|lr. 257. 36. falirg. «ezugSvreiSi StertritflW. 7�0 JRU awnaH. 2.80 SS. freiin» Haus oorauZjahibar. Einzelne Siummern 10 üfenmq. Poflbezug: MonaUich i50 Ml., exkl. Zustellung». gebühr. Ilnlei»treu, band iür Deutsck» urnd u. Oeslerreich-Ungarn'-.Tb Ml. iür ba» übrige Ausland 9. TB Ml, bei läglich einmaliger Zunellung 7. TB SS lloilbenellungen nehmen an Düne- mart. Holland. Lurcmburg. Schweden und die Schwerz, eingetragen in die Loii. leirundS-�reisMle. Der. Sorwürt»' ericheint wochemüggch zweimal Soimlagr etnrmri. Morgen-Ansgabe. Teleqramni�ldress«! .Sozialdemoteor«erli»- H. Derlinev NolKsblAtt. ( 10 Pfennig� An,e,s,e«vre7S: Di« achtgeldaltene SionhareMezev« lostet l.20 Ml.»Klein»'Anzeigen", da» iellgesrultte Wort 50 Pfg.(zulüsstg 2 fettgedrulkte Wortel iede» wertere Kort!L Lsg. Stellengesuche und Schlafstellen anzeigen da» erste Wort <0 Lsg., iede» weitere Bort 20 Pfg. Sorte über 1ö Luchstaben zählen für zwei Worte. leuerungszulchlag 60«»» »famtlien. Anzeigen,»olttisch» und gewerffchailliche Lerem». Anzeige« 120 Ml. die Zeil«. Anzeige« iür die nächste Kummer müssen bi» 6 llh» nachmitlag» un Hauptgeschäft. L erlin SW.tiS. Uindenftrage it. abzegebrn werden. iScSffnel von s Uhr früh bi» 6 Uhr abend», 2entralorgan der fozialdemokratirchcn Partei Deuttdrlands. Neüaktion und Expedition: 60). 6$, Lindenstr. Z. aernfurerfier: Amt Morittpla«, Nr.»Zl iM— l仫7. Mittwoch, den SI. Mai ISIS. Vonvärts-Verlag G.m.d. H., SV). öS, Lindenstr.Z. Fernsprecher: Amt Morttzplatz, Nr. ll.7 63— 54. Arbeiter! Parteigenossen! Der Kampf um einen gerechten 5rleöen, der auch öem deutschen Volke öle �ebensmöglichkeit sichert, ist noch nicht entschieden. Während die Entente-Machthaber noch darüber beraten, ob sie unseren Forderungen entgegenkommen sollen, wird von den Unabhängigen Sozialisieu eine starke Propaganda betrieben, daß die Negierung auch den jetzt vorgelegten Gewaltfrieden unter allen Umständen unterzeichnen soll. Sie selber wollen aber weder die Negierung übernehmen» noch den frieden unterzeichnen. So fällt man unseren 5kiedensdelegierten und dem deutschen Volke in den Nückea und stärkt den Entente-Zmperialismus. Arbeiter! grauen! Ihr selbst müßt hierüber entscheiden, denn um Euer Leben, Eure Wohlfahrt, Eure Zukunft handelt es sich. � Erscheint Saher in Massen zur großen Demonstrations-Versammlung heute Mittwoch, den 21. Mai, nachmittags 5% Uhr, auf dem Milhelmsplatz Redner: Scheidemann, Krüger, Juchacz, Müller.!-»»-- w,lh°lmsi--ß°i. Oer vorftanö ües Sezirksverbanöes Groß-Serlin öer Sozialöemotratisthen Partei Oeutfchlanös. vor öer Ueberreichung üer deutschen Gegenvorschläge. Keine(Seheimdiplomatie! Die Frist zur Urberreichun� der deutschen Bemerkungen zu den Friedensbedingungen der Entente läuft mit dem heutigen Tage ab, und pünktlich mit ihrem Ablauf wird auch die Einreichung der deutschen Gegenvorschläge erfolgen. Sie stellen einen sorgfältig durchdachten Versuch dar, die schwebende Weltkrise in einer Weise zu lösen, die den Jnter- essen aller Beteiligten entspricht und für einen dauernden Weltfrieden sichern Grund zu legen. Selbstverständlich werden die deutschen Vorschläge sofort nach ihrer Ueberreichung der deutschen Leffcntlichkeit bekannt- gegeben werden. Wie wird aber ihre Behandlung in den Ententeländern sein? Da das gcheinidiplomatische Konzil der Drei oder Vier die von ihm selbst ausgearbeiteten Friedens- bedingungen den eigenen Völkern noch immer verheimlicht, ist zu befürchten, daß man auch die deutschen Gegen- Vorschläge als diplomatisches Geheimnis behandeln und sie in der Tunkelkamnier abwürgen will. Die„freien" Völker der Entente würden aus diese Weise zwar erfahren, daß sie sich wieder im Kriegszustand mit der Deutschen Republik be- nndcn, aber nicht, wie und warum sie in ihn hineingeraten sind. Gegen eine solche Möglichkeit, die für die Ententevölker noch viel schmachvoller wäre als für uns selbst, muß von vornherein schürsste Verwahrung eingelegt werden. Die deutscheFrcedensdelegationmußverlangen und hat das Recht zu verlangen, daß ihre Gegenvorschläge den Völkern der Entente bekanntgegeben werden, und daß keine Ent- s ch e i d n n g erfolgt, solange sich nicht die V ö l- kcr ein eigenes Urteil über sie bilden konnten. Sollten die führenden Staatsmänner der Entente die'er billigen Forder'ung die Anerkennung verwe'gern. so wäre es sache ihrer eigenen Völker, sich mit ihnen deswegen auseinander zu sehen. Aber darüber muß volle Klarheit Herr- 'che», daß w i r keinen faulen Dip'omatenfneden wollen, sondern e neu ehrlichen» offenen Frieden vonVolk zuVolk! Fristverlängerung für die deutsche Antwort. G« n f, 20. Mai.ie.»«rncr wohnica diesem Empfang (? I e m c n e c a 1, und P i ch« n be,. Wir weiter verlautet, soll den deutschen Bivollmöchtigten nach dieser Unterredung eine kurze Prr- l ä n g e r u n g des Termins, an dem sie die endgültigen Erklärungen abzugeben haben, gewährt werden. Seine Rückkehr nach Amerika gedenkt Wilson nicht über die dritte Jnniwochc hinauszuschrehen. Zur Vemijpon Salanöras und Sarzilais. .Agencia Polia' bestäligt. t>ah S a l o n d r a und B o r z c I a> au» ver striede»slonseicnz rniSgeichieden sind. Tie aesamie. auS fünf Personen bestehende Friedenskoniiiiission sei einsiimmig in der Ablehnung der'voischai, Wilson» bezüglich F i u m e s und DaimalienS. Dennoch sei eine Spall»»., untei den Delegierten eingeirelen, die argensriiig Voiwürie erhöben und sich beschuldiglen. Urheber der augenbiicklichen unglücklichen Lage IlaUenS zu ieur. Tschecbischer /lnnexs'onismus. Eine Unterredung mit Nemee. BersailleS, 2V. Mai.(Eigener Drahibeiichl de?„Vorwärts*.) Der Milarbener der„Humaniiv*. M-rizet, halte mit dem in Paris weilenden tichechischen Sozialistensühier Nemec eine Unterredung. über die Monzel gerichtet; Er schulde e» der Wahrheit, zu sagen, daß der Geist, der nn'ere tschechischen Genossen beseelr. so wenigstens! wie er aus dem Munde Nemec' iprichl, in bezug aus die Piobleme des Friedens dem Geiste der überwältigenden Mehrheit der fran-' zöstschen Sozialisten ähnlich ist. Ohne nalürlich Jmperiallst zu sein,' nehmen sie mit einer unzweifelhasten Genugtuung,' gegen welche die Verner Konierenz bereits Vorbehalte gemacht bat, die Anneltion DeutschböbmenS zu Tichecho« ilowak,en an. Sie erheben keine» Widerstand gegen die! lichechrfchen Ansp.üche an das polnische Gebiet von Tesche», die! ! ans denselben lapitalistiichen Gründen von der tschechischen in- � dustriellen Bourgeoisie erhoben werden, wie uniere industrielle Bourgeoisie Ansprüche auf da» Saargebiet erhebt. Lassen wir sie dieie kleine Kiise überwinden, die bei denen entschuldbar ist, die! ans einer langen und snrchibaren Sklaverei kommen. ZweiielloS iverden sie dreien Standpunkt aufgeben.?», übrigen ist e» nicht I die territoriale Frage, sondern die politische»nd soziale stnkunft Tichechoslowaklens, über die Nemec diese interestante Aeußerung ge- macht habe. Wir finden, daß Morizet etwas gar zu nochfichtig über den imperialistische» Cbaralier der nalionalisiischen Gruppe deS tichechi- scheu Sozialisinn» hinweggeht. Es handelt sich da um das Schick- sal von Millionen Teuticher, die von der Tschechenherrschaft nichts ivissen wollen. das verbrechen am deutschen Volke. Engländer gegen die Blockade. Amstcrdani, 20. Mai. Das.«lgcmcen Haiidel»b!ad' meldet aus London, daß gestern in der Alberthall eine große, öon der G e- ! s e l l i ch a f t zur Bekämpfung des Hungers einberufene Protestvetsainmliing gegen die Blockade Deutschland?,„durch die Hunderttauicnde von Fr»»en u,,d Kindern ums Leben gelommen sind", slattgesunden hat. Ter Borsiyende, Lord Darmorr, erllärte , in seiner Rede, daß der Fiiede ein Friede des Wohlwollens I und der Versöhnung iein müsse. Robert Smillse sprach ebenialls und»nieibreneie einen Anirag. in dem aus die Not- wendigkeit hingewiesen wird, Hilie zu leisten,»in die schreckliche Hungersnot in den noileidendeii Gebieten Europas zu bekämpfen. . Ea r l Be anchamp unterbreitete einen Antrag, in dem die Auf- Hebung aller Schranken, die die Wirt chnftliche Eutwicklung heuimen, »nd eine Politil des gleichberechtigten Handels zwischen allen Völker» gefordert werde»._ tzetzmasinahmk>n in Oelgien. In der belgische» Presse befinden sich überull Belichte üben feierliche Reubeeidigungen von Belgiern, die während der Olkupaiion wegen Spionage erichoste» worden find. Augenscheinlich soll damit die e», kehrende Friedeiiöstiniiniing in Rücksicht aus die kommenden Ereignisse nochmals ausgepeiiicht weiden. Die nalionaiistiiche Prasse iestämt�fich demnach nicht, selbst mit den Toten sortgesehl noch die Gemüter gegen Deutichland auf- zuheheu. „Seine" Revolution. Ledebours verhängnisvoller Irrtum. Vor dem Schwurgericht hat am Dienstag Georg Lede- bour fünf Stunden lang über seine Revolution gesprochen. Etwa in der Art, in der Wilhelm II. von„meinem Volke* sprach, mit dem Tonfall des einzigen und allein berechtigten Eigentümers:„Das ist meine Revolulion, die Hab' ich ge- macht, geht mal da heraus, was geht Euch die überhaupt an. Wer in meiner Revolution etwas suchen will, wer ein Amt in ihr haben will, der möge sich an mich, an Georg Ledebour wenden, denn ich, ich habe die Revolution gemacht und mir gehört sie." Er gebärdet sich wie etwa der Königsmacher Graf War- wick in Shakespeares Heinrich VI. Dieser hält die Könige. denen er seinen Arm geliehen hat, für seine Puppen, die er nach Belieben ein- und absehen kann, und ist erstaunt und entrüstet, als ihm in Eduard IV. ein Mann von selbständigem Handeln entgegentritt. Wenn er vor Eduard IV. sagt: Ich war's ja, der das Königreich dir gab. Du bist kein Atlas für so große Last. Dem Schwächling nimmt die Gabe Marwick wieder. io möchte wohl Georg Ledebour in ähnlicher Haltung vor Ebert und Scheidemann deklamieren. Und seine Wut und Enttäuschung darüber, daß diese Männer ihn gar nicht als ihren eigentlichen Brotgeber und Wohltäter anerkennen wollen und sich seinen Befehlen nicht fügen, kommt der des Grafen Marwick gleich, als Eduard IV. trotz Absetzung durch Marwick auf dem Throne bleibt und den aufstand gen Grafen besiegt. Ledebour ist der festen und durch nichts zu erschütterirden Ueberzeugung. daß er allein mit einem Häuflein Mitverschworener die Revolution vom 9. November gemacht habe. Diese Auffassung verrät zwar eine starke Dosis Selbstbewußt- sein, aber lven'g historische Einsicht. Lassalle sagt in seiner bekannten Verteidigungsrede vor dem Berliner Stadtgericht, nur politisch unreife Menschen könnten glauben, daß eine Ne- volution gemacht werde. Revolutionen kommen, sobald die Zeit für sie jpif ist. Die Revolution vom 9. Novencher ist genau in dem Augenblick-' gekommen, in dem die Zeit für die Revolution reif geworden war. Sie kam, als der Zusammenbruch des preusz sch-deutschen Militarismus in vollendeter Klarheit sichtbar wurde. Der ganze Herbst des Jahres 1918 ist erfüllt von Zcrfallserscheinungen des allen Systems, an deren Ende als logisckser Abschluß der völlige Zusammenbruch steht. Der Niederlage der Westarmee an der Marne und ihrem fort- dauernden Rückzug folgten die Katastrophen an der maze- donischen und syrischen Front. Ihre Folge war der Zusam- menbruch Bulgariens, die Kapitulation der Türkei und bald darauf der Verfall und d'e Auflösung Oesterreich-Ungarns unter revolutionären Begleiterscheinungen. Als die deutsche Heeresleitung sich der Entente auf Gnade und Ungnade ergibt und damit öffentlich ihren Bankerott eingesteht, da konnte auch einem Kinde klar sein, daß nun die Tage dieses Systems in Deutschland gezählt waren. Der Ausbruch der Revolu- tion vollzog sich in diesem Augenblick völlig spontan, aus den Massen der Arbeiter und Soldaten heraus. Ledebour und Tente Mtversch�orenen foniden gor nicht Gelegenheit, irgend dwos Besonderes zu tun, dazu vollzog sich alles viel zu schnell. Bekanntlich nimmt neben Ledabour auch'der ehemalige Volksbeauftragte Emil Barth für sich in Anspruch, daß er der eigentliche Macher der Revolution sei, weil er einige tausend Revolver und Selbstladepistolen gekauft hat, wobei er noch einen Teil des Geldes schuldig blieb. Diese Pistolen tanden aber gar keine Gelegenheit, in Aktion zu treten, sie dienten nur am Nachnüttag des 9. November zu unnützen Knallereien, Die Revolution kam eben ganz anders, als die Verschworenen sie sich gedacht hatten, ein Zeichen, daß nicht sie die Revolution gemacht haben. Der beste Gegenbeweis aber ist der, daß die angeblichen Macher der Revolution sa ganz und gar nicht in der Lage waren, noch dem Sieg der Revolution die Regier« ng anzutreten. Wenn Ledebour die Revolution gemacht hat, warum schwang er sich dann nicht am tO. November zum ersten Volksboaustcagtcn auf, gestützt auf seine siegreichen Scharen? Au Ehrgeiz hat es ihm doch sicher nie in seinem Leben gefehlt. Nein, was Ledebour ärgerlich über die„Nutz- nießerschaft" von Ebert und Scheideinann nlvcht. das ist nur der Zorn darüber, daß die Revolution, die er für seine ge- balten hatte, in Wirklichkeit nicht seine war, daß die Massen. die sich am 8. November erhoben, zu Neunzehnteln nicht hinter ihm standen, sondern hinter der sozialdemokratischen Mahrheitspartei. Geradezu komisch wirkt es. wenn sich Ledebour mit Scheide mann um die Priorität bei der Ausrufung der Re- publik streitet und behauptet, Scheidemann habe die Republik erst um zwei Uhr proklamiert, er, Ledebour, zusammen mit Adolf Hoffmann, aber schon um zwölf Uhr! Da sehe man doch... Und nun erlaube sich dieser Scherdemann, der zlvei Stunden später die Republik ausgerufen hat,-damit zu reom- mieren,-daß er der Macher der Revolution sei!— Ach nein. Scherdemann denkt gar nicht daran, in dieser oder ähnlicher Weise zu renommieren, denn Scherdemann hat eine viel richtigere Auffassung vom Wesen der Revolution als Ledebour, er weiß, daß die Revolution überhaupt nicht „gemacht" worden, sondern aus den Zeitumständen hetvor- gegangen ist. Tie Revolution hat das deutsche Volk als Ge- samtheit gemacht, sie ist nicht das Wer? einzelner Personen, die nun glauben dürften, sie hätten über die Revolution zu verfügen, wie über ein Stück persönliches Eigentum, wie der dramatische Autor über sein Theaterstück. Ter Denkfehler, den Ledebour offenbart, ist verzeihlich »md infolge seiner Tätigkeit � erklärlich. Die Weltgeschichte aber wird die Revolution niemals aus der Verschwörer- Perspektive sehen und die Dinge nicht mit der Elle eines ge- kränkten Autors messen, der glaubt, die Geschichte gemacht zu haben, dieweil auch er nur ihr Werkzeuge gewesen ist. Es ist der temperamentvolle Politiker Ledebour, mit dem wir uns hier notgedrungen auseinandersetzen, weil er von der Anklagebank aus die schärfsten Angriffe gegen unsere -Politik und unsere Partei gerichtet hat. Dem A n g e k l a g- ten Ledebour, der tapfer für seine Sache eintritt, wird nie- mvnd die persönliche Achtung versagen. Was bekämpft wer- den Muß, ist sein trogischer Irrtum, der schon so vielen Men- stben das Leben gekostet hat, und der neue Opfer fordern wird, wenn es nicht gelingt, ihn gründlich auszurotten. Ge- lingt das aber, dann wird d e Republik der schmerzlichen Aufgabe enthoben sein, das Gesetz gegen Menschen anrufen zu müssen, die selber nur das Opfer ihrer verhängnisvoll fal- schon Ueberzeugung sind. Die Strafe kann nie etwas anderes- sein als ein Auskunftsmittel der Notwehr: das wirkliche Heil- mittel der Zeit heißt Erkenntnis! Verzicht aus öle �btrettmy Gbeeschlesiene. Knltowitz, 20. Mai. Auf Grund eines Trlriirainniwkchsrli?, welche» dir fle stein in KaUowst' anwesende anieritanische und rn• lischc Lvmn.istion niit der irenzüsischrn Ärßiminfl gehabt hat, kai n die bestimmte Erwartung auSgesprechc» werden, dah die Entente auf dir Abltrinng Ldetschlcswns an Polen imchlriiglich noch Berzicht leistet. Neuorientierung öer franzosischen Ostpolitik. Absperrung Deutschlands durch Rußland. Gcnk, 20. Mai.chten„ wird von zuständiger Sülle festgestellt, daß umsehend nach dieser Benachrichtigung durch den Abg. Cohn sowohl der KrirgS- minister wie dir Reichstanzlri dem RcichSwehrminister von der Aus» sage des Abg. Cohn Mi.'teilung gemacht haben. Der Reichswehr» »liiilfter bat noch am selben Tage den nachstehenden Be-> f e h l erlassen und ihn durch das Kriegsm>nistertum dem Reicks- wehrgruppeiikommando I(Äbicilung Lütlwitzj zugeleitei. DaS ReichSwehrgruppenkommando hat den Beseht sofort ordnungsgemäß weitergegeben. Der Befehl lautet: „Die Bewachung der Angetlaalen im Liebknecht-Luxemburg« Prozeß soll»ach Nachrichten, die mir zugegangen sind, mangelhaft lein. Ich bitte, alle Maßnahmen mit dem ganze» dem Ernst der Sache angemessenen Nachdruck so treffen zu lassen, daß kcinerlcr ünerlaudtc Freiheit für die Angeklagten zugelassen wird, und biitc, die mir zuaegangene Nachricht, den«ngeklagien seien falsche Pässe nach Holland zugestellt worden, nachzuprüfen und alle vorbrttgeuden Maßnahmen zu treffe» Auf keinen Fall darf ein Fluchtversuch fahrlässig»der fwuldhast erleichtert werden." B e r l t ii. den 1-1. Mar lStö. gez. R o S k e. Danach steht fest, daß die Warnung CohnS von den zu- ständigen Siellen keineswegs. auf dl« leichle Ackstl geiiomuien ioordrn find.'* ■ü--« Mues vom Mm. Während der Film alS Kunstersatz die alten Bahnen wandert und immer noch im gktnzei, auf tiefer Stufe steht, sind neuerdings allerlei Bestrebungen im Gange, dem bel-ehrrnd-'n, unlerhaltenden un-d wissenschaftlichen Film neue Gebiete zu erschließen. Das Institut nir Erziehung und Uuierricht in Perlt«, das mit dem Kultusministerium eng verbunden ist, hat eine„Bildstelle' geschaffen, deren Leitung Prof. Lernpe übertragen wurde. Eine der Hauptaufgaben dieser Bildstelle ist die Einführung des Lehrfilms in unser Unlerrichtswesen.— Prof..Lamp� hat sein-erzeit durch seinen „Alpenfitm" berechtigte? Aufsehen in pädagogischen Kreisen erregt. Aus Blldb-stAndeu des Bild- und Ftlmamtes war von ibm ein für Schul- und Nnt-errichtszwecke vortrcsslich geeigneter Lcbrfl-lin zusammengestellt und vorgeführt worden, in dem weite llcberblicke über da« Alvenland, au? dem Flugzeug a-ufpenommen. die verschiedenen Formationen des Gebirges nach den Gcsteinsarten. die wechselnden Landschastsbilder der einzelnen Alpenzüge. Glctschcrbildrmg. Eni- Wässerung usw. übe! sichtlich und leicht verständlich dargestellt waren. Alles Sehenswerte Wied vom Beschauer miterlebt. Von solchen und öhnNchen c&eslchifpuiiklxn aus sollen in Zukunft für Schule und Fortbildung L-ehrkilme aus allen Wissentgebieten geschaffen werden. Die Bildsbclle soll anrraend un-d fördernd in Schul kreisen wirken, Wünsche und Bedürfnisse der pädagogischen Kreise prüfen und weiterleiten, vor allem jedoch die in letzter Zeit in der Filmindustrie sich regenden Bcstrcti-ungen nach Schaffung einwandfrestr Lehrfilme in die reckten Dahnen lenken. Nickt nur ein« gewisse ZensurtZtigkett kommt ihr hinfiel zu, mich die Vermittlung wssenschastlicher Be- arbeiber aus den einzelnen Spezialgebieten an die Film-Firmen und die Aufklär'ing über den hohen Wert des lebenden LausbildeS für BildungSftä'.ten jeder Art fällt in ihr Arbeitsgebiei. Gerade bei dem jetzigen Streben nack Volkshochschulen dürfte sich d«r Bildstelle ein weites Betätigiurgsseld eröffnen. Eine Zentralstelle für medizinische Kinemato- g r a p h i« ist in Berlin gegründet worden. Ein nach den Vor- schlchjen von Dr. Tbomalla begründetes medizinisches Filmarchiv ist zur einh-eitlicken Zusammen-rboit mit dem„Kaiserin-Friedrich- Haus für das ärzllicke FortbildMigSwsten" zu einer„Zentralstelle" zusammengeschlossen worden. Die Neubearbeitung medizinischer Lehrfilme, die von der größten Berliner Filmfirma obne Gewinn« auSsichten von rein kulturellen Gesichtspunkten aus übernommen worden ist, wird von einem Arbeitsausschuß der Zentralstelle aus überwacht werden. Gemeinsam mit den zuständigen Ministerien und stnem Beirat von sachverständigen Spezialgelehrten wird über die Zulassung zum Lehrbetrieb bei jedem neuen medizinischen Lehr- film ein Zensurausschuß die Entüheidung treffen, ohne dessen Ge- nebmissung kein Lehrsilm in den.Hamdel. d. h. an die Universitäten, Znstitiite usw.. gebracht werden kann. So ist eine sichere Gewähr geschaffen, daß wir in Deutschland bald eine nach den strengsten iviffensckaftlichen Gesichtspunkten arbeitende medizinische Kinemato- graphie besitzen werden, die zur Bereicherung und Vertiefung Unseres Ljmjche» Uscherrichts Hervorragendes zu leche» tentfea ist, Die zuständigen Ministerien befassen sich zurzeit mit der Frage, für jeden Landkreis ein Wanderkino bereitzustellen. Einmal soll auf diese Weile der Landbevölkerung mehr an Unter- Haltung und Anregung g-eboien werden, als dies bisher möglich war, und damit wenigstens einer der Gründe der Landflucht gemitdett werden. Sodann soll der Lehrfilm ln die breitesten Schickten deS: stolz die felteiicn Volkes getragen iderden. Kenntnisse über intensive Bodeubearbei- iaiion auskosten ästheiische» Erziehung solgen wollen, weide» nichl»nihi» können. von nun an in ähnlichen Sirohbütten zu lebe», wie die der Wilden' in '.lltuielasrita sind. Einen Fetzen Baumwolle um die Lenden, einen Ring durch dir Naie, werde» sie bei ihren Versammlungen Neuei- grdichl» detlamiecen. Regrrniufit sp-ele», Regeriänze tanzen und und schwierigen Verg, ügungen der Negcrzivili- DieS erst wird nach meiner Ausicki der levle tung, rationell« Wirtschaft, neue lsndipirtschastllchr Maschinen, auch Ausdinck aller Bemühuiigen unserer svNgcschntiensten JntellekmeUen 5. itnh htpIt'S ttiTlhi.'fr tttr»A«r** über Handwerk, Industrie, Land und Leute, und vieles andere, im Film hervorragend gut und lehrreich darstellbar, sollen verbreitet' werden. Den Landschulen soll die Möglichkeit offen stehen, durch geographische, völkerkundüche, naturivtssenschasillche und semsttge Lehrfilme aus allen Wisser.sg.'bieten den Unterricht zu helcden. zu vertiefen. Auch für die Hebung der Allgemeinbildung des Volkes s K uN st sollen populärwissenschKiftliche und allgemein interessante Lehrfilme bereitstehen, endlich für Aufklärungs-ivccke sozialbtigienische jeder Art,' z. V. über Säuglingspflege. Tuberkulosef�kämpfung, die Ge- fahren der Geschlechtskrankhcitrn und' ähnliche. Der Negerstil— die neueste Moüe. Die neue Kunst sucht Anknilpiuna an alles Piimitive. Sie hat auch den Weg zur Negcrlunst gesniiden. Was dem Künstler ein inneres VerHäliiii» ist, bedeuiet nmiitlich iür den Snob nur eine Mode. Wieweit diese Mode IN immer noch dem tünstlerischen Zen- tri-m Europas, Pari? gediehen ist, zeigt eine samische Plauderei von Clvmeiil Vautel im„Journal". „Ick besuche in Paris eine Ausstellung von Negerkunst. die nichts niit dem„Salvn der Humoristen" gemein hat", schreibt Cldment Vautel.„Die Negerkunit ist der neueste Tollpunkt unserer Aestbctcn. ES icheint, daß cS nichts Schöneres gibt, als dies« dick« bänchigen nnd grobbemaltc» Fetisch«, diele dekorativen Kokosnün«. diese mit wilden Farben beschmierten Gesäße, diese mir mtgeschickie» Ornaincuteil bcdcckicn Ruder, all diese Niedlichkeiten aus Elfenbein oder Kupfer, die aussehen, als wenn sie mit einem Schlüssel gearbeilet lverden. Die Negerkunst muß man bewundern und über alles stellen, wenn man auf der Höbe sein will. In der Mufit dieselbe Tniwkckluna! ich habe futuristilcke Smionien gehört, die mich leb» hast an dt« entzückenden Akkorde d-s Koffer uorchest«»« im Zoologischen Garten erinnern. Ter Tanz bleibt, wenn ich io saget» darf, nicht zurück. Es ist unnötig, an jene reizenden Ballerinen zu erinnern, die mit einem Güttelichurz und einem Amuletlhals- band bekleidet, sich auf unteren panier ischslen Bühnen in verzückten Baucklänzrn bewegen. D>e Negerkunst rsr das letzte Wort unierer tünii- lertichen Höhe. Man beobachtete auch bereits, wie sie langsam,»her sicher die Knndschast der bürgerlichen SnvbS erringt. Man fängt an, in „künstleriich etngerichteien Innenräumen" ungestali« Ungeheuer au« der Hund eines Rodm vom Oberen Niger und unvergeßlich scheuß» liche Buntheiten zu sehen, die von irgendeinen» unserer Botokubisti- scheu Meisier herstammen. Aber um zu beweisen, daß»ran sähig ist, die Negerkunst ganz zu verstehen, muß man noch weiter gehe».,, Die Kunstbegeistert en, die de» höheren Pläne» einer gesichert, Notizen. — Ausstellung in der Berliner Akademie der n st e. Die Berliner Akademie der Künste veranstaltet d'mnächst in ihren Räumen am Pariser Platz 1 eine grosse Frühjahr s-LuZ- stcllrm-g. zu der außer den Mlm.iedern der Akademie-'ckleeuhe Gäste aus allen Lagern der Künstlersckast eingeladen sind. Tic Abteilung der Bildhauerkunst wird Tua-illorrs letztes«ror.rrmenlaltS Werk, einen riesigen Stier in Marmor, und ein« lleine urzahl feiner kl silieren Arbeiten zeigen. — Die Tribüne lVcpfiichSbühn-e am Knie. Ebarlotren» c-uro) hat von Walter Hasenelever die dramatische Dichtung.Der Retter" und die noch nicht veröffentlichte Komödie„Die Entsch«» dung" zur Uranfführgug angenommen. — Gegen die Demokratisierung der Bühnen- betriebe linbcsondere gegen die Künstlcrrätc, die Wiedereinsüh- rung der Fachbezeichnung'cn und den OrganisaiionSzwang der Büh» nenangehorigen) wende' sich ein Ausruf von Bühne ndire-toien. Schriftstellern und Bühnenstars. Es sind kling nde Kamen darunter, aber es ist zu fürchten, daß jeder von den Unterzeichnern etwas anderes will. Ter Protest ist indirekt ckn daS Kultuknnniste- rinnt gerichtet,' das in den Staatstheatern ein neues Statut ein» führen will und dabei natürlich auf den Widerstand der Kunftnidi- viduvlisten, Kunstautokrat-en und Direktoren stößt. — Berliner Konzerte. In sieben philharmonischen .Konzerten bat Felir W e i n g a rA'n e r außer Werken von Berlicz, BrohmS Gluck, Götz, tzacndel, Heyda, Mendelssohn, Wanner und einigen zeitgenössischen modernen Komponisten sämtlickn? Sympho- nie» Beethovens, mit der„Re. inten" als grandioser Abschluß zur Aufführung gebrackst. ES entspricht dies sowohl der Stellung Beetboven«, de« Gipfels aller Instrumerrtalmusik, im deutschen Kunstleben, wie Weingartner selbst, seinem berufensten, ja man darf behaupten, auseriväblten, tiefsigreifimden Fnierpreten. Abseits von diesen Srrnphonic-Kort zerteu mir dem Philharmonischen Orchester w der Philharmonie ging einträchtigem Musizieren im Bechsteinsaal:— ein Liederabend. Lacille Weingartner des Vortrags gesellt. Für den nächsten Konzertwinter ist die Mit- Wirkung WeütgartwerS, als Dirigent,'sowie seiner Gattin bereits Kr. 257 ♦ 36. Jahrgang Seilage öes vorwärts .r: M»»«ch,«,.M<>1 1«14 Parteigenossen! Auf Grund des Organisationsstatuts der Partei beruft der Parteivorstand den nächste» Parteitag auf Dienstag, den 10. Juni 1010, nachmittags 4 Uhr, in das Nationaltheater zu Weimar ein. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Bericht des Parteivorstandes; a) Allgemeines. Berichterstatter: Otto WelS. b) Kasse. Berichterstatter: Fr Bartels. 2. Bericht der Kontrollkommission. Berichterstatter: Fr. Brühne. 3. Bericht der OrganisationSkommisfion. Berichterstatter: M a x K ö n i g. 4 Bericht der Kommission zur Beratung der Presse- angelegenheiten. Berichterstatter: Adolf Schulz. 5. Bericht der Fraktion der verfafiunggebenden Nationalversammlung. Berichterstatter: Paul L ö b e. 6. Die Aufgaden der Partei i« der Republik. Berichterstatter:PH. Scheidemann. 7. Rätesystem und Reichsverfassung. Berichterstatter: H u g o S i n z h e i m e r und M a x E o h e n. 8. Anträge. 9. Wahl des Parteivorstandes, der Kontrollkommission und des Ortes, an dem der nächste Parteitag statt- finden soll. Die Vorstände derWahlkreisorganisattonen werden dringend ersucht, dem Parteivorstand die Namen der gewählten Dele- gierten unter genauer Adressenangabe alsbald mitzuteilen. damit ihnen die Vorlagen und sonstigen Mitteilungen zugestellt werden können. Wegen Wohnungsbeschaffung muffen sich die Delegierten außerdem beim Lokalkomitee melden. Adresse: Julius Palm. Weimar. Bertuchstr.2». Die Mandatsformulare werden rechtzeittg vonunS verschickt. Berlin, den 3. April 1919. Der parteworssavö. Im Anschluß an den Parteitag soll eine Zrauentoaferenz stattfinden. Tagesordnung: L Die Aufgaben der sozialdemokratische« Frauenbewegung. 2. Frauenarbeit und Frauenschutz. Wir fordern die Organisationen auf. die Wahlen recht- zeitig zu bewirken. Außer den Delegierten find zur Teilnahme die weiblichen Mitglieder der Nationalversammlung berechtigt. Den Fraktionen der einzelnen Landes parla- mente wird anhcimgestellt, eine Genossin zu delegieren. Die Vorstände der Wahlkreis organisationen werden er- sucht, dem Parteivorstand die Namen der Delegierten unter deren Adressenangabc alsbald mitzuteilen. Wegen Wohnungsbeschaffung wende man sich an daS Lokalkomitee: Julius Palm. Weimar, Bertuchstr. 2. Berlin, 20. Mai 1919. der porteivorstanö. Groß-Berlln Kommt alle nach üem Wilhelmsplatz. Heute Ssi, Uhr nachmittags versammeln sich auf de« Wilhrlwsplatz(nicht Charlottenburg, sondern an der Wilhelmftrahe, Untergrundbahn-Haltestelle Saiserhof) die Sazialdemokrate» und Sozialdemokratinnen Berlins, um gegen de« drahrnde» Gemaltfriedrn zu demonstriere«. Diese Snndgebnng unterscheidet fich grundsätzlich»an jener der Unabhöngigen. dir ihre« Protest mit der Anffordernng verbinden. schleunigst»or dem Ententekaditnlismn«»» Srenze zu kriechen. Geuoffr» und Genosfinnc«. Ihr mißt ans Eurer gewerkschaftliche» Erfahrung, daß«an auf solch« Weis« keine Sümpfe gewinnt. S» gilt Rückgrat zu zeigen nnd de» Gegner someit z« bringen, daß er zu»rrpändigen Verhandlungen bereit ist. Würde daS arbeitende Bolk Deutschland» nach de« Rat der Un- abhängigen w r i ch l i ch und s ch w ä ch l i ch in die Snechtschaft de» EntentekapitalS hineinrutsche«, so»ermochte id« keine Macht der Welt«ehr zu Helsen. Rur wenn wir dem Weltproletariat durch Taten beweisen, daß es«ns mit«nfrrr» Widerstand gegen die drohende Bergewaltignng blutig ernst ist, lonnen mir auf Hils« und Befreiung hoffen. Genoffen«nd Genosfinnen, begreift den furchtbare» Ernst der Stunde. Zeigt, daß Ihr zum Widerstand gegen unrrtrüglich«, nner« süllbare, unannehmbare Forderungen bereit seid! Seid aste zur rechte» Zeit zur Stelle! Keine Erwerbslosenunterstützung für Streikende. Zu der neuesten Kaflung der Reichsverordnung über Erwerbs- losenlür'orge hat der preußische Minister des Innern«uSfübrung«- Vorschriften ergeben lassen. Der Minister betont, daß die gqnze gegenwärtrge Erwerbsloieiisürsorg« auf der Absicht beruht. Per- ionen. die infolge des Kriege» unverschuldet ganz oder teil- weise erwerbslos geworden find, vor Rot zu schützen. Sus dieser Erwägung ist zu folgern, daß vorübergehende Erwerbslosigkeit infolge de« auf freier eigener E n t f lb l i e ß u n g der Arbeitrrichast beruhenden Stre>ks nicht unter die Bestimmung, wonach Unterstützung auch dann zu gewäbren ist, wen» in einer Kalenderwoche Arbeitnehmer infolge vorübergehender Einstellung oder Beschränkung der Arbeit die in ihrer Arbeitsstätte ohne Ueberatbeit übliche Zahl von Arbeitsstunden nicht erreichen. Die» gilt ausdrücklich nur für die Einstellung oder Beschränkung der Arbeit ol« SriegS folge. Infolgedessen lönnen die Softe« de« LohnauSfave« für Tteeiktage auf die ErwerbSlosrnunlerstützung nicht übernommen werden. Rur wenn ein Betrieb, bei dem selbst ein Streit nicht besteht, wegen Kohlenmangels infolge Bergarbeiterstreit« vorübergebend zur Arbeitseinstellung oder-einschränkung gezwungen ist. lann den Arbeitnehmern de« Betriebes Erwerbslosenunterstützung gewährt werde»._ «. P D.Räte l Hent», Mittwach, 9 Uhr, weißer Saal der Kammersäle, Telt»m«r Straße: Wichtige vardesprechnng. Um 10 Uhr BallveesammlnnA. Sammunale Arbriterräte he« Kreise« Telt»». g» Anschluß an die Vollversammlung im kleinen Saale Besprechung der kommunalen Srbetlerräte de« Kieiie« Teltow. Wir ersuchen die in der Boll- Versammlung anwesenden Srbeitertät« au« dem Kreise Teltow daran tetlzunebmen. Zentralstelle der Arbeiter- und Soldatenrät« des Kreise« Teltow. 28. Strieder. Maßnahmen gegen WohnnngSmangel. Auf Grund der BundeSrat«veroidnung über Maßnahmen gegen den WohnungSmangel und der Ermächtigung de» Staatskom- missar» für da« Wohnungswesen hat der Magistrat unter dem 16. Mai unter anderem angeordnet, daß Verfügungsberechtigte a) dem Magistrat lWohnungSamts unverzüglich Anzeige zu erstatten haben, sobald eine Wohnung oder Fabrtl-. Lager-, Werkstälten-. Dienst-, Geschäftsräume oder sonstige Räume unbenutzt sind, b> den Beauftragten deS Magistrats lWohnungSamt) über die unbenutzten Wohnungen und Räume sowie über deren Vermietung AuStnnft zu erteilen und ihm di< Besichtigung zu gestatten haben. Al« nnbe- nutzt gelten Wohnungen und Räum« der bezeichneten Art. w nn sie völlig leer stehen ober nur zür«Ufbewahrüng von Snchrn dienen. sofern dem Versügungsberechtigten«ine andere'Ausbewahrung ohne Härte zugemutet werden kann,'oder toikn der VerkügUugSberechttgte feinen Wohnfitz dauernd oder zeitweilig in ha« feindlich« Ausländ verlegt hat. � Diese tznordmtitg wird nochmal« in Erinnerung gebracht. Gleichzeitig ist auf Grtlnd der Ermächtigung de« StaatSlommisiars für daS Wohnungswesen ergänzend weittthstf angeordnet, daß als unbenutzt, im Sinke obengenannter ANqrdnung auch Sine eingerichtete Wohnung gilt, soferit sie von dem Birmgungsbetechtigten deshalb nicht dauernd benutzt Wied, weil er' in Groß» Berlin nöch eine andere nämlich seine Haupt Wohnung besitzt� Zeder, der mehtere Woh- nungen besitzt, hat hiervon unverzüglich dem städtischen WohnungS- amt Anzeige zu erstatten und dabei anzugeben,»eiche Wohnung al» feine Hauptwohnung anzufehen'lst..». Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen werden«tt Seid- strafe W« zu 1000 SR. bestraft.. I l'■ Zur Auflösung des DemobilmachnngSamts. DaS DtMobilmachunft«qmt- bat vor kurzer Zeit einen Erlaß herausgebrächt, wo noch kein Arbeitgeber ferne«ngesiellten in der schweren Zeit entlassen darf, wenn nickt äußerst gewichtige Umstände die» fordern. Aber dos Demobilmachung»amt selbst sorgte nicht dafür, daß feine Lente anderweitig m ReichSämtern unterkommen. Und dabei handelt e« sich ausschließlich um Kriegsteilnehmer. Die Grnvve Ha z. B., Presie Abtetlung, hat bei den Januar-Unruben täglich Hunderltgiiseiid« aufklarende Mugschrtflen verteilt. Als das Performl der Privatbetriebe wegen der Unsicherheit«luf de« Straßen zum größten Teil der Arbeit fernblieb, find ste in den unruhigsten Stadtgegenge« unermüdlich tätig gewesen� Ml« im- März der Generalstreik über gonz Deutschland geplant: war, find � sie Tage und Rächte auf dem Posten gewesen, obn« z« schlafen. Sie babtn Millionen Ftuaschriften gegen den Generalstreik und zum Wohl« de» ganzen Reicht« unter die Bevölkerung getragen. Jetzt, wo der Karren au« dem dicksten Schmutz heratt«gezog«n ist, da will man sie wie Hund« abschirren und auf der Straße liegen lasten. Bei eine/n pr vgten AuftlärungSuntkriiehineii sollen diese Angestellten bei Wind und Wetter Zettel verteilen und Plakate an- Neben für monatlich 390 SU, SovntogSarbeit mit einbegriffen l Viele Kollegen find wegen ihte« GemndheilSzusiand«» nicht in der Lage, den ganzen Tag Außendienst zu yetrichten, Für ste hatte man ein Achselzucken Und gab schöne tröstende Worte: ,E» ist alle« nicht halb so schlimm, e« sind mehrere Invaliden boxt. usw.«sw." Zwar will man evemuell noch den Mai bezahlen. Aber wa« nützt da«, sie wollen doch«tbtt», kein«Imolen. da« einen Monat vor Rot schützt und nach welchem sie vor derselben Tatsach« stehen. Sollte denn in dzn Betrieben und Aemtern de» Reiche» und der Regierung für diese Kriegsteilnehmer kein Posten offen fein? Da sitzen sicher viele Leute, die schon während de» ganzen Kriege« dort beschäktigt gewesen find. Die Leute haben treu zur Regierung gehalten. Run halte ste auch zu ihnen. V' � Die Zutaten zur Ziegenwnrst könne« in größere« Aäbcikationll betriebe«, wie de» Vertrauensmann eine« solchen un« icheerbt. von den llftheitern ftandig kontrolliert werden, so daß Verfälschungen dort sebe.schwer find. Daß z. v. Hund«- und Kotzenfleisch zu Ziegenwutfi derarbeftel wird, würden — sagt der Einsender— die tn dem Betrieb beschäftigten«rbeiter gar nicht zulosten. Für möglich hält aber mich er solche Ber- fällchungen, jedoch nur i« Winlelwurstmackereien. deren Inhaber ohne Gehilfen mit Famtlienangehötigen in vrrsteckien Räumen arbeiten,»e empfiehlt. ZftgenwMft nur in reellen Geschäften zu kaufen, deren Wate in einwandfreien Wurstmachereien zubereitet ,st. HofieniUch fühlt nun nicht jeder klein« Wurlimacher fich gedrängt, un« gegen diese Aeußerungrn de» ArbeiiervertrauenSmanneS einen Protest ztt übersenden und seineeieit««in» EhreneeNäiung für die .Angegriffenen� zu fordern. Daß die Ehil-cken immer aus- genommen find, versteht fich ja von selber. Eher in welchem Berus wird einer den ptot haben, zu behaupten, daß nicht ein einziger Unehrlicher � Unter seinen BeyrsSgenosien sei? Rebenbei bemerk!: auch in FeiedenSzeiien war da« vertrauen zu per angeblich nnr au« Schweine- odtr Rindfleisch zuberetteien Wurst bei manchen Leuten nicht sehr groß. Dadurch bat sich aber wohl selten jemand den Appetit auf Wursi verderben lasten außer den Vegetariern. die ohnedie« kein« essen Und sie anderen verettln möchten. Wie wir hören, bot die Krimioalpoi'zei schon am A. Mai«in verbot de« Lllgenwüche».Freie Prcsie" beim RtichSwehrmtnlster empfohlen: abtr geschehen ist ntcht«. Gleichzeitig ist, gegen den Verantwortlichen Sirakaniraq gestellt worden. ,.................... 7] Die Verbreitung öes Wortes. Bon Ludwig Barta. Au» dem Ungarische« von Stefan I. Klei». Unter dem gewaltigen, gewölbten Himmel, umringt von � auS allen Richtungen aneinander stoßenden Großgrundbv-. sitzern. bescheideten sich die Bauernäcker. Die Leute gingen auf diesen unter dem unermeßlichen Himmel schmal liegenden Erdstreifen dahin. Von Frühjahr bis Frühjahr waren sie geschäftig, tummelten sich, schwitzten, arbeiteten und wußte» nicht, was aus der Tiefe ihrer klaren Augen so reichlich her- vorglänzt: daß dies der Tod ihrer Rasse... Bloß die Mütter fühlten ähnliches, sie gebaren nicht einmal mehr, höchstens ein Kind... Im Frühling zogen sie olle aus die Felder hinaus, streuten die Körner ckus und steckten Pflöcke neben die Rebstöcke. Ein Menschenotter hindurch stets zwi- schen denselben vier Ecken und Streifen desselben Stück Landes, zu dem man von nirgendwo elwas hinzüerwerben konnte. Dann wurden die Saatkörner verdeckt, im Herbst lärmten die Dreschmaschinen auf, die Trauben wurden ge- pflückt und gepreßt: jedes Jahr begannen sie es an der gleichen Stelle und beendeten es auch Jahr für Jahr am gleichen Fleck: zwischen denselben vier Ecken, zwischen den- selben vier Streifen, vom Großvater bis zum Enkel; dies waren die Grenzen ihrer Freiheitt Die Erde bescherte, da sie nichts anderes tun konnte, Jahr für Jahr Weizen imd Wein... Die Hoffnungslosigkeit des Unwandelbaren über- nebelte alle Schönheit und von nirgendwo kam Neues... Do brach ein Jahr an. Alle Aecker des Erdbolls warfen ungeheure Mengen von Getreide auS und in allen Geld- schränken der Welt sammelte sich maßlos viel Geld an. Die grenzenlose Sehnsucht der Fruchtbarkeit beherrschte die Geld- Massen... unbeschränkte Schaffenskräste waren daran, sich von dem Gole abzulösen... wie die Gewalt der Flüsse und der Stürme begann daß Verlangen nach Vermehrung des Geldes in die Länder zu dringen... begann aus der Ferne die Gehirne zu entzünden. Millionen und Millionen Arme gerieten in Ärbeitsschwung. daS ewig«, aber verlangsamte! Gebären der Welt regte sich wieder der über d'e Grenzen strömende Rausch ersaßt« all« Länder; das Sold rollt« aus den Kassen und trat in die Welt ein, erfaßte den Menschen und schleuderte ihn vorwärts: des Menschen Kraft legte sich in die Maschinen; die Maschinen schleuderten aus sich daS gewonnen« Material; Schmelzhütten und Hämmer warfen die Flut neuer Produkt« ins Schicksal hinaus, und jedes ein- zelne Stück wollte einen Platz, eine Rolle, denn das Geld. das ihm sein Leben eingehaucht, wollte sich wicker befreien, um abermals zu Geld, zu immer mehr Geld zu werden. Und das Geld, zuerst zu War«, dann abermals zu Geld gewocken. strömte mächtig angeschwollen über die Länder dahin, ver- mehrt, flutete es über, stürzte sich aus die Völker und riß die Menschheit in seinen Wirbel... Amerikas. Englands. und Deutschlands Stahlwerke lohten unablässig, aus den ungari- schen Bergwerken wurden ungeheure Mengen Eisen gehoben. das Geld riß plötzlich unersättlich die Erz« der Erde cto sich uffd, um nicht in der eigenen Fülle zu erst'cken. brach es aus und verstreute in tollem Rasen sein Eisen und Stähl.... Deshalb mußte auch über die Ebene des Drautals eine Eisen- bahniinie geführt werden, eine lange Eisenbahnlin'e. welche, die großen Domänen durchquerend, von der Donau bis zur Drau reicht... Amerika. England und Deutschland, die französische In- dustrie, Japan. Indien. Afrika und Australien, das durch Geld verbundene Weltwerk, erschien nun mit seinen Jnstxu- menten, seinen Ingenieuren, den von jenseits dßr Theiß und vom anderen Ufer der Donau gebrachten Erdarbeltern. mit ihren Schaufeln und Hauen, knarrenden Karren, Hämmern und Mörtelkellen, auf diesem vom Worte noch unberührten Gebiet... sie rissen den Boden auf, schichteten ihn zu Dämmen, legten in ihn kreuzweis zusammengefügte, hört«. kurze Balken, nagelten auf diese Eisenschienen, gruben Stan- gen in die Erde, für die Drähte der Elektrizität, erhoben dieses Stück Erde, fügten es in den Körper der Welt ein... Und da schickten sich dann die feigen Domänen an, den Bauern zu erwürgen: das Geld hielt Hochzeit mit dekn zu neuem Leben erkorenen Herrschastsboden. die feigen Latifnn- dien, die sich bisher mit einigen Prozent Nutzen zufrrden gaben begannen Fabriken zu gebären und beriefen ap» fer, nen Gegenden, zur Erbauung der Mauern, an die Gerüste Hunderte von Arbciterarmen... Draußen strablten mit gelben Dellen, in brennender Sonnenglut die bekränzten Felder: die Sensen erklangen bereits und es dämmert« der Morgen auf. da die Senf« in das güldene Getreide einHieb; an den sich erhebenden Mauern und auch draußen auf den Feldern lebte, schaffte die mit zwei .Hände« arbeitende Nomadenschar: bückte süh und erhob sich, krachenden Kreuzes, die Arme schtvingetsd, die Knie beugend, die BeinmuSkelst anspaynend... Eine tvunderbare Glut brannte in den Knochen:, außen di« Wärme der Sonnen, innen die. Wärme des LeÄns:.dqch. selbst durch, das sommer- i liche Flammen, die Hitze des Lebens und des Körpers, klang 1 und lärmte, pulsierte daS aus der großen Welt hereingedrun- ' gene Geld, das von ibm entfachte Weltfeuer... Das mäch- tige Geld, senkte sich immer tiefer und tiefer in die erstehen- ' den Fäbrikmautzrn. dse sich erhghen/ wo bisher Nehren ge- wogt. Doch wurde es dann eines: Tages Abend: und in der Frühe, da der Morgen-heraufkam, ragten die. Geeiste menschenleer in die Höhe, und auf den Feldern war keine Seele zu sehen.,....... j � Hehr nnd feierlich war diese Milly: über den noch unberührten Gefilhen erschien: daS.Wort. Stille herrschte: denn auf den Gerüsten und Feldern erhob sich mit furchtbarer und ernster Würde: der erste Streik. «-v-e. �..... Zwischen Waldungen und alten Hügeln tummelt fich die vielverzweipte. große Donau, vlstst..dtzr Wind, dann wogen mäOige Westen Jn ihrem engen Bctt. Am Ufer ! erhebt sich ein Berg: blickt qüf die Dopäu hinab: den Borg ' hinan kriechen kleine.Häi,ser, die Donau schäut zu ihnen em- ' vor. Unmöglich ist eine Urbcrscknoemmung, deren verfolgende Waffer diese Hütten sortrifie. Gegenüber, ans dem änderen Ufer. Mündet stach schlammiges, kotiger, bügclsger Wanderung der Ferenc-Kangl. in seist Tonangrab. Ein Wald ! dunkelt drüben: ein Wald voster. großer, glänzender Schlau- gen: es sistd djeS der Donau verschlungene, umherirrende, ! wiederkehrende Arme---- Eine große Reede! Die Bevölke- ' runft zweier Landteile wird, bltr mittel» der Fähre anSge- tauscht. Rhn zieht bereits,«in.Schiff! die Fähre an einem langen Strick: und dies Spiel wäbrt.von FrM bis Abend. Weiche Menge von Mensch. Tier, Ware. Verwirrung. Ge- wimmel. Läsm gibt eS doch dort! Das Dafler der Donau > stürmt ewiglich gen Süßen, die Menschenmenge aber ver- sperrt dem unter ik>r dahinfl"tend?n 7 unermeßlichen Waffer : immer wieder den Weg. (8»rM fofet.) < m Die Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigte sämtlicher Kriegs- organisatiouen Berlins hielten am Donnerstag im Herrenhaus« eine Versammlung ab. In dieser wurden die Mißstände, besonders der Kriegsbeschädigtenftirsorge scharf gegeißelt. Es wurde dabei hervorgehoben, daß allgemein Kriegsteilnehmer hinter lang- fahrigen reklamierten und kriegsunbrauchbaren Angestellten zurück- gesetzt werden und daß nicht genügend Stellen mit Kriegsteil- nehmern besetzt werden. Besonderen Unwillen erregte es, daß die Berfügung des Demobilmachungsamtes, nach welcher bisher hilfs- dienstpflichtige Herren in wohlhabender Vermögenslage und Töchter wohlhabender Eltern möglichst sofort zu entlassen find, um die An- stellung von Kriegsteilnehmern zu ermöglichen, in vielen Kriegs- gefellschaften niwt durchgeführt worden ist. Viel« Diskussions- vedner stellten fest, daß in den Angestelltenausschüssen Kriegsteil!- nehmer überhaupt nicht vertreten werden. Die Versammlung forderte einstimmig, daß in den Angestell- 'enauSschüssen mindestens ein Drittel Kriegsteilnehmer tätig sein sollen. Es wurde ein vorläufiger Ausschuß gewählt, der sofort die wichtigsten Lebensfragen behandeln und wegen Abhilfe der vor- handenen Mißstände mit der Regierung verhandeln sollte. Die Versammlung gab einstimmig ihrer Empörung über die Zurück- setzung der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten Ausdruck, und verlangte, daß bei den Neueinstellungen, welche auf Grund der Der- ordnung des Demobilmachungsamtes in Kürze stattfinden müssen, nur Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigte berücksichtigt werden. Politik in der Schule. Im Auftrage der Klasse O.-li. II der Luise-Henriettenschule in Tempelhof sibreibt uns ein Mirglied des Schülerrats, daß die Klasse von' dem Oberlehrer nickt gezwungen worden sei, ein politisches Thema im Aufsatz zu bebandeln. Die Behandlung des Thema« war völlig freigestellt und irgend eine volitifcke Tendenz nickt vorgeschrieben. Im übrigen war da« Thema wahlfrei. Die« letztere wird ,war in einer anderen Zuschritt von uns bestritten, da sie aber keinen Ramen trägt, kann sie die obenstehende EzZ/Srung nicht erschüttern. Dreifache Tax« verlangen jetzt die Autolenker, so berichtet uns ein Mann, der am Dienstagvormittag von d«r Fürstenhofeck« de« Potsdamer Platzes nach dem Gericht in der Turmstraße wollte. Die Chauffeure begründeten diese Forderung, deren Erfüllung fie zur Bedingung der Beförderung machten, mit dem Benzolmangel, der Reifenteuerung usw. Die Sache scheint un« einer eingebenden Regelimg zu bedürfen! mit willkürlichen Forderungen dürste den Chauffeuren selbst nicht genutzt werden. Eier zu 1,05 M. bringt die VerSfnigung Berliner Eierimporteure im Laufe dieser Woche in allen Stadtteilen Groß-Berlins, in den durch Plakate kenntlich gemachten Verkaufsstellen zum Verkauf. Es werden bis ü Eier an jeden Käufar abgegeben. Hoffentlich find Vorkehrungen gegen Anstellzwang und Hamsteret getroffen. Man könnte ja Vorlegung und Abstempelung irgendwelcher Karten ein- führen I Der Lichtbildervortrag über GeschlechtSlrankheiten findet heute nicht in der Aula Mohrenstratze, sondern Wrangeistrage 128, abend S 7 Uhr. statt._ Spandau. Der Aeudcrung der Geschäftsordnung für die Stadt- verordnelenvcrsammlung, wie sie von der GesckäftSordnungS« kommifsion beschlossen worden ist, bat der Magistiat in seiner letzten Sitzung zugestimmt. Als wichtigst« Aenderung ist festgesetzt, daß der Vorstand der Stadtverordnetenversammlung oder einzelne Mit- glieder desselben zurücktreten müssen, falls die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung cS verlangt. — Zur Oberbürgermeisterwahl erfahren wir. daß al« Nachfolger de« GeheimralS Koeltze der jetzige Stadtrat Dr. Wo« Ick. der die Geschäite de« MagistratSleiters bereit« vertretungsweise führt, vor- auSsichilich mit groger Mehrheit gewählt werden dürste. Zum zweiten Bürgermeister wird von den MebrheitSiozialdemokraten und den Demokraten der Stadtverordnete Stahl, Mitglied der National- Versammlung vorgeichlagen. während von anderer Seite die Wahl deS Sladtbaurat« Dr. Fischer besürworlet wird. — Obligatorische Spielnachmittage unter Au nicht von Lehrkräften sollen in sämtlichen Svandauer Schulen«ingerichtet werden. Der erzieherische Hauptzweck dieser Veranstaltungen ist der, daß Lehrer und Schüler fick näher kennen lernen sollen. Jede Klasse soll mindesten« zwei. Stunden in der Wock« spielen. Es kommen nur die oberen Klasse» in Betracht. Bei den Gemeindeschulen die Schüler im Alier von 12—14 Jahren. Um die Spielnachmittage möglichst einhettlich zu gestalten, werde» die Lehrkräfte borljer an einem Kursus terlnehmen. Lichtenberg. Ein städtisches Wachtkommando ist geschaffen worden, um namentlich die LebenSmitiellager der Stadt, in denen die für die Allgemeinheit bestimmten Waren untergebracht sind, vor Einbrüchen zu schützen. In den letzten Monaten sind ver- schiedentlich Einbrüche unternommen worden, bei denen größere Mengen Lebensmittel entwendet worden sind. Teilweite traten so- gar bewaffnete Banden auf. Da dt« vorhandenen Wächter nicht genügt halten, die Polizei aber wegen Mannschaftsmangel nicht in der Lage war. die unbedingt nötige Sicherheit zu gewährleisten, hat der städtische Nahrungsmittelausschuß beschloffen, ein eigenes städtisches Wachtlommando zu organisieren: Die Zentrole ist im Feuerwohrdepol. Rathaus st r. 12 eingerichtet worden, in der nachts über ein« besondere Mannschaft ,Ur Bersügung steht, um im Falle der Not mittels Autos an die verschiedenen Stellen beiördert zu werden. Diese« Kommando kann auch von der Bevölke- r u n g gegebenenfalls zur Hilfeleistung herbeigerufen werden. lFernsprechanschluß: Feuerwehr- Depot Lichtenberg Nr. 7S.> Die Mannschaften sind äußerlich kenntlich durch dnnkelgroue Feldmütze. ähnlich der der Sanitäler, jedoch mit Stadtwappen und Landesiokarde und weißer Binde am linken Oberarm mit Inschrift.St. S.-D. Berlin-Lichtenberg(Städtischer SicherheitS-Dienst Berlin-Lichtenberg). Außerdem sind fie mit einem besonderen AuSweiS versehen. Potsdam. Den städtischen Hilfsarbeitern und-Arbeiterinnen wurden bisher Monatsgehälter zwischen 80 und 430 M. gewährt. Vom 1. April ISIS an werden gezahlt: SnfangSgehälter für mann- liche Hilfsarbeiter: Ledige 275 M., Verheiratete 300 M.; LnfangS- gehälter für weibliche Hilfsarbeiter: Ledige 150 M.. Witwen 150 M. Außerdem Verheiratete und Witwen für das erste Kind 25 M. und für jede« weitere 10 M. monatlich bis zum vollendeten l8. Jahre, soweit diese Personen nicht bereits eigene Einnahmen haben. Em- nahmen auS Lehrverhältnjflen werden nicht berücksichtigt. Diejenigen Hilfsarbeiter bezw.-Arbeitermnen, welche jetzt bereits über diese Sätze beziehen, erhalten bei den männlichen mindesten« 50 M. und bei den weiblichen mindestens 25 M. Monatszulage. Die Av« machungen, die den Bedürfnissen nur annähernd Rechnung tragen, konnten nur durch das rege Eintreten der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbänd« und de» verbände« der Bureauangestellten für die Hilfsarbeiter erreicht werden. Der Magistrat zeigte diesen Arbeitskräften, die sich aus den verschiedensten Volksschichten zu- saminensetzen und zum größten Teil den Anschluß an die gewerk- schaftliche Organisation noch nicht gefunden haben, nach wie vor wenig Entgegenkommen. Charlottenburg, vom Deutschen Opernhaus. Der SuffichtSrat hat im Einverständnis mit dem Wunsche deS Herrn Reumann- Hoier beschlossen, einen unparteiischen Ausschuß zur genauesten Prüfung der gegen Herrn Neumann-Hofer erhobenen Vorwürfe einzusetzen. Drewitz. Gemeindevertretung. Da» Protokoll gab un« Ver- anlassung einerseits die Praktiken eines bürgerlichen Kemeindever« treters zu kennzeichnen, welcher auS dem geheimen Teil voriger Sitzung am andern Tage schon den größten Teil öffentlich bekannt gab, andererseits die Nichtausführung der beschlossenen Anordnungen durch den Gemeindevorsteher aus» schärfste zu brandmarken. Zum 1. Schöffen wurde Kenoffe Otto Win«, zum 2. Genosse Max Jäkel gewählt. ES wurde-befchlossen, ein 4 Proz.-Darlehen von 2ö 000 M. bei der KreiSkasse aufzunehmen. Der bisher verkehrSfeindliche Hausund Grundbesttzerverein wünscht auf einmal Ankauf des Mittelbusch und den Bau einer elettrischen Bahn von NowaweS nach Drewitz. Der Antrag wird zur späteren Verhandlung nach Orientierung zu- rückgestellt. Arbeiterrar Genosse Otto H a s e l o f s bat sein Amt al» Lebensmittelverteiler niedergelegt. Seine ganze Geschäfts- sührung mit allen Beständen wurde als mustergültig anerkannt. Er wurde bi« auf weitere» wiedergewählt. Die Gemeindevertretung beschloß, keine Einquartierung von Freiwilligen-Truppen in Drewitz mehr zu dulden._ Grotz-Berltner Lebensmittel. Ltchterfeld«. Räucherware(18) abgegeben. Nr. 13 verfällt heute abenbS.— vezugskarten ltir kondenlieite Mich für Kinder vom 7. bi» 12. Lebensjahre lönnen»och bis 88. Mai zur Anmeldung vorgelegt werden. Mariendors. verlaus von'/> Psd. Heringen(70 vs � dl« 30.6. aus diealte rote Mariendorfer Nr. 11061— 200an! Gelegenlieit l Nocke 25 Mar!, auch In Seide, Mäntel, Kostüme, Binsen lehr prewweri, event. Bniertigung. Moßstraße 57, II lint».(- ImLagermäl: Drehbänke Fsäsmasehioen Dofarmaschinen Hobel-u.ShapiD«' Maschinen mi\ sowie alle anderen .1. nach eigenem System für Arbeiter- Wohni'äuiser und*• Klelnaiedlaneeii (auch(ür andere Zwecke) in wenigen Wochen be- eiehbar, werd. ausgeführt. Entwflrte, Vorschläge and Berechnungen z. Diensten. Lfcenzea zn vergebea. Anfragen erbitten; Kage& Co. l-angcnbore- BeaB. 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Die Harnsäure setzt sich an bestimmten Stellen fest und verursacht EntzündungSerscheinungen, die je nach der Naturanlage der betreffenden Person und je nach den näheren Umständen verschiedener Art sein können. Die Harnsäure kann sich in Form fester Kristalle in den Gelenken und Sehnenscheiden ablagern, wo fie rasende Schmerzen und heftige teigige Schwel- lung und Rötung verursacht. Später entstehen an diesen Stellen harte, knotige Anschwellungen, die sich zu völligen Bertrüppelungen der Hände aus- bilden können. Sie kann auch. ohne Ablagerungen eine heftige Entzündung der Gelenk« oder Muskeln veranlaffen und wird lebensgefährlich, wenn sie den Herz» muSkel ergreifen wird. Sie kann endlich eine Entzündung großer Nervenstränge herbeiführen, die sich in neuralgilcheu Schmerzen de» Gesichtes, de« Kopfe«(Kopfreiß-u!), der Kinnladen, besonder« aber des großen Hüft- nerv«(Hexenschuß, JSchiaS) äußern. Man benutzte dagegen früher mit Borliebe da« Gift der Herbstzeitlose, welche» ei« Bestandteil der meisten allen,.unfehlbaren' Gichtmittel ist. Mancher, der solche Mittel benutzte, ist durch dieselben für immer von seinen Schmerzen, erlöst worden— durch den Tod, denn Bergiftungsfälle waren nicht selten, und die Mittel wirkten auch nur vorübergehend. Auch die später viel verordnete Salizylsäure ist nicht ungefährlich, dauernde Heilung bringt fie ebensowenig. Große Beliebtheit im Volke genießen verschiedene scharfe Einreibungen und Pflaster, und e« rst wahr, daß sie durch Anregung des Bluwmlaufe« in dem erkrankten Körpertene die Entzündung vorüber- gehend beseitigen können. Das nützt allerdings nickt dauernd, aber eS kann die Schmerzen lindern, Als gründliche Kur ist.G ichtos int' zur Entfernung der Harnsäure von zahlreichen Aerzte» als gut erprobt worden. TS enthält die Salze, welchen ein« Anzahl bei berühmtesten Heilquellen ihre gute Wirkung ver- danken in verstärkter Form, alle Stoffe aber welche die Wirkung abschwächen oder welche kern, Wirkung haben, sind weggelassen. Dadurch wird«ine sehr schnelle Auflösung unk gründliche Entfernung der im Körper abgelagerter und im Blute vorbandcnen Harnsäure erreicht, ohne daß es nöiig ist, sich monatelang in einen Kurort aufzuhalten, große Mengen Mtneralwasse, zu schlucken und strenge Diätvorschnsten einzuhalten. Da« ist nicht nur angenehmer und bequemer, sondern auch viel billiger. Zum Versuch erhältjeder, der da- nach schreibt, eine genügende Probe und eine Gebrauchsan Weisung»oll- ständig gratis vom/, libr. rmznx. Direktion Max Keinhardt. Deutsches Theater, 7'/, U.: Wie es euch gefüllt. Donnerstag; Und das Lieht scheinet in der Finsternis. Kammerspiele, 7Va Uhr: Der Star. Donnerst; Der Kinderfreund. Kleines Schauspielhaus 71/>: Die Büchse der Paadora. Do. 7'/»; Büchseder Pandora* Theater i. d. XöniosrätzerStraSe Dlrc C.Meinhard- R. Bernauer 7 U.: Stützen der Gesellschaft. Donnersiag: Musik. Fg.; Stützen der Gesellschaft. Komööicatiaus an der Alarscnallbrücke >7,8 Uhr: Pcldhermhügel. Donnerstag; Der Vater. tLudw. Hanau, Maria Orska.) Freitag: Der FeldherrntiUgel. Berliner Theater ■» um: Sterne, tlle wieder leuchten. Residenz-Theater. Untergrundb. Klosterstraüe, Ausgang Stralauer Straße.1 Täglich 8 Uhr: re Schauspiel von Sudcrmann. Regie: Alfred Rotier Trianon-Theater. Snf.Friedrichstr. Ztr. 4127 J3'il rägl.SU Heute z. 257. Male: bohausciel von Sudormann. Sonntag 4 Uhr: JoKanniMfeaer. Matloual-Theater. 7Vj Die Kinopuppe Walhalla-Theater. 7*7f Chr; MMlausLuWlz. Laisea-Theater. 7�- uhr- Jugend. St: Mu. BIotiB. (Stg. 3: Maria tHagOoleaa. Sonnt, t'/.; Einmal. Aufführe M im m Ml. Gasino-Theater. iiothr»»g.Str.87. TögL» ,8Uht: Die Btrllnrt Poff« Der selige• Hollschiaski. Dazu«rstflasffge SprzialllSfrn. 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Erfolgreiche Heilerfofge. !Am 17. Mai vei schied meine innigstgeUebte Fraii, unsere teure, herzensitnle Mutter SD Wnzg Krause geb. Mendov im 45. Lebensjahre. Die» zeigt tfefbrfrübt an dnflus Krön«»- u. Rinder ] Walli, Hilda, Helmut, Kurt Die Beerdigung findet am Dvntterslaa, den 22. ds., nachtnilfags 8 Udr. von der I Leichenhalle des Friedhofes I der Bartholomäus- Dr- \ meinde in Weißensee, Fol- ! fenbetger Efraße, aus fta« iZi- iUU um i\ S> f. med. Hasche, FrieilricliStr.SOsÄrof. äpr. 10—1 u. S— 8, Sonnt. II— I. Eriolgrelche Behandlung.• Dr. Scott! I- Dr. med. Koeben, frisiirlclistrJl iM0. 53-S] i>caf�uüsb.er I Spr. Iti-I u.5— S, Sonnt. 10— 1. 1 Erfolgreiche Behandlung.•, [- und lim Dr. ineil. WoekenfiiS, Frietlrichstr. 120b�Är Spr. II-l. 6-7. 123/7« Erfolgreiche Behandlung. Saat- ii. Harn-Arzt Erfolgreiche Behandlung Roscnthaler Straße 69—70 in Heil-Anstalt..Lösel'" 10—1, 5—3, Sonntags 10—1. Deseitipt orÄ'sHaussalbe ed. HautausschL, Flecht., il autjuck., bes. 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Werkstätten., Dienst», Geschäft». räume oder sonstige Räume unbenutzt sind, b) dem Veaustragten des Magistrat»(Wohnungsamt) Über die unbenutzten Wohnungen und Räume sowie über deren Vermietung Auskunft zu er» teilen und Ihm die Besichtigung zu gestatten haben. AI» unbenutzt gelten Wohnungen und Räume ber dezelch. nefen Art, wenn fie völlig leer stehen ober nur zur Auf. bewahrung von Sachen dienen, sofern dem Verfügung,. berechtigten eine andere Aufdewobrung ohne Härte zugemutet werden kann, oder wenn der Versiigungsbereibttgte seinen Wohnsitz dauernd oder zettweiiig in da» feindliche Ausland verlegt hat. Diese Anordnung bringen wir hiermit nochmal. In Er» innerung und ordnen gleichzeitig auf Grund der Ermächtigung de» Staatskommissar» für da» Wohnungswesen vom 8. Mai 1919 ergänzend weiterhin an, daß al» unbenutzt im Sinne obengenannter Anordnung auch eine«ingerichtete Wohnung iit, sofern fie vom Perfüguitgsberecbttgten deshalb nicht auernd benutzt wird, weil er in Sroß-Arriin noch eine andere. nämlich feine Haupt wohnung befitzt. Jeder, der mehrrre Wohnungen besitzt, hat hiervon unverzfiglich dem stäbfischen Wohnungsamt Anzeige zu erstatten und dabei anzugeben, welche Wohnung als fefne Haupfwohnung anzusehen fft. Rnwfberhanblungen gegen diese Anordnungen werden mit Geldstrafe bi, zu 1990 Marl bestraft. Berltn» 16. Mai 1919. Magistrat. Mermuth. Tgb..Rr. 330 Wohn 1/10. Spezialarzt Dr. med. Dammann Berlin 107, Potsdamer Straße 1236 behandelt(Sprechzeit 9—10, 3—4 Uhr) Haut- und Harnleiden nach besonderem naturgemäßem Keilverjahren. Aufklärende Broschüre gratis in verschlossenem Brlci gegen 25 PL in Brieimarken. Genaue Angabe des Leidens erforderlich, damit die richtige Broschüre gesandt werden kann. BtMmg 099 SroslMWi Am 80. Mai 1919 und eventL an den folgenden Togen findet bei dem Relchaverwerluagaamt, BerkattssabteUung für Automobtlwefe», Berlin-Tempelhof, Wettfner Rorso. 9 Uhr vormittag« beglnnrnd, eine ässentliche Versteigerung von zirka 175 Rrastwogen statt. Sur Versteigerung gelangen: ca. 75 Personenwagen. , 70 Lf s. wagen, „ 4 SMe rwagen, . �».�ujkcnwagen, 1 o �"W'ttlnrräber, diverse � otore. "" torfahrzeugteile. Be�etchnh» ��rungsobjette nebst Einzelheiten Uber die vom 22. Mai ad in der Filiale Berlin.Tetno.'ho'»u"dailtt. o Donfeidl: �djett. am 2T. 27. und 28. Mai von oormfttaz» 8 nachmittags 2 Uhr, gegen Sinter. legung einer Bietete.'"".- on 509 M. in bar pro Person. bestchfigt werden. 0hn-g,�'tteri-gung der Bietekantion kann da» Gelände der Filiale 2«. bis 28. Mai sowie wählend der Betsteigerungsfage ni� betreten werden. Die Bitte' an Ib::, karte nee vorigen Versteigerung Ist nicht gültig, dieselbe ifinß neu gelöst werben. Der Betrieb irgendweicher Geschäfte oder da» Felfbftten irgendweicher Gegenstände auf dem Versfcigerungsgelände ist nicht geftotttt. Berit», den 19. Mal 1919. 2819$* Neichsoerwertungsamt verkaufsabtctlung für stutvmobttwefe« svaubil". F rauenhaare Kilo SO Ularb, kauft HsartaibrlU Potsdamer Str. 48 u. Klrbaclistr. 5». # Bote Krouz-Getd-Sottede Xlehung 4., 5.. O., 7., S.. 9., 10. Janl 1019. 17 85! Geldgewinns- 600 000 M. Hauptgewinn IOOOOO M. bar. Lose nnr S.50 M. �n�Äe�"' m5hr Smil Kaase ft Co. gegen Nachnahme oder Voreinsendung. Berlin 81, Bredowstr. 9. Eigene Kerllner Filialen: KUnlgntr. 55 and 57, Wallatr. 1, Bosenttialer Str. 71, nillloratr. 3 b. Zigarren, Zigaretten, Jtauehtabake, Kautabake. m Gelege nhcltskaul I Wannsee- Villa. z Min. vom Bahnhof mit Zugang zu tu(iroBen Wannsee, zum Anlegtn von Ruder- u. fegelboten. ist einstöck.reizend. Landhaus, 1911 erbaut, elcktr. 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Januar im Polizei- Präsidium zusammen. Teilnehmer der Zusammenkunft waren im wesentlichen dieselben Personen, welche die Revolution deS 9. No- vember vorbereitet hatten. Wir standen unter dem Eindruck, daß die Regierung die revolufionären Errungenschaften beseitigen und deshalb den revolutionären Polizeipräsidenten absetzen wollte. Wir fragten un?— eS waren etwa SO Bersonen, die Träger der Revo- lution—, können wir die reaktionären Machenschaften der Regie- run-u Ebert-Scheidcmann-LemdSberg noch länger ertragen und haben wir die Möglickkcitz et Inas dagegen zu unternehmen? Die Revo- lution war noch im Fluß, sie ist heut noch im Fluß. Es galt also nicht daS alte geschriebene Recht, sondern dag moralische Recht der Revolution. Darüber waren wir alle einer Meinung. ES fragte sich-nur, ob wir es verantworten konnten, die Massen zu einer Aktion aukzu- rufen. Die lleberzeuguny hatten wir bei den Anfpracken vor dem Polizeipräsidium gewonnen, daß die Massen zur Aktion dräncfen. Dem habe ich auch Ausdruck gegeben, aber ich habe nickt zum Los- schlagen ausgesondert, wi« es die Anklage darstellt.— Ich habe in der mehrstündigen Verhandlung mich zunächst vollkommen zurück- gebaften. Da? ein-ige. was ick'sagte, war: Wenn wir uns entschei« den wollen, muß es rasch geschehen. Ein Teil meiner Freunde war allerdings für da? Losschlagen. Sie sagten, dir ganze Berliner Garnison sri bereit, sich zum Sturz der Regierung hinter die revo- lniivnäre Arhriterschaft zu stellen. Andere meiner Freunde teilten diele optimistische Ausfassuna nicht Schließlich wurde der Beschluß arfatzt für den auch ich gestimmt habe, daß wir un» den Versuch, Eichhorn a-uß seinem Amt zu antftrnen. nicbt aefallen lassen würden. Wir konnten� natürlich wicht bestimmen, daß. wenn die Regierung Gewalt anwenden würde, wir mit Gewalt antworten würdcm. So etwa? läßt sich nicht varaukbestimmen. Ich bin dafür, daß man in iedem Stadium des Knmvfei zu Verhandlungen bereit sein muß. Mr sagten unS. e» geht setzt um? Ganze; der Kamps muß aufge- nommen werden. Ich will nichi die Namen der-r nennen, die geaen diesen Beschluß gestimmt haben. Aber mein Freund Däumig bat daaegen gestimmt und erklärt, daß er an dieser Beweaung nicht inebr teilnehme, DaS hat er dann auch befolgt. Die Anklage gegen ihn ist völlig grnndlo?. Bei unserer Besprechung am Abend des 6. Januar wurde ein provisorischer RevolutionSauSschuss eingesetzt der au? einer größeren Anmhl von Personen besteht. Ich. Liebknecht und Scholz« waren die Vorsitzenden de? Ausschusses, aber wir waren nickt, wie«S in der Anklage beißt, der RevalutionS. auSsckuß. DaS der Anklaae zu Grunde liegende Schriftstück ist ja auch unterzeichnet: I. B.: Liebknecht, Ledebour, S-ckolze. Mit diesem Schriftstück, daS mitsamt unserem Namen in M-'schinenschrisi aus- geführt war. wurden die 300 Matrosen, die baS Kriegsministerium besetzen sollten, zurückgeschickt, um unsere Unterschriften bei- zubringen Ach war nickt anwesend. deSbalb unterschrieb Liebknecht auch kür mich„I. V.". also in Vertretung. WaS ich da begangen habe, war ein politischer Akt, für den ich die vollr Berantworfting übernebme. Es war ein politischer Akt. der die Rwieruna Ebert- Scheidemgnn, die ich für schädlich halt«, beseitigen sollte. Ich wäre zum Friedensckluß geeigneter gewesen als diese Regierung. Ich habe schon vor dem Kriege vor der verderblichen Politik der beut- scken Regierung getmrnt, di- unS in einen Krieg mit England treiben mußt«. Amb die verbängsniSvollen Folgen der Polenpoliiik habe ich ausgemalt, habe die Dänen und die französischen Lothringer in Schutz genommen. Auch während des Krieges habe ich die ver- bängnisvoss-' Politik der Reaftning gegen fremdsprachige deutsch« StaatS�ngebörig« bekämpft. Ich habe immer betont, daß diese Vofit'k d:e Polen in die Arme Rußlands, die Elsaß-Lo'hringer in die Arme Frankreichs und die NordschlrSwßwr in die Arm? der Entente treiben mußte. Ick babe verlangt, daß Deutschland im Friedmsvrri>-age ldamalS rechnete man noch nicht vftt einer Nieder» läge Deutschlands) sich zu dem Grundsatz der NzfionglitStentoleranz bekenne. Ebenso Hab-- ich mich nach dem militärischen Zusammen- bruch dagegen verwahrt, daß Deutsche' vergewalriat werden. I ch hatte dazu da« morakische Recht, aber nicht bie Machthaber, die in Deutschland fremde Bolkstzrise vergewaliigt ha>ben. Auch die Re- aftrnna Ebert-Schrid-mann hat sich der Berarwaltigung fremder Völkerschaften mitschuldig gemacht. Es ist unerhört, daß man e-nem so komvrimi!' erden Menschen, wie L n n d» b e r g. ,n den Frieden?. Verhandlungen qeschick! hat, der seinerzeit selbst für die Annexion aroßer Teile des polnischen Volke? bis zur Narewlinie eingetreten ist.(Der Vorsitzende rügt die Bezeichnung LnudsbergS als eines komprimilierien Menschen.— Ledebour«tstvsdert halblnut. man könne auch an Landkbcrgs Menschentum zweifeln.'» Ich halte eS lür ein Vertssenst eine» foden, Deutschen wenn er dies« Regierung beseikiat und ick erwarte, wenu meine Worte von dieser Stelle auS eine Werkung haben können, daß sich daS Volk zusammentut, um diese Slbandwirischaft zu beseitigen. Präsident: Es ist unzulässig, hier in dieser Form zu dieser Be- seitigung der Regierung aufzufordern. Lrdebour: Ich lehne wicht ein Tipßelchen der Verantwortung für meine Handlungen ab.— Alles, was mir die Ankl.'yc wegen meiner Beteiligung an der Besetzung der Zeitungen und anderer militärischen Handlungen der Revolutionäre vorwirft, ist unzu- tress?ni>. Als wir am Abend deS 5. Januar die erwähnte Sitzung abhielten, kam die Nachricht zu uns. daß der-Vorwärts' besetzt worden sei. Ich hall« es für durckaus b e r e ch ti gt. daß der„Vor wärtS", der den Berliner Arbeitern von den mit der geschäftltchen Leitung desselben betrauten Treuhändern geraubt worden ist, durch Raub zurückgewonnen wird. Eine andere Frage ist es. ob eine solche Handlung zweckmäßig ist. Ich hielt sie zur gegebenen Zeit nutzt für zweckmäßig. Wir wurden durch die Aktion der Massen vor vollen det« Tatsachen gestellt. Wir konnten daran nicht? andern. JE halte die Besetzung auch für eine politische Dummheit, für eine Ver- zeftelung der Kräfte. Aber ich trete nicht dehalb von einer Bewe- gung zurück, weil einige meiner Freunde einen Fehler gemocku haben. So übernahm ich dann auch für � diese Handlungen mit meinen Freunden Liebknecht und Scholze die volle Verantwortung, Am 6. Januar konnte ich erst sehr spät ,n unserem Haupt quartier im Marstall erscheinen. Später kam Dfttmann mit anderen zu uns und machte Vor, schlüge fiir einen Ausgleich de» Konflikts. ES wurde eine Kommission von sieben Mitgliedern eingesetzt, der auch ich angehörte, Wir gingen nach der Reichskanzlei uitd'verhandele ten bis nacht« 3 Uhr,- aber ohne Ergebnis. Besonders war eS Landsberg, der von i einem Ausgleich nichts wissen wollte. Es wurde aber vereinbart, daß die Verhandlungen am näck'sten Tage fortgesetzt werden sollten. Sie schleppten sich bis Mittwoch(8. Januar) hin. BlS dahin sind kein« ernsten Zusammenstöße erfolgt. Am Donnerstag wurden die Ausgleichsverhandlungen wieder aufgenommen infolge dn Anregung einer Versammlung von Mitgliedern aller drei sozialistischen Parteien im Hmnboldihain. Ich machte wieder meinen Ausgleichs- vorschlug. Am Freitag ivurde weiter verhandelt. Morgens kamen wir zusammen, um 12 Ubr erklärte Hermann Müller, eS könne nichr tveiter verhandelt werden, weil der Zeniralrat mit Deputationen roden müsse. Wft, wurden erst für den Nachnriftag. dann für den nächsten Mengen bestellt. Also am 11. Januar um-0% Uhr sollte weitet verhandelt werden. Aber in der vorhergegangenen Stacht wunde ich in meiner Wohnung von einem Leutnant Jürgen mit Hilfe von Soldaten unter Androhung von Gewalt für den Fall meiner Weigerung festgenommen, ohne daß der Offizier einen Haftbeßehl hatte. Angesichts der Gewalt blieb mir nichts übrig, als den Soldaten zu folgen. Ich wurde in einem Auto zusammen mit Dr. Meyer nach der Kommandatur gebracht. Hier verhandelten die Offiziere darüber, ob wir ermordet werden sollten oder nicht. Erst auf energisches Eingreifen des da- maligen Stadtkommandanten Klawnnde wurden wir vor diesen Leuten geschützt. Herr Klatvunde erklärte, er habe uns nicht ver- haften lassen, er wisse auch nicht, auf wessen Anordnung wir ver- haftet seien. Cr gab auch zu, daß er kein Recht habe, uns festzuhalten und erklärte sich aus unser Verlangen bereit, un» in dem Auto, welches unS hergebracht hatte, wieder zurückbringen-zu lassen. Er beorderte 5 Mann von seinen Soldaten, uns zu begleiten, ei 1 benahm sich auch sonst korrekt gegen unS. AIS wir in daS Aule stiegen, waren aber nur 2 Soldaten zu unserer Begleilung da und ' fragten uns, ob sie auch sicher wäre,: vor Angriffen durch unsere Freunde. Wir sagten den Soldaten, daß sie von dieser Seile nichts' � zu befürchten hätten. Dann kam ein Offizier, der rief, er gebe seine Leute zu unserer Begleitung nicht her und kommandierte:„Aus- riteigen!' Die Soldaten huppten heraus und der'Offizier.rief uns zu:„Nun fahren Sie loS." Das wollten wft natürlich nicht tun. denn entweder wären wft durch den nächsten Posten angehalten oder man hätte unS um die Ecke gebracht nach der Methode, die ja in anderen Fällen mit Erfolg angelvanidt worden ist. Wir er- klärten deshalb, wir bleiben b>S zum Tageslicht in der Kommen» dantur. Wir gingen alio wieder hinauf. Dann kam Anton F'"cher hinzu und als ick sagte, ich müsse morgen um 0% Uhr an den Verhandlungen zum Ausgleich deS Konflikts teilnehmen, erklärte Fischer: „Wir verhandeln nicht, sondern wir handeln", und ein Offiver rief auS dem Hintergrund:„Die Soldaten wollen gar nicht,_ daß Sie | in ihrem Namen verhandeln." Nachträglich habe ich Tatsachen er- , fahren, die beweisen, daß Anton Fischer im Einverständnis mit der Regierung meine Verhaftung herbeigeführt hat. E§ liegen auck Tatsachen vor, die durch Zeugen hewiesen werden können, daß die Absicht bestanden hat. uns unterwegs ermorden zu lasse». Einer der Leute hat den Bealeftmannschasten den Rat ge- geben, uns totzuschießen und inS Wasser zu werfen. So ist es ja auch später mit Rosa Lufemburg aem-acht'worden.— Nachdem ich -t bis S Tage infolge militärscher Gewalt in illegaler Hast gehalten �worden bin, wurde ich nach dem U-ntersuchungSgefängnis und dann ' nach dem Zellengefängnis in der Lehrter Straße gebracht, von wo ich vor 14 Tagen wieder nack Moabit übergesührt wurde. Cö liegt nicht der geringste Grund vor, mich in Untersuchungs- Haft zu halten. AIS Grund wind Fluchtverbachi angegeben. Man hat aber Däumig, gegen den dasselbe Anklau»- material vorliegt wie gegen mich, auf freiem Fuß belassen. So wenig wie er fluchtveebächtig ist, bin ich es. Ed ist nur eine Fiktion mit dem Fluchtverdacht. Die Regierung wollte nur erreichen, daß ich so lange wi« möglich in Haft behalten werde. Wenn si« sicher wäre, daß ich fliehen würde, dann hätte sie mich längst au? dm Haft entlassen. Aber weil die Regierung sicher ist, daß ick nicht ! fliehe, darum wird die Haft unter der Fiktion des Fluchtverdachts ' aufrechterhalten, um mich maltzusetzen. Di« Staatsanwaltschaft oerfährt doch in solchen Fällen»ur nach Anweisung durch die Re- gierung.— Ich erkläre nochmals: Ich übernehme die volle Per- � airtwortung für das. WaS ich wirklich getan habe, lehne es alter ab, mtch zur Verantwortung ziehen zu lassen für alle möalichen mili» tärischcn Maßnahmen und Kämpfe der revolutionäreil Arbeiter, an ! denen ich in keiner Weise beteilig! war. In dieser Hinsicht wird ' einfach angenommen, daß ick überall dabei gewesen sein müsse, weil . ick an der revolutionären Bewegung hervorragend lteteiligt bin.— Wie dieser Prozeß auch ausgehen möge, ich kamt sagen, ich habe mir ein Verdienst nickt nur mm die deutsche Arbeiterschaft, sondern um da« deutsche Volk ertvorben. Ich glaube, daß die Erkenntnis, zu der wir schon im Januar gekommen wären, sich immer weiter verbreiten wird, ' daß es nicht nur oiu-e revolutionäre, sondern eine vaterländische Pflicht jedes Mannes ist, dem das Wohl de« deutschen Volkes am Herzen fingt diese Regierung iu beseitigen. Im Lause seiner Rede hatte Ledebour davon gesprochen, daß anläßlich der MärzuNruhen 30 Matrosen in der Französischen Straße ermordet worden seien und daß auch am Dorenbvch ein Mord verübt worden sei. Der Vorsitzende demerkt dazu, wie Dorenbach um» Leben ge- � kommen sei, sei noch nicht festgestellt, und Staatsanwalt Znmbroich � erklärte, man könne auch nicht von einer- Ermordung der Matrosen I sprechen, denn diese Angelegenheit sei Gegenstand eines noch nickst ' abgeschlossenen militärgeviehilichen Verfahrens. Fünf Zeugen haben aus eigenem Antrieb bei der Etaatsauwaltsckast bekundet, daß Dorenbach auf sinem Fluchweesuck erschossen worden sei. Später kam Rechtk-gmalt Liebknecht auf diese Angelegenheit zurück und sagte, er habe AnhaftSpunkie dafür, daß eine Stelle e?:i» stterj. iitelch» politische Mcn de herbeiführt. Wenn auch die bchaup» teten Morde nicht festgestellt seien, so seten sie doch die Ueberzeuguug des Angeklagten und der Vectcri'gung, die sie sich nicht nehmen lasse. Die Ailssührungeil itedebourS. die länger als fünf Stunden währten, sollen am Mittwoch durch Fragen deS Vorsitzenden und der Staatsanwälte ergänzt und dann mit der Zeugenvernehmung be» gormen werden. Zur Generalversammlung dxr Tisconi!o-Gesellschaft erhallen wir vom dornten Angestelllenausjchu� folgende Zuschrifl, Zu den die Angefteilltenschalr betreffenden �Angaben im Ge- schästsbericht der Visconio-Geiell'chaih� deL der beuiigen General- Versammlung vorgelegt wird, erklärt der Angestelllenausschux folgendes: ,*■,-...„.. 1. Unrichtig ist, daß die Bankbeamten von der«mit der Revo? lution einsetzenden allaemeinem, Lohnbewegung� ergriffen Iporden sind, und daß dieie Pewegung„vornehmlich auf das Betreiben volitischer Agitatoren" ziirnckgifübren: sei. Tsiese Ächauplnng wird von der Bontlcmmg in keiner Aseiie.chervie.iem nnd veiiotgl. nur das Ziel, die wirtschastliche /. Einhensfront der Bankangestellten durch tendenziöse politische Unterstellungen zubrechen. Dagegen entspricht es den Tatsachen, daß die Direktion den Hlretk irn April d. I. dadurch provoziert hat, daß sie ihren Ängestellien zumutete, siir die gerade? in einer �Lahnbewegung begriffenen Kollegen der Darmstädter Bank Sireikarbeil M' leihen, um,' qnk diese Weise durch Abwürgen dieser Bewegung eine Situation zu schaffen, welche eine nachdrückliche Unterstützung einer bereits vor Monaten allen Großbanken.angekündigten �o.rderpng aus Gehalts- erhöhung unmöglich' niaHen sollte.''Diesen Streik der Großbanken war gegen den Willen der An gestellten vorzeitig durch die Bank- leitungen hervoigernfen,.traf die Angeittlltenorßaniiationen un- vorbeitet und sührte aus diesem' Grunde auch nur zrt einem Teilerfolg:<»' IL Die angeführte!! höheren Penffonsbezffge durch die Hanse- mannsche Pensionskasse'betreffen nrtr eine ÄneaR�alttr Beamten,- III Bei der" Bekanntgabe der Sparkassengnihäben der An-- gestellten ist zu berücksichtigen, daß eine Reibe' von aus begLterten Kreisen stammenden Äitgestellten Guthctben von SO 000,—"M, und mehr ünterhalten. Wäte dies nicht der, Fall,' so käme auf jeden' Beamieit ein' Änteil von zirka 2500,'-�-''»l IV. Die angesiihrte Erhöhung''der Uuiwendnngen fjir, Ekrt-- lohnung der Berliner Beamten'von g'B MklliSneti Mtirk sl'lös auf 17,8 Millionen �1918) bietet kein'der Wtriiichkeil eit'.iptcchendes Bild, da nicht bekanltig�geben wird, um wieviel lMseno fi'ch dl« Zahl der Angestellten erhöht hat. �'- V.' Wenn eillält wird,' daß'die Bezüge der einzelnen Angestellten' unter Austchluß der'Direktoren und Prokuristen von 1913 bis 1918 durchtchtin.ilich' aus 2S5' Proz. snstbt�rrm. 225 Proz.)� gestiegen' sind, so ist vergessen, sestzustellen, um wleviet tN'der gleichen Zeikipaniie die vergleichsweise riesenhaiteti'Bezüge'der-Direkioten rjstd'» Prokur ksteN gestiegen sind, und daß'in der eiitsprecheüden'" Zeirdie Soften der Lebensillhrnng um ein"Vielfaches' dteßeS �Proztstts'ayhS' sich erhöht haben. ♦': VI. Endlich stellen wir, entgegen den Angaben des'-Meschäfts- berichts, fest, daß den Krixgsteilnehniern zwat iviederholi die Gleichstellung in ihren Bezikgen nii't den Reklamierten' versprechen worden ist. daß aber in außeroidttirtich vielen Fällen' dieses Versprechen nicht gehalten wurde.■' Eine Versammlung von Beamreni'ddr''D'isconto-Gss'ellschast am 18. Mai hat ernstiiiimig eine. Äjsolmion' an'getiömnien: in der gegen diese die öffentliche Meinung irreiübrenden BehanptNngsn proteftierl' wurde. Der Angestellicnausschuß seinerseits hat sviorl nach Ver- öffentlichnng des Geichrfflsberichls' sthrffitich! be.i.�r SeKung pro- testiert: und. in der heuiigegt. Ge.neralyerianinchung we�d�n. Pe�- treter der Bcriissyrgou.isätiönen zur HyhrunK Wtz ihMMl'ten».. interessen anwesend sern._' 1,„ trögt der Lohn 18 M. fttt einen vormavend-»der Feiertagvoravend 10 M.,' und für einen Sonn« oder Festtag 8 M. Den m Arbeit stehenden Gehilfen und Gehilfinnen ist die Bedienung von Kunden auf eigene Rechnung und die An- sertigung von Haorarbeilen bei sofortiger Entlassung untersagt; ebenso die gewerbsmäßige Unterweisung Berufsfremder in der be- rüfltchcn Tätigkeit. Arbeitgebern, die die Mindestpreise nicht einhalten, werden keine Arbeliskräsie vermittelt. Bei etwaiger allgemeiner Erhöhung der Preise, hat eine vorherige Verständigung der Bertragsschließenven stattzufinden..,". Mit der, Durchführung und lleberwachung des Tarifvertrages ist eine aus je'smu Arbeilgebern und fünf Arbeitnehmern bestehende Schlichtung�komnnssio'n betraut. Eine Betriebsversammlung der Angestellten deS immobilen Pferde- lazarcttS 3, Berlins Schöneberg, erhob gegen die geplante An- gliedernng des Betriebes on die Reichswehr Protest. Nach Mit- teilung der Betriebsle'.luiig soll das Lazarett als Zivi Ibetrieb gegen- über dem trüberen Wtliiärbetrieb bedeutend leistungsfähiger geworden sein. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß das zur Zeit gut einggaxbeiiele Personal ein viel größeres Interesse an, der Arbeit bekunder. Bei er»entc.r Miliigpisierung des Lazaretts würden ca. 200 Famtlienvqter mit einem Schlage arbeits- und Lrolslos weiden.'._ - Ter Streik der Holzbildhauer Berlins. Die Lohnbewegung in der Holzindustrie gebt unvermindert fort. Der von den Hotzinduftricllen in Vorschlag'gebrachte AktionsauS- zchuß war' am 14.'Mai zusammengetreten und konme keine Grund« tage finden, um überhaupt in die Verhandlungen einzutreten. Auch das Tarifaml, welches am IS. Mgi zusammenn at, wurde von fetten der Arbeitgeber. alS-befangen abgelchnl. Die Parteien einigten fich dahin, die Foxderpngen dem SchllchiungSausschuß von Groß-Berlin zu unierbreiien: Am 20. Mai trat' dieler zusammen. Zu einem Schiedsspruch konnte der Ausschuß noch nicht kommen und setzte die Schlußsitzung auf den 22. Mai fest. Unsere Streikveisammlnng findet dann am F r ei t ag n ä ch m i tt a g 2'UH'r im Gewerkschafts- Hause, Sani 3, statt, 'Den Kollegen noch zur Kenntnisnahme, daß die Urab- 'st immun g betreffs Anschluß an den Deutschen Holzarbeiter- verband und gleichzeitig die- Wahl der Delegierten zum Verbands- säg in Würzburg bis zum 23. Mai vorgenommen sein muß. Tarifvertrag für das Friseurgcwcrbe Gtosz-Berlin. Zwischen dem Jnieressetiverbanh.der selbständigen Frisenxe Groß-BerlinS. dfm, die freien Jnnüngev,'Ztttzing�inff�ngen' und.die' Freien MMqjaunM in ReutölV"1fiMendor'f..RKUe'W�M�'K�.M�� Wilmersdorf angehördn,- und dem,.Meigvorein-Brrltn heS'�Zer»' bände».- Tarifvertrag vis 30.'September l9lö ab, z'eschlössen. Die Ärbeirs'z'eit beträgt nach'dem Berrrag'''8'/.I stunden Nn Wochentagen. 9l/z Sinnden des SoiiNahcnd's itnd A Stlipden des Sonntags Die Arbeits zeit fällt in die'Hit zwriHea' 8 Uhr mörg'ens und 7 llhr'abends, die stveistündiae' MitiagpansS' irr die' Zeit zwischen N und 8" Uhr mriiags.'.Für'FrLtstii'ck- und Veipeipatis'e wird zusammen eine' halbe' Stunde niige/tchiiel Als' Erfirtzril oezeki für Sonntagsärbeiz ist in.jeder'Wöä e e-n Nachiniitag von'lÜthr' db oder in jeder zweiten Wache ein vo-ürr�Aibeitstäh sieizugeb'en. In Betrieben mit' vollständiger Sonniagsinhe"bleibt idieke bestehen. Kürzere Arbeitszeit darf Nt'chl'verlängert, längorh Mit'käosipause nicht gekürzt Lohnbewegung der Rechtsanwaltsangestellten 1 Die Ber-Hagdlungen vor dem SchlichtungsauSichuß finden am Winwoch nachmittag 4 Uhr im Saale der Anwallskammer, Scköne- berger Ufer 40, staN. Nachdem der Anwaltverein den Abschluß des TärisvertrageS abgelehnt hat: halten fich die Angestellten an die bis- herigen: Vereinbarungen mit der Kommiifion der Anwälte auch yicht�gebunden, sondern wollen dem Schlichtungsausschuß viel Fest- setzung der Gehaltssätze sowie der einmaligen Wirtschaftsbeihilfe überlassen... Willkürliche. Entlastungen von Hilfskräften durch die ver- schiedenstc» PostdienstsicLeli. Von der Organisation, der Hilfskräfte wird uns b'iÄzit geschriebest: Sind' Enilassüngen'Unvermeidlich, 'Utn''öie stellenlosen Kriegsbeschädigten- unterzubringen, so muß wenigstens verlangt werden, daß die wirtschaftlich. Schwachen nicht zuerst von der. Entlassung betrdsfen werden.' Die Postverwaltung niwckt aber äitf-die wMschaftlrchen Verhältnisse ibrev' Hrlfskräske' keine Rückstchl'' ItN ÄHtst fanden iftit Vertretern der ReichSpost- verwältung. einerseits und Vertretern de! PostaushilfSperfonalS . ckNd"'deren OrgLnistiti'vnsvektteiern. Anderseits' Verhandlungen statt,'' issbel über dieMfttläsw'N'«Ich'Hilsskrästen' folgendes Sinverständ- lzstS-ertzielk ivuMK.«»(vau/Jh«WK»#»«»<»«*4»in-., rm•m Dämobilinachijngsamt gegebenen Richtlinien. Hierbei wird auf Personen m'st'versistgÜniMei�chiigier'Armiliei Äso auch auf der, artige Witwen und Frauen, denen'dtt Ernährer fehlt, besondere ' Mchichl genomipen.".. u 'Die Ober-Postdiö?ktiön und bie ihr unierstellien Postdienst- stell cht hätten die Pflicht, Nach' dieser getroffenen Verständigung auch' zu. handein DetS-WeßeNteii aber ist der Falt Auf d'on Postämtern Schön�berK Steglitz, S. II und Feldpöstsamineistelle u. a. m. sind in den letzten' Wochen- En-Nassüngen erfolgt, die in schreiendem' 'Widerspruch'zu obenstehcndrr Vereinbarung stehest. Kri-egerwitwen, Frästest, deren- Männer sich-noch in''Kriegsgefangenschaft befinden iind' svnsttge'i' Personen mit versorgungsberechtigter Familie find Der Miirdestwockieulohtt beträgt für Hekrenfiiieüre BO'M,-für � gekündigt und ästch öst'tlassen worden, während Fvcni-en und soristige Dameuf-i'elire und'-Friiestien- mil. regelre.tner Lehr'zeu-70 M,'- iür sFantilconangehörige von Beamten weiterbeschäftigt' werden. Des- die übrig-eii Fliseilien?»ach einjäori'ger Beichäfsg'aug als Gehilfin' gle chrn solche Frauen, deren Männer anderweitig einen ausreichen- SO M.. nach zweijähriger Beichästigmig SO-M, und- nach'dreijährige- den'-Erwerb' habe«. Tie' Obor-Postdirektion scheint solche Unge- Beslj'äiligimn 70 M.--''-"'trechtiszkeitrn gutzuheißen', sonst hätte sie schon längst die schärssten Der Ansh'lfelohN' beträgt istr.Herrenfriseme-I.So M., kür Damen M-offnahinen.dagegen' ergrissen. zumal ihr derartige Fälle, nicht sriscme--l.Tö M. für die Sttmde, bei m.indesieiis.hrel S niiven.-Für n- bekanpi. geblieben sind. Glaubt, di«: Obcr-Postdirektion dem nicht Sonnabend- und Sonnt.igsausKitfc von..Soniiabeuos> llhr. ab be- nachkommen zw brauchen, dann wäre es an der Zeit, daß die Leitung der Berlin« Postvertvaltung Scheven Männern übe» ttagen würde. Sämtliche Beamten- und Angestelsten-AuSschüsse des Magistrats Charlottenburg haben sich in einer gemeiniamen Besprechung ein- stimmig dahin erklärt, daß eine wirkungsvolle Hilse— um die Not der Beamten und Angestellten durchgreifend zu beseitigen— nur durch eine schleunige einmalige Teuerungszulage zu erreichen sei. dieinHöhevon2000 M. nebst einem Zuschlag von 20 Pro z e n t s ü r s e d e s K i n d für erforderlich geHallen wird,. Um diese Summe zur Vorbeugung gegen Verschuldung vei-. wenden zu können, wurde mit Vorstehendem gleichzeitig in einer Eingabe-an den Magfftrat gebeten, die laufende'Tericrungszulogr auf die Sätze der staatlichen Teuerungszulagen zu erhöhen. In der Eingabe wurde daräüf bingewiesen, daß alle Einnabrüe' .eines, großen Teiles der Beamten und Angestellten immer noch h an die Löhne der Arbeiter heranreichen. Reichstarif im Versicherungsgewerbe. Zwischen dem Arbeitgeberverband deuticher Bersicherungsui er« nehmiingen- und dem Verbände der Bureauangestelllcn Dcui'chlauds, dem Verbände der deutschen VerfickerungSbcamien und dem Zentral- verstand der Handlungsgehilsen ist in diesen Tagen ein Reichsiarif- vertrag mit Wirkung vom 1. Januar 1919 an auf ein Jahr ahge- schloffen worden. Ter Kongreft sämtlicher Bckleidungs- und Jnstaiidsevung-« Smtcr findet am' 2(5. Mar und iolgende Tage, morgens 9 Uhr. im®e- wertschastsbauS. Eugeluser IS,- Kaal S, statt. Tagesordnung: TätigWts- berjcht des Fünser-SIusschufscs. Umwandlung der Bckteidungs- und JniliUi� sctzlingsämtrr in'Zrvilbctricbe. Rcscrent: Willi Lehmann. Ausbau d« 'wirtschasltichcn Industrie und Räicshilcm. Rcserent: Rickard M:.l� Zniammenschluß der Acmter zu einer Wirlschastsgenossen-chast. Reiermt: Richard Bock. Stellungnahme der Eewerlichastcn zu den Bclleidlings- und Instand letzungsämtern. Reseient: W. Schumacher. Anträge. Neuwahlei, Verschiedenes— Außerdem findet sür die Delegierten her Bekleidungs- und Instandsctzungsämter eine' Besprechung Sonnta g. 2 5. Mai. nachm.. 4. Uhr, im GewertschaslsbauS, Engeluscr 15, Saal 2, statt. Weiter bitten wir um irübzcilige Bestellung hon Logis- Fleisch-.und Brottartcn sind mit- zubringen. Uni zablreiches und. pünktliches Erscheinen ersucht Der Fünsei Ausschuh. J A:: Willi L'ehrstann. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbciter Deutschlanc Sebastiannrahe 37/88, Bautischler sämtl. Bezirke von Groff-Bcrlin. Donnerstag, do 22 Mai,.abends- 7-Uhr, im»tNewerbchastshaus?, Engeluier 15(Saal t Branchenocriammlung Tagesordnung: 1. Die jetzige Lage, in unsere Branche. 2. Diskasiion. 3. Wohl des Branchenteitcrs In Anbetracht de wichtigen Tagesordnung ist es die Pflicht jedes einzelnen Kollegon, in diese: Beriammlung zu erscheinen. Auch die Kollegen, die nicht mehr in irv.. Branche arbeiten, aber als Bautischler sur später wieder in Frage lommc» sowie sämtliche ärbtitslssen- Bautischler find verpflichtet, ehensalls zn erscheinen.''. Teutscher Werkmeisterderband. Versammlung der FabttkvertrauenS leute der Metallindustrie hellte Mittwoch, ckbendS ö Uhr, Sophicn-Sälc, Sopbicnstz, l,7<18,. �.......,...... Schitdermaker-Brrtrauenskezite aller Wcrksluben. Beriammlung am Mittwoch, abends 7 Uhr, bei Wollschtäger, Adatberlstr. 21,.-> Spandau.. FeuerwerkSlaboratorizim. Donnerstag, den 22. Mat, nachmittags 2 Uhr, Belriebsversammlung'in der Neuen Welt, Spandau. Aue- weis: Lohntüte._ ' Jnöllffrill uns ßanöel. Dir Aufstellung von Vermögepsverzeichnlssen nach dem Stande der Vermögen vom 31 Dezember 1918 muß bis. zum LI. Mai erfolgt sein ES ist nun darauf hingewiesen worden'' daß Steuerpflichtige, die eS früher unterlassen- haben, ihr Ein kommen..ader.Vermögen richtig anzugeben; jetzt'durch'eine Lei. Gesetzen entsprechende Vermögensaufstellung in eine schwierig« Lag kommen können. Dazu ist zu bemerken,. daß euj. Steuerpstichttge: straffrei bleibt, wenn«bfMx' WxWigÄf öder'unvöllstär," bigen Angaben,, bevar.- eine Anzeige gegen ihn erstattet oder. ein UtttersuchriNg gegen, ihn eingeleitet ist, bei'der Steuerbehörde bc richtigt. oder ergänzt und die gefährdete Steuer, soweit sie.hereiw fällig gewesen jst, entrichtet.�''.""."... Gelsenkirchener Bcrgwerks-A.-G.. In der Generalversammlung wurde bekanntgegebcst, oass die Verhandlungen über die Ach st o ßu n-gi de'r.1 in ks r hei ni s che n Werke'-noch nicht''ztku! Abschluß gelgngt. find. Mit dem Werk Burbach-Eich Düde-. l in g e n wurde ein Abkommen�vorbcocstet, wviach.diese Gesellfchab nach Abtretung des Besitzes 180 Millionen Mark in bar. 65 Minio neu belgische Kurs in 5'pi'Dzc'ni-igen Olltigittionen mit' lOjährkger Laufzest zu zahlen sowie einen Tonnenprys auf ßO Jähre zp ge-'- währen hat Der Vertrag ist noch nicht abgeschlossen. Der Vexwal?., tung wurde einstimmig die Verkaussvollmacht' für' den lmlsrheink scheu Besi>> gegeben. BeranttD-nsttt- Inr-t'-Ulv-Brtnr ackterir-»-, BIn..''rri-dl-n!->,.-' ktiri 1 iesrh Teil des BlotteZ Altrcd Sdiolz, Neutslln: tür Anreinen Theodor tstlockc, steriin iperioa Bor.wärls-Perlag«. m. d. H, Berlln. Druck VurwSrls.-stinddruckcrei uns Lerlaasanstail Bau! Sünnee» Soem Recht ättf zein eigenes Leben fordert. An. erzeichnet alle und labl�diese Röte-zu,»-figmiz, ende» Protestruf werden von Maas bis Mcmel vom Fels zum Meer I.«»' mW Unterschrtstsboiten für je 100 Unterl chiisten Merk der Sclrdlsütner heS Deutichen TreubunhS, Berlin-Wilmersdorj, Tetmolder SK. tt. kostenfrei! Der getane Wortlaut tcr P oiestnote ist gegen Voieit.scndtng von bO Ps. und Porto oder gegen Nachnahme glcrchsallS von dort zu bozicoenl Ks. 'J