Nr.T98. 36. Jahrg. Bezugspreis, Vlertelivhrl. 7,50 SRt, m-n-tl. SJO TO. frei in* paus, voran» zahlbar. E Inzelne Kümmern 10 Pfennig Postbezug: Monatlich 2J50 Mi. ejO. Austellungs» gebühr. Unter Jtreujbanb für Demsch» lanb n. Oefterreich-Ungarn 5,75 Mb, für da, übrige Ausland 9.75 Mb, bei taglich einmaliger Zustellung 7.75 Mb Postbcstellungen nehmen an Düne- marb Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Post-Zeitungs-Preislifte. Dcr.PorwLrts" erscheint wochentstglich zweiuiab Sonntags einmab Teiegramm-Adrefse: »Sozialdemotrai Berti»-. AbeildAusgabe. ** f Nerlinev VolksblAlt. ( 10 Pfennig) Anzeigenpreis, Di» achigefpattene RonuareMezeile lostet ILO Mb»Steine Unzeige»". da» fettgedruckte Wort 50 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jede» weitere Wort 25 Pfg. Stellengesuche und Schlasstellenanzeigen das erste Wort «0 Pfg. jede, weitere Wort 20 Pfg. Worte Uber 15 Buchstaden zählen für zwei Worte. Teuerlingszuschlag 50°/., Familien• Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Berein»- Anzeigen ILO Mb die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 8 Ith«, nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW 68, Linbenstrahe 3, abgegeben werben. Eeöffnel von 9 Uhr früh bi» 5 Uhr abend». Zentralorgan der rozialdemokratifcbcn parte» Daitfcblands. Redaktion und Expedition: SM. 6$, Linden str. 3. Keruivrecher: Amt Morinplatt, Nr. 13190—15197. Freitag, den 13. Jnni 1919. vorwärts-verlag G.m.b. h.» SW. HS, Lindenstr.Z. Fernsprecher: Amt Moritzpla».
ansa- und Hamburg-Südameci- kanische Paketfahrt, gaben st ä r k e r nach. F e st waren Färb- w e r t e� und im späteren Verlauf auch ausländische Eisen- bahnaktien. Für Elektrowerte bestand ebenfalls ziemlich gute Meinung. Heimische Anleihen gaben mäßig nach. Kriegsanleihen stellten sich auf 76°/, Proz. Groß-Serlln Rosa Luxemburgs Seeröigung. Heute wurde Rosa Luxemburg zu Grabe getragen. Das Leichenbegängnis gestaltete sich zu einer gewaltigen politischen Kundgebung. Der Trauerzug ordnete sich auf der großen Spielwiese im Friedrichshain. Eine unabsehbare Menge strömte in unaufhörlichem Zuge der Spielüstes« zu, aus der die zahlreichen Kranzdeputationen Aufstellung nahmen. Gegen H12 Uhr erschien der Leichen- wagen mit dem Sarge Rosa Luxemburgs, der nur von wenigen Kränzen bedeckt war, von solchen der K. P. D., der U. S. P. D., der russischen und der ungarischen Sowjet-Republik, der Akademie der Wissenschaften in Moskau, deren Mitglied die Verstorbene gewesen ist. und einem Kranz, den 20 im Zuchthaus sitzende Mitglieder der K. P. D. gestiftet hatten. Erschienen waren fast alle bekannten Führer der U. S. P. D. und der K. P. D., wie Haase, A. Hoffmann, Rosenseld, Th. Liebknecht, Klara Zetkin, Wurm u. a. m. Zahlreiche Stegreifredner beschäftigten die Massen bis zum Beginn der offiziellen Reden. Diese wurden von sechs Wagen aus gehalten. Es sprachen für die Kommunistisch« Partei: Eberlein, Fröhlich, Dr. Schröder, Lange, Rasch, Ranke. Alle wiesen daraus hin, daß Rosa Luxemburg ein Livfcr ihrer Idee werden mußte, weil diese mit dem Kapitalismus und dem ihm verwandten Militarismus unmöglich in Einklang zu bringen war. Rosa Luxemburg mußte fallen, die Idee aber lebt weiter, and die Kommunist:sche Partei wird nicht eher ruhen noch rasten, bis diese Idee zur Wirklichkeit geworden ist. Gegen Hl Uhr setzte sich der Leichenwagen unier Vorantri�t einer Musikkapelle in Bewegung. Es folgten ihm die Führer der Parteien, die Freunde der Verstorbenen und die Kranzdeputationcn, denen sich die zahllosen Wordnungen der Vereine anschlössen. Zu dem Zusammenstoß zwischen RegicrnngStrippcn nnd Eisen- bahnarbeltcrn bei Biesdorf teilt uns der Deutsche E i s e n b a h- ner-Verband, OrtsverwaltuNa Groß-Berlin, mit. daß von seiner Seite die am 8. Juni im„Vorwärts" gegebene Darstellung voll und ganz aufrechterhalten wird, während er in der vom„Vorwärts" vom lL Juni gebrachten Entgegnung eine entstellte und w i s s e n t l i ch falsche Darstellung sieht. Zum Beweise, daß die Darstellung der Entgegnung nicht richtig sein könne, weist der Sisenbahner-Vcrband darauf hin. daß Strecken- arbeiter niemal? mit Schraub st öckcn orbeitcrl, sondern zum Stopfen stets Picken sSpitzhackcn) und zum Schaufeln Spaten benntzen. Ter Eisenbahncr-Vcrband betont noch, daß sein Bericht, nicht einseitia von nur einem Arbeiterratsmitglied gegeben wurde, sondern daß sämtliche Zeugen auf Arbeiterfeite unter Mitwirkt, trg eines DirektionSvertreterS. des Regierungsrat? Zan- der. im Beisein der betreffenden Vorsteher und Aufstchtsbeamten vernommen wurden und dahin ausgesagt haben.— ES liegt lrer alio der mckst seliene Fall vor. daß derselbe Vorgang von zwei b?- tciligten Parteien o-nau entgegengesetzt dargestellt wird. Klarheit muß bier die g'r chtliche U n t e r> u ck u,n g scharfen. Inzwischen ist uns auch eine Protestentschließung der Be- triebsversammlung der Babnmeistere: 7 3 zuge- gangen, die wir nicht früher veröffentlichen konnten, da das vom 7. Juni datierte Schreiben den Poststempel vom 11. Juni trägt und erst am 12. Juni spät in unsere Hänb' gelangte. Die Entickcheßung verlangt sofortige lsestsctzuna.des Mörders und einmütige Beteili- gung an d--m beschlossenen Proteststreik. Allr die Besucher der Berliner Stadtverordnetentribüne, be» sonders für die Beamten, Angestellten und. Hilfskräfte des Ma- gistro/s. war folgendes Flugblatt bestimmt, da?(wie die„Deutsche TaaeSzcitu'ng" meldet> vor der gestrigen Sitzung am Tribünen- eingan« verteilt wurde: „Im Interesse unseres Standes und der ungestörten Durch- führung unserer Forderungen ist es dringend ratsam, daß während die Gründe, aus denen die Berliner Arbeiter gegen Ernst alZ oervorragenden Vertreter der RechtSsozialisten erbittert waren, den Widerstand gegen die Amtsentsetzung Eichhorns erklären. Das Gericht beschließt, die Frage abzulehnen, weil als wahr unterstellt wird, daß der Angeklagte überzeugt ist, die Erbitterung gegen oen als Nachfolger von Eichhorn eingesetzten Polizeipräsidenten Ernst sei begründet.— Zeuge Leid wird gefragt, ob durch den Akt der Uebergabe Eichhorn allein oder mit Leid gemeinsam das Polizeivräsidium erhalten hätten. Für die gemeinsame AmtZ- Übernahme spreche die Angabe deS Zeugen:„Unsere erste Amtshandlung war, daß wir mit der politischen Polizei aufräum- ten". Das Uebergabeprotokoll sei ja auch von Eichhorn und Leid gemeinsam unterschrieben.— Zeuge Leid beantwortet die Frage dahin, er habe das Uebergabeprotokoll lediglich als Vertreter der U. S. P. unterschrieben, aber dadurch nicht zum Ausdruck ge- bracht, daß er gemeinsam mit Eichhorn die Geschäfte des Polizeipräsidenten übernehme. Es sei kein Zweifel, daß Eichhorn allein das Amt übertragen worden sei. Augenblicklich ist weiter kein Zeuge anwesend. Der gestern geladene Zeuge v. T y e z k a ist ausgeblieben, auch R o l an d ist nickst erschienen. B a ch m a n n ist, wie der Staatsanwalt fest- stellt, nicht aufzufinden; er wird wegen Hochstapelei und anderer Straftaten von verschiedenen Behörden gesucht. Rechtsanwalt R o s e n f e l d bemerkt hierzu, eS sei doch auffallend, daß die V e e- trauensmänner der Regierung, die hier als Zeugen vernommen werden sollen, nicht erscheinen oder nicht aufzu- finden sind, wie Bachmann, der Führer der Regierungstruppen beim Sturm auf das MossehauS gewesen sei. Staatsanwalt Zumbroich widerspricht der Ansicht, daß v. Tyczka als Vertrauensmann der Regierung angesehen werden könne. Rechtsanwalt Rosenseld entgegnet, v. Tvczka sei doch Vertrauens- mann Fischers gewesen, denn sonst würde er von diesem nicht den Auftrag erhalten haben, Ledebour zu verhaften und zu er- schießen. Der Vorsitzende bemerkt, das fei doch noch nicht er- wiesen, und Staatsanwalt Zumbroich bestreitet entschieden, daß v. Tyczka von Fischer den Auftrag erhalten habe, Ledebour zu ver- haften. der Verhandlungen der Versammlung auf jeden Fall Ruhe auf den Tribünen herrscht. Es wird daher erwartet, daß die zu- hörenden Kollegen nicht durch Unruhe die Sympathie der Allge« meinheft verscherzen." Neberfahren und am Kopfe schwer verletzt wurde heute vor- mittag der lllljährige Rentier Wenzel aus der Birkenstr. 69, als er vor einem Straßenbahnwagen die Straßenkreuzung Birken- Ecke Dandelstmße überschreiten wollte. Alt-Glienicke. Gemeindevcrtretersitzung. Eingeführt wurden die Schöffen Haueisen(Sor.l und Otto> alle anderen 'uhren, Bril- . Alpaka» 105SJf ide, it. >. Motvsaeoche, Magnetzün- dung, fahrbereit, verkauft Steinhilb, Srätzstratzc 14,�b KraiikenfahrsNihl mit(Sunt. midereifung und flüchencitf richit-ng verianft billig, 4 bis 7 nachmiiiaas, Müller, Wriezenerftratze 41 I. tz48 Echankorfchllst oder guter- Haltens Einrichtung, Gläser, F!afd>en, Gaskroue nnd Edlülerpult vertäust Menard, Reinickcndorf.Ost, Residenz- stratze 103 i. 3039b nmmarTfrrrmaBiBm MSbeltredit. 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