Pr.858. 86.f«i»»te«l Serltu", WV Bcrilitet Vollisblsil. i ( 10 Pfennig) ««»etqegprei»: Ml■chtgefdachtM Ron?-Mülle, eile t»M WO wt jtMtt*«mctncn-, M«-«>a»!nn-Nr San 80 Ug.( ,ittüsste I settge druckte Sartes, j-dek weitere Sa« Z8 Psg. Etrllengewche und SchlaMellen anzeigen bai erste So« 60 chsg.!«d«»»eitere Varl LS tii ,». Sorte über 16 Buchsladen zählen für H»«»orte. Teuerungi�tschleg 60®/», 3 anttUfu-Ktn elften, politische und joorrftchaftlickie Bettln«- Äiijetgen WO Ml. die Zeil», tinzeigen für die nächste Nummer müssen bi« 6 Uhr «ichmtNng« im Hauptgeschäft,«erlin «S.«8. Ltndenstratze S. abgegeben »edsftie, 30» S Uhr srtih bit » Uhr abeubb. �entralorgan Äer so2ialclemokrati fcken Partei Oeutscklanäs. Redaktion und Expedition: EW. SO, Änüeastr.3. szerusprechcr: Amt Morttrpla«. Str. XSIVO— XolS?. Sonntag, den 18. Mai 1919. antxäy�Ti vonoärts-verlag G.m.b. tz., SW. HS, Linden str. Z. Kern sprechet: Amt Murtftplatz. Str. 117 SS— S4. Das Ende der Türkei. Aufteilung de» europäischen und asiatischen Besitze?. »mfierdg«, 17. Met. Der, Telegraf"«cldrt an« Part»: Man erblick« a l l g e m» i» tu der Prsetzuu»»»» Smtzrua durch die Alliierte« die Autindig»»»»e» Eudes der Türkei. Ju ttrelsr» der Friedruskeufereuz wird erklärt, daß da» einem Friedrusvertrag mit der Türkei kein» Rede sei, denn »ach«iutgr» Wache»,»ielleicht auch Tage»,»erde da» türkische Reich»ach»i»»r Herrschast»»»fünf England gegen selbftänüige polnijche Operationen. Warschau, t7. Mai. r e ch t i g k e i t aufgebaut»verben. Deutschland ist vom Mstkerbunb m:«geschlossen. Das Mutterland aller Sozialpolitik, dessen Fürsorgeeinrichtnngen der Welt zum Muster gedient haben, wirb nicht gewürdigt, an den Beratungen über Organisationsfragen der Arbeit im Weltarbeitsamt teilzunehmen. Warum wohl? Weil noch An- nahm« der uns zugedachten Nedingomyen Deutschland sinan» ziell und wirtschaftlich ruiniert ist. seme Arbeiter zu Lohn- sklaven der Sntente werden. Soziale Fürsorge kann mir ge- deihen in einem wirtschastskräftigen, von fremder Bormund- schaft freien Staat«. Das hat olles ein Ende, wenn ei» Friede komnrt. wie ihn die Entente will.. Der Feind will uns Elsaß-LokheKtgen, daS Smnbechvn, D&erschlesien, Teile PofenS, Weftpreustens, Ostpreußens, SchleSwig-HolsteinS und der Nhernprovinz nahmen. Damit verliert Deutschland neben wichtigen Quellen für die Volks- ernährirng Naturschätze, die für fein Wirtschastsstben iment- behrlich sind. Außerdem legen uns die Feind« schwer« Ab- gaben von unseren Bodenschätzen auf. So sollen von den uns noch verbleibenden Kohlengruben auf lange Jahre 40 und mehr Millionen Tonnen Kohl« jährlich abgeliefert werben. Was das bedeutet, ist leicht einzusehen. Ein großer Teil unserer Industrie geht verloren oder zugrunde. Man hat be- rechnet, beiß eine Annahme der Friedensbedingungen unserer r rinde wenigstens 10 bis 16 Millionen Arbeiter rotloS machen würde. Ein Teil würde auszuwandern suchen, wenn er überhaupt bei dem Haste gegen alles Deutsche eine neue Heimat findet. Dann aber hat das fremde Land den Nutzen. Was im Lande bleibt und bleiben mutz, ver- elendet, verhungert. Für die Arbeit im Lande schreibt die Entente uns stellenweife sogar die Preise vor. So heitzt worden, die versaillrr Red« de» Reick/Snunlster» Grafen Br»ckd»rff. Naatza» vom 7 Mai m vollem Wortlaut abzudrucken. Die Zei- tungen sollten statt dessen vorgeschrieben« AaiSgüg« dringen, dt« einen vollkommen aflschea Ein« geben. Ebenso wurde ein Abdruck de» Aufruf» de« Reichtzpräfidente« 3 ü 0 0» 0 und der Rede de» Mini ftrrprSs, denken Schet bemann ickcht oe- deutsche Einwohner drtouan**, würde Dänemark ein ge-.... y-.. �.„-..... trilter Staat werde», nämlich-in däaischbentfche» Reich. Wir«? � BefcRhrung de« besctzt« können an einer selchen Negel.ng«cht teilnehme«. Wir können � 8 den Standpunkt«cht.»fllel-«.«» den sich da» däntsch. Volk sei. ffifanin« ZZ LZharfn TcT�rih Vfi L VtZiZ cS' wir für bk mehr als 40 Millionen Tonnen Kohle, die fuhrung dieser dehnbaren Vorschrift.st den Ze.Mngen verboten müssen, der Prms ben Grubenpreis der brittschen Ausfiihrkohle nicht übersteigen darf. England hat es also jederzeit in der Hand, uv S die Arbeitsbedingungen lm Kohlenbergbau zu diktieren. Aehnlich liegt eSm der Farbenindustrie. Bis Mim Jahre 1925 kann von Deutschland die Hergabe von LS v. H. seiner Erzeugung an Farbstoffen verlangt werben. Den Preis setzt eine Kommission der Entente fest. Überhaupt wird Teirtschlanö ja 18K4 gesammelt und wir können nicht, indem wir rein deutsche» Ge- biet in Dänemark rinverlriben. die itotionnle RechtSgrnndlage ver. lassen, ans di« sich die dänische Forderang stützt. Wir wollen un» nicht daran beteiligen, da» national« G-inheitSaeprSoe de» däni- schon Staate» z»»erstöre«. Wilhelm soll ausgeliefert werden, »Het Volk"»«d daS Afylrecht. Hoch,. 17. Mai. Für die Invalidenversicherung ist zwar ein Kapita! zur Deckung der Ansprüche, soweit di« Lersichevunvö. Anstalten sie zu tragen haben, angesammelt. Daneben leistet das Reich seinen Zuschuß. Kann es diesen künftig noch zahlen, wenn ungezählte Milliarden an Kriegsentschädigungen vor- !veg ins Ausland gehen? Wird das Reich zahlungsunfähig und werden damit die Kriegsanleihen wertlos, so werden die Versicherungsträger, die mehr als eine Milliarde Mark in Kriegsanleihen angelegt haben, derart geschädigt, daß für die künftigen Fürsorgeansprüche Mittel nicht mehr vorhanden wären. Damit wäre das Schicksal der Invalidenversicherung besiegelt. Das gleiche Schicksal würde die A n g e st e ll t e n v e r- s icheru n g haben: auch sie würde bei ihren großen Bestän- den an Kriegsanleihen durch eine Zahlungsunfähigkeit des Reichs vernichtet werden. Die deutsche Sozialversicherung sollte nun aber nach Be- endigung des Krieges auch noch a u s ge b a u t werden. Rc- fonders dringend ist die Aufbesserung unserer unzureichenden Renten der Invalidenversicherung. In Vorbereitung waren ferner namentlich eine Erweiterung der Krankenfürsorge durch Aufnahme der M u tterschaf tsvers icher ung, ein Ausbau der Unfallversicherung durch Ein- bezieh ung der Berufskrankheiten, erhöhte Leistungen in der Invaliden- und Hinter- bli ebenen versicher ung, zuletzt als Krönung des so- zialen Versicherungswerkes die Einführung einer Arbeits- losen versicher ung. Alsbald nach Friedensschluß sollten den gesetzgebenden Körperschaften Vorlagen über den Aus- bau unserer Sozialversicherung zugehen. Daneben gilt es, die Wohnungsverhältnisse der arbei- tenden Klassen von Grund auf zu bessern, namentlich durch eine weitausschauende Siedelungspolitik den Drang nach dem eigenen Heim zu befriedigen. Alle diese Pläne sind vernichtet, wenn wir einen solchen Frieden, wie die Entente ihn uns bietet, annehmen würden. Was soll ferner aus der ungeheuren Aufgabe einer an- gemessenen Fürsorge für ustsere Kriegsbeschädigten und ihre Hinterbliebenen werden, wenn wir die uns zuge- muteten Lasten gegenüber dem Feinde vorweg auf uns neh- wen sollen? Soll doch zu diesen Lasten sogar die Pflicht ge- hören, die Kosten der Versorgung aller feindlichen Kriegsbeschädigten und ihrer Hinterbliebenen vor der Versorgung unserer eigenen Kriegsinvaliden zu tragen! Einen Ausbau des A r b e i t e r r e ch t s, das mir be- sonders am Herzen liegt und von dem verheißungsvolle An- sänge bereits bestehen, hat zwar auch die Entente auf ihr Panier geschrieben. Sie ist der Meinung, daß es Methoden und Grundsätze für die Regelung der Arbeitsbedingungen gibt, die alle industriellen Gemeinschaften sich bemühen sollten, anzuwenden, soweit die besonderen Umstände, in denen sie sich befinden, es erlauben. Was in den Friedensbedingungen an greifbaren Aufgaben einer Regelung des ArbeiterrechteS zu finden ist, besitzen wir bereits. Die Entente hat in ihrem Entwurf eines Arbeiterrechts als ersten Punkt die Forderung aufgestellt, daß dieArbeitnichtbloßalsWare oder Handelsartikel angesehen werden soll. T i e F r i e d e n s b e d i n g u n g e n behandeln aber die Arbeit unseres ganzen großen Volkes als Ware und Handelsartikel: denn was ist es anders als Sklavenarbeit, was durch sie der deutschen Arbeiterschaft, dem jetzigen wie den künftigen Geschlechtern. zugemutet wird? Ich glaube an den gesunden Sinn der deutschen Arbeiter, die lieber das Letzte daran geben werden, tos unter solchen Bedingungen zu leben, wie sie durch Unter- Zeichnung dieses Friedensvertrages anerkannt werden würden. Zur NückführunZ üer öeutjchen Kriegs- gefangenen. Wie die„P. M 91." an zuständiger Stelle erfabren, baden bis- See 1030 verwundete und kranke deutsche Kriegs« gefangene �Offiziere und Mannscbaften) das amerikanische Lager Saint Pierre de« Corps Verlasien. 8S davon stammten au» dem besetzten Gebiet. Die G e s a m t z a b l der seit dem 6. April ISIS zurückgeführten deutschen Kriegsgefangenen steigt damit auf 00 Oifiziere und 4850 Mannschaften. Der Niese. AuS dunkle» Tiefe» tagempor sonuenhnngrig ringt eilt Riese. Seine Augen triefe» vom Schweiß. Mühsalheiß Durchs Triimmertor, quaderwälzend, fchicksaltrotzig bricht er sich Bahn. Ehern die Stirn, Muskeln von Stahl, in seine« Adern kreise« der Menschheit Sehnsucht und Qual. Ans seine« Augen zucken unlSfchliche Strahlers des Lichts, und ob sie mit goldenen Hände« ihn niederdrücken und schänden, der Riefe läßt sich nicht ducken und wächst mit gewaltigem Rucke« ans dem verachteten Nichts. Karl Henckell. Zur vsrgeWchte öes Kommunistischen Manifests. Der„Bund der Kommunisten" beauftragte aus dem in London ftn November 1847 abgehaltenen Kongreß die Unterzeichneten mit der Abfassung eines für die Oeffentlichkeit bestimmten, ausnihr- lichen theoretischen und praktischen Parteiprogramms: fv beginnen Marx und Engels die Vorrede zum.Kommunistischen Man is est" im Jähre 1872. Nehmen wir noch hinzu, was Bernstein in Engels „Grundsätzen deS Kommunismus berichtete, so ist dies so ziemlich alle». IvaS wir von der Vorgeschichte des„Manifestes" bisher w«ßt«i. Was im Einzelnen zu der Beauftragung Sngels-Marx aaffthrt, wie der Koaimun-isten-Bund zu der Tinsicht der Notwendig- «t neier Präzifierun« seiner Grundsätze kam,«ntz«g sich bisher Misere r Kenntnis. In dieses Dunkel hineinzuleuchten, ist auch jetzt erst möglich, nach dem Wiederauffinden einer Anzahl Doiu- mente, die in dem„Demokratischen Taschenbuch für das Deutsche Pol!"(Leipzig 1840, Verlag C. O. Weller) gedruckt stehen. Ernst Doah« hat sie ausgegraben. ES handelt sich dabei um d«» Die Noten Drocköorff-Rantzaus in öer französischen presie. Ter Protest der internationalen Sozialisten. Versailles, 17. Mast(Eigener Bericht für den„Vorwärts".) Die am Dienstagabend überreichten drei Noten Brockdorff-RantzauS über die Schukdfrage, das Saargebiet und die wirtschaftlichen Folgen waren bis heute, am Freitag Mittag, in der Pariser Presse noch n.icht der- öffentlich t. Nur über letztere bringen die meisten bürgerlichen Blätter einen ausführlichen AuSzug aus der Schweizer Presse, meist kommentarlos, nur„I o u r n a I" nennt die Schlußfolgerungen der deutschen Nche tragisch,„Humanite" brachte bisher noch nichts darüber,„France L i b r e" veröffent- licht einen Auszug, jedoch ohne jeglichen Kommentar, in.Journal d u Peuple" greift Paul Favre schärfstens den Friedens- Vertrag an. während an einer anderen Stelle des Blattes in kurzem Aufsatz festgestellt wird, daß die gesamte Internationale, .'lamsutlsthe, Jndepeadant L a b o u r Party, den Friedens- Vertrag verurteilt. Einige Blätter veröffentlichen ferner einen Aufsatz Dr. Noefemeiers in der Züricher„Freien Zeitung", worin er dem Frieden im allgemeinen zustimmt. Er führt aus: „Wer jetzt noch in Deutschland und in der Welt bezweifelt, daß der V« r sa> l le r F r i e d e n s e n t w u rf gerecht demokra- tisch ist, dürfte nunmehr eines Beiseren belehrt sein." Herr Roesemeier, der große deutsche Republikaner, wie ihn„France L i b r e*" nennt, hat gesprochen. französische Stimmen. Lockung und Drohung. Nern, 17. Mai.(Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Während die chauvinistische Presie den Friedensvertrag als unab- änderlich bezeichnet, stellen einige rechtssozialistische Blätter eine Abänderung des Vertrages in Aussicht. In ersterem Sinne schreibt Alfred CapuS im„Figaro": Die solide Basis der Politik der Alliierten bestehe darin, daß der Friedensvertrag unanfechtbar sei, daß man sich mit keiner Abänderung einverstanden erkläre, daß er unterschrieben und daß seine Unterschrift respektiert werde. Da- gegen sagt.France Libre": Die Präliminarien find lediglich Prä- liminarien. Es ist sicher, daß die von der Konferenz diktierten Bedingungen geprüft und gemildert werden können. Und in der „Victoire" schreibt Hervö:.Ein Tag wird kommen, an dem das französische Volk, das nicht lange zu hasien versteht, einige der här- testen Klauseln des Versailler Vertrag«? zugunsten eines reu- mütigen Deutschlands, das verstanden hat, ein freies Land und eine wahre Republik zu werden, revidieren wird." Man wird nicht fehlgehen, wenn man derartige Aeußerungen der französischen Regierungssozialisten als für das deutsche Prole- tariat bestimmte Lock- und Beruhigungsmittel ansieht. Einige der größten Sorgen der K a p i t a l i st e n und F i- nanzkreise Frankreichs ist, daß Deutschland die finanziellen Bedingungen des Vertrages nicht ausführen werde. Vor dieser Möglichkeit hat man mehr Angst als vor einer neuen militärischen Aktion Deutschlands, die man für lange Zeit für aussichtslos hält. „Figaro" rät, im Falle der Weigerung Deutschlands, die Finanz- klauseln zu erfüllen, ihre Durchführung mit Gewalt zu erzwingen und sich auch in diesem Falle der militärischen Hilfe der Alliierten zu versichern. Nur wenn diese Garantie gegeben sei, sei der Frie- densvcrtrag gut und die Sicherheit der Bezahlung vorbanden. Der Kongreß der Eisenbahner nahm eine Resolution an, in der es heißt:„Der Kongreß von Paris sendet einen brüderlichen Gruß an alle Revolutionäre sowohl in Rußland wie in Deutschland und Ungarn, die tapfer ihre sozial« Erneuerung und die Herrschast des Proletariats auf den Trümmern der bürgerlichen Regierungen auf- zurichten trachten. Der Kongreß mißbilligt jede militärische oder diplomatische Aktion und verlangt die Zurückziehung der Truppen aus Rußland. Der Kongreß protestiert gegen den Friedensvertrag, der den besiegten Völkern von der Diplo- matie der Entente auferlegt ist, und verlängt Aufhebung des Be- lagerungszuftandcs und der Zensur." Auf der Tagesordnung steht: Lohnerhöhung, Einführung des Achtstundentages und die Forderung der Nationalisierung der Eisenbahnen. lieber die Lohnbewegung in Paris ist zu berichten: Der Streik der Bankbeamten dauert fort, da die Angestellten die Zu- mutung der Direktoreir, erst die Arbeit wieder aufzunehmen und Adressen vom 4, Juli 1846, vom November 1846 und vom Februar 1847. Die letzte Nummer(Nr. 6) der.Neuen Zeif' bringt die beiden letzten so gut wie vollständig, und in ihnen sind Stellen, die mit den Kapiteltiteln des Marx-Engels-Manifests korrespondieren. „Bourgeois und Proletarier",„Proletarier und Kommunisten", „Stellung der Kommunisten zu den verschiedenen oppositionellen Parteien", find betanntlich die Titel des ersten, zweiten und vierten Abschnitts des„Kommunistischen Manifests" und- schon in dem ersten Rundschreiben von 1846 werden die entsprechenden Fragen aufgeworfen. Es heißt nämlich dort: „Ta es höchst notwendig ist, daß alle genau unsere jetzigen Per» hältnisie kennen lernen, so ersuchen wir Euch, folgende drei Fragen in allen Gemeninden diskutieren zu lassen: Frage 1. Welches ist die Stellung des Proletariats der hohen und niederen Bourgeoisie gogenüber? Ist eine Annäherung an die niedere oder radikale Voucgeoisie von unserer Seite ratsam, und wenn,»uf welche Aeije ist»ioselbe«n leichtesten und sichersten zu btwirken?, Krage 2. Welches ist die Stellung dsS Prelei«ri«tö den v«- schieden«« Perieieu zegenützer est».? Frag« 8. Welch»? ist unsere GtcZun» in illeziehung«uf die sozialen und kmnmunistischeu Parteien? Ist es wünschenStvcrt und möglich, eine allgemeine Bereinigung aller Sozialisten zustande zu bringen, und wenn, auf welche Weise kann diese Vereinigung am schnellsten und sichersten herbeigeführt werden?" Und im nächsten Rundschreiben werden noch drei weitere Fra- gen zur-Diskussion aufgeworfen: 1. Was ist KommunismnS und was wollen die Kommunisten? 2. Was ist Sozialismus und was wollen die Sozialisten? 3. Auf welche Weise kann die Gemeinschaft am schnellsten und leichtesten eingeführt werden? So ist also schon hier 1846 und Anfang 1847 das Thema zum „Kommunistischen Manifest" gegeben. Die Lösung des Hauptproblems gab das erste Schreiben deS Bundes eigentlich im voraus, indem es sagt: „Wir ersuchen Euch, von jetzt an alle Spaltungen... zu be. fettigen, fest zusammenzuhalten im Kampfe gegen unsere Feinde und immer im Auge zu behatten, daß Einheit stark macht. Dteinungsverschiedenheitcn iverden auf dem Kongreß auSge- glichen, bis dahin warten. Jeder von Euch Brüdern, welchem unsere heilige Sache wirtlich am Herzen li»gt, wird gewiß einsehen, daß eS jetzt keine Zeit ist, Persönlichkeiten geltend zu machen, sondern die- selben im Gegenteil der Vergangenheit anheimzugeben, darum seid wach, schließt Euch fest aneln«nder, und sollte es noch Fleute unter Euch geben, welche die Person höher stellen als den Sieg unserer Grundsätze so entfernt sie so schnell wie möglich." -Als Marx und Engels dann die Frage des Bundes beantworte- tot, schlichen sie diese Mahnungen in den durch die Geschichte dann zu verhandeln, abgelehnt haben. Räch dem„Echo de Paris" rechnet man jedoch auf eine baldige Einigung. Der Streik der Angestellten der Bekleidungsbranche ist gleichfalls noch nicht beendet. Die wirtschaftlichen ßrieöensbeöingungen für Gefterreich. Wien, 17. Mai.(H. N.) Die„Neue Freie Presse" veröfft"'- licht den wesentlichen Inhalt des Friedensvertrages sür Deutfthösterreich. Den Hauptpunkt des Vertrages bildet die Er- klärung Teutschösterreichs zu einem völlig unabhängigen Staat, für dessen Neutralität eine Reihe von Garantien fest- gelegt werden. Territoriale Zugeständnisse für Deutschösterreich sind kaum zu erwarten. Immerhin darf auf ein Entgegenkommen der Entente hitisichtlkB Südmährens und West Ungarns gerechnet werden. Es ist möglich, daß die Alli- ierten in diesen Gebietsstreifen die Volksabstimmung ge- statten werden. Viel weiter gehen die Zugeständnisse Deutschösterreich gegenüber in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht. Die Frage der Austeilung der Staatsschulden nach einem bestimmten Schlüssel unter die Suxessionsftaaten wird in einer die deutschösterreichischen Interessen befriedigenden Lösung erfolgen. Die Behebung der großen Wirt- schastlichcn Schwierigkeiten besteht in einer Valutaanleihe in Höhe von 1 bis 1)4 Milliarden Kronen zwecks U e be r l e i t u n g zur Frankenwährung. Auch die Frage einer Zubilligung von langfristigen Krediten zur Behebung der Volkswirt- schaft dürfte im Sinne deutschösterveichischer Wünsche erledigt wer- den. Die Aussichten, unter denen die Vertreter Deutschosterreichs eine befriedigende Regelung eingehen werden, sind also nicht un- günstig, soweit wirtschaftliche Momente vor die nationalen Wünsche und Hofsnungen gestellt werden. Das außerordentliche Bemühen der Entente, Oesterreich zn unterstützen, erklärt sich aus der Tatsache, daß man an der Seine von einem Zusammenschluß Deutschlands mit Oesterreich eine Stärkung des Reiches befürchtet, die dem Vidverband niemals so unwillkommen wäre wie heute. Die wirtschaftlichen Zugeständnisje sind ein Danaergeschenk, da sie trotz großer augenblicklicher Vorteile den Oesterreichern für alle Zukunft das Recht völliger nationaler Selbstbestim- mung raubt. Die Kreditvorschüsse und der Uebergang von der Kronen- zur Frankenwährung, der auch äußerlich die per- stärkte wirtschaftliche Abhängigkeit Oesterreichs vom Viel- verband dokumentieren würde, sind nur weitere Glieder in der Kette, die Oesterreich als vorgeschobenen wirtschaftlichen Posten der Entente und als Bindeglied mit Polen an den Vielverband fesieln sollen._ Reichswehrmmifter und Gewerksthaften. Vom Kriegsschauplatz der„flfreiheit" gegen die Wahrheit. Man schreibt uns: Der Bericht, den die„Freiheit" unter dem Titel„RoSkes Kampf gegen die Gewerkschaften" in ihrer Morgennummer vom Sonnabend über die Sitzung bringt, die am Freitag in der Reichskanzlei in der Angelegenheit des Frei- willigenbohkotts stattgefunden hat, ist ein neuer Beweis für da? nicht zu überbietende Maß von Unanständigkeit, das die Unabhängigen in ihrem Kamps gegen die Regierung an den Tag legen. Die Aussprache zwischen Scheidemann und N o s k« auf der einen und den Mitgliedern des Berliner BollzugsratS und der Gewerkschaftskommission auf der anderen Seite wurde durch- aus ruhig und sachlich zum Zwecke gegenseitiger Verstand!- gung geführt, so daß am Schluß der Sitzung festgestellt werden konnte, daß man sich ein großes Stück näher gekommen sei. Der Bericht der„Freiheit jedoch hat gerade die wesentlichsten Ausführungen der Minister unterschlagen, insbesondere die überzeugenden Argument« Noskes, die auf alle Teilnehmer den tiefsten Eindruck machten. Manche Angaben, die auch von mehrheitssozialistischen Rednern über die Freiwilligentruppcn ge- macht worden sind, hat der Bericht der„Freiheit" in skrupelloser Weise aufgebauscht und entstellt, um das für die Unab- hängigen keineswegs angenehme Ergebnis jener Verhandlungen in ihrem Sinne zu fälschen. Vor allem aber ist von Noske nicht ein einziges Wort gefallen, das als Kampfan- sagegegen die Gewerkschaften als solche gedeutet dröhnenden Lapidarsatz um: Proletarier aller Länder, vereinigt euchl Notizen. — Theater. D«S Theater am Nock sudorfplatz spielt vom 23. Mai ab Audrans Operette„Die Puppe".— Im Thea-er der Friedrichstadt wird am Sonntagabend„Meyers" aufgeführt. — Bühnenchronik. Leopoldine Konstantin geht vo» den Reinhardtbühnen ab 1. September in dtn Verband des Lessing- Theaters und des Deutschen Künstler- Theaters über. — Eine Richard-Wagner-Feier wird an des Mei- sterS Geburtstag, am 22. Mai, in der Phiharmonic begangen. Unter der Leitung von Carl Giessel und der Mitwirkung des Phil- harmonischen Orchesters in Bayreuther Stärke(110 Künstler), mehrerer Chöre(darunter des Vockschores) werde, Stück-«uS Parsifal, Tristan und Isolde und den Meistcrsängcrn aufgeführt.. — Der huidertsts Sturm-be»d findet«m Mittwoch Potsdamer Straße 184»,«h»ndz Wht, statt. — l»i e„Genossenschaft sozialistische: K it n st» ler"»«ranstaltet«ine Reihe von Pertragskurs«,, die die Eatoick- firng des Sozialismus sowie die künstlerischen und geistigen Aus- gaben einer sozialistischen Gesellschaft behandeln. Referentin ist Lu Märten. Das Honorar für jeden Kursus(4 bis ö Abende) be- trägt 3 M., für alle 4 Kurse 10 M. Genossenschaftsmitglieder haben freien Eintritt. Programme von der Geschäftsstelle Berlin» Sieglitz, Mommsenstr. 24. — Kurt E i s n e r s gesammelte Schriften sind so- eben in zwei stattlichen Bänden im Verlag von Paul Eassirer er- schienen. Sie bieten aus seinem reichen und verzweigten Schaffen Wertvolles, das den Tag überdauert. — Eine Verstadtlichung der Wiener Volksoper wird in der Wiener„Arbeiterzeitung" vorgeschlagen. — D i e Propeller-E isenbahn. Uns wird geschrie- den: Nack einer Zuschrift, die Sie am Id. d. MtS. bracbten. konnte die Meinung entstehen, Dr. Steinitz wäre nicht der erste Erfinder. Die Pläne des Dr. Steinitz reichen jedoch bereits mehrere Jahre zu- rück. Ihm gebührt ferner das Verdienst, das Projekt zu einem brauchbaren Verkehrsmittel ausgestaltel und seine Bedeutung für das gegeiuoarnge Verkehrsprvblem erkannt zu haben. '— Die aussterbenden Bisons. Opfer d«S Krieges sind auch die Bisonwhfen geworden. Sie wurden Hauptsäckstich im V ia low i escher Forst«ehogt. nahmen aber infolge deS Einbruchs»es Krieges in dieses Gebiet bon 7bS»uf 1«»— 18» Exemplare im Jahre 1818 ab. Wftvielc jetzt davon noch leben, ist unhekannl; viele gewiß nicht. Sonst kommt der Bison wild noch im westlichen Kaukasus und verpflanzt noch im südöstlichen Schlesien(Pleß) vor. Auch diese Bestände sind reduziert und bedroht. Nr. 252 ♦ 36. �ahrgavA GroßSerllA Sommerspiele für die arbeitende Jugend. Schillerpark: Montags und ssreiiag» 1—10 Uhr. Falkplatz: DiensiagS Uiid Frenag» 7—10 Uhr. Treptower Park. Spielplatz S; Dien�ia«« 7—10 Uhr. Tempe lhofer Feld: Montag« 7— 10 Uhr. Lichtenberg, städtischer Spielplatz, Normannstraß«: Freitags 7-10 Udr. Di« ArSeitereliern werden gebeten, ibre schulentlassenen Söhne and Töchter oui diese für die Gesundheit unserer Jugend äußerst wichtigen Beranstaltungen hinzuweisen. Der BSrgerrat Greß-ZZerliu hat dem Oberbürgermeister Wer- muth wegen des Unterbleibens einer Kundgebung gegen den Ge- waltfrieden in der Stadtverordnetenversammlung sein Miß- trauen ausgesprochen. Der Bürgerrat könnte wohl wissen, daß die Kundgebung nicht an Herrn Mermuth gescheitert ist. Dort. wo der Oberbürgermeister den Vorsitz führt, im Magistrat, ist sogleich protestiert worden. Wenn der Bürgerrat trotzdem das Be- dürfniZ zu einer Kundgebung gegen Herrn Mermuth fühlt, so wollen wir ihm bloß sagen, daß der Bürgerrat gar nicht das Mechi hat, im Namen der.Bürgerschaft" zu sprechen, deren geifirtige Mehrheit sozialistisch ist und keinen Grund hat, dem �Wer- burgermeister ihr Vertrauen zu entziehen. Vollzug srat Grofj-Bcrli«. In der Sitzung am 17. Mai wurde von einem Schreiben des Zentralrats Kenntnis gegeben, worin der Zentralrat es nicht für zweckentsprechend hält, einen Rätekongreß�einzuberusen. der gemäß einem Beschluß der Vollversammlung zu�en FriedensbedingUTigen der Entente Stellung nehmen sollte. Von der Fraktio» der S. P. D. wird folgende Erklärung abgegeben: .Die Fraktion der S. P. D. des VollzugSratS kann sich mit dem urteil, welches im Progeß Liebknxcht-Luxemb'.irg gefällt war- den sst, nicht einverstanden erkläret�. Dieses Urteil sieht in keinem Verhältnis zu der Schwer« des Verbrechens, und wir be- trachten dieses Urteil als ein Tendenzurteil. Wir fordern, daß die Regierung sofort ihr Versprechen ein- löst, die Militärgerichtsbarkeit aufzuheb e n. Die Bestätigung des Urteils ist zu versagen und das Verbrechen einem ordentlichen Zivilgericht zur nochmaligen Verhandlung zu über- weisen." Von den Mitgliedern der Fraktion der K. P. D. wird dem- gegenüber die Bildung eine?„RevolntionSgerichts" zur Untersuchung deS Mordes an Liebknecht und Luxemburg und zur Aburteilung der Mörder beantragt. Dieser Antrag wurde gegen die Stimmen der Mitglieder der S. P. D. angenommen. Die Mitglieder der S. P. D. stehen auf dem Standpunkt, durch ihr« Erklärung ihre Meinung präzisiert zu haben. Der Vollzugsrat nahm dann den Bericht der Kommission ent- gegen, die mit dem Reichskabinett und dem Reichswchrminister über den von der Vollversammlung der A.-Räde und mehreren Gr- werkschaften verhängten Boykott der Angehörigen der Freiwilligenverbönde verhandelt hat. Die Verhandlung bat zu einer Lösung der Differenzen nicht geführt. Das Reichs- kabinett glaubt, ohne die Freiwilligenverbände nicht auskommen zu können, euch erklärt« Minister Noske. daß unter diesen Truppen unlautere Elemente vorhanden sind, die nach Möglichkeit ent- f e r n t werden sollen. Aber die Angehörigen der Freiwilligender- bände sollen geschützt werden. Herr Nosk« will diesen Schutz unter allen Umständen durchführen und ersucht die Gewerkschafts» führer, ti ihren Organisationen für die Aufhebung deS Beschlusses zu wcrken, andernfalls würde er Maßnabmen zu treffen wissen. Auf der auderen Seite wird auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die entstehen, wenn die Arbester mit Gewalt gezwungen werden, entgegen ihrem Willen mit Angehörigen der Freiwilligenverbönde zusammenzuarbeiten. Tatsächlich sind bereits infolge der Boykott- bcfcklüsse ernste Differenzen in mehreren Betrieben ausgc- krochen Die Verhältnisse zu regeln, ist sehr schwer. Der Voll- zugSrat beschloß, diese ganze Frage erneut der nächsten Voll- Versammlung zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. BiS dahin wird von den Unternehmern erwartet, daß sie die Ver- bältnisse nicht unnötigerweise auf die Spitz« treiben und große Konflikte heraufbeschwören. « Mittwoch. 21. Mai, 10 Uhr. in den Kammer sä len, Toltowcr Straße, Vollversammlung der Groß-Derliner Arbeiterräte, der kommunalen Arveiterräte sowie der Delegierten der Soldatenräte.— TageSodnung: 1. Die Frie- dcnsfrage. 2. Die Finanzierung der Arbeiterräte und des Voll- zugSrats. S. Der Bohkottbeschluß gegen die Freiwilligenverbände. Der Vollzugsrat. gez. Rich. Müller. gez. Fr. Brolat. Die Beseitigung der kommunalen ArbelterrZte oder wenigstens städtischer Mittel für sie ist von den bürgerlichen Mehrheiten der Gemeindevertretungen WilmerSdors, Lichterfeldc, Steglitz und Friedenau beschlossen worden. Der Bürgcrrat Groß-Bcrlin beschloß nach einem Bericht über di« Tatsache, daß die preußisch« Regierung ihre Bekanntmachung vom 16. November 1l>l8 betr..Entschädigungen an Arbeiter-, Sol- daten- und Bauernräte" nicht in das Verzeichnis der der Landes- Versammlung zur nachträglichen Genehmigung unterbreiteten Ge- setze aufgenommen hat, an den Mini st er des Innern ein Telegramm abzusenden und um Aufklärung der Angelegenheit zu ersuchen._ Militarismus von heute. Die Aussprache über das Thema„Militarismus von heute", welche am vorigen Freitag in einer von der Bezirksleitung der S. P. D. hauptsächlich für Mitglieder der Rspublilanischen Sol- datenwchr einberufenen Versammlung begann, wurde am gestri- gen Freitag fortgesetzt. Diese Versammlung(sie tagte im Ger- maniasaal) war nur schwach besucht. Eine Reihe von Rednern übte Kritik an AuSschrelwngen und Nebergriffen, die bei verschiedenen Gelegenheiten von Angehörigen der Freiwilligen korps, nanrenÄich von den Ofsizieren verübt wer- den sind. Aus Borkommnissen dieser Art folgerten die Redner, daß in den FreiwilligenkorpS der alte Militarismus wieder aufgelebt sei, daß die Offiziere immer noch vom alten preußischen Geist be- scelt seien und nur auf die Gelegenhett warten, das alte System in Deutschland wieder zur Herrschaft zu bringen. Einige Redner gaben der Regierung und den Führern der E.P.D. Schuld an dem Wiederaufleben des Militarismus. Andere Redner betonten da- gegen, die Parteigenossen seien selber daran schuld, daß sich die Rogierung jetzt aus die FreiwilligenkorpL stützen müsse, denn die Genossen hätten es versäumt, durch Verbreitung, ihrer Ideen unter den Mitgliedern der Republikanischen Svldatcnwehr dafür zu sor- gen, daß der Regierung eine zuverlässige sogialistischc Truppe zur Verfügung stehe. Die Regierung hätte auch die von der Front zurückgekehrten Truppen über die durch die Revolution geschaffenen neuen Verhältnisse aufklären und die Ziele der sozialistischen Re- Vierung aufklären sollen.— Einzelne Redner griffen auch g e n, kann aber kein Mensch nachprüfen. So..Freiheit'-Papagei, jetzt kreische wieder:.Diener de« EdenbotelS." Red. d..V." Sonntag, IS. Mail 919 Die heutigen Kundgebungen. S. P. D. für den Anschluß DeutschSsterreichS, Treffpunkt ltst/z Uhr. Potsdamer Platz. Abmarsch mit Musik zur Versammlung auf dem WilhelmSplay. Gegen Bergrwaltigttng— Für LSlkervrrsShnung. Versammlungen 11 Uhr, am Reichstag, Palastlheater am Zoo, Konzerthauö Kaiserhallen, Prochtsäle deS Westens, Germaniasäke, Sopbiensäte. Bund„Heimatschutz". 10'', Uhr im ZirtuS Buich. Mehrere tausend Delegierte aus allen Teilen deS Deutschen Reiche» find da- zu eingetroffen._ Arbeiterräte Grofz-Berlins.— Kommunale Arbeiterräte und Solvatenräte. Montag, nachmittags 6 Uhr, im Plenarsaal de» Herrenhauses: gemeinsame Sitzung. 1. Stellungnahme zum Friedensschluß. Referent: Genosse Max Cohen. 2. Bericht aus der letzten Vollversammlung. 3. Bericht von den Verhandlungrn mit der Preßkommisflon. QrganisationSausweiS legitimiert. Kommunale S.-R.',,3 Uhr Zimmer 20. Der Fraltionsvorstand. P. H a a f e. Arbeiterräte, kommunale Ardeiterräte und Betriebsräte der S. P. D. Montag 18. Mai 7 Uhr, Festsaal deS Herrenhauses: Zweiter Vorirag de« Genossen Dr. Striemer über Geld, Kapiial, Kredit. Um rege Beteiligung wird gebeten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand des BezirkSverbandeS Groß-Berlin S. P. D. Protest deutscher Frauen gegen de» Gewaltfriede«. 156 Frauenoeveine aus Groß-BcrLn vereinigten sich Sonn- abend im Polasttheater am Zoo, um einzustimmen in den Schrei des ganzen Volles: Nieder mit dem Geyxsttfrieden! Als Redne- rinnen traten, nur Frauen auf, bis auf Jemiy v. Dewitz sämtlich Mitglieder der Nationalversammlung. Unter den Einberaferinnen finden wir die bekanntesten Namen politischer Frauen. Geb: Deutschland Gerechtigkeit! klang eS durch alle Reden. Besonders betont wurde die Forderung, daß mit der Stunde des Friedens- schlusseS die Kriegsgefangenen ihrer deutschen Heimal zurückgegeben werden müssen. Einmütig verurteilt wurde der Ver- such, l ei endige Glieder von Deutschlands Leid zu schneiden. Friede, aber nicht Sklaverei war die Forderung aller. Z«. dem Fluchtversuch Dören Vach? erhalten wir noch folgende Mitteilung: Nach den Braunschweiger Unruhen wurde bekannt, daß Derenbach sich nach Gotha gewandt hatte, wo er vor ungefähr 8 Wochen festgenommen winde. Er wurde aber«mS der Haft befreit. Daraufhin wurden von der Berliner Staatsanwaltschaft drei erfahrene Kriminalbeamte mit seiner Festnahme beauftragt, die feststellten, daß D. sich in E i s e n a ch ciufhalte und mit einem ge- wissen Heinz Brandt in der Wohnung einer verreisten Familie hause. Am Donnerstag wurde er nun verhaftet und in einem stark gesicherten Automobil nach Berlin gebracht. Bei seiner Verhaftung leistete er starken Widerstand, und so mußte er schwer g e f e s- seit transportiert werden. Noch im Auto versuchte er, die Menge aufzupeitschen. Rolonialbahnersorgen. Das Reich vergab de» Bau und Betrieb seiner Kolonialbahncn an Privatgesellschaften, beurlaubte aber gleichzeitig StaatSeisenbahnbeainte für diese Betriebe. Hierdurch erhielten diese Privatgesellschaften eine Handhabe, um die Gehälter -hrer Privatangestellten zu drücken, denn dieser Angestellte ist dar- aus angewiesen, von seinem Gehalt für sein Alter davon zurück- zulegen, was der Staatsbeamte nicht nötig hat, da er feine sichere Pension hat, ev. auch in den Besörderungslistcn weitergeführt und auch weiter befördert wird. Die Privatgesellschaften tun wenig oder gar nichts für ihre Angestellten; meistens versichern sie sie bei einer Gesellschaft. Scheidet nun einer aus, so hängt er in der Luft, wird er krank, bekommt er weder Krankengeld noch Unfall; auch in der Invalidenversicherung sind sie nicht aufgenommen. Ge- genwärtig werden nun diese Angestellte aus den Kolonien in ihre Heimat abgeschoben; sie haben alles iJcrloren, sind teilweise 10 bis 20 Jahre bei einer der' Kolonialbahnen angestellt gewesen und wissen nun nicht, wohin. Wäre nicht Pflicht des Staate?, sich auch der Privat-Kolonialcisenbahner anzunehmen und sie in seinem Betrieb unterzubringen. Die Privatbahnen in Teutschland sind gegen- wärtig so überlaufen, daß es vollkommen aussichtslos ist bei diesen unterzukommen, abgesehen davon, daß diese Gesellschoflen wenig Interesse daran haben, bejahrte Angestellte aus den Kolonien be: 5] Die Verbreitung öes Wortes. Von Ludwig Barta. Aus dem Ungarischen von Stefan I. Klein. Wenn ein Gußregen anhebt, wenn der Wind heult und trompetet, wenn de? Regen auf die Blätter der Maulbeer- bäume niederprasselt, dj« an beiden Seiten der Landstraße trauern, wenn es auf den Steinen der großen Brücken trom» melt und plötzlich auS der ungeheuren Gießkanne losströmt und ringsum die von Blitzen entzündete Weite zu rauchen beginnt: da flieht alles, was Lebewesen in der Gemarkung, was längs der Landstraße lebt, sich tummelt... Maus, Wiesel. Hamster. Fuchs. Hund, Spatz, Schwalbe, Lerche, Bussard, Adler flüchten bor dem Ungewitter in Höhle. .Nest. Lock; auch der Mensch flüchtet, denn der Wind zerrt an seinem Körper, der Regen macht ihn mit seiner kalten Feuchte frieren, der Donner grollt ihm in die Ohren, der Blitz zuckt über seinem Kopf. Der Mensch flüchtet' in den Krug; denn uberall längs der Landstraße gibt es Krüge. Zur Gewitter» zeit ist ein solcher Krug wie eine Insel während der Ueber» schwemmung; nebeneinander sitzen Tiger und Haie, Lamm und Löwe: allerhand umherwandernde. uncherstrolchende, die Landstraße geschäftig abgehende, von redlicher Arbeit fort» gescheuchte Leute kommen dort zusammen... Und es regnet: auf den Dächern wirbelt, prasselt der Gußregen, die Gräben füllen sich mit Wasser; der Himmel weint, die Landschaft s.öhnt, die Wind« heulen. Im Krug befanden sich bereits viele; manche kamen ein- sam. verspätet, waren auf Wallfahrt ausgezogen, und min voller Innerlichkeit. Andacht. Salbung; Bauern und Baue- rinnen, die von den Feldern mit ibren flinken Pferden her» beigesprengt kamen; die Mäuner-Hosen bis zu den Knien auf» gekrempelt, die nwgeren, bloßen Füße kotig, die Weiber mit aufgeschürzten Röcken, welken Bündeln, den zweiten Rock über den Kopf sfezogen; die Männer deckten sich mit Pfexde» kotzen zu und blickten, wie unter feuchten Zelten hervor, mit erschrockenen Augen stumm umher; dies ivar jene Zeit, da sie die Arbeit, wie ein von Frühiahr bis Gerbst währender Wahn, erfaßte und mit sich zerrte; der Donner und die strömenden Gewässer rissen sie aus ihrer Tretmühle, und nun kauerten sie wie verschreckte Tiere und stierten i» die Lust. Sie umsaßen die ungehobelten Tische: ein delirierender. aufgedunsener, rohgesichtigcr Biehtreiber; ihm gegenüber ein einbeiniger,»ltA; Soldat, mit kecker Mütze, den. weißen Schnurrbart ausgedreht, an der Brust die Tapferkeits- Medaillen: ein heimloser, alter vagabundierender Held; in zerlumptem, schmierigem Gewand ein auf der Wanderschaft bucklig gewordener, großköp.figer, fistelstimmiger, freche? Bettler, der einst in diesem Dorf das Licht der Welt erblickt. j An einem.runden Tisch: ein steifhütiger, langröckiger, über- legener Mann, der mit unsteten Angen in die Unendlichkeit zu schauen schien, obschon er bloß in sein überschnapptes Ge- birn staunte: ein gewesener Lehrer. An anderen Tischen Rastelbinder, Glaser; ein Geschworener, die Amtsperson der Gemeinde, ein sich anbiedernder, schwarzbärtiger Mann mit großer Pfeife; ein Taglöhner, mir verbittertem Herzen an einer Brauntweinflasche hängend und von Zeit zu Zeit ein brennendes Zündholz an seine durchfeuchtete, billige Zigarre sühnend; auch eine verschleierte Dame, deren Kalesche unter dein Schuppen stand, die Frau eines Pächters; ein livrierter Kutscher und noch viele, in aufgezwungenem Beisammensein auf einem kleinen Fleck, der mit drei Fenstern in die Welt schaute. Die feuchten Kleider, die schmierigen Fetzen, die schmutzi- gen, schweißgebadeten Körper dampften; Pfeifenqualm, Primchengestank, der Geruch des Morastes, der Dampf der Kleider, die Ausdünstung der menschlichen Körper verdichteten die Luit. Es domierte, die Erde zitterte, Blitze entzündeten schauerlich die Ferne, Stürme rasten über das Land dahin... Der steifbütige Mann spricht: „Geben Sie mir noch einen halben Liter. Herr Wirt! Herr Geschworener, wenn ich Sie mit meiner Einladung nicht beleidige, trinken Sie mit mir ein Glas!..." „Ich danke"— so der Geschworene und setzt sich neben ihn. „Wo habt denn Ihr gekämpft wenn ich fragen darf?"— so der Biehtreiber zu dem greisen Soldaten mit grimmigem Gesicht. „Sprechen wir nicht davon!"— antwortete der Soldat. „Bei Solferino oder Königgrätz?"— „Ich war in beiden Höllen... aber jetzt sag ich nur: schade, daß nicht die Welt aus lauter Anarchisten besteht." „Auch Nr. Brüder, kämpft mit diesem Leben: doch hat jeder seine Bürde... mir übergibt man die Kühe, dann Regen, Wind bis zum Ueberdruß... das viele ungestüme Bieh... stoßen mich nieder, stürmen mir über Magen. Bauch, oft glaub ich, die Gedärtne kommen mir zum Mund heraus..." „Belieben Sie. Herr Geschworener"— sagt der Lehrer. —„Bitte, ich bin kein Bettler, bin bloß unglücklich; möchte immer weinen... denn stellen Sie sich vor: hier ist da? Schulgebäude, hier die Pfarre, denn ich war Lehrer... also hier ist mein HauL, hier das Haus des Pfarrers... ich habe auch eine Frau: schön wie eine Rose... der Pfarrer hinter ihr her, immer hinter ihr her... und ich bin ganz hilflos, denn wenn einer Frau der Rappel ankommt/ dann kann ein Mann noch so klug sein...' bitte, bitte, noch ein Glas!.,. und einmal geh ich dann zum Pfarrer; denk mir: jetzt erwisch ich siel Und ich Hab sie erwischt; die Frau zum Fenster hin- aus, ich aber aufs Gemeindehaus, schreie dort, schlag auf den Tisch: der Lehrer ist verrückt geworden!— schreien die Vorsteher... ich aber werde rot. werde blau, werde ohnmächtig ... daheim macht mir die Frau kalte Kompressen... ich stehe auf, will den Pfarrer erschlagen, doch sagt mir der Pfaff. ich könne bis an meinen Tod den Lehrerposten behalten... das Herz schmerzt mich, schmerzt mich, wie es ein Tier schmer- zen mag... ich lehre das Abc und das Einmaleins und weine, und das Herz schmerzt, schmerzt... ich schlage dem f farrer die Fenster ein... schieß auch durchs Fenster in sein immer, alles vergeblich... wenn eimnal ein Weib den Rappel bekommen hat... ich zieh in die Welt, denn mein Herz hält es nicht aus... bitte, noch ein Glasl... mein Herz... immer das Herz, Herr Geschworener!... Uebri- gen» Hab ich jetzt«in sehr gutes Verdienst... brauch bloß die Landstraß« dahin zu wandern... zu den Pfaffen geh ich nickt... aber zu den Lehrern, nur zu ihnen... denn die wissen, daß mich mein Herz schmerzt... Herr Wirt, noch einen halben Liter! Denn sehen Sie, Herr Geschworener: Geld Hab ich immer, Hab heute schau drei Gulden verdient. obschon ich bloß in einem Dorf war... bitte, noch ein Glas, denn... mein Herz.. „Die Pfaffen find an allem schuld!" schrie vom anderen Tisch der Tagelöhner mit der billigen Zigarre. „Auch Sie, verehrter Herr?" jo der Lehrer. (ßortl. foIoU ftd)«ufjHiKijmen. Sie Nnnien aber an Stelle der vielen funken DaMen treten, die heute noch beschäftigte tverden, aber auch so zu leben hätten. Roheit gegen Kriegsinvalide. Dieser Tage fuhren zwei kriegsbeschädigte Invaliden mit einer Drehorgel die Pasewalker Straße durch. Der eine der bedaucrnS- werten Menschen hat einen Lungenschuß, der andere infolge Ver- schültung einen schweren Nervenchok, außerdem durch Quetschung iie GebrauchKfähigkeit seines linken Armes eingebüßt. Wer diese beiden Gestalten sah, dem mußte sich das Herz im Leibe zusammen- krampfen. zumal der Nervenkranke ein blutjunger Mensch war. Mit der Unterstützung, die sie beziehen, können sie nicht auskommen. und. deshalb ziehen sie nun von Hans zu Haus mit einer Dreh- orgeü Pasewalker Straße b hatten die beiden gerade eine Weise zu spielen begonnen, als plötzlich der Portier Schülkka in ganz gemeiner und roher Weise sie aufforderte, sofort das Haus zu verlassen. Er bezeugte auch große Lust, dem Nervenkranken zu Leibe zu gehen. Der Mann war selbst iu Felde. Er ist ein„Ständel-- Artist", ober mit gesunden Gliedmaßen. Daß der Besitzer des .Hauses einen Befehl gegeben hat, Leierkästen dürfen nicht spielen, ist kaum anzunehmen._ Der Streik in der Bolksbiihne. Wir erhalten folgende Er- .viderung auf die Zuschrift der Direktion: Gestellt sind die Forde- rüngen seit einer Reche von Wochen vom gesamten technischen Per- ''anal einschließlich Handwerker, Putz- und Garderobenfrauen, ohne daß eine ander« als ablehnende Antwort zu erzielen war, h. ohne «cden Versuch, in Denhandliingen zu treten. Was die Hohe der Forderungen betrifft, so bandelt es sich um eine einmalige Entschädigung in Höhe eines Monatsgehalts, ferner nicht um die Voll- bezähluiig von zwei beschäftigungslosen Sommermonaten, sondern sollten während dieser Zeit ErnenerMngSarbeitcn, die nach Anficht des AnbeiterausschusseS dringend nötig sind, ausgeführt wer- den. Für heute wollen wir uns in eine'vettere Erörterung der Angelegenheit aus Rücksicht auf zu erwartende Veohandlungen mich: einlassen, da wir auf eine alle Teile befriedigende Lösung der Frage hoffen._ Die Stvoikleitung.' Die 50 Mark-Banlnote» vom 20. Oktober 1918 werden demnächst aufgerufen. Da die Frist, innerhalb welcher diese Reichs- banknote noch als gesetzliches Zahlungsmittel gelten soll, voraussichtlich kurz bemessen und höchstens auf einen Zeitraum von einigen Monaten beschränkt werden wird, empfiehlt es sich, mit der Ab- lieferung dieses Geldzeichens an.die Reichsbank möglichst bald zu beginnen. Ter geheimnisvolle Leichensund im Lietzensee beschäftigt die Eharloktenburger Kriminalpolizei weiter. Zur Aufklärung dieses Verbrechens ist besonders die Feststellung der Persönlichkeit der Toten von großer Wichtigkeit.„Gestern wurde der Kopf der Toten gelandet. Schiffer zogen am Tegeler Weg, gegenüber dem Bahn- hos Iungfernheide, ein größeres Paket aus dem Kanal, das jedoch, als sie es aus ihren Kahn ziehen wollten, wieder in das Wasser fiel. Bald darauf kam ein Flstschfetzen an die Oberfläche, kurz daraus auch ein Frauenkopf. Das Paket, das noch nicht wieder geborgen werden konnte, scheint die übrigen Leichenteile zu dem Fund im Lietzensee zu enthalten. Die Tote scheint etwa 17 bis 18 Jahre alt gewesen zu sein, hatte schwarzes Haar und einen falschen Zopf. Ein Opfer der Märzunruhen wurde auch gestern wieder aus der Spree gelandet. Hinter der Gasanstalt am Lui se nstödt i scheu Iiier fand man im Landwehrkanal die Leiche eines etwa 20 Jahre ''teil unbekannten Mannes, der feldgraue Uniform trug. Sie hat ichon lange iin Wasser gelegen. In dem Militärrock steht der Name Hertp«. Der Unbekannte ist 1,71 Bieter groß und trug unter den: Militärrock eine bunte Weste. Blumenerde statt Butter. Eine Schwindlerin macht jetzt die Warenhäuser unsicher. Sie sucht die-,Erfrifchunasräume a,ts und �ai ein Palet Jjei sich, das Butter enthalten soll, Pfund 18 M. Frauen, mit denen sie sich in ein Gespräch einläßt.-sind natürlich wbald sie den Inhalt erfahren, drauf- und-dran, den kostbaren Ar- ■ihl zu erhalten. Das gelingt auch, aber wenn- sie dann mir dem seltenen Schatz nach Hause kommen, können sie feststellen, daß Blumenerde sich ebenso weich wie Butter anfühlt. Stadtbahnsrcuden»m Sonntag. Der Rennverkehr nach Karls- lzgrsi kann es notwendig machen,' einzeln� Bahnsteige oder Bahn- löse der Stadibahn zeitweise zu sperren, um Unglücksfälle zu '-.ermeiden. Daß durch diese Absperrung auch beruflich Reisende betroffen werden, ist bei dem Massenandrange und bei den Verkehrs- - inrichtungen der Stadtbahn unvermeidlich, da eine Scheidung zwischen Berufsrci senden und Nennbahnbesuchern nicht möglich ist. Der Treptower Park ein Zufluchtsort für vertriebene Hiindler. Nachdem man die Straßenbändler letzthin vom Audreasplatz vertrieben hat, haben sie ihr Standguarlier noed Treptow verlegt. An mehreren Spieltischen werden auch von der Schul- fügend kleinere Geldbeträge angenommen. Wo bleibt die Behörde? Eheitialige österrcichisch-tingarlsche Soldaten erholten rück. 'öndixe l�ebühren in der Kaie nie de? S. GardercgimentS zu Fuß. Berlin, ■PrunaclÜt-uhe. All« Militär- und LegitimationSdokumeiiie mitbringen. Für die Zctt vordem 1. November 1918 werden Forderungen nur aus Grund 5» Detmncnlen evselnt; Rüclsläiidc nach dem t. November werden mit ,'Q 3R. apgeserilgt. Zwilklcidcrcntichädigung 190 M., jalks nachweisbar, »atz Kleider nicht zurückerhalten, sonst gegen Absuhr von Mantel, Hose und Bluse. Einzelne Stücke werden nicht übernommen. Absertigungsgeld wird '-ines ersolgt, ebenso werden von dieser Kornmilfton keine �invaliden- '.ebüdreii ausbezahlt. Auszahlungen wochentags von 9—1 Uhr: F—J nem 19.— 26. Mai, K— 0 vom 27. Mai bis 15. Juni, P— S vom 6. bis U. ouni. T— Z vom K— 20. Juni 1919. Auswärtige machen ihre An- vrüche schrisilich— mit Dokumenten belegt— geltend. Die Strastenbohu A imrd vom 21. ab in beiden Richtungen durch oie Flottwelt-, L llh o w-, Potsdamer Str. umgeleitet. Hnmanistische Gcineinde. Sonntag, 5 Uhr, Aula der Friedrich. Äerderichen Oberrealichuie, Riederwallstr. 12, Vortrag Dr. R.Pen zig wer.Der Gewissenskonflikt: Annehmen oder Ab- ehnen des BersaillerFriedenSangebotS". Gäste will- ommen. kyroie Hochschulgi'ineiiide für Proletarier. Slcbeitcnät«, Betriebsräte, Funktionäre aller Branchen! Kursus über.Berkehr nut den Banken' Diensrag, 20. M a i, 7 Uhr, Äochflr. 13. Ter ArbeitSauSschutz. Wiederholnng des Konzerts der höheren Schulen Berlins für üe Ktiegsgesaiigeiien morgen Montag in der Hochschule sür Musik<7'/, Uhr). Hegen 1000 Schüler und Schülerinnen werden mitwirken. Karten 1 M. -ei Bote it. Bock, Wert heim und Abendtasse. Epaudauer Werke. Infolge Uebernwhme der HeeresbetriePe in Spandau hat das 'ieichsschatzamt eine Hauptverwaltung der Reichsbetriebe einye- .ichiet. Ihre Letter sind Dr. Bach uard. Dr. Katz. Zur Weder- röffnung sind Arbeitsbedingungen aufgestellt, von deren Annahme dir Wiedereinstellung der Arbeiter abhängig gemacht tvird. Wöchentliche Arbeitszeit-10.5� Stunden, Zeitkontrolle, Stun- -e.v'vhne Mischen L,3V M. für Handwerker und 2,10 M. für uqgc- terntc Arbeiter, Frauen.'zwischen 1,92 M. und 1,14 M. Penn rgend niözlich, soll der Akkord eingeführt werden, der ähnliche Sätze ausweist. Angestellten- und Arbeiterausschüsse(jedenfalls )6i Arbeiterrat) sind für Lahnforde vungen anzurufen. Der Betrieb soll vorläufig mit 7000 Arbeitern eröffnet werden. • BertrauenSleute der Kriegsbeschädigte« und Hinterbliebenen de, Hcerrswerkstütten Spandaus sowie die Delegierten zur Reichs- 'oufcrenz, Dienstag mittag 2 Uhr, wichtige Besprechung i» AssowS Bierhallen. Berlin, Neue Friedrichstr. 2. Erscheinen aller dringend �forderlich. Staatsbetriebe Spandau. Morgen. Montag, 10 Uhr, in Span- ■xxa, Hotel zn» Stern, Potsdamer Str. SU, Berjanunlnng aßet Ler- trauensleute, Arbeiterräte, Arveiletk. mrd AngestelltenemSfchüsse der S. P. D._ Charlottenburg. Stadtverordnetenversammlung. Vorsteher Genosse Borchardi wandte sich scharf gegen den Vernichtungs- frieden und den schamlosen schnöden Wortbruch unserer Feinde. Oberbürgermeister Dr. Scholz gab tiefster Entrüstung Ausdruck. Dr. Herz(11. Soz.) denutzte auch diese Gelegenheit, um die Regie- rung und die sozialdemokratische Partei in maßloser Weise zu beschimpfen. Gen. Horlitz trat diesen Ausführungen unter lebhaftem Beifall wirksam entgegen.— Dann bewilligte die Vwv- sammlung 5000 M. für Fortbildungsschulen und 30 000 M. ftic Wasscrtverksvcrwaltung. Der Unterstützung der Lehrkräfte an höheren und mittleren Privatmädchenschulen, jährlich 23 400 Dt., wurde zugestimmt. 124 600 M. zum Umbau des Oberpräsidenier.« Wohnhauses werden nach längerer Debatte bewilligt. Zur Beihilfe für den Zoo werden 50 000 M. unter der Bedingung genehmigt, daß alle Sonntage billige Eintrittspreise festgesetzt werden. Folgendes Ortsstatut wird angenommen: Die Beamten und Angestellten, denen an Stelle von Magistratsmitgliedern ein Dezernat zur selb- ständigen Erledigung übertragen ist. können als stimmberechtigte Mitglieder in die betr. Verwaltungsdeputation entsandt werden. Die Ernennung erfolgt durch den Magistratsdirigenten. Eine städtische Deputation für künstlerische Volksbildung und Volks- Unterhaltung wurde nach Begründung durch Stall er einstimmig angenommen. Die vom Verein Jugendheim für die städtische Schul- pflege bestellten Helferinnen und Kindergärtnerinnen erkalten ab 1. Oktober 1913 eine Teuerungszulage von 35 M. monatlich. Die Ausführungen der Erweiterungsbauten auf dem Gelände des Wald- Hauses Charlottenburg in Sommerfeld werden bewilligt. Kosten 1 620 000 M. Der Vorlage zur Besteuerung der Spielklubs, 30 Proz. der Bruttoeinnahme, wurde zugestimmt. Ein sozialdemo- kratlscher Antrag, ein städtisches Rachiwach- und Schließwesen ein- zurichten, wird dem SozialisierungSausfchuß, unser Antrag, den Schulunterricht auch in den Volksschulen erst um L Uhr beginnen zu lassen, der Schuldeputation überwiesen. Zur Milderung der Zahl der Arbeitslosen und zur Unterbringung der Kriegsbeschädigten in größerem Umfange beantragen die Sozialdemokraten, den Magistrat zu ersuchen, alle Hilfsangestellien beiderlei Geschlechts aus stadti- schen Diensten zu entlassen, soweit diese ihre Tätigkeit nur als Nebenbeschäftigung resp. Nebenerwerb betrachten. Nach Begründung durch Gen. Horlitz erklärt Magistratsrat Dr. Fischer, daß in dieser Angelegenheit von-'der Stadtverwaltung streng nach den Richtlinien des DemobilisierungSausschusseS verfahren worden sei. Ein weiterer Antrag ersucht den Magistrat, allen im Stadt- dienst stehenden Personen binnen 6 Wochen und hierauf mindestens alle 3 Jahre die Personalakten zur Einsicht vorzulegen und alle Vermerke und Schriftsätze dazu den Betreffenden zur Kenntnis zu bringen, Eeheimaktcn zu verbieten, Ausnahmen werden nur nach Anhörung de? Ausschusses und bei ärztlichen Zeugnissen zugelassen, wird nach Begründung durch Genössen Dr. Rosenkeldt einem Aus- schütz von 15 Mitgliedern überwiesen. Zur Kontrolle der Lebens- mittelMrieilung beantragen die Sozialdemokraten eine Koniroll- konrmifston aus kommunalen Arbeiterräten. Nach Begründung durch Gen. Gebert wird dieser Antrag gegen alle Stimmen der Bürgerlichen angenommen. Auf eine Anfrage des Gen. Wik? gibt MagistratSrat Dr. Fischer bekannt, daß bis zum 1. Juni d. I. alle Schulen Char- loitenburgs von Soldaten geräumt sein werden. Zum Schluß fragt Gen. M i ck l e r. ob der Magistrat bereit sei, bei der Regierung Schritte zu untsrnehmen. um die Charlotten- burger Siaatsbauten weiter zu fördern. Der MagistratSvertreter antwortet zufriedenstellend. KreiStagSwphl Trltsw-BeeSk»»v. Teltow: SS S. P. D., 11 U. S. P., 36 vereinigte Bürgerliche. B e e s k o w: 15 S. P. D., 14 vereinigte Bürgerliche. In beiden Kreisen haben die sozialisti- schen Parteien eine Stimme Mehrheit. Groft-Berlincr Lebensmittel. Neue Nekkevro«marke» auf gelbem Papier gedruch, mll durchlaufen» den Wässerzeichen,'- roten wid.-'blailen Fa fem Verseden. Aufdruck schwarz. Sie- gelten vom 16. Mai 1910 ab; die bisherigen Marken noch noch bis 30. Juni. Uom 1. Juli ad gelten nur die neuen Marken Berlin. Sonntag uud Montag aus/. Btd(226. Serie I bis III). — Braltsett 50 Gramm(kl 3).— Ausländisches Weizenmeht oder Inlands- med! 250 Gramm(ck 3) bis Dienstag,(Li 4) vom Mittwoch bis 27.— 2 Päckchen Puddingpulver(230). Swön eberg. Bis 20. Ma! Voranmeldung für 500 Gramm Kunst. Honig(23).— F 2(Amerikamehlf kann bis einlchlietzllch 24. Mai Feurig- slraße 4 eingelöst werden. Ausgegeben werden Woche 250 Gramm Morgen- trank(21). 150 Gramm Graupen(28), für Jugendliche 100 Gramm Weizengrieß(34), 50 Gramm Bratsett CK 3),>/, Pfund Amerikomehl(ck 3), 125 Gramm omerikanifche Schivetnesleifchprodilkt(M 4), Süßstoff(Nn, 13), 1 Büchse Krastgallert OJn 14), 125 Gramm Käse in den Brotkommisstous- bezirken 2, 7, 11 und 13. Stegtttz. Dom 19. biS 25. Mai auf Abschnitt 17 3 der Cinsuvr-Zu- satzkarte 50 Gramm Bratsett(50 Pfck, vom 17.— 20. Mai auf Abschnitt 21 imo 28 der Groß-Beriiner LebenSmittelhuIe 490 Gramm Grieß oder Suppen. Anmeldung von 250 Gramm amerikanischen Weizenmehl, vom 17. bis 19. Mai Abschnitt ck 3 der Einsubr-Zusaytarte. Anmeldung von 2 Büchse» kondensierter Milch sür Ämder, welche in der Zeit vom 1«. 5. 97 bis 15. 5. 1914 geboren find, aus Abschnitt 87» der Steglitzer braunen Lebensmittelkarte in den hiesigen Milchgeschäften vom 17. bis 2l. Mai. Zuvor müsse» in der zuständize» Brottommiiston die aus den Namen aus- gestellten braunen Lebens mittAkarte» auf der Rückseite der Abschnitte 37 und 37» abgestempelt werden. Amtlicher Ausweis über das Alter dcS Kindes ist vorzulegen. Außer den Lebensmittelkarten der Kinder sind sämtliche zum HailSbatt gehörenden Steglitzer braunen LebenSmittetkartea vorzulegen Pcrkaui von Nährmitteln a» Stelle der seblenden 2 Psund Kartoffeln in den Karloffelgeichästen, vom 17. bis 20. Mai aus Ab- schnitt 20ck und 20o der Äartoffeitarte je UX) Gramm Kartoffelmehl, je 100 Gramm Grieß oder je 100. Gramm Hülsensruchtmehl soweit die Ware zugefahren ist. Neukölln. Kartoflckersatz für 12.— 18. Mai 200 Gramm Weizengrieß GOck) und 290 Gramnt Kartosselwalzniebl(30e). Für Familien bis zu 4 Personen 1 Schachtel, über 4 Periöne» 2 Schawtrln Zündhölzer.— Zitronen(169».— Heringe»ach Kuiideulijte.— Im Bereich der 2. Brot- kommiiston 125 Gramm. Käse bis Dienstag.— Pom 19.—25. Mai 50 Gramm Bratsett(H 3).— 250 Gramm Weizenmeht bczw. inländisches Mehl(ck 3). — 125 Gramm Schweinefteischpropulte CM. 4).— Das zum Verkauf kam- mende Dörrgemü'e unterscheidet sich nach dem Kochen nicht wesentlich von Frischgeniüse. da bei der Herstellung besonders daraus Rücksicht genommen ist, daß der Gemüsegelchmack erhalten bleibt. Diejenigen, die einen Versuch mit dem-jetzigen-Dörrgemüse noch nicht gemacht haben, werden überrascht seil«- über dir tatsächliche Güll der M den Fabriken der Stadt erzeugten DörrgemÜse. Für die nächste Zeit ist Fvtschgemüse noch nicht zu erwarten, und da auch die Bestände au Dorrgemäse zur Neige gehen, ist es empsch- ienswert, besonders getrockneten Weißkohl und Mohrrüben zu kaufen, um gegen noch ichlechterc Zeiten gesichert zu sein. Spandau. Feld 210 der LcbensmiUettart«, auf welche 1 Dose Fleisch- konseroen entnommen werden konnte, verliert heute seine Gü tigkeit. Bis zum 25. d. Mis. dürfen die hiesigen Molkereien und die Mich« Händler, die über SäuglinaZmilch verfügen, nur Inhaber von Säuglings- milch'arwn In die Kundenliste ausnehmen� Alt-Glienieke. In der nächsten Woche 500 Gramm Marmelade, 190 Gramm Grieß und 250 Gramm Nährluppcn, 5 Bsd. Kartoffeln, 50 Gramm Bratsett, 125 Gramm AuSIandSsleischware, 250 Gramm AuS» landSmehl oder S4 proz. Weizenmehl. Für Jugenoliche 2 Suppenwürfel. Di« Anmeldung der Abschnitte 29 uud 80 der KrerSlebenSmilleltarte uud 9& htx Ptrtf In(ai bit Tifntiäd,* bc* 20» tu frfirtQfti Groß-Serliner parteknachrschten. Bericht von der Nationalversantmlnng in Weimar. DienStag, 7 Uhr: Pharussäle, Müllerstr. 142, Anhalter Ressource, Möckernsir. 1!4; Mittwoch, 7 Uhr: Großer Saal des ehem. Herrenhauses; Aula Bochumer Str. 8. Referenten: Die Abg. Eugen Ernst, Richard Fischer, Hugo Heimann, Wilhelm Pfannkuch. Der Borstand. Große Sssenfllche Versammlung. Mittwoch. 7 Uhr, Börsensaal des Zentralviehhofs, Eldenaer Straße am Forckcnbeckplatz. 1. Sozialisicrnng. Referent: Stadw. Zng. Dr. S t r i e m e r. 2. Freie Aussprache. Wir bitten unsere Leser, zahlreich zu erscheinen und Freunde und Bekannt« mitzubringen.— Die Abteilungslettung der 13.-22. Abteilung. Berlin. 9. Abt.(Kottbuser Tor) Frauenversammlung morgen, Mon- tag, 7ü Uhr, in der Schulaula, Britzer Str. 16/17. Referentin: Frau Stadtverordn. Riedger über„Erziehung im Hause*. Gäste willkommen.> 19. Abt. Dienstag, 7H Uhr, Schreinersir. 13, bei Neumann, Versammlung. Bericht von der Generalversammlung. Bericht über die neuen Richtlinien des Vorstandes. Diskussion. Aufnahme neuer Mit- glteder.— Gäste willkommen. 28. und 29. Abt. Mittwoch, 7 Uhr, Sckmlaula, Odcrberger Straß«, Versammlung. Frauen besonders eingeladen. Thema:»Wie weiden wir der infolge des Krieges an unseren Kindern verursachten leibliche» und seelischen Schäden Herr?" Reserentin: Frl. Dr. Beh- n i'ck«. 33. Abt. Heute Ausflug nach Schulzeudorf. Abfahrt der Züge vom Bahnhof Gesundbrunnen 11.30, 11.41 und 1.29. Treffpunkt 2» Uhr bei Liebe, Bahnhos Schulzendorf- 47. Abt. Frauenabend Mittwoch, 714 Uhr, bei Zldam, Nozareth- kirchftr 47, Ecke Turiner Straße. Vortrag des Lehrers Noack üb« -EtztAimosftaoen". Gäste willkommen. '�Berlin. Vortragskursus für die 42., 43., 46., 47. und 48. Ab- teikung. Tie Entwicklung des Sozialismus. Referent:„Vorwärts"» Redakteur Wcrmuth. 1. Von der Natural- zur Geldwirtschaft. 2. Die aufkommende Großindustrie. 8. Die große französische Re- volution und der utopische Sozialismus. 4. Der wissenschaftliche Sozialismus und der Klassenkampf des Proletariats. 5. Weltkrieg und Revolution. 6. Das sozialistische Werden Montags, den 19., 36. Mai, 2., 16., 23., 30. Juni, abends 7 Uhr, in der Aula der Ge- meindeschule Lstender Str. 37/39. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung. SchW erhödge! Nächste Versammlung Mittwoch, 7 Uhr. Taub- stmnmenschnl«, Markusstt. 49, Hof links 2 Tr.(Nähe Bahnhof Jannowitz. brücke). Wichtige Tagesordnung! Vielhörer ist ausgestellt. Schwerhörig« Parteigenossen. Eewerkschastler und.Vorwärts'leser er- scbeint zahlreich I Parteigeimsien werden gebeten, ihre Mitgliedsbücher mitzubringen.' Trttow-Beeökow. Heute Sonntag, vormittags 911 Uhr, im SitzungL- saale des Herrenhauses Kreisgeneralveifammlnng. Charlottenbnrg. Di« am Donnerstag tagende Mitgliederversammlung. die sich mit dem Parteitag beschäftigt«, nahm am Schluß eine Resolution an, in der ans das entschiedenste gegen das Urteil im Prozeß Liebknecht-Luxemburg protestiert wurde. Di« Versammlung verlangt die Abschaffung der Militärgerichtsbarkeit, die allein solche Udeil« ermöglicht. Wilmersdorf. Morgen, Montag, Tri Uhr, Aula, Gasteiner Straße, ö ffen tlich« V e'r s a m m l u n g. Tagesordnung:„Privat- und Ein- beitsschulen sowie Elternbeiräte. Lehrers'chaft besonders eingeladen.' Schöneberg. Dl« Vorstand'ssitznng am Dienstag findet i« Lokal vorm. Henkel, Meining« Str. 8, statt.— Die kommunalen Arbeiterräte der S. P. D. werden zu einer kurzen wulstigen Besprechung heute Sonntag, vorm. 11 Uh'r, bei Gen. Obst eingeladen. Reinickendorf-West. Dienstag. 7 Uhr. Aula Nuausto-ViNoda-Allee, Mitgliederversammlung: Borttag üb« die politische Lag«. Bericht von d« Kreisgeneralversanimkung und der Frmienkonferenz. HernlSdorl. DienStag, 7% Uhr, im Lefflerfchen Lokal, Sffentlffch« Volksversammlung. Genossin Marie Ju'chaez svricht üb«: „Gerechtigkeit oder Gewalt�.— Di« am 21. geplant« Mitgliederversamm- lung findet am 28. Mai statt. Pankow. Morgen, Montag, 7 Uhr, bei Meier, Brette Str. 14(Türkisches Zelt) Funktionärkonfere'nz. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen edvadet der Vorstand. Sozialistische Sttidentenpartei. Vortrag am Mittwoch findet nicht statt, um den Mitgliedern zu ermöglichen, die Kundgebung des Bundes „Neues Vaterland", Kammersäl«. Teltower Str. 1. 8 Uhr, zur Friedens- frage zu besuchen. Es sprechen dort über:»Was bringt und nimmt uns der Frieden?* Helmuth v. Gerlach als Politiker, Dr. Webberg als Völkerrechtslehrer und Engelbert Gras als Mrtschastspolittker. Mit- chieder der S. P. T. habe» gegen MitgSedslart« ermäßigtes Eintritts- geld von 50 Ps._ Gerichtszeitung. Der Fall des Rektors Bock, der vor acht Jahrvn großes Aufsehen ervsgte, soll!« gestern von neuem aufgerollt werden. Der ehemalige Rektor Robert Dock von der katholischen 49. Gemsmdeschule in der Gnersenaustroße war be- schuldigt worden, in einer große» Zahl von Fällen sich unsittlichei: .Hmrdlungen gegen die ihm anvertrauten Schülerinnen schuldig ge- macht zu hcdheir. Er bestritt in großer Empörung diese Besch»!di- Zungen, es wurden zahlreiche Schülerinnen vernommen und aus Grund des vom KriMUdalkommijsar Toussaint nach dem Ver- nehmungen der Schüfe viirne» erbrachten Materials die Anklage er- hoben. RÄtor Dock best ritt auch in der Verhandlirng, die bei einigen der ursprünglichen Deferswngszsuglnnen einen vollstän- digen Um fall in ihren Aussagen erbrachte, energiscb jede Schuld. Von den 15 zur Anklage gestcllren Fällen hielt das Gericht nur 3 für erwiesen und verurteiÜe dem Angeklagten am 7. März 1911 ga 1 Fahr 3 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von 6 Monoton Untersuchungshaft, und 3 Fahren Ehrverlust. Ein Gnadengesuch wurde abgelehnt. Bemerkenswert ist, daß nach der VerHand- lung drei Zeuginnen ihre eidlichen Aussagen, eine vierte«hve nn- eidliche Aussage widerriefen. Der Angeklagte, der oine achtmonatige Uutersuchungöhast durchgemacht hatte, wurde dann mehrere Monat« hindurch in der Nevvenheilanstalt der St.-Josepih-Heilanstalt in Weißousee behandelt und hat schließlich seine Strafe verbüßt Bock hat nach Wiedererlangung der Freiheit ununterbrochen/, Uhr, stieß Wilhelm», Ecke Boßstraße, anieritauifches Lastauto tu voller Fahrt«men Radfahrer um. Äugenzeuaen de» Unfalls werden um ihre Adresse gebeten. ZölSD August Salonz.«harlottbg., .staifer-Friedrich-Ltr. 6. Ituclifiiliruns gründliche Unterweisung. F. Simon, Berlin W 35, Magdeburger Straße 24. Verlangen Sie gratis Probebrief. iE* verkauft preisw. Joers, Berlin, Regensburger Str. IS. Vertreter Tockan, Kolonie Schweitzerberge. Echweitzerstraße. 93/8 mit Apparat„Primus*, ff ver- silber»,gebog.,mA Klingen?, 75 M. Extra Klingen la 1 0 St. 3,25. Schwarz4Co,Bln„Annenst24 100 Zente MoOrrien, ZOZlrietersilienwurzelfl gibt laufend ab Särtnereibesitzer Karl Zimmennaan, Friedenau, Blanlcndurgst.8. 3kl: 111)1.3970 Haentorrhoiden schwind, schnell u. schmerzl. durch Myrobalauum, sicher hew„äußerl. Anw.4A0M, Otto Reichel, Berlin43, Eisenbahns.4 Verlaufe 26175) Stbreib-, Spiel-, Galanterie- ond ScnerzgescMit. 8000 an Oldenburger Str. 1«. Haarnetze echte« haar. Große Hauben M. 1,25, ab 6 St. Gr. Stirn. 40/40 M.l/« ab 6 St Nach».- Verf. durch G, P. 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Abgesehen von der Person Brorkdorff-RantzauS hatte die Regierung die Möglichkeit, die richtigen Personen in die FriedenSdele- gationen zu wählen. Wir müssen anerkennen, daß durch deutsche Schuld diel verwüstet wurde und mit der Erfüllung gewisser Isar- derungen nur beglichen wird, was genommen wurde. Anstatt mit den Gognern vernünftig zu sprechen, werden unsere Reden übe? die an sich gewiß sehr harten Bedingungen drüben kein Deutschland günstiges Scho weck««. Warum sagt man z. B. dem Volke nicht, daß der nsaß-lothmgische Landtag, viel« Städte und Arbeiterverein« schon vor der Revolution den Anschluß an Frankreich be- schloffen hatten? Wir habe» all« Ursache, den Geist des i. August nickt von neuem zu entfachen, weil wir Anschluß und Verständigung suchen müssen. In der inneren Politik ist das, was möglich !»«i. nicht vollständig gelöst Wörde». Man muß aber nach beiden Seiten sagen, was geschehen kann. I« den SozialisterungS- fragen ist die Politik d«r U. S. P. mit dem Treiben von Sinder» zu vergleichen, die«i» Spielzeug zerbrechen, nm das Jnnere'kennen zu kernen. Man kann nicht in ein paar Monaten ein Paradies z angrlegcuhciten. VersorglMgSangelegenhsilen sind, wie erneut rn Errnnernng gebracht wird, als dringende Dienstsachen anzusehen. In Angelegenheiten der Hinterbliebenenversoraung ist ebenfalls die schleunigste Erledigung aller Ersuchen' der. Berfa» gungSämter, amtliche» Fürsorgestellen usw. geboten. An das Kultusministerium richtet ein Lehrer in Glogan folgende Anfrage: Anfang Mai wurden für die Lehrerschaft erhöhte Kriegszu- lagen bewilligt. Wir hofften, daß uns dm erhöbt« Zulage am 1. April ausgezahlt werden wird. W» Anfang Mai hatte» wir«och nicht»«rhaltr.ni. Ich erhielt als Lehrer tLV Jahre alt. verheiratet� am 1. April ecks vierteljährliche» Gehalt: a) von der Stadt Glogau: Grundgehalt, AlterSzülage und MietSenlschädigang 687,60 M, b) von der KreiSkaffe 220 M. Krieg Szulage nach der alten Ordnung. Bon der Kreiskasse stehen mir noch 460 M. Stocka hlung zu. Wie lange sollen wir noch auf diese Nachzahlung der 5frieyszu!age, die einen nbedeutende» Teil unseres lächerlich kleine» Gehaltes au»- macht, warte»? Liegt hier die Schuld«m der Regierung i» Stegnttz oder a» der Kreiskasse in Glogau?_ Die Zustände im Jrrenwesrn besprach vor edstger Zeit Re- dakteur Paul ElSner in einer Berliner Berfansntunst. Gegen di« damals vom Reierenten ausgestellte Bchcv.rptung, in allen Irren- answlten werde ohne Ausnahme von«he« Wärters geprügelt, nahm eine Versammlung der Pfleger irnd Pflegeriniien der LandeS-Heil- und Pftegoanftalt Uchtfprn�p? Stellm»g. Die Versammelten wiesen unter scharfem Protest die Dsschuldigung zurück und betonten, daß eS tu der dortigen Anstalt als ein« Schande gelte, wen» Pfleger einen Kranken verprügeln würden. Ein solcher Pfleger würde auch nicht einen Tag in ihrer Mitte geduldet werde». Wenn während ds» Krieges wider Erwarten dies« Halbing, dieser Grund- satz verletzt worden ssm sollte, so deshalb, weil infolge der Ein- ziehungen fast sämtlicher alten Pfleijer zum Militärdienst die An- alt sich mit minderwertige» Kräfte» habe behelfe» müsse», Theater öer Woche. B-lk»biihne: 18., LS. nachm..Die S-irat». 18.. Zt., LS.„Penkh-sslea', 1». A., 21., A...Der Uv!,uq', ich LZ..Das'.— vnernhavs: 18. nachm. Orpheus und Surydike', 18..gidelw�,„Haffmann, vrzälilur.cin,-, 20.„(Ha SWaufcnbaß*, 21.„Figaros Sochzeii", 22.„Saavchäafet', 28..Roseatavakler�, 24..Rigoletto", 25. mitt..Wairtire", 25..fflflvfchli», 26..Don Juan'.— 18. nachm. gudasglockr�, LZ. wach»,„greuzrllchrelbrrt, 18..Maria Stuarts, 10., LI.«!., LS.„eoriolan», 20. nachm.„Peer Snnl", 22. �OftcHo*, 24..Laurna- liften*, 26,„Bk�elm Deti*.— Dealfchc» Dheatrre 18. nachm...Frühlings Gr» wachen», 19., 21., 2t., 2«.„Wie es«'.ich gefäßt», 20.„Faufr 1*, 22.„Uno das Licht fchrtnci in der Finsternis�, 2S.„Dir ffluppjt*, 25.„Hamlet�.— Aa«lM«- (piole: 18. nachm...Winna ron Barnhelm", 18., 22., 2t.„Der ftinderfrnrad', 10., 20., 21., 23., 23, 25.„Der Etar".— Lessinz.Xdratcr! I».. 2S. nachm. JS)et Raub der Eadinerinnsii", 1«., 21„ 22v Lt.„Der Blaufuchs', 19., 28., Liebe", 20., 26. �ieo Itoe", 23.„Dear Dhni".— Theater in der»Snlflatfiferrttfofi« 18. nachm., 25. nachin...Ffiirf Frankfurter', 18., 20., 21., 28., Lt., 26: ,&üchcn der»«sellschaft-, IS., 25.„Bidcrpelz', 22...Mulll'.— Äuinüdirnhim«! 18., 26, nachm. Ghre', 18., 19.. 21. 28., 25.„Fildhorrnhllgei", 20.. Ä.„ErdaciftZ, 22., 2t.„Der Bater'.— Dextfchep Vprrnhauat 18., 26. nachm.„Preriosa', „Beriodung bri der Laterne', 18..Fidriio', IS. �ssgeunerbaron, 20..Carmen', 21.„Mignon', 22..Liegfried', 2S. �.'nstiye Weiber', 24.„woldenee Kreuz', 25.„ssltßrrmajs", 26. �äüildfchüh*.— Schistee-Theater: 18., 25. nachm.„(äu DoKsfsini', IS., SL., 23.-KSnia Krause', 20., 22. jiKt es Euch griäKt*, St-, 26.„Da? Kant-rt", 25.„Silt-Hrid-Iberg'.— Thealrr nta SiollcndorfplaS: Ja., 19., 21., 22.„Ws die Lerche ftndgt', W. �urbaran', LS. nachm., Lt., 25,, 26. „Sie Puppe'. Täglich: Kleine, Schawfpielhan»:„Die'Bitchfe der Pandvra'.— Der» liner Tdeatee:..Cterne, die wieder leuchten'.— Dcnitchr, Kiinstlertbeater: „So? Schloß orn Wannfe»'.— Kleine« SSjealft: ,KlimmeibIa:rch-n".— Palast- iheatce:„Die Dam» oiinc Beruf',„Die D'ichamtgin',„Im Auichlag', �aupt- � treffer Nr. 88'.— Aesidenztheater:„Do? i.ahcre Leben'.— Trianontheater: „Der ante Ruf'.— Metrapoltheater:.Faschingsfee'.— Nene» Operettenha«»: .Die keusche Eusanne'.— Thaliatheatcr!„Zur wilden Pummel'.— Friedrich- ! Bilhelmstädtischeo Theater:„Da, Dorf ohne<5 locke'.— steniraltheater!„Dir ■3chSnftt oou Äßen'.— WalhaNaLeoiar:.Kleine LklaPtn'.— Aoje.Zheat«»: I �ihe- Urlaub'.— Natipnakthdaiee: �ßinopuppe'.— Wallnee-Ttzratcr: ! �lraifha".— Theater de» Friebuichstadtt.Meper«'.— Lnstfpiethans! Spanische Fliege'.— Theater de, West»»»:„Wo die Liebe hinfällt'.— Laisenihea-er: „Jugend'.—«omilch» Spart«SehwarzwaldmSbek'. Kafwothcaler:„Der selig» Hoßlchinoli".___ Briefkasten öer Redaktion. neder ffr dm Briessustm bestimmten Sl»frage füg« ma»»inen Buchstabm : nrch eine Nummer bei. Driesliche«uSluilj! wird nicht erteilt. Eilige An- nagen trag» man in der Jilristifchr» Svrechswnb«, Lwdcnftr. 8.». Hos Nnt». ! t Treppen, l bis 7, EomiabendS 8 bis 6 Uhr nachmittag« vor. echriMtitcke un» vertrüge find mitzubringen. W. S7.«erSußenrug ist bei der Bank möglich.—«.«.«st. Wir ! weio-n Ihnen tn kurzem eine auf die Angelegen httt bezügliche sachlich« Aniteilung machen. Wir haben uns zunächst mtt einem auf diesem&f biet« tätigen Parteigenossen w Verbindung gesetzt.— H. A>. 1. Nur für dt« letzten vier Jahr«, di« weit« Mtticlliegeiwen ZKiSansprüch« sind ver- j-ihrt. S. Soweit ersichtlich, nein.— 91. 88. L Eta Anspruch auf Rückzahlung besteht nicht. Wir empfchle» Weitervcrsichenr.st.>md recht. "igen Umtausch der Karte. 2.«cfragea Sie einen Fachmann.— ■. 8. 2. Nur dann, wenn der Verkehrsweg noch im Forstrevier liegt. — P. R. 26, 1. Ja. 2. Sie können Herausgabe eventuell Ersatz de» bc- zaWten issreises fordern.— H.«. 333. Ja,—«. C. 20. 1. 64» 3. Die Gründe erscheinen auSreickend, sofern nicht durch nachträgliches Zu- sanuitenleben Verzeihung vorliegt. 4. Darüber bestndet der dortig« M»- Sistrat se nach Ihrem Vermögen und Einkommen. Stellen St« bei dem Annenvorsteher Ihres Bezirks«inen Antrag.— O. 8. 50. 1. Nordöstliche Eisen- und Stahlverufsgonossenschaft, Berlin, Gartenftr. 16/17. , 2. I« nach dem Grade der EttverbsunsShigkett, für die SrzStcheL Guwchtcn > maßgebend ist 8. Rur bis z« einer Rente von 20 Pro»., die tn Ihrem - Falle jedoch höher sein wird.— O. Gch. 38. 1. und 1 LSsi sich so allgemein nicht veaniworton. Im allgeineinen werden 20 Proz. seit 1317 für zulässig«achtet.— E. 9. F. 117. Der jetzig« WohmmgSinhabcr in Pankow soll sich an das dorrig« Mietemtgungsamt wegen Gaftattung der Ilntervenntenmg wenden.— P. G. 81. 1. Kau««währt werden. 2. BIS 1000 M. für dt« Witwen von Gemeinen. 3. Ja.— Abonnent 1901. 1. Ja. wegen Ehebruch. 2. Nnr dann, wenn er vom Jnstizmiuisier Dispens erhält. 3. Ja, fosern dt« Wirtschastssachen nicht ausschließlich aus Miiteln der Frau angeschafft sind. 4. Für di« Bemessung ist die Höhe des BsrdlonsteS matzgebend.— R. O. 55. Rufe» Sie sofort da« Mtctetntgimgsamt an und benachrichtige» Sie davon den Vermieter. Da- durch wird eine Wettervermictnno unierbnnde».— M. 8. 19. 1. An das Bezirkstonunanldo. 2 I» der Regel nur zum Erwerb eine« landwtrt. schastlichen Grundstücks. 3. Rur zu beaniworten nack) Benennung de« Alters»nd Angabe des Prozentsatzes der Erwerbsbehinderuirg.— 8, 42. Leider nicht, es kann di« Gemsinde t» Anspruch genommen werden. — Ehnlb. 55. Ja.— G. O. 72. New. Sie können jedoch im Demw da« Zeugnis verweigern.— M. Z't. Dt« Kündigung pro End« Juni wäre zulässig. Setze» Sie sich mit dem Bund der Kriegsbeschädigte«, Berlin, Ltndenstraß« IM, tn Verbindung. BERLITZ C Spandau fr Str. 16 Gt gründet 1815 IM». 21. RocK«»IN».«- npoHmn l m.. rii. auem Km-t- l.ehvr.rr. od«i ramtn»- ; 22.50 55.00 Damen- Kleidung rve».tieänia>rr.8ctll«er- IjlilOC»roll, Klagen o. Auf--IQ a/\ »cKUgc an»«reiß. GlasV»viot«e•' 1-1- ßluSC au» weiOem baatickt... ScKlciarstoff mit EinsAue»«4.1-1- jßluse ani beaticktam Muli_- mit Jabot n. großem Kragen DD.ÜU Kleid an» bell- od. Amfcel-_-__ gemnotataa» SebWeietofi.----.1-1- Kl-i-i YS'.?' 118.00 rri» 1 au» hell- oder Ivlci Q dunkel gemuiler- tem Scbleimton..,- �Iorxse»�1ei«l»»» b«- 'ckruelarera Labieioroloik. 185.00 88.00 Kinöer- kleiöung Waschstosse 27.50 I�1s.<1elieiiltz1sicl «mi bUuera Faaerttotf rotem Vorstoß. L&r.ge 60 em }« 5 cm l&nger M. 3*— mein. M atrosen kleid an» marine Faaentof mit rQ /\e\ toter Krawatte, Linge 60 cm �--»1-1- Je) cm länger M. 4.— mehr. i umKoSe MW marine nn ne Faaentoß. Länge 60 em... Je 5 am länger M. 1.2S mehr. 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Spd.: Nviaa» der üeseHscha«. .nehm.; PUat PradklUfter. Der Bibei pelz. Slg, r Si*. (Ffat (FfaaM'WB; Wae Lehmann) Me.;«aDiam der Gasellscbaff. geräöor 3 Uhr: Die»1 KoffiMienbans an der MarschallbrOcke Kashin 3 Uhr: Die Ehre. cJä Uhr: HaldhernihOjiel. h»r.t.: Dar Fcidharrnhagel. bVn�ag: Brdreist. Mhtw.: Der heMherrnhOgel. Dnnrauial; Der Vater. (l.odw. Hanau. Maria Orska.) rreitaxi Der FeldhermbSgeL Seimaaand: Der Vater. (Lnds-,»aitdu, Maria Orska.) Sonmag; Bar PehnierrrhflgeL Menia(: inlgei«. Theater 3 Uhr: Die teile Komtess. 7 Uhr: Sterne, die wieder leuctaten« THIM-ThesieFr Blii.t-riedrichstr. Ztr. 4927�391 Nacbm 4 Uhr kleine Preise Menhröiei. Tag.( U. Heute z. 254. Malet Der gute Ruf. Schauspiel von Sudermann. BesMönz-Tlieater. ÜntagrundP. KlesterstraBe, /fuFSha.c aaraiauer 9>raße. TSgileh 8 Ohr: De ae Uta SchatenpisI ven Bndermano. _ Et�i«: AHrad Rotter. VI, Uhr: Komlseh« Oper Seimafzvjalflffi&lel, liiietMplelkspn 7»/,---- Uhr: MetrßBal-Theater. i Uhr: Wiener Blut. 7 uhr io; öis PfiscMngsfee. Äfewn«•{»erettenhauB J£: Me keRd» Sbssbm. Pelant-Tkenter 3 Uhr: Der Mlkadc. 71/, Uhr: Die O'sohatnlge. Die Freu ohne Berat. Haupttreffer 33. Ballett. tdekllior-Tkoat. Chart. 3 Uhr; Ski Volkatelnd. vi, uhr: Mq Iranse. Tkalla-THrater 3 Uhr: Pahifaci 7i/i U.: Tk. am Bollen dorfplata tVi Uhr:""" Der Jnxbaroa. 7 Uhr: Theater de« Westens I Uhr; Rlgolette. 8 uz Wo die Liebe MM Theater d. Priedrichstadt 71/, Uhr t Hutmnchcr Seiner Durchlaucht. Wallner-Theater J1/, Uhr: Brat T. Luxem borz � uhn fieisba. fiase-Theater. laub. 7% Ohr; BhenUrlc Waikaik-Theater. ZU.: Raevonifajier t. Hameln. 'S», Ufer- Unter den Linden 22 Dir. M. Soliman. 2 OraBüafiiogEn ZI aieDgerka Arne.s�ßsMMiisa Die graßte Sensation, ein gewalt Filmtrerk Drama w ttnf Akten. 1 KsMS'Tdeswk. CahMfaiQ.«tr. n. WidL�Uha: Hont« zum letzt»!» VMe: Bater Ztuolle. MMta bDaatm ntm 1. Stale; Sw ylisiofeWssö. gwmlPtt»iH»«"f f«atz- L�sen-TKaatsr. S Utzt: Word«*a(tbulena. 71««� J«gend. epiiC- G.tHnbMoaatztnutia: aVMB» atpg uub htanch. «» L Zmii: Sie tlettf diene Sanne. ,Trea der Jugtaed" Schausrlal in 4 Akten, j Hauptrolle: Theodor Leos. Kurifirsteadamm 236. Direktion: Slegbe rt Ooldseh mldt. Mlc? a, KsttoFlor Ätaasaeaal KoMb.StrA) ends 7'.', u. Senates �hmletja�a Uhr» Btaefagen- Konaert. Deglaa 7 Übt. Vorvarkauf 11—1 Uhr. nechm. ermä», Pr. APOLLO Theater. vir.: James Klein Prtedr.tjstrabe 21»| 7'U Mal 7*/, Soamngs Z1/, 11. 7*/. I j tiasjepin Ferdinand, »onn j ui seinen kleealsohorl Meist« rKeneo Klola- Bona iWir« ISläibr. Se ib j , tdittzrata.Tai»»» P ix�aolhaiische s.th" j tärnKJie-m SZonr«! tjikr- Spta.-Tlnz.| '. Dtaboia-' »Wemnitr ■ maelk- I Akt . vett. 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Teilnebmerwrten im Jngcnicm hauS, beim Obering. Kersien, Magdeburger Etrake 24 und in der Geschäftsstelle des Reichsverbandes, Motzstr. S II.— Bund»Neue« Vaterland». Mittwoch, Sammerläl«, Tcllower Str. t. »Das bringt, was nimmt der Frieden?» Redner: HelmUth von Gerlach, Dr. Hans We nberg und G. E. Graf. Eintrittskarten t.— M.. Kurfürsten« strasze tSb.— Verein edem. Schiller der KV. Gcm.-Schute, Litzmrg 9 Uhr, Birwatdstr. öS, Gäste wiAommen. Verficherniigöaiigestellte im Zeurralverhand der HandluugS- aehUien! Montag 7 Uhr. Muftkersale, Kaiser» i2llheln,>Str. 81(Börsen. saaii, Versammlung der Funtttonär« und LetriebSvertranenSIeute. Mit» glledSbuch bezw. Ausweis. Jeder Betrieb muh oertreten lein. II. Aachgruppe. Obleute und Ausschustmstglicder der Angestellten« auSichüsfe der Gemeinden und gemischt-wiltschestlichen Betriebe Mitiwoch, 21. Mai, S Uhr, Sitzungszimmer t>8, im Zialhouse Sitzung: Berichl» e:stattulig über die Unterwcrsung der Gemeinden Grost-Berlins unter den Schiedsspruch. Verschiedenes.— �»hligk. Fuiikiionärc des SiemenS-Kouzerns. Montag, 4 Uhr. Konserenz der auf dem Boden der S. P. D. stehenden Vertrauens. eute im Lokal.Zur Schleuse», am Bahnhof Jungsernheide. Erichemen dringend notwendig, Mitgliedsbuch legitimiert. I. SL Karl Tröbut. BANK. OescfriäflsbericlYl für«las Jabr 191S. Dm neo�ntiÄTferxlrii« Gesdx&ftsisbr der Deui- »cfcen Bank, über da» vrLr boriehten, brachte das für ua&er Vaterland überaus traurige Ende dea Wettkriege«. Bs ist hier nicht am Platze, die Gründe für diesen unglücklichen Ausgang za erörtern. Da« deutsche Volk hat ee jedenfalls nicht verdient. daß Ihm Fricdensbcdingunpen auferlegt werden, die die innersten W ursein seines nationalen und materiellen Dascine vernichten. Während polltische Neugruppicrungen und Neubildunpeen von Staaten vor sich geben, denen vou vornherein wirtschaftliche Möglichkeiten gesichert werden, sollen one unter Lostrennung vou Gebietsteilen, die wichtige Bodeasebäire unserer Industrie bergen und für die Volfcser- nähning unentbehrlich sind, unsere wirtschaftlichen Notwendigkeiten genommen werden. Deotschlaud Ist durch die lange Dauer des Krieges und durch dio Blockade von allen Vorräten cotblöUt und der Kräfte beraubt, die r.um Wiederaufbau seiner Volkswirtschaft und xur Ordonng seines St aatshans hatte« notwendig sind. können nur mit unserer Arbeit zahlen. Um aber diese Arbeit zu beginnen und ertragfähig zu machen, brauchen wir ausIAndiachen Kredit, Itoheioffc und jLeben« mittel. Dio Forderungen unserer Gegner«ind ünerfüllbar, Möge es der Umsicht unserer Unterhändler gelingen, eimea Frieden«a orreicben, dessen Grundlagen für un« erträglich»ind. Die Gegner behaupten, die deniachea Finanalente hätten ren dem eevoretehenden Kriegsausbruch gewußt. Wie unbegründet dieser Ver- wurf ist, beweisen die in Loudon veröffentlichten Berichte des von den hrhlschen Behörden eingesetzten Comptrollen der Londoner PUJalen deutscher Banken. Wir altlcren daraus wörtlich: „Thua it ie»hown that whiitt England oe the nth July pre- parod to atiract goM. Germany and Austria at the«anie time. and at leact up to the Slot July 1914 modo shipmenia of gold to London und Purls.,t Auch die\ erbereiiung für die Ausgabe deer DarlebTlskaasenacbeine, «M uivs vorgeworfen wird, war eins Maßregel ganz allgemeiner Natur für den KrlOgsfalL Die englische Regieruag hatte la ganz gleicher wetae die Ausgabe der kleinen Currency Notes von langer Band sorg- fälc-g vorbereitet, denn die Herstellung vieler Millionen kleiner Wert- Wichen Inccrbafb weniger Tage war eine Unmöglichkeit. Durch Ver» Wendung besonderen Papiers und besserea Druck« war die Anferti- gung der erugLschoa Currency Kote« sogar ae iiraubeader als die der deutschen Wsrtselciicu. An der Hoftmng dsL der Weltfrieden trofs der drohenden Halt an« ttttetedeerhatten blc.beii möge, haben wir bis«am ietrten Augenblick zMtgebalien und noch Ende Juli an mittelbar vor Verkündung der nm- «tschea Mabllnmoliung größere, an IvüiuJigang goknüpfr« GuUdaben der -Luaslecben Staats dank auf deren Ansuchen ausbezahlt. . � Zunahm« der Umsätze unserer Bank von 188 Milliarden Mark I j& Milliarden spiegelt die Geldentwertung einerseits und flic Steigerung aller Löhne und Preise andererseits deutlich genug widor. Der katastrophale Rückgang der meisten Börsenkurse hat «ms wc» ig getreffen, da wir andere Wertpapiere als knrahefristete Benatzscneiae, wie unseren Jahresberichten zu entnehmen war, nur in nescnMaenem Maße besitzen. Um diesen unvermeidbaren Rückgang Im allgemeinen Interesse In geordneten Bahnen zu halten, hat«Ich, als dfte Waffenstillstandsangebot erfolgte, eine Aufnahrnegcmeinschuft der Banken und großen Rankfinnen des Platzes gebildet. Unser Anteil ist auf Effekten-Konto verbucht; er wird demnächst von der neu- gegründeten Bank für industrielle Börseowerto übernommen werden. Di® Bilanzzahlen onaerer aueländUehen, durch die Krieg». •reigntose von uns abgetrennten Filialen haben wir nach deren lefeten vorhandenen Ausweisen in unseren Abschluß unter vorsichtiger Bo weottmg der Aktien eingestellt. Die Zahl der bei der Deutschen Bank geführten Knndearechntingen «nt von 550 767 im Vorjahr auf 57« 567 gestiegen. Die uns anvertrauten Gelder, Kreditoren und Depoelienelnlegec haben sich neuerdings um 1071 Millionen vermehrt. Dementsprechend Jrind unsere flüssigen Anlagen, die naturgemäß iura bei weitem größten Teil aus Kdchsschatsanweisungen bestehen, von 5053 Millionen auf Proi00*0 ee*tie8:*n; un5crc Liquidität beträgt»1,68 Pro«, gegna Unsere eigenen Verpflichtungen-eigen einen großen Bflckgang, da Orlr für eigene Rechnung keine Kredite in Anspruch genommen haben. Dagegen erscheint, nachdem das Ende des Krieges den Ausweis gestattet. auf beiden Seiten unserer Bilanz gesondert ui:d erkennbar ein Betrag von il. 432 320 233,60, Verpflichtungen, die wir für Rechnung des Deniseben Reiches und der Reichsbank im Ausland eingegangen sind. Namentlich durch die Steigerung der Wechselkurse bat sich dieser Betrag während de« Berichtsjahres stark vermehrt. Ein gleiche« ist der Fall bei dem an Stelle dos Akzepten konto« von tmserer Kundschaft stark in Anspruch genommenen Aval-Konto, da« ebenfall« infolge der Steigerung der Wechselkurse«ich erheblich vergrößert hat. Unsere Zweiganstalten haben sich, unter seitweise sehr ■chwicrlgen Verhältnissen, ohne Ausnahme bewährt. Mehr als jemals haben wir für nötig erachtet, alle Ausgaben für Neueinrichtungen, Abnutzung und bauliche Anpassung unserer Bank- gebäude vollständig abzusehreihen. Die Zahl der Beamten der Deutschen Bank einscblieSHch der Vorstandsmitglieder betrug am Jahresschluß 18 525 gegen 13 322 Ende 1917. Wiederum geben wir als Anlage zu diesem Berieht ein Verzeichnis der Tapferen aus unserem Kreise, die Ihr Leben für das Vaterland lassen mußten. Dv Dan des Im vorigen Bericht unseres Anfsichtarats erwähnten Arthur von Gvrinoer-Erholungsheims für dio Beamten konnte bei der Jetzigen Lage doe Baumarktes noch nicht in Angriff genommen werden. Um so willkommener ergriffen wir eine sich bietende Gelegen- heit, ein fertiges Kurhaus„Johannaberg" bei Detmold im Teutoburger Wald als Erholungsheim für unsere Beamten au erwerben. Die Inbetriebnahme verzögert sich leider durch die Unmöglichkeit, die nötigen Lebensmittel tu beschaffen. AI« außerordentliche WIrtschftfiabelhlllen haben wir unserer Bc- amteosehafft M. 9 000 000 bewilligt, von welchen M. 6 000 000 dem Vortrag aus 1917 entnommen sind, und M. 3 Ooo 000 dem diesjährigen Reingewinn entnommen werden «ollen. Hierzu erbitten wir die Genehmigung der Generalversammlung. Die Aufteilung der M. 0 000 000 ist zu Beginn 1919 erfolgt, während die M. S OOO 000 nach ihrer Bewilligung verteilt werden«ollen. Wir verkennen nicht, daß die andauernd© Steigerung der Ansprüche der Beamtenschaft in gewissem Umfange d«rch die allgemein® Teuerung der LebenöverbältnLfise begründet Ist. müssen aber unter Bedauern feststellen, daß die Forderungen übertrieben»Ind, und daß auf ihre dauernde Einwirkung auf das Geschäftsergebnis keine Riiokeicht gfrommeu wird. Wir haben uns stets zur Pflicht gemacht, ohne Druck und Anregung vou selten der Beamtens ob att auu eigener freier Entschließung die Einkommens fcozüge den LebenKverbältniasen anzupassen, und dem gemäß ws besondere auch während der Kriegszeit nicht nur G'ebaltsstcigerungen eintreten lassen, sondern auch durch Schaffung der Teaerangsinlage«u den Gehältern bis M. 12 000 eine laufend« prozentuale, außerdem mehrfach besoldete Beihilfen, so im Jahr« 1S18 M. 2 500 000 und leMhi« die eben erwähnte« M. 9 000 000. zu gewähren. Außerd-am Irt den Beamten mW Gehältern bis zu VL 8000 mit W rknng vom 1. Januar 1910 ab ein« allgemeine«ußefordontliehe Gehaltserhöhung. für die unterm Sätze tu Höh« von 26 Pro. bewilligt, * die sich für die größeren Gehfilier bis zu 5 Proz. abstuft. Unter M- rücksichiigung der ohenorwü boten fl Millionen hat die Deutsche Bank für ihre Beamten, über die festen Gehälter und W ei hnacbtszu Wendungen hinaus, eifie Summe von nicht weniger als M. 5t 471 985 getragen. iLfl beziffern«ich die gesamten per»önli«Men Aufwendungen für die Beamtenschaft auf«0.7 Millionen gegen 41.9 Millionen Im Vorjahre. Für 1*19 kommt noch die außerordentliche Gehallazulage hin®». 41® erst nach Absch'nß des Geschäfts jähren h» Kraft getreten Ist All dieses bat die Dcutseh«� Baak nicht vor einem Streik Ihrer Bs- anrtcasrbaft bewahren können. Zwar können wir mit Genugtuung feststellen, daß die Beamten der Deutschen Bank b®l der Abstimmung hi ihrer Mehrheit eich gegen den Streik ausgesprochen haben: trotzdem mußten wir angesichts dor von den Streikenden getroffenen Maß- a ahmen ans. Hücke'cht auf die persönlich« Sicherheit der Arbcitswil- \: [ Z « Prot) 9 Pro».) 8 Pro».) 15 Pros.) 8 Proou) Ilgen diesen Fernbleiben reu Ihrer Arbeit anheimgeben. Der Sivefk fand für die sieben mit Streik überzogenen Großbanken Berlin« seineo Abschluß durch einen Schiedsspruch, der sich im wescntllchec auf die Schaffung des Mitbestimmungsrechts der Angestellten bei Beginn und Beendigung des Arbeitsverhältnisses beschränkte. Im übrige u aber die Erledigung der m�eriellen Ansprüche Tarif Verhandlungen vorbehielt. Von diesen haben die Bauken trotz der Unsicherheit der wirtschaftlichen Zukunft eine weitere Belastung zu erwarten. Unsere gesamten Handlungsunkostea erreichen, ohne 41« Steuern ond Abgaben, den ungeheureu Betrag von M. 69 068 648.77, gegenüber einer Vergleichszahl im letzten Friedensjahr ISIS von M. 27 227 217,74 und gegenüber einem Bruttogewinn von M. 68 807 156.58 vor dem Kriege. Auf das seit Ende I&18 hiuatigctogene westliche und östliche Fillalnetz entfallen von der Gesamtsumme rund 21 Proz.. während an- dererseit« die»ehr bedeutenden Unkosten der Lojidoner Filiale in icr diesjährigen Gesamtzahl nicht enthalten sind. Wohl ist das unheim- licb« Anwachsen der Handlungean kosten veranlaßt durch die Entwertung der Währung und die aWgemeiine Teuerung, im wesentlichen aber auch durch die Ansprüche de« Personal« bei verringerter Arbeit«- Jeistung und kürzerer Arbeitamit. Für Steuern und Abgaben hatten wir einschließlich der Rücklage für verdoppelte Zinsbogensteuer und der Geldumsatzsteuer (erstmalig vom 1. Juli bis 81. Dezember 1918) M. 14 205 502,89 zu er- legen gegen M. 7 138 648,97 im Vorjahr. Der Ertrag au»„Dauernden Betell!gaBgesM«nd Kommanditon enthält die für 1917 vereinnahmten Dividenden auf unseren Besitz an Aktien der Deutschen Vereinsbank(6% Pro*,)(für 1918 der Essener Credit- Anstalt(9 Proz.) der Hanne verschen Bank(8 Proz.) der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank(16 Proz.) der Kiederlausitzer Bank A-G.(8 Prot.) der Oldonburgischea Spar- und Leihbank (12% Proz.) der Pfälzischen Bank(7 Proz.) der Privatbank zu Gotha(7 Proz.) der Rheinischen Creditbank(7 Prot.) i M der Württembcrgischen Vereinsbank(7Pro«.H»» und der Deutschen Treuhand-Ge»enflcha£t(l5Proit,)( w AB® diese Institute haben sich auch im fünften Krtcgsjahr bewährt. Die Deutsche Üeberseeifcbe Baak konnte dio Absohlußpapiore ihrer Ubbrseeischea Niederlassungen bis jetzt nicht erhalten und war dadurch verhindert, eine Bilanz aufzuetellen. In der gleichen Lage befand sich die Deutsch- Ueborseeisehs Elcktricitäts-Gebcllschaft. Die Aratoli sehen Eisenbahnen ond die Bagdad- b ft h n befinden sich in Felndcshand; ebenso die Stoaua Roman« A.-G für Petroleum-Industrie in Bukarest. Dio Deutsehe Petroleum A.-G. verteilte wiederum 8 Pros. Dividende, Dio Gesellschaft für elektrische Hoch.- und Untergrundbahnen in Berlin konnte ihre Dividende auf 6% Pro«, erhöhen; eine Tariferhöhung brachte dem Unternehmen dio Rettung vor völliger Ertriignislofiigkeit, nachdem die Steigerung der Löhne und Material kosten alle Einnahmen aus dorn kaum zu bewältigenden Verkehr aufzehrte. Die Bayeriaehe 8tlckstoff-W®rk® A.-G. hatte unter niedrigem Wasserstand und Mangel aa Zufuhr von Rohstoffen zu leiden, konnte aber 11 Pro*. Dividende verteilen. Bei Ausbruch de« Krieges verfügte Deutschland über Salpeter und andere Stickstoffverräte nur für wenige Wochen. Auch darin liegt einer der aahlreichen Beweise, daß Deutschland den Krieg weder vorbereitet noch gewollt hat Erst durch die Not sind die gewaltigen Anlagen zur Oew Innung ▼en Stickstoff aus der Luft entstanden, deren Erzeugni« die Kriegführung möglich gemacht hat Es war nicht die Schuld der Baye- ri sehen Stickstoff-Werke, daß die von ihnen im ersten Krtegsjahr erbauten großen Reichswerko zur Gewinnung von Kalkstickstoff nicht genügend mit Kohle, Kalk und elektrischer Energie versorgt wurden; wäre die« geschehen, so war dl® Kot aa Kahnmgamittebi jedenfalls teilweise zu vermelden. Von GemeinschaftzgciehÜton erwähnen wir: Gründung der Ünivcrsam-FIlra A.-G.. Kapltalerhöhungen der Rheinischen A.-G. für BraankoMeobergbau und Br!kettfabr> kation. der Anhalt iaeben Kohlenwerke. der Elektrlcitäts A.-G. vorm. W. Labmeyer 4 Co., Einführung von Aktien der ..TÄterlämHscbcn44 und„Rhenania** Vereinigten"Venriehenrng*- Gesellschaften, der Königsberger Walzmübl« A.-G., der Wickln g'- sehen Portland-Cemenr- imd Wasserkaik- Werke, der Bergisch- • Märkischen Induatrio-Geaellscbaft, der Bedburger Wolllnduetrio- A.-G. der Eteenbütteuwork Thal© A.-G.. der Deutschen Babcock A Wilcox-Daflwfkeseel- Werke A.-G. und der Säcbsisohen Guß- etahlfabrik in Döhlen. Von abgewickelten Gssohäften erwähnen wtr: ObHgaHoaen des Ocorgs-Maricn-Bergwerk«- und Hütten- Verein A.-G., Aktien der Farben-fabriken vorm. Frlcdr. Bayer& Co., der Oadifichen Anüln- u. Sodnfabrik, der A.-G. für Anfünfabrikation, der B. Stock& Co., Spiralbob rer-, Werkzeug- und Maschinenfabrik A.-G., der Bres- laner Spritfabrik A.-G., der Maschinenfabrik Schieß A.-G., der Hirsch, Kupfer- und Messing werke A.-G., der Maunestnaiinröbren- Werke, der Deutschen Jute-SpkiTicrfl und Weberei In Meißen, der Kattowlltcr A.-G. für Bergbau und Eisonhüttenbetrieb, der Rbelniech-Westfä- liwjbcn Elektricitäta-Werko A.-G., der KledcrlaneUzer Koblonworfce, der Braunkohlen- und Brikett-Industrie A.-G., der Aschersie bener Maschinenfabrik A.-G., der Vereinigten Fränkiachen Schubfabriken, der Kostbeimer Cellulöse- und Papierfabrik A.-G., der Deutschen Maschinenfabrik A.-G.. und Kuxe der Gewerkschaft,.Glückauf14 Sondershau- zen; ferner von Aktien der Farbwerke vormals Meister Luohz» A Brüning. der Chemlscben FabrMc Rhenania. der Rütgers werke A.-G.. der Hansa Lloyd Werke A.-G.. der Deutschen Contiaentalea Gas-Geeen- schaft. der Allgemeinen ETektricitfits-Gesellschaft. des Bocbomer Vereins für Bergbau und Gußstablfahrikation, der Rombacher Hüttenwerke, der Linke- Hofmann Werke A.rG., der Vereinigten Faßfabriken A.-G. in Cassel und der Görlitzer A.-G. für Fabrikation von Eiscnbaha- rnalerial. Unsere Konaortial-Bcchnutig enthielt am Jahresschlüsse Beteiligungen an festverzluslicheo Werten... M. 1 994 719,99 n an Aktlea*von Banken sowie Eisenbahnen und anderen Transport- Unternehmungen w an Grundstücks-Geschäftcn... » an industriellen und verschiedenen anderen Unternehmungen..« * an Kriegskreditbanken und Kriegs- gesellscbaften 4 839 630,70 9 960 064,99 U 480 517,71 574 928,70 Im Buchwerte von M. S3 B45 648,09 Den Ober 4 Pro«. Geldzinsen(welche In die Zineenrechnung geflossen sind) erzielten Gewinn auf Genveinschafts-Unteznch mengen haben wir, wie in den Vorfahren, zu Abschreibungen verwendet. Der Bestand oircener Wortpapicro gliedert sich wie folgt: Staate- und Kommunal Papiere sowie deutsche Pfandbriefe............. M 18 653 520,98 Eisenbahn- und Tndustrfe-Obngationen•••• w 10 197 657�4 Eisenbahn-, Bank- und Industrie-Aktieo•••• M 14 787 464,80 . Verschiedene klein® Bestände..»»«». ,, t 76g iiaji® «uzammon M. 45 ssg* Wir haben alle Vermögenstelle der Bank sorgfältig geprüft und, unter Berücksichtigung der Gefahren bewertet, die der Ausgang des Krieges geschaffen oder vcrschfirft bat. Unsere gesamten Bestände an Wertpapieren und Unternehmungen und Beteiligungen in der Türkei stehen mit weniger als 5 Millionen Mark»n Buch. Am 81. März 4, J«. tri Herr Arthur t. Gwlnnor aus dem Vorstände der Deutschen Bank ausgesebiedon. nachdona er am Beginn die- »e� Jahres dea Tag seines fünfundzwauzigjährigeo Wirkens in der Leitung unserer Bank begangen hatte. Als hervorragender Konner der internationalen Finanzverhältuisse u»d der wirteohaftllchen Grundlagen der Länder, nach denen sich unsere geschÄhHebeo Beziehungen eriitreckcn, und als ein Mann von eindringendem Urteil, das sich auf reiche Erfahrungen und Kenntnisse sowohl auf»ei vom eigenen beruf- eben als auch auf anderen Gebieten stützt, ist er der Schöpfer vieler ünternebmungen gewesen, deren Ausbau and Entwicklung zu den Erfolgen unserer Bank in hohem Grade beigetragen haben. Wir de- dauern sehr, daß uns künftig lu unserem Vorstande sc'ne Kraft und Mitwirkung fehlen. Seine Wahl in den Aufsichterat unserer Bank, dio wir zum nächatjulässigen Termin vorschiagcn werden, gibt die Möglichkeit, uns seinen Rat auch weiter.zu erhalten. Mit dem Dank, den die Bank den» Wirken des Herrn v. Gwinner schuldet, verbinden wir den Ausdruck der Freude darüber, daß Cr in der Verwaltung einer Reibe von Unternehmungen die Interessen unserer Bank nach wie vor vertreten wird, und den Wunsch, daß die in fünfundzwanzigjähriger Mitarbeit geknüpftan persönlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Ihm und an« noch recht lange andauern mögeo, In den Aufsichtsrat wurden in der letzten ordentlichen Gooeratveiw Sammlung neu gewählt: Herr Aren Hirsch. Direktor der Hirsch, Kupfer- und Mos- srngwerke A.-G. in Berlin- Herr Dr. Franz Oppenbeimer. Mitinhaber der Firma ßmanuel Fricdlaender& Co. to Berlin. Durch den Tod verloren wir zu unserem scbmenHchem Bedauern die Herren; Senator Otto E. Weatphal, Hamburg. Mitglied nuscres Aufsicbtsrafe seit 1809 und Mitarbeiter unserer Hamburger Filiale in deren Lokalau&scbuß. Senator Emil Possehl, Lübeck, der unserem Aataichterai seit 131t angehört hatte. Unsere OrteauMchüss« verloren durch dea Tod die nachetehendeo UUgiicdert der Ausschuß für unsere rhdniach- westfälischen FlUatoa Herrn Panlthe Losen, der Ortsausschuß in Stettin Herrn Komme rate nrat Otto Teta« laff, der Ortsaus»chaÖ In Kattwrltr Herrn Wilhelm Heuer «od der Beirat unserer Fili&te in Posen Herrn J o«• f Kantorowie«. ABcn digsen aus dem Leb» geschiedenen Preuoden ond Mitarbeitern blo'bt in unserem Kre-iec ein dankbare« und ehrendes Andenken gesichert. Neu gewählt ward» in den Ausschuß für die rhctnlseh-weet- fäliscben Filialen die Herren Fabrikbesitzer Luitwinvon Boch In Mettlach a, d. Saar, Oberbürgermoietor Albert von Bruch- hausen in Trier, ObcrlorstmeiBler Franz Ewers, Präifitleat der Herzoglich Aronbergischon Hof- und Reutlismiacr In Düsseldorf, Fabrlkbeslteer. Stadt varorAnoter und Mitglied dea Finanzauaschussce Karl Nie mann in Bielefeld. In den Ortsausschuß in Stettin wurde neu gewühlt Herr Carl Wenzel. Mitinhaber der Firma Tetzlafl& Wearel in Ststtt«. Herrn Maximilian vo« Rapp. lauirifihrlgem Direktor unserer Londoner FlUal«, wurde ira Berichtsjahr die Ausreise au« England geriattet. Er hat in«einem Jlelmatlnnde den ebenso wichtigen wie schwierigen Posten de« Oeneralsckretilrs der Oorterreichizrh- Ungarischen Bank in Wien übernommen ond bleibt noch so vielen Jahren gemeinsamen Arbeiten* mit un« in Freundschaft verbunden- �r» jur. Alfred W olff, dessen Ernennung zum Direktor dOr Brüsseler Filiale wir In un-serem voridbrigen Bericht«czeigten, bat vorgezogen, to Deutschland zu bleiben; er vertritt an« Im Aal- •lebtsra* verschiedener Gesellschaften, Neu ernannt, und zwar durchweg durch Beförderuni-, wurden di« folgenden Mitarbeiter: la Berlin: Herr Otto Sperber zum Btcllvcrtrctendcn Direktor, die Herren Julius Borchardt, August E i k m a n n, Alfred Fubrmelster, Hans Igen, Johanne» K o e n i g, Carl N e u ra a n n, Emil Scheid, Gustav Schmidt, Goorg Schmidt, Fritz Wintermantel zu Ahteilumgsdlrcktorea; In Augsburg: Herr Theodor H e y m a n a(München) j:am Direktor der Filiale, Herr Arnold Maser zum»teil vertretenden Direktor; in Aachen: Herr Rechtsanwalt Max W a r 1 i ra o n t zum Direktor; in Bremen: Herr Wilhelm Meyer zum«teil vertretenden Direktor; in Brüssel: Herr Max Uhlenhaut zum Direktor, II Orr Felix Äschert zum stell vertreten den Direkter— die Genannten elnd, ebenso wie andere dtweh die Kriegs Verhältnisse vertriebene Herren aus Konstantinopel, Sofia und Bukarest, gegenwärtig gegenwärtig unsere Mitarbettcr in BorMn—; In München: Herr Max Böttjger«ad Herr Dr. Adolf v. G r a- fen stein z« stellvertretenden XMrekioro«; tn Paderborn: Herr Dr. Friedrich Buchbinder zum atoil vertretenden Direktor; tn Remscheid: Herr Hans Schilling tum Direktor; in Sollngen: Herr Albert L ü d e c k e, vordem Prokurist in Elbev- feld, zum Direktor der Zweigätelle Solingen. Ausgeschieden sind: in Berlin; Herr Abtefliragsdfrektor Otto Relchhard durch Eintritt tn den verdienten Ruhestand nach 38jftbriger Ttkigicott Im Dienst der Deutschen Bank; in Bremberg verlor unsere Filiale ihren Direktor, Horm Frau* Brandstädter, der auf dem Felda d�r Ehra gefatten i$fc In Elberfeld verstarb der Syndikus unserer FHialo Herr»»e»*»r4 Q o h I a n d; in Köln ist der stellvertretende Direktor Herr Ma« ZI mm ermann, nach S2jähriger Arbeit in den Ruhestand getreten; In Trier hat sich mit Ende dea Berioht&�-vbres Herr Justiarai Dr. Lorenz Hey, frübpr Mitinhaber der von uns übernommenen, alfan gesehenen Firma Rcvorchon Ä Co., aus dem aktiven Ge- zchäftsieben zurückgezogen:»eine Zuwabl in den Ausschuß der rheiüiscb-westfälisrben Filialen wird beantragt. Zu dem Reingewinn dos Jahre« von... M 4S.1SS.584. 19 tritt der Vortrag aus 1S17......... 6.425.509. 74 rnsamni<;n ul. SB Wir beantragen: L die aus dem Vortrag»« Gunsten der Beamtenschaft vorgenommene Entnahme von ,•••••••••»••• 21» 6,000,006.—« zu genehmigen, 9. für Abiohluß-Zuwondungen aa die Angestellten zu bewUllgen... w 4.500.000.— 5.«ine Dividenda von 12 Proz. auf M. 575,000,000 Grundkapital an die Aktionäre tu verteilen„ 33,000,000. r* Adern Aafslehtsrat den saizusgi- Se tn i 8 e n Gewinnanteil(T vom uudert nach 6H Proz. Dividende und allen Rücklagen und Zuwendungen) zu Überw eisen„ tttS8.449. 99 5* statt einer Zuwendung an die freie Rite klage vteimohr als weitere besondere Beihilfe für die Beamten zu gewähren„ 8. ooo, ooo,— ♦ 6. und den Bept von........... 1.937.693.—- auf neue Rechnung vorzutragen.___ Da« Vermögen der Deutschen Bank an Kapital und Bücklagen beträgt somit unverändert M. 905.000,000. Berti*, ka Met ,«i». Der Vo« stand der Deutschen Wank. B, Bmnem.nn P. M. Hcmnsna P. Mankicwltj C. Mtch:;!ownkJ O. Sohlilltr O. Bell ister B. 0.*. Staus 0. Wassenaami Cognaedr.nnereiea Preufl.-Stargarrt Bei der Verfolgung eines Händlers durch. Soldaten starb am 15. Mai durch eine abirrendeKugel derKutfcher Mur Florian Obmann des Arbeitcr- ausschusies der Firma. Der Verstorbene, der im Z». Lebensjahre stand, war fast MIahre ununicrbrochen im Dienste der Firma und war nicht nur stets fiir das Wohl feiner Kameraden be- muht, sondern genoß auch durch scur besonnenes und intelligentes Wejen In hohem Maße dasVsrtrauen des Geschäftsinhabers. Das graucnhasle Schick- fal dieses brave» und ehren- haften Menschen hat uns auf das tiefste erschüttert. 2612$ A. Warmuth. I Berlin, den 16. Mai 1919. 1 Am 14. Mai verschied infolge eines schweren Leidens meine innigftgeliebteFrau, meine liebe, gute Mutter km Marie Hüliner geb. Teske im vollendeten 5ä. Lebens-_ jähre. 2787b Dies zeigen tiefbetrlibt an Auxust Niidner und Tochter. Berlin, Marianncnufcr 6. Die Einäscherung findet am Montag, den 19. Mai, nachmittags 4 Uhr im Kre- matorium, Gerichstr., statt. Kranzspenden dankend oerdelcir. Sit! Ssrlin. Lsgr. 1905 Ses»ästsstclle:BerlinSiV6S, Oronienftr. 83/84, Geoffn. v. 10 8, Sonnabd. v. lst-2 Uhr. Am 16. Mai verstarb unser Mitglied, grau Gertrud Seidel geb. Beiger Rosenthal, yanotslr. 6. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung ersolgt Mit-woch, den 2l. Äiat, vor- mittags 11 Uhr, im Kre- matorium Gerichtstraße. Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herz- Nchrr Teilnahme bei der Be- erdiguitg unseres lieben Sohne» und Bruders Artz sdgen wir ans diesem Wege allen unfern besten Dank. Familie Paul Art?. �nnskmestelle für 113L* . Flamme- Bestattung. Koatenlosc Beratung- Beerdigungsinstitut Tb. Steinrück. Hauptgeschäft Ziegclstr. 2, Nähe Bht Friedrichstraße — Tel. Norden 235.— 1. Zweiggeschäft: Kantstr. 56 b Tel. Wilhelm 808, 2. Zw iggeschäti: BrumiensirafSe 185 Tel. Norden 118. Keine Vorauszahlung. grtriiith. 51» ,,Contra*8rm", da» I«»» ttümmittol für Er- »»:tis»M0. Kinder(lil)er4Jaftr8). Pack3Bg.mil datueehäriger Salin ä 60 Mark. Allein. Wund Hl*».!• iinrhieli«. HflncBver'- rföbel Direkt an PrtTate | �chlafzim. 947-7750 M. fcjspzimmer l04S-b750„ ilcrrenzim 96Ö-fe260 w | Woimzim. /$5-2850, 1 K.ttcbentinr. 456-2425, 500 gedletrene Binrich- toagen lleierteriig vor- rftllg Franko Liefernng. | Aufklärende Diuck- e&ebec gratis llotäber UCbel-Grosshänser Berlin N. 22, Vetoranenstrasse 11-13. 1 1 CecTOudet 1804.« 'Elijuot-Esporlligßr. Einza'wHanl«m«Iis Trejpe. &eidentnäntek imp�Ä 246 M. FrOhi«hn«-IPalctol« 75—300 M. 38'i7 Sostüme,?crhwz.,s,bTafu; von 110— 550 Ä. EostOmröcke und W&ilstoüe von 30— 100 31. § Winter-Ulster I enplüsch, Astrachan- b. I schwanz-Mänteli.Jed I mehmbaren Preise.| Muiyn,uBHu??-59. AcMea Sit aol Kao&oumner. nardnreh den sozlilA«. lerem f. Berim. Parteiversammlungen am Tienstag, den ÄO. Mai, abends 7 Uhr, in den„PharniSsälcn", Müllerstr. 142, u. in der Anhalter Ressource» Möckcrnstr. 114, u. am Mittwoch, den 21. Mai, abds. 7 Uhr, im gr. Saale des ehemal. Herrenhauses und in der Aula des Friedrich-Werderschen Gymnasiums, Bochumer Str. 8. Tagesordnung: letliöt v. v. liatioosfnetffltnnilßQs in Uelmot. Rcscrentcn: Die Abgeordneten Hagen Ernst, It. Fischer, H. Heilmann,\V. Pfannknch. 199/13 Oer Botflnnb. IM.) Montag, den 19. Mai 1919, abends 7'/, Uhr, im BolkShaus, Rosinrnstraße 3 fkleiner Saal): Mitglieder- Versammlung der Parteigenossinnen. Tagesordnung: ms: Die Frauen im politisclien Leben. Gäste find sreunblichst eingeladen. 251/2 ver Vorstand» Ve U upg ler ffli TetnpelhofsMariendorf. Sonnrng, bea 18 Stai 1919. aormiifags 10 Ahr, Im Realgqnmaslnm. Tempelhof. Saiserin.tUugnsio.Strotze: Tagesordnung: Die Proletarische Einheitssront. Referenten: Herbert vergrr,«. P. D. Oswald Zlenorn. XL&% S. Freie Aussprach e. Sozialisten erscheint in Alassen. stur Deckung der Unkosten werden 20 Pf. erhoben. 1281/8 Gemerkverein der Schneider, Schneiderinnen G. D.). Burea«: Nv Meyerbeerstr. 7. Tel.:«lex. 187. Montag, den 19. Mai. abds.'/zS Uhr. b. Schuir, Königsgraben 2: 0elfent>icl)e Versammlung. Tagesordnung: 1. Achtslundealag— Heimarbeit— Zeitlohn. Referent: Kollege Krüger. 2. Bericht von den Verhandlungen mit de» Arbeitgeber. verblinden der Herren- und Damenlonfeftlon. 3. Dio Kündigung der Maßschneidertarife. ttoAegen and Kolleginnen! TSocht aas,«rte»i»I dt» Zeichen der Zeil! Erscheint In Massen! 279ib Sie Ortsoerwaltnng. üentralverbanck cker Llsier Zahlstelle Berlin. m/7 Montag, 19. Dtai, abds.'/,8 Uhr, im GewcrkschastShattS: Versammlung. Die«ichtigkeit der Tagesordnung macht da» Grscheineu aller Kollegen notwendig._ Ote OrtonermaNnng Achtung! Kraftfahrer Achtung! der Freiwilligen-Berbände vtenotag, den 20. Mai 1919, abend» 7 Ahr, lm Aationothos(Sommerhalle). VSlowslr.s7: �Versammlung� Wegen wichtiger Tagesordnung Erscheinen dringend erforderlich. 2783b verlraoensansschnsz. Kral. Bltss«. ÄksschvS fiir finslsvörgerlilSe Inttröge. vberllcbtsaal der PNIltinrnionIe, Bcrnburger Str. 22/23. Dienstag, den 20. Mai 1919, abends 8 Uhr, Dr. Edgar v. Schmidt-Pauli, Pressemitglied der deutschen Friedenodelegatto». „Versailles" PcrsZNliche Eindrücke und Ausblicke. Der Reinertrag fließt dem Fonds für die deutschen Kriegs- gefangenen(Hiitswerk) zu.— Karten zu 3, 2 und 1 M. bei Bote& Bock und 9L Wertheim.— Tageskasse Dienstag, den 20. Mai, ab 2 Uhr nachm., in der Philharmonie fauch Steh. platze zu 50 Pf.)._ 2i98b Vortrug über: Freie Liebe oder Ehe? Die Prostitution! von Dr. Martin Olpe»vu Dienstag, 20. Mai, � Mittwoch, 21. Mai, KlÄÄSä"- Donnerstag, 22. Mai, B söXeÄeÄ Freitag, 23. Mai, Dr. OLPE ist e. d. bedeutendsten Redner. Seine Vorträge wurden in allen Großstädten - begeistert aufgenommen.■ Eintritt 0,50 u. I,— M., Nummer- Karlen 2,— M. Abends 8 L'br. Kassenüffnung überall 6 Uhr. Prozesse, Rat, Beistand, müßige Preise, Teilzahlung, Ehe-, Alimenten-, Strafsachen. Eingaben,(inadengesuche, Landgerlcbtsrat Dr. v. Kirch hoch fleaeüschaft m. b. AlexanderstraCc 45(am Alexanderplair, gegenüber TietzX(9—7.) ülänz. Erfolge! Beobachte. Sonnt. 10—12 Eingang Restaurateure Bestecke billig:. Alex Marcus. Berlin W 57. Kurfürstenstr. 18. Kurfürst 2464. ~ Verlangen Sie Vertreterbesach.— MM.»eil 19. faf. aMs 7 IM. im SiMsliol 9« SenenM» Versammlung M Mliköm M soziinsemklMe» „Macht und Geiftigkeit im Völkerleben." Referentin: Wally Zepter._ SMP- Zutritt nur gegen Borzeizung des Mitgliedsbuches und für Pressevertreter. •Unlius KaliMkl. 212/S' Wally Zepter. MM im Ssler. kslkiem, Meilher etc. Bureau: Melchiorstraße 28, partr. GtUniti litl Arbeitsuachivsis 2 Gormannstr. 13 Fernsprecher: Amt Moritzplatz 4787 AullUir Cvlllll Fernsprecher: Amt Norden 3791—37 Montag» den 1t). Mai 1919, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Stehbierhalle: BetfDinnilDiii aün(Kl den Mlemelslml Sah-Sellins teiMt. UnliwnsMnnet ms MellermsUitWiMn. ----- Jeder Betrieb muß««bedingt vertreten sein. Die Vertrauensleute der Industriebetriebe kommen hierbei nicht in Frage. 136/5 knie Ortevertvaltmtj;. Oeffentllche Kundgebung Henaflnr. Gegen die Entrechtung der Arbeiter durch die Friedensbedingnngen Ansprachen halten die Mitglieder der Priedens-Delegation Reichsminister Giesberts n. Gewerkschaftevorsitzender l,ejgien, femer Professor Dr. Brentano, München, Nationalversammhings- Mitglied Barle Jnchacz und Professor Dr. Banes. Sonntag, den 18. Mai 1919, naebmittags'/-4 Uhr Beethovensaal, Köthener Straße 32. 22*0 Eintritt ffir jedermaim frei! 3nn«ngsftüo!ßalßf}e der MieriumWZlMNll Ordentliche MSIAWW der Vertreter der Anssenrnll- gtlevrr n«V der Znnungs- mitglleder am Montag, den 20. Mai 1919. abends 6-/, Uhr, im Holzarbeiter-Verband». Haus, 50.. Ruugsstr. 30, Stfl. pari, im Sitzungssaal. Tagesordnung: I. Bericht des Kassenvorstand-«. 2. Abnahm- derIahr-Hrechnung ftlr 1918 und«endst des Reckmungsausschusses. S. Beschlußfassung Über den Bst» tritt der Kasse zum Kassen- verband für den Bezirk Groß- Berlin. 4. Beschlußfassung über die Ab- änderung bei Dienstordnung für die Angestellten der Kasse. 5. Satzungsänderung Z 13 und 6. Verschiedenes. Berlin, 18. 9Ra! 1918. Oer vorstand. Ott» Gronau, Borfltzenber. Herm-Rätedusch, Sd>ristf. Die den Herren Dertretern z» gehende Ausweiskarte dient gleid, zeitig als Quittung über den Emvsang dm Entschädi- gungogeldes._ 275717 M-MMWe Mn-IDHBieiSÖOtl. Die Tertreter der Arbeitgeber und Versicherten im Ausschuß werden hiermit gemäß§ 80, Absatz 1 der Satzung zu einer MslM-SiM am Areitng, den 30. Mni, abends T'/j Ahr, in den Gesdiäftsräumen der Allge» meinenOrtskranlenkasse Berlin- Wilmersdorf, Kaiser»Allee 173a, ergebenst eingeladen. Tagesordnung: I. Bericht desKassenvorstandes über das Rechnungsjahr 1918. 2. Bericht der Rechvuua-- prüfunaskommission. 3. Ab. nähme der Iahresrechnung 1918 und Entlastung des Kassen» Vorstandes. 4. Nachtrag und Aenderung dgr Dienstordnung. 5. Verschiedenes. Beschwerden und Anfragen, welche Afteneinflcht erfordern. müssen drei Tage vorher dem Vorstand schriftlich eingereicht werden. 275/19 Berlin. Wilmersdorf, den 16. Mai 1919. Richard Engelhardt, Vorsttzend. EetonoMDog. Vom 1. Juni er. ad. findet die Ausgabe und der Umtausch der Onittungs.(Klebe). Karten zur Invalidenversicherung in den Stadtteilen Eismensstadt und Saselhorst nicht mehr in den dortigen städtisch. Bureaus, sondern im Polizeirevier der beiden Stadtteile statt. 2300D Spandau, den 16. Mai 1919. Der Ardriterrat. Die Poltzewerwaltmig. � JfcÄ L. Prinz.-Allce Herren- und Knabemnoden Uerufskl.,Eln segn.-An,üge, Joppen. Oroß. iStefflag.,«leg. Maßanf. Bill., feste Preise. ADiiclite-Kilclie, die längere Zeit auf Lager steht, »ertaust preiswert Stielow.'Äbsr Montag, den 19. Mai, abds. 71/« Uhr in der Schultheiß-(früher Union-) Brauerei, Hasenheide Dr. Stadtler: JOB im oeutie Bon omW?"« cnntrtfl frei. Arew Kommt Alle! Gegen Vergewaltigung! Für Völkerversöhnung! Große Tolksknndgebnng Sonntag, 18. Mai 1919, vorm. II U)ir Am Reichstag, Sophiensäle, Prachtsäle des Westens, Kaiserhallen(Moritzplatz), Palasttheater am Zoo, German iasäle Bernstein Davidsohn Dominicus Heilbrunn Hirschfeld Marie Juchacz Kuckhoff» Michaelis Pfeiffer Rade Rickelt Seelig Adele Schreiber Wallauer llI/8 Einbcrafen von der Arbeitsgemeioscbaft ffir staats- bürgerlicbe und wirtschaftliche Bildung, Berlin W 8 Inaktive Unteroffiziere! Organisiert£nch! Protestiert gegen den Gewnitsrieden und gegen die Abtrennung reindeutscher(Brbicte! Protestiert tu ganz Deutschlnntz gegen de« Freiwilligen-Bohtottk WM" Eile tut Not! Sendet s»fort Eure Anschrift an Baehol: Offizier■ Stettocrtmcr u. Komp. Verordnung zur Regelung der Kleinhandelspreise für frisches(rohes) Schweinefleisch nnd frisches (rohes) Schweinefett. Gemäß z 7 Ziffer I und 2 der Bekanntmachung des Bunde». rats zur Regelung der Pretse für Sdilachtschweine und Schweine. fleisch vom 14. Februar 1916(R.D.BI. S.99> und§ 7 der Ver- ordnung des Stellvertreters des Reichskanzlers über die Schlacht- viel», und Fleischpretse für Schweine und Rinder vom 5. April 1917(R.G.B1. S.319) in Verbindung mit$ 12 der Bekannt. machung über die Errichtung von Preisprii-ungsstellen und die �., 25. September 1915(R.E.B1. S. 607) V-rsorgungsregelung vom � g�vember 1915/« der eingekauften Fleifchmenge zugewvgen.. S2. «ehackles Fletsch: Der Verkauf von gehacktem Schweinefleisch, rrt» oder mit anderem Fletsch vermischt, ist verboten. Z3- Zm Übrigen bleibt die Verordnung zur Regelung der Klein- Handelspreise für frisches(rohes) Schweinefleijch und frische, (rohe») Schweinefett, sowie für Wurst und zubereitete Fleisch. waren vom 29>. März 1916, soweit sie nicht durchs die Verorb» nung über Serstellung von Wurst pp. vom berett« abgeändert ist, unberührt. 12. Februar 19« §4. Diese Verordnung tritt mtt der VerILndung in Kraft. «ert in, de« 17. April 1919. Magistrat. Mermuth. 5.Rt.J9S«.«.Ia.l9. Bekanntmachung. 5* der Boche vom 19. bis 25. Mai d. 3. gelangen auf den Kopf der Bevölkerung 125 Gramm amerikanische Schweinefleisch- produfte zum Preise von 1,65 Mk. zur Ausgabe. Der Bezug erfolgt gegen Abgabe des Abschnitt«.dt 4- der Eintuhr-Zusatz. karte bei dem Fteischverkäufer, in dessen Rundenliste der Per. sorgungsberechilgt« eingetragen ist. Wer nicht eingetragen ist, kann fem« Einstagung bei der Abteilung für Fleischversorgung, Reue Friedrichstr. 1, mündlich während der Dienststunden von 8 bi» 3 Uhr oder schriftlich beanstagen. Di« Fleischkarte und ein Ausweis, an» dem ersichtlich ist, daß der Einzutragende in Berlin wohnt, sind hierbei vorzulegen. Sa eine Dewähr für Trichinenfreiheit nicht übernommen werde» kann, wird dringend empfohlen, die amerikanischen Schweinefieischprodukle nur gargelocht oder durchgebraien zu genießen. Berlin, den 15. Mai«19. Der Magistrat. S-.Sr. 329. V. S.(a. 14. Mermuth. Bekanntmachung. § i. In Mönderutig des§ 5 der Verordnung vom 12. Fedrnar wird mit Zustimmung des Vorsitzenden der staatlichen Berleilungsstelle für Grotz-Beriw bestimmt daß in Berlin der Preis für ein Pfund frische Bratwurst, mit Wasser abzerieben, und Saucischen............ 2,70 M. Brühwurst! Bratwurst, Knoblauchwurst. Wiener, Jauersche, BreSlauer, Frantsurter Würstchen) 2,80, bei Abgabe an den Verbraucher nicht übersteigen darf. s 2- Alle übrigen Bestimmungen der Verordnung vom 12. Februar 1917 bleiben unberührt. g 3..----- Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Ver- kündung in Kraft. Mit demselben Tage wird die den gleichen Gegenstand betreffende Bekanntmachung vom 12. Slvril 1918 ausgehoben. Berim, den 8. Mai 1919. Der Mastistrat. J.-Nr. tS8. T. S. I«. 19._ Mccmnlh,_ 1" der Frieden? Besprechung durch I. yelmnkh von«verlach als Polittker. 2. Vr. Snno wshberg als Bbtterrechtlre. 3. Cr.®. B. Graf als Wirtschaftspolitiker AlMwoch. 21. Mal. abends 5 Ahr,«ammerfäle, challesche» Tor ITellower Est. 1). tiarleu 1 7R. Bund Neues Baterland, 51urfürstcnstr. 12ö. Xi'stttski'onZ 59? de» Grenz- and Heimatscbatz werden dringend Im Kraltfabrwesen eriabrene Unteroffiziere nndManaschaiicn mltFiihrer- sehein II aml Illb sowie Facharbeiter becötigl Bedingung; Mobile Löhnung, Zulage pro Tag 5 M. freie Verpllegung, Ausrüstung und Unterbringung. Verpflichtung erstmalig auf l Monat, nachher Htäglge KOndi- gnng. Milifärpapiere(Entlassungsschein) sind beizulegen ;tw, mitzubringen. Meldungen schriftlich oder persönlich an den Referenten für Kraftlahrwesen, Gouvernement. GroB- Berlln, Berlin W, Potsdamer Str. 22a._ 1297P des Volkskraft-Bundes. Der Totkskraft-Buud. der es sich zur Aufgabe go- J macht hat. In Wort. Schrift und Bild an der kulturellen: Hebung unseres Volkes mitzuarbeiten, beabsichtigt, gemeins m mit der Universum-Eilm-Aktlen-liesellscbaft (Ufa), die auf dem Gebiet des Lichtbiidwesens die gleichen Ziele verfolgt, mustergü.tlge Filme herzustellen, die geeignet sind, im Rahmen einer künstlerisch, aber auch vernunftgemSB aufgebauten, spannende» Handlung die breiten Massen veredelnd zu beeinflussen und Uber die brennendsten Fragen des öffentlichen Lebens aufzuklären. Oer Volkskrait- Bund und die Ufa haben nun für mustergültige u. ihren Bestrebungen dienende Film- Manuskripie drei Geldpreise ausgesetzt, die durch den Spruch des Preisgericnts den drei besten der eingelaufenen Arbeiten zuerkannt werden sollen Falls keines der eingegangenen Manuskripte dem Preisgericht einer Auszeichnung würdig erscheint, so ist das Ausschreiben im Laufe des Monats Oktober zu wiederholen. Der erste Preis betrügt „ zweite» n dritte„ w 5000 Mark 3000 2000„ 1 Das PrciBjicpicht besteht ans: General- Direktor Davidson, Era Duncker, Direktor Edwin Furrer, Geh Regicrungsr«» Maz Cellcl, Curf Gutmann, Direktor Grau, Mafor a. D., Alfred Halm, Direktor Dr. Paul Meissner, Professor Dr. Peler A. SlIbennanB, Dr. Brune WHIe. 181/9 DU Bedlngangea des PreUansschrelbens sind gegen Einsendung von 50 PL zu beziehen von der Kaiipt-Geseträttssteile d. Yolkskraft-Bundes Berlin SW.68, Kochstr, 28-29. Jrfihjahrs- und Sommeranzüp Reichhaltiges Säger<• Kellfarbige Stoffe Slegante Anfertigung nach Rtaß gin SiKier aar sozia'en Zraze! König und Kärmer Roman van Rudolph Siratz 41* bis SO. Tausend Cer bekannte Dichter Olfl beweisen, wie die soziale Frage nichi durch utopistisibe Maßregeln, sondern durch weise Vermalt. tung gelöst werden müsse. Meisterhast schildert er die Gegensätze zwischen dem un crnehmenden Kapstal und der nach besseren Daseinöbedmgungea ring nben Slrbeltersshast. 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Der Versuch der llnavhängisen, dt« Se- mühungen der Regierung, die Freiwilligen gegen wirtschaftliche Schädigungen zu schützen, in einen Kamps gegen die Ge» ioerkschaften unizulügen, zeigt ein derartiges Matz der- leumderischer Hetze und skrupellosester Demagogie, das man selbst bei der„Freiheit" und ihrem geistigen Anhang kaum für möglich gehalten hätte und beweist, datz es ihnen nicht auf Ver- ständ'gung und Klärung ankommt, sondern auf einen Kampf um jeden Preis— auch wenn es ein Kampf gegen die Wahrheit ist. Von anderer Seite wird uns noch mitgeteilt: Für die Zerrissenheit der„Freiheir-Berichterstattung ist es kennzeichnend, datz z. B. die Ausführungen Schetdemanns w e s e n t- l i ch falsch wiedergegeben worden sind. Nach der.Freiheit" soll Scheidemann gesagt haben:.Die Freiwilligen müssen wir haben, sonst fliegt die Regierung innerhalb 24 Stunden auf; wir brauchen sie zum Schutz der Autorität." _ In Wirklichkeit hat Scheidemann gesagt:„Die Freiwilligen müssen wir haben, denn wenn wir ohne Schutz der Regierung-!- autorität sind, hat es jeder Abenteurer in der Hand, mit 300 Bewaffneten jede Regierung zu stürzen. Wir kämen dann (Müntner hatte einen entsprechenden Zwischenruf gemacht) in der Tat zu Zuständen wie in einem südamerikanischen Raubstaat; volllommene Anarchie mutzte daim eintreten und jede neue wür-de dann innerhalb wewigcr Stunden wieder auf- fliegen. Air brauM� die Truppen zum Schutz gegen Raub und Plinidcuuirg und Schutz der Autorität der Regierung. Auch Haase, als er��Wt noch Mitglied der Regierung gewesen fei, babe sich bereit erlltWf 2000 Mann von Wilhelmshaven zum Schutz der Regierung hierher kommen zu lassen. Weiter hat Scheidemam, gesagt: „Am liebsten wären uns selbstverständlich politisch nnd ge. werk schaftlich organisikrte Arbeiter für die Frei- Willigenkorps. Da wir infolge der Hetze gegen diese— auch der„Vorwärts" darf ja nicht einmal Werbeinfcrot-e veröffentlichen — die Arbeiter sich nicht in der erwünschten erforderlichen Zahl melden, müssen wir nehmen, was wir kriegen." bitte Seine Majestät!� Der schweifwedelnde Radikalist. Ran schreibt uns: Einer der radikalsten Schreier gegen die„Schandregiernng Ebert- Scheidcmann" ist der Braun- schweiger Redakteur Richard Wagner. Schon vor dem Krieg? spielte er als Chefredakteur in Braunschweig den radikalen Wüterich gegen die Parteileitung. Zurzeit ist dieser Biedermann derBorkämPferderUnabhängig- Spartakistischen Kommunisten. Er ist einer der gewandtesten, vielleicht der gewandteste Stilist der linkesten Linken. Was er im übrigen ist, geht aus einem B r i e f a n den Reichskanzler von Bethmann Hollweg hervor, den er a m 10. August 1916 geschrieben hat. Hier einige Stellen daraus: „Ich wurde 1SW Oberpostdirektionssekretär, später Oberpost- prakrikont. �00Z wurde ich, nachdem ich mich zur Sozialdemo» kratie bekannt, im Disstplinarverfabren abgesetzt. Ich wurde sozialistischer Redakteur und war ein eifriger Sozialdemokrat. Mit Kriegsbeginn änderte sich meine Gesinnung. Ach sagte mich im September 1911 van der Sozialdemokratie I»§, die hie: in Braunschwoig die extremsten Bahnen einschlug. Ich verlor bannt jede Existenz und schlage mich als Schrift- steller mit knappester Not durch. Beim ich auch 1903 schwer gefehlt habe, habe ich seit Kriegs- beginn doch alle Verfehlungen wieder gut zu macken versucht. So habe ich für die nationale Presse «raunschweigs viele nationale Artikel und Gedichte seit Kriegs- beginn geschrieben, die in nationalen Kreisen diel V e i f a l l geiundou haben. Da ich als Sozialdemokrat zu be- kannt geworden war, schrieb ich allerding« unter dem Pseudo- nym Karl Nordick oder dem Zeichen K. N. Einige der Gedichte lege ich bei. Anton Fendrrch, de« Ew. Exzellenz kennen, versprach mir, mich S«. Exzellenz gu empfehlen. Ich habe aber weiter nichts gehört. Da Seine Majestät den Partelfüudern verziehen hat, dürste vielleicht mich ich, nachdem ich jetzt 2 Jahre lang meine Feder in den ivionsi der Rrich«trenheit gestellt habe, auf Verzeihung hoffen- Ich bitte deshalb Ew. Exzellenz, bei Seiner Majestät dahin zu wirk«, daß ich wieder in den Postdienst eingestellt werde." Dieses auf dem Bauche kriechende, schweifwedelnde, winfeltrde und untertänigst ersterbende Reptil als unabhängig- kornniunistisch. spartakistischer Hauptsührer,— man möchte T: äncn lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre, von welcher Sorte Menschen sich die Arbeiterschaft jetzt auf den Leim locken lätzt. Zrieöe««bvöi«gungen unü votkswirtsihast. Eihunst des �ricdesanSsck,«sfes vom 17. Mai. Räch Eröffnung der Sitzung durch den Präsidenten Fehrenbach erstatteten ReichSjustizminister LandSberz und ReichSpost- minister GieSderts Bericht ülzer den Verlauf der Verhandlun- gen in BecsaillaS. Nach ih:wn nimmt der Reichswirtschastsminister Wissel! fn läng« reu UuSsübrungen über die Wirkungen der FriodenSdedinguugeu«uf unser Wirtschaftsleben das Wort. Der Ministor führt u.«. anS: Tu«»««tfche Volk»st ininwc sehr lstchtglaudig und hoffnullgS- froudig gaweson. Nag deuiscke Volk Hai auch in seiner übergrotzen Mehrheil g�lanbt, datz d»n von Mlsoa aufgestellten Grundsätzen entsprechend die Friedensbedingungen sein würden. In diesem Sinne hat es den Waffenstillstand angeboten. Ein Frieden sollte es sein, der seinem ganzen Wesen nach aus Gleichheit und auf Ge- rechtigkeit deruht. Wie ihn die Gegner sich denken, wissen wir nun. Aach dem 2. und 3. der 14 Wslsonpunkte war uns die Freiheit der Schiffahrt auf dem Meere, die möglichste Beseitigung aller Wirt- schaftlichen Schranken und die Errichtung der Gleichheit der Han- delsbeziehungev unter allen Nationen zugesichert. Diese Grund- sätze hätten es uns ermöglicht. Unrecht wieder gut zu machen, wozu wir uns vc. pflichtet haben. Wir hätten dann mit allen Kräften arbeiten können und waren zu solcher Arbeit selbstverständlich auch bereit. Datz unsere Gegner den gewonnenen Krieg ausnutzen, datz sie bis zur Grenze de? sür uns noch eben Erträglichen gehen wür- den, war klar. Niemand aber konnte denken, daß uns nicht einmal des zun« Leden Notdürftig sie gelassen werden sollte. Und daS geschieht. Das deutsche Wirtschaftsleben wird er. w ü r g �, das deursche Volk zu einer Fron verurteilt, die sich er- strecken 0)8-ms unsrc Kinder bis in? vierte Glied. Alles Eigentum, alle Recht? und Jitteressen der deutschen ReichSangehori. gen od-w der durch sie beherrschten Sejellschafkn innerhaüd des Gediet» der alliierten«der assoziierten Machte, ihrer Kolonien, Be- sitzung?» und Schutzgebiete einschlietzlich der Gebiete, die ihnen durch den Friedensvertrag abgetreten werden sollen, sollen zurück- behalwn und liquidiert werden können. Fftr sich nehmen die Gegner das Recht der Metstbegün- st i g u n g in Anspruch, erkennen es aber Deutschland nicht zu. Nicht nur m den gegnerische« Ländern, auch in Rritzland, China. Oestorroich. Ungar«. Bulgarien, der Türkei und den Besitzung«« Arbeiter unÜ parteigenosien! Demonstriert für den Anschluß Teutschösterrcichs a« Deutschland heute, vormittags 11 Uhr, auf dem Wilhelms- Platz. Es sprechen dort folgende Redner: Prof. H a r t m a n n, Oesterreich. Gesandter, Minister- Präsident Schcidemann, Schriftsteller Stefan Groß- mann, Prof. B r a n d e l, Dr. U l l m a n n, Hermann T h i e m i g und Mitglied der Nationalversammlung Richard Fischer. Treffpunkt 10y2 Uhr aus dem Potsdamer Platz, vo« dort unter Vorantritt mner Musikkapelle bewegt sich der Zug nach dem Wilhclmsplatz. Erscheint in Massen, erhebt vereint mit unseren öfter- reichischen Brüder» Eure Stimme für das Selbstbestimmungs? recht der Völker. Der Vorstand des sozialdemokratischen Bezirksverbandes Groß-Berlin. und Nebenländern diese? Gebiet? sollen auf Verlangen der Gegner alle Rechte deutscher'Staatsangehöriger abgetreten werde»». In den ehemaligen deutschen Kolonie» und in Egypten soll die Nieder- lassung der Eigentums-Erwcrbs-, Handels- und Berufsausübung für Deutsche von dem Ermessen der zuständigen Regierung ab- haraig sein. In Elsa st- Lothri ngen kann die französische Regierung in Zukunft ohne Fristsetzung Deutsche von Leitung und Betrieb öffentlicher Anlagen, vom Eigentum an Bergwerken, Steinbrüchen und MetallbearbeitungSwerrstätten ausschließen. Einseitigkeit der Meistbegünstigungen, zum Teil auch der Gleichstellung mit beut- schen Staatsangehörigen beherrscht auch die Vorschriften über den inneren deutschen und den durch, Deutschland gehenden Verkehr. DaS ist die Gleichberechtigung Und die Freiheit BeZ Handelns, die Wilson als die Grundlage eines Fdedens- vertrag? forderte! Im weiteren Verlauf seiner Ausfiihrungen gibt der Minister einzelne Beispiele der wirtschaftlichen Fürchterlichkeiten, die uns drohen. Auf dem Gebiet der K o h l e n w i r t s ch a s t werden For- derungen eru uns gestellt, die in ihrer Ungeheuerlichkeit kaum über- troffen werden können. Bei voller Lieferung der in den Friedens- bedingungen geforderten 20 Millionen Wiedergutmachungskohlen würde sich ein Fehlbetrag von 2b, 8 Proz. des Jnlandsbe- d a r f s ergeben. Wenn wir«ich noch die angeforderten Auslands- kohlen an die Ententeländer liefern sollen, das sind weitere 23V Millionen Tonnen, so ergibt sich ein« Fehlmenge von 48V Millionen Tonnen oder 50,1 Proz. des Inlandsbedarf«. Bei Einschränkung der InIandSversorgMig um derartige Men- gen müßte das deutsche Wirtschaftsleben selbstver- ständlich zusammenbrechen. Wie wird nun der Verlust an land wirtschaf tl ich genutzter Fläche wirken? Durch die Abtretung der geforoer- ten Gebiete verlieren wir etwa 25 Proz. Der Anteil der Gebiete an der Brotgetreideerzeugung betrug im Frieden 45 Proz., unier Ausschluß OstprußenS, 3b Proz., an der Hafererzeugung 20,5(13) Proz., Gerste 23(18) Proz., Kariofseln 25(20) Proz., Zuckerrüben 25 Proz., Wiesenheu 18(12) Proz. Wie stehts mit den Schiffen? Wir sollen alle durch Kriegs- ereignisse verlorenen Handels- und Fischereifobrzeuge der Gegner Tonne für Tonne, Klasse für Klasse ersetzen. Ta aber die häuie vorhandene Tonnage der deutschen Schiffe hinter der da»ach zu ersetzenden Tonnage weit zurückbleibt, wollen die Gegner io gnädig sein, uns einen Teil der Flotte zu lassen. Nach deu Fordern ngen. wie sie vorliegen, würden wir 1286 Schisse mit 4 542 383 Brutto- tonnen abliefern müssen und behielten nur 585 176 Bruttotonnen! Durch die Ablieferung dar in den nächsten 5 Jahren zu bauenden Schiffe würde der deutsche Schiffsbau verhindert, in den nächsten zwei Iahren auch nur ein Schiff zu liefern. Wir sollen weiter die FlußschifsahrtStonn-age bis zu 20 Proz. des gesamten Fluß- schfffparkS ausliefern. Besonders schwer trifft uns die vollständige Auslieferung der fahrbereiten Fischcreiflotte, die den Ausfall un- gemein wichtiger Nahrungsmittelzuffchr wie auch die Erweiterung der Erwerbslosigkeit bedeuten würde. Das alles bedeutet die T ö- tung der deutschen Schiffahrt und die Berhinde- rung ihrer Wiedergeburt. Sticht weniger als 64 000 deutsav Seeleute werden brotlos gemacht. Alle diese Verpflichtungen aber stellen nur einen kleinen Teil dessen dar, was Deutschland in finanzieller und Wirt- schaftlicher Hinsicht*n d i e Gegner leisten soll. Man fordert 20 Milliarden Mark in Gold und weitere 40 Milliarden Mark Gold in Schuldverschreibungen. Doch damit nicht genug- Sobald eine interalliierte Kommission für die Wiedergutmachung, in der Deutschland nicht vertreten ist, die aber der deutschen Regier»mg Gelegenheit gibt, nach Billigkeit gehört zu werden, sobald diese Kommission die lleberzeinjung gechinnt, datz Deutschland die Minsen- und Tilgungsraten für weitere 40 Milliarden Mark Gold sicher aufbringen kann, sollen auch dafür Schuldverschreibungen ausgegeben werden. Auch das ist noch nicht der Schluß, denn neue Emissionen in unbestimmter Höhe solle«' von Deutschland gefordert werden können. Allem andern voraus muß aber Deutschland die Rückzahlung der Summen leisten, die Belgien von den Verbands- regierungen bis zum 11. November 1918 entliehen hat. Die Bezahlung dieser Schulden soll erfolgen ohne Rück- ficht auf die Verpflichtungen, die wir selbst im Innern zu erfüllen haben. Wir iverden unier den größten Steuer- lasten leben müssen, die je ein Volk getragen hat, unS aber zuzumuten, datz wir unsere eigenen Anleihen notleidend werden lassen, übersteigt die Grenze alles Dessen, was man erwar- ten konnte. Die Nichtzahlung der Zinsen der Kriegsanleihe würde unschuldige kleine Rentner, Witwen und Arbeiter ihrer Spargroschen beraube«, und es würde sich eine derartig« soziale Verzwefflung fast aller Kreffe bemächtigen, datz neue Unruhen und schwere Erschütterungen unseres Wirtschaftslebens uns an den Ran» des Abgrunds brächten. Das Matz'unserer finanßrellen Lasten kann nicht cniSgedch«t werden auf Teffrungen, die wir nach den 14 Dilsonpunkte« nicht übernehmen fällten. Wir mitss« auch«it festen Beträgen rechnen könuch», die wir in unfern HauShakt einzustellen in der Sage sind. Wir müssen wirtschaftlich absolut Herr in unserm Hause'sein. DaS heißt: jpir müssen eine sparsame, rationelle Wirtschaft führen dürfen, innerhalb deren wir das Not- lvendige selbst erzeugen und das Ueberflüssige fernhalten, in der wir ferner kontingentiert so arbeiten, wie es unsere Verpflichtung den Gegnern gegenüber und wie eS eine rationelle Wirtschaft unter Ausnutzung all unserer eignen Möglichkeiten erfordert. DaS, was unS die Entente an Bedingungen auferlegt, d a-s kann kein Volk erfüllen. Solche Bedingungen ehrlich zu erfüllen, kann sich niemand'verpflichten. Sie sind die Wirt- schaftliche Erstickung Deutschlands, in die zu billigen ein Verbrechen wäre an Kind und Kindeskind. Den Genossen Viktor Schiff nennt die„Fretheit", ffÄb-nSwüvdig wie immer, einen„unbekannten Schmeck", der seine rechtssozia- listisckie Ueberzeugimg wabrscheinlich erst entdeck» habe, als die ..Schsidemänner" zur Mach: kamen. Das anzenehnte Blatt ist im Irrtum Genosse Brfwr Schiff w« trotz seiner Jugend schon vor dem.Krieg Sozialist und, als geborener Paris«, gelegentlicher Mit- arbeiter der„Humanite". Schiff hat allerdin«« da« Verbrochen bei gangen, in unserm Blatt die ftirngösischc« Gonassen. dte er alle kennt, eindringlich zu beschwören, sie möchte« die deutschen Arbeiter in ihrer furchibaven Not nicht ganz im Stich lassen, und daraus er- klärt sich die grenzenlose Wut der„unabhängigen" Agenten der Ententeimperialisten, die sich in persönlichen Beschimpfungen und Verdächtigungen äußert.— Diese Feststellung glaubten w»r«rs«. rem Versailler Mitarbeit« schullsig z« fett», auf de» übrig« Dreck gehen wir wicht ein. Die berliner Genoften und öer Parteitag. Der Sozialdemokratische Verein für Berlin hielt gestern im Herrenhause eine außerordentliche Generalversammlung ab, um Stellung zum Parteitag zu nehmen. Vor Eintritt in die Tagesordnung hielt Genosse Stefan Groß mann namens des am Erscheinen verhinderten österreichi- schen Gesandten Ludo Hart mann eine Ansprache. Er forderte die Berliner Genossen auf, sich an der am Sonnrag Cheut) stattfindenden Demonstration zugunsten des Anschlusses Deutschöster- reichs an Deutschland zahlreich zu beteiligen. Ganz Oesterreich wird den deutschen Genossen dafür von Herzen danken. Der Vorsitzende Schlegel schloß sich dieser Aufforderung an. Die Versammlung trat hierauf in die Tagesordnung ein. Zu dem vom Parteivorstand veröffentlichten Entwurf zum Organ»- sationsstatut liegen eine Reihe von Abänberungsanträgei» vor, von denen die meisten abgelehnt wurden. Eine längere Aus- spräche rief ein Antrag hervor, welcher den„Vorwärts"> eines — Charakters alö Zentralorgan entkleiden und Wvn zum L o k a l o r g a n der Berliner Partei- genossen machen will. Zur Begründung des Antrages wunde aus- geführt, der„Vorwärts" sei jetzt zum großen Teil Aegicrungsorgau und könne deshalb die Meinung der Parteigenossen nicht so zum Ausdruck bringen und ihre Interessen nicht so vertreten, wie es wünschenswert und notwendig sei.— Frank(Obmann der Protz- komittission) ersuchte, den Antrag in dieser Form abzulehnen. Er stellte anHeim, falls die Schaffung eines Lotalorgans für»wt- wendig gehalten werde, ein solches neben dem Zentralargan heraus- zugeben und über diese Angelegenheit mit dem Parteivorstand zu verhandeln.— Krüger(Vorsitzender der Bezirksorganisadion) führte aus, es handle sich in Wirklichkeit nicht um die Frage Zentral- oder Lokalorga«, sondern darum, daß— wie es zn allen Zeiten gewesen sei— eine bestimmte Richtung in der Pirtei im Blatte nicht genügend zum Wort zu kommen glaube. Regierungsorgan in dem Sinne, wie es ftüber die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" war, sei der„Vorwärts" nicht. Solange unsere Parteigenossen in der Regierung fitzen, müsse die Partei und ihre Organe die RegierungS- oolink natürlich unterstützen. Würden unsere Parteiorgane die Regierungspolitik bekämpfen, dann müßten ja unsere Genosse», zurücktreten.— Nachdem noch einige Redner zu dem Antrage gesprochen hatten, wurde derselbe mit großer Mehrheit abgelehnt. Während der Beratung der Statutenanträge wurde die Wahl der Delegierten zum Parteitag vollzogen. Gewählt sind: Schlegel, Adolf Ritter, Martha Hoppe, Otto Frank, Neue, Richard Fischer, Diti- mcr, Ewald, Umlauf. Jüeraus kam die Versammlung zur Beratung von Anträgen iedenen Inhalts, von denen die folgenden dem Parteitag ein- gereicht werden sollen: Demokratisierung der gesamten Verwaltung und Be- setzung aller Informationsstellen der Regierung mit Parteigenossen. Eintreten für das Mitbestimmungsrecht aller Ar- beitnchmcr einschließlich der Beamten in AirstellungL-, Befördern ngS- und Entlassungsangelegenbeiten. Eintreten für das R ä t e s h st e m auf wirtschaftlicher Grundlage. Abgelehnt wurde nach längerer Diskussion die Fassung: Eintreten für das Räteshstem nach dem Kaliskischen'Antrag. — Ein Antrag, der die Auflösung der Freiwilligen- k o r p s und die Schaffung einer Volksiniliz mit allgemeiner Dienstpflicbt fordert, wurde ebenfalls abgelehm, nachdem mcbrcre Redner daraus hingewiesen hatten, daß der Antrag zurzsit nicht d u r ch f ü h r b a r sei. Ferner wurde beschlossen» daß der Parteitag auch dafür Sorge zu tragen bat, datz: die Parteigenossen in der Regierung des Reichs und der Einzel- staaten e»rdlich der Revolution und ihren Gesetzen Geltung ver- schassen',__.......... die alten reaktionären Landräte, NegicrungSpräsidenien. Off»- ziere und Beamten aus allen leitenden und einflußreichen Stell, in-. gen entfernt und dafür fach- und fachkundige Parteigenossen(ad«■ nicht nur Intellektuelle, sondern auch Kausleute und Arbeiter) ein- g-sielli roc co;_. ein. die Errungenschaften der Revolution zu sicherride Volks- wehr geschaffen und die Militärgerichtsbarkeit restlos avsgeh»'bcn wird ES soll die Einbringung eine? Gesetzentwurfs veranlaßt wer- d.'n. der die allgemeine Fortbildungsschulpflicht In- zum vollendete», 18 Lebensjahre ausdehnt. Eine Partei-Hochschuie ist sobald wie möglich einz-richitsi, um befähigte Parteigenossen in die verwalt»ngStechMsch: Arbeit deZ Staates einzuweihen. Der Zentrakbildungsausschuß soll eine Zentralauslrihsteve su: Partciliteratur einrichr-n.__, Beschlossen wurde noch, daß Inserate für den„Vorwärts, die nicht rein geschäftlicher Natur sind, vor ihrer Veröffentlichung der politischen Redaktion unterbreitet werden sollen. Wie es war unö wie es ist. Eine Erklärnng. Folgende Erklärung geht uns zu: In der Morgenausgabe vom 15. d. MtS. beschäftigt sich die „Freiheit" mit meinen Ausführungen, die ich in einer Bersamm- lung am 11. Mai gemacht habe. Ich habe von meinen Ausführun- gen nicht ein Wort zurückzunehmen.— Was ich in bezug aus die ersten Tage der Revolution über Negierungsbildung ge- äußert habe, stimmt bis inS Kleinste, und wenn die Herren von der „Freiheit" sich einmal darüber Auskunft holen wollen, so empfehle ich, daß sie dieses bei ihren Genossen Dr. Oskar Cohn, Dittmann nnd Vogtherr tun, vorausgesetzt,»atz diese drei Genosse« der Wahr- heit»ie Ähre geben. Eins darf ich aber bemerken, daß»vir die Re- volution ohne Schießprügel gewicht haben, während die Anhänger der U. S. P. den Revolver in der- Tasche hatten*n» zu ihrer Verärgerung nicht gebrauchen konnten, was sie leider in den Januar- tagen durch künstliche Mache nachgeholt haben. Zum Gebrauch der Revolver kam es am 9. Novmeber aber deshalb nicht, weil die Mehrheitspariei dafür gesorgt hatte, daß das Militär nicht schoß. Was nun meine Tätigkeit im Stadtparlament anbelangt, so gebe ich zu, daß ich darin sehr jung bin, aber trotz meiner angeb- lichen Jugend weiß, daß ich Theorie und Praxis versuchen muß in Einklang zu bringen, und mcht gewissenlos genug bin. die Arbeiter- schaft in den Versammlungen in unveranllvortlicher Weise aufzu- Hetzen, während ich in verantwortlicher Stelle im Stadtparlament ganz anders handeln mutz.— lieber das Verhalten der Genosse» von der ll. S. P. ein Beispiel: Durch den Mund Dr. RosenseldS erklärten die Unabhängigen in-der preußischen Nationalversamnp lung:„Alle Macht den A.- und S.-Rätenl" In bezug aber ans die kommunalen Arbeiterräte in Berlin führten sie einen Eiertanz aus, wie ich ihn in der Politik von verantwortlich.':» Personen noch nicht gesehen habe. Im vergangenen Jahre giug eine fürchterliche Hetze- von feiten»er Nnabeänßigen loS, als unsere Genoffon für»ie Verteuerung deS GaseS gestimmt b«b«n, ebenso lehnten die Unabhängig«» den Etat bis zum vorigen Jahre ab. lind in diesem Jahre, m»eraatwortliche Pofitio» geschoben, stimme,, die Unabhängigen für den Etat sowie ohne Diskussion f ü r die Ver- teuerung deS Gases und des Wassers. Nun überlasse ich«S der Oeffenilichkelt, wer der Schwätzer ist, der Herr, der in der„Frech ott" schrieb»der ich. Fritz vrolat. I GeserffchaDbMWlV ver Streik öer Holzarbeiter. Im Arrkus Busch wgi« Soin«ckent»nrittag«n« Versammlung der streikend«.', Holzm�eiter. Der weite Raum war bis aus den Ist>i«n Platz gefüllt.— Nachdem die Versammlung eröffnet war, stcllk ein Teilnehmer das Verlangen, den aivwesenden Bericht- «rfieeter des»Vorwärts' auSzuw eisern well die Arbeiter mit dem „SchsnMatt" nichts zu tun haben wollen— Die Worte des Zkdners entfeffolien einen uri nutenlangen Prvteststnrm gegen sein Verlangen, das anscheinend nur von einem sebr kleinen Teil der Versammlung unterstutzt wurde.— Der Vorsitzride Siegle be» zeichnete das Verlangen als unbegründet. Es sei keime Ursache zur AuSschliie�ung der Oeffcntlichdcit gegeben,«m so weniger, odS mich die.Freiheit" die Holzarbeiter in ihrer Lohnbewegung im Stich gelassen habe.— Ohne Abstimmunig und ohne Widerspruch konnte der Vorsitzende feststellen, daß di« VersaMniung gegen di« A-nwesenheit deS.Vorwärts''-Gerichterstatters nichts e-inzmoenden habe. Hierauf erstattete Siegle den Bericht über die Lag« de? Streiks. In Dusführung des Beschlusses der letzten Ver- tra>«nSmännervsrsammlung ist die Streikleitung mit dem AktionS- auSschuß der Arbeitgeber m Verbindung getreten und hat am Mitt- «och eine Verhandlung gehabt, die aber ergebnislos endete, denn die Arbeitgeber wollten nur darüber verhandeln, ob vom 23. April ob«ine Zulage von LS Pf. pro Stunde gezcchlt werden soll. Die zentrale Verernlavung. wonach vom 1.' Mai ab SV Pf. zuzulegen sind, cvfemten die Berliner Ärbestgober unter Heranziehung nicht zutreffender formaler Gründe nicht an. Sie rechnen darauf, daß der Streik abflauen werde, aber darin täuschen sie sich. Bei den am Donnerstag fortgesetzten zentralen Pevhanblunge» über den ReichStarif kam auch der Berliner Streik zur Sprache. E» wurde angeregt, eine Entscheidung des Tarifamts für die Holzindustrie herbei zuführen über die Frage, ob die zentralen Abmachungen für Bebtin Gültigkeit haben. Das Tarifamt trat darauf am Donner»-; tagnachmittag zusammen. Die Arbeiter«rSlirten, eine Entscheidung des TarifcmitS anzuerkennen, aber di« Arbeitgeber lehnten die An- erkennuna ob. Tarauf erklärte sich daS Tavisamt als unzuständig zur Herbeiführung einer Entscheidung. Di« Arbeitgeber haben dann den SchlichningsauSschuß für Groß-Berlin ongerufon, der am Dienstag über den Streik»erhandeln wird. Die Streikleitung empfiehlt den Streikenden, bis zur Entscheidimg des Schlichtung� auSschuffeS«ine abwartende Haltung einzunehmen. Siegle be- tonte zum Schluß, daß sich di« Situation zu«inem Entscheid ungs- kämpf zuspitzt. ES ist keine Aussicht, durch Verhandlungen mit dem Unternehmern noch etwas herauszuholen. Di« Unternehmer lassen «S auf den Kampf ankomiMQN. Er wird sich auch auf andere Orte ausdehnen, wenn dort die zentralen Vererndaowrgen von den Unternchmern abgelehnt werden sollten, wie es in Berlin ge- schehen rst. Die Zahl der Streikenden wurde auf rwnd 11000 ange- geben, wovon etwa 7000 nmterftütz-umgöberechtigt« PerdandSmit- gl'ieder sind. Einstimmig nahm die Versammlung eine Resolution an, welche erklärt, daß die Ackeitgeiber dunch ihr Verhalten die allem ige Schuld daran tragen, daß der Streik fortgesetzt weiden muß. Die Stm&nfoen werden solange im Kampf aushalten, bis ihr« be- rechtigten Forderungen bewilligt find. Der Agitationsgaul der U. S. P. bei den Drechflera n«d Treppengelünderarbeitern. In der Versammlung der Drechsler and Treppengeländer- arbeite? sollt« der früher« Berufskollege Denzer über das Räte- shstem sprechen. Der Referent war ober offenbar dieser Aufgabe nicht gewachsen, denn er machte hierzu nur nebensächliche, höchst unklare AuSfühiungen, ritt aber um so heftiger den AgitationSgaul der 11. S. P. In der berüchtigten Weise der Unabhängigen fiel er über die Politik der Gewerkschaftsführer und der Parteiführer der Mehrheitspartei her und verdonnerte mit großem Stimmaufwand jeden, der nicht zur U. S. P. schwört. Seine Ausführungen de- endete der Redner mit der Aufforderung zum Beitritt in die Partei der Unabhängigen oder, was gleichwertig sei, in die der Kommu» nisten. In der äußerst wirksamen Waise bekämpften die Kollegen Pa ti l och und Georg M a i« r die haltlosen und zum größten Teil bewußt unwahren Behauptungen des Referenten über die Gewerkschaftspolitik. Anfangs rief Pattloch mit seinen Ausführungen den Widerspruch der U. S. P.-Anhänger hervor, aber die Logik seiner Darlegungen zwang selbst diese zum Schweigen. Maier betonte, daß der Referent mit seinem Vortrage stark ent. täuscht habe, denn anstatt sich cm das ibm gestellte Thema zu halten, habe er eine Werberede, gespickt mtt ven bekannten Verdrehungen der Sachlage, für die U. S. P. gehalten. Gleich Pattloch appellierte auch Maier an den gesunden Sinn der Kollegen und mahnte zur Einigkeit. Eine weitere Diskussion wurde durch einen Schlußantrag beendet. AIS der Referent das Schlußwort sprechen wollte, erhob sich hiergegen ein einmütiger Protest. Mit dem Hinweis, daß die Lohnbewegung der Drechsler, die unbedingt behandelt wer- den müßte, viel wichtiger sei und daß die Kollegen nicht zur Versammlung gekommen wären, um Parteipolitik zu trei- b e n, wurde dem Referenten freigestellt, sein Schlußwort in einer der nächsten Drechflerversammlimg zu sprechen. So endete die Be- Handlung de» Vortrage« mit einer vollkommenen Abfuhr für den Referenten und für den Obmann, der ohne Zustimmung der fttmrmiffion den Vortrag angefetzt, um für die U. S. P. zu werben. Den Bericht über die Lohnbewegung erstatteten die Obleute. Au» ihm ist hervorzuheben, daß die Drechsler nur recht zaghaft zu den bekannten Forderungen der Holzarbeiter stehen, obwohl sie teil- iveise Mit zu den schlechtbezahltesten Arbeitern Berlins gehörcn. Da die vorhergangonen parteipolitischen Erörterungen de« griWe« Tekl tief ASend» anMlvek«. konnte die Lohnbewegung be- dauerlicherweise nicht eingehend behandelt werden, weshalb die Kommission beauftragt wurde, sofort nach de» stattgefundenen VerHand- famgea mtt den Unternehmern«ine weitere Branchenversammlung ettizubentfett._> Der Tarifvertrag von öen Rechtsanwälten abgelehnt. Koi schon dem Berliner Anwaltverein und der Organisation der Angestellten schwebten lange Zeit Verhandlungen über den Ab- schluß eines Tarifvertrages, über den zwischen einer geineinsamen Kommission der Anwälte und Angestellten bereits ein Einverftänd- nie erzielt war. Die Anwalts angestellten unterstehen bisher weder der Geioerbeordnung noch dem Handelsgesetzbuch, genießen also Keinerlei gesetzlichen Schutz. Fhre Bezahlung ist wohl die schlechteste aller BerufSgruppen. Verheiratete Angestellte arbeiten noch immer für 100 bis 200 M. monatlich Teuerungszulagen wurden nicht ge- währt. Ein großer Tett der Anwälte hat im Gegenteil während des Krieges die Gehälter noch gekürzt, weil angeblich ihre Einnah- men auch geringer geworden sind. Sie denken nicht daran, von ihren Ersparnissen vor dem Kriege etwa? herauszugeben. Selbst die Klienten haben den Angestellten ihr Miileid über ihre traurige Lage ausgesprochen. Und trotzdem haben die Anwälte wiederholt eine Aufbesserung ihrer Gebührensätze erfahren. Von den Hono- rarem die die Anwälte mtt ihren Klienten vereinbaren und von dem Leben, das sie dadurch zu führen imstande sind, soll gar nicht ge- sprachen werden. Den wenigen Anwälten, denen eS angeblich da- noch schlecht geht, muß klargemacht werden, daß sie, wenn ihnen die Mittel fehlen, Angestellte besolden zu können, sie solche auch nicht einstellen dürfen. Welche Arbeit von einem AnwaltZangestsllten verlangt wird, kann wohl jeder bezeugen, der schon mal ein Anwalt»- burean besucht hat. Wie traurig die jetzige Bezahlung ist, ergibt wohl schon der Tarifvertrag, der Gehaltssätze für Gehilfen von 130 bis zu 2S0 M. m o n a t 1 1 ch vorsieht, letzteren Betrag nach neun- jähriger Tätigkeit. Für die außerordentlich verantwortliche Tätig- keit der Bureauvorst eher werden 330 bis S00 M. gefordert. ES handelt sich hier also wirklich nicht um„hohe" Forderungeu, die auch von der Kommission der Anwälte glatt anerkannt wurden. Der größte Teil der Anwälte hat sich aber gegen den Abschluß deS Vertrags ausgesprochen, und eS droht nun, nachdem die Angestellten den Vertrag angenommen haben, einzig und allein durch die Schuld' der Anwälte zu einem neuen Kampf zu kommen, der, da ein großer Teil der übrigen Branchen der Angestellten gewillt ist, den An- waltSangestellten zu einem menschenwürdigen Dasein zu verhclken, leicht wieder unübersehbare Folgen annehmen kann. Wir wollen hoffen, daß dies durch die Einsicht der Anwälte vermieden wird, insbesondere, nachdem schon ein Teil der Anwälte erklärt, daß mtt diesem Abstimmungsergebnis ihr Ansehen in Frage gestellt, würde. Die Angestellten habcn zunächst den Schlichtung sausschuh angerufen, der sich in den nächsten Tagen mit der Angelegenheit. beschästigen wird._ Seftrebangvv fßt eftrni gewerkschaMchen �ivhelts- verbanü km Gartenbau. Schon während der KriegSzett tauchten in Gärtnerkvsisen Sei», gutigen auf, die dahin zielten, die vorhandenen drei Arbeitnehmer- verbände zu einem ewcheitticheu Ganzen zu vereinigen. Sett der; Revotudion haben sich diese Neigungen fortgesetzt verstärkt, und! zwar in allen drei Lagern. Ablehnend haben ihnen jedoch noch I immer gömnubergestmiben der Hauptvoesiand des christlichen! GärtnerveribanideS und der Hanptvorstand deS VeriandeS Deutscher Privataärtner, während der Hauptvorstand- des freigeivertschaft- j liehen Verbandes der Gärtner und Yiärtneveiaobeiter sich den Ge- danken zu eigen geumcht hat. Im Februar d. I. wandte sich der letztere mit einem förmige rechten Antrag an den Verband Deutscher Privatgärtner und bot Unterhandlungen zwecks Prüfung der Frage eines Zusammenschlusses dieser beiden Verbände an. Der Haupt- vorstand letztge-netnnten Verbandes hat eS aber vorgezogen, darauf keinerlei Antwort zu geben. Da c'-er gleichzeitig die Gauvorsitzen- den durch Uobermittlung oiner Abschrift deS Antrags von feiten des Antragstellers in Kenntnis gef.'tzt wordsn waren, so entwickelte sich mit mehreren dieser Gauvorsitzendcn eine enger« Beziehung. Einige Gruppen und Gaue haben bereits zusagende Beschlüsse ge- faßt Und ihrem Hauptvorsdand« ähnliche Anirnge unterbreitet. Ter letztere rührt sich jedoch immer noch nicht. Oder doch? In der letzton Zeit haben die Gruppen und Gaue dos Prtvatgärtnerver- band cs die Abschrift einer Einladung des Gesamtoerbande« der christlichen Gewerkschaften erhalten, durch welche ein Eintritt zu diesen in dir Wege gekettet wird. AuS diesen Umständen heraus hat sich nun der fveigewerkschaft- GS;- verband entschlossen, die Angelegenhett den Grsamtmitglied- schafton der Verbände vorzutragen, um deren Ansichten zu er- forschen. In der neuesten Nummer der»Allgemeinen Doutschen Gärtnorzeitung" verofsintticht der Hauptvvrstanid des Verbandes der Gärtner einen Weck- und Mahnruf zwecks Schaffung eine? gewerkschaftlichen EinheitsvertandeS, im weichem gesagt wird, daß all« Voraussetzungen dazu heute erfüllt seien und es darum an der Zeit sei, obne Verzug zu Taten zu schreiten. An und für sich sei dieser Einheit«? verband ja im Wertzoll begriffen, denn der frei- gewerkschafÄiche Verband zahle heute bereits über 16 000 Mtglieder, während der Verband der Privatgär vi er deren nur etwa 6000 habe und der christliche sogar nur 1700 bi» 1600. Aber es würde doch die Entwicklung abkürzen, wenn man sich entschlösse, es nicht auf einen Auff<»ugung»pn»eß ankommen zu lassen, sondern diese Ent- Wicklung durch gemeinsame Verständigung abzukürzen. Tie Kabinettsfrage dcS Vorstandes im Bergarbeiter- Verband. Der Gesamtvorsiand deS alten Bergarbeiterverbande» stellt der demnächst stattfindenden Generalversammlung seine Aemter zur Verfügung. In einer Erklärung heißt eS u. a.: ......» i;liB»WBWMMil».lum!lX .Mr ksinnen We Verankwarftrim nicht Merneljun» fktr die wirtschaftliche Not und daS unermeßliche Leid, da» durch di« StteikS über die Arbeitermassen Deutschlands und die Bergarbeiterfamilien heraufbeschworen wird. Die Streik» wurden über die Köpfe der verantwortlichen Leiter deS Verbände» hinweg und gegen unseren Rat in Szene gesetzt und durchgeführt von Leuten, die unseren Ka- meraden nicht verantzvortlich sind. Unter Zustimmung de» einen und passiven Duldung eines anderen größeren Teils unserer Mit- glieder wurden die Angestellten und Funktionäre des Verbandes aus den Belegschaftsoersammlungen ferngehalten, niedergeschrien, beschimpft und bedroht, während unverantwortliche Scblaqworthelden in der sinnlosesten Weise cm der Zer- trümmerung des Verbandes arbeiten, um ihre politischen Zwecke zu erreichen, di« zur wirtschaftlichen und politischen Anarchie führen und den Boden vorbereiten für die schaden fr ob im Hintergründe stehende Gegenrevolution der Reaktion, die im SpartakiSmuS nur ihren Bundesgenossen und Wegebereiter s-ebt. Unser« Mitglieder haben sich zum großen Teil über die Beschlüsse ihrer selbstge wählten Vertreter in Kvn'erenzen hinweg- B'etzt, die fast einmütig die schrittweise Einsührnng der Secks- ndenschicht im Ruhrrevier beschlossen, um da» deutsche Volk nicht vor Hunger sterben zu lassen. Durch die Streiks wurde die Zahl der Arbeitslosen in ganz Deutschland verdoppelt, die Industrie lahm- gelegt, der Hunger verlängert, die Lebensmittel- einfuhr verhindert, der wirtschaftliche, finanzielle und poli- tische Zusammenbruch der deutschen Republi�n pr-ffbare Nähe ge* rückt und die gewerkschaftliche Disziplin vd�fctet. Die Verantwortung dafür lebnen wir ab. Unser GewisHWunsere Ebre, unsere an Opfern und Verfolgungen reiche VcrgatMnheit, unsere Liebe zu unseren Kameraden zwingt uns, entschieden abzurücken von dem Weg, den viele unserer Mitglieder einzuschlagen scheinen." Der Rücktritt dieser erprobten Führer der Bergarbeiter würde für die Organisation geradezu eine Katastrophe bedeuten. Deutscher TranSportarbettor-Verband. Mttgltev« au» allen Branchen und Distrikten der BezttkSverwalNmg Kroß-Beriin. Heut«. Sonntag, den 18. Mai, in der ZeN von 10 Uhr vonninagS bis 2 Uhr nachmittags: Kahl von Z0 Del«gierten ni dem im Juni d. 5i. in Snittgart stattsintunden BerdandStag. Die Stimmenabgabe erfolgt tu den nachstehend beteckmeten Lokalen: stentrunl: Sasse, Roßstr. 6; Löhrtch. Purtkamerstr. 9. Südwest: Störmer, Wartdurg- straße 11: Reuenvorf- Ritterstr. 1, Tllden: Schüttler. Grstseftr. Z. Neukölln: Müller, SchSnstedtftr. 15, Eck« Tonaustraß«; Kr am er, Zietenssr, S». Westen: Wtemer», Bülowstr. 58. Schöneberg: Ruttkowskl, Meininger S trabe S, Nordwesten: Bilz. Rostocker Str, 27: Krtiger. Puttlitzstr, 10; Math«». Paiilstr. 20, Tharloctenbiirg: Prill, Lnesebickstr. 2? B!«s»ke. itrickchestr, 24/25. Wilmersdorf: Reuter, Gaficiner SN«. Siemen«. ftadt: Lange, Ronnendamm, Eck« Reisftraße. Wedding: Rah, Marstr, 12; vackdau», Togostr. Z, Reinickendorf: Mieth«, Eichbonistr. 13 Norden: Bähe, B-dftr. 44: Bächke, Ackcrstr. 81. Pankow: KSppen. Berliner Str, 87. SchSiihanfer Vorstadt: Sichborn, Danziger Str, SZ, Rofenihalcr vor« st-cht: Rosenihaier Hof. Rosen, Haler Str, 11/12. Rord-Ost: M-Her,«ecken- weg m. Osten: Schulz«. Grüner Weg 109: Malustke. Landsberger Str, 8. Weistenfer: Reimann, Wörthstr. 2Z», Lichtenberg: Blum, Mt-Bor« vagen 58; Knrkowski, Pforrftt. 7t Süd 0p: Li«. N-unhnstr, 9: Schr»« der GSrlttzer Sir, Zg. TchSn-wetd«: Sodcmtg, Mckelminenhofstr, 18. Kohannislhal: Kodantg. Wtkheimtnenbofstr. 18. KartShorst: Koda. nia. M-helminetchofstr. 15, Köpenick:«uaustin, Roscnsrraße 18. llcklerslM'' Ziege, Sevanfte, i. AltäMenicke: Vahr, Kö�entcker Straße, Grünau: Grabow, RIchterstr, 9. am Babtchof Grüna«,»ohn». dorf: Grabow, Rlchterstr, 9, an, Bahnhof Grünau, Schmöckwid: Rad»- strck, Berliner Straße, Mnhlödorf: Ander«, MablSdorf. am Bahnhof. Kaulsdoes: Anders, Mabisdorf, am Bahnhof, shrtcdrtchshagen: SSnger- balle, Friedrichstr,«1 Ssschnclckir: Passaw, Kellberge, Bergstrahe Kalk- Verne: Pastow, Kalkberg«, verastraste. RstderSvoef: Pastow, Kalkberae. Bergstraße, Woltersdorf: band«?«, Dahnhofltr, 23. Rahnsdorf: Dcmdtke. Bahnbostir 23. Erkner: Wiechert, Berliner Str. t ReuziNau: Wiccheri. Berliner El, 4. Trmprlhoi: Müller, Berliner Str.»7. Stegllst. Lichter- felde: Lenzki, Hwdenburgdamm bö. Deutscher MetavarbriterverbaUd. Montag, den lg, Mai, nachmtlt-g» 5 Nbr, versammlimg aller Schnitt- arbciter und Slrbeilerinnen in den.SvphienISIen'. Sodbirnttraße'7/18- TaaeSordnimg: 1 Die Stellung nnferer Gruppe in der Maschtnenarbeiter. branche 2. DlZkulston, 3, Branchemmgele-iendeiien ,md Perfchicdeue». stn dieier versamwlnng stnd alle Stanzer. Warm- und Kaltpresser, Zieber, wweit sie nicht oi? WalzwerkSarbrtler in Frage tommen. sowie alle Weib. llchen verufSanqebörigen vorftcbender Kategorien eingeladen, Montag, abend» S>/, Übe. B-riammlimg der Meiallformer und S-rnf». genossen im Lokal Züdo't, Oaldcmarstr, 75. Tagesordnung: i. Wollen wir unser Lobnabkomm n kündigen 1 2. Diskusfion, 3, Verschiedene«, Um»',',Nbr findet in demselben Lokal eine BertiauenSmünnerkonferenz statt Jeder Vertrauensmann muß erscheinen. Besondere Einladungen ergeben nicht, Abend»«'/, Uhr. veztrkSdrrianunlung vom 1«, Bezirk in den Phar»«. sjlen, Müllersiraße. Tagesordnung: I. Neuwahl der gesamten Bezirk». Icitung. 2 verschiedenes. Die Vertrauen«leutc werden ersucht, eine balbe Ltmide früher anwesend z« sei«. Zu alle» Versammlungen ohne Mit- gliedsbuch kein Zutritt._ «ngcstrlltenauSschüsse der Privatbinageschstste. Mittwoch. Spaten briw, Friedricktstraße 172, 3, Etage. Besprechung der Obleute der Angestellten. «iSschüsse der Prlvatdankgeschäsic, Packer-, Lager- und Transportarbeiter ufw, der Grotz-Berltner Metall- betriebe I Montag, den 19, Mai, nachmittags S Uhr, im GewerkschasiZ- hau». Engilnfer 14/15, Saal 4 und 5, allgemein« Transportarbeiter-Ver- fammlung, in der zu den Verhandlungen der Kommisstou über da» Kol- lettivabkommeii Stellung genommen werden soll. Jugenöveranftaltunyen. Beut«, Sonntag. abendS 7 Uhr, im Jugendheim, Lindenstraße 3, Nchtbildervorttag: Eine eomaniische Reise w» Rhewiand. Emlaß 40 Ps?nma. Lichtbildervortrag über GcschlechtSkrankhelteu Mittwoch, 7 Uhr, Aula, Wrangesstrahe 128. ittniaßlarten 30 Pfennig: Buchhandlung Bor- wärt», Lindenstr. ö, VorwänSPedttion Böhm, Laufister Platz 14.15, Berantwortltch für PolitU Artue sticklee, ghail»tt»»d»«a. für den übrigen Teil de» rttanc»: AUred ertiol*, Aeuliilln: für ttn, eigen Ttcoont vitockc. Berlin. Verlag: vor wckrtS-k erlag»>, in. b, Berlin, Druck, Vvrw»ri»->?ua>druck«r,t und Verlagsaiiftalt Pa«!«Zirger u,«- in Berlin. LtutenlNahe S. Htcrg» S veUageu. 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