itr.249.S6.5«!!r9. öezngsvretSi Sierteljährl IfO Jet. monall.2.B03Rt Iteitnäpoua uoiau�tatjitiat Stn�clnc Summern 10 fctennm. üoiüe�ug: Monatl>a>_E0 Ml., erll ZuslelliinyS» gcfiSäi. Urne: jreu-dand für Deulich- •ano u. Ceftmeufc-Unflotn..TB M!, iflt das übr(te siuslani*.Th Ml. bei täglich einmaliqn luiielUing 7. TS Ml. loitbciteUunaen nehmen jn Dane- mtrti, Hollano Siurembuta Schweben uns bte Schweiz&tnqcrtrtaen in btc Soit» euunes. i-rtne- tn'le, Der.Sorwans' ettcbemi wochemägllch libeuna. ronntag. etnma. Abend-Ansgabe. leleqinmt.i.ab reffe .Sagialbemoftai Set Hb*. W f Nevlinev Nolksbleltt. ( 10 Pfennig) A»,elnenpreis: Die achtge'valtcne SionvareillezeUe loiiet 1,20 MI..Meine tUnzeiqen", das'eliaeoiulve Sor. 50 Pig.! zulässig 2 teiigebruckle Worte!, icbei weitere Eon 25 Lsg. Stelle ngeiuche unb Schlaiitellenanzeigen das ente Wort *0 iStg., tedes weitere Wort 20 Ctg. Worte aber 16 Buch jaden zählen litt zwei Sorte, leuerungszuicklag 50°.«. jfamiiien-Anzetgen. soiiiiiche tüib gewerltchatttiche Lerein?- anzeigen 1,20 MI, die.■feile, anzeigen'üt die aächtte Summet mfiffen bis 5 tlh» nachmiitags im paubtgcichüft. fletlin EW. 58. OiiidenftroBC 3, aoicgcbcn werben. Beöffnet Jon 9 Uhr früh btä S llhr abenbi. Zcntralorgan der fozialdcmohrat» fchen parte» Deutfchlands. Redaktion und Expedition: EW. öS, LinSenstr. Z. Fernsprecher.- Amt ivisrtnvlan, Nr.»!>O- 1,ä l 97. Freitag, den IV. Mai 1919. Vonvärts-Veriag G.m.d. h., EW. öS» Lindenstr.Z. Fernsprecher! Amt Mortliplatz, Nr. 117 53—54. Joch geht an öen Rhein. Paris. IS. Mai(HavaS.) Marschall Fach ist Donnerstag vormittag nach dem Hauptquartier an der R h r i n f r o n t abgereist, um die sofortige Durchführung von Zwangsmaßnahmen vorzubereiten, die im Falle der NichtUnterzeichnung des Friedens- Vertrages durcki Teutschland zur Anwendung kommen sollen. Marschall Fach wird keine Gelegenheit finden, seinen Ruhm zu vermehren. Was zwischen Deutschland und der Entente noch aus- zutragen ist, ist keine Angelegenheit der Generäle mehr, sondern eine Angelegenheit der Völker, keine Sache der Gewalt, sondern ene Sache des Rechts, und der Ausgang wird nach unserer Zuver- sich dem größeren Vorgänger Fachs, dem General Bonaparte recht geben, der da sagt«, daß zum Schluß Fdeen immer stärker als stanonen sind. Entente-Sozialiften nach Deutschland. London, 15. Mai. Daß Reuterfche Bureau erfährt, daß dir Einladung der deutschen Sozialisten an die alliierten Sozialisten, eine Delegation nach Teutschland zu senden, angenommen ist, Arthur Hrnde rson, Wibaut und Mistral sind zu Mitgliedern dieser Delegation ernannt worden. Die Frage, ob sich dir Delegation nach Deutschland begeben wird, hänge vollkommen von der Unterzeich- ntmg des Friedens ab. Auch die amerikanische Arbeiterpartei in New Bork hat Henderson eingeladen, Amerika zu besuchen. Hcndcrson wird sich dorthin begeben, um die Bersasiung, die Me» thvdcn und das Programm der britischen Arbeiterpartei zu er- läutern. Die Kritik öer französischen Sozialisien. Versailles, 15. Mai. a u x bespricht in der„B a t a i l l e" den Friedensentwurf und sagt: Kleinlicher Geist» Unverständnis inter- nationaler Lage, imperialistische Grundzüge charakterisieren beim ersten Anblick den Friedensvertrag, wir er uns dargeboten wird. Er löst nichts auf, sondern verschlimmert die Lage. Dieses scharfe Urteil des erprobten Führers französischer Ge- wcrkschaften ist umso bemerkenswerter, als dieselbe„Vataille" jüngst noch den Frieden als gerecht bezeichnete. Jouhaux wird den Sozia- lislenfiihrern berichten können, wie man im neutralen Holland über Clemenceaus Werk urteilt. „Populairc" hebt anläßlich der Ankunft der Deutschösterreicher in Saint-Germain die grobe Bcrlevung deS StlbstbcstimmungSrrchts hervor, durch die den Oesterreichern untersagt werden soll, sich Teutschland anzuschließen. Um diesen Anschluß zu verhindern, reiche Elemcnceau die Hand dem christlichsozialen Weihkirchner und dem Fürst Lichtenstcin, den unmittelbarsten Schuldigen des Welt- kiieges. Der Empfang öer ösierreichljchen Deleaation in Saint-Hermain. Basel, lg. Mai. Nach einer Pariser Meldung befindet sich die in saint-Germain angekommene östcreichische Delegation, be- sonders Renner, in fröhlicher Stimmung. Sie werden von der Bivölkerung sympathisch willkommen geheißen. Die französische Presse ratet der Regierung an. schnellstens eine Verständigung mit den Oestcrreichern herbeizuführen und den Anschluß an Deutschland deiinitiv zu verhindern. Lammasch hat vor seiner Abreise an- geblich mit Trumbisch ein Kompromiß abgeschlossen, worüber die italienische Presse hochgradige Nervosität zeigt. Der„Secolo" droht, daß Italien in dem Falle, daß die Alliierten eine Donau- söderatton stchaifen. gezwungen würde, bei Deutfisiland Unter- stützung zu suchen._ Jojzz wird zur Verantwortung gezogen. Paris, 15� Mai.„Oeuvre" zufolge hat sich Marschall I o f f r e vor dem parlamentarischen Ausschuß wegen so schwerwie- genber Vorkommnisse zu verantworten, daß das Blatt sich fragt, ob nicht im Anschluß hieran seine Versetzung in den Anklagestand folgen werde. Das Blatt wirft dem Marschall be- tonders vor. das Telegramm unterzeichnet zu haben, durch daß Rumänien gezwungen worden sei. im ungünstig- sten Au /genblick in den Krieg einzutreten. Neue Koalitionsregierung in Ungarn. Programmatische Erklärungen. Wien, 16. Mai. Meldung des Wiener Corr.-Bureau. Tie Blätter melden aus A r o d, daß sich dort am 5. Mai unter dem Präsidium eines Vetters Michael KorolyiS, des Grafen Julius Karolyi, welcher bisher politisch nicht hervorgetreten ist, eine Gegenregierung gebildet habe. Das Portefeuille d«S Ministeriums des Aeußern übernahm der frühere General- konsul Baron Julius Borneinissa, das des Kriegs General Zoldan. Die übrigen Portefeuilles übernahmen Araber Persönlichkeiten. Im Manifest der neuen Regierung bezeichnet diese als Hauptaus. gäbe, die durch den Bolschewism s angerichteten Schäden gutzumachen und die Herrschast von Ordnung und Recht wiederherzustellen. Taz Kabinett bezeichnet sich selbst als ein Uebergangskabinett, das nur so lange im Amte bleiben wolle, bis ewe aus Vertretern aller Landesparteien hervorgegan- gene Regierun ggebildet sein werde. Im Manifest wird schließlich betont, daß die Entente sowohl über die Konstituierung der neuen Regierung, als auch über die vorbereitenden Arbeiten dazu ver- ständigt würde. Gegen öie presiezensur im besetzten Gebiet. Protest der Waffenstillstandskommission. Die deutsche Waffen st ill st andskommission hat in Spaa Protest erhoben gegen die Maßnahmen der britischen Besatzungsbchörden in der linksrheinischen Besatzungs- z o n e, die den Zeitungen dieses Gebietes die ungehiderte Bespre- chung der Friedensbedingungen, die Wiedergabe der unverkürzten Rde des Grafen BrockdorffRantzou in Versailles, sowie die Er- klärungen des Reichspräsidenten und des Neichsministerpräsidenten nicht gestatet haben. Von der Rede Brockdorff-Rantzaus durfte nur ein Auszug gebracht werden, der kein der Wirklich- keit entsprechendes Bild von der Rede gab. So kam es, daß die Zeitungen der britischen Bcsatzungszone als einzige in der ganzen Welt nicht in der Lage waren, die Rede Brockorff-Rantzaus in ihrem Wortlaut zu verzeichnen. Der Protest ersucht um s o f o r- ige Beseitigung dieses die dortige Bevölkerung auf äußerste erbitternden Zustandes, der mit den Bedingnugen deS Waffenstillstandes nicht in Einklang zu bringen ist. flusöehnung öer französifcben Streiks. Genf, 16. Mai.(TU) Pariser Meldungen zufalge dauern die Streiks in Paris und den übrigen großen Städten Frankreichs trotz aller Maßnahmen der Behörden weiter fort. Am Dienstag haben in der französischen Hauptstadt große Kundgebungen der Streikenden stattgefunden, die durch Militär auseinandergetrieben wurden. Buch die Beamtenschaft wird mehr und mehr von der revo- lutionären Stimmung ergriffen. Bezeichnend dafür ist das Ver- halten der Organisation der französischen Zollbeamten, di« be- schlössen hat, sich der allgemeinen französischen Gewerkschaftsorgani- sation anzuschließen und die diesen Schritt durch eine Kundgebung für Jaur S geziert hat. pazifisiifche protesikunögebungen. Berlin, 15. Mai. Der Bund Neues Vaterland, die Deuiiche FriedenSgeiellichast, die Deutsche Fliedensgesellschaft. Ortsgruppe Betlin. die Deutsche Liga für Völker« bund, der Deutsche Monistenbund und die Zentralstelle Völkerrecht betonen in einer Kundgebung, daß die Friedens- b e st i m m u n g e n das Ergebnis geheimer Beratung sind, und daß mit der Gehet nidiplomatie alle imperialistische Politik steht und fällt. Ste fordern nicht mir, daß über den Frieden, der den ungcbetieriichsien aller Kriege beenden soll, ver- bandelt wird: sie'ordern auch, daß dieie Vetbandlungen ösienilich sind. Tie ganze Welt habe das Recht Zeuge zu sein, wie über ibr «cbicksal bestimmr wird, wenn sie schon dieses Schicksal in die Hand weniger Männer legen muß. polnische �nnexionsabsichten gestört. Paris, 16. Mai.(Reuter.) Der Rat der Minister des Auswärtigen wies daS Ersuchen der polnischen Regierung um Zu- Weisung eines Teiles der deutschen Handelsflotte ab. E ne englische Ilotte vor Nlemel. Memel.»6. Mar.(TU) In den Gewässern von Memel kreuzt, seil einiger Zeit eine e n g I i s ch c Fi o t t e. Ihr Erscheinen hat in j der Bürgerschaft von Memel große Aurregung hervorgerttfen, da! man befürchtet, daß s-e dazu bestimmt ist. Memel in den nächsten! Tagen zu besetze». /lusschreitungen im oberschlestschen Streikaebiet. Oppeln, 16. Mai.(TU) Auf der C h a r lo t t e n g ru b e bei R y b n ik kam es zu einem Zusammenstoß zwischen den Streik» enden und Grenzschutztruppeu. wobei ti zwei Tote gab. Sraucht Frankreich das Saar- kohlengebiet! Von Otto H u e. Gegenüber der in der französischen RegiernngS- und Jndnstriellenpresse mit Leidenschaft vertretenen Forderung, Frankreich müsse als Ersaß für die durch die Deutschen zer- störten nordfranzösischen Kohlengruben die Saargruben er- halten, muß von vornherein folgendes festgestellt werden: In dem von der revolutionären russischen Negierung ver- öffentlichten Geheimtelegramm Nr. 507 aus Petersburg an den russischen Botschafter in Paris, datiert vom 12. Februar 1916, ist bereits von dem„Wunsche Frankreichs"(lieber- mittler dessen Vertreter Doumergue), ihm„nach Beendigung des jetzigen Krieges" auch„eine besondere Stel- lung für das Saarbecken zu sichern", die Nedel Damals war aber eine Zerstörung der nordfranzösischen Kohlenzechen durch Kriegshandlungen noch nicht einge- treten. Ferner ist in der Note Nr. 26 des russischen Aus- landsministers vom 14. Februar 1917 an den französischen Botschafter in Petersburg auch dessen Forderung erwähnt, „daß das ganze Eisenerzrevier Lothringens und das ganze Kohlenbecken des Saarbeckens in das französische Territorium einverleibt würde!" Aus diesen diplomatischen Aktenstücken erhellt unzwei- deutig, daß die französische Absicht, das Saargcbiet zu annektieren, schon bestand, als die nordfranzösi- schen Kohlenzechen noch nicht annähernd in dem Umfange demontiert waren, wie dies nach dem Rückzug der deutschen Truppen im Jahre 1918 leider der Fall wurde. Ich habe mich bereits im Frühjahr 1915, gleich nachdem die alldeutsch- imperialistischen Annexionsabsichten ans Nordfrankreich, Belgien und Longwy-Briey ruchbar wurden, mit aller Ent- schiedenheit in Wort und Schrift dagegen gewandt,' habe in der Folge immer wieder, auch im Parlament, gegen die annexionistische Propaganda protestiert, die guten, auf na- türlichen Verhältnissen beruhenden Beziehungen betont, die zwischen der französischen und der deutschen Bergwerks- und Hüttenindustrie seit langem vor dem Kriege bestanden und auf dieser Basis eine Verständigung ohne jede Annexion gefordert. Zwar wurde ich deswegen von unseren Annerionisten ziemlich unverblümt als„Interessen- Vertreter des feindlichen Auslandes" denunziert, aber dafür habe ich heute um so mehr das moralische Recht, die A n- nerion des Saarbeckens zu bekämpfen als eine Maßregel, die Deutschlands tiefkranke Volkswirtschaft lebensgefährlich schädigt, überdies die französische Kohlennot nicht beseitigt und dem von uns akzep- tierten Wilsonprogramm in der denkbar schärfsten Weise widerspricht. Frankreichs Steinkohlenförderung Mief sich 1913 auf 40,05 MiH. Tonnen, von denen etwa 27 aus den Bezirken Pas-de-Calais und Nord stammten. Einer Ausfuhr von nur 1,22 Mill. Tonnen stand eine Einfuhr von rund 20 gegen- über, wovon 11,25 ans England, 3,67 ans Belgien, 7,49 aus Deutschland kamen. Von dem französischen Kohlenverbrauch, der sich auf rund 60 Mill. Tonnen bemaß, wurden aber aus dem preußischen Saargcbiet nur 0,958 Mill. Tonnen importiert, während das Ruhrgebiet allein 2,12 lieferte(Rh.-Wcstf.- Koblensyndikat). Das Saargcbiet war somit an der Kohlen- lieferung nach Frankreich nur in einem ganz geringen Maße beteiligt, trotz der geographisch günstigen Lage. Dafür sind wichtige technisch- wirtschaftliche Gründe entschei- dend. die auch heute noch fortbestehen. Der durch die Demontierung der nordfranzösischen Gruben entstandene einstweilige Förderausfall wird von einem holländischen Autor auf 20 Mill. Tonnen jährlich be- zifsert. Ob das zutrifft, ist ungewiß: jedenfalls aber ist dieser Ausfall kein dauernder. Nach einigen Jahren kann er sckon bedeutend geringer sein, da die Gruben wieder be- triebsfähig gemacht werden sollen. Nebmen wir an, Frank- reich benötigte alsbald wieder die Kohlenmenge von 1913 und hätte vorerst mit 20 Mill. Tonnen Minus im Norden zu rechnen, dann müßte es rund 40 Mill. Tonnen Stein- kohlen einführen, wozu nach etwa 3 Mill. für Elsaß-Lotbrin- gen kämen. Diesen Bedarf kann es ans dem preußischen und pfälzischen Saar gebiet bei weitem nicht decken! Dessen Koblenförde- rnng stellte sich 1913 nur ans 14 Millionen Tonnen, wovon natürlich de? Selbstverbrauch noch abgeht. Mitbin fehlten Frankreich, auch wenn es die ganze Saarförderung für sich verbrauchte und dazu die früheren Mengen ans England und Belgien bezöge, immer noch zirka 14— 15 Mill. Tonnen für seinen Inlandsbedarf. Nun tragen sich aber die französischen großkapitalistischen Montanindu- striellen mit großen Plänen hinsichtlich der enormen Aus- Nutzung der lotbringischen Eisenerzlager zwecks gewaltiger Erhöhung der Roheisen- und Stahlerzeugung. Man will die Eisenerzeugung, die 1913 schon 5,3 Mill. Tonnen betrug, rasch auf mindestens das Doppelte, wenn nicht auf das Drei- fache erhöhen, wofür allerdings die reichen Erzlager die not- wendige Unterlage bieten. Geschieht dies jedoch, dann steigt auch der Kohlenbedarf um ein sehr Bedeutendes. Nament- sich wächst dann der Bedarf an Hüttenkohlen(Koks- kohlen, Koks) ganz gewaltig. Hier wird aber das Saargebiet erst recht bersagenl Es besitzt nämlich nur im geringen Maße nerkokbare Fettkohle. Die ganze Koksproduktion des preu- ßisch-fiskalischen Saarbeckcns betrug 1913 nur 1,649 Mill. Tonnen, während Frankreich damals, um seine relativ ge- ringe ErzVerhüttung durchzuführen, schon 3 070 Mill. Tonnen einführen mußte! Davon kamen allein 2,250 von der Ruhr. Selbst seinen Bedarf an Auslandskoks gleich 1913 kann Frankreich nicht entfernt aus dem Saargebiet decken. Bon seiner eigenen KokSerzcugimg(1913: 4,037 Mill. Tonnen) kamen über 3 Mill. aus Nordfrankreich, von wo es einst- weilen vielleicht nur ein Viertel beziehen kann. Will eS sein Eisenhüttenwesen rasch in der gedachten Weise steigern, so würde sich sein Koksbedarf jährlich recht bald auf min- bestens 14— 15 Mill. Tonnen erhöben. Diese Menge kannabernurzueinemrelativkleinenTeile dasSaar gebietliefern! Die geringe Verwendbarkeit der Saarkoble für die Hüttenkokserzengung wird augenfällig auch dadurch doku- mentiert, daß die tatsächlich schon französische Direktion der Saarkohlengruben jetzt bedeutende Fördermengen von hier noch der S ch we i z und nach Italien exportieren läßt, während für die lothringischen Hüttenwerke auS dem Rh.- Wests. Revier Koks verlangt wird. Frankreich kann alsodieSaarkohIenurzumgeringstenTelle fürseinegewißznknnftsreicheVerhüttnngS- indnstrie gebrauchen, was in Fachkreisen längst be- kannt ist; es hat trotz der geographisch günstigen Lage stets vw ganz geringe Mengen Saarkohlen verbronchen können (1313 bei rund 60 Mill. Tonnen Kohlerrbedarf nicht einmal eine Tonne Saarkohle!) und dürfte daher auch zukünftig die von ihm annektierte Saarkohlenförderung zum erheblichen Teil alS Exportartikel benutzen! Unter solchen Um- ständen kann doch nicht mit Recht behauptet werden, ohne die Saarkohle als Ersatz für die nordfranzösische könne die franMsche Volkswirtschaft nicht aufgebaut werden. Deutschland wäre imstande, wenn eS nicht durch einen Gewaltfrieden an Händen nnd Füßen g e l ä h m t w i r d, der französischen Volkswirtschaft die nöti- gen Kohlen zu liefern, zu Bedingungen, durch welche auch der von uns anzuerkennenden Entschädigungspflicht gegenüber Frankreich Genüge geleistet würde. Insbesondere könnten wir«nS bereit erklären, die französische Verhüttungs- indnstrie mit dem nötigen guten Hüttenkoks(rheinisch-west- fälischen) zu versorgen. Die Behauptung, die Annexion der Saarkohlengruben sei eine französische Lebensnotwendigkeit, ist also unzutreffend, zumal wenn man die seitens der Annexionisten in den Vordergrund gestellten Bedürfnisse der französischen Verhüttungsindustrie ins Auge faßt. Von die- fem Tatbestand ausgehend muß die Frage, ob Frankreich die Annexion des Saaraebicts vornehmen muß zum Aufbau und zur Entwicklung seiner Volkswirtschaft, glatt v e r- n e i n t werden. Teutschland wird sich nicht weigern, an Frankreich die erforderlichen Kohlen- und Koksmengen zu vereinbarten Entschädigungsbedingnngen zu liefern. Die Annexion des Saarbeckcns entspringt lediglich einem privat- kapitalistischen Bedürfnis, das sich der chauvinistischen Re- vancheidee als Vorspann bedient. Ter vorennälmte russisch- französische Notenwechsel beweist dies zur Genüge. Nimmt man hinzu, daß das Saargebiet ein rein- Kspenhagener Zrühüng. von Hermann Kiy. Da? hatte die Ankunft deS erlauchten Gesellen tausendfach angekündigt, und lange schon umwob Baum und Busch zartgrüner Hauch, die Kastanienknospcn vor meinem Kenster schwollen und schwollen bor Verlangen... aber immer wieder wurden wir enttäuscht. Und dennoch hat endlich nach den vielen Verheißungen mit doppeller Inbrunst begrüßt, der Frühling auch hier in Kopenhagen seinen Einzug gehalten, zuimchst immer noch mit grimmem Wind und kühlem Sonnenschein, nun aber mit sommerlicher Wärme. Ja, eS ward Frühling und Sommer zu- gleich. Tie Kastanie dehnt ihre kleinen, niedlichen Hände, und sie wachsen von Stunde zu Stunde und werden robust und cpitrichtig, und jetzt will auch die Buche nicht länger zurück'>h?n. Festlicher, berauschender Jubel liegt in der Littt, wie ihn die Menschen zugleich. gemeinsam, in dieser elementaren Stärke eben nur dieses ein« Mal im Jahr« empfinden, wenn sich das ewigncue Aufcrftehnngswunder in der Natur vollzieht. Und in welchem Lande genießt man den Frühling heute so sorglos und heiler wie in diesem glücklichen kleinen Reiche, an dem der Krieg, trotz allen wirlschaftttchen Nöten, im wesentlichen vorübergegangen ist, ohne leibliche und selisch« Wlmden zu schlagen, wenn auch sein« Wirkungen, innen- und außenpolitisch, hier wie überall nicht ausgeblieben sind und sich zum großen Teil erst noch kundtun werden. Der FrühlingSanzeichen und Vorboten gab es genug. Tie Theatersaison verebbt, Kunstausstellungen und Rennbahn wnrden eröffnet, der Zirkus Schumann kam wie alljährlich, im Lustboot- Hafen an der„Langelinie" sah man in den ersten Maitagen Segel- nnd Ruderboote auftauchen, die Zahl der Rodler und Motor- fahrer steigt seit ein paar Wochen von Tog zu Tag. Und nun tut Tivoli, die'cs Sommersymbol dänischen Frohsinns, seine Pforten aus. Am ersten Manonntag hat der VolkStanzvercin„Culla" in üblicher Weise dem Sommer seine Jöuldigung dargebracht: Dreihundert Kinder in malerischen Volkstrachten veranstalteten einen Mai-Fcstzug durch die Stadt, vom Frede riksberg-Cchloß zum Rat- Hause, dessen Dwwcnbecken mit Duchenlaub und Tanebrog-Fahnen geschmückt wurde, und von dort zum Stadion, wo Volksiänze und Reigen aufgeführt wurden; zum erstenmal nahmen Kinder aus Nordschlcswig an dem Zuge teil. Der diesjährige dänische Früblin? steht im Zeichen deZ Luftverkehrs. Besonders die Flüge Verlin-Kopenhagen begeg- neten starkem Interesse. DaS wirtschaftliche Leben der skandi- navischen Reiche bat im Kriege einen gewaltigen Aufschwung genommen, große Kapitalien harren der Verwertung und Au«. Nutzung, so spielt die Frag« de? besten, zeitgemäßesten Verkehrs- mittels für diese Länder eine besonders wichtige Rolle. Neben den Flügen standen im Mittelpunkt de» allgemeinen Interesses wie seit Jahren die Blumentag-, die von Dänemark auS auch in anderen Ländern, so auch in Deutschland. Eingang gefunden hadert. Eis Vlumeutag folgt« diesmal dem andern. S e u t f ä) e S ÖonS von aftersfet ist, die auf das Saargsbiet bezüglichen Teile des Friedensdiktats also eine neue inter- nationale Gefahrengvelle erster Ordnung schaffen wird: zieht man ferner in Betracht, daß uns neben dem Saargebiet auch Oberschlesien, zusammen mit einem Drittel unserer Steinkohlenförderung(d. h. weit Mhr als unser ganzer Steiukohlenexport in den besten Japren betrug!), daß uns ferner Lothringen mit über 70 Proz. unserer Eisen- erzfördenmg und das Elsaß mit einem gewaltigen Teil unse- res Kalisalzvorkommens, daß uns weiter große lebensnötige landwirtschaftliche Produktionsgebiete im Osten, auch unsere Landesfiotte verloren gehen sollen, dann muß man sich fra- gen, ob denn die Verfasser des Friedensdiktats auch nur einen Augenblick glauben können, ein so entsetzlich sabotierter Wirtschaftskörper sei noch lebensfähig, geschweige denn, daß die außerdem aufgestellten ungeheuerlichen Eni- sckjädigungsansprüche erfüllt werden könnten? Was uns, die wir ohnehin schon furchtbar ausgepowert sind, von Ver- sailles aus zugemutet wird, das können wir nicht er- füllen. Wer anders urteilt, täuscht sich selbst und die Welt. Eine wie immer erzwungene„Unterschrift des Ver- trageS" könnte an dieser furchtbaren Wirklichkeit auch nicht ein Jota ändern. D!e Unruhen in Stettin. Stettin. 16. Mai.(Eigener Drahtbericht de».Vorwärts*.� Die Ursachen der Unruhen in Stettin liegen in einer gewissen Erbitte- rung der ärmeren Bevölkerung darüber, daß die Lebens- mittel sehr knapp und daß groß« Mengen von Fischen im Etettiner Hafen ausgeladen und ins Inland abtransportiert werden, wobei nach ihrer Ansicht die Stadt selbst zu kurz kommt. DaS Aus» und Umladen großer Fischmengen vor der Ocffentlichkeit hat große Uitzufriedenheit erweckt. Bei dieser Gelegenheit kam es dann von feiten Radaulustiger zu den ersten Plünderungen, die den Anstoß zu den ganzen Unruhen gegeben haben. Diese Plünderungen setzten sich in einzelnen Fällen auch in der Stadt fort, und bei dieser Gelegenheit kam eS dann zu Zusammenstößen mit Truppen. Obwohl beabsichtigt worden war, die V e r h ä n- g n n g de» Belagerungszustandes möglichst zu vermeiden mnßte er doch verhängt werden, nachdem gestern abend da» Ge- sängni» gestürmt und Gefangene befreit worden waren. Der Be- lagerungSzsftand wurde vom Generalkommando heute morgen»er- hängt. Da» Generalkommando gab bekannt, daß außerdem Truppen vsnauswirts herangezogen werden sollen. In Stettin selbst ist die Bildung einer Bürgerwehr in Angriff genommen, die den Schutz der Stadt übernehmen soll. Der Lrbeiterrat hat sich groß« Mühe gegeben und viel zur Beruhigung der Stecht erreicht. Di« organisierten Arbeiter lehne» durchaus jede Gemeinschaft mit den Plünderern ab. Im wesentlichen waren an den Au»schrei- tnngen nur Gesindel beteiligt. Man hat nicht den Eindruck, als ob e» sich um einen spartakistische» Putsch mit politi- schen Zielen handelt. Luch heute morgen ist«J verschiedentlich noch zu Zusammenstößen und Plünderunzen gekommen. Bei den Zusanrmenrottimgen gestern nachmittag sammelte sich eine Menge von einigen 1000 Leuten an, doch viele waren davon nur Neugierig«. Plünderungen des Mob. Stettin, 16. Mai. Im Laufe des Nachmittags wurden in vielen Geschäften der Stadt Plünderungen verübt. Da» Justiz- gefängnis in der Elisabethstraße wurde gestürmt. Ebenso wurden die von den RegicrungStruppen in der Hauptwache unter- gebrachten Gefangenen au» den Straßenkämpfen gewaltsam befreit. Gegen Abend wurde der Bahnhof besetzt, weil daS Gerücht verbreitet war, daß von außerhalb RegicrungStruppen herangezogen würden. Die Behörden haben Maßnahmen getroffen, um die Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Di« Vertreter der Arbeiterschaft legen größten Wert auf die Feststellung, daß die Unruhen und Plünderungen vom Pöbel niedrigster Sorte verübt wurden, der mit der Stettiner Arbeiterschaft keine Gemeinschaft hat. D i e Stettiner Arbeiterschaft steht diesem Treiben geschlossen ablehnend ge- g en ü b e r. TS gab einen Nordschleswigtag. einen FrühlingSblmentaz, der den humanen Zwecken des Pastor Bast galt, einen Rote-Kreuztag, der ein Glied in der mit künstlerisckien, wissenschaftlichen, sportlichen und Gewerblichen Veranstaltungen verbundenen AxitationSwoche des danischen Roten Kreuzes bildete, sowie einen Maiblumentag. Schon beginnt das liebe Publikum deZ Wohltuns müde zu werden, da die Tage diesmal zu schnell aufeinander folgten und man sich etwas Gebefreudigkeit aufsparen will für den.LinderbiliStag", der sich von jeher der größten Volkstümlichleit erfreut. Es kann zugegeben werden, daß allerlei Gnies mit diesen Sammlungen erreicht wird, nur darf ihre soziale Wirkung nicht überschätzt werden, wie tS häufig geschieht. Die Hauptschwierigkeit bleibt die richtige Verwendung der einlaufenden Golder, und letzten Endes verhüllt die anmutig« Form das tlnzrireicbende, Äichtige allen herkömmlichen Wohltuns, Wer von uns hat da? Recht, sick als Wohltäter zu fühlen, sich loszukaufen von sozialer Piiicht? Nicht dieses Sammeln, sondern die soziale Reformarbeit ist das Ent> scheidende. Tie neue Zeit wird, früher oder später, olle„Wohl- tätigkeit" im bisherigen Sinne beseitigen: bezeichnend aber ist es für dänische Art, daß diese Blumentage in Dänemark so be- liebt sind: ihre leichte, gefällig« Form entspricht der heiteren LebenSaufsassung des Dänen, entspricht se'ner guten Laune. Ja. ist Kopenhagen nicht die Stadt der guten Laune I Im Früh- lingSgewand natürlich noch mehr denn sonst. Und nun hat>ie eZ anqelegi. allerorten. Allerorten ist Frühling. Die.Bürgersteig- RestaurantS" sind eröffnet, nur im d'Angleterre, bei Wivel und im Langclinie-Pavillon sitzt man noch nicht draußen, weil eS am Abend zu kühl ist und der große Betrieb im Freien sich darum noch nicht lobnt. Buch auf dem„Stroeg", dieser auS einer Straßenkette ge- bildeten Verkehrsader der Stadt zwischen ihren beiden bekanntesten Plätzen. RaadhuSpladsen und Köngens Nyforv, regiert der Früh- ling. An frohen, lachenden Menschen vorbei führt mich mein Weg. Nur ein paar ganz vergrämte machen nicht mit. Wie die Sonne die Gesichter verschönt, aus den Augen sirablt Kraft und Leben?» bejahungl Drüben daS junge Mädel trägt seinen Buchenzwcig ivie eine Fahne der Freude, und vor mir der elegante Herr in seinem Taillenrock wandelt wie ein Triumvba.'or dahin. In der Kleidung sind alle Jahreszeiten vertreten. Dort ein weißer Sommcrschuh, hier Pelzwerk. In voller Pracht prangt der Blumenmarkt auf dem Hoejbro-Platz. Am sebönsten aber ist der Kvpenhagener Frühling draußen auf der Langelinie. Glatt und blank liegt unten der Sund, über mir dehnt sich lauteres, wolkenloses Blau. Und an mir vorbei flutet die Menschenmenge, beglückt, heiter. Die französischen und englischen Kriegsschiffe auf der Reed« sind von Neugierigen umlagert. Ein paar lecke Kapenhagenerinnen sind auf die Geschützrohre geklettert, ein verstimmtes Schisisklavier klimpert seine Weise». Auf der Bank de» Molenkovfes sitzt ein funges Paar, die Räder stehen ans Gitter gelehnt. Er vielleicht 2d Jahre, sie 20. Beider Gesichter sind gebräunt und leuchten von Frische und Gesundbeit. Sie plau- dem, Bug in Auge und wissen nichts von der Welt um sie. Ein Strom von Kraft, Glück und Freude gelt von den Beide» aus, sie sind in diesem Augenblick für mich das Thmlvl de» dänischen Früh- lWflS. ,v„j Rätekongeeß unö ZrieKensfrsge. Der Berliner Vollzugsrot ist cm den Zentralrat mit der Anregung herangetreten, einen neuen Rätekongreß einzu- berufen, der zu den Friedensbedingungen der Entente und der Frage der deutschen Politik ihnen gegenüber Stellung nehmen sollte. Der Zentralrat hat sich entschlossen, dieser Anregung zunächst nicht stattzugeben. Bestimmend für diesen Beschluß dürfte gewesen sein, daß die Festlegung der auswärtigen Politik Deutschlands Sache der allgemeinen Volksvertretung ist, ferner daß bei der gegenwärtigen raschen Entwicklung der Dinge der Kongreß wohl zu spät kommen würde. Nach Mel- dung einer Berliner Lokalkorrespondenz soll nun in der Voll- Versammlung der Groß-Berliner Arbeiterräte am nächsten Mittwoch eine Entschließung eingebracht werden, die den Zentralrat nochmals zur Einberufung des Kongresses aus- fordert._ Kautskp zur Einigungsfrage. In der letzten Fraktionssitzung der S. P. D.- Arbeiter- rate, über die wir bereits berichteten, wurde u. a. auch ein Schreiben Karl K a u t s k y s zur Eimguugsfrage verlesen. Es ist vom 12. Mai datiert und hat folgenden Wortlaut: .Werter Genosse! Ihre Attschrift vom 9. d, M, ist«Ken erst in meine Hände pe- kommen. Ich danke Ihnen für Ihre Einladung, kann mich aber nach reiflicher llebevlegung nicht entschließen, ihr nachzukommen. Da» könnte mich in das schiefe Licht bei mernen Parteigenosse» bringen, ich äugelte hinter ihrem Rücken mit der S. P. D. und das würde der Sache der Einigung mehr schaden als nützen, da ihr größte? Hindernis wohl das gegenseitige Mißtrauen ist. Ich könnt« aber auch für die Sache der Einigung kaum etwas tun, da ich im Begriff bin. eine größere Reis« anzutreten, die mich, wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse anders bestimme», für längre Zeit von Berlin fernhalten dürfte. Vielleicht genügt es, wenn ich Ihnen hier meine Auffassung der Guiigwngsfnage vorlege. Eine Einigung ist meines Erachtens nur dort möglich, wo innere und politische Uebereinstimmung herrscht. Von diesem Standpunkt auS halte ich ein« Einigung der drei Gruppen für unmöglich. Ich persönlich wäre für eine Einizung mit de« Kemmunisten nicht»u haben. Auf der anderen Seite könnte ich mich auch mitNoSke schwer einigen. Die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Situation sehe ich nicht darin, daß die Arleiterbewgung in drei Gruppen gespalten ist, son- der» darin, daß diese drei Gruppen nicht mit den tatsächlich vor- hanbenen drei Richtungen zusammenhalten. Vor dem Zdriege bildete die Masse der Partei daS, wa» man da» marxistisch« Zentrum nannte. WaS rechts und links davon bestand, besilmmte nicht da» Wirken der Partei, war nützlich der Stimme der Selbstkritik. Die Spaltung hat daS marxistische Zentrum getroffen, zerrissen, und damit zur Ohnmacht verurteilt, auf der einen Seite die äußerste Rechte, auf der anderen Seite die äußerste Link« obenauf gebracht. Di« Hauptaufgabe scheint mir dahin zu gehen, die Element« des Parteitum», die Rechte der U. S. P. und die Linke der S. P. D. wieder zusammen- zubringen, die tatsächlich zusammengebörcn und die, wenn sie ver- einigt find, auch wieder die Masse um sich scharen und äußerste Rechte wie äußerste Linke auf jene» Maß reduzieren werden, indem fie nur noch kritisieren, nicht aber die Massenbewegung bestimmen können. Heute find die Elemente de? Zentrum» les der U. S, P, wie bei S. P. D. in einer falschen Vcsition, machen eine Politik mit, die fi« nicht billigen. Wie diese Elemente einander zu nöbern sind, ist mir nech nicht klar. Die praktischen Schwierigkeiten sind groß, fie können nur von den Praktikern in der Bewegung, nicht von den Theorettkern überwunden werden.— Auf keinen Fall bätte es «inen Zweck, daß ich mich jetzt, kurz vor meiner Reise, für ein« Aktion engagiere, an der ich dann doch nicht teilnehmen könnte; nach meiner Rückkehr werde ich eher zu haben sein. Sie körnien von dieser Mitteilung jeden Ihnen beliebigen Ge- brauch machen. Mit Parteigruß gez. K. K a u t L k y.' Hier Frohsinn und Glück,.. und Deutschland? Auch dorthin kam längst der Frühling, auch dort tut er den Menschen wohl, und doch können sie seiner niebt froh werden. Dort bangt ein Volk um seine Zukunft, eS lebt in furchtbarer Ungervißheit. ob der Gegner ihm die Daseinsmögiichkett nehmen wird. Und doch... und doch... mag die nächste Zukunft unS bringen, was sie will: auch für Deutschland kommt ein Frühlinz, jung und schön und ohne Vorbild. Ich denke an daS. was im vorigen Herbst, als die ersten Nachrichte» vom Zusammenbruch des alten deutschen Zieiches hierher geiang.en. ein Däne zu mir sagte, ein Däne, der stets ein Freund Frankreichs gewesen ist, sich aber sein klares Urteil bewahrt lratte und sich teS innerpolilifchen Umschwungs in Deutschland herzlich freute:»Viel- locht wird sich in einer Reibe von Jabren, vielleicht in zehn, viel- leicht in zwanzig Jahre», herausstellen, daß Deutschland dennoch in diesem Kriege gesiegi hat." Der Friedensvertrag, den die Enteiue Teutschland diktieren will, fordert er nicht durch sein.'» impo.ia- listischen Geist heraus zu einem Rückschluß auf de Mitschuld der Ententemächte am Ausbruch deS Weltkrieges? Ein Stück Papier nannte eine dänische Zeitung die Freden?bedingungen. ein Stück Papier, über daS die Ereignisse und das Leben hinwegfluten werden �.. Auch für Deutschland kebrt die Zeit zuriich wo man dort da? Frühlingswunder in seiner schöpserischen Schönheit wieder in vollen Zügen genießen wird, wie eS heut« hier mit löckel-'W 9: nzut Kopenhagen erlebt._ Notizen. — Ein«.Sturmi-Ouvertüre. Jüngst in seinem fünften Sinfonie-Konzert fiibrte Felix Weingartner auch eine Ouvertüre gu Shakespeares Komödie»Der Sturm" auf. Dies ic.n neuestes Merk ist das Produkt einer äußerst gliickiieben voelischon Eingebung. Tief aus dem Geist der Dichtung herausgeholt: w melodisch als plastisch aeiialtet und mit glän-enden modernen Mit- teln instrumentiert. Gleich eingangs die Sturms-ene mit dem Sclsisssuntergang frappiert. Eigenartig ist dann ein Flötenduett mit obligater Oboeboglei'uiig Und nun bekommen allerhand Hu» mar«, wie fie sich in Shakespeare? Volkslhpen derkörvern, die über- hand. Dir Geige», die Eellos sprechen miteinander: ein toller Spaß und Spuk«ibt den Beschluß. Nsi* vielleicht zeigte sich der Tonschöpker gebefreudiger als diesmal. Es ist ein kraftvoller gen in. li scher Wurf und wird zu dem Drama, daS er musikalisch ausdeutet, eine treffliche Figur machen. elc. — Max S l« v o g t hat neuerdings den berühmten Be>-'cht von Ferdinand Cortez über d>« Eroberung Merilo? m l 112 Feser- lithogrrphen illustriert. Der Verla» von Bruno Cassirer ivird da? Werk handgedrnekt hevauSbringen. — Theater. Franz Neumann, der Komponist der Oper ,. Herbststurm", geht als Operndirektor an daS Nationalthoater in Brünn. — Musik. Das nächst« SonntagSkonzert des Blüthner- Orchester» bringt Werke von Richard Strauß und Johann Strauß. Wir furäjterf, Kaui'sky sieht' die Dtn�e zu 7si?oretis?h unsi zu wenig praktisch, wenn er von einem rechten Flügel der Unabliängigen spricht. Aus diesem„Flügel" steht er mit seinein mutigen Kampf gegen den kommunistischen Wahnsinn beinahe ganz allein. Für uns ist die Einigung mit den Kam- numisten, die in ihrem b e st e n Teil politische Kinds5öpfe sind und noch viel zu lernen haben, natürlich ebenso ausge- schlössen wie für Kautsky. ebenso aber auch die Einigung mit jenen Unabhängigen, die aus„taktischen" Gründen der „kommunistischen" Verwirrung in Arbeiterköpfen Vorschub leisten. Eine Einigung ist nur auf dem Boden sozialdemo» kratischer Grundsätze möglich, die heute von den meisten Un> abhängigen zugunsten unklarer Diktaturgelüste aufgegeben worden sind. Die Jentralstelle für Einigung der Sozialdemokratie kündigt in ihrem Organ„Der Bundschuh" einen deutschen S o z i a I i st e n t a g an. der in Berlin voraussichtlich am LI. bis 23. Juni im Sitzungssaal des Hervenhauses abge- halten werden wird. Die Konsumßenoßenschasten Deutschlanös Segen öen Hewaltfrieüen. Der Zentralverband deutscher Konsumverein«, die Trosietn- kaufs-Gesellschaft und der Konsumgenossenschaftlich« Arbeiteraus- schuß zu Hamburg erlassen folgenden Aufruf: An die Genossenschafter aller Länder! Der von den Vertretern der Verbandsmächte in Versailles den Vertretern de? deutschen Volkes vorgelegt« Friedensvertrag verstößt als Ganzes wie in zahlreichen Einzelheiten in so unerhörter Weise gegen alle genossenschaftlichen Anschauungen, Grundsätze und Be- strebungen, daß er den«llerschärfste« Widerspruch nicht nur der deutschen, sondern aller aufrichtige« Genossenschafter der ganze» Welt hervorrufen muß. Aus deutschem Gebiete sollen große Teil« alten deutschen Kulturlandes mit unzweifelhaft rein deutscher Bevölkerung wider deren Willen und unter schlimmster Mitzachtng de? Selbstbcstim- mung-rechts der Nationen herausgerissen, jahrhunderte alte, Wirt- schriftliche und politische Zuscnnmcnhänge sollen gewaltsam zerstört, und daS deutsche Volk, soweit es nicht irgendeinem Staate zwang»- weise zugeteilt wird, soll auf unabsehbare Zeit zum Profi tstlaven bcs schrankenlosen, imperialstisch-unersättlichen Kapitalismus er- niedngt werden. Ein solcher„Friede" würde den geplanten Völkerbund zu einem widerloärtigen Zerrbilde einer Völkergenossenschaft herabwürdigen und der Ausbreitung de? GenosscnschaftSgedankenS unüberwind- liche Hindernisse bereiten. Wie in der einzelnen Genossenschaft die völlige demokratische Gleichberechtigung aller Mitglieder die Voraussetzung ihres gedeihlichen WirkenS ist, so kann auch im Bunde der Völker nur auf der Grundlage einheitlicher Wirtschaft- lcher Existenzbedingungen und politischer Rechte der G«nossenschasts- gedanke sich fruchtbar betätigen und den friedlichen Wettbetverb der Völker in segensreicher Kulturarbeit sichern. Die Genossenschaftsbewegung ist antikapitalistisch; ein Friede, der ein Volk von Millionen Menschen ungehemmter, dauernder kapi- ta.'istischer Ausbeutung preisgibt und ihm zugleich alle Möglichkeit raubt, sich au? dieser Abhängigkeit freizumachen, muß daher alS xenossenschastSsdndlich gcbrandmnrkt werden. Er wurde vor allem dem entrechteten deutschen Volke die genossenschaftliche Umge. stalhing feiner Volkswirt iaft, deren es zur Erfüllung aus seiner Not dringend bedarf, geradezu verbieien. Tie deutschen Konsumgenossenschaften wissen sich eins mit dem ganzen deutschen Votke und bekunden diese Ucbereinstimmung auS- drücklich, wenn sie erklären, daß der unter Mißbrauch des vom dcut- schon Volke den Gegnern entgegengebrachten Vertrauens, unter hinterhältigem Bruch gegeben« Zusicherungen und im Wider- sprnch mit Gerechtigkeit und Vernunft geplante Gcwaltfriede einen Hohn auf daß genossenschaftliche Ideal der Völkervcrsöhnung und des Weltfriedens und eine dauernde, unerträglich« Gefahr für diese da-, stellt, deren Abwendung sittliche Pflicht aller human und ehrlich denkenden Menschen und Völker ist. Italiens Kslonialforöerungen. Versailles, lö. Mai. Laut„Petit Parisicn" verlangt F'aiirn nunu ehr au Grund drS Vcrtraoes von töl» angesichis der Lergrößetkung drS srauzöfifchen und englischen Kolonialreiches in?!,n!a die»tun justrhcnde SchadloShaltuug an de» Grenzen seiner Kolonien. Ein Antschnß, in dem Lor>» Moeluer England, Henry Simon Frankreich und Martin» Italien vertritt, soll diese Frag« erörtern; u.an soll Italien zwei von den Norsprünnen an der tunesisch. tripolitanischcn Grenze, einen Teil von rnglijch-Somalilnnd und ein Gebiet nördlich von Dschibuti nbtreie» wolle- Zltöustrie unö tzanöel. Börse. Die Haltung der Börse kennzeichnete sich auch heute als Schwäche bei sehr stillem Geschäft. Verstimmend wirkte in erster Linie der weitere Rückgang der KriegSanleil>cn auf etwa 7(3 Proz. Am Montannrarkt zeichneten sich nur Harpcner als fest aus, für Bergmann E.'ektrizilätSiverke regten die günstigen Abschlußzifsern zu.wliuftu an Höher stellten sich sodann einzelne Anslandsivert«. Im übr-ge.i bildeten aber Kursabschwächungcn die Regel. Ne.«n Krieasanleihsn waren auch sonstige heimische Rentemverte ange- Textilwarenmcsse in Tanzig. Danzig, lb. Ma>. Di« Texttlwarenmesse, die der Ein- kciü.verbaiid Lsten vom lä. bis 18. Mai oeronstaltet. wurde heute nacomittaa erössnet. Sie bedeutet einen außerordcnlichen Erfolg siir den Webstuhl. Die Zahl der Aussteller auS allen Teilen des Reichs war außerordentlich groß. Vertreten sind die größten Fitmcn der Branche aus dem Reich. Die Zahl der bis heute in Dan, ig oingeuosienen Einkäufer aus Ostpreußen, Westpveußen, Pommern und Schlesien ist sehr groß. GMerkschaMmBUllg Die Te'eZl?apHenarbeiter gegen den Stre!?. In einer stark besuchten Mitgliederversammlung des Bundes deutscher Telegraphenarbeiter, Borarbeiter und Handwerker erstattete am Donnerstagabend der Bundeisekre- tär V a l l e n t b i n den Bericht über die Verhandlungen vor dem Lohnamt des ReicbSarbeitsministeriumS. Er führte unter anderem auS: Kurz vor Ausbruch des Krieges betrug der Mindesttagelohn in Berlin 4,2b Mt., der Höchstlohn 5.40 Mt. Nach schweren Kämp- fen ist es gelungen, den Anfangslohn auf 8,60 Mt. und den Höchst- lohn(nach 1ö Tienstjahren) aus tlvö M. zu erhöhen. Für Ledige kommr noch eine Teuerungszulage von 4 M. pro Tag und für Ver- heiratete eine solche von 4,S5 M. hinzu, die sich bei den letzteren auf 4,00 M. bei einem Mnde bis zu 6,00 M. bei 7 Kindern srhoht. Die Forderungeik rn ker Kossegenschafk gkng so Seit, kaß sich ds« Organisationsleitung veranlaßt sah, ihre ursprünglichen Forderun- gen an die Reichspoftoerwaltung wesentlich zu erhöhen. Als Grundlage für die Verhandlungen stellten wir eine bOprozentige Erhöhung der Löhne und Teuerungszulagen auf. Bei den am 22. April begonnenen Verhandlungen erklärte sich Minister GieS- berts im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern bereit, unS Wirt- schaftlich mit den Eisenbahnbeamten gleichzustellen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen unterbreiteten wir unsere Forderun- gen dem Lohnamt, vor dem am 1. Mai unier Vorsitz des Land- gerichtsrats Wulf die Verhandlungen begannen. ES stellte sich zwischen dem Entwurf der Postverwaltung und unseren Forderun- gen eine Differenz von 2,40 M. heraus. Wir waren sofort bereit, entgegenzukommen und strichen von allen Forderungen 1 M., in der Annahme, daß die Verwaltung als der wirtschaftlich stärkere Teil den Nest von 1,40 M. aufbringen würde. Die Verwaltung er« klärte, daß sie eine jährliche Mehrausgabe von 250 bis 300 Millionen bei Erfüllung unserer Forderungen habe, obwohl wir unsere Forde- rungen nur für ein Vierteljahr gelten lassen wollten, um dann so- fort an den Abbau der Löhne zu gehen, falls es der Regierung ge- lungen ist, die Lebensmittelpreise herabzudrücken. Wir sind mit dem Resultat der Verhandlungen nicht zufrieden, aber im Interesse des deutschen Volkes verzichten wir in dieser schweren Stunde auf den Streik! Den Schiedsspruch lehnen wir aber tb.(Stürmischer Beifall.) Da wir für die Feiertage immer noch keine Bezahlung bekommen, haben wir durch den Nationalfeiertag einen Schaden von 15 bis 18 M. erlitten. Von der Forderung nach Bezahlung der Feiertage gehen wir nicht ab.(Bravo!) Die Verwalwng hat uns die gleichen Lohne, wie sie die Eisenbahner haben, zugesagt, da dieselben die jetzigen Lohnsätze schon seit dem 16. Dezember 1S18 bezichen, ver- langen wir die Nachzahlung statt vom 1. März, wie sie der SchiedS- spruch zubilligt, vom 1. Januar. In Ihre Hand ist eine wichtige Verantwortung gelebt. Wenn Sie heute den Streik beschließen, dann werden in zwei' Stunden die Verbindungen Versailles— Berlin unterbrochen sein.(Bewegung.) Seien Sie sich Ihrer Vcrantwor- tung bewußt. Wie das deutsche Volk gegenüber seinen Feinden, so werden wir Telegraphenarbeiter gegenüber der Verwaltung be- strebt sein, unsere Niederlage auszugleichen.(Lebhafter Beifall.) In der Diskussion werden eine Reihe von Entschließungen verlesen, die sich zum Teil gegen die Ablehnung des Schiedsspruches richten, während sämtliche Redner für Ablehntrng eintreten. In geheimer Abstimmung wird der Schiedsspruch mit lOOd gegen 23 Stimmen abgelehnt. Einstimmig nahm die Versammlung eine Eni- schließung an. in der das geringe Entgegenkommen der Pojwerwal- tung bedauert und ausgesprochen wird, daß man bereit ist, den Schiedsspruch anzunehmen, wenn die Nachzahlung ab 1. Januar 1910 gewährt wird. Auf die Anwendung des Streitrechts wird in dieser schweren Stunde de? Vaterlandes verzichtet. Ein Antrag, der die Aufrechterhaltung der grundsätzlichen Forderungen fordert, findet einstimmige Annahme. Tie ReichSpostv?rwaltung und die Regierung werden zum Schluß aufgefordert, für Abbau der Lebens- mittclpreise zu sorgen. « In der Versammlung wurde vom Bundesvorsitzenden Vallenthin hervorgehoben, daß die Verhandlungen vor dem Schiedsgericht„illu- sorisch" seien, weil nach seiner Ansicht der Vorsitzende parteiisch ge- Wesen sei und weil ein Vertreter der Postverwaltuna gesagt habe; er nehnie für die Verwaltung Partei. Nach Vallenthin? Auffassung, die auch alle Diskussionsredner teilten, müssen alle Mitglieder eines Schiedsgerichts unparteiisch sein. Diese Ansicht ist durchaus irrig. Ein Schiedsgericht betteht aus Vertretern der streitenden Parteien, der V o r s i tz e n d e ist ein Unparteiischer. Die Vertreter der Strei- tcndcn haben setbstverstöndlich die verdammte Pflicht und Schuldig- kcit, die Partei ihrer Auftraggeber zu ergreifen. Herr Vallenthin wird doch genau dasselbe getan haben, ist also nach seiner Ansicht parteiisch und von der Gegenseite abzulehnen. Das ist natürlich eine Unmöglicbkeit. Da für die Befangenheit des Vorsitzenden keine Beweise angeführt wurden und der ander« Einwand hinfällig»it, dürfte kein Zweifel darüber möglich sein, daß der Schiedsspruch nicht illusorisch— sondern gültig ist! Gegen das Urteil im Licbkuccht-Luxembnrg-Prozr�. Eine Betriebsversammlung der Kabelwerke Obersprce nahm gegen 2 Stimmen folgende Entschließung an: Die heutige Betriebs- Versammlung der AEG. und MSO. in Obcrschöncweide erhebt den schärfsten Protest gegen daS Urteil im Prozeß Liebkneckst-Luxcmburg. Di« Versammelten sind der Meinung, daß dieses Schandurteil«ine Schmach für die Cbmcktfigkeit und eine Beleidigung der gesamten arbeitenden Bevölkerung bedeutet. Es ist der Beweis erbracht, daß es nach wie vor ein« Klassenjustiz in Deutschland gibt und daß in dieser Hinsicht sich seit dem 0 November 10t8 nichts geändert hat. Die Versammelten geloben, dieses Urteil nicht ruhig hinzunehmen. sondern alles zu tun, der Gerccbtiakeit zum Siege zu ver» helfen. waS nur dadurch geschehen kann, daß wir mitarbeiten an der Verwirklichung des wahren Sozialismus. Versscherr iigSaiigefteNt« im Zeiitralverband der HondlunaSgebllkn. Monioq, den 19. er., obcnds 7 Nhr. in den Musikersälen, Kaiser D-Ntielm- snas.e gl: Beitannulung der Ku ktlonäie vickl BetriidS-VerlrauenSleute. MllglirdSbuch brzw. HiuSweiS. Jeder Betrieb muh»erireien siw. Sineellellte der Gesmtdbeitiindustrie. Der Tarttvertrag tft Im Druck kischieren»»d zum Presse von M.—.50 In de: fflcMjiifleftcfte des Bundes der techmsch-wdus.ricllcn Beamten, Werststr. 7, zu beziehen. Groß-Serllu „Bor und hinter den Kulissen". Zu diesem Artikel scbveibt uns der Wohnungsverband: Die B a u st o f f b e s ch a f f u n g ist durch den Kohlen- Mangel io erschwert, daß es der größten Anstrengung bedarf. um die begonnenen WohnungSneubauten in Gang zu halten. Die Summe der vom Wohnungsverband für Neubauten in diesem Jahr bereitzustellenden Subventionen wird an 100 Millionen betragen; aber nur ein Teil dieser Bauten wird bei dem Mangel an Bau- stoffen tatsächlich ausgesübrt werden können. Am Dienstag ssnd unter dem Vorsitz der Verbandsleitung die Lohndiffercn.zcn der Bauarbeiter beigelegt worden, und es steht nunmehr die allgemeine Arbeitsaufnahme zu erwarten. Vor kurzem hat der WohnungS- verband die Hergabe billigen ssskalischen Siedlungslandes durchgesetzt; für sämtlich« vom FiskuS gekauften Ländercicn sind Klein- bauskolonien in der Vorbereitung und Errichtung begriffen. Der Wohnungsverband scheut also vor Geld und Mühe nicht zurück, um so schnell als möglich neue Wohnungen zu errichten, und die Ver- bcmdsleitung bevorzugt so weit alz möglich dabei den gartenreichen Flachbau, möglichst alS Einfamilienhaus. Wenn auch Hochbauten subventioniert werben, so wird man dabei bedenken müssen, daß die Verlurndsloitung gar nicht in der Lage ist, dem Verlangen der Hochbaugemeindcn nach Subventtonie- rung von Hochbauten die Erfüllung ganz zu versagen. ES ist aber erfreulicherweise gelungen, nahezu drei Viertel der Geldmittel dem Flachbau zuzuwenden und die subventionierten Hochbauten gesund- heitlich in jeder Beziehung einttandsrei zu gestalten und zum Teil auch mit Hausgärten auszustatten. Den außerordentlich zahlreichen Anträgen auf Subventionierung und Hergäbe von SiedlungSland kann der Wohnungsverband trotz Aufwendung großer Mittel nur zu einem Bruchteil stattgeben: selbstverständlich stellt der Verband nur die gesundheitlich, sozial und finanziell einwandfreien Projekte in die engere Wahl. Be- greiflieh, daß sich eine große Schar Unzufriedener zusmnmenfindct, Ke am WosinungSber�an?'Stritt! Cb!. Die Kritiker mlügen«5 ffij gesagt sein lassen: für offene und ehrliche Kritik, die den Einzel- fall ohne Scheu nennt, imd für Verbesserungsvorschläge auf diesenr schwierigen Ausgabengebiet ist die Verbandsleitung nur dankbar. Vorschlage CharlotteubnrgS zur Lindermig der Wohnungsnot. Durch die Fortdauer der Uebelstände aus dem Wohnungsmarkt hat sich der Magistrat Eharlotienburg veranlaßt gesehen, mit neuen Vorschlägen zum Schutz der Wohnungsuchenden an die Regierung heranzutreten. Die Einsührunq der Meldepflicht für all« verfüg- baren Wohnungen allein genügt nicht, um dem Miel- und Woh- nungswucher erfolgreich zu Leibe zu gehen. Daher werden folgende Maßregeln vorgeschlagen: Das Verbot entgeltlicher und gewerbs- mäßiger Wohnungsvermittlung für Groß-Brrlin, das Verbot der Auslobung, Zahlung und Annahme von Vergütungen neben der Zahlung des Mietzinses und das Verbot der Verössentlichrmg von Wohnungsanzeigen durch die Tageszenungen, der durch öffentliche Mitteilungen ohne genaue Namens- und WvbnungSangabe des ver- fügimgSberechtigten Vermieters. Falls sich d�ese Maßnahmen als unzureichend erweisen, wird empfohlen, die Wohnungsvermieiung dem öffentlichen WohnungSnachweiS vorzubehalten oder wenigstens der Genehniigung des Wohnungsamte zu unterstellen. Zum besonderen Schutz der Mieter sucht der Magistrat für Eharlottenburg beim Staatskommissar für das Wohnungswesen um die Ermächtigung zu der Anordnung nach, daß der Vermieter einer seit 1. Juli 1917 dauernd oder zeitweise vermieteten Wohnung im- vorzüglich dem Magistrat Anzeige zu erstatten hat unter Angabe des alten und neuen Mietpreises, wenn die Wohnung zu einem höheren Mietpreise neu vermietet wird, und daß serner das Miet- vinigimgsamt auf Anrufen des Dkagiftrsts den neu vereinbarte» Mietzins auf eine angemessene Höhe herabsetzne darf. Zum Raubmord am Kurfürstendamm wird mitgetnilt: Die Charlottenburger Kriminalpolizei versucht« im Laufe des gestrigen TageS durch Zeugenvernehmungen möglichst genaue Klarheit über die Vermögensverhältnissc des ermordeten Generalvertreters Wen- delstadt zu schassen. Es sind aber nur wenig Leute, die einigen Einblick in diese Verhälinisse hatten und diese oder jene Auskunft geben konnten. Di« von anderer Seite verboeitet« Mitteilung, daß der Ermordete gerade in der Kriegszeit ein schwerreicher Mann ge- worden sei, trifft nicht zu. Richttg ist vielmehr das Gegenteil. Sein Geschäft»mg seit dem Jahre 1916 immer mehr zurück, so daß Wendelstadt, der Me llebcischüsse fortwährend in seine Samm- lungen hineingesteckt hatte, schließlich sogar wirtschaftlich in Schwie- riafciten geriet. Drei mutm östlich c Kindermorde beschäftigen die Kriminalpolizei. Jin der Mnlackstraße 11 fans man gestern auf dem Hmisftur ein Paket mit der Leiche eines neugeborenen Knaben. In Moabit trieb gestern abend die nackte Leiche eines neugeborenen Knaben in der Spree. Sie wurde am Mehlspeicber zwischen Mottle- und Luther- brücke gelandet und nach dem Schauhause gebracht. In der Gre- nadierstraße 24 fand man heute früh 6 Uhr die Leiche eines neu« geborenen Kindes. Neüerfahren und schwer verletzt wurde gestern en der Ecke der Lachmannstraße und des Kottbuser Damms ein Mädchen von etwa 5 bis 6 Jahren. ES wurde nach dem Krankenhaus«m Urban ge- bracht und ist noch nicbt bekannt. Die Verunglückte hat blondes Saar und trug ein rotes Kleid, einen gelben Ledergürtel,� eine blauweiß gestreifte Schür, e mit rotem Band, schwarze Schnürschuhe und ein« geblümte Haarschleife. Dos Ttavlon im Grnnenmld wird am kommenden Sonntag mim Mcktenm«! für B e r n I S- T p» r t I e u t e geöffnet sein, imv zioac'reib sül, auf der Radrennbehn die deurnnteten Berufe.Nei nsadrer in eine- über 100 Kilometer i übten den Radrennen treffen. Es starten u. a. Saldon. Leivanow, Bauer, Krupkat, Schii'Pke und Tboinns. Ncben den Beiufa- falnern kommen auch die Am'teure zu Wort, da ftch an oo der bcfanntefK;, .HcircnfaMer in fünf Vorläufen, drei Zmstchentäiifen lmd einem Endiau'-' messen werden. DaS orogzügige Programm nimmt um 4 Uhr leinca Ansang. Der„Wahr« Jakob" ist erschienen und gelangt zur Ausgabt. Sozialdemokratisch« KrejStagZmehrheit in Osthavelland. Die KreistagSwoblen haben folgndes Resultat ergeben: Büroer» liche 15, Mehrheitssozialisten 15, Unabhängige 8» vereine unö Versammlungen. virbetttr- Ravtiibrer- Bund„Solidaritii!«. S. Ab«. Tour fl. Somitag, den Ii.!?iai. Vorm. 8 Nor Zreisponki zum Früdl-Hoppe», am ichstestend F'n.HIaiwerbreiiung. Vorm. 11 llfir noch Hoden-Rcut ndors zu, Krabsteinentbüllung unseres seiner Zeit vom Gendarmen Jude erschossen." Zpotts- und Parteigeuofien Hermann. Nachdem gemütl Beisammensti' der 2. Abt. in ftoeitlöe. Start Fotäanevromenao« 18.'iif'te willkow ncn Nächste Sitzung Mittwoch, den 21. Mal, abenos?'/, Utzr, Fontane- promeimde>8. SIrbeitrr.Avssinenteudnnd. Smmobend. 7 llbr. Veffammiimg tu Frsedrickn Werve, scheii Mitmitafiii.n. Niedetwaüstr. 12. Bvrlrog Heinzemani. Unjcrc Ausgaben im BesieiuugZlamps. Hroß-Serliner parteMsW�ten. (sHarlottendnrg. Sonnta,»ornnttaa II Ndr. Temonilraticm noi. Pol damer Platz na» d-m Wilrein pind. Die Genossen mid Genojfiun. weiden eriucht, sich zahlreich daran zu beteiligen. Teltow. In einer auf dem Maritviatz in T-Itow ttti zahlreich bi- suchicn Proleftveis«nn>Iung geoen den Gemnltsrieden referierten die M «Olfen G e h r l e. Fuhrmann m d M a l 4, n über die Eivrefferpoiil. des ErtentetapttuUsnmS im Friedensnertraa. Tie am e-chlich der Be■ inniwtung»erleiene Rewltrtion siegen den Getvabfrieden wunde gegen di Summe eines Feldgrauen at�enonunen. �ugenöveranftaiMÄkNtn. EZrdding. Hente,>/,5 Ulu. Im Lokale ro- G öll, Hemlgsdortc. St raffe IC; M i t g i i e d e r v e r I a m m l u n g. Bort, ug:»Ti« Eni Wicklung unserer Jugeubbemegung'. Ma asser MÄ. Wie gründlich wir sind. DaS Telegrapbenamt in Stettin hat unter dem 28 Apail erneut auf die Bestimmungen für die Aborte hinge wiesen. Sie sind so i n t e r e>' s a'n t, dag wir sie im Worttaut wiedergeben: 1 Für iede der drei Abteilungen des BetriebssaaleS hängt ein Abortschlüssel am Arbeitspult deS Abteilungs- leiters. Jcbcr Beamte hat zunächst nur Anspruch auf den Ata et- schiüssel— seiner Abteilung. Wenn er de« Schlüssel be. nutzen will, bat er nach dr? Bufstchtkbeamten die Zeit seines Austreten S im PlenbesetzungSbuch zu vermerken, den Schlüssel— seiner Abteilung— am Aufficküstische abzuholen und nach geschehener Benutzung— umgehend— dorthin wieder zurückzulicfern. Die Schlüssel dürfen also n-cht in den Er» frischnngSraum oder zu anderen Diensfftellen mitgenommen werden. Jeder Beamte, der den Schlüssel vom Aussichtstifck>e entnimmt, ist persönlich dafür verantworilich, dal; der Schlüssel auf— d a S schleunigste wieder an den Au'sichtsttsch zurückgelangt: er darf sich nickt davrit entschuldigen wollen, den Schlüssel— unterwegs—«mein anderen Beamten gegeben zu haben. 2. Bei pünktlicher Handhabung dieser Anordnungen und bei der jetzigen geringen Zahl mänissicher Beamtenkräfte wird der zu- gehörige Abteiluiigsschlüssel kür die Beamten der Abteilung in der Regel ausreichen. Für außergewöhnliche SMnxf&gJU soll es jedoch sntSiT'n sein, mich den Schlüssel einer anderen Abteilung mit&i- stimmung des dortigen Aufsichtsbeamten 5U benutzen. Der Beamte hat dann in dem Buche der anderen Abteilung mit Zeilangabe z.B. 10,30 vorm., zu— quittieren— und ibn dann beschleunigt dorthin wieder abzuliefern! ausserdem ist im Buch der eigenen Ab- teilung die AuStretezeit zu vermerken. Auf die pünktliche Durchführung dieser Massnahmen haben alle Auf- sichtkbeamten mit Nachdruck hinzuwirken. Jede Lässigkeit ist unnachsschtlich anzuzeigen, damit gegen die Schuldigen vorgegangen werden kann. An die Vorschrift der Geschäftsordnung. wonach jeder Beamte— dien st bereit— zum Dienst zu er- scheinen hat, wird noch besonders hingewiesen. Auch das Austreten rn den Abendstunden, namentlich kurz vor Schlnss des Tagesdienstes, darf in dem mehrfach gerügten Umfange nicht geduldet werden. gez. Seipp. TS fehlte nur noch, dass in diesen Bestimmungen der genaue Scitpunkt für die Dauer der Benutzung festgelegt worden wäre und für den stzall,!dass dieser Zeitpunkt überschritten werden füllte, welche fürsorgliche Tätigkeit der Auffichtsbeamte zu entfalten hätte, um den Sünder zum Verlassen des geheimnisvollen Ortes zu vercrn- lassen Auch ist nicht angegeben, ob der Staat Papier zur Ver- fügung stellt und wieviel für den einzelnen. Man sieht, dass es schliesslich immerhin noch einiges an dieser Verordnung zu ergänzen gibt. Wir würden aber schliesslich doch dem Reichspostminister raten, den Steltincr�Telegraphendirektor in den Ruhestand zu versetzen, damit er sich nicht noch mehr das Hirn über den Geist der neuen Zeit zermartert. Die Schicszerei in Rathenow, die anfangs dieser Woche stattfand und bei der ein Matrose auf dem Tanzboden getötet sowie eine Reihe anderer Personen mehr oder weniger schwer verletzt wurden, beschäftigt gegenwärtig das Kriegsministerium Die Bevölkerung Rathenows ist durch diese Vorkommnisse ausserordentlich beunruhigt worden, und es kam in der ausserordentlichen Stadtverordnetenversammlung zu einer län- gcren Aussprache. Oberb. L i n d n c r stellte fest, dass der Erschossene, der Matrose Willi Klessen, an dem Vorfall gar keine Schuld gehabt habe und sich erst kürzlich wieder freiwillig bei der Minensuchabtei- lung in Friedrichshafen gemeldet habe. Nur durch das umsichtige und ruhige Vorgehen der Beamten sei ein grösseres Unglück verhütet worden, da die Menge über die Bluttat ausserordentlich erregt ge- Wesen sei. Das Kriegsministcrium habe sofort verfügt, dass die Ulanen Waffen ausserhalb des Dienstes nicht mehr tragen dürfen. Festgestellt wurde, dass nicht politische Meinungsverschiedenheiten, sondern ein unwichtiger Vorgang auf dem Tanzboden Veranlassung zu der Ausschreitung gegeben habe. Sriefkasten üer Reüaktton. M. W. IVO. t. Wegen Uebeisüllung werden keine Kinder mehr nnge- iwmmen. 2. Walttloouier 9.—5, rn Per, bindung zu setz-n, augerdcm mit der Kra'kenlalle Auch i't eui«Keiuch an das Bezirlskommando ratsam— M. 8!ä. Tcheidangslltge»l wegen Bcrziivmig aussichtslos.— L. 71. Prüsungsilelle. Landcsausslellungs. varl. Jnvalidenitr.— H. 100. Setzen Sic sich mit dein Arbeiter- selrelaiiat, Berlin, Engeluser tö, in Peibindung.— P. I. 18. 1. Wenden Sie sich mit einer Beschwerde an das Kriegsminiiterium 2. Poilsbotcn, Stettin, Schillerstr. 10.— W. H. 1000. Beschwerde an den Magistrat. Wcaen des erwähnten Falles Anzeige an das Neichswnchcramt, Ma azin- ktrage Z/S.— O. BS. P. 27. Änipruch aui lliachinnlmig der Löhnung besteht nicht.— E. 10. Sie lönnen beim TcmobMmachungsausuhuiz Kioh-Bcrlin, Rathaus, Antrag ans Bewilligung einer Ausnahmcstelle, salls der ilrbeilerrat und der ErschäslSmhaber Ibrem Verbleiben zunimmen, stellen. Berantwortlich für Politik Artur ZiSIcr, Eharlottevbarg, für den lldriaen Teil de» Bialles Älirc» Scholz. Aeickolln: lürilnreigen Theodor Mocte, Berlin. Terlag Dorwärls.Berlag G. m. d. H.. Berlin. Track Porwärls-Buchdruckerei und Berlaasanttalt Paul Singer». So. in Berlin Lindenftrabe Z Süd, Achtung Artilleriewerkstattj Spandau. Die nächste Loiin7a!iiunc findet am Sonnabend, den 17. Mai ISIS, gewerkweise und zu nachstehend au geführten Zeiten für die Arbeiter in der Kantine und für die Angestellten in Halle 17 statt: Gewerk bezw. Dienststelle Zeit der Zahlung Ng. 1 Dr. 2 Dr. 3 Fr. 1 Fr. 2 Ng. 2 K. 6 Ng. 7 Or. 2 Rp. 2 La 1 B. 18 T. 13 Hs. 2 Ng. 3 & 5 K. 17 Wz. I Or. I Rp. l Ng. 5 An. von 11 bis 12 Uhr von 12 bis 1 Uhr La. 2 Ng. 6 K. 21 ZI). 1 Ng 8 Hs. 1 T. 4 Arbeiter-Bureau Wz. 2 Dr. 1 Ng. 55 T. 15 Ng 9 Arbeitsbureau männlich Lagerbureau Arbcitsbnreau weiblich Ea wird zur Vermeidung von nachträglichen Auszahlungen dringend ersucht, die angegebene Zeit genau Innezuhalten.— Die Lohnzahlbeamten melden sich 8® Uhr vormittags in der Kasse zum Geldemp.'ang. Wegen des Mangels an Kleingeld sowie zur glatten Abwicklung des Zahlungsgeschäftes wäre es erwünscht, wenn sich Jeder mit jO-, S-. 2- und I Pfennigstücken versehen würde, bevor er zur Lohnzahlung kommt Spandau, den 15. Mai 1919. 1283D« Artilleriewerkatatt- Süd. von 9 Ms 10 Uhr von 10 bb 11 Uhr Kuhla- ftanos Verkauf im Fabrtlmagazw N 31, Watutr. 17/1». Offene Fuße KrampfadergeschwQre, auch veralt schmerzhaite Wunden, Entzündungen mit unerträgl. Jucken, heilt ohne Nachteil It vielen Erfolgsberichten die eente„Grlinda.Salbe'S Absolut milde, naturgemäße Wirkung, überaus wohltuend. 4,0, 6 0« u. 9,00. 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