Hr. 299/304. ZK.Ishrs. Bezugspreis: Mert-lMrl. 7Ä) Ml. monatl. iX Rl. frei ins Staus, voraus zahlbar. Einzeln« Nummern lv Pfennig. Postbezug: Monatlich 2£0 Ml. exll. Fustellungs» gebsthr. Unter Kreuzband für Deutsch. lonv u. Oesterreich-Ungarn 5,75 Ml. für das übrige Ausland g.75 Ml. bei täglich einmaliger Zustellung 7,75 Ml. Poftbestellungen nehmen an Däne- wart. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Post-Zeitungs-Preisliste. Der.Porwärts� erscheint wachentlglich zweimal. Sonntags einmal. MorgenAnsgkÄ Telegramm-Adreffe! �iozialdemotr»« Verl in-. Verlinev Volksblatt. ( 10 Pfennig) Anzeigenpreis: Die achtgewaltene Nonpareillezell« lostet 1.20 MI..kleine Anzeigen". das fettgedruckte Wort 50 Pfg. lzuläfstg 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 25 Pfg. Stellengesuche and Schlafstellenanzetgen das erste Wort «0 Pfg» jedes weitere Wort 20 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50%. Familien- Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Vereins- Anzeigen 1,20 Ml. die geile. Anzeigen für die nächste Nummer miisten bis 5 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 08, Lindenstraste Z. abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der rozialdcmokratirchcn Partei Deutrcblande. Neöaktion und Expedition: SW. 6$, Lindenstr. 3. «ferusprecher: Amt Morittplap. Nr. TSISv— tä1S7. Dienstag, den 17. Juni 1919. vorwärts-verlag G.m.b. H., SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moripplap, Nr. 117 l-l. Ueberreichung öer Antwort. Gestern abend VbV Uhr. Versailles» 16. Juni. Tie Antwortnote der Cntente ist dem Grafen Brockdorff-Rantzau um l/27 Uhr abends übergeben worden. Jünf Tage— mit der Uhr in der tzand. B e r s a i l e s, 13. Juni. Wie„Petit Journal" erfährt, wird die Empfangsbestätigung, die Graf Brockdorff bei Ueber- reichung der Antwort der Alliierten zu unterschreiben hat, die Stunde der Ucbcrrcichnng enthalten. Die fünftägige Frist wird vom Augenblick dieser offiziell so festgestellten Stunde an laufen. * Abreise Srocküorft-Rantzaus von Paris. Versailles, 16. Juni. Dem Veruehmeu nach wird Graf Brockdorff-Rantzau nach Empfang der Schrift- stücke noch in der Nacht mit der eigentlichen Delegation nach Weimar abreisen, wo er morgen nachmittag ankommen dürste. Die übrigen Friedensdelegierteu werden nach Verlin reisen. Einige Kommissare bleiben in Versailles. Auf der Reise bereits wird die Uebersetzung der überreichten Schrift- stücke beginnen. » Versailles, 16. Juni., M a t i n* berichtet, daß Clemenceau in dem heute statlfindenden Ministerrat im Elyise den Inhalt der Aniwort der Alliierten an Deutschland bekanntgeben wird. Sodann wird die letzte Znsammenkunst des Viererrats stattfinden. Der Diuck des Dokuments kann nicht so schnell beendet sein, daß die Ueber- reichung bereits 12 Uhr mittags erfolgen könnte. Oberst Henry wurde telephonisch gebeten, Brockdorff-Rantzau mitzuteilen, daß er heute vormittag über die Stunde benachrichtigt werden würde, an welcher Dutasta sich nach Versailles begeben wird.„Matin* rechnet damit, daß die Ueberrcichung an Legationsrat Frcihcrrn von Lersner und Ministerialdirektor Simons zwischen 12 Uhr mittags und 6 Uhr abends erfolgen werde. Der Druck der Denkschrift wird im Laufe des Rachmittags beendet sein, sodaß Dutasta der deutschen Delegation eine Anzahl Exemplare wird überreichen können. Dagegen wird der Druck des revi» dierten korrigierten Vertrages selbst in diesem Augen- blich noch nicht beendet sein. Brockdorff-Rartzau wird somit den Vertragsentwurf vom 7. Mai mit den handschristlichen Korrekturen mit roter Tinte erhalten. Die von der deutschen Delegation ver- langten 266 Exemplare des revidierten Vertrages werden am späten Abend übergeben werden. Vorbereitung der Zwangsmittel gegen Teutschland. Paris, 15. Juni. Der Oberste Blockaderat ist zu- sammcngetreten, um die letzten Maßnahmen zu besprechen, die er- forderlich würden, wenn Deutschland die FriedenSbe drugungen nicht unterzeichnet. Generalstreik öer franzö'stschen Gerg- arbeiter. Berlin, 16. Juni. sT. St.) Die Verhandlungen zwischen der französischen Regierung und den Führern der Berg- arbeiter sind gescheitert. Heute früh ist in ganz Frank- reich der Generalstreik der Bergarbeiter aus- gebrocheu. Im Departement du Nord haben sich die Elektrizitäts- arbeiter mit den streitenden Bergarbeiter» solidarisch erklärt und gleichfalls die Arbeit niedergelegt. Durch die AuSstandSbcwegung ist das Wirtschaftsleben in den nördlichen Provinzen völlig gelähmt. In Toulouse sind fast alle Arbeitrrtategorien in den AuS- stand getreten. Auch die Elektrizitäts- und Gaswerke feiern; die Zeitungen haben ihr Erscheine» eingestellt; alle Theater und Bcr- gnügungslokale find geschlossen. Italien noch immer in Gpposttion. Ministerrat in Rom. Lugano, 16. Juni. Nu stekk« der«lten bürokratischen Militärherrsclwft ist eine ««ber,« getrete«, bere« SRwpimen sich v«»»e« alten Aegimc sehr w e« i g«nterscheitze� Di- tbochftion taokft Hemmungen und mangelnde Einigkeit. Trotz de» gute««illwiS zedcS einzelnen Ministers ersch«i«t sie n«ch auße» hi» oft«och zweideu- tiger alS bei früheren Rccherungen.(Hört, hörtl). UnS fehlt die innere Geschlossenheit. Da» Volk steht nicht geschlossen hwter dieser Regierung. Die Geschichte wird dereinst auch über uns in der Regierung bart und bitter urteilen.(Hört, hört!). Aber noch habe ich nicht den Glauben»erloren, daß es unS gelingen könnte, Deutschland die Gefchlossonheft zu aobe« die e«« solcher Schick- salsstiuid« braucht. Wenn eS u«S nicht goflagt, da» honte mehr itm - V.''' AiltM i? rein auf das Maierielf« gerichtefe Denken UnsereZ Bolkes qn- riickzudränaen. �ehen wir schweren und bitteren Zeiten entgegen. lebhafter Beifall.) Bisher hat das P r o f i t st r e b c n allein unser iKsii*e§ wirtschaftliches Leben beherrscht. Jetzt mehren sich d'e .sträsie, die auch in Zukunft Erwerbstrieb und Eigennutz entschei- dend sein lassen wollen. Die Anhänger der alten Wirtschaftsweise tinid reger wie nie?tut>or. Hinter den Kulissen tobt ein Kampf, van dem nur die wenigsten etwas ahnen. sAuruf: Hort, hört! und Bewegung.) Zftcht die private Meinungsverschiedenheit einzelner über wirtschaftliche Dinge spiegelt sich darin, sondern der immer höher«nporflackernde Gegensatz zwischen Gemeinwirtschaft und der alten Wirtschaft des Freien Spiels der Kräfte. Mit allen Mitteln suchen die bürgerlichen Kreise diesen Kampf zur Entscheidung zu bringen. Jetzt oder nie.(Sehr wahr!) Täuschen wir uns nicht über unsere Macht und das, was wir erreichen können. N»r unter dem Eindruck der Berliner Ttraßenlämpfe haben' tvir das Sozialisierungsgesctz durchgedrückt. lKört, hört! und Unruhe.) Jetzt nach dem Zusammenbruch der Münchener Räteregierung rüsten die Anhänger der alten Wirt- schastsweise zu einem neuen entscheidenden Vorstoß. Und dieser Kampf wird ihnen erleichtert, weil auch breite Masten der Arbeiter- schaft vom Profitstreben angesteckt sind, wetl sie im Sozialismus nur die ökonomische Besterstellung erblicken. �Lebhafter Beifall.) Auch daran sind wir mit schuld, weil wir tn unserer ganzen Agitation ausschließlich die ökonomischen Triebkräfte de» Sozialismus betont haben und nicht die ftefen siitlichen Prinzipien, die in ihm stecken. Wir leiden unter dem Fluch der Moral mit doppelten'. Boden, die in der 5lriegszeit RcgrerungSmaxime war, wo es um Leib und Leben ging. Da herrschte der Sozialismus, er forderte die Gesamtheit, daß der einzelne ftir sie eintrat,— aber wo es um Geld und Gut ging, herrschte der Individualismus. Da glaubte man dem einzelnen, daß hohe Gewinne zur Pflichterfüllung an- reizen müssen. Der Krieg, der so viele Hunderttausende in den Tod geführt hat, wurde für die andern zu einer glänzenden ge- schäftlichen Konjunktur. sVielfaches Sebr wahr!) Wer will eS den Arbeitern heute verübeln, wenn sie tun, was die Unternehmer in der ganzen Kriegszeit getrieben haben, wenn Profit und Gewinn- streben während der Kriegszeit die sorgsam gehütete Triebfeder wirtschaftlichen Handelns war? Warum sollte es beute bei den Arbeitern anders sein? Und doch glaube ich an den guten Kern im deutschen Volke. Blicken Sie nach dem Rheinland. Die Ar- bei!« üben deutsche Solidarität, nur die Kapitalisten schmieden Verrat! iSehr wahr! Und Bewegung.) Hinter dem dumpfen Groll der Massen muß der Trieb nach höheren Lebensformen stecken, da wirken Ideen, die noch nicht ausgesprochen sind, geistige Kräfte»' die selbst noch unbewußt einem höheren Menschentum zustreben. Und meine Ohren hören bereit?, was dermaleinst und demnächst kommen muß: Die neue wirtschaftliche und geistige Revolution! �Lebhafter Beifall irn� Bewegung.) Wer die Formulierung dafür ftriidet, iver neben den bei keinem Menschen auszuschaltenden materiellen und egoistischen Triebfedern auch die geistigen und sitt- liehen Kräfte bei einem ganzen Volke wirtsam macht, der fesselt es für alle Zukunft an seine Fahne. kLebhaster Beifall.) Tie breite Masse wird nach links getrieben, nicht etwa weil man dort die For- mnlierung gefunden hätte, sondern weil man dort der Masse plump nur schmeichelt und ihr vorschwindelt, mit der Diktatur des Prole- lariats all die übrigen Nöte überwinden zu können. sLebhaftcr Beifall.) Aber die Unabhängigen können den Massen nicht die Erfüllung ihres Sehncns bringen. Diesen Zlusgabcn sind sie meist nicht gewachsen, denn sie haben niemals den Mut, dem Volke zu sagen, daß es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegen die Allgemeinheit gibt.(Stürmischer Beifall.) Und trotzdem liegt die Schuld für die Erfolge der Unabhängigen auch an uns. So wenig wie ein Land, das Furchtbares erleidet, die Ursache tzes Verhängnisses nur außer- halb seiner selbst suchen darf, so wenig darf eine Partei und deren Anhänger in immer größerer Unzufriedenheit und Parteiverdrossrn- beit- hineintreiben und die Ursache des Verhängnisses nur bei den äußeren Umständen finden wollen,(sehr loahr! Große Bewegung.) Wir haben das Bedürfnis der Massen nach tieferem LebcnS- inhalt noch nicht befriedigt. Alle Demoralisation dcS Volkes darf nicht darüber hinweg- täuschen, daß das Volk selbst, je unerträglicher die siitlichen Zu- stände werden, mit um so größerem Verlangen nach dem Panier ausschaut, das den Weg aus dem Wirrwarr weist. Wer dieses Panier entrollt, hinter dem wird das Volk mit allenseineninnerenundgutenstarkenElementen treten.(Lebhafter Beifall.) Das innere Programm dieser Re- gierung muß nicht nur eine politische Ordnung umfassen, sondern auch neue soziale und wirtschaftliche Vevhältnisse, bei denen jeder einzelne an der Bildung des GesamtwillenZ organisch mitarbeitet und zu seinem Teil an der Verantwortung für das Schicksal unsere? Volkes teilnimmt. Es muß klar und deutlich zum Ausdruck kommen, daß unser Leben künstig nur in dem Geist der Unterordnung unter das Ganze möglich ist. Das Volk vergißt den Geist sozialistischer Gerechtigkeit, den Geist planmäßiger Einordnung der Persönlichkeit in das Ganze. Und darum bedauere ich. daß wir bisher nicht über jeden Zweifel hinaus haben klarstellen können, welche Wirtschaftsführung für unS in der Zukunft gelten soll.(Sehr wabr!) Der laute Lärm der Anhänger des freien Spiels der Kräfte läßt in den Massen die Befürchtung hochkommen, daß es unS nicht ernst ist mit der Ver- ivirklichung der sozialistischen Grundsätze.(Beifall und anhaltende tiefe Bewegung.) Freilich, die Massen erwarten von uns viel mehr, als wir erfüllen können. DoK Wirtschaftsleben kann nicht glait sozialisiert werden. Die Vollsozialisierung ist sellst dorr nicht mag- sich, wo scheinbar die Voraussetzungen gegeben find. Ikon sagt mir, das Kv hl enge fetz sei doch keine Sozialisicrung, wie wir sie meinen. Die Produktionsmittel seien doch in den Händen der Privatbesitzer geblieben.(Sehr wahr!) Ich sehe ganz davon ab. eb es möglich gewesen wäre, mehr durchzusetzen. Älber ich habe die Frage nach allen Richtungen rein verstandesgemäß überlegt/ und festgestellt, das) wir dem Gedanken des Sozialismus mit der heute zu er- folgenden Sozialifierung des Bergbau? den schwerste» Schaden zugefügt hätte». 'Webfaches Hört, hört!) Der Wert der Kohlen, die in Deutsch- land gefördert wurden, betrug am 30. September 1918 fik das Fahr 3338 Milliarden Mark.. Im Mai dieses Jahres 7848 Milliarden Mark. Die Preiserhöhung übersteigt bei weitem 4000 Milliarden innerhalb 7 Monaten, hat den Wert der deutschen Kahlenprodukftc-n vor der Revolution weit mehr als verdoppelt und die Bewegung geht fort. Die Kohlensieuer allein bringt jetzt eine Milliarde Mark. Hätte sich diese unvermeidliche Entwicklung nach der Sozialifierung vollzogen, so hätte diese den Gegnern des So- zialismus die al l erwirksam st en Argumente gegeben. Im Staatsbetriebe hätten wir noch höhere Löhne geben müssen; denn vom Staate glaubt man ja alles fordern zu können, und von Pflichten gegen den Staat spricht man nicht.(Sehr wahr!) Bei der Votlsozialisierung, der Uebcrnahme der ganzen wirtschaftlichen Unternehmungen in das Eigentum des Reiches müßten wir heute Mittel aufwenden, die keiner, der an verantwortlichen Stellen steht, verantworten kann. Die extremsten Soziali st en aner- kennen die Pflicht, bei der Enteignung einzelner Betriebszweige Entschädigung zu zahlen. Was wir aber heute kaufen oder entschädigen, müssen wir bei der Entwertung unserer papiernen Zahlungsmittel dreimal so hoch bezahlen wie vor der Revolution. Wir können gegenwärtig nicht den Unternehmern für ihre Waren geringwertige Zahlungsmittel in ungeheurer Menge zahlen und sie nach Jahren, ivenn sie viel wertvoller geworden sind, wieder einlösen. Das mag der Masse schwer begreiflich zu machen sein. Aber wir sind eben unter ganz anderen Voraussetzungen zur Macht gelangt, als unsere Theorie es annahm.(Sehr wahr!) Wie ist das Wirtschastsministerium von den Professoren der Sozialisie- rungskommission angegriffen worden, und jetzt schreibt Professor Ledercr nach seinen praktischen Erfahrungen mit der Sozialisie- rung in Dcutschöstcrrcich: „Je schwieriger die wirtschaftlichen Verhältnisse sind, desto schwerer ist auch die Sozialisicrung. Jeder falsche Schritt aus dem Wege zur Sozialisierung kann uns in den Abgrund stürzen. Es ist weit besser, wenn sich einige Sozia- listen in den Augen ungeduldiger Massen oder kenntnisloser Literaten diskreditieren, als wenn Mißerfolge die Idee diskreditieren. Ein Mißerfolg aber könnte nicht ausbleiben, wenn mehr geschieht, als wirtschaftlich möglich ist." Wir haben die Idee nicht diskreditiert und keine Schritte getan, die zum Verhängnis für unser Land geführt hätten.(Hört, hört! Beifall.) Wir haben heute keine Ueberfülle der Güter, die den kapitalistischen Wirtschaftsrahmen sprengen, sondern sind verarmt, wie noch kaum einer weiß. Noch �uf unabsehbare Zeit wird Schmalhans in Deutschland Küchenmeister bleiben. Allein zur Verzinsung der inneren Schuld brauchen wir pro Familie ISOst Mark im Jahre. Dazu die ungeheure Verschuldung an das Ausland. Bezahlen können wir diese Schulden nur mit den Produkten unserer Arbeil. Wir zehren heute schon von dem, was wir in den nächsten Jahren produzieren sollen. Was Robert Schmidt, mein größtes Sorgenkind(Heiterkeit), heute auf Kredit einführt, müssen wir mit Waren bezahlen, die wir im nächsten Jähre erst erzeugen sollen.(Zurufe.) Ich mache ja Robert Schmidt gewiß keinen Vorwurf. Er kann gar nicht andärs, aber man kann den Massen nicht oft genug sagen, daß wir schon gegessen haben, was wir erst' er- arbeiten sollen. Wer glaubt, daß es durch Abschluß des Friedens besser wird, wird bitter enttäuscht werden. Was müssen wir tun. um unter diesen Umständen die Produktivität der Arbeit auf das höchste Matz zu steigern? Soll heute noch jeder auf eigene Faust schalten und walten, wie er es für notwendig hält? Wir können nur existieren, wenn wir die Wirtschaft planmäßig orga- nisiercn, wenn nicht das Privatinteresse, sondern das a l I g e- meine Interesse den Ausschlag gibt.(Sehr wahr!) Nicht Privattvirtschaft, sondern Gcmeinwirtschaft müssen w.r treiben. (Lebhafter Beifall.) Die Wirtschaft muß durchdrungen von s o z i- a I i st i s ch e n Prinzipien sein. Die Gemeinwirtschast, die ich erstrebe, ermöglicht in organischer Zusammenfassung aller Zweige des Wirtschaftslebens eilt gleichmäßiges allmähliches Fort- schreiten zum Sozialismus. Ter Sturm gegen diese Gemeinwirtschaft tobt heftiger als gegen die Vollsozialisierung einzelner Wirtschafis- zweige. Mit den häßlichsten persönlichsten Unterstellungen wird gegen uns gearbeitet. Wahnwirtschast soll diese PlaMvirtschaft sein. Daran ist etwas Wahres. Schon der Plan hat den Wahn zerstört, es könnte sich nach der Revolution jeder Beliebige wie in der Vorkriegszeit die Taschen auf 51osten der Gesamtheit füllen. (Sehr gut.) Es wird uns vorgeworfen, daß wir die Kriegswirt- schaft verewigen wollen. Von den bisherigen Methoden der Kriegs- wirftchast wollen wir so gründlich und schnell wie möglich ab- rücken. Die bureaukmlische und polizeiliche staatliche Methode der Kriegswirtschaft machen wir nicht mit.(Bravo.) Das Wirtschafts- leben entzieht sich der Regelung durch Gesetze und Verordnungen. Es ist dafiir ein viel- zu nervöser Organismus, viel zu flüssig. Wir brauchen das Prinzip der Selbstverwaltung der Industrie, aber noch haben wir diesen Sclbstvcrwaltungskörper nicht und noch können wir die alten Fesseln nicht lösen und ein wildes Towuhabohu anzetteln.(Sehr wahr.) Wir können in unserer Not die wicislbaft- lichen Bedürfnisse nicht durch das freie Spiel der Kräfte beftic- digen lassen. Zeiten der Not sind Zeiten der Gcbun- d e n h e i t Das wirtschaftliche Leben darf nicht' dem Prosilsinn des einzelnen überantwortet bleiben, sondern muß den sittlichen Ge- setzen unterstellt werden. Diesem Ziele strebe ich zu und nur mich diesen Richtlinien führe ich das mir anvertraute Amt.(Beifall.) Geben Sie durch Annabme d e'S Antrages Hoch- Braun der Regierung die Rückensiärkc, deren sie auf Wirtschaft- lichem Gebiete bedarf. Es droht uns ein faules Kompromiß, daß man uns einige Wirtschaftszweige zur Vollsozialisierung ausliefen, im übrigen aber das ftcie Sviel der Kräfte läßt. Im übrigen wird unser Programm der Gemeinwirtschast in allen Parteien der Nationalversammlung Anhänger werben, auch bei den Demokraien. Wenn wir wider Erwarten die Mehrheit nicht erkalten sollten, dann müssen wir den bürgerlichen Parteien die Verantwortung dafür überlassen, waS dann in Deutschland eiutreien soll. Möglich, daß auch der eine oder andere Genosse in diesen Gedankengang sich noch nicht hineinfindet, aber'.venu dereinst die Geschichte, wenn unsere Kinder und Kindeskinder urteilen werden, dann werden sie sagen, daß wir den richtigen Weg beschreiten wollten, dann werden wir vor der Geschichte uns der Ausgabe gewachsen gezeigt haben, welche die höchste?'ot des Landes uns auferlegt hat.(Herzlicher allgemeiner langanhaltendcr Beifall.) Ter Autrag Braun lautet folgendermaßen: „Der Parteitag wolle beschließen: Die ungeheure wirtschaftliche Krise, in die der Krieg nicht nur Deutschland, sondern euch alle anderen wirtschaftlich entscheidenden Länder Eurrpas gestürzt hat, kann nur überwunden werden, wenn es durch sozialistische Maßnahmen gelingt, alle schassenden Kräfte zu einmütiger das Einzelintercsse dem Gesamtwohl unterordnender Tätigkeit zu ver- einen. Der Parteitag fordert daher von der parla- mcntarischen Vertretung der Partei und den Re- gierungsmitglicdcrn die Sozialisierung, wo sie möglich i st. W o die Sozialisicrung noch nicht mög- lich ist, ist an Stelle der reinen Pj; ivat Wirtschaft eine zugunsten der Volksgemeinschaft planmäßig betriebene und gesellschaftlich kontrol- lirrte Volkswirtschaft(Gemeinwirtschast) durch- zuführen. Für die allmähliche Ucbcrführnng von Produktionsmitteln in das Eigentum der Gesamtheit empfiehlt sich die Beteiligung dcS Reiches, dir aus Anlaß der Vermögensbesteurrung durchzuführen ist. Tie Arbeiterschaft muß gleichberechtigt neben dem Unter- nehmertum mitbestimmend und mitverantwortlich an unserem Wirtschaftsleben mitwirken. Zu diesem Zwecke sind außer den re- gionalen Organisationen(Brtriebsarbeitcrröte, Bezirksarbeiterrätc, Bezirkswirtschaftsrätr, Reichöarbeitsrat) sachliche Organisationen der deutschen Wirtschaft auf paritätischer Grundlage ins Leben zu rufen, die als Selbstverwaltungskörper zugleich Organe der Gemeinwirtschast sind. Tie folgenschweren wirtichaftspolittsckcn, Entschließungen, zu denen die allgemeine Wirtschaftsnot Deutsch- lands, der gebotene Abbau der bisherigen Kriegswirtschaft und die Durchführung eines etwaigen Friedensvertrages Anlast geben wer- den, vertragen keinen Aufschub in der Durchführung der gemein- wirtschaftlichen Wirtschaftsorganisationen. Ter Arbeiterschaft kann nicht zugemutet werden, wirtschaftliche Maßnahmen irgendwelcher Art hinzunehmen, falls ihr nicht»ngrläiimt ein gleichberechtigter Einfluß auf die Bildung der wirtschaftlichen Entschließungen ein- geräumt wird. Die Rcichsrcgicrung ist zu ermächtigen, in wirt- schaftSorganisatorischen Fragen Mebrhcitsbcschlüssen der einzelnen Wirtschaftsgruppcn verbindliche Kraft für alle zu dieser Wirtschafts- gruppe gehörigen Unternehmungen beizulegen und ferner zur Bor. bereitung der Paritätischen Selbstverwaltungskörper, für alle Wirt- schaftsgruppen, für welche dies bisher noch nicht geschehen ist, Sach- verständigcnrätc aus den Kreisen der Arbeiter und Arbeitgeber ein- zuberufen." Bogcl-Fürih: Wenn die Bcrich'ie über die Nattonalvcrsamm- lang ausführlicher sein könnten, würden die Arbeiter gerecht ixrtajlen. Unsere Fraktion Hai nach besten Kräften gearbeitet. Man darf auch nicht vergessen, daß wir jetzt Regierungspartei geworden sind. Vielleicht kommt der Zeitpunkt, wo wir vor die Frage gestellt sind, ob wir noch weiter in der Regierung bleiben sollen. Aber wir haben ja selbst das größte Interesse daran, an den Friedensverhandlungen entscheidend mitwirken zu können. Anderer- scits wollen wir ganz und gar nickt als Partei die Verantwortung für den Frieden allein tragen. Tie bayerischen Arbeiter bedauern, wie Lobe sagt, daß die Revolution mit der Kleinstaaterei nickt aufgeräumt hat. Gerade wir in Bayern lehnen alle partikularisti- schen Ideen ab. Die deutsche Einheitsrcpublit ist aus inneren und äußeren politischen Gründen notwendig. Im Innern würde die freiheitliche Einwicklung gestärkt und gefördert, lvenn die staatlichen Iwerggebilde verschwinden würden, und nach außen würden wir dem Trieb der Entente, das Reich zu zerschlagen, viel kräftiger entgegenwirken können.(Beifall.) Eggcrstädt-Kiel: Wissells Rede war der Höhepunkt des Parteitages. Er hat gesagt, was die Massen bewegt.(Beifall.) Wi stell hat mehr� getan, als nur schöne Worte geredet. Wir sprechen ihm unser Ver- trauen aus. Wenn man Pen Mitglieder der Reichswehr und der Reichsmarine alle Rechte nimmt und wenn man die Soldatenräte beseitigt, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Ar- beiterschaft in diese Wehren nicht eintreten will.(Zusttm- mung.) Noske war ja sehr energisch. Möge er die gleiche Energie auch einmal gegen die Offiziere entwickeln. Aber ich glaube, Noske Hai die Offiziere nicht mehr in der Hand; vielmehr haben die Offiziere ihn in d"-\ (Zustimmung und Widerspruch.) Wir fordern das Räteshstem und protestieren gegen die vorzeittge Abwürgung der kommunalen Nrbeiterräte. Die großen Vermögen sind längst außerhalb des Landes.(Beftäll.) Dr. David: Wissen hat scharfe Kritik an der Arbeit des Kabinetts geübt. Wo ist aber, so ftage ick. der Antrag über die Sozia- lisierung, den das Kabinett abgelehnt hätte?(Zuruf-: Denkschrift.) Diese Denkschrift ist gar nicht von Wissell verfaßt worden, sondern von dem früheren Ingenieur der A. E. G. v. Möllcndorff, (Fürchterlich!') dem Unterstaatssckretär Wissells(Unruhe und Zuruf: Auch die andern Minister machen nicht alles selbst!). Ich mache Wissell daraus ja auch keinen Vorwurf. Jedenfalls ist dic'e Denkschrift im Kabinett noch nicht beraten worden, und sie ist in die bürgerliche Presse gekommen, nickt durch eine Indiskretion dieser Presse, sondern durch eine Indiskretion des Wirtscharts- Ministeriums. Das Urieil der Geschichte über Regierung und Na- tionalversammlung wird gerechter sein als das Urteil Wissells. Tie Nationalversammlung hat eine ungeheure Leistung vollbracht. (Lebhafte Zustimmung.) Wenn es uns gelingt, Deutschland völlig aus den zerrütteten Verhältnissen der Gegenwart hcrauSzuretteu. so stehen wir gerechtfertigt da.(Sehr richtig!) Wir brauchen eine Steigerung der Arbeit, nicht eine Steigerung der Geldlöhne bei kürzerer Arbeit und, was das schlimmste«ist, ein Sinken der Ar- beitsiniensiiät auch während der Arbeitsstunde.(Sehr gut!) WeS- halb konnten wir nicht genug Lebensmittel hereinbekommen? Weil wir keine Kohlen und kein Kali besaßen, um diese Lebensmittel zu' bezahlen. Wenn das Volk mit der Regierung unzufrieden ist, so haben Regierung und Nationalversammlung alle Veran- lassung, auch mit dem größten Teil deS BolkcS unzufrieden zu sein. (Sehr richtig und Unruhe.) Sagen Sie das draußen und so scharf wie möglich. Eine Vollsozialisierung im Handumdrehen ist unmöglich, aber eine solche Vollsozialisierung wird Wissel nicht nur bei den Kapitalisten, sondern auch bei vielen Arbeitern Widerstand zeigen. Ganz falsch ist es zu behaupten, die Koali- tionsregierung sei der Hemmschuh gewesen. Ich stelle fest, daß aus den Reihen der bürgerlichen Mitglieder der Regierung uns keine Hindernisse in den Weg gelegt worden sind. (Hört, hört!) Gewiß kann das Bewußtsein nicht-für einzelne Unternehmer, sondern für die Gesamtheit Arbeit zu leisten, die Arbeitslust erhöhen, aber ich glaube nicht, daß die Mehrheit der Arbeiter solchen Er- wägungen zugänglich sein wird. Wir sollten doch von Rußland lernen. Auch dort ist dem ersten Rausch ein völliges Versagen der A r b e i t e re gefolgt und den Bolschewisten ist nichts anderes übrig geblieben, als drakonische Strafen gegen jeden Streik anzudrohen, den isiück- lohn wieder einzuführen und ausländische Kapitalien inS Land zu tssichen(Hört, hört.) Wir brauchen Demokratie und wir brauchen Sozialismus. Mit Schlagwortcn kommen wir nicht weiter. Schritt für schritt müssen wir vorwärts gehen und müssen uns davor hüten, bei den Arbeitern unerfüllbare Illusionen zu erwecken, durch deren Scheitern der ganze Sozialismus Fiasko erleiden würde.(Lebhafter Beifall.) Frau Köminerrr- Hamburg; Mit schönen Reden kommen wir nickt weiter. Für uns heißt eS jetzt nicht mehr: von der Uiopic zur Wissenschaft, sondern von der Wissenschaft zur Praxis. Gewiß ist die wirtschaftliche Lage böse und die Sozialisierung sckluer, aber je schlimmer die Lage ist, defio noiwendiger ist die Sozialisierung! (Sehr richtig!) Die Not zwingt unS auck, wirtschaftliche Verhältnisse zu schaffen. Das geht gewiß nicht von heute auf morgen, aber wir können a u ch nickt allzu lange warten. Wie die Allein- herrsckait der Fürsten durch den politischen Umsturz gebrochen ist, so muß euch die Alleinherrschaft der Unternehmer in den Betrieben gebrochen werden. (Sehr richtig!) Es ist gar nicht zu verwundern, wenn die Genossen im Anstände an der Echtheit der deutschen Revolutisn Zwersel hegen, denn die alten mitschuldigen Führer wie Hindcnburg, Tcrnburg, Erzbcrger und Fehrcnbach leiten auch� heute noch die Geschäfte. ES besteht die Gefahr, dost dos soziatissftcke Dculschland in der Jntcrnalionale genau so i s o l i e r t'dastehen wird wie früher daS iapilal'stifche Deutichlcr. d in der Welt. Die deutsche Revolutwii hat uns überrascht und wir müssen uns davor hüten, daß uns auch die Weltrevolukion überrascht.(Unruhe.) Nur durch radikale Maßnahmen auf wftl- schaftlichem Gebiet ist eine Einigung»rii der Jmervattonaie wieder �nöglick.(Bereinzeller Beifall.) Breauecke-Frankfurt a. M.: Die Nationaft'er'tammlung hat nicht nur enttäuscht, sondern sie bat Erbitterungen unter den Massen hervorgerufen. Es hätte vielmehr crrcichr werden können, aber was soll man dazu sagen, wenn Fehren- dach, der im Dezember den Reichstag als Werkzeug der Gegenrevolution einberufen wollte, auch an der Spitze der Natioualverfammlung steht. Wissells Rede war eine Flucht in die Oeffentlichlcit. Soll er wirklich geopfert werden, soll der Kampf zwischen Dorn- bürg und Wisiell mit Dernburgs Sieg enden? Die Arbeiter stehen geschlossen hinter Wissell. Gegenüber den Zumutungen der bürgerlichen Kabmeitsmitglieder sollten unieie Genossen endlich einmal sagen: Bis hierher und nickr weiter!(Beifall.) Robert Schmidt: Wissell bat daS Bestehen eines Programms vermißt. Dabei haben wir für die SozialisierUng ein.ganz l e- stimintes Programm aufgestellt. Aber das Programm allein macht es nicht. Die Hauptsache ist di�prattische Durchführung. Man vergleiche nur den ersten Teil der Rede Wiffells mit dem' znveilen Teil.(Sehr gut.) In dem zweiten Teil hat er sehr viel Wasser in den Wein der Sozialisierung gegossen und eZ ist bedauer- lich, daß dem Parteilag dieser gewaltige Unterschied nicht bewußt geworden ist. Da zeigt sich der Unterschied zwischen schönen Worte» und Tnten. Wissel! ist doch selbst mir der Sozialisierungskommission in Konflikt geraten, deren Mitglieder ihm gesagt haben, daß im Reich-wirtschaftsamt nach wie vor die alle Bureaukratie im Hause sei. Das Gesetz über die Kohle itwirtschast ist so schüch- tern, daß es mit Sozialisieruug eigentlich gar nichts zu tun hat. Weun das Sozialisinus sein soll, dann danke ich dafür. Wissell sprach von dem Widerstande der bürgerlichen Kreise. Wer in so hohen Tönen spricht wie Wissell. dem muß doch gesagt werden.' daß er zur Gemeinwirtschaft im Kalibergbau erst von den bürgerlichen Mitgliedern der Regierung g e z w u n g en werden soll.(Hört! hört'.) In der Denkschrift des Reichswirtschaflsamtes wird für die Industrie eine Milliarde verlangt zur Begünstigung der Einfuhr. Wir sind gegen jede Staatssub- venlion für die Landwirtschasl gewesen und sind auch jetzt dagegen für die Industrie, zumal die Industrie im Kriege ihren Milliardenprofit eingesteckt hat. Ich wüßte Gebiete, wo sogar eine Boll- sozialisierung möglich ist. Aber ich glaube, Sie würden da- bei auf W i d e r st a n d beim R e i ch s w i r t s ch a f t S a m t stoßen.(Hört, hört!) Wo bleib: z. B. das Getreide mono- pol? Ich soll das Sorgenkind W i s s e 1 1 s sein. Er hat mich von obenherab so fürchterlich behandelt, daß ich setzt auch jede Rücksicht falle» lasse. Wir haben für 1,45 Milliarden Gold nach dem Auslande geben müssen, um Lebensmittel zu bekommen. Wissell hat aber erklärt. daß wir zuviel Lebensmittel einführten.i, als Beisitzer Scheioemann 352, Molkenbuhr 372, P f a u n k u ch 369, Heinrich Schulz 347, Frau I u ch a c z 371, Ritter Berlin 372, Otto Frauke- Berlin 369, Frau R i> n e ck- Berlin 358. In die Kontrollkonrmisston sind gewählt: B r ü h n e mit 311 Stimmen. Brey 296. Fischer- Stuttgart 318, G r ü n- Wald 310, H e n g st b a ch 309, 2 ö b e 315. Müller 301. T r i n k a u s 294, Genossin Grüneberg 262. E§ folgt die Ratesrage. Sinzheimcr: Nach dem völligem Sieg der politischen Demo- kratie ist ein ungeheurer Umschwung aller tat fach- lichen Verhältnisse und Empfindungen eingetreten. Man kann nicht von oben her der Revolution ihre Errungenschaften X borschreiben. Sie ist ein mächtiges Naturereignis. Die deutsche Revolution macht vor unseren sozialen Verhältnissen nickt halt. Der Arbeiter soll nicht mehr nur ein Glied des Wirtschaftskörpers sein, mit dem man spielt, sondern selbst tätig teilnehmen an der Durchführung des allgemeinen Willens. Wir Sozialdemokraten halten an der Demokratie fest. Wir glauben nicht, daß eine Wand- lung der sozialen Verhältnisse mit Gewalt gegen Gewalt durch- geführt werden kann. Mit Gewalt kann man nicht organisieren. Angeregt durch die Rätsregierung müssen»vir uns fragen, ob die moderne Demokratie den sozialen Fortschritt hindert, ob sie für diesen Zweck der Ergänzung bedarf. Die politische Demo- kratie erfaßt nur die Peripherie des G emeinleb euS. DaS freie Spiel der Kräfte muß ein für alle Mal erledigt sein. Wir können uns unsere Zukunft nur denken durch eine plan- ,n ä ß i g e Z u s a»n n> e n s a s s u u g der W i r t s ch a f t s k r ä s t e nach bestimmten Absichten und Zielen. DaS Bürgertum hat schon einmal den historischen Augenblick verpaßt; es wird ihn wieder verpassen, wenn eS sich gegen diese Notwendigkeit sträubt. Von der Arbeiterschaft verlangen wir strengste Unterordnung unter die volkswirtschaftlichen Gesichtspunkte; aber auch daS Bürgertum muß sich angliedern. Wie soll nun die Räteverfassung ausgestaltet werden? Zur Grundlage nehme ich den vielfach mißverstandenen Negierurrgseutwurj. Die Arbeiterrirteressen werden die Ärbeiterräte wahrnehmen. Das ist ein alter gewerkschaftlicher Gedanke, der auf dem Kölner Gewerkschaftskongreß eingehend auseinandergesetzt wurde. Die Gewerkschaften zersplilteru, ober die Räte sassen die Arbeiter einheillich zusammen. Zwischen Parlament und Bcruisveriretern besteht der Gegensatz von Kapital und Arbeit. Dieser Gegensatz ist nickt das einzige Prinzip. Das ProduktrouSinleresse wird ein ge- nreinsames Interesse; ihm dient der W i r t s ch a s t s r a t oder Produktions rat. Auch hie Sozialisierung dient nur der steigenden Produktivität, ganz besonders in der jetzigen Zeit. Daher die Wirlschailsräte, und als ihre Spitze der Reichswirtschaitsrat zur Wahrnehmung der Prodilkticmsintereiien des Volkes überhaupt. So machen wir uns die Räieorganisaiion klar, das ist notwendig. Die Sozialisierung ist ein Rechtsakt, durch den daS privaikapilalistische Eigentum aufgehoben und in Gemein- e i g e n t u m verwandelt wird. Ohne diesen entscheidenden Akt gibt eS keine Sozialisrerung, auck wenn alle Betriebe den Arbeitern gehörten, sondern höchstens einen M a s s e n k a p i t a l i s m u s. Nur der Stnat kann sozialisieren, nur der Staat kann durch die Gesetzgebung das WirtschaftSrecht ändern. Die Räte können höchstens Verwallungs-, AusführiingS- und Kontrollorganisation der Sazialisierung sein. Sie können die Einflußsphäre des Unternehmers begrenzen, genau wie das seit langem die Gewerkschaften tun. Aber den ent- scheidenden Akt der Sozialisienrng kann stets nur die politische Demokrolie vornehmen.(Sehr wahr!> Nun das Verhältnis der Räte zum Parlament. Das Wesen der neneir Wirtschaftsversassung muß darin bestehen, daß ein Teil d e r st a a t l i ch e n M a ch t- mittel auf die iv i rt s ch a s t l i ch e u'S e l b st veno al tun gs- k ö r p e r übergeht. DaS muß zunächst geschehen auk dem Gc- biet der Verordnungen. Wie tveit sollen nun die Räte an der Gesetzgebung teilnehmen? Diese Frage ist die am»reisten um» strittene. Unsere Partei Ist hier gespalten. Sollen die Kammern der Arbeit, wie es. Kaiisli, Cohen und Bloch wünschen, als gleichberechtigter Faktor neben der Volksvertretung fungieren? Der zweite Rätekongreß bat sich dafür ausgesprochen. Er hat der- langt, daß jedes Gesetz der Zustimmung der Volksver« t r e t ii n g und der Kammer der Arbeit bedarf. Ich lehne dies ab.(Beifall.) Wer wird denn in diesem neuen Oberhaus sitzen— auch die Unternehmer! Es wird weiter nichts sein als das von uns früher abgelehnte beruf ständische Parlament. Dagegen haben wir grundsätzliche Bedenken.(Sehr richtig!) Mau kann die Politik allein nicht unter wirtschaftlichen Gesichts- punkten beurteilen. Dann kommt man zu Gebilden, wie es der Kontinentalbnnd- ist, den ich ablehne, dairn kommt man zu einer Politik gegen- den Lölkerbund, dann kommt- mau-zu einem Fachmenschentum und schalte�' die Weltanschauung immer mehr aus. Wir halteu. diesen Grundsatz jür verfehlt. Dieser Materialismus der Politik würde den Geist der Politik verfälschen.(Sehr richtig!) Wir sind gegen die berufs- ständischen Kammern aber auch' aus prakiisch-polüischen Gründen. Weun wir im Parlament, was wir doch hoffen, die Mehrheit haben, danir würden die Berufs Vertreter als Bremse wirken. Niemand hat mir bisher gesagt, wie er sich das MehrheitSverhäliuiZ in dieser Kammer der Arbeit vorstellt. Wir haben gar keine Vor« anlassung, unS in einem solchen Oberhaus ein neues Hemmnis zu schaffen.(Sehr richtig!> Ich verstehe nicht, wie Vertreter der Arbeiterschaft für eine solche berufsständische Vertretung ein- treten können. Wir hallen eine solche Vertretung vom praktischpolitlschen Stondpunkt aus für äußerst geiäkr- lich, aber natürlich muß eine Verbindung bestehen zivischen Parlament und Räten. Wir wollen den Räten das Recht geben, in wichtigen Fragen von großer Bedeutung für das Wirtschaft?- leben Anregung zu geben und Anträge zu stellen. Wir wünschen, daß der Einfluß der Räte sich nicht nur eistreckt ans die Gesetzgebung, sondern auch auf die Verwaltung. Ohne dcmokrn- tische Vcrwaltniig ist die gesetzliche Demokratie eine Halbheit.(Sehr richtig!) Die Verwaltung muß kontrolliert werden, nickt nur von oben durch das Parlament, sondern auch von unten durch dieLiäte. Die Parlamentskontrolle allein genügt nicht, deirn auch der Parka- meularier kann ein Burcaukrat sein.(Heiterkeit niid Zustiinmung.) Wir sehen in der von mir vorgezeichneten Entwicklung einen unge- heuren Vorteil für die Arbeiterklasse. Es wird hier die Möglichkeit gegeben, verantwortlich an der Erzeugung mitzuwirken. Das ist die einzig mögliche Voraussetzung für tvahre Sozialisierung. Die Arbeiter kommen endlich in das WirischafiSgeiriebe, und so wird die persönliche Defähigung zum Sozialisieren geschaffen worden. Der Arbeiter schreitet durch das Räteshstem weiter in das zukünftige Wirtschaftssystem des Sozialismus. Durch die Räte bekommt er eine Vorstellung von den gesellschaftlichen Zu- sammenhängen, die uns Karl Marx zneist gelehrt hat. Wie könne» das Räteshstem /nur dann lebendig gestalten, weim wir stets anknüpfen an die große Tradition der Arbeiterklasse, wenn sich diese wirtschaftlich und ethisch zu der Klaffe gestaltet, an deren Stelle sie sich setzen will.(SiürNrischer Beifall und Händeklatschen.) Die weiteren Verhandlungen werden aus Sonntag früh 8 Uhr verlagt. »» * G. BcrhandlungStag, den 15. Juni 1919. Die Kontrolkom Mission bat sich konstituiert. Vor- sitzender ist Friedrich B r ü h u c. Frankfurt a. M.. Stellvertreter H e n g st b a ch. Schriftführer Hermann Müller-Potsdam. Eine Reihe Unterzeichner der Davidsohnickeir Anträge erklärt, daß sie v o rr einer o r g a n i s-i e r t c ti O p p o i i t i o n n i ch t s wissen und ir ich t s w i s s e n wollten.(Beifalls ES folgt die Weiterberaiung der Rätefrage. Cohen(Korreferent): lieber den allgemeinen Gedanken der Arbeiteriäie hat Sinzheimcr so ausgezeichnet gesprochen, daß ich darüber nichts mehr zu sagen brauche. Aber wer vor Monaisn so getprochen hätte, hätte führenden Parteigenossen als h a l b e r Spartakist gegolten.(Sehr wahr.) Manches würde in der Partei anders stehen und Scharen von Parteigenossen wären uns nicht davongelaufen, wenn die Führer rechtzeitig die Rätefrage erkannt und gelöst hätten. Die Minister und Parteiführer liehen einfach die Karre laufen. Sie hatten keinerlei Pläne. Erst die Streilbeweguugen trotzten ihnen widcrwnlige Konzessionen ab, die niemqnd befnedigteir und auch sachlich nicht genügien. Die leitenden Genossen sind in keiner Weise führend und wegweisend vorge- gangen. Bor Monaten halte sich durch rechtzeitiges Erkennen der Rätefrage ein fester Damm gegen RadikaNSmuS und RätebMatur bilden lassen. Die Regierung ist durch ihre Läisigkeit schuld, dast es nickt geichah. Soll der Weg zur Sozialisierunq offen stehen, so müssen wir dafür ein geeignetes Instrument schaffen. Sozialisieren lassen sich einzelne Betriebe überhaupt nicht. Das zu wollen ist Unsinn. Eine neue ProdultionSfom lastt sich nnr für daS ganze Gewerfte schaffen. Diese Arbeit durchzuführen, brauchen wir die Produktwu�rite, die paritätisch zusammengesetzt sein müssen. Die Aibeirer«llelii können ein ganzes Gewerbe heute nicht übersehen, und die Unternehmer sind als Kenner und Sachverständige nicht zu entbehren. Wir haben sie als Monopolisten des Kapiialismus zu bekämpfen. Aber wir können die Wirt- ich aftlich führenden Männer nicht an jedem Tag aus der Masse heraus ersetzen. Aus den Produk-> tionSräten soll die Kammer der Arbeit hervorgehen. Sie wird aus den fachlich geschicktesten Leuten bestehen und das Ganze der Wirtschaft überschauen. Bei berufsständischer Auswahl kommen die Besien viel eher an die Spitze als in den Parlamenten. Pro-» duklionsräte und Kammer der Arbeit werden die außerordentlich ge- säbrlicheii Vetriebsorganiiationen der Allerradikalsten überwinden Helsen. Sie werden die Produklionsräte heben und der Sozialis- miiS ist nur eine der Methoden, um den Ertrag der Arbeit zu steigern. Ist er infolge weltwirtschaftlicher Berlnüpfungen oder aus anderen Gründen nicht produktionSfördernd, so ist er eben abzulehnen. Die Kammer der Arbeit soll die den wirtschaftlichen Fort« schritt hemmenden Funktionen des Parlamen- t a r i S m u S überwinden helfen. Dazu bedarf sie ge- festigter Macht und weitgehender Befugniffe, Kontrolliätigkeit ist imnier nur ein Notbehelf, sie letzt übrigens beim Kontrolleur eine viel höhere Sachkenntnis voraus als-beim Kontrol- lierten; die Kammer der Arbeit soll gleichberechtigt mitarbeiten. Die Partei und die Mehrheit schützen im VollshauS ihre Regierung unter dem Gesichtspunkt der kollegialen Solidarität. Gegen die Kammer der Arbeil soll sprechen, daß auch die Konservativen sie sympathisch beurteilen. Aber das ist noch kein Argument. Wie schiecht müßte dann unser militärisches System sein, das den Konservativen so ausnehmend gut gefällt. sHeiterkeit und Zu- rufe: Ist auch schlecht!) Der Rcgrerungscntwurf will das Reichs- wirischaflsamt nur in grundlegenden Fragen von wirtschaftlicher Bedeutung gutachtlich hören. Ich hoffe, daß die Regierung darin noch gründlich umlernen wird. Während den BetriebSarbeilerräten zu große Befugnisse zugestanden werden, sind die Besugnisse der Produklionsräte nicht weit genug. Dabei sagt die Re° gierungSvorlage selbst:„Das Solidaritätsgefühl innerhalb der einzelnen Berufsgruppen ist die stärkste wirtschaftliche Macht." Die Richtigkeit dieser These hat sich an der poli- tischen Stellungnahme der deutschen Bauernschaft klar erwiesen. Gegenüber dieser zweiten Kammer der Arbeit ist das Initiativrecht des ReichswirtschaftSratS der Regierungsvorlage gering einzuschätzen. denn Regierung und Parlament sind ja eins und gegen die Regie» rung ist im Parlament auch nichts durchzusetzen. Dieser Parteilag bedeutet in der Rätefrage, in der es sich um Leben und Sterben der deutschen Wirtschaft handelt, rineil nenen Kurs. Leider bedeutet er nicht auch politisch die Sendung, die man draußen im Laude vielfach erhofft hat. Um so wertvoller, wenn wir wenigstens in der Rätesrage den verwirrenden und betörenden Ruf nach der Rätediklarur zum Schweigen bringen. Hoffen wir, daß eS uns gelingt, aus den politischen und wirrschaftlicheir Wirren Deutscvland zu retten, dem unsere ganze Liebe, unsere ganze Arbeit, unser' ganzes Schaffen gehört. sBeifall.) Kntzenstein: Es ist keine Schande einzugestehen, daß wir in der Frage der Arbeilerräte gewisse Schwankungen durchgemacht haben. Im wesentlichen knüpien wir an Gedanken, die wir schon im Arbeiicrschutzgesetzentwurs von l88b niedergelegt haben. Einen autonomen Betriebs sozialismus durch die Betriebsräte müssen wir ablehnen. Es ist übrigens gar kein Sozialismus, sondern Syildikalismus und Anarchie. Gewerkichaften und Arbeiter- räte können sich etgänzen. Die einen haben viel größere Ueber- ficht und Sachkunde, die anderen die genaue Kenntnis und engen Beziehungen zum Produktionsvorgang selbst. In Pommern und Ostpreußen fühlen sich die Junker wieder als Herren. Deshalb sollie der Parteitag von der preußischen Regierung die An- erkennung und Förderung der Arbeiterräte bis zudem genannten Termin verlangen. Die Wirt- schaftsräte brauchen nicht unbedingt paritätisch zusammengesetzt zu sein. lBeifall.) Sollmanu-Köln: Wenn wir hier die Richtlinien unserer Stellung festaelegt haben, werden die Genossen die Pflicht haben, sie auch draußen gegenüber dem schädlichen und unsinnigen Schlagwort von Rätedikratur zu vertreten haben. Worunter wir leiden, ist nicht die Schwäche der Regierung, sondern die geistige Unsicherheit und der Mangel an Mut bei untere» Bcrtraucnsleuten. sSehr wahr.) Sie getrauen sich»ur. die ganze Nationalversammlung und Regierung zun: Frühstück aufzufresien, aber sie find elende Feiglinge, wenn sie die Politik der Partei gegenüber einem Unabhängigen oder einem K o m in u n i st e n vertreten sollen. sLebhafte Zustimmung.) DaS Ztälesystem darf nicht die Ursache neuer polit, scher und sozialer Stürme und Verwirrungen sein. Das Zweikammersystem wäre ein Element dauernder Unruhen. Der Ausbau des R ä t e s y st e>n S erscheint mir wichtiger als zehn neue Sozialia- sierungsrahmengesetze, aus denen uns bisher nur miß- lungene Fratzen angrinsen. Aber auch die Räte könnten nur zum Sozialismus vorwärts führen, wenn die Menschen durch die Schule der soziali st ischen Wissenschaf! und Ethik gegangen. Die Arbeiter müssen die Erkenntnis behalten, daß die Hebung ihrer Kraft und die Sozialfficrung der Wirtschaft nur lang- sam vor sich gehen kann. Die Räte dürfen nicht der Tummelplatz der Phantasten sein. Die Unternehmer erwarten, daß sich auch die Be- triebSarbeitcrräte sehr rasch abwirtschaften werden. Da haben wir eine ungeheure Erziehungsarbeit bei den Mitgliedern der Räte zu l e i st e n. Wir haben in Deutschland der Demokratie durch die Revolution zum Siege verholfen. Möge nun auch der Sozialismus siegen mit Hilfe der Demokratie. Weifall.)* Dittmcr-Berlin: Die Rätebewegung ist insofern eine künstliche Mache, als sie einfach russische Vorbilder nachahmt. Dabei sind die Räte doch nur ein Notbehelf für die fehlende Gewerkschaftsarbeit. Die deutschen Gewerkschaften kämpfen schon viele Jahrzehnte gegen den Herrn-im-Hause-Slandpunkt und für dys Mitbefnmmungsrecht der Arbeiter. Freilich wissen sie etwas mehr vom Wirtschaftsleben als die Arbeilerräte. die das Unternehmerkapital im Geldschrank de? Betriebes suchen(Heiterkeit). Da« Zwetlammerfystem würde fcr-Demokratie gefährden. Ärowme-Lübeck: Der russische Rubel für Propaganda der Räte- diktatur rollt»och immer im deutschen Lande und Lübeck ist ein Haupteinfuhrhafen dafür. Unter keinen Umständen darf die Produkrivität der Arbeits die seit der Revolution vielfach um die Hälfte gesunken ist, noch weiter so gering bleiben, sonst versinken wir in daS russische Elend. Kahwann-Dresden: Sozialisierung und Rälesystem sind zu Schlag Worten der Politik geworden, mit denen man der Abwanderung nach links glaubte EinHall bieten zu können. Cohen« Haliung war die der vervaßten Gelegenheiten; er kam poer kostum und hatte nie die Neigung, rechtzeitig selbst die Führung der Ge- schäfte zu übernehmen. iNoSke ruft: Die Neigung war io- gar sehr vorhanden. Heiterleit.) Die Zeit des zweiten Rätekongreffes war gewiß kritisch. DaS hat Cohen für sich aus- genutzt und hat zusammen mit Kaliski den Rätekongretz beschworen, ihn�. Ideen zu folgen und damit das Unglück vom Lande fernzuhalten. Nur so konnte» diese kranken Ideen eure Mehrheit finden. Der Rätekongreß ist mißbraucht worden, wozu sich auch bedauerlicherweise unsere Genoffen herge- geben haben. Hüffmeyer-Hamburg: Bor dem Schlagwort„Sozialisierung" müsien wir uns hüten. Bauer: Es ist unrichtig, daß die Partei in der Rätesrage eine Wand- lung durchgemacht hat. Wir haben schon in den eisten Wochen der Revolution uns gegen das Programm der Kommnniilen gewendet,„Alle Macht den A.» und S.-Rälen." Das bat auch die da- malig« Regierung getan, die zur Hälfte aus Unabhängigen bestand. Wenn die Unabhängigen heute eine andere Stellung in der Räte- trage einnehmen, so haben» sie sich gewandelt, und nickt wir. Unser Standpunkt ist der alte geblieben. W-nn man der Regierung nack'agt, daß sie nicht genug produktive Arbeit geleistet hat, so müssen sich gerade diese Kritiker an ihre eigene Brust schlagen. Sie überichütlen uns geradezu mit unvroduktiver Arbeit. Jeden Tag muß ich mich per- iönlich mit Streilvertrelungen auseinandersetzen, die unverant- liche Forderungen stellen und unsere' kostbare Zeit rauben. Die Entschließungen Sinzheimer und Katzenstsin überweist der Parteilag am besten an die Fraktion, da über alle Einzelheiten wohl heute nicht mehr mit Mehrheit ent- schieden werden kann. Wir müssen viel mehr an politischer Er- ziehung arbeiten als bisher. Im Augenblick ist die Entwicklung die, daß die radikalste Forderung die größte Zustimmung findet. Bor allem gilt das für die Angesiellten, die früher nickt den Mut zu irgend einem Kamps mit den Unternehmern aufbrachten und heule alles fordern und durchsetzen wollen, Sie halten jeden jungen Mann für den geborenen Betriebsleiter. So geht es nicht weiter. Wir müssen daran festhalten, daß die BetriebSleitnng in den Händen verantwortlicher Leute liegt. Wenn in Hamburg ein so großer Wirrwarr herrscht, so liegt das nicht daran, daß dort die Unabhängigen und Kommunisten viel mehr Einfluß in den Arbeiierrälen eingeräumt ist, als ihnen der Zahl nach zusteht. Man hält dort die Parität unter allen Um- ständen aufrecht. Kürzlich war eine Vertretung der Hamburger Arbeirerräle in Berlin, und diese Unabhängigen und Kommunisten hielten uns Vorträge, in denen ein so großer Unsinn venapit wurde, daß einem fast die Verzweiflung überkommen konnte(Hört! hört!). Sie sagten, daß in Hamburg die Betriebe schon voll- kommen von den Arbeitern verwaltet würden. Man stelle sich das nur einmal praktisch vor. Auf der einen Seite siebt der Inhaber oder das Direktorium, auf der anderen Seite der Betriebsrat. Ein wichtiger Einkauf, von dem Millionen abhängen, steht bevor und muß schnell bestätigt werden. Und nun wird zwischen dem Betriebsrat und der Leitung stunden- oder gar tage- lang verhandelt, bis der Einkaick längst von anderer Seite abge- schloffen ist. Eine solche Entwicklung' ist unmöglich. Wohl aber muß der Arbeiter Einblick erhallen in die Fragen der Arbeits- weise, Anstellung und Arbeitsbedingungen usw. Weiter zu gehen ist unmöglich. Auch in Oesterreich hat die Gesetzgebung weitergehende Forderungen abgelehnt. DaS Mitbestimmungsrecht darf nicht überspannt werden. Im Januar und Februar sprach noch kein Mensch davon, und im März aber galt es schon als selbstverständlich, daß kein An- gestellter eingestellt oder entlasten werden darf ohne die.Zu- stimmiing des BetriebörareS oder AngestelltenanSschuffes. Natür- lich sind viele Schutzbestimmungen notwendig. Schon damals haben unabhängige Betriebsräte die Anstellung mehrheitssozialistisch- gesinnier Bewerber Verbindern können. :i vollzogen. Die ganze Welt ist grundstürzend verändert worden. Wir stehen seitdem mitten rn der Weltrevoluiion. Der Krieg war bereits Revolution, war die gewaltsame Liquidation der Weltepoche des KapiialisnutS. Aus dem Blulmcer des Krieges, aus den Trümmern der zusammenbrechenden allen Welt erhebt sich der Sozialismus als Bringer des Weltfriedens und Erlösung vom Fluche der Aus- bcutung und deö Militarismus. Wenn wir wirkliche Revolutionäre im Sinne von Kar! Marx und nickt nur Putschisten m Heuoabelsinne sein wollen, tonnen wir die Wsltereignisie von tdiesem höheren historischen Standpunkte aus überschauen, lvürdigen und gestalten helfen.(Beifall.) Wohl machen die Verhältnisse teil Menschen und es ist deshalb naiv, wenn eüizelne glauben, die Revolution sei ihr Werk. Aber die Menschen gestalten auch die VerhäUnisse. Gerade darum find wir ja eine sozialdemokralische Partei und unsere ganze unermüdliche jahrzehntelange Arbeil hat die Ereignisse vorbereitet, die wir jetzt durchleben. Darum sind wir Sozialdemokraten, als die Zeit erfüllet ward, am 9. November auf den Plan getreten und haben dafür gesorgt, daß die Revolution weder erwürgt nnd erstickt, noch durch den Fanatismus ungezügelter Elemente zu Fall gebracht wurde. Möge sie ihr segenbringendes Werk vollbringen bis zum Ende zum Heile der Menschheit.(Beisall.) Diesem Zweck hat auch der jetzt geendete Parieiiag mitgedtenr.(Brado!) Wir haben uns- aiu ihm um die Erreichung des Weltfriedens bemüht, aber auch um die Wiederaufrrchtung deS eigenen unglücklichen und von uns allen doch sehr geliebten deulschen Volkes. Wie Fidelio verkannt und unerkannt ihrem geliebten Mann dient, und alle Masken erst fallen läßt, als der Mordbube den Stahl auf das Herz zuckt, so haben die deutschen Arbeiter jahrzehntelang unerkannt und vetkannt iirtr da? deutsche Volk gedient und gelitten. Erst jetzt, da die Macht siegestrunkener Gewalthaber unierm geliebten Volk das Messer an die Kehle setzt, enthüllen seine Arbeiter den letzten und besten Kern ibrcS Wesen«. Jetzt springen ffio überall für daS gefährdete dcut'che Land in die Bresche. Ohne die deutschen Arbeiter, ohne die deutsche Sozialdemo- kratie kein Deutschland, in dem zu leben, für das zu wirken sich lohnt. (Stürmischer Beifall.) Aber sie tun das nicht mir um Deutsch- lands willen sondern im Sinne F i ch t e s, der Patriot war, weil er Revolutionär war. Wir wollen da« freie Denlschland als Mittel der Freiheit überhaupt Nur ein freies Deutschland kann die Freiheit gründen wie FelS im Meer, nur ein freies Deutschland kann die Fundamente der sozialistischen Wirtschaftsordnung legen, nur ein freies Deutschland kann den sozialistischen Brüdern die Hand reichen zum gemeinsamen Kampfe gegen die kapitalistische und militärische Herrschaft, zum Wiederaufbau der sozialistischen Internationale, der Bahnbrechcrin und zuverlässigen Stütze des Völker blindes.(Bravo.) Möge der Parteitag diesem hohen Ziele gedient haben. Möge er den Wiedersirebenden drinnen und den Zweifelnden und Zaudernden draußen gezeigt haben: Eine neue Zeit ist da. Wir schmieden daS Eisen, schmiedet tS mit uns.(Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Dir revolutionäre deutsche Sozialdcmotratic als Glied der revolutionären sozialistischen Internationale, sie lebe hoch! Die Delegierten stimmen begeistert in den Hochruf ein und singen die Internationale. Schluß 1 Uhr. Ht. 299/304 ♦ 36. Jahrgang 2. Beilage öes vorwärts Dienstag, 17. �un! 1919 GroßGerlM öerlin ohne Zeitungen. Seit Sonnabendfrüh war Berlin ohne Zeitungen. In- folge eines allgemeinen Ausstandes der Buchdruckereihilfs- arbeiter lagen fast sämtliche Betriebe still. Da die Gründe des Nichterscheinens so gut wie gar nicht bekannt waren, so knüpften sich an diesen Umstand allerhand wilde Gerüchte und es wurde vielfach die Vermutung ausgesprochen, daß das Ausbleiben der Zeitungen auf irgendeine p o l i- tische Bewegung zurückzuführen sei. � Das ist jedoch nicht der Fall, es handelt sich um einen rein wirtschaftlichen Streik der Buchdruckecsi- Hilfsarbeiter. Das Gerücht von einem politischen Streik en/tand pielfack auch dadurch, weil allein von allen Zeituu- gen die„Freiheit" und die„Republik" erschienen. Dies liegt jedoch daran, wie wir erfahren haben, daß die bei der Herstellung dieser Zeitungen beschäftigten Hilfsarbeiter die Weisung ihrer Organisation nicht innegehalten haben, nach der auch sie nicht hätten erscheinen dürfen. Aber schon Sonn- abendnachmittag erschienen auch sie nicht mehr. Infolge des Streiks sind w i r gezwungen, viele Mit- tcilungcn, die veraltet oder überholt sind, nun nicht mehr zu bringen, andere nur ganz kurz. • Der Magistrat fordert in dringender Depesche von der Reichs- regierung Abhilfe gegen die unerträgliche Fleischnot in den Groß- städten und Erzwingung der Pflichtlieferungen an Vieh. Die „Gewährung" von Graupen statt des Il-Mark-Gefrierfleisches er- regt große Erbitterung. Gegen einen Flughafen auf dem Tcmpelhofcr Felde wandte sich der BerbandSausschuß Groß-Berlin; es gebe mehrere andere geeignete Plätze dafür weiter draußen. Für Jnlandcicr in Brandenburg außer Grotz-Berlin ist als Richtpreis für den Erzeuger 60 Pf. festgesetzt. Die Einwohnerwehren betonten Sonntag im Zirkus Busch, daß sie nur zur Abwehr gegen Verbrechen und Terror gegründet sind. Man forderte NichtUnterzeichnung des Versaillesvertragcs. Die teuren und geringwertigen Sardellen sind nicht legal eingeführt, sondern eingeschmuggelt. Solche Geldverschleuderung schädigt unsere Kauffähigkeit für wirkliche Nahrungsmittel. Der Vollmilchpreis ist auf 80 Pf. pro Liter erhöht. Man er- hofft davon verstärkte Zufuhr. Emil Eichhorn war in den letzten beiden Tagen in Berlin, ohne das � freie Geleit in Anspruch zu nehmen. Er soll nach Magdeburg weitergcreist sein. Im Vollzugsrat Grost-Berlin versuchten Sonnabendnach- mittag RegierungStruppen zwei von ihnen gesuchte Leute zu der- haften, die das Haus des VollzugSrats als ihre Wohnung ange- geben hatten. Sie waren aber nicht da. Es soll Dr. Lebi gesucht worden sein. Polizeipräsidium und Reichswehrministerium erklärten, den Auftrag zu der Aktion nicht erteilt zu haben. Die Seisetzung Roja Luxemburgs. Neben dem Grabe Karl Liebknechts war das Grab für Rosa Luxemburg gegraben. Nach dem einleitenden Trauermarsch der Kapelle sprach dann als-erster Dr. L e w y- Stuttgart. Er schi!- dcrte die Verstorbene als den gütigen Menschen mit dem edlen Wollen und dem leidenschaftlichen Herzen und forderte als Eh- rung ihrer Persönlichkeit ein restloses Weiterarbeiten für ihre großen Ideale. Als nächste sprachen Luise Zietz und Klara Zetkin, die die Verstorbene als Mitkämpferin für Freiheit und Recht feierten. Nach Adolf Hoff mann sprachen dann noch Vertreter der komuunrstisch-sozialdemokratischen Parteien der Türkei, Polens, Griechenlands und Ungarns, letzterer in magyari- scher Sprache. Für die Soz. Stud�-Partei sprach Jensen, der den scharfen Verstand und den überragenden Geist der Verstorbenen rühmte und im Namen seiner Partei versprach, im Sinne der Toten weiterzuarbeiten. Zwei Schülerinnen der Verstorbenen gedachten in Ehrfurcht und Liebe der großen menschlichen Eigen- schaften Rosa Luxemburgs. Als letzter sprach ein junger Schweizer, der angesichts der beiden Toten die Versammelten aufforderte. weiter zu kämpfen und zu streiten, bis das große Ziel, die Welt- revolution, erreicht sei. Einige Teilnehmer, die sich des Ernstes der Feier nicht bewußt, Beifallsäußerungen an diesem Ort leisteten. wurden rasch auf den Ernst der Feier hingewiesen. Unter den Klängen des Chopinschen Trauermarsches versank dann der Sarg in der Tiefe. In langer Reihe zogen sämtliche Teilnehmer an dem offenen Grabe vorbei und jeder warf eine Hand voll Erde als Abschieds- grüß hinab. Um SBO war die Trauerfeier beendet. » Parteihetze selbst am Sarge. Welche Stimmung durch die wahnsinnige Hetze, die von einer gewisien Seite getrieben wird, in einem Teil der Arbeiterschaft gegen den anderen hervorgerufen und geschürt wird, wird durch einen Vorfall, der sich bei der Beerdigung der Genossin Roia Luxem- bürg abgespielt, grell beleuchtet. Der Vollzugsrat war sich einig geworden, als solcher gemeinsam an der Beerdigung der Leiche der ermordeten proletarischen Führerin teilzunehmen und hatte als solcher hinter dem Sarge Anstellung genommen. Während der Reden der verschiedenen kommunistischen Führer auf der Spielwiese des Friedrichshains trat plötzlich ein Nichtmit» glicd des Vollzugsrats an einen Vollzugsrat heran und frug ibn, ob er nicht Mitglied der S. P. D. sei. Dieser Genosse ant- wartete mit ja, worauf der Frager erklärte: Es wäre besier, die S. P.. D.-Miiglieder gingen weg. Denn sie müßten sich schämen, hinter dem Sarge der von den Führern der S. P. D. gemordeten Rosa Luxemburg zu gehen. Darauf wurde ihm von einem anderen S. P. D.-Mitglied erwidert, daß s i e sich aus rein menschlichem Gefühl für die vor ihnen im Sarge liegende Genossin Rosa Luxem- durg an der Beerdigung dieser so hervorragenden proletarischen Führerin beteiligt hälte», verzichteten aber nunmehr darauf, hier als Störenfried angesehen zu werden und verließen damit den Platz- Es muß aber auch vor allen Dingen festgehalten werden, daß sich dieser Vorfall unter den Augen von Personen abspielte, die fönst bei jeder Gelegenheit und zwar auch als Mitglieder des Voll» zugSrats ständig das große Wort für d i e M e n s ch l i ch k e i t im Munde führen, ohne daß diese auch nur ein Wort der Mißbilligung gegenüber einem so pietätlosen Vorgehen gefunden hätten. Es ist geradezu eine Schande, daß noch nicht einmal im Angesichte des Todes die Parteigegensätze schweigen können, zumal in diesem Augenblicke mehr denn je die Einigkeit des Proletariats vonnöten ist. Es ist die tiefste Schande für jene Kreise, daß man auch diesen feierlichen Akt und die Tote selbst dadurch entehrt hat, daß man sie als Propagandaleiche behandelt. Gebühren und Urlaub für Lazarettkranke. Gleichstellung mit der Reichswehr. Durch eine Verfügung der Regierung werden den Lazarett Insassen folgende bedeuirnde Verbesserungen eingeräumt: 1. Ab 1. Juni wid den löhnungsempfangenden Reichswehr- angehörigen bei Aufnahme in ein Lamrett, Kraickcnbaus oder eine andere Heilanstalt neben der dienstgradmäßigen Löhnung die Reichs Wehrzulage ungekürzt gezahlt. Die Lazareltkranken des alten siehenden Heeres erhalten ab 1 Juni den Unterschied zwischen den ihnen jetzt zustehenden Gebühren und denen, die sie als Angehörige der Reichswehr erhalten würden, als Zuschuß. 2. Lazarellkranke des alten stehenden HeereS erhalten einen Anspruch auf einen 14iägigen Urlaub, soweit sie seit einem halben Jahre nicht beurlaubt waren. � Während dieses Urlaubs oder Beurlaubung aus ärztlichen Gründen wird auch freie Eiscnbahnfahrt gewährt. Die Gebühr nach Ziffer 1 Verpflegungsgeld lzurzeit 2,70 M.i ist unverkürzt zu zahlen. Dies gilt nicht sür einen kurzen Urlaub fz. B. an Sonn- und Festtagen), der nach einem lstägigen Urlaub nicht zur An- rechnung kommt. Für die Benutzung von Schnellzügen bleiben die geltenden Bestimmungen aufrecht ibei Entfernungen über 100 Kilometer Schnellzugsberechtiaung). Auf Schwerkriegsbeschädigte wird diese Verfügung allgemein ausgedehnt. Benutzung der II. Wagen- klaste wird den Schwerverletzten zugestanden und zwar den Bein- amputierten und Krückeiiträgern grundsätzlich, den übrigen für einzelne Fülle, in denen Nachbescheinigung des Lazaretts notwendig ist. » Vertrauensleute der Grost-Betriebe und Lazarettinsassen. Am 28. Juni soll in Frankfurt a. M. ein Kongreß aller Laza- rettinsallen Deutschlands stattfinden. Die erforderlichen Mittel da- für müflen durch Sammlungen aufgebracht werden. Denkt daran, daß die Lazarette die Stätten sind, in denen die durch den Völker- mordenden Krieg Beschädigten Genesung und Heilung finden sollen! Denkt an die, dre jetzt noch jahrelang in den Lazaretten liegen müflen, die wegen ihrer Wunden und Krankheiten immer wieder die Lazarette aufsuchen müflen, an untere Brüder, die in kurzer Zeit siech und kraul aus der Gefangenschaft zurückkehren und die Lazarette iülleu werden! Wir müssen alle Kräite anspannen, um die Verhältnisse in den Lazaretten so zu gestalten, daß wir vor uns und unseren wunden und leidenden Brüdern bestehen können! Darum gebt! Lazarettkommission Groß-Berlin. Hundertmark. Schwanebeck. Das Begräbnis der„R. S. W." Nun hat auch sie ihr Leben ausgehaucht, man hat sie in aller Stille zu Grabe getragen, sang- und klanglos. Wenn sie, die „R. S. W.", auch manchmal das«chmerzenskind des Gouvernements Berlin gewesen, so haben sich einzelne Depots doch in den Sturmtagen glänzend bewährt und haben ihre Haut für die Re- gierung zu Markte getragen, welche sich in den SpartakuLtagen gezwungen sah, eine Einrichtung zu schaffen, auf die sie sich stützen konnte. Wenn nun schon späterhin einige irregeleitete Depots vollständig versagten, so sieht man doch keinen Grund, warum andere sehr anständige Abteilungen unter Undank der Regierung leiden mußten. Es war seit längerer Zeit jedem Mitglied der „R. S. W." bekannt, daß diese den Regierungstruppen ständig ein Dorn im. Auge war. Nun wurde, angeblich wegen Stärke- reduzierung der R. S. W., am 14. Mai sämtlichen Mitgliedern gekündigt, wobei den verheirateten Mitgliedern über LS Jahre an- heimgestellt wurde, sich in die Listen der„W. A. d. K."(Wachab- ieilung der Kommandantur) eintragen zu lassen. Ein Segen sür die Familienväter, sonst lägen auch die auf der Straße. Am L0. Mai wurde die„W. A. d. K." aufgestellt und die überzähligen Mitglieder der„91. S. W.", die sich gut geführt in ihren Dienst- tagen und stets auf dem Boden der Regierung standen, wurden sang- und klanglos entlassen. Sie bekamen keine Trcuprämie, weder Entlassungsanzug, noch Entlassungsgeld, man hielt ihnen keine Abschiedsrede. Der Depotführer eines bestimmten Depots hatte sich wohl Mühe gegeben um seine Leute wegen Teuerungö- zulage und Gehaltserhöhung, die Antwort war Auflösung der R. S. W. Ja, wenn der Depotsührer ein Offizier wäre, dann hätte wohl die Sache anders geklappt, aber so! Warum machte man nur immer einen Unterschied zwischen R. S. W. und Re- gierungstruppen? Wer hat die Münzstraße mit Erfolg aber ohne Blutvergießen ausgekehrt? Etwas besseren Abschied haben die entlassenen„R. S. W.er" doch wohl verdient. Jetzt allerdings istS zu spät, aber es muß doch jedenfalls mal Gerechtig- kcit denjenigen widerfahren, die sich im Interesse der Regierung aufgeopfert haben. 4- Ehemalige R. S. W.-Leute werden, wie man uns schreibt, von der Aufnahme in die Reichswehr(Turmstraße) zurückgewiesen. Offenbar glaubt man dort, daS feien alles Spartakisten und weiß nicht, daß ein großer Teil Mitglieder unserer Partei waren. Wir erwarten, daß solche Abweisungen nicht mehr vorkommen. „Alles fürs Vaterland". Zur Nachahmung und Belehrung wird in Volksschukbüchern und reaktionären Zeitungen erzählt, wie beim Kriegsausbruch ein armes Dienstmädchen ihre Spargroschen fürs Vaterland opfert, eine verlassene Witwe ihren Trauring, ihre letzte Habe, ja, ein armes junges Mädchen sogar ihr langes Haar. Was soll man aber sagen, wenn man jetzt die Anzeige der Potsdamer Anwälte des verflösse- nen Kronprinzen liest, womit diese kundtun, daß Herrn Friedrich Wilhelm unter anderen Kostbarkeiten V i e r u n d- zwanzig silberne und goldene Zigaretten- bzw. Zigarrenetuis, teilweise mit Juwelen besetzt, gestohlen sind. Sieben dieser Etuis, für jeden �Tag der Woche ein anderes, hätten doch eigentlich aus- reichen müssen; die restlichen siebenzehn auf den Altar des Vater- lcmdesl Haben sämtliche Häupter. Prinzen und Prinzessinnen der verflossenen 22 Dynastien im Reich ebenso opfervoll wie der Kronprinz gehandelt? Eine Schilderung dieser Begebenheit in der neuen Ausgabe der Volksschulbücher wäre empfehlenswert! JugendauSschußkonferenz für Groß-Berlin. In der Diskussion wurde Trennung der Altersklassen der 14— 17- und 17— 20jährigen verlangt und lebhaft bedauert, daß der Parteitag dies abgelehnt hat. Eine Resolution, die dagegen protestierte und verlangt«, daß der nächste Parteitag diesen Beschluß wieder aufheben solle, wurde angenommen. Aus dem Jahresbericht Rüdigers: Statt 6 Abtei- lungen zu Beginn des Geschäftsjahres bestehen jetzt über 30. Be- sonders tatkräftige Arbeit ist auf dem Gebiete des Jugendschutzes und der Betriebsagitation geleistet worden. Für die Zentralstelle wurden Malter Rüdiger. Cläre Scholtz, Engel. Mahn, Taubert, Kluge, Joseph, Haß und Werner Rüdiger gewählt. Putsch-Vorbereitungen. Eine Lokalkorrespondenz meldet, daß in den letzten Wochen von Putschisten Waffen in größeren Mengen beschafft wurden. Der Waffenkauf bei einzelnen Truppenteilen ist von einer ausgedehnten Propaganda begleitet gewesen, die in einzelnen Fällen zum Ziel führte. Man hat namentlich versucht, bei den noch bestehenden alten Formationen, den Abwicklungskommandos, Gewehre, Munition und Maschinengewehre zu»kaufen", h. h. die mit der Verwaltung betrauten Soldaten und Kammerunteroffiziere zu bestechen. Es ist den Bcausiragten der vorsichtig im Dunkeln bleibenden Hinter- männer auch tatsächlich gelungen, sich in den Besitz von Waffen zu setzen. In einzelnen Fällen wurde den Soldaten in Aussicht gestellt, daß sie, falls die Diebstähle entdeckt würden, in anderen scften Stellnngeir untergebracht werden würden. Es sind namentlich in Waffen- fabrikcn Diebstähle nachgewiesen worden. Die Waffen sind in der weiteren Ilmgebuna Berlins deponiert worden, und zwar so, daß Munition und Waffen in kurzer Zeit nach einigen bereits bekannten Stellen im Westen Berlins gebracht werden können. Gleichzeitig hat eine starke Propaganda unter den Eisenbahnern eingesetzt. Es find weitgehende Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, um bei An- griffen auf Bahnhöfen und Eisenbahnanlagen sofort� die zu einem wirksamen Schutz benötigten Truppen die Bahnhöfe besetzen zu lassen. Die Wachen werden ständig gewechselt. Außerdem sollen die Posten durch besonders Beauftragte des Gouvernements zu allen Tages- und Nachtzeiten kontrolliert werden. � Nate-vollversammlung. Mittwoch, 10 Uhr, findet in den Gcrmnniasälcn, Chaussecpraße Vollversammlung der Groß-Bcrlincr Arbeiterräte, der kommunalen Arbeiterräte sowie der Delegierten der Soldatrnröte statt. Tagesordnung: Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf über die Betriebsräte. Richard Müller. Fritz Brokat. S. P. D.-Räte, erscheint vollzählig! * Heute, Dienstag, K2 Uhr Vollversammlung'der Kommunalen Arbeiterräte— Herrenhaus: 1. Parität. Stadtverordnete usw. 2. Stellung zur Neuwahl der Kommunalen Arbeiterräte. 3. Stel- lungnahmc zum Schleichhandel. Die Zahl der Erwerbslosen in Berlin ist im Mai von 174 000 auf 161 000 gesunken. Die Summe der während des Mai ausgezahlten Unter st ützungen beläuft sich auf rund 18 800 000 M. Die Gcsamtaufwendungen für die Erwerbslosenfür- sorge in Berlin Ende Mai haben damit über 120 Millionen erreicht. DaS Personal der Hoch- und Untergrundbahn hielt in der Betriebspause vom Freitag zum Sonnabend eine Versammlung quf dem Bahnhof Gleisdreieck ab. Das Wirtschaftsprovisorium läuft Ende Juni ab. Jetzt handelte es sich um eine 600-M.-Zu» läge. Es wurde eine Einigung erzielt, der drohende Streik ist vermieden. Tcutschcr Sozialistentag. Partcigenosfen, die bereit sind, wabreud des vom 2t. bis 23. Juni in Berlin tagenden Deutschen Sozia listen tag es Delegierte bei sich auszunehmen, werden gebeten, die- umgehend dem Kongreßbureau, Berlin IV 06, Herrenhaus, Zimmer 3, mi:- zuteilen. Die Kündigungsfrist für Schwerbeschädigte ist neuerdings vcr- längcrt, auf den 1. September hinausgeschoben. Bis zum 1. Sep- tember 1010 hofft die Regierung durch die gesetzliche Regelung� des Einstellungszwanges für Schwerbeschädigte, die der Reichsminister- Präsident kürzlich angekündigt hat, die Beschäftigung der Schwerbeschädigten für die Dauer sicherzustellen. Schönebcrg. Stadtverordnetenversammlung. Nach dem Vor- gang Berlins will Schönebcrg den Beamten, Angestellten und Lehrern eine EntschuldungS summe geben. Der Magistrat beantragte sür Verheiratet« 1200 M., für Unverheiratete 1000 M., für jedes Kind 200 M., für Pensionäre und Hinterbliebene cnt- sprechende Beträge. Bei nichtständigen Hilfskräften und bei Ar- beitern hält er nach den letzten Aufbesserungen keine Entschuldungs- summe für nötig. Die sozialdemokratische Fraktion stimmte dem Magistratsantrag zu, erklärte aber durch Stadtv. M o h S, daß sie die Ausschließung der Hilfskräfte und Arbeiter nicht so ohne weiteres hinnehmen kann. Man solle diesen Punkt in einem Ausschuß er- örtern, der auch die Frage eines Existenzminimums zu prüfen hätte. Der Lohn sei Vergütung für die Arbeit, die Teuerungszulage aber sollte nach dem Bedarf der Familie bemessen werden. Nach längerer Debatte beschloß die Versammlung, die Angelegenheit der Hilfs- kräfte und Arbeiter an den Magistrat zurückzuverweisen. Im übri-. gen genehmigte sie die Entschuldungssumme für Beamte, Angestellte und Lehrer, lieber eine Reibe Petitionen berichtete der Ausschuß- Unter anderem wurde eine Petition der Schuldiener und Heizer wegen Reform des Reinigungswesens der Schulen dem Magistrat zur Berücksichtigung überwiesen. Einem Antrag der Sozialdemokraten auf Einsetzung einer gemischten Deputation zur Beratung der künftigen Verfassung Groß-Berlins wurde zugestimmt. Auch der Magistrat hält sie für wünschenswert. Fort» bildungsschulpflicht auch im 13. Lebensjahr empfiehlt ein Antrag der Demokraten, der angenommen wurde. Em Antrag der Demokraten ersuchte den Magistrat, für Freiwillige bei weite- ren Aechtungsversuchen Stellen in Betrieben der Stadt fteizuhalten. Stadtv. Wilberg(U. Soz.) schimpfte heftig auf die Fciwilligen, die solcher Fürsorge unwürdig seien. Stadtv. Freier(Soz.): Auf beiden Seiten ist gesündigt worden. Soll da nach beiden Seiten hin boykottiert werden? Ein Abänderungsantrag der Sozialdemo- kraten empfahl, erst bei wirklichem Eintritt eines Boykotts gegen Freiwillige solle die Stadt sich ihrer annehmen, soweit sie Schöne- berger sind. Die Unabhängigen mußten sich von dem Deutsch- nationalen Kunze daran erinstern lassen, wie ihre Führer im ge- Heimen die Freiwilligen zu gewinnen versucht haben. Herrn Kunzes Leute durften sich freuen, daß ihm Wilbergs und Szymanskis „Reden zum Fenster hinaus" die erwünschte Gelegenheit zu einer Antwort der gleichen Sorte gaben. Nachdem man mit der Streikerei tvieder mal ein paar Stunden vertrödelt hatte, wurde gegen Un- abhängige und Sozialdenwkraten der Antrag der Demokraten mit einer Beschränkung auf Schöneberger Einwohner angenommen. In Erkner. Wilbclmstr. 13/14 besteht ab 18. Juni eine Zweigstelle der Niedcrbarnimer OrtSkrankenkasse. Gro�-Bcrliner Lebensmittel. Milch. Ab tö. Juni aui Magermilchlarten„I",„II*,„TU* bezirksweise wöchentlich einmal je 1 Liter Magermilch oder Buttermilch zum Preise von 44 Ps. Eine Verwendung der Groff-Vcrliner Kaffee-Eriadkarte für andere Lebensmittel iit nicht möglich, weil das Gebiet, in dem sie bisher galt, ein wesentlich anderes ist als das des LebcnSmistclverbandeS Gros;- Berlin. Die Karte braucht daher nicht weitrr aufbewahrt zu werden. Verlorene Karten werden nicht erseht. Die Gemeinde Velten und FricdrichSselde weise» erneut daraus hin. es ist aber überall so. Vcrliu. Ab Montag gegen Abschnitt 1? BczugSkarte 2 Psund Kartoffeln. 150 Gramm ausländisches Cuppenmehl oder lose Suppen(32), 250 Gramm Graupen(33), 500 Gramm inländisches Küchcnmebl|42). sür Jugendliche 200 Gramm Haierflocken(35, 36). Abschnitte bis 18. Juni abzugeben. 500 Gramm Knnftbonig(26) beim Zuckerverkäuscr.— In dieser Woche darf Brot und Mebl nur aus die Brotkarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort»Brot- und Mehlversorgiing* tragen. Bis 19. Juni im 2., 3., 134., 143., 218., 235. und 242. BrotkommiiffonSbczlrk 125 Gramm Käse.— 125 Gramm amerikanische Schwcincfleischprodnklc(8 6) bei dem Fleischvcrkäufer. Wer noch nicht eingetragen ist, kann sich im Bureau sür Fleischverlorgung, Neue Friedrichstr. 1. nachtragen lassen. Antrag auch schristlich, Fleischlarte und Ausweis, dasi Antragsteller in Berlin wohnt, mit einzureichen. Wer daS teure AuSIandSsleiich nicht kausen imll. kann als Ersah dafür Nährmittel (lies Graupen I i Red.) in doppelter Menge beziehen, direU gegen Fleisch- marken. (kkarlottcnburg. 250 Jrdmitt Fleisch oder Eisatz la»t besonderer Bekanntmachung. 200 Gramm Graupen(33). 150 Gramm Suppen(34). 250 Gramm Marmelade(35). 200 Gramm Weizcnprietz(37).� 100 Gramm Graupen(38). 50 Gramm Margarine(O 5). Ausländ. Schweineileisch crseuanifte(S 6). ZluSlandSmehl. zunächst noch unbestimmt. ll, Pfund Räucherwaren(228, 217. y, q,-217 und q vorzugsweise).'/« Psd. Salz. Herinn e(234, Serie I— IV)! Wilmersdorf. 250 Gramm Fleisch oder Ersatz in Ziührmitteln(25), 250 Gramm Kunsthonig(35), 50 Gramm Margarine, 200 Gramm Hülsenfrüchte(S), 250 Gramm Salzheringe(17). Für merdnide Mütter im 4.-6. Monat bis 18, Juni zwei Talen amerikanische, kondens. Vollmilch .durch das('ebensmittetaint, Vadcnschc Stratze 43/44, Erdgeschoß rechts. Eier sür Kranke(25) Ende der Woche. Tctiiincbrrg. Bis zum 17. Huni Voranmeldung sür Vj Psd.?lnierika< mchl l(Z 6), 500 gr Kunsthonig(25) und 150 gr Suppen(34). Ausgegeben werden h. Psd. Amerikamchl(? 5), 300 gr Graupen(31.32), 200 gv Teigwaren(53), 200 gr Haferflocken für Fugcndlichc(35, 36). In den Krottommissionsbcztrkcn 3, 4. 5 und 8'/..Psd. Sülze(BczugSkarte). 123 gr Schwcineflcischprodnkte(S 6) bis 22. Juni. Ncutöltn. 500 Gramm Teigwaren und 250 Gramm Suppen, vor- aussichtlich 400 Gramm Kunftbonig. ein Brieschen Süßstoff(R). Im 11. Brot. kommtssionsbezirk 125 Gramm Käse. Steglitz. Bis 17. Juni(2g und ZI) 300 Kr. Kraupen, 100 Gramm Rudeln(30) oder 100 Gramm Haserflocken. An werdende Mütter bis 17. Juni 1000 Gramm Grieß, 500 Gramm Zwieback(17 X).— Anmeldung von Zucker vom 16.-21. Juni.— Bis 17. Juni Anmeldung von amerik. Weizenmehl(ti 6), Grütze(29), Suppen(34), B r o t a u s« strich(2.4.). g Brit«. Wer das Auslandsgesrierfleisch zum Preise von UM. nicht be- ziehe» will oder kann, erhält nach Zlkaßgabc der vcrsügbarcn Mengen als Ersatz dasür Hülscust ächte, Erbsen und Bohnen, aus jeden Fleischkartcn- abschnill 50 Gramm, im ganze» 500 Gramm. Es stellt st ci. von den Fleisch- karten nur eine» Teil zum Ankauf von'AnslandSsleisch. den Rest zur Be- schaffung von Hülsensrüchte» zu verwenden. Bis 22. Juni in der Verlaufs- stelle der Gemeinde 150 Gramm Gries>29), iür Jugendliche 200 Gramm NäbrmIIkel(35, 36), Sonderzuteilung(7). Ferner: Bosnische Pflaumen. Eauerkraut. 1 Pstind-Tosen Erbten»sw. Verlauf beginnt sür die Schluß- nummcr» Montag, dann Weiler 3701— 2700 Dienstag, 2699— 1800 Mittwoch, 1799—900 Donnerstag, 899—1 Freitag. Tegel. Ablchn. 33 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte 200 Gramm Hülsensrüchte(Erbsen). Ablchn. 34 der Groß-Berliner LebenZmitellarte 250 Gramm Marmelade. Abschn.<) 6 der Einsubrtarte 250 Gramm ame- ritanisches Wcizenmebl. Abschn. 36 der SonderlcbcnSmittelkartc sür Jugend- liche'/.. Psd. Hascrslockcn. Abschn. 29 der Sondericbensmittelknrte sür Kinder bis zu 7 Jahren Pjd. Kindergcrstenmchl. Verkäuse vom 19. Juni ab. Ricdcrschöiihauscn. Aus Abschn. 39(Kinder bis zu zwei Jahren) 'l3 Psd. Haserilocken, 2 Pakete Kels. Abichn. 15(Kriegsbeschädigte) Psd. Haserflocken. Stbschn. V 7 Pjd. amcritnnisches Weizenmehl. Abschn. 27 400 Gramm Kuusthouig. Abschn. 34 150 Gramm Suppen oder 3 Maggi. würscl. Kartoffeln 5 Psd. vom 16. Juni ob. das Psd, zu 25 Pjg. Wochen- menge Dutter 30 Gramm, Bratensett 100 Gramm. Notvatvcs. Fisch- und Räucherwaren tünstig bei den bekannten Händlern markenfrei gegen weißen HairsbaltsaiiSweiS.—' Suppenwürfel 2 Stück(31). Marmelade 125 Gramm(3). Sülze 1 Dose(6). LeibniztetS 1 Paket(37). Ferner 1 Hering. Mittwoch und Donnerstag, Montag und Dienstag, Abschuilte 31, 5. 6»nd 35 abgeben.— Bekanntmachung betr. Ausgabe von amcrikaniichcir Schwcmcfleischprodukte». Sonnabend 123 Gramm amerik. Schweinefleischprodntle.— Zlus 63 und Zuckerzusatzlarie, Juni, Ausgabe von Zucker. Von Montag bis Mittwoch Abschnitt 65 und Znckerznsatzlarte gegen Bescheinigung abgeben.— GuleS gesundes Getreideslrob(tose und in Ballen) aus Lager. Lieserscheinc im RailiauS. Zimmer 6, 8—1 Uhr.— Vollmilchpreis 76 Pf. und Magermilch 40 Ps. JnS HnuS 4 Pf, mehr.— In dieser Woche darf Brot und Mchl nur auf die Brotkarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte daS Stichwort.Brot lind Milchversorgung" tragen. Hcniiigsdors. Nur am 16. und 17. Juni auf Kartofsclkarten vom 15. Juni bis 12. Juli 5 Pfund(89—92), Dienstag(E, Z 4) 250 gr ausländisches Weizenmehl oder JnlandSmehI, 1 Büchse Kondensmilch für Kinder vom 2. bis 14. Lebensjabre(Krnder-Fcllkar>e>. Marieudorf. 150 gr Nährmitiel. 300 gr Grieß und 100 gr Graupen(29, 30,31). Karlen spätestens Donnerstag vorzutcgcn.— Aus braune Karten je ';4 Psd. ausländische Marmelade in den Kemeindelädcn. Für bis 21. 6. nicht abgeholte Ware erlischt das Bezugsrecht. Gemeinde verkauft ständig freihändig Salzgemüse und HaushaltSwürze.— Aus Jiiiii-Pollmilchkailcii Schokolade, Schotoladenpulver»nd Kataopiilver im(ünmnasinm-Lagerkeller, Eingang Ra.thnnsstraße, für A— H Dienstag, I— T" Mitüvoch, Q— Z Dcnnersiag 8 bis 12 Ubr.— Mit Gelhing vom 16. 6. erhalten Kinder im 7. Lebensjahre die Lebensmittelkarte für Jugendliche. Ausgabe in den zuständigen Brot kommissionen gegen Geburtsurkunde. Reinickendorf. 150 Gramm Snpven(34). Abschnitte bis Diensiag abgeben. 250 Gramm Kunsthonig(35). Abichnilie bis 20. Juni abgeben. Bis 22. Juni 250 Gramm Amerikamchl(V 7). Anmeldung bis 17. Juni. Spandau. Pf. Weichkäse oder Ouadratkäie(250).— Ersatz für gekürzte Kartoffclralion 1000 Gramm Brot(Kartoffelabschnitte).— Psund Amerikamehl oder Jnlandsweizenmchl(28 gültig bis 25. Juni). Spandau. Bezugscheine an GeschästSIculc sür Kartoffelmehl im Zimmer 450 des Rathauses. Roch in Geschäften befindliches Hülscnsrucht- mehl darf von jetzt ab markenfrei verkauft werden. Lichtenberg. Im Hause Würtncrstraße 11 Ecke Krossener Straße am Boxhagener Platz eröffnet die Stadt einen Verkauf von Obst und Gemüse. Das Publikum soll mit guter und preiswerter Ware bedient werden.— 150 Gramm Weizengries(31), 500 Gramm Kunsthonig(25). Frische Fluß. und Seefische(364 E. J. G. K.), Räucherwaren(363 E. J. G. K.).— Aus Urlaub erbezugskartcn; 100 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Mannelade. Lichtcrfelde. 200 Gramm ausländisches Schweinefleisch und höchstens 50 Gramm Knochen.— Dänischer Dcichfettkäie 125 Gr.(40) bis Dienst. 50 Gr Margarine(0).— Nährmittel als Ersatz sür Schweinefleisch bis Mittwoch(24). kein Rachverknus. Aus den Wochrnvollabschnitt über 250 Gramm 500 Gramm zur Hälfte WeizerrgvieZ und Hülsenfrüchte.— 40 Gramm Butter, 30 Gramm Margarine, 150 Gramm Teigwaren(33), 250 Gramm Marmelade oder Kunsthonig(26), 375 Gramm Zucker(65). Johdnuisthal. Vs Psund Kunsthonig(448),'/, Psund Näbrsuvpen (449),'/. Psund Heringe oder Strömlinge(450). sür Jugendliche 125 Gramm Erbsen(37). für Kinner von 1—8 Jahren, Kranke und werdende Mütter gegen Hattshaltskarte auf Milchkarien ein Paket Rcsidcnzzwieback Treptow. 150 Gramm Suppenwürfel(32), 100 Gramm Grieß für Jugendliche(36),'/.Psund Backvsiaumen(34), 50 Gramm Margarine(0 5), 250 Gramm Auslandsmchl(V 7),'/, Psund Räucherwaren(18). Alt-Glienicke. 100 Gramm Nudeln, Grieß und 250 Gramm Suppen (32), 250 Gramm Honig(33). 123 Gramm Üluslandsfleischprodukie(36), 250 Gramm AuslandSmehl oder 94proz. Weizenmehl(V 7), 50 Gramm Margarine(G 5). Anmeldung der Abschnitte bis DienSIag. Tempelhof. l50 Gramm Graupen(29); 100 Gramm Grieß(35), 100 Gramm sür Jugendliche; sür Kinder Vollmilchkarien BT und B II, 1 Psund Hasersabrikate und 4 Pakeie Milchsüßspeisen; 500 Gramm Kunsthonig(23); 1 Dose amerikanische kondensierte Milch sür Kinder(K 1). Pankow. 150 Gramm Nährsuppe(34). Bohnsdorf. 400 Gramm Marmelade(27), 200 Gramm Grieß(28). Anmeldungen bis einschl. Mittwoch, Betten. 30 Gramm Bratfelt(E Z 2). Hroß-öerliner Parteinachrichten. 3. u. 4. Abteilung. Dienstag. 7'/, Uhr, Frauen-Leseabend in der Baugewcrksschnlc, Kursllrslenstr. 142. Referent; Oberlehrer Dr. Witte..Die Schule im sozialistischen Staat". Gäste willkommen. 13. Abt. Frauenabend Dienstag. 17. Juni, 7'/, Uhr, bei Krüger. Langestr. 25. Gen. Ilse Müller. Oesterreich:„Die Erziehung im Hauie". 28. u. 29. Abi. Mittwoch, 71/, Uhr, Schulaula Odcrberger Str.57/59 ffrauenabcnd. Gen. LieZbeth Riedger i.Sozialistische Erziehung im Hause". Gäste willkommen. 37. Abt. Mittwoch, 18. Juni, 7>/z Uhr, bei Dutenboff. DilSnacker Straße 36; Mitgliederversammlung der Frauen. Gen. Lehrer Hübner: „Religion und Erziehung". Frauen von Mitgliedern und Gäste willkommen. Achtung. Schwerhörige k Die sür Mittmock anberaumte Aersamm- lung fällt aus. Nächste Versammlung 2 Juli Taubstummenschule, Markus- slraße 49. Steglitz. Mittwoch. 8 Ubr, Mitgliederversammlung in der Realschule, Slubcnrauchplatz. Beriatt vom Parteitag. Teltow. Mittwoch. 3 Ubr. Miiglicder-Versammlunq bei Gramsel. Sonntag vormittag 9 Uhr Bericht vom Parteitage. Referent: Genosse Adols Ritter. Nowowes. Donnerstag und Montag, abends 8 Uhr, in der SchuIaula Scharnhorftftraße Vortragszyklus des Genossen Oberlehrer Maise über das Erfurter Parteiprogramm. Niederfchöiiewelde. Diensiag. 7'/, Uhr: Mitgliederversammlung bei Schulze, Brückenstr. 15. Gen. HanS Gertoll spricht über: Poppel-LienSkms- Werke. Adlershof. Dienstag 7'/, Uhr: Bezirksveriammlungcn in den de- kannten Lokalen. Vortrag:„Die Umgestaltung des R'ligionSunterrichlS in unseren Gemcindeschulen". Pankow. Mittwoch Zahlabcnd in den bekannten Lokalen. Potsdam. Zahlabcnd am Mittwoch in den Bezirkslokalen. Besprechung wichtiger Tagesfragen. Vorträge, vereine unö Versammlungen. «Hat der Parteitag versagt?" Versammlungen mit diesem Tbcma: 14.-25. Abt. Dienstag, 7'/, Uhr, Aula Jfflandjtr. 10. 2«.-3v. ülbt. Dienstag, 7'/, Uhr, Aula Weinmeisterstr. 17. L.— 10. Abt. u. Neukölln Mittiooch, 7'lg Ubr, Aula Berliner Str. 9/10. 37.-41. Abt. Mittwoch, 7'/, Uhr, Aula Zwingtistr. 2. Zentratfielle für Giiiigung der Tozialdeniokrte. Bezirk Süd» o st c n: Mittwoch, 18. Juni.'Igti Uhr, bei Graben. Lausiver Platz 7. Be» zirksvcrsammlnng. Delegiertenwahl zum Sozialisteirtag. Gäste willkommen. — Britz. Bezirksleittlng besieht aus Hase(U. E.P.). 1. Vorsitzender, Pinlschallec 43, Eug. Sucker(S. V. D.), 2. Vorsitzeuder, Melzer(L. P.D.), Kassierer, Germaniapromenade 20, Haeckel(U. S. P.), Reschke(S. P. D.), Beisitzer. Kartell Gros,. Berlin des Deutschen Bcamtenbuudcs. 17. Juni, 8 Uhr, Sophicnsale, Sophienslr. 17/18, öffentliche Kundgebung:„Die Not» tage der Beamten und dieWohnungs- und Heimitütlensrage". Es sprechen u. a.: Dr. Ad. Damaschke, Prof. Strauner und Führer van Bepmtcn- organisalionen. Gcschäktsstellc des Kartells: Berlin. Carmcn-Sp>va-Str. 115. — Arbriter-Zchwimmvcrein Cöpenick.(Mitgl. d. A.-W.-B.) Uebungs- stunde in der städtischen Badeanstalt(Kartcilstraßc): Männer-Abteitung Dienstags und Freitags 7 Uhr, Damen-Abteilung Dienstags und Freitags 8 Ubr. Freunde des„Freien WasferfvortS" sind herzlich willkommen. — Arbeiter-Schwimm-Bcrei» Nruköll». Ucbungsilundcn: Männer, Jugend. Knabe» Mittwoch. Frauen, Mädchen Donnerstag. Reserviert van 6.45 bis 7.45 im Stadtbad Neukölln. Montag und Freitag ab 6 Uhr sür alle Abteilungen im„Deutschen Bad". Treptow. Nächste Sitzung, Donnerstag, bei Schmidt, Reuterstrane 22.— 2111 g. Familie» sterbe taste. Sonntag, den 22. Juni, Zahl- und Ausnahmetag, von 3— 6 Uhr, im Restaurant Gcrichlslr. 12/13, am 27. 6. in Wildau. Wlldaucr Hos, von 3—4',, Uhr. am 22. 6., von 3—6 Uhr, Bnckowcrslr. 14.— Gemeinverständliche Rechisvorträge Dienstag, 8 Uhr, im große» SchwurgerichlSiaal, Alt-Moabii 11, über„Beleidigung".— Bcreiuigiing faziatifilicher Lehrer und Lehrerinnen. Versammlung nur sür Berliner Mitglieder Mittwoch, 7 Uhr, Aula Hinter der Garnisonkirchc 2. Tagesordnung: Lehrer- recht und Lehrerrat(Res.: E. Drange). Versammlung sür Groß-Belli» Sonnabend.— Sozialdemokratische Sozialbeamtc und-beamtiiinen. Donnerstag, 7 Ubr, Zufammentunst, Herrenhaus, Leipziger Sw. 3, Zimmer 18. Fr. Wally Zepler„Die Triebkrästc des Sozialismus".— Aktivisienkoiigrcff. Heute Dienstag, abends 7'/, Uhr, Schuberliaal. Bülowslr. 104..Holitscher:„Disziplin und inneres Gesetz". Sanitätsrnt Dr. Magnus Hirschseid:„Sexualjreiheit" und Dr. Alfons Goldschmidl: „Individuum und Kommunismus". Karten an der Abendkasse. Bekanntmachung. 1. Ts entfallen auf de» Adschniil 32 der allgemeinen Lebenamltielkarte der Stadt Lsrltv löit» gr ausl. Siippenmehl od. lose Suppe», auf den Abschnitt 33 200 gr Graupen und auf den«bschnttt 42 300 gr inl. Nüchenmehl, ferner auf die«bschntkk» 33,3« der cebensmitteltort« für Jugendliche je 100 gr, zusammen 200 gr Haserflocken. 2. Die Preise werden durch Aushang in den Kleinhandels- geschiistcn betanntgemacht werden. Z. Unter Ausschluß nachträglicher Annahme sind die An- meldnngen vom Sonntag, den IS, Inni, bis zum Miltivoch. den IS. Juni 1919, bei den Kleinhändlern ab- zugeben. 4. Die Kleinhändler haben die Anmeldeabschnitte zu den oben aufgerusenen Nummern bei den Großhändlern am IS. Juni ISIS abzuliefern. 5. Nicht abgeholte Ware verfällt mit dem 16. Inli 1910- Berlin, den 14. Juni 1919. Nr. 4150 Nä._ Magistrat._ Sekanutmachimg. In der Woche vom IS. bis 22. Juni 1919 gelangen auf den Kopf der Bevölkerung 125 Gramm amerikanische Schweine- fleifchprodutle zum Preise von 1,85 M. zur Ausgabe. Der Be- ' erfolgt gegen Abgabe des Abschnitts 86 der Einwhrzusatz- ''"......... dessen Kundentiste der Ber- Wer nicht ringetragen ist, karte bei dem Fleischvertäufer, in forgungsberechtigte cingelragen ist. kann seine Eintragung bei der Abtei > seine Eintragung bei der Abteilung stir Fleischversorgung, Neue grtedrubftr. 1, nnindlich während der Dienststunden von 8 di» 8 Uhr oder schriftlich beantragen. Die FIcischkarte und ein Ausweis, au, dem ersichtlich ist, daß der Einzurragende in Berlin wohnt, find hierbei vorzulegen. Da eine Gewähr für Trichtnenfreiheit nicht übernommen werden kann, wird dringend empföhle Schweinefleischprodutte nur gargekocht genießen. Berlin, den 13. Juni 1919. len, die amerikanischen ober durchgebratcn zu Magistrat. I. Rr. 46». V. S. I». 19. Mermuth. Bekanntmachung. S, wird darauf hingewiesen, daß nach z 9 der Berordnung vom 18. März 1919(ist. B. Bl. S. 815) über die Regelung der Arbeitszeit während der Zeit der wirtschaftlichen Demobil. machung auch die Lad-nsleischer ihre Geschäfte von abend» 7 Uhr ab für de» g-schästliche» Berkehr geschlossen halten müssen. Unter Aufhebung der Bekanntmachung vom 22. Juni 1918— 428 V. S. j a 18— über das Offenhalten der Fleischer- iäden und tn Abänderung der den gleichen Gegenstand de- treffende» Bekanntmachung vom 13. September 1917— 1116. V. S la>7— wird daher bestimmt, daß die Fleischer- und Fleischverkäufer bis anf weitere» verpflichtet sind, Dienstag», Freitags und Sonnabend» ihre Berkaufsst-lleu auch noch. mittag»»oa 5 bis 7 Uhr offenzuhalten. Sonntags find die Fleischerladen Innerhalb der polizeilich erlaubten Verkauf»- zctt offen zu halten, sobald Flcstch und Fletschwaren vorhanden ünd. Andernfalls find im Schanfcnster oder außen an den»eschäftslokalen an bequem lesbarer Stelle«tn An». hang mit der Austchrift»war« auavettaafi" anzubringen. Wer diesen Anordnungen zuwider haadett, wird von uns ->i« Aleisch nicht beiioseri. Im übrigen bleiben die Bestimmungen der Berodnung vom 27. September 1916 über die Regelung de« Fleffchvcrdrauchs (Reichsflcischkarle) und der Bekanntmachung vom 13. Sep- tembcr 1917 unberührt. Berlin, den 13. Juni 1919. M a g i st r a t Z. Rr.S9g. V.S. I». 19. VVermutd._ Die nach den roten Plakaten, Berordnung vom 3. Mai 1919, zu zahlenden außerordentlichen Uitterjiüßungen(Haider Lohn d!» zu 14 Tagen) werden am Frettag, den 20. Juni, von der Kaste der Artlllertcwerkftatt Nord ansaezahtt werden, soweit sie Noch nicht zur Auszahlung gelangt find. Die in Frage kommenden Personen müssen die Unterlagen hierzu(gelbe Zettel usw.) bi, spätestens Dienstag, den 17. Juni. vormittags 10 Uhr, am Sauptcingang der Artilleriewertstart Nord in der Ardeitsrannahme abgeben. 16ZD Spandau, den lt. Juni 1919. MMNiMllWll notll. gez.: Kocb. 1 JEDE SORGE Ol wegen 1 schadhafter Dächer W beseitigt 1 AMBI9Abt. 118 «i Charlottenburg 9 f] Lichtenberg Im beste» Vohuvierlel,»n- mittelbar an der Frankfurter Allee, habe ich ein solides Ren» tenhaus mit Ofen- Heizung, Warmwafferversorgunp, sofort zu verkaufen. 4—5 Zimmer, keine Läden, erbaut 19« 4, Mieten per I 19. 296»?,— M., Preis 245«tv,— M., Anzahig. 59969 M., reeller Aeber- (cht'. st 3600,— m. Wilhelm Perlwitz, Marti>l»Lutherstraße 83. Nollendorf 3521. Suche piano. Asser, Flensburi-er Str. 1. Moabit 7310. Tischwäsche cremiert, vorzügliche Güte M. M. 1 Tischtuch Gröfle 140 X 200 cm I J ft 6 Mundtücher Gtügo SSXSOcm. Gedeck I i y 1 Tischtuch Größe 160X240 cm 1QC 12 Mundtücher Gr. 7oxsa cm. Gedeck I y y 1 Tischtuch Gr. 160 X240 am, gsdleicbl 12 Mundtücher Gedeck /yy flff. »smcisntuck mltteltelnfSdlg, SO cm breit... Meter von I L SN F. V. GrUnfeid Landeshutor Leinen- und Gebild-Weberei Berlin W, Leipziger Straße 20-22 VMWMZWtMlSSiM. Die Wohnungsnot in Stettin hat einen solchen Um- fang angenommen, daß eine Wohnungnahme Aus- wärtiger nur noch in den seltensten dringendsten Fällen genehmigt werden kann. E» wird daher dringend davor aewarnt, nach Stettin zuzuziehen, ohne vorher mit dem itädtischen Wohnungsamt, Rosengatten 22,23, in, Bcr- bindung getreten zu sein. Mietvetträge, die ohne deffen Genehmigung abgeschlossen werden, sind unwirksam. Die betreffenden Wohnungen müssen auf Berlanaen wieder geräumt werden. Wer ohne Genehmigung de» Wohnnngs- amt» zuzieht, setzt sich daher der Gefahr der Obdachlossgkeit aus und hat leine Hilfe von der Stadtverwaltung zu er- warten. Auch wird er nicht in die Versorgung de» städtischen Lebensniittelantts aufgenommen. Stettin, den 6. Juni liHg. Der Magistrat. Ackerrnana. 1Z2D (Binocles) ßii kaufen gesucht. Ge- fällige Offerten unter T. 25 an die Erp ed. dieses Blattes. IstObD mr PIANO-ms kauft Dlttrnar, 54/2 Cc, Franhfurt.Str. 44, Kgst, 6930 XreozfuehsSOOM. Weißfuchs, Blauluchs, Zobel- und Alaskafuchs, Iltis, Skunks, Australisch. Opossum, setzt ganz besonders preiswert. J. Ruffer Charlottenburg, Lcibniz- straße 41 I Steinplatz 10232. Bitte auf dir. 41 zu achten. Annahme v.Konservlerung Umarbeitungen erbitte jetzt, f 1 130L* Bettrauensvolle Auskunft. PreuS, Scunnonftt. 76.* Pulverfabrik Spandau. die am Pulvcrsabrit. Die r. Roehl. Direktion. v. d. Becke. 1603 Das Stadtgut B u g e w i ß fall von Iohanni 19/19 bis da- hin 1932 zusammen mit der Hochwildjagd im ftädiischen Forst Hoheheide verpachtet werden. Das Gut umfaßt rund 857 Morgen Acker(zum größten Teil guter Boden) und 5tß Morgen Wiesen. Das Forstrevier ist 4509 Morgen groß und grenzt auf 2 Kilometer Länge unmittelbar am Gutsader. Gut Bugewitz tst ei» ausgezeichneter Herreufitz. Es liegt an der Kleinbahn Sinklam— Leapaidshagen und ist eine halbe Sttmde vom Bahnhof Ducherow(Slreac Berlin— Sttalstind) entfernt. Verpachtungstermin wird auf~l Montag, den 14. llnll d. 3b.. vormittags 10 Ahr, im Rathausfaale anberaumt. Die Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht, können auch vorher von uns eingefordett werden. Pachtlustige werden zum Termin hiermit crgebenst ein» geladen.— JJur weiteren Auskunft sind wir jederzett bereit. Anklam, den 6. Juni 1919. vor Magistrat. Unglaube. 186/19 MMN mZWg mch Wk. Wegen der in Salle herrschenden großen Wohnuagsaok dllrsen Mlelvertrilge über Moh- Hungen aar rnil Zustimmung des Miel- eiulguugsamlcs abgcichloffcn werden. Diese gu- stimmuna muß in allen den Fälle» versagt werden, wo es steh um Zuzug Auswärtiger handelt. Es wird daher aus da» Dringendste davor ge- warnt, nach Salle zu übersiedeln. 53/4 Hall«, den 7. Juni 1919. Der Magistrat. Hohe Belohnung. mittags 1 Uhr, Packhof Lehtter Ilia Donnerstag, 12. d. Mio Bahnhof Fuhrwerk gestohlen. Wagen der Finna Rheinische Kohlenfäurcwerke, Lichtenberg, später Grenzstraße am Sumboldthain gefunden, beide Pferde mit Geschirr verschwunden. Es sind starte Mittelpferde, schwarze Stute, rechten Fuß Spat, und Rotschimmel(Wallach) beide 1,68 groß, iupiett. Hohe Belohnung demjenigen, der llbrr Verbleib der Pferde Aufklärung giot, welche zur Ermittelung derselben und des Titters führen._ Emserplatz. Hervorragend schön gebaute» Grjch-rnv in Pracht- straße mit herrlichen Woh- nungen von 4, S und 8 flimmern, fast sämtlich« nach vorn gelegen, mit allem erdenklichen Komiott. Win- lergarten ic., ist sehr preis- wett bei billigen Mieten von über 51999 M. für 609999 M. zu verkaufe». Mieten betragen in zwei Jahren ca. 69999 M. Julius M. Bier, Leipziger Straße 26, Zentrum 12250/53. HARLEMER Tropfen wieder erhaltlich in der Simonsapotheke, Spandauer Str. 17.* WMtteuvurg. In vornehmer, guter.Lage, unweit Kurfütttendamm und Bahnhof Ehatlotten- dura, habe ich ein Modem. Wohnhaus mit allem Komfort, mit 6- und 7-, 2- und 3- flimmerwohnungen, bei sehr dilligen Miete» von über M. 43 999 für 7». 530 000 zu vertausen. Da« Haus hat nur eine geregelte Hvpothci. Julius M. Bier, Leipziger Straüe 26, Zentrum 12250/53. (tBummi- abfülle), Schallplatten., Wachswaize»., Guttapercha. Abfälle kauft Ordower, Friedrichftr. 45. Ecke gimmerstr. und Georgen- kirchstr. 59, nahe dsmAIeranoer- Platz. 3-12% 2'/j— 7. 53,14* NEUE SOMMEIÄLEIDE&OTOFFEP Eolien, Chinakrepp, Seiden-Gabardin und Seiden-Kaschmir in neuzeitigen Farben und in schwarz. Glatt und bestickt 3ö40 42— bis 9950 M. Reinseidene Sdileierstoffe in großer Farbenauswahl und in schwarz. Glatt, ge- 1. streift und bestickt................ 1440 2940 bis JD— M. Schottisch karierte Schappseide in__ geschmackvoll. Mustern u. Farbenstellungen 3250 2320 bis 3o— M. Kunstseide, Einfarbig, kariert, gestreift__ und schwarz.................... 1980 2O50bis dOeOM. Blusenstoffe, Gestreift, kariert u. einfarb. 1340 19Z0b!s 32?0M. Mantelseide, Imprägniert. Beste Qualität Einfarbig und kariert............... das Meter M./ O— M. Neue Jachenkleiderstoffe Reinwollene Gabardineu.Twills in neuzeitigen Farben und in schwarz... O950/ 350 bis HO— M. Kostümstoffe i. HerrenstoAgeschmack 19— 22— bis 85— M. Schottische Stoffe in reicher Auswahl 3120 4120 bis 78— M. Bedruckte Waschstoffe Blum.-*Punkt- und Streifenmuster in reichhaltiger Auswahl Bedruckt Opal Phantasie, und Blumen. muster, sowie Streifen und Punkte..... Bedruckte und bestickte Schleierstoffe. Reizende neuzeitige Muster auf hellen und dunklen Grundfarben...... Einfarbige baumwollene Schleier- stoftein weiss u. reichhaltig. Farbenäuswahl 9- 25- 19- Weiße bestickte Batiste in versdiie. denen Mustern.................. Met. 1 3- bis 25- M. 2850 bis 3550 M. ■2365 bis 3580 M, 19- bis 2280 M. 1260 bis 1475 M. / -Neue Stoffe für Nachmittags- und Abendkleider- in Elfenbein, hellen, mittleren und dunklen Farben Eolien, Feinkrepplin und seidene Schleierstoffe einfarb., bestickt u. bemalt 2040 3 840 bis 9250 M. Bastseide naturfaibig u.viele neue Farben 37—42— bis 84— M. Bedr. Kunstseide?u?hc1i™vc�ndu.st." 198o2650bis4060M. X3LPH BQEITCÖTB 7ÜEQLIN/C 2/BBUPEG6TB/ ich mir mm Putzen hol'? Einzig und allein . Dar�siM&MMSÜJWUk In Ol»*, u. niechHaacheo übswM-afWUlalJiv Lei®j�Cfe«c.laUenl>ups, ..................................... Wunderbare SeldenmOntel preMü! 165, 225, 290, 325, 360. Kanstaeidene Strickjacken in vielen Farben 136, 169. Seidene GeseilBchaftshletder 185, 215, 379. Sportjacken 36, 11. Ans der Reichsbekleidnngsstelle gegen Berliner Magistratsschein: Mohair-Plüschmäntel 231,40, 228,75, 311,25 Gediegene Kostüme 90,—, 206,50, 237,50 » lll"l I II w——— IM AUSSTELLUNGSSAAL REISE- UND SPORT- ARTIKEL . T flTT �"«MI 4 fiil I■ IM I| MI~________________________ Glyzerol Glyzerol Glyzerol Glyzerol Glyzerol Glyzerol macht das Leder weich, geschmeidig, wasserdicht durchdringt das Leder, verhindert Brüohigkeit gibt einen tiefsohwarzen, lackartigon Hochglanz trocknet nicht ein, wird nicht hart ist sparsam, weil sehr ausgiebig Ist aus edelstem Material hergestellt und gänzlich frei von üblem Geruch Chemische Fabrik Glyzerol-Gesellsciiaft m.b.H. Berlin NO. 18 beliebte Romane sind wieder erschiene«. > DunO 1-———— M m öldi iieö. SS'sHl len WWWWW. ,tn von uns. Mann u. Weib tief bewegen wird, das unerbittlich in unser aller Schick» sa> Hineingreift. Preis vornehm gebunden M. 9,50. ————— Saab 2———— Wer zahlt die jugendlichen Existenzen, die gleich Rolf an feiner blonden Loni zugrunde BlonOes(Blft. gehen. Es ist ein unbarmherziges Buch, mögen seine grgusam erschiiiternden Wahrheilen hinansNingen in olle Well. Preis vornehm gebunden M. IS,—. ——— Saab 3 i AM neiat Em»-"»«.-«■ «MHII- IIVIIII» WiUU. bic bittereg-ndarmherzig- Wahrheit, mit der altes und doch so seilen besprochenes Thema au« den duntelsten Schatten des ibroßstadtiedens behandelt wird, lassen das Buch emporwachsen zu einem ernsten Weckruf an die Gesellschaft.'Preis vornehm gebunden M»�9. j' —————— Saab 4—— Am M(f tMntM Jeder wird da, Puch der Liebe niPlII mit tiefer Rllhrung lesen, wohl i/U Ul|t UIVIU* fcItcn cin Zgerk so in tief. fter Seele erschüttern. Preis vornehm gebunden M. 9�9 Einzeln oder zusammen zu beziehen durch Wln& 60.. Berlin BJ 9. Bürgerliche j Siiiöis- eioriiiip j 2 In erstklassiger Ausführung zu soliden Preisen J Im liefert unmittelbsr ab FabrikgebSude an Private* Möbel- Großlager B Berliner Tischler- u.Tapezlerermeister J j Albert Gleiset| g Berlin C 33, Alexanderstr. 42| Alexanderplatz M Wir unterhalten noch eine reiche Auswahl in erst- G I klassigen Möbeln bis zum Auserlesensten. y Besichtigung kuüerst lohnend und erwünscht.■ Bahnfreie Lieferung durch ganz Deutschland. MAX SCHWARZLOSE BERLIN �Möbel-Krediti an jedermann Kleinste Anzahlung. Bequemste Abzahlung. (iröBte Rücksicht. Billigste Preise. Einzelne Möbelstücke werden bereitwilligst abgegeben. Kriegsanleihen, Sparkassenbücher, Wertpapiere nehme in Zahlung. Bei Barzahlung bedeutende Prciscrmaßiguns. JH. fjandwelirJ Müllerstraße 7, eine Trepp« BlaneSchilder beachten. pr-i.g.lr-n.-s tthchkch Her covOwlrWksk von k. Schllpk. 21. neubearb.?luflagc, 597 Seilen mit 859 Abbild. M.IZP5. Der Landwirtschaftslehrling 9,19. Einirägl. Gemüsebau 9,79. Garlcnbud» 5,75. Kaninchenzucht 8,59. Ziegenzucht 5.59. Geflügelzucht 3,59. Gcfliigclftitterung 3M. Entenzucht 2.29. Gänsezucht'2,29. Bienenzucht 5,—. iuOO Rezepte zu Handels» ariiteln 9,—. Gitter Ton u. feine Sitte 5,59. Mob. Tnnzlehr- buch 3,25. Die Gabe der gewaichisu Unierhaltung 3,29. Gc- schäfts» u. Privatbricfsteller 5ä>9. Gegen Ziachnahme. I7cht5" l». Setiwarz& Co., Berlin CS 14, Annenstr. 24. MMaiio Schwechtcn, Mann, Ecke, Schied» mager. Auswahl crstklasstger Znsirumenle. Xoaetzaze, Sll-xandersle. 37(Alexpl). Photo-Apparate aller Art Photogr. Artikel Teilzahlung gestaltet für Kasse 10% Rabatt Katal. umsonst u. portofr. JoQass&UrlinSWäl Belle-AIlUnce-Str. 7—10. KREM TERAS zarter Teint über Kacht Große Tube J.oo, klein: Tube 2.00 M. MUNDWASSER S1N0SPRIT einige Tropfen genügen Flasche 3.00 M. UURO WASSER-PULVER LEUK0D0NT x. Selbstbereiten Schachtel 2.00 M. ¥ AG Jrennabor o»«« deutsch« Fabrikate„Priinissinia" SKülielrl Erstes Spezialhaus. TauentzlenstmOe 7h, • liuilIlni|CiiausBee«tr. 73-74. PrinzeaetraBc 45. Ein wohlschmeckendes und leicht verdauliches Nährmittel aus Eigelb und Milch gewonnen Ist Dr. Hoflbauer's(ges. gesch.) LECITHINaEI WEISS (50/o Eigelb-Nervstofl und 95% Milcheiweiß enthaltend). Ueberraschende Erfolge bei allgemeiner Körperschwäche, Unterernährung, Nervosität, Blutarmut. 100 Gramm 6,50, Vi Pfd. 13,50, I Pfd. 30,— Mark. Alleinige Verkaufsstelle Elefanten-Apotheke, Berlin 213. Leipziger Str. 74, gegenüber Dönhoffplatz. Zentrum 7192 Taylorisierei) Sie! Sie verdienen das Vierfache. Deshalb bestellen Sie sofort: Das Taylorsystem und wie man es in Deutschland einführt von Gustav Winter. ige/n Praktisches Lehrbuch für Fabrikanten, Ingenieure und Betriebsleiter, Oewerkschaltsfflhrer u, Arbeiter Preis xob. 3,— M. Bucli-VeFsand AraolMlz, Dresden, oröbeistr.sund Leipzig, Stemwartenst. 40. Posischeckkonto Leipzig Nr. 31 559. Reines Gesicht EW.C J OS.■■ blüteiuartTelnt, weiße, glatte Haut wird in kürz. Zeit erreicht durch mein, altbew. unübcrtroff.Krem„Pura". Sommerspros. Mitesser. Pickel, Runzeln u.Fältchen verschwind. Rote u.großpor Haut wird schnell beseitigt. Tube 2,09, Doppeld.3,50. Drogenhaus H.Bocatius, NiSciiönhaus. Allee 132 Jetzt sehr biiSigü Pelzmäntel, wunderbare Modellsthcke.. 1600, 2400, 3200. Pltischmäntel, entzückend� Ausführungen.. 490, 675, 850. la. Stoffröcke 36, 48. Seidenröcke 89, 126. Hestmasin 1. Geschäft: Berlin W, 2. Geschäft: Berlin MO, Mohrenstr. 37a. Gr. Frankfurter Str. 115. Sonntags geschlossen! Entzückendes Kleid au« gutem Wasch> Voile mit reizender Hätel> Verzierung an tfragen und Ausschnitt. Hübscher Heibengürtel mit Schleife. M.«7.50 Fescher Sommerrock., schöne, schwarz. weiß karierte Ware, gute Verarbeitung. M.«9.50 k und genau, was Sle suchen, finden Sie in den drei hier ab« gebildeten Sachen. Leberhaupt werden Sie- wenn Sie zu uns kommen— immer wieder bemerken, daß Sie bei uns stets das finden, was Lhren Wünschen entspricht. Die richtige Auswahl, Die richtigen Modelte, Die richtige Preislage! HtaBfcz» -Ml-ffea.' '"t' l-'r! :''4.ÄUM7' Königstraße 33 Am Pahnbos Alesandtrvlatz. Chauffeestraße-Iis Leim©Ntttatr Bahnbvk. Kranke AegeÄ Ncininchcn, Geflügelkrankheiten, erfolgreichste Behandlung, SvezimrezcPtc, vnndc-Kupiere»,-Vergitten, Böckeschnciden nur vormittags nach Anmeldung. MStzlges Honorar.* Tierarzt Jüling, ei» Am SAeWea Tor. 8—10 2—4 Sonntags 11—1. Besonders vorteilhaftes Speisezimmer bestehend aus: 1 Büfett, Eiche 1 Kredenz„ 1 Ausziehtisch„ 6 Stühlen ,, zusammen m 2850 Herrenzimmer bestehend aus: 1 Bibliothek Eiche 1 Schreibtisch„ 1 runden Tisch„ 1 Schreibsessel„ 2 Stühlen zusaminen M. 2450 Schlafzimmer bestehend aus: 1 Schrank mit Spiegel, Eiche 1 Wasohtoilette mit Spiegel und Marmor 2 Nachtschränken mit Marmor 2 Bettstellen 2 Patentböden• 2 titeiligen Auflegematratzen mit Keilkissen 2 Stählen 1 Handtuchhalter zusammen M. 1375 Ständig große Ausstellung von ca. 300 Herrenzimmern, Speisezimmern, Scblaizimmern, Wohnsalons, Wohnzimmern, Köchen, Dielen etc. Leder-JHObel— Gobelin-Sofas und Sessel. Hervorragend schöne, gediegene Ausfahrungen :: einfacher, mittlerer und elegantester Art r. Teppiche/ Kronen/ Kristall/ Porzellan. Berlin C, Dlrcksenstr. 31 am Bahnhof Alexanderph, Ecke Königsgraben. Parkstskidt Mlßkmm CiKkCion 55crlln.fripjrfchaK1Tt»feJ£nhVhW�10W Wolfen Sie Ihr Papiergeld gut unö sicher anlegen? Erwerben Sie sich eine Baustelle in der Gartenstadt Frohnau Anzahlung nur.AS— 25%. Auskunft: Hauptbüro Berlin, Friedrichsir. 171. Telefon: Zentrum 1942. 1943. Frohnau vis-ä-vis vom Bahnhof. StdtmcABhf: geöffnet von 9—6 Uhr, auch Sonntags.«cawj 2� W Kaufen u. verkaufen- j Staats- und Stadt-Anlemen\ | in-undousisnälsche Renten| | sachgemässe Beratung über" J Industrie-Aktien. I Eugen Bab i Co., UtwM, Berlin Ii/. 3.' Taubensirasse 46. Werkstätten für Itaaclierkiinst fttr jede Reparatur I Jahr Garantie. ZKsx Zeutschel, librniaelierinelster BERLIN N, MüllerstraUe ISO und Seestraüe 102. BtiMen Vellen ttnlHrfintlCftt Friedrichstr. 155, Ecke Anter 0. Linden OulllUJUlnllJ, negenäb. 6. Biflocia-dafe. Zentrum 1080 Einbrecher sind machtlos wenn Schaufenster und Türen durch unsere D. Reichs-Patent- Stahl Rollgitter (System Stiegler) geschützt sind. Vertreter auf Wunsch! Schulz 3i Holdcflei§! Inhaber der Metall-Gesellsch. m.b. H. Berlin N 39, Fennstra�c 13. i rmr. ohne Unterschied der Parteistcllung und des Berufes, welche an der Organisation ihrer Landslcutc, bei der Gründung von landmannjchaftlichcn Bergniigungs-, Lese», Biidnngs., Theater-, Hilfsvereinen o. dergl. nuttvirten oder die Gründung selbst in die Sand nehmen wollen, in allen Orten Deutschlands gesucht. Tatkräftigste Unterstützung von einer Zentralstelle aus»zu- gesichert. 58/20 Baldigste Angebote erbeten unter J. K. 8966 an Rudolf Mosie, Berlin SSV 19, erbeten. "r�ÄSelifleltleFei-Geiiossenseliair eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Aktiva Bilanz am 31. Dezember 1918. Passiva Mltgltederbeweeung. Mitgliederbestand am 1. Januar 1918 Neu eingetreten........ Ausgeschieden....... Bestand am 31. Dezember 1918 128 137 3 134 Die Haftsumme betrug am 1. Januar 1918 Sie vermehrte sich um........ 25 600 M 1 200„ Höhe der Haftsumme am 31. Dezember 1918.. 26 800 M Vorstehendes Gewinn- und Verlust-Konto nebst Bilanz geprüft und mit den Büchern in Uebereinstimraung gefunden, bescheinigen die Revisoren. Berlin, den 12. Februar 1919. Gustav Jonas. Wllh. Pförtner. A. Haller. A. Busse „Hoffnung" Berliner Sehn eidcrel-G enossense halt, eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Vorstand. H. Schmidtbauer. H. Stobbe. G. Gebauer. P. Hennig Th. Gieler. Millionenartikel von jcderman gebraucht, für jedes Geschäft, Reisende, Hausierer geeignet, sehr leicht verkäuflich. Muster gegen 50 Pf. 37$ M. Makolsky, Snalfelb«. S. Nr. 291/304 ♦ 36. Istzrgang 3. Oeilage öes vorwärts Dienstag, 17. Juni 1919 Konferenz öer sozislüemokratischek? Zrauen Deutschlanös. �.ii Anschluß an den Parteitag wurde in Weimar eine K« n-- ecenz von den sozialdemokratischen Frauen Deutschlands abgehalten, an der die weiblichen Parteitagsdelegierten, die Frauen in der Ratio- naldersainmlung und besonders gewählte Vertrete- rinnen teilnahmen. Genossin Marie Juchacz eröffnete die Konferenz mit einer Rede, in der sie auf die volle politische Gleichberechtigung hinwies, welche die deutschen Frauen errungen haben. Sie begrüßte dann insbesondere die Genossin Ottilie Baader und gedachte ehrend der großen Verdienste, die sie sich um die deutsche Frauenbewegung erworben hatte. Genossin Baader wurde zur Ehrenvorsitzenden der Konferenz gewählt, die Genossinnen Juchacz und RyneA zu Vorsitzenden ernannt. Der erste Punkt der Tagesordnung betraf die Aufgaben der sozialdemokratischen Frauenbewegung. Die Ge- nossin Juchacz hielt ein längeres Referat, in dem sie auf das zahlenmäßige Wachstum der Parteimitglieder verwies. Per Krieg hat den Frauen die Augen geöffnet, aber zum großen Teile sind sie politisch noch völlig ungefchult, so daß auch daS be- scheidenste Bedürfnis nach geübten Rebnerinnen nicht befriedigt werden konnte. Kurz vor der Revolution setzte verstärkt der Kampf um daS politische Stimmrecht ein, der Seite an Seite mit den bürgerlichen Frauen vereint geführt wurde. Es ist durchaus möglich, daß wir auch in Zukunft wieder einmal mit der bürgerlichen Frauenbewegung werden zusammenarbeiten müssen. Frau Juchacz schilderte nun in großen Umrissen die Matznahmen, die getroffen werden müssen, um die s o z i a l d e m o- kratifche Frauenbewegung zu stärken, Anstellung von Sekretärinnen, Einrichtung von Rednerkursen, geeignetes Agi- tationSmaterial, besondere Frauenbersammlungen, Frauenabende und Frauenleseabende, Wohlfahrtspflege und anderes mehr. Die Revolution hat die Frauen hineingeführt in den P a r l a m e n- t a r i S m u S und der Frauenbewegung damit wertvolle Kräfte entzogen. Um so notwendiger ist die Mitarbeit aller Genossinnen im Lande, die nun die Aufgabe haben, die parlamentarische Ar- beit durch Anregung und Anträge zu befruchten. Die Reichs- wochenhilfe muß schleunigst kommen, ebenso die Herauf- setze-ng der Strafmündigkeit auf das 14. Lebensjahr, ein der- stärkter Jugendschutz und eine soziale Ausgestaltung der ganzen Jugendgesetzgebung. Auch für die Frauen wäre die politische Demokratie allein nicht ausreichend. Die Wirtschaft- liche Demokratie, der Sozialismus muß'hinzukommen. Das eine Ziel ist erreicht. Das andere Ziel muß in zäher Arbeit erkämpft werden. Aeisall.) Genossin Bohtn-Schuch ergänzt« als zweite Rednerin diese Ausführungen durch Mitteilung ihrer Erfahrungen«Ls Redakteurin der„Gleichheit". Sie forderte, daß all» fozialdemo- kratifchen Blätter der Frauenbewegung einen Teil ihres Platzes einräumen müßten, damit die Frauen sehen, daß die Zeitung ihnen auch etwas bringt. Auch die Erziehung?' frage und andere Gebiete, die für die Frauen von besonderem Interesse sind, müssen von der Presse ausfuhr- licher bebandelt werden. Am Montag gehen die Verhandlungen weiter. Prozeß Leöebour. (Schluß aus der Freitagabend-Rummer.) Zeuge Willi Meix wird vernommen übet die Bcrhandluugeu zwischen den Revolutionären und der Regierung. die in der Januarwoche geführt wurden. Wir wandten uns an den Z e n i r a l r a l, der erklärte. die besetzten Zeitungen müßte» freigegeben werden, dann könne in Verband- lungen eingetreten werden. Die Einigung ist gescheitert, weil die Räumung der besetzten Gebäude nicht möglich war. denn die Bc- satzunge» wollten auf die Räumung nicht eingehen. Ich hatte den Eindruck, daß der Vorstand der S. P. D. und der Zentralrat nicht geneigt waren, in EinigungZvcrhemdlungen einzutreten. Sie machten den Eintritt in Verhandlungen immer wieder abhängig von der vorherigen Räumung. Ich habe auch den Ein- druck empfangen, daß in den besetzten Gebäuden Leute am Werk wxrcn, die dahin wirkten, daß die Gebäude nicht geräumt werden sollten. Auf eine Frage deS Rechtsanwalts Ro f e n f« ld sagt der Zeuge, er meine, daß diese Leute Spitzel seien. Einer dieser Leute sei ein im Schwartzkopsfchen Betriebe beichäfligt ge° wesener Ingenieur, der in» Betriebe koinmuilisttsche Agi- tation getrieben, sich an der ZeitungSbefetzuiig beteiligt und nachher, als er in die Fabrik zurückkehrte, der Fabrikl-itnng gegenüber erklärt habe, er stehe im Dienst de« Stadtkommandanten K l a w u n d e. Der Ingenieur sei wegen seiner zweideutigen Hallung entlassen worden. Aug-kl. Ledebour bemerkt, er habe zwar den Eintritt.in VergleichsverhanoltNMn empfohlen, er sei aber gegen die be- dingungslose Räumung der benetzt e n Gebäude gewesen, weil er und die revolutionären Obleute überuugt waren, die Besatzungen werden auf eine bedingungslose Räumung nicht eingehen. Unter dem Einfluß Fischers und seiner OffizierSkama- rilla habe die Regierung die bedingungslose Räumung zur Voraus- sctzung der EinigungSverhandlungrn gemacht. ' StalliSauw. Z u m b r o t ch erklärt, zu iener Zeit habe Fischer keinen einzigen Offizier in seiner Umgebung gehabt. Zeuge OStar Rusch macht ausführltche Angaben über die Bemühungen deS SollzugSratS zur friedlichen Beilegung der Januarunruhen. Ben der Gegen sait« war die Räumung der bürgerlichen Zeitungen zugestanden, nur der„Vorwärts" sollte einstweilen noch besetzt bleiben. Darauf ging der Zentralrat nicht ein. Hermann Müller habe gesagt, man wolle erst die Ber- sammln ng im Humboldibain abwarten. Das �'ei besonders von Ledebour als Verschleppung bezeichnet worden. Um festzustellen, daß Eichhorn sein Amt als Polizeipräsident nicht aus den Händen der Regierung erhalten habe und deshalb nicht von der Regierung abgesetzt werden konnte, stellten die Verteidiger und der Angeklagte eine Reihe von Fragen an den Zeugen Rusch, die derselbe dahin beantwortet, daß Eich- Horn sein Amt von den Trägern der Revolution er- halten habe und auch später nur der VollzugSrat widerspruchslos als die Instanz anerkannt worden sei, der Eichhorn Rechenschaft abzulegen Härte. Am Montag sollten die auf Antrag der Verteidigung geladenen Zeugen v. T v s z k a und Roland vernommen worden. Sie waren aber nicht erschienen. Es wurde festgestellt, daß v. Tyszka unter der von der Vertoidigung angegebenen Adresse nicht aus zu- finden war und daß Roland die Ladung nicht zugestellt werden konnte, weil er verreist ist. Rechtsanwalt Rosen seid bemerkt hierzu, v. TySzka habe am Freitag versucht, hier als Zeuge aufzuiveten, er sei aber von dem Militärposten nicht eingelassen worden. CAnm. d. Red.: Bisher ist uns kein Fall bekannt geworden, wo dch Posten irgend jemand den Zutritt vcrwcbrt hätten.) v. TySzka habe ihm, dem Verteidiger, mitgeteilt, er habe erfahren, daß er bei feinem Erscheinen im Ge- richtSsaal auf Anordnung de? Staatsanwalts Zumbroich v e r- haftet werden solle. Es solle allerdings ein Hafrhefchl aus anderem Anlaß gegen v. Tyszka vorliegen. D-cr Verteidiger bcan- tragt deshalb, dein Zeugen v. TySzka für feine Vernehmung freies Geleit zu erwirken, v. TySzka fei bereit, auf telephonifchen Anruf sofort alS Zeuge an GerichiSstelle zu erscheinen. Staatsanwalt Zumbroich! Seit dem 28. April besteht ein Haftbefehl gegen v. Tvszka, er ist d e S Bandenraubes b e- schuldigt. Außerdem versucht auch das Militärgericht seine Festnahme we>A'n dienstlicher Pergehen, Räubereien und Unter- schlagungen. Das Militärgericht hatte am Freitag eine Patrouille hergeschickt, die Tvszka, wenn er erschienen wäre, festnehmen sollte. Wenn wir dem Zeuge», ireic? Geleit gewähren, so besteht immer noch die Möglichkeit, daß ibn das Militärgericht festnehmen läßt. Ich hatte nicht veranlaßt, v. Tvszka hier festnehmen zu lassen. Das Gericht beschloß nach längerer Beratung, es solle nochmals versucht werden, die beiden Zeugen zur Stelle zu bekommen. Die Staatsanwaltschaft Werse ersucht, bei den zuständigen Gerichten freies Geleit für d. Dyszka für Dienstag zu erivilken. Auch der Zeuge Roland soll sofort durch einen ErpretzboteN geladen werden. Rechtsanwalt R o s c n f e l d schlägt vor, setzt an den anwescn- den Zeugen Anton Fischer die von der Verteidigung gestellten Fragen zu richten.— Im Anschluß an diesen Vorschlag wird die Frage erörtert, ob und wie weit Fischer etwa durch die Amtsverschwiegenheit gebunden fei. Angeklagter Ledebour: Di« Genehmigung zur Aussage Fischers wird meiner Meinung nach zu unrecht versagt. Aber ab- gesebcn davon, kann ihn die Amtsverschwiegenheit nicht hindern, Auskunft zu geben über die Verdächtigung, die er gegen mich vor- gebracht bat. daß die Soldaten mich für die treibende Kraft der revolutionären Bewegung hielten, daß ich mich aber nicht hervor- wage, sondern auf dem Hintergründe die Bewegung leite, daß die Soldaten deshalb so erbittert aegen m'ch gewesen seien, datz sie mich am 29. Dezember von der Kommandantur aus hätten erschießen wollen, als ich bei der Beerdigung der Matrosen bor dem Schloß eine Rede bielt. Fischer soll angcb.en. welche Tatsachen er für die angebliche Stimmung der Soldaten kennt. Nack einer fast einstündigen Beratung beschloß das Gericht, da die Regierung die Genehmigung zur Aussage des Zeugen Fischer über Angelegenheiten, die unter die Amtsverschwiegenheit fallen, versagt habe, so werden die von der Verteidigung und vom Ange- klagten aestellten Fragen nicht zugelassen: ob es Jürgens ivar. der am 8. Januar mit der Abordnung aiiS der Kommandantur zu Fischer in den Marstall kam. welche Amtsstellung Fischer gegen- wärtig bekleidet»nd was er über die Stimmung der Soldaten weiß. Angeklagter Ledebour wendet sich in längeren Ausfübrnn- aen dagegen, daß die Befragung Fischers durch den Beschluß des Gerichts abgeschnitten sei. Der zur Ladung des Zeugen Roland avSqesandte Bode brachte den Bescheid, er babe Roland, der«rrcist sei, nicht angetroffen. Angeklagter Ledebour fragt, ob Roland vielleicht mit dem Leutnant Bogel nach dem Haag gereist sei. Der Voriitzende rügt diese Adußerung. Die Bemerkung sei ironisch und deshalb unzulässig. Angeklagter Ledebour: Ironisch war sie. Ob unzulässig, darüber bin ich anderer Vdeinung wie der Vorsitzende. Rechtsanwalt Obuch beantraat, Fischer zu fragen, oh er gegenwärtig überhaupt ein Amt bekleide.— Das Gericht läßt die Frage nicht zu. Zeugen sind nickt mehr anwesend. Verteidigung und Staats- anwalischaft verzichten auf die Vernehmung der Zeugen Vogtherr. Luise Zietz. Richard Miller und Hermann Müller. Es bleibt nur nach die Bernehntung des Zeugen v. Tyszka übrig, die, falls er freies Geleit bekommt, am Dienstag erfolgen soll, worauf dann bis Plädoyers beginnen würden. Tie nächste Sitzung ist Dienstag UM Uhr. veebanöstag öer Maschinisten unö Heizer. Nachdem am Donnerstag die Beratung der einzelnen Anträge geschlosien, werden eine Reihe von Abstiinimingen vorgenommen. Der Antrag, zur Unterstützung der RevolulioiiSovfcr aus der Vcr« bandSkasie 1 000 M. zu geben, wird angenommen. Beschlossen wird weiter, die Ortsangestellten alljährlich neu zu wählen. Ein An- trag, den Druck der VerbandSzeitung der Vorwärtsdr uckerei zu entzlehe». wird abgelehnt. Einstimmig angenommen wird eine Nesolntion, in der allersckiärfster Protest eingelegt wird gegen einen Ausruf deS Gouverneurs Schöpflin, der die Einstellung von „Zeitsteiwilligeu* in die ElektrizilärS- und Gaswerke vorsieht. DaS sei eine versteckte Suche nach Streikbrechern. Es soll sofort mit der Generalkommisstoit der Gewerkschaften und der Regierung in Verbindung getreten werden, damit solche Anwerbungen unter- bleiben. Es wird sodann zur Wahl der besoldeten BorstaiidSmitglieder geschritten. Als Vorsitzende mit gleiche» Rechten werden Klebe nnd Schlich ting gewählt. Der seitherige Sekretär Galle ver- zichtet aus Gesundheitsrücksichten auf eine Wahl als Vorsitzender. Zu Sekretären werden Galle und Hube gewählt, als gciverl- ichaftlicher Redakteur Schlienz. als fachmännischer Redakteur Kirsch n eck. als Kassierer Insel und Klein. Hierauf wir» der Bericht der Rechnungskommiision entgegengenommen und übe? die Gehälter der Angestellten»nd die Diäten der Delegierten usw. verhandelt. Die Aussprache hierüber ist eine'eingehende. ES wird hervorgehoben, daß die Angestellten vor NabrungS- sorgen geschützt sei» müßten. Die Arbeitetlöhne sind jetzt vielfach höher als die Gehälter der Angestellten. Wenn die Arbeiter sozialistisch denken, müßten sie auch den Angestellten aus- reichendes Einkommen gönnen. ES sei jetzt vielfach vorgekommen, daß sich auf ausgeschriebene Verbandsstellen keine geeigneten Be- werbet gemeldet baben. Die Vorschläge der Konimission, die für die Besoldung der Angestellten zwei Staffeln vorsehen, werden hier- auf angenommen. Es folgt ein Referat de? neuen Redakteur? Schlienz über Die Reichstarifverträge und die Gewerkschaften. Er schildert die Entstehung der Tarife, wobei er besonders auf die Buchdrucker ver- weift. ES müßte der OrganiialionSzwang eingeführt werden. An der Siisiprache beteiligten sich K r a h n- Stettin, H e nniann« Bremerhaven, B a l l e n g- Kiel, größtenteils im Sinne des Organi- satioi'.szlvangeS. Für die Maichiniste» nnd Heizer sei die Arbeits- gemeinschaft' ein Hindernis zum Reichstarif. Nach einem Schluß- ivort von« ch l i e n z wird eine Enischlirßung angenommen, nach der Tarifverträge für alle Berufe und Industrien zu cm- S fehlen sind, die nur durch die Arbeituehmerorganisaticnien abge- hlossen werden dürfen. Die Löhne sind so festzlilegen. daß die Arbeiter mit dem niedrigsten Tariflohn eine rniSreichettde Eciftcnz haben. Unterschiebe in den LohnverhäUnissen sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Es folgt ein Reseiat von Kle b er- Hamburg über die monatliche Prüfung für Mosminiften und Heizer. Ucber die staatliche Prüfung der Maschinisten und Heizer wird von Klebe-Hainbnrg ausgeführt: In den Kessel- und Ma- schinenanlagen sind große Werke an Nationalvermögen investiert. Sie sind die Speisepunkte deS Produktionsprozesses. Ihr Schutz bedarf der Erweiterung. Redner fordert daher von der Reichs- regierung die Errichtung von staatlichen technischen Lehrkursen mit Abschlußprüfung für Maschinisten und Heizer. Bei Aufstel- lung des Lehrplanes ist die GewerkschaftSorganisation zu hören. An Dampfkesseln und Maschinen dürfen Personen unter t8 Jahren und Frauen nicht beschäftigt werden. Der§ 1 de» Gesetzes, betr. deS DampfkesselbetrigbeS vom 3. Mai 1372, wonach zur Bewartyng von Dampfkesseln nur„Arbeiter" bestellt werden dürfen, ist so wieder in Kraft zu setzen. Die infolge der KriegSverhal: nisse ge-' stattete Zulassung von Frauen ist sofort wieder aufzuheben. Schließlich wird noch in einem Beschluß protestiert gegen den schon erwähnten Entwurf einer Bekanntmachung betr. Bessshigungs- Nachweis, insbesondere weil die Arbeiterorganisation nicht gehört worden ist. Es folgt ein Referat Jnsel-Berlin über die Uebernahme der Dampfkesselrevision durch daS Reich, sowie die Anstellung von Assistenten aus Arbeiterkreissn. Der Verbandsvorstand soll eine Denkschrift über die Dampfkessel-UeberwachungSvorschriften aus- arbeiten. Zum Gewerkschaftskongreß werden eine Reihe von Anträgen angenommen. Es wird verlangt, daß die Presser in den Brikett- fabriken nicht dein Bergarbeitervcrband, sondern dem Verband der Maschinisten und Heizer anzugehören haben nnd daß die Vor- schriften für den Uebertritt von cinein Verbände zum andern neu geregelt werden. Der nächste VerbandStag soll in Karlsruhe statt- finden; der VerbandSausschuß bleibt in Hamburg. Es folgt der Bericht der Statutenberatungskommission, an den sich eine längere Aussprache knüpft. Es werden unter ande- rem folgende Satzungsänderungen beschlossen: DaS Eintritts- geld beträgt 1 M., der wöchentliche Beitrag wird auf lX> Pf. erhöht, wovon 7S Pf. an die Hauptlasie kommen. Bei Mitgliedern, die weniger wie 40 M. Woechnlohn haben, wird der Beittzag auf 45 Pf. ermäßigt. Das Unterstützuitgswcsen findet eine Umge- staltung. Für verheiratete männliche Mitglieder beträgt die Unterstützung 3 M. je Tag, wozu noch Zulagen für Kinder kommen. Umzugsunterstützung wird nach einjähriger Mitglied- schaft gewährt, Streikunterstützung nach 13 Wochen. DaS Ver- baudSvermögen muß mindestens V2 M. je Mitglied betragen, sonst werden Extrabeiträge ausgeschrieben. Die Aufgaben des neu aufgenommenen Beirates werden genau umgrenzt.— Unter den üblichen Adschiedsworten wurde sodann die Tagung geschlossen. STIMMÜNGEN». REPARATUREN« PMS nd HARMONIUMS MM werden durch erstklasslse Fachleute wieder prompt und sauber ausgeführt PotsdamGr S{r. 136-137 Liltzow 8722 Magenleiden. iMflyonschmerrer, sebmerzea, Stuhlbsichwerden entstehen nur, weg im Magen i» viel Säure Iii, diese greis! die Magenwand INorenknsmpk, Selten» ntftehe au, msdurch die iurcdtbaren Schmerzen entstcheu. alietu,'- yiagnusim nimmt die Säure fort, damit hart auch jeder [ Schmerz auf, mos tausend und täglich eingehende Danl- i schreiben, auch Uber Mjähr. ilüagenleidende, die nirgend» Siilfe betommen tonnten, bezeugen. Mlitur-Mnrnesla ' ist nur in Apathetr» zu Habens wo nicht erhältlich, be- stelle man direkt an Fadrit Weiler, kileilerbralZix � Rhein, Abt. m Prei» 2,50-N. erti. Partei. Broschüre -regen 0,20 331 Sriefm. Letrted steht unter Aussicht eines Arzte». IZlL' iSinenhaim. Wer sich rechtzeitig ein Eigenhelm gründen will, kaufe sich Bauatellen an der Grenze von MariendoH, Keukölln, Tcmpcthof und Britz. [ Geeignet für Gemüse-, Ob®:- u Kartoifeibau. Bequeme 1 Anz»hlungsbedinguni»n.— Näheres: Marlcndorler I Orundst.-Ee». m. fe. K. 1. Llgu., Berlin, Mauersir. 2. I Tclepnon; Zentrum dMt. 3047b Möbel Direkt an Private I Schlafaim. M7-7750M. Bsmilinmor lü4H-b750 Herrenzlni. 96B-b260, I Wohnzim. 135-2850. | Üdclieneinr. 455-2425, | 500 gediegeno Einriebtungen lieiariertig vor- ritiK KrauUoLicferaug. Auflüirendo Drntk- eachen gratis «öfiber Ubbel-Breuhäuser Berlin N. 23, Peterananstrute 11-13. Piaao und FiSnel SMHr Qntmonium wvt neue,»ebranchtr. sehr vreiewert. -S«,dl,r, Oranienplatz 21. Nentenhaus mlk hohen« lieberschuh ohne ZrMrnlheizunq nur mi! Warmwasserver- sarguna in guter Lage de, W, zirka 13 Jahre au, im Bordsrhau» 4-, im Darien- Haus a-Zimmermehnungen. mich die kllincn Ähhnung«« Mit Bad ausgestattet. umslSndshulbee du st erst 61010 für m. 230 000.- bei zirka M. ISSOO noch rucsentiich steigrrunaafiihi. gen Mieten zn verkausen. Ks. 8climllj! Söhne, Liepzig. St.Il2,E.Mauer«r. Sentr. 12600-3 u. 8066. KHegsantaihe kauft gelten Barzahlung Deatsehe Hetalilniißstrie, Potsdamer Str, BT.* von 53/19 per Stück, Ziaarreu 45 bis 85 PI. per Zigarillos zu 30 Ü. 35 PI per Stück, RaiiClitaMe •/« Pfund Mittelschnitt zu.... M. K.S# Pfund Mittelschnitt zu.... M. IS.— Alles garant.reineTabake Rauchtttf>ake a. Tabakstrühken bergest. % Pfund... M. 6.- Ilefcrt an Private gegen Nachnahme ab hier, Otlo Krämer« Rauchwaren-Versand, FlteEÄ Gaden). KaswJorrhßMen schwind, schnell a. schmerz!. durch Myrobaianum, sicher bew.,üußerl. Anw. 4.50 M. Otto Reiche), Bcrlin43. ElsenDahns.4 Satee-WitoersiiOil direkt am Kurstirskcndamin Habe ich«in äntzerst rem tadle» ikikhau» zum sehr dilligen Preise van 215 be! 301' »jti«eWMWM -Zinuneruiohiuingen, Utt"l Ttt 30 000 M. An, zu veriausen.r; m MWMMel. Zeden Sonnabend u. Sonntag: Großer Ball. t-essing. Theater Sommerr.pjelz: dl Slernberg. Gastspiel Guido Thielssher: 8 Uhr: Cbanleys Tante. Deutsches Künstler- Theater. 7' o Uhr: •Max Adalberi u. Kurt Q8ti in: Die Itutschbahn. Natjonai-fheater. Stürmischer Erfolg. Tj2 Uhr Die Klnopppe. ! fassage-Thsater I.ustsplelhaus Jhr Die spaniscIiE Fliege. Metropol-fheateL 7 uhr 20: Die Fascliingslee. Tkeues Operetten Unus. T�u.JeDanievcuiMiis. Palast-Theater vi, uhr: Talisinaa. Operette in 3Akten v.Zorlig. DehlUer-Thent. Chnrl. vi. uhr Ber Ändere. Thalla-Tlieater 7V. u.: Zur wilden Düinniel. Th.am.\TolloiMlorf|>lritr Gr. Ficund. E Lfchiehsiem in 7'eUhr Me Puppe. Theater d. Fricdrlcl:stedl h Uhr: So eine Frechheit. Versicherung gegen Einbruch. Ein Poücrabcna. Wal in er Theater 7V. Uhr: NaMtakgla. Ltlaneu-Thsals?. Mht.!-7'Sdri�h5ti'.�lr'. 49�7,23. 1 Tägl. S U. Heute z. 283. Male; SsrcuteKnf von Hermann Sudermann. Sonntag 4 Uhr: JohanrilKtftjer. Rösideaz-Theater. Umergrundb. Klostersiraße, Ausgang Stralauer S raüe. Täglich 8 Uhr: Schautpiei von Sudermann. Regie: Alfred Rotier. WalhaÜa-Theeter. 7>st Uhr: Die kleüie SMavia. Rose-Theater. T'/j Uhr: Ehe-Hrlanb. 'Vi, Uhr Gartenbühne: Das siebt sich Jeder an. Vorher Konzert u. Spez laliiät. kisen-Theater. v. Vis Uchi- - selieue Ssms Sonntag 3] Kabale u.JLiehe. APOLLO früher KHems Festsäle, Hasenheide 13— 15 Direktion: KARL KNOPP E. Täglich: Das wirklich phänomenale, von Publikum und Presse anerkannte und als ganz hervorragend bezeichnete Bröffnungs- Programm. Anfang Wochentags 5'/, Uhr, Sonntags 4 Uhr. En den Prachtsälen; Jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag OPOiSGl* BetCS bei verstärktem Orchester. Anfang Sonntags 4 Uhr, Wochentags 6V1 Uhr. I94L* Konz..Dir. Hermann VVolft u. Jules Sachs. Blüthaersaal. Dienstag, 17. Juni, T/, Uhr. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Neu eröffnet! Neu eröffnet! ♦ Weinhaus Liedemit |„Libelle" � Jägerstraße 63 a. Gepflegte Weine- Gute Küche. A. � Täglieh Tanz, Anf.u/.uhr Kapelle Poüseliiik. rdonumeßtalfilmwerk, wobei ojpScJiöpfung ihren Hönepu i erreicht hat. Das f1 ötVc" aufseherre r- re«"e'»dst Sittenbild der Cic�c-'.ol in 5 Akten. Die(isioseben d. Glucks Lustspiel in 2 Akten. Thc�f t am Koftbuser Tor /,Uhr: MLfMnsr M Länger is d�l Mcysel, Britton. �•*'- alltttStcibi usw. KOHIA- Seit 1872 Verkauf direkt ab Fabrik- Magazin: a31,Ws!mtr.lM8 Klavier evtl. Alitget u. Horwontom lauft Schnchtschnelder, Outüoroet Stroh. 14, Iii, sPreisangade). Peltzer Grill HERMANN PELTZER WEIN= RESTAURANT Neue Wilhelmstr. 5 Nähe Unter den Linden. Zentrum 11 017. I RnitflDPlphtcPüf 4. l). Dr. jur. Wilhelm v. Kirchbach liUuUycilvlIliltUl pers. z. sprechen Potsdamer Str. US. (Lfitzonstr.) Langjähr. Enahr. Zuverläss. Rechtsbeistand in Ehe-, Alimenten- u. Vertrauenssach, Gesuche,Verträge, Ermittelungen.— Beobachtungen. TeL Lützow 2494. Achtung. Mit der Dr. v. Kirchbach O. m. b. ff., Alexanderstr. 45, habe ich keine Verbindung Lar.dgerictusrat von Kirchbach.* beireffend Ersatzwahlen von Ber- tretern der Versicherten und dercnErsatzmännern zum Mschuß der Allge- meinem SttsklMlen- Infolge Ausfckieidcns von Vertretern und Ersatzmännern der Versicherten sind für den Rest der mit dem Schluß des auf das Friedensjahr folgenden Jahres ablausenden Wahl- Periode 278/15 3 Vertreter, 60 erste Ersatzmänner und 60.zm die Ersatzmänner zu wählen. Die Wahl findet statt am Mittwoch. dcnZI.Zutt IVIg. nachmittags 5 bis 9 Ahr, im Kassenlokal zu Berlin. Weißens««, Pistoriusstr. 17 I. Gewählt wird gemäß de» Bestimmungen der Wahlord» nupq nad> den Grundsätzen de. BcrhältniswahL Das Wahlrecht ist in Person auszuüben. Für die Wahlen sind dem Vorstande die Bor» schlagslistcn bis spätestens den Z, Juli 1919 einzureichen. Rur bis zu diesem Tage eingereichte Wahivorschiäge sännen berücksichtigt werden. Die in den Wahloorschlägen einzeln bezeichneten Bewerber sind unter fartiaufender Nummer auszuführen, welche die Reihenfolge ihrer Be- nennung ausdrückt und nach Familien- und Barnamen, Beruf und Wohnung zu be- zeichne», auch ist der Arbeit- acber. bei dem sie beschäftigt sind, anzugeben. � Mit den Wahloorschlägen ist von jedem Bewerber eine Er- Ilärung darüber oarznlegen, daß er zur Annahme der Wahl wüsten . unter- bereit. Die Wahloorschlägc n oan M Wahlberechtigten> zeichnet sein. In jedem Wahloorschlag ist ferner ein Vertreter und ei» Stellvertreter fiir ihn aus der Mitte der Unterzeichneten zu benennen. Der Wahlvorschlag»- ocrtteier oder sein Vertreter ist berechttgt und oerpfiichtet, dem Darstande die zur Beseitigung etwaiger Anstände ersordcr- Die Anstände müssen 17. Juli 1919 beseitigt sein. D lc lichen Erklärungen abzugeben. b!» zum sein. Die /eingereichten Wahlvar- schlage liegen vom 3. bis 17. Juli 1919 im Kastenlalal während der Dicnststundcn van 8 bis 1 Uhr ooruiittags aus. Die Stimmenabgabe ist an die rechtzeittg eingegangenen Wahivarschläge gebunden. Die Wahivarschläge werden in der Reihensalge ihres Ein- ganges mit Ordnungsnummern oerschen. Die in Betracht kämmende OrdnungsiiiiMlner wird oam Porstand öffentlich bekannt ge- machst Sind auf gültigen Wahloarschlägcn im ganzen nur sa oiele wählbare Bewerber be- »annst wie Vertreter zu wählen sind, so gelten dieselben als ge- wühlst Sind weniger Bewerber vorgeschlagen, sa gelten diese cbeiifalls als gewählt. Wegen der noch fehlenden Vertreter ist glsbald eine neue Wahl vor- zunehmen. Die Stimmenabgabe am Tage der Wahl erfolgt durch einen Stimmzettel, welcher die be- zeichnete Ordnungsnummer des WahIoorsd>lags enthält..Die Stimmzettel müssen oon weißer Farbe sein. Wahlberechtigt und wählbar sind nur die großjährigen Der- sscherten der Allgemeinen Orts- krankenkasse Berlin- Weißensee. Zur Feststellung der Wahl- berechtigung liegen die MU- gliederoerzciämisi- bis zum 3. Juli 1919 in dem.Kassenlokal während der Dienststunden aus. Einspräche gegen die Richtigkeit der sich aus dem Mitglieder- Verzeichnis ergebenden Wahl und Eiimmberechtigung find bei Vermeidung des Aus- fchlusses spätestens bis zum 8. Juli 1919 unter Beisüoung von Beweismitteln bck dem Vorstände einzureichen. Jeder Wahlberechtigte hat sich für die Wahlhandlung mit einer Legitimation zu verschcn. Als solche genügt das Mit- gliedsbnch oder eine Bescheini- gung des Arbeitgebers, daß der Betreffende am Tage der Wahl noch in Arbelt stehst Berlin-Weißenfee, 14. Juni 19-», Vor Dorftand der Allgemeinen Ortskronken- lasse Verlin-IVeiwensee. Fcndel, Schräge, Vorsitzeuder. Echristführer. Mandoline, laute. Gitorre, üOanberwaubost 45.—, ersttI.Z5.—.Ronzerttonk« 125.—, 145.—(Unlemdn 8.— Monalshonorar. eoentst lOftbo, CchnelltursclSünftiervioiine mit Zubehör 125.—, ttonzert zeige 65—, Ernst, Orgnien- j« mm. Sczialdemoljr. Verein Berlin. («. P. D.» Abteilung lÄ. Aachrus. llnsercn Mitglicdrm hier- mit zur Kenntnis, daß unser langjlißriacr, brancr tLenosse, der Tischler Hugo Langiiammer Wrantzelstraßc 21, verstorben ist. 200/3 Ehre feinem Andeuten! Der Vorstand. stuin Gedächtnis des ersten I Todestages unseres liebe»| Artur Freifeothe gcd. 20.!I. 1890 gef. Ii. 6. 1918 im Westen. Unvergeßlich bleibst Du den Eltern Deines gc- kallencn Freunde? Mzg ßttmami. Treu schmiicken wir Dein Bild, daheim, als sollr es Dein Grab in Feindesland sein. Ihr ruht in fremder Erde vom lehtcn Kampfe aus. Ihr kamt nicht mehr nach Hause und doch seid Ihr zu Haus. 74/9 lio««? tHtmaim nebst Frau. (Semelnnühlgec SWU'.' öeilWttev' Betein Jrci ftnr. AnherordeuNiehe GMtMlWMliW Sonntas. den 29 3uui 1919 vormittags 9 Uhr. bei Wolf, Reukölln, Kirchhosstr. 41. Tagesordnung: 1. Bericht d.Vorftandsmitglieder 2. Bericht des Aufsichtsrales. Z.Antrag Groß u. Genossen. 4. Pcrschiedcnes. 203/11 Der Aufstchtsrat. ü. Blnhm. Äügeni. Ortskrankenkasse llip ßeriin-Lielüerlelde. Infolge baulicher Veränderungen wird die telephonische Verbindung mit derKasse vom Momag, den 16.Juni,ab unterbrochen. DieWiederaufnahme des Fernsprechverkehrs wird seinerzeit bekannt gegeben werden. 276/15 Bln.-Lichterfelde, 15. 5. 1919. Der Vorstand. R. Modrack. Vorsitzender. MMMMMervereli fltlM Bureau: Bedeoueflc. 7. Mittwoch, den 18. Juni 1919, nachmittag» 6 Uhr, im Plenarfitz�ngssaal des ehem. Herreuhanse, t Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht vom Parteitag in Weimar. S. Diskussion. Delegiertenkarte und Mitgliedsbuch legitimiert. Die Dersamni- lung wird pünktlich eröffnet. 200/2 __ Der Borstand. Nachruf. Wir haben wiederum die I traurige Pflicht erst'llcr. müssen, eines unserer eiirigllcn Mitglieder, die im 24. Lebensjahre stehende Genossin 190/6 krieös Leleks! zu Grabe zu geleiten. Gchassenssreudc, uner- müdlichc Mitarbeit war ihr Losungswort, darum sei sie UNS in redlich verdienter Dankbarkelt unvergessen. Ortsvcrein Wiimersdors darf der S. P. D. Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin-Brill. Der in der Ausschußsißung am 14. Mai 1919 beschlossene IV. Aachtrag zur Satzung hat am 3. Juni seine Gcneh- mignng durch das Oberversiche. 1 rungsamt erhalten und tritt von diesem Tage ab in Kraft. Drnckexemplare hiervon sind im Kasseniotal erhältlich. Ter Borstand. kraatz, l. Vorsitzender. Danksagung. Für die vielen Beweise herz. Iicher Teilnahme anläßlich des Hlnfcheldeus meines lieben, guten Mannes, des Silber. arbeiters 13�1 Paul Opitz, sage ich den Herren Cheks so. wie den Serren Kollegen und alle» Verwandten und Bekannten meinen herzlichen Dank. Die ttmierndc Wirme Augeste Opitz geb. Wagentuechi. WO UM beseitigt DsSrahi'sHaussa!bei icd, Hamausschl, Flecht., Hautjuck., bes. Belnschad. Kramnladcrn uer Frauen u.dergi, in Originaldosen 4 50.7 50 erhältlich in dei „Eleian.'en-Apfiiheke" Berlin 213. Leipziger Straße 74 n, f/iin hefipl) Bekannlinachung. Für alle in den Ottschaften Ertner-Gemeinde, Gikner-Forst. Rahnsdorf- Gemeinde mit � Heflenwinkel und Nene Krug. � Spreeau mit den Kolonien , Freiendttick, Altmöiichwinkel, Reumönchwinkel, Sicverslake, Elorkowfoeth, Wilheimsau, \ Werlsee mit den Kolonien Alt» ! Buchhorst, Bcrgludi. Fang- ] schleuse, Gottesorüd, Grün» , Heide, Priestersee, Schinulen- berg. KleinMall, Birkenwerder Wiest nvorwerk, Woltersdorf, Wilhelmshagen beschäftigten oder wohuhasten vernchcrungs. pssichtiaen und versicherungs» � berechtigten Personen sowie für die ebenda vorbandcnen Arbeitgeber wird mit dem IS.?u,>i 1919 eine Zweigstelle unserer Kasse in Erkner. Wilhr'mstr. 13114 errichtet. 276/17 | Diese ist werktäglich von i 8 Ubr vormittags bis 1 Uhr ' nachmittags oeäffnet. [ Berlin, den U. Juni 1919. MseAeiue StlskMilletltkjse Ifieöettoitü. Pefeolt, Borsttzrnder. Fahi planändcrong;. Die Züge D 114 und D 191 verkehren bereits vom 15. d. M. ab zwischen B-ttin. Görlitz- lHirschbcrg). Halle(Saales, im Juni 1019. Eisenbahudirettlou. Piano. Ssrmknium, !.Flügel, neu. gebtancht. Be. j'einklügel, vcrlai'.fl billig i Ernst. Oranienstr. 166 III.• Charlottenburs Wahlverein S. P. D. Am DienStass, dcn 17. Aimi 1919,«bendS 7 Nhr, im„B o l k S h a u S", Rofincnstraße 3: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 251/4 Vortrag über die politische Lage. Referent: Redatleur Genosse G t lo t n Barth. WnblvereinZangeleflenbeiteii.— BcrsckiedeneS. CnM�SiiMitieltediegtfifiMs Zahlstelle Grost-Berli». Bureau: Engrlufer 15, Geöffnet von 9—12 l.'nd 4—7 Uhr. Telephon: Amt Moritzplatz 11443. Dienstag, den 17. Juni, abend» 6>'. Uhr, im groß,:» Enal des Gcwerkschaftshauses, Engcluser 15: Wtglieüer-Verssmminng Tagesordnung! L Der Neuaufbau der Arbeiterräte. Referent: Sbn Mit- glied des Pollzugerats. 2. Di-kujston. 3. Bildung einer Wahlkommission. Kolleginnen und Kollegen! Bei der äußerst wichtigen Tagesordnung ist es unbedingt notwendig, daß jedes Mitailed pünktlich erscheint. 1-6/0 Mftgliedsbuch legitimiert./■ __ Öle Ortsversvalto ng. Das Original aller Nagelpolieirstcine Stück M. 2.—. Ueberau zu hjiben. KOPP& JOSEPH,' BEPL1N W. 50 Potsdamer Strasse\2'i. Parteigenossen die bereit stnd, während der Tagung des vom 21.— 23. Juni ftatlflndenden«Deutschen Sazialisteiilages" velegierle bei sich aufzunehmen, werden gebeten, dem»ougretzbnresu, W 00, Herrenhaus. Zimmer 9, baldigst' machen. s263/8j Deitt hiervon Mitteilung zu longretzausschuft. Direkt aus meiner pabrilc öiese 4 Rein-Aluminium-Kochtöpfe mit Deckel Inhalt 4 3 2 1»/« Liter Mark 50,00 franko Nachnahme. Aluminium- Prägewerk Seuthe, Holthausen bei Ptetlenbers-._!45D* £0/13* Zunger Mann, 24 Jahre alt. intelligent/gewandt, rednerisch und sdiriftstellerisch begabt, mit allen Sontorardeiten vettraut. soziaitstisch geschult, gute Allgemeinbildung und Ausfassungsgade. sucht passende Lc» slpästigung. Ott gieichgült. Off, erb. B. 26 Hauptexp. Vorwärts. Seide in sechs Filialen Blusen und Kleider Leipziger Strasse 64 __ Tauentzienstrasse20 Für den Kreiswahlverein Hildesheim wird ein 26�(10 Partei-Sekretär ———— gesucht.——— Bewerbungen mit QehaltsansprDchen sind zu richten an den Genossen Karl Stephan, Hlidesheim, Kasernenstr. 12, und zwar bis zum I. Juli d. J. Der Antritt wird möglichst zum 15. Juli gewünscht, Geschästssnhrer welcher mit allen einschlägigen Arbeiten, Znseratenmesen, Expedition, Lnchhaitung, v.rlaysongnnlsation usw. im Z-iwngswesen vertraut ist, wird zum pivrtigen Anttitt gesucht. Bewerbungen sind zu richten an Albert ostim, Avant- fort a. O-, Oderstr. 5L__ 263,9 MKM WA! Der sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Essen sucht i zum baldigen Antritt einen Sekretär. Bewerbungen oo» i Parteigenossen, die über organiintorische und rednerlsche Gslrts UerwickiGi. «fi! sähignng verfügen, sind bis spätestens 25. Juni zu richten an l ~ Dcl«rkch,"Es«en, Grobenftraße 67. 263/7*!| M Das Arbeiter-Seiretattat Stuttgart sucht zu. möglichst so- fortigem Eintritt einen tüchtigen, ersah reuen Arbeiter-Sekretär. Anjsellung zu den Bedingunaen des Vereins Arbeiterpresse. Dienstsahr« können angerechnet werden. Bewerbungen mit Angabe der seitherigen Tätigkeit und der Familirnverhältnisse, sowie des frühest möglichen Eintrittes sind bis spätestens den 20. Juni an Hermann Haarer. Stuttgart. Ztudlerstr. 3. einzusenden, weicher auch Interessenten es. gewünschte Ausrunfl über Dehait usw. erteilt. 262 12 Borarbeiter mit Aussicht uns spätere Meislrrftelluiig für Treherei, Aräserei, Hodelri, Bohrerci und Schlosserei einer millk Wettzengmaschinensabttk per sofort gesucht. I58D Angebote init Lrhnansprücheu unter lt. 25 an d. Exp. d. BI. Gürtter- und Former-Lehrtinge sleflt-in». H.»p«». Cühoatstr.�._________ 53/5 VedMenWrMer. 22 Jahre, flotter Maschu'.r.i» schreiber, als Buchhalter und vureaunarflrher tätig ge- wesrn. an sicheres». schnelles Arbeilen gewöhnt, sucht Siel- lung, eocntl. als Pttvatlekretär. Offetten A 25 Hauptexpedition „Porwätts- 30560 tikkisgMßlgsS Gteichftrom. Drehstrom tauft, tauscht, vertaust sll3lL d.Schviiderxer. Elettro-Jndust. Blumenstrage 109. Alex. U-Sk !!! Geld!!! sür iede Wettsache. HödisteAn. lausspteise sür Psandscheine, Brillanten. Soldgegensiände. Teppiche, Bücher usw. Waltt, kriodrlchttr.tl III, Ecke Kochst- ZIaHe Svtstjlsmdomm habe ich ein modernes, lehr hübsch gebautes Wohnhaus nnt allem Komfort, sonni» gen 4-, 5. und S-Zimmer- wohnunge», ohne Hinter» Hatto, vorziigi. Bahnver- ! bindung, Mietsertrag M. 132 634,— zum Preise von > M. 350 009 zu verkaufen. I Näheres durch Julias M. Bier, Leipziger Straße 26, Zentrum 12250/58 Vollständiger Abdruck des rimtlichcn Weifl- buchs mit den deutschen Gegenvorschlägen, enthaltend alle auf die Fraedenskonfercuz bezüglichen gewechselten N;oien und Dokumente vom 18. April bis 3. Juni 1919 nebst allen Anlagen.(Mit Ausnatsme des bereits veröffentlichen Friedensvert rages selbst und der Note vom 28. Mai über'die Schuldfrage). 19 Druckbogen. Preis i irka Mark S.SO. Bei sofortiger, direkter Bestellung sichern -- wir schncllste,�use!j1dung zu.------- Csellius XZZT* W 8 Molirenstr. 52. Jungsr Mann, 21 Jahre alt, Mitglitd der sozsiildem. Partei, schttstlt, tätig, sudit als Gehilfe ooer Hilf»» Redakteur in die Schttftleihing sozio lbemokratt- scher Zriwng einzutrrten. Refe- renzen können vorgewiesen wer- den. Angebote unter 5. 25 an die Expeditton des„Poewlltts''. Sommersprossen Leberflecke. Miresser, Pickel, unreine�r IPeint, Pole ä. Gesicbls u. d. Hände versebwind., d. Haut wird; zart, weiß u. geschmeidig durch d. erprobte VlAnnlrtintM garantiert unschädlich. Hautblolchkrem ÄlörüKr" lll�Uedersil erh ä 1 1 1 i chf = Sehreiberhau im Kiesengel�irge bietet Unterkunft und Verpflegung �AuskunftdurchdenVerkcst.rsousschuB. 2-3I9Mln welche Umzüge selbständig leiten und aussilhren können, mit prima Zeugnissen per sojort oder später gesucht. Albert Sartel 0. m. b. H.. Beil!» W 30, 1659' Motzftr. 7l>. (Ä Töpfer! FÜ? keramische Acbeiten werden MlmeW zwei(Seteden Ute&ea 167$' rjefucht. PUQLEDB KERAMIK. OG LERVAREPABRIK, PUGLEDE, DANMARK. iriieiterunilAriieTteriDiieD gesucht. Lichtenberg, Rittetgutflr. 2? 30. 3n|d)nel0cciiinen für Damenwäsche verlangt sofort Max Relchmann 54/1 Stralaner Str. 42/43. der durchaus selbständig arbeiten kann, Straßenbahn-Motoren SSW- und AEp- Bauart gesucht von größerer Straßenbahn Rheinlands. Bei Bewährung dauernde Stellung. Meldungen unter d. 25 befördert die Geschäftsstelle des Blattes. 141 D* SW Zwei tüchtige"WE Ankerwickler, perfekt in Gleich- und Drehstrom, per sofort gesucht. 54/4 Motoren-Peparahirwerk Locker ___ Rungestraße 18.__ Sehuhwerkfabrik Offetten unter Chiffre N/505 an wolss« Boj. Kopenhagen K ZlernstüLk Former für größere figürliche und ornamentale Sachen gesucht. Lohn nach Brreinbarung. 95/6 Kunst- und �letaHgieKerei Adolf Klette ti. m. b. it., Berlin SW 48, wiltzelmstratze s. 95/8 Kinderkleidchen. Züchtig« Einrichterin, welche auch mit der «laltulallon genau vertraut ist, stellen per sofort oder später ein 3058b Ii. I?. Ni.l.v.i A. Co., Krausenstr. 29. 3062b Junge Bureauboten für leichte Bureonärbeiten und Bolengänge sofott gesucht. eld& Stande tztttiengeselllichof«, erlin SO 16, Am Köllnischcn Park I. � pottiökZteüe W trrschaftlichem Hause Aus" vcrs- In herrsdiaftltchem mit 4 Anfväugen, Wann Wasserversorgung undFahr- stuhl zum 1. 7. zu vergeben. Borstclluug zwisibeu V?I0 bis>/,l2 Ubr bei isr. Sdimidt Sohne. LeipzigerStr.t!2G.Maucrft. Zeut-um 12000—3 u. 3066. Ardellei �a„�i9ic� Ofrnsr ngt Str. «/«. Tüchtige Anlegen» für Schuellpresse sofort gesucht Buct/biuttecsi Wagner. 3061b Brandendurgftr. 72._ Für meine Betriebe in Lieg- Nitz i. Schief.. Steinau a. Oder und Gatbc a. Saale suche' idi einige Böttcber gegeu Gewährung des duräi Tarilverträg festgesetzten Lohn-, Gest. Angebote crbinel sl54D' J. drolich, Robtonsrrvensdr.. Liegttiß, Postschlicgsad. 46. Tapisserie. GeiiWe Plätterin suclil1 Adolf /flaa« A(fo., Perlin S.,1 n« e 1 s t r, 9. tie übteÄÄÄ�4»49b Stickerin und Garniereriii sucht Adolph Maas A Co., Berlin S., Insclslr. 9. Fahrstuhlführer und Portier für ffabritgrundstück mit Wohnimg. Krtegsinvalidc bevorzugt, per sofort gesucht. Meldung bkWöenvukgisch!' Mlliohiliev'A.-S.. Berlin-wiimersbors, Ioachim-Friedrich-ölr. 47 III. Uh>and-5i>6l.>7lD SeldstSllllige»smzellz für Sloss-Modellmisntkl bei hoben: Lohn verlangt 62(11 __ H. Wplff, Schiitzenstr. OS/flu. IBM MM für seidene Lampenschirme such. Lahn& Bender, Gilsetiiner Straße TrauerHut-Arbeiterinnen fty Hause verlangt SirKwiiock HuagtUt Wnlletr.> Matinee am kellmod- faiMsen Stolle» Uaterroük aus hcllmod- farbiccn Stoffen V 2459 r Wäsche Damen-Hemden n-i-?,«»ue»«. Yl™ Herren-Hemden' Iß*8 Damen-Hemden mit s«ck«r«i wni»rt 3380 Unterrocke 56°° TS80 Beinkleider r-i»k°n-> mit s»ci-»»i...... 22�8 Untertaillen»«,... T78 1380 Bade-Anzü�e» Hauben, Schuhe in grosser Auswahl Damenhandschuhe Halbfeaadschuhe, zwin»...... 95 ft Halbhandschuhc, scie«........ 2A5 Zwirn p®r5«, 2 DrockksSpfe....... Z90 Seide pore«, Z OnickknSpfe........ 3 90 Zwirn porSi. Z vinddtsSp/e....... 490 Seide iMt. 2 vrvddctSp.«........ 490 l Morgenrock aus hcllmod- farbigen Stoffen 52°° J Strümpfe Damenstrumpfe Banmwone,«wew,»cbw«» 1375 15°° Damenstrümpfe s«we, e«w«bt,»cimr* aai hrut i475 1875 Herrensocken Baumwon«, ttwen, tirwr.•<»»■>.. 475 6°° Herrensecken BMmwone->-« nor, sevcw, urMt.. T78 95° Kinderstrümpfe Banmwone.ith«*»*, ixt. or.»-n 3°°»»> 888 TrilcotaKen Herrenhemden■•«mwoito.«»Ii«!....... 1750 1950 Herrenhosen BMatraae. Dmiiert 16co 176° Damenblusen«»*..»»»««•,«».«»....... 48°° 55°° Damenjacken seut,«o�»™ ran»»...... 150°° 175°° Damenjacken fJ":**4'-.'"'.r"u''b4 225°° 275°° Schürzen Blusen-Schürten«* z-tkto»....... stet. 475 7S° Rock- Schürzen 675 75° Weisse Tändelschürzen EÄf? stä; 65° 85° 92S Weisse Teeschürzen 975 1275 14°° Farbige Teeschürzen i'.'/Jurt s?"suV. 975 125° 13!° Kindcrsöckchcn, Baumw. u. Flor tdkwarz oxid tarbtS. k> all«» GrSfsen Herren- Nctzjackcn, Trikot-Badeanzüge Zipfelmützen aus Kunstseide Maddicn- und Knabenschürzen _•>* aüea GrCuen In groner Aniwahl 'V�rsldiemng Setnrich. BraenKd Versidterun�sbüio •linSWSa Berl Chnzloltenstr. 73. Anruf! Zentr. 7657, 7658, 7659. W/s/z? 7d Santinenhaus fkrnhard Sdmat Hscheleganie Kostüme Hiirti M-deSc. feinftc Wollst»ffe. flotte, fesche Formen, niich für junge Domen. YV/Ssys'' *■rs/' Ss ""i/ s",: "*'''4�'4's' f'/ySs/s ***** Alle Zähne sind sehön wenn sie von Zahnstein befreit den natDrlichen Schmelz zeigen. f Dos Pötzen allein tut es nicht, sondern der Zahnstein wird aufgelöst durch bestimmte Salze, die In Qoeiasera Kaliklara enthalten Sind. v Diese wichtige Eigenschaft sowie die kräftige Mund- und Rächend. esinMaion, ganz V besonders aber das köstliche Aroma erzeugen nach Gebrauch ron Kaliklora, das belebende QefQbl von Frische und Sauberkeit im Stunde( bei Jung und Alt.> Öroße Tube M. 2,— Kleine Tübe JVL 1,20 Hersteller t/ Queisser& Co., O. m. b. H. Hamburg 19. A Lebensmittel 60 Zweig- Gedehttfte. Twe«.rbhere«iqahl Luxus-Autos fllz Agiert werden gelauft. Offerten mit Photos unb genaue woSle« Inof unter bei Abrege K/k lenauer Beschreibung an Jlrvori- "«»mobtu« Anoonsbyra 8is gsiiöli m auf Fedsrn!!!! Kein S«CHWHISSFL;SS, kein BRENNEN und DURCHLAUFEN der Füße bei Anwendung von„SOMLA" PRAE SERVATIV. CREME.- N u r e c h t bei SOnderhatif» coM Berll», Groß« Frankfurter Straße«9. Mimis iiiliHi DlrebtamBashRli.Aiexanderplatz mogang Eck« Könlgsgraben Spreshstondgeear,f« Rabileikur bei mäßigem Honpra Tierarzt JÜUng, Ä 8—10 Uhr, 2—4 Uhr. Sonntags liier Straße ZV, feflschen Zoe. 1 Uhr. offene Füße, Krampfader- leiden heilt sogar in u-*» zweifeis— Fällen mit oft überraschendem Erfolg die haatbUdcndc schmerz- und uckreizstillende«Vater Philipp.Salbe-. Preis 2,00 und 3,75 M.; erhältlich in der Elefanten-, Kronen-, Victoria- und in der Minerva-Apotheke, Cbarlottcnburg. Man hüte sich vor Nachahmungen und bestelle, wo nicht erhältlich, direkt b.T adogen.Laboratorlum.SzIttkehmen-R.m litten 5 1 Imprägnierte SddcDraMeLn2Sö,-s: «mh fite starke Domen. Guromi'fflMcl 195 Imprägnierte Rtgenroäntci 1M_ «rtterfest, neue Form ß ß"v� «ileiäeri'öclie-. � a«L Wollstoffen, darunter farbige ä v vj Elegante Seidene(ilelderrScIte LeopoldOadiel Glektromotore SHä WMiM Hochaparte Mäntel moderne, helle Stoffe lllovrrtcoat). flotte Formen sowie elegante ttttt& X * 140,— 160,- o 9 0ßf*>« Zz 5 -S e Z KS-» b H-S« & t| - w rt) s •CS-s** Ä o « 8 u Hochelegante Gesellschafts- Kleider Seide ig. seine dustige Gewebe, »or nehmpe Macharte«. Iiarnnter kostdare Modelle Könlxstr. -Jf Hochfeine I Treppe. SCldC»' Und Chiffon-Blufen entzückende Renheite». weiß und farbig Vlendend schöne Schleierstoff- und Voiw- Kleider in allen Farben e 9 p für Damen nnd Backfisch te auch für Halbtrauer. Entzückende Weiße Kleider» 123,� Seiden-Mäntel O Seiden-Kystüme selten große Auswahl, anch für starte Dame« >seldette �tricklncken, neueste Formen, viele Färbest, von 103, a«. Uinäer-ll.MckcheMeiäer� entzückende Formen in Seide und Boile. München, llünftlechleiderj 45— 80 laug, Voile und frott�artig. Hochfeine Damen-Leiburäkhe Taghemden, Nachthemden Beinkleider, Untertailleu «fw. Fertige weiße fZsWäiche. Kettlaken beste Ouiilitäten. sBeis« ASicheitoste ❖ Gardinen Enorm große Auswahl iu Voile-Blnsen mit feinst. Spitzen n. Stickereien, j Selten schöne S eidene Unterröcke viele Farben, von NS.-.. 1 In diesem Wirtschaftsplan, der all- Kreise, bsm Erzeuger biZ zum Verbraucher, umfaßt, und allen das Mitbestimmungsrecht art den Fragen der Kohlenindustrie sichert, stellt sich also einer der fach- lichen Selbstverwaltungskörper dar, wie sie Wissell in seiner Denk- schrift für alle Industriezweige fordert. In ihnen soll die Solidari- tat zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Verbraucher so gc* fördert werden, daß alle beteiligten Kreise sich von selbst von dem privatwirtschaftlichen Denken abkehren und die dem ganzen Volle gemeinsamen Interessen berücksichtigen. Es ist also nicht nur die Ausgestaltung d«r gemcinwictschaftlichen Produktion, die damit er- reicht wird, sondern auch eine praktische Schulung der sinzelnsu Wirtschaftsträger für die Notwendigkeiten der Gesamtheit. U Bi8 12 Sihe, Deuisch-Demolraien 11 Sitze, Mittelpartei 3, bayerische Volispartei 4, alte Demokraten 1 Sitz. Weiter sind folgende bemerkenswerteren Wahlergebnifle aus den bayerischen Städten hervorzuheben. In den Stadtrat wurden gewählt: In Kempten 6 bayerische VolkSp., ö Dcmokr., 4 Mehr- heitSfozialiste«, 3 Nationalliberale, 1 II. S. P.; in Ingolstadt 15 bayerische VolkSp., 4 Demokr., 6 MchrheitSsoz., 4 U. S. P.; in Neuburg ö bayerische VolkSp., 2 Demokr., 5 Mehrheitssoz. und 1 Bauernbund, in Bad Reichen hall 11 bürgerlicher Block, 6 Sozialdemkr., 4 Beamte; in Roscnhain lg bürgerlicher Wirt- schaftsblock, 9 Mehrheitssoz., 2 U. S. P.; in Batnberg 18 bayerische Volksp., 7 Mehrheitssoz.,. 4 Demokr., 1. U. S. P.; in R e- gensburg 23 bayer. Volksp., 7 Mehrheitssoz., 6 Demokr.. Die U. S. P. proklamierte Wahlenthaltung, in Ansbach 12 Bürger- liche, 5 Mehrheitssoz., 3 U. S. P., 1 Gewerksvcrei»; in Mem» m i n g e n 10 Bürgerl., 7 Mehrheitssoz., 2 II. S. P., 1 Mittelstandspartei und 2 Parteilose; in Illingen 11 bayer. Volksp., 3 Demokr., 3 Mehrheitssoz., 1 Bauernbund: in Immen st adt lg Vereinigte Bürgert., 7 Sozialdcmokr., 2 Angestelltenverband und 1 Freie Bürgcrvercinigung; in Füssen i. Allgäu 9 Sozial- demokr. und 7 Bürgerliche; in Kaufbeuren 8 Sozialdcmokr. und 8 bayr. Volksp.; in Landsberg a..Lech 11 bürgerl. Wirt- schaftsblock, 7 Sozialdemokr., 2 Dcutsch-Demokratcn. München, 16. Juni.(Telunion.) An Einzelergebnissen sind noch hervorzuheben: Augsburg: 8 Demokraten. 2g llmycrischc Volks- vartei, 13 Sozialdemokraten, 7— 8 II. S. P.; Fürth: 14 Sozial- demokraten, lg U. S. P.. 1v Demokraten, 3 balje tische Volkspartei, 2 Jnteressenverein, 1 Bcamtculiga; Erlangen: 11 Sozialdemokraten, lg Demokraten, 6 bayerische Volkspartei und Mittclstandspartei und 3�11. S. P.; Passau; 19 bayerische Boltspariei, 4 Demokraten, 4 U. S. P., 3 Sozialdemokraten. Wenn danach auch die Unabhängigen in München und Nürnberg unleugbaren Zuwachs erhalten haben, so sind sie doch selbst in diesen großen Städten von der Mehrheit weit entfernt. Das Wahlergebnis aus den kleineren Städten zeigt vollends, daß der Versuch der Rätediktatur für Bayern ein völlig undemokratisches Experiment war, bintcr dem nur eine ganz kleine Minderheit der Bevölkerung stand. Demokratlche Partei imü �vojsische Zeitung". Eine scharfe Absage. Nachdem sich schon am 13. cr. die„Demokratische Partei- korrespondenz" gegen die Politik der„Vossischen Zeitung" ge- wandt hat, veröffentlicht das„Leipziger Tageblatt" in der Sonntogsausgabe vom 16. d. M. folgende offizielle Aus- lassung der Demokratischen Partei: „Die„Vossische Feiving", die vielfach als ein Organ der Deutsch-Demokratischen Partei angesehen wird, hat sich seit einiger Zeit mit den wichtigsten Fragen inner- und außer- politischer Art im Gegensatz zur Politik der Partei gestellt. Nachdem die Polemik des Blattes auch eine Form an- genommen hat, die ein weiteres gedeihliches Zu- sa m m en a rb e i te n ausschließt, hat die demokratische Fraktion der Nationalversammlung beschlossen, Vertreter der „Vossischen Zeitung" zu Beratungen der demokratischen Presse nicht mehr hinzuzuziehen." Wir stehen der Politik Georg Bernhards in den meisten Fragen durchaus fern, haben weder seine„östliche Orien- tierung" während des Krieges, noch seine jetzige„Kontinental- Politik" gebilligt, aber diese Ausstoßung dürfte wohl die Folge davon sein, daß die„Voss. Ztg." in der Sozialisie- rungsfrage Ansichten vertreten hat, die in der Partei Dernburgs als durchaus ketzerisch gelten. Wer ist �asto von Tpszta! Sin Zeuge der Berteidigung im Prozeß Ledebour. lins wird geschrieben: Am 9. Dezember 1918 hielt Vizeseldw. Hasso von TySzla Korl Liebknecht und Rosa Luxemburg in der Möckernstr. 42 mehrere Stunden gesangen, weil ihm von einer bürgerlichen Seite in der Kölhener Straße 10 099 M. Belohnung für die Festnahme der -- j n der»Fliegenden Blätter", der nach Durchfall eines guten, von dem literarischen Herrn Schwiegersohn geschriebenen Dramas,.diesem die Zuschüsse' entzieht und natürlich das Publikum, da« schnöder- weiie für daS Gute keinen Sinn hat. zwingen ihn inil ökonomischer Schicksalsmacht, zu solchen Seitensprüngen. Die geistige Geburt des Erlösung aus dem Dalles verheißenden PossenungeheuerS verschlingt sick, in dem Miltelakt mit Faxen, die der von Schauspielcrlordeeren träumende Primanerdruder des Literaten und das übliche Verlobung?- Pärchen treibt. Der Schlußakt bringt es in der Schilderung des aufgeregten Treiben« hinler den Kulissen, in da« von Zeit zu Zeit die Lachsalven des von der Skalpierung und dem hopsenden Assen. entzückten Premicrenpublikums hineinschallcn, zu mancherlei amüsant burlesken Wendungen und netten Epigrammen. Erst hier setzt flotier es Tempo ein. Es wäre angebracht, bei künftigen Aufführungen den Weg dahin durch starke Streichungen zu kürzen. Alfred Abel in der Hauptrolle war charmant wie immer und fand in dem Ensemble gute Unterstützung. clt. Notizen. — Der Arbeiterdichter Max Barth«!, der in den Stuttgarter Aufrubrprozeß gegen Hörnle, Schreiner usw. verwickelt war, wurde mit sämtlichen Mitangeklagten freigesprochen. »— Eine Hedwig Dohni-Gedenkfeier veranstaltet am 13. Juni, abends 8 Uhr, im KiinstlerhauS. Bellevnestr. 8, der Landesverein für Frauenstimmrecht, Die Rede hält Adele Schreiber — Berliner Theater. Ter Spielplan der Sommer- bühnen wurzelt in Gleichgültigkeit gegen die Gegenwart. Das Amü- sierpublikum bestimmt Farbe, Form und Takt, und so konnte er den» Heuer getrost aus alten Beständen aufgeputzt werden. Auch die angebliche Operette von Bernauer-Schanzer„Die tolle K o m- t-tz"(Thema: Das Bummeln ist des Lebens Lust!) stammt daher mitsamt ihrer Musik von Kcüo. Aber fesche Mädchengestalten, dazu etliche klownhafte Komikfigureu besorgen schon, was die Schulust begehrt. Nicht viel ist nötig; haben muß es den jetzt übliche», au« Grazie und Grimassen gemischten Schmiß der Bewegungen(voe allem der Beine), und darauf verstanden die Spieler sich, S Die Einakter� die im F r i e d r i ch- W i l h e I m st ä d t i s ch e n Theater seit Sonnabend aufgetischt werden, sind französieecn- der Kokottenklitsch, ftir grobe Sinnlichkeit grell aufgemacht und nur von einem kleinen Teil des Publikums belustigt aufgenommen. Exlibris-Wettbewerb. Der Verein für Exlibris- kunst und Gebrauchsgraphik veranstaltet einen mit hohen Preisen ausgestatteten Wettbewerb zur Erlangung einer Exlibris-Radienuig für ein« kunst- und kulturgeschichtlich« Bücherei. Es kommen 19 099 Mark zur Verteilung. Der erste Preis beträgt 3999 M-, außerdem sind Ankäufe vorgesehen. Dem Preisgericht gehören an: Klinger, Kamp:. Orlik, Töpler, Meid und Schcimch. Bedingungen versendet Geh. Rat Zur Westen, Berlin SW. 11, Hallesches Ilfer 19. — D> e Berliner Tagung für D e n Im a l p s l e g e, die am 16- und 17. Juli in der Akademie der Künste stattfinden sollte, ist wegen der politischen Lage auf unbestimmte Zeit ver- schoben worden. beiden versprochen waren. ThSzka wurde von der Soldatenwebr sofort entlassen und vom Kominaudanturgericht zur Rechenschnft ge- zogen, mußte aber freigelassen werden auf Grund des St.-G.-B-§ 21 (geistige Unzurechnungsfähigkeit). Einen Monat später verhaftete TySzka Georg Ledebour und Ernst Meyer auf eigene Fausi und versuchte aus dieser seiner Tat verschiedentlich Geld- beträge herauszuschinden, wurde aber auss schärfste und schroffste zurückgewiesen und verlegte sich dann aus Betrügereien und Räu- bercien(Aneignung von falschen Ausweisen, Bandendiebstahl, Er- preff'uiigen usw.). Im März stand er vor Gericht, dieies mußte ihn aber wiederum freisprechen auf Grund deS§ 21. Seine Absicht, Ledebour um die Ecke zu bringen, wurde nur durch das Da- zwischentreten Anton Fischers verhindert, der ihn auch von seinem Vorhaben, Lieblnecht am 14. Januar abermals zu verhaften event. gleich zu ermorden, abbrachte. TySzka hat stets auf eigene Faust gehandelt, besaß zu keiner Zeit auch nur das geringste Vertrauen Anton Fischers und wurde von diesem wiederholt hinauSgeworsen. Nach seiner Entlassung aus dem Untersuchungsgejängnis im März- bot sich TySzka dem Rechts- anivalt Kurt Rosenfeld an, um Aussagen gegen die Kommandantur zu machen. Ein hoher Gcrichtsbeamter, an den sich Kurt Rosenfcld wandte, warnte diesen aufs nachdrück- lichste vor TySzka. Bei der Familie eine» bekannton Führer» der. Unabhängigen bettelte vor zirka einer Woche TySzka um eine kleine Gabe und siclllc dasür in Aussicht, zlv eckdien liche Angaben im Ledebourprozeß zu mache». Zurzeit wird TySzka von der Staatsanwaltschafr gesucht wegen erneuter Betrüget eien und Diebstähle. Auch versuchte TySzka sich unter einem falschen R a ui« n bei einem Freiwilligenkorp» anwerben zu lasten. Dieser Hasso von TySzka ist also der Kronzeuge des Rechts- anwalis Kurt Rosenscld, dem wir dazu nur bestens gratulieren können. pabft unü Sreitscheiö im Selon. Eine militaristisch-miaShängige Idylle. „Hauptmann Pabst ist der Mörder!— Wann wird der Mörder Pabst verhaftet?—'Noch immer lauft der Mörder Pabst frei herum!— Der„Vorwärts", der Lakai des Eden- Hotels, deckt schweigend den Mörder Pabst!" So kreischte, tobte, raste die„Freiheit" wochenlang. Jetzt lesen wir in derselben„Freiheit" folgende„Erklä- rung" des führenden Genossen Dr. R n d. Breitscheid: Ich stelle demgegenüber fest, daß ich an keiner der Bespre- chungen, dir zwischen dem Genossen Barth und Offizieren der Freiwilligenkorps stattgefunden, teilgenommen habe. Meine an- geblichen Beziehungen zu Offizieren der Freiwilligenformationen beschränken sich darauf, daß ich einmal vor längeren Wochen in einem Privathaus gesellschaftlich mit Herrn Hauptmann Pabst zusammcngetrossen bin. Bei der Gelegenheit ist, wie da« ganz selbstvcrstandltch war, auch über die allgemeine politische Lage und über die tiefgehenden MeinungSversclsiedeuheitsn zwischen der II. S. P. und der Leitung der Freiwilligenkarps gesprochen worden. Daß ich dabei nicht den geringsten Zivcisel über meine grundsätzliche Ablehnung der Freiwilligenformationen und ihr Treiben gelassen habe, ist selbstverständlich. Ein Ver- such, die Freiwilligenkarps auf die Seite der Unabhängigen herüberzuziehen oder sie der gegenwärtigen Regierung abspenstig zu machen, ist von mir in keiner Weise unternommen worden. Wie hieß es doch so schön in den bekannten Beschlüssen? Die Anoehörigen der Freiwillisitznkorps sind„wie die Pest" zu meiden. Der führende ,.Freiheit"-Genosse Dr. Breitscheid aber trifft im Salon den.„Mörder".Hauptmann Pabst, ver- läßt nicht etwa das Lokal unter Protest, mit allen Anzeichen der Empörung und nach der Patrolje rufend-- nein, jn: unterhält sich mit ihm über die„tiefgehenden MeT- nungs Verschiedenheiten zwischen der u. S. P. und den Freikorp s". Ja, hinter den Kulissen schauts manchmal anders ans! 'Msführungsbeftimmungen zum Kohlen- wirtschastsgeseh. Die AuSsührungSbestimmungcn über die Kohlenwirtschaft, die nunmehr im Entwurf vorliegen, geben ein klares Bild von der iimsassenden Organisation, die erforderlich ist, um die Kohlenförde- rung und den Vertrieb gcmeinwirtschaftlich zusammenzufassen. Auf dem Wege zur Sozialisicrung, die ohne zerstörende Eingriffe in unser daniederliegendes Wirtschaftsleben vorgenommen werden soll, bedeuten sie den ersten wesentlichen— längst nicht den einzigem Schritt zur Vergesellschaftung der Produktion. Die Bestimmungen, die nach Besprechungen mit dem Sachver- stättdigenrat im Rcichswirtschaftsministcrium- fertiggestellt wurden, erstrecken sich vor allem auf die Sozialisierung dos Kohlenver- triebes, während die Soziallsierung der Betriebe durch das Arbeitsministerium und die Sozialisierung des Ertrages durch das Reichsfinanzministerium zu erfolgen haben wird. Tie oberste Be- Hörde der Kohlenwirischaft wird der R c ichs k o hl e n r a t, der sich aus Vertretern der Arbeitgeber, Angestellten und Arbeiter, sowie aus Vertretern des Handels, der Verbraucher und der Wissen- schaft zusammensetzen soll, Zur Seite stehen dem Reichskohlenrat ein technisch-wirtschaftlicher Sachverständigenausschuß für Kohlenbergbau, ebenso einer für Brcnnstoffverwendung und ein sozial- politischer Sachverständigcnausschuß für Kohlenbergbau. Der Reichskohlenverband als Verband der einzelnen Syndi- kate hat die Ausführung der Bestimmungen des Reichskohlenrates. In seinem Aufsichtsrat sollen 3 Mitglieder von den Arbeitern, eins von den Angestellten und eins von den Verbrauchern benannt werden. Außerdem soll ein Arbeitervertreter Vorstandsmitglied werden. T«in Reichskohlenverband unterstehen die Kohlen- s y n d i k a t e der einzelnen Bergbaubezirke und das G a S k o ch- syndikat für das ganze Reich. Auch bei ihnen sind Arbeiter und Angestellte in den Aufsichtsrat und in den Vorstand zu dele- gieren. Hinzu kommen noch Bevollinächiigte des Reiches, welche keinen direkten Einfluß, sonoern nur ein aufschiebendes Einspruchs- recht haben. Schließlich sollen für die Vertretung von Wünschen und Anregungen für die Verbraucher sogenannte Brcnnstoffäinter geschasfev werden. Die Absicht dieser auf den ersten Blick sehr kompliziert aus- sehenden Organisation ist, unter Selbswcrwaltung aller Beteilig- ten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter Aussicht des Reiches «ine zentrale Organisation zur Regelung der K o h l e n w i r t s ch a f t zu schassen. Großes Gewicht wird aus die Oeffentlichkeit in der Festsetzung der Kohlenpreise gelegt, deren Notwendigkeit auch wir wiederholt betont haben. Die Ge- meinden sollen das Recht erhalten, die Kleinverkaufspreise festzu- le�en, so daß die Höh» der erzielten Händlergewinne jederzeit kon- trollierbar wird. Durch Heiabminderung dieser Gewinne aus das unbedingt Nötige wird erreicht, daß der überflüssige Zwischenhandel allmählich ausgeschaltet wird, Berbrauchergcnossenschasten sollen von den Syndikaten die gleichen Lieferungsbedingungen erhalten wie die Händler. i Lohnpfändung und Meterrecht im Volks- Wirtschaftsausschuß. Der AuS'chuß der Naiionalversaminliing für Volkswirtschaft sollte im Zusammenhang mit Petiiioncn über die Leder- und Kohlenwirtschaft auch die Frage der Planwirtschaft und die diesbezüglichen Pläne des ReichSwirtschastSininisterS verhandeln. Die Beratungen hierüber wurden zurückgestellt. Hierauf wurde die Verordnung über die Lohnpfändung besprochen. Mit großer Mehrheit wurde ihre Aufhebung mit dem 3l. Dezember 1929 be- schlössen. Bis dahin solle eine gesetzlicbe Regelung der ganzen Frage erfolgen. Die Verordnung von 1917 wird verlängert und in der Weise gestatlet, daß die Psän- dungsgrenze für Rentenbezüge, für Gehali und Lohn auf 4909 beziehungsweise 3000 Mark vom 1. Juli 1919 ab � erhöht wird.— Bei Bespreckning der Verordnung der Volksbeauftragten vom 17. 12. 18 betreffend ReichsverwertungSamt wird gewünscht, daß den Verschiebungen von Heeresgut und der Schmiergelderwirtschaft namentlich im Verkehrswesen energisch entgegengetreten werde.— Reichtmtnister Golhein sogt das zu.— Hierauf begründet ein Vertreter de« Reichsjustizministc- rtiims den Entwurf einer Verordnung zum Schutze der Meter.' Es wird damit nicht nur eine Anzeigepflicht für Vermietungen im Sinne der früheren Verordnungen verlängert, sondern weitgehend den Mieteinigungkämtern das Recht eingeräumt, zu hohe Mietpreise herabzusetzen. Jeder Mietabschluß ist vom Vermieter anzuzeigen. Geschieht das nicht, so kann der Vormieter auf Mietzins keinen Anspruch machen. In der Aussprache betont Unlerstaatssekretär Dr. Delbrück den von bürgerlicher Seite vorgebrachten Bedenken gegenüber, daß die Regierung nur mit Zögern an die Ausarbeitung so eiuschnei, dender Vorschriften gegangen sei, daß aber die Notlage, der hervorgetretene außerordentlich verstimmende Wucher zu scharfem Vorgehen zwinge. Von einer Belastung der Mieteinigungsämlcr könne nicht gesprochen werden. Auch solle die Verordnung ja nur vorübergehend für die Zeit der anormalen Ver« hältnisse Geltung haben. Abg. L e s ch e(Soz.) tritt für die Ver- ordnung ein._ die ßrauenfrage im verfaftungsausfchuß. Ter Berfa sfungsauSschutz der Deutschen Nationalv rsammlung, der seine Verhandlungen wieder nach Weimar zurückberlegt hat, setzte heute die zweite Lesung des Verfassungsentwurfs soft. Zunächst wurde nach längerer Debatte und Ablehnung eines AbänderuugSantrages Kahl die Ein- lcitu ng des Entwurfs in folgender Fassung ang.'nonmien:„DaS deutsche Volt, einig in seinen Stämmen und von dem Willen bc- seelt, sein Recht in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern, und zu festigen, dem innern und dem äußern Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich durch seine National- Versammlung dies« Verfassung gegeben." Bei der Beratung des Abschnittes„Grundrechte und Grundpflichten de S deutschen Volkes" wird der in der ersten Lesung vom Aus- schütz in die Vorlage eingefügte Satz:„Männer uns Frauen b b c n g r u n d s ü h l i ch dieselben st t s b n r fl e r l i cli e n Rechte und Pflichten" mit Stimmengleichheit von 14 Stim- men wieder gestrichen. Der Antrag Ablaß wird in folgen- der Fassung angenommen:„AdekStitel gelten nur als Teile des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden". Der An- trag Koch wird in einer vom Abgcrodenten Katzen st ein(Soz.) beantragten Fassung an genommen:„Titel dürfen nur verliehen werden, wenn sie ein Amt oder einen Beruf bezeichnen. Alade- mische Grade werden davon nicht betroffen." Auf Wunsch des Abgeordneten Katzenstein wird noch ein n»a l über den vorher mit Stimmengleichheit gestrichenen Satz abgestimmt. Abgeordneter Katzen stein(Soz.) beantragt die neue Fassung:„Manner und Frauen haben dieselben staatsbürgerlichen Rechte".(Es soll also das Wort„Grundsätzlich" fortgelassen werben, sowie davon abge- sehen werden, daß den Frauen auch die gleichen Pflichten wie den Männern auferlegt werden.) Dieser Antrag wird abgelehnt. Die nochmalige Abstimmung ergibt mit geringer Mehrheit die AufrechterhaUuug des unveränderten Beschlusses erster Lesung. Wcitcrbcratung Dienstag. Das Stanürecht öer Spartakisten. Ein Aufruf des roten Soldatenbundes. Vor einigen Tagen prangte an mehreren öffentlichen Plätzen und Gebäuden Berlins ein Aufruf des„Roten Soldaten- bundes", der— osfentar in Jdeengemeinschast mit Emil Barth — die Freiwilligen zum Abfall von der Regierung zu verlocken suchte.„Wie lange wollt Ihr noch Eure eigenen Volksgenossen be- trügen?", so hieß es zu Beginn,„man wird Euch ausnutzen und gut bezahlen und besser füttern, bis die Revolution niedergeschlagen ist, und Euch dann auf die Straße setzen." Aber es bleibt nicht bei derartigen schlimmen Prophezeiungen, sondern der Aufruf versteigt sich zu immer wilderen Drohungen gegen die Freiwilligen, die schließlich in folgendem Satz ausmünden: „Hütet Euch vor der Rache, die Euch treffen wird. Wenn wir das Ttandrecht verhängen werden, werben wir Jeden zu treffen wissen, der sich jetzt an den Verbrechen einer schamlosen Militärkamarilla schuldig macht." Es folgt die Unterschrift des„Roten Soldatenbundes". Hier- aus ist zu ersehen, daß das Geschrei der Spartalisten über Stand- recht und Bluturteile eitle Heuchelei ist. Sie selbst künden an, daß sie es gegebenenfalls noch ganz anders und viel schlimmer macheu werden. Wie. das hat ja die Erschießung der Münchener Geiseln deutlich gezeigt. Der Gzeanftug �lmerika-Englanü. In IS Stunden 13 Minuten. Haag, den 16. Juni.37. abends 7 Ubr. �. Neeantwortlicb fiit BMitif: Artur 31««, Tbirlottenburq, fil« den lld-'gen Teil des Blattes: Alsred Scholz, Neukölln; für Anzeigen: Theodor Slocke. Berlin. Verlag: Vorwärts. Verlag E. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts- Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co. in Berlin, Lindenstr.». Hierzu 3 Arilagen. Leipziger Straße- Königstrafee « Moritzplatz ■-sujrn«a Rosenlhaler Strafte/ Versand- Abteilung Berlin W 66 Kleiderstoffe Rostümstoffe klein kariert, etwa 130 cm breit........... Meter Kammgarn schwarz, reine Wolle, etwa 120 cm breit....... Meter Kammgarn reine Wolle, etwa 120 cm breit, marine und schwarz.. Kammgarn reine Wolle, etwa 130 cm breit, marine und schwarz.. Kammgarn reine Wolle, etwa 130 cm breit, marine und schwarz.. 29co 5800 6750 7200 8300 Kr Cpon bedruckt, kleines Blumen--l O50 ZephyF hellblau und mode, für 1 /C50 muster und Streifen....... Meter Kleider, etwa 100 cm breit.. Meter 1.U Baumwolle Musselin, dunkel-I Qqq bedruckt............. Meter X 3 Perkai gestreikt, etwa 80 cm-< 425 r JlHc breit.. ..... Meter Satin gestreift, etwa 80 cm-1 C7S breit................ Meter X*y Weife Batist feinfädig,fürWäsche-«»725 etwa 100 cm breit....... Meter X/ GlasbaÜSt etwa HO cm breit �.8� Krepon einfarbig, für Kleider, große Farbenauswahl, etwa 100 cm QO50 breit............... Meter Seidenstoffe Blusenseide i /iso gestreikt und kariert Meter 14 Bedruckte Schleierstoffe onnn etwa 100 cm breit....... Meter Bastseide für Kostüme, naturfarbig, r rnn etwa 100 cm breit....... Meter tinfarbige Bastseide in vielen cooo modernen Farben, 85 cm breit, Meter Japanische Rohseide g%~0Q etwa SS cm breit-,, Meter aO UnierröcRe Waschunterrock» leicht Leinen, QQOO Ansatz färb, gepaspelt, verschied Farben jZ Unterrode a. festem, dunkel gemust. 0*700 Waschstoff, mit gezogenem Ansatz.. O/ Unterrodt a. gestickt. Batist, Ansatz CQOO mit Quersäumchen u. Hohlsaumgarnitur D" Unterrode aus reiner Seide, feste Ware, in verschiedenen Changeant- nnOfl Farben..................." Unterrock- Ansätze aus Wasch- und Seidenstoffen, in reicher Auswahl, zu verschiedenen Preisen. Morgenrock aus gedeckt gemustertem, waschbaren Schleierstoff, lose = Form Morgenrode aus dunklem Punktbatist. Blümchenmuster, großer-« qqOO Schulterkragen............- IZb* Morgenrock aus feinem gemusterten, baumwollenem Krepp, aparte Farben- �»7nOO Stellungen, Qlasbatistkragen mit Hobistich, vornehme Ausführung........, x/U iiiiitiimiiiiintiiiiiitiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiaiiiuinuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiinilllillllllllllllllllliuminillll Tändelschürzenweißgemuster- /;5o Hausschürzen blau- weiß ge->«85 ter Mu», mit Stickerei.......... O streiftet Zellstoff, mit Tasche...... T: Tändelschürzen weiß, glatter»750 Hausschürzen glatt blauer zen- 050 Batist, mit Ein- und Ansatz......./ stoff, mit Satinblende........... ö Teeschürzen weiß, spitzen--j ms Blusenschürzen gestreifter*750 Einsatz.................. JLv/ Zellstoff, mit Blenden........,../ Teeschürzen gemustert. Batist,-I /-25 Blusenschürzen gestreikt. Zell- 050 nut Stickerei«»»,»»»«»,« J» stoff, Wiener Form•••••••«•••« KnabenSChÜrZen Zellstoff m verschiedenen Ausführungen Größe 40 bis 55 cm 2� .................................................