Nr.388. 36.Ia!frg. Bezugspreis t SierteliäljtU 9,— Ml» manatl. 8,— 3ÜI frei ins Haus, oorau» zahlbar. Posl- bezug: Monatlich 8,— Ml.«xkl. Zu» stellungsgedithr. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn LLö Ml» für da» llbrrg, Ausland 10 25 Ml» bel tägllch einmal. Zustellung 8,25 Ml. Postbestellungen nehmen an Dänemarl. Holland., Luxemburg, Schweden u. die Schweiz. Erngelragen> in die Poft-Zeitunzs-Preislisde. Der»Vorwärts" mit der Sonnrag»- beilag?»Boll u. gnt* erscheint wochentäglich zweimal. Sonntag» einmal. Telegramm-Adreste: «Sozialdemolra» varlin-. Morgen Ausgabe. Verliller Volksblatt. Tentralorgan der fozialdcmokratlrchen Partei Doitfcblands. ( 15 Pfennig) SlnzcigeupreiS: Sie achtgespaitene Nonpareillezeile lostet lL5 MI.»«laine Anzeigen-, da» fettgedruckte Wort 60 Pfg. szulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 40 Pfg. Stellengesuche und Echlafstellcnanzeigen das erste Wort 51 Pfg» fcdcs weiter« Wort 80 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50°/» Familien- Anzeigen, politische und gewertfchaftlich« Vereins- Anzeigen 1,50 Ml. die geile. Anzeigen für die Nächste Nummer müssen bis 5 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin KW 68, Lindenstraße 8, abgegeben werden. Geöffnet von S Uhr srüh bi» 5 Uhr abends, I Ueöaktion und Expedition: 6£D. 68,£5ndcn|lc. 3. ScrwiOrerficr; Amt Mortttpla«, Nr.»5» SO— tSI»7. Freitag, den 1. August 1919. vorwärts-verlag G.m.b. tz., Sw. 68, �indenstr.Z. Fernsprecher: Amt Moritiplat», Nr. 117 SS— St. Die verfasiung ist angenommen. Weimar, 31. Juli. Vormeldung: Die Gesamtabstim- muug über die Bcrfassung crfolatc namentlich und ergibt die Annahme der Bcrfasiung mit 262 gegen 75 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Dagegen stimmten die Deuts ch- nationale Volksparte i, die Deutsche Volks- Partei und die Unabhängige Sozialdemokra- tische Partei. O Die Nationalversammlung in Weimar hat heute das Grundgesetz für die Deutsche Republik endgültig verabschiedet. Tic Verfassung ist nunmehr in dritter Lesung a n g e n o m- m e n. Damit lst fünf Jahre nach dem Ausbruch des Welt- krieges die breite gesetzliche Basis für den Aufbau der Deut- scheu Republik gegeben. Dieser Tag ist von gröstter hi st arischer Be- d e u t u n g für das deutsche Volk. Die gestrige Abstimmung in Weimar ist nicht zu werten als ein formaler Akt der Ge- setzesbildung, der dem Volke kein tieferes Interesse abringt. Das ganze Leben der deutschen Nation ist dadurch auf eine neue und nun endgültig sichere Grundlage gestellt worden. Tic Revolution hat in ihm ihren formalen Abschlust er- halten. Natürlich sind damit nicht die revolutionären Trieb- kräfte abgebunden, ihre Wirkungen werden in der ferneren Gesetzgebunzstätigkeit des Reichstages noch lauge gespürt werden. Tie Verfassung greift tief in das politische und soziale Leben des deutschen Volkes ein. Sie ist die Sicherung der freiheitlichen Aufwärtsentwicklung. Die Tcmotratie in Teutschland, der ungehemmte Aufstieg des Tüchtigen ist damit grundsätzlich festgelegt. Man mag an der Verfassung manchen Schönheitsfehler entdecken. Als Gesamtcrschcinuog stellt sie einen Fortschritt gegenüber allem bisher Gewesenen in Deutschland dar, den wir alle mit einem tiefen Aufatmen begrüßen und dessen Wirkungen sich in der ganzen staatlichen Zukunft des dcut- scheu Volkes zeigen werden. Die demokratischen Garantien sind gesichert und der Weg zu einer sozialistischen G e m c i n w i r t s ch a f t ist freigelegt. Auch bei dieser wichtigsten Abstimmung für das deutsche Volk hat sich wieder das Jntrressenbündnis zwi- scheu den reaktionären Parteien und der un- abhängigen Sozialdemokratie geltend gemacht. Tie Reaktionären von rechts und die Putschisten von links haben die Verfassung abgelehnt und damit dem deutschen Volke gezeigt, daß sie gegen die wahren Interessen des Volkes in tiefer Gcmcinschastlichkeit unlösbar verbunden sind. Das verdient festgehalten zu werden. Deratungspause in Weimar. In den Beratungen der Nationalversammlung wird vom Freitag abend bis zum Donnerstag der näcksten Woche«ine Pause eintreten, die Kommissionen werden jedoch am Mittwoch srüh wieder zusammentteten. Es ist dann in Aufsicht genommen, bis zum 20. weiier zu tagen. Rückkehr der Regierung nach Berlin. Wie die»P. P. 3!." aus Weimar erfahren, wird die re gierung am Frcttag nach Berlin zurückkehren. leichsl 5remöenausweisung aus Gejlerreich. Tie Rot zwingt dazu. Die„Wiener Arbeiterzeitung" vcrössentlicht den Wortlaut einer Kundgebung der nicdcröstcrrcichischcn Landesregierung, in der alle Fremden aufgefordert werden, Deutsch. ö st e r r e i ch und Wien zu verlassen. Die Kund- machung schreibt zunächst jenen Personen, die nach dem l. August 1iH4 sich nach Niederosterrcich geflüchtet haben und nicht die dentschösterreichischc Staatsangehörigkeit besitzen, vor, bis läugstens 15. August Dcuischösterreich zu verlassen. Alle Ungarn, die nach dem 1. März 1919 ihren ständige» Wohnsitz hier degründet haben, müssen Dcutschösterreich bis längstens 5. Augnst verlassen. Begründet wird die Maßregel mit W o h- nuugs- und Lebeus mittel not. Für die Außer- achtlaffung dieser Bestimmungen werden strenge Strafen vor- gesehen._ General v. d. Goltz in Diensten Koltfchaks! Bukarest, 31. Juli.(H. N.) Das rumänische Pressebureau meldet: Nach Berichten, die aus Odessa hier eingetroffen sind, hat General vonderGoltz durch Vermittlung deS Prinzen Lieven dem General Kolrjchal seine Dienste angeboten. Eine Erklärung üeutscher Gewerkfthasts- führer. (Eigener Drahtbericht des„Vorwärts".) Amsterdam, 31. Juli. Tie deutsche Delegation hat soeben dem Kongreß folgende Erklärung unterbreitet: „Tie Erklärung Sassenbachs hat in Deutschland starke Beunruhigung hervorgerufen. Dies veranlaßt uns, dem Kongreß bekanntzugeben, daß wir erst nach Abgabe von Sassenbachs Erklärung in Amsterdam eintrafen und ihren Wortlaut nicht billigen können. Leipart, Brey, Seitz, Hübsch, Schumann, Reichel, Sachse, P a c p l o)u." Wir selbst haben unseren Standpunkt, der sich vollkom- men mit dem von obenstehenden Genossen eingenommenen deckt, vor einigen Tagen anläßlich der Erklärung Sassen- bachs hier niedergelegt. Die Kreditbewilligung der deutschen Sozialdemokratie bedeutete kein V e r- trauensvotum für die Regierung und enthielt nichts, was die Auffassung rechtfertigen könnte, als sei die deutsche Sozialdemokratie von der völl'MN Schuldlosigkeit der deutschen Negierung jemals überzeugt gewesen. Desgleichen übernahmen unsere Genossen im Reichstag durch die Kredit- bewilligung nicht die Mitverantwortung an den Taten der Regierung, sondern sie stellten sich lediglich auf den Baden der gegebenen Tatsachen, das bedrohte Land vor dem feindlichen Einfall zu schützen. Schon in ber Erklärung vom 4. August ließen unsere Genossen unzweideutig ihre Ueberzeugung erkennen, daß der Krieg eine Folgeerscheinung des Imperialismus war. Es ist erfreulich, daß durch die Erklärung der Führer der großen Arbeiterverbänbe dieser Standpunkt der Erklärung Sassenbachs gegenüber erneut unterstrichen worden ist._ vor der Verständigung mit Ungarn. Wien, 31. Juli.var noch immer keine Revolution. Und nun folgt der Depeschenwechsel mit Wilson. Der diktatorische Ton seiner zweiten Note vom 15. Oktober erregt tiefe Bestürzung, und noch einmal wird erwogen, ob es noch ein Zurück gebe. Jetzt aber ist es Staatssekretär Solf, der unter Berusting auf die bisherigen Gutachten des Militärs die Fort- setzung des angetretenen Paisionswcges für unvermeidlich hält. Am 17. Oktober— es ist noch immer keine Revolution— vollzieht Ludendorff seine bekannte taktische Wendung, er will wieder an die Möglichkeit seines Soldatenglücks glauben, muß aber doch zugestehen:„Es ist auch heute so, daß wir jeden Tag eingedrückt und geschlagen werden können. Vorgestern ist es gut gegangen, es kann auch schlecht gehen." Man be- rechnet, daß man bis zum Frühjahr nächsten Jahres durch Auskämmung noch 600 909 bis 700000 Mann aufbringen kann, die Feinde aber 1 100 000 Mann. Dazu der immer schärfer fühlbar werdende Materialmangel. Am 28. Oktober— es ist inzwischen weiter mit Amerika verhandelt worden— treffen die Generale v. M u d r a und ».Gallwitz im Hanptqnariier ein. Sie vertreten die Meinung, daß man noch die letzten Mittel anwenden müsse. um zu beweisen, daß es noch nicht zu schlecht stehe. Da macht man ihnen Mitteilung von dem mittlerweile erfolgten Sonderschritt Oesterreichs und bringt damit auch die letzten militärischen Hoffnungen zum Schweigen. Von den wichtigen Dokumenten der amtlichen Vcröffent- lichung fallen nur die allerletzten in die Zeit der aufflammenden Revolution. Aber wenn die Oberste Heeresleitung am 10. November nach Berlin funkt, man. müsse versuchen, bei den Waffenstillstandsbedingungen Erleichterungen zu erreichen, jedoch auch, wenn dies nicht gelänge, den Waffenstillstand ab- schließen, so ergibt sich aus der ganzcp Vorgeschichte, daß diese Haltung der leitenden Militärs nicht erst durch die Er- eignisse des 9. November herbeigeführt war. Es wird sich noch öfter Gelegenheit ergeben, auf die Dokumentensammlung des Auswärtigen Amtes zurückzu- kommen, um Einzelheiten aus der Vorgeschichte des Waffen- stillstands festzustellen. In ihrer Gesamtheit aber beweist diese Sammlung— was freilich längst keines Beweises mchp bedürfte, wenn das Gedächtnis der Menschen etwas besser wäre—, daß die deutsche Revolution ein Kind der deutschen Niederlage war und nicht etwa umgekehrt, die Niederlage ein Kind der Revolution. Wenn erst einmal alle Dächer abge- deckt werdsw'dann wind sich herausstellen, daß die Krieg- fiihrung in allen Ländern mit inneren Widerständen zu kämpfen hatte, daß diese aber auf der deutschen Seite keines- falls stärker waren, als auf der entgegengesetzten. Die Revolution kam erst, als das unglückliche deutsche Volk aus allen Siegeshimmeln gestürzt war, in die es die amtliche und zensierte Kriegsherichtrrstattung hinaus gelogen hatte. Und jetzt erfolgte sie mit der selbstverständlich- keit e'nes Naturereignisses ohne besonders großen umstürz- lerischcn Kraftaufwand. Die deutsche Militärmonarchie ist zum Schluß sozusagen gar nicht umgestürzt, sondern nur ein- sack umgeblasen«worden. Was'der Krieg von ihr übrig- gelassen und aus ihr gemacht hatte, das war mehr, als das geduldigste Volk der Welt ertragen konnte. � Der zeitliche und ursächliche Zusammenhang der Herbst- ereignisse von 191.8 liegt für jeden, der sie sehend miterlebt hat, so klar zutage, daß es kaum noch neuer Dokumente zu ihrer Aufhellung bedurfte. Andererseits bleibt den alldeut- scheu Legondenträgcrn die Hoffnung, daß man in den Kreisen ihrer Anbang-o? auch keine Dokumente liest. Was sich im Lande noch an Alldcutschtum berumdrückt, das lebt ja ganz alle'-n noch von der Lüge, daß der alldeutsche Eroberungssieg bloß durch die deutschen Miesmacher, Flaumacher. Umstürzler und Sozialdemokraten vereitelt worden sei. Gegen die Dummheit kämpfen Götter— gegen eine Lebenslllge, die für das Dasein einer überlebten politischen Richtung unentbehr- sich ist, kämpfen auch Dokumente vergebens. 5ranzöfij'cher Chauvmistenschwinöel. Kopruh-ften, 31. Juli.(Sinener Drabtk'ericht des.Vorwärts.) Der Pariser Berichterstatter von.Nationallidende' schreib« in einem Bericht vom 29. Juli:.Wenn der Generolsireik von, 2l. Juli auf- oegeben wurde, io ist der Grund in erster Linie der, daß die demo- krotische Autzenvolitik der neuen Deutschen Republik ftier noch un» geichiekler zu sein scheint als die der aristokratischen Diplomalen des alten deutschcnKaikcrreiches. Was cianz besondersdenGeneralstreikver- hinderte, waren die unbesonnenen und großsprecherischen Renherungen in Berlin, dah die deutschen Sozialdemokraten den Protest des inter- nationalen Proletariats eegen den Gewaltsrieden organisiert haben und die Worte des. Vorwärts':.Der Generalstreik ist unser Werk'. Namentlich diese Aeutzerung findet man überall und in Unmengen von Kundgebungen wieder, welche an den Mauern aller öffenilichen Gebäude angeschlagen sind und die mit den heftigsten Worten im Namen der gefallenen Krieger gegen die von den Boches geplante Sabotage des Sieges Eüispnich erheben. Alles, was in vorstehendem gesagt ist, ist plumpe Fälschung, gegen die zu protestieren den französischen Chauvinisten zu viel Chre antun hieße._ der versailler Vertrag vor öem amerika- nischen Senat. Die amerikanische Demobilisierung beendet. Amsterdam, 3t. Juli. Das Pressebureau Radio meldet aus Washington: Kriegstekretär Baker teilte mit. daß die ameiika- nische Armee am 39. Juli vollständig demobilisiert sein wird. Der S e n a t s a u s s ch u tz für auswärtige Angelegenbciten wird beute mit den Beratungen über den Versailler Pertrag beginnen. Tie Verbandinngen werden vorläufig öffentlich fein, nämlich so lange wie der Ausschuß die Sachverständigen hören wird, dt: über die Gebictsfragen. die Entschädigungen, die Wieder- gulmochnngen und verwandte Fragen Bericht erstatten werden, was mehrere Tage in Anspruch nehmen loird. Die Siyungen des Ausschusses, in denen über die Einwände gegen den Vertrag be- rnien werden wird, werden umer A u S s ch l u ß der Oeffent» l> ch k e i t statifindetr. d!e Gewerkstbaftsmternatlonale in Amsterdam. Amsterdam, 31. Juli. In der heutigen Sitzung des Jnternatio- Hillen Gewerkschaftskongresses teilte der Vorsitzende mit, daß ver- schiedene Abgeordnete am Sonnabend abzureisen wünschen und daß daher die Debatte eingeschränkt werden müßte. Er teilte serner mit, daß die f r a n z ö s i s che Negierung nunmehr den i t a l i e n i« schen Delegierten Püffe bewilligt hat. Bei der Verhandlung über den Bericht der Statutenkom- Mission wurde gutgeheißen, daß die Autonomie der Ge- Werkschaftsbewegung von jedem an den Internationalen GewerkschaflSbund angcschloffenen Land verbürgt wird. Als Ziel« des Jirternatwnalen Gewerkschaftsbundes werden be» zeichnet; 1. Förderung der Interessen und Bestrebungen der an den Bund angeschlossenen Organisationen aus nationaler und inter- nationaler Grundlage. 2. Förderung der nationalen, und internationalen Gewerkschaft»- bewegung in den necht angeschlossenen Ländern. 3. Förderung der vereinigten Aktionen in allen Fragen von gemeinsamem Interesse für die GewerkschoftSverbände. 4. Verhinderung de» unehrlichen internationalen Wettbewerbs. ö. Die Schaffung von Fonds für Förderung oben genannter Bestrebungen und anderer Gewerkschaftsintcrcssen. ES wurde vorgeschlagen, daß jede Delegation von dieser oder der nächsten Konferenz in das Bureau oder den Vollzugsausschuß oder für irgendeine Sanderaufgabe gewählt werden kann, die mir der zweijährigen Konferenz in Zusammenhang steht und daß dabe, den Wünschen der nach folgenden Ländergruppen vertretenen angeschlossenen Länder Rechnung getragen werden soll: 1 Vereinigte Staaten von Amerika, 2. Mtiel- und Südamerika, 3. England und die englischen Kolonien, 4. Belgien, Frankreich und Luxemburg, 5. Italien, Spanien und Portugal, 7. Rußland und die balirfcheu Provinzen, 8. Böhmen,. Polen und Jugoslawien(Ungarn. Griechen- land und Balkanstaatenj, 9. Dänemark, Finnland, Niederlande, Norwegen und Schwede,,. Der Kongreß billigt den Vorschlag der Kommission. Es wurde beschlossen, daß die Konferenz des Internationalen Getverkschafts- bundes regelmäßig alle zwei Jahre, möglichst im Herbst, stattfinden soll. Der Antrag HpneS Amerika, wonach alle angeschlossenen Organisationen die Kosten für ihre Delegationen selbst tragen sollen, wurde mit 23 gegen 4 Stimmen verworfen und der Antrag der Kommission, daß jede angeschlossene Organisation einen Abgeord- neten auf die Konferenz auf Kosten des Internationalen Gewerk- schaftsbundes senden darf, gulgeheitzen. Die Kommission beantragte, daß die gewerkschaftliche Zentrale jedes Landes für je 259 999 Mitglieder oder einen Bruchteil in dem Internationalen Gewerkschaftsbund eine Stimme haben soll. Darüber entspinnt sich eine erregte Debatte. Die Amerikaner und Engländer erklären, daß damit ihre Interessen verletzt würden und daß sie sich, wenn dieser Antrag angenommen werden sollte, völlig zurückziehen würden. Tie Sitzung wurde daraufhin ausgr- setzt, um eine Verständigung zu erzielen. Telegrammwechse! zwischen Wien und öerlin. Zwischen dem Staatßkanzler Renner, der jetzt als Nach- folger Bauers die Leitung des Auswärtigen Oesterreichs über- nommen hat, und dem deutschen Außenminister Müller hat ein Tclegrammwechsel stattgefunden, in dem die Innigkeit der gemeinsamen Interessen in herzlicher Weise betont werden. Einstellung des Luftpostverkehrs. Der gesamte Luftpostver- kcbr ist wegen Mangel an Betriebsstoff seit Donnerstag mittag 1 Uhr eingestellt. Alle Betricbsstoffvorräte sind in den Händen der Schieber monopolisiert. Die Stimme?aures. Heute vor siins Jabren ichlug der erste«urchtbar« Schrecken des ents fsetten, ungeheuren Krieges in die Herzen de, Arbeiter aller Länder: die Kunde von der Ermordung Jourss. Doch wenn der Leib hinsank, daS Wort dieieS Unvergeitlichen hat die Macht, übers Grab hinaus zu leben. Wir lämpsend und bauend Weitcrstreilenden weiden immer die Gedanken hüten und hören. die Jeau Jaurhs' glühender Geist im ftingen um den Sieg des Proletariats.schmiedete. ES handelt sich um die Einigkeit soziali st i scher Aktion! Unsere unmittelbare Aufgabe ist die Herstellung einer einbeit- lieben sozialistischen Partei. Es handelt sich nicht um eine despotische und toi« Einigkeit: die verschiedene» soziallstiscben Organisationen können und sollen weiter existieren, aber sie müssen imstande sein, über ihre. gemeinschaftlichen Aktwnen in freundschaftlicher Weise zu beraten und zu beschließen. Alle haben wir dasselbe Ideal, wenn wir auch über unsere Kampfmethoden nicht einig sind. E« macht nichts, daß manch: mehr an die Kraft des allgemeinen Wahlrechts glauben, während andere die Rorwendigkeit der wirtschaftliche» Aktion besonders hervorheben. Es gibt keinen unter uns, der den Wablkampf verurteilt, ebensowenig wie es unter uns Leute gibt, dt« den geschichtlichen Prozeß aushalten und den Sozialismus in die Wahlurne einpferchen möchten. Die Ersetzung des Sondereigen- tnms durch das Gemeineigentum ist eine viel zu tiefe Umwälzung und ietzt so viele widerstreitende Leidenschaften, so viele Hoffnungen und Befürchtungen in Bewegung, daß eb keinem gestattet sein darf, dem Proletariat den Weg vorzuschreiben, den es zu seiner Be- sreiurig zu durchlaufen hat. Die Hauptsache ist, daß jeder ent- schlössen bleibt, alle Kräfte, die die neue Ordnung vorbereiten, in den Dienst des Sozialismus zu stellen. Alle, die in den Wirtschaft- lichen Organisationen wirken, die Gewerkschaften gründen und teilen, die Genossenschaften fördern, die in den Gemeinden und in der Gesetzgebung tätig sind, die im parlamentarischen Kampfe dem Feinde begegnen und innerhalb der Festung, wo der Feind seine Waffen schmiedet, das rote Banner aufrollen— alle sind sie Sol- daten einer Armee, Mitkämpfer desselben Kampfes und Brüder in derselben Hoffnung. 11897.) Sozialismus und Nation. Wenn man sagt, die soziale und internationale Revolution beseitige da? Vaterland, was will man damit sagen? Behauptet man, die Umwandlung einer Gesellschaft müsse sich von außen her und durch ein« äußere Gewalt vollziehen? DaS wäre die Ver« leugnung des ganzen sozialistischen Gedanken?, der erklärt, daß eine neue Gesellschaft nur erstehen kann, wenn ihre Elemente schon in der gegenwärtigen Gesellschaft vorbereitet worden sind. Daher wird die revolutionäre, internationale, allgemeine Aktion notwendig das Kennzeichen der nationalen Tatsachen tragen. Sie wird in jedem Lande besondere Schwierigkeiten bekämpfe» können, über besondere Mittel verfügen: die Eigenkräfte der nationalen Geschichte, des nationalen Geistes. Tie Stunde ist vorbei, da die Utopisten de» Kommunismus für eine künstliche Blume hielt:», die man nach Belieben in einem Klima, daö ein Selteuoberhauvt ausgewählt hätte, zur Blüte bringen tönnte. Es gibt kein Jkarien mehr. Der Sozialismus trennt nicbt mehr vom Leben, er trennt nicht mehr von der Nation; er bedient sich des Vaterlandes selbst, um e» umzubilden und zu vergrößern. Ein abstrakter und anarchistelnde: Internationalismus, der von allen Vorbedingungen des Kampfes, der Aktion und Entwicklung jedes einzelnen historischen Verbandes absehen würde, wäre nur ein noch erkünstelteres und altmod"*"TeS Jkarien als jenes andere.(1912.) Die Stimme de? Weltproletariats. Tie gesamte Arbeiterklasse Europas, die gesamte Arbeiterklasse der Welt wird erinnert an die Pflicht ihrer internationalen Eini- gung und ihrer internationalen Wachsamkeit. ES darf der Name de? Weltproletariats nicht ein prunkendes Wort und ein leerer Schall sein. Es darf da? internationale Proletariat nicht zu einer intermittierenden und oberflächlichen Machiquelle werden, die bloß in entfernten Zwischenräumen auf Kongressen oder durch Zirkular- berichte des Internationalen Sozialistischen Bureaus zur Wirkung gelangt. Es muß eine wirkende, eine wohlunterrichtete, eine wach- same Macht werden, die stets imstande ist, die Ereignisse von vorn- herein zu kontrollieren und die Konflikte schon nn Keime zu über- wachen, deren Entwicklung zum Krieg führen könnte. Es liegt in diesen meinen Worten durchaus keine sozialistische Großsprecherei. Wir sind nicht hier versanimelt, um uns gegenseitig Trugbilder vorzuspiegeln. Es ist uns beiderseitig bekannt, daß die kapitalistische Gesellschaft riesenhaft« Mächte der Zwietracht, der gNvaltsamen Anarchie und erbitterte Gegensätze in sich birgt, die das Welt» Proletariat bei der immerhin ungenügenden Organisierung, bei der ungenügenden politischen Macht, zu der sie eS bis jetzt gebracht hat, noch nicht mit Gewißheit zu bewältigen imstande ist.... Entweder läßt sich die Arbeiterklasse verführen durch dos Trug- bild nationaler Größe; sie läßt sich bestechen durch einen lächerlichen winzigen Anteil an der kapitalistischen und kolonialen Beule; und sie leistet alsdann den Unternehmungen der Gewalt nur schwäch- lichen Widerstand. Oder die führenden Klassen verstehen«S, den Konfliktsknäuel, der ssch aus dem wirtschaftlichen Gegensatz ergeben hat. w zu verwirren, daß die Proletarier den Ursprung des Konflikts nicht mehr erkennen können. Oder, wenn sie auch schon mit klarerem Bewußtsein auftritt, so hat die Arbeiterklasse doch noch nicht eine genügende Handhabe am politischen Regierungsmecharns- muS, und ihr« Opposition wird geschwächt durch alle die unsicheren und organisationslosen Element«, die der Kapitalismus in kritischen Momenten in Bewegung setzt; und dann wiederum leben auch die sozialistischen Arbeiter der verfchiedeneil Nationen z» getrennt von- einander; sie sind ohne Fühlung miteinander; wissen nichts von- einander; und wissen den Nutzen des einzig zum Ziele führenden internationalen Zusammenwirkens nicht genügend einzuschätzen. Und Zweifellose sehr weitgehenöe Zoröerungen" Ein alldeutsches Urteil über Ludcndorff. Ter alldeutschen Presse verursacht die Veröffentlichung der Ludendorffschen Tenkschrift gewaftiges Mißbehagen. i Selbst ihr extremstes Orpan, die„Teutsch? Zeitung" muß zugestehen, daß es sich hier um ,,z w e i f e l lo s sehr weit» gehende Forderungen" handelt. Aber sie sucht eine Entschuldigung darin, daß sie ja nicht von einem verant- wortlichen Politiker, sondern von einem Militär aus- gestellt worden sind, der„naturgemäß die ganze Friedens- frage nur vom militärischen Standpunkt an- sieht." Ebenso glaubt die„Deutsche Tageszeitung" betonen zu müssen, daß die Ausführungen des Gencralquartier- meisters nicht erfolgt sind unter dem Gesichtspunkt eines bindend abzugebenden Friedensgebotes, sond�yn,'lediglich von dem Standpunkt der militärischen A u t o r l t ä- t e n aus". Zugegeben, aber waren es nicht gerade jene Blätter, die sich jetzt in diesen Schlupfwinkel zurückziehen, die wäbrend des Krieges wie die Löwen darum gekämpsr haben, diese einseitige, rein militärische Be- trachtungsweise der Regierung und dergan- zeu Oeffentlichkeit aufzuzwingen? Haben ft» nicht versiichr mit Hindenburgs und Ludendorffs Autorilal jeden totzuschlagen, der die Tinge vom politischen Standpunkt aus darzustellen bestrebt war? Vlnd hat nicht Ludendorff selber diesen Kampf mit aller Zähig». keit geführt? Wir erinnern uns. daß wir zu jener Zeit im „Vorwärts" einen A-rtikel veröffentlichen wollten, in dam etwa gesagt war, daß ein hervorragender General trotzdem kein guter Politiker zu sein brauche, daß man für die Politik sich keiner militärischen, sondern einer politischen Füh- rung anvertrauen müsse, wie ja auch umgekehrt das H.'ec nicht von Politikern geführt werde. Tiefen Artikel hat die Ludendorffsche Militärzensur von A bis Z verboten! Es wurde eben damals von Ludendorff alles darauf, angelegt, die Tinge nur nach dem Willen der M'li- tärs und unter ihrem einseitigen und beschränkten Gesichts- Winkel zu regeln. Die„Deutsche Tageszeitung" glaubt Ludendorff noch damit beispringen zu können, daß sie schreibt: Waren damals die Ansprüche der Obersten Heeresleitung an den Frieden im Westen, wie sie in der Ludendorffschen Denkschrift niedergelegt sind, in der breitesten Oeffentlichkeit bekannt geworden, so ist es sicher, daß sich ihrer eine tiefe Niedergeschlagenheit bemächtigt hätte, weil doS ganze Volk in ihnen ein Zeugnis unserer Schwäche und einen Be- weis für die Erschütterung unserer Lage erblickt hätte. Tiefe Behauptung ist das Groteskeste, was wir erlebt haben. Man vergleiche sie mit dem Geständnis der„Deut- schen Zeitung", daß Ludendorfss Programm„zweifellos sehr weitgehende Forderun gen" aufacstellt haoe. Enttäuscht gewesen wäre höchstens ein halbes Dutzend all- deutscher Annexionsschreier, die bereits die deutschen Gren- zen am Ural und an den Pnrenäen absteckten! Das deutsche Volk hätte durch Veröffentlichung der Tenkichrist den schrei- enden Gegensatz zwischen den öffentlichen Bekenntnissen der Regierung und ihrem heimlichen Tun erfahren, es wäre wohl enttäuscht gewesen über die Art, wie die Michaelis und Ludendorff es belogen hatten, sonst über nicht» Fortdauer Oes Nürnberger Zeitungsstreiks. Der Streik der Setzer und Drnckereiarbeiter dauert io daß sckon jetzt den vierten Tag in Nürnberg keine Zeitungen erscheinen. da ihnen die Gewißheit fehlt, daß sie auch jenseits der Grenze Bundesgenossen finden werden, so ergeben sie sich wehmütig ihrem Schicksal. Dem ist nun so. Nicht allen Stürmen kann der Ein- spruch der Arbeiterklasse ein Ende machen. Zwar erschütternd und gewaltig erhebt sich schon die Stimme de? Proletariats über den Völkern, die da? ewige Tosen kriegerischer Unruhe bewegt. Noch aber kann diese Stimme nicht alle Worte widerballen, die der Klang der Schillerscben Glocke mit sich führt. Wohl hören wir auch aus ihrem Ruf die Worte:„Vivos voco, mortuos plango." iJch berufe die Lebenden und klage über die Toten.) Noch nicht aber darf sie rufen:„bulgum frango."(Den Donnerkeil zersplittere ich.) Noch bleibt eine ungeheure Ausgabe der Erziehung und Organ:- sierung zu lösen übrig....(1995.)' Der Krieg entbindet die Revolution. Ueberall keimt die Saat der Nevolution. Wie unvorsichtig wäre der Zar, wenn er einen europäischen Krieg selbst entfesseln oder entfesseln lassen würde! Wie unvorsichtig wäre auch die österreichisch-ungarische Monarchie, wenn sie der blinden Wut ihrer klerikalen und militaristischen Partei nachgeben und zwischen sich und Serbien Nichtwiedergutzumackendes schaffen würde??lach sie trägt in sich Konfliktstoffe, denen sie wohl kaum widerstehen würde. Unter jedem Regime der Unterdrückung und der Privilegien- Herrschast ist der Boden unterminiert. Und wenn die E>schüt:erung de? Krieges eintritt, wird es manchen Zusammensturz und Zu- sammenbruch geben.(24. Juli 1911.) Notizen. — D i e Planwirtschasts-Dokumente. Die Ori. ginal-Dokumente der Moellendorff-Wissellschen Planwirtschaft sollen jetzt in zwei Heften der„Deutschen Gemeinwirtschaft"(Eine Schriftenreihe in Eugen Dicdcrichs Verlag. Jena) zugängftch ge- macbt werden. Es handlet sich um die vielgenannte, ursprünglich nicbt für die Oeffentlichkeit bestimmte„Denkschrift", die hier mit allen Beilagen auibentisch herausgegeben wird, sowie um zwei Reoen. in denen Wissell und Moellendorsf ihren Standpunkt aus- führlich darlegen. — Musik. Heinz Unger wird mit dem Philharmonischen Orchester am 13. September im Beethovensaal die erste Sinfonie von M a h l« r und am 19. September in der Philharmonie daS Lied von der Erde von Mahler zur Aufführung bringen. — Zwei Schriften über Jaurek sind in deutscher Sprache erschienen. Wir bringen sie heute wieder in Erinnerung; denn wer praktische politische Arbeit leistet, muß sie kennen. Die eine ist verfaßt von M. Beer:„Jean Jaures. Sozialist und Staatsmann'(Verlag für Sozialwissenschaft, Berlin), die andere von Victor Schiff:„Tie Stimme au? dem Grabe"(Buchhand- lung Vorwärts, Bxrlin). Beide fiuö reich an Ausschnitten aus den Schriften un'o Reben Jaures. — Die Sckiriftstellerin Anny Wothe ist in Leipzig. 61 Jabr« alt. gestorben. Ihr Feld war das bürgerliche Familien- blatt, dem sie eine große Anzahl UnterhalwngSromane schrieb. Der Mfthluß öes (Schluß aus der Beilage.) Abg. Dr. Brauns(Z.): Den berechtigten Ansprüchen der An- gestellten wird Rechnung getragen. Betriebsräte können nicht in Gruppen geschieden werdsn; denn sie haben das gesamt« Unter- nehmen zu begutachten und dessen Gcsamiinteresien wahrzunehmen. Abg. Dr. Sinzhcimer: Alle Gruppen des Reichswirt- schastsrares müssen das Recht haben, sich, wenn die von ihnen ein- gebrachten Porlagen im Reichstage beraten werden, dort vertreten zu lassen. Ein einheitliches Arbeitsrecht ist nötig; deshalb ist zu vermeiden, namentlich durch so spät eingebrachte Anträge, diese Einheitlichkeit zu stören. Reichskommissar Dr. Preuß: Es kommt nicht darauf an, ob der Reichswirtschaftsrat sich durch ein oder mehrere Mitglieder im Reichstage vertreten läßt; wichtig ist nur, daß die Beschlüsse des ReichStvirtfchaftsrateS durch Vermitteln n g der Regie- r u n g an den Reichstag kommen. Abg. Dr. Naumann(Dem.): Die Angestellten können tatsächlich nicht mit den Arbeitern in eine Reibe gestellt werden. Die prinzipiell neuen Punkte, die in deni Artikel enthalten sind, verlangen, daß wir ihn schärfer durch- arbeiten auf den Gesichtspunkt hin, ob er für später eine größere Menge Kulturgüter hervorruft als das bisherige System. Wir müssen zur Verant- wortlichkeit erziehen, und das vermag dieser Artikel. Wir haben ein lückitiges Stück Entwicklung des deutschen Volkes ge- schaffen.(Beifall bei den Demokraten.) Ein Schlußantrag wird angenommen. Artikel 162, Absatz 1 erhält auf Antrag Spahn folgende Fassung:»Sozialpolitische und wirtschaftspoli- tische Gesetzentwürfe von grundlegender Be- deulung sollen von der Reichsreaierung vor ihrer Einbringung dem R e i ch s w i r t s ch a f t s r a t zur Be- gutachtung vorgelegt werden. Der Reichswirt- schaftsrat hat das Recht, selb st solche Gesetzes- vorlagen zu beantragen. Stimmt ihnen die Reichsregierung nicht zu, so hat sie trotzdem di« Vorlage unter Darlegung ihres Standpunktes im Reichstag einzubringen. Der Reichswirt- schaftsrat kann die Vorlage durch eines seiner Mitglieder vor dem Reichstag vertreten lassen." Die übrigen AbänderungSanträge zu dem Artikel 162 werden a b- gelehnt. ES folgen die„U ebergang?- und Schlußbestim- m u n g e n". Artikel 163 bis 173. Die Abgg. Dr. Kahl(D. Vp.) und Philipp(Dnat. Vp.) treten für den Antrag Heinze(D. Vp.) und Genossen auf Streichung des Artikels 164 ein, der die Familien von ehemaligen deutschen Landesherren von der Wahl zum Reichspräsidenten ausschließt. Die namentliche Abstimmung ergibt die Streichung des Artikels 164 mit 198 gegen 141 Stimmen.(Große Unruhe links.) Zur Annahme gelangt auf Antrag Spahn(Z.) ein Art. 169a:„Bis zum Erlaß eines Reichsgesetze? zum Art. 135 bleiben die bisherigen aus Gesetz, Vertrag cder besonderen Rechts- titeln beruhenden Staatsleistungen an die ReligionSgesell- schaften bestehen." Ferner wird, cmf Antrag L o e b e, Gröber, Schiffer ein Artikel 169b angenommen:„Bis zum Erlaß des in Artikel 143 Abf. 2 vorgesehenen ReichSge'etze? bleibt e? bei der bestehenden Rechtölage. Das Gesetz hat Gebiete des Reichs, in denen eine nach Bekenntnissen nickst getrennte Schule gesetzlich be- steht, besonders zu berücksichtigen." Auf Antrag Loebe, Hoch, Gröber, Dr. Spahn gelangt ein Artikel 172a zur Annahme, der als Artikel 170a eingereiht wird und bestimmt:„Alle öffentlichen Beamten und Angehörigen der Wcbrmacht sind auf diese Verfaisung zu ver- eidigen. Das Nähere wird durch Verordnung des Reichspräsidenten bestimmt." Regierungskommissar Dr. Preuß hat dazu die Erklärung ab- gegeben, daß durch diesen Artikel die Bestimmungen über die staatsbürgerliche Freiheit der Beamten (Artikel 128) nicht geändert werden. Zu Artikel 173(Verabschiedung der Verfassung) gvbt. Abg. Loebe(äoj.) im Austrage seiner Partei eine Erklärung ab, wonach verschiedene Abstimmungen im letzten Beratungsabschnitt. ,m besonderen die Abstimmung über die B e r g w e r k s fr a g e, die W i r t s ch a f t S r ä l e und die Wahl der Landesherren die Er- scheinung eines gegen die Sozialdemokraten stimmenden bürgerlichen Blocks gezeitigt hätten. Die erwähnten Abftimmungs- ergebnisfe erweckien bei den Sozialdemokraten die schwersten Be- denken gegen die Annahme der Verfassung. Sie erteilten ihre Zu- stimmuiig zu der Verfassung nur in dem Vertrauen darauf, daß die lebendige Entwicklung stärker sein wird als die ihr entgegenstehenden papiernen Hindernisse. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten, demonstrativer Beifall bei der Rechten.) Ministerpräsident Bauer: Durch Ihre eben beendete Abstimmung ist die Verfassung der deutschen Republik in Recht und Gültigkeit getreten. Sie ist die wahre Geburtsurkunde des Staatswesens, das von nun an Form und Träger des deutschen Volkswesens bilden soll. Eine neue Zeit beginnt, möge es auch eine bessere sein. Heute setzen wir den ersten Fuß wieder auf festen Boden nach einem käst fünfjährigen Marsch durch das Meer von Blut, Haß und Entbehrung. Wir gehören zusammen, welcher Partei uno Weltanschauung wir auch angehören, und zusammen müssen wir das neue staatliche Leben beginnen. Nicht einmal in dieser feier- lichen Stunde können wir den tiefen Riß zst verhüllen suchen, der durch unser Volk geht. Kriegs- und Friedcnserlebnisse haben uns auseinandergebracht. Wir stehen in parteipolitischer Gegnerschaft, aber es ist mir Pflicht und Bedürfnis, heute auch einmal von dem anderen zu sprechen. Wir sind auch Landsleute, Blutsverwandte, Deutsche. (Lebhafter Beifall,) Wir stehen in einer unlösbaren Schicksals- gemeinschaft, wir könnten gar nicht auseinander, selbst wenn wir wollten, selbst wenn uns der Friedensvertrag nicht wie eine un- lösbare Fessel aneinander schmiedete. Heute haben Sie in voller Freiheit einen neuen unlösbaren Vertrag geschlossen. Das Voll bat ihn durch Sie geschlossen mit sich selbst in freier Abwägung der Rechte uno Pflichten. Aus den Händen des BolkeL haben Sie Ihr Mandat empfangen, in seine Hände legen Sie nun das politische Gesetzbuch der Repu- blik. Es ist mein und Ihrer aller inbrünstiger Wunsch, daß es die Grundlage des neuen Aufstiege» für die einzelnen und für die Gesamtheit sein möge.(Beifall.) Ich glaube an Deutschland und sie alle� müssen an seinen unvergänglichen Stern glauben, sonst hatten Sie es nicht unternehmen können, � gelangt danach zur Annahme. Tie Gesamtabstimmung über die Verfassung er- folgt namentlich, sie ergibt die Annahme der Ver- fassung mit 262 gegen 75 Stimmen bei einer S t i m m e n e n t h a l t u n g. Dagegen stimmen die Deutschnationale Volkspartei, die Deutsche Volk spartet und die Unabhängige sozialdrmo- kra tische Partei. Präsident Fchrenbach: Das Verfassungswerk ist also angenommen.(Lebhafter Beifall.) Das Wort hat der Herr Ministerpräsident. verfasstmgsWerts. Minister des Innern Tr. David: Ein großes Werk, groß nach seiner Bedeutung und nach dem Maß der Arbeit, die an ihm geliefert wurde, haben Sie zum Abschluß gebracht, und da gebührt ein Wort des Dankes oen Männern, die in erster Reihe an dem Zustandekommen mitge- arbeitet haben. Tie Mitglieder des Verfassungsausschusses, oie Vertreter der Landesregierung und der Reichsregierung dür- fen gewiß sein, daß, so kritisch teilweise auch die Mitwelt viel- leicht urteilt, doch eine sachlich urteilende Nachwelt eine gerechte Würdigung ihrer Arbeit aussprechen wird. Besonderer Dank und Anerkennung gebührt dem Verfasser des Entwurfs, meinem Amtsvorgänger Herrn Dr. Preuß.(Lebhafter Bei- fall.) Er mag den heutigen Tag als einen persönlichen Ehren- tag ansehen(Beifall), als oen Tag, wo die überaus sachkundige und pflichteifrige Arbeit, die er an dieses Werk gesetzt hat, einer glücklichen Vollendung entgegengegangen ist. Im Namen der Reichsregierung spreche ich ihm den Dank aus.(Lebhafte Zu- stimmung.) Gestatten Sie mir noch ein paar Worte der sachlichen Würdi- gung dieses Werkes Mit der Verabschiedung der Verfassung hat die Nationalversammlung die zweite große Aufgabe, die ihr gesiellt war, gelöst. Die erste war die Herstellung des Friedens. Erst mit Beendiflung des Krieges wurde die Voraus- setzung geschaffen, um den Frieden auch im Innern zu schaffen. Diesem Ziel eines inneren Friedens soll das Verfassungswerk in erster Linie dienen. Es sei ein FricdenSwerk im besten Sine de» Worte». Das innere politische Leiben unseres Volkes hat mit ihm neue feste Rechtsnormen gefunden. Anstelle des in den Tagen der Revolution rasch zusammengezimmerten Notbaues tritt nun ein wohldurchdachter staatsrechtlich festge- fügter Neubau. In seinen Mauern soll da» nationale Da- sein unseres Volke» wieider größere Ruhe gewinnen, soll daS Volk wieder zu geordnetem lebensfrohen Wirken gelangen. Die neue Verfassung findet scharfe Kritiker auf der Rechten dieses Hauses und der äußersten Linken, aber auch ihnen wird die neue Ver- fassung gerecht. Sie hindert sie nicht, ihre politischen Aufgaben zu verirstsn, sie gibt ihnen die Möglichkeit, auf legalem Wege die Umgestaltuug in ihrem Sinne zu erreichen, vorausgesetzt, daß sie die erforderliche Mehrheit des Volke» für ihre Anschau- ungen gewinnen. Damit entfällt jede Notwendigkeit politischer Gew alts Methoden. Der Wille des Volkes ist daS oberste Gesetz. Wer den Willen des Volkes für seine politische Auffassung und Ziele gewinnt, der gewinnt das Rechst, das Steuer des Reiches zu führen. Die Bahn ist frei für jede gesetzliche friedlich« Eni- Wicklung. Das ist der Hauptwert einer echten Demokratie. In dem Maße, wie dieser Hauptwert von uns erkannt wird, wird sich die neue Verfassung bewähren als der stärkste Hort des inneren Friedens.(Beifall.) Wohl wird eingeworfen, daß die politische Demokratie nur Schein sei, solange wirtschaftliche Ab- hängigkeit Millionen Besitzloser hindert, ihren politischen Willen zur Kenntnis zu bringen. Man verweist auf den Gegensatz zwischen Kapital- und Arbeiterinteressen, man weist darauf hin, wie hieraus der wirtschaftliche Kampf entspringe, der den wirklichen inneren Frieden ausschließe. Niemand kann die Augen verschließen vor dieser Ouelle schärfster politischer Gegensätze, aber auch hier soll die neue Verfassung den Weg zum Frieden bahnen, nicht nur die politische, aucki die wirtschaftliche Demokrat»« ist in ihr verankert. Das wirtschaftliche Organisationssystem wird den feindlichen Gegensatz zwischen Kapital nnd Arbeit überwinden. Damit fällt auch das Faustrecht als wirtschaftliches Kampfmittel. Das deutsche Volk hat als erstes den Wegiveiser zum sozialen Frieden in seine Grundrechte aufgenommen. Im Kriege lhat sich eine Flut von ebrenkränkenden Angriffen auf den beut- scheu Namen ergossen. Die neue Verfassung wird nicht nur uns mit Selbstvertrauen.und Stolz erfüllen, sie zeugt auch von dcut- schem Wesen und deutschem Können. Wir laden die forschenden Geister der Welt ein, dieses Werk zu prüfen. Nirgends in der Welt ist die Demokratie konsequenter durch- geführt als in dieser Verfassung. Wir haben da» demokratischste Wahlrecht und wir haben zum ersten Male di« volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung der Frau. Die deutsche Repu- blik ist fortan die demokratischste Demokratie der Welt. Möge das neuzeitlich errichtete Haus dazu beitragen, das Gc- fübl der nationalen Zusammengehörigkeit bei allen seinen Be- wohnern zu stärken.(Beifall.) Möge es überall den Willen der Zusammengehörigkeit mit dem Mutterlande nähren, soweit die deutsche Zunge klingt.(Beifall.) Die Not des Krieges, die schwere nachfolgende Zeit haben den Lebenswillen des deutschen Volkes nicht gebrochen. Möge dieser Wille stärker werden durch diese Not, stärker als zuvor im Wirken und Aufstieg unseres Volkes und in der Arbeit für die höchsten nationalen und Mensch hei ts- guter der Kultur.(Lcbh. Beifall.) Präsident Fehrenbach wies auf die Weihe des Augenblick» hin, der das deutsche Volk zum friedlichsten Volk der Erde mache. In Zukunft muß alle politische Gewalt in Teutschland von der nach der dsm fretesten Wahlrecht gewählten Veotreturig und in den wichtigsten Fällen vom Volke selbst ausgeübt werden. Möge es sich stets der Verant-. wortung bewußt sein und sich erfüllen lassen vom Drange zur Arbeit und vom Geiste zur Ordnung und in der Sonne der Freiheit möge unser Volk von der Gegenwart den Weg finden zu den lichten Höhen, wo die Freiheit der oberste Leitstern ist, wo die Liebe zum Nächsten die gesellschaftlichen Zustände regelt und wo es im Weit- bewerb seine Kräfte nur anspannt für Wohlfahrt, Bildung und Gesittung.(Stürmischer Beifall.)— Nächste Sitzung Freitag- vormittag. Schluß gegen 9 Uhr. Gegen den Terror. Sozialöemokratische proteftverfammlungen Was die unabhängigen Skandalmacher am 2j.Juli mit brutaler Gewalt verhindert hatten, ist gestern abend glänzend gelungen. In sieben stark besuchten Versammlungen ver- anstaltetn unsere Parteigenossen eine Kundgebung gegen Ge- waltfrieden und Imperialismus. Aber im Hinblick auf den Kampf, den die Unabhängigen vor zehn Tagen mit Bier- seideln und Stuhlbeinen gegen unsere Parteigenossen führ- ten, gestalteten sich die gestrigen Versammlungen natürlich auch zu lebhaften Protestkundgebungen gegen Terror und Bruderkampf. Zwar waren auch Unabhängige erschienen, aber sie befanden sich meistens in der Minderbcit und traten nur in der Diskussion hervor. In zwei Versamnilungcu kam es zu Lärmszenen, verursacht durch unabhängige und kommunistische Schreier. Aber auch diese Versammlungen konnten zu Ende geführt werden. Gcwcrkschaftshaus. Di: Versammlung im„Gewerkschaftshaus" nahm einen prächtigen Verlauf. Der große Saal war übervoll besetzt, auch Unabhängig: und Kommunisten waren in ziemlicher Anzahl er- schienen. DaS Referat hielt der Genosse A r t u r Z i ck l e r, der � länger als eine Stunde die gespannte Aufmerksamkeit der Ver» sammlung besaß. In seinem Referat legte er die Entwicklung der internationalen und deutschen Arbeiterbewegung klar und begründete, warum es der Internationale unmöglich war, den Krieg zu verhindern. Er wies die Zwangsläufigkeit im Verhalten der sozialistischen Par- teien aus und geißelte das Verbrechertum der reaktionären deutschen Regierung, die das Volk belogen und betrogen und nach einem Taumel von Illusionen in den Abgrund geführt hat. Die Revolution hat diese» System beseitigt; das Proletariat ist als entschei- dende Macht in den Vordergrund der Weltgeschichte getreten. Reis fein für die historische Aufgabe ist jetzt alles! Nach langanhaltendem Beifall l>egann eine angeregte De» b a t t e, die in der Mehrzahl von Unabhängigen und einem Kom- munisten bestritten wurde. Es muß anerkann: werden, daß dabei allseitig das Bestreben die Oberhand behielt, die Gegensätze in würdiger und sachlicher Form zu behandeln. Die eingebrachte R e- solution wurde gegen eine verschwindende Minderheit m:: lautem Beifall angenommen. Ein brausendes Hoch auf d... internationa e Soziakoemokratie beschloß den würdigen Verlauf de. Versammlung. Gcrmania-Säle. In den vollbesetzten Germania-Sälen sprach Genosse Heil-. mann. Scharf und treffend kritisierte er das Verhalten der Un abhängigen in der Frieden-frage. Man sagt, ein« radikalere Rc- gierung hätte einen besseren Frieden bekommen. Nun, Deutsch- österreich hat keinen Scheidemann, sondern einen Otto Bauer, der den Bolschewiki nahesteht. Deutschösterreich hat keine NöSkegarde, braucht sie auch nicht, weil die Arbeiterschaft dort so schlau war.�sick nicht von einigen Literaten auseinander reißen zu lassen(Brausen- der Beifall), und doch ist Oesterreich ein noch schlimmerer Frieden auferlegt worden als uns. Wir kämpfen gegen den Gewali frieden der Entente, aber nicht mit Gewalt, sondern mit Vernunf. und Aufklärung, nicht Rache, sondern Recht. Wenn auch bei um der Sozialismus versagt, wie in Rußland und Ungarn, dann iß der Sozialismus für die nächsten 100 Jahre vernichtet. Vorwärts mit der Demokratie für den Sozialismus. �(Lebhafter Beifall.) In der Diskussion kamen auch Unabhängige und Kommunisten zum Wort, doch waren ihre Ausführungen nur schwach und unhali- bar und wurden von unserem Referenten in seinem ischlutzwor: glänzend widerlegt. Die Versammlung, die einen schönen unv würdigen Verlauf nahm, stimmte der Resolution einmütig zu. Am vollbesetzten Saale der Bötzow-Drauerer sprach Genosse H e i n i g. Scharf rechnete er mit den Urhebern unseres Elends ab. Die Arbeiterschaßt muß in dieser Frage einig sein. Trotz aller Spaltungen darf nicht ein Teil sich schützend vor Herrn v. Graefe stellen. Wenn in den nächsten klagen die Doku- mente über die Vorgänge, die zum Zusammenbruch führten, der- öffentlicht wenden, dann wird selbst Ledeiour nicht mehr sagen: „Ich habe die Revolution gemacht." Das ist das Gefährliche, dar die U. S. P. heuie versvricht, was kein Gott im Himmel erfülle: kann.(Stürmischer Beifall) Wir haben fest zusammenzn stehe i dann kommen wir zu dem Ziel, das wir uns ausgestellt haben. (Stürmischer Beifall.) In der Diskussion kamen Redner aller Parteien zu Wori Bei Annahme eines Schlnßantrages leisteten der Aufforderung eine» Unabhängigen, den Saal zu verlassen, ca. 25 Mann Folg«, während der größte Teil seiner Genossen nicht nur nicht den Saal verließen, sondern auch für die Resolution eintrat, die nach einem kurzen Schlußwort einmmmig angenommen wurde. Patzenhvser Brauerei. Der Referent, Genosse Dr. C a s p a r i, unterzog da» Gebaren der imperlalistisch-kapitalistischen Enteniediplomatie einer scharfen Kritik. Die Diplomatie der sozialdemOkratischen Mchrheitspartei in Deutschland sei die richtige gewesen: die Unabhängigen seien uns i» die Arm« gefallen. Hätten wir in diesen ernsten Tagen in Deutsch- land ein einiges geschlossenes Proletariat gehabt, so hätte sich die Entente gehütet, uns einen derartigen Frieden aufzuzwingen. Unter stürmischem Beifall erklärte der Redner, es müsse sozial, stlschc Politik getrieben werden. Es gelte, den Kampf zu fuhren gegen rechts und links. Stürmischer Beifall lohnte den Redner. In der Diskussion bedauerte der alte Parteiveteran Genosse Ewald auss tiefste die Zerrissenheit und Uneinigkeit der Arbeiter- klasse. Nachdem die Resolution gegen 2— 3 Stimmen angenommen war, schloß der Vorsitzende mit einem brausenden Hoch auf d'.e Sozialdemokratie. Heinrichs Fcstsälc. Nachdem der Referent Genosse Heller das Wort erhalte hatte, versuchten einige Unabhängige die Versammlung zu störei Ter Redner rechnete unter dem Beifall der Versammlung mit oc Haltung der Unabhängigen am 21. Juli und in oer FricdensfraL ab.(Die Unabhängigen versuchten durch andüuernde Zwischen rufe die Versammlung zu sprengen.) Bei den Ausführungen de. Redners über di« Frieoensarbeit der deutschen Sozialdemokratie fiel von einem Unabhängigen der Zwischenruf:„Ihr habt ja den Krieg angezettelt!" Auch die weiteren Ausführungen gestalteten sich zu einer Abrechnung mit der Politik der U. S. P. Der Redner sprach dann über den harten Frieo-nsvertrag und betonte, daß nur ein geeintes Proletariat gegen den Gewaltfrieden ankämpfen könne. Wir hoffen nicht auf die Weltrevolution, sondern auf den Geist der internationalen Arbeiterschaft. Ein Redner der U. S. P. versuchte in der Diskussion vergeblich die Taktik der Unabhängigen zu yerteidigen. Er stieß auf stürmi- scheu Widerspruch der Versammlung. Durch das Verhalten der U. S. P.-Leute wurde es dem Genossen Heller unmöglich gc- macht, sein Schlußwort zu halten. Prachtsäle Moabit. Vor etwa 1200 Besuchern referierte Genosse W u s ch i ck. Ob- wohl die heutige„Freiheit" ihre Parteigenossen von_dem Besuch unserer Versammlung abgeraten hat, war doch eine größere Anzahl von Unabhängigen und Kommunisten erschienen, die sortgesetzt ver- suchten, die Versammlung in der wiscrlichsien Weise zu stören. Trotz allem Radau konnte sich Genosse W u s ch i ck mit kräftiger Stimme durchsetzen. Sein Referat fand bei unseren Genossen großen Beifall. Von der anderen Seite wurde großer Tumult gc- macht. Nach der Diskussion zogen sich die Lärmmacher unk' großem Geheul und Niederrufcn auf Noste und Hochrufen auf di, Jmernatnonale aus dem Saale zurück. Charlottenburg. Die im Volkshauie abgehaltene Versammlung war stark besuch». Unter lebhaftem Beifall besprach der Referent, Genosse Krüger. die Stellung unserer Parteigenossen zu dem Gewaltfvioden, der durch solidarische» Handeln des internationalen Proletariats zu einem gerechten, die Völkerverbrüderung gewährleiste»den Frieden umgewandelt werden müsse. Die Versammlung nahm einen ungestörten Verlauf. » Die Resolution, die in allen Versammlungen angenommen wurde, erklärt den Gewaltfrieden der Entente für da» schwerste Hindernis der sozialistischen Entwicklung, verurteilt.daS Treiben der früheren deutschen Machthaber und wendet sich zum Schluß scharf gegen die KampfeSweifa der Unabhängigen und Kommu- nisten, die„unter Verachtung der alten Grundsätze der Sozialdemokratie und der politischen Gesittung der Arbeiterklasse die Einigkeit und Stoßkraft des Proletariats zerschlägt und damit Wasser auf die Mühlen der Reaktion treibt." verbanöstag öer öuchbsnöer. Würzburg, 30. Juli 1919. Dritter Berhandlungstag. Die Schlußworte über die Geschäftsberichte nahmen auch noch den größten Teil des heutigen Verhandlungstage» in Anspruch. Verbandsvorsitzender K l o t h verteidigte seine An- schauunaen in fast dreistündiger Rede. Als Verbandsvorsitzender und Redakteur habe er nur eine solche Politik betrieben, hinter der der Vorstand gestanden sei. Seine Artikel in bürgerlichen Zeitungen btitten den Interessen der Arbeiter nicht widersprochen. Es sei keine Sünde, in einem bürgerlichen Blatt proletarische Forderungen zu vertreten. Kloth lehnt sowohl die von der Opposition als auch die von der anderen Seite eingebrachten Entschließungen ab. Er klebe nicht an seinem Posten, wenn er auch ungern scheide; er könne aber seine Tätigkeit nicht mit einer solchen Resolution belastet ausüben. Da sei es besser, man trenne sich. Er habe seine Pflicht erfüllt. (Lebhafter Beifall.) Kassierer Haueisen- Berlin erklärte sich mit der Tätigkeit Kloths solidarisch.— Der Ausschußvorsitzende legte nochmals den Standpunkt des Ausschusses gegenüber der Tätigkeit Kloths dar. Den Schlußworten folgten lange persönliche Bemerkungen. Mit b3 Stimmen(bei 194 Delegierten) wurde die Ab- stimmung über die beiden vorliegenden Resolutionen auSge- fetzt bis nach Erledigung des Punktes:„Unsere Lohnbewegungen." Die Opposition war gegen die Hinausschiebung der Abstimmung. Ueber die „Stellung der Gewerkschaften nach der Revolution, ihre Stellung zum Rätesystem und ihre zukünftigen Aufgaben" verbreitete sich sodann Verbandsvorsitzender Kloth- Berlin. Er trat für die Sozialisierung ein und betonte, daß ohne Arbeit die Volkswirtschaft nicht wieder aufgebaut werden könne. Der Ver- wirklichung des Sozialismus seien von vornherein große Widerstände entgegengetreten, sie könne nur langsam erfolgen. Die Arbeits- gemeinschaften seien so lange notwendig, bis die Betriebs sozialisiert sind. Wer keine Arbeitsgemeinschaft wolle, wolle auch keine Tarifverträge. Erkläre sich der Verbandstag gegen die Ar- beitsaemeinschaft, sei der Buchbinderverband darin nicht vertreten. Die Betriebsräte müßten in inniger Fühlungnahme mit den Ge- werkscfKtften stehen. Redner verweist auf die Beschlüsse des Gewerkschaftskongresses zu dieser Frage. Die Betriebsvertrauenslrut? sollten die Grundlage für die Betriebsräte bilden. Die Gewerk- schaften seien auch noch nach der Revolution die Vertreterin der wirtschaftlicken Interessen der Arbeiter. Das Korreferat zu diesem Punkte wird morgen entgegen- genommen._ Helverkschafisbewegung Lohnbewegung der Holzarbeiter. Hinsichtlich der Taktik, welche die Holzarbeiter jetzt befolgt baben, nachdem die auf den Abschluß eines Reichstarifes gerichteten Verhandlungen durch die Schuld der Unternehmer gescheitert sind, schreibt die„Holzarbeiterzeitung": „Die Dinge stehen nun so, daß auf das Zustandekommen eines Reickstariss für absehbare Zeit nicht zu rechnen ist. Durch die Schuld der Arbeitgeber ist eine zentrale Verständigung unterblieben. Das kann natürlich nicht bedeuten, daß die Kollegen im Reich auf die Durchführung ihrer Forderungen verzichten. Der Verbandsvor- stano hat sich seither große Mühe gegeben, die über das ewige Hinauszögern der zentralen Verhandlungen erbitterten Kollegen zurückzuhalten. Er konnte es nur durch den Hinloeis auf den be- vorstehenden Abschluß des Reichstarifs. Nun sind die Verhand- lungen endgültig gescheitert und das hemmende Moment ist damit sortgesaklen. ES wird'nun versucht werden, daS, was auf zen- tralem Wege nicht zu erreichen war. durch örtliche Vereinbarungen durchzuführen. Damit ist bereits in zahlreichen Orten begonnen worden, auch schweben Verhandlungen, welche den Abschluß von Abkommen für ganze Bezirke zum Zweck haben. Wir streben eine friedlich« Verständigung mit den Unter- nehmern an. Di« große Geduld, welche unsere Verbandsleitung den fortgesetzten Verschleppungsmanövern der Gegenseite gegen- über an den Tag gelegt hat, beweist das zur Genüge. Auch jetzt, wo die zentralen Verhandlungen durch die Schuld der Arbeitgeber gescheitert sind, stehen wir aus dem Standpunkt, daß Kämpfe nach Möglichkeit vermieden werden müssen. Das wird in sehr vielen Fällen auch möglich sein. Aber auch dort, wo jedes Entgegen- kommen abgelehnt wird, darf ein solches Verhalten nicht ohne weiteres mit der Arbeitsniederlegung beantwortet werden. Unser Verband wird die Kämpfe, die er aufnimmt, mit der gebotenen Energie durchführen; von der Kollegenschaft muß aber auch er- wartet werden, daß sie die notwendige gewerkschaftliche Disziplin wahrt."_ Urlaub städtischer Arbeiter. Nach einer Aussprache unter den Vertretern der Gemeindever- waltungen Groß-Berlins über die Gewährung von Urlaub an noch nicht urlaubsbercchtigte Kriegsteilnehmer unter den Gemeinde- arheitern hat der Magistrat von Berlin folgenden Beschluß gefaßt: Nach§ 12 des Tarifvertrages in Verbindung mit dem§ 2 des Ruhegeldbeschlusses würde denjenigen Kriegsteilnehmern, welche vor ihrer Einberufung zum Heere nicht im städtischen Dienst waren, sondern erst nach ihrer Entlassung aus dem Militär- Verhältnis in einen städtischen Betrieb eingetreten sind, ein Ur- laub in diesem Jahre noch nicht zustehen. Wir haben aber in Ucbereinstimmung mit den Vorortgemeinden aus Billigkeits- gründen beschlossen, denjenigen neueingetretenen Arbeitern, welche im Frontdien st e gestanden haben und nach Rückkehr aus dem Felde vier Monate im städtischen Dienst tätig gewesen sind, einen Urlaub von 3 Werktagen zu gewähren, und zwar als einmalige, ausnahmsweise Maßnahme. Wir machen die städtischen Arbeiter auf diesen Beschluß be- sonders aufmerksam. Da uns mitgeteilt wurde, daß in einzelnen städtischen Betrieben die Betriebsleitungen von diesem Beschluß an- scheinend nichts wissen, wird es Sache der Arbeiterausschüsse sein, den in Betracht kommenden Arbeitern zu ihrem Recht zu verhelfen. Hungerlühne. Wie uns mitgeteilt wird, werden an Angestellte der Firma L. L e i ch n e r noch unglaublich niedrige Löhn« gezahlt. Eine 29 jährige Kontoristin erhält das fürstliche Gehalt von 149 M. pro Monat. Für eine 34 jährige Expedientin sind 185 M. pro Monat nach Ansicht des Herrn Unternehmer- eine genügende Be- soldung. Der Unternehmer behauptet sogar, daß man mit diesen 149 resp. 185 M. sehr wohl auskommen könne. Die angeführten Gehälter sind nicht etwa vereinzelt herausgegriffen, sondern die Be- züge aller Angestellten bewegen sich auf dem gleichen Niveau. Unter diesen Umständen wird es nicht Wunder nehmen, daß die Angestellten sich an ihre Interessenvertretung, den Zentralvcr- band der Handlungsgehilfen, wenden, um hier Abhilfe zu schaffen. Der Herr Leichner, für den die unwürdigen Zustände in seinem Untenrehmen nicht existieren, ist aber, getreu seiner Auffassung, nicht in der Lage, von seinem Herrn-im-Hause-Standpunkt abzu- gehen und mit dem Zentralverband der Handlungsgehilfen zu ver- handeln. Die Angestellten der Firma L. Leichner sind nicht gewillt. diese unwürdigen Zustände noch länger zu ertragen. Sie sind in- folge der Unnackgiebigkeit des Unternehmers gezwungen, alle ge- werksckaftlichen Mittel in Airwendung zu bringen, um auch für sich eine Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage herbeizuführen. Sie sind der Auffassung, daß der Weltruf einer Firma nicht auf Kosten der Angestellten begründet sein darf. Deutscher Werkmeisterverband. Für die Meister der Textilindustrie u. sonstigen Angestellten finden Besprechungen über Tariiverhandlungen am Freitag, den 1. August, abends 7 Uhr, in Haverlands Festsälen statt. Gerichtszeitung. Den ungetreuen Ehemann erschossen. Wegen Mordes an ihrem Ehemann angeklagt war die Ehefrau Martha B a n d t geb. Raack. Wie die Angeklagte in ihren früheren Vernehmungen be- hauptet hatte, habe ihr Ehemann sich mit anderen Weibern herum- getrieben und nicht genügend für seine Familie gesorgt. Als sie vor einigen Wochen dahinter kam, daß ihr Mann wieder auf Ab- Wege geraten war, und sie ihm deshalb Vorwürfe machte, soll er ihr, wie sie behauptet, in höhnischer Weise geraten haben, dock wieder Rattengift zu essen. Die- habe sie so in Wut versetzt, daß sie einen Revolver, den sie ständig bei sich trug, um sich zu erschießen, hervor- zog und ihren Mann erschoß. Vor Gericht teilte Justizrat U n g e r mit, daß die Angeklagte offenbar geisteskrank sei. Das Gericht be- schloß deshalb, sie längere Zeit erst auf ihren Geisteszustand be- obachten zu lassen._ Das Verschweigen einer Krankheit als Entlassungsgrnnd. Di« Buchhalterin L. trat im Juli vorigen Jahres bei einem hiesigen Verlagshause in Stellung. Bei ihrem Eintritt befragte sie der Ehef, ob sie auch gesund sei. Frl. L. konnte das bejahen, da sie seit Jahren niemals ernstlich krank gewesen war. Anfang Juni dieses Jahres erkrankte sie jedoch an dev Lunge, worauf sie ohne Kündigung mit der Begründung entlassen wurde, daß sie beim Eintritt ihren krankhaften Zustand verheimlicht habe. Das Kauf- mannsgcricht sprach sicki jedoch dabin aus. daß durch die Kriegs- ernährung selbst der gesündeste Mensch heruntergekommen sei und daß auch die Erkrankung der Klägerin hierauf zurückgeführt werden könne. Es verurteilte die Firma demgemäß zur Zahlung. Vorträge, vereine unü Versammlungen. Zentralestelle für Einigung der Sozialdemokratie, Moabi. Heute Freitag 8 Uhr bct Tiepelmann, Birten- Ecke Wilhelmshavener Straße: Vor- trag:„Die Konsumgenossenschalt als Vorläuserin der sozialistischen Gemein- wirlscbast." Bereinsangelegenheiten. Slrbettrr-Samariter-Bund, Kolonne Grost-Berli«. Lcbrftunde baben nächste Woche: Montag 71/, Uhr Bezirk T e m p e l h o f, Berliner Strave 32 im Rest. Bezirk Osten, Lichtenberg, Scharnweberstr, 69 im Rest. Donnerstag: Bezirk Westen: Cbarlottenburg, Kaiser- Friedrich-SIr. 4l d im Rest. Freitag, den 8. August: Bezirk Norden, Ulcdomstr. 33 im Rest. Bezirk Süden, Neukölln, Weichlelstr. 8 im Rest.— Arbeiter-Radfahrer Verein»Groß-Berlin«. Sonntag, 3 Aug.. morg. 7 Ubr und nachm. 1 Uhr nach Rabnsdorf, MeierS Waldschloß. Start: Mariannenplatz. Nächste Veriammlung Miltwoch, 6. Aug.. bei Matschenz, Forsterstr. 9.— Stenographische Gesellschaft„Gabelsberger«. Wil- incrsdors, Berliner Str. 33, abends 8— 10 Uhr.— Reichsbund der Kriegsbeschädigten. Zentrum. Bczirksveriammlung Montag 7st, Uhr im Elisabethgarten, Elisabethstr. 30. Kamerad Bader:„Was bringt uns Ovscrn deS Krieges der Frieden?* Neue Mitglieder werden ausgenommen. Bezirk Mariendorf. Gemeinsame Mitgliederversammlung Montag 8 Uhr bei Streiter, Cbausscestr. 27. Bezirk Edarlottenburg. Sonntag, den 3. August, vormittags 91/, Uhr, im kleinen Saal des VoltSbauIeS, Rosinen- straße 4: BeUrtsveiiammlung.—«Die neue Reichsverfaffung«, eine Klailegung ihrer Grundideen, die von Reichslommissar Prof. Prcuß aus- gearbeitet wurden, ist das Thema eines Vortrages der Sonnabend, den 2. August, abends 7 Uhr, in der Phitbarmonte stattfindet, veranstaltet von der AlbeitSgemeinschail sür staatsbürgerliche und wirtschaftliche Bildung. Die Mstgiieder der Ralionalveriammlung Drs. Pseisser, Naumann und SinSheimer werden auyer dem oben genannten Herrn Professor Preuß sprechen. Verantwortlich für Volitik: Artnr Rickler, eharlottialmrg, für den übrigen Teil des Blattes: Allred Scholz. Zieukillln: fllr Anzeigen: Theodor Slocke, Berlin. Verlag: Borwärts-Berlag ä s e r nebst Bersaitd- liste. mruinlltn%-cuicuuag,.„.„W.»•»------.......- Optiker Ruhnke - 30 Geschäfte � C Spittelmarft , Ecke Wal Wallstraße Blexanderplag, nebe» Alchinger 80. Oranienstr. 44, Oranienplatz nahe W Leipziger Str. UZ, » Ecke Mauerstraße Ltnkstr. 1, Ecke Potsdamer Str. Friedrtchstr. 193a, Ecke Leipziger Straße Friedrichstr. 10S. Eck« Ziegeiftr. N EHausieestraß« 72 , Invaltdenstr. t»4. Eck- Lrunnenilraße «Isk Friedrichstr. lZO, IZ ri. Ecke Dorotheenstraß« «ehonehere: Hanptstr.21, a.«aiser-WiIH-lmpl. Frie4enan: Rhewstr. 18, Ecke«irchstr. gegenüber der Kaiicr-Eiche �ViIilaersÄoef:« Berliner Str. 132,33, au der UHIandstr. 11, S Kottbnser Damm 10, • nahe Warenhaus Ianoorf Xcnktflln: Bergftr. 4, gegenüber Richard str. Spandau: Breite Str. 18. Neu! om Belle-Älliancr. Straße 4, ni»» am Halleschen Tor Schöuhanser Allee 81, Hoch- i>n>>„itaiion Rordrina Charlottenhnrg: Tanentztenstraße 15, Ecke Mardurger Straße. Ioachimsthaler Strotz« 2, am Rakinkak Äaa Nr. ZS8» ZH. Jahrgang Zreltag,?.?luguft1�1� Der Nationalversammlung zu Weimar Sitzung vom Donnerstag, 31. Juli 1919. Am Regierungstische: Bauer, Dr. David, Dr. Preutz, Noske, Dr. Bell. Präsident Fchrenbach eröffnet die Sitzung. Auf grund eines Berichtes des Abg. Siehr(Dem.) wird die Genehmigung zur Straf- Verfolgung des Abg. Gandorfer sBahr. B.-Bd.) vor dem Standgericht München wegen Hochverrars und Vergehens gegen§ 130 des Srraf- gesetzbuches verweigerr. Die Genehmigung zur Strasverfolgung desselben Abgeordneten vor dem Landgericht Kempten wegen Ver- gehens gegen das Vereinszollgesetz wird erteilt. Die Beratung des Verfaiiungsentwurfs wird bei dem gestern zurückgestellten Artikel 18(Länderfrage) fortgesetzt. Abg. Ulitzka(Z.): Die Regelung der Länderfrage durch die Fasiung des Artikels bei der zweiren Lesung Hot nicht befriedigt. Zum Beschluß einer Gebieisänderung sollen drei Fünfrel der abgegebenen Stimmen. mindestens aber die Stimmenmehrheit der Wahlberechtigten er» roiderlich sein. Wir hoffen, daß damit eine Grundlage in dieser schwierigen Frage gefunden ist, die allen berechtigten Wünschen ent- gegenkommt, insbesondere hoffen wir, daß auch die bedrohten Ge- biete, wie z. B. Oberschlenen dadurch die Möglichkeit gewinnen, im Verband des Deutschen Reichs zu bleiben. Abg. Hofmann(Soz.) erwarict eine Erkläruna der preußischen Regierung, daß sie einer großzügigen Lösung der Thüringcnscheu Frage nichts in den Weg legt. Abg. Hampe(Dnat.) tritt für die Bildung eines selbständigen Niedcrsachsen ein. Abg. Heile(Dem.): Nicht auf dem Wege gewaltsamer und bureankratischer Regelung, sondern in Anlcbitung an die lebendigen Kräfte des deutschen Volkes müssen wir versuchen, zu einer organischen Gliederung zu kommen. Tesbalb wird auch der preußische Staat sich entschließen müssen, einen Teil seiner Bestandteile dieser Gliederung zum Opfer zu bringen. Wenn es möglich wäre, alles das, was jetzt nicht preußisch ist, in dem preußische» Staat aufgehen zu losien, dann würde ich auch damit einverstanden sein; ober dieser Weg ist nun einmal nicht gangbar, er würde Mißvergnüglheit und Partikularismus hervor- rufen und schließlich würde sich gegenüber dem norddeutschen Block ein süddeutscher bilden, später möglicherweise einmal unter Führung Oesterreichs, und so hätten wir statt der Einheit eine Zersplitterung. Abg. Graf Dohna(D. Vp.): Es wäre wohl richtiger gewesen, zu der endgültigen Gestaltung dieses Artikels alle Parteien zuzuziehen. So haben es wieder ein- mal die Parteien der Mehrheit in einer Art Klausur gemacht. Da- durch wird mindestens der Verdacht hervorgerusen, daß die be- teiligieu Parteien sich da durch gegenseitige Konzeisionen Partei- taktische Vorteile sichergestellt haben. sSebr richtig! rechis.) Im übrigen ist du Fassung des Kompromisses sehr wenig durchsichtig. Abg. Dr. Philipp(Dnat. Vp.): Wir erblicken in dem Kompromiß eine wesentliche Ver- schlechieinng des BeichlusseS der zweiten Lesung, er ist der Verein- beiiliibung des Reichs u n g ü n st i g e r als die frühere Fassung. liniere Bedeuten dagegen bestehen jetzt dagegen in verstärktem Maße. Abg. Koch-Kassel(Dem): Nach unürm Standpunkt ist die Gliederung Deutschlands nicht vom preußischen oder bayerischen oder gar vom rheinischen oder hannoverschen Gesichtspunkt, sondern ledizlich vom deutschen Gesichtspunkt aus zu bebandeln. Wir wollen allerdings den UnitarismuS, aber nicht die Zeniralisation: wir verwechseln nicht das Reich mit Berlin. Erleuchtung. 28) Roman von Henri Barbusse. Verdeutscht von Max Hochdorf. Der gute alte Pastor will nun den Leuten, die ihm auf- merksam zuhören, auch noch seine Meinung verzapfen, und er sagt:„Ja, man darf vor allen, nicht lästern. Ei. wenn's keinen lieben Gott gab, dann könnt nian ja anders reden. Aber d a es einen lieben Gott gibt, so ist alles im Leben mit Anbetung hinzunehmen, wie der Herr Erzbischof gesagt hat. Gewist. man hat noch vieles besser zu machen. Armut, öffent- lichc Katastrophen. Krieg, man must das noch abschaffen, man must das alles noch abschaffen, na ja! Aber lastt rms unr machen! Mischt Euch blost nicht rein, Kinderchen, Ihr könnt sollst alles verderben! Wir werden das alles schon machen, aber nur nicht zu hastig! Im Chor sagt man und einstimmig:„Ja, ja!" Der Greis fährt fort:„Was, mit einem Schlag glücklich sein, das Unglück in Freude verwandeln, die Armut in Reichtum verwandeln mit einem Schlag! Seht, Kinder, das ist einfach nicht möglich, und ich werd' Euch sagen, warum. Wenn das so einfach war', dann hätt' man's schon lange gemacht. Nicht wahr? Wieder läuten die Glocken. Auf dem Glockenturm schlägt es vier Uhr. Schon wird der Turm von Tämmer- licht gestreift, aber das Abenddunkel trifft ihn ja erst zuletzt. Die Kirche singt noch einmal im Gottesdienst, die Kirchen- Versammlung hebt noch einmal ihr Reden und Beten an. Tann steigen die hohen Herrschaften wieder in den Sattel oder in die Kutsche. Sie eilen davon. Unifornren schimmern. es blitzt golden. Auf dem Hügelabhang, der bedeckt ist von unseren Toten, entfaltet sich der Zug der Mächtigen des Tages. Aufwärts eilen sie und verschwinden. Wir, wir gehen ab- wärts. Aber wir alle, ob wir nun oben sind, oder ob wir nun unten sind, wir sind alle im Dunkel der Nacht zu der gleichen, sichtbaren Masse aufgeballt. Maria sagt:„Das ist schön, man möchte meinen, dast sie über uns fort galoppieren!" Sie sind der glänzende Vortrab, der uns beschützt, sie sind der große, ewige Rahmen, der das Vaterland zusammen- hält, sie bilden die Kräfte der Vergangenheit, die das Vater- land erleuchten und verteidigen gegen die Feinde und gegen die Aufwiegler. Und wir. wir sind ihnen ähnlich, trotzdem unsere Seelen so verschieden sind. Die Größe unserer gemeinsamen Sorgen verbündet uns. Sogar die Winzigkeit unserer selbstischen Zwecke verbündet hluß ües verfassun wir erreichen das Ziel des Einheitsstaates dadurch, daß die Zu- ständigkeit des Reichs systematisch erweitert wird. Dem unitariscven Standpunkt entspricht es, daß wir das Erfordernis eines verfassungs- ändernden R e i ch s g e s e tz e s für die Gcbietsänderungen an die Spitze gestellt haben. Das Kompromiß ist eine Verbesserung und Klärung des Art. 13. Wir sind keine Partikularisten, auch keine Großpreußen, sondern Deutsche.(Beifall bei den Demokraten.) Abg. Hörsing(Soz.): Es ist gesagt worden, man könne Oberschlesien von Preußen lostrennen, ohne Hochverrat zu begehen, das ist ein Irrtum, die gesetzlichen Bestimmungen bestehen noch, auch die über Hoch- und Landesverrat. Ich stelle aber auch fest, es tftbt in Oberschlesien keine große Be- wegung in dieser Richtung, höchstens eine, die Oberschlesien zu einer selbständigen Republik machen will. Sie wird aber ge« tragen von einer Handvoll Kapitalisten, Industrieller und Groß- grundbesitzer(Hört! hört!) Oberschlesien weiß ganz genau, welch großer Schade es für die arbeitenden Klassen und den Mittelstand wäre, von Preußen losgelöst zn werden, daß sie damit unter die Schirmherrschaft der Polen oder der Entente kommen würden. Die Bevölkerung würde der Gefahr mit allem ihr zu Ge- böte stehenden Mitteln zu begegnen wissen.(Beifall.) Preußischer Minister des Innern Heine: Nach den Worten, die zur Begründung des neueingebrachten, in der Tat überraschenden Antrages gebraucht worden sind, muß ich als Vertreter Preußens mit einer gewissen Ausführlichkeit auf diese Fragen eingehen. Der eingebrachte Kompromißantrag ist kein Fortschritt gegen die Fassung der zweiten Lesung. DaS hat zu große Bedenken, daß zu einer Gebieisänderung drei Fünftel der abgegebenen Stimmen verlangt werden, während es nach dem Entwurf der zweiten Lesung drei Fünftel der eingetragenen Wähler sein sollen. Wie soll dann auch der Wille der Bevölkerung sesigcstcllt werden, die gegen den Willen des gesamten Volkes des betreffenden Landes losgelöst werden will? Wenn Sic nur eine kleine Mehrheit, viel- leicht gar eine Zusallsmehrheit von einer Stimme für sich hat? Für einen Ausnahmefall ist das viel zu wenig. Sliminungen und gelegentliche Zufälle dürfen hier nicht entscheiden. Wir kommen nicht weiter, wenn wir die Diskussion allzu lange fortsetzen. Auch diese Bestimmungen der Verfassung müßten trotz aller Schwäche und doktrinärcu Unbrauchbarkcit einmal angenommen werden. Neberhaupt wird die Verfaffung in vielen Punkten bereits in nächster Zeit revidiert werden müssen. Nun zur oberschlesischen Frage. Diese Rufe nach Sonder- Republiken angeblich.(Zurufe: Angeblich? Bewegung.), jawohl, angeblich, innerhalb des Deutschen Reiches werden zu häufig laut, so daß schließlich die Gefahr emsteht, das Publikum könnte daran als etwas Unabänderliches glauben. Bei der allgemeinen Ver- waltungöreform, die auf Dezeutralisalion und Selbstverwaltung hinausgeht, plant Preußen längst eine rechtsstatutarische Autonomie der Provinzen, soweit sie mit einer zentralisierten Verwaltung vereinbar ist. Für Oberschlesien haben wir dann so- gar nach Rückiprache mit seinen Abgeordneten ei» Stück Bcrwaltungsreform vorweggenommen. DaS war aber gewissen Kreisen noch immer nicht genug; sie ver- langten sofort eine selbständige Provinz oder einen selb- ständigen Staat, andernfalls würde es zur Abstimmung für Polen kommen. Das ist die Art, wie man immer mit Handgranaten vor uns hintritt. Wenn wir jedem Rat, der unS erteilt wird, folgen wollen, hätten wir jeden Tag etwas anderes zu tun.(Sehr richtig I) Die selbständige Republik, gebildet aus dem preußisch gebliebenen Gebiet, wäre eine Lächerlichkeit. Ich warne nochmals vor der Bit- dung solcher sclbständigcn Republiken, auch im Rheinlande, wo dem vom Feinde besetzten linken Ufer auch noch rechtsrheinisches Gebiet angegliedert werden soll. Selbst D orten erklärt ja, er wolle innerhalb des Reiches bleiben. Glaubt einer, daß er es ehrlich meint?(Zurufe.) Wir wollen doch offen und ehrlich uns. Jetzt habe ich tiefer und tiefer diese enge Ver- knüpfnng erkannt, die Masse und Masse zusammen- schweißt, da ein weit Verästeltes Herrschertum die Achtung vor allen Gewalten verbreitet. Dieses Bewußtsein bringt mir eine hochsporncnde Tröstung, es ist einem Leben wie dem mcinigen trefflich angepaßt. Da die Abendsonne untergeht, lese ich mit meinen Augen diese Tröstung der Gewalt und diese Gewalt der Tröstung ab, und ich bcivundere sie. Zur Niederung steigen wir alle hinab, hingehend über diese Felder, in denen der stille Weizen blüht, hingehend durch diese Gärten, durch diese Weideuwege und Reihen der häuslichen Bäume, die eben im Begriff sind, ihre Früchte vollkommen zu reifen. Die duftende Blüte. die sich verschenkt. Die Frucht, die sich ernsthast spendet. Das Himmelsblau allein liegt nur noch in Blüte. und darunter liegen die Feldertriften mit ihren ungeheueren Steppen, und mit ihren braunen Talsenkungen» die schyn nächtlich verhüllt werden. Ein Kindlein kommt vom Brunnen. Es hat den Eimer eine Weile abgesetzt und ruht am Wegrande, gleich einem Meilensteine unbeweglich, und mit allen Augen betrachtet es ststd starrt es. Es betrachtet mit strahlender Neugierde die Menge, die an ihm vorüber wandert. Weil alles das so regelrecht hinströmt, kann auch das winzige Kindlein diese Unermcßlichkeit erfassen. Ein Bauer hat trotz des Festes gearbeitet. Eben war er noch gebeugt über die Finslernisschollen seines Ackers. Jetzt erhebt er sich vom Erd- reiche, das ihm ähnlich ist. Dem Goldsonnenlichte wendet er das Schaustück seines Gesichtes zu. * Aber wer ist dieser Mann, der sich dort wie ein Wahn- sinniger mitten in den Weg Pflanzt, als wollte er der Menge ganz allein die Straße versperren? Wir erkennen Brisbille. Betrunken ist er und er schwankt in der Dämmerung. Ein Grollen und Geschäum sprüht von ihm aus. Er heult, und man hört nur seine Stimme, und er schreit:„Wißt Ihr, >vo das hinausgeht? Wohin das alles geht? Das geht zum Abgrund! Zum Abgrund geht die alte, verfaulte Gesellschaft. zum Abgrund die Profitgier der Mächtigen, zum Abgrund die Dummheit der Dummköpfe! Zum Abgrund! Morgen! Paßt nur auf, morgen!" Eine Frauenstimme schreit aus der Verwirrung und aus dem Dunkel: „Halt's' Maul, Du Lump, Du machst einem bloß Angst!" Aber der Betrunkene schreit weiter aus voller Kehle: „Morgen! Morgen I Glaubt Ihr denn, daß das immer so weiter gehen kann? 3hr seid bloß noch gut zum Krepieren I" Die Leute, denen dies Gerede mächtig nahegeht, machen kämpfen und ihm heraussagen, daß seine Pläne gegen das deutsche Volk und Vaterland sind.(Beifall.) Das Veihällins Preußens zum Reich sollen wir mchr vom Standpunkt der eiser- mchteleien von Reich und Preußen und der einzelnen RessortS untereinander behandeln. Das Reich muß eine einheitliche nnd gemeinsame Verwaltung erhalten, die Gesetze ülierall gleichmäßig angewendet werden. Die Beamten der Länder sollen sich suhlen als Beamte eines großen und gemeinsamen Körpers. Dahin wirkt uniere Verwaltungsreform. So wie in Preußen muß damit auch in allen Bundesstaaten vor- gegangen werden. Wenn demgegenüber von preußischen ÄnnexionSgelüsten gesprochen ist, so weise ich das als un- berechtigte, den Talsachen nicht entsprechende Auffassung mit äußerstem Nachdruck zurück. Die vielen Einzelstaaten werden auch eine außerordentliche Verteuerung des Verwaltungssynems be- deuten. Das aklpreußiiche Verwaltungssystem ist das billigste ge- Wesen, das es je in der Welt gegeben hat.(Lebhaite Hörtrufe rechts und in der Mitte.) Jawohl, es läßt sich nicht bestreiten, daß daS demokratisch-republikanische VerwaltnngSsystcm viel mehr Gelder fordert (Erneutes Hört, hört! rechts, Unruhe links), dafür hat es aber auch erhebliche Vorzüge, da es die Möglichkeit der Entwicklung der inneren Kräfte bietet.(Lebhafter Beifall links). Re,ßt man Fetzen aus Preußen heraus zur Gründung von gegen Preußen stehenden Kleinstaaten, dann dient man der Einheit nicht. Nehmen Sie den Art. 13 in der neuen Fassung an; er möge aber nur in Anwendung gebracht werden, wenn wirkliche Interessen des Reiches in Frage kommen.(Lebhafter Beifall.) Reichskommissar Dr. Preuß: Die Stimmenmehrheit der Wähler ist in den Antrag hinein« gekommen gerade wegen der dadurch ermöglichten Zustimmung Bayerns und Preußens.(Lebhaftes Hört! hört I) Die Auf- fassung, daß eine Stimme zu schwerwiegenden Aenderungen genüge, stimmt ebenfalls nicht: der Antrag spricht von drei Fünfteln der abgegebenen Stimmen: ferner von der Mehrheit der Wähler und endlich von einem Reichsgesetz. Das sind ausreichende Sicherungen.(Lebhafter Beifall.) Es folgt die Beratung der zurückgestellten Artikel 74 und 76 (Volksentscheid und Verfassungsänderung). Nach kurzer unerheblicher Aussprache wird ein Antrag Wald« stein(Dem), Dr. B e y e r I e. Katzenstein(Soz.) au- genommen aus Einsügung eines Art. 75a: „Durch den Volksentscheid, kann ein Beschluß des Reichstages nur dann außer Kraft gesetzt werden, wenn sich die Mehrheit der Stimmberechtigten an der Abstimmung beteiligt.) Angenommen wird ferner ein Kompromrßantrag Wald st ein (Dem.) und Genossen, wonach im Art. 70 bestimmt wird, daß, wenn aus Volksbegehren durch Volksentscheid eine Velfassungs- änderung beschlossen werden soll, dazu die Zustimmung der Mehrheit der Stimmberechtigten erforderlich ist. Endlich wird noch ein Antrag Dr. BeHerls(Zentr.) angenommen, wonach Art. 70 einen zweiten neuen Absatz erhält: «Hat der Reichstag entgegen dem Einspruch des Reichsrais eine Verfassungsänderung angenommen, so darf der Reichs« Präsident dieses Geietz nicht verkünden, wenn der Reichsrat binnen zwei Wochen den Volksentscheid verlangt hat." Darauf geht das Haus zu dem dritten Abschnitt der Grundrechte, „Religion und Neliftionsgesellschaften"(Art. 132— 188) über. Abg. Kahl. 81. Beim Reichskommissar zur Erörterung von Feindseligkeiten gegen deutsche Zivilpersonen in Feindesland, Potsdamer Elrasze 88. 2. Nein. 3. Soweit möglich, schristliche Belege oder Benennung von Zeugen.— E. M. 30. Gegen den ablehnenden Bescheid legen Sie beim BezirkSkommando Einspruch ein. WetteranSfichte« für hns mittlere Norddentfchland bis Sonnabend mittag! Im Sülsen zeitweise heiter und am Tage etwas wärmer, im Norden kühl, über'/diegend bewölkt und besonders an der Küste Sster» etwas Regen. In Ausübung seines Berufes Ist unser Flug- reuglührer Herr 3501b verlicherungzangettellte! Am Montag, de» 4. August, nachmittag» 4 Uhr. .....-—fa.(T•-- I lirlunn T IßlllfT H findet m den Sophlensölen, Eophtenstrabe, eine �ElJd61319 i wichtige Versammlung in SwlnernQnde am 28. Juli das Opker eines Unfalls geworden. Wir beklagen den Verlust eines Mannes, der mit ganzem Herzen seinem Berufe ergeben war. Wir werden dem Dahingeschiedenen ein stets freundliches Gedenken bewahren. Sabiatnig Flugzeugbau G.m.b.H. Direktion. der Angeslelltenausschüfie, Declraucaslcuf« und veiegierte» statt.— E» wird um bestimmte» Erscheinen gebeten.————— Zentralvcrband der Handlungsgehilfen. Verband der VersicherungSbeauiten. Perband der Burcanangeftettten. n/r Criircncrtläruiig! Hierdurch erklär» ich, bah dir Beschuldigung, di» ich gegen Frau Wandel angesprochen habe, sie verkaufe Broltanen, aus Unwahrheit beruht. Ich nehme hiermit dtes» Aruherung reuevoll zurück.. 4949 Frau Wcgcner. Zepernick. Friedenau Rentenhan» mit bi» 1930 geregelten Hypotheken, mit allem Komsort, 2-, 4- und b-Zimmerwohnimgen, in IP/.fadier niete für M. 325000.- zu ver- kaufen. Wohnungen sind äußerst billig vermietet. Eine S-gimmer- Wohnung kann dezogen werden. Näher« Auskunst erteilt iIbIiik M. Bier, Lelpzlser Strntc 26, Zentrum 12250/53. SttsMeiMe Sei«AM DSD »em. SeiMüe z» Betim, ät. Bekanntmachung. Don Mitgliedern zur kennt- uiß. daß die In der Ausschuß- sißung vom 20. Mat 1919 be- schlossene Aonderuog der gZ 20 und 61 der Sagung die Ge- nehmigung de» Oberorrstchc- rungoamle» erhallen hat. Die- selbe tritt mit den-. 1. August 1919 In Kraft 277/18 ver vorstand. Herrn. Rhauda, 2. Borsitzender. Fr. Reese, Schriftführer. Arbeiter und Angestellte der Fingzengmeifterei Adlershof! Heul» Fr«! log, den 1. August, mitlag» 1 Ahr, bei Wöllstein, Adlershof, Dlsrnarrtsirohe 73: Betriebs-Bersammlung. Da» Erscheinen aller Kollegen tst dringend erforderlich. Der Arbeiterrat Ist hierzu besonder» eingeladen.— Die Ber- tranonimänner werden ersudst, eine Stunde früher zu erscheinen. 35' üb_ Z- A. Oie stornrntssion. Ich habe meine praxi» wieder ausgenommen und mein Institut für Behandlung mit künstlicher Höhensonne u. Diathermie wieder eröffnet Dr. Alfred Mendelson Kautabak in Rollen und Standen aus reinem Tabak. Zigarren Zigaretten eden Posten an Ri-Ntaai-utrnro, Hantinen u. Hotels abzugeben in den Zigarren-Geschäften Frtedrlchstr. 243(Hall, lor) daioU'SSMNlW -TT IT.- Nonzerlhaen-.ouinm h"!«-olshurf- 1500.- M.. ©SMK'SÄStK Earsniien rKiKsLeliSi" M? Zt«"ö f in iV o" S'QI!uen»on b, 10, 15, 25 und 50 Kilo Inhalt ab Köln unter Nachnahme,«»i grSßeren aiAuVrtott_ niu>»k»M.. � «W�WMRam der J........... Ccbc» Quantum kann prompt geliefert werden. 49SD' Otto Meyer, Köln-Nippes Cnem. techn. Produkte Fernruf: A. 5976 Schwäbische Str. 7.|» beseitigt D�hisHaussalbej [ed. Hautausschi, Flecht. I Hautjuck., bes. Heinschad., I Krampfadern der Frauen r u. aergl, In Originaldosen l 4 50, 7 50 erhältlich in der i „Elcianicn-Apothekc4*| Berlin 213. Leipziger -trag» 4(a öönho'fpl i' Vu« der Reise zurück ür. Ostrodzkl. Dr. Grötering Spezlalarzt. Invatidenstraße 35 �cke Chausseestralle am Steitiner Bahnhof.• 11-1- ,5-', ,7. fo.nt 11—12 Neue Fahrräder M. 385! SSg Faiirrad-Pnenmaiiks Ä Luftschläuche 35» 45 M., prima Auslandsschläuche» 55 u. 65 M., Lantdecken, St. 60 M., prlmn Auslcnd*dcch*n 78 M. Posten Lederitreifen» Stück 10 M. Ernst Machnow.Weiittrslr.M. Aendernng der Richtpreise für Kupfer, Zinn n. Blei für Lieferung auf Kontingentschein. Unter Bezugnahme aus die Bekanntmachung betreffend Richtpreise für Lrefenrna von Svarmetallen auf Kontingent- schein v. Sl. Mai>919(„Reichsanzeiger�Nr. 131 v. ll.Iuni>919) wird hiermit bekannt gegeben, daß die Richtpreise für Liefe- ninorn aus Drund von Koillrngentscheinen«rll Wirkung vom 7. August d. betragen. Rupfrr M. 800.- für 100 ÄHa, 5inn, 1600.-. 100 Biel, 140,- 100 Berlin, den 1. August 1919. 100/11 NiegsmM-MeMseWM in ClnniDation. Aenvening Oes Hidjtnteifes für auf Konlinsenmewn. Unter Bezugnahme aus M« Bekanntmachung betreffend Richtpreise für Lieferung von Sparmetallen auf Kontlnaentschein vom 31. Mai 1919 sReichsanzciger Rr. 181 vom II. 6. 1919) wird hiermit bekanntgegeben, daß die Richtpreise für Lieferungen auf Drund von Kontrngentscheiiien mit Wirkung vom l, August b. I. fllr Aluminium TN. 1200,— für 100 kg betragen. 100/12 Berlin, den L August 1919. Kriegsmetall Aktiengesellschaft in Liquidation. Spezlalarzt Dr.jflaschS~ ®p rech fhi iiö cn 10—1, 5—8. Sonnt» 10—1. MesriSittliße 90 ääU- sÄn9- Spezial-Behandlung elektr. Durchleucht. Harn-Blutuntersuchung stbeim. Alte Schöntiagser Str. 8§. so�tö_i # -1, 3— 8 Emanuel Sondheimer, Worms. unterhält ständig große» Lager in Lebensmitteln, indesonderem Schmaiz, Speck, Fett, Reis, Oel, Kaffee, Thee, Cacao, Chokolade, Seife, Stärke. Billige Einkauf»gel«genhell fllr kommunalverbände und Kommunen. 491 j* Rechtsrheinische Zweigmcdcrlassung n. Lager 5ei Adolf Sondheimer» Bürstadt/Hessen. _ Tel- Amt Lampertheim 235, unbesetzt. SZuWe Blsch« MelWelle werden in meiner HartlSt-Rcparaturwerkstatt unter«arnnlie der SuIIbartell pronipiest qelSlet. Harüötflnßmittel für alle Metalle und Wcichlötpasrcn in anerkannt oorzllglichen --- KeineWanzemehriiiXso nur mit Kammeriäger Bergt Nlcodaal I u. II zu erzielen Rcntlose Wanzen- n. Ui-ntvcrnlchtnnc Erfols verblültend. Kinderleicht anzuwenden. Qesetzlich geschützt.— Viele Dankschreiben.— Dopveipaket M, 2 50. Ausreichend für I bis 3 Zimmer und Betten.* Alleinverkauf: Sämtliche Warenhäuser A. Wcrthelm. Bei Eins, von M. 2,70, oder Postscheckkonto Berlin 31 286 po rtofr. Zu», durch H.A.Oroesel. Berlin. Könlggrätzer Str. 49 Radfalirer! Motorradfahrer! Qualitäten. Spezialarzt fßr Haut- und Harnleiden Dr. med. Hainli. K-eipziecr Str. 103, Ecke FrledricbstraSe.' 10—1, 3—6, Sonntags 11—1. Martin Keyer, Fabrik Ebeiniscber Produkle, Prenzlauer Allee 100. Telephon: Kitnigstadt>0 2. * Nsüzeitllclie Siedelüng sxxss? öc « MM deutsche und engl. engros 3t81b Zlgareiicagcsehsfl MarkgraJeaa tr. 12, für Gartenbau und Kleintierzucht,•/, Bahnstunden westlich vom Herzen Berlins, sucht Teilnehmer. Höhere Schulen aller Art in der Nähe. Anfragen mit Angabe des Berufs und der verfügbaren Anzahlung erbeten unter H. 8592 E. an Haasenstein 4 Vogler A. O., Berlin W 35. 83/2 Jeder alle, unbrauchbare Mantel wird durch einfaches Ueberlegen meiner gWst gefetzr. geschützten „W. H. B." Sctjuizdecke wieder benutzbar.. Noch brauchbare und neue Gummimäntel werden vor Abnutzung bewahrt. Lange Leoensdauer 3105 km. erprobt. Anfertigung in allen Größen für Fahrräder. Motorräder, Qeschäfuräder, Krankense. hst- fahrer usw. 496D- Schutzinhaber und Alleinerzeuger: IV. Ocinemann, Bitterfeld(Sachsen), PeidstraBe 34. IMF* Platzvertreter gesucht. " i--.. /tjj 3, ü. S..rfjj 2av'ßokSmpians d. Tubvrknlcov 3'/U2Qtlig9xr. bar ohne Abz.A\ m§m i Zöiii Impiahis ueä«et. Kasuiäme »miMSH Enin stino Bck.- Hamborg, lioizdamm 39. "Ist» recht« Ittel Itstcüug h Blaubeeren tn 10- Pfund• Postpaketen gut verpackt, versende withrend der Sammelzell stei» frisch gegen Ziachnahme von 15,50 Mark. Jede» OuaniumI Sosort de- stellen I Reelle Bedienung i Borkowsky, Versand, Trzcbuhn b. Dzlmlanen, (Kreis Bercnt.j 405 D Ziehung unwiderruHich 8. u. 0. August• neilstütten- Öeld-Lotterie 1 10 Lese pÄusteSSS. i BsrüRerLosecentrale | Berlin C 2, Müblendamm 3. mmmm, i' Dnqsei.slllg»!, Sanjett- stvgel 2800.—, kleiner schwarzer Stnhflllgol 1950.—, r erlauft ffrnfr,_Oranic!tfh� 166, III. Am Bahnhof Halonsoe neben Ecke Kurlürslen- damm habe ich ein noch- herrschaftliche» Wohnhau» ohne Läden und Hinterhaus, mit einer S- und neun 6 Zlmmerwoh nungen, allem modernen Komfort und freier Aussicht, sehr preiswert für Mk, 400 000.— zu verkaufen. Event Ist eine ■6-Zimmerwohn. zu haben. Julius M. Bier, Leipziger StraUo 26. Zentrum 12250/53, SM AW -brauen, schattige Wtmp.-rn und interessanten E>ei v l» v IS, V1V9VII2>VUU>S"»»»», dsratratte 48(am Alezanderplatz, gegenüber (.9-7) Glänz, Erfolge; Beobactug. Sonnt. 10-12, Berlin W 9, Unkstr. 10. Tei. Lützow 3705 und 8518, Isolierten Kupferdrahf, Litzen und Wachsdrahf, kauft höchstzahlend Ingeoieurbureau Schlichtini Berlin W 9, Linkstrade Tel.: Lützow 3705 und 8518. % Pumgsen für icden Zweck und (iruße,kleinsleHand pumpen zum Seibst- aufstell.uach kosten losen Anleitung. lachmänn. Rai. AltcsSpezialhaus Viele Anerkennung. Carl KSchlin&Co., Berlin SW 68,• Alte Jakobstr. 2U/22 MGeldü! lür jede Wertsache. Höchste Au- kausspreise itir Pfandsdieinei Brillanten. Koidgegenftände. Teppidi«, Bücher usw. Wollt, Frledrichsir.dl HL ScktKochstr. i»oae#<&ibö®®e»®®i> iijredyi iiZlirätott; J i Brunnenetr. 17,| 1 1 Sigarren i Amt Norden 2343. Zigaretten «. ISOT-&0,- 290,- 350,- tafort lieferbar Resnlus- iLomiiiandlt jcs., Berlin, Potsdamer Str. 20. lim mm M Hab« ich rfn schöne« WvHn- kous ohne Läden, mit 3-, i-, 6- und K-Iimmee-Weh- nungernWarmwaffer, Fahr- stuhl, otenhuiznng, ge- tegeitrn Hapotheten. sehr billig für M. 420 000.— zu verlausen. Käufer kann eine O-Ktmmer- Wohnung stder- nehmen. Au«lunst erteilt .fuiius N. Siek, \ Leipziger Strafe 26, 1 Amt Zentrum 12250/53. Kupferdrähte Kabel LUzen für Auslandebcdarf Kauft Kabelvenrieb Plalzburg 4559 I Joachim- Fnedrich- straüe 24.• i "lofflbard-HaHs" F H. Oraff. Ltipz. Str. TS H Z - HScöate»elelbunx g = m Diskret., Rccüste 5 s Gelegcnheits- 2 1£ l\ käuie, Lliren, 5 o Brillanten, s m Schmucksachen. I ■ 10—50% uat. Ladcnpr,> Volksbühne Theater am Bülowplatz. 7Vi Uhr: DerXuhreigen Oper von Wilh. Kietizl._ DentschaH Theater. 7'/; Uhr: luch Ich war ein Jüngling... (Zchvanh). Kr.mniorKpiele. Allabendlich 8 Uhr: Leopoidine Konstantin in Das Weib u. der ilampelmann. Theater«!es Westens Allahendlich T'/jUhr Mia Werber und Hans Wass- ntaan in Die Geisha. Theater i. d. KSrnggrälzerStraße Vs8 Uhr: Der Häuptling. Kosi5d!e;iha&s E: Liselott von der Pialz, Bsrliiier Theater Heute: Geschlossen. Mörsen zum ersten Male: Die Dame Im Praclt. K Central'Thoater Koniinandantanstralie 57. �.t�e Schonst venÄHen. Frieiii'.-W�EiRisi: Tliealer lieBsInjf-Thcater Sommerspielz.: H. Sternberg ll astspiel Uuldo Thielscher: 8 Uhr; Charleys Tante. Dentsches KUnstlcr- Theater. Allabendlich 8 Uhr Max Adalbert m; Die llutschbahn. Walhalla-Theater. 71/? Uhr: 0 sciiöne Zeil o selige Zeit. Rose-Theater. 71/- Uhr; Zum ersten Male 1 Die Frau des Debütanten. 7l/a Uhr Gartenbühne: Das sieht sich jeder an. Vorher Konzert u. Spezialität. rv2u, Kleines Theater. VI, Uhr; Unterm Baume der Erkenn bis Komische Oper Jn'': SthwarzwalteadeL IdüKtsplollaaiis TV. Uhr: S® KZ» MM. Metrogol-Theater. ; uhr 20: Sie FaseWngslee. Venes Onerettenhan«. 2v. u.: Bit laue vcni Zirkus, Palast-Theater uhr: MM Erben. Oper. v. R. Danziger. Schiller Theat. Charl. v/2 uhr: ASMderg. Thalia-Tiieater Tv.u.JasgfeFSiWnenscbein Th.aniXoIlcnAirfplatr. TV. Uhr: BlC Theater d. Friedrit�tstadl 8 U-hr: So eine Frechheit. Versicherung gegen Einbruch. Ein Polterabend. Wallncr-Theater Tv�uhr: ßas ßeselz. Resiöenz-TheatöT. Untergrundb. KlosterstraAie, Ausgang Stralauer Strabe. TtiglichSUhr. Zum 202. Male; Winter- Garten j Täglich 7l/a Uhrt ' August- Spielplan Auftreten des Detektiv Erik Jan Schauspiel von Sudermann. Sonntag! Uhr: Gespenster. Triaüoa-Thoater. Bhf.Friedri chstr. Ztr. 4027 Zivi Tägl. 8 U. Heute z. 327. Male: Sargnts�uf von Hermann Sudermann. Sonntag 4 Uhr; Johann Inf eticr. Katlünsl-Theate? 8 Uhr Stürm. Erfolg 8 Uhr MDMMM. iBfsen-fßöater. Täglich abends 7'/.: mn znmeuRkw. S3onui!r� ItrBiltßübKitzer. Letz.-e Sonatagsauiführung! TP01LÖ THEATER Frjednchstraüe 218 j Dir.: James Klein i *»/. Sonnt. S'/jU?3/.| Maria Rapp iTtr'--'—--"-y Tnr*T¥T�r I. Koloratursängerin von der ehemalig, haiserl. V Oper in Petersburg und Moskau. Carl Bernhard Humorist Ferry Corwey Musik-Clown. Whüby Co. die mysteriöse Tafel. Gdza VaradyT ruppe Gesangs-Tanz-Ensemble. Mia und Gerti Rollschuhläuferinnen. Karl Edler mit sein. Kollegen„Ni�ki". Hansi Injanns Dressurakt. 4 Tavos Luft-Akt. Kinematogratph. Berliner Theater fBafffpieIMcetHon Tvoller Bromm« Sonnabend, den 2. August, 7 Uhr: Zum ersten Male: MMMillW Vaudeville in 3 Akt. v. Pordes»Milo Gesangsiexle von Will. Steinberg Musik von Malter' Kromme HdUptbarstelltt: Käte Dorsch:: Richard Senius Marion Illing.— Oskar Linke. Herbert Kiper. Ludw..Michaelis. Curt BoiS. ttnze: Egon Mangels clorTk. Zeriinsr?r»!sr 7/9 Aastanilnallee 7/9. liep!uii'8 Büimnelfahrt. Srslflassigc» Onciefä. tt,fflai�: Bali. Anfang■JV- Uhr. .follendorlplalz König Krause Volksatück mit Konrad Dreher Melita Petrl Leo Peukert Fried rlchatrasse Ol. Lumpenprinzessin Schauspiel mit SunnapTolnaes Klara Wleth AlwandirpL /Weinbergistg EinSensations-|| PrIr Kßjfl lAug.-Proigramm.F 6 Antonetts I her. Akrob.-Familie. I lianni u. Angela � Luft-Akt. King Lonis ASobn die Todssleittr. ? Jean Clcrmont j Zirkus- Parodie. Schichtei's künstl. Atenschen! !ven Andersen Tanzakt 2 Gezettys akrobat Neuneit. i Hoock&Pauiy, j die Urkomischen. Rud. Mälzer, der sächs. Komiker 1| i Sonnt. 3V« Uhr; jed. Erwachs. 1 Kind frei! j Paul Bienefcld mit Ruth Braun in „Hochzeitsnacht" , Ludolf [ und Mia KoIHsch Kuren Zabel V/crner Groß Musclii Vesta Gesina Kösters u. a. m. . Conf: Flatow HB AmFlUgel.Henschel Hl Kapelle Mundl Neumano. in der Tragödie Kreuiiget siel mit Albert Patry, Maprus Stifter, Harry Lledtke Ecgie: Georg Jacoby Schön eberg Die Sünderin FUinnoTelle mit Erika Glassner Regie: Leo Laako H&eenhelde 7. Woche Die Austernprinzessin Das i.-rCsste deutsche Lustspiel mit Oasl Oswalda, Harry Liedtke, Victor Janson, Juliusratkenstein Regln: Ernst Lubitsoh Wochentag« 6, 8 Uhr Sonntage 4, S, 8 Uhr Sommerfest Konzert und Ball am Sonnabend, den 2, August, Im Saal und Garten Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee 242. 1 Eintritt I Mark(Kinder frei). I Einlallkarten in den mit Plakaten belegt. Handlungen sowie in der 215/12( Geschäftsstelle, W, Potsdamer Str. 56( ferner E)nla£karten erhältlich: N: Schönhauser Allee 182a, Jablonski, Laden; I N; Schönhauser Allee 186, Quoos, Laden; N: Bornholmer Str. 77, Diederich, vorn 3 Tr.; NO: I Marienburger Str. 8, Werse; NO: Oreifswalder Straße 29, Werner; O: Schreinerstr. 38, Matihies;( O: Kleine Andreasstr. 6, Weiner; S: Alexan- I drinenstr. 18. Link; SW: Kreuzbergstr. 46, Niehage;( N: Miers, Weißenburger Str. 7, Freiheit; Pankow: Breite Str. 16a, Rockstuhl; Neukölln, Richard-( Straße 116, Pasewaldt; Britz: Germania-Promenade 20, Borsch; Lichtenberg: Finowstraße 15, I Adamek, Gieseiastr. 26. Brandt; Treptow: Moos- 1 dorfstr. 4, Antz; Steglitz: Beifortstr. 32, Kersten;( Wilmersdorf: Trautenaustraße I. Dr. Korn: Char- lottenburg: Windscheidstr. 29, Dr. Kunkel. Mieterbund Gro6=Berlin. steppschuh D. R. P. Hervorragend warmhaltend und wasserdicht. Ohne Bezugsschein erhältlich. Prima Sohlen, daher auch draußen zu tragen. Da nur kleiner Vorrat empfiehlt sich geil. sofortKe Bestellung mit Größenangabe(Nummer oder Zentimetcrentfernung, Hacke bis zur großen Zehe). Preis 13,75 M. für Damen, 16,50 M. für Herren. Versand gegen Nachnahme Kapok-Werke, Abt. Schuhversand, Potsdam ISS. SchcBubuB*!! i am Andrcasplatz, Andreasstr. 64, Konkordia. Ringkämpfe Internation. Konkurrenz. 20 Kanonen aller Länder. 'Vem- Rellnx Porten„Ihr Sport41 „Die rollende Kugel" nach Dostojewski. Persönliches Auftreten: Bonita Berol. Vorstellungsbeginn 6 Uhr. Sonntags 4 u. 7 Uhr. Beginn der Ringkämpfe ca. 8Vz Uhr. 15;2| R1ENT. MoiP VmsMn Am I/ntcrgrondbahnhof Stadtpark Inn» brucker Straße 43.* S.&&/nh<£3ird iFspum!k I■! ff II I. I....... I5$@r frfrein seih Ist«gut Vblksausgabe l-SO-Tausend M.3.-Brofh. franks A'oveUeniuch ist die._ grosse Dichtung unserer Zeit gegen den Krie&oeQcn den Vö/her/tass- gegen die Gewalt. Diese Schöpfung reisstdos Tor zum neuen Zeitafter auf und leuchtet in dem Zeichen der Zu- kunftzW'elthn'iderschaFf. DasWerkist die erste Proklamation eines deutschen Dichters zur interna fiono/en' revolutionären Solidarität. Durch all* Buchhandlungen zu beziehen— Gu stov Ki epenh eacrVferkatyPotsdain am SStrausbergcrl Platz das größte und schönste I Konzert-Gaf6-Kabarett in Berlin 0. Hugo Haneid.— TonkOnstier- Konzert(10 Solisten). Habanera d'Soio G. Oroeg o. Partnerin Bernhard Bernbardy Habanera Dnett Hertha Loewe Kurt Bois Anfang Wochentags 7 Uhr, Sonntags 4 Uhr. v � im Lustspiel � Die beiden Gatten der Frau Ruth mit Kurt Götz Verleisef! H. Galeen Regle: R. Blebradi Wocfienlags ob 5 Uhr/ Sonnlags ob 3 Uhr fb-'tozAVaX-ZR a ä Theater n.Kottbus.Tor Allabendlich 7 Uhr Slite-Sänger 9 ehem. MitsJ. der Stettiner Sänger Humor. Spielplan Sommernretse I Bliitlip-Konzert. Voigt-Theater SabftrafiC 58. 71/, Uhr: Die Met-(Ml. Vorher: Variete-Vorstellunjf. Eröffnung 3 Uhr, Anfang 5 Uhr. Jed. Mittw., Sdb..Sonnt.: vaN. am Bbf. Friedricbstr, Schleifenbahn Figur- 8- Bahn Berg- und Talbahn Taifun-Rad üüppoöroin-HoblESse! Werktags ab 3, Sonnt. 4 U. ieiv päjläst Eva May jsn Lus/s/xe/ Das icrichte Heg s.f s**#**: Reichshall.-Tneater Alladendiich 7-, Uhr: Stettiner Sänger Meysel, nritton Max Steidl usw. HeichshaUen Dönhoff Brettl Reue» Programm! Anfang Vl/�, Sonnt. 5 Uhr. -t Voikssiäck mit Ronklili vredek MM Petri Leo Peukert Wochentags 6, 8 Uhr Sühntags 4, 6, 8 Uhr w p Möbei! Schlafzimmer Schrank, Steilig m. Spiegel, fompL, M. 1850.� Küchen ht allen Farben— Tteillg, M. 395.- Wohnzimmer Nußdaum und lackiert von M. 875.- an Sofas c« prima Stoffnerarbelwng, DL 375.— Einzeimöhei wie Kleiderschränke, Vcr- tikows, Bettstellen, Spiegel usw. äußerst preiswert. Stolzmann, Belle«Alliance-Str« ICO Zahlungserleichterung auf Wunsch. Friedenau, nahe Kaiser-AIIee, habe ich ein hoenherr- schaifliches. rentables Wohnhaus in knapp II lachet Miete mit Zentralheizung und Warmwasserversorgung, 4- und 6-Zimmer-Wohnungen, geregelten Hypotheken, zum äußerst billigen Preis von Mk. 200 000__ zu verkaufen. Mieten sind noch sehr niedrig. Eine 4-Zimmerwohnung kann per I. Oktober bezogen werden. Auskunft erteilt Mus M. Bier, Leipziger Straße 26, Zentrum 1225753. Noch Friedensware a.echt Bessem.Material. daher 30nial«lanerhatter als»JErsatr" je ier Art! DauersBesen • für Hof und Straße. Gew. Größe M. 10, mittelgroße M. 12, extragroßc M. 14. B.Simon, Berlin SW, Fabrikgeb., Lindenstr. 108. Ädralrals-Palasl Internatton. BingUampJe um den Preis der [ Deutschen Republik. Anfang 8 Uhr. Admlruls.Kino. Der Weg, der zur Verdammnis führt. I. Teil. M'ii.MMWrzelie Hohenschönhausen, mit Ernte, Laube usw. sofort verläuflich. Lagertane 150, Postamt 2. vlo BoUex» von Los Cuerros* Turmstr. 12 Das Geheimnis von Mayeriing. A lexandcrpl atz- Passage. Friedenau, Rneinstr. 14 Lotte Nenmann im Filmspiel Das Narrenschloss. Wochentags 6, 8 Uhr, Sonntags 4, 6, 8 Uhr Vorverkauf 12— 1 Uhr an der Tageskasse. Freikarten ungültig lÜSbel-Tahrik Kod. Seelisch� BERLIN 0 112, Rigaer Str. 71— 73a 3 Minuten vom Bannhot Frankfurter Allee, empfiehlt gute preiswerte Möbel. Einrichtungen in jeder Preislage. Ganz besonders große Auswahl in ScWal-, SpElse-.Woün-, BeFrenzinunera jedem Goschmack entsprechend-* 154 Musterräume. Lagcrräum. 6696a!Ät.gr. Versand nach allen Platzen Deutschlands. Besichtigung lohnend, ohne K�afzwung. Wochentags von 87z— 7 Uhr ceöffnet. mmmMmmommKammä» Wieder eingetroffen! Draht 1—5 m/m für Oefiechtx- und Matratzenfabrikation la rer- zinkt, auch blankgezogeoer Federdraht Polsterdraiit 2�—4 m/m. 48bD „Berolina"?".',"«* Tel. Norden 10026 und 10581 6r r ü ii a ii preiswerte Vilienbesitznng sofort beziehbar. SV. Morgen mit prachtvollem Park und Obstplantagen(2V. Morgen), 3 Zimmer, Gärtnerhaus etc., Villa enth. 7 Zimmer, ca. 2 Min. vom Bahnh., für 2500�1) M. verkäuflich. Isr. Schmidt Söhne, Leipzig.Str 112,E.Maaerst. Zentrum 126 0-3 u. 30�6. SeiöStinöiget MWe-m. da Wohnungsmangei, unverhelraleler. mit Erfahrung In der Beardeiwng»an Stahlrohren größter Dimensionen, von Werf in der Nähe Berlin« geiudii. Schriftliche Angebote mit genauer Angabe bisheriger Täiigkett unter Z 30 Souptejp.„Vorwärt«-. Suchen für»uferen TDerfplot} In Subotb. Kanalstraße, einen durchaus zuoeriäfstgen Aufseher, dem die Besorgung de« RUstaeuge« usw. und eine Anzahl Ardeiter untersteht. Eventuell fre:e Wohnung. Gelernter Zimmer- mann bevorzugt. Schrift!. Meldungen mit Zeugnisabschriften, Angabe der bisherigen Tätigfeit nebst Lohnansprüchen ein- zusenden an� 3500d ——1-— A L____—----- 10, Am Köllnifchen Pckrl t. BeiöS Frsncke, eSÄ,eU,,*n" Die Garde-Train-Abteilung. Abwickelungsftclle(Se. fpaimkommando. batBe- darf an 10 stadtfundigen Fahrern. ES kommen nur Leute mit einwandfreier Führung, di» im Besitze idrer Miiitärvaptere sind, in Betracht. Löhnung wie nichtkämpsende Reichs- wehr undFamilienzulage. Meldung bei der tZärde-rrsili-AbteHuiiz 2. Garde■ Dragoner- Kaserne, Berlin SW.6I Blücherstr. 26 (Zimmer 147). 497D )k«gel.MeilsMWe gefudt. 14,16 Chcmlftftc Sobrlt, Avmirnlstr. 11._ Tischler auf beffeet Herren» ä immer nach Zeichn 18ZD' u. Speise- vertongt Z-lzer& SInht. Somtnienec Str. 35, Tischler im Lohn u. Akkord, a. Speise- u. Herrenzimmer, stellen ein Uli-les& Zleumaun, Ropcrnitusftr. 33._(• Juwelen- Monteure, Goldschmiede, Fasier, möglichst mst Nebenarbeiten vertraut, bei gutem Lohn in dauernde Stellung gesucht. GoldwarensabrL.Beinstock S m. d. H. Berlin W., Mohren str 16. Eoldpoliererin in dauernde Stellung ge- sucht. Soldwarenfahr J.Wcinstock G. nt. b. H. Berlin 4V., Mohrenftr. 16. Ludolf u. Mia Kölliscta] RCina v. Postema Karl Stöhr Müsch! Vesta Paul Coradini Mizzi Schöiibeck u. a. m. Conf.: Heinslus Am Flügel; Sawade Kapelle: Ebener Dentozon 6-MMW aTitisepiischeHmTdwasser'Iabie'öeri 1© Der neueste Forlschritt in Zahn- und Mundpflege-Hygiene. Jeder stellt sich sofort sein tägliches Mundwasser selbst her. BS iene.• Hildesfisimer Platz habe ich ein schöne«, med Eckhaus ohne Hinlerhau« zu verkaufen. Da« Hau« m. allem neuzeitlichen Komfort versehen, hat nur wenig Mietsparteien. 5- und fi- siimmer-Wohuungen, meh- rero Läden, 2 Atelier« und ist in rund tOfachcr Miete für M. 480000.- zu er- werben. tllliiu« A. Bier. Leipziger Straße 2<1>» Zentrum 12250/53. StraSen-u.Harkttäiidler für tonturreuzio» billigen ßebrouchsattifei fof. gel. Meldungen von 8-10 vorm. Doljcnlfcin A Co., ftotlbufer Ufer 39 40. MMlIWI! ingendliche, di« 18 Jahren, zum Einpacken von Waren sofort ge- �Meldungen in unserer Per- fonatverwaitung. III. Stock, von 11— IZ Uhr vormittag« oder 5—7 Uhr nachmitlag«. Kaufbaus des Westens G. zu b. S. Berlin WSO, Tanentzienstr. 21/64 H ilfsarbciter- innen::: mlt~ guter Führung, tür unsere Laboratorien gesucht. 34g4b Clektro-Osrnosc, A..G., Lindenstraße 35. �Stepperin sowie mehrere jüngere Mädchen ftir ieiatte Näharbeit für tnein Pußateliet sofon verlangt Sirgmund hoogen, wuUftr. 11/12. 14/15 Mtrimn ftir«leider, Röcke und Zacken Isfort gesucht._ Meldungen in unserer Per sonalverwaituvg, Iii Stock, von lv— 12 Uhr uotmiltag« oder 5—7 Uhr nachmittag«. Kaufbaus des Westens Berlin V 5?.Tau«ittieustr.tl/24.