Nr.33A.36.Iahrs. BezsgSvretS» Verleljährl. 9�-�U.«jmafl. Ii— tB. frei in« Hau», voraus jahlbar. Plist» bezug: Monatlich tr- Ml. ejlL 3b- iiellrmgsgedllhr. Unter Ätmjbanti für Deutschlalld und Oesterreich-Ungarn 62ö 23t, für da» übrige»ustan» IstÄZ Mt. bei täglich emtnai. Zustellung S SS Mt Poftbeftellungen nehmen an Diinemart Holland Luxemburg, Schwede» u. die Schweis Eingetragen tu die Post-geituugs-Preisliftr. Der.Vorwärts� mit der Sonntag». deilage»Ball u. geib' erscheint wochen- täglich zweimal. Sonntag» einmal. Adend Ausgabe. Telegrannn-Adreffe? «Sozialdemokrat See«»-. Verlinev VolKsblstt. SluzeigenvretS: Die achtgeioalteue Slonpareillezeil» tostet 1,23 Ml«autna«nzeigeo-, da» ietrg-brückte Gort id Pig,(zulässtg 2 seitgedruckte Worte),>ede, weiter« Wort 2b Psg, Stellengeiuche and SchlafsteUenanzetgeu da» erste Wart «0 Pfg. I-de« weitere Wort 20 Psg. Worte über lb Buchstaben zahlen für zwei Worte, Teuerungszuschlag bift», Familien- Anzeigen, poiitilche und gewertschafiliche Verein»» Anzeigen U20 Mb die geil» Anzeigen für die nächste Nunmi-r müssen b!» S Ahr nachmittag» tat Hauptgeschäft, Berlin EM LS, Linbenstraste 3, abgegeben werden. iSeoffnet von H Uhr früh bu b Uhr abend«. Tentralorgan äe? fosialäemoKraU fcken Partei Deutfchlands. ReöakLion und Expedition: SlV. 6$, Lindenste. Z, Kernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr. 151 90—151 1)7. Mittwoch, den 16« Juli 1919. vorwarts-verlag G.m.b. h., SV). HS, Lindenstr.2. Kerusprecher: Amt Moritzplav, Nr. 11,7 SN— S4. Generalstreik in Stettin. Stctti«, 16. Juli. Das Gewerkschaftskartell, der Wahlverem der S. P. D. und die Parteivcreiue der U.S. P. D. rufen zum Generalstreik auf, bis folgende Forderungen erfüllt sind: 1. Aufhebung des Belagerungszustandes i u P o m m e r n. 2. Gntlasinng aller während des Belagerungszustandes inhaftierten Gefangenen, und Niederschlagung aller daraus resultierenden Strafverfolgungen. 3. Abberufung des Generals von Oven. 4. Anerkennung der Arbeiterräte. Ohne deren Zustimmung können militärische Maßnahmen gegen die Zivilbevölkerung nicht getroffen Verden. Infolge dieser Aufforderung sind heute früh die Arbeiter aller hiesigen Betriebe in den Ausstand getrete». Die Straßenbahnen verkehren nicht. Das Gaswerk, Wasserwerk und das Elektrizitätswerk sind g e- schloffen. Es wird mit der Möglichkeit eines Bürger- streiks zur Abwehr des Generalstreiks gerechnet. » Diese Verschärfung der Lage ist eine Folge der Ber- hängung des Belagerungszustandes. Ob General von Oven dazu berechtigt war. möchten wi-r bestreiten. Es haben in den letzten Tageil Verhandlungen« zwischen den beiderseitigen landwirtschaftlichen Verbänden stattgefnnde», die zu einem Beschluß führten, der geeignet war, den Frieden auf dem Lande und die Sicherung der Volksernährung zu gewähr- leisten. Ist schon offensichtlich, daß, wie auch aus unserem Jjerrtigen Leitartikel hervorgeht, die Treibereien des Landbundes das einzig„bolschewistische" Element in der ganzen Angelegenheit bedeuten, so ist der Belagerungszustand nuk geeignet gewesen, Oel ins Feuer zu gießen. So hat der kommandierende General des zweiten Armeekorps ver- boten, die Arbeit niederzulegen, vom Dienste fernzubleiben, den Dienst zu verweigern oder die Arbeit absichtlich einzu- schränken, eine Eigenmächtigkeit, die das Gegenteil ihrer Absicht erreichen muß. Ferner fordert er. daß sich Ortsfremde sofort bei den Ortspolizeibehörden zu melden haben, welche dem L a n d r a t die Personalien des Einreichenden zur Ent- scheidung übermitteln. Damit ist den Vertrauens- leu ten, die bestrebt sind, durch Verhandlungen ausgleichend zu wirken, die Grundlage ihrer Tätigkeit entzogen. Ist schon daran Kritik zu üben, daß die Bekanntmachungen des kom- mandierenden Generals nicht, wie notwendig, mit seinem Namen gezeichnet sind, so ist nochmals darauf hinzuweisen, daß für diese schwerwiegenden Maßnahmen die Zustimmungen weder des Reichswehrministers noch des Landpgrrtschafts- Ministers eingeholt worden sind. Sie wolle« keine SetrieösrSte. Der Agrarier muh Herr im Hause sei». Die Agrarierbünde, in denen daS reccktionä« Großgrnndbe- sitzer. und Großbauerntinn organisiert ist, an der Spitze der Deutsche LandwirtfchaftSrat, der Bund der Landwirte, der Deutsche Landbund usw., haben dem ReichSarbeitSurirristtriMN«ine Erklärung überreicht, in der«S heißt: Die im ReichSeruSschuß der deutschen Landwirtschaft zusammengeschlossenen KSrpirschaften wiederholen in letzter Stunde die von ihren Vertretern schon verschiedentlich dem Reichsarbeit»- Ministerium vorgvtragene Bitte aufs dringlichst«, die Landwirt- schaft aus dem beabsichtigten Gesetzentwurf über Betriebsräte gänzlich herauszulassen. Eine Notwendigkeit, das Ge- setz auf die Landwirtschaft auszudehnen, vermZgen wir in keiner Weife zu erkennen. Die unterzeichneten landwirtschaftlichen Körperschaften lehnen jede Verantwortung für die Ein- bezichung der Landwirtschast in das Gesetz ab. Die jetzige Dewcgimg in Pommern zeigt, wie notwendig«in Organ auch in der Landwirtschaft ist, das de» Hervendümkel der Großagrarier einschränkt und dem Landarbeiter die Mitbestimmung sichert. Die bürgerliche Presse gefällt sich in maßloser Hetze gegen die Streikenden, ohne ans die Vorgeschichte des Streiks einzugehen. Sie zetert über die Gefälnchung der Ernte. Es Uxrre besser, diesen Vorwurf an das Stettiner Generalkommando 15, an den reaktionären L a n d b u n d und die vom Herrendünkel besessenen Groß- agrarier zu richten. Auch dem Abgeordneten Dr. Mittelmann von der Deutschen Volkspartei, der in der Nationalversammlung eine Anfrage einreichte, was die Re- gierung gegen gewissenlose Hetzer und für die Sicherstellung der Ernte zu tun gedenke, ist zu antworten, daß sicherlich mancherlei gegen gewissenlose Treibereien und vcrcmtwor- hrngsloses Herrentum geschehen wird, wobei dahingestellt bleiben mag. ob dies ganz im Sinne des Herrn Mittelmann und seiner Partei geschieht. hellntransport der Kriegsgefangenen. Verhandlungen in Bern. Zürich, 16. Juli. In der Frage der Heimschaffung der deutscken Kriegsgefangenen aus Frankreich finden, wie der Vertreter der„Franks. Ztg." hört, in Bern Be- sprechungen von Vertretern Deutschlands, Frank- reich s und der Schweiz statt. Die Schweiz hat pch bereit erklärt, 300 00(1 deutsche Kriegsgefangene durch' ihr Gebiet heimbesördern zu lassen. Es sollen täglich, mit Ausnahme der Sonntage, vier Züge gehen, und zwar nicht wie die Jnternierungszüge. nachts, sondern bei Tage, damit den Heimkehrenden schon durch die Reise selbst eine erste Er- g u i ck u n g geboten wird. Die Jnternierung der noch in der Schweiz befindlichen 3000 deutschen Gefangenen wird in einiger Zeit ihr E n 5 e erreicht haben. Lansing will zurücktreten l Haag, 16. Juli. Hollandsch Nieuwsbüro meldet aus 5!ew York: Ein Sondextelegramm des„New York Tri- büne" aus Paris berichtet, daß Lansings Wunsch, alß Staatssekretär zurückzutreten, dadurch voran- laßt wird, daß er sich über die Zlrbeit der Friedenskonferenz enttäuscht fühlt. Er stellt sich in dieser Hinsicht auf den gleichen Standpunkt wie General S m u t s. Er ist wei- terhin unzufrieden, daß Oberst Hause und Wilson wie- derholt Entscheidungen getroffen haben, die der Entschei- öungLansingS zugestanden hätten. Hcuc Vorlage über die Betriebsräte. Weimor, 16. Juli Vom Reich swirtschaftsamt ist eine neue Vorlage über die Betriebsräte ausge- arbeitet worden. Sie sollinder nächsten Woche der Ratlonalveriammlung zugehen.- Ministerpräsident Bauer wirb Meie Frage bereits in seiner Programmrede berühren. Zranzösisihe Maßnahmen gegen öke Teuerung. Hau», den 16. Juli. Hollandsch NieulwSbursau meldet an» Pa- riS: Am Dienstag vormittag trat da» Ministerium im Elhss« unter dem Vorfitz von P o i n c a r e zusammen, um über neue Beschlüsse bezüglich de» Kampfes gegen die Teuerung zu beraten. E» wurden folgende �Beschlüsse gefaßt: 1. Da» System von VerkausSständen von Lebensmitteln, daS dort befriedigt hat, wo«S angewandt wurde, wird in Paris der- doppelt und in anderen Zentren der Bevölkerung eingeführt werden. S. Tettens der LebenSmittelversorgungSbehörden werben in Paris und in der Provinz b i llige Restauran tS mit Mahlzeiten zu festen Preisen eröffnet werden. 3. Die NahrungSmittelvorrät« de» Heere? wecken unmittel- bar der Oeffentlichkeit nutzbar gemacht wecken und zwar durch ver- jchiedene Organisattonen. namentlich durch Vertrieb seitens der Kon sumgesellschaften. welchen zu diesem Zweck beson- dere Erlei chterungen gewahrt wecken, p.nd 4. Im Unterstaatssekretariat für VolkSernährung wrck«in be- sonder/r Dienst zur Unterdrückung der Spekulation mit Lebensmitteln und ersten Lebensbedürfnissen errichtet, der von einer besonderen Polizei unterstützt wird, welche Auskundschaf- hing und Verfolgung von unlauteren Kaufleuten borneh. men wick. Also im Frankreich des Poincars. Die Orgien, die der Wucher bei uns feiert, lassen den Wunsch zu, ähnlich energische Maßnahmen auch hier bald m Erscheinung treten zu lassen. Achtstundentag in Holland. Am letzten Freitag hat die holländische Kammer das Acht st unden- Gesetz angenommen: nur die Kommunisten stimmten dagegen. Der Minister wurde von allen Seiten beglückivünscht.'Die sozialdemokratische Fraktion erhob sich und sang den A ch t st u n d e n- M a r s ch. Der Präsident schloß schnell die Sitzung, aber die Konservativen und Nationalliberalcn bljeben noch beisammen und ant- warteten mit der Nationalhymne. . Eine Kraftprobe des pommerschen Landbunöes. Aus landwirtschaftlichen Kreisen Vorpommerns wird uns am Vorabend der Streikbewegung in Pommern ge- schrieben: Eine Kraftprobe! Kein Zweifel! Als nach dreitägi- ger Arbeit im Ratsaale in Stralsund die Tarisvevhandlun- gen zwischen den Vertretern der Landarbeiterschaft und denen des Pommerschen Landbundes gescheitert waren, da hat mit Recht Genosse Goebel als Führer der Landarbeiter- schast den Agrariern ins Gesicht.gesagt, daß es für sie sich nur um eine Kraftprobe handele. Wie war die Vorgeschichte? WS vielerorten m Deutsche land die Tarifverhandlungen in der Landwirt- schaft im vollen Gange, ja, zum Teil schon abgeschlossen waren, trat in Pommern der Landbnnd ans. Besonders charakteristisch war sein erstes Auftreten in jenem Kreise, dessen politisches Leben seit 20 Jahren in Pommern ir sonderS beachtlich, ja, in««sisser Beziehnnß richtunggebend ist, im Kreise Grimmen. Hier wurde der Landbund begrün- det w der zweiten Hälfte des März. Nach unwidersproche- nem Bericht deS Grimmer KreiMattS vom M. März hat der Leiter deS Bundes, Herr von B o n i n- G ü l z o w in der Begründungsversammlung ausdrücklich erklärt, die Landwirtschaft(das heißt die Groß-Agrar'�r) will„H e r r im eigenen Hause bleiben", man wünsche keinen Tarif, schon am 7. März habe der landwirtschaftliche Verein in Grimmen die Bildung eines Arbeitgeberausschusses ab- gelehnt, zu deutsch: man wolle den Tarif verhin- dern, indem man verhinderte, die notwendige Stelle zu schaffen, ohne die ein Tarif nicht zustande kommen kann. Das war der Autfatt! Und als man sich schließlich doch am 2. Juli in Stralsund zusammensand, um für den Re- gierungÄbezirk den Tarif zu beraten, da hatte der Landbund freilich auch einige Arbeiter mitgebracht, die auf der rechten Seite saßen. Gegenüber, auf der linken, die Führer des Deutschen Landarbeiterverbandes aus den verschiedensten Kreisen. Man tagte am 2. Juli von morgens 9 Ubr bis abends W/z Uhr mit Is�stundiger Pause, am 3. Juli von früh 9 Uhr bis mittags um%3 Uhr. Dann hatte man einen bis ins einzelne gehenden Tarif beraten, ohne daß die Vertreter der Arbeiterschaft ahnten und ahnen konnten, daß diese ganzen Verhandlungen seitens der Arbeitgeber unver- Kindlich waren. Man war auf Seiten der Arbeiterfchait überzeugt, daß nur noch die Festlegung einiger allgemeiner Grundsätze, die freilich auch wesentlich genug sind, für die Weiterberatung am 9. Juli erübrigte, um dann dem Bezirk verkünden zu können, daß der Friede geschlossen sei. Es sollte anders kommen. Unverzüglich rief man die Landbund- gruppen der Kreise zusammen, und es ist bezeichnend genug, daß z. B. im Kreise Greifswald nur die Arbeitgeber nach Züffow berufen wurden, dazu auch diejenigen Arbeitgeber, die nicht im Landbunde sind. Hier zeigte sich mit: aller Klarheit, welche Geltung und welchen Einfluß derjenige Teil der vommerschen Landarbeiterfchaft genießt, der sich— es sind ihrer recht wenige— verleiten ließ, sich dem pommerschen Landdunde anzuschließen. MS man nun am 9. Juli in Straksund wieder zusammentraf, da war dem Kundige« auf dem ersten Blick klar, daß ein Umschwung stattgefunden hatte. Es waren zum großen Teil ganz andere Persönlichkeiten zur Vertretung der Arbeitgeber erschienen. Die Tonart, vie von Anfang an angeschlagen wurde, war eine andere geworden. Nicht nur, daß der beratene Lohntarif recht erheblich herabgesetzt worden war, auch in wesentlichen Einzel- heften, die von der größten Bedeutung für Ruhe und Ord- nung und für ein friedliches Arbeitsverhältnis sind, trat die glatte Ablehnung aller Arbeitersorde- r u n g c n zutage. Man bestand nun wieder auf den elf- st ü n d i g e n Arbeitstag, obgleich am Tage vorher auf Rügen in einem neuen Tarif der zehnstündige Arbeitstag angenommen war, so daß Neu-Vorpommern eine Enklave bilden würde, umgeben von Rügen und Mecklenburg, wo der zehnstündige Arbeitstag ai�> in der Ernte gilt. Bei der Festsetzung � der Entlohnung für beschränkt leistungsfähige Arbeiter, für jeden, der daS flache Land kennt, eine ungemein wichtige Angelegenheit, wurde das Schl r Ht u n g sv e r- fahren mit allen Mitteln»bgelehnt. Die Agrarier wollen da? SchlichtungSverfaMen nicht haben. Na- türlich, wie Herr v. B o« i n ganz richtig gesagt hat, sie wollen„Herr im eigenen Hanse" sein. So ging es weiter im Kampf gegen den Gedanken de? Schlschtungsverfahrens und gegen die örtlichen Arbeftermtsichüsst, die trotz ausdrück- licher Weisung des Minister? LeZ Innern an die Landräte, noch heute in Vorpommern so gut wie nirgends vorhanden sind, so daß der erste Unterbau deS SelbstüAtimmungsrechtS' der Arbeiterschaft mit allen Mitteln verhindert wird durch das Herrentum im eigenen Hause. Endlich gab es noch eyre Auseinandersetzung über eine gewisse Bestumnung, die iß einigen Bezirken des LandvunZes Aufnahme gefunden Yak.! mit klarem Blick für die Gesamtheit der VerhMnisie den Dort heißt es'in den Satzungen des Landbundes, daß der Tatsachen gegenüberstehen, und daß sie im Kampf gegen die Ausschuß der Arbeitnehmer, womit nur der Ausschuß der im Agrarier, gegen den Landbund, nichts weiter und nichts am Landbund organisierten Arbeitnehmer gemeint sein kann, deres im Auge behalten werden, als die gewissenhafte Wah- über die Jnnehaltung der Tarifverträge zu wachen habe, rimg der ihnen anvertrauten berechtigten Interessen im und zwar insbesondere darüber, daß die Tarifverträge nicht überschritten werden. Die getreuen Landbundarbeiter als ständige Ueberwachungsinstanz auf den Gutshöfen über ihre eigenen Arbeitgeber, falls diese etwa über den Tarif hinaus ihre Arbeiter besserstellen wollen! Man sieht, ein ganz eigenartiges neues System, welches deutsche Arbeiter dazu erniedrigen will, gegen die eigenen Klassengenossen Hilfsdienst oder gar Spitzeldienst zu leisten! Und damit die Sache auch ganz sicher ist, verpflichten sich die Arbeitgeber als Mitglieder des Landbundes Unterschrift» lich zur Leistung erheblicher Reugelder. Man höre und staune: Eine Mark pro Morgen für jede Ueberschreitung des Tarifs. Wer also vorübergehend einem landwirtschaftlichen Arbeiter gestattet, außer der üblichen Nachzucht gleichzeitig Rahmen der Interessen der Allgemeinheit. Der Protest gegen öen Geamltfrieüen. Tie Demonstrationen am 21. Juli. Die sozialistischen Parteien Englands, Frankreichs und Italiens haben für den 21. Juli gewaltige Protestaktionen und Demonstrationen gegen den Versailler Gewaltfrieden und gegen die Bekämpfung Sowjet-Rußlands durch ihre Regierungen angesagt. In einer Reihe neutraler Staaten haben sich die sozialistischen Parteien diesem Vorgehen ange- schlössen. Nun fordern auch in Deutschland die Unabhängi- gen zur Beteiligung an diesem Proteste auf und sagen für noch ein Stück Vieh im Stall zu haben, ein Fall, der im � den 21. Juli große Umzüge und Kundgebungen an. Laufe der Wirtschast sehr wohl denkbar ist, z. B. wenn einem! Es kann kein Zweifel sein, daß auch wir den Bestrebun Arbeiter ein ganz besonders gutes weibliches Kalb geboren gen der sozialistischen Bruderparteien in den Ententeländern, '.......i___ O.. fi'______ � Of. Jfl- 1 i- � Y-____ Q.... N ♦ n C» r(i« v» rti n vm Y i t.. k« V.... S, S. I-. � mird, das er unter Zustimmung des Arbeitgebers ansetzen möchte, obgleich er schon eine IfHjährige Stärke im Stalle hat, ein solcher Arbeftgeber muß, wenn er Mitglied des Landbundes ist und 2000 Morgen bewirtschaftet, die kleine Summe von 2000 Mark zur Strafe an den Landbund ab» führen, wenn ein Arbeiter auf seinem Hofe ihn denunziert die sich gegen den Gewaltfrieden und die gegenrevoluftonäre Unterdrückungspolitik der Entente richten, mit der wärmsten Sympathie gegenüberstehen. Aber über die Rolle, die das deutsche Proletariat bei dieser Aktion zu spielen hat, kann man zweifelhaft sein. Wir sind ja die Besiegten, die Unterdrückten!� Die Demonstration richtet sich dieser Kern,'soweit Wissells Auffassung in Frage kommt, völlig gewendet wird, so lassen wir den betreffenden Absatz noch einmal hier folgen. Er lautet richtig: „Es ist für mich wirklich erschütternd, zu sehen, daß man in eine Erörterung meiner Pläne hineinsteigt,. ohne sie nur gelesen zu haben. In dem Plane des Gesetzes über den' Arbeitsfrieden sehe ich für Betriebe, die unter Friedensgebot gestellt sind— bestimmte Gruppen von Betrieben sollten es sein—, die gebundene Gewinnderteilung vor. Diese gebundene Gewinnverteilung sollte die Wirkung haben, daß von dem Teil des Reingewinns, der über den Satz von ö vom Hundert des Stammkapitals einschließlich der ausgelviesenen Reservefonds hinaus erzielt wird, drei Viertel an einen Reichsfonds abzuführen sind, von dem zwei Drittel für die allgemeinen Zwecke des Reichsfonds, ein Drittel zur Förderung sozialer Aufgaben des Reiches der- wendet werden sollten. Aus dem hier erwähnten Reichsfonds sollte die deutsche Gütcrerzeugung gefördert und dadurch die Be- schästigung der deutschen Arbeiterschaft ermöglicht werden. Tie gebundene Gcwinnderteifung sollte den Gewinn des Unternehmer» beschränken; eine Gewinnbeteiligung' der Arbeiter � und gar �eine solche an Stelle der Vollsozialisierung ist nicht ' vorgesehen. Ich stelle das fest." Schund- und Gewaltfrieden von Versailles au fgezwun- gen haben. Das aber sind allein die Regierungen der siegreichen Länder, die Regierungen der En- tentestaaten. Die gegenwärtige deutsche Regierung ist an den menschheits- und arbeiterfeindlichen Bedinaunaen des Versailler Dokuments wahrhaftig u n s ch u l d i g, sie hat bei Ueber die sittliche Höhe einer solchen Bestimmung sich gegen die Regierungen, die der West den auszulassen, erübrigt sich. Sie kennzeichnet jedenfalls den'""|p- m--- r Geist des Landbundes, der im vorliegenden Falle den Tarif für Votpommern zum Scheitern brachte. Nach außen hin wird natürlich der Landbund versuchen, sich zu rechtfertigen, damit er wenigstens einen Teil der öffentlichen Meinung für sich hat. Er wird inAbesoudere-„ m-»'■ r„ den elfstündigen Arbeitstag für diesen Zweck ausspielen.! � Hoffentlich verschweigt er dabei nicht, daß die Vertreter der/, Pfund Reis(50 Pf.). Abschnitt 49 Pfund Maismehl(1.45 M.). Die. Karten find biS spätestens Freitag vorzulegen. Verlauf an die Einwohner am 23. bezw. 24. 7., nachmittags von 4 Uhr ab. Für die bis zum 2. 8. nicht eingelöste» Abschülltc erlischt daS BczugSrechl. vereine irnö Verfammluttgen. Reichs buud der ÄriegStrschädigtcn, Friedenau. DonneiStag, abends 8 Uhr, stricht Kamnad Bader iibec; Was bringt �inS Dpker des Krieges der Frieden! in den Aula des Nisoim>Rcalghmnofiums. HomM- straßc 8/9. Neuaufnahme am Saalewgang. Mitgliedskarte ist Ausweis.— Bezirk Zentrum: Mitgliederocisammlung Freitag, abends 71. Uhr, im Elisabethgart en, Elisabethstr. 30. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Groß-Serliner VartemachrZchten. Wilmersdorf. Donnerstag, abends 8 Uhr, Sitzung des Organi- s a t i n s a u S s ch u s s e s mit den?l b t e i l u u g s j ü h r e r n im Rcstau- rant Schäfer. Braudenburgische Striche., . Sozialistische Studeutenpartei. Heute abend 8 Uhr spricht Genosse Dr. Hanauer über.Möglichkeiten jozialisttscher Betätigung"(Weltsprache). GewerffchaflsbewVUng Unabhängiger Terrorismus«nd die„Gelben". In der„Freiheit" vom 27.>Juni 1919 protestieren die Funktionäre des SiemenSlonzern gegen den Artikel im„Vorwärts" vom 12. Juni 1919 unter der vorstehenden Ileberichrisl. Sie bezeichnen den Artikel als verlogen, ohne jedoch auch nur den Versuch zu macheu, die darin angeführten Tatsachen zu widerlegen. Im „Vorwärts" vom 23. Juni 1919 erklären dieselben Funktionäre, daß in den SiemenSwerken niemals TerrorismuS geübt worden sei. Angesichts dieser Unverfrorenheil wollen wir die Beispiele uner- hörtestenS Terrors, die wir am 12. Juni 1919 hier veröffentlicht haben, noch mm einige vermehleu. Ist es kein Terror, wenn 1. über die im„Vorwärts" und in der„Freiheit" veröffentlichte Protestresolution abgestimmt wird, ohne daß der lZtegenfeue Gelegenheit zur Äbstimnmng gegeben wird, und ohne daß eine Gegenprobe bei der Abstimmung vorgenommen wird; 2, wenn gegen die Kollegen, die für die S. P. D. tätig sind, das AuSichlußverfahren aus dem Metallarbciterverbnnd anhängig ge- macht wird 3. weiln ein Arbeilciratsmitglied darum aus der Jtlgendkommission ausgeschlossen werde» soll, weil er eine von dem Bercin„Arbeiler-Jpaend" cinberusene Versammlung besucht hat; 4. wenn sich zirka 400 Kommunisten und Unabhängige vor das Ver- sammlungslokal einer von der S. P. D. einberusenen Versammlung hinstellen und jeden Bc'sncher derselben tiilUch bedrohen und ihn am Besuch, der Versammlung zu hindern suchen: b. wenn die vor de» Werken tätigen Flugblativerbreiier der S. P. D. bedroht werden. während die Kommunisten und Unabhängige» während der Arbeitszeit in den Werken Zettel verteilen und die uuab- bängigen und kommunistischen Zeitungen an den Mann zu bringen versuchen; und diese Bci'p'ele ließen sich ins unendliche vermehren. Im übrigen muß das Niveau der Versammlung der Funktionäre als das alleriiiedrifste bezeichnet werden, da dort die Funkttonäre der S. P. D. in der gemeinsten Weise verdächtigt werden, ohne daß der VersammlungSleilcr die Ehrabschneider zum Beweise ihrer Behauptungen auffoidert.— Arme Arbeiterschaft, die so vertreten wird I— Was eS aber mit dein Protest auf sich hat, der angeblich von den Funktionäre» aller drei f o z i a l i st n ch e» Parteirichlungen gefaßt worden ist, das zeigt die nochfolgende Er-- iiärung. „Die Funktionäre der S. P. D. de? SicmenSkonzernS spreche» der Konserenz der Metallarbeiter- Fuulliotiäre in der Kolbetger Straße das Recht ab. im Namen der gefaniien Fupkiionärc aller drzi sozial, stischen Parteirtchrungen des SiemenStonzerns zu . sprechen. Zu dem Artikel �Unabhängiger TcrroriSmns und die Gelben" erllärcn sie, daß sie voll und ganz der Meinung sind, d.aß der TcrroriSmus, de» die Kommunisten und Unabhängigen m den Werke» b#f>er geübt haben, den„Gelben" in die Hände arbeitet. Sie würden sich ffreuen, wenn die Unabhängigen und Kommunisten ihre Ankündigung wahr machten und jede Terrors- sierung Andersdenkender in Zukunft unterließen. Die Funktionäre der S. P. D. des SicmcuSlonzeniS. Ltchnbeivegung iu de« Schuhfabriken. Eine Versammlung der in der meC&aiüschen SÄubindustric Berlins beschäfliglen Arbeiler und Aideiterimren beauftragte die Ortsverwallung des Sckudmadlicrverbandes, beim NrbeitgeberverKand eine Lobnerböhung von 25 Broz> für die männlichen und 50 Proz. für die weiblichen Arbeitsträfte, sowie die freie Lieferung von Garn und Seide und die Einführung der 45 stündigen wöchentltckcn Ar» beitSi>eit zu fordern. Die gcfvrder'e Lohnerhöhung wird für not- wendig gehaften. vei! Arbeiter 2— 2,d0 M. und bis die der Arbeit n Stundenlöhne der rinnen 1,50 M. betragen. (BcIegenvcUsIäufs in* Öhren MM-«.WWW. chte lnuftW. O�r.e- öeten. N'Wftr. SO'ST. Str. Ii7"" Bertsut im FadrUmngazw » 31, Wattstr. 17/». r In ganz kwrzer Zeit besohlen and reparieren wir ihre Stiele! 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RZiugen-Behanbinng und-Untersuchung, Eleltromagneio-Tberapie, siimtliche medizinischen Poder sowie Krättierdäder. Kittzalatioii»on reinem Sauerstoff und wacrUchcr Gebrauch o»n Sauerstoff-Präparaten, mechanofheeaventisd« u. homöopathische Bedandlung ic.— Durch die angemiirien HeUsaklvren werden in unserer Heilanitalt hauptsächlich bei sironischen Arankh eilen nnbestreitdar die bellen und dauerndsten Teilerfolge erzlelti selbstverständlich nur bei genauer Därchführung der Kur, die ohne Gerufsstfirung durchgeführt werden kaim.— Mir bestem Hcllersolge werden dehlmdest: Lungen-, Hals-, Herz-, Magen-, Darm-, Leberlelden; Nervenschwäche, nerväse stopstchmerzen, all- gemeine Nervosität, allgenieine nervilse ÄbspNtnungi gsdiias, Sicht, Rheumatismus! sämtliche Ausschläge; sslechte», Wunden, Seschwllre: Lähmungen sowie Kinder- tähmung: Stoffwed)scltrankh eilen, guikertcaiiiheiti Saul-, Harn-, und Unierleibekrankheilen.'— btiefsichc und mfinöüc'~ behondelier und gehe! WM W vor der�Behandlung in unserer Anstalt ondertseiülZ dehÄtdelt worden zu sein! z. B.t 1. und err Lehrer Zlelste aus Iachzenbräck bei! offen am 21. Dezember IVIS;»Nachdem ich in einem ohne Ersalg 2, schreib! Hei e» am 21._______..____________.. ©ebltfls-Sonatocium säe Lungenkrank« 5 Maua!« ohne «tpUp------------------- WMM M■---- W anftai orjt, WWWWWW gmaitet Untersuchung ir dienstiinkähia erklärt I wieder fiir dienstfähig .eil dem IS. Oktober 1918 erteile ich 4 Stunden umini erbrochen Unterricht. Dies schreibe ich Ihnen ohne leg Beeinflussung Ihrerseits. Auch meiner Frau, die Ihnen behandelt wurde, geht es ausgezeichnet mberkul. Halsdrüsenvereiterung)."— Herr Wer! re litt an wkisier S. vöiisr, Berlin, Utrechter Str. 25, schreibt!„Nachdem ) mehrere Wochen ii>,,iner ärztlichen Klinik ohne Erfolg behandelt worden war und mir schließlich der rechte Arm abgenommen werden sollte, habe ich mich in letzter Not an Ihre Anstalt gewandt und bin mit 45 Behandlungen von meiner TMuineegUfung unO Deu'iletong ües —-"-fen Kernes und der Hand geheilt worden."— 1 fjeerroavr.t aus Rottbns, m'' von meinen Stcgcn- Ätttu Magistratsassistent Herr lsttzer Str. 14. schreibt:„Ich bin chmüren mit 80 Behandlungen neschmllren mit 80 Behandlungen völlig in Idrer An- stali geheilt worden, nachdem ia> 12 Jahre lang ander- weitig ahne Erfolg bchanoelt worden war. Ich ftlhle mich so wohl und gesund, wie ich mich noch nie S.Herr Feuerwerlsleutnani Uloschlanka Straße 81(letzt Königsberg Mutter, meine Schwester, «fühlt habe."— ■ i, JlcuiSlln, Weser» ■t'Pr.) schreibt:„Meine W meine Frau und ick sind in Ihrer Anstalt geheilt und gebessert worden! die Mutler von chronlschrm Magenleiden, die Schweiler oon ftopf- fchmerzen und Lchwerhörlake». meine Frau von Herz- und Mngeulelden und ich von affgemalnor nernSser Abspannung."— 0. Frau Nestaur. Hering, Berlin, Schönhauser Allee 87, schreibt!„Ich bin vor mehreren Jahren bei Ihnen von Herzleiden und vasedowscher tlrauthelt geheilt worden. Aus Dank- darteit habe ich Ihnen mel» Patienten mit gleichem Leiden empfohlen. Sollte sich irgend ein Leiden bei mir bemerk �M�MM��WWerbe dar machen, so werd mich sofort wieder an Ste Iden und Finget oereifacunz geheilt abgenommen werden).— 12. Herr >, Schöneberg, Sbersstr. 58: Bon aB- igt).— TO. Frau WW L Srachilr. 6; Bon Nieren, u. Blasenleiden geheilt.— 11. Fia» Sennesch. Berlin, Schreinerftraffe 11: Bon jtukerlelbsleldeu lImger sollte p. Worekonv. gemeiner und Auaemie 18. Frau£. �, Bon«eneneuitflndung tm Lnkerscheukel geheilt.— j 14. Frau A. Neubauer, tlbarlonenburg. Kaiserin- Augusta-Wce 91, 1/Busg. ITr.: Bon Neroen?chmerze« in der Hüfte und Unsäbigfeit»um Sehen geheiU.— 15. Frau B. Hadorf. Berlin, Kolberger S trage 28/29: Bon Neruen.«.«necheuhnut-Sutzündung<00«. siSudlg gsIShml) geheilt.— IS. Frau M. Knarr. Lichtenberg, Lcharnwedersir. 82: gu I chronischen Leiden Lichtenberg,& von akuten u nzä%e: Friednch-Sirastl verschiedenen Malen W....______ i gebellt, u. a. oon «, LeberschweUnag u. MalzenirebW.— '«Suebuuer, Charloltendurg,«aiser- 18. ch-Siraste 102: Bon aNZeensiner Neuraflhsule, —------------' MU' i i wllren geheilt.- Jß~ Frau Ä." Regles, �eberunschweNung und GaNenstelnen geheilt(nach kurzer Behandlung Abgang von>8 Gallensteine»).— ...— Steglitz. A"•"" ffchledenen Leide: Auskunst darüber bereit).— lg. Frau Aamilia Bier Personen von Kirch' chn/r� verschi, >6 WWW -r, Siegiii. Albrechisiraße 107: chiedenen Leiden geheilt(gern»u l).— Ig. Frau St Munderlich, Berlin, Schwcdter Straße 250:----— Carmgcfchmüten geheilt.— Berlin. Aeandeestraße 8; Bon Nero eufchio erzen im ganzen Körper gehellt— Oetrcnmo Bedanälungs- räume für Damen u. Herren!— Sprech- u. Üehsndlungs- telt: 9—1,*~7%— Sonn- und Feiertag: 9—1, Aerztliche Anstaltslcitnng; Hellanskullsbeslher Professor P» Mistelsky graduiert und approbiert im Auslmid kerlin SO. 16, Brückenstr. 10i f am Bahnhof JannovrttzbrBcke. beftlndtn. wenden."'— 7. Herr 23. Heese, Tempelhok Kaiserin- Augusta-Straße K7: Bon b Monate alter, stark eiternder. breit« Oparuflous-Veiuch. und Lnrmfistel geheilt\ (vorher zweimal operiert).— 8. Herr w. Herrmau», j Rahnsdorf, Dorfstr. S: Bon knberfuHtier Brust- und Nlppeusestperelkerung geheilt— g. Herr IL Schön, i tTOIHIttÜ Atzessinietpuiftpe, Saug«. Rohre, Saeienspritzeu, Ra- seumäher aufgabehalb« I>il- llg. 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