jtr.ggg. Sg.frin» BezuggyretOt 8te<«�4H 7« BO, manoLUtRl fttiin»$ou4. oorauSzähibar. ütnjfln« Nummern 10 Ä«m!g.■üujtbeju?: «oil-llich 2.50 Mi. ejrfl. Zuii-llunftS. feiütt, UnlerÄreutband an Deutsch- Kmb n. Oeslerreich-IlNAarn �.75 WH. Mb baä übrige iUlSIan» 9,76 iRL. du lüglich«imnakiger 8»!tel!lMg 7.76 Ml. g«sldeitelllmg«n nehmen an Düne- mari. Holland, Luxemburg, Schwede» M»d die Schwei,. Eingetragen« die LaK-ieiNtiigd-Dreiklifle. »er.BzrwgiZj' enchem»»ocheiuSggch ttrsunai. �.onmage Morgen-Ansgade. Delegeauiui-KdieGu «T»,««!»»>»»tr»t Onliaf, Verlinev VolKsblakt. Zentntorgin der rozialdcmokratircben partd Dcirtfcblanda. ( 10 Pfennig] #-* gbticiseupeeiit Mi a»tge' Reüaktion unü Expedition: SV.»5, Linüenstr. Z. Fernsprecher:«ml MorthPUrH, Kt. 15100—15197. Montag, de«. 26. Mai 1919. vonoärts-verlag G. m. b. H., SW. HS» Linüeustr. Z. Ferufprecher: Amt Morwplatz, Nr. 117 SS— Srocköorss-Ratchall zur Irage öer Unterzeichnung. Unterredung mit unserem Tonderberichterstatter. Versailles, 25. Mai. Der Fuhrer der deutschen FriedenSdelegation, Reichs- minister Graf Brockdorff-Rantzau, hatte heute die Freundlichkeit, mich zu empfangen. Ich fragte ihn, wie er die letzten Kundgebungen der Unabhängigen zugunsten der Unterzeichnung um jeden Preis beurteile. Der Minister antwortete:.�ch kann die tiefe Sehnsucht der arbeitenden Massen, die während dieser fünf Jahre entsetzlich gelitten haben, noch der endlichen Wiederkehr des Friedens nur zu gut begreifen, und ich werde auch nichts unterlassen, um das Ziel dieser Sehnsucht zu erreichen. Auch bin ich nach Versailles mit der festen Abficht gekommen, das, was an früherem Wohlstand und Glück, des deutschen Volkes noch übrig bleibt, zu verteidigen und zu retten— aber auch dieser letzte R e st wäre durch die uns überreichten Friedensbedingungen v e r n i ch e t, und da fragt es sich, ob nicht durch ein« V e r- Weigerung der Unterschrift diese Rettung eher zu er» reichen wäre als durch eine Unterwerfung, wie sie die Unab- hängigen verlangen. Gewiß, ich werde kämpfen bis zuletzt, um auf dem Wege der Verhandlungen zu per» suchen, das Schicksal deS arbeitenden Deutschland zu der- bessern. Aber die deutschen Delegierten würden sich an den Interessen gerade der deutscheu Arbeiterklasse schwer versündigen, wenn sie Bedingungen unterschrieben, die nichts anderes als verewigte Hungersnot und Arbeitslosigkeit bedeuten;* ,�Jn seiner letzten Antwortnot« hat Herr Clemen» e e a u bestritten, daß die Folgen der FriedenSbedin. gungen so katastrophal für das deutsche Volk wären, wie wir sie in unserer Entgegnung darstellten. Er spricht wiederholt von starken Uebertreibnngen und meint, es wäre unvorsichtig, zuviel Gewicht auf diese„Mutmaßungen* zu legen. Be- streiten heißt nickt bewiesen, und mit diesem Satz wird nichts bewiesen. Im übrigen wird die Richtigkeit unserer„Mut- maßungen* auch auf der anderen Seite anerkannt. Ein rechtsstehendes Pariser Blatt, die„Action francaise", war das erste, das noch vor Abgang unserer Note schaden- froh feststellte, dieser Frieden bedeute die Ver- sklavung des deutschen DolkeS auf min- bestens 50Jahre, und zu einer Zeit, wo der Wortlaut unserer Note über die wirtschaftlichen Folgen deS Friedens- entwurfs für Deutschland hier noch nicht veröffentlicht wer- den durfte, schrieb bereits ein englisches liberales Blatt, die„Daily Rems*, alles, was in dieser Note angeführt wäre, entspräche den Tatsachen, also auch die Erklärung, daß diese Bedingungen die Vernichtung von Millionen Deutschen bedeuten. Sollte ich da unter dem Drucke eigener irre- geführter Volksgenosseu dieses Todesurteil unter- schreiben?* Ich fragte den Minister, ob er nicht fürchte, daß diese Kundgebungen doch Erfolg haben. Die Antwort läutete: jedenfalls nicht den Erfolg, daß sie mich veranlassen könnten, meinen festen Ent- schluß aufzugeben, nichts zu unterschreiben, was nach meiner und aller Sachverständigen Ueberzeuguna einer Vernichtung des Volks gleichkäme. Aber den einen Erfolg haben sie gehabt..*, Der Minister wies auf mehrere Pariser Zeitun- gen hin, die auf seinem Tische lagen und unter fetten Ueber- sthriften spaltenlcmge-Berichte über die Kundgebungen im Lustgarten, im Groß-Berliner Arbeiter- und Soldatenrat usw. enthielten, und mit ernster Stimme fuhr er fort:„Das wer- den Sie mir bezeugen können, die ohnedies schwere Lage der deutschen Delegation haben diese Kundgebungen nicht er- leichtert!* Ich richtete nun an den Reichs minister die Frage, ob er mcht die Empfindung habe, daß er einem gewisien Mißtrauen unter den arbeitenden Massen vielleicht wegen seiner W- stammung begegne. .Bisher,* antwortete Graf Brockdorff-Rantzau,„habe ich diese Empfindung nicht gewonnen, wenigstens nicht bei der deutschen Arbeiterschaft. Die deutsche Delegation ist von allen Missionen der Friedenskonferenz diejenige, die unzweifelhaft am demokratisch st en zusammengesetzt ist. Auch der radikalste Arbeiter in Deutschland sieht wohl ein, daß unter diesen Umständen die Abstammung und Stellung des Führers unserer Delegation an den Bedingungen nichts ändern könnte und ihrer etwaigen Milderung nichts im Wege stecht. Wenn bub in der Arbeiterschaft der Entente da solches Mißtrauen vorchanden ist. weil eS absichtlich genährt wurde, so kann man nicht von einem Volke, das nicht einmal den Wort- l a u t der uns gestellten Bedingungen kennen darf, erwarten, daß es über die vergangene politische Tätigkeit eines einzelnen Delegierten richtig unterrichtet ist. Ich hoffe, daß ich schließlich das Vertrauen auch der arbeitenden Massen in der Entente gewinnen werde, und zwar durch meine Haltung während der Verhandlungen selbst. Die arbeitenden Massen aller Länder dürften schließlich doch einsehen, sosern man sie richtig unterrichttt, daß die Interessen ihrer Klasse am wärm st en und energischsten von der deutsche» Delegation Verteidigtwerden.* � „Was halten Sie nun, Herr Minister,* fragte ich zum Schluß,„von der Aeußermig Haas e s, der Friede müsse unterschrieben werden, die kommende Weltrevolution werde ihn zu einem Fetzen Papier machen,* Der Mimster antwortete:„Ueberhaupt hört man jetzt sehr oft hüben und drüben dieses letzte Wort. Als ich mich Versailles kam, hatte ich die feste Hoffnung, daß die Zeitder Papierfetzen endlichabgeschloss.en sei und daß ein neues Zeitalter beginnen würde, in dem man nur Unterschriften vollzieht, die von beiden Seiten geachtet seij» würden. Diese Hoffnung auf eine Gefundung der internationalen Moral habe ich nicht aufgegeben, und ich werde auch danach handeln. Ein„so r ap of paper, ein bloßer Fetzen Papier, wrrd meine Unterschrift niemals teageuj*»' Abänderung der Sestlmmuuge« über das Saargebiet. Ankündigung der Pariser Presse. � B e r s a i l I e S, 2b. Mai. Die Pariser Margendlätter de- stätigen die Meldungen der gestrigen englischen Blätter a«S Paris, denen zufolge der Liererrat einzelne Punkte der Stipnlatioue» über das Saarbccken' modifiziert habe. Wie„I o u r« a l" wissen will, hat der Biercrrat die Forderungfalleu lassen, daß Deutschland den Rückkauf des Saarbeckcns in Gold bezahle, falls das nach 15 Jahren stattfindende Plebiszit zugunsten Deutschlands ausfallen sollte. Tie neue Fassung sieht vor, daß Deutsch- land sein Rückkaufsrecht nicht durch Zahlungen in Hl e- t a l l g e l d, sondern auch durch andere Bürg- s ch a f t e» geltend machen kann. Der Viererrat machte diese Konzessionen besonders im Hinblick auf den Umstand, daß das SelbstbestimmungSrecht der Bevölkerung des SaarbeckenS verlebt worden wäre, falls sie sich im Plebiszit für Deuffchland euffchicdcu haben würde, aber Deutschland den Rückkauf in Gold nicht hätte vornehmen könne» und daS Saarb ecken in diesem Falle nach sechs Monate» ohne weiteres Frankreich zugefallen wäre, wie dies in der ursprüngliche« Fassung festgesetzt war. Die Blätter erwarten, daß die Ant- wort ClemenceauS auf Brockdorffs Note über das Saar- hecken im Laufe des heutige« TagcS der deutsche« FriedenSdelegation zugestellt wird.„Petit Journal� gibt z«, daß dieS die erste Konzession sei, welche die Enteute mache. Aber Brockdorfs solle man nicht seinen Ehr- geiz allzu hoch einstellen, weil eine seiner unzähligen Be- schwerden als gerechtfertigt befunden wurde. Die Ententt habe gerne nachgegeben, aber einmal fei nicht jedesmal. P Ein Erpreß er-Sluft. Drohung mit Beschießung friedlicher Städte. Z?ersaill«S, 26. Mai.(Eigner Drahtbericht deS.Vorwärts*.) Die.Daily Mail* meldet aus Koblenz, daß die englischen und amerikanischen Heerführer Matznahmen beraten hätten für den Kall der Nichtunierzcichnung des.Fri«dens*vertrageS durch Deutschland. ES sei u. a. die ständige Beschießung der großen deutschen Städte bei Tag nud Rächt durch Flugzeuge, namentlich Verlin» und München», vorbereitet. Eine grotze Anzahl von Fliegeroffizieren sei bereit» am Rhein«ingetroffen. (Da Deutschland im Falle der NichtUnterzeichnung kein« kriegerischen Handlungen beabsichtigt, wäre die Beschießung fried- licher deutscher Städte ein Verbrechen, dessen Begehung die Welt nicht ertragen würde. E» wird in Deutschland nicht den beabfich» tigten Eindruck mache», wenn sich ein so ordinäre» Hetzblatt wie .Daily Mail* in bestialischen Drohungen überschlägt. Red. de» .Vorw.*.) .H u m a u i t e* veröffentlicht eine ganze Reihe von Briefen französischer Soldaten, die sich lebhaft darüber beschweren. daß sie- noch nicht entlassen werden. Merkwürdigerweise klagen sie auch über schlechte Ernährung. Au» allen diesen Briefen geht ziemlich deutlich hervor, daß ei« großer Teil der fra». zösischen Soldaten genug hat. Italienischer ßufeuf zum internationale« ' Proteststreik. Gegen de» Gewaltfrieden! Lugano, 25. Mai.(Eigener Drahtbericht de»„Vor- wärts".) In einer große» sozialistischen Kundgebnug in Mai- land verkündete Fcrrati den 24stündigen Generalstreik der So- zialiste« aller Länder alö Protest gegen den von der Euttnte Teutschlaud angedrohten Grwaltfricdcn. Protest Erzbergers gegen die Pfälzer Umtriebe. Eine Note an Nudant. Berlin, 25. Mai. In Ergänzung des bereits gemeldeten Protestes vom 23. Mai gegen die beabsichtigte Prokta- mierung einer neutralen Republik Pfalz hat Reichsminister Erzberger heute ein Telegramm an General von H a m m e r st e i n in S p a gerichtet, mit dem Aus- trag, es noch im Laufe des Tages durch einen besonderen Boten dem General Nudant zuzustellen. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut: Der Regierungspräsident der Pfalz, von Winterst« i n, der, toi« hier bekannt, sich den Bestrebungen de» von General G örard unterstiitz&t' Ä er-Ausschusses in Satt bau auf filusrnfiuig einer selbständigen Republik auf» schärfste widersetzt hat, ist zwang»- weise über de» Rhein abgeschoben worden. Sämtliche pfälzischen Beamten find von den französischen BesatzungSbehörden aufgefordert worden, der geplanten neuen Regierung der sevbständi- gen Republik Pfalz, die au» der Mitte der 21 Landauer Herren unter Führung der im Telegramm vom 23. Mai genannte« Haas, Schenk und H o f e r gebildet werden soll, den Treueid zu leisten. General Gö�ard hat eme Bekanntmachung für die Pfalz er- lassen, in der e» heißt:.E» ist dem Generalkonrmando der fvanzö- fischen Armee zur Kenntnis gekommen, daß Landauer- Bewohuer wegen ihrer sympathischen Gesinnung für F r'a n k- reich seitens gewisser deutscher Beamten Uiigelegenheiten erfahren mutzten. Solche Han�tuigen feiten» jener Beamten bilden einen Mißbrauch der AmtSbeftignisse und eilwn Verstoß gegen die Befehle de» M a r fch a ll» F o ch, sowie ebne Unkorvektheit dem siegreichen und wohlwollendsten Frankreich gegenüber." Schließlich wird m dieser Bekanntmachung erklärt, daß da» französische Be- satzungSkommando der Pfalz allen Bestrebunge« auf SelbstSndigmachung einer pfälzischen Republik im Anschluß an Frankreich wohlwollendste Förderung zuteil werde» lassen wird und alle gegenteilige» Schritte zv unterdrücke» gedenkt. Ersuche auf Grund vorstehenden Tatbestanbe» uiweizügkW) Sei der Interalliierte« Kommission eine Protestnote zu überreichen und hierin die nachstehende Erklärung abzugeben: Der französische Oberbefehlshaber in der Pfalz, Geneaal weggründen geleitet werden. Die deutsche Regierung erhebt gegen da» Vorgehen de» französischen Oberbefehlshader» i« der Pfalz erneut schärfsten und feierlichen Pr o t e st. Die deutsche Regierung kann nicht annehmen. »daß in dem Zeitpunkt da in Versailles die Bevollmächtigtem der beuiqchen Regierung und der alliierten und assoziierten Regierungen zwecks Herbeiführung de» Friedensschlüsse» zusammengetreten find, em offenkundiger RechtSbruch und eine flagrante Lerletzuag de» SelbstbestimmungLrechtrS, als welche» das Vorgehen des General» Gerard bezeichnet werde» muß, mit Billigung des Höchstkommandierenden der alliierte» Streitkräfte, Marschall» Fach, und mit Billigung der fron- zösischc» Regierung erfolgt. Di« deutsche Regierung glaubt hoher schon jetzt nicht ohne Erfolg an die von allen Völkern und Staaten gebilligten Grundsätze de» künftigen Völkerbundes und der Gerechtigkech wie der internationalen Moral appellieren z» können, mdem sie die sofortige Abberufung de» französi» sche» Oberbefehlshaber» in der Pfalz und die sofortige Rückgängig- «achmig fei»« Le rge»altig«»gs«atz regel» MKerorSentlicher Parteitag öer bayrischen Sozialdemokratie. Beschluft einer Koalitionsregierung für Bayern. Nürnberg, 25. Hai.(GriMier Drahtbericht beZ.Vorwärts'.) llnter außerordentlich großer Beteiligung trat heute hier der außerordentliche' Parteitag der bayerischen Sozialdemokratie� zusammen,, um Stellung zur Lage in Bayern zu nehmen, wie sie sich nach Abschaffung der Räterepublik in München und noch Bekanntgabe der Frkedensbedingungen ge- staltet hat. LW Delegierte aus allen Gauen, auch aus der Pfalz, waren oertreten. Nach den Attentaten auf EiSner und Auer übernahm ein aus Mehrheitssozialisten und Unabhängiges gebildetes Ministerium die Regierung. Bei Antritt der Regierung wurde gleich erklärt, daß es nur ein Provisorium sei, um das Staats- tchiff aus den verworrenen Verhältnisse» in ruhige Bahnen zu leiten. Die Herrschaft der Kommunisten ist zerstört, die rein sozia- liftische Mgjeruua. aus der nach Etablierung der Münchener Ge- waltherrM;! die beiden unabhängigen Minister• ausgetreten waren, verfügte nicht mehr über die Mehrheit des La n.d ta g s. Dazu kommch daß die bekanntgegebenen Frie» densbsdin.gungen jede sozialistische Politik illu» so r i s ch machen, ha sie das> Grab jeder Sozialpolitik bedeuten. Die sozialde>Norrgti,che Regierung und die sozialdemokrptische Fraktion d«S LandkngS stud Üch deshalb schlüssig geworden, einem außerordenmchcn Pakreiwg hie Fragen zu unterbreiten, ob für die Zukunft die svzialdemokwtijche Regierung allein die Verant- Wartung fcür alle 3, was geschieht oder nicht geschieht, tragen soll, hnyeitspgrteien im Lande, Zentrum und Demo- io aS r e g i e r u n g gebildet werden soll. hallen in den letzten Tagen nach Nieder- l uj ihren Blättern diesbezügliche An- die Forderung auf Bildung einer Koa» Bayern referierte der Ministerpräsident Forderungen der Bürgerlichen nach Teil- �tttung machte er dem Parteitag Mitteilung. In Zentrum und Demokraten in Fragen der Wirt- taatsrechts- und der Kultuspolitik sich zu oder ob kraten. sin Die Dürger werfung regungen aebi MwnKwgiöv« stdber«f H o f f m a n n. nähme an der Konferenzen hfl' fchaft sowie der MM weltestge k�ndco Zuaest ä nd n i s s en bereit erklärt. Der in den burgerltchen Blytlern veröffentlichte Entwurf über die bayerische Veriatsung sei falsch. Ihm wäre ein-rein sozialistisches Mjyisterium lffber, denn der Tag, wo das Proletariat eine geschlossene Fjwnl bilde, werde sein schönster sein. Ab�r die Lage rn Bayern sei heute so, daß er nur einen Ausweg sähe, ein Koa- lit ions ministernun zu bilden, in welchem die Sozialdemokraten dt e Mehrheit haben. Ein solches Koalitionsmini- sierium weiM: auch nur ein Provisorium sein, da niemand wisse, was ms Nisten Monate infolge der Bedingungen der Entente bringen. wegen Anhänger und Gegner des Koalition?. Nürnberg hob hervor, daß in weiten t sie Frisdensbedingungen noch nicht Mtt den Unabhängigen könne man keine ; nx keine Partei sei, sondern ein Konglomc- denen. Das zu bildende Koalitions» Ministerium� betrachte er auch nur als ein Provisorium, da die Nied-m t be d ing,«i ge n im Reiche wie in Bayern ganz neue Verhält- niste schaffen. Von den Gegnern deS KoalitwnsministeriumS wurde hervorgehoben, hgst die Unabhängigen und Kommunisten schuld daran sti�n, wenn heute die Sozialdemokratie in Bayern nicht die Macht habe. In 0er Wahl zwischen Koa- lijtbnSministerium und Rstcktrill sprachen sich die Gegner deS Koa- litionSministeriums für letzteren aus. Nach langer und eingehen- der Debatte erklärt« sich der Parteitag mit 217 gegen 41 Stimmen für die Bildung einer Koalitionsregierung Eine erhebende Kundgebung erNbke dann her Parteitag, als die Parteiführer der Opyofiiäon, Vogel- Fürth und S ü ß h e i m- Nürnberg, erklärten, daß ihnen die Solidarität oberstes Gesetz sei. Sie würden sich als überzeugte Sozinkisten der Mehrheit fügen und das Wohl der Partei über alles sieuen. Nach rechts und nach links müsse die Partei auch in Zukunft ihre Stellung verteidigen, und da würden sie mit allen ihren Kräften die Interessen der Partei, der Arbeiterschaft vertreten und voll und ru Pd ra t von ganz ihre Pflicht erflfllen. Diese Dokumenflernng der SÄidarität loste beim Parteitag stürmischen Beifall aus. Namens der Pfälzer Genossen erklärte Ackermann- Kaiserslautern, die Franzosen beabsichtigen, de» Pfälzer» dasselbe Schicksal zu bereiten wie die Engländer den Iren. Die Pfälzer Sozialdemokraten werden den Kampf um die Erhaltung der Pfalz gegen die Raubpläne der Franzosen aufnehmen und nicht eher ruhen, als bis ihre Selbständigkeit als deutsches Volk zurückgewonnen sei. Keine Lockung und keine Drohung der Franzosen könne die Pfätzer Arbeiterschaft davon abbringen, sie in ihrer Treue zu den deutschen Arbeitern wankend zu machen. Die mit sickülicher Ergriffenheit vorgetrage- nen Ausführungen des Pfälzer Delegierten machten auf den Parteitag tiefen Eindruck. Die Delegierten erhoben ssch zum Zeichen, daß die rechtsrheinischen bayerischen Genossen die Pfälzer nicht vergessen und in ihrem Kampf gegen die Unterdrückung unter- stützen werden, von den Plätzen. Reichs-Hauern- und Lanöarbektertag in Gosiar. Der ReichS-Baueni- unb Landarbeiterrat(VerNn SW. 11. Dessauer Str. 15) hat für den 30. und 31. Mai einen Reichs- Bauern- und Landarbeitertag einberufen, dessen Tagesord- rmng folgendermaßen lautet: 1. Die Organisation der B.» und L.-RSt« im Deutschen Reich Berichterstatter: S.d. Davier. 2. Auf- gaben und Ziele der B.» und L.- R ä t« in der neuen Rechts- und Wirtschaftsordnung. Berichterstatter: H. I. W. S ch r ö- der, Lesum. Vorsitzender de» B.» und L.-Rates de» Regr-Bez. Stade, Dr. Hei m- RegenSburg und Fr. A i s ch- Reichenbach in Schlesien, stellv. Vors. des Prov.-AnSschusseS der B.» und L.-Räte in Schlesien. 3. Abbau der Zwangswirtschaft. Bericht- erstatter: Landesökonom ierat L. Hohenegg. München. 4. Land- Wirtschaft und Sozialisierung. Berichterstatter: Franz Behrens, Vors. des Zentralverbandes der Forst-, Land» und Weinbergsarbeiter Deutschlands, Mitgl. d. Nationalversammlung. 5. Die Lösung der Landarbeiterfrage in rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Berichterstatter: Paul L ö h r k e, Gauleiter des Gau 6 des Landarbeiterverbandes in SchleSwig-Holstein, Gutsbesitzer S ch u r i g, Vors. deS Arbeitgeber- Verbandes der Prov. Sachsen, und Hermann Böge, 2. Vorsitzender des vorbereitendes Ausschusses zur Einberufung des Reichs-B.- und L.-TageS und Vertreter der A r b e i t n e h m« r de» Kreises Stein- bürg. 6. Notwendigkeit und Möglichkeit ländlicher Siedlung. Berichterstatter: Professor Dade, Generalsekretär de» deutschen LandwirtschastSrates. Das Programm und die Wahl der Berichterstotter der- raten die örtliche und geistige Nähe des Bundes der Land- Wirte. ——— * Geftekt�schifthe Note an ltlemenceao. Ersuchen um beschleunigte Verhandlungen. St. Germai» en Lahe, 24. Mai.(Meldung des Wie- ner Telegr.-Korr.-Bureaus.) Keute wurde dem Präsidenten der Friedenskonferenz, Herrn Clemenceau, eine Note der deutschö st erreich! schen Delegation über- reicht, dir etwa folgenden Inhalt hatte: Herr Präfidmtl Durch We Note der französische» Miffio« i» Wie» vom 2. d. M. wurde die Regierung der deutschösterreichischen Republik in Kenntnis gesetzt, daß der Oberste Rat der alliierten und assozi- ierten Mächte beschlossen habe, sie«ach St. Germain«» Lay« für Montag, den 12. Mai. zur Prüfung der FriedenSdedinguugen ein- zuladen.� Räch Einholung der Zustimmung der National. Versammlung hat sich die deutsch-österreichische Regierung beeilt, ihr« Bevollmächtigten zu ernennen und ihre Delegation zu organisieren. Gemäß der Einladung des Herrn Präsidenten des Friedenskongrösses wurden die Vollmachten am IS. d. M. dem Herrn Präsidenten des Komitee? für die V o Ilm ach t prü f u n g überreicht und am 22. d. M. wurden die Vollmachten der anderen k» Paris vereinigten Mächte mrt der Anerkennung, daß sie in gül- tiger Form ausgestellt seien, der Militärmission der französischen Republik iu St. Germain zurückgegeben. Seither ist der deutsche österreichischen Delegation# keine Mitteilung über die Eröffnung der Berhaudlungea zugekommen. Das long« Warten auf den Frieden erweckt nun im Geiste de» deutschösterreichischen Volkes eine um so schwerere Beun- ruhigung, als die Verzögerung den Massen Unverstand- I i ch erscheint und- notwendigerweise Gerüchte und Befürchtungen ! aller Art hervorrufen muß. Dieser Zustand der Unsicherheit scheint geeignet, einer Erregung der Massen, in der un- gesunde Ideen ihren Gärstoff finden, ein günstiges Terrain zu bieten. Die deutschösterreichische Delegation wendet sich daher au das höflich« Entgegenkommen des Herrn Präsidenten des Frie- benSkongresseS, um die Eröffnung von Unterhandlungen mit Deutschösterreich ttv kürzester Frist zu erlangen. E» er- scheint in der Tat den Absichten dieser hohen Versammlung zu ent- sprechen, wenn ein« Entscheidung, von der das Schicksal und die Zukunft eines in Ungewißheit und Angst leidenden Volkes ab- hängt, nicht weiter aufgeschoben wird. St. Germain, den 24. Mai ISIS. Renner. Deutsch böhmen an Wilson. fielen, 23. Mai. Die de n t schb öh m i sch e LandeSregie- rung hat sich durch die letzten Nachrichten über eine Lenderung der Ansicht Wilsons in der Südtiroker Frage veranlaßt gesehen, in einer Eingabe an Wilson zu wenden, die dem französischen Gesandten Allize überreicht wurde und in der die deutschböhmisch« Frage neuerdings dargestellt wird, da es möglich sei, daß Wilson wie über Südtirol, so auch über Deutsch- böhme» falsch unterxichtet.worden sei. llorü �alüane über öen ßrieüen. Haag, 25. Mai. Aus London wird gemeldet: Der.Glasgow Herald' bringt einen Artikel Lord Haldanes. in dem eS heißt: Es ist noch zu früh, ein definitives Urteil über die vorgeschlagenen Friedensbedingungen abzugeben. Lord Haldane ist der Ansicht, daß die Bedingungen so streng sind, daß sie die Keime zu neuen Kriegen in sich bergen und dadurch vielleicht sich selb st vernichten werden. Er glaubt, daß es für Deutschland unmöglich ist, die von ihm verlangten Entschädigungen zu zahlen, falls tatsächlich so große Gebietsteile von Deutsch- land getrennt werden. Er fürchtet eine Bedrohung de S Völkerbundes durch die jetzt vorgeschlagene Lösung und tst beunruhigt über die Zukunft. Die Milüsrung öer Slockaöe. London, 24. Mai(Reuter.) Auf Grund der jüngsten Mildo- rungen der Dlockadebestimmungen ist jetzt beschlossen worden, Firmen in Großbritannien zu ermächtigen, innerhalb der monatlichen Ration, die Deutschland nach dem Brüsseler Abkommen zugestanden worden ist, durch neu- trale und alliierte Länder Lebensmittel nach Deutsch- land auszuführen. Sie melde» sich. Der Hansabund hat in feiner Delegierten- tagung am. Sonntag eine Resolution gegen den Plan einer Ge- Meinwirtschaft angenommen, in der eS unter anderem heißt:.Der Hansabund erklärt, daß die deutsche Wirtschaft an Zwang und unfruckitbarer Bureau trotte genug und übergenug hat, uud ruft da? gesamte Unternehmertum als ProduktionSgestalter und Ristto- tt'äyer zum Kampfe und zu euergi schein rechtzeitigem Wider- stände auf gegen den ideologischen Professor ismuS der Denkschrift.' Und diese Herrschaften wundern sich, daß die Arbeiterschaft im Kampfe gegen derartige Beschränktheit kein anderes Mittel finden als den Streik. Oder ist es schon wieder zu lange gut gegangen? »A .........■kwm Dramen von Kokosthta. ff ü'Ha W)-g für die©«-fecklf chaS junge U Deutschland. � Di«S� ist dev Äk�YSgewinn der Psycho bw sich öffentlich ge- Bärbel: ihre AuSdckuckSformen haben sich in allen Schichten brutali- siert. Die Aufführung der beiden Dvamen dsS Malers und Gra- phikerS OSlar Kokoschka im Deutschen Theater gestern mün. bete in einem wüsten Lärm auS. Geschrei, Händettasschen, Schlüssel. pfeifen, Redeversuche und immer neues Johlen, Brüllen, Klatschen, GelMter. LDaS Publikumk das Publikum I Ja, hat sich was mit Publikum!' Der alte VerS aus LiliencronS Notjahren blieb grell lebendig. Das PuLlflum der Gesellschaft.DaS junge Teutschland', für die gestern die Kokoschka-Stücke aufgeführt wurden, kann den VerS fortan als Stcmpelwort für sich selber ins Wappen rücken. Denn soviel wurde ans den einzelnen Rufen und Redesätzen klar: »um tobte, weil ein Künstler dort auf der Bühne sprach und han- delje, wie sich nach seinem Meinen und Fühlen das Leben und' Aufeinanderbeziehen der Menschen bewegt. Ein Künstler, den man nicht begriff. Kokoschka tariert dieS Gesetz der Bewegung ganz von sich auS, nach seiner eigenen Natur, die nur aus sich selber die Richtung ihres Weges empfängt. Alle fein« Gestalten sind von dieser Art. Sie sind beherrscht von dem Zentraltriebe, unabhängig von ein- ander zu handeln, und wie oft auch ihre Wege sich berühren, wenn ihr« Wesen einander anziehen, so stoßen sie sich im nächsten Augen- blick heftig wieder ab. Hier wurzelt Tragik, lachweint Tragilomik, und dies ist Kern und Gezweig der Dramen, die Kokoschkas dritte? Lebensjahrzehnt dem Mysterium der Liebe von Mann und Weib gedichtet hat. Aber diese Dramen stehen ganz jenseits des Gewohnten, im szenischen Bild, wie in der Verflechtung des Ge- sprächs, und jener tobende große Toil des Publikums gab unzweideutig zu erkennen, daß er vor den Vorgängen der Bühne ratlos dagesessen. RalloS bis zur Erbitterung. Schon während des Spiel« zuckte das Ungewstter auf, zuerst als der burlesk-irdifche, animalisch draufgehende, pudelschwänzige Kautschukmann des HiobdramaS herousstieß:.Ich verstehe kein Wort.' Brausender Beifall folgte. Ein erlösendes Wort für die Lielzuvielen. Und dann zum Schluß in das Getöse hinein der Schrei nach.Erklärung'. Und von oben her berserkerte die Kund- gebung:.Im Namen des jungen Deutschland protestieren wir gegen diese Schmach und Schande.' DaS Weitere schluckte die Bran- dung von Beifall und Widerspruch. Kokoschka aber schritt aus den Kulissen, verneigte sich in fröhlichster Laune, kam abermals und wiederum, und als er da» letzt« Mal vortrat, beugt« er sich nach dem abgetrennt daliegenden Kopfe des leer und lächerlich geworde- «en Hiob, dieses Inbegriff» vergreist erledigter. Impotenz, hob ihn lachend empor und ließ ihn das Publikum grüßen wie einen frflhyf.Frechheit!'' jchcie«S von oben und Wieder die Sokojchka.. Sippe!' Der Höllenspektakel raste weiter. Viele lange Minuten. Auch im Dunkeln noch; kein Löschen der Lichter sänftigte. Und so das Tollste vielleicht, was je ein Raum der Kunst erlebt hat. Ein Aergcrnis, weil es einen werdenden Künstler betraf. Denn als ein Werdender hat Kokoschka noch zu gelten, zumal als Dichter. Sein Dichten— dies drängte sich gestern wieder und wieder auf— ist im wesentlichen doch nichts als ein Element seiner malenden und zeichnenden Künstlerschast. Don den unter- bewußten Tiefen seines Schaffens reißt eS Hüllen weg. Wir haben den Menschen Kokoschka näher. Sein geistiges Durchfühlen von Nässe ln und Beziehungen de? Lebens. Nachtwandlerisches Sehnen und Spüren, Ahnen und Greifen umkreist in Schmerz, Kraft und Wunden das Erosproblem in dem Schauspiel.Der brennende D o r n b u s ch'. Das ander«, daS die vier Dramen des Dichters in der bei Paul Cassirer erschienenen Buchausgabe abschließt, daS Drama.H i o b', ist ein buntes, in hellen Tag gerücktes Satyr- spiel. Daß' in diesen Dramen gesprochen wird, ist für den Leser, der Zeit hat, sich in das Gesagte einzugraben, wertvoll. Die Bühnenstunde hebt aber das Bild über das Wort. Kokoschkas Anteil an der Gestaltung de? szenischen Bilde? wird von Wissenden als erheblich bezeichnet; der Zuschauer kann nicht wissen, wie groß der Anteil ist, aber das Bild ist schon im Entwurf de? Buches wesentlich; eS ist eigentlich die Handlung und erhöht in seiner Be- wegung und Folge die webende Gewalt der mystischen Atmosphäre, die der ersten Dichtung den Ton gibt. Was an dieser ernst durch- rungenen Idee ist— die Beziehung von Weib und Mann— ist sattrisch verbildlicht in dem Hiob-Spiel(mit dem biblischen Hiob hat das nur im Vergleich mit den Qualen eines tragikomischen Helden zu tun). In Hiob quält sich irrendes Idealismus ohnmächtig mit dem Rätsel Weib. Der Kautschukmann sagt:.Das Uebel kommt von Ihrer schiefen Auffassung von Dingen, die nicht gerade gehen!' Und der milde Adam spricht dem kopflos gewordenen Hiob den Grabspruch:.Zu hoch hast du dein Weib in den Himmel versetzt. Erst da sie fällt, kannst du ihr auf den Boden sehn.' Hiob, der Anima seine Welt nennt, hat nicht begriffen, daß das Weäb.nicht aus seinem Lehm gemacht' ist. Die? seine Tragik. In eigenen Gestalten wächst die Handlung der Mlder K» Loschkas vorüber. Sie sind aus neuem Geist; sind die Zeichen frischer Möglichkeiten szenischer Kunst, die Dinge des Lebens der- tiefter auszudrücken. Hier ist«in Gewinn, der deutlich genug war und dennoch von den Vielen gestern nicht gesehen wurde. Kokoschka selbst leitete das Spiel und best« Kräfte halfen ihm. Ernst Deutsch und Käthe Richter in den Hauptrollen de? ersten Stückeß, im zweiten Paul Graetz als grotcSk geformter Hiob. Frie- drich Kühne robust, waldschrädig als Kautfchukmann, Maria Fein als Anima-Eva. Den voll verdienten Beifallsdank hat diesen Künstlern der Lärm de» Hauses sehr verkürzt. frck. Die Sommeeavsftellung öer 5reien Sezefllo«. Die Freie Sezession bat ihre Ausstellung gester» mittag 12 Uhr a Anwejenhett eines geladenen Publikums eröffnet. Ihr fynr- pathischeS Kennzeichen ist wieder die verständnisvolle Meitherzig- keit, mit der sie alle künstlerischen Richtungen, soweit sie Wertvolle» produziert haben oder Hoffnungen wecken, in ihren Nahmen schließt. Daß der Rahmen von Jahr zu Jahr weiter nach links rückt und der radikalen Jugend ein immer größeres Feld einräumt, läßt sich bei diesen Prinzipien nicht vermeiden, und so nehmen in der neue» Ausstellung die Allerjüngstcn nicht nur den breitesten Raum ein. sondern sie beanspruchen auch, dank ihrer reichen und guten Ver- tretung, daS eingehendste Interesse. Di« Sonderausstellung der .Dresdener Sezession, Gruppe lölg', die einer eigenen Jury unterstand, dürfte in mancher Hinsicht die Sensation der Ausstellung bilden; neben«inigen mebr oder weniger fragwüc- digen Stürmern besitzt sie in Felix Müller«ine zweifelkos sehr starke Persönlichkeit. Von den zum linken Flügel gehörenden Künstlern sind ferner S ch m id t- R o t t l u f f mit nicht weniger als 18 Gemälden, Keininger und Kokoschka namentlich mit zahlreichen Graphiken vertreten; von dem verstorbenen Franz Marc sehen wir zwei Tierbildcr, von Otto Müller, der gegen. wärtig seine Ausstellung bei Eassirer hat, drei charakteristische Ar- betten. Bon dem Schaffen Wilhelm Lehmbrucks, der auch als Graphiker erscheint, und von dem letzten EntwicklungSitadium Theo von Brock husenS geben zwei reichhaltige GedächtniSauS- stellungen Kunde. Die Bildhauerin Milly Steger hat drei in- teressante Plastiken gesandt. Gegenüber diesen Inngen. Jüngste» und Merjüngsten treten die Häupter der älteren Richtung ein wenig in den Hintergrund. Wenn man sich aber in die Landschaften und Porträts von Max Liebermann und Curt tzcrrmann. i» die Radierungen OrlikZ, die Plastiken Tu a i l I o n S und Kolbes versenkt, so kann man an dem Evangelium vom allein seligmachenden Expressionismus ein wenig irre werden, und ein Blatt wie die.M ü t t e r' von Käthe Kollwitz liefert den De- weis, daß in dem Reifsten und Vollendetsten, waS die alte R' htnng zu schaffen vermag, zugleich auch die wichtigsten Forderungen der neuen erfüllt werden.' Wir werden aus die interessante Ausstellung, deren Inhalt wir nach einem flüchtigen Rundgang heute nur kurz und fragmentarisch skizzieren konnten, noch ausführlicher eingehen. L. S. Notizen. — Volkschor. Der Berliner Volkschor veranstaltet in Ge- meinschaft mit dem Männerchor Fichte Georginia am 2., 6. und 12. Juni in der Philharmonie eine dreimalige Aufführung von FaustZ Verdammung von Hektor B e r l i o z. Dirigent: Dr. Ernst Zander. Mitwirkende Birgit Engell, Josef Mann. Pr». fessor Albert Fischer, Eduard Kandl; das verstärkte Philharmonische Orchester. Sämtliche Eintrittskarten stnd vergriften. — BriefwechselStorm-Mörik«. Ein« neue Ausgab« dieser seit langem verschollenen herrlichen Dickterbriefe erscheint demnächst im Verlage von Julius Hofftnann in Stuttgart; der Herausgeber Hanns Wolsgang Rath bringt darin 17 bisher unbekannte Briefe StormS sowie viele unveröffentlichte Bildnisse. — Bezuschusfung. Dieses schön« neue Wort lesen wir einer Bekanntmachung deS TemvbilmachungsauSschusseS. Es gibt also für Notstandsarbeiten keine DemobilmachungSassschußbezu- schussung mebr. Aber eine Ausnahme sollte man dock) machen: Für die Nosstandsarbeit zur Rettung unserer deutschen Sprach« gegen ihr« Todfeind« in gewissen Amtsstuben. Gegen solche Sprach. Verderbnis der D-mobUmacher müßte mobil gemacht werden.— Zrankrekch und Gesterrekch. Die Spitze gegen Deutschland. Genf. 35. Mai. sEi gener Drahtbericht de».Vorwärts�.) Die Akichtllnien der französischen Politil Oesterreich gogeniiber beginnen sich deutlicher abzuzeichnen. Ihr« eigentliche Tendenz besteht darin. als wesentliches Glied bei der innner stärker hervortretenden Jso- Ecrung und der damit verbundenen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Schädigung und Unschädlichmachung Deutschlands zu dienen. Der Kern dieser Politik liegt darin, um jeden Preis den Lnschlusi Deutschösterreichs an Deutschland und so das Lustandekommen eines Grotzdeutschlands zu v e r h i n d e r n. In dieser Hinsicht hat der französische Gesandte in Wien, Allize, der das Schlagwart des.neuen Oesterreich" schuf, bereits viel geleistet. Er erfreut sich der Unterstützung der Thristlichsozialen und schreckt nicht davor zurück, in offenen- Gegensatz zu der im Besitz der polt- tischen Macht befindlichen Sozialdemokratie zu treten. Renä P i n o n, der in diplomatischer Mission nach Wien gereist war, ist jetzt nach Paris zurückgekehrt und hat einem Redakteur des.Petit Parisicn" gegenüber. offen den antisozialiftischen und antidcmokra- tischen Charakter der französischen Politik in Wien zugegeben. Man lst in Konserenzkreisen geneigt, dem.neuen Oesterreich" in jeder Weise entgegenzukommen und ihm eine Existenz überhaupt zu er- möglichen. Man hat erstens die ungeheure Kriegsschuld in Höhe von mehr als 8«) Milliarden, unter deren Last die K Millionen D eu t-fchö ste rrc icher(ohne die Sudeten». Südtiroldeutschen usw.) zu- jammenbrecken würden, auf die selbständig gewordenen Teilgebiete des alten Oesterreich verteilt und zweitens die Finanzkontrolle Oesterreich eine zeit lang selbst in die Hand gelegt. Von diesem Entgegenkommen verspricht sich der.Seinps' eine äußerst stark propagandistisch« Wirkung auf die deutschen Ein- zelstaaten, die durch das Beispiel Oesterreichs veranlaßt wer» den würden,.aus dem Bereich des preußischen Generalstabs zu kommen' und selbständig zu werden. Wie ernst eS Frankreich mit der Spekulation auf den deutschen PariikulariSmus ist. zeigen die französischen Umtriebe in der Pfalz. Man glaubt, auf diese Weise die Schweiz einkreisen zu können und damit einen— Angriff auf Italien durch ein Groß-Deutsch- land verhindern zu können! Diese Politik findet den Betfall der RegierungSpresse mit?uZ- »ahme des.Journal de» DebatZ", dessen Außenpolitiker Gaudin von einer AuSnahmebehandlung Oesterreichs nichts wissen will, jede französische Hilfe seitens der Gntente ablehnt und seine Bestrafung Ordert. Die.HumanitS" geißelt scharf diese kapitalistische Politik der Sieger und nennt sie ein« stupide und hohnvolle Politik von -Leuten, die nichts gelernt haben. Genf. W. Mai. sEigcner Drahtbericht de?.Vorwärts".) Die Megievung weigerte sich, einen Tcrm-in für die Kamme rbevatung der Amnestiefrag« festzusetzen. Auf Drängen der Sozialisten verpslich. tete sich die Regierung wenigstens, die Vorlage nach Friedensschluß fMr Besprechung zu bringen. Gegen das Nrteil im Liebknecht-Lnremburg-Prazef) gehen mtS fortgesetzt� noch Proteste zu. Darunter befindet sich auch einer der Funktionär« sämtlicher politischer Parteien der Flugzeug- mcisterei AdlerShof. Die Stadtverordnetenversammlung in Görlitz wählte am Frei- tag den Stadtverordneten Clenossen Hugo Cohn, langjährigen Vorsitzenden des Sozialdemokratischen VeroinS in Görlitz, mir 4and!ungen mit den Bankleitungen bekanntgegeben werden soll.» Allgemeiner Verband der deutschen Dankbeamleu. ISO» Angestellte der Tabakindustrie hatten sich zu einer in den Musiiersälen anberaumten Versammlung eingefunden, um zur Frage der Organisation Stellung zu nehmen. Die Vorsammlung beschloß mit allen gegen eine Stimme die Bil- dnng einer Fachgruppe Tabakindustrie unier Anschluß an den Zen- tralauSschuß der Angestolltenausschüsse Groß-AerlinS. Innerhalb dieser Fachgruppe sollen für die Zigaretten-, die Zigarrenindustrie und den Tabalhanbel Untergruppen gebildet werden. Am DienS- tag, den 27. d. M., abends%7 Uhr, treffen sich die Obleute der De- triebe zwecks Ergänzung des ArbeitsauSsthusseS bei Landrs, E-tra- lauer Straße 84/85._ Die„Vereinigung der leitenden Angestellten ln Handel und Industrie" hat in Berlin ihre erste Generalversammlung ab- gehalten, die aus fast sämtlichen Städten Deutschlands zahlreich besucht war. Die Versammlung legte ihre organisatorischen Grund- lagen als Gewerkschaft der leitenden und führenden Angestellten fest und nahm zu den die Angestelltenschast bewegenden wichtigen Fragen, wie insbesondere zu dem Mitbestimmungsrecht, Stellung. Deutscher TranSportarbeiterverband, chemische, pharmazeutische und_ Vevbandstoffbranche. Heute. Montag, abends 7 Uhr. im Königstadt-Kastuo, Holzmarktstr. 72(Ecke Alexanderstrahe): Große Branchenversammlung. Mitgliedsbuch bzw. Karte legitimiert. GroßSerMl Es wnrS fortgeknallt l Verbot- der zweite» Beerfrlde-Bersammlunst. Am Sonntag vormittag wollte Hauptmann a. D. d. Deerfekde seinen kürzlich in Scl)öneberg verbotenen Vortrag.In Deutsch- landS Schicksalsstunde" in der Philharmonie halten. DaS Polizeipräsidium vervot(!) den Vortrag mit Rücksicht darauf, daß die Schöneberger Vorgänge daraus schließen ließen, daß erneut Störungen der öffentlichen Ordnung zu erwarten seien.(Die Schöne- berger Ordnungsstörung erfolgte durch das Verbot!) Als den Ver- sammelten mitgeteilt wurde, daß wieder ein Verbot vorliege, er- tönten Schreie und Schmähungen gegen die Regierung, untermischt mit Hochrufen auf Beerfelde Da erschienen zwei Lastwagen mit Regierungssoldaten, die mit Lärm empfangen wurden. Sie nahmen vor der Philharmonie Aufstellung, und der Offizier sor- derte die Menge wiederholt � auf. das Gesetz zu achten und die Straße zu räumen. Nun sollen aber die Truppen arg bedrgngt worden sein, so daß i�nen nichts übrig geblieben sei, als Schreck- schösse abzugeben. Panikartig räumte die Menge die Straße, die sofort abgesperrt wurde Ein Temonstrationszug mit Beerselde an der Spitze zog nach dem Potsdamer Platz. Tort forderte Beer- felde die Menge aus, auseinanderzugehen, und er tun- digte gleichzeitig an, daß er den Vortrag trotzdem halten würde. Der größte Teil der Demonstranten zerstreut« sich AIS etwa eine halbe Stunde später die RegierungZtruppen den Potsdamer Platz passierten, wurden sie von Krakehlern umringt und beschimpft. Tie Truppen rückten aber ab und ließen den Schreiern ihr Vergnügen. Hätte man Beerfelde reden lassen und erst gar keine Soldaten hingeschickt, so stände Berlin auch noch aus de» alte« Fleck. We-e ist denn das provokatorische Genie im Polizeipräsidimn? Versorgung von Krank««» mit Eier«. Nach einer von einet» Partei genösftsche« Arzt«nS zugehende!: Mitteilung ist da» Mediziitalamt der Stadt Berlin bestrebt. Kranken in dem bisherigen Umfange Eier zu einem apgemeslöNtN Preis« verfügbar zu machen. Verhändluwget» mit dem Wagisttü! sind im Gange. Es ist dringend erwünscht, daß diese Verhandlungen schleunigst zum Abschkuß geführt werden, uttt Schädigungen ,dtt unbemittelten Zuckerkranke» usw. fernzuhaften. v»« maskierten Räubern überfalle» totrrde nächtlich der Wächter Rudolf Fichtucr am Jndustricbahnhof zu Werßensee. Vier ver« mummte Gestalten, die es auf den Geldschrank im Kontor abgesehen hatten, holten zuerst aus einer Nebenabteilung der Fahtlkankag« von Riebe ein Sauerstoffgebläs« heraus, mit dem sie den Geld- schrank auffchmelzen wollten. Um an den. Schrank herankommen zu können, überrumpelten sie den Wächter, steckte» ihm einen Knebel in den Mund und schleppten ihn in einen Nebenraum. Wöhrend sie dabei waren, den Wächter zu fesseln, wurden sie Bog, dem Kontrolleur Blcinroth überrascht. Die Verbrecher ergriffen die Flucht ohne jede Beute. Zwei Gendarmen nahmen mit dem Kontrolleur sofort die Verfolgung auf, und es gelang auch, eine» der Verbrecher festzunehmen. ES ist ein 17 Jahre alter Geld- schrankschlosserleürling Willy Bittner aus der Kastanienallee, der trotz seiichr Jutsend schon wegen schweren Diebstahls bestraft ist. Als zweiten Täter verhaftete man einen 25 Jahre alten Kutscher Georg Goltz. Der Raubmörder auS der Lothringer Strahr, der 22 l�ahre alte Stallschwcizer Mar Stuck, hat über den Verbleib de? fehlenden Geldes noch leine Auskunft gegeben. Auch in der Gegend, in der er jetzt beschäftigt war. verübte er Einbrüche und Diebstähl«, namentlich an Kleintieren. Er hat nicht weniger als drei Bräute. Eine, eine fleißige Arbeiterin, ließ er mit einem 2)4 Jahre alte» Kinde im Stich, weil sie ständig versuchte, ihn zu ehrlicher Arbeit anztihaltet,. Eine zweite Geliebte hatte er in Steglitz, die dritte m Dcutsch-Wusterhauscn. Das biSberigr�sterreichtsch-ungarische Generalkonsulat ist mit der ausschließlichen Vertretung deutsch-österrcichischer Interessen beauftragt und der hiesigen Deutsch-österreichischen Gesandtschaft unterstellt worden. Das Generalkonsulat wird auch bis zur Er- richtung eigener Vertretungsbehörden der Tschecho-siowakischen Republik die Interessen ihrer Staatsangehörigen mit wahrnehmen. Unentgeltliche Rechtsberatung für Kriegsteilnehmer und Soldaten Dienstags und FreiiagS. nachmittag» von 51/, bis 61/» Uhr, Lwdenftr. 114, 1 Tr. recht», Soztaldemolraiische» Sekretariat für militärische Austlärung. Trr Sportpark Treptow wartete Sonntag mit einem großen Programm aus. in dem den Fliegern die erste Rolle zugewiesen war. Da» Armbinderennsn entschied envartnngsgemäß Rütt vor Lorenz sicher zu seinen Gunsten, und' im Prämienfahren ging Lorenz vor Scnnecke und Rütt nach Kampf als Sieger übers Bond. Im Zweisitzerrennen triumphierte darin Lorenz mit seinem Partner Packebusch leicht über Rütt-Abrahain. Im Dauerrennen um den Maienpreis hatten alle Fahrer unter Motor- und Radschaden zu leiden, wovei Appelhans das bessere Ende für sich behielt und einen Zufallssieg feierte. Auch das Zehnrneilenrennen nahm infolge wiederholter Motorpannen keinen einwandfreien Verlauf. Immer- hin bewies nun AppclhanS durch seine Schnelligkeit, daß in ihm doch ein nicht zu unterschätzender Gegner steckt. Lewanow gab da» Nennen seiner nun bald sprichwörtlich gewordenen Grillen wegen aus.— Ergebnisse. Armbinderenncn, 1800 Meter: 1. Rütt 3 Min. 14 Sek., 2. Lorenz, 3. Sennecke, 4. Häusler.— Maienpreis, 20 Kilometer: 1. AppelhanS 17 Min. 21 Sek., 2. Lewanow 1010, 8. Thomas 1990, 4. Pawke 2930 Meter zurück.— Prämienfahren, 3000 Meter: 1. Lorenz 4 Min. 19 Sek., 2. Sennecke, 3. Rütt, 4. Abraham. Zweisitzerrennen, 3000 Meter: 1. Äorenz-Packebusch 2 Min. 21 Sek.. 2. Rütt- Abraham. 3. Hahn-Bethge, 4. Häusler- Wegen er.— 10 Meilen: X. AppelhanS, 2. Pawke 790, S. Thomas 2510 Meter zurück; Lewanow aufgegeben. EntfchädtgungSfcchren, 900 Meiert 1. Müller 1 Min. 20 Sek.. 2. Kendelbacher, 3. Wehlitz, 4. RadomSki. Verschwunden ist seit Dienstag der Rechtsanwalt Justus Levh aus seiner Wohnung Steglitzer Straße 23. Zwischen 10 und 12 Uhr vormittags ist er noch im Anwaltszimmer des Landgerichts Grunerstraße gesehen worden. Da kein Grund zu Selhstmordver- suchen vorliegt, kann er nur verunglückt oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Mitteilungen zur Aufklarung dringend erbeten an 77. Polizeirevier, Lützowstr. 11. 1IL Proviuzialkonfereuz der Arbeiter-, Bauern« imd Soldatcuräte iu der Provinz Brandenburg kommenden Sonnabend. vormfttagS 0 Uhr, im Stadt« Verordnetensisung-Zsaal des Eharlonenbuiger Rathauses, Berliner Straße 72—73. Die Regelung der Beschickung bleibt den Kieis» arbeiterräten überlassen. Wo die Einladungen einige KreiSatbeiter- rate nicht erreicht haben sollten, ist die Geschäftsstelle, Charlotten- bura. Witzlebenstr. 6, Wilhelm 1332, zu benachrichtigen. Die Per« "vielfältigung des Tätigkeitsberichtes und dessen Zusicllung an die Delegierten mußte unterbleiben, da uns vom Finanzministerium .aus prinzipiellen Gründen die Anweisung der an sich sehr geringen Summe zur Deckung der Ausgabe verweigert wurde. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes. 2. Be» sprechung desselben. 3. Neuwahl'des Bvtstande«. 4. Vortrag: Der Aufbau des RäieshstemS unter besonderer Berücksichtigung der provinziellen Organisationen. Referent: A. Krest. Korreferent: M. Coden, Zeniralrar. 5. DiSkuision. 6. Anträge. Die Kossen der Delegierten geben ,u Lasten der entsendenden Kreis- oder örtlichen A.-, B.» und S.-Räte. Neukölln. Massenspeisung. Im Monat März wurde die bis- her höchste Leistung der Küchen mit 623 326 Portionen erzielt. Sie übertrifft damit noch bei weitem den Juli 1918 mit 512 643 Portionen._ Groh-Berlkner Lebensmittel. Bohnsdorf. 100 Gr. Haferflocken(19). 500 Gr. Marmelade (23). 100 Gr. Haferflocken(3-1). Anmeldungen bis Dienstag. 100 Gr. amerik.«rat fett(H 3 und L4). Amerik. Mehl(K4). 125 Gr. amerik. Fleischprodukte(5). Für Kinder im 9. und 10. Lebensjahr bei Hannemann, Bafmhafftraße, Schokolabe oder Schokoladenpulver. Bezugsscheine bis Mittwoch im Gemeinde- bureau. Neukölln. Als Zkcrrtoffelersatz 200 Gramm Nährmittel(216). Im 14. BrotkommissionSbezir? 125 Gramm Käse. Für Kinder bis zum 6. Lebensjahre als Ersatz für verringerte Milchmenge 500 Gramm Nährmittel. In den städtischen Verkaufsstellen für die vom 1. April 1906 bis 3l. März 1913 geborenen Kinder je zwei Büchsen Kondensmilch. Daselbst 50 Gramm Oel(178). 123 Gr. Schweincfleischprodükte(X 5s, 250 Gr. Weizenmehl(K4). Pankow. Als Kartoffelersatz 400 Gramm Graupen und Grieß (200, 216) bis Mittwoch. 250 Gramm Haferflocken(29, 30). NowaweS. 125 Gr. amerikanisch« Schwei'nefleischgrodukte(M4), zusammen mit der ersten Fleischration der Woche. Lichlerfrlde. 500 Gr. Amerikamebl(33 und 154). 250 Gr. Grieß(29, 30). Fleischration 200 Gr.; die an der Fleischkarte verbleibenden Teilabschnitte 22<50 Gr.) sind zum Einkauf von Nährmitteln aufzubewahren, 125 Gr. ausländische Schweinefleisch» Produkte(22) gleichzeitig mit dem Flcischvcrkauf. Steglitz. Anmeldung von Zucker vom 23.— 26(64). 500 Gr. Marmelade(24). Brotaufstrich(1 K, 1—14 000). 125 Gr, amerikanische Fleischprodukte(28). Wer am 19. und 20. Mai Speck auf dl 4 nicht erhallen hat, kann ihn ausnahmsiweise am 26. und 27. Mai nachbekommen. Wer nicht mit der Fleischkarte ein- getragen ist, erhält die AuSlandsfleischprodukte(Rathausseite) bei Klahn, Miquelstraße, jenseits der Bahn bei Lorenz. Lauenburger Straße, und bei Puhlmann, Albcechtsiwaße. Anmeldung von 2Ö0 Gr. Amerikamehl. Verlauf von 250 Er. Tmerikamehl, kon« bcnsicrter Milch an Kinder von 6—12 Jahren. Nährmitteln an Kranke, Nährmitteln als Ersatz für Kartoffeln. Britz. Einen Polte» Sauerkohl, um ihn vorn Verderben zu retten. unen tgclllich. Aus Britzer Ausweis bi« zu 10 Psutid, Habnilr. 4ö, von H d'S 2 Uhr täglich.— Sit! Mittwoch'/, Pfd. Käse aus Fettkarte.— ff, Psd. AtMrikamehl(K 4). Beschwerde» über Qualität in der Verkaufsstelle dezw. mi LebcnSmitteidureau van 8— S Uhr anzubringen und da» Mehl dort vorzuzeigen.— Für den Frütdnisch, etwa 3S0— 450 Meter Weichiaser- bitidegiirn, Kilo ILM bis 13 M. Bedarfsanmeldungen innerhalb 3 Tagen litt die Lebensmittelstelle. Treptow. 150 Gramm lose Suppen'29), 400 Gramm Monnelade (271, 750 Gramm Haserflocten(A I für Kinder im 1. LcbcnSsahre), 500 Gramm Hasctslvlken(A- II jür Kinder im 2. Lebensjahre), 250 Gramm AnsiaudSmchl(P 6), ft, Pjuud Räucherwaren(13). Frische Fisch« markenfrei. Tegel. 250 Gramm Amettkamehl siT 4) am Freitag. Groß-Serlmer parteinachrichten. Heute abend, Uhr, von de» bekannten Lokale« auS Flug- blattverbreilnng. Beteiligung aller Genossen und Genossinnen dringend erforderlich. Parteifunktionäre!' 5 Vortragsabende mit anschlteßender Diskussion:»Aus der Geschichte und Theorie der deutschen Sozial- dcmokratie." Referent Genosse Emil D i t t m e r. 1. Vorläufer des wissenschaftlichen SozialisutuS bis Ma»x und Engels. 2. Be- ginn der modernen Arbeiterbewegung bis Erfurter Programm. 3. Theoretische Strömungen der deutschen Sozialdemokratie. 4. Die Sozialdemokratie während der Kriegszeit. 5. Haltung der Sozial- demokratie seit der deutschen Revolution. 30. Mai, 6., 17., 20., 27. Juni, 7 Uhr, im Festsaale de» Herren- Hauses. Mitgliedsbuch sowie Ausweise vom Abteilungsleiter legi- timieren. 2. Abteilung.(Friedrich st ad t.) Morgen, Dienstag, 7HH Uhr, bei Schirm, Charlottensir. 7/8, Portrag des Genossen R. K« m p k e n S über das Parteileben und die gegenwärtige po- litische Situation. Diskussion Lichtenberg. Heute 7lh Uhr, Aula Parkaue, öffentstche Be- amtcn- und Angestelllenversammlung. 1. Die Beamten in der sozialistischen Wirtschaftspolitik. Referent Ernst Heilmann, M. itz preuß. Landesvers. 2. Aussprache. Sorgt für Massenbesuch, Hermsdorf. Mittwoch 7)4 Uhr bei Böttcher, Waldsee- Ecke Berliner Straße: Mitgliederversammlung. Mitteilun- gen, Bericht von der Kreisgencraldersammlung, Bericht aus der Gemeindevertretung über Kleinhaussiedluitg, Sieuv, Schule, Wahl von Slraßenführcru. Ms aller Welt. Explosion des Tilsiter Munitionsdepots. Tilsit, 25. Mai.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts�.) Am Bahnhof Tilsit explodierte ein Munitionsdepot. Zwei Munitionsschuppen sind niedergebrannt, die Munition ist dollstän- big vernichtet. Um die Explosionsstätte herum liegen noch viele Unkrepierte Granaten. Zwei Soldaten wurden verletzt. Als Ursache wird ein spartakistisches Attentat vermutet, da schon mehrfach Einbrüche und Anschläge versucht worden sind. So wurde kürzlich eine Bande vor 10 uniformierten Leuten ab» gefaßt, die das Munitionslager aufbreche» wollte. Voraussichtliches Wetter bis DienStag mittag: Im Norden und Osten, größtenteils heiter und trocken, im Westen und Süden viel- fach wolkig, strichweise leichte Gewitter. jr' 7—...............— 11 �■■ BcrantovtJIich für Politik«ttnr Sötern»,. Mn.-Frlcdr»-», für den übrige» Teil de» Blatte,:«ljred Scholz, Nenköün: für Anzeigen: Theodor ibtock«. verlin. Beklag: Borwürts-Berlag®. m. b. H., Berlin. Druck: Vorwärt«- Buchdruckeret und Beclo g-lulstall Paul Singer u. So, in Berlin, Anden sin$, Wanzen und Motten mit Brut werden radikal vernichtet durch Wanzentod! überall zu haben.—-Herr Karl Schwabe, vi-iff-ro, i« Flasche» 5,- a»art, S.'äS.TÜS S,50 Mark. Ä.- Mark«»d I.s» Mar»»2! und Mottentod Pfeisserol Pfennig) j Kundschaft ist mit ihrem Präparat autzerord-ntlich zufrieden. a üiurtefer fflr Kinder, Kopf- and Hoarwaooer Pfetlterol Flasche Ü.7S Mark und 1.7» Mark. Paraolten-Iilnlment PfellTeroI gcgfen Cngezlofor, 2,75 Mark, 1,7» Mark. .Tricreool.Pader PleilTerol eoecn Fltthe, Dase 1,25 Mark. Klnder-Pader Pfolflerol, bestes Einstreamittel für Kinder. Toilette-Haarwasser Pfclflrorol jfejjon Koplsc huppen und üo hinnen, ein ideales Haarpflegemittel, Flasche 2,50 Mark. ipotheker Otto Pfeiffer& Piehler, iies.schaisir.i?. Lieferantr» der Deutschen Armee iu Fuhpslege-, Uugezieker. und Froftmitteln. �WW�WWMMMZM V/sNner-?kestsr Lommerspielreil: Lmst Zintmund ' T/,Ubr Sonntag, das I.Juni 1919 TV�Uhr{ Zum ersten Male: Mandrasola Eine Komödie in drei Akten nach dem Stoffe sins? Lustspieles des Macchiavell von Paul Eger. Slasik v. Siegfried Srhalz. In neuer Bearbeitung und Inszenierung: von Ernst Rotmund. Musikalische Leitung: Oer Komponist. Die Gesamtausstattung: Hugo Baroch A Co.{ Johanna Terwin— Alice Torninj Rose Steuermann— Lupu Pick Julius E. Herrmann— Hans Schweikhart— Ernst Rotmund. Bis tl. ffla! Inkl. ailabendtlcb i Aesurals-Palasl fi.ute 2 Vorstellungen, nachm. 4, abends 7?« U. Die neuen BaUette Im Gespstersellloll Wiener Walzer" außerdem » Tanz« Revae � Js�Zuno« \ D. lAffsel d. Unbekannten, i 1 Marie£ Die Oeisha. Siehtenhainer i*_9- Friedrich- Straße 94. Tätlich t Madclelne M-uiiö SsrnarzI Dr. Biel WoskenfoS, WesipielistP.IZSÄ�r. Spr. 11—1, 6—8. Sonnt. 11—1. Eriolgreiche Bcbantllung. 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Diesko»Buch Esther" ist wohl unter ollen neu der legten nimnnner.talen >hl uns Zichrt im sje» nischeN Aufbau,'in bor klknstleeischen Darstellung und Massengliedernng und in itc posenden FWe derA Ahr. in her Schnt-Anta in der Pappet-AUee 41—62: Mitglieder-Versammlung. Tagesorduung: Die Sviialdemokratie und der Euteotefriede», Referent! Senoff« Lehrer Ureuzloer. Dl» Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich pt«» scheinen.— Beitrittserklärungen zur Partei werden am Saal- eingang entgegengenoimnen. i9e/tt via»Obtellnngletlnng. 5- Schalst. SWIbMklllk. WSIoMl» M» Montag, den 2b. Mal, abend»'/# Ah»t Tranen-Versanunlungsn in folgenden Lokalen L«K Ir-ia Be» bei SAnlj, R-uterstr. 1. IL— 15,-rr..._ 87. 46.— 82. 7.. 51-58. 8., 60,— 85. 0.. 66.-75. t M <...&h«ann.«Asbom» Ecke«hmtsch�r. I: Sit; .» Schlminekpfenalg, Hermannst».«4t ,.«ealfdhel, Herrkurtststr. V IIa»«;!». ,. Schneider. At-inzer Str. 6 Referent»»: Rektoren: MtUe und Xudahl. ökhrer: Merten», Thal. Abraham,»etmaan.«»»»«. chagn. Mttbrad«. Schulz. Verschiedene». «iMoemuen. Beitrage I. A�D�Äd� Scholz. Thema: L«nhatwlchala. L Didküsstc«. 0. gahlrriche» Erscheinen erwartet. SM«t worden rmgrgoagenommen. dls gestrig« Erst- er" oon ch"' ewern !e schon< !!! Geld!!! Soldgegenltit FrI»4richsir.5/lII,� Teppiche. Bücher usw. Valtl, ' trieb......" ra 4 4 ft* 9 Prleaf schule Iflr Schauleasterdekoratioa voo ?prm dpftßnprpül Gustav Förster, Öbst» bb« WiOSbVn tW» nioiO Berlin W.S.LeipzieerStr. 41 Prospekt V. gratis D Die alte gute Dremer�ocsenfedev• ' tragt nach wie vor öen-Htempel! Hemtzes-VlaacKertz� ..'Htchlsebechabn�Lerlln,Zegr.lö56�- >■** ,»�0»»»♦♦»♦»« BERLIN SO Neaoderstr. 26 (nahe MoritzpL) Elektro• phxelkBlieclie Metbade Leitender Arzt: Dr. A. Schlesinger Behandlungszelt täglich 9—1, 4— 6 außer Sonnabend Nachmittag u. Sonnt. 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