Nr.3SS.3S.I-hrg. Bezugspreis: Bi�itt-ItLhrl. 9/— Ml. numafl.»» Ml. frei ins St" erscheint wochentäglich zwetmal Sonntag« etnutal. Abend Ausgabe. Telegramm-Adresse: JSojlaldomottat verlitr». Devlinev Volksblalk. (iSpksnmg) »uzeigenpreiS» Die achtgespattene Nonvareillezeii« lostet L20MC kleine Anzeigen-, da» setigedruckte Won do Psg.(»ulässtg 2 sengedruckte Worte). lebe» weiter» WoN W Psg Stellengesuch« und Schiasstellenangelgen da» erste WoN Ist Psg.>ede« weiter« Won 20 Psg. Wort» Uder>b Buchstaden zählen iür zwei WoNe. Teuerungszuschlag bO%. ffamtiien• Anzeigen, politische und gewerlschaftiiche Verein»- Anzeigen 1,20 Ml die Zeile Anzeigen iür die nächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittag» im Hauptgelchast. Berlin SW KS. Lindenstraß« Z. abgegeben werden. Seäffnet von s Uhr srllh bi» i Uhr abends, Zentralorgan der rozialdcmokra'tifcheti Partei Deutrchlands. Ueüattion und Expedition: SW. öS, Linden str.Z. a-ermsprecher: Amt Mortttpiatz, Rr. TSR 90—13137. vorwärtS'veriag G.m.b. h., SW. öS, Lindeastr. 2» Feruivrecher: Amt Moriupiatz. Str. 117 53— 3-t. Die Zranzofm machen nicht mit! Versailles, 19. Juli. Nach ewer Unterredung mit dem Ministcrpräsidentcu C l e m e n c e a u hat der Vcrwal- tuugSrat des Allgemeinen Arbeit er Verbandes gestern beschlossen, den für de» 21. Juli geplanten allgemeineu Ausstand zu vertagen. A m st e r d a m, 18. Juli. Wie der Telegraph auS Paris meldet, hat der Allgemeine Arbcitcrverbaud mit Rücksicht auf die Opposition des Personals der öffentlichen Dienste, besonders der Angestellten der Eisenbahnen, der Metro und der Postbeamten beschlossen, dast die öffentlichen Dienste nicht an dem allgemeinen Streik am 21. Juli teilnehme» solle«. Der italienische Eisenbahnerstreik. Rülktritt des Zentralrats.— Ein neuer Zentralrat für unbedingten Ausstand. Bern, IS. Juli. SS T. SS. Der Zentralrat des italienischen EisenbahnerbundeS hat beschlossen, die Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme am Generalstreik den Vertrauensleuten der Ortsverbände zu überlassen. Die bürgerliche Prasse sieht in diesem Beschluß eine Verleugnung des Streitgödankens der Eisenbahn�. Laut.Avanti" ist dar Z« n t r a l r a t der italienischen Eisen- bahner zurückgetreten, worauf in Turin sofort ej» neuer Z-ntralrat gewählt wurde, der sich wieder unbedingt für den AuS- siand erklärt hat. Die Nachrichten über den Ausstatrdsvlan lauten immer widersprechender, doch dürfte in Mailand, Bologna, iSotzhera, Novara usw. ein Teilausstand der Eisenbahner stattfinden. Der Zentralrat für die Postangestellten wird erst Donnabend nachmitlag einen endgültigen Beschluß fassen. »Stampa" zum Vreilänüerstreik. Bern, IS. Juli.„Stampa" erklärt im Leitartikel über den Dreiländerstreik, daß der internalionale Protest gegen die Verbands- regierungen durchaus berechtigt fei, da sie k e i n e ihrer während deS Krieges abgegebenen Versprechungen erfülli und anstatt der Freiheit und Gleichheit dckr Welt Fesseln angelegt und die Ungleichheit gebracht hätten. Der Protest deS Proletariats sei daher eine e r n st e Mahnung für den Verband. Das Blatt bedauert, daß die Ein- heitlichkeit der internationalen Kundgebung nicht gesichert sei, bezweifelt aus diesem Grunde die Zweckmäßigkeit eines 4S stün- digen Streiks für Italien._ Demonstration, nicht Streik! Auf der Bolltzrrfammlung der Arbeitcrräte der T. P. D. nnd D. P. wurde folgende Resolution gegen den Generalstreik am Montag angenommen: Tie Arbeiterräte der S. H. D. und D- P. begrsisicn die von dem Proletariat der Entente-Staatrn und neutralen Länder für die 2). �uli geplante Demonstration für die allgemein: Bgf, lerverbrüderung. Sie fühlen sich in diesem Gedanken mit dem Pro- lctasiat der ganzen Welt einig. Sie können aber in einer allge- meinen Arbeitsnirberlegung in Deutschland kein geeignete? Mittel zur Durchführung dieser Gedanken erblickm. Die Ar- bciterschaft der Entrnte-Staateu und neutralen Länder kann hier- durch wohl eine« Druck aus ihre Kapitalisten und ihre Regierungen zur Milderung des Gewaltfriedens ausüben. Twrch eine« Streik in Deutschland kann das leider nicht erreicht werden. Da jede Stunde Arbeitsruhe den notwendigen Aufbau des Wirtschaft- Itchc* Leben? verlangsamt, empfehlen wir, von einer Ar- be itSrnhe abzusehen, erwarten aber, daß sie sich noch Schluß der Arbeitszeit an den D e m o» st r a t i o n e n der S. P. D. für die allgemeine Völkerverbrüderung restlos beteiligen. » Die Rumpsverfammlung der Groß-Berlner Arbeiterräte, die auS Unabhängigen und.Kommunisten besteh:, beschloß, dem Streik- beschluß der Fraktionsberatung beizutrete«. Es wurde festgestellt, daß als lebenswichtige Betriebe, die vom Streik nicht berührt werden sollen, nur zu betrachten sind: die Brot-, Fleisch- und Milchvcrs orgung. * Die Stellung der S. P. D. zum 21. Juti. Die Unabhängigen haben fiib den 21. Juli den General- streik beschlossen. Die Anhänger der Sozialdemokratie wollen zwar an diesem Tage durch große Demonstrationsn ihre Solidarität mit dem internationalen Proletariat be- weisen, aber nicht streiken. Woher erklärt sich dieser Unterschied? Sehr einfach aus der verschiedenen Richtung, die beide Teile ihren Feiern geben. Den Unabhängigen ist es nicht um den Kampf gegen den Deutschland darniederdrückenden Frieden zu tun, sondern sie benutzen die Gelegenheit zu einem Vor- stoß gegen die Negierung und haben daber alles Interesse daran, die Demonstration so auszugestalten, daß sie der Regierung möglich sie Schwierigkeiten macht. Nachdem wir eben erst einen langwierigen Per- kehrsstreik hinter uns habest, würde eine erneute Arbeits- ruhe dem Wirtschaftsleben neue Wunden schlagen. Wir, die wir gegen die Erdrosselung Deutschlands durch den Versailler Frieden protestieren, haben keine Ursache, die uns durch den Frieden geschlagenen Wunden zum Zeichen des Protestes k ü n st l i ch noch weiter a u f z u- reißen. Wird doch niöit einmal in den Siegerstaaten, wo doch die Bewegung mit Recht gegen die Regierungen geht, die der Welt den Gewaltfrieden aufgezwungen haben, der Streik am 21. Juli allgemein durchgeführt. In England haben nicht einmal die extremsten Gruppen dem General- streik zugestimmt. Dieser Frieden bedeutet ohnehin den Ruin fiir einen großen Teil unserer Wirtschast, wenn wir durch fortwährendes Generalstreiken diesen Ruin noch künstlich vergrößern, verlieren wir das Recht, da- gegen zu protestieren. Die Waffe des Generalstreiks ist von den Radikalen setzt schon so oft hervorgeholl worden, daß sie anfängt, stumpf zu werden. Ein aller Parteigenosse schreibt uns aus seinem Betrieb, daß er sell März dort tätig ist; in dieser ganzen Zeit sei auch nicht während einer einzigen Woche regulär durchgearbeitet worden. Dieser Betrieb dürste nicht der einzige seiner Art sein. Der Generalstreik ist die Waste des Proletariats für die äußersten Notfälle, für diese ist er aufzuheben. Am 21. Juli, an dem wir keinen uns ereichbaren Gegner gegenüber haben, genügt das Mittel der Demonstration. Die Gewerkfchasts-Internationale. Amsterdam. 18. Juli. Einem Mitarbeiter des„Het Volk" teilte der� Sekretär des Niederländischen Gewerk- schgftsoerbandes F i m m e n über den bevorstehenden I n- ternationalen Gewerkschaftskongreß in Amsterdam u. a. mit, daß außer den bereits gemeldeten Ländern vermutlich auch Italien, Bulgarien, Ungarn, Serbien, Belgien und Finnland Delegierte entsenden wer- den. Der Kongreß wird im Concertgebouw abgehal- ten werden. O n d e g e e st wird ihn mit einer Rede er- öffnen. Auf die Frage, wie die Haltung des Kongressrs gegenüber der Zusammenkunst in Washington sein �örde. sprach Fimmen als seine persönliche Meinung auS, daß die unter Mitwirkung von Gompers in Paris entwor- Arbeitscharta in keiner Weise bindend sei. WaS re!- f.. unter Mitwirkung einiger Arbeiterführer aus den Entente. ändern beschlossen worden sei. sei o h n R ü ck- tJL'i»«».!. Vertretern der internationalen Gewerk- swattfbewegung � beschlossen worden. Diese müsse die Per- anrmortung dafür-urückweisen und für ibre eigenen Forde» rungen in vollem Umsorge eintreten. Besonders die Hai- 1""° � � � iebr zu tadeln. Die Frage « r,' na oder Nichtbetesstgiinfl an dem Woshingtoner Ko-or? dtc. aftirrf) die die �werkschastsbeweguna geg?' uder> em m Paris aekoßten Biickiluß einnehmen! mar'« � d« einen V.» n s s des Programms des Kon-. gressc». Sie wollen keinen Ersatz. Paris. 18. Juli. sReuter). Der Ausschuß zur Untersuchung der Verantwortlichkeiten hat dem Obersten Rat seinen Bericht vorgelegt, in dem vorgeschlagen wird, daß keine anderen Personen an Stelle des ehemaligen Kaisers verurteilt werden dürfen. Dieses Ergebnis des in Deutschland als neue Mode grassierenden„ÄnbietenS für IHN" war natürlich zu er- warten. WaS diejenigen, so noch nicht ihre Belanglosigkeit in die Wage des Zollerngefchicks geworfen haben, nicht ab- halten wird, weiter in Geste zu machen. Taüelsvotum üer Kammer. Paris, 19. Juli.(HavaS.) Die Kammer hat bei Behandlung der Interpellationen wegen der Teuerung mit 2L7 gegen 213 Stimmen eine Tagesordnung Augagneur angenommen, welche die Wirtschaftspolitik der Regierung tadelü Konserretwes Kabinett in Spanien. Madrid, 18. Juli. Ter König hat M a II r a mit der vi- ldung eines konservativen Konzentrations- k a b i n e t t« benustiagt. •> Das uneheliche Kind. .Ehe und Mutterschaft stehen unter dem Schutz der Ver- fassung und haben Anspruch auf die Fürsorge des Staates. Das uneheliche Kind hat das gleiche Recht auf Unter- halt, Erziehung und Erbe an Vater und Mutter wie die ehe- lichen Kinder...V. Die Gesundung und soziale Förderung der Familie ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden." und „Die unehelichen Kinder haben ein Recht auf den Nanien des Vaters und stehen den ehelichen Kindern rechtlich gleich." Das sind die AbänderungSaniräge, die von unserer Fraktion zu Art. 118 des Verfassungsentwurfs gestellt waren. Ausgehend von der Tatsache, daß der Absatz der ursprünglichen Fassung absolut mangelhaft und auch im- klar war, und ersüllt von der Ansicht, daß beim Ehe- und Familienparagraphen auch daS uneheliche Kind genannt werden muß, entstand die Abänderung. Es sind viele schöne Worte gesprochen in den Monaten und Wochen nach der Revolution! Alle Unfreiheiten und auf mittelalterlichen Gesetzen beruhenden Ungleichheiten sollen ein Ende haben! Jetzt ist der Augenblick da, wo all die guten bürgerlichen Leute beweisen können, daß es ihnen mit den Frei- hellen ernst ist. In den Grundrechten und Grundpflichten der Verfassung ist die Stellung der Person, die Stellung der Familie fest- gelegt.. Wenn eS aber im zweiton Abschnitt unter dem Titel„Gc- meinschaftsleben" heißt: .Die Ehe sieht alS Grundlage deS deutiSen Familienlebens und als Urquell der Erhaltung und Vennehrung der Nation unler dem besonderen Schutz der Verfassung. Die Gesundung, Reinerhaltuiig und Förderung der Familie ist Aufgabe der Bevölkerungspoliiit des Staates und der Gemeinde. Kinderreiche Familien haben Anspruch aus ausgleichende Fürsorge." Dann vermissen wir den Schutz des Staates für die un- eheliche Frau, daS uneheliche Kind. Genau wie Mann, Frau und Kind eine Familie �bilden, genau wie die Witwe mit ihren Kindern als Familie gilt, muß die u n e h e l ich e Mutter mit ihrem Kind oder ihren Kindern als F a m i'l i e Geltung haben. Das Ehepaar allein.bildet noch nicht die F a m i l i e, an� der der Staat besonderes Interesse hat, dein er besonderen Schutz gewährt. Und es heißt ja im Entwurf ausdrücklich:- ist Aufgabe der Bevölkerungspolitik des Staates und Gemeinde". Nun behaupten natürlich die Juristen, daß unsere Fassung deshalb nicht einwandfrei sei, weil ja die Mutterschaft ein natürlicher Vorgang und Beruf des weiblichen Menschen und deshalb mit der Eh« in einem Satz des Gemeinschaftslebens nicht zu vereinigen sei: Wir wollen hierbei nicht nur die spitzfindigen Auseinandersetzungen von Juristen hören. Hier soll laut und deutlich die Frau sagen, was sie für richtig und besser hält. Es gibt allerdings Geschlechtsgenossinnen, die auf Grund ihrer Weltanschauung weiterhin den Ausnahme- zustand gegen den weiblichen Menschen beibehalten wollen: die Vertreterinnen des Zentrums und der Deutschnationalen. Aber die moderne, menschlichere Auffassung eines Zn- standes in der Menschheit, eines ZustandeS, der nicht auf Schlechtigkeit und Liederlichkeit der ledigen Mütter beruht, wird trotzdem zum Siege kommen. Die Gesellschaft wird daS u n e h e l i che Kind anerkennen. Wenn die Verhältnisse auch noch nicht soweit gediehen sind, daß unsere Anträge zur Annahme gelang- ten, so bedeutet es doch einen großen Fortschritt, daß fol- gende, von den Demokraten eingebrachte Fassung angenom- men wurde: Die Ehe steht unter dem Schutz der Verfassung, die Mutterschaft hat Anspruch auf den Schutz und die Für- s o r ge des Staates. Die Gesundung und soziale Förderung der Familie ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden. Kinderreiche Fa- milien haben Anspruch auf ausgleichende Fürsorge. Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetz- gebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche, seelisch« und gesellschaftliche Entwicklung zu schaffen, wie den ehelichen Kindern. Für diesen Antrag hoben auch wir gestimmt, nachdem wir bei der Abstimmung für unsere Vorschläge keine Mehr- hell fanden. Außerdem ist eine Resolution angenommen: einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die rechtliche und soziale Stellung deS unehelichen Kindes in gerechter Weise neu regell. � Wir machen keine Lnstsvrünge über den Erfolg in dieser Sache� denn wir sind nicht der Meinung, daß sr ein große? sei. Jedoch sagen ivir: Es ist ein A n s a n g g e m a ch t und die Bahn ist beschritten, auf der eS weiter geben muß. Wir haben den duich Erziehung und Ueberlieferung aeschafsenen„Makel" der unehelichen Geburt nicht auS der! Welt geschafft. Wir wissen aber, daß sich die Moralauf.| � � fassung der einzelnen Menschen umformen und in unserm', dem B-insmm!unxSb«riSt über die GrundungZversamm. Sinne verfeinern mutz und verfeinern wird.>$"8 des.RepMikannchen Fuhrerbundes" in unserer heutigen � u r j- tv rr. 1 1.., MorgenauZgllbe Ist noch nachzutragen, datz nach dem Korreferat des Darum haben wir auch die Fassung der u n a b h a n. I Leutnants d. L. M ü l t e r- B r a n de n b u r g. der scharf die ge- gigen abgelehnt, die besagte:„Tie unehelichen Kinder gen den republikanischen Führerbund gerichteten Angrifse zurück- tragen den Namen des Vaters." Nach unserer Auffassung wies, der Referent im Reichsmehrmmisterium, Bernhard bedeutet dies keine Verbesserung, eher einen Nachteil Rgusch, als erster Diskussionsredner da- Wort erhielt. Er be- für Mutter und Kind. Das Kind ist dadurch auf den ersten iontc. datz er nicht in amtlicher Eigenschaft, sondern nur als Blick als uneheliches kenntlich die Mutter ebenfalls, und in freche und führte etwa folgendes aus: besonderen«n»«-»»jM«J. 1„ Ä der von ticrscfitcienen Männern ljat._ Das ist fein seltener nn biefcs ist, um so fester und zuverlässiger muh es dafür fein. Zustand. Nutzerdem gibt es sehr viele uneheliche Mutter, j» Teutschland hat durch die innere Staatsumwälzung die De- die threm Kind gar nicht den Namen deö ManneS geben � mokratie gesiegt und es ist klar dah seht und in all« Zukunft der wollen. � MehrheitSwille de 5 deutschen Volke? für die Reichswehr oberste Im übrigen erwarten wir bei der Neuregelung auf Autorität Hin muh. Da die Revolution für viel-?lng-bör!ge der diesem Gebiete und der notigen Umarbeitung des Bürger- �!?e'lkfar J'TnJTlfrT, nfj" v'J fr i s. cv-r t 4.n Freundschaft verbunden" sei und mit ihm in regem schriftlichen Gedankenaustausch stehe. Alle Reichs-, Staats, und Kommunalbeamtcn hätten allwöchent- lich zwei Tage frei, um sich militärischer Aus- b i l d u n g zu widmen. Als dem Oberst Pinaud gegenüber diese Lächerlichkeiten bestritten wurden, hat er geäußert, datz so etwas zwar nicht in der Zeitung gebracht wurde, datz aber feine Jnfor- mationen zuverlässig seien! abgestufte Geburten gibt, sondern datz jede Geburt und jeder neue Mensch dem Staat ein köstlich Gut ist, das von ihm gehütet und beschützt, gefördert und gepflegt wer- den mutz. Geschieht dies, dann wird der Behütete und Uar- sorgte als Erwachsener sich erkenntlich zeigen. Er wird mit ganzer Kraft und mit ganzer Hingabe für die Gemeinschaft ra'ch ibre politische Gesinnung wechseln, Wo bewußt reaktinnäe« TtaatSfeindschnft auftaucht, muh sie mit aller Energie unschädlich gemacht werben. Aber man braucht nicht allzu nervöZ zu sein, wenn Offiziere nickt sofort ihre alte vo- litischc Anschauung loswerden können. Leider bot ein Teil der links siebenden Presse bei der Bebandluna der Offiziersfraae den nötige» Takt und die nötige Klugheit vermissen lassen. Ter Reichs- webrnrinisker braucht ein absolut nnvolitisches Heer, entscheidend ftir ihn ferfti nie das Partei politische Bekenntnis des Reichsangehörie-en sein, sondern nur keine militärische Eignung. Er würde es abWsiiin, wenn der R. F.-B. sick zu einer Art Stellen- Vermittlung machen wollte. Sofern fveilich der R. F.-B. feine Aufoabe darin erblickt, d-w Geist modern revnbsikarnfchrr Staats- anffassung in würdiger Weise und obne parteipolitische Tendenzen „ r».,........ zu Pflegen, ist seine Gründung zu begrüsten. Immer aber mutz Am heutigen Tage tritt der Parteitag der bürgerlichen fest im Auge behalten werden, datz j-d« Parteipolitik aus Demokraten in Berlin zusammen. Die deutsch-demokratifche jdem Heere fernzubleiben bat. und' datz der R. F.-B. seine Partei wurde bald nach dem 9. November von din am weitesten Epistenzberechtiguno in dem Augenblick verliert,-n dem er den Bo eintreten, die seine Kindheit durchsonnt hat. und Jugend behütet und Elisabeth Röhl. Die Dsmokraten. links gerichteten bürgerlichen Elementen ins Leben gerufen. Vor die Wahl gestellt, eine Partei der wirklich ehrlichen Nepubl: den der Parteipolitik beiritt slebbafter Beifall). Tie weitere Diskussion gestaltete sich sehr lebhakt. Es spra- nischen Führerbund abgegeben. Die 5ehre? fleqen Sas Schulkompromiß. Folgende Entschlietzung geht uns zu: Ter V e r b a n d sozia- l i st i s ch e r Lehrer und Lehrerinnen von Teutschland ei den Verfassungsberatungen der Nationaloersammstliig hat"" � � � 1' l?'.? e[l' d= m Par tcirtrstaiid bet ie Partei in vielen Punkten den Ausschlag gegen freiheitliche f- v. T- nachdrücklichst zu«klaren, datz er sich durch den Schul. kaner und Demokraten zu bilden, oder die vielen Liberalen vor- � � schwebende große Sammelpartci zu schaffen entschied NUN sich � �iven Unteroffiziere." Nomentl-ch der Vertreter der inaktiven Un. für dcis letztere und nahm nicht nur sau die gesamte frühere t t�roffi.�iere stellte sich der Gründung sympathisch a?a>enübsr. Aus fortschrittliche Volkspartei, sondern auch noch gute zwei Drittel' d« Versammlung, deren grosse Mehrheit den Referenten zu- der Nationalliberalen bei sich auf. Dadurch wurde die Ursprung- stimmte,� wurden zahlreiche Beitriitöcrklärungen zum republika- liche Eigenart der Partei verwischt und es kamen Leute herein fauch in der Führung), bei denen, wie daS„Berliner Tage- blatt" feststellte, einem wirklichen Republikaner eine Gänse- haut überlausen konnte. Die Politik der Partei ließ infolgedessen viel an demo- kintischer Prinzipienfestigkeit zu wünschen übrig. Namentlich b MWMMMWWWMMMMWW . W|WW|WWWWDWW?IDDMWBMDD|MMD Forderungen gegeben, noch in den letzten Tagen hat sie die Auf Hebung der Todesstrafe und die Gleichberechtigung der unehe liehen Kinder verhindert. Auch in reinen Verfassungsfra�en hat sie versagt, ihr verdanken wir die Ablehnung kurzer Legislatur- Perioden usw. Schwerer als diese Sünden aber wiegt das Verbalten der Demokraten in der F r i e d e n s s r a g e, wo sie die Regierung. an der sie seit dem Februar teilgenommen hatten, im Stich ließen, um sich der Verantwortung zu entziehen. Mutig war das nicht und dieser Schritt wird auch dadurch nicht beschönigt, datz gewisse demokratische Blätter sich jetzt plötzlich über das � Zu- sammengehen der Sozialdemokratie mit dem Zentrum entrüsten können, nachdem sie selber gerade vier Wochen der Zentrumsehe lcdig sind. ES ist jetzt leicht, über die Konzessionen an das Zentrum in Kulturfragen zu zetern,— aber welche Hindernisse bat der Manchestergeist der bürgerlichen Demokraten in den WirtschaftS- und Steuerfragen der Regierung bereitet'. Vor- auSsichtlich wird es auf der Tagung über diese Fragen zu mancher Auseinandersetzung kommen.______ kompromitz in seinen Hofsnungen auf Einführung der weltlichen Schule bitter getäuscht sieht. Er kann insonderheit in der Formulierung des Artikel? 143, Abs.% keine ausreichende Gewähr für eine freiheitliche Eni- Wicklung der Schule erblicken und verurteilt deshalb aufs cntschie- denste, datz die Partei mit diesem Schulkompromitz die wichtigste Kulturforderung des Erfurter Programms aufgegeben hat. R h d a h l, 1. Vorsitzender. Zranzosische ZerspHtterunflsarbeit im Westen Dortcu Agitatoren als Polizeiüeamte. Uns wird berichtet: _____. Der bekannt« Staatsanwalt Dr. Dorten hat für sein« aber welche Hindernisse selbständige Republik Rheinland«inen großen Stab von Agi- ~'' t a t o re n angestellt und verlangt jetzt von dem französischen Oberst Pinaud die Anstellung dieser Agitatoren als P o l i z e i- b e a m t« der Stadt Wiesbaden. Von diesen Agitatoren ist«in großer Teil wegen gemeiner Verbrechen vorbestraft. Als Sottfrieö Keller über Politik unö Kultur. Niederreißen und Aufbauen. ES gibt eine ReldenSart, datz man nicht nur niederreitzen, son- lern auch wissen müsse aufzubauen, welche Phrase von gemütlichen und oberflächlichen Leuten allerwegS angebracht wird, wo ihnen eine sichtend« Tätigkeit unbequem entgegentritt. Diese Redensart ist da am Platze, wo obenhin abgesprochen oder auS törichter Nei- gung verneint wird; sonst aber ist sie ohne Verstand. Den» man r-itzt nicht stets nieder, um wieder aufzubauen;'m Gegenteil, man reißt recht mit Fleiß nieder, um fveien Raum für Licht und Luft zu gewinnen, welche überall sich von selbst einfinden, wo ein sperrender Gegenstand weggenommen ist. Wenn man den Dingen inS Gesicht schaut und sie mit Aufrichtigkeit behandelt, so ist nichts negativ, sondern alles ist positiv, um diesen Pfefferkuchen ausdruck zu ge- brauchen. Allewhand Republikaner. Ich sah, wie eS in meiner Republik Menschen gab, die dieses Wort zu einer hohlen Phrase machten und damit umherzogen, wie die Dirnen, die zum Jahrmarkt gehen, etwa ein leeres Körbchen am Arm tragen. Andere betrachteten die Begriffe Republik, Freiheit und Vaterland als drei Ziegen, die sie unablässig molken, um aus der Milch allerhand ZiegenköSlein zu machen, während sie schein- heilig die Worte gebrauchten, genau wie die Pharr"er und Tartüffe. Andere wiederum, als Knechte ihrer eigenen Leidenschaften, witter- ten überall nichts als Knechtschaft und Verrat, gleich einem armen Hunde, dem man die Nase mit Ouaskkäse berstr:cheu hat und der deshalb di« ganze Welt für solchen hält. Auch dieses Knechtschafts- wittern hatte einen gewissen kleinen Verkehrswert» doch stand das patriotische Eigenlob immerhin noch höher. Gerechte und Ungerechte. Die drei Kammacher haben bewiesen, daß nicht drei Gerechte läiüg unter einem Dache leben können, ohne sich in die Haare zu geraten. ES ist hier aber nicht die himmlische Aerrchitgteit gemeint oder die natürliche Gerechtigkeit des measschliche» Gewisse»?, sondern jene blutlose Gerechtigkeit, welche aus dem Vaterunser die Bitte gestrichen hat: Und vergib uns unsere Schulden, wee«vrch wir vergeben unfern Schuldigern! weil sie keine Schulden macht und auch kerne ausstehen hat, welche niemandem zu Leid lebt, aber auch niemandem zu Gefallen, wohl arbeiten und erwerben, aber nichts ausgeben will und an der Arbeitstreue nur»inen Nutzen, aber keine Freude findet. Solche Gerechte werfen kein« Laternen ei» aber sie zünden auch keine an und kein Licht geht von chnea„u»; sie treiben allerlei Hantierung und eine ist ihnen so gut w-e d-e andere, wenn sie nur mit keiner Fährlchkeit verbunden ist; am tteb-tea siedeln sie sich dort an, wo viele Ungerechte in ihrem Su-ne sind; t'nn sie hintereinander, wenn keine solche zwischen ihnen waren, würden sich ckd abreiben, wi« Mühlsieitw, zwischen denen Uta Korn stegtt Wenn diese ein Unglück betrifft, so sind sie höchst verwunde'.: und jammern, a?» ob sie am Spieße stäken, da sie doch niemandem ivaS zu Leid getan haben, denn sie betrachten die Weit als eine große wohlgesicherte Polizeianstalt, wo keiner eine KontravcntiouSbutze zu fürchten braucht, wenn er vor seiner Tür fleißig kehrt, k.üne Blumentöpfe unterwahrt vor das Fenster stellt und kein Wasser aus demselben gießt. Ueberwindung der Korruption. Die Korruption, der sittliche Verfall des VolkSsiaateS ist so gut der Regeneration fähig, wie das Körperliche des Volkes, durck Rc- aktion seiner Kräfte, natürliche Polizei, Ausruhen; eS ist ja überall in der Geschichte dieser Rhythmus von Sinken und Erbeben. Glück. kich, wenn diese Perioden nur so lange dauern, datz die Erinnerung an das Glück derjenigen an das Uebcl das Gleichgewicht hält. Zur Neurezeluog öes hochjchulftuöiums. Studentenwünsche. Auf dem ersten deutschen Studententage, der soeben in Würz- bürg getagt hat, sind zur Frage der Neuregelung des Etudiiimt von dem Referenten, canck. csrn. Birnbaum-München. Leitsätze brr- gelegt worden, die als ein« bemerkenswerte Kundgebung im Kamps um Hochschulreform anzusehen sind. Sie sind frei von jeder Phrase; jeder Satz atmet durchaus praktischen Geist. Sie lauten: 1. Die Mitwirkung der Studentenschaft an der Gestaltung des Studiums liegt im Zeitpunkt der Neugestaltung bei den allgemeinen studentischen Vertretungen. Für die sackvche Durcharbeüung de? ganzen Gebiets empfiehlt sick engster Atischluß an die Dozentenschaft in gemeinsamen Kommissionen nach dem Muster de» Münchner Aktionsausschussci. Die dauernde Mitarbeit der Studentenschaft an der Studiengestaliung liegt zweckmäßiger- weise in den FalultätSauSschüssen.(Münchner Organisation?. versuch.) 2. Die Höhe der Vorbildung für da? wissenschaftliche Stu- dium darf nicht durch Minderung der sachlichen Anforderungen herabgeorückt werden; von der Neugcstalmi'g des MittclschulwescnS muh vielmehr ein« strengere Auswahl für die Zulassung zu den Hochschulen erwartet werden. Außerhalb der Regel sollten die Fakultäten die Möglichkeit haben, an Stelle formaler Allgemeinvor- bildung auch eine im Berus erworbene, ihnen nachgewiesene Sach- und Weltkenntnis als Vorbildung gelten zu lassen. 3. Praktische Berufsarbeit des Studenten während der Studienzeit darf nicht behindert werden wie im preußischen Disziplinarrecht, fei. dem ist aus pädagogischen Gründen seitens der Hochschulen zu erleichtern. 4. Seminarübungen und Praktika sollten ein« stärker bevorzugte Stellung im.Hockschulunterricht einnehmen wie im allgemeinen bisher. Tie große Vorlesung sollte mehr der syst?- matiscken oder de'' speztolifti'chen wissensckattlicken Darlegung für reifere Hörer vorbehalten bleiben. Ihr sollen Instruktionen über die Arbeitsmittel bei Faches und Hebungen zur Einführung in die theoretisch« Fragestellung vorausgehen. Ferner wären die bis» der Lebenüe meldet sich. Das„BerlinerTageblatt" hatte dieser Tag? den Genossen S t a m p f e r zu den journalistisch Toten geworfen. Wenigstens soweit Berlin in Betracht kommt. Es widmete ihm einen Nachruf und bedauerte, datz der„Vorwärts" kein Ab'chiedslvort für den verdienten Publizisten und Chef- redakteur übrig gehgbt hätte. Wir haben in unserer Antwort betont, daß zum Absch'ed- nehmen gar kein Anlaß vorliege, datz Stampfer nach seiner Erholung von den journalistischen Strapazen nach Berlin zurückkehren und datz dann daS„Berliner Tageblatt" wieder Gelegenheit erhalten würde, sich an dem Glanz der Stampfer» schon Feder und der Schönheit seines. Stils zu erfreuen. Nicht zuletzt in den Spalten des„Vorwärts". In einer Zuschrift an das„Berliner Tageblatt" bestä- tigt Genosse Stampfer diese Auffassung: Mein Rücktritt von der Ehesredaktion ist vollkommen freiwillig erfolgt und lediglich eine Rückwirkung der be- kannten sachlichen Meinungsverschiedenheiten in der Frage der Unterzeichnung des Friedensvertrages. Nachdem ich mit meinem Standpunkt in einer so wichtigen Frage in der Minderheit ge- blieben war, konnte ich nach meiner Auffassung nicht die Leitung eines Blattes behalten, das vor allem die offizielle Haltung der Partei zu vertreten bestimmt ist. Eines D r u ck c c., um mich in dieser Auffassung zu bestärken, bedurft« es nicht, er ist auch von keiner Seite geübt worden. Mein parteigenössisch-, kameradschaftliches Verhältnis zur„V o r w ä r t S"- R e- dattion und ihren WussiehtSinstanzen ist durch diese Vorzänge in keiner Weis« berührt. Das„Berliner Tageblatt" hatte behauptet, daß Stampfer den„Radikalen in der Partei als Sühneopfer dargebracht" worden fei. Wir haben das bestritten und Stampfer schließt sich uns an. Gleichwohl nennt das demokratische Blatt die Zuschrift Stampfers eine„Ergänzung" seiner aus der Lust gegriffenen Angaben. Danach liefert derjenige, der einem Schwätzer sagt, datz er geschwindelt habe, ihm lediglich eine„Ergänzun-a" s-->ner Per. dächttgungen._ Trennung von Schule rrnS Kirche In Srovnfthrvelg. Brauulchweig, 18. Juli. In der brattnscknveig ischen L a n d e L v e r s a m m l u n g wurde in namentlicher Ad- stimmuna mit 39 gegen 13 Stimmen laut Meldung der „Braiinschweigischen Landeszeitung" die völlige Trennung von Kirche und Schule beschlossen. Ein Antrag auf AuS- schalt ung des Religionsunterrichts in� den Schulen de? Freistaates Braunschweig wurde mit den Stim- inen der sozialistischen Parteien gleichfalls a n g e n o m in e n. herigen Seminarübungen und Praktika, die di« Verarbeitung großer Vorlosungen voraussetzen, durchgehend zu differenzieren: Unter- scheidung der erste» selbständigen Arbeitsversuch« im Proseminar und der großen Ceminorarbeit iToklor-Arbeit). ö. Tic wissenschaftliche,! I n st i t u t e dürfen dura, ihre praktischen Aufgaben den Lchrzielen der Hochschule und der theoretischen Zwccksetzung aller Forschung nicht entzogen werden. Ihre Arbcitömögkichkeiten sind für die Einführung deS Studenten in die praktische Arbeit in höherem Maße auszunutzen. 6. Die pädagogische Ausgestaltung der Seminare und Inst:. tute ist nur bei starker Vermehrung und systematischer Hebung der A s s i st e n t e n st e l l e n möglich.. Zeitweilige Heranziehung in anderweit«» Berufen tätiger Akademiker kann hier ausb-ljen. Verjüngung des Lebrkörpcrs ist auch durch Verbesserung der Edan- een der Tegentenlaufbahn zu erstreben: mehr besoldete Lehr. stelle« ohne Antastung de? unabhängigen Charakters der Privat- dozentur. Dozenten über<5S Jahre sind von Ordinariatsgeschäften (Prüfungen Uiw.) zu entbinden, ohne datz ibre weitere Lehobetäti- guna behindert werden darf. Eine Heranziehung der Studenten- schaft zur Mitwirkung bei wissenschaftlichen Berufungen bleibt gut-, gcscklossen. 7. Doktorprüfung und Staatsexamen sind voll- staitdig unabhängig von einander zu gestalten. Als Ausweis für da? praktische Leben ist die Tokiorprüfung durck einen anderen Ab- ickluß zu ersetzen lRationalökonomie) Mindestforderungen für die Doktorprüfungen sind für alle deutschen Universitäten einheitlich auf Initiative des ReickeS festzustellen. Ein Abbau de» Prüfungs- Wesens ist durch Ausgestaltung gemeinsamer Arbeit von Dozent und Student anzustreben; auch die Repetitorien können m Dienst dieftr Tendenz gestellt werden. Heranziehung der Nickt- orostmrü'n zum Prüsunosrecht..- �- 8- Tie kommende Hochschulreform, d�e die Unter» richtsbebörden vorbereiten, darf nicht vor Anhörung der Studentenschaft unmittelbar durch die entscheidenden Stelle» vor sich gehen.'__ Notizen. —- D i e nächst« R e i ck S p o st m a r k e soll vor dem Schick. sol d�r Nationalvcrsammlungsmarken gesickert werden. Ter Deut. ick« Werkbund teilt un? zur Frage der Gewmnung guter Entwürfe für die neue Reicksmarke mit: Ihre Bestimmung muß völlig be. kreit sein von bebördlick-bureaukratischem Uevergewickt und Ein- ftu-i!»- sie soll auf der Verantwortung der besten Künstler ruhen. D-x T-utscke Werkbund und andere künstlerische Bereinigung«» Vrhen dem ReickSpostministerium bestimmt formulierte Vorickim- kür den neuen Wettbewerb gemockt. deren Inhalt eine Sick«- rung der Auslese gegenüber de« Rtz-ssort» Beamtentum und semen Bnsprück«, ist. x h e a t e r. Tie Vereinmten Bühnen„Klein», Tbeater— Kleines SchauspiekhauSf wollen ,u Beginn der nächsten Spielzeit zum erstenmal in Te'tt'ckfand Gottfried Keller? Tramcn- tragment„T h e r e s e" unter Leitung van Dr. Aliman austuhr«"- Mar H o ch d o r k wird d-n Abend einleiten.— In der nächsten Spielzeit des Berliner Opernhauses wird PfttznerS.P urd Soidaten vertreten. Außerdem harten alle wer weilenden Militärmisiicncn der Entente Abordnungen entsandt. -,. � in dem der Sarg aufgebahrt war. bi» auf den a—!IV- war. Die religiöse Feier fand, da Manheim !v.ia,;5iL. Konfession ist. nach jüdischem RituS statt. Heute vor- ÜÜlvl» Leiche nach dem Anhalter Bahnhof üserführr rtc/rJ!.1" ba� k?11 nach Pari» wciierbesördcrt zu werden. ,..r nachmittag fand bei der Kriminalpolizei eine Gsgen- ?*,.J iwJ2. die den Vorfall zum Teil ganz mit ange- sefien bat-en. mit den vier Soldaten statt, die. aufgehetzt durch an. "* Friedrichstraße auf die beiden Franzosen bekunden, daß keiner dieser Soldaten mrl d-m Manne identisch ist. � den französischen Sergeanten aus der rt ticht erstochen hat Die Zeugen wiederholten ihre Aussagen. «bensc auch.�'�"ber das herausfordernde Benehmen der beiden Einzekheilen über da? provozierende Auftreten der Frcmzofen km Kaifer-Kaffee und in der Friedrichstraße machen. Wallen der Schleichhandelöpreise. Die„Vosüsche Zeitung" berichtet, daß in Berlin in Läden ge- brannter Kaffee schon für 6,66 M. das Pfund angeboten wird. Kakao mit 16 M., echter Tee mit 16 M. Aus München tverden fvlgende Stoisprcise für da» Meier je nach Breite und Güte gemeldet: Batist 11,56— 23 Mk., Voile 13,50—29,50 Mk., Kostümstoffe 18—27,50 M., Wäschestoffe 13,80 bis 17,50 M. Aus Halberstadt wird berichtet, daß eine Kaffeerösterei feinsten gebrannten Kaffee im Kleinhandel jetzt für 6,66 bis 16 Mk. das Pfund anbietet, während er bisher noch 24 Mk. kostete und vor drei Wochen noch 56 M. gefordert wurden. Garantiert reiner 24 v. H. fetthaltiger Kakao wird für Ende dieses Monats zum Rleinverkauf mit 8—16 Mk. daS Pfund angekündigt. Gegenwärtig werden noch 24 M für das Pfund verlangt, Deutscher ange- räucherter Speck ivird für 14— 15 M., amerikanischer Speck für 12—13 M, amerikanisches Schmalz für 14— 16 M. angeboten. Reu aufgetaucht sind in den Geschäften Harzer Käse. Der Preis für einen Käse in der Größe eines Fünfmarkstückes beträgt allerdings 45 Pf. Aus Bamberg hören wir, daß auf dem Lande der Hamster- verkehr fast vollständig aufgebort hat. Während vor noch nicht langer Zeit die Gegend von thüringischen Hamstern überflutet war, die 25— 86 M. für ein Pfund Butter zahlten, biete» die Bauern jetzt Ortsansässigen oder Wanderern ohne weiteres Butter für 6— 8 M. das Pfund an._ Die Gemeindesertretung als M.'mzensor. In der letzten Sitzung der Friedenauer Gemeindevertretung wurde eine von der demokratisäien Fraktion eingebracble Eni- sckiließiing angenommen, die flck mit den„Auiklärungsfilinen' be- schäftiat. DanoÄ wird der Geincindevorstond von Friedenau baldigst alle Inhaber der dortigen Lichtspielbühnen zu gemein- amer Erörterung znsanunenberusen, in der Absicht, eine bindende Eikläriing iäintlickier Unternehmer zu erzielen, wonach die sogen. „Auftlärungsfilme- oder ähnliche Produkte künftighin in Friedenau nicht mehr'zur Auiführung gelangen sollen. Kein„fröhlicher Tag"? Die„Freiheit" berichtet: Wir erhielten folgendes Telegramm: Berlin Lüttwitz 2176 18/7 1/50 n. Auf Grund des§ 11 des Preßgesetzes wird um Aufnahme fol- gcnder Berichtigung ersucht: Ter Artikel„Ein fröhlicher Tag" in der Abendausgabe vom 17. 7. der„Freiheit" beruht nicht auf Tatsache?!. Das Regime«? Oven weiß von keinem Fest, das am 27. 7. stattfinden soll, auck be- findet sich im Regiment kein Hauptmann Riemann, Leutnant Rütt- linger, noch Feldwebel Jahn, der die Einladung zu dem Fest unter- schrieben haben könnt«. Reichswehr minister NoSke ist ebenfalls an einem derartigen Fest völlig unbeteiligt. Oberkommando NoZte. Schade, wieder mal solch schöne Hctzgeschichte daneben gelungen. Störung im westliche»: Strastenbahnbetrieb. Heute vormittag zwischen 8 und 9 Uhr entstand im Berliner Westen eine Störung im Betriebs der elektrischen Straßenbahn. Die Bahnen lagen zum Teil gmiz still, zum Teil„schlichen" sie oie Stroßen hinunter. An den Haltestellen hatten sich überall Menschen angesammelt, unter denen besonders Avngfiliche die Stockung als den Beginn eines ncuen Streiks bezeichneten, Ter Grund der Unterbrechung des Fährbetriebes war eine maschinelle Störung in der Zentrale der Charlottenburger Elektrizitätswerke, die nach kurzer Zeit behoben wurde, so daß von 9 Uhr ab der Bcrkehr sich wieder glatt abwickelte. Da» Spielen mit der Ärfiutzioofft hat gestern wieder ein junges Menschenleben gefordert. In der Dieinmetzstrah« 58 spielte Der Fchtesierlehrling Fritz Bus« in Gegenwart seines Freundes des 16 Jcrhre alten Bauklehrling» Hugo TreSke, mit einer Parabellum- Pistole, zog dabei d-n Schlitten zurück und drückte die Warfe ab, Eine Kugel, die noch im Lauf stecklc. ging loS und traf den Bant- lehrling so schwer, daß er noch kurzer Zeit seinen Verletzungen erlag Tie Leiche eine« jungen Mädchens wurde gestern vor dem Grundstück Frivdrich-Karl-Ufcr auL dem Wasser gezogen. T'e Unbekannte ist etwa 18 bis 22 Jahre alt und trug ein dunkelblaues Jackett, fchwarz-weiß gestreifte Bluse und ebensolchen Reck, einen blauen Unterrock und schwarze Knöpfstiefel. Am rechten Fußgelenk hat sie eine Narbe, am linken eine erbsengroße Warze. Tie Leiche befindet sich im Schauhause. Ungenügende Kohlcnzufuhr. Im Monat Juni betrugen dt« Eingänge an HauSbrandbrikeitS im Gebiet des KMenverbandeS Groß-Berlin 191 737 Tonnen gegenüber einem rationierten Bedarf von 266 666 Tonnen, die fehlende Menge beträgt demnach 98263 Tonne«. Eine Aenberunz trn Lonntagödienst der Postämter tritt von morgen ab in Kraft. Zur Verbesserung der Sonntagsruhe im Postoicnstc werden die Schalterdienstftunden geändert und zwar werden die Schalter nur Noch am Vormittag gtzöisnet sein in der Zeit von 8— 9.45 Uhr, Dw bisherigen weiteren Dienststunöen von 12—1 fallen in Zukunft fort, Allerding? können auch außerhalb der oben angegebenen Dienststunden noch Einschreibbriefe gegen die besondere Annahmegebühr von 26 Pf, an den Sonniagen aus- geliefert werden. Im übrigen soll aber der Postdienst ruhen. Nur die Annahme von Telegrammen ist bis um 16 Uhr abends zulässig. «potheter, die aus sozialistischem Boden stehen, wolle» ihre Adresse an Aen, Mnj Rinarzewtki, Berlin, Reue Höchste, S4, einsenden, Im Zoo ist wieder Löwenrucht. Die beiden kleinen Löwcken, die flbriqe»? Tchie Geschwister und daher auch im Farbenton Deutlich der- schieben sind, haben sich jetzt so weil entwickelt, da« sie bei warmem Nclter aui dem Kaien gegenüber dem Raubtierhause sich tummeln dürfen, Eintritt während de» ganzen Tag« nur M) Pf, ebenso für das Aquarium, Kinder die Halste, Auf der Olympia-Rndronnvastn wird morgen, nachmittag« 4 llhr, die Meisterfchait von Berlin für Dauersahrer an-, gefahren. Für diese» Nennen find 25660 M. für Preise ausge'ctzt, der Sieger erhält ausserdem eine goldene Medaille. Für dieses sporllich große Nennen haben sich durch die Vorläufe tüns der dessen und schnellsten Tauerschrer berauZg, schalt. Ealdow, welcher m seinem Verlauf gewonnen hat und in seinem'Xraining sehr schnelle Runden mit Leichtigkeit suhr; Bauer, der Steger au« dein zweiten Borlauf welcher sämtliche BahnrekoidS schlug: Willig, welcher bisher last jede? Rennen gewonnen hat und den SportSsreunden durch seinen Tieg im.Stadion' im.Großen Preis non Berlin' noch in bester Er- inneriing ist: Krupkat und Techmer, welche beide am Sonntag ganz vor» ziigiich stihien. AtS 21/» Dauerrei nen wird der Fortuuapreis, welcher über M illloineler geht, und in welchem süns gute Fadrer sich gegenübcrsteben. wie Rittelbeck, Pawte. Kuschkow, Wrewerall und Schröter, welche sich in den Vorläuse» nicht plaeteren tonnten, sabren. ES finden auch noch vier Fliegerrennen statt, zu welchen u. a. Stab-,' Schräge, Dehlitz gemeldet find. Pie Rennen beginnen nachmittags Punkt 4 Uhr. Grosi-Berliner Lebensmittel. Britz. Nächste Woche aus Kroß-Berliner Lebensmittelkarte Abschn, 46 1 Pfd. Hnserstocken. Abschn. 65 260 Gr Hülscusruchtmehl, Abschn. 63 h.Psd. llieis: aus Karle jür Jugendliche Abschn. 42 ll, Pjd, Nährmittel; aus Karte für Krieg« de! chädigte Abschn. 4 1 Psd, Ret«: aus den Britzer Ausweis Abschn. LZ und gegen Vorlage einer Bczugobescheinizung für werdende Mütter ab 6, Monat Psd, Speck und 1 Pch, Zwieback: Abschn, 84 und gegen Vorlage der Kalte sür Jugendliche im 18, Lebensjahre'1, Psd. Speck und /, Psd, Zwieback; Abschn. 35 Psd. Sondcrzutemmg sür Kinder usw. Ohne Marken werden abgegeben: marinierte Schollen 1 Psd. 1,— M. Der Verlauf beginnt mit den Schlusznuimnern am Montag, dann weiter die Nummern 8761—2766 am Dienstag, 2696—1866 am Mittwoch, 1799—966 am Donnerstag, 899— 1 am Freitag, Stralau. Heute geiangen aus die Abichnitte 27 und 35 der Lebensmittelkarte 650 Gramm Honig(1,04 M). AblchlMt 6 200 Gramm ausländisches G.rstcnmehl(48 Ps j, Abschnitt 4t.'56�Wtzmm Graupen(22 Pf.), Abschnitt 43 125 Gramm NeiS(50 Ps.). Die AdWntte find bis Mittwoch dort abzugeben, wa die Entnahme der Waren beabsichtigt wird. Tegel. Aus Abschn, J 11 und K 12 der Einsuhrzusatzkarle je 250 Gr, auZländiiche« Weizenmehl. Abschn, 4t der Grog-Berliner Lebensmittelkarte 156 Gr. Graupen. Abschn. 49 250 Gr. Maismehl, Abschn. 56 660 Gr. Teig. waren,. Abichn. 67 500 Gr. lose Suppen. Abschn. 31 der SonderlebenSmiltel- lavle sür Kinder bis zu 7 Jahren j(4 P!d, Reis und 2 Päckchen Mllchsüfi- speise, Abschn. 6 der Sonderiebensmittelkarte für ältere Einwohner'I, Psd. Reis und 2 Päckchen Milchsützspeise oder 2 Päckchen Puddingpulver, Abschn. 89 der Eondeilebonsmitteikmte sür Jugendliche'ft Psd. Reis und 1 Päck- che» Wüchsüßspeise oder Puddingpulver. Skiederschönhaulen. Auf Abichnitt 44(Kinder bis zu 2 Jahretz) >/, Psd. Reis. Fär.Kinder, die nach dem 30. Juli 1915 geboren(ittd: 1 Taiel Schokolade oder 160 Gramm Kakao. Anmeldung bis 21. Jtti, Rathaus(Zimmer 10). Abschnitt 20(Kriegsbeschädigte) 2 mal Pfund Haseislecken; Abschnitt 56 500 Gramm Graupen: Abschnitt 149 1 Pfund Marmelade: Abschnitt 42 500 Gramm Küchenmehl. Lichterfcldr. Vom 21, bis 26, Juli aui Nr. 49 der LebcnSmittlelkarte 250 Giamm ausländisches Maismehl<1.45 M.) Ferner aus die Abschnitte V/ 8, C 9 und D 10 der Sinstrhr-Zusatztarte je 256 Gramm amerikamiches Mehl(von verschiedener Farbe), zusammen 756 Gramm amerikanisches Mehl(1.26 M.)_ Groß-Serline? Partemachrichten. Dir Mtlgltetzer der fungsozinlifttschrn Beretuignug iresfen sich Sonntag, den 26., morgens 8 Ute, am Swiesische» Bahnhof(Vorortbahn- steig) zum Ausflug nach Strausberg. Äbjahrt des Zuges 8". ?ugenöve?ansteltungen. Tie Abteilungslritertonfrreuz findet bereits heute im Juzeudheim, 81V 68 Lindenftr. 8. fialt. Gchöneverg. Heim RübenSssraße. Sonntag, 26. Juli: Nachmittags- willkommen. Spvrtpark Treptow. Morgen offizielle« Training der anwesenden Dauersahrer und Schrittmacher. Gelegentlich desselben werden einige Trainingsrinntn über.6 und 15 Kilometer geiabren. welche von Nowomik hinter Eaeger, Wurzel hinter Tbormann und JenSte hinter Büchner be- siritten werden. Der Beginn de« Trawiinjjt ist auf S Uhr nachmiltag» fest- gesetzt, Fronzofon Angaben swmacht hatten/ E« sind dies'alaubw irdiae'. altere, ehrbare dl« frei pon jetzem Ehauv mit mutz nähere i Siingkompt SlbmiralSpaloft. Am gestrigen Abend stegte Rltmann über Krech bereits nach 4,86 Minuten durch Hüstichwung mit Kopfgriff und Ludwig in 18 Minuten durch Armzug am Boden über Lechleitner. Kyriloss unterlag dann dem wieder sehr körperlis rwgenden Krowatzti nach 6 50 Min. durch Untergriff von hinten, während TtroiiiSttz insgesamt 66,16 Rtiimien ndhi;«• zu tu« hatte, um Neide auf die SchuUeru zu brmgeu durch Kopilchwung. GMeckKsAsbeMguns Generalverfammlung der Holzarbeiter. Auf der am Freitag abgehaltenen Generalversammlung dcS HoizarbeiterverbandeS(Zahlstelle Berlin) gab Siegle den Be- rickii vom Gewerkschaftskongreß. Er behauptete, da� auf dem Kon- gneß nichts vom revolutionären Sozialismus zu spüren gewesen sei. Der Redner sprach dann über die Zersplitterung der Arbeiter- schaft. die Kriegspolitit der Generalkommifsion mrd der S. P. Rätesvftvm, Diktatur und'Parlamentarismus. Bon den Tele- gierten der Holzarbeiter hal« nur einer gegen da« Vertrauens- Votum gestimmt. Der Redner ging-auf die ArbcitSHemeinschaft und das Rätesystem ein. Heber die praktische Arbeit des Gewerkschaftskongresses forach er nur so nebenbei. Rupper-t teilte mit. daß die U.-S.-P.-Arbeiterräte beschlossen haben, am Montag Arbeitsruhe eintreten zu lassen.— In der Tis- kussion wurde von den Rednern fast gar nicht auf den Geincrisajaft»- longreß eingegangen, sondern nur die Regierung und Roske au» gegriffen. Bei den Stichwahlen zum Hauptvorstand wurden Linbemann, SwirrttowSkh und Kunz?, zum Gauvorstand Dilhcrrdt, Harnisch und Hübner gewählt. Portiers, Afthrstrchlführe?, Heizer, Wächter und Haus- reinisier für Wohn-, Geschäfts- und Industriehäufer! Noch laugen, schwierigen Verhandlungen ist eS endlich gelungen, für obengenannte Gruppen einen Tarifvertrag, gültig ab 1. Juli 1919, mit dem Bunde der Berliner Grundbesitzer- vereine, Poststr. 14, abzuschließen. Eine Unternehmergruppe. der Verband der Berliner Geschäft?- und JndustriehauSbesitzer, Alle Jakob- st ruße 20—82, fühlte sich ttShcr noch nicht veranlaßt, den Tarif zu unterschreiben. Em Zeichen dafür, wie wenig Verständnis diesu Herren Arbeitgeber für die wirtschaftliche Notlage ihrer Angestellten haben. Die Anerkennung de» Tarife S auf der ganzen Linie darf jedoch an der noch bestehenden Rückst ciildigkett einzelner Unter» nehm er nicht scheitern. Wir fordern deshalb von allen Beruf«- kollagen, streng darauf zu achten, daß der Tarif in allen Häusern und Betrieben restlos bewilligt und anerkannt wird. Tl, Uhr bei Kaiijer, Gerichtszeitung. Tie Einladung für Einbrecher. Eine dielfach verbreitete Un- fitte der Hausfrauen hat es dem Arbeiter Wilhelm Höft sehr leicht gemacht, eine Wohnung fast vollständig auszuplündern. Sehr häufig wird die Beobachtung gemacht, daß Hausfrauen, die eine kleine Besorgung zu machen haben, wenn sie die Kinder aus der Schule zurückerwarten, an die Korridortür einen Zettel des Inhalts anheften!„Komme gleich wieder" oder ähnlich. Eine Frau St. hatte ebenfalls einen derartigen Zettel angeheftet und nach ihrer „sofortigen" Rückkehr die unangenehme Ueberraschung erlebt, daß der Angesagte inzwischen Wäsche und Kleidungsstücke sowie Schmuck- fachen im Gesamtwerts von iWOO M. entwendet hatte.— Höft wurde zu S Monaten Gefängnis verurteilt. öriefkaften üer Reüaktwn. M. Eine Zuriickcrstattung erfolgt nicht— TS. 3, 100. 1. 30 bis 40 Mater. 2. Nicht bekannt. 3. Nein.— H. F. 30. Wenden Sie sich an die Blichhandlung Vorwärts. Lindensti.3.— 3. 91. In ruifiicher, anscheinend unter der Herrscha't Kollschaks(also nicht in bolichewistilchcr). ~ Emil Ertel. Ihre Krankheit kann als Dicnslbeichädigung angesehen werden Zahlung einer Rcnie erfolgt nur, wenn nach ärztlichem Gutachten die Erwerdsbchindcrultg inehr als 10 Proz. ausmacht. Ein Antrag wäre entweder an den Truppenteil oder an das zu'temdigs Bezirlskommando zu richten.— G. 17. 1. Bon der Hinterlassenschast erbt der Vater V« und jeder der Brüder'(V 2. Erben sind die Frau und die Eltern. Beide erben zur Halste. Die IBirlschaftSgegenstände und die HochzeitSgeschenle erbt außerdem die Frau im Voraus.— L. Q. 11. 1. Erbanlprüche ver- jähren in 30 Jahnen.£. Nein.— Martendorf. Kriegsbinlerbliebenen- fürsorge, Poststr. 3, I.— gl. V. 64. 1. Darüber bestehen keine gesetzlichen Bestimmungen. 2. Wenn länger als ein Jahr verstrichen, find die Ge- schenke nicht mehr rücksorderbar. 3. Nein.— D. d>7. 1. Eine solche Mögllchkeii besteht nicht. 2. Endgültiger Abschlug. 3. Lmdenllr. 3, 1. Hos. Vcrantivortll» für Politik: Art»- zidi-t, Sharlotteubiirg, für den übrigen Teil des Blattes: Alfred Scholz. Neukölln; für Anzeigen: Theodor Slockc, Berlin. Vertag: Vorwarts-Vertag E. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts» Buchdruckcrei und Berlagsanstalt Paul Singer u. So. in Berlin. Lindenftr. S. Grundmann&. Kuhn Erste Berliner Spezlnllabrlk für Transportgeräte. Berlin SO 16, KOpenleker Str. 73 n. 1X8 9 IVollstn WüBn mimenhaus Bernhard Sdnvajh Echten Hanf Iüf Singvögel u. Papageien Piä. 4,90 Zirfeei'nusse tiir Papageien..... PW. 5,80 Gemisohtes Papageienfntter... Pili. 4.20 veFitällit�rjeOr.MHi.Eutxe.keFüliWanzleinzii'.!? ÜMZ- fHanos Verkauf im Fabrikmagazin N 31, Wattstr. 17/18. LlsktroAloiore Kupferdriihte und andere elektrische Materialien kauft* Blektromecbanik Zentrum Kurzefir. IS, Tel.: Älex. 4782. LkWffk Befreiung sof. Wer u. Geschlecht angeben. Auskunft umsonst. diskret. Iftargonal, Berlin, B-llc-Allianc-str. 32. 187/10« NZöbel-Angebot. Solide Möbeistrma lieferi Zpezial-SIn- u. 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