Nr.A84. 36. Jahrg. Bezugspreis t V-crt-llShrl. 7,50 Mt. monoiL 2,50 MI. frei ins Haus, voraus zahlbar. Einzeln« Nummern 10 Pfennig. Postbezug: Monailich 2,50 Ml> ejtl Zustell ungs- gebllhr. Unter Kreuzband für Deutschland u. Oesterrelch-Ungarn 5.75 Mt, für das übrige Susland 9,75 MI., bei täglich einmaliger Zustellung 7,75 MI. Postbestellungen nehmen an Düne- wart. Holland. Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Post-Zeiiungs-Preisiist«. ver.Vorwaris" erscheint wochentüglich zweimal. Sonntags einmal. Morgen-Ausgabe. Telegramm-Adrefse? jSojialöemottat ßetfln" f berliner ( 10 Pfennig) Anzeigenpreis: Sie achtgefpaitene Nonpareillezelle kostet ILO MI. steine Anzeigen-, das lettgedruckie Wort 50 Pfg.(zuläfstg 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 25 Pfg. Stellengesuche und Schiafstellenanzeigen das erste Wort tO Pfg., jedes weitere Wort 20 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50°/» Familien- Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Vereins- Anzeigen 1,20 Ml. die geile. Anzeigen für die nächste'Nummer müssen bis» Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der rozialdcmokratifcben parte» Deutfchlands. Ueöaktion und Expedition: EW. 68, ittndenstr. Z. rsernfdfedier: Am« Moritwla«, Sir. 151 99- 131»7. Donnerstag, den 5. Juni 1919. vorwärts-verlag G.m.b. h., EW. 68, Lindenstr. Z. Fernsprecher: Amt Morttsplat»- Nr. 117 33— 54. Militärifthe Vorbereitungen in Paris. 0! e n f, 4. I«tnt. fMelbuirg der„Telegrafen-Kampagnie-.) «ne Hari» wird zemcldet, daß dir franzöfische Regierung angesichts des Frnües der Lage bereits militärische Borke hrungeu gcgcn die AuSstandöbewcgungcn getroffen bat. Heute sind weitere Nrbciterkatrgorien dem Bcifviel der Streikenden gefolgt, so daß sich dir Aahl der A u S st ä n d j g r n jetzt auf annäljernd eine halbe Million Mann beläuft. Bon seilen der franzäsischen Presse wird dem Generalstreik deswegen eine so große Bedeutung ' beigemessen, weif Einwirkungen auf den Gang der FricdenSver- bardlniigen befürchtet werden. Die Zensur arbeitet sehr scharf und läßt nur Kommentare durch, die den Streik als Lohn- bewrgung werten. Trotzdem läßt sich aus Andeutungen der links- stellenden Organe erkennen, daß neben den wirtschaftlichen shorde- rungcn politische Ziele die Triebscder der Bewegung sind. Di« Soziali st en»ersuchen unmittelbar vor Unter» zrichnung des Friedensvertrages eine völlige Niederwerfung und Knebelung Deutschlands zu oerhindern, wril sie in der Tnrchführung drS DiktotfriedrnS die schlimmste Gefährdung der sozialistischen Eniwickliing und ein« Erstarkung des kapitalistischen und militaristischen Imperialismus erblicken. poetischer Charakter öer französischen Streikdervegung. Genf, 4. 5tnni.(Eisicner? rahtbericht des„Vorwärts".) Die?irbtileibkwesi»nff iu Ztranlreich hat siewaltige Dimeo- sione» augevommen. Tie Volksoffrirfivc des französischen Pro- letariatS hat bcssonncn. Der rcvotntionäre Cha- raktrr, den die täglich anwachscude Streikbewegung nicht nur iu Paris, wo man bereits an die AXXXX) Streikende zählt, sondern auch in der Provinz über eine Lohn- beweg««g hinaus angrnourmcn hat und diese zu einer p o I i t i scheu Aktion macht, wird von den sozialisiischen Vlatlrru offen zugegeben und von der Rcgicruugspresic fest- gestellt. Dem Streik der Pariser Metallarbeiter, der au die 50 000 Teilnehmer zählt, und demjenigen der großen Waren- Häuser haben sich anch die Pariser Untergrundbahnen, die Nord- und Süddahn»ugtschlassen, ebenso die s�lugzengsabriken. In der„H«manit6" schreibt Marcel Cachin über Ursache und Ziele der Streiks, ihm liege die sozialistische Unrnhe zngrnnde. ES wird mit einem Worte gesagt, die Arbeiter- klaffe zweifle zu sehr an der Lebenskraft und Fortdauer des Kapitalismus. Er kann wohl einige Zeit den Krieg mit seinem Volke überleben, aber überall sieht man die Anzeichen seines Verfalls. Bezeichnend für die politischen Ziele der heutigen Streik- bewegung ist der in der„H u m a n i t 6" veröffentlichte Auf» ruf an die Arbeiter, der sich gegen die Fnter- vention in Rußland richtet und worin es heißt: Die sozialistische Partei beschwört das franizösischc Volk, die Vernichtung der Arbeiterrcvolutioncn nicht zuzulasien. Im gleichen Sinne äußert sich F a b r e im„P o p u l a i r e"; er sagt: Die Stunde ist äußerst ernst, diese enormen Massen von Arbeiter und Arbeiterinnen verlassen nicht ohne wichtige Gründe ihre Arbeit. Bon unserer Einig» keif, Disziplin und Fähigkeit hängt der Mut von der Ar- beitcrklasse und damit der sozialistische Fortschritt ab. Der„Tcmps" äußert über die Ausdehnung des Streiks große Unruhe und schreibt, die Veranstaltung deute dar» auf hin, daß es sich hier um keine rein Wirtschast» l i�l, c Bewegung, sondern um eine solche r r v o l u t i o- närco und politischen Charakters handelt, die auf die Regierung der Entente einen Druck ausüben will, um ihr die Fruchte des Sieges zu entreißen, was zur Folge hätte, daß der Schuldner Deutschland seiner gerechten Sühne entzogen werde. Das„Journal des D6bats" schreibt, die dortige Arbeiterbewegung sei eine Folge der bol- schewistischeu Propaganda und diene den Interessen des in den letzten Zügen liegeuden.Frindes. Teutschland habe immer aus eine bolschewistische Bewegung in Frankreich gerechnet, u« den gerechten Folgen seiner Niederlage zu entgehe«. Amsterdam, 4. Juni. ANS Paris meldet Reuter: Der Ausstand der Transportarbeiter dauert fort. Die Bahnhöf« der Metropolitain sind von Soldaten besetzt. Ter Straßen. bahn- und Omnibusverkehr liegt still. Amsterdam, 4. Juni. DaS.Handelsblad" erfährt au» Paris, daß die Anzahl der streikenden Arbeiter immer mehr zunimmt. In PariS ist man in großer Sorge über die Haltung des Eisenbahn- Personals.. Dies« balen für Freitag eine. große Bersammlung ein- berufen und man füvcbtet. daß sie sich ebenfalls der Streikbewegung anschließen werden. Das Charakteristische der ganzen Bewegung ist, daß die Ausstände ohne einen Beschluß der Syndikate und gege« de»»«t der Führer ausbrach-». «Eine ariäe»-utstste protegaote. i|>er tschechisch« JlttpCfsoHsmUS. Nachdem Wolter« Einzelheiten über die Mitwirkung der Frau zosen an der„Rheinischen Republik" bekannt aewarden sind, hat Reicht ininlster Erzborger heute sofort eine dritte Rote durch General v. Hammerstein llberreichen lassen. Diese lautet: „Im Anschluß o« meine beide« vormngcganzieneu Roten habe ich über weitere unerhörte Begünstigungen de? hoch- verräterischen Treibens im besetzten Gebiete durch französische BesatzungSbe Hörden noch eücklichst Beschwerde zu führen. Di« hessische Reg»er«ntz erklärt in einem össrutlickjen Auf- ruf:„Nntrr schlimmster Brrlctzung d«S Völkerrechts haben die Franzosen mehrere politjscheFührer verhaftet, darunter den Führer der hessischen Volkskammer, den Beigeordneten Ade, lung-Mainz. Gestützt auf vi« unzweideutigen Willenserklärungen der r h» i n h e s s i s ch e u Be- »ilkerung, erhebt die hessisck» Rrgiernng»or aller Welt lauten Einspruch gagen die Versuche der französischen Militärbehörde, den wnhren WillenSanStruck Rheinhessens zu knebrl»." Ich ersuche den Präsidenten der hessischen Volkskammer, Bei- geordneter Adelung, alsbald in Freiheit setzen zu lassen, damit er das ihm vom hessischen Volk übertragene Amt frei und ungehindert ausüben kann. Die Verhaftnng deS Präsi- dente» einer VolkSkaanner, der sich gevon gewissenlosc staatSgcfähr- lich« Treibereien pflichtgrniäß zur Wehr setzt, ist ein Attentat ans die BolkssouverLnltät. Ich appelliere gegen derartige unerhörte Uebergriffe militärischer Besel, Isdabcr an die Gesamtheit der alli- ierten«nd assoziierten Regierungen. Geueral Mang in in Mainz setzt die gröbsten Ver- letzungen deS Waffenstillstandsvertragrs fort. Nach glaubwürdigen Nachrütiten keß er in Mainz große Plakate deS folgenden Inhalt? anschlagen: „Verschiedene Zertungeo melden, daß die deutsche Regie- rung Diaß nahmen gegen solche Bürger ergreifen will, die sich für die neu« Regierimg erklären. Dieser Paragraph 81 deS deutschen Strafgesetzbnch,«f de» sich die dontsckw Regierung be- ruft, ist aufgehoben. gez. Mangin." Diese Verfügung deS Generals Mnngin ist eine offen- kundige Verletzung des Waffen st illstandsver- träges. Ave deutschen Behörden des besetzten Gebietes, müssen sie als null und nichtig betrockzten, da die Befatzungsbe- Hörde nicht das Recht hat, Bestimmungen des bestehenden deutschen EtrafgesetzbmhrS aufzuheben. Die trendeutsche Bevölkerung in den besetzten Gebieten Hai für derartige RechiSbrüche der fvanzö- fischen BesatzungSbehirden dasselbe Gefühl der Empörung»nd Verachtung, d»S sie gegenüber der Neine« Zahl dentscher Hochverräter leiden- schaftlich zum Ausdruck bringt. Die deutsche Regierung erwartet, daß die llasterten und assoziierten Regierungem dem p o l i t i» schen Treiben unverantwortlicher militärischer Befehlshaber e« rasche? Ende setzen, es sei den«, sie wollten die Verantwortung dafür ans sich nehme«, daß durch dir von allen Völker» verworfenen Methoden de? MilitariS- muS zu neuer«nd brutaler Herrschast gelangen. NcichSmintst» Erzberger. die Prüfung üer deutschen Gegenvorschläge. Entscheiduug DonnerStag. Paris, 4. Juni.(HavaS.) Die vier Regierungschefs sehten Dienstagnachmittag die Prüfung der deutschen Gegenvorschläge fort. Man hofft, daß sie a m Donnerstag damit zu Ende fein werden. Sie werden dann eine endgültige Entscheidung über die Antwort treffen. Genf, 4. Juni. sRellnmg der.Telegrofen-Kompagnie".) Nach den letzten Pariser Meldungen kann die für Freitag erwartet? Antwort der Alliierten aus die deutschen Noten bis z u diesem Termin noch nicht erfolgen, weil die leitenden Staatsmänner sich erst seit gestern wieder mit der ganzen Materie befassen und»n der kurzen Zeit die Beratungen und die Redaktion der Antwortnote nicht erledige» können, voraussichtlich werden dem Grase» vroÄorff-Rantzau die Beschlüsse beS vicrerrat« erst nach den Feiertagen überreicht werden. Di« deutschen Delegierten er- halten dann drei oder vier Tag« Frist, um sich mit der Reichs- r« gierung wegen Annahme oder Ablehnung der Frieden«- bedmgnngen m Verbindung zu setzen. Bon Staatssekretär Dr. Wilhelm E l l e nb og e n- Wen. Die Einverleibung der deutschböhmischen Gebiete in den tsckwchoslowakischen Staat bedeutet kurz gesagt, die Vergewal- tigung eines Wesen! lichcn Teiles deutschen Gebietes. D e u t s'ch ö st e r r e i ch ist ein Land das ganz unorga- n i s ch aus der Gesamtheit des alten österreichischen Staates herausgefallen ist. Alle übr gen Nachfolgestaaten haben mehr organischen Zusammenhang als dieser. Insbesondere ist es das Bemühen der Tschechen— und das ist ja der Grund, warum sie Deutschböhmcn haben i wollen—, sich ihren Staat so zusammenzustellen, daß er ein selbständiges staatliches Leben führen könne. Daß das eben : nur auf Kosten eines anderen Staates geht, entspricht im- perialist schen Grundsätzen, aber keinesfalls den Wilsonschen Prinzipien, denn das zurückbleibende Deutschösterreich erzeugt nur soviel Lebensmittel, daß es bloß die Hälfte der Bevölkerung ernähren kann, muß also selbst bei Friedenspreisen eure bis mehrere Milliarden Kronen Lebensmittel einführen, bezahlen könnte es sie selbstverständ- ! lich nur mit Jndustricprodukten. Aber die hierzu nötige In- dustrie wäre vielleicht in genügendem Maße vorhanden, wenn nicht eben die Tscheckjen Deiitschböhnien nehmen würden. Um nur ejnige Daten zu nennen: Die Spindelzahl in der Wollindustrie beträgt in Jnnerösterreich 133 000, in Deutschböhmen 349 000. in Tscheckstschböhmcn 101 000. Dir Weberei besitzt in Jnnerösterreich 1280 mechanische Webstühle, in Deulschböhmen— ohne Sndetenlcmd— 21 592 und in Tschechischböhmen 9638. In der Le nenindustrie gibt es in Jnnerösterreich 25 Betriebe, in Dei'itschböhmeu 105, in Tschechischböbmen 72. Es geht daraus mit klarer Deutlichkeit hervor, daß die Tschechen den Deutschen ihr indu- strielles Vermögen wegnehmen, um sich auf ihre�Kosten einen industriellen, leistungs- fähigen Staat einzurichten. So wird also der Rumpf von Deutschösterreich- sowohl auf agrarischem, als auf industriellem Gebiet ein Defizit haben. Es wird den notwen- digen Lebensmittelimport nicht ncit industriellein Export bezahlen können. Es wird daher zu einer passiven Zahlungs- bilanz verurteilt sein, das heißt entweder zu einer ewigen Sklaverei gegenüber dem Auslande oder, wenn es eine tiefere handelsMitische Moral hat, zu immer sich wiederholendem Staatsbankerott. Man lernt an diesen Ziffern mit greisbarer Lebendigkeit den tschechischen Imperialismus kennen. Nebenbei begreift man, ivenn man uns die Basis unserer aufrechten Wirtschaft entzieht, warum wir dann den Anschluß an Deutsch- l a n d mit solcher Leidenschaft propagieren. Wenn Deutsch- land noch so stark durch die Entente gedemütigt würde, so kämen wir doch in eine wirtschaftliche Genieinschaft mit einem Lande, das doch für uns nicht nur Herz und Gemüt besäße, sondern das auch starke Möglichkeiten einer starken Arbeits- Entwicklung besitzt, wir würden stark industrialisiert werden. Was die Tschechen uns genommen haben, würde uns durch die Gründung neuer Industrien ersetzt werben. Wir würden mit der Zeit ein industrielles Exportland werden können. In der uns großmütig vorgeschlagenen Donauföderation, deren Möglichkeit übrigens überhaupt in Frage steht, wären wir der bleibende Sklave unserer erbitterten Feinde. Man spricht in Paris von dauerndem Frieden. Man hat ja den Krieg angeblich geft'ihrt, um die Welt iu Hinkunft von dem Scheusal eines Krieges zu befreien, man hat ihn sür.die" Demokratie geführt. Können sich die I t a l i e n c r vorstellen, in deren Volke, trotz aller Gegenvorstellungen, sich die Idee von der Zugehörigkeit der österreichischen Italiener zu ihnen so lebendig erhalten hat. daß es sich, obwohl unangegriffen, obwohl ihm die Zurückgabe eines Teiles dieser Völker frei- willig angeboten, in den Krieg gestürzt hat, ich frage, können. sich selbst die irredentistisch gesinnten Italiener vorstellen, daß, wenn man nun 3y2 Millionen Deutsche w ii> e r ihren Willen vonihrem eigenen Volke, zudeni sie wirtschaftlich gehören, dessen wirtschaftliche Existenzmög- lichkeit ihre Zugehörigkeit bedeutet, losreißt, sicheine ni solchen Terror �smus, auch wenn er von den mäch- tigsten Staaten und siegreichsten Staatenverbindungen auf- gelungen wird, auf die Dauer gefallen. lassen werben? Di« Elsaß-Lothringer haben sich wenigsten zum Teil nach Frankreich gesehnt. Aber kann sich Wilson vor- stellen, daß die Deutschen, die nunmehr Jahrhunderte hin- durch nationale Kämpfe von sich fortwahrend steigernder Leidcnschaftlichkett gegenüber den Tschechen geführt haben, die bisher in Oesterreich den Traum eines �errenvolkes geträumt habe», sich»«»mehr ged»Uig i« ei» Sklave»- V■■■■' \o$ einer fremden N a k l» n begeben werden? Und kann Wilson glauben, daß die Ver- sprechungen, die von den Tschechen gemacht werden: Autonomie, Deniokratie, Gerechtigkeit, gute Be- Handlung usiv. glaubwürdig sind, da doch die Tschechen selbst in den jetzigen Wochen und Monaten, wo ihnen an dieser Glaubwürdigkeit Europa gegenüber gelegen sein muß, wo sie doch das Ansehen einer dcmokratisci)en, wohlwollenden und gerechtdenkenden Nation vor der Entente sich erwerben müssen, wenn sie selbst in dieser Zeit gegen Deutsche, die ihr Selbstbestim» mungsrecht reklamieren, mit Waffengewalt in den Straßen deutscher Städte vorgehen. Ich prophezeie den Machern eines solchen Gewaltfriedens, daß Deuts chböhmen der Herd einer unaufhör» lichen Beunruhigung Europas werden und daß diese Vergewaltigung von 3y2 Millionen Deutscher nicht Bestand haben wird. Die Führer in dem Kampfe gegen die nationale Vergeivaltigung werden die Sozialdemokraten sein. Englische Proteste gegen üen Gewalt- frieöen. Absurde und frevelhaste IfriedenSbedingungen. Amsterdam, 4. Juli. Wie der.Daily Herald" meldet, fand am 30. Mai in der«Sfsex-Hall in London eine Protesteersamm» l u n g gegen die absurden und frevelhaften Frie- densbedingungen mit Deutschland statt. ES wunde eine Entschließung anlgenommen, iv der gegen die Friedensbedin- gungen protestiert wird, die»ine Verletzung der Waffenstillstands. bedingungen, eine Sergewaltigung der Grundsitze, von denen die britischen(Staatsmänner bei der Fortsetzung de» Krieges geleitet wurden, und die Vernichtung des Völkerbundes bedeuteten. Noel Buxton legte in einer Rede dar, daß der Friedens- vertrag nicht nur von Pazifisten verurteilt werde, unter seinen energischen Gegnern befänden sich ZRänmer, die früher den Krieg kräftig unterstützt hätten, wie z. B. Lord Hugh Eecü und Earvim Der Friedensvertrag bedeute eine Verletzung der Ehre und wevde den Ruf Englands vernichten. Philipp Snowden, der mit ungeheurem Beifall begrüßt wurde, führte Präsident Wilson» Reden, in dem dieser für die Rot- ivendigkeit einer Wiederauferstehung Deutschlands eintritt, an. Jerome K. Jerome erklärte. England fei siegestrunken, man müsse warten, bis es wieder nüchtern fei. Tiefer Fried« zur Er, merdung d«S Frieden», den der Rat der Bier mit dem Teufel als Präsidenten festgesetzt Hab«, werb« der schmutzigste Fetzen Papier sein, der die Geschichte der Welt besudelt Hab«. Amsterdam, 4. Jrnri. Der sozialistische.Daily Herald" kommt i» einem Artikel auf die Drohung Lloyd Georges zurück, daß der Friede in Berlin unterzeichnet werden würde, wenn Deutschland ihn in Versailles nicht unterzeichnen wolle. Da» Blatt schreibt: Diese Drohung ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Bevände. rungen, die seit dem Waffenstillstand vor sich gegangen sind. Der »uverschLmte K»mmand»t»n ist fetzt auf Seiten der Alli- i e r t e n zu finden. Wie verhalten sich die englischen Arbeiter dazu? Wie„Daily Herald" weiter mekdet, hat die„Gesellschaft der Freunde" s Quäker) auf ihrer JahreSverfammlung ein« Entschließung gefaßt, in der u. a. erklärt wird, die Deutschen hätten ihre Waffen unfer gewissen klaren Bedingungen niedergelegt. Man müsse daher den Deutschen- gegenüber ehrlich sei« und da» gegebe»« Wort halten.____ �uch die Rumänen unzufrieden. Pari«, 4. Jurti. lHavaS.) Die rumänische Delegation üVergab gestern vor Eröffnung der Sitzung eine sehr scharfe schritt« liche Erklärung, in ch»r sie ihre Vorbehalte bezüglich der«ritkel aufrecht erhält, gegen die sie im verlaufe der interalliierten Be- ratungen protestiert hatte. Der StMebäu der Zukunft. Anfere Fett strebt danach, einen neuen Kunftstil zu schaffen. und sie hat erkannt., daß die» nur von der Baukunst aus geschehen kann. Unser« ganz» modern« Kunst war dadurch gleichsam«nt. wurzelt, daß es an ezner organisch gewordenen Architektur fehlte und die andern Künste daher keinen Mutterboden für ihre Eniwick- lung fanden, llnserx Städte müssen wieder organische Einbetten werden, wie e» die Städte de» Altertum» und de» Mittelalters waren. Von diesem �ssirundgedanken geht Bruno Taut, der als der stärkste Vertrettr dieser Reformbewegung angesehen werden muß, in einem Buch au».\tS er unter dem Titel„Die Stadt« kröne" bei Eugen Diedertch» in Jena veröffentlicht. Früher durchzog die Archttekwr d-»- ganze Dasein der Men» schen, und das Gefüge der Stadt war ein deutliche» Abbild de» inneren Dasein» derer, die in ihr lebten, und ibrer Gedanken. Der stärkste AuSdrnck deser inneren Geschlossenheit aber war die.Stadt- kröne", ein alles ankere beberrkchendes Bauwerk, da» Herz und Kern des Ganzen lnldete. Alle Bestrebungen de« in neuester Feit zu einer Wissenschaft ausgebildeten Städtebau«» müssen darauf hinzielen, unfcv« Städte an» dem chaotischen Durchewander. in dem sie erbaut find, zu erlösen, zum seelischen Ausdruck ibrer Be- wqhner zu machen und ihnen durch eine bekrönende Architektur Halt und Einheitlichkeit zu verleihen Die Krone der alten Stadt war das Gotteshaus, die Kathedrale, um die sich notwendig di« anderen Bauten kristavPcrten. Feiten, in denen da» religiös« Gefühl er- schläfst war, versuchten dann fürstliche Residenzen zum Mittelpunkt zu machen, wie die» in den Anlagen de» 18 Jahrhundert» geschehen ist, und im 19. Jahrhundert dachten Romantiker, wie Gilly und Schinkel, daran, großen Denkmalsbauten die Bsdeittung des krönen- den Zentrums zu verleihen. In den Vereinigten Staaten hat man in neuester Fett zuerst sich der Schaffung einer Stadtkrone wieder Mgeistomdi. und zwar sind e? hier zumeist RegierungSgebände und Natshäufer. die als Mittelpunkt für da» Stadtbild gewählt werden. Doch ist bei dielen amerikanischen„Kavtto'en" noch kein neuer not- wendiger Baustil entwickelt Immerhin äußert sich der neue Bau- aeist hier in gewaltigen Plänen, wie z. B. dem der Amerikaner Andersen und Hebrard, die den Entwurf einer„Weltbanptßadt" mit einer Krone, dem„Türm des Fortschrittes" von 320 Meter 'Höhe entworfen haben. Einen ähnlichen grandiosen Jdeenbau plant der Holländer Berlage in seinem..Völkerdenkmo-l". Gleiche Weg«, aber in praktischerer Form und au» dem Geist eine» neuen Baugefub'S heran» beschreitet Taut in seinem au»- sührlich entwickelleg Vlan einer idealen FiikunftSllakt. Sem Eni- Wurf umfaßt einen Krei« von etwa 7 Kilometer Durchmesser, in dessen Mitte sich die„Stadtkrone" erhebt. Di« Bahnlinie ist im Qstteil vorgesehen, so daß zwischen Bahnhof stnd Stadtmitte sich das Gesck?äftSleben entwickelt und hier auch die PerwaltnngSgebäude sich erheben. Weiterhin an der Bahnlinie bis an die Peripherie hinaus sind die Fabrilen verteilt. Von Westen dringt ein großer Park, der da» Herz der Stadt mit dem Lande verbindet, b!» in» Innere vor: hier liegen in schönen Gartenan lagen die Hauptkirchen. die Unterrichtsanstalten und die Hofpitäler. An den Bark schließen »ich die Wohnviertel, die in Form einer Gartenstadt gedacht sind. Die Stadtkrone ist die Verkörperung des sozialen Gedanken», der nach Taut in unserer Feit an Stell« der rein religiösen oder staat- liehen Idee in den Mittelpunkt treten muß. ES sind vier große Kaute», die er» streu« nach der Scmne«ieutiertetz Sr-azz bilden; „Gekft der Versöhnung" kn verfaMes? Optimistischer Bericht der„Daily News". Haag, 4. Juni.(Meldung des Hollandsch NieutvSbureauS.) Der Korrespondent der„Daily New»" meldet auS Paris: ES schwebt «in Geist der Versöhnung in der Luft. Ich will den ver- schiedenen in PaoiS verbreiteten Gerüchte», wie beispielsweise den Erklärungen eines amerikanischen Blatte» in Paris, daß Lloyd George als großer Anhänger eines Kompromisse» sich bemüht, Clemcuceau gegen Wilson zu unterstützen, keineswegs zu großes Ge- wicht beilegen. Wenn da» Blatt erklärt, daß Präsident Wilson gegen jede Verbesserung an dem Vertrag ist. so kam« ich dem gegenüber versichern, daß Wilson i» Wirklichkeit mtt der ge- samten amerikanischen Delegation bedingungSlaS auf dem Stand- Punkt einer Revision de? Vertrage? steht, von Lloyd Gearg« glaubt man nicht, daß er sich in irgendeiner Weise von feinen bri- tischen Kollegen trennen will, um so mehr als er weiß, daß im Majestic-Hotel kräftige Einflösse sich geltend mache», die auf eine Verbesserung d«« Vertrages hinsteuern. Diese Strömung machte sich bereits in dem am Sonntag abgehaltenen Ministerrat geltend. Das Interesse, den Deutschen zur Unterschrist ei» Dokument vor zu- logen, da« ebens« gerecht wie durchführbar sein würde, wa» bei dem gegenwärtigen Vertrag nicht der Fall ist. nimmt ständig zu, und natürlich muß mit der Haltung der Franzose» gerechnet werden. Sie haben degeeifticher- weife dem Vertrag gegenüber nicht dieselben Gefühle wie Amerika, und c» ist klar, daß die Verwüstungen ihre« Landes ihnen auf der Seele brennen, während di« finanzielle Lage und ihr geschädigtes Erzeugungsveetnögen neben einer stark verminderten Bevölkerung sie mit wirklicher Besorgnis über den Fustcmd erfüllen. Gefühle können jedach die Tatsachen nicht wegwischen. Di« wichtigst« Frage im Znsammenhang mit dem Vertrage ist für Frank- reich einen Frieden zu schließen, der auf der Grundlage von tat- sächlich durchführbaren Abkommen beruhen würde. ES ist keine Rede davon, daß in den Hauptpunkten des Vertrages wesentliche Aenderungen vorgenommen werden. Alle dies« Erwägungen werde» in den Besprechungen dies« Woche einen großen Platz einnehmen, aber es wäre voreilig. Prophegeiungen über da» Evgebni« dieser Besprechungen abzugeben. Ich selbst glaube, daß venverungen van mehr alS formalem Interesse in de» Bestimmungen bezüglich de« Saargebietes, in' den Bestimmungen über die Entschädi. gungen, die Häfen und Wasserwege und mögkcherweife auch in den territorialen Regelnngen in Ostenrapa*«> genommen werden. Der»Daily Chcanicle". da» Blatt Lloyd Georges. verSssenikicht ei» außerordentlich umfangreiche» Telegramm au» Pari». Darin wich auseinandergesetzt, weshalb und welche Aenderungen der FriedenSbedingungen möglich find. Der Kot«. fpondent de» Blattes sagt, daß die Lage dauernd von zwei Sziownen beherrscht war, nämlich von den exttemen Pagifisten und den extremen Draufgängern. Da» Publikum beunruhigt sich, weil alles hinter den Kulissen vor sich geht und da» Ziel nicht erreicht werde» kann. Di« Entente hat Berlin gewarnt, daß von grundsätzlichen Aenderungen nicht di« Rade sein kann. Nun handelt eS sich aller- ding» darum, was man unter grundsätzlich versteht. Es gibt mehrere Punkte, bei denen«n Entgegenkommen möglich ist, sobald Deutsch- Icind oder die deutsche Regierung die wirkliche Lage erkannt haben und die» durch ein« veränderte Gesinnung beweisen. Jede Aende- rung aber, die während er Verhandlungen besprochen wird, veran. laßt neu« Intrigen und Roibungen. Lloyd George z. B. hat dafür gekämpft, Tanjig zu einem internationalen Freihafen zu machen und den Korridor möglichst schmal zu bemessen. Als.die jüngsten Verstöße Polen» gegen die Bestmnmungen der Entente stattfanden. war ein« Gelegenheit gegeben,«ine liberaler« Regelung durchzu» führen und das abzutretende deutsch« Gebiet zu verringern, aber dem steht entgegen, daß Preußen gerade in diesem Sediat werter- hin sein« schlimmste politische Propaganda betreibt. sie dienen dem GemeinfchaftS- und dem BildungStrieb der heutigen Menschheit. tpernbauS, SchaufpielbauS und VokkShau», umgeben von kleineren Gesellschaftshäusern, Museen, Bibliotheken und Lese- Häusern, werden wieder bekrönt pon einem höchsten Bauwerk, dem KristallhauS. da? ein feierlicher VersermtnlungSraum ist. In ihm ist der höchste Ausdruck für die.St-idtkrone" gefunden, vi« der Stadt der Zukunft den Stempel der harmonischen Schönheit und der organischen Ewchett aufprägen soll. Neues£efceti im Schaufpkelhause. Die Leitung de» Sibouspielbauft« bat die vararbeften z»m AnSbou des Spielplans und zur Ergänzung des»unstkörper« für die nächst« Evielzett beendet. Etti Komödienabend erlebt noch Mitte diese« Monat« seine Erstaufführung, er en»bält„Die Höbe des Gefühl«" von Max Brod. die Komödie„Fliege" von Leovbard Eebrickel(Nr- auffübrnng) und die Burleske von«rtur Schnitzler»Zum großen Wurstel". Für die Saison lSlSI», die am 1. September beginnt, wurden erworben:„Die Gabe GotieS", komiiche Tragödie von Moritz Goldstein tUroufführnugs,.Bundram« Auserftehuna' vonlllrich IteindorfflUrauffüvruna)„Der Bert ler" Drama von Emil Lucka lUraussührungj,.B ran dl". Komödie von Caben.„Friedrich der Große", Drama von Hermann von Bönicher(Uraufführung),„Kapitän Brase» mann« Opfer", Komödie von Max Dreyer(Uraufführung). .AlkestiS", Schauipiel von Prechtl.„Stroh". Komödie von Hon« Jobst.„Prinz Loui« Ferdinand". Drama von Fritz von Unruh Ferner gelangen zur Aufführunci: da« Schouipicl „Adrian BrouverS Hochzeit" von Siücken, das Drama , K o r o l le n k e lt e n" von Dülberg und v,n Moritz Heimann .'Joachim von Brandt". An ilafsiichen Neuinszenierungen werden vor bereitet von Lhakeipeare:.Macbeth",„Timon von Athen" in der Uebertro-iunr von Hon« Olsen und„Der Sturm" in der Eineichlung und mit der Wufit van Felix Weittgartner. Von Giabb« wtrd.Hann»» bat* von Hölderlin.Tod de» EmpedotleS"(beardeiter von Wilhelm von Scholz) einsiudierf. Um eine allmähliche orga- n(che Neubildung des Revono.rs zu erreichen, wurden auch eine Reihe von älteren Werten, die bisher im Schautpielhans nicht gegeben wurden, erworben u. a. Dramen von Gerhard Hauptmann, Wedekind und Ttrindberg.— Die Volksvorstellungen zu ermäßigten Pretten. die sich außerordentlichen Zuspruch» erfreuen, weiden weiter ausgebaut. In den Berbond de« Schaiitvielbaule» treren ne» ein; Albert Baffe, mann und Frau Artur Evren«. Jacob Tiedtke, Tdarlotte Mündt, Victoria Werkmeister. Außkidein wurde au« den Rechen de« künstlerische» N.ichivuchi'e« eine Anzahl junger Kräfle verpflichtet. Auch der szen'sche Teil der Sufführilnaen wird eine Umwandlung erkahren: neben der Firma Kaul?ky werden neue, außerbolb deh Theater« stehende, künstlerische Kräfte j« Gestaltung der Bühnen- vtlder herangezogen werden._ MSnchene? Theater. Das literarisch erheblichste unter den Münchener Tbeaterereig» n'ssen der letzten Wochen war die Ausgrabung eine« flämischen MualelfpielS von lölS.„Ra rieche» von Nym wegen". Gberschlesien gegen Gftafrkka! Rotterdam, 4. Juni. Laut„Nicuwe Rolle» damsche Courant" meldet die Exchange Telegraph-Company aus Paris, man könne schon im voraus sagen, daß die Entente die deutschen Forde» rungen nicht bewilligen wird. Den feindlichen Bevoll» mächttgten wird ein Termin von 3—4 Tagen zur Entscbcidung dar» über eingeräumt werden, ob sie di« Bedingungen annehmen wollen oder nicht. Das Recht Eitglonds, die deutschen Kolonien zu behalten, wird wahrscheinlich noch einmal zur Sprache kommen infolge des vorschlage« von Lloyd George. daß Oberschkeßrn Deutschland zurückzegeben werden muß. um di« wirtschaitliche Lag« zu erleichtern. Die amerikanischen Such» verständigen hätten bei Wilson darauf gedrungen, daß Polen Oberschlesien behalten soll, daß die Deutsche» aber ein Maubat für Ostafrik» bekommen sollten, um ihnen die Erfüllung der wirtschaftlichen Bedingungen zu ermöglichen. Bombenanschläge in Amerika. Awperda«, 4. Juni. Der Rew-Yarker Korreipondet der„Times" berichtet über die Bombenanschläge in den Vereinigten Staaten, daß am 3. Juni morgens in nenn verschiedenen S:ädten Explosionen stattfanden. Es handelt sich in sömtl.chen Fällen um Anschläge auf Personen, die mit der Unterdrückung des VolichewiSmu« zu tu» hatten. Die Perionen, denen die An» schlüge galten, wurden nicht verletzt. Proteste gegen die chemische Republik. In Aachen Häven die ArSoiter»ine gewaltige Demonstratio« gegen die»heiuisch» Republik»eranßaltet. Aus Köln liegen Metdnnge» üter Streikdoohungea der ge» samten Arbeiterschaft vor. Die„DimeS" meldot auS Koblenz, daß dort am Montag alS Protest gegen die Errichtung der ithein-Repüdlik ein allgemeiner AnSpaud erklärt wurde, vier Stunde« später nahmen die Streikend«» iusolge BrfeylS der amerrkauifche» Miiilirbehördea die Arbeit wieder auf. Wie wir weiter au« bau besetzten Gebieten erfahren, verhalten sich Englinder und Amerikaner gegenüber den Ab» Ueauimgtgeiüste» volllommen neutral und gleichgültig. Nur die Franzosen find es, di» alle dies« Vestredungen aus da« eifrigste unterstütze» und den Landetverrätern volle Sympathie entgegenbringen. Wie die.P. P. melde», ist zum Staatskommissar für da« besetzte Gebiet im Westen der bisherig« Regierungspräsident von Köln v. Starck«mSersehe«. Au« Speyer wird der.Fraukf. Ztg." gemeldet: Wie nachträglich bekannt wird, ist auch Redakteur Steffen von der sozialdemekratische«..Pfälzische» Post" in Spey» durch zwei französisch« Offiziere aus der Straße"verhaftet und m«in bereitstehende« sranzösijche« Militärauto gebracht und fortgeschafft worden. Wohin ist nicht bekannt. Bornntersnchmtg gegen Sotten. Die Voruntersuchung gegen den Staatsanwalt Dr. Dorten ist beantragt. Zum Untersuchungsrichter wuroe Reichsgerichtsrat Dr. Schmidt ernannt._ Gegen de« Artikel 32 des RclchSverfassungsentwurf»(der jetzt t« Artikel 11 geworben ist) hat gestern im Hotel Excelsior eine esprechung von Vertreter» der Vorstände der großen Orgam» fationen aus dem Gebiete von Kunst, Wissenschaft, Literatur, Theater und Film Stellung genommen. Dieser jetzt abgeänderte Artikel will di« Freiheit der Meinungsäußerung durch Wort, Schrift, Druck und Bild nur„innerhalb der Schranken der guten Sitten" zulassen. Dieser Kautschuksrtftei ist unmöglich. Ein ArbeitsauS. scbuß wurde«ingesetzt. Unverzüglich soll mit führenden Mit» gliedern de» Berfaffuna»au»fchufle« Fühlung genommen werden. welche» da»„ReueTbeater", eine von Dr G. F r e y t a g geschickt und mit literariiwem Takt geleilelete Kleinbühne, recht ein» vrucksvoll bera»«gebracht hat. trotz der an Darstellern und szenischen Apparate beschrSnkien Mttel. Der Teufel bemächtigte sich diesmal keiner faustisch ringende» Ranne«ieele, iondern einer kleiner Psarrersnichle. die ihm nach stebenjäbriaem Freudenleben durch ein geistliche» Seroillpiel— ol« Spiel im Sp'ei recht nett in den Rahmen der leeendori'ch-bunien Vorgänge gestellt— hinwegbetebrt wird. Die Neuepilgertabrt die vom Teufel erst noch vier Türme ho» in die Lüste miikühite, führ« bi» vor den Papst ielber und Mariechen von Nqmwegen»»det gottlelig. nachdem ihr noch die Muttergotte« höchftielber die von» Papste verordneten Büßerletten abgenommen. Im Schauspielhaus grtff man in der seelischen Eiit» kpannung, die na» dem April warm über die Stadt kam. zu der klaffffch-hefteren Besellichoftlichieii MolibreS und gab Lea preciusses riiieules in guter verdeuttchung und in stilvoll farbenprächtigem Rahmen, den nur, die beteiligien Damen nicht so ganz m» dem Stil anözniüNen vermochte«, den da« Stück erfordere. Roberto Braceo«. Untreue' schloß sich an. eine sener geistvoll heiteren Zuchtwahlgoukeleirn, oui denen d»« romonftche Büdne seit Generationen feNliegt wie sonst irgend eine alt« Seseüschast auf dem Kanon ibrer Förmlichkeiten. D«e Kammeripiel« begnügten sich mit einem betterei» Abend, der bi« auf de« alten Restroy urharmlole„Schlimme Buben" zurückgriff und G. Courtoline«.Stammgast" «um Höhepunkt baue, eine französisch« Simplizi'simus'chiinrr» in flüssigem Kirbareitst'l. geiell'chaftsiatiriich gerichtet gezen vi» Ge» fahre», mit denen die Möglichkeiten de» Parlamentarismus Elmralrer bedrohen wie den famoien und von Arnold Tbarlö sami'« gegebenen A dvokaien Bor barmrolle, der m der gleichen Sache n�t dem gleichen Pathos segnet und flucht, je nachdem der Wind sich dreht._ v. Notizen. — Sturm-Ausstellung. Auf der 7S. Ausstellung de» Sturm, Potsdamer Str. 134a, wird das Gesain nmrk des expressio- nistt scheu B'.ldbauerS OSwald Herzog in seiner Entwicklung vom Naturalismus zum absoluten Expeefstonismus gezeigt. — Eine Erinnerung an Gen Flora duften st reit erweckt der Tod von Albrecht Dürer L u e a S. der aus Soutbampron aemeldet wirb. Er war der Sohn de« verstorbenen Büdbaiiee» Richard Lucas und meyte Aufsehen durch das FeugniS. das di« berühmte Wachobüste, di« das Kaiser-Friedrich. Museum als ein Werk Leonardos ermorden hatte, von seinem Vater-mgekettigt worden sei. Der„Vorwärts" bat damals ein Jmtrrmew mit Lueae gebracht. Die Borausiagungen. die Lucas jun. über den Inhalt der Wachsbüste machte, haben sich bei der Oefftrung bestätigt. General» direktor Bode, der dir Aftäre als Macht- und Prestigefrage deban- delte. will sich immer noch nicht in sein Schicksal fügen imb de» hauptet weiter die leenurrdeot« Herkunft der über alle dies« Men schlich ketten lächelnden Frau. — Di« D« u t s ch e Dr-amatische Gesellschaft hat ihren Vorsitz jetzt Dr. Elsner übertrage». Im kommenden Winter werden zunächst in Merlin bisher unbekannte oder unbeachlete Dramen zur Aufführung bzw. Vorlesung kommen. Geschäftsstelle BeUUi'Psntvw, Ksvalxrstr. l. Nr. SS�ZS.Fahrgaüg 1. Seilage des Vorwärts Dstifteeswg, S. Die Partei in Krieg unö RsVoZMisK» Ssricht öes parteworstanSes an Sen Parteitag. jtejSfegKflEW?! I Der Bericht dcZ ParieivorftsuSG cm dm Parteitag M Wsimmc ist soeben erschienen. Nach einem allgemeinen Teil, der die Mosten geschichtlichen Sveigniffe rekapituliert, bringt er«inen Ssricht öder Sie Organisation, dem wir folgendes enteeljmsn: Die Beglsiterfcheinungen des Krieges hatten unsere« Mit- nlrederstand stark herabgedrückt. Den gröstien Tiesstau d hatten wir um die Zeit des WürMroger Parteitags. Waren doch damals und bis qum Ende deS Ari?g«S etwa 75 Proz. unserer männlichen Mit- glicder tum Heeresdienst einberufen und damit dem O-rgcmisationS- leben entzogen. Daneben hatte die vollzogene Spaltung die Rachen der Partei schwer erschüttert. Durch die Uebertritte Unabhängigen Partei erlitt unser Mtgliederbestand erhebliche Em- bustem die noch gesteigert wurden durch die Parte iverdrossenhsit. welche durch die zügellose Kvitik der Os'pofition heroorge rufen war uich leider manchem früheren Mitkämpfer Veranlassung gcch, vom politischen Leben sich abzuwenden und passiv der Weiteventwnk- hing der Dinge gegenü herzu stehen. Nur längstem trat im letzten Kriegsjahr eine schwache Besserung ein. Die Mitgliederzahl ftsi- gerte sich im slah-rx 1917/18 nach den reicht vollständigen Angaben gegen das Vorfahr um SZftO, die der weMicbcn Mitglieder um lhii7. Einen völlizen N«sH»u!lg der OrgenisationSverhältniffe bracht« die Revolution. Der Zustrom zur Partei wuchs ungeheuer. Eins endgültige lleberiicht über den Mityliederstand«» gsbon, war leider nicht möglich. Wie müssen tmS mit oinigen Stichproben cm» den Bezirken begnügen, die vollständig berichtet haben. Im Bezirk Westliches Westfalen betc-ug am Jahn-Sschlust die Mitglieder- zahl 52 Ell gegen 1Z99S bei Abschlust des vorigen BerichtZfahrsS. Iul Bezirk Pommern SE 685 grze« 1256. Ter Bezirk D r« S d« n berichtst über 36198 Mitglieder gegen 13 667 am Schlüsse des vorigen Jahre«. 15 626 gsgen 1479 im Vorjahre werden au« dem Bezirk Kassel gemeldet. Selbst der so schwierige Bezirk Halle konnte seine Mitpliederzcch? van 409 aus 5231 steigern Erheblich gesteigert hat sich r>uch die Zahl der weiblichen Mitglieder. An dem Ausbau unserer Organisationen must ständig gearbeitet werden. Unsere für diesen Zweck angestellten Sc- kestäre mustten vieliach auf kommunalem Nebiets sich betätigen oder sind mit Aeustmi in den A.» unid S.-Räten wie mit pariamenta» risckeg Maredas-n belastet. Um darunter die Agitation nicht leidon zu lassen sirrd dort, wo geeignete Vertreter reicht vorhanden find. zweite Sekretäre angestellt worden. Die neuen Verhciltnisse machen einen Umbau unserer Or- znmisatton erforderlich. Di« ReichStcnMvaMreise, die bisher die Ai-undlage unseres OrcwreiöotiorrsgelVudeS bildeten, sind in Wegfall gekommen und dafür Wahlkreise g? schaffen, die sich in ihrer Gröste vielfach mit unseren BezirkSorganisationen decken. Die endgültige rfestlegung dieser Kreist wird erst bei der BeMristkassung über das Estsetz bete, di? künftig?« Refcs�.strnewchlen erfolgen. Erwe Sitzung de? ParteirnislchulleS sttzt« deÄhalb eine Kommission sin, die ein« erforderliche Umarbeitung de? Organisation SstatutS vorbereiten soll. Der Entwurf der Kommistion wird dem Parteitag zur Beschluß. mssung vorgelegt. Neben anderen bebe utsa«wen Arn Gerungen«ut- lätt er auch«ine Heraufietzuna des zu erhebenden Min best bei- trage? der Partei. Angesichts der geosten Zutunfttciufgalmn D irrer Bewegung wi« der enorm gesteigerten Kesten der Agitation ist eine Echöhung de»„«aenwärrise» Beitrage» ) ringend n5ri a Die st Notwendigkeit bat schon in den hetzten Ro- � �------------ M. bt§ herigen 20 Pro,, wird aeichkagen. in Zukunft SS Proz. von den er- bobencn B-iträaen«n die Parteikasse ahmfübeen. Die Mittel der Hmiptkasse find durch die ArierSjabre und durch die Wahlen arg geschwächt, die Anforderungen an dies« steigern sich aber fortgesetzt. Ein« Stärst-ng der Parteikasse durch erhöhte Beitrags. Pflicht ist daher drängend erforderlich. $coacabemg»m«j. Zum Wabllampf wurden vom Parreivorftand IS besondere FrauenfiugblStrer herausgegeben, ausserdem eine kleine Broschüre.Mcuenal für Redner'. Der Druck weiteren Agitation». Material« wurde durch die, Partatistische Beseyrmg der.Borwäns'. Druckerei unter bunven. Dst Beteiligung der Genosfinnsv an der Wahlarbeit war sehr rege, doch zeigte sich dabei«in fühlbarer Mangel an geschulten Rednerinnen, auch machte e« sich bemerkbar, dass in den.ftri»g«. jähren die shstemaliiche Schulung deS jnngen Xachivuchses versäumt worden ist. An weiblichen Abgeordnete« hat dt« Partei» im Reich..... 19 in Vreussen......... 9 , Baden.......,,. 4 , Würuemberg 3 „ Hessen••'.••••■*« 2 . Sachsen.......... 1 . Stenern.......... 2 , Sachsen-Weimar-Eifenach.», 1 . der Hamburger Bärgerschast.. 8 '», Bremer,., tz ». Lübecker»..? Auch in die Gemeindeparlamente find allenthalben Genossinnen mit eingezogev. Den verbreiterten Aufgaben der Frauenbewegung wurde auch Liechuung getragen durch einen Beschiuss des Parleivor stände«, die �Gleichheit' achttägig erscheinnr zu laßen und Druckort und Ncdatlivn an einem Ort zu vereinigen. Diese Neuerung tritt am 1. Juli d. I. in Kraft, Zugleich loll zweimal im Monat eine illustrierte Betlage»Die Frau und ihr HauS' erschstne«, dir sich mit Frauen- und Kinderkleidung, mit Korper- and Wohnung«- lultur bcsasst. Damit wird ein alter Wunsch unserer Genosfinüen endlich erfüllt. �ugetiöbeWeIuug. Die von den Unabhängigen und Kommunisten versuchte Spaltung der Jugendbewegwag hat uns zwar in einigen gröge- rcn Orten vorübergehend ernste Schwierigkeiten bereitet, konnte uns aber in der letzten Zeil keinerlei Abbruch mehr tun. Üllft der Revolution ist auch in die Jugendbewegung neues Leven eingezogen. Es bildeten sich in verschiedenen Bezirken im Einklang mit"den Arbeiterorganisationen und JugendauSschüffen feste Jugendvereine. Zum neuen Borfitzende« der Zentralstelle»nrd« Genosse Heinrich Schulz gewählt, nachdem der bisherige Vorsitzende, Genosse ESert. infolge seiner Wahl zum RcichSpräfidewien da« Amt niederlegen i nutzte. Die Ansgaben der Zeniralstell? betrugen im Jahre 1017/l8 17 317.26 M., im Jahre 1913/19 3143,85 M. Die.Arbeiter- Jugend' zählte am 1. April 1917 in 895 Orten 36 511 Abonnenten 1.. 1918. 222. 39 949. 1.. 1919, 288. 36 643. Gegenwärtig beträgt die Auflage etwa 45 666. Die Zahl der JugendauSschnsse betrug am 1. April 1917...... zirka»vv 1.. 1918....... 266 1.. 1919......, 800 Genaue Zablen lasten sich infolge der mangilhscften Berich- erstatlung infolge de? Krieges nicht angeben. vis Wahlen zur KatwnslvsrfLMmwng. Ein genaues endgültige? Wehlresultat ist noch nicht bekannt- gegeben. Der„Reichsanzeiger' veröffentlichte eine Zuseincmen- stekung, bei der noch die Summen aus der Pfalz fehlen. Danach ist das Resultat wie folgt: Atichstagswahl«HZ Stimmen Proz. Elimmen Pro,. Soziatdemokrate«.... n ilZsyS 33,0—— Unabisilngige....... StMMü 7,7—_— Soztaldemalrmen zütämmcn 13 Ulli 7VS Vä"/ 4 516 S4JS 14, K Büracrliche Dcmotraten... 6 St>Ä 336 19� 1 497 041 12,28 Zcairum........ 5 334 804 18,9 1 995 8-18 16,36 Deutfchnational lKonscrvativei. 2 73V 196 9,6 1 493 426 12,24 Deutsch«««lkspartei(Rat-Lib.) 1 10-> 408 8,9 1 664«70 13>3 Andere Parteien..... 460 830 il,4 1 807 248 10.7i) Asgegedene Stimmen.! ä 4,&5>ä5— 12 ästl 736— Die reaktionären Parteien, wie Konservative, NationaMberale, Antisemiten usw., di« 1912 noch 86.6 Prozent der Glimmen hatien, sind aai 14,9 Prozent zniammengsschniolzen. Der Verlrtst der reat- tionären Parteien von 21,7 Prozent der Stimmen Win bei den Sozialdemokraten, Demokraten und dem Zentrum als Gewinn in Erscheinung. Hiervon erbielten die Kozialdemokoalen 11,9 Peofeitl, die Demokraten 7,8 Prozent und das Zentrum 2,5 Prozent. Die Mandate wurden wie folgt dmeilt: Tozitckdemotrateu 165, Unabhängige 33, Demokraten 75, gsnin;m 90, D.-ulschtiatienal lKoufcrvaltve) 43, Deutsch? Bolkspartei(tztet.-Ltb.) 2*2. Keine Payteiett 7. Mn genaue? Spiegelbild geben diese Wahlen auch nicht. Wären die Mandat« genau nach der Wählerzahl verteilt, dann hätten erhallen müsse«: Saziaidemoktateu 166, Hmchh&tzige 33, Demokraten 93, Ziulrum 80, Deulichnatisnalen 41, Dsttifch? Bolkspertei 16. Keine Partei 6. Gpeziell die Unabhänztzen hatren dadurch, weil sie in weiten Kreiien zwar Stimmen hatten, aber nicht so viel, als zur Erlangung eines Mandats notwendig waren, einen erheblichen Nachteil. Hätten die Unabhängigen ihre Lifte mit den Sozialdemotraten verbunden, dann wären auf die so verbundenen Li st en wahr- scheinlich 197 Mandate entfallen. Die Soziaiöemskratke in öen Lanötagen. Die Zahl nnserer Ve«treter in den Landtagen beitrug« Preussen....... 145 Oldenburg...... 14 (Sohern........ 58 Braunschweig..... 17 Baden......,. 83 Mecklenburg-Schwer i«,. 31 WiiittenrSerg..»... 03„ Strelitz... 22 Hessen........ 81 Hamburg....... 82 Sachsen.......42 Sremeu....... 67 Thüringische Staaten.'.. 79 Lübeck........ 42 Insgesamt hatten wir somit 713 Vertreter gegen 231 im Fahre 1913- D!e Vertretung fn öen GemeinSe«. Die Zahl unserer Vertreter in den Stadt, und Gv- «teindevertretungrn ist ganz gewalno gestis�n. Em um- fassende» Bild kbnnen wir wegen der bei«isschluss des Berichts noch vielfach ausstehenden. Angabe« nicht gebe». Einige Stich- Proben sollen j cd och hier angegeben werden. I« Brandentznrg haben wir in 102 Städten 978 Ttadtverordnet« wttd in 843 Gemeinden 1554 Vertreter, in Pommern in 4g Städten 828 Stadtverordnete und in 78 GecrtzUdden 225 Vertreter, in Westz f ö l e n in 60 Städten 501 Stadtverordnete und in 856 Gemeinden 1647 Vertreter, in Hann oder in 34 Städten 800 Stchdtver- ordnete und in 119 Gemeinden 937 Vertreter, in Sachsen in 116 Städten 1007 Stadtverordnete und In 787 Gemeinden 4014 Vertreter, in Nordbayern in 22 Städten 14L Stadtverordnete und in 62 Gemeinden 215 Vertreter, in der P f a l z in 16 Städien 94 Stadtverordnete und in 56 Gemeinden 171 Asrrteter, in Hessen in 11 Städtrn 70 Siafotveoitkute und itt 114 Gemeinden 329 Bertret«. v � parteiprzffe. Die politischen NMrälzungen untz ikK, damit fttr&mttenc steigende Einssuss her Sozialdemokratie im vtaate und«n de« Gemeinden haben naiur.gewäz das Detzürfni« nach einer z r i ss e r e n Verbreitung der Porieipresso hervorgrmiss«, 1)»r al!»m er- freulicherweise in Gegenden, wo unsere Press» bisher gar keine oder doch nur sehr wenige Leser auszuweisen hatte. Das heisst aus dem platten Lande bzw. in Gebieten mit hervorr»ze:ch lffnAichen Verhältnissen. Seit der Revolstion find 24 neue Paateiblütter ins Lebsn gerufen worden, die zum Teil in eigens erworbenen Dxuckereien. zum Teil tn anderen Slruckereien im Lskmdruck hergestellt werden, Neugründungen von PartLizsirungen hcrbe« in folgenden Orten stattavftmden: Apolda, BanGmeg, B««« schweig, Brombarg, Sel- menhorsi, Hirschberg i. EM.. KSnigShüti«, WSkitz, Kon st an» Laobö- hui, Meiningen, Akmal, sssitz rester i. W., Zk«rhvantzenlb«rg c. Meckl., Stendal, Thorn, Tilsit, Nernigervde. Aussnaiwm find seit dem Staiifinden deö letzt«« Parteitags in Mrzburg, ire Düsseldorf, Halle imd Leipzig eigene Zeftrtnsen erschien ett. Die Hehl der fvzial- demokratischen iörzsne betrSg« domnech gegem»»rtis W. Ncreitk in einigen Woche» dürfte sich diese Ziffer aber mähen, da entsprechende Antrchze dem Parreivorstande vorliegM. Die Auflage der„Neuen Zeit' betrug Ende Mai rund 8000, die dar„Klcichchsit� 68 000, die de»„W-choen Jirkob' 206 600. Kon den Neuerscheisungen der Buchhandlung Vor- w ä r t S hat Scheidemanns?ied«:»Tie nächssen Aufgaben der Partei' mit 220 600 die höchste Auflage erreicht. �kMatwn. Nu nicht geringer Test renfer-w tfichtiesten srtzanifaiozischen Krckfch schied mit Ar'nruch bvc Revolution fast«ölligsstius der Werbe- arbett für nnssee Partckie zu leiten, wie auch vi« Bettzfiichtnng i&cjrretzlpreen, in ausvailendem und förderndem Sirene für die nme Repuchll? m wirken. Nicht„rer Redner für SfTentltche und P-�treveostzeremimVen wrerden verlangt, sondern ire nicht geringer Aatzi, Äredireir fsir Swf- kkävungftwrtrSge in Versacnmln.ngee'. vo» Truppen forma- t t 0 n e n. Hier wurde meist gefordert, dqj mche« ftnduor neben Referenten anderer poetischer Parteien di« Ziele und Auf- gäbe« de« Eoztalismre« Larkegtsi.— Somit mutzte mit verminderten Kräften erhöhte AgitationSarbeit selaistet werde«. Die Agitation bracht» an9 ncbcn einem greotzen Anstr-o.m aus allen VsvL!!crnngSschichte««fn« nicht yeriwge Arehäregerzahl auf den Kreisen dej: Inte llektn eil» n. besender« an» dem Beiamtsn-»nd Lehrerstand«, DarnnS die Not- wendiakvft«im«« gewissen ovganisaiorflchen Fusttmrn-mfasfnreg der Parteigenosse« au» d«m L-ch-rqrstcmtz« Zv einn A rdettckgemeinschaft, was in ewffic zu Ost««, abgehaltereen Kvrekeeeaz befMafi«, wttrdc. Dort wurde«Ndch die Herausgabe Avwt Mumdeeen Zeitschrift für die sozialdemokratischen Lehre, beschloss«,, die ab 1. Iickt ISIS erscheinen soll st» ist zu heffen, daß in nicht zu ferner Zeit der für die Partei so notwendige«gttatorffche Nach- Brach« herankommt._ Vorträge, vereine«nö vsrfsMmlzmgen. , dpof, «rnhaSe .ront dcS b Paul Sezman», Boll- Zentralstelle für Ginignng der Sottakdemotri-Xp für BjeSd »lsdorf und Mahlsdorf. Hrutc Donnerstag, ist,«4». nurnt rlSdorf.«d»MW. IS, MmsitS« Äcrtmmnhma: Tie Mcheitsfront ' I Kr,H»t?«ct('S,?.L'.)M"""' Pralel-niat«. Rftwentere: zugSrai CO.. 3. B,> Arbeit««• chitze, cirmateredS 8 Äkr, DminerdtegS"'l* ste?v'«n-l>»z»tnn, Sommetferrfit,$# Uhr w GhariottmSmr,.Ssllstl,......... verein»Die Mantrftemtde-- I«. W?vei!ti«v«g Gwft-Äevki«. C6tzv»a nrarei Natz Sllqc.redeessr, 4«; üchemn-istaredr chtzzemn, Weinmeister!«. l« und 7'/, vstr, tfl, Ars erterschule.— a*efitr»4fcoiii'!ftcn= dv»(neutrale iAl-nPPist. Pftngstsadrt! Connabend abered 6,45 Nhr ab ReiMtkenbunj-istss-nthei lKahnh. ab 8.12 Nhrj. Fahrt di«1 Groi�yertip. BezdS tü, llnwradestc. 4a. Atznrez»»«trag 8 Uhr.— ldentfchor BleDklneisterbyred, Bvzkrt RsnAL» l. mitz'ie-eeaatsamni. lu«m ktzntag. adrredS Äint>l-Brm«r«i» Hertnarenstr, Sltz/lch MtzzlicdS- buch iezwmierl.„Der moderne Niensch«nd sitatw, N«Mag, 7'/, Uhr, Ttadthavr, Stf»S»r Kratze. Verloren: 48/77 1 braun«, Led«lponer.>ennail reit IrbaU und 1 BrillluUriua, beitewred aus 1 Laohir a-ü 7 sieincn SrUicmtcB or.itziK, oui Dem®et!c Seeisenwal-ü- aSittlrtibBCt!«', bis 5 dp Winslk. ®eßpn hoi/e Bplohre. ai-�iie,. bei Zahn, Ereisswalder Em iÜ2,'iL. reddllk» so fort* Ait er und Cicschleclit angaveo Arereunti»mjonar 71/1 masKUH-viiresAND jlßnclten 17c,Neureu'.heritr.l3 Tchraudcnfsbri? sucht 15—20 MW M. Darlehst vom Cetti tteeb«. liernilttter «erbeten. irlL Offert«, sind eicht« un,-r*.» an«i» . d. �loa».', Lindenstr.«. DACH STEINA Maseliine für Haniaiiisl) H' AM B I Abi. U Charl Ottenburg 9. oher Verdienst n.�ÄÄOÄftK1 � 0S£tten � t�rrfir-iwi Itrfcn k WWMU! Kronen, SraeZco», piotAbsr» i»*a;Riw.'«»«�i»wiaiiei*x«e«Be»flemiEtie«HUBeeemu. na Zähne in l l«eF«»4K»ia!B»SUMlK«' Minderbetnittelten Ermäßigunj. Dir. Koppe's Spez.relnst. k. mod. ZAhnersatz Majdeburgor Str. 28. Ecks Lßtiowstr., Kurt. 1230 3S5SKSBB8�S�E !!!Geld!!! Mr jede Sertsoche. SSchste TW- H.v. üi'e filz»fandscheine, Brillantere, Sotdaegreistlw»« Tem-iche, Bücher usü,.»al». 5r>»4rj«4«r.A«1,«eiesf»� Seutz, Btena. MMWÄS WSWk s».«A MAS«? 8sv»lorjllmksiSbsrgi. Ririra-, wo«-«, IrlwlMadpffirMaA tzrooprjrtc, Ä? Scobtl IaImmmr. tzre» bestem peznlcdor gcartc ßl-bMA v o imi Ä. Pro dztliti;; VlOvvPrvyAR. txrmioocr. ZM wrr"w®�v(— Scholitcreme l »eslprste«, iulf.'t blllia. ss�iawani,«PegKstt. 16!. Ofo* ftchji der« M a 4 AUCwci«.«'- 4 Vi'<7' /Mstw verlfiht u«a. trenn.'. «lULIS ÄllchHwag«st: H. Kluse, 5 An acn 5«»«, st.-,« O/nitena rtnuu« am 1. d. M. unser Heber Kölleda 29r/o Friedrich Meyer. Sein HcbsiuwOrtlim Vtfta, seine«atrectw» und mcti« PcrsOnHcTikeH und»ein ofenr* Sfn- treien bei jeder Oeleeer.hert(flr o'te ftethte«« Ziele seiner Koilefen sicbern Ihm bei uns ein treues und liebevolles Qedcnken weit Gber des Oreb hlnass. tat Kcsien«er Anststellic-.siJjift ■ Ulneldcatscbca Crcdltbesk, Berlbu Der Angestoßtsa-AassolraC. FsLÄerfshrene Funker" der«rmee. Murine»ab Kchutztrapbr. Test« Hb res melbn Snih so je r t nl« QztÜBiUat M hex BrÄtBr0"""' W Icngnat__----— trilung. fturpff«eirasiuuf üi DtbulfSgeu. Lsilwnnl bot Kcfercf arsb Rantntanbeitr brt ■»Ärnbt*, Rrs forbC Kehlest«». 'Jt-erultsM ♦. 5Wi;l. ttmmi Jrlbns» KU BS tcilurni, ■3isUer, grrtr. K,wker-A»MuW Wel&ekaant mi anarkannt bn der kMiW-tzlÄ Sshaplrogrsph. Wlwfl««1 Mi* e]V Äi?T»jakv vo-, t-■'vxc a: Mt ti f: tH VtO ZrtrtuwsG ■abeotuM en# �rtAtibeast« Hattdhswejej BWeeUr aad bester VerrUjlttlUijur�arppartt Man«tttot«« konunfft-J Protpnfc& DracStproiun. L LchZM, Beraa C, föiks? U Z. Tol«?h /«i Zwatru* tm. Tranntige Dtbka�eagoSd O-iiii rttat. Co:-, ms«»et, t Iktr. a»»'«»».?»».»-.! - VefkeS«ftvkr se tV,i.,e--' TMk«trlit*h- FA&flbc KWeittsfoek«.&*.]( Zeatral«! Mohrenalraße s6 ein Untartrvndhshnhbt Priedrklissrsä»» AJ«*aftonowruH. iTJi ariutten� irrs. Prittcientr ISmimKmbi | Aebbaw! Cetsrnnw t-4 t«t. U«ctI Versainnilonosraüüi. OrolWf 1 B« I9r Vont*B Sozialisten, erscheint in Massen! ewlrtn K Pf._ g-rr ttcejtem*. O»�, CttHtenber*. Freit« iä der Ini SöZW»We. Innt,»benbs 7',, Uhr, trrHnreteiischal«, Berlin Ffflandstr. IS, den 6� der Ms Mitgllederversmumkuttg. t. v«l», b« nm-KKlfri. 2, moÄSsüurdrihm. t!*! Ctdjt reg»«VtMUigang Mite; bi2,15 iKW,!02ka«» IcyUU.ilnt.____ yee L avftr.aii. SWlimÄK KNMWK. Angestellt« der Pust« tu Telegraph«»« VcNvaltnng der Ax«rtcc des NordeaS! Frettsz, bva 5. 5*wt!St«, atembt• tttze.« 6«t tut» bei JBrj-«»»»«»»iiußtiws, �ankstt. lSz Dersammwng. beeV/tiali»»»«' l*'wo* B�bcaato« f ist! QtnMftbxtät ttbvll i�«* febrtise.i KcfiJ«* KK- � v« 2>f»»««aj, dr, ft. 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Zriedrid,-»ort- Mfei 5, fieeisfaeBilhmtcsstio'. iEasHttcbnung; L»eschSKedericht. 1 Ksb- nohiae der Jahre»! echnnns{iit 191A t.»»niieutite der Sfenst- «rtanng. 278 11* 4n« Herten Ktasstfiusmit- glUbtt Dftbtra zur Irilnährr an dleiec eigtntg ngeiettst etnaeicdm. Oed in. den 1 Zun! 1919. ALg. Drtlfrnn!eufaf)e 'Jlitbrrlflraim. Behalt, SaniUUarat h> Df. Wegschc!der*s' Bruettee m, Troptor, f naen Onsstnal-Vorschrift[ «»Jen Hnstse nnd Lungen-! lelen in PskJten zu 4,50[ und?,Z>i MK. ülolaBtea. Apetheka B«f llti, Leipiiier Str. 7+,> Oflnhottplsix.■ Greuz. Zl�hiang 4» dss M. Jcsni Rote«f« Oeld> Lotterie Eruier Hattpixewtis* nwaaw | Rol IC Loa© zu 3,50 Ms, iE2gias*rei« aus pelsneni Tabak f&vmm- itiiiiia— iibii■ PLATIN Said.««»er. Zahngedifse ka-.-el M Unk?, mmt. U lOOOOO M in allan ProUla�a* m � Ä pj. a*. Echter Sclima(z)«r bchmipftxb&k 40 PI ch» PSdkchea. Gustaf Baase Bachfg. Onl). Soiraarz), Berlin, Neue Kfinigrstr. 66 nnd Nocederetr. 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S, Betlevaaelr. 7, Sonntaff, 8. Juni(L Pfiagstielertng) t« 6 Vhvi Cen tral-Theatei* Kommaudantenetrafte 87. L�vBle Äslsvuii ilies. »entoohe» Opernhatue 7 ohr. ßer FfEiseMitz. Frfelr.-WiEiißsi Ttester vt!r. ßss Höf! tee. Kleines Tfesater. fit Uhr; iSWiMLlM. Komtoelie Oper J5: ÄMMMMI. Lnatopiellia«« Sie spanisch FTlags. Metropel-Thester. tuwi»; Sie Fas�iptee. Kernes OperettenKaeis 7v.aJeDa!oe?0dMss. Palaut-TUeater 7V> Uht; Die G'schunriffe. Dl« Pra» ohne Beruf. HauptireHerM. 0. Einbrecher. »elOllnr-Tbon«. Oharl. 7% uhr Dg? Andere. ThaHa-Tlinaier Tv.a. Zsrn&taiBm. Tb.«« KoMcnanrfpltttn 3", Uhr; ürie Ahnfeaa. 7 uiu. vis Ffippe. Theater e. PHodrlebatadt tu uht, 4 Eiaakter. Wall» or-The*at»r ff* wir: Maadragpla. National-i'hc.-.iur. 7V2MelteoffBffiP8e BiIsct W Grcas-Progrjffisa um i Slvsofl, TSuze, Hin Fest tuiLStitn; riecht. Eiap-Wf&l J Entacbcldundstcr.ipte 1 Strooitkjr- Ficts o-Scboü Ilacsen-Eseb= Sirenge lUha-- filntz«. Mandragola||| Großes Frühkonzert im eeSpreoKclt44(Klstenmnchör) am Tiergarten, Hinter dea Zeilen, Purtal 3 Kam Adln ta j Akten. |I*cb ihren Stoffe ein. alt Lustspiels das Moehlaeatf) t. Faul Eg«. Musik von Slegtr.Seholx.' In neuer Bearbeitung s. tnaienlerung von Ernst Rattmrad. MoalkaHacha Leitung; D« Komponist. Cesamtaustattung; Hugo Baruch d Co. JuUaaiK Tervtte— Alice Terniug— Seal Steaermana— Lupe Pick— Julias B. II ermann— Fr. Sckevelkbart— Carl KlubeFtaan m kerrlictiM schattigen Garte» an der Spree, anter persönlich« Mitwirkung des Konxertmelsters Maximilian Flacher und des Meiseckeachen Sängcrc borg Rekhhaltljt* �rotranW. Eintritt SO PL Ebttrlttaharten sin» In ftaren, Bslietruestr. 7, in den Zeituisgsjpedttionen und bei unseren Abtefltmgstübrern >• haben. a�ii» {. M Bisstin, Buesnxiauftc- S—«. Ha hea VallcShwuccStrcd-. Srbvti»emweatt, Cannofreab unb Stnurtt® ... OtoB« EMku sMrl.® 3««©Unatoa Iiaslbe» Sa»»«; onb jeden fütHtaodi tmb («bea«enntag Giroßer Ball. Winter- Gatten TAxttck TV, Uwt TzriLtS'Zyichlss Raaafisea zcoiatUtU F-'.ui-gaj- Frdkontart Wiener Prafsricben im Clou Mauerstr. 82. Freitag, t. Juni: T anzauff Qnr ung Obwlandlenrnppe 25 Tänzerpaare. ESg.Öfi Ä-ÄS, nr«»N: tag»ad Sonntag. WK t- ■'.'r.'ir.i�irji ■ Schweizergarten" g •teiWeai Sfltdta�ncnatM. 13 PRu«flfs-iRlaa. ftftj»>/, MG ik su&m\ kmn ftdtt Aaba, der siA b*hufi Deduing teiTifS A. Uj r/jan vttiiMintssgtgfrsilndtn tn das tat weretr. rii.it w,a S.kon tn« Kredit-* Hattffraus B. FE DER Nen.mi Brunnanttraßg I Ottomi Frankfurter Jtlloti MO Süden: Rorfiuier ü mm IOS WcttKu Cheu-.ottb.,Scharr*nst.S tatert Simmder! dort tthilt tonn. auf 7 eiizahiitng unter l&UckM. iMHungsbedlngnnten ßmenu.'Dmm 'BsBmmg He eintrdreu tmi eerntlnnen hry.Amadi i 0:o<; e Auiweb< Bilurjs e freu SUfena. h. Cttben d. W.(Sarifi, L Sftn-lWeisnrtag.(Wfc, Nrühronzert m 1 Mi Opecefti.ttmoe ta A|„ X«A«rtReaa 4 Uhr I De» ht Dtrön»netethbft firrti jrtoM-irfjlnl�'fJrogr. bnz« b. qr. Ttufllfnftm'Vi.jpnrtt; lledeaMmW: mmi&itim tn 4 Hörn nun PHIIwp ball« unter Cfihtsa bei»b». Frisba gsbetet- Di, 'er IttgiUk ttSUne' Pen* bis 7 Utu KSnigstadt-Kasino nolzmarlctstr« 73« DSreftAi Fritz Fechner o. Wilhelml Sonnabend, den 7. Jonl Sonnte«, den 8. Juni 11. Pringsi Montag, den 9. Juni(2. Pflngs: Großes Prühlln Im wundervoll geschm tickten WW Oeffentliofcer B Binachmeickelndt Datlmusik. Tasatcttuni; der bekannte Tanzmstf.{Hecht v» II Dhr rruSca Ballet, aosget.». 10 Damen d. 1 Corps de ballet; In(apan. Kostümen u.Leit. d. eham. Hofbailetmelsterlnn.SolotUnzerlB Frieda Laderer. Hashnlrlnb Anfang Sonn-j-'M 7 Uhr, an den ualbtSirivil, beiden Pllngstlelertagen 5 Uhr.] Im Kahorctv.«ml(Sgl. J'.u tftir II SpezstalltSta anter tnderda: Lola Noasea. «(l Mm|mJ»« Corps de ball« unter Lei: «afife(B»orbDEeUnetiferln(Jelebe Lebet.>— \ neuen»ebratleaen(htb mt* dem ttteltec Thlatethmi'. - Im Caalt fiffeirtHche* Ball.— 5*»ee?«*m»eefcea BlINMe» HenAeet, uuaasmto eea tat RnptB» bu k»atta-Äestaient*. S fc'jmissj B�vtrsssswsK iiwasm j Retinen______ izn BerIln«Grunewa!d |■.Tag« DooaareCac, das». Jaal, achm. J% CLi j I Bau« ta Isra rat 121 600,- 1 a.; I Preis der Diana, 27 000 M. Gold. Peitsche, 27 000 M. V«ebuhrsT crMaduKgas t ! TorertriK« bis Bahubof Rennbaha, UnterfinasdbeiM j bis Bahn hol RelebskaiizierpUtz, Straflenbabaea Ii und v Ms Balutbof fieersirsUe et«. Pettzer Grill BBHMANH P ELTZE« WEIN«RESTAURANT Neue Wllhelnistr, 5 Nlhe Unter den Umteo. Zentrum 11 017. 'K TJäar Yittc fiad Kloster a./iiiddensee regelmäßige ßampferverbladarig na 10. Jaal bis 31. 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Ausruf erst im Moment der IjZdistm»eiahr. aelnc Beruk-unterbrechun«. Regelunq der llnsall- und SiimerMiebeneu- flirferg« erfolg! dei Militär. Aufg-icu n-S den MilitSrnersorzungsgesezen. Wie bei den lquen Unruhe« x-zeigt, bedarf ein jedes Haus des Schutzes. TSerbestrllen der Wtttwoh«er«chr. Mr Beri-n: ' SO. 36. vranienstr. 1, Ausiunfs- Kelle Nir Freurilllge. 3—7 Uhr. ZO. IL. Oranienär. Ull. Aukun-t«. stelle für FreiWilli-e. Z-7 Uhr. dl. 33.?anlstr. BJ, II. Trunddef.- Ser. Wedding.iy>,,— IS Uhr vorlu» miher Konnadend and Sonntag. dl. 37. Prentlauer Allee Z, Stein- motz. Rarnrittaa, die MW, Uhr. dl. SS. Scharnhoritstr. 28, Stachr.» Bureau. M/,-1 nrrnu, S-SVi nachm. NW. 82. Thomastusstr. S. Schecr. 2—5 Uhr nachm. NW. 52. Sstirmfir.SI(Neues Kr.-Per.) Brig. Reinhard. 9-5, Sonnt. B-UV-. W. 6«. Mauerlr. 80, Wcilert. 0-5 Uhr, auhcr Sonnabend u. Sonnt. NW. 82. Alt-Moablt IM.«osahl. 9—12 vorm., 8— 4 Uhr nachm. W. 9. Bellcnaestr, 14, Freikorps Liitzoo» R/e-l vorm., 8-6'* nachm. NW. 21. Rochumer Str. 4, Hansa» bnnd. 4—8 Uhr nachm. N. 55. Tantianitr.ZI, Probst, gjj jed�. N. 24. Friedrich str. 112, Zander. 10—12 Uhr vorm. SW. II. Halleiche Str. 20, vund deutscher Ofsi4..Frmien 9—7 Uhr. N. 20. Hochstr. II, Aeyer(Kontor). 4—�/, Uhr nachm. W, M. Kniistrstevstr. 125, Ausk.» stelle fil» FreiwiLiae. S-7 Uhr. SW.II.«8nn,arSt-rStr. III, Ans». stelle fiir Fieimilligl. 9—7 Uhr. für dir V«r«r«e im. A4. �rsftsakrsr! U-wW-MMWU ?»iodll« Löhnunj und 5 M. Gronzschuta- . zulage. Unteroffiziere und Mannschaften mit Führerschein. Unbedingte Disziplin. Fahrtbescheinigung durch jedes Bezirks- Komm*ndo. A.B.: ¥/ o 1 1 a Leutnant and Bursauoistjier. 45/11 Sn dnedeva. Neues Nothaus, Nud. Wilde-PI-q. Wilmersdorf. Schaperstr. 28. Friedenau. Soslarstr. 14 Stegich. Dnineroaldstr. 4 Dahlem. Podbielski-AUee 75. H I Wer mithelfen will, daß der mühsame Neuaufbau unseres ButerlsmbeS nicht gestört wird durch neue Unruhen, neue(Se- »»altrat derbrechei-ifch« Minderheiten»der den Einbruch eines erobuungstollen Fetudr-Z in unsere Grenzen, der trete ein in die VsMmerschc Reichswehr. Er findot dort eins Truppe aufgebaut auf straffer Disziplin und guter Kameradschaft. KreitoiSige, Ausgobildete u. UnauSgebildcte bM?- Meidet Gnch fsfort bei den Werbestellen des Ecneralkonimandos II. Armeekorps(in Brombevg, Schneidemüh!, Dt.-Krone.Neilstettiii.Brigard a.Pers., Naugard, Ptargard, Stettin. SwmemiLnde, Anklam, Stralsund) »der unmittelbar bei folgenden NcichSwchrformationen: ö. V«el. Vom �«ichOwchr-Treu.-Keq. in P-is-malk.(Siamm ejiem. Ättchf.SItstj« oet chrwt.-JJeg 12 u. 9.) Führer: Major .Wjtbred(WlMJH.-Jlia. 95. IT. St«iiHS.Wtchr-». Hnnmmesteiu ii»r«n.-S>«s>.?). M.-:A--Kom». n»d Knthe.�VU««. Po«. RriiH�mehr-Gronavter- in SteaNimd Inf.- Sl-lchith- Vtavete Pom. Noich-Sinechr- Guen.-Reg. in Ttvtttsmtb. Führer: Hairptmenti®uw!(Fa.»Reg. 2). Pommevfchos iNoichStvohr- Jsixee-Paeaillon in Nenstcttiu. >»h»m. Ans.chootge d», Iitzrr-Ball. Fürst vioinard Nr. 2). N»f• vnrh r« SHi v n ff. w» sah ron in Pasetoak?.(T'lainm ehem. KWtiziit-ttürnfsttte.) Führer: vkajo, v. Sitüan. Roichsinehr-Kavfaheco-Pttasrvn t« Lxiumtn.(Gtamm ehem. Demniinei Ulnncn.j Reich»weh»°M»sch.--V»tt«.'ie in Renftettin(Stamm oh»*,. nfnKsthS.ige o»t> go.-Steg. 63.) Führer: Hauplmanu Hofeicht«{?(*-Rsg. 63). Reich«««he- Pak-«Stoilung in Ätstttu.(Auf Krastvagen.) r» r: Ntajor--— Duftige Kleiger— Sonnenjcheln! töie.. fpmofti. | e r D G sm s? Lichterkerd«, Dratestr. 79(75. Fchlendorf. MiUnomskistr. 75. T-mpelhof. Radhau«. Schmaraendorf. Ztathaos. Niiolassee. Rathau». Mäbendorf. Rathau». Reullilln. Elbcstr. 52. KOStÜfflC viele Farben, tlotttFormen ISO.— 198.— 241.— Garnierte Kleider 143.— 197.— m— Imprägnierte Mäntel 163.— 198.- 267.- Sportjacken u. Paletots aus guun| rr-tj./ pralaisch. 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VolksklRderberto. «ittr. 18»«. m IS. «Äuere AmikjprU Im VsralK- OdU 4, AtniiUittg Jnnxnd'! 8—1 Uhr. lllSi-»| ">«r Verstwu! dts V'wma» fUr Khidanelkelilciieo daiitarte. Sarita. E. V. a, Voraitaar.der. VoantjTtd jKröWlMZM". Wuiä.och», Blaufuaüs. 7ob«4- and Alukaluchs. ütK Shunk». Australlich. OpoMPum, i«wt miue 8« »ondart prsbwart J. Rutfcr Ckorlattaaburt, Laibnia- »*Wie 41 I Schulau 10.282. Kitt« auf Kr. 41 m achten. Annahvoe v.Kfinacrviarou� ÜBMrbMtimM»•rbltM jotR.| I13Ä-* 'ksbsrg-Ssss� � Vaniüln-Piiiver PS H. Crnn, Ldpz. S'.r. 7511 — HCcfaatc BelotJiur.s =(» Skkrct., RecUat ? x-'k(jelCTCidcifi- S£-1Sk««u,e. Uhren, v»> Jr Brillanten, '«bj»' Schmucksachen. 1 IS— so»,, um. Lauenar. m «jipraritien ohne j�den Zusatz von SuBsioff 5 Beutel 1,50 M, f Nachnahme 25 Pf. mehr) I a II o w i- F 1 i e g c n f ä it g: o f 10 Stück 2J0 M., 2u SiBck 4,90 m.(Nachn..'t P~ nielir) Versajidhau» Otto tSrommer», Muedehorc 2. TUchlarkrmulr. lä. 2 FUmo». Stuhcnirel, Harmofric«|o.'»r Roll, and Stuart. Kunclaoletasnaral». notenratia«. Ktni«Uple(a»parat», Notcnraile*. Oobrintsfata latstramaats, la»JgMar UaparUarwarkatat««fa uau harg«et«nt, aseter vall»r Sarasttlu. VoHuurf aar rtg*« Uaasal, daher biUl%-«<. Rrulsb-: rc-ch a.iajt. Aaaahtaa von Xulort-eltunxen, Reperataraa uod Slliarnaaceio. Mffinzstraßs 16a „s., Heilanstalt m i�r mdem snMatsM fe&ssöss«®\ mit den heften m>d meberrfion Aprarnten für»Iclttepth- i stkalifche 2 ich». U. N>>>ur-H«u'm-th«de. Die>ntffensch*a UsaeMimr.ea-' ais Sofa; fiir SUhairhluna in den Pochgediess-Aaieaterien. Die„Lflawticse HBiwr.tor.iieo'-llehBitdiu« ist SM beste und r.tüeeie fieifrerftihrtn b« allen Erkrhakuntan d»r Uut�e n». her Atmuntsaeze, tpf.ypll bei Lua�coschw'.n'lsecn; und Tnbcrkulete ieber«n, chime�scher(o»ie innere-. Dir bieemit«rjleltcii peilerfuije stui itnbeftreübtt. Daneben kam«« die modernsten und best« Heilapaadute und Aechoden Mr lllnesendune. z. B. Rüntsen-AehMdlung , und-llnterfudu.h�, elei.rsiha4net».S!irrayie,! amtliche niediziutfihen Bad* waele Kliuterbader. Inhalation von «einen, Sanerfiaff und innerllchee»-brauch o»u Sauer» rtofW-HlharatcK, medanoth-rapentifch.» u. homitepathifche Hehanoluut>c.— Snoch die«Ba«fHi)rten HeilfaNorer »erben in unfersr Heilanstalt heuptstichüch bei chro.lN» a I Krankbaten und-strettdnr die beste» und dauernNtiU I peilermge erfiitU; ie1»stvtrcliadllch nur bei geniner ; ü'jr.-hfahrntst der Kar, die elice Beruiistdraas Stteck- i»ichihn resloeu Kinn.— Mit beim Hetleefolze werden i<«a.idell: Lünern», pals», b«ri-. lZtagcn», Äenn., 2»heri»idea' Reooeufchivliche. nerudfe Keptlchater�n, all- zeuuine R'roosttdt, büstemeine nersile Abfpaauunzl .'»»cht«»»(cht, Rftemnatisiäa«: fdmtiiche Ua»schlSj>e Siechten, Wenden,»«ichsäte; äiUHium$m sowie ftir.bct» Idtmuiig; Swstmechfelst.eiikheiten. ZuSertraniheii», f-ant.. k>arn-, mid Unter!rb»iran!h«iten— ffuriWiizc, Urlefndto an« ratiat».)!»*«»>l«»ton»«»'c»» i�v*- »Otza«»«kwe aa« wtUUt Untrer.;**, die sn«..en. vor d»r Debendiunn In«nfeeec Anstalt«a-keu-neiii», »hn» SdsfaiD dedandeü»>ro«> 4« fein:>. B.I i- und 2. fstjreib: Äerr, sei««• au» gt.vhjmbrüft be Zrffe» am 31. Dqrmser 1018:»Rachhec ich in einen, 4S«bl(3>>3canlariam tiir Cunjentraate 5 Sional» e»tt Sef«!q dehimdelt worden bin, habe ich in Ihrer$7,1- cnstlui wieder ifelluna gefunden und wurde tum Kreis- r.rfit, der mich»orher für dienstnnfihia erlläri datie, nn-'i acnauer Unterda�ung miede, fiir bintOftihiz bc'ani«,. Test dem 10. Of'cscr 1914 m.i!« uh 1»»luden Hnun'.cr» brechen Unterricht Die«[d, teile ich Ihnen ohne jehlich: Mteriistustang Jtjrtrsestj. iluch meiner sttou, die i»>» Shnm dehandele».ouro».»e4i e» ousgeielchnri(lUt ar- euderkut HaicdeiUduoereieerungl."- Herr stterdu-.stse �--X...» IT.Rnchd«! nc ffef»!', (chti-�eich der rechte Strlh uigenonn»icn worden fostte, Hab.' ich mich in lea'er 5I--1 :« an Ihre tin stall gewann>u,d hin mit 45 st-ehanalungci! >Jj po», meiner Bct.ltKn-plihjf.g uab aeraitert«;« de» «»iihrdSch«» mit 5) StbnnoittMtB»Mg in Ihre: JCie-. teil geheilt»sehe», aaAbam ich Ii Zahre lang aalet» f »eititz ohne Srfoig hehaahett»ddien w-r.«ch ii-hi» mic,, ; I» t»»U und zeftitid. wie eh htUfc'««-, nie«stdit habe."— I t». H»rr Fsuerwetealaum.:« hl*;$l*sUm, Rente hu, Wc(H» i ouost; 31(»egt Klniaabr s ,. fchreidl:.»Äu-r» iAhetrer, meine S Kaemr. meine Frent und ich st td ,Z Ihre, Rnchalt gehest: rat-edstfert worden; die AiuUe: »'»»»rani che:».,»MaalaibM. die Schwester waa ♦.»».- 1 .-4. 7C:ru ueb Ldaea�iidrlAlaU, meine Frau >«»-«„> �«(.r-.eeu Uli» i.n r-sn aU», uatrir�»; »»7»&)»r 5J.»jp.iraa*M"— Ii. chdau Seftnnr. chee.ag. feefn, LchSnh«u;er Cwe 97, fa(»eiW;.ich!>iu s». MSbrraen Zahre, bei Jen«« ves.Z«;<»:»«« aas ;««ssS-on-ich»»»»«aalh<*i( geheilt awHen.«u» Dan.» j»cretsü i>abe ich Ihnen mele leotien!«« nnt gleichem Leiden � ! rmsfoHIea. Tollte fid, irgend ein Leiden bei m!r ismeel» : itt wachen,(s werbe isi mieh feiert ao-iet an St wenden."— 7. Heer Ii Koni», tempeidof,.stall er« I,» »XlUtn»'>a-Slr»sie S?» Bon b Mo,:,.-» alter, hör! citcru«,'. Tester Spe«a>lou»-8>aneh. ni-» Oneuist'gai gebe. (aorter je» e neust o-:ere»e. o— S. Oerr M. Zcerm«««. i .taenrhort, D»eiste. 9: Ben ea»«>.!a7Si»,*><•> !t!pje«il»H»»«»v:»«nna»e.'ilt— 9. Herr Si. Sei an, CWemattflibUTC. Sonnsn»« Berz 21: Bon Deoi.chte.- »chheaa gebellt(anhält. Keilunz 9»enate fd.ue»».» I Ii. ig:,.— 10. firn».: 01. Vuiskoikohs, y eeii».,»..er low rar ihr. 6; 5»u.ft.ec.-t- u. Mui,s«tir'.3«Q ceneü».— i I II.(hrsh S«e,ae,d, ainieeixtfealeiie»« ' tri»., d.rrinerlirtde 11: If.en Häk z«a»»ii»e:» na g» tginp: olManeuteaex veaban).— 13. fn. ». ib«-.»«.e»» iiefeeg,«oerestr. 88: Sau all' »pueejiM: üearhfi'stTnl», chezz- a. 3K«34. Fehn A..'teaiaaev, trhariotte.ihutg, datieren» Aügttftn» Mee 91. 1. Pn'l. 1 Zr.: Von ZEasO«a(ehm«»zm in der Hnfte nnd linfilhigkeit(im(Sehen gereilt.— 15. grau». Hab»».»,«eriln.:»»lbei«n Strahe 13.29: »cn Tlötewn- o. U leeechmalznai-Äne�Sabunz(«rü- feftubi« getdhtaO g-heilt.— 14. F>»au 18. etaaer, Achten verg, Lcharnweberstr. 82:?u otrT.�Srncn Bleien VON afnte:, nnd chronjtchen Leiden gebeUt,>u(U oon ch.er-'chthhch«. ZdheefehnaeSanz u. M,e»»kv»b».— 17. l-an Claoda7.ee, CbaiimtenUarg, 8n»»tt- SrlebrldHülwSf IM: Bon uilg»:»eiaar ZUtaroficho» i», rc«»e:«>«>10,M»»Iaee«»ab»asteeepÄaea geheili inast, kurzer Seieendittvs dbg eng von 18®83»rit;iim,j.— 18. fcmlile fclrestnov. Sleglhu Wlbrech! steche 1C7 -st'.TE P-rj oeeen von verschiedene« Leiden gebest! hzern zu ?»>:»!, ml! darüber bere!:).—>.9. Zeoa St BfantocTih;, ■osiltn, Schw. stier Stvah« 250: äso!»-«»«- vnst OaraJigesdhrtC-o«« gehellt.— 30. gros, Ö. rtsziav. Berliu. Keenberftra�e 5: Bon sttorvomich»».»»-»� tu, Zangen»bch-er golTilt.— Uotrsnn!« steoandinoes» eauea» Wr Semen u. Rtrrea!— Sprech- u. tehoadbeeg/- .zeit: 8-1, 4—?*/>— Sana uad Feien«-; 9—1, Slerztliche Buft-llt?le:t«»g: HsUaaFatt» llaptzar Professor P. Metels ky graduiert nud approbiert im LiuslKKd Leilin 50. 16, öiückenstr. 10� »ee» Maieealiok.gr.iireow'lticwa'ttcice-. ■1 zmmsmmz: daucrneSe AiL!l&!ü£?pf2h3 iflma PMilearte», 10 Stück—..ß(10) 3,25), priina Flattea. p. Dtz. 9X12 5,-, !«XI5 13X18 9.—. 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Fragen des Verteidigers über spätere Vorgänge lehnt das Gericht aus be- reits vorher bekannsiwgebenen Gründen ab.— Rechtsanwalt H e r z f e l d beruft sich darauf, daß dieser Zeuge von der Berte idi- gung geladen ist und nach den Bestimmungen der Strafprozeß- ordnuitg vernommen werden muß.— Der Vorsitzende erwidert, der Zeuge sei ja vernommen.— Rechlsamvalt Herzfeld entgegnet, der Zeuge sei von der Verteidigung geladen, um über Vorgänge in der Tra,zonerkaserne auszusagen. Hierüber müsse er vernommen werden.— Der Vorsitzende bemerkt, das Gericht bleibe bei dem Beschluß. Fragen über Vorgänge nach der Uebergabe des„Vor- Worts" nicht mehr zuzulassen. Zeuge Wundersee war als SicherbeitZsolbat am b. Januar zum persönlichen Schutz des Polizeipräsidenten Eichhorn komman- diert. Dadurch hatte er Gelegenheit, dicht neben Ledebour zu stehen, als dieser vom Balkon des Polizeipräsidiums eine Ansprache an die. Demonstranten hielt. Der Zeuge sagt, Ledebour habe die Politik der Regierung scharf kritisiert und ausgeführt, die Regie- rung habe kein Recht, den vom Vollzugsrat eingesetzten Polizei- Präsidenten Eichhorn abzusetzen. Ledebour habe am Schluß seiner Rode die Massen ermalmt, ruhig nach Hause zu gehen, keine Un- besonnenbeiten zu begehen, sondern abzuwarten, bis sie gerufen werden. Ter Zeuge hält es für ausgeschlossen, daß Ticsenhausrn, der lrir-ei!«m Balkon gestanden haben will, dort die Rede Lede- bours virftanden habe.— Am 24. Januar habe die Marstall» besatzung eine Anzahl Offiziere der Negierungstruppen verhaftet. An den Verhaftungen müsse sich auch Ticsenhausen beteiligt haben, denn er habe diese Offiziere dem Polizeipräsidenten Eichhorn vor- geführt oder doch bei der Vorfi'ihrung mitgewirkt.— Daß Eichhorn am 5. und 6. Januar Waffen habe ausgeben lassen, stellt der Zeuge entschieden in Abrede. An jenen Tagen seien Arbeiter von Schioartzkopst nach dem Polizeipräsidium gekommen und hätten Waffen verlangt, mer man habe sie abgewiesen und ihnen ge- sagt, es g-fec keine Waffen. Im November und Dezember seien Waffen oerteilt worden an Zitülisten, die auf Verfügring der Re- gierung in den Sicherheitsdienst erngeftellt wurden. Von anderen Wafferwertciluugen— sagt der Zeuge— habe er nichts gesehen. Die heben Geschütze im Polizeipräsidium seien ganz alt und un- brauchbar gewesen. Zeuge Georg Werner hatte persönliche Freunde in der Volksmarinedivision und in der S-icherheitswehr. Infolge dieser Beziehungen ist er an den Januartagcn im Marswll und im Polizeipräsidium gewesep. Er hat die Rede LedebourS im Marstall ge- hört und sagt, der Redner habe vor Gewalt und Blutvergießen ge- warnt und betont, daß kein Brndermortz veranstaltet werden dürfe.— Als Ledebour die Rede am Polizei- Präsidium hielt, habe er die Menge, die sehr erregt gewesen sei und nach Waffen gerufen, beschwichtigt/ Weiter gibt der Zeuge an, er habe gesehen, daß am 6. Januar Waffen in großer Menge im Polizeipräsidium verteilt wurden an Leute, die sich durch ein Soldbuch oder als Mitglieder der Kommunisten, Spartakisten oder des Roten Soldatenbundes ausweisen konnten.— Der Zeuge ist auf Empfehlung seines Freundes, eines Sicherheitssoldaten, am 6. und 7. Januar im i Polizeipräsidium mil Ordonnanzdierist beschäftigt worden. Zeuge Wundersee wird auf den Widerspruch seiner An- ; gäbe über die Wasfenverteilung mit der Angabe des Zeugen Werner aufmerksam gemacht. Er sagt, er sei sa nur im Zimmer ! Eichborns beschäftigt gewdsen. Dort seien keine Waffen verteilt, ! auch nicht auf.ewahrt worden. Was unten in der Waffenkammer geschehen sei, könne er nicht wissen. Zeuge Heimann meldet sich, um eine ssiner Behauptung nach falsche Angabe des Zeugen Tiesenhausen richtig zu stellen. Es handelt sich um die Fahrt der Unterhändler der Besatzung des I WTB nach dem Polizeipräsidium, an der Heimann und Tiefen- ! Hansen als Beauftragte des Polizeipräsidiums teilnahmen. Tiefen- Hausen hat nämlich gesagt, auf Verlangen des revolutionären Ob- marines, der die Fahrt mitmachte, sei man zunächst nach dem Mar- Soll gefahren, weil dort— was Dieselchcnrfcn aus dem Verhalten es Obmannes entnommen haben will— ein Attentat gegen die an der Fahrt beteiligten Führer der Regierungstruppen, Leutnant Grein verübt werden sollte.— Hierzu bemerkt der Zeuge Hei- mann, man sei zunächst nach dem Marstall gefahren, nicht aus Verlangen des revolutionären Obmanns, sondern weil man glaubte, Eichhorn, mit dem ja wegen Freigabe des WTB verhandelt werden j sollte, im Marstall. wo er zu jener Zeit öfter weilte, anzutreffen. i Um nachzufragen, ob Eichhorn da wäre, habe der Wagen 5 bis : höchstens 10 Minuten am Marstall gehalten und sei dann weiter-. gefahren, weil Eichhorn nicht dort war. Während der ganzen Fahrt hat« niemand, auch Tiesenhausen nicht, mit dem revolutio- nären Obmann gesprochen, also könne er von diesem nichts über etwaige Aitentatsabsichten erfahren haben. Automobile mit Be- waffneten feien, solange der Wagen vor dem Marstall hielt, nicht aus dem Marstall abgefahren. Tiesenhausen hatte in seiner Aussoge behauptet, es seien wäh- rend des AnfeuthaltS vor dem Marstall Automobile mit Bswaff- neten herausgefahren, um die revolutionäre-Besatzung des MTB zu verstärken.— Angeklagter Ledebour bemerkt, diese Angabe sei schon deshalb durchaus unwahrscheinlich, weil sich die Bolls- marinedivision schon vor dem b. Januar als neutral erklärt und dem Revolutiousausschuß untersagt hatte, seine Sitzungen im Marstall abzuhalten. Unter diesen Umständen sei doch nicht anzu« nehmen, daß aus dem Marswll Verstärkung nach dem WTB geschickt worden wäre. In der nächsten Sitzung, die am Freitag stattfindet, soll Tiesenhausen sich zu den Angaten des Zeugen Heimann äußern. preußische kanöeoversammlunx. 3 0. Sitzung vom Mittwoch, den 4. Juni 1919. Arn Regtcrungstischi Dr. S ü d e k u m. Auf der' Tagesordnung steht die zweite Beratung des Gesetzentwurfs über die Gemcindccinkommcnbcsteucrung im Rechnungsjahre 1919. Abg. Haas jSoz.) als Berichterswtter: Zwischen der Regierung und dem Gemeindeausjchuß ist ein Kompronriß zustandegekämmen. Danach soll das steuerfreie Einkommen 1509 M. betiragen. Von dieser Summe bis zu 3900 M. tritt eine Staffelung der Steuerermäßigungen in der Art der Regierungsvorlage ein. Von 3900 Di. bis 6500 M. sind die Normal st euersätze zu erheben und von da ab ist der Ausfall infolge der Entlastung der niederen Einkommen gemäß dem Staffelungsgesetz von 1916 wieder einzubringen. A-bg. Dr. Rucr tDem.): Wir sind uns darüber klar, daß dem Entwurf alle Mängel eines Notgesetzes anhasten, stimmen aber dem abgeänderten Entwurf zu.» Abg. Stieler(Zeutr.): Die Forderung, das Gemeindesteuer- Minimum heraufzusetzen, ist ebenso berechtigt, wi« die der ; stärkeren Heranziehung der kapitalkräftigen Kreise. Es gilt, den Bevölkerungskreisen zu helfen, welche durch die Not der Zeit so außerordentlich schwer zu leiden haben. Deshalb tritt das Zentrum auf den Boden der Ausschußvorschtäge. Wir hoffen auf eine versöhnende Wirkung des Gesetzes.(Beifall im Zentrum.) Abg. Fuchs(Dnat. Vp.) erklärt sich für die Vorschläge des Aus- schusses. Abg. Stiicker(ll. Soz.): Die unermüdlichen Vorstöße der Unab- hängigen haben auch diese Vorlage erzwungen.(Gelächter bei den Sozialdemokraten.) In der Vorlage hatten wir cs schon mit einer Mißgeburt zu tun, die Ausschußvorschläge stellen eine K o m- Promißgeburt dar. Man hat es auf die größte Schonung der Besitzenden abgesehen; die Arbeiter, die draußen vier Jahre lang das Kapital unter den größten Entbehrungen nud Blntopfern ge- schützt haben, gehen nahezu leer aus.(Stürmischer Widerspruch und Zurufe aus dem ganzen Hause.) Den Gemeinden wird durch das Gesetz auch nicht ein Pfennig mehr gebracht; es wird nur ein sozialer Ausgleich und nur in ganz geringem Ilmfange herbei- geführt. Mit der Erhöhung des Existenzminimums auf 1500 M., die im Ausschuß mit Hängen und Würgen durchgegangen ist, ist nichts gebessert. Allermindestens hätte man auf 3000 M.. gehen müssen. Finanzminister Dr. Südekum: Der Vertreter der Unabhängigen würde auch eine Agiwtions- rede gehalten haben, wenn ich seinen eigenen Antrag als Regierungsvorlage eingebracht hätte.(Zustimmung.) Es handelt sich hier um ein kleines Notgesetz, das einige schreiende Mißstände beseitigen soll. Da kann man nicht alle Schäden unseres Steuersystems brandmarken und mir die Schuld daran zu- schieben. Unsere Finanzlage ist so, daß es �ine Frivolität wäre, wenn ich dem Volke Sand in die Augen streuen würde. Nichts ist leichter, als sich populär zu machen, indem man volkstümlichen Strömungen nachgibt, und indem � man sich dann vor dem Zusammenbruch durch Amtsniederlegung r a s ch r e t t e t. Ick, würde es aber für eine Ehrlosigkeit halten, so zu handeln, und ich habe den Mut, mich unpopulär zu machen und die Wahrheit zu sagen.(Lebhafter Beifall. Abg Hoff- mann: Das ist nicht nötig!) Das ist sehr nötig, weil von Ihrer Seite so viele Unwahrheiten gesagt werden. kLebhafte Zustimmung.) Jeder Einzelnesim Staate soll nach dem Maßstabe seiner Leistungen zu den Steuern herartgezogen werden. Auch um die t n d i r e k t e n Steuern kommen wir nicht verum. Es kommt ja auch nicht auf die , Art der Erbebung an, sondern darauf, wie die Steuern sozial � wirken. Das bat der Vorredner demagogisch verschleiert. Der Vor- redner scheiyt sich dem Rötesystem mit Hont und Haaren verschrieben zu baben. Verantwortungsvolle Männer machen einen solcbcn Sprung ins Dunkle und ins Chaos nicht mit. Er würde zum völligen Untergang unseres Volkes führen.(Allgemeine Zu- � stim m i mg) 2t6a Dr. Lcidia(D. Vp.): Wir werben die Ausschußvorschlage annebmen. um den Minderbemitkelkcn zu Helfern Abg. Weber(Soz.) weist darauf bin, daß viele Gemeinden be- . veits die Veranlagung abgeschlossen haben. Ein NeqierungSvrrtreter: Die Gemeinden, die die Veranlacrnng schon vollzogen baben. können die neuen Sätze auch erst vom tz Juli - ab erheben. Sie können aber auch eine Nachveranlagung stattfinden lassen. Abg. Stäcker(U. Soz.): Der Minister hat den Beifall bei der Rechten gefunden Minister Dr. Südekum: Wir brauchen hier nicht bei jeder Gesetzesvorlage einen Streit zwischen Mehrheitsfoziolisten und j Unabhängigen zu enifatben. Abg. Adolf Hosfmann lU Soz., mit stürmischen Schlußrufen : emp'angen): Als der Minister sprach, dachte ich, der ganze Rhein- i baben! Darauf wird die Vorlage unter Ablehnung der Abänderungs- !-mträq? in ztveiter und dritte Lesung einstimmig angenommen. Ei» sozialdemokratischer Antrag, wonach im Geist der Schleswig-holsteinischen Städteordnnng bis zur Regelung des Gemeindewahlreckts für Wahlen zu den Ma- gistrateii das g e b e i m e Wahlrecht zur Anwendung zu bringen ist, w-rd nach kurzer Benründung durch den Abg. Richter(Soz.) dem Gemeindeausschuß überwiesen. ss??ecs!>esckäK!'7tsn�raemt. Eine sozialdemokratische förmliche Anfrage beschäfiigt sich mit der Eitialiedming der Kriegsbeschädigten als?!ri>eich gebe freilich»n. daß ste die«nfongSgründe weit früher Utmim, doch Ueuxa ste■wltzrrnd dtchri Qttt«genUah nur erst«U Novizen gelten, wie mir ein führender Herr aus der Grafschaft Cavan mitteilt, der mir auch versichert, daß er selbst in einem wegen der schnellsten Fortschritte in dieser Kunst so berühmten Teil des Königreichs nie mehr als ein oder zwei Beispiele unter dem sechsten Jahr erlebt habe. Unsere 5iausieute versichern mir. daß ein Knabe oder ein Mädchen unter dem zavölften Jahre keine marktfähige Ware ist; und selbst in diesem Jahre werfen sie börsenmäßig nicht mehr als drei Pfund oder höchstens drei Pfund und eine halbe Krone ab; das kann sich weher für die Eltern noch für das Königreich lohnen, denn die Kosten der Ernährung und der Kleiderfetzen sind min- bestens viermal so hoch gewesen. Ich werde also fetzt demütigst meine eigenen Gedanken dar- legen, die, wie ich hoffe, nicht dem geringsten Einwand begegnen können. Mir ist von einem sehr unterriehteten Amerikaner meiner Be- kanutsckiaft in London versichert worden, daß ein junges, gesundes, gutgenährtes, einjähriges Kind eine sehr wohlschmeckende, nahr- hafte und bekömmliche Speise ist. einerlei, öb man es dämpft, brät, bäckt oder kocht, und ich zweifle nicht, daß eS auch in einem Fri- kaffee oder einem Ragout in gleicher Weife feinen Dienst tun wird. Ich unterbreite also der öffentlichen Erwägung demütigst den Vorschlag, daß von den hundertundzwanzigtauseud bereits berech- neten Kindern zwanzigtausend für die Zucht zurückbehalten wer- den; von ihnen soll nur ein Viertel auS Knaben bestehen, was immerhin schon mehr ist als wir bei Schafen, Hornvieh oder Schweinen erlauben; mein Grund ist der, daß diese Kinder selten die Frucht der Ehe sind, auf die unsere Wilden nicht viel Gewicht legen; und deshalb wird ein Knabe für vier Mädchen genügen. Die übrigen hunderttausend mögen nach ihrem sechsten Lebensjahr im ganzen Königreich vornehmen und reichen Leuten zum Kauf angeboten werden; dabei mag man der Mutter raten, die Kinder im letzten Monat reichlich zu säugen, damit sie ftir eine gute Tafel prall und fett werden. Ein Kind wird bei einer Freuudesgesell- sckaft zwei Schüsseln ergeben, und wenn die Familie allein speist, so wird das Vorder- oder Hinterviertel ganz auSreicben: mit ein wenig Pfeffer oder Salz gewürzt, wird es gekocht noch am vierten Tage ganz ausgezeichnet schmecken, besonders im Winter. Ich habe im Durchschnitt berechnet, daß ein neugeborene« Kind zwölf Pfund wiegt, bei erträglicher Ernährung wird»s in rtutu Cauneniofc auf«htundswn-iHig Pfund steigen. (Sota WckU «fcg. OMN», OR.); R?ich.®tmrt imv Gemew�en fStme« fffft Oetr»eb<> für Sic Kriegsbeschädigten nicht weit genug offnen. Di« Lösung der Anstedlnngsfragc ist äußerst dringlich. Abg. Werner(Dnat. Vp.i: Auch wir würeschien eine besondere Bevorzugung der Kriegsbeschädigten bei Regelung der Siedlungs- ■frage. Abg. Dr. 32« Icho geradezu vollstem Iich ist, 6. he« alter Baustofftnappheit fie Firmen: AktienZesellsedafl für Bauunssübrungen, Wutling u. Güldiwr, Schäfer, Matbeus und andere iosort bereit und in der Lag« sind, große Bauaufträge ausiuiübreti, well deren Arbeiter üverhaupt nicht acstreilt baden. 6. die«mgcretchien Pläne wochfrlang beim WobnungSverband ungep äst liege, i bleiben und dann unier den nichugsten Vorwänden zurückgewiesen werden, 7. bei Bewillig-mg der Zuschüsse die Prosekte mit Rohland be- vorzugt, solche mit besiedlungSreisem Gartenland wie Bohnsdorf aber abgelebm werden, mit dem Zweck, zu beweisen, daß die Hoch- bauten schneller fertig werden, als Flachbauteu. � Guten Appetit! Für Kartoffeln, von denen in letzter Zeit nur«ventge Pfund pro Kopf gegeben wu' den, sollte unter andern daS Kartoffel« «eizmeh l ein.Ersatz' sein. Daß es diesen in der ZtriegSzeit berüchtigt gewordenen Namen manchmal im üblen Einne de« Worte» verdient, lehren Klagen, die»in« über die Beschaffenheit des gelieferten Kartofselwo! zmehtes zugeaangen sind. Wir selber hetton bei der Konsumgenossemchaft eine War« erhalten, die e>ne zwar nicht wohlschmeckende, aber immerhin genießbare Suppe ergab, Dogeoen vermochten wir die Suppe, die wir unS au» einer Probe de» bei einem privaten Händler gekauften Kartoffelwolzmeht« zubereiteten, nur mit Ueberwiudimg hrnunterjuiviirgen. Sie roch und schmeckte widerwärtig, ungefähr wie Leim, und außerdem hatte sie einen reichlichen Cundzutatz, der«iL Bodensatz auf dem Teller znröckbneb. Dem Beschwerdeführer, der uns durch Ueberlassnng eurer Probe seines Kanriffelwolzmebls diesen.Genuß' verschafft«, haben wir geraten, den Dreck(mit Verlaub zu tagen) der Näsr- milteliteve zu übergeben. Hoffentlich haben die Herrschaften gleich uns den Mut, sich eine Probetuppe daraus zu beretten und sie aus- zulöffetu. Nachher sollen fie uns erzählen, wie sie ihnen ge- schmeckt hat. Tie erwachende Reaktion beim ReichSPsstamt, Wir«chakhen folgenden Bericht: Der Beamten- und Ardeiter- ausschuß und dir beiden politischen Arbotterräte des PaktpostarntS bemühten stch feit Monaten zwischen der über Wllv Personen zählenden Angestellten- und Aushelfe rschaft und der Amtsleitung ein befriedigendes TertrauenSverhölwis herzustellen. Durch die Kurzsichkigkeit d-s AmisvorsielierS, Poftdirekwr Mudruck, und die Engherzagstit des VigepsstdirekwrS Wollmann ist dies bisher nicht zustande gohowwen. Diefe beiden Herren nemventlich und einig« ebenso reaktionäre mittlere Beamte wittern Morgenluft! sie mäch- ten am liebsten den Boomten- und Aiibeiterrat, der ihnen sehr unbequem ist, als Vertretung des Personals ausschütten: der Bize- postdirektor Wollmann hatte sogar die Stirn in öffentlicher Bei- sammlung wiederholt unbegründeterweise Ausschußmitglieder schwer zu beleidigen. Ter Versuch dieses Herrn, Zwiespalt zu säen ztvrschen den Beamten- und Arbeiterräten und dem großen Persona lkb'.per des Pakctpostamts, von dem die Pakctbestellung von ganz Berlin abhängt, ist»cm reaktionären mittleren Beamten in einer Petition gegen den Bnamten» und Arbeiterrat unterstützt worden. Durch diese Machenschaften entstand eine begreifliche Erregung unter dem Personal deS Pafttamts. Der Obmann des BetriebsausschuffeS und politischer Arbeiterrat Postsekretär Hoffmann hat daraufhin an daS Paketbeftellperfonal eine benchigende kurze Ansprache gehalten und zur gewissenhaften Pflichterfüllung ermahnt. Pustdirettor Mudrack hat ihm dafür einen ernsten Tadel ausgesprochen und ihm grobe Ueberfchreiwng seiner Befugnisse zum Vorwurf gemacht. Er hat dem Obmann außerdem verboten, sich tu direkter Ansprache an das Personal wenden zu dürfen. Ein anderes Aus- fchußmitglied hat der Postdirektor wegen seiner Tätigkeit im Aus- jchuß gemaßregelt. Von der Qberpostdirektion Berlin ist jetzt in der Sache eine Untersuchung durch Postrat Koy-ser eingeleitet worden. Am 27. Mai haben sich die Mitglieder des Groß-Berliner Voll, zugsratS, die Genossen Maltzahn und Neumann bemüht,«ine Schlichtung zu erzielen. Dies« konnte nicht«ziolt werden, weil Pojtdirektor Mudrack es abgelehnt hat, mit den BollzugSratsmtt- gliedern und dem BetriebSausschuß zu verhandeln. Gegen Vize- postoivektor Wollmann, der der Ha-upturheber der zwiespältigen Borgänge ist, hat der BettiebSrat bei der Oberposwiremon die schleunige Versetzung beantragt. Di« Berliner Bevölkerung hat großes Interesse daran, daß das Reichßpostministernium schnellstenS gegen die rückständigen Herren der ÄmtSIeitung deS ParetpostanttS einschreitet, damit die regelmäßige Zustellung der Postpakete durch diesen Streit leine Unterbrechung erleidet. Zur Staffelung der Einfuhr-Lebensmittelpreise. Vom Nachrichtcnamt des Magistrats wird uns geschrieben: ES berrscht im Lebensmittolverband U Übereinstimmung darüber, daß diese Anregung für Groß-Berliu ohne praktische Bedeutung sei ein Standpunkt, der auch bereits von einer großen Anzahl «rnderer Gemeinden des Reiches, z. B. der rheinifch-westfälifchen Städtevereinigung, eingenommen worden ist. In Grotz-Berlin haben nach dem vorliegenden Zahlenmaterial SV Prog. der steuerpflichtigen Personen ein Einkommen unter 3000 Mk., zwischen 3000 und 6000 Mk. 7 Proz. und über 6000 Mk. 3 Proz. In der Stadt Berlin selbst ist das Verhältnis sogar noch ungünstiger. Hier haben 93 Prozent unter M00 Mk., 5 Proz. zwischen 3000 und 6000 Mk. und 2 Proz. über 6000 Mt. Würde daher z. B. der Preis des ausländischen MehleS, der zurzeit SLO Mk. je Pfund betrögt, für die 90 Proz. der Bevölkerung, die unter 3000 Mk. Einkommen haben, nur um 1 Mk. gesenkt werden, so müßten die restlichen 10 Proz., zu denen doch wahrlich auch noch genügend bedürftige Elemente gehören, für das Pfund Mehl über 11 Mk. bezahlen. Würde man nach dem Vorschlak, der sozial« demokratischen Fraktion in Wilmersdorf für die Einkommens- stufen bis 8000 Mk. nur zwei Drittel des amtlichen Preises, für die Stufe von 3000— 7000 Mk. den amtlichen Preis, von 7000 bis 12 000 Mi. einen Aufschlag von LAProz. und bei Einkommen über 12 600 Mk. einen vuffchtog von 60 Proz. über den amtlichen Preis festsetzen, so würbe die Staffelung selbst den Ausgleich keines- wegS herbeiführen. Es kommt dieser Vorschlag vielmehr auf eine Zuschußleifwng hinaus, die bekanntlich vom Reich abgelehnt ist und daher die Gemeinden treffen würde; denn nach dem Vor- schlag würde ein großer Teil der Kosten— mehr als 80 v. H.— überhaupt ungedeckt bleiben i für dir Gemeinden würde dies für jedes Pfund Auslandsmehl einen Zuschuß von etwa 60 Pf. auf den Kopf der Bevölkerung bedeuten, d. h. bei einer Woehenportion von% Pfund eine wöchentliche Belastung von über 1000 000 Mk. allein bei diesem einen Nahrungsmittel. An alledem würde sich wenig ändern, wenn man, statt die, inzwischen natürlich über» holten Ergebnisse der letzten Steuerveranlagung zugrunde zu legen, es unternehmen wollte, dir BevSIkerun» emem eigens für dies« Zwecke improvisierten Veranlagungsverfahren mit seinen unvermeidlichen Unzuträglichkeiten zu unterwerfen. Ferner würde das StafselungSshstem aber auch unsozial wirken, da Fa- Milien mit'mehreren erwerbstätigen Personen gegenüber Familien mit einem Ernährer ganz zu Unrecht begünstigt würden. Die Gassperrstunden. Wir baben verschiedene Klagen über das Weiterbestehen der Gasspmsiunden der Kohlenstelle«roß- fibctfdubtz die tznyz schreibt, daß die damit ttcrlnüpflctt «cherorbeukflchen Schwierfgketben sinvohl in ten HanShalttmgen«S» auch in den gewerblichen Betrieben keineswegs»erkannt werden. Leider gestatten die zurzeit immer noch außerordentlich geringen Zufuhren von Steinkohlen keinerlei Maßnahmen, die einen größeren Gasverbrauch zur Folge haben könnten. Während im vergangenen Jahr um die gleiche Zeit bereits mit der Versorgung der Gasanstalten für den Wintenbedarf begonnen werden konnte, bereitet e« zurzeit immer noch große Schwierigkeiten, den aller- dringendsten laufenden Bedarf der Werke heranzuschaffen. Die Streiks in den Kohlengcbieten sowie die ungeheuren TranS- vottschwierigkeiien gestatten nicht, eine Verstärkung der Kohlenzu- fuhr eintreten zu lassen, so daß zurzeit noch nickt abzusehen ist, ob nicht weitere Einschränkungen in der Entnahme von GaS notweudig werden. Sollte fedoch erfreulicherweise eine Besse- »ung der Kohlenzusuhren nach Groß-Berlin eintreten, so wird die Kohlenstelle Groß-Berlin unverzüglich das Einverständnis der zu- ständigen Steven zur Aufhebung der Gassperre nachsuchen. ES besteht jedoch leider zurzeit wenig Aussicht darauf. Arbeiterräte Grost-BerlinS, kommunale A.»«. S.-Räte der S. P. D. Morgen Donnerstag, nnckmitagS 4 Nhr: Sitzung i« Pttttirr- s»al deS H erreich inffrs. Tagesordnung: Nüsere Stellung zum ll!e- glerungseutwurf über die gesetzliche Regelung der Betriebsräte. Ar- serrnt: Cohen. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert vollzähliges Er- scheinen. Legitimation mitdrinzen. Der Fraktionsverstaud. Paul Hanse. tzlrbeiterrüte der KrtegSorgantlattimen. Heute Donnerstag, vor- mittags 9 Uhr, Sitzung im Herrenbause, Saal 20. Bollversammlung der Groß-Werliner Arbeiterräie, der kommunalen Arbefte-räte und Delegierten der Soldatenräte Freitag» vormittag« 10 Uhr, Germonia- säle, Cbausseestraße. Tagesordnung: Stellungnahme zu dem Gesetz- entwurs über die Betriebsräte. Richard Müller. Fritz Brotal. Die Kommimistenseuche fordert tägflch neue Ovftr. Zta der Skr»' sammlung der arbeitslosen GasttvirtSgehilfen am Mittwockwonmitag, schon gegen Eckluß, erschien wiedenim eine Ntkkitärschr Sttritmachk — ja, haben wir denn keine Polizei mehr?—, um eine.nicht an- gemeldet« Kommurttstenversammlung' auszulösen. Unter vieler Heiterkeit zog man wieder per Kraftwagen ab: als einzigem Erfolg kann«<•« Erbitterung gebucht werden. Bei der Groyrn Brrliner Straßenbahn hat da« Personal ein« nette WrrtschaftSböihilse beantragt. Zurzeit besteht«m Vertrag für di« Zeit, für welcke die erhöhten Fahrpreis« bewilligt sind, d. i. zu- nächst bis 30. Juni. Di« von anderer Seite verbreitete Nachricht vcm der Mögttchkeit eines Streiks zu PfiugKeu dürfte kaum r-ichtig fein. Schießende Schleichhändler. Bülowstr. 52 boten mehrere Männer einem Ladengeschäft Ware an- Der Inhaber kam zu der Ueber- zeugumq, daß es sich um gestohlene Sachen haritdcln müsse und be- nachrichtigte die Polizei. Ms die Beamten kamen, warfen sie dem einen zunächst«in schweres Paket vor die Füße und ergvnren die Flucht. Einen Wachtmeister, der versuchte, sie mit dem Säbel aufzu- halten, hinderten sie an der Festnahme, indem fie drei Schüsse«l» feuerten, die jedoch fehlgingen. Oeffentliche Versammlungen, für die ein« Anzeige nicht minde- stens 48 Stunden vorder beim Polizeipräsidium Berlin, Abtei- lung la, eingegangen ist, können nicht mehr genehmigt werden. Ausnahmen werden in keinem Falle gemacht. Geldbel» bnnnaen sollen allen denfenlgen bewilligt werben, die mit- wirken bei der Anseclknng UTmlaubter Aussuhi deutscher ZnhlungSmttiel ins SluSIand, der Knvitalabwandevung und de« Slgtobaiidels mit deutchcn Banknoten und Dahrtehnslassenlcheinen. Die Belohnungen betragen dis zu 10 o. H. der Beträge, die durch gerichtliches Utteil für versallen erllört werden und werden von den Oberzolldiretttonen gewährt. AuSkunjt ettcileu alle Zollltellen. Zur VortettagSwoch« dringt dt« Buchbandlnng vorwätt» die früheren in Ihrem Verlage erschienenen Patteiiagsvrowtolle in Hfrtnneni'.g. Noch zu baben sind saigende Protakolle von den Parteitagen: Halle 1890. Frank' urt 1894. Hamburg 1897, Bremen 1904, Jena 1905, Mannheim 1906, Eisen 1907, Nürnberg 1908, Leipzig 1909, Magdeburg 1910, Jena 1911, Themnttz 1912, Jena 1913, Würzburg 1917. Ferner ein Protökoll:.Die ersten deutschen Sozialiftenkongresseft enthaltend die Protokolle van Braun« schweig 1865, Nürnberg 1868 und Golha 1875. Nächste BolkSkonzerte des Philharmonische»» Orchesters Freitag Geimania-Prachliäle. Edausieestt. 110, und Sonnabend Becchooen-saat, Kötbener Str. 32. Bkgtnn 8 Uhr. Vorverkauf: Zenttalftelle tür Volks- wobliahtsabrt, AugSburger Str. 61, Berttner Eewerkschastskammissian, Engeluicr 15, Zimmer 13, und in den Kanzerlssien evtl. abends an der Kasse. SinpriltspreiS 30 Ps. Kasseneröffnung 7 Uhr. Kriegergräber. Alle Auskünfte sind kostenlos zu geben und alle Wkh-iche aus Schmückung, Erhaltung der Gräber usw. werden koftentos bearbeitet im Zenirainnchwetsebureau, Dorotdeenftr. 48. Bei Aufragen Namen und letzte Fctdadrcsse des Gefallenen angeben. Pfingstknndgebung gegen den Gewaltfricde» am PfinMonn« abend in dor Philharmonie, Bernburger Str. 22. Es wird zunächst ew ütoieritaner, Oberst Emerson, sprechen; dornt werden u. a. Aniprachen hatten: der Jndier Cbempetaraman Ptllat. der Jrländer Dr. ChaUerton Hiü, der Aeghpler Hamsa Vep. der Flame Adookat Bogaerts sowie namens der Deutichösterreicher Gesandter Lud« Hartmann. Außerdem werden Vertreter aller bedrohten LandeStetlr sprechen. Tie Geschäflsleitung des ZehneransschnffeS der Magistrats- Hilfskräfte, in Zukunft.Zentraler Ausschuß', hat eigen« GeschäslSräume, Breitestr. 11, 2 Treppen, ErmelerhauS, bezogen. Di« Banken sind am Pfingstsonnabend geschlossen. Nur für dt» Himertegung von Aktien zur Teilnahme an Geueraweriammlunge::, sofern es sich um den letzten Tag der HintkrlegungSfrist handelt, und für Wechsel- zahiungen werden in den Hauptgeschäslcn ew Schalt« von 10—12 Uhr geössne: sein. Sozialistische Lehrer und Lehrerinneu aller Tchnlaatrnagen I Der Vertretettag am Pfingsidienstag soll zu einer mächtigen Kundgebung der sozialistischen Lebier und Lehrerinnen Deutschlands und Deulich'öfler- reichö werden. Schickt nicht nur Eure Vertreter nach Berlin, sondern wobnt selbst möglichst zadtrcich de» Verhandlungen bei. Treslp unkl: Pfii>gst» moniag, abends 7 Uhr, im Ebenholziaal des.Rheingold-, Bellevuenraße (Potsdamer Platz). Verdandlungsbeginn: Dienstag 9>/, Uhr im ortenialrfchen Seminar, Doroihrenstr. 6.— Freie« Nachtquartier bei Ge. nossen unleic« Vereins. Auslunst erteilt Genosse Grumann, Berlin NW 5, Birtcnftr. 10 II. Unentgeltliche Rechtsberatung für Kriegsteilnehmer und Soldaten Dienstags und Freitags, nachmittags von bft, bis kft. Uhr, Lindelistr. 114, 1 Tr. rechts. Sozialdemokratisches Sekretariat für militärische Ausklärung. Rrbelter-Hochschute. Richard Müller spricht Freitag 7>f, Uhr im großen Sitzungssaal des Herrenhauses über: Der Ausbau der deutscheu Wir Ischast und das Rätesystem. Karten sind vor Beg nn des Vortrages im Herrenhaus bei den Obleuten zu haben. Rationnlversammluugs- Briefmarke« werden ab 1. Juli zu 10, Ib und 25 Pf. ausgegeben, zunächst an jeden Käufer nur kleinere Mengen. später unbeschränkt. Eine Psiikatte zu 10 Ps. zur Erinnerung an die Na- twaaloersammlung ist in Vorbereitung. 5treistag Niederbarnim. Am 3. Juni trat der neue Kreistag zum ersten Male zusammen. Er wurde eingeleitet mit der nachstehenden Erklärung unserer Gcvoffru: Zum ersten Male tritt hier ein Kreistag zusammen, der in seiner Zusammensetzung einigermaßen dem Volksempfinden eirt- spricht. Tie bisherigen Kreistage waren nur Karitaluren einer Volksverlretung. sie waren eine einseitige Kiassenverireiung im übelsten Sinne und dementsprechend war auch die Ber« wakiung vollständig beherrscht von einer kleinen aber ein- fliyrftch" Mmdertzeit und von der streng konservativen Es- ftnmnm, Me tmtrr dem alten System von den KrelSverwaNungen verlangt wurde. Dieses alte' System mit seiner gottgewollten Obrigkeit und dem Begriff eines untertänigen Volkes ist durch die Revolulion geslürtt worden. Eine neue Zeit ist angebrochen, in der der Wille des Volkes das oberste Gesetz ist. W r verlangen, das; der Geist dieier neuen Zeit auch in der Verwaltung des Kreises klar und entschieden zum Ausdruck kommt und daß alle Kreis« beamten, voin höchsten bis zum niedrigsten, ihre Tätigkeit so au»- üben, wie das von der Mehrheit dieser Versammlung verlangt wird. Sie mögen austerbalb des Dienstes ein? politischen SHchiung nachgehen, wie sie wollen, für ihre dienstliche Täiigkeit aber müssen wir verlangen, daß sie mit den allen konservativen Anschauungen brechen und sich nicht nur unter widerwillrger Anerkennung, sondern mit ehrlicher ArbeilSfreudigkeit auf den neuen Boden der Demokratie stellen. Wer von den mastgebenden Beamten glaubt, diese Forderung nickt ehrlich eriiillen zu können, der sollte nur schleunigst von seinem Po>'.en zulücklreten. Die Revolution gibt UNS das Recht, einen vollständigen Systemwechsel in den Amtsstuben zu verlangen, und wir sind lest entschlossen, rücksichtslos alle beamteten Personen aus dem Wege zu räumen, die sich dem etwa bindernd in den Weg zu stellen versuchen. Da» bezieht sich anck auf alle diejenigen Amts» und Gutsvorsteher, die von der Revolution nichts gelernt haben und sich einbilden, sie könnte» den alten Kurs noch immer weiter steuern. Dast der Kreistag heute das formale Recht der Selbstverwaltung in berng auf die Besetzung der Amtsstellen noch nichi besitzt, ist ein Zustand, der hoffentlich nickt mehr lange dauern wird, der uns aber nickt abhalten kann, diese» Recht, das nur einfach den Zeilveihäliniffen entspricht, schon jetzt zu be- ansplucken. Wir sind auch überzeugt, dast die Regierung in jedem Falle den Willen der Mehrheit de» Kreistage» in dieser Hinsicht respe'iieren wird. Wir erwarien auch, dast die Wirtschaftspolitik des Kreise« in Zukunft in einem Geiste geführt wird, entsprechend der sozialistischen Auickaaung der überwiegenden Mehrheit der Krrisbürger und des KretstageS. und dast die Sozialisierung derjenigen Wirtschaftszweige. die sich daillr eignen und die in den Rahnien der Kreisaufgaben fallen, von der Verwaltung aufs eiftigste gefördert wtrd. Wir erwarten von dem Herrn Landral, dast er da» Eelbstver» waltungSrecht de« Kreise», da» hier in dieser Versammlung seine Bertöipnung findet, anerkennt und.dast er sich den Beschlüffen fügt und sie zur Durchführung bringt, die hier gefastt werden. Nur unter dieier Voraussetzung ist überhaupt ein Zusammenarbeiten möglich. Wir bitten den Herrn Landrat um«ine Erklärung darüber, ob er tür seine Perion in der Lage ist. die Anforderungen zu er- füllen, die wir hier für die Beamtenschaft im allgemeinen auSge« sprachen haben, die aber natürlich in erster Linie verlangt werden müsien von dem ersten Beamten de« Kreises. In'einer Entgegnung verwahrte sich der Landrat dagegen, dast die Verwaltung bisher im konservativen Sinne geführt worden iei. Man habe sich vielmehr stets von den Interessen der Allgemeinheit leiten lasten und so solle eS auch in Zukunft bleiben. Befchlüffe des Kreistages werden zur Durchfiihrung gebracht werden, wie et auch ielbstvet ständlich iei, dast alle Beamten im Dienst, unbeschadet ihrer eigenen per'önlichen Uebcrzeugung, nur im Interesse de« BolkSganzen zu arbeiten hätten.— In den LrrisauSschuß wurden gewählt die Genoffen Schlemminger-Weihensee und Schön- berg- Reinickendorf. Von der U. S, P. D. Milbrodt-Rosenthal und Schuckar-TaSdors, von den Bürgerlichen Dr. Woelck-Weistensee und SiriUe-Tegel. Bezüglich eine» Antrages der Uaabbängigen, Ver« treter der Zentralstelle der A« u. S.-Räte bei den S'tzungen des KreiS- tages mitwirken zu lasten, soll e« bei dem bisherigen Zustand verbleiben, Anträge unterer Senoffen wegen Einsühnmg des parlamentarischen Systems, Einsetzung von Kommissionen, zur Diätenfrage und Aenderung der seit 187S bestehenden GeschäitSordnung wurden dem >i neugewählien KreiSausschust überwiesen. Einige Verwunderung er- T regte em Antrag der U. S., wonach für die Teilnahme an den FraktionSfitzuiigen' aus der Kreiskasie ebenfalls Diäten gefordert wurde». � Für die Ausdehnung der Rohrnetzanlagen und Erweiterung und Ergänzung der Wasserwerksanlagen wird biS auf weiteres ein Betrag vo» bUOOOb M. zur Beifügung gestellt. Die Wahlen deS 6. Bezirks find für ungültig erklärt worden. Unsere Partrigenoffen müssen also mit eiiW demnächst erfolgenden Neuwahl rechnen. Neukkllltt. Die Ttadtverordnetenversammung setzt« gestern die Beratung de» HauShaltplan» fort. DflJ*i kam eS zu einer Auseinandersetzung mit den Unabhängigen. Gegen die vorgestrige Erklärung des Sadw. Künstler, dast die Unabhängigen den Haushaltplan ablehnen, wandte sich Bürger- meister Dr. Mann. Die Ablehnung würde in vollstem Wider- s p r u ch sieben zu dem Verhalten, das die Fraktion im AuSschust und bisher in allen Kommissionen gezeigt hat. Die von Künstler jetzt bemängelte Erhöhung der Hundesteuer sei sogar— von diesem Kritiker selber beantragt worden. Auf die Bemängelung der hygie- nischen und sozialen Fürsorge antwortete Stadtrat Drl Silber« stein, auch die Unaobangigen hätten bisher der Ansicht zugestimmt, dast da noch ein UebergangSzuswnd besteht. Stadtv.-Vorstrcher Scholz(Soz.) wie» darauf hin. im Au»schuh sei kein einziger von den Unabhängigen gestellter Antrag abgelehnt worden und über- baupt keine Differenz vorgckommev. Die Stadtverordnetenver- sanunlung habe jetzt«in« sozialistische Mehrheit, im Magistrat Werve nächstens dasselbe eintreten— da sei diese sozia- listische Mehrheit verpflichtet, auch nach austen hin die Verantwortung zu übernehmen. Die jetzt von den Unabhängigen ge- übte Kritik Htte erfordert, daß sie entsprechende Anträge stellten. In Berlin habe übrigen» die Fraktion der Unabhängigen den Hau»- haltplan einstimmig angenommen. Wenn man in einem Parla- ment sitzt, müsse man die Konsequenzen tragen. Stadtb. Freund sU. Soz.) erwiderte: Die Unabhängigen find sich der Veranlwar- tung bewustt, die sie mit der Ablehnung übernehmen. In Reich, Staat und Kommune arbeiten wir mit, weil wi? den Boden für die sozialistische Zeit vorbercften wollen. Wir lehnen den Haushalt- plan ab trotz der hineingebrachten kleinen Verbesserungen. Besser machen können wir es unter den jetzigen Zuständen nicht. Wir verlangen eine sozialistisch« Politik. Stadtv. Thu row(Soz.) stellte fest: Die Unabhängigen /vollen wieder mal-im Reden den starken Mann machen, im Arbeiten aber versagen sie. Auf die Dauer werden ihre e-genen Anhänger sich da» nicht ge- fallen lassen. Für die werbenden Betriebe der Stadt forderte Stadtv. Germelmann(Dem.) kaufmännische Geschäft»- und Buchführung, Stadtv Höhn«(IL Soz.) begründete die Ableh» nung de» HauShaltplan» mit der Finanzwirtschaft. Di« hohen Preis« der werbenden Betriebe wirken als indirekte Steuer. Mit unseren Plänen werden wir zu gegebener Zeit hervortreten. Es gibt keinen anderen Ausweg, reiner Tisch must gemacht werden. Den Unabhängigen hielt Stadtv. Heitmann(Soz.) vor, dag sie vor den Gemeindewahlen große Versprechungen machten, daß aber jetzt ihre Mitarbeit an der Verbesserung des Haushalt- plan» alle» zu wünsche» Airig läßt. Nach dreistündiger Tauer der Genevaldebaite verzichtete man auf ein« Speziakdebatte. Angenommen wurde der AbänderungSantrag der Sozialdemokraten, den Kurkostensatz nicht über 6 M. zu erhöhen, ebenso der An- trag, eine Abrechnung über die Leben»mittelver- s o r g u n g zu fordern. Der Antrag auf Einführung kaufmänni- scher Buchführung für die werbenden Betriebe wurde der Finanz- depntati-m überwiesen. Dann wurde de« HauShaltplan gegen die Stimmen der Unabhängigen angenommen.— Au» dem weiteren Verlauf der Sitzung sei nur noch erwähnt der Beschluß über Neuregelung der Besaldung». und Anstellung». Verhältnisse der Kr> e gs h i l f s k r ä f te. Lichtcrfclde. Gemeindevrrtrckung. Der Gemeindevorstand be- antragte Erhöhung der Bezüge der Arbeiterräte vom L April bis &L Mai oon 400 aus 000 SB. aumaUich, ftam vo« t Juni an. den Arbeiterrat als nicht mehr zu Recht bestehend anzusehen. D-» Gemeindevorstand berief sich zur Begründung diese».Antrages auf die amtlich« Aeußerung des Ministers Heine. Die>Soziäldemw. kraten erklärten, daß der Gemeinde kein Entscheidungsrecht ü�-cr Angelegenheiten der kommunalen Arbeiterräte zustehe,.-solange wicht die Nationalversammlung über die rechtliche Lage der! Arbeiterräte Bestimmungen treffe, Genoff« Wenzel(Soz.) ging dabei mit 8>em Minister des Innern scharf ins Gericht, ebenso Vogtheur(U. Soz.). Heinig(Soz.) polemisierte mit Schärfe gegen den Birgerbündler Borkenhagen und Konsorten, die behaupteten, daß der Arbeitterrat .nichts getan habe'. Der Antrag auf Erhöhung der EntschäWigung wurde abgesetzt, nur in namentlicher Abstimmung der Antrag des Gemeindcvorstandes auf Einstellung der Entschädigung an die Arbeiterräte angenommen. Ein Teil der Demokraten stimm- ten mit der Reaktion. Zu scharfen Zusammenstößen kam et auch in Schulfragen. Zum Entwurf einer neuen Geschäftsordnung- soll eine Kommission eingesetzt werden; Heinig(Soz.) erklärte im Namen der Fraktion, daß die Sozialdemokraten daran nicht teil- nehmen werden. Wilmersdorf. Stadtverordnetcnsitzung. Bei der Ergänzungs- bezw. Eisatzwahl für die Siadträte wurden 6 Deutschnationale und 3 Demokraten wiedergewäklt. Bei den Neuwablen von den 4 Neuzuwählenden 1 Deutscknationoler und 1 Demotrak. Die Wahl der beidea sozialdemokratischen Stadträte wird erst da? nächste Mckl vorgenommen. Der Antrag der Sozialdemokraten, mehr Kindbr- hctms und Kinderhorte zu errichten, wurde dem Mogistrat zur Prüfung überwiesen. In der Debalt» vertrat die Rechte natürlich die Ansicht, biS jetzt hätte die allgemeine Wohdätigkeft sich der- artiger Veranstaltungen angenommen und die Kommune hätte sie rnur soweit nötig, unterstützt. Die Sozialdemokraten betonten a£ter, Saß sie Rechte haben wollten und leine Wohltaten. Bei den Demokraten iand der Antrag viel wärmer««nfnahme.e sich vergeblich gegen die vorgchroSten Mängel zu wehren. Ein weiterer Antrag der Soziatpemokratevi. eine Wochenübersicht über Lebensmittel zu geben,»i««es in Cbarlotlenburfl bereits geschehe, wurde der betreffenden Deputation überwiesen. Dasselbe geschah mit.einem'weiteren Antrooe derselben Fraktion, die Preise der«uSland»lebtznSmittel ,u staffeln, damit die ärmere Bevölkerung sie sich auf jeden Fall kaufen könne. Um hierbei den Stadtiäckek zn entlaften, iollien bei Einkommen bis zu 3000 M. ein Drittel v»m Preise nackgelassen werden, von über 7000 M. ein Aufschlag erfolgen. Daß dieS keine ideale Regelung wäre, wurde bereits vom.Refelenten zngeqeben. Die Demokraten machten den Vorschlag, ni«fft Familien- einkommen zugrunde zu legen, sondern die« durch die Kopfzahl zu dividieren. Rechle und Magistrat meinten. daS könne nur durch Zusammengehen mit vroh-Berlin geregelt werden. Britz. GemeindevertretunA. Vogen den Beschluß, die 10. Boe- schirMass« schon mit dem 1. April d. I. aufzuheb«,. habe««ine Anzahl Eltern Beschwerde geführt. Wie die bürgerlich« Fraktion mitteilt, können sich diese Eltern nun auf ein« Sntscheidling der Regierung berufen. Dies« Entscheidrmq der Remeveing wind von soziakdemokratischen Rednern kvitisiert und in AirMicht gestellt, daß bei einer gleichen Entscheiduna durch de» KultuSminpster beschlossen werden würde, für die Volksschulen sofort den Lehrplftn der 10. Vor- schulklass« zur Einführung zu bringen. Di« auf Antra« der S. P. D. der Gemeinldevertoetung unterbreitet« Jugendcnntpoiqlage. wird nach e-naehender Begründung durch den Gen. Gehrke mit.unwesentlichen Aenderung«» einstimmig angenommen. Sin bürgnckicher Antrag. sofort jede Einwirkung und Tätigkeit be» Britzec kommunalen Ar- beiterrate» al» ungesetzlich zu beseitigen und ihm die Mittel zu verweigern, führt zu lebhafter Debatte. Da der Arbeiterrat ein« Zusammensetzung erfahren Hai. die seder Demokratie Hohy spricht, nehmen die Vertreter der S. P. D. an seinen Sitzungen nicht mehr teil. Der einseitig zusammengesetzte Rest des Arbeiteratcs hat in einem an den Bürgermeister gerichtetem Schreiben diesem und dem Lebensmittelausschuß da? Recht abgesprochen, einem Anye- stellten Anweisungen z-u erteilen. Diese* Zumutung weist die Fvak- tion der S. P. D. scharf zurück, wie sie.auch erklären läßt, daß sie den Arbeiterrat als Kontra llbehövd« der Gemeindevertretung so- wohl als auch der Gemeindeverwaltung ablehnt. Di« Kon troll- beHorde ist die nach dem freiesten Wahlrecht gewählte Gemeinde- Vertretung, ihre Kontrollbehörde ist die �Einwohnerschaft. Zu der Frage. Weiterbestehen der kommunalen'.Arbeiterräte, werde die Fraktion Stellung nehmen, wenn der Parteitag Richtlinien ge- geben habe. Der vorliegend« Antrag wird mit den Stimmen der S. P. D. gegen die der bürgerlichen Fraktion abgelehnt. Die Fvak- Hon der II.�S. P. enthält sich. Beschlossen wird ferner auf Antrag der S. P. D., daß gültig« Mietverträge«nur mit Genehmigung d«S Mieteinigungsamteß abgeschloffen weiden, können. Eine Schlich- wngskommission zur Erledigung von Streitigkeiten zwischen Ar- beitgsber und HauSpecsonal wich gebildet. Friedrichsfelde. Gemeindevertretung. Der frühere Beschluß, die Einkommen bis zu 2400 M. steuerfrei zu lassen, wodurch sich die Notwendigkeit ergab, den Zuschlag zur Einkommensteuer auf 200 Proz. zu erhöhen, ist von dem Niederbataimer KreisauSschutz al» rechtsungültig bezeichnet worden. Nun hat die Gemeinde« Vertretung den Zuschlag aus nur 210 Praz. festgesetzt. Steuer- aufkommen hieraus 1,035 300 M. Oterschöneweide. Gemeindevertretung. Sturm sgenen ereigneten sich anläßlich einer Demonstration des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten im Sitzungssaal. Inmitten der Ber- handlunzM verlangten sie tu stürmischer Weise sofortig« Behandlung ihrer Forderungen. Ihr Redner führt« lebhaft« Beschwerde über angebliche Verschleppungstaktik des Gemeindevorstande». Dieser wie» aber nach, daß die Schuld lediglich an der schwierigen Materie liege. Gen. Birnbaum begründete einen bereits am 8. Mai gestellten Antrag, allen Minderbemittelten die ausländischen Leben»- mittel zu erschwinglichen Preisen abzugeben. Von der U. S. P. lag ein dem unfern ähnlicher Antrag vom 23. Mai vor. Es wurde be- schloffen: Die pariiätische Zusammensetzung deS Ausschusses für Kriegsbeschädigt« und Hinterblieben« ist bereit? geplant und soll in Kürze durchgeführt werden; betreffs Gewährung von Steuer- freihett an Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene will man die Stellungnahme der Gemeinden Groß-Berlins abwarten. Von 7700 Steuerzahlern sind b400 mit Einkommen bis zu 3000 M. versteuert, und nur 07 Personen versteuern ein Einkommen von über 10 000 M. Freie Holz- und Kohlenbelieferung durch Gemeindefuhrtverke wurde gleichfall» zugesagt. Zu halben Preisen sollen Nährmittel, Fett und Fleisch«n Minderbemittelte abgegeben werden mit einem Einkommen bi» zu 8000 M.»n«inzelstehend« Personen, bi» zu 8750 M. an Haushalte von 2 Personen, steigend um 750 M. Ein- fommen für jede weitere Person. Kriegsb-schädiaten mit über 50 Proz. Rente sollen Sonderzulagcn bewilligt weiden, sobald die Gemeinde dazu Vorräte hat. Kosten für Atteste übernimmt die Gemeinde.— Angenommen wurde die Gewährung von TeucninyS- zulagen an die Hilfsbeamten. Gen. RamSbrock erklätte bei dieser Gelegenheit, daß den Doppeleinkommen durch Arbeit beider Ehehälften umgehend ein Ende gemacht werden müsse. Genosse Birnbaum forderte zum Schluß dringlichst die bal- digste Einberufung der Schuldeputation und Durchführung de» Beschlüsse», den Unterrichtsbeginn der drei jüngsten Jahrgänge später beginnen zu lassen. Ein Protest des Arbeiterrat» gegen den 7-Uhr-Gchli!beginn wurde nach langer, heftiger Debatte abgelehnt. In eine Diätenkommisston wurden die Genossen Gietth und RamSbrock gewählt. Vier der alten Schöffen haben gleichfall« ihre Aem- «er zur Verfügung gestellt, so daß der Gemelndevorstand bi» auf seine besoldeten Mitglieder der neueren Zeit Rechnung trägt. Wahl Mittwoch. Adlrrshof. Gemelndeverttetung. Zu Schöffen wurden gewählt Schwarzlose, Franz Popp«(ll. S. P) und Theodor Lufft(Bürgerl.). ' Mit dem Klein wohnhouSbau wird wahrscheinftch kurz nach Pfkngstttt begonnen. Schöffe Zabel(Soz.) machte Vorschläge zur richtigen Ausnutzung deS Gemcindeauto» im kaufmännischen Sinne. Antrag, Versetzung Adlershofs in die ServiSklasse A bei zuständigen Behörden zu veranlassen, einstimmig angenommen. Die Errichtung einer katholischen Schule abgelehnt, nachdem Genosse �Lehrer Schmalz und Pasing(U. Soz.) sowie Lehrer Krause(Bürgerl.) die? begründet hatten. Sicherhetiswache soll allmählich eingeschränkt werden, da Kosten enorm hoch. Gemeindevertreter Saling (Bürgerl.) regt an. die Einwohner zum freiwilligen Wachdienst \ heranzuziehen. Potsdam. Stadtverordnetenversammlung. Der Magistrat f»r- derte für die Arbeiterräl« 00 920 M. Die Stellungnahme der bürgerlichen Mehrheit war von vornherein nicht zweifelhaft. Auch der Magistrat, der noch vor Wochen eine gän» besondere Wärme für den Arbeiterrat an den Tag legte, machte aus settrec inzwischen eingetretenen Abneigung kein Hehl. Unsere Vertreter sowohl wie die Unabhängigen dvaugen mit ihren vorgetragenen Sinwendun- gen nicht durch. Um daS Absterben etwa» angenehmer zu machen, bewilligte man die Mittel bi» zum 1. Juli. Wenn inzwischen die Aellungnahme der Regierung zu den kommunalen Arbeiterräten' Farer geworden ist. soll wieder Sdellung genommen werben. Die Sttaßenbabnfahrpreise werden auf 20 Pf. für 1— 1 Teilstrecken, 25 Pf. für 5-0 und 30 Pf. für 7-0 Teilstrecken erhöht. Bon 9,15 Uhr abend» Nachtzu schlag 10 Pf., Sonntags durchweg 5 Pf. mehr, ferner müssen für Gepäckstücke Fahrscheine gelöst werden. Neu« LustbarkeitSsteuer soll 100 000 M. bringen. Zur Unterstützung begabter Schüler und Schülerinnen der städtischen Schulen 30 000 Mack bewilligt. Verwendet werden sollen htervon nur die Zinsen. Für die Voll»bildung»kurs« werden 1340 M. bereitqestellt. DaS Meversche Grundstück in der Neue« Luisenstraß«»ird für 255 000 Mark angekauft. Di« Bäderpreis« tn der städtischen Fcauenbade- ansdalt werden um durebschnittlich 50 Proz. erhöht. Den Bürger- speisehallen de» vaterländischen Frauennerein» wird der Monatszuschuß'von 2500 M. auf drei Monate weite rgewäbrt.— Sin unabhängiger Antrag, den Stadtv««ordneten Autweise auszustellen. welebe diese berechtigen, die städtischen Bttrieb« zu betreten und zu befichttgen. wird von der rechten Seite«nschki«ßlich der Demo- kraten und vom Magistrat bekämpft. Britz. Eetten»nwetsung lSe Arbeiter. Die«cisen-HerftellunzS-Eesell- schast ist aufgefordert worden, die the ,ekatt«ten Konderzmoeiirmgen an KttczS- ferse«»i die gnbiittrie- und Bergarbeiter«uszudednen und hat sich ent- übt»sie», den»iussorderungen nachzukommen. Di« in»etracht kommenden Betriebe werden ersticht, ihren Bedarf«* K.-A.-Eetfe für eine derartige Sanderziiweiliing Ip ö te ft en« innerhalb drei Tagen bei der Leb«r»m>tleiftege anzmnelde». Lichtenbera. Heute»den» 7 Nhr. im Sweum.»tthan»ftr.- Licht- btkdervortrag:«ine»eise durch Tic»!. Einiah K Ps. Zehlerrdark tzBitsb.) Nusstlbnmg der E ch itzfu ng»on Haydn. Freitag, durch»te»!»»art-«emeinde unier«stwirbma de»»liiihruu-Or- chefter« m der Nula de» Gvmnosium». EinkttiSlarten 1 und 2»ark im Konfumonetn, Teltower Strahe. * Grast-Derliner Lebensmittel. Di« vom V. Juni ad gsilttgen Arottarien beben keine Wochen» bezeichnung, dafür sind die emzetnen Abschnitte mit Ktichrnorten»ersehen .lGrosi-Berlin, LebenSmUtewerband, Brot- und AttHIoerforoung Berlin und Nachbarorte). Künftig wftb erst am End« seder Woche oerölsentlicht«erden. welche» Stichwort t» der nächsten Woche»Sstizkett bat»ei Umtausch in Reisebrotmarken erhalten Verreisende in Zukunft Retsedrotmerten nicht nur siir die Reiscwochen, fondern für die ganze laufonde Brotkartenperiode. Räch Rücktebr von der Reise können dann die Reisebrolmarken in lommu- mile Brotkarten der kommenden Wochan»nrchckgetauschl werden. Diele Regelung ist notwendig geworden, um DiebMdlca, Fälschungen und dem Vorveitaus von Brot aus Karten der nächsten Woche zu steuorn. Berlin. Bis Donnerstag ewschllesilich hat jeder Karteninhaber zur Vermeidung de« Verluste« sein«»artoffein für die Woche bis 8. Juni tStS abzunehmen. Die zum Verbrauch in der Woche vom v. bist». Juni ISlS bestimmten und aus Adschniit 24b und« der Berliner Kattoffelkarte entfallenden» Psd. Kattoffein find bereit« vom Donnerstag ab in den KleinhandeiSgcschäften abzugeben und zu entnehmen. Für Militärurlauber und Personen, die erst nach dem». Juni 1919 in den Besitz einer Kartossel« karte gelangten, ebenso für den Verbrauch in Gast«, Schank«, Speisemirt- schalten, bei der BolkSspeismrg, gewerblichen Kantinen und gemeinnützigen Speiseanstalten find besondere Bestimmungen auS den säuleuanschiägen ersichtlich. Friedrichsfelde, st, Pfund Auslands-»der JniandSmehl»l Lichterfelde. Bis 14. Juni 2 Pfd. Marmelade(25) dort wo dt« alte Karte eingetragen ist. Zucker für Bäckereien Freitag zur Herstellung von Zwiebäcken für Juni im Zuckerichuppen Lankwitzer Straße, 11—t2 Uhr. Steglitz.»00«ramm Marmelade(2S). Anmeldung von Marmelade bi« 5. Juni(26). Voranmeldung von Nädanitteln für«erdende Mütter biS 5. Juni(l7a). Anmeldung von Röhrml klein für Kinder bi« 5. Juni im 1. Jahre(ISb). 2.(13a), 8.;(9a). 4.(10»), 5.(lOa),«.(9a). Spandau. In den durch Aushang kenntlich gemachten Geschäften amerikanische Vollmilch 8 Matt die Dose für Personen über SO Jahre aus Bezugsschein«. AI» Ersatz für gelürzte gleischratton Graupen gegen Fleisch- karten vom 19. bis 25. Mal. Hroß-Serllner Parteiaachrichten. Die Groft. Berliner Grmeindevertretrr der S. P. D.«erde« gebeten, Mitteilungen Über den Stand der Borschutzsraae in ihrer Gemeinde an die Sladwerordnete Frau Rtedger, verstu SV. 83, TaboeOr. 23, al» Ver- treterin de« SchuIauSschusseS der Graß-Berliner Semeindevertret«, recht bald einzuienden. Jungsozialistische Bereinigung. Heute abend Jugendheim. Linden- straße 8. Vortrag: WaS müssen wir von der VoikSwittschasl wissen? Anschließend» Musikalischer UnterhalwngSabend. (Tbarlonenburg. Freitag 7 Uhr Im Sitzungssaal det Rathause»: Kombinierte Sitzung._ vriefkasten der Redaktion. tzeber für den«riestasten destlmmten llickrage ffiae man einen Suchstaden und eine Nummer Bei. Brieiliche AuSkuntl wird nichl erleilt. Eilige lln» fragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindensir. S, S. Hof link», i Treppen, i bi« 7,«onnadend« 3 Bis 5 Uhr nachnnttagS vor. GdjnflftMe und vertrüge sind mitzulunnaen. K. B. SS. Unter den Linden 14.— G.*>. IS. Jeder Spezlalarzt gibt g-wiß darüber AuSIunft.— O.«. 7. Berlin. Königarätzer Str. lL4d. 2. und 3. erfahren Sie beim Genossen Mabra, Schittgktr. 15.— W.®. 99. In rein ärztlichen Fragen nicht zuständig, Poliklinik für Lungenkranke. Gbariti, Luisenstraße.— H. Z. 14. Vielleicht lassen Sie einmal durch da» Auswärtige Amt nachrechergieren.— Kriegodnnd 33. SonItätSamt des Gardekorp». Albrechsstr. 11.— Mandervogel 840. 1. Ettundigen Sie sich beim Juaendsekretariat. Bellevuestr. T. 2. Nicht zu beantworten. 8. Im EpezialgeichSft—»ettende 3. Fangen Sie im Stabion an.— 91.»9. Die beiden Kinder haben Anspruch aus einen Teil de« Geide». Die Hübe de« Anieile» ttchttt sich nach astem Recht, sür da» der Ott der«heschließung maßgebend ist.—>«.««. Rein.— W. F. 100. strtundlgen Sie sich bei der WasirnstilsiandSkommisston Berlm, Budapefter Str. 14.— G. R. 4. Den unehelichen Mildern sielst ein Erbrecht nicht zu. Ihnen steht aber gegen die gesetzlichen Eiben ein Anspruch aus UnlerbaltSzahlung zu.— H. U. 19«. Beschwerdesührend an den Landrat bezw. RegierungSprülidenien.— L. H. 4S. Sic tonnen nach dem mutmaßlichen Einkommen de» jetzt lausenden SieuersahrcS ein- geschätzt werden— ft.£9. S. 1. Die Forderung de»«W» ist nn- berechtigt 2. Die EideSsormei ist noch nicht geändert— Frida 97. Rur dann, wenn da« BeriübnIS durch Ihre Schul» gelösl ist.>»-». 9t. 42. Wenden Sie sich deswegen an Ihre ge«erd»a>Mch- Orchmilation.— — A. G. S«. 1. Im TranSporlarbeiterverband. Engelutee 15. 2. Bei mindesten« 200 Beitragswochen. fall» die«uwar tschalt ausrecht erhalten«st jedoch muß die Shesrau edcnsail» die Wortezeit von nnudeiMn» 90;) Bei- trogswoche» erfiUU haben. 3. Räch h 1S9S R. B. O. ist die Revision«US- geschlossen, wenn e« sich um»ttwengeld handttt.-».«. S«. i. FaS« es sich um ein« össenilich rrchlllch» Korporation bändelt wa» anschainend d« Fall ist. also nicht um eine»em»rtoaien vertragsrecht nnterkieaende Geiellschaft, ist die Entscheidung de« Oherprtfideuten unansechtbar, t. Der oftenbare Schreibfehler kann zu Lasten der Sozieltt nicht ausgelegt werben. —«. 75. Ein gesetzlicher Anstnuch bestebl tn beiden Fällen leider nicht K. 19. Ihre Darstellung reicht nicht au«, komme» Sie in die Sprech. stunde.— ist.-Vi. 1«. Ein geietzlicher Anspruch aus Nachzahlung von Ge. sangen enlöhnung besteht nicht Die FamM« kann scdoch sür den Fall der Bedüttkigleil nch an den Truppenteil«enden.— Gustav 5». Gerden Si« »ei der BerutüsenoSeichhatt weg» HeUbetzudin*«. nn»»«Gttitg. ✓ _______ L, WWMKWUWMM für die PAngfl-Tc� ist und bleibt eins Modisch mid elegant, Ächt und farbenfreudig, ifi eine solche kleidsame Jacke das Verlangen jeder Dame. Wenn Sie noch keine haben, eilen Sie Zu uns sich eine zu besorgen. ?. � '-aben nur 3 Tage Zeit! Zm'gsi?. 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Mit welcher SkrupeUosigteit die Franzosen im Saar. gebiet vorgehen und wi« wenig von einem SelbstbestimmungS- recht der Bevölkerung die R«d« ist. zeigt u. a. die Tatsache, daß d«r Lehrer Camilla David zu Saarbrücken, welcher sich der deutschen Bevölkerung als französischer Spion verhaßt und verächtlich gemacht hat, unter Umgehung verdienterer, älterer Beamten und ohne Befragen der Gemeindevertreter und der deutschen RegierungS- stelle zum Kreisschulinspektor ernannt worden ist. Auch ein Schlackthausinspektor ist ohne jede Befragung der Behörde von der französischen Militärverwaltung durch einen lakonischen Befehl eingesetzt worden. die Demokraten gegen Unterzeichnung! Einstimmiger Fraktionsbeschlust. Die Fraktion der Deutschen Demokratischen Partei der Nationalversammlung faßte gestern einstimmig auf Antrag der Abgeordneten Haußmann, Wald st ein und Schiffer folgende Entschließung: Zn vollständiger llebeieinstimmung istit dem Reichsministerium und den Mit Niedern der Fraltion im Kabineit erkläit die Deulsaie Deniokrauslbe Fraltion der Nationalversammlung die Zustimmung zu dem deutschen Friedensvoriiblaa Mr halten es für falsch, den Kamps um LevinSS Leben durch Drohungen auf eine Machtprobe hinaus zu spielen. Um so eindringlicher möchten wir der bayerischen Regierung raten, bei ihrer Entschließung' nicht der Furcht vor Konieguenzen, sondern der Stimme der Menschlichkeit Gehör zu geben. Der Verzicht auf dir Vollstreckung der Todesstrafe wird ein sichtbare» Zeichen deS Vertrauens sein, da« die bayerische Re- gierung in die innere Kraft der Demokratie setzt, die sich wohl im Kampfe gegen gewalttätige Angreifer zur Wehr setzen muß, aber es nicht nötig hat. kaltblütig Menschen zu töten, die für ihre Ueberzeugung gekämpft haben. Fort mit der Todesstrafe I Fort mit der Todesstrafe vor allem für politische Verbrechen. Die»Münchener Post" schreibt: Wer die Verhandlung gegen Levinö-Hissen gewissenhaft verfolgt hat, wird laum den Eindruck gewonnen haben, daß es dem Staats» anwoft oder dem Rubter gelungen sei, Levinö.besten Schuld wir nicht veitleinern wollen, eines Beibiechen» au« ehrloser Ge- s i n n u n g zu überiüdren. für da» d»« Todesstiaie mit gutem Gewissen autgl-iprochen werden könne. Wir find der Mfinuiig. daß mildernde U m st ä n d e. die dg« Gericht ablprichl. die Voll- st reckung dieses Urteils verhindern mllisen. Wir erwarten von der Regierung, daß fie die Bollstreckung de» Urteils himanhält._ Der Klingelbeutel»eht««.»Immer drohender wind di« tote Gefahr, immer schwieriger wird es. dem Vordringen der Sozial- demokratie Einholt zu gebieten." Mit diesem Mahnruf un Herzen geht die Deutsche Vollspartei, Wahlkreisverbond Berlin, herum, und belästig: in den allermeisten Fällen solche Personen, die ab- solut nichts davon wissen wollen. Zweck der Somm- ürng soll sein, alle bürgerlichen Elemente(zum großen Gegendruck) zusammenzufassen. Bündelweis« flattern un» laglich solch« Vettel- briefe zu. Wie armselig leer müsse« doch die Kassen der Deutschen Volkspartei fein! DaS ist auch leicht zu begreifen, denn die Spender wissen aus der Zeit de» NeichSverl>andeS selig«» Angedenkens, daß man mit den gleiche» armseligen Argument«» eine Kulturbewegung nicht totschlägt. Aber vielleicht t ringen es die Veranstalter dieser Bettelei engros zu einem ansehnlichen Kapital, wenn sie di« Papier- wife\pcstn ocä Sk-iidu&fuy Me;n Schkoß in dZnsmark! Genosse S ch e i d e n: a n n schreibt uns: „Es heißt, Herr Scheidemann habe sich in Dänemark ein Schloß erkoren." Schon zweimal hat die„Deutsche Tageszeitung" mir binnen wenigen Tagen ein Schloß in Dänemark angedichtet. Wenn sie die Behauptung zun, dritten Male aufgestellt haben wird, werden sie alle Blätter weiter- verbreiten, die mir ebenso wohlgesonnen sind, wie das ge- nannte reaktionäre Organ. Ueber die Motive der freundlichen Erfindung bin ich mir nicht recht klar. Will die„Deutsche Tageszeitung" durch den angeblichen Schloßkauf darauf hin- weisen, daß ich ein ordentliches Teil von StaatSgeldern in meiner Tasche habe verschwinden lassen? Oder kann sie sich das Ende politischer Karrieren nur noch in der Form von Deserteure» in neutralen Schlössern denken? Zeitungsverbote für Knegsgefangene. Wer hat sie erlasie»'i Wir erhalten folgende Zuschrift: In der Abendausgabe der„Freiheit" vom Mittwoch, d« 4. Juwi, fit in dem Artikel„Die Angst vor dvm Sozialismus".«ine Verfügung des KriegsminiftertumS veröffentlicht, die meine Unt««* schrift trägt. In dieser Perniguiiy ist cmgeovdnet, daß folgende Zei- wng«n:»)„Freiheit", Berlm, b)„Die Republik", Berlin, c)„Leip- ztgor VolkSzeitung", Leipzig, A)„Tribüne", Erfurt, in den Durch». gongSlagern für heimkehrende Kriegs- und Zidilgefangene von GratiSlieferungen und dem Verlauf auszuschließen sind. Hierzu bemerk« ich; Diese Verfügung hat mir im Entwurf vorgelegen und ich habe dom bearbeitenden Referenten des Kriegs- Ministerium»«midrückstch«Lärt, daß diese Verfügung nicht et* gehen darf. ES bedarf keiner besonderen Erwähnung, daß ich als Beauftragter beim KriegSmini sterum m Gefangenenangelegenheiten, der darüber zu wachen hat, daß die ergehenden Verfügungen dem sozialistischen Geist entsprechen, mich niemals dazu hergebe» würde, tu «im Bevormundung einzuwilligen, die bezweckt, di« heimkehrenden Kriegsgefangenen in ihrer politischen Orientierung zu beeinflusse«. Ein« Dienstreise nach Kopenhagen verhinderte mich sofort per- sSnlich die«rforderkichon Feststellungen zu treffen; es ist aber bereit» veranlaßt, daß dieft Verfügung, falls sie gegen mainen Wille« tatsächlich ergangen sei» sollte, sofort zurückgezogen wird. Hochachtungsvoll Schlesinger. Stellvertmlend« Vorsttzendee der RenchSzentral stelle für Kriegs, und Zioilgefangeae. Der verfosiungsaussthuß der Deutsche« NatLonswersammlung setzt« heut« die zweit« Lesuug de» VerfasfungSe ni* wurs» fort. Artikel 11 und 17, die Bestimmungen treffen über die E n t- scheidung von Zweifeln über die Vereinbarkeit landeSrecht« liäier Borschriiten mit dem ReickiSrecht durch einen oberste» Ge« richtShof deS Reiches sowie über die Entscheidung vo» BerfassungSstreitigkeiten durch den EtaatSgerichtShof, werde» mit einer vom Abg. Kahl fDtich. Vp.) beantragten Aende- rung, wonach dieser Fall eintreten soll, wenn»bei einer Reich»- oder Landeszentralbehörde Zweifel darüber bestehen" ob eine landeS» rechtliche Vorschrift mit dem Reichsrecht vereinbar lst, im übrige» in der Fassung der ersten Lesung angenommen. In der gestern zurückgestellten Abstimmung über die Reich»- färbe« wird die Regierungsvorlage, die die Farben schwarz- rot-gold vorsieht, mit 1ö Stimmen der Sozialdemokraten und Demokraten mit Ausnahme de» Abg. Koch-Kassel gegen 11 Stimme» der Deuifchnationalen, deutscheuBolkspartet, des Zentrums und de« Abg. Koch-Kassel angenommen. Der Antrag Kahl jD. Bp.)«Delbrück(Dnat. Vp.) di« alten Farben schwarz-weiß-rot beizubehalten, wird gegen di« Stimmen der beiden Parteien der Antragfteller, de» Zentrums und de« Abg. Koch-KasseltSmangel besonders schwer leidenden Städte. Die Verordnung der Regierung vom 16. Januar 1918 über die Finanzierung der Arbeiter-, Soldaten, und Bauernrät« erklärte der Ausschuß einstimmig durch Kennt- niSnahm« für erledigt, da es sich nicht um«in« Verordnung mit Gesetzestrzrft, sondern nur um ein« Anweisung an die Behörden handle. Bon mehrh«it>sozialistischer Seite war der An- trag gestellt, den Geheimfonds der Polizei<800 000 Vi.) au» dem Etat zu streichen. Die RgeierungSverireter betämpsien diesen Antrag, da Ausgaben für die politische Polizei schon längst nicbt mehr gemacht würden, die angesorderten Gelder aber sür die FremdenPoliAei, die Spionageabwehr und die Bekämpfung von Kapilalverbrechen notwendig seien.— Der Ausschuß veschlotz. die Entscheidung über diesen Titel auszusetzen, um von der Re- gierung noch eine genauer« Nachweisung über den Verwendung». zweck der angeforderten Gelder zu erlangen. Sonst wurden di« Voranschläge unverändert gutgeheißen. GMerffchoZlsbewMNg Der Aufschwung des Bergarbeiterverbands. Aus dem der am IS. Juni in Bielefeld zusammentretenden Generalversammlung borgelegleu Oeschäfteberichl tiir die letzten sechs Jakre gedt bervor, dah die Mitglie�erbewegung des Berg« arbeiterverbandeS eine autzei ordentlich günstige ist. Dieie betrug im zweiten Vierteljahr 1914 löl 9Zg und sank durch die Eni- Wirkungen des Krieges aui 46 371 am S tlutz des Jahres 1915. Bon da an stieg die Mitgliederznbl stelig und fast sprunghast, um am Jabresschlus; 1918 auf 326 747 au kommen. Auch da?.eiste Vierteljahr 1919 brachte eine weitere Steigerung, denn es wurden am 31. März 1919 422 616 Mitglieder geaäbll. Tie Steigerung wurde noch eine grötzere sein, wenn im Nuhrrevier und auch anderen Gebieten die Zersplitterungsbestrebungen der Spartakisten und Syndikalisten nicht ein- gesetzt hätten T>cse Leute haben es ja darauk ab- gesehen, den Bergarbeilcrveiband zu zeitrüniwern. Bcr ihrem Vorgehen iage» sie, dast sie eine einheitliche Bergarbeiterckrgani« � saiion schaffen wollen. Dabei sehen diese Leaichen garnicht, dah sie durch ihr verbreche, iiches Vorgeben den Gegnern der einheit» i lichen Bergarbeilerorqani'ation in die Hände arbeiten. Die bevorstehende Generalversammlung hat äußerst wichtige Arbeit zn leisten. Die Zah-stellcn haben nicht weniger als 9l6Än- träge, die in b33 Anträgen auiammengctaßi werden konnlen, ge- stellt. Hoffentlich tragen die Verbandlungeil der Generalversanim- lung daau bei, daß der Aufschwung des Verbandes anhält und die Organisation dadurch in die Lage versetzt wird, den großen Auf« gaben, die in der Zulunst zu lösen sind, auch gewachsen zu sein. Neiffistarif für Versichcrungsangestellte. Zu diesem wiederholt im»Vorwärts� erörterten Thema er» halten wir vom Zeniralverband der Handlungsgehilfen, Seilion der Versicherungean.ieslellten, folgende Zuschrift: Der kürzlich abgeschlofsene Rrchslorii wird jetzt in den Be- trieben durchgeführt, besonders wird die Eiuteilung der Aligestellteu in die vier Gehaltsklassen vorgenomnien Hierbei gehen die Wünsche der Angestellten und die Aiisichien der Direktion oft viel auseinander. Weil das aber, wie bei jedem anderen Tarif iür Anaestellie, vorauszusehen war, legten auch die Versicherungsangeslellten Wert auf das Mitbestimmungsrecht. Es heißt im Tarif wörtlich:.In allen Fragen der Lohn- und Arbeilsbedirgungen entscheidet die Geichäitsleitung unier gleichberechtigter Mitwirkung des An» gestellienarisichusses". Erfolgt keine Einigung, io ist eine besondere Schlichtungskommiision vorgesehen. Wir bitten alle Betriebe, in denen sich die Direilionen weigern, mit dem Angestelltenousschiiß die Klasseneinteilung vorzuiiehiirerr. dies umgebend ihrer Organisation zu melden. Wo eine Einigung nicht zu erzielen ist, muß umgehend die Schlichtungskommsifioii bei der Organisation beantragt werden. In einem großen Teil der Betriebe sind Vor- auszahlungen auf den Tarif erfolgt, zu mindestens sollte den An» gestellten das am 1. Mai fällige Urlaubsgeld gezahlt werden. Nun zur Frage der Angestellten der Provisionsgeneral» a g e n t e n. Bei den Tariiverhandlunoen mit den Versicherungs» geiellickaiten war eS nichr möglich, dieie Frage restlos zu erledigen. Es ist aber getan. waS möglich war. Der Arbeitgeberverband bat sich bereit erklärt, die Provisiousgeneralagenten ber der Aujbriiiguiig der Mittel nötigenfalls zu rinteistiiven. Es ist aber interessant festzuslellen. daß in einem solchen Be» triebe in Beilin nach Zahlung der Sätze des Rcichsiarifes jedem der vier Firmenirrhaber noch die Kleinigkeit von 150 006 M. ver» bleiben würde. > Schär isien Protest niuß aber das Verhalten des Allgemeinen Deutschen Vcrsicheiimgsvercins R.-G. hervonufeii, der sich dem Tarifvertrag dadurch zn entziehen sucht, daß er rückwirkend vom 1. Januar mit dem Letter seiner Berliner Geichäftsslelle nach Abschluß des Tarifvertrages einen Provisionsgeneralageiitur-Vertrag abschließt. Es wird hier vielleicht zweckmäßig sein, an die Mir- giieder des Siutigarier Vereins zu appellieren, die vielleicht etwas weniger reaktionär sind als der Vorstand. Der Reichslarit liegt seit längerer Zeit im ReichsarbeitSamt zur Verbindlichkeiiserklärung vor. Das Reichsarbeilsaml wird es also im großen ganren in der Hand baben. cinen teilweiien Arbeits» kämpf im Versicherungsgewerbe zu verbrüdern. Der Amtsschimmel muß einmal schneller traben. Für die überwiegende Mebrhcrt aller veiiiich n Versicher unasavgesrellren gilr der Reichstarrf, also die Borbedingungen für die Ausdehnung sind gegeben. Verband der Bureauangestellten. In der Generalversammlung gab Kollege Karl Bauer den Jahresbericht, in welchem er hervorhob, daß seit dem 9. November 1918 die Miigliederzahl um das Dreifache gestiegen ist. Die Erfolge in den einzelnen Branchen waren zum Teil recht gute. Für die verschiedenen Branchen wurden neue Tarifverträge den heutigen Zeilverhälinissen entsprechend-abgeschlossen. Bauer schloß mit der Aufforderung, die persönlichen Streitigkeiten, die vielfach noch in der Kollegcnschaft bestehen, zu beseitigen und Einig- keii zu wahren, dre unter den gegenwärtigen Verhäliniffen drin- gender notwendig ist, denn je. Daran anschließend folgte eine lebhafte Diskussion, die mit- unter einen stürmischen Charakter annahm. Es wurde insbesondere lcbbaft die Frage des Käieshstenrö erörtert, wozu u. a. die Kol- legen Dänzer, Zieseler, Krüger und Giebel ihre Stellungnahme darlegten. Aiiträge, die veriaugten, daß die neu zu wählenden Voriiandsmitglieber und besolder- Angesiellie auf dein Boden des Näte'ystems zu sieben haben, wurden a b g e l e b n t Ein Antrag, der die Einberufung eines Verbandstages und die Verschmeluing mit dem Zeniralveiband der Handlungsgehilfen foj�erle, fand e in st i m m i g e Annahme. Bedaneri wurde, daß die Berliner Oitsgilippe fccs Zentralverbarides auch heute noch, trotz der zwi'chen beiden OraanUaiionen gel, offenen Vereinbarung, die für Berlin einer V richmel-ung nahe kommt, Sonderaktionen unternimmt, so a. B. die Verariiialtimgen über die Frage des Räie'hstems.— Die Ma kred-rzabl har sich im l Quariat d. I. um nakeau 14 000 auf 23 369 Mitglieder erhöbt. Zum 1. Bevollmä-Migieii wurde Kolleae Karl Bauer, zum 2 Bevollmächiigien Kollege Lamprecht gewählt. Verband der Bnreaiianqestellten. Versammlung der Flwktsonärc der tzindustricamgeiielltcn beute Donnerstag, abends 7 Uhr, im Rojenlhaler Hos, Nosentbaler Str. tlftL. Erscheinen dringend ersord-rlich. Cfinkaifterer, Einnehmer nnd Kassenbote, im Deutschen Trins« portnibeiicivciband. Freitag 6 Ubr im Restaurant Hennig, Alerandrinen- straße 44: Wichtige Vertrauensmännersitzung. Vollzähliges Erscheinen iioiivendig._ Die Brarrchenleituiig. Parteinachrichten. Zum Parteitag' in Weimar. Für die in Weimar eintreffenden Delegierten und Gäste ist ani dem Bahnhof ein besonderer Ausgang vorgeiehen. Dieter Ausgong führt zum Wobnungsbureau, wo den Delegierten und angemeldeten Gästen eine Wobnungskarte und ein Belöstiguugsblock überreicht wird. Fleisch» und Brotkarten sind mitzubringen. Der Lokalaüsscbnß. Der niederrheinlsche Parteitag. Auf dem in Etberfeld tagenden uiederrheinischon Parteitage konnte Genosse Haberland in seinem Geschäftsbericht mitteilen, daß es gelungenffei, die Organisation wieder in Schwung zu brin- gen. Trotzdem mit der Trennung viele Mitglieder ausgeschieden feien, wäre heute der alte Mitgliederstand fast, wieder eingeholt. In der Debatte wurde die schamlose, unwahre Kampfesweise der Unabhängigen erwähnt und von allen Rednern gewünscht, daß unsere Genossen in den Betrieben energischer sich gegen die lln- abhängigen wenden müßten. Der Beitrag soll fortan für männliche Mitglieder wöchentlich 25 Pf., für weibliche 20 Pf. betragen. Nach einem Refetat des Ge- nossen Limbertz üier die politische Lage wurden die verschiedensten Fragen ausgiebig beleuchtet. Dabei zeigte sich volle Einmütigkeit in den grundsätzlichen Fragen. Ein Antrag auf Abschaffung der Freiwilligenkorps wurde zurückgczogxn und einstimmig eine Reso- lution L i m be r tz angenommen, in der als dringendste Aufgab« der Partei das Drängen nach sozialistischer Politik in Deutschland zu betrachten ist und auf wirtschaftlichem Gebiete die Forderung nach Einführung des Räteiystcms energisch vertreten werden muß. Ebenfalls angerumimen wurde ein Antrag, die Re- gierung zur Verhinderung der Vermögensflucht zu ersuchen. Genosse Budde- Lüdenscheid unterstrich im Schluß« wort, daß die Genossen am Niederrhein unter allen Umständen eine klare, zielsichere sozialistische Politik verlangten..Wir stehen auf dem Boden des Erfurter Programms! Diese Politik wollen wir und keine ander«," rief er unter lebhafter Zustimmung der Dole- gierten aus._ So�aies. Arbeitsrecht und Arbeitcrschutz. Im Berlage von Reimar Hobbing in Berlin ist«ine vorn Neichsacbeitsmimster Bauer ausgearbeitete und nir die Na! anal- Versammlung bestimmte Denkschrift über die sozialpolitischen Maß- nahmen der Recksregienrng seit dem 9. Nowember 1918 Unter dem Titel:„Bauer. Arbeitsreckit und Arbe-terschutz" erschienen. Preis gebunden 7,50 M und 10 Peez. Teueruvgszuscklag. Das umeeung: Förderung des Wobn- und Siedlungswesens. Die Einleitung gibt eine Uebersichi des Enttvicklungsganges; in einer Anlaae sind die seit der Revolririon auf dem Gebiet der Sozial- Politik ergangenen Verordnnugen und einige andere hierher ge- hörige Kurrdgebungen zusammengestellt. ?his aller Veit. 5000 Opfer eines BulkanausbruchS. Ans dem Haag wird gemeldet, daß bei-em Ausbruch des Vallons K i o o r in Niederländiich-Jiidie» ungefähr 5000 Menschen uing-komm-n sind. V--anrwci?Mst kür zi-nti', auS zzo.z u. ßexug aeÜrnS�nd ohne � jCi'�cr'hcrv vcaU» Uodetfta�ci h. der;nhaVl Herren-Artikea Strohhüte für Herren und Knaben, verschiedene Preise. Filzhüte weich, verschiedene /II 00 Farben und Formen... von T 1 an Mützen für Herren u Knaben Q75' aus verschiedenen Stoffen, von y an Spazierätöcke verschiedene r25 Hölzer............ von 3 an Krawatten Selbstbinder oder*750 fertig............. von/ an Herren-KKescBiing Herren- Anzüge reichhaUig.Lager. hübsche Muster, verschied. Preislagen Moderne Früh'ahrs-Uister Frühjahrs-Pa'.etots schwarz und dunkelgrau, leichte u. halbschwereStoffe füs den[lochsommert Großes Lager in Leinen- Wasch- Anzögen, Wdschhoscn u.-Joppen sowie ieidrtcr.bo eiSommcrkicidun� Ksssnsssk Ue Sfoff bfc0gen" wi.»«."-«»»d 17 \J\i& Lederwaren 1050 von i\J Brief- und Banknoten- Geldscheintaschen Leder,> ' an taschen Leder..... 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