Nr. 194. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6019. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 22. August 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Parteigenossen! Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags, findet der dies. jährige in Frankfurt a. M. statt. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 21. Oktober, nach Frankfurt a. M. in das Lokal zur ,, Weißen Lilie", Bergerstr. 273. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 21. Oktober, Abends 7 Uhr, VorversammTung, Konstituirung des Parteitages. Festsetzung der Geschäftsund der Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 22. Oktober und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: A. Gerisch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: R. Fischer. 4. Die Maifeier 1895. Berichterstatter: C. Meift. 5. Agrarfrage und Sozialdemokratie. in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden| kommen sein. Die neun Röche, die an diesem Brei sollen. herumgekocht haben, scheinen von dem Grundsatz des alten Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegen- griechischen Weisen ausgegangen zu sein, daß das Beste das zeichnung des Vertrauensmannes, sollen sie zur Veröffentlichung Wasser ist. Wässerig genug schmeckt der Bapp. und Berathung gelangen. Man kann, um zur Würdigung des Entwurfs zu ge Die Bekanntgabe der Adresse des Lokalkomitees in Frank- langen, von vornherein ausscheiden, was den alten Forde rungen des Liberalismus entspricht. Sie sind, nur in etwas veränderter Form, aufgenommen in das Programm. Leider furt a. M. erfolgt später. Mandatsformulare sind durch das Parteibureau Berlin SW., hat die Erfahrung gelehrt, daß es mit der Wahrnehmung Razzbachstr. 9, zu beziehen. Berlin, den 19. Auguft 1894. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Zum Programm- Entwurf der " dieser Forderungen arg hapert bei den Epigonen der Waldeck und Ziegler. Die Vertheidigung der Volksfreiheit ist längst übergegangen auf die Sozialdemokratie. Nur in Steuersachen und Allem, was damit zusammenhängt, steht Eugen Richter, dieser Typus des Bourgeoispolitikers, noch seinen Mann. Denn in Geldsachen hört gerade bei dem Bourgeois die Gemüthlichkeit auf, die er sonst vor einer hohen Obrigkeit im Hinblick auf deren der Kapitalistens Freisinnigen Volkspartei. wirthschaft gewährten Schuß gern bewahrt. Endlich hat nach Nöthen lang und schwer, hat nach Theil werden lassen, als wir äußerten, daß er die alten Doch wir hätten fast zu viel Lobes dem Entwurf zu langen schweren Nöthen der Programmentwurf der Freisinnigen Volkspartei das Licht der Welt erblickt. In dem Forderungen des Liberalismus aufrecht erhielte. Er redet, Geburtsattest, das die Freijinnige Ztg." dem Erzeugniß der was Verfassungsfragen anbetrifft, nur von der Sicher Neuner- Kommission mit auf den Weg giebt, wird mitgetheilt, daß stellung" der gegenwärtig bestehenden Rechte, als ob es nicht die Arbeit bereits am 1. Juli fertig gestellt, aber bis zum erweiterter Rechte ankäme. Eine Partei, die bei der Verauch mindestens ebenso sehr auf die Eroberung neuer, 20. August unter gegenseitiger Stillschweigegelobung der Kommissionsmitglieder im Dunkel des Schreibpults vertheidigung, bei Fordenbeck's einstmaligem Schlachtruf: schlossen gehalten wurde, da die politische Thätigkeit in Burück auf die Schanzen!" beharrt, giebt ihre Position den Vereinen erfahrungsgemäß mit Ende August beginne. Lücke in den Forderungen, durch die uns das fette Antlig von vornherein preis. Und da stoßen wir noch auf eine Das zu vernehmen, muß das Gefühl höchster Befriedigung erwecken in der Brust aller der freisimmigen Politiker, die des engherzigen Bourgeois angrinst. Wohl redet der Entunablässig auf Veröffentlichung drängten, schließlich, trotz des wurf von der Anwendung des allgemeinen, gleichen und angeblichen Ferienbedürfnisses sich in ihren Vereinen an die direkten Wahlrechts auch auf die Landtagswahlen, Ausarbeitung eigener Entwürfe machten und dafür von Da würde ea ja aus sein mit der Freisinusmehrheit im aber er schweigt von den Kommunalwahlen. Natürlich! Eugen Richter in seinem Leiborgan angerüpelt wurden. Die Da würde es ja aus sein mit der Freisinnsmehrheit im ganze Vorgeschichte des Entwurfs beweist, daß es dem braven Rothen Hause zu Berlin wie in anderen Städten. Es ist Eugen und den übrigen vorsichtigen Programmschneidern uns, als hörten wir den maßvollen" Volksfreund und 9. Wahl der Parteileitung. vielmehr darauf ankam, die Zeit zur Kritik des Entwurfs Hausbesitzer Thomsen aus Jbsen's" Volksfeind" das Freifinnige Programm erläutern: Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforder- innerhalb der Parteifreise möglichst zu beknappsen. Daran hat er sehr weise gethan, denn bis die„ frei-" Ja, wenn's den lokalen Machthabern gilt, dann bin ich lichen Vorbereitungen zu treffen. Insbesondere die Wahl der sinnigen Bürger in Stadt und Land" dahinter gekommen wirklich ein Aengsterling... Fällt einer über die Regierung her, Delegirten und Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. find, was denn eigentlich mit den verschwommenen Redens so richtet er nicht den geringsten Schaden an; denn die Männer Die Anträge müssen bis spätestens 10. Oktober arten dieses Entwurfs, die häufig einem politischen fümmern sich den Geier um das, was die Zeitungen fagen sie bleiben wo sie sind. Aber die Lokalbehörden in den Händen des Parteivorstandes Moralbüchlein für die heranwachsende Jugend entnommen gestürzt werden und dann fommen vielleicht unbrauchbare zu sein scheinen, an greifbaren, realisirbaren Forderungen Menschen ans Ruder, zum unendlichen Schaden der Hausbesizer gemeint sein soll, wird die Zeit bis zum Zusammentritt und anderer Leute. Darum: in der kleinen Politik hübsch beim des Eisenacher Parteitages am 22. September herange- Alten geblieben!" Berichterstatter: Dr. B. Schoenlant und G. v. Vollmar. 6. Die Bedeutung der Trusts, Ringe, Kartelle und ähnlicher großkapitalistischer Organisationen in unserer wirthschaft lichen Entwickelung. Berichterstatter: M. Schipper. 7. Anträge zum Programm und Organisation. 8. Sonstige Anträge. Berlin SW., Ratzbach str. 9 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz 2 der Parteiorganisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und " Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " " die können Euch schwer gefallen sein, wieder zur Heimath zu ich Glück mitbringe oder getäuschte Hoffnung." Zum tehren, aber besser spät, denn niemals. Gott lasse Euch Lebewohl reichte er dem staunenden Vater die getreue Hand, noch lange deutsche Luft genießen, und uns Freunde sein. und begegnete auf des Hauses Schwelle dem kleinen Hans Vergebt mir, was ich vielleicht gegen Euch gesündigt, und mit Fiorillen. Grüß Dich Gott, Mühmtein!" rief er luftig: 119 ich will Euch herzlich gern jenen Gang zum Cardinal ver- Der Teufel ist mit Gottes Hilfe ausgetrieben, obgleich der geben." Verstummend sah der Prälat verlegen auf den Ohm noch im Oberstocke wohnt; bete für mich, schöne BeSaum seines Gewandes; aber Johannes erbarmte sich seiner kehrte, daß der Schwarze gänzlich aus dem Wege bleibt!" Verlegenheit, und brachte ihn auf einen Text, der an- Fiorilla deutete sorgfältig nach der Treppe und winkte genehmer war, auf den Unterschied der deutschen und dem Jüngling Schweigen zu." Ich sehe es gerne," sagte wälschen Lebensweise. Monsignore gerieth in verwickelte fie, flüchtig und scheu,„ daß Ihr Eure Laune wieder himmelO mein Lehrer und Freund!" fragte Diethers Sohn: Abhandlungen, und Dagobert, nachdem er, guter alter Sitte blau gekleidet habt, aber die Vertraulichkeit, die Ihr " Noch gestern so unglücklich, heute so glücklich in den gemäß, vor dem Altar des Hauses ein kurzes Gebet ver- mir zu Kostniß schenktet, mäßigt vor der Eifersucht des Armen des Vaters! womit vergelte ich diese unerwartete richtet hatte, machte Anstalt, wieder zu scheiden. In Prälaten, und dem Ernste Eures Vaters, und den LauerGnade? Mit Versöhnung;" entgegnete Johannes, furzem bin ich wieder zurück," sagte er zu Diether, der ihn blicken des Gesindes. Ich verlange nun nichts mehr zu der nach der Thüre zeigend, durch welche sich langsam und schwer wieder von der Seite ließ und mir glückt's viel gelten, als eine Magd, und frage nur aus theilnehmendem feierlich der Prälat von Cesena herein bewegte. Das Ge- leicht, etwas zu gewinnen, das Euch lieb und genehm ist, Herzen nach der holden Esther, deren Haus so schmählich spreizte und Gezwungene seiner Haltung, die heuchelnde mein Vater!" Was kann mir lieber sein, als Deine zu Grunde ging." Dagobert flüsterte ihr ins Ohr, daß Freundlichkeit, die auf seinen Lippen und Wangen saß, Nähe und die des kleinen Hans? fragte Diether schmerzlich, Esther sicher sei, und wollte fort. Da klammerte sich Hans während der finstere Zug auf der Stirne ein still brüten sich umschauend:" So weit ich sehe durch das geräumige an ihn und fragte:„ Schon wieder, lieb Brüderlein, willst des Mißvergnügen verrieth, hätte den scharfblickenden Haus, so fehlt doch immer die darinnen, welche fleißig hier Du scheiden ohne Gruß und Kuß für den armen kleinen Neffen sicher wieder von der geforderten Versöhnung zurück- waltete,... eine ehrsame Hausfrau, bis mich der Satan Hans?"„ Ach, Du armer Bube!" redete Dagobert zu geschreckt, wenn nicht der Mönch seine Linke, der Vater beschlich. Nicht minder fehlt die Tochter.. ach, und ihm, und zog ihn zu sich empor:" Du armes Unglücksfeine Rechte ergriffen hätte, um ihn zu dem Eintretenden diese wird immer fehlen, da ich in ihr die Schlange männlein! fannst Du mir nicht sagen, wo der rechte zu geleiten. Die Annäherung indessen, welche, selbst die erkannt habe. Jch beklage nur ihr Schicksal, das meines Johannes ist?" Der Knabe sah ihn groß an und ers Liebe entbehrend, durch den Einfluß geliebter Freunde den Hauses so ganz unwürdig ist, und zu dessen Entscheidung widerte: Ich verstehe Dich nicht, lieber Dagobert. Aber noch nur zögernd zu Stande gekommen wäre, machte sich Bitten und Dringen den Rath noch nicht vermögen konnten in der Erde oder im Himmel muß er sein, glaub' ich." leichter durch die salbungsvolle Anrede des Prälaten, welcher Und das Kind der Unglücklichen..." " In der Erde, im Himmel?" versetzte Dagobert düster. aus vollem Munde seinem Neffen ein Pax cum tibi, mi fili!" O schweigt, schweigt!" fiel Dagobert rasch ein:" Ihr O Du sagst die Wahrheit, Du armer Bube." entgegenrief. Der Verstoß gegen die römische Sprache, der spracht mahr,... sie ist eine Schlange, aber dieses habt Ihr denn, guter Junker?" fragte Fiorilla theilnehmend. darinnen lag, half glücklich über das letzte Hinderniß Kind, von welchem Ihr redet, ist ihr fremd, und gerade Du verstehst mich auch nicht, Blümchen," erwiderte weg, denn Dagobert erinnerte sich, in sich lachend, der Zeit, darum, o mein Vater... ich wage nicht, diese Räthsel Dagobert, seinen Trübsinn zum Scherz zwingend, und wollte in welcher er den Ohm über manchen ähnlichen Schnitzer zu lösen, da ich nur einer milderen, günftigeren Zeit es Gott, ich verstünde mich selbst nicht, und wäre noch wie aufgeklärt hatte, und in diesem Angedenken an Instige vertrauend überlasse! Dem sei, wie ihm wolle; Wallradens wohl sonst, und könnte hier den Buben lieb haben, wie Tage, gab er denn seine Hand in die feiste des Prälaten Haft bleibt ein Brandmal für unsere ganze Sippschaft, sonst, und wüßte nicht. aber wahrhaftig, ich rede und sagte:„ Gleichfalls, lieber Ohm und würdigster Herr! wenn wir sie nicht mit Gewalt zu Ende führen. Dieser thöricht Zeng, und wünsche doch nicht, daß Dein Mund Willkommen auf deutschem Grund und Boden. Es wird Pflicht gilt mein heutiger Ritt, und es wird sich zeigen, ob meine Tollheit verrathe, meine Freundin. Hörst Du?". . " „ Was Recht so! Jmmer maßvoll, maßvoll, Herr Thomsen- perioden, Eintheilung der Wahlkreise entsprechend veränderter| wendigen Lebensmittel und unentbehrlichen Berbrauchsgegens wollte sagen, Herr Eugen Richter! Dann fann's Ihnen Ginwohnerzahl, Diäten für die Abgeordneten; c) Gleichheit stände, feine Boll- und Steuerpolitik im Dienste von Sonderschließlich doch nicht an der großen kompakten liberalen vor dem Gesetz ohne Ansehen des Standes, der Partei und intereffen, keine Steuerprivilegien, teine Monopole; b) im MilitärPartei fehlen, nach denen Ihr Herz sich sehnt! des Glaubens, keine Bevorzugung des Adels im öffentlichen Dienst, wesen Grhaltung der vollen Wehrkraft des Volkes, Und auch daran erkennen wir Ihre Hand, was der feine Zurückseßungen wegen religiöser oder politischer Ueber allgemeine Dienstpflicht bei möglichster Abkürzung der Dienstzeit, feine Entwurf über die sozialen Forderungen sagt: Phrasenhafte Beugungen, volle Gewissens- und Religionsfreiheit, gleiches gesonderte Knabenerziehung zu Berufssoldaten, keine Berabschiedung Recht für alle Bekenntniffe, teine Begünstigung Allgemeinheiten, die jedem Parteimitgliede es gestatten, in stimmter Kirchen; d) Schutz der freien Meinung 3- Duelle, Selbständigkeit der Militärgerichtsbarkeit, Deffentlichkeit be von Offizieren wegen unterlassener Beförderung, Beseitigung der den praktischen Fragen sich so oder so zu verhalten. Um äußerung in Wort und Schrift: Preßfreiheit, reichs- und Mündlichkeit des Verfahrens, Beschränkung auf militärische die Normirung der Arbeitszeit haben Sie sich anmuthig gefeßliche Regelung des Vereins- und Versammlungsrechts Verbrechen und Bergehen, jährliche Feststellung der Friedensherumgedrückt mit der Redensart: auf freiheitlicher Grundlage; e) voltsthümliche Rechtspräsenzstärke durch das Etatsgesetz. Staatliche Eingriffe in das wirthschaftliche Leben mit ihren pflege: Schwurgerichte für alle politischen und Preßvergehen, VI. Unterstübung der internationalen Friedens unvermeidlichen Nachtheilen dürfen immer nur da erfolgen, wo Sicherung einer gleichmäßigen und unparteiischen Strafverfolgung, bestrebungen, Verallgemeinerung des schiedsrichterlichen es das allgemeine Wohl erfordert und die Abhilfe auf anderem Rechtsprechung und Strafvollstreckung, Beseitigung der Eingriffe Verfahrens bei internationalen Rechtsstreitigkeiten. Wege nicht erreichbar ist." der Berwaltungsbehörden in die ordentliche Rechtspflege durch Dies alles zum Wohl des Volkes und zum Heile des VaterWie richtig und unzweifelhaft! So sehr, daß von der Erhebung des Konflikts, Haftpflicht des Fiskus für rechtswidrige landes mit felbfiloser Hingabe in einmüthigem Zusammenwirken. Sozialdemokratie an bis zu den Herren v. Stumm Handhabung der Amtsgewalt, Entschädigung unschuldig Verurtheilter durch und v. Manteuffel alle Parteien diesen schönen Say aweckmäßige Regelung des Roftene und Gebührenwesens, Dolitische Leberlicht. unterschreiben können. Die Meinungsverschiedenheiten bes freie ginnen erst dann, verehrter Herr Thomsen, wenn es sich II. Die Voltsbildung erheischt Förderung und gesetzBerlin, den 21. August. um die praktische Entscheidung handelt, wo denn die Nachliche Regelung des obligatorischen unentgeltlichen Volkssch u l,, Die Arbeiterverhältnisse" ist der heutige Leittheile der staatlichen Einmischung die Vortheile überwiegen. unterrichts, Unabhängigkeit der Schule von der Kirche, un- artikel der„ Vossischen Zeitung" überschrieben. Wir haben Da hätten wir genaue Auskunft von Ihrem Programm- beschadet der Ordnung des Religionsunterrichts, Umgestaltung schon lange nicht eine so reichhaltige Sammlung von unentwurf erwartet, und da laffen Sie uns in den wichtigsten des höheren Schulwesens entsprechend den Anforderungen der richtigen, schiefen und verdrehten Urtheilen gelesen, wie in Tagesfragen im Stich. Nichts von der Kürzung der Ar- Beit, fachmännische Beaufsichtigung der Lehrthätigkeit. Die Partei diesem Artikel. Der Jammer über den Bierboykott und die beitszeit, nichts über Kinder- und Frauenarbeit! Doch halt, da widmet ihre Fürsorge insbesondere allen Zweigen des Unter- Unwissenheit über den Sozialismus deuten darauf hin, ist ja ein besonderer Bassus den Frauen gewidmet, die himmlische Jugend für das heutige wirthschaftliche und soziale Ringen zu Meyer, der wegen seiner vielseitigen publizistischen Fähigrichtswesens, welche geeignet sind, die bessere Ausrüstung der daß der Abgeordnete und Stadtverordnete Alexander Rosen ins bürgerliche Familienleben flechten: Erweiterung stärken. Also viel Glück auf den Weg! meinwesen: Advokatur. = Die W " ihrer wirthschaftlichen Thätigkeit, aber ohne Beeinträchtigung 11. Die Wohlfahrt der Familie ist die Voraus- feiten und seines parlamentarischen Einflusses von verihres Berufs als Gattin und Mutter, damit der Familie fehung des Gedeihens eines jeden Gemeinwesens. Die öffentliche schiedenen Aktiengesellschaften( z. B. Schultheiß und Allge tein Schad geschicht. Ja, Herr Thomsen, da zeigen Sie Gesundheitspflege ist zu fördern und insbesondere die meine Elektrizitätsgesellschaft) als Aufsichtsrath erworben wieder einmal, daß sie keine Ahnung haben von der wirk- Beseitigung der Mißstände in den Wohnungsverhält wurde, der Verfasser dieser tiefsinnigen Erörterung ist. Es lichen Frauenfrage unserer Zeit. Die Proletarierin nissen anzustreben. Das Erwerbsgebiet für das weibliche Ge- wäre dem Artikel zu viel Ehre angethan und würde unsere wird längst zermalmt im wirthschaftlichen Leben. Schlecht soll erweitert werden, jedoch ohne Beeinträchtigung des Beit über Gebühr in Anspruch nehmen, wollten wir auch Kein Fabrikant, fein Großgrundbesitzer frägt danach, wichtigsten Berufs der Frau als Gattin und Mutter. ob ihr Beruf als Gattin und Mutter beeinträchtigt wird. Gesammtheit und der Einzelnen find auf den Grund: heiten feien aus der ernst gemeinten Burlesque hervorIV. Die wirthschaftlichen Verhältnisse der nur die gröbsten Verdrehungen richtig stellen. Nur EinzelDa gilt es einzusetzen und da schweigen Sie mit beredter lagen der bestehenden Gesellschaft unter Ablehnung der falschen gehoben. So wird mit frecher Stirne behauptet: Die deutsche Bunge. Lehre von der Allmacht des Staates zu heben, und zwar Sozialdemokratie hat hier und dort den gänzlich verkehrten Doch Sie haben Ihren Lohn ja schon weg. Was maß sowohl durch Selbsthilfe der Betheiligten, durch freies Zusammen- Grundsatz aufgestellt, daß es von Nugen fei, das Kapital voll" denkt in der Freifinnigen Volkspartei, wie die Tante wirken aller Gesellschaftstlaffen, als auch durch Einwirkung des durch einen fortwährenden kleinen Krieg zu beunruhigen?" Voß, lobt ihren Entwurf über die Pappelbäume, Staates und der Gemeinden. Staatliche Eingriffe in das wirth Wie? wo? wann? fragen wir. Die Antwort wird man weil jeder liberale Mann ihn unterschreiben kann, schaftliche Leben mit ihren unvermeidlichen Nachtheilen dürfen uns schuldig bleiben. weil Sezessionisten und Nationalliberale fich solchen und die Abhilfe auf anderem Wege nicht erreichbar ist. immer nur da erfolgen, wo es das allgemeine Wohl erfordert Mary und Engels, heißt es an anderer Stelle, Forderungen fast durchweg anschließen können. Und glauben Die Partei erstrebt deshalb in bezug auf: a) alle Arbeit haben das Gesetz vom ehernen Lohn dekretirt und Sie ja nicht, daß wir Ihnen Unrecht geben, Herr geber und Arbeitnehmer: Beförderung aller auf fried- wieder aus der Welt geschafft. Selbst ein FreiThomsen. Im Gegentheil, Sie haben den richtigen Weg liche Verständigung zielenden Einrichtungen, gesetzliche Anerkennung handels- Hausirbursche letter Garnitur follte wissen, gewählt. Es ist nun einmal aus dem heutigen Bürger- der freien Berufsvereine zugleich als berechtigter Interessenvertretung, daß die Turgot, Smith, Malthus und Ricardo, thum in Deutschland nichts anderes zu machen, als eine Sicherung der Koalitionsfreiheit, Freizügigkeit, Ausbau der Arbeiter also die Klassiker der liberalen Nationalökonomie, das Partei, die ihre liberalen Programmphrasen nur so weit in schutzgesetzgebung, insbesondere zum Schuß der Arbeitnehmer gegen von Lassalle später als„ ehern" bezeichnete Lohngesetz Thaten umzusehen bereit ist, daß sie die Gunst des Hofes und mißbräuchliche Anforderungen an ihre Arbeitskraft, Gestaltung aufgestellt haben, daß aber Marx und Engels, die daffelbe der Bureaukratie nicht völlig verscherzt und vielleicht, viel der öffentlichen Betriebe zu sozialen Musteranstalten, zeitgemäße nie für richtig gehalten haben, es zuerst wissenschaftlich leicht! mit deren hoher Genehmigung doch noch einmal schaft beschäftigten Personen, Vereinfachung und Verbesserung Regelung der Rechtsverhältnisse der in Haus- und Landwirth widerlegt haben. regierungsfähig werden kann. der Arbeiterversicherung, namentlich auch durch Förderung der Die Leiter der englischen Gewerkschaften werden nicht auf Selbsthilfe und Selbstverwaltung beruhenden freien Organi- mit denen der deutschen, sondern mit den„ Führern" sation der Arbeiter; b) Handwerk und Gewerbe: Ge- der Sozialdemokratie verglichen und dabei folgende werbefreiheit, Förderung Entwurf der Programm- Kommission der frei- und Fachschulen, Pflege der Handwerker- und Gewerbe- beiterbewegung werden als Arbeiter bezeichnet, während der gewerblichen Fortbildungs- Fehler gemacht. Leiter der englischen Arsinnigen Volkspartei. vereine, Bekämpfung ber Borgwirthschaft, zweckmäßige fie in weit stärkerem Verhältnisse als ihre Kollegen in Die freisinnige Volkspartei erstrebt die Befestigung der Gestaltung Des öffentlichen Submissionswesens, Gin Deutschland ehemalige Arbeiter sind. Von den Führern" nationalen Ginigung Deutschlands, den Ausbau der politischen schränkung der Militärwerfstätten, Beseitigung der durch Freiheit und die Hebung der Wohlfahrt des gesammten Volkes die Gefängnißarbeit entstehenden Schäden; c) Landwirth der Sozialdemokratie wird behauptet, daß fie in ihrer und aller seiner Theile. Sie bekämpft alle Sonderbestrebungen, fchaft: freie Veräußerung, Vererbung, Theilung und zu Mehrheit aus dem Gelehrtenstande hervorgegangen find welche dem Interesse der Gesammtheit zuwiderlaufen. Die Partei fammenlegung: des Grundeigenthums; Beseitigung der Hinder- ein merkwürdiger Vorwurf in einem Organe für Bildung sucht ihre Biele zu erreichen auf gesetz- und verfassungsmäßigem nisse, welche einer Mehrung des bäuerlichen Besizes und der und Besiz, zu dieser Mehrheit gesellen sich Kaufleute und Wege durch Zusammenwirken im Reich, in den Einzelstaaten, Anfäffigmachung von Arbeitern entgegenstehen: durch Veräußerung Mitglieder aller Stände. Die Zeitung von gelehrten Sachen" politischen Verbänden und in freien Bereinigungen. In der von Domänen, Ginschränkung des Besitzes zur todten Band, thäte gut, einmal das Reichstags- Handbuch nachzuschlagen, ste Ueberzeugung, daß politische Freiheit, allgemeine Bildung und Aufhebung der Fideikommiffe, Höferollen und Anerbenrechte, würde dann finden, daß fast vier Fünftel der sozialdemo wirthschaftliche Selbständigkeit sich gegenseitig bedingen, stellt die sowie durch Förderung der inneren Kolonisation; Meliorationen, fratischen Reichstags- Abgeordneten Handarbeiter sind oder Partei folgende Forderungen auf, unbeschadet einer Ergänzung insbesondere in bezug auf Regelung der Benutzung der Waffer früher Handarbeiter waren. derselben nach Besonderheiten der einzelnen Staaten und Geläufe; wirksamen Schuh gegen Wildschaden, namentlich durch Ein- früher Handarbeiter waren. hegung des Hochwildes, Erweiterung des landwirthschaftlichen FachZur Erheiterung seien endlich noch zwei Perlen aus 1. Die freiheitliche Ausgestaltung des Ge- unterrichts, Schaffung leistungsfähiger Gemeinden und Kommunal- dem Artikel unseren Lesern vorgeführt. Es wird beklagt, meinwesens als unerläßliche Voraussetzung der Volts- verbände unter Beseitigung der kommunalen und staatlichen daß die Vertreter der Volkswirthschaft an unseren Uniwohlfahrt erheischt: a) Aufrechterhaltung der bundes: Privilegien des Großgrundbesitzes und jeder unberechtigten versitäten die Arbeitseinstellungen mit ihrem Einflusse staatlichen Grundlage des Deutschen Reich es, Sonderstellung von Gutsbezirken; d) Handel und Verkehr: unterstützten. Woher diese Weisheit, Herr Alexander Meyer? Schonung berechtigter Eigenart, Selbstverwaltung in Kommunal Handels- und Verkehrsfreiheit im Innern, Handels- und Den Strebern an unseren Universitäten liegt und lag verbänden und Gemeinden, Reform des Wahlrechts in denselben Tarifverträge mit dem Ausland, Entlastung des Reichs in der wahrlich nichts ferner, als für die Arbeiter gegen die Unternach den Bedürfnissen der Ginzelstaaten; b) Entwickelung Rolonialpolitit, Mehrung der Verkehrsmittel, insbesondere auch nehmer Partei zu ergreifen; uns ist wenigstens blos ein eines wahrhaft konstitutionellen Verfassungs Bulaffung tonturrirender Privat eisenbahnen, durchlebens: Sicherstellung der Rechte der Volksvertretung; Ber- greifende Reform und Verbilligung der Tarise im Transport einziger Fall( Brentano beim Breslauer Buchdrucker- Streik wirklichung der Minister- Verantwortlichkeit, Reichsministerien, und Verkehrswesen, Aufrechterhaltung der Goldwährung. anfangs der 80er Jahre) bekannt. Die wechselnden einjährige Finanzperioden, jährliche Steuerbewilligung, Erhaltung V. Die öffentlichen Lasten sind, soweit es die Zwecke Programme der Sozialdemokratie beklagt heute, nachdes geheimen, allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts des Gemeinwesens irgendwie gestatten, sparsam zu bemessen und dem taum die Zinte Dom Programm Entwürfe für den Reichstag, Ausdehnung desselben auf die Landtagswahlen unter Schonung der minder leistungsfähigen Schultern gerecht der Freisinnigen Voltspartei trocken geworden ist, der Einzelstaaten, Sicherung der Wahlfreiheit, dreijährige Wahl zu vertheilen: a) im Steuersystem Entlastung der noth- die Bossische Zeitung", deren Leser sich gar nicht klar " Habt Ihr nicht erfahren, daß ich schweigen kann?" fragte geben, in die Ginsterbüsche niedergestreckt, und den Schatten voran, Ihr Gesellen!" Wie der Wind sprengte er den Fiorilla entgegen. Aber so gebt doch dem guten Jungen, feines Pferdes in Anspruch genommen. Dagobert hielt anderen voran; ihm nach trabte Hülshofens schwerfälliger der schon lange sein Mäulchen spißt, einen Ruß, bevor Ihr rüstig und lauernd hinter den Schlehenbüschen, durch welche Hengst, auf welchem der Edelknecht saß wie ein Mann von geht." " Das will ich," sagte Dagobert, indem er dem sein scharfes Auge sowohl den Gayner Weg, als auch das Erz. Bollbrecht knüpfte sich den Streithammer an die Faust Hans einen derben Schmaß aufdrückte:" Da, mein kleiner jenseitige Ufer des Mains im Visie hatte. Vollbrecht hin und spornte seinen Klepper dergestalt, daß er nur wenig Hans, und wenn ich wiederkehre, bringe ich Dir einen Butter- gegen hatte seinen Klepper an einen Erlenstrauch geschnürt, hinter seinem Herrn zurückblieb. Die Raubszene hatte schon mecken mit, damit Du glaubeft an meine Freundschaft." und kroch auf allen Vieren, von Haidekraut und Dorn- begonnen, als die Reiter noch fern von dem Schauplatze Dja," rief der Kleine, fröhlich hüpfend:„ Einen Wecken büschen versteckt, nach der Richtung zu, in welcher er die waren. Der Besitzer des Wagens, der völlig sorglos unter und die gute, liebe Mutter; nicht wahr, Dagobert?" besagten Gestalten wahrgenommen zu haben vermeinte, um dem schattigen Dache saß, ein schlichter Wollen- und Deine Mutter? Deine gute, liebe Mutter?" fragte Kundschaft zu bringen, und der erste bei der Hand zu sein. Hanfhändler aus der Gegend, wurde zu seinem Schrecken Dagobert schnell und überrascht; dann sette er mit einem Je weiter er auf diese Art kriechend vorrückte, je gewisser von dem Anrufe der Buschklepper aus dem Schlummer ftillen Seufzer hinzu: Ja, mein Hans, Deiner Mutter wurden seinem Blicke die Umrisse der Gestalten, und er er- geweckt, in welchen ihn die drückende Hige gewiegt hatte. gilt auch mein Gang. Leb' wohl "" Mit einem bittern kannte endlich deutlich drei Reiter, von denen einer vor Schlaftrunken griff er mit der Rechten nach dem Haudegen Zug um den Mund stellte er den Knaben nieder, und eilte, dem andern daherzog. Ihre Annäherung verzögerte sich in- zu seiner Seite, während er mit der Linken, am Leitseil was er nur fonnte, dem Thore zu, unter dessen Schwib dessen außerordentlich, da ihrer Pferde Schritte bald inne reißend, die müden, vom Sandweg erschöpften Gäule zu bogen Gerhard und Vollbrecht seiner harrten, denn der hielten, bald langsam vorwärts rückten. Lange versuchte einem wiewohl vergeblichen Rennen antreiben wollte. Dieser Mittag kam mit Macht heran. Der Hülfshofner fluchte wie Bollbrecht vergebens, die Ursache dieses ungleichen Rittes Versuch belohnte sich aber schlecht. Ein grausamer Stich ein Heide über des Junkers langes Außenbleiben, und be- zu enträthseln; endlich bemerkte er, mie auf einem querfeld- streckte das Leitpferd nieder, und ein gewaltiger Hieb hauptete, entweder sei der Gaudieb schon wieder seines ein laufenden Feldwege ein Wagen daherkam, bedeckt mit lähmte den Arm des unglücklichen Kausherrn. Der Wagen Weges zurückgekehrt, oder die Mittagssonne würde sie ver- einem Segeltuche und von zwei Pferden bespannt; ein Fuhr hielt. Mächtige Fäuste langten unter die Decke, und zogen schmachten lassen, bevor sie einen dienlichen Hinterhalt er- wert, wie es sich die Kaufleute der Landstädte zu ihren den von Schmerz halb ohnmächtigen Eigenthümer hervor reicht haben würden. Dagobert ermangelte nicht, ihm wie Reisen über Land anzukaufen pflegten. Da nun, je näher ins Freie, Da nun, je näher ins Freie, warfen ihn unter den Wagen, wie ein uns gewöhnlich Trost zuzusprechen, und seinen erkalteten Eifer der schneckenähnliche Wagen tam, auch die Reiter je mehr nüßes Stück Holz. Der Arme konnte diese Mißhandlungen anzufachen. Er verhieß ihm frischbelaubte startschattige und mehr inne hielten, und sich endlich an den Saum des nur mit einem ängstlichen Gewimmer erwidern, das die Eichbäume, um sich darunter zu lagern, eine fühle Quelle, Weges zogen, wo einige dicht verwachsene Hecken und Bäume Unmenschen verlachten, die sich alsobald an die Beraubung um den verdorrten Gaumen zu neßen, und Abends, ob sich verstecken konnten; so zweifelte Bollbrecht keineswegs des Wagens machten- Die Bündel und Bäcke, die darin nun das Gelingen den Plan krönen würde, ob nicht, etwas daran, daß die Herren es auf den Karren abgesehen hatten, aufgeschichtet lagen, schienen ihnen theils zu gering an Ges Besseres, als tühles Wasser zur Erquickung. Diese Prophe- und machte sich unverzüglich auf den schnellsten Rückweg. halt, theils zu unbequem zum Fortschaffen, und so eben zeiungen willig für ein Evangelium haltend, trabte Ger- Bei seinem Herrn angelangt, fand er diesen und sogar den rissen sie unter den grimmigsten Drohungen den Kaufhard dem voraneilenden Dagobert nach, der, seinen Ge- von der Hize träg gewordenen Gerhard schon bereit, los mann in die Höhe, um ihn nach Geld zu durchsuchen, danken nachhängend, wenig auf die vielen Fragen des zugehen auf die fernen Heiter. Es ist kein Zweifel," oder ihn zu zwingen zu gestehen, wohin er sein Geld ver Kämpfers erwiderte. Eine ziemliche Strecke von der Stadt fagte Dagobert, nachdem er Vollbrecht's Bericht angehört, borgen habe, als der den Befehl führende Ritter einen entfernt, dem Gutleuthause gegenüber, fanden die Reiter es ist kein Zweifel, daß es der alte Raubgeselle Bechtram Blick in die Höhe warf, und zu seinem Mißvergnügen gut, zu raften. Aber da war nicht Eichbaum, nicht Quelle, ist, der dort hinter dem Busche lauert. Mir sagt's meine wenige Pferdelängen von der Stätte entfernt, drei Reiter sondern ein dürrer Erdaufwurf, hoch genug, Gaul und Ahnung. Aber nicht minder ist kein Zweifel, daß wofern ersah, die gerade auf ihn und seine Leute losrannten, mit Reiter zu verbergen, umschattet von mageren Schlehen wir nicht eilen, der Ruhm, hier den Strauß begonnen zu unverhohlener drohender Geberde." Hagel! Strahl und büschen, die dem kleinsten Sonnenstrahl willig den Durch haben, uns entgehen wird, denn ich vermuthe, der Rath Pestilenz!" schrie er." Auf, Ihr Buben, schlagt den Hund gang ließen. Vollbrecht hatte jedoch in beträchtlicher Ent- war diesmal seinerseits auch wachsam. Dort bei den drei vor den Schädel und setzt Euch zu Wehre! Frisch, auf fernung einige Gestalten auf dem krumlaufenden Wege Buchen über'm Main sehe ich Bewaffnete an's Ufer laufen. die Schurken dort!" bemerkt, die aus dem Forste zu kommen und Reisige zu fein Sie tragen die Stadtfarbe, und ich wette, sie suchen die ( Fortsetzung folgt.) schienen. Gerhard hatte sich deshalb, in sein Schicksal er- Fürth, um ihres Wildes nicht zu fehlen. Drum frisch " 1 Dies ein Theil der Unrichtigkeiten aus einem Artikel der Bossischen 8tg.", die noch immer vernünftiger ift, als die meisten anderen Bourgeois- Blätter. Wie schlecht wird die Bourgeoisie über die Arbeiter- Verhältnisse informirt! noch zwischen China und Japan streng durchführen zu wollen; ein Telegramm aus London meldet hierüber: Die Regierung beschlagnahmte in Glasgow das ausgerüstete Schiff Islam", welches vermuthlich nach China oder Japan geSchiff Islam", welches vermuthlich nach China oder Japan gesandt werden sollte. 1 Den Kampf gegen das Oberhaus will die englische Regierung vertagen. Der Schazkanzler Harcourt erklärte wenigstensgestern im Unterhause, die Frage des Oberhausvetos sei eine ernſte, vielleicht die ernſteſte Frage, welche die Regierung beschäftigen könne. Er glaube aber nicht, daß die über abgeben könne. Die Regierung sei von dem Ernst der Regierung während der jetzigen Session eine Erklärung dar Frage, wie von der Nothwendigkeit, sie zu behandeln, völlig überzeugt. find, ob sie der nationalliberalen Partei, oder der programm- 1 Bestimmungen über die Landes- Stempelsteuern geplant. Es Die Gehäffigkeit bei der Verfolgung der Sozia Losen freisinnigen Vereinigung oder der freisinnigen Volks- sind zu diesem Zwecke Erhebungen angeordnet worden, die listen in Frankreich wird durch die folgende Mittheilung partei mit ihrem Programmstreite angehören. sich darauf erstrecken sollen, schätzungsweise die Zahl der illustrirt: nachstehend bezeichneten Erlaubniß Ertheilungen, Geneh- Der sozialistische Deputirte Mirman ist für den 1. November migungen u. f. m. festzustellen: zur Erfüllung feiner Militärdienstpflicht einberufen worden. 1) Erlaubniß- Ertheilungen zur gewerbsmäßigen öffentlichen Mirman war als Gymnasial- Professor vom aktiven Dienste beVeranstaltung von Singspielen, Gesangs- und beflamatorischen freit, weil er sich verpflichtet hatte, ununterbrochen zehn Jahre Vorträgen, Schaustellungen von Personen oder theatralischen Bor- als Profeffor in einer Staatsanstalt zu wirken. Als er im Die National- Zeitung" läßt sich aus Stuttgart stellungen ohne höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft in vorigen Jahre zum Deputirten von Rheims gewählt wurde, schreiben, daß es Liebknecht in einer großen Versammlung Wirthschafts- oder sonstigen Räumen; 2. Genehmigungen zum mußte er seine Entlassung als Professor nehmen, in Stuttgart nicht gelungen ist, Anarchisten von den Rock Betriebe von Gewerben, welche dem öffentlichen Personen- ehe er seine zehnjährige Dienstzeit als Lehrer beendet schößen der Sozialdemokratie abzuschütteln". Nun ist dies und Güterverkehr innerhalb der Orte durch Wagen aller Art, hatte. So muß er nun nach Ansicht des Kriegsministers feine erstens nicht nöthig, da der unüberbrückbare Gegensatz Gondeln, Sänften, Pferde und andere Transportmittel dienen; dreijährige aktive Militärdienstpflicht leiften. Die Affäre zwischen Anarchismus und Sozialdemokratie für jeden von Veränderungen vorhandener Bauwerke, sowie Dispense dieser 9. Dezember vor. J3., da Baillant in der Kammer ſeine Bombe 3. Schriftliche Genehmigungen zur Vornahme von Neubauten oder Mirman ist schon einmal in jener denkwürdigen Sigung vom Kenner der einschlägigen Literatur und der Arbeiterbewegung klar ist, andererseits hat Liebknecht in über- uständigen Behörden von Bestimmungen der Baupolizei- Ord- warf, diskutirt worden, ohne daß aber eine Abstimmung darüber nungen; 4. Genehmigungen zur Veranstaltung von Musit stattgefunden hätte. Nun, da der Kriegsminister General Mercier zeugender, mit jubelndem Beifall aufgenommenen Rede für Aufführungen, Singspielen, Gesangs- und deklamatorischen Vor- feine damals angekündigte Absicht, Mirman zur Militärdienstjedermann, außer für den Attentatsempfehlungen Liebfnecht's trägen, theatralischen Vorstellungen oder sonstigen Luftbarkeiten pflicht heranzuziehen, thatsächlich ausgeführt hat, dürfte die Sache frech erschwindelnden Berichterstatter der National- Zeitung", aller Art, und zwar sowohl von öffentlichen Gesellschaften, als in der Kammer neuerdings zur Verhandlung gelangen, indem der verständlich dargelegt, daß die Sozialdemokratie mit dem von privaten oder geschlossenen Gesellschaften; 5. Genehmigungen Deputirte Caftelin bei Gröffnung der Seffion einen Antrag auf Regelung der Dienstpflicht der Volksvertreter einzubringen gedenkt. Anarchismus absolut nichts gemein hat. der Verlängerung der Polizeistunde; 6. Fischereifarten. Wenn Mirman wirklich zur Truppe einrücken sollte, so müßte in Maskirtes Agrarierthum. Herzlich wenig müssen Zur Charakterisirung der staatlichen Muster- Rheims ein neuer Abgeordneter gewählt werden. Muster- Rheims die Agrarier auf die Gerechtigkeit ihrer Sache bauen. betriebe kann die folgende Meldung aus Braunschweig England scheint die Neutralität im Kriege Die agrarische Deutsche Tageszeitung" wurde als un- dienen: parteiisches Volksblatt" dem Publikum vorgeführt. Keine Als Theilnehmer der Diebesbande, welche in den letzten Silbe darin von ihren agrarischen Zwecken. Auch jetzt Jahren hier zahlreiche Diebstähle an Bahngütern verübte, wurwird in den folgenden Probenummern die Maske nicht ge- den acht auf dem Güterbahnhofe der Staatsbahn beschäftigte lüftet. Es wird immer nur von der Vertretung des Mittel- Rangirer verhaftet. Bei den in den Wohnungen der Verhafteten standes gesprochen. Wir erfahren da über die neue Art gefunden. vorgenommenen Haussuchungen wurde eine Menge Waaren aller Zeitung: Wären die Lohnverhältnisse in den Staatsbetrieben " Bon großen und kleinen Landwirthen, Handwerkern, Kauf- nicht unter aller Kritit, so würden derartige Diebstähle leuten, Geistlichen und Lehrern gegründet, die selbstlos ihre nicht vorkommen. sauer ersparten Groschen zusammengebracht haben, hat sie es sich zur vornehmsten Aufgabe gemacht, die Interessen des Mittelstandes zu vertreten, die Kenntniß und das bekannten Bötticherei, in der neben sonstigem Gimpelfang Den Bauernfängern ins Stammbuch. Aus der gegenseitige Berstehnlernen der Daseinsbedingungen seiner ver auch der Bauernfang fabrikmäßig betrieben wird, ist nach schiedenen Klassen untereinander zu fördern." Das ist doch wirklich rührend, daß die nothleidenden stehender Waschzettel hervorgegangen: Landwirthe von Kanit und Manteuffel ihre paar zusam- tischen Provinzialparteitage fich noch immer abBerlin, 19. Auguft. Während die sozialdemokra Diese Erklärung befriedigte aber nicht vollkommen die mengesparten Groschen selbstlos zum Nutzen des Mittel- mühen, Mittel und Wege zu finden, um die sozialistischen Lehren tampfesfreudigeren Elemente des Parlamentes. Wenigstens standes anlegen. Da wird er sich hoffentlich nicht lumpen unter die ländliche Bevölkerung zu tragen- auch der am meldet eine heute morgens in London aufgegebene Depesche laffen, und diefe Güte und Liebe durch mannhaftes Eintreten 16. September in Berlin zusammentretende brandenburgische über den weiteren Verlauf der Unterhaus Sigung das für alle agrarischen Zölle, für Zucker- und Schnapsliebes- Parteitag soll sich mit dieser Frage beschäftigen tann folgende: gabe bethätigen,- wie seiner Zeit der Rabe den Käse der Vorwärts" bereits triumphirend verkündigen, daß der Nach Erledigung aller Kapitel des Ausgaben- Etats entfallen ließ, als der nothleidende Fuchs ihm seine Liebe und antikollektivistische Bauernschädel" zum Entfeßen des Ord- spannen fich langwierige von den Irländern und einigen RadiBewunderung für seinen Gesang betheuerte. nungsbreis immer mehr zur Legende werde. Das Zentral- falen angeregte Debatten, deren Zweck es war, gegen das Oberorgan will diese Behauptung bestätigt finden in einem haus zu protestiren und eine Erklärung der Politik der RegieDer Zentrumsthurm geräth wieder ins Wackeln. Artikel, den ein praktischer Landwirth" der süddeutschen Partei- rung zu erlangen. Hierauf wurden die wiederholten Anträge In Rheinland- Westfalen wollen die katholischen Junter, presse geschrieben habe. Aber in dem Artikel dieses praktischen auf Vertagung der Debatte mit Mehrheiten von 20 Stimmen die v. Schorlemer, Freiherr v. Loe, Graf Hoensbroech, landwirths werden als verwendbar für die Agitation nur verworfen. Die Debatten dauerten von 1 Uhr bis 4 Uhr Mor ein Blatt gründen, das sich zu den bestehenden Forderungen anempfohlen, die mit dem sozialistischen Programm gens, worauf der Kanzler der Schatzkammer, Harcourt, in die Zentrumsblättern in Gegensatz stellen wird. Die alten nichts zu schaffen haben; allgemeines Wahl- und Stimmrecht, Bertagung der Debatte willigte. Organe der Zentrumspartei weisen auf die unausgesetzten Provinz und Gemeinde, Erziehung zur allgemeinen WehrhaftigGesetzgebung durch das Volk, Selbstverwaltung in Reich, Staat, Charles Dilke über den Anarchismus. Der Bemühungen des konservativen und agrarischen Flügels der teit, Erklärung der Religion als Privatsache, unentgeltlicher frühere englische Minister Charles Dilke, einer der herPartei hin, dieselbe zu zerbröckeln und zu unterminiren. Unterricht und Rechtspflege, unentgeltliche ärztliche Hilfeleistung vorragendsten Publizisten und Politiker Englands, äußerte Im vorigen Jahre waren es die Ballestrem und Huene, in und Todtenbestattung u. s. w. Wie man sieht, sind hier zum Theil sich vor einiger Zeit in folgender, sehr vernünftiger Weise diesem sind es die Los und Hoensbroech und in beiden Herr die Forderungen wiederholt, die im zweiten Theile des sozialistischen über den Anarchismus: Schorlemer- Alft. Die Herren fühlen sich jedenfalls mehr Programms an die heutige Gesellschaft gestellt Die anarchistische Gefahr wird, wie ich glaube, von gewissen zu den Mirbach- Sorquitten, Kanig, Dohna und Manteuffel, werden; anderes ift dem Programm der süddeutschen Bolts. Regierungen und von der Presse im Allgemeinen start überals zu den Gröber, Lieber und Bachem hingezogen. Wir partei entnommen. Ein Theil der Forderungen ist auch bereits trieben. Gleichsam zum Vergnügen erhöht man heute die Bahr begreifen dies. In einer Beit wirthschaftlicher Interessen- durch die bürgerliche Gesellschaft verwirklicht worden. Niemand der Opfer, welche die Erdbeben, die Epidemien und das Dynamit hat die Aufnahme der Forderungen an die heutige Gesellschaft fordern. Sind die Attentate, deren betrübte und entrüstete fämpfe fann eine vornehmlich auf konfessionell gleichen Be- in das sozialistische Programm mit blutigerem Spotte bekämpft Beugen wir sind, vollständig neu? Sind sie zahlreicher als chestrebungen aufgebaute Partei nicht zusammengehalten als der Parteipapst Karl Marx. Bei der letzten Programm- dem? Nein. Es paßt, heute zu sagen, England laffe die werden. Die Tage der Zentrumspartei sind trotz aller revision ist von den konsequenteren Köpfen auch die Entfernung Dynamitleger ruhig, weil es dieselben nicht zu fürchten braucht. Anstrengungen der einigenden Elemente innerhalb der Parte dieser nichtsozialistischen Forderungen verlangt worden. Man Bergeffen Sie nicht, daß wir die Verbrechen der Fenier, die hat sie beibehalten gezählt. für den Bauernfang. Aber der Vor- Attentate gegen die Königin hatten, wie es zur Stunde die sowärts" wird niemand einreden wollen, daß die Bauernschädel" genannten anarchistischen Verbrechen giebt. Ehedem nannte man follettivistischer geworden seien. Er macht nur den Versuch, den die Urheber dieser Attentate Verrückte", heute nennt man sie Bauern mit dem eigentlichen sozialistischen Programm, vor" Anarchisten". Der Name ist verändert, die Sache an sich aber Allem mit der Beseitigung des Eigenthums, zu kommen; Die gleiche geblieben. Hier bleiben wir angesichts der Verbrechen dann wird er am eigenen Schädel vielleicht erfahren, wie es ruhiger, die, ich wiederhole es, nicht neu sind, und die nur ein mit dem Rollektivismus der Bauern bestellt sei. Steigen einer Epidemie bekunden, welche gleich den anderen verschwinden wird." Die deutschen Bischöfe sind heute in Fulda unter dem Vorsitze des Erzbischofs von Köln zu einer Konferenz zusammengetreten. Die Berathungsgegenstände der Konferenz, welche voraussichtlich bis morgen Abend dauern wird, entziehen sich der öffentlichen Kenntnißnahme. " Cipriani hat sich von Belgien nach England gewandt. Sollte auch England, was vorerst nicht zu erwarten ist, ihn ausweisen, will er sich nach Südamerika wenden. Nordamerikanisches Anarchiffengefet. Die von dem Parteinachrichten. W Die Partikularisten. Die diesjährige allgemeine VerDies der Waschzettel, über den man uns von Auswärts sammlung von Gesinnungsgenossen und Freunden der Deut- das folgende zusendet: Der Schädel" des Herrn Schreibers ist unzweifelhaft schen Rechtspartei"( Vereinigung der„ hessischen Rechtspartei" und der„ Welsen") wird am 3. Oktober d. J. zu Frankfurt antikollektivistisch" und auch dick so dick, daß es, selbst a. M. abgehalten werden. Nach der vom Komitee fest- mit Hilfe eines Nürnberger Trichters, nicht gelingen würde, gesezten Tagesordnung sollen im Anschluß an zu erstattende den leisesten Schimmer der Erkenntniß in die egyptische Senator Hill eingebrachte Anarchistenbill dürfte, falls fie Referate folgende Punkte zur Erörterung gelangen: 1. Bura bie Bauern schädel" ebenso dick sind. Bötticher und nicht wesentlich abgeändert wird, im Repräsentantenhause in Finsterniß einzuführen. Allein daraus folgt doch nicht, Lage. 2. Die Stellung der Rechtspartei zur Reichsverfassung. daß Bauer ist zweierlei. Und in den antikollektivistischen dieser Session nicht zur Annahme gelangen. Gesetzliche Regelung des Haufirhandels. Zu der Böttich erschädel ist die Wahrheit noch nicht ein Mittheilung, daß in naher Zeit dem Reichstage eine No- gedrungen, daß- ganz abgesehen von der Durchdringlichvelle zur Gewerbe- Ordnung zugestellt wird, welche den keit oder Undurchdringlichkeit der Bauern schädel" Gewerbebetrieb im Umherziehen zum Gegen- die ungeheuere Mehrzahl der Landbewohner- Schädel entweder stande hat, eine Aeußerung, die, beiläufig bemerkt, von gar keine Bauernschädel" sind, oder Kleinbauern angehören, Bersammlung am 15. b. M. in Hildesheim zum Abschluß Von der Agitation. Auf seiner, mit einer imposanten der Regierungsseite im badischen Landtage während der die nur& che in bauern sind, und sich für die Herren gelangten Agitationstour, hat der Reichstags Abgeordnete letzten Tagung gefallen ist, schreiben die offiziösen, Berliner Rapitalisten meist noch mehr abzuschinden und ein misera- me byger. Hamburg in folgenden Städten und Orten in VerPolitischen Nachrichten": bleres Proletarierleben zu führen haben, als die Proletarier fammlungen gesprochen: am 2. d. M. in Altenburg, am Man wäre im Irrthum, wenn man meinte, daß mit der der Städte. Die Bötticher und sonstigen Bauernfänger 3. in Ra 3 berg bei 3eit, am 4. in Weißenfels, am Novelle mannigfaltige und tief einschneidende dieser Sorte sind entweder fürchterliche Aufschneider, die 5. in Merseburg, am 7. in Salle, am 8. in Sanger. Veränderungen vorgenommen werden sollten. Der im November 1892 beim Bundesrathe geftellte bayerische An- ich selbst durch ihre Lügen zu täuschen suchen; oder sie baufen, am 10. in Nordhausen, am 12. in Geefen trag beschränkte sich im großen Gaugen auf drei Neue- find entsetzlich unwiffend. Die ländlichen Verhältnisse, die sie und am 15. in Hildesheim. Sämmtliche Versammlungen rungen. Einmal wiederholte er die schon in dem Entwurf zur zur Grundlage ihrer Argumentationen machen, bestehen der. Bu der Versammlung in Weißenfels hatten sich die dortigen waren vortrefflich besucht und der Verlauf ein völlig befriedigen= Gewerbe- Ordnungs- Novelle von 1882 enthaltene Forderung, daß in Wirklichkeit gar nicht. Die Landbevölkerung, anarchistisch angehauchten Personen von auswärts die Anarchisten Gewerbetreibende oder Handelsreisende, welche auf grund des die glücklich und zufrieden die Erde bebaut, ist zu neun Bender und Opitz verschrieben, welche dem Referenten, der über § 44 der Gewerbe- Ordnung ihr Gewerbe ohne Wanderschein aus 3 ehnteln und mehr pures Phantasie- Anarchismus und Sozialismus" gesprochen hatte, entüben, Bestellungen auf Waaren nur bei solchen Personen suchen ge bilde. Die winzige Minderheit, auf die gegentreten sollten. Von eingen Weißenfelser Genossen und dürfen, in deren Gewerbebetrieb die angebotenen Waaren Ver- das idyllische Gemälde zutrifft, wollen wir so weit sie vom Referenten wurden die Herren Anarchisten gebührend abwendung finden. Sodann verlangte er, daß der gesammte wan: höheren Ideen nicht zugänglich ist den Bötticher und gefertigt. Auch in Halle traten dem Referenten einige anarchistische dernde Geschäftsbetrieb, der von Haus zu Haus oder an öffent- höheren lichen Orten stattfindet, als Gewerbebetrieb im Umherziehen be- sonstigen Banernfängern bis auf weiteres gern überlassen. Querköpfe entgegen, die in der Programmforderung betr. der handelt würde, daß also für den einheimischen Haufirer diefelbe Die übrigen neun Zehntel und mehr aber reklamiren Erziehung zur allgemeinen Wehrhaftigkeit" und„ Volkswehr an Stelle der stehenden Heere" einen Widerspruch entdeckt haben Ueberwachung wie für den fremden Platz greife. Und schließlich wir für uns. wollten. Daß denselben von einigen Hallenser Genossen und " sollte nach dem bayerischen Antrage der Gewerbebetrieb im Umber- Prager Ausnahmezustand. Gegenüber anders vom Referenten gehörig heimgeleuchtet wurde, braucht wohl sieben allgemein nur insoweit gestattet werden, als ein Bedürfniß lautenden Meldungen theilt das offiziöse Wiener Fremden- kaum erwähnt zu werden. Es mag ferner erwähnt werden, daß für diesen Gewerbebetrieb in den Bezirken, für welche die Er laubniß nachgesucht wird, vorhanden ist. Es sind ja an dem blatt" mit, daß die Frage der Aufhebung des Ausnahme eine für den 6. d. M. in Theiffen einberufene Versammlung bayerischen Entwurf Aenderungen geplant. Man dürfte aber zustandes in Prag nicht Gegenstand der Berathung des in infolge zu schwachen Besuches eine Folge verschiedener zu fammentreffender ungünstiger Umstände nicht abgehalten faum in der Annahme fehlgehen, daß diese Aenderungen den letzten Tagen abgehaltenen Ministerraths gewesen sei. werden konnte. Desgleichen ist eine, für Andreasberg auf den Erweiterungen nicht darstellen. Man dürfte dem Wenn nicht noch eine Aenderung eintrete, werde die Wirk 11. d. m. anberaumte Versammlung ausgefallen, indem der Umstande, daß der Hausirhandel für manche Gegenden und in famkeit des Schwurgerichts in Prag am 13. September dortige Vertrauensmann abgereift war und der die betreffende manchen Waaren geradezu eine Nothwendigkeit ist, Rechnung ge- wieder in Kraft treten, die Ausnahmeverfügungen würden Mittheilung enthaltende Brief wieder zurückgegangen ist. Auch tragen haben, wie sich ja denn auch die Begründung zu dem jedoch aufrecht erhalten bleiben. in Goslar konnte die, auf den 18. angesetzte Versammlung bayrischen Antrage diesen Gesichtspunkten durchaus nicht verwegen Lokalmangels nicht abgehalten werden. Die auf der schlossen hatte.Die französischen Generalräthe( eine Art Provinzial- ganzen Tour gemachten Erfahrungen lassen sich dahin zusarimen Ueber die sächsische Polizeipraxis gegenüber landtage) sind gestern zusammengetreten. Ihre Verhand- faffen: der Geist unter den Genossen ist allüberall ein durchaus der Sozialdemokratie äußert sich sehr befriedigt lungen haben selten politische Bedeutung, da sie sich haupt- reger, wie die überall eifrig betriebene Landagitation deutlich Die Rölnische 8tg.". Dies ist ebenso wenig ehrenvoll für fächlich mit lokalen Finanz- und Verwaltungsfragen zu daß der antikollektivistische Bauernschädel" des Herrn immer erkennen läßt. Die dabei gemachten Erfahrungen lassen erkennen, die sächsische Polizei, wie für die Kölnische Ztg.".- beschäftigen haben, hier und da kommen freilich auch mehr und mehr dem von der Sozialdemokratie vertretenen Zum Strafvollzug. Der schwerleidende Genosse politische Kundgebungen vor. Ein Telegrammi aus Paris Kollektivismus weicht, so daß wir mit größter Zuversicht der Redakteur Rokosky hat vom Rummelsburger Gefängniß meldet das Folgende: weiteren Entwickelung entgegensehen können. aus in das Gefängniß zu Plößensee überführt werden Die Eröffnung der Generalräthe hat sich, soweit bis jetzt Der Genosse W. Liebknecht sprach am 19. d. Mts. in bekannt, überall ohne Zwischenfall vollzogen. Viele Präsidenten Stuttgart. Ueber den Besuch und Verlauf derselben laffen müffen.gaben dem Schmerz über die Ermordung Carnot's Ausdruck, wir unser Stuttgarter Bruderorgan sprechen; es heißt dort: mehrere sprachen im Anschluß daran über die Nothwendigkeit, Schon vor 1/210 Uhr ab begann die Völkerwanderung" den Anarchismus zu bekämpfen.nach dem Marienplay, so daß schon lange vor Beginn der VerNeue Stempel- Stenern? Seitens des Finanzministers ist nach der Schles. Btg." eine Neuregelung der gesetzlichen " Frau Kähler aus Wandsbek referirt im Laufe dieser Woche in mehreren Versammlungen in Gera über das Thema: Was wird der Befreiungskampf den Frauen des Proletariats bringen? In Iserlohn sprach Th. v. Wächter über: Der Kampf ums Dasein und die Sozialdemokratie. In dem felben Ort sprach Genosse Grenz aus Chemnitz in einer öffentlichen allgemeinen Gewerkschaftsversammlung. V = = Metschte- Altenburg( Hutmacher) erklärt, daß er als Vertreter des Verbandes beauftragt sei, gegen den Industrieverband zu stimmen. Hierauf wird die Debatte geschlossen und erhalten nur noch die Referenten Reißhaus und Bock das Schlußwort. Damit ist die Vormittags- Sigung beendet. fammlung das Gebäude bis auf den legten Winkel besett| Kölle- Hamburg( Schuhmacher) und Waßner- Hamburg( Schneider) war. Dabei mag noch Ein fiegreicher Bauschloffer- Streit. Man schreibt uns als Beweis für die große An- sprechen für den Industrie Verband, während Sabath und aus Paris unterm 19. August: Während der Senat sich noch ziehungskraft dieser Versammlung besonders hervorgehoben sein, Stühmer- Hamburg( Schneider), Geißler- Hof( Schuhmacher) und neulich zu der Reform" verstiegen hat, wonach Kinder nicht daß sich die Tausende, welche das Zirkusgebäude füllten, Geller- Frankfurt a. M.( Schuhmacher) sich dagegen wenden. länger als elf Stunden täglich" beschäftigt werden dürfen, gehen nicht blos aus der Stadt und den Nachbarorten refrutirten, Menzel Berlin( Schuhmacher) votirt nochmals für die Lokal die organisirten erwachsenen Arbeiter überall daran, sich den sondern auch aus verschiedenen Theilen des Landes eine große Organisationsform. Anzahl Besucher erschienen waren, aus Gmünd allein über zehnstündigen Arbeitstag zu erringen. Mit welchem Erfolg, Leiftner- Frankfurt a. M.( Kürschner) ist für den Industrie- das zeigt der eben beendigte Streit der Besançoner Bauschlosser, hundert, um den Genossen Liebknecht zu hören. Der Referent, Verband. Die Mehrheit der Mitglieder des Kürschner- Berbandes deren Arbeitszeit vor dem Streit, der 45 Tage währte, eine tägwelcher bei seinem Erscheinen mit brausenden Hochrufen begrüßt hat sich durch Urabstimmung dafür erklärt. wurde, hatte sich für diese Versammlung ein sehr aktuelles lich zwölfftündige war und nun, nach beendigtem Kampf, nur Göt Offenbach( Schuhmacher) ist in einer Bekleidungs- noch elf Stunden beträgt, um vom 1. Oktober an auf zehn Thema anserkoren: er sprach über" Sozialismus und An- industrie Versammlung seines Ortes beauftragt, die Ansichten Stunden reduzirt zu werden. Und dies ohne Reduzirung der archismus". In der ihm eigenen populären und fesselnden Vortrags- feiner Mandatgeber, darunter auch die der Sattler, zu vertreten. Löhne. Ohne eine tüchtige Organisation hätten die Schlosser weise, seine Ausführungen vielfach durch Reminiszenzen aus Er sei gegen den Industrieverband in der Form, wie man ihn diesen Sieg allerdings nicht erreicht. Der Streit ging von dem seiner eigenen, erinnerungsreichen Vergangenheit noch eindrucks beabsichtige, doch sei er für einen gemeinsamen Verband der Be- Verband der Baugewerkschaften aus, der sich vor allem auf die voller und interessanter gestaltend, wußte der Redner in mehr kleidungs-, Leder- und Textilindustrie. Einführung des zehnftündigen Arbeitstages resp. auf die Verals 1stündigem Vortrag das Wesen des Anarchismus und Baudert- Apolda( Textilarbeiter): In seinem Orte sei man türzung der Arbeitszeit hinarbeitet und dabei nach einem bedeffen schroffe Gegenfäße gegenüber dem Sozialismus zu im Prinzip für den Industrieverband, jedoch sollen erst die Wege stimmten Plan vorgeht. Es wird nämlich immer nur ein Gewerk charakterisiren und den Anwesenden, welche seinen Worten bis dazu geebnet werden. ins Feuer geschickt und zwar immer dasjenige, dessen zum Schluß mit gleich lebhafter Spannung folgten, fast plastisch finanzielle Lage am besten steht und die meisten Siegeschancen greifbar vor Augen zu führen. für sich hat. Sind einmal die Unternehmer eines Gewerks unterlegen, dann geben die anderen Gewerke leichter nach, während die Arbeiter dieser Gewerke mit desto frischerem Muthe für ihre Forderungen eintreten. Wie der Verband diese Taftit bereits an anderen Orten mit Erfolg angewandt, scheint Branche bereiten sich seit 3 Monaten zu einer Lohnbewegung die Schloffer ihre Forderungen durchgesetzt, als auch schon die Die Maler der Galanterie, Glas- und Porzellan- sie sich auch in Besançon bewähren zu wollen. Denn kaum hatten vor. In der Versammlung am 11. August ist beschlossen, in Schreiner beschlossen hatten, mit den gleichen Forderungen eine Unser Elberfelder Bruderorgau kommt noch einmal auf eine Unterstützung von 12 M. und für jedes Kind 1 M., sowie was denn auch schon geschehen ist und zur Folge hatte, daß bevorkommenden Fällen den gemaßregelten verheiratheten Arbeitern Delegation an die Unternehmer ihres Gewertes zu entfenden, Die dort stattgehabte Versammlung zu sprechen, in der Dr. Bruno ben unverheiratheten 10 M. zu gewähren. Sodann wird von reits zwei Unternehmer den 11ftündigen Arbeitstag vom 20. Aug. Wille das Referat hatte. Das genannte Blatt meint, daß es jezt ab den Mitgliedern bei einer Vergütigung von 25 Pf. vier- an und den 10stündigen vom 1. Oktober an bewilligt haben. " wenig angebracht erscheint die Parteigen offen in solcher Weise teljährlich die„ Ameise", Verbands- Organ, pünktlich zugestellt. Hoffentlich willigen auch die übrigen Unternehmer des Schreinerzu schulmeistern", wie es durch die Rh. Weſtf. Arb.- 3tg." und Am Sonnabend findet Admiralstr. 18c, im oberen Saal, eine gewertes in die Forderungen ihrer Arbeiter, ehe es noch zum uns angeblich geschehen sein soll. Weiter theilt das Elberfelder Versammlung statt, auf welche die Berufsgenossen besonders Streit kommt. Wo nicht, um so schlimmer für sie, da der GeParteiblatt mit, daß der von ihm über die Versammlung aufmerksam gemacht werden. Diejenigen Werkstätten, die noch werkschaftsverband auf den Streik vorbereitet ist und auch Willens, gebrachte Bericht„ höchst unvollständig und nur ein Referat feine Bertrauensleute zu den Kommissions- Sitzungen gesandt ihn zum Siege zu führen. über den Vortrag( Wille's), nicht aber über die Ver- haben, werden ersucht, bis zur nächsten Sigung, die am Freitag, Unruhen unter den Schaffcheerern von Queens ſammlung gewesen sei." Letzteres konnten natürlich die Genoffen den 1. September, bei Zubeil, Naunynstr. 86, stattfindet, das land läßt sich die Bosnische Zeitung" durch eigene Mitim übrigen Deutschland nicht wissen und fällt die Schuld, wenn Versäumte nachzuholen. Die Kommission. theilung" melden. Die fast alljährlich wiederkehrenden Unruhen" Mißverständnisse dadurch passirt sein sollen, auf die mangelhafte An die Handels- Hilfsarbeiter in Berlin! Für unseren feien durch das„ Heßen einiger Wühler" auch jetzt wieder ausBerichterstattung. Wir freilich haben viel weniger an dem Anstoß Beruf beginnt jetzt wieder die Zeit des regeren Geschäftsverkehrs, gebrochen. Warum wohl die Unruhen, soll wohl heißen Streifs, genommen, was in der Versaminlung geschehen oder unterlassen die sogenannte Saison. Damit stellen sich aber auch alle jene Miß- alljährlich wiederkehren“? Nun werden die braven Schaf= worden ist, als daran, daß zu gunsten der Wille'schen stände in verstärktem Maße ein, unter denen wir sonst schon zu scheerer von der braven Bossin ohne Weiteres zu Sozialdemo Versammlung die Sigung des sozialdemo tratischen Boltsvereins ausfallen gelassen etwa Hilfskräfte eingestellt, sondern man sucht meist mit den vielgepriesenen sozialdemokratischen Freiheit auf sich hat, lehrt leiden haben. So werden für die vorhandene Mehrarbeit nicht traten gemacht und so heißt es dann: Was es mit der wurde. Das ist ein Entgegenkommen, das einem Manne wie Wille gegenüber uns wirklich nicht anvorhandenen auszukommen, die infolge ihrer größeren Kraft: folgender Vorgang: Jn Condoora bei Winton sollten 100 Scheerer gebracht erscheint. Sind unsere Elberfelder Freunde in anstrengung einen Lohn bekommen, der in keinem Verhältniß den Arbeitskontrakt unterschreiben; die ersten sechs weigerten diesem Punkte anderer Meinung, so ist das ihre Sache; zu ihrer Thätigkeit steht. Als Köder wird dann die sogenannte sich, der nächste war dazu bereit, wurde aber von den übrigen Ditmals muß sofort niedergeschlagen, als er an den Tisch trat. Der anWeihnachts Gratifikation in Aussicht gestellt. aber den Vorwurf der Schulmeisterei machen, weil aber auch der Sonntag herhalten, und so geht denn bei der wesende Polizist zog seinen Revolver und drohte jeden nieder. wir an der Ansicht festhalten, daß die Partei kein Taubenschlag bekannten Achtung der Unternehmer vor dem Gesetz die uns ist, in dem Krethi und Plethi aus- und eingehen können, dagegen gefeßlich gewährleistete Sonntagsruhe verloren. Hier ist es die möchten wir uns in aller Freundschaft verwahren. Pflicht unserer Berufskollegen, jede Uebertretung diefer gesetzlichen Die Gewerbegerichts Wahlen in Lambrecht( Pfalz). Die Kollegen darauf aufmerksam gemacht, daß für die Rollkutscher Bestimmungen dem Unterzeichneten zu melden.- Ferner werden welche an 19. b. M. stattgefunden, find, was die Liste der und Möbeltransport- Arbeiter am Sonntag, den 26. August, bei Arbeitnehmer anlangt, zu gunsten der Sozialdemokraten aus- Buß, Große Frankfurterstr. 85, und für die Hausdiener Donnersgefallen. Zur Wahl angemeldet waren 230, abgestimmt haben tag, den 30. August, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, eine öffentliche Versammlung stattfindet. Der Vertrauensmann Oswald Schumann, Schmidtstr. 8. uns 198 Wähler. " # Für das Tölde- Denkmal sind bis jetzt bei dem Dort: munder Komitee 252,75 M. eingegangen. 0 zuschießen, der Gewalt übe. Darauf zogen sich sämmtliche Scheerer zurück und bezogen, mit anderen vereint, ein Lager, wo sie sich verschanzten. Auf der Ayrsire Downs. angezündet; vorher Station haben die Ausständigen einen großen Wollschuppen durchschnitten fie die Telegraphendrähte, um das Herbeiholen fremder Hilfe zu vereiteln. Die Verwalter und einzelne alte Scheerer versuchten zu löschen, wurden aber von der wilden Rotte, die durchweg bewaffnet war, mit Gewalt daran verhindert. Der ganze Schuppen mit Wolle im Werthe von über 100 000 Mark( Eigenthum des Ministers Der Streif in der Schuhfabrik von Fürftenheim u. Co., Ilwraith) ging in Flammen auf. Erst als das Vernichtungswerk Berlin O., Andreasstr. 32, dauert unverändert fort. Herr Fürsten- davon. Nach der soeben veröffentlichten Statistik des Generalvollendet war, bestiegen die Brandstifter die Pferde und ritten Wer provozirt den Boykott? Natürlich die Sozial- beim giebt sich in letzter Zeit die vergebliche Mühe, zu ver- Registrars zählt die Kolonie Queensland 8715 Squatter- Runs demokraten. Weit gefehlt. Die Ordnungssippe Hand in Hand breiten, daß der Streit beendet sei. Einer dieser Versuche ist Registrars zählt die Kolonie Queensland 3715 Squatter- Runs mit den hochwohllöblichen Behörden sind es, die namentlich durch sogar in der Redaktion des Vorwärts" von seinem Auftraggeber Darauf leben 18 700 000 Schafe( Abnahme gegen das Vorjahr ( eingezäunte Viehweiden) in Größe von 281 Millionen Acker. das beliebte Mittel der Saalabtreiberei dazu beitragen, den gemacht worden. Diese Bemühungen deuten denn doch darauf hin, 3 Millionen), 61/2 Millionen Rinder, 430 000 Pferde und 68 000 Boykott heraufzubeschwören. Ganz deutlich geht dies wieder daßßerrFürstenheim mit den Arbeitskräften nicht fabriziren fann und hervor aus den Verhältnissen, wie sie jetzt in Köln a. Rh. bessere Arbeitskräfte seine Fabrik meiden. Ferner wird das GeMan muß zugeben, die Boffin giebt sich Mühe genug, Beliegen. Das städtische städtische Lokal, der Gürzenich", bleibt rücht verbreitet, wir hätten den Streik muthwillig vom Zaune weise für den" Terrorismus" der Sozialdemokratie herbei zu natürlich den Arbeitern vorenthalten, wahrscheinlich, weil gebrochen. In Wahrheit liegt die Sache so, daß, als wir eine sie die meisten Steuern aufbringen. Nachdem nun auch der Einigung herbeiführen wollten, an sämmtliche Arbeiter die Aufdaffen. Findet sie solche nicht in Europa, so geht sie bis Wirth im„ Karl der Große" sein Lokal zurückgezogen hat, find forderung gerichtet wurde, die Fabrit zu verlassen, da der Be- zu den Schafscheerern und Cowboys der nordamerikanischen Prairien. die dortigen Parteigenossen„ obdachlos geworden". Unser Kölner trieb von Herrn Fürstenheim 4 Wochen lang eingestellt wird. Bruderorgan legt in längeren Ausführungen klar, wie die Wirthe geradezu gezwungen werden, Sozialdemokraten ihre Säle zu verweigern. Es ist die alte sich immer wiederholende Geschichte. Durch allerhand Scheerereien und Maßregelungen werden die Wirthe mürbe gemacht. Freilich ist das zum großen Theil die eigene Schuld der Lokalinhaber; die Rheinische 3tg." bemerkt in dieser Beziehung sehr treffend: " Die Kriecherei der Inhaber der größeren Lokale vor der Polizei hat hier einen Grad erreicht, wie man ihn wohl schwerlich an einem anderen Orte findet; sie sind als gefügige Diener der hochwohllöblichen Polizei jedes Wintes derselben gewärtig. Aus Furcht, fich bei der Polizei mißliebig zu machen, lassen sie selbst das ihnen bei Versammlungen und Festlichkeiten winkende Geschäft außer Betracht. Glauben sie doch auch durch gesteigertere Servilität noch einige Vergünstigungen mehr als der Konkurrent zu erlangen. Was man mit diesen Maßregeln zu erreichen hofft, trifft freilich nicht ein. Tazu sind die Verhältnisse ein zu guter Agitator. So wenig wie zwölf Jahre Ausnahmegesetz mit ihrem traurigen Gefolge von Strafen, Maßregelungen u. f. w. es fertig brachten, das Wachsthum der Sozial demokratie zu hemmen, ebenso wenig wird dies in einer einzelnen Stadt mit der Saalsperre erreicht werden. Die Sozialdemokratie wird wachsen und gedeihen trotz alledem! Arbeiterfolidarität. In einer Steinarbeiter- Versammlung in Dresden wurde beantragt und einstimmig beschlossen, dem schwergeprüften, tranfen Genossen Eichhorn, der noch immer hinter den Gefängnißmauern sitt, zum Zeichen der Sympathie 100 Mart zu bewilligen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Der Vorsitzende des Arbeiter- Bildungsvereins zu Vogelsberg i. V. erhielt von der Amtshauptmannschaft Delsniß die Aufforderung, die Mitgliederliste einzureichen. " Nun Kollegen! Da unser Streit nur ein gerechter ist, und auch von der gesammten Kollegenschaft als ein solcher anerkannt wurde, werden wir nicht eher nachgeben, bis Herr Fürstenheim uns erklärt, daß er sämmtliche Streikenden wieder einstellen will; denn daß er mit den jetzigen Arbeitskräften nicht weit kommen wird, beweist die Thatsache, daß er sich die gute Arbeit aus Wien schicken läßt, was sonst nur im Nothfall geschah. Darum, Kollegen, unterstützt uns nach Kräften und haltet den Buzug nach wie vor fern. Die Streitfommission. Briefe und Buschriften sind an G. Hühn, Berlin O., Andreasstr. 32, Restaurant Weigmann, zu richten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Schweine. Depelchen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Amsterdam, 21. August. Hier sind zwei neue CholeraTodesfälle und eine Erkrankung zu verzeichnen. Im Ganzen erkrankten hier bisher 36 und starben 15 Personen an der Cholera. In Maastricht tamen zwei neue Erkrankungen vor. New- York, 21, August. Hier verlautet, Japan habe in New- York 100 000 Gewehre nebst Munition bestellt. ( Depeschen- Bureau Herold.) Köln a. Rh., 21. Auguft. Der Londoner Korrespondent der Köln. 3tg." erfährt aus bester Quelle, daß die innere japanische Anleihe von 60 Millionen Dollars zwei mal überzeichnet worden ist. Brüssel, 21. Auguft. Die gestrigen Blätter besprechen den zwischen dem Kongostaat und Portugal entstandenen Konflikt und weisen nach, daß demselben keine Wichtigkeit beizumessen sei. Die ganze Angelegenheit fei lediglich lokaler Natur und der Kongoverwaltung wegen der Geringfügigkeit des Zwischenfalles an der Grenze des Kongostaates teinerlei Mittheilung zugegangen. Sofia, 21. August. Stambulow richtete an den Fürsten eine Beschwerde, daß sein Haus von 10 Uhr Abends bis zum frühen Morgen für jeden Verkehr abgesperrt sei, sodaß niemand heraus oder hinein tönne. Das Vorgeben der Polizei, dies geschehe nur zum persönlichen Schuh Stambulow's, sei hinfällig, Da er von niemand bedroht werde. Washington, 20. Auguft. Die Finanzkommission verwies die vier Anträge zur Tarifbill, nach denen Zucker, Stacheldraht, Kohlen und Eisenerze zollfrei zugelassen werden, an den Senat zurück. Die Kommission änderte die Bill betreffend den Zuckerzoll Der Streik der Teppichweber in Del3nih zeigt wieder dahin ab, daß besondere Differenzialzölle auf Bucker, welcher einmal, welch Unternehmerkampfmittel der§ 119a der Gewerbe- aus einem Lande kommt, das eine Ausfuhrprämie gewährt, nicht Ordnung, welcher von Lohneinbehaltungen durch die Unter- zugelassen werden. Der Senat dürfte voraussichtlich in dieser nehmer zur Sicherung des Ersatzes eines ihnen aus der wider- Seffion feinen neuen Antrag mehr in Berathung ziehen. rechtlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses erwachsenden Chicago, 20. Auguft. Die Polizei beichlagnahmte eine Schadens u. s. w. handelt, ist. Die Firma Schenck, Schmidt Anzahl von Höllenmaschinen, welche zur Tödtung von Menschen u. Beutler hat den in ihrem Etablissement angestellten Webern und Zerstörung von Eigenthum bestimmt waren. Die Unter seinerzeit 14 M. durch viermaligen Wochen- Lohnabzug à 3,50 M. fuchung wird fortgesetzt. Verdächtige Personen haben die Stadt als Kaution abgezogen. Als nun der Streit wegen einer 10 verlassen. bis 12 prozentigen Lohnreduktion ausbrach, behielt die Firma das Geld inne. Jetzt sollen die Weber zu Kreuze friechen, um ihre 14 M. zu retten. Die Firma hat ihnen mitgetheilt, daß fie beabsichtigt, die Lohnreduktion um 5-7 pet. geringer zu stellen, sodaß insgesammt ein sprozentiger Lohnabzug in Frage steht; gleichzeitig hat dieselbe mitgetheilt, daß sie die Kaution der Ausständigen für verfallen erklären würde, wenn diese nicht zu 5 pCt. niedrigeren Löhnen zu der Arbeit zurückkehren. So dient die Kaution auch zur Erzwingung niedrigerer Löhne, wie man sicht, und führt zur Unwirksamkeit des§ 152 der Gewerbe- Ordnung, welcher den Streit für erlaubt erklärt. Selbstverständlich ist die Inne haltung der Kaution ungesetzlich, da die Arbeiter nicht nöthig haben, auf eine plötzlich erlassene Lohnreduktion einzugehen, Vierzehn Tage Haft sollten einige Dresdener Ar- momentan aber bleiben die Arbeiter ihrer 14 M. beraubt und beiter absigen, weil sie angeblich groben Unfug" verübt haben. wer da weiß, daß, sobald der Arbeiter nicht im Arbeitsjoch sich Nach Schluß einer polizeilich aufgelösten Versammlung lag es befindet, er also bald auch aller Mittel entblößt ist, fann er den Gendarmen ob, nicht nur den Saal, sondern auch die messen, ein wie großer Hemmschuh für die freie Entschließung benachbarten Straßen zu säubern. Dabei fam es zu einem ge- der Arbeiter dieser Paragraph unter Umständen sein kann. In ringfügigen Wortwechsel zwischen der Polizei und einigen diesem Falle sind die Arbeiter fest geblieben, sie streiken weiter. Passanten, die nicht schnell genug den Platz räumten. Die Folge Der Leipziger Vertrauensmann der Einzelmitglieder des London, 21. August. Aus Tientsin wird berichtet, daß chine. war die Sistirung und das Strafmandat. Die Be: Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands" be fische Kreuzer in den letzten Tagen die Bucht von Pe- Tschile rufung an das Gericht hatte den Erfolg, daß sie wohl des richtete in einer Versammlung in Leipzig, daß die Einnahmen durchfahren, um eine Landung der japanischen Truppen zu vergroben Unfugs" für schuldig erachtet wurden, aber mit sich auf 382,34 M., die Ausgaben auf 347, M. belaufen haben. hindern. acht Tagen davon kamen. Sehr beachtenswerth war der Passus An Stelle des bisherigen Vertrauensmannes Heyer wurde London, 21. Auguft. Auf der Diamantenbörse herrscht in der Ürtheilsbegründung, daß man schon um deswillen nicht Wreesmann gewählt. große Flaubeit infolge der Ungewißheit, ob die amerikanische auf eine so hohe Strafe erkennen konnte, weil die Angeklagten Die Lohnbewegung der Münchener Böttchergesellen Tarifbill, betreffs der Diamantzölle, nicht wegen der vielen Frrnicht in jener Versammlung gewesen sind. Das heißt also fann als beendet betrachtet werden. Als die Böttcher am thümer, welche bei der Redaktion des Gesetzes vorkamen, gänzlich wohl mit anderen Worten, wären fie in der Versammlung ge- 1. Juli d. J. mit ihren Forderungen an die Deffentlichkeit umgearbeitet werden muß. wesen, so konnte man schließen, daß sie Sozialdemokraten waren, traten, fanden sie in weitesten Kreisen allgemeine Anerkennung. irische Partei entschloffen sei, der Regierung ihre Unterstügung Dublin, 21. August. Freemans Journal" meldet, daß die diese müssen aber härter bestraft werden wie andere. In diesem Die Münchener Arbeiterschaft sprach der Lohnbewegung der Falle war aber der Beweis für die sozialdemokratische Gefinnung nicht erbracht, ergo fonnten sie milder behandelt Böttcher wiederholt ihre Sympathie aus, was auch bewirkt haben zu verweigern, da die Regierung nicht im stande sei, den Fordefinnung nicht erbracht, ergo fonnten sie milder behandelt mag, daß ein Theil der Arbeitgeber sofort, die anderen nach irischen Bächter, im Unterhause Geltung zu verschaffen. ungen der irischen Partei, betreffend die Wiedereinsetzung der und nach den vorgelegten Lohntarif anerkannten. Nur wenige Arbeitgeber haben sich noch geweigert, alle Forderungen zu be- Arbeiter der Spinnereien infolge von Lohndifferenzen. New York, 21. Auguft. In New Bedford streifen 11 000 willigen. Chicago, 21. Auguft. Die Polizei entdeckte mehrere HöllenStreik in Suez. Unter den Mannschaften der im Hafen maschinen, welche in eine Kifte verpackt waren und mit einem selBekleidungsindustrie- Kongreß Erfurt. Vormittagsfihung am Mittwoch, den 21. August. Der Vorsitzende Reißhaus verliest liegenden, der Suezkanal- Gesellschaft gehörigen Baggerschiffe ist ten en Mechanismus versehen sind. Durch eine elektrische Berrich ein eingegangenes Telegramm aus Wien. Die Debatte über den ein Streit ausgebrochen. tung sollten dieselben explodiren. In der Kiste fand die Polizei ersten Punkt der Tagesordnung wird fortgejezt. Gleichzeitig In den großen Glasfabriken von Richarme zu Rive de ferner eine Anzahl von Schriftstücken, aus denen hervorging, daß werden drei, von Reißhaus- Erfurt, Kämming- Stettin und Markus- Gier in Frankreich streiken die Arbeiter. Die Direktion will die ein Komplott bestand, welches für den Herbst mehrere Attentate Erfurt eingereichte Resolutionen mit zur Diskussion gestellt. Streifenden aus den der Fabrik gehörigen Häusern hinauswerfen in Chicago geplant hatte. Mehrere verdächtige Personen wurden Theiß- Freiburg( Schneider), Knoop- Frantfurt a. M.( Schneider), lassen. werden. Gewerkschaftliches. verhaftet. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 194. Mittwoch, den 22. August 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ges worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum fiegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenoffen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalang mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbefizer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbefizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto, entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genoffen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß nnser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird: Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, lottenburg. Die Boykottkommission. - etwa freisinnig- voltsparteiliche den Boykott üben, müßte| weil man, wie er sich ausdrückt, bei der Durchführung des Blättern vom Kaliber der Tante, die mit aller Gewalt den Kampf Brojektes immerhin auf Schwierigkeiten oder verschiedene Chargegen das Ringbier zu Luft machen möchten, denn doch erst recht hindernisse" stoßen wird. ankommen. Und wo bliebe da der Respekt vor Eugen Ob diese Schwierigkeiten schließlich nicht überwunden werden, Richter? Also werden die Kameruner Boykottfreunde, tros des sollten, Herr Rösicke? Und dann? zebraisch- gestreiften Lappens, der ihnen im Wege gehangen haben foll, doch wohl gute und pflichtgetreue Sozialdemokraten gewesen sein. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Eilbed, Kellerei und Niederlage, SW., Berlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Brauerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spiekermann, Weberstraße 68. Tokales. Herr Rösicke macht über den Werth der Ringbier- Aktien pardon Assignaten seinen Lesern in seinem Leibblatt, fol. gende Mittheilungen, die wir in boshafter Vorahnung der der sozialdemokratischen Boykotter nahm am zuversichtlichsten wollen: Mit Ruhe". Den Kampf gegen die frevelhafte Anmaßung kommenden Ereignisse auch unserm Leserkreis nicht vorenthalten Herr Brauereibefizer Sabel am Tempelhofer Berg auf. Wir Bekanntlich fant das zur Zeit der französischen Revolution fehen dem Boykott mit Ruhe entgegen," so erklärte der" Herr ausgegebene Papiergeld sehr bald bedeutend im Kurs- wie einem seiner Arbeiter, als der Kampf losging. Mit der Ruhe sehr, darüber geben u. A. die Archive der Großen Oper hat es nun seine eigene Bewandtniß. Herr Habel, der als in Paris Aufschluß. So betrug beispielsweise die Böttcher und später als Brauer in der Pfefferbergbrauerei Ginnahme am 18. Prairial, an welchem Tage eine gearbeitet und es dann durch die bekannten Ordnungsmittel des Aufführung von Glud's Iphigenia in Tauris" stattfand, in " Fleißes" und der Ausdauer" zum gemachten Mann gebracht hat, Assignaten nominell 1071 350, in Wirklichkeit noch nicht brachte es im Mai dieses Jahres mit gleichen Mitteln fertig, 1000 Franken. Eine Loge koftete 9000 Franken in Assignaten. Straße zu setzen und andere zu veranlassen, daß sie aus freiem Sous, und so kostete z. B. 1 Pfd. Brot damals nicht weniger Arbeiter, die ihrer Organisationspflicht genügt hatten, auf die Ein Schein im Werthe von 100 Franken galt nämlich nur zwei Willen der Form nach aus dem Verband der Brauerei- als 200 Franken, freilich auch nur in Assignaten. Arbeiter austraten.. Alle diese Maßnahmen konnte Herr Habel Wir hoffen, Herr Chefredakteur Röside wird dafür, daß und sein Braumeister Bollinger mit um so größerer Ruhe üben, wir die Lesefrüchte seines unter Ausschluß der Deffentlichkeit erals er auch Don seiten seiner Kundschaft her mit scheinenden Blättchens dem großen Publikum unterbreiten, nun feltenem Zatt in Ruhe" gelassen wurde. Die zarte auch der Redaktion des Vorwärts" gegenüber sich dankbar er Rücksicht feiner bisherigen Kundschaft ging so weit, weisen, indem er ihr baldmöglichst Mittheilung macht über den daß der gemachte Brauereibesitzer sich eines Mindest wirklichen Werth der Ringbier Aktien. absages von 250 bis 300 Tonnen, also die Tonne zu 20 M. gerechnet, einer Mindereinnahme von 5000 bis 6000 m. pro Woche zu erfreuen hat. Man sieht, daß Herr Habel Recht hat, wenn er dem Ausgang des Boykotts mit Ruhe entgegen zu fehen behauptet seine frühere Kundschaft stört ihn nicht in diefem unschuldsvollen Vergnügen. Wohl bekomms Herrn Habel und seinen Mitstreitern. Ein Irrthum. Die„ Norddeutsche Allgemein e" schreibt: Ein sozialdemokratischer Gastwirthe Verein hat beschlossen, bei all' denjenigen von seinen Mitgliedern wegen Ring"-Biernachschnüffeln" zu lassen, die nicht ausdrücklich durch ein Inserat im Für Boykottirung einer süddeutschen Branerei durch Bentralorgan der Sozialdemokraten erklärt haben, daß sie kein die Gastwirthe tritt die„ Deutsche Wirthezeitung" ein, selbst Boykottirtes" ausschänken. Wer sich also die Bierspitzel nicht verständlich unter Hilferufen nach der Polizei. Und weshalb? auf den Hals kommen lassen will, braucht nur-natürlich für Weil etwa die betreffende Brauerei gänzlich unschuldige Brauerei fein gutes Geld in der genannten Zeitung eine„ befriedigende" Arbeiter auf die Straße geworfen hat? Nein, fie hat einen Erklärung abzugeben. triftigeren Grund! Die Brauerei hat sich nämlich Die„ Norddeutsche Allgemeine" irrt, sich. Sie hat bei Auf beikommen lassen, den Preis ihres eigenen Bieres nach eigenem nahme dieser Mittheilung wahrscheinlich an die Herrschaften ihres Gutdünken festzusetzen, ohne vorher die gütige Erlaubniß der„ D. Schlages gedacht, die durch Stiftung eines Kirchenfensters oder .- 3tg." und der Gafiwirthe einzuholen. Das Organ der Gastwirthe eines Krieger- Denkmals ihr sogenanntes Gewissen zu falviren ist natürlich außer sich über solche Frechheit, und zetert über die und ihre Gaunereien und Jobbereien zu verdecken vermeinen Polizei, weil sie den Gastwirthsstand, der dem Staat doch sein In sozialdemokratischen Kreisen geht dieser modern- honnete Ablaß " theures, mühsam erworbenes Ronzosfionsgeld bezahlt", vor schwindel nicht durch. folcher Schmußkonkurrenz" nicht schützt, die den allmäligen Ruin des Wirthsstandes unter den Augen der Be= hörde" herbeiführt. Deshalb appellirt das Blatt an das weit " " macht, daß das in dem Weißbierbrauerei- Ausschank der Herren Zum Bierboykott. Wir werden darauf aufmerksam ge Gabriel u. Jäger in der Zehdenickerstraße verzapfte bayerische Bier nicht in der Brauerei selber hergestellt wird, sondern aus der Pfefferberg- Brauerei stammt. Die Parteigenossen werden, ihr Verhalten dieser Mittheilung entsprechend einrichten. Jerthümlich von der Lokalliste gestrichen ist der Restaurateur Stege, Schönhauser Allee 164. Stege führt nach wie vor boykottfreies Bier. " Die Sommerferien der Berliner Gemeindeschulen sollen nun also doch mit denen der höheren Schulen gleichgelegt, d. h. auf fünf Wochen ausgedehnt werden. Die„ Voff. 3tg." meldet, die städtische Schuldeputation beabsichtige, diesem oft geäußerten Wunsche der Lehrer und der Bürgerschaft entgegen zu kommen". Es werde augenblicklich festgestellt, wieviel Gemeindeschulkinder vom 6.- 11. August, also während der fünften Ferienwoche höherer Schulen, wegen Abwesenheit von Berlin gefehlt haben. Diese Ausdehnung der Sommerferien ist, wie wir schon kürzlich in derselben Angelegenheit ausführten, den Lehrern wie den Kindern in gleicher Weise zu gönnen. Aber der Wunsch nach einer solchen Ausdehnung ist, soweit es sich dabei um die Eltern der Schulkinder handelt, doch wohl nur von einer Minder beit geäußert worden. Nach der Voss. 3tg." sollen nur 2000 Gemeindeschulkinder Geschwister haben, die eine höhere Schule Das Bier als konzentrirte Substanz zum Verkauf zu besuchen. bringen diese Idee zählt zwar nicht mehr zu den neuen, schwa che Minderheit Rücksicht nimmt und dabei den Beifall Wenn die Schulbehörde auf eine so außerordentlich dürfte aber gerade jetzt in Berlin während der Bierboykottzeit bürgerlicher Blätter findet, so werden diefelben Blätter in Zuein doppeltes Interesse beanspruchen, zumal Herr Rösicke, der Chefredakteur des Schultheiß- Brauerei- Reichsanzeigers, feinen tunft hoffentlich auch dagegen nichts einzuwenden haben, daß auch gewisse andere auf die Gemeindeschulen bezüglichen Lesern von dieser, im Falle des Gelingens das ganze Böttcherund Bierbrauer- Gewerbe revolutionirenden Unternehmung nur immer wieder erneuert werden. Wünsche sie sind unseren Lesern hinreichend bekannt Diese Wünsche gehen von ,, mit einem gewissen Vorbehalt" Kenntniß giebt. Sind die Kameruner" Bierboykotter deutschfreifinnig Bisher hatten freilich alle Versuche, dem Bier Festigkeit zu Mehrheit aus. Sie dürften also noch viel eher Unterſtüßung einer Mehrheit, und noch dazu von einer sehr starten geworden? Dererger über den, Boykottun finn" läßt die ehrwürdige verleihen, einen negativen Erfolg, theils wegen der technischen und Berücksichtigung verlangen. Die Gleichlegung der Sommer Tante Boß Tag und Nacht nicht zur Ruhe kommen. Ueben die Ar Schwierigkeiten, theils wegen des Mißrathens des Versuchsobjekts. ferien berührt freilich in erster Linie das Interesse von Eltern, beiter den Boykott mit Energie wortbrüchigen und ehrlosen Nun aber soll der neuesten Version zufolge das Problem der die immer noch leidlich bemittelt sind, während die Erfüllung der Wirthen gegenüber, so ist es ihr nicht recht, und treten die Er- Kondensirung des Bieres( die zu lösende Aufgabe der Verdickung) im anderen Wünsche dem Interesse der unbemittelten Eltern von scheinungen des Bontotts in äußerlich harmloser Weise zu Tage, günstigen Sinne gelöst worden sein. In Petersburg ist eine Gesellschaft Gemeindeschulkindern dienen würde. In der Behandlung der so jammert sie ebenfalls. Jetzt bereitet ihr sogar das hübsche in Bildung begriffen, welche ein großes Etablissement zur Er: Wünsche der unbemittelteren Mehrheit hat die Stadtverordnetens Erntefest der„ Kameruner" vom Sonntag Bauchschmerzen, und zeugung kondensirten Bieres zu errichtet beabsichtigt. Hierüber Bersammlung bekanntlich auf die bemitteltere Minderheit, die fie webtlagt folgendermaßen darüber: verlautet, daß der bereits vor einigen Jahren unternommene Ver: diesen Wünschen angeblich nicht zustimmen wollte, Rücksicht „ Ehrgefühl der Wirthe, die bisher das Bier aus dieser Brauerei" gemeint ist die" Gülinger Brauerei- Gesellschaft"- bezogen, daß sie alle und jede Verbindung mit derselben abbrechen. Man sieht auch in diesem Konkurrenzkampf, in welcher Weise der Berliner Boykott Schule macht. „ Zu dem Erntefest der Kolonisten strömten vorzugsweise such, das Bier nach Art der Milch einem Kondensirungsprozeß nehmen zu müssen geglaubt. Wenn jetzt die Sommerferien der die Bewohner des Südostens und die Rixdorfer zu Tausenden. zu unterziehen, sehr günstige Resultate zu Tage gefördert, und Gemeindeschulen nur aus dem Grunde auf 5 Wochen ausDer Eintritt auf den Festplatz toftete 10 Pf.( zur Deckung der neuerliche Versuche, welche das jetzt an die Ausführung gedehnt werden sollen, weil einige Tausend Kinder noch GeUnkosten des Festzuges und des Konzerts) und der große Play schreitende Konsortium gemacht, hatten angeblich dargethan, daß schwister in höheren Lehranstalten haben, dann käme heraus, konnte kaum den dritten Theil der schauluftigen Menge faffen. auch ein nicht völlig ausgegohrenes Bier kondensirt werden könne. daß auch die Schuldeputation die Wünsche der bemittelteren Dem Volksfest that der Regen am Abend einigen Abbruch. Am besten eigne sich jedoch hierfür nicht das Schultheiß oder Die Minderheit als ausschlaggebend ansieht. Auffällig war, daß auf dem Fest plage nur verein anderes Berliner Bier, sondern das als Getränk in Rußland Beitung" theilt gleichzeitig mit, die Schuldeputation beab„ Vossische Der Kondensirungsprozeß geht Münchener Brauhaus, Reichentron und einige auswärtige in ganz einfacher Weise vor sich. Das Bier wird im luftleeren kleineren Kinder auf eine spätere Tagesstunde zu verlegen. sichtige auch, den Unterrichtsbeginn wenigstens für die Brauereien fanden hier ihr Absatzgebiet. Die Erklärung ist in Raume so lange ausgedunstet, bis es die Dichtigkeit Dieser Wunsch dürfte allerdings ziemlich allgemein sein, zumal der übergroßen Arbeiterbevölkerung des Südostens zu finden." einer melasseartigen Substanz erhält, worauf die dabei aus- da infolge der bekannten Ueberfüllung der Gemeindeschulen Aber die Bossin weiß sich zu trösten!" Die ganze Beranstaltung geschiedenen Alkohol- und Wasserdünfte in besonderen mit dem manche Kinder nicht in die ihrer Wohnung zunächst liegende des Festes, die Fahnen und Flaggen aller deutschen Staaten, Kondensationsapparate in Verbindung stehenden Rezipienten( dem Schule eingeschult werden können und daher weitere Wege zu wie die große schwarz- weiße Flagge, die von dem offenen, mit die Dünfte aufnehmenden Gefäße) kondensirt werden. Das auf machen haben, als bei einer weniger sparsamen Gestaltung des Laubgewinden geschmückten Festzelte berniederwehte, ließen teinen solche Weise behandelte Getränk vermindert seinen Um Berliner Gemeindeschulwesen nöthig wäre. Wir hoffen, daß die Zweifel darüber, daß das Erntefest in Neu- Kamerun mit fang um das zwölffache und erlangt infolge Be Schuldeputation von dieser Absicht nicht wieder abkommt, indem berjozialdemokratischen Partei nichts zu thun feitigung der Gährung durch die Erhigung die Fähigkeit, sich sie dabei von der Erwägung ausgeht, daß diejenigen Kinder, die hatte." lange Zeit zu konserviren, und zwar bei sehr verschiedenartigen Nanu? Treibt die gute Tante jetzt gar Silbenftecherei? Klimatischen Verhältnissen und Temperaturen. Zu dem konden nicht zeitig genug aus den Betten geholt werden können, bei Gie mag Recht haben, wenn sie mit den Trostworten beweisen firten Biere wird der aus demselben geschiedene reine Alkohol Minuten sparen können; denn in diesem Falle hätte sie ja wieder will, daß die Kaybachstraße bei dem Kamerunfest keine Hand im gemischt, und um es als Getränk genießbar zu machen, wird Spiel gehabt hat, aber im übrigen sollte sie denn auch doch Wasser und etwas Ferment( zersetzende organische Substanz) hin- nur an jene glückliche Minderheit gedacht. Berlin genug tennen, um zu wissen, daß es im Südosten der zugefügt, welch letteres eine rasche, aber günstige Gährung beStadt und in Rixdorf überhaupt faum andere als sozialwirkt, und nach zwei Tagen kann das Bier ge demokratische Arbeiter giebt. Und die Tante Boß hätte trunten werden. flug daran gethan, dies zuzugeben, denn das andernfalls er- Herr Röside giebt seinen Lesern von dieser Unterforderliche Eingeständniß, daß auch nichtsozialdemokratische Kreise nehmung deshalb mit einem gewissen Vorbehalt" Kenntniß, Die landlänfige Phrase der Manchesterlente, daß nur die schlechte Konjunktur, die eigene Geschäfts Unsicherheit den Unternehmer hindern, dem Arbeiter auskömmliche Löhne zu zahlen, wird wohl selten so drastisch Lügen gestraft, als in dem soeben veröffentlichten Jahresbericht der Deutschen Gasglühlicht- Gesell V " Soziale Ueberlicht. " schaft. Car häufig schon mußten sich Metallarbeiter- Verfamm- in der Nacht zum Sonntag, und die Spuren davon waren auf in Weißensee zu verkaufen, er nahm aber während des lungen mit den Lohn- und Arbeits- Verhältnissen dieser Gesellschaft ihrem Körper deutlich wahrnehmbar. Außerdem hat der rohe Handelns Reißaus, als ein Schuhmann sich näherte. Den Gipfel beschäftigen, gar oft schon drangen von Seiten der Arbeiter Mensch seine arbeitsame Frau öfter mit einem Messer bedroht, der Frechheit erreichten die Angeklagten aber durch folgenden Klagen an unser Ohr über hohe Strafen und schlechte das er vor einigen Tagen zum Schleifen forttrug. Auch an Fall: Sie hatten wieder ein Milchfuhrwerk gestohlen und waren Bezahlung, fodaß man annehmen mußte, daß die Deutsche Drohungen, sie umzubringen, fehlte es nicht. Der Grund hierfür den ganzen Tag damit umhergefahren. Gegen Abend lieferten Gasglühlicht Gesellschaft ihre liebe Noth habe, aus dürfte in berechtigten Vorwürfen seitens der unglücklichen Frau sie es bei dem Polizeirevier in der Elisabethstraße ab. Sie den schlechten Arbeits Löhnen V und hohen Ordnungszu suchen sein. Am Montag früh verließ Zimmermann die gaben an, daß sie es herrenlos auf der Spandauer Chauffee ge= strafen ihre paar lumpige Dividendenperzentches herauszuschinden. Wohnung unter den seiner Frau geltenden Worten:„ Ich bringe funden hätten. Am folgenden Tage richtete Bartolain an das Wie sehr aber des Himmels Segen auch ohne die äußerste Aus- das Messer mit." Gegen 1 Uhr Nachmittags kehrte er betrunken Polizeipräsidium einen Brief, worin er auf den ihm gesetzlich zubeutung der menschlichen Arbeitskraft über den Gasglühlicht- heim, legte sich in dem einzigen Zimmer auf das Sopha und stehenden Finderlohn Anspruch erhob. An demselben Tage erfolgte Aktien gewaltet hätte, zeigen folgende Stellen aus dem Jahres- zeigte der Frau einen eben erst gekauften Revolver, der mit 6 Pa- die Verhaftung der beiden Angeklagten, als sie einen neuen Diebstahl bericht, den wir nach der Nordd. Allg. 3tg." zitiren: tronen geladen war. Frau Zimmermann gerieth in Furcht für ihr begingen. Mit Rücksicht darauf, daß die Bestohlenen sämmtlich In der letzten Aufsichtsraths- Sizung wurde der Abschluß Leben und schickte den Sohn May zu einer Familie im Hause mit der wieder in den Besiz ihrer Fuhrwerte gelangt sind, nahm der für das mit dem 30. Juni beendete zweite Geschäftsjahr vor Bitte, die Polizei zu benachrichtigen. Dies unterblieb aber Gerichtshof davon Abstand, auf eine Zuchthausstrafe zu erkennen, gelegt. Derfelbe ergiebt nach Abzug aller Geschäftskosten, Spesen 2c. zunächst. Während nun Frau Zimmermann in der Küche saß Böhnte, der die Hauptrolle gespielt, wurde zu vier Jahren einen Reingewinn von 3001 289,75 M. Der Aufsichtsrath be- und sich von dem Sohn die Zeitung vorlesen ließ, erschien kurz Gefängniß und fünfjährigem Ehrverlust, Bartolain zu zwei schloß auf Patentkonto 949 999 m. und auf Inventartonto nach 5 Uhr der Wütherich mit erhobenem Revolver und schlug Jahren Gefängniß und dreijährigem Ehrverlust ver15 885,82 m. abzuschreiben, so daß beide Konten nur noch mit auf seine Frau an. In diesem Augenblick hat, wie im Hause urtheilt. je 1 M. zu Buch stehen, und den Reservefonds durch Zuweisung verlautet, der Knabe abwehrend die Hände ausgestreckt und ausvon 95 099,45 M. auf seine statutenmäßige Höhe zu bringen. Von gerufen: Vater, schieß Mutter nicht". Gleichzeitig knallte aber dem alsdann verbleibenden Gewinn schlägt der Aufsichtsrath auch schon ein Schuß, der zwar die Frau verfehlte, aber den der zum 22. September cr. einzuberufenden Generalversammlung Knaben in die Stirn traf. Der mütterliche Aufschrei:„ Mein vor, nach Zahlung der ftatutenmäßigen Tantiemen eine Dividende Kind, mein Kind", wie auch der Schuß war von Hausbewohnern Das Sprichwort von den großen Spitzbuben, die man von 100 pt. zu vertheilen und 175 611,60 M. auf neue Rech- gehört worden, die nun Polizei aus dem 60. Polizeirevier zu laufen läßt, gilt auch in Desterreich. Wie die„ Voff. 3tg." aus ning vorzutragen. Gleichzeitig beschloß der Aufsichtsrath in Hilfe riefen. Ghe Zimmermann Zeit hatte, sich aus seiner Woh- Wien meldet, wurde der im Jahre 1890 wegen Unterschlagung Berücksichtigung dessen, daß das Patentkonto nicht mehr zu amorti- nung zu entfernen, fonnte er festgenommen werden. Außer der anvertrauter Gelder( zwei Millionen) zu sieben Jahren verfiren und der gesetzliche Reservefonds nicht mehr zu dotiren ist, Waffe hatte er einen neuen Schlagring bei sich. In seinem Bette urtheilte Bankier und schwedische Generalkonsul Alfred von den Preis der Glühlicht- Apparate von 15 auf 10 Mark zu er versteckt lag außerdem ein schwerer Hammer. Ob er diese Kendler vom Kaiser begnadigt. mäßigen. Damit ist die Gesellschaft den Wünschen des Publikums Gegenstände gleichfalls gegen seine Frau hat verwenden wollen, Einen recht netten Einblick in unseren Kulturzustand geentgegengekommen und die Anschaffung des Gasglühlichts den ist noch nicht flargelegt worden. Der Knabe ist nach der Charitee währt folgende Bekanntmachung der kaiserl. Strafanſtaltsdirektion weitesten Kreisen möglich gemacht. Die Gesellschaft glaubt nach gebracht, sein Zustand ist aber nicht hoffnungslos. Das Geschoßast Hagenau i. E. vom 27. Juli 1894: Vom 1. April 1895 ab den Erfahrungen, die in anderen Ländern gemacht sind, daß der ist schon herausgezogen worden. sind die Arbeitskräfte von 60 Zuchthaus- und 30 GefängnißAusfall im Preise reichlich durch vergrößerten Absatz herein Gefangene- Frauen, die zu längeren Strafen verurtheilt sind, so= gebracht werden wird. Der letzte seines Stammes. Auf dem Amtsbureau au wie etwa 50 jüngeren Arbeitshaus- Gefangenen mit Nachhaft bis Also, nachdem man sich die erdenklichste Mühe gegeben Rigdorf wurde, wie ein Berichterstatter meldet, vorgestern ein zu 2 Jahren, zusammen oder auch jede der drei Abtheilungen hat, durch Abschreibungen den nominellen Gewinn fleiner Strolch eingeliefert, der dabei attrapirt worden war, als er auf für sich, auf mehrere Jahre anderweit zu vergeben. Seither no den Köllnischen Wiesen mit einem Schultnaben unsittliche Hand- wurden diese Leute mit feiner und gröberer Weißnäherei und immer noch runde hundert Prozent Dividende lungen vornahm. Der Unhold hatte den sjährigen Sohn Willy Stickerei beschäftigt. Hierauf Reflektirende werden ersucht, ihre Vertheilung an die Aktionäre übrig. Im vorigen Jahre Böhm, Sohn eines Malers, Urbanstraße 109, als derselbe sich auf elsaß- lothringisches Stempelpapier( 40 Pfg.- Bogen) geschriewar die Dividende leider nur 65 pCt. hoch. Von diesem reichen Stückes beordert, mit ihm nach den Köllnischen Wiesen zu gehen. Leistungs- und Kautionsfähigkeit bis zum 20. September cr., früh auf dem Schulwege befand, gegen Darreichung eines 10- Pfennig- benen Offerten nebst etwaigen Referenzen und Angaben über Gegen, mit dem der rege Fleiß der Aktionäre belohnt wurde, will man aber auch anderen Leuten etwas zu gute kommen Bei der Ausübung des schändlichen Verbrechens wurde er von 9. Uhr, franko an die unterzeichnete Direktion einzusenden. Dielaffen. Der Preis der Glühlicht- Apparate ist daher von 15 auf einem Arbeiter Schlägel abgefaßt, der ihn festnahm und dem selbe ertheilt auch mündlich und schriftlich weitere Auskunft. Gendarm Güttler übergab. Bei seiner polizeilichen Vernehmung Es lebe die deutsche Sozialreform. 10 Mart herabgesetzt; natürlich rechnete man darauf, daß der eintretende Mehrabsatz diese Koulanz überreichlich ausgleichen Strolch als der Freiherr Arthur Lilienhof von Adelſtern, der Ein interessantes Urtheil hat das Reichs.Ver. The entpuppte sich der in einem schmierigen braunen Mantel ſteckende wird. Bei Arbeitern müssen sich derartige Spekulationen Strolch als der bekanntlich von vornherein als verfehlt erweisen; eine Ausbesse- jetzt im 50. Lebensjahr steht und sich„ Arbeiter" nennt. Er ist sicherungsamt gefällt. Ein Maurer war damit beschäftigt, rung der Löhne erschien daher nicht angängig. der Sohn eines früheren Offiziers zu Pol. Lissa, wo er als auf einem Dache die Fugen eines Schornsteins auszuschmieren; Knabe das Gymnasium besucht hat. Später schlug er die gleichzeitig waren auch Klempner auf demselben Dache thätig. Beamten- Karriere ein und hat als Sergeant die Feldzüge von Der Maurer hatte sich eine Flasche Branntwein mitgebracht und 1866 und 1870/71 mitgemacht. Durch den Trunk hat er dann in seine Nähe geſtellt. Als er trinken wollte, vergriff er sich, trant aus einer Flasche, die nach und nach den sittlichen Halt verloren und ist zum Strolch den Klempnern gehörte, und Verbrecher herabgefunken. Er ist der letzte Sproß einer ehe- fchaft wies die Ansprüche der Hinterbliebenen zurück; das und starb bald darauf. Die Baugewerks- Berufsgenossens mals hochangesehenen Adelsfamilie. Schiedsgericht entschied sodann zu gunsten der Kläger. Ein Kampf zwischen zwei Italienern hat in der Nacht Den Rekurs der Berufsgenossenschaft verwarf das Reichs- Verzum Montag in der Vortstraße stattgefunden. Der Arbeiter ficherungsamt. In der Motivirung heißt es u. a.: Liegt der Joachim Decandido stach seinen Gegner, den Arbeiter Alexander Fall so wie hier, daß der Arbeiter bei der Ausführung der Michieli, mit einem Messer so gewaltig in die Hüfte, daß er Absicht, sein von ihm mitgebrachtes Getränk zu genießen, fehl eine lebensgefährliche Verlegung davontrug. Der Messerstecher greift und statt der dieses enthaltenden Flasche eine andere durch wurde verhaftet, der Verlegte nach dem Charlottenburger Kranken- ben Betrieb in unmittelbare Nähe seines Arbeitsplatzes gebrachte hause gebracht. Flasche erfaßt, die eine lediglich für Betriebszwecke bestimmte Als chaleraverdächtig wurde in der Nacht vom Montag Flüssigkeit enthält, aus dieser etwas zu sich nimmt und sich daDienstag die Ehefrau des in der Erkstraße zu Rixdorf wohn- durch schadet, so sind alle Voraussetzungen für den Betriebsunfall Krankenhaus eingeliefert. Der Verdacht erwies sich erfreulicher haften Restaurateurs Ramm in das Rigdorfer Gemeinde- erfüllt." Weise bald als unbegründet; die Frau war nur leicht an Brechdurchfall erkrankt. erscheinen zu lassen, als er der That ist, bleiben zur Das Walten der Strafjuftiz. Wie sehr das Publikum bisweilen unter der seltsamen Eintheilung der Justiz zu leiden hat, zeigt sich auch in der jetzigen Zeit der Gerichtsferien manch mal in bedenklicher Weise. So waren die am Montag vor die dritte Ferienstraffammer des Landgerichts I geladenen Zeugen in einer geradezu bemitleidenswerthen Lage. Für drei verschiedene Straffachen war die Terminsstunde gleichmäßig auf 9 Uhr festgesetzt, da aber in der ersten dieser Sachen ungefähr 20 Beugen zu vernehmen waren, so dehnte sich diese Verhandlung bis gegen 4 Uhr Nachmittags aus. Dann erst wurden die zu den beiden anderen 9 Uhr Sachen vorgeladenen Zeugen, die inzwischen sieben Stunden auf dem Wandel gange gewartet hatten, aus ihrer qualvollen Lage befreit und in den Saal gerufen. Wie wurden sie von den Zeugen. beneidet, die für das alsdann noch anstehende halbe Dutzend Ber- um handlungstermine zur Stelle waren! Der letzte, auf 2 Uhr an gesetzte Termin fam glücklich kurz vor 9 Uhr Abends an Die Reihe und um 94 Uhr konnte die Sigung geschlossen werden. Und das zur Zeit der Gerichtsferien! Zwei Tage vorher hatte dieselbe Kammer bis gegen 9 Uhr Abends gesessen. " Unfallversicherung der Kinder. Wie die Erfahrung zeigt, ist nicht genügend bekannt, daß auch im Kindesalter stehende Knaben und Mädchen gegen Betriebs- Unfälle versichert sind. Eine Polizeibericht. In der Nacht zum 20. d. M. wurde in der Beschränkung des Begriffes Arbeiter" auf solche Personen, die Gewiß sind die Richter und Gerichtsbeamten bei einer der Vortstraße ein Arbeiter bei einem Streite von seinem Gegner ein bestimmtes Alter erreicht haben, ist der reichsgesetzlichen artigen Anstrengung beinahe ebenso schlimm daran, wie die durch einen Dolchstich an der Hüfte bedeutend verlegt. Am Unfall- Versicherung fremd. Nur das landwirthschaftliche Unfall Zeugen und Angeklagten; aber andererseits muß man sich auch 20. d. M. Vormittags fiel ein Kutscher in der Hofjäger- Allee Versicherungsgesetz vom 5. Mai 1886 hat es der Landesgesetzfragen, welche Ursache vorliegt, drei Termine, von denen man von seinem Arbeitswagen, gerieth unter die Räder und erlitt gebung überlassen, zu bestimmen, in welchem Umfange und unter aus den Akten wissen müßte, daß sie über Gebühr lange dauern, eine schwere Verletzung am Knie. Im Friedrichshain brachte welchen Voraussetzungen Familien- Angehörige, welche in dem zu gleich früher Stunde anzusetzen? Die Folter des Wartens ist sich ein taubstummer Schneidergeselle mehrere Schnitte am Hand- Betriebe des Familienhauptes beschäftigt werden, von der Vera am für den Angeklagten vielfach qualvoller, als das eigentliche gelent bei und verfiel, nachdem er dem Krankenhause ficherung ausgeschlossen sein sollen. Von dieser Befugniß ist Walten der Justiz selber, die denn auch bekanntlich in dem am Friedrichshain zugeführt worden war, in Tobsucht. jedoch nur in zwei Bundesstaaten, Württemberg und Hessen, GeMaße, wie sie sich in der geschilderten Weise quantitativ aus- In der Kaiser- Galerie fiel Mittags ein Mann anscheinend brauch gemacht worden. Hier sind die Kinder vor vollendetem dehnt, an Qualität verlieren muß. ohnmächtig nieder und schlug mit dem Kopfe gegen das 14. und dort vor vollendetem 12. Lebensjahre der Versicherung Gerade in der Landwirthschaft giebt es eine Reihe Ein schwerer Unglücksfall hat sich am Montag Nachmittag Eisengitter vor einem Laden. Er erlitt eine schwere Verlegung entzogen. auf dem Terrain der Freydant'schen Malzbrennerei an der Saat- an der Stirn. Gin Tapezirer schoß Nachmittags in seiner von Beschäftigungen, welche vielfach von Kindern verrichtet Von Wichtigkeit winteler Chauffee ereignet. Dort waren zwei Arbeiter damit be. Wohnung, in der Demminerstraße, seinem 9jährigen Sohn eine werden und für dieselben gefahrbringend sind. schäftigt, Malz in die Maischmaschine abzulassen; hierbei hatten Revolverfugel in den Kopf und verlegte ihn so schwer, daß er für Eltern und Vormünder ist es, zu wissen, aber Beide gegen die bestehende Vorschrift das äußere Trittbrett nach der Charitee gebracht werden mußte. Der verhaftete Vater Vorliegen einer unfallversicherten Beschäftigung weder die Be an der Maschine nicht mit dem Sicherheitsverschluß versehen. hat die That angeblich in der Trunkenheit verübt. In der zahlung eines Lohnes, noch der Abschluß eines ArbeitsDurch die Erschütterung rutschte der Tritt ab und beide Arbeiter Nacht zum 21. d. M. sprang eine Frau gegenüber dem Hause vertrags erforderlich ist, sowie daß auf eine kürzere oder längere stürzten in das Getriebe der Maischmaschine. Trotzdem diese Burgstr. 1b in die Spree. Sie wurde jedoch noch lebend aus Arbeitsdauer diesfalls nichts ankommt. Es genügt, daß Jemand schnell zum Stehen gebracht war, gelang es nur, den einen Ar- dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Am in einer dem Betriebe an sich förderlichen Weise thätig geworden ist. Dabei ist es ohne Einfluß, ob die Dienstleistung als eine beiter, allerdings schwer verlegt, zu retten; der andere, Namens 20. 5. M. fanden drei kleine Brände statt. wesentliche Arbeitsleistung zu bezeichnen ist oder nicht, vorauss Haberland, war sofort vom Getriebe zermalmt worden. gesetzt nur, daß es sich dabei um ernste Thätigkeit und nicht blos um eine spielartige Beschäftigung handelt. Sowohl das Reichs= Versicherungsamt als insbesondere auch das tönigl. bayerische Landes Versicherungsamt haben den in gewerblichen und landwirthschaftlichen Betrieben verlegten Kindern bis herunter zu 6 Jahren die Unfallrente zugesprochen und in den Entscheidungen ausdrücklich hervorgehoben, daß auch Gelegenheits- und Gefälligfeitsdienste der Kinder gegen Betriebsunfälle versichert sind. Die Kriminalpolizei sucht die Eigenthümerin eines Bettes, das am 4. April d. J. mit Beschlag belegt wurde. Es ist wahrscheinlich an demselben Vormittage in der Linienstraße in der Nähe der Bartelstraße oder in der Umgebung gestohlen worden und dürfte von der unbekannten Eigenthümerin schon vermißt werden. Die Furcht vor Wegelagerern hat auf der Straße nach Köpenick in der Nacht zum letzten Sonntag zu einer bedauer: lichen That geführt. Ein Röpenicker Wäscher, der auf der Heimfahrt aus Berlin begriffen war, feuerte bei Niederschönweide auf mehrere Personen, die sich seinem Wagen näherten und die er für Spitzbuben hielt, aus einem Revolver. Es waren aber harmlofe junge Leute, die mitfahren wollten. Einer ist durch zwei Schüsse am Kopf und am Arm verlegt worden. Witterungsübersicht vom 21. August 1894. Stationen. Swinemünde. Hamburg reduzirt auf Barometer stand in mm, d. Meeressp. MSM Windrichtung Windstärke INSIGN( Stala 1-12) 6 Wetter woltig bedeckt bedeckt halb bedeckt heiter Temperatur SISES( nach Celsius 50 C. 4° R.) 753 13 754 SM 12 Berlin Wiesbaden. München Wien Haparanda Petersburg Cort. Aberdeen Paris 755 W 12 758 13 762 SM 10 759 M 2 Regen 13 758 NW 1 woltig 15 756 W 1 wolkig 11 764 NW 2 halb bedeckt 19 1 Ein Mord ist vor einigen Tagen bei Prettin hinter Werder entdeckt worden: man fand dort im Flusse schwimmend die Leiche eines etwa 60 Jahre alten Mannes, welchem der Hals zugeschnürt und die Hände auf dem Rücken zusammen gebunden waren. Am Kopfe fanden sich schwere Verlegungen vor, die Wetter- Prognose für Mittwoch, den 22. August 1894. Kühles, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit anscheinend von starten Schlägen herrührten. Es hat sich nun ergeben, daß die Leiche die eines Häuslers Gehrisch aus Mehde- mäßigen westlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederritsch ist, welcher seit einiger Zeit verschwunden war. Der alte schläge. Mann ist nach einem stattgefundenen Wortwechsel von seinem eigenen 21jährigen Sohne erschlagen und dann in dem angegebenen Zustande in den Fluß geworfen worden. Der Unmensch ist der Staatsanwaltschaft eingeliefert und hat bereits die That eingestanden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. " daß zum Deutschland bleibt hinter dem Kuntenreich zurück. In Rußland sind neuerdings Ergänzungen zu dem seit dem 6. März 1893 bestehenden Arbeiterschuß- Gefeß erlassen worden, die daffelbe wesentlich verbessern. Eine von 1887-1891 durch geführte Statistik ergab, daß in den 300 Metall- und Maschinenfabriken 10 000 oder 20 pet. aller Arbeiter verunglückten. Die neuen Bestimmungen, die sich, wie die National- Beitung", der wir dies entnehmen, schreibt, namentlich auf die Maschinenfabriken beziehen, verpflichten die Fabrikherren, die Räumlichkeiten und Maschinen in solchem Zustande zu halten, daß das Leben und die Gesundheit der Arbeiter nicht gefährdet werden, und den technischen Distrikts- Inspektoren sofort von jedem Jede Verfäumniß in dieser Hinsicht unterliegt einer Strafe, und kann Unglücksfalle Mittheilung zu machen. fogar die zeitweilige oder dauernde Schließung der betr. Fabrik zur Folge haben. Das von den Fabrikbesitzern zu zahlende Straf geld wird einem Fonds überwiesen zur Unterstützung von franken und verlegten Arbeitern. Auch sind die Fabritbesitzer durch die Gesetzgebung verpflichtet worden, jedem Arbeiter, der ohne eigene Schuld während der Arbeitszeit in der Fabrit verlegt wird, eine ziemlich hoch berech nete Pension zu leisten; stirbt ein Arbeiter in Folge eines Un glücksfalles, so fällt die Pension seinen Hinterlassenen zu( Frau, Rindern, gegebenen Falles auch seinen Eltern oder Geschwistern). Ferner verlautet, daß die Regierung die Absicht habe, allen Fa Mit nuglaublicher Frechheit sind die Diebstähle aus geführt worden, wegen derer fich gestern der Arbeiter Julius Ueber ein furchtbares Ereigniß, das sich am Montag Böhnke und der Schreiber Franz Bartolain vor der Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr in dem Hause Demminer- zweiten Ferienftraftammer des Landgerichts I zu verantworten straße 65 abgespielt hat, wird uns berichtet: Im ersten Stock des hatten. Die beiden Angeklagten haben innerhalb einiger Tage tinten Seitenflügels wohnt daselbst seit dem 3. Juni d. J. der nicht weniger als fünf Fuhrwerte von der Straße fort am 21. Oftober 1857 geborene Tapezirer Paul Zimmermann gestohlen. Zumeist waren es Milchwagen, welche von den brifen, die mehr als 300 Arbeiter beschäftigen und in einer Ents mit seiner am 2. März desselben Jahres geborenen Ehefrau Führern für wenige Augenblicke unbeaufsichtigt gelassen waren. fernung von mehr als 10 Rilom. vom Wohnsiße des nächsten Auguste Wuft und den beiden Kindern Martha und May, die im Die Angeklagten schwangen sich auf den Wagen und jagten Arztes liegen, es zur Pflicht zu machen, auf eigene Roften Alter von 13 bezw. 9 Jahren stehen. Zimmermann arbeitete in davon. Am 29. Mai stahlen sie den Wagen des Schlächter- ein Krankenhaus mit einem Bette für je hundert Arbeiter ein feiner Wohnung für Geschäfte, wird aber als ein dem Trunte meisters Breslauer, der in der Französischenstraße hielt. Ein aurichten und einen eigenen Fabrikarzt zu unterhalten. Die Zahl Denselben Fuhrwerk Breslauer's der Distrikts- Inspektoren" wird vermehrt werden. geneigter Mann geschildert, der es mit dem Berufe nicht sehr Bufall wollte, daß ein anderes Fuhrwert ernfi nahm. Noth und Glend herrschten daher meistens in dem ihnen in einer entlegenen Straße entgegen fam; der Führer des- liegt zunächst die gewissenhafte Ueberwachung der in ihrem Haushalte, so daß die Ehefrau und auch die Tochter zum Unter- selben erkannte das Fuhrwert seines Herrn und veranlaßte die Distrikte befindlichen Fabriken ob, sie haben aber auch als Verhalte beitragen mußten. Während die Frau nähte, Wäsche Festnahme der beiden Angeklagten. Diese hatten von den früheren mittler zwischen Arbeitgeber und Arbeiter, wenn Zerwürfnisse reinigte und überhaupt Arbeiten vornahm, wie sie sich ihr boten, Diebstählen wenig Nuzen gehabt, da sie Wagen und Pferd nicht zwischen diesen entstehen, zu fungiren und dafür Sorge zu tragen, mußte das Mädchen von früh 4 Uhr ab für einen Bäckermeister Back verwerthen fonnten. Sie hatten fich darauf beschränken müssen, daß jeder, der gegen die Arbeitsgesetzgebung verstößt, zur Berwaare an die Kunden austragen. Trotzdem mußte Frau Zimmermann von dem Inhalte des Wagens das an sich zu nehmen, was sie antwortung gezogen werde. von ihrem oft berauschten Manne viele Unbill erleiden. Sie wurde gebrauchen konnten. Das Fuhrwert ließen fie irgendwo Armuth und Krankheit. Das letzte Heft der dänischen geschlagen und mit Füßen getreten, so daß sich bei ihr Schwer auf der Straße stehen. Bartolain hatte einmal den Ber- Wochenschrift für Aerzte enthält einen Artikel über den HungerLorigteit einstellte. Die letzte Mißhandlung erduldete die Frau such gemacht, ein Pferd bei dem Pferdehändler Petermann typhus in Kopenhagen im Jahre 1893 und Studien iber " das Auftreten dieser Krankheit innerhalb der letzten 25 Jahre.1 Der Verfasser kommt dabei zu dem folgenden Resultat:" Der Typhus taucht besonders zu Zeiten von Hungersnoth und Kriegen auf und verbreitet sich von seinem Ursprungsherde zunächst nach denjenigen Stellen, wo er seinen rechten Boden findet: auf die arme Bevölkerung in schmutzigen, überfüllten Wohnungen. Als Beweis hierfür wird angeführt, daß die 1893 er Epidemie ihren Auslauf von einem Hause nahm, das 58 einzimmerige Woh nungen enthielt, dessen Bewohner unter den ärmsten und schmutzigsten Verhältnissen lebten. Auch die in den folgenden Jahren herrschenden Epidemien hatten ihren Ursprung in Arbeiterfasernen, in denen die Bewohner in enge Räume zusammengedrängt sind." So wird der Kapitalismus der Verursacher von Krankheiten. Versammlungen. " bei Kary. 1 6. Unverb roffen, Lindowerftr. 26 bei Gachs. FeId= 3 Matglöckchen 2, Reichenberger Signale außerordentlich gering. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord. werthbar zu machen, da dieses Licht sich durch außerordentliche Goule, Mülerftr. 179a und Südoft: Schule, Waldemarstr. 14: Ge- Intensität auszeichnet. Die bei Tage frei abgebrannten Blige, Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Seit aufgenommen. fegestunde( spez. Arbeiterrecht). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue für welche nur ein Gramm Magnesiumpulver verbraucht wurde, Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacob, bei Frib waren in Berlin sehr deutlich sichtbar. Bei der weiteren FortLießte, Echwedterstraße 33. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Ritterfirage 123. Haferland, Bellermannftr. 87.- Gletchheit, Abends sy ubr bet Stramm, segung der Versuche ergab sich das Resultat, daß ein Licht von Ritterstraße 123.Seine, Mirdorf Abends 8 Uhr, Brinz- Handjeryfir. 60, nur drei Gramm gepulverten Magnesiums bei schneeerfüllter parterre.@inigteit, Abends 8 Uhr bei Beige, Triftstraße 1. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu Luft noch in einer Entfernung von 74 Kilometern erkennbar war. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Vorsitzender Adolf Weil rothes Licht dickere Luft besser durchdringt, könnte ein richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Zr. Mittwody. Uebungs Strontion- oder Lithiumzusah gute Dienste thun, und es ist nicht fiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit 1, unwahrscheinlich, daß dies Licht dann für den Leuchtfeuer- und Andreasstr. 26, bei Wilte. Norddeutsche Schleife, Schönleinstr. 6 In ( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bei Nomad.- Freya I, Rüstensignaldienst von großer Bedeutung werden wird. Lorbeertranz, London hat man bereits Versuche angestellt, Signale solcher Art Lichtenbergerstraße Nr. 21 bet Seife. Männer- Gesangverein Liebe rluft, zum Stadtbahndienst zu verwenden. Dabei sind die Kosten dieser Adalbertstraße 21 bei Roll.. Silaritas, Hochstraße 32.- Deutsche Eiche 1, Große Frankfurterstraße 133 bet Gold. Männerchor Süd Dft, Köpnickerstraße 193 bet Foge. Echo 1, Panton, WollantDie Cholera. Danzig, 18. Auguft. Der Staatskommissar ftraße 118 bei Lebmann. Georginia, Admiralstr. 38 bei Schönherr, meldet: Asiatische Cholera ist bakteriologisch festgestellt bei einer Admirals Halle. Ginigkeit 1, PappeleAllee 3-4 bet A. Mainhardt. Allegro, Wrangelftr. 141 bei W. Schmidt. verstorbenen Frau in Weichselmünde und bei einem Posthilfeboten Freiheit 1, Bülowstr. 65 Eine öffentliche Formerversammlung tagte am 20. b. M. Köpnicerfir. 127a bei Stüfter. bet Richter. Steinnelfe, Bajewalterstr. 3 bei A. Neumann. yra 1, in Garnsee( Kreis Marienwerder). Rattowig, 19. Auguft. unter zahlreicher Betheiligung im Kolberger Salon. Hauptzweck Süd- Ost, Faldenfteinftr. 7 bet Trittelwig. In Rosdzin ist ein eingewanderter Pole namens Körnes an Liebeslust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret. Freter der Versammlung war, die Former in nachdrücklicher Weise an männerchor Nordest( früher Klempner) Moabit, Embener- und asiatischer Cholera gestorben.- Amsterdam, 19. Auguft. Aus ihre Pflicht, sich zu organisiren, zu erinnern. Diese Aufgabe hatte Rothe Melt 1, Echöneberg, Golzstr. 4 bei Klauke. Siemensstraßen- Ede 14. upferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Haarlem werden eine Cholera- Erkrankung und ein Todesfall, Pähel übernommen, welcher die glorreiche Zeit vor Augen Lothringerfir. 41 bei J. Brüß. Appoloata, aus anderen Städten fünf Erkrankungen gemeldet. Lüttich, Freiheitsgruß, Tremmenerstr. 1 bet 19. August. Die Gemeinde Vialmont, wo die Cholera plötzlich führte, als die Former noch kräftig und stark insgesammt im Mathies. Schneeglöckchen 1, Rirdorf, Hermann- und KarlsgartenFachverein der Former organisirt waren, sowie die Zeit der fraßen- Ecke bei Hilpert.- Schneeglöden 2, Potsdam, Brandenburger aufgetreten ist, liegt unmittelbar bei Huy und zwar auf einer Reaktion und der Schreckensherrschaft der Kühnemänner, nachdem theil, bet Berche. Kommunikation 16 bei Glafer. Maiengruß 3, Friedrichshagen, Rund- gefunden Anhöhe. Die Die Zahl der Erkrankten foll 18 betragen. durch den unglücklichen Ausgang des Kampfes um den 1. Mai blume, Lübbenerstr. 30 bet Meyer. Warschau, den 19. August. Wegen Zunahme der der Fachverein auseinandergesprengt wurde. Die dauernde Un- traße 16 bei Hoffmann.- Felsenburg, Kraufſir. 6 bei Rudolph.- Rütti, Cholera in dem Grenzgebiete findet hier eine Berathung der Beorganisirtheit der Kollegen verschulde die Mißstände, die sich jetzt Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße Ecke bei Greinert Friedenau im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen Ede. Vorwärts" 7. hörden statt, um eine Erweiterung der Abwehrmaßregel zu be= $ off= in den Gießereien bemerkbar machen. Die Herren Formermeister nung 3, Brandenburg a. S., Konforbia", Wilhelmsdorferstraße. schließen. Amsterdam, 20. August. Hier und in Maastricht spielen heute eine seltsame Rolle. Bei Zimmermann u. Buchholz Freiheitstlänge 1, Stallschreiberstr. 29," Sum eichenen Stabe" bet der Fälle beläuft sich bis jetzt auf 62 Erkrankungen und 30 TodesStedertafel Weft end, Schöneberg, Kaiser- Friedrichstr. 6 bei Henkelmann. ist je ein Cholera- Todesfall zu verzeichnen. Die Gesammtzahl ftritten in der Brust des Meisters Industrie und Landwirthschaft Schöning. Arbeitergesangverein von Briz in Briz, Bürgerstr. 4 um die Oberherrschaft, und zieht die erstere in diesem bei Dorn. Seeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet fälle. In Haarlem tam eine Erkrankung vor. Widerstreite den Kürzeren. Im Cyclop" herrsche Günstlingscht( gem. Chor) Perlebergerstraße 28 bei Hermerschmidt. Göbel. Kottbuser Harmonie, Forsterstr. 22 bei Zilgner. Glüh wirthschaft bezüglich der Vergebung lohnender Arbeit und Charlottenburg, Wallfir. 64 bet Reichelt. Maiengruß 2, Dämmerlicht, Borndorfer- Briefkaffen der Redaktion. Festsetzung der Attordpreise. Die Arbeitswuth vieler Rol- fraße 17 bei Sofimann. Gbelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Kom legen sei eine beängstigende. Schon Stunden vor dem munifation. 16 bet Blafer. Hetmathtlänge, Röpenick, Rosenstr. 101 Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht bei Troppens. offiziellen Beginn der Arbeitszeit um 7 Uhr Morgens wären die mannstraße 17 bet Mothes. Männer- Gefangverein Geduld, Gesundbrunnen, Buttanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Gesangverein Fretheitstlänge II, Ewald, Dortmund. In anderer Form fönnen wir die selben in der Gießerei und schufteten im Interesse der Unternehmer. Chorinerftr. 55 bei Sobeck. Quittung nicht veröffentlichen. Daffelbe erbauliche Schauspiel biete sich bei Gebrüder Schöning. schriften find zu richten an B. Gent, Adalbertstraße 95. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8uFürstenbergerstraße. 1. Der Junge ist nicht strafbar, da Zum Dank dafür müßten sich heute die Former von den Herren Mittwoch: Geselliger Berein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 85 bei Wolff. er noch nicht 12 Jahre alt ist, kann aber in eine Zwangs- ErMeistern eine Behandlung gefallen lassen, wie es früher nicht morinis der Hauchttub, Görligerstraße 42 bet Picht. Beziehungsanstalt durch Beschluß des Vormundschafts- Gerichts auf denkbar war. Man gehe in der Nichtachtung der Former bereits felliges Berein Brüderliteit Georgenkirchfiraße Nr. 65 bei Spät. so weit, daß man es an der einfachsten Reinlichkeit in den Rhetorit, Naunynft. 86 bei Zubeil Abends 8 Uhr. Ihren Antrag gebracht werden. 2. Die Eltern haften nicht. Musilveret. Baufenfchwng 1 Annenstr, 16 bei Ehrenberg. Verein Geselliger Berein 3. Die Verjährung der Ansprüche gegen den Sohn tritt in drei Gießereien, ja sogar an ordnungsmäßigen Wascheinrichtungen gefinn, Lebuferstraße Nr. bei Nemiz( alle vierzehn Tage). BergnügungsDer Referent sich ersparte, wären feiner Meinung nach undenkbar. Freiheit und Wohlergehen, bei Bergemann. Touristenklub wenn die Former sich wieder fräftig wie früher organisirten. Neuenburgerstr. 37 bei egeberg. Rauchflub Roth: Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerftr. 29 bei Salomon. Die Kollegen und Meister der gedachten Gießereien waren bearbeiter- Bither- Berein Ginigkeit, manteuffelstr. bei Nomad, bends sonders eingeladen und in der Versammlung auch vertreten, doch Infinger. 8% Uhr Uebungsstunde. Schafstopftlub Spar- Agnes, Krautft. 36 bet Gefelliger Berein Alpenrose, Brizerstraße 22 bet Graf. fühlte sich Niemand veranlaßt, das Wort zu nehmen. So legte Brivaitheater- Gesellschaft to melta, Pücklerstr. 2 bet Müller.( Außerdem denn Näther noch ein fräftiges Wort für die Organisation ein, alle 14 Tage Sonntags.) Theaterverein or Admiralfti. 18c bet worauf zu gunsten dieser eine Resolution einstimmig angenommen Geselliger Mufit Dilettantenverein müa fierman, Sochstraße 32a ber Berein für voltsthümliche Kunst, Andreasstraße 26 bet Wilte.. Wilte. Theaterverein Freundschaft, Flottwellfirnpe 5 bet Bertel. Privat Theatergesellschaft Liberté, Manteuffelsir. 98 bei Müller. Rauchtlub Gutgefinnter Freunde, Georgenfirchftr. 65 bet Müller, Mufitverein Ofiris, Mariannenfir. 31-32 bei Dobberstein. Bergnügungsvercin Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bei Hermerschmidt.. Theatergesellschaft 8ielbewußt, Große Frankfurterftr. 1 bet Hermann. Cotteriettub Fortuna, Görligerft. 50 bei Sierver Mufit- Vergnügungsberein Andante, Mittwoch Abends Uhr Uebungsstunde in Krüger's Restaurant, Fennstr. 5. Gesang, Turn- und gefellige Vereine. Mittwoch. Sänger gruppe des Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsberg. Uebungsstunde Abends 9 Uhr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Karistraße 4. Theatergesellschaft ei mathiust, s uhr Sigung im Vereinslotal des Herrn Privat Bülowstr. 70, Sigung und Tufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Theaterverein erres, Abends e Uhr, im Restaurant Krüger, Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Danien, Abends übt, Manteuffelstraße bet Nowad. Aufnahme neuer Mitglieder. Nordlub& stig, jeder. Mittwoch, Abends Uhr, Sißung und Fidelitas ir. Restaurant Maltowski Weddingftr. 9. Gäste willkommen. Bergnügungsverein husnelda, Sigung 8 Uhr, Sum Anbaltiner", Mödernstraße, Eae Tempelhofer Ufer. Säfte willkommen. martusir, 10. Rauchflub Grüne Quaste, Mittwoch Abends 9 uhe, bei Gorn, Kleine Rauchflub Granate, Forsterft. 40 bei Tuguntke. Rauchtlub Brüderlich fett, Abends von 9-11 Uhr, Wrangelf. 84 bet Redanz. Rauchtlub Artona, Abends 8 Uhr bet Herrn Brand. Reichen. bergerstraße 24 bet Faufche. bergerstr. 122. Orientalischer Rouch flub, Abends 9 Uhr, Reichenbet F. Rodendorf, Bosenerstr. 5. Rauchflub Frisch gewagt, abends s uhr und Sonnabend 9 Uhr bei Ernst Weinert, Adolfstr. 20. Rauchtlub Eiferne Pfeif, Mittwo To ch, Admiralftr. 33 im Restaurant Abends 9 Uhr. Rauchtlub Rooch= Rauchklub Messa Lina, jeben Mittwoch bei S. Wuttte, Graubenzerstr. a. fehlen laffe. Solche und andere Mißstände, deren Vorführung verein AL, Prinzen- Allee 10 Theaterverein Boletariat, Naunynftt. 83 bet töhn. wurde. Die Zinkgießer und Stürzer hielten am 14. Auguft eine Versammlung ab. Zur Erledigung standen geschäftliche Angelegenheiten. Der Bericht des Kassirers weist eine Einnahme Don 35,20 M. auf, der eine Ausgabe von 9,50 M. gegenübersteht, mit dem alten Bestand von 132,05 m. ergiebt dies einen Gesammtbestand von 157,85 M. Die nächste Versammlung findet am 28. Auguft statt. K Rigdorf. Eine Mitglieder Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter fand am 19. August statt. Nach Er ledigung einiger Vereinsangelegenheiten nahm das Mitglied Höpner das Wort, um den Berufskollegen die Bedeutung der Organisation darzulegen. Hierbei wendet sich Redner besonders gegen die Nachlässigkeit in der Durchführung des Bierboykotts, wie sie leider den Kollegen zum Vorwurf gemacht werden muß. Den gleichen Standpunkt vertrat der Kollege Böttcher. Bum Schluß wird ein Antrag angenommen, die Bersammlungen im Vorwärts" bekannt zu geben. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner m Berlin. Mittwoch. den 22. August, Abends 8X Uhr: Bersammlung mit Frauen im Restaurant des Landsmannes H. Saß, Martgrafenfir. 102. Aufnahme neuer Mitglieder. Abrechnung von der Dampferpartie. Ausgabe der Billets zur Urania. Lands: Teute sowie Gäste and willkommen. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein( Filiale Moabit) hält am Mittwoch, den 22. Auguft, bei Reichert, Müllerstr. 7, eine Bersammlung ab. Referentin: Frl. Wabniz. Möhring. Lange. Dermischtes. Brivat Jahren ein. 2.$.800. 1. und 2. Nein. 3. Die Räumung der Wohnung muß in Berlin bei faus höchstens 2 Wohnzimmern und Zubehör bestehenden Wohnungen am 1., bei aus 8-4 Wohnzimmern und Zubehör bestehenden Wohnungen am 2. 10. um 12 Uhr Mittags und bei größeren Wohnungen am 3. 10. um 12 Uhr Mittags beendigt sein. Unter Zubehör sind Alkoven, Küchen, Kammern, Bodenräume, Verschläge und Vorrathsteller zu verstehen. Bei Wohnungen, die aus 3 3immern bestehen, muß jedoch am ersten Oktober ein Zimmer, bei größeren 2 Zimmer bereits vollständig geleert und dem einziehenden Miether zur Verfügung gestellt werden. O. S. Sie fonnten feineswegs gezwungen werden, dem Arbeitsvermittler Ihre Uhr als Pfand zu lassen. Nachdem Sie es dennoch gethan, tönnen Sie nichts machen. Theilen Sie des Arbeitsvermittlers das Geeignete veranlaßt werden kann. den Vorfall schleunigst Ihrer Gewerkschaft mit, damit bezüglich derselben schleunigst bei. Gehören Sie etwa noch feiner Gewerkschaft an, so treten Sie E. D. 67. Der Aufforderung, nunmehr den Miethsvertrag entsprechend pränumerando voll zu zahlen, müßten Sie noch in diesem Quartal nachkommen. erftrittene Urtheil nicht. W. N. Verjährt ist das rechtskräftige, von Ihrer Frav Quad. Nein; sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. J. K. 51. Jie Anfrage ist bereits im Vorwärts" vom 12. August beantwortet. Ad. Hahn, Münden. Die Seidler'sche Brauerei Schöne berg ist nicht boykottirt. 3 Wettende 5. Boykott( sprich) Beukott. O. P. 2. Ist Ihr unverheiratheter Bruder fifiberlos in Berlin verstorben, so wird er von seiner Mutter und seinen Geschwistern sowie den Kindern vorverstorbener Geschipister beerbt. Briefkaffen der Expedition. Volksbühne. Emilia Galotti tönnen Sie durch unsere Landsmannschaft von Bad Schmiedeberg und Umgegend. Mittwoch, Den 22. August, Abends 8 Uhr: Bersammlung beim Landsmann Friedrich Alewig, Stralauerstr. 12. Landsleute willkommen. Central- Kranken- und Sterbekaffe der Tabakarbeiter Deutsch- Blikpulver für Zwecke der Küstenbeleuchtung. Bon lands( Berlin II). Mittwoch, den 22. Auguft, Abends 8 Uhr, bei Röllig, dem bekannten Astronomen Dr. Miethe find bei Potsdam Buchhandlung, Beuthstraße 2, gegen Ginsendung von Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: Rechnungs Versuche gemacht worden, Magnesiumlicht, welches in neuerer 20 Pf. und 5 Pf. für Porto beziehen. Beim Selbstabholen selbstlegung, Bericht von der Generalversammlung in Halle, Neuwahl der geBeit vielfach zum Photographiren benutzt wird, für Signale ver- redend nur 20 Pf., da der Portobetrag wegfällt. fammten Ortsverwaltung. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 22. Auguft. Lessing- Theater. Madame SansGene. → Residenz Theater. Jugend. Bellealliance- Theater. La Traviata. Alexanderplatz- Theater. botene Liebe. Ver Zintional Theater. Susanne im Bade. Theater Unter den Linden. Der Bigeunerbaron. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Unserem Freunde und Genossen Adolph Ernst- Theater August Thom gu feinem 26. WiegenCharley's Tante. feste ein donnerndes Soch! Deine Freunde A. H. F. Schwank in 3 Akten v. Brandon- Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe in einem Att von Eduard und Benno Jacobson. Musik von Franz Noth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. E Morgen: Dieselbe Borstellung. Castan's Panoptikum. Hawaiische 2436b Hiermit allen Verwandten und Befannten, insbesondere den werthen Kollegen, die traurige Nachricht, daß mein innigst geliebter Mann, unser guter Vater, Bruder und Onkel, der Tischler Karl Langner, am Sonntag, den 19. d. Mts., Nachm. 43/4 Uhr, nach kurzen aber schweren Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 23. d. Mts., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes aus statt. Danksagung. Apollo Theater. Spezialitäten Königs- Tänzerinnen. guten Baters, bes Schloffers Albert Vorstellung. Der Araber Hassan Ali, Für die rege Theйnahme und reichen Kranzfpenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres Kunstmann sage allen Verwandten, meinen innigften Dank. Kaufmann's Variété. Spezialitäten der schwerste Mensch der Welt Bekannten, Kollegen und dem Meister Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten. pegialitäten Vorstellung. National- Theater. Novität. Große Frankfurterstraße 132. Novität, Zum 11. Male: Susanne im Bade. Große Posse mit Gefang in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samft. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 72 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne: Italien in Berlin, großes humoristisches Quodlibet, von Karl Peters, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittags 3 Uhr: Nachmittags- Borstellung. Bastille. Passage- Panopticum. 51 wilde Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung am Mittwoch, den 22. August, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vereinsangelegenheiten, event. Anträge. 277/3 Mitgliedsbuch legitimirt. Bahlreicher Betheiligung steht entgegen Der Vorstand. Arbeiter und Arbeiterinnen! Mittwoch, den 22. August, Abends 8% Uhr, in Sanssouci, Kottbuserstraße 4a: Gr. Volksversammlung 2431b Frau Kunstmann nebst Kindern. 2. Allen Verwandten, Genossen, Kollegen und Bekannten für die liebevolle Theilerdigung meiner lieben Frau, unserer Benno Misuh nebst Kindern. wilde Weibernahme und Kranzspenden bei der Beaus Dahomey. guten Wutter, unseren herzlichsten Dank. Das lejende Sind Armin- Hallen zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Lux über: Technische Revolution. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Grosse Der Einberufer. Achtung! 50/10 Versammlung für Männer u. Frauen am Mittwoch, den 22. Angust, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Reichert, Müller- Straße Nr. 7. Tages Ordnung: 1. Bortrag der Genossin Frl. Wabnitz über: Die Jdee der Freiheit. 3. alt 134 Jahr. Kommandantenstraße Nr. 20. 2. Distaffion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Werſchiebenes. Kelle Vereinshaus ( früher Kuhlmen) 591L 28. Schönhauser Allee 28. Prachtvoller schattiger Garten. Täglich: Frei- Konzert im schönen Natur Garten. Säle. Vereinszimmer. Zur Dedung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet 39/4 Die Bevollmächtigte des Frauen- u. Mädchen- Bildungsvereins( Filiale Moabit). Tokayer med. füßer Ungarwein, Literflasche 2,10 M., 5 Flaschen 1,85 M. Eugen Neumann& Co., 679M 6a Belle- Allianceplat 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienstr. 8 Wolf, Leipzigerstr 22. Zähne 3 M., Theilz. 1'M. Sprechst. 8-7 2x devin Post auf der D. Franz Hold. Deveinssimmer noch einige Zage frei. Unfallsachen, Putzger, Stegligerfir.65 1,50 M. Vollk. schmerzl. Zahnziehen u. Nervtödten I. z. Plomban von Truerſpiel in 4 Aften v. Adtung! Rixdorf. Achtung! on ber Reiſe zurück Mittwoch, den 22. August, Abends 812 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße Nr. 136: 141/16 Versammlung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Die Entwickelung der Boltswirthschaft. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Soeben erschien: Dr. Zepler, Arzt, Flensburgerstraße 24. 68M Poliklinik für Frauenkrankheiten Chaufferstr. 99, täglich 12-1/ 2 Uhr. Gesang- Verein Freie Sänger Heegermühle. Sonntag, den 26. August: Wie klage ich vor dem Gewerbe- Gericht? Stiftungs- Fest. Don Hermann Faber. 64 Seiten. Preis 20 Pfennig. zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure, sowie vom Verlag 6169* Hans Baake, Berlin S., City- Passage. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Vereine, die gewillt sind, auf unserm Feste mitzuwirken, werden gebeten, ihre Adressen dem Unterzeichneten einzusenden. NB., Die Betheiligung einiger Vereine wäre dringend erwünscht. August Kersten, Heegermühle, Schöpfurtherstraße. Rüdersdorfer! Künstl. Zähne, loses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 128 Genossen find stets unverdroßen. VorWerktagsAnzüge. Häuser Geschäfts Tadellost MaassAnfertig. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chausseestraße 24a. 11. Brückenstraße 11. 16. Gr. Frankfurterstraße 16. Einsegnungs- Anzüge Kammgarn, Ripsgarn, Satin, Cheviot, Diagonal u. f. w., ein- und zweireihig, in enormer, sehr reicher Auswahl 28,-24,-21,- 17,- 14, 12 Mr. Herren- u. KnabenBekleidung FesttagsAnzüge. Gegründet 1891 Tadellose MaassAnfertig. Bierboykott- Lieder. 10 Pf. 15. Auflage. " 10 Pf. Inhalt: Das Lied vom gesperrten Wirthshaus zum Schafskopf". Die Bier- Hymne:" Heil Dir im Schultheiß- Glanz."- Wo still ein Faß voll Ringbier steht." Die bösen Sieben: D Rösicke; o Happoldt's May; o Böhmisches; Gregory's Karl; o Rirdörfchen; Spandauer Berg; o Schöne berg."" Das ist im Leben häßlich eingerichtet." Der Bier- Fehde- Handschuh oder Wer war's Karnickel? Gine fabelhaft schreckliche Schauerballade, frei gearbeitet nach Schiller's" Handschuh", aber viel schrecklicher. Der Reinertrag wird den Brauerei- Arbeitern überwiesen. Zu Lassalle's 30jährigem Todestage: „ Rothe Wolken, rothe Wipfel" Lassalle- Prolog. Preis 10 Pf. 16 Seiten mit rothem Umschlag. Preis 10 Pf. Kolporteure und Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt( Expl. 6 Pf.) Fritz Krüger, Hirten- Strasse 10, Restaurant. 622L Eine alte deutsche Feuer- Bers- Gefell- Seidensammet u. Plüsch schaft sucht für Berlin u. die Provinz wärts nur nicht bang. Gruß 2439b In Genosse G. 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Mt.-, 10 1. Die französischen Kleine Auffäße: nationalwertstätten von 1848. 2. Antwort an Herrn Prof. Rau. 3. Lassalle und die Statistit von Wackernagel. 4. Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. 5. Erwiderung auf eine Rezension der KreuzBettung". Mt.-, 15 in Halbfrz. geb.( Liebhabereinb.) Mk. 5,50 Die Feste, die Preffe und der Frankgeh. Band III. k. 3,50; in Leinen geb. Mk. 4, in Halbfrz. geb.( Liebhabereinb.) Mk. 5, furter Abgeord= netentag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Mt., 25 Der Gerausgeber schickt dem Werte Rede vor der korrektion. Appell" eine inte effante tritisch biographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die" Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbe merkungen oder kritischen Nandnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der kammer zu Düsseldorf am 27. Juni 1864. Bertheidigungs- Rede gegen die Anklage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur Verachtung öffentlich angereizt zu haben. Mt.-, 10 Herausgeber den heutigen prinzipiellen An die Arbeiter Berlins. Eine AnStandpuntt der Partei, wo dieser ver= ändert ist, oder erleichtert das historische und politische Verständniß der Materie. Sprache im Namen der Arbeiter des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Mt.-, 20 wider Die einzelnen Broschüren folgen nicht in Der Hochverraths Prozeß ber chronologischer Reihenfolge, sondern nach threr inneren Zusammengehörigkeit ge= ordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie ist diese GeLaffalle vor dem Staatsgerichtshofe zu Berlin am 12. März 1864. Nach dem stenographischen Bericht. Mr.-, 40 des Allgem. Deutschen fammtausgabe unentbehrlich. Der erste Die Agitation better reche Band ist mit einem Stahlstichportrait Lassalle's geschmückt. Einzel- Ausgaben: Meine Affifen- Rede, gehalten denGeschwore= das Bersprechen des Königs v. Preußen. Eine Rede, gehalten am Stiftungsfeste des Algemeinen Deutschen Arbetter Vereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. Mt.-, 25 Biterar nen zu Düſſeldorf am 3. Mai 1849 gegen Herr Julian Schmidt, her tea die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben. mt.-, 40 deutungdes deutschen Voltsgetstes. Mt.-, 15 trag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Zwetter Vortrag über Verfassungswesen. Macht und Recht. Ein offenes Sendschreiben Ferd. Lassalle's. Mt.-, 35 Die Philosophie Fichte's und die BeUeber Verfassungswefen. Seger- Scholten. Mt.-, 75 Die Anmerkungen des„ Gegerweibes" in dieser literarischen Hinrichtung des bürgerlichen Mode Literaten stammen bekanntlich aus der Feder der späteren ,, Excellenz" Lothar Bucher! Herr Baffiat- Schulze v. Delitzsch, der ökonomische Julian, oder Kapital und Arbeit. Mt. 1, Lassalle's ökonomisches Hauptwert. Als Agitationsschriften haben die Lassalle'schen Broschüren thre faszinirende Ueber den zu wirtung behalten; wie vor 30 Jahren Arbeiterprogramm. fammenhang ber gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der begeistern sie noch heute die Leser und Idee des Arbeiterstandes. Mt.-15 in populärer, fesselnder Behandlung des spröden ökonomischen oder geschichtsDie Wissenschaft u. die Arbeiter. Philofophischen Stoffes sind sie unerreicht geblieben. Eine Vertheidigungsrede vor dem Berliner Kriminalgericht gegen die Anflage: Die besitzlofen Klaffen zum daß und zur Verachtung gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. Mt.-, 30 Der Lassalle'sche Kriminalprozeß. Vorrede zum Syftem der erworbenen Rechte. mr.- 20 II. u. III. Zweites Seft: Die münd Becker, Bernh., Enthüllungen über das liche Verhandlung nach dem steno= graphischem Bericht. Drittes Heft: Das Urtheil erster Instanz mit tritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung bearb. Mt.-, 50 Die indirekte Steuer und die eage der arbeitenden Klaffen. Eine Bertheidigungsrede vor tragische Lebensende F. Lassalle's und seine Beziehungen zu Helene v. Dönniges. Neue Bearbeitung. In 6 Heften à Mt.-, 25, gebd. Mr. 2, Eine Sammlung aller auf das Ereigniß bezüglichen Schriftstücke und Origtnalbriefe. Mit einer interessanten Vorrede. dem Königl. Rammergericht zu Berlin Brandes, Georg, Ferdinand Laffalle. gegen die Antlage, die besiglosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. Mt.-, 60 Ein Itterarisches Charakterbild. Aus dem Dänischen übersezt. Mit Lassalle's Portrait. Brosch. Mt. 2,50; gebd. Mt. 3,50 Ferdinand Laffalle. Gean das Kegel, Max, bentschrift zu seinem Offenes Antwortschreiben Bentral tomitee zur Berufung etnes Allgemeinen deutschen Arbeitertongresses zu Leipzig. mr., 10 25 jährigen Todestag. Mit Portrait Lassalle's. Mt.-, 50 Mit diesem Schreiben eröffnete caffale Gedenkblatt zum Todestag Laffalle's. die Agitation zur Gründung einer selbstständigen Arbeiterpartei.. Arbeiter- Lefebud. Rede Laffalle's zu Grabstätte. Mit der Abbildung seiner mt.-10 Frankfurt a. main Laffalle Photographien nach einer Original am 17. und 19. Mat 1863. Nach dem Aufnahme in vorzüglicher Ausstattung. stenographischen Berichte. Mt.-, 25| Jn Kabinet Mt.-, 50; in Visit Mt.-, 25 Bei Bestellungen von Auswärts bitte den Portobetrag beizufügen. Nach beendeter Juventur Gardinen- Beste Weißbier! zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrik Grüner Weg 80, part. Eingang vom Flur. Monatl. 10 M. liefert Theilzahlung. Anzüge nach Maass. Comporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. Roh- Tabak Detail- Verkauf Sienholz für eine in jeder Beziehung Rud. Völcker& Sohn, Ich erkläre hiermit Fräul. Elise anständige Dame und nehme die gethane Beleidigung hiermit zurück. 67M Frau Steinbrück. Arbeiter! 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Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 194. Mittwoch, den 22. August 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Varteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Noch einmal Ferdinand Lassalle, Victor Hehnalle's seigt sich dieselbe tiven Gebanten bervor: die anwesenden Delegirten aus Hamburg. Was die Gründung und die Kreuz- Zeitung. " Doch in allen Ueberall dieselbe Un- 1 Jahren für den Industrie- Verband eingetreten, gegenwärtig in volkswirthschaftlichen Schriften fähigkeit, einen posi- Wort und Schrift dagegen arbeiten. Dazu gehören namentlich Unfähigkeit, einen pozubringen, überall Lüge! von Industrie- Verbänden anlange, so sei diese Idee keineswegs fitiven und lebensfähigen Bei seiner Bildung neu. Schon Theodor York fuchtz seiner Zeit die Verwirklichung sozialen Gedanken zu gefonnte er an die geistige derselben anzustreben. Die Reaktionsperiode des Sozialisten Wir haben dieser Tage die kundigen Thebaner der stalten, und dieselbe Ueberlegenheit der Argesetzes habe jedoch den weiteren Ausbau verhindert. Als das Kreuz- Zeitung bei ihrem Versuch, mit dem todten Victor Berlogenheit. Es bleibt beiter", die er doch ewig im selbe im Jahre 1890 gefallen, sei der Gedanke Mann von seiner Bilglauben. uudentbar, daß ein weunde, führte, unmöglich strammeren zentralisation in den Bordergrund getreten. dung an die geistige eberlegenheit der Arbeiter" wirklich ge= glaubt haben solte... Hehn für ihre unsauberen Zwecke zu frebsen, auf die aristotratischen Händchen geklopft. Als Paradestück aus den hinterlassenen Aphorismen des feinsinnigen Kulturhistorikers crschien in den Artikeln des Junkerblattes vor allem eine Betrachtung über Ferdinand Lassalle als Menschen. " leben eines Mannes, Wie aber kommt es, es, daß die posthume VerAltVon diesem Gesichtspunkte aus habe der Halberstädter Gewerkschaftskongreß eine Resolution angenommen, wonach die Anbahnung der Industrieverbände anzustreben, event. Kartellverträge zwischen den einzelnen Branchen bestimmter Industrien anzubahnen feien. Diesem Beschluß seien bis jetzt nur die Arbeiter Was Hehn in dieser Betrachtung über den unsterblichen Und giebt es denn auf der Sein Charakter ist durch und der Metall- und Holzindustrie nachgekommen. Was die DurchDenker und Kämpfer der Arbeiterklasse vorbrachte, erschien weiten Welt eine gemeinere Ber- durch us wahrhaftig: Demafo laffe sich nicht verkennen, daß einige Schwierigkeiten dem führung dieses Beschlusses in der Bekleidungsindustrie anbetrifft, so tindisch, gehässig und albern, daß uns von vornherein worfenheit, als das Demagogenthum bei Trüffeln gegenüber stehen. Die technische Entwickelung der Schuhmacherei leises Mißtrauen beschlich. Sollte wirklich der glänzende gogenthumbei Trüffeln und Sett, unzüchtiges babe in den letzten Jahren einen derartigen Aufschwung ge Stilist der Kulturpflanzen, der Reisebilder aus Italien und und Champagner? als Abenteurerleben dessen, babe in den letzten Jahren einen derartigen Aufschwung ges Frankreich, der seinen Lesern goldene Früchte auf silberner dies schlemmende und der den Heiland, der nemmen, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Branche fast ausschließlich in Fabrikbetrieben arbeiten, während in der SchneiderEchale darbietet, so täppisch geschrieben haben? An wen doch züchtige Abenteurer Armen spielte." branche noch die hausindustrielle Betriebsform vorherrsche. Dazu erinnerte gleich diese Diktion, die wie ein tokettes Mammuth ber den Heiland der Tommen die verschiedenen Beiträge und Leistungen der einzelnen daher stampft, diese Fertigkeit, im tiefen Bruſtton der Ueber- Leidenden spielte!" zur Bekleidungsindustrie gehörigen Branchen. Es sei aber doch zeugung tönende, hohle Schlagworte hinauszuschleudern, die Frage aufzuwerfen, ob sich diese Schwierigkeiten nicht überbrücken Ber- brücken lassen; er behaupte es. Bei den Aktionen diese geifernde Gehässigkeit gegen den Sozialismus? Wir thun Buße in Sad und Asche. Nicht Sehn ist es, öffentlichung aus Hehus Papieren durch den der einzelnen Branchen komme dann die gegenseitige Solidarität Sack weiberklatsch des Treitschke verunziert wird? Ein zur Geltung. Ebenfalls ließe sich ein einheitliches Fachorgan für der so pöbelhaft über den großen Todten schilt, es ist das Victor Hehn plagiirt nicht. Der Herausgeber hat die gesammte Bekleidungs- Induſtrie schaffen. Hierdurch würden altbekannte historische Fischweib, der Geschichtsflitterer| Heinrich von Treitschke, aus dessen berufenem offenbar unter den Blättern und Blättchen des Hehnschen bedeutende Kosten erspart und die Mitglieder hätten zugleich Libell: Der Sozialismus und seine Gönner, einer der Nachlasses auch eines gefunden, worauf der alte Hehn, der einen Ueberblick der Verhältnisse anderer Beauchen. Daß es zur Direkten Gründung eines Industrieverbandes tomme, glaube er schäbigsten Schmähschriften gegen die Sozialdemokratie aus geistreiche Ironiker, sich die Stelle aus dem Treitschkeschen nicht, doch erwarte er, daß der Kongreß durch Kartellverträge den siebziger Jahren, die Lassallebetrachtung wortgetren Pamphlet aufgezeichnet hatte, zum dauernden Gedächtniß die gemeinschaftliche Agitation, Reise- Unterstützung, Streits u. f. 1. entnommen ist. Hier und da ist ein Wort ausgelassen, ver- der literarischen Geschmacklosigkeit, der geistigen Ohnmacht regeln werde. tauscht, wie z. B. das wälsche Champagner mit den für und des unübertrefflichen Auftandes eines Leibhusaren der Bock: Gotha: Da der Kongreß ihn als Korreferent bepreußische Liebesgaben- Empfänger geläufigeren Sekt, oder Hohenzollern. Schiemann hat dann unbefehen, was für ftimmt habe, wolle er feinen Standpunkt zu dieser Frage kurz ein Gattheil ist umgestellt, doch der Wortlaut der Texte bas Exzerpt für Eigenbau versehen und so das ganze Unheil verbände gewesen, und habe nie ein Hehl daraus gemacht, sonein Sattheil ist umgestellt, doch der Wortlaut der Texte seinen kritischen Sinn nicht gerade gutes Zeugniß ablegt, erörtern. Er sei von Anfang an ein Gegner der Industriebeweist ihre Uebereinstimmung. Mau urtheile selbst: dern er habe diese seine auf eine langjährige Erfahrung beruhende Ansicht stets flar vertreten. Die thatsächlichen und geschichtlichen Verhältnisse der Gewerkschaftsbewegung habe beurtheilt. Reißhaus falsch Nicht das Sozialistengesetz habe die Theodor York gegründeten IndustrieEs ist schwer, bei diesem Dniproquo ernsthaft zu bleiben. verbände zerstört, sondern York mußte schon früher vor seinem Weshalb mußte sich das Organ der Hammerstein und Kropatschek Tode sein Werk zu Grunde gehen sehen. Was für den Inbild. Stuttgart 1894, siehe in die Unkosten einer langathmigen Artikelreihe stürzen, da duftrieverband angeführt ist, fann mit derselben Begründung für G. 213.) sie doch ihr Scheltbedürfniß viel bequemer und wehlfeiler die Schaffung eines allgemeinen Arbeitervereins angeführt Seine( Lassalle's) wirth- Lassalle's Ideen, so bemerkt durch einen Griff in ihre Büchersammlung hätte befriedigen werden. Wie gewinnen wir aber die ungeheuere Zahl der Unschaftliche Ideen sind, wie sehn zutreffend, find alle können? Und daß in dieser Bibliothek kein Pamphlet organisirten? so lautet die Frage, und da müſſe man nun einbetammt, allesammt von fammt anderen entnom gegen unsere Partei fehlt, ist ja selbstverständlich. mal mit dem vorhandenen Kastengeift rechnen. Die Industries Mary entnommen, doch men; aber er verftet fle Blindlings in ihrem Haffe gegen den revolutionären niffe hinweg zu sehen. Wenn es nach unferen Wünschen ginge, verbandler juchen fich über die thatfachlich befiehenden Verhält Laffalle versteht diefe ent- mit Gewandtheit und lehnten Waffen mit eindring- dialektischer Fertigkeit Inden" ist die Kreuz- Zeitung auf das arme Zitat ge- so wünsche er viel mehr als Genosse Reißhaus, doch darum lehnten Waffen mit eindring- dialettischer Fertigkeittoßen wie die Ente auf den Köder bis an den Steiß. Statt handelt es sich nicht, sondern man müsse sich mit den realen licher Beredsamkeit und einer zu gebrauchen. seltenen dialettischen Ge Verhältnissen befassen. Das Zusammenwerfen des Hafen- und wandtheit zu gebrauchen. Auf den Treitschke also ist die Kreuz- Zeitung" ge- Werstarbeiterverbandes, der durch dieses Experiment von 6000 Er ist ein Meisterim Er ist Meister im Gr.fommen, in die Gesellschaft, wo sie sich am wohlsten fühlen auf 1000 Mitglieder zurückgegangen fei, beweise, daß man bei Erfinden jener finn- finden grober sinnlicher muß, die alte Freundin der Wagener, Ohm und Goedsche, derartigen Experimenten vorsichtig sein müsse. Schon die innere lofen Formeln, welche Formeln, welche durch das schofelste Werkzeug des platten, gewinngierigen Krant Berschiedenheit der für die Bekleidungsindustrie in Betracht kommenden Branchen verbiete ein künstliches künstliches Zusammendurch den kraftvollen den Ausdruck des un junkerthums. werfen. Ebenso wie bei der politischen Partei die Ausdruck des Unsinns sinns den Hörer ver Habeat sibi! Gie möge den Treitschte für sich be- Sokalblätter der zweckmäßigen Agitation dienen, so den Hörer verblüffen, blüffen. liege es auch mit den Gewerkschaftsblättern der einzelnen als z. B. Das Eigenthum ist Es stinkt in der Fechtschul'. Branchen. Für die ersprießliche Fortentwickelung der Gewerk Fremdthum geworden." schaften sei die erste Vorbedingung, daß endlich die Formenexperimente aufhören, dann würden noch größere Fortschritte crreicht als dieses schon thatsächlich in den letzten drei Jahren geschehen. Nebst Aphorismen nach der Heinrich von Treitschke, Victor Hehn in seinen Der Sozialismus und seine Gönner. einem Sendschreiben an Gustav Schmoller. Berlin, Druck und Verlag von Georg Reimer. 1875. S. 82/83. " Kreuz Zeitung, Nr. 384 Morgenausgabe vom 18. Aug. 1894.( Bei Th. Schiemann, Victor Heh n. Ein Lebens: Er tennt, wie wenige Ertenntben Zauber, Sterbliche, den unwiderstehlichen den die Frechheit auf Zauber, welchen die das autoritätsbedürf= Frechheit auf das nachtige Gemüth des Men Autorität verlangende schen ausübt; er braucht Gemüth der Massen ihn dreist; denn sich zu ausübt; und er hand- schämen ist er außer habt diese Zaubertraft, stande. denn er ist außerstande, sich zu schämen. angerichtet. Nicht Hehn schimpft, sondern, was niemand wundert und sich von selbst versteht, der spaßhafte preußische Hofhistoriograph. Hehn Treitschke! halten! Gewerkschaftliches. Bekleidungsindustrie- Kongreß Erfurt. Nachmittagsfißung am Montag, den 20. August. Eingetroffen ist noch der Telegirte Schneider Zirl- Augsburg. Die Zahl der Delegirten beträgt somit 85. Zur Berathung steht der erste Punkt der Tagesordnung: Ist ein Bekleidungsindustrieverband zweckmäßig und nothwendig? Auf Antrag des Kongresses wird Reißhaus Erfurt als Referent, Bock- Gotha als Korreferent bestimmt. Reißhaus bemerkt ein leitend, daß sonderbarer Weise diejenigen Kollegen, die vor zwei 1 In der Diskussion schließt sich Timm Berlin den Ausführungen Bock's an. Er befürchtet sogar, daß durch die Verschmelzung der Schuhmacher und Schneider ein Drittel der Mitglieder verloren gehen. Im übrigen befürwortet er die Regelung der alle Branchen der Bekleidungsindustrie gemeinsam berührenden Punkte. Rämming Stettin macht den Vorschlag, eine KomEine„ Romanbibliothek für das lichkeit liegt die Sache so daß die Kunst gerade da aufhört, iſt es sich bewußt zu bleiben, daß auf dem Boden der heutigen werden. werkthätige Volk"." hat, die Kunst bei Männern zu diskreditiren. In Wirk- So nothwendig der Kampf nun an fich ist, so nothwendig wo dieser Gegensatz eintritt. Was wäre uns auch etwas, Gesellschaft ein vollständiger Sieg zu den Unmöglichkeiten gehört. das in gar keinem Konner, weder mit dem inneren, noch dem Gegen diejenigen, die mit dem Gegengist besserer LiteraturTrotz der geistesaufrüttelnden Macht der Sozialdemokratie äußeren Leben stände? Ich denke Hekuba! erzeugnisse, also mit ideellen Waffen, gegen den Kolportagefindet der Schundroman in gewissen Kreisen des arbeitenden Das Kunstwerk ist eine Welt, die aus derselben Materie und roman ankämpfen, liegt ein übermächtiger Feind im Felde: das Wolfes noch immer seinen heimlichen Weg die Hintertreppen hinauf, nach denselben Gefeßen sich bildet, wie die der Wirklichkeit, und Materielle, die durch unser wirthschaftliches System beum beim Schein der Petroleumlampe mit wollüstigem Gruseln die Abwesenheit der Gesetzmäßigkeit, der Gesetzmäßigkeit, das dingte Verelendung breiter Volksmassen. Die Frage der geistigen perschlungen zu werden. Wenn diese Thatsache nichts weiter Regellofe, das willkürlich Ronstruirte, das Verlogene ist das Volksernährung kann nun einmal ebenso wenig wie irgend eine bedeutete, als einige nach harter Tagesarbeit zwecklos ver- Kriterium des Unkünstlerischen überhaupt und andere Frage aus der Komplizirtheit des gesellschaftlichen brachte Feierabendstunden, könnte man derselben relativ ruhig somit im Speziellen auch das der Kolportageliteratur. Ihre ver- Organismus herausgerissen und für sich gelöst werden. Dem gegenüberstehen; aber das literarische Gift, das die Phantasie heerenden Wirkungen im Menschengeist entspringen dieser Eigen Kampf von heute wird darum ein Atom Resignation sich frankhaft arbeiten läßt und besonders auf die dunklen In- thümlichkeit und lassen sich aus derselben heraus als beimischen: das Bewußtsein, daß es sich nur um eine stinkte Furcht, Schrecken und Spannung spekulirt, hinterläßt psychologische Nothwendigkeiten begreifen. Wer sich fortgesetzt Verminderung des Uebels, um eine Erleichterung Folgen, die dem ganzen seelischen Organismus verhängnißvoll Handlungen und Vorgänge suggerieren läßt, die gefeylos zu der Bürde handelt.-sammengestoppelt sind, wird selbstverständlich unsicher in der Nachdem wir das Kriterium des Schundromans und damit Aber woher, tönnte man fragen, diese verderblichen Beurtheilung der umgebenden Dinge, und wer in nächtlicher zugleich die Ursache seiner Schädlichkeit erkannt haben, wäre der Wirkungen, da doch bei wirklichen Dichtern die Stunde unter dem Einfluß brennender, raffinirt unnatürlicher Kampf vom rein literarischen Standpunkt aus mehr als einfach. Phantasie nicht minder erregt, nicht minder wie z. B. Farbenwirkungen steht, verliert die Empfindlichkeit für die Man brauchte nur unter dem Gesichtspunkte dieser Erkenntniß in Dostojewsky's Raskolnikow" die dunkelsten Empfin- mannigfachen Nüanzen und Uebergänge der Welt in natürlicher die Krämer und Wechsler nebst dem ganzen sich drängenden Troß dungen beschworen werden, ohne daß man diesen That- Tagesbeleuchtung. Darans refultirt dann einerseits jene un der Halb- und Nichts Könner mit der kritischen Peitsche sachen einen schädlichen Einfluß zuschreibt? unglückselige Verschrobenheit im Denken, die man leberspannt aus dem Tempel treiben. So herzerquickend aber Wer einem Dichter folgt, folgt immer einer psychologischen heit" nennt, und deren Wurzel auch Schiller erkannte, als er auch diese Exekution an sich wäre, so wenig würde Rette von Ursache und Wirkung, die nirgends unterbrochen ist, feinen Präsidenten dafür die Bezeichnung Romantopf" gebrauchen damit gethan sein. Es nüßt nichts, daß ein Buch auch wenn das Endglied eine seelische Ungeheuerlichkeit( z. B. ließ, und andererseits ein Nichtbefriedigtſein von normalen literarischen Werth hat; es muß den Streis, auf den es berechnet einen Mord) darstellt. Das scheinbar Abnorme ist unter den ge- Meizen, ein efles, unlustiges Gefühl, im schlimmsten Falle eine ist, auch interessiren. Wenn nun auch in einer Romangebenen Voraussetzungen eine nothwendige Konsequenz, im einzel- vollständige Erlahmung des Willens, weil derselbe an die bibliothek für das Volk die Namen Dostojewsky, Bola, May nen Falle also normal. Auch die stärkste Gemüths- absurden Verzerrungen des Kolportageromans gewöhnt, in der Kretzer, Kielland, Sie u. f. w. nicht fehlen dürfen, so wird es und Phantasie- Erregung, hervorgerufen durch ein wahres Wirklichkeit nichts findet, das kraß genug wäre, ihn reagiren zu doch unmöglich sein, aus ihren Erzeugnissen und denjenigen Kunstwerk, führt nicht vom Leben ab, sondern steigert lassen. Und wie der Sklave narkotischer Gifte immer größere gleichwerthiger Autoren den Bedarf zu decken, und es wird nichts die Kenntniß desselben, weil stets die Lektüre vom Blick in Quanten in immer Ileineren Zwischenräumen absorbiren muß, anderes übrig bleiben, als dem belletristischen Handwerk Konden Zusammenhang begleitet ist, und zwar nicht nur in den um die geliebte Nervenerregung herbeizuführen, so muß der Sklave zeffionen zu machen. jenigen, der zwischen den einzelnen psychologischen Momenten der literarischen Narkose immer häufiger zu immer blutrünstigeren Die ganze Angelegenheit ist eben eine kombinirte, eine besteht, sondern auch in den, der zwischen der Seele und der um- Produkten der Schundliteratur greifen. Allzu begreiflich also, daß literarisch på dagogische, und im Interesse des letzteren gebenden wirthschaftlichen Wirklichkeit, dem Milieu, in Gestalt Dichter und sozialistische Politiker, die beide an der Konser Elements muß das erstere in seiner prinzipiellen Reinheit sich eine von zahlreichen feinen Fäden sich spinnt. Der von schwärmen- virung des Volksgeistes ein Interesse haben, an die Ausrottung Trübung gefallen lassen. Allerdings gerathen wir, sobald wir den Backsischen verzückt fonstruirte Gegensatz zwischen Poesie und dieses Uebels ernsten Schweiß verwandten; die Dichter, deren den festen Boden des literarischen Prinzips verlassen, auf der nüchternen Prosa des Alltags" ist eine schwachtöpfige Illu- Erzeugnisse in bürgerlichen Kreiſen durch seichte Familienblatt schwanken a Grund, und dem vorsichtigen Takt des Heraus sion, die leider, indem sie Glauben fand, viel dazu beigetragen kunst verdrängt werden, weil ihnen nun auch diese Absatzgebiete gebers wird es überlassen bleiben müssen, sich nicht allzurettungslos verloren gehen, und die Politiker, weil es schwer ist, weit vom Ufer zu entfernen. Allgemein giltige Normen *) Herausgegeben von Emil Rosenow. Sächs. Verlagshaus, in einen mit absurden Borstellungen gefüllten Kopf beffere Erlassen sich hier nicht aufstellen. Die Entscheidung über die tenntniß hineinzubringen. Bulässigkeit eines Werkes, das in den strengen Dahmen der Kunst Na Hoffmann, Hainichen i. Eachfen. = = Gerichts- Beitung. " -Die mission zu wählen, welche einen Kartellvertrag ausarbeitet, der gegenüber, welche behaupteten, daß Frau Linde in fünf Fällen des Bierboykotts wurde gerügt, daß namentlich Bauarbeiter, und das enthält, was durchführbar ist. versucht habe, sie zu falschen eidlichen Aussagen zu ver- hierbei auch Rohrleger, vielfach fündigen und in Lokalen verWistinghausen- Dresden und Bösching- Bremen leiten. Die Miether der Angeklagten scheinen dieser kehrten, in denen Ringbier verschänkt wird. Die Kollegen wur wenden sich in längeren Ausführungen ebenfalls gegen den alle 1111r denkbaren Echlechtigkeiten, zuzutrauen, denn in den aufgefordert, dieses in Zukunft zu vermeiden, und mehr für Industrieverband, während Philipp Düsseldorf dafür Milchkellern, Schlächterladen und anderen Drten, in strikte Durchführung des Bontotts einzutreten. Zuin Schluß eintritt. denen die Hausfrauen ihre Einkäufe besorgten, ging eine Zeit wurden die Kollegen ersucht, die Sonntags stattfindenden Zu Wullschläger Burg ist dafür, daß die finanzielle lang das emig folportirte Gerücht um, daß Frau Linde in Ab- sammenkünfte( Morgensprachen) bei Rattke, Krautstr. 48, Schayer, Frage zentralistisch geregelt, daß aber die Agitation und Orga- wesenheit der Miether mittelst Nachschlüssel in deren Wohnungen Brunnenstr. 44, und Tolksdorf, Görlitzerstr. 58 regelmäßiger zu nisation lokal behandelt wird. bringe und Kohlen, Messer 2c. stehle. Irgend welche Beweise besuchen. v. Elm- Hamburg: Er sei mit dem bestimmten Auf- für die Wahrheit dieser Gerüchte liegen nicht vor. Die jetzigen trage von der Generalfommission geschickt, von der Gründung Belastungszeugen waren fast sämmtlich früher als Hausreiniger 2c. Filiale der Zimmerer referirte Genosse SilberIn der Verbandsversammlung der der hiesigen eines Bekleidungsindustrie- Verbandes abzurathen. Unter seinen im Dienste der Angeklagten und sind nicht im Guten mit Auftraggebern feien ebenfalls prinzipielle Anhänger von Industrie- ihr auseinander gekommen. Neben anderen häßlichen Dingen, Ausführungen des Redners fanden in der Versammlung allschmidt über den Nugen der Gewerkschaftsbewegung. verbänden. Man sei aber der Meinung, daß die verschieden welche die Hausbewohner ihrer Wirthin nachsagten, artigen Verhältnisse der einzelnen zur Bekleidungsindustrie ge- hört auch die Behauptung, daß sie ihren Leuten Pferdefleisch und Sonntagsarbeit zu leisten, wendeten sich mehrere Reduer in gefeitige Zustimmung. Gegen die üle Gewohnheit, Ueberstunden hörigen Branchen dagegen sprechen. Die Erfahrungen der letzten als Nahrung vorſeye. Da ein Theil der Miether zu Frau der Diskussion und wiesen vas Verderbliche einer derartigen Zeit mahnen zur Vorsicht. Es sei sehr richtig betont worden, Linde hielt, so entwickelten sich in diesem Musterhause Zustände, daß man den einzelnen Organisationen Zeit laffen müsse, sich zu wie sie nicht oft vorkommen dürften. Einzelne Frauen der einen Handlungsweise nach. Ein Antra, in dem die Anwesenden sich entwickeln. Man habe sich bis jetzt zu viel über die Form ge- Partei fürchteten sich dermaßen vor den Ausbrüchen der Heftig für denselben zu agitiren und neue Mitglieder zu werben, wurde verpflichteten, dem Berband deutscher Zimmerleute beizutreten, ftritten und darüber Organisation und Agitation vernachlässigt. feit der Gegenpartei, daß sie sich nicht mehr die Treppe hinab einstimmig angenommen. Im Verschiedenen wurde ein Antrag Wiesemann Berlin bricht in längeren Ausführungen trauten, sondern vorzogen, über den Hausboden und die nach angenommen, alle Plätze, frie Bauten, auf welchen boykottirtes eine Lanze für die Lokalorganisations- Form. der anderen Straße führende Treppe des Eckhauses hinab zu Bier getrunken wird, sollen den Lezirkskassirern und von diesen Am Dienstag wird dies Debatte, zu der sich noch eine Anzahl gehen. Die Regiffeure des jetzt gegen die Angeklagte herauf dem Corstand gemeldet werden. In dem vorigen Bericht der Delegirter gemeldet, fortgesetzt. beschworenen Gewitters waren ein Kaufmann Konsbruch und ein Töpfer Knade, denen sich die Ehefrau des letzteren und mehrere andere Mitgliederversammlung nuß es heißen: Nich hammer wurde al3 Kontrollcur gewählt und nicht Stichhammer.. Personen anschlossen. Nach ihrem übereinstimmenden Zeugniß soll die Angeklagte versucht haben, in einer gegen ihren Sohn Die Tapezirer hatten am 13. Auguft cine öffentliche Ver schwebenden Beleidigungsklage eine Frau Fischer zur falschen fainmlung einbe ufen. Zur Erledigung stand zunächst die Auf" Soch die internationale, revolutionäre, völker Aussage zu bewegen; der Frau Knade soll sie ein schwarzes stellung eines Kandidaten zum Gewerlegericht. Die Wahl fiel befreiende Sozialdemokratie"- grober Unfug! Der Vor- Kachemirkleid versprochen haben, wenn sie wahrheitswidrig be- wiederum auf den Kllege. Hartig. Die hierauf erfolgte fitende schloß eine Versammlung des Dranienburger Arbeiter- kundete, daß durch die Schuld eines Meihers ein Kachelofen Rechnung legung der Ajitations- Kommission ergab für das leyte Bildungsvereins mit dem Hoch auf die internationale, revolu- verdorben worden sei; einen jungen Mann soll sie versucht Quartal eine Ginahme von 173,41 M., der eine Ausgobe von tionäre, völkerbefreiende Sozialdemokratie. Juristische Gelehrte haben zu einer falschen Aussage in bezug auf die Lieferung von 119,05 m. gegenübersteht. Mit dem alten Bestande ist ein des Kreises, in dem landräthliche Geheim erlasse bei den Ord. Tapeten zu bestimmen, ferner soll sie in einer Ermissionssache Kaffer vermögen von 1109,58 m. vorhanden. Die Kommission nungsparteien" beliebter sind als öffentliche Versammlungen um das falsche Zeugniß einer Hausbewohnerin geworben und hat im verflossenen Jahre 13 Versammlungen einberufen und an von Arbeiterbildungsvereinen, lißen darauf sofort ihre juristischen in einer gegen den Kaufmann Konsbruch angestrengten 50 Kominiffions- Sikungen abgehalten. Ferner ist eine Statistik Konstruktionsmaschinen mit Hochdruck unablässig arbeiten. Dant Injuriensache gleichfalls versucht haben, mit falschem Zeugniß zu aufgenommen, die über die Lage des Berufs interessante Aufeines kleinen sächsisch- westfälischen Patentchens gelang es endlich, ihrem Ziele zu gelangen. Den Belastungszeugen stellte Rechts- schlusse gewährt. Von 200 Werkstätten sind die Kollegen eingedas Hoch als groben Unfug zu„ konstruiren". Nach Erhebung anwalt Dr. Schwindt eine Anzahl von Zeugen gegenüber, die laden, um über besondere Mißstände in diesen Werkstätten zu der Anklage prüfte das Schöffengericht zu Oranienburg unter befunden sollten, daß die Belastungszeugen nicht nur sehr ge- berathen. Nach einer längeren Diskussion über die Thätigkeit dem Vorsitz eines Assessors diese Konstruktion underachtete sie hässig, sondern auch aus anderen Gesichtspunkten unglaubwürdig der Kommission, in der auch wiederum über lokale und zentrale für richtig: der Vor, hende des Arbeiterbildungsvereins wurde zu und bedenklich seien. Der Staatsanwalt hielt am Schlusse der Organisation gesprochen wurde, wählte man folgende Kollegen 15 M. wegen, groben Ünsugs" verurtheilt. Eelbstverständlich hat er umfangreichen Beweisaufnahme die Anklage in vollem Um in die Agitations- Kommission: Schwanz, ülesem, Martiel, Freis biergegen Berufung eingelegt, dem Landgericht II wird es nicht schwer fange aufrecht und beantragte wegen der Verleitungen zum wald, Feder. Homann, Menze, Kerfack. fallen, die ungeheuren Löcher zu entdecken, an denen jene Kon- Meineide 3 Jahre Zuchthaus und wegen einer daneben struktion leidet und den Missethäter von Schuld, Strafe und laufenden geringfügigen Körperverlegung noch 14 Tage Zucht Brauche Beschäftigten hielt am 14. August eine Versammlung Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Roften freizusprechen. Den Kautschulbegriff grober Unfug" in haus. Rechtsanwalt Dr. Sch windt suchte dagegen auszu ab. In derselben wurde beschlossen, das Stiftungsfest wegen des § 360 Biff. 11 Str.-G.-B. findet nach der Absicht des Gesetzgebers, führen, daß es sich hier um ein tolles Komplott von Leuten ab. In derselben wurde beschlossen, das Stiftungsfest wegen des Sem allgemeinen Sprachgebrauch entsprechend, lediglich auf Hand- handele, die sich zu einem Racheakt gegen eine Hauswirthin ver- jewski mußte konstatirt werden, daß derselbe für die Arbeiter verBierboykotts ausfallen zu lassen. Ueber den Streit bei Papalungen Anwendung, wie sie muthwillige Leute, Studenten, Row- bunden haben, von welcher sie ermittirt und nicht nach Wunsch loren ging. Da zur Zeit sehr wenig zu thun ist, so haben sich dies und Kinder zu ihrem Plaisir und zur Belästigung des Publi- behandelt worden seien. Der spiritus rector sei der Kaufmann unerfahrene Arbeiter, darunter auch weibliche genug gefunden, fums vorzunehmen pflegen. Dem sächsisch westfälischen Inter Ronsbruch, der, wie der Vertheidiger aus den Akten feststellte, die die Stellen besetzten. Immerhin mag wohl der Fabrikant pretationspatent ist e3 allerdings dennoch gelungen, zweimal wegen Urkundenfälschung vorbestraft und nach der einen gewaltigen Verluft haben, denn derselbe soll von der unter demselben Begriff einige Handlungen 311 subsu- Auskunft der Polizei übel beleumundet sei. Auch der zweite Haupt- Innung bereits 200. M. Unterstützung erhalten haben. Von den miren, die die Ausbeutungsruhe politisch unreifer Anhänger träger der Denunzation, der Töpfer Knade sowohl, wie dessen Streifenden sind noch 2 Mann zu unterstüßen. Sodann wird des bestehenden Ausbeutungssystems zu beunruhigen geeignet sind. Ehefrau seien mehrfach vorbestrafte Personen, die nur von Rache- bekannt gegeben, daß für die Mitglieder am Sonntag, den Es haben daher im Gegensatz zu der Absicht des Gesetzgebers gefühlen erfüllt und ganz und gar nicht glaubwürdig seien. Der 28. September, Nachmittags 1 Uhr, eine Vorstellung in der und zu der Ansicht nicht nur des Publikums mit gesundem Wertheidiger beantragte deshalb die Freisprechung der Angeklagten Urania stattfindet, zu der Billets à 50 Pf. beim Kassirer zu Menschenverstand, sondern auch aller hervorragender Juristen Ver- in allen Fällen des§ 159 des Et.-G.-B.- Der Gerichtshof urtheilungen selbstverständlich nur von Sozialdemokraten- statt- sprach die Angeklagte der Verleitung zum Meine i de gefunden. Das Oranienburger Urtheil geht über jene Ver- in zwei Fällen und der einfachen Körperverlegung schuldig und urtheilungen hinaus. Es stellt fest, daß der Arbeiter- Bildungs- verurtheilte sie zu einer Gesammistrafe von 1½½ Jahren und verein notorisch" sozialdemokratische Ziele verfolge. einer Woche Zuchthaus, wovon eine Woche durch die hätte es logisch schließen müssen fann und darf tein ver- erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. nünftiger Gast dieses Gast dieses Vereins fich durch Ausbringen des Hochs„ beunruhigt oder belästigt" fühlen. Es kommit zum gegentheiligen Schluß. E3 nimint an,„ da das Hoch geeignet ist, das Publikum" welches? = „ vor -W Versammlungen. haben sind. Unter Verschiedenem wurden die Zustände der Großfirma Jetter u. Scheerer in Tuttlingen besprochen. Die Arbeitszeit in dieser Muſterfabrik ist von Morgens 6 Uhr bis Abends 7 Uhr bei einem täglichen Lohn von 1,50-3 M. Desgleichen wurden die schlechten Preise in den Fabriken von Krüger und Dewitt u. Herz fritisivt. Eine recht gut besuchte öffentliche Glasarbeiter Ver sammlung, zu der die Glasarbeiter aus Stralau- Nummelsburg, dem es ausgebracht war, zu beunruhigen, so muß( ei, ei hilfen, einberufen vom Berliner Metallarbeiter- Berband, tagte 19. Auguſt in Rich- Rummelsburg in Müller's Lokal. Die BerufsEine Brauchenversammlung der Rohrleger und Ge- Berlin, köpnick und Charlottenburg geladen waren, tagte qu warum muß?) die Annahme gerechtfertigt erscheinen, daß dadurch das Publikum beunruhigt oder ungebührlich belästigt ist." am Sonntag, den 12. Auguft, bet Chrenberg. Antensitaße 16 genossen aus Köpenick entschuldigten ihr Fernbleiben, da fie in Es fei nicht nöthig, daß Beugen befundeten, sie hätten sich da- Genosse Jahn hielt einen mit Bei all atifgenommenen Vortrag einem, außerordentlichen Falle heute( Sonntag) arbeiten müssen. Eine Diskussion um ersten Punkt der Tagesordnung erstattete der Kollege Pe te ra durch beunruhigt und belästigt gefühlt, zumal nachdem der über: Die französische Arbeiterbewegung". Gendarm Beschte das für seine Person gethan hat." Gendarm fand nicht statt. Mitgetheilt wurde, daß am 26. August eine eil über den internationalen Glasarbeiterkongreß in Paris Beschte war nicht eingeladen, sondern zur Ueberwachung amtlich öffentliche Rohrleger- Versammlung in demselben Lokale stattfindet, Bericht. Redner bedauerte es, daß im allgemeinen unter den beordert und er hat sich„ beunruhigt" gefühlt!- Arme um zwei Kandidaten als Beisitzer zum Gewerbegericht vorzuschlagen. Kongreßbelegirten die Meinung vorhanden war, die deutschen Polizeinerven! Ferner wird bekannt gegeben, daß die Besichtigung der Wasser Arbeiter zeigen sich überall als Lohndrücker, weil sie für den E3 stelle sich zum Beispiel werke am Müggelsee von seiten des Verbandes nicht stattfinden billigsten Preis arbeiteten. Eine schwere Auflage, die sich gegen die Hausbesigerin fönne, weil die Direktion dieses aus Betriebsrücksichten Sonntags die deutsche Waare inklusive Transport fáum so theuer, wie ste in England hergestellt werden könne. Nach Wittwe Pauline Linde, geb. Stiehle, richtete, beschäftigte nicht gestatten fönne. Des weiteren wurden die Kollegen ersucht, einer Berechnung bekomme ein englischer Arbeiter geuau vorgestern die 3. Ferien- Straftammer hiesigen Landgerichts I in die vom Verband einberufenen Versammlungen reger zu besuchen, einer etwa fünfstündigen Verhandlung. Die aus der Unter- es sei bedauerlich, daß die Gruppe der Rohrleger fast immer durch suchungshaft vorgeführte Angeklagte ist Besitzerin eines großen Abwesenheit glänzt. Bemerkt wurde hierbei, daß den Rohrleger Eckhauses in der Staligerstraße und scheint mit verschiedenen gehilfen der Besuch der Versammlungen unmöglich gemacht würde, ibrer Miether in einem dauernden Kriegszustande gelebt zu da die Herren Rohrleger die traurige Gewohnheit haben, den haben, denn Rückereien, Anklagen wegen firajbaren Eigen- Gehilfen nach beendeter Bauarbeitszeit mit den Wagen oder nutes, Exmissionen, Ziviltlagen wegen Reparaturarbeiten in sonstigen anderen Bestellungen nach der Werkstatt zu schicken, so den Wohnungen der Miether 2c. waren nicht selten. Welche daß es für die betr. Leute häufig genug 8 Uhr würde, von einem Gefühle einen Theil der Miether gegen die Wirthin be Besuch der Versammlungen also dann keine Rede sein könne. feelten, zeigte die Thatsache, daß auch Frau Linde einmal Ost genug müssen die Gehilfen diese Arbeiten auch noch unentvon einer Mietherin wegen angeblichen Diebstahls an einem geltlich verrichten. Diese Rücksichtslosigkeit und Unfitte der Rohr eifernen Ofen denunzirt, in dem betreffenden Strafverfahren aber leger den Helfern gegenüber wurde entschieden getadelt und die freigesprochen worden ist. Jezt stand der Angeklagten eine Erwartung ausgesprochen, daß es sich die Rohrleger angelegen ganze Phalang von ehemaligen Hausoffizianten derselben sein lassen, in dieser Beziehung Remedur zu schaffen. Betreffs so viel Lohn, wie ein Glasarbeiter in Deutschland mit seinem englische Glasfabrikanten ihre Betriebe stillstehen und beziehen Hilfsarbeiter zusammen. Grund dieser Erfahrungen lassen englische Glasfabrikanten ihre Betriebe stillstehen und beziehen die billigen Waaren aus Teutschland. Von den gestellten Andie billigen Waaren aus Teutschland. Von den gestellten Anträgen feien einige nach mehr oder minder heftiger Debatte an genommen, andere zum nächsten Kongreß, der in Belgien stattfinden solle, zurückgestellt. Sodann ist die Einberufung eines internationalen Kongresses auf alle zwei Jahre festgesetzt. Gin Antrag auf Schaffung eines internationalen Organs wurde nach längerem Debattiren zurückgezogen, dagegen beschlossen, alle den Vorstand der wichtigeren Begebenheiten sofort an internationalen Glasarbeiter= Vereinigung berichten. In der Diskussion wurde keine besondere Kritik geübt, der Tadel aber, der den deutschen Kollegen auf dem Kongreß zu Theil wurde, als Ausporn betrachtet, energischer weiter zu agitiren und Sprechsaal. nicht hineingehört, fann nur im fonkreten Fall erfolgen. Es ist Forderungen, die in einem guten Schulaufsatz erfüllt zu organisiren, da es nur unaufgetlärte, unorganisirte Kollegen leicht ersichtlich, daß dadurch die Verantwortlichkeit des sein müssen, kann der Stil dieses Romans" nicht be- find, die zu solchen Klagen Anlaß geben. Die Versammlung Herausgebers eminent gesteigert wird. Nicht stehen. Oder ist das folgende etwa zulässiges Deutsch: Er stimmte sodann einer Resolution zu, in der sie ihr Einverständniß genug, daß er ausgedehntes literarisches Wissen und künstlerisches war doppelt niedergedrückt, weil er merkte, wie ihm der Alte mit den Arbeiten des Kongresses bekundet. Eine längere Debatte Verständniß besitzt, muß er damit einen feinen Blick für seine Interessen ansuußen wollte, daß er hier in der Stadt entspann sich über den dritten Punkt der Tagesordnung: Wie für pädagogische Wirkungen verbinden. Von dem Grade, nichts sein sollte, wie der Diener des reichen Geheimraths und stellen wir uns zum Agitations- und Unterstützungsfonds. Schließlich in dem diese Bedingungen erfüllt sind, wird das Ver- daß des Alten Bestreben war, davon möglichst zu profitiren." wird der Vertrauensmann mit noch einigen Kollegen beauftragt, trauen abhängen, das man dem zur nächsten Versammlung geeignete Vorschläge auszuarbeiten. ganzen Unternehmen( Band I S. 14.) entgegenbringen darf. Es würde ungerecht sein, einzelne Wer sich von Herrn Rosenow's natürlichem Beruf zum Beschlossen wurde ferner, anstatt der bisherigen Quittungefarten Werke herauszugreifen und aus deren Werth oder Unwerth ein Herausgeber einer Romanbibliothek noch nicht überzeugt hat, Quittungsbücher einzuführen. Weiter erstattete Kollege Fischer, allgemeines Urtheil abzuleiten; der Werth der dargebotenen Pro- mag sich durch folgende lichtvolle Konstruktionen den letzten Zweifel Delegirter der Gewerkschaftskommission, Bericht über die Thätigdukte kann in der Zukunft steigen oder sinken; bleibend da- nehmen lassen. feit derselben. Lebhaft wurde dagegen protestirt und es als eine gegen ist die Persönlichkeit des Herausgebers, der Einfluß seines Jenes süße Gefühl war über ihn gekommen, welches jeden Ueberhebung der Gewerkschaftskommission betrachtet, darüber beGeschmacks, seines Wissens, seines fritischen Sichtungstalents. ergreift, der nach langer Abwesenheit die Stätte betritt, wo er finden zu wollen, ob ein Streit inszenirt werden könne oder Man darf Emil Rosenow, unter dessen Flagge die in der als Kind gelebt, wenn er seine Heimath wiedersieht."( S. 6, nicht; die Kommission könne doch nur durch den jeweiligen DeUeberschrift annoncirte Romanbibliothek hinaussegelt, nicht vor- 1. Band.) legirten informirt werden, ob die Konjunktur günstig und ein werfen, daß er allzu zaghaft seine Persönlichkeit im Hintergrund Als er sich in seinem neuen Amte fühlte, war seine erste Streit berechtigt sei. Zum Schluß wurde eine öffentliche Ververborgen halte. Der erste Mitarbeiter des Herausgebers Emil Regierungshandlung, eine neue Fabrit- Ordnung zu er- sammlung der Glasarbeiter in Charlottenburg in Aussicht geRosenow ist Emil Rosenow, der Dichter. Durchdrungen von lassen, durch welche die Kündigungsfrist aufgehoben, so nommen, und aufgefordert, mehr für die freiwilligen Beiträge der Anschauung feines Kollegen Göthe, der bekanntlich von der ziemlich alles verboten wurde und für jedes Versehen ver- zur Unterstützung der Oldenburger streikenden Kollegen zu sorgen. Bescheidenheit eine sehr geringe Meinung hatte, präsentirt er schärfte Geldstrafen angesetzt waren. schleunigft, mit unanständ'ger Gile", dem Publikum ein schrift- Tie Arbeiter fanden die Fabrikordnung als eine tiefe ftellerisches Etwas, das er in verzeihlichem Vaterstolz für einen Demüthigung."( S. 25, 1. B.) Arbeiter- Roman" hält, das aber in Wirklichkeit nichts weiter Diese Proben sind leider charakteristisch für den Stil des Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafa ist, als ein werthloses, mit einem unglückseligen Phrafen ganzen Buches. In wirklich gutem Deutsch ist nicht eine Seite abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung: fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Sozialismus durchsetztes Machwert, das möglicherweise in guter Ab- geschrieben. Inhalt desselben identifizirt zu werden. ficht, bestimmt aber ohne jedes ernstzunehmende Können zusammen- An die Abbildungen, die dem Buch eingefügt sind, will ich In Nr. 189 des Vorwärts" wird in einem Versammlungs geschrieben wurde. Man könnte ein Auge zudrücken, wenn der Verfasser fein Wort der Kritik verschwenden, wohl aber halte ich es für bericht der Filiale des Verbandes deutscher Töpfer zum Schluß nicht zugleich der Herausgeber der ganzen Bibliothek wäre; meine Pflicht, sie zu tennzeichnen. Wenn man es fertig geschrieben: Die Versammlung erklärt mich des Postens eines dichten ist nicht Jedermanns Sache und die des Herrn Rosenow bringt, mechanisch hergestellte Bildertafeln ohne Auffassung, Bertrauensmannes der Töpfer für unwürdig, angeblich, weil ich gewiß nicht: was aber soll man von einem tünstlerischen Geschmack ohne Zeichnung, ohne Perspektive, ohne Staffage dem den Töpfer und Flaschenbierhändler Franke zu unrecht bezichtigt halten, der nicht einmal hinreichte, dieses Opus der Deffentlichkeit Arbeiter im Prospekt als„ künstlerisch ausgeführte Illustrationen" haben soll, daß er boykottirtes Bier jühre. Es wäre wohl an vorzuenthalten, und was von dem kritischen Scharfblick eines anzupreisen, dann hört eben nicht nur die Gemüthlich gebrachter, die dort Versammelten hätten sich nach einer öffentMannes, der auf Seite 58. es fertig bringt, den gut teit, sondern auch verschiedenes andere auf, z. B. die lichen Versammlung der Töpfer hinbemüht und dort ihren Anbürgerlich deklamirenden Robert Heinede in Sudermann's Scham. Und was soll denn selbst der wohlwollendste trag gestellt, denn nur eine solche Versammlung ist berechtigt, gleichfalls gut bürgerlicher Ehre" zu einem flaffenbewußten Kritiker von den Intentionen eines Herausgebers halten, ein derartiges Urtheil zu fällen. Was nun Herrn Franke au Proletarier zu machen? Auch so physiognomielose Reden über der den kommenden Roman( Die Drohnen der Gesellschaft") in betrifft, so hat er wohl ganz vergessen, daß ich erstens nur seine den Sozialismus, wie sie der Verfasser einem Arbeiterführer in einer Form ankündigt, die einerseits marktschreierisch und ge- über den Bierboykott gemachte abfällige Kritik getadelt habe, und den Mund legt, find glücklicherweise selten. Was aber am aller- schmadlos ist, andererseits eine niedrige Spekulation auf die zweitens, daß er doch auch nach seiner eigenen Aussage nach Ver= peinlichsten berührt weil es nämlich zum traurigften Rückschluß Sensationsgier des Publikums darstellt. hängung des Boykotts über sämmtliche Ringbrauereien noch auf die ästhetische Bildung des Verfassers zwingt-, ist die Resultat: Das Dargebotene ist werthlos und die Persönlich mehrere Achtel Bier aus der Brauerei Oswald Berlinor be Thatsache, daß Herr Rosenow fein Deutsch tann, ich bitte mich feit des Herausgebers bietet keine Garantien für eine Besserung zogen hat. Gustav Melzer, Erich Schlaikjo. Bertranensmann der Töpfer für Berlin und Umgegent buchstäblich zu verstehen: tein Deutsch! Selbst vor den in der Zukunft. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berli Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. "