Nr. 192. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Norwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 19. August 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Biffgänger. Bei den Agrariern Posens ist die Dankbarkeit kein Teerer Schall. Wie wir bereits gemeldet, fordern etwelche Haupthähne der Provinz Posen zu einem Pilgerzuge nach dem Stammsize des Schußpatrons aller Plusmacher, des 1890 fortgeschickten Hausmeiers Bismarck auf. Die Braven wollen demonstriren zu Ehren von Schutzzoll und Sozialisten gesetz, von Unternehmerprofit und Arbeitertruh. " Fürsten Bismarck zu dem tiefsten Dank verpflichtet. Er Immer mehr wendet sich der Großgrundbesit, der hat fie gleich ihren Erwerbsgenossen in anderen Bezirken durch seine Hungerlöhne und seine schlechten Arbeitsmit einer Fülle von Liebesgaben, Zöllen und Verbrauchs bedingungen die Sachsengängerei treibhausmäßig züchtet, abgaben überschüttet, er hat sie vor all dem Bürgerpack den wohlfeilsten, willigsten, aber auch leistungsschwächsten bevorrechtet, er hat sie gegen alle Unbilden der sozialen Arbeitskräften zu." Die Menge muß es bringen," es erBewegung geschützt, er hat die Volksverdummung stabilirt scheint rentabler, einen Haufen billigster Handlanger zu wie auf einen rocher de bronze getreu den Ueberlieferungen schäbigen Preisen anzuwenden, als eine geringere Zahl des sozialen Königthums. tüchtiger, gutgelohnter Hände in Thätigkeit zu setzen. Es betrugen nach der Erhebung die täglichen Akkordverdienste im Kreise Znin bei der Erndte für deutsche Arbeiter aus Landsberg a. W. 6-8 M., für einheimische polnische Arbeiter 2,50-3,50 M., für russisch- polnische Arbeiter 1,50 bis 2 M. Unsere agrarischen Patrioten, deren Rede überfließt von Honigseim des Schutzes der nationalen Arbeit", führen die polnisch russischen Lohndrücker, deren Schmutzkonkurrenz die einheimischen Arbeiter, Deutsche wie Polen, nach dem Westen drängt, in ganzen Wagenladungen; die Wanderarbeiter, so giebt einer der Berichte selbst zu, vers stärken den Zug nach dem Westen. Wo der Rübenbau zus erst auftritt mit seiner starken Nachfrage nach Arbeitskräften, mit seinem intensiven Betrieb, mit seiner Zuckerindustrie, da steigen in der Regel zuerst die Löhne. Aber das ausgleichungsluftige Unternehmerthum holte sofort sich die Russen, und die natürliche Wirkung, der Rückschlag, bleibt nicht aus. Der agrarische General Berichterstatter des Vereins für Sozialpolitik aus dem Kreise Mogilno bemerkt, daß vor Zulassung der Russen die Arbeiter höhere Lohnforderungen durchsetzten, jetzt sei dies wieder appla nirt"( geebnet), und die Verhältnisse deshalb befriedigend!" Ist dieser Lohndruck nicht ein hinreichender Anreiz für die großen Güter, immer mehr Ruffen zu importiren? Vielleicht aber haben auch die Landarbeiter Posens Zwei Namen unter diesem Rundschreiben fallen be- alle Ursache, sich dem Bittgange ihrer Herren anzuschließen, sonders ins Auge. Ein v. Hausemann und ein Herr den Stab in der Hand und den Muschelhut auf dem Kopf. Rennemann erscheinen als Mitunterzeichner. Die Hanse- Erholen wir uns Raths bei einem Gewährsmann, der mann's, dereinst die streitbaren Kameraden unseres Herrn sicherlich nicht zu Gunsten der Landproletarier befangen ist, Finanzministers, als der noch im Getriebe der Diskonto- bei der vom Verein für Sozialpolitik veranstalteten ErGesellschaft umging, sind, wie alle Welt weiß, der Typus hebung, zu der die Gutsbesiger den Stoff beigetragen jener rücksichtslosen Bankokratie, die über Millionen tom- haben. Was ergiebt sich nun? mandirt und gründet, gründet, gründet. Emission auf Der Nahrungsstand der posenschen Landarbeiter ist Emission, Anleihe auf Anleihe, profitliche Ausnügung von mit Ausnahme des nördlichsten Kreises wesentlich ungünstiger Patenten und Betrieb von industriellen Werken, Handel und als sogar in den wenigst fruchtbaren Gegenden von OstWandel, fie liefern die Reichthümer, kraft deren Herr von und Westpreußen und Pommern. In Masuren und Hansemann, der König Stumm der Börse, regiert, Kaffuben beträgt der normale" Nahrungsbedarf an er der christlich- germanische Oberpriester, der den Reigen um Cerealien etwa 26 Zentner für eine Familie mit zwei erdas goldene Kalb anführt, so da tanzen beschnittene und un- wachsenen, einer halberwachsenen und zwei unerwachsenen beschnittene Agio- Hebräer. Personen. In den fruchtbaren Niederungsbezirken der Provinz Posen, die zum Theil die günstigsten Bezirke jener Provinzen übertreffen, beträgt der Verbrauch an Berealien im Regierungsbezirk Bromberg 22 bis 23 Bentuer, in den reinpolnischen Bezirken der Regierungsbezirke Posens nur 20 Zentner. Die zum großen Theil slavische, in Hunger und Dumpfheit versklavte Landarbeiterschaft steht auf der denkbar tiefsten Kulturstufe. Dabei ist der Kartoffelverbrauch, 60, 80 oder 100 Zentner, nicht wesentlich größer, als dort, nur steigt seine relative Bedeutung erheblich. Natürlich legt, man" auch überschüssige Kapitalien in Großgrundbesig an, natürlich besaß Herr Adolf von Hausemann in Ostelbien schon vor sechs Jahren sechs Güter, die eine Fläche von 4950 Hektar Acker und Wiesen und 3560 Hektar Wald umfaßten und einen Grundsteuer- Reinertrag von 105 508 M. aufwiesen. Die Diskontogesellschaft, deren leibliches und geistiges Haupt derselbe Hansemann ist, besaß 1888 auch noch 4 Güter mit einer Gesammtfläche von 6226 Heftar( 3742 Hektar Ackerland, 2092 Heftar Wald) und einem Grundsteuer- Reinertrage von 40 075 M. Unerheblich ist der Fleischverbrauch der polnischen Kommt Herr Hermann Kennemann als zweiter Bismarck Landkulis. Die Kost besteht meist aus Milch- und MehlBilger, Herr Kennemann auf Klenka, einer der wenigen suppe, Erbsen und Sauerkraut, vor allem aus Kartoffeln; bürgerlichen Großgrundbesitzer östlich der Elbe, die mehr Fleisch und Brot werden wenig gegessen. Auch die als 5000 Hektar besigen; es waren ihrer 1888 zehn gegen Gesindekost ist schlecht; Fleischmahlzeiten hat das Gesinde in 125 Adlige. Er gehört zu den einflußreichen Männern, die der Woche zwei oder drei, günstigsten Falles vier. Die Schlaf strebsam ihren Besitz zu arrondiren wissen: im Jahre 1888 ftelle für die Viehknechte ist im Stall; das übrige Gesinde besaß er 14 Rittergüter mit einer Gesammtfläche von schläft in den gemeinschaftlichen Gesindestuben. Ein großer 11 304 Hektar und einem Grundsteuer- Reinertrage von Theil der Kleider, sehr oft der ganze Bedarf, muß von den polnischen Arbeitern zugekauft werden. Die anderen durch Ankauf zu beschaffenden Lebensbedürfnisse sind vielfach noch theurer als etwa in Pommern. 96 774 Mt. Als Getreideproduzenten, Waldbefizer, Schnapsbrenner, Buckersieder und Viehzüchter sind die Agrarier Posens dem Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von T. Spindler. D Die alte, nach 1873 überall bestehende Wanderbewegung aus den deutschen Landestheilen, aus der Neumark, aus Westpreußen, Schlesien, in die fruchtbaren Niederungsgebiete Pojens hat aufgehört, nachdem die billigere Arbeiterzufuhr aus dem Osten immer stärker geworden ist und Posen geradezu überfluthet hat. Die teutsch- nationalen Großgrundbesitzer führen Russen ein, um die Lohn- und Lebensverhältnisse der Landarbeiterschaft im agrarischen Interesse nach unten zu reguliren. So sinkt die wirthschaftliche, die geistige, die soziale Lebenshaltung des Landvolkes in Posen dank den BismarckPilgrimen, die als Nutznießer der Zoll- und Steuerpolitik zugleich einen Doppelgewinn einsäckeln. Was erlebt unsere Regierung bei der bäuerlichen Kolonisation, diesem utopischen Hilfsmittel einer verkrachten Drittes Kapitel. aber, ob zurück? heiligen Amtes entsetzt, hatte selbst die Formel der Absegung verlesen im Concilio, und war nicht mehr befugt, In des Löwen Höhle führen wohl ein solches Kirchenrecht zu üben. Sein Mund konnte nicht die Fußtapfen; wer sagt mir mehr lösen was gebunden war durch fromme Gelübde. Dagobert Frosch, des Altbürgers Sohn, ist demnach noch Fabel 117 Priester, frei von dem Zwang der Vehme, und wir über-" Ihr könnt mir glauben, lieb Herrlein," sprach am lassen es dem geistlichen Amite und dem Bischof, ihn zu anderen Morgen Gerhard zu dem Sohne Diether's: Thr feinen Kirchenpflichten anzuhalten, von welchen wir, die wir könnt mir glauben, daß ich von Herzen froh bin, Euch die Ladung gaben, nichts gewußt. Also haben wir abge- wiederum zu sehen, lebendig anzutreffen, und erlöst aus urtheilt nach altem Herkommen und Gesezen des Kaisers den Klauen des schwarzen heimlichen Gesindels, ob mir und des Reichs, und zum Frommen legen wir dem Be- gleich ein schönes Roß dadurch entgeht, und Ihr nicht einWater! Vater!" sagte hier Dagobert mit überwallen klagten den Eid auf, geheim und hehr zu halten, was er mal meiner Neugierde etwas von der Historie, die drüben dem Schmerze„ Vater! Ihr versündigt Euch an mir. an diesen Schranken des Freigedings westphälischen Gerichts vorgefallen ist, zum Besten geben wollt. Aber dennoch Habt Ihr denn mein Leben gewollt? O dann Ihr Herren, gesehen und gehört. bin ich nichts weniger, denn zufrieden mit Euch, und ich nehmt es hin. Nehmt es in diesem Augenblicke. Haßt mich Dagobert wollte zwar anfangs mit keckem Muthe wider möchte ausrufen, so oft ich Euch ansehe, wie Ihr dasitt, gleich der Vater unverdient, so will ich dennoch lieber sprechen, da der Freigraf von der Nichtigkeit seiner Frei- trüb vor Euch hinſtarrend und wortkarg: wo sind sie hin, alle Missethat bekennen, die man mir aufgebürdet, und sprechung durch den Papst handelte, aber der Gedanke, die Tage von Costnitz? und wie bedaure ich es, daß sie als Kezer und Ehrenschänder sterben, als daß nur ein daß dieses der einzige Weg sei, sich und den Vater von von hinnen gerauscht sind. Und noch mehr: wo sind sie Haar meines Vaters gekrümmt, seine Ehre nur mit einem Schimpf und Schmach zu retten, verschloß ihm den Mund. hin, die Abende von Costniß, wo wir andres zu thun Hauche verlegt werde. Und diesen Sohn konntet Ihr ver- Ebenso willig leistete er den verlangten Eid auf das vor- als der Vehme unsere Reverenz zu machen? Damals folgen, Echöppe?" fragte der Freigraf mit strengem Vor gehaltene Schwert, und ließ sich von dem Frohnboten wieder blühtet Ihr wie ein Borsdorferapfel, und ich war mit wurf:„ Und die verderbliche Leidenschaft tobt noch in Euch? von dannen bringen. Der gute Mann nahm theilnehmend meinem Fett zufrieden; heute seht Ihr blaß, und mein Weniger zu haffen als zu bemitleiden seid Jhr, ein Spiel- Abschied von dem Junkherrn, und sagte:" Ja, Herr, Wamms wirft,- Dank der Agung im Oberstrichters werk in den Händen des Zufalls und falscher Freunde. Gott hat es wohl gemacht, aber er erhalte uns auch noch Hause, verdrießliche Falten. Damals gleitete der Wein Ich sah voraus, in welchen Kampf Eure Seele gerathen lange den edlen Freigrafen, der selbst unter den Wissenden durch unsere Kehlen auf der Bahn ölglatter Bissen, lecker würde, bei dieser unseligen Klage, die ich mit blutendem strenges Recht übt. Ihr habt ihn, er Euch vielleicht bereitet und hungrig verschlungen; heute schenkt Ihr Herzen angenommen habe. Um dieses Mitleid zu üben, noch nie gesehen, aber der gottesfürchtige Mann macht nicht einmal einen Blick den herrlichen Fleischschnitten und greife ich zu dem Mittel, das schon als ein letztes bereit keinen Unterschied. Sie sind nicht alle so sanft und ge- dem Würztrunk, mit welchen Euch der freundliche Wirth lag, wäre auch der junge Mann überwiesen worden der recht, wie er, mein lieber Herr. Doch hier seid Ihr unfern vom Einhorn zum Frühimbiß bedacht hat; geschweige, daß Beschuldigung. Denn nicht solle es heißen, daß unter dem Brückenthore. Gehabt Euch wohl. Ich muß zurück. Ihr noch so viel Gastfreundschaft bewahrt hättet, mich an meinem Borsize der Vater den Sohn gemordet habe auf Es giebt noch heute eine Ladung anzuschlagen; und da Eurer Statt zum Mahle zu laden." der Stätte des Gerichts. Ich erkläre daher unsern Spruch der Bursche flüchtig ging, und darum der Brief an alle Der Edelknecht wartete übrigens die Einladung nicht nicht als ein träftiges Urtheil, sondern weise die Klage ab. Warten geheftet werden muß, so haben wir, meine Ge- ab, sondern griff nach dem Becher und nach dem Messer. Der Junker Dagobert Frosch ist gefreit von der Behme. fährten und ich, der Müdigkeit noch viel, des Schlummers Dagobert nickte ihm halblächelnd zu und sagte:" Nur zu, Er ist der Kirche verlobt, und schon als Kleriker zu wenig zu gewarten." Dem guten Dagobert ging's nicht altes Sieb, nur zu. Ich gönne Dir's von Herzen, und halten. Null und nichtig ist die Freisprechung, die ihm besser. Schien ihm doch die Begebenheit der Nacht nichts würde selig und vergnügt sein, fönnte ich Dir's nachthun. Johannes, der Papst, zugewendet. Johann war seines als ein böser Traum. Ich hätte nimmer geglaubt, daß ich mich einst an Deine Was kümmert's euch, ob arme Leut Kartoffeln fauen müssen, Wenn Ihr nur könnt zu guter Zeit Den besten Braten essen. Friedrichsruhe ist erreicht, und der dreimal heilige Schußpatron aller Niedertracht, Ausbeutung und Knecht schaft streckt segnend seine guadenreichen Hände aus über all das Volk. Sein Wille geschehe! " " " " " Agrarpolitik? Wo in Westpreußen und Pommern beifarchistischen Schreihälse nicht aufkommen. Diessäure, Baradenbauten 2c. zu beunruhigen. Diese Schaffung neuer Bauernstellen der geringere Cerealienbedarf der Arbeitermassen nehmen diese Patrone nicht Tattit scheint jetzt auch bei einigen Blättern für reaktionäre Polen bei Bemessung des Umfangs der Stellen zu Grunde ernst. Jetzt sollen wir auf einmal ein ganzes Heer und Ausnahmegefeße in Anwendung zu kommen: man iucht gelegt wird, find das Ergebniß der famosen Parzellirungen unserer Mitte haben. Die Revolverschüsse, die der anarchistische wallen Angst zu erregen." bösartigster Mordgesellen mit Attentaten und Bomben in jest mit Anarchisten und sozialistischen Kra fartoffellefsende Zwergwirthe. Was dem Einbrecher Schewe auf der Flucht gegen die verfolgende Junkerthum, das auf diese Weise auspruchslose, an Händen Bolizei richtete, werden in der„ Post" schlaufweg als anarchistische Eine weitere Verschärfung des Vereins- und und Füßen gebundene, schollenpflichtige Kleinbefizer erhält, Attentate bezeichnet, wiewohl es auch sonst häufig genug vor- Bersammlungsgesetzes ist für Preußen selbst vom die auf den großen Gütern taglöhnern müssen, um nicht zu kommt, daß ertappte Verbrecher sich mit Messer und Revolver Standpunkte der Reaktionäre unnöthig. Wird doch heute verhungern, ja nur willkommen ist. wehren. Auf das Attentat" ist eine große Anarchisten- Razzia schon das bestehende Gesetz weit über Gebühr gegen mißWie wäre es nun, wenn die Hansemann, die Kenne- gefolgt, und wenn man den mit der Polizei in Beziehung liebige Vereine ausgenügt, wie die folgende, der„ Volksmann und Genossen ihre Landarbeiter zu der Wallfahrt stehenden Berichterstattern glauben soll, so hat die Polizei mit Beitung" entnommene Notiz beweist: nach Friedrichsruhe aufböten, Tausende und abermals Tau- den verhafteten 40 bis 50 Anarchisten und bei den in frühester Im westfälischen Industriegebiete nennt man scherzweise die sende in der landesüblichen Tracht, mit getreuen Nach einen guten Fang gemacht". Wiehrere Anarchisten wurden jemandem, der als untauglich für den Dienſt ausgemustert iſt: Morgenstunde vorgenommenen zahlreichen Haussuchungen sogenannten„ Nicht gedienten" ,, Castroper" und sagt von bildungen der Hütten, worin sie wohnen, mit guten Proben auf ihren Arbeitsstellen verhaftet, was wenigstens dafür spricht, Er hat in Gastrop gestanden". In letzter Zeit haben sich in der Kartoffel- und Schnapsnahrung, wovon das Landvolk Posens daß sie noch nicht den ganzen Tag mit Schießübungen und Bomben Bochum und Umgegend nun Vereine der„ Caftroper" gebildet, vegetirt. Sensen gebe man den posenschen Arbeitern in die Hände, fabrikation zubringen. Die neueste Meldung lautet freilich auf die in Wetter( Ruhr) ein Verbandsfest gefeiert haben. Der Landals Embleme ihres Berufs, sie wissen sie zu führen und regend genug. Im Osten Berlins sollen" bei den Haus rath des Landkreises Bochum hat nun die Polizeibehörden anhaben sie zu führen gewußt, Dreschflegel und Mistgabeln fuchungen gefüllte Bomben aufgefunden worden sein. Bei gewiesen, derartigen Vereinen, da sie die Verhöhnung der auch! Ihnen voran schreite die erlauchte Echaar ihrer einem Mechaniker sollen" Schriftstücke entdeckt worden sein, Kriegervereine und militärischer Einrichtungen bezwecken" und Ernährer, ihrer Wohlthäter, ihrer Herren, die Kennemann, die darthun, daß die Berliner Anarchisten in engster Verbindung diese Absicht öffentlich in Trachten und Abzeichen bekunden, die die Hansemann, die Bninski, die Biron, die Radziwill, mit den Genossen in Frankreich stehen. Auf einem Gelände polizeiliche Genehmigung zu versagen und dem Umsichgreisen des in der Nähe des Zentral- Viehhoses, das sie von einer Wittwe" Unfugs" nach Kräften zu steuern. die Czapski, die Bethmann- Hollweg und wie sie alle heißen. gepachtet hatten, follen" die Anarchisten ihre geheimen Bus Nicht fehle die wehende Fahne frommer Waller, nicht fammenkünfte abgehalten haben. Im Uebrigen deuten behörd Zur Kamerunschande. In der Disziplinar UnterRosenkranz und feierlicher Gesang. Um den Text des liche Vorsichtsmaßregeln darauf hin, daß die Polizei auch von fuchung gegen den Kanzler Leist und den Assessor Wehlan Bilgerliedes werden die Wallfahrer nicht verlegen sein. der beabsichtigten Verwendung des Sprengstoffs unterrichtet ist." erhält das Berliner Tageblatt" von angeblich gut unterBielleicht stimmt einer von ihnen das Lied an, das vor Man beachte wohl das einschränkende soll" bei all diesen alar richteter Seite folgende Mittheilungen. Danach ist der Dr. fünfzig Jahren die Peterswaldauer Weber gesungen haben: mirenden Nachrichten. Und wenn wir weiter lesen, daß der eine Vallentin heute Vormittag im Auswärtigen Amt als Hauptder Verhafteten die Bomben offen auf einen Schrank stehen hatte, belastungszeuge vernommen worden, und zwar handelt es Ihr seid die Quelle aller Noth, wo die nichts ahnende Wirthin sie aufhob und in einen Kasten Die hier den Armen drücket, that, so flingt das alles für einen zielbewußten Anarchisten sehr sich heute um die Untersuchung gegen Wehlan. In Sachen Ihr seid's, die Ihr das trockne Brot sonderbar. Ein gewisses Mißtrauen ist daher wohl am Blat, c/ a. Leist steht die Vernehmung Dr. Vallentin's noch bevor.. Noch von dem Munde rücket. zumal wenn man sieht, wie selbst das Attentat" Schewe's Wie wir erfahren, ist übrigens Dr. Vallentin definitiv von der" Post" und Gesinnungsgenossen eingeleitet wird. aus dem Staatsdienst ausgeschieden. Er wird jedoch troyMit Recht bemerkt zu den Vorgängen eine Korrespondenz für dem nach Afrika zurückkehren, da ihm bereits die TheilZentrumsblätter:" Wir sind die letzten, die gegen eine egem- nahme an einer Expedition angeboten worden ist. plarische Bestrafung anarchistischer Verbrechen etwas einzu wenden hätten. Hat man wirklich Bomben bei den Berliner Das Passauer Reichstags- Mandat. Das HauptAnarchisten gefunden, so wird auch die Bestrafung sicher nicht organ der bayerischen Ultramontanen will in Erfahrung ausbleiben. Möthigenfalls haben wir das Dynamitgefeß, gebracht haben, daß Dr. Pichler nicht beabsichtigt, sein von dem bis jetzt so gut wie ausschließlich harmlose Mandat niederzulegen. Sollte die Nachricht wahr sein, so Leute betroffen worden sind. Aber man sage uns doch einmal, wird die Wahlprüfungs- Kommission des Reichstags ihres wie man denn die Anarchisten an dem Verfertigen von Bomben Amtes walten müssen. und an den geheimen Zusammenkünften hätte hindern können, wenn jetzt schon die Polizei das Recht hätte, die Genehmigung zu einer Verfammlung zu versagen, oder wenn das Preßgefeß verschärft würde! Das Sozialistengesetz legte Presse und Vereinswesen der Sozialdemokraten lahm und machte ihre Versammlungen von polizei Die Sozialistengefeh- Eiferer werden nicht müde, licher Genehmigung abhängig. Es ist aber wiederholt darauf ihren Spruch Tag für Tag herzuleiern, daß etwas ge- hingewiesen worden, daß gerade unter diefem Gesetze die schehen muß gegen die Sozialdemokratie. Stolz darauf, ich eußlichsten anarchistischen Attentate daß sie dabei redlich mitgeholfen haben", die Diskussion Attentatsversuche( Frankfurt, Stuttgart, Nieder-" Die Führung zeigt auf der deutschen Seite eine fast in Fluß zu bringen, erklären heute die Leute des Herrn wald 2c.) vorgekommen sind. Daß das Gefeß ge: überschneidige Art, die bei der Sachlage leicht hätte v. Stumm in der Post", es genüge nicht, durch ein beime versammlungen nicht verhindert hat, weiß verhängnißvoll werden können. Sie stellte Anforderungen, preußisches Landesgesetz die Vereinsfreiheit zu beschränken. die Polizei sicher selbst am besien, und daß die Ausbreitung der wie wohl nur deutsche Truppen sie zu erfüllen vermögen. das Reich selbst müsse mobil gemacht werden, der Reichstag werde haben wir alle doch handgreiflich vor Augen gehabt, ja wir entschieden ließ sie fich zu leicht ohne genügende schon B sagen, wenn die Regierung nur A sagen wolle. Mit haben gesehen, daß die ganze Partei einen viel gefährlicheren dann aber das große Verdienst, die Schlacht mit eisernem Willen Sachkenntniß auf den ungleichen Kampf ein, sie hatte der gewohnten Unverfrorenheit wird natürlich bei dieser Charakter annahm. Wie man nach solchen Erfahrungen aufrecht zu halten, obzwar unter entseglichem MenschenGelegenheit die deutsche Sozialdemokratie für die Attentate noch davon reden kann, daß man durch das Gesetz verbrauch e. Die Endangriffe des Prinzen Friedrich Karl französischer oder italienischer Anarchisten verantwortlich die öffentliche Verkündigung anarchistischer gemacht. Wie niedrig die politische Moral dieser Stumm und sozialistischer Lehren verbieten und damit blieben für die Schlacht selber eine unnüße Blutvers geudung und mußten dies bleiben, sie waren aber Trabanten steht, erhellt am deutlichsten daraus, daß selbst ihre Verbreitung eindämmen müsse, ist kaum zu soch von großer Tragweite, weil sie den französischen Marschall ein so auf Bismarck, den Vater des alten Sozialistengefeßes begreifen. Aufforderung zu verbrecherischen Thaten, und bis zuletzt über den vorhandenen Kraftbestand täuschten und das eingeschworenes Organ wie die Zukunft", vor der Wieder wenn sie auch indirekt und in versteckter Form erfolgt, entgeht durch den Entschluß der Rückverlegung des Kampfes mitholung einer solchen politischen Thorheit warnt. Deshalb Beziehung nicht streng oder präzise genug sein, so wäre ja gege: bewirkten." werden die Stumm- Trabanten aber doch nicht aufhören, eine Abänderung nichts einzuwenden, falls diese dem Wliß- Bazaine, heißt es in dem Artikel, daß er persönlich die Von dem französischen Höchstkommandirenden, Marschall Tag für Tag ihr auswendig gelerntes Sprüchlein her- brauch nicht Thür und Thor öffnet. Und wenn etwa zusagen. die Auflösungsbefugniß der Polizei gegenüber Versamm größte Kaltblütigkeit bewahrt, sachlich aber seine Weberlungen, in denen das Verbrechen empfohlen oder verherrlicht macht nicht ausgenügt habe: Ueber den Anarchismus in Deutschland und den wird, nicht ausreichte, so fönnte man unter der gleichen Bazaine ahute nicht, tonnte nicht die verblüffende Reckheit Werth der Ausnahmegeseze schreibt die Germania" an- Bedingung auch hier abheljen. Wir haben aber bisher nicht ge- der Breußen ahnen, mit ganz ungenügenden Mitteln läßlich der Attentatsgerüchte u. a. das folgende: funden, daß die Polizei anarchistischen und sozialistischen Rednern über ihn herzufallen; zu solch einem Fehler hielt er " In der That erscheint vorläufig gegenüber den Mittheilungen, mit gebundenen Händen gegenüberstehe. Jedenfalls dürfen wir sie nicht fähig, dafür dachte er viel zu hoch vom feind welche, wie wir schon gestern betonten, von einem aus polizei nicht die Polizeiwillkür nach sächsischem oder hamburgischem Vor- lichen Generalstabe. Gr rechnete auf einen wohlangelegten lichen Quellen schöpfenden Berichterstatter stammen, eine gewiffe bilde einführen. Viel Kapital sucht die mittelparteilische Presse Plan, besorgte ein zweites Königgräß ihn vorne packen und Zurückhaltung angebracht. Jedenfalls läßt sich nicht leugnen, für ihre Pläne auch aus dem Krawall in Bielschowib seitwärts schlagen. daß die„ Anarchisten der That" plöglich mit einer ganz verdäch zu schlagen. Wir vermissen aber bisher immer Wäre Bazaine weniger vorsichtig gewesen, hätte er dreift tigen Promptheit auftauchen, der„ Norddeutschen", der„ Post" und noch jede Angabe darüber, wie denn durch zugegriffen, eigentlich nur genommen, was er in der Hand hielt, anderen für Einschränkung der Preß-, Vereins- und Versamm Gesetzes bestimmungen der gewünschten Art der so hätte die Schlacht für Deutschland verhängnißvoll lungsfreiheit schwärmenden Blättern sehr gelegen kommen. Bis- Krawall wäre verhindert worden oder durch werden können, ja werden müssen. her tannte man hier nur anarchistische Maulhelden, die sich ab welche bestehenden Bestimmungen die Polizei an zweck- Sein Schlußurtheil über die Schlacht faßt der Ver und zu in öffentlichen Versammlungen mit den Sozialdemo- entsprechendem Einschreiten gegen die Krawallmacher verhindert fasser dahin zusammen: traten herumzantten, einen nennenswerthen Anhang aber nicht worden sei, oder warum die Schuldigen ihrer Strafe entgehen hatten. Die wohlorganisirte und wohldiszi- werden. Wenn eine Militärvorlage durchgesetzt werden soll, so plinirte Sozialdemokratie ließ die an- sucht man die Bevölkerung mit Kriegsgerüchten, Pitrin Dolitische Leberlicht. Berlin, den 18. August. " und sozialistischen Frrlehren unter dem Geseze nicht gelitten hat, M # Ein wenig schmeichelhaftes Bild über die Geschicklichkeit und Umsicht der deutschen Heerführer, welche in der Schlacht bei Mars la Tour am 16. Mai 1870 fommana dirten, fällt J. v. Pflugt- Hartung in einem Artikel der Sonntagsbeilage der„ Boff. 8tg.". Nach einer lebendigen Schilderung der blutigsten und opferreichsten Schlacht: 3 70er Krieges meint der Verfasser: " ,, Deutscherseits war die Schlacht bei Mars la Tour ein schwerer Fehler, weil sie von Rechts wegen gnadelos verloren geben mußte, denn man durfte nicht rechnen, daß eingebildete Gefahren den Feind am Handeln verhinderten. Da dies aber gefchah, so wurde die strategisch verdiente Niederlage zum taktischen Siege." Stelle wünschen möchte; allein, alles, was ich besige, Gines ich glaube doch, ich möchte wohl hinter seinen Alpen ein ausgenommen, gäbe ich darum, könnte ich sein ein fröh- Plätzlein finden, meinen Herd zu gründen, auch ohne Baters„ Ein Lobspruch, der mich ärgern hilfe." licher Thor, wie Du." Eine reichbegabte und hochentwickelte Nation „ Ei, der Herzog soll leben!" rief Gerhard, tönnte," erwiderte Gerhard mit vollen Baden: aber den Becher leerend. Ist er gleich derb wie ein Eichen nennt die" Nordd. Allg. 3tg." die Franzosen. Es ist noch ich vergebe Euch: Ihr seid verliebt, und der Hagel soll fuorren, so ist er doch gut wie ein Kind. Ihr wißt, wir nicht lange her, da gehörten sie im gleichen Blatte zu den mich treffen, wenn Ihr nicht das Judendirnlein miunt; find zuletzt aus Feinden die besten Freunde geworden, und wilden Völkerschaften mit den Schweizern, Papua's, Engdas wunderholde Gesicht, das während der Mummerei zu ich habe dem Kaiser die Pest auf den Hals gewünscht, daß ländern, Australnegern, Indianern und Eskimo's. Kostnih neben des vertrackten Davids narbigem Gesicht er dem Herzog die Eidgenossen auf den Hals heßte in der Ob Christian oder Ihig, das Geschäft bringt es so aus dem Fenster sah. Ist das jedoch eine Liebe, wie größten Noth, und Schuld war, daß die Länder im Argau, mit sich. Vor dem„ Geschäft", dem" Profit" treten Relifie einem fecken Manne geziemt? Laß das Seufzen und Thurgau und Breisgau zum Teufel gingen. Aber von gion, Nationalität, Patriotismus und wie die schönen Grämeln einem fiechen Weiberknecht, oder einem dünn- Tyrol hielt Siegmund die große Nase weg, und Friedrich, Lappen heißen mögen, mit denen der Kapitalismus seine leibigen Minnesänger; laß es den scheinheiligen Pfaffen, wird er gleich der mit der leeren Tasche genannt, vermag Profitgier behängen mag zurück. Das wird sich auch die sich mit Demuth und Wehmuth, mit verdrehten Augen es doch noch, einen Freund, wie Ihr seid, warm und trocken zeigen, wenn in Berlin die chinesische Anleihe aufund schmunzelnden Lippen in das Herz einer Dirne zu setzen."-Gerhard wollte sich just noch eines Breiteren gelegt wird. Da warut ein echtes Bourgoisblatt von Zeich schwaßen, bis sie darin ganz unverschämt den Herrn und über Dagobert's hingeworfenen Vorsatz auslassen, als der mungen. Es fragt:„ Soll einem Staate Geld gegeben werden, Meister spielen. Stillt Eure Sehnsucht, und kümmert Euch Wirth des Hauses schnell hereintrat." Deukt Euch doch, der sich gegen die Fremden direkt feindlich verhält, der mit nicht um die Welt. Der Kutte seid Ihr ledig, und mir Ihr Herren!" begann er, wider seine Gewohnheit schnell Berachtung auf die Europäer herabficht?" zum mindesten fömmt's nicht wie eine Todsünde vor, eine und lebhaft redend:" Ein Banersmann, der meine Küche Die Banken und Geldkräfte streben natürlich mit allen Mitteln hübsche Judenmagd zu lieben. Der liebe Gott hat viel versorgt mit den Früchten seines Ackers, figt so eben unten einen neuen Fang zu thun, denn die Bedingungen find gut, und Unkraut erschaffen, das demungeachtet anmuthig aussieht, und erzählt, er sei dem Schelmenritter, dem von Vilbel es bietet sich sogar die Möglichkeit, das Silber abzustoßen, das und erquickt durch Farbe und Geruch."-Dem Schwätzer begegnet, der nach Hayn zum Grafen von Raßenelus heute in allen zivilifirten Ländern werthlos ist. Auch in Berlin war's gelungen, durch die dreiste Auslegung seiner Lebens- bogen ritt; einzig und allein von zwei Knechten geleitet. soll die chinesische Anleihe aufgelegt werden. Da ist es doch an weisheit dem ernsten Dagobert ein neues Lächeln abzuge Kennst Du mich, Bäuerlein?" hat er den armen Mann als kreditunfähig erscheint, sondern weil neben dem nackten Geldder Zeit, vor Zeichnungen zu warnen. Nicht weil China uns winnen." Guter Freund," antwortete dieser: bin ich angefahren, der demüthig ins Wagengeleis getreten war, standpunkt auch ein ethischer Gesichtspunkt besteht, den gerade gleich nicht einverstanden mit Deinen wilden Gedanken, die und sein Käpplein abgezogen hatte. Und da der Bauer wir Deutschen nicht aus dem Auge verlieren dürfen. Wer aufschießen wie das Unkraut, so beurtheilst Du mich doch bejahte, so fuhr der Ritter fort:" Zichst Du nach Frank China Gelb giebt, versündigt sich an der falsch. Nicht die Minne preßt mein Herz, daß es seufzt furt auf den Markt, so grüße mir die Herren auf dem Kultur!" und schwerem Gebreste unterliegt. Die Minne ist's allein, Römer nud lade sie in meinem Namen ein nach Erlebach Eine bessere Reklame für die chinesische Anleihe könnte die mich aufrecht erhält, und mein Gram wurzelt nur im für diesen Abend. Meine Buben, die wilde Jagd aus die Vossische Zeitung" nicht machen. Als ob das Kapital Vaterhause." der Wetterau, feiern heute dort den Kirchweihtag, und ich je danach gefragt hätte, ob es sich an der Kultur ver11 " es „ Ei, so laßt das thörichte Haus liegen, wo es liegt, will noch selbst darauf den Reigen eröffnen, troß meinen fündigt! Aus der ethischen" Warnung wird unfern der Liebfrauenkirche zu Frankfurt am Mainstrom," alten Beinen."- Nachdem er diesen Spott von sich ge- nur die geschäftliche Empfehlung heraushören, zumal meinte Gerhard und geht dahin, wo Euer die Stüße der sprudelt, hieb er den Bauer mit der Peitsche über den ge- den Lesern die Sicherheit der Anleihe gerühmt wird. China, Liebe wartet. Die Dinge in Eures Vaters Hause sind böse, schorenen Kopf, daß er taumelte, und die Knechte warfen heißt es, hat ganz geringe Schulden und es wird seinen bis auf das Fleisch hinein, wie ich wohl merke. Laßt dar ihn aus Muthwillen in den Graben, daß all' die Waaren, Verpflichtungen nachzukommen suchen." Und da sollte das um Eure Hände davon; nehmt Euer Lieb, hinaus damit die er im Korbe trug, verdorben im Morast lagen. Sagt Kapital sich das gute Geschäft entgehen lassen! Das wäre in die Welt, und wollt Ihr gar gewissenhaft sein, so laßt nun, Ihr Herren, wär's wohl gerathen, den Herren auf gerade, als wenn man dem" Patrioten" Krupp zumuthen das Mägdlein taufen. Dann mag der Teufel selbst es Euch dem Römer die Mär anzuzeigen, daß sie den Erlebachern wollte, bei sicherer Bezahlung an China oder Rußland nicht rauben." Du malft die Zukunft leicht und schön;" Hilfe schicken, die der Wütherich gewiß heute Nacht mit feine Kanonen zu liefern. Ob Christian oder Ihig, ob entgegnete Dagobert leichteren Herzens: und wer weiß, ob Brand und Mord bedroht?" Erbfreund oder Erbfeind die Seele des Herrn Krupp weit, wie so die ich Deinem Rathe nicht folge. Der Herzog von Defterreichseiner Riesengeschüße, die an alle Tyrol hat wieder Friede gemacht mit dem Kaiser, und Staaten ohne Unterschied liefert, wenn ( Fortsetzung folgt.) ift er 1 Darteinachrichten. nur prompte Bezahlung erfolgt. Wie der Haifisch ist. Nur einige Gewerkschaften haben sich düpiren laffen; fie den Schiffen folgt, Don denen er! Fraß erwartet, sind nun, nachdem sie den Schaden besehen, ein für allemal gegen jo geht das Kapital feinem Profit nach, gleichviel, ob es das foziale Evangelium der Wille'schen Plattheit immun. Jedendenselben aus stinkendem Schmuh oder aus Strömen falls ist es nüßlich zu ersehen, mit welch' eifenstirniger Frechheit Aufruf an die Parteigenossen Berlins und der Provinz Brandenburg. Menschenbluts hervorholt. Non olet der Profit stinkt ihrem aus Nicolai, Balzer und Nietzsche gemengten Rohl bei unreife, aufgeblasene Menschen, die nie etwas gelernt haben, mit Parteigenossen! Nach dem glänzenden Aufschwung unserer nicht und„ ethische Gesichtspunkte" kann der Millionär für derselben Sozialdemokratie haufiren gehen, die fie, Moralfattes Parteibewegung innerhalb der Provinz Brandenburg anläßlich sein Geld sich billiger verschaffen. Er braucht nur einen vom Wirbel bis zur Zehe, in Organen, wo die Bismarckfronde kleinen Theil des Profits für Suppenanstalten, für ein und der Barismus, sich ein Stelldichein geben, pöbelhaft be- der letzten Wahlkampagne halten wir es für unsere Pflicht, Euch, Denkmal oder ein patriotisches Fest zu zeichnen, und der schimpfen. zu einer Partei Ronferenz nach Berlin zusammenzuWohlthäter der Menschheit, der große Patriot, der Förderer Prediger Tschiru in Breslau ersucht uns um Aufnahme rufen. Auf dieser Konferenz wollen wir Rechenschaft ablegen der Kunst steht fix und fertig da, und die Tante Voß wird nachstehender Berichtigung: Für den auch im Vorwärts" über unsere agitatorische Thätigkeit im verflossenen Jahre. ihm sein Lob nicht versagen, auch wenn er sich an der veröffentlichten Programm- Entwurf einer zu gründenden bürger- Weiter wollen wir mit Euch berathen, welche Mittel die geKultur" versündigt und an der chinesischen Anleihe lich- demokratischen Partei fann ich den Anspruch der Verfasser eignetsten sind, unsere Ideen in die noch zurügebliebenen profitirt hat. schaft nicht erheben. Ich habe nur den Druck desselben zu Mit dem todten Wiktor Hehn krebsen die kundigen beabsichtigen. Ergebenft G. Tschirn. privaten Zwecken veranlaßt, ohne vorläufig Weiteres damit zu Theile der Provinz zu tragen. Die Konferenz tagt Sonntag, den 16. September, von Vormittags 9 Uhr ab in den Thebaner der Kreuz- Zeitung". Was der ausgezeichnete Geschichtsschreiber der Kulturpflanzen und Hausthiere über Zweijährige Dienstzeit in Oesterreich. Ter öster- Oranienballer, Dranenstr. 51, am Morigplay. Im Anschluß Judenthum gesagt und gedacht hat, ist ja unzweifelhaft von reichische Kriegsminister soll demnächst wegen der Ein- an diese Bekanntmachung ersuchen wir die Parteigenossen der einem gewissen literarischen Interesse. Aber auch nichts führung der zweijährigen Dienstzeit in Defterreich inter- Reichstags- Wahlkreise, nunmehr schleunigst Versammlungen einmehr! So thöricht es war, die Plattheiten des genialen pellirt werden. Etrategen Moltke über die Sozialdemokratie auszugraben, Kaisers Geburtstagfeier in Prag. Aus der Hauptstadt Parteikonferenz vorzunehmen. Die Zahl der Delegirten jebes so wirkungslos ist in der Sache, was ein auf anderen Böhmens liegen folgende zwei Depeschen vor: Die nicht übersteigen. Gebieten grundlegender Forscher über Probleme urtheilt, Die am Vorabende von Kaifers Geburtstag üblichen Sere ferenz wird einen Tag in Anspruch nehmen. Partejfür die ihm das Verständniß, die Sachkunde, die Einsicht naden der Militärkapellen unterblieben infolge des Ausnahme- genossen, die auf einen oder mehrere Tage in Berlin Logis zustandes. Trotzdem fam es zu größeren Ansammlungen, an fehlt. Hehn stand der sozialen Bewegung und den benen zumeist Handwerksgehilfen und Lehrlinge theilnahmen. nehmen wollen, werden ersucht, sich an Hermann Mattutat ökonomischen Fragen als aristokratisch empfindender Laie Auf die Aufforderung durch die Polizei zerstreuten sich dieselben Berlin SO ,, Wrangelstr. 124, zu wenden. Die Tagesordnung gegenüber. Als Laie spricht er sehr geistreich über die ohne Widerstand. Vier Personen wurden wegen Renitenz ver bestimmt die Konferenz selbst; als provisorische Tagesordnung Judenfrage, deren ökonomischen Keru er nicht erfaßt, indem haftet, von denen zwei wieder freigelassen wurden. zuberufen und darin die Wahlen der Delegirten zur Kreises darf drei -O Kons er statt das Geldprozenthum als integrirenden Bestandtheil Anläßlich der Vorfeier des kaiserlichen Geburtstags sammelten schlagen wir vor: 1. Bericht über die Thätigkeit des Agitationsdes Kapitalismus zu begreifen, gleich einem Ahlwardt oder sich gestern Abend auf dem Altstädter Ring und vor dem Ge fomitees; 2. die fernere Gestaltung unserer Landagitation; Hammerstein die Juden für den Kapitalismus verantwort bäude des Korpskommandanten mehrere Tausend Menschen an, 3. Anträge. Alle Anfragen und Zuschriften sind an den lich macht. Der Jude Mary hat vor fünfzig Jahren das die aber in Rücksicht auf den in Prag herrschenden Ausnahme Unterzeichneten zu richten. Mit dem Wunsche, daß sich alle Wesen der Judenfrage so gründlich und endgültig darauftand durch die Polizei auseinander getrieben wurden. Hierbei Kreise an dieser für uns so wichtigen Konferenz betheiligen wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. S gelegt, daß etwas Neues darüber nicht zu sagen ist. Laster's. mögen, zeichnet mit sozialdemokratischem Gruß Das Agitations Romitee für die Provinz Brandenburg. J. A.: August Völker, SO., Reichenbergerstr. ä2 a. Die Provinzialblätter werden um Abdruck vorstehenden Ausrufs gebeten. " * * Daß Viktor Hehn dem Denker Lassalle, dessen BeAnarchistengesetz und Sozialistenverfolgung. Man deutung denn doch Autoritäten wie August Böckh und schreibt uns aus Paris unterm 16. August: Wie sehr man unter der Aera des Anarchistengesetzes vor allem die Sozialiſten zu Eduard Zeller gewürdigt haben, ebenso wenig gerecht wird, treffen sucht, das hat soeben wieder der Douaier Gerichtshof be wie dem Menschen Lassalle, versteht sich bei dem Deutsch- wiesen, der einen unserer thätigsten Provinzgenossen, den in russen Hehu, der seine Studien über Judenthum an den Disponibilität versetzten Schullehrer Gosselin, unter dem Schnapsschänken Podoliens und an den Schmocks der Vorwande, die Soldaten zum Ungehorsam gegen ihre Oberen Berliner Literatursalons gemacht hat. Damit hat doch die und zur Fahnenflucht aufgereizt zu haben, zu einem Jahr Ge Sozialdemokratie aber auch gar nichts zu schaffen. Wie fängniß, 100 Frcs. Geldbuße und zur Tragung der Gerichtskosten Eine wichtige gerichtliche Entscheidung wird von einem Der Wähler" schreibt darüber: schlecht Hehn Politiker zu beurtheilen versteht, das zeigt verurtheilte. Worin bestand aber in Wirklichkeit das große Ver Leipziger Genossen provozirt. brechen, das ihm so schwere Strafe eintrug? Hatte er vielleicht Eine Anklage wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen die sein verhältnißmäßig geradezu überschwängliches Lob des eine heftige Rede gehalten, einen heftigen Artikel oder eine Geseze hat Genosse Frey erhalten, weil er in einer öffentlichen selbst von der„ Kreuz- Zeitung" für bedeutungslos gehaltenen Broschüre geschrieben, worin die ihm zugeschobene Ausreizung Bersammlung des Sozialdemokratischen Vereins Leipzig- Ost", enthalten war? Oder hat er dieses Verbrechen, etwa in mind: Die vor einiger Zeit im„ Albertgarten" stattfand, das bekannté Ergößlich aber ist es, daß die Orthodoxen der Kreuz- lichem Verkehr mit Soldaten begangen? Nichts von alledem. Verbot des Tragens republikanischer Abzeichen als nicht mehr zu Beitung", die das Volt auf den Standpunkt slavischer Gosselin, welcher ein Weib und sechs Kinder zu ernähren hat Recht bestehend bezeichnete und zur Nichtbeachtung des Verbots Heloten herabdrücken wollen, die stumpf und gottesfürchtig und weder von der Luft leben kann, noch unter die Panamisten aufforderte, worauf ihm vom überwachenden Beamten das Wort für Thron, Altar und Junker frohnden, hungern und und sonstiges Diebsgesindel gehen will, hat sich, seit er außer Stellung entzogen wurde. In den letzten Tagen ist ihm nun die Anklage fterben, daß diese den Kommis des eigennützigsten Junker ist, mit der Stolportage fozialistischer Zeitungen und Schriften befaßt nach§ 110 des Strafgesetzbuchs zugestellt worden." Genoffe thums, einen Hehn für sich mit Beschlag belegen. Einen und zu gleichem Zwecke und darin liegt fein ganzes Ver- Frey hat die Aufforderung in der vollen Absicht erlaffen, dadurch Hehn, das heißt den edlen Prediger der preußischen Kultur, Arbeiterlied:" L'Internationale"( Die Internationale), das aber diese Anklage wird er nämlich eine Entscheidung des Reichsgerichtes ein schon seit Jahren bekanntes und vielgesungenes eine Anklage auf grund des§ 110 St- G.- B. zu provoziren. Durch der Bildung, der Kunst, des heiteren Frohsinns, den nicht etwa von ihm, sondern von dem ehemaligen, nunmehr ver- darüber herbeiführen, ob die alte sächsische Verordnung über Hellenen, storbenen Mitglied der Kommune, Eugène Bottier, verfaßt das Tragen republikanischer Abzeichen noch zu recht besteht oder Armer Viktor Hehn! wurde, in Druck erscheinen lassen. L'Internationale" ist aber nicht. Wiederholt zu Rathe gezogene sächsische und nichtsächsische auch nicht etwa jetzt zum ersten mal, sondern schon vielfach in Juristen haben nämlich ihr Gutachten dahin abgegeben, daß das Druck erschienen und unter anderem in der von dem großen Berbot nicht mehr zu Recht besteht und das Reichsgericht soll Berlagsbuchhändler Dentu unter dem Ziel Chants révolution- gleichwerthigen Bestimmungen wiederholt schon die Rechtstraft naires" herausgegebenen Gedichtensammlung Pottier's enthalten. abgesprochen haben. Genosse Frey setzte sich deshalb den UnGut daß der bekannte Volksdichter Charles Nodier, der zu dieser annehmlichkeiten und Gefahren eines Prozesses aus, um endlich Sammlung eine für Pottier schmeichelhafte Einleitung schrieb, dem höchsten deutschen Gericht Gelegenheit zu geben, sich über nun auch schon im Grabe ruht, sonst hätte es ihm jetzt leicht die Rechtsbeständigkeit einer Verordnung auszusprechen, die bispassiren können, sich wegen" Verherrlichung von Verbrechen" her zu den chitanöfesten Verfolgungen unserer Parteifreunde in verurtheilt zu sehen. Was nun, wenni Gosselin ins Gefängniß Sachsen dienen muß. wandert, aus seiner Frau und seinen sechs Kindern werden soll, danach fragt die Bourgeoisjustiz nicht; warum ist er auch Sozialist geworden, wo doch die Opportunisten so viele fette Pfründen zu vergeben haben?!.. Erb- und Burggraf zu Dohna, dessen eigenartige Fürsorge für einen in seinem Dienste zum Krüppel geschoffenen Förster wir gestern beleuchteten, ist Mitglied des preußischen Herrenhauses und ein Vorkämpfer für Staatssorge zu Gunsten nothleidender Großgrundbesizer". brechen 99 aus den bekannten Gründen" auf. Dann erscheint Schwierigkeiten, denen die Vorlage begegnen sollte, verein Aufruf des Brand Direktors im Amtsblatt, der auf die Gefahr aufmerksam macht, die nun der Stadt Mittweida im größern. Angesichts dieser Schwierigkeiten sei es die Pflicht Brandfalle brohe, eine Gefahr, die lediglich durch die be- und die Absicht der Regierung, diese Frage in der nächsten hördlich, also von den nächstberufenen Vertretern des öffentlichen Session von neuem vorzubringen. Wobles verfügte Feuerwehrauflösung heraufbeschworen war. Der Aufruf unserer Mittweidner Genoffen, der neuen freiwilligen Feuerwehr fernzubleiben und im Brandfalle nicht zu löschen, sondern nur bei Bekannten zu retten, hatten wir erklärt, wohl begreifen, aber nicht billigen zu können. Hierzu schreibt Unsere letthin gebrachten Bemerkungen zu dem Verman uns nun: Wenn Sie befürchten, die Gegner möchten den halten einiger Parteiblätter gegenüber dem Herrn Dr. Br. Wille Aufruf gegen uns ausnügen wollen, so leidet das denn doch das haben bei der Solinger Volksstimme" insofern ein Mißverschlechte Gewissen dieser Leutchen nicht, wie denn auch die Vorgänge, auf die wir durch unsere öffentliche Aufforderung die Die irische Pächterbill. Der Chefsekretär für Frland, ständniß verursacht, als dieselbe Bemerkungen, die wir uns zu rechte Antwort gegeben zu haben glauben, nicht dazu angethan Morley, erklärte gestern im Unterhause, die beklagenswerthe schreibt, und nun gegen denselben polemisirt. Unser Solinger Brudermachen erlaubten, dem Genossen Dr. Lütgenau auf's Kerbholz sind, uns irgendwie in's Unrecht zu setzen. Bedenken Sie doch, Ablehnung der Bill über die irischen Pächter durch das organ verwahrt sich dagegen, für Herrn Wille Reklame gemacht was vorherging. Erst löst man die freiwillige Feuerwehr, deren Oberhaus werde wahrscheinlich die von allen Seiten im zu haben, und will es nur eine" Thatsache angeführt" haben. größere Hälfte aus Leuten unserer Farbe bestand, Unterhause anerkannten sozialen und administrativen Thatsächlich ist an der von uns monirten Notiz nur die Bemerkung, wonach„ Dr. Wille ein gewandter Redner sein soll", was aber der Nachfab und es wird für Manchen von Interesse sein, von demselben( Wille) einen Vortrag hören zu können". Thatsächliches enthält, vermögen wir nicht zu finden. Es ist Reklame, nichts weiter, mag auch unser BruderDer Sieg der Goldwährung wird bald ein allge organ es noch so entschieden bestreiten. Wie wenig es aber von Aber der Aufruf, sich ohne die freiwillige Feuerwehr zu behelfen meiner sein. Bei der Berathung des Ausgabenetats des unserer Presse angebracht ist, gerade für diesen Herrn Reklame und zur Löschung zu eilen, wendet sich nur an die kräftigen und ( man beachte!) wohlgesinnten Männer Mittweida's, wollte Kolonialamtes im englischen Unterhause erklärte der Par zu machen und ihm die Wege in unserer Partei zu ebnen, dafür führen wir für Jene, welche die Vorgänge vor, anf also von unseren Genossen nichts wissen, da diese nicht im land- laments- Untersekretär Burton, er hoffe, die Goldwährung nach dem Erfurter Parteitag schon vergessen haben läufigen Sinne des Wortes zu den wohlgesinnten" zählen. End- werde in sechs Wochen oder zwei Monaten in Britisch sollten, an, was unser Frankfurter Parteiorgan aus Anlaß des lich tritt auch der Stadtrath mit einem Aufrufe zur Neubildung Honduras in Wirksamkeit treten. Auftretens Wille's in Frankfurt a. M. schreibt. Dort heißt es: einer freiwilligen Feuerwehr hervor, worin wieder nur solche zu Dr. Bruno Wille benimmt sich nicht immer so anständig und Mitgliedern gewünscht werden, die eine tönigstreue( Amnestie in Sizilien. Wie die römischen Zeitungen achtungsvoll vor der Arbeiterschaft, wie er sich in Frankfurt ge ordnungsliebende()( ergänze: Gesinnung) mit hinein melden, beschloß der Ministerrath, dem Könige eine theil- zeigt hat. Auch in fachlicher Beziehung kommt er der Sozialbringen. Sie sehen also, daß man unsere Hilfe nicht weise Amnestie für die wegen der Vorgänge auf Sizilien demokratie feineswegs stets so weit entgegen wie hier- nämlich, wünscht. Sollen wir sie nun aufdrängen?, uns in die neue Verurtheilten vorzuschlagen, und zwar soll den bis zu einem wenn der Herr nicht vor Sozialdemokraten und Arbeitern Feuerwehr einschleichen?, im brennenden Augenblicke der Noth eiligst zur Löschung herbeieilen, froh, daß wir dann wenigstens Jahre Verurtheilten vollständige Amnestie, den von einem spricht. Herr Dr. Wille, der übrigens gelegentlich auch mitgnädigit geduldet werden, wenn alle Stränge reißen? Sollen bis zu drei Jahren Verurtheilten ein Strafnachlaß zutheil arbeiter des hiesigen, General- Anzeigers" ist, predigt häufig vor einem bürlichen, kapitalistischen und wir, nachdem man unsere Hilfe so schnöde abgelehnt hat( um werden. Dort schreibt bismarckischen Publikum in der" Butunft". er wörtlich: Doch ich habe teine so hohe Meinung von dem Bolte, wenigstens soweit es Bögling der Sozialdemokratie ist. Von Kindesbeinen an ein Joch gewöhnt und überdies in Parteiknechtschaft verfunfen, ist die große Masse derart nechtselig, daß sie stumpfsinnig auch unter ein neues Joch, unter den Despotismus des rothen Gößen friecht, ein bekanntes Bild zu gebrauchen), auch die rechte Wange hin- Als ein Zeichen der Gerechtigkeit der friegsgerichtlichen halten, da noch der Schlag auf der linken brennt? Das wäre Urtheile und der Stärke der Position Crispi's wird niemand eine Art zu kämpfen, die unseren„ chriftlichen" Gegnern gefallen diese Maßregel deuten. tönnte! Unsere Haltung mag hart sein, aber Sie wollen aus haben. T " Die Fruftifizirung von Attentaten ist nichts neues, dem Gesagten gütigst entnehmen, daß wir guten Grund dazu wir haben dieselbe im Jahre 1878 in Deutschland und in den legten Monaten in Frankreich erlebt. Das Neueste ist wenn ihr nur Brod und Spiele" dort winten. Im Gegensatze Aus Württemberg wird uns geschrieben: Es ist ein eigen aber die Ausbeutung von angeblichen Attentatsplänen. aur Sozialdemokratie erwarte ich die soziale Befreiung eines Ding um die Philosophie des reinen Mittels. Herr Bruno Wille mochte faum das Honorar für seinen Schmähartikel Angeblich soll gegen den französischen Ministerpräsidenten wegs ausschließlich vom Proletariate, sondern gegen das Erfurter Programm vom Herausgeber der 3 ukunft" Dupuy ein Attentat geplant sein. Daß an diesen Gerüchten von den besten Elementen aller Gesellschaftsklassen, nicht erhalten haben, als ihn sein„ adeliger Kraftüberschuß" bereits nicht viel mehr als die gewöhnliche Polizeimache ist, ist zum Mindesten von einem Theile der vielgeschmähten our dazu antrieb, feines Jchs edles Innenleben" vor den profanen mehr als wahrscheinlich; trotzdem soll die spanische Regie geoisie, die im Allgemeinen doch heute noch der HandarbeiterBildung und Sinn für Augen schwäbischer Sozialdemokraten auszuströmen. Dr. Wille, rung diese Gerüchte zu weiteren Maßnahmen gegen die schaft durch feine überlegen persönliche Unabhängigkeit der Freund der Werner und Wildberger, der reine Anarchist, das Anarchisten veranlassen. Ein Telegramm aus Madrid meldet was das Bürgerthum mit Recht vom rothen Gößen ist. Nachtlicht des„ Sozialiſt", hielt es nämlich nicht unter seiner hierüber: Würde, er, der an der Zerbröckelung der alten Parteien" arabschreckt, ist dessen Freiheitswidrigkeit. Sobald es aber In energischen Artikeln wird die Regierung von den Blättern eingesehen haben wird, daß ein Sozialismus ohne beitet und vor allem die sozialdemokratische Parteiſeuche" bekämpft, aufgefordert, die Reorganisation der Polizei unverzüglich vorzu- Staatstnechtschaft möglich ist, dürfte es dieser freiheitan die Mitgliedschaften der Sozialdemokratie Württem= bergs vom Allgäu bis zum Neckar ein sehr höfliches Rundschreiben nehmen, um zu verhindern, daß ein Spanier den französischen lichen Richtung seine Sympathie zuwenden, soweit es nicht zu richten, worin er selbige Autoritäre inständig ersuchte, für ihn Ministerpräsidenten Dupuy ermordet, wie ein Italiener den hartnäckig auf die Erhaltung seiner Privilegien besteht." Was fagen die Parteigenoffen dazu? Wir lesen die Bismarckblätter Bortragsabende zu veranstalten. Denn mit der gönnerhaften Präsidenten der Republik ermordete. Sentimentalität", die doch nach ihm von zweifelhaftem Werthe" Die Verwirrung in Serbien wird immer größer, was nicht, und deshalb unterblieb es leider, daß in der letzten Merianfür die Sache der Freiheit" ist, bettelte er zwar nicht um durch die folgenden Meldungen der Frankfurter Zeitung" aus verjammlung hier mitgetheilt wurde, weß Geistes Kind jener Sympathie für das arme Bolt", wohl aber für sich um die sozial- Belgrad erwiesen wird: Der liberale Zentralausschuß richtete Mann ist, der die Güte hat, zu den Arbeitern für zehn Pfennige demokratischen Honorare, an ihn zu zahlen für das anarchistisch an die drei dem gegenwärtigen Kabinet angehörigen Mitglieder herniederzusteigen. Aber Parteigenoffen an anderen Orten mögen freigemeindlerische Ragout, das rabiat gewordene atheistische die Aufforderung, aus der Partei auszutreten oder aber zu sich die Interpellation nicht entgehen lassen." Infolge dessen werden der Handelsminister Wir meinen, unsere Genossen werden sich diese Worte für Pfaffen feines Schlages ihren Gläubigen vorzuseßen pflegen. demissioniren. Warum er sich nur nicht an das Bürgerthum" gewendet hat, das Jowanowitsch und der Justizminister Antonowitsch in türzester spätere Fälle merken, wenn Herr Wille wieder das Bedürfniß verhältnißmäßig viel Sinn für die persönliche Freiheit" besitzt Frist zurücktreten, während der Minister des Aeußeren Losanitsch hat, die knechtselige" und" stumpfsinnige" Masse um einige und sicherlich gern an dem Befreiungswerke", und wäre das auf seinem Posten verbleibt, aber aus der liberalen Partei aus Obolus zu erleichtern. auch nur eine Hochzeitsreise des reinen Mittels, mitarbeiten würde? scheidet. Gestern Nachmittag reichte das gesammte Kabinet seine Oder ist dazu das sozialdemokratische Heerdenvieh" gerade gut genug Es versteht sich, daß teine Mitgliedschaft auf Demission ein. Ueber die Annahme der Zemission ist noch nichts den Leim der Philosophie der Befreiung gegangen entschieden. " " Einen Sieg des sozialistischen Gedankens weiß die Wiener In Hard Arbeiter- Zeitung" vom Vorarlberg zu melden. wurden für den Gemeinde- Ausschuß am 5. August von vier feitens der Sozialdemokraten aufgestellten Kandidaten zwei| So war es möglich, wenigstens zum Theil die Kosten des Lokals sie aufforderte, das Lokal zu verlassen oder wenigsten? um Eingewählt und den beiden anderen fehlten, troß der eifrigen zu decken. Eine Zeitlang ging es ganz gut, dann mischte sich laß zu bitten. Alle diese Vorkommnisse sind nicht angethan, die Agitation der Konservativen, nur je eine Stimme. Die Harder aber die Behörde ein. Jetzt hat man nun folgendes aus Gemüther zu beruhigen und sind wohl geeignet, dem Schulze und tönnen mit diesem Resultat sehr zufrieden sein. Es zeigt, daß getüftelt. Durch Verordnung ist bestimmt worden, daß den Streifbrechern den Kamm zu schwellen und werden deren die Ideen und Lehren des Sozialismus auch auf dem platten Lande in nichtkonzessionirten Lokalen, wo öffentliche Versammlungen Provokationen, von denen wir berichteten, sehr erklärlich. Da schon tiefe Wurzeln gefaßt haben. abgehalten werden, kein Bier verschänkt werden darf, und weiter braucht man sich über unbesonnene Streiche nicht zu wundern, muß auf jeden Versammlungsbesucher ein Flächenraum von wenn den Arbeitern ob solcher ungewohnten Willkür das Blut Der Boykott in der Provinz wirkt ebenfalls. Den 11/2 Quadratmeter und ein Luftraum von 10 Kubikmetern vor- zu Kopf steigt. Doch bewahren die Arbeiter, was auch von Arbeitern auf einem Neubau in Leipzig schmerkt das Paßen- handen sein. Die Genossen haben nun ihr Lokal ausgemessen den gegnerischen Blättern hervorgehoben wird, kaltes Blut und hofer- Bier aus Berlin nicht mehr, sie haben sich ein anderes zugelegt. und gefunden, daß sie nach dieser neuesten Verordnung nur noch lassen sich durch nichts provoziren. Zu dem Fall Ohlendorf In Rottbus fand am vergangenen Dienstag eine von 1500 26 Besucher in das Lokal lassen dürfen. Somit ist für sie die wurden Montag noch 7 Mann abgeführt, am nächsten Tag Personen besuchte Versammlung statt, in welcher Genosse Jahn- Abhaltung öffentlicher Versammlungen in diesem Lokal zur Un- wieder 3 entlassen. Diese sowohl wie auch 3 andere Arbeiter, Berlin über den Bierboykott referirte. Nach dem Referat ge- möglichkeit gemacht worden.- Die Danziger Polizei wird jeden- welche luftig singend vom Chauffeebau heimkehrten, wurden bei langte eine Resolution einstimmig zur Annahme, dahingehend, falls glauben, daß sie nun die dortige Bewegung mausetodi ihrer Verhaftung alle geschlossen! Zuzug ist vor allem auf's auch in Kottbus den Boykott von Berliner Ringbier streng gemacht hat; dann wird sie sich aber gründlich getäuscht haben, Strengste fernzuhalten. zur Durchführung zu bringen. denn es wird eben ein anderer Ausweg gefunden werden. Einen dicken Bären lassen sich einige bürgerliche Blätter aufbinden und zwar aus Eckernförde bei Riel. Dort sollen zwei Rapellmeister von Kieler Sozialdemokraten gefragt worden fein, ob sie sich zur Partei bekennen. Auf ihre verneinende Antwort erflärten sie, dann würden die Kieler Parteigenossen, die nach Eckernförde Ausflüge machen, keine Musikkapelle von dort engagiren. Nun soll noch sogar die Parteileitung eine gleiche Aufforderung an die Kieler Sozialdemokraten gerichtet haben. Wir haben keine Ursache, uns über diese Hundstagsente aufzuregen. Mögen sie sich vorlügen über unser Thun und Lassen, so viel sie wollen. Die Nothen und die Schwarzen. In Bayern sehen die Ultramontanen immer mehr ihre Domäne verloren gehen, sie müssen mit Schrecken beobachten, daß, wenn auch langsam, so doch sicher, die Sozialdemokratie Boden gewinnt. So schreibt das Fränkische Voltsblatt": Die Landagitation lassen sich die hiesigen Sozialisten neuestens fehr angelegen sein. In jüngster Versammlung referirte„ Genosse" Fülle darüber, wie man dem Bauernstand am besten beikommen könne, und es wurde beschlossen, regelmäßige Agitationstouren auf das Land zu veranstalten. Hoffentlich wird man auf unserer Seite nicht verfäumen, der Agitation der rothen Brüder sofort die entsprechende Gegenagitation entgegenzusetzen und den Bauern die Augen zu öffnen darüber, wie die Sozialdemokratie sonst von ihnen spricht, und was der Bauernstand von ihr zu erwarten hat." Die von dem Zentrumsblatt erwartete„ Gegenagitation" soll uns sehr er wünscht sein. Wir haben darunter wohl zu verstehen, daß die Zentrumsapostel in den von den Sozialdemokraten veranstalteten Bersammlungen erscheinen und dort den rothen Hezern" gehörig die Meinung fagen. Uns soll ein solcher geistiger Rampf recht angenehm sein. Also los! Soziale Ueberlicht. Sozialpolitik von oben. Die Noth der armen Dienst herrschaften ist groß und ihre Klagen jammerten den Bezirksausschuß von Annaberg, so da liegt in Sachsen und er ging hin und beschloß zur Beseitigung der Auswüchse im Gesinde matlerwesen" sowohl die Einführung eines Gebührentarifes in Empfehlung zu bringen, als auch den Erlaß einer Bestimmung, wonach innerhalb eines Jahres vom Makler dasselbe Gefinde nicht wieder vermiethet werden darf. Verliert also das Gesinde seine Stelle, ob mit oder ohne sein Verschulden, oder würde es gar durch der Herrschaft Verschulden aus seiner Stelle geekelt, so wird ihm keine neue besorgt. " Gelogen ist es, was die Kreuz- 3tg." über die Ursache des Güstrower Streifs berichtet. Sie schreibt, der Streit sei aus. gebrochen, weil die Direktion auf eine Aufforderung des dortigen Bevollmächtigten des„ Dentschen Holzarbeiter Verbandes" und des Metallaraeiter- Verbandes" fich weigerte, einige den genannten Verbänden nicht angehörende Leute aus der Arbeit zu entlassen." Wir haben nur nöthig, auf unseren gestrigen aus bester Quelle stammenden Bericht zu verweisen. Der Ausstand brach vielmehr deswegen aus, weil die Direktion die Holzarbeiter vor die Alternative stellte, entweder aus dem Verband auszutreten oder entlassen zu werden. Das ist die Wahrheit. Die Auflösung der Vereinigung oberschlesischer Bergarbeiter, von der wir gestern nach bürgerlichen Blättern meldeten, wird auch von unserem Breslauer Bruderorgan, der„ Boltswacht", sehr bezweifelt. des Unfallversicherungs- Gesetzes weder verpfändet noch auf Dritte fartell beschloß in seiner letzten Sibung, so schnell wie möglich Staatemusteranstalten. Unfallrenten dürfen nach§ 68 Arbeiter Solidarität. Das Haarburger Gewerkschafts übertragen werden. Trotzdem hat die Eisenbahndirektion Erfurt- die für die ausgesperrten Brauereiarbeiter Berlins und die streifenStelle der Berufsgenossenschaften versehen bekanntlich im Reiche ben Seiler in Echlotheim Listen unter den Gewerkschaften in des Herrn Thielen die Eisenbahndirektionen- von der Rente, Umlauf zu setzen, um die Ausgesperrten thatkräftig unterstützen die ein in ihrem Betriebe verunglückter Arbeiter zu erhalten hat, zu können. monatlich 4 M. für sich abgezogen, um eine Forderung zu decken, die ihr gegen den Arbeiter( Erstattung von Anwaltsgebühren) zusteht. Dies Verfahren ist, wenn nicht durch den Wortlaut des Gesetzes, so jedenfalls dem Sinn des Gesetzes widersprechend. Der betroffene Arbeiter hat Beschwerde eingelegt. Wie wird der Leiter des staatlichen Musterbetriebes" entscheiden? Versammlungen. Die Getreideträger, Wäger, Schipper und Speicher, arbeiter hatten am 17. August eine öffentliche Versammlungs Arbeitslosigkeit. Laut amtlicher Bekanntmachung müssen durch die Unternehmer" referirte. In der Diskussion, die den in der Genosse Blaurock über die Ausbeutung der Arbeiter in Aachen wegen Arbeitslosigkeit mit ihren Familien unterstützt mit Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte, wurde die unwerden: 30 Tagelöhner, Handlanger u. f. w., 20 Weber, 20 Hand- solidarische Handlungsweise des Restaurateurs und Oberträgers weber und Fabrikarbeiter. Troß der besseren Jahreszeit wächst Carl Sauer einer abfälligen Kritik unterworfen. Demselben die Zahl der Arbeitslosen, die Unterstüßung nachsuchen, von Tag werden, die Arbeiten in dem föniglichen( Stralauer) Magazin in zu Tag. Das ist sicherlich nur der geringste Theil der Arbeits- werden, die Arbeiten in dem königlichen( Stralauer) Magazin in Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten in einem frommen lofen, denn nur sehr schwer entschließt sich ein Arbeiter zu dem der Neuen Friedrichstraße übertragen, und er stellt dann die Amtsblatt. Unser Breslauer Bruderorgan giebt eine Stelle Schritte, Armenunterstüßung nachzusuchen, denn durch Empfang Träger 2c. ein, die dort noch kurz vor Ostern für das Hinaufe aus der" Beuthener Zeitung, amtlicher Anzeiger für derfelben wird er einestheils seiner Bürgerrechte beraubt, also tragen nach dem ersten Stockwerk pro Wispel 90 Pf. erhielten. die städtischen Behörden, zugleich Tageblatt für den oberschlesischen gewissermaßen zu einem Menschen 2. Klaffe degradirt. Die von ihm damals beschäftigten Arbeiter hörten vor 4 Wochen, Industriebezirk" wieder, die, nachdem gegen die Sozialdemokratie daß wieder 200 Wispel eine Treppe hoch gebracht werden sollten. im allgemeinen, gegen den Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Arbeiterrisiko. Auf einem Neubau in Leipzig verunglückten Sie gingen hin, glaubten, wieder eingestellt zu werden, mußten Verband" im besonderen geschimpft worden, wörtlich lautet, wie 4 Schlosser. Beim Anbringen eines schweren eisernen Trägers aber sehen, daß Sauer bereits drei Steinträger engagirt hatte, folgt: Also, Ihr oberschlesischen Arbeiter, hieraus erseht Ihr brachen die Balken und schlug das schwere Eisenstück bis zur die er mit 60 Pf. abfand, während er 1,20 m. bekommt und den hoffentlich deutlich, wo Eure wahren Freunde zu suchen sind, ob unteren Etage durch. Drei der unglücklichen Arbeiter erlitten Kollegen 90 Pf. hätte zahlen müssen. Getreideträger Timm, der sich in den Reihen vagirender Fremdlinge, die Euch von den großen hierbei so schwere Verletzungen, daß sie ins Krankenhaus über die Arbeit der Steinträger ansehen wollte, wurde auf Veranvorhandenen Schäßen fabeln, um Euch damit Eure Groschen aus führt werden mußten, während der vierte mit leichteren Ver- laffung Sauer's durch einen Assistenten vom Hofe gewiesen. Im Bergwerk Catarina bei Krakau waren Schade, daß Sauer, den der Vertrauensmann zu dieser Verder Tasche zu locken, oder in Euren Arbeitgebern, die für Eure legungen davonkam. thatsächliche Wohlfahrt ungezählte Opfer bringen, und in Euren drei Arbeiter mit dem Kesselreinigen an einer Dampfmaschine sammlung besonders eingeladen hatte, nicht erschienen war; er treuen Seelsorgern, die unausgesetzt mit Mahnen und Warnen beschäftigt. Der Maschinist, welcher die Arbeiter nicht bemerkte, hätte sonst wahrgenommen, mit welcher Entrüstung diese unum Euch bemüht find? Laßt jene fremden Schwindler, die Euch ließ plößlich vollen Dampf in den Kessel, wodurch die Arbeiter follegialische Handlungsweise von allen Seiten gerügt wurde. neben Eurem Gelde Euren Frieden, Euer Glück, ja Euren Gott total verbrüht und sofort getödtet wurden. Auf den Fürsten- Im Anschluß hieran forderten mehrere Redner die Kollegen auf, rauben wollen, einmal gründlich Eure Fäuste fühlen, damit sie steiner Gruben im Kreis Waldenburg stürzte der Schlepper Hein- strikte darauf zu halten, daß diejenigen, welche zu Speichers das Wiederkommen für alle Zeiten vergessen." Also gründlich reich Moser aus Ober- Waldenburg von der Fahrt herunter und arbeiten genommen werden, organisirt sind. Dadurch würden mit den Fäusten sollen die oberschlesischen Arbeiter die Vers 30g sich eine Gehirnerschütterung zu. Auf der Viktorgrube sich im Allgemeinen die Preise besser als bisher halten lassen. sammlungsredner bearbeiten. Das heißt, wer die Natur des glitt der Grubenwächter August Postler aus Gottesberg aus und Auch die Berliner Kaufmannschaft bemühe sich, den von der Oberschlesiers tennt, wenn sie zur Wuth entfesselt nichts es wurde ihm von dem Hängestück der Kettenbahn der linke Polizei bestätigten Tarif zu umgehen, indem sie die Arbeiten an weniger als zum Todtschlagen auffordern! Liefert denn nicht Borderarm gebrochen. Auf derselben Grube verunglückte der einen Unternehmer vergiebt, der dann geringeren als den tarifsolche Sprache mehr als zur Genüge den Beweis zu den Be- Schlepper Franz Ott aus Hohendorf dadurch, daß ihm einer mäßigen Lohn zahlt. Die weitere Erörterung dieser und hauptungen, die wir über die Heharbeit unserer Gegner in Obers feiner Kameraden mit dem Wagen in die Beine suhr, wodurch er anderer Mißstände wurde auf eine spätere Zusammenkunft fchlesien aufstellten? Wahrlich, die Führer der Arbeiter dort eine Kontufion derselben erlitt. vertagt. hatten es mit der vollendeten Schurkerei zu thun. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Beschwerde unseres Genossen Braun gegen seine Ausweisung aus Burgstädt in Sachsen ist vom Minister des Innern abgelehnt worden. Lohnreduzirnugen. Vorige Woche wurden den PlüschWeberinnen der Firma Seidler u. Schreiber in Chemnit wiederum 20 pCt. vom Lohn abgebrochen, welche Reduktion sie natürlich ruhig hinnehmen mußten, da sie nicht organisirt sind. Wann werden endlich die Arbeiter und Arbeiterinnen zur Einsicht tommen, daß nur starke Organisationen sie schützen können? -25 Mark für ein Hoch auf die Sozialdemokratie sollte ein Genosse in Osterholz bezahlen. Im Strafmandat heißt es, Ein städtischer Arbeitsnachweis wird am 1. Januar er habe„ durch Schreien und Hochrufen mit Musik in Fürth i. B. ins Leben gerufen werden, nachdem ein Gesammtbegleitung," wozu feine Erlaubniß eingeholt, groben Un- beschluß der Gemeindekollegien in dieser Sache erzielt worden fug und in ungebührlicher Weise ruhestörenden Lärm erregt". ist. Der Arbeitsnachweis erstreckt sich vorläufig auf die der GeNebenbei soll der Sünder auch noch 2,20 M. an Kosten zahlen, werbeordnung unterstellten Arbeiter und Arbeiterinnen und nur so daß ihm das Hoch auf die Sozialdemokratie recht fostspielig auf die Arbeitsvermittlung. Dessen Ausbau zu einem Arbeitswird, vorausgesetzt, daß das Gericht den salomonischen Spruch amt ist aber in Aussicht genommen, wenn die Einrichtung sich der Polizeibehörde bestätigt. bewährt. Fürth ist die erste Stadt in Bayern, welche einen der artigen Versuch unternimmt. Bei dem Begräbniß des Genossen Lehmann zu Blotho b. Bielefeld kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Arbeitervereins und dem Geistlichen. Dieser wollte den Genossen, die mit einem Kranze mit rother Schleife er schienen waren, das Mitgehen verweigern. In militärisch schneidigem Tone fragte der Geistliche den Kranzträger: werden. Eine fette Pfründe muß es sein, die der Gemeindevorstand von Mügeln bei Pirna- gediente Militärs haben natürlich den Vorzug zu vergeben hat. Es ist dort eine Stelle als Nachtwächter für 650 m. jährlich zu vergebeu. Am Tage muß polizist fungiren. Der frühere hat sich, da ihm die Stelle gekündigt der Mann Straßen ausbessern und im Uebrigen noch als Drtswurde, aufgehangen. Gewerkschaftliches. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 18. August. Wie den Blättern aus Belgrad ge meldet wird, haben die liberalen Mitglieder des Kabinets, Justiz minister Andonowitsch und Handelsminister Jowanowitsch, ihre Entlassung eingereicht. Der Versuch der liberalen Parteileitung, auch den Minister des Auswärtigen Lozanitsch und den Bautenminister Zdrawkowitsch zur Demission zu bewegen, ist mißlungen und somit der Plan, das Kabinet Nikolajewitsch zu sprengen, nicht geglückt. Als eventuelle Nachfolger werden genannt der Sektionschef Kosta Chriftitsch als Justizminister und der Bürgermeister von Belgrad Boghicewitsch als Handelsminister. Wien, 18. Auguft. Die Blättermeldung, daß in Bieliz acht Soldaten an Cholera erkrankt seien, ist dahin richtig zu stellen, daß in Bieliz sechs Soldaten unter verdächtigen Symptomen erkrankten. Bei zwei der Erfrankten wurde Ruhr konstatirt, bei den übrigen vier ist das Ergebniß der bakteriologischen Untersuchung noch unbekannt. des Dampfer3„ Wasa" auf der Quarantänestation Fejan an Stockholm, 18. Auguft. Gestern ist ein finnischer Seemann Cholera gestorben. Nisch, 18. August. Die Meldung, daß das gesammte ferbische Rabinet demissionirt habe, wird von Tompetenter Seite für unbegründet erklärt. Amsterdam, 18. August. Hier ist heute eine Choleras Erfranfung vorgekommen. Aus Haarlem wird eine Erkrankung und ein Todesfall, aus anderen Städten ebenfalls eine Erkrankung und ein Todesfall gemeldet. ( Depeschen- Bureau Herold.) Lemberg, 18. August. Im ganzen Tatra- Gebirge herrscht heftiger Schneefall. Baris, 18. August. Gerüchte besagen, die Polizei habe irrthümlicher Weise einen der bekanntesten Rechtsanwälte in Perpignan, welcher einem von der Polizei gesuchten Anarchisten sehr ähnlich sieht, verhaftet und eine Nacht über in Arrest behalten. Paris, 18. August. Die Nachricht über das Komplott gegen Dupuy wird von der Polizeipräfektur für übertrieben erklärt. Nichtsdestoweniger veröffentlichen die Morgenblätter beunruhigende Nachrichten. In Paris, Lyon, Bordeaux, Rom und Madrid werden die weitgehenditen Vorsichtsmaßregeln getroffen, um einen Handstreich gegen den Ministerpräsidenten zu vereiteln. Bestehen Sie darauf, daß der Kranz mit zum Kirchhof ge tragen wird? Ruhig antwortete der Kranzträger, daß dieses allerdings der Zweck des Kranzes sei. Dann werde ich nicht mitgehen", sagte der Pfarrer. Bedaure", antwortete der Kranzträger, das ist Ihre Sache." Der Pfarrer begab sich ins Trauerhaus und erklärte, er werde nicht mitgehen, falls der Kranz nicht entfernt würde. Der Leichenbitter erschien, und seinem An die Maler und Austreicher! Kollegen! Ihr alle, die kategorischen„ Den Kranz weg!" wurde ein ebenso bestimmtes Ihr unter dem Druck der Lohnsklaverei und der Ausbeutung und Das bestimmen wir!" entgegengesetzt. Jetzt entstand ein Arbeitslosigkeit leidet! Wollt Ihr, daß dies so fortdauert, oder großes Wehtlagen unter dem ländlichen Trauergefolge, Drohungen wollt Ihr menschenwürdige Verhältnisse für Euch und Eure Fa und Verwünschungen wurden laut, Rufe nach Polizei, Ausdrücke milie? Die Wahl wird nicht schwer sein. Wer aber dies Ziel wie:„ Die Rothen müßten alle todtgeschossen werden!" schwirrten erreichen will, der schließe sich der Organisation der Maler, durch einander. Es muß hier beigefügt werden, daß Lehmann Lackirer und Anstreicher an, und helfe hier für eine Besserung aus Bielefeld und nur deshalb in Blotho begraben ist, weil der Verhältnisse sorgen. Am Mittwoch, 22. August, Abends er dort verunglückt war. Die Genossen besprachen sich und 81/2 Uhr, findet bei Malkowski, Weddingstraße- und Pantstraßenfamen überein, nachzugeben; der Kranz wurde entfernt und wird Ecke, eine Versammlung statt. Für diese Versammlung recht rege zu einer gelegeneren Zeit seiner Bestimmung gemäß verwendet zu agitiren mache sich ein jeder Maler und Anstreicher zur Pflicht. Der Zuzug für Bandagisten und Handschuhmacher ist - Die Fürsorge der Polizei für die Arbeiter fennt teine Grenzen. Die Danziger Polizeibehörde hat nämlich fernzuhalten nach der Fabrik von Papajewsky, Berlin, Annenstraße 26. bestimmt, daß jeder Arbeiter einen Luftraum von mindestens 10 Kubikmetern haben muß. Ein wahrer Gegen nun werden Zum Osternburger Glasmacherstreik. Der Streit dauert hoffentlich die elenden Löcher, in denen 5-8 Mitglieder einer fort; dem Direktor Schulz gelang es bisher taum, 30 Mann Arbeiterfamilie sich mit 20 Rubikmeter Raum begnügen mußten, inkl. Lehrlinge und Tagelöhner heran zu ziehen, so daß der Begeräumt werden und an Stelle der verpesteten, dumpfen Wert trieb in ordnungsgemäßer Weise nicht stattfinden kann. Behn Paris, 18. August. Der in Spaa weilende Chefredakteur stätten werden große luftige Räume treten müssen. Die Cholera Gendarmen sind in Osternburg zusammengezogen, um das Leben des" Jutranfigeant", Rochefort, veröffentlichte gestern in seinem wird feinen Eingang finden u. f. w. So weit sind wir nun des Fabrikanten zu schüßen, daß in der That gar nicht bedroht Blatte einen Artikel, in welchem es u. A. heißt:„ Obgleich der wohl noch nicht. Allerdings hat die Polizeibehörde für jede ist. Denn abgesehen von der unbesonnenen That einiger Streifer didköpfige Dupuy und dessen reaktionäre Gehilfen die VertheiPerson 10 Kubikmeter frische Luft angeordnet, aber vorläufig gegen den Streitbrecher Ohlendorf, bewahren die diger der Ehre Frankreichs und der Menschenrechte in die Verfindet diese humane Vorschrift Anwendung nur auf das Ausständigen vollkommen faltes Blut. Dagegen haben diese sehr bannung schickt, genießt er zu unserer größten Genugthuung Bersammlungslokal der Danziger Arbeiter, und das ging so zu: zu flagen über das brüste Verhalten der Gendarmen. Wir sind der weniger Ruhe und Sicherheit als seine Opfer." Da die Arbeiterschaft im Innern der Stadt teine Verfamm- Meinung, schreibt die„ Nordd. Volksstimme", daß die Polizei die Paris, 18. August. Wie Journal" meldet, sind die Theil lungslokale erhielt und nur auf die in den räumlich entfernt ge- Aufgabe bat, neutral zu bleiben, wenn streifende Arbeiter ihre nehmer an dem gegen den Ministerpräsidenten Dupuy geplanten legenen Borstädten befindlichen Versammlungslokale angewiesen ankommenden Kollegen über die die Situation in ruhiger Anschlag in Barcelona verhaftet worden. war, so halfen sich die Arbeiter damit, daß sie in dem Grund- Weise aufzuklären suchen, und daß sie nicht durch Verhinderung London, 18. August. Eine Meldung aus Washington bes stücke Breitgasse 42 eine Parterrewohnung zum Preise von der Besprechung zwischen den Streifenden und den herbeigefom- sagt, daß das neue Tarifgesez heute veröffentlicht und morgen 400 Mart mietheten und in dieser Wohnung ihre Versammlungen menen Glasmachern dem Schulze freiwillig Dienste leisten darf; in Kraft treten werde. abhielten. Um nun die Miethe wenigstens zurückzuerlangen, dazu ist die Polizei nicht da und wird nicht von den Steuer- Washington, 17. August. Wie verlautet, soll die hiesige hatten sie einen Genossen eingesetzt, der das Lokal bewirthschaftete, zahlern, wozu die Arbeiter auch gehören, besoldet. In einer Regierung an die Behörden der Hafenstädte die Aufforderung und da keine Konzession auf das Lokal zu erhalten war, an die Mitgliederversammlung, welche die Glasarbeiter abhielten, waren gerichtet haben, alle aus Europa Eingewanderten einer eingehenBesucher Flaschenbier verkaufte, welches von diesen sofort im acht Gendarmen erschienen, die sich, ohne sich zu entfernen, in den Inspektion zu unterziehen und die in irgend einer Weise als Lokal, ohne daß das Bier ins Glas geschänkt, verzehrt wurde. allerlei provozirenden Redensarten ergingen, als der Vorsitzende verdächtig Befundenen der Zentralbehörde anzuzeigen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 192. Sonntag, den 19. August 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willtürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genttgthuung geworden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, kampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Ener Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalang mußten die dem Bierring Lebensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, find die Saalbesizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei könnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ning nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position iſt uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet feine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird: Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, lottenburg. Friedrich Reichenkron, CharBrauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kink u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Max Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg- Gilbeck, Rellerei und Niederlage, SW., Verlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Tokales. Die Boykottkommiffion. dem Wohnsitze derselben das hier unverkäuflich gewordene Bier| für die Arbeiter feilgehalten. Natürlich tranken diese die um jeden Preis loszuschlagen suchen. Mittheilungen zu, wonach dort Berliner Lagerbier bis zu 12 M. So gehen uns aus einer ganzen Anzahl von Provinzorten herunter angeboten wird. Das ist eine Preisschleuderei, die sich den Herren Aktionären gelegentlich der Dividendenvertheilung recht unangenehm bemerkbar machen wird. Auf die Dauer hält ein solches Unterbieten natürlich auch das kapitalfräftigste Unternehmen nicht aus, umgekehrt haben bier in Berlin festen Fuß zu fassen und sichere Kundschaft zu aber die Provinz- Brauereien das lebhafteste Interesse daran, eriverben. So ging der Boykottkommission, zu Händen des Genossen Auer, wieder folgende Buschrift zu: Stortow, 14. 8. 94. Theile hierdurch ergebenst mit, daß ich mit den Forderungen der im Brauereibetriebe beschäftigten Arbeiter einverstanden bin. Meine Brauerei hat nie dem Bierring angehört und bin ich bereit, Bier nach Berlin zu liefern. Unsere Niederlage befindet sich bei Spiedermann, Berlin, Weberstr. 66. boykottirte Waare nicht und brachten sich das ihnen genehme ordnung ein Anhang oftroyirt, demzufolge das Mitbringen von Bier von Hause mit. Da wurde mit einem Male zu der FabrikBierflaschen, Kapselkannen u. s. 1. verboten wurde. Das Verbot wurde mit derartigem Eifer durchgeführt, daß man Arbeiter, die zwölf bis vierzehn Jahre im Betriebe beschäftigt waren, in's Komptoir kommen ließ, wo man ihnen verkündigte, daß sie sich als entlassen betrachten könnten, sobald sie beim Einschleppen der verwird fireng durchgeführt; jeder Arbeiter hat Mittags durch die botenen Genußmittel ertappt würden. Und das Verbot Garderobe Spießruthen zu laufen und ir den übrigen Pausen wird überhaupt Niemand aus den Fabrika räumlichkeiten herausgelassen. Zum Ueberfluß ist auch noch die Wasserleitung abgesperrt, sodaß die Arbeiter einzig auf das Brunnenwasser angewiesen sind, das Niemand trinken mag! Es macht sich in der That hübsch, wenn angesichts der= artiger Maßregeln, die mehr oder weniger modifizirt, zu Dußenden aufzuzählen sind, die arbeiterfeindliche Presse vom Zuchthauszwang schwadronirt, den die Führer" der Sozialdemokratie be fanntlich gerade beim Bierboykott auf die Arbeiter ausüben soll. Im literarischen Kümmelblättchenspiel hat die Ordnungspresse bekanntermaßen stets Vorzügliches geleistet. Einen Sommernachtsball in Kamerun veranstaltete un= bestimmt. längst der Hauchklub" Granate". Ursprünglich war Kliem's Volksgarten in der Hafenhaide zur Abhaltung dieses Vergnügens wurde das Fest natürlich abbestellt. Bier Kameruner( Rigdorfer Da Kliem aber zu den Saalverweigerern gehört, den frühen Morgen bei boykottfreiem Bier und Kaffee her. Der Wiesenpächter) gaben ihr Terrain her und lustig ging's bis in Berein wird wahrscheinlich infolge des gelungenen Feſtverlaufs ein für alle Mal auf Kliem verzichten. Marie Miethe, Brauereibesitzerin. In Vollmacht: A. Miethe. Warum wurde gemaßregelt? Mit gutem Vorbedacht handelten bekanntlich die Brauereibefizer, als sie die von langer Hand vorbereitete Aussperrung der zwanzig Prozent pflicht bewußter Arbeiter am 16. Mai vollzogen. Mit Mühe hatten die Arbeiter im Brauereigewerbe ihre Organisation endlich zu solcher eine annähernd menschliche Arbeitszeit einzuführen. Es war Stärke ausgebildet, daß sie im Stande war, in den Brauereien allerdings vom Unternehmerstandpunkt aus betrachtet, ein Verbrechen, wenn eine Arbeiterorganisation es dahin bringen wollte, daß ihre Angehörigen sich noch nicht mit 35 Jahren auf den üblichen Unternehmerfußtritt gefaßt machen mußten, Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter und wenn sie durch entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit dem des verunglückten Genossen Lenkheit findet heute Sonntag Arbeiter noch einige Jahre länger die für seinen Beruf erfor Nachmittag 3 Uhr im Nationaltheater eine Vorstellung derliche Elastizität sichern wollte. Der Arbeitsmarkt war doch statt. Zur Aufführung gelangt das durch die Freie Boltsüberfüllt, Ersatz ließ sich jederzeit beschaffen, wie durfte also bühne" bereits bekannt gewordene Schauspiel von Franz Held: eine Umsturzorganisation derart verheyende Pläne im Schilde„ Das Fest auf der Bastille". Das in der Zeit der großen frans führen? Das mußte inhibirt werden, und am 16. Mai erfolgte öfischen Revolution spielende, die damalige Beit treffend endlich die langersehnte Abrechnung. Die Entlassung der stizzirende Stück sowohl als auch der wohlthätige Zweck, dem zwanzig Prozent sollte nicht allein im Allgemeinen der der Ueberschuß gewidmet ist, werden nicht verfehlen, ein volles Arbeiter Bewegung einen Schlag versetzen, sondern speziell Haus zu bringen. Bekanntlich trat die gegentheilige Wirkung ein, der Arbeiter auf der gestrigen Liste veröffentlichten Gastwirth Lange noch auch die Organisation der Brauereiarbeiter zu Grunde richten. Zur Lokalliste. In Neu- Treptow führen außer dem bewegung Berlins wurde durch die brutale Aussperrung ein auf der gestrigen Liste veröffentlichten Gastwirth Lange noch mächtiger Impuls gegeben und die Brauerorganisation wurde Hermann, Baumschulenstr. 53 und Henneberg, Iohannisgleichfalls durch das Pflichtbewußtsein ihrer Mitglieder, fowie bal boykottfreies Bier. In Zehlendorf schänken Der Bierboykott wird mit vermehrter Energie durch die Solidarität der gesammten Arbeiterschaft derart gestärkt, folgende Wirthe boykottfreies Bier: Hermann Warnice, Telfortgeführt, so tönt's von Mund zu Mund in jeder daß sie heute fester gegründet denn je dafteht. Aber immerhin er towerstr. 24, A. Meyer, Beelitzhof, Wilhelmshöhe, Otto Bielke, Werkstatt und an jedem Arbeitsplatz. Die Bier reichten die Brauereibesitzer Gines. Sie erhielten auf wie lange möge prozen sind noch nicht mürbe, es ist ihnen noch zu früh für die freilich dahingestellt bleiben• die von ihnen so sehnlichst herBeendigung des Bierkrieges. Die Herren von der Malzdarre beigewünschte Rube im eigenen Hause und konnten demgemäß wollen den Krieg weiter führen, nun, den Arbeitern fann's recht wieder nach Belieben und souverän ihre Anordnungen treffen. Wohlthätigkeits- Klimbim. Wenn man boshaft wäre, sein. Heute am Sonntag bietet sich die beste Ge Diese fielen denn auch danach aus. Wir wollen heute nur ein hätte man das am Sonnabend Abend in der Neuen Welt" ab Tegenheit, die Solidarität der Arbeiterschaft einziges Beispiel anführen und zeigen, wie Herr Sanitätsrath gehaltene Kinder Volksküchen- Fest eine Generalmachtvoll zu beweisen. Wenn es sich jeder Arbeiter Happoldt mit den guten Kindern, die ihn am vorigen Sonn- abfütterung nennen können. Es waren zwar nicht gerade auszur strengen Pflicht macht, feinen Tropfen Hingbier tag anhochen durften, verfährt. In seiner Mälzerei hatten gerechnet 4000 Rinder, welche gegen Auslieferung einer halben zu trinten und die Lokale und Gärten, in und außerhalb die organisirten Arbeiter es soweit gebracht, daß statt der Behnpfennig- Eintrittskarte einen zu dreiviertel vollen Napf Essen Berlins, in denen Ringbier verzapft wird, zu meiden, dann vor zwei Jahren üblichen vierzehnstündigen Wochentags- und in Empfang nahmen, aber so viel hatten sich doch eingefunden, werden die Ningbrüder fühlen, was es bedeutet, die Berliner zwanzigstündigen Sonntage- Arbeitszeit eine Arbeitszeit Wochen: daß wan behaupten konnte, etwa der zehnte Theil des GasthausArbeiter in so brutaler Weise, wie es geschehen ist, 3 u tags von zwölf und Sonntags von achtzehn Stunden eingeführt gartens wäre gefüllt. Die Speisekarte des Festes lautete: provoziren. wurde. Nachdem sich der um das körperliche Wohl der Arbeiter- Kirschenreis, Chokoladensuppe, Griesbrei mit HimbeerDer gegenwärtige Stand des Bierboykotts, mit dieser Der gegenwärtige Stand des Bierboykotte, mit dieser Tagesordnung sollen Freitag, den 24. August, Abends in den sechs Wahlkreisen Berlins ca. 30 Volksversammlungen stattfinden. Ebenso werden in den Vororten überall Versammlungen mit der gleichen Tagesordnung veranstaltet. Die Leiter der gewerkschaftlichen, wie der Vergnügungsvereine sind ersucht, für den betr. Abend eventuelle Versammlungen oder Zusammenkünfte ausfallen zu lassen. A Machnowerstr. 30. Specht, Markgrafenstraße 83, muß es statt Specht, Markgrafenstr. 23, in der Lokalliste heißen. " Arbeiter! Parteigenossen! Denkt an die schaft so sehr besorgte Herr Sanitätsrath durch den Koup sauce, Schoten mit Mohrrüben mit einem halbfingerlangen Hunderte von Gemaßregelten, denkt an die vom 16. Mai der organisirten Arbeiterschaft entledigt Würstchen und Miniatur Schrippen. Das Essen wurde Arbeitslosen, au die durch den Hochmuth des batte, war natürlich wieder freie Bahn Bahn für Berin acht großen Defen gekocht, welche im Garten standen; Patro Bierrings ausgesperrten Brüder, denkt an längerung der Arbeitszeit geschaffen. Als eine Fronie auf die nessen überwachten die Köchinnen, tosteten von den Speisen und die Doppeldezimirung der Brauerei Arbeiter gesetzlich garantirte Sonntagsruhe muß es bezeichnet werden, folgten sie den Kindern aus. Diese hatten eigentlich die Wahl und handelt, wie es klassenbewußten Kämpfern für die Rechte wenn, wie neuerdings geschehen, ein Arbeiter vom Sonnabend unter den Speisen, die meisten freilich nahmen, was man ihnen der Arbeiter zukommt, meidet die Lokale, in denen Ringbier Nachmittag 41/2 ühr bis Sonntag Mittag ununter zuschob. Deshalb blieb auch so mancher Napf ungeleert. Bei ausgeschänkt wird, und trinkt kein Ringbier. brochen Dienst verrichten muß, dann von 4 Uhr der Bedienung halfen ein halbes Hundert 10-12jähriger MädEs gilt unverbrüchlich daran festzuhalten, daß kein Ringbier ab noch eine Stunde schuftet und daraufhin am Monchen, welchen man weiße Tillraupen auf die glattgescheitelten konsumirt, fein Lokal, was seinen Gästen Ringbier vorsett, auf tag Morgen 42 Uhr wieder in seine Wochentagsarbeit Haare gesteckt hatte. Das Essen war des Preises( 10 Pf.) würdig. gesucht wird. eingespannt wird. Es ist bezeichnend für die Art von Aus- So manches Kind ließ seine Portion freilich stehen; das mag auch Wird diese Maßregel energisch durchgeführt, dann wird sich beutung, die in diesem Betriebe ungeschminkt geübt wird, daß vielleicht darin seinen Grund haben, daß eine große Menge Kleinbürgerzeigen, daß die Einigkeit und Entschlossenheit der Arbeiter selbst die guten Kinder vor einigen Tagen, wenn auch vergeblich, frauen ihre Kinder in die ,, Neue Welt" geführt hatten, mehr wegen der Berlins den Uebermuth des Brauereiringes zu überwinden vermag. bei Herrn Happoldt um Ausbesserung der Arbeitsverhältnisse vor Schaustellungen und artistischen Produktionen als wegen des Vorwärts also! Gebt überall die Parole aus: stellig wurden! Essens. Am Schlusse des Schmauses erschien ein Phott graph Niemand darf Ringbier trinken, und die Es thut uns leid um die Gutgesinnten; aber hinwieder und hielt für die Nachwelt die Gestalten der Festunternehmer Lokale, in denen Ringbier geführt wird, dürfen muß man sagen, daß der Arbeiter, der an seinem eigenen in einem Gruppenbild fest. Erwachsene Personen hatten sich in nicht besucht werden! Körper zum Verbrecher wird und es dann noch fertig bringt, dem großen, weiten Garten sehr wenige eingefunden. Die Zahl Ein Bund der Brauer im Gebiete der norddeutschen seinen rücksichtslosen Ausbeuter in katzenjammerlicher Stimmung der Männer erreichte kaum die der anwesenden Kellner, die ohne Brausteuer- Gemeinschaft sollte gegründet und die Berliner Ar- anzuhochen, sein Schicksal verdient. Der Arbeiterschaft Berlins Kinder gekommenen Frauen tranken Kaffee aus dickbauchigen beiterschaft durch Sperre der Bierzufuhr aufs Trockene gesetzt aber möge dies Beispiel zeigen, wessen sie sich zu vergewärtigen Taffen, welche beinahe die Größe von Kinder- Badewannen werden. So ließ Herr Rösicke durch seine Preßkuli im ersten hat, wenn das Unternehmerthum, ungehemmt durch eine macht erreichten. Die Stimmung war bei= im Anfang eine gedrückte; nur die Monat des Boykotis verfünden, Heute, nachdem der Boykott volle Gewerkschaft, nach Belieben schalten und walten kann. nahe Gesichter der Patronessen den leuchteten vor bereits drei Monate anhält und alle Aussicht vorhanden ist, daß Es gilt nicht allein, was ja selbstverständlich, felbstzufriedener Geschäftigkeit. Erst als Macht und Energie weiterzuführen, auf der Artistenbühne die Klowns ihre Purzelbäume schlugen er dieses Jahr überhaupt nicht mehr beigelegt wird, ist es mit Boykott mit aller dem Brauerbund sehr stille geworden. Die Provinzbrauer haben sondern auch die gewerkschaftliche Bewegung zu derartiger Höhe und auf dem Marionetten- Theater die Puppen zu agiren besich bei Herrn Rösicke bedankt für Obst und statt mit ihm ge- heranzubilden, daß dem Unternehmerthum sein kulturfeindliches gannen, praffelte helles Kinderlachen salonmäßig durch den meinsame Sache gegen die Konsumenten zu machen, wächst die Gelüfte, alleiniger Herr im eigenen Hause" sein zu wollen, weiten Raum. Am meisten von dem Essen nahmen einige SolZahl der Brauereien, welche, sei es direkt, sei es durch ihre Ver- mit aller Gründlichkeit vertrieben wird. daten zu Leiben, denen Irgendwer einige gestrichen volle Näpfe leger, der Bierkommission Bierlieferungen anbieten, von Woche Je energischer die Arbeiter den Boykott üben, je gespendet hatte. Die Veranstalter des Festes werden trotzdem zu Woche. Zwar suchen die Berliner Großbrauereien, an deren gewagter werden auch die Mittel, welche die Gegner und deren zufrieden sein. Sie haben eine That gethan, und das Spize natürlich Herr Rösicke, diese unliebsame Konkurrenz Helfershelfer gegen die Arbeiter anwenden. In der bekannten Lob der bürgerlichen Presse wird ihnen nicht fehlen. Vielleicht Weniger zufrieden dadurch wieder zu treffen, daß fie so weit es angeht nach Chokoladenfabrik von Hildebrandt, Pantstr. 18, wird Pfefferbergbier kommt auch noch etwas anderes nach. = Auf dürfte der Pächter der Neuen Welt" mit dem Verlauf des Gerichtlich mit Beschlag belegt wurde die Leiche der am Polizei Bericht. Am 17. d. M. Morgens wurde im Klimbim sein. Vielleicht gesteht er sich in einer aufrichtigen 13. d. m. verstorbenen Ehefrau des hiesigen Schuhmachers Spreekanal, an der Eisernen Brücke, die Leiche eines etwa Stunde, daß auch die reisgefegnetsten Kinderfeste nicht im ftande Tinney. Eine Verwandte der Frau hat bei der Staatsanwalt- 40jährigen Mannes angeschwemmt.- Bormittags fiel ein Knabe sind, die Kraft des Bierbontotts zu brechen. Eine rechte Hoffnung schaft die Denunziation eingereicht, daß der Tod der Frau eine beim Spielen unter das Pferd einer in der Großbeerenstraße auf eine früchtereife Bukunft scheint in der„ Neuen Welt" über Folge von Fußtritten sei, die ihr von Tinney versetzt worden haltenden Droschte und erlitt durch einen Huftritt außer einer haupt nicht zu bestehen, das Lokal sieht ganz heruntergekommen seien. Das Resultat der gerichtsärztlichen Untersuchung steht Verletzung an der Backe eine schwere Gehirnerschütterung. In aus, auch die Biergläser machen den Eindruck, als wären sie erst noch aus. der Lothringerstraße fiel ein Knabe beim Besteigen eines in der knapp vor der Füllung aus dem Sande der Hasenhaide herausgebuddelt worden. Mit glühendem Eisen verbrannt hat sich vorgestern Nach- Fahrt befindlichen Rollwagens herab, gerieth mit dem Fuße unter die Räder und erlitt eine bedeutende Quetschung. mittag gegen 5 Uhr der Schmied Donath, Gollnowstr. 39, welcher dieselbe Weise verunglückte Nachmittags in der ReichenbergerDer Granatenfund in der Wohnung des Anarchisten zur genannten Zeit in der Werkstatt mit seinem Lehrling zu Schaeve stellt sich, wie wir gleich vermutheten, denn doch ein fammen arbeitete. Während der Schmied das glühende Metall straße ein Knabe. Er erlitt einen schweren Unterschenkelbruch. In der Köpnickerstraße, vor der Kaserne des 3. Garde- Rehielt, bearbeitete sein Genosse dasselbe mit dem Hammer, dabei ziemliches Stück harmloser dar, als es aus den Berichten und flog ein Stück rothglühenden Eisens Herrn D. gegen den rechten giments, gerieth ein Stnabe unter die Räder eines Pferdebahn. Herzenswünschen der reaktionären Presse herausflang. Es hat wageas und erlitt einen Bruch des Oberarmes. Im Laufe nach den uns gewordenen Mittheilungen mit den Attentats- Arm, brannte sich tief hinein und zerschnitt die Hauptader. Der des Tages fanden vier Brände statt. instrumenten folgende Bewandtniß: Schaeve arbeitete vor einiger noch rechtzeitig, die Blutung zu stillen, sodaß eine dringende Schwerverletzte wurde nach seiner Wohnung überführt; es gelang Zeit als Echloffer in der königlichen Gewehrfabrik zu Spandau. Lebensgefahr glücklich vermieden ist. Wer die Gepflogenheiten der dortigen Arbeiter fennt, nichts anderes H Versammlungen. " der weiß, daß es troß des entgegenstehenden Verbots unter Selbstmord beging, wie die Potsdamer Nachr." melden, ihnen vielfach üblich ist, Granatenhülsen von der Arbeits- am legten Donnerstag ein Mann vom Regiment Gardes du In der Versammlung des Vereins zur Wahrung der flätte mit nach Hause zu nehmen und sie dort zu Bigarren- Corps in Potsdam. Als seine Kameraden vom Dienst in die Intereffen der Gaft- und Schankwirthe, die am 17. August abschneidern und ähnlichem Spielzeug umzuarbeiten. Derartige Mannschaftsstube zurückkehrten, fanden sie ihn dort erhängt vor. in Hoffmann's Festfälen, Oranienſtr. 180, tagte, hielt zunächst Eachen findet man vielfach im Besitz von Schlossern und GewehrGenosse Jahn einen Vortrag über: Kommunismus im 18. und arbeitern und wenn die Polizei auf Grund derartiger Funde auf der Kausmann August F. aus der Köpenickerstr. 127, der am Mitgliedern wurden zwei auf den Bierboykott bezügliche Anträge Erschossen hat sich am Sonnabend Morgen um 61/2 Uhr und 19. Jahrhundert". Nach erfolgter Aufnahme von 9 neuen die Neigung zu Attentaten schließen wollte, so würde sie aller heutigen Sonntage sein 59. Lebensjahr vollendet haben würde. diskutirt; der eine davon, welcher verlangte, alle diejenigen dings in manchem Hausstaude Material für die" Pro- Er hat sich in der Küche aus einem Revolver eine Kugel in die wirthe, die boykottfreies Bier führen und dies im„ Vorwärts" paganda der That" finden tönnen. Granatenhülsen aus der Spandauer Militär- Wertstatt rechte Schläfe gejagt und war sofort todt. Die Veranlassung zu veröffentlichen, aufzufordern, sich dem Verein anzuschließen, waren es, welche bei Schaeve gefunden wurden. Die Reporter- dem Gelbstmord des verheiratheten Mannes wird in dem Verfall wurde verschiedentlich bekämpft und schließlich vom Antragsteller nachricht, daß eine dieser Hülsen gefüllt war, beruht auf seiner Vermögensverhältnisse gefucht. zurückgezogen, der andere hingegen einstimmig angenommen. Schwindel; es laffen sich Zeugenaussagen dafür beibringen, daß Das unbeaufsichtigte Baden in der Spree hat wieder ein Durch denselben wurde der Vorstand beauftragt, diejenigen( 35) Schaeve ausdrücklich seinen Bekannten erklärt hat, er wolle aus Menschenleben gekostet. Bei dem Versuche, ihre kleinere Schwester Mitglieder zu kontrolliren, welche bisher im Vorwärts" nicht diesem Material ebenfalls Bigarrenabschneider verfertigen. Die vom Tode des Ertrinkens zu retten, hat die elfjährige Tochter bekannt gegeben haben, daß sie„ ringfreies" Bier liefern und sich Chemikalien zur Bereitung von Zündstoffen" entpuppen sich als des Maurergesellen Magdeburg aus Friedrichshagen ihr Leben der Kontrolle der Arbeiter unterwerfen; führen sie„ Ringbier", einige Säuren, wie sie jeder Schloffer oder Elektrotechnifer im eingebüßt. Beide Schwestern waren in Hirschgarten ins Wasser so erfolgt ohne Weiteres deren Ausschluß aus dem Verein. Eine Gebrauch hat. Auch die Sensationsnachrichten über die wichtigen gegangen, als plötzlich das kleinere Mädchen Hilfe rufend in die Angelegenheit des Restaurateurs Ostar Schulz- FriedrichsPapiere und Mitgliederverzeichnisse, welche die Polizei gefunden Tiefe versant. Als die ältere Schwester zu Hilfe eilte, ging auch sie berg, der ein Strafmandat von 6 M. erhielt, weil er eines Sonnhaben soll, schrumpfen einfach auf die Konfiskation einiger Cammel- unter und während es einem herbeigeeilten Schiffer noch gelang, tags während der Haupt- Kirchenzeit( von 10-12 Uhr) Gäſte in listen zusammen, die im Besitz Schaeve's und anderer Anarchisten die jüngere zu retten, fand die ältere in den Fluthen den Tod. seinem Lofal geduldet haben soll, wird auf Kosten des Vereins waren. Desgleichen fann von dem Fund eines Lagers an bis zur höchsten Instanz verfolgt und zum Austrag gebracht Einen schauerlichen Fund machten am Sonnabend archistischer Broschüren feine Rede sein; was bei Schaeve und werden. Bezeichnend für die Zustände in Friedrichsberg ist es, anderen beschlagnahmt wurde, besteht aus nichts weiter, als aus Morgen Arbeiter in der verlängerten Hobrechtstraße in Rixdorf. daß andere in der Nähe von Schulz wohnende Wirthe, bei Einzelexemplaren anarchistischer Zeitungen und Flugschriften. Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechts befand. tein Strafmandat erhalten haben; die Betreffenden sind allerAn einem Baun fanden diefelben ein Packet, in welchem sich die welchen ebenfalls um die genannte Zeit Gäste betroffen wurden, Wie wenig die Polizei felber an eine Verschwörung oder ähn Kopf und Hals zeigten Spuren von Gewaltthätigkeiten, so daß dings keine Sozialdemokraten, sie schänken Ringbier und darum liche Dinge glaubt, ergiebt schon die Thatsache, daß von augenscheinlich ein Kindesmord vorliegt. Die Untersuchung nach zweierlei Recht. Die nächste Versammlung findet bei Wilke, sämmtlichen Sistirten Niemand, außer Schaeve und Träger in Haft behalten worden ist. Schwindel ist auch die Mittheilung dieser Richtung hin ist eingeleitet. Hochstr. 32a, statt. von dem Loosungswort Kammin", das der„ Lokal- Anzeiger" so Rekognoszirt worden ist jetzt jener unbekannte Todte, schauerlich schön auszuschmücken wußte. Es ist niemals die Rede welcher, wie wir berichteten, vor einigen Tagen auf den Cöllnidavon gewesen, und es lag auch bei den Anarchisten keine schen Wiesen aufgefunden wurde. Der Verstorbene ist ein ehe Ursache vor, sich ein" Losungswort" anzueignen. Als die maliger Fuhrherr namens Bergemann aus Berlin, der früher Polizeibeamten am Dienstag Morgen in Träger's Ginlaß begehrten, suchten sie zunächst unter dem zur Branntweinflasche griff und dadurch schließlich so weit fant, die Wohnung ein vermögender Mann war, infolge von Unglücksfällen jedoch Namen Camin's, der ihnen als Anarchist bekannt war, daß er obdachlos umher irrte. B. soll noch in Berlin sehr hineinzugelangen. Träger entgegnete den Draußenstehenden, wohlhabende Verwandte besigen, die sich jedoch von ihm völlig daß Camin keinerlei Ursache haben könne, zu früher Morgen- losgesagt hatten. stunde bei ihm vorzusprechen. Die Beamten saben denn auch, daß diese Finte unnüß sei und stellten sich ohne weiteres in ihrer eigentlichen Eigenschaft vor, worauf ihnen von Trägers Mutter geöffnet wurde. Unrichtig ist auch die Nachricht, daß Gamin's Bater wegen polizeilicher Verbrechen im Zuchthause siht." Es wird mit dem Zuchthäusler" jedenfalls Camin's Onfel, der Stationen. Möbeltischler gemeint sein, welcher in dem vor 2 Jahren geführten Hochverrathsprozeß deswegen zu 61/2 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, weil er einige Nummern der„ Autonomie" verbreitet hatte. Witterungsübersicht vom 18. August 1894. Swinemünde So unangenehm es für die reaktionäre Presse auch ist, so Samburg muß doch ihr Sehnen, das sie schon so schön gestilt glaubte, Berlin. unbefriedigt bleiben. Also, man dämpfe die fühne Freude und Wiesbaden. begnüge sich mit den Brosamen, die von den Tischen des in München Frankreich und Italien an den Regierungstischen sigenden Wien Gaunergesindels abfallen, wenn man mit aller Gewalt Material Haparanda zu neuen Voltstnebelungs- Gesehen haben will. Petersburg Cort. Barometerstand in mm, គីមី| មី គី នី និ ≥ reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 762 W Windstärke ( 1-1 co Wetter Temperatur Celins 15°.= 4° 9.)] RAIRES( nach 759 23 3 heiter 13 762 WSW NW 3 wolfig 12 3 wolkig 13 1 halb bedeckt 12 4 Regen 12 756 OND SNO 4 heiter 21 2 769 WNW 3 762 766 MW 3 wolkenlos bedeckt halb bedeckt 20 13 13 WSW 1 bedeckt 12 Dem Saalbesitzer- Ring hat sich die Wirthin der Ressource Aberdeen in der Kommandantenstraße, Frau Buckow, angeschlossen. Für Paris eine zu Montag dahin einberufene Schloffer- Versammlung verweigerte die Wirthin nachträglich ihre Räumlichkeiten. Als Grund Wetter- Prognose für Sonntag, den 19. August 1894. für ihr Verhalten giebt sie an, daß sie Furcht habe, auf Polizei- Ein wenig fühleres, vorwiegend trübes, zeitweise aufklären stunde gesetzt zu werden. Die Arbeiterschaft wird sich den Fall des Wetter mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen merten. Für den Juhalt der Juierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Winden. Berliner Wetterbureau. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Montag, Abends 8% 11hr: Berfammlung. Referent: Reichstags- Abgeordneter Mich. Fischer. den 19. August 1894: Gesellige Bufamentunft im Restaurant Sanssouci tu Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, Schmargendorf.( Ausschant von voytottfreiem Vier.) Abfahrt 1,54 Nachur. leute fowie Gäfte find willkommen. vom Potsdamer Bahnhof. Bei schlechtem Wetter bends 3ufamm: nfunft im Restaurant des Landsmanns H. Saß, Martgrafenftr. 102. LandsFrauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes Nachmittags 3 Uhr, in Banto w, Wollantstr. 113 im Nordstern": Versammlung. Vortrag des Genoffen Georg Wagner über„ Boltsbildung und Klaffenbewußtsein". Gäste willkommen. für Berlin und Umgegend. Filiale„ Nord". Sonntag, den 19. uguſt, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. Auguft, Bormittags 10 Uhr: Bersammlung bei Ehrenberg, Annenstr. 10. 1. Vortrag. 2. Aufnahme neuer Vereine. Achtung, Konditoren! Dienstag, den 21. August, Abends 8 Uhr, bei Sommer, Grünfir. 21: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Jahres= bericht des Vorstandes. Neuwahl desselben. Auswahl, von 8 Kandidaten Gewerbegericht. zunt Bigler- und Zuschneider- Verein Süd- Ost. Montag, Abends 9 Uhr, bei Diege, Naunynir. 54a: Sigung. Arbeitsnachweis daselbit. Freie Vereinigung der Zivil- Berufomusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 21. d. W., Vorm. 10% Uhr, bei Wernau, Rofenthalerstraße 57: Mitglieder- Versammlung. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Bah anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 21a. Ob man der Quittung oder dem Eide des Kassirers mehr Glauben schenten wird, läßt sich nicht vorhersagen. M. N. 1856. Der Steuererheber ist berechtigt und ver pflichtet zu pfänden. Ibre Frau soll schleunigst intervenirend sich an die Steuerbehörde wenden. Dorthin müssen auch Sie sich wenden, wenn Sie in Raten zahlen wollen. O. 2. 18. Sie müssen sich an die Schuldeputation mit einem Antrag um Aufschub des Beginns der Schulpflicht unter Beifügung eines ärztlichen Attestes schleunigst wenden A. B. 94. Ja. Adolph Ernst- Theater Bontottbier schänkenden Restauradieker tannten hiermit die traurige Nachricht, Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon- Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Unserem Brauereiunabhägingen, fein Allen lieben Verwandten und Be- 1 Von der Reise zurückgekehrt. Dr. Jacobsohn, Nervenarzi, Franz Schüler, zu seinem heutigen daß mein inniggeliebter Mann, unser 2365b Neanderstr. 38. Wiegenfeste ein dreimal donnerndes guter Vater, Sohn, Bruder u. Schwager, 23676 ber Destillateur Hoch! Die Arbeiter von C. Müller. Die Beleidigung, die ich am 18. Juni Parodistische Posse in einem Aft von dem Schneidermeister Herrn MachoEduard und Benno Jacobson. Musit von Franz Hoth. Sonntag, den 19. August. Lessing- Theater. Madame SansMadame Sans- In Szene gesetzt von Adolph Eruft. Gene, Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Jugend. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Trom peter von Säktingen. Montag: Die Tochter des Regiments. Die Nürnberger Puppe. Alexanderplat- Theater. botene Liebe. Ver Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Susanne im Bade. Montag: Dieselbe Borstellung. Theater Unter den Linden. Der Zigeunerbaron. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Parodie Theatet. SpezialitätenVorstellung. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Täglich: Frei- Konzert im schönen Natur Garten. # Säle. Vereinszimmer. Heute Sonntag: Ungar. Magnaten- Kapelle Sarközi Lajos. Nachmittags von 8 Uhr an Staffeeküche. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. wih, Invalidenstr. 7, zugefügt habe, nehme hiermit zurück und erkläre denfelben für einen Ehrenmann. 2359b Lufaschef ky. Deutscher Ludwig Barnick Sentralfase der Tabafarbeiter. gestern Nachmittag 3/4 Uhr plöglich am Herzschlag verstorben ist. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Augufte Barnick, geb. Birkholz. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. August, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten JakobiHolzarbeiter- Verband. von der Leichenhalle des alten JakobiKirchhofes aus statt. National- Theater. Holzarbeiter- Verband. Große Frankfurterstraße 132. Novität. Zum 9. Male: Novität. Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: May Samit. Raffenöffnung 3Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: GF Verirauonsmänner- Versammlung für Moabit. Montag, den 20. August cr., Abends 8 Uhr, bei Lange, Strom straße 28. Tagesordnung: 141/15 Danksagung. 24066 Allen Freunden und Kollegen für die rege Theilnahme und Kranzspende bei der Beerdigung unferes lieben Sohnes und Bruders Willy Hasche, Berlin II. Mittwoch, den 22. August, kends 8/2 Uhr, bei Nöllig, Neue Friedrichstraße 44: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Rechnungslegung; Bericht von der Generalversammlung in Halle; Neuwahl der gesammten Ortsverwaltung, Revisoren und Krankenkontrolleure; Verschiedenes. Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. 239/4 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Ver insbesondere deur Herrn Prediger Verband der Vergolder 2c. schiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Nachmittags: Borstellung. Passage- Panopticum. Fest Trauerspiel in 4 Aften v. Franz Held. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne: Italien in Berlin, großes humoristisches Quodlibet, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panoptikum. Hawaiische 51 wilde Weiber aus Dahomey. Das lesende Kind alt 134 Jahr. Märkischer Hof, Griese und dem Verein„ Pausebeutel" unsern tiefgefühltesten Dank. 23616 Familie Hasche. ( Filiale Berlin.) Montag, den 20. August, Abends 81/2 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Allen denen, welche meiner lieben Monatsversammlung. Frau die letzte Ehre erwiesen haben, sowie für die reiche Kranzspende sage ich meinen herzlichsten Dank. Adolf Pohl. Verein deutscher Schuhmacher Sonnabend, 25. August: Sommernachts- Ball ( Filiale pandau). im Saale des Herrn Bord, Staafenerstr. 14. Tagesordnung: 1. Vortrag: Der Werth der Statistit. 2. Antrag zur Generalversammlung: a) Arbeitslosen- Unterstützung; b) einheitliche Regelung der ReiseUnterstützung; c) Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 267/3 Die Ottsverwaltung. NB. Die Kollegen werden nochmals aufgefordert, fich ohne Ausnahme an der Statistit zu betheiligen, und die Fragebogen bis zum 1. September an Freunde und Gönner herzlich will Emil Schmidt, Mustauerstr. 87, au 222/6 fenden. Admiral Strasse Nr. 18 c. fommen. B Königs- Tänzerinnen. Seb. Sonntag im herrlichen Spiegelfaal: Anfang 8 1hr. Großer Fest- Ball. Der Araber Hassan Ali, der schwerste Mensch der Welt B. Nieft's Festsäle, 17. Weberstr. 17, Empfiehlt sich zu Versammlungen und Vergnügungen, find noch Sonnab. frei. Vereinssimmer. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei. Tanz frei. Die beiden Säle sind zu allen Ver sammlungen und Festlichkeiten zu ver geben. Die Restaurationsräume empf. Sonntags ten Familien zur Benuhung. Rein Ringbier. Das Komitee. Gesangv. ,, Freie Sänger Heegermühle, Sonntag, d. 26. Aug., I. Verband deutscher Korbmacher. Stiftungsfest. E ( Filiale Berlin.) 158/2 Montag, den 20. August, Abends 81/2 Uhr, bei No II, Adalbertstr. 21: Versammlung. Vereine, die gewillt sind, auf unserem Feste mitzuwirken, werden gebeten, ihre Adressen dem Unterzeichneten ein108/7 zusenden. NB. Die Belheiligung einiger Ver eine wäre dringend erwünscht. 772 für den 2. Ferl. Reichstags- Wahlkreis. Arbeiter- Bildungsschule Töpfer General- Versammlung am Mittwoch, den 22. August, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, 81/2 Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vereinsangelegenheiten, event. Anträge. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreicher Betheiligung sieht entgegen 277/379 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Heute, Sonntag, den 19, August, Abends 61/2 Uhr, im Vereinshaus ,, Süd- Ost", Waldemarstr. 75: Berlins! 242/5 Versammlung. Der Arbeitsnachweis des Allgemeinen Tages Ordnung: = Vereins der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin) wird am ne 1. Bortrag des Genossen Dr. Lux über: Die Schule wie sie ist und Sonnabend, den 18. August, nach dem wie fie fein soll. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 50/9 neueröffneten Lokal von J. Wernau, Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein Rofenthalerstraße 57, verlegt. Dafelbst mit Tanz. Aufnahme neuer Mitglieder findet in der Versammlung befindet sich nunmehr auch die Hauptstatt. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Zahlstelle des Vereins sowie der freiDie Schulkommission. willigen Beiträge. Der Vorstand. Parteigenoffen des V. Wahlkreises! Graveure! pitele 6 Heute, Sonntag, den 19. August: Ausflug nach Schmargendorf Restaurant Sanssouci. Arbeiter und Arbeiterinnen! Gravenre! Ciselenre! Dienstag, den 21. August, Abends 9 Uhr, in den Or" nienHallen, Oranienstr. 51: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über: Kampfmittel der Arbeiter. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung erwartet zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. Mittwoch, den 22. August, Abends 8 Uhr, in Sanssouci, 183/5 Kottbuserstraße 4a: Gr. Volksversammlung zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Lux über: Technische Revolution. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Der Einberufer. 50/10 Achtung! Schlosser und Maschinenbauer. Da die Berliner Ressource unter die Saalverweigerer gegangen ist, findet die öffentl. Schlosser- Versammlung am Montag, den 27. August, Abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstrasse 20, im grossen Saal statt. 174/9 Der Einberufer. Rich. Wegner, Dranienfir. 23a. Sonnabend, den 25. August, in deu Armin Hallen, Kommandantenstraße 20: Grosses Sommerfest verbunden mit Gesang und humoristischen Vorträgen. Bei günstiger Witterung von 8 Uhr ab im Garten: Concert. Billets sind zu haben in obiger Versammlung, so wie bei den Kollegen Barth, Simeonstr. 2, Brückner, Manteuffelstr. 15, Michau, Lübbenerstr. 22, Klinsky, Swinemünderstr. 143 und Thurow, Grüner Weg 39. Charlottenburg. Sozialdemokratischer Wahlverein für Teltow- Charlottenburg. Hennigsdorf. Sonntag, den 19. August 1894: 1. Stiftungsfest des Gesangvereins Geselligkeit ( W. d. A.-S.-B.) bestehend in Konzert( bei Hartje) und Tanz( bei Böhmert). Anfang 3 Uhr. 128/18 Während des Konzerts finden Kinderbeluftigungen statt. Die Genossen von nah und fern ladet hierzu ein Der Vorstand. Material, Holz- u. Kohlengesch. sof todeshalb. fpottbillig zu verk. Nixdorf, in* Herrfurthstr. 33. Charlottenburg, Westend, Spandauerstr. 8a, bicht am Bahnhof, habe kleine u. mittlere Wohnungen sehr billig zu vermiethen. Näheres dafelbft 1 Tr. beim Wirth. Oppelnerstraße 20 freundl. Hofwohnungen, 2fenftr. Stube Dienstag, den 21. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale Bis- u. Küche, 1 Tr. 78 Thlr., Keller 65 Thlr. mardshöhe", Wilmersdorferstr. 39: 286/2 Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hansen über: Naturwissenschaft und Religion. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal. Die Zahlstellen befinden sich bei folgenden Schankwirthen: H. Wernicke, Krummestr. 19, P. Wolter, Magazinstr. 15, H. Krause, Wilmersdorferstr. 39. Der Vorstand. J. A.; G. Scharberg, Wilmersdorferstr. 124, Charlottenburg. per 1. Oktober. 23906* Eine freundliche Schlafst. f. Herren, sep. Eing., zu verm. bei Hildebrandt, Auguststr. 38. Freundlich möbl. Schlafft. f. H. zu vermiethen bei Eckhardt, Prinzessinnenftraße 7, vorn 3 Tr. Arbeiter- Bildungs- Verein Friedrichsberg.. September zu vermiethen ReichenAllgem. Arbeiter-.Arbeiterinnen- Verein Dienstag, den 21. August 1894, Abends 9 Uhr: Berlins und Umgegend. Dienstag, den 21. August, Abends 81/2 Uhr, in den Central- Festsälen, Oranienstr. 180. Versammlung im Lokale des Herrn Fuchs, Lichtenberg, Dorfstraße Nr. 2. Tages- Ordnung: Mitglieder- Versammlung. 2. Distuſſton. 3. Berſchiebenes. Zages Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn Hoffmann: Das römische Cäsarenthum." 62/2 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 69/3 Achtung, Textilarbeiter u.- Arbeiterinnen! General- Versammlung " 1. Vortrag des Gen. Blum über: Die Chartistenbewegung in England." Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet-ba Der Vorstand. Schlafstelle für Herrn, separ., zum bergerstraße 180, vorn 2 Tr. L Zwei anft. Mädchen oder Herren f. freundl. Schlafit. Admiralstr. 26, of 4 Tr. bei Schwahn. 2 freundliche Schlafstellen zu vers miethen Nostizstr. 17 Hof 1 Tr. r. 2135b Kottbuferstr. 2, Hof rechts 3 Tr. bei Pawlak freundl. Schlafstelle, TreppenAn die Mitglieder d. Arbeiter- Sängerbundes. Gingang, um 1. September f. Herrn. Anläßlich des Delegirtentages der Liedergemeinschaft der ArbeiterSängervereinigungen Deutschlands veranstaltet der am Montag, den 20. Auguſt 1894, Abends 8 Uhr, Arbeiter-Sängerbund Berlins u. Umg. im Lokale von Feindt, Weinstr. 11. Tagesordnung: 8½ 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes und Rassenbericht. 2. Wahl des Gesammtvorstandes, der Fachkommission und der Nevisoren. 3. Der Streit bei der Firma Feibisch. 4. Verschiedenes. 248/3 Der Vorstand. Allgem. Deutscher Tapezirerverein Filiale Berlin. Versammlung am Montag, den 20. August 1894, Abends 82 Uhr, bei Freigang, Schützenstraße Nr. 1819. Tages- Ordnung:" 1. Vortrag über: Anarchismus und Sozialismus. Referent: Genosse Rein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Achtung! Sonntag, den 26. Auguft, Abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20, in den Sälen und Garten einen Commers Möbl. Schlafstelle ist zu vermiethen für 2 Herrn Marsiliusstr. 14, v. 3 Tr. bei Frau Walter. 2358b Eine freundl. möbl. Schlafstelle an 1 oder 2 Herrn mit sep. E. Kottbufer Damin 4, Querg. 1 Tr. bei Fr. Brast. Freundliche Schlafstelle. Miethe 6 M., bei Ww. Dergel, Manteuffel str. 78. Schlafstelle zu vermiethen StalizerHierauf bezugnehmend findet am Donnerstag, Abends 8 Uhr, eine Straße 46, vorn 4 Tr. bei Hinz. Uebungsstunde in den Arminhallen" statt. Schlafstelle für 1 oder 2 H. billig zu verm. bei Schaffmann, Adalbertstr. 2856b Jeder in Berlin tagende Verein ist verpflichtet, je einen Sänger zu Nr. 4. delegiren, welcher zur Nebungsstunde und Aufführung anwesend sein muß. Freundl. Schlafstelle für 2 Herrn zu Die Eintheilung nach Stimmen ist die frühere. Neuere Vereine ersuchen wir, vermiethen Schüßenstr. 58, Quergeb. eine bewährte Straft zu beauftragen. 3 Tr. bei Krohn. Die Ausgabe der Billets à 15 Pf. erfolgt in der Uebungsstunde. 231/5 Achtung! Der Vorstand. Töpfer. 65/6 Der Vorstand. Achtung! Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält Achtung! nisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins u. Umgegend veranstaltet am Sonntag, den 26. August 1894, einen Ethische Gesellschaft. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 19. Auguſt, Nachm. 5 Uhr, in den„ Armin Familien- Ausflug nach Birkenwerder 19 Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedskarte legitimirt. Um 8 Uhr Abends: Bortrag des Herrn Dr. S. Joël über:„ Wenn Menschen schweigen, werden Steine reden," wozu auch Gäste, Damen wie Herren, Zutritt haben. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Der Vorstand. J. B. Herm. Krieg, Danzigerstr. 4. 116/4 Große öffentliche Versammlung aller in der Hutbranche besch. Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 21. August 1894, Abends 8 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17( großer Saal). Tagesordnung: an der Nordbahn. 242/6 Abfahrt Vormittage 8 hr 45 Min., für Nachzügler 9 hr 45 Min. Treffpunkt dortselbst im Paradiesgarten bis Vorm. 11 Uhr, dann Aufbruch nach der Haide. Wir ersuchen die Kollegen und Berufsgenossen sich recht zahlreich zu betheiligen. Der Arbeitsnachweis bleibt an diesem Tage geschlossen. Der Vorstand. J. A.: Rich. Topf. 242/6 28826 Schlafstelle, sep., für 1 oder 2 Herrn zu verm. bei John, Wollinerstraße 34, Seitenf. 2 Tr. Möbl. Zimmer, feparat, 2 Herren, à 7 M., Reichenbergerstr. 32, v. 3 Tr. 2380b Braker. Gut möbl. Schlafst., zweifenst., Eing. sep., Brizerstr. 12, v. 2 Tr. Hofrichter. Saubere Schlafstelle, sep., ungenirt, billig, für Herrn, Manteuffelstraße 44 2874b bei Knoblauch. Möbl. Schlafftelle mit sep. Eingang für Genossen( 7,50 M.) bei Werner, Friedenstr. 61, Hof 4 Tr. 2373b Möbl. Schlafft. für Herrn, separ. Ging., Preis 7.M., Adalbertstraße 10, Gesellschaftshaus Ostend of r. bei Grönke. ( Inhaber A. Zameitat) 2372b 45 Rüdersdorferstrasse 45 empfiehlt seine Säle( 600 und 300 Personen fassend) zu Staligersir. 128, Hof 2 Tr. b. Wittwe Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. 1. Vortrag des Genoffen Dr. Heymann:„ Wie tommt Kapitalgewinn Schöner schattiger Garten mit Sommerbühne Seren zu vermiethen Waldemarsie. 28 " zu Stande?" 2. Distusfion. 3. Aufstellung von Gewerbegerichts- Beisigern. 4. Berichterstattung unseres Vertreters in der Gewerkschafts Kommiffion. 5. Verschiedenes. 151/1 zu 1000 Personen. Frudit- Säfte Schuhmacher Schlafstelle Wilhelm cafe shed straße 119, 1. Quergebäude 3 Tr. Zwei Herren finden möbl. Schlafft. Byriß. 2369b Freundl. Schlafstelle mit sep. Eing. ist zum 1. September an einen anst. 28716 bei Jänicke. Schlafft. f. H. Oranienstr. 18, 2 Tr. r. Freundl. Schlafstelle mit sep. Ging. Schumannſtr. 5, H. 1 Tr. I. bei Ruprecht. Freundl. Schlafft. zu verm. Zaujißer. straße 3, v. 2 Tr., bei Stöckel. 612L* Alle in der Branche Beschäftigten machen wir es zur Pflicht, in der Versammlung zu erscheinen. Ganz besonders werden die Vertrauensmänner Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Literflasche 1,30 k. der Fabrifen hierdurch aufgefordert, hierfür tüchtig zu agitiren. Der Einberufer. G. Rempe, Weinstr. 12. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Morgen, Montag, Abends 8 Uhr, Andreasstr. 26, bei Wilke: Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Fachwissenschaftliche Diskussion über Beizen und Färben verschiedener Hölzer. 3. Verbandsangelegenheiten. Wegen Nichtigstellung der Mitglieder- Wohnungsliste ersucht alle Mitglieder um pünktliches Erscheinen. Der Vorstand. 199/4 Eugen Neumann& Co., 7819 6a Belle- Allianceplay 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Für 1 oder 2 j. Leute nette möbl. Spezialität: Porträts der sozialistischen Führer Lassalle Schlafft. billig. Kabeliz, Franseckiftr. 5. und Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken, Schlafft., Babebenut., Andreasstr. 62, Büsten, Bildern u.dgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)[ 2 Zr, bei König. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr 22. Künstl. Zähne 3 M., Theilz. Plomben von 2 Herren oder Damen finden frdl. 1,50 M. Vollk. schmerzl. Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Sprechst. 8-7 Uhr. 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Der Kongreß sollte zuerst öffentlich sein. Als dies verboten wurde im Hinblick auf drohende Erregung der Gemüther, die zum Anarchismus, zu anarchistischen Gedanken sich hinwenden fönnten, da erklärten die Mitglieder der Einberufungs- Kommission, sie wollten den Kongreß in geschlossenen Räumen, in ganz privater Form abhalten; darauf erklärte die Präfettur ganz brutal und offen, das Verbot des Kongresses überhaupt in jeder Form. Die näheren Umstände dieses Verbots verdienen es an dieser Stelle beleuchtet zu werden, schon im Hinblick auf das drohende Verbot und die befürchtete Verhinderung des diesjährigen NationalKongresses der sozialistischen Partei der italienischen Arbeiter, der am 7., 8. und 9. September in Jmola abgehalten werden soll. Die Tagesordnung des Provinzial- Kongresses in Carpi Lautete: 1. Lage der ackerbauenden Klasse in Reggio Emilia. Vorschläge zur Verbesserung und wirthschaftlichen Hebung. 2. Antrag der Sektion von Parma auf Abänderung des Artikels 8 des Partei- Programms zu dem Ziele, jede Verbindung und jeden Kompromiß mit bürgerlichen Parteien bei den Wahlen auszuschließen. 3. Bericht über die Verwaltung des Parteiorgans( Punto nero). 4. Mittel der Propaganda. Die bezeichneten Stellen des Utases des Crispinischen Präfettes von Modena, der diesen Kongreß verbot, lauten also: In Anbetracht, daß der Kongreß, um den es sich handelt, in seiner Tagesordnung nicht nur solche Ziele zu besprechen sich vornimmt, die einen friedlichen und menschenfreundlichen Geist erkennen lassen, wie es die Verbesserung der Lage der ackerbauenden Klasse dieser Provinz ist, ein Ziel, das die Regierung von selbst ihrerseits zu erreichen sich bemüht(!), sondern auch folche Gegenstände der Tagesordnung behandeln will, wie die Mittel zur Propaganda, d. h. die Verbreitung der Grundsätze einer Organisation, welche auf dem Haß gegen die heut bestehende politisch- soziale Weltordnung begründet, den äußersten Widerstand dagegen erstrebt und sich bemüht, Arbeiterausstände ( Streits) zu begünstigen und zu unterstüßen, ein Streben, das somit zur Revolution führt, in Anbetracht, daß unter diesen Umständen der Kongres, weit entfernt eine friedliche Organisation innerhalb der Grenzen der Staatsgesetze zu führen, sich vornimmt, nene Mittel einer revolutionären Natur zu studiren und zu besprechen, um die soziale Ordnung umzustürzen, beschließt die Präfektur: der Regional Kongreß von Vertretern der Sektionen von Reggio Emilia, Modena, Reggio, Parma und Piacenza, der in Carpi gehalten werden sollte, ist verboten. Der Präfekt von Modena. Caravaggio. Sonntagsplauderei. " ver. In der Kammer bei der Schlußberathung der neuen Schand-[ zu Ende gehende Jahrhundert schändet, in ihrer vollen gefeße gab Crispi, aufs Aeußerste gedrängt von dem sozia Beleuchtung zu würdigen, darf man nicht listischen Abgeordneten Ferri und von dem bürgerlichen geffen, daß De Felice noch heute gesetzlicher Parlamentsvertreter Demokraten Bovio, mit seinem Ehrenwort das Versprechen, für die Provinz Catania in Sizilien ist; trotz der Aberkennung die Sozialisten seien nicht als Gegenstände der Verfolgung des Mandats durch das Schandurtheil des Kriegsgerichts von dieses Gesetzes betrachtet, sie könnten nicht durch sie getroffen Palermo. Denn die Kammer in Rom hat inmitten der wüsten werden. In diesem Verbot haben wir den Beweis, was Orgien, der Beschließung der Ausnahmegeseze Crispi's, keine Zeit Crispi's Ehrenwort gilt, was er in seinen eigenen Augen werth gefunden, den gesetzlich vorgeschriebenen Beschluß zu fassen, der ist. Denn der Präfekt von Modena war vor dem Verbot nach die Aberkennung des Mandates gutheißt. Rom gereist, um Crispi's Befehle einzuholen. Die sozialistischen Abgeordneten haben sich infolge dieses Einen Einblick in die Finanzlage des Landes bieten folgende Verbots nach Rom begeben, wo Prampolini und Agnini direkt Zahlenangaben. Im verflossenen Monat Juli lieferten die Zoll- und den Herrn Crispi aufsuchten, um ihn zu befragen, ob der National- Steuererträge der Kommune 5317 000 Fr. weniger als im Juli des Kongreß zu Imola zur bestimmten Zeit stattfinden oder gleich vorigen Jahres. Die Einnahmen aus dem Tabakmonopol ergaben falls verboten werden solle. Die Antwort Crispi's war eine allein ein Weniger von 1/4 Million gegenüber dem Juli 1893. feige Ausflucht: zur Zeit könne die Regierung eine bestimmte Was das wunderbarste ist: auch bie Ergebnisse des Lotto's zeigen Auskunft nicht geben; sie müsse sich vorbehalten, die Lage der ein Minus auf von 1599 000 Fr. An und für sich wäre ja Dinge nach 4 Wochen in Betracht zu ziehen, ob sie eine solche diese Erscheinung eine erfreuliche, wenn wir eben in geordneten sei, die Abhaltung eines sozialistischen Kongresses zu gestatten. Zuständen lebten; aber unter dem Standrecht, unter dem BelageHiernach ist es leicht möglich, daß die Welt das Schauspiel rungszustand und unter den Ausnahmegesetzen des Gewaltmenschen einer Erneuerung des Zustandes erleben wird, der unter dem Crispi dürfen wir aus der Thatsache, daß das Volk vom Lotto Schmachgeseh Bismarc's alljährlich sich darstellte, daß die ge- fich abwendet, nicht den erfreulichen Schluß einer Erhebung der wählten Vertreter des arbeitenden Volles einer Nation sich ins Voltsseele und eines größeren Selbstvertrauens ziehen; wir müssen Ausland begeben müssen, um für ihre Klasse Berathung zu halten. das gerade Gegentheil annehmen, daß das Volk in seiner VerDer Beschluß der Partei wird den Lesern des Vorwärts" recht zweiflung auf Besserung der Zustände so tief herabgedrückt zeitig mitgetheilt werden. erscheint, daß es auch die legte Zuflucht der Ver. Die Tagesordnung des Nationalkongresjes vom 7.- 10. Sep- aweifelnden, die Hoffnung auf das Spielglück, aufgegeben hat. tember in Imola lautet: Die Einnahmen aus der Stempelsteuer ergaben in demselben Monat Juli ein Minus gegen das Vorjahr von 145 000 Fr.; die Register- und Hypothekarsteuern zusammen ein Minus von 148 000 Fr. Die Konsumsteuern ein Minus von 50 000. Aber einen Ueberschuß in den Einnahmen hat Crispi's Wirth schaft erreicht. Das Blutgefeß, die Erhöhung der Salzsteuer, hat in diesem Monat Juli eine Mehreinnahme von 530,976 Fr. erreicht, gegenüber der Einnahme im Juli 1893. Wie viel Thränen und Seufzer, ausgepreßt den Allerärmsten des Landes. wie viel Vermehrung von Krankheitsfällen, von Ausbreitung der Pellagra, bedeutet diese Crispinische Mehr Einnahme aus der Salzsteuer. " 1. Uebersicht über die Ergebnisse der Parteiführung im Jahre 1893/94 in moralischer und finanzieller Beziehung. 2. Lage des ackerbauenden Proletariats, Schaffung einer Organisation für sie in der Partei( Berichterstatter Rocca Pilo). 3. Nothwendigkeit, ein Minimal- Programm festzustellen für die Wahlen in den Kommunen und ein ebensolches für die politischen Wahlen.( Berichterstatter für das 1. Programm die Regional- Komitee's von Genua, Toscana und Piemont, und für das 2. die Gruppe der sozialistischen Parlaments- Abgeordneten. 4. Organisation der Propaganda durch die Presse und den mündlichen Vortrag( Berichterstatter die Eyekutivkommission). 5. Revision des Parteiprogramms und Aenderung der Statuten( Berichterstatter Leonida Bissolati). 6. Prüfung der Wirksamkeit des offiziellen Partei- Wochenorgans Lotta di Classe". " 7. Prüfung der Thätigkeit der sozialistischen Abgeordneten innerhalb und außerhalb des Parlaments. 8. Siz und Ernennung der Exekutivkommission für das nächste Jahr. 11 B unerUnd gegenüber diesem Finanzbild des Landes bleibt die uns geheuerliche Zivilliste des Königs im Betrage von 15 Mill. Fr. jährlich, die für das arme ausgefogene Land ganz schwinglich erscheint, ungeschmälert bestehen. Die schönen Redenss arten offiziöser Blätter von freiwilliger Verzichtleistung auf einen Theil der Zivilliste sind völlig verstummt, ebenso verstummt und eingeschlafen, wie die von Crispi berufenen Kommissionen von Generalen, die Ersparungsmaßregeln für das Heer studiren sollten. Hier hat im Gegentheil der afrikanische Erfolg von Kassala wie eine Pest gewirkt. Anstatt Ersparungen werden wir bei der nächsten Kammereröffnung gewaltige Mehrforderungen erleben. Gerichts- Beitung. 9. Sitz des nächstfolgenden( vierten) Parteifongresses. Während Crispi im Sonnenschein und Lorbeer seiner volksmörderischen Glückserfolge sich ausruht die Meßze Fortuna wendet ja so ost eine Zeitlang gerade den niedrigsten Menschen beständig ihre Gunst zu melden die Zeitungen aus der Stadt Volterra: Der gefangene Abgeordnete De Felice wurde nach Verwerfung des Stassationsgesuches aus der Festung Florenz in die Zuchthausanstalt Volterra übergeführt. Ihm wurden Haare und Bart abgeschoren, und er in Sträflingskleider gesteckt. Er Kammer III. Vorsitzender: Assessor Euno. Sigung vom erhielt die Belle Nr. 115 und mit dieser zugleich seinen Namen 14. August. für 18 Jahre seines Lebens. Seine Mutter und seine Tochter Selbständiger Meister" oder Kolonnen. find in Volterra angekommen, um ihn, so weit es die Geseze führer". Interessante Einzelheiten über die Kolonnenarbeit gestatten, zut besuchen. Um diese Thatsache, die das erbrachte die Verhandlung eines Lohnentschädigungsprozesses, den " Gewerbegericht. " Selbst geistvollere Menschen lassen sich von solcher sein, nur weiß man nicht, was. Fürchterliches war ins Legendenbildung gern den Sinn benebeln, zumal wenn sie Werk gesetzt, nur weiß man nicht, wo. Wirkliche Granaten selbst nur flüchtig prüfen konnten. Und wie einseitig ent- sollen entdeckt worden sein, nur waren sie leer. Chemis stellt werden die geistigen Strömungen Berlins, wird kalen, höchst verdächtige Chemikalien hat man gefunden, So oft die Herbstparade wiederkehrte, so oft noch las alles, was in der Volksseele Berlins nach Erfüllung nur fennt man noch deren Zusammensetzung nicht; und so ich die wundersamsten Stimmungsbilder von dem militär- brängt, durch das schablonenhafte Urtheil, das aus der leichtfertig sind diese nächtlichen Verschwörer, daß sie ihre givilistischen Volksfest", wie man im Jargon der Hurrah- Legende entspringt, getrübt! Ein typisches Beispiel hierfür Granaten und Chemikalien auf Spinden und Waschtischen patriotischen Blätter zu sprechen pflegt. Die seltsamen ist eine Charakteristik Berlins, die kürzlich der berühmte umherliegen lassen. Und ein neuer Ruhmeskranz schlingt sich Schilderungen dringen nicht bloß in die berlinische Pariser Akademiker Jules Simon, der Patriarch unter den um unsere vorsorglich- wachsame Polizei, welchen grausamen Presse, mancherlei von ihrem Geist sickert selbst in Schriftstellern Frankreichs, entwarf. Halb verärgert Schrecken sie abgewehrt hat, das verhüllt sich vorläufig den die ausländische Presse durch. Da wird von dem frohen war ich, halb mußte ich lachen, als ich diese pathetischen Blicken der Deffentlichkeit. Aber von Mund zu Mund gehen Enthusiasmus der Bürgerschaft gesprochen, Kinder und Deklamationen las, die so klangen, als habe ein finstere Vermuthungen und erreicht ist: Man glaubt an Greife folgen mit leuchtenden, blizenden Augen dem greiser Prophet die Weisheit aller Weisheiten verkündet. die Polizei, die die Vorsehung spielt. Ist es da zu vers schönen, militärischen Schauspiel; und ein Lieblingskniff ist Wie leicht erklärt solch neunmal weiser Mann die reiche wundern, daß man Rechte und Gewalt der Gesellschaftes, auch den rothen Sozialdemokraten in den allgemeinen Bielgestaltigkeit einer Stadt, wie Berlin, aus einem Retterin zu erweitern strebt? Huldigungstaumel mit hereinzuziehen. Die sonst so bösen Punkt heraus. Herr Jules Simon lebte ein paar Tage in Was soll sie nicht Alles schaffen, wie soll sie nicht Sozialdemokraten seien ebenfalls immer dabei, wenn die Berlin. Es war zur Zeit der famosen Konferenz, die über überall vorsorgen, die vielgeplagte Polizei? Schier das herrlichen Paradefeste gefeiert werden, auch sie blicken mit den internationalen Arbeiterschuß von Regierungswegen Unmögliche verlangt man von ihr. Nun ruft sie auch der lebhaft befriedigtem Stolz auf die aufmarschirenden stolzen berathen sollte. Herr Jules Simon wurde vom Kaiser ein Kriegsminister zu Hilfe. Denn ihm wird vor einem Schrecken Paradetruppen, auch in ihnen poche das preußische paar Male ins Gespräch gezogen und das that dem bang, der am soldatischen Körper wüthet. In den Garnisons Soldatenherz und sie marschiren im fräftigen Tritt mit, republikanischen Bourgeois, über dessen eitle Schwäche man städten mehrt sich die Zahl geschlechtlicher Erkrankungen bei wenn die Militärkapelle einen schneidigen Marsch sich in Pariser Literatenkreisen gerne lustig macht, ungemein den Soldaten von Jahr zu Jahr mehr. Das macht die spiele. Das soll der Bürgerschaft im In- und wohl. Flugs verwandelte sich das große Berlin in seinem verdammte öffentliche Prostitution. Wenn man ihr nur Auslande die trostreiche Versicherung geben: Im Grunde Geiste zu einer altpreußischen Residenz, in der nur ein steuern, wenn man sie nur eindämmen könnte! Rathlos stünde es durchaus nicht so schlimm mit den renitenten Wille wirkt, eine Seele lebt. Alles übrige ist militärische wie immer steht naturgemäß die Polizei vor einer Sozialdemokraten. Wenn sie nur die Parade- Armee forsch Dressur, Gehorsam und Disziplin. Er selber stat tief drin unlösbaren Aufgabe. Sie vernimmt den Wehruf des durch die Friedrichstraße schreiten sehen, da ist um dieser im Bannkreis des Byzantinismus und so wird für ihn ganz Kriegsministers. Dienstbeslissen wird sie mit den Arbeiten unbeschreiblichen Pracht willen alles vergessen, was sie von Großberlin eine Horde von stummen Seeken, die gleich zur Eindämmung der öffentlichen Unzucht beginnen, damit der bürgerlichen Gesellschaft trennt. russischen Unterthanen einem absoluten Kommando ge- es scheine, als sei etwas geschehen. Aber hier wird sie eins Wo nehmen nur die Berichterstatter all' ihre Phantasie horchen. Etwas mehr Intelligenz als der russische Muschik zudämmen beslissen sein und an einer anderen Stelle wird her, wenn sie solche Märchenbilder ersinnen, fragte ich mich, besitzt, glaubte Herr Simon übrigens den Berlineru gnädig das lebel losbrechen. Was will die blaffe Anarchistenfurcht als ich heute die Friedrichstraße entlang ging, während die zuerkennen zu dürfen. Vom flammenden Protestgeist in besagen dem Schrecken gegenüber, dem der Kriegsminister Regimenter, froh dieser Tage Qual los zu sein, vom den Massen Berlins fand der gute, weltberühmte Mann selber Worte lich. Die jüngste, gesundeste Männerkraft Tempelhofer Felde heimkehrten. Sind meine Sinne jo teine Spur. Wo modernes Weltbürgerthum in Berlin wird von Jahr zu Jahr mehr verseucht und vergiftet. stumpf geworden, mein Mitempfinden so schwächlich? fluthet, da ging er achtlos vorüber, davon drang keine Welchen anderen Schaden an der Volkswohlfahrt bringt Warum höre ich nichts vom hellen Begeisterungstaumel? Runde an sein Ohr. Mitten unter hösischen Residenzlern diese Errungenschaft des hochgeprtefenen Garnisonlebens. Warum fommt mir das Straßengetriebe von Jahr zu Jahr blieb und nun erzählt erzählt er seinen Landsleuten und verhüten? Wie? Hundert mal und aberhundertbei den Volksfesten der Verdrüderung von Militär und Zivil Wunder von der ungeheuren höfischen Residenz; und mal schon ist dargelegt worden, wie die Prostitution immer nüchterner vor? Warum habe ich kaum eine Spur die französische Bourgeoisie wird seine Worte gierig als Giftfrucht unseres gefammten Eriverbslebens von jener Arbeiterschaft, die im Werktagskittel aus Werk in sich aufnehmen. So entfremdet das Bourgeois- Empfinden emporschießt. Man kann sie mit den engsten Banden ums stätten und Fabrikjälen auf die Straßen eilt und zu geflissentlich Volksthum von Volksthum. Thöricht- chauvi- schnüren, sie läßt sich nicht erdrücken. Die geschäftigste Ver Tausenden und Abertausenden das glanzvollste Schauspiel, nistische Legenden werden immer auf's Neue vorgetragen folgung seitens der Polizei macht sie nur immer furcht das die Reichshauptstadt bieten kann, an sich vorüberziehen und der gebildete und ungebildete Pöbel horcht andächtig barer; sie wuchert weiter; und immer werden Jünglinge, läßt? Ich glaube fogar, selbst bei den eifrigsten Parade- zu. Darf er sich doch pharisäisch freuen, wie zurückgeblieben die stroßend vor Kraft ihre Heimath verlassen und in den läufern und jenen Leuten, die überall Maulaffen feilhalten, sein nationaler Nachbar ist. Garnisondienst gepfercht werden, von ihrem Gifthauch ge= M er wo etwas los ist, hat das alte Behagen an den steifen An einer neuen Legendenbildung arbeiten unsere troffen werden. Verjagt und stäupt die Prostitution auf Paradezügen nachgelassen. Selbst bei ihnen bricht die phantasievollen Reporter. Von Bomben und Granaten öffentlicher Straße, sie wird sich in die dunkelsten Ecken Hurrah Stimmung dünn und mühselig nur durch. Aber und fürchterlichen internationalen Verschwörungen der zurückziehen; und je grimmer die allgemeine Noth sich erdas thut nichts. Wenn eine Legende einmal feststeht, so anarchistischen Männer der That" ist die bürgerliche Bresse weitert, umso mehr breiten Raum wird sie sich zu schaffen flammert man sich an sie mit zäher Hartnäckigkeit und die voll. Hu! hu! Gruselig soll es den friedlichen wiffen. Was kann ihr die Jeremiade des Kriegsministers Heerde der Leichtgläubigen läßt sich durch fritische Be- Bürger überlaufen. Mystisch und geheimnißvoll wird das anhaben? Alpha. obachtungen nicht stören. Grauenhafte angedeutet. Entfekliches soll vorbereitet gewesen " " darum Mindest fechs Maurer( Puter) und ein Träger gegen den Maurermeister| jeder Woche fertiggestellten Arbeiten auf grund des vorher( vor während dieser Zeit an W. gesandter Brief unbeantwortet blieb G. Wiechert und den sogenannten Puzmeister Büttner ausfochten. Beginn der Arbeit) festgestellten Aufmaaßes, welches von Büttner, die Buyer gingen ihn nichts an" und daß Büttner sie, Büttner hatte die sämmtlichen Pubarbeiten auf einem Bau über- ausdrücklich als richtig und maßgebend für die Abrechnung anerfann als die Erlaubniß W.'s da war, nur dann weiter arbeiten nommen, den Wiechert aufführte, und zur Ausführung derselben wird, im Komtoir W.3. Die Restzahlung einschließlich des Haftgeldes lassen wollte, wenn sie mit seinen" Buzern in Kommune eine größere Kolonne zusammenberufen, worunter fich die Kläger ist binnen dreier Tage nach Fertigstellung und richtiger Ab- arbeiteten". Wie schon oben gesagt, wurden durch dieses Verbefanden. Diese tamen mit ihm überein, den Innenputz für nahme der Arbeit zu zahlen. Büttner hat stets so langen frühere Vereinbarungen ignorirt. 18 Pfennig pro Quadratmeter zunächst und dann zu einem be- viel Leute anzustellen, wie Wiechert wünscht." Der Beklagte Wiechert wurde verurtheilt, anjeden stimmten Preise Außenarbeit zu machen. Der Kläger K. er- Nach der Verlesung dieser in mehr als einer Hinsicht inter- der klagenden Puter 36 Mart- im ganzen 216 M.hielt ausnahmsweise 19 Pfennig, da er für die Innenarbeit" essanten Vertragsbestimmungen wurden etwa acht Beugen über zu zahlen. Büttner wurde zur Zahlung der die Rüstung lieferte. Am 25. Juli wurden die Kläger mit dem das thatsächliche Verhältniß vernommen, in welchem B. selben Summe verurtheilt. Der Träger wurde abInnenputz fertig und wollten nun außen pußen. Auf Veranlassung einerseits zum Mit- und Hauptbeklagten Wiechert und anderer- gewiesen. Wiechert's wurde ihnen dies seitens Büttner's verwehrt; es war feits zu den Klägern stand.& e st gestellt wurde: Büttner Gründe: Aus der Beweisaufnahme entnehme das Gericht, noch nicht so weit" nach den Angaben des Herrn Maurermeisters. arbeitete meistens mit, nur wenn er Besorgungen, die im Interesse daß der Vertrag an sich wohl formell Geltung hätte, Acht Tage später, am 1. Auguft, ertheilt derfelbe gnädigst die der Arbeit lagen, zu machen hatte, puzte er nicht. Er arbeitete mit sechs daß er aber den thatsächlichen Verhältnissen Erlaubniß zum Beginn der Arbeit. Jetzt war es Büttner, der Puzern, mit denen zusammen er gewöhnlich Kolonnenattorde direkt widerspreche. Herrn Wiechert habe bekannt sein den Klägern Spähne machte" und von ihnen verlangte, fie übernahm, auf Theilung". Die Differenz zwischen dem müssen, daß Herr Büttner gewöhnlicher Pußer war, der den sollten die Außenarbeit gegen die früher getroffene Abrede mit Preise, welchen die Kläger für ihre Arbeit erhielten-18 Bf. vertragsgemäßen und sonstigen besonderen Verpflichtungen nicht noch 17 Buzern in Kommune" ausführen. Hierauf gingen die bezw.( Kläger K.) 19 Pf.-, und dem vertragsmäßigen Preise nachkommen konnte. Deshalb sehe das Gericht in dem Vertrage Kläger nicht ein, weshalb B. ihnen bedeutete, dann müßten fie 20 Pf. pro Quadratmeter Innenputz-, den Büttner erhielt, nur einen gewöhnlichen Puyvertrag, dazu gestempelt durch die gehen", d. h. die Weiterarbeit unterlassen. Die Folge war ihre fam der Büttner'schen Theilkolonne zu gute". Dafür hatten Umstände, unter denen er abgeschlossen wurde und in Kraft trat. Klage auf eine vierzehntägige Lohnentschädigung, die bezahlt ver- es diese Leute übernommen, sich mit B. in die Unkosten Büttner sei nur Kolonnenführer in Wirklichkeit, der mit seinen langte Zeit vom 25. Juli ab gerechnet. Auf den Maurermeister zu theilen. Wie einer einer der Zeugen, ein Renner", Kollegen für Wiechert einen größeren Afford auf gemeinschaftWiechert ausgedehnt hatten sie die Klage, weil sie in diesem den sich aussprach, würden die, welche so den Unternehmergewinn" liche Rechnung- unter gewissen Abkommen, betreffs der Beeigentlichen Arbeitgeber und in B. nur den Kolonnenführer sahen. zugleich mit dem„ Unternehmerrifito" auf sich nahmen, fchließ- fchaffung von Rüstung und Erfüllung anderer im Afford liegenden Der Beklagte W. bestritt natürlich, daß B. Kolonnen führer sei, lich noch was drauf zu legen" haben, überhaupt bei Verpflichtungen ausführte. In der Woche vom 25. Juli bis indem er behauptete, derselbe sei Buzmeister. Als ihm entgegen der Willkürwirthschait des Herrn Wiechert( die auf dem famosen zum 1. August zu arbeiten, habe Wiechert die Kläger verden müsse er jedem Puzzer gehalten wurde, B. habe feste mitgearbeitet", suchte er dies Vertrage begründet ist). Wenn zum Schluß alles gerade so auf hindert, damit zu erklären, daß heutzutage viele Arbeitgeber tüchtig gehe", könnten„ B. und seine Leute" sehr a zufrieden sein.( Bon verdienst von 6 M. pro Tag zahlen. Betreffs der zweiten Woche mitarbeiteten. Zum Beweise dafür, daß B. Arbeitgeber einem Unternehmergewinn des Buh, meisters" B. lägen die Dinge etwas anders. Am 1. August stand den Klägern und Buhunternehmer gewesen, übermittelte der Beklagte ist also keine Rede, konnte bei dem geübten, in diesem seitens des Beklagten Wiechert nichts mehr im Wege, mit seiner W. dem Gerichtshof den Vertrag, welchen er mit B. ge-& alle etwas verzwickten, Theilungsprinzip Bustimmung hätten sie arbeiten können. Jetzt sei es Büttner geschlossen hat. Der Vorsitzende verlas die wichtigsten Be- von vornherein teine Rede sein. Die Zeugen kennen wesen, der mit den Klägern wegen der Weiterarbeit in Diffestimmungen deffelben. Diese wiederzugeben, verlohnt sich mit B. mir als Putzer, der den Kolonnenführer machte. In einem renzen fam und dieselben mit Unrecht verhinderte, zu arbeiten; Rücksicht auf die Thatsachen, welche im Laufe der Verhandlung früheren Termin hatte Wichert behauptet, Büttner habe seine sie hätten nicht nöthig gehabt, gegen frühere Abmachungen mit festgestellt wurden, sowie auch mit bezug auf das Urtheil. Vorerst Leute bei den verschiedenen Versicherungen angemeldet. Das andern Putern in Kommune zu arbeiten. Für die zweite Woche ist hervorzuheben, daß Büttner im Vertrage Pugmeister Gericht fragte bei denselben an und erhielt sehr bemerkenswerthe hätte somit Büttner die Kläger, mit Ausnahme des Trägers zu genannt wird. Nach Festsetzung der Preise enthält der Vertrag Antworten. Die Krankenkasse antwortete, einen Unter- entschädigen. Der Träger wurde deshelb abgewiesen, weil er u. a. folgende Bestimmungen: nehmer Büttner habe sie nicht in ihren Büchern, den Kündigungsausschluß durch seine Unterschrift anerkannt hatte. Sämmtlicher Butz ist in bester, tadelloser Ausführung hin wohl aber habe ein Maurermeister Reimann Der als Zeuge vorgeladene Herr Reimann war nicht zustellen, Büttner hat die ganzen Nebenkosten aller Art zu tragen, eine Anzahl Pußer und unter ihnen auch einen erschienen, wofür ihm eine Strafe von 50 M. ev. 10 Tage Haft fämmtliche Geräthe, Rüstungen, Schablonen, Nägel 2c. auf seine Putzer Büttner angemeldet, jedoch noch keine zudiktirt wurde. Außerdem beschloß das Gericht, die Akken Kosten zu beschaffen; ebenso ist er verpflichtet, für seine sämmt Beiträge entrichtet. Büttner erklärt, fich für die schriftlichen der Staatsanwaltschaft einzureichen. lichen Leute die Unfall, Krankenkassen- und Invaliditätsbeiträge Arbeiten den St., der ihm empfohlen worden sei, angenommen zu tragen und dieselben sofort bei Eintritt in die Arbeit bei der zu haben"; er habe demselben bis jetzt 120 M. gegeben, daß er nordöstlichen Baugewerts- Berufsgenossenschaft für seine Rechnung die Krankenkassen- und Unfallversicherung der Puter regelte 2c. anzumelden."( Pottausend! warum diese Verpflichtungen gegen Zur Ablieferung an die Kasse habe er ihm bereits 83 M. überüber einem angeblich als selbständigen Putzmeister" geben. B. ist ganz bestürzt, daß sein schreibkundiges Faktotum gekannten Manne?!) Nicht ordnungsgemäß hergestellte die 83 M. noch in Händen bezw. sie nicht an den richtigen Ort Arbeiten, über deren Güte Herr Wiechert oder gebracht hat. Die Berufsgenossenschaft hatte auf die Anfrage dessen Vertreter allein zu befinden hat, ver- des Gerichts Büttner persönlich vernommen. Die Ausführungen pflichtet sich Büttner auf seine Kosten ordnungsmäßig herstellen desselben gipfelten nach der dem Gewerbegericht gemachten Mitzu lassen, wie derselbe auch verpflichtet ist, auf theilung darin, daß er, B., nur Kolonnenführer sei und in Akford Berlangen des Herrn Wiechert renitente und arbeite, und daß er, da er nicht selbstständig wäre, mit dem D. H. Der Polizeibehörde steht ganz und gar kein Recht nicht nüchterne Leute ohne weiteres so: Maurer( aus dem Maurermeister wird ein Maurer!) zu, ein Privatvergnügen, das der Deutsche Holzarbeiter Verband fort zu entlassen bei einer Strafe von Reimann die Uebereinkunft getroffen habe, die für seine Mitglieder nebst Damen veranstaltet, zu untersagen. 10 M. für jeden Fall.( Ein selbständiger Meister als Kolonne( wörtlich: uns), für 120 M. auf seinen( N.'s) Namen hat sie es dennoch gethan, so legen Sie Beschwerde ein, und Büttel seines Auftraggebers? komisch!) Geschieht dies anzumelden. Der Zeuge Wedekind, welcher an Büttner die falls Sie in Abhaltung des Vergnügens gehindert werden sollten, nicht, ist Wiechert berechtigt, ohne weiteres Rüstung für 20 M. die Woche lieh und ihm den Reimann lagen Sie die Unkosten gegen den Polizeiverwalter ein. AllerDom Vertrage zurückzutreten und auf Kosten empfohlen hatte, will letzteres deshalb gethan haben, weil Büttner dings nimmt die Regierung zu Potsdam in einem zur Zeit schwe Büttners die Arbeiten anderweitig fertig zu den 9. übertragenen Arbeiten unfähig gewesen sei. benden Verfahren im Gegensatz zu der zweifelsfreien landrechtlichen stellen zu lassen."( Aber B. ist trotzdem felbständig Auf Befragen des Vorsitzenden erklärt Wiechert( sein Bruder Bestimmung, die genauesteGesezeskenntniß bei jedemBeamten voraus Büttner ist zu einem Haftgeld verpflichtet, um welches vertritt den Beklagten W), B. als Putzmeister gekannt feßt, das einem untergeordneten Polizeidiener einmal vom Kompetenz Wiechert die beiden ersten Abschlagszahlungen fürzt und welches und angenommen zu haben, daß derselbe sein Gewerbe" Kouflifishof zugebilligte Privilegium der Gesezesunkenntniß und er, falls die Herstellung der Arbeit nicht genau nach seinen An- angemeldet hatte. Büttner dagegen ist der Meinung, daß eines Mangels an scharfer Begriffsunterscheidung für gewiffe gaben erfolgt, aur Richtigstellung verwenden kann. Die Wiechert gewußt habe, er sei Puter.( Nebenbei bemerkt: Beamten in Anspruch. Dies Privileg steht gefebfich Reihenfolge der herzustellenden Arbeiten be- Büttner wohnt im Hause des Beklagten W, woselbst er eine greußischen Beamten, insbesondere Polizeiverwaltern, nicht zu. stimmt Herr Wiechert. Berstöße gegen die be Budife" hat.) Auch sei demselben, W., bekannt gewesen, daß er, Wenn Sie wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt gegen den be züglichen Anordnungen berechtigen W. zur Ver B., teine Rüstung hatte.- Heimann hatte, das wurde noch treffenden Polizeiverwalter mit einer Strafanzeige vorgehen tragsaufhebung. Bei der Vertragsaufhebung ist in allen hervorgehoben, insofern den Klägern gegenüber den formellen würden, so würde Aussicht auf Erfolg nach Lage der staatsFällen das Haftgeld zu gunsten W.'s demselben verfallen." Arbeitgeber hervorzukehren gesucht, daß er sie aufforderte, ihm anwaltlichen Braris nicht vorhanden sein. Die inneren und äußeren Arbeiten sind nach Aufforderung zu bescheinigen, sie tönnten jederzeit gehen und er sie jederzeit durch W. fofort zu beginnen und bei einer Haftstrafe von entlaffen. Mit Ausnahme des Trägers lehnten sie dies aber ab. 30 M. für jeden weiteren Tag innerhalb 5 resp. 4 Wochen zu Die weitere Beweiserhebung ergab, daß thatsächlich die Kläger beendigen." Die Zahlungen erfolgen für die bis Freitag acht Tage auf Anordnung" Wiechert's warten mußten, daß ein - B " -= " -" " Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Abonnent, Meißen. Im Zeitungskatalog von R. Moffe Güstrow. Belgier besorgt. nicht enthalten. Reschke, Rigdorf. Es liegt ein Brief für Sie auf unserer Redaktion. M. B. Km Brieffaften vom 16. August finden Sie unter G. J. H. W. die Skala für die Berliner Miethssteuer. W. F. 11. Schicken Sie den Bescheid uns schleunigst ein, damit der alten Frau eventuell geholfen werden fann. In den nachfolgenden Orten des Kreises Niederbarnim schätten folgende Wirthe ,, kein Boykottbier", und ersuchen wir die Genossen, in den Vororten streng diese Liste zu beachten. Birkenwerder. Paradiesgarten, Burgemeister. Friedrichsberg- Lichtenberg. Boghagenerstr. 21, Heider. Kreuzigerstr. 8, Ziegler. Oranienburg. Bahnhofstraße, Sesse, Bahnhof- Restaur. Berlinerstraße, Brederet, Gastwirth. Langhansst. 106, Hähling's Palmenfaal und Garten. 42, Hoffmann, Göthestr. 9, Hende, Gastwirth. Stralau. 2, Nact, Kaufmann. " " 21, Brösky, Grünfram. Dorfstr. 17, F. Heinze. 50, we. Namlau. " 2 " Schley, Otto, " 20, Sinkelmann, Grünfram. 37, Neudenberger. 3, Röstel, Grünfram. 8, Wwe. Stümer, Flaschenbierhandlung. " 96/97, Ludwig. 〃 " " 10, Nehm, Borkost. Echarnweberstr. 41, Brückner, Materialgeschäft. Kiesow, Kaufmann. " Bernauerstraße, Gitner, Friedrich Karlstr. 11, Heinecke. " " 12a, Westphal, Kauf" mann. Lehmann, Gastwirth. Senfel, Bornheim, Greinert, 81, Friefice. " " " 88, 28. Wowinkel, Saal und Ye Garten. " 86, Koopmann, Gastwirth. " 23, Panten. Cremmenerstraße, Winkel, Gastwirth. " 26, Franke. Stahl, 8, Tiedemann, 11 " 29, Noad. " Havelstraße, Duve, Kantstr. 38a, Fiebeler, Kaufmann. 9/10, Polzin, Borkoft. 34, D. Schulze. " " 132, Böhme, Bier" verleger. 6, Lincke, Grünfram. " " 3. Friß Peters, Gastwirth. 44, Viet, Gastwirth. " 1 86, Liebke, " Frankfurter Allee 169, Pirschel. 181, Junge. 182, Liebenow. Blumenthalftr. 1, Pietsch. 5, Rupschat. 10, Wegner. 13, Stiller. 21, Voß. " H 80, Wittenberg. 36, Braun. " " 44, Fr. Schwarz. 45, Münzner. Kronprinzenfir. 28, Arndt. 28, Fengler, Gürtelstr. 34, Neumann. Jachmann. Weber. Frankfurter- Chauffee 127, Bückelt. Burde, Kaufmann. Haertel, Kanalstraße, Süste, Gastwirth. Kanalstraße, Ziehm, " " Lehmann, Gents, Kaufmann. 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August 1894, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 2021: Oeffentl. Versammlung sämmtl. Berufsgenossen. Tages Ordnung: " 1. Vortrag. Referent: Reichstags- Abgeordneter E. Vogtherr. 2. BeMöbel, Spiegel und Polsterwaaren fowie ganze Ausstattungen empfiehlt H. Strelow, Tischlermſtr. Rixdorf, richt des Vertrauensmannes über seine bisherige Thätigkeit. 3. Bericht der Berliner Strasse 40, am Denkmal. Revisoren. 4. Neuwahl des Vertrauensmannes.- Aufstellung des Kandidaten zum Gewerbegericht. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 183/5 Der Vertrauensmann. Verbands- Versammlung der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäft. Arbeiter n. Arbeiterinnen Deutschl. ( Filiale II, N.) findet Dienstag, den 21. August, im Vereinslokale Bergstraße 12, bei Rehli statt. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Zur Urgeschichte der Mensch heit. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Wahl eines Ausschußmitgliedes. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Kollegen pünktlich zu erscheinen. Frauen werden besonders eingeladen. [ 144/2] Der Vorstand. J. Jablonsky, Naunynstr. 37 empfiehlt seinen fräftigen Mittags- u. Abendtisch zu solid. Preisen. Ausschank des Münchener Brauhauſes, ſowie von ff. Weißbier u. Gräßer Export. Vier Mark toften 2 Rabinetund 12 Visitbilder bei Böhme, Lindenstr. 43, gegenüber der Zimmerstraße. Weltbekannte Hosen- Fabrik von 1,80 M. bis 10 M. nur Pallisadenstr.rothe 7. Achtung, Klempner! Roh- Tabak Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 21. August, Abends 82 Uhr, in Deigmüller's Saal, Alte Jakobstraße Nr. 48 a. Tages- Ordnung: 1. Die Zentralisation der Krantentassen. Referent Genosse Adler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Kollegen! Wegen der Wichtigkeit der Versammlung ist es Eure Pflicht, zahlreich zu erscheinen. Die Delegirten der Orts- Krankenkasse der Klempner werden be= sonders zu dieser Versammlung eingeladen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Einberufer: R. Köhler, Ratiborstr. 12. Achtung! Putzer( Maurer). Achtung! Montag, den 20. Auguft. Nachm. 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Große öffentliche Versammlung liefert zu soliden Preisen 498L Max Flatauer, Landsbergerstr. 72. Harmonika- Schule zum Selbstunterricht ohne Notenkenntnisse. Herausgegeben von E. Eibich, Berlin, Koppenſtr. 30. Enthaltend 30 beliebte zeitgemäße Musikstücke. Unter andern: Ein Sohn des Volfes, Marseillaise 2c. Preis 50 Pf.[ 501L* Werdersche Fruchtsäfte. Himbeer, Kirsch, Johannisbeer à Str. 120 Pf., echt Stonsdorfer 120 Pf., Rum, Cognac 120 Pf. à Ltr., Ingwer, Luft, Citron- Likör 100 Pf., vorzüglicher der Putzer Berlins und Umg. Norbbäufer 65 Pf. à Ltr. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl von drei Kandidaten zu Gewerbegerichtsbeisigern nebst drei Erfazkandidaten. 4. Gewerkschaftliches. 188/ 6* Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 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Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm über:" Die Erhaltung der Sehkraft( mit Demonftrationen an fünftlichen Augen)"." 2. Diskussion. 3. Verbands angelegenheiten und Verschiedenes. Brunnenstr. 185, Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein ameritanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Nach beendeter Inventur Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrik Grüner Weg 80, part. Eingang vom Flur. Verlag von F. Fontane& Co. Soeben erschien: Schauspiel in drei Vertrauensmänner- Versammlung: Norden: Montag, den 20. Auguſt, Abends 8½½ Uhr, bei Kelle, ponauer le 28. agesordnung: Besprechung über Lassalline.ten von G. Bolle. Schönhauser Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 141/14 Nichtmitglieder haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Auflage. Preis 50 Pfennige. Den Genossen des Südosten empfehle 2363b ich mein Achtung! Pankow und Umgegend. Achtung! 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