Nr. 196. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tllustr. Sonatags- Beilage Neue Welt" 10 Prg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. Oesterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste s für 1894 unter Nr. 6919. Norwärts 11. Ja hrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 24. August 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Sozialistischer Kongres in Spanien. Unser spanischer Korrespondent schreibt uns: Am 29. d. M. tritt in Madrid der vierte nationale Kongreß der spanischen Parteigenossen zusammen. Aus der Tagesordnung feien nur die wichtigsten Punkte hervorgehoben: Berichte des Nationalkomitees, des Delegirten auf dem internationalen Kongreß in Zürich und des sozialistischen Stadtraths von Bilbao; Ümgestaltung der allgemeinen Organisation; die sozialistische Presse Spaniens; Stellung zum nächsten internationalen Kongreß. Wie man sieht, handelt es sich eigentlich nur um Fragen rein formeller Natur. Man befaßt sich hier zu wenig mit dem Studium des Sozialismus und der denselben bedingenden Verhältnisse und findet teine strenge Grenze zwischen Sozialisten und bürgerlichen Republikanern. Der überaus große Mangel an tüchtigen rednerischen Kräften, die geringe Bedeutung der sozialistischen Presse und die ungenügenden Geldmittel erflären gewiß zum Theil den Umstand, daß die spanische Partei ziemlich bedeutungslos ist; aber der Hauptgrund dieser beklagens werthen Erscheinung liegt meiner Meinung nach abgesehen vor den ökonomischen Bedingungen, welche hier vielleicht etwas ungünstiger sind, als in anderen Ländern in der Indolenz und Indifferenz der arbeitenden Klassen, in der überaus großen Unluft, id in ernster Weise mit einer Sache zu befassen, in dem Mangel an Energie und Ausdauer der Parteigenossen und im nicht geringsten Theile an dem persönlichen Ehrgeiz einzelner, welche gern ihren Namen leuchten lassen möchten, ohne ihm eine innere Bedeutung geben zu können. Das letztere haben die Sozialisten mit allen bürgerlichen Parteien gemein und erregen daher oft Mißtrauen und Abneigung in ihren eigenen Reihen. Was die deutsche Sozialdemokratie so hoch gebracht hat, die straffe Disziplin in der Partei, das Solidaritätsgefühl und die Opferfreudigkeit ihrer Mitglieder, das fehlt hier vollständig. An einigen der diesjährigen Denkschrift des National- Komitees entnommenen Zahlen werde ich es nachzuweisen suchen. Der monatliche Mitgliedsbeitrag in der sozialistischen Ar. beiterpartei beträgt 8 Centimes. Im Jahre bezahlt also der Arbeiter, vorausgesetzt, daß er ununterbrochen arbeitet, neben einem Extrabeitrag von 50 Centimes 144 Centimes( 1,17 M.). Man joute glauben, daß dieser geringe Beitrag pünktlich oder doch nur mit geringer Verzögerung entrichtet werden tönnte. Jedoch ist dies nicht der Fall. Städte wie Madrid, Barcelona, Valencia, Malaga, Granada u. f. w. bleiben ihre Beiträge lange Zeit, manche von ihnen sogar mehr als ein Jahr schuldig; ihre Vereine dürften nach den Statuten eigentlich nicht mehr zur sozialistischen Arbeiterpartei gehören. Zieht man aus den gezahlten Beiträgen einen Schluß auf die Zahl der regelmäßig ihren Verpflichtungen nachfommenden Mitglieder, so gelangt man zu durchaus beflagenswerthen Resultaten. Für Madrid, Barcelona z. B. erCIT Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. " Diefer kurze Hinweis auf den statistischen Theil der diesjährigen Denkschrift des Nationalkomitees mag genügen, um den Lesern zu zeigen, daß von einem bedeutenden Umfange der sozialdemokratischen Bewegung in Spanien teine Rede sein kann, und daß die Partei in sich ziemlich schwach ist. Um so mehr Grund wäre jezt vorhanden, genau die Fragen zu untersuchen, welches die Ursachen dieser Erscheinung sind und wie denselben erfolgreich entgegengetreten werden kann. Man hätte diese Fragen in die Tagesordnung aufnehmen und dieselben schon monatelang den einzelnen Vereinen zur Diskussion empfehlen müssen. Es wäre dann jedenfalls reiches Material zusammengekommen, das die Arbeiten des Kongresses erleichtert haben würde und für die Weiterentwickelung der sozialistischen Partet in Spanien großen Nutzen gehabt hätte. geben sich die Zahlen 136 refp. 35. Für Barcelona, die erste 1892 auf 37 gestiegen und erreicht jetzt 42. Das lehte Jahr hat keinen Industriestadt Spaniens, ist es geradezu ein beschämendes Fortschritt zu verzeichnen, da die Zahl der Vereine am Resultat. Im allgemeinen scheint es um die kleineren Ort- 1. Januar 1893 schon 43 betrug. Die vorgelegten Rechnungen schaften besser zu fiehen; dagegen giebt es aber Städte von Be- lassen sogar auf einen geringen Rückgang schließen; jedoch ist deutung, welche noch keine sozialistische Arbeiterorganisation auf der Fortschritt von der Gründung her ein befriedigender. Die zuweisen haben, so u. a. Sevilla und Murcia. Will man Denkschrift beklagt sich ernstlich über die Apathie in den Reihen aus der Summe der in diesem Jahre eingelaufenen Mitglieds- der Parteigenossen und sucht diese aus dem allgemeinen Charakter beiträge einen allgemeinen Echluß ziehen, so bleibt die Durch der Spanier und aus den gegenwärtigen ökonomischen Verhälts schnittszahl der regelmäßig zahlenden Mitglieder unter 700. niffen zu erklären. Die Propaganda war eine ziemlich rege, und in Asturien, Gallizien in der Provinz Diese Zahl beansprucht natürlich keinen abfoluten Werth; aber besonders gesetzt den Fall, die Zahl der wirklichen Mitglieder fäme weit Malaga. Zweimal mischte sich das Nationalkomitee auf Arbeiterkategorien in betreffenden rein über genannte Zahl hinaus, so würde sich in dem Verhältniß Ansuchen der beider Zahlen ein Maßstab für die Beurtheilung des in der wirthschaftliche Kämpfe, so in den Bäckerstreik in Madrid spanischen Arbeiterpartei herrschenden Solidaritätsgefühls er- und in den Kampf der städtischen Arbeiter Madrids um geben. den Achtstundentag. Als ein moralischer Gewinn, wenn auch von geringer Bedeutung, ist der Umstand anzusehen, daß bürgerliche Elemente sich über die sozialistische Bewegung zu unterrichten suchen und schon in die sozialistischen Vereine eintreten; ein gleiches läßt sich auch von dem geistigen Proletariate" sagen. An den Wahlen zu öffentlichen Vertretungen hat die Partei ge= mäß dem Beschluß von Bilbao theilgenommen, überall, wo mög lich, eigene Kandidaten aufgestellt und es bei den letzten Wahlen zu den Kortes auf 7000 Stimmen gebracht, so daß gegen die vor letzte Wahl ein Zuwachs von 2000 Stimmen zu verzeichnen ist. Stets ist die Partei selbständig vorgegangen und hat keinen An Mit dem Ministerschluß an andere Parteien geduldet. präsidenten hielt das National- Komitee eine Konferenz ab, um genauen Aufschluß in bezug auf die Wählbarkeit zu Munisipal und Provinzialvertretungen zu erlangen. Es war nämlich ein GesetzAus den Abänderungsvorschlägen in bezug auf die allgemeine entwurf vorgelegt worden, nach welchem ein Arbeiter zu beiden Organisation sei nur etwas gesagt, da ich nach dem Kongreß Vertretungsförpern nicht gewählt werden könnte. Da aber dieser ausführlich auf dieselben zurückkommen werde. Der Mitglieds Entwurf nicht zur Berathung gekommen ist, so ist die Frage eine beitrag wird nicht mehr, wie bisher, auf die einzelnen Mit- schwebende geblieben und wird von dem National- Komitee weiter glieder bezogen, sondern die Vereine zahlen für 100 Mitglieder verfolgt werden. In dankenden Worten gedenkt die Denkschrift und darunter jährlich 10 Pesetas, einzelne Mitglieder 2 Pe- auch der deutschen sozialdemokratischen Partei, welche den spanisetas, wenn sie sich einem bestehenden Vereine nicht anschließen schen Genossen bei Gelegenheit der letzten Wahlen zu den Kortes tönnen. An jedem Orte ist nur ein Vercin an 500 M. überwiesen hat. Die finanzielle Lage der Parteikasse ist erkannt. Außer dem regelmäßigen Beitrage wird eine eine günstige, da sie mit einem Bestand von 1044,22 Pesetas ab= permanente Subskriptionsliste für Agitationskosten zc. aufgelegt. schließt. Die eingelaufenen Gelder betrugen einschließlich des Die nationalen Kongresse sollen von nun an alle drei Jahre statt- Kassenbestandes von 1892 6413,33 Pes., die Ausgaben in den finden, während sie bisher von zwei zu zwei Jahren abgehalten legten beiden Jahren 5369,11 Pes. Der Stand der Partei sei worden. Jeder Verein kann zu denselben einen oder mehrere darum ein günstiger und man tönne daher im allgemeinen mit Abgeordnete entfenden; es wird aber nach Zahl der vertretenen den Erfolgen der beiden letzten Jahre zufrieden sein. Stimmen beschlossen. Die Reisekosten 2c. der Delegirten werden von den Vereinen getragen, welche ihnen das Mandat übergeben haben, während sie früher aus der Nationalkaffe bestritten wurden. Die Untonen des Kongresses werden von dem Ortsverein aufgebracht, wo der Kongreß abgehalten wird. Aus dem allgememen Theile der Denkschrift mögen noch einige Punfte hervorgehoben werden. Im Jahre 1888 betrug die 3ahl der der Parter angehörenden Vereine 16, 1890 war die Zahlauf 23, " Diesem Optimismus fann ich mich, wie die Leser aus meinen obigen Ausführungen wissen, leider nicht anschließen. Strenge Disziplin und aufopferungsbereite Gegenseitigkeit werden auch hier, wie in anderen Ländern ihre Wirkung thun. Wünschen wir daher dem Kongresse von Madrid, daß alle seine Beschlüsse in diesem Sinne gefaßt werden mögen. Wären nur und erwartet alsdann die fürchterlichen Folgen." Was das Spiel endet sich mit Euch nicht gut." fönnte denn noch Schrecklicheres kommen, wenn Bechtram der Hornberger und Eppensteins Wolf zugegen, Ihr solltet verloren wäre?" flagte Else mit dumpfem Tone: Wir bald zahm werden!" murmelte Henne von Wiede grollend. sind so lange zusammen gegangen; über dreißig Jahre Gewiß die sauberen Gesellen, die gestern Nacht zu 121 jind's, haben Freud und Leid, Ehr' und Schmach getheilt Erlebach brannten, sengten und plünderten, wie gottund getragen. Wahnsinnig müßte ich werden, ginge cr vergessene Heiden?" fragte Dagobert wild entgegen:" Die von mir heim wie ein schimpflicher Verbrecher,.... und Missethäter entlaufen ihrem Galgen nicht. Jhr rettet aber noch einmal... wüßt' tch's im voraus, weder das Euren Herrn, wenn Ihr ohne Widerrede bekennt und her. böse Fräulein hier, noch Ihr, der Bruder, trügt Eure Köpfe ausgebt, wen Shr widerrechtlich zurück zu halten Luft bezeigt." ganz hinweg!" - Else schwieg noch unentschlossen; da drängte sich aus " Nicht wahr," fuhr sie, weichmüthiger denn je, fort, als Laßt uns gehen, mein Bruder," drang Wallrade in dem Haufen der Burgleute der Leuenberger vor, mit seiner Doring mit den Schlüsseln hinweggegangen war: nicht Dagobert, laß uns gehen. Höre nicht auf die Worte des gewohnten Frechheit gerüstet und seine Unverschämtheit wahr, Bechtram wird nicht sterben, da ich thue, was er Weibes. Komm." Alsobald, mein Fräulein," ant- gleichsam überbietend:" Thut nicht so pazzig, Neffe!" rief und Ihr verlangt. Nicht wahr, mein guter Herr! Ihr wortete Dagobert falt. Erlaubt mir, daß ich zuvor Frau er:" Auch den Heroldsrock sammt dem Herzen darunter Wie kann ich das, gute Frau?" Elsen auf das ernstlichste befrage, ob kein Gefangener mehr zerreißt mein Stahl, wenn's nöthig ist. Hier aber habt versprecht mir das?" fragte Dagobert, den die Erschütterung dieses männlichen in der Beste verborgen?" Else schüttelte schweigend mit Ihr ebenso wenig Recht, das Wort des Herrn zu führen, Weibes nicht unbewegt ließ: Unsere Herren zu Frankfurt niedergeschlagenem Blicke das Haupt. Reiner, teiner, als wir der Heimlichkeit bedürfen, um unser Recht darzu haben darüber zu richten, doch werden sie milde sein, denke mein Bruder," antwortete für sie, und ungeſtüm Wallrade. thun. Das Weib, das hier zurückbleiben muß, wird, und ich." Wallrade flog herbei, und umarmte den überraschten Komm, laß uns eilen!" Judessen hatte ein junger sogar will, ist meine Schwester, Eures Vaters Frau, die Dagobert wie den herzlichsten Freund. Willkommen, Knecht dem muthigen Dagobert zugeflüstert, er möge es er schändlich aus dem Hause hat gestoßen, er der Krämer, Bruder!" rief sie mit der Freundlichkeit einer Schlange: nicht glauben; es sei noch eine Frau im Schlosse verborgen. eine adelige Leuenbergerin. Schutz hat sie bei mir geWillkommen hier als Bote der Erlösung! Auf Dich habe Dagobert fragte unerschrocken nach der Versteckten. Wall- sucht, und bei Pest und rothem Hahn! ich will sie schirmen ich gehofft, auf Dich gebaut; von Dir meine Rache erwartet. rade, roth vor Born und Ungeduld, bestritt einstimmig mit wie der Vogt das Kloster. Eure Schwester nehmt immer Der Gatte dieses schändlichen Weibes, auf Else deutend, Elsen die Forderung des Bruders. Dagobert stellte den hin mit Euch; sie ist eine Here, die den Klügsten kirre ist gefangen, wie ich vernehme, und sein Tod ist unsere Leugnenden den Knecht gegenüber, nachdem er ihm Freiheit macht und hinterher verleumdet. Ihre Schlangenlist Berräther!" herrschten nun hätte mir fast das Leben gekostet. Fort mit ihr; aber Freiheit. Dank dem Himmel!"-" Ha!" fuhr Else, durch und Leben zugesichert. die boshafte Rede des Fräuleins gereizt, empor:" Wenn diesem Elsens Lippen entgegen, und auch Wallradens Munde Margarethe bleibt bei mir."-" Frau Margarethe hier?" ich das wüßte! wenn er sterben müßte, troß Eurer Los entfloh eine leise Verwünschung. fragte Dagobert staunend: Margarethe hier in Haft? " Was soll dieses verstockte Lügengewebe: fragte Tago. Wenn Euch Euer Leben lieb ist, gebt sie heraus." laffung! Erwürgen ließ ich Euch zur Stelle, und diesem Boten das Haupt abschlagen, als vorausgenommene Rache." bert, als sei er der Herr Neufalkensteins: Deukt Ihr mit Das Weib geht mich nichts au," erwiderte Else trogig: Der herbeigekommene Konrad Schwarz, sammt einigen mir und meinen gnädigen Herren ein frevelnd Spiel zu" Der Bruder hat Gewalt über die Schwester." Bauern, die in Neufaltensteins Kerker gesessen hatten, treiben? Bittert: Ihr möchtet es bereuen. Eine kleine Mann hat größere über sein Weib!" versetzte Dagobert: sammelten sich erschrocken um den furchtlojen Dagobert; Strecke von hier rastet ein Fähnlein gut Bewaffneter. Gebt sie heraus, die Hausfrau eines Altbürgers von Frankdenn sie hatten die in Wuth auflodernde Frau schon Glaubt Ihr denn, ich hätte mich allein in Euren Schlupf furt." tenner gelernt. Wallrade hielt sich zitternd an seinen Arm. winkel gewagt, daß Ihr meinem Begehren solch unvers Der Teufel hole Frankfurt, seine Bürger und alle Er machte sich aber ruhig los von der Falschen, und erschämten Widerstand leiftet? Heraus aus Tageslicht mit leichtfertige Waare, wie Wallrade ist!" fluchte der Leuenwiderte Frau Elsen:" Versucht's, mein Amt zu verlegen, der Unglücklichen, die Ihr verborgen haltet; heraus, oder beraer:" Neffe, reizt mich nicht. Meine arme Base ist schon " Der Politische teberlicht. Berlin, den 23. Auguft. Das Programm der Freifinnigen Volkspartei wird bei dem Mangel an Stoff, unter dem die Redaktionen leiden, recht eingehend besprochen. Uns erscheinen blos zwei Breßstimmen beachtensiverth. Die National- Zeitung" schreibt: Wir glauben, es bleibt überhaupt Alles beim Iten; einerlei, was in dem Entwurf steht und was in Eisenach noch hineingeschrieben werden mag die freisinnige Volkspartei" wird nach wie vor den Chor für die Politik des Herrn G. Richter machen. Und die kennt man so ausreichend, daß es wahrlich feines neuen Programms bedarf. " Die Kämpfer von 1849. Daß die badischen Sozial- nicht abgeschlossen und schon metde ie Hamburger worsens demokraten die Gräber der in Rastatt 1849 erschossenen Opfer halle", nach einem ihr zur Verfügung gestellten Privatbriefe vom der Standgerichte bekränzt haben, hat das Mißfallen sogenannter 19. Juli, daß ein Aufstand der sudanefischen Schußtruppe drohe. demokratischer Blätter, so der Neuen Badischen Landes- Beitung", Die Nordd. Allg. 3tg." bemerkt hierzu, daß nach den amtlichen, erregt. Dieselbe schreibt: am 22. d. M. eingetroffenen Berichten von den Sudanesen, erregt. Dieſelbe ſchreibt: Seit einigen Jahren macht auch die Sozialdemokratie viel welche an der Küste trog aller Verbote dem Branntweins Aufhebens daraus, daß sie alljährlich am Jahrestage des Er genuß nicht widerstehen können, in der Trunkenheit schießens der Freiheitskämpfer deren Gräber schmückt; dieser verschiedene Exzesse und Schlägereien verübt worden angebliche(!) Pietätsatt wird natürlich von den Genossen zu find. Die daraus entstandene Belästigung der Gingeborenen Propagandazwecken gehörig ausgenügt, während sie eigentlich hat den Gouverneur veranlaßt, die unverbesserlichsten Trunkendoch ganz genau wissen, daß jene Märtyrer deutscher Freiheit bolde und Rowdies heimzuschicken und den größeren Theil der mit den heutigen Anhängern des Zukunftsstaates absolut nichts Uebrigen auf den inneren Stationen zu verwenden, wo ihnen der gemein haben." Branntwein ohne Mühe entzogen werden kann. Es hat sich auch herausgestellt, daß die Sudanesen, die an ein trockenes Klima gewöhnt sind, das feuchte Klima in Kamerun schlecht ertragen und dauernd an Fieber leiden. Der Gouverneur hat deshalb schon jetzt eine Ergänzung der Schußtruppe durch westafrikanische " Hierzu bemerkt treffend die Schwäbische Tagwacht": Daß die Todten von 1849 nicht für den von Eugen Richter ist richtig. So wenig als wir selbst. " Die a mtlich e, Leipziger Zeitung", deren antisemitisch- erfundenen Zukunftsstaat" schwärmen würound das Söldlinge( Weys und Sierra- Leone- Leute) eintreten lassen." konservative Allüren bekannt sind, bringt die vernichtendste Kritik. Sie schreibt: " Der Entwurf ist, wie auch anderwärts üblich, so allgemein gehalten und unverbindlich, daß ihn so ziemlich Jeder mann, der nicht gerade Sozial ist oder Anarchist ist, unterschreiben kann. Ihn insbesondere für die Nationalliberalen annehmbar zu machen, ist ja auch der Entwurfsverfasser leicht erkennbare Absicht." Eine Volkspartei", der man dies nachsagen kann, der dies auch die Freunde, so die„ Vossische Zeitung" bestätigen, ist bei allen Volksfreunden gerichtet. Dem Koburger, dem Herzog Ernst, soll ein Denkmal gesetzt werden. Ihn, einen der unehrlichsten, hinterliftigsten und unzuverlässigsten Männer der Gegenwart, der die Schlachten, für die er den Ruhm eingeheimst, von anderen schlagen, die Bücher, die er als Verfasser gezeichnet hat, von anderen schreiben ließ, überschütten die Bennigsen und Miquel, OttomarLorenz und Tempelthen, die beiden Verfasser der Werte des Herzogs, Gneist und Marquardsen, und viele andere, unter denen auch der freisinnige Abgeordnete Beckh fich befindet, in einem Aufrufe zur Errichtung eines Dentmals mit Lobesausbrüchen, die an byzantinischer SpeichelLeckerei und Schweifwedelei nicht bald ihres Gleichen finden und ein Zeichen der Charakterlosigkeit unserer Bourgeoisie find. " " -G Aber die badische Erhebung von 1849 war etwas ganz anderes als das, wofür fie volksparteiliche und muß einmal gegenüber jenen Ignoranten konstatirt werden Die belgische Sozialdemokratische Partei hat durch freisinnige" Blätter häufig ausgeben. Sie war der letzte Waffen- die Befragung aller eingeschriebenen Parteimitglieder die In dieser Taktik bei den bevorstehenden Wahlen feststellen lassen. Die gang der deutschen Revolution mit der Reaktion. Erhebung fanden sich für den Augenblick des Kampfes Abstimmung ergab eine ganz knappe Majorität für ein Zualle Parteien zusammen, die an der Erhaltung der sammengehen mit den Radikalen. Ob dieses Bündniß verMärzerrungenschaften ein Interesse hatten. Liberale, Ron wirklicht wird, hängt von der Feststellung der Bedingungen ftitutionelle, rothe und blaue Republikaner, Sozialisten im Einzelnen ab. und Kommunisten trugen einmüthig die Waffen gegen die Preußen und gegen die Reichstruppen". Die Reichsverfassung von 1849 Dem größten Revolutionär, dem Protektor der mit ihrer monarchischen Spize diente einem Theil der Auf- englischen Republik, Oliver Cromwel, will die ändischen als Schild und Panier; vereinigt hatten sich die ver- englische Regierung ein Denkmal setzen. schiedenen Richtungen aber auf grund des von Amand Goegg verfaßten Offenburger Programms, welches für jene Zeit stem- Die italienische Regierung organisirt, wie der„ Frankf. lich weitgehend ist und das Organe des abgeblaßten Freisinns, Beitung" aus London geschrieben wird, zur Zeit eine Abtheiwie die Neue Badische Landes- Zeitung", auch heute noch schwer lung Geheimpolizisten in London, um die in der britischen Hauptschwerstadt italienischen 2, um die in lich zu dem ihrigen zu machen wagen würden. stadt befindlichen italienischen Anarchisten zu überwachen. KavaDie sozialistischen Elemente, die sich an dem Aufstande be- liere Sernicoli, welcher bisher die italienischen Detektivs theiligten, waren sehr zahlreich, namentlich bei den Freischaaren in Paris befehligte, hat sich zu dem Zwecke nach London und Bolkswehren, bei den Hanauer Turnern, dem Mannheimer begeben. Er hat sich mit den Behörden von Scotland Yard in Arbeiterbataillon, der Flüchtlingslegion 2c. Eine Anzahl von Verbindung gesetzt und denselben eine Liste der zur Zeit in Engs Männern, die später in der Sozialdemokratie bekannt wurden, land weilenden italienischen Anarchisten übergeben. Seit der befanden sich darunter, theilweise in hervorragenden Stellen. Beit, wo die französische und italienische Regierung energisch Ihre Anschauungen deckten sich damals schon mit den von gegen die Anarchisten einschreitet, sind sie in Massen an die gaftMarx und Engels im Kommunistischen Manifest) aus- lichen Gestade Großbritanniens gekommen. Man sagt, daß die gesprochenen Grundsägen, die als das Fundament des wissen- anarchistischen Ankömmlinge in den letzten Wochen nach Hunderten schaftlichen Sozialismus zu betrachten sind. Hier sind zu nennen zählen. Johann Philipp Becker, unser braver Parteigenosse, der damals Sozialpolitische Gesetze kündigt das Ministerium die sämmtlichen Volkswehren befehligte und dessen Tapferkeit und Crispi an. Viel gutes wird dabei nicht herauskommen. In mehreren Handelskammer- Berichten für 1893 wird die militärisches Talent auch vom Feinde anerkannt wurde; Willich, Errichtung von Arbeitsämtern empfohlen, die unter Zu- der spätere nordamerikanische General, der ein Freikorps beBulgarisches. Aus Philippopel wird telegraphirt: ziehung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern alle Verhältnisse fehligte; er ging später zu einem utopistischen Sozialismus über In ganz Ost- Rumelien herrscht eine sehr erregte Stimmung. der arbeitenden Bevölkerung flarzustellen und auch die Ber- und hoffte Alles von Verschwörungen im Gegensatz zu der offenen Die Anhänger Stambulow's befinden sich den Regierungsmittelung eines Arbeitsnachweises zu bewirken Taktik der Internationale. Als Adjutant Willich's fungirte unser freunden gegenüber in überwiegender Majorität; fte beabsichtigen, haben würden. Wie die" Bossische Zeitung" erfährt, bekannter Barteigenosse Friedrich Engels; Liebknecht und Bern- fich bei den Wahlen mit den Rafinoten" zu vereinigen. Bei steht die Reichsverwaltung diesem Gedanken wohlwollend hard Becker, der bekannte Nachfolger Lassalle's im Präsidium des einem der blutigen Zusammenstöße, die zwischen den beiden gegenüber und es haben bereits vor einiger Zeit Erwägungen Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, dienten im Mannheimer Parteien noch immer fortdauern, wurde ein junger Mann Darüber stattgefunden, ob die Regelung des Arbeitsnachweisungs- Arbeiter- Bataillon; Moll aus Köln, ein bekanntes Mit- getödtet; mehrere Personen trugen Verlegungen davon. Zahlwesens unter staatlicher Förderung den Interessenten glied des Kommunisten Bundes, fiel in einem Gefecht im reiche Verhaftungen sind vorgenommen worden. Das Militär überlassen bleiben oder behördlich organisirt werden solle, ob die Murgthal. May Dortu und Friedrich Neff, die in Freiburg befindet sich stets in Bereitschaft. Unter den obwaltenden UmOrganisation durch das Reich oder die Bundesstaaten, durch erschossen wurden, waren Sozialdemokraten, beide mit Liebknecht ständen sieht man überall den Abgeordnetenwahlen mit großer Gesetz oder reglementarische Bestimmungen, für den gesammten eng befreundet; Sozialdemokrat war auch der in Mannheim er- Besorgniß entgegen. Arbeitsmarkt einheitlich oder für einzelne Berufszweige, zentra- schoffene G. A. v. Trüßschler. Der junge Schlöffel, der in der Japanisch- chinesischer Krieg. Nach Meldungen, listisch oder dezentralistisch zu bewirken sei. Schlacht von Waghäusel siel, war gleichfalls entschiedener Sozialdemokrat, wie seine sozialdemokratische Agitation unter den welche aus Shanghai und zwar von chinesischer Seite Berliner Arbeitern beweist. Amand Goegg, der Finanz- kommen, sollen an den Schlachten am Freitag und Sonnminister der revolutionären Regierung, gehört heute der abend je 25 000 Mann theilgenommen haben. Die chineer ist es, der zuerst die Frage fischen Geschwader des Nordens, des Südens und des Sozialdemokratie an; eines Denkmals für die Opfer für die Opfer von Rastatt angeregt Centrums erhielten Befehl, sich im Golf von Pe- Tschi- li zu hat. Es fönnte noch eine ganze Reihe ganze Reihe von Namen Konzentriren. Der japanische Adel hat die Regierungsgenannt werden, deren Träger an der Revolution betheiligt Anleihe von 50 Millionen Dollars voll gezeichnet. waren und später wieder in der sozialdemokratischen Bewegung erschienen sind. Auch das erste größere Wert über die badische Revolution, von J. Ph. Becker und Chr. Effelen 1849 herausgegeben, ist ganz in sozialistischem Sinne geschriebca. Arbeitsämter. Die folgende Notiz geht durch di gesammte Presse: Man kann überzeugt sein, daß die Reichsregierung sich mit der Durchführung dieser Pläne nicht übereilen wird. Es charakterisirt die bürgerliche Presse, daß kein einziges Blatt daran erinnert, daß die sozialdemokratische Partei vor ca. 10 Jahren schon im Reichstage die gesetzliche Regelung des Arbeitsnachweises und die Errichtung von Arbeitsämtern beantragt hatte. Der Boykott folgung auf grund der§§ 128 und 129 find, stellen sich Daß das Ziel der Gesammterhebung ein anderes war, als als Erpressungsversuch vor dem Dresdner Landgericht. fratie, welche eine der Hauptforderungen jener Zeit, die Voltsin der badischen Erhebung auch Männer thätig, deren Gesinnungen Dresden, den 22. August 1894. bewaffnung, gar nicht mehr zu vertreten wagen. Gewiß waren Die Verhandlungen, die um 9 Uhr beginnen, werden von nachher dem Programm der Boltspartei von 1868 sich anpaßten. dem Landgerichtsdirektor Göhler geleitet. Als Beisiger fungiren Aber berechtigt denn dieser Umstand den blaffen Mannheimer die Gerichtsräthe Höfer und Sucharek, der Landrichter Kroker Freifiun, die Sozialdemokratie von den Rastatter Gräbern wegdrängen zu wollen, die doch so viele tapfere Kämpfer zu der Erbebung gestellt hat? Ms Geheimbünde, die sich der Unterstützung der deutschen Regierungen erfreuen und sicher vor jeder Verbie wirthschaftlichen Kartelle in Deutschland dar, über die das der heutigen Sozialdemokratie, ist tlar. Es war aber der Verein für Sozialpolitik soeben eine umfangreiche, von auch ein anderes als das des heutigen Freisinns und jener Demouns demnächst zu würdigende Arbeit herausgegeben hat. Sie find auf's eifrigste bemüht, ihre Statuten, Organi sationen, Taktik, Geschäftsgebahren und Geschäftsergebnisse zu verheimlichen, wie Professor Schmoller, der Vorsitzende des Vereins für Sozialpolitik und Herausgeber des Bandes soeben konstatirt hat. Nun sind aber diese Verbindungen für die heutige Wirthschaftsordnung gefährlicher als alle Geheimbünde, deren Mitglieder und geheime Obere" von deutschen Gerichten zu schweren Strafen verknackt wurden. Freilich, die geheimen Oberen der Kartelle sind Millionäre und die von den deutschen Gerichten Verurtheilten Proletarie r. Dies erklärt alles. Kamerun wird zum Schmerzenskind unserer Kolonialpolitit. Noch ist das Verfahren über unsere Leistungen *) Rommunisten nannten sich die damaligen Sozialdemokraten zum Unterschied von den Bourgeois- Sozialisten. " " " Eher und der Assessor Dr. Böhmert. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Scheele. Die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Gustav Hofmann aus Leipzig. Als Zeugen sind geladen der BrauereiDirektor Bier, der Rechtsanwalt Gerlach und drei Vorstandsmitglieder des sozialdemokratischen Vereins: der Tischler Donath, der Schloffer Harzbecker und der Kohlenhändler Sommer. Nach Feststellung der Persönlichkeit der Angeklagten prüft der Vorsigende den Inhalt einer Postkarte, die an den Angeflagten Findeisen, während er sich in Untersuchungshaft " von Gurer Schwester ins Grab geärgert worden. Meine bezahlte ich mit meinem Golde, und Euch, mein kühner wartet, machten auf die Burgleute den Eindruck wie Posaunen Schwester soll nicht zu Grunde gehen in Euren buhlerischen Degen, biete ich Vergeltung im ehrlichen Zweikampfe, damit des letzten Gerichts. Armen, denn nur für Euch gedenkt Ihr sie heimzu- mein Schild rein werde von der bösen That. Jeho aber Ihr bringt uns alle auf das Blutgerüste!" brüllte führen!" " Verdammter Hund!" brach Dagobert los entscheidet rasch das Schicksal dieser Allen und nehmt sie Doring dem erstarrenden Leuenberger zu: Der Bursche und griff nach dem Schwerte. Die Schaar von Taugenichtsen fort mit Euch." Dagobert antwortete ihm nicht, sondern hat nicht gelogen. Draußen liegen die Helfer, und gerieth in Bewegung; Veit zog seine Klinge blank und heftete den Blick auf Margarethen, die wie eine ergebene wir sind verloren, ein schnell überwundenes Häuflein. Laßt Frau Else schrie Beter. Mord und Tod!" rief sie wild: Dulderin dastand mit gerötheter Wange und fliegendem das Weibsbild ziehen und rettet Eure Haut!" Beit ließ seht, wie der Herold selbst sein Recht verletzt. Thor zu! Busen.-Den will ich sehen, der mir die Schwester es geschehen, daß Montfort die frohlockende Margarethe an Brücke auf! Geht dem Frankfurter Wichte zu Leibe!"- raubt; sprach Veit frech und kühn; ihr eigener Dagobert übergab, und Else weigerte sich eben so wenig, Da Veit seine aufmahnende Stimme mit der ihrigen ver- Wille ist, zu bleiben." Wie, ehrsame Fran?" fragte die Wiedereröffnung des Thores zu befehlen. Die Geeinte, schickten sich die Knechte willig an, Folge zu leisten. Dagobert staunend: Spricht der Mensch die Wahrheit?" fangenen zogen aus, und Wallrade fühlte die Demüthigung, Einer der entfernt Stehenden langte die Armbrust vom Der Wille, recht zu handeln," entgegnete Diether's sehen zu müssen, wie Dagobert Margarethen auf sein Pferd Haken und zielte auf den in den Sattel gesprungenen Jüng- Gattin, hat mich aus meines Herrn Hause geführt und hob, und dasselbe am Zügel führend, neben herging, ohne ling, um welchen sich das Häuflein der wehrlosen Gefange- in dieser Lente Hand gegeben. Ich befürchte jedoch, ich einen Blick, ohne ein Wort ihr, der Heuchlerin, zu schenken. nen drängte, das von ihm Rettung und Befreiung er darf nimmer wiederkehren zu meinem Herrn, und eh' ich Frau Else sant, in ohnmächtigem Grimm und wartete. Der heimtückische Schüße fehlte jedoch sein Ziel, der unverdienten Schande mich überlasse banger Ahnung vergehend, trostlos am offnen Thore nieder, da ein schnell Herbeikommender ihm mit aller Gewalt die wolltet Ihr dem Straßenräuber folgen?" fragte Dagobert den Abziehenden nach starrend, und ein Gebet für ihren Gatten Waffe aus der Hand schlug; Schurke!" rief er:" Hüte ernst: Mutter, das sprach nicht Euer guter Wille, und versuchend; der Leuenberger rannte im Hofe wie ein hinterDich vor Meuchelmord, und Ihr, Frau Else, gedenkt Eures um den bösen Geist zu bannen, schwör' ich's Euch, Ihr gangener Teufel auf und nieder; die Knechte glogten unHerrn nnd seines Schicksals, das auf der Spitze einer werdet offene Arme in Eurem Hause finden."-" Daun, muthig und leise fluchend dem Zuge nach, und fandten, da Nadel wirbelt. Kommt herzu, ehrfame Frau," setzte der ja dann..." lispelte Margarethe überrascht und zögernd. derselbe schon ferne war, noch einige Bolzen und Steine Mann bei, indem er ein bekümmertes Weib in die Mitte Nichts dann! nimmer dann!" fiel Beit brausend und hinterdrein, die jedoch ihr Ziel nicht erreichten. Wir ber empörten Streiter leitete: Stiftet Ihr den Frieden, tobend ein:" Best und rother Hahn! Eine Leuenbergerin sehen uns wieder," hatte Montfort beim Scheiden zu Dagound endigt durch Euren Ausspruch diesen Auftritt, der dem wieder zurückzukehren zu dem Ellenprinzen, gleichsam wie in bert gesagt: und dann stehe ich Euch Rede!- Wallrade Rajenden hier nur Gefahr bringen würde, und den ich Sack und Asche? Des Todes ist der Bube, wenn er nur Deine hatte ihm einen vernichtenden Giftblick zugeworfen und ferner nimmer ansehen kann."-Graf von Montfort!" Fingerspigen berührt, wankelmüthige Grete!"-" Der Leuen- schritt verdrossen neben Dagobert hin. In kleiner Entrief Dagobert mit düsterm Blicke, wie kommt Frau Mar- berger hat Recht," schrie Else dazwischen; und ich bin die fernung kamen den Befreiten Vollbrecht und der Trompeter garethe zu Gurem Schutz? Ich bekenne, daß Ihr Euch Herrin auf Neufalkenstein, und ehre wohl den Herold der entgegen und jubelten, Dagobert gesund und unversehit der Weiber unsers Hauses allzusehr annehmt, wenn Bech- Stadt Frankfurt, aber den ungeschliffenen Gast, der in wieder zu erblicken. Wahrlich," sprach der Knecht, wir tram wahrsprach, als er Euch den Stifter des Raubes an meines Hauses Rechte greift, laß ich ins Verließ werfen. hatten Angst, da die Zeit verrann und Ihr nicht wieder dieser hier" auf Wallrade zeigend- nannte." Thor zu! Brücke auf, sage ich noch einmal!" Nun eilten fehrtet. Und als nun vollends die Brücke aufflog, glaubten Wahr sprach er!" fiel Wallrade giftig ein: dieser unedle die Knechte, den Befehl zu vollziehen; Montfort fprang wir Euch hingemezelt und sprengten fort. Doch, kaum an Rittersmann befahl den Frauenraub, und kam selbst, an jedoch zwischen Veit, welcher Margarethen mit fich fort jenes Tannengehege gelangt, ersehen wir eine Schaar von meiner Qual sich zu weiden, und mich mit seinen unziem- reißen und Dagobert, der wüthend wie ein Löwe unter das Gerüsteten, die eilig heranziehen. Der Trompeter bläst, lichen Wünschen zu verfolgen."" Das letztere ist Lüge," Gefindel sprengen wollte. Weib!" rief er der zornrothen das Hifthorn des Führers antwortet, und ein Reiter versetzte Montfort:„ das erstere leugne ich nicht und be- Elfe zu, die soeben dem verrätherischen Knecht den Strang voran, schwingt im Sonnenstrahl die Lanze. Frankfurter rene, daß ich, von der Leidenschaft des Haffes und der zum Lohne verhieß, Weib! Du selbst bringst Deinen Mann find's, und, trüge ich mich nicht, an ihrer Spitze der Edels Rache geblendet, unedel an der Nichtswürdigen handeln unter das Beil des Henkers!" und in demselben Augenblick Enecht, mein ehemaliger Herr."- Die Söldner tamen so konnte, und in Gemeinschaft treten mit dem räuberischen ließen sich schmetternde Trompetenstöße vor der Burg ver- eben heran, und der Hülshofener in eigener Gestalt sprang Bechtram, dessen Schandgewerbe mir erst flar wurde, da nehmen, die von einigen Hörnern in der Ferne beantwortet vom Gaule und fiel seinem Freunde um den Hals. ich in das Innere seiner Wohnung trat. Seinen Dienst wurden. Diese kriegerischen Töne, Dagobert selbst uner( Fortsetzung folgt.) " Rechtsanwalt Hofmann: Die Karte ist vorläufig gericht lich nicht beschlagnahmt. Ich stelle außerdem aus den Aften fest, daß dem Angeklagten nichts über den Eingang der Karte mitgetheilt worden ist. Borsigender: Das weiß ich nicht. Ich werde den Staatsanwalt fragen, ob er Bedenten gegen die Mittheilung der Karte hat. Der Staatsanwalt hat Bedenken. Der Vorsitzende übergiebt dem Vertheidiger die Karte zur persönlichen Infor mation, will aber nicht dulden, daß er dem Angeklagten Find eifen die Karte vorliest. Rechtsanwalt Hofmann: Ich stelle nunmehr formell den Antrag, daß mir die Karte zum Zweck der Mittheilung an die Angeklagten überlassen wird. Ich mache hiervon die Führung der Vertheidigung abhängig. Der Gerichtshof beschließt, die Karte bedingungslos dem Vertheidiger zu übergeben. Damit ist der Zwischenfall erledigt. = = " Parteinachrichten. Parteikonferenz. Für West- Westfalen und das Verbreitungsgebiet der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter Beitung" findet am 15. und 16. September in Unna bei Herrn Adrion ein Parteitag statt. In Bochum, das vom letzten Rongreffe bestimmt war, fand fich fein geeigneter Saal. Anträge aus den Wahlkreisen find baldigst an das Agitationskomitee einzusenden. Vorläufige Tagesordnung: Bericht der Genossen Lehmann und Lütgenau über die Thätigkeit des Agitationskomitees; fünftige Agitation; Presse; Referat des Genossen Iserloh Lüdenscheid über die Stellung unserer Partei zur Religion; Referate der Genossen Lehmann und Bunte über unser Verhältniß zur Gewerkschaftsbewegung und zu den Konsumvereinen; Geschäftliches. $ befand, gerichtet, ihm aber nicht ausgeliefert worden ist. Der I Gegen die Bereidigung des nächsten Zeugen, Tischler| schaffen wollen. Im zweiten Sage des Briefes vom 22. April Borsitzende hat Bedenken, dem Angeklagten die Karte zu über Donath, erhebt der Wertheidiger Widerspruch. Donath sei, werde ausdrücklich von der Brauerei gefordert, daß den Brauern geben, da sie nicht nur Beleidigungen des Gerichtshofes enthalte, so wie die Angeklagten, Vorstandsmitglied des fozialdemokra- bei tünftigen Organisationsbestrebungen teine Schwierigkeiten in fondern auch Andeutungen über den Prozeß. tischen Vereins. Die Anklagebehörde müsse ihn also auch in den Weg gelegt werden sollen. Es sei daher bedenklich, anden Verdacht haben, daß er hinter dem Boykott und hinter zunehmen, die Angeklagten hätten den Vermögensvortheil, der der Erpreffung stede. Hätten doch die ersten Bernehmungen auf ben Brauern aus der Wiedereinstellung erwachsen wäre, in erster den Nachweis abgezielt, daß die Gesammtleitung der sosial- Linie im Auge gehabt. Vielleicht müsse angenommen werden, demokratischen Partei Dresdens nicht nur hinter dem Boykott, daß es sich für sie in erster Linie um die Erhaltung des sondern auch hinter der Erpressung zu suchen sei. Danach Organisationsrechtes der Arbeiter gehandelt habe. Die Ereignisse müsse also der Zeuge Donath der Mitthäterschaft verdächtig er feien Schlag auf Schlag gefolgt und eine Motivirung der scheinen.. Arbeiterentlaffung nicht gegeben worden. Wenn daher auch die Der Gerichtshof beschließt, die Vereidigung vorzunehmen. Annahme der Angeklagten, daß die Entlassung wegen der ZuSchließlich wird jedoch auf die Vernehmung dieses und der gehörigkeit der Brauer zur Organisation erfolgt wäre, unzuweiteren beiden Beugen verzichtet, weil sie nur Unwesentliches zu treffend gewesen sein mag, so tonnten sie doch diese Annahmen befunden haben. Die Beweisaufnahme ist damit geschloffen. immerhin machen. Darum hatte die Freisprechung zu erfolgen Staatsanwalt Scheele giebt zunächst eine Darstellung und die Kosten der Staatstaffe aufzuerlegen. Die Angeklagten der thatsächlichen Momente, die die Verhandlung ergeben wurden sofort entlassen und von ihren draußen harrenden Anhat. Die Angeklagten feien als Vertreter ihrer Partei auf- gehörigen und Genossen jubelnd empfangen. getreten. Sie haben jeden wesentlichen Schritt zu fammen berathen, also auch das Ultimatum, den kritischen Die Vernehmung der Angeklagten ergiebt, daß sich beide für Brief vom 22. April. Das habe Findeisen auch bei der ersten unschuldig erklären. Die Stelle im Briefe von den Folgen, die Vernehmung zugegeben, wenn er es auch später widerrufen habe. fich der Direktor selber zuzuschreiben haben werde," sei nichts als Die rechtliche Seite der Angelegenheit stellt der Staatsanwalt eine allgemeine Redensart. Die Entwicklung der Boykott- hierauf folgendermaßen dar: Nach meiner Auffassung haben die angelegenheit wird im allgemeinen so, wie die Anklage fie dar- Angeklagten eine Erpreffung zu begehen versucht, nicht weil sie legt, festgestellt. Die Angeklagten hatten bei den Verhandlungen die Urheber eines Boykotts überhaupt waren, sondern weil sie mit den Leitern der Waldschlößchenbrauerei wegen Ueberlassung aus dem vorhandenen Bontott Kapital zu schlagen suchten. des Parkes zur Maifeier den Eindruck, daß sie blos hingezogen Sicherlich war bei ihnen die Absicht vorhanden, den entlassenen werden sollten und daß der Park nicht zu haben sei. Der Boykott Arbeitern einen rechtswidrigen Vermögensvortheil zu verschaffen, über die Brauerei wurde durch einen Aufruf in der„ Sächsischen denn diefe hätten auf ihre Wiederanstellung fein flagbares Recht Arbeiter Zeitung" verhängt, dem beide Angeklagten nach ihrer und die Wiederanstellung hätte in ganz erheblichem Maße ihre Aussage fernstehen. Der verantwortliche Redakteur der Säch- petuniäre Lage verbessert. Erhielten sie doch von der Parteifischen Arbeiter Beitung", der sich als Verfasser des Aufrufs be leitung nur eine mäßige Unterstügung. Im Wege der Drohung kannt hatte, ist auch wegen groben Unfugs" zu sechs haben die Angeklagten den rechtswidrigen Vermögensvortheil zu Wochen Haft verurtheilt worden. Beide Angeklagten erzwingen gesucht, denn durch die Erklärung, daß der Boykott behaupten, daß sie nur zur Beschaffung des Lokals von der fortdauern würde, wenn die Wiedereinstellung nicht erfolge, ftellten Partei beauftragt worden seien und daß die Aufhebung des fie der Brauereileitung ein schweres wirthschaftliches Uebel in Boykotts gar nicht in ihrer Hand gelegen habe. Die Einstellung Aussicht und übten so einen psychologischen Zwang auf sie aus. der entlaffenen Brauereiarbeiter sei zwar gefordert, aber nicht durch Der Schlußpassus im fritischen Briefe ist teine Redensart, sondern eine erprefferiſche Drohung zu erzwingen versucht worden. Der war sehr ernst gemeint. Wohl wird mir entgegengehalten werden, Angeklagte Findeisen bestreitet entschieden, an der Abfaffung des daß von einer Drohung nicht gesprochen werden tönne, weil es von Eichhorn am 22. April an den Direktor Bier gerichteten sich im vorliegenden Falle um reine Unterhandlungen zwischen Briefes, in deffen Schlußsatz die Drohung erblickt wird, be- zwei Parteien handle. Aber auch bei gegenseitigen Unterhandtheiligt gewesen zu fein oder ihn vor der Absendung gelesen zu lungen darf nach meiner Auffassung feiner der Unterhandelnden haben. Erst später habe ihm Eichhorn Mittheilung über den einen psychologischen Druck auf den Gegner ausüben, um Forde Von der Agitation. In Bramsche bei Osnabrück fand Brief gemacht. rungen durchzusetzen, zu denen er fein Recht. Wenn in dieser am 12. Auguft eine gut besuchte Versammlung statt, in welcher Hierauf beginnt die Zeugenvernehmung. Direktor Bier Art Vorgehen eine Strafthat nicht erblickt würde, so wäre die Genosse Schrader über die wirthschaftliche und politische Lage berichtet auf Befragen des Vorsitzenden über die Verhand- Konsequenz für fünftige Fälle, daß es blos der Verhängung des referirte. In der Versammlung wurde unter anderm beschlossen, Iungen mit den Angeklagten, die als Vertreter der Arbeiter Boykotts bedarf, um den Boykottirten zur Gewährung rechts- beim Magiftrat die Errichtung eines Gewerbegerichts zu beanDresdens aufgetreten feien. Die Entlassung der Brauer widriger Vermögensvortheile zu zwingen. Aus dieser Auffassung tragen. Ein diesbezüglicher Antrag ist bereits dem Magiftrat sei nothwendig geworden, weil erstens In die Mälzerei heraus beantrage ich, die Angeklagten der versuchten Erpressung im Anschlusse an den obigen Beschluß unterbreitet. wie immer im Frühjahr habe eingestellt werden müssen schuldig zu sprechen. Osnabrück sprach am 9. August Genosse Grenz aus Chemnitz und er zweitens eine neue Kühlanlage habe bauen müssen, Rechtsanwalt Hofmann: Ich bin dem Herrn Staats- über die politischen und wirthschaftlichen Kämpfe der Arbeiter. eine Arbeit, die 33 Tage gedauert habe. Zum Nachtheil anwalt dankbar für seine Rede. Besonders interessant war mir In einer unter freiem Himmel in Altenhilgen bei des Geschäfts habe er die Entlassung der Arbeiter aufgeschoben, ihr Schlußpaffus. Da betonte er nachdrücklich, daß, wenn das Burscheid abgehaltenen Versammlung sprach am vergangenen weil die Verhandlungen mit den sozialdemokratischen Führern Gericht hier nicht versuchte Erpressung annehme, es fünftig blo3 Sonntag Nachmittag der Reichstags- Abgeordnete Schumacher aus schwebten. Als der Boykott verhängt war, habe er die Ents der Verhängung des Boykotts bedürfe, um für die Arbeiter Solingen über die verflossene Reichstags- Session". Die Ver laffung von Arbeitern verfügt, deren Auswahl dem Brau- rechtswidrige Vortheile" zu erlangen. Das ist der Schlüssel des sammlung, die in der schönsten Ordnung verlief, erklärte sich mit meister überlassen worden sei. Ob es gerade die Mitglieder des eigenartigen Falles. Man hat Angst bekommen vor den den Forderungen der Sozialdemokratie einverstanden und ver Fachvereins waren, weiß Beuge nicht. Bei der nächsten Unter- Wirkungen des Boykotts. Und in dieser Angst verfällt man sprach, mit allen Mitteln für die Verwirklichung derselben einzu red ung mit den Angeklagten sei hauptsächlich nur von dem Park darauf, zu versuchen, dem Boykott mit einem Paragraphen des treten. die Rede gewesen. Die weiteren Verhandlungen seien von ihm Strafgesetzes beizukommen. Dazu soll nun der§ 153 dienen, Parteipreffe. Mit der fortschreitenden Entwickelung der deshalb betrieben worden, weil seine Brauerei von dem Konsum und der Begriff des Expressungsversuches muß herhalten. Ich Arbeiterbewegung vermehrt und vergrößert sich naturgemäß auch Der Arbeiter abhängig fei. Der Boykott habe zuerst empfindlich will mit dieser Angst der Polizei, der Staatsanwaltschaft und die Presse, die ausschließlich dieser Bewegung dient. Nachdem gewirkt. Sofort fei ein wesentlicher Rüdgang im anderer maßgebenden Kreise vor dem Boykott hier nicht richten. wir vor Kurzem die französische Parteipreffe bekannt gegeben, Bertrieb des einfachen Bieres" besonders be. Dabei handelt es sich um die ganze Auffassung, die man über laffen wir heute die Liste der schweizerischen Arbeiterblätter mertbar gewesen. Im ersten Monat habe der den Kampf der Arbeiterklasse hegt. Aber soviel steht für mich folgen, in der sicheren Annahme( häufige Anfragen bei uns lassen Rückgang 3000 Settoliter betragen. In neuerer Zeit fest: diese Angst hat die maßgebenden Behörden auf einen ganz darauf schließen) damit unsern Lesern einen Dienst zu leisten. habe die Wirkung des Boykotts nachgelassen. Die entlassenen bedenklichen Abweg gebracht, der für die Justiz und die Rechts- Der Grütlianer", Organ des Schweiz. Grütlivereins. Arbeiter hätten 100 M. monatlich und freie Wohnung gehabt. anschauung von höchstem Nachtheil ist." Man nehme nur Auflage 13 000. Erscheint dreimal wöchentlich. AbonnementsBorsigender: Fanden die Entlassenen sofort wieder preis jährlich 7 Fr. Redakteur: H. Mettier in Zürich. Arbeit? Expedition: Buchdruckerei des Schweiz. Grütlivereins in Zürich. Le Grutli". Organ der welschen Sektionen des Grütlivereins. Erscheint per Woche einmal. Abonnementspreis jährl. 5 Fr. Redakteur: A. Fauquez, Lausanne. " 3euge: So viel ich weiß, nicht alle. Ich selber nahm nach einigen Tagen vier oder fünf wieder an. Vorsitzender: Wurden die Entlassenen vom Fachverein unterstützt? 3euge: So viel ich weiß, wöchentlich mit 10 M. Bertheidiger: Am 13. April waren Eichhorn und Findeisen bei Ihnen, um sich Bescheid wegen der Ueberlaffung des Parkes zu holen. Sie trafen Sie nicht an und Sie schickten Ihren Buchhalter Kramer ab, um Eichhorn mitzutheilen, daß Eie sich nunmehr zur Hergabe entschlossen hätten. Kramer traf nicht Eichhorn, sonderu nur Findeisen, dem er aber feine Mittheilung machen wollte. Dieser unglückselige Umstand hat alle weiteren Geschehnisse gezeitigt. Ist es nicht so? Zeuge: Ja. Kramer ist ein ängstlicher Mann. Ich hatte ihm den bestimmten Auftrag gegeben, sich unbedingt nur an Eichhorn zu wenden. Vertheidiger: Hatten Sie nicht dabei einen Hintergebanten? Sie wollten sich nicht schriftlich glatt und unbedingt binden, um noch einige Zugeständnisse zu erhalten? " Lassalle Feier. Wir berichteten gestern, daß unseren Iberfelder Genossen der Auszug nach Ronsdorf, den fie zu Ehren des Todestags Lassalle's nach dort unternehmen wollten, polizeilich untersagt worden war. Als Antwort auf dieses Berbot haben sie, wie wir der" Preffe" entnehmen, in einer Versammlung beschlossen, die Feier in der Stadt selbst abzuhalten. Außerdem wurde die Herausgabe eines Flug= blattes, welches den Sedanrummel geißelt, einstimmig beschlossen. " " einmal folgenden Fall: Ein Kaufmann bezieht von einem anderen einen Posten Waare, As fie antommt, gefällt sie ihm nicht. Er ist aber bummlig und unterläßt die rechtzeitige Monitur von Mängeln beim Verkäufer. Er verhandelt mit dem Verkäufer, dieser weigert sich aber die Waare zurückzunehmen, weil ihre Mängel nicht rechtzeitig monirt worden sind. Die Arbeiter stimme". Offizielles Organ der sozialDer Käufer entzieht daraufhin dem Verkäufer feine Kundschaft. demokratischen Partei der Schweiz und des Gewerkschaftsbundes. Abonnements: Nach einiger Zeit kommt ein Reisender des Verkäufers zum Auflage 4200. Erscheint zweimal per Woche. Käufer, um wieder mit ihm anzuknüpfen. Der Käufer sagt: preis 6 Fr. Redakteur: Rob. Seidel in Zürich. Expedition: Mit Ihnen bin ich schon mal reingefallen. Wenn Ihr mir Buchdruckerei des Schweiz. Grütlivereins in Zürich. nicht den Schaden ersetzt, den ich erlitten habe, als ich Euch die Vorwärts". Organ des Arbeiterbundes und der sozialfür mich unbrauchbare Waare abnehmen mußte, so faufe ich Euch demokratischen Partei Basel. Erscheint täglich.- Abonnements. nichts mehr ab. Liegt hier nicht genau derselbe Fall vor, wie preis 8 Fr. Nedakteure: E. Wullschleger und Edgar der ist, über den hier verhandelt wird? Der Käufer hat fein Steiger in Basel. Expedition: Vereinsbuchdruckerei in Recht auf diese Entschädigung, denn er hat die rechtzeitige Mo- Basel. nitur unterlassen. Er droht den Verkäufern mit einem Uebel, der Berner Tagwacht". Erscheint Mittwoch und Sonnfortdauernden Entziehung seiner Kundschaft. Und auch er müßte abend. Abonnement 6.- Fr. per Jahr. Redakteur: K. Moor. verurtheilt werden, wenn heute die Angeklagten schuldig befunden Herausgeber: Arbeiterunion Bern. würden. Solche Fälle kommen tausendfach im Geschäftsverkehr Helvetische Typographia". Organ bes Schweize vor. Aber welcher Sturm über Die Rechtspflege würde rischen Typographenbundes. Erscheint einmal per Woche in der sich dann in Deutschland erheben, wo jetzt schon ein Säufeln Bereinsbuchdruckerei, Basel.- Abonnementspreis per Jahr 6 Fr. Beuge: Nein. Ich stand zwischen Aufsichtsrath und merklich ist. Die Gefeßyebung würde einschreiten müssen, um Redakteur Frig Käfer in Bern. Arbeiterschaft. Die Arbeiter wollte ich nicht als Kunden ver- festzustellen, daß hier von einer versuchten Erpressung nicht die ,, Le Gutenberg". Organ der Fédération des typolieren, und den Aufsichtsrath mußte ich von dieser Nothwendig Rede sein kann, weil das Moment der Einschüchterung fehlt. graphes de la Suisse romande. Erscheint monatlich dreimal in feit überzeugen. Auf Antrag des Vertheidiges beschließt der Und dieses Moment fehlt auch im vorliegenden Falle. Die Ab Lausanne. Abonnementspreis per Jahr 3 Fr. Redigirt durch Gerichtshof, den Buchhalter Kramer telephonisch laben zu laffen. lehnung des Parkes für die Maifeier war schon beschlossen, als eine Rommission. Nach einer furzen Pause wird als nächster Zeuge Rechts- der Eichhorn'sche Brief eintraf. Es mag dahingestellt bleiben, Centralschweizerischer Demokrat". Organ anwalt Gerlach vernommen. Er deponirt, daß der Aufsichtsrath welchen Eindruck der Brief auf den Direktor Bier machte. Zu des Kantonal- Verbandes der Grütli- und Arbeiter- Vereine und fich zwar nicht gern, aber schließlich dennoch entschlossen habe, fragen ist nur: waren die Angeklagten sich bewußt, daß sie für des demokratischen Vereins der Stadt Luzern. Redaktion: Eine unter gewiffen Bedingungen den Bart herzugeben. Er habe schon andere einen Vermögensvortheil zu erreichen suchten? Hielten Rommiffion. Erscheint einmal wöchentlich in Luzern. AbonneAnfang des Jahres erfahren, daß sich Differenzen vorbereiteten, fie diesen Vermögensvortheil für unberechtigt? Beabsichtigten sie mentspreis Fr. 4, jährlich. und daß die sozialdemokratische Partei es auf die Wald- eine Drohung? All diese Fragen sind zu verneinen. Aus, Solidarité horlogère". Offizielles Organ des schlößchen Brauerei abgesehen habe. Nach der Verhängung Handel und Wandel wird Geschäft. Das ist alles. Von einer Uhrenarbeiter- Verbandes. des Bontotts hat Zeuge wieder Verhandlungen mit den sozial Furchterregung kann nicht die Rede sein. Jeder Vermögens- Abonnementspreis 3,- Fr. jährlich. Erscheint einmal wöchentlich demokratischen Führern eingeleitet, um die Aufhebung der vortheil muß einen Vermögensschaden auf der anderen Seite in Biel. drückenden Maßregel zu erreichen. haben. Wo ist der Vermögensschaden, der der Brauerei aus der ,, La Sentinelle". Journal économique et social du Vorsitzender: Was war das Ergebniß der ersten Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiter erwachsen wäre. Ga parti Ouvrier. Abonnementspreis 8 Fr. jährlich. Erscheint Unterredung mit Eichhorn? ist mir sehr zweifelhaft, ob der Lohn für sie wirklich hinaus zweimal wöchentlich in Chauxdefonds. 3euge: Ich hatte einen sehr günstigen Eindruck von geworfen und verschenkt gewesen wäre. Die Angeklagten waren ,, La Fédération". Organe des Chambres Syndicales Herrn Eichhorn. Er schien einzusehen, daß der Boykott eine der Meinung, daß es sich bei der Entlassung um einen et Sociétés ouvrières de Genève. Abonnementspreis 2,50 Fr. verfrühte Maßregel war, die rückgängig zu machen sei. Bu be- Schlag gegen die Organisation der Brauer handelte. jährlich. Erscheint zweimal monatlich in Genf. stimmten Abschlüssen konnte es nicht kommen, da ich weder im Der Schuß des Organisationsrechtes stand für sie in erster ,, L'Ouvrier". Organ der Arbeiter Union Neuenburg. Auftrage des Aufsichtsrathes handelte, noch glaubte, daß Gich- Linie, nicht die Beseitigung der eingetretenen Differenzen im Abonnementspreis 1,50 Fr. per Jahr. Erscheint zweimal monathorn bevollmächtigt sei, etwa den Boykott aufzuheben. Die Einkommen der entlassenen Brauer. Nur wer den Willen hat, lich in Neuenburg. Sachlage änderte sich, als der Brief vom 22. April antam, in herauszufinden, daß es auf eine Einschüchterung abgesehen war, " " " Redaktion: G. Reimann, Bern, dem neue und unerfüllbare Forderungen erhoben worden. Das wird Verdachtsgründe finden. Von dem vagen Verdacht bis zur Die Lokalfrage ist auch in vielen Städten Thüringens für erschien uns wie ein Fauftschlag ins Gesicht. Daß die Gut- richterlichen Zweifellosigkeit ist aber ein so weiter Schritt, daß unsere Parteigenossen eine brennende. In Arnstadt, so be laffung der Arbeiter geplant war, wußte ich schon längst; fie ich nicht erwarte, er fönnte heute gethan werden. Noch eine richtet die Thür. Tribüne", hatten sich einige Parteigenosse der wurde nur wegen der schwülen Temperatur" verschoben. furze Erklärung. Die Waldschlößchen- Brauerei hat öffentlich Mühe unterzogen, bei verschiedenen Saalinhabern nachzufragen, Borsigender: Sie hatten dann noch eine Unterredung erklärt, daß der Park schon am 12. März den Arbeitern zur ob fie geneigt feien, ihre Lokalitäten zu öffentlichen Versammmit den Angeklagten? Verfügung für die Maifeier gestanden habe. Das ist entschieden lungen herzugeben. Das Resultat war, daß nur ein Lokal zur Zeuge: Ja. Die Grundlage bildete jener Brief. Beide unwahr. Bis Mitte April haben sich die Verhandlungen binge- Verfügung steht. Sprachen mit mir in dem Sinne, daß der Boykott erst dann auf zogen, bei denen es der Brauerei immer nur um eine verhüйte gehoben werden könne, wenn die Forderungen erfüllt würden. Ablehnung zu thun war. Nachdem der Bertheidiger noch Ich sagte: Die Einstellung der Brauer können Sie doch nicht hervorgehoben, daß sein Klient Findeisen an der Abfassung des verlangen! Bersetzen Sie sich doch in unsere Lage! Würden Sie Briefes vom 22. April ganz unbetheiligt sei, schließt er mit der denn, wenn Sie ein Dienstmädchen entlassen haben und es käme Bitte um Freisprechung für beide Angeklagte. nun Einer zu Ihnen und sagte: Du mußt das Dienstmädchen unter allen Umständen wieder nehmen, das Dienstmädchen wieder annehmen? Borsitzender: Erschienen Ihnen die Angeklagten als legitimirt zu den Verhandlungen? Der Gerichtshof zog sich hierauf zur Berathung zurück. Nach einer einstündigen Berathung erschien der Gerichtshof wieder und verkündete als Urtheil, daß die Angeklagten von der wider fie erhobenen Anklage der versuchten Grpreffung freigesprochen feien. Eine lebhafte Erregung ging durch die Reihen der Zuschauer, Aus der Begründung ist hervorzuheben, daß das Gericht zwar die Kriterien der versuchten Grpreffung an sich als gegeben Die Bernehmung des nächsten Zeugen, des Prokuristen erachtete, doch sei nicht festzustellen, daß die Angeklagten den Kramer, bringt nichts wesentlich Neues. Brauern einen rechtswidrigen Vermögensvortheil hätten verBeuge: Ja, sie traten so auf. Borsigender: Als Spaß haben Sie doch die Ver- so daß der Vorsitzende sich Ruhe erbat. handlungen nicht aufgefaßt? Beuge: Nein, als bitteren Ernst. Ganz merkwürdigerweise( oder auch nicht merkwürdig. Red. des Vorw.") brachten alle diese Herren, mit Ausnahme des Herrn Faber( Harmonie"), welcher mit Versammlungen schon böse Erfahrungen( sozialdemokratische Versammlungen haben bei Herrn Faber noch nie getagt) gemacht haben will und aus diesem Grunde seinen Saal verweigert, ein und dieselbe Entschuldigung für ihr Berhalten vor. Es ist einzig die gewaltige Angst vor dem Herrn Landrath, die sie veranlaßt, ihre Säle zu verweigern. Der eine hat diefem ganz und gar seine Seele verschrieben, er verdankt die Konzession nur seinem dem Landrath schriftlich gegebenen Versprechen, seinen Saal zu feinen rothen Versammlungen herzugeben, bei fofortiger Entziehung derselben. Aehnlich ist es bei den anderen Herren: wenn sie nicht die Konzessionsentziehung sofort fürchten, so glauben sie, daß dies bei einem etwaigen Vertauf geschehen wird. worden. Der Boykott über das Braunschweiger Ringbier ist kürzlich von den Parteigenossen in Wernigerode ausgesprochen worden, so daß nur noch einige Händler Braunschweiger Biere führen. Je länger der Berliner Bierboykott noch dauert, desto mehr werden sich die Provinzgenoffen an dem Kampf der Berliner Arbeiterschaft betheiligen und die Sperre auch auf das hiesige Ringbier ausdehnen. " * 19119 Hierauf tritt eine Mittagspause ein. Begrüßungstelegramme liefen ein aus Berlin, Kiel, Nürn berg und Kopenhagen; Begrüßungsschreiben von KayenmeyerAmsterdam, aus der Schweiz und Desterreich. Reichstags: Erfahwahl. Am 26. Oktober findet für den 14 Tage später sei er nach Burg gefahren, um sich mit der 15 M. zahlen solle, es sei ihm aber enggegnet worden, daß die Kreis Stendal- Osterburg eine Reichstags- Erjazwahl statt. Streiffommission in Verbindung zu feyen. Ueber die Ursache Stanzmaschine sonst von jugendlicher Arbeitern bedient werde. Seitens unserer Parteigenossen ist Hinze- Stendal aufgestellt des Streites habe man ihm mitgetheilt: Der Fabrikant Tack Darauf habe er erklärt, er erblicke in solchem Falle teine Maßhabe an eine Frau Schmugler das Anfinnen gestellt, fie möge regelung. Die Magdeburger Volksstimme" hatte dagegen be einen neuen Verein gründen gegen unsere Organisation und ihr hauptet, er habe ganz allgemein einen Lohn von 12 Mart zu diesem Zwecke 3000 Mart zur Verfügung gestellt. Die zugestanden. Die M. B." habe auch die Berichtigung des Frau, welche der Organisation angehört, sei darauf nicht Fachblattes" ignorirt. Auf dem von den Fabrikanten herauss eingegangen und darum plößlich entlassen worden. Die Kollegen gegebenen Flugblatt, die Aufhebung des Boykotts betr., sei sein nahmen Maßregelung an und erklärten sich mit Frau S. foli. Name schmählich mißbraucht worden; vor einem Schurkenstreich sei darisch, um so mehr, als sie annahmen, daß die Maßregelung niemand sicher. Was geschehen sei in Burg, sei im Interesse der der Frau S. nur der Anfang zu weiteren feindlichen Schritten Kollegen geschehen; eine gerechte Anerkennung seiner Thätigkeit der Fabrikanten sei. Er könne diese lettere Meinung nicht habe er nicht erwartet, daß man ihm aber seine Ehre geraubt, theilen und habe es für richtiger gehalten, die Frau zu unter sei das Niederträchtigste was geschehen. Sozialdemokratie und Christenthum. In unserem stüßen und den zweiten Schlag erst einmal abzuwarten, bas habe Breslauer Partei- Organ, der„ Volkswacht", befand sich vor kurzem er den Burgern auch mitgetheilt. Der Fabrikant Tack habe ihm, folgende Notiz: Bock, gegenüber erklärt, daß die Arbeiter außerhalb der Pausen Die Köln. 3tg." verbreitet das Märchen, daß Genoffe während der Arbeit agitirten und sozialistische Blätter verTheodor von Wächter auf dem sozialdemokratischen Parteitage breiteten, am Montag werde nur lau oder gar nicht gearbeitet. Achtung, Metallarbeiter und Tischler! Ein Ingenieur, in Frankfurt a. M. über die Frage Sozialdemokratie und Christen- Das habe er mißbilligen müssen. Wir müssen auf geregelte fowie ein Obermeister der Waggonfabrit in Güstrow suchen thum" fprechen und gegebenen Falls eine neue Partei gründen wird. Arbeitszeit, Sonntagsruhe 2c. halten, aber auch an den Wochen gegenwärtig in Berlin Streifbrecher anzuwerben. Dem gegen Was die Hundstagshize nicht alles anrichtet."- Leider hat, wie der tagen eine geregelte Arbeit innehalten. Ferner sei ihm gesagt worden, über weisen wir darauf hin, daß der Streit in Güstrow fortSächs. Arb.- 8tg." übereinstimmend berichtet wird, die Hunds- daß die Arbeiter in der Fabrik oft die allerdümmsten Kindereien dauert, und die Kollegen verpflichtet sind, jedweden Zuzug ferns tagshiße der Köln. Beitung" feinen Streich gespielt. Genosse trieben; das müsse die Achtung vor ihnen verringern. zuhalten. v. Wächter hat in Vorträgen, welche er in Düsseldorf und Er nehme allerdings an, daß diese Klagen des Fabrikanten mehr Der Vertrauensmann der Berliner Crefeld gehalten hat, erklärt, daß er dem Frankfurter Parteitag ein Scheingefecht gewesen seien, und daß hier das materielle die unseres Erachtens sehr müßige Frage vorlegen wolle, ob ein Intereffe die Hauptrolle gespielt habe. Außer der Wieder Christ Sozialdemokrat fein fönne. Sollte diese Frage einstellung der Frau S. hätten die Arbeiter 9stündige Arbeiszeit verneint werden, so neue Partei und Lohnerhöhung verlangt, nachdem erst vier Wochen vorher gründen. Nach diesen von V. Wächter jedenfalls bei dem zweiten Streif eine solche erfolgt sei. Er habe die Raiser str. 41, ist zu Urgunsten der Arbeiter beendet und sind mit der größten leberlegung ausgesprochenen Worten zu schließen, Kollegen gebeten, die beiden letzten Punkte fallen zu lassen. Bei noch 8 Kollegen zu unterstützen. Wir geben uns der Hoffnung scheint es uns fast, als ob unser ja sonst übrigens so thätige der Unterredung mit den Fabrikanten habe er die Mieder- hin, daß noch einige Kollegen in der Fabrik sind, die das BeGenoffe das Wesen unserer Partei doch noch nicht so durch und einstellung fämmtlicher Streifenden verlangt. Herr Tack habe ftreben des Fabrikanten, die Organisation in der Fabrit auszus durch kennt, sonst müßte er wissen, wie bald er mit einer folchen auf dem Ausschluß der Frau S. bestanden, ein anderer rotten, zu Schanden machen und dafür sorgen, daß der Verband Nengründung so ziemlich allein dastehen würde. Eine Mittel- Fabrikant habe ebenfalls einen Arbeiter nicht wieder aufnehmen nach einiger Zeit ebenso stark vertreten ist, wie er es war. 21 wolle er eine Gewerkschaftliches. " Metallarbeiter Otto Mäther, N., Aflamerstr. 44. Der Streik der Velourweber bei G. Feibisch, " Die Streitfommission. partei zwischen den Göhre Naumann- Arendis und der sozial- wollen. Darauf habe er, Bock, verlangt, daß dieser Arbeiter dann demokratischen Partei giebt es nach dieser Richtung hin nicht. in anderer Fabrit untergebracht werde. Darauf baten sich die Achtung, Maurer! Ueber den Bau der Gasanstalt in Der Frankfurter Parteitag wird ja übrigens, sofern er sich über- Fabrikanten Bedenkzeit aus bis Abends 9 Uhr. Als man dann Salzwvedel ist, weil nicht nach dem Lohntarif gearbeitet wird, haupt mit der Sache beschäftigen will, getreu unserem Programm wieder zusammentrat, erklärten die Fabrikanten im Beisein der die Sperre verhängt. Der Zuzug ist fernzuhalten. Gleichfalls eine solche Verneinung" nicht aussprechen können, aber man Streitfommission:„ Wir lassen uns feine Vorschriften machen!" ist der Zuzug nach Hannover Lohndifferenzen halber fernersteht daraus wieder, wie alle Einseitigkeiten innerhalb der Gut," habe er geantwortet, dann sind wir fertig!" Redner zuhalten. Partei vom Uebel sind." fragt, gegen die Burger Delegirten gewendet:" Ist das so?"( Zu In Güstrow dauert der Metall- und Holzarbeiter stimmung von seiten der Burger Delegirten.) Und wie hat die Streit unverändert fort. In der Güstrower Zeitung" wird Magdeburger Boltsstimme" geschrieben, was hat die Burger lügenhafter Weise das Gegentheil verbreitet. Wir ersuchen Kommission verbreitet? Die Lüge, ich hätte den Fabrikanten nochmals, den Zuzug fernzuhalten. Anfragen find zu richten das Zugeständniß gemacht, gemacht, sie brauchten feinen der H. Deutscher Schuhmacher Kongreß. Erfurt, 22. Auguft. Streifenden wieder aufzunehmen. Durch die Unebrlichkeit an S. Grapentin, Adr.: E. Kaden," Stadt Schwerin", Hagebökerstraße. Bod Gotha erstattet Bericht über seine Thätigkeit als Ver- und Verlegenheit der Burger Kommission ist mein Name in den trauensmann in der Periode 1892/94. Demselben entnehmen Schmutz gezogen worden. Halten Sie feft: Ich habe die Ver- unverändert fort. Der Direktor Schulte versucht, aus PapenDer Streik der Glasarbeiter in Oldenburg dauert wir: Es fanden in den Zeitraum vom 1. Juli 1892 bis zum handlung abgebrochen dies haben die Kommissionsmitglieder 1. Juli 1894 32 Streits statt, abgesehen von einer großen Bahl jetzt bestätigt, weil die Fabrikanten sich weigerten, die Streifen- burg Glasarbeiter heranzuziehen, und zwar mit Wissen und von Lohnbewegungen, bei welchen von vornherein Arbeiter und den wieder einzustellen. Nunmehr trat ich energisch für den Willen der dortigen Fabrikanten; es sollen aus dieser VerUnternehmer sich verständigten. Von diesen 32 Streits verliefen Boykott der Burger Echuhwaaren ein. Nach Verlauf von fünf aulassung dortſelbſt mehrere Defen ausgelöscht worden sein. 21 zu gunsten der Arbeiter, 5 hatten einen theilweisen Erfolg, bis sechs Wochen erklärten sich die Fabrikanten zu einem ehren Selbstverständlich hat man bei dem ganzen sauberen Plan bei 5 Streiks unterlagen die Arbeiter und von einem ist das vollen Frieden bereit. Er sei darauf wieder nach Burg gereist. wieder die Rechnung ohne die Arbeiter gemacht. Noch eine Resultat nicht bekannt. Insgesammt haben die Streits einen Inzwischen habe er im Schuhmacher- Fachblatt den bekannten furze Zeit festen Zusammenhalts und der Sieg ist den GlasAusfall von 42 305 Arbeitstagen ergeben. In 7 Fällen war Artikel erscheinen lassen. Um den Burger Kollegen die machern sicher. Lohnabzug die Ursache des Streits, in 5 Fällen Maßregelung, in ihnen bis dahin fehlende Sympathie der übrigen Ar- Das Malerpersonal der Firma Lehmann in Arzberg in 18 Fällen Lohnerhöhung und Lohnregulirung, in 2 Fällen Ver- beiter und der Bevölkerung überhaupt zu gewinnen, Oberfranken sieht sich wegen Lohndifferenzen gezwungen, in fürzung der Arbeitszeit und in einem Abschaffung der Sonntags- habe er im Fachblatt" geschrieben, er habe den Fabrikanten 14 Tagen in den Ausstand zu treten. Es wird gebeten, den und Logisarbeit. Beim Unterstüßungsfonds gingen ein freigestellt, ob sie die Streifenden wieder einstellen wollten. Der Buzug fern zu halten. 25 924,53 M., verausgabt wurden 24 825,04 m., mithin Bestand Nachsatz, die Fabrikanten sollten sich verpflichten, die von einer Ferner ist Zuzug feruzuhalten: Von Tischlern nach 1099,49 M. Redner schlägt vor, den Bericht vorläufig nur bis Fabrit etwa Abgewiesenen in einer anderen zu plaziren, bis Bremen( Schulze's Werkstätte), Delmenhorst, Laage i. M., zum letzten Burger Streit entgegenzunehmen, dann über den Theil sämmtliche Streifende untergebracht, habe er fortgelassen, um Rabenau, Wilhelmshaven, Pest, Christiania( Norwegen); von feiner Thätigkeit vor jenem Streit in die Diskussion einzutreten und die Fabrikanten desto mehr ins Unrecht zu setzen. Von der be- Korbmachern nach Oslebshausen bei Bremen( G. Barre's Werkevent. Decharge zu ertheilen und dann erst auf den Burger treffenden Nummer habe er 500 Exemplare nach Burg geschickt stätte); von Drechslern nach Lauterberg( Fabrit Hillegeist). Streit einzugehen. Den Kongreß werde die Frage beschäftigen, und sie seien von den dortigen Kollegen verbreitet worden. Im Der Streik der Rostocker Töpfer dauert ununterbrochen ob das Schiedsgericht in der bisherigen Form weiter bestehen Interesse der Burger Kollegen habe er sich preisgegeben. Die fort. Wir bitten dringend, den Zuzug fernzuhalten. Anfragen solle. Er trete warm für Beibehaltung ein. Das System habe Kommission und vor allem Vogt, hätten gewußt, welche Be- find an E. Bugdahn, Rostock, Beguinenberg 10( Bentralherberge), fich so vortrefflich bewährt, daß die Arbeiterschaft Desterreichs dingungen er, Bock, in Wirklichkeit gestellt. Trotzdem habe man zu richten. und der Schweiz dasselbe mit geringen Modifikationen an die Sache in der Magdeb. Voltsstimme" gegen ihn ausgebeutet. genommen haben. Es sei nothwendig, der fortschreitenden Ter Artikel habe im übrigen die gewünschte Wirkung gehabt. Die Nachricht von der Auflösung der Organisation Konzentration des Kapitals gegenüber die Macht der Arbeiter Die Fabrikanten hätten schließlich die Verhandlungen wieder auf- oberschlesischer Berglente bestätigt sich. Der Rechtsanwalt ebenfalls zufammenzufaffen. Daß Dreiviertel aller ausgebrochenen genommen. Vogt und Wollschläger seien Zeugen gewesen, wie Pohl in Gleiwit hat Beschwerde hiergegen eingelegt. Streits gewonnen, spreche ebenfalls für die Einrichtung. Als ihm von seiten der Fabrikanten der Vorwurf gemacht worden Das Darniederliegen der Porzellan- Industrie wird der erste Streit bei Fürftenheim in Berlin ausbrach, habe dieser, sei, er habe in jenem Artikel die Unwahrheit geschrieben. Nach recht drastisch dargelegt durch eine Korrespondenz aus Thüringen. dem unsere Einrichtungen gut bekannt feien, sehr bald um seine, zweitägigen Verhandlungen erklärten sich die Unternehmer zur In der Fabrik von Swaine in Hüttensteinach wurden 11 Bod's, Vermittelung nachgesucht, und das Endresultat sei ge- Annahme folgender Punkte bereit: Die Fabrifanten verpflichteten resp. 12 Maler von der Kündigung betroffen, 6 Malern wurde wesen, daß die Forderungen der Arbeiter voll und ganz be fich, die Mitglieder der Streiffommission wieder in Arbeit zu mitgetheilt, daß sie fechs Wochen aussehen müssen. Bei Schönau willigt wurden. Als aber nach dem Burger Streit bei Fürften nehmen; die bezüglichen Engagements wurden an Ort und Stelle betraf die Kündigung 6 Maler. Bis jetzt sind bis auf wenig heim ebenfalls wieder ein Streit ausgebrochen, habe Fürstenheim die bewirkt und ergaben, daß sämmtliche Kommissionsmitglieder sofort Ausnahmen fast alle unverheiratheten Maler infolge des sehr Vermittelung abgelehnt, weil er der Ansicht gewesen sei, daß ein Stellung fanden, auerdings zum Theile in anderen Fabriken, schlechten Geschäftsganges entlassen und befinden sich wohl zum event. Abkommen am Ende doch nicht gehalten werde, wie das als wo sie bisher standen. Ferner ergänzen die Fabrikanten größten Theil auf der Landstraße, um vorübergehend oder auch Burger Beispiel lehre. Der zweite Streit in Burg sei etwas aus dem vorhandenen Bestand der Streifenden ihren Bedarf dauernd der industriellen Reservearmee, die überhaupt keine Arbeit unüberlegt angefangen worden, man habe die Stärke der Organi- an Arbeitskräften so lange, bis alle untergebracht sind; erst dann mehr finden kann, einverleibt zu werden. sation überschätzt. An einem Montag hätten die Arbeiter der sollen Engagements von außerhalb zulässig sein. Zum Anlernen Ein neuer Streik. In den Kohlengruben von Stafford Zack'schen Fabrit während der Vesperpause die Marseillaise ge- find die Fabrikanten nicht verpflichtet; sind z. B. keine Zuschneider shire( England) ist ein bedeutender Streit ausgebrochen. Ueber fungen. Der hinzugekommene Fabrikant habe dies verboten. Trotzdem unter den Ausständigen mehr vorhanden, so können dieselben von 20 000 Arbeiter feiern. sei weiter gesungen worden und ein Arbeiter habe mit Beziehung auswärts engagirt werden. In den Fabriken sollen so bald als Gegen aussichtslose Streifs wendet sich die„ New- Yorker auf den Fabrikanten gerufen:" Hinaus mit ihm!" Der Fabrikant möglich ohne jede Einwirkung seitens der Fabrikanten Arbeiter: Staats- Zeitung". Als bekannt setzt dieses Arbeiterblatt voraus, habe nach dem Rufer geforscht und schließlich einen Unschuldigen Ausschüsse gewählt und es soll mit diesen bei etwa eintretenden daß der Kapitalismus dafür gesorgt hat, daß jetzt immer genug gemaßregelt. Darauf hätten sich die übrigen Arbeiter mit dem Differenzen zunächst verhandelt werden; ergiebt sich dabei keine hungernde Arbeitslose auf dem Platze sind, um jeden Streit Gemaßregelten solidarisch erklärt und seien in den Streik getreten. Ginigung, ist die Vermittelung des Vorstandes in durch Besetzung der Streiferstellen zu brechen. Nur Dummheit Neben der Wiedereinstellung des Gemaßregelten verlangten die Nürnberg oder des Vertrauensmanns in Gotha anzurufen. oder Cynismus tann den Arbeitern jetzt von ihrem Recht zu Streifenden eine Lohnerhöhung. Seiner, Bock's, Vermittlung Die bisherige Streiffommission bleibt unter dem Namen streiten" sprechen, angesichts der Unmöglichkeit, heute noch sei es gelungen, den Streit beizulegen, indem er den Fabrikanten Arbeiterkommission einstweilen bestehen und hat bei Be: Streits zu gewinnen Mit Naturnothwendigkeit werden die veranlaßte, den Arbeitern in allen wesentlichen Punkten nach Arbeiter auf den politischen Kampfplatz getrieben und zur Erzugeben. Wo das Schiedsgericht funktionirte, habe es sich als oberung der politischen Macht angehalten. nubringend für die Kollegen erwiesen, darum trete er für Bei oberung der politischen Macht angehalten. behaltung ein und hoffe, daß der unglüdselige Gedanke, man müsse streiken lediglich um zu streiken, in den deutschen Gewerk schaiten feinen Play finden werde. Selten sei ein Mann, der 30 Jahre in der Bewegung stehe, so verleumdet und in den Koth gezogen worden, wie ihm dies in den letzten 6-8 Wochen geschehen sei. Er fönne sich nichts destoweniger das Zeugniß geben, daß er nach bestem Wissen und Gewissen im Interesse der Kollegen gehandelt und ersuche für den ersten Theil seiner Thätigkeit um Decharge. Vorsitzender Markus schlägt vor, über die Gesammt thätigkeit Bod's zu verhandeln, da eine theilweise DechargeErtheilung nicht gut angängig. so sehung der Stellen mitzuwirken. Bis Dienstag, den 5. Juni ( dem Verhandlungstag), Abends 8 Uhr, hatte dieselbe eine Liste der in Burg anwesenden Ausständigen einzureichen; betreffe der Bureifenden ist es in das Belieben jebes Fabrikanten gestellt, sie zu engagieren oder nicht." ist ein umfangreicher Streit ausgebrochen; über 20 000 Arbeiter In den Kohlengruben von Staffordshire( England) Die von den Ausständigen gestellten weiteren Forderungen feiern. auf Einführung des neunstündigen Arbeitstages und eine Lohnerhöhung von 20-30 pet. wurden von mir für diesmal fallen gelassen. Die Frau Schmugler, deren Entlassung seiner Zeit Anlaß zum Ausstand gab, hatte freiwillig auf ihre Wiederanstellung verzichtet. Das Verlangen, die von Burg abgereisten Arbeiter, wenn sie innerhalb acht Tagen zurückkehren, ebenfalls wieder in Arbeit zu nehmen, fand die Zustimmung der Fabrikanten nicht. Depeschen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Breslan, 23. Auguft. Das Eisenbahnbetriebsamt BreslauTarnowiz macht bekannt: Am 21. d. M. nachts entgleiste auf der Strecke Dels- Jarotschin zwischen Kraschnig und Militsch cin Seiner Ueberzeugung nach seien diese Bedingungen auch für Güterzug infolge Achsenbruches. Zwölf Güterwagen wurden Der Antrag Marius wurde angenommen. die Streifenden akzeptabel gewesen. Der Streit habe ungünstig mehr oder minder erheblich beschädigt. Personen sind nicht verBod fortfahrend: Er habe den Zeitpunkt des Kongresses gestanden; die Geldmittel waren erschöpft und fünf Kommissions legt worden. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufherbeigefehnt, um dem nun schon seit Wochen tobenden Streit mitglieder ersuchten ihn, die Sache zu Ende zu bringen, sie recht erhalten. ein Ende zu machen. Kaum jemals habe ein Streit solches Auf- hätten's jatt. Von idealer Begeisterung sei bei den Streikenden Danzig, 23. Auguft. Der Staatstommiffar meldet: Cholera sehen erregt, wie der Burger Streif. Die ausländische Arbeiter damals nichts mehr zu merken gewesen, denn als die Unter- ist bakteriologisch festgestellt bei 3 Personen aus Troyl bei Danzig, schaft habe sich sogar lebhaft mit demselben beschäftigt. So habe ftüßungsgelder einmal einen Tag später angekommen feien, habe bei zwei aus Klein Plehnendorf, bei einer aus Weichselmünde, die Wiener Arbeiter- 3tg." ein Urtheil gefällt, das hoffentlich das weibliche Geschlecht Zeter geschrieen. Fleischer schrieb das bei einem Obdachlosen und bei einem Matrosen vom Dampfer hier berichtigt werde. Sein eigener Sohn habe ihm mals von Berlin: Unsere Meinung ist, daß Burg verloren ist. Windau" aus Libau im hiesigen Stadtlazareth. aus Amerita geschrieben, er, Redner, werde als Mit den mühsam zusammengebrachten Unterstützungsgeldern sei Best, 23. August. Der Budapester Korrespondenz" zufolge Verräther bezeichnet, er habe die Burger Arbeiter ver- Die Burger Kommission nicht gewissenhaft umgegangen. Sie wurden bei dem Magazinbrande in Fiume 57 000 Doppelzentner rathen. Redner schildert nun ausführlich den Hergang des letzten habe Unterstüßungen bis zu 18 Mart wöchentlich ge- Waaren, besonders Mehl, Zucker, Pflaumen und Wolle vernichtet. Burger Streifs. Terselbe sei eigentlich nur eine Folge des vor zahlt. So standen in Wirklichkeit die Dinge. Er habe bei Cetinje, 23. August. Montenegrinische Hirten wurden von hergegangenen gewesen. Die Burger Kollegen hätten sich von der Schlußverhandlung die getroffenen Abmachungen zweimal einer in Gusinya gebildeten albanesischen Bande angegriffen, vornherein sagen müssen, daß der Kampf ein harter werden retapitulirt. Niemand von der Kommission habe etwas dagegen wobei fünf Albanesen und vier Montenegriner getödtet und würde, weil die Fabrikanten inzwischen einen Ring gebildet. Die einzuwenden gehabt. Er habe Abends nach Halle zu einer Ver- sieben Montenegriner verwundet wurden. Burger Kollegen seien sich aber ihrer Verantwortlichkeit nicht ge- fammlung fahren müssen. Das erste, was ihn zwei Tage später Amsterdam, 23. August. Aus verschiedenen Orten werden nügend bewußt gewesen. Erst im letzten Augenblicke habe man zu Gesicht gekommen, sei der bekannte Aufruf in der" Magdeb. 3 Erkrankungen und 1 Todesfall an Cholera, sowie zwei ver ihn von dem drohenden Streit in Kenntniß gesetzt. Er habe Boltsst." gewesen, worin die Abmachungen als ein Faustschlag dächtige Todesfälle gemeldet. darauf depeschirt: Unter feinen Umständen Streit provoziren!" ins Gesicht der Streifenden bezeichnet wurde und ihm zum Vor- Glasgow, 23. Aug. Infolge des Verfuches der streifenden amals sei der Streit noch zu verhüten gewesen. Gleich darauf wurf gemacht wurde, er habe die Streifenden preisgegeben. Bergarbeiter, die übrigen Arbeiter am Arbeiten zu hindern, fanden sei derselbe doch ausgebrochen, ohne daß er die direkte Ge- Vogt wußte, wie sich die Sache in Wirklichkeit verhielt, wie in einem in der Nähe von Coatbridge gelegenen Bergwerte Unnehmigung ertheilt. Somit habe er vor einer vollendeten That wolle er jene niederträchtige Lüge rechtfertigen? An all dem ruhen statt. Der Führer der Bergarbeiter, Donaldson, und fünf fache gestanden. Er habe darauf Siebert telegraphisch beauftragt, Glend, das jezt in Burg herrsche, trage Vogt die Verantwortung. Von andere Arbeiter wurden verhaftet; die Polizei mußte den Eina fich nach Burg zu begeben. Siebert habe ihn von Burg geschrieben, den Fabrikanten sei er bei den Verhandlungen gefragt worden, ob er es gang zur Grube besetzen. die Erbitterung sei auf beiden Seiten so groß, daß vorläufig gar als neue Maßregelung betrachte, wenn etwa infolge der vornichts zu machen sei. Troßdem er, Bock, den Streit nicht ge- gekommenen Verschiebungen ein Arbeiter, der früher andere Bebilligt, sei er von der ernen Stunde an mit allen seinen Er- fchäftigung gehabt, an die Stanzmaschine komme und nur 12 M. fahrungen und Mitteln für die Burger Kollegen eingetreten. verdiene. Er habe verlangt, daß man in diesem Falle mindestens bas ( Depeschen- Burean Herold.) Belgrad, 23. August. Der verantwortliche Redakteur des Odjek", Apostol Dudinic, ist wegen des bekannten Artikels über den Staatsstreich zu zweijähriger Haft verurtheilt worden. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. slaito 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 196. Freitag, den 24. August 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung geworden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Eucre Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesitzer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei föunte Mitleid eriveden. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über Die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Rampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird: Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Die Boykottkommiffion. Freude herrscht bei allen Interessenten ob des Andranges,| Kampfgenossen wirbt, in einer Zeit, wo selbst die Witterungsdeffen die Saalverweigerer und die fleineren ringtreuen Wirthe verhältnisse den Boykott doppelt wirksam machen, stimmen taum Herr werden können. Und nach anderer Seite ist die wohl die Preßkohorten die Schlummerarie an und über= verdiente Strafe nebst der darauf folgenden bitteren Reue nicht lassen es Herrn Rösicke, mutterseelenallein mit Bettelausgeblieben. briefen an den Thüren der kopfschüttelnden Philister haufiren zu gehen. Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. " Zahlreiche kleine Gastwirthe in Berlin, sogenannte Budiker, Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. so jubelt der Börsen- Courier", der bekanntlich noch nie gelogen Armer Rösicke, dein Schicksal stimmt uns fast melancholisch. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin, hat, beklagen es heute lebhaft, daß sie dem tyrannischen Gebote der Nicht wegen der tausend Mark, mit denen du auf der neuesten Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. fozialdemokratischen Parteiführer, zu deren, geradezu gesagt, polizei- Bettelbriefferie einen so noblen Anfang gemacht hast. Das ist Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshage n. licher Grefutive eine gut gedriüte, aber kurzfichtige Arbeiterschaar sich ein Lumpenschilling im Verhältniß zu den Millionen, die du gemacht hat, ohne jeglichen Widerstand gefolgt sind. Sie dein sicher verwahrtes Eigenthum nennst. Wohl aber sind die Nordstern- Brauerei, Berlin. haben ihre alte, gute, aus anderen Kreisen zusammengesetzte Seelenqualen rührend, die dir zur Zeit erwachsen. Auf der Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn Kundschaft verloren, und schließlich sind ihnen auch die Arbeiter einen Seite das rebellische Heer der ob des drohenden Pleite hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. weggeblieben, denen das dem Wirthe mit Gewalt aufottroyirte geiers wildgewordenen Saalbesiger, die dich für ihre trostlose Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Bier nicht mundete." Lage verantwortlich machen und mit immer neuem Hilfegeschrei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Weh, welch ein Jammer unter denen, die durch Dick und dich bestürmen, und auf der anderen Seite das Trompeterkorps Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank- Dünn der Sozialdemokratie gefolgt sind"! Hei, welche Freude in den der Preßföldlinge, das dir einen Gefallen zu thun vermeint, furt a. D. tapferen Reihen derer, die mannhaft und muthig sich unter die geniale wenn es, angesichts des grauen Elends im Ordnungslager, statt Führung der Herren Rösicke und Jacobi gestellt haben! Die der Chamade eine Fanfare in die Welt hinausbläst. „ Der Himmel schüße mich vor meinen Freunden!" vernichtende Niederlage, welche die Sozialdemokratie in dem frivol von ihr angezettelten Bierkriege jetzt davon getragen hat, liegt offen zu Tage und sie spiegelt sich am Klarsten und unparteilichsten Der größte Sozialdemokrat der Gegenwart. Es ist in dem neuesten Bulletin wieder, das von dem General- ein drolliges Bild, der Streit zwischen den verschiedenen feind feldmarschall der siegreichen Armee, dem Brauereidirektor und lichen Gastwirthsgruppen. Mit einer seltenen Firigkeit hat der Kommerzienrath Richard Röfick e höchsteigenhändig entworfen Meister im Desorganisiren, der geschäftskundige Weinhändler und niedergeschrieben worden ist. Der, wohlgemerkt, am Mitt. Jacobi es fertig gebracht, die Budifer, zu deren Führer er sich woch dieser Woche der getreuen Bürgerschaft unter Diskretion angerufen aufgeworfen, derart gegeneinander zu heben, daß wir, als aufmerksame Zuschauer, baß von Furcht und Mitleid mitgetheilte Situationsbericht lautet folgendermaßen: Berlin, im August 1894. ob der sich entwickelnden Tragödie ergriffen werden. In einer im Gasthaus" veröffentlichten Erklärung voll überaus bombastischen Inhalts versucht der Generalissimus des Saal befizerringes mit dem Muth, der ihm nun einmal eigen, die Vorwürfe abzuschwächen, die er früher gegen den sogen. ,, Berliner Verband" erhoben. Dieser tapfere Rückzug hat diese natürlich erst recht zu neuem Borstoß angeregt. An hervorragender Stelle bringt die Deutsche Gastwirths- Beitung" folgenden Offenen Brief" an den Vorsitzenden der Kommission der Saalbesizer Berlins und Umgegend: Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Gilbeck, Kellerei und Niederlage, SW., Berlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Branerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spietermann, Weberstraße 68. Brauerei Hildebrandt, Nowawes. Vertreter: H. Hensel, Krausenstraße 18. Tokales. P. P. " " Wie Ihnen bekannt sein wird, sind im Mai d. J. sieben und am 11. Juli cr. auch die übrigen zum Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend gehörige Brauereien von der hiesigen Sozialdemokratie in Berruf erklärt worden. Diese Verrufserklärung, welche den Zweck hatte, die Existenz der betreffenden Brauereien zu untergraben, sofern sie nicht bereit waren, sich dem Willen der sozialdemokratischen Partei unterzuordnen, hat zugleich eine Reihe von Gewerbetreibenden in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere waren es die Herren Gastwirthe, welche, Jn Nr. 66 des„ Gasthaus" vom 19. August 1894 steht eine soweit fie sozialdemokratisch gefinnte Arbeiter zu ihren Gästen Berichtigung mit Ihrem Namen unterzeichnet, worin gesagt ist, zählten, vor die Frage gestellt wurden, entweder auf diese zu daß dem Verband der Gast- und Schankwirthe für Berlin und verzichten, oder durch den Bezug von boykottfreien Bieren Umgegend Vereine angehören, welche mit der Sozialdemokratie Arbeiter, Parteigenossen! Der Boykott gegen das Brauerei die Sozialdemokratie in ihrem Kampfe gegen die Brauereien sympathisiren, und einige Vorstandsmitglieder des Berliner Verproßenthum, der von Euch seit einem Vierteljahr mit unverzu unterstützen. Es ist klar, daß diejenigen Gastwirthe, welche bandes als Sozialdemokraten bekannt seien. Diese Behauptung minderter Energie geführt wird, zeigt seine Wirkung in den sich dem Verlangen der Sozialdemokratie nicht fügten und werden wir solange für eine wissentliche unwahrheit vor allem diejenigen, welche zur Abwehr des ihnen gegenüber und Verleumdung bezeichnen, bis Herr Jakobi eine Erklämaßlosen Anstrengungen der Gegner, durch die Mittel des Lugs und ausgeübten Terrorismus nunmehr ihre Säle zur Abhaltung rung dahin abgegeben, welche Vereine und welche Personen er Trugs, durch elende Verdächtigungen aller Art, die Ursachen von sozialdemokratischen Versammlungen verweigerten, damit gemeint hat. So lange dies nicht geschehen ist, halten wir des Kampfes zu verschleiern und ihn als einen frivolen und un- eine mehr oder minder erhebliche Einbuße an Herrn Jakobi für den größten Sozialdemokraten der Gegenwart, zu welcher Annahme auch seine Handgerechten hinzustellen. Es wird aber nicht allein in der Presse ihren Einnahmen erlitten. Die Berliner Brauereien und sonstige hiesige Gewerbee lungsweise als Mitglied der Kommission berechtigt. und in Versammlungen diese Taktik der Verdächtigung geübt, man treibende haben es sich angelegen sein lassen, diese GastwirthDer Vorstand des Verbandes. schent auch kein Mittel noch so gewaltthätiger Natur, um an der für die ihnen hierdurch erwachsenen Verluste nach Möglich- H. Nümann. Ferd. Schönicke. G. Gehrandt. halten. Da aber einerseits die vor Albert Hente. tämpfenden Arbeiterschaft in Kleinlicher Weise Nache und Bergeltung teit schablos zu halten. Den größten Sozialdemokraten der Gegenwart wollen wir zu üben. Die Eaalabtreibereien, die Zwangsmaßregeln brutaler handenen Baarmittel bei der voraussichtlich langen Dauer des Boykotts nicht ausreichen dürften, dem Verbandsvorstand nicht weiter übel nehmen; die Hyperbel Unternehmer, die Heßereien einer gewiffenlosen Preffe, sind zu andererseits nicht nur die Berliner Brauereien, sondern das ist zu grotest, als daß sie uns beleidigen könnte. Wer sich aber drastisch, als daß sie nicht von der Arbeiterschaft auf ihre Be- gesammte Braugewerbe, sowie alle staatserbal- getroffen fühlt, das ist der furchtlose und wer weiß wie staatsdeutung hin gewürdigt werden sollten. Diese Gewaltanstrengungen ten den Kreise ein Interesse an der Durchführung dieses von erhaltende Saalbesitzerhauptmann. Der edle Kämpe wird durch der Sozialdemokratie heraufbeschworenen Kampfes haben, so hat die ihm angethane Schmach zu rasender Wuth entflammt werden zeigen, daß die von der Arbeiterschaft geführten Schläge der Verein der Brauereien beschlossen, sich behufs fernerer Unter- und was wollen wir wetten? spornstreichs zum Kadi wirken, daß die Macht des Boykotts von den Gegnern gefühlt stüßung der betreffenden Herren Gastwirthe au weitere Streise laufen! Die Saalverweigerer verdienen den Führer, den sie zu trotz des Indifferentismus dieser oder jener Kreise. zu wenden. allem übrigen Unglück sich haben aufhalsen lassen müssen, und wir gönnen ihnen diese Perle auch von Herzen, sintemalen der größte Sozialdemokrat der Gegenwart" wie kein Anderer dem Vorwärts" Stoff zu fideler Beschäftigung bietet. wird Heute haben die Arbeiter Berlins und der Umgebung Der unterzeichnete Verein erlaubt sich daher, auch an Sie Gelegenheit, zu zeigen, daß es ihnen in ihrem Kampfe völlig die Bitte zu richten, zu vorgenannten Zweden nicht nur felbft einen Beitrag zu gewähren, sondern in den Ihnen nahestehenden Ernst ist. Siebenunddreißig Versammlungen finden statt, Kreisen auch ant ere Personen zur Zeichnung eines solchen in denen sich die Arbeiterschaft über ihre fernere Stellung in zu veranlassen. bem gegenwärtigen Kampf äußern wird. Mit größter Hochachtung Der Verein der Brauereien Berlins und Umgegend. Brauerei, Aktiengesellschaft, zurücksenden. Die anliegende Lifte wollen Sie gefälligst an Schultheiß' In der Anlage überreichen wir eine Zeichnungsliste, die wir Arbeiter, Parteigenossen! Agitirt für diese Versammlungen! Sie bitten, nach entsprechender Ausfüllung an die unten anSorgt energisch dafür, daß fie namentlich von den Kreisen gegebene Adresse zurückgelangen zu laffen. besucht werden, die sich bisher noch indifferent verhalten haben, in die die Erkenntniß über die Bedeutung des gegenwärtigen Stampfes bisher noch nicht gedrungen ist. Der Boykott muß immer weitere Kreise ergreifen, das gesammte Proletariat muß Berlin N, Schönhauser Allee 36/39. sich der organisirten Bourgeoisie gerüstet gegenüberstellen, soll So, verehrtes bürgerliches Publikum, fiegt" der Brauereidie Macht des übermüthigen Unternehmerthums gebrochen ring und sein ſaatserhaltender Anbang über die„ fahnen werden. Der Werbung weiterer Kampfesschaaren sollen die heutigen Versammlungen dienen. flüchtigen" Schaaren der Sozialdemokratie! So ist das Verhältniß von Wunsch und Wirkung, von Traum und Wirklichkeit zu einander! " An die Gastwirthe Berlins und Umgegend! Um den regelmäßigen Bedarf an Bier seitens der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend zu decken, haben die verschiedenen außer dem Ring befindlichen Brauereien von auswärts felbft hier Niederlagen von ihren Bieren eingerichtet. Die unterzeichnete Kommission glaubt, daß dadurch ein jeder Gast- und Schankwirth, der seine Gäste befriedigen und denselben ringfreies Bier verabfolgen will, dazu in der Lage ist, umsomehr als wiederum zwei außerhalb bestehende Brauereien hier Niederlagen eingerichtet haben. Sollten dennoch unpünktliche und unregelmäßige Lieferungen von Bier vorkommen, so ersucht die Kommission, alle Beschwerden an die unten genannten Adressen zu richten, wonach dann das Weitere veranlaßt wird. Norden. Schebs, Reinickendorferstr. 7; Haferlandt, Bellermannſtr. 87. Osten. Lorenz, Stoppenstr. 47; Tempel, Langeftr. 65; Wilfe, Andreasstr. 26; Spielermann, Weberstr. 66; Staberna ct, Mühlenstr. 49a. Süd- Ost. Röhn, Naunynstr. 83; 3ubeil, Naunyntraße 86; Hente, Gr. Frautfurterstr. 73 und Naunynstr. 36. Süden und Westen. Schonheim, Gräfestr. 8. Charlottenburg und Schöneberg. Wernide, Charlottenburg, Krummestr. 19. Agitirt für zahlreiche Betheiligung, Parteigenossen! Herr Rösicke und sein Anbang erwecken in der That unser Mitleid, wenn wir sehen, wie übel sie mit ihren Freunden in Die Listen der boykottfreien Gastwirthe und der Presse daran sind. Die Pflicht dieser Herrschaften wäre es, Restaurateure, die am Sonnabend wieder insgesammt ver ein flares, die thatsächlichen Verhältnisse wiederspiegelndes öffentlicht werden, müssen bis spätestens heute Mittag 1/2 Uhr Bild zu zeichnen, das die um ihre Autorität und thr Eigenthum bein der Expedition abgegeben sein. Spätere Zustellungen können für die Sonnabend- Nummer auf keinen Fall berücksichtigt werden. sorgten Klaffengenossen des berühmten Ordnungshelden zuOpfern und Anstrengungen bewegen müßte, die sei auch im Effekt wirkuns,, Die Versumpfung des Bier Boykotts" bildet seit los, dennoch dem Ernst der Situation das entsprechende Relief einigen Tagen das fiändige Thema in der arbeiterfeindlichen gäben. Statt dessen geben sich die bezahlten und unbezahlten Ojch! Die Berliner Neuesten Nachrichten" schreiben: Presse. Kein Mensch kümmert sich mehr um den Bierverruf; in Breßtrabanten die erdenklichste Mühe, das bürgerliche Publikum Uniformirte Schuhleute sind seit der Rückkehr des Kaisers jetzt fompagnieweise formirten Schaaren werden die genasführten einzulullen und es über den wahren Stand der Dinge hinwegzuArbeiter rebellisch und fallen von den händeringend das täuschen. In der Zeit, wo die zähe Berliner Arbeiterschaft den felbst bei kleinen Reifen des Monarchen, nach Berlin 2c., sowohl fiehenden Führern ab; die boykottirten Brauereien machen Kampf mit unverminderter Energie führt, wo sie mit Umficht bei der Abfahrt wie bei der Ankunft auf der Wildparkstation Geschäfte, so flott, zuvor, und eitell und Eifer aus den bisher indifferentesten Schaaren heraus neuel anwesend, was seit langer Zeit nicht mehr der Fall war. Man = wie noch nie 9 führt dies auf die Verhaftung der Anarchistens drei gingen nun auf der Chaussee nach Nieder- Schönweide zu in Berlin zurück." " Soziale Uebersicht. " und zwar so, daß der ältere Noa sich immer gegen 100 Schritte vor Die Berliner Freifinnigen find hoch beglückt, daß Held Robert Noa die Schulz von hinten am Halse, hielt ihr den Bolts- Zeitung" aus Baden, ist nicht etwa eine Bezeichnung, die seinen Begleitern befand. Ju der Nähe des Leopold'schen Lokals packte Evangelisches Ablaßgeld, so schreibt man der Rölnischen Mund zu, um sie feines Programmentwurfes, wieder einmal zu seinem Volte herab in die angrenzende Schonung. Mit den Worten:" Dich mache Spötter erfunden haben, vielmehr wendet sie die protestantisch gestiegen ist. Daß er in einer Kleinen fürzlich abgehaltenen Be- ich heute falt, damit Du nicht mehr reben kannst!" zog er einen tonservative Badische Landpost" auf Verhältnisse im Amtsbezirk brachte einige der freisinnigen Demokraten" so aus dem von dem Obsthändler Rydzensti aus Neu Weißensee gehört Polizei- Abgabe von 5 M. den Sonntag hindurch arbeiten lassen, Häuschen, daß sie auf dem Nachhausewege in später Nachtstunde worden. Derselbe begab sich schleunigft an den Thatort, Noa benn die Arbeiter sich freiwillig dazu verstehen". Die Folge ist, diese Freudenbotschaft noch den Straßenpaffanten zuriefen. Einen ließ von seinem Opfer ab und ergriff die Flucht. Siegfried Noa Daß in einzelnen Gemeinden allsonntäglich gearbeitet wird. Begriff von der Gigenart" der freifinnigen Volkspartei, über hatte sich schon vorher aus dem Staube gemacht. Laut Anzeige Arbeiterinnenelend. welche der Leitartikler der Freifinnigen Beitung" heute phantafirt, des Mädchens ist die Verhaftung erfolgt. Nach ihrer Angabe Ausbeutung der weiblichen Arbeitskraft tam in der letzten Ein Fall von empörenber bekommt man durch den Anzeigentheil derselben Nummer, in der schulden ihr die Noa'schen Eheleute die Summe von 600 M. Sigung des Breslauer Gewerbegerichts zur Sprache. Die„ Oft. ein Herr August F. W. Krause unter" Familiennachrichten" und soll dies der Grund zu dem Attentat gewesen sein. Die ge- deutsche Wacht" berichtet darüber das Folgende: Die Schneiderin folgendes bekannt macht: Heute, am Tage der Veröffentlichung des Programme der richtliche Untersuchung ist eingeleitet. Fräulein Herzmann ist bei dem Schneidermeister Hesse mit freisinnigen Volkspartei, wurde uns ein gesunder kräftiger Junge Entdeckter Sittlichkeitsverbrecher. Aus Posen wird Mäntelnähen gegen einen Tagelohn von 1 M. beschäftigt gegeboren. Berliner Blättern gemeldet, daß in Obornit ein angeblicher wesen. Nachdem sie elf Tage daselbst beschäftigt war und die 21. August 1894. Arbeit von drei Mänteln geleistet hatte, sei ihr der Lohn vom Fleischergeselle festgenommen wurde, dessen Ausweispapiere welche Verbindung zwischen der Geburt des Knaben und der des aus steckbrieflich verfolgte Barbier Weiß erkannt worden, der vor anfertigen und der dritte Mantel erst in der Saison bezahlt Wir sind diskret genug, die Frage zu unterlaffen, ob und offenbar gefälscht waren. In dem Verhafteten sei der von Berlin Arbeitgeber mit dem Bemerken vorenthalten worden, daß jedes bei Hesse antretende Mädchen zwei Probemäntel ohne Entgelt freisinnigen Programmentwurfes besteht; wir wollen aber etwa Jahresfrist in der Hasenhaide eine graue Schwester überwünschen, daß der Junge kräftiger ist und sich respektabler entfallen und an ihr ein Sittlichkeitsverbrechen verübt hat. würde. Auf Befragen will Verklagter der Klägerin bei ihrem wickelt als der Entwurf, der unberufen" jetzt schon halb und Engagement erklärt haben, daß er sie nur annehme, wenn sie halb zu den todtgeborenen Kindern gerechnet wird. Aus Gram über die Untreue feiner Gattin hat sich zwei Mäntel vorher umsonst nähe. Den geforderten Preis für heute früh der 56 Jahre alte Kommissionär W. Bäthge in seiner den dritten Mantel finde er zu hoch, da seine Schneidermädchen Wohnung, Universitätsstr. 2, erhängt. Während der Mann im nie mehr als 75 Pf. für einen Mantel erhielten. Das Ge= Krankenhause darniederlag, verkaufte feine Gattin die Einrichtung werbegericht fand diesen Preis für zu gering und entschied, da der Wohnung und entfloh mit einem Kunstreiter nach Italien. Die Klägerin die Anfertigung von Probemänteln zugeben mußte, Das aus der Ehe mit Bäthge entsproffene Kind hatte die Treu- zur Zahlung von drei Mart für den dritten angefertigten lose mit sich genommen. Mantel. Wie die Mirbachkirche von innen aussieht. Die vor: nehmste und stilvollste der Stätten, in denen der staats- und religionserhaltende Ordnungsmann seinem Gott dient, wird von einem reformirten Kirchenblatt in folgender absprechenden Weise beschrieben: Welch ein während des Baues gesteigerter Aufwand für den Altar, daß die ursprünglich dafür angelegten 6000 bis 7000 Bolizei- Gefängniß ein wegen Diebstahls verhafteter Arbeiter in Strafbefugnisse von Mitgliedern der Schuldeputation gegenüber Polizeibericht. In der Nacht zum 22. d. Mts. wurde im ,, Sut ab", vor dem Diener des Herrn! Betreffend die Mart auf 70 000 M. gestiegen find! Ein römischer Hochaltar kann feiner Zelle erhängt vorgefunden. Am 22. b. M. Nachmittags Schülern hat die Regierung zu Erfurt eine wichtige Entscheidung faum pomposer aufgebaut werden. An dem aus weißen Sand- fiel ein Knabe von dem Eisengitter der Einfahrt zur Kaserne an getroffen. Anlaß dazu gab folgender Vorfall: Der Pfarrer steinquadern gewölbten Triumphbogen, der den Chor vor dem der Ecke der Krupp- und Feldzeugmeisterstraße herab und brach S. Schiff abschließt, kommen die Statuen von Luther und Melanch: den Unterschenkel. ging an einer Anzahl zum Turnen aufgestellter thon zu stehen. Ihre in Stein gehauenen Gestalten halten nicht Ziegelstraße ein Mann mit bedeutenden, anscheinend von einem nicht die gebührende Ehre erwiesen wurde, rief er den Knaben In der Nacht zum 23. D. M. wurde in der Schüler vorbei. Da er glaubte, daß ihm im Grüßen allein Einzug in das Gotteshaus mit ihnen und in gleicher alle herrührenden Verletzungen am Kopfe und am Unterschenkel zu: Sut ab!" und fügte tadelnd hinzu:" Ist das eine Weise wie sie an hervorragender Stelle an den übrigen Pfeilern angetroffen und nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Art und Weise!" Zwei vor dem Lehrer stehenden Schülern der Kirche die Statuen derjenigen Fürsten und Fürstinnen Tages fanden drei Brände statt. des Hohenzollernhauses, die sich um die evangelische Kirche besonders verdient gemacht haben. Hier wäre wohl ein Wort der Begründung und Rechtfertigung für eine Neuerung, durch die eine evangelische Kirche in eine Art Ahnensaal des Herrscherhauses umgewandelt wird, dringend erforderlich gewesen; auch irgend ein Hinweis, wie sich denn Die firchliche Behörde zu solcher Neuerung geäußert, oder ob sie Stationen. dabei gar nicht um ihre Ansicht gefragt wurde." Witterungsübersicht vom 23. August 1894. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden. München Wien Wegen seiner Naivetät verdiente das reformirte Kirchenblatt Prügel. Zu einer Zeit, in der vor Allem in Preußen Thron und Altar das dringendste Interesse daran haben, angesichts der siegreich vordringenden Sozialdemokratie fest und fefter zusammen zu halten, versteht es sich doch ganz von selber, daß auch den um die Kirche verdienten" Fürsten der entsprechend erhabene Platz in einem evangelisch- lutherischen Gotteshause bereit gehalten werde. Weiß das reformirte Blatt denn gar nicht, daß die lutherische Kirche ihre geistige Macht" einzig dem innigen Anschluß an die Meinungen der weltlichen Machtinhaber ver- Petersburg Haparanda Aberdeen. dankt? Barometer stand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 428IRT46432 Wetter halb bedeckt heiter Temperatur ( nach Celsius 50.40 R.) E 760 14 763 • 763 764 WSW NW 13 heiter 1 766 bedeckt wolkenlos 765 SM 1 753 G 760 756 13 15 16 Dunst 14 wolfig 15 woltenlos 14 bedeckt 16 762 NW wolfig 750 DEO bedeckt schlug er durch je einen Schlag an den Hinterkopf die Hüte herunter und schritt dann, ohne sich um den Lehrer zu kümmern, weiter. In der Schuldeputation vertheidigte er sein Auftreten mit seinen Rechten als Mitglied der Schuldeputation. Als solches sei er der Vorgesetzte des Lehrers, verpflichtet, über Anstand und gute Sitte in der Schule zu wachen, auch berechtigt, für fich einen Gruß zu fordern und im Verweigerungsfalle Selbsthilfe walten zu lassen. Diesem Standpunkt entsprechend wiederholte er einige Wochen später denselben Auftritt auf dem Schulhofe. Die fönigliche Regierung, vor welche die Angelegenheit nun gelangte, entschied folgendermaßen: Die Ansicht, von der sich der Pfarrer hat leiten lassen, ist irrig und in ihren Konsequenzen bedenklich. Nicht das einzelne Mitglied der Schuldeputation ist der Bor gefeyte des Lehrers, sondern die Deputation als Ganzes. Daher hat ohne besonderen Auftrag das einzelne Mitglied fein Recht, dem Unterrichte beizuwohnen, sondern nur die Deputation als Ganzes nach einem gefaßten Beschlusse. Noch weniger fann ein Mitglied der Deputation Betreff der Zucht und des Unterrichts selbständig handeln und Befehle ertheilen. Wenn der Pfarrer glaubte, daß Lehrer oder Schüler ihm gegenüber ihre Höflichkeitspflichten nicht genügend erfüllten, so hätte er sich beschwerdeführend an den Rektor oder die Schuldeputation wenden müssen. Sein Auftreten sei Lehrers zu untergraben. Für den Wiederholungsfall droht die als Uebergriff zu bezeichnen und geeignet, die Autorität bes Regierung die Entziehung der Mitgliedschaft der Schuldepution an. Eine neue Verordnung über die Sonntagsruhe im va beu Sandelsgewerbe hat der Frautf. Zeitung" zufolge die bayrische Regierung für München und Oberbayern erlassen. Damit werden einerseits einige Zugeständnisse gemacht, anderseits Erschwerungen eingeführt. An den Begünstigungen sollen die keinen dort die Aufsicht führende Schuhmann trat kurz entſchloſſen und kann, lehrte eine Berhandlung, welche geſtern vor der 187. Ab- Schweinemegger, Konditorwaaren, Delikatessen, Milch-, Obst, Wie man zu einer Anklage wegen Beleidigung kommen Antheil haben, die neben den begünstigten Waaren( Bäckerei, militärisch stramm salutirend auf den Kommandeur zu und meldete aut Kommandanturbefehl marschiren die Bataillone theilung des Schöffengerichts gegen ein Fräulein St. stattfand. Käse) auch nicht begünstigte führen. Sofern die infolge der neuen Anordnung an Sonn- und Festtagen gestatteten Arbeiten länger in 200 Meter Abstand!" Dieser nickte lächelnd und sprach, in- Die Angeklagte, eine alleinstehende, ältere Dame, hatte in diesem als 5 Stunden dauern oder die Arbeiter am Besuch des Gottesdem er seinem Adjutanten einen Wink gab," Wenn er recht hat, Frühjahre in Erbschaftssachen mit dem Gerichte zu thun. Es 8. die Gewerbetreibenden verpflichtet, jeden - hat er recht!" Die Abstände wurden dann dank der Schneidig gerechte Abfaffung der Angeklagten Schwierigkeiten machte. Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntage volle 36 Stunden, Cort. Die von der Lohnkommission der Böttcher abgestempelte Liste Nr. 4616, auf welcher ein Betrag von 5 M. 50 Pf. ge- Paris zeichnet ist, wurde als verloren angemeldet. Der Finder wird gebeten, diese Lifte Lichtenbergerstr. 21 bei Heise abzugeben. Polizeiliche Schneidigkeit am rechten Platze. Durch einen gewandten Schuhmann, so meldet die„ Voj. Ztg." wurde gestern am Potsdamer Platz eine drohende Verkehrsstörung verhütet. Als zu einer Zeit, da der Verkehr feinen Höhepunkt erreicht, Die Zwölfer" den Potsdamer Platz paffirten, um sich nach der in Moabit gelegenen Kaserne zu begeben, geschah es, daß das ganze Regiment geschlossen sich anschickte, den Platz zu überschreiten, wodurch eine gewaltige Verkehrsstockung zu entstehen drohte. Der Publikum giebt. 13 17 Wetter- Prognose für Freitag, den 24. Angust 1894. südwestlichen Winden und leichten Regenfällen. Etwas fühleres, vorwiegend trübes Wetter mit mäßigen Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Nachdem sie von Pontius zu Pilatus gelaufen war, " Ein Milchstreik. In seiner letzten Sigung beschloß der Schuhmann Nachahmer. Bisher hat im polizeischneidigen Berlin das herrliche Kriegsheer noch verdammt wenig davon verspürt, lagte fie ihre Noth einem Beamten, bei dem sie sich Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends von der Arbeit freizulaffen. daß es bei militärischen Aufzügen auch eine Rücksicht auf das genug, ihr die Eingabe sofort aufzusetzen. Seine Gesinnung Pößnec er städtische Verein in anbetracht der günstigen Futterebenfalls Auskunft geholt und dieser war menschenfreundlich änderte sich aber, als er nach dem Fortgange der Angeklagten Verhältnisse die Hausfrauen aufzufordern, fünftig nur 15 statt Von einem Bauernfänger geprellt wurden am Dienstag auf seinem Tische unter einem Bogen Papier einen Thaler fand. 18 Pf. für den Liter Milch zu zahlen. in der Köpenicker Haide zwei junge Handwerksburschen. Die Er erstattete Anzeige wegen Beleidigung. Jun Termine ver felben hatten sich in der Haide gelagert, als ein Mann sich zu sicherte die Angeklagte unter Thränen, daß ihr jede Diebstahl und Kleptomanie. Wegen Wegnahme eines ihnen gesellte und ein Gespräch mit ihnen anknüpfte, in dessen beleidigende Absicht ferngelegen habe. Während der Beamte Objektes im Werthe von 30 Pf. 3 Monate Gefängniß. Ein Verlauf er sich als ein Handelsmann Böttcher aus Nixdorf vor- für sie geschrieben, habe sie ihn gefragt, ob sie sich für Handarbeiter aus& otdorf in Sachsen stahl seinem Nachbar stellte. Bald zog B. auch Karten hervor und nun wurde das seine Mühwaltung erkenntlich zeigen dürfe. Da der Schreibende mehrere Bretterſtücken, um sich ein Blumenbrett daraus zu machen. berüchtigte„ Kümmelblättchen" entrirt, bei welchem zunächst die mit dem Kopfe genickt habe, habe sie ihm leise einen Thaler hin- Er schlich sich zu diesem Zwecke in das Gut ein, wurde aber, als er das Holz hinaustrug, dabei erwischt. Er würde sich beiden Handwerksburschen gewannen. Aber schon nach kurzer geschoben. Der Zeuge erklärte, daß er von der Frage nichts als er das Holz hinaustrug, dabei erwischt. Er würde sich Zeit wendete sich das Glück und B., der augenscheinlich gezintte" gehört habe, fie tönne ihm aber entgangen sein, da er schwer sicherlich nicht an dem Eigenthum seines Nachbars vergriffen Starten hatte, gewann Spiel für Spiel, bis die beiden Hand- hörig fei. Der Staatsanwalt beantragte trotzdem eine Geldstrafe haben, wenn er gewußt hätte, welch' hohe Strafe er dafür ers werksgesellen nicht nur ihre geringe Baarschaft, sondern einer von 30 M., der Gerichtshof folgte aber den Ausführungen des halten würde. Die 5. Ferienstrafkammer des Dresdener Land derselben auch seine Taschenuhr verspielt hatten. Der angebliche Bertheidigers, Rechtsanwalts Bosner, und sprach die An- gerichts verurtheilte ihn wegen Rückfallsdiebstahl zu 3 Monaten Böttcher gab den Beiden nun seine Adresse und versprach, ihnen geklagte frei. Gefängniß. Man ließ mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte Arbeit zu verschaffen, worauf er sich eilig entfernte. Als die nur geringe Vorstrafen verbüßte und daß das gestohlene Objekt beiden Wanderer ihren neuen Bekannten aber in Rigdorf auf- Bülowstr. 40 gelegene Wohnung verschlossen, alle Fensterläden erkannte deshalb auf die mindest zulässige Strafe für RückfallsBruse's Patent. Der Baumeister H. hatte seine im Hause nur einen so geringen Werth repräsentirte, Milde walten und suchen wollten, mußten sie die trübe Erfahrung machen, daß fie die Opfer eines Schwindlers geworden. Jetzt erst wurde Beiden herabgelassen und war mit seiner Familie in die Sommerfrische diebstahl. Wie glückliche Menschen sind doch dagegen die Klar, daß sie einem Bauernfänger in die Hände gefallen waren Stunden im Komptoir beschäftigt, welches Licht vom Hofe aus fchließlich in der besseren" Gesellschaft in die Erscheinung tritt. gegangen. Nur sein Techniker Walter war während einiger Kleptomanisten", eine Spezies von Spizbuben, die aber fast ausund erstatteten daher der Polizei Anzeige. Vielleicht gelingt es empfing. Am Nachmittage des 18. Juli hörte Walter, daß die mit Hilfe des Verbrecher- Albums, den angeblichen Böttcher zu Klingel an der Korridorthür gezogen wurde. Er näherte sich leise der Thür, öffnete aber nicht. Nach einer Weile hörte Sittlichkeitsverbrechen. Am Donnerstag früh gegen 6 Uhr Walter, daß jemand an dem Schloß herumarbeitete, man ermitteln. Nun Gewerkschaftliches. hörten die Bewohner des Hauses Kürassterstr. 19 Hilferufe. Das versuchte dasselbe mittels Nachschlüssels 8& r sah einen einigungen) halten vom 8. bis 8. September in Norwig einen ungefähr 12 Jahre alte Mädchen des Arbeiters B. in der sprang er hinzu und öffnete die Thür. Die englischen Trades Unions( gewerkschaftliche Ver Kürassierstraße, das für einen hiesigen Bäcker Semmeln austrägt, Menschen, der die Treppe hinabeilte. Walter verfolgte wurde von einem mit schwarzem Rock und hell farrirter Hose ihn, holte ihn ein und ließ ihn festnehmen. Es war der Tischler schusses werden dort unter Anderen John Burns, Tom Mann, Rongreß ab. Nach der Bekanntgabe des parlamentarischen Ausbekleideten Menschen hinter der Thür des Hinterhauses auf Wilhelm Bruse, der durch die herabgelassenen Fensterladen ans. Mawdsley, Sam. Woods, Wilson erscheinen. Das zur Dis gelauert und gewürgt. Als der Unhold sah, daß durch das gelockt, zweifellos hatte stehlen wollen, denn man fand bei ihm J. Mawdsley, Sam. Woods, Wilson erscheinen. Das zur Dislaute Schreien des armen Kindes sein Vorhaben vereitelt war, ein Bund tunstvoll gearbeiteter Dietriche und Nachschlüssel. Eussion gestellte Programm enthält: Gesetzlicher Achtstundentag, stieß er es in den mehrere Stufen tiefen Keller hinab und ent- Gestern stand Bruse vor der zweiten Ferienstraffammer des ferner Verbesserung der Fabrikgesetzgebung, Kinder in Bergwerken, floh. Glücklicherweise wurde das Kind nicht gefährlich verletzt. Landgerichts I. Wider Erwarten legte er sich aufs Leugnen. Unternehmer- Haftpflichtgesetz, Verstaatlichung der Bergwerke und Als der That dringend verdächtig ist ein im selben Hause woh- Daß ich mit einem Nachschlüssel im Schloß war, bestreite ich Eisenbahnen, Föderation aller Gewerbe, die Arbeiter und die nender Kellner verhaftet worden. nicht, aber hoher Gerichtshof, es war nicht meine Absicht zu Bekleidung öffentlicher Aemter 2c. Unter eigenthümlichen Umständen wurde am Donnerstag stehlen" Aber Angeflagter, was wollten Sie denn?" fragte Aber Angeklagter, was wollten Sie denn?" fragte Verbandstag deutscher Schneider und Schneiderinnen Abend 6% Uhr die Verhaftung eines Baares vollzogen, daß sich, der Vorsitzende verwundert. Ja, fehen Sie meine Herren", er zu Erfurt. Der Verbandstag wird am Mittwoch, den 22. August, Abend 6% Uhr die Verhaftung eines Paares vollzogen, daß sich, widerte der Gefragte mit treuberziger Miene, ich hatte gehört, Bormittags 8 Uhr, vom Vorsitzenden Holzhauser- Flensburg er anscheinend um zu stehlen, in die Auguftstr. 40, 1 Tr., belegene daß der Baumeister H. sich damit gerühmt hatte, daß er ein öffnet. Anwesend sind 29 Delegirte, außerdem ein Vertreter des Wohnung eines Herrn Lange eingeschlichen hatte. Bevor die beiden ein Stück der im Hause befindlichen Werthfachen angerührt hatten, kunstschloß habe anbringen lassen, welches tein Mensch zu öffnen Ausschusses, ein Vertreter der Kommission zur Verwaltung bes war bereits die Polizei auf dem Plan. Während die Frau, die im Stande sei. Ich dachte nun, wenn ich es mit einem meiner Streits- und des Agitationsfonds aus Braunschweig, der Redak sich im Alter von etwa 40 Jahren befindet, sich ohne weiteres Schüssel offen friegte, denn könnte ich mir denselben patentiren teur der Fachzeitung und der Vorsitzende. Die letzteren vier Kolverhaften ließ, sprang ihr im gleichen Alter befindlicher Begleiter Versuch an, aber stehlen? daran habe ich nicht gedacht." laffen und viel Geld damit verdienen. Deswegen stellte ich den legen haben nur berathende Stimme. aus dem ersten Stockwert auf den Hof, wo er anscheinend unIn das Bureau werden gewählt: Mahlle- Flensburg und verletzt aufgegriffen wurde. Beide wurden dem Polizeibureau in Ernst zu bewahren. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Dresden, Möbius- Leipzig und Knoop- Frankfurt a. M. als Schrifts Der Gerichtshof hatte Mühe, bei dieser Erflärung den Timm- Berlin als Vorsitzende, Kämming- Stettin, Wistinghausender Linienstraße zugeführt. einmal Borbestraften ein Jahr Gefängniß, der Gerichtshof er- führer. tannte aber auf ein Jahr Zuchthaus. Wegen eines Mordversuche wurde Mittwoch früh der Der Vorsitzende erstattet den Geschäftsbericht der Verwaltungs 17jährige Handlungsgehilfe Robert Noa in Grünau verhaftet Wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen, begangen an periode vom 1. Oktober 1892 bis zum August 1894. In dem 10 wurde gestern der Maurerpolier 10 Jahre ältere Bruder des Verhafteten, Namens Siegfried Noa, Dtto Dühring von der zweiten Ferienftraftammer des 188 Orten 7100 Mitglieder besitzt. Jezt befißt der Verband in 226 Drten gegen 9000 Mitglieder, ungerechnet einer großen An Pensionat besitzen, verlobt. Am Montag, den 20. D. W., fuhren Landgerichts I zu einer Zuchthausstrafe von sechs Robert Noa mit der Braut des Bruders, Margarethe Schulz, Jahren verurtheilt. nach Adlershof und trafen dafelbft den Siegfried Noa an, Alle ist mit dem Dienstmädchen seiner Eltern, welche in Grünau ein sahl, welche sich jetzt auf der Reise befindet. New aufgenommen wurden in dieser Periode gegen 12.000 Mitglieder, welches er Giebt, daß die Mitgliederzahl sehr fluttuirt. Der Kaffenbericht ergiebt eine Gesammteinnahme von 115 707,51 M., welcher eine Gesammtausgabe von 91 580,12 m. gegenübersteht, so daß ein Bestand von 24 177,89 M. vorhanden ist. Unter den Ausgaben figuriren für: Reise- Unterstützung J20 993,71 M. Lokalausgaben der örtlichen Verwaltungen. 4 463,50 Agitation Fachzeitung An die Generalfommission Gehälter und Entschädigungen. An Streit- Unterstügungen. " 5 009,51 " 23 706, " 1 825,20 " • 4 353, " 10 787,20 " Der Streik der schottischen Berglente, welcher( bereits fieben Wochen währt, dauert fort. Bis jetzt ist noch keine Ausficht vorhanden, daß er beigelegt würde. Die Noth ist unter den schottischen Bergleuten eine viel größere, als sie unter den englischen während des Streits gewesen ist. Ueber den jetzigen Stand des Streits schreibt der Genosse August Siegel, der fich bekanntlich in Schottland niedergelassen, an die Rhein. Westf. Urb.- 3tg." unterm 17. Auguft wie folgt: Muirfirt ( Schottland). Gestern fand eine Delegirten- Konferenz in Glasgow ftatt. 80 Delegirte waren anwesend, welche vertraten 69 602 Bergleute, davon stimmten 26 Delegirte, Vertreter von 14 826 Mann, für 6 Pence Zulage pro Schicht, und 60 Delegirte, Ver treter von 54 776 Bergleuten für 1 Schilling Zulage. Also mit 39 950 Majorität wurde die Forderung von 6 P. verworfen. Die Angaben der bürgerlichen Blätter sind unwahr, auch ist noch Niemand zur Arbeit zurückgekehrt. Der Streit dauert unver ändert fort. Leider ist die Angabe über die mangelhafte Unterstüßung und über die Noth, die unter den Streifenden herrscht, nur zu wahr, aber trotzdem spricht Niemand von Wiederaufnehmen der Arbeit, es scheint, je größer die Noth, desto zäher der Kampf! In Muirfirt ist eine Boltstüche errichtet worden, die Bürger thun, was sie können, um die Noth zu lindern. Der evangelische Pastor erklärte in der Versammlung, er wolle alles hergeben, was er besige, und forderte die Bürger auf, seinem Beispiel zu folgen. Da wird fein Wort von Unterwerfen gesprochen. Wie ganz anders verhalten sich die Geistlichen in Deutschland! Ein großer Farmer, der bei dem Sammeln für die Streifenden nichts gegeben hat, hat seine Butter und Milch nicht mehr verkaufen können. Nach 14 Tagen roch er endlich den Braten. Er schickte schleunigft 100 Schilling an das Streittomitee. Ebenso ist es zweien Geschäftsleuten gegangen. Man ersieht daraus, welche Macht die Arbeiter haben, wenn sie nur einig find. Welche Ausbeuter unsere Grubenbarone sind, das geht daraus hervor, daß sie im vorigen Jahre 30 pCt. Dividende vertheilt haben, während sie gleichzeitig den Arbeitern den niedrigsten Lohn zahlten, der je in Schottland gezahlt worden ist. Das ist in der letzten Versammlung den Leuten vor Augen geführt worden und die Bergleute haben nicht wenig gestaunt über ihre arbeiterfreundlichen, Brotgeber", über welche jetzt nicht allzu schmeichelhafte Urtheile laut werden. Für alle die Noth, die jetzt unter dem Voite herrscht, werden die Grubenbarone verantwortlich gemacht und überall hört man nur die Worte: Der Streit muß unbedingt gewonnen werden!" Wir wollen Das beste hoffen. Derlammlungen. " Die bei Stellenlosigkeit. Auf Antrag Blum wird dem Vorstande E. R. Gin Antrag auf Bestrafung wegen Hausfriedens. anheimgegeben, in einer der nächsten Bersammlungen das Thema bruchs fann überhaupt nicht, ein solcher wegen Sachbeschädigung Unterstützung bei Stellenlosigkeit", nochmals auf die Tages- tann nur dann giltig zurückgenommen werden, wenn die Handordnung zu sehen und dazu eventuell einen Referenten und Kor- lung von einem Angehörigen des Antragstellers verübt ist. referenten zu bestimmen. Ein Antrag des Borstandes betreffs wenn auch rechtsungiltige Antragsrücknahme pflegt den Erfolg Schaffung einer Gruppe zur Vertheilung von Flugblättern, zur zu haben, daß eine gelindere Bestrafung eintritt. Einfassirung restirender Beiträge zc. wurde den Borstand über- A. 2. 35. An die Schuldeputation. wiefen. M. W. 100. Ein Geschenk tann innerhalb 6 Monaten nach Hingabe, aber nur durch ein von einem Gerichtsvollzieher zuzustellendes Schriftstück zurückgefordert werden. In Pankow referirte am 20. Auguft vor einer von Frauen und Männern gut besuchten öffentlichen Volksversammlung, die den Saal von Störr bis auf den letzten Platz füllte, Reichstags Sch. Für Erfah der durch Kinder Fremder, durch Hagelabgeordneter Stadthagen über das Thema:" Lumpengesindel, schlag 2c. zerschlagenen Fenster haftet der Wirth, falls nicht Polizei und Brausewetter". Während des Vortrages fam es zu das Gegentheil im Vertrag vereinbart ist. einer kleinen Störung seitens des überwachenden Beamten, der W. H. Nein. vom Borsigenden verlangte, daß er dem Redner zur Ordnung rufe. Vorschuß 57. Ihr Sohn, nicht Sie, hat aufzukommen. Der Referent verbat fich indeß energisch diese Störung des Beamten W. K. Hennigsdorf. Weder zum Verkauf noch zur Einund forderte ihn auf, ruhig zu fein, aufmerksam zuzuhören und sich behaltung des Wagens war der Gläubiger verpflichtet. Der zu seßen; zum Stören sei er nicht da. Diese eindringlichen Ermah- Familienvater tann auf vollen Schadensersatz tlagen. nungen verfehlten dann auch ihre Wirkung nicht, und verhielt Familienvater kann auf vollen Schadensersatz klagen. 1520. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr mit den Ber sich der Beamte hinfort bis um 11 Uhr, 100 er, mie trägen vor. in Niederbarnim üblich, die Versammlung auflöſte, ruhig. W. M. B. 20. Dem Lehrling, der in einer nicht vers Bum Schluß gelangte sodann folgende Resolution zur Annahme: ficherungspflichtigen Schmiede angestellt, aber auf einen Bau be Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des schäftigt war, ist Unfallrentenberechtigt. Er soll den Unfall Referenten einverstanden. Sie dankt Herrn Landgerichtsdirektor Brausewetter dafür, daß durch seine Art der Leitung in dem und seinen Anspruch auf Unfallrente schleunigst bei der Polizei und bei der Bau- Berufsgenossenschaft anmelden. Arbeitslosenprozeß vielen Indifferenten der Werth der Klaffen$. A. 100. 1-3: Nein. Buständig für Forderungen eines gesetzgebung und Klassenrechtsprechung klar geworden ist. Die Bersammlung verspricht, mit allen Kräften für die Ziele der fondern das Amtsgericht. 4. Ja. Portiers gegen den Hauswirth ist nicht das Gewerbegericht, Sozialdemokratie zu agitiren." Unter Berschiedenem machte die Lokalfommission bekannt, daß das Lokal von Burschet wieder gesperrt ist. Wegen vor gekommener Biermogeleien sperrte die Versammlung auch die Lokale von Köhler, Meier und Wiemer. Eingelaufene Druckschriften. Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die poft oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 m. III. Die Nr. 30 vom 28. August hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Dr. David, Gießen: Sur Landagitation in Mitteldeutschland. M. Beer, London: Die sozialinische Arbeiterbewegung in Polen.( Schluß). Parteitag der Sozialdemokratie Bolens. Parteinachrichten. man uns behandelt. Arbeiterschutz. Sozialdemokratische statistische Frrlehren. II. 1 te Arbeiterverhältnisse in der Hausindustrie. Die Arbeitszeit in der Großinduftrie. Die Berg arbeiter in Rheinland- Westfalen. Aus Holland. Die Achtstundenbil für die englischen Bergarbetter. Einwanderung in England. Bewert fchaftliches. Bermischtes. Gulen und Krähen. V.- Todtenlifte. Literatur. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Setnr. Braun ( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die foeben erschienene Nummer 47 enthält unter anderem: Der Entwurf eines Agrar: gefeßes für Sizilien. Von Universitätsprofeffor Dr. G. Salvtolt. internationale Kongres für Bollgefeßgebung und gefeßliche Regelung ber Arbeitsverhältnisse. Bon Rechtsanwalt Dr. E. Bind. Roblenfiaub Explosionen. Von Barrister Stephen N. For. Die Durchschnittslöhne in ben wichtigsten Bergbaubezirten Preußens. Kartell sächsischer Kammgarnfärbereten. Internationaler Kongreß der Bigarren- und Tabatarbeiter. Englischer Gewerkschaftstongreß. Eine neue Arbeiterorganisation in Amerita. Bur Statistit der Wohnungsnoth. Won Hugo Böttger, Quartier operaii in Mailand. Der Der Grütlianer für das Jahr 1895. Berlag des Grütlivereins in Zürich. Die Hygiene der Keuschheit. Von Dr. med. Th. G. Kornig. Berlin und Leipzig. S. Steinig' Berlag. Die reformirte Medizin. Bon G. Chr. Krohn. Berlin, Krohn's Selbstverlag, Unter den Linden 47. Patriotismus und Christenthum. Von Graf Leo Tolstot, beutsch von Adele Berger. Berlin SW, Berlag Hugo Steiniz. " Dermischtes. G. 1. 100. Nein. Ist eine mit Kindern gesegnete Gheob durch Tod oder durch Urtheil, ist unerheblich getrennt, und sind die Kinder noch minderjährig, so muß in Preußen vor Eingehung einer neuen Ehe die gefeßliche Abfindung mit den Kindern nachgewiesen oder ein Erlaubnißschein des Vormundschafts- Gerichts beigebracht werden. E. N., E. 100, Bock. Ja. E. 2. 100. Der Vorsitzende des Vereins der Zapezirer ist nicht Wachsen, sondern O. Pönicke, Greifswalderstr. 214. H. B. Dortmund. Dem Herrenhause gehören die Genossen Knudsen und Andersen an. Außer den Genossen Hördum und Holm, die in Kopenhagen gewählt sind, gehört Jennsen dem Landtag an, gewählt von einem rein ländlichen Wahlfreis. Libertas. Münden. Der Vorsitzende des Arbeiter- SängerBundes ist: Ad. Neumann, Pasewalkerstr. 3, Berlin. M. St. 1. Die Legislaturperiode des Reichstags dauert seit dem Gesetz vom 19. März 1888 nicht mehr 3, sondern 5 Jahre. Für dies Gesetz hat nur der Kartellkloß gestimmt. 2. Nein. 3. Dem Kaiser steht nach Artikel 17 die Ausfertigung und Verkündigung der Reichsgesetze zu. Ist ein Gesetz von Bundesrath und Reichstag beschlossen, so ist es zu verkündigen. G. G. 25. Ohne Genehmigung des Verfassers einen Roman in ein Libretto umzuschreiben, ist unanständig und strafbar. D. K. Beitgrenze ist nicht vorhanden. $. M. 1000. 1. Nein. 2. und 3. unverständlich: sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. A. B. Der Lehrer hat Recht. Briefkaffen der Expedition. M. S. B. Gewiß; Sie können Emilia Galotti auch schon für 10 Pf. in sehr hübscher Ausstattung durch die Buchhandlung des Vorwärts" beziehen; bei Bezug durch die Poft 3 Pf. Portozuschlag. " To German Singing and Reading- Club's Holyoke, Mass. 24,74 m. erhalten, hiervon an die Expedition des Sozialdemokrat" 4,- M. Ihr Abonnement geht. bis 1. Juli 1895. H. Oswald, Philadelphia, Ihr Abonnement läuft bis 18. Oftober 1894. 3 = In der öffentlichen Versammlung aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am 21. d. erfolgte die Aufstellung von Kandidaten zu Gewerbegerichts- Beifizern. Als definitiver Beisitzer- Kandidat wurde der bisherige Beisitzer 2 and, als Ersatzmann Summert gewählt. Als zweiter Ersaßmann wurde für einen event. Bedarfsfall Betiora ernannt. Hierauf erstattete der Delegirte zur Gewerkschaftskommission Bericht. Der angekündigte Vortrag Die Cholera. Der Staatskommissar für das Weichfelgebiet des Genossen Dr. Heymann mußte wegen Ausbleibens des meldet: Cholera ist bakteriologisch festgestellt bei dem am felben ausfallen. An die Kollegenschaft erging die dringende 19. August in das hiesige städtische Lazareth eingelieferten Rind Mahnung zur Organisation und zur Sammlung für den Dis. aus Althof, bei zwei in der letzten Nacht verstorbenen Personen positionsfonds. Bum Beweise dafür, daß die Hutmacher ihrer( Vater und Kind) aus Plehnendorf, bei einem Kinde aus Weichselmünde, bei einem Arbeiter aus Althof, bei einem Flößer aus Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen fernet folidarischen Berpflichtung nach Kräften nachgekommen, wurde Rosenthal bei Löbau, bei zwei am 20. Auguft Verstorbenen und ein: Gef. von den Musikinstrumentenarbeitern beim Sommernachtsmitgetheilt, daß im Laufe des letzten Jahres( Mai 1893-94) aus einer Frau aus Gollub. In der Mottlau sind nächst der Schäferei ball d. Görig 11,25 M. Von Kollegen unter den Linden 3,85. dem Dispositionsfonds u. A. folgende Ausgaben bestritten wurden: An die Bergarbeiter 100 M., Filzschuharbeiter 20 M., Partei- Cholerabazillen nachgewiesen worden. In Amsterdam sind Prahl 1,-. V. b. Bauarbeitern b. Bernardt, Bremerstr.( Bantow) fonds 200 M., Kürschner 50 M., Steinmetzen( Dresden) 100 m., am Mittwoch 8 Cholera Erkrankungen, in Maastricht eine Erd. Seßmann 9,65. B. 22 8,-. Stiftungsfest d. Arb.- Bildungsver. in Lithographen und Steindrucker( Brandenburg) 50 m., desgl. frankung und zwei Todesfälle und in Haarlem eine Erkrankung Johannisthal Nieder- Schönweide( Amerikanische Auktion) 18,45. Schlächter R., Nieder Schönweide 1,- Bertrauensmänner100 M., Schuhmacher 50 M., Hutmacher( Wien) 300 M., desgl. vorgekommen. 100 M., Schuhmacher( Burg) 150 M., Böttcher 50 M., Brauer 50 M., Brandunglück. Rom, 22. Auguft. Nach einer Meldung Versammlung des Deutschen Holzarbeiter Verbandes in Moabit zusammen 1320 M. Weiter bewilligte die Versammlung den der Agenzia Stefani" aus Messina brach in einem pyrotechnischen 5,96. Neun Mann vom Gesangverein Oberon, Amerikanische Werkstatt Jungnickel, Langestraße 103 2,-. Brauereiarbeitern 100 Mart. Bezüglich der Petition des Etablissement Feuer aus, bei welchem zwei Personen den Tod in Auktion 4, Vereins deutscher Hutindustrieller behufs Beschränkung der den Flammen fanden. Fünf Personen, darunter der Besitzer des Bon Billardspielern bei Mix 2,70. J. Nörig 0,55. Aus der Werkstatt F. E., Hollmannstr., Bierprozente 6,30. Malerbude Sonntagsruhe faßte die Versammlung einstimmig folgende Refo- Etablissements, wurden verwundet. von Grunow 1,70. Amerit. Auktion einer Rolle Priem, Ges.-B. Sorgenfrei", 3. Rate 6,-. Theater- u. Lefetlub ,, Morgenroth" 5,-. Die Versammlung erklärt nach Kenntnißnahme der vom Briefkaffen der Redaktion. Durch amerit. Auktion in der hygienischen Bierverzapfung von Vorstand des Vereins der deutschen Hutindustriellen an den Bundesrath eingereichten Petition, daß an den vier Sonntagen Wir bitten bei jeder Anfrage etne Chiffre( Swet Buchstaben oder eine Bahl Breyer, Reichenbergerstr. 170, bei der Geburtstagsfeier des Arbeiters G. Wendler 3,05. Amerit. Auktion in der P. Th. G. vor Ostern und Pfingsten in der Hutindustrie die Sonntagsruhe R. H. 40. Ein Anspruch auf Entschädigung steht einem Liberte" 1,20. Bigarrenfabrit Kürten, Badstr. 56 6,-. Von aufzuheben sei, dieses Verlangen als gänzlich unberechtigt, da verunglückten Mitglied einer Zwangsfeuerwehr leider nicht zu: Den Möbelpolterern der Equist'schen Möbelfabrik, Frankerstens die Begründung der Petition in allen Punkten unzutreffend das Unfallgesetz ist weit entfernt, für solche Unfälle Borsorge zu furterstraße 125 Gesang Verein Hand in Hand" ift, zweitens in der Hochsaison Arbeitskräfte stets genügend vor- treffen. Auch ein preußisches allgemeines Gefes trifft für solche Friedrichsberg( Amerit. Auktion) 2,75. Gimge Genossen in Jönköhanden und drittens die in der Hutbranche thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen selbst in der angeführten Saisonzeit nicht aus Fälle keine Vorkehrungen. Gelbft auf Kündigung angestellte ping am Wettern in Schweden 4,45. Gef. bei einem gemüthl. reichend beschäftigt werden können. Demzufolge fordert die Ver- Nachtwächter, die von Einbrechern zu Krüppeln geschlagen find, Beifammensein von 18 Deutschen im Norden Karlsham 8,88. Von sammlung alle in der Hutindustrie beschäftigten Arbeiter und sind im königlich preußischen Staat ohne irgend eine Entschädi- den Zurichtern der Meyer'schen Glaceelederfabrik, Prinzenallee 54/56, 10,- Ueberschuß vom ringfreien Bier, Spandauerstr. 30, 2. Hof, Arbeiterinnen nachdrücklichst auf, gegen die Petition des Vereins gung entlaffen: Schwiebus. Versammlungsberichte aus der Proving fönnen 5. Woche 3,-. Fraiserei von R. Roller, Pallisadenstraße 78, der deutschen Hutindustriellen Proteft zu erheben, event. eine wir nicht aufnehmen. Wenden Sie sich an die Frankfurter 4- Agitationskommission der Vergolder Berlins 100,-. Petition an den Bundesrath zu richten, die Sonntagsruhe in Boltsstimme". unserem Gewerbe unverkürzt aufrecht zu erhalten." Berliner Arbeiter am Schloßbau auf Insel Rügen, Buzer- Kolonne Saffe( 20,-), Klempner, Stuckateure, Rohrleger und Dachdecker( 12,-)= 32,- Freie Gemeinde und Krankenkasse der Wagenbauer in Rigdorf 120,-. lution: anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Fr. Ersatz für die von Ihrem verstorbenen Bater nuglos, Eine Versammlung der Freien Vereinigung der aber durch Zwang des Gesetzes gezahlten Klebemarken steht Ihnen Kaufleute, die am 17. August tagte, beschäftigte sich mit dem nicht zu. im Handelsang estellten" enthaltenen Artikel über Versicherung G. Kranse. Wir haben Ihr Manuskript der Redaktion gegen Stellenlosigkeit". An der Diskussion, die recht lebhaft war, der Neuen Welt" übermittelt. Dieselbe befindet sich Steinmetzbetheiligten sich Marcwaldt, Alfons Borchardt, straße 48. Redakteur S. Rotosti. Maaß, Dertel, Born, Blum u. a. Die Mehrzahl der F. G. 100. London ohne Vorstädte 4 211 000 nach Redner sprachen gegen die Einführung einer Unterstützung Hübner. Für den Inhalt der Jniezate über nimmt die Nedaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. National- Theater. Adolph Ernst- Theater Charley's Tante. Novität. Schwant in 3 Atten v. Brandon- Thomas. Vorher: Große Frankfurterstraße 182. Novität. Bum 13. Male: Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samft. Sans- Raffenöffnung 52 Uhr. Anfang 7 Uhr. Freitag, den 24. August. Madame Leffing- Theater. 9 Gene. Residenz Theater. Jugend. Bellealliance- Theater. Die lustigen Weiber von Windsor. Alexanderplatz Theater. Ber: botene Liebe. • National Theater. Susanne im Bade. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Apollo Theater. • SpezialitätenSaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Borstellung. Vorstellung. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne: Italien in Berlin, großes humoristisches Quodlibet, von Karl Peters, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Um 10 Uhr: 9 Die Die Bajazzi. Parodistische Posse in einem Att von Eduard und Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. E Morgen: Dieselbe Borstellung. Danksagung. Großer Doppel- Borkampf zwischen dem Meisterschafts- Ringer und Boyer Europa's Herrn Heinrich Niemann aus Für die vielen Beweise der Liebe Hemburg und dem berühmten Borer und Theilnahme bei der Beerdigung Mr. T. Johnson, sowie dem bekannten meines lieben unvergeßlichen Mannes Schlächtermeister Herrn Carl Riegel Friedrich Schmidt sage ich allen vom Central- Biehhof. Freunden und Bekannten und ins Morgen: Susanne im Bade. besondere den Herren Kollegen für die große Mühe und dem Verein Brüder Parodie Theater. Spezialitäten. Ich erkläre Frau Braun als anständige Frau[ 24616] Frau Große. Summa: 881,69. Bereits quittirt: 7715,07; in Summa: 8096,76 m. Berichtigung. In Nr. 189 soll es in der Quittung des Gesangvereins Liedesfreiheit I nicht Schmöckwiz sondern Friedrichshagen heißen. Todes- Anzeige. Nach langen, schweren Leiden verschied am 22. d. M. mein lieber Mann, der Zimmerer [ 2470b Joh. Traugott Gebauer. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. b. M., Nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des bl. Kreuz Kirchhofes, Mariendorf, aus, statt. Nachruf! Allen Mitgliedern des Sozialdemo= fratifchen Wahlvereins für den sechsten Berliner Reichstags Wahlkreis zur Nachricht, daß unser altes Mitglied und Genosse Andreas Wedel, im Alter von 53 Jahren in Brotterode bei Schmalkalden am 14. August an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Ehre seinem Andenken. Der Vorstand. Die trauernden Hinterbliebenen. Zentralverein deutscher Böttcher. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 97/4 283/8 unser treues Mitglied Otto Schmidt am 21. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Nachmittags 1/24 Uhr, vom Trauerhause Wollinerstr. 62 aus, ftatt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 3. A. Hermann Winter. Fabrikpreis. Für die überaus rege Betheiligung bei dem Begräbnisse meines innig ge [ 2466 liebten Mannes Ludwig Barnick, sage ich allen lieben Verwandten und Bekannten meinen herzlichsten Dank. Auguste Barnick geb. Birkholz. Die beleidigende Aeußerung gegen ſchaft meinen herlichten Dan( 22266 Stuhlflechtrohr& bill. Sabri preifischler unb Ginſeter Hermann Just, Die trauernde Wittwe S ch midt nebst Kindern. Engros und Detail Acterstr. 103, nehme ich hiermit zurück. liefert A. Malchow, Adalbertstr. 6 pt. 6202 Otto Küper, Bremerstr. 62. tung! 6. Reichstags- Wahlkreis. tune! Passage- Panopticum. Sonntag, den 26. August: Fußpartie nach Birkenwerder. ( Paradiesgarten, Burgemeister.) Verband der Sattler. Sonnabend, den 25. d. M., bei Krüger, Fennstr. 5: Versammlung. Typographia, wilde Weiber 1. Vortrag des Kollegen Sassenbach: Gesangverein Berliner Buchdrucker Das lesende Kind 266/ 9* Sammelpunkt der Theilnehmer: Morgens Uhr in Reinickendorf, Amendestraße 1. Fahrverbindung: Nordbahn( stündlich ein Zug). Zahlreiche Betheiligung wird erwartet. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Sonntag, den 26. August, Vormittags 10 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Gemeinschaftliche Mitgliederversammlung sämmtlicher Verwaltungsstellen Berlins und Umgegend. Tagesordnung: alt 13 Jahr. 4 Castan's Panoptikum. Hawaiische Kulturgeschichtliche Entwickelung des Vorgänge in der Sattlerwerkstelle des deutschen Offiziervereins. .213/ 7 = Die Bundes Karten zu dem am findenden Commers Große öffentliche Versammlung im Vereinslokal ausgegeben.[ 128/16 aller in der Militärmützenbranche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen, am Sonnabend, den 25. August, Abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages- Ordnung: werden am Sonntag Vormittag 10 Uhr Der Vorstand. Erklärung. 2459b Da vielfach in Umlauf gebracht worden, daß bei mir boykottirtes Bier verschänkt wird, so theile ich hierdurch mit, daß ich seit dem 17. Mai d. J. fein Ringbier mehr verschänkt habe. Bei mir im Hause wohnen zwar zwei 1. Vortrag des Genossen Hoffmann Bierfahrer, u. zwar von Schultheiß resp. über der Kampf ums Dasein. 2. Dis- Kronenbrauerei, die täglich anhalten, fussion. 3. Wie stellen wir uns zur aber nicht abladen. Ich erkläre jeden, 4. Gewerkschaftliches. [ 24656 wahrheiten in Umlauf bringt für einen Verläumder. Gewerkschaftsbewegung". 2. Die Provinzial- Konferenz am 2. Geptember. Königs-Tänzerinnen. Wahl eines Gewerkschafts- Delegirten? der in dieser Hinsicht noch weitere Un1. Vortrag des Herrn Dr. Lux über: ,, Die Fortentwicklung der 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Dienstag, den 28. Auguft, Abends 82 Uhr, in Reichert's Festfälen, Müllerstraße 7: Der Araber Hassan Ali, Der Vorstand. der schwerste Mensch der Welt J. A.: Willi Hofmann. Mitglieder- Versammlung der Filiale Norden. Armin- Hallen Stranfen- Untertügungs- Verein der Tabakarbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Beutler.( Thema wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Verbandsangelegenheiten. Kommandantenstraße Nr 0( Früher Medizinalverein.) E. H. Nr. 88. 3. Verschiedenes. Sämmtliche Metallarbeiter und Arbeiterinnen sind hierzu eingeladen. Die Verwaltung. 177/6 Färber, Appreteure, Dekateure, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Sonntag. den 26. Auguft, Vormittags 91/2 Uhr, im Gesellschaftshaus „ Okend", Rüdersdorferstraße 45: 127/2 Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen G. Wagner über: Boltsbildung und Klassenbewußtsein. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Verein zur Wahrung geistiger und materieller Interessen aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den 25. August, Abends 8½ Uhr, bei Kelle, Schönhauser Allee 28. = Lages Ordnung: 1. Vortrag von Frau Emma Ihrer. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes: Kassenbericht; Bericht der Revisoren und Neuwahl derselben. 4. Wahl einer Beisigerin. 4. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. 151/2 Der Vorstand. Verein Schäftebranche![ 2461b Sonnabend, den 25. August, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 57 bei Wernau: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Winter. 2. Unfere Organisation in Zukunft. Die Wichtigkeit der TagesTäglich: Frei- Konzer im schönen Natur Garten. = Säle. Vereinszimmer. Hiermit erkläre ich Karl Schwarz für einen Ehrenmann. 2460b Rinderwagen, gebr., vt. Kottbuserstr. 13. Billigstes Patent- Bureau, Berlin S., Luckauerstr. 3. Sonnabend, den 25. August, bends 9 Uhr( b. Feindt, Weinstr. 11), General- Versammlung. Um rege Betheiligung bittet[ 239/5] Der Vorstand. J. A.: C. Butry. " Arbeiter- Turner-Bund. Turnverein Germania" ( einziger Arbeiter Turnverein der Rosenthaler Vorstadt), turnt Dienstags und Freitags von 8 bis 10 Uhr Ackerstr. 67, 2411b G. Paetzel, Uhrmacher, Wallstr. 97. Cyl.- Rem. 9 M., gold. Damen- Rem., 14- far., 24 M. Regulat. 14 M., Wecker Kinder 3 Reparat., dreijährige Garantie, Wagen, Krantenwagen Korbwaaren, Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Theilzahlung gestattet, Mujeroucher gratis, empfiehlt A. W. Schulz, Brunnenstr. 145 Ecke Rheinsbergerstr.), Hauptgeschäft Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain. Teleph.- A. 3. Nr. 1767. Schuhe u. Stiefel Feder 1,50 M. 2468b Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten sowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von Paul Georgi, Eberswalderstr. 3. Charlottenburg. Allen Kollegen und Genossen theile hierdurch mit, daß ich Grünſtr. 12 ein Bierlofal übernommen habe. Ferner ist mir die Niederlage von weißen Magdeburger Sandsteinen von Weltring, Steinfegmeister, übertragen. Achtungsvoll Paul Kolbo, Grünfir. 12. NB. Vereinszimmer bis 36 Personen zu vergeben. 2455b Empfehle mein Weiß- u. BairischBierlokal. 23916 Kein Ringbier! F. Schulz, Beuthstr. 3. Gasthof ,, Wilhelmshöhe" f Woltersdorf. 15 Minuten vom Bahnhof Erkner, Chaussee nach Kalfberge- Rüdersdorf. ,, Vorwärts! Saal. Kein Ringbier. Vereine bitte um Anmeldung. Carl Gillmann. Schmiedels Festfäle Alte Jakobstr. 32. 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder Empfehle meine hocheleganten Säle 25 8/10 bet 20 gauge Flaschen, frei( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. in's Haus, in Flaschen mit Patent- von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. verschluß, ohne Brandberechnung Wiv. E. Schmiedel. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 32. 4902* A. Seidler, Breuer's Ball- Salon, Schöneberg, 214L* Berliner Weissbier- Brauerei. Frankfurterstr. 74. Sonnabend, der 29. September, ist ordnung bedingt zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Gäste willkommen mit Kontrollmarte empfiehlt E. Berbe. Sedanßraße Nr. 73-75 und 82. noch an Vereine zu vergeben.[ 24626 Achtung! Rohrleger und Gehilfen. Achtung! Ritterſtr. 114. Soontag, den 26. Angust, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: K 5382* Große öffentliche Verſammlung. Louis 1. Die zunehmende Verschlechterung unserer wirthschaftlichen Lage und wie tönnen wir derselben entgegentreten? Referent: Otto Näther. 2. Distuffion. 3. Wahl von zwei Gewerbegerichtsbeisigern. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 174/3 Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, 25. August, Abends 8%, Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobftraße 48a: Versammlung. Nur mit diesem Stempel H. Breuer. Schulze ** General- Vertrieb der echten Hammer- Marie- Brikets aus den Anhaltischen Kohlenwerken Mariengrube in Senftenberg N.-L. Anhaltische Kohlenwerke MARIE Mariengrube. wird Echtheft garantir Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frl. Wabnitz über: Die wirthschaftliche Lage des arbeitenden Volkes. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. NB. Die Kollegen werden auf§ 6 des Statuts aufmerksam gemacht. 197/8 Der Vorstand. Achtung! Achtung! Decateure und Berufsgenossen! Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 26, d. M., Vorm. 10 Uhr, in Feindt's Salon, Weinstraße 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann:" Der Kampf um's Dasein". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 2464b Der Einberufer. Kistenmacher. Sonnabend, 25. August, Abeuds 81/2 Uhr, bri Nieft, Weberstr. 17. General- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal und vom Maskenball. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Obige Brikets werden jetzt, um jede Täuschung des Publikums durch geringer werthige Marken zu verhindern, ausser mit dem früheren Stempel MARIE noch mit der vollen Firma der Fabrik Anhaltische Kohlenwerke Mariengrube verschen. 15 Beim Bezuge der echten Hammer- Marie lasse man sich daher nicht Das Stiftungsfest findet nicht am 15. September in der„ Refsource" irre machen, durch ähnlich klingende Bezeichnungen, wie ſtatt, sondern am 17. November bei Nieft, Weberſtr. 17, da die Inhaberin„ Senftenberger Kohlenwerke" etc., oder durch blos mit MARIE gestempelte Brikets, da diese nicht aus der Mariengrube stammen. der Ressource" ihren Saal zu Versammlungen nicht mehr hergiebt. Stuckateure! Ich stehe mit Lieferung genannter Spezialmarke, sowie sämmtlicher anderer Brennmaterialien für Sonntag, den 26. Auguft, Vormittags 10 Uhr, bei Deigmüller, den Hausbedarf gern zu Diensten und nehme mündliche, schriftliche oder telephonische Bestellungen im Alte Jakobftr. 48 a: Haupt- Comptoir sowie in allen Filialen entgegen. Große öffentliche Versammlung. Haupt- Comptoir: W., Friedrichstrasse 83, zwischen Unter den Linden u. Behrenstr. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen G. Kessler, Regierungsbaumeister a. D., über Die Schäden im Submissionswesen." 2. Berichterstattung der Gewerbegerichts- Beisiger und Normirung der Kandidaten zu den Erfahwahlen. 3. Rechenschafts- Bericht der Revisoren und der Vertrauensleute. 24355 Die Vertrauensleute der Stuckateure Telephon: 1, 7529. Filialen und Lagerplätze: Görlitzer Bahnhof, Platz 3( Telephon IV. 798). Görlitzer Bahnhof, Platz 23( Telephon IV, 798). Ostbahnhof, Fruchtstrasse 16( Telephon VII, 134). Ostbahnhof, Am Ostbahnhof 20( Teleph. VII, 5851). 46/5 St ttiner Bahnhof( Telephon III, 1974). Bahnhof Lagerhof, Brunnenstr.( Teleph. III, 2575). Wedding- Bahnhof( Telephon III, 2264). Stätteplatz am Lohmühlenweg. Berlin's und Umgegend. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 196. Freitag, den 24. August 1894. BE 11. Jaljra. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes. Bier! ain Versammlungen. rofes und brutales nennen. Hieran seien die Arbeiter selber| Im Volks Bildungsverein für Briz und Umgegend schuld, welche widerstandslos alles über sich ergehen lassen, weil referirte am 20. Auguft der Genosse Fritz Hansen über das Eine öffentliche Klempnerversammlung tagte fie völlig degenerirt und korrumpirt seien in ihrem ganzen Thema: Christlich- sozial. Hierauf erfolgte eine Besprechung über 21. Auguft bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Bur Diskussion Fühlen und Denken. Nicht einmal feien alle Meister die Lassallefeier, die in diesem Jahre in Adlershof stattfindet. stand die Zentralisation der Krankenkassen. Da bei Eröffnung gelernte Fachmänner, was beweise, daß das Hauptgewicht Allseitig wurde zur regen Betheiligung an derselben aufgefordert. der Versammlung der Referent noch nicht erschienen war, so für die Qualifikation als Meister" auf als„ Meister" auf die Antreiber Das Mitglied Geier wurde, nachdem der Vorstand eine einleitete der Kollege Büschel, Befürworter der Zentralisation, ihre Wohlfahrtseinrichtungen", so die" Spar- und Vorschußfähigkeit gelegt werde. Natürlich habe die Firma auch gehende Begründung gegeben hatte, ausgeschlossen. gegeben ba die Diskussion ein, indem er die Vortheile einer solchen klarlegte. ihre Wohlfahrtseinrichtungen", so die" Spar- und Vorschuß- Die Polizeistunde in Schöneberg und das Vers Kollege Röhler. Gegner aller Zentralisationen, erklärt, daß kasse", zu der selbstredend die„ Grbeingefeffenen" wacker zu= fast alle angeführten Bortheile sich auch bei den lokalen Kassen gesteuert haben. Dieser Kasse ließ der Referent eine liebevolle halten der Gastwirthe hierzu, lautete die Tagesermöglichen lassen, es erscheine ihm unbegreiflich, wie durch die Beleuchtung angedeihen und zeigte flipp und klar, daß diese ordnung einer öffentlichen Versammlung sämmtlicher Gast- und Zentralisation die Verbilligung eintreten könne. Diese beiden Einrichtung nur getroffen sei, um der Firma einen Stamm will- Schankwirthe Schönebergs und der Umgegend, welche gegenüberstehenden Meinungen gaben die Anregung zu einer sehr fähriger, braver, treuer Arbeiter zu sichern. Wären dieselben aber 21. August in Keßner's Salon, Grunewaldstr. 110, stattfand. heftigen Debatte, die jedoch zu keinem Resultat führte. Die De- alt geworden, dann fliegen auch diese trotz alledem hinaus, wie Gastwirth Behrend erläuterte in seinem Referat zunächst die batte über diesen Buntt fand auch im Schlußpunkt Ber- Thatsachen bewiesen. Und die Arbeiter sähen ruhig und unthätig auf das Schankgewerbe bezüglichen reichsgesetzlichen Bestimmungen schiedenes" ihre resultatlose Fortsetzung; die sich daraus" ent- 3u, wie von Jahr zu Jahr die Lohn- und Arbeitsbedingungen und kam dann auf die ungleichmäßige Behandlung der Gast wickelnde unliebfame Erörterung glitt verschiedentlich auf per verschlechtert werden. Das fomme daher, daß ein so großer wirthe bei Verlängerung der sogenannten Polizeiftunde zu sönliches Gebiet hinüber und hatte zur Folge, daß ein Theil der Theil der Arbeiter Harmonie- Apostel, Mitglieder des Gewerk- ſprechen. Mit aller Entschiedenheit reklamirte er für die Gastwirthe dasselbe Recht, welches den Berliner Gastwirthen zustehe, Anwesenden sich anschickte, nach Hause zu gehen und dadurch der vereins der Schlosser und Maschinenbauer seien. In scharfen ihr Lokal auch in den Wintermonaten bis 11 Uhr geöffnet halten weiteren Debatte ein Ziel sette. Gegensatz stellte Referent diese Harmoniedusel- Vereine zu den sozialdemokratischen Arbeitervereinen, die Bedeutungslosigkeit, ja zu dürfen, ohne von den untergeordneten Polizei- Organen Die Zustände in den Werkstätten von Schwarzkopff, Schädlichkeit der ersteren flar vor Augen führend. Die Ge- abhängig zu sein und plaidirte im Uebrigen für Festsetzung einer Tautete die Tagesordnung einer für den 22. d. M. von dem Ver- finnung der Gewerkvercinler zeige fich jetzt wieder beim Bierboykott, einheitlichen Geschäftszeit für Gastwirthe ohne jede Ausnahme. trauensmanne der Berliner Metallarbeiter, D. Nät her, nach indem sie den tämpfenden Arbeitern schamlos in den Rücken fallen.( Beifall.) Die Diskussion bewies, daß lediglich nur diejenigen dem Kolberger Salon einberufenen Versammlung sämmtlicher Giner solchen Korruption müsse entschieden und energisch entgegen- Birthe, bei denen Arbeiter beziv. Sozialdemokraten verkehren, Arbeiter der Aktiengesellschaft für Maschinenbau, vormals Schwarz- gearbeitet werden durch eine gefestete Gewerkschaftsorganisation, mehr oder weniger unter den Uebelſtänden und Scherereien, wie fopff. Die betreffenden Arbeiter hatten der an sie ergangenen die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehe. Durch wird strenge darauf gesehen, daß das Lokal auf die Minute besie die Polizeistunde hervorruft, zu leiden haben. Bei ihnen Einladung bereitwilligst Folge gegeben, und waren recht zahl- eine solche würden auch bei der Firma Schwarzkopff beffere rechnet von Gästen leer sein muß, sonst regnet es Strafmandate. reich erschienen. Das Referat hielt näther, weil, wie er an- Zustände erzielt werden können. führte, kein Arbeiter der Fabrik es wagen dürfe, öffentlich Miß- Zwischenrufen unterbrochenen Ausführungen des Referenten Stunden über die an sich schon verlängerte Beit Gäfte im Lokal Die häufig von gegnerischen Der„ patriotische" Nachbar kann hingegen ruhig halbe und ganze stände zu fritisiren. Die Schwarzkopff'sche Fabrik sei, wie der wurden am Schlusse mit größtem Beifalle bedacht. In der Referent darlegte, ein Hort der Harmonieduselei, der Trümmer Diskussion wurden die Zustände in der Schwarzkopff'schen Fabrit erhielten die Wirthe häufig Strafmandate wegen Uebertretung der Hirsch Duncker'schen Gewerkvereine, insbesondere habe noch weiter erörtert. Besonders beleuchtete der Vertrauensmann die Fabrik in der Chausseestraße diesen Anspruch zu der Berliner Former die dortigen erbärmlichen Arbeitsverhältnisse ihres Lokales zu der angegebenen Zeit gesehen, geschweige, daß der Polizeistunde, ohne daß sie einen Beamten in der Nähe erbcben. Die Firma beschäftige gegen 1500 Arbeiter, der Former. Eine besondere Würdigung ließ derselbe auch den dort 700 in Chauffeestraße, 800 in Sibirten"( Ackerstraße). Die so beliebten Sammlungen zu„ Spenden" aller Art für Direktoren 2c. hätte. Dies erwecke den Änschein, als ob diese Denunziationen diefer sie auf eine besagte Uebertretung aufmerksam gemacht Arbeitszeit sei nominell auf 10 Stunden täglich festgesetzt, doch angedeihen, daran erinnernd, wie f. 3. die Sammler zu einer Kranz den Beamten erst durch dritte Personen( Ronkurrenten) überwürden periodisch Ueberstunden gemacht. Ob Tausende draußen spende für die Märzgefallenen in Sibirien" behandelt worden mittelt werden. In seinem Schlußwort erwähnte Behrendt hungern, fümmere die Erbeingesessenen nicht. Wenn sie nur seien. Die Darlegungen des Nedners riefen einen wahren Gut- mittelt haben, dann sei Alles gut! Und doch sei auch bei Schwarzkopff rüstungssturm hervor. Auch er trat warm für Organisation ein. eine Rammergerichts Entscheidung, wonach Mitgliedern geein die Lohndrückerei arg eingeriffen. So feien Schlosser eingestellt Bur Erheiterung der Versammlung versuchte auch einer der an- schlossener Vereine die Benutzung sämmtlicher Lokalitäten mit 25 Pfg. Stundenlohn. In der Chausseestraße erhalten die wesenden Harmonie- Apostel die Herausstreichung der Gewerk- einer Schankwirthschaft auch nach Schlosser bei einem Meister 28 Pfg.. einer 29 Pig. und der Vor- vereine. Derselbe wurde indessen sofort zur noch größeren Heiter- ſtunde zusteht; auf grund derselben sei auch er wegen arbeiter 30 Pfg. Stundenlohn. Zumeist werde in Afford gearbeitet, keit der Versammelten von Näther gründlich abgeführt, ebenso worden. Er forderte seine Kollegen auf, in allen den Fällen, derartigen Delifts von der Straffanmer freigesprochen aber wie! Eine Blüthenlese aus den erzielten Wochenlöhnen der letzten von anderen Rednern. Die Verhandlungen endeten mit der Wochen ergab: für 65 Stunden 31. 90 Pf., 64 Stunden gegen eine Stimme erfolgten Annahme folgender Resolution: wo sie glauben, daß das Recht auf ihrer Seite sei, stets richters 27. 10 P., 64 Stunden 27 m. 80 Pf., 64 Stunden 16 M." Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Refe- liche Entscheidung gegen Strafbefehle zu beantragen. Eine Re25 Pf.; 63 Stunden 12 M. 80 P.; 56 Stunden 13 M. 70 P.; renten einverstanden; sie erblickt in den vorhandenen Mißständen verstanden erklärte und verpflichtete, dahin zu wirken, daß die solution, in der sich die Versammlung mit dem Referenten ein11 Stunden 4 M., 10 Stunden 3 M. Hiervon gehen noch die einen Ausfluß des modernen Kapitalismus, durch welche die Beiträge für Krankenkasse und Invalidenversicherung ab. Und Arbeiter materiell und moralisch geschädigt und unterdrückt werden. verschiebenartige Handhabung der sogenannten Polizeiftunde und von diesen Löhnen sollen die Arbeiter noch sparen! Die ge- Die Versammlung erklärt deshalb, daß die Arbeiter ihre wirth, welcher sein Geschäft in anständiger Weise betreibt, über. der Sonntagsruhe aufgehoben wird, sowie daß es jedem Schantzahlten Dividenden beobachteten dagegen eine fteigenbe Tenbeng, einzige Waffe, das Stoalitionsrecht, benuyen, um thre = " haben.. Wie natürlich nur auf Kosten der Arbeiter, welche durch gesteigerte An- Interessen gegenüber dem organisirten Kapital zu vertheidigen. lassen bleibt, sein Lotal so lange geöffnet zu halten, als sich trengung die herabgeminderten Akkordfäße einzubringen suchen. Die Versammlung erklärt weiter, daß der Stampf der Arbeiter Gäste darin befinden, gelangte zur einstimmigen Annahme. Mit einer wahren Wolluſt würden Ueberstunden gemacht und stehe zur Befreiung der Arbeit ein Klassenkampf ist, in welchem jede Welchen Werth die Behörde der Versammlung beilegte bezw. wie das Schmarozzersystem und Denunziantenthum in üppigster Harmonie zwischen Arbeiter und Unternehmer ausgeschlossen ist. gefährlich ihr die Gastwirthe erscheinen, geht daraus hervor, daß Blüthe. Von Solidaritätsgefühl sei bei den Schwartzkopffichen Deshalb verpflichtet sich jeder Arbeiter den auf dem Boden der sie 5 Beamte zu deren Ueberwachung entsandte, von denen sich Arbeitern so gut wie nichts zu verspüren. Das Verhalten der modernen Arbeiterbewegung stehenden Metallarbeiter- Organi- natürlich 3 im Garten plaziren mußten. Meister den Arbeitern gegenüber könne man vielfach ein rigo- fationen beizutreten." Die neue Aera oder Ein Tag aus dem Leben eines Saalbefibers. Zum Trost für die Saalsklaven mitgetheilt von E. R. Der Briefträger trat gerade aus dem Hause Ruckenburgplay 3, in das ihn sein Weg alltäglich mehrere Male führte, und schlug die Thür mit Geräusch hinter sich zu, als in dem nach dem Garten belegenen Zimmer der Besitzer des Gebäudes, Derr Jakob Hubertus das Bett verließ und, nachdem er eine Weile darüber räfonirt, daß die Chokolade ihm wieder zu heiß servirt sei, sich Stöhnend in den Sorgenstuhl warf und die eingelaufenen Briefschaften durchmusterte. " J und Versammlungstheilnehmer eingeführt, ebenso eine obliga- Wagens. Wie elend waren die Träume der Sozialisten zerstoben, torische Garderoben, Lust, Zeitungs- und Platzsteuer; ferner die sich anmaßen wollten, auch ein Wort in den Fragen betreffs das Halbpartsystem dergestalt, daß alle Arrangeure irgend Anstellung der Musiker und Kellner, 2c. mitzusprechen! Die welcher Veranstaltungen sich durch Wechsel zur Ablieferung ersteren waren konsequent militärisch eineɣerzirt, desgleichen die der halben Bruttoeinnahme an den Saalinhaber ver: Kellner, welche gemäß der schönen traditionellen Sitte nach dem pflichten mußten. Ter Polizei kam dies nicht gerade Vorschlage des jeßigen Geheimraths Steinfeuer mit„ Du" ungelegen, da sie schon seit langem schmerzlich empfunden hatte, angeredet wurden. Derfelbe war auch der Urheber der Jdee, daß viel zu häufig, ja förmlich sportmäßig, die Versammlungen eine Denkmünze zu stiften, welche nach dem Muster der früheren vordem einberufen worden waren! mit der Inschrift: Mitglied des Vereins gegen Verarmung der An das letztere erinnerte sich der Held der damaligen Epoche Bierbrauer, angefertigt wurden und jetzt das Motto tragen: besonders lebhaft, als er sinnend das blaue Siegel betrachtete, Mitglied des Vereins gegen Verarmung der das der von einem Gerichtsvollzieher abgesandte Brief trug, der Saalbesiber. Den Kellnern werden diese Denkmünzen zum ebenfalls mit der zweiten Post eingelaufen war. Geschieht ihnen Verkauf eingehändigt, aus deren Erlös sie dann bezahlt werden. schon recht," murmelte er, die Chokolade pustend: Geschieht ihnen Die Parade klappte vorzüglich und mit erleichtertem Herzen Wer den Mann und seine Umgebung jetzt einer genauen schon recht, daß den Leutchen ein Dämpfer aufgesetzt wird, sonst denken begab sich nunmehr Herr Hubertus in das nahe gelegene Besichtigung unterzogen hätte, würde schwerlich auf den Ge- sie ganz und gar, man ist nur ihretwegen da. Gelungene Sache übrigens, Wein- Restaurant, wo der Vertrag, den die Brauerei danken gekommen sein, daß dieser wohlbeleibte Spießer noch bis daß der Waldeckklub, der stolze Freisinnshort, sich durch die Ver- Direktoren mit den Saalbefizern geschlossen, auf's neue vervor wenigen Jahren nichts weniger als glänzend dagestanden. sammlungssteuern auch ruinirt hat und ausgepfändet werden längert werden sollte. Auch hierbei schweiften feine Gedanken „ Jeder ist seines Glückes Schmied," pflegte Herr Hubertus zu sagen, mußte, ja ja... das ist die Strafe für den Leichtsinn." Diese unwillkürlich zurück in die Zeit, als die Saalbesizer noch wenn im Kreise der Intimen gelegentlich das Gespräch auf seine Reflexionen wurden beendet durch die Durchsicht der übrigen Sklaven" waren, gleichmäßig getreten von oben und von unten. Vergangenheit als Weinhändler gelenkt wurde und wohlgefällig Schreiben, die zumeist Offerten von Lieferanten und Anfragen Der Vertrag zeigte doch deutlich, daß es auch anders geht, sofern spielte er dabei mit seiner schweren goldenen Uhrkette. Die enthielten von Leuten, welche sich an den Herrn Bundes nämlich die Brauereien, wie sie es jetzt gethan, fich verpflichten, Boykottirung der Berliner Brauereien hatte ihm einstens in den vorsitzenden" wandten und in sehr bescheidenem Tone um Ueber- zwei Sorten Bier zu fabriziren. Die Sorte Nr. 2, Sattel geholfen und reiten konnte er das bestritten selbst die lassung eines Eaales oder Eälchens baten. das sogenannte Verlegerbier, erhält der gewöhnliche GastAls der„ gnädige Herr", die Titulatur stand ihm zwar noch wirthsstand; Nr. 1 aber, die schmackhafte Sorte, die vermöge feiner Geschicklichkeit im Ausschneiden und Ver- nicht offiziell zu, obwohl ihn der größte Theil der mit ihm Ver- Vereinigung der Saalbesizer. Auf diese sehr einschneiden zum wohlbestallten Saalbesizer und Inhaber einer fehrenden so anredete, das Zimmer betrat, in welchem er feine fache Art ist Sorge getragen, daß die Säle frequentirt Villa geworden ein Loos, um das ihn mehr wie einer seiner regelmäßige Sprechstunde abzuhalten pflegte, wartete seiner eine werden. früheren Kumpane beneidete. Welche Wandlungen waren über- freudige Ueberraschung in der Person des großen antisemitischen haupt gegen früher vor sich gegangen! Der frevelhaft inszenirte Agitators, der soeben von seiner großen Tour in die dunkelsten ergebenst zu der heute Abend stattfindenden Einweihung seines Brauereibontott war für die Sozialdemokratie verhängnißvoll Ecken des Vaterlandes" zurückgekehrt war, und fich neuen Balllokales, benannt:" Zur Goldfliege", einzuladen" geworden. Das gab den Anstoß, daß endlich die bürgerlichen beeilte, seinem geschäßten Freunde" einen guten Zag so erinnerte sich der große Mann plößlich, am Morgen Gruppen ihre Schwäche abschüttelten und sich aufbäumten gegen zu wünschen und nebenbei anzufragen, unter welchen gelesen haben, den maßlosen Terrorismus der irregeleiteten Majjen. Die Bedingungen seine regelmäßigen Winter- Vorträge heuer statt- abendliche Kühle trat. Die Bedingungen feine regelmäßigen Winter- Vorträge heuer statt- abendliche Stühle, als er nach Schluß der Sigung in die Natürlich mußte er er da noch hin, " " 1" . Herrn Hubertus beehrt sich der Unterzeichnete ganz " ... beiden Rufer im Streit, Eugen Richter und finden könnten. Nach längerem Für und Wider kam dann ein wenn es ihm auch schwere Opfer foftete! Mit lautem Ahlwardt, hatten sich über einem Faß Schultheiß- Vertrag zu stande, der jedenfalls nicht so sehr zu Ungunsten des Jubel wurde er empfangen und eine Schöne mit funkelnden Versand die Hände gereicht; seit diesem weihevollen Eaalbesizers ausgefallen sein konnte, denn ein heiteres Lächeln Augen, welche sich schnell in seinen Arm hing, frug ihn vorMoment datirte die neue Aera, das goldene Zeitalter. Jetzt war spielte um seine Lippen, als sich der Parteiführer unter vielen Bück- wurfsvoll, wo er so lange gesteckt. Lärmender gestaltete es auch ein kleines, die Boykottirer tirre zu machen. Die Haupt- lingen der Thür näherte, durch die dann nach und nach das Heer der sich das Treiben, dessen Zauber sich auch Herr Jakob Hubertus macher wurden eingesperrt und so lange mit Salzheringen ge- Leute Ginlaß fand, die Herrn Hubertus persönlich ihre Wünsche vor- nicht entziehen konnte; seine Luftigkeit stieg mit jeder neuen füttert das bewährte Rezept aus der Zeit des dreißigjährigen zutragen hatten. Heute hatte der letztere einen besonders schweren Flasche und als lange nach Mitternacht der Besizer des Lokales Krieges bis sie mürbe waren und mit Begier nach dem Stoff Stand, denn die verschiedenen Lieferanten, welche ihre Waaren feinen Gast zur Droschte geleitete und ihm die Hände schüttelnd des Brauerringes verlangten. Als man diese Marotte aus den anboten, waren ziemlich rücksichtslos und bestürmten ihn förm- zuflüsterte: Nicht wahr, Sie haben sich königlich amüsirt? Köpfen der unzufriedenen Elemente ausgetrieben, da zeigte sich lich mit ihren Anerbietungen, was freilich kein Wunder war, da lallte der Angeredete: Was töniglich erst das Feldherrngenie des berühmten Hubertus: er wenn man bedenkt, daß alle Speisen und Getränke durch den ich nicht selber König brachte es fertig, die Sozialdemokratie, die erwiesenermaßen Bundesvorstand eingekauft und von diesem an die Mitglieder zu nichts Gutem nuge war, aus dem öffentlichen der Saalbefizervereinigung abgegeben wurden, die sie dann ihren In dieser Nacht hatte Herr Jakob Hubertus einen schweren Leben radikal zu verdrängen, indem ihr eine solche enorme Ver- Gästen nach einer festen Tage mit 100 pet. Aufschlag berechneten. Nur Traum. Er fab sich mit seinen Genossen im Kreise sibend und fammlungs- Steuer auferlegt wurde, daß sie innerhalb neun für das Militär, für das die Eintheilung getroffen war, daß jeder Mann beschäftigt, Kartenhäuser aufzubauen, die aber jedesmal von geMonaten total pleite war. Da war diese gefürchtete Partei in in jedem Monat einmal in einem bestimmten Lokale ein Tanz- waltigen Bierfässern, welche darüber hinweg rollten, wieder zerihrer Achillesferse getroffen; nur verstohlen sammelten sich öfter vergnügen mitzumachen hatte, waren ermäßigte Preise ver- trümmert wurden. Verzweiflungsvoll wandte er sich an einen noch einzelne ihrer Anhänger in den Rehbergen oder an ähnlichen einbart. Mann, der lächelnd dabei stand und dessen Gesicht die König der Saalbesizer!? bin Orten. Die Saalbesitzer- Kommission aber freute sich des errungenen Am Nachmittag, kaum daß er zwei knappe Stunden der Züge des Kommerzienraths Röside trug. doch der stieß Geldes, wodurch ihre Macht um ein Bedeutendes stieg. Nun Ruhe genossen, finden wir unseren Freund schon wieder in einer mit dem Fuße nach dem Kartenhause: Thörichte Gesellen, ging fie daran, mit Hilfe der Polizei ein Reglement fest Droschte unterwegs zu einer Besichtigung der neuen glaubt Jhr, ich habe Zeit und Luft, mich mit Euch zu befassen?" zusehen. Auch im Zimmer des Herrn Jakob Hubertus prangte Musiker Uniform, die, falls sie dem Preisrichter Kolfalls sie dem Preisrichter Rol- In der Ferne aber standen einige Arbeiter, welche vergnügten ein solches mit goldenem Rahmen ein Reglement, das die legium annehmbar erschien, allgemein eingeführt werden sollte. Blickes dem Spiele susahen = V groben Auswüchse des Publikums in der Saal frage etwas be- Das war auch wieder ein Beweis seines straffen Regiments. Wie glücklich war Herr Jakob Hubertus, daß das nur ein schnitt. Es wurde zunächst die Haftpflicht für alle Vergnügungs-- Behaglich dehnte sich der Mann in den weichen Kiffen des Traum war! 37 grosse öffentliche Volks- Versammlungen für Berlin und Umgegend mit der Tagesordnung: „ Der gegenwärtige Stand des Bierboykotts" finden am Freitag, 24. August, Abends 8 Uhr, 1. Wahlkreis. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. in folgenden Lokalen statt: Mehlhaus, Cantianplatz am Kupfergraben. 2. Wahlkreis. Kraatz, Schönleinstr. 6. Poppe, Lindenstr. 106. Möhring, Admiralstr. 18c. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Specht, Markgrafenſtr. 83. 3. Wahlkreis. Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Ehrenberg, Annenstr. 16. 4. Wahlkreis( Südosten). Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Hoffmann's Festsäle, Oranienstr. 180. Süd- Ost( Jnh. Ullrich), Waldemarstr. 75. 4. Wahlkreis( Osten). Breuer's Salon, Gr. Frankfurterstr. 74. Elysium, Landsberger Allee. Schneider's Gesellschaftshaus, ProskauerStraße 37-38. Wilke, Andreasstr. 26. Fiebig, Gr. Frankfurterstr. 28. Albrecht's Salon, Memelerstr. 67. 5. Wahlkreis. Nieft, Weberstr. 17. Heise's Salon; Lichtenbergerstr. 21. Boltzmann, Lichtenbergerstr. 16. 6. Wahlkreis. Der billigste und zuverlässigste UhrenEinkauf sowie Reparatur ist unzweifelhaft bei 254L* Albin Grüger, Uhrmacher. Oranienstr. 1, Berlin SO. Nickel- Cylind. Remont. von 5 M. an. Silberne " Goldene Damen- Remont. Goldene Herren- Remont. " " 12 22 36 "" "" n "# 3 " "# " " Getr. filb. Cylinderuhren Regulateure m. Schlagw. 16 11 Wanduhren, Nickel- Wecker, Ketten 2c. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Uhr, grösste Jägerhaus, Schönhauser Allee 103. Fröllig's Salon, Schönhauser Allee 161. Kelle's Salon, Schönhauser Allee 28. Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtavate find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Schneider's Gesellschaftshaus, Belforter Sophastoff- Reste straße 15. 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August 1894: Große Lassalle- Feier zu Erinnerung an den Todestag Ferdinand Lassalle's Bestehend in Konzert( ausgeführt von der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker), Gesangsvorträgen der Gesangvereine ,, Rütli"( Friedenau) Zukunft und ,, Baget nicht"( Stegliß), sowie humoristschen Vorträgen des Volkshumoristen Lewandowsky. Bei Eintritt der Dunkelheit: Gedächtnißrede, gehalten vom Genossen Fritz Kasper. Großer Fackeling, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Anfang 4 Uhr. nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Um zahlreichen Besuch bittet Die Boykott- Kommission. Frucht- Säfte Himbeer-, Kirsch, Johannisbeerfaft, vorzüglich, Literflasche 1,30 k. Eugen Neumann& Co., 781 6a Belle- Allianceplatz Ga. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Dranienstr. 8. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr 22. Künstl. Zähne 3 M., Theilz. Plomben von 1,50 M. Vollk. schmerzl. Zahnziehen u. Nerviödten 1 M. Sprechst. 8-7 Uhr. In RohTabaken und Utensilien für Entree 20 Pf. 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