Sonnabend abend dem Ministerräte, welcher erklärte, ihn anzunehmen..Matin' glaubt übrigens, daß Wilson in der Fiume-Frage bisher nicht nachgab und hofft, daß in den nächsten vierzehn Tagen, während deren man mit Deutschland verhandelt, auch in der Fiume-Frage Einigung erzielt werde..Maiin" will wissen, daß die Zusammen- s e tz u n g der italienischen Delegation geändert wird; an Stelle Salandras. Barzilais und Salvago ReggeS würden Luzzatti. Commandini und Biffolati treten. Sesirafung Wilhelms? Amsterdam, 6. Mai.(Reuter.) Auf eine Anfrage im Unter- hause, ob beschlossen worden sei, daß der frühere deutsche Kaiser nicht bestraft werden wird, antwortete der Staatssekretär für innere Angelegenheiten, Ldttz diese Ansicht nicht den Tatsachen entspreche. Haag, 6. Mai.(H. R.) Aus Paris wird gemeldet: Die Kon- fereuz wird heute mittag, abgesehen vom Friedensvertrag, auch dir Berichte der Kvmmissivn sür die S ch u l d am Kriege zur Kenntnis nehme». Wahrscheinlich wird beschloffen werde», Holland zu bitten, den Kaiser auszuliefern, damit er vor' einen izltrrnationalen Gerichtshof gestellt werden kann. Französische Einladung an Ungarn. Eine Folge des Rätesturzes. Haag, 6. Mai.(H. 92) AuS Paris wird gemeldet: Da die Räteregierung in Budapest nunmehr g r fi ü r z t worden ist, hat die Konferenz beschlossen, auch die Ungar u für de» 2b. Mai nach Paris einzuladen. Am Donnerstag beginnt die Fest- stellnstg der F r i e d r n s b« d i u g u n g r n für Oesterreich nnd Ungarn.' Dänemarks Forderungen. Die Dänen zu Dänemark— Deutsch bleibt, was deutsch ist. Kopenhagen, S. Mai. Der dänische BerleidigungSminister Münch hat sich gestern in einer Versammlung folgendermaßen über die«ordschleSwigsche Frage auSgelprochen: Die Lösung der dänischen Grenzsrage bietet nicht dieselben Schwierig- leiten wie die Grenzfrogen, die an gewissen Orten die Leiden- schaffen in Bewegung setzen. Bon allen Grenzfragen, die gegen- wältig in Pari» nnd Versailles erörtert werden, ist sie Wohl am leichtesten zu lösen. Wir haben Grund, auf Bereitwillig- keit zur Erfüllung der Wünsche de» dänischen Volkes zu rechnen. Und darüber ist kein Zweifel: das dänilche Volk besteht auf der Forderung, in der gleich nach 1864 die Dänen nördlich und südlich der KönigSau sich vereinigt haben. Wir wünschen unS daS SelbstbestimmungSrecht der Völker, da» nun sowohl von den Siegern wie von den Besiegten verkündigt wird. Untere Wünsche gehen dabiv, daß die Grenzen des Reiches nach dem Willen der Grenzbevötterung gezogen werden. Wir wünschen alle die Gebiete, wo. die Bevölkerung ernstlich dänisch denkt und fühlt mit Danemark vereinigt, aber nicht mehr. Wir wollen keine Bevölkerung dadurch anlocken, daß wir ihr augenblicklichen ökonomischen Vorteil m Aussicht stellen. Wir legen darauf keinen Wert, daß Leute, deren Herzen in Deutschland bleiben, dänisch stimmen. Die, welche sich uns nicht national angeschlossen sühlen, müssen da bleiben, wo sie hingehören. Von Erich Kuttner. Zu Beginn des Krieges konnte mau in vielen Schaufenstern neben anderen Darstellungen auch einen Bilderbogen betrachten, der die jetzige Bevölkerungsziffer nnd das voraussichtliche natürliche Wachstum der kriegführenden Völker bis 1950 veranschaulichen sollte. Jode Nation war durch Soldaten ihrer Uniform dargestellt, die Größe der Figuren drückte die Bevölkerungsziffer aus. Links auf diesem Bilderbogen war ein kleiner fran- zöstscher Poilu zu sehen, mich in dem Zeitraum bis 1950 hatte er nur ein ganz Geringes an Größe zugenommen. In der Mitte stand ein stattlicher deutscher Krieger, er wuchs bis zum Jahre 1950 bereits um mehrere Kopflangen. Aber ganz auf der rechten Seite drohte der russische Rieie, fast dreimal so groß als der Deutsche, über viermal so groß als der Franzose ragte er empor, und er entwickelte sich bis 1950 zu einem alles imdrückenden Koloß. � In diesem Bilderbogen ist die deutsche vorrevolutionäre wie die jetzige französische Außenpolitik erklärt. Zu Beginn des Krieges stand Deutschland allgemein im Bann der ruf s i s ch e n A n g st h y p n o s e. Man sagte sich: Wir wer- den Rußland wohl militärisch besiegen, aber was dann? Was topneu selbst die blutigsten Schlachtenvcrluste einem Volke aus die Dauer anhaben, dessen fruchtbare Muttcrschöße die Bevölkerungsziffer jährlich um 2 Millionen Lebende vermehren? Trotz aller Siege wird Rußland, das jetzt dreimal so volkreiche, in einem Menschenalter fünfmal so voltreich sein wie wir, und dann— wehe uns! Ans dieser Angsthypnose entsprangen dann die ruffischen Auffeilimgspläne, die letzten Endes das deutsche Handeln in Brest-Litowsk bestimmten. Man wollte der russischen Gefahr Herr werden, indem man alles von Rußland abtrBNnte, was nur irgendwie abzutrennen war, selbst Landesteilc/ die durch- aus nicht von Rußland losgolöst sein wollten, wie die große und fruchtbare Ukraine. Aber seltsam: selbst bei dieser Politik ließ sich das russische Volk nicht in dein gewünschten Maße verzwergen, und obendrein blieb die ganze Rechnung im hoch- sten Maße unsicher, weil man stets darauf gefaßt sein mußte, daß die Ukraine die nächste Gelegenheit ergreifen würde, um wieder den Anschluß an Rußland zu finden, wie das bereits tatsächlich geschehen ist. 9 Das Beispiel ist lehrreich. Es zeigt, wie selbst die schrosffte Anwendung militärischer Gewaltmittel nicht das natürliche Verhältnis zwischen zwei Völkern umzukehren vermag. Die militaristische Gewaltpolitik geht von der Voraussetzung ewiger Feindschaft aus, dabei ist sie es aber erst, welche die Feindschaft zwischen den Völkern verewigt, indem sie den Staat, den sie in Schach halten will, durch Verstümmelung und Vergewaltigung förmlich zu einer Revanchepolitik zwingt. Wäre selbst der Frieden von Brest-Litowsk bestehen geblieben, so wäre Deutschland damit das Gefühl der russischen Gefahr nicht losgeworden. Die russischen Mutterschöße hätten weiter die Masse des russischen Volkes vermehrt, nnd mit der Volks- menge wäre der Haß gegen den brutalen Sieger gewachsen. Heute ist der Frieden von Brest-Litowsk in tausend Fetzen gerissen, und doch ängstigt man niemand in Deutschland inehr mit der russischen Gefahr, weil ganz allgemein das Gefühl hinter uns liegt, als ob wir in Zukunft mit Rußland durchaus verfeindet fein müßten. Aber unter derselben Angsthypnose, wie die beutichc Politik in Brest-Litowsk, steht jetzt die französische in Ver- svilles. Mag mich viel Zorn und Trauer über die Verwüstun- gen Nordfrankreichs iiritsprechen, ausschlaggebend für Clemenceaus Politik ist das einfache mathematische. Exempel, daß es fast doppelt� soviel deutsch redende als französisch sprechende Menschen in Europa gibt, die sich obendrein stark vermehren, während die französische Rasse stagniert. Frank- reich fürchtet sich trotz seines Sieges ebenso vor Deutschland, wie Deutschland sich vor dem besiegten Rußland fürchtete. Es hat ebenso, wie wir danials, die 1 drohenden Figuren des Bilderbogens vor Augen. Und min sehen wir Clemenceau fast dieselben Mittel an- wenden, wie seinerzeit Ludendorff: Abteilen, Trennen. Eni- riffnen. Wenn man die Dinge unter dem Gesichts- inkel künftiger Revanchemöglichkeiten sieht, ist dann Frankreich durch eine solche Politik wirklich gesichert? Angenommen, wir wären so, wie uns die Augen der sran- zösischen� Gewalthaber sehen, nur scheinbar jetzt sri�dens- geneigt infolge unserer Niederlage, ober innerlich bereitenden neuen Angriff vorbereitend: mußte dann Frankreich nicht ständig vor uns zittern, auch wenn es das linke Rheinuser militärisch besetzt, auch wenn Deutschöfterreich künstlich von / ksr Vereinigung mit Deutschland fern gekalten wird, auch wenn man einig« Millionen Deutsche an Polen, Tschechen und Italiener ausliefert, auch wenn man Deutschlands Rüstungen beschränkt? Es bleiben trotzallodein noch immer viel mehr Deutschs als Franzosen, und in einem Menschenalter wird das Zahlenverhältnis voraussichtlich sür Frankreich noch ungün- stiger sein.-* Künstliche Fesselungen und Beschränkungen eines Volkes lassen sich aber, rme die Geschichte lehrt, nur ganz selten längere Zeit aufrechterhalten. Bei dem ersten Wechsel in der allgemeinen Konstellation werden die Fesseln abgestreift. Letzten Endes würde die Sicherheit Frankreichs doch nicht cnrs der Entwaffnung und Zerteilung des deutschen Volkes beruhzii. sondern darauf, daß das gegen Deutschland gerichtete Syndikat der Sieger dauernd erhal- ten bleibe. Zweckverbändc aber lockern sich, wenn ihr Zweck erreicht ist. Mit der Beftegung Deutschlands ist der we'entliche Bündnisgrund der Entente weggefallen. England und Amerika haben nichts von uns zu fürchten, der alleinige Zweck der Entente würde also der Schutz Frankreichs durch seine Verbündeten gegen die angenommene deutsche Revanche- gsfahr fein. Damit würde Frankreich in dem Bündnis die Rolle des ewig schutzbedürftigen und daher ständig auf die andern angewiesenen Gliedes spielen. Die Furcht vor Deutschland müßte es vollkommen von England abhängig machen. Und bei der ersten Trübung dieser Freundschaft(man denke z. B. an koloniale Gegensätze) stände Frankreich, das durch dm Krieg auch einen frühexen Bundesgenossen, das mächtige Rußland, verloren hat, nur auf seine eigene Kraft angetoiesen da. So sehen die Dinge mit imperialistischen A u g e n betrachtet aus. Trotz aller Sicherungen keine Sicher- heit, trotz aller Fesselungm die ständige Angst, daß der Gefangene bei Gelegenheit ausbrechen könnte. Militarisrmis und Anneri onismns können Frankreich gegenüber Teutschland genau so wenig sichern, wie Deutschland gegen Rußland. Deshalb gibt es auch sür Frankreich nur eine wirkliche Sicherimg: Nicht den Gelvaltfrieden, sondern dm wirk- l i ch e n Frieden. Als Feind unt«r allen Umständen betrachtet und behandelt,>oird Teutschlarw dem französischen Denken immer als Gefahr erscheinen, mag es auch noch so stark ent- was-fm und bewacht sein. Aber auch hier schlvindct die Ge- fahr mit der Voraussetzung der Feindschaft. Nicht Deutschland für ein«: künftigen Krieg möglichst schlecht stellen, nicht mit äußerer Gewalt cinm solchen Krieg zu verhindern suchen, sondern die inneren Möglichkeiten eines solchen Krieges zu beseitigen, das ist Frankreichs Jnter- esse, das ist sein b e st c r S ch u tz. Heute hat die Revanche- idee im deutschen Volk keinen Boden, alle Gewaltmittel gegen die eingebildete Gefahr können nirr dazu führen, sie künstlich iwchzuzüchtcn. Wie die innere Umgestaltung Rußlands Deutschland von der russischen Angsthypnose erlöst hat, so sollte die deutsche Umgestaltung Frankreich von einer ähn- liehen Besorgnis befreien. Dazu ist allerdings Voraussetzung, daß es sich von der alten militaristischen Betrachtungsweise frei macht. Frankreichs bester'Schutz gegen Deutschland ist eÄt wirklicher Völkerbund gleichberechtigter Nationen*, ein Völkerbund, der nicht ein Trust der Sieger ist, sondern auf den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Ver- ständigung und der Versöhnung beruht und damit jeden künftigen Krieg unmöglich macht. Die �age in München. Aus München wird den P. P. N. gedrahtet: Hier ist alle§ wiider ruhig. Es kommen Noch vereinzelte kleine Schießereien vor. Unter den Toten befinden fich Gustav Landauer, Egelhofer, die Kommunisten HaoSmann und Moser. Die Zahl der Toten, die auf einzelnen Friedhöfen eingeliefert wurden, beläuft sich«ms etwa 5er Aug über den Gzean. Von Th. Wolff-Fvicdenau. Nach einer Ncuter-Meldmig aus St. John(Neuseeland) ist SR 015 h am Mittwoch um 3 Uhr nachmittags zum Flug über den Ozean gestartet. Hawker sollte eine Stunde später folgen. 1 Am 25. Juli 1910 glückte dem französischen Flieger Bleviot als Erstem in der Geschieht« der>tzlvicctik der Flug über den Kanal. Zum erstem Male hatte ein Luftsahrzeug ein Meer überflogen, Dort, wo Bleriot landete, in dsr Nähe von Dover, steht beute«in Denkstein, der die Erinnerung an jenen historischen Flug der Nachwelt vermitteln soll. Seitdem ist noch kein Jahrzehnt veyangen, aber schon stnd für unsere Lustfahrzeuge Flüge wie der von Calais nach Dover zu unbedeurenden wpazveriahrlen geworden. Der Krieg besonders hat die LoistungSfähigkeit ides Luftschisfeö wie Flugzeuges in vor- dem ungeahntem Maße erhöht. Heute stehen sie unmittelbar vor der großen Tat der Luftschiffahrt, dem Flug über den Ozean. Noch ist er nicht erfolgt, aber jeder Tag kann die Kunde bringen, daß er zur Tat gsworden ist. Ein unerhört heißer Wettkampf ist entbrannt, zu dein die Flieger und Luftschistec hüben und drüben in die Schranken treten.-! Aber au« unter den Seglern der Lüste selbst tobt der Kampf um die Priorität. Wer tmrd zuerst den Ozean über- fliegen. Lustschiff oder Flugzeug? Das ist jetzt die Frage. Ge- genwärtig dürften wohl dem Luftschi ff die größeren Aus- sichten zugemessen werden. Was unsere Luftschiffe zu leisten»er- mögen, haben sie im Kriege bewiesen, der ihnen oftmals Gelogen- heit bot, ganz gewaltige Flugstrecken zurückzulegen, die noch wert größer waren als die Luftlinie Europa— Amerika. Ganz kürzlich erst ist die Fahrt eines deutschen Luftschiffes, über die bis zum WaffenMllstand das Schweigegsbor verhäng! war, bekanut geworden, die eine erheblich größere Leistung alS die einer Fahrt über den Ozean darstellt. Das Marineluftschiff L. 59 wurde im November-1917 bcovdert, unsercin kämpfendem Afrika-Truppen Munition und Arzneien zu überbringen. Am 21. November, morgens um 8 Uhr, stieg es in Jamboli in Bulgarien zu feiner Fahrt auf, die eS über Adrianopel. Smhrna, über da» Mittel- ländische Meer hinweg nach Afrika, durch die Lybische Wüste bis nach Chartum in Aegypten trug. In 17# Stunden hatte SJ. 59 drei Erdteile passiert. Das gesteckte Ziel wurde allerdings nicht erreicht, denn an: Nachmittag des zweiten Tages seiner Fahrt erhielt das Luftschiff sunkentelegraphisch den Befehl zur Umkehr, den zwingende militärische Gründe veranlaßt hatten. In genau vier Tagen hatte das Luftschiff in ununtorbrgchenec Fahrt 7300 Kilometer zurückgelegt, eine Strecke, die die Entfernung von Berlin nach New-Aork ganz erheblich übersteigt.' Diese auch jetzt noch ganz einzig.dastehende Fahrt bedeutet den Beweis, daß das Luftschiff den Anforderungen, die die Fahrt über den Ozean stellt, vollständig getnachsen ist. Von den zahlenichen Linien, die zur Verbindung Europas mit Amerika auf dem Lustwege in Betracht kommen, beträgt die Strecke Irland— Neufundland nur etwa 2S00 Kilometer. Allerdings kommen für eine Fahrt über den Ozean aanz andere.klimatische Berhältnisse als für jene Fahrt von Jamdoij nach Chartum« Betracht, die MOperhÄtmAe vor 800. Di« Zahl der verletzten Soldaten und Zivilpersonen beträgt gegen 900. Auch in der Umgebung Münchens ist alles ruhig. Darüber, daß die Witwe EiSnerS verhaftet fein soll, ist nichts bekannt geworden. Ebenso ist nichts über das Schicksal von Levin, Levinä und Toller bekannt. Mühsam ist v e r h a f t e t. Der Belagerungszustand besieht weiter. Es müssen sämtliche Waffen abgeliefert werden. München, 6. Mai.(TU) Am gestrigen Nachmittag wurden in verschiedenen'Stadtvierteln mehrere Spartakistennester ausgehoben, wobei es abermals Tote und Verwundete gab. Born Turm der Kreuzkirche wurde am heutigen Vonnfttag ein spar- takistischer Posten herabgeholt. Einige Gegenden Münchens sind durch �cincn Stachcldrahtzaun abgesperrt. Die Straßenkämpfe leben�och immer wieder auf. Die Meldung, daß noch weitere Geiseln umgebracht worden seien, bestätigt sich erfreulicherweise nicht. Das kommunistische Revolutionstribunal wurde verhaftet. Dem Vorsitzenden soll der Prozeß wegen Hochverrats gemacht werden. ES ist ein Termin festgesetzt worden, bis zu dem alle Waffen, die in Händen von Privatpersonen sind, abzugeben C Heute sind auch neue Lebens mittelsendungen angekommen. werden Verteilungen an die notleidende Gesamtbevölkerung finden. Tie koimiuxniftischen Zeitungen wurden verboten. Die Kasernen der kommunistischen Roten Garden gesperrt. Bei dem Einzug der RegierungStrvppen sind große Detonationen vorgekom- nren. Ter sozialdemokratischeij Partei sind zahlreiche Beschwerden zugegangen über willkürliche Verhaftungen, drakonisch und übereilte Exekutionen, welche die sofortige Einsetzung eines besonderen staatlichen llnterkommissar? der Regierung Hofsmann notwendig machen. München, 6. Rai. Die Kommunistenregierung hat für über eine Million falscher 20-Mark-Scheine gedruckt und in Umlauf gebracht. Der Ostftiedhof ist gegenwärtig für den all- gemeinen Verkehr gesperrt. Dort liegen etwa 160 Tote, zumeist Personen, die bei der Einnahme Münchens durch RegierungS- truppen oder durch kämpfende Spartakisten zufällig oder im Kampf erschossen wurden, sowie auch Revolutionäre, die erschossen wurden; unter diesen befinden sich Toller, Egelhöfer und Sont- h e i m e r. Am Moniagal-end wurde die Privatsekretärin Egel- höfcrs, Martha Lahde, verhaftet, die bereits an den Spartakus- aufstanden in Bremen und Leipzig beteiligt war. Die Demokratisierung üer Virtsihast. Der Gefctzentwurf über Betriebsräte. Berlin, 6. Mai. Im Reichsarbeitsministerium ist der Entwurf 3 Gesetzes über Betriebsräte fertiggestellt. Die Be» triebSräte sollen an die Stelle der Arbeiter« und Angestelltenausschüsse treten, jedoch erweiterte Befugnisse erhalten. Hierbei wird auch das Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen und Entlassungen ge- regelt werden. Der Entwurf wird in nächster Woche mit Ver- tretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beraten werden. Konfusionsräte. In der DienStagmorgenanSgaoe des.Vorwärts' befindet sich eine Erklärung der U. S. P. D.-Mitglieder des Berliner VollzugS- raiS, die fich mit dem Beschluß der letzten Bollversammlung deS Groß-Berliner ArbeiterratS befaßt, den als Arbcircrrat gewählten Polizeipräfidenten von Charlottenburg, Genossen Richter, aus der Vollversammlung auszuschließen. Daran schließt sich eine„Fest- stellung' der Fraltion der U. S. P. D., daß gar kein Antrag auf Ausschluß de» Polizeipräsidenien gestellt worden war, daß viel- mehr der Vorsitzende den kommunistischen Protest irrtümlich al» An- trag aufgefaßt und zur Abstimmung gebracht habe. Da? ist sachlich nicht ganz richtig. Die Kommunisten haben zur Geschäftsordnung einen Protest abgegeben gegen die An- Wesenheit de? Genossen Richter. Was mußte nun geschehen? Der Vorsitzende hätte den Protest zur Kenntnis nehmen sollen und alles beim alten lassen. Der Sinn des Protestes aber war, den Genossen Richter aus der Versammlung auszuschließen. Und da allem sind erheblich ungünstiger und erfordern größere Barbe- reitungen.,'' Aber lange wird die Ozeansahrt sicher nicht mehr auf sich ivarten lassen. Von beiden Seiten ist der Kamps zur Bezwingung des Ozeans ausgenommen worden. Von den verschiedenen Pro- sekten. die diesem Ziele dienen, sei der Plan des englischen Lust- Ministeriums erwähnt, das gegenwärtig mit den Vorberertungen de- schäftigt ist,«n nach dem Zeppelin-Typ gebautes Riescnluftschiff R. 33, da» sich acht Tag« lang ununterbrochen in der Lust hatten können soll, aus die Rsisv zu schicken. Ebenso läßt das Marine- Departement der Vereinigten Slaaren mit einem neuartigen Luftschiff C 3, Probefahrten ausführen, die der Vorbereitung für denselben Zweck dienen. Für die Herstellung eines Luftverkehrs London— Nsw-Uork soll die englische Admiralität Pressmniftei- lungn zufolge mit dem Bau von Luftschiffen ganz ungeheurer Dimensionen beschäftigt sein, die 60 Tonnen Tragkraft und einen Aktwnscadius von 13 000 Kilometern haben sollen. Dieser Luft- verkehr soll jedoch erst im Jahre 1920 aufgenommen n>erden. Für die deutschen Luftschiffe, die Pioniere für die Luftschiffahrt aller übrigen Länder geworden stnd, ist bei dem gegenwärtigen E-iayde unserer trüben inneren Verhältnisse und unser äußeren Beziehungen wohl kaum Aussicht zur Beteiligung an dem Wettbewerb um den Ozeanflug, in dem sie sonst an erster Stelle zu stehen härten. Viel Aufmerksam keir in technischen und Luftfahrcrkreisen findet jedoch gegenwärtig ein Projekt de» Ingenieurs Gustav Unger in Hannover, der der ErfinAer eines neuen LufifchifftypS ist, bei dem Stahl statt Aluminium als Baustoff verwendet wird. Die hierdurch erreichte Steigerung der Siabilität und LeistungS- fähichleit soll das neue Luftschiff nach den Mitteilungen des JSr° findors in den Stand setzen, innerhalb 60 Stunden die Fahrt über den Ozean machen. Wer auch die Flieger sind in heißem Eifer mit den Borbe- raitungen zur Bezwingung des Ozeans begriffen. Dem Flieger, der die groß« Ausgabe löst, winkt ein Preis von 10 000 englischen Pfund, den die„Daily Mail" hierfür ausgesetzt hat, ein vielleicht noch größerer Ansporn aber dürfte wohl der Sport» und Rekord- eifer sein, der gegenwärtig wobl aus keinem anderen Gebiete so groß wie aus dem der Fliegerei ist. Für da» Flugzeug sind von vornhrein wesentlich andere und schwierigere Bedingungen zur Erreichung des gesteckten Zieles gegeben als für das Lustschiff. Das Flugzeug kann sich nicht st lange olme Unterbrechung;n der Luft halte wie jenes und wie auch nur für die kürzeste Vor- bnidungslinie zwischen Europa und Amerika auf dem Lustwege, die Linie Irland— Neusundland, notwendig wäre. Denn da» Gesamt- gewicht an Brennstoff für dies« Strecke übersteigt die Trogfabigkeit selbst der gsgenivärtig größten und stärksten Flugzeuge. Ein Flug- zeug also,.das den Ozoan überfliegen will, muß auf alle Fälle mehrmche Zwischenlandungen zur Ausnahme von Betriebsstoff vornehmen. Dadurch ist es zu erheblichen Umwegen und St ufern- halten gezwungen, wodurch es viel mehr Zeit für den Gesamtflug braucht wie das Luftschiff. Flieger haben denn auch erklärt, daß der Flug über den Ozean, so lange er nickt ohne Zwischenlan- düngen ausgerühtt werde» könne, für fte de« sportlichen Wertes und Reizes ermangele. Englä'.rdern und Amerikanern hingegen läßt auch hier die Sport- und Rekordlust keine Ruhe, und von ihnen dürften daher wrcht über kurz od« lang der erste Atlantik. Flug zu erwarten fem. Da» engftsche Swstmmtjfcritm$ mit der Vorsitzend» das auf den bloßen Protest einer Parrer hin nicht tun wollte, so hat er die Versammlung beftagt, ob sie diesen Protest leilt. Dann: war die Form des Antrags gegeben. Die Versamm- lung hat in ihrer Mehrheit dann mit Ja geantwortet und damit war der konfuse und lächerliche Beschluß gefaßt. Wir haben schon früher beim großen Berliner Generalstreik die hanebüchene Verworrenheit dieser Männer, die alle politische Macht für sich beanspruchen wollen, bemerken müssen, als sie mit großer Mehrheit, einer kritiklosen Gemütsau stvallung fol- gend, den verbrecherischen Beschluß faßten, der Berliner Bevölkerung Wasser, Gas und Elektrizität abzustellen, ein Beschluß, den man am Nächsten Tage mit ebenso großer Majorität als Unfug be- zeichnen mußte. Die Erklärung der U. S. P. D.-Arbeiterräte gesteht durch ihren Inhalt die Konfusion zu, die in den Köpfen ihrer Mitglieder Hctrf4i, denn wenn sie den Protest der Kommunisten nicht als Antrag er- kanni hätten, über den abzustimmen sei, warum haben sie denn darüber abgestimmt, warum haben sie nicht gleich erklärt, der Protest ist eine Farec, über den abzustimmen eine Unmöglichkeit ist? Für die Stiminungsmenschen, die so wenig innere Festigung zeigen, ist die Bezeichnung KonfusionSräte viel zutreffender* als der Ehrentitel Arbeiterröie. Was bisweilen in der Bollversammlung der Groß-Berliner Aubeiterrät? vorgeht, ist wahrhaftig geeignet, den Rätegedanken aufS sckiverst« zu kompromittieren. Sin gleich hohes Maß von Begriffsverwirrung und Unklarheit ist noch selten in einer Körperschaft zutage getreten, von der alle ehrlichen Anbänger den Fortentwicklung der Arbeitcrräte ein Höchstmaß von Ani sc den wünschen. Tie Ursachen dazu liegen tiefer. Sie wurzeln in der P a r t e i g e h ä s s i g k e i t, die dort fortgesetzt Triumpbs feiert. Damit wird der gute Kern geschädigt, der im Arbciicrrats- gedanken an sich liegt. Sie annektieren schon wieöer! Alldeutschland bis zur Nordspitze Jütlauds. Kurd von Strantz, so heißt ein edler Alldeutscher, d« im Jabre 1917 in �mer Schrift das Geständnis ablegte, daß er diesen Krieg von Kindesbeinen herbeigewünscht und hcro beigesehnt habe. Jetzt behandelt er in der„Deutschen Zeitung" die nordschleswigs che Frag«. Natürlich ist es für Herrn Kurd von Strantz ausgemacht, daß in Nordschleswig keine Dänen wohnen, sondern„nur gcwalisam seinerzeit von Dänemark Ionisierte Deut» sche, nämlich Friesen und Angeln". Aber eiitmal im Zug, kennt Herr Kurd von Strantz kein Halten mehr. Zehn Zeilen späten entdeckt er bereits, daß Deutschland im Gegenteil„auf Grund da« SelbstbestimmungSrcchtes" von Dänemark das Amt Riebe mit FanS zurückzufordern hebe! Und weitere fünf Zeilen später ist Herr Kurd von Strantz glücklich bei der Feststellung gelandet, daß «S auf der Halbinsel Jütland überhaupt keine echten Dänen gibt.�stmdern nur Nachkommen der deutschen Jüte»l Er form halt nicht anders. Wir geben Herrn Kurd von Strantz völlig recht. Die Däne» sind natürlich nur eine böswillige Erfindung der Engländer, ebenso wie die übrigen fremden Völker, die überhaupt nicht rristieren. Die ganze Welt wird von Deutschen bewohnt und gebort rechtmäßig zu Deutschland, da alle Völker ursprünglich Germanen waren, höchstens mit Ausnahme der Juden, deren Abstammung von den deutschen Jüten noch nicht ganz erwiesen ist. Die erste Tagung öer Nationalversammlung in öeelin. Berlin, S.Mai. Tie Fraktionen der Teutschcu Ratioual« Versammlung in Weimar habe» beschlossen, am Tonnabend, den 10. Mai, FraktionSfitzungen in Berlin abzuhalten. Di» Eisen- bahnvrrwaltung hat zu diese« Zweck angeordnet, am Freitag den ParlamentSzug nach Weimar verkehre» zu lassen, nnd hat auch wettere Reiseerleichterungeu zugesagt. dem Projeft«irret regelrecht«, Ozean-Flugpost beschätfigt. Auch das Marine-Departement der Vereinigten Staaten will den Ozcan-Flug ausführen lassen, für den ein Euntß-Riesenslugzeug in Vertvsndung genommen werden soll. Der schwedische Multi- Millionär Chr. Hanneoig hat für den Ozeanflug ein Riefinsdig- zeug bauen lassen, ftit das er den bekannten schwedisch-ameriftd- michen Flieger Sundstedt gewonnen hat. Auch das Flugzeug wird den Weg über den Ozean machen, aber heute schon darf gesagt werden, daß dem Gelingen diese- Leistung im wesentlichen nur sportliche Bedeutung zukommt. Für die Flugpost Europa-Amerika, die über kurz oder lang Wirklichkeir werden wird, bringt das Luftschiff ganz andere praktische Anlagen mft als das Flugzeug, vor allem die ungleich größere Traafähig- keif, die eine bedeutende Aufnahme von Pap agieren, Post und Gütern gestattet, und die wesentlich schnellere Ausführung des UebcrmeereöslugeS.. Heute wartet die Welt in Spannung aus di« Kunde von dem ersten Flug über den Ozean, der abermals ein« neue Etappe jener aryßarftgen, wissenschaftlichen und technischen EntWickelung sein wird, die Menschen und Länder näher aneinander bringen soll. Va» �rieüensgeeicht. Sie der Maurer in dem Kalch, Also rührt der.Rat der Dreie* In dem dicken Friedensbreie Zu Bersalj. Pitsch! Em Gramm Verständigung In die SlnneknerungSgrütze, Daß der Kleister leichter flitz« Durch den Schlung! Guck mal: Mister Wilson« Punlt l Schön I Beschnippern wir ein Vissel, Nnd dann fette in die Schüssel Ringetunkt! Nun ein PrieScken Völkerrecht. Mag eS in der Tunke sieden! * Auch ein Quentchen ew ger Frieden Dar' nicht schlecht!... So. nun wetze das Gebiß. Greif zum Löffel, armer Michel, Häng dir um den«upprpichcl Und dann ftißll Tra-ra. Notizen. — Musik. Im Dom veranstalte: Walter Fischer am Donnerstag 8 Uhr. ein Orgelkonzert. Eintritt frei gegen Entnahme eines Programm». — Vorträge. Im Sessingmuseum(Briiderstr. 13) spricht Donnerstag, den S. Mai, 8 Uhr, Frieda Wittckelmann über L e j» sing»„Erziebuna de» Menschengeschlechts". — Walter Hafenclever trägt am S. Mai im Beechomeu- joai aui feam Nchwngcv vor. Das Erlöschen öes oberschlesifchen Streiks. Auch Heiuitzgrube arbeitet. Kattowitz, S. Mai. Auf der tzeinitzgrube ist der Beamten- streik beigelegt worden. Sämtliche Beamtenabsetzungen sind zurückgezogen worden. In Eintrachthütte ist ein kleiner Lohnstreik entbrannt. Sonst herrscht jetzt Ruhe im oberschlefischen Industriebezirl._ Nochmals: Mäßigt€11$'. Eine Erwiderung. Gen. Ed. Bernstein schreibt uns: Ist es zuviel verlangt, wenn man erwar:et. richtig gelesen zu werden? Ter Verfasser des Eingesandt„Mäßigung nach allen Seiten" lieft aus meinem"lrukel„Ädätzigt euch" den Rat heraus, auf die Forderung der Entente über die Verpfändung des Taargebistes an die Franzosen einzugehen, und entrüstet sich nun darüber, daß ich so willig mich dazu versteh«, Menschen, die doch vom Gebiet nicht zu trennen sind, gleich Sachen in Pfand zu geben. Wer ober sich die Muhe gibt, meinen besagten Artikel nachzulesen, wird nichts von solcher Bereitwilligkeit darin finden. Er regt nur die Tat- fachen dar, welche der Forderung der Entente zugrunde liegen. und fordert zur ernsthaften Berücksichtigung dieser Tatsachen aus, als das einzige Miidel,„eine günstige Losung der Frage des Saar. gebiets zu erzielen". Glaubt der Einsender wirklich, daß ich irgendeine Lösung dieser Frage, bei der das politische und wirtschaftliche Recht der Bevölke- aung preisgegeben wird, als.günstig" anerkennen würde? Tmu> kennt er mich sehr schlecht. Ich will-tÄn verraten, daß gerade die Sorge für da- Recht der Bevölkerung des Saargebiets meine betreffenden Aeutzerungen diktiert hatte. Ich verkenne na- türlich nicht die große wirtschaftliche Bedeutung des Saar- gebiets für Teutschland und bin durchaus dafür, daß die deutsche Friedensdelegation alles aufbietet, was in ihrer Möglichkeit steht, Sachen und Menschen für Deutschland zu retten. ES ist aber un- niöglich, sich darüber zu täuschen, daß die Aussichten äußerst gering iiird, die Gegenseite zum Verzicht auf jede Art von Besetzung zn bewegen. Ein noch so kategorisches Nein bläst die Franzosen nicht auS dem Saargebici binaus. ES Iviirde dagegen die Gefabr eines verschärften Tvuckes aus di: Bevölkerung nur steigern. WaS in dieser Sache gerettet werden kann, wird nur auf dem Wege der Verständigung gerettet werden können. In dieser Hiüsickt nun werden alle Forderungen, die sich auf die Sicherung der Rechte der Bevölkerung beziehen, am ehesten noch Aussicht auf Berücksichtigung haben. Für sie sprechen die stärk- sten Gründe, für sie kann man vor allen Dingen und mit dem größten Recht sich auf die Erklärungen Wilsons berufen, die deutscherseits der Einwilligung in die Kapitulation zugrunde ge- legt wunden. EL k a n n und m u ß gefordert werden, daß die Be- völkcrung des Saargebiets gegen jede Beschränkung ihres Selbstbestimmungsrecht« in bczug auf Nationalität und Verwaltung geschützt wird, mit andern Worren. daß bei der end- gültigen Entscheidung ihrer nationalen Zugehörigkeit s i e und ihre mündigen Kinder ausnahmslos und allrin Stimmrecht haben und ihnen die volle Selbstrrgierung verbleibt, daß keine AuS- Weisung aus sogenannten Sicherheitsgründen oder zeitlveiligc Auswanderung sie dieser Rechte berauben darf. Kein stich- baltiges Argument kann gegen diese Forderungen vorgebracht wer- den, sie sind von vornherein der Zustimmung aller demokratisch denkenden Elemente im Lager der Entente sicher. In ähnlichem Geiste wären die Forderungen auf sachliche Pfänder zu behandeln. Auf Einzelheiten darübe: im voraus ein- zugehen, verbietet sich aus leicht begreiflichen Gründen, ihre Erörie- rung muß den Unterhandlungen der derufenen Stellen übertassen bleiben. Ich glaubte das in meinem Artikel verständlich genug angedeutet zu haben. Die Bemerkungen des Einsenders nötigen mich, eS ausdrücklich zu betonen. Im übrigen wiederhole ich, daß Versprechungen nur dann und in dem Maße auf Berück- iichtigung rechnen können, als sie durch Vertrauen in den festen Willen zu ihrer Einhaltung unterstützt werden, und daß, daber die e-lewinnung dieses Vertrauens der Leitgedanke der Politik der Rr- publik und der Tprackw ihrer Organe sein muß. fintisemitifthe Jreiwilligenwerbung. Zu der in unserer heutige» Morgenausgabe gemeldeten anti- semitischen Freiwi lligeraoerbumg wurde in der hvutigen Presse» kcmierenz von der zuständigen Stelle folgende Mitteilung gemacht: Der Mitunter, zeichner des Werbeplakats Potthof hat sich wiederholt an das Kri�sminifteviwm getoandr, man möge ihm mit Werbungen beauftragen, was jedoch jedesmal abgelehnt wunde. Auch die Anträge Potthofs, ihm Geldmittel zur Verfügung zu stellen, sind abgelehnt worden. ES kann sich bei bm fraglich-» Werbungen nur um eine bewußte Irreführung hmrdeln. Dem Unfug wird gesteuert toerde«. Das Presseamt des KriegSministerivmS teilt noch vmt: Der Aufruf ist eine willkürlicheArbeitdeS Verfassers. Das Kriegsministerium hat mit diesem Aufruf nichts z u t i! n. Ritualmordhotzc. Der famose„Ausschuß für VollSau ftlärung" macht wicht mir to unbefugter Gründung antisemitischer Freikorps, sondern er sucht auch gleich das Feld für Pogrome zu ebner., die wahrscheinlich von seiner Freiwilligen trupve militärisch geleitet werden sollen. Im „Verl. Dageol." wird ein Aufruf dieses Ausschusses wiedergegeben, der in blödester Form daS RitualHordmärcheit aufwärmt. Da wird erzählt, daß 100 Kinder in Berlin ermordet und zu Ziegen- wurst verarbeitet worden wären. Im Anschluß daran heißt cS: Ist es denn unter solchen Unlstäniden ausgeschlossen, daß Tausende von Kindern noch weiter abgeschlachtet wer- den und schon geschlachtet find? Seht ihr denn nicht, daß auch euren lieben Kindern das gleiche Los droht?! Wir wissen ja alle, daß bestimmte Sekten zur Auffrischung ihres min- dervertigen Blutes aus rituellen Gründen ihren Opfern unter den grausamste« Onale« da« Blut abzapfe«! Ist es nicht sonderbar, daß so viele Kinder zur Zeit der Ostern ver- schwanden, zur Zeit, da gerade die alten Opfer gefeiert wurden? Deutsche Väter! Wollt ihr euch und euren Kindern ein alei- ches Schicksal bereiten? Rafft euch auf und schafft wieder Ord- nung im Reiche! Vernichtet und tStct olle, die sich gegen die gött- lichc Ordnung erheben! ES i st hö ch ste Zeit! Fortmitden Verbrechern! Es ist unseres ErachtenS höchste Zeit, daß dieser Gesellschaft gründlich das Handwerk gelegt wird. Tiefe Hetze zu Ge- wawtäiiigteit von rechts übersteigt alles, was je von fpartakiftifcher Seite geschrieben oder geredet worden ist. Wahlen zum �rbeiterrat. In der Vollversammlung der Arbeiter- und Soldatencäte Groß-Berlin» empfehlen, auch den Klein- Ge- wcrbetreibenden. die bis zu drei Gehilfen und einen Lehr- ling beschäftigen. daS akttve und passive Wahlrecht zu geben. Denn wenn der Jurist, der Schriftsteller und Künstler, die zu Ausübung ihres Berufes Hilfskräfte beschäftigen das Wahlrecht besitzt, so mutz es doch unbedingt den Klein-Gsverbetreibonden auch eingeräumt werden, da es bekannt ist, daß manche Juristen noch mehr als 3 Köpfe beschäftigen. Weiter dürste sich empschleu, daß die ganzen Zkcutvahlen n ach Berufsgruppen durchgeführt wenden und nicht nach Betric» ■ben. Die Arbeitslosen hätten dann in der Gruppe zu wählen, zu der sie beruflich gehören. Nur so ist cs zu verhindern, daß eine Person mehr als einnial lvähtt und es würde sich auch der von Richard Müller angeführte Auf- und Abbau damit erledigen. Aus den ganzen Ausfiihrungn geht hervor, daß die Unabhän- gigen sowie die Kommunisten Angst haben vor der wahren Demo- krattc, da«S ihnen fönst möglicherweise nicht gelingen würde, die Mehrheit in der Vollversammlung der Arbeiter-, Soldaten- und Kommunalen-Arbeiterräte Grotz-Berlins zu erlangen. In dem Lirbknecht-Luxemlurg-Prozeß sind zur Hauplberhandlung 70 Zeugen und 7 Sackverständige vorgeladen, darunter di« Geh. MedizinolrSte Dr. L e p P m a n n und Dr. Straßmann, Ge- richtSarzt Dr. Marx, Geh. Mcdizinalrat Prof. Dr. Bier und Sckießsachverftändiger Barella. Wie wir hören, haben auf Ver- anlasiung der Reichsregierung je ein Mitglied de« Zeniralrates der Republik»nd des Vollzugsrates der A.- und S.-Räte allen Ber- nehmungen während der Baruntersnchung beigewohnt, ebenso ein Staatsanwalt, der auch da? Fragerecht ausübte. Ob ein solches Verfahren, gegen welches die Angeklagten einen Einspruch nicht er- hoben hatten, mit der Prozeßordnung vereinbar ist, wird wohl zuni Gegenstand gerichtlicher Erörterung gemacht werden. Der Weg zum Friede«. Die Gesellschaft„Aufbau und Werden" hatte vorgestern abend nach dem Schloßpark in Steglitz eine Ver« sammlung einberufen, die gut besucht war. Die Genossen Rotte- bohm, Münster und Franke-Berlin sprachen über den Weg zum inneren Frieden. ES hatte sich auch eine Anzahl Spartakisten ein- gefunden, die aber, abgesehen von einigen Zwischenrufen, nichts in die Suppe zu brocken halte». Genosse Rottebohm warf die Frage auf, wie kommen wir zum Sozialismus? Er beant- wartete sie dahin, daß wir ihn nicht durch Streik und Sabo- tage erreichen, sondern nur durch unausgesetzte Arbeit aller, im solidarischsten Zusammenwirken der gesamten werltägigen Bevölkerung. Referent Franke besprach die Frage der auswärtigen Politik. Er erklärte es für absurd, die Schuld am Kriege den deutschen Imperialisten allein zuzuschreiben. Die Soli- darität des internationalen Proletariats ist der einzigste Schutz gegen den weiteren Mißbrauch der Masse«, eS sei aber eine gefähr- liche Annahme, daß in allernächster Zeit die Erhebung de« franzö- fischen und englischen Proletariats erfolgen könne. Daraus eine waghalsige Politik aufzubauen, wäre ein Wahnsinn. Die organische Entwicklung auf dem Wege innerer und äußerer Gleichberechtigung sei die einzige Gewähr für eine glückliche Zukunft der deutschen Arbeiter und der der Welt._ preußische Lanöesversammlung. 18. Sitzung, Dienstag, de n 6. Mai Ivlll, nachmittags 2 Uhr. Am RvgierungSttscke: Hirsch, Dr. Eüdekum. Der zweite Vizepräsident Frentzel eröffnet die Sitzung um 214 Uhr. Präsident 2c inert ist wegen feinet Teilnahme an der beut- scheu Friedensdelegatton tu Versailles bis auf weiteres vor- hindert, au den Sitzungen der Preußischen Landesversamuilung teilzunehmen. Auf der TageSordnmrg steht der mündliche Bericht deS A e- fch äftso rdn ungS aus sch u sfeS über die Schaffung einer dritten Vizepräsidenten stell«. Referent Abg. Meper: Der Ausschuß hat sich dahin entschieden, di« Frage, ob sin dritter Vizepräsident zu bestellen sei, sofort zur Erledigung zu bringen, damit die Wahl ev. sofort erfolgen kann. DaS.Haus beschließt eine Erörterung nach dem Ausschuß- antrage. Abg. Herold lZenirss schlägt vor. für die Reihenfolge der drei Vizepräsidenten heute sofort eine feste Regelung zu beschließen. Der entsprechende Antrag Herold wird angenommen und zum dritten Vizepräsidenten des Hauses der Abg. Dr. v. K r i e s (Dnat. Vp.) durch Zuruf gewählt. DaS Mandat des Abg. R a u für den zehnten Wahlkreis des Regierungshezirks Oppeln erklärt das HauS für erloschen. Erste Lesung des Eiats. Es findet zunächst eine allgemeine Aussprache statt. Abg. von der Osten lDnat. Vp.): Es steht zu befürchten, daß das vorhandene Defizit sich noch vergrößern wird. Im-Interesse des Wirtschaftslebens darf man den SozealisierungSbe- sircbungen nicht allzu weit nachgeben. Angesichts der Pläne, die die Regierung auf dem Gebiete der Schule durchführen will, wird auch der Schult tat durch gewaltige Kosten für technische Ausgaben, z. B. in Verbindung mit der Einführung der Einheitsschule, eine anßerordentliche Belastung erfahren. Die VcrwaltungSreform nmß so ausgeführt werden, daß mSglichst wenig Neues eingerichtet wird. Gegenüber den Auflösungserscheinungen kann sich nur die ehrliche Zusammenarbeit aller Kreise durchsetzen. Leider atcheute auch der B ea m t e n t ö r p c r nicht mehr mit dar gewohnten ��Merheit. Allen Ständen muß zugerufen worden, daß sie ihr Pflichtbewußtsein gegenüber dem Staat neu belebe«. Da Redner wehrt sich unter te-twAeeiiten Zwischen- / rufen dar Unabhängigen und Beifallskundgebungen der Rechten da- gegen, daß er vor däm 9. November den Herrenstandpunkt vertreten haben soll. Dem Riltegedanken stehen viele meiner Parteifreunde nicht ab- lehnend gegenüber, sobald er einen gesunden Kern enthält. Das Zweikamme csystem, in dem eine Kammer di« Arbeit vertritt, kann außerordentlich nützlich wirken. Wir erwarten jedenfalls von der Regierung, tech sie keinen Frieden unterschreibt, der dt« Ehre de? deutschen Volkes an- tastet.(Lebhafte Zwischenrufe der Unabhängigen.) Nur Sdbstvex- trauen, Sparsamkeit und?lrbeit können uns von dem Untergang retten.(Lebhafter Beifall.) Abg. Schmedding(Zentr.): Da die Eisanbohitvcrwckltung hoch- stens die Hälfte der erhofften ivtehreimiahmen, die Bergwerksver- waltung überhaupt keine Ileberschüsse bringen wird und noch die nichtetatisierien Beträge für die ErwerbSlosensürsorge sowie füc Revolutionsschäden hinzukommen� so wird sich der Fehlbetrag auf mindestens zwei Milliarden belausen. Durch den Fehlbetrag der zwei Milliarden wird sich die Staatsschuld auf fast 13 Milliarden belaufen. Wir werden bei dieser Lage der Tinge nicht daran vor- beikominen können, auch in Preußen die Steuerschraube noch kräftiger anzuziehen. Das darf aber nicht in Form der rohen Zuschläge, sondern auf dem Wege besserer, gerechterer und gleichmäßigerer Veranlagung go- schehen. Abg. Hcilbninn(Dem.): tteber unsere Finanzlage angesichts de? Etatsentwurfs für 1919 zu sprechen, ist überaus mißlich. Alles, was uns vorgelegt ist. beruht auf Schätzung, wir haben nur eine einzige Reserve, das ist die Ilmgestalmng des Einsckiätzungswesens. Nicht nur verwaltungs technisch, sondern eben auch mit Rücksicht aus die großen finanzpolitischen Fragen muß die Vereinheitlichung des Reichskörpers gefordert ! verdeu. In die alten Instanzen haben sich ja jetzt sogar neue ein- geschoben, so in den Kommunen die Arbeiterrate, die sich nicht nur als Kontrollinstcmzen auftun. sondern auch direkt in die Kommunal. Verwaltungen mit Maßnähmen eingreifen, die sehr weittragende ftnanzielle Konsequenzen baden. Wir Demokraten seihen die poli- tischen Fragen, die der 9.'November aufgeworfen hat, in ihren Grundieren als gelöst an, die demokratische Republik ist eingesetzt und muß in der neuen Verfassung ein festes Fundament erhalten. Nun soll man die Demokratte endlich auch einmal praktisch werden lassen. Unsere Vetevaltung muß von Grund auf mit neuem Geist erfüllt und nicht mit nur einem Tropfen, sondern mit einer ganzen Masse demotrattschen Oels erfüllt werden. Der Rätegedanke hat auf der äußersten Rechten eine gewisse Gegenliebe gefunden. Gvaf Westarp und Hoffinann finden sich jvieder zu- sammen.* DaS RStespsicm ist aber nichts anderes als dav umgekehrte preußische Herrenhaus. iSehr richtig!) Wenn wir uns durch Theorien abschließen, die dem Auslande ftcmd sind, so kommen wir nicht zu gemeinsamer Arbeit. Wir werden hoffentlich bald zu einem Frieden kommen. Wir können ihm aber nicht znftinrmen, wenn er un? ehrlos und zu Sklaven macht. �Beifall.) Mittwoch, 12 Uhr: Weiterbe ratung. Schluß ö Uhr. /lußeroröentlicher verbanöstag öer Sauarbeiter Deutfihlanös. Zweiter Verhandlungstag. In des Diskussion sprachen zunächst die Delegierten Gottfchalk- Leipzig, Heinrich Götttngcn und Gollnick-Berlm, die den Bericht des Vorstandes und seine Handlungen kritisierten. Besonders der letzte� Delegierte sucht eine polittsche Debatte zu«machen, findet mit seinen Ansichten aber den entschiedenen Widerspruch der großen Mehrzahl der Delegierten. In der wetteren Debatte verurteilt H e ck e r t- Chemnitz von seinem kommunistischen Standpunkt auS die Kriegspolitik der Gewerkschaften und macht sie für die Verlängo- rung des Krieges verantwortlich W innig, der als Gast erschie- nen ist, hat den Wunsch, sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen über die von ihm vertretene Politik zu äußern. Der Verbandstag erklärt sich damit einverstanden, und Winnig führt aus: Da er an der Kriegspolitik des Vorstandes innigen Anteil habe, so sei ar dem Verbandstage dankbar, daß cr ihm das Wort gestatte. Unsere Stellung zft Internationale hänge heute vor allein von der Haltung der Arbeiter in den feindlichen Ländern ab. Wenn die feindlichen Regierungen un? wirklich den Schmachfriedcn aüferlegen können, wie sie es beabsichtigen, ohne von ihren Völkern daran gehindert zu werden, so würde rs um die Internationale schlecht bestellt sein. 'Her Sinn der Revolution sei vielen noch verborgen. Soll die Revo- lutton zur Sozialisiernng der Produktivkräfte führen, so müsse die Entscheidung darüber in den führenden Wirtsibaftsländern fallen- Die Revolution müsse zur Weltrevolution werden. DaS aber werde sie nicht, wenn wir der Anarchie verfallen, sondern nur wenn wir sobald wie möglich zu einer sestenWirtschaftS- ordnung zurückkehren. Der BolschovismuS schreckt die Völker von der Revolution ab. Wir müßten das Beispiel einer proletarischen Revolution ausrichten, die die Ordnung nicht zer- stört. Dies Beispiel werde den revolutionären Gedanken die größte 'Schwungkraft geben. Es sprechen noch Claus- Berlin, M u th- Cöln, W e rg e r t» Neustadt a. H., Schreiber- Braunschweig, T a b o r- Crefeld, Ho r ie r- Mannheim, von denen nur Schreiber-Braunschweig die Verbandsvorstandspolitik verurteilt. Horter-Mqmiheiin führt« dann auch aus. daß gegen den Borstand und seine wirtschaftliche Tätigkeit überhaupt kaum Ausstellungen erhoben worden sind, die Kritik habe sich fast nur gegen die polittsche Anschauung der Vorstandsmitglieder gewandt. Die� Debatte wurde durch Annahme eines Schlußantrags beendet. Im Laufe der Diskussion lvarett folgende Erklärungen eingegangen: Die Kollegen von Leipzig sehen sich veranlaßt, auf Grund der Angriffe vom Sonntag zu erklären, daß sie keine Arbeiter- und Organisationszersplitterer sind, sondern behaupten, daß gerade die gestrigen Aus'iprachen von Päplow und Winnig gegen revolui i onä r er Natur waren und tolgedeisen nicht aufbauend wirken. Das ttt auch die Auffassung der gesamten lintSstebenden Kollegen. I. A: B, Gottscha!?. Tie unterzeichneten Delegierten von Berlin, Spandau und Chemnitz geben hiermit di« protokollarische Erklärung ab: In der Behandlung der Anträge 1— 3 ist den Antragstellern sede sachliche Begründung illusorisch gemacht, indcmjlebergaug zur Tagesordnung beantragt und angenommen wurde. Sic halten diese Erklärung als unbedingt notwendig,' da sie die Verpflichtung der getvissenhafien Vertretung gegenüber ihren Mandat-gebern haben. Paul Goknick, R. Näther, Klcrin, Claus, Müller..Harburg, Otto Bachmann. F. Heilert, Jäger, Heinemann, Falkenbc'rg. _ In den Schlußworten wenden sich E l l i n g e r und vor allem Päplow sehr ausführlich gegen die Erklärungen und die ihnen zugrunde liegenden Anschauungen und ernten überwiegend Beifall. Es erfolgt die Abstimmung über die vorliegenden Anträge zum ersten Punkt über die Tagesordnung. Angenommen wird ein An- trag, der den Verbandsvorstand beauftragt, auf den Abbau der Preise hinzuwirken. Weiter ein Antrag aus eine Verschmelzung mit Verbänden anderer Berufe im Baugewerhe. Die MandawprüfungSkomminion hatte festgestellt, daß mehreren Delegierten aus dem linksrheinischen besetzten Gebiet die Ausreise- erlaubniS nicht erteilt worden ist. Aus dem Bezirk München sind 6 Delegierte und auch der Bezirksleiter nickst erschienen, tvas auf Unruhen in Bahern zurückznfiihren ist. Tie Generalkommission der Gowerkschaften Deutschlands ist durch S i l f> e r s ck m i d t- Berlin, die Lamirbeitetsschutzkominissiou isi durch H e i n k c- Berlin vcr- treten. Die BetchaMungen werde« aiuf Rittwolfl früh vertagt, Gewerkschsflsbelveguno Ms See Generalversammlung üer Metallarbeiter. Zur Information unserer Leser tragen wir heute die in der Generalversammlung der Verwaltungsstelle Berlin des Deutschen Metallardcilerverbandes gefaßten Beschlüsse nach. Zunächst wurde die noch ausstehende Wahl eines Angestellten erledigt. Gewühlt wurde Max Z i e s e. Sodann wurde zur Wahl einer Sekretärin Stellung gsnom- men. Die von der Kommission zur Borbereitung der Wahl borge- schlagenen weiblichen Mitglieder mußten zunächst ihr politisches Glaubensbekenntnis ablegen, und sodann wurde beschlossen, daß beide von der Kommission vor- geschlagenen Kolleginnen zur Urwahl gestellt werden sollen. Die Urwahl findet zugleich mit der Abstimmung über andere wichtige Verbandsangelegenheiten am W. Mai statt. Sodann wurde vom zweiten Bevollmächtigten mitgeteilt, daß die Angestellten N i ch t e r in Spandau und Halses in Tegel Auskunft erteilt Kollege Tarmen-Sylva-Str. 29. statt, Frisdr. Luckow. Berlin N. 113, In der Diskussion wurde ein Antrag gestellt und schließlich' Hagel., Transport-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen angenommen, der dahin geht, daß die Ortsverwaliung aufgefordert«wzu hi.rdurch eingeladen wird. I wird, di« für die Einberufung einer außerordentlichen General- Versammlung notwendigen Unterschriften zu sammeln. i Weiter heißt es in dem Antrag: Zu der am 12. Mai statt- findenden Generalversammlung der Bertvaltungsstelle Berlin ist der Hauptdorstand einzuladen, um den Funktionären darüber Auf- ilärung zu geben, warum Zernicke die vorgenannte Aeußerung getan hat. DcS weiteren wurde folgender Antrag angenommen:„Die ihre Stellungen gekündigt haben. Diese Stellen müssen gemäß dem Ortsstatut ausgeschrieben werden. Bis zur Erledigung der! Kollektivvertrag gekündigt ist, doch haben bis seht keinerlei Ver Der Streik der Berliner Holzbildhauer. Die VcrtrauenSmännerversammlung beschloß nach einem Be- richt deS Obmannes über die Verhandlungen in der Holzindustrie. sich dem Streik anzuschließen. Folgender Antrag wurde gegen . �„.2 Stimmen angenommen: Lohncrböhung ab 1. April 49 Pf., ab Generalversammlung fordert die Ortsverwaltung auf. unverzüglich 1. Mai 10 Pf. pro Stunde. Grundlohn von 3 M., Durchführung dafür Sorge zu tragen, daß die Protokolle der letzten Beiratssitzung der 46stündigen Arbeitszeit mit Lohnausgleich. der Berliner Mitgliedschaft zur Kenntnis gelangen."| Die Streikversammlung der Holzb-.ldhauer vertrat einmütig Dieser Antrag kam von einem Teil der Generalversammlung, den Standpunkt, alles zu veranlassen, diese Forderungen zur Gel- der Zweifel an der Objektivität deS Berichts von der Beirats tung zu bringen. sitzung hegte und sich erst durch Einsichtnahme in das Protokoll Am 1. Streiktage wurde festgestellt, daß 100 Firmen mit 480 volle Klarheit verschaffen wollte. Kollegen am Streik beteiligt sind. 62 Kollegen arbeiten unter den Ein Antrag betreffend Regelung der GehaltS- und F-rienfrage neuen Bedingungen. für die Angestellten wurde der Ortsverwaltung zur Erledigung| Die Streikleitung befindet sich im Gewerkschaftshaus. Zim- überwiesen.. nrer 4. Alle Anfragen sind dorthin zu richten. Die Streikleitung. Schließlich teilte Rusch mit. daß für einzelne Gruppen der Ausschreibung werden diese Posten provisorisch besetzt. Nunmehr wurde ein Antrag Richard Müller erledigt, auf die Tagesordnung des bevorstehenden Gewerkschaftskongresses den Punkt:„Arbeitsgemeinschaft oder Räteshstem" zu setzen. AIS Korreferent für diesen Punkt soll Däumtg vorgeschlagen wenden. Unter den noch weiter angenommenen Anträgen ist zu er- wähnen ein Antrag, wonach die sofortige Freilassung Ledebours und aller anderen aus politischen Gründen Inhaftierten gefordert wird. DeS weiteren ein Antrag, d?r die sofortige Aufhebung des Be- lagerungSzustandes und die Entfernung der Freiwilligenverbände ans Berlin fordert. Ferner ein Antrag, in dem erklärt wird, ein Zusammenarbeiten mit Angehörigen der freiwilligen Streikbrecherformatiouen abzulehnen, und schließlich wird noch gefordert, daß olle den Frei- willigenberoänden und Formationen Angehörigen auS dem Metall- arbeiterverband ausgeschlossen werden. Sodann folgte ein Antrag Neuendorf, wonach die Generalver- sammlung sich im Prinzip damit einverstanden erklären soll, daß die Ortsverwaliung mit den zuständigen Stellen über die Ver» kürzung der Arbeitszeit zugunsten der Arbeitslosen verhandelt. lieber diese Frage soll in den nächsten Bezirisversammlungen be- raten und sodann in der nächsten ordentlichen Generalversammlung ein endgültiger Beschluß gefaßt werden. Zur Vorbereitung der Wahl der Delegierten zu« nächsten GewerrschaftSkongretz wurden 34 Kandidaten aufgestellt Die Wahl der Delegierten selbst erfolgt am 2S. Mai in Lokalen, die noch später bekanntgegeben werden. Charakteristisch ist bei der Aufstellung der Kandidaten zum Ge- werkschaftskongrcß. daß auch hier die einzelnen Vorgeschlagenen nach ihrem politischen Glaubensbekenntnis gefragt wurden und des weiteren nach ihrer Stellung zum Räteshstcnr Wer nicht aus dem Boden der U. S. P. D. stand oder sich nicht entsprechend der Resolution Müller zum Räteshstem bekannte, wurde nicht mit auf die Kandidatenliste gesetzt. Nunmehr berichtete Rusch über die Beiratssitzung am L7. April in Stuttgart. Nach dem Bericht hat der Aveite Vorsitzende des Vikrbandes, Reichel, auf die inneren Unruhen in unserem Verbände hin- gewiesen und erklärt, die Schuld an den Unruhen tragen die Un- abhängigen und Kommunisten. Aus deren Treiben seien auch die Vorkommnisse in verschiedenen Stödten Deutschlands zurückzu- führen. Des weiteren erklärte Reichel, daß der Vorstand mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln die Funktionäre und Angestellten des Verbände? vor Gcfinnungsbedrückung schützen werde und erklärte es als unzulässig, daß bei der Neuwahl von Angestell- ten usw. die Mitgliedschaften nach der politischen Zugehörigkeit der sich Bewerbenden fragen. Zernicke habe in der Beiratssitzung erklärt, daß, wenn die Dinge sich nicht ändern, cS besser sei, wenn jede Richtung ihre Mit- gkieder z/fammenberuft, und dann bleibe nur der offene Kampf übrig, der geführt werden müsse. Die beiden Bevollmachiigten der Verwaltungsstelle hätten daraufhin erklärt, daß der Hq�ptvorstand die Pflicht habe, für die Einigkeit und Geschlossenheit in der Or- ganisation zu sorgen. Sie beantragten eine Sitzung des erweiter- ten Beirats und im Anschluß daran eine außerrdentliche Verbands- generalversammlung, die Richtlinien über die Einigkeit und Ge- schlossenheit der Organisation aufzustellen habe. Der Antrag dieser beiden Kollegen auf Einberufung eines außerordentlichen Ver- bandstages sei vom Beirat abgelehnt worden. Die Berliner OrtS- Verwaltung habe zu diesen Dingen Stellung genommen; die Sirua- tion sei außerordentlich cr.rst und es müsse daher vom Hauptvor- stand die Einberufung einer außerordentlichen Generalvcrsamm- lung erzwungen werden. Handlungen zwecks Erneuerung der Verträge stattgefunden. Es scheint, als ob die Unternehmer den Verhandlungen aus dem Wege geben wollen. ES erscheine tbm deshalb noitvendig, den Unter- nchmern zu sagen, daß, wenn sie den berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer nicht nachkommen, den Kollegen in den einzelnen Branchen empfohlen werden müsse, mit befristeten Lohnforderungen an die Unternehmer heranzutreten. Eine Hauptausschußsitzung soll zu dieser Angelegenheit Stel- lung nehmen. Kassrnboten der Feuer-, Einbruch-, LebeuS-, Bieh-, Hagel-, Trausport-, Unfall- und Haftpflicht-Verficherungen. Donnerstag, den 8. Mai. abend? S Uhr im MeiverlslbaftShallS, Engelnser 18. linker Seilen- flüael 3 Tr., Zimmer SS, wichtige Versammlung. Tagesordnung: Unsere Tarif- bezw. Lohnbewegung. Diskussion und Beschlugsassung. Verschiedenes. Mitgliedskarten bezw.-Bücher mitbringen. Sinkaisterer Eiukafsiererinnen, Kaisenboten, Hausdiener und Logerarbeiter aus den Bank- AbzablungS-, Nähmaschilie»-. BersichcrungS-, Automaten- und EngroSgcschäften. Am Freitag, den 3. Mai. abends 6 Ubr, im»Dresdener Kasino',' Dresdener Str SS.'an der Prinzessinnenstrasic. wichtige Branchcnveriammlung. Tagesordnung u. a.: Bericht von der ört- lichen Generalverimnmliwg. Bericht von unseren Bewegungen. Ausstellung DeS weiteren sei es notwendig, daß diejenigen Unternehmer, eines Delegierte» zum MkvandSlag in Stuttgart. die sich weigern, die Tage zu bezahlen, an denen die Metall- arbeiter infolge des Angestellienstreiks nicht arbeiten konnten, durch geeignete Mittel zur Erfüllung dieser Forderungen gezwungen werden. Zum Schluß gab Schultheiß eine Erklärung dafür ab, daß er als Mitglied der Prüfungskommission für die Angestelltenwahlen ausgeschieden sei. Er habe die undemokratische Handlungsweise und die Einseitigkeit, die die Mehrheit der Kommission bei Er- ledigung ihrer Aufgaben geübt habe, nick-t mit seiner Ileberzeugung vereinbaren können. Rusch bemerkte hieraus, daß sich die Prü- fungSkommission mit dieser Erklärung noch beschäftigen werde. Angestellte der Geldschralikindustrte. der Ban- und Kunst- schlossrreien. Morgen Donnerstag 7 Nbr, Versammlung in der Löwen- Brauerei, Hoch-. Ecke Badslras>e. Tagesordnung: Stellungnahme zum Tarifverlrag Erscheinen aller Kollegen Pflicht.. Vnivrrfabrtk Spandau. Sämtliche LcrtraucnSIeulc. Angestellten, auSschusse und Arbcitcrrälc trcfsen sich heule vormittag 10 Uhr Ackersir. 2 bei Kretzig. Jnöustrie unö ßanöel. Anfhcbuni; des Durchfuhrverbots von und noch der Schwei;. Born. I>. Mai. sschweizeri'lche Depeschcn-Agentnr.j Laut Mit- leilung der deutschen Gesandtschaft in Bern hat die deutsche Rc- | gterung daS Durchfuhrverb ot von und nach der Tarif-Abfchku� fnrdie Einnehmer der Bolksversicherungs- S ch iv e i z aufgehoben. Für solche Sendungen sind in Zukunft Gesellschaften. � deutsche Durchfuhr-Bewilligungen nur noch ersorderlich, wenn die Die GinZassierer, Einnehmer und Kassenboten der Bersiche- Waren für Rußland und Polen bestimmt sind oder wenn eS sich rungsgesellschaften stehen seit Ende v. Z. in einer Lohnbewegung um Lebensmittel handelt. Im Januar d. I. traten die Viktoria-Einnehmer, im Februar die\ Kassenboten bzw. Einkassierer gelegentlich de? Streiks der Ver-! Die Pflicht zur«ufstcllong von VermögenSverzeichntssen. Ueber sicherungSangestelltan rn den Ausstand. Bis zum AbsMuß eine? die Frage, wer zur Auistellu»,, eines Verzeichnisses von seinem Vir- Tarifvertrages wurde ein Provisorium von 75 M. als Gebalts- mögen nach dem Stande vom 31. Dezember 1918 verprlichtet ist, zuschlag gewährt. herrscht in der Ocisentlichkeit noch immer eine gewisse Unklarheit. Durch den jetzt abgeschlossenen Tarif sind die Einkommen tu«- Ts sei deshalb nochmals darauf hingewiesen, daß eine untere hälintsse der Einnehmer in den VvlkSvcrsicherungSgeftllschaftcn«ermögenSLrenze für die Erfüllung der Pflicht, ein Vermögens- wesentlich aufgebessert worden! Verzeichnis bis zum 31. Mai 1919 aufzustellen, tu der Verordnung Das Grundgehalt beträgt 22S M. Hierzu kommt ein Orts- vom 13. Januar 1919 nicht gezogen ist. Es muß also j e r zufchlag nach der OrtSklaffeneintellimg des ReichsbesoldungSge setze? vom 15. Juli 1909 für Ortsklasse V 15 M., C 30 M.. B 50 M.. A 75 M. Das Gehalt steigt nach dem 1. Dienstjahr um 10 M., nach 2, 3 und 5 Jahren wiederum um je 10 M., nach 10 Jahren um mann, der Vermögen im Sinne der Verordnung besitzt, eine Ver- mögeiisausstellung machen, loomit der Nebenzweck der Erziehung zur Buchführung verfolgt wird. Hauptzweck ist, eine Grundlage für die künftigen Steuoiakgafen zu gewinnen. Eine Einer chun weitere 15 M. Rechercheure erhalten eine FunfttonSzulagc vcch der Vermögensverzsichnisse bei d« Steuerbehörde ist zunächst nicht 50 M. Fall? Uniform nicht geliefert wird, ist ein« Kleidergeldentschä- digung von 25 M. pro Monat zu zahlen. Die Arbeitszeit soll 8 Stunden nicht überschreiten. Der Tag vor Weihnachten, Ostern und Pfingsten ist dienstfrei. Nach einjähriger Dienstzeit werden 6, nach dreijähriger 12, nach sechsjähriger und längerer Dienstzeit 18 Tage Urlaub ge- währt. Die Abschlußgebühren werden nach den bei der Viktoria üb- lichen Sätzen gezahlt. Wenn auch nicht alle Wünsche der Einnehmer erfüllt wurden, so erklärten sich dieselben mit dem Erreichten doch eiiwerstonden; nur durch die geschlossene Phalanx innerhalb der Organisation konnten diese Zugeständnisse errungen werden. Für die Kassenboten bzw. Einkafsiarer der Lebens-, Feuer-. Vieh-, Hagel- und sonstigen Versichernngsgelellschoften werden be- sondere Verhandlungen notwendig. Auch für die in den General- Agenturen rätigen Kassenboten muß noch eine Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse Platz greifen,>da im denselben noch vorsint- flutliche Zustände herrschen. * Am Donnerstag, den 8. Mai, abends 6 Uhr, findet im Gewerk- schastshaus, Engelufer 15, linker Seitenflügel III, Zimmer 99, eine Versammlung der Kasscmbolen aus den Lebens-, Feuer-, Vieh-. vorgesehen Sie dürfte später gleichzeitig mit der Steuererklärung gefordert werden. 0-- Vereine und Versammlungen. Rrichcbnnd der Kriegsbeschädigten. Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen Bezirks f Süd-Ost). Große Veriamm- lung von Kriegs Hinterbliebenen morgen Donnerstag, abends 8 Uör, Schul- auta. Lausitzer Platz 8.»- Arbcitrr-Nodsahrrrdnnd AolitaritSt, Lrtö- grnppr NownwcS. Sonnabend, abends TU Uhr: Versammlung hei Singer. Alle Mitglieder und Sbortsreunde emgeloten. Mitgliedsbücher und Miiitärpaß mitbringen.— Verein ehem. Schüler der 60. Gr- meindeschule. Sitzung 9 Uhr, Bärwaldsti. 68. Gäste willkommen.— Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geichlechtskrnnk- betten veranstaltet am>4. Mai, abends 8 llbr, in den verschiedensten Stadtteilen groß« öffentliche Lichlöiidci Vorträge für Frauen und erwachsene Mädchen. Genauere Anzeige solgt noch. rorerernnsnairen*nr du* mitltece Aorddeurtevlane MS Donnerstagmittag: Kühl und im Süden überwiegend bewölkt, mit öfter wiederholten, meist geringen Niederschlägen. Im Norden, besonders on der Küste, größtenteils trocken mrd vieljach heiter bei srischen östlichen Winden. Derantwortllch titr Politik«-t»r flilNer, eh-rlotteoburs, siir den übrigen Teil des Plattes- Alfred Ncul.'Ln. iü.' Lnzeigei! rteodoe Stocke, Berlin. Verlag: vorwdrtS-Perlag s. m. d.£>.. Berlin. Druck VorrvärtS-Blickidruckerei Ilirb VertagSanfiaU Paul Etnger u. To tn Berlin. Lrndenüratzi L. chiajo 1 Beilage. Erklärung des Verbandes Berliner Die gestrigen Frülizcitungen enthalten die Ankündigung, daß im Reichs-Arbeitsministerium ein Gesetzentwurf über das Mitbestimmungsrecht der Angestellten in seiner ersten Fassung fertiggestellt worden sei. Diese Mitteilung wird u. a. durch folgende nähere Angaben erweitert: „Der vorliegende Entwurf sichert den Angestellten das Mitbestimmungsrecht in weitgehender Weise. Als Grundlage für die Beratungen dienten die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern kürzlich abgeschlossenen Verträge. Man stützte sich also auf die Abmachungen, die im Bankgewerbe, Versicherungswesen und in der Metallindustrie bereits vorliegen. Der Entwurf gibt den Angestellten zunächst das prinzipielle Mitbestimmungsrecht bei Kündigungen und Entlassungen, in bedingter Weise auch bei Beförderungen und Neueinstellungen." Der Umstand, daß in dieser Ankündigung des Gesetzentwurfes auf die Abmachungen Bezug genommen wird, die im Bankgewerbe, Versicherungswesen und in der Metallindustrie bereits vorliegen, veranlaßt den Verband Berliner Bankleitungen zu folgender tatsächlichen Feststellung: Während des Streiks der Bankbeamten wurden die ersten Einigungsverhandlungen unter Mitwirkung sämtlicher Parteien am 10. April 1919 vor dem Reichs-Arbeitsministerium ge'ührt. In diesen Verhandlungen beschränkte sich die Frage lediglich auf das Mitbestimmungsrecht bei Entlassungen und Kündigungen. Die Banken erklärten, daß sie für diese Fälle ein Mitbestimmungsrecht in beschränktem Umfange zugestehen könnten. Das Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen und Beförderungen wurde aber von den Banken auf das entschiedenste abgelehnt Die Verhandlungen bewegten sich daher auch nur im Rahmen des Mitbestimmungsrechts bei Entlassungen und Künd'gungen. Erst im weiteren Verlaufe des Streiks wurde auf die Ausdehnung des Mitbestimmungsrechts über den Rahmen der Kündigungen und Entlassungen hinaus zurückgegriffen. Die Banken verharrten jedoch auf ihrem ablehnenden Standpunkte, bis die Metailindustriellen Ober den Schiedsspruch in ihrer eigenen Sache hinaus am 18. April auch ein beschränktes Mitbestimmungsrecht bei Neueinstellungen den Angestellten der Metallindustrie einzuräumen sich veranlaßt sahen. Die Bankleilungen hatten die schwersten Bedenken, dieses Zugeständnis zu machen, und sie taten es gegen ihre Ueberzeugung, lediglich, um den schweren wirtschaftlichen Schädigungen, die der Bankstreik im Gefolge hatte, möglichst schnell ein Ende zu bereiten. Sie taten es ferner in der Voraussetzung, daß die demnächstige reichsgesetzliche Regelung des Mitbestimmungsrechtes den schweren Bedenken der Bankleitungen und der Metallindustriellen Rechnung tragen und nur ein Mitbestimmungsrecht bei Kündigungen und Entlassungen, nicht aber bei Neueinstellungen betreffen würde. Die Oeffentlichkeit wurde von diesem grundsätzlichen Verhalfen des Verbandes Berliner Bankleitungen durch dessen in der Tagespresse bekanntgegebenen Erklärung vom 19. April 1919 unterrichtet. Trotzdem die Banken fortgesetzt ihre grundsätzlichen Bedenken wiederholten, kam m dem Schiedsspruch vom 20. April 1919 durch Majoritätsbeschluß der§ 5 mit folgendem Wortlaut: „D e Bankleitung ist verpflichtet, dem Angestellten- Ausschluß von jeder Neueinstellung eines Angestellten Kenntnis zu geben. Dieses gilt nicht für die Einstellung von General- und Handlungs• Bevollmächtigten, von Direktoren, Angestellten in leitender Stellung und von Vertretern der Firma, die in das Handelsregister eingetragen sind." � und ferner der Abschnitt 11 nut folgendem Wortlaut: „Wird über das Mitbestimmungsrecht der Angestellten ein Reichsgesetz erlassen, so bleibt die Aufstellung neuer Regeln für die Tätigkeit der Angestellten-Ausschüsse der Banken, die ddn besonderen Verhältnissen im Bankbetriebe Rechnung tragen, neuen Verhandlungen vorbehalten" zustande. Die Beisitzer der Banken wurden überstimmt. Sie bekundeten jedoch ihre Stellungnahme durch einen Protest, der in das Protokoll über die Verhandlungen des Schlichtungs- Ausschusses aufgenommen ist Von diesem Protest wurde die Oeffentlichkeit durch eine ebenfalls bekanntgegebene Erklärung des Verbandes Berliner Bankleitungen vom 21. April 1919 unterrichtet., Wenn jetzt die Fertigstellung des Gesetzentwunes mit dem Hinweise angekündigt wird, daß„er sie» ani die Abmachongen stütze, die im Bankgewerbe usw. bereits vorliegen", so steht diese Begründung mit der oben dargestellten Sachlage nicht im Einklänge.,, Sowohl in den Verhandlungen im Rejchs-Arbeits- ministerium als im Schlichtungs-Ausschuß, wie überhaupt in jeder Besprechung mit Behörden haben die Banken stets daran festgehalten, daß die Ausdehnung des Mitbestimmungsrechtes aut die Fälle der Einstellungen und Beförderungen nicht nur eine schwere Schädigung ihrer Betriebe, sondern auch von Handel und Industrie im allgemeinen und vor allem auch der Angestellten selbst bedeute. ch 180/4 Berlin, den 6. Mai 1919. Bank für Bande! nnd Industrie. Deutsche Bank. Dresdner Bank. Commerz- und Disconto-Bank. Dlrectlon der Dlsconto-Geselischaft. Mitteldeutsche Greditbank. Nationalbank IQr Deutschland. rwiiii i i l Nr. 23? ♦ 36. Jahrgang Seilage öes vorwärts Mittwoch, 7. Mai?61g GroßSerlln Die Seldatenräte Gro»«BerlmS hielien DienSlag eine Voll- Versammlung ab, in der sich die Redner entschieden gegen das Vordringen des reaktionären Offfnergeisie« wandten, der überall die SoldatenrZte und das Bestätigungsrecht tür die Oifiiiers abzuschaffen suche. Dem sei auch die Auflösung dcS Depots 11 der R. S. W. zuzuschreiben. Redner der S, P. D. stellten fest, daß der Mistbrauch der Soldatenräie zu parteipolitischen Zwecken durch die U, S. P. daö Vordringen der Reaktion erheblich gefördert hat. Schließlich wurde einstimmig folgende, von der S P. D.- Fraktion eingebrachte Entschliestung angenommen: .Die Vollversammlung beschließt, die militärischen Mitglieder de« Vollzugsrates zu beauftragen, sich sofort mit dem K. M, in Verbindung zu setzen und dahin zu wirken, dost die Verfügung, nach der bei Lazaretten und Formationen unter dreihundert Mann statt Soldakenräien nur Vertrauensmänner bestehen sollen, nickt rer- öffentlicht wird und nicht in Kraft tritt und daß Soldatenräie nur so lange bestehen bleiben, wie Formationen bestehen." Oeffnet die Bolksbadeauftalten! Aus der Schönhauser Vorstadt geht uns die Klage zu, daß die PolkSoadeanstalt in der Oderberger Straße noch geschlossen ist. Ter Betrieb wurde in den ersten- Tagen der Demobil-machung eingestellt, weilest« als EntlaufmigSanstnlt für HeercSenrlassene dienen mutzte. Später wurden die Räume für die Versorgung der HeeresenHaffenen mit Entlafsungsanzügen in Anspruch genommen, und so ist es geblieben bis auf den heutigen Tag. Die Entlaufung war nötig zum Wohl nicht nur de? HeereSentlogenen, sondern der gesamten Bevölkerung, und auch hierbei erfüllt« ja die Badeanstalt noch ihren Zweck, der Körperpflege und dem Gesundheitsschutz zu dienen. Warum aber die für die Anzu�sverteilmig erforderlichen Arbeiten nicht ebenso out in anderen Räumen ausgeführt werden können, das mochten wir wissen. Es brauchte dazu nicht mal, wie der Beschwerdeführer vorschlägt, das Schulhaus in der bc nackbarten Kastanienallse genommen zu werden, in dem mehrere Räume leer sieben sollen. Wir glauben, daß ein gemietetes Fabrikgebäude mit einigen Sälen mid Bureauzimmern sich nicht schlechrer als die Bade- anstält eignen würde. Die in dem Stadtteil itarck vertretene werktätig- Bevölkerung ist feit Schließung der Badeanstalt angewiesen auf privat« Badeanstalten, die viel höhere Preise nehmen, oder auf die nächsten Volksbadeanstalten, die reichlich weit entfernt sind. Ein schlechter.Trost" ist es. daß zurzeit auch die VolkSbadeanstalten in der Turmstraße und in derDennewitzstraße noch geschlossen sind, weil die M-litärvevraltung sie benutzt. Alle diese An- stalten sollten schleunigst wiedereröffnet werdsn: denn in den Kriegs- jähren ist ihr Betrieb gerade genug durch Kohlenmangel gestört worden. Der llßagistrat behauptet allerdings, daß auch jetzt noch Kvhlenmangei die Wredereröffnung erschweren würde. 2B« bleiben die Santkartoffeln? Hunderte Laubenkoloiristen stehen ratloS vor ihrem Stückchen umgegrabener Erde und warten auf Saatkartoffeln. Den Lettern verschiedener Kolonien ist es nicht möglich, die geringen Mengen von zirka SO— 25 Pfund Frühkartoffeln, welche für den einzelnen in Betracht kommen, zu beschaffen. Einige Gemeinden hoben chren Einwohnern Saatkartoffeln geliefert; für die Berliner geschieht nichts. Wie stimmt das mit der ständigen Aufforderung, jede Baustelle und jedes freie Stück- cken Land zu bebauen, zusammen? Es ist jetzt die allerhöchste Zeit, daß sich die dafür verantwortlichen Behörden der Sache an- nehmen, handelt es sich doch bei Tausenden von Familien— auf einer Kolonie kommen allein VOO Familien in Frage— darum, für ein paar Wochen ein« etwas reichlichere Ernährung durch ihr bißchen Kartoffelernte zu haben. bebandlung würde bei den Patienten auf keinen Fall vor- genommen._ Arbeiterräte Grost-Bcrlins, koinuinualc Arbeiterräte und Soldatenräte S. P. T. Heute, Mittwoch, 7. Mai, nachmittags 3 Uhr, im P l r n a r« faal des Herrenhauses gemeinsame Sitzung. 1. Behandlung der ErnShrungSfragen. Referent: RcichSrrniihrungsminister R. Schmidt. 2. Verschiedenes. Es wird gebeten, vollzählig und pünktlich zu erfcheinertNdgrgi- timation mitbringen. Der Fraktionsvorstand: P. Haast. HauS Schönow. In der Vollversammlung der Soldalemäte Grost-BerlinS teilte der Vorsitzende Brutus Molkenbuhr mit. daß wegen der Ueberführung der Kopfverlctzlen aus dem aufgelösten Lazarett Buch nach Hans Schönow mit dem Generalarzt verhandelt und ausdrücklich zuqefagt worden iei, daß die schonendste BeHand- lung stattfinden solle. Die so sehr geiürchtete Starkstrom- Die nächste Vollversammlung der Groß-Brrliner A.- n. S.-Räte wird vom VollzugSrat— Geuvssr Brokat ist nicht mitunterzeichnrt— aus Sonnabend, den 10. Mai. vormittags 10 Uhr, in die.Kammer- söle". Tellower Straße, einberufen. TageSvidming: 1. Stellungnahme zu den Vorgängen der letzten Vollversammlung. 2. Er- lcdignng. der Tagesordnung der letzten Vollversammlung. Lehrkurst für Erwerbslose an den städtischen Wcrblfortbildungs- schulen unentgeltlich gegen Vorzeigung der Ausweiskarte der Er- werbslosenfürsorge. Jünglinge und Männer: Deutsch, Literatur, Geographie, Rechnen, Algebra, Geometrie, Trigonometrie, Phhsik, Cbemie, Englisch Französisch, Buchführung, Stenographie. Ma- schinenschreiben. Korrespondenz, Fachzeichnen, ProjektionSzeichnen, Zirkelzeichnen, Schriftzeichnen, Schönschreiben, Turnen und Ge- sang. Mädchen und Frauen: Deutsch, Literatur, Geographie, Rechnen, Englisch, Französisch, Buchführung, Stenographie, Ma- schinenschreiben, Korrespomdenz, Schönschreiben. Zeichnen sowie Kochen, Plätten, Schneidern, Wäschenähen�AuÄbessern, Schuhan- fcrtigung. Putz, SäuglingSfürsorge, NahrungSmittellehre. Anmel- düngen täglich in den Schulen für Jünglinge von 6— 7 Uhr, für Mädchen von 5— 6 Uhr. Die Verbands- und Crfrischungsstellen auf den Berliner Bahn- Höfen haben im Verlauf des Krieges mehr als 10 Millionen Sol- daten verpflegt und es haben dort annähernd 3 Millionen Sol- baten übernachtet. Die Zahl der auf den Verbandsstellen behau- Helten Kranken betrug im letzten Jahre 150 000. Der Dienst wurde ausgeübt von 58 militärisch verpflichteten Schwestern, zwei Ober- schwestern, 200 Ehrendamen und Helferinnen, 6 Sanitätsoffizieren und 200 freiwilligen Krankenpflegern. Mit einer kleinen Feier haben sie jetzt ihre dankenswerte Arbeit beendet. Die Kriegsbeschädigten-Vriesuiarken waren auf mehreren Vost- ämlern in der ersten Stunde ausverkauft.... ein paar Häuser weiter konnte man sie bei Markenhändlern bogenweise haben aber z. B. statt für 35 Pf., für 2 M. Nette Zustände, das muß man sagen! Der Leichenfnnd im Lietzensee ist noch nicht weiter aufgeklärt. Allem Anschein noch liegt ein Verbreche» gegen doS keimende Leben vor. Der Lietzenste hat einen Zufluß, über den in der Neuen Kant- straße eine Brücke führt. Wobricheinlich hat der Täler von dieser Brücke aus dos Paket inS Wasser geworfen. Für die Einritstlung de« Täters ist eine Belohnung vo» 3 000 M. anSgesttzr worden. Angaben an Kriminalkomnnffar Gehricke lCharlottenburger Kriminal- Polizei) oder an irgendein Polizeirevier, Die Umhüllung deS Pakets bietet keinerlei Anhalt für die Nachforschungen. lieber dir Einrichtnng von TchlichtongSkommiMonen sowie einer Bcschiverdckcmmüüon für HousangesteUte im Bezirk des DrmobilmochungS- a usschusscS Erot-Berlw ist>m I n< e r a t e n t e i i unserer beutigen Nummer der Beschluß des Ausschusses Groß-Bcrlmer Arbeitsnachweise vcröfsentlicht. Unsere Leser wollen dieser Verösfentlichung ihr besonderes Interesse zu- wenden. Das ltllaiprogramm des ApollotheaterS enthält ein« Rothe zug> kräftiger Nummern, Zum ersten Wal zeigt sich Ferdinand Bonn in seinen klassischen Szenen aus Goethes.Faust"(Mephisto) und Schillers„Räubern"(Franz Moor) auf der Varictebuhne.?lber auch nuftcr dieser Zugkraft hat die Direktion des Apollo»in Siegfried Glaser, dem Vortrag Shumor istcn, dem Romcmitrio, emcr Vereini- gung von Pistonv'rtudstn, den 10 ukrarwisrhcn Tanzsiernen und dem Weltmeister des Diabalaspiels, Sovereign, Kräst« heran- gezogen, die in ihrem Fach Besonderes leisten. Alle Künstler ern- tcicn denn auch den reichen Beifall des vollbesetzten Hauses. Arbeiter-Wanderbund„Die Naturfreunde". Ausgetretene und solche Mitglieder, die, angewidert durch die immer mebr um sich greifende Zersetzung und Hintanietzmig d?S ur'prnnglich schönen Zweckes des Bundes, dielen verlasse» und sich einer neuzugründen- den neutralen Vereinigung anschließen wollen, die das alte Ideal "es Bundes wieder pflegen will: VetsammUing Freitag in den .Bubi-Sälen", Wadzeckstr. 11/12, abends 1'28 Uhr. Tie Allgemeine Ortskrankenkassr ditederbnrnim errichtet Zweig- stellen in B u ch h o l z und A l t- ü a n d S b e r g; siehe Jnsn at. Schöncberg. Die städtische KinderheUstnlte auf der Nordsecinstl Föhr tsl um eine Abteilung iür knochentnberkulöse Kinder erweitert worden. Britz. Die Gomrinbevertretcrsitznng wählte Gutsckmidt(S. P. D.) und Alfred Schröder(U. S. P.) zu Kreistagsdcleg>i«rten. Der Gemeindearbeiteriarif wurde einstimmig genehmigt. Die Bange- nossenschaft„Ideal" will weiterbauen. Der von ihr beantragte Siaatszuschutz wird in der Hauptsache davon abhängig gemacht, daß die Siedlung größere Gärten erhält. Der bisherige Ge- ländelx er ist zu einem wesentlichen Nachlaß des Geländepreises bereit, wenn die Gemeinde darin willigt, daß die Stxaßcnregu- lierung auf normale Zeiten zurückgestellt wird. Damit ist die Vertretung einverstanden. Eine mehrstündige Debatte entfesselt wieder der Antrag der U. S. P.. welcher sich mit den Märzunruhen beschäftigt. Von den dazu vorliegenden Anträgen der S. P. D. und der Bürgerlichen wurde der der S. P D. angenommen, der sein Bedouern ausdrückt über die Vorgänge, die sich anläßlich der Besetzung des Orts durch Negierungstruppen abgespielt I habem Besonders gegen die vorgenommenen Verhaftungen wird ' lelihast protestiert. Ein Ortsstatut über die Sonntagsruhe im ! Handelsgewerbe, welches sich dem Vorgehen anderer Vorortsge- meinden anschließt, wurde einstimmig genehmigt.� Der Antrag der bürgerlichen Fraktionen, die bestehende Verkaufsstelle der Ge- mein de auszulösen, wird durch Annahme eines Antrages deS GemeindevorftandeS, am bestehenden Zustande nichts zu ändern, erledigt. Mit der Frage der Kommunalisicrmrg der Lehensmittcl» Versorgung soll sich der Lehensmittelausschuß beschäftigen. Ein Antrag der S. P. D. führt zur Bewi'Mgung von 1000 M. kür , Schülerfahrten und Spiele der Jugend. Die unterbrochenen Ar- betten für einen größeren Spielplatz sollen wieder ausgenomnMn � werden, ferner soll der Gemeindevertretung demnächst eine Vor- läge zum Zwecke der Errichtung eines Jugendamtes vorgelegt tvsrden. Treptow-Baumschulemveg. Gemeindevertretung. Der Vor- anscklag umfaßt 22� Mill. M. Einkommensteuersoll zu 200 Proz. 3,4 Mill. M. Grundwertsteuer von 2,25 auf 2 50 pro Tausend bei bebauten, vock 4,50 auf 5 pro Tausend bei unbebauten Grundstücken erhöht. Klassenfrequenz der Schulen im Turchschni't 30. Neu erscheinen im Etat die Anfänge einer Berussfquerwebr. Die unteren BeamtengehaltZstufeu werden um etwa 1700 M., die mittleren und oberen um 800— 300 M. aufgebessert, ebenso sind die jährliche» TeueriingKzulagen abgestuft auf 1600 M. bei den unteren, sinkend bis 1000 M. bei den obersten Einkommen, dazu 20 Proz.� pro Kind. Die besonderen Stellenzulagen sind in der Hauptsache beseitigt. An- träge der Sozialdemokraten, den Religionsunterricht in den Schulen an den Schluß der Schulzeit zu, legen: der Unabhängigen, vorläufig die Schreibhefte allen Kindern frei zu liefern, und der Lehrer einer Schule, diesen die Rektorswahl zu überlassen, werden den zuständigen Kommissionen überwiesen. Ebenso geschieht es mit dem Antrage unserer Fraktion auf Erschließung von Brach- land für Kleingartieickau, das allerdings im Ort« nur in ganz ge- ringem Maße vorhanden ist. Zum K r e i s t ag werden bei Stimm- enthaltung der Bürgerlichen 3 Sozialdemokraten und 1 unabhängiger Sozialdemokrat gewählt. (Köpenick. Stadtvertretung. Zu Kreis tagSabgeordneten sind gewählt Herl st und Meher(S. P. D.), Schnorre und Lietsche (Unabh.), Lucht(Bürgerl.). Der Proiest des Gemeindebeamtenvereins gegen den Beschluß vom 28. März, der die Iebenslängl:che Anstellung abschafft, zeitigte eine längere Debatte. Die bürgerlichen Redner führten aus, daß gesetzliche Bestimmungen diesem Beschluß entgegenstehen. Genosse Herbst verlangte die Prüfung der Rechts- ' lag« und beantragte Uoberweisting an die BeamtenbeioldiingK- kommiffion.(Angenommen.) Dem Tarif für Gemeinderrbeiter i wird einstimmig zugestimmt.— Seit in der Zusammensetzung der 17) Cin Doppelgänger. Erzählung von Theodor Storm. Er saß noch lange, noch manche Stunde, bis der Mond schon unter war und er alles schlafen glaubte! da schritt er leise aus der Kammer und aus dem Hause. Die Luft war schwül: nur mitunter fuhr ein Windstoß auf, und fast un- durchdringliche Finsternis lag auf der Erde. Aber John war den Weg schon oft gegangen, und endlich, an dem Kraute, das um seine Beine schlug, fühlte er. er war auf dem Kar- toffetöSer. Er lief noch weiter hinein, denn ihm war, als müsse er überall gesehen werden: mitunter bückte er sich und wühlte unter den Büschen, mitunter zuckte er erschreckt zu- rück: aber es war nur das Gezücht, das hier gelegen hatte; ein Tausendfuß, eine Kröte waren über seine Hand ge- schlüpft. Das Säcklein, das er mitgenommen hatte, war halb gefüllt. Er stand und wog es in der Hand: es war genug; aber... Er hatte den Sack schon umgekehrt, um alles wie- der auf den Acker auszuschütten, nur unten hielt noch seine Hand das Linnen zusammen. Ihm war im Kopfe, als senke eine Wage sich auf und ob: dann sprach er langsam:„Ich kann nicht, lieber Gott! Mein Kind! Es soll ans Kreuz geschlagen werden: laß es mich retten: iw bin ia\ nur ein Mensch!", �.' Er stand und horchte, als solle eine Stimme von oben aus der Nacht zu ihm herunterkommen: dann krampst: seine Hand sich um den Sack; er lief nur weiter, immer weiter; kaum fühlte er. daß jetzt hohe Aebren ihm mit ihren rauhen Köpfen ins Gesicht strichen; kein Stern zeigte ihm den Weg.: er ging her und hin und kam doch nicht zum Ausgang. Ihn überfiels, wie er vor einem Jahrzehnt als Aufsichtsmann so Uwe? bier geschritten war: es konnte nicht weit sein, wo einst wn Weib, ein sechzebnlkbrig Dirnlein, ihm in die Arme nurzte! In süßem Schander ging er vorwärts: gleichmäßig rauschten bei seinem Schritt die Nehren: ein Bogel, ein Reb- nuyn oder eine Ammer, schwirrte vor ihm auf: er hörte es kaum, er schritt nur weiter, als ob er ewig so zu schreiten habe. . Da zuckte fern unten am Horizont ein schwacher Schein; ein Gewitter schien herauszukommen. Einen Augenblick stand er und bemnn sich: er hatte die dunklen Wolken am Abend laion gesehen- er wußte plötzlich, wo Ost und Westen war. Nun Sandte e? sich„„d befchleuniqte seine Schritte; er wollte rasch nach Haus, zu seinem Kinde. Da war etwas tot leinen üußen, er kam ins Straucheln, und eh er sich besonnen, tat er.einen neuen Schritt: aber sein Fuß fand keinen Boden- ein gellender Schrei fuhr durch die Finster- nis; dann wais, als ob die Erde ihn verschluckt habe. Ein padr Vögel schreckten in die Lust, dann war alles still: kein Menschenschritt war jetzt noch in dem Korn. Ein- tönig säuselten die Nehren, und kaum hörbar nagten die Millionen GezieferS an den Wurzeln oder Schäften der Pflanzen, bis die immer drückendere Schwüle in einem starken Wetter sich entlud und in den hallenden Donnern und dem niederstürzenden Regen alle anderen Geräusche der Erde verschivanden. In der Kate, am Ende der Norderstraße fuhr um diese »Zeit ein armes Kind aus seinem Schlafe auf: ihm träumte, es habe ein Brot gesunden, aber es hatte in einen Stein ge- bissen..Halb im Traum noch griff es in das große Wand- bett nach der Hand seines Vaters, doch es erfaßte nur den Zipfel des Köpfkissens und schlief dann ruhig weiter. -- John Glückstadt ist niemals wieder nach Haus und nie zu seinem Kinde zurückgekommen: alle Anstalten der Polizei, eine Spur von ihm zu finden, waren vergebens. Sein Verschwinden wurde einige Tage in der kleinen Stadt besprochen: die einen meinten, er sei entflohen, mn nachher mit seinem Kameraden Wenzel zusammenzutreffen und mit ihni übers Meer zu fahren, wo es den Spitzbuben gut zu gehen pflege; das Geld zur Ueberfahrt wiirdWN sie unteilnegs nach Hamburg sich schon zu schaffen wissen, und das kleine Ding sei ja in guter Hut bei Küster-Marikcn: die anderen meinten, am Teich da draußen in der Schleusengrube, neben welcher er und Wenzel ihr Schelnistück einst beraten hätten, habe er den Tod gesucht, und die Ebbe habe ihn ins Meer hinausgetrieben. Diese Meinungen wurden in einer Tischgesellschaft gegeneinander abgewogen.„Nun, und Sie, Herr Bürger- meister," sagte zu diesem die alte Schwägerin des einstigen Zichorienfabrikanten, die er zu Tische geführt hatte,„was meinxn Sie dazu?" Ter Bürgermeister, der bisher kein Wort dazu geredet hatte, nahm erst, bedächtig eine Prise.„Hm," sagte er,„was soll ich meinen?— Nachdem dieser John von Rechtes' wegen seine Strafe abgebüßt batie, wurde er. wie gebräuchlich, der lieben Mitwelt zur Hetzjagd überlassen. Und sie hat ibn nun auch zu Tode gehesst: denn sie ist ohne Erharinen. WaS ist davon'» sagen? Wenn ich was meinen soll, so sollet Ihr ihn iotzt in Ruhe lassen, denn er gehört nun einem anderen Richter." „Wahrhaftig,"� sagte die Alte ganz erstaunt,„Sie haben doch immer Ihre sonderbaren Meinungen von diesem John Glückstadt,!" „John Hansen," berichtigte der BüvWrmeister ernst- hast.■ t --- Mir kam allmählich das Bewußffein, daß ich West von meiner Vaterstadt im Oberförsterhause an dem offenen Fenster stehe: der Mond schien von drüben über dem' Walde auf das Haus, und aus den Wiesen hörte ich wieder das Schnarren des Wachtelkönigs. Ich zog meine Uhr: es war nach eins! Das Licht auf dem Tische war tief herab- gebrannt. In halbvisionärem Zustande— seit meiner Jugend haftete dergleichen an mir— hatte ich ein Menschen- leben an mir vorübergehen sehen, dessen Ende, als es der- zeit eintrat, auch mir ein Rätsel geblieben war. Jetzt kannte ich es plötzlich: deutlich sah ich die zusammengekauerte Toten- gestalt des Unglücklichen in der unheimlichen Tiefe. Nachdem ich heute den Namen meiner Wirtin erfahren hatte, wußte ich jetzt auch: noch einmal aus der düsteren Grust hatte seine lebendige Stimme ein lebendig Menschenohr erreicht: aber es war nur das eines vierzehnjährigen Knaben. Am Abend nach dem Verschwinden des� Armen, da ich bei einer befreundeten Familie eingetreten war, kam der Sohn mit seinem Schrnetterlinasketscher schreckensbleich ins Zimmer. „Es hat gespukt!" rief er und sah sich um, als ob er auch hier nach niÄ ganz sicher sei:„lacht nur nicht, ich hob es selbst gehörtr— Zwischen den Kartoffeln auf dem Acker neben dem Schinderbrunnen war er gewesen, um sich den Totenkopf zst fangen, der in der Dämmexung dort fliegen sollte: da batte es unweit von ihm aus dem Kornfeld seinen si?amcn„Christian!" gerufen, hohl und heiser, wie er solche Stimme nie gehört: und da er entsetzt davongelaufen, sei eS noch einmal hinter ihm hergckomnien, als ob es ihn habe greisen wollen. ) Ich wußte ietzt, nach über dreißig Jahren: es hatte nicht gespukt, und nicht„Christian" hatte er es rufen hören: den Namen seiner Tochter„Christine" batte der Mann da drunten in hofffiungsloser Sehnsucht ausgestoßen. Und noch eines wußte ich: ein Arbeiter, mein alter Freund ans der Kinderzeit, batte einige Tage sväter draußen an dem Brunnen daS� Korn mähen helfen.„Dd hätten wir bald einen Falken fangen können!" erzählte er nur eines Abends. „Einen großen?" frng ich. „Das mag der Herr glauben! Er uwr ein Stück in den alten Schind.erbrunnen binabgestoßen— der Himmel weiß, was drunten liegt— aber seine Fluchten waren' zu weit in der Spanne, er schlug und arbeitete damit in den, engen Brunnen und kam nicht gleich heraus. Wir basten nur keine Knüppel, ihn zu schlagen: auch webte ein übler Dunst uns an: es war, als hätte schon vordem die Kreatur mn Aas gesessen!" (Schluß folgt.) T:aÄtveror5mctenver''ammIuiig eine Aenderang eingetreten ist, scheinen die bürgerlichen Parteien die Taktik der„Nichtmehrmit- arbeit� zu befolgen; namentlich bei den Bezirksvorsteherposten ist dieses der Fall. Die vorige Sitzung hatte vier neue Vertreter zu wählen, die sämtlich unsere Genossen stellten, nachdem die Unab- Hängixen erklärten, keine Kräfte zu haben.— Gemeindesteuerzuschlag 260 Proz. Die Unabhängigen behaupteten durch Garske, das; Schiebung gemacht morden wäre, um ein günstiges Bild zu er- hakten. Als Meyer(a. P. D.) aber die Zurückweisung an den Emtausschutz beantragte, mn den Wünschen der Unabhängigen Rechnung zu tragen, denn die Erhöhung der Gemeindesteuer auf 500—660 Proz. Zuschlag wäre die Folge gewesen, kniffen die Herren und ließen durch Lampe erflSrcm daß die Darlegungen Garskes nur dessen persönliche Ansicht gewesen seien. Die eigenen Vertreter im Etatausschuß ließen die Unentwegten fallen; im Aus- schuß hatten ihre drei Nerirerer für den Etat gestimmt. Im Plenum wurde die Ausschußberatung als..Durchpeitschung" be- zeichnet und euch die Zustimmung zum Etat als ungehörig be- trachtet, oder wie man zur Bemäntelung sagte, die Genossen seien noch zu jung als Vertreter und zu unerfahren. Daß die Ver- treter aber ihre Interessen zu wahren verstehen, beweist, daß. als unsere Genossen im Etatausscbuß die Aushebung der Gemeinde bctricbsstruer beantraglen und den Ausfall durch die Erhöhung der Hundesteuer decken wollten, einer der unabhängigen Vertreter gegen die Erhöhung der Hundesteuer sprach. Er bat nämlich auch emen Hund." Niederschöneweide. Wir sie Wert yalten. Von den Gemeinde- Vertretern wurde die Wahl eine-"' KreiStagsabgeordneten vorge- Kommen. Von unseren Genossen, den Unabhängigen und den De- niofraicu, vereinigt mit bürgerlichem Block, war je ein Kandidat ausgestellr worden. Zur Wahl erschienen 10 Vertreter unserer Fraktion, 9 der Unabhängigen und 9 der vereinigten Bürgerlichen. Unsere Fraktion harte vorher in einer mit den Unabhängigen ge> meinschastlich abgehaltenen Fraktionssitzung erklärt, im Falle der Stichwahl zwischen den Unabhängigen und den Bürgerlichen dem Kandidaten der ersteren ihre Stimmen zu geben, sie erwcnstet, daß bei einer edentuelle» Ausschaltung der Unabhängigen diese ihre Stimmen dem sozialistiichen Vertreter zuwenden würden. Der erste Wahlgang machte nun eine Stichwahl nötig zwischen Bürgerlichen und unseren Parteigenossen. Da geschah zur Freude der Bürger- liehen das Unbegreiflich:. Von den 9 Unabhängigen wurden abge- geben: 8 weiße Zettel und«iter für den bürgerlichen Kondidatei?. Unser Kondidat, der bei völliger S-rimmeuthaltimg der Unabhängi- gen gewählt worden wäre, kam durch diesen einen Zettel zur Aus- losung. Das Los entschied für den Kandidaten der Bürgerlichen, Herrn Bürgermeister W i l l i g m a n n. Kommentar zu dieser sHnählicheii Handlung überflüssig. Heiligensee. Gcmeinbevemetnn«. Die Zusan raiensetzruig ist jetzt folgende: ö Mehrhcitssozialisten, 4 Deniokraten. 2 Unabhängige, 1 Bürgerlicher. Den Gemeiirdevorstand hat seine Aemter zur Ver» fügung gestellt. Einem Vermögen von 1 707 312,01 M. stehen 1 012 465,98 Ml' Schulden gegenüber, so daß ein Reinvermögen'von 694 346,03 M. verbleibt. Steuerzuschläge: Einkommensteuer 200 Prozent, Grundwertsteuer vom unbebauten und' ausgeschlossenen Grundbesitz 2,4 pro Tausend, von unbebauten Grundstücken, für die bereits Bebauungspläne bestehen, 4,8 pro Tausend, Gewerbesteuer in Klasse 1 und 2 400 Proz., in Klasse 3 und 4 200 Proz., Umsatz- steucc von bebauten Grundstücken 1 Proz., von unbebauten 2 Proz. Biersteuer soll eingeführt werden. Für Beschaffung der Lernmittel ; für sämtliche Schulkinder find 300U M., für ärztliche Aufsicht der ! Schule und für Behandlung der Kinder 1500 M. eingesetzt. Be- i träge für Volksbücherei und Armenwesen sind wesentlich erhöht. j MeT>tcre Siedlungen sind im Gemeindebezir? in Vorbereitung. Sie finden weitestgehende Förderung d'er Gemeindevertretung. NowaweS. Di«„Freie Turn- und Sportvereinigung"(früher Turnverein.Freiheit") hat an die hiesige Gemeindeverwaltung das Gesuch gerichtet, im Juteresse der Volksgesundhert einen Tei! des 'Parks BaMsbcrg zu einem allgemeinen Sportplatz herzurichten. Groff-Berliner Lebensmittel. �MRin. Ziur an solche Bersone» dürfen amerikanische Fleischprodulte von Den FWqern abgegeben werden, die in ihrer Jhmdenlistcveraeichnet sind. Wer bisber noch nicht elngelragen war, kann seine Eintragung bei der Abteilung für F l e i s ch v c r s o r g u ii g, Neue Ariedrichslraße 1, mündlich von 8 bis 8 Uhr, sonst aber auch schriftlich beantragen. Die Fleischkarte und ein Aus- weis, aus welchem ersichtlich isy daß der Einzutragende in Berlin wohnt, sind vorzulegen. Friedrichsfelde. An Kranke, die im Besitze einer Vollmilchkartc sind, solange Vorrat je 2 Päckchen Puddingpulver oder Süßspeise gegen Abgabe des Milchtartenabschnitte»...Krank'.— Tie Schokoladebezugicheine gelten nur bis morgen, Donnerstag. Spandau. Gegen Feld L2S in der Neustadt rechts der Schönwaldcr Straße>/, Pfd. Weichläse. Feld 226 bebäll Gültigkeit bis alle Stadtteile bcliescrt sind. Außerdem noch in utvchiedencn anderen Geschäften.— Trockenspinat und Rapsspinat zum Vorzugspreise von 3 M. je Pjd. können vou der Stadt bezogen werden. Kausberechftgungsscheinc tm Rathaus, Zinimer 408. Buchholz. Heute, Mittwoch, im Schulhaule an die Besteller Saat- lartoffcln. Preis pro Zentner 1« M., die letzten Nachbestellungen können noch nicht berücksichtigt werden. Berkaus: I—'/,3 sür S— T,—'/,4 U diS W. HA— 4 Uhr der Nest.— Die aus 18—16 angemeldeten Graupen, sowie»0(22 entfallend e Kunsthonig bezw. Marmelade kann abgeholt werden. — Im AmtSHauS noch eine größere Anzahl Marmeladen- und Sauerkraut- süsser zu billigem Preise.___ Hroß-6erliner Partesnachrichten. tteAirksorgavisation Sroß-Serlin S. p. V. Achtung, Arbeitcrrät« und kommunale Arbeiterräte! Kursus für wirtschaftliche Fortbildung. Referent Ingenieur Genosie Dr. Alfred Strieme r. 6 MonatSvorlräge: 1. Geschichte und Grundbegriff der Wirtschait.— 2. Geld, Kapital. Kredit.— 3. Wert und Preis.— 4. Organisation und Rentabilität wirtschaftlicher Betriebe.— 6. Wirtschaftlicher Welthandel.— 6. Eozialisierung und Kommunalisierung der Betriebe. Am 12., 19. und 26. Mar, 2., 16. und 23. Juni im Festsaal de« ehemaligen Herrenhauses. Legitimation: FrattionStarte und Parteimitgliedsbuch. KurfuSbegitin 7 Uhr«bendZ.» Tektow-BeeSkow. Das KreiSöureau befindet sich jetzt Bellevueftr. 7. Kaffe 2 Treppen, Sekretariat 3 Treppen. Telephon: Amt Lütz o w 7834 und 7885. Alle Zilschriften usw. sind nur noch nach dorthin zu richte». Berlin. Heute, Mittwoch: Zahiabeud Friedrich-Wilhelurftadr, bei s ch S f e r. Hindersinstr. 1; Neues Hanfaviertel: bei Trümper, FlenSburger Str. 3: Bcllevneviertel: bei Fatmidk, Spencr Sir. 20. Bereinigung sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen. Sonn- aocnö, 10. Mai, abends 7 Uhr, Temdelhofer llfc: 20(Hochbahn Möckern- brücke): Versammlung. 1. Politisierung der Jugend; 2. Lebrcrrat. Wilmersdorf. Morgen, Donnerstag, abends 8 Ilhr: Extra« ah labend in den bekannten Lokalen. Tagesordnung: Anträge zum art-itag. Post- ond Telegrirphenvcrwaltuug. Vertrauensleute aller Aemter Groß-Berlin« und der Vororte.' DienStag, 13. d. M.. abends 8 llhr, Aula Wcmmeisterstr. 16: Wichtige Besprechung. Erscheinen unbedingt erforderlich, eventuell Vertreter entsenden. Grone seid. Bezirk Bnch. Nöutgental und Zepernick. MitgUederoersammlung morgen, Donnerstag, abds. 8 Uhr, bei Marx w Röntgental, Bärwaldstr. 12. Gericktszeitung. Der Toppelmörder Paulus vor Gericht. Der 32 jährige Schneider Karl Paulus würbe beschuldigr. in der Nacht zum 24. Januar v. I. zu Nordend die Schcrnktvirtin Ella Saffmann ernrordet zu haben, kerncr im Mai 1913 in Nicolas. sc« seinen Sohn Kurt ermordet und sinne Ebefr�n Marie auf deren ausdrückliches und ernstliches Verlangen hin getötet zu haben. Ter Angeklagte hat vielfache Vorstrafen wegen Diebstahl? erlitten. Die Ehe sclvst nicht sehr glücklich, so daß es nicht besonders auffiel, als Paulus plötzlich erzählte, seine Frau habe ihn mit ihrem Kinde verlassen und sei nach Amerika ausgewandert. Der Verdacht, daß Paulus auch Frau und Kind umgebracht hätte. verstärke sich mehr und mebr und in die Enge getrieben legte Paulus das Geständnis ab, Frau und Kind er- mordet zu haben. Später schränkte er seine Angaben ein. Die Berliner Geschworenen erklärten Paulus aller drei Ver- brechen schuldig, et wurde zweimal zum Tode verurteilt. Jugenöoeranftaltungeu. Berein Arbeiterjugend«rost-Berlin,-Abteilung Lichtenberg. Mittwoch, den 7. Mai, abend« 7 Uhr: UnterhastungSabenv im Fugend« beim, Paikaue 10, Ecke Möllendorffstrage.— Freitag, den 9. Mai: Spielabend auf dem städt. Svielplatz in der Normannenitraße. Treffpliukl abends 7 Uhr am Jugendheim.— Sonntag, de« Rl. Mai; Spiele aus dem städt. Spielplatz in der Norniamienstroße. Treffvuntt nachm. 4 Ud-. am Jugendheim. Nach dem Spielen Zusammenkunst im Jugendheim. Abteilung CSvenick, Jugendheim«. Gem.-Schule, Jugendllub- zimmer, Wilhelmstraße, abends 7 llhr Vortrag: SozialtSmüZ— Bolschewismus. Abteilung Wilmersdorf. Lokal Blaeser, Wegenerstr. 18, tz,S llhr: Mtzliederoersammlung. W großes WgkMM von vMWlNM I.lvi i ringt der Monar Mai im gabaret t ALlvdssisc.Ullg Z ic lla, im Tquitablc- Palast, Friedrich- sirahe dgM, ecke Lechztger Straste. Luftige, sehr-rvcitcrndc Somit ist reich oertrcten. Zunächst durch Harry Malten, der als echter Numik« seine starten Äirkungen mit künstlerischen Mitteln erzielt. Bringt schon der Vortrag seiner Couplets zum i.'achein so überrascht imd erheitert er das Publikum mit der Borfnhrnng von Masken, von Typen aus verschiedenen Gesell- schaftsschichten. die er mit einer Natürlichkeit und einem Humor miedergibl, die stärkstes Lachen und endlosen Beifall hervor- ruiesi.— Sehr unterhaltend und charakterlsttzch sind die Vor träge von G i s a ll o l o«, die mit schauspielerischer Gewandtheit Jahren' nannte man dieses Theater tintamaresyu«; es ver» schwand mit der gest und nun ist e» jetzt wtcdor eine Neuheit. Da» Ganze, mit den großen Köpfen und den kleinen flinken und polternden ilürpe-.chen ist ungemein komisch, und komisch und belustigend sind auch die Vorträge, die nebenbei gesagt, �von schönen, aiiaenehmen Stimmen untcritüftt werden.— Eine �Leistung von Ännmt nnö Können bietet die Tanzkllnstlerin Margot Kronberg. Im deutschen Walzer, Im ungarischen und russischen Tanz entwickelt sie fesselnde Bewegungen, mle überhmipt ibre Erscheinung und ihre ganz« Protmlrion von großer Grazie find.— Sehr brlnstigenb ist der Bauchredner KarlHeinz Ewer» mit seinen zwei Puppe». Die Gespräche, die er mit ihnen siihrt, gehören zur Gattung de« richtigen Ulks. gute Bitze und front Saune wirbeln durcheinander und das Publikum bleibt fortwährend in fröhlichem Lachen.— Ganz originell in seiner Art ist da» stimmbegabtc Duett Fritz Rcndow-Hertha Löwe, ermttder Laute als fahrender Stuoio, sie tn einem phantastischen Kostüm au» irgend einet oergangcnen Zeit. Die Duette, die sie fingen, sind lus aber ewen Einschuß von jener deutschen Sentimentalltät, dü da«.<*——'— v—*-"«■ 1---'—•. Der.■ wirkenden temperamentvollen Leitung de» fe! Kurz—~- seine i aden möge noch auf da» groge Orchester unter bei ramentvollen Leitung de» seh: musikalilSen Herrn Pau z erwähnt sein,»on« Uhr nachmittag» ab flu Konzerte für jeden, der Musik liebt, höchst hörenswen zumal sein Programm eine so weite öpanr.una bat. s> ''"l-> ist. daß jeder GeichinoS seine Süriediglmi reichhallig findet. 84,1 Syemiisus gjzMlei'Mg.s. Merg Anfang 6 Uhr.__ Schaasptaihaas Wilhelm Teil. Anfang 7 Uhr.____ Volksbühne ■ Theater am Bülowolatz. Direktion Friedrich Kayßler. .Wo Uhr: Oa». Direktion Max Reinhardt. Oeutechas Thoater. Erste Ottentliche Aufführung: V'/e L'hr: Die Wupper. Do. TVj: Wie e» euch getüllt. Kammerspiele. 7Vt Uhr. Unterweg:». Donnerst 7l/j Uhr; Der Star. Klalnos Schauspielhaus 7i/..: Die Bflchac der Pandora. DaVe: Bflclise der pandora. Tbeater 1. d. Dir.: C.Meinhard- R.Bemauer 8 Uhr: Musik. Donnerstag: Zum 1. Maie; Die Stützen der Uciellsctmi:. Sctiausp.!>i 4 Akten v. Ibsen. iiilse Lehmann, Alfred Abel, Alexander Ekert, Ferdinand von Alten, Reinh. SthQnzcl, Grete Diercks, Rose Veldt- Kirch, Gustav Hotz, Leonhard Haskel, Jenny Marba, Richard I.eopold, Frieda Lohndorft, Elly Branden, Eva Brock, Gertrud Deutsch, Ernst Gehmer, Osk. Ludw, Brandt.) Freitag: Der Biberpelr. (Frau wolff: Else Lehmann.) Komödienhaos an der Marschailbrücke ','ft Uhr: Peldhernihflgal. Dornt.: Der FeidherrDhügel. Freitag: Erdgeist, Berliner Theater w uhr: Sterne, die wieder leuchten. Donnerst 7 Uhr: Wohltätig- kcitsvorstellupg. Reinertrag fJr unsere Kriegsgetangenen. Trianon-Theater. Bh(.Frledrichstr.Ztr.4927«ti9J Kachm.'M Uhr kleine Preise: KotUilppchen. Tägl. 8 U. Heute z. 233. Male: Der gute Rut von Hermann Sudennann. Shd. Vjl Uhr; Schneewittchen. Residenz-Theater. Untergiundb. Kiosterstraee, Ausgang Stralauer StraSc. Täglich 8 Uhr: Das lere IM Von Hermann Sudermann. Regie: Alfred Rottcr. Eugen Burg, Kalser-Tit!, Hansi Arnstädt, Olga Limburg Rosa Valetti. ßmma Oebner, Paul Bildt. IUI. Falkenslc-in. Walhalla-Theater. 3', Litt': Mo* und Moritz. 7>>. Clur: VerZgttMßWkLlz. liCtmlnfr.Tbeater Direktion: Victor Barnowaky V/z Uhr: Die» irne. Donnerstag i Zum 50. Maie: Oer Biauiucht. Freitag: Peer Cynt. Deutar.Eca Kansdcr- Thcater. Allabendlich 7V. Uhr: Das Schloß am Waausee. Ccntral-Tlie»«cr KommandantenstraBe 57. J�v Die Schönste yon Ailen. DeatH«hes Opernhaus 7 uhr: Martha. Frieilr.-Wljhelisst. Theater Das Dort ohne Glocke. Kleines Theater. Rose-Theater. 7V. Uhr: Kleine Sklavin. Piatlonal-Theatcr.?>/,: Die Xwopuppe. 7»;. Uhr: Komische Oper uh'r: Sehwarzw aiilmäilel. LuHtspIclbauH � Die siianisclie Fliege. Metropol-Theatpr. 7 uw io: Die Faschingslee. Ikeucs Opcrettcuhaas Schlffbsuerd. 4a, Norden 281. JKl: Die keüsciie Susanne. Pnlnst-Thcstcr 7 Uhr: Die G'schamtge. Die Frau utine Beruf. Hauptirefler 35. Ballett. 1 SchUler-Tlieat. Chsrl., z Uhr; Ein Volksfeind. t/s u.: Wie es euch gelallt. Thaliu-TUeater ,7v. u.: Zurfiiiöea lluüiniel. Th. amXollcndor«i>lutJi 1 ZV, Uhr: Da« Stiftungsfeat. 7 uw: Wo Sie Lerche singt. Theater de« Westens 8 uu Wo Sie Liebe iiinJilllt Theater d. Priedrichstodt 7>/,Uhr: Halmacher Seiner Durchlaucht. Wallu er-Thcnter f/a uhr: Geisha. Casino-Theater. Lothrwg. Str. 37. TägL'/�UHr: Letzter Monat. Vater Knolle. Lccitner Poikestück in 5 Btccn. Dazu»rsitlass. Spezialitütea. Sonntag Ssi--»ansi i«> ist«,.> !.vl8vv-Thsatvr. V 2 täglich: Jugend, Jftii Ritte rfeidt— Willi Ernst Marlene Riechert- Wiw Dugall Alex Scheibach. Sonn---" lag SeM lazeszesM i l ##/' 1 Reg! Xtichard Ostwald UNTER MITARfcEIT von SAN.-RAT DR. MAGNUS HIRSCHFELD EHRENKARTEN HABEN KEINE GÜLTIGKEIT. ERHÖHTE PREISE Vorverkauf II— I Uhr. Theater a-KoilhnsepTof (fr. Sanssouci Kottb Strch) Abcods 7Vj u. Sonntag; nachmittag 5 L'hn SUte Singer cliemalige Mitglied, d. Stettiner Siuiger (9 Herren.) BtBthxen« Konzert. Sonnt nachm. ermäfl. Preise. sorverkaui 1 1— J Uhr. liagilalena. Elly Arndt. ReiclislialL-Tteiter Abend« V'/s Uhr und ömmt i Uhr: Stetttoev Äiiniirals-Palast. Täglich Vj« Uhr Sonntag» 3 u. 7 Uhr Die neuen Ballette. Isi GespenstefscbioS ■ Wiener Walzer auEerdem T am- Ret ue■ Winter- Gaitei! Täglich 7 Vi Uhri M-Splelpli Rauchen gestattet! Weinstuben 1 and Bar Tanbenstr. 35 Von. KQche/ Gute Weine ff. Kaffee. Ziv. Preise. Ab 6 Uhr nachmittags: Kapelle WilliFrey Wiener Schranunefn Dietrich. Eintritt frei! *Ta Clrcaa HB BiflscSi Tgl TU Stg. Z>/. u. 7Vj Igl. ülg.■>. U. I Clrcus-Progr.— nnrtini, ßbinom. Kimstradf. a. d. rahtseil— ranze und Ein Fest n. d. Stiergeiecht. AI iah dl. p r. 9 U. F o rtsetzg.: Gr. Internationaler RingerWeUstrelt Heute Mittwoch, aberda, ringen: Willi Urbach, Köln, gegen Willi Slaillng, Bremerh. Karl Jentscb, Breslau, geg. Pawlowicz, Serbien. Räber, Königsberg, gegen Bausca-Esch, Aachen. APOLLO Theater. Dir.: James Klein FriedrlchstraSe 218] ?»/« Mai 7"A j > Sonntags 31/, u. T/, | Gastspiel Ferdinand| Bonn | in deinen klasslsclrer| Msisterszenen Klein- Bosa IWlens fSjähr. Soubr. I 1 iOjikr«ln.Tanzsterne] M filhnncikarischej KCUOrS Spiele 1 Bonita Berol I d. SJBhr Spla.-Tänz. I , Sovereip�iab010 Romani-Trio Akt u. weit. Attraktionen 1 1 1 Sonntags ,T. leder, | Erwachs. 1 Kind frei! I Theatcrk. ab 10 Uhr[ I ununterbr. ggöffnet Hauchen gestattet. MGeldü! für jede Wertsache. Höchste An» kanfspr-ise für Pfandscheine, Brillanten. Goidgegenstände. Teoplche. Biicher usw. Wollt, Friedisichstr.lf»1, Eck- Kochst- Mvilolwe. Lallt«. «Ditnrre, Zv-inaern» anbot. 45.—. erst!!.Ä.-. llonjarlfante 125.-, 145.-(Unterricht 8.- Monat-Honorar, eveMi. 10 stdg. Wettmstr M musik- 1 ■■■■■ CLOU. Manerstraße Zahlreiche Belustigungen u. a. Hippodrom, Rutschbahn, Karussell. Konzerttiaus Großes Doppelkonzort. Eintritt t Mark. eakurse)»anii,err,oilne mti gubehor IN.—, tianzart gel e 65.—, Ernst, Otonltn. IM III. 4 « ( aas 1 Kr. Sali ■JLB-BJB KsIIeFS Feslsäle, Koppenstr.29 Direktion: J. Woruer. Letaler Tat t NM" Letztor Tat' * Der große Aufklürungsfllm s Fn. i der ipnn mMgl. Die TragOdie einer Unwissenden In 5 Akten. Femer: � gz 1201160068 filflCR? Ein KQnstlerroman aus dem Leben des berühmten Komponisten Frau Lehar mit Gcsangseinlagen. Anfang; Wochentags C Uhr, Sonntags 4 Uhr. Nach der VonteDang tn den modern. Prachfsälen r> julccbb�■«cna Stilcbernslr. Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag; Eröffnung der Film- Diele Sonntags Anfang* Uhr, wochentags Anfang 6 Uhr. FWWWWW Tafelklavier oder älteres Piano, auch fff Rae ludst Drescher, sstcafdui Deiöriickstr. 56 III. PreU-cngal erbeten._ Schwer- and Leicbtgespaime | Möbeltransporte 1 bis 50 km per Achse ! FaiirlialtErei Zentnai!, ÄasHSt Marks, Prenzlaaer Str. 27. Königstadt 3776. Tanzsui oder Desiam j au pachte- oder zu kasfe» 9 1 sucht, Offerten unter 8. 21 0 I Espei), d..Vorwärts". 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Ehre ihrem Andenken I vcr Vvrsrnoa. Dauksagiing! Allen Kollegen. Freuaden und Brannten>ag- ich silr die Überaus zahlreichen Beweise inniger Teilnahme anliistlich der Beisetzung meines UN- vergeßlichen Mannes meinen tiefgesühltesten Dank. Zm Sauneu der Htnterbliebeaeu: ■Ww. Marie Tbtele. Aufgebot: Der von uns unterm LS. Au- gast 1911 ausgefertigte Berfiche- runasschelu Rr.«31831 Uder Rudel 3000,—, auf das Leben de» Buchhalter» Wladyslaw Lodzki vel Wtadjtlair Luckl. in Lad» geboren am ä/15. April 1388, ist bei dem Sisendahu- unalück bei Fltrstenwalde am i. Februar ISIS abhanden ae- kommen. Der gegenwärtige In- Haber des Scheine, wird auf- eefordert. sich binnen 6 Wochen ei uns zu melden, wib-igen- fall» der Schein für kraftlos erklärt und eine neue Aus- eert'.gung erteilt wird. 2WZD Berlin. SS. April ISIS. Victoria zu Berlin. Allg. Versietaeruags- Akt,- Oes. Dr. Utech, Deneraldtrektor. H-QmiBmt Saslttztarat Dr. Müller, FrießilelistraBe 181) 11,/ Eingang Kronemtraße.' Spr. 11— I, 5—7, Sonnt. 11—1. Erfolgreiche Heilerfolge. Dr. med. Koeben, FriBilPlelistp.81 �neÄm IMsfr.mftMCs'1 Spr-JO-l u. S— 8, Sonnt, 10-1. Erfolgreiche Behandlung.* Seit 29. Aueil 191» verkehren wieder auf der Strecke Dstisel- darf— Seesen—«oslar— Halber- stadt— Magdeburg— Berlin— Potsdamer Bhs. die Schnell- zöge v 29(an Berlin, Pols- bämer«hs. IM nachmittag) und D SO(ab Berlin, Pat-b. Bhf. UJO vorm.) sowie vom 80. 4. Ig. ob ans der Strecke Düsseldorf— Hannooer— Braun» schweig— Magdeburg— Berlin (Potsd. Bhf.) dt- SchniT" D 9(an Btrltn, Potsd. 1VLS vorm.) und D 10, Berlin, Potsd. Bhf. 3,57 nachm.) Eieenbahndtn-kt Magdeburg. nellzüae 5b. Bhf. 10(ab Sie Mitglieder der Baueenossenschaft Bfirgerwalde laden wir zur SesMlveriMMvg am Rentaa. den 12. Mal, adetids 7 Uhr, im Lehrer- oerrtnshanO, Aiexanderstr. 41, ganz ergebenst ein. Taaeserdnuna: 1. Bericht des Borstanbe? über dir Siedlung bei«Srbis- Iruz. 2. Borleguna des Bs» bauungsplanes. 3. Erledigung der-ingrgangrnen Anträae. 4. Siskufston, an der nur Mit- glieder teilnehmen dürfen. Da» Statutenhett ist at» Legitimation»ritzubrtnaea. Um pünktliches Erscheine u wird hiiflichft arteten. 1101/14 Vor«oflltchluw«; Bertram. Juli»» Partefi ttqm. Ortskrankegfess? 'iirAflleFbiiölundDiDgEpl Zu der oat i'reüag, den 16. Mai d. 4, abends 7 Uhr, im Familten- rcstaurant VN0 kiege, 3dlerii- hoi, Sedaostr. 4 stattfindenden ordruMchs» lade ich hiermit die Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeit. neber ein. 275/8 Tagesorduung: Annahme der Rschuung 1. Annahme >«» Doriahres 2. AenoeruNl Ig der xz 2,16 und Z2 der Dienstonnulng betr. Ein» teilung der Angesielliru, Be» soloungsolan und Arbeitszeit. iL Sonstige Kastenaugelegen. heiten. Mar Knappe, Borsitzendcr. lieserke Air UscMer und MorMiterzoBciilB. Am Donnerst« a, d tat 1919, abfni« vtlb; im Netchunborueu ■'"»tr. 1 "dt )errn Aohröm die todnitölMB Natt, zu welcher dir Bertrei-r der Arbeitgeber und der«er- jichrrdm hierdurch elngcla�n Tagesordnung! 1. Abnahme der Iahresrrch- nungiür dastbeschäftsjahr 1913 und Bericht de« Ri' fchuffe». den Verband lustfaffung über irstanbes, dem «r Krankenkassen in rnstord» nung.«. Berichieoene». »erVorstsnd. TmtlBoesk«, Bors.. Fritz Zt Nie, Schrillt. lli'. Mi). Wockeöluä, FrißdrieliStr. 125„Sä, Spr. II-l. 6-7. I23� Erfolgreiche �chaudiuü�, flaut- ifiaraarzt. Erlolgreiche Behandlung. Königstr. 34/36 Alexanderplatz. 10—1, 5—8. Somit 10—1. Dr. med. Hasche, FriedriciistF.SflsÄoTot. Spr. 10—1 u. S-8, Sonnt. 11— l. Erfolgreiche Behandlung.* _, vr. med. Geyer, WedriEhsfr.Ui Säe.) Spr. 10—|, S— S. 123/11* lr.r"�gclct'* Behandlung. WieelDMer beseitigt ä'sHanssalbe L HautauatchL, Flecht, ntj n clu, be». Bei«sc ii ad., artistiadern der Frauen Bergl.in Originaldosen 5 7 SO erhältlich in der „EloianteoApotheks" rün SW f. Leipziger �ß���önhofW) Habe«ilch als SpcaUl. arxt für Haatkrookfaelten niedergelassen. Zl/io San.-Bat Dr. Dyck Münzstr. 30. Dr. Echtermeyer, Oy Berlin, Lulseuufrr 47, 11-', und l/�—>/,7," »Sil!- 1-»smml Br. rneä. flaeäicke. Ensijsioksisgög Igf-SS au der Mob rena trabe. tl—t. 5—7. Sonast. 11—1. Piano kauft Aaser, Firn«! 7310:*« Klavier rotL mnmtl U. OacmoblMW tauft Scbaebtsctanelder, Back omar, traft« 14,»l (Prrisanaabe). Piaiip, Bannonlum, SseÄSi?!' MMlMWS. Mr olle in den Ortschaften Kaalsderf, Biesdorf dem. u. Gut, Dahlwitz Gem. und Gut mit lloppegarten, Dahlwllz Out mit Rsrenstelner Mühle undReldtmUhle. Mahlsiforf, MGncbehole mit Münchs- heim und llolländer Mühle beichtiftigten oder wohnhastrn verfichernnqsvfiichti en und verficherungsberechtiisten Per- sonen, sowie für die ebenda vorhandenen Arbeitgeber wird mit dem 9. Wal 1919 rine Zweigfiell« unserer«aste in Mauladart, TVlNielmalr. Z» errichtet 275/7 Diese ist weritüglich von 8 Uhr vvrmiitag» bis 1 Uhr nach. mittag» grtffnrt Berlin, den 5. Mai 1819. flipKin.Ortskrankefikasss Niederbarnim. Petzelt, Bvrfihender. MmMMW. Für all- in den Ortschaften Malchow'«enternd- n.»nt, Tarsw. Blankenburg, Gemeinde und 9m, Äeinsrsdors. Blankenfelde,«emeiade u. Gut mit MSllersftlde befchästigteu oder wehnhoftru »rrficheruiigspii ichtigen und nee. ficherunasb-rechtigtenPersenen, sowie istr die ebenda vorbände neu Arbeitgeber wird mit dem 1». Mai ISIS eine Zweigstelle unserer Sasse in Buchholz, Hauptstraße 4, »richtet 27S/5 Dies« Ist werftä-N« von 8 Uhr oermittaas bis l Uhr uachmittag» geöffnet. Berlin, den 9. Mai 191». AllgemeineOrtSkrankrn- lasse Rirderb-ruim. gez. Betzen. Bvrfttzender. MmlmchW. Für alle in den Ortschaften Altlandsberg, Stadt und Out, mir den Solsuien Amtsfrrtheit, Nku-pönow, ZSaltmühle, Neue» Borwert Berliner Mühle. fÄUwneinbeunb (tat mit Rirtrrhckdt Seeberg, Hönow, Brnchmsthle mit Soitenft Nadebrück. Senm»e«set«emM»brmed «itt, Sms-lb, Löhme,«emeinde und«ut mit Vorwerk Wllhel- ininenhoi, Zlumderg, Gemeinde und MiEIisenau, JsrttW�Gemeinbr und Gut beschäftigte» od« wohnhaften versicherungspStchtia»»»no verstchernngoberechttgtr» Per- sonen sowie Mr dir«btnba vorhandenen Arbeitgeber wird mit dem 2715/4 9. Mal 1919 »ine Zweigstelle unserer Kasse in Altlaudsberg, Etrausberger Str. 2, «richtet Diese ist werktäglich von 8 Uhr vormittag, dt, 1 Uhr nachmittag» geösaet. Berltu. den 8. Mut 1919. AllgemeiueOrtskraaleu- lasse Rieherbaruim. «»st-»erfitzend«. 1............... totll. sende seine Anschrift unter AISa»«»»«susteIn ü Vogler In MQblhiuseu m Thüringen._ 87/5 N,«rrifenhagmier Str.«st, II P\. 4000.— fcÄÄJÜ«-tdstgrd» W? Jsfhdjt. Offerten unter J«®.«99 an Kudolf Mosoe. Berlin SW 19. 31/5 Wlassee a jyl«» w Ist. 10 Zwirn« und imd «he Bahnhof haben wir Btlla mit s «lehr. Lichl. 7,iinmer IM«, tSMlü ZU verkanfen. 188« I»r. Schmidt Mba«, Laiptiger Str. 112«. Mauerst. 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ISS/lv» MM- Die auhervrdrntli» wichtige TagrZordunng verpflchtet alle Mit- glied-r zu« Besuch der Generälvrtinnmtlimg. Der Borstaub. In vertrrtmtg: G. Winkler. ZMuMß Der SMlWSgMil. Wgrupve dtoß-Beiüß. Berb-ndsdurr-u Mttnzstt SO, geöffnet: ISglich non 10-3 Uhr, auch«-i-b-g» und ffMdacs von 5—7 Uha Somrabeabv nur von 10—1 Uhr. Mr lade» hiermit alle Kolleginnen und Kollege» ein. die nachstehend uergetchn-tr» Beairip. v-rkaumtlangen vollzsthlig zu besuchen. Zn diese» Sitzungen tSnnen die Deiträa« eniridstei wttben, auch wird ueu MitaK-dern GelegenHett geboten, sich In der Allgemeinbildung über «ialpvMiich- und. G««-rtschastosraa-n durch TeUnahm, an den Vorträgen in den Bezirk.' Iingen geiMg zu irstigen. Anderrrseit» ist r» aber dringend erforderlich, datz die Mftgüeder an den Immen H-rdandsardeften durch Besuch der Bqirlssttznng-n regen Anteil nehmen, Dt»«ezirksoersomwkuvtze» find«» statt i AVI» WM. bkll l«. MM T/. 1)L BQifl HOlÖlüSjt. KrvM«n�vraamrst.«D-ltloat« 48,49(natasc Bcjltf Spfiönü. vo-l I»« Swru. patnbamar Strafte. R« lieM'ZlIMiWIMMil.—- BÖlfl lil.iSCüICC. Raftaarant Sanft. Berliner Wie» 2S8. 9dn eahberskrafta. Bot« Mm-MMieiMtln. MMM. iCK%. m MM 7% M.. Bolö anra I. LÄLML!— 0"~" Bolll HaiOfa II. WZW-"——»«W**. BejUt HOiÖEB III.»»»»ontu-ZeMs««.«chanftaesteafte«dt Bölll BOChOH»aloms.Se««».«eefteneeldee»In ,2,/«,. BCjiCi BflCn.«eft»»«« Selnrtch.»r. Zranefnrter Str. 9». Bejjri BJfjfjfi, JUftaacanl MaNenalhef, Mlemffc. 3t. BkzilC Wkioflcnhing.»o«».»-»».»-fi»«aKr.s BMßoMFHnM««eiDe. KpM. WeöMvligen. BkZit! üihcevhecg.-»»—»«lno.»»orrpram«.»»- Bezjtt WlW'MeSMSvWsw. v""""' Bcjiti Xrgct 0»»b»»gart»a. rege«. Secnn«»tr. 96. BCflfl AWlliöt.»«kw»»»! S-w»—»aftuftnfM. 1. BtÜlci öolönköklg.«»st»«n»l Zlnfteaalhef. vülemftr. Zt. Steitos. den S.W. afiraös?/- W. Bezil! övs-öfl.»«Hb— asbaN� dbr9mn�r»tr.»4. Ä Bejin süorn.*<**«»v— s-l—d-l»» Besirt �ölcrsöof.**«<»» nm«?«-»».«Mmbof,»•»«■{h. a. Bcjh! DdfläBfl.»eftanraat Dänische« Mrtahan». vergstr. 181. Bezhk BMilkMorf-vff-BoseMt B?3h< J6!nj/8f!)0t»eft-nrant Z»Pser. Bortin«»tr. 199. � «7- � M ww 9»?? ditl— Mw—..rf- M»»» � MWMlfAtt MUU UlSMMMllteii.V.KNU Mitgliederversammlung . de« 8. Mai. abend« 7»/. Uhr, taSranm de« BerbandeS. Tövraicker Ttraße 74 III, Eingang Ohmstrasse. am Donnerstag WtronSrm im V 1. Dir Hauptversammlung des Berbaades. a) Anlrag der Haupworftande» auf« Eatzungsäaderuugen. d) Delrgirtten- wähl. 2. Tanfverhandlimgen und Fachgruppenarbe L. De?» schiedenez &rf3Qtttppt 2B9/U BuchfOhrnng grvndliche Unterweisung. f. Simon, Berti» W«.R-gd-. . Simon, Strifa burger Strotze 31« gratis Prvi 2-;. Berlangen bebrtes. 31» DamenhOte «brotz. und KUw-ertauf ...-------------- m;mk .Atzen. Hutfabrik Kirl Friedrlel!, Shausteeftr. 72, II. H»f s Tr. Anno hin- au» im PutzgrfchSst von Villi, ilieiu,-.hausirrltr.« (Ssdra). WllMMlS MllMell S. st. t Freitag, de» 9. Mal, abend« 7 Uhr, h» vollkshause,«ofinei straße 3, Aorfteftung unserer 2ö0-' Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Bortrag:»Demotrott» und Arbeite rrührt. Bericht ven d« Kreis-Generaloersammlung. Bericht oom Beztrtswg Verschiedenes. PünMichr« Gefcheinen«otwendig. Der Bsrftand. ?.l« poale Zion, Heute Mittwoch, den 7. Mai, abends 8 Ihr. >« Klimlwortli.Scbarwenka-Saal, Lfitiowstr. 76; Große gffentliebe Versammlung Thema: Die Amsterdamer Sozialtoten-Konterenx utiii die Judenlrage. Ref'renten: S.Chessano witsch, Ed. Bernstein. Dr.Osk» i Cohn, Julius Kallskt« S. Rubascbow. 369/1 infolge Ausscheidens der Istellenlnhaber sind di Stellen von zwei besoldeten Stadträten der Stadt Kiel zu besetzen. Die Wahl erfolgt aul Orund der schleswig-holsteinische St»d:eordnung durch die Gesamtheit der wahlberechtigte Börger auf 12 Jahre. Gehalt 7706.V' 700 M. bis 10500._______ m______ zuiOckgelcgle Dienstzeit kann auf das Besoldungsdiens. alter angerechnet werden. Webern dem Gehalt werden an laufenden Kriegsteuerung- bezilgen zurzeit gewährt: Für Verheiratete 1800 M. jährill.: und 450 M. jährlich kür jedes Kind, kür Ledige 1440 M, jährlich. i... Die Beiträge zur Provinzial-Wltwen- und Waisenka" Jt die Stadt Umzugskosten werden nach den hier stehenden Bestimmungen erstaltet. Zur Fortführung ein' entgeltlichen Nebcnbeschältigni: igen nute: n lUiix«jurt.il oic vjcaaitiiiicii. vu-t m [ 12 Jahre. ; 7700 M., steigend von drei zu drei Jahren um r 10566 M. Auswärtige in gleichwertiger Stellung trägt die Stadt Umzugskosten werden nach den hier be «he ehe edai Beilügung eines Lebenslaufes bis zum I.Juni 19(0 an de Stadtverordneten-Vorsteher In Kiel, Rathaus, cinzoreiChee Nebenamtes oder einer entg-------- bedarf es der Genehmigung der Stadtkollegien. Bewerber werden au'gelordert, ihre Meldung Klei, den 30. April 1919. Der Stadtverordneten-Vorsteher. Spiegel. M 4 Spozialarzt Dr. med. Dammann Berlin 107, Potsdamer Straüe 1238 behandelt(Sprechzeit 9—10, 3—4 Uhr) Haut- und Harnleiden naeU besonderem ttafurgemiflem KeilverfaUrea. Autklärendc Broschüre gratis in verschlossenem Brie gegen 23 PI. in Briefmarken. Genaue Angabe des Leidens ei (orderlich., damit die richtige Broschüre gesandt werden kam Möbel Mhr preiswert. Sciilafzimmer Schrank. S�eilig, m. Spiegel und ZSäscheeiiinchhrng von Äst. IHaO.- an. KQehen in allen Farben. T.teHig, von M. 375.— an. Sofas in priuia Stoff, auf Lrtnewaitd gesüttert. Einzelmöbel, nller Art, RnHebettrn, Kleiderschränke, LertikoS, Dpiegel, Bettstellen, Kommoden vsw. itfni. • in teter Holfkitt, sehr billig! Zahluiigsrrl, auf Wunsch. 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Streitigkeiten der genannten Art vor Beschreitung e«, ordentlichen Rechtsweges zu schlichten. » 2. Borsißender der Kommission ist der Leiter de, Sfsent- lchen Arbeitsnachweise»; wo ein- desondere Abteilung für ihausangestellte bei dem öffentlichen Arbeitsnachweis besteht, oll tunlichst zum Vorstßenden der Kommisston der Leiter der die Leiterin dieser Abteilung von der dem öffentlichen llrbeilsnachweis vorgefeßten Behörde bestimmt werden. Mit- aüeder der Kommission sind je ei»«rbeitaeber. und Arbeit- .'.ehmernertreter, welche von der dem öffentlichen Arbeits- Nachweis vorgeseßten BehSrde auf Borschlag der größeren in letrachl kommenden Organisationen auf die Dauer von drei ahren bestellt werden. Für leben Vertreter>st ein Stell- >!rtret«r in der gleichen Weise zu bestellen. Bei der Be- Teilung ist die Mitglicd-rz-hl der Organisationen zu berück- ästige»...__ Al, Mitglieder und deren Stellvertreter sind Männer -nd Frauen zugelassen. Die Etellvertrctar dürfen an den 'ißungen auch dann teilnehmen, wenn die Mitglieder, die t zu vertreten haben, anwesend sind, tu diesem Falle aber nur mit beratender Stimme. S 8. Lertlich zuständig ist die Kommisston für den Bereich va öffentlichen Arbeitsnachweises oder der Abteilung des- selben, bei dem fie errichtet ist. lagen sind VON~-PPi—_______ sWWW—-_------. "jenttich bekannt zu machen. In den Räumcn der öffent- 5chcn Arbeitenachweise(Abteilung für Hauspersonal) sind entsprechend» Auehänge anzubringen. Ben Sitzungen hat -in Angestellter de» zuständigen öffentlichen Arbeitsnach- .leise» als Schriftsührer beizuwohnen und über alle Ber- andlungen Protokoll zu ssibren. Der Schlichtungsantraz ann binnen einer Aueschlußfrist von 2 Wochen schristne -ingereicht oder mündlich vorgetragen werden. Wenn beide Parteien zur Stelle sind, kann'in einem «r regelmäßig stattfindenden Berbandlunastermine ohne -eitere» oerhandelt werden. In alle» übrigen Fällen hat Ter Borsttzende die Parteien zu einem der nächsten Ber- .u-nblungstermine zu laben;«rscheint ein« der Parteien zu stesem Verhandlungstermin trotz ordnungsmäßiger Zustellung er Ladung nicht, fo gilt die Unterwerfung unter den Spruch der Schllchtnngslommiffion als abgelehnt. Die Par. »ien haben das Recht, zu den Verhandlungen Zeugen bei- Nlbringen. � 5 Die Schlichtungskommission kann nur von Arbeitgeber» ad Arbeitnehmern in Einzelfälle»(nicht von Organisa- ionen, auch nicht in Streitigkeiten allgemeiner Art) ange- rufen werben._........., Vertretung ist nur im Bchinb-rung-foll- zulässig. Ge- «erbsmäßige Vertreter werden nicht zugelassen. S»■ »er«orsstzende Hot«in» gütliche Einigung zu derfuchen „d soll, soweit e» ihm möglich ist. den Parteien Recht,- uskunf:«rtcileu. Kommt eine Einigung Nlcht zustande, ist ein Schiedsspruch zu fällen. � Segen den Schiedsspruch steht den Parteien binne» einer ►Joche die Beschwerde an die B-schwerd-komniission zu.«>?d -icht rechtzeitig Beschwerde eingelegt, so gilt der Schtcdo- -pruch al- angenommen. Die B-schwerd-kommisli-n wird für den Bezirk des Aus- 'chusses«roß-Berliner Arbeitsnachweise errichtet. Der Vor. izende dieser Kommission lind dess'n Stellvertreter sowie :e Mitglieder und deren Etesivertreter werden von dem Ausschuß Sroß-Berliner Arbeitsnachweis- ernannt. Der .sieschwerdekommisstou gehören je 2 Vertreter der Arbeit- gebet und Arbeitnehmer an. Für Bestellung und Stellver- retung gelten im übrigen die für die Mitglieder der Dchlichtungskommissiou moßxcbrnden Bestimmungen. jj». Für das Verfahren vor der Beschwerdetommisston gelten dieselben Bestimmungen, wie für das Bcrfahren vor den "chlichtungskommisstonen. Die Entscheidung der Beschwerde- l.ium isston ist denvParteien mit der Ausforderung zu er- isknen, stch binnen drei Tagen dahin zu erklären, ob sie ich der Entscheidung unterwerfen. Wird binnen dieser Frist - ine Erklärung abgegeben, so gilt big Unterwerfung als abgelehnt. » 1». l! est er Beschwerden, welche die Seschästsführuna der wchlichtungskommissionen oder ihres Vorsitzenden betreffen, -iiklchetdet dt« dem betreffenden öfsepstlichen Arbeitsnachweis Ivrgesetzte Bthöcd«; weitere Beschwerde gegen diese Eni- cheidung sowie Beschwerden Uber die tbeschäftssührung der l'cschwerdekommlssion oder ihre» Porsttzenden sind b»> dem äupschuß Sroü-Berlitwr Arbeitsnachweise anzubringen. S U. Di« Bcschwerdekommissio» kann von den beteiligten Ar- T-iigrber- und Arbettnehmer-Organtsationen in allgemeinen Streitigkeiten als Einigungsann angerufen werden. § 12. Da» Bersahre» vor den Schlichtungskommissionen und isr der Beschweraekommisflon ist für dir Parteien kostenlos. Dl» Kosten der Schlichtungolommission trägt ber Kommunal- l-öffentlichen Arbeitsnachweis bekcha h rm< nisatii stskübrnn« der iwerde- ..... tö roß-Berliner Arbeitsnach- Die einzelnen Organisationen zahlen Zuschüsse, die oerdand, der den betreffenden unterhält. Di« Kosten der ffii' kommtssion trägt der Auosch; »eise. Die einzelnen Organ �»»WWW -Ion den»usiändigen Kcmmunalverbänden bzw. dem Aua- stfuß Sroß-Berliner Arbeitsnachweise mit bcn Organisa. .onen nähe? zu vereinbaren sind. Tie Mitglieder der -lommtssion und deren Stellvertreter erhalte» für jede Zlßung, an der sie al» beschließende Mitglieder teilnehmen, R. Entschädigung. Ein Anspruch aus Zrugengebühren- T-jtelit nicht. Berlin, den Z. April 1»I». LmobilviaSWSsWsUtlk Gleß-Verll« (2tb>e>°ung tür Arvatlsnachlvai»), «« Gros-öemier MMsMWse. Hast, D Xermsnn Akegsr& Co., Mt!«NWS«NS0tlAft. Bilanz für das 12. Oeschllftsjahr, abschnellend am 81. Dezember 19181 Aktk-ra. Warenbestände Inventar-Konto......,,< Fuhrpark Konto........ Zugang»»«»..».»«. Abschreibang......... Fabrikeinrichtungs-Konto,,.. Zugang........... Abschreibung......... Automobil-Konto....... Grundstücke.......... Kassa-Bestand........, Bank-Guthaben......... Postscheck-Konto....... Elfekten-Kautions-Konto..... Effekten-Künto......... KrieRssieuer-Effekten-Konto,.. Betelligungs-Konto,...... Debitoren........... Hypotheken-Amortisatlons-Konto, Oruncistücks-Konto Niederlehne.. Hermann Meyer Pensions- und Unter- stützungskasse(Eftekten). Passiva. Aktienkapital..... Peservefonds-Konto I. Resetveionds-Konto Ii....... Zugang aus dem Kriegsreservefonds Erneuerungs- und Reparaturen-Konto Kreditoren....... Kriegssteucr-ROcklage.. RQckstellungs-Konto.. Hausabschreibungs-Konto Zugang....... Hermann Meyer Pensions- und Unter- stUtzungskasse........ Hypotheker-Konto....... Provislons-Konto........ Talonsteuer-Reserr-e-Konto.... Erholungsheim-Konto Niederlehne. Gewinn, und Verlust.KonUl Kriegsreserveionds....... Vortrag per 1918........ Qewinu an 1918......., Mk. 71482,'t« HWw 71492,10 16679,65 16680.65 16679�5 V- Mk. KOOBO,- 50000.- 342051 DO 27096,- 1.- I7S0000.- 133'«51 969300,40 8000�9 249934,- 1275660,— 592740,— 108045,— 33975830 164382,94 20000,- 20000#.— 8119391.54 Mk. 200 000,- 200000,- 600000,- 25oc«,- 201089359 821800,- 3925,- 36905150 256650,- 1100000,- 783,18 4000,— 20000,— Abschreibungen........ Verteilung des Reingewinns i Tantieme für den Aulsichlsrat.. Tantieme an den Vorstand.... 18 Prot. Dividende....... Vortrag auf neue Rechnung... 100006,- I 752354 389936,83 59.46057 115171,75 33600,- 40000,— 360000.- 48(88.62 48228852 811949151 Gewinn, nnd Vertust. Konto. Debet. Hypotheken-Zinsen-Konto.. Orundstücks-Unkosten-Konto. Handlungs-Unkosten.... Steuer-Konto........ Talonstcuer-RDckstellung.. Abschreibungen....... Kriegssteuer-Konto..... Reingewinn........ Kredit. Bruttogewinn aus Fabrikation, Handel, Beteiligungen und Zinsen......... Haus-Ertrags-Konto........... Kriegs-Reserve-Fonds-Konto........ Vortrag aus dem.Jahre 1917........ Mk. 4114353 28995,76 1187757,36 93133.35 2000,- 115171,75 163200,- 482288.62 2113690,67 Mk. 1301798,10 104369,03 100000,— 107323,->4 211369057 Berlin, Im April 1919, Der Aafslchtsriat: Der VorsUsnU: Wllbelm Kühne, Vorsitzender. Tb. Mahr, Oalllner, Vorstehende Bilanz mit Gewinn- und Verlust- Rechnung haben wir mit den ordnungsmäßig geführten Büchern der Gesellschaft verglichen und in Uebereinstimmung gefunden. Gustav Gereon. Oscar Krause, Gerichtlicher Bücherrevisor tür die Ge- richte des Landgerichtsbezirkes I Berlin. Dividendenscheine werden bei der Bank für Handel and Industrie, Depositenkasse CD, Berlin, Beuthstr. 1. eingelöst. 1000 Mark Belohnung sichere Ich demienigen zu, der mir zur Wiedererlangung Är Rappen nebst Kutschwagen«*11*. Beide Pferde haben geschorene Mähnen und schwelle, sind ca. 1/2 gro3, eins ohne Abzeichen, eins Blesse und hlm. links u eiste Fessel. Der Wagen ist mit blauem Tuch ausgeschlagen. 26325 Kl.-Vielca b. Penztla L Meckl. Dittmer. /»Säle frei! I Auch Sonnabends und Sonntags für Vereine 9 Gesellsebaltea, Versammlunccn.[• Kelters Festsäle 39. Norden 9292 u. 9293.. Cobnender nebeimrdlentt. Hitfe zur lEclcnguna einer fichrren Existenz nnb Selbständigkeit, evtl. Dvhiitand. Für Herren und Damen-,eden Standes. Kein 'n B-riiszw-chs-L Arbeit im Haust. R« enerzts-be» ?! erli �Anfrazen llpst. Kapttab Kein Walles nnb sc eneratfi J. K» 14609 «IC innabote dir Vorvetten Rennen zu SerUn-Karlshorst: 8. Mai Serlin-Qrunewald: Ii. Mai (Rennen des Union-Klnb) Serlin-Qrunetuald: 13. Mai Utüncheti'�iem: II. Mai Dresden: 11. Mai Trabrennen zu Ilamdurs Farmsen: II., 14. 5. Annahme von Vorwetten für Berlin bei persSn- lieb erteilten Aulträgen bis 8 Stunden vor dem ersten programmästlg angesetzten Rennen, Für auswärtige Plätze nuram Tage vor den Rennen bis 7 Uhr abends: fichsdowi.tr. 8 parterre, Kupfärstcn- dsmin S8dU Bay erlsc her Plstie 9, Eing. Innsbruofcer Str. 58, Orunienborixer Str. 48-49(an der Friedriohstraße), Schlff- banerdnmm 19(Kommission f. Trabrenn.) u. an den Theaterkassen der Firma A. Werttacim Leipziger Str. 131 (nur woch»nt. gefiffn.) Nellendorfplatz 7 Taneotzlenatr. 12a Rathenower Str. 3 KSnigstr. 31/32. kWWM.... I» t»W Dortseibft können dte Objekte am 12.. 18. und 14. Mai von vormittags 0 Nbr bis nadimitlaas 3 Uhr gegln Hinterlegung einer Bietelautton von 500 M. pro Perion besichtigt werben, Obn« Hinterlegung der Bietekaution kann da, Gelände der Filiole am 12. bis 14. Mai. sowie während der V-rsteigerungstoge nicht de» treten werden. Di« Bieteiauiionskarte der vorixen Versteigerung ist nicht gültig, dtefetde muß neu gelöst werden. Der Betrieb irgendwelcher Geschäfte»der da» Feil- bieten Irgendwelcher Deaensninde auf dem'l'erstcige- riingsgelände ist nicht gestattet. 22003)' Berlin, den 5. Mai 1919. Reichsverwertnngsamt verkaufsab/cilung für Automobilwefen <„Vaubil"). Everth& Mittelmann ow. tsts. Bankgeschäft g�r.ws. Berlin C. 19, Petriplatz 4 gegenüber der Petrlklrcbe m Fernsprecher: Zentrum 2373, 7103 und 11541. Geschäftsstunden 10—1, 3— 6 Uhr Sonnabend Geschäftszeit 9—3 Uhr. Anmeldung ausiändiseber EKekteu kostenlos. Gewlssenbaite Deratong bei Anlage der Hrbeitsanzüge Droh. B offen eeMelacna blaue etngetrassen, kein Papier. Bersanb so lang« Vorrat j reicht, 48 M. pro Anzug(Hose u. Jockel geg. Rachn, Z;°ß?°V� öerm. Sartnng. ,, ,, feilz. wocnentl. I M. tstomben 150.(joldls- /?,(1 Fl H.1 krönen 1851. Zahnziehen m.E'.ntpr.höchp. j I.UIIIIU v.u an schmerzlind. Umarb.schlechtE.Gebisse.Reiit Zahnarzt Wolf sok. Potsdamer Str.55. Hochb. Sprech 2. 9-7.« «ei-z« A. s. ös« Berlin W, zjolobemee Str. 27b. Muster.Sohimitgs�tnrichtmtg in künstl. Dttrchsühruttg. 3 Zimmer n. Silche insgefonit E 10.293.- Speisrzimmer eichen, reich»sch l Büfett... M. t Anrichteschranl M. 1350.- 1 Auszielitisch mit 4 Platten M. 600.— 6 Stühle gcpolst, mit Gobelin- dezng ä 96,— M. 546,— Planuter 24 Für briefliche u. telegraphlsche Aufträge, Annahme bis 3 Stunden vor Beginn des ersten programmästig angesetzten Rennens n w r fiehadowatr. 8. An Wochentagen vor den Rennen werden Wetten bis 7 Uhr abends angenommen. MiWNW BOB ZMMW! Am 15. JRnl 1919 und eventuell an den folgenden Zagen findet bei dem Reichsvrrwerttmasmat, Verkaufs. abteilang für SatamobUwesen, Berlin-Tempelhof, Wetttner Korso, 9 Uhr vormittag, beginnend,«ine bjfcntUdie Versteigerung von 164 krasttvagea statt, gttr Bersteigerunw gelangen: zirka vtt Lastwagen, »'■* Zugmaschinen, „ 7 Krankenwagen, „ 25 Zlnhänger, „ 30 Personenwagen, „ 5 Kraftfahrräder, diverse Motore, „ Motorfahrzeugteile. komplett M. 5396,— Herrenzimmer eichen gewachst. l Bibli-thei.. M. W,- 1 berrenschreib. tisch..,. M. 480.— 1 Ardeitsttsch.. M. 150,- t Stühle m.Gobc- lin ä 90.- an. 560.- 1 Schrrtbfessel m. Gobelin.. M. 195,— komplett M. 2610,— Ciefrcnag srri Haus oder Bahnhof BetUn. Abbildungen stehen inurito zur VeriOgnm;. Schlafzit en gewachst, o immer eichen gewachst ad. weiß lack. 1 Ankleidefchrant m.Krssiallg>az M.«66,— Z Bettstell.äW6,- all. 566�- 2Patcntmatr,d«5an. 136,— l Waschtoilette m. Marmorpb M. 436,— 1 Totlettensptea. Di. 126,- 2 Nachttische mtt MarmorpllälZSan. 256,— 2 Stühle d 55.- M. 116,- komplett M. 2256.— Küche weiß laeSert. I Kitchenschrmtk. TO. 400,- 1 Sfütfiratifd,.. TO. 100,- 1 Küchenrahmen. M. 56.— 2 Küchsnst ä 2250 TO. 45.-. 1 komplett an. 640,- Für unier« umfangreiche alntumobtl-ReParatnr- Werkstatt suchen wir mSgltchst süe sosort einen energilchen und zielbewußten Werkmeitzer mit ausgedehnten Kennttiiflen u, guten Erfahrungen im Automobil- u, Elektromobilbau. Tie Stellung iit dauernd und gut dczahll. 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Zahaarszl* Orficer, Prinzeaitc.«Ca, tu der Dresdener SfeaSe. Leruipr.: aRuujpt.«3013 Entwlcklungsfichrge, gut b-fo;--------- B,|ul, jüngere, strebsame Herren geeignet, Bewerbungen erdeten untrr J. u. 14606 en Ruriolf Mosse, Berlin SW 19, (Stoße weUeMe IRetoiisDHienfc�ir sucht einen tüchtigen, älteren, erfahrenen SllüeiAei'AlSM. der d. Schleifen& U firc von Kupfer-Aetzplatten u salbsttindta und znoerlüsflg ousiiibrt�und der imstande ist, andere Leute anzulernen. Äusführltche''Ii an die Hauptenvebittan des.Borwäris' Angebote unter 9V. 21 sc.v-uvit ijt-'cuu itru ur»» Arbeitersekretär für Rostock gesucht. »ir suchen zu sofortigem Antritt für das Bezirks- fekretariat in Ito»t«»4:h einen Sekretär. Gebalt nach Ueberelnkunft. 269/16* Bewerbungen sind an den Borsitzenden der Landes« iommilfion, Aug. L,ettow, Koatock, Patriotischer Weg 83. I., zu rimten. TS ■«rmantccr.) suche ich fofor: crscbrencn und Ättllung Armaturen �zoertasstgen, sauberste ArdeU gewöhnten . Meitzer. Tchelstl. 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