Jahrg. SeznqSvretS, •fertettä�rl. 7�0-.H, monaü.aBBSRl Keims H>aus oomuszaliibai� Einzeln» >Mmmern 10 Pfening. Poildezu� öimiailich- so MI. ntfl ZuiiellunyS. (ebübc. Umei liteujbanb füi Deuttch- anb u. Oellerrcich-Ungarn».TS Ml, tür das übrige Ausland Ü.7S Ml. bei lüglich einmalige» SuUefluim 7.75 Ml. vosibeüeliunqen nehmen IN Düne- mac'.. Holland Luxemdura. Schweden au» die Schweiz. Eingetragen i» die »o!l-lleliuna»-?rei«Iii»«. »er�Sorwarts' erichemt wochrmiigllch zweunal Senntogi eunnn» tfl«1ir«inni.Stiwfle ,6a«»aäta**cat öteihr". orgen-Ansgabe. w f. Vevlinev Volksbleltt. (lOPfennSg) A»ze»genpretS: Die»chlgr'vaUene slonvarelllezeil» loilel!.»> Ml..«leine Stnzeiftcn-, bas'«»«e»rltil:e Qorl S0Pfg. iZUlÄstg 2 len«edru«ie Sorte), ledeS wettete Bot; 25«fg. Slellenqefiich« und Schlafflellenanzeigen dos erfle Wort tS vfg..!ed»S weitere Wort 20 Pfg. Sorte üb« 15 Suchitaben zählen für zwei Worte, reirerungszufchlag SO«/» samilien-Anzetgen. voltlilche und zewerflchafiliche Vereins- iltueigen iL« MI. die.!e,Ie.«nzetgen ibr eie »ächite llluinmei mülieti bis i Ulz* .tachtnittags im tzauvlgeichüfl Sellin ES. SS. Lindenltratze 3. abgegeben werdetl.®oßffnet ,on S Uhr früh#U 5 Uhr abends» Zentralorgan der lozlaldenioltrat» feben parte» Deutfcblands. Neöakt-on und Cxpeöition: EW. 68, Linöenstr. Z. nernspeecher: Slmt Morikvlai», Rr. I.S»gv— ISR i»?. Sonnabend, den 17* Mai 1910. Vorwärts-Verlag G.m. d. h., EW. HS, Linöenftr. 3. Feruiprecher:«mt Moriiiplaii, Nr. IX"! 53—34. I« JtcNr« wachst die vn�usriebcnhei« mit den Pariser Machen- schosten immer stärker. Orlando und E o n n i n o bestehen, wie Campoiongi im„Secolo" ausführt, nun auf strikter Durch- führung des Londoner Vertrages, die vielleicht für Italien vorteilhafter fein w«rd« als die bisher vcrfochtrnc Revision dieses Vertrages. Bei der Beratung über Südtirol oder der Bc- ratung des gesamten italienischen Problems werde die italienisch: Delegation wohl auch de» Anschluß DeutschüsterreichS an Deutschland«uf die Tagesordnung seht«. Nach dem.Corrirre Kella Sera" verweigert der fran.zöllsche Friede dem Besiegte« jede Möglichkeit, wieder festen Fuß zu sassrn.„Wir Italiener dürfen nicht au« falsch verstandener Freundschaft für Frantneich diese« Schmerz ver» berge». Wir glaubte», Frankreich wäre e« mit seinen Worten von Gerechtigkeit und Freiheit ernst. Solange keine Eintracht zwischen Frankreich und Deutschland besteht, gibt eL auch keine« Frieden in Dentschland und keine Sicherheit für Frankreich. Clemenceau hat einen diplomatischen Siez ohnegleichen davongetragen, aber nur einen Phrrhussieg. Die Kraft, welche Dentschlaud todbringend machen wird, beruht nicht auf Waffen, sondern in kiner Seele. Man darf eö uns Italienern nicht verargen,»rnu wir nicht über einen Frieden jubeln, der Frank» reich« Vorherrschaft in Europa festlegt. Wir wollen nicht nur ein freies Frankreich, sondern ein freies Italien und stehen den der Untersuchung ab, ob sich die sranzöstsch« Hegemonie vor- teilhast vo» der deutsche» unterscheidet. Frankreich erscheint den Italienern als daS Land, das von grrisrnhafdZm Ehrgeize ergriffen, ein romantisches Leben mit der Verwirklichung deS Unmöglichen schlichen will. Denn es ist unmöglich» ein Europa zu schaffen, in dem Frankreich alS Despot regiert."„Eorriere bell« Sera" beklagt es am 15. Mai, baß mit Hilfe FrankreiilfS ein«ucs Oesterreich mit neuem italienfeindliche« Prograrnm entstehe. So werde auch der Friede mit Oesterreich zu einem italienfeindlichen Paix francaif:. Die italienische Delegation müsse sich mit aller Sraft gege» diesen Frieden sträubest. Frankreich hofft auf Unterzeichnung. Kelluorklatsch i« VersaiNes. Versailles, 1K. Mai,(MTB) Di« Pariser Presse, eimchkiehlich der sogenannten ernsteren Blätter, bringt seit einigen Tagen fort- während Meldungen über Vorgänge innerhalb der deud- schen Delegation oder Aeutzerungcn von Migttedern der- selben, die nur beweisen konnten, daß allerhand Leute beauftragt wurden, die Gespräche zwischen den Mitgliedern der Delegation zu belauschen und in Ennangelung positlvcr Ergebnisse ihrer Phantasie freiem Lauf zu lassen. Gestern wußten die Blätter über angebliche Direktiven zu erzählen, die Präsident L e i n« r t den deutschen Journalisten für ihre»eitere Tätigtait g«. geben hätte. Heute bringen sowohl die.DebalS' wie der„In- troitsigeotft' angebliche Aeußerungen von Mitgliedern der Del«. gation über die Frage der Unterzeichnung.„Jntransi- gcant' will von einem Sekretär erfahren haben, daß Graf Brock- dorff-Ranvau nunmehr entschlossen sei, zu unterzeich- n c n, nachdem er darüber wir in den ersten 24 Stunden nach Uebergabe des FriedenSdokumenteS nicht schlüssig gewesen sei. Sodann weiß �Jntransigcant" von einem abgelauschte« Gespräch zwischen zwei Mitgliedern der Delegation zu erzählen,«us dem ebenfalls her- vorgehe» soll, daß die Delegierten schließlich unter- zeichnen würden. In den„DebatS" wird eine ähnlich lautende Aeußerung in de« Mund deS„SpezialüberscherS" des Grafen Brockdorft-Rauhau gelegt, Einen solche» Würdenträger hat die deutsche Delegation nach Versailles nicht mitgebracht. Diese in den Pariser Blättern in allen mögliche« Formen immer wiederkehrende Behauptung, Deutschland werde schließlich den unmöglichen Vertrag unterzeichnen, mag viel- leicht für das BeruhigungSbcdürfniS des französischen Publikum» notwendig sein, ste widerspricht den Ansichten innerhalb der deut- schen Delegation, und hosfenilich bildet sich die Pai/iser Presse nicht ein, daß sie damit die Beschlüsse der deutsche» Delegierte» rr- gendwie beeinflussen könnte. Bern, 16. Mai.(Eigener Drohtbericht deS.Vorwärts"'.) Di« Pariser Blätter beschäftigen sich eingehend mit der Red« Scheidemanns und der Berliner Nationalversammlung. Der .TempS" nennt sie im Stile vechmann HelKvegS gehalten und vermißt einen Mschluß»n ihr. Obgleich alle Redner gegen de« Frie- denSoertrag mtotestiett hätte«, so sei doch«»cht vertimdei worden, daß Deutsächind nicht unterzeichnen werde. Di« Aeuße- rungen des Ministerpräsidenten, daß die Ketten von der nachfolgen- den Generation zu brechen seien, lasse vermuten, daß Deutschland «nterzeichne« werde. Die Berliner Nationaiversauimlung habe tu Paris keine« Eindruck gemacht, weil ihr« ftundgehuqg zu wenig ifweaau gewosa»{ei D« J&etkt vinuutzt Hai der Rade kr Widerstand Scheidomemus die SchkuWlgervngen, die der Chefredakteur deS .Vorwärts" und der frühere Gesandte in London, Fürst L i ch- nowSkh, in ihren Artikeln gezogen hätton. Scheidemann stände auf demselben Boden wie Brockdorff-Rasttzau, und es sei bezeich- nend, daß er an keiner Stelle sagt, er werde nicht ünterzeichnen. (Scheidemann hat aber in seiner Rede die FriedenSbedingungen der Entente ausdrücklich als.unannehmbar" bezeichnet! Red. d..V.".) Reuaudel hat seine Interpellation in der französischen Kammer betreffend der Politsik der Regierung gegenüber der Arbeiterschaft, woii Clemenceau«cht selbst anwesend sei, zurück- gezogen. Versailles, 15. Mai. Es wir täglich klarer, daß die französisch« Presse mit allem SJachdrutf auf den Sturz der Regierung Ebert-Scheidemann hinwirkt, um eine Regierung in Deutschland ans Ruder zu bringen, welche nach Ansicht dieser Presse den Friedensvertrag unterschreiben würde. Von der heutigen nationalistischen Abendpresse wird darauf hingewiesen, wie energisch Ebert und Scheidemann die Unterzeichnung ver» weigerten. »L i b e r t ä", welche sich fragt, wer wohl die Nachfolge Ehert- Scheidemann übernehmen könnte, meint, daß sich in Deutschland schwerlich jemand bereitfinden»verde, der die Verantwortung über- nehmen würde, den Vertrag zu unterschreiben, um dann sofort in- folge der allgemeinen Mißstimmung Deutschlands zurücktreten zu müssen. Das Matt weist aus einen Artikel der„Leipziger P o l k Sz« i t u n g" hin, welch« der Ansicht sei, daß die Milliarden für die Wiedergutmachung des KriegSschadcnS von denen getragen werden müssen, die schuldt« sind, also vo» den deutschen�, mcht aber von den französischen Sieuerzahlern. Nur dieses unabhängige Organ führe die Sprache deS gesunden Menschenverstandes. Es bedürfe wohl nur der Blockade und des Vormarsches der alliierten Armeen, um Deutschland sofort zur Nachgiebigkeit zu bringen. Mit aller Deutlichkeit läßt obenstehende Notiz die Ge- wlssenlosigkeit der Politik der Unabhängigen erkennen. Man sieht, daß das von der U. S. P. so oft gefordert« rückhaltlose Bekenntnis unserer Schuld durchaus nicht die erwartete Wirkung bei unseren Gegnern hat und dies« milder gegen uns stimmt, sondern daß sie alles im imperial! st i schen Sinne auSzuschiachten wissen. Die Politik der.Leipziger Volkszeitung" zeitigt etwa die Wirkung, die ein Elefant im Porzellanladen hervorbringt. Man weiß nicht, ob man ihre VevwntwortungSlosigkeit oder Gewissenlosiglcit mehr bewundern soll. • Wie der.Menwe Rotterdamsche Conrant' aus London meldet, berichtet.Daily NvwS" aus Paris: Di« Not« Ranhaus über das Arbeitergeseh habe ein« mtevessante Folge gehabt. Wenn die Alliierten darauf geantwortet hätten, daß keine wettere Aktion notwendig erscheine, so sei doch daraufhin der Ausschuß für die Arbeiterangelegenheiten, und zwar auf Ersuchen deS Rates der Vier, zusammengetreten, um zu erwägen, ob es nicht erwünscht wäre, daß Deutschland als dauerndes Mitglied der geplanten inter- nationalen Arbeiterorganisation beitritt. ES sei jedoch auch möglich, daß der Rat der Bier Deutschland auffordern wird, sogleich mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages von Versailles dem Völkerbund beizutreten. Es bleibt bei der �weiwochenfrist. Versailles, 16, Mai.(MTB) New Aork Herald, Pariser Aus- gäbe, will wissen, die deutsche Delegation werde eine Verlängerung der lttäglgen Frist zur Prüfung deS Vertragsentwurfes verlangen, die aber abgelehnt werden werde; von hiesiger amt- sicher deutscher Stelle ist solch Autrag weder gestellt, noch be> absichtigt. Krankreich im Dunkeln. Pari», 16. Mai.(Havas.) Die deutsch« Presse vegan« mit der Bcröffentlichung von Außzügen ans dem Gcsamtvertrag. Im Hinblick«uf diese Loge befchloh die französische Regierung, der Presse den genauen und vollstLudigen Text der durch die deutsche Presse bekanntgegebenen Artikel zu über. geben. Diese Veröffentlichung wird am Freitag mit de« Kapitel über die Gebictsfragen beginne«. Unabhängige gegen Unterzeichnung. Ei« Protest ans Oberschlesie«. Oppeln» 16. Mai.(Elg. Drahtbericht deS„vorwärts".) Das Verhakten der Parteilestung der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei findet m Oberschlcsien schärfsten Widerspruch. In einer Sitzung in Breslau, in der Minister Heine anwesend war, sprach sich der Führer der obersällesischen Unabhängigen, Rechtsanwalt Licht««stein, für die Einigkeit aller Parteien im Proteste gegen die FriedcnSbsdingunge» aus. Di« Haltung der Berliner „Freiheit" werde vo» de» oberschlosische« Uualchänviae««cht»er- sta-ifasfl Italiens. versteht?hr es jetzt! Ein �Lrief an die französische» Dozialiste». Von Victor Schiff. Versailles, 14. Mai INS. Wenn em deutscher Sozialdemokrat sich von Versailles au» an die franzosischen Genossen in Paris im siebenten Monat des Waffenstillstandes und in der zweiten Woche der Friedenspräliminarien wenden will, dann ist er noch immer auf den klemsn UmwegüberBerlin angewiesen. Denn ein Zaun trennt uns hier von dem französischen Volke, wie in einem Zoologisckjen Garten die Raubtiere vom harmlosen Publikum. Die«ntliche Version lautet allerdings dahin, die Aufstellung des Zaunes sei nötig gewesen, um uns, die Raub- tiere, vor Unannehmlichkeiten zu schützen... Wie dem auch sei, da es den Franzosen streng verboten ist, mit uns zu sprechen, und da wir von Vertretern der französischen so- zialistischen Presse nicht erwarten dürfen, daß sie einem Be- fohl der Regierung Clemenceaüs zuwiderhandeln, ist ein« Aussprache zwischen uns und Euch, zwischen Versailles und Paris, nur über Berlin möglich. Eine Woche ist nun seit jenem Mittwoch vergangen, an dem das Ergebnis einer monatelangen sehr geheimen Dtplo- matie den Völkern allergnädigst mitgeteilt wurde. Eine Woche, in der ich mit fieberhafter Hoffnung Eure Blätter ge- lesen habe. Jawohl I Ich bestreite es nicht. Ihr wart meine Hoffnung, �hr wart die Hoffnung aller deutschen Sozialdemokraten. Möge dieses Geständnis Euch un- bequem sein oder Euch mit Stolz erfüllen— wir waren über- eugt, daß ein einmütiger Schrei der Empörung aus allen ozialistischen Kehlen nach der Bekanntgabe der sogenannten Friedensbedingungen in allen Blättern, die sich sozio- listisch nennen, ertönen würde, daß alle Erben des großen Jaurds wie ein Mann, wie er es getan hätte, aufge- sprungen wären und in die Welt hinausgerufen hätten: „Das ist die größte Schande der Weltgeschichte! Das ist ein niederträchtiger Won-bmch, begangen gerade von denen, die sich als Rächer eines Woribruches ausgegeben hatten I Das ist der schamloseste Diebstahl aller Zeiten I DaS ist bewußter Massenmord, der im Interesse einiger Hundert Kapibalisten an Millionen von Proletariern begangen wird!" Das hatte ich von Euch allen erwartet, ganz gleich, ob Ihr uns für am Krieg schuldig haltet oder nicht, ganz gleich, ob Ihr uns als Verräter an der Internationale betrachtet oder nicht, ganz gleich, ob die Lage des französischen Volkes, trotz des Sieges, schlimm ist oder hoffnungsvoll. Denn was hat unsere vermeintliche Schurkerei, was hat die Erschöpfung Frankreichs mit der Vergewaltigung der heilig- ste n Grundsätze der Mensch he it zu tun, wie sie, teils heuchlerisch, teils zynisch aus jeder Zeile der 208 Seiten des Friedensbuches spricht? Und wenn wir tausendmal mitschuldig am Ausbruch deS Weltgemetzels und an seiner langen Dauer wären, und wenn es wahr wäre— wie einige von Euch es behaupten—(aber eS ist eine unerhörte Lüge), daß wir Sozialdemokraten Brest-LitowSk zugestimmt hätten, wir fragen: wäre das eine Entschuldigung dafür, daß man mit Millionen von Deutschen wie mit Ladungen Gefrierfleisch Schacher treibt, daß man zwanzig Millionen deutscher In- dustrie- und sonstiger Arbeiter ertverbsloS, daß man andere Millionen von Deutschen, die das Pech hatten, im Auslande zu leben, einfach rechtlos und zu Bettlern macht? Unsere Hoffnung hat sich nur teilweise erfüllt, und das ist vielleicht das Entmutigendste von allem, was wir in dieser ersten Woche erlebten und empfanden. Es ist geschehen, daß Männer, die sich Sozialisten nennen, die neben Jaurds in derselben Kammer- fraktion saßen, diesem Dokument ihren Beifall spendeten. Freilich, von einem Clemenceau hatten wir kaum etwas anderes als diesen Frieden erwarten können. Wir wußten durch Euch alle, was wir von diesem Greis zu Imlten hatten. Und von einem Anbrö Tardieu, diesem Manne, den Ihr alle bis Kriegsausbruch für die größte Kä- naille der bestechlichsten bürgerlichen Presse Europas be- zeichnet, von dem Sozius eines Jswolskys, war man nicht berechtigt, etwas anderes als etwas Schmachvolles zu er- warten. Und daS war so sehr Eure eigene Ueberzeugung, Eure eigene Angst, dajj Ihr Euch vom ersten Tage an an die einzige, die letzte Hoffnung geklammert hattet: Wilson I Werdet Ihr noch bestreiten wollen, daß diese Hoffnung versagt hat? Und da ist eben das Unglaubliche geschehen, woran wir niemals geglaubt hätten: es gibt in Frankreich Menschen, die sich Sozialisten nennen und die kein Wort des Protestes gegen das FriedenAdÄummt geschrieben haben, vielmehr es» ihr«» Blättern, in dar Avance Libar" fComp�re-Morel. Arthizr'Nozier, in de?„PoFtiqite' (Alexandre Sarenne), in de?„Heurc"(Paul Aiibriot)s— ich habe also bisher nur Abgeordnete Eurer sozialistischen Kammerfraktion genannt—, zum Teil auch im Getverkschafts- organ„Bataille" und im«Journal du Peuple"(Henri Faöre) beifällig besprechen! Daneben aber führt das Vlatt Longuets und Barbusies, „Le Populaire", einen unerschrockenen Kampf gegen dieses Dokument der Schande und auch die„Humrinit�" scheut vor kräftigen Ausdrücken nicht zurück. Aber welche Wirkung kann man von einer Bewegung erhoffen, die n'cht einmal von der Gesamtheit der Partei getragen ist? Freitag überschrieb der «Populaire" seinen Artikel:„Ein Friede der Unter- drückung und der Ungerechtigkeit". Sonntag schrieb die„Vataillc" unter der Ueberschrift:«Ein ge- rechter Friede?":«Wir teilen nicht die Ansicht der- fenigen, die in diesem Frieden einen Frieden der Unter- drückung und der Ungereänigkeit erblicken." Sonnabend machte die„Humanitö" auf die furchtbaren Gefahren aufmerk- sam. die für das deutsche Proletariat aus diesem Frieden er- tvachsen würden, und mn selben Tage verhöhnte ein Rozier in der«France Libre" das deutsche Volk und am nächsten Tage bezeichnete ein Jobert in demselben Blatte den Frieden als eigentlich zu milde, als nicht diktatorisch genug I Da? einzige, worin auch Eure linksstehenden Blätter mit de« rechtsstehenden übereinstimmen, das ist die Verhöhnung und Verdächtigung der m e h r h e i t s s o z i a l i st i s ch e n Regierung. Ihr habt Euch die niederträchtigen Ver- leumdungen unserer Unabhängigen kritiklos zu eigen ge- macht. Wir bleiben also die Verräter an der Internationale, die die Kriegskredite für einen Angriffskrieg bew'lligten, und heute noch spricht Henri-Fahre im«Journal du Peuple" vom baldigen Sturze der„Mörder Liebknechts und Rosa Luxem- burgs". Ja, habt Ihr denn noch immer nicht begriffen, auch jetzt nicht? Seht Ihr nicht, welch traurig-glänzende Recht- fertigung unseres ganzen Verhaltens während des Krieges dieses sogenannte Friedensdokumnet bildet? Glaubt Ihr noch immer a m d i e II n schul d der Entente, die sich nunmehr eines solchen VerbreclMs schuldig gemacht hat, wie der Ausarbeitung eines solchen Vertrages? Wären wir nicht Verbrecher gewesen, wenn wir nicht alles getan hätten. um das deutsche Volk vor diesem Schicksal zu bewahren, das ihm jetzt bevorsteht? Und waren nicht vielmehr die- jenigen Verbrecher am deutschen Volk, die ihm einreden wollten, der Krieg ginge das deutsche Volk nichts an, sein Ausgang sei sicherlich für die Hohenzollern von Wichtigkeit, für das deutsche Proletariat aber gänzlich gleichgültig? Die Auslieferung Wilhelms Tl. ist noch zweifelhaft, aber die Ver- sklavung des deutschen Volkes, die Arbeitslosigkeit und der mehr oder minder rdsche Hungertod ist für Millionen von deutschen Industriearbeitern bei der Annahme dieses Frie- denSvertrages gewiß. Ach fa.l Unsere U nabhäng' gen fügten hinzu:„WaS kümmert uns die Niederlage? Das französische und das englische Proletariat werden uns retten, werden Friedcnsbadingllngen erzwingcfn, die zwar unsere Kapitalisten treffen, aber unsere Arbeiterklasse nicht berühren werden." Nun rettet uns, setzt diese. Bedingungen durch, Ihr französi- schpn Sozialisten, wenn Ihr könnt— und wenn Ihr wollt! Aber keiner von Euch kann— nicht wahr, Cachin? nfcht wahr, Longnet?.— und mancher von Euch will es gaw nicht— nicht wahr, Compörv-Mvrel? nicht wahc, Rozier? nicht Wahr, Varenne? Und darum klammert Ihr Euch heute an die deutschen Unabhängigen, weil Ihr Euch Eurer Ohnmacht der Jnter- nationale gegenüber schämt oder auch weil Ihr für Eure Gleichgültigkeit oder für Eure patriotische Schaden» frcnde einen Vorwand braucht. Ihr beruft Euch auf die Unabhängigen, die für die Unterzeichnung um jeden PrSis fein sollen, weil dies für Euch bequemer ist, als uns in im- serem Verzweiflungskampfe bei eine? NichtUnterzeichnung zu unterstützen. Ihr vertröstet uns auf den Sieg des iuter- nationalen Proletariats, der den Frieden von Versailles wieder zerreißen werde, aber geht mit keinem Wort auf die Haltung ein, die Ihr bei einer NichtUnterzeichnung einzu- nehmen gedenkt. Täglich bespricht die bürgerliche Presse die militärischen und Hungermaßnahmen, die uns bei einer Weigerung zur Unterschrift zwingen sollen. Und was sagt Ihr dazu? Ihr schweigt. Ihr stimmt also der Wiederver- hängung der Blockade gegen das gesamte deutsche Proletariat stillschweigend zu. Versteht Ihr jetzt, warum wir in bezug auf Eure Hilfe im Falle der Niederlage skeptisch blieben, warum wir lieber alles taten, um diese Nieder- läge abzuwenden? Werdet Ihr behaupten, daß wir übertreiben? Daß dieser Vertrag Deutschland nicht erdrosselt? Es scheint fast so, als seid Ihr von der Aufrichtigkeit unseres Entsetzens nicht überzeugt. Täglich verhöhnen die„Franc Libre" und an- dere„sozialistische" Blatter unser„GejamWer", behaupten, wir seien noch lange nicht ruiniert, wir spielten nur Ko- mödie. Aber der„Temps" schrieb am Sonntag, bezüglich Deutsch-Oesterreichs, man miisie es milder behandeln, man müsse ihm Kredit gewähren und Lebensmittel, sonst würde man das dentsch-österreichische Volk in den Hungertod treiben und unmöglich aus ihm etwas herausziehen können. Damit war gerade das offen, zvnisch zugegeben, was wir immer wie- der in die Welt hinausrufen: wie soll das deutsche Volk ernährt werden, wie soll es die Lebensmittel bi�ahlen, wenn es einen Schadenersatz leisten soll, der sein VolkSvermögen der besten Friedensjabre übersteigt? Mit der oberschlesischen Kohle, mit dem lothringischen Erze, mit dem elsässischen Kali, die es verliert, oder mit den Produkten aus seinen Kolonien, die ihm geraubt werden? Oder mit seinem Gold, das beschlagnahmt wird? Nein: der kalte, planmäßige Vernichtnngswille des Achtzigjährigen, der Euch seit acht Monaten beherrscht, ist es. der sich hier kundgibt. Er will sich am deutschen Volke rächen, er will eS dem Hungertod preisgeben, und mit ihm sind es französische, englische, amerikanische Kapitalisten, die die Kriegskoniunktur lange über den Frieden hinaus am Marke des deutschen Volkes ausnützen wollen. Und was sagt Ihr dazu? Haase... Internationales Proletariat... Unterzeichnet... Brest-Litowsk... Kautsky... Unterzeichnet... Unterzeichnet... Versteht Ihr uns jetzt, uns„Scheide- männer", diewirunsweigerten, dasSchicksal der deutschen Arbeiterklasse den franzö- fischen Sozialisten anzuvertrauen? Oder wollt Ihr nicht verstehen? Die Unruhen in Stettin. Stettin, tö. Mni.(Eigener Drahtbericht des ,??onv?riS"> Bereit? am t4. Mai halten sich hier Unruhen am Bollwerk bemerkbar gemacht, indem ein Teil des Publikum? den Fischhändleni die Fi'che zu rauben versuchte. Doch gelang es einem Ausgebot von Truppe», die Plünderer wieder vom Bollwerk zu vertreiben. Bei den Zusammenstößen gelang eS den Plünderern, einige Waffen zu erbeuten, ein Maschinengewehr wurde von ihnen in die Oder ge- worien. Bei dieler Gelegenheit sind schon einige Leute verwundet worden. Gestern kamen nun die Plünderer mit verstärktem Aufgebot wieder, besetzten auf dem gegenüberliegenden Oderuser die Lastadie. die Speicher und die Fischhandelshäuser. Da die Polizei sich bei den Zusammenstößen mehrfach Uebergriffe zu- schulden kommen ließ, zog man vor das Polizeipräsidium und forderte die Enltoaffnung der Polizisten und die Bewaffnung der organisierten Arbeiter zur Ausrechterhaltung der Sicherheit. Darauf- hin wurden Truppen aufgeboten und die Oderbrücken kochgezogen, so daß keiner zurückkonnte. Aber auch den Truppen gelang eö noch nicht, die Ordnung wieder herzustellen. Im Einverständnis des Das Karuffell. von Ernst Preczang. Zsch kannte eine», das wurde von einem allen, lahmen Schimmel gezogen. Neun Jahre lang lies der Gaul damals bereits im Kreise herum, wenn er niwr mit hängendem Kopf an der Krippe stand, fraß oder vor sich hm döste.„ES tS'n gutes Lieh/ sagte der Be- sitzer,.aber der Kit seine Mucken"..Der Seiinimel lies nämlich nur mit Orgelbegleitung. Wenn das Karussell seinen Standort veränderte und der Gaul an die Deichsel geipanat winde, mußte, um ihn in Marsch zu bringen, auch der Leicrlasten in Be- wegung gesetzt werden. Und nur die Peitsche hielt den Schimmel davon ab," sich init dem Wagen in der Runde zu drehen. Es war ein musikalischer Gaul— ganz im Gegensatz zur Drehorgel selbst, die zuweilen wie ein Pferd wieherte, wie ein Hahn Irühle oder wie ein Pumpeiiichwengel seufzte. Ihre mannig'aUigen Töne ha'ten wenig uiileiimiider»nd nichiS mit der Musik zu tun, <£ie stand zweifellos noch länger im Dienste als der Schimmel, dem einige Zähne fehlten. Auf ibren Walzen waren ganze Neiben ausgebrochen, und wenn zum Beisvicl dos idiöne Lied.Freut euch de? Lebens" andeutungsweise erschien, dann glübte wohl das Lämpchen noch, aber die Roten blühten in der Stille. Dieser Mangel kränkte dem Schimmel. Er fiel aus seinem Trab in einem langsamen Schritt, bl.eb auch wohl einen Augenblick ganz stehen und ging erst wieder in heftigere Bewegung über, wenn die Walze ihre zahnlose Periode überwunden halte. Neulinge, die auf den, Löwen oder Tiger iaßen und infolgedessen von größerer Energw beseelt waren, verlangten schimpiend für ihren Sechser ein lebhafteres Tempo. Aber der Mann am Leierkasten winkte nur be- ruhigend mit der breiten Tatze: ,He» vetpust sick'n beten. Desto döllcr geiht' naher." Man kann sich die Ursache seiner Erinnerungen nicht immer gleich erklären. Diese ist beiläufig drei Jahrzehnte alt. Sie stieg »ir auf» al- ich las, Heir Dr. Streiemann habe in einer Versammlung, des deutschnationalen Jugcndbundes der Jugend u. a. dies gejagt: Ihr seid dazu berufen, dem deutschen Vaterlande die Freiheit wieder zu schaffen. Wenn der Frieden zustande kommt, dann muß jeder deutsche Jüngling und jedes deutsche Mädchen den Haß lernen, den u n v e r s ö h n I i ch e n H a tz, bis die Schmach, in der jetzt Deutschland versinkt, gelöscht ist." J», als ich dies las, fiel mir der alte lahme Schimmel und das Karusiell ein. Vor einem halben Jahrhundert flöteten die Franzmänner jene Melodie, die uns seitdem oft genug häßlich in den Obren klang. Man ritt Löwen und Tiger, und es ging trotz aller Versuche der deutschen und französischen Sozialisten, aus dem Haß ins Freie zu kommen, immer wieder munter tm Kreiie herum. Wenn der alte. lahme Schimmel der offiziellen Politik einmal in ruhigere Gangart gerirr. empörte fick das vereh-Iiche Pubi-kuw und ichimpste. Und die Orgel wieherte: Erbscind! Erbseindl ilad sie krähte: Revanche! Revanche! Und seufzte dumpi: Haß! Haß! Der Schimmel trabte weiter. Er hatte sich nur ein wenig der- »ujtet. und es ging nachher desto toller. Am feu l AmBdEl steht. Unsereiner denkt: höchste Zeit, es abzubrechen. Denkt: Un- heil genug, übergenug. Sieht die Toten, Krüppel, die Witwen. Waisen, die Ruinen und gigantischen Schutibauten— und fühlt die tiefe, ursächliche Notwendigkeit: nur nicht wieder den alten Schimmel in T»af» sctzcnl Nur nickt wieder ichimpie», toben und biüllent Dock neue Wege suchen von Vernunft zu Vernunft, von Volk zu Volk. Aeincil Willen zeigen und die Atmosphäre entgiften. Aber nur nicht wieder die Jugend, die Jugend vergiften! Und während aller Augen nach einem Ausweg spähen, siehe: da steht schon wieder einer an der Walze und nuddelt draus loö: .Haß! Haß! Unveriöhnlicher Haß!" Und man schivingl sich schon wieder auf die hölzernen Löwen und Tizer und peitscht den asten, lahmen Schimmel:»Rache, Rache l" .Haß. Haß!" kräht der Leierkasten. .Wtedcrvergeltunq I" Altes Gift in junge Seelen. Wie vor einem halben Jahrhundert die andern. Und nach weueren iunfz�g Jahren? Und dann wieder: nach hundert, bundcrt'ünizig, zweihundert— und so fort...?' Immer im Karussell, nicht wahr? Immer luftig weiter im allen, ausgetretenen Gleise. .Haß. Haß I" Zum Teufel mit eurem Haß! Auf den Schindanger mit dem lahmen, döfigen Schimmel! JnS alte Eisen mit der zahnlosen Orgel! Und endlich eine« ehrlichen Weg ins Freie, und ein frohes Lied vom BorwärtSwandern I Knochenerweichung infolge Unterernährung. Unsere Jugend schwer bedroht. In der April» und Mai-S'tzuug der Göllingcr medizinischen Gesellschaft berichtet Prof. Fromme über das gehäufte Anftreiesi schwerer Knocheneiweickuna bei Jünglingen zwischen 14 und 18 Jahren. Die daraufhin mit Hilf« der Aerzie von Gvltinqcn und Umgebung angestellten Nachforschungen haben ergeben, daß die Krankheit in großer Ausdehnung in Götlingen und verschiedenen Städte», wie z. B. AndreaSberg und Alfeld, und zwar«st rn den letzten 2'/z Monaten ausgebrochen ist. Es handell sich um eine sogenannte Spät-Rachittö(englische Krankheit). in einer gegen früher ungewöhnlichen Schwere. Tie davon veialleneii loerden nicht nur arbeitsunfähig, sondern durch Verbieguugcn und bei gewöhn- kicken Bewegungen auftretende Einbrüche der Knochen aus die Dauer in Wacksrum und Gestakt schwer geschädigt. Neben dieser typischen Erkrankung der Jugendlichen sind iektenere Formen von Knocken- erwetckung lOsIevmsIacie) bei jungen Flauen und Greisen mit ihren schrecklichen Folgen, Erweichung des Beckens, beobachtet worden, Es handelt sich um die Bewohnerschaft gesund gelegener kleiner und kletnster Städre. Hauptiächlich sind es jugeudUche Arbeiter, die meistens aus kinderreichen Familien kommen. Au« ländlichen Be- trieben stammen nur wenige und diese aus Zwergwirtichafien.>/, Liter Milck täglich bar in den vereinzelten Fällen, wo ieine Anwendung möglich war, die besten Reiullaie gegeben. Einen Begriff von der Ausdehnung des Leiden« mögen folgende Zahlen geben: Von den 1S00 Mitglieder» der DrUtraultnlaßc iu sich«ttürlich au» allen ArbeiterraiS wurden nunmehr von dem Nnabhängkgen Heike Waffe« an die organisierten Arbeiter ausgegeben aui Grund ihrer Mit- gliedbescheinigung einer der drei sozialistischen Parteien, um so die Zuziehung auswärtiger Truppen entbehrlich zu machen und bis zur Bildung einer Einwohnerwehr den öffentlichen Schutz zu übernehmen. Aber auch die bewaff- neten Arbeiter konnten gegen die siarkbewass- neten Plünderer, die sich in der Uebermacht befanden, nichts auszurichten, wie auch schon vorher Polizei und Truppen versagt hatten. Der Mob stürmte das Gefängnis, befreite Gefangene, verbrannt« Alten und plünderte in den Slraßei, der Stadt, unter fortwährendem Schießen, bei denen auch mehrere Personen verwundet wurden. Die Unruhen dauerten bis beut« morgen. Es wurden die Schaufenster der größeren Geschäfte zerstört,». a. alle Schaufenster der Warenhäuser Karstedt und Kager vdllständig demoliert. Auch in dem Stadtteil Grabow sind eine Anzahl Geschäfte von bewaffneten Matrosen und Zivilisten geplündert worden. Während der Unruhen tagte die Stadtv«ordnetenfitzung. Dtei'e wurde aber um S1/., Uhr abends abgebrochen. Drei Vertreter der MehrbeitSiozialisten und der Unabhängige» wurden auf das Polizeipräsidium gerufen und auch zwei Vertreter der Kommunisten hinzugezogen. Unabhängige«nd MehrheitSsozialisten hatten sich für die Zuzi ehun g von a u s w ä rti g e n T r u p p e u ausgesprochen, während die Kommunisten dieses ablehnien. ES wurde» daraufhin überall Plakate angeichlagen, in denen vom Magistrat und Arbeiterrat zum Eintritt der Arbeiter tu die Ein« wohnerwehr aufgefordert wird. Such sämtliche Behörden haben um Zuziehung auswärtiger Truppen gebeten. Der Srbeiterrat beon- tragt«, daß bei de» etwa vorzunehmenden militärischen Operationen Vertreter de« ArbeiterratS Hinzug. zogen werden sollen und nach Wiederherstellung der Ordnung die Truppen sofort die Stadt zu verlassen habe». Lou den drei Oderbrücken find zwei noch hoch- gezogen, die drifte darf uur gegen Ausweis passiert werden. Da» Volkshaus ist geickloflen. Wie verlautet, sollen bis jetzt zwei Tote und mehrere Verwundete deu Unruhe» zum Opfer gefalle» sein.—- Nach üem lliebknecht-Luxemburg-prozeß. Der Bezirksvorstand S. P. D. hat in sciuer gestrige» Sitzung einstimmig folgenden Antrag angenommen: .Das Urteil im Liebknecht-Luxemburg�Zrozeß karr» da» Rechtsempfinden weiter VoUskreise nicht befriedigen. Wenngleich anerkannt wird, daß da» Kriegsgericht sich bemüht hat, die Verhandlungen objektiv zu führen und die Wahrheit zu ennit» teln, muß doch die Zugehörigkeit der Angeklagte» und Richter zu derselben militärischen Form», tion Mißtrauen gegen die subjeknve Unbefangenheit der Rich. ter hervorrufen. Der Bezirksvorstand fordert daher die Regierung auf, dafür zu sorgen, daß das Urteil des Kriegsgerichts nicht de- st ä t i g t wird und schleunigst ein« Aenderung der bestehenden Ge- setze dahin herbeizuführen, daß die Wiederholung des Prozesses vor dem zuständigen bürgerlichen Gericht stattfindet." •* Ein„RevolntionSgericht" wird in verschiedenen Pro- testresolutionen gefordert. Bisher ist niemals eine nähere Erlau- terung dieses Begriffs, wenn er überhaupt einer ist. gegeben war» den. Die blutigen Schandurteile der Budapester Kommunisten» gertchte sollten zu denken geben. Kein Laiengerickt in einem geordneten Staate ist bisher ohne Verhandlungsführer und Recht» sprechung durch gesetzes- und rcchtsprechungskundige Männer au«- gekommen. Wer unduldsam gegen jede fremde Meinung ist und sich nicht bemüht, sich auch in die Gefühle anderer hincinzuversetzen. der wird nie ein gerechter Richter sein. Diejenigen, die etwa nach dem Blut der Angeklagten im Liebinechtprozeß lechzen, seien von einem, der viele Jahre lang Karl Liebknechts Reden zum preußi- scheu Justizetat gehört und oft genug mit ihm darüber gesprochen hat, daran erinnert, daß gerade Karl Liebknecht der schärfste Gegner der VergeltungSthsorie war. Termit soll natürlich nicht gesagt sein, daß die empörende Roheit eine« Runge, Vogel oder Petri irgendwie entschuldigt werden soll. r. V. NlterSstuken. d. h. auch ans den weniger Disponierten, zu'ammen- setzten, sind 5 Prozent und dmuber in den letzten sechs Wocken durch diese Krankdeit arbeitsunfähig geworden. Genauer« Einzel- Heileu werden vcröffentlickt werden. Streik in öer Volksbühne. Die Leitung der Volksbühne teilt uns mit: Di? Freitag-Vorstellung der Volksbühne, Theaterd-K"ris-,r� > Spr. 10-1, 5-5. Haot-uJarnarzt Ertolgreldie Behandlung. fiöolostr. 34/36 Alexanderplatz. !0~1t 5—-8« Sonnt. 10— 1. KREM TERAS zarter Teint Ober NacM Grote Tube 3.00, klein Tube 2.00 M. MUNDWASSER SINOSPRIT einige Tropfen genfigen Flasche 3.00 M. MUNDWASSER-PULVER LEUK000NT z. Selbstderelten Schachtel 2.00 M. MAX 5CHWARZL0SC BERLIN JEDE SORGE wegen schadhafter Dächer beseitigt AMBI, Abt n s Charlottenburg 9 n Goldfüllfeder 14 EehtGald�aDlanianl Irldlum-Spltzs Mk. iSIcherhcits» | Malter! ■15 cm 10.35 Mlc':| i 12 Wochen Um- i Reparaturen > tauschrocht! ew,tBma iAiie Systeme j BU*r Syatema Prospekt wie'w?«rwater Gratis. 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N.58. TanIianstr.Äl. Probst, gu jedL. K. 24. Friedrichstr. 112, Zander 10—12 Uhr vorm. SW. 11. Hallrsche Str. 20, Bund deutscher Ossiz.-Frauen S— 7 Uhr. N. SV. Hochstr. 11, Meyer(stontrr). i—e'l, Uhr nachm. W. 82.«urfstrstrnstr. 125, Aus!.- stelle für Freiwillige. 9—7 Uhr. SW. 11.«öniagrötzer fett. UL Aus!.- stelle silr Freiwillige. 9-7 Uhr. SO. 25. vranirnstr. E Anskunf»- stelle für Freiwillige. 9—7 Uhr. SO. 28. Oranienstr. 148, Ankunits» ftelle für Freiwillig-. 9—7 Uhr. N. 39. Pantstr. 93, Ii.«runddes.- Ver. Wedding.lOhV— ISUHr vorm, auhrr Sonnabend und Sonntag. N. 37. Prenzlauer Aller 2. Stein- metz. VormtttagO bis 10V, Uhr. N. 39. Scharnhvrststr. 23, Ziachr.- Bureau. ö1/,! vorm, Z-ist/, nachm. NW. 52. Thomastuostr. i,«chrer. 2—5 Uhr nachnt. NW. 52 Turmsir. 9t(Neue» str.�drr.) Brig. Reinhard. 9-5. SonnE9-ll>/> W.««. Mauerstr. 39, Weilert. 9-5 Uhr, außer Sonnabend u. Sonnt. Alle die voroeke: 3 im. 214. Bilde-PE nimersdörf. Schäperstr. 25. Friedenau. Soslarstr. 14. feteglitz. 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Gemäß E 5 her Verordnung des Magistrats Jsrlin Uder Ledensmitieikarte» wird jiir den Gemeindebezirk der Stahi Berlin bestimmt: I. Aul Abschnitt 3 8 der Slnsuhr-Zusaßlarte der Stadt Berlin enisaUeu M SM« WNÜWS SichMeSl oder 250@rm is!UWM BeiseaiaHI nach Wahl der Bezugsberechtigten. 2, Der Aleitibondelsucrkizufsprels beträgt für V, Viani» anoliinblkehss Weizenmehl 1.0g Al� für V, Vfunb InlänSisrhe» Weizenmehl'(94 prozeiiltgts) o.ie m. 8. Der Bezug de» anotändlschen welzenmeh?!' ist an eine Vorantneidung gebnaden. Unter Ausschlstß nach- iräzlicher Annahme Ist der ganze Aiifchnlit 17 der aUge» meinen Ledensiniltrlkarle der Siedl Setiin, der als Tee- anmelbeabfehnUt bestimmt ist. in der?eit von: gionnabend, den 17., bis zum vieaslafl, den 20. Wal 1010, r ei.::i Kleinhändlern abzugeben. Die Kleinhändler haben Ad» kdinitte 17 bei den Großhändlern am 21. Mai 1310 abzuliefern. Deila'" M"■■■"■ m wm! Vsrgnfigtragspaiast 'Berlin Ursen nicht angenommen werden. he Weizenmehl tan» ohne Vor- abschnitte Nr. 17 Otis DWWW aniaslduag gegen Abgabe des ganz'«: Abschnittes 17 der Lebensi»ittt!lkar!e und de» Abschnitte» J Z tn Einsuhr-Zusatz- tartr sogieirh in den mit entsprechenden Plakaten«ersehen«» (Lefchäften, die außerdem noch besonders bekanntgegeben werden. bezogen werden. 5. Mit dem Verkauf des ausländischen Weizenmehl» gegen Abgabe de» Abschnitte» 13 der Cinfuyr-Rusgxkorte wird, einige Tage noch dem Aufruf begonnen werdein Nicht o.bgehvlte (tuterkaltungg-Rshaurant Mien-Serlin 63 a. Willi Rorwltz Laurenz u. Partner Erwin Suttner• Ellriede Sßderstr&m Robert NcseiaaM| Martin Brauer Kapelle Cinstav Gottacbalk Oute Küche— Oute Weine. Anfang 7 Uhr Klntritt frei. früher® Kliems JesfsHls, �nsenheide 1345| Inh. Karl Knoppc. � Sonntag, den 18., Mittwoch den 21. und Donnerstag, den 22. Mai:£ � Großer Ball mit verstHrkteui OecheBlcr. I I— Anfang Sonntag» 4 Uhr, wochentags 7 Uhr—— '[Die eleganten SSic und Sommer- Theater sind an ;[ Gesellschaften und Vereine unter kulanten Bedingungen zu vergeben. 940L* Reetoi Eaknt& HertzerlÄ j Morgen Sonntag letzt.' die»! Fohri Zur Dsussidilite»süd färm. \bi?khrE5lii)stfl05üfetfl.3ßbBl|.Mrd)l!t. jia. Morg. u.folg. Äv ♦ 01" > Sonntagcßu. Ad MAwl rotiingse i n. Teuyitz, 8 j_ »»j'agfepp» __________________________________(ßmf££&lSifz »£14*.-.*, Morg. Sountag letzte dtesf. Dan.pferfatzrt CS»_/S 5. k /QK Zill Boumüiite KM mm£££% Abf.» Ubr vom Reichstagsufcr Marfch-ll- e-JPU&riiOO ....»■~y~ nriifto CPoirtictfiT/nct.TohffatSo Ware«erfällt mit dem 7. Juni 1819. < 0. Die Alalnhaudler stnd oetpPlrfjlct, die So ta ohee IZshLÜer, auo denen sie da» anslündlsche INehl vor- taufen, dem Publikum siehldar Im Laden atifjnfteBeu. Die ääxt? oder Behattor stob durch eloi Schild mit der Uiuf.chelft«'Analondlsches Weizenmehl- zn»««». zeichnen. 7. Die mit dem Verkauf des Inländischen Welzen-noht» ' neben dem ausländischen Weizenmehl beanftroxten fifeitv- hdndler sind oerpflichtet, die(dt das Znfanbsmehl eni- gegengenoninienen Ablchnltke Ztr. 17 der Cedcns- Bslifefrcefe»er Viadt Berlin und 3 3 der Okiufuhr- sjuzohkarte Im Beiiein des pudütums mit IZI«:is:lst zu durchstreichen. Die Kleinhändler habe» die.:t,.:en ' für da» onsiändilche Weizenmehl angenommenen Abschnitte öer Einsuhr-Kusatziarte am Tiiesstna, den 10. Zun! 1S10 au , ihren ziistiinoigen Großhändler abzuliefern. S. Die otdnaneaniäfelge Ausgabe de» Mehl«>n i den aielnhandelsgelchäfien wird streng leutruiüort. Die Kleinhändler, die das relue n»«Ionh!sche Mehl etwa znrti-thallen, vermischen oder oertauschen, oder aber Tte'tdeststnde unbefugt verwenben. haben NN- nachsichtlich die Schiletzung des Betriebes zu ge- mürklgen. I Zm übrigen finden, sofern nicht andere Vorschriften schwerere Llrafrn ausspreche», die Strafbeftimmnugen des 9 10 der Verordnung Oes Illagistra!» Berlin vom 1 S. Oktober 1916 Auweudnng. Berlin, tot 16. Mai 1919. "590 Nä. Magistrat. Abteilung für Nährinittel. Renne«\ Abf. 9 Ubr vom Neichstagsufer Marschall brücke, nahe Neichsiagsgebände. Abf. 9»:, U. Gharlottenba.. Tegeler Äea, nahe Bohnh. Inngfernh. Nsedorrl Ulecle, Berlin, Falckenstelnstr. 48. Tel.: Amt Mgl. 8197. Msfchr 2. 7 Z Vv.. wr Km eoaertund. ki SchstheAn«. DesOsrjza •B beka. finom« Kruphann(«tutann.©tn- SSeo. f. K.rüit; Bß.ti3äßii.yIliatBilll,Jtaä»*a6tkb(U. 941. tost Waiitic Iii«, Vuftige Kleider— Soimenfchein! t)ie., ffmqftjreub | e � c r D s m c! KOStÜme vieleFarben. flotteFormen 136.— 195.— 244.— Garnierte Kleider 145.— 197.— 289.— Imprägnierte Mäntel 165,— 198.— 267.— Sportjacken u. Paletots aus guten praktisch. 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Das Stottern ist nicht I etwa eme Krankheit, sondern beim Stottern handelt es sich um Spasmen, um Muskel- j Urämpie, die ein Hindernis des Redeflusses bilden, welche von einer abnormen Funktion der Zemralorgene, die teils in dem Stocken der Atmung, teils in den Krimpten der; Slimmritze, teils in denen der Muskelorgane sichtbar werden. Der Raum ist hier zu: beschränkt, um über die Arten und die Emsiehungsursachc des Stotterns Näheres zu 1 schreiben. FrSber war Ich eelbet ein hartnAckljer Stotterer und habe an vielen Kursen In den besten Anstalten, ohne den gewünschten Erfolg, teilgenommen Habe Tausende für wertlosec Kurse ausgegeben Nach langjährigen Forschungen ist es mir gelungen, eine'Aethode zu erfinden, womit Stotternde lauch Kinder) sich selbst vom Stottern befreien können. Ein auf diesem Gebiet maßgebender Pädagoge schrieb mir: Jhre Methode müßte einen Ruhmes- und Siegeszug durch die Welt machen." Fast täglich i laufen Dankbriefe von Personen ein, die sich mit Hilfe meiner Methode selbst vom Stottern befreit haben. Praktische Aerzte und Lehrer, die zurzeit selbst Stotternde! heilen, sind zuerst von mir von ihrem eigenen Uebel befreit Internationale Sprachheil-Anstalt Hannover frleseiiKtraUe 33, Fernnprcclier 5371. Dil«. V�arnecke. (öelcßeutjcit! Nücke 25 Mari, aueb in Seide, Mäntel. Kostüme. Biuse» iehe preiswert, esenb Auseriigung. Motzstraß»»7, II find»,■ GelWMMWsZ Kalle Raimdok Tiergarien habe ich ein sehr hiidsche»| Wohuhau» mit 4».& 7. Zimmetwohmmge« herritchec, freier stu,,, a»(«arten, Ofenheizuitg. i Warmwasseroersoro., diilt. gen Mieten, die ca. A. 37 vag betragen, sllr M. 450 0S0 zu verkaufen. Evtl. kann eine 7- Fimmerwohnung zum L 10. 1919 bezogen werden. Julius M. Bier, Uelpulftcr Straße 26, Zentrum 1225Ö/53. zu B8r!iD-GruD2wai(i (Kennen des Union-Klub). 2. Tag: Sonnabend, den 17. Mai, nachm. P/a Uhr (verschoben vom II. Mai) 8 Rennen im Werte von 128600 M.t n. a.: Henckel- Rennen, 27 003 M, Verkehrsverklndungen: Vorortzüge bis Bahnhof Kennbahn, Untergrundbahn bis Bufinhoi Rcichskauzlcrplatz, StrsCcab. D u. U bis Bahnh. Heerstraüc usv.. Gartrnstildtrt to-sttätfeiü, M-DKt'Sikilg. Bolüijeitü, ca.'/,Std. Vorot t van Berfsth actißnet&nr W rutidwnst 'WsZ von Etgonheinivu. GaS and Wasser varhaude«. Elektrischer Anschluß gesichert.— AuZlmist: ZkMe WMW« Mis. Kurfürftendamm 17. Fernsprecher: Slcinplatz 477». T6S* SUMe Bergicsdit, Solüeaisnrg I. SdiL Infolge Wahl de» jetzigen Redakteur» als besoldeter Stadtrat suchen wir zum baldigen Antritt einen I«W MM. Wir reflektieren auf einen gewandten, erfaheeren Iournallae», «ehatt»ach der Bedingung des Verein» Arbeiterpresse. 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O«« 18 I II« UM j Prauen-SpeUesaal ;£ F. V\ US: Mfinner-Speliesaal Freitag, 28. 8. 19. 11« Uhr| Minner-SpeieesaM l) i rauen-Spfitesaal Sonnabend, 24. I. IS. | U" Uhr I Männer-SpeisesaaL Die Dlrektlun. Oe«. A4 . i> Oew. a . bc .» L n*' S'" Gew. A3 und Commerz« und Disconto«Bank. Reunucifvierzigstc crdenüiti'e GEneralvErssirmli'ng der Aktionäre an Mittwoch, den 4. Jnnl 1919, Tormlttr-n II Uhr, im Stlxangasaale der Ben IT In Hambarg, Keß Nr. 9. Tagesordnung: 1. OeechlRsbericM des Vorstandes, sowie Vorlegung der BBaan nebst C Verlust-Rechnung und Vorschlag zur Gewinnvcneilung 2. Bericht des AufaiaoUraics Uber die Prufun.' der Bilanz, der Gewina- und Verlust- Rechnuad sowie des Vorschlages zur Qewinnverreiiung 3. Beschlultassung Cber die Genehmigung der Bilanz und die Enllainrng des Vorstandes und des Aulslehtsraies. sowie über die Verteilung des Reingewinnes. 4. Wahlen aum Aufslchtsrau. S. Beschlutlassung Dber StatutenSndercngen. Diejenigen Ahtionstr-e, welche sich an der Ocaeratvervammtim dar«hg« wotten, haben Ihre Aktien spätestens am 31. Mnl d. J.«iltreßd der üblichen UeschlfUsiundeo, In BcrÜD bei unserer Niederlassung, bei der Rank des Rcriiner kaanra-Vcrrtaa(onr ftr Mhghader des Olrt»- EHeklen-Depots), in Barabcrz. Alleonurg S. A.. Altona, Brandcnbitrg a. n_ Caetbws, tosnaumd. Fürst I. L., Fstrth, Oelsenklr-.hen,(iuben, Hannover, Kiel, Leipzig, IL heck,.v.üibelm a. Ruhr, Nürnberg, Uocrhausen L Rhld., Recklinghausen, Sterknuie, Slctlhi, Wanne, Wallenschcld bei nasrre> Mederlassaagett, ha Chemnitz beim Chemnitzer Bank-Verein, In Dresden beim Chemaltrer Itank-Vercis u. bei d. Witteldentsehan Privat Bank A-0. lu Falkensteio bei der VagilSadhiche* Creiltaestclt A.-ü-, in Frankfurt a. M. bei den Herr« 4, Orerlus& Co. In Kstln bei Herrn J. II. Stein, In Lflbau bei der Lfibauer Usak, In Magdeburg bei der Mlileldeutscbt« Prtvai-Renk A. O., In Münckea bei der Baycrüchen Vereinshan« u. b. Bankgeschäft Allred Lerdlenlhat, zu hinterlegen und bis zum Schlug der Qcncralversammlun,- daselbst zu belassen oder die Hinterlegung»ei einem deutschen Notar dadurch nachzuweisen, daü sie einer der genannten Anmeldestellen(pltastaat am 31. Mild. 3. einen ürd.tungimadigeu llinierlegunKS- Schciu des Notars in Verwahrung geben. Dieser Hinterleguigsscheln gilt nur dann als ordnungsmllilg. wenn darin die unterlegten Aktien naeft Nummern genau bezeichnet sind und wenn überdies in dem Hinterlegungsscheln selbst bescheinigt Ist, da'i die Aktien bis zum Schlut der Generalversammlung bei dem Notar in Verwahrung bleiben. Gegen Hinterlegung der Aktien oder Elnrelchuug der notariellen Hinterlegungsscheir.e werden Eintrittskarten auspehindlgt. Die zu hinterlegenden Aktien können ohne Gewinnanteil* scheine und Emouerungs- cneine eingereicht werden _ Waniburg, den H. Mal Istist.__ Dar Voratand t Blocke. Pllstar. «Naae rufte, kramptwd erleide» heilt sogar In verzwelielten Fällen mit oft überraschendem Erlolg die hawtblldendc M«schmerz- n. luckreizsilllende fkillpp-Salhe" eis 2,00 u. 2,75 M.; erhlltlici» in der ElefaaicD n. Kronen- ,r;iiukc und in der Mioei-va-Apotfieke, CkirloMeBburj?. M«n e sich vor Nachahmungen und bestelle, wo ni:lii erhältlich rekt b. Tutog»�ee»dr>er, Duchhorst, aWWeithest(chub, Schild»«. Bch{mvi«lk<(Dem. n. Forst) mit Demmühie, Sarin, Oimoherrrf SchäneeNabe bcfd.aitiflten Oker»»»Ot, haften vrrstchrrungepkstchtistrn ad»er- fl hrrmtgeberrchtlstien Personrit |««lr fir hie thmäo oorhun- denen Btkettgf her wir» mit beia L«. 9)1 aj IfllJ ein« gweiadrir unfetrt Raffe hl Jfiililenbcck errichtet. Diese Ist werftSstlich oon 8 Nhe oorminap» hl« I Uhr noch- «itrtm« ,r»stnet 27518 B«»Un. den 14 Med>919. »tilgen:. Oolcfraneenkass» NIe»»rbar»t«. «»«»»«, BotstHcnber. M Sit t? ssS H G M Vriondere»«ngeboi in Möl! mqmm Btcnlag, den 19. TBci»ia Sonnabend, 24. 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Warschall. Teebdiner Str. 18. Wahlabarf: Wlibemann. Sagnerftr. 8. «arienboeft A u st n st Leid. Ghausseeftr. N. Marlenlrlde: W. Schul«, Berliner Str. 118. Rruenhagrn: Weuzkr. Zlrgelstr. 71. Renköllni M. Heinrich. Reckarstr. 2(Laden),»«öffnet oe n 9— G Uhr. Renlölln Britz: R a h r. Slegfriedstr. 23229. Geöffnat van 9-4 Uhr. SlcbtrfchinUairn! G. Lchllrbener, krestawstr. 14 NIederschönraeibel Wilhelm Unruh, Brücken str. 10 n. Rawawe:: Karl Srohnktttz. ckilenbahnftr. 18. «aisda«: v I r I g, Walfenstr. 24. vranl.nbnrg: Aid. straft, Garienstr. 4 Oder chburwelde: Rodert Paul, RathlldeNstr. ö. Paalam. Soidrnd, Blankenburg: Ri Hut nun, Pankow, Mühlenü». 70. «ahnsdorf. T e i ch e r t. Farststr. 7. SUinlckcwoH.on�echöBhaUi Albert s-hla.«taoUl- Rrlnlckeabarf-Ralrathalt Baal Stpet, Sdelweitzstr. 8, Potsdamer Str. 4 Schln-bergi Wilhelm Btznmler, Belziger Str. N (Laden). Geöffnet oan 9-4 Uhr. schönelche: Seifert, Waldstr. 30. Sirmen-stadt: Aug. 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Der VoUskommisiar deS Auswärligen Tichitscherm sendet folgenden Funlspruld an daS deutsche arbeitende Boll: In dieser schweren Stunde, da die deutschen arbeitenden Massen eine fürchterliche Prüfung unter den Schlägen des siegreichen Imperialismus durchleben, senden itmcn die revolutionären Nrdeirer und Lauern RuxlondZ ihren brüderlichen Grub und den Ausdruck ihrer Teilnahme. Sympathie und Arbeiiersolidarität. Der Imperialismus der Enteuteländer hat seinen Gegner zu Boden ge- Worten, und jetzt feiert er sein Siegcsfest, welches jedoch, wir bezweifeln es nicht, von kurzer Dauer sein wird. Unerhörte Beraubung, unerhörte Knechtung, das bedeutet für das deutsche werktätige Boll der so- genannte Friedensvertrag, der ihm von dem cnt- menschten Sieger schamlos auigezwimgen wird. Reine Gewalt, Verbrechen durch und durch, das ist der sogenannte Vertrag, den zu unterzeichnen man das enilräitete deutsche Volk nöt'gt. Gebiete mit unzweifelhaft deutscher Bevölkerung werden ihm entrissen. Seine kostbaren R a t u r s ch ä tz e werden ihm ab» genommen, es wird gezwungen, eine so unerhörte Koritribulion zu zahlen, daß, selb» wenn das deulsche Volk Tag und Nacht auS« schließlich.ifir die Befriedigung seiner Sieger orbeiicte, es dennoch nicht imstande sein würde, ruit dieser Last fertig zu werden. Es wird io giündlich entwaffnet, daß in jedem Augenblick der Sieger ins Innerste seines Landes wird eindringen können, um ihin die letzten Siöbe zu derietzen. Tichilscherin versichert dann, datz die werktätigen Massen Rus>» lands die schweren Leiden der Arbeiter und Bauern Deutschlands brüderlich mitempfinden werden; er weist serner darauf hin. datz schon die grenzenlose Schamlosigkeit und B e st i a l i t ä t der jede Vernunft vergessenden Sieger allein ein Beweis dafür ist, dag deren Welt der Gewalttätigkeit am Vorabend des endgültigen Untergangs steht. Zum Schluß hebt Tichitsckerin hervor, daß in der unaufhaltsam wachsenden revolutionären Solidarität der Arbeiter oller Länder und in der internationalen revolutionären Einigung das Pfand zur baldigen Befreiung Deutschlands liegt. ds? baöische Landtag gegen den Gewalt- frieden. Karlsruhe, lg. Mai Der badische Landtag nahm heute t« einer feierlichen Sitzung Stellung zu den Bersailler F r i e- densbedingungen. Staatssekretär Geiß legte in eindrucks- vollen, häufig von lebhaften Beifallskundgebungen unterbrochenen Ausführungen die entschieden ablehnende Stellung der badi- schen Regierung dar und erklärte: Wir find entschlossen, dag Schlimmste zu tragen für die Zukunft unseres Volkes. Wir ver- zichten nicht auf unsere Rechte. Für diesen Vorschlag haben wir nur ein einziges Wort: Unannehmbar! Dieses.Unannehmbar" wurde von den Rednern aller Par- teieu in flammenden Protesten zum Ausdruck gebracht. Eine Kundgebung der Ausländer in Berlin. Berlin, 16. Mai. Eine am Abend abgehaltene Versammlung der Busländer in Berkin, zu der über hundert Ber- treter verschiedener Nationen erschienen waren, hat folgende Entschliefiung angenommen: Dir in Berlin ansässige« Ausländer, die im Schöße der„Internationalen Union" am Heu- tigrn Tage versammelt sind, richten an da» Gewissen der Völker einen flammenden Protest gegen den schmachvollen Frie- den von Versailles, der ein Hohn aufRecht und Gerecht« g. keit, auf Treu und Glauben ist. Unsere Volksgenossen in der Heimat mögen mit uns ihre Stimm« erhebe«, auf daß ein u-euer, gerechter Frieden zustande komme. Protest der Schweizer Deutschen. Die in Bern versammelten Mitglieder deS Verbandes ber Dentschen in der Schweiz haben nach einem Telegramm, das sie an den Reichspräsidenten richteten, gegen die maßlosen Forderungen der Gegner protestiert. Der deutsche Zweig des internationalen Frauen- a u S s ch u s s e s für dauernden Frieden teilt oem Reichspräsidenten mit. daß ein Beschluß e i n st i m m i g von dem Jnternatio- naten Frauenkongreß in Zürich angenommen und sofort der Pariser Konferenz übermittelt worden ist. wonach der Kongreß sein tiefes Bedauern darüber ausspricht, daß die in Versailles vor- geschlagenen Frieden-bedingnugen so schwer die Grundsätze vcrge- wältigen, durch welche allein ein gerechter und dauernder Frieden gesichert werden kann. Die finanziellen und wirtschaftlichen Frie- densbedingungen verdammen eine Generation von IVg Millionen Menschen im Herzen Europas zur Berzweiflung, Verseuchung und Verelendung. Der Toö der Jaduflne von Eupen. Die Industrie von Stadt und Kreis Eupen hat in ihrem Namen and im Name» ihrer Arbeilerichas« in einer Eingabe an den Reichs- präsidemen E i n i p r u ch gegen die i m F c i e d e n s v e r t r age vorgesehen« Vergewaltigung EnpenS erhoben, die durch «nglrederung an Belgien geschehen würde. Die gesamte Industrie des Bezirkes Eupen, namenilich seine altberübmten Tuchfabriken, deren HilsSiirduftrien. Spinnereien, Färbereien, Fllzfabriken, die Hülsen- und Maichinenkabi-iten. sowie die erst in neuerer Ze>t enlstandenen großen Kammgarn-, Kabel- uns Lelterwerke, in denenKavital von viele» Mit- lionen Mark angelegt ist unddielSU eine Arbeiterschaft von etwa 6000 Kopien beschäftigten, arbeiten ausschließlich für den deutschen Markt. Der ge'amie Export berrägt kaum 6 Proz. des Umsatzes. Sollte Eupen von Belgien annektiert werden, so würde die Industrie mr, einem Schlage idr großes Ab'atzgebset verlieren, denn an eine Weiierveiiorguiig des deutschen Maikles über die deulsche Zollgrenze ist nicht zu Senken. Die Jlldustrlellen EichenS, ihre Angestellten und Arbeiter er- kläre», stets«reue Deutsche gewesen zu sein und dieS auch trotz ver bcvorstebenden schweren Zeile» im Verein mit den deutschen Brüdern bleiben zu wollen. Die Kriegoverlufte. Das traurige Ergebnis an Toten, Verwundeten und Gefangenen des Krieges liegt»unmehr bis zum 36. April vor. Es wurden ge- meldet als« o i l 676 6Sö, als vermißt, von denen neun Zehntel als loi betrachtet werden müssen. 373 770, so daß ein Gesamioerlust en Toten von über 2 Millionen angenommen werden kann. Ver- wur.dei wurden gemeldet 4 267 626. In feindlicher Gefangen- f ch a f t schmachte" noch Stb 922. In dieser Zahl find die Zivil- geianzenen nicht emberechuet.— Der Gesamtoerlnjt beträgt 6 87iUß Maua. Iran�Ssische? Kreüst an Gefterreich. Versailles, 16. Mai. Laut„M a t i«" haben P i ch o n und C l e m e n t e l gestern im HaushaltungsauSfchuß dir Kammer nochmals die Regierungsvorlage wegen eines Kredites von 75 Millionen Franken on Oesterreich zur Sicherstellung seiner Versorgung vertreten, dir kürzlich von dem Ausschuß als una«. gebracht abgelehnt worden war. P i ch o n begründete diesen Kredit politisch, die Regierung wünsche Oesterreich so zu helfen, daß es nicht gezwungen sei, sich mit Teutschland zu verbinden. Pichons Erklärungen, die Elemente! durch Ziffer« belegte, über- zeugten den Ausschuß auch diesmal nicht, der meinte, eine solch: Finanzoperation dürfe den französischen Steuerzahler nicht belasten und der Ausschuß müsse erst genaue Angaben über das von Oester- reich zu stellende Pfand haben. Taraufhin ersuchten Pichon und Elemente!, von einem Beschluß abzusehen? st: würden Anfang nächster Woche die Vorlege mit neuen Vorschlägen und in neuer Form noch einmal vorlegen. Das bayerische Rätegesetz. Politisches Mitbestimmungsrecht der Räte. München, 16. Mai. Die„Abendzeitung" meldet: Der Entwurf des bayerischen Rätegesetzes ist fertiggestellt. Er geht weit über die vom Reiche vorgesehenen Bestimmungen hin- aus. Während das Reich den Räten nur wirtschaftliche Befugnisse zugesteht, soll in Bayern auch das politische Mitbestim- mungsrccht bis hinunter zu den Lokalbehörden gewährt werden. Sozialüemokratischer LanSesparteitag in Samberg. Münch?«, 16. Mai.(TU.) Der LandeSvorstand der sozialdemokratischen Parteien in Bayern beruft für Sonntag, den 25. Mai, einen außerordentlichen Lan- deSparteitag nach Bamberg ein mit der Tagesordnung: Der Friedensvertrag und die Lage in Bayern. Die Zlutschulü Ggelhofers. Fn der.Münchener Post" lesen wir: Die Stadtkommandantur gibt bekannt: Ein Zettel nachstehenden Inhalts wurde im WiitekSbacher Pa- lai» unter den Papieren des BollzugSauSschuffeS ge» fundc»:j Resolution. Die Mannschaften des 1. Jnfanterie-RegimentS haben be- schlössen, nachdem 8 Mann bei Dachau gefallen sind, sofort Geiseln zu erschießen; pro Mann 5 Geiftln. also 40 Geiseln. Diese Reiolution muß sofort vollzogen werden. Die Mannschaften de» 1. Jnfanterie-RegimentS der 1., 3. und 3. Abteilung. An den VollzngSrat der Arbeiter» und Soldatenräte, Wittelsbacher Palais. An Engelboier. Bitte die Sacke in die Hand zu nehme«. Petermeier. Meine Zustimmung gebe ich. R. Egelhoier. Anbrsuchbare GftlZ�re. Notwendige Säuberung. Folgende Dokumente werden uns zugestellt: Guben, den Lb. April 1616. Ich bescho!?rige hiermit, daß ich infolge meines Alters nicht mehr in der Lag« bin, dem Dienstbetrieb beim Bezirkskommando vorzustchen und bitle ich um meine sofortige Verabschiedung ohne Pension und mir da? Tragen des Degens sowie der Uniform des Landwehrbezirks Guben zum Geburtstage D. M. des Kaisers genehmigen zu wollen. gez. von Rhei nbaben, Oberstleutnant z. D. und Bcziriskommandeur. Eine nähere Erklärung dieses Briefes liefert folgendes Schriftstück: Guben, den 36. April 1616. DaS SoldatenratSmitgNed Siepke und Mielisch haben mit dem Oberstleutnant von Rhcinbaben heute am 36. Aprkl 1616 eine dienstliche Besprechung gehabt. In deren Verlauf wurde er darauf hingewiesen, daß morgen der l. Mai ein Nationakscieriag sei.„So, Nationalfeiertag? Schweinefeiertag ist morgen!" sagte darauf Oberstleutnant von Rheinbeben. Wir bitten, dieses zur Kenntnis zu nehmen und es der Vorlage vom 25. April 1S19 bei- fügen zu wollen. Zeugen: Siepke. Mielisch, Unteroffiziere beim Be» zirkskommando, Guben. Ein ähnliches EntlassungSgesnch hat auch der Adsutcmt v. Rheinbabens, Oberleutnant v. Münch, eingereicht. Man kann solchen Herren nur angenehmen Ruhestand wünschen. Wer hevte Waffen trägt, Mann oder Offizier, kann eS nur tun als Soldat der Republik. Wer diesen Dienst mit seinen Heberzeugungen nicht in Einklang bringen kann, handelt richtig, wenn er geht. Wie wie betrogen wurüen. Lügnerische Beteuerungen der Gegner. Ein alter Soldat sendet uns folgendes Flugblatt, das am 13. Oktober 191.8 bei der Räumung der Siegfriedstellung von französischen Fliegern in die deutschen Schützengräben geworfen wurde: Es geht ums Ganz«, plärren sie jetzt, die Herren im Hauptquartier.„Ihr kämpft um Cure Existenz, Ihr verteidigt Euer Vaterland", schreien sie euch zu und wollen euch mit dieser neuen Lüge wieder in den Tod hetzen.— Jawohl, es geht umS Ganze, jawohl es geht um die Existenz,— aber nicht um die Existenz des deutschen Volkes, sondern um daS Dasein der Hohenzollcrn und ihrer Sippe. Unter all den Bibelsprüchen, die der Wilhelm so gerne zitiert, hat er einen vergessen. Er heißt: „Wer Blut vergießt, deS Mut soll wieder vergossen werden." Die- jenigen, die das Massemnorden verschuldetet!, werden der gerechten Strafe nicht entgehen, aber um den Bluthunden die Galgenfrist zu verlängern, soll jetzt das ganze deutsche Volk verhungern und verbluten. Denn sie opfern tausende und abertausend« deutscher Proletarier, solang« sie hoffen, ihr höchst eigenes kostbare» Leben zu retten. Dem deutschen Volke will niemand etwas zu Leide tun, das deutsche Volk will niemand vernichten, daS hat Wilson mehr denn einmal versprochen. Wer jetzt noch weiterkämpft, der kämpft für den Hohen zollern, sein« sechs gesunden Söhne, seiner Sippe, seine Funker und Generäle, für die Munirionsfabviken. die Krieg»- schmarotz er, da euu SamMiot anthiinarm. wer für diese Blut- saug« rmd BÄkSauSbeuter sein Leben, seine gesunde« Mied« nicht opfern will, der komme herüber zu uns. Frisch gewagt! An guter Behandlung, guter und reichlicher Nahrung fehlt es hier nicht. Wer euch das Gegenteil sagt, der lügt. Es geht ums Ganze, rettet euer Leben, bevor es zu spät ist. Eure demokratischen Kameraden i.n französischer Gefangenschaft. Für den Inhalt dieses Flugblattes trägt natürlich nicht die sagenhafte Gesellschaft„demokratischer Kameraden in französischer Gefangenschaft", sondern die E n t e n t e die Ver- antwortung. Und dieses Flugblatt ist ja nur sin Beispiel für hunderte. Immer wieder hat die Ententepropaganda in und hinter der deutschen Front versichert, wenn das deutsche Volk seine Waffen niederlege, so werde ihm nichts Ucbles widerfahren. Die hier angewandte Methode hat eine verzweifelte Aehnlichkeit mit der des neuen französischen Blaubart Lartdm, der seine Opfer, Frauen und Mädchen, mit Liebesbeteue- rungcn umgarnte, um sie nachher zu töten und zu berauben. Die Kriegführung der Enteilte hat in puncto Moral der deutschen verdammt wenig vorzuwerfen! Die UnabhanAigen fchulö an öen Zn'eSens- beömgungen. Erklärung der Kommunisten. Di« Unabhängigen behaupten bekanntlich, die Mehr- heitssozialisten hätten die Schuld an den schlechten Friedens- bedingungen, denn wäre die deutsche Delegation anders zu- sammengesetzt gewesen, so wären auch die Bedingungen an- der- ausgefallen. Die Kommunisten setzen nun diese Reihe der sinnvolle» Beschuldigungen weiter fort, indem sie in ihrem Hanauer Organ, das auch„Freiheit" heißt, erklären: Wie die Sozialdemokraten diesen Frieden verdient haben, so haben ihn die Unabhängigen— wir müssen dies offen ausspreche« — verschuldet. Dies« Beschuldigung ist hart, aber durchaus be- gründet. Denn es war kein anderer, als der unabhängige Karl KautLkh, der in den Novombertagcn feine ganze Belehrfamkeit aufwand, um Linksstehende zu überzeugen, ja nicht mit Rußland zu sympachi sieren, sondern vielmehr mehr mit der Entente zu bleib- äugeln, mn dadurch gute FriedenÄbedingungen zu erhandeln. Es gibt nichts, was man nicht behaupten und was man nicht für Leute, die im Glauben willig sinb,„beweisen" kann. Darauf verläßt sich die konmmmstische Hanauer„Freiheit" ebensogut wie die unabhängige Berliner. Der Papst an öen Nelchprästöenten. ®rst jetzt ging dem Reichspräsidenten Ebert ein Schreiben de« Papstes zu, das infolge der baynichen Unruhen bis jetzt in München beim RuntmS liegen blieb. In dem Brief beglückwünscht der Papst den Präsidenten zu der von dieiem übernommenen Würde»nd spricht die Hoffnnng aus, daß die Beziebunaen zwischen dem päpst- lichen Stndle und dein Deui'chen Reiche i» Zulun st noch festere sein werden. DaS Schreibe» ist vom 2. April 1619 datiert. Die Aufbauarbeit i» Nordfrankreich. Wir berichteten gestern i» einer kurzen Notiz von der Alliviiät, die Herr Haberland in der Frage de« nordfraiizönicken Wiederaufbaues cntw'ckclr. Um Mißverständnisse zu vermeiden, möchten wir lstnzuiügen, daß der Plan, dielen Wiederaufbau direkt durch deutsche Arbeit vornebmen zu lassen, zunächst ein von den Gegnern noch nicht angenommener deutscher Vorschlag ist. und saß zweitens natürlich nichts dagegen «inzuwenden ist, wenn bei seiner Etörterung Bausachveiständtg« wie Herr Haberland herangezogen werden. Hauptsache ist, daß de* ursprüngliche Charakler dieses noch näher zu erörternden Vor- schlags nicht verwischt wird, der darin besteht, daß die notwendigen Herstellungsarbcilen durch eine iniernational-gewerkichaftliche Kooperation betrieben werden. Aus diese Wesse könnte Deutschland den Franzosen praktische Leistungen bieten, stau der uneifüll» baren Forderungen, auf die e« durch den„Friedensvertrag" ver« pflichtet werden soll._ Industrie und Kandel. Die Handelskammer zu Berlin zu den Fnedensbedingunge». Die Friedensbodingungen, welche die Feinde Deutschland auf- zuztv ingcn beabsichtigen, stellen eine bisher in der Geschichte der Menschheit unerhörte Vergewaltigung und Knech- tun g dar. Nicht nur zahllose einzelne Bestimmungen, sondern auch Ausgangspunkt, Richtung und Ziel des ganzen EntWurfe» stehen in schneidendem Gegensatze zu den von allen feindliche» Re» gierungen und am bestimmtesten von dem Präsidenten Wilson seit KriegSbeginn verkündeten Grundsätzen. Die Handelskammer zu Berlin erwartet mit Zuversicht, daß die Reichsregierung keinen Vertrag unterzeichnen werde, der, wie der vorgelegt« Entwvrf eS will, die Souveränität Deutschland» zum leeren Scheine machte und seine wirtschaftliche Zukunft ver- nick'tete. Insbesondere erhebt die Handelskammer den ent'ckne- densten Widerspruch gegen die Uebernahme solcher wirtschasslichen und finanziellen Verpflichtungen, die nach ihrem sachverständigen Urteile sÄlecksschin unerfüllbar sind. Sind schon die uns binnen kurzer Frist zugemuieien Zihftin- gen unerschwinglich, so ist eS völlig unzulässig, daß Deutschland noch darüber hinaus ungeheure Summen erlegen soll deren Höhe zu bestimmen ausschließlich den feindlichen Regierung»» überlassen bleibt. Die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie, deS Handels und der Landwirtschaft ist jetzt bereits aus?:n Min» bestmaß herabgedrückt; sollen nun werwoll« Förderstätten gewerb» lickler und landwirtschaftlicher Produkte verloren gehen, die fo- lonien uns entrissen, jede deutsche koufmännssche Tätigkeit im Au?- land ausgeschaltet, die Handelsflotte geraubt werden, so ist keiner- lci Möglichkeit vorhanden, in absehbarer Zeit, wenn überhaupt je wieder, zu geregelten Verkehrs- und Eeschä'tSverbälmissen zu gelangen. Die deutsche Wirtsckwft war: in sich gänzlich zerrüttet, und von irgendeiner Zahlung au das Ausland könnte nickt mehr die Rede sein. Die in dem Btriailler Entwurf« vergesehcn« Rackordnung der Kriegsantc>k,en hinter die a u s- ländiscken Verpflichtungen hätte zur unausvleiblicken Folge den Zusammenbruch nicht nur von zahllo'cn Snzel- existenzen, darunter von kleinen und kleinsten Sparern, sondern auch von Kreditinstituten, Sparkassen, Stift n«geu und wohltätigen Anstalten aller Art. Damit wäre der Unterganz de» gesamte» deutschen Wirtschaftslebens besiegelt. Die Handelskammer hält es für ein Gebot der Gerechtigkeit und für nickt mehr als die Erfüllung ftierlich gegebener Ve-' sprechnngen. daß die von Teutsckland zu bringenden Opfer nicht über die von dem Präfidenten Wilson festgelegten ForZcrungen hinaus-"«�», zu deren Erfüllung Deutschland sich bereit erftär' hat. Das deutsche Volk würde dann zwar immer noch um seine Zukunft schwer zu ringen haben, könnt« aber Hoffnung an' Ab- tragung seiner Schulden und ans Wiederanftichtung seiner Wirt- schaft hegen, wenn ihm der gleichfalls zugesicherte sofortig« Eintritt i® btM trilrfrf. fln Sie kaufnlännistbe« �npc�elittn Sex Fedsn-mittelbranche. J|n fftn« JPrdtiAe liksz?!! btc �crbnltinfle für die darin Nc» sisä�irßten!o danieder e\'� tu der SelepawittcSrarnSf. Aber h>35wtt» sich die faiifiräittiifrtjf«?tw«ePieSicn der«ndeien vranche« län.'st ou'riffle«, sich eelverffchaiilich organisierten, urn dann mit Hilie der L>zin's«l'oii ihre»virtsch« Gliche Laxe zn verchessern. ist in der?ebcn«mittcl�->nche sSs« beim alten prdliedem Die«e- kälter sieben meist unwr aller Kritik und sind«ftmalZ so niedri». bah man nrtj lontibcrii miffj. ivenn sich dafür überbnnpt noch Arbeit?- kräil» finden MoaatSqehälter von 80, 40„nd M) M. für SPtr» kSuferinnen sind keine Sel-enliett, während eS FiliaNeiter und isiilial. leiterinnen aibt. die noch?ätz? von 75. 70, 00 M. und darunter pro Monat be,iehen Dabei mache« die Firmen die Frlialleiterinnen m der iffreel flir alte? mögliche verairtwortltch und legen gan� bc» sond�een Wert auf tüchtige Kräfte, die durchaus felbständi» arbeiten muffen., Drefe aber arrch dementlpretend �i« bejahleu, fallt ihnen par nicht ein. Da? liegt ober au?schSes.lich daran, das! die k,uf- männischen Anaeffelslen der LebenSmittelbranche noch nicht den Mut ailsoebrach! baben. ihren Prinzipalen oeschlvfien gegenüber z» treten. Sie sind an daZ patriarchalische Nerbnltni« noch von früher her ge« wöhnt und fügen sich bedingunarloS ollen Befehlen, selbst denen, die für sie durchaus entwürdigend sind. Einige Kollegen, die erkannt haben, das; e? nicht so weitergehen kann, fordern daher die kaufmännischen Angestellten i?»r Lebensmittel- geschäk'e ans. /ich gewerkschastlich organisieren, nm mit ver- einten Kräiten/den Kampf für die Verbesserung unterer wirtschaftlichen Lage nnsiunebmen. In Betracht kommen alle Ve:kä»ser und Verläuserinnen. Fil>alleiter und Filialleitcrinnen in den Butter- aeschätten, Kolonialwarengeschästen. Kaffsegeschäften usw. Die Kolleginnen und Kollegen werden nuigefordert. sich an die freie Gewer lichaft, den slen tralvcrband der HandlungS- ge Hilfen, Berlin, Mkugst.'. 20, wegen ihre« Eintritts zu wenden. Nur mit den gewerktchaftiichen Kampfmitteln, dte d'e Arbeiter und auch die kanfnnMiiifchen Angestellten anderer Branchen bis- ber erfolgreich anwandten, sind wir in der Lage, wirkliche Erfolg? ,» erzielen. Darum, nicht länger gezögert, sondern frisch anS Werk._ EsfenS-zhncrt»ersammlunir. F« t>r*r Sdodthalle wrffe cm, DonnerSkraabend eine stark besuchte Versammlung von Eisenbahnern, di-e der Wcrbcaukt.hriß der S. P. D.«i»berufen hatte. Zurrst sprachen zwei Eiseribahncr cmS Mngdebu rg, die Albge- ordneten der preußischen LandcSvcrsammliung. R e u m a n n und Heinemann. Ihnen folgten die Genossen Büchel und Kuno vom Vollzug Srat. Diese vier Redner gaben dem Protest gegen den Gewaltfrieden Ausdruck und forderten ans zur Einigung des Prole- twriatS unter der Fahne des Sozialismus, der einzigen Macht, welche den internationalen Kapitalismus, der setzt al» Sieger triumphiert, überwinden kann. Elsenbahnmitcrasstsient Thurau trrrg die botondeeen Forde- rungen der Eisenbahner vor. Er führte aus, die Arfrtisr und Beamten bei der Eisenbahn stehen immer nach unter der Herrschaft einer Bureaukraiie, an welcher der. 9. November spurlos vorüber- gegangen ist. Es gilt, die alte Bureaukratie zu beseitigen, oder wenigstens ihre Macht zu brechen und den Arbeitern sowie den Be- amtcn das Mitbestimmungsrecht ur allen Fragen des Arbeits- und Dienstverhältnisses. zu gewähren. Auch die Diskussionsredner vertraten den gleickxn Standpunkt und trugen eine Fülle von Einzelheiten vor, um dte Klagen der Eisenbahner gegen das buresutratische Shsrem zu begvüuden. Die Lshnbewogung der(Safetafclettwiflfer. Jn einer am Freirag vormittag abgehaltenen Mufikorversam-w tmrg leilte der Vorsitzende Zchw'egk mit, daß der Verein der Kaffee� hauSbesltz-r die von den Ensemblemusikern autgestellle Forderung 20 M. für eine vierstimdige Aibeirszeit, abgelehnt Hai. Auf eine Bezahlung von 19 M. für die vierstündige Arbeitszeit harte sich der Zentralverbuud mit den Kaffeebaus Ken Hern berciis velstäntztgr, ehe die Ensemblemusiker ihrMerbvbte Forderung beschlossen hatten. Bück die Jnlernationale �W!cllmeisterverein'gri.ne hatte durch ihren Vorstand zu erkennen gegeben, daß sie sich binsichtlich der Forderung von lK M. mit den Musikern solidariich erklären würde. Aber nach der Erhöbung der Forderung bat sich die Kav-llmsis>ervereinigung auf den Stanspimtl der Kaffeehausbesitzer gekcllt. Der Zentral- oelband der Zivilmusiker hat sich nun an das ReichSarbeitSainr ge- wandt und dasselbe zu bewegen vermocht, daß es eine Gütliche Bei- leguua des Konflikts verinchen und deshalb zunächst mit den Kaffee« Hausbesitzern verhandel« wird. Durch einitinimige Annahme einer Reioluti»n erklärte die Ver- sammlung, daß sie wegen der schlechten Einkommensoerhälwisse der Ensemblemusiker an den aufgestellten Forderungen feslhält, daß sie aber mit Rücksicht auf die erschütterte wirtschastliche Lage Deulich« lands kein Miitel unversucht lasten will, um zu einer gütlichen Sinigimg zu kommen. Di« DrtSberwaktung deZ ZentralverbandeS wird beauftragt, das ReichsarbeitSamt anzurufen, um die Erfüllung der sozialen und tariflichen Forderungen der Musiker zu erreichen ES soll auch die Forderung zur Geliung gebracht werden, daß nicht die Kavellmeisier, sondern die KaffeebauSbcsiyer als Arbeitgeber der Musiker«ngesebrn werden. Die Versammfuirg stimmte dem Abschluß eines Tarifs für die Bierlokale und bürgerlichen Weinrestaurants zu. der folgende Hsuoraisätze enthält: Für eine Arbeitszeit bis 4 Stunden 19 M »üne IS M mit Kaharettbegleiiimg, für jede«eitere Stunde 4M, f>r den«kleinip elenden Pianisten bis 4 Stunden 24 M,, jede weitere Stunde 0 M.; nachmittags bis 3 Stunden 10 M, obne. 12 M. mit Kabaieitbegleitung, für den allcinfpielenden Pianisten 18 M. Ferner wurde cinstimmia ein« Resolution angenommen, welche in der Hauptsache sagt: Die Versammlung protestiert gegen die von der Regierung angeordnete Landestrauer, die eine schwere Schädi- gung der gesamten Mustkcrichakt bedeutet. Die Anordnung der Regierung ist um io weniger berechtigt, als täglich Militärsapellen mit klingendem Sviel die Straßen Berlins dnrchzieben. Die Musiker erwarten, daß sie für den infolge der Regierungsvetsügung ent- stau' enen Verdienftaiisfall voll entschädigt werden, besonders auch im Hinblick darauf, daß die Mnfiker durch verschiedene Streiks anderer Börufe schon schwer geschädigt worden sind. Streik in den Berliner Vnnoncen-Expeditkonen. Es ist den Außenstehenden nicht bekannt, welch« Schund- gehältcr die großen Bkltfirmen wie tzaasenstcin u. Vogler A.-Ä., Daulie u, Ca.. Fnualidendank usw. heute nach zahlen. Gibt es doch heule noch Angestellte mit einem ManatSlohnvon70MarkI Die Aufforderung der beiden gewerkschaftlichen Organisationen, des Angeftelltatwerbandes des Buchhandels, Buch- und ZeitungsgewerbeS und des Zentralverbande? der Handlungsgehilfen»n den Verband deutscher Annoncenexpeditionen, einen Tarifvertrag abzuschließen, lehnte dieser unter dem Vorwand der Unzuständigkeit a b. So sahen sich die Angestellten gezwungen, in den einzelnen Firmen eigene Lohnbewegungen zu beginnen.?lber auch diesen gegenüber stellten sich die Direktionen auf einen schroff ablehnenden Stand- Punkt, indem sie entweder überhaupt nicht auf das Ersuchen der Angestellten einginzren oder sie doch mit geradezu lächerlichen Sätzen, wie 15 Proz. Zulage, abspeisen wollten. Da jede Ver- Handlung auch mit der Organisation abgelehnt wurde, sahen sich die Angestellten gezwungen, in den Ausstand zu treten. DaZ Personal der Firmen Haosenstcin u. Vogler?fft.-Ges. und des„gemein. nützten" Jirvatidendanks sind bereits in den Streik getreten. Falls die Firmen ihren Scharfmacbersiandpunkt nicht aufgeben, droht die Bewegung den gesamten Beruf zu ergreifen, damit auch die Ge- waltizen der Annonceucrpeditionen die Macht und Stärke der ge- werksifjastlichen Orgainsntionen der Angestellten am eigenen Leibe kennen lernen. Angestelltenverband des Buchhandels, Buch- und ZeitungSgelverbeS. Zentralvorbond der Handlungsgehilfen. Die Kohnbewegunff im Berliner Buch«» Druck- und Pnpiergelverbe. Nachdem die Arbeitgeber sin gesamten Berliner Papierfach sich zu einer Arbeitgeberorganisation' zusammengeschlossen haben, er- klärten sie s'ch angesichts der Haltung der organisierten Angestellten endlich bereit, mit den beiden freiaewerkschaftlichen Angestellten- verbänden, dem Angestelltenverband des Buchhandels, Buch- und ZestungSgewerbe? und dem Zcntralverband der Handlungsgehilfen, in Tarisverhandlunaen einzutreten. Die Verhandlungen sollten am Donnerstag, den liDd. M., beginnen. Als die Vertreter der beiden Organisationen zu den Verhandlungen erschienen, fanden sie die gelbe Schutztruppe der Unternehmer, den sogenannten Gewerk- schaftsbund kaufmännisck?er Angestelltenverband«, im VcrbandlungS- vaurn vor. Die Unternehmer erklärten, daß sie nur oemeinfam mit den Harmoni«verbändcn und den freigewerkschaftlichen Organi« sationen verhandeln wollten. Dief« Zumutung lehnten die Gewerk- schasten selbftver'tändlich ab. Ehe zu der Ergreifung anderer Mittel geschnitten werden soll, wurde indes den Untermebmern ein« nochsnalige Frist bis zum Dienstag, den 20. d. M., abends, gestellt, nach deren Vorlauf die weitere Beschlußfaffung erfolgen soll. Hier- zu versammeln sich die auf dem Boden der freigewerkschaftlichen Opganisatioiren siehenden Angestellten der Groß-Berliner Buch druckercien, Buchbindereien. Geschäftsbücher- und Kartcmnagen- fabri'en sowie der Papierhandlungen und-fabriken und der übrigen Zweige des Papierfachs Dienstag, abends T/j Uhr, in den Arminhallen, Kam mairdantensir. 58/59. Angestclllsn verband des Bucl�rndels, Brrch- und Zei tungsgewerbes. Zentralverban�der Handlungsgehilfen. Mit den Satzungen des Deutschen Getverkschaftsbundes beschäftigte sich neben den bereits erörterten Bera'ungen die Kon- sereiiz der Verlreler der Aewerkichastsvorstände. Als Berichterstatter des Berfasiungsansschuffes berichtet Leipart, daß der Name .D?»>lfcher ÄewerkichaiiSbund" schon 1899 aus dem Berlnicr Kon- groß vorgeschlagen, aber ans Zweckinüßihteitsgründcn die Gründung emes Bundes vertagt worden sei. Dre Konferenz be'chloß, dem Bund den Namen z» gebrn;.Allgemeiner Deutscher Ge- tv e c f| ch n f t s 6 u n d*. Die Einleitung zu den Satzungen erklärt, daß eine Gewerkschuft ihre Aufgaben nur erfüllen kann,„wenn sie sich atB Zentrallsation eines Berufs»der einer Jnduffriearnppe über das ganze Land ausdehnt'. Sin Antrag der Vorstände der Gemeinde- und Staatsorbeiler und der Eiienbabner aus Streichung der Worte„eines Berufs oder einer Fndustriegruppe' wird oegen sechs Stimmen abgelehnt. Im übrigen wird der poraelegt« Satzungseniwurf obne wesentliche Aenderungen angenommen. Der diesjäbriee GetoerkfdbaftSkongreß in Nürnberg beginnt am 30. Juni. Vor dem Kongreß fall eine Konferenz der Ardeiterfekretäre am 27. Juni und die nächst? Bm-LZridefkunefenz am 28. Im-I in fijfirubera fta'tfinden Am Schlüsse der Konierenz«»erbreitet» sich der Borsitzendc de» Deutschen Landarbeiterverbande», G. Schmidt, über die AeffchfS- pnnite, nach denen in der nächsten Zeit die Lavdwirrschaft zu be» bandeln ist. wobei er sich gegen eine Zerfchlaguna de» Großbetriebes und allz« weitaehende Förderuna der Klein- Wirtschaft anifprach. Insbesondere warnt er vor Ueberfchätzuna der Siedlungsreformen. Auch vor»enoffenfchaftl'cher Bewirtschaftung der Landgüter fei zu warnen, während das Menoffenfchafiswefen beim Ein- und Verkauf von Bedarfsartikeln»nd Er,enan,si-n große Dienste leisten könne. Der Zwifchenbandel fe> nach Mögltckfeit a»S-ufchalten. Ein allzu scharfer Einarist in die Landwirrfchast durch Sazialisiernng fei in den nächsten Jn-�n kaum zn empfebten. dagegen müsse viele» zrrr Hebuna der Landwmfchaft aefcheben, was ebenfalls E'ngnffe in die Landwirifchaft erfordere. Dfe Konferenz war der Meinung, diefe Fronen durch den Redner auf dem Gewerkschaftskongreß an»eeianeter Stelle bebandeln zu lassen. Eine Betriebsvrrssainlun» der Norddeutschen Gummi- und Guttaperchawnrrnfobrik, vormal» Fonroberi n. Reimann. nabm»nt allen gegen 4 Stimmen eine Resolni'on an, in welcher fchärf'fer Protest geaen da? Urteil im Mordprozeß Liebknecht-Lurem- bürg erbosten wird. Da? Urteil stebt nicht im entferntesten im Einklang mir den beoaneenen Verbrechen. Während Proletarier grundlos zu schweren Gefängnisstrafen verurteilt würden, ließe man Mörder beinahe straffrei laufen. Deutscher krolzarvelterverband. Bern,»Huna Berlin. Heut« Eonnabend, 1-? Udr. Im Zirkus Bnfch, Versammlung sämtlicher nn Streik bellndlichen Mitalieder. T-igesardnun«:>. Bericht über die ver» Handlungen mit der Achterkommilfion der Arbeitzeber. 2. DiSkulsion. SVetoNformer-nnd VernfSaenoflen. Vkantaa, den 13. Mol. obrnd» Bk» llbr, Verlawwlim» wi Lokal Südost, Wekdenmrllr. 75. 7ooe»ordnnng: 1. Wollen wir mtftr Lobvobkomwen kündiae»? 2. Diskussion. 3. Ver- schiedeneS, Um 4'/. Nbr findet in demselben Lok«' eine Verwauensmäuner- kanlerenz statt, an der jeder Vertrauensmann teilnebmen mntz. Emladung erfolgt nicht. »lnfzugSmontenre«nd Helfer. Montag, den IS. Mal, abend« ff, Udr, Branchenveriawmlung sin Lokal Podevbofer Bicrpalost, Friedrich. ftr:rl>« 134. Tagesordnung: 1. Bericht der Ngitationskomrmiston. 2. Ver- schiedeneS. Vertrauensleute Vunkt t dlbr, Vorband dor Vurgauangrst-fften. Jngendabteilung der Ortsgruppe Gro�-Bcrltn. Dte durch den Krieg etngegimgene Iuaendabtetlnng soll au! ZAunkch de« fÜngeren Miiglieder wieder ws Leben«rusen werde». Unier oller Wobt und Porwörtskomman soll durch die Aneendabteiking getördert werden. BilduagZ- und Fochabende werden esirgeist'irt, die baupLächlich da? Berufsleben, die Literatur, die Gelchichte and die altuellen To-cS> fragen bebaudeln to»en. Die bin-zu»on>m» gewonnenen Kollegen tosten uns lehrreich« und uns sörderude Abende»erivrechen. Um den jangen Keilt wieder auttiisrischen, werden angenebme NnterbaltunoSobende statt- finden. Wir richten daher an olle iung-n Kollezmuen und Kollegen den Mabnrus, sich unserer Fugendabtetlrmg ailzwchiisßen, uns mit allen Kiütten zu unterstützen»nd in den Fugendoersarnmlunge» regelmässig zu erscheinen. Die nächste Versammlung findet am Freitag, den 23. Mai, abends 7'/, Nbr. im Erigllichen Hos, AIn:ond?rsttr. 27, statt. Tages- ordriung: 1. Referat des Kollegen Bauer:.Worum muß auch die Fugend zulamnrcnhaiten?* 2. Dislulsiorr. 3. Organtsotionsirazen 4. lüemüt- lichcs Beilammensein. Erich Iaddach parteinachrickten. An dir PavtriorAauifationcv! Der Parteivorst arstz hat dem Drängen nach etner möglichst schnellen Einberufung eine? Parteitages in der Annahme ent- sprachen, daß e» mnglich sei» werde, die»otn-endigen Unterlogen für den Bericht rschtzeitig zu besihassen. Leider muß gesagt wer- den, daß ein Teil unserer Organisationen diese Hoffnung bis jetzt nichrt gerechtfertigt hat. Trotz allen Drängens bat ein Teil der Kreis- und Bezirke die BericktSbogeu noch immer nicht eingesandt. So sehr anerkannt wird, dag das Antvacksen der Organisationen in letzter Zeit die Arbeiiskraft»»serer Genossen voll in Anspruch nimmt, mutz doch darauf hingeioiesen werden, daß ohne diese not- wendigen Unterlagen dem Parteitag eine Uebersicht über den Stand und die Tätigkeit der Parteiorganisationen n'ckt gegeben werden kann. Deshalb ersucht der Parteivorstand dringend, unverzüg- lich die noch ausstehende» Berichtkbogen«itizu- senden I___ Verantwortlich für Politik Zlrtnr»iiller,«barloite»»»«,, für den übrigen Tri! de» VlaltrS«lirid Scholz, Zleutolln: Iitr Nneeigrn THredvr»l-cke. Beriin. Verlag Lerwärts-Vcriag S>, m. b. H.. Veriti!. Druck VorwärtS-Buchdruckerei mid BerlagSaaltaU Vau! ewarr«, Sa in Berlin. LIudenltrohe B. trUrm 1 Beitagt. Große Frankfurter Str. 141 (5 Minuten vom Schles. Biif.) Invaliden-Str. 5 UmtSSOS Kredit- Höbet Sinke n. Kticbe für �00 Anzalilun« u. kleinster* Katcnzahlung Große Auswahl in Wohn- utkd SehlaMntntont :: bunten MeUeu:: such einzelner Heikel jeder Art. Kriegsfcilnelirner und Witwen erstatten PrellermilSigung.— Krlc5;»anlelho und Sparelnlnxen nehme in Zahlung! Ht~ Liefere auch nach auowärU.~?£f. I Wir iamaic ich vorivörtStz) Sedlcge»« B'.lduag, om'nngreiches Wifiea, flsdocn«uv Tüchtlgtalt find k-rpttal, sichern Velne ZukunIL— yisr alle« ffir«in»aar wart. Goldene Kidliothek der Büdund und des Kliffens Mz "1 BiidlMgowerk zonl Seibstnr.terrtcht. » itork» schiine Prachtbcinde. gut gebunden. wil«law 2700 Seiten, Über 700 Abbild., oielen Uebungsovriagen und bunten Tus-In, franz. u. engl. Sprachrü-iua nach leicht faß- Ucher Methode, großer&e!chrafdiule f.tz>aiia u. Beruf(mehrere l!» Vorlagen. Ornamente, Boome. Landsdicisten. Böge!. 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Born, Schlossermftr.— Gerode der Kenfmann findet alles drin, was ihn in» Stellung und Seidstandigkeit perfekt macht. G. B. verläßt ihn nie. M. Neu, Hände lslehrcr, und Hunderte andere. i e r n r» fr tWZ»nd 3865 Zähne 3M m. echt. Friedens-Katrtschuk, OoW- an krönen, Bracken, Plomben, Umarb. . i i..............;chlcch�itz.aabisse u. Reparat. sofort. Zabnrichen m. Betäubung. Billige Preise cv Teilrahlimg. L'r.A.Löscr jr., nu:ElsasserMr.ö9,:i.Friedrichst.9-7,Sonm.9-l ti-S, fl. Sgo ? 0�« « LL 10 u 5|»3 al rf 3 "tl c"« |iss ¥j *** m 5«? üfi» B L D r. o a "-ß o �*1 LZ X* � eo �"3 d ?.Z-stZ Z« s> z lg= s| | 8l|| 9Siö%S 13 a # L ffl Z- m AtMitRcrtcu. Fllr den äcubtl ■—--------, fort» 1 50 vcrsthtedene Sujets. Prob« sortiert 20 Stück 2,75 M. 3 1 100 Stllck 10 M.: Porto»xtrn. Größ.Meiixcn bed.dMigr:.' WSZ Wlzel i zweimal deschlagno.bmt gewesen. IsOZ-, !'Mio Mtzbüchcru zusauimenaest. llZAlUt.. 100 St. 2UM.. k j stoo St. 100 M.. 1000 St. 100 M., iranw Nachnahme i 1«üller& Winter, Abt. G. 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