Nr.3y8.36.Iahrg. Bezugspreis t 5Sictte!iai)rL 9,- Sit, monatL Mk. Frei ins Haus, voraus zahlbar. Post» bezug: Monatlich 3,— Ml. cjtL Zu- ftellungsgedühr. Uutrr Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn stLä Ml. slir das übrig» Ausland 10 Sä Ml. bei täglich einmal. Zustellung SLä Ml. Postbestellungen nehmen an Dänemark, Holland, Luxemburg. Schweden u. die Schweiz. Eingelragen in die Post-Zeitungs-Preislist«. Der„Vorwärts" mit der Sonntag«- bellage»Boll u. gc.t" crschemUpochcn- täglich zweimall Sonntags einmal. Morgen-Ausgabe. Telegramm-Adreffe i .Sozia ldemolrat verlin- berliner Dollisblatt. ( 15 Pfennig� SlnzetgeupretS: Die achtgelvaltene Ronvareillezeil» kostet llllü M!.Kleine Anzeigen-, das fettgedruckte Wo« äll Pfg. izulässtg ! iettgedruckle Worte), sedes weitere ' Worl 25 Pfg Stellengesuche und Echlasstellenanzelgen das erste Wort tll Pfg. fcdes weitere Wort 20 Pfg. Worte über tb Buchstaben zählen für zwei Watte. Teuettlngszuschlag 50°/» Familien» Anzeigen, politische und gcwerlschastllche Vereins-Anzeigen 1,20 Mll die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 6 AI)« nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW 68, Liiidenstrahe 3, abgegeben werden, lbeöffaet von S Uhr früh bis b Uhr abends. Zcntr&iorg&n der rozialdemokratircbcn partci Deutfchlanda. Redaktion und Expedition: Elv. 68, Lindenstr. 3. arrnivrecher: Amt Morlt.via«. Nr.»ai it0— IZl»7. Donnerstag, den 13. Juni 1313. Vonvärts-Verlag G.m.b. H-, SA). 68, Lindenstr. 3» ihcrnsvrccher: Amt Moritivin«. Nr. l.l7äZ— ut. Meinungsverfthieöenheiten in Weimar. Weimar, 18. Juni.(Eig. Trahtber. des„Vorwärts".) Das Kabinett hat um 4 Uhr nachmittags seine Veratungen wieder ausgenommen, da diese noch nicht abgeschlos» s e n sind. In der Nacht dürfte die Entscheidung fallen. Doch ist es keineswegs sicher, dah sie sofort p u b l i- ziert werden wird. Denn sobald das Kabinett feste Siel- lung genommen, wird es sich darum handeln, zwischen ihm und der Mehrheit der Nationalversammlung die notwendige U e b e r e i n st i m in u n g zu sichern. Wäre eine solche nicht vorhanden, so mühte natürlich nach demokratisch-parlamentarischeu Grundsätzen die Meinung der Nationalversammlung durchdringen und es wäre nötig, das Kabinett so umzubilden, dah es mit einer Mehrheit in der Nationalversammlung rechnen kann. Wie sich die Nationalversammlung stellen wird, ist n o ch nicht ersichtlich. Anhänger wie Gegner der Unterzeichnung behaupten, beide aus voller Ucberzeugung, d a h die Mehrheit ihre An- ficht teile. Jedenfalls tragen viele zwei Seelen«n ilirer Brust. In keiner Partei ist die Stellung völlig ge- schloffen, selbst bei den Tcutschnationalen sollen die Süddeutschen für Unterzeichnung sein. £ic sozialdemokratische Fraktion tagte von 4 bis 7 Uhr abends. Die der Regierung angehörenden Par- tcigenosscn waren in der Ä a b i n c t t s s i tz u n g und da man sie bei einer so wichtigen Entscheidung natürlich nicht aus- schalten kann, beschränkte man sich auf eine u»verbind- tiche Aussprache. Die eigentliche Debatte und Abstim- mung wird er st morgen erfolgen. » Im gestrigen Morgenblatt des„Vorwärts" ist infolge eines Druckfeblers zu lesen, dast die Nationalversammlung am 17. nackmittags zu einer kurzen Sitzung zusammengetreten sei. Ricbtig bätte es Ijeisten müssen: Der Friedensausschutz der Nationalversammlung. Weimar, 18. Juni. sEigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Ter Partcivorstand hat an den Genossen Eduard Bern st ein telegravhisch das dringende Ersuchen gerichtet, er möge eine V c r- s ch' e b u n g des von der Einigungsstelle einbcru- fenen Soziali st entageS veranlassen, da zahlreiche Genossen zurzeit m Weimar festgehalten seien. Genosse Bernstein antwortete. eine Verschiebung sei unmöglich, es seien schon 180 Delegierte angemeldet. . Der Streik in ßrankreich. Achtstundentag für Bergleute. Versailles, 18. Juni. Der Senat nahm gestern die Vorlage über die Einführung des AchistundentageS in den Bergwerken mit einer Abänderung an, welche den Wünschen ! der Vcrgarbeiter enigegenlommi. Die Vorlage wurde swlictzlich an die Kammer zu neuer Lesung zurückverwiesen. Wie „Humanitö" meldei, haben der administralive AuSichutz der Lonleclöration jjenersle du travaH und das Kartell der Ärbeitergeweiksckiaften gestern abend beschlossen, die Beiglcule in ihrer Streikbewegung zu uuterslktzcn, sobald die streikenden Berg- leuie einen diesbezugtichen Anirag bei der Confedcralion oder bei dem Kartell stelle» werden. Die Swriklage ist im ganzen heute un- I verändert. VeimiltlungSversuche blieben bisher ergebnislos. französische Seurteilung üer Antwort. Wird das französische Parlament annehmen? Amsterdam, den l8. Juni.(Telunion.) Die meisten nicht sozio» listi'chen Blätter zeichnen sich, wie dem„HandelSblad" aus Paris gemeldet wird, durch die strenge Beurteilung deS BegleilschreibenS zu der Noie der Alliierten aus. Doch merlt man, datz diele Ein» leilung nicht die Anliindigung der unerschütierlichen Beschlüsse sind. welche man erlvarlen konnte. Man weitz selbst, datz der wirkliche Zweck des Begleitschreibens der ist. durch KraitauSdrücke den Eindruck zu erwecken, alle zu reellen Konzelsionen abzuschwächen. Man er- wartet eine baldige Versöhnung, sowie E.nschränkung der Aktionen auf einige Jahre. Pertinax schreibt dem„Echo de Paris-, datz der Kern des neuen Veitiage» in dem Punkte zu finden ist, in dem der Verband seine Bereitwilligkeit zu einer baldigen Zulassung Deutschlands zum Völkeröunde erklärt. Ebenso wie Pertinax meineii viele andere, datz die angebrachten Abänderungen nickt die Ausführung, sondern die Basis des Vertrages berühren, waS auch vom Begleitschreiben behaupict werden kann, und dieS umiomebr, weil darin die Versicherung gegeben werde, datz dieser Friede von Zeit zu Zctt verändert werden kann. Vellchiedene ein- flutzreiche Parlamemarier behaupten, datz daS französische Parlament den Vertrag nicht genehmigen wird, da die Vor- teile, welche er Frankreich bietet, nicht genügen, vor allem, waS die Entscheidung anbeirisst. Nichtsdestoweniger glaube man, datz die Kammer zum Schlüsse doch annehme» werde, sonst würde sie nach der Verfassung verpflichtet sein, anzuzeigen, welche besonderen Punkte ihr die Annahme des Vertrages unmöglich macht. Die Gärung in öer französischen Marine. Paris, 18. Juni.„Matin" meldet aus Cherbourg, datz der Marinepräfekt von Cherbourg in einem Tagesbefehl die Matrosen der Hochseeflotte in Cherbourg aufforderte, Plänen gewisser Matrosen nicht zu folgen und Mannes- z u ch t zu wahren. Man dürfe im Augenblicke des Friedens- schlusscS Deutschland nicht die Genugtuung geben, datz die Einigkeit und Eintracht, durch welche der Sieg errungen wurde, aufhöre. Die englischen Arbeiter nehmen an öer inter- alliierten Sozialiftenkonferenz nicht teil. Amsterdam, 18. Juni.„Daily Herald" meldet auS Paris, das) die Nichtteilnahmc englischer Delegierter an ' der in Paris stattfindenden S o z i a l i st e n k o n f e r e n z, bei den französsschen, italienische» und amerikanischen Delegierten bittere I Enttäuschungen erregt habe. Die Italiener und Franzosen scheinen, wie„Daily Herald" meldet, weit besser zu begreifen als die Eng- länder, wie kritisch die Lösung dce augenblicklichen Lage für die gc- samte Arbeiterbewegung ist. ES herrscht die Ansicht, daß die cng- tischen Arbeiter ihre Genossen in den anderen Ländern fallen lassen. �_ Die russische Politik Frankreichs. Heftige Auseiuandcrseiznngcn. Versailles, 18. Juni. Tie Kammer hat gestern die Ervrte- rungen über die Politik der französischen Regierung in Nutzland und über die Zwischenfälle in Odessa zu Ende geführt. Die ganze Sitzung stand im Zeichen starker Er- regung. Zu wiederholten Malen kani es geradezu zu tumul- tuarischen Szenen. Unterstaatssekieiar Abrami mutzte zugeben, datz besonders in den Eiappen der Orienlarmee Unord- nung herrsche und sehr schlecht gewirtschaftet worden sei. Von miltläriichen Stellen seien schwere Fehler begangen worden, ganz besonders an eincpt Stützpunkt am Schwarzen Meer, so datz scharfe Strafmatznahmen notwendig geworden seien. General Hum- b e r t S Uniertuchung an Ort uifd Stelle habe diese Zu- stände aufgedeckt, aber auch festgestellt, datz die Stimmung der Truppe selber durch diese Zustände nicht beeinflutzt sei. Auf einen Zuruf Cachins erwiderte Abrami: Die französische Regierung werde die Orientarmee so schnell als es irgend gehe nach Frankreich zurückführen. Nach Abrami ergriff Prchon daS Wort, um die Orientpolitik Frankreichs klarzulegen. Von 400 000 Soldaten in Sibirien seien 500 Franzosen, und zwar alles Instrukteure. Von 40 000 Mann alliierter Truppen in Rutzland seien 2000 Franzosen. An der Dufestr- Linie stünden zwei sranzösiiche Divisionen. In Rutz- land verteidige sich die Entente gegen Deutsche, welckie die Bolichcwiki bewaffnen und gegen die Entente aufhetzen. Ter Tag werde kommen, wo Nutzland wieder Bundesgenosse Frankreichs sein werde. Einen dauerhasten Frieden könne es nicht geben, solange die Bolschewisten in Rußland herrschten._ Die Slowakei Räterepublik. Agram, 18. Juni.(HR) AuS Budapest wird vom 18. ge- meldet: In einer Proklamation der slowakischen Regierung wird erklärt, daß die Slowakei mit dem heutigen Tage als selbständige Räterepublik geschaffen sei. Die neue Räterepublik sieht ihre na- türlichen Bundesgenossen in der russischen und u n g a r i- schen Räterepublik und stellt sich unter den Schutz des internationalen Proletariats. Die Ausrufung der Räterepublik vollzog sich unter großen Feierlichkeiten. Es wurde ein proviso- rischer revolutionärer Bollzugsausschutz gewählt, der auS 10 Personen besteht. An den ungarischen Rätekongretz wurde ein Be- grützungstelegramm gerichtet, ebenso an die ungarische Rote Armee, in dem zum Ausdruck gebracht wird,'daß der Kampf gegen den Imperialismus gemeinsam mit der ungart- schen Roten Armee geführt wird. Der Verkehr über öen Rhein gestört. Cöln, 18. Juni. Seit heute früh ist der Berkehr Von dem rechten nach dem linken Rheinufer vollständig gestört. Gründe und Gefahren eines Wortbruchs. Von Viktor Schiff. Versailles, 17. Juni Illlll. Bekanntlich hatten die Regierungen der Entente die 14 Wil- sonschen Punkt angenommen, jedoch mit einem doppelten Vor- behalt, ersten' bezüglich der Auslegung des Begriffes der Frei- heit der Meere und zweitens bezüglich der Wiederherstellung der besetzten Gebiete. Unter Wiederherstellung verstanden die Alliierten, datz„Deutschland für allen durch seine Angriffe zu Lande, zu Wasser und in der Luft der Zivilbevölkerung der Alliierten und ihrem Eigentum zugefügten Schaden Eiiah leisten soll". Diese Erläuterung bezog sich ausdrücklich auf die Punkte 7 und 8 des W i lsv n v r o g r a m m s(Wieder- Herstellung Belgiens bzw. der besetzten Teile Frankreichs). Alles, was die-Entente darüber hinaus an S ch a d e n e r s a tz f o r d e r u ng e n stellte, ist ein- facher Wortbruchl Aber dieser Wvrtbruch bat ferne tiefen Gründe, die verdienen, näher untersucht zu werden. Jahrelang hatte die französische Regierung das Volk zum Durchhalten aufgefordert und alle Einwände über diu unge- heurcn Opfer aller Art wurden mit der selbstbewußten Behaup- tung widerlegt: /.Teutschland wird alles bezahlen Müssen!" Mit ' dieser Parole:„Le Boebe paiera!" wurden Milliarden über Milliarden leichten Herzens ausgegeben. Der französische Krieg wurde sehr großzügig geführt und die Kriegslieferanten hatte Ii ihre Freude daran. Es war etwa dieselbe Vgüanque- Politik, wie bei uns zu den Zeiten des unglückseligen Hindcn- burg-Programms. Und als nun der Krieg beendet war, wartete das Land ge- spannt auf die Verwirklichung der magischen Formel. Da stellte sich aber heraus, daß die„Boches" natürlich ebenso ruiniert waren, wie die Franzosen, und daß die magische Formel ein Selbstbetrug, wenn nicht gar ein Betrug am Volke gewesen war. Anstatt sich mm dieser selbstverständlichen Tatsache.zu fügen und offen zu gestehen, daß die erwähnte Formel nur ein Durch- i Halterpropagandamittel gewesen war, versuchte die französische Regierung, ihre Verwirklichung gewaltsam und sei es nur auf dein Papier durchzusetzen. Daher der bereits hier besprochene Artikel 231, der das Schuldbekenntnis Deutschlands und dessen prinzipielle Haftbarkeit für alle Schäden und Verluste aller Alliierten enthält. Aber diesen Grundsatz in die Praxis umzusetzen, erwies sich natürlich ebenfalls als ein Ding der Unmöglichkeit. Daher folgte nun Artikel 232, der folgendermaßen beginnt: „Die alliierten und assoziierten Regierungen erkenne» au, datz die Hilfsmittel Teutschlands unter Verückfichtigulig ihrer dauernden, sich aus den übrigen Bestimmungen des gegenivärli- gen Vertrages ergebenden Verminderung, n i ch t a U S r e i ch c n d find, um die volle Wiedergutmachung aller dieser Verluste miD Schäden zu gewährleisten. Trotzdem verlangen die alliierten und assoziierten Re- gierungen und Deutschland verpflichtet sich dagu. datz alle Sckäden wieder gutgemacht werden, die die Zipil- beoölkcrung der alliierten und assoziierten Mächte selbst inid an ihrem Eigentum durch den besagten Angriff zu Lande, zur See und in der Luft erlitten hat, und igi allgemeinen alle Schäden, wie sie in der Anlage I bestimmt werden." Hier ist also der Boden des Wilsonprogramms und der Lanstng-Note schon gänzlich verlassen, denn es ist da nicht mehr allein von den besetzten Gebieten die Rede, sondern von allen Schäden, die die Zivilbevölkerung aller alliierten Länder erlitten haben, und zwar wird diese Erweiterung der Haftbarkeit Tcutsch- lands von einer ganz willkürlich ausgesprochenen tlapetischm Haftbarkeit Deutschlands für alle Schäden u imi V e r- luste der Alliierten überhaupt abgeleitet. Wenn der Zweck dieser Willkür nur wäre, daß man die Zivilvpser der Luft- und U-Bootangriffe. der Küstenbeschießungen und Fern- gcschütze und dergleichen durch Deutschland entschädigen wolle, so könnte man daS schließlich binnehmeN, obwohl dadurch Tür und Tor für weitere willkürliche Auslegungen der Wilsonschcn Vunkte geöffnet wären. Aber öer Zweck ist ein ganz anderer. Denn was sagt die betreffende Anlage I? „6. Als Schaden, der den Völkern der alliierten und asso- ziierten Mächte zugefügt fft, gelten alle Pensionen und gleich-' wcrttgen Vergütungen an die militärischen Opfer des Krieges (Heer, Marine- und Lnftstreitkräfte), Berstümnrelte, Verwundete, Kranke oder Invalide und an Personen, deren Ernährer diese Opfer waren: der Betrag dieser den alliierten und assoziierten Regierungen geschuldeten Summen wird für jede dieser Re-■ gierungen zum Zeitpunkt des Inkrafttreten? des gegenwärtigen Vertrages zum Kapitalbetrag der besagten Pensionen jinü Vergütungen auf Grund der in Frankreich an jenem Datum geltenden Tarife berechnet. 6. Die Kosten der Unterstützungen, die von den Regierungen der alliierten und assoziierten Mächte den KriegZgefange- n e n ihren Familien und den von ihnen abhängigen Personen gewährt lrrurden. 7. Die von den Regierungen der alliierten �nd assoziierten Mächte an die Familien und andere abhängige Personen der Mvbilisierten und in der Armee Gedienten gewährten Zu- Wendungen...* Da weiß man nicht, worüber man mehr staunen soll: über den Jesuitismus, mit dem der Wortbruch verschleiert wird, über den Wahnsinn, der diese Bestimmungen diktiert hat, oder über deren Dummheit und Kurzsichtigkeit. Jesuitismns ist es, wenn man mit diesen wenigen Worten: ..Als Schaden, der den Völkern zugefügt ist, gelten"... Deutsch- land eine Verpflichtung auferlegt, deren Widerspruch zum Wilson-Programm und zur L anfing- Note zum Himmel schrest. Wahnsinn ist es, von Deutschland eiste Summe zu ver- langen, die sein Volksvermögen um ein Vielfaches übersteigt. Denn alle Pensionen an Kriegswitwen und-Waisen und In- r-Iidm, außerdem noch die Zurückerstattnng der Familienunter- stützungm(und zwar gilt das nicht etwa nur für Frankreich und Belgien, sondern für alle Staaten der Welt, die mit uns im Kriege standen!!), machen eine Gesamtsumme aus, die die Alliierten selbst nicht im Stande wären, sogar annähernd zu bezeichnen. Dummheit und Kurzsichtigkeit war es von.feiten der Fran- zosen, diese Klauseln durchsetzen zu wollen; denn dadurch haben sie sich selbst ius eigene Fleisch geschnitten. Denn für jeden ein- fichtigen Wirtschsaftspolitiker hätte es doch klar sein müssen, daß die Summe, die Deutschland bezahlen kann, jedenfalls die gleiche Maximalsumme bleibt, ganz gleichgültig, ob sie von den Alli- ierten zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete oder zu einem anderen Zwecke verwendet wird. Die versprochene Wieder- gutmachung hätte Deutschland sowieso nur unter Anspannung aller produktiven Kräfte und unter schier unerträglichen Opfern leisten können. Aber es hätte sie schließlich doch geleistet, und sei es nur deshalb, weil es sich dazu verpflichtet hatte. Aber vom Augenblick an, wo Frankreich auch seine Pensionen und Unter- stlltzungen in das Kapitel der Wiedergutmachungen hat d u r ch- schmuggeln wollen, haben seine sämtlichen Bundesgenossen aus allen fünf Erdteilen gesagt:„Schön! Aber dann— auch ich!" Und da begann das wahnwitzige Addieren und sich Ueberbieten, ohne Rücksicht auf Möglichkeiten und Vernunft, ohne die Summen auch nur annähernd anzugeben. Hätte sich Frankreich an sein gegebenes Wort gehalten, dann würde es von Deutschland eine anständige Wiedergut- machungssumme erhalten haben, s o aber muß es mit England. Rumänien, Neuseeland, Siain und anderthalb Dutzend anderer Staaten teilen. Käme also der Vertrag, der uns am 7. Mai überreicht wurde, zur Durchführung(d. h. so weit es überhaupt geht), dann verfielen auf jeden einzelnen Staat«nr ein paar Brocken. Und dies wäre die gerechte Strafe für den begangenen Wortbruch; denn daS Wilson-Programm hatte in Fragen der Wiedergutmachungen Frankreich und Belgien eine Art Vorzugsstellung, die nicht ganz unberech- tigt war, eingeräumt, während sich jetzt jeder für gleichberechtigt erachten wird, das tatsächlich Überfallene Belgien ebenso wie un- zweifelhafte Angreifer, wie Italien und Rumänien. Dos sind also die Gefahren dieses Wortbruches für Frank- reich selbst. Und wenn man nun die Beweggründe dieser boden- losen Dummheit untersucht, so stößt man bald auf'den wunden Punkt der Clemenceauschen Politik. Man hatte dem Volke vor- geschwindelt, daß der Bocke bezahlen würde, und um nun den Schein zu wahren, hat man die Durchführung der trüge- rischen Formel wenigstens auf dem Papier durchsetzen wollen. Der ftanzösischc Steuerzahler soll vorläufig in dem Wahn leben, daß Deutschland die Pensionen und ähnliche drückende Lasten wird tragen müssen. Man will, solang.' es überhaupt geht, den fra.nzösi. sch-n Kapitalisten schonen. Eine offene, mutige Politik verlangte, daß man auch in Frankreich zu weitgehenden Vermögensbeschlagnahmen. Sozinlisierungen und sonstigen radi- kalen Maßnahmen griffe. Aber Frankreich ist heute, namentlich auf finanziellem Gebiet, der reaktionärste, kapita- Das �ahr eins! nach... Von Hugo Hill ig. Es war mitten im Blutronsch des Weltkrieges. Da klang aus dem tiefen Orient heraus eine versonnene Mahnung, ein leises Anpochen an das Gewissen der Menschen, wenn erst der Blutrousch ausgetobt habe, auch äußerlich einen Strich unter diese Vergangen- heit zu ziehen, deren letzte Frucht eben der Zerfleischungswahn war. Und eben auch bleiben sollte, wenn man mit diesem Feuer- fleck im Zeitenbilde die Vergangenheit abschlösse und mit dem Tage des Friedens neu zu zählen anhübe: Jrjr Jahre eins nach... Es war ein Priester in Persien, der diese Mahnung als einen Vor- schlag-heraufklingen ließ. Aber wir hatten in unserem Europa verflucht wenig Zeit und Sinn für solche Versonnenheiten eines Mannes weit hinten, nein, noch weit hinter der Türkei, der von sich au? behaglich zufehsn konnte, wie im Proszenium des weit- geschichtlichen Theaters die Völker auseinanderschlnqen. Und doch dünkt mir, hatte dieser Seijid Hibbetedin Schah- rastani den Weltkrieg besser verstanden, als mancher unserer KriegSbege i sterten. Als sin„Diener der Menschheit" fühlte er, als er den Vorschlag aussprach, den Tag des Friedensschlusses als den Beginn einer neuen Zeitrechnung zu feiern und damit die christ- liche und mohammedanische Zeitrechnung und Jahreszählung zu beenden. Das Jahr des Friedensschlusses, da man zählt»nach Christi GAurt"... sollte eine reiche und bewegte, aber auch eine blutdurchflossene Geschichtsspanne abschließen, in der nicht daS wenigste Blut eben um den Namen Christi willen geflossen war. Und daS Jahr des Friedensschlusses... sollte auch die mohamme- dänische Zählung der Jahre beenden, die nicht weniger mit blutigen Lettern geschrieben worden sind, denn Blut und Eisen waren ge- 7 ade muh die Apostelgewalten des JflamS genugsam gewesen. Und dann sollte, so sagte der persische Priester, mit dem Tage des Friedensschlusses ein neues Zeitalter anbrechen. Für alle Völker werde eine Zeit gemeinsamer Lebensbedürfnisse, gemeinsamer Lebensanschauungen und Lebensanteile beginnen, und ei bedürfe darum eines gemeinsamen Anfanges für die Geschichte der Mensch- heit. Es war kein Wehklagen in seinen Worten über eine Wendung des FatumS, daS unentrinnbar sich über den ganzen Erdball zur Geltung brachte. Es ließ diese Mahnung die tiefe Einsicht in die Bedingtheit aller Geschehnisse erkennen, die dem Orient intuitiv näher liegt, als aller Klügelei und Spekulation unserer Welt- politischen Philosophen in Europa. Und darum sprach auch kein Watt bei Hasses in dies« Mahnung«ritz die, Menschheit und ihr listischste Staat Europas. Die französische Bour- geoisie wehrt sich mit allen Kräften gegen Maßnahmen, die ihren Geldbeutel gefährden. Deshalb schreit sie auch unermsid- lich, daß Deutschland allein» schuldig und haftbar ist, und daß es nicht angehe, da? ftanzösische Kapital, das unschuldige, anzu- tasten, solange es noch einen Pfennig voni verbrecherischen deutschen Kapital und Volksvermögen gibt. Vor etwa zwei Wochen entwarf der französische Finanzminister Klotz im Senat ein sehr düsteres Bild der finanziellen Lage Frankreichs, sowie seiner budgettechnischen Pläne. 5 Milliarden Steuern sollen jährlich aufgebracht werden. Wodurch aber? Zu vier Fünfteln durch indirekte Steuern, namentlich auf allerhand Ge- nußinittel(Tabak, Wein usw.) und nur zu einem Fünf» tel durch Besteuerung d e r im Kriege entstandenen Vermögen. Frankreich, das gelobte Land der Kriegs- gewinnler! Aber wie lange noch? Zusehends spitzt sich hier die Lage nach innen und nach außen zu. Im Innern sind es die Preise der Lebensmittel, die unaufhaltsam steigen und die in- folge der neuen Steuern erst recht steigen werden. Eine unge- heure Lohnbewegung hat in den letzten Wochen eingesetzt, die überall um'• greift. Diese Streiks werden wahrscheinlich über kurz oder lang beigelegt werden. Aber sie sind nur ein Anfang. Die Zeit der allgemeinen Abrechnung naht, auch in Frankreich. Bis vor kurzem hatten wir nicht daran geglaubt, weil das Land siegreich war und genug zu essen hatte. Aber wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit. der erste Auszug aus üer gegnerischen Antwort. Weimar, 18. Jni. Die von der Entente übergebenen Doku- ment« bestehen, wie bereits gemeldet, aus der Mantelnot«. einem Memorandum, in dem die Veräriderungen des früheren Vertragsentwurfs angeführt werden, dem Statut für die besetzten Gebiete' und einem ExemplardeLursprüng- lichen Vertragsentwurfs, in welchem die Veränderungen mit roter Tinte eingezeichnet sind, lieber die Grundzüge der gegnerischen Antwort ist folgendes zu bemerken: An dem Bölkerbundstatut wird nichts geändert. Deutschland soll vor seiner Aufnahme in den Völkerbund erst eine Art Probe- zeit durchmachen, und wenn es seine Vertragstreue bewähre und Gewähr für sein Wohlverhalten gäbe, soll nichts mehr im Wege stehen, daß es in nicht allzu ferner Zeit in den Völkerbund aufge- nommen wird. I» bezng auf die territarialen Fragen wird nicht? geändert an den Bestimmungen für Belgien, Luxemburg, daS Saargebiet, Elsaß- Lothringen und TeutfchSstemich. Für das Saargebiet war schon vorher in dem Notenwechsel die finanzielle Bestimmung über den Rückkauf der Minen geändert worden. Bezüglich Westpreußens, Danzigs und Ostpreußens, und zwar sowohl bezüglich der südlichen Kreise bei Allenstein sowie auch Memels wird nichts geändert. Nur die Garantien für den EifenbahndurchgangSverkehr durch West- Preußen nach Ostpreußen find verstärkt und präziser gefaßt worden. Eine Grenzkorrektur zugunsten Deutschlands ist insofern zu. gestanden, daß nicht mehr gewisse Teile PommernS in das polnische Gebiet fallen sollen. Für Oberschlesien soll eine Volks- abstimmung in einer später festzusetzenden Zeit erfolgen. Bis dahin wird das Land von alliierten Truppen besetzt werden. Falls die Abstimmung zuungmisten Deutschlands ausfällt, sollen Garan- tieu für den Bezug der oberschlesischen Kohle dahin geschaffen wer- den, daß Deutschland ebenso wie Polen in Obcrschlesien Kohle er- werben kann. In Schleswig ist auf Antrag von Dänemark die dritte, die südliche Abstimmungszone fallen gelassen worden. In der Kolonialfrage wird jedes Entgegenkommen kategorisch abgelehnt, wiederum unter Hinweis aus die Sünden unserer kolo- nialen Verwaltung, wobei auf frühere Reden von Erzbevger und Noske im Reichstag Bezug genommen wird. Anch die Bestimmungen über unser Verhältnis zu Rußland werden nicht geändert. In bezng auf dir deutschen Rechte und Interessen außerhalb Deutschlands, also Außenhandel und Schiffahrt, sind keinerlei Kon- Zessionen gemacht worden. Es bleibt bei dem Vertragsentwurf hin- sichtlich der deutschen Handelsflotte. Das gleiche gilt für die Grundlagen unserer Schadensersatzpflicht. Unser finanzieller Kriegstreiben war wie von einem hohen Turm gesehen, wie ein Bild aus großer Entfernung, bei dem alle Einzelheiten sich ein- ordnen in die einfachen großen Eindrücke. Aus diesem Lhnkcus- Schauen heraus mußte der Gedanke stammen: Völker, schließt die dunklen Pforten der alten Zeit, setzt neu an, als Menschheit zu leben. Vielleicht würde ein anderer Lynkeus der Menschheit, Goethe, sein Gefühl, daß mit dem Tag von Valmh ein neuer Ab- schnitt der Weltgeschichte beginne, auch nicht anders— hätte er diese unsere Zeit erlebt— aussprechen können. Wann aber wird dieser Tag des Friedens sein? Nicht deS. Friedens, wie ihn die Verfasser des dicken Wälzers, genannt Frie- denSvertrag, auffassen, eines Friedens, der auf der einen Seite der Unterlegenen Tod und Mühsal, auf der anderen Wahnsinn des Siegers bedeutet. Daß dieser Friede keinen Mschluß der alten Zeit und ihres Blut- und Elfengeistes bedeuten kann, ist klar. Die alte Zeit wird krast eines solchen Friedens nur mit gesteigerten Mitteln fortgesetzt: Berge walriguicg, Mißachtung, Haß, rohe Blut- räche bis ins dritte und vierte Glied, Bereicherungssucht, Aus- beutung des Schwachen,— die alte vertraute Weis«, die noch kein Christentum, kein Islam hat' mildern können. Alles das steht an der Pforte der Zeit, die nach dem Frieden anbrechen soll. Es ist, als wenn sich die Sonne verhängte mit trübem erkältendem und allen Farbe, iglanz ertötendem Gewölk, als wenn ein ewig grau- schwarzer Himmel uns und unserer Kinder Zukunft überschatten werde. Denn dieser Friede ist kein Frieden. Er ist der Hebelpunkt, von dem aus das Schicksal der Menschheit noch weiter erschüttert werden kann. An ihn weiden Millionen und et!« Millionen immer noch nur mit einem Fluch auf den Lippen denken können, und es müßten nicht Menschen der alten Zeit sein, geboren in den Jahren, die man zählte nach Christi Geburt, wenn sich nicht zugleich auch die Faust ballte und das menschliche Gefühl der Wiedervergeltung sich auffpeicherte und anreicherte, bis es eines Tages wieder sich Luft verschafft, so oder so. Das wird beim Unterlegenen sein. Und auch den Sieger wird ein solcher Frieden nicht froh machen, das heißt wirklich froh im innersten Herzen. Sieyesbeute kann nur trunken machen. Und nach der Trunkenheit kommt die Sorge, das Erbeutete zu behalten. Die geringste Nachlässigkeit hat zur-Folge, daß das Erraffte den gierigen Händen entgleitet, und alle Sieger zeig», in ihrem weit- geschichtlichen Bilde schließlich doch nichts weiter als die Mitleid- erregende Gestalt, die nach und nach wieder verliert, waS sie an sich gerissen hatte. Der einzeln« karr von feinem Reichtum nickts mit in das Gretb nehmen, und da auch Völker sterben können und ge- radc am häufigsten sterben an den Ueberladungen bei Sieges- Gegenvorschlag ist nicht akzeptiert worden, die früheren Bedinyun- gen haben in ihrem Wortlaut selbst keine Aenderung erfahren. Nur wird in dem Memorandum zugesagt, daß Deutschland inner- halb vier Monaten nach Friedensschluß das Recht hoben soll, feste Vorschläge zu machen. Aber die alliierten Mächte können diese annehmen, ablehnen oder ändern. Eine neutrale Instanz über Streitpunkte wird dabei abgelehnt. Eine ebensolche deutsche Kom- Mission neben der Commission des Reparation? wird zugelassen behufs Verhandlungen mit der gegnerischen Kommission. Aber bindende Entschlüsse hat allein die letztere zu fassen. Dagegen wird festgestellt, derß die Fviodensbedingungen nicht eine unmittelbare Ingerenz der Commission des Reparations in die deutsche Ver- waltung bezwecken, jedoch kann die gegnerische Kommission unser Budget prüfen und Reiehsausgaben streichen. Ausdrücklich wird er- klärt, daß eine unmittelbare Einmischung in die Verhältnisse ein- zelner Fabriken nicht stattfinden soll. Unsere Gegenrechnungen werden nicht erweitert, unser ganzes Heeresgerät und Flotienmaterial und unsere ganze Handelsflotte werden nicht angerechnet. An den allgemeinen handelspolitische« Bestimmungen wird gleichfalls nichts geändert. Deutschland wird auch für den Fall seiner Aufnahme in den Völkerbund die allgemeine Gleichberech. tigung nicht zugestanden. Das Memorandum enthält lediglich pro- grammatische Erklärungen, daß die alliierten Mächte zu gegeben« Zeit diese Fragen prüfen wollen. Neu ist ein besonderer Bcrtragscntwurf über die Besetzung der rheinischen Gebiete. Die Fristen der Besetzung werden nicht ge- ändert, sondern nur im einzelnen bestimmt, wie das Gebiet wäh- rend der Besetzung verwaltet werden soll. Eine Viermänner- k o m m i s s i o n, bestehend aus je einem Vertreter von Frank- reich, Belgien, Großbritannien und den Vereinig- t e n Staaten steht als Vertretung der gegnerischen Mächte gegenüber Deutschland an der Spitze der Zivilverwaltung, sie hat gesetzgebende Gewalt nur für die Fragen der Unterhaltung, Sicher- heit und Bedürfnisse der Besatzungstruppen. Im übrigen liegt die ganze Zivilverwaltung bei den deutschen Behörden, es bleiben auch die deutschen Gerichte. Die deutschen Behörden unterstehen auch der deutschen Zentralregierhng. Die gegnerischen Besatzungstruppen behalten daS Recht der mittelbare« Reepusition, und zwar nach den Grundsätzen der Haager Landkriegsordnung. DaS Personal von Verkehrswesen, Post, Telegraph und Eisen- bahnen, mutz den Defehlen der BesatzungZarmee folgen, soweit diese zu militärischen Zwecken erteilt werden. In den Rechtsfragen sind Zugeständnisse gemacht, die zum Teil der Bedeutung nicht entbehren. Die Liquidierung des deutschen Privateigentttms im feindlieben Auslande soll nur so weit Platz greifen, als sich dieses Eigentum bei Friedensschluß bereits im feindlichen Ausland befindet. Auch ist das Liquidationsverfahren in den an Polen und Dänemark abzutretenden Gebieten zugunsten der deutschen Be- rechtigten geändert, ferner die Ueberlegungsfrist, die sich die Alli- ierten für die Einführung des Clearingverfahrens vorbehalten haben, von 6 erus 1 Monat beabgesetzt. Auch in der Behandlung deS gewerblichen Schutzrechfes sind Zugeständnisse ähnlicher Art gemacht. I» den Berkehrsfragen beschränken sich die Zugeständnisse darcruf, daß Deutschland in der Oderkommission statt eine? Vertreters deren drei erhalten soll, daß es sich an den Beratungen der Kommission für die Ausarbeitung ein« neuen Donauschiff- fahrtSakte beteiligen darf, jedoch ohne S.t immrecht. Bei dem Bcm des Rhein— Donau-Schisfahrts-Weges soll uns ferner nicht mehr einseitig vorgeschrieben werden, was wir bauen sollen� Auch ist die früher vorgesehene Möglichkeit, den Kieler Kanal einer internationalen Kommission zu uuterstellen, fallen gelassen worden. Endlich ist die Verpflichtung Deutschlands zum Bau neuer Eisen- bahnen erheblich eingeschränkt worden. Tie sofortige Freilassung der deutschen Kriegsgefangenen war schon zugestanden, aber unser Verlcmgen, auch die wegen gewisser Straftaten in Haft befindlichen Gefangenen freizulassen, wird abgelehnt. In den Militärfragen wird das Zugeständnis gemacht, daß wir zunächst drei Monate lang 200 000 Mann behalten dürfen, denm soll eine interalliierte Kommission zusammentreten und prüfen, was wir für die nächsten drei Monate nötig haben und das soll bis zu dem Endpunkt vom 3t. März 1020 so fortgesetzt werden. An diesem Termin muß die Mindestgrenze von 100 000 Manu spätestens er- mählern, so Litt für sie mehr»IS in besonderem Sinne die alte Weisheit, daß alles eitel ist. Diese Friedensfolgerungen für Sieg« und Besiegte stehen durchaus nicht in weiter Ferne. Es will scheinen, als wenn die Friedensverhandlungen nur ein Zwischenakt seien, nach dem sich der Vorhang aufs neue öffnen werde— der nächste Akt oder viel- leicht auch ein neues Schauspiel mit anderen Personen und an- deren Prospekten. Wir glauben schon zu hören, WaS sich hinter dem Vorhang zugestaltet,»nichts Gewisses weiß mau nicht", aber an das Beste glaubt man nicht. Aber nur der Glaube an das Beste kann uns«halten. Und zu diesem Glauben gehört auch der an das Jahr eins nach... Der fatalistische Gedanke ist unerträglich, daß die alte Jahres- zählung und die alte Zeit weitergehen würde, und daß die steigen- den Zahlen auch zugleich, wie es bisher doch eigentlich war, trotz allen Fortschritten und Entwicklungen, eine Steigerung der Kultur- Hemmungen bezeichnen. Kultur verstanden als den Willen zum befreieuden Ausbau alles rein Menschlichen im Gegensatz zum Tierischen, das den Menschen herabzieht. Od« ist es nur ein Größenwahn des Menschen, daß er über dem Ti«e stehe? Ilnd wenn es so wäre, daß das Tier in seiner unverbrauchten, unverkünstelten, unverfälschten Natur den Menschen lehren könnte, auch dann verlohnte es sich, mtt aller Inbrunst an das Jahr eins nach... zu denken und dafür zu arbeiten. Denn dann müßte das neue und«ine neue Zeitrechnung eröffnende Jahr einen neuen An- fang bedeuten, der uns herausführt aus all« Sklaverei, die eine mißverstandene Kultur über uns verhängt hat. Dann könnte daS Menschliche getrost mit dem Tierischen verglichen werden, ohne daß eine Herabwürdigung sich damit verbände. Denn es stände im Kernpunkt ein« solchen Anschauung das Leben und die ihm inne- wohnende Sorge um die Erhaltung des Daseins und die Fort- Pflanzung der Art. DaS ist das Wesen des tierischen Lebens über- Haupt, also auch des menschlichen. Daß der Mensch dieses Wesen allmählich ausgestaltet, kompliziert gemacht hat, ist sein Verdienst, aber auch. sein Schicksal. Vielleicht stehen, wie es auch im Tierleben vorkommt, im unentrinnbaren Gefolge dieses Schicksals solche Katastrophen, wie der Weltkrieg für die Menschheit eine war. Aber die geschichtliche Erfahrung lehrt, daß solche Katastrophen nicht alltägliche»Höhepunkte" der Entwicklung sind. Vernichtend wirken sie im Tierleben auch, aber die Tiere können sich entschul- digen: sie haben keine„menschliche Vernunft". Menschliche Ver- nunft müßten aber zum mindesten die Menschen haben, und diese Vernunft sollte die animalische Vernichtungskatasttaphe ablenken, zerstreuen, aufteilen, wirkungslos machen können. Die menschliche Vermmst hat das tcbex freilich nicht in 1019 christlich gezählten Nr.�VS ♦ ZS. Jahrgang 7. Heilage öes Vorwärts Vonnerstag, 19. Juni 1919 preußische Lanöesversammlung. 32. Sitzung, Mittwoch, den 18. Juni sOlv. Die Besprechung der förmlichen Anfragen über Handel und Lebenlmittelbewirtschaftung wird fortgesetzt. Abg. Herbert sSoz.) begründet die sozialdemokratische Anfrage über die Preise der Bekleidungsstücke. Vr verlangt die planmätzige Herabdrückung der Preise durch Regierungsmatz» nahmen; er empfiehlt beebei Ausschaltung des Zwischen» handeis und unmittelbare Belieferung der Verbrauchergenossen» schaften. Trotz der Lohnsteiaerungen kann der Arbeiter weder seinen Bedarf an Bekleidung noch an Lebensmitteln decken.(Sehr rich- tig!) Der Lanbbund ist nicht so ungefährlich, wie ihn der Er- nährungSminister aufgefaßt hat. Mir liegt Material vor, nachdem der Landbund auf eine politische Umwälzung lossteuert und dabei von den Landräten unterstützt wird.(Lebhaftes Hört, hörtk) In streng vertraulichen Schreiben unterhält man sich über die Beschaffung von Spaten. Damit sind aber zweifellos Handgranate« gemeint. (Lebhafte Bewegung.) Wenn infolge der Hetze des Landbundes der Londwirtschafts streik einsetzt und die hungernden Arleiter auf das Land kommen, dann wird man sie nicht mit Lebensmitteln versehen, sondern die sogenannten Einwohnerwehren werden sie mit Handgranaten begrüßen. (Lebhaftes Hört, hört!) Durch schamloseste Verdächtigungen will der Landbund auch vor dem Eintritt in den Verband der Landarbeiter warnen. Den Ärbeiterräten wird die Äon» trolle in den Landbezirken unmöglich gemacht. Notwendig sind Landräte, zu denen die Bevölkerung Vertrauen hat.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) UnterstaatSsckrctär(Söhre: Die unbefriedigende Preislage für LsbenSmittel und Gebrauchsgegenstände ist auf die Auslands- sp e r r e. die Verringerung der Erzeugung, den Schleichhandel und neuerdings auch auf Transportschwierigkeiten zurück- zuführen. Da die Richtpreise durchweg weit unter den Weltmarkt- preisen liegen, würde im Augerrilick ihre Senkung un durch- f ü h r b a r sein. Die Aufhebung der Zwangswirtschaft führt, wie dos Beispiel mit den Eiern beweist, zu unerschwinglichen Preisen. Eine Verminderung der SchleichhlmdclSpreise ist möglich durch Vermehrung der inländischen Erzeugung und der AuSlandSeinfuhr und planmäßige öffentliche Kontrolle der Erzeuger unter Mitwirkung der Gewerkschaften, Arbeiterausschüsse � und Konsumentenvcrtretungcn. Schleichhändler sollen fortan von jeder Amnestie ausgeschlossen werden.(Beifall.) Zur Hebung der Arbeitslosigkeit wirid auf die Nachprüfung der ErwerbSloscnfürs.orge, die Ausgestaltung der Arbeitsnachweise, den Schutz der Arbeitswilligen zur Verhinderung wilder Strerks und auf die Verbesserung der Ar- beitsleistung durch Akkordlöhne Wert gelegt werden müssen. Ein Reichsindustriefonds zur Belebung der Produktion wird be- raten Zur Beseitigung der Zevsplitterung in der Lohnpolitik wird ein« Zentralstelle mit der Aufgabe der Beseitigung unbegründeter Verschiedenheiten der Löhne in Staats- und Privatbetrieben. Die K o m m u n a Ii s i e r u n g des Lebensmittelhandel» wird auf Grund eines Vorschlage» der Sazialisicrungskommission im Reichsministerium des Innern nachgeprüft, jedoch kann nur von f�all zu Fall entschieden werden, ob die Kommunalisierung eine» Teiles oder ganzer Zweige de» Lebensmittelhandels im öffentlichen Interesse liegt.(Beifall.) Ein NcgierungSvcrtreter«nischuldigt den HandelS- m i n i st e r mit der Notwendigkeit seiner Teilnahme an den Weimarer Friedcnsbesprechungen. Abg. Ehlers(Dem.): Mein« Parteifreunde hätten die AuS- s e tz u n g der Besprechung bi» zum Wiedererscheinen des Minister» gewünscht. Wenn wir vorwärts kommen wollen, dann müssen die ewigen Streiks aufhören. In Frankfurt am Main haben eine Handvoll Leute viel« Tmisende Arbeiter zum Streik ge- zwungen.(Lebhaftes Hört, hört!) Wir find gegen die Kom- munalvfierung de» Lel cnSmittelhandclS. Ab(r v. d. Osten(Dnat. Vv.): Bisher gehörte es nicht zur sozialistischen Lehre, wirtschaftliche Kräfte mrt Polizeizwang zu bekämpfen, so wie ihn der sozialdemokratische UnterstaatS- sekretär Göhrs gegen den Schleichhandel in die Schranken ruft.(Gelächter links.) So ist die Verärgerung der Land- Wirtschaft nickt zu beseitigen. Das Gesmntinteresse aller Glieder de? Volkes, das der ErnährungSminister gestern in den Vordergrund gestellt sehen wollte, ist unter der Hohrnzollerndhnastie viel wirksamer al» fetzt berücksichtigt worden.(Gelächter links.) Die vom Minister gestern angegriffenen Forderungen des Landbundes haben «inen berechtigten Kern. Dem Volke müssen die Augen über die katastrophale Gefahr geöffnet werden, in der wir vor der nächstjährigen ErnährungSperiode stehen. Der Minister war nicht im gerino�ten berechtigt, von einer Profitgier der Land- w i r t f ch a f t zu sprechen. Der Landbünd läßt sich nicht von mate. riellen. sondern von vaterländischen Beweggründen leiten.(Große Unruhe link?.) Der Minister hat von der Blockade der Landwirtschaft gesprochen; ich will hoffen, daß daS Volk nicht eine? TageS sagt: die schlimmste Hungerblockade kam unS von der Republik.(Stürm. Unterbrechungen.— Zurufe: Verteidi ger des Wucher»! — Lel bafte Gegenrufe recht», andauernder großer Lärm.) Nur wenn Sie der Notlage der Landwirtschaft mehr Verständnis ent- aegenbringen. werden Sie eine ErnährungZkatastropihe verhindern. iLcbbafter Beifall rechts, nroße Unruh« links. i Abg. BrtrrS(Soz.): Wenn hier von der Notlgg«'des deutschen Volke» gesprochen wird, dann bat die Rechte zu schweigen, denn sie ist daran schuld. Die Wahrheit wollen Sie nickt hören, aber tein Mensch kann doch daran zweifeln, daß die Aufhebung der Zwangswirtschaft von unaeheucrlichen Preissteigerungen begleitet sein würde. Beweis, die Lage auf dem Eier- nnd dem Ferkel. markt. Nickt Autbcbuna der ZwanoSwirtfchaft, sondern Förde- rung de» Genossenschaftswesens und Ausbau der Zwangswirtschaft find die Forderungen de» TageS.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. RichtorSkv(Z.) befvricht den Arbeitermangel auf dem Lande und wendet sich gegen die Vortnürfe. daß die Landwirtschaft Wucher getrieben habe. Auch die Arbeiterschaft beteilige sich am Schleichhandel.' Abg. Mehrhos(U. Soz.) wendet sich entrüstet gegen den Bor» Wurf de? Vorredners, daß. 90 Proz. der Arbeiterräte LKleiihhanbel getrieden bätlen. Tie Anmaßung der Landbündler und der anderen Agra- rier würden für die zieBewußte Arbeiterschaft ein Ansporn mehr zur Lösung de? gordischen Knoten? sein.(Lebhaftes Hört, hört! rechts.) Die einzige Rettung au» den heutigen Wirrnissen fei die Kommunalisierung und Sozialisicrung. Dazu schein? sich die jetzige Regierun« nicht aufschwingen zu können. E» sei unerhört, daß überhaupt die Forderung zur Wieber. «infübrung des freien Handels in dieser Zeit schamlosesten Wuchcrß aufgfftellt worden sei. Abo. Held(D. Vp.) bedauert, daß der bei den Eiern gemachte erste Versuch des Abbaue» gescheitert sei insofern, daß immer noch Wucherpreise beständen, aber Eier seien doch jetzt wenigstens zu haben.(Großer Lärm links.) Ein Antrag auf Schluß der Aussprache wird au genommen. Der unabhängige Antrag auf Wiedereinführung der ZwangSwirt- schaft für Eier wird gegen die Stimmen der beiden sozial- demokratischen Parteien abgelehnt, ein Antrag de» Sozialdemokraten auf staatliche Regelung der Bekleidungspreife wird angenommen. Weilerberatung der Anträge Freitag 12 Uhr. Schluß 6 Uhr. Prozeß Leöebour. Die Reden der Staatsanwälte. Staatsanwalt Gylae untersucht die Frage der Beftiligung des Angeklagten an den ihm zur Last gelegten Straftaten. Da der Angeklagte in der Voruntersuchung von seinem Recht Gebrauch gemacht hatte. nichts auszusagen, so mußte hier eine große Reihe von Zeugen ver- nommen werden, darunter verschiedene, hie sich an die Verteidigung herangedrängt hatten, um Aussagen zu machen, die mit der Sache gar nicht im Zusammenhang stehen. Der Angeklagte hat hier dar- gelegt, daß die Revolution vom 9. November seine Erwartungen nicht erfüllt hat und daß er deshalb bestrebt war, die Regierung zu stürzen. Was er in dieser Hinsicht angeführt hat, ist nicht geschicht- liche Wahrheit, sondern die Darstellung eines Beteiligten. Aber daß es seine Auffassung tvar, daran ist bei einem Manne, der lange Jahre �im parlamentarischen Leben steht, nicht zu zweifeln. Er war überzeugt, daß die Revolution verpfuscht war und daß er das Recht habe, sie weiterzntrciben. Diese Nebcrzcugung des Angeklagten muß also bei der Beurteilung berücksichtigt werden. Die Absetzung Eickhorns bildete den Anlaß zu den Januarunruhen. Wir haben dem Angeklagten zugebilligt, daß er der Ueberzeugung war. die Re- gierung habe kein Recht gelabt, Eichhorn abzusehen; obwohl sie das Recht tatsächlich hatte. Wir konnten, um den Prozeß nicht inS Uferlose zu führen, nicht auf die Beweisanträge eingehen, die sich mit Bor gängen beschäftigen, welche der Vorgeschichte des Prozesses enge hören und mit diesem nicht in Zusammenbang stehen. Das gilt für die Vorgänge am-6. Dezember und auch für Dinge, die sich bei der Verhaftung de? Angeklagten abspielten. WaS wir über diesen Punkt von Zeugen gebärt haben, hat nicht das geringste dafür er- geben, wa? der Angeklagte über angebliche Mordplan« angeführt bat. Selbstverständlich mußten den Verhafteten gegenüber die er- forderlichen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung der Flucht ge- troffen werden. Wenn es dabei nicht ohne Härten und Schroff heiten abging, so erklärt sich das aus der stürmisch bewegten Zeit des Aufruhrs. Aber von dem, was daraus gemacht worden ist, ist nichts erwiesen. Die Glaubwürdigkeit des Grafen Westarp ist an. gefochten worden. Das meiste, was aus ihm bcrauigeholt wurde— er ist ja geradezu ausgepreßt worden— gehörte gar nicht zur Sache. Aber es ist kein Zweifel, daß er auch in diesen Punkten die voll« Wahrheit gesagt hat. Die Zeugen, die ihn gesehen haben wollen bei den Vorgängen, bei denen er seiner Angabe nach gar nicht zu gegen war, müssen sich geirrt haben.— Auch die Angaben dcS Zeugen Tiesenhaulen sind stark angekochten worden. Er hat ja nicht die Qualität des Zeugen Westarp, aber in den Punkten, auf die es ankommt, sind seine Angaben von anderen Zeugen bestätigt worden. Der Zeuge Tiesenhausen kann also ganz ausscheiden.— Der dritte angefochtene Zeuae ist der damalige Stadtkommandant Fischer. Was er hier angab, ist eine mutige offene Darlegung der schwiengcn Stellung, die er damals hatte. Seine tatsächlichen Angaben sind auch durch den Zeugen Füllbrandt nicht erschüttert worden. Vieles, was auch trotz der Zeugenaussagen noch dunkel geblieben ist. hat der Angeklagt« Lcdebour durch sein« Darlegungen selbst aufgeklärt. Hieraus und au» den Zeugenaussagen ergibt sich, daß infolge de! Streites zwischen den beiden sozialdemokratischen Parteien die An. Hänger der einen, die sich um den Polizeipräsidenten Eichhorn scharten, schon vor den Januarvorgängen stzstematisch bewaffnet wurden. Dann wurde am B. Januar der„Vorwärts" besetzt, was der Angeklagte nachträglich gebilligt hat. Bei der Besetzung wurden Gewalttätigkeiten gegen Personen und Sachen verübt, das Gebäude wurde in Verteidigungszustand gesetzt. Maschinengewehre wurden eingebaut und die Mannkchasten gruppenweise in dem Gebäude untergebracht. In den Geschäftsräumen des.Hauses sind Diebstähle verübt worden. Die an der Besetzung beteiligten Arbeiter waren zwar dagegen, aber der Bewegung hatte sich, wie daS in solchen Fällen zu geschehen pflegt, der Janhagel angeschlossen und eS wur- oen auch Raubzüge in der Umgebung dcS„Vorwärts" verübt. Bei der Besetzung des„Vorwärts" bandelte eS sich nicht nur darum, daß die Aufrührer das ihrer Ansicht nach den Arbeitern geraubte Blatt zurücknehmen wollten, sondern sie ljaben dos Weitererscheinen des „Vorwärts" verhindert, sie haben die Preßfreiheit geknebelt. Auch die Häuser Bürenstein und Masse wurden in ähnlicher Weise besetzt, auch dort wurden Diebstähle verübt. Der Schlesische Bahn Hof wurde von den Aufrührern besetzt und Lcbensmittelbestände wurden geraubt. Eine wichtige Rolle hat auch die Besetzung der Kommandantur gespielt. Die versuchte Besetzung dcS Kriegs- Ministeriums tst nuc von untergeordneter Bedeutung. SwatSanwaltschaftSrat G y s a e besprach weiter die Vorgänge vom B. und 6. Januar. Ein gewaltiger DenionstrationSzug bewegte sich von der SicgeSalle« nach dem Polizeipräsidium, wo der Ange- klagte Ledebour eine Rede hielt, die sich in äußerst scharfer Weise gegen die Regierung wandte. Aus der Menge ertönten Rufe nach Waffen, worauf der Angeklagte sagte, wartet nur ab. die Zeit wird schon kommen.(Widerspruch de" Angeklagten.) Einige Zeugen haben sich in diesem Sinne ausgesprochen. Danach formten sich die Zügx, die zur Besetzung des„Vorwärts" und der anderen Zeitungen schritten. Währenddem trat der Angeklagte mit seinen Freunden zu einer Besprechung zusammen. Da bekam er die Nachricht, daß der„Vorwärts" besetzt worden fei. Das mag nicht im Plane des RevoluiionSauSschuffcZ gelegen haben, aber die Besetzung wurde auch vom Angeklagten al? gegebene Tatsache hingenommen und zum Ausgangspunkt des Auf. standeS gemacht, des Gewaltakts, der zum Sturz der Regierung be- nutzt werden sollte. Am nächsten Tage, den 0. Januar, erschien der Aufruf, der die Arbeiter zum Generalstreik und zu den Waffen rief. Diesem Aufruf leisteien die Arbeiter in großen Scharen Folge. sie strömten nach dem Marstall, um Waffen in Empfang zu nehmen. Dein Angeklagten als einem tätigen Mitglied des RevolutionSauS- schusseS konnte nicht entgangen fein, was in feiner Anwesenheit im Marstall vorging.(Angeklagter Ledebour fragt:„Wa? denn?"— Der Vorsitzende untersagt die Unterbrechung.— Der Staatsanwalt fährt in feiner Rede fort.— Ledebour unterbricht ihn in äußerst erregter Weise, schlägt mit der Faust auk den Tisch und protestiert aegen dunkle, unbewiesene Andeutungen de? Staatsanwalt«.— Der Vorsitzende untersagt dem Angeklagten energisch, den Staateanwalt zu unterbrechen, nnd droht mit dem Abbruch der Verhandluna. wenn sich der Angeklagte nicht füge.) Staatsanwalt: Vom Marstall ging der Angeklagt« nach dem Polizeipräsidium, wo er mit seinen Freunden weiterverhgndelte. Der Angeklagte ist trotz seines hohen Alter? mit jugendlicher Frische in die Situation bineingespninaen, die sich ihm bot. Wenn sein Verhalten während der ganzen Tage berücksichtigt wird, dann müssen die Schuldfragen bejaht werden. Der Aufstand war ausgebrochen, zunächst konnte an seine Nieder- zwingung mit Waffengewalt nicht gedacht werden, denn die Re- gieirung hatte keine bewaffnete Macht, auf die sie sich»erlassew konnte. Erst an den folgenden Tagen sind Truppen aufgestellt wor- den, um den Aufstand zu überwinden.— Di« Verhandlungen, die während der ersten Kamvftaae angeknüpft wurden, waren am Mittwoch auf«inem toten Punkt angelomm-n. Da erschien wieder. am S. Januar, ein Flugblatt. daS in schärssten Worten zum Kam vi aufforderte. Zwar setzten in den nächsten Tagen die VerHand- lungen nochmale ein, aber, wie der'Auge klagte sagt, hatte er den Eindruck, daß die Regierung die Sache verschleppen wollte. Wir haben aber hier durch Zeugen gehört, daß aus der Seite der Auf ständigen unter anderem, auch der Rücktritt bestimmter Regierungt Mitglieder verlangt wurde. Auf eine solche Forderung kann eine Regrecung natürlich nicht eingehen. Mit seinem Handeln am B. und 6. Januar ist der Angeklagte aufgetreten alS Rädelsführer der Menge, die sich zusammengetan hatte, um die Regirrung mit Gewalt zu stürzen. Die Schuldfrage nach LandfricdcnSbruch und Aufruhr werden Sie, meine Herren Geschtoorenen, also zu bejahen haben. Es fragt sich nur noch, ob mildernde Umstände vorliege». Bei dem Angeklagten spielte zweifellos das Streben nach Erlangung der Macht eure Rolle.(Ledebour:„Ich habe doch am S. November einen Ministerpostcn abgelehnt. Waß der Staatsanwalt sagt, ist eine ungeheure Fälschung."— Der Vorfitzende untersagst dem An- geklagten, von Fälschung zu sprechen, und stellte wieder in Aussicht, daß, wenn der Angeklagte fern Verhalten nicht ändere, da» Ger, cht erwägen müsse, ob weiter verhandelt werden könne. In dieser Weist könne es nicht weitergehen.) Staatsanwalt: Wenn da», was dem Angeklagten zur Last fallt. in normalen Zeiten begangen wäre, dann würde ja von mildernden Umständen keine Rede fein können. Aber hier ist zu berücksichtigen. daß die Handlungen des Angeklagten in eine durch Parteikämpfe aufgeregte Zeit fallen, daß er der Neberzeugung war, die Revolution habe ihre Ziele noch mcht erreicht und müsse deshalb weitergetrieben werden, und daß er auch überzeugt war, Eichhorn sei unrechtmäßig abgesetzt worden. Diese Erwägungen veranlassen mich, für dir Zubilligung mildernder Umstände einzutreten. Donnerstag. 9 Uhr, beginnen die PlädoherS der Verteidlger. » Aum Attentat" auf Raöek. Die von der Reichswehrbrigade 29 vorgenommene Untersuchung bat festgestellt, daß aus der Flammenwerferkascrne kein Schuß auf Radek abgefeuert worden ist und daß nur eine einzige Kugelspur gefunden wurde, und zwar die de» Schusses, der don einem unvor- sichtigen Soldaten auf einen, der dortigen Kasernenhöfe in die Lust abgegeben worden ist und in die Nähe Radek» zurückgeprallt war. .Infolgedessen ist den Regierungßtruppen, die in jenen Kasernen untergebracht sind, noch einmal daS bekannte Schießvcrbot NoSkcS eingeschärft worden, �..., Die„Freiheit"— wir»rennen die Quelle, nicht so w« d»? „Freiheit" bei unserem Bürgerraibericht. den sie gckl— ebt hat— meldet, daß ein Militärarrestant in der Stadtvogtei wegen dcS aus- drücklich verbotenen SvrechenS mit anderen vom Fenster au», er- schössen worden ist. ES liegt natürlich im dringendsten Interesse der Rechtspflege. VerständigungSverfuche zwischen Untersuchungs- gefangenen zu verhindern, eine u-sozialistische Regierung w,rb genau derselben Meinung sein, aber ob gleich dieses äußerst« Mittel angewendet werden mußte, ist doch zweiftlhatt. Und mm sehen wir wieder dem Papagcienschrei„Lakai deS EdenhotelS zerknirscht entgegen.___ verbanSstag der Holzarbeiter. W i mmer- München: ES ist Wwer. den VorstandSbericht heute sachlich zu kritisieren. Der politische Meinungsstreit gehört nicht in den Verband.,...... S t o r m- Berlin kritisiert die Arbeitsgemeinschaften. Um die Bctri-cbe vor der Sozialisierung zu schützen, gingen die Unternehmer darauf ein. Er verurteilt weiter den Anschluß an den Bund„Frei beit und Vaterland", da» Hilfsdienstgesetz und die KricgSpolitik der Gewerkschaften._„„, SwintkowSki(Vorstandsmitglied): Dir Aufhebung res Statuts war notwendig. Der Vorstand konnte während des Krieger. nicht besser arbeiten. Wir müssen Toleranz nach beiden Seiten üben. Zu den Tarifverträgen sind wir durch die Verhältnisse ge- zwungen worden. Wir können nicht verlangen, daß die Redaktion allen drei Richtungen Rechnung trägt. Redner geht auf die Putsche in Deutschland und die Revolution eiru Die Politik des Vorstandes nach dem v. November ist nicht zu billigen. Wir müssen die Dtfft renzen sachlich und ruhig austragen. Es tritt Schluß der Debaite ejn. Siegle- Berlrn betont. die Revolution sei an den Diskussionsrednern spuclo» vorüber- gegangen. Zu Beginn de? Krieges kannte man über den Ehavakter des Krieges im Zweifel seitr, doch Halle der Vorstand später eine andere Politik treiben müssen. Wir können nicht alle Handlnngen de» Vorstandes nachprüfen. Die geiverkschnslliche Tätigkeit läßt sich von der palitiswen nicht trennen. Kleine gewerkschaftliche Er folge können unS nichts nützen. Die rein gewerkschaftliche Tätigkeit LripartS ist anzuertennea. Redner bespricht auSftährlich die Kriegspoliti! und die Arbeits««- meinschaft. Di« Gründung der Arbeitsgemeinschaft'sei nur aus Angst vor der Sozialisierung erfolgt. Im Oktober 1918 sei die „Holzarbeiterzertung" noch sür die Entscheidung durch daS Schwert eingetreten. Der Vorstand habe sich noch nicht der neuen Zeit an- gepaßt. Kahser(Redaktion) steh» auf dem Vodcu der Vaterlands- Verteidigung. Im übrige» geh: er auf die einzelnen angegriffenen Artikel ein und verteidigt dieselben mit guten Gründen. Leipart sagt in seinem Schlußwort: Kein Redner kjat ein Wort über den Frieden gesprochen. Unser« Vertreter erns den besetzten Gebieten sind nicht zugclassen worden; die Vertreter vom Osten sind vielleicht z'im letzten Mole hier. Wir protestieren da- gegen. Mit der Politik der Gciieralkommission bin ich nicht immer einverstanden gewesen. Der Streir der letzten Jahre ist nur auf die politiiben Meinungsverschiedenheiten zurückzuführen. Daß die Gewerkschafien ein notwendiges Uehel seien, ist schon früher erklärt worden, wir brauchen aber die©dverkschasten. Die ArbeitS- geliieinfchatt hcrt schon 1914 bei unS bestanden. Auö den Mitglieder- kreisen haben wir nur Zustimmung erhalten. Gegen de» Jnter- nationalen Kongreß von Stuttgart haben wir nicht verstoßen. Am Volksbund haben wir uns beteiligt, um gemeinsam gegen hie Vater- landSpartei vorzugehen. Der Vorstand bedauert bte Maßregekungen der S«rBoitbS6eatntetf. Rsdiier wendet sich g«aen die Resolution Siegle. Den Boden des Klassenkampfes habe der Vorstand niemals verlassen Nach einigen persönlichen Bemerkungen erfolgt die Mstim- mung. Der Kommissionsantrag wird mit S7 gegen SS Stimmen an- genommen und dem Brrbandsvorstand und der Redaktion somit das Vertrauen ausgesprochen. Die Resolution Siegle wird mit 10# gegen 43 Stimmen abgelehnt. Die Abstimmung erfolgte namentlich. Die von der Kommission empfohlenen Anträge Dresden und München. die die Zerreißung der Arbeiterbewegung bedauern und empfehlen, das Trennende in den Hintergrund gu stellen, iverden mit über- großer Mehrheit angenommen. Ein Antrag Schell- Ulm und Mendt- Köln, der sich gegen die Maßregelung der Ver- bandsbeamte» und-ftmktionäre wegen ihrer politischen Ueber- Zeugung ausspricht, wird ebenfalls angenommen. Hierauf erstattet König den Kassenbericht. Die Kassenverbältnisse haben sich durch den Krieg nicht günstig gestaltet. Einschließlich der Lokalkassen betragen während der sünf iXahre die Einnahmen 21!49 360 M. und die Ausgaben 13 236 3S3 Mark. An Vermögen sind 9317 253 M. vorhanden. An Unter- siübnngen wurden 11529 238 M. ausgezahlt. Während'des Krieges mußten die Lokalkassen daS Geld der Hauptkasss Verfügung stellen. R e h f e I d t gibt den Revisionsbericht und stellt fest, daß der Verband keine Kriegsanleihe gezeichnet hat. Schleicher bittet im Kommissionsbericht um Ablehnung der Anträge, die verlangen, daß den Lokalkassen das Geld zurückgezahlt wird. In der Diskussion sprechen Brenkmüller- Bremen und Müller- München sich für die Anträge aus. Die Anträge werden argelchnt. T a r u o w erhält das Wort zum Referat über Die neuen Anfgaben des Verbandes. Die Revolution ist nicht spurlos an uns vorübergegangen. Unsere Organisationsarbeit hat zum Sozialismus geführt; durch sie erst haben wir dem Sozialismus praktisch vorgearbeitet. Der gesetzliche Organisationszwang ist zu verwerfen; auch den Lohn- kämpf dürfen wir nicht aufgeben. In der künftigen Gesellschaft muß die wirtschaftliche Existenz für alle sichergestellt tverden. Auch auf dem Boden der Gemeinwirtschaft brauchen wir die gcwerkschaft- liche Vertretung zur Wahrung der besonderen Arbeitcvinteressen. Wir fordern die Betriebsarbsiterräte, die die erweiterten Aufgaben der Arbeiterausschüsse übernehmen sollen. Zur Leitung der Gemeinwirtschafi müssen Wirtschaftskammern gebildet werden. Auch in der Solzindustrie sind SozialiserungSmöglichkeiten vorhanden. Wir müssen uns für die Ausgaben, die die Sozialisierung bringt, bereit halten. Der Redner bittet um Annahme einer Resolution, die sagt: „Zur Einleitung der Sozialiserung der Holzindustrie fordert der Verbandstag von der Regierung und Gesetzgebung: 1. Die Errichtung von Wirtschafiskammecn für die Holzindu- itrie und für jedes holzverarbeitende Gewerbe. Tie Wirtschafts- tammern haben die Aufgabe, an Steve der Privatlnirtschaft die Ge- meinwirtschaft einzuführen und deren Leitung zu übernehmen, die Produktion entsprechend dem zu ermittelnden Bedarf gleichmäßig zu organisteren, die höchstmögliche Wirtschaftlichkeit und ein.' ge- rechte Verteilung des Arbeitsertrages herbeizuführen. Die Durch- snhrung dieser Aufgabe erfordert die Mitwirkung aller Volkswirt- ichaftlich tätigen Kräfte, jedoch ist die Vertretung in den Kammern so zu regeln, daß die ansgesprochenen Anhänger des geineinwirt- schaftlichen Prinzips die Mehrheit bilden. Zur Durchtührung'der einzelnen volkswirtschaftlichen, technischen und sozialpolitischen Auf- »oben find den Wirtschaftskammern Berwaltungsämtec anzu- gliedern. 2. Die Enteianuna aller Privatforsten von mehr als 13 Hektar zufannnenhängender Räche und ihre U-berführung in öffentliches. Eigentum und gemeinwirtschaftlichcn Betriev. 3. Die Bewirtschaftung des gesamten in Deutschland produ- zrerten und vom Ausland eingeführten Nutzholzes durch die Wirt- schafisksmmern. 4. Die Un'wandlung des privaten Holzhandels in gemeinwtrt- schaff liehe Holzversorgungsstellen im Rahmen der Wirtschastskam- mern;. evenluell für eine UebergangSzeit die Zwangsiyndizierung des Holzhandels. 5. Die öffentliche Bewirtschaftung auch der anderen in der Holz- uchustrie verwendeten Rohstoff«, wie Leim. Oele, Schellack, Haare und Borsten, Korbweiden und Rohr, Korkholz usw., durch die Wirt- schaftskammern."__ Generalversammlung öes Sergarbeiter- verbanöes. Bieleferd, 17. Juni. Ein Antrag, auch zu dem Vortrage des Redakteurs Wagner einen Korreferenten zu bestellen, wird mit 91 gegen 143 Stimmen abgelehnt. Dann erhält das Wort zum Vorstandsbericht'der am Sonntag zum Korreferenten bestimmte Kamerad Rosemann sAn- bänger der II. S. P.): Die Einigkeit im Verbände wollen auch wir. Aber wir halten die Verbandslaktik für verkehrt. Das Hilfsdienst- gesetz durfte nickst kommen. Die Kohlennot ist durch die Aufspeiche- rung von Vorräten im Binnenland und bei der Eisenbahn stark verschuldet. Das Telegramm an Ebert um Aufhebung der Todes- urteile über zwei Kameraden war Komödie; die Aufhebung war doch eine Selbstverständlichkeit. Die Einzelstreiks 1917 waren keine Mache der Spartakisten, sondern durch Hunger hervorgerufen. Die Verbandsleiwng bat aber stets zur Arbeit gemahnt. Das schuf immer mehr Erbitterung. Die„Streikhetzer" mußten in den! Schützengraben. Der Vorstand beruhigte weiter. Durch diese Taktik blieb der Lohn der Bergarbeiter gegen andere Arbeiter zurück. Der Verband durfte nicht Kriegsanleihe zeichnen. D« Haltung der' Redaktion schlug nach der Revolution vollständig um. Die Revo- s berträge eingeführt werden. Die Reife-, Arbeitslosen- und Kranken- lution hat dem Bergarbeiter nur Vi Stuuoe Arbeitszeitverkürzung Unterstützung wurden getrennt. Die Reiseunterstützung beträgt in gebracht. Aus die Sozialisierung im Bergbau warten wir schon, allen 4 Klassen 1,33 M. pro Tag bis zur Höhe von 33 M. im Jahre. tM 17 Tvi f fl C*£ S t o v+ rt* Sc v ffl? a ff» rt- l � Clf � i s f � i � Ti, I....._ � JC. f~>— t_<-r.fr_______«. CYTI i i ein halbes Jahr. Aus dieser Enttäuschung entstand der Massen streik, der mit Waffengewalt niedergerungen wurde, obgleich es sich nur um wirtschaftliche Z-orderungcn handelte. Die Forderungen der Neunerkommission waren auch durchführbar. Die angekündig- ten Betriebsräte genügen den Bergleuten nicht. Kompromisse führen nicht zum Ziele. Die Führer, die das nicht einsehen, müssen gehen. Wir bleiben im Verband. Auf Grund des Programms der IL S. P. werden wir weiter darin wirken. Nach dem zweistündigen Korreferat begann die Diskussion, die die ganze Vormittags- und Nachmittagssitzung ausfüllte. Bis ofj llhr kamen von 97 eingezeichneten Rednern 29 zum Wort. Es wurde so verfahren,- daß feder Redner aus einem anderen Bezirk sein mußte, so daß auf diese Weise feder Bezirk dran kam. Am Schlüsse der Sitzung waren 4 Bezirks noch nickst zu Worte gekommen. Haupt>'ächlich drebte sich die Kritik um die Haltung des Vor- standes während des Krieges, zum Hilfsdienstqcfetz. zu den Streiks Die Arbeitslosenunterstützung beträgt nach Lohnklassen und Mit- gliedsdauer gestaffelt, 1.53 bis 2,53 M., 1,25 bis 2,25 M., 1,33 bis 2.33 M. und 3.75 bis 1,75 M. pro Tag auf 63 Tage Dauer im Jahr. Die Krankenunterstützung beträgt in diefen Klassen 3.83 bis 1,23 M., 3.73 bis 1.13 M.. 3.63 bis 1 30 M. und 3.53 bis 3.93 M. pro Tag auf 63 Tage im Jahr. Als Höck.stbetrag kann ein'Mitglied inner- halb 52 Wocken für Reife-, A'-beitslosen- und Krankenunterstntzung l in den 4 Klassen bis 153 M.. 75 bis 136 M.. 60 bis 120 M. und 45 bis 105 M. beziebcn. Die Sirrikunterstützung beträgt 14 bis 22 M.. 12 bis 23 M., 11 bis 18 M. und 10 bis 16 M wächew'ich. außerdem für jedes Kind unter 14 Iabren(bis 3 Kindern) 1,00 M. pro Tag. Für Ge- maßregelten-llntr stützung. gelten die gleichen Sätze, doch kann Vier der Verstand ausnahmsweise die Unterstützung bis zu 8 M. erhöhen. Die Natfallnnterstützuna beträfst Fi" M. Da� Sterbegeld wurde auf 75 bis 123 M.. 65 bis 113 M., 55 bis 133 M. und im Rubrrevier und um die Sozialisierung. Ein Viertel der Redner 45 bis 93 M. bemessen. Das Verbandsorgan soll eine idgckb.-ilago bekannte sick zur Opposition, wäW�d die meisten Redner die Hal- tnng des Vorstandes als aus den Verbältnissen aegcben als richtig anerkannten, andere teilweis- Kritik übten. �Vbie Haltung der Gene- ralkommisflon wie der Gewerkschaften überhaupt verteidigt� Umbreit. Die Diskussion geht Mittwoch weiter. erhalten und zur Unterstützung des Redakteurs ein Fackbeirat ein- gesetzt werden. Der Verbandstag findet alle 2 Jahr statt. Die Pertrcter des Vorstandes und AnsschnsseS haben Stimmrecht. Für die Lehrlinae sind besondere Lebrlingsabteftungen zu bilden. L�r- singe und Lehrmädckcn zahlen kein EiwrittSgeld und nur 20 Pf. Wgckenbeitrng. Sie erhalten das Verband�orggn und geeignete BildnngSsckrften. Nack Beendigung der Lehrzeit treten sie unter Umrecknuna ihrer Beiträge in den Verband über. E� wurden noch die Vorickriften über Lobnhewegunaen sowie die G-schär'sord'-ung der Mitgliederversammlungen erledigt und dann d'- neuen Satzungen im ganzen ongenomm-n. Die Satznng-n gelien vom 1 1. Juli 1919, die höheren Nnterstützungesätz- für Arbeitslose uno Kranke ww'e da? Sierbegeld erst vom 1. Juli 1923. t�zkssp.„r!�,. w w"" inn,-- i Zum Gewerkschaftskongreß wird Etzkorn delegiert. Ihm wird ich« f iu des Vorstandes, der dee Zwt von � i aufgegeben, feder Zersplitterung der GewerkschaftSbeween-n- ent- 1918 umfaßt, gibt ein bezeichnendes Bild der Schick, ale des Ver- gegenzuwirken. � verbanöstay öer Zriseuraekilfen deutstblanAs. In Stutgart fand kürzlich der 13. Verbandstag der Friseur- geh i Ifen Deutschlands statt. Der gedruckt vorliegende Ge- bandes während des Krieges. Von 66 Zahlsiellen überdauerten nur 11 die Kriegszeit und 5 konnten wieder- oder nenerrichtet werden, so daß die neue Bericktsperiode mit 16 Filialen begonnen werd-n kann. Ende März zählte der Verb-nd wieder 4584 Mitglieder und gegenwärtig ist die Zahl von 7933 überschritten. Der Kassenbericht craibt für die Jahre 1914— 18 eine Gesamtc'nnahme von 39 433 M. und eine Gesamtausgabe von 137 212 M. Der Geschäftsbericht wurde vom Vorsitzenden und vom Kassierer mündlich erläutert und ergänzt. In der Debatte über den Vorstandsberickt wurden Klagen über Stockungen der Verbands- täftgkeit, besonders beim Maierialversand, laut. Sie wurden von Zur Frage der Damenfriscurgehilfinnen wurde eine Resolution anfKwmmen, in d-r eine 2sLhrig.e Leksiz-it für dsiie«'s ausreichend erachtet, wie Verbot der sogen. Ans- bildungsinstiinte verlangt und vom Jabre 1921 ab der Anskchl'iß der Geb-liinn-n obne r-aelreckte Lehrzeit von der Beschärftgung er. strebt wird Für die Gehilfinnen ohne regelrechte Lehrzeit werden bestimmte Löhne gefordert und im übrigen der Grundsntz de? gleichen Lohnes für gleiche Leistung geltend gemacht. Ferner wurden ftir rine gesetzliche Regelung de« LebrlingsweicnS Grund- sätze ausgestellt in dcr Richtung einer Begrenzung d-r Höchstzahl den Vorstandsvertretern auf die Kriegsschwierigkeften, insbesondere! der Lehrlinge im Verhältnis der Gebilfenzabl. zweifähriger L«br- beim Druck, und auf die neben- und ehrenamtliche Tätigkeit des zeit. Verbot gewe-bsmätziacr Lehrinstitute. kommunal- Lehrstellen. Vorstandes zurückgeführt. Allgemein wurde eine Mehranstellung bermi'tkung mit B-ruksberatuna. kommunale Gew-rheschulen. so- von Bemnten, sowohl im Vorstand, als auch in den Filiawerwal- tungen verlangt. Mit Genugtuung konstatierte der Vorsitzende, daß keinerlei politische Richtungsstreitigkeiten zur Sprache gekommen seien. Dem Vorstand wurde einstimmig Decharae erteilt. Danach referierte U m b r e i t- Berlin über„Titel VII der Reichs- g e w e r b e o r d n u n g". Von einer Darstellung des vor dem Kriege � geltenden Rechtszustandes und der während des Krieges und seit j Mftgsiederzabl von 12�000 angestellt werden. dem November v. I. eingetretenen Veränderungen ausgebend, be- bandelte der Redner die Bestrebungen nach einem einheitlichen wie Kontrolle de? Wobn- und Arbeftsräume bor Lehrlinge. Ein Antrag betr. Ausstellung eines Komimmalifterungsprogramms wurde dem Vorstand überwiesen. Der Vorstand wird ermächtigt, in der Hauvw-rmaltung sofort eine Hllfskraft und in den Zweig- vereinen Lokalbeamte anzustellen. Eine drifte Kraft kann im Hauptbüro mit Zustimmung de« Ausschusses nach Erreichung einer Arbeitsrecht und die Vorarbeiten des Reichsarbeit«cnntes dazu. Der Redner schloß mit der Zuversicht, daß das große Werk bald verwirk- licht werde und forderte zu eifriger Mitarbeit der Ge- werkschaften auf, da das neue?lrbeitsrecht in erster Linie der Aus- druck der Interessen der»Arbeit tverden solle. In der Diskussion wurde vor allem das Lchrlingstvesen und die hier im Friseuraewerbe bestehenden Mißstände besvrochen, wozu auch verschiedene Anträge in der Richtung nach gesetzlichen Re- formen vorlogen. Der Borsitzende Etzkorn ging näher auf diese Klagen ein und hielt einen stärkeren Einfluß der gewerkschaftlichen Organisation aus die Regelung des Lehrlingswesens für notwendig. Am dritten Tag referierte der Berbandsvoriitzende E tz k o r n über„T g r i f v e rt r ä g e". Er gab eine Uebersicht über die seit- herigen Tarife und die Erfahrungen und erwartete einen allge- meinen Fortschritt auf tariflichem Gebiete mit dem Wachstum der gewerkschaftlichen Organisation. Die gesetzliche Regelung der Geschästsbetriebszeit an Wachentagrn behandelt ein Vortrag von K. Lorenz-Hamburg, der nach einem Rückblick auf die aus ArbeitSzeitregelung gerichteten Bestrebungen des Verbandes nachweist, daß die Durchführung des Achtstunden- tagcs im Friseurgewerbe ohne einheitliche Geschäftszeit nicht mög- sich sei. Eine Resolution wurde einstimmig angenommen, die die Nationalversammlung um Aenderung der Gewerbeordnung ersucht im Sinne dcr Muß-Vorickriften für die oberen Verwaltungs- bebörden, auf Antrag der Mehrheit der beteiligten Geschäftsinhaber für eine oder mehrere Gemeinden eine einheitliche Regelung deS Beginns und Endes der Gesckästsbetriebszeit. sowie der Mittags- Paulen an Wochentagen als allgemein rechtsverbindlick nnzuordnen. Auch sollen die Sonniagsrube-Ausnobmen für das Friseurgewerbe bis gnf die hohen Feste beseitigt werden. Ein Vortrag von Tb. G i e s e- Frankfurt über die fach- gewerblichen Aufgaben des Verbandes l-nkte die Aufwerksamkeit aus die wirksame Bekämpfung der Maffenschulen für Friseusen und auf die Beseitigung der Mängel der Lehrlings- erziebung. Der Referent hielt Fachkurse des Verbandes im Herren- und Damenfrisieren, sowie Spezialkurse für Hand-, Fuß- und Ge- sichispfleg'e, ferner den facklichen Ausbau des Verbandsorgans, die Gewinnung tüchtiger Fachlehrer und die Errichtung von Fachab- teilungen und Fachausschüssen für notwendig. Eine Resolution im Sinne dieser Vorschläge wurde angenommen, ebenso ein Antrag auf Vereinigung aller Lokalvereine mit dem Verbände. In der Statutenberatung wurden folgende wichtigeren Be- schlösse gefaßt: Der Name des Verbandes ist vom 1. Juli d. I. ab: „Arbeitnehmcr-Brrband des Friseur- und Haargcwerbes". Den Satzungen werden gewisse Richtlinien vorangestellt, in denen die Ziele der Organisation zum Ausdruck gelangen. Tie Beiträge werden in vier Lohngruppen auf 193, 83, 63 und 43 Pf. pro Woche festgesetzt. Lokalbeiträge können bis zu 25 Proz. der Verbands- Di« Vorstandswahlen ergaben: Vorsitzender Etzkorn, Kassierer Langner. Ausschntzvorntzender Loren,-Sambura. Nach einer Schlußrede des Vorsitzenden fand der Verbandstag sein Ende. verbandstag öer Kupferjchm5eöe. Dresden, 17. Juni. Am zweiten Verhandlungstage wird die Aussprache über die Berichte sortacsetzt, die den ganzen Vormiiiaa ausfüllt. Es kommen noch 13 Redner zum Wort. Die Diskussion beweat sich in denselben Rohmen wie am Tage vorher. Ein Redner fordert die Einhefteorganisation aller Arbeiter gegen den Kavitalismus; Pas sei Wicktiger als«in Uebcrirftt des Kupfersckm'edeverbandeZ zum Metallarbeiterverbande. Di« Gründung des Eisenbahnerver- bandeS wurde begrüßt. Auf die Angriffe gegen die Gcneralkom- Mission geht K n b e ausführlich ein. Es sei notwendig, die Be» weaung der Massen in eine einheitliche Richtung zu lenken. Die Arbeiter strebten alle dem gleichen Ziele, dem Sozialismus zu. Das gelte auch von den G cwerks cka ii Zange stellte n. Meinnugsver- sckisdenbeften bestünden nur über die beste Methode zur Erreichung dieses Ziels. Die Arbeit der Gcneralkommission ergab ssck aus den feweiliaen Verbältniffen. Viele waren damit nickt zufrieden, aber keiner babs sagen können, wie es bätte besser gemacht werden sollen. In seinem Scklußwort gebt Hecht auf die am Vorstands- bericht geübte Kritik ein, die sich fast gar nickt oeqen die Berbards- leitung als vielmehr gegen die Generalkonimission gewandt babe. Diese habe jedoch nichts ohne Befragung der Verbandsvorstände getan. � Im übrigen ist die Nachmittaassitzung ausgefüllt mit dem Refe. rat Hechts und dem Korreferat Jahrmarkts über Arbeitsgemeinschaft aber Rätcsysicm. Der Referent stellt sich voll und ganz auf den Boden der zwischen den Gewerkschaften und den Ilnternehmervcrbänden abge- schlössen«» Arbeitsgemeinschaft und des Aufbaues deS RätrivstemZ im Sinne der Vorlage der Vorständekonierenz an den Gewerkschaftskongreß. Der Korreferent begründet ausführlich eine Ent- schließung, in dcr gesagt wird, daß sich durck die langjährige An. stellung der Gewerkschaftsbeamten Interessengegensätze zwischen ihnen und der Arbeiterschaft herausgebildet hätten. Die Arbeits- gemrinsckaften seien zu verwerfen und der Verband solle sick auf den Boden des Rätcivstems stellen, das unter Zusammenfassung aller Hand- und Kopfarbeiter der heutigen Zeit entspreche. Ein Zusatzantrag berlangi. daß nur folcke Beamte angestellt werden sollen, die sich grundsätzlich zum Räteshstcm bekennen. ?ugenöveranftaltunyen. Tchönbanser Vorstadt. Heute „Proletariat, und Delwevolution". abend 7 Uhr DiSkussionSabenb: TmmllMüSittlmKlieN? (Nachdruck verboten.) Um Ihre Augen zu schonen und weil es floiier aussieht als eine Brille? Schont denn der primitive Kneifer, den gerade S i e tragen. Ihre Augen? Sieht er wirklich flotter e s als selbst eine altmodische Brille? Sitzt er so sest und bequem, als Sie es wün'chen? Nein, alles dies trifft nickt zu, denn er ist trotz oller komplizierten„Neuerungen" in der Haupt- sacke nach dem System de» alten NascnquetsckerS konstruiert, über das sich schon Ihr Großvater ärgerte I Ihr Kneifer sitzt nicht fest. Er fällt schon beim Reiten und Radfahren herunter, geschweige denn bei noch energischeren Körperbewegungen. Und sitzt er wirklich einigermaßen sest. so macht er (einem Namen mebr Ehre, als gerade unbedingt nötig ist, er kneift nämlich abscheulich I Kneift Ihnen die Nase wund, und verursacht Ihnen Kopf- 'ckmcrzenl Letzteres allein aber nicht durch den Druck, sondern noch mehr dadurch, daß er nicht richtig sitzt. Sie sehen nicht richtig durch den Brennpunkt, sondern oben durch den Rand des Glases. Sie sehen auch nickt senkrecht zur Glasfläche, alio so: — 1, sondern schräa, nämlich so:— hindurch. DaS ist keine Schonung für die Augen, sondern eine fortgesetzte Ueberanstrengung derselben I Denn Sie werden hierdurch in eine schielende Stellung aenötiqt, und diese ZwangSsiellung überanstrengt Sie schnell. Daher die rasche Ermüdung beim Lesen. daher die chronischen Kopischmerzen, daher die Nervosität. Letztere aber noch aus anderen Gründen. Ihr Kneifer hält schlecht. Zählen Sie bitte. wie oft Sie im Laufe von 13 Minuten ihn durck Anfassen in die richtige Lage bringen müssen! Wie Sie bemüht sein müssen, ihn dadurch in dcr rich- ligen Stellung zu erhalten, daß Sie iede Bewegung der Gesichlsmuökeln unterdrücken I Bis er schließlich sich doch wieder vornüberneigt, und wieder gerade- gerückt, vielleicht auck. da Sie ihn öfters anfassen müssen, geputzt werden muß. Und das ioll Sie, wenn eS von früh bis abends geschieht, etwa nicht nervös machen? Sie meinen. Ihr Kneifer i'äbe floltauS? Andere sind anderer Meinung. Die Gläier Hannen ja, statt wagerecht zu einander zu stehen, seilwärrs herab; �ie brinaen einen gewissen leidvoll entstellenden Zug ins Gesicht hinein, der eher alles andere als einen netten flotten Eindruck macht. Ihr Kneifer erfüllt seine Aufgabe miserabel, weil er gegen alle analoinischen und optischen Regeln konstruiert ist l Ein guier Kneifer soll so fest, so angenehm und so korrekt sitzen wie eine gut passende Brille. Er soll deren'amtliche Vorzüge haben und ihre Nach- teile vermeiden. Man soll nicht nur reiten und radfahren, son- dern sogar, wenn eS sein muß, radschlagen können. ohne daß der Kneifer abfällt. Er soll nicht da? Gesicht zwickelförmig verunstalten, sondern wagerecht stehen, elegant und absolut unauffällig sein. Er''oll vor allen Dingen ein vollkommenes optisches Instrument sein und die Augen nicht in eine un- nalürliche, anstrengende Stellung zwingen. Der Kiieifer, der allen diesen Ansprüchen gerecht wird, ist der L o h m a n n- K n e i f e r; er ist patentiert und in Deutschland nur in einem einzigen Geschäft käuflich, bei der O r t h o z e n t r i s ch e n Kneisergesellschaft m. b. H., Berlin. Potsdamer Straße 134s. Man beachte aber genau die Hausnummer 134(Einhundert- vierunddreißig), mit der Kennmarke, Lobmann- Kneifer", denn in unmiltelbarer Nabe und viel aus- fälliger gelegen befindet sich ein anderes opiiickeS Geschäft unter ähnlicher Benennung, welche» aber die vorzüglichen Lohmann-Kneifer nicht führen darf. Man lasse sich die Mühe nicht verdrießen, sich den betten vollkommensten Kneifer zu besorgen, den man bekommen kann, denn ein weniger voll- kommener kann jahrelang nicht nur Unbequemlich« leiten verursachen, sondern auck die Augen sckädigcn. Fortgesetzt gehen Anertennungssckreiben ein. So schreibt uns Herr Kunstmaler Felix Stern, Berlin:„Es gereicht mir zur größten Freude. Ihnen bezeugen zu können, daß ich die Erhaltung weiner geschwächten Sehkraft Ihren Augengläsern zu ver- danken habe. Die Schädigungen und Störungen, die mir andere, ungenaue Gläser und Fassungen einbrachten, sind mik einem Schlage geschwunden. auch empfinde ick beim Tragen Ihrer Gläser gar nicht meine äußerst starke Kurzsickligkeit." Herr Willi Richter, beim Stabe be» l2. A.-K,, schreibt:„Selbst im Felde bat mir Ihr Klemmer, den ich nunmehr schon 5 Jabre trage, unschätzbare Dienste geleistet, so daß ich ihn nicht entbehren möchte." Der Lohmann-Kneifer ist der beste für Damen, ft'ir Militärs, für im Bureau Tätige, wie >ür SportSleule. Wer ihn erst kennt, w ll nie wieder einen anderen, wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn kennen lerwen, und zwar, ehe eS zur Schonung der Augen zu spät ist. Man verlang» Prospekt 2 tt. Opernhaus Hünsel und CJrctel. Tanzbildcr, Anfano 7 Uhr. Schaaspielhsiis Heine Fraa, die Ilofsebansplelerin. _ Antang 7 Uhr. Voiksbühne Theater am Büiowrlatz. Direktion Friedrich KayOler. 7'/g Uhr:'s Jungferngift« Deutsches Theater. Allabendlich 8 Uhr: Max Pailenbcnc in Familie Schlmek. Freitag 200. Autführung. Kam di erspiele. AHabend.ich 8 Uhr; Leopoldiuc Konstsntin in Eifersucht. Theater des Westens Ailabendiich TVaUhr Mia Werber und Hans Wass- mann>n Die Gelsba. Heute ISO. AuMuhrung Dir.: C.Meinhard- R. ßernau�r Theater i. d. KömggrätzerStraSe Allabendlich 1iji Uhr. Der Häuptling. SomSdienhans an der.Marscaallbrücke LiiclcHöilich u.Ludw.Hartau s Uhr: Llselott T»i>n der Ffalz. Bediner Theater Donnerstag, onnabenu und ionniag VjS Uhr Ble toüe Fre tag bz8 Uhr: Sterne, die nieder leuchten. Ceutral-Theater Kommandantenstrad- 57. Jhr2. ßie Schönste ton Allen. Deutsches Opernhaus v Uhr: Oer Wiiiisebiitz. Frieär.-WilMiast. Tbealer Jhr: Bas Dort oiine Glocke. Elsises Theater. uhr: painieüillltßlica. Komisit-hc«per uhr: SdiwarzwaMmildeL linstsplelliauM uhn ßie spjnisc'ie Fliege. Metropol-Theater. 7 u� 20: Die FascMngsfce. Jiienes Onerettenhaas. 7v1u.:DieB«i!e¥C!nMiis. Palssti-T heater 7"s uhr: Talisman. Operette in 3 Akten v.Zorlig. Schlller-Tlieat. Charl. 7va uhr: Ein Voiksielnil. Thalia-Theater w/u.:* Zar füllen Büpel. Th. am XelleadorfplatT: 3", Uhr: Nathan der Weise. Gr. Freund. L Lichienstem in p;ä uhr: Die Puppe. Theater d> Friedrichstadt 8 Uhr: So eine Frechheit. Versicherung gegen Einbruch. Ein Polterabend. Wallner-TUeater 7'/, uhr: limdmgQla. Trianon-Theater." Bhf.Friedrichstr.Ztr.4927�3Cl TägUSU. Heutez. 285. Male: LcrgvtaAul von Herrnann Sudermann. Sonntag 4 Uhr: Johann isf euer. ResWenz-TheatMr UntergrundO. Klosterstraße, Ausgang Stralauer Siraße. Täglich 8 Uhr: Schauspiel von Sudermann. Regie: Alfred Rotter. Walhalla-Theater. 7". Uhr: Die kleine Sklavin. Rose-Theater. F a Uhr: Ehe-L:r3aab. Vt% Uhr Oartenbühne: Das siebt sich jeder an. Vorher Konzert u. Spezialität. L-zisen-Theater. Sie lieht- ssheue Uauie Sonntag 3: Kabale n. Liebe. T!-: Voigt-Theater Babstraße 53. DdS NMökeMD?!. Jeden Scnnabcnb u. Sonntag: Grotzer Ball. l>e8«lns-Th«Itter Sommerspielz: H Sternberg. Gastspiel Guido Thielscher: 8 Uhr; Charleys Tante. Oentsrhes K Unstier- Theater. Allabendl ch 7>/z Uhr; Max Adalbert u. Kurt Götz in: Die Rutschbahn. National-Theater. Stürmischer Erfolg. T'/jUhr Die Kinopuppe. APOLLO FriedrichstraEe 218\ Dir.: James Klein 73/ Sonntag 73/ M 31 2 und I/ (»astspiel Anton Herrnfeld j j m. seiner aus 28 Personen bestehenden j | Gesellschaft in der| -laktigen Burleske 1 Wer ist öer Vater? 1 j Vorh. Spezialitäten.'| Theater am Kottbuscr Tor « Allabenalich 7 Vj Uhr; i Elite-Sänger Stetiincr Sänger Se del, Ruselli, Horst. Schubert usw. Humor. Spielplan Sommerpreise I BlütHgen- Kodiert. Winter- Galten Täglich T'/a Uhn Varistß-Spielplaa Rauchen gestattet I Berliner Erster 7/9 ÄaRanienaliee 7/9. Täglich: iZBaueWraiRlones A-VS Ball. Ansah« 4Vj Ulit. 3 Aöinirals-Paiast Täglich'-8 Uhr Sonntags 3 u. 7 Uhr D e neuen Ballette ini GespenstersciiioS Wiener Walzer außerdem - Tanz« Revue � Adimrcts>Kina. | Lola Moatcz II. Teil| Argus X. vi ggo La'fsen. Stufen jTmdeN'I > Restaurant j Eingänge: Z Unter ten binden 44 D 1 Friedrichstraße 82 1 all eilig j gerühmte» Küche!| | Echt püfener und| i Münchener Äiere| | Kapelle Michälek| �iiiiiiwnniniiiitniimiitiinijjS �UlUliliUIlliailUiUUillUIUIUUlliiUlil VU» r'atii iihna Bevereüj Fritz Berger Klein Rosa .achpiUeu-Woii Lassl u. Actini Haasi Etzer Franz Romahn "tTia Renard Adolf Xarnbach AmFiü>»eI; Hcusche. 1 Conf.: Flatow Gylgyl• Konzerte pAiEXAnDEa�rassj Lacbpillen-Woli Else Gareil Karl St5hr 3 Schwestern Lück Alfred Jansen Mary Walter Rosl Koruer Am Flügel: Sawade ConL- Hclnslus Ebener• Konzerte# Clrcu« V? BllSOl Heute 7'/j Uhr: 1 Circusprogramm.Tänze u." Ein Fest n. d. Stiergefech; pSt Ringer-Wettstreü Herausforderungskamp: (Alles erlaubt— außer Konkurrenz! Hansen Esch= Urbach. Bei der Jiu-Jitsu-Üemor. strat. u. japan Rinrkampi am 13. zw, Hansen-Esch u Stoll erklärte Urbach, mit ihm könne man so etwa� nicht machen Hansen setz e eine Prämie v. 30ü M. aus, wenn Urbach ih m standhält Letzt nahm unt. den t;edg. an daß ihm alle Griffe und je e Gegenwehr erlau>1 'seien. Das Treff, geht also bis zur Kampfuniähickei' Reict!sliall.-Tiiea{cr anal) ttiblidiT'/s Uhr: Ztsttiner Sänger Meyiel. Britton. MaxSteidi lifo. i Yergnügfingspalfisi f$iö6iiciiüete;| % SüiäneliPri! Haupfftr. 1221123. Sottnctsinj, den 19. Jtmi Wiederaufnahme des Tittschcidiingskaiuvtea Rsbbskö-Rctiköüz * graen Kaber-SstpreoBen. '. Enticheidungelamp Wolf-Boäapest gegen CoIIan-LüxeisiiDFg. Außerdem Schwarz, aJeltm., oeg Lehmann» Schlesien, Kassatz-ätettin geg. Samhula.Neg.-Chnmr' Suche Piano. Asser, Flensburger Str. 1. Moabit 7319. tm- Hauptkutalog sonst. Neu eröffnet! Neu eröffnet! 59 Libelle Jägerstraße 63 a Gepflegte Weine Gute Küche Täglich Tanz. Anfang 8 Uhr KAPELLE POLLSCHUK Heiehs-ßafe Direktion Fritz Paul Alcxanderstralie 12 ©Täglich 8 Uhr KQnstl. Leitung«■<, Harry Senger Frltzl Wachner M Egon Piton Tato Duett W Fritz Bach Harry Sengcr]£ Hermann Rnbcrf Wills und W Lawrence KAPELLE JAHNKE ss.?-Wl Gr. Salti «SSSSSKSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSV dc»'4». Juni, nachm. 4 Uhr,«/ « vi/ « anISfzlich des Deutschen Sozialttteu- � tages im„Miiggelschldstchett* und der auschliesteuden Wiese. Sottmvendfekr « vi/ « ch 5 Uhr: Kinomatographische Aufnahme der Fest- � teilnehmer.— 9 Uhr: Feuerwerk in noch nie$ ch gezeigter Pracht.— Ätuj'ik. Festreden. Gesang, w /{v Eintrittspreis 50 Pfenniq.(!/ ch-—- VI/ .(V Die Teilnehmer sind oerpflichiet, bei der KinomaL Auf»
  • / t Ionen zu habe«. 29tD y! MaehlaO-Verkauf. Damenzimmer italienisch Nußbaum. Rokoko, gediegene Arbeit Sessel, Stühle mit Seidenstoffbezug(9 Teile.) ÖSOOM. Wohnzimmer. Sofa mit Umbau,(n Teile.) 1800 M. Fantasie- und Kunst- mSbel. Vitrinen, Tische usw. usw. 2 grotie Vasen, 0,65 cm, Kgl. Manufaktur, billig. ä 650 M. 1 Vlamlsches Speise- Zimmer. Schwerer Aus zientisch, 6 Stünle mit Leder, 1 Standuhr, 1 Büfett, 1 schwere, Tisch. 6500 M. C. Hfibner, Wilhelmstraße 55, Hof. 1 1 Ananas-Erdbeeren. Ii Aus un eren Ananas-Erdbeer Quartieren geben wir ris 31. Juli ab; Elite Sorten ür Massenerträ"?,-lesen- Iruchtige.eine P lanze � yx bis ISO, rüchte brln- g 1_ gend, 12 P�anzen M. 25 Pflanzen.vi j-, SOPilan-, zen M. 5,—, 100 Pilanzen M.| o,—, 1000 Stück M. 60,—. Sonderangebot, verbindlich nur noch bis 10. luli; Saiatiüben, rote Beete— Radies— Schnit salat— Kerbel— Blumenkohl— Fenchel— Sp:nat— Goldlack— japanischer Baikon- schmuck-P iradiesBlum n- rasen- Riescnfutiermönren — Krauskohl— Speisemob ren— Gurkenkraut— Karotten— Weißkohl-Speise- kütbis-Petcrsilie Schwarzwurzel— Retich— Dill— junge Zwiebeln— Futter- nmkeln— Gartenkresse— Kopisilat— Pastinaken— Petersibenwurzel— Vinter- speisezwiebeln—Tabak, um selbst Tabak zu ziehen— Bohnenkraut.— Dieses srnnzeSamen-Sor- m-n timent, enthaltend SO Paket. Samen M Das Doppeiso timent,60Pa- kete Samen M. 7,—. Diese Samen können nicht einzeln. sondern nur in diesem Sortiment geliefert werden. BlumencSrtncreien Pcferseim• Erfurt. Direktion Siegbert Gold-chmidt Kurfürstendamm 236 ITente S Urariftiihrnngent TOTENTANZ Ein Nocfurno in S Akten von Fritz Lang. Hauptdarsteller: Vternsr Kranss Saseba Qnra. Regle: Otto Rippert. Außerdem: BS. Abenteuer des berühmten Detektivs HAKKSf�ffflGGS (Hans.-Idiersngorü Sine Haeht int Tremdenztanter. Regie: Rudolf Meinert. 615 8 30 Peltzer Grill HERMANN PELTZER WEIN»RESTAURANT Neue Wilhelmstr. 5 Nähe Unter den Linden. Zentrum 11 017. Das beliebte gute Sauerstoff- Bleicbmittei Wäschepraclit„Gauger" gen. No. 3455 U50L» Jeden Dienstag, Mittwoch, Donners- tag and Sonntag: Sonntags Anfan»? S Uhr. wochentags Anfang 6 Uhr. »»MVMV»W VM WHM Eigenheimparzellen besonders günstige Kapitalanlage(Friedenspreise) sOdllcher Vorort(20 Minuten von Berlin, d.rekt am Bahnhof), kleine Anzahlung, geringe Amortisation. M. Buchholz, Jägerstr. 13.• s? Hochfte opfifche LdTfunö für Sport fSilcu.Th&üer ■zumdßj'gen Prei/eris. RODENSTOCK. Institute in BERLIN Leipziger Straße 101 Ecke Friedrichstraße pP* 1-102, Ed Friedrichstraße 59 60, Ecke Leipziger Straße Kosen'haler Straße 45, Nähe Hackescher Markt Joachimathalcr Straße 44, Bahnhof Zoo'.o�. Garten V&ianäm. SseMfc unferAn�dat Färberei-.•jä Umlärben von Uniformen, Mänteln, Decken, Zeltbahnen Sommer färben auf Seinmand bleu* rosa ❖ mväs* düf enblau M. Petzold& Co. Berlin S, AlexandrinensStraße 51 Fernsprecher Mor tzplatz 2.07. j; FreußiscU-SülMscIleKlasssii-Lotterie Zur I. Klasse habe ich noch abzugeben: 'Ochtel Lose zu 5,25 M,( Halbe Lose zu 21 M. Viertel ,, ,, 10,50 ,, J Ganze ,, ,, 42„ nebst Porti und Nachnahme fftic4-a%r iSncz/a Ber in SIV., Alte Jaoobstr. 16, vEUslÄV JLrUdC, Moritzpl. 5784. preuß. Lotterie-Einnehmer. Einen Posten Hüshen 7 teilig, prima lackiert, von 395 M. an. Gedieg. Verarbeitung. Stolzmann, Beüe-Allianco-SlraßelßO Zahlungserleichterung auf Wunsch. Schnell und mirkiam. Auftlär. Braichllre N. zu beziehen für 1.50 AL burch Breers Institut, Düsseldorf, Adersstr. 74. Dis- kreter Bersand ohne Firma. Porto extra._ 51'9* Sebmch. Sie„Contraverm", a«•lue WuncBiittsl für fr- wjehsene u. Kirder(iiber4 Jahre). Packung, mit datocehäri'erSalb» 4.00 Mark. Allein- Vereanä Löwen- Apotheke. Hannover'• ,j Kaufe 61Ä*| iSeUfkorUe,-«-! Weinkorke,, [KodtabJaUe ledes Quantum zu hohen 1 J Preisen. l 1 l Windscheidstrasze 5. Der sicliere Weg i! zur Heilung; der tt Syphilis von.SpezialarztDr.med Kart Reinhardt, Bertln. 68 Seiten.., Preis 1.25 Mk.(!. verschl ss. BriefuinschlagohneAufschrift frei 1.50 Mk. geg. Voreinsendg. B d. Betrags). Zu beziehen nur durch E. Haase's Euch» handlang, Benin W, Potsdamer Siraße 116 n. Ecke Lützowstraße. WS-WI« loltenfrcil Pcrtrcwng in gioil-, Strafiad/cn, Ebescheibunpen, Aiimcntensachen, Fürsorgefach., StrafiSschungcn,Enabengeluche Doktor jur. W-Sb lZ 5Aöiielslr. 1Z (Stettiner Bahnhof). Spredsit. 10—7, Sonnf. tmnn. Werkzeugmascliinen. Lelt- und Zussplndel-Drebbättke in allen Abmessungen Fräsmaschinen(Horizontal- und Universal>, Schnell« bohrmaschlnen von 15—70 m n bohrend, Tischbolir- maschincn in jeder Größe, Revolverdrehbänke von 10—60 mm Durchlaß. Schleifmaschinen in allen Ausführungen. Werkze ig-, Universal verkzeug-. Un versa! Rund- schleiimaschinen, VerUkal-Stoßwerke, Ezcenter« und Prlktions-Prossen in verschiedenen Grössen sofort av Lager, neu und gebraucht, billigst lieferbar. Telcf.: Moritzpl. p�J KohlS TeleU_MprItrpL 12072 B£I£I»TIV»O. 12075 18, Brandenburger Ufer 2 Z. für das VoSk bedeuten die durch den Krieg bis zu 80»/« gesteigerten Geschlechtskrankheiten Berlin steht mit 43%syphiliskranker Männer a. d. Spitze! Jedermann lese die soeben erschienene Broschüre: ? Wie scliaize icli micli»or Gesclileclitsliranklielteii von Spezia arzt ür. med. Levy-Lenz., Verün im Auftrag der Gesellschaft zur Bekämpfung von Volkskrankheiten. 178D Preis mit Sortimentszuschlag 1,30 M. Eine leicht verständliche Aufklärungsschrift mit den wirklich zweckmäßigen SchmzmaBnahmen Erhältlich In jeder Buchhandlung oder beim unterzeichneten Verlag Gustav Ziemsen, Berlin, Wilhelmstr. 133. Sozlaldera. OaNvereln (S. P, D.) Crt»Btu«K�et(mftnSatg Nachruf. ISH unb unerwartet»er. schied am 1. Pfingstseiertag tnirch Mörderhnnd iiedei Parteiaenofl« unser Wir werben ba« Andenken de» einem ruchiasen Der- brechen ß. Opfer»«sallenen 'tri» tn Shren b»!t»n. 1Mb Ter«erstand. Am Dlcnstas, den 17. d., »orm. SVellnr. starb nacb langem Leiden mein Heber Mann und unser treu- sorgender Vater, der Korrektor Emil Scbniz im 51. Lebensjanre. Im Namen der Hinterbliebenen 5109b Johanna Schulz . eb. Bugge nebst Kindern Die Einäscherung llndet am Sonnabend, den 21. amme a. dpeuurishilfLdklinik b. iaL ghoritd Ä erlin, älteste« KpetwIKeschSft f. sSmtl.Franen- «tbntfeotliM. Zrtlaaloren, 8 f Ibblnbttt, R.-t.siruai-iiitdrn. tbunmtiftrüitipie.©ummiioitaft tn detanntet Qualität u. sollben Preisen. Sprechzeit IS— 5. Frau A»tia Nein. Vetim 100, Pot«. bomer Str. IVSa. 1OO7L' "■LombarMÄs1 * n.öeaft.Leip». Str. 7511 — HSvhete BeKIhung U m Diskret, Reellste ? uiL Oelegeabelts- ~ iCTX Käufe, Uhren. e V>. jr BrilMntea, r- Setamncksachea. P 10—50'., um Leiienpr. Q| Professor Dr. Bebra s Sommeraproeeon. Cream I nach Original• Rezept. I lOOOfach bes-ährt. In TOofen Ä M. 4,50. Eicfaoten Apntheba Berlin»25,»V 19 Leipziger Str. 74 140 50 1 f Hautjucken ®(Krllzs) wirksames Bpszlaliti Ittel 1 Pers. 7�0 M, 8 Pers. 14 M. Apotheker Lauenstelns Vers. Sprembeg L. 44. BftriG Sn Beciet BMSMn i BtjjriMet. Werte Kollegen! Die Vertr-wenäleute und Druckrreilassterer ladet der Ganborftand zu«wer Vertrauettsmäntter-Bersammluttg ew am ToniterStag. den. 1». Jtthi. uachneittag» pünktlich 4 Uhr, In den .Diusikcr-Festsaleu", Kaiser-Wilhcim�Ltratze 31. Tag«»ordnungt Ter HilfSarbsiterstreik«nd die Maftuahme» der Prinzipalitat. gy SS Häven imr die veittmiienSleut« und Druckereiiajfierer gegen vor- xelgvng der LegilimalionSkartr Eintritt. 28/13 Um pünktliche» unb bollzüblicheS Erscheinen ersucht 9er Wauharstand. BüMono Schw echten. Mann, liefe. Schieb- Auswahl crsMasstger rntf Konttinv, itanhe«»«. ST sAIexpi). 4ä mvMwe SrsmB, 9tu BettrauensooII« Auskunft. t*.• MMWSsöemng. Dam 15. h. SOt ab verkthten die Züge O»2 Berlin fad 7.501— Stuttgart(an 10.4Z abend«) unb L> 08 Swttaart (ab 9 15)- Berlin(an 11.49 abend«) mit Abzweigung nach Sab dUffingen. 129 18 Halle(Saale), Im Juni 1919. trifenbahnblreNIom. tkCW MW. vikjenige Kam«, welche in der NaiM nam IS. znm 19. AprtI, irüh 3 Uhr mit einem Herrn durch die Ränigstrahe gwa und in der?!ähe der Rlasierftrahe von zwei Herten angesprochen imb belästigt wurde, law!» die Personen, weiche diesen Bor» fall beobachtet hoben, werden gebeten, thr« Adresse einzusenden. 0095b Rechtsanwalt ve. Oleberich«, Berltn. Ritterftr. 6R. 8s til beabsichtigt, die Pserbe» sseischverforgung«am 1. Juli ab zu kommunaltfieren. Kte» leniaen Einwohner, welche de- absichilgen. Pierdeiselsch z» erwerben. werden hiermit mi'ge» fordert, ihren wächentlichen Be» dors unter Angabe der ksahl der Hauehaltunoeangehärigen dl, späteslen, Sonnabend, den ?I. b. SR. schriftlich bei uns an. zumeldes. kOOK Berlin. Reinitkendorf, dw I». Juni 1919. tn•emclnheoocflaiib. 8rnährung«am.L_ Steckbrief. Segen den unten beschriebenen Säger der 4. Rornp. ff. ß. 5t »emln Bolj, weldier flüthtla llntersuchungehast . dl' 8« wird ersucht ihn zu ilntersuchun� gen Sinbruchsbledstal und tB, ist die «egi {Jahnen bucht perhänat. 8« wird ersucht Ihn zu vrr» hatten und an den uniep zeichneten Atikstellungsstab ffrelw Lanheesäger-Ikorps Ohr» brui t Tbiir. oder an die nächste Mtlitärbehörde zum Dritertraueport hierher abm- liesern. 1S3D «usfieNnriHuslcb Krelm. roeebessSneekorp». Ohrdruf t Thür. Beschreibung: Atter: 28 Jahr. Statut! Himer, Stöße: I Sielet 70 geutipteter, Haare: etwas Milch, Gnicht: mager. Ipih, Ras«: gebogen, Bart: nn» ras-ert, Sestchiosarhe: blaffe. Sprach«: Beritner Dialekt RIelduna: Bwse. Tuchhose, SchniiHchuhe, Bickelgatnaschen. Am 27. Zliüi. vorm. 10 Ul», wirb oor dem Amtegericht Oranienburg da« Grundstück Bergfekbe, Hohennruendorser SWteMMcherWMWM Heute, DonnerStag» 19. Juni, abends 7 Uhr, bei Granman«, Naunynstr. 27: MilMmielsMWisSl lileS.-lt.Alil. Morgen, Freitag, 20. Juni, abend» 7 Uhr: Mitgliederversammlungen Mpabtt. 37.-41. Abt. i grstdrich-Werder-Thmnasium. Bochumer Sir. 8. Webbing, 42. u. 43., 46.-48. Abt.: Schulaula, Opender« Siraste 87/89. Stpsenthaler Borstadt u.«ekonddrunnen. 33,— 30., 44. u. 45, Abi.: Borulfta-Säle. Ackerstr. 5/7. Landsberger Viertel, 19— 22. Abt.: KinIgSbant, Gr. Aranlsurter Str. lt7. Schöhbauser Borltadt, 25.-32. Wt.: Zteal-Nymnafium, '«leimslr. 49. Zentrum u. Nordofteu, 1., 23.— 25. Abt.: vubl-Säle, Reue Königstr. 20. Osten. 15.— 18. Abi.: Comeniussäle, Mein es er Str 57. Süden u. Südwesten, 2.-8. Abt: Habels Brauerei, Bergmannstr. S/7. Tageeordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht vom Parteitag.— 2. Diskussion. Sieserenten: Genosien DINmer, Ewald, Flsebar, Frank. Hopp«, Neue, Tost, Umlauf. Zahlreicher Beluch der Versammlungen Ist dringend eripmiicht. Äliglledsbuch legitimiert. Der vorstand. Bekanntmachttng. Bom 1. Juli 1919 ab soll In Gemäßheit der Berordnung de» Srnährungsmlnister« vom 22. Mai 1919 und nach Anordnung der hierzu von den zuständigen staatlichen Bchorden er» 'ilhrungeanweisungen die Bersorgung der Berliner swaren aus ________________________ jen erfolgen. VI«»ocheatopfmenge wer dem vorausstchNIch einheitlich 500 Gramm tl Pfund) Pferdefleisch Oder Pferde» stelschtcoreu zur ttnegobe gelangen,«lue Anrechnung : Bei und ihren Nemositfit, Blutarmut, Bleichsucht i Folgeerscheinungen(Schwächezustände, » Kopfschmerzen, Frauenleiden usw.) verlangen Sie_kostenfici ärztliche Broschüre üb i gelangen müssen. Wer bah bei einem Pferdestelschoerkäuf! aren entnehmen will, bot bli die« Filiale Berlin. BMMklZWZlMl Am Zeel lag. den 20. Juni, obenb« 5 Ahr In Pen»SophteustUeu». Sophien ffeuste Mitgliederversammlung. Tagesordnung: L Anträge zum Bvrbanbstag. t Wahl der Delegierten. 8. Wahl be« Z. Borstßenben. «o Ist p sticht eine» leben»llgllebe«, ja erscheinen. Mitgliebsduch legilimiert. VI« Orlsverwaltang, . Sütel, abend« 7 Lifar am Alexanderplatz Slrahe Tde Lindenallee. 558 .. Hnpof venll. mit W versteigert. M. vertaust rventt Nachsaß«Anlsn-, Bavgesell. ' hast aas Aktie«. Brriln SV/, iiarkgrasensrr. 75. ISvD m Mm« der MsM S?!Wker!e findet n.cht, wie ans den Liien vermerkt im Kimstgebäude der Senerolbirrstion zu Berlin. sondern im Si?,ung»sanle de« Preußischen Lande»» Rrieger» verbände« in Berlin W 60, Seisdrrgstr. i, statt. Die Ein» Militnng der Lose wird am SS. Juni b. Hs, morgen» 8 Uhr, vorgenommen. Die gietmng schließt sich unmittelbai hieroit t. SMlWWSüskl! Crrsgruppe Grafi»Berlin. SM« 8t! SeWW'.SR'U.VM'WMle. Monatsversammlung Prsltag, den 20. Juni, abends>'� Uhr, In Havcrlauds Fest- sälen(Zimmer 5), Neue Friedricitsir. 83. 70/17 1. Vertrag de» Roll. Koppe. 2. Diskussion, a Verschiedene». Aussprache über dir Sehaltoregelung rntf©nmb deo Proolsorlum». Stellungnahme zum bevstslebettbe« Tarif._ »sr- Ka�ueksni bes. In d. Betlwärme zu lästig, Kratzen reizend, rote Punkte, kl.wksserlge Bläschen, K ritze heilt vO/llgAsotli.Seh«ttznant- aasschlagsaibe. 2 TOpfe(zu einerKiirunbedingt erforderl.) 6 M. Glänz. Heilberlchte. Versand per Machn. nur durch Apotheker Schtnr, Einsiedel bei Clitmnlti I. Sa. 37. 55/17 «MSSWUSMHINMM > Idealer W U Frai>«n»rIiAt«!> !(medizinisch anerkannt). . Prospekt verschloss. n. sr Ve» emandhana i 9 Berlin. Wilmersdorf. Posttach 18 V. HSHBataBBiai Einige gebrauchtt sehr ffM SMM 80-s 18-s- 89 Läng» zu perkanfeu �entral-vopot Steve Frtebrichstraße«,401. ÄchtDBO! Rrantheitshalbrr verkaufe meine gut»»astw-.rtschatt mit großem Laal aus Rügen. Sämtliche Vereine u. Srwerk» Ichastett sewi« Schwew«, fliegen. Hühner und großer Sarirn. Peel»«5000»k. Elektrische« Licht Bohnstction. Offert unt. die Erpel"' an die Expedttion d. BI. JBletahaiis sllbl. Borort 12 Wohnungen, ca. 0000 M. Mieten mit prächt vdst., Semllse. n. Tiergarten, dt» 15—25000 A. Anzahlung, verkauien. Offert unt. .Borwärts'hSpeblllon ZleukSlln. Sleckarstr. 2.__ 9VA MMa»«ta>MM"sia>MMM»»> i Raufe 62R1 jeder Art zu guten Preisen. ctonstöii."b'vm.""' «indscheidstraß» 5 W««W»W»«WWWW»> Durch Handstreich vor die Kerker Rigas. Vortrag von Hauptmann v. nSedem, Führer des Stoßtrupps Medem der bal- tisdieo Landeswehr, am Donnerstag, den 19. Juni, abends 8 Uhr m/?* im Oberllcbtsaal der Philharmonie, Bem- burger Str. 22 a. Karten zu>, 2, I N. bei Wertheim, in der Zentrale LGtzowstr. 107 und an der Abendkasse. ygi m SctiliC Her deotte Koller. flebfung! Siedlervcrcinc! Rur talhäftlflen«»hrnehmuna der Siedlerlnte reffen soll ein Verband gegründet werden. Samlliche Siedlervtreine und Senoffensdjaften werden gebeten, zu einer am 192D Sonnkng. 22. Zanl, vor in. 10 Ahr Im Saskhan« Vochots, Ebersstr. SS. am Bhs. Edersstraßt stattfindenden Vorbesprechung 2 Vertreter zu«ntsenbeu. „Eigene Scholle"/,l— 2 mittags, Vj' bis '',10 Uhr abends, honntars VjT'— 1 Uhr(Im verschlossenen Brief 1L5 Mk L Spe/sial-AbteUung Uuiformensärben.>n �ivii umarbeiten w schrvorz, hrnun. blon,»rtln. In s Togen iowte Wenden, Umarbeiten, Neuarbeiten von Beeren» und vommgnrberoben tu Ziagen. Stoffneubeitrn. StosfauSftettnnst. Außerdem wird jeder Artitel In e Tonen gefärbt, Ztaaeriachen tn 48 Stunden. Bäsch& Enczkowski, FrieiiriciiM E3 1. »•♦»»»«»»•OregOchSchiM—•••••••• Holz- und Kohlenhandlung, größere. Im Westen Berltn». flottgehrnd, alt« Firma, mit großem Riinbenkrei», traiikheiloMber sofort mit Pserden und Wagen 55/18 preiswert verkäuflich. Relchltche Warenlieferung sichergestellt. Offerten unter.Bergmerk Tn. F. 5094' an 9htb»tf Masse, Berlin, Tauenßicnstraße 2. *e»eo»eseo«e»eeo®o»ooe#e#eeees6 Seit Sber 26 Jahren krnsi „PfeilrinB" In Tuben u. Dosen Jfg In all. Apotheken Drogerien T und Friseur- geschähen er- hältlich, das unübertroffen Beste zur Hautpflege. Yeretaigte Ctiemlselie Werke Iktien Gesellsebalt Abteilung Lanolin-Fabrik Martinlkcnieldc. Charlottenbarg, Saizuler 16.* Preußische Klassenlotterie Ziehung der I. Kl.: 14. u. 15. Juli 468000 Lose mit 214000 Oawlnaaa ond 2 Prämien, verteilt in 5 Klassen, im Gesamlbetr. von 72 Millionen 426000 Mark Lose rnr 1. Ktaaae: Vi Ii Vi 173/T und 5.25 10.50 21«— 42,— M. Posfgeb. KFögerPrSelim"rrle Berlin Friedrichstr. 192/193 a. ILeipzlierStrafie i Pesmhecäkonto BerUn 31048 Dr. med. Weise« verfahren. naturgemäSes bewährtes er Heil- 1 II3L' I Or. Gebhard 4 Cle., Berlin I t7,Po(sdaaer Sir. 184, 1 MÖBEL Lieferung kompletter Berrefl-.SpcIse-, ScWal- ab Fabrikgebäude m. elg. Lastauto nach jedem Ort. MOUER Berlin, Alexanderstr. 31. Tel. KgsL 1737.• PLATIN Sold, Silber, flahngrdisie tauft Ftm Liafa), Icfierstr. Ä HARLEMER� Tropfen wieder erhälilieh In der Simonsapotheke, Spandauer Str. 17. ♦ Merkel£ Co/ Meißen empfehlen üch bei Bedarf von Zeituiigel.-ischen, Delegierten. mappen, Markenmaopen e«.' (Z V!! 1 Logez-Restpofien la Fenerzenge spottbillig abzugeben I7TD ?t>emnwrl,l Berlin diW?1. OüiilU i»5äI,Aathen°w«r Str. 7! Platin Sr. 18.— bi» 3». 14.—, Sold. Silber faulen Chetnisclt-Phar mazeutische Werke, Beritt- »rllnau._ 75, Sirup, 2S pastbasen, S Pfund, o 3.»- Bahuetrnee. 85 P:d., a SÄ bieten freibleibend ab hier an Sesahr de» Besteller, per Ziad. nähme d» Klündcr dt Co. Jtoitors(Holstein). SS/ll. Schellt»» Rlio bi« SS 38 lauft Engel, Lochen« ritt. 116. Ba Reisstärke IOC. rein, pwsb 21 m. per stachmnaimie ab R5in d. Rhein. .1, Walxenbach, Verltn.cdnttvitz, »alser.WiIHelm.Sir. Uta. 87/8 Pfandscheine hächsibeleihend, auch Ankauf, Mlckeleitis. Memeler Str. 47. Flügel, Piaoos eiche, Nußbaum, schwarz, große Auswahl, preiswert zu verk. Kellnar, Landsberger Str. 91. Mclzsc'iranbcn kauft jede Mrngr oehtnann. Spandaurrbrück« g. 124,1?» bvchhnvslavg Vorwärts Berlin S 51.68. Llndenür.Z Sseben erltblen In lüastee, neubeardrlteter ffutlaz«: Wmiiles-zem von Eduard David I Vre!« 3 7K«rf Rus dem Inhalt; vIe«»!reeadigevV«:ev»seßiiN- g v poliNjhrv Zktt'-ten«.— l!ie »Ngeweine V!l»>ng.— VI« !>o".tl!ch« �achblidan,— DI» !«»i»ie ea»»r»v» ich da« in lammlrr.ttl— Vir arbeite nsn dv.i Rede n>?— Die lechoik»r, Sprech»«,— ISivke für da« AaBretea. Vas Buch 1«»»Ben begabten und Itrcbiamen btranwachle n- den iniilire.tern cle Balm öffnen. sturtt mancher alle JJtot- «ker linde! In dem Qudie eint oder andere Ihm neue und wertvall« stnrezunz. Zu beliehen durch die Sanl- mentsbuchhand: ung Vorwärts Cindenttr. 2 Kaetnorcholflcn senw-rd. scnnell u. schmerz! durch nvrobalanurn, tkhci hew�äuöerl. Anw. 4.5U M. Otto Reictiel.Bprlinas. EtsrrhEhrs.4 Die t.ungsgrld von 12 v. H. de« jeweiligen Stell, de« Zweiten Bürgermeisters (desoldelen Beigeordneten) tst zum 18 September d. I. mit einem Juristen oder«oi'swirtschaftler zu b-jiwen Da, Deh-ilt der Slelle beträgt 4000 M. und firlgt von 8 zu 8 Jahren um je 500 M. dt« zum Höchstbetrage von SO« M. Daneben wird»Iii Wohltun Sehatt« gewährf. Reden diesen rnhegehaltsberechttgten Bezügen werden b!« an weitere« Teuernngszulagen nach fiaatlichen«rtindsäßen gewährt Die Wahl erfolgt uns die Dauer von 12 Jahren. Ruhe aehallsberechtigung und HinterMtebenensilrforge regeln stch nach der Städteardnung und dem Rommunaiabgadengk!.!, An.echnung answärltger Dienstzeit bleibt vorbehalten. Im ftouimiinoldieitst ersah, en» Bewerber, die mkglichit scher auf dem Gebiet der Ledensmitteioertorgung tätig gemeseu(tu! wollen Ihre Bewerbung mit L-bensIans und dexianblaie Zeug ni«ab>chrifien bis zum 15. ZuU einrilchen. Suhl, den 18. Infi ISIS. See TRagifftal.> I95D H a g« m e i st e r. Lkn'go 7isMss de! dauernder iohneuber Beithättiauug für Fabril w Riet», ftadl mit guten Leder.overt.ä.tniffen gesuchll Ansracen bei Tb. Heinrich» A Eo. G.iN.b.H., Eharlottenburg, Wielandst. 53 Maschinenkurzschreiber sichere erste Rrast ,u mkgüchst sosoriigem Antritt gesudtt »««««« Stahl,»erll» S 43, Bttteestraße 95. 197® Wickler für«lelchstrowcnkee sofort gesucht. st»®» ZirHi-Abegz-Werkr, Neiffensee an her �nduslrtebahn. In t»m Borort» Stri bitz(an Eoitbus gelegen) mit eiwa 5000 Einwohnern, tst die Stelle eine« besoldeten Gmkivdevokslelzers zum L Iu.i ISIS zu besehen. Die Dahl erfolgt IL 575 dL.ch.O. auf 12 Jahre. Das penüons/ähige Anfang«. geholt beträgt 4500 M., steigend von 3 zu 8 Jahren um 50i M. bis zum Höchstbelrage von 7500 M. Wvhnüngsgeld undTeiieninq».: zulagen werden nicht gewährL i Deeignete Bewerber, welche im! Rommnnai-Berwaittin?»dienst voll'ommen bewandert sind, wollen sich unter Beisüg. eine» Lebenslanfe» und der Fengniffe bi« zum 20. Juni d. I. melden. Persänliche Vorstellung erst nach Aufforderung rrwünschL SrrSbiu, Rrei« Eattbu«, den SO. Mai 1919. Set Ge«ietnbe»otstanb. _ Otli ß. 179D Kutscher Wohnung vorhanden. I84D rf ermann Zeake. »werf». Baugeschäst, rieseivW zri. Schleif er1 und Galvaniseur. Vorarbeiter od Meister gesucht für meine Abteilung Saloan. Werkstatt u. SchleiferrL welcher selbst mitarbeitet, hauptsächlich mit Bernickel». E« sind bloß 8-4 Schleifer da. 48€tb. Ar- dettszeit, 100 Rr. Wochrnlohn. lustige unb lichte Werkstätten. Reflektanten, welche alleinsteh. find, werden ersucht, Offerte mst Reserenzrn an KrI«, Kunst» 4 ztrialstoderl, Krtsttsnia, zu senden. 1S8D Former stellt ein Hentsdiel A Stephan, Dresdener Str. 80. 55/15 für Presser GoldUlston per sofort gesucht. 182® Krintan Q. rn. b. H., Llndenfir. 16/17. VsMsekeU. Der Ävzialoemokratische Berein Droß.Rtel sucht zum baldigen «nt'itt einen Setretar. derselbe nmß rede» und ichreibgewandt sein sowie egit.ttorischez n. or» gauisatoriiches Talent besiken. Bewerdungm mit Gehalts- anipriutten!mh bi« zum 5. Iuil 1919 an da« Bureau de« Sozial. drtnokraL Verein« Sroß-RieL Höhr-Cr. 24,>. zu richten. Urr Var«!aid. Z. A.: Volke. (�.'d)'rspkvi-!' Für leramische Ari-riten werdet» selbsttätiger ENsSkissN .ÄMle»z.Mea lv7D' gsitsdiL PI.0LBVB KLBABüt. 00 LHRVAREFABPIK, PUOLEDE, dan.aah:-:. für meine Sieherei soiori ges. MkMüZkZeiN sofort gesuchL M. IL Sc/csq. Sartenl.tt, 96._ ISO®- ZZWlichM welcheUmzüge selbständig leiten und ausführen kännen, mit prima geuaniffen per sofort oder später gesucht. Albert Bei-tel d. ra.». Berlin W 30, 165®* SRoSstr. 70. Kernmacherinnen, Maschinenformer stellt sofort«tn 96/14 Hugo Härtung. EltengieDereL Berlin NW, Wiclesftr. 16,17. M 20 Sc!iRi!t£rnisie!m >u land- u. sorstw. Arb. bei hob. ohn u. voll. BekSstigung. Reue Ras. in. elettr. Beinichiung»orh. Ränn. auch verh. ffrauen ohne Rind, sich raeld�aExtra-Einien Vorhand, find, gu melden deim Vorschnitter»ojekgHerrendorf, Bahn- u. Posiftaiion Rosenibcl, Rr. Soldin, NeumarL I9SD 8tenMvi8lin nur ganz perfekte, mit Ron» torarbeiien vrrtrauL sucht sllr sosort»nstov Anttun, Berlin®., Wichmannstr. 7. Vorstellung 4—0 Uhr. SstllS Kr. 30$ ♦ 3b. Jahrgang 2. Beilage öes Vorwärts donnerstag, 10. Inn! 1010 Groß-Sertias �rbeiterräte zum öetriebsräte-Entwurf. Büchel fS. P. D.) führte auS, daß der Rätegedanke, der feit dem 9. November die Arbeiter unausgeseht beschäftige, jetzt fest Form erhalten solle.(Lachen der Unabh.) Auch die U. S. P. habe sich erst langsam zum Räteshstem durchgemausert.(Wider- spruch.) Der Gesetzentwurf über die Betriebsräte solle nur die Grundlage zu Besprechungen zwischen den in Betracht kommenden Gruppen sein. Die„Reichsüberstunde" sei durch Dernburg vor aller Welt blamiert. Die sozialdemokratische Fraktion sei mit den Bestimmungen des vorliegenden Gesetzentwurfes nicht einverstan- den. Zu der Bestimmung, die sich gegen einen Ausschluß von „Noskegardisten" und Gelben richtet, sagte Büchel: Ich kann mir wohl denken, daß diese Bestimmung über die Freiwilligen bei den Unabhängigen einen bösen Stachel hinterläßt. Ich wende mich da- gegen, daß in Fragen, welche die Arbeitsregelung betreffen, Unternehmerverbände als solche zugelassen werden. Aber, um alle Forderungen der Arbeiter durchzusetzen, ist, wie Wissell sehr richtig sagt, eine rein sozialistische Regierung nötig, die nicht durch Kompromitzrücksichten gehindert wird.(Zuruf: Das hättet Ihr im Januar sagen müssen!) Das Koalitionskabinett wäre nicht entstanden, wenn die Unabhängigen in der Regierung geblieben wären. Somit tragen die Unabhängigen die Schuld an einer nicht sozia- listischen Regierung.(Lärmender Widerspruch.) Um diese Tat- fache kommen Sie nie herum.(Verlegenes Lachen.) Somit ist auch die U. S. P. an diesem Gesetzentwurf mit Schuld.(Unruhe.) Der Frieden wird und muß die Einigung des Proletariats brin- gen, wenn die Unabhängigen nicht wieder in die dargestreckte Freundeshand spucken.(Lachen und Widerspruch.— Lieblingsausspruch Adolf Hoffmanns im Dreiklassenhaus: Am vielen Lachen erkennt man den Narren! Red.) Büchel verlas dann folgende Erklärung der S. P. D.: Die S. P. D.-Fraktion kann sich mit dem veröffentlichten Ge- sctzentwurf über die Betriebsräte unter keinen Umständen ein- verstanden erklären. Dieser Entwurf enthält Bestimmungen, die ans keinen Fall die Zustimmung der Arbeiter finden können und der neuen Zeit nicht angepaßt sind. Unter allen Umständen ver- langt die Versammlung, daß in dieser Gesetzesvorlage nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Angestellten und Beamten, gleich- viel in welcher Stellung sie sich befinden, mit einbegriffen werden. Die Fraktion setzt in die Mitglieder des Zentralrates und die Ge- Werkschaftsvertreter das Vertrauen, auf jeden Fall bei ihren Ar- beiten in der Kommission dahin zu wirken, daß den Forderungen der Arbeiter, Angestellten und Beamten voll Rechnung getragen wird. Als nächster Redner erklärte der Kommunist Rasch, daß der Gesetzentwurf eine Verhöhnung der Arbeiterschaft sei und die Arbeiterräte absägen wolle. Die Regierung stehe am Ende ihres Lateins. Dr. Kaplan(Dem.): Unsere Fraktion stimmt gegen diesen Gesetzentwurf. Es ist unverkennbar, daß man seit dem 9. No- vember einen rückwärtigen Kurs steuert. Schon der Entwurf der Regierung über Mitbestimmungsrecht der Arbeiter vom 23. De- zember, der noch die Unterschrift Haasts trug, war nichts Halbes und nichts Ganzes. Aber damals bemühte sich die Regierung, doch wenigstens noch etwas zu geben. Heute allerdings nimmt man mit der linken Hand das wieder, was man eben mit der rechten geben will. In diesem Gesetzentwurf ist auch nicht eine Spur von demokratischen Prinzipien mehr zu finden. Wir Ver- treter der Angestellten betrachten den Entwurf als eine Heraus- fordcruug.(Beifall auf allen Seiten.) Die Regierung wird es noch erreichen, daß die Angestellten und die Arbeiter sich auf einer proletarischen Einheitsfront zusammcnsinden, um ihr Recht zu er- kämpfen.(Stürmischer Beifall.) Und sie wird es erreichen, daß man den Herren in den Ministerien einmal unzweideutig erklärt, daß das Mittelalter mit dem 9. November ein Ende hat.(Stür- Mischer, langanhaltender Beifall auf allen Seiten.) In der folgenden Diskussion bezeichnete Marx den Entwurf als einen Skandal. Die Geheimräte im Reichswirtschaftsmin:- sterilem schienen zu glauben, die arbeitenden Klassen mit ihren Taschenspielerkunststückchen über den Ernst der Stunde hinweg- täuschen zu können. Koch(U. S. P.) beantragt die Diskussion zu schließen und den Gesetzentwurf abzulehnen. Der Antrag wird gegen wenige Stimmen angenommen. Der Vorsitzende B r o l a t verlas ein Schreiben des Reichs- arbeitsministeriums, das die Arbeiterräte um Entsendung von Vertretern der drei sozialistischen Richtungen zu Besprechungen über den Referentenentwurf ersucht. Fischer(Dem.) stellt fest, daß also demokratische Ver- treter nicht hinzugezogen werden sollen.— lieber die Entsendung der drei Vertreter zu der Konferenz im Reichsarbeitsministerium entspann sich noch eine Debatte, doch wurde infolge Versehens eine Abstimmung darüber nicht vorge- nommen. » Zu unserem Abendblattbericht tragen wir nach, daß die von der Vollversammlung angenommene Entschließung der Zivil- musiker die Arbeiterschaft zum Boykott der Milftärmusiklokast auf- fordert. GroßSerlin Die Verwertung von Heeresgut. Während die gesamte Bevölkerung an Kleidungsstücken und Schuhzeug Not leidet, sind immer noch große Läger von HeereSgut vorhanden. So wird uns beispielsweise mitge- teilt, daß im Eispalast zu Berlin für etwa 35 Millionen Mark Textilien, wie Garne, Kattune, usw. lagern. Bezeichnend für die außerordentlich langsame Geschäftsführung und für die manchmal recht eigenartigen Praktiken, deren sich das Reichsverwertungsamt bedient, ist folgender Fall aus dem Ledergewerbe. Hier war ein großer Posten Pclotten(Lederbestandteile der Bruchbänder) ins- gesamt 488 000 Stück an eine Privatfirma abgegeben worden, deren Firmeninhaber den gleichen Namen trägt, wie der frühere Gruvpenführer, Abteilung.Leder, im ReichsverwertungSamt. Später stellte sich heraus, daß solche Pelotten 1,10 M. für das Stück angeboten wurden, während sie kurz vorher nur 0,35 M. gekostet hatten. Sie scheinen also dem Zwischenhandel zugute ge» kommen und von ihm verteuert worden zu sein, anstatt nach den Richtlinien des Reichsverwertungsamtes direkt an die Verbraucher verleilt zu werden. Aehnliche Fälle sind ja auch in anderen Res- sorts zu verzeichnen. Merkwürdig ist nur das eine, daß nämlich eine Verbraucherfirma sich um die Pelotten bemüht hatte, aber erst nach zwei Monaten einer ablehnenden Antwort gewürdigt wurde. Diese langsame Geschäftsführung leistet natür- lici dem Zwisckenhandel und der Preissteigerung Vorschub, wäh- rend andererseits Langfinger und gewiegte Schieber Gelegenheit bekommen, sich an den noch lagernden Beständen zu bereichern. Damit ist jedenfalls weder der Arbeiterschaft noch der Regierung gedient. Streik der Tempelhofer Schlächtermeister. Die Tempelhofer Schlächtermeister haben sämtlich ihre Läden geschlossen und durch Anschlag mitgeteilt, daß sie dazu gezwungen worden seien, nachdem das wiederholte Verlangen der Schlächter- meister auf bessere und gerechtere Verteilung des Fleisches nicht erfüllt worden sei. Insbesondere wenden sie sich gegen zwei Mit- glieder des FleischverteilungSauSschusses, von denen der eine selbst Schlächtermeister ist, und vor allem dagegen, daß diese beiden Mitglieder sich„nicht gescheut haben, deutsches gestempeltes Fleisch als Auslandsware zum Hollandpreis" abzugeben. Die Schlächtermeister verlangen die Entfernung dieser beiden Mitglie- der der Kommission. Vom Gemeindevorstand wird mitgeteilt, daß die Gemeinde bei der Verteilung von Auslandsfleisch sich in einer Notlage befunden und zur Ergänzung der unzureichenden Belieferung einen Posten Jnlandfleisch hinzunehmen mußte. Hierdurch seien weder die Schlächtermeister noch die Bevölkerung benachteiligt worden, da diese ja den Auslandspreis im Falle ausreichender Belieferung unter allen Umständen hätten zahlen müssen. Ein Teil des Flei- sches aber zu niedrigerem Preise zu verkaufen, sei aus praktischen Gründen nicht möglich gewesen. Vom Lebensmittelausschuß sind Verhandlungen zur Regelung der Angelegenheit eingeleitet worden. Wir meinen, eine Behörde darf nicht das billigere Inland- fleisch zu dem höheren Auslandspreis verkaufen: ein Privater kann dafür bestraft werden. Es mutz möglich sein, eine Tren- nung des Verkaufs durchzuführen; wenn auch die Gliederung»er Verbraucher nach der Einkommenhöhe noch nicht da ist, so konnte z. B. Nr. K.— P. der Kundenliste diesmal billiges Fleisch erhalten und das nächstemal Qu.— T., wenn man nicht zu dem Mittel der Verlosung greifen wollte. Selbstverständlich verurteilen wir jeden Streik im Er- nährungsgewerbe._ Umzugstcrmin zum Juli. Wegen der Schwierigkeiten im Möbeltransportgewerbe sind in Berlin beim nächsten Wohnungswechsel zu räumen: kleine, d. h. aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zubehör bestehende Woh- nungen his 3. Juli mittags; mittlere, d. h. drei oder vier Wohn» zimmer bis 8. Juli mittags; große, d. h. mehr als vier Wohn- zimmer bis 15. Juli mittags. Inhaber der Dreizimmcrwohnun- gen müssen jedoch ein Zimmer und Inhaber von größeren Woh- nungen zwei Zimmer schon am 3. Juli— vollständig geräumt— dem zuziehenden Mieter auf dessen Wunsch zur Verfügung stellen. Vorstehende Anordnung findet auf Geschäftsräume und möbliert gemietete Wohnungen und Zimmer keine Anwendung. Für den Zeitpunkt der Uebergabe derartiger Räumlichkeiten ist der Mietvertrag maßgebend._ Vereinigung der sozialdemokratischen Beamten tc. der Gemeinden Grost-Berlins. In einer von zirka 1200 Personen besuchten WerOrversammlung legte Genosse W u i ch i k das Verhältnis der Beamten zur S ozialdemokratie dar. Die Neuanmeldungen legten Zeug» nis dafür ab, wie sich der sozialistische Geist in der Beamtenschaft Bahn bricht. In der am 14. Juni in der Siadtbolle abgehaltenen Versammlung kam es zu einer lebhaften Aussprache über unser Ver- hältnis zu den sozialdemokratischen Stadtver- ordnetenfra ktionen. Die Verhandlungen in der Berliner Stadtverordnetenversammlung am 5. Juni er. hätten bewiesen, daß die Fraktion über die Beamtenlragen nicht genügend unterrichtet sei. Beschlossen wurde, die Fraktionen in allen Gemeinden Groß- Berlins zu ersuchen, daß sie bei ollen Beamten- und kommunolpolitischen Fragen eine Kommission unserer Vereinigung hört. Es wurde dann eine Organi- sationS- und AgitionSkommiision gewählt; Vorsitzender ist Ge- nosse Robloff. Zur Her beifübrung einer straffen'Organisation ist erforderlich, daß sich sämtliche Verwaltungsstellen und die Bor« orte VertrauenSinäiiner wählen, die die Verbindung mit dem Vor- stand und den Mitglredern vermitteln. Die Vcrwaltunasstellen und Vororte werden ersucht, Namen, Adresse und Dienststelle dieser Vertrauensmänner umgehend einzureichen. Die Vertrauentmäiiner erhalten dann sofort eine AusweiSkarte. Die Mitgliedskaricu sind fertiggestellt und werden durch den Kassierer, Genossen Schlüter, ausgegeben. Auskunft erteilt B. Mücke, Rykestr. 2. Eine Landesbauordnung. Einer durchgreifenden Verbesserung des Wohnungswesens wird durch den Entwurf einer Londesbouordnung, die vom Staats- kommissar für das WobnunpSwesen, Scheidt, aufgestellt worden ist und künstig beim Erlaß von Bauordnungen für Städte. Land« gemeinden mit stadtartiger Entwicklung und insbesondere Vororte größerer Städte als Grundlage dienen soll, der Weg geebnet. In den neuen Entwurf sind die bekannten, auf Verbesserung� der Woh- nungSverböltnisie abzielenden Vorschriften deS WohniingsgesctzeS hineingearbeitet. Die Musterbauordnung gebt vom dreigefcho'sigen Hause, dem sogenannten Mittelhause, aus, dessen Anforderungen an Standfestigkeit' und Feuersicherheit den Bestimmungen zugrunde gelegt sind. Sie verlangt gute Belichtung und Durchlüiinng für alle Räume, die zum dauernden Auscnthalr iür Menicken bestimmt sind, und fordert für jede Wohnung wenigstens einen durchionnten Wohnraum, Damit wird künftig das ungesunde und sozial ver- verbliche Mietskasernenbaushstem, doS um enge, luft- und lichllose Höfe auf vier Seiten Ouer- und Hintergebäude gruppiert, uninöglich gemacht. Die Bestimmungen für das Mittelbaus sind dann für höhere und niedrigere Wohnhausbanien nach oben und unie» abgestuft. So wird für dw viergeschossige Wohnweise der Erlaß ver« schäriter Vorschriften verlangt, während für Mittel- und Kleinhäuser die Gewährung weitgehender Erleichterungen empfohlen wird. Im Einfamilienhaus sind sllr die Treppen keine Mindestabmessungcn gefordert und Holzbalkendecken auch ohne Verputz oder Verichalnng zugelassen. Auch dürfen Vorgärten, die bisher als Ziergärten ein meist recht kümmerliches Dasein führten, kün'lig garten- mäßiger Ausnutzung dienstbar gemacht werden. Von besonderer Be- dentung ist in Anbetracht der aeaenwärriaen Wobnnnasnot»nd deS 1] Mottele. Von SalamonDembitzer. (Einzig berechtigte Uebersetzung von Stefania Goldenring.) Mottele war Besitzer eine's kleinen Kolonialwarenladens, der an der Ecke einer ans den Markt mündenden Straße die beste Lage im Städtchen hatte. Wenn keine Kunden in den Laden kamen, und er nichts zu tun hatte, nahm er sich eine kleine Kiste vor die Schwelle, setzte sich nieder und ließ seine Blicke auf dem Markt herumschweifen. An Sommertagen, gegen Abend, gab es am wenigsten zu tun. Er pflegte dann stundenlang auf seiner Kiste zu sitzen und sah zu, wie die Jugend sich herum- balgte. Kleine Kinder hatten sich bei den Händen gefaßt und drehten sich singend im Kreise: Gott, Gott, gib a Regen Für die lieben Kinders wegen. Aeltere Knaben spielten Soldaten oder Räuber und rannten um- her. Ihre Stimmen gellten über den Markt,... Die Erwachse- neu gingen mit Stöcken in der Hand umher, blieben vor den Läden stehen, machten ein vaar Redensarten und setzten ihren Weg fort, bis es schließlich Zeit wurde, ins Bethaus zu gehen. ' Die letzten Strahlen, die die Sonne herabsandte, fielen ge- rade auf Motteles Gesicht. Das wiederholte sich jeden Tag. Er pflegte dann ein Auge zuzukneifen, in die Sonne zu starren und zu warten, bis sie unterging. Und er wurde nicht müde, die schillernden Farben zu betrachten und zu beobachten, wie der rote Streifen immer größer wurde, als ob der Himmel von innen entbrannt wäre. Aber die Sonne blendete die Augen nicht mehr so stark, und als Mottele für einen Augenblick weg- schaute, war sie entschwunden.— Mottele liebte es, den Sonnenuntergang zu beobachten. Ob- gleich er nur ein schmächtiger, unansehnlicher Mann war, mit spärlichem Vollbart, nichts besaß als den kleinen Laden, und seit Jahren denselben Kaftan trug, hatte er� doch ein paar tief- liegende, schwärmerische Augen, die das Schöne liebten und oft verträumt vor sich hinstarrten. Mottele war ein stiller Jude. „Er spricht so leise, wie ein Gesvenst", pflegten die Kunden von ihm zu sagen. Wenn sich im Städtchen eine Gelegenheit bot, ein Amt zu bekommen oder etwas Besonderes zu leisten, trat er niemals mit irgendeinem Wunsch hervor. Wenn ihm Unrecht widerfuhr, indem er zu hoch besteuert oder grundlos von einem Magistratsbeamten beleidigt wurde, so wehrte er sich nie- mals. Ja, selbst als ihm ein Kunde einmal zwei Kronen gab und behauptete, es wären fünf gewesen, gab er leise seufzend auf fünf Kronen heraus, obgleich er genau wußte, daß es nur zwei waren.» Mottele hatte eine junge, aber gar nicht hübsche Frau, mit der sein Vater ihn verheiratet hatte, weil sie aus guter Familie stammte. Wenn sie zuweilen mit ihrem einzigen siebenjährigen Töck'terchen in den Laden kam, und er sah, wie die Frau dem Kind einen Klaps auf die Hand gab, weil es zu viel genascht hatte oder ungehorsam war, dann bat er seine Frau stammelnd: „Nicht schlagen! Oh, nicht!" Einmal traf es sich, daß seine Frau sich mit dem Kind gerade im Laden befand, als ihn ein Reisender aus der Groß- stadt besuchte. Als Motteles Fmu den stattlichen, feingekleideten Mann mit goldener Kette und einem Zwicker auf der Nase erblickte, der Mottele verschiedene Musterpäckchen von Reis. Mehl und Farbe vorlegte, zuckte sie zusammen. Um ihm ihre Ehrfurcht zu bezeigen, befahl sie dem Töchterchen, einen Stuhl für den Herrn zu bringen, und da die Kleine nicht gehorchte, fiel sie über sie her und schlug sie. Als Mottele das sah, wurde er abwechselnd blaß und rot, stürzte zu seiner Frau hin und rief hastig:-„Nicht! Nickt! Nicht!" Dann weinte er mit seinem Töchterchcn. Der Reisende verließ den Laden. Nun geriet die Frau in Wut und schrie:„Ich werde Menschen herbeirufen, daß sie sich das ansehen! Hat man jemals erlebt, daß ein erwachsener Mann sich nicht schämt zu weinen! Du Schlafmütze... Du kannst ja keine Fliege anrühren!"... In der Tat, Mottele konnte keiner Fliege etwas zuleide tun. O, aber man soll deshalb nicht etwa glauben, daß Mottele nicht wußte, was recht oder unrecht ist. Man soll nicht etwa glauben, daß Mottele die Schlechtigkeit und Falschheit dieser Welt nicht sah.... Er sah sie wohl, doch wollte er nicht an das Schlechte und Falsche glauben. Er dachte bei sich: Irgend etwas ist in der Welt nicht so, wie es sein müßte.... Dann aber sagte er sich wieder: Doch nein, wie darf ein Mensch überhaupt so etwas denken.... Der Herrgott weiß doch besser, was gut oder schlecht ist.... Ter nplß es doch besser wissen, als er, Mottele, ein kleiner, stiller Jude in dem galizischen Städtchen. Doch diesen Juden befielen zuweilen, wenn er auf seinem Kasten vor der Schwelle saß, so manche Gedanken, deren er sich nicht er- wehren konnte: „Warum ist plötzlich Hirsch Westlein, der stattliche Jude mit dem langen, graumelierten Bart und dem bösen Herzen, der nicht einmal seinen Namen schreiben konnte und früher vor jedem Katzenbuckel machte, Plötzlich so reich geworden, seitdem er Kultusvorsteher war und die Stadtkasse bei sich aufbewahrte, so reich, daß er sich ein Haus kaufen konnte.... Weshalb? Warum hat ihm der taube, schwarze Mcilach, der in der Nebengasse ebenso wie er einen Kolonialwarenladen hatte, vorige Woche einen Polizisten zugeschickt, der eine.Hausdurchsuchung bei ihm unternahm?... Weshalb? Tausende Gedanken ähnlicher Art schwirrten durch seinen Kopf, aber er sagte sich: Nein, nein.... Die Menschen sind trotz allem nicht so.... Man darf von den anderen nicht schlecht denken. Sie können nichts dafür.... Und dann— dachte er— soll man überhaupt in dieser Welt keine Fragen stellen____ Wahrscheinlich ist alles gut so, wie es ist!... Gewöhnlich wurden seine Gedanken durch das Erscheinen eines Kunden unterbrochen. Er erhob sich mit einem schweren, stillen Seufzer von seiner Kiste und ging in den Laden, um eine Flasche Petroleum und ein Stückchen Seife zu verkaufen. Mottele war ein Sozialist, ohne zu wissen, was das zu be- deuten hatte. Er wußte nichts von der Existenz solcher Menschen und hatte sicher auch nie etwas von Karl Marx und Ferdinand Lassalle gehört. Und er wußte nichts von mehr Lohn und weni- ger Arbeit und ähnlichem. Das war ihm auch höchst gleichgültig. Er hätte niemals an einem Streik teilgenommen oder Wider- stand geleistet, selbst, wenn man ihm sein ganzes Geschäft fort» genommen und ihn obendrein schuldlos eingesperrt hätte. Nur dachte er bei sieb, wenn er an Sommerabendßn auf der Kiste vor seinem Geschäft saß:„Wie gut wäre es, wenn alle Menschen Brüder wären.... Es sollte nicht Remse und Arme geben, keiner sollte den andern anzeigen, und Polizei sollte man überhaupt nicht kennen.... Die Welt sollte ein Garten sein, aus dem die Menschen sich die schönsten Früchts, die sie brauchten, holen würtzen. Hirsch Westlein sollte nicht Vorsteher sein.... Den Man» mit dem klügsten Kopf und dem besten Herzen sollte man zum Vorsteher wählen und ihm die Stadtkasse übergehen.... Und alljährlich sollte ein anderer gewählt werden." Oft kam ein Einwohner vorüber. Wenn er Mottele so ver» träumt zum Himmel blicken sah. sagte er, um ihn in ein Ge- spräch zu ziehen:„Hast du schon gehört, Mottele? Schimele RosenMüt ist Stadtverordneter geworden.... Mojschele Kampf hat Bankerott gemacht...." Aber Mottele ließ sich niemals in ein längeres Gespräch ein, er antwortete stets mit einem ein- silbigen„ja" oder„nein", so daß der andere schließlich weiter- ging und dachte: Der ist nicht ganz richtig im Kopf!... (Forts, folgt.) Herrschenden Zis-zelmangelZ die Zulaffung von Holz- und Block- Häusern sowie Wohnlauben für Wohnzwecke. Schließlich enthäl: die neue Bauordnung noch eine Reihe von Bestimmungen, die einer Verunstaltung des Straßenbildes entgegenarbeiten. So soll das Aeußere der Bauten in bezug auf Form und Farbe sowie nach Art der verwendeten Baustoffe so gestaltet sein, daß die Einheitlichkeit des Straßenbildes gewährleistet ist. Lebensnotwendigkeit für die Traberzucht. Man schreibt uns: In der Traberzucht und den, Traberiport herrschen noch heute die allen aristokratisch-selbstherrlichen Verhällniffc wie zur Zeit des alten Systems. Wenn auch die Aireinhenschast deö Union-Klubs für alle Zeit gebrochen sein dürfte, so sind die Einflüffe der kapi- talistische» Rennvereine nock in gleicher Stärke vorhanden und lähmen und hindern die Entwickelung der Traberzncht'und ihrer Nebeneinrichtungen. Nach den gewaltigen Verlusten, welche der Krieg unserem Pferdematerial geschlagen hat. ist eS Ausgabe der maßgebenden Regierungsstellen, alle Schranken und Fesseln zu lösen. welche der Zucht die EntwicklungSmöglichleit nehmen. Denn wir können auf eine Einfuhr von Pferden nicht rechnen, da auch die bisher P'erde exportierenden Länder einen großen Mangel an solchen haben. Im Gegenteil, wir müssen be- strebt sein, die Zucht eines guten Gcbrauchspferdcs derartig zu steigern, daß wir außer für den eigenen Bedarf auch noch hin- reichend Material haben für eine Ausfuhr, um uns Gegenwerte für einzuführende Waren zu schaffen. ES muß das aber ein Material sein, daß allen berechtigten Ansprüchen gerecht wird. Die Vollblut- zuckt, kann dabei nicht»n Frage kommen. Ihr Matftüal ist weder für die Landwirtschaft noch für Stadlfahrzwecke zu verwenden. Es kann neben einigen Svezialzüchtungen mir die Traberzucht in Frage kommen. Die guten Eigenschaften der Trabervferde werden längst von allen unparteiisch urteilenden Pserdebaltern rückhaltlos an- erkannt. Die exklusive Züchterschaft derer um den Union-Club wachte mit ArguSaugen darüber, daß dem„Vollblm* nichts von seinen Vorrechten gemindert werde, daß sein gefährlicher Weit- bewerber, der Traber, nickt aufkomme. Von der Negierung aber darf in Rücksicht auf die große Bedeutung der Traberzucht für die Befriedigung der praktischen Bedürfnisse erwartet werden, daß sie dieser Zuchlrichtung ihre ganz besondere Fürsorge zuwendet. Die unbesoldete« Stadträte, die letzthin Berlin wählte, sind bestätigt— die Wilmersdorfer nicht! Man will angeblich erst die Wahl unbesoldeter Stadträte gesetzlich regeln. Aber seit wann ist schon das„Schweben in Erlvägungen, das ßedcm Gesetzentwurf vor- angeht, mit rückwirkender Kraft ausgestattet? Jedenfalls imposant ist diese Doppelseitigkeit innerhalb Groß-Bcrlins nicht. Wie lange werden Schulen den Kindern noch vorenthalten? Während deS Krieges war es notwendig geworden', verschiedene Schulen wegen Kohlenmangel zusammenzulegen oder weil die Ge- bäude zur Unterbringung des Militärs benötigt wurden. Für die Schulen in der Culm- und Winterfeldtstraße besteht diese Zusam- menlegung noch, trotzdem die Gründe dazu schon längst weggefallen sind. Die Kinder leiden unter diesen Mißständen sehr; denn durch die üble Lehrstundenverteilung ist die freie Zeit in den Sommermonaten arg beschnitten. Es wäre dringend erwünscht, daß hier bald Besserung geschaffen würde. Der Nntergrundvnhnbau ohne Genehmigung. Die Pläne für den Bau der Nord-Südbahn am Bahnhof Hallesches Tor haben während deS Krieges eine völlige Umwandlung erhakten. Diese Abänderungen sind den Aufsichtsbehörden rechtzeitig bekannt ge- geben worden und doch ist ihre Genehmigung durch die Aufsicht?- behörden bis jetzt noch nicht erfolgt. Die Motstandsarbeiten an dieser Untergrundbahn sind nun soweit fortgeschritten, daß die Arbeiten in der mittleren Friedrichstraße und in ihrem südlichen Teil in Angriff genommen werden sollen. Aber besonders im südlichen Teile der Friedrichstraße werden jetzt die Arbeiten durch die Verzögerung der Genehmigung stark beeinträchtigt. Polsterdiebstähle auf der Eisenbahn. Durch daI geschickte Vor- -N eineS Beamten der Eisenbabn-UcSenoaehungsabteilung sind Frauen aus Lichtenberg deS P-ilsterdiebslahlS überführt worden. Durch Haussuchungen wurden'insgesamt IM Kilogramm der Eisenbahn entwendeten Polperplüsches festgestellt. Die Eisenbahn- Verwaltung hat für die Wachweisung der Täter solcher Diebereien eine Belohnung bis-u 100(1 M. ausgesetzt. Der Streik im Dce»tschen OpernhauS ist beigelegt, Donnerstag wird„Der Wildschütz" gegeben. Da? KegräbniS der M. S. W. Gegen diesen von uns gebrachten wehmütigen Nachruf eines ihrer Angehörigen wendet sich das Gau- vernement Groß-Berlin mit viel Bestreitungen und noch mehr Tadel, der von der fixen Idee auszugeben scheint, der..Vorwärts" dürfe an all diesen Dingen nicht Kritik üben. Das ist ein Irr- glaube. Wenn da? Gouvernement weiter an uns appelliert, die schwere Arbeit der„Wachabteilung der Kommandantur" gegen das Verbrechertum zu unterstützen, so ist das überflüssig. Wir sind überzeugt, daß unsere Leser nicht den Kampf gegen dP Ver- brechertum erschweren. Für dir AnIhilfswagen, die bei Streik? die Konjunktur aus- nutzen, wird ab 2S. Juni die E r l a u b n i s p f l i ch t eingeführt. Eine Taxe ist nicht vorgesehen, nur ein Höchstpreis festgesetzt. Als sfahrpreis dürfen für jede, wenn auch nur angefangene Viertel- stunde, von jedem Fahrgast höchstens 75 Pf. erhoben werden. Zum Zeichen, daß der betreffende Wagen zugelassen ist, muß er zu beiden Seiten und auf der Rückwand di« Bezeichnung„AuShilfSwaaen" mit der darunter gesetzten Polizeinummer tragen, ebenso den Ver- merk, für wie viele Personen der Wagen Raum bietet. Die Fahver und die eventuelle» Wagenbegleiter bedürfen einer polizeilichen Fahrerlaubnis bzw. eines SchaffnerauSweiseS, Fahrroute, Fahrzeit, Fahrpreis müssen auffällig auf einer Tafel angezeigt werden. Auch über die Gepäckbeförderung und über die Mitnahme von Hunden bestehen besondere Bestimmungen. Raubüberfall im Laden. U eberfallen und beraubt wurde am Dienstag die Zigarcen-hänldlerin Frieda Zlynkowiak aus der Rei- nickendorfer Str. 114. Um 5% Uhr erschien ein Mann, der öfter bei ihr gekauft hatte. Er fiel plötzlich über sie her. warf sie zu Boden, drohte ihr mit Erschießen und raubte 4000 Zigaretten. Ter Räuber entkam. Ein falscher Kriminalbeamter. Bei einem Mann in der Amster- damer Straße 30 erschienen ein Zivilist und ein Feldgrauer im Mantel mit umgeschnallter Pistole. Der Zivilist gab sich ffir einen Kriminalbeamten ckus und erklärte, daß er mit einer Durchsuchung der Wohnung beauftragt s«» weil der Mann im Verdacht stehe. falsches Geld ausgegeben zu haben. Das Ergebnis war, daß die beiden 1900 M. läres Geld„beschlagnahmten" und mit der Beute verschwanden. Der falsche Kriminalbeamte ist 30— 88 Jahr« alt, mittelgroß und dunkelblond, der Feldgrau« 27—28 Jahr« alt, eben- falls mittelgroß und schwarz. neuerte die Bekanntschaff. An November v. I. trat er wieder, mit ihr in Verbindung, obwohl er sich unterdessen verheiratet hatte. In Schildhorn lernte C. eine Köchin Else Scharrt? kennen. Auch mit ihr ging er eine Liebschaft ein. Das machic nun Frau Nikolaus so eifersüchtig, daß sie CieslackS Frau aufstachelte, zu versuchen, ihren Mann und die Scharrh auseinander zu bringen. Frau CieS- lack machte ihrem Manne dann auch einige Auftritte auf der Ar- beitsstelle. Das beranlaßte ihn, seine Stellung aufzugeben, nach- dem auch die Scharrh am 1. März aus dem Dienst geschieden war. Beide lebten nun eine Zeitlang zusammen. Um nicht ganz ber- unterzukommen, wurde er Soldat. Nachdem die Scharrv nach Schlesien abgereist war, zog er mit Frau Nikolaus nach der Markus- straße zusammen. Eines TageS aber kehrte die Scharrv nack Berlin zurück. Um sich ihrer zu entledigen, fuhr er mit ibr na;' r Römerschanze hinaus und erschoß sie dort.?!ock,. i!eü>en Abend erzählt« er Frau Nikolaus den Vorgang in der gemei � kamen Wohnung.-Die Geliebte, die nun hoffte, ihn ganz allein für sich zu haben, wollte sich von der Wahrheit überzeugen, fuhr am nächsten Tage nach der Römerschanze und fand dort in der"JV die Leiche liegn. Jetzt war sie beruhigt. Auch an seine Ehe-rau schrieb Cicslack, daß er die Scharrh umgebracht habe. Seine geoße Zuneigung zu ihr habe sich in Racke verwandelt. Zuletzt aber wollte Cieslack sich auch von Frau Nikolaus trennen, um zu seiner Ehefrau zurückzukehren. So kam es zu dem Bruch zwischen beiden und ml den Klagen der Geliebten über den Mann, in dessen Gewalt sie sich befinde. Cieslack wurde wegen Mordes, Frau Nikolaus wegen Anstiftung zuig Morde dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Salzfäure-Aufchlag auf einen Polizeihauptmann. Ter Polizeihauptmonn Hugo Schulz beim Kriegkwucheramt stand seit 11 Jahren in Begebungen zu einer 43 Jabren alten Emmi Hakemann aus der Schillerpromenade, Neukölln. Diese mochte geglaubt haben, daß da? Verhältnis zur Ehe führen werde. Als sie sich enttäuscht und ihre Liebe verschmäht fand, machte sie Schul, wiederholt Auftritte auf offener Straße Mittwoch vormittag wollle Schulz in den Dienst gehen. Da lauerte ihm Fräulein Ha'emann an der Ecke der Fontane- und Moblower Sttaße aus und beooß ibn mit Salziäre, die sie in eillem Topw mitgebracht hatte. Der Hauptmann wurde am Gesicht»nd am Oberkörper nicht unerheblich verletzt. Auch die Augen wurden in Mitl�denschoft ge-og-n. Um sich der Angrefferin zu erwehren, schlug er mit einem Stock ans sie ein und verwundete sie io schlver, doß sie nach dem städtischen Krankenbau'e gebracht werden mußte. Während des Kampfes, der eine große Menschenmenge anlockte, hatte die Anareiferin auch noch einen Revolverschuß auf den Hauptmann abgefeuert, ohne ihn zu treffen. Sie wird wegen versuchten Mordes im Kranken- hause als Polizeigefangene gehalten. Der Raubmörder Mescheder, dem die Zigare ttenhändlor in Weis in der Bülowstraße zum Opfer gefallen war, ist vom außerordent- lichen Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden. Eine falsche Nachricht. Wir werden ersucht, die(nicht von uns gebrachte) Meldung, der verhaffete Kommunist Einstein sei spanischer Staatsbürger und habe feinen Paß dem Kommunisten Levien zur Verfügung gestellt, als falsch zu erklären. Gesuche und Anfragen über EnGassungsanzüge sind nur an die BezirlskommandoS(für Groß-Berlin an sie PrüfungSllcllc im LandeSauS- skliungspart) zu rickteu. Das Kriegsministettum kann die bei idm ein- gebenden, vielfach auch an den Neichswebrmmiiier und andere NegicrungS- stellen gerichteten und von diesen an das Kriegsministerium abgegebenen Schreiben nicht mehr beantworien. Nach Entlassung sind die Bezirks- lommandos die allein zuständigen Siellen zur Regelung der berechtigten Ansprüche der ehemaligen HecreSanzehörigen. Mord aus Rache.— Ter Täter verhastet. Am 11. Mai sank» man an der Römerschanze in Potsdam die Leiche einer unbekannten Frau mit einer Schußwund«. Die Tote wurde unbekannt auf dem Friedhof Schildhorn beerdigt. Vor einiger Zeit wprde die Berliner Kriminalpolizei auf ein Mädchen aufmerksam, das ständig die Rennbah-r besuchte. ES ging das Ge- rede, dieses Mädchen babe darüber geklagt, daß es sich in der Ge- Walt eines Mannes befinde, der ein großer Verbrecher sei und ein Mädchen ermordet habe. Kriminalkommissar Tegtmeyer stellte zu- nächst fest, daß die Nennbahnbcsuckerin eine 21 Jahre alte Ehefrau Klara Nikolaus war, diP in der Markusstraß-: mit einem Arbeiter Ernst Cieslack zusammen wohnte. C. lernte 1916 Frau Nikolaus kennen. Sin Jahr später lcrm er slS Matrose auf Urlaub unö erBerliner Arbeiter-Sekretariat. Sprechstunde des Arbeiter-Sekretariats vom 2 3. Juni ab Wochentag- sich(außer Sonnabends) nachmittags 1— 3ff, UM r. Vormittags keine Sprechstunde. Sonnabends vormittags 11— 12. Der Ausschuß der Berliner Scwerkschaststommisfion. Vertranenslente der Hilfsangestellten de? Magistrats Berlin. Morgen Freitag, lt Uhr, Versammlung im Margarelhen-Lyzeum, Jfflaud- stiaße. Beliebt des Zehner-Ausschusses. Stellungnahme zur Finanzierung der Arbeiter rate. Radrennbahn Treptow. Sonntag zum erstenmal seit vielen Jahren wirtlich erstklaifige Ftiegerrennen. Der KongrcstanSichnst des SozialifteotageS veranstaltet diesen Sonntag. 4 Uhr, ewe Sonnwendfeier im Muggeltchlöktchen bei Fried! ichSdageu. Kincmatographisch« Aufnabme der Fesiteitnehmer, impo- ionles Feuerwerk, Musik, Gesang sowie sonstige Uuterhalwngsgclegenheilen. Emtrills karten bei allen Vorwärtsspeditionen. Reichshalle n-Garten. Am 1. Juli wird daS„Dönhoff- Brettl' er- öffnet. Bei zivilen Preisen erstklassige Spezialitäten, Variäl«. Nummern und Kabarett-Künstler: bei ungünstigem Welter im Reichohallen-Saal. Im Reichshallen-Theater die allbeliebten Steltiner Sänger. Groh-Berliner Lebensmittel. Pferdesteifchversorgung wird geregelt k Um festzustellen, wieviel Pserdefleischkartcu erstmalig zur Ausgabe in Beilin ersordertich sind, haben alle diejenigen tzaushalwngsvorstände und Einzelpeisonen, die Pferdefleisch bezietien wollen, bis zum 21. bei ihrer Brotkommijsion anzumelden, wieviel Personell am Pscrdeslenchbezug teilnehmen wollen. Berlin. Bis heute 2 Psd. Kartoffem(?). Wer nicht in Kundenliste eingetiagen, erfährt das Ge>chäst bei der Brotlommission. In den Brot. kommissionen 1—95, 103-101, 129—130, 133—141, 172, 174, 176-177, 179—131, 192—195, 197, 200-201, 208, 210, 212, 214, 222-223, 228,227— 230, 233, 286, 237, 288-243, 245»/. Kilo Heringe(Dd, Eintragung ü). Britz. ll. Pfd. Marmelade(35). Henuigsdors. Frellag vormittag(Alte Schule, Zimmer 1) billige Stoffe zu Fiauenmämeln, Ulstern und Joppen an Minderbemittelte. ptewawes. Heute marlensreie frische Seefische und Räucherwaren. Reiniltendorf, st, Psd. Heringe(21) Anmeldung heule. Für die- jenigen Jugendlichen, welche vor lurzem mit Fett nicht beliefert werden tonnten, ist ein kleiner Beirat in der BerkausSftelle Graf Haescter Straße, bereitgeslellt. soweit dänische Flaschenmilch vorhanden, solche an allein- stehende Personen, je 1 Flasche(Aiisioeiskarte,. Schtvangcre und tränt- l i ch e Kinder gegen im Zimmer 24 auSzusertigeude Bezugsscheine Apfelmus in Dosen._ Friedenau. Für ein Ei 1 M. 60 Pf. forderte ein Händler auf dem Markt. Wie es scheint, hatte er dafür in den früheren Stuirden auch Abnehmer gefunden. Einige Kisten waren schon leer. Später wollten wieder einige Damen den hohen Preis bezahlen. Jetzt griffen ander« Frauen«in und eine große erregte Menge hielt sie nicht nur davon ab, sondern drohte auch dem Händler, daß sie ihm Eier und Kisten in Stücke schlagen würden, wenn er mit dem Preise nicht heruntergehe. Die Frauen erklärten auch, nach dem Rathaus« marschieren zu wollen, um dort Abhilfe zu erzwingen. Polizeibeamte griffen ein, der Händler mußte die vollen Kisten auf- laden und mit seinen Eiern schleunigst davonfahren. Spandau. Zur Berweigrrunz der Mietezahlung wird in einem Flugblatt aufgefordert, dessen Unterzeichner den Anschein erwecken wollen, als wäre das Flugblatt von den Sozialdemokratischen Par- Wien erlassen. Keine der beiden Sozialdemokralischen Parteien hat hierzu Stellung genommen. Die Unterzeichner haben zudem ihre Parteizugehörigkeit falsch angegeben. Die Weigerung der Mietezahlung ist in keinem Falle ein geeigneter Weg, um die Woh- nungsfrage einer gedeihlichen Lösung entgegenzuführen. Zur ge- setzlichen Schlichtung von Mietsstreitigkeiten ist das M i e t e i n i- gungSamt bestellt; bei Streitigkeiten über Instandhaltung und Benutzung der Wohnung, wende man sich au das WohnungS- a m t. Ter Deutsche Berein für öüevtliibe GesnnbheltSPsteqe wird seine blesjähttpe Tagung.Ende September oder Ansang Oktober in Weimar abhalten und dabei folgende Gepeustiinde behandeln: 1. Hebung tckr PollSlraft durch Ernährung und Kürperpslege. 2. Tie Frage der Sozialifieriing de§ Heilwesens. 3. Wie weit kam» das Wohnungswesen vergesellschastlicht werden? Genaue Zeit der Tagiing und Namen der Berichterstatter werden demnächst bekannt gegeben. Zur Aus- gestaltnng der sozialbhgienilchen Tätigkeit ist ein S a u b t a u S s ch u tz des Verein« gebildet, Gejchästsführung Dr. med. A. Fischer, Karlsruhe, Herrcnstr. 31._ Groß-Serliner partewachrichten. Bericht vom Parteitag. Mitgliederversammlungen morgen Freitag 7 Ulir für Moabit, Friedrich-WerderscheS Gymnasium, Bochumer Str. 8: für Wedding, Schulaula Ostender Str. 37/39. am Zeppetinplatz: für Gosundbruiineu, Rosenthalcr Borstadl..Borussialäte", Ackcrstr. 6- lür Schönhauser Vorstadt, Realgymnasium. Aleimstr. 49; nir Landsberger Borstadt..Königsbank-. Gr. Frankfurter Str. 11?: silr Zentrum und Nordosten,..Budisälc', Neue Königstr. 26- jiU Süden. Südwesten und Westen, Habels Brauerei-Ausschank. Vera. mannfw. 5/7; OstCii. 15. bis 18. Abteilung. In den.ljumeniussäleif. Memeler Str. 67. Friedrichs, eldc, heute 3 Uhr bei Haberland, Ailhelmftr. 38. IL. Abt. Heute. Donnerstag. 7 Uhr. bei Fechtner.©ebeislr. 24, Zahlnbend. Bortrag über„Die Einheitsschule-. Res.: Lehrer Knies. 33. Abt. Heule, Donnerstag, Flugblattbcrbreitnng. Morgen. .vre, tag. Bezirksversammluug, Borussiasewäle, Ackerslr. 5/7. Bericht vom Parteitag. Die Genossen, welche die Kontrolle ausüben, muffen um 6". Ulir anwesend sein. Jungsozialistische Bereiuignnq. Heute abend 7", Uhr im Jugend- heim, Lmdenftr. 3:„Die Entstehung des Kapitals". Vorträge, Vereine unö Versammlungen. Zentralstelle für Einigung der Sozialdemokratie, Ortsgruppe Karlshorst. Donnerstag. 8 Uhr, bei Kunzmann, Ecke Prinz-Hemiuea, und- Wildenslemer Str., Mitgliederversammlung. Gälte willkoinineu. SteichSbnad der Kriegsbeschädigte» und Hinterbliebenen, 2. Br- zirk(Osten). Freitag, 7 Uhr abends, Versammlung im Lokal von Max Heinrich, Langestr. 97/99. Zahlabend und Mitgliederaufnahme.— Freie Bereinigung für Recht und Sozialismus. Freitag, adends 7»;, Uhr. Herrenhaus, Zimmer 20: Aussprache über„Trennung von Staat und Kirche"(Referent: Genosse RegienmgSaffessor von Harnack).— Aktivisten- Soiigres) heule: Dr. Alsons ffioldschmidl l.Verehrl chung der Presse"), Dr. Rudols Kayler(„Revolution und Schule"'.Heinrich Nientamp(„Menschentum"). Bruno Taut(„Problem der Kumt"). Sonnadend Dr. Kurt Hiller üder„Tw Anteilnahme des schöpferischen Typus am Ausbau der neuen Gesell,.doit". Karten an der Abendkasse des Schubertsaaies.— Bautechn ische Port».ge über die neuen Holzüuidersysteme mit Aussprache 7—9 Uhr im Ingenien« hau«, Sommer ftr. 4, am 26. und 30. Juni, 3.. 8.. 10.. 11. und 14. Juli. Tellnehmertarlen 3 M. bei Pförtner oder der GeschüstSstelle. Ms alier Welt. Bei einer blutige» Berbrechcrjagd ßrnden im Oderbruch vier Personen den Tod. Dem Besitzer Gräbert in Wcrbig a. d. Ostbahn waren nachts 26 000 M. gestohlen worden. Zur Verfolgung der Räuber wurde:n Sachsendvrf die Bürgerwehr alarmiert. Der vor- aus radelnde Gendarmeriewachtmeister erhielt von flüchtenden Ein» Brechern mehrere tödliche Schüsse. Die Einbrecher versteckten sich in der Nähe des Bahndammes der Oderbruchbahn in dem maiuis- hohen Roggen und feuerten auf die Bürgerwehr. Inzwischen war auch Ri-lkiiär mit einem Maschinengewehr und Gendarmerie hinzu- gekommen und das große Roggenfeld wurde völlig eingekreist. Es kam nun zu einem regelrechten Feuergefecht, bei dem drei Einbrecher erschossen wurden. Der jüngste,«in noch nicht IZjähriger Bursche, gab an, daß alle fünf aus einem Orte des Kreises Hir.den- bürg O.-Schl. stammen. Bei den erschosseneu Verbrechern wurde' 3000 M. gesunden._ önefkasten der NeSaktwn. tzeber für den Briefkasten bestiininten Anfrage füge man einen LvKItao»» und eine Nummer bei. Briefliche Kustunsl wird nicht erteilt. Eilige An. (tagen trag- man in d-r Juristifchen Sprechltunde. Einbenfir. 3, 3. Hof links. 4 Treppen. 4 bis 7, Eonnabends 3 dis B Ub: nachmittags bor. Echriftstäcke und Verträge Nnd mUzubringen. K. F. 89. In beiden Fällen siebt Ihnen ein Anspruch leider nicht z».— A. K. 81. 1. Der 2840 jährliches Einkommen übersteigende Betrag würde m Ihrem Falle nicht belchlagnabmesäbig sein. 2. Können wir nicht sagen. 3. Ja. 4. Es bestehen eine Reibe von derartigen Urteilen,-S � p aber zwischen der Firma und Jbrer Frau mit Zuslimmnng Ihrerseits eni Vertrag geschlossen werden.—(?. R. 35. Rufen Sie sofort das Miel- einigirngSamt an. Die Steigerung ist um elwa 7 M. zu hoch.— G. Teuipclliof. 1. Nein, wenn Ihre Tochter ibre Behauplungeu beweisen tann. 2. Klage aus Herausgabe eventuell Anttag am Erlaß einer einst- weiligen Beriügung beim ordentlichen Gericht. 3. Aus Grund d-r kurzen Angaben nicht zu beantworten.— R. LS. Ber mlassen Sie bei dem Notar oder bei dem Gettcht, vor dem die eidesstattliche Versicherung ans, genommen worden ist, ewe Berichtigung derselben und deren Einreickung. — M. 1«. 1. nnd 2. erscheint onssichtsloS. 3. Nur wenn Rente bewilligt würde.— S. v-t. t. Enllasfungsllelle II, Plann'er 63. 2. Rusen Sie daS Mieteimgungsamt sojort an.— N. L. 131». 1. Ja. 2 Nein. — Drewitz. Bilten um Ihren Namen, da sonst unoenvendbar.— F. R. 17. 1. Voraussichtlich ja. 2. Beschwerde an das Landgericht.— P. W. IVO. Das wäre möglich. Die Höhe der Abfindungssumme läßt sich nur neck Kenntnis des Alters berechnen.— P.<8. 86. An den für Ihren r■ t zuständigen AmIZvol stehet.— D. L7. Leider baden Sie einen geleplichen Ersatzanspruch gegen den Prinzen nicht.— V. S. 80. Entlassungsstelle Ii, VlanMer 03.— 31. B. 6. 1. Leider ja. 2. Nein, da die Strafe bereits verbüßt ist. 3. Nein,— S. N. Wenden Sie sich an die Landesversiche- rungSanstalt und an die«ngestelltenverstcheruna gleichzeitig.— P.R 10«. Eine Klage erscheint durcksübrbar, falls Sie Ihre Bchaupiungen bcweilen tonnen. Das Armerattcst beantragen Sic bei dem Armenvorsteher Ihres Bezirks.— Rtederschöneweide. 1. und 2. Nein. 3. und 4. Ja. — S. 0. 1. 15—20 Proz. gegenüber dem Friedenspreis. 2. Da» von uns wiederbolt gesorderw Gesetz ist bisher nicht angekündigt. Wir stellen anHeim, eine gütliche Vereinbarung wegen Nachzabiung zu vei suchen. 3. Wir ralen vom Verlauf zurzeit ab.— M. Sl. 147. Ru cn Sie sofort das Mietemigungsamt, gimmerstr. 90, an.— O. K. 57. Stellen Sie noch jetzt bei der Verlorgunpsableilung de» BezirkSIommandos. Berlin, Bülon str. 88. Versorgnngsansvrnche, event. wenden Sie sich an die Nalionaispendc für KriegSbcschödigle, Believuestr. 8.— 4(. Z. 80. 1. Erscheint in beiden Fällen zu hoch. 2. Ja.— R. B. 16. Nachdem Sie unterschrieben baden. läßt sich nichts mehr unteinebmen.— N. H. joo. Wenden Sie sich beschiverdest'ibrend an das Knegsministerium.— H.. Birkriiftr. 1. Ja, aus den von ihr geleisteten Anteil. 2. Das ist zweise.) hast, immerhin empfehlen wir die Gellendmachung.— W. 91. 30. I. Ja. 2. Aul Grund der srüheren Gesetzesbestimmungen(Gesetz vom 25. 6. 63). 3. Einwendungen find bei dem Kreisausschuß anzubringen.— L. 4. Ja. — S. 831. 1. bis 4. Wir halten Sie für verpflichtet, sämtliche von Jbnen genauiil« Vermögenswerte aufzuführen.— W. S. 5. An die BerusunaS- s'.elle, Landesausstellungsparl. Jnvaiidenstraße.— Erbe. Ja, das Ge- lamtvermögen zur Hälfte.— C. K. 1. Entlaffungsstclle Iis, Jnvaiidenstraße 53.— B. 10». Die Kündigung war rechtzeitig, falls der Mietzins nach Monaten bemeffrn ist.— C. M. 10. Verweilen Sie den Vermieter aus die im.Vorwärts" vom lt. Juni erfolgte Veröffentlichung der Vsrord- nu»a des Magistrats, betr. vorherige Anrufung des MieteiiiigltNstsaint.. C. H. 53. Der Steigerungssatz wäre zu hoch bemessen. Eine Kündigun., zum Zwecke der Mielsle-gerung kann jedoch nur mit vorheriger Zustimmung des MieteinigungSamtS erfolgen. Warten Sie al a das Weitere ab — TU. 4». 1 Erklär ung�zu Protokoll des KerichtSIchreiber» beim Amis- gerickt Berlin-Mitte. 2. Sie, Ihre Frau und Ihr Sohn müssen sämtlich periöniich erscheinen. 3. DaS Recht steht Ihnen zu, jalls der Urheber nickl bekannt ist. oder salls er bekannt ist, 30 Jahre»ach seinem Tode verstrichen sind.— CT. 37. 1. Sie müssen geiiaill che Schritte cinieircit. 2. Armen» Vorsteher Ihres Bezirks. Nach Erhalt des RrmnlSzeugnisseS Antrag bei dem lür fre Wobriurrg Ibre: Frau zuständigen Landgericht auf Bewilligung des Armenrechts und Beiordnung eines RcchlSanwalls. 3. Die Scheidnngs- klage erscheint durchsübrbar. Sie müssen zunächst beim Amlsgerichl Berlin- Milte einen Südnelermin beanlragen.— Schu. 1. Wenden Sie sich an die EnllassungSstellc Vl, Lichtenberg, Boxhagener Str. 28.— V. 31. 101». 1. Rur dann, wenn Sie verabsäumt haben, sich mit der ausgesprochenen Kündigung einverstanven zu erklären. 2. Auch der Angestellte muß die gesetzliche oder vereinbarte KündigutigSftist einhalten. 3. Ja. falls Ihr Elnver« ständniS gefehlt dal. 4. Auch dieser bat An pruck aus Einstellung.— II. F.>. Ja. an das Amtsgericht, in dessen Bezirk Ihre Mutter verstorben ist.—'S\ 7. Ww halten die Forderung für zu doch, wlmden Sie sich an die Aerzletanliner. ttrletlerausilttrten tue das urtttlrrr Storvdeutflbtanb vis Freitag Wittag: Warm, überwiegend heiler und trocken, jedoch vorüber' gehend starler bewölkt und b-IonderS im Osten slrichweise Gewitter und etwas Abiühluug. s Heilanstalt» j �riär modErne siahulalorisctie Eeiiasöliing�| mit bot betten und modern tien Apparaten für elektropbn»! sitatifche Licht- n. Natur-Heilmethode. Die wissenschaftlich anerkannte und alänzend bewährte Behandlung mit den instllcben Höhensonnen" als Ersag füi in den Hochgebirgs-Sanaiorieit. Die„llflnstliche| Höhensonn en''-Beban Durchführung der Kur, die ohne Beraisstärung durchgeführt werden kann.— Mit bestem Heilerfolge werden behandelt: Lungen-, Hals-, Herz-, Magen-, Darm-, Lcberleidcn: Nervenschwäche, nervöse Kopfschmerzen, all- gemeine Nervosität, allgemeine nervöse Abspannung; Ischias, Gicht. Rheumatismus: sämtliche Ausschläge; flechten, Wunden, Geschwüre; Lähmungen sowie Kinder- behandeller nnb geheilter Patienten, die angaben. vor der Behandlung in unserer Anstalt anbertneitia ohne Erfolg behandelt worden zu sein: z. B.: X. und 2. schreibt Herr Lehrer Aleiste aus Iachzenbrüll bei -soffen mn 21. Dezember 1918:.Zlachdem ich in einem Gcbirgs-Sanatorium für Lungeilkraiike 5 Btonate ohne Erfolg behandelt worden bin, habe ich in Ihrer Heil-; anstalt wieder Heilung geftinden und wurde vom Kreis- arzt, der mich vorher stir dienstunfähig erklärt hatte, nach genauer Untersuchung wieder für dienstfähig befunden. Seit dem 1k. Oktober 1913 erteile ich i Stunden ununterbrochen Unterricht. Dies schreibe ich Ihnen ohne iegliche Beeinflilffung Ihrerseits. Auch meiner Fran, die bei Ihnen behandelt wurde, geht es ausgezeichnet(litt an i behandelt worden war nnd mir schüeglich der rechte Arm abgenommen werben sollte, habe ich mich in lehter Rot| an Ihre Anstalt gewandt und bin mit 45 Behandlungen i von meiner BInTocrgitfnng nnb Petetlenmg bes' rechten Aru.es nnb ber Hand geheilt worden."— 4. Frau �Magistratsasststent herrmaun au« Kottdu», Lauscher Str. > dtn von meinen Magen-! geschuiüreu mit ZV Behandlungen völlig in Ihrer An- stalt geheilt worden, nachdem ich 12 Jahre lang ander- w-itäj ohne Erfolg behandelt worden war. Ich fühle mich so wo.il und gesund, wie ich mich noch nie geftihlt habe."— Z. Herr Feuerwerksleutnant Maschlnnka, Neukölln, Weser- Strohe 31(jetzt Königsberg L Pr.) schreibt:.Meine Mutter, nieine Schwester, meine Frau und ich sind in Ihrer Anstalt geheilt und gebessert worden; die Mutter von chronischem MagenisiSe», die Schwester von Sspf» fchtnerzen unb Scm-jerjöclnfelf, meine Frau von Harz- unb Magenleibea und ich von aUge, neiner nervSser Abspannung.-— S. Frau Restaur, Hering, Berlin. Schönhauser Allee 87, schreibt:.Ich bin vor mehreren Iahren bei Ihnen von Herzleiden und bar machen, so werde Ich mich sofort wieder an Sie wanden."— 7. Herr VJ. Heese, Tempelhof, Kaiserin- Augusta-Stratze K7: Bon 5 Monale alter, siart eiternder, bretter Vperctians-Batich- unb Dormfiftc! geheilt (vorher zweimal operiert).— 8. Herr W. Herrrnactn,| Rahnsdorf, Dorfltr. 9: Bon fubectulöfec Ärnst- nnb Kippenfedueriilfernng geheilt.— 9. Herr A. Schbn,! ......| et Berg r~■'"" 1 Gharlottenburg, Spandau er afthma geheilt. (tittlgt).— 10. Frau m. Bacneniann, Berlin-Treptow, j 'icflL— j 21: Bon Vronchioi- (cnhalL Heilung 9 Monate später be- Graehstr. k: Von Illeren- n. Dlasenielben gehet! II. Frau Lenneseh. Berlin, Ediretnerstratze ll: Von! Unter leibsteiben und Aingarverarlerung geheilt\ sFinger sollte abgenommen werden).— 12. Herr p. JSaroforo, Schöncberg, Gbersstr. 56; Von all-, gemeiner Ilenrnsthenle, Herz- n. Mngennenroie! und glnaerate geheilt(vorher dreimal ZlervenchokL --- M'_ M's»,is!r. tziinbnng 14. Frau A. Jtenbanrr. Gharlottenburg.'Kaiserin- 18. Bon Bcner.enf Frau C. Jreunö, Gharlottenburg. Pestalozzistr. 53: " im Jlntetstfjcniel gehellt— Augusla-Allee 91, 1. Ausg. 1 Tr.: Von Zlerveuschiuerzen in der Hüfte und Unsühigtest»um Gehen geheilt—' 15. Frau<2. Qoborf, Berlin, Kolberger Straffe 28/29;; Bon jXctoen- u. Snochenhaut-Gntznnbung(oott- I • Fro Herzschwäche. Leoerschwellnnij n. Magenkrebs.— 17. Frau A. Guebaner, Gharlottenburg, Kaiser- Friedrlch-Ktrahe 102: Bon allgemeiner Jkeucofthenle, Leberans chweilnng unb Gailensieinen geheilt(nach kurzer Behandlung Abgang von IL Galleustetnen).— 18. ftamilte Qirchner, Steglitz, Aldrechtstraffe 107: Bier Personen von verschiedenen Leiden geheilt igern zu Auskunft darüber bereit).— 19. Fran A. wnnberlich,\ Berlin, Schwedter Straffe 250; Bon Magen- unb i varmgefchwilren geheilt— 20. Frau a. Uegieo, I Berlin. Reanderstraffe 5: Bon ZZeraenfchincrze» im ganzen SSeper geheilt— aetreamc Bcliandlungs- j räume fflr Damen u. Herren!— Sprech- u.BehandlungS' Zeit: 9—1, 4—?>/»-— Sonn- und Feiertag; 9—1, Aerztliche Austaltsleitung: Hellansialisbestffer Professor p. Mistelsjiy graduiert und approbiert im Ausland Eterün SO. 16, Brückenstr. 10� am Bahnhof Jannowitibrttrke. aifTföfsg. Mon&sesöacy Glyzerol Glyzerol "GlyzeFol Glyzerol Glyzerol Glyzerol macht das Leder weich, geschmeidig, wasserdicht durchdringt das Leder, verhindert Brüchigkelt gibt einen tlefschwaraon, lackartigen Hochglanz trocknet nicht ein, wird nicht hart Ist sparsam, weil sehr ausgiebig ist aus edelstem Material hergestellt und gänzlich frei von Qblem Geruch Chemische Fabrik Glyzeroi-Gesellsehaft m.b.H. Berlin NO. 18 Besonders vorteilhaftes Speisezimmer bettoheud aus; 1 Büfett Eiche 1 Kredena, 1 Ausziehtisch„ 6 Stühlen zusammen m 2850 Herrenzimmer bestehend aus: 1 Bibliothek Eiche 1 Schreibtisch„ 1 runden Tisch n 1 Schroibsessel„ 2 Stühlen„ zusammen m2450 Schlafzimmer bestehend aus: 1 Schrank mit Spiegel, Eiche 1 Waschtoiletrte mit Spiegel und Marmor 2 Naohtschränken mit Marmor 2 Bottstellen 2 Pabentböden_* 2 3teiligen Auflegematratzen mit Keilkissen 2 Stühlen 1 Handtuchhalter zusammen M. 1875 Ständig große Ausstellung von ca. 300 Herrenzimmern, Speisezimmern, Schlafzimmern, Wohnsalons, Wohnzimmern. Küchen, Dielen etc. Leder-Möbel— Gobelin-Sofas und Sessel. Hervorragend schöne, gediegene Ansfilhnmgen r. einfacher, mittlerer und elegantester Art:: Teppiche/ Kronen/ Kristall/ Porzellan. Loniliari-BaiikieseMft M Laserspeieliepei Berlin Co Dircksenstr. 31 am Bahnhof Alesanderpl., Ecke Königsgraben. Personal 4200 Verkaufsbureau für Berlin und Provinz Brandenburg: Berlin W 66, Leipziger Str. 123a, Bcke WÜhelmstr. IIIWIIIB in>lii Iii I,. K ■•,#Aitkun$t Ardeltwerke, o.iii.y. Eberswalde bei Berlin Fcmspr. NO. 34, 389, 407 u. 410\ Abteilung Telegr.-Adresse: Ardeltwerk/ Zahnräderfabrik Zatinräder eingesaeätiörp. in Z-S Arbeitstag. 142L* + Heil« Anstalt„Löser" MünzstraSe 9,\ , Moderoes Aoibulalorium, Licht- und Finsen-Institut.< '.Inhalatorium— Ciurfielkabinen 1 Elektrische und Medizinische Bäder Institut fUr Dlagr.osiik und Therapie Harn- und Hautuntersuchungen. FL! S AneTM*-BRCfrs/NFH:• .'•*** fr-■■vurv;;!'!■, l.',M j Chronische Katarrhe des Rachens, Maaens und Darms, Gebärmutter- und Frauenleiden, Gallensteine, Gicht, Zuckerkrankheit, Verstopfung, Blinddarm-Entzllnd- ungen und wie die schrecklichen Name» alle lauten ---- ein Trostwort für Leidende heißt: „Komburger Elisabeth-Brunnen". Er ist in allen ülpotheken und Mineralwasser- 5?and- lungen erhältlich, und zwar in Original- Brunnen- Abfüllung. ist/z» W. Sehröder Jft9bel-7abrik Berlin 6 W., Lindenstr. 11/12 Fernspr.: Morltzpl. 1426 — Gegründet 1877— bekannt, reell und preiswert, empfiehlt WobnungseiDfiebtungeD in jeder Preislage Besondere Vepgünstlgnng: Fabrikpreise, franko Lieferung auch nach auswärts, 3jähr. schritt!. Garantie Heine Tsch&chengefahp I ' itzTerz," UNB MERKTEN- HEIL- 4-OOm. u d.M. in der schonen OrsdschAft G/aJz, Kurhaus Hintenhof asdele moderne Lodierhöiuef SjuudonumiBggitzcr S.R.Ur.HujcHei'rmann Brurmcmroandulfoipdsiediiith ch'ßaclcdii'ekticn ßasGSifMiisprßiilenigäl Ssebsii erleben: Vor 1SÜ0 Jalirul Ksr Kar Jesar Eliriitai? 1««lut* alten orientaUachan Fübllothok l»t«in Dokument gefandan worden, da# ftua ganaa mlttaUt» wer Jobub ChriBtue wer x ein Bundeabrudar de« EaBÜerbunde«, einer Art Freiiuuurervurelm|ca:ig,£• ist der Verlebt des Altesten dieses Bundes I» JoniBtlem un Aon Ältesten in Alexandrien. Ein obTlstllcher Priester ▼ersucht« bei der Bntdecknr.x das Dokument an ▼erniobtan. de sich die ganr.on mjstlsebea TVandergoscbiobtcn aux einmHl gaDA nstürlich erklären. Die Vernichtung gelang JthiA»ber nicht« Dieser historische Bericht ist ins Deutsche flbereetat worden, mit einem Vorwort Uber Pontiue TUatne nenb«erb«itet ron Ferd. Schmidt. Kein_ Renkender wird das Werk nnbefrlo Albert Rosenhain's Sieherhetts- la Stahl mit gebotener Klinge Unübertrefflich! Bestens bewährt I ff. versilbert SlcilSäiavlel'"'Sk mit 6 zweischneidigen SerÄSr m,, Klinge, in lO„M Dauerhafttgkeit. �feinem Kastchen Äv* IT*.« Albert Rosenhain's (iaraiitie»Klingen Zweischneidig, aus la Stahl. extra FE,NE:"� Dutzend Ogpgo I 4 SO Ml, grantle AJt. Kling«/ IT AI*« Große Ausstellung von neuen Geschenk- u. Bedarfsartikeln TÄGLICH NEUHEITEN! Albert Rosenhain BERLIN SW., L eipziger Straße 73-74 Größtes Spezialgeschäft für feine Leder- und Luxuswaren. Kronen, Brücken, Plomben iTH««ava«HH9m»HBiaaaeHHraraaUBsns«'■■«■■■■■»■•■»•■»(■■■■Rnaa Zähne in 1 Tag BMUtmBMUivaaattBBauBaiBCBBaBBBBaaMBHaaBanBnBBBnicaaBBBaaBM Minderbemittelten Ermäßigung. Dir. Koppe's Spez.slnst. f. mod. Zahnersatz Atagdeburger Str. 28. Ecke Lützowstr., Kurf. 1230 �£e-!- Ge&*ichtssacheii. Anf mein Ersuchen wurde laut Verfügung vom 22. April d. J. des Herrn Bezirksriohtar-Stollvertreters aus Heerlen bei der General-Agentur in Hoorlen der Aachen- Ijelpalgep VerBicherunjga- Aktlen- ÖoBOllschaft aus Aachen die 186)8 CONSERVATOIRE BESCHLAGNAHME aller Bureaumöbel befohlen bezw. erlassen zwecks Erlangung meiner Brand- ontschüdigung aus Dezember 1918. 'Zeddsm-Braant, 1. Mai 1919._ HAB. JOS. BfeRGEVOKT. Zigarren aus reinem Tabak in allen Preislagen von an. Echter Schmalzler Schnupftabak 40 Pf. das Päckchen. Gustav Haase üchf g.(Inh. K. Schwarz) Berlin, Neue Königstr» 86 und Neandarstr. 38» Jeder sichere sich zeitig fOr ein Eigenheim| iausteien Gemeinde Heiligensee, Bahnhof Schulzendorf i als beste Anlage für Ersparnisse mit nur Emu. soo.— � 5 und vierteljährlicher Abzahlung von| MMk. 100.-�3 Gemüse- u. Kartoffelbau, eigene Wohnung ver- j billigt d.Wobnen u.scnafft Freude u. Gesundheit! j Auskünfte und Pläne durch! Berliner BedknvLls!n/'��n�'.�'''ü.'?.�"-; an Ort und Stelle durch Kcmtnann, Jä�erweg I. 1 Reklame Drucksachen fSKitinKHerciiM Palisadenstr, 103/ Anfertigung sSmtl. Drucksachen rmsber günst. Einkauf Speise-, Hcrren- n. Schlaf-* Zimmer, Küchen WW.VeiMMretr.g A�jiaweif Pfandkammer, Ungarische Anleihen. Zum Schutze der Interessen der deutschen Eigentümer ungarischer Staats- und staatlich garantierter Anleihen hat sich die unterzeichnete Schutzvereinigung gebildet; Druckexemplare der Satzung können sowohl von der Vereinigung wie von den unten angeführten Stellen bezogen werden. Die deutschen Eigentümer ungarischer Staats- und staatlich garantierter Anleihen werden hiermit aufgefordert, ihre Stücke bei den unten genannten Stellen, unter Beifügung eines bei den gleichen Stellen erhältlichen, arithmetisch geordneten Nummernverzeichnisses in doppelter Ausfertigung, wovon eine Ausfertigung abgestempelt zurückgegeben wird, zur Anmeldung zu bringen. Liegen die Stücke in Deutschland, so sind sie mit einem als Formular A bezeichneten Nummernverzeichnis einzureichen, liegen sie im Ausland, so sind sie vermittels des Formulars B anzumelden. Die Einreichung und Rücksendung der Stücke erfolgt auf Kosten und Gefahr des Anmeldenden. Bei Anmeldung der Stücke ist eine vorläufige Gebühr von 2 0lm des Nennbetrages, mindestens 50 Pf. (Art. 7 Abs. 2 der Satzung), ferner eine von den Anmeldungsstellen in Ansatz gebrachte Gebühr von 5 Pf. für jedes angemeldete Stück, mindestens 50 Pf., zu entrichten. Anmeldungen nehmen während der üblichen Kassenstunden entgegen; Dresdner Bank, Herren Hardy& Co., G. m. b. H., Herren Jacquler& Securius, Herren F. W. Krause& Co., Bankgeschäft, Herr C. H. Kretzschmar, Herreu Mendelssohn& Co., Herr E. J. Meyer, Mitteldeutsche Creditbank, NationallTank für Deutschland, Herren C. Schlesinger-Trier& Co., Commandit- gesellschaft auf Aktien, Herren Gebrüder Veit& Co., Herren Wiener, Levy& Co. Bank In Berlin: Die Reichsbank(jedoch nur für die bei ihr hinterlegten Anleihestücke), des Berliner Kassenvereins(nur für die Mitglieder des Giro-Effekten-Depots), Preußische Staatsbank(Seehandlung), Bank für Handel und Industrie, Berliner Handels-Gesellschaft, Herr S. Blelchröder, Commerz- und Disconto-Bank, Herren Delbrück Schickler& Co., Deutsche Bank, Direktion der Dlsconto-Gesellschaft, Berlin, Behrenstr. 31 II, im Juni 1919. SelmtzTereinigung der deutschen Eigentümer von ungarischen Staats- und staatlich garantierien Anleihen. I Pas Manifest zur Brechung desr ZSwsknechtscha t des Geldes. Von Dipl.-lng. Gottfried Feder. Mk. 2,20 inkl. Teuerungs- Zuschlag. Die Brechung der Zinsknechtschait ist unbedingt erforderlich, um erfolgreich sozialisieren zu Können, die Brechung ist die einzige Möglichkeit, um einen wahrhaften Völkerbund schließen zu können. Vom gleichen Verfasser erschien: O«? Staatsbankarott, dt« Rettung. Mk. 1,35(inklusive Teuerungszuschlag). In allen Buchhandlungen und vom 1880 VERLAO JOS. C. HUBER, DIESS1N VOR MÜNCHEN. B.-u..---'■)......■■'■ Sü Trete Sahn dem «aas■■snuiMaMann■■•«ibi Wenn Sie ein tüchtiger Mensch werden wollen, müssen Sie bor allen Dingen ein guleö Gedächt- niZ aufweisen können. Ein gutes Gedächtnis führt Ihnen in jeder Lage Ihre Borteile klar bor Augen, es betleiht Ihnen den Blick fürs Praktische, gibt Ihnen Sicherheit und Selbstvertrauen im Gebrauch Ihres Wissens, er« weckt und bergröhert Ihre Intelligenz und Arbeitsfähigkeit, kurz gesagt, es macht Sie zu dem Menschen, dem Erfolg im Leben beschieden ist. Ein gutes Gedächt- nis istnu» keineswegs angeboren. Jeder, der nur den Willen hat, sich ein diesem guteS Gedächtnis anzueignen, kann zu Ziel gelangen, wenn er hierzu unser Werk.GedächtniS-AuSbil- düng" benutzt.— DaS Buch ist auS der Praxis für die Praxis entstanden, eö unterscheidet sich dadurch borteilhast bon anderen Werken dieser Art. Wenn Sie es ründlich durchgearbeitet haben, "o wissen Sie. wie Sie jede Saäie anfangen müssen, um sie zum Er» folge zu führen.— Verlangen Sie heute noch uniern ausführlichen Prospekt G 45. Die Zusendung geschieht bollständig kostenlos und ohne Verbindlichkeit für Sie. Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung(Professor G. Langenscheidt) Berlin-Schöneberg Bahnstraße 29/30. jeder Art repariert, stopft, reinigt 3. ftoseiithal, Taubenstvaße 10. Tel.; Steglitz 383. Ankauf. Verkauf. Jeder Art preiswert CroCe Awwwalil H-Uer KEKIil*• BrannenntraOo 7, NShe Rosenthaler Platz. Elektromotore Slelchstroin, Drehstrom Imist, tauscht, oerfouft[11318 J.Schönbcrccr, Elektro-Inbust. BlumrnNrahi? IUP Alex. 1723. "Miiööline, Lautet Gifnrre, WanbetmanboL 15.—.erftflSS.—, ftonjrcfUtnfe 125.—, Itü.—(Untcrtidit Ii— fuoTc 65.—, Ernst, Cranien- 168 III. Suche einen 86/14* 5 PS Ettoilor es. arg. Lebensmittel zu taufen. Offerten unter Z. 25 an die Cjpcbttuin der Zeitung. Waschtag , der f mit dem patentierten, vollkommen selbsttäti« arbeitenden„Lleblgs" Dampt-Wosch- Automaten, der dauernd Arbeitszeit, Arbeitslohn, Seile und Feuemug er spart und in jedem Raum für tlus- und Küchenherd benutzbar ist, ohne jede Bedienung, größte Schonung der Wäscht,» selbst mit den markeufreien W Seilenersatzmitteln, wovon wir das Bestbewährte auf Wunsch liefern. Die Anschaffung wird evtl. auch durch bequeme Zahiungs- weise erleichtert Preis je nach Größe und dem zurzeit in Frage kommenden Teuerungszuschlag von 61 Mark an. Näheres durch Preisliste V. mit Abbildungen gratis. „L i e b f g s" Dampf» Wasch- Automaten» Zentrale, Berlin■Wilmersdorf, Hohcczollerndanim 27a. Statildratitmatratzen für jede Bettstelle nach Maß, an Jedermann. Katalog frei. . Elsenmöbelfabrlk Suhl i. Th. Kaufe nur Mittwoch, den 18. bii'cinschließl. Sonuabend, den 21. Juni, 10-6 Uhr, im Hotel„Nordischer Hof, invalidenstr. 126, beim Stettin. A Ii)-» fTe�Ktcc/� pro Zahn bis Bahnhof ÄllC U C Ar ISS C 6,- Mark, auch gewöhnlichen Platin-Zahn 0.60 bis I,— Mark, Platin- Stift-Zahn 2,—, 3.— Mark, Platln-Platten-Zahn 4,— bis 6,— Mark. Gebisse in Gold bis 150 Mark. Platin zu höchsten Tagespreisen. Frau E, Willig. 186/9 Deutschland» arßgle, Rorbseebad. .�lteVesucherzahI45000.VollerKurdetrieb. . ertlicher Strand. Reizvolle stundenlange w Spaziergänge autMeer aus der oerliingertenStrandmuuer Täglich ftilche Mngeinfche liefed Die Nordemeyer Fischersloite. Führer toftenloo durch dteBude-Benualtung und den Semeindevorsiand. Suche zu kaufen moderne», hübsche» Wodn- hauo, nur im Westen oder wefti. Vorort gelegen mit 2» bis5.Ztmmerwohnungen, Warmwaffer. «SglichK��H�I�H Osenheizung, Obst- und Gemüsegarten sehr erwünscht, im Prelle von 100 dt» 250000 M.®cfL au»sührliche Offerten erbeten unter M 23 an die Hauptexpedition b. Blatte o. !!!Geld!!! iür lebe Wertsache. Höchste An- kausopceise für Pfandscheine, Brillanten, Goldgegenstände. Teppiche, Bücher usw. Woitt, Friedrich str. 41 III,(ItfeSodtftr Im Meua.MMm voran suche ich ein moderne» ginshau» mit wenig Mietern, bis 5 Zimmerwohnungen. um eine solche bald zu beziehen. Haus mit Warmwasser u. Ofenheizung, sowie Satten bevorzuge ich. Preis bis 300000 M. Erbitte«nqe- böte unter O. 25 an Ott Houptejp. d. Di.• m* tsa ■ CO bei Nierenleiden, Harnsäure, Zucker, Eiweiss 1918: FlasoHenversand 1,670,822 Echtes WilduHjer Salz existiert nicht. Man meide im eigenen Interesse die wertlosen Nachahntui.-ieii Isis; Besuch 11,508 Fürstliche Wlldunger Mineralquellen, A-G., Bad Wiidungren— Schriften kostenfrei TS- cra g-« reicht fein. Festge�Itsn wird daran, daß wir unS die innere Vr- flsnisation und Bewaffnung unseres HeereZtörpers borschreiben lassen müssen. Es soll damit der Anfang der allgemeinen Ab- r ü st u u g gemacht werden, aber irgendeine Bindung dafür, auch eine Frist für die Abschaffung der allgemeinen Dienstpflicht in den übrigen Ländern, ist nicht zugestanden worden. In bezug auf die Aburteilung des früheren deutschen Kaisers und die Auslieferung der deutschen politischen und militärischen Führer wird lediglich das Zugeständnis gemacht, dag uns die Liste der Personen, die der gegnerischen Gerichtsbarkeit ausgeliefert wer- den sollen, innerhalb eines Monats mitgeteilt werden wird. Ueber das Arbeiterrecht wird nur gesagt, daß kein Anlaß vor- liege, diese ganze Frage nochmals aufzunehmen. Einigungsbefteebungen als Deckmantel für Zerreißung öer Parteiorganisation. Ein Aufruf des Parteivorstandes. Der Parteivorstanid sendet uns folgende Erklärung: Die Versuche, das feste Gefüge der Parteiorganisation zu zer- reißen, werden neuerdings unter dem heuchlerischen Vor- wände, die Einheitsfront des Proletariats herzustellen, de- trieben. In Hamburg hat ani 12. Juni„eine Versammlung aller Betriebsräte, Vertrauensleute usw. aller Parteien" de- schlössen, eine geeinte sozialistische— nicht sozialdemokratische— Partei auf der Grundlage der Räte- Organisation zu gründen. Die Betriebsräte sollen die V a rteibücher betriebsweise sammeln und zu- nächst einheitlich Marken kleben. Eine Sondcrkommission soll vorläufig die Geschäfte der neuen geeinten Partei führen. Es ist ein frivoles Spiel, das hier mit der Partei und den Arbeitern getrieben wird. Die Durchführung der beschlossenen Maßnahmen wäre geeignet, das Selbstbestim- mungsrecht der in der Parteiorganisation zusammen- geschlossenen Mitglieder, sowohl einzeln als auch korporativ, völlig aufzuheben. Jeder freie personliche Eni- s ch I u ß wäre ausgeschaltet. Die Arbeiter in den Betrieben würden unter den unerträglichen Druck terroristischer Minderheiten gestellt. Der helle Wahnsinn oder noch Schlimmeres spricht aus diesem Be- schliiß, die Lust an der Zerstörung jahrzehntelanger opfer- reicher und ausdauernder Arbeit. Unter der Behauptung, aufbauend und einigend wirken zu wollen, gibt man vor, durch die Auflösung der Parteiorganisation i n A t o m e zur Einheit kommen zu können. Diesem Treiben müssen unsere Parteigenossen den heftigsten Widerspruch entgegensetzen. Es ist ein verbrecherischer Unfug, der hier betrieben werden soll. Man kann drei Parteien nicht einigen, indem man eine vierte gründet. Der Parteitag hat der Partei in bezug auf die Einigung klare Richtlinien gegeben. Wer sein Mitgliedsbuch aus der Hand gibt, wer duldet, daß ein anderer es herausgibt, der versündigt sich auf das schwer st e ander Partei. Die Arbeiter brauchen die Partei in den kommen- den schweren Zeiten notwendiger denn je. Darum, Genossen, haltet fest an Eurer Organisation! sWie� wir bei R�daltionSsÄliitz aus Hamburq erfahren, ist der betr. Beschluß auf Einziehung der Mitgliedsbücher noch nicht definitiv angenommen, sondern erst einer Kommission überwiesen worden. Red..B.".) Eine neue agrarische Kampforganisation. Der Vorstoß de? Brandenburgischen Landbuirdes gegen die ..Zwangswirtschaft" im allgemeinen, gegen die sozialistisch« Re- giecung im besonderen und gegen den Reichsernährungsminister Schmidt persönlich ist kein« zufällige Einzelerscheinung, sondern nur ein Teilstück aus einer neuen agrarischen Kümpforganisation. Nachdem der Bund der Landwirte mit seinen Methoden, die jahrelang da» deutsche Volt bcrunruhigt haben, abgewirtschaftet hat, gründen dieselben Kreise nach denselben alldeutschen Methoden allerorten Jahren und auch nicht in den nach anderer Rechnung bestimmten Zeiträumen tun können. Vielleicht wird sie es nie? Wer das dürfen und wollen wir nicht glauben! Sonst würde nie ein Jahr eins nach... anbrechen können. Sonst bliebe die Menschheit in der Voraussicht für owtg in der Tretmühle ihrer je kultivierteren, um so mehr kulturzerstören- den Leidenschaften, und es wäre dann nur eine leere Formensache, wenn man eines Tages, der alten Jahreszahlen müde, mit dem letzten Glockenschlags der Silvcsterstunde den Griffel ansetzte, um eine Eins zu schreiben.— Notizen. — D i« Rechte der Bühnen schriftsteller. Der „Deutsche Bühnenverein", der„Verband Deutscher Bühnenschrift- steller und Bühnenkomponisten", sowie die„Vereinigung der Bühnenverleger" haben nunmehr ein Kartell zur Durch- führung eines Normalaufführungsvertrages geschlossen. Vom 1. Juli lölll an können nur solche Bühnenwerke sein- schließlich der ausländischen), deren Urheber dem Verbände an- gehören, auf den Vereinsbühnen zur Aufführung gelangen und die Vereinsbühnen können lediglich Auftührungsrechre von Mit- gliedern des Verbandes erwerben. Bühnenverleger, die diese Auf- führungsverträge vermitteln, müssen der Vereinigung angehören. Hauptsächliche Zwecke des Kartells sind die Sicherung der Ver- tragsrechte und VertragSvflichten, die tarifliche Festsetzung der Urhebcranteile und der Ersatz der ordentlichen Gerichtsbarkeit durch obligatorische, parirätische Schiedsgerichte. Auf die bisher an erfolgreiche Autoren gezahlten Garantien hat der Verband im Interesse der wirtschaftlich Schwächeren ver- zichtet; dagegen hat der Bühnenverein alle größeren Büh- nen verpflichtet, durch Veranstaltung von m i n d e st e n s einer Uraufführung die jungen Talente zu fördern. — D i e Nationalgalecie hat von dem Berliner Maler Max Neumann das Gemälde„Ziegelei" ervorbcn. — D i e radikalen Künstler Darmstadt» haben sich zu einer Sezession zusammengeschlossen. Das Programm sieht unter anderem das Herantragen der Kunst an die werktreibende Bevölke- rung vor,„um den politischen, künstlerischen und kulturellen Kon- takt endlich zu errichten". — Naturschutz. DaS bekannte Buch des Freiburger Ge- lehrten Konrad Günther, da? diesen Titel trägt, erscheint soeben in neuer Auflage iFranckh, Stuttgarts Das Buch sucht in d e Forderungen der Land- und Forstwirtschaft, des WisserbauS nnd des Stadrewcsvis einzudringen, um zu erforschen, wo sich Platz für freie Natur finden könnte. Ein sachgemäßer Naturschutz schä- digt die Kulturbestrebungen nicht nur nicht, sondern fördert sie und ist unentbehrlich. „Landbünde". So berichtet der'OrtSgruppenführer des LandbundeS eines hinterpommerschen Dorfes, ein kleiner Handwerker, daß der Pommersche Äandbund unter der Maske eines ProtestvereinS gegen den Gewaltfrieden gegründet worden ist und grundsätzlich als Parteigruppen führer entweder Kleinhandwerker oder Kleinbauern zu gewinnen sucht. In einer Versammlung der Ortsgruppenführer wurden aber ganz andere Ziele des Landbundcs aufgestellt: 1. Protesterhebung gegen die angeblich zu niedrigen Preise landwirtschast- sicher Erzeugnisse. 2. Wenn dies nicht fruchtet, Verweigerung der Abgabe der landwirtschaftlichen Produkte. 3. Wenn die ausgehungerten Städter sich etwas holen, Abwehr mit bewaffneter Macht. � Mit erklärlichem Staunen nahmen di« Handwerker und Klein- bauernmitglieder des Pommerschen Landbundes von diesen sonder- baren Bundeszielen Kenntnis. Sie lehnten nicht nur die geforderte weitere Verteuerung der Lehensm'ttel ab, sondern stellten folgende Gegenforderungen auf: 1. Zeitgemäße Entlohnung des Landarbeiters. 2. Aufteilung'der schlecht bewirtschafteten Rittergüter. 3. Hergabe von Pachtland zu gartenbaulichem Betrieb. 4. Verbesserung der ländlichen Wohnungsverhältnisse, besonders auf den Rittergütern. Von den Wortführern des Landbundes war nämlich behauptet worden, daß di« Lohnforderungen der ländlichen Arbeiter über» trieben feien. Würden sie bewilligt, so würden die Großgrund- besitzer gezwungen, entweder den ganzen Betrieb, weil nicht mehr lohnend, aufzugeben, oder aber sich- die landwirtschaftlichen Erzeug- nisse über die Höchstpreise hinaus bezahlen zu lassen. Dem wird seitens der Landarbeiter erwidert, daß von einer Not der Groß- grundbesitzer nichts bekannt, vielmehr das gerade Gegenteil fest- zustellen sei, auch die ländlichen Sparkassen noch niemals derart mit Millionenwerten vollgeloden waren, wie seit der Kriegszeit. Jedenfalls zeigen diese Aeußerungen des Pommerschen Land- bundcs-Ortsgruppenführers, daß wir eS m den neu etablierten ..Landbünden" mit nichts anderem zu tun haben, als mit einer Auflage des alten ehrlichen„Bundes der Landwirte", nur mit der Formänderung, daß zur Verdeckung ihrer grohagvarischen Ziele Handwerker, Arbeiter, Unterbeamte und Kleinbauern, sowie der Gewaltfrieden Vorschub leisten sollen. Was soU Gröner in Weimar Z Der„Berliner Lokal-Anzeiger" läßt sich aus Weimar melden, daß GenKal G r ö n e r,„der Rachfolger Ludendorffs", von der Reichsregiernng dorthin berufen worden sei. Seine Anwesenheit solle bezwecken, die volle Ue bewein- st i m m u n g der Auffassung der leitenden Politischen Stellen mit den militärischen Befehlshabern herbeizuführen. Sollte sich diese Meldung bewahrheiten, so muß zuge- geben tverden, daß sie leicht mißverständlich aufgefaßt wer- den kann. ES interessiert uns, zu erfahren, inwieweit bei der rein diplomatischen Angelegenweit, die jetzt im Vorder- grund de� Interesses steht, eine Uebereinstimmung Politischer Stellen und militärischer Befehlshaber überhaupt in Betracht kommt. was ist los? Von Rügener Parteigenossen wird uns folg ender„amt- sicher" Aufruf, dem Rügener Amtsblatt entnommen, zur Verfügung gestellt: Amtliches. Aufruf! Sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubten- standeS und der Ersatzrcserbe aller Waffengattungen der Geburtsjahrgänge 1884 bis 1838 haben sich sofort bei der OrtS- behörde ihres Aufenthaltsortes zur Wiederaufnahme in die Stammrolle zu melden., Die Militärpapiere sind vorzulegen. Beim Fehlen derselben ist persönliche Meldung erfovderlich. Zum Beurlanbtenstande gehören diejenigen, die schon im Frieden aktiv gedient haben und die während des Krieges zum aktiven Dienst einberufenen Rekruten, sowi? die Landsturm- Pflichtigen der Geburtsjahrgänge 1836 bis 1898, Zur Ersahrescrve gehören in diesem Falle diejenigen, die schon im Frieden der Ersatzreserve angehörten und auch im Kriege zum Heeresdienst einberufen waren. Bon vorstehendem Anfruf werben auch die Unteroffiziere und Mannschaften betroffen, di« sich bereits zur Kontrolle beim zustän- dige,, Bezirksfeldwebcl gemeldet haben. Zur Meldung sind nicht verpflichtet alle diejenigen, die bereits im Frieden den Landsturmschein fweiß), sowie den Ausmusterung?. schein(gelb) hatten und auch während des Krieges zum Heeresdienst einberufen waren. Bergen, den 13. Juni 1919. Der Zivilvorsitzende des Kreises Rügen. Die Ortsbehörden des Kreise? werden ersucht, den vorstehenden Aufruf sofort in ortsüblicher Weise bekannt zu geben, die zur Anmeldung Verpflichteten in handschriftlich herzustellende Stamm- rollen nach unten abgedrucktem Muster aufzunehmen, hierbei die darunter befindliche Anweisung zu beachten und die Stammrollen sodann sofort, spätestens aber bis zum 19. d. MtS„ hierher ein- zusenden.' Bergen(Rügen), den 13. Juni 1919. Ter Landrat und Zivilvorsitzende des AushcbuugSbezirks Rügen. Mit Reckst fragen unsere Genossen, was sie dieser Auf- iorderung gegenüber beginnen sollen, da ihres Wissens sich innerhalb der letzten 8 Monate in der Well und spezifisch in Deutschland mancherlei ereignet habe, was diesen Ausruf von altem Schrot und Korn verwunderlich erscheinen lasse. Um Aufklärung wird gebeten. Angriffe auf§reiwilligent?uppen. Berlin, 18. Juni. Amtlich wird mitgeteilt: In letzter Zeit stnd wieder vermehrte Angriffe auf Angebörig e der Reichswehr vorgekommen. In der Nacht vom St. Mai zum 1. Juni wurde ein Zivilist auS Oberichöneweide durch einen Schuß am rechten Oberschenkel verwundet und in doS Krankenhaus Königs- Wusterhaulen eingeliefert.— Am 6. Juni erhielt ein Meldegänger auf dem Wege nach Zeuthen auS dem Hinterhalt Feuer. Die dar- auf zu Hilfe gerufenen Patrouillen datlen ein regelrechtes Feuergefecht mit dunklen Exiüenzcn durchzufechten, wobei ein Mann durch Streifichuß verwundet wurde. Ferner sind in der letzten Zeit vielfach Fernsprechieilunge» in der Gegend Grünau und Zeuthen mutwillig zerstört worden, sodotz Anordnung strenger Maßnahmen nötig wurde. Die Sorgen Wilhelms II. Man sollte meinen, daß der ehemalige deutsche Kaiser, über den jetzt das Damoklesschwert einer nahen Verurteilung durch einen internalionalen Gerichtshof steht, von Aufregungen zermürbt und innerlich gebrochen sein müßte. Dem scheint nicht so zu sein. Im Gegenteil, der Schloßherr von Amerongen sammelt offenbar häufig einen Kreis von Gaslfrcundcn um sich und hält ihnen, ganz wie in den Tagen, da er noch vom Glanz des Thrones umwoben war, Vorträge über Themata in der laien« haften Weise, die ihn immer ausgezeichnet hat. So wird in einem Bericht der Deutschen Orientgesellschaft in der „Vossischen Zeitung" erzählt, daß der ehemalige Kaiser eine Ver- öffentlichung des Professors Koldcwcy über das Jschtar-Tor in Babylon eingehend studiert und jüngst in Amerongen im Kreise seiner Gastfreunde zum Gegenstand eines erläuternden Vor-- trageS gemacht hat. Das holländische Exil scheint demnach nicht allzu uiedeidrückeud zu sein, und das deutsche Volk, daS beute die schwerste Krise seines staatlichen Daseins durchlebt, dürite sich Glück wünschen, wenn eS auch nur von solchen Sorgenge- plagt wäre, wie sein ehemaliger Laiideshirr. Die Notlage öer RenteneMpfänger. Sozialdemokratische Interpellation in der National- Versammlung. Weimar, 17. Juni. Die Mehrheitssozia. listen haben in der Nationalversammlung folgende Interpellation eingebracht: Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um der schreienden Not der Zrvtl- und Militär reutenempsäliger schnell- slenS abzuhelfen! Die Generalversammlung öer 6, P-D. zum Parteitag. Im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses tagte gestern abend die Generalversammlung des Sozialdemokratischen Vereins Berlin, um den Bericht der Parteilagsdelegierten entgegenzunehmen, den Genosse Dittmer erilatiete. Der Redner gab in seinem Referat eine ausführliche Uebersicht über den Verlauf der Tagung. Im besonderen meinte er, daß der Parteitag eine erfreuliche Perspektive �eröffnet habe, gemessen an dem der U n a b h ä n g t g e n sei er g l ä n z e n d verlaufen. Den Zug nach links können wir nicht völlig unter- binden, aber doch manches tun. um ihn aufzuhallen. Vor allen sollte sich die Arbeilerstt oft auch gegen den Terrorisurus der Kom- munistcn uud Uuirlihängig«» in den Betrieben zur Wehr setzen. Nosle sagte in Weimar, wir hätten nicht den notwendigen Mut, um dieser Verhetzung entgegenzutreten, aber gerade Nosle macht uns das Arbeiten für die Partei oft sehr schwer. Redner bespricht dann die Referate von Müller und Wels sowie den Bericht von Bartels, der in erfreulicher Wei'e das An- wachsen der Organisation zeigt. Besonders zu begrüßen ist die starke Zunahme der weiblichen Mitglieder. B e r I i n ist allerdings im Verhältnis zur Gesamtheit weit zurück. In der DiStuision haben es die Berliucr Delegierten an fachlicher Kritik nicht fehlen lassen. Nosle hatte in seiner Rede zwar in einzelne» Punkten Unrecht, aber der Geiamteffekt war ein guter. Die Enthüllungen NoskeS über die Machinationen der Un- abhängigen im Eden-Hotel sollten wir gründlich ausnützen. (Zustimmung.) Heines Rede wirkte weniger günstig, aber wir müssen ihm zugestehen, daß der Augiasstall der preußischen Ver- Wallung nicht 10 einfach und rasch zu läubern ist. Bernsteins Rede brachte leider die bekannte böse Entgleisung, die er dann mit dem berühmten„Mißverständnis" aus der Welt zu schaffen suchte. Aver wir müssen anerkennen, daß Bernsteins Äcde namentlich in der Verurteilung der Konlinentalpolitit auch Gutes enthielt. Dagegen ist Cohen für uns g l a-t t erledigt.(Sehr richtig I) Wissels Rede auf dem Parteitag bedeutete einen Höhepunkt. Sie war von hohem Idealismus gelragen und ging doch den Dingen real nach. In der Arbeiterratsfrage waren wir mit Sinzheimer durchaus einverstanden, während Cohen- Reuß. der wohl von seiner Abschlaäitung lagS zuvor noch nicht auferstanden war(Heiterkeit) glalt abfiel uud nur eine Stimme für seine Leitsätze erhielt, die übrigens besser waren, als sein Referat. Besonders begrüßte der Nedner, daß durch die Wahl der Belliner Genossen Ritter und Frank im Parleivorstand neues Blut zu- geflossen ist. Er schließt mit der Ileberzeugung, daß der Sozialismus marschieren wird in der ganzen Welt. In der Diskussion bezeichnet Gen. K l i n g k e r die Rede Wissclls im Gegensatz DitlmerS nicht als den Höhepunkt, fandet n als den schwärzesten Punkt des Parteitags(Widerspruch), denn sie habe doch gezeigt, daß die Negierung kelii klares Plogtarnm, in der Sozialisierung habe. Wuich ick begrüßt, daß der Pattcitag mit den»Tante Boß"- Sozialisten gründlich Abrechnung gehalten bat. Wenn Noske sagt, wir Betliner hätten nicht den nötigen Mut, dem Terrorismus ent- gegenzulreten, so hat er leider nicht Unrecht. Der Terrorismns in den Fabriken sollte von unserer Seite in viel sckärferer Weise erwideu werden. Manche Genossen, die im Januar und März gänzlich versdbwmiden waren, führen jetzt daS große Wort in der Kritik. Die Genossen, die damals die Regierung mit ihren Leibern gedeckt haben, sind durchaus der Ansicht, daß der jetzige Kurö der richtige ist. lBeisall.) Edelstein: Es gehört nicht viel dazu, um zu merken, daß viele Parteigenossen mit der allgemeinen Parteipolitik unzufrieden sind.(Widerspruch.) Bon 499 Delegierten hat nicht einer die Stimmung der Mitglieder auf dem Parteitag wiedergegeben. Der Parteitag hat nichts Positives geleistet.(Stürmische Unterbrechungen, der Vorsitzende Genosse Pattloch bittet wiederho.t um Ruh« ftir den Redner.) Die Berechtigung der Freiwilligenver- bände erkenne auch ich an, aber die Begleiterscheinungen dieses Systems sind nickit gebührend zurückgewiesen worden. Der Redner verteidigt unter sortgesetzte'r Unruhe die Theorien Kaliskis und der„Sozialistischen Monatshefte". Petersdorf verteidigt MffellS Referat gegen Klingler. An der weiteren Diskussion de- teiligen sich noch die Genossen Voigt und Dannenbergs r. In seinem Schlußwort geht der Referent auf die Einwand- Edel- steins ein, die er in längeren Ausführungen unter dem Beifall der Versammlung widerlegt. Folgende Resolution wird vorgeschlagen und angeixommen: Die Delsgiertenverfammlung des Berliner Vereins der S. P. D. stimmt im allgeemeinen den Darlegungen des Refc- renten und damit den Beschlüssen des Parteitages in Weimar zu. Insbesondere ist die Zweideutigkeit der unabhängigen Führer bezüglich der Frei- willigen festgestellt, aber auch die Zweideutigkeit einer Politik, wie sie von Cohen und seinen Anhängern, besonders in Berlin propagiert wird. Das R ä t e s y st e m im Sinne der Darlegungen S i n z h e i in e r s ist weiter auszubauen und de plan- mäßige Sozialisierung energisch zu betreiben. Am Schluß der Sitzung wandte sich der Vorsitzende, Genosse P a t t l o ch, energisch gegen die angeblichen„Parteiveranstaltnn- gen".-die ein« gewisse Gruppe einberufen und unter Mißbrauch des. Vertrauens der Redaktion im..Vorwärts" veröffentlicht hat. In. der Teüaite winde das Verkalten dcs Urhebers dieser Anzeigen. des Gen. Riebe ling. auch von seinen engeren Gesinnungs- freunden scharf verurteilt. Gegen zwei Stimmen gelangte eine Entschließung zur Annahme,'die Schluß jeder Quortreibeveien verlangt. Generalversammlung öer Maler. Würzburg, 17. Juni. D«r ganze zweite VerlZandlungstag ist mit der Diskussion über den Geschäftsbericht ausgefüllt. Die parteipolitischen Richtungen prallen hart aufeinander. Der Aussprache lag in der Sauptsach? eine Berliner Entschließung zugrunde, die von der pposition in Leipzig, Bremen, Gotha und Plauen unterstützt war und die im wesentlichen Kritik übt an den Maßnahmen der General- kommission und der Vorstände der Gewerkschaften. Weiter heißt es in dieser Entschließung wörtlich:„Diese ganze Politik stellt eine Kette von Verbrechen an den Interessen der Arbeiterbewegung dar, die nicbt scharf genug gerügt werden kann. Die Arbeiterklasse hat zu verlangen, daß die Gewerkschaf.en als eines der Kampfglieder im Befreiungskampf des Proletariats den revolutionären Kampf aufs nachdrücklichste unterstützen. AuS diesen Gründen ist es Pflicht der Gewerkschaftsmitglieder, überall dort, wo die Gewerkschafts- führer und Angestellten diesem revolutionären Kampf teilnahmslos oder gar feindlich gegenüberstehen, diesen Kampf in seinen einzel- nen Phasen nicht unterstützen, sondern ihm die größten Hindernisse bereiten, mit aller Entschiedenheit entgegen zu treten und sie nötigenfalls ihre? Postens zu entheben." Betreffs der General- kommission wurde gesagt, sie habe sich zu sehr als Verteidigerin und Schützerin der Regierungspolitik gefühlt. Auch nach der Revo- lution habe die Generalkommission nicbt der Stimmung der Ar- beitersckaft Rechnung getragen. Die Schreibweise des„Vereins- anzeigerS" und de?„Corrcspondenzblattes" sei zu sehr der Politik der Mehrheitssozialisten angepaßt. Andererseits kamen auch Redner zum Wort, welche die Schuld nicht auf Personen, sondern auf die Verhältnisse zurückführten und dafür eintraten, daß die gewerkschaftlichen Organisationen nicht zum Tummelplatz für politische Streitigkeiten gemacht werden dürfen. Die gewerkschaftlich« Einheitsorganisation, die die Macht und die Stärke des Verbandes bedeutet, müsse erhalten bleiben. Die Lohn- und Tarifvolitik wurde von mehreren Gauleitern entschieden verteidigt. Die Höhe der Löhne habe, trotzdem der Beruf im Krieg brach lag. Schritt gehalten mit denen anderer Gewerkschaften. S i lb e r sch m i d t- B erl i n, als Vertreter der Generalkommission, verteidigt in ausführlichen Dar- legungen die Politik der Generalkommission, deren ganze Maß- nahmen von den Gedanken geleitet seien, alles zu tun, um die .Interessen der Gewerkschaften nnd der gesamten Arbeiterschaft zu wahren Die deutsche Arbeiterschaft habe unser Vaterland nicht wegen der Monarchie und des Kapitalismus, sondern, weil es in dem .Kämpft um die wirtschaftliche Existenz des deutschen Volkes gehe. Das sehe man jetzt bei den Friedensbedingungen, die uns die Gegner auferlegen»vollen. Der kommende Gewerkschaftskongreß werde ja das Urteil fällen, ob die Generalkommission die geWerk- schaftlichen Interessen der organisierten Arbeiterschaft irgendwie verletzt habe. Das Bestreben aller soll darauf gerichtet sein, nicht auseinanderzutreiben und zu trennen, sondern zusammenzukommen zum Wohle der gesamten Arbeiterschaft. GeiverkslWzbMegung Schwarze Listen. Mit welcher Dreistigkeit die Herren Arbeitgeber wieber ope- rieren, zelgt folgender Fall. In einem Damenhutbetriebe waren die Arbeüeiinnen in den Ausstand getreten, um eine Lohnausbesie- rung zu erreichen. Obwohl die ganze Angelegenheit schon am nächsten Tage zu- gunsten der Arbeiler erledigt war, beeilte sich doch der Vorsitzende des ArbcitgeberverbandeS, folgende« Schreiben an seine Mitglieder zu versenden: Arbeitgeberverband der Hutindustrie E. V. Ortsgruppe Berlin. Sehr geehrter Herr! Bei der Firma A. S.60) mit erttluie! ndem Text: Bergißmetnnichi — Wucherblume— Glockenblume— Winde sieltzblav und and. a cn trttsee M. 4600... jegl T.3U {Kg.e Kunstgewerbliche Entwürfe -seUs» von Bruno Wate Sverichlc- deno Hefle. icbeS mtl 6 Tafeln ln feinstem Kunstiichwruck und Beschiel- bung der Gegenstände. Ein Ideen- schuü für Zeichner(ftne Sammlung für Liebhaber Eiott M 2.—-I A das Heft nur IV W Geschikhte des zvelten Kaiserreichs r�S von ckonsl. Bulle. Still Porträts. Jliuftrauonen UN» Karlen In Halbleinen gebunden, stau c nn an 17 75 nur J.W Goethekalender. Zliustrierte Kunstgeschichte von b>r. Joseph Neuwlrth. Prasefior an der Technischen Hochschule tn Wien, mll 1687 Abbtldun irn im Text und Hl mehr- und ewlarbioen Bildern aus Kunstdruckpapier. 2 Bände. 1073 Seiten, elegant gebunden, 37 zn nur an. JX-Jv Volkstümliches Handbuch der humanen Ethik. aul wistlnuchaflstche! Gr ndlage von Gustav Hauste Preist chrlil der Deullche» Gesellichasi sllr ethische «uliur 4 Bändeln Ganzlew g yxf Erlesene« auö Goethes Schriften. Eleganter, im den hergestelli Seschenl- 9 zn bm.Goldprestmig.nurM Xc.JV gebd.. stall M. 18.- nur M. Theodor Körners sämt- liche Werke.°S»be. 4 Bände w 2 Bänden gevd.Fliedens. papier. klarer Druci.. vornehme Aue. Naiiung Hervorragendes 7 za Geichenkwerl nur M X.l?V Verkehrs- Globus SÄ 1 Meier hoch. 60 cm Durchmesser, mit Meridian dazu gratis> Werk: Welt- Produktion. Weilhandel und Welwer- kehr von Pros Tr Fried. AJS AA rtch zusammen nur M UJ.UU Gotthold Ephraim TesflngS Leben und Wette.«Ä Abbildungen Ja Leinen Sellen. Mll 8 gebunden. 171 Kesten.... Siott SB. 3.- nur yj Pk. preiswerte ReiseleMre Ungekürzte Ausgaben. Neunzig-pfennig-Bücher »uzä lich 30 pf T« erungeztst hlag Jeder Land>n modernem Phantasie-(5 nband M 2.40 Verthsld Auerbach. VarMle A. L. Bkasvogel, ZriL'kmann Vach E.!.vu wer. Sie letzten Tage».Pompeji F. W. Sacklänoer. Sandel un» Wandel S. Saiist, lichtenstkin Z. p. Zacobten. Zrau Zvaria S robbe Selma lageriöf, Sösta Serling E. ZKarlitt, Sie Frau mit dcn tlarjunkel- steinen m Sa» Schktmnw d. alten Kamfell r Sold-ise , Zm Sau!« de««ommcrzienlatS » fluchegrsfin Gisela r Sie zweite Zrau „ Sas Setdepnnzeßchen G. Marli«. Zm Schillingehof „ Amimannit Zllagd und Anderes S. Wurzer, Zlge nerlcbcn Z. V. Swessei. SNchard S. Slenkiewic;, llao dülIs Theod.öwim, Jmlnen e: u.a. Novellen r fiquis submersus u. ond.Aovtllei r Carsten Curator u and Novellen » San« und Sein; Kirch u. andere Novellen » Ser Schimmesieiter und andere Novellen „ Sä waren zwei Königs kinder und andere Nov-llcn £. Wallace, Ben Sur(2 Sünde) Our Leipzig er Clrate: passendes Geschenk Tri«♦ o rt£ rftt t* �(0 M kTingang für Zung und AU«ch?» ö s«t» U ll? Ii von Neuhelten sflebersee- Europa— Deutsche Kolonien— KricgSmarken) Briefmarken Alben in allen preielagen mit Verdruck(Sckaubelk, fest ge- Hunden und permanent), g�r epefi-r-SsmmIer azira-Ausgobe ohne worbnick Antiquariat Stunden Mit Goethe. Ä- Freunde lecher Kunst und Weisheit herauSaegeben von r>r Wilh Bode 7»erichiedene Bände Jeder Band ein abaelchlossenes Wert relchhalttg illustrierl. guieSPapier.llarer 4 äa Druck Jeder Land»ui Sirths Formenschah.®ne Sammlung der Meisterwerke der Kunst und beS Kunstgewerbes aller Seiten und Bölker 10 ver- a OXT schied Bände Jed. Band nur Panorama der Weltge- Srit{/hio in 61 Tatelbilsern. w Voll. sU/»U)tt dildern und 607 Te-stllu. straiionen. Einwarfen u zusammen. aestelll nnler Mitwirkung nomhaster Fachmänner und Künstler Terl von Reymond Albumsorman hochelegant in Leinen gebund 688 Seil 1 A 7�. Siott M 2600 nur M Iv.lD Dreinnddreißig Fahre in Erinnerungen eines A/si-SlIICll. Tivlomalen Bd. I Japan. Ehina. Slam Bd. II Japan. in und durch Amerika Bd. Iii. China 8 Bände gebund 1038 Seiten n£fl star!.... nur M. y�U Sie Gesundheit imSaus Eine ärztliche Anlestuna für das Berhalten der Frau im tSalicheu Leben und bei Frauenkrankhei-e» von Frau Dr. med. H. B. Avame. Lehmann Mi> zahlreichen Jilnstrailonen. 747 Seiten, elegaiu w Leinen 1 A gebunden..... nur M. 1 i.JU Geschichte der Katere! Vonnola 13on Wtihelin üiolss. tfltUVkly. Mi: einem Tileibstd tn Heliogravüre mit 13 Tex.stguren u. lS8 Abbild ausllSTaieln. fte- AA 440Tert!eit. Broich nurM. jbJ.UJ .EinegestärzteSynastie'. PreiSarkrönier Nomon von Böiger von Weastetien Broich 212 As Seilen, stall M 4.- nur"3 Frankreichs Eharakier- hnnion Herausgegeben von CUUlwI. Professor Paul Schmohl, Direltor ler Baugewerbeschuie in Sluttgari Hochelegam in Leinen gebunden mil Goldpressung. 1 � 90- Slan M 23.- nur M. J.X-6J Sie junge Mutter. Ma� Prsvost. Einzige bercchtigie Ueber- letzung a 0 FranzSNichen v G. stag. 3 Bände w einem Bande. Friedens- vaplerund kiarerDruck Hoch, v 7«' eieg. gtebhaberband nur M O.I.J Geschichte der Griechen und Aömer -chwahn Mi!-ahire chon Abbil- dungrn. Klarer Druck 410 /: 70- Seilen, eieg gest., nur M v.tft? AusGmilieZotasRoman- /Stapjp einzig unverkllrzleAuSgabe. VJtm:,. Mutter Erbe*..Tie Treibjagd'.Die Bestie im Menschen', jeder Band q 0«- broschiert...... nur M. J.UJ 4 Bände antiquarische Noten UZTSi. f Jeder Baad vormabledojaea Inhalte, andere Täneo/ 4) iq OpereUen-Ueder ntlt Text jeder Baad M M WM 4#