Nr.SS7.»«.S«tzr». 8tettelf56rl. 1JB0'JtL monatLZ.» J*l KettnsHaus ootauäjaftlfictt. etitjäm Kümmern 10 Oiennig. Postbezug: äRonailiät iBO MU ex lt. Zustellungs- gebühr llmer>ircu,banb rür T erlisch- aind u. Oeilerrcich-Ungarn �>.76 Mb, tür das übnge Äustand �75 Ml. bei cüglich emmaiiger Zustellung 77ö MI. Postbcuellungcn nehmen an Däne- marx Holland Luremdurg. Schweden und die Schweiz Eingetragen in dt« Poii-.eiiungs- hreisliile ver.chgrwarts' ericheml wochemägllch n zweimal Soimtagr etmnai. Morgen-Ausgabe. relegramm-AdreHe: .Snztaldemotrai«eritn-. f- Berliner Bolksblntt. ( 10 Pfennig) Anzeigenpreis: Die achtgcsvaltcne StonvareMezeil« lostet l,20 MI.»Kleine Anzeigen-. das ietigcdrultte Sori kll Pjg.(zulösiig 2 settge druckte Lioriej, iedes weiter« lZori W Lsg. Stellengesuche und Schlasslellenanzeigen das erste Wort <0 Lsg., ledeS weitere izOXl 20 Plt» Berte über 16 Buchstabe» zählen für zwei Motte, keueningszuschlag BO0/,. Familien-Anzeigen, vo!itiiche und gewerlichaltltche Berlins- Anzeigen 1,20 MC. die Seile. Anzeigen sür die nächste Kummer müssen bis 5 llhr nachmittags im Haudtgeschäst. Berlm EW.S8. llindenstrage ä, abgegeben werden.(Scüftnci von 0 Uhr jrüh bis S Uhr abends. ZintvzXovqnrx der rozialdemohrattfcben parte» Deutfchlands. Neüaktion und Spedition: SM. öS, LinSenftr. Z. aerntvrecher: Amt Morttivlay, Nr. tl»I SV— 12» 37. Sonnabend, den 10. Mai 1019. vorwärts-verlag G.m.b. h., EW. bö, Ltnöenftr.Z. Fernsprecher: Amt Moriiiplait. Nr. 117 23—21. fin Sie Sozialisten aller Länder 1 Ter Berfaillcr Entwurf eines Friedensvertrages hat die schlimmsten Erwartungen der Friedensfreunde aller Länder übertroffen. Ter Wewaltfriede, der uns nach dem Tiktat der Vcrjaillcr aufgezwungen werden soll, ist die beste Rechtfertigung der Haltung der deutschen Sozialdemokratie zur Landcoperteidigung. Wir wuffren immer, was dem deutschen Volke drohen würde, wenn die Amperialisteu der Entenie ihm de« Frieden diktieren würden. Deshalb wollten wir mit alle« Mitteln verhindern, daß dieser Zustand eintrat. Sozialisten der anderen Länder, der st cht Ihr jetzt unsere Haltung? Die Zmperialiste» der anderen Länder sind uns nicht besser heute auf- als die unseren. Ter Siegersriede, der gezwungen werden soll, trifft Sie öeutsche Repubikk mitten ins Herz. Er soll nach der Absicht der kapitalistischen Ncgierungen Frank- reiche, Englands und?lmerikas das Aufblühen eiueS svzia- listischcn Teutschlands unmöglich machen und damit zugleich den iutcrnationalcu Sozialismus treffen. Wir deutscheu Suzialdemokraten sind während des ganzen Krieges für einen Frieden der Versöhnung und der Ber- stöndigung der Volker eingetreten, der so beschaffen sein sollte, daß er nicht öen Keim zu neuen Kriegen in sich trug. Von den Staatsmännern der Entente wurde während des Krieges so oft in alle Welt Posaunt, daß sie nur für Recht und Gerechtigkeit stritten, daß sie gegen den 5kaiscr und die Junker kämpften, nicht aber gegen das deutsche Volk. Ter Versailler Friede aber richtet sich gegen das deutsche Volk! Wenn alle die vorgeschlagenen Wirtschaft- lichc» Knebelungen und finanziellen Vrrgcwältignngc» durch- geführt werden sollten, würden ö!e öeukschen Arbeiter auf ewige Zeit versklavt werden unS üen Nutzen davon hätten lediglich die Kapitalisten der anderen Länder. DaS deutsche Volk ist bereit, den Schaden zu ersetzen, der auf Geheiß seiner durch die Novemberrevolution gestürzten Machthaber pölkerrechlswidrig angerichtet wurde. Es will für den Wicderansdan Belgiens und Nordfraukreichs aufkommen. Aber dazu bedarf es geordneter Wirtschaft. Der vorge- fchlagene Friede jedoch bedeutet das Todesurteil einer geordneten Volkswirtschaft. Seine Bestimmungen sind unerfüllbar und deshalb wird der Versuch, sie im einzelnen durchzuführen, zu ewigen Reibereien führen. Dadurch wird die Quelle drö Haffes im Fluß bleiben und das in vier- jährigem Kriege gemarterte Europa wird nie mehr zur Ruhe kommen. Der Versailler FriedcnSvorschlag ist in jedem einzelnen Kapitel der reine Hohn auf die vierzehn Punkte Wilsons. Für das deutsche Volk soll es kein SelbstbefttmuiuugSrecht geben, Reindeutsche Gebiete wie Danzig. der Nctzedistriki und andere, sollen vom Boden der deutschen Republik weggerissen und ihre öerlln, den 9, Ma! 19X9. Bevölkerung soll, ohne im geringsten befragt zu werden, unter das Joch der Fremdherrschaft gezwungen werden. Ebenso unerträglich ist die, verschleierte Annexion des Saargebiets. Wahrlich, Bismarck war ein elender Stümper gegen die Gewaltmenschen, weiche heule die Zerstückelung Deutschlands betreiben und die uns noch dazu raten, zu einem Völkcrbnnde Vertrauen zu haben, den sie allein gründeten und den sie weiterhin zur daucrudcu Niederhaltnng dcS deutschen Volkes beherrschen wollen. Solche aller Gerechtigkeit hohnsprechenden Iriedens- bedingungen können keinen dauerfrieden bringen. Sie züchten den Haß. Sie würden den Reaktionärxn die nationalistische Agitation erleichtern und den. Sozialiste« die Anfklärung der Massen erschweren. Sie würden zu einer ewigen Gefährdung des Friedens werden. Den Weltfrieden zu erhalten, muß nach Abschluß jener greulichen, mehr als vierjährigen Monschenschlächterei aber die vornehmste Aufgabe der Arbeiter aller Länder sein. Das haben die Sozialisten der kriegführenden Länder erkannt. In Bern haben sich die Sozialisten der neutralen Länder mit den Sozialisten der Euteutcläuder und mit de» Sozialisten ZentraleuroPaS auf ein gsmeinfaMes*§?jedensprogramm geeinigt. Sie haben gegen jede Verfälschung der Wilson'- scheu Grundsätze protestiert und für die Streitsragen, wie z. B. die des Saargebiets, DanzigS, Lösungen gesucht, die nicht den Keim zu neneu Kriegen enthalten würden. Die Sozialisten aller Länder haben feierlich anerkannt, daß deutsche Volksteile das Recht haben müssen, bei Deutschland zu bleiben, und daß die TcNtschcn Orstcrreichs das Recht haben, sich mit ihren deutschen Brüdern zu vereinigen. Die Ententcregicrungen pfeifen auf solche Versuche, einen wirk- lichcn Dauerfricden zu sichern und ziehen es vor, sich auf die Gewalt zu verlassen. Wird die sozialistische Internationale ihre Stimme gegen einen Gewaltfrieden so laut erheben, daß in den siegreichen Ländern die Machthaber von heute auf sie hören müssen? Mir errvarten es. Aber es ist die höchste Zeit! DaS deutsche Volk soll zugrunde gerichtet werde». Aber es handelt sich schließlich um mehr, um das Schicksal Europas! Nach Abschluß dieser entsetzlichen Welttragödie werden in allen Ländern die Massen unerhörte Leiden auszustehen haben. Wird da ein Volk gänzlich zugrunde gerichtet, so trifft das auch alle anderen Völker schwer. Deshalb, Proletarier aller Länder, vereinigt Cure Kraft, um einen Sewaltfrieden zu verhindern, der Europa nicht zur Ruhe kommen lassen würde und die so- zialistische Bewegung in allen Ländern ans das schwerste schä- digen würde. Der vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands« Deutschofterreich gegen den Sewaltfrieden. Aufchlnst an Teutschland. Wien, 9. Mai. iEorrburean.) Den Blättern zufolge veranstalten die Großdeutsche Vereinigung, der Deutsche Volksral für Oesterreich, der Dculschnationale Verein und die Wiener Arbeiterschaft am Sonntag anläßlich des Versailler GewaUfriedens Lcrsammliingeu, in denen neuerlich das Selbst- bestimmungsrecht und das Recht des An- f ch l u sfeS an Deutschland grsorderr werde« wird. Der<3egenentwurs. Der Aeqeneniwurt kilr die FriedcnSbed'Nßimsen, den die ReichS- regieruiift auSarbeilei, stützt siw auf die Wilsonscheu 1t Punkte und aus die Ertläiung des Siaaisselreiäis Laiising vom 6. November vorigen Jabres. An de» Verhandlungen, die jetzi läglich in der Reichskanzlei stattfinden, nehmen als Vertreter der preußischen Regierung die Minister Hirsch, Heine und Fijchbeck teil. Cme Kundgebung der badischen Negierung. Karlsruhe, g. Mai. Das badische StaaSministerium erläßt eine Erklärung an das badische Volk, in der es unter anderem heißt: Keinem Volk der Erde hat je ein« Vergewaltigung gedroht, wie sie die Friedensbcdingungrn darstellen. Nichts wird unversucht ge- lassen werden, eine Milderung der harten Bedingungen zu er- reichen. Das deutsche Volk wird sich in dieser Schick- s als stunde geschlossen hinter die Reichsregie- rung stellen. Wenn es nicht gelingen sollte, den Friedensbe- dingungen einen Inhalt zu geben, der dem deutschen Volke das Weiterleben als Volk möglich macht, dann werden wir vor die ernste Frage gestellt werden, ob wir uns dem Feinde beugen müssen oder ob nicht einmütig dieser Friedensschluß zurück- gewiesen werden muß. Die weitere Besetzung von Kehl durch die Franzosen ist nnS Badencr unerlräglich. Dem wirtschaftlichen Leben unseres Landes würde dadurch ein tödlicher Stoß versetzt. Wir erheben Wider- spruch gegen Spiesen Hohn aus das Selbstbestimmungsrecht der Völker. verbrennen, oder aus dem Fenster springen! Wir Deutschen sind ein gründliches und gsnaues Volk, selbst noch im Unglück. Wir befinden uns— man gestatte dieses Bild unserer Lage— im dreißigsten Stockwerk eines brennenden Wolkenkratzers und fangen nun eine tiefgründige Diskussion darüber an, ob es richtiger sei, die Flammen an sich herankommen zu lassen oder mit einem kühnen Ruck aus dem Fenster zu springen. �_ Beide Theorien haben ihre Anhänger, uild beide Seiten arbeiten mit äußerst überzeugenden Arguinenteiu Die Anhänger der Verbrennungstheorie weisen haarscharf nach, daß man sich beiin Sprung aus dem dreißigsten Stockwerk die Knochen zerbricht, während die Befürworter dös Hinaus- spri ngens den wissenschaftlichen Beweis antreten, daß der menschliche Körper der Temperatur eines Haus- brandes nicht gewachsen ist.— Natürlich fehlt es nicht cm 23er- wünschungen der Gegenseite, die nicht begreifen wolle, daß ihre Methode zum Tode führt. Das ist im Kerne der Streit, der jetzt um die beiden Worte„annehmen" oder„ablehnen" entbrannt ist. Es ist ein Streit um zwei Todesarteu. Dabei ist allerdings die Ah- lehnungstheorie von vornherein stark diskreditiert durch die Tatsache, daß auf ihrer Seite sich die L ä r m m a ch e r u m jeden Preis, die Männer der hohlen nationalen Geste und des törichten Handelns befinden, die Narren, die eine künftige Revanche bebrüten oder gar am Ende noch jetzt gleich .den Krieg in irgendeiner Weise wieder aufnehmen wollen. Aber es wäre falsch, die Gesamtheit derer, die jetzt auf dem Standpunkt„ablehnen!" stehen, dem alldeutschen Heerbann zuzurechnen und eines offenen oder verkappten Chauvinismus zu zeihen. Es sind auch Leute darunter, die — vielleicht von vereinzelten Entgleisungen abgesehen— während des ganzen Krieges in schärfster Gegnerschaft zum Alldeutschtum gestanden haben, und'es ist nicht ohne Jnter- esse, daß der von den Alldeutschen so viel geschmähte Theodor Wolfs im„Berliner Tageblatt" mit am kräftigsten den Ge- danken der Nichtunterzeichnung vertritt. Schließlich waren auch L c tri n und T r o tz k i, welche die Unterschrift des Frie- dens von Brest-Litotvsk Verlveigerten, keine russischen Bour- geois oder Chauvinisten, sondern die Vertreter des allerradi- kalstcn Bolschewismus, und sie glaubten damals, mit der Nichtunterzeichnung des ihnen vorgelegten Friedensvertrages, mit der Ausgabe der Parole:„Kein Frieden und kein Krieg", einen beispiellos revolutionären Schritt zu tun. Geht es also nicht an, einen jeden, der fürs Nichtünter- schreiben ist, von vornherein unsozialistischer und antipazifisti- scher Motive zu verdächtigen, so muß dennoch eine Kritik seiner sachlichen Beweisführung gestattet sein. Im„B. T." setzt uns Theodor Wolfs mit allen Mitteln seiner Beredsam- keit auseinander, daß der von der Entente vorgelegte Vertrag der politische und wirtschaftliche Tod Deutschlands ist. Er bestätigt, was schon Scheidemann ausgeführt hat, daß zahlreiche Bestimmungen dieses Vertrages unmöglich, weil physisch u n- ausführbar sind. Dieser Vertrag versklavt das deutsche Volk, er raubt es bis aufs letzte aus, er nimmt ihm alle Hilfsmittel zum Wiederaufbau seiner Wittschaft, er mackt vor allen Dingen auch den deutschen Arbeiter auf Jahrzehnte zum rechtlosen Sklaven der gegen uns verbündeten Welt. Gerade wir sind es, die es mit am schmerzlichsten empfinden, wie wenig dem deutschen Proletariat seine eben gewonnene Frei- heit nützt, wenn es den einheimischen Kapitalisten mit den noch viel grausameren und mitleidloseren ausländischen Fronherren vertauscht. Dieser Frieden ist auch der Tod aller Sozialifierung, nicht nur das, er ist der Tod aller Sozialpolitik, gerade der deutsche Arbeiter solle sich morgens, mittags und abends immer wieder sagen, daß er durch diese Bedingungen zum recht- und schutzlosen Sklaven der Welt, zum Ansbeutungsobjekt der Entente gemacht wird, und daß ihn keine noch so ideale Gesetzgebung im Innern auch nur um ein Haar vor diesem Los schützen kann. Ob die deutschen Kapitalisten als Schweißtreiber und Zwischennieister der Entente im Amt belassen werden, oder ob diese ihre eigenen Fronvögte einsetzt, das ist gegenüber der Gesamttvtsache der absoluten Versklavung Deutschlands nur eine Frage zweiter oder dtttter Ordnung. Das alles wissen wir und noch mehr. Diese Erkenntnis hält uns davon zurück, wie die unabhängige„Freiheit" mit vollen Backen zu rufen:„Wir müssen annehmen". Auf der anderen Seite fragen wir die Anhänger der Ablehnungsparole, was sie uns denn bieten kön- neu außer einer schönen Gesteh Den; deutschen Arbeiter ia 6er Lage, zu warten, Hi den Gewalttätigkeiten und Provokationen der rumänichen Regierung ein Ende gesetzt wird. Wir wollen nicht das Bruderblut der rumänischen Arbettee und Bauern vergießen, denen ihre Herren befehlen, gegen Rußland zu marschieren. Die beiden Sowj et-Regi erun gen Rußlands und der Ulraine richten daher an die rumänische Regierung folgendes Ultimatum: 1. Unmittelbare Räumung Bessarabiens durch die Heere, Angestellten und Agenten der Rumänen, die sich dort be- finden, volle Freiheit für die rumänischen Arbeiter und Bauern, ihre eigene Macht aufzurichten. 2. Aburteilung aller Urheber notorischer Verbrechen gegen die Arbeiter und Bauern und gegen die bessarabische Bevölkerung vor einem AollStribunal. 3, Herausgabe alles dessen, was als russisches Heeresgut gekennzeichnet und durch Rumänien beschlagnahmt worden ist. 4. Wiederstattungan die Bewohner Bessarabiens alles dessen, was ihnen gestohlen oder konfisziert wurde. Die Sowjet-Regierungen Rußlands und der Ukraine erwarten binnen 48 Stunde» eine klare und unzweideutige Antwort über die Annahme ihres Vorschlages. Im Ablehnungsfalle behalten sie sich ihre volle MtionSfreiheit hinsichtlich Rumäniens vor. Der Volkskommissar für das Auswärtige der russischen Sowjet- Republik: Tschit scher in. D« Präsident dcZ Rates der Volksbeaufirngte« . Krakowski. Räumung öes öaltikums. Zurückziehung der deutschen Truppe«. Auf britische Noten, die die deutschen Truppen dxr Einmischung in die Regierungsgeschäfte Lettlands beschuldigen, hat die deutsch« Regierung in Spa folgende Note überreichen lassen: .Die Note des Herrn Bassour vom 4. Mai hat der deutschen Regierung Veranlassung gegeben, erneut Untersuchung über die jüngsten Vorgänge in Libau vorzunehmen und dabei die Einzel- heiten des Inhalts der Note des Herrn Balfour eingehend zu be- rücksichtigen. Das Resultat der Untersuchung und die darauf von der deutschen Regierung getrossenen Maßnahmen sind folgende: 1. Die deutschen militärischen Behörden in Lettland weisen es nochmals ausdrücklich zurück, daß irgendwelche deutsche Truppen an dam Sturz der lettischen Regierung beteiligt waren. Es besteht voll- kommen« Klarhet darüber, daß der baltische Stoßtrupp selbständig, willkürlich und unter Nichtberücksichtigung aller Verhandlungen feiner baltischen Landsleute gehandelt hat. Von deutscher Seite wird keine Regierung in Libau gehindert, ihr« Rechte als regierende Staatsmacht auszuüben. Der Grundsatz der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten Lettlands wird von deutscher Seite peinlich gewahrt. 3» Der Frontausschuß in Lettland hat die Bedingungen de» MtimatumS der alliierten Mächte bezüglich der neuen Kabinetts- bildung ongenontman. Die lettische Regierung wird also auch durch baltische Tcuppenkörper am Arbeiten nicht gehindert. 8. Den lettischen Soldaten sind die in der Note des Herrn Becksour erwähnten Waffen bereits zurückgegeben worden. Der Forderung, die Bezeichnung.Deutsche Hilfskräfte' für die deutschen Streitkräfte statt.Besatzungsarme«' anzunehmen, kann die deutsch- Regierung nicht nachkommen. Die Annahme dieser Forderung würde dazu führen, daß die beut- schen Truppen die Befehl« der Entente durch Verrnitklung eines von den Alliierten abhängigen Kabinetts erhalten wurden. S. Die deutsche Regierung zieht vielmehr die gesamten Streit- kräfte aus Lettland und Litauen in kürzester Frist zurück. Sie hat die vorbereitenden Schritte zur Herbeiführung einer Waffenruhe und eines sich daran anschließenden Waffenstillstandes mit den gegen- überstehenden Truppen bereits eingeleitet. Die Zurückziehung wird in einem Zeitmaß erfolgen, durch welches das dem Deutschen Reich gehörende Eigentum ia Lettland und Litauen gesichert werde. Die Verantwortung für die aus der Räumung von Lettland und Litauen entstehende» Folge» trage» die alliierten und assoziierten Mächte. Unter den von den Alliierten gestellten Bedin- gungen, unter ihren indirekten Befehlen können die deutschen Truppen nicht kämpfen. Und Deutschland braucht zudem diese Zruppen viel notwendiger in Westpreußen und Ober» schlesien, um dort für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, um Ruhe und Ordnung in diesen Gegenden aufrechtzuerhalten. Das Schichal öe? Rigaöeutschen. Wie die P. P. N. an zuständiger Stelle erfahren, lenkte die deutsche Negierung in einer Note vom 7. Mai die Aufmerksamkeit der Alliierten erneut auf die. e n t s e tz l i ch e Not der auS Riga vertriebenen 15 000 Flüchtlinge, die sich auf einer Insel im Riga- ischen Meerbusen befinden. Die deutsche Regierung hat angeregt, falls gegen daS Werk der Menschlitbkeit zur Abstellung dieser Not seitens der Alliierten Bedenken obwalten sollten, die neutrale» Staaten zu ersuchen, sich der Flüchtlinge anzunehmen. Der organisierte Kinöermorö. Deutschland soll k4v l>v0 Milchkühe abgebe». Obwohl Deutschland in der Fleisch-. Milch- und Butter» Versorgung so erschüttert ist, daß selbst den Säuglingen nicht mehr die notwendige Milch verabreicht werden kann, fordert die Entente von uns Hunderttausende von Tieren, darunter allein 1 40000 Milchkühe. Der Mord an deut- schen Säuglingen wird dadurch von den Westmächten organisiert. Tie Ställe der deutschen Bauern sind bereits schwer ausgeplündert, sie sollen noch weiter geleert werden. Bersailles, 9. Mai. Die lant Friedensvertrag von Deutschland zu leistenden Biehlieferungen belaufen sich im einzelnen folgendermaßen: 1. An die franzosisch« Regierung 509 Zuchthengste von 3 bis. 7 Jahren, 39 999 Stutenfüllen nUd Stuten von 18 Monaten bis 7 Jahren von ardcnnisch», bouwnaiser und belgischer Rasse, 2999 Stier« von 18 Monaten bis 3 Jahren, 99999 Milchkühe von 2 bis 9 Jahren, 1999 Böcke, 109 999 Schafe und 19999 Ziege». 2. An die belgische Regierung 299 Zuchthengste von 3 bis 7 Jahren, 5999 Stuten von 3 bis 7 Jahre», 5999 Stutenfüllen von 18 Monaten bis 3 Jahren, sämtlich schwere belgische Rasse, 2999 Stiere von 18 Monaten bis 3 Jahren, 50990 M i l ch kü h e von 2 bis 6 Jahren, 40090 K ö v f e Jung. rind, 299 Böcke, 29 999 Schafe und 15 099 Mutterschwein«. Die abgelieferten Tiere müssen von normaler Gesundheit und Verfassung sein. Falls die gelieferte« Tiere«ich, als verschleppte oder beschlagnahmte ideiitifiziert werden können, wird ihr Wert Deutsch» laud kreditiert werden. Die Meinung öer öeutschen Delegation in verfaiUes. Versailles, S. Mai. Gestern abend fand unter dem Vorsitz de» ReichsmininerS Graten Brockdorfs-Rantzau eine Sitzung der gesamten Friedensdelegation einschließlich der Kommisiare und Sachverständigen statt.- Die Sitzung dauerte von 9 Uhr abend» bis Mitternacht. Eine große Anzahl Redner äußerte sich zu den einzelnen Abschnitten des Entwurfs und zur Formulierung der Fragen, Bemerkungen und Gegenvorschläge, zu denen der Entwurf Anlaß gibt. ES wurden fünf Arbeitskommissionen ge- bildet, eine politische, eine wirtschaftliche, eine Finanz», eine soziale und eine rechtSpolitische Kommission. Die Sussasiung gebt über» einstimmend dahin, daß der Entwurf in der vorliegenden Fassung nicht annehmdar ist. J �esien und öer Erörosielnngsverfuch Deutstblenös.* Darmstadt, 9. Mai. Zu Beginn der heutigen Sitzung der hessischen Volkskammer gab Präsident Adelung eine Erklärung bezüglich des Friedensvertrages ab. Er wies daraus hin. daß bei allen Parteien ohne Ausnahme große Entrüstung herrsche, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Stimme!jcr Vernunft und Menschlichkeit nicht ungehört verhallen würde. Ministerpräsident Ullr.ich erklärte, er wolle feststellen, dag die Regierung mit dem Volk« und mit den Vertretern des Volkes durchaus auf einer Linie stehe; sie sei entschlossen, alles zu tun. was im Jnteresie des Landes liege, um eme derarttg« Sklaverei vom deutschen Volke feruzu- halten. An alle Regierungen sin der Ruf ergangen, nach Berlin zu kommen, um Stellung zu nehmen zu diesem Friedensvertrag. der Deutschland ausgezwungen werden solle. stelkeil sse bestenfalls rn Aussicht, anstatt Schwitzskrave der Entente zu werden, als Arbeitsloser zu verhun- gern. Man scheint auf jener Seite ganz zu übersehen, daß die Entente die größten Uebel, die uns die Friedensbedin- gungen zumuten, wie die Wegnahme unserer Industrie- Distrikte, uns bei Fortsetzung des Krieges erst recht zu- fügen kann. Hier steht der Tod genau wie dort. Und will das„Berliner Tageblatt' dafür garantieren, daß eine .'Regierung, die eben unter großer Begeisterung abgelehnt bat, vi er zehn Tage später, wenn sich die e r n st e n Folgen des Schrittes einstellen, von einer total umschla- genden Volksstimmung nicht doch zur Unterschrift gezwungen wird? Daß es uns als Kopisten von Lenin und Trotzki genau so ergehen würde wie jenen? Was sollen wir also tun? Zwischen zwei Wegen, die zum Tode führen, den Lebensweg suchen.„Berliner Tageblatt' wie„Freiheit" sind sich darüber einig, daß jetzt zunächst verbandelt und alles daran gesetzt werden muß, in eine Aussprache mit unseren Gegnern über die Bedingungen zu kommen. Wie aber sollen wir verhan- deln, wenn lvir von vornherein erklären:„Wir nehmen an", oder„wir lehnen ab". Sagen wir heute, daß wir den uns vorgelegten Frieden ohnehin annehmen müssen,.so würde das eine direkte Aufforderung an den Geg- n e r bedeuten, nur ja in keinem Punkte nachzugeben. Stellen wir die Ablehnung auf jeden Fall in AuSsickt, so gibt es sicher auf der Feiudesseite Leute, denen eine solche Gewißheit ebenso lieb wäre, wie unserer Militärkaste die Ablehnung der Lenin und Trotzki in Brcst-Litowsk willkom- men war. Vielleicht würden sie selber, unsere ablehnende Haltung ermutigen. Jedes Sichfestlegen vor der Verhand- lung macht das Verhandeln selbst unmöglich. Wer also will, daß jetzt die letzte uns bleibende Clxrnec, der Weg der Ver- Handlungen, ausgenützt wird, der muß jede vorzeitige Bin- dung der Regierung als verhandlungsschadlich ablehnen. Wir haben mehrfach betont, daß bej dem entscheidenden Schritt mit küblein Kopfe und peinlichster Gewissenhaftigkeit das Für und Wider abgewogen werden muß. Ein Abwägen aber ist erst möglich, wenn man das Für und Wider in vollem Umfange kennt. In unserer Rechnung fehlt heute noch ein Faktor: Das Resultat unserer Gegen- vorstellungem, Proteste und etwa einsetzender Verhand- lungen. Erst wenn wir das kennen, ist die Zeit zur Entscheidung reif. Leidenschaftslos muß nach dem Diktat des Verstandes dann derjenige Weg begangen werden, der bei genauer Abschätzung aller Umstände noch die größere Moglichfeit bietet, unser Volk vor völligem Untergang und barbarischer Versklavung zu retten. Dabei dürfen wir ruhig betonen, daß unser selbstver- ständlichcs sozialistisches Ziel stets gewesen ist. zum Frie- d e n zu gelangen. Wir sind nicht nach Versailles gegangen mit der Absicht, dort eine Szene«ufzuführen? wir wall- ten den Friedensschluß und wollen ihn auch heute noch. Aber wir wollen den Frieden, damit unser Volk leben kann, und dieser Frieden e r st i ck t und e r- drosselt uns. Möge die Versailler Ltonferenz uns die Entscheidung zwischen zwei Todeswegen ersparen, indem sie uns doch noch den Frieden gibt, der Deutschland leben läßt. Ultimatum Benins an Rumänken. Eine Arist von 48 Stunde». Nacks französischen Mättermeldungen hat die russische und rckvainische Sowjet-Negierung an die rumänische Regierung folgendes Ultimatum gerichtet: Die rumänische Feudalregieruug ist mit allen Kräfte» bestrebt, ihre Stellung um den Preis neuer Verbrechen zu befestigen. Si« bat sich besonder» als Ziel vorgenonnnen, die Sowjet-Macht in Ungarn zu stürzen. Von allen Seiten dringen rumänische Truppen gegen die ungarische Rote Armee vor, nachdem sie zuvor vergeben» oersucht haben, gegen die ukrainische Rote Armee vorzustoßen. Die Sowjet-Regierungen in Rußland und der Ulraine sind nicht länger Kommunalisierung öes Theaters. Generalversammlung der Freien Volksbühne. Politiker und Naiionalökonomen mögen darüber streiten, ob auf diesem oder jenem Wirtschaftsgebiet eine umfassende Sozialisierung gegenwärtig durcksiübrbar fei oder nicht. Keinem Zweifel aber kann es unterliegen, daß die K u n st so rasch und so radikal wie möglich auS den Banden des Privatkapitals befreit werden mutz. Namentlich die Betriebe der öffentlichen Schaubühnen, Theater, Opern und Konzerte bieten sich als reife, ja überreif« Objekte der Sozialisierung dar. ES ist«in schweres Versäumnis der gegen- wärttgen preußischen Regierung, daß sie auf diesem Wege auch noch nicht den bescheidensten Schritt gewagt hat, und die Freie Volks- bühne erwarb sich ein wahrhaftes Verdienst, als sie in ihrer Ge- neralversam mlung am Donnerstag den Entschluß faßte, die Organe unserer staatlichen und städtischen Verwaltung auS ihrer bisherigen passiven Haltung aufzurütteln und ihnen gangbare Wege zur revolutionären Umgestaltung der öffentlichen Kunstpflege zu iversen. In einem ausgezeichneten Referat bezeichnete Dr. Nestriepke es als eine dringende Aufgabe unserer Regierung, eine Bühnenkunst zu schaften, die ohne Rucksichl aus geschäftlich- Interessen den großen Massen das Beste zur Anschauung bringt. Da die Kreise der Nutz- nießer in diesem Fall lokal begrenzt seien, so müßten die Kom- munen die Sache in die Hand nebmeu, und besonders Berlin, da? über ein reiches Material an Theatern und Künstlern verfügt und in seinen Freien Bolksbühuen bereits den gesamten für diesen sZjvck notwendigen Organisationsapparat besitzt, hätte die Pflicht, mit ginem Beispiel voranzugehen. Die Freien Volksbühnen um- -asseu eine Kunstgemeinde von 79 999 Mitgliedern, die sich im nächsten Jahre auf 199 999 erweitern wird. Dieser Gemeinde hätte die Stadt Berlin zwei Schauspiel-, ein Operntheater und«tnen Konzertsaal zur Verfügung zu stellen und jedem Mitgliede wären n jedem der zehn Theatermonate des Jahres zwei Vorstellungen vzw. Konzer:« zu bieten. Die Organisation der Volksbühnen— �ster Turnus Der Vorstellungen, Verlosung der Plätze, weitest- gehende Selbstverwaltung der Mitglieder und maßgebender Emfluß oeS künstlerischen Ausschusses auf Theaterleitung und Spielplan— müsse beibehalten werden. Die Stadtbehörde hat das Aussichtsrecht über die Einhaltung und die Verwaltung des Etats. Die Kommunaltheater würden mit ihrem festen Besucherstamm besser Wirt- schaften als die Privatbühnen, da jede Einstudierung voll auSge- nutzt werden könnte. Die jährlichen Kosten, die Dr. Nestriepke auf 9 bis 6Z-4 Millionen Mark■berechnet, ließen sich durch den Verkauf von Billetts an Nichmitgliedcr— von 7999 allabendlich verfügbaren Blätzen könnten 2990 zum DucchichnittSpreise von 4 Mk. verkauft iverden— reduzieren. Falls die Mitglieder der Kunflgemeinde den Besuch der Vorstellungen nicht unentgeltlich haben sollten, würde »urch einen MonatSbeitrag von 2 M. für die zehn Spielmonatc noch s»e Suuuus von 2 Millionen aufgebracht werde», so daß ei» Rest von 1)4 bis 2 Millionen übrig bliebe, den die Gemeinden Groß- Berlins zu tragen hätten. Im Hinblick darauf, daß Städie wie Straßburg und Dortmund jährlich 399 999 M., Leipzig 5—999 090, Mannheim 8— 900 000 M. für ihre Theater opfern, wäre dieser Betrag für Berlin wahrlich nicht zu hoch, zumal er den Minder- bemittelten— denn nur diese seien in die Kunstgemeinden auszunehmen— zugute käme. Da die in Vorschlag gebrachte umfassende Organisierung immerhin einige Zeit in Anspruch nehmen wird. könnte die Stadt Berlin für die Uebergangsperiode den Freien Volksbühnen wenigstens feste Zuschüsse gewähren und der alten Freien Volksbühne, die keine eigene Bühne besitzt, als der Kunst- gemeinde der Zukunft vorläufig ein städtisches Theater zur Ver- fügung stellen. Redakteur D ö f ch e r, der der Versammlung als Gast beiwohnte, empfahl als für die Kommunalisierung besonders geeignete� Theater die bisherigen königlichen Buhnen, an deren kostspieligem und unvolkstümlichem, einen jährlichen Zuschuß von Millionen er- fordernden Betrieb die große Masse keinerlei Interesse� hat. � Die früheren Hotheater in Hannover, Wiesbaden und Kassel wurden jedenfalls von den betreffenden Stadtverwaltungen übernommen werden. Auch das Krollsche Etablissement und Reinhardts J�hea- ter der Fünftausend' kämen daneben in Betracht. Das letztere— bekanntlich in den Räumen des bisherigen Zirkus Schu- mann— solle bis zur nächsten Spielzeit fertiggestellt werden und Reinhardt bemühe ftch, die Arbeiterkreise als Abonnenten heranzu. ziehen, ohne ihnen den geringsten Einfluß auf den künstlerischen Betrieb des Theaters zu gewähren. Diese Mitteilung wurde durch den Geschäftsführer W i n t l er bestätigt, der erklärte, daß Rein- Hardt jede Verhandlung mit den Freien Volks- bühnen abgelehnt habe, weil er den Minderbemittelten nur die minderwertigen Plätze seines Theaters einräumen wolle. ES sei eine Ehrenpflicht der Berliner Arbeiter, mit Herrn Rein. Hardt nur korporativ zu verhandeln und jede Abonne- mentSverpflichtung abzulehnen, bevor ihnen ein MitbestimmungS- recht auf dfe Gestaltung des Spielplans usw. eingeräumt wäre. Nachdem K a I i s£ i daraus hingewiesen hatte, daß neben den städtischen Buhnen auch Staatstheatcr bestehen müßten, die gewisse allgemein künstlerische Aufgaben zu erfüllen hätten, wurde folgende Resolution angenommen: .Die Generalversammlung der Freien Volksbühne hält e» für eine Pflicht der Kommunen und insbesondere auch der Gemeinde- Verwaltung von Berlin, in ganz anderem Maß- als bisher öffent- liche Mittel zur Verfügung zu stellen, um den breiten Massen der arbeitenden Bevölkerung die Möglichkeit zum Genuß guter Konzerte und einwandfreier Bühnenkunst zu schaffen. Sie sieht den ge- gebenen Weg zu diesem Ziel in einer Kcmmunalisierung des Thea- tek- und Konzertwesens unp in der Gründung und finanziellen Förderung von Kunstgemeinden, in die jeder männliche oder weib- liche Einwohner der Stadt oder wenigstens jeder Eistwohn.er. dessen Einkommen eine gewisse Höchstgrenze nicht übersteigt, eintreten kann. Jeder dieser Kunstgemeinden sind mehrere Bühnen und Vor. tragssäle zur Verfügung zu stellen und solche Mittel zu gewähren, daß sie imstande ist, jedem ihrer Angehörigen unentgeltich oder gegen einen ganz mähigen Monatsbeilrag etwa alle zwei Wochen eine Konzert- oder Theaterdarbieiung zugänglich zu mack�n. bei der die verfügbaren Plätze auszulosen sind. Den Kunstgemcinden ist, besonders auf künstlerischem Gebiete, weitestgehende Selbswer- waltung einzuräumen, so daß ein von ihren Mitgliedern zu wählen- der Ausschuß bei der Wahl der künstlerischen Leiter und bei der Gestaltung des Spielplans der Buhnen entscheidende Mitwirkung erhält. Nach Möglichkeit ist bei der Ausgestaltung der kommunalen Kunstgemeinden anzuknüpfen an die durch die Freien Volksbühne» geschaffenen vorbildlichen Einrichtungen Solange die Kommune noch nickt selbständige Kunstgemeinden eingerichtet hat, richtet die Versammlung an die Verwaltung der Stadt Berlin das Ersuchen, der alten Freien Volksbühne, die heute darauf angewiesen ist, ihre Veranstaliungen in fremden Theatern abzuhalten, ein städtisches Theater mit städtischer Subvention zur Verfügung zu stellen.. � c- r Die Versammlung hält die Freie Volksbuhne für berufen, den Gedanken einer Kommunalisierung des TbeaterwesenS mit allen Mitteln zu propagieren und beauftragt den Vontand, in einer aus- führlichen Denkschrift so bald wie möglich den stadt,,chen Korper. schaften Berlins nähere Vorschläge zu nuterbrciten wie auch nach Kräften für ihre Durchführung in der Oesfentlichkett zu wirken.' Im weiteren Verlauf der Generalversammlung gedachte der erste Vorliben�' Dr Conrad Schmidt der verstorbenen früheren Borstands, bzdv. Ausschußmitglieder Mehring. Eis« er und Landauer und die Versammlung ebrte deren Gedächtnis in üblichen Form. Aus dem G e s ch ä s t S b e r i ch t ist hervorzuheben. daß für die nächste isptelzeit das Reuoenzt.eater in Wegsall kommen wird dafür aber mit dem Theater am Zoo. dem früheren ! Friedrich-Wilhelmstädtischen und den beiden StaatStheatern linier- fytnbiunaen gep? logen werden,—er Antrag öe8 Vorstandes, die Bei» träge für die Abeiidvorstellungen aus 2 M.. für die Nachmsttaavor. stellungen auf 1,50 W. und das Einschreibegetd auf 1,50 M. zu erhöhen wurde ohne Widerspruch angenommen. An Stell« der au»- scheidenden Mitglieder Robert Schmtdt und Dr. Nestriepke wählte die Versammlung Stübinger in den Künstlerischen Ausschuß und Hube m den Vorstand. Vis Stützen Ser Gefellschast. Grell wie ein Blitz beleuchtet Ibsens Tl>eiendrsma t»te Lüge und Demoralisation, wovon gegenwärtig all« Welt angefressen ist. Der Kampf Ibsens gegen die faule Moral der„Gesellschaft" schließt «rne so ungeheuer mutige Tat ein, daß vor ihr alle Einwände gegen den kmnpromißlichen Ausklang der Handlung verstummen, und«« unerbittliche Logik der BettchSsührung, mft der der Dichter— der Sraunschweiger �anütag gegen öen Gewaltfrieüen. Bravnschweig, 9. Skai. Die heutige Sitzung des Landtags wurde mit einer Ansprache des Vorsitzenden des Rate? der Bolls» heaufirogten Dr. Jasper eingeleitet, in der er sagte: Wir be- g r ü h e n die Kundgebung der Reichsregierung mit Genugtuung und fchliexen uns ihr vollinhaltlich an. Wir hoffen und wünschen, datz es den deutschen Unterhändlern gelingen möge, die Friedens- bedingungen wesentlich g ü n st i g e r gestalten. Ich erwarte, dag auch das ganze Haus sich in diesem Wunsche einig ist.(Lebhafte Zustimmung.)__ und öas Diktat. Modo dreier Männer. Hmnanite erklärt, der Friede sei in Wahrheit ein Gewaltfricbe. Aber die Anerkennung dcS englischen Protektorats über Aegypten, dessen Bevölkerung der schcublichsten politischen und wirtschaftlichen Unterdrückung unterworfen sei, sagt das Blatt, diese bedeute ein großes, furchtbares Zerbrechen. Deiser Friede sei n i ch t e i n Böllersriede, sondern der Friede dreier Männer: Clemenccau, Lloyd George und Wilson. TaS Blatt sagt: Ter Krieg wurde voG drei Kaisern angefangen und ist durch drei Autokraten beendet worden. Aber die Böller bleiben im Schatten, nachdem sie im Blut gewatet hatte» Weiter meint das Blatt, um neuen Gene» raionen neue Kriege zu ersparen, müßetn die Böller sich internatio- nal organisieren, um den Ungeheuern mit Menschenantlitz, welche leichten Herzens Menschen ins Gemetzel treiben, den Weg zu ver- sperren. Nur eine internationale Organisierun» der Arbeiter töuur einen dauerhaften Frieden gewährleisten. « Amsterdam, 9. Mai. Das Blatt der holländischen Arbeit«- Partei»Hct Volk' schreibt in einem Leitartikel zu den Friedens- bedingungen: Das Gefühl, das die Friedensbedinzungen bei jedem. der nicht von Haß gegen die Besiegten und von Völkerhunger er- füllt ist. auslöst, ist tiefe Niedergeschlagenheit. Die Friedens- bedingungen, die die Assoziierten Deutschland auferlegen wollen. finden keine Grundlagen, auf der das alte Europa seine Kultur wieder aufbauen kann. Damit ist das Urteil über das Werk Wustwis, Lloyd Georges, ClemenceauS und wie die Götter der Bourgeoisie sonst noch heißen mögen, ausgesprochen D!e ö'sterreichisihe prefle zum Zmöens- vertrag. Wien, 9. Mai. Die Blätter erörtern fortgesetzt den Ber- frnller Friedensvertragsentwnrf und geben übereinstnnmenid der Auffassung Ausdruck, daß ein solcher Gelvallfriede nicht bestehen bleiben könne. Die„Neue Freie Presse" gelangt zu dem Schlüsse, daß verhandelt werden müsse und daß die Hartnäckigkeit der Konferenz- mächte schweres Unglück über die Welt brächte. Wenn nicht ver- handelt werden sollte oder Deutschland keine Milderunngen durch- setzen könnte, drohe das Unberechenbar«, das aus den Leiden- schaffen aufsteigt. Die nunmehr vorliegenden Einzelheiten des Friedensvertrages I bekräftigen, wie das„Neue Wiener T a g b I a t t" darlegt, den Eindruck, daß das deutsche Volk gedemütigt, entwürdigt. wehrlos gemacht, territorial verstümmelt und Wirt- schaftlich zugrunde gerichtet werden soll. Aus dem Frieden, unter den das, deutsche Volk sich beugen soll, könne nur neuer Haß und der unbändige Drang erwachsen, das unerträgliche Joch um jeden Preis abzuschütteln. Die„Zett" schreiot: Der Friedensvertrag wäre eine Ver- giftung Europas auf unabsehbare Zeit und Wilsons Name würde damit verknüpft werden. Die„Arbeiterzeitung" schreibt: Der Friede, den Wilson verkündet, sollte ein Friede werden, welcher der Menschheit neue Wege weist, die Gewalt auslöscht und einen Bund freier Nationen errichtet. Die Versailler Friednsbedingungen aber würden ganz Mitteleuropa in einen Zustand der wildesten Gärungen und Zuckungen zurücklassen, in eilten Zustand, welcher jede wahre und echte Versöhnung ausschließt. einem Giganten vergleichbar— aus einem Punkt heraus Schuld und Sühn« seines Helden, des Großtapitalisten Bevneick, empor- schichtet, bleibt imnner bewundernswürdig. Don Aufbau des Dramas tn diesem Sinne auf der Bühne zu erneuern, das war auch wohl gestern im Theater in der Königgvätzer Straße das Bestreben der Regie, Ein starrer Rhythmus ging durch das Ganze. Aus dem schroff übereinander getürmten Gestein schlugen Funken und Flammen. Dazwischen blühte die Blum« lrafrvolle? Menscklichkeit und Jbsenfcher Lyrik auf. Zumal in den Lösungen des Schluß- aktes. wo wirkliche dichterische Stimmung die Szene durchpulste. Das bewirkte bier gerode das warmblütige Ineinandergreifen der Frauen, allen voran Else Lehmann, die der Lona Hessel die ganze Ewrgie einer wahrhaft freien- herlichen Kämpfer- und edel- mütigtn Wribsnatur verlieh. Aber Karsten Bernick: das war er in der Tat, wie ihn Alfred Abel in seiner konsequenten Art verkörpert, ohne Rücksicht darauf, ob die Durchsetzung seines egoistischen Ziels und Will-ns das Wohl- ergeben, wen» nicht gar das Leben ihm iu die Hände gespielter Menschen, mögen es Fremde, mögen es Familtenmitglieder sein, gcsäbroet...... Grete D i e r ck s ist ein« gute Tuna, wie wohl diese etwas jünger scheine» sollte. Alerander Eckert derb und aufrecht. Noch eine gute Weile nach Schluß konnte sich«Z Publikum an stürmischen Bei fallÄbezeigungeu wicht genug tun. ek. Notizen. — Theater. Das Klaisische Theater deranstaffcl in der Volksbühne am 24. Mai. nacbiniitags L Uhr. eine Sondervorstellung von Schillers„Wilhelm Tell". Gastkcrrten zu lbv M., auch Dppel-, Treifach- und Vierfachkarten, sind zu bestellen bei sämtlichen Groß- Berliner Lehranstalten und bei' der GeschästSstelle, Berlin NO. 13, Werr.euchener Straße 16. rz t ~ e 1 1 1 n e i« o n zerte. Vor einer überraschend zabt- rerbe-, Gemeinde gab Felix Robert Mendelssohn ein Konzert. Wenige Jahre genügten,'hin im Bertinet Musikleben eine achtens- weite �uvmig � sichern. Heilte gilt et ichon als tüchtiger Cellist, jeoentaus als einer der regiamste» vom jungen Nachwuchs. Ftink- fingeriaieit, leichter Boaenitrich. übcrbaupt virtuose Technik weist er ,a reichlich a..i Größere Tonfülle geliäitigterer RhYwmuS und noch gelleigerlere Sorgsall ,m Passagen'piel wird er gewinnen. «uw-tncken von Boccetint, Gcrnsqehn, Mozart(dessen„Adagio" schon gegeben wurde), hörten wir eine Suiie im alten Stil von Ludwig Mendelssohn, dem Klavi-rbeglcit-r: bübiche mel od>»?.le-.ny«achen, die. delikat vom Cellisten vorgetranen, sehr gefielen. � ek. — Gäste- Vöries un gen 0n j, e r Universität SB e t l t n. Von der Universität werden Vorleiungen und Einzel« Dovudqe hervorragender Piaktiker und aue-wärliger Gelehrter ver- anftaltrt werden. U. a. wird Minksterpräsident Paul Hirsch drsi Einzelvottrage uoer»Kommunalpolmsche Probleme" halten.. Angarische presiestimmen. Deutschlands Todesurteil. Budapest, 9. Mai. Di« ungarische Presse bezeichnet di« Ver- saiver Friedensbedingungen als«iu pathologisches Akten- st ü ck, das die Verkörperung der Diktatur des Kapickalis- m u s bedeute. Der„P e st e r Lloyd" nennt das Verdikt von Ver- sailles über Deutschland ein Todesurteil und betont, es sei zweifellos, daß die Bedingungen dieses Friedensvertrages praktisch niemals durchgeführt wendeu könnten. Die Entente stelle am die deutsche Arbeite rschast das frevelhafte Ansinnen, auf unabsehbar« Zeiten für fremde Interessen er n Sklavenleben zu führen. Dieser Friedensvertrag müsse dem deutschen arbeitenden Volke zu- rufen: Du hast nichts mehr als deine Ketten zn verlieren! Die Enteute werde erfahren, daß gegeiy die wirtschaftliche und soziale Gesetzmäßigkeit keinerlei Siegergewalt aufzukommen vermöge.— Die„V o l k s st i m m e" sagt: Nach diesem Diktat wird da? deutsche Volk nicht mehr geneigt sein, sich im Interesse der Entente als Bollwerk gegen den Bolschewismus gebrauchen zu lassen.___ Die norWLglfche prefjt. Kristiania, 9. Mai. Die heute von amtlichen MorgenAättern im Reuterauszug veröffentlichten Frieden Aoedingungen werden von der gesamten Presse als außerordentlich hart, teilweise als über jedes Erwarten schwer bezeichnet. Nur der Leitartikel von„Ästen- Posten" ist auf den Ton gerechter Strafe für den Schuldigen ge- stimmt, während alle übrigen Blätter mit Ausnahme„Didenstegn" und„Jntelligendssedler", die sich der Stellungnahme enthalten, in den Friedensbediuguugen den Sieg des Machtwillens über Wilsons ursprünglichen Rechtsgedankcn erblicken.„Morgenbladet" meint, von einenl Verständigungs frieden sei keine Rede. Die Friedens- bedingungen bedeuteten ZerschmÄtenmg von Bismarcks Werk. Deutschland solle von einer Großmacht zu einem Staat dritten oder vierten Ranges degradiert werden. Das Blatt wirft die Frage auf, ob ein großes Volk solche Bedingungen ertragen könne. „Berdensgang" schreibt, ein derartiger Friede bedeute für di« ganze Menschheit einen ungeheuren Verlust an moralischen Werten, welche die Hoffnung der Dien scheu in dieser Zeit gebildet hätten. Das deutsche Volk werde durch solche Bedingungen künftig zu einem ge- bundeuen und gefesselten Volke gen? acht werden. So stehe der vor- geschlagen« Friede in tiefstem Gegensatz zu den grundlegenden Prinzipien des Völkerbundes. .Socialdetnokrateu" schreibt: Falls das Undenkbare geschehen sollte, daß die deutsche Regierung auf eine derartige Ncbereiukunft einginge, würde Deutschland talsächlich eine Kolonie werden. Di« Zeitung„Nationen" sogt: Die geforderte Ersatzleistung für Tonnogeverluste laufe auf das Ausscheiden Deulschlands als see- fahrender Staat hinaus. Derartige Bedingungen zeigten, daß man einem reinen Gewaltfrieden gegenüberstehe. Dieser Ein- druck werde vermehrt durch das Verlangen der Auslieferung des Kaisers und einer Reihe seiner Offiziere. Hierbei handele es sich nickst nur mn einen Racheakt, sondern um das Bestreben, Deutsch- ianb die fürchterlichste Demütigung zuzufügen. Die französischen Sozialisien gegen öen Gewaltfrieöen. Genf, 9. Mai.(TK) Noch Porffer Meldungen bereiten die fran- zösischen Sozialisten für Sonntag große Kundgebun» gen gegen den Clemenceau- Frieden vor, der von der sozialistischen Presse aller Schattierungen auf das heftigste ange- griffen wird. In französischen Regierungskreisen herrscht wegen des Verlaufs der Demonstrationen große P e s o r g n i S, und man rechnet auf heftige Zusammenstöße zwischen den Demonstranten und der Polizei. Polizei und Militärbehörden haben für Sonntag, an dem die Kundgebungen stattfinden werden, umfangreiche Vor- sichtSmaß nahmen getroffen. Die baperisibe Regierung gegen ein Koalitionsminisierium. München, 9. Mai. Zu der Frage der Bildung eines Ko- alitionSminifteriumS in Boyern wird der.Münchener Zeitung" der Sisndpiinkt der Negier ung dahin präzisiert, daß sämtliche sozialistischen Minister zurücktreten werden, im Falle die Parteien zur Bildung erneS KoalitionSmiuistcriumS schreiteir. Zunächst keine Einberufung öes bayerischen Lanötages. München, 9. Mai. Von Münchcner Regierungsseite wird der .Münchener Zeitung" mitgeteilt, daß der bayerische Landlag in der nächsten Zert noch nicht einberufen werde. Weitere Ruhestörungen in München. München, v. Mai. Die dergangene Nacht ist ziemlich unruhig verlaufen. Mehrfach wurden NegierungSsoldaten überfallen. Gegen einen Doppelposten an der Martinsschule wurden Handgranaten geworfen. In Schwabing wurde ein Spartakist aus der Flucht von einem Soldaten erschosien. Zu den in den letzten Tagen der- hafteten Personen gehören auch der kommunistische Polizcipiäsident Dosch und der Nosenheimer komn»in>stiiche Stadtkommandant R h e i n h e i m e r. der als Frau verkleidet in der Nähe von A i b- l i n g festgenommen werden tonnte. Keine Maßregelung. Der Kall Döbbecke. Zu der Meldung der„Freiheit" von der Maßregelung des Referendars Döbbecke in Allensiein aus angeblich politischen Gründen (D. ist Anhänger der U. S. P.). haben wir sofort bemerkt, daß gegen D. sehr schwere Anschuldigungen persönlicher Natur er- hoben worden seien. Die„S. K." bestätigt jetzt aus anscheinend gut- unterrichteter Quelle, daß D. in der Tat weder für den Justizdienst noch für die U. S. P. e'ne Zierde darstellt. D. bat im Kriege umfangreiche Schiebungen mit Lebensmittel» und Waren aller An getrieben. Das gegen ihn eingeleitete Strafverfahren wegen Kettenhandels nstv. ist nur durch die Amnestie nicht zur Erledigung gelangt. Außerdem bat Döbbecke einen seiner Vor- gesetzten in einem Fing blakt auf leichtfertige Nedcre'en hin Homosexualität vorgeworfen. Na.b der Enthüllung der Döbbecke'chcn Privatgeschäfte beschloß der Vollzugsrat Allen st ein einstimmig, ih» wegen seiner Schiebungen und bewiesenen außerordentlichen Gewinnsucht auSzu- schließen. Erst später hat ein neugewählter VollzugSrat ihn wieder aufgenommen. Der Fall D. dürfte damit fgr di« Oeffenllichkeit erledigt fein. Unabhängig davon bleibt uniere Forderung eines geordneten R e ch t�s ch u tz s S für die Referendare bestehen. Berlin, 9. Mai.(T. U.) Die von mehreren Blättern gebrachte Rachrichl, daß Dr. Strejemann in das Kabuiett einuetea wird, be- stälig» sich nicht. Nomine, was kommen mag/ Die Deutsche Volkspartei fordert Ablehnung des Friedensvertrages. Berlin, 9. Mai. Die in Berlin anwesenden Mitglieder der Deutsche» Volkspartei in den Verfasiunggebendcn Versammlungen Dentichlands und Preußens waren heule zu einer gemeiniamen Besprechung zusammengetreten, um Stellung zu dem Friedensvor» schlage der Entente zn nehmen. Die Eröiterungen gaben völlige llebereinstimmung darüber, daß dieses Friedensangebot unserer Feinde mit der Ehre des deutichen Volkes unvereinbar und daher gänzlich unannehmbar ist. Die Deutsche Volkspartei wird das deutsche Volk ausrusen, diesen Schmach- und Ver- nichtungsfrieden, komme danach, was kommen mag, unter allen U in ständen abzulehnen. „Komme, was kommen mag", ist leicht und bequem ge- sagt. Mit solchen Phrasen sind die Herrschaften ihrerzeit auch tn den unbeschränkten U-Boot-Krieg hineingegangen. Solche verantwortungslose Politik lehnt das deutsche Volk au f d as ent schiede nst e a b. Sie furchten fZusstbeeitunaen. Hamburg, 9. Mai. Am Liegeplatze der englischen Kriegs. schiffe haben die Engländer am Donnerstag, an dem die Friedensbedingungen bekannt wurden, ihre Sicherhcitsvor- kehrnngen wesentlich vermehrt, z. B. schon am frühe» Morgen Maschinengewehre ausgestellt. Kundgebungen de? Hamburger Bürgerschaft. Hamburg, 9. Mai. Zu einer feierlichen tdundgebung gegen die feindlichen Friedensbedingungen gestaltete sich die heutige ge- meinsame Sitzung von Bürgerschaft und Senat. Der Präsident der Bürgerschaft erhob in einer Ansprache Widerspruch gegen diese vernichtenden Bestimmungen und rief das Ge- wissen der Völker um einen Frieden der Ver- ständigung und der Gerechtigkeit an. Der Präsident des Senats, Bürgermeister Dr. Mclls, brandmarkte das Vorgehen der feindlichen Alliierten mit scharfen Worten.' Das Haus unterbrach zum Zeichen der Zustimmung die Sitzung. Der VoUZugsrat für Memungsfreiheit. ??? Der VollzugSrat beschloß am Freitag in der heute staltftndendsn Vollversammlung Stellung zu nehmen zu den FriedenSbe- dingungen der Entente. Des weiteren wurde der Antrag der S. P. D. rm Falle Richter noch einmal erörtert. Die Stellung der U. S. P. D. ist bereits be- kannt. Die K. P. D. gab zum Falle Richter folgende Erklärung ab: Die Fraktion der K. P. D. hält daran fest, daß der ftühcre Beschluß, wonach Stadtverordn e t e und Gcmcindevertreter dem Kommunalen Arbeiterrat nicht angehören dürfen, noch zn Recht besteht und dem entsprechend auch für den Polizeipräsd- denken Richter gelten muß. In Anbetracht des Ilmstandes, daß ein Antrag auf Aenderung des erwähnten Beschlusses vorliegt, erklärt sich die Fraktion da- mit einverstanden, daß auch der Fall Richter an den komm»- nalen Ausschuß überwiesen wirdc Die Angelegenheit wird als 1. Punkt der morgen stattfindende» Vollversammlung behandelt werden. Des weitoren wurde Stellung genommen zu der Beschwerde des Zentralrates gegen den Beschluß des VollzugSrates vom 17. April im Falle des Drehers W. Der Zentralrat wie auch die Mitglieder � der S. P. D. behaupten, daß dieser Beschluß Maßregelungen aus politischen Gründen gutheiße. Nach längerer AuS- spräche faßte der Vollzugsrat einstimmig folgenden Beschluß: Der Beschluß vom 17. April wird in der Oeffentlichkeit falsch ausgelegt. Nm alle Unklarheiten zu beseitigen, erklärt der Boll- zugsrat, das) der Beschluß des BollzugSrateS vom 17. Februar nach wie vor maßgebend fei. Dieser Beschluß lautet: »Der Bollzugsrat hält es mit dem Recht der freie» politi- schc» Neberzeugung jedes Staatsbürgers für völlig unverein- bar, daß ein Arbeiter, Angestellter oder nichtpolitischer Beamter aus Politischen Gründen entlassen wird und ersucht alle Arbeiterräte Groß-BerltnS Entschließungen nach dieser Richtung im Sinne der eingangs aufgestellten Grundsätze zu treffen." Des weiteren wurde folgender Antvag der K. P. D. gegen dick Stimmen der©. P. D. und Demokraten angenommen: „In der Sache W. ändert der Vollzugsrot seinen Beschluß dahin ab, daß die Arbeiter eines Bcksriebes, die mit Werbern für Freiwilligentruppen nicht zusammenarbeiten wollen,, vom Voll- zngSrat in Gemäßheit des Beschlusses der Vollversammlung nicht zu einer Stellungnahme veranlaßt werden können." Die Lohnforöerungen öer Te!egrophen- arbeiter vor öem Lohnamt öes Reichs» arbeitsminisieriums. Die Verhandlungen fanden am 9. Mai abends ihren Abschluß durch einen Schiedsspruch, der lediglich eine Zustimmung zu den unzulänglichen Zugeständnissen der Reichspost- und Telegraphen- Verwaltung darstellt. Der Schiedsspruch wurde verkündet mit der Einleitung, das Schiedsgericht habe sich nicht davon überzeuge» können, daß die Tätigkeit der Telegraphenarbeiter eine höhere Be- zahlung wie die der Eisenibahn rechtfertig«. Mbgvschen von einigen wohlgemeinten Ratschlägen der Reichspost, und Delegraphenverwal- tung enthält der Schiedsspruch wicht?, waS geeignet wäre, die Er- regung der Arbeiterschaft über ihr« mangelhafte Bezahlung zu dämpfen. Innerhalb der nächsten vierzehn Tage sollen die Arbeit- nehmervertrcter erklären, ob sie mit der RoichSpost- ir.o Tcle- graphenvcrwaltung bereit sind, sich dem Schiedsspruch zu unter- werfkn. Nach Lage der Ding« muß bezweifelt werden, daß die Ar- beiterschaft zu dem Schiedsspruch ja und Amen sagen wird, nach»- dern d»e Verwaltung gezeigt hat. daß sie nicht gensillt ist, ihre» Herrsnstandpunkt zu»erlassen. VersicherungsanSLsieUtenbewLxung. Die am 9 Mai in den Arminhollen veiiommeilen Vers! verunqS- angestellten, die größtenteils>m Deul'chdeniolratckcven Gewert« sckiaftsbund organ sieri sind, erklären daß die in die'em vereinigten Hanoluiigsgehtlfen-Verbönde weder ibier Vergangenbe't noid ihrer Zusammensetzung nack das Recht bähen, sich als Jnteressenvertieinng der Versicberungsangestelllen zu bezeichne,,. Ferner erklären die Versammelten, daß die drei kartellieiic» Verbände allein zur Ver« tremng der Interessen der VcrsicherungSangcstellten und zu Tarif- verhandiuiigcu berecvtigl sind.___ Der Werbedienst G. m. b. H. bittet uns um die Feststellung. daß er mit dem„Werbedienst der deutichen Republik" nicht tdeulijch ist, noch zu ihm irgendwelche Beziehungen hat. SewekkschofisbewMng vor öem Generaistreik im Groß-öeriiner öuchhonüel. Die am Donnerstag in den Anninhallen tagende Vollver- sammlung der Ortsgruppe Berlin des Angestellten-Verbandes des Buchhandels, Buch- und Zeitungsgewerbes nahm den Bericht über das Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitgebern ent- gegen. Die Arbeitgeber boten für Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahre 86 M. «-„-» h 1�- w„ v„ 18.„ 130„ «- /, i»» 19* �60„ „ �- 20.„ 190.. während z. B. nach dem Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses Erog'Bcrlin ledig« weibliche Hilfskräfte unter 18 Jahren 225 tA vom Magistrat der Stadt Berlin erhalten. Ebenso lächerlich niedrig sind die Gehälter für Angestellte über 20 Jahre. Wäh- nend«ine einfache ledige Hilfskraft beim Magistrat der Stadt Berlin heute als Anfangsgehalt 335 M., eine qualifizierte Hilfs- kraft ein Mindestgehalt von 365 M. erhält, sollen Buchhandlungs- gehitfcn mit einem Anfangsgehalt von 250 M. zufrieden sein, und Hilfsarbeiter gar sich mit 225 M. abfinden lassen. Das an- fänglich zugestandene Mitbestimmungsrecht verklausulierten die Arbeitgeber nachträglich so, dass dessen Kern völlig verdunkelt wird. Obwohl' lediglich durch das Verhalten der Arbeitgeber die Ver- Handlungen endlos verschleppt worden sind, gestanden die Arbeit- geber nur die RüSwirkung der Gehaltssätze auf den 1. April 1919 zu, während sie die Mindesterhöhungen von 40 M. bzw. 45 M. wohlweislich auf die Tezembergehälter berechneten. Die Wirtschaftsbeihilfe wurde in der unzulänglichen Hohe eines Monats- gehalts bewilligt und soll obendrein noch in drei Raten zahlbar sein. Die Bekanntgabe des Angebots erregte stürmischen Protest; alle Diskussionsredner wiesen auf die Unannehmbarkeit dieser Vorschläge hin und forderten zur einmütigen Ablehnung auf. Eine aus den Reihen der Versammlung eingebrachte und fast einstimmig angenommene Resolution hatte folgenden Wortlaut: „Die in den Arminhallc» tagende Vollversammlung der Orts- gruppe Berlin des Angestellten Verbandes des Buchhandels, Buch- und Zeitungsgeiverbes halt das Angebot des Arheiigebenvcrhondes der Deutschen Buchhändler, Ortsgruppe Berlin, für gänzlich un- annehmbar. Sie beauftragt die beiden an den Verhandlungen ieiluehürenden Organisationen, den Angestelltenverband des Buch- Handels. Bull,- und Zeitungsgowcrbes und den Zeniralverband der Handlungsgehilfen alle Massnahmen zu treffen, um eine wirklich annehmbare Regulierung der Gehalis- und Arbeitsverhältnisse her- beizuführen. Ebenso muss das Mitbestimmungsrecht in klarer eindeutiger Form anerkannt werden. Die Versammlung gelobt, allen Anweisungen der Organisationen bis m alle Konsequenzen unbedingt Folge zu leisten." Die Versammlung öeschloh schliesslich einstimmig die Fest- setzung einer Frist bis Dienstag, den 13. Mai, mittags!2 Uhr, nach deren Ablauf alle erforderliche:: Massnahmen zur Durch- kämpfung der Forderungen der BuchhandelstAirgestellten eingeleitet werden sollen. erfolglos gehliehen, weil die Verhandsleiiung glanht, der geplanten! Setsion für Krankenpflege nicht das gewünschte Mass von Seibstän-I digkeit einräumen zu können. Sckiulze empfahl danach, der bereit- geich.rffenen besonderen Organisation»W irt schaftliche Vereinigung für K r a n ke nvfl e g e' beizutreten. Schwester Gold- berger referierte über die Aufgaben der Vereiniguttq, die ganz auf freigewerkschoftlichem Boden stehen werde und erörterte die Satzungen. Die Äednerin hofft, dass der im Auge zu behaltende An- schluss an den Verband sich in nicht zu ferner Zeil dock werde erreichen lassen. Für die Wirtschaftliche Vereinigung baben sich bisher 500 Mitglieder gemeldet. Die Diskussion brachte noch manchen Beurug zur Beleuchiunq der Zustände im Krankeiipflegewesen. Unter vett aufgestellten Forderungen wurde immer wiedei besonders die des Achtstundentages hervorgehoben. Mehrere Pfleger rieten zum An schluss an den Staats« und Gemeinde- arbeiterverband, den auch ein Vertreter deS Verbandes emvsabh Die Siebener- Kommi'fion wurde beaufiragt, Richlliniett für die Forderungen des Kranken Pflegepersonals zur Hebung seiner sozialen Lage auszuarbeiten. Eine Dreier-Kommisffon soll sich vom Vollzugsrat ermächtigen laffen, die Schwesternheime zu kontrollteren, um die Ausbeutung der Schwestern zu unterbinden. „Die vierte Million." Zu der unter obiger lleberschrift in der Nr. 233 des„Vorwärts" vom 7. d. M. enthaltenen Notiz über die Stärke der Gewerkschaften wird uns vom Vorstand des Transport- arbeiterverbandes folgendes mitgeteilt: In diesem Aussatz tst die Mitglieberzahl unserer Organisation mit 272 000 angegeben. In Wirklichkeit zählte unser Verband am 31. März d. I. 333 793 Mitglieder. Inzwischen ist die Zech �derselben weiter gestiegen, so dass zurzeit die Mitgliederzahl von 350 000 er- heblich überschritten worden ist. Beginn der Verhandlungen mit de« Arbeitgebern für das Buchgewerbe. Nachdem nunmehr die Arbeitgeber des Papierfaches sich zu � einem Arbeitgeberverband zusammengeschlossen haben, haben sie sich, öereit erklärt, in Verhandlungen zwecks Abschluss eines Kollektiv-> Vertrags einzutreten. Tie beiden gewerkschaftlichen Organisationen! Angestelltenverband deS Buchhandels, Buch- und ZeitungsgewerbeS und Zentralverband der Handlungsgehilfen haben beschlossen, samt- liebe Verhandlungen im Buch- und Papierfach gemeinsam zu führen, sie laden die Obleute der Angestelltenausschüsse— und in Betrieben ohne Ausschuß die Vertrauensleute— zu einer Versamm- lung am Montag, den 12. Mai, abends 7 Uhr, nach den Prachtsälen Alt-Berlin, Blumenstrasse 10, wo über die nächste Woche beginnenden Verhandlungen beraten wer- den soll. Um Irrtümer zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, dass zu dieser Versammlung nicht die Obleute aus dem Buchhandel. den reinen Druckereien und den Annoncenexpeditionen erscheinen sotten, da diese bereits eine Versammlung gehabt und die ent- sprechenden Beschlüsse gefaßt haben. Es handelt sich also nur um GeschäftSbücherfabriken, Papierhandel und-industrie, Briefum- schlagfabriken, Buchbindereien und Kartonnageindustrie usw. Zur Organifierung von Krankenpflegern»nd Schwestern. Eine stark besuchte Beri amm lung der in Lazaretten. Kranken b Sutern, Kliniken und Privatpflege tätigen Schwestern und Pfleger beschäfliote sich gestern wieder mit der Organiiationsirage. Sehr zahlreich hatten sich besonders die Schwestern eineefunden, darunter viele vom Roten Kreuz, Aus Beschluß einer früheren Versammlung war eine Siebener- Konimission mit dem Verband der Staats- und Gemeindearbeiter in Verhandlungen getreten, um den Anschluß de« gesamten Kranken- pfl-geperionalS an den Verband herbeizusühren. In dem gestern erstatteten Bericht der Kommission betonte Kamerad Schulze nochmals die Notwendigkeit, sich zu- f am menzu ich ließen. Er schilderte die Lage de« Pflege- Personals, das bei übermässig langer Arbeitszeit, dürftige Entlohnung erhält. Für die Privatschweslern kommt dazu noch die Au-tbcutung durch sogenannte S ch w e it e r n b e i m e. die eine sehr fragwürdige Unlerkimst bieten. Lebbafle Zustimmung fand der Redner mtl seiner Forderung, biete von ihm als Repperbetme bezetckneten UntcrkunftS- flä,ien zu beieiliaen. Die Verbandlungen mit dem Staats» und Ae meindearbZiter-Verband über die Organisationsfrage sind zunächst Tie Kunstgewerbe, Zeichner. In aller Stille bat sich in: Januar dieses Jahres der An- schluss des Verbandes der Kun st ge Werbezeichner an den Deutschen Techniker-Verband vollzogen. Nach- dem dadurch ein starker Rückhalt geschaffen tvar. ging die Fack?grnppe der Kunstgewerbezeichnsr mit der Leitung des Deutschen Techniker- Verbandes daran, auch-ür die angestellten Zeichner des Kunstge- werbes Gehaltsvevhälwisse zu-schaffen, die den gegenwärtigen Lebens- bedingungen einigermassen entsprechen. Es wurden Richtlinien auf- gestellt für Arbeitszeit, Mindestgehälter. Ferien usw. Für die Beleuchtungskörper zeichner soll auch der Tarif maflgebend sein, wie er jetzt für die Angestellten der Metall- industrie zum Abschluss kommt. Die Kunstschmiedezeichncr baben zusammen mit sämtlichen Angestellten und Arbeitern dieser Branche ihre Forderungen aufgestellt und vertreten. Sie sind zu einem Prodisorium gekommen. Der Tarif ist fertig beraten und soll am Sonnabend zum Beschluß srboben werden. Für die Tapisserie z e i ch n e r baben schon Verbandlungen swttgeftinden, doch haben dann die Fabrikanten dieser Branche erklärt, dass eo nicht möglich sei. einen Tarif für Kunstgewerbezetchner aufzustellen. Sie wollen einzeln mit den Angestellten verbandeln, das heißt mit anderen Worten, man will dem Angestellten vorschreiben, was er verdienen darf. Inzwischen baben sich die Herren eines Besseren besottnen und find zu weiteren Verhandlungen bereit. Für die Brauch« der S t i ck e r e i z e i ch n e r ist der Streit entbrannt, welche Organisation zuständia ist. um deren Interessen zu vertreten, ob der Deutsche Techniker-Verband oder der Textil- arbeiterverband. Wenn dies« Frage geklärt ist, wird man auch da energisch vorgehen können. Die Moden- und Kon« fektionszeichn'er haben mit den Unternehmern dieser Branche einen Tarif ausgestellt, der in den nächsten Tagen einer lessien Be- schlusssaffuna vorliegt. Er gilt nur bis 30. Juni d. I. Wir e r- warten ganz bestimmt, dass der nächste Tarif bedeutend höhere Sätze ausweist, denn wie ein Mensch mit monatlich 250 M auskommen soll, müssen uns die Unternehmer erst mal vor- machen. Die Branche der Innenarchitekten und Möbel- zeichner ist am stärksten vertreten und doch sind sie noch am weitesten zurück mit den Abschlüssen für Mindestgehälter usw. Schuld daran ist das Verhalten des Vereins Berliner Möbclindustricller. Dieser hatte sich bereit erklärt, zu verhandeln, und gibt nun aber an, nicht zuständia zu sein. Wenn nun auch sofort Verbiitdungon mit weiteren Arbeitgebsrorgamsationen der Holzindustrie und des Kunstgewerbes hergestellt wurden, so zeigt doch die folgende Ent- sckliessung. die Stimmung in den Kreisen der Innenarchitekten und Möbelze ichner. „Die in der Fack-aruppe der Kunstgewerbezeichner des Deut- scheu Techniker-Verbandes organffierteti Innenarchitekten und Möbelzeichner vrotestieren in ihrer Mitgliedervecsammlung abermals gegen die Verschleppung ihrer Forderungen. Sie begrüßen es, dass die Leitung de? Deutschen Technik« ctVerbmtdes versucht, zu- kommen mit dem Deutschen Holzarbeiterverband ihren Forderungen Geltung zu verschaffen. Es werden alle Kollegen dieser Branche aufgesordert, in der Bcanchenversammlunq am 9. Mai im Schult- beiß. Neue Jakobstr. 24'23, zu erscheinen und die noch unorganisierten Kollegen mitzubringen." Die Einrichtung eines städtischen Facharbeitsnachweises für das Friseurgewerbe beschloß die Mitgliederversammlung, Zweigverein Berlin und Vororte, des Verbandes der Friseurgehilsen beim Magistrat zu beantragen, da die Schaffung eines paritätischen Arbeitsnachweises bei den Arbeitgebern keinen Anklang findet. Dem Bericht der Lohnkommission über die.Verhandlungen mit den Ar- beitgebern folgte eine lebhafte Debatte, in der zum Ausdruck kam, daß man die Verschleppungspolittk der Arbeitgeber nicht mehr be- günstigen darf. Als endgültiger Termin für die Antwort der- Ar- beiWeber wurde der 15. Mai befchlosscn. Die Versammlung war«in. mutig der Meinung, dass die Verhandlungen, die beinahe 4 Monate dauern, zum Abschluß gebracht werden müssen. Eine Viertclmillion Mitglieder vat der Holzarbeitervetbond am Schlüsse des ersten Quartals 1910 erreicht. Die„Holzatbeiter-Zeitung" vermutet, dass diese Zahl heule bereit« bei weitem überschritten ist. Das Verbandsotgan hat eine Auflage von 276 000 Exemplaren erreicht. Bemerkenswert ist, daß die Zunahme an weiblichen Mitgliedern im Holzarbetter» verband anhält. Jbre Zahl betrögt zurzeit rttnd 80000. An alle Bckleidnngs- und JnstandsetznngsLmter Teutschlands! Am Montag, den 26. Mai und folgende Tage, vormittags 9 Uhr. findet in Berlin, Gewerkschaftsbaus, Engelufer 14 15, der Kongreß sämtlicher Bekleidungs- unö Jnitat dietzungsäinler statt. Die Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Nähere Information geht jedem Amt zu. Der Fünfer-Ausschuß der BekletdnngS« und Jnstcmdsetzungsämter Deutschlands. Entlassene Zivilangestellte und-arbeite» deS Flugplatzes Töberitz! Der Schltchtungs-AuSschnss hat sich am Mittwoch ver- tagt und den Parteien für einen weiteren Termin besondere Auf» gaben gestellt. Um überhaupt die Angelegenheit weiter verfolgen zu können, ist es unbedingt nötig, daß alle Beteiligte zu einer Besprechung im„Nordischen Hof", Jnvalidenstr. 126, morgen, S o un- tag vorm. 10 Uhr, erscheinen. Eine Liste zur Eintragung der Personalien, die für die lvefteren Verhandlungen dringend ge- braucht wird, liegt bereits ob>-19 Uhr vormittags auf. Alle etwa aus dem Schiedsspruch des ScklichtungsausschusseS sich ergebenden Borteil« können sich nur auf diejenigen erstrecken, die am Sonntag ihre Ansprüche durch Namensunterschrist geltend machen. Lindscheidt, Höche. Ein eigenartiger Arbeitgeber scheint, wie uns ans Wilmers. dorfer Partei kreisen geschrieben wird, der Inhaber der..Javakunst', Herr Hei mann, Lützowstr. 71, zu sein. In diesem Betriebe werden gegenwärtig acht Personen meist jugendlichen Alters beschäftigt. Als einer unserer dort beschäftigtet: jüngeren Genossen vor kurzem den Wunsch äusserte, bei anderweitiger Festsetzung der Arbeitszeit durch den Prinzrpail im Interesse der Arbeiterschaft mitzuwirken und fernerbin bestrebt war, seine Arbeitsgcnossen gewerkschaftlich zu organisieren, wurde derselbe am 30. April kurzerhand entlassen. Grund: Er verhetze die Arbeiter uitd treibe dieselben in die sozial- demokratischen Versammlungen. An Herrn H. scheint ttach obiger Darstellungen die neue Zeit spurlos vorübergegangen zu sein. Die Angestellten der Preisprüfungs- und Ersatzmittelftelle Gross-Berlin sKommunalverbands haben am 30. März durch den Vorsitzenden der Jntecessengemeinschaft der Gross-Berlincr Kriegs- Kommunalverbände an den Vorsitzenden der beiden Dienststellen� das Ansuchen gerichtet, sie in bezug aus Besoldung und Mitbcstim- mungsrecht mit denen der Fettstelle gleichzustellen. Vor allem sind die Revisoren auch heute noch völlig unzureichend besoldet. Roch im Januar d. I. sind Kriegsteilnehmer als Revisoren mit einem An- fangSgehalt von 225 M., das beute noch nicht mehr als 300 M. be- trägt, eingestellt worden. Da ein« Regelung noch nicht erfolgt, ist der Behörde eine Frist bis zum 12. Mai, mittags 12 Uür, gestellt worden. Falls bis zu diesem Zeitpunkte dem Ausschusse gegen übe. befriedigende Erklärungen nicht abgegeben werden, wird durch die zuständige Organisation der Scblicbtungsausschuss angerufen. Zu den allgemeinen Neuwahlen der Arheiterräte nahm der Zeniralverband der Fleischer in seiner Versammlung Stellung. P b l l t n als Referent schlug dar, eine Kommission zu bilden. welche die Borarbeiten für die Wahlen innerhalb der Berufsgrnppe übernehmen soll. Protest müsse dagegen erhoben werden, daß Fleifchcrmeister. unter dem Deckmantel als Kleingewerbetreibende, zur Wahl zugelassen würden. Einen selbständigen Barbier oder kleinen Flickschuster, auch den Arzt und den Juristen, tvelche eine Hilfskraft benötigen, kann man nicht als Unternehmer betrachten. diesen muß das Wahlrecht eingeräumt werden. Anders mit den Handwerksmeistern der Lebeiismittelindustrte, den Bäcker» und Schlächtermeistern, welche zwar kein« fremde Hilfskraft, dafür ober Frau und Kinder Tag und Nacht durch Arbeitsleistung ausbeuten. � Fleischereien mit 1400—1600 eingeschriebenen Karten werden mit 20—25 000 M. bezahlt. � Aus der sehr regen Diskussion war zu ersehen, daß die Ver- sammlung mit den Ausführungen des Referenten ziemlich gleicher Meinung war. Unter Verbandsangelegenheiten machte Kollege Krause bekannt, daß erneut ein Antrag beim DemobilmachungsanS- schuss auf gänzliche Aufhebung der gewerbsmäßigen Stellender- Mittelung eingereicht fei. Deutscher Metallarbeiter-?? erband. Versammlungen am Tvnuiag de» II. Mai. Vormittags 9 Ubr aller in den Auiorkparawr-WcrlstSlten kelckiäftigten Personen im LebrcrvcreinSbauS, Aleraiid-rltr, 41 lqr Saal). Tagesordnung: Bericht der Slrbettcrrät«. Vortrag über das Rätcsyiletn.(Ncserent: Paul Erkert.) Verschiedenes. VotmitlagS 10 Ubr aller in den Kesselschmieden Gross, Berlins beichäf- ttateii Kollegen in Schul,' Prachtsälen, Köni.'sgraben 2, am Alexanderplafc Tagesordnung: Unsere Lohnverbältnisse und der Kolleklivvertrag. Per- IchiedeneS, Vormittags 10 Ubr Branchenversammlung der Bauanichläger im(Be- werlschastsdaus. gtigeluf« lSaal 3). Tagesordnung: Verbands- und Brorichenangelegenheiten. Disiussion, V-richiedencs. Kollegen, es wird buchet't' t � l,en Vpsammlungen zu erscheinen. MitgUed«. PetfitbeMinflsongcffeffte! Sonntag vormittag 10 Uhr findet ln der «ma de« Sophicn.Realgymnaäums Sleinstr. 31/34(an der Alten Schön- bauser Slrasse) emo Versammlung sämtlicher Ausschußmitglieder statt. Be- ,.., s,,----------- ung sämtlicher AuSschugmitglieder lrieve obne Au- schuss entsenden einen Vertrauensmann. AuSwcIS 1 Aeuverst wichtige Tagesordnung. DaS Kartell der Anqestelltenoerbänd«. Verantwortlich kllr Politik Arwr stickler. Charlottcniurg, für den übrigen Teil de, ?. s-iiol,. Atiilolln:«ürAnt-m-a Tiicod»r M-Xkc. Berlin. Verlag: Vorwärt«.jirr lag«. m. d. H.. Berlin. Druck Vorwärl-Z-Buckidruckerei und Lerlagsanslal» Paul einaer u. Co tn Verlm. Surdenstrab« 3. Hierzu 2 Vellage»_ Ob Sie Mg ausiehea, hängt nicht allein don ihrem Alter ob. Manche Großmutter von 60 Jahren bat wenige! Runzeln als ihre Tochter von 30. Man schätzt daS Alier nach den Falten und den Linien um die Augen, einge- graben durch übermässige Anstrengungen beim Sehen, die noch dazu unnötig und zwecklos waren, weil passende Sanotkop- gläter das Sehen erleichtern. 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Wachtmeister Kor low gibtS von Moloren, daß er an dem Geräusch hören könne, ob ein Defekt vorliege oder nicht.— Zeuge L i t k o w s k i, der ebenfalls auf der Brücke Posten stand, sagt, da« Auto fei ungefähr mit der böclislem in der Stadt zulässigen Geschwindigkeit über dt« Brücke gefabren. Die Zeuge noeimehurung wird hc-ooc. Soonaba*, so rV fetz». • Immer»och die»ktr» Iorme». Im Mordprozeß Liedknecht- Luxemburg trat beute nach- mittag ein Soldat an den Zeugentrsch. Der Vorsitzende, Äriegfc- gvrichtSrat Ehrhardt, fragte den Mann in vertoeisendenr Ton,- warum er nicht. wre es dre Vorschrilt verlangt.» m geschnallt und mit Helm vor Gericht erschien.— Der Soldat entschuldigte sich damik. daß er in der MannschaftS- kucke beschäftigt sei und ihm niemand von dieier Vorschrift etwas gesagt habe.— Darauf wandte sich der Vorsitzende an den Anklagevertreter, dem er anheimstellte, die erforderlichen Maßnahmen gegen das Ericheinen von Soldaten in nicht vorschriftsmäßigem Anzüge vor Gericht zu treffen.» Müssen wir denn, sogar vor Gericht, immer noch an den Formen deS alten MilitarLdinuS festhalten 1 •« Ranfle* Beha»pr»nge». Wir erhalten folgende Zuschrift: Zu der Aussage RungeS, daß er von Liebknecht und Luxemburg mit einem Revolver bedroht fei. stellen die Ihrner- zeichneten, die als Ardetterräte in dem Vetrieb seit dem 9. November fungieren und somit über alle Bewegungen innerhalb de» Werke» genau informiert sind, fest, daß dre Genossen Karl Liebknecht al» auch Rosa Luxemburg n t e- mal» im Werk, vor dem Wert oder tn einer Betriebsversammlung anläßlich eine» Streik».im Dynamoiverk, in welchem der Mörder beschäfltgl ivar. weder rednerisch noch irgendwie tätig oder überhaupt zu sehen waren. Der Mörder Runge kann somit memal» mittel» Waffe oder sonstwie von der Arbeit abgehalten worden jetn. 9. Mai 1919. Die Arbeiterräte de« Dynnmower» der SiemenS-Schuckert- Werke. Hermann Hoheisel, Otto Badde«, U. 6 P. D. 6. P. iX Das Arbeitsrecht im Friedensvertrag. Das Weltardeitsrecht. Im dreizehnten Teil de« FnedenSvertragsenNvurfe» ist da» WeltarbeitSrech, des Völkerbundes behandelt. Ein« ständige Organ,. sation zur Verwirklichung von besseren Lebensbedingungen der Ar- beiterscbaft wird begründet. Die Onginärrrn rgliedec der Gesellschaft der Nationen sind Mitglieder dieser Orgamsaron, sie umfaß! l. die Generalkonferenz der Vertreter der Mitglieder, S. da« internationale Arbeitsbureau unter der Direktion de« Verwaltungsrats, Die Generalkonterenz der Vertreter bei Mit- glieder hält jährlich mindestens ein« Sitzung ab. Di« Generalkon- ferenz besteht an« mer Vertretern joden Mitglied»; j« zwei dcwo» sind Regierungsdelegce at, die beiden anderem vertreten: der ein« die Arbeitgeber, der ander« die«rbeilcr«ine» jeden Mitgliedes. Da» itrtevnationate ArbeuSbureau mn» am Sitze der Gesellschaft der Nation«» errrchtet und biidei eii»« Bestandteil dre Ge. sa« t he i t de r Institutionen der Gesellschaft. Da« internationale Arbeitsdorea» steht unter der Leibung eine» verwaltungSrat» van 24 Per- {oaen, d«« folgendermaßen designiert sind: Zwölf Perjone»»er» treten die Regie eui ige«, fech« Personen neide»»«l de» Delegierten getvählt, welche die Arbertgetier auf der Konferenz verrreien»no sechs Personen werden von den Delegiertem gewählt, die auf der Konferenz die Angestellten und Ardeiter oerlrerem. Die Mitglieder deS AuffichtSratS sind auf drei(sahre gewählt Der Aussichlsrat er- nennl selbst seinen Präsidenten, setzt sein Reglement fest und tritt zu von ihm selbst festgesetzten Zcftpuukien zusammen. Auf schriftliches Ansuche» von mindestens zehn M ltgliedern muß eine Sonder- tagung startsinben. An der Spitz« de? internationalem Arbeits- bureauS steht ein Direktor, der vom VerwoliungSra, ernannt wird. von dem er Instruktionen erhält. Tie Funktionen de» iniernatio- nalen AcbeitSburean» bestehen in der Zentralisierung und der Verteilung aller I» f o r tn a t i o n e» bezüglich de« rnternailonale» Reglementierung der Ar. b« i t« r de di n g» n g«»'«nd de» S r bei t« r r« g i m e»»Nid in der Prüfung von Fragen, welche e« der Erörterung der Konferenz im Hinblick auf den ilbfchluß internationaler Konventionen unterbreiten soll, ferner in der Durch- führung aller von der Konferenz vorgeschriebenen Sonder- »Ntersuchungen. De Konferenz kann Aa-jchüsse bilden, denen t« ch n i sche Berater beigegeben werden. Nimmt die Konferenz Vorschläge bezüglich einer TageSordnungSftage an. so hat fi« z» entscheiden, ob die!« Vorschläge die Form einer Emptehwng annehmen, welche der Prüfung der Mitglieder im Hinblick auf ihre Verwirklichung in Form eine« nationcilen Gesetzes oder anders zu unterbreiten sintd, oder ob die Vorschläge die Form eines Projekte» einer nuernationalen Konoennon, die von den Mitgliedern zu ratifizieren ist, annehmen still. In beiden Fällen ist Zweidrittel» sttmmenmehrheit notwendig. JedeS Projekt, welches in der Lchlußabstimmung nicht ein« Zweidrirtelmehiheil erbäit, kann trotzdem Gegenstand einer Sonder» abmachiing zwischen Mitgliedern, die eS wünschen, bilden. Jede» Mitglred muß einen Jahresbericht über die von ihm er» g, ifienen Maßnahmen zur Turchsübrung der von ihm angenommene» Konventionen erslaiten. Jede veichwerde, die beim inter- nationalen AibeitSbureon von einer Arbeiter- oder Arbeitgeber» organtsaiion vorgebracht wird, und wonach ein«? der Miiglieder die Durchführung einer von ihm angenommenen Konvention nicht befriedigend sichergestellt bat, kann der betreffenden Regierung zugestellt werden mit der Aufforderung um Abgabe einer Erktäiung. JedeS der Mitglieder kann beim internationalen Ar» beitsdureau Klage gegen ei» andere» Mitglied vorbringen, daS die Durchführung einer Konvention nicht genügend sichergestelll hat. Der Verwaltungsrat kann, fall«-er sich nicht drrett mit der in Frage strdenden Regierung in Verbindung setzen will, einen Untersuchungsausschuß emtetzen, der die Klage prüft, emrn Bericht erstarret, die angebrachte» Maßnahmen vorschlägt und auch Maßnahme» wirtschaftlicher Art gegen die angeschuldigte Repierung angibt. deren Durchführunz durch eine andere Regierung gerechtfertigt erscheint. Dir nächste- Brbeitötonfrrenz findet in Washingta« statt. DaS Organiialionstomtiee besteht au« firben Personen, die von de«. Regierungen der Bereinigten Staaten. England«, Frankreich», Jlalien«, Japan«, Belgien» und der Schweiz designiert werden Dre Tagesordnung lautet: Durchfühiung de« GiUndfatze» de» Achtstundentage« oder der sb-Surnden-Woche, Kragen betreff« Verhinderung der Arbeitslosigkeit, Frauenarbeit vor und nach der Niederkunft, zur Nachtzeit, bei ungesunde» Ardeilen, Kinderarbeit, Ausdehnung und Anwendung der Berner internaiionalen Konventionen von IVOS auf da« Verbot der Nachtarbeit von Krauen in der Industrie, Verbot der Verwendung gelben Phosphor« in der Zündholzinduslrte. Folgende Methoden und Grundsätze scheinen eine besondere und dringliche Bedeurung zu besitzen: 1. Die Arbeil darf nicht al« War« oder Handelsartikel be» trachtet weiden. 2. VereinSrecht in bezug auf alle gegen die Geietze nicht verstoßenden Ziele. 3. Der Arbeitslohn muß dem Arbeiter ein anständige» Lebensniveau sichern. 4. Durchführung de« Schlstundenlage« oder der tS-S>uno«n» Woche, b. Sonntagsruhe.». Adschafsung der Kinderarbeit. Die Arbeit von Jünglingen und Mädchen muß die Fortfühiung der Erziehung sowie ihre physische Entwlck- lung sicherstellen. 7. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. 3. Alle im Lande aniäffigen Arbeirei müssen wirtschaftlich gerecht d e h a n d e l t werden. Organisierung staatlicher Arbetts- rufpeklianen zur Sicherstellung de« Srbeiterfchuye«. Der Völ kerbundsverrrag iveist demnach im Arbeitsrecht keine wesentlichen Vorteile gegen da» heute sin Deutschland geltende Ardeiterrecht auf. Do» deutsche Proletariat hat vor der Hand nicht einmal die Möglichkeit der Mitwirkung in den grundsätzlichsten Fragen I Es ist kaum anzunehmen, daß dreser Abschnitt der der deutschen Arbeiterschaft die beab- sichligte Freude auslösen wird, die man wohl im Kreise der Entente erwartet hat. T« Kieler Kanal. Der Kieler Kanal soll nach den Bestimmungen de« FiiedensoerlragS-EiitwurfeS samt seinen Zusabrtswegen den Krieg«- und Hondelsicktffen oller Nationen frei sein. Beschränkungen im Perionen-SchiffSverkehr düifen nur m Uedereinsummung mit den allgemeinen Matznahmeu ei lassen»erde». Tie Bärgschaftea für die Tarchfuhrang. >1« Bürgschaft für di« Durchsübrung de« Friedensvertrag«» werden von der Entente die deutschen Gebiete westlich de» Rhein« etnschtießiich der Biückenköpfe fünfzehn Jahre lang besetzt gehaltea. Werden die Bedingungen von Deutschland eifüllr, so wird die Be» setzung allmählich ausgehoben, und zwar m der Art, daß nach fünf Jahren der Brückenkopf von Köln und ei» bestimmter Teil de« nördlichen Rheintanve« freigegeben wird. Nckch zehn Jahren sollen dann der Brückenkopf von loblenz und ein ent» sprechende« Hinterland geräumt werden, nach fünfzehn Jahr» der üdrrge Teil der Rheintande sowie Kehl. Eine Nichterfüllung i?c« BemageS würde zur Folge haben, daß auch bereits geräumte Gebiete wieder besetzt weiden. Wird der Verlrag vor Lbiaus von fünfzehn Jahren rrsüllt, so werden die BeiatzungStruppe» sofort zuiückgezogen. Sodamt wird noch die ausdrückliche Annulliernng de« Verirage» von Brest- Litowll und aller Verträge und Äbmachungen Deutsch- iand» mit der aiuximalitnichen Regierung Rußiand» gefordert. Aus Äiiweisung der alliierlen Regierungen müssen dir deutschen Truppen au« den Ostsee» Provinze»»od Liluue» zurückgezogen werde».'' SchlnftreverS. Der ftinfzehnt» keil der Krieden« ibmachunge» enthält»och verschiedene Klauietn über die Anerkennung der Friedensverträge und lonftigen Abmachungen zwischen der Entente und den ftühereu Bundcsge» osien TeutichlandÄ durch da« Re ch. Deulichiand ver- pfliidlcl sich, lerner der Ententemächte irgenowelche Geldforderungen illr ein Ereignis vor Jiikraftietzung de» Verrcage« vorzulegen. Der Vertrag wnd ratifiziert. örlef?aften 6et Redaktion. 74. V. Sie müssen die ganzen Bczüue angeben gelretint nach che» halt und reiieiunaSzutchtaa.—<*. 50. 18.! Btumberg gehör» nicht zur Bioilailengenieinschatt Mroti-Bertm, weshalb die Vcroednung auf (ihren Schlager Anwe- Huna fii�del. L. DemobümachnngSausichuß iArost. Bertin, Rulhau«.— t. B. 17. 1. Zenlra> verband der Han tungS- gehitten. Bertin. �länzm M.'i. Anmeldung beim Amisgelichl' unter An- iiabe der Pelsonatien und der Konsesstun. birätestrage gehört zum ÄmtS» gerächt beltin-Temvethos, Kteinbeeri nstrahe kSjIS,— A. B. I. Ja.— H® 30. Emvlevlen wir-iruiidtäglich nicht.— P. I. Kein.— «, I. 19 1. und i. Läßt sich nur aus Grund der AnflellungS- dedingungen beinteUen. Ahr Paler kann sich an das Landwii IschastS. mimüerium wenden.— M. LS. Wenden Sie sich an die Erwerbslosen- lüiwrge dort im Rachaus— M. 8A. Wir hatten Sie Nicht für der. pftichiet die Zieuer zu zahlen.— E. H. 4. i Januar'.DU. Der ab- lehnend» Bescheid ist'-mach zetressend,— P. P. 35. I. Kommt aus den Inhalt des Mietvertrages an 2. Räumungsklage beim Amisgericht eventuell,— z>. 4dz. t. Unsere« Erachlen» ja, 2. An die Schul» dcputaiwu des Magistrats.— P. sti. t. Wcilergcgche«.— G. VE» Ja. Opentos Die IjegendeUhr; Mutmacher Seiner Durcblaacht, Wallnor-Thcat.* pi, uhr. Geisha. Stg. 3'/,: Crai V l.inembnrg Wälhälla�Theater. ■ 7>-. Fhr: MHgeiMkLrpkslz. tabeD-Tlieater. täg««: Jugend. lippOfrUD Clou� (Maacratr. gl) Wiener Prater- leben KsrnsselietE. Eintritt ab 1 M. U-' e(.Intvrbaltun�o Rcltaurant ' CHIcn-Scrlln Jägerstr. 65 a. WtVIt Horwlfi Laurenz a, Partner Robert Nesemaon| Marlin Oraser Erwin Äultoer Glfricd« SftderztrAm Kapelle OnntaT CäottMrhallc Oute Küche— Oute Weine. Anfang 7 Uhr Eintritt frei. ä| «VMVVNSj SfiT" Jlorgt-n MonntAe:} 1, etBte!•" a h r t cur; Heiöisbsll-TiieatEr Abends T'/tUhr und Sonnt, d Uhr: Statiner Sänger Zim ertuhg. Pr. i WWWMVWTii rt ü." I«. lct?r>thv;a�.go; j SefltiMot« nahe#ctib. Zvngitnth. , W Tel.«vi. 81117 j Biesdorf Tiid .NaulSdorf-Äiid lN der Nähe o. Bhi. Suhot». □ 9U»an M. 29.— an. Cförultndr Wectftetgeeung. PieleNeufledliing. in letzter Zelr Bill cn-(Grundstücke Falkenhagen«West dir. o. Bh' Seegesrld. na. Igte Stau t>. Spunban, ». Anlage o. Qhitrrättrn. Pek.«arten- n«rtntife- lanb, an a»utli>5. S?.-«-. mi> Oas- u.©affttltll#. Auch«alvgrundmitte, □ 31. otat SO M. aufwärts WnrtcHflrunbftüite g. Umlage o. Obstgärten,«au, f rodtibot. Aderlaub, teil» an geutlait. u. reyuL Strafte tu.«a»- u. Waiierli« flautoOotf-Jvurü, birvft a. Bahnh, ie nach i* J WL«t. Vage. BieahoTt-nocä, oialton der ötadtb. o. M. 30.—«n. eMtaMÄftt Äghlung�bebtng. «nft» an den obigen««innffen n. bei der EigeOMll'GesellW� Nieschalke&'Nitsche, Serlln MO 43, "iBE Ränü Von. Küche/ Oore Weine «. KuWce. M». Preise. 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Dorlfeldft tonnen die Objekte am Ist. 13. und: 14. Mai von vortttittag» 9 Uhr bis nachmittag» 3 Uhr! gegen Hinterlegung einer Bietetautiot, von 399 M. pro Neelnn destchtlgi werden. Ohne k>interlegnng der vielekaulion kann da» chelände»et Filiale am i! bis| 14. Mar sowie während der vrrstrigerungstagr Nicht betreten werden. Die vieiekaultonsknrl« der oorfgen Verstetgerung Ist aichl gültig, dieselbe ntnft neu gelSst werden. Der Betrieb irgendwelcher Geschäfte oder dn« Fell- bieten irgeudmeldirr Segrnständ« ans drm versteige- eungvgrlande li! ntchl gestattet. W99D' Berlin, den 5, Mai 1919. NeichAverwertunFsamt VerkanföabteilnttF fürAntomobilweseli s.,Vanbil">. -»MÄLl-ErsZs ürvße EranKkurler Str. 141 <3 M« uten vvm SchJes. Bhf.) Invaliden-Str. 5 KANttKAZ Kredit- JÜöbe! Stühe«. 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Ledenaiahr« Wir veriicrrn in dem?rr- storbencn einen unserer kieihiasten und flewilsen- batteiren Milarderter. der fiih durch die Entdebrunaen des Krieges em schweres Leiden aimwnprn dat. Wir werden ii-m dauernd ein treue» Andenken de- wahren. Der Kajsrnvorstand (icsclis Iii gncr. Varfitzend Die Angeklellteo der AN- gemeinen Ortskraukenkasse Nenliiß» nerüeren tn dem Dahingeschiedenen einen I Kallcgen, der In nneimlld- 1 licher Weise bestrebt war,| die Znrereiirn der Gesamt-. heit bech�nhalten und nie- i mal» eigetinilhige Ziele vre- >alqte, Wir werden ietn Andenken dauernd in Ehren daiten.\ Da» Personal der BN- gemeinen �rtsZranleuiaüe> Sieutöün. Neukölln, den ll. Ma! l»t!>. DI- Stnkischernng bndet I am Men««' den It. Mai.| nachm. 4 Uhr, im Krerna- lorium in der GerichtArage i I iiu Vcrti n tbail. ÄBtelS j Bezirk Schöneberg. Sonntag, IL Mai 1919. vorm. 19 Uhr, in der Ania der Hohenzollernschule» Beiziger Straße: 2. Sffentl. Uolksoersammlung. Taßesordnang: ,J)le etahelUIche Front des Proletariats" Referenten: 259/15* Genossen Eduard Bernstein(S. P. D.) / and Heinrich Ströbel(U. S. P.). Fortsetzung der Aussprache. « � Der Einberufer: I.A.: Dr. M. Bendiner, Kyfthäuserstr. 9. r Nach kurzem, schwerem Krarrkenlaaer verstarb am ä. Ma! unser lieber Rolleoe. der Buchbinder SS77b Marti Fritsciie Trepi?«. Ärünftt 7, Ehre 1 ebnem �Inbcnfen! Die Kollegen a. ßöUc- niunen d.Vnchdindersi- llh!. d. Jirma 0. Eisner. Die Beerdigung findet am Montag, den 12. Mai. nachmittags 4 Uhr. von der Halle des neuen Trrptow'.T Friedhofes am Bahnhof V«tmnkch«lenroeg ftatt. mm Dr» Scotti Bant- u, Harn-Arzt Erfol�clche Be*. ndlung Rosenthalcr Straße dv— 70 ia Hsü-Aesbüt„Löser lO—l, 5— 8, Son»r. med. Hasche, Friedrieiistr.VÄS'oi. Spr. 19—1 u. 5— R, Sonm. II— I. firiclftrcichc Behandlung.* it- Df. med. Qcycr, FPieäriehstMSl Spr. 10-1. 5— 8, 120/11* Eri�reicheCebandlu�. tili beseltiet DrÄJaussaibe ied. Hauiaussctu., Flech;.. heuliucK., bes. Beinsctiad., Krampindern der Frauen u dergi. mOriginaldusen 4 25. 7 50 erhanftch In der „Flcfanien-Apottielie" Beriin SW 1«. Lelprigei StrgSe 74 tn BArthesipil Dr. med. Kocbeo, ffisrfricösip.ei r/Äm leniiistr. 5S-8] Spr. tO- I u. s— 8, Sonnt. 10—1. Eriolgrelciie Behandlung.> t Df. liieie. WoekesluS, Frieliricöslr. IMjfÄ. Spr. Il-I,(—7. 1.13/3* Ersolgreiche 8ebandluni._ .Lii ßaat-«-Earaarzl Ertuljrcfelie Behandlung. Köalsstr. 34/36 Aiex'inderptaiz. 10—\t 5— z. Sonnt Jt)— 1. Sanltütsrat Dr. AlfiHer, FHeuficiistraSe 133 iL Eingang KruuenstfN&e.* Spr. Il-i, 5-3. Sonnt. 11—1. _ Erloigrcicht Hcilenolgt. Dr.Grutering Arzt lür Haut- u. tiarniimen. invaliüenstraße 35 Ecke ChaussvesiraSe am "ahnhof.• 11—1,'/»S-'/jT. Sonnt 11—12. --j. Achtung. 5i«i)leaSct 500 M. Belohnung bem, der als erster angibt wohin Wohmingseinrich- rung ans/rsahentger Str. Ig, Wilmersdori. am Ig. v. M. transrortterl warben ist. , da/ dieselbe dem Einen. stimer wieder zugrslellt Verden sann. Architekt -ievller Frohnau, Sahen- :>»>m-r Siraße. Telephon lege! 2732. anSh velSWii der Branetti- mi> liien- ßtÖFKet. BemtaiiDDQsneae BeiilB. Geichait-gelle: 4. 54.«uiackstr. Uk— Zerospr.: A», Xachca 4315. ?e»»!»ß, de» lI.Wcl 1919,«»chxUlnstO!>/, Utzr: Lenepal-Veriammlung im„ÄtwerlschafleHnu»*, tingrluirr lä, Baal IV. D ng»»e rd»n ng. L»richdfr». und«äffen drricht von, I. 0»ne»»I k»r». i.»ehalinrrgullerung der Angestellten in> vrtnkmeeau. T. BerdaichsangelegtnHeiten. 43/8 Das Srfchciue» aller MttgUeder«t?d ecwntetl VtBtrfttt ose SUtglUhahBd) mömx Aorf«. _______ DU Ort*r er* Mitling, Oeflenti. Versammiung SM Sonntag, den IL Mai, vorm. 19 Ubr. In den Germania* Prachtsälen. Cbansseestraße. T b e m 1: SieKelSung der Bwolution! Redner: 2A67b« L Brolat, Mtglletl des follmgsrats Artar ZicAler, Bedakteor, ßcrlin. El ti tritt Irell Elntriti Irdl „Aufbau and Werden�, Oesellschalt iär praktische Volksaniklärnng. OrtskrackeBkasse der Bnelshlcdero.rerÄ. Gewerbe EU Bei Ho. G i n l ad«« g >ii der am Dlennreg. den 20. stilai ms, abend» Ä Uhr, Is Gswerkschaftshau», Sngcurser 15, San! S slattündenden ßriecilich.Aassci'ingslizaii. Tagesordnung: L Protoeolloertej nna. 2. Abnahme der Iayresrrch- aung. 8. VeschwtzfafsMHg ibet den Veitritt(um llaisenoecdand (brofi- Berlin. 4. Sagunasendenntg ött 8§ 20, 61 urtö 73. 5, Aenderung der Dienstordnung de? Angestellten. 6. Verschiedenes. 375/12 Dos pünktliche«Srfchftiini oilet Ausschußmitglieder erwartet Oer Vorstand. K. Gottesmann, Borsttzendee, Ar. 5t eese. Schritts. mmm echallen 61« Eigenheim mit Land bei Mnigewusiei Hausen durch Baugenosseiilchast mit staatlichen gnschüffen. Illt-lK ? äuge nassrusch. Biirgerwalde tr. E. m. d. V. »CerltA V. Eleditschpr. tt. 4—7 Uhr. / et t» I>>»rrlelht gejfmonotl VWIC* ginttjahlunj diskret H. Blamc, Hamburg 5. Zur' fililen OeteiUnnng an der genoslehlchusillcho» gtn.uahang umfangreicher (Me-tdaiterden sEigenbesth und iönneu noch elt kleinere Posten MgsMMk INN,»Osten 7t cum»»et in Zahtung genommen werden. An Berlin und den Bor- orten»erden die Vüigüedee in nnseren VerteUnng». st»«»» mit Arsthgeninse, Sommeegemllse. kirrbst- und Wintergemiise, sowie mit VW veesmgt. Der Sleingeintan mteb al. Dioioende oeeiesir Ullhere. im verrnnttung.- »»reo» der Aordhentlchen tveinüsrdan Ntanoitcc.schast fc®. m. 6. Ö, Berlin C 2, Burgsteak» 27, g«gen(Iber Zictu» Busch. 83,10* Mandollne, Laote. (Biloece, ISanbarmuaSoE 45.—, ersikUS.—, Ava jeeUaalc 125.—, 145.—(Uuumchl Ä.— Monalshonorar, rrentL Iv stba. Schot afuticsAllalllernlaUa« mit Zubehör 125.—, ft»«see( neige«Ct.—, Brmnt. Onmlcn- strax« IMUt_* Aufruf im die trnen ilafleiidrigen des Srlfgs- vemeffiillgsAesM u Sttegslewevivel. mchungs-AbÄwn�'n au�an�Vebar�d�Nnls�P�s� insbesondere: 2 t«i» d r» d er(Maschinenmeister, Nmdracker und Meschiuendrucker), Lithograph«» - BermessangStcchniker, Pholoaeammetcr,' Reprodaktionstechniker. S««e: S..»:.',' r fiXS= Ldhaun-Stuschuss« für Ber.niralete von 1J5 M. tstnstch und für lebe, stlnb 1 z». mehr.— Bei Berwenbnug tm chrenjschu, List außerdem eine tüstllch« stampttul-g« oon 2 vb- S-et. pslegunsv Bekleidung und Uuterkunsll WitD W»»I 4 n, M»l»estroKe Bio dIaeLtKeit! Betiordnch Irelgegrden.».er»at> entrückende Ak«- H ktodellkarten 28 Karten M. d.—. K» Karten M.>2.40 lutexessante Bflcherlute jO PI. toremnendung oder Nachnanme. O. FUeher Ab«. Bemn-Haleuec, Marktfak-Albrechi«tra»»e4.:: Potucheek 52 840 Beilln. Ziegenwurst oarantiert löiuich irisch' ans liefert täglich ,.W U— U—. 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Karl Reinhardt Be rlln. Potsdamer Sir I i 7(a. d Lützo wstraße) Haut» und Harnarzt bewahrte Inchazannlscbe Bchaisdiang. I Unentgeltliche Auskunlc und aufklarende Oratis- Broschüren(Bcschrcibu ngsämtlich. Heilvorlahren) in den Sprechstunden von>/,!— 2 mittags, s/,v bis */, 10 Uhr abends, Sonntags Vj 11—1 Uhr(im verschlossenen Brief 1,25 Mk). V«f»n>d-!tef rO»..»v S-fach starte ■WkISHaI gepuchlo» Bldtibet-TlSILie»b eierie«eb,b*»e(betzon.a>ieontai M baden. twtSrfaa üUaphenDdDaawwt. tfcUsf tBkUMAtLStattteln. Jkukee»tf>ov,aL MkOriri»mWUi H54. Mm- NS stoMfelietöcn Zlervenschwüch«,(Sicht. Rheuma, Adervcrkaiiung, Magen», Darm-, Leber- nnd Herzleiden. Srfulgeriche Sigenbehanblrrng ohne Berusostdruna. Sprechstunden 9— KV.,, 8— 4V», Sonntag, 10—11 Uhr. che Hell an stall norm. Santtätorat Dr. Weise', bniatortum, Berlin. Potsdamer Str. 122 b. ÄnlcltungRur Ocrmöstcm� auMcliung «.amkUchrm formatar von Ktchtsanw. vr. 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DI» Teuerung oller zum leben notwendigen Dlng« verschärfte stch weiler und macht» »lcht nur dl» Fortgrwährung, fondern auch eine Erhähung d»r bereit» bewilligten Teiierungszulage»«ekvrdeellch. Und dhlietzlich traten gegen Schlutz de» Fahre» bl« Angestelllen Iii! sehr beträchtlich.» Forderungen h"->'Ijar? rnd dauernder Gewährung erbähter Entlohnnn» hervor, di« Ii» ein« NM s» schwerer« Belastung der Baas zu„gchtrn waren, al» gleichzeitig»in« erhebliche Bermtnderun, der Arheitszeit«efordrri wurde. Die Bertzandlungen über»tue »»gemessene Regesnn« daurrn znrzeil noch an! nachdem ein Ausstand der Sratz-Berliner Beamten der hiestgrn Aktien- danken durch Schi»d»svruch beende« Ist. werden demnichst die Beehandlungen Sdee»inen Rannaltarisnertrag de. jinnen. Die von un» gewährt» teilwetl» Be'rlediauna »iesee Anforüch» hat dereit» Im verftossrnen Geschäft»! ahr» VI der Erhähung der Unsgsten In bedeutendem Matze beige- tragen. Die vnlle Wirkung wird naturgemätz erst Im lau- irnden GeschZft«sahre stchtbar werden. Di» Handsun»»»»- wstrn sausschsirstlich der Tantiemens und Steuern beteuaen im Fahre 1917 bei un» etwa IM Peo». der Pravlstansetn- lahmen, ein Satz, der im Berglelch zn den Fahre» vor dem Kriege bereit« ein» bedeuiende Beeschlechtemnq ergab; Im Fabre 1919 ist biefe« Verhältnis ans>92 Pro», gestieaen. ksttr können nicht verhehlen, datz»n» da» stet» Anwachsen dee UnsoNen mit ernster Sarge eeftills, zumnl die ungünstig» läge der Fndustrie, da« Darniedersieg»«»an Höndes ,nnb stemeede und di« Ilnksarhelt der outzer- und innerpollilf-ben Berhältnlike»orsänftg zu keinen»ekreulichen Anodsick-n svr bi« nähere Zukunft beerchftgen. Wi? geben die Hofs- nun» nicht ans, datz bi» Angestelltenschaft der deutschen Banken«eftinden kausmännlkchen Seist bewahre» wird, um de» Bogen nicht zn Iberspanne». Die von nn, in Borschlaa gebracht» Divtbenb»»an I Praz. ersarbrrt für die Aueschllttung an bi« Aktionär» »Inen Betrag von M. tzöstn ag-t,»VN welchen etwa M. linst»10 al» Im Baeiabr gestellte, nicht mehr beniftgt» ätstckstelluna ftie Kri»a,steu»e dem Borteog entnommen»er- den. i Der an» dem Gewinn be» lausenden Gefchöst« be« Zäher» tktg slietzend» Restbeteaq entspetcht knapp>9 Protz. »er Hanbsnnasunkosten und Steuern. llnser, Bilanz, zeiat den andauernden Zustrom fremder Brlber und einen erhöhten Mllsstakeli-stanb. Die Aktevt- oerbindsichseiten stnb n-ch weitee enestckaeaangen. wäbernd wie unser Avas im Fnteeeff» der»arenelnkuh« Zn erhöhtem Matze»n, Beesstflitna stellten und di» in«»»läntzsscher«äh. runa aemäbrten BNeaschasten zn den nngünNIaer aewvr- denen Wechleskursen umzurechnen hatten. Da,«anto.Bank- zehstude� ist«eltee gestiea-n. u.« durch den Ankauf«nt »eleganer Grundstücke in Düstesdors, Hirschhera und Trier. Die uniee..Snnstia» Fmmahilien� verbuchten Häufe, in Breilmn. Darmstaht und Glatz kvnnien wie zn Anfan« de« »e-ien Gefchäfts>->h?e,«n befei-diaenden Beel'en verkaufen. Die Ziffern nnkerer Fistele«teatzbuea und unserer neuen dttedeelastuna in Kehl ünb In her VN-n» nur Mi« den Salben enthaften, da wie bl» AM-H Niste Meter Zweiastellen, mit denen wie übrigen« nnch langer Unterbrechung seit »sniaer Zeit wieder karrefpandieee» künnen,»vch nicht wnptanaen haben. Der An«ban de, Netze« nnferer Zweiganstaktr« hat t» »erftasfenen Fahr» weiter, Faetschrift« aemacht inrech bf« Er- offtinn, von Filialen dn Brounfchwei«. Dortmund. Tri« »nb«üezbnrg,»an Rieberlastnngen In Amber«, Ben»b»i». Greiz. Heilbronn. stebl. Bastan, Pirmasen«, Schwei nh» et. Zeitz und einer Siabt-Deooüienkaff» in München am Ost- drchnbas. Fm lausenben Fahr« find kbnen aetalai FMaleu !n ststln. Dresden nnb Fulda, fowi« Riebeelastungen in ilrosten svders.«er» kReutzs.«tzvvinge». ütmburg fBchns rnd»in« Depasttenkaff, in«eftburg. Für NN irren Gewlnnvertrllimgsv«-schlag ergkbi sich f»B Der Bruttogewwn belüuft sich setnschtdetzkich de» vortrage«»o» M. I StA SZS.» an»»«■ Z-chr« 19171 aus............ At ttmmjB »i Seschäitsunl-ste»... tt»ISUstMö b) Steuern....... 1 780«77 Ä c) Adschret düngen auf Zn»- »obilien nnb Mabilten» t ck) Rückerstattung für dt« Talon steuee,...., I »»•» stn» M zahle» dt»>»tzn»«»»>azä»rn Tantieme» für de» Aufsicht»»»«st, der M.> 900 000�— betragenden Super» ivtbenb«.»st« verbleibt Hb Ueberschutz vaa....... H. W 177 mm welchem die beantragte DtvidtN»,»am ..... tvoo «st, zu entnehme» ist mä..... ,,_ während der Rest von......... M. Wl VOM aus neu» Rechnung»deraeht. «, würben somit fBL 60.—«ef He Aktien mm M med M.».71 aus die Aktie» mm kl. kSa— zn kvwmen._ ga£' Erläuterungen ,n geben Drnvdtvpital und«eserven. Da» Grnndkapttal letzt, stch am Ansang be» Der 1919 zusammen au» 9343 Stück Aktien» II.«0.—» nom. SR. 1 847 000- und au« 198 359 Siück Aktien d DL 1000.- — nom. SR. 158 353 000,—. Fm Jahre 1919 haben Inhaber von allen llduldenaftien. von der Besugnl». dleseldrn in Altien d SR. 1000 umzutauschen, zu einem Betrag»»an 158 Stück — nom. SR. 66 000.— Gebrauch gemacht. Da» aesamt» Grundkapital destanb svaach End» 1919 au: 9 839 Attien»«. 350.-....- nom. BL 1 581 OUO- 158419,*».1000.-....-,, 188 419 000.— zusammen nam. DL 100 000 600.— Ovnsvetialbeteillgnnae». Be« de» var dem Fabr«>94»»>»««,-R»»n»»»ekchäften stnb unter anderen bl« folgenden abgewickeU und bl» daraus big zum Schluß be« Fahre«>91» zur Aiuschüttnug gelangten Gewinne»errechnet worden: Aktien der Allgemeinen Eleetrteltllls�eselllchvft. Ak- Ben der Artien-Gel-ll schalt für Aniltnfabrikation, Aktien der Gebr. Boehler u. Co. Aktiengesellschaft, Aktien de» Credit Petralifer, Aktien der Enielbardt-BrauerH Aktien- ocsellschaft, Aktien der»ratzen verltnee Strotzenbahn, Aktien der Hugo Schneider Aitienqesellschaft, Aktien der Steltiner Oderwert« Altlengesellschoft sür Kchtft- und Ma- schinendau, Aktien ber Maschinenfabrik Oberschbn»weide Attiengesellschast, Aktien der Schlestschen Dampfer Eom- pagnie AkliengesellschafI u. ffranksurier Gllter Eisenbahn- Gesellschaft sFuston), k praz. Obligationen ber Helbburg Aktiengesellschaft. Di» aräheeen Finanzoperation«»,»» denen wir im Zähe 1918 durch Uebernobm««der Beteiligung interessiert waren, stnd im wesentlichen dt» solgenden: Aktien der Aktiengesellschaft Mir n. Genest Telephon n. Telegraphenwert». Aktien der Adlrrweri»»orm. Kein- eich kleaer A.-Ges.. Atlien der Baveeischen Fluazeug- Werke Aktiengesellschast, Aktien der Deutschen Schill»- kredlibant Duisburg, Aktlea ber El«ktrtzstäl».Actten-G«. sellschaft norm W. Sabmever n. C».. Aktle» ber George» Gelling n. Cle. Attien-Geselllchalt, Atlien de« Gusto, Senlch»« ll. Co. Alttengeselllchoft. Altien der Bant- und wechlelstube».Attiengesellschasi.Mereur', Bten. Aktte» der Metoldank nnb Meiollurgtschrn Gesellschaft Aktien. gesellschast, Aktien der Landvhuttr Blsonil n. Cakeäsubrlt H. L. Klein, Aktien ber Rorbdeutschen Gummi- und Gutta- percha-Woaren-Fabrtk vorm. Fonrobert n. Retmann. At- tien der Oesterrelchischen Credltanstolt für Handel und Gewerbe. Aktien der Osteldischen Soeitwert» Attieugefell- schafl. Aktien der Reiniger. Gedbett». Schall SUtien- aesellschast. Attien der Rhein.-Wests»! EletlriziiäUweet lktten-Gesrllschast, Attien bei Ktrolauet Gla»hllt>e Aktien- ßesellschast, Barzu««altien der Rheinischen Aktienpelell- Haft für Beaunkohleudergbau und Brikeitsadrtkation, Fusion Drulsch« vierdrouerei Aet.�brs.fMllnchenee Brau- hau» Act.-Ges., Umwandlung der Borzugaoktien in Stammaktien de« Eisenhüttenwerk» Thal« Atnenqesellschaft, 9. und 9. Kriegsanleihe<4ltz praz. Schatzanweisungen und S praz. Reichsonleihe), 5 proz. München«! Stadtanleihe, 5»rot. Ltipziger Stadtonleih«. Dnnernd» BetetNgnnae» bei avbeeen Bankftrmen» Dt» unter»di«r Ueberschnft beztfterten stch End, 1919 aus: ».« 385«98.90 Aklten von Danke . 1»19 ISOM KomwantiUstts«« _'chäften «. 10 894 IW.a Dies«, Kaut» mnsatz« unser, Dant.GrnndstGck, nn» bände setnschlietzlich Mobiliar un» Einrichtung! in Deelt», Darm, ladt. Dllst-ld-rs. Franksur» ,.»., Hall»«.«., Ham- dnrg. Hannover, Letpzig, Waunheim, München, Rürnoeeg. Stettin, Trier. Bambera FranIfuH». 0.. Feeibue« lvrei». aau�, Gießen. Neuftadi sHaardt), Vr»Ol«u, Beulben. Sleiwi».»»?>>», Hirschder,>. Schl..«altowt». Oppeln und Ratibae.«eiche unter Berückstchtigung bee dl»- berjgen nnd her per tzl. Dezember 1918»»egenommenen Abschreidung«»«tt �.».» 447 189,49 -dzügllch HvvathHen und«estkansgelber auf Berlin, SSerderscher Mari, 214. Schi». ielpla» 9,«ieberiagstr. 4/9, aus Stettin, Minchen ste. 91. aus Tri««. Fahonn-Phi- lippsiratz» 8, aus vr««lau, OHIauersieatz, 99. aus Beulben und»leiwitz im«e- f-mtdetrag« oon........■«. 18» 000,- B B»e Salb« mit.......■«.33 919 169,40 w Mt vorliegende» Bilanz eeschelne». stweiganstutte». Anlre FnAHH besttzt»eben setne» Henpfsttze» f» BeeNn NN» D-rmst-dt Zwetganüalten In svlgenbe» Städten,»nb zwar! Filiale» int Augsbneg, vrannfchwefg.«revln». TMn. Dortmund Dr»»b.n. Dtiss-Idoft,»ranftnH». WL. Fulda, Hall» Eitel. Hamburg, Havnooer. Leipzig. Mainz. Mannheim. München. Rü rubres Stettin, Stratzbueg t.«f.. Stutigart. Tetee,»tesdaben.«llrz- bürg. Wiederl'stungen w! Amberg, A'chaftrubnr,, Bamberg, B'»»helm. Beutben 0.�.. Binnen». Rh.. Cotldu«. Craste»<0d»r>. Curhonen, Forst<«ansitz! F-ontluH a. 0., Freibur, ,vret»,°»! Fvrih svaverns, Gero sReu»), Gietzea, Gla»,»leiwitz. Göppingen, GärlI». »reiz. Guben. Heilbrann, Hindenbura. Hirstfiberg sSGIesten». 3-uer.«--"»Witz. kehl. Landau(Pfalzs, Leods-tiütz. Nmbnr» lLahnl Reustab,.»rels»wolb. Hannooer sl), kreuzdurg O.-S.. Laudan. Leipzig<»), Ludwia-bas'N ». Sih..«ichelstodl t. 0., München f»!»Glowitz. Prenzlau. Senftenber«, Sora» K.-L.. Spremberg-L., Surgar» t. P.. Stetttn ll). Stuttiart sll,»eiibueg. Agenturen i»!«lvseld ivberbest«»).»Itzbach. Herboen. Balewall. Sänger hause». mmm, Me na bestellt»«»»»-tfAm. ist tzh, A, de, Anlvge»»tesa Bericht« wirdergegedra« Bilanz fmvt, dt, »«»Inn. UN» Berlust-Rechnun« Hngehen»«epestft«rhen; wie linde» dagegen nicht«>» erinnern und erNSr»,»n« «tt dem«aestedende» Bericht bf Vorstand»», dem wir nicht»»lnzvznfüge« habe», in»llev THle» Hvverstanben. 9m WmmtsmL f Sehr MM» Inpr. nftnM 110, 139 Flatt« S«iI~ i nbraiicbt, Stück 29 PUWeta. vOtz/llFflPl/O 1»�«. linee. Sillck« Pf. lAfKIKill KP tz»ut< Sperber, Zchdenlckcr wVImlflVWI IV Wa StraAc 14(Kuscnihaler Tor). 7 Norden 490.5. Da» Gewerkschaftatartell Brandendneg sosonigev Antritt einen MellellelieiSr lilt ZroileeMUg geliillil. Arbcitcrsckretär. Reüefttert wir» ans ein« tüchtig« Kraft»ehalt»ach llederHnkunft Bewerdnngen stnd di« Sl 4Rai mit bee Aus» schritt.Bewerbung" an da« Arbeiters»kr»tarinl vrawdaa- bürg zu eichten. e-MMMMMaMMeUMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMä 4 stüf uvser ito tuag�untorneN-fieu„ttalbervtäOter 1 Tageblatt" wir» ein lOchtfger, erUhrener 1 OeschfiftsfQhrer PSr«Ic Reaekttos wird cm dritter Redakteur 8»enOtigt, der«'enograpnieren kann und bereit Ist, einen I I Teil de« Korrekturlesen« sa llbernehmen. 8 Bewerbungen sind bis zum 19. Mai mit der Aufschillt ;.Bewerbung* an den Vorsitzenden der sozialdcmokrati- « sehen Partei Paal Weber in Halkerstadl, ieydlilz < strall« 47 II einzureichen ü.wwwwwwwwwwwwwwwwaiwwa.wwwwwwwwwad Koffer-Meister Pstr acozcttllcb eingeetablete Koff.rlabrtk BcrUisa wird zur eetb.tändlge» Leitung de» BeSricbea em Mclescr geeuobtz, der reiche Er- Uhrungeo und langjihh e Praxis— besonder» Ins Baa«nn BQgclkotlern— aulzuweisen hat Verl net wird»etb.sdndige Kalknlatfen und »ebarrwcbua, der Pabrikallon, sowie abealat aalbstlndlgc« Ax-beUcn. Eintritt sofort licht? Bewerber mit e a r la£*neul«s«n wniiee zieh «eidea onter Angabe der Getal'.sentprfic h« unter Chlttre D. A. 9939 durch die„Ala", Berlin SW. Ist Kaplabak m Rollen and Stangen aas feineai TaiisiL Zigarren *on S00 B. pft MDIe an. Zigaretten icden Posier an WIederverkaafer abzugeben m den* Zigarren- Geschäften (Akitiluai ca tros) Frlcdrlcbsir. J4J(fialt Tor) 4lcxandcr,ir.*(kclm Pol.-Pr.) <- �-> Monteur- Anzüge «u« prima Leinen ürell, •llcrieite Frlcdensaart, solange der Vorrat reicht Jacke oder Hose ziem mittet grot M- UM«LMM M.41J0 Versand s Nachnahme IlMNkhgntaJIea zahle| Ucid zurück.| »asm trank Rückaandang erfolgt BUri Dkptta KBhme. V Blankenburg, Hark ZlüSljllliS im Ofttn, nur recOca Oi-jCft, mit Ofenheizung oon Kaufmann gesucht Anzahlung M. 50 oou, Offerten erbeleu uniei P. J1 an die Expebilio» de« vorwärt«". Linden- stratz» 3, ZKrsnltllelllMktien tkfzl a. a. Birzsstit Anden sofort Beschlftiguns bei seitgeradftem Lohn. Hob. fledier, Kichl.,®r�- QrGnberg U Sehl.• lödjtlae Berfrefw filr Mandel.. Zirre II rnöt, fte- würz« und Ssfenzeu luchl' 14. behultx, Rahrmineliadrtk. Berlin c 2,«urgftr. 27/98. Schlosser, seldständia. s.»lekir. Ehasst«»ert Antagesellschaft, OteaerS».45. Für Groß- Berlin f)«t alt« trbriMurrfkfcfTunfl�-fcrfrüfö/afi mit neu- rfttl Ctnnchtunqrn tt. allen Jieoenbco neben ihre Subdirektion m de Unten belftetu Lideeater Benra�. Groh�Uaige ecmiAung in dee vrvantsanon zugeüchert. Mrfiich leiftungatäh'.ge Herren»»erden geveteN. ausfllhrttche Lewerdungen em�iteeUben unter J, P. 1462« un Änbolt Masse, Berlin StS, IS. ZSl llllim pvolöSlAidüldt Wlellllvlil suchen wtt rtnra rrfabrmrn Saalmeister. tett emwttmng.u anitt An gab» der bishmgru II un» de»»«baUsanlprttdK«n Byb■ EoltlsDwerie. ttemisel« Fibrlk Akt- fiel Phaivgra« htsche«lbtetlun,, Ornntenbnrst. »»»»»««»»chchchchchchchchZ gel»biot i»esdclii ldi aiigenieine itn- irleos-Aulilchl und instand altung von Maxe innen, Elektromoioren eit Nur verheiratete Bewerber wollen Oehalt«o((er«en cinger.den. 2336D Metallhütte Q. m. b. H., Ilz-rHii■ l.u-titpntn-rg. Ht-rnftt-rgntr. SO. Meister pm 4» Straßcichiittdter „Norwiirts" »te Httzuptexpedition, Lllidenstrutze 3. ttt.237 ❖ Zö. Jahrgang 2. Seilage öes vorwärts Sonnabend, 10. Mai 1010 GroßGerlLn Trotz Wohnungsmangel könnte noch manche Kleinwohnung verfügbar werden wenn die betreffenden Hauseigentümer nur wollten. Hinweise auf Wohnungen, die unbenuöt bleiben, sind uns in letzter Zeil von verschiedenen Seiten zugegangen. Warum das Haus Denn e- w> tz st r a ff e L ganz und das Haus Dennewitzstr. 3 teilweise leer stehen müssen, wird ein ratlos umherlausender Wobnungssucher nicht begreifen. An dieser Stelle soll die Hochbahn mit ihrer Strecke Gleisdreieck-Kurfürstenstraffe den Häu'erblock Dennewitzstraffe durch- brechen, aber die Ausführung der Bauten liegt doch wohl noch>n beiiächilicher Ferne. Das Haus Dennewitzür. 2 ist freilich schon so ruinenhakt, daff erhebliche Aniwendunixn nötig wären, es wieder bewohnbar zu machen. Mit gleicher Verwunderung bemerken die Wohiuingsuchcr in dem der 21. E. G. gehörenden Häuserblock an der Brunnen- und Voltasl raffe einen Ueberfluff von unbe- nutzten Räumen. Auf diesen Grundstücken waren Fabrilbauten pe- plant, die der Krieg verhindert bat und auf deren Ausführung wohl auch nach Friedensiclililtz fürs erste nicht zu rechnen ist/ Während man dort viele Aleinwobnungen unnötigerweise der Benutzung ent- zieht, wird nicht selten durch ebenso unnötige Wohnungs- zusammenlegung der Bestand an Kleinwohnungen noch Oer- ringelt. Im Haute Turm straffe 37 wurde zum 1. Avril eine Wobr ung von zwei Stuben und Kücke leer, aber keiner der Mlelslimigen. die sich darum bewarben, erhielt sie. Der Wirt halte gar keine Bermietungsanzeige ausgehängt, doch sprach die Nachricht sich bald in der Nachbarichait umber, und es kamen dann Aniiagen wegen der Wcbnnng. Erst später wurde bekannt, daff sie längst einein anderen Bewohner des HauieS zugesagt war, der darin be- reit« vier Zmimrr mit Küche uiw. balle und nun noch die daneben liegenden zwei Zimmer mit Kücke dazu nahm. Da die Familie nur aus dem Ehepaar nebst einjähr-gem Kind und einer HauSan- gestellten benebl, so ist nickt einzusehen, warum sie nicht noch weiter mit vier Zimmern auskommen könnte. Trotz Wohnungsmangel wurde hier eine Kleinwohnung beseitigt— und ffit kleine Mieter die Wohnungsnot noch verschärft! Gegen solchen lluiug müffte denn doch sehr entichicden eingeschritten werden. Auf einen Antrag des Magistrats Neukölln antwortete der Staaiskommtffar für Wohnungswesen, daff«in allgemeines Verbot deS Jnferterenö von Wohnungen und des AnbielenS von Prämien erwogen wird._ �rbeiterräte Grsß-Ssrlins, kommunale Arbeiter- rate, Delegierte öer Sslöatenräte. Die Mitglieder der S. P. D. nehme» an der heute iu den Kammcrsälcn stattfindende» Vollversammlung nicht teil. Der FraktiouSvorstand. Arndt. Haase. Tost. R e d n e r k» r s n S(Mittwochskursus) Soouabend abeud 6 Uhr im Jugendheim, Liudeostr. 3. Thema; Die koustitutio- uelle Fabrik. RednyrknrsnS, Sonntag vormittag 9 Uhr im In- geudheim, Lindenstr. 3. Thema: Was trennt«US von den UuabhLugigeu?_ Fraktionssitzung der S. P. D. und D.P. Slrbeiterräte. Zu Beginn der Sitzung wies Gen. Dr. C a s p a r i auf die �»?ch den Friedensvorschlag drohende Katastrophe hin und betonte, daff der Ruf nach Einigung deS Proletariats jetzt ele- meiitar sei. Die Proletarier Deutschlands müffen sich einigen, da» mit die'Proletarier der Welt sich vereinigen und uns helfend die Hände reichen. Dr. M j ch a e l i s(Demokrat) befürwortet eine Kundgebung der gesamten werkläiigen Bevölkerung Groff-BerlinS durch die Ar- beiteiräle gegen den Imperialismus der Entente Nach kurzer Debatte wurde beschlossen, die Redaktion der Kund- gebung einer gemischten Kommission zu übertragen, die eine ein- beiiliche iür alle Fraktionen annehmbare Kundgebung votbe- reilen soll. Ueber die Verbandlungen im VollzugSrat berichtete Genosse B r o l a t. Er riet zu v e r i ö b n l i ch e r Stellungnahme, obgleich die Gegenseite im Falle W o l l st e> n so gm wie kein Entgegenkommen gezeigt habe. Im Falle R i ck l e r tonne der Beschluff der Vollversammlung nur von dieser aufgehoben werden, was voraus- sichtlich erfolgen werde. Na» längerer Debatte über die Nichrbeteiligung an der Vollversammlung uud den Terror der U. S. und K. P. wurde beichlosien. die am Sonnabend tagende Vollveriammliing nicht zu be'uchen und um die Tagungsmöglichteil der Vollversammluiig nicht zu sabotieren, je drei Vertreter dorthin zu delegieren, lieber die weitere Stellungnahme der Fraltionen soll eine.bald abzuhaltende weitere Sitzung enljcheiden._ Warum 1 Der Bürgerrat Groff-Veilin hat an den Magistrat die Anfrage gerichtet, warum in der letzten Stadtverordnetensitzimg der Stim« nmng Berlins über den ErdrosselungSjrieden nicht Ausdruck gegeben wurde. Wir nehmen an, daff es auch im Nathans keine Geheim- diplomatie mehr gibt und die gewünschte Klarheit also gehoben werden wird. Wie wir Adolf HoffmaNn kennen, wird er schon dafür sorgen.__ Der zornige Bezirksvorsteher. Vor acht Wochen brachte eine junge Frau den zrix Weiter- zahlung der ihr iin Dezember 1318 eingestellten Famstienunier- stützung erforderlichen Schein bei. der von dem Truppenteil, des Vaters ihres Kinde» ausgestellt ist. Bis zmn heutigen Tage hat dies« Frau keinen Pfennig Unterstützung erhalten, so daß sie nicht einmal in der Lage ist ein Paar Schuhe für ihr Kind abzuholen, die seit Wochen zur Abholung— natürlich gegen Be- .zahluna— bereit liegen. Die Frau ist oftmals beim Städtrsckien Steuerbureau in der Templiner Straffe und bei dem BezirkS-� Vorsteher M i t tag, RheinSbergerStc. 33, gewesen; von' einer Stelle wurde sie zur anderen gei'chicfr, jede sagte, die Ber- zögerung liege cm der anderen. Schiefflich war ihr für Donner?- tag eine Geldsendung so ziemlich in Aussicht gestellt, uud als sie sie nicht erhielt, ging sie wieder zu dem Bezirrsvorsteher, bei dem nach Aussage des Vorstehers des Steuerbuveaus die Akten noch iinmec lägen. Der BezirlSvorsteher wollte die Frau wiederum, wie schon öfter, auf der Treppe abfertigen. Da sie nicht die Notwendig- keit empfand, ihre Privatverhältnisse vor den anderen wartenden Personen darzulegen, erlaubte sie sich die Frage, ob der Bezirks- Vorsteher kein Sprechzimmer habe. Er liest sie darauf eintreten, war aber durch diese wohlverdiente Zurechtloeisung in Zorn gerate», den er alsbald, da die Frau nach ihrer Sache fragte, a>n ihr o u S- liest. Schliestlich packte er die Frau an, die mit ihrem kleinen Kind erschienen war. schüttelte sie und warf sie hinaus.— Ist schon die V e r schle p p u n g und Verschlampung der für so arme Leute brennen de n Unterstützungsfvage eine wahre Schmach— was soll man erst zu einem derartigen Benehmen eine» BezirfSforstehers sagen, der nach Angabe einer anderen städtischen Amtsstelle an der Bummelei mindestens mitschuldig sein must? Wir rächten diese Frage an den Magist ratk Tie Tätigkeit der Arbeiter- Samariter am 1. Mai. Für den Königsplatz, welcher stark beiuckt war. hatten wir eine Samarileiwacke in der Brandenburger Torwache ausgemacht, mit 20 Samaritern beietzl. An Unglücksfällen sind einige passiert, leicht und schwerer Natur, welche zur Zuimdenheit der Panenlen behandelt wurden. Auch unter den Linden bifää aus der Wache sind Kleinigkeiten behandelt worden. Auf dem Tempelbofcr Felde so« wie oin Hippodrom und Exerzierplatz au. vchönbauier Allee mufften wir, da andere Unlerkunsl nickt vorhanden war. unsere Zelle aufstellen, welche uns viel Kosten verursachen, ober sie haben doch ihren Zweck ermlli, indem verschiedene Un- glückafälle darin behandelt werden muhten.' Im Schillerpark war uns die Ur.rerkunstshalle zur Verfügung gestellt, der Rudolphplatz war schwach beincht, aber einige Unfälle mufften doch aus beiden Wachen behandelt werden. Am der Weberw'.ese, wo uns die Turn Halle der Schule in der Memeler Erraffe der« weigert(!) wurde, hatten wir in der Franisurici Allee 1, wo während der Unruhen unsere Wache war, dieie amgemacht. In» groffen ganzen waren, ohne die Plätze der U. S. P. D, 130 Sama- rirer und Samarilermnen von morgens 7 bis nachmittags 4 Uhr räug. Den wackeren Männern gebührt der warme Dank der Partei. Entlassung weiblicher Hilfskräfte. Das Krieg? Ministerium be- absichtigt mit Rücksicht auf die Lage der zahlreichen Stellen- losen und Krieasbeschädigten, die weiblichen Hiffskräfte im Kriegsministerium in weitgehendem Umfange durch männliches Personal zu ersetzen. Den weiblichen Hilfskräften muffte daher, soweit sie nicht allein stehen, gekündigt werden. Aufgeklärter Neubüberkall. Nasch aufgeklärt wurde der Ncmb- übeyall auf das Schankwirtsehepaar Brost in der Koloniestraste. ! Brost glaubte in einem der Räuber den Sohn eines Mannes erkannt > zu haben, dem er einmal Pferde verkauft hat Die Krtminalpokizei | ermitteue den jungen Mamr, einen BaiÄeAniker Paul Escholz, de? ! sich seit seiner Entkaffung vom Heeresdienst ohne Beschäftigung in � Berlin aufhielt und aus ültofge geriet. Escholz traf sich mit Max ; Fäsinger, Willi Macher und Hermann Stründke in einer Schonk- ! Wirtschaft Elsasser Straße, klagte, dast er kein Geld habe und machte sie darauf aufmerksam, daff bei Brost„etwas zu erben" sei. Mw, fand die Brostscke Wirtschaft geschlossen. Am nächsten Tage kama sie wieder und führten ihren verbrecherischen Plan aus. Escholz und seine Spicstgesellen begaben sich mit der groffen Beute gleich wieder nach der Schankwirtschoft in der Elsasser Straffe, teilien dort den Raub und gingen dann auseinander. Drei Mann wurden in einem Fcemdenlogis am Stettiner Bahnhof evmitlel! und festgenommen, der vierte später in ein ein anderen Logis. Stründke hatte ein Per- hältnis mit einer Frau Klein. Diese lieferte ihm die Tasche und die Stricke, mit der die Räuber ihre Opfer fesseln und viclleickch auch ecidrosseln wollten! die Stricke waren schon mit Schlängen versehen. Auch Frau Klein wurde festgenonrmen, sie steht ausserdem im Ver- dacht des Brotknrtenhandcls. Fäsinger siel beim Verhör über die Beamten her und muffte tu ein Jsoliergewahrsam gesetzt werden. Ter Geiellkch-�'tSabrnd des Deutschen HilsSwecks für die Gefangenen ist ttcyiu der Landestrauer aus de» l?. Mai verlegt. Die Landestrauerwoche» deren Beginn noch bekanntgegeben werden wird, bringt folgende Einschränkungen: Die Theater dürfen irur spielen, was dem Ernst der Stunde entspricht. Tingeltangel, Zirkus und Kabaretts bleiben geschlossen. Die Pferderennen fallen an«. SpielklubS werden ffefchlossen, und zwar nickt nur für diese Wocke. KaffeehauSkonzerte finden nickt stait. Kinos dürlen nack dem Mah- stab der für Theater getroffenen Vereinbarungen spielen. Die Polizeistunde wird nicht geändert. Rennbahn Olymp'aPark(Zementbahn). ersten Rennen. Sonntag S'I, llhr Wt Die HeereSwerkstätten. Die Vertrauensmänner der S. P. D. der Gefchvst- und Pulder» fabrik halten zum Montag eine Veriammlnng der Arbeiter und tzlrbeiterinnen dieser Institute eio berufen. Die Genossen L ü ck und L e i n a u legten in längeren Aussührungcn die M i st st ä n d e dar, die sich seit Ausbruck der Revolution»» den Spaiidaiier Heeres» werksiätlen beraiisgekNldFt hatlen. Von Anfang an wären die iüh» reiiden Kollegen bestrebt gewesen, die U m ft e l l u n g der Institute zur Friedensarbeit in die Wege zu leiten und die ArbeitSbeickakkaug in die Hand zu nehmen. Es lag auch die Möglichkeit vor, von ver- sckiedencn Bedölden, darunter auch von der Eiievbobn, grössere Auf« träge zu erhallen. Leider war es aber infolge Nnfübiakeit mancher Ingenieure und Techniker vom alten verknöckeiten System und der vielen Dienststellen, die sich der Neuzeit nickt anpassen konnten oder Subi. Erzählung vo» Paul Haupt. ..Mußt Du wirklick, schon wieder fahren, Mutti?" Zwei Kinderarme legten sich schüchtern um ihre Taille, zwei blaue Kinderaugen sahen traurig zu dem leicht gepuderten, hübschen Gesicht mit den schweren, kupfernen Flechten, mit den gequält zum Fenster hinaus die Weite schauenden Augen, unter denen harte, tiefe Schatten eingegraben. Sie war dem Weinen nahe.� Wenn sie doch bleiben könnte, bei ihrem Bubi! Sie würde mit ihm zusammen eine kleine, nette Wohnung bewohnen, ihn hegen und pflegen, besser als die beiden Alten, die es nur um des vielen Geldes willen taten. Geld! Ihre Mienen umdusterten sich. Wovon sollten sie leben? In die dumpfige Fabrik gehen, in dem Lärn, und Gestank der Maschinen wieder Hausen, ihre Hände rauh und rissig arbeiten, und dann noch nicht soviel ver- dienen, um ihrem Jungen eine sorgenlose Kindheit zu bieten? Leidenschaftlich schlang sie ihre Arme um den Knaben, zag ihn an sich, küßte ihn mit sschss�m Kuß. „Bubi, ich muß. Sieh mal, Dmn Muttchen muß doch Geld verdienen, damit Du schöne Kleider hast, und Tante Belter Dir gut und genug zu essen gib!. Aber ich komme bald wieder."■<. t.-, „Ach. Mutter, kannst Du denn nicht hier soviel Geld verdienen? Bleibe doch hier, ich Vnll ja gern schlechtere Kleider tragen!"„.-, „Nein, Bubi, es geht doch nicht, lieber, rlemer Junge. In dem großen Berlin, da gibt es soviel Geld, da� dement Mutti genug, bier müßten wir beide verbungern. Ein tiefer, bitterer Seufzer, dann schlug kalte lieber- legiing in ihr Herz. Es war doch auck ssut so. er hatte hier ein gutes Leben, und sie— lebte sie etwa schlecht? "Anbichen, mir müssen gehen." „Ach. Muttchen——" Sie hatte sich losgemacht, nestelte den eleganten Hut auf lksrem�Har fest. Gehorsam griff er nach seiner Mutze, suchte zärtlich die Hand der Mutter, nachdem er sie aufgestülpt hatte, sie gingen hinaus. An der Tür der Küche sprach die Mutter: „Frau Belter. ich muß jetzt abreisen. Besten Dank nockmials tur alles, und, nicht wahr, sie pflegen Bubt weiter gut." Die mit?>raii Belter Angeredete wandte sich vom Herd weg, wiiwt? lhrk groben, ausgearbeiteten Hände an der Schürze ab. drebte der sungen Frau ihr von Arbeit und Sorgen zerklüftetes, aber mich vom guten Essen in wider- liche Brette gegangenes Gesicht zu.% „Det wer ick schon machen, nicht wahr, Bubi? Und wie wir abgemacht, so bleibts, nicht wahr, Fräulein?" „Ach, Frau Belter," bittend schaute die junge Mutter sie an,„geht es denn nicht billiger?" „Nee, nischt zu machen. Wenns Ihnen aber nicht recht ist— ihr Mann, der still im Hintergrunde saß. räusperte sich. „Ja, ja, es mutz mir schon recht sein. Auf Wiedersehen, Frau Belter," bastig reichte sie ihr die Hand,„auf Wieder- . sehen, Herr Bester." Eine schwielige Tatze berührte ihre wohlgepflegten Finger. Sie gingen, die Tür fiel hinter ihnen ins Schloß. Der Mann in der Küche warf seiner Frau vor: !„So unverschämt brauchst Du's aber auch nicht zu machen. An dem Iungn verdienen wir doch gerade genug." Sie machte eine wegwerfende Betvegung. „Jeder nimmt, was er kriegt. Soll froh sein, daß es ihr Junge bei uns so gut hat. Jeder nimmt so'n Kind nich mal. die verdient ja ihr Geld auch leicht genug." Haß sprühte in ihrer Stimme. Der kleine Knabe grübelte, als er die Treppe bin« unter, die Straße entlang schritt, darüber nach, warum ! Frau Better immer" so ungezogen zu seiner Mutter war. Verstohlen sah er an ihr hinauf, drückte den weichen Samt ihres Aermels gegen seine Wange. So schön wie sein Mutt- chen war in der Stadt keine Frau, höchstens die� junge des i Richters, die trug auch, aber nur Sonntags, so feine Kleider wie Mutter, die aber trug sie alle Tage. Sie war doch viel reicher als Tante Belter. und ließ sich soviel von der ge- fallen? Da drüben ging eine Frau vorüber, die die Richters- frau immer arüßte. Seine Mutter grüßte sie nicht, sah sogar fort. Und sie war doch so hübsch, besaß bessere Kleider i als die Fran Richter! Wenn sie nur immer bei ihm bleiben und niibt wieder nach Berlin reisen würde. „Mutti, wenn ich groß bin. komme ich auch nach Berlin, dann verdiene ich auch soviel Geld als D» und dann gehen wir seden Tag spazieren, und alle Leute grüßen uns, nicht wahr?" „Junge, um Gotteswillen." ihre Hand zitterte, ein mber Schreck lief über ihre Züge. Im selben Augenblick faßte sie sich, lächelte ihn an.„natürlich, aber erst, wenn Du ganz groß bist." „Ach. das dauert noch so lange." Sie schwieg. Rechts an der Straße erhob sich ein Kom- plex ziegelroter Fabrikbänser. zwei lange Schornsteine stier- ten in die Luft. Unwillkürlich ballte sie die Faust. Da. hinein war sie als vierzehnjähriges Mädchen gegangen, hatte � tagsüber in Hobelspähnen gewühlt bis zum späten Abend.! j Draußei� lockte der Frühling, an dem Wege nach Hause ■ schimmerten für ihr damaliges Leben märchenhaft ausge- 1 stattete Cafähausschaufenster, zu Hause schlug und schalt der« immer mürrische Vater, nahm ihr die vom vielen Nähen ge- krümmte Mutter jeden Sonnabend den wenigen Lohn aus Heller und Pfennig ab. In der Fabrik erzählten ihre Mit- arbeiterinnen von schönen Sonntagen, die sie verlebt, sie mußte Sonntag ihrer Mutter nähen helfen( in der Fabrik hörte sie farbenreiche Schilderungen von den Kinos und Cafäs, die sie nie besuchte, vom sonnigen Stadtwald, den sie nnr auf dem Wege von und zur Fabrik von fern erblickte. Manchmal stießen ihre Kolleginnen sich an, eilten zum Fenster, schauten irgend einem eleganten Manne nach. Und sie hörte, verstand nur halb, herrische Wünsche nach Glück und reicherem Leben säten die Worte in ihr Herz. Und sie ließ sich betäuben von den Schmeichelworten eines der eleganten Männer, stabl sich heimlich aus dem Haus, wenn Vater und Mutter schliefen, ließ� sich jauchzend in den Wald, die Cafäs, die Tanzsäle, schließlich in eine be- hapliche Wohnung führen, freute sich über die glitzernden Nadeln und Ringe, die sie geschenkt bekam, freute sich über das Goldstück, für das sie sich eine neue Bluse kaufen wollte. Die beißen, verküßten Sttinden, wie schön war damals alles! Bis sie merkte, was in ihrem Leibe vorging, bis sie, von Schmerzen und Verzweiflung fast zum Selbstmord getrieben, aber zn lebenskräftig, ihn auszuführen, ihrer Mutter alles gestand. Sie schauderte zusammen, wie sie der furchtbaren Stunde gedachte, da sie, zu Hause hinausgeworfen, zu ihrem Ver- ehrer geeilt, der ihr, in feiger Angst um seine Junggesellen- beauemlichkeit und vor den? Stadtklatsch, das Ekle entgegen- schrie:„Hast Du nicht Geld von mir genommen? Verklage mich nur, ick werde der Volizei schon sagen, wer Du bist!" Schneller eilte sie. von ihren Erinnerungen verfolgt. „Mutti, nicht doch so schnell, der Zug fährt ja noch nicht!" „Bubi!" Unbekümmert, ob jemand sie sah, beugte sie sich nieder, preßte ibn an sich. Vor ibr der Bahnhof, hinter ihr die Fabrik. Dorthin zurück? Wo die vorsichtigeren Frauen mit Fingern auf sie wiesen? Nein, lieber nach Berlin. Lebte sie nicht gut dort? Wenn man davon abfgh, daß-- Vielleicht hatte sie in zehn Iahren genug verdient, um irgendwo, wo niemand sie kannte, mit ibrem Kinde in glücklicher Ruhe zu leben. Eine Heirot? Bitter lachte sie auf, sie konnte die Männerl Nur ihr Bnb. der sollte anders, besser werdem „Was ist Dir. Mutti?" „Nichts, Bubi, Du weißt ja, daß ich schon wieder von Dir muß." Er schlvieg und grübelte, fühlte die Unwahrheit ihrer Worte, füblte ibre Trostbcdürftigkeit, streichelte ungeschickt zärtlich ihre Hand. (Schluß folgt.) »«Wien, Hkbt mSgNÄ, Rh Susträg« auch ottt annähernd M een festge'khirn Lieferungsbedingungen herzustellen. Hinzu kamen noch die Streiks und Unruhen, die von einigen ge» ivinenlosen Hetzern in der Arbeiterschaft hervorgerufen wurden. ES trat dadurch nach und nach eine allgemeine ArbeitSunlust ein. Ferner wurde auch niit dem vorhandenen Material durchaus unwirt« schaftlich verfahren. Von Grobfirmen wurde versucht, große Mengen von Tuch, Meiallen, Leder uiw. zu niederen Preisen auf» zukauien. Auch von Arbeitern wurden solche Waren und Materialien in der Schöndauier Straßd verschoben. Ein solches Treiben habe d>e Regierung unmöglich länger dulden können. In der Aus» spräche versuchte man die Schuld, soweit sie die Arbeiterschaft be- traf, ßbiiischroächen. Man gab zu, daß bisher in den Instituten zu v'el Politik getrieben worden sei. In Zukunft müssen Arbeiter- rat und Vertrauensmänner mehr Hand in Hand arbeiten, was bis» her nicht der Fall gewc,ru;ct. Die Niederbarnimcr Kreistagswahlen. SS wurden in den sechs ländtichen Wahlbezirken inSgesami 34 Kreistagsabgeordnete gewählt; davon entfallen auf die sozialistischen Parteien 12(S lkiallhängwe und 7 MehrheitSsozialiste») und auf die bürgerlichen Parteien gleichfalls lS. Insgesamt wird fich demnach der künstige Niederbarnimer Kreistag zusammensetzen auS 43 Sozialdemokraten<23 Mehrheitssozialisten und 20 Nnabbängiaen) und 2« bürgerlichen Mitgliedern. Im 1. ländlichen Wahlbezirk(Schöneiche) wurden gewählt: Siaeming- Mohlsdorf(Unabhängig), Pfeifer» Stralau(Mehrheitssozialist), Schramm-Fichtcuau(Bürgerlich); im 2.(Kaltberge) Mante-Rahns- dorf und Schukar-TaSdorf(Unabhängig), Baumeister-Hessenwinkel (MehrheiiSiozialist), zwei Bürgerliche; im 3.(HoHenschönbawen) Moritz(Unabhängig). Domrni-Buchholz und N-rmann-Biekholz (Mehrbeitssozialifl), Bolderich- und Hanien-Duch(Bürgerlich). Im ö.(Lanke) wurden die sozialdemokratischen Wahlvorschläge für un» gültig erklärt und nicht zur Abstimmung gebracht. sstouköll». SwiMverord nrtrnver s lmiml»ng. Ein Antrag der llnaÄängisen, den Stadtv. Großmann begründete, erhob Ein- spruch gegen die vorn FiskuS beabsichtigt« An- legung eines Flugplatzes auf dem Temvelhofer Feld, das für einen LolkSpark hergegeben werden müsse. Bürgermeister Dr. Mann teilte mit, der Magistrat habe bereit? Stellung tssnommen und werde gegen den Flugplatzplan öffent- kich und beim KriegSminifterrum protestieren und von diesem so- wie vom Vsrband-Groß-Bcrlin klare Auskunft über das Schicksal des Temhclhofer Feldes verlangen. Stadtv. Frau Scholz(Soz.) empfahl, dem zu schaffenden Voll Spork ein gartenstadiähnUcheS Laubengelände anzugkiedern. Dem Protesiantrag wurde allge- mein zugestimmt, ebenso der von der Bürgerlichen Bereini- gung beantragten Ergänzung, die auch den Schießstands in der Hafcnheide als Volkspari forderten. Ein Antrag der sozialdemo- roatischen Fraktion, begründet von Stadtv. Fiedler, ersuchte deir Magistrat um eine Vorlage auf Verlängerung der tortbildungSschulpflicht um ein Jahr und ihre uSdehnung auch auf Mädchen. Stodtschulrat Buchenaus Ausführungen lafsen erwarten, das der Magistrat Vera Ersuchen Folge leisten wird. Der Antrag, den auch bis Unabhängigen unterstützten, wurde angenommen. Die sozial- demokratische Fraktion beantragte, die Ferien spiele ganz auf die Stadt zu übernehmen. Stadtv. Frau L i e t s ch(Sog.) wt«S die Notwendigkeit einer AuSgestnltung der Femenspiel« nach. Die Antwort deS SladtschulvatS Buchenau bedeutete eine Zu- � �oge. Stadt. Schneider(st. Soz.) wünschte mehr Jugendpflege, s Der Antrag bezüglich der Ferienspiele wurde angenommen. Em Antrag der Unabhängigen verlangt« Räumung der Gemeinde- schule an der RütlistraSe und eine von allen Schulkeitern auzu- ftrtigende Zusammenstellung über dix Verwendung ihrer Schul-, �....- �..u„ räume, ferner Festsetzung des S ch u l b e g i n n s a u f 8 U h r und! em ständiger mann.cher Arb-.tsvsrm,ttler'st vorgesehen Zur Verlegung der R e l ig i o n s stu n de an de n S ch lu ß � Fordemmg von Kunst und Bildungswesen stnd auf unseren Antrag und maZsdm somst die Gemelnk»!- g. Der vereinig!« Linksblock beschloß, zn- nächst auf seinen Standpunkt zu beharren und in allen öffentlichen Sitzungen und KourmissionSberatungen nur passiv zu wirken. Mariendorf-Südende. Gcmeindrvertretersitzung. Beschlossen wurde, 6 unbesoldete Schöffen zu wählen. Bei der Wahl gaben die bürgerlichen Vertreter weiße Stimmzettel ad, weil die Mehrheit ihnen nicht zwei Sitze außer dem Bürgermeister zubilligen wollte. Es wurden gewählt die Genossen Waldheim, Huhn und H e n- schel, die Unabhängigen Günther und Nitsche; für alle 5 Kandida- ten waren 16 Stimmen und 12 unbeschriebene Zettel abgegeben. Den 6. Sitz wollte man den Bürgerlichen überlassen; da aber nur 3 gültige Stimmen und 24 weiße Zettel aibgegeben wurden, lehnte Herr Hesse die Wahl ab. Es wird deshalb die Neuwahl eines 6. Schöffen ausgeschrieben werden müssen. Beim Etatiapitel: All- gemeine Verwaltung, wird der Fehlbetrag von 446 869 M. aus 1912 bis 1917 nickst aus Anleihemitteln, sondern aus dem Ausgleichsfonds gedeckt.— Für die gemeindliche Erhebung der Kirchensteuern ist die Mehrheit nicht zu haben, vertragsmäßig muß aber in diesem Jahre die Erhebung nochmals stattfinden. Dieser Vertrag wird sofort gekündigt; die Kirchcngemeinde soll vom nächsten Jahre ab ihre Steuern selbst einziehen.— Di« allge meine Verwaltung erfordert einen Zuschuß von zirka 466 666 M. Der Dispositionsfonds wurde bedeutend erhöht.— Das Gymnasium erfordert 95 669 M. Zuschuß. da? Lyzeum 45 666 M. Zuschuß, die Volksschulen 426.666 M. Auf- Wendung. Für den katholischen Religionsunterricht ist die Ausgabe gestrickten, die Bürgerlichen beantragen Wiederherstellung. Der katholische Pfarrer in Tempelhof hat gegen den Beschluß Protest erhoben. Die Mehrheit beschließt, die Kosten für den katholischen Unterricht zu streichen.— Für unentgeltliche Lernmittel an den Volksschulen ist das Wort„bedürftige"' Kinder zu streichen; sie sollen allen Schülern geliefert werden, die Summe ist von 2775 auf 16 666 M. erhöht. Neu eingestellt sind 3666 M. für Schulzahn- pflege; feste Anstellung eines Schularztes ist in Aussicht genommen. Neu eingestellt werden Summen für Erteilung orthopädischen Turn» Unterrichts. und obligatorischen Schwimmunterricht.— Für Er- teilung des Unterrichts an der Fortbildungsschule ist die Summe von 9136 auf 14 666 M. erhöht worden. Nach Möglichkeit soll Her- anziehung von Fachlehrern erfolgen. Die Fortbildungsschule er- fordert zirka 13 666 Mt. Zuschuß.— Armenverwaltung erfordert ungefähr 67 666 M. Mehrausgabe gegen die Einnahme. Die Pflege- gewer sind von 8666 auf 16 666 M. heraufgesetzt.— Pachten und Mieten bringen einen Ueberschuß von 3826 M.— Kapital- und Schuldenvcrwaltung bedarf 466 666 M. Zuschuß.— Die Straßenverwaltung hat bei 146 666 M. Einnahmen über 360 666 M. AuS- gabllen. Der erhöhten Einnahme von GaS-, Wasser- und ElektrizitätS- werken steht eine erhöhte Entschädigung für Unterhaltung der Asphaltstraßen gegenüber. Auch die Löhne haben bedeutende Mehr- ausgaben notwendig gemacht. An Lohnen für die Feuerwehrleute sind 96 666 M.«ingestellt; dabei werden die Feuerwehrleute zu den Gemeindearbeiten herangezogen; auch die Gespanne werden ander- weitig in Benutzung genomnien. Um diese Beträge wird dieser Posten zu hoch veranschlagt. Zuschuß zirka 120 666 M. Darunter 16 666 M.(Teilbetrag) für ein Automobil und 16 666 M.(Teilbe- tragt für eine Fcueralarmanlage.— Der Etataus schuß hatte die Freistellen im Kindergarten von 16 auf 25 Proz. erhöht; gleichzeitig wurden die Gebühren von 3 auf 6 M. für das Kind im Monat erhöht. Genossin Gräfe fordert vollständige Unentgsltlichkeit deS Kindergartens; sie rügt verschiedene Mängel, welche baldiger Abhilfe bedürfen. Für die Volksbücherei sind bedeutend höhere Posten zur _. 7 Für eine gemeindliche Rechtsauskunftsstelle sind lö66 M neu emgestolkt. 4566 M. Beitrag für den Groß-Ber- liner Verband für das Rettungswesen. Errichtung eine» Kauf» mannS- und GewsrbegerichtS ist geplant. Mibwl dafür find ei nqoftellt. Der GemeindearbeilSnachweiS ist erweitert, Mehrkosten 7266 M., de» Schulunterrichts.' Stadtv. Frl. Schulz(U. S«�.) konnte selber mitteilen, daß die Schulräumung schon beschlossen und auch der 8 lHr-Schulbeainn bereits angeordnet ist. Gegen die Forderung bezüglich der Lkeligionsstunde äußerte Stadtschulrat Buchenau Bedenken wegen angeblicher Schwierigkeiten. Der Antrag wurde aber mit den Stimmen der Unabhängigen und der Sozialdemokraten anger o m men. Von der Umlage für den Wohnungsverb an d Groß--Berli» entfallen für 1919 auf Neukölln 1286 617 M., hc cn Zahlung au» KriegÄrediten gcneh- migt wurde. Eine Bor"..je auf Errichtung eines städtischen Sargmagazins führte zu einer kleinen SozialisierungS- � debvkte. S. abtrat Conrad begründet« den Plan mit dem Hin-' weis, daß die Stadt hiermit einer sozialen Pflicht genügt. Daß «s sich dabei um ein.Stück Sozialisierung handelt, wie Stadtv. l Gütiler>Soz.) und Siadtv. Donath(U. Soz.) hervorhoben.! für Siadw. B i e r b a ch(Bürgerl. Vgg.)«in Grund zu.prin» Ablehnung. Der MagistratSantrag� au/ Kostenvorschuß- und zum Ausbau der Seegeselder Straße. Verlängerung des Pacht- Vertrages über Anschlagwesen mit dem Verleger der.Spandauer Zeitung" w'rd abgelehnt. Gemäß Antrag Appoldt u. Genossen(S. P. D.) bleiben die Renten der verabschiedeten Militärpersoneii. insbesondere der Kriegsbeschädigten, sowie alle Reuten der Kriegshinterbliebenen gemeinde steuerfrei. Die ohne Ruhcgehaltsberechtigung im Dienste der Swdt beschäftigten Personen erhalten Ruhegehall und Hinterbliebenenversorgung. Groh-Berliner Lebensmittel. Milch. Ab beute Sonnabend werden die C I-Korten aus 4 Tag« dl» ewschlichlich DienStag mit ll, Liter Bollmilch beliefert. Auf den C II- Karlen für diefelbe Zeit eine Büchse Kondensmilch. Im übrigen bleibt dle Belieferung dieselbe. Berlin. In den durch BerkaufS'childer lenntlich gemachten Drogen- - Handlungen Nährhefe gegen Vorzeigung der Berliner Lebensmittel- karte. Dies« reine, getrocknet« Miner(itfjcse ist ein oorzügbches NahnmgS« mittel für Erwachiene und Kinder, da» sich durch doben Mehalt an wertvollen Nährlloffen(50 Proz. Eiweih!) auszeichnet und leicht verdaulich und bclömmlich ist.— Die beute— Sonnabend— ablaufende Frist für Aus» gab« der Fleisch- und Karwffelersatz> Nährmillel wird bis Mittwoch verlängert. Neukölln. Vom 12. vi» 18. Mal Neuelntragung zur Kar- toffelkundenl ist«, Wechsel des KleinbändlerS zuläsfig. Anmeldung gegen Abgabe de» AnmeldeabschnisiS jeder Kartokfeilarte ans dem Name und Wohnung vor Abgabe auszusllllen ift Der Kleinhändler bat aus der Rückseite der' Kartoffelkarte leinen Namen und die Nummer der Kundenlift« cinzulrogrn. Bei Ausgabe der Karloffelkarlen für die nüchslsolgendeu Ber- iorgungsperioden hat die» gleichfalls zu geichcbon. Reinickendorf. Soweit Vorrat auf Abschnilt 5 1 Päckchen Sühftoff. Auf Abschnitt 192'/, Pfd. Heringe(70 Pf.) Anmeldung bis ewjchlietzlich 12. d. Mi». Spandau. Verkauf von Nährmitteln auf LebenSmIltelkarten für die Folge nur nach der Kiindrnliste. ES ist daher notwendig, dem Eischäft, wo die Eintraguug erfolgt ist, die jetzt neu zur Ausgab« gelangten Leben»- mittelkarte» zur Aö>icmve!ung vorzulegen Vom 10. ab für Stadtteile der SiemenSstadl und Hasclborlt aus Feld 210 1 Pfd. Fleisch- und Wurslkon erven. Baldiger Verbrauch notwendig. Die Kürzung der MUchmcnge, die auf '/.-Liter- und'/.-Literkaiicn nach früheren Bekanntmachungen ge-iatt-.t war. ist nur dann vorzunehmen, wenn es an Milch mangelt. Sobaid in einer ilifttchverkausSstelle so viel Milch vorbanden, das; sämtliche eingetragene» Mulbkarteninhaber besriedigt werden können, ist Kürzung nicht zulässig. NowoweS. Heute, Sonnabend, Leefische bei Müller Nr. 8888—3000 und 1—313. Rudow Nr. 4509- 4934, From inert Nr. 375—900, Ziegen» Nr. 5447- 6072, Winkel Nr. 6151—6776. Nummern, die 51» 1 Uhr nicht abgeholt find, werden von 3 Ubr ab freihändig verkauft.— Am Dienstag Fruchlsyrup(44 rosa). Diejenigen, welche durch diese Ausgabe noch nicht berücksichtigt werden können, erhallen aus dieselbe Nummer bei der nächsten Verteilung den Sasi.— Heute Näbrsupoeu 250 gr(20). Marmelade 250 xr (25), amerilanischcS Weizenmehl(F 2) oder hiesiges Weizenmehl, Seifilohl (gedörrt) 200 gr(53). Kaffeeersatz 200 er(54), Morgcntranl(31). Ander- dem Montag und DienStag aus FischauSweiS 1 Hering. Karteninhaber baben Montag und BtenStag Kartenabschnitte 20. 25. F 2. 53, 5t und 33 beim Kleinhändler abzugeben. Verspätete Anmeldungen weiden unter leiiien Umständen berücksichtigt. Ausgabe der Ware von Freitag bis Sonn- tag nächster Woche. Wir bitten wiederholt auf die Leben«miltel-Belannt- machungen w den Nnzeigekästen zu achten. GroZ-Serliner Parteiaachrichten. Sozialdemokratischer Verein Berlin. Sonnabend, den 17. Mai, nachmittags 5 Uhr, im Plenarsaal deZ ehemaligen Herrenhauses General-Versammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zum Parteitag in Weimar«nd Wahl der Delegierten. Die Delegierten zur Generalversammlung erhalten ihr« Einlaß- karten durch ihre LbkeilungSsährer. 10 Schöneberg. Ndr, Ani�l a 3666 M. eingestellt. Dieses Kapitel ungefähr 46 666 M. Zuschuß� Steuerzuschlag 160 Praz. für Gemeindeeinkommensteur; Ein- kommen bis 1266 M. sind befreit. Auf unseren Antrag Erhöhung der Umsatzsteuer aus 1� Pvoz. für bebaute Grundstücke und 3 Proz. für nnbehaute wurde beschlossen; Mehr gegen den Voranschlag 256 666 M. Erhöhung für Wettrennen soll statt 36 666 56 666 M. bringen. Für di Erböäsitng der Umsatzstuer bstimmten auch diesmal die Unabhängigen; sie sprachen auch nicht bei den indirelten Steuern, trotz ihres prinzipiellen Standpunktes, welchen sie bei der Vonbveitang dsr LuscharkeitSiteuer so sehr betont hattan. Die Gemeinde hat cm den Kreis Teltow 383 639 M. abzuführen. Der G e sa m t eta t schließt in Einnahme und Ausgab« mit 3 692 666 ves Polsdauier Bahnböse». Mark ab.— Schmutztvasserkanalisafton 183 800 M. Beim Bolls- park wird gewünscht, schon jetzt mit den Vorarbeiten zu beginnen. Der Bürgermeister weist darauf hin, daß jetzt keine Mittel dafür übrig seien. Genosse Mewez regt an, vorläufig das Terrain in Anbetracht der LebenSmillelknappheit Kolonisten zu überlassen Sichtenberg. Montag. 12. Mal. 7 Mr: FunktionSrsitznng bei KtnkowMi, Psarrslrajze.— Mittwoch, 71/, Udr. Aula an der Parlaue: Austerordenlliche Keneralversammlung. 1..Der Partei- tag in Weimar». Referent: Senoff« Eduard Bernstein. 2. Stellungnahme zur KreiSgcn»aloersammlung. Der Zablabrnd fällt au». WWW Zentrale für Einigung der Sozialdemokratie. Sonntag. der Hohenzollernschule, Bciziaer Stratze: 2. össentliche Volksoersammlung:»Die«iuhcickiche Front de» ProielatiatS". Referenten: Eduard Bernstein und Heinrich Ströbel. Fortsetzung der Aussprache. Kl.-Tchöuebeck-Ftchtenau-2chöneiche. Heute Sonnabend, abend» g Uhr, bei Hoin, Kaiier-Wilhelmstrafie: MilgUedervetiammlung: 1. Bor- trag deS Menoffen Dr. Sruhn:»Die Einheitsschule.' 2. Bericht. 3. Partei- angelegenheit. tSisenbadner l Vertrauensleute versammeln stch zu einer aufier- ordenUich wichtigen Besprechung Sonnabend Punlt 5 Uhr im grohen Saal Der WerbeauSschus. ?usenöveransta!tunyen. «lt-Glieniike. Morgen Sonntag, Z Uhr. Aula Köpenlcker Straße-. E,rllnduugSver'lUPutung deS Verein» Arbester, Jugend Parteigenossen ung fand Annahme mit großer Mehkcheit. Aufhebung! Dieser Etat beträgt im Ordinariiim 94 266� M.; im Extraordi- ur.d.VorwartS�tLese: werden gebeten, ihre Kinder darauj aujmerkjam zu ( v:: c********** Lt** w v' � �-■»»»• j■■ q.» v| v» �»-*xj'--------—--------»----" c-" Ana-'stevte, Beamte und Lehrer bestehenden Zwanges,� imrimn 87310 M. Der Grundstückserwerbsfonds gleicht sich auS umqcu. lnSieukvtinzü wohnen, wurde in einem Antvag der sozial- demo�-zti scheu Fraktion gefordert. Stadtv. Hehn(Soz.) erklärte die bksherige Belbeh-altung dieser rückständigen Bestimmung aus dem jetzt endlich befeit igten Einfluß der Hausagrarier. Burger- meistrr D-«. a n n sagt« zu. daß der Magistrat dem Antrag statt- geben will. Er wurde angenommen. Für dm Ausbau deS Fernheizwerkes, den der Krieg unterbrochen hat. forderte der Magistrat 2 266 666 M. Di« Stadtverordneten bewilligten sie. Genehmigt wurde ein Nackstrog zum Verlrag mit Berlin über di« N or dfü d- U n i e rg ru n dbo h n, der«ine Verlegung der Haltestelle Hafeuheide nach dem Kaiser-Friedrichplatz vorsieht. Neukölln. Der Magistrat Neukölln ist zum Erlaß einer Ver- ordnuna ermächtigt worden, wonach rechtsgültige Mieis» » ertrüge mit nrnen Malern nur nach vorheriger Zu- sirmmung des MieteinigungSamtS abgeschlossen werden dürfen. Frieden au. K-ufNN w der Gemeindevertretung. Einen für Friedenau angewöhnlichen Verlauf nahm die letzte Sitzung der Ge- meindevertretung. Die Schöffenfrage, die schon wiederholt tue hef- } ti asten Aus»inanb«ttsetzungen heraufbeschwor, gelangt« durch«neu erneuten Antrag der Mehrheiissozialisten und Demokraten zur Aus- spräche. Die von der früheren Gemeindovericetung gewallten Schöfsrn wurden abermals zur Niederlogung ihrer Aentter aufgefordert. tote innner aber machte man diesen Ruck, ritt von der gleich- zeitigen Eni-ernuna des noch durchaus lebenskräftigen Arbeiter- rateS abhängig. Nachdem der Antrag eingehend befprorften von uns beieiligickn sich die Genossen Pasche, Buth und Giese— und man wieder durch gewundene Erklärungen des Rechtsblockeö im Vrdinarium mit 53 710 M., Extraordinarium 163 236 M. Spandau. Stadtverardnetenverfammluns. Dr. Stemmer (Bürgerl.) klagt über die städtische Fifchversorgung. namentlich üb« die städtische Fiscktverkaufsstelle. Walt«(S. P. D.) und Wagner (U. E. P. DO widerlegen di« Beschwerde als Deputierte der Fisch- kommission. Sie hatten die Einrichtung der städtischen Fischver- kawsstelle für durckmuS praktisch. Zu unbe-'ol-deten Stadtraten wurden neu- resp. wiedergewählt Neusch. Web«, Prager(Bürgerl.), Walter. Härtung. Konitzer.(S, P. D.), Hornig. Wagner, Fisch(11. S. P.). Der Vorlage betr. Eichöhung d« Teuerungszulagen für Hchf- arbeiter, HilfSarbelierinnen und Kanzlisten wird zugestimmt und d:e Mittel aus der Kriegsanleihe bewilligt Sie betragen beim An- fangslohn für all« über 26 Jahre alten männlichen Hilfsarbeiter mit oder ohne Vorbildung 156 M. bei der 1. Zulage 146 M.. bei der 2. Zulage 136 M. usw. biS herab zu 100 M. bei der 5. und fanden Zulagen. Die weiblichen Hilfsarbeiierinnen über 26 Jahre erhallen durchweg bei allen Lohnsätzen 180 M. monatlich. Für di« Hilfs- kcäfte unter 20 Jahren die Lohmätze nach dem Schiedsspruch de? MetallarbeiterverbandeS. ebenso Mitbestimmungsrecht. Ferner wurde die Urlaubsftage geregelt und die llrlaabszeit nach dem Le- benSatt« bis zu 5 Wochen f.itgeietzt. Die Versammlung genehmigte den Deiiritt zu einer Wohmmgs- gesellfchaft Siemensstadt und bewilligte 35 666 M. Dagegen stimmen stur die Unabhängigen, trotzdem ihre Mitglied« in der DeputationS- beratting dafür sich ausgesprochen haben. Eigentümlicherweise vet- treten sie den Standpunkt, daß tnfolge Schließung der Heeresbeiriebe die Wohnungsmisere wobl nicht mehr lang« anhalten werde. Die Verlvetung dieser Ansicht wird den Hausbesitzern sehr will- Vereine unü Versammlungen. feststellen konnte, wie man zu hintertreiben oersteht, man verneint« kommen sein und sie werben ictzt zweifellos gegen den Bau von ge- die Dringlickckcii des gestellten Antrages, verließen, lange nach sundon A rbei tc rwob nun gc n Sturm laufen. Zustimmung wurde er- Mitternacht, die Mehrheiissozialisten mit den Demokraten und den rn tit •Iii-v« W»rNi«v». Höibit« Av. ta:«vvcis« stir Psondssieinr. Lvldaegenstsnvc r-iuticki- WMstr um). W«)if, Hr.eJricbilr.« UI, Eck« Kochitr � ocOf 6ful Kr.„Öl co b«n" A. Pt n.(1. 4 in.) ,11«»eit>S. ei M. »ort.(l,Älii Ii. P»rt 25««'«ioe: l'-t t.«s, tei,.• 3 hl.'i..))« ffc., iPcujol tleinirfenborl, Eft:«- : jbtnUteab. IUI» un Osten, Osenheizuvip 1 »hn« Liii-iN. von Rcnticr\ ersucht- Obictl jlrto IB. 250000. Anzahkmiz K. 25««. Offrrtrn er- i rlen uruer L. 22 an! dir EigwMttini des„Bor | oiärtü", Lindrnitr. 3. Gelegenheit I Riickr 25 Wart, auch in Seid», Winiil. gvftiim«. Blusea s«hr v Zur Ausscheidung alter schar ten und k-anKen Stoffe aus ßlut und Söften, gegen B!ul andrang, rotes Gesicht, Haut unrelni'kc ten ist mein vlat» relnljjucrspulverSaHorin seit über 25(ahren»irksam erprobt. Sch 2.—. Uebl. 3 Schacht 5.75. Otto Reichel. Berlin 43, ElseobaiinstraAe 4. teilt zu der schon lange notwendigen Erweiterung des GaSrohrnetzeS Da« keg« und dstlsA? lind «in« foäA- HJf teferberein Eharlottenburg. Morgen Sonntag, öflenwch« Per» iammlung im Gvmnafium. Sckillerilr. 25.— Ardciter-Tämariter-Vuuv. Kolonne Grost-Berlin. Lebrftunde baben nächste Woche: I Abt. Montag Melchior Str. 15. II, Abt. Freitag Nsedomllr. 33. III. Abl. Donnerstag Schöiicbeio, Bordergilr. II. VI. Abt. Donnerstag Cbarlotlenbutg. Kaiser« Friedlich- Str. 4Sd. Abend» 7'/, Ubr. gwrtrag und Uebungsitunde. Otäste Haben einmalizcn sreten Zutritt. Sonnabend. 17. Mai, 31 jährige Stiftung*» fest in den Fensälcu Alt-Berlm, Blumenitr. 10. Einlrtltskarleii vom März baben Gllsti'gleil.— Retckibbnnd der KriegSbeichädtgtru. ehemaliger Kriege teil nelimer, Lichtenberg. Mtlgtlederveisammtuiig. Dtenttag 3 Ubr. bei Hättet, Wübtischstr., Ecke Srumcur. Ohne Ausweis lein Zutritt. — Ter Räte-Vuud, 14. Mai, 8'/« Ubr, im Oderlichtsaal der Phiib irmonie, Bernburger Str. 22(23, Vortragsabend. Ernst D ä u m i g über»Da« Rätesystem und scine Verwirklichung.' Kart Einstein über»Die voli- tische Veranlwortiichleii der Jnlelleltuellen.�— Freireligiöse Gemeinde. Morgen Sounlag, vorm. 11 Uhr, Klosterkirche, Klvstetstr. 73a: Bortrag Dr. M. Brie: Ibsen».Vrand' und.Peer Ghnf vom moralphUosopbijchei, Standvtliikl belrachiet.«äste tvillkommen.— Relchsbuud der Krieg». beschitdigtru. rbemal. Krirgsteiluelimer u. Kriegerhtnterdliedcueu, Bezirk Diaricnoors. Donnerstag. 79, Uhr. Schutaula,»ursürtienitr. 53. öffentliche Versammlung. Res.: Kamerad«ader. LrtegSbeschäoigle und Htnlerblteden« erscheint in Masjen.— Ueder die Rettung der Rcvotn. rion sprechen morgen Sonntag, vorm. 10 Uhr, in einer von der«HdeH. schast.Aulbau und Werden' emberuienen VersantmU-ng in den Sermaina- fölcn. Ebaiis eestratze, die Äenossen E.«ro l a t. Borfitzender des Vollzug-!- rat«, und Aitur Zickler, RedaNeur.— Geweinverständliche Rocht». vortrage der Vereinigung»Deutsches Rech!-. Am l3. Mai, v Uhr, im großen SchwurgertchlSsaal Att-Moabit 11 über:»Betrug-, rverieraasttw-e'''Ar»ad mttetrr»?kordr»u„a,ia,, Sonntag mittag: Uebrrwiegtnd heiler m>d trocken bei mägiaen süd. ötlUchen Winden, in den MittagSNunden ziemlich warm, in der«acht zum Sonntag wieder tehr küdl-_ Klavier evtl. Atgget n.<)artBon!uw "luft Scliachtschiieidcr, udotver 2 n.aä» 14, Iii * meine SWhSlWgS'TSM ganz aus Eisen, vielstiiig»er- wevdbar. daher»nentdekrlich kür jeden eranahai! und seden gteintiirdolter. Mar Korant, Berit»- Wilweradors, Pteh«. Mgentenstr. 53. TA.: UrilonoSMÄ Iptrakbuhrer. Drrhftühle CXtit'rffilbrr. Stapfet, Mesfing, sowie sämtliche Edel- ur.d Altmetalle taust jeden Posten zu diichflea, Pretsen. J.F.Gorny.SiemenSsL t. äeu MoadU 337» m s Sutztnnft iiinsonft bei c'ticerhorlokeit Od eres.. Derv.Ohrscbineri llber uns. filtfeub! not berol)« patentamll. ncsch J«cttomaielit! Bega. u. uuiichtbar ja trogen. ®!0nz. Anerkenn. EeSße SaaisVersandMQncbea. 3Z7b la ScäwcäeahSIzcL Pack 1,— M. und 1,25 SSI, hat dauerud adzugeben. Postver- sand. Nachnahme. i237D O.CJehaac;-, Nlbeadork ÄS-lM 5>e?rencmzug-, Kost7:ul-. Kleider und Futter on gros jL Gutsülie, dctail Berlin N 58 83/14 Schönstauser MOe« 44. | Itorzstgiichen getcsJaetcn l-s äiicifcfofyt ss (1 ülunb Trvckenkohl enrjpndjt 14 Ist» IR Pfitnd Frijastohl)) 10 Pfand, Postd.'Ni 10.75 äll irf, corioftei. 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